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Mai /Juni 2014

Vorarlberger

Jagd

Vorarlberger J채gerschaft


Aktuell

Titelbild „Sichelritter“ Foto: Markus Zeiler

Impressum Anzeigenmarketing: MEDIA-TEAM GesmbH Interpark FOCUS 3 6832 Röthis Tel 05523 52392 - 0 Fax 05523 52392 - 9 office@media-team.at redaktion: Verantwortliche Redakteurin Mag. Monika Dönz-Breuß monika.doenz-breuss@vjagd.at Bezirk Bregenz OSR BJM-Stv. Roland Moos roland.moos@vjagd.at Bezirk Dornbirn Mag. Karoline von Schönborn karoline.schoenborn@vjagd.at Bezirk Feldkirch Christian Ammann christian.ammann@vjagd.at Bezirk Bludenz Doris Burtscher rochus.burtscher@aon.at medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Jägerschaft Bäumler Park Markus-Sittikus-Straße 20 6845 Hohenems Tel 05576 74633 Fax 05576 74677 info@vjagd.at www.vjagd.at Öffnungszeiten der Geschäftsstelle: Montag - Donnerstag von 08.00 bis 12.00 Uhr Freitag von 13.00 bis 17.00 Uhr erscheinungsweise: 6x jährlich (jeden 2. Monat) Hersteller: Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH, A-6850 Dornbirn, Schwefel 8, www.vva.at PEFC zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at

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Vorarlberger Jagd

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Kurzbericht Projekt Fuchsbandwurmbefall bei Füchsen Bezirksversammlungen Hegeschauen Schalenwildjagd – bleifrei Afrikanische Schweinepest FA für Niederwild: Fuchs du hast den Has´gestohlen FA für Raufußhühner: Birkwild: Zählen ist angesagt Frühlingserwachen am Hochtannberg

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Wildbiologie 20 28 30

Jagd in Schutzgebieten – Teil 2 Forum Naturwissen: Krähenvögel Gemeinschaftsprojekt „Wiesenbrüterschutz“

Rubriken 36 38 40 41 53 54 56

Jagdaufseher: 50 Jahre Verband Vbg. Jagdschutzorgane Kinderseite: W wie Wiedehopf Jagd & Tradition: „Besondere Vögel“ Jagd & Recht Bücherecke

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Geschäftsstelle Veranstaltungen

Waffe & Schuss 42 44 45

Waffe & Schuss: Sicherheit – etwas weiter gefasst Tontaubenschießen Dornbirn Ladschreiben zum 55. Bürser Jagdschießen

Jägerschule 46 47

Anschuss-Seminar und Wildpark-Exkursion Feierliche Eröffnung des Blockkurses

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Wildpark-Exkursion des Blockkurses

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Präsentation der Recherchearbeiten Exkursion ins Silbertal

Jagdhunde 50

Obmann-Wechsel beim Klub Vorstehhunde Ehrung beim Klub Wachtelhunde

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Landesjagdhundetag 2014 mit Pfostenschau Einblick in die Jagdhundezucht – Teil 3

Jägerinnen & Jäger 35 39 57 58

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20. Österreichische Jägertagung in Aigen/Ennstal Geburtstage Nachrufe Wetten, dass? Tuberkulose einst und jetzt

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Schutzwaldpreisverleihung 2. Jägerkränzle der Jagdberggemeinden Dornbirner Jägerkränzle

61 62

Jägerschirennen Bludenz „Jagd vorbei“ – 4. Jäger-Ski-WM

INHALTsverzeIcHNIs

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LIebe JäGerINNeN uND JäGer

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Konstruktive Abschussplan-besprechungen 2014 / 2015 Als Teilnehmer aller Rotwildabschussplanbesprechungen der Landesregierung für die vier Rotwildregionen kann ich ein sehr positives Resümee ziehen. Irritierende Aussendungen mit falschen Fakten im Vorfeld, machten nicht nur mich nachdenklich bis skeptisch. Meine deutliche Kritik wurde auch von vielen Obmännern der Jagdgenossenschaften unterstützt. Ganz im Gegenteil dazu verliefen dann die Besprechungen äußerst konstruktiv. Es wurde hart aber fast ausnahmslos sachlich diskutiert. Fakten wurden auf den Tisch gelegt und analysiert. Manches Missverständnis konnte ausgeräumt werden,

aber schlussendlich zählten Argumente und nicht Polemik oder Lautstärke. Selbstverständlich konnten nicht alle Forderungen erfüllt werden, aber die wesentliche Vorgabe für einen an den Lebensraum angepassten gesunden Rotwildbestand blieb immer im Fokus. Auch für Ausnahmegebiete wurden Lösungen gefunden, trotz teilweise schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Am Ende konnten überwiegend einvernehmliche Kompromisse gefunden werden, ohne dass Interessen „überfahren“ wurden. Allen Teilnehmern der einzelnen Gruppierungen möchte ich dafür herzlich danken. Mein ganz beson-

derer Dank gilt dem Verhandlungsführer im Auftrag der Landesregierung Ing. August Elsensohn. Er hat in fachlich und menschlich souveräner Art Lösungen ermöglicht, ohne das Ziel und seine Neutralität je aus den Augen zu verlieren. Ich hoffe, dass dieser Stil, der übrigens auch aus vielen Abschussplanbesprechungen der Wildregionen berichtet wurde, weiter anhält. Für mich war es fast wie ein Neuanfang, ich hoffe wir werden nicht enttäuscht. Die Verantwortungsträger sind gefordert, denn die Herausforderungen sind gewaltig, für Jäger und Jagdschutzorgane in den Tbc-Gebieten fast übermenschlich.

Querschüsse und immer neue Forderungen werden die hochriskante Strategie (Stress, Vertreibung, damit Reaktivierung und Verbreitung der Tbc) zum Scheitern bringen, die Schuld liegt dann aber bei Anderen. Allen Jägern und Jagdschutzorganen Gesundheit, viel Energie und ein kräftiges Weidmannsheil von eurem

Landesjägermeister Ernst Albrich

Kurzinfo zum projekt „untersuchungen zum aktuellen vorkommen des fünfgliedrigen Fuchsbandwurmes bei Füchsen in vorarlberg“ Im Zeitraum 12.11.2013 bis 14.03.2014 gelangten bis dato insgesamt 165 Vorarlberger Füchse aus dem Projekt „Untersuchungen zum aktuellen Vorkommen des Fünfgliedrigen Fuchsbandwurms bei Füchsen in Vorarlberg“ an das Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen der AGES in Innsbruck zur

Einsendung und wurden auftragsgemäß auf das Vorkommen von Larven der Parasitenart „Trichinella spp.“ untersucht.

Im Anschluss wird ein ausführlicher Bericht über die Ergebnisse in der Vorarlberger Jagdzeitung publiziert werden.

Die geplante Untersuchungsanzahl von insgesamt 385 Füchsen wird vermutlich erst mit Abschluss der Jagdsaison 2014/2015 erreicht werden.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie in der Vorarlberger Jagdzeitung Ausgabe November-Dezember 2013, Seite 8.

scHusszeITeN In den monaten mai und Juni 2014 darf in vorarlberg folgendes Wild erlegt werden: rotwild: Schmaltiere, nichtführende Tiere und Schmalspießer (ab 01.06.), Schmaltiere und Schmalspießer (Randzone) (ab 16.05.), Tiere und Kälber (Randzone) (ab 16.06.) rehwild: Mehrjährige Rehböcke (ab 01.06.), Schmalgeißen, Bockjährlinge und nichtf. Geißen (ab 01.05.); Jungfüchse (ab 01.05.) Ganzjährig: Schwarzwild, Bisamratte, Marderhund, Waschbär

JAGD

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verjüngungskur für bezirksgruppe bregenz bJm Hm Hans metzler einstimmig wiedergewählt Roland Moos Mit der Begrüßung aller Ehrengäste, sowie aller anwesenden Jägerinnen und Jäger der Bezirksgruppe Bregenz und der darauffolgenden feierlichen Überreichung der Treueabzeichen für langjährige Mitgliedschaft, eröffnete Bezirksjägermeister HM Hans Metzler die diesjährige Bezirksversammlung 2014. Zum ehrenden Gedenken der im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen zehn Jagdkollegen intonierte die Jagdhornbläsergruppe Kleinwalsertal unter Hornmeister Flori Ritsch das Signal „Jägers Abschied – das letzte Halali“.

Rückblick auf ein geballtes Jahresprogramm In seinem nahezu rekordverdächtigen Tätigkeitsbericht über das Vereinsjahr 2013 / 14 erwähnte Hans Metzler nicht nur seine vielen persönlichen Einsätze, sondern er ließ auch die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte und Veranstaltungen Revue passieren, wobei sich dieser Bogen von diversen Projekten der Öffentlichkeitsarbeit, über Tontaubenschießen, Abwurfstangenschau, Hubertusfeier, Jungjägerbriefverleihung, Kinderprojekte, Hegeschau, sowie Bezirksausschusssitzungen, Begehungen, Kri-

Neuwahlen – Wahl des gesamten Bezirksausschusses Unter dem Vorsitz von LJMStv. HM Alexander Ritsch wurden für die neue dreijährige Funktionsperiode BJM Hans Metzler und BJM-Stv. OSR Roland Moos, also die „Alten“, neu und einstimmig wieder in ihrem Amt bestätigt und gewählt. Verjüngt wurde hingegen das Amt des

Kassiers und des Schriftführers mit Mag. Christian Stadelmann als Kassier und DI Martin Blum als neuer Schriftführer. Als zusätzliche Beiräte zu den bestehenden wiedergewählten Bezirksausschussmitgliedern und Hegeobmännern wurden Architekt Jürgen Hagspiel, Betr.oec. Sigi Kohler und Dr. Georg Rüscher in den Ausschuss gewahlt. Alle Wahlgänge erfolgten per Akklamation und einstimmig.

Versöhnliche Töne Im rückblickenden Jahresstatement des Bezirksjägermeisters gab es zwar noch einige kritische Bemerkungen zu den Vergaben von För-

bezIrKsGruppe breGeNz

TreueAbzeIcHeN

Bezirksjägermeister HM Hans Metzler Bezirksjägermeister-Stv., Bezirksredakteur OSR Roland Moos Kassier Mag. Christian Stadelmann Schriftführer DI Martin Blum

Für langjährige, treue Mitgliedschaft in der Vorarlberger Jägerschaft wurden folgende Personen mit dem Treueabzeichen ausgezeichnet:

Beirat LJM-Stv. HM Alexander Ritsch Beirat Dr. Michael Hartenstein Beirat Michele Kinz Beirat Margot Boss-Deuring Beirat Hubert Sinnstein Beirat HM RJ Hubert Egender Beirat Hubert Ratz Beirat Karlheinz Würder Beirat Mario Sohler Beirat Hermann Rüf Beirat Wolfgang Meusburger Beirat Dr. Christoph Germann Beirat Roman Jochum Beirat DI Jürgen Hagspiel Beirat Betr.oec. Siegfried Kohler Beirat Dr. Georg Rüscher Hegeobmann 1.4 Univ.Doz. Dr. Christoph Breier Hegeobmann 1.6 RJ Diethelm Broger Hegeobmann 1.3b Mag. Gerhard Lotteraner Hegeobmann 1.5a August Willi Hegeobmann 1.5b Bartle Muxel

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senbesprechungen u.ä.m. spannte. „Also wirklich eine stolze Bilanz – Gratulation und Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Funktionäre!“, so der Bezirksjägermeister.

Vorarlberger Jagd

AKTueLL

bronze – 20 Jahre Stefan Winder, Alberschwende Peter Berlinger, Au Anton Buhmann, Doren Hubert Düringer, Egg Albert Fink, Krumbach Ehrenfried Geuze, Alberschwende Herbert Giesinger, Wolfurt Karl – Heinz Gregori, Iserlohn – D Karl Kostal, Bregenz Dr. Heinz Meier, Schaan–FL Pirmin Moosbrugger, Au Gerald Primisser, Mellau Aribert Ritter, Wolfurt Gebhard Vögel, Sulzberg silber – 30 Jahre Ewald Burtscher, Bizau Albert Deuring, Bezau Johann Egger, Hard

Arno Hagspiel, Wolfurt Fridolin Metzler, Andelsbuch Reinhard Metzler, Schwarzenberg Walter Rist, Lochau Wolfgang Schneider, Bregenz Hubert Steurer, Alberschwende Gold – 40 Jahre Egon Burtscher, Höchst Reinhart Hämmerle, Sulzberg – Thal Karl Koller, Ludwigshafen – D Siegfried Pfanner, Schwarzach Johann Rüf, Au Peter Siesser, Stuttgart – D Wilfried Schmid, Kennelbach


dermitteln im Forstbereich, weiters lobte er aber die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Jagd, Grundbesitz, Landwirtschaft und Landesveterinär in puncto TbcBekämpfung, wobei er hier bewusst den Waldverein und die Forstpartie thematisch ausklammerte. Zuversichtlich bewertete Hans Metzler die jüngsten Abschussplanverhandlungen, die in einem harmonischen, sachlichen und korrekten Verhandlungsstil abgehandelt wurden.

Die Herausforderung bleibt bestehen In ihren Grußworten überbrachten Landesrat Ing. Erich Schwärzler und Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich nicht nur die Gratulation zur Neuwahl und beste Wünsche für die Bezirksgruppe, sondern auch den Dank an die Bezirksjägerschaft und deren Funktionäre für ihren unermüdlichen Einsatz, für die

„Gold“ Jubilare für 40 Jahre Mitgliedschaft: v.l. BJM Hans Metzler, Egon Burtscher, Karl Koller, Johann Rüf, LJM Dr. Ernst Albrich (nicht auf dem Foto: Reinhart Hämmerle, Siegfried Pfanner, Peter Siesser und Wilfried Schmid)

sehr gute Erfüllung der Abschussplanvorgaben und die vorbildliche Zusammenarbeit im Zuge der Tbc-Bekämpfung. „Es wird aufgrund der verschärften Tbc-Situation auch hinkünftig unerlässlich sein, in Regionen mit hohen Rotwildbeständen hier nachhaltig zu reduzieren. Wach-

sehr gut aufgestellt und ich freue mich mit meinen Leuten und den übrigen Bezirken, mit den Behörden und politischen Entscheidungsträgern intensiv zusammenzuarbeiten. Gehen wir diesen Weg gemeinsam“, so der sichtlich erleichterte Hans Metzler.

samkeit und Besonnenheit, anstatt Panikmache und Hysterie, sowie revierübergreifende Zusammenarbeit sind das Gebot der Stunde“, so der einhellige Appell an die anwesende Bezirksjägerschaft. „Wir sind mit dem neu gewählten Bezirksausschuss

bezirksversammlung der bezirksgruppe Dornbirn bJm sepp bayer in seinem Amt bestätigt Bericht das vergangene Jagdjahr Revue passieren und berichtete von den wichtigsten Geschehnissen und Veranstaltungen.

Bezirksjägermeister Sepp Bayer lud am 7. Februar 2014 zur 45. Bezirksversammlung in das Kolpinghaus nach Dornbirn. Nach der musikalischen Einleitung durch die Jagdhornbläsergruppe Rotach begrüßte Sepp Bayer alle Anwesenden recht herzlich, insbesondere Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich, seinen Bezirksjägermeisterkollegen Reinhard Metzler, Freddy Zoller von der Ortsgemeinde Au, Geschäftsstellenleiterin Carmen Kaufmann sowie die Jagdhornbläsergruppe Rotach. Als Ehrengäste konnten heuer DI Rainer Forster als Vertreter der Landesregie-

Fotos: Stephan Hohn

Karoline Schönborn

DI Willi Küng beim Vortrag des Waldberichtes

rung, NR Dr. Reinhard Bösch, LWK-Präsident Josef Moosbrugger, DI Willi Küng als Leiter der Forstabteilung der Bezirkshauptmannschaft sowie Martin Fetz als Jagdreferent der BH Dornbirn begrüßt werden. Weiters aus Hohenems Stadtrat Kurt Raos, Helmut

Kathan, Obmann Jagdausschuss und DI Anton Broger, weiters Landesveterinär Dr. Norbert Greber und Jürgen Schwendinger von der Wildbach und Lawinenverbauung. Nach der Begrüßung ließ der Bezirksjägermeister in seinem

Neuwahlen Den Statuten gemäß fanden in diesem Jahr die Neuwahlen des Bezirksjägermeisters sowie des Bezirksausschusses an. Sepp Bayer wurde einstimmig für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren zum Bezirksjägermeister wiedergewählt. Der nachfolgende Antrag zur Festlegung der Delegierten des Bezirks Dornbirn wurde ebenfalls von der Versammlung einstimmig angenommen. AKTueLL

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Ehrung für 40jährige Vereinszugehörigkeit

Weidmannsdank an Alle, die sich für eine weitere Funktionsperiode zur Verfügung gestellt haben. Im Anschluss daran verlieh BJM Sepp Bayer die Treueabzeichen für langjährige Vereinszugehörigkeit: Es folgte ein Waldbericht von DI Willi Küng, Leiter der Forstabteilung.

