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Fragenkatalog zum OEK Biedermannsdorf

Fragenkatalog zum OEK Biedermannsdorf, 20. Juni 2013 Das Örtliche Entwicklungskonzept ist verordneter Bestandteil des Örtlichen Raumordnungsprogramms und wird daher vom Gemeinderat beschlossen sowie mit Bescheid der Landesregierung genehmigt. Durch diesen Gemeinderatsbeschluss bewirkt das Örtliche Entwicklungskonzept eine Selbstbindung der Gemeinde. Die Widmungen im Flächenwidmungsplan haben in Übereinstimmung mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept zu erfolgen.

1) Lage im Raum und Umlandbeziehungen - Generelle Überlegungen a. Wie hat sich die Gemeinde bisher entwickelt? Was ist typisch für den Ort? b. Wie soll sich die Gemeinde in Zukunft entwickeln? (Welche/r Entwicklungsschwerpunkte/r soll/en künftig gesetzt werden (Wohnen, Betriebliches Angebot, Tourismus, Sport etc.) c. Wie können diese Ziele erreicht werden? Auf welchen Stärken kann aufgebaut werden, welche Schwächen gilt es auszubessern?

2) Naturraum und Umwelt a. Gibt es Bereiche, die als erhaltens- und schützenswerte Grünzonen betrachtet werden können, da sie als Rückzugsbereiche für Tiere und Pflanzen gelten? b. Gibt es Bereiche, in denen o.g. Grünzonen Aufwertung bzw. vermehrter Pflege bedürfen (z.B. Ufervegetation entlang Bachläufen)? c. Gibt es Naturräume, die einer Vernetzung bedürfen (z.B. Biotopvernetzungen)? d. Gibt es notwendige Maßnahmen im Naturraum, die (gemeinde)grenzüberschreitenden Charakter aufweisen? e. Wo gibt es wichtige kulturlandschaftliche Elemente, die geschützt werden sollen (z.B. Schönbrunner Allee)? f. Sollten/Könnten naturräumliche Maßnahmen als "Puffer" eingesetzt werden? (Abhalten von Wind, Lärm, Emissionen auf Siedlungsstrukturen) g. Ist die Gemeinde mit dem Bestand an ortsnahen Grün- und Erholungsflächen zufrieden? h. Gibt es Bedarf an Verbesserung/Attraktivierung ortsnaher Erholungsflächen? i. Gibt es landwirtschaftlich besonders wertvolle Flächen? j. Gibt es außerhalb des Ortsbereiches Flächen, die künftig einem Funktionswandel unterliegen? (z.B. Kulturumwandlung wie Aufforstung, Errichtung von Windschutzanlagen, Neupflanzungen) k. Wie ist die künftige Entwicklung der Wienerberger-Abbaufelder zu beschreiben? Gibt es Erweiterungsabsichten? Evtl. Überlegungen zur Nachnutzung? Wären die Flächen ein Thema für das SUM-Landschaftskonto?

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3) Bevölkerungsentwicklung / Siedlungsstruktur Die Gemeinde Biedermannsdorf liegt in einer bevölkerungsdynamischen Region. Für den Bezirk Mödling wird ein Bevölkerungswachstum von ca. 17 % vorausgesagt (Zeitraum: 2009 - 2030). a. Möchte die Gemeinde Bevölkerungswachstum (v.a. Zuzug) begünstigen oder eher hintanhalten? b. Rein rechnerisch findet die Gemeinde mit ihren Baulandreserven im oben angegebenen Zeitraum das Auslangen. Sind die Baulandreserven künftig in ausreichendem Ausmaß verfügbar? c. Welche Schritte könnten gesetzt werden, um Baulandreserven vermehrt zu mobilisieren? d. Wird künftig eine (flächenhafte) Siedlungserweiterung angestrebt? e. Ist die Gemeinde bestrebt, über aktive Bodenpolitik (z.B. Grundstücksankäufe) Einfluss auf den künftigen Wohnraum zu nehmen? Eine aktive Bodenpolitik mitsamt Festlegungen von Bebauungsbestimmungen hat hohen Einfluss auf die preisliche Ausrichtung des künftigen Wohnraumes und letztendlich auch auf das künftige soziale Gefüge der Marktgemeinde Biedermannsdorf. f. Gibt es bestehende Bauensembles, die geschützt werden sollten? (Abgesehen vom eigentlichen Denkmalschutz; zu Verstehen als Festlegung im OEK, evtl. weiterführend im Bebauungsplan) g. Gibt es Ortsrandgebiete, über die sich die Gemeinde im zeitlichen Wirkungsbereich des OEK nicht hinaus entwickeln will? (Festlegung von Siedlungsgrenzen im OEK) h. Ist die Gemeinde mit dem Bestand an innerörtlichen Grün- und Erholungsflächen zufrieden? i. Gibt es Bedarf an Verbesserung/Attraktivierung von innerörtlichen Grün- und Erholungsflächen? j. Verfügt die Gemeinde über ein ausreichendes Angebot an Flächen für sportliche Aktivitäten?

