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Das Branchenmagazin der Druckerei Hellendoorn Ausgabe 03 | August 2013

Rainer Flohe

Geistige Eigentums­rechte im Zeitalter der Digitalisierung ... Seite 3

„Der Kunde steht im Mittelpunkt” MPP-Sprecher Jens Wahren

Stop! Das war doch meine Idee.

im Gespräch ... Seite 6

Dinge geregelt bekommen mit Wunderlist ... Seite 7


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Liebe Leser, willkommen zu einer neuen Ausgabe vom media4you – diesmal nicht als Broschüre, sondern in einer klassischen Block-Ausführung, was auf den ersten Blick sonderlich erscheint. Wir möchten Ihnen mit den kommenden Ausgaben der Media4You die Produktionsvielfalt unserer Druckerei zeigen und dazu gehören auch Werbe- und Notizblöcke, die trotz i-Pad und Tablets mit Mind Maps und Tastatur nicht überflüssig werden. Die Titelgeschichte dieser Ausgabe befasst sich mit dem Schutz von geistigem Eigentum. Als wir mit der Recherche für diesen Beitrag begannen, stellten wir ­schnell fest, dass man so ein Thema nur mit der Unterstützung eines Juristen professionell darstellen kann. Ich bin daher sehr froh, dass es uns gelungen ist, den Rechts­anwalt Veit Reichert für einen Gastbeitrag in unserer Kundenzeitschrift zu gewinnen. Als Experte im Bereich Datenund Medienrecht wirft der Frankfurter Jurist ­einen Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten des Schutzes geistigen Eigentums. Auch in Zukunft wird Herr Reichert uns bei Fragen des Medienrechts mit Rat, Tat und Tipps zur Seite stehen. Sie sehen, es lohnt sich immer einen Blick in die aktuelle Ausgabe der media4you zu werfen! Oft werde ich von Kunden gefragt, ob unser neues Netz­ werk MPP reiner Selbstzweck oder ob es auch aus Kundenseite Sinn macht und Vorteile bringt. Wir haben dazu ein Gespräch mit unserem Sprecher Jens Wahren geführt und ihm dabei auch kritische Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße,

Thomas Westhuis Druckerei Hellendoorn

Besuchen Sie uns online unter: www.hellendoorn.biz

media4you No. 03

Nordhorn staunt + lacht

Druckerei Hellendoorn unterstützt das 23. Internationale Straßenkulturfest Nordhorn 2013 Am 24. und 25. August war es wieder so weit, die Stadt Nordhorn als Veranstalter und Heinz Siemering als Festivalleiter präsentierten zum 23. Mal das beliebteste Fest in Nordhorn. Wie jedes Jahr waren die heißbegehrten Karten für die Varietéveranstaltungen im Zirkuszelt im Stadtpark schon frühzeitig vergriffen. Wer nicht das Glück hatte, eine Karte zu ergattern, konnte sich jedoch zwei Tage „umsonst & draußen“ in der Nordhorner Innenstadt amüsieren und begeistern lassen. Die attraktive Innenstadt wurde wieder zur großen, pausenlosen Varietébühne auf der zahlreiche Künstler, Komiker, Schauspieler und Artisten dem staunenden und begeisterten Publikum Abwechslung, Unterhaltung, Erlebnis, Spaß und Atemlosigkeit boten. „Das Fest ist jedes Jahr ein Höhepunkt für mich und ein herausragendes Kulturereignis der Stadt“, betonte Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn. Das Wunderbare, zu allen Attraktionen in der Innenstadt war der Eintritt frei. Das ist dem Veranstalter, der Stadt Nordhorn, und den zahlreichen Sponsoren zu verdanken. Auch die Druckerei Hellendoorn unterstützt alljährlich diese faszinierende Veranstaltung, die in Nordhorn für ein mittlerweile unverzichtbares Stück Lebensqualität sorgt, die es unbedingt zu halten und zu steigern gilt. 02


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Titelthema

Geistige Eigentums­ rechte im Zeitalter der Digitalisierung

W

as sind eigentlich Eigentumsrechte und was ist geschützt? Wieso muss man aufpassen, was man auf Facebook mit anderen „teilt“? Schützen Urheberrechte unser gesamtes geistiges Eigentum? Unsere Titelgeschichte von Rechtsanwalt Veit Reichert gibt Auskunft.