Grußadressen Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger überbrachte Grüße der Stadt Dornbirn und bedankte sich für die geleistete Arbeit im vergangenen Jagdjahr. Dankesworte auch von LJM Dr. Ernst Albrich, nach seinen Worten ist Dornbirn ein „Vorzeigebezirk“. Mit den Wünschen für Gesundheit und Weidmannsheil beendete er seine Grußworte.

bezIrKsGruppe DorNbIrN Bezirksjägermeister Sepp Bayer Bezirksjägermeister-Stv. Bruno Metzler Kassier Walter Hagen Schriftführer Erich Scheffknecht Beirat Ewald Baurenhas Beirat Walter Amann Beirat Dieter Baurenhas Beirat Reinhard Schedler Beirat Bernhard Köb Beirat Karl Halbeisen Beirat Mag. Karoline von Schönborn Beirat NR Dr. Reinhard Bösch Beirat Arno Jäger Beirat Adolf Zoll Beirat Martin Rhomberg Hegeobmann 1.3a Wolfgang Fässler

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Vorarlberger Jagd

AKTueLL

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Jagdhornbläsergruppe Rotach unter der Leitung von Reinhart Hämmerle. Einen herzlichen Weidmannsdank an BJM-Stv. Bruno Metzler für die Organisation der Bezirksversammlung. Im Anschluss an die Versammlung erfolgte ein Kurzreferat von Mag. Bianca Burtscher, Geschäftsführerin des Naturschutzbund Vorarlberg,

zum Thema „Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg – Gemeinschaftsprojekt des Naturschutzbundes Vorarlberg und mehreren Niederwildrevieren im nördlichen Rheintal“. Betont wurde, dass zwei Drittel der Vorarlberger Bevölkerung im Rheintal leben und hier eine einzigartige Pflanzenund Tierwelt vorhanden ist. Als kleiner Erfolg des Projektes konnte 2010 ein erfolgreiches Brutjahr bemerkt werden (siehe auch Seite 30).

TreueAbzeIcHeN Für langjährige, treue Mitgliedschaft in der Vorarlberger Jägerschaft wurden folgende Personen mit dem Treueabzeichen ausgezeichnet: bronze – 20 Jahre Hermann Bischof, Dornbirn Robert Bischof, Dornbirn Gregor Purkathofer, Hohenems Bernd Fenkart, Hohenems Arno Jäger, Hohenems Bernhard Köb, Dornbirn Hans Sorger, Lustenau

silber – 30 Jahre Dietmar Wohlgenannt, Dornbirn Willi Fenkart, Hohenems Gold – 40 Jahre Walter Amann, Hohenems TR DI Hermann Bischof, Dornbirn Ferdinand Ludescher, Dornbirn Helmut Hauser, Lustenau


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Jagdhornbläsergruppe Feldkirch

1. Vorarlberger Jägerchor

mitgliederversammlung Feldkirch bJm reinhard metzler für die nächste Amtsperiode einstimmig wiedergewählt Christian Ammann Am 5. April 2014 fand im Vinomnasaal in Rankweil die Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe Feldkirch statt. Feierlich eröffneten die

Jagdhornbläser des Bezirkes unter der Leitung des Hornmeisters Reinold Nachbaur die Sitzung, die wie im vergangenen Jahr am selben Tag mit der Hegeschau stattfand.

bezIrKsGruppe FeLDKIrcH Bezirksjägermeister Reinhard Metzler Bezirksjägermeister-Stv. Mag. Jörg Gerstendörfer Schriftführer Peter Stieger Kassier Ing. Gottfried Koch Bezirksredakteur Christian Ammann Beirat Robert Ess Beirat Arthur Nachbaur Beirat Mag. Hubert Marte Beirat Christian Ammann Beirat Wolfgang Hofmann Hegeobmann 4.3 Rudolf Gort jun. Hegeobmann 5.3 Hubert Loretter Kooptierte Mitglieder Werner Gächter (Obmann 1. Vorarlberger Jägerchor) Adam Keckeis (Vertreter Steinwildausschuss) Stefan Katzenmeyer (Jagdliches Brauchtum) Dr. Mario König (Vertreter Jagdliches Schießen) Helmut Watzenegger (Vertreter Rotwildausschuss)

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Vorarlberger Jagd

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Bezirksjägermeister Reinhard Metzler konnte zahlreiche Jägerinnen und Jäger und Ehrengäste begrüßen, u.a. Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Landeswildbiologe DI Hubert Schatz, Landtagsabgeordneter Rudi Jussel, den Jagdsachbearbeiter Florian Klien, LJM Dr. Ernst Albrich, LJM-Stv. Sepp Bayer und Ing. Christoph Hiebeler. In einem umfassenden Tätigkeitsbericht informierte der Bezirksjägermeister über die einzelnen Veranstaltungen des vergangenen Jagdjahres. Er bedankte sich bei allen Jagdschutzorganen und Jagdnutzungsberechtigten für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit im vergangen Jahr. Die Abschusszahlen im Bezirk Feldkirch waren hoch, so wurden zirka 15.500 kg gesundes und wohlschmeckendes Wildbret für den Verzehr geerntet. Der Dialog zwischen Forst, Jagdverfügungsberechtigten und Jägern habe sich deutlich verbessert.

Kassabericht Kassier Ing. Gottfried Koch präsentierte den Bericht der Vereinskasse und den Voranschlag für das Vereinsjahr 2014/15. Die Rechnungsprüfer bestätigten eine vorbildliche Führung der Kasse und beantragten die Entlastung des Kassiers und des gesamten Vorstandes. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Neuwahlen Ernst Albrich übernahm den Vorsitz der Wahl des Bezirksjägermeisters. Reinhard Metzler wurde einstimmig zum Bezirksjägermeister des Bezirkes wiedergewählt. Die vorgeschlagenen Beiräte sowie die kooptierten Mitglieder wurden ebenfalls einstimmig für die kommende Periode gewählt. Aus eigenem Wunsch verließ Beirat Edgar Entlicher, welcher seit 1999 dem Bezirksausschuss angehörte, den


BU BJM Reinhard Metzler mit dem Ausschuss der Bezirksgruppe Feldkirch

Ausschuss. Reinhard Metzler bedankte sich im Namen der gesamten Bezirksgruppe für die jahrelange, hilfreiche Mitarbeit im Ausschuss und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Über die vorgeschlagenen Delegierten für die Generalversammlung, wurde ebenfalls einstimmig abgestimmt.

Grußworte Der Landesrat überbrachte Dank und Grußworte von Landeshauptmann Mag. Markus Wallner. Er gratulierte zu den Neuwahlen und bedankte sich für die gute Arbeit im Bezirk, vor allem auch bei den Überlegungen des Bezirksjägermeisters wie man gemeinsam den Lebensraum Vorarlberg gestalten und vor allem erhalten kann (www. lebensraum-vorarlberg.at). Ernst Albrich bedankte sich ebenfalls bei der ganzen

Mannschaft. Es herrsche ein starkes Zukunftsdenken in der Bezirksgruppe, welches in Zeiten des Wandels der Jagd in ganz Europa sehr wichtig ist. Der wiedergewählte Bezirksjägermeister bedankte sich bei Erich Schwärzler, Ernst Albrich und Hubert Schatz für ihren Einsatz und betonte, was sie alles bei den verschiedenen Interessensvertretern zu Schultern haben. Besonders bei Ernst Albrich habe er in der vergangenen Zeit viel lernen können. Zum Beispiel wie er den Dialog suche und Brücken baue. Abschließend bedankte sich Reinhard Metzler bei allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, beim ersten Vorarlberger Jägerchor unter der Leitung von Frau Else Plankensteiner sowie bei der Jagdhornbläsergruppe Feldkirch für die musikalische Umrahmung und schloss die Bezirksversammlung.

TreueAbzeIcHeN Für langjährige, treue Mitgliedschaft in der Vorarlberger Jägerschaft wurden folgende Personen mit dem Treueabzeichen ausgezeichnet: bronze – 20 Jahre Manfred Breuß, Übersaxen Harald Brugger, Klaus Rudolf Gort jun., Frastanz Dr. Andreas Mandl, Feldkirch Josef Müller, Schlins Ernst Nigg. Triesen Gebhard Steurer. Klaus Harald Veit, Götzis Christoph Fröwis, Göfis Willi Lins, Feldkirch Peter- Bodo Mähr, Schlins Klaus Held, Götzis silber – 30 Jahre Ludwig Adlasssnig, Rankweil Oskar Büsel, Götzis Josef Ellensohn, Viktorsberg Herbert Erne, Sulz-Röthis Robert Etlinger, Nenzing Kurt Fessler, Düns

Elmar Fitz, Altach Heiner Kathan, Feldkirch Adam Keckeis, Klaus-Weiler Stephan Kopf, Sulz-Röthis Günter Krios, Feldkirch Hubert Marte, Rankweil Thomas Muhr, Attendorn/D Gerhard Bickel, Schlins Reinhard Hartmann, Feldkirch-Tisis Jürgen Rauch, Rankweil Niki Scherrer, Feldkirch-Gisingen Rainer Wöss, Rankweil Gold – 40 Jahre Siegfried Winsauer, Feldkirch-Tosters Edwin Müller, Klaus Franz Rauch, Rankweil

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mitgliederversammlung der bezirksgruppe bludenz rJ manfred vonbank ist neuer bezirksjägermeister Robert Häusle

Foto: Monika Dönz-Breuß

Am 28. März 2014 fand die alljährliche Mitgliederversammlung im Sonnensaal in Thüringerberg statt, wobei die Neuwahl des Ausschusses von den erschienenen Mitgliedern der Vorarlberger Jägerschaft mit großem Interesse erwartet wurde. Eingangs der Sitzung wurde mit „Jagd vorbei“ durch die Jagdhornbläser der im vergangenen Jagdjahr verstobenen elf Vereinsmitglieder aus dem Bezirk Bludenz gedacht. Der neu gewählte Bezirksausschuss Bludenz mit LJM Dr. Ernst Albrich (Bildmitte)

Nach Begrüßung der Ehrengäste legte BJM Ing. Lothar Tomaselli den Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Vereinsjahr vor. Abschließen bedankte sich der der Bezirksjägermeister bei den Mitgliedern des Ausschusses für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, bei den HegeObleuten für die geleistete, nicht immer einfache Arbeit, den Organisatoren und Helfern zu Abwurfstangenschau, Hubertusfeiern, Jägerschirennen, Bürser Jagdschießen und den Oberländer Jägertagen, den Jagdschutzorganen für deren Arbeit bei Winterfütterungen und Erfüllung des Mindestabschusses, den Jagdpächtern und Gönnern für die gewährten Unterstützungen, der Jagdhornbläsergruppe für deren Einsätze, der Geschäftsstellenleiterin Carmen Kaufmann für die angenehme Zusammenarbeit sowie Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich für dessen Einsatz im Interesse von Wild, Jagd und Jägerschaft und den Herren Dr. Johannes Nöbl, DI Karl Studer und Guntram 10

Vorarlberger Jagd

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Schaiden der BH Bludenz. Besonders erwähnt wurde die mit der Gemeinde Raggal und dem Walser Jägerstammtisch für weitere fünf Jahre getroffene Vereinbarung zur Durchführung der kommenden Oberländer Jägertage in der Walserhalle in Raggal.

Kassabericht Der Kassier HO Josef Beck präsentierte den Kassabericht, welcher einen bescheidenen Periodengewinn auswies. Die Prüforgane der Vlbg. Jägerschaft empfahlen dem Kassier Dank und Anerkennung auszusprechen und stellten den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und des Kassiers, welcher einstimmig erteilt worden ist.

Neuwahlen Nachdem sich BJM Lothar Tomaselli nach drei Funktionsperioden nicht mehr zur Verfügung stellte, bedankte er sich bei allen Mitgliedern des Bezirksausschusses für

die gute Zusammenarbeit, besonders bei BJM-Stv. Manfred Vonbank, Kassier Josef Beck, Beirat Elmar Burtscher, welcher für die Umsetzungen vieler Maßnahmen zu den Oberländer Jägertagen Verantwortung übernahm, sowie bei Schriftführer DI Robert Häusle. Nach dem Hinweis, dass lt. Sitzung des Bezirksausschusses vom 29.01.2013 der künftige Bezirksjägermeister dessen Team selbst vorschlagen möge, wurde dessen Vorschlag mit RJ Manfred Vonbank als Bezirksjägermeisterkandidat und allen weiteren Personen für die verschiedenen Funktionen präsentiert, die jeweils ein kurzes Statement abgaben und alle einstimmig gewählt wurden. Der neu gewählte BJM RJ Manfred Vonbank bedankte sich beim scheidenden Vorgänger Ing. Lothar Tomaselli für dessen neunjährige Tätigkeit im Dienst der Jägerschaft – die Konzeption der Oberlän-

der Jägertage mit den jeweiligen Vortragsserien und das Rotwildbesenderungsprojekt seien auf ihn zurückzuführen. Ebenso bedankte er sich bei den scheidenden Funktionären für ihre langjährige Mitarbeit in der Bezirksgruppe sowie bei diversen Veranstaltungen des Bezirkes.

Grußworte DI Hubert Schatz überbrachte die Grüße des entschuldigten Landesrates Ing. Erich Schwärzler, dankte dem nunmehrigen Alt-BJM Lothar Tomaselli und wünschte dem neuen BJM und dessen Team eine gute Hand bei der Bewältigung der ins Haus stehenden Aufgaben. Auch LJM Dr. Ernst Albrich dankt allen scheidenden Funktionären, besonders dem Kassier Josef Beck und dessen Gattin; das neue Team stelle eine gute Mischung von Alt und Jung, gestandenen Funktionären und Quereinsteigern dar.


bezIrKsGruppe bLuDeNz Bezirksjägermeister RJ Manfred Vonbank BJM-Stellvertreter DI Christian Gassner Kassier Mag. Bernd Simons Schriftfßhrer Martin Kßng Beirat Gerhard Lucian Beirat DI Karl-Peter Keckeis Beirat DI Philipp Tomaselli Beirat Harald Bitschnau Beirat DI Hubert Malin Beirat Christof Egger Beirat Mag. Matthias Klaudrat Beirat RJ Meyer Gilbert Beirat Dr. Tobias Walter Beirat Jagdhunde Martin Schnetzer Beirat Jagdschiessen Erich Plangg Beirat Gamswildobmann Herbert Meyer

BOCK AUF JAGD!

Hegeobmann 1.1 RJ Edwin Kaufmann Hegeobmann 2.1 Hannes Meyer Hegeobmann 2.3 Akd.JW Caroline Egger Batliner Hegeobmann 3.1 Christoph Tschohl Hegeobmann 3.2 RJ Othmar Tschofen Hegeobmann 3.3 Walter Dich Hegeobmann 4.1 Oskar Meyer Hegeobmann 4.2 Josef Beck

TreueAbzeIcHeN Fßr langjährige, treue Mitgliedschaft in der Vorarlberger Jägerschaft wurden folgende Personen mit dem Treueabzeichen ausgezeichnet: bronze – 20 Jahre Hanspeter Ambßhl Karl Balter Manfred Berle Hermann Bickel Ludwig Burtscher Werner Heeb Fritz Jenny-Kobelt Patrik Maier Friedl Mathies Alexander Mßller Lorenz Nägele Raimund Rauch Heinrich Sparr Gßnter Sulzberger Manuel Schäfer Mag. Johann Schallert Gerhard Schnetzler Martin Schnetzer Christian Steiner Karl Tschann Dr. Albert Walz

silber – 30 Jahre Franz Borg Christian Burtscher Eugen Burtscher Paul Dich Ignaz Ganahl Dr. Bernhard Jochum Kurt Kßng Peter Marlin Rupert Meyer Herwig Pecoraro Klaus Perchtold Christof Santer Hermann Siess Stefan Tschohl Prof. Mag. Otto Vonblon Elmar Zudrell Gold – 40 Jahre HM Siegfried Dßnser Hermann Lorßnser Rudolf Mathies Norbert Thum

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Hegeschau bregenz Abwechslungsreiches Programm

Roland Moos Groß war wiederum der publikumsansturm auf die dreitägige Hegeschau in Kennelbach. Weit über eintausend interessierte Jägerinnen, Jäger und viele Nichtjäger, sowie vor allem schulklassen aus der unmittelbaren region Hofsteig und bregenzerwald besuchten die Hegeschau mit ihrem vielfältigen programm. Insgesamt 1.352 Schalenwildtrophäen aus allen Talschaften des Bezirk Bregenz wurden in einer sauberen und übersichtlichen Präsentation, differenziert nach Altersklassen und Qualitätsstufen, vom „Hegeschau Chef“ Hubert Sinnstein mit seinem engagierten Arbeitsteam zur öffentlichen Schau gestellt. Der überraschend große Anteil von Nichtjägern, die diese offene Hegeschau bestaunten, zeigt doch, wie interessiert die Bevölkerung an der Jagd bzw. an den heimischen Wildtierarten ist. Dementsprechend erlebnishaft wurde auch der Führungsrundgang durch die Hegeschau gestaltet. 12

Vorarlberger Jagd

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Der Donnerstag war der behördlichen Trophäenvorlage

und der Trophäenbewertung durch die Auswertungskommission vorbehalten. Freitag und Samstag waren für die öffentliche Schaustellung, für

Schüler- und Erwachsenenführungen, sowie als Anziehungs- und Treffpunkt für viele Jägerinnen und Jäger aus nah und fern gedacht und organisiert.