4) Verkehr und Mobilität a. Gibt es Bereiche, die einer Attraktivierung des Fußverkehrs bedürfen? b. Gibt es Bereiche, die einer Attraktivierung des Radverkehrs bedürfen? (sowohl Radwege als auch -abstellanlagen etc.) c. Ist das Parkplatzangebot ausreichend? d. Gibt es Konfliktpunkte wie z.B.  schwer einsehbare Straßen/Kreuzungsbereiche?  Bereiche mit Staubildung?  Straßenbereiche in denen häufig Nutzungskonflikte auftreten (Fußgeher-Radfahrer-Kfz)? e. Gibt es Unfallhäufungspunkte? f. Sind die Geschwindigkeitsbeschränkungen im Gemeindegebiet noch zielführend? g. Gibt es Bereiche in denen häufig Geschwindigkeitsübertretungen beobachtet werden? h. Ist man mit der Angebotsqualität an öffentlichem Verkehr in der Gemeinde zufrieden? Sind die Bus-Haltestellen im Ortsbereich adäquat situiert? i. Gibt es absehbare Entwicklungen, die den Bhf Biedermannsdorf-Laxenburg und dessen umgebendes Areal (inkl. Zufahrt, Parkflächen etc.) betreffen?

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5) Wirtschafts- und Betriebsstruktur a. Ist es der Wohnbevölkerung möglich, ihren täglichen Bedarf durch die Inanspruchnahme der innerörtlich gelegenen Betriebe zu decken? b. Gibt es im Ortsgefüge Bereiche, die künftig einem Funktionswandel unterliegen werden? (z.B. bestehende agrarisch geprägte Bereiche, die künftig nicht mehr oder nur mehr vermindert genutzt werden?) c. Wenn ja, ist deren Nachnutzung bereits geklärt?

6) Technische Infrastruktur Die Gemeinde Biedermannsdorf verfügt grundsätzlich über eine gute Ausstattung mit technischer Infrastruktur. a. Gibt es Vorhaben in der Gemeinde, die einen Ausbau der techn. Infrastruktur künftig notwendig machen? b. Gibt es, neben dem Anschluss ans Fernwärmenetz Mödling noch weitere Vorhaben im Bereich der Nutzung (umweltfreundlicher) technischer Infrastruktur (z.B. Anbringung von Solarpaneelen an öffentlichen Gebäuden etc.)? (Festlegungen im Bebauungsplan können die Nutzung der Solarenergie bspw. durch eine einheitliche Dachflächenausrichtung begünstigen.)

7) Soziale Infrastruktur a. Kann die Gemeinde den in Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung abzuschätzenden Bedarf an Bildungs- und Erziehungsinfrastruktur in ausreichendem Maße abdecken? b. Sind die zur Verfügung stehenden Flächen und Räumlichkeiten geeignet? c. Verfügen die Institutionen und Vereine in der Gemeinde über ausreichend Räumlichkeiten zur Erfüllung ihres Vereinszweckes?

dieLandschaftsplaner.at ZT-GmbH

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