Stellen Sie sich bitte folgende Fälle vor: ft arscha Nachb r e d lbstntner in l mit se e k n Ein Re E e r , die de nkt sein gautos besche u e lz n e ie ff d en Sp e verblü k r a gebaut lm e öchten ten Ed wann m d n e bekann g Ir n sehen. schöne er die ähnlich d in K n ge heit ndere te Gele u g auch a e t zur in en. E rdiens g e a v z w t t r a Spo en Zus en klein für ein Rente. kargen

Der 15-jährige Kevin teilt sich mit seinen Facebook-Freunden tagtäglich alles, was ihm gefällt: Grafiken, Fotos, YouTube Videos und vieles mehr.

d r wir uf e n g i ra es eb-D unden da ass W r e K D ,d inem gemacht e s te n vo mier sam m k r a r e er g aufm ihm pro uch d a r a n b o die v age offen . Sie verp llt r e Hom renz gefä ayout, nu L ur Konk dasselbe ndert. t e rä ht ve wend c i e l ich farbl

All diese Fälle haben gemeinsam, dass geistige Eigentumsrechte tangiert sind und sich Inhaber solcher Rechte wehren oder wehren möchten.

Was sind geistige Eigentums­ rechte? Die Idee geistiger Eigentumsrechte ist gemessen an der Geschichte des Rechts relativ jung. Geistige Rechte waren bis weit in das Mittelalter völlig unbekannt und das Anfer­ tigen von Kopien eines Buchs war als Problem unbekannt. Es wurde einfach abgeschrieben. Künstler standen meist in Lohn und Brot adliger Herrscher, so dass ein Künstler keine Not hatte, direkt aus seinem Werk Einnahmen erzielen zu müssen und der Herrscher ohne störende Rechte des Künstlers nach seinem Gutdün­ ken schalten und walten konnte. Der Begriff des Plagiats media4you No. 03

war nicht unbekannt, spielte aber lediglich für die Künstlerlehre eine Rolle. Erst mit der persönlichen Freiheit von Künstlern wurde es notwendig, geistige Ideen als Einnahmequelle zu erschließen und Ideen zu schützen. Gleichzeitig wurde das Kopieren durch den Buchdruck einfacher und der Drang nach Schutz größer. Damit kamen geistige Eigentumsrechte in die Welt: Dabei wird eine geistige Idee nicht als solche geschützt, vielmehr in ihrer körperlichen Form als Werk oder als Werkstück. Der Inhaber eines solchen Rechtes kann bestimmen, ob überhaupt und wer wie viele Kopien seiner Kreation in welcher körperlichen Form erstellen darf und welcher Betrag dafür an ihn zu zahlen ist. 03


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Manche gute Idee ist schutzfähig Sehr grob kann geistiges Eigentum in ästhetische und technische Schutzrechte unterteilt werden. Zu den bekanntesten technischen Schutzrechten dürften Pa­ tente und Gebrauchsmuster gehören, zu den bekanntesten ästhetischen Schutzrechten Geschmacksmuster, Kennzeichen und Marken und letztendlich Urheberrechte.

Patente

schützen eine technische Erfindung. Damit ein Patent Schutzrecht genießt, muss es angemeldet werden und eine bisher nicht dagewesene Lösung eines tech­ nischen Problems darstellen. Es muss also neu sein. Der Inhaber eines Patentes darf während der Laufzeit seines Schutzes alle anderen von der Verwendung der tech­nischen Erfindung ausschließen und hat damit hervorragende Möglichkeiten zur Vermarktung seiner Idee. Ähnlich verhält es sich bei Gebrauchsmustern. Sie unterscheiden sich nur gering von Patenten, so gibt es marginale Unterschiede in Bezug auf die Neuheit der Methode.

Bei den zu den ästhetischen Schutzrechten zugehörigen Kennzeichen und Marken dürfte die Möglich­ keit, Unternehmen und deren Produkte und Dienstleis­ tungen zu unterscheiden, im Vordergrund stehen. Marken und Kennzeichen müssen nicht zwingend eingetragen werden und können auch durch langjährige Verwen­dung und allgemeine Bekanntheit einen Schutz genießen. Die tatsächliche Eintragung dürfte jedoch in den meisten Fällen das erfolgversprechendste Mittel zum Erreichen eines Schutzes sein. Markeninhaber können dabei nicht nur ­andere von der Verwendung der eigenen Marke ausschließen, vielmehr genießt eine Marke sogar Schutz vor einer Verwechslung bei ähnlichen Marken in gleichen oder ähnlichen Branchen. Die gängigsten Markenformen sind die Wortmarken, bei der das Wort an sich geschützt wird, die Bildmarke (Logo), bei der die gestalterische Darstellung geschützt ist und die Kombination aus beiden, die Wort-/Bildmarke, bei der das Wort in seiner gestalterischen Form geschützt wird. Den weitesten Schutz dürfte dabei die Wortmarke besitzen, da es eben auf das Wort an sich ankommt und nicht auf die konkrete Gestaltung, während bei einer Wort-/ Bildmarke die Änderung der Gestaltung meist nicht mehr zu Verwechslungen führt. Je allgemeiner der Schutz, umso mehr können andere von der Verwendung ausgeschlossen werden. Markenrecherchen können auf der Homepage des Deutschen Patent- und Markenamtes unter www.dpma.de sehr bequem durchgeführt werden.