DIe besTeN punkte

erleger

revier

Hirsch 208,21 204,03 203,44

Josef Steurer Christian Brand Jürgen Hagspiel

EJ Rubach EJ Ifer EJ Hirschberg

rehbock 130,20 129,90 113,30

Bernhard Schwarb Diethelm Broger Sabina Ritsch

GJ Damüls EJ Galtöde GJ Westegg-Wald

Gamsbock 9105,65 101,23 99,58

Diethelm Broger Beat Wolfer Hermann Waldner

EJ Galtöde GJ Au-Sonnseite EJ Argenwald

Gamsgeiß 104,50 98,55

R. Lipp Andi Fritz

EJ Schönenbach GJ Westegg-Wald

steinbock 194,30 184,30

Willihard Bauer EJ Wurzach Dr. Andreas Wendt EJ Hintergemstel

steingeiß 80,70 80,30 80,22

Helmut Feuerstein Franz Wirth Josef Rüf

EJ Ahornen-Kanisfluh EJ Ahornen-Kanisfluh EJ Ahornen-Kanisfluh

Auch der schon zur Tradition gewordene Unterhaltungsnachmittag am Freitag mit den „Orig. Bergziegen“ aus dem Bregenzerwald bei hausgemachtem Kuchen und Kaffee, lockte wieder zahlreiche Jäger und Gäste in den gemütlichen Schindlersaal nach Kennelbach.

Fest- und Jägerabend Beim festlichen Jägerabend, der wieder von der Jagdhornbläsergruppe Kleinwalsertal unter Hornmeister Flori Ritsch und der Bauernkapelle Kennelbach musikalisch gestaltet wurde, konnte Bezirksjägermeister HM Hans Metzler im vollbesetzten Schindlersaal den Hausherrn Bürgermeister Hans Bertsch, Landesrat Ing. Erich Schwärzler, LAbg. Rudi Jussel, die Nationalräte Norbert Sieber und Dr. Reinhard Bösch, Landesveterinär Dr. Norbert Greber, Landeswildbiologe DI Hubert Schatz und Landesjä-


Erwachsene – an den Führungen teil. Die einzelnen Schülergruppen wurden von fachkundigen Jägerinnen und Jägern, Förstern und Jagdschutzorganen im rotierenden Stationsbetrieb durch die verschiedenen Stationen der Hegeschau geführt.

germeister Dr. Ernst Albrich herzlich begrüßen. Seine weiteren Grußworte galten seinen Bezirksjägermeisterkollegen, den Jagdsachbearbeitern der Bezirkshauptmannschaften, den führenden Landesbeamten von Forst und Verwaltung und schlussendlich der gesamten anwesenden Jägerschaft und den Gästen. Hubert Schatz kommentierte im Anschluss kurz und prägnant die getätigten Abschüsse nach Erfüllungsquote und Qualitätsstufen und konnte den Jägern des Bezirk Bregenz ein absolut gutes Zeugnis, gepaart mit vorbildlicher jagdlicher Disziplin ausstellen.

Stationen

Der Vorsitzende der Auswertungskommission Hegeobmann RJ Diethelm Broger überreichte nach alter Tradition den glücklichen Erlegern der besten Trophäen und deren Begleitern die Ehrenbrüche, nicht ohne seine feingewürzten persönlichen Kommentare anzufügen. „Ich bin auch heuer wieder stolz, dankbar und glücklich, eine so große, besucherreiche und arbeitsintensive Fachveranstaltung mit unseren bewährten, engagierten Funktionären und Helfern wieder reibungslos und erfolgreich über die Bühne gebracht zu haben,“ so Bezirksjägermeister Metzler.

„Alpine Überlebenskünstler“ – Sonderschau als Anziehungsmagnet für Schulklassen Über Einladung des zuständigen Projektleiters BJM-Stv. OSR Roland Moos und über den Landesschulrat und die vernetzten Schulleitungen der 90 Pflichtschulen im Bezirk Bregenz, nahmen auch heuer wieder viele Schulklassen in der Alterszielgruppe 7-12 jährige, sowie über 60 begleitende Lehrerinnen und Lehrer – auch Eltern und

Jagdschutzorgan Gerhard Gmeiner mit der „Schulstube Höchst“ (Privatschule) bei der Sonderausstellung – Diorama „Gamswild & Co. Alpine Überlebenskünstler“.

Abschüsse nach Altersklassen im Jagdjahr 2013/14 im bezirk bregenz Hirsch Klasse I Klasse II b Klasse II a Klasse III

19 6 3 155

rehbock Mehrjährige Einjährige

551 396

Gamsbock Klasse I Klasse II Klasse III

24 27 54

Gamsgeiß Klasse I Klasse II Klasse III

18 46 35

steinbock Klasse I Mittelklasse Jugendklasse

2 3 4

steingeiß Klasse I Klasse II Klasse III

4 3 2

Gesamt Trophäenträger:

1352

Hegeschau mit 1.352 Schalenwildrophäen und Präparaten Sonderausstellung als Diorama „Gamswild & Co. – alpine Überlebenskünstler“ (Dioramaerbauer: Hubert Pfefferkorn und Reinhard Nardin) Respektiere deine Grenzen Ein Tierpräparator bei der Arbeit (Hubert Ratz) Geweih- und Hornträger (Geweihaufbau) Jägerrumpelkammer mit div. Jäger- und Jagdutensilien HM Dieter Schneider aus Höchst mit seinem lebenden Uhu Tierstimmenimitator Johann Rüf aus Au mit kleiner „Wildkunde“ Zum Abschluss der Führungen gab es für alle Kinder eine Jause, sowie ein Info Paket mit Wildtierkalendern, Quizfragebögen und Broschüren zur Nachbereitung im Unterricht, altersgerechte Zeichen- und Malbücher und Jagdgeschichtenbücher in Klassenstärke für die Klassenbüchereien. Beim abschließenden Lehrergespräch wurden von den Führungskräften auch Aktionen während des Schuljahres angeboten wie z.B. Ausflugsbegleitungen, Fütterungsexkursionen, Unterrichtsbesuche, Schulgemeinschaftsvorführungen u.ä.m. „Die Begeisterung und die leuchtenden Augen der kleinen und großen Hegeschaubesucher sind uns gleichzeitig wieder Auftrag für die nächste Aktion der Projektreihe: Schule & Jagd!“ AKTueLL

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Hegeschau Dornbirn Insgesamt wurden 273 Trophäen bewertet Karoline Schönborn Am 7. Februar veranstaltete die Bezirksgruppe Dornbirn im Kolpinghaus in Dornbirn die diesjährige Hegeschau. Viele interessierte Jägerinnen und Jäger ließen es sich nicht nehmen, die Hegeschau zu besuchen und die ausgestell-

ten Trophäen von Rotwild, Rehwild und Gamswild zu besichtigen. Insgesamt wurden im Bezirk Dornbirn im Jagdjahr 2013/2014 660 Stück Schalenwild erlegt, davon 30 Stück Rotwild, 71 Stück Gamswild und 559 Stück Rehwild.

erleger

GJ Lustenau GJ Schwende GJ Fallenberg

0 0 0 6

Wolfgang Dietrich Karl Matt Manfred Knaus

GJ Ebnit EJ Valors EJ Gunzmoos

rehbock Klasse I Klasse II Klasse III

46 75 78

Karl Matt Stefan Metzler Reinhard Moosmann

EJ Valors EJ Binnel EJ Bockshang

Gamsbock Klasse I Klasse II Klasse III

5 10 21

Günther Hagen Rolf Schmidt Theo Marte

Gamsbock 99,55 95,25 93,33 Gamsgeiß 88,60 84,83 82,43

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Vorarlberger Jagd

AKTueLL

Die vorgegebenen Abschusszahlen beim Schalenwild wurden zu 108,60% erfüllt. Insgesamt wurden 273 Trophäenträger bewertet.

revier Hirsch Klasse I Klasse II Klasse IIa Klasse III

rehbock 147,03 140,20 104,80

Schmidt sowie Theo Marte erlegt (siehe auch untenstehende Graphik).

Abschüsse nach Altersklassen im Jagdjahr 2013/14 im bezirk Dornbirn

DIe besTeN punkte

Den kapitalsten Gamsbock erlegte Wolfgang Dietrich (99.55 Punkte), gefolgt von Karl Matt und Manfred Knaus. Die stärkste Gamsgeiß wurde von Karl Matt erlegt, gefolgt von Stefan Metzler und Reinhard Moosmann. Den kapitalsten Rehbock erlegte Günther Hagen vor Rolf

Gamsgeiß Klasse I Klasse II Klasse III Gesamt Trophäenträger:

5 13 14

273


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Foto: Christian Ammann

Hegeschau Feldkirch – Kulturgut Jagd Angelika Ehlich-Beutter Vor zahlreichen Gästen eröffnete Bezirksjägermeister Reinhard Metzler am 5. April die Hegeschau des Bezirks Feldkirch im Vinomnasaal in Rankweil. In der Begrüßungsansprache am Samstagabend dankte er allen an der Jagdausübung Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während des Jahres. Dies zeigte der Öffentlichkeit ein geschlossenes Bild des Jägerstandes. Hubert Loretter führt interessierte JungjägerInnen durch die Ausstellung.

Die ganzheitliche Betrachtung unseres Lebensraumes erfordere eine verantwortungsvolle Hege, die nur durch Zusammenarbeit und regen Gedankenaustausch aller Beteiligten erreicht werden kann. Der Redner hob Probleme der Jagdausübung, die durch verschiedenste 16

Vorarlberger Jagd

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Freizeitaktivitäten in der Natur entstehen, hervor. Hier stehe das Handeln jedes Einzelnen, besonders des Jägers als Vorbild und mit allen Konsequenzen Vertrautem im Mittelpunkt. Die Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft soll nicht zuletzt in die Rich-

tung der Pflege der Tradition und alter Bräuche gelenkt werden. Mit Freude und Genugtuung erkenne der Festredner steigendes Interesse und Beliebtheit an jagdlichen Veranstaltungen, die sich in zunehmenden Besucherzahlen auch jagdferner Teil-

nehmer niederschlägt. „Die zunehmende Besiedelung ehemals landwirtschaftlicher Flächen stellt die Jägerschaft ebenfalls vor immer neue Herausforderungen, denn Tiere kennen keine Grenzen. Aufkeimende Interessenskonflikte zwischen Jägern, dem Forst sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung lassen sich nur im ständigen Dialog und mit viel gutem Willen aller Beteiligten bereinigen.“ Dankende Worte fand der Reinhard Metzler für die gute Zusammenarbeit und hob die Erfolge der vergangenen Jahre bei den Bemühungen um einen breiten Konsens hervor. „Diese erreichten Ziele sollten uns Ansporn für zukünftige Gespräche sein.“

Abschusszahlen Die Abschüsse beim Rehwild lagen bei 100%, beim Rotwild


Wieder als Aussteller dabei: Herr und Frau Fleisch vom Hornstüble Schruns

bei 86,56 % und beim Gamswild bei 164,56% im Bezirk. Die Abschusszahlen der Gamspopulation, welche sich in der Statistik mit 164,56% darstellte, veranlasste den Bezirksjägermeister, die Biotopgrenzen zwischen waldarmen, hochalpinen Regionen und den darunterliegenden Wäldern kritisch zu betrachten. Die Aufenthaltsdauer der Einstände der Gams sollte genau beobachtet werden. Mit dieser Bitte richtete er sich an den Forst sowie die Wildbach-und Lawinenverbauung. Bei der Begutachtung der ausgestellten Trophäen zeige sich ein starker Eingriff in die Jugend und Altersklasse II der Gamspopulation.

bewährter Weise die zahlreichen Gäste beim Frühschoppen. Auch hier waren der Besucheransturm und das Interesse wie im vergangenen Jahr sehr groß. Neben den Trophäen fanden die Aussteller der „Kulturgut Jagd“ reges Besucherinteresse. Herr Robert Fleisch vom Hornstüble, Schruns, zeigte hohes handwerkliches Können und Vielfältigkeit in der Fertigung von jagdlichen Accessoires und Knöpfen aus Hirschhorn. Die Stadtmetzgerei Spieler aus Feldkirch

Waldpädagogin Christine Hofmann mit interessierten Kindern

verteilte großzügig Schmankerln aus der Selch- und Räucherkammer. Bei Robert Ess und Carmen Kaufmann konnten sich die Besucher über den Verband der Vorarlberger Jagdschutzorgane und die Vorarlberger Jägerschaft informieren. Die Ausstellung „Vögel des Lebensraum Rheintal“ zeigte 70 verschiedene Vogelpräparate, welche die pädagogische Hochschule dankenswerterweise als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. Interessierte Besucher und Schüler der Jägerschule wurden von Hubert Loretter

Heuer zum ersten Mal stellte Frau DI Steffi Holder ihre Bilder im Rahmen der Hegeschau aus. Fasziniert verfolgten die Besucher den flotten und gekonnten Pinselstrich der Künstlerin. Mit den auf den Aquarellen sehr realistisch dargestellten Wildtieren in ihrer natürlichen Umgebung fand sie ein begeistertes Publikum.

Insgesamt wurden 417 Trophäen dem interessierten Publikum gezeigt. Die Fütterung des Wildes konnte dieses Jahr fast zur Gänze mit heimischem Heu bewerkstelligt werden, was einen Erfolg bei der Ausnützung der regionalen Ressourcen (Wertschöpfung) bedeutet. Am Sonntag begleitete die Bürgermusik Rankweil in

durch die Ausstellung geführt und bekamen interessante Informationen über die Lebensweise der Vögel. Die Kürschnerei Amann Pelze aus Hohenems zeigte hochwertig verarbeitete Kürschnerprodukte aus heimischen Pelzen. Und die Waldpädagoginnen des Wildpark Feldkirch Ingrid Albrich und Christine Hofmann erklärten den Kindern die Tiere des Waldes in ihren Lebensräumen. Sie zeichneten und bastelten geduldig mit den zahlreichen Kinder, welche nicht müde wurden, ihnen viele Fragen zu stellen.

BJM Reinhard Metzler bedankte sich bei allen Mitwirkenden

Weidmannsdank und Weidmannsheil an alle Sponsoren, Mitwirkenden und Gäste! AKTueLL

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9. oberländer Jägertage mit Hegeschau bludenz Nicht nur die vortragsreihe „bär, Luchs und Wolf“ lockte Interessierte nach raggal Robert Häusle Die 9. Oberländer Jägertage fanden am 14. und 15. März 2014 erstmals in der Walserhalle in Raggal statt. Die Wahl dieses Veranstaltungsortes kann wohl als „Volltreffer“ bezeichnet werden. Der Raum selbst mit seiner angenehmen Atmosphäre und Ambiente, die Präsentation der Trophäen – insgesamt 1.953 – die gut organisierte Bewirtung, Wahl des Leithemas „Auswirkungen von Bär, Luchs und Wolf auf die Jagd“ und interessante Referate haben diese Veranstal-

tung bei den Besuchern allseits Zustimmung gefunden. Der Bürgermeister von Raggal, Herr Hermann Manahl stellte in seiner Grußadresse fest, dass diese Veranstaltung dem Motto des Biosphärenparks Großes Walsertal „Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur“ voll entspreche und daher eine Bereicherung für die Talschaft darstelle. Nach dem „Willkommen“ der Jagdhornbläser der Bezirksgruppe Bludenz konnte BJM Ing. Lothar Tomaselli zahlreiche Vertreter aus Politik

Die Bürserberger Volksmusikanten spielten zum Frühschoppen auf.

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Vorarlberger Jagd

AKTueLL

– an der Spitze LR Ing. Erich Schwärzler – der Verwaltung, der Jagd der benachbarten Länder sowie mehrere Ehrenmitglieder begrüßen. Zur aktuellen Diskussion mit den Hauptproblemen Wildverbiss und Tbc beim Rotwild führte er aus, dass beim Kontrollzaunsystem bei Betrachtung der letzten 15 Jahre eine deutliche Verbesserung erkennbar sei und dass im vergangenen Jagdjahr im Bezirk Bludenz 250 Stück mehr Wild erlegt worden sei. Abschließend wünscht er sich, dass die Diskussionen zu diesen Problemen sachlich und emotionsfrei geführt

werden sollen. Nachhaltige Lösungen seien anzustreben, die Jägerschaft erwarte zum Maßnahmenkatalog für die Jagd betreffend Bekämpfung der Tbc beim Rotwild neben der Erhöhung der Abschusszahlen auch die Regelung der anderen sechs noch offenen Punkte, was von LR Ing. Erich Schwärzler in dessen Grußadresse zugesagt worden ist. Lothar Tomaselli bedankte sich bei den Mitwirkenden an dieser Veranstaltung, aber auch allen Jägern, welche zu einer fairen Jagd und der Hege des Wildes im vergangenen Jagdjahr beigetragen haben.

Das Team der Keckeis GmbH war wieder als Aussteller mit dabei.


