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Baugruppenwerkstatt B.R.O.T. Pressbaum 14. Juni 2014 Ereignisprotokoll


Vorwort

Die Baugruppe B.R.O.T Pressbaum hat vor, ein Grundstück am Haitzawinkel zu bebauen. Zur Übersetzung der gemeinschaftlichen Vorstellungen des Zusammenlebens in eine räumlich- bauliche Strategie wurde mit nonconform architektur vor ort ein erster Workshop organisiert. Ziel des Tages war einerseits,zu klären, welche Teile des Grundstücks von der Gruppe bebaut werden sollen. Andererseits war es wichtig, Sensibilität für die Organisation und Anordnung von Nutzungen am Grundstück zu schaffen, um zu klären, welche Bezüge für die gemeinschaftliche Idee nach Innen und nach Außen notwendig sind. Konzipiert wurde ein Programm das innerhalb unterschiedlich moderierter Settings und Arbeit in Kleingruppen sowie im Plenum variierte. Aufbauend auf die Ergebnisse dieses und weiterer Workshops soll ein Entwurf zur Bebauung des Grundstücks entstehen, der einerseits die formalen Kriterien (Widmung, Parzellenaufteilung, Wohneinheiten, Stellplatzverpflichtung, Erschließung etc.) erfüllt, auf die Kriterien, Bedürfnisse und Vorstellungen der Baugruppe eingeht und nicht zuletzt aufbauend auf die räumlichen Bedingungen am Grundstück und in seiner Umgebung richtig reagiert und ein qualitätsvolles, gemeinschaftliches Leben am Haitzawinkel ermöglicht. J. Neubert

Die Lösung für jemanden kann nur die Lösung mit jemandem sein.

Vorwort

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Vorstellung

Vorstellung

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Vorstellung

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Diade, Bingo

Eine Diade ist ein Zwiegespräch im Rahmen eines kleinen Spaziergangs. Dabei darf jede und jeder jeweils die Hälfte der Zeit aufmerksam zuhören und die andere Hälfte sprechen. Alle wurden gebeten, sich die Person zu wählen, mit der sie bis jetzt am Wenigsten zu tun hatten und ihr zu erzählen, wie man sich seine Tagesabläufe an Wochentagen und freien Tagen in Zukunft am Haitzawinkel vorstellt. Anschließend kamen alle wieder im Plenum zusammen. Jeder konnte die wichtigsten Aktivitäten, die vom Gegenüber geäußert wurden, auf Kärtchen schreiben und der Gruppe vorstellen. Um höchste Aufmerksamkeit zu erreichen, wurde spielerisch mit der Bingo-Methode gearbeitet. --In der ersten Runde konnten so alle sehen, inwiefern die Vorstellungen von Aktivitäten des zukünftigen Zusammenlebes übereinstimmen --In einer zweiten Runde wurde präzisiert, ob die Aktivitäten eher persönlich-private, oder gemeinschaftliche sind Ergebnis waren zwei Bilder von Aktivitätenwolken. Für die Gruppe war dies eine gute Gelegenheit, sich auf die eigenen und die Bedürfnisse andererer zu konzentrieren. Aus den Bildern können erste wertvolle Schlüsse für einen Entwurf gezogen werden.

Diade, Bingo

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Diade, Bingo

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Diade, Bingo

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Diade, Bingo

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Ideenstammtisch

Beim Ideenstammtisch hatten alle die Möglichkeit, ein Thema ihrer Wahl vorzuschlagen und es anschließend mit den ebenfalls daran interessierten in der Kleingruppe weiterzuentwickeln. Die Themen der Tische waren: --Kinderwelt --Außenbeziehungen --Gemeinschaftsräume --Freiräume (draußen) --Mobilität Die Ergebnisse der Tische wurden vor und nach dem Mittagessen der Gruppe vorgestellt. Es gab Raum für Verständnisfragen, Ergänzungen und Diskussionen.

Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Ideenstammtisch

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Raumexperiment

In einem Raumexperiment wurde die Bedeutung der Beziehung, die Gebäude zueinander durch ihre Anordnung im Raum haben können erarbeitet. Die Gruppe hatte die Möglichkeit, am eigenen Körper zu erfahren, wie sich unterschiedliche Konstellationen im Raum auf das eigene Befinden auswirken. Das Experiment half, die Sensibilität für die Bedeutung der Stellung, Öfnnung, Orientierung und Verbindung von Objekten und Subjekten zu erhöhen und zu verdeutlichen welche Funktion der „öffentliche Raum“ für ein Gemeinschaftsprojekt übernehmen kann. Anhand der Ausgangsfrage: „Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen Siedlung und Zersiedelung?“ wurde das Thema behandelt.

In einer Siedlung stehen Gebäude untereinander und Gebäude und öffentlicher Raum in einer bestimmten Beziehung zueinander und zum Umfeld/Nachbarschaft. Bei der Zersiedelung gibt es diese Beziehungen nicht. Gebäude stehen ohne Kontext und Rücksicht auf die Umgebung im Raum.

Raumexperiment

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1 Alle haben eine Beziehung zur vortragenden Person Alle haben eine Bezieung zur

Vortragenden Person

2 Durch 90째 Drehung des Vortragenden werden die meisten TeilnehmerInnen ausgeschlosDurch eine 90째 Drehung der vortragenden Person werden die sen, die Bezieung besteht nur meisten Teilnehmenden ausgeschlossen, die Bezieung besteht noch zwischen 3 Personen, nur noch zwischen 3 Personen, die die ausgeschlossenen Personen ausgeschlossenen Personen sind irritiert sind irritiert.