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Ebenfalls zu den ästhetischen Schutzrechten gehört das Geschmacksmuster. Dabei wird eine ästhetische Gestaltungsform, wie Design, Farbe und Form und deren Zusammenspiel geschützt. Damit ein Geschmacks­ muster in das entsprechende Register eingetragen werden kann, muss eine Eigenart des Musters vorliegen und das zu schützende Werk muss neu sein, unabhängig davon, ob es sich um eine zwei- oder dreidimensionale Form handelt. Letztendlich wird bei einem Geschmacksmuster auch nicht die geistige Idee an sich geschützt, sondern die konkrete Gestaltung. Der Sportwagenhersteller aus unserem Beispiel hat im Zweifel die dreidimensionale Form seiner Fahrzeuge geschützt. Er wird sich also da­gegen wehren können, dass ein ­Dritter diese Formen für seine eigenen Produkte gewerblich nutzt.

Urheberrechte in der Medienwelt Ein weiteres geistiges Eigentums­ recht ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt, nicht zuletzt haben Abmahn­ anwälte für eine gewisse Prominenz gesorgt: das U ­ rheberrecht. Das Urheberrecht gewährt Schutz bestimmter Werke auf kulturellem Gebiet. Geschützt sind Bilder, wobei damit auch „laufende“ Bilder gemeint sind, wie Filme, Videos und TV-Sendungen. Geschützt werden Texte, Artikel, Bücher und sonstige Text-Beiträge, Fotografien, Gemälde, technische Zeichnungen und Landkarten, Werke der Architektur und plastischen Kunst, Musik, Liedtexte, Tonaufnahmen und Gesangsdarbietungen und letztendlich sogar Datenbanken und Computerprogramme. Gemein ist all diesen Werken, dass auch hier das Urheberrecht nicht die Idee an sich schützt, vielmehr die konkrete Gestaltung, sprich das Werkstück an sich. Damit ein Urheberrechtschutz entsteht, muss eine gewisse geistige „Schöpfungshöhe“ erreicht sein, wobei die Geburt des Werks ausreicht. Eine Registrierung ist nicht notwendig, was auch den Grund erklärt, dass zum Beispiel Titel und Benennungen regelmäßig in allgemein zugänglicher Form veröffentlicht werden, damit der Nachweis entsteht, wann dieser Titel „auf die Welt“ kam. Der Web-Designer aus dem zweiten Eingangsbeispiel hat als Urheber einen Schutz, wenn das von ihm entworfene Layout eine geistige Schöpfungshöhe hat, seine Arbeit besonders kreativ und prägend war und nicht nur aus Stan­ dardelementen besteht und seine Umsetzung auch neu war. Neben dem Schutz des Designs kann daneben auch Schutz für die Inhalte und den verwendeten Programmcode be­ stehen.

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Titelthema Besteht ein Schutz, kann der Inhaber eines Urheberrecht­ schutzes Nachahmern die Verwendung des Werkes unter­ sagen. In der Regel wird dabei neben der Untersagung auch ein Schadensersatz geltend gemacht, der häufig in der Nach­lizenzierung besteht. Hier hat sich eingebürgert, dass die marktgängigen Kosten als Nachlizensierung zu zahlen sind.