Unter der Moderation von Mag. Otto Vonblon referierte Landeswildbiologe DI Hubert Schatz zur „IST-Situation in Vorarlberg“ beim Großraubwild, welche durch den jeweils nur kurzzeitigen Aufenthalt von Braunbär „Bruno“ im Jahre 2006 und des Wolfes im Gauertal nachweislich begonnen hat. Der erste Nachweis zum Auftreten des Luchses in Vorarlberg, welcher bereits früher vermutet worden ist, konnte im Herbst 2012 im Revier EJ Gamp mittels Fotoaufnahmen erbracht werden. Die späteren Beobachtungen in der EJ Nenzing 3-Vals beweisen die nun seither ständige Anwesenheit dieser Großraubwildart in Vorarlberg. Weitere Beobachtungen dieser Tierart, welche die geringsten Probleme bei deren Auftreten bewirken würde, konnten in Lorüns und am Hochjoch gemacht werden. Beim Wolf, welcher 20 km von Vorarlberg im CalandaMassiv (Grenzgebiet Graubünden/St. Gallen) mit einer Population, die nun schon zwei Generationen an Jungwölfen erbrachte und bald wieder eine weitere erwarten lasse, bestünden im Umgang mit dieser Großraubwildart viele Fragezeichen. Eine Einwanderung aus Graubünden nach Vorarlberg sei nicht auszuschließen bzw. könne schon bald eintreten, obwohl sich die erste Generation in Richtung Südwestalpen abgesetzt habe. Hubert Schatz richtet an die Landwirtschaft die Bitte das Problem zu erkennen und zeitgerecht Vorsorge zu treffen, wozu eine Informationsveranstaltung in Graubünden stattgefunden habe. Zu Auswirkungen des Wolfes auf Wild an Fütterungen würden noch keine Erfahrungen vorliegen. Dr. Georg Rauer, Bärenanwalt und Wolfsbeauftragter,

Foto: Robert Häusle

Fotos: Monika Dönz-Breuß

Bär, Luchs und Wolf

führte in dessen interessantem Referat mit dem Thema „Die Situation von Luchs, Bär und Wolf in Österreich“ aus, dass die Rückkehr dieser großen Beutegreifer eine Folge des praktizierten Naturschutzes sei. In diesem Zusammenhang wird auf die März-April-Ausgabe der Vorarlberger Jagd & Fischerei, Seite 22-24 verwiesen. Paolo Molinari, Leiter des „Progetto Lince Italia“, Forschungsprojekt über Großraubtiere und Schwerpunkt Luchs in Italien, berichtete zum Thema „Was bedeutet die Anwesenheit von Luchs,

Bär und Wolf für die Jagd in Österreich?“ als Wildbiologe und praktizierender Jäger von dessen Erfahrungen zu mehreren Projekten. In den Schlussworten dankte Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich der Bezirksgruppe Bludenz zur Wahl des Veranstaltungsortes und der Ausrichtung der gesamten Veranstaltung. Für ihn ergebe sich, dass große Beutegreifer die Probleme der Bestände nicht regeln würden. Es bestünden „gute Emotionen“ bei Bevölkerungsteilen und „Fundamentalisten“, welche die Rückkehr des Großraub-

Abschüsse nach Altersklassen im Jagdjahr 2013/14 im bezirk bludenz Hirsch Klasse I Klasse IIb Klasse IIa Klasse III

56 40 25 600

rehbock mehrjährige einjährige

285 186

Gamsbock Klasse I Klasse II Klasse III Jährlinge

110 130 166 16

Gamsgeiß Klasse I Klasse II

75 124

Klasse III Jährlinge

108 21

steinbock Klasse I Mittelklasse Jugendklasse Jährlinge

11 6 12 0

steingeiß Klasse I Klasse II Klasse III Jährlinge

9 6 15 0

Gesamt Trophäenträger:

1964

wildes begrüßen würden. Es bestünden aber auch Ängste bei Bevölkerung, Naturnutzern, zu welchen auch die Bauernschaft zähle, Jägern („Konkurrenten“) und „Extremisten“ (kein Platz), welche das Großraubwild ablehnen würden. Das Verschwinden des „Ötscher-Bären“ empfinde er als Katastrophe für die Jagd, beide Gruppen müssten zusammengebracht werden. Die Vorarlberger Jägerschaft stehe der Rückkehr des Großraubwildes positiv gegenüber, was auch durch die gesellschaftliche Entwicklung gefordert werde.

HirschrufMeisterschaft Die laut Programm vorgesehene 9. Vorarlberger Hirschrufmeisterschaft musste leider zufolge von nur zwei Anmeldungen entfallen, beide „Kontrahenten“ lieferten sich jedoch ein „Ruf-Duell“, welches nach Meinung eines Tischnachbarn die anwesenden Damen gefesselt haben soll. Somit blieb für den anschließenden gemütlichen Jägerdämmerschoppen etwas mehr Zeit, die von den Besuchern auch zu intensiven Diskussionen genutzt wurde. Der Blasmusikfrühschoppen am Sonntag mit den „Bürserberger Volksmusikanten“ zog zahlreiche Besucher an. Ein Dank ergeht an die Aussteller Vonblon Maschinen GmbH sowie Keckeis GmbH für ihr Dabeisein. Der „Großwalsertaler Jägerstammtisch“, die Gemeinde Raggal und das Veranstaltungsteam der Bezirksgruppe Bludenz der Vorarlberger Jägerschaft, welchen an dieser Stelle zu danken ist, dürfen mit dem Verlauf der 9. Oberländer Jägertage am neuen „Standort“-Raggal, der für weitere sechs Jahre vereinbart worden ist, zufrieden sein.

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Natura 2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder

Jagd in schutzgebieten schutzgebieten, die entweder nach dem Landesgesetz für Natur- und Landschaftsentwicklung (GNL) oder nach eu-richtlinien

daraus für die Jagd entstehen, soll anhand von verschiedenen beispielen des Landes dargestellt und diskutiert werden.

Teil 2 – schutzgebiete im bergwald und Hochlagen Hubert Schatz

Natura 2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder Mit dem Beitritt Österreichs zur EU mussten auch die rechtlichen Vorgaben der Union aus dem Bereich des Naturschutzes übernommen werden. Im Konkreten handelt es sich dabei um die Umsetzung der Vogelrichtlinie und der Fauna-FloraHabitatrichtlinie (FFH). Tierund Pflanzenarten sowie Lebensräume, welche von gemeinschaftlicher, also europäischer Bedeutung sind, wurden definiert und die Mitgliedsstaaten müssen dazu Gebiete ausweisen, in welchen das sogenannte Verschlechterungsverbot gilt. Das Natura 2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder bezieht sich auf die bewaldeten Hän20

Vorarlberger Jagd

ge der Klostertaler Sonnseite zwischen Bludenz und Klösterle und erstreckt sich zwischen 580m und 1.780m Seehöhe. Dieses Gebiet umfasst etwas mehr als 2.100 ha und ist nach der Vogelrichtlinie nominiert. Die sonnseitigen Bergwälder des Klostertales zeichnen sich neben den klimatischen Besonderheiten mit hohen Niederschlägen und häufigen Föhnwinden vor allem durch ihre Vielfalt und Naturnähe aus, was mit Sicherheit auch auf ihre geringe Erschließung mit Forstund Güterwegen zurückzuführen ist. Die teilweise extrem steilen Hänge sind von verschiedenen Waldbeständen bestockt, die zusammen mit den eingestreuten Bergmähdern und Lawinenzügen sowie wildromantischen Tobeln eine mosaikartige Waldlandschaft bilden. Während im tiefer gelegenen Waldgürtel buchenreiche Laubwald-

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gesellschaften, darunter auch Besonderheiten wie LindenAhornbestände dominieren, nimmt naturgemäß der Anteil von Fichte und Tanne mit steigender Seehöhe deutlich zu. Während die meist hiebsreifen, teilwiese sogar sehr alten Baumbestände mit hohem Anteil an Moder- und Totholz für die Vogelwelt, insbesondere für Spechte und Eulen hervorragende Lebensraumbedingungen bieten, stellen dieselben Wälder aus der Sicht der öffentlichen Sicherheit ein Problem in ihrer Schutzwirksamkeit für die darunterliegenden Siedlungen und Verkehrswege (Schiene und Straße) dar. Aus schutzwaldtechnischer Sicht wären jüngere, zumindest aber gut strukturierte und verjüngungsreichere Waldbestände erstrebenswert, was wiederum eine gewisse Bewirtschaftung der Waldbestände erfordert. Mit

Hilfe eines eigens erstellten und speziell auf die Bedürfnisse der aus dem Anhang I der Vogelrichtlinie hier vorkommenden Vogelarten abgestimmten Waldfachplanes bzw. Managementplanes soll sowohl den Bedürfnissen der öffentlichen Sicherheit als auch dem Naturschutz Rechnung getragen werden. Ein Dauerbrenner in der Diskussion um die Klostertalerbergwälder stellt das Schalenwild und dessen Einfluss auf die Waldverjüngung dar. Die Klostertaler Bergwälder sind auf Grund ihrer optimalen Biotopausstattung, Klimabedingungen und der hier vorherrschenden Ruhe als wildökologisch hochattraktive Wildeinstandsgebiete zu beurteilen, die noch dazu in einem engen Verbund mit den darüber liegenden Alp- und Felsgebieten des Lechquellengebirges stehen. Beispielsweise würde ein Großteil dieser


Waldgebiete nach Auflassung der Rotwildfütterungen im Zuger- und Klostertal zu den natürlichen Überwinterungsgebieten des Rotwildes zählen. Dass die Natur eine erfolgreiche, vom Menschen unabhängige Überwinterung in diesem Raum ermöglicht, beweist das Wild, u.a. auch vereinzelt das Rotwild, seit Jahrhunderten selbst. Der „Konflikt“ zwischen Wald und Wild auf der Klostertaler Sonnseite ist aber nicht erst seit der Ausweisung des Natura 2000-Gebietes entstanden, sondern stellt eigentlich schon seit eh und je, zumindest aber schon seit vielen Jahrzehnten ein permanentes Problem dar. So sind in den vergangenen 25 Jahren Freihaltungen und Schonzeitaufhebungen, oftmals einhergehend mit Auflassungen oder Verlegungen von Wildfütterungen zur Förderung der Waldverjüngung, behördlich ausgewiesen bzw. angeordnet worden. Abschussaufträge bei Bedarf sind in diesem Gebiet zur Selbstverständlichkeit geworden.

Naturschutz, die aufzeigen, was wild- und jagdbedingt nicht passt und sie bringen teilweise zusätzliche Vorgaben auf das Tapet. Letztendlich fordern jedoch auch die Naturschützer das Gleiche, nämlich einen so niedrigen Wildbestand, der so gut wie keine Wildschäden mehr im Wald entstehen ließe. Ein Verständnis für das Schalenwild als ursprünglichen Teil dieses Naturraumes ist kaum gegeben bzw. gewollt, wodurch eine zufriedenstellende Jagdausübung kaum erreichbar scheint.

Trotz ganzjährig angestrebter Schwerpunktbejagung und einem Abschuss von 40 bis 50 Stück Schalenwild, können auch hier Wildschäden nicht nach Wunsch vermieden werden. Die auf der Sonnseite des Klostertales zuständigen Jäger und Jagdschutzorgane wissen über die Anforderungen an die Jagd in ihren Revieren bestens Bescheid. Trotz Willen und großer Anstrengungen gehen aber viele Pirschgänge und Ansitze leer aus. Doch leider wird die Arbeit oft nur an den getätigten Abschüssen und am Waldzustand gemessen. „Der Jäger ist kein Wunderwuzzi und auch er muss sich sehr oft der Natur und ihren speziellen Gegebenheiten und Launen unterwerfen“, so ein betroffener Berufsjäger.

Doch etwas hat sich seit der Natura 2000-Gebietsausweisung doch geändert: „Heute treiben sich sowohl zur Tages- und teilweise sogar zur Nachtzeit wesentlich öfter Menschen, nicht jedoch Freizeitnutzer, sondern einschlägig fachlich gebildete in den ehemals sehr ruhigen Wildlebensräumen der Klostertaler-Sonnseite herum. Ob das im Sinne eines Europäischen Schutzgebietes ist, stellt sich ein täglich gefordertes und etwas resignierend wirkendes Jagdschutzorgan die Frage.

Nachdenklich stimmen in diesem Zusammenhang die einheitlichen Aussagen vieler Jagdschutzorgane und Jäger, deren Reviere auf der Klostertaler Sonnseite gelegen sind, wonach seit Ausweisung der Bergwälder zum Natura 2000-Gebiet für die Wildtiere und insbesondere für die Jagd so gut wie keine Verbesserungen oder Hilfestellungen erfolgt sind. Vielfach ist sogar das Gegenteil der Fall: Nun fordert nicht nur Forst, WLV und Waldbesitzer die Jäger, jetzt sind es zusätzlich auch die Vertreter vom

Natura 2000-Gebiet Verwall

Foto: Monika Dönz-Breuß

Neben der hohen Habitatqualität und daraus resultierenden Biotopattraktivität des Gebietes für Gams-, Rot- und Rehwild stellt vor allem eine sich den Zielen der Schutzwaldbewirtschaftung unterwerfende Jagdausübung die größte Herausforderung

in der Bewirtschaftung und Handhabung des Natura 2000-Gebietes Klostertaler Bergwälder dar. Nachdem das Gebiet für Kraftfahrzeuge größten Teils unerschlossen ist, ist hier die Ausübung der Jagd mit einem überdurchschnittlich hohen körperlichen und zeitlichen Aufwand verbunden. Die Unwegsamkeit des Geländes sowie die permanent lauernden Naturgefahren, wie Steinschlag und Absturzgefahr, aber auch die Unerreichbarkeit vieler Revierteile bei gewissen Witterungsbedingungen erschweren die Jagd zusätzlich. So passiert es nicht selten, dass trotz einer bemühenden ganzjährigen Intensivbejagung oft nur ein kurzfristiger Wildeinstand während besonderer Wetterverhältnisse ausreicht, um Wildschäden an der Waldverjüngung zu verursachen. Beispiele wie das zirka 140 ha große Flächenwirtschaftliche Projekt und Freihaltegebiet Schnenn-Batzigg im Gemeindegebiet Klösterle erfordern einen jährlichen Aufwand von zirka 1.000 Stunden für die Bejagung des Gebietes. Mit Unterstützung der WLV wurden hier Begehungssteige und Ansitze errichtet. Außerdem unterstützt ein Projektwart den revierzuständigen Berufsjäger bzw. die Jagdpächter bei der Bejagung als auch bei der Durchführung der zahlreichen Revierarbeiten.

Natura 2000-Gebiet Verwall

Das auf Grundlage der Vogel- und der FFH-Richtlinie ausgewiesene Europaschutzgebiet Verwall ist mit zirka 12.000 ha Fläche das größte aller im Land Vorarlberg ausgewiesenen Schutzgebiete und erstreckt sich auf die Gemeindegebiete von Klösterle, St. Gallenkirch, Gaschurn und Silbertal. Das Gebiet reicht von der hochmontanen bis zur alpinen Höhenstufe und zeichnet sich für Vorarlberger Verhältnisse durch seine große zusammenhängende Fläche ohne „harte“ touristische Erschließung aus. Neben der Ursprünglichkeit standen die Abgeschiedenheit und der Wildreichtum als besondere Qualitätsmerkmale im

WILDbIoLoGIe

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Naturschutzgebiet Faludriga–Nova

Vordergrund der Gebietsnominierung. Unter anderem war das Vorkommen von alpinen Vogelarten wie Steinadler, Wanderfalke, Uhu, Schnee-, Birk-, Auer- und Haselhuhn sowie verschiedene Specht- und Eulenarten ein wesentlicher Grund für die Gebietsausweisung. Die ornithologischen Erhebungen sowie der daraus resultierende Bericht mit Maßnahmenvorschlägen zur Erhaltung der Vogelwelt im Verwall sorgten vor mehr als zehn Jahren für ordentlichen Zündstoff zwischen Grundeigentümern, Forst, Jagd sowie Natur- und Vogelschützern. Ein anschließendes von der Landesregierung initiiertes Mediationsverfahren mit Erstellung eines Managementplanes half die kontroversen Meinungen zwischen den verschiedenen Interessensvertretungen auszugleichen. Die Jagd kam vor allem durch die hier seit Jahrzehnten gepflegte Jagdwirtschaft und den daraus resultierenden hohen Rotwildbeständen in Diskussion. So sieht der Managementplan die Anpassung der Schalenwildbestände an die großräumige Biotoptragfähigkeit sowie die Abstimmung der Wildfütterungsstandorte auf die Bedürfnisse der Raufußhühner zur Vermeidung von Nahrungs- und Raumkonkurrenz zwischen 22

Vorarlberger Jagd

Hühnervögeln und Rotwild vor. Forst- und Alpwirtschaft müssen seit der Natura 2000-Gebietsausweisung vor allem die Brutzeiten der Raufußhühner vermehrt berücksichtigen und wertvolle Altholzinseln für Höhlenbrüter bewusst erhalten. Von den betroffenen Jägern wird die Deklarierung ihrer Reviere als Natura 2000-Gebiet bisher überwiegend skeptisch beurteilt, weil man sich wesentlich mehr in der Einschränkung bzw. Lenkung von Tourismus und Freizeitnutzung erwarten würde. Von manchen Revierinhabern und Jagdschutzorganen ist seit der Schutzgebietsausweisung eher eine Zunahme von Störungen sowohl durch Freizeit- und Erholungsuchende als auch durch Fachorgane verschiedener Naturinstitutionen festzustellen. Unverständlicherweise fand das von der Wildökologie und der Jagd oft geforderte allgemeine Wegegebot für Gebietsbesucher im Natura 2000 Beirat Verwall kein Gehör. Neue Hoffnungen werden jedoch in den neugegründeten Naturschutzverein Verwall - Klostertaler Bergwälder unter Geschäftsführer Mag. Hans W. Metzler gesetzt. Nachdem die Abgeschiedenheit des Gebietes und der

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Wildreichtum als besondere Qualitätsmerkmale für die Ausweisung des Verwall als Natura 2000-Gebiet genannt wurden, bleibt zu hoffen, dass die künftige fachliche Betreuung allen Wildtieren und nicht nur jenen aus dem Angang I der Vogelrichtlinie entsprechenden Platz und Würdigung bei der Weiterentwicklung des Managementplanes sowie Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen einräumt. Erste Ansätze dafür sind bereits zu erkennen. Dass damit auch die Mitarbeit der Jäger und teilweise Einschränkungen bestimmter jagdwirtschaftlicher Maßnahmen verbunden sind, versteht sich von selbst. Dasselbe muss jedoch für alle anderen Naturnutzer auch gelten. Die meisten Reviere im Natura 2000-Gebiet Verwall demonstrieren schon seit Jahrzehnten eine sehr zurückhaltende und rücksichtvolle Jagdausübung, insbesondere in den störungsempfindlichen Hochlagen. Gams- und Steinwild unterliegen hier nur einer sehr geringen, vielfach nur aussetzenden Nutzung. Das Rotwild wurde bis dato überwiegend in den talnahen Bereichen sowie in der Bergwaldzone reguliert, was nicht zuletzt auch der wesentliche Grund für die beeindruckende Einstandswahl des Rotwildes in diesen waldarmen z.T. völlig offe-

nen Hochlagengebieten während der Vegetationszeit ist. Leider wissen nur die wenigsten von dieser jagdlichen Selbstbeschränkung der Jäger. Eine entsprechende Transparenz und Aufklärung darüber könnte u.U. dazu dienen, auch von den anderen Naturnutzern die Vorgaben einer naturkonformen Hausordnung mit klaren Spielregeln zu akzeptieren. Als Vorbild dazu könnte unter anderem das Naturschutzgebiet Faludriga - Nova im Großen Walsertal dienen.