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DurchDrehung 180째 Drehung hat der/ Durch eine 180째 hat die Vortragende Person keine Bediezu Vortragende keine Bezie- ausgeschlossene Personen ziehung mehr den Teilnehmenden, hung mehr zu den TeilnehmerInsind irritiert. nen, ausgeschlossene Personen sind irritiert.

Raumexperiment

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Roland Gnaiger positioniert Personen (die für Gebäude stehen, daher im Folgenden als “Objekt” betitelt) aus dem Publikum im Raum:

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2

1

2

3

In dieser Situation gibt es keine Beziehung zwischen den In dieser Situation gibt es keine Beziehung zwischen den ObObjekten jekten

Durch eine Drehung zueinander wird eine Beziehung/Spannung Durch eine Drehung zueinander zwischen den Objekten hergestellt. Es entsteht ein definierterwird eineZwischenraum. Beziehung/Spannung Mit dieser Spannung kann man unterschiedlich zwischen den Objekten hergesumgehen, sie inszenieren...Objekte kommunizieren miteinander tellt.. Es entsteht ein definierter Zwischenraum. Mit dieser Spannung kann man unterschiedlich umgehen, sie inszenieren...Objekte kommunizieren miteinander

In dieser Situation gibt es keine Beziehung zwischen den Objekten Keine Beziehung

Durch das Hinzufügen von einem dritten Objekt entsteht plötzlich eine Beziehung und ein “Dorfplatz” Durch das Hinzufügen von einem dritten Objekt entsteht plötzlich eine Beziehung und ein “Dorfplatz”

ebenso bei einem Vierten Objekt

ebenso bei einem vierten Objekt

Raumexperiment

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Wenn alle in eine Richtung orientiert sind, haben sie wenig direkten Bezug zueinander

1 Angerdorf mit definiertem Zwischenraum kann endlos ausgeweitet werden Ein Angerdorf mit definiertem Zwischenraum

kann endlos ausge-

weitet werden

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Raumexperiment

Scheinbar zuf채llig Anordnung im Raum Interessantes Beziehungsgeflecht zwisDie scheinbar zuf채llige Anordnung im Raum erzeugt ein interchen denBeziehungsgeflecht Objekten entsteht. Es haben den Objekten. Es habenessantes zwischen nichtalle alle dieselbe nicht dieselbeBeziehung Beziehungzueinander, zueinander, aber jedes Objekt steht irgendeiner bestimmten Beziehung zu einem anderenaber in jedes Objekt steht in irgendeiner Objekt. bestimmten Beziehung zu einem anderen Objekt.

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1 Gast setzt sich auf einen Wirtshaustisch Ein Gast setzt sich auf einen Wirtshaustisch

2 Alle Tische sind besetzt, Fremde Person Alle setzt Tischesich im Gasthaus sind besetzt, eine fremde auf einen besetzten Tisch dazuPerson setzt sich dazu

3 Alle Tische im Gasthaus sind besetzt, eine bekannte Person setzt sich dazu

Bekannte Person setzt sich dazu

Raumexperiment

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Ausgangssituation: Dreisitzen Personen sitzen auf einem Tisch Ausgangssituation: Drei Personen auf einem Tisch

2 Die Vierte Person kann entweder Bezieung zu 1 und 2 verstärken Die Vierte Person kann entweder und 3 gleichzeitig ausschließen oder... Bezieung zu 1 und 2 verstärken und 3 gleichzeitig ausschließen oder...

3 ... gleichberechtigte Gemeinschaft ... gleichberechtigte Gemeinschaft herstellen herstellen

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Positionierung im Mittelpunkt Positionierung im Mittelpunkt

Raumexperiment

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Wetterkarte

Die Gruppe n채herte sich in einem n채chsten Programmpunkt dem konkreten, betroffenen Grundst체ck. Anhand von Symbolen wurde auf besondere Gegebenheiten aufmerksam gemacht, die f체r die Bebauung zu beachten sind.

Wetterkarte

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Wetterkarte

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Wetterkarte

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Verortung

In einer anschließenden Diskussion wurden wesentliche Punkte besprochen und ein Stimmungsbilder hinsichtlich zu realisierender Wohneinheiten und Größe des zu bebauenden Grundstücks eingeholt..

Verortung

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32 WE

14.000 m2

28 WE

12.000 m2

Verortung

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Schlussrunde

Am Ende des Tages konnten noch einmal alle äußern, welcher Knoten sich für sie persönlich gelöst hatte..

Schlussrunde

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Impressum

Mag.arch. Roland Gruber MBA MAS Arch. DI Katharina Kothmiller Arch. Mag.arch. Caren Ohrhallinger Arch. DI Peter Nageler Büro Wien Lederergasse 23/8/EG 1080 Wien Büro Kärnten Brandnerweg 6 9062 Moosburg/Wörthersee t +431 929 40 - 58 office@nonconform.at www.nonconform.at

Team am 14. Juni 2014: Katharina Forster, Peter Nageler, Christina Steininger, Johanna Treberspurg

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1. Baugruppenwerkstatt B.R.O.T. Pressbaum