Teures „teilen“ auf Facebook Facebook bietet die sehr einfache technische Möglichkeit der Rechtsverletzung: das „Teilen“, heißt die Übernahme von Inhalten auf der eigenen Facebook-Präsenz, was zu einer eigenen Veröffentlichung und damit Haftung führt. Besteht eine urheberrechtliche Rechtsverletzung, kann dies zu erheblichen finanziellen Folgen führen. Neben dem Honorar für einen Anwalt, den der Rechteinhaber sofort beauftragen kann, muss nachlizensiert werden. Über den „Wert“ der Facebook-Präsenz mit durchschnittlich 2.000 € kann natürlich trefflich gestritten werden. Die technischen Schutzrechte spielen meist zwischen Unternehmen eine Rolle, die Bedeutung des Urheberrechts hat sich jedoch viel stärker in den Konsumentenbereich verschoben. Konnten Nutzer des Urheberrechts früher Kopien nur in qualitativ minderwertiger Form anfertigen, reichen heute wenige Mausklicks am Computer, um eine verlustfreie Kopie zu erhalten. Mussten früher ganze B ­ ücher langwierig abgeschrieben oder der Aufnahmeknopf am Kassettenrekorder für eine analoge Aufnahme gedrückt werden, reichen günstiger Speicherplatz oder ein Internetzugang, ein Computer und allgemein verfügbare Programme aus, um 1:1-Kopien anzufertigen. Galten früher Sammlungen mit 200 Langspielplatten bereits als ambitioniert, dürften sich Festplatten mit 10.000 Musikstücken inzwischen eher im unteren Bereich bewegen. Wenngleich durch verschiedene Urheberrechtsnovellen und sogar Verabschiedung eines Leistungsschutzrechts für Verlage, Massenabmahnungen der Nutzer von Tauschbör­ sen und der Verwendung von Plagiatssoftware bei wissenschaftlichen Arbeiten das Pendel deutlich in Richtung einer Stärkung der Rechteinhaber schwingt, dürfte der durch die Digitalisierung angestoßene Prozess der massenhaften Verbreitung der Kopie von Kulturgütern unumkehrbar geworden sein.

Der Flug über den ­Schrebergarten Vor gut 50 Jahren beschäftigte Juristen, ob Flugzeuge beim Überflug Rechte von Grundstückseigentümern verletzen, was uns aus heutiger Sicht absurd erscheint. Möglicherweise stehen uns grundlegende Umwälzungen im Bereich der geistigen Eigentumsrechte bevor, so dass in zwanzig Jahren die aktuellen Diskussionen überzogen erscheinen. Fakt ist, dass die Möglichkeiten, geistiges Eigentum massenhaft, günstig und schnell zu verletzen, ganze Geschäftszweige und -modelle erodieren lässt und den Rechteinhabern gewaltige Umbrüche bevorstehen. Dabei kann es nicht darum gehen, Urhebern Rechte zu nehmen, damit die Lebens­wirklichkeit Anderer legal wird. Vielmehr überholt bereits jetzt jede technische Möglichkeit die aktu­ellen recht­lichen Diskussionen und die Handlungen des Gesetzgebers ohnehin. Es soll nicht vor technischen Möglich­keiten kapituliert, aber die Rolle des Urhebers, seines Geschäftsmodells und seiner Stellung in der Gesellschaft muss neu gedacht werden. Mit härteren Strafen und Gesetzen wird nichts erreicht werden, wenn überhaupt, dann nur verlangsamt. Oder was wäre das Ergebnis gewesen, wenn demjenigen, der unbe­rechtigt ein Buch abschreibt, das Schreiben verboten worden wäre? Die Monetarisierung geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter durch den Schöpfer einer Idee bedarf neuer Geschäftsmodelle und uns bisher unbekannte Marktteil­nehmer werden die Gewinner sein. Veit Reichert

Kontakt: Anwaltskanzlei Reichert Kaiserstr. 13 t am Main 60311 Frankfur 62 740 Tel.: +49 69 17 32 62 749 Fax: +49 69 17 32 e Mail: infowakvr.d www.akvr.de

Unser Gastautor, Rechtsanwalt Veit Reichert, ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und externer Referent an der Handelsakademie der Volkswagen AG in Braunschweig. Zurzeit bereitet er sich auf den Fachanwalt für IT-Recht vor. Er betreibt eine eigene Kanzlei in F ­ rankfurt am Main. 05


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Interview

Wir stehen für mehr als gemeinsamen Einkauf! Interview mit dem MPP-Sprecher Jens Wahren

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ie Kundenzeitschrift der Media4you ist ein gemeinsames Projekt des Netz­ werks „MedienPrintPartner“ (MPP), ein Zusammenschluss von mittelständischen Druck- und Medienunternehmen in der ge­samten Bundesrepu­blik. Was ist Sinn und Zweck eines solchen Netzwerks? Wir sprachen mit Jens W ­ ahren, dem Sprecher der MPP.