Naturschutzgebiet Faludriga–Nova Vor 15 Jahren wurden die Alpen Faludriga und Nova im Marultal zum Naturschutzgebiet erklärt. Neben der Erhaltung der ausgeprägten Ursprünglichkeit der Landschaft und der hier vorherrschenden Ruhe stehen die Wildtiere, insbesondere auch die Schalenwildarten Rotund Gamswild, im Zentrum der Schutzmaßnahmen. Dabei geht es jedoch nicht um ein Bejagungsverbot, sondern primär um eine Lebensraum erhaltende Alpbewirtschaftung und eine möglichst störungsarme, den ökologischen und biologischen Bedürfnissen des Wildes angepasste Jagdausübung. Um


den Jagddruck auf das Wild zeitlich und räumlich stark zu verringern, wurde ein jagdliches Raumplanungskonzept entwickelt. Wie in der Vorarlberger Jagdzeitung bereits mehrfach berichtet, ist das gesamte Gebiet in drei Behandlungszonen, nämlich in eine Ruhe-, Intervall- und Regulierungszone gegliedert. Während in der Ruhezone ein ganzjähriges Bejagungsverbot vorherrscht, darf die Intervallzone nur 3x im Jahr je 1 Woche bejagt werden. Die lediglich 150 ha große Regulierungszone dient primär der Wildstandregulierung bzw. Erfüllung der Mindestabschussvorgaben. Hier gelten die herkömmlichen Schussund Schonzeitenregelungen aus dem Jagdgesetz. Um den wildbiologischen Anforderungen besonders gerecht zu werden, wird im Naturschutzgebiet Faludriga-Nova beim Rothirsch ein Zielalter von 12 Jahren, bei Gamsböcken von 10 und bei

Gamsgeißen von 15 Jahren angestrebt. In diesem Zusammenhang darf aber der Konnex zu den umliegenden Revieren, insbesondere der GJ Raggal nicht verschwiegen werden. Nachdem es sich dabei um denselben Jagdbetrieb Baron von Gemmingen handelt, steht vor allem für die Regulierung des Rotwildbestandes eine größere Fläche außerhalb des Naturschutzgebietes zur Verfügung. Aus diesem Grund wurde ein Teil der GJ Raggal auch in das Bejagungskonzept FaludrigaNova inkludiert. Eine Einzigartigkeit für Vorarlberger Alpinlandschaften stellt das verordnete Wegegebot im betroffenen Naturschutzgebiet dar. Die Besucher dürfen das Gebiet lediglich auf den ausgewiesenen und markierten Wanderwegen sowie Schirouten betreten, die jedoch so angelegt sind, dass das gesamte Gebiet umfänglich genossen werden kann. Für ihr verständnis-

volles Verhalten sollen die Wanderer mit dem besonderen Erlebnis der Beobachtung von tagaktiven Wildtieren belohnt werden. Die Überwachung der verordneten Schutzmaßnahmen erfolgt durch den Gebietsbetreuer Edwin Kaufmann, der als Berufsjäger und Naturwächter gleichzeitig das bestellte Jagdschutzorgan im betroffenen Gebiet ist. Seine daraus resultierende hohe Anwesenheit im Gelände sowie seine aufklärerische Umgangsform mit den Besuchern, aber auch deren hohes Verständnis für Respekt und Verhaltensspielregeln in der Natur ermöglichen eine weitgehende konfliktfreie Umsetzung der doch sehr restriktiven bzw. einschränkenden Schutzmaßnahmen. Das Naturschutzgebiet Faludriga-Nova sowie das dazu ausgearbeitete und sich streng in Umsetzung befindliche Bejagungskonzept Jagdbetrieb Baron von

Gemmingen hat sich mittlerweile weit über die Grenzen von Vorarlberg hinaus einen Namen gemacht. Immerhin werden nach diesem Konzept mehr als 50 Stück Rotwild im Jahr erlegt. Die Exkursionen unterschiedlicher Fachinstitutionen aus Deutschland, Schweiz und Österreich sowie angeforderte Vorträge außerhalb des Landes bestätigen dies eindrucksvoll. Das Besondere und Schöne an der Ausweisung der Alpen Faludriga und Nova zum Naturschutzgebiet ist, dass es trotz zahlreicher Einschränkungen für viele eine winwin-Situation ergeben hat. Wenn man das Gebiet heute betritt, hat man auf jeden Fall den Eindruck, mit der Unterschutzstellung etwas Gutes getan zu haben. Neben Hirschen und Gämsen sieht man viele zufriedene, sich an der Natur und den Wildtieren erfreuende Gesichter – was will man mehr?

Hygienemaßnahmen – Wichtig für die Wildtiergesundheit Mit 1. April hat das Jagdjahr 2014/15 begonnen. Die Abschussplanverhandlungen auf Raum-, Regions- und Revierebene konnten trotz teilweise sehr schwieriger Ausgangsbedingungen (Tbc-Situation) erfolgreich und überwiegend einvernehmlich abgeschlossen werden, wofür allen Beteiligten für ihre Mitwirkung und von Verstand geprägtes Verhandeln gedankt sei. Ein besonderes Dankeschön gebührt den Bezirksgruppen der Vorarlberger Jägerschaft für die Gestaltung der Hegeschauen mit Rahmenprogrammen und den hochinteressanten Fachvorträgen über Großraubtiere und Wiesenbrüter sowie die Sonderausstellung „Alpine Überlebenskünstler“. Nun warten draußen in den Revieren wieder die zahlreichen Frühjahrsarbeiten. Dazu zählen insbesondere die Kontrolle und Instandsetzung der Reviereinrichtungen, das Ausbringen von Lecksteinen sowie die Räumung

und Säuberung der Futterstellen. Ungepflegte nicht aufgeräumte Futterplätze schaden nicht nur dem öffentlichen Ansehen der Jägerschaft, sondern stellen auch eine potentielle Keimstelle von Krankheitserregern dar. Aus diesem Grund sind entsprechende Hygienemaßnahmen nach Beendigung der Fütterungsperiode an allen Wildfutterstellen dringend erforderlich. Zur Minimierung des Tbc-Risikos ist nicht nur die Säuberung, sondern auch die Desinfizierung der Fütterungseinrichtungen inklusive Futterplatz sowie eine rindersichere Abzäunung der Rotwildfütterungsplätze auf Weideflächen während der Weidezeit notwendig. Der angefallene Mist sollte nicht unmittelbar als Dünger auf Wiesen oder Weideflächen ausgebracht, sondern während der Sommermonate an sonnenbegünstigten Standorten zwischengelagert werden. Bezüglich Salzlecksteine ist dringend darauf zu achten, dass diese nur an solchen Standorte aus-

gelegt werden, welche für das Weidevieh unzugänglich sind. Umgekehrter Weise dürfen auch für das Vieh verwendete Salzlecken bzw. Salzstellen kein Anziehungspunkt für Rotwild darstellen. Nachdem diese Maßnahmen nicht nur für Alpreviere, sondern auch für Gebiete mit Vor- und Maisäßflächen Gültigkeit haben, wird eine Besprechung zwischen Jagdpächter und Verpächter bzw. Alpbewirtschafter vor dem Viehauftrieb dringend empfohlen, um unnötige Informationsund Kommunikationsdefizite zu vermeiden. Außerdem sollten diese Vorschläge nicht nur in von Tbc tangierten Wildregionen, sondern präventiv in allen Landesteilen mit Rotwildvorkommen umgesetzt werden. Die Vorarlberger Jägerschaft hat auch für das Jahr 2013/14 dankenswerterweise den Birkwildbericht erarbeitet und vorgelegt. Auf Grundlage dieser Expertise und den daraus zu entnehmenden günstigen Erhaltungszu-

standes des Birkwildes in Vorarlberg, können nach Art. 9 der EU-Vogelrichtlinie sowie §27a Jagdverordnung heuer 129 Birkhähne frei gegeben werden. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Ausnahmeregelung handelt, deren Anwendung eine äußerst gewissenhafte Umsetzung der dafür notwendigen Vorgaben verlangt. Aus diesem Grund wird um eine lückenlose Mitwirkung bei den diesjährigen Bestandeserhebungen sowie um eine fristgerechte Abschussmeldung und Ablieferung der revierbezogenen Birkwildberichte an die jeweilige Bezirkshauptmannschaft bis zum 20. Juni gebeten. Dem Bewirtschaftungsausschuss Raufußhühner der Vorarlberger Jägerschaft unter der Leitung von Akad. Jagdwirt Karlheinz Jehle wird für seinen intensiven Einsatz um das Birkwild im Land Vorarlberg besonders gedankt. Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

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schalenwildjagd – bleifrei Klaus Hackländer, Fritz Völk, Peter Paulsen, Ernst Albrich Die Verwendung von bleifreien Büchsengeschoßen bietet die Chance, im Sinne umfassender Nachhaltigkeit die gesellschaftliche Akzeptanz für heimisches Wildbret zu steigern und mit gutem Gewissen für verstärkten Wildbret-Verzehr zu werben, einen Beitrag zum Verbraucherschutz zu leisten sowie das Image der Jagd zu verbessern. Diese Chance sollten wir in Österreich rasch ergreifen, auch wenn von mancher Seite Skepsis herrscht, weil die neuesten Erkenntnisse noch nicht allgemein verbreitet sind. Umfassende Praxistests von Büchsengeschoßen haben in den letzten Jahren die Spreu vom Weizen getrennt. Anhand von praxisgerechten Prüfkriterien und nachvoll24

Vorarlberger Jagd

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zieh-baren Wirkungs-Anforderungen (betreffend Ballistik und Jagdpraxis) wurden bleihaltige und bleifreie Geschoße objektiv getestet und miteinander verglichen (Gremse/Rieger 2014). Bei einigen qualitativ hochwertigen bleifreien Geschoßen ist die Wirkung hervorragend und manche „Kinderkrankheiten“ früherer Jahre sind überwunden (z.B. bezüglich Tötungswirkung, Reichweite, Ausschuss, Wildbret-Zerstörung oder Beeinträchtigung der Waffe). Diese Ergebnisse wurden im Rahmen von zwei Symposien im März 2013 und 2014 am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin eingehend diskutiert. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurde auch klar gestellt, dass bei den üblichen geringen Verzehrmengen von Wildbret (bei Durchschnittskonsumenten

weniger als 1 kg pro Jahr) eine gesundheitliche Gefährdung durch Blei im Wildbret nicht gegeben ist. Für Extremverzehrer hingegen (vor allem Jäger und Personen in Jägerhaushalten) ist es jedenfalls empfehlenswert, Wildbret ohne Bleikontamination zu konsumieren. Zur Vermeidung einer Gefährdung von Greifvögeln ist es ebenfalls wichtig, dass aus Büchsenpatronen keine Bleisplitter ins Wildbret gelangen. Von den mittlerweile zahlreichen am Markt befindlichen bleifreien Büchsengeschoßen weisen einige eine hervorragende Wirkung im Hinblick auf tierschutzgerechte Erlegung von Schalenwild auf - vereinzelt sogar bessere Wirkung als bleihaltige Geschoße. Das wurde im Rahmen umfassender Praxistests in Deutschland (Erleger-Protokolle von mehr als 11.000

Stück Schalenwild) und in ausgewählten ÖBf-Revieren (bisher rd. 860 Erleger-Protokolle, primär aus den Nationalparken) objektiv dokumentiert und von der FH Eberswalde auch experimentell untersucht. Betreffend Sicherheit im Jagdbetrieb sind bleifreie Geschoße den bleihaltigen Geschoßen gleichwertig. Die wesentlichen zielballistischen Qualitätsmerkmale hinsichtlich tierschutzgerechter Tötung werden bisher auf Patronenschachteln - egal ob bleihaltig oder bleifrei - nicht ersichtlich gemacht. Deshalb ist der Konsument vorerst noch auf konkrete Empfehlungen qualitativ hochwertiger bleifreier Produkte angewiesen, die auf Grund ihrer Konstruktionsmerkmale ausreichend Energie im Wildkörper rasch abgeben (mindestens 1500 Joule auf den ersten


Schütze beim Einschießen der Waffe

15 cm) und entsprechende Tiefenleistung für einen verlässlichen Ausschuss aufweisen. Hinweise dazu sind in der Studie von Rieger/Gremse (2014) der FH Eberswalde enthalten. Es wird wohl notwendig sein, auf die Vertretung des Fachhandels zuzugehen, um die Skepsis gegenüber bleifreien Büchsengeschoßen abzubauen und künftig eine ausreichende Lieferbarkeit qualitativ hochwertiger Produkte samt fachgerechter Beratung beim Patronen-Einkauf gewährleisten zu können. Aus fleischhygienischer Sicht ist zu empfehlen, im Sinne des vorsorglichen Verbraucherschutzes auf stark splitternde Geschoße (Zerlegungsgeschoße) zu verzichten und für die Schalenwildjagd primär massestabile Deformationsgeschoße zu verwenden, die eine ausreichende Wirkung haben (tierschutzgerechte, rasche Tötung). Davon gibt es derzeit am Markt bereits einige, die sich in umfassenden Praxistests, die von wissenschaftlichen Institutionen geleitet und ausgewertet worden sind, bestens bewährt haben. Diese Praxistests wurden außerdem experimentell bestätigt (in der Studie von Gremse/Rieger 2014). Die empfehlenswerten Deformationsgeschoße sind bereits in zahlreichen Kalibern lieferbar und haben neben der guten

Deformationsgeschoß (aufgepilzt)

Tötungswirkung auf übliche Schussdistanzen auch eine sehr geringe Splitterwirkung. Diese Ergebnisse wurden mit der höchsten bisher wissenschaftlich untersuchten Stichprobe abgesichert und sind somit wesentlich aussagekräftiger als z.B. Ergebnisse von firmenspezifischen Tests ohne unabhängige Prüfung und als diverse individuelle Erfahrungen von Einzelpersonen nach einer überschaubaren Anzahl von Abschüssen (oft höchstens im zweistelligen Bereich; bisweilen mit nur bedingt geeigneten oder ungeeigneten bleifreien Geschoßen oder bei extremen Schussdistanzen über 250 m). Beim Umstellen (Umschießen) von Jagdwaffen von einer Munitionssorte auf eine andere (bleihaltig oder bleifrei) ist grundsätzlich folgende Vorgangsweise zu empfehlen: Den Lauf vorweg trocken durchziehen (chemische Grundreinigung nicht zweckmäßig) Mindestens zwei Fünfergruppen mit neuer Laborierung schießen, ob ausreichende Präzision gegeben ist (bei nicht optimaler Präzision besser noch weitere Fünfergruppen, wenn sich die Präzision sukzessive bessert). Sobald die Waffe gut schießt, ist damit alles erledigt.

Wenn die Schusspräzision unzureichend bleiben sollte, folgende zwei Dinge prüfen: 1. Übergangskegel prüfen oder prüfen lassen (Büchsenmacher; z.B. mit AOL-Gauge); wenn der Übergangskegel zu lang und damit der rotationslose Geschoßweg größer ist als rund 5 mm, sind vorhandene Präzisionsprobleme wahrscheinlich dadurch ausgelöst. Erläuterung dazu: Der rotationslose Geschoßweg soll möglichst kurz sein, d.h. kurzer Übergangs-Kegel zwischen Patronenlager und Lauf. Je länger der „Freiflug“ des Geschoßes, desto wahrscheinlicher ist eine unpräzise Schussleistung, vor allem wenn der Kegel auch weit ist und das Geschoß stark stromlinienförmig. Das Geschoß soll möglichst bald von den Zügen geführt werden, sobald es die Patronenhülse verlässt. Bei zu langem Übergangskegel: längere, stumpfere Geschoßkonstruktion wählen und neuerlich testen. Wenn keine optimale Präzision erreichbar ist, könnte es auch an der DrallLänge liegen. 2. Drall-Länge: Wenn es in dem getesteten Kaliber auch andere Geschoßgewichte gibt, dann anderes Geschoßgewicht testen.

Sofern dieses mit der DrallLänge harmoniert, ist das Problem gelöst (grundsätzlicher Hinweis für den Neukauf von Waffen: für jedes Kaliber jeweils möglichst kurzen Drall bevorzugen). Hinweis: Bei jedem Wechsel zwischen Geschossmantelmaterial sollen 1-3 Kontrollschüsse abgegeben werden, um festzustellen, ob eine chemische Zwischenreinigung mit erneutem Einschießen notwendig ist (Materialgruppen der Geschoß-Oberfläche sind: Reinkupfer, nickelbeschichtet, kunststoffbeschichtet, Messing/Bronze, Tombak). Mittlerweile sind bereits ungiftige, unbrennbare, geruchsneutrale, biologisch abbaubare Reinigungsmittel verfügbar. Munitions-Wechsel ist also keine Hexerei! Internet-Hinweise auf aktuelle Forschungsergebnisse: „Alle(s) Wild?“, Bundesinstitut für Risikobewertung Berlin, Tagungsband 2013: http://www.bfr.bund.de/cm/350/ alles-wild-bfr-symposium-zuforschungsvorhaben-zum-thema-wildbret-tagungsband.pdf „Wild – Gut erlegt?“, Bundesinstitut für Risikobewertung Berlin, Präsentationen 2014: http://www.bfr.bund.de/de/ veranstaltung/bmel___bfr_ symposium_wild___gut_erlegt_-189291.html AKTueLL

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Afrikanische schweinepest erreicht die europäische union Dr. Michael Dünser Leiter der Task Force Schweinepest, Leiter des AGES Institutes für Veterinärmedizinische Untersuchungen Linz

Das Afrikanische Schweinepest Virus (ASPV) Erstmalig wurde das Krankheitsbild in Kenia 1921 als „East African Swine Fever“ bei importierten Hausschweinen beschrieben und zunächst fälschlicherweise als Variante der Klassischen Schweinpest betrachtet. Die natürlichen Wirte für das Virus sind Warzenschwein, Buschschwein und Pinselohrschwein, bei denen die Infektion meist symptomlos verläuft. Im Gegensatz zu den afrikanischen Wildschweinen verlaufen Infektionen beim europäischen Wildschwein Sus scrofa ähnlich wie beim Hausschwein mit ausgeprägter klinischer Symptomatik. Lederzecken der Gattung Ornithodorus sind zusätzliche bedeutende Reservoire und Vektoren im Infektionszyklus, die das Virus über sehr lange Zeiträume beherbergen können. Beim ASP-Virus handelt es sich um einen äußerst widerstandsfähiges Virus (Genus ), das sowohl gegenüber thermischen als auch chemischen Einflüssen erhebliche Widerstandsfähigkeit aufweist (siehe Tabelle).

Die klinische Symptomatik variiert in Abhängigkeit verschiedener Faktoren und wird erheblich von der Erregervirulenz der verschiedenen Virustypen beeinflusst. Differentialdiagnostisch ist ASP von Klassischer Schweinepest bzw. einer Reihe anderer Erkrankungen mit hämorrhagischen Verlaufsformen nicht eindeutig unterscheidbar. Neben dem plötzlichen perakuten Verenden ohne vorherige Anzeichen sind bei akuten Erkrankungen hohes Fieber (bis 42°C), Augenund Nasenausfluss, Bewegungsstörungen, Verwerfen, Durchfall sowie Blutungen zu beobachten. Der subakute bzw. chronische Verlauf ist geprägt von wechselnden Fieberschüben bzw. Aborten und respiratorischen Symptomen. Untersuchungen der bisherigen gefundenen Isolate zeigen, dass es sich beim gegenständlichen Erreger um einen Virustyp handelt, der in Ostafrika seinen Ursprung hat. Beobachtungen im Feld und Infektionsversuche zeigten, dass dieses nunmehr auch in der EU nachgewiesene Virus eine nahezu 100%ige Todesrate bei Haus- und Wildschweinen verursacht.

Fotos: V. Guberti, FAO

Seit dem erstmaligen Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Kaukasus im Jahr 2007 breitet sich eine der gefährlichsten Tierseuchen kontinuierlich aus und hat mit Litauen und Polen nunmehr auch die Europäische Union erreicht. Die Afrikanische Schweinepest ist in Europa keine völlig unbekannte Seuche, so gab es in der Vergangenheit bereits vereinzelt lokale Ausbrüche in Frankreich, Malta, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Portugal. In Sardinien verläuft bereits seit 1978 ein ASP Seuchengeschehen in der Wildschweinpopulation bzw. bei ausgewilderten Hausschweinen, dessen nachhaltige Bekämpfung bislang nicht von Erfolg gekrönt war, wenngleich eine Verschleppung auf das italienische Festland bisher erfolgreich verhindert werden konnte. Allen erfolgreich verlaufenen Bekämpfungen ist gemein, dass nur durch umfangreiche Sperrmaßnahmen und Massenkeulungen von Schwei-

nebeständen eine weitere Ausbreitung dieser Seuche und somit noch größere ökonomische Schäden verhindert werden konnten. Der derzeit in manchen Nachfolgestaaten der Sowjetunion bzw. in der Russischen Föderation laufende ASP Seuchenzug nahm seinen Ausgang im Mai 2007 in Georgien und rückte mit Folgeausbrüchen in der Ukraine (2012), in Weißrussland (2013) bzw. im Grenzgebiet der Russischen Föderation zu Estland und Finnland auch in die unmittelbaren Nachbarschaft der Europäischen Union. Ende Jänner 2014 wurde diese gefährliche Tierseuche erstmals bei Wildschweinen im EU Mitgliedsstaat Litauen in unmittelbarer Nähe zu Weißrussland festgestellt, Mitte Februar 2014 wurden dann die ersten Nachweise bei Wildschweinen in Polen gemeldet. Die ASP zählt aufgrund der hohen Virulenz zu den gefährlichsten Tierseuchen überhaupt und verursacht enorme sozioökonomische Schäden durch massive Beeinträchtigung der Primärproduktion von Schweinefleisch und des Handels mit Tieren und tierischen Produkten.

Akute ASP mit hochgradigem Fieber, Somnolenz und Zyanosen

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Vorarlberger Jagd

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Chronische ASP mit Kümmern, Apathie und Fieber


Infektionswege Alle ASP Erstausbrüche außerhalb des Afrikanischen Subkontinentes der Vergangenheit sind auf den Eintrag und die Verfütterung ASPVirus kontaminierter Speisen- bzw. Küchenabfälle zurückzuführen und nahmen ihren Ursprung meist in der Nähe von Flug- oder Schiffshäfen. So ist der erstmalige Ausbruch der ASP in Europa 1957 auf Abfälle internationaler Flüge nach Portugal zurückzuführen gewesen, wobei als eigentlicher Ursprung die frühere portugiesische Kolonie Angola vermutet wird. Ähnliches gilt auch für die Einschleppung der ASP nach Georgien, wo Schiffsabfälle am Schwarzmeerhafen Poti als Ursprungsherd verantwortlich gemacht werden. Von Georgien ausgehend wurden Folgeausbrüche bereits nach relativ kurzer Zeit in Armenien (August 2007), Tschetschenien-Russische Föderation (Dezember 2007) und Aserbaidschan (Jänner 2008) gemeldet. Aufgrund des mittlerweile auf weite Teile der Russischen Föderation, der Kaukasusstaaten, die Ukraine und Weißrussland ausgedehnten Seuchengeschehens hat sich dieser ASP Ausbruch seit 2007 nunmehr zu einer ernsthafte Bedrohung für die europäischen Schweinebestände entwickelt. Eine ganze Reihe von Ursachen wird für den unkontrollierten Ausbruch und die weiträumige Verschleppung des ASPV verantwortlich gemacht. Die Verfütterung von viruskontaminierten Speiseabfällen an Haus- und Wildschweine, keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz der Schweinebestände, mangelhafte Veterinärkontrollen, kaum kontrollierbare Hinterhofhaltungen, unzureichende Kontrollen des Tier- und Warenverkehrs und schließlich auch das

mATerIAL

KoNDITIoNeN

Blut

Blutkuchen-verwesend 15 Wochen

Blut

4°C

18 Monate

Skelettmuskel

4°C -4°C

150 Tage 104 Tage

Knochenmark

4°C

6 Monate

Entbeintes Fleisch

4°C

150 Tage

Schinken (gesalzen, getrocknet) 4°C

140 Tage

Iberischer Schinken-Serrano

140 Tage

Parma Schinken

ÜberLebeNszeIT

400 Tage

Schweinekot

Außentemperaturen

60 bis 100 Tage

Gülle

50°C/53°C

15 bis 30 Minuten

Überlebenszeit des Afrikanischen Schweinepestvirus in verschiedenen Materialien

Punktförmige Blutungen im Brustbereich bzw. an den Vorderextramitäten

Übergreifen der Infektion von der Hausschwein- auf die Wildschweinpopulation sind in Summe für die unkontrollierte und weiträumige Ausbreitung dieser gefährlichen Tierseuche verantwortlich. Bedingt durch die hohe Überlebensfähigkeit des Virus in Fleisch- und Fleischprodukten (geräucherter Speck,

Schweineschmalz) kommt der Verschleppung über Nahrungsmittel insbesondere über große Entfernungen besondere Bedeutung zu. Dies wird auch für die Ausbrüche in der Murmansk Region bzw. in der Oblast Leningrad, tausende Kilometer entfernt von der Kaukasusregion, als Ursache angesehen, wobei

gerade bei diesen weiträumigen Verschleppungen oftmals erkennbare Zusammenhänge zu militärischen Transportrouten bestehen.

Vorbeugung und Kontrolle Die Afrikanische Schweinpest ist eine anzeigepflichte Tierseuche und alle Verdachtsfälle bei Haus- und Wildschweinen sind umgehend den Veterinärbehörden zu melden. Sämtliche Untersuchungen zur Afrikanischen Schweinepest in Österreich erfolgen ausschließlich am Nationalen Referenzlabor für ASP am Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Anders als bei der Klassischen Schweinepest gibt es für die ASP keine Möglichkeit des Einsatzes von Impfstoffen. Vordringlichstes Ziel ist es daher, alle Maßnahmen zu ergreifen, einen Eintrag der ASP in freie Regionen bzw. Länder zu verhindern, jedwede Verdachtsfälle umgehend zu melden und diagnostisch abzuklären. Die Hoffnung auf eine baldige Tilgung der Seuche wird als eher gering eingeschätzt und insbesondere durch das Übergreifen der Infektion auf die Wildschweinbestände zusätzlich erschwert. Aufgrund des besonderen Risikos durch infizierte Schwarzwildbestände ist die Jägerschaft zu größter Aufmerksamkeit und Vorsicht aufgerufen, da insbesondere auch durch Jagdausflüge in betroffene Regionen ein erhebliches Risiko besteht, das Virus über kontaminierte Gegenstände bzw. Trophäen oder Fleischprodukte einzuschleppen.

Chronische ASP mit Kümmern, Apathie und Fieber

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Fotos: Monika Dönz-Breuß

„Die schwarzen vögel vorarlbergs polarisieren!” Großer Ansturm auf das „inatura - Forum Naturwissen“ Ruth Swoboda, Direktorin der inatura „Die schwarzen Vögel Vorarlbergs polarisieren”! So lautete einer der ersten Sätze am 14. März von Dr. Markus Böckle bei seinen Ausführungen über die Rolle der Rabenvögel in Vorarlberg. So verwunderte es auch nicht, dass die Veranstaltung der inatura so gut besucht war. Die mehr als 160 Besucher erhielten in drei hervorragenden Vorträgen Informationen aus erster Hand über eine Tiergruppe, die es immer wieder in die Schlagzeilen schafft. Das jährlich stattfindende „inatura - Forum Naturwissen“ dient dem Austausch

zwischen Forschern und Wissenschaftern aus und um Vorarlberg. „Für uns als leidenschaftliche Vermittler steht aber auch das Sichtbarmachen von Wissenschaft an oberster Stelle“, erläutert Ruth Swoboda, Direktorin der inatura. „Wissenschaftliche Studien bieten eine unaufgeregte, auf Fakten basierende Basis auch für die öffentliche Diskussion. Je mehr Menschen mehr Hintergrundinformationen und Fakten kennen, desto weniger Menschen müssen sich von (oftmals) selbsternannten Experten verrückt machen lassen“, wird Ruth Swoboda nicht müde zu betonen.

Mag. Matthias Gattermayr, Mag. Ruth Swoboda, Dr. Markus Böckle und Dipl.Biol. Anne Puchta

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Vorarlberger Jagd

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Ganz in diesem Sinne wurde das Thema der Rabenvögel breit aufbereitet. So stellte Dr. Markus Böckle seine von der inatura finanzierte Studie zum Thema Krähen und Mülldeponien vor. Der Bogen wurde von den historisch gewachsenen Vorurteilen über die Schwierigkeiten bei der Bejagung bis hin zu den Hot Spots an Krähenvorkommen rund um Mülldeponien gezogen. Dipl. Biol. Anne Puchta stellte mit den am Boden brütenden Vögeln eine Tiergruppe vor, die durchaus von nicht brütenden Krähen belästigt werden können. Die Riedgebiete im nördlichen Rheintal sind das wichtigste Wiesenbrütergebiet im Bodenseeraum. Hier befinden sich noch Brutvorkommen von Großem Brachvogel, Kiebitz und Bekassine. Anne Puchte resümierte, dass aus Mangel an Beweisen die Rabenvögel eindeutig frei zu sprechen sind, was die Gelegeverluste der Wiesenbrüter angeht. Zu guter Letzt stellte Mag. Matthias Gattermayr ein erfolgreiches Vergrämungs-

projekt aus dem Burgenland vor. Hier haben sich Falkner und Landwirte zusammengeschlossen, um den hunderten Saatkrähen (eine Krähenart, die in Vorarlberg nicht vorkommt) Herr zu werden. Fazit dieses Projekts war, dass je besser der Falkner mit dem Landwirt zusammenarbeitete, desto höher die Erfolge waren. Die anschließende angeregte Diskussion mit den Referenten und den Zuhörern war höchst spannend. So wurden Vorurteile bezüglich des Einflusses von Krähen auf Singvögel genauso behandelt, wie Schadensdiskussionen in der Landwirtschaft oder neue Forschungsansätze. An diesem Abend hat der durchaus emotional, aber auf wissenschaftlich basierenden Fakten geführte Diskurs gewonnen. Der Mensch und nicht der schwarze Vogel ist nun einmal oft des Pudels Kern. Die vorträge stehen unter www.inatura.at in Form von pDFs als Download zur verfügung.


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Gemeinschaftsprojekt „Wiesenbrüterschutz in vorarlberg“ Mag. Bianca Burtscher, Naturschutzbund Vorarlberg Der Blick vom Pfänder über das Rheintal führt die wichtige Bedeutung dieses Tals als Verkehrsachse und als Siedlungs- und Wirtschaftsraum deutlich vor Augen. Dennoch sind hier Riedgebiete mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt erhalten geblieben. Kernstück sind knapp 1.100 ha Streuewiesen, die nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht werden. Die Riedgebiete im nördlichen Rheintal sind das wichtigste Wiesenbrütergebiet, nicht nur in Vorarlberg, sondern im gesamten Bodenseeraum. Hier brüten noch die 30

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Zugvögel Kiebitz, Großer Brachvogel, Wachtelkönig und Bekassine. Diese Arten bevorzugen offenes, gehölzarmes Gelände. Sie legen ihr Gelege direkt auf dem Boden in Streuewiesen, bzw. Feuchtwiesen mit einem hohen Grundwasserspiegel an. Eine Ausnahme bildet der Kiebitz, der in den letzten Jahren fast nur in Äckern gebrütet hat. Aber auch dort zieht er solche mit hohem Grundwasserspiegel und nassen Mulden vor. Alle diese Wiesenbrüter sind in Vorarlberg vom Aussterben bedroht. Deshalb begann der Naturschutzbund 1999 ein Projekt mit dem Ziel, die Wiesenbrüter gezielt zu fördern. Damit die richtigen

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Maßnahmen gesetzt werden, untersuchte der Naturschutzbund die Situation zuerst genau. Es zeigte sich bald, dass die Wiesenbrüter-Bestände in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen sind. Aber auch die Lebensraumqualität hat in diesem Zeitraum deutlich abgenommen. Viele ehemalige und aktuelle Wiesenbrütergebiete sind heute zu trocken, zu gehölzreich und mit Intensivlandwirtschaftsflächen durchsetzt. Deshalb begann der Naturschutzbund gemeinsam mit verschiedenen Partnern den Lebensraum für Wiesenbrüter zu verbessern. Bei den Untersuchungen stellte der Naturschutzbund

fest, dass die Gelege- und Kükenverluste sehr hoch sind. So genannte Thermologger in den Nestern zeichnen im 5-min-Rhythmus die Nesttemperatur auf. Bei bebrütetem Gelege liegt die Temperatur konstant auf hohem Niveau. Wird das Gelege ausgeraubt, zeigt die Temperaturkurve große Temperaturschwankungen. So kann aus dem Kurvenverlauf der Temperatur der Zeitpunkt des Gelegeverlustes abgelesen werden. Beim Großen Brachvogel geschahen 88%, beim Kiebitz 83% der Gelegeverluste in der Dämmerung und Nacht. Mit speziellen Videokameras wurden die Räuber erfasst,


ze brüten heute auf Äckern. Das Projektteam markierte die Gelege, damit sie vom Landwirt beim Bearbeiten der Äcker ausgespart werden konnten.

Fuchs und Dachs konnten beim nächtlichen Gelegeraub gefilmt werden.

Mit diesem Wissensstand entschloss sich der Naturschutzbund Vorarlberg im Jahr 2006 mit den Niederwildrevieren im Projektgebiet zu einem Gemeinschaftsprojekt, das von der EU, dem Land Vorarlberg, der Vorarlberger Jägerschaft, den betroffenen Vorarlberger Gemeinden (Lauterach, Wolfurt, Lustenau, Dornbirn, Hohenems) und den Ortsgemeinden Au, Widnau und Schmitter finanziell unterstützt wird. Im Rahmen dieses Projektes wird nicht allein auf eine verstärkte Bejagung von Raubsäugern gesetzt, sondern versucht, an möglichst vielen Stellen in diesem komplexen Wirkungsgefüge anzusetzen und v.a. auch den Lebensraum für Wiesenbrüter und andere typische Streuewiesenarten aufzuwerten: Es wurden Stichwege in Wiesenbrütergebieten gesperrt und Informationstafeln aufgestellt, um die Gebiete zu beruhigen und BesucherInnen zu informieren. Im Winterhalbjahr werden Streuwiesen entbuscht und Bäume gefällt, um den offenen Landschaftscharakter wiederherzustellen. Bodenbrüter brauchen eine freie Sicht, um natürliche Feinde rechtzeitig erkennen zu können. Als Ersatz für verloren gegangene Überschwemmungsflächen wurden Flachteiche und Flutmulden angelegt.

Regulierbare Stauwehre wurden in Entwässerungsgräben eingebaut, sodass diese während der Brutzeit gestaut und der Grundwasserstand angehoben werden kann. Steile Grabenböschungen stellen eine Barriere und eine Gefahr für die noch nicht flugfähi-

Seit Beginn des Gemeinschaftsprojektes im Jagdjahr 2006/07 erfolgt eine Schwerpunktbejagung von Fuchs, Dachs, Steinmarder und Hermelin durch die beteiligten Niederwildreviere. Während die Abschusszahlen bei Dachs, Steinmarder und Hermelin durch das Projekt erhöht werden konnten, gelang dies beim Fuchs nicht. Dies lag nicht am fehlenden Engagement der Jäger, sondern an ungünstigen Jagdbedingungen durch milde, schneearme Winter und die Staupe, die von Herbst 2008 bis 2010 in Vorarlberg grassierte. Während seit Anfang der 1990er Jahre in Vorarlberg meist 2.500-3.500 Füchse pro Jahr erlegt wurden, waren es im Jagdjahr 2009/10 im ganzen Land nur 1.500 Füchse. Die Staupe hatte aber einen positiven Einfluss auf den Bruterfolg der Wiesenbrüter. Der Bruterfolg des Großen Brachvogels war 2009 sehr gut: 14 Brutpaare zogen mindestens 8 Junge erfolgreich groß. Auch 2010 war der Bruterfolg besser als in den meisten anderen Jahren.

gen Küken der Wiesenvögel dar. Sie wurden wo möglich abgeflacht; in anderen Fällen wurden Grünbrücken gebaut. Durch Verhandlung mit Grundbesitzern konnten ehemals intensiv genutzte Wiesen extensiviert werden. Die weitaus meisten Kiebit-

Fotos: Reinhard Hellmair

Foto: Johanna Kronberger

Die „Schuldigen“ scheinen somit also gefunden zu sein. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Raubsäuger sind bei weitem nicht der einzige Einflussfaktor, der sich auf den WiesenbrüterBestand auswirkt. So verkleinerte und verschlechterte der Landschaftswandel den Lebensraum für die typischen Riedarten. Generalisten, u. a. Beutegreifer der Wiesenbrüter, profitieren hingegen davon.

Ausgespartes Gelege

Geradezu sensationell war 2010 der Bruterfolg des Kiebitzes mit 2 flüggen Jungen pro Brutpaar. Allerdings haben neben der Staupe und der Schwerpunktbejagung sicher auch die günstige Witterung und die geringe Verlustrate durch landwirtschaftliche Bewirtschaftung dazu beigetragen. Der durchschnittliche Bruterfolg im neunjährigen Untersuchungszeitraum lag bei 0,8 flüggen Jungen pro Brutpaar, was zur langfristigen Erhaltung des KiebitzBrutbestands in Vorarlberg ausreichend ist. Somit kann beim Kiebitz eine erfreuliche Bilanz gezogen werden.

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Der Fachausschuss für Niederwild berichtet:

„Fuchs du hast den Has‘ gestohlen …“

plädoyer für eine intensive raubwildbejagung nicht nur in Niederwildrevieren Reinhard Hellmair Wir alle kennen ihn, den „schlauen Fuchs“, jenes Tier, das nächtens in die bewohnten Gebiete kommt, um die Komposthaufen nach Fressbarem zu durchsuchen, das da und dort auch mal in den Hühnerstall eindringt, wo es nicht nur die Hühner, nein, auch deren Produkte, die Eier, verzehrt. Kaum ein anderes Tier war je in der Lage, die menschliche Nähe so sehr für sich auszunutzen wie der Rotfuchs. Kulturfolger Zahlreiche Publikationen belegen, wo der Fuchs sich überall breit gemacht hat. In der Stadt Zürich beispielsweise leben derzeit schätzungsweise 1200 Füchse. Auch in den Vorarlberger Streusiedlungen findet der Fuchs einen Lebensraum, der – seinen Bedürfnissen angepasst – ruhige Plätze zum Verstecken und Nahrung im Überfluss bietet. Braucht ein Fuchs in einem natürlichen Lebensraum eine Fläche von zirka 100 ha, so genügen ihm im städtischen Raum schon 15 bis 20 ha. seuchen Nach einer flächendeckenden Impfaktion ist die Tollwut in Vorarlberg kein Thema mehr. Lagen die Abschusszahlen der Füchse vor der Immunisierung im Land bei 1000 bis 1500 Füchsen jährlich, so stiegen diese ab diesem Zeitpunkt stetig an und erreichten im Jagdjahr 2003/04 einen Höhepunkt von 3597 Füchsen. Vor einigen Jahren grassierte unter den Vorarlberger Füchsen die Staupe. Sie war wiederum für eine Reduktion der Bestandsdichte des Fuchses mitverantwortlich. Dies war 32

Vorarlberger Jagd

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aus den deutlich sinkenden Abschusszahlen zu entnehmen. Nach einem Tiefstand im Jagdjahr 2009/2010 stiegen die Abschüsse in den letzten Jahren zwar wieder an, haben aber noch lange nicht den Höchststand erreicht (siehe Tabelle). Krankheiten In der letzten Jagdsaison wurden wieder im gesamten Land Füchse mit Räude erlegt. Räudemilben können vom Fuchs auch indirekt auf Hunde übertragen werden. Auch wir Menschen sind nicht vor heimtückischen durch den Fuchs übertragbaren Krankheiten gefeit. Einzelschicksale von Menschen, die durch den Fuchsbandwurm lebensgefährlich an Echinokokkose erkrankten, sind ein weiterer Grund, weshalb der Bejagung des Fuchses höchste Priorität beigemessen werden muss.

bejagung Neben der aktuellen TbcSituation und des damit verbundenen, unverzichtbaren Beitrages der Jägerschaft zur Reduktion der Rotwildbestände, gehört auch die Raubwildbejagung zu den Aufgaben der Jäger. Es ist Illusion, dass der Fuchs flächig durch die Jagd reguliert werden kann. Kleinräumig ist es jedoch möglich, den Fuchsbestand zu minimieren – z.B. in Schutzgebieten, als aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Jungfuchsbejagung am bau Meist Ende April/Anfang Mai erscheinen die Jungfüchse erstmals vor den Fuchsbauen. Dies ist die Zeit, in der die Jagd am effektivsten durchgeführt werden kann. Die Natur hat es sich ja nicht umsonst so eingerichtet, dass das Raubwild früher auf die Welt kommt, als andere

Zahl in Vorarlberg erlegter Füchse in den Jahren 1979/80 bis 2012/13

Wildtiere. Genau wenn der Futterbedarf eines Geheckes am größten ist, brüten erst die Vögel (Enten, Fasane, Auerund Birkwild...), setzen die Rehe, Hasen und Gämsen. Wer einmal vor einem Bau untersucht hat, was da zu dieser Jahreszeit so herumliegt, weiß, wie viel Futter die Fähe heranschleppen muss, um ihre Meute satt zu kriegen. Der Gesetzgeber hat mit der Einführung einer Schusszeit für Jungfüchse ab dem 1. Mai die Rahmenbedingungen für die Bejagung geschaffen. Die moderne Technik hat auch bei der Jägerschaft längst Einzug gehalten. Mit Hilfe einer Wildkamera kann ohne viel Aufwand festgestellt werden, ob die Jungfüchse schon vor dem Bau auftauchen. Waren es früher Adler und Uhu, Bär, Wolf und Luchs, so sind wir Jäger nun gefordert, diese Zeit zu nützen, die Fuchspopulation, aus den vorerwähnten Gründen, möglichst gering zu halten.

Untersuchungen in Niederwildrevieren in Vorarlberg mit Vorkommen von Wiesenbrütern zeigten, dass über 80 Prozent der Gelegeverluste in der Dämmerung und in der Nacht passieren. Dafür hauptverantwortlich sind der Fuchs und der Dachs (siehe auch Seite 30). Durch Reduktion des Prädatorendruckes in dieser Zeit kann die potenzielle Wahrscheinlichkeit des Bruterfolges erheblich gesteigert werden. Jedoch nicht nur die Wiesenund sonstigen Bodenbrüter, auch die Feldhasen und Rehkitze profitieren davon.


Der Fachausschuss für raufußhühner berichtet:

Das Birkhuhn ist in Vorarlberg ganzjährig geschont. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat die Vorarlberger Jägerschaft für das Jahr 2014 bei den Bezirkshauptmannschaften um Ausnahmegenehmigungen des Abschusses von Birkhahnen im Rahmen des Artikels 9 der Vogelrichtlinie angesucht. Der freigegebene Abschuss der Birkhahnen ist jedoch an Verpflichtungen gebunden: züglich der Bezirkshauptmannschaft mittels Abschussmeldekarte melden nutzungsberechtigten über

zählen ist wieder angesagt! Landesweite birkwildzählung am 3. mai 2014

In den Zählblättern wird um Unterscheidung von Schneidern (links) und Althahnen (rechts) ersucht.

Lebensraum- und Bestandessituation Aufgrund des letzteren findet am 3. mai 2014 (mit Ausweichtermin 10. mai) wieder die landesweite Birkwildzählung statt. Die Zählblätter wurden an die Hegeobmänner

Der Jagdnutzungsberechtigte hat der zuständigen Bezirkshauptmannschaft bis zum 20.06.2014 einen getätigten Abschuss zu melden und in der Abschussliste einzutragen sowie einen schriftlichen Bericht über die Lebensraum- und Bestandessituation des Birkwildes im betreffenden Jagdgebiet zu erstatten. Dieser Bericht an die zuständige Bezirkshauptmannschaft ist anhand eines vorgegebenen Formblattes auch dann zu erstatten, wenn im betreffenden Jagdgebiet der freigegebene Birkhahn-Abschuss nicht getätigt wurde. Sämtliche Formulare sind auf www.vjagd.at/raufusshuehner/ als Downloads zu finden.

übermittelt, welche sie an die jeweiligen Reviere verteilen. In den Zählblättern wird um Unterscheidung von Schneidern und Althahnen ersucht. Obenstehende Graphik soll verdeutlichen, wie Schneider und Althahnen unterschieden werden können. Wir bitten

Sie, auch heuer wieder an der Birkwildzählung teilzunehmen. Der Umgang mit diesen Daten ist streng vertraulich! Werden keine Zählblätter abgegeben, so befindet sich auch kein Birkwild in diesem Revier und ist damit auch kein Birkhahn schussbar.

Taxidermist – Tierpräparator

erfreuliche Nachrichten aus brüssel zur Frühjahrsjagd auf den birkhahn: „Die zuständigen Kommissionsdienststellen sind nach Prüfung der Antworten der österreichischen Behörden zu dem Schluss gekommen, wegen der Frühlingsjagd auf Birk- und Auerhühner in Österreich aufgrund des allgemein befriedigenden Erhaltungszustandes beider Vogelarten im Alpenraum zurzeit keine weiteren Verfahrensschritte einzuleiten.“ Quelle: Bundeskanzleramt, GZ BKA-671.812/0010-V/7/2014

Karl Matt | Tel +43/5522/44088 karl.matt@aon.at | www.karlmatt.com

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Mai/Juni 2014

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Blässhuhn

Hubert Schatz Samstag 12. April 2014: Nach zweistündiger Büroarbeit am Morgen und einem gemütlichen Frühstück mit der Familie zieht mich mein Bewegungsdrang auf den nahegelegenen Hochtannbergpass, wo mich in dieser Zeit noch eine wunderbare und gut gespurte Langlaufloipe um den Kalbelesee erwartet. Während heuer unten im Tal bereits die ersten Rasenmäher heulen und einem das Atmen wegen der frischausgebrachten Gülle auf den dunkelgrünen, ohnehin schon mit Stickstoff völlig überbelasteten eintönigen Wiesen oft schwer fällt, tut mir hier oben der Blick in die noch recht schneebedeckte Landschaft und die herrliche Luft richtig wohl. Obwohl die Sonnseite Richtung Großer Widderstein fast schon zur Gänze schneefrei ist, beginnen der See und seine Umgebung erst zaghaft auszuapern. Am Parkplatz des Schigebietes Salober befinden sich die wenigen Autos und Busse der letzten begeisterten Schifahrer, die Ermüdung der Wintersportler ist trotz der noch hervorragend präparierten Pisten deutlich spürbar. Auf meinen Langlaufschiern beginne ich den Kalbelesee zu umrunden, permanent begleitet von den unüberhörbaren 34

Vorarlberger Jagd

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und unübersehbaren Balzflügen der Bergpieper, die heuer schon sehr früh in die Hochlagen zurückgekehrt sind. Hoch steigen die Männchen in die Luft, bevor sie schraubenartig und mit wohlklingendem Geläute zu Boden segeln und sich ähnlich einem balzenden Birk- oder Auerhahn mit gespreizten Flügeln auf den Schneefeldern präsentieren. Auf den eher noch spärlich ausgeaperten Hängen entlang der Loipe hüpfen auf den Grasbändern zwischen Steinen und Alpenrosen- sowie Wacholdergebüsch hie und da Alpenbraunellen aufgeregt herum, die hier mit großer Wahrscheinlichkeit demnächst auch ihr Gelege verstecken werden. Von weiter oben ruft eine Ringdrossel ihr Lied ins Tal. Eine nicht ganz typische, für mich jedoch eindeutige Spur eines Schneehasen verrät

die Anwesenheit des Alpenhasen, der in der Nacht zur Nahrungssuche zum aperen Hügel gehopst ist und jetzt wahrscheinlich irgendwo, gut getarnt, am Rande eines Schneefeldes unauffällig den Tag verbringt. Ziemlich sicher verspürt auch er bereits Frühlingsgefühle und erwartet voller Hoffnung die bevorstehende Rammelzeit. Mit zügigem Tempo laufe ich auf der Loipe den See entlang, als plötzlich ein Stockentenpaar sowie vermutlich ein Zwergtaucher von einer kleinen, aber bereits schnee- und eisfreien Wasseroberfläche erschrocken vor mir aufstehen und mit lautem Geknatter des Entenerpels abstreichen. Im selben Moment ertönt in unmittelbarer Nähe bergseits des Sees das Zischen und anschließende Kullern eines

Bachstelze

Birkhahns, der hier seine Sonnenbalz auf einer krüppelig gewachsenen Almfichte zelebriert. Ich denk mir, welch seltene und beeindruckende Beobachtung von Vogelarten, die an und für sich in völlig verschiedenen Lebensräumen vorkommen, auf einmal – Enten und Birkhahn in unmittelbarer Nähe und alle im Liebestaumel. Von der Ferne her höre ich das Popgezeter auf der Sonnenterrasse der Talstation des Saloberliftes und hinter mir trägt der Birkhahn stolz und unbeeindruckt vom Menschenlärm seine Balzarie vor. Mittlerweile habe ich die 6. Runde und somit den 12. Kilometer mit den Langlaufschiern absolviert. Verschwitzt, aber zufrieden gehe ich zum Auto und beobachte dabei ein Bachstelze, die nervös am Lattenzaun des Parkplatzes ihren Stoß auf und nieder wippt, bevor sie von einer zweiten zum Verfolgungsflug aufgefordert wird. Vom See her vernehme ich den unverkennbar Ruf eines Blässhuhns und weiter drüben höre ich nun auch einen zweiten Birkhahn rodeln. Welch wunderbares Frühlingserwachen, welche nicht gewöhnliche Vielfalt am Berg. Man muss sie nur sehen und erkennen, dann können auch „kleine Sachen“ viel Freude machen.

Fotos: Monika Dönz-Breuß

Frühlingserwachen am Hochtannberg


Gamswild und Niederwild vom Wissen zur umsetzung – 20. Österreichische Jägertagung Monika Dönz-Breuß Am 13. und 14. Februar fand die 20. Österr. Jägertagung in Aigen / Ennstal statt. Die beiden Tage standen ganz im Zeichen des Gams- und Niederwildes – Vom Wissen zur Umsetzung; viele bekannte Vortragende erläuterten die Problemstellungen und Lösungsvorschläge mit anschließender Diskussion. Auch in diesem Jahr veranstaltete der Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane eine Weiterbildungsfahrt zur Österreichischen Jägertagung. Mehr als 800 Teilnehmer aus ganz Österreich und den angrenzenden Ländern – darunter knapp 50 Vorarlberger –

haben mit großem Interesse an dieser Tagung teilgenommen. Die Österreichische Jägertagung stellt einen Fixpunkt im Veranstaltungsjahr der Vorarlberger Jagdschutzorgane dar. Sowohl die Fachvorträge im Rahmen der Jägertagung, als auch die gemeinsame Busfahrt

(einen Dank hier an Bertram Felder, der uns auch in diesem Jahr wieder bestens betreut hat) und Unterkunft und das gemütliche Beisammensein am Abend mit vielen Gesprächen und auch Diskussionen sind ebenso spannend und wichtig, um Kontakte zu pflegen und Freundschaften zu knüpfen.

Einen Weidmannsdank an den Obmann der Vorarlberger Jagdschutzorgane KR RJ Manfred Vonbank für die Organisation dieser jagdlichen Weiterbildungsfahrt – es war wie immer eine Reise wert! Einen herzlichen Weidmannsdank an dieser Stelle aber vor allem auch an die Sektion Dienstnehmer der Vorarlberger Landwirtschaftskammer für die Übernahme der Fahrtkosten, sowie an die Vorarlberger Jägerschaft, welche die Tagungsgebühr für die Vorarlberger Teilnehmer bezahlt hat. Das Tagungsprogramm sowie sämtliche Vorträge sind online unter http://www.raumberg-gumpenstein.at (Suchbegriff Jägertagung) verfügbar.

JäGerINNeN & JäGer

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ROJ Kaspar Kaufmann, ROJ Josef Dietrich und RJ Willi Dietrich

50 Jahre verband vorarlberger Jagdschutzorgane Der Verband der Vorarlberger Jagdschutzorgane, welchem derzeit 400 Mitglieder angehören, ist ein Fachverband im Sinne des §16 des Vorarlberger Landwirtschaftskammergesetzes. Er umfasst alle im Land Vorarlberg in einem Dienstverhältnis stehenden haupt- (Berufsjäger) und nebenberuflichen Jagdschutzorgane und Ausbildungsjäger (Lehrlinge), wie alle jene, die sich bereits im Ruhestand (Pensionisten) befinden. Vor nunmehr 50 Jahren nämlich am 5. März 1964, gründete im GH Freschen in Rankweil eine Handvoll junger Berufsjäger mit viel Engagement, Hilfsbereitschaft und Ehrenamtlichkeit den Vorarlberger Berufsjägerverband, welcher später in den heutigen Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane umbenannt wurde. Ihr Ziel war in erster Linie, die soziale Sicherheit der Berufsjäger in Vorarlberg zu verbessern. Gründungsobmann Revieroberjäger Josef Dietrich aus Vandans und Gründungsobmannstellvertreter Revieroberjäger Kaspar Kaufmann aus Mellau waren die treibenden Kräfte zur Grün36

Vorarlberger Jagd

dung des Verbandes. Dazu kam als Gründungs-Schriftführer Revierjäger Richard Battlogg aus St. Anton im Montafon und Revierjäger Josef Malin Senior aus Ludesch als Kassier. Weiters gehörten folgende Personen dem Gründungsvorstand als Talschaftsvertreter an: Ing. Rudolf Scherrer aus Feldkirch, Revierjäger Rudolf Schnetzer aus Muntlix, Revierjäger Gebhard Rinderer aus Raggal, Revierjäger Alois Gantner aus Dalaas Wie den ersten Satzungen des Vorarlberger Berufsjägerverbandes zu entnehmen ist, waren Zweck und Aufgaben des Vereines Mitglieder zu wirken auszubilden und zu fördern lichen Interessen wie Arbeitsrecht, Entlohnung, Sozialversicherung Heimat zu festigen und das Jägerbrauchtum zu erhalten bzw. Berufstiteln Im Jahr der Gründung 1964 waren in Vorarlberg

JAGDAuFseHer

aufsichtspersonales in einem Verband zu organisieren.

aufseher linge) selbst betraute Jagdberechtigte gemeldet Zum Vergleich im Frühjahr 2014 sind es schutzorgane (Berufsjäger) schutzorgane linge) selbst betraute Jagdberechtigte Oberregierungsrat Dr. Herbert Tschofen bezeichnete im Jahr 1964, wie aus einem Protokoll der Vorarlberger Jägerschaft zu entnehmen ist, die Gründung des Vorarlberger Berufsjägerverbandes zur Vertretung der gemeinsamen Interessen, des Jagdaufsichtspersonal als richtungsweisenden Schritt. So seien die Interessen der Jagdberechtigten, sprich Dienstgeber, in der Vorarlberger Jägerschaft schon längst organisiert. Wodurch es höchst an der Zeit gewesen sei, so Tschofen weiter, die Interessen des Jagd-

An dieser Stelle darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich zu dieser Zeit österreichweit die Gewerkschaft der Privatangestellten und die Gewerkschaft der Land- und Forstarbeiter für die Berufsjäger eingeschaltet hatten. So wurde am 21. Mai 1970 der 1. Österreichische Berufsjägertag in Schloß Mageregg in Kärnten von der Gewerkschaft der Privatangestellten organisiert. Sinn und Zweck dieses Österreichischen Berufsjägertages war es, die Öffentlichkeit mit den Problemen der Berufsjägerschaft und darüber hinaus auch als eigener Berufsstand im verstärkten Maß in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Den Aktenvermerken der damaligen Zeit nach zu urteilen, war die Österreichische Jägerschaft von dieser Veranstaltung nicht begeistert. Man sprach von einer Aufwiegelung des Jagdaufsichtspersonales gegen die Jagdpächter und die Landesjagdverbände. In der 50-jährigen Verbandsgeschichte waren vier Obmänner für die Führung des-


Josef Dietrich, Vandans Otto Martin, Thüringerberg Paul Eberle, Frastanz Manfred Vonbank, Braz Beim Aufarbeiten der Geschichte des Verbandes der Vorarlberger Jagdschutzorgane zum runden Jubiläum wird ersichtlich, dass die Anliegen der Berufsjäger vor 50 Jahren dieselben waren wie heute. Stellenschutz, Entlohnung, soziale Sicherheit, Selbstbeaufsichtigung, Ausbildung – all diese Themen sind heute wir vor 50 Jahren immer noch aktueller denn je. Soweit ein kleiner Einblick in die Geschichte, nun zur Jetztzeit.

rechtlicher Vorschriften zu verhindern und gegebenenfalls festzustellen und anzuzeigen und b) eine fachgerechte, den jagdrechtlichen Vorschriften entsprechende Bewirtschaftung des Jagdgebietes dauernd zu gewährleisten. (2) Zur Besorgung des Jagdschutzdienstes hat der Jagdnutzungsberechtigte Jagdschutzorgane in solcher Anzahl und mit einem solchen Beschäftigungsausmaß zu bestellen, dass ihr Einsatz bei Bedarf gesichert ist. Wenn dies im Pacht-

Zustimmung der Behörde vorzeitig seiner Funktion enthoben werden. Die Zustimmung ist nach Anhören des Jagdverfügungsberechtigten zu erteilen, wenn die vorzeitige Enthebung nicht aus Gründen erfolgt, die dem öffentlichen Interesse an einem wirksamen Jagdschutzdienst entgegenstehen.

sowie auf die Schutzbedürftigkeit des Pflanzenwuchses im Jagdgebiet Bedacht zu nehmen. In einem Jagdgebiet mit mehr als 1800 ha anrechenbarer Fläche (§ 6) muss mindestens ein vollbeschäftigtes Jagdschutzorgan (Berufsjäger) bestellt werden. Die Behörde hat dem Jagdnutzungsberechtigten bzw. dem Jagdverfügungsberechtigten nötigenfalls mit Bescheid vorzuschreiben, in welchem Umfang er Jagdschutzorgane zu bestellen hat.

Fotos: Monika Dönz-Breuß

selben verantwortlich.

Gesetzliche Grundlagen der Jagdaufsicht in Vorarlberg Auszug aus demVorarlberger Jagdgesetz

Vorstand im Jahre 2014

§ 51. bestellung von Jagdschutzorganen (1) Der Jagdnutzungsberechtigte oder Jagdverfügungsberechtigte hat in seinem Jagdgebiet nach Maßgabe der Abs. 2 bis 6 einen ständigen Jagdschutzdienst mit der Aufgabe einzurichten, a) Eingriffe in das Jagdrecht sowie Übertretungen jagd-

vertrag vorgesehen ist, kommt diese Aufgabe dem Jagdverfügungsberechtigten zu. (In Vorarlberg besteht die Möglichkeit den Berufsjäger beim Verpächter zu beschäftigen.) Bei der Bestellung ist auf die Größe des Jagdgebietes, den Wildbestand und die Gefährdungen, denen das Wild im Jagdgebiet ausgesetzt ist,

(4) Das Jagdschutzorgan ist für die Dauer des Jagdpachtverhältnisses zu bestellen. Wenn der Jagdverfügungsberechtigte die Jagd selbst nutzt, ist es für mindestens sechs Jahre, höchstens aber für die Dauer der Jagdnutzung in Dienst zu stellen. Das Jagdschutzorgan darf gegen seinen Willen nur mit

§ 52. voraussetzungen für die bestellung (1) Als Jagdschutzorgan kann nur bestellt werden, wer a) österreichischer Staatsbürger ist, b) die Jagdkarte (§ 24 Abs. 2) besitzt, c) verlässlich und zur Erfüllung seiner Aufgaben körperlich und geistig geeignet ist, d) zeitlich und aufgrund der Lage des Wohnsitzes imstande ist, seinen Dienst als Jagdschutzorgan ordnungsgemäß zu versehen, und e) die Jagdschutzprüfung (Berufsjägerprüfung) mit Erfolg abgelegt hat. Ein Jagdschutzorgan darf nicht für mehr als 1800 ha anrechenbare Fläche (§ 6) zuständig sein, es sei denn, es handelt sich um ein vollbeschäftigtes Jagdschutzorgan (Berufsjäger).

50 Jahre verband vlbg. Jagdschutzorgane Jahreshauptversammlung 24. mai 2014, 10.00 uhr Klostertalhalle Innerbraz

AusbILDuNG zum vorArLberGer JAGDscHuTzorGAN

Die Ausbildung besteht aus drei Säulen: Vorarlberger Jägerschule, Exkursionen und Seminare und Lehrrevier vorarlberger Jägerschule Theoretischer Unterricht Forstwirtschaftliche Ausbildung (theoretisch und praktisch)

-

Lehrrevier Zweijährige Ausbildung in einem Lehrrevier bei einem Jagdschutzorgan (Berufsjäger), der über die zur Ausbildung erforderliche Zuverlässigkeit und fachliche Kenntnisse verfügt.

-

Führung eines Jagdtagebuchs

exkursionen und seminare rung des und Wildbretseminare

reitung

Abschlussprüfungen Diese bestehen aus einer dreistündigen schriftlichen Prüfung, einer mündlich praktischen Prüfung im Revier und einer öffentlichen, einstündigen mündlichen theoretischen Prüfung vor der gesamten Prüfungskommission.

tung Praxisorientierte Rechercheaufgabe

JAGDAuFseHer

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W... wie Wiedehopf Von Monika Dönz-Breuß

Der Wiedehopf ist nur so groß wie eine Drossel, wirkt aber bedeutend größer – vom Schnabel bis zur Schwanspitze misst er durchschnittlich 28 cm. Typisch für den Wiedehopf sind die kontrastreich schwarzweiß gebänderten Flügel, der lange, gebogene Schnabel und die etwa fünf bis sechs Zentimeter lange aufrichtbare Federholle. Der Schwanz ist schwarz mit einer breiten weißen Binde, der übrige Körper ist rostbraunrot. Die Weibchen sind etwas

kleiner als die Männchen und von der Farbe her matter.

hohle Bäume, Natursteinmauern oder Nistkästen.

Höhlenbrüter

Stinken wie ein Wiedehopf

Der Wiedehopf brütet in halboffenem Gelände, bei uns zeigt er eine enge Bindung an Streuobstwiesen. Wichtig für den Wiedehopf ist das Vorkommen von Großinsekten wie Grillen, Maulwurfsgrillen oder Engerlingen von Maikäfern. Den Insekten jagt er zu Fuß am Boden nach. Zum Nisten benötigt der Wiedehopf

Wiedehopfe gelten in einigen Kulturkreisen als eine unreine, stinkende Vogelart. Dies kommt daher, dass junge Wiedehopfe und brütende Weibchen als Abwehrreaktion ihren Kot aus der Höhle spritzen – dies machen sie auch, wenn sie gegriffen werden. Außerdem sondert das Weibchen

regelmäßig ein sehr übel riechenden Sekret aus der Bürzeldrüse aus. Von diesem Bürzeldrüsensekret rührt der strenge Geruch her, der üblicherweise von Wiedehopfbrutstätten ausgeht.

Zugvogel Der Wiedehopf ist in fast seinem gesamten Verbreitungsgebiet Zugvogel, das Hauptüberwinterungsgebiet liegt im Savannengürtel südlich der Sahara. Wiedehopfe ziehen meistens einzeln und während der Nachtstunden. In Mitteleuropa beginnt der Abzug bereits Ende Juli, die ersten Heimzieher erreichen ihre europäischen Brutplätze Mitte März.

Ausgestorben Der Wiedehopf gilt in Vorarlberg als ausgestorben, rastende Zugvögel können jedoch regelmäßig beobachtet werden – so z.B. letztes Jahr im April in Bartholomäberg und in Braz.

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Vorarlberger Jagd

KINDerseITe


WIr GrATuLIereN zur voLLeNDuNG ... des 93. Lebensjahres: Hubert Kilga, Mäder des 91. Lebensjahres: Hans Peter Steurer, Langenegg des 88. Lebensjahres: Herbert Wiesler, D – Titisee/Neustadt Heinrich Hartmann, Bludenz des 87. Lebensjahres: Heinrich Manahl, Bludenz Robert Müller sen., Fontanella des 86. Lebensjahres: Franz Sieber, Bregenz Arthur Sagmeister, Lauterach Hans Maier-Kaibitsch, Bregenz

des 85. Lebensjahres: Erich Sutterlüty, Lech Karl Fiebiger, Hohenems Sepp Tschofen, Partenen des 84. Lebensjahres: Dir. Walter Dünser, Dornbirn des 83. Lebensjahres: Franz Rusch, Dornbirn Jürg C. Syz, CH - Zürich Graf Adalbert Wiser, D – Hirschberg HM Ewald Strolz, Warth Leonhard Albrecht, Hörbranz des 82. Lebensjahres: Isidor Bertolini, Dornbirn Jodok Elmar Kaufmann, Lochau Paul Blenke, Riezlern

des 81. Lebensjahres: Herbert Mager, Hard Erich Fenkart, Hohenems Engelbert Dünser, Bizau DI Viktor Rinderer, Bludenz des 80. Lebensjahres: Willi Heim, Mittelberg Konrad Kirmair, Sulzberg Edgar Entlicher, Frastanz Reinhard Nigsch, Sonntag Norbert Hagen, Lustenau des 75. Lebensjahres: Hermann Bischof, Dornbirn Ehrenfried Geuze, Alberschwende Walter Matiz, Dornbirn Albert Holzer, Fußach Felix Zwetti, Bregenz Fritz Schlagenhauf, CH – Meilen Kurt Mitterlehner, Dalaas Werner Feurstein, Mellau Roman Frick, Sulz-Röthis Helmut Darmann, Obdach Dr. Peter Schmölz, Feldkirch

des 70. Lebensjahres: Herbert Fritz, Bludenz DI ETH Beat Wolfer, CH – Gräslikon Bernhard Schwarb, CH – Münchwilen Armin Winder, Bregenz des 65. Lebensjahres: Peter Siesser, D – Stuttgart Walter Amann, Hohenems Vinzenz Rüf, Hirschegg Franz Roland Lang, Frastanz Peter Konrad, FL – Triesenberg

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JAGD & TrADITIoN

„besondere vögel“ – der Große und der Kleine Hahn In den Frühjahrsmonaten März bis Mai ist die Hauptbalzzeit des Auer- und Birkwildes. Beide Wildarten haben im Herbst (September / Oktober) auch eine Afterbalz. Wenn Sie jetzt nach den Rehböcken schauen, ist eine günstige Gelegenheit nach Pirschzeichen und Losung des Auerwildes Ausschau zu halten.

Großer Hahn Der große Hahn ist seit 1977 jagdlich ganzjährig geschont und unterliegt zusätzlich seit 1988 dem Naturschutzgesetz. Nur in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Steiermark und Kärnten ist die Schonzeit zu bestimmten Zeiten aufgehoben. In Revieren mit Auerwildvorkommen hat das Interesse der Jäger für diese Wildart wