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Die Zukunft der Finanzdienstleistung:

Mehr als eine Frage der Glaubwürdigkeit von Vordenker Oliver W. Schwarzmann

Neuer Perspektivenreport blickt auf die aktuellen und kommenden Absatzperspektiven von Finanzprodukten Die Finanzmarktmisere ist eine der massivsten Vertrauenskrisen in der modernen Wirtschaftsgeschichte. Und sie beschränkt sich nicht nur auf Banken, sondern erfasst die komplette Finanzdienstleistungsbranche. Der Markt für Finanz- und Kapitalanlageprodukte wird nicht mehr nur neu verteilt, sondern völlig neu geformt: Finanzdienstleister müssen sich rigoros umstellen, um wieder ins Geschäft zu kommen. Althergebrachte Seriositätsbekundungen und Sicherheitsbotschaften laufen ins Leere, werden sogar als neue Überheblichkeit abgestraft. Investoren setzen auf Eigenkompetenz und unabhängige Finanzinformationen. Es entsteht ein Wettbewerb auf allen emotionalen und mentalen Ebenen. Das Fazit: Zukunft und Schicksal des Finanzdienstleistungssektors hängen an einer elementaren Neudefinition der Glaubwürdigkeitsfrage. So lautet ein Resultat der vielen aufschlussreichen Ergebnisse des aktuellen Perspektivenreports über die Zukunft der Finanzdienstleistung der Vordenker-Medien - Bley und Schwarzmann-AG.

87% von über 1350 befragten Investoren geben im neuen Perspektivenreport „Mehr als eine Frage der Glaubwürdigkeit - Die Zukunft der Finanzdienstleistung“ an, sie hätten das Vertrauen sowohl in die Beratungs- als auch Managementkompetenz der Finanzinstitute komplett verloren. Zudem zeigen weitere Befragungen im Repertoire des Reports, dass der Vertrauensverlust nicht ausschließlich nur Banken betreffe, sondern auch alle anderen Finanzdienstleistungssparten einbeziehe. „Es handelt sich um eine Art Generalrückzug der

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Kunden“, kommentiert Vordenker und Leiter der Studie, Oliver W. Schwarzmann, die Ergebnisse. Einzig Bausparkassen hätten in 2008 von dem begonnenen Sicherheits-Hype profitiert. Deren Zukunft sei aber ebenfalls ungewiss, auch sie könnten noch in die zunehmende Misstrauens- und Angstspirale geraten. Der Perspektivenreport zeige vor allem, so Schwarzmann, dass herkömmliche Sicherheitsund Vertrauensbotschaften nicht mehr ausreichen, um Frust und Misstrauen bei Anlegern zu besänftigen. Schwarzmann: “Die Finanzbranche steht ja nicht nur Anlegern gegenüber, die herbe Verluste durch Bankenpleite und Kursabstürze an den Börsen erlitten haben. Auf der anderen Seite befinden sich viele Unternehmen, deren Kreditspielräume eingeschränkt sind, deren Geschäfte durch die Krise einbrechen und die keinerlei Hilfen erhalten. Das Aussterben von Mittelstand und Mittelschicht wird sich akut beschleunigen, diese Einschätzung teilen viele Befragte. Und es gibt dazwischen eine Menge Bürger, die die staatliche Krisensubvention und die daraus resultierende Verschuldung ablehnen. Die Urheber der Misere haben in der öffentlichen Wahrnehmung eine klare Adresse – die gierigen Finanzmanager. Da rumort es enorm am Markt. Es geht also letztlich um die Frage einer völlig neuen Glaubwürdigkeitsbasis, die nicht eben per schnellem Marketing beantwortet werden kann.“ Der Vordenker weiter: „Werberomantik und TreueBeschwörungen helfen nicht.“ Zunächst müssten erste Schritte einer sensiblen Annäherung zwischen Unternehmen und Markt eingleitet werden, bevor Stichworte wie Solidität, Vertrauen, Sicherheit und zukünftige Zusammenarbeit wieder thematisiert werden könnten. Im Gegenteil, Schwarzmann sieht sogar Gefahren in einer Marktstrategie, die auf das Werben von Sicherheit und Vertrauen abziele. Der Vordenker begründet: „Die glamouröse Welt der Finanzen ist völlig entzaubert. Die am Markt gefühlte Überheblichkeit der Hochgeschwindigkeitsbanker ist gestürzt, das Kompetenz-Image zerstört. Der Markt hat seine Intimität verloren.“ Bei dieser Krise komme eine Vielzahl von Emotionen in Kopf, Herz und Magen der Kunden zusammen, die für herkömmliche Botschaften der Finanzdienstleister nach traditionellem Marketingschema nicht empfänglich seien, ja, sie sogar als neue Arroganz abstraften. Deshalb plädiert Schwarzmann für eine marketingfreie Kommunikation. Seine Erklärung: Der Kunde werde massiv in seine Eigenkompetenz investieren, im Perspektivenreport prognostiziert er einen Boom unabhängiger Finanzinformationen. Schwarzmann: „Der Bedarf an aufrichtiger Kommunikation ist

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gigantisch, aber er wird vom Markt nicht in die Finanzdienstleistungsunternehmen getragen. Profitieren werden davon unabhängige Finanzmedien, und im Internet bilden sich private Fach- und Erfahrungs-Communitys und nicht zuletzt steht der Steuerberater vor ansteigenden Beratungsansprüchen seiner Mandanten.“ Damit Finanzunternehmen nicht außen vor bleiben, heißt es für sie, eine völlig neue Kommunikations- und Beziehungsintelligenz zu entwickeln, konstatiert der Perspektivenreport. Denn es komme zu einer nie da gewesenen Ausuferung des Wettbewerbs – es gelte nicht mehr, dass sich Anbieter untereinander messen. Schwarzmann: „Der Wettbewerb weitet sich auf alle emotionalen und mentalen Ebenen aus. Finanzdienstleister haben einen mühsamen Kampf um Zutrauen vor sich.“ Schwarzmann gibt zu bedenken: „Kundenbeziehungen sind keine Verkaufsbeziehungen.“ Da muss es zu einem Umdenken in den Unternehmen kommen. Denn viele Kunden fühlten sich seit Langem zu „Investitionsstatisten degradiert“. Die Situation öffne einen Stau aus gewachsener Unzufriedenheit und mache, wie Schwarzmann befürchtet, auch vor verbalen Demütigungen nicht Halt, auf die sich Finanzberater mental einzustellen hätten. Diese Negativenergie gelte es zu neutralisieren, und die Unternehmen müssten zeigen, dass ihre Kultur der emotionalen Verfassung des Marktes folgen könne. Sein Resümee lautet: „Neue Intimitäten schaffen.“ Und er sagt noch dazu: „Hohe Souveränität auf der persönlichen und absolute Credibility auf der unternehmerischen Seite – beide Faktoren werden in einem ethisch hoch anspruchsvollen Zusammenspiel zum wichtigen Richtungskompass im Finanzdienstleistungsmarkt.“ Der neue Report „Mehr als eine Frage der Glaubwürdigkeit – die Zukunft der Finanzdienstleistung“ ist ein wichtiger Stimmungs- und Trendbarometer und zeigt darüber hinaus neue Perspektiven für den Finanzdienstleistungssektor auf.

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