Herr Wahren, Netzwerke gibt es ja wie Sand am Meer, wieso jetzt auch noch ein Druck- und Mediennetzwerk? Mit dem Zusammenschluss verschaffen sich unsere professionellen und am Markt etablierten Druckereien einen wei­teren Wettbewerbsvorteil: Sie bündeln ihre Kräfte und sind nach außen stärker als bisher. Diese Bündelung, wie Sie es nennen, kommt aber dann ausschließlich den Druckereien zugute. Von Ihrem gemeinsamen Einkauf habe ich als Kunde ja nichts, oder? Ganz im Gegenteil! Wir stehen für viel mehr als gemeinsames Einkaufen! Denn das Netzwerk verschafft den einzelnen Unternehmen ja nicht nur Preisvorteile und bessere Marketingmöglichkeiten. Es verhilft den Druckereien auch zu einer Verbesserung von Qualität und Expertise. Alle Mitglieder können jetzt über die Herstellung von Druckerzeugnissen hinaus eine große Palette an zusätzlichen Dienstleistungen anbieten, wie beispielsweise Gestaltung, Organisation, Veredelung, Indivi­ dualisierung, Kleinstauflagen und Logistik. Sind das denn Veränderungen, von denen Ihre Kunden direkt profitieren? Selbstverständlich! Denn wir stehen nicht nur für unsere Druckerzeugnisse. Ganz bewusst befassen wir uns auch mit gemeinsamen Werten, wie Vertrauen, Loyalität, Verbind­ lichkeit und Zuverlässigkeit, die, nach unserer Auffassung, im Geschäftsleben leider viel zu oft zu kurz kommen. Unsere

Kunden wissen das zu schätzen. Auch die Kundenzeitschrift, in der dieses Interview abgedruckt wird, ist ein gutes Beispiel. Sie informiert mehrfach im Jahr über die Trends in der Druckund Medienindustrie, gibt Hintergrundberichte und vermittelt somit einen Wissensvorsprung. Gleichzeitig bleiben wir mit diesem Medium in direktem Kontakt mit unseren Kunden, das ist uns sehr wichtig! Das leuchtet mir ein. Aber für eine Kundenzeitschrift braucht man doch eigentlich kein Netzwerk, oder? Eine Kundenzeitschrift stemme ich vielleicht auch alleine. Aber wir machen noch viel mehr. Wir sichern uns gute P ­ reise durch einen gemeinsamen Einkauf. Wir betreiben eine gemeinsame E-Business Plattform. Wir tauschen uns aus, bilden uns weiter und schaffen einen professionellen Wissens­ transfer, der allen Beteiligten nutzt. Im Endeffekt dann sicherlich auch den Kunden? Ganz sicher sogar! Denn der Kunde steht für uns grundsätz­ lich im Zentrum unseres Handelns. Durch eine Druckerei der MedienPrintPartner bekommt er sozusagen das Beste aus zwei Welten: Einerseits die regionale Druckerei vor Ort mit der persönlichen Beratung und dem gewohnten Ansprech­partner. Zusätzlich haben unsere Kunden jetzt noch mehr die Sicherheit, dass ihr Dienstleiter was Technik, Qualität und Aktualität angeht, ganz vorne mitspielt. Nur so kann man immer die besten Techniken und Verfahren anbieten. Ein erster Schritt in diese Richtung ist unser gemeinsam entwickeltes Webportal. Es ermöglicht die standardisierte und individuelle Abwicklung von Druckauf­trägen. Wie geht es weiter, was haben Sie als nächs­ tes vor? Wir werden unser Netzwerk weiter ausbauen und der nächste Schritt ist jetzt die Gründung einer eingetragenen Genossenschaft. Herr Wahren, vielen Dank für das Gespräch!

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Dinge geregelt bekommen mit Wunderlist

F

ast jeder hat diese Situation schon einmal erlebt: Der Schreibtisch quillt über vor Arbeit, das Telefon klingelt alle paar Minuten und laufend kommen neue Mails an. Den Bildschirm sieht man kaum noch, denn er klebt voll mit kleinen gelben Zetteln, die an Jobs erinnern, die dringend erledigt werden müssen. Abhilfe in diesem Chaos schafft eine kostenlose Software des Berliner start-ups „6 Wunderkinder“.

Klares und übersichtliches Screendesign machen die Bedienung intuitiv. Weitere Infos und Download: www.wunderlist.com media4you No. 03

Wunderlist ist eine kostenlose Organi­ sationsoftware, die auf praktisch allen Systemen läuft und sich über die Websi­ te des Anbieters synchronisiert. Man hat also sowohl auf seinem Bürorechner, dem Smartphone, dem Tablet und zuhause immer den aktuellen und gleichen Stand. Wunderlist macht es unglaublich einfach, alltägliche Aufgabenlisten zu organisieren und mit Familie, Freunden und Kollegen zu teilen. Das System schafft Übersicht­ lichkeit, erinnert an fällige Aufgaben und hilft so, Dinge schneller zu erledigen, egal wie groß oder klein die Liste oder Aufgabe auch ist. Wunderlist organisiert alles, von der Planung der großen Reise, über das Teilen der Einkaufsliste mit dem Partner bis hin zu den eigenen täglichen Aufgaben.

Sofort anfangen

Immer synchron

Seit wenigen Wochen wird das kostenlose Basissystem durch eine kostenpflichtige Pro-Version ergänzt. Diese Version bietet zusätzliche Features, wie beispielsweise das Delegieren von Aufgaben an Team­ mitglieder. Wer diese Funktionen nicht braucht, kommt mit der kostenfreien Ba­ sisversion sehr gut zurecht. Wunderlist ist weltweit bereits für mehr als drei Mil­ lionen Nutzer der ideale Begleiter für den stressigen und arbeitsreichen Alltag.

Alle Listen und Aufgaben werden über den Cloud-Dienst des Anbieters automatisch auf den Geräten eines Nutzers synchro­ nisiert, egal, auf wie vielen unterschied­ lichen Geräten man das System einsetzt. Was Wunderlist ausmacht, ist die Einfach­ heit. Es gibt praktisch keine Lernkurve beim Einstieg. Man legt los und es funk­ tioniert.

Beim Einsatz des Systems merkt man so­ fort, um was es geht: Aufgaben werden in unterschiedlichen Listen zu Projekten. Dieser einfache und unkomplizierte Pro­ zess schafft innerhalb kürzester Zeit einen unglaublichen Überblick. Es macht Spaß mit Wunderlist zu arbei­ ten. Wiederkehrende Aufgaben werden nicht mehr vergessen, Projekte in kleine überschaubare Teilaufgaben unterteilt und auch das Kollaborieren mit anderen fusio­ niert einfach und unkompliziert.

Drei Millionen Nutzer weltweit

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Print-Tipp

Davon sollten Sie Notiz nehmen – Geschäftsdrucksachen von Hellendoorn Eine professionelle Geschäftsausstattung ist heute unabdingbar. Ein seriöses Auftreten bei einem Kundentermin – z.B. im Hemd und nicht im „Schlabber-T-Shirt“ mit Flecken – gehört zum guten Ton. Ein potenzieller Kunde merkt sehr wohl den Unterschied zwischen Visitenkarten für 9,90 Euro aus dem Automaten und professionell erstellt und gedruckten Visitenkarten. Hellendoorn fertigt Ihnen maßgeschneiderte, speziell an Ihr Unternehmen angepasste Geschäftsdrucksachen wie Visitenkarten, Einladungskarten, Aufkleber, Briefbogen, Briefpapier, Flyer, Faltblätter, Imagebroschüren, Postkarten,

Impressum

mpp ist der Verbund starker Medienpartner für persönliche Beratung, effizienten Einkauf und inno­vative Produktion – das Zuhause für Ihre individuell erfolgreichen Medien- und Printprodukte. media4you erscheint viermal im Jahr und infor­ miert über Themen aus der Druck- und Medien­ branche.

Rechnungs- und Lieferscheinsätze (auch nummeriert oder als Block), Werbe- und Notizblöcke im Offsetdruck und Digitaldruck. Für Existenzgründer bieten wir auch Pakete in kleineren Auflagen preisgünstig an. Werbe- und Notizblöcke drucken wir in den unterschiedlichsten Papiersorten. Diese Ausgabe der Media-4You wurde gedruckt auf umweltfreundlichem Recyclingpapier, es ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Es verfügt über einen hohen Weißgrad und ist zudem griffig. Für den schnellen Abriss werden die Blöcke oben geleimt und mit einem selbstgestalteten und personalisierten Deckblatt wird so jeder Block zum Hingucker.

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Gestaltung und Redaktion: igreen media | www.igreen.de v.i.S.d.P.: Jonathan Fieber Bildnachweis:

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Das Hellendoorn Kundenmagazin. Ausgabe2 August 2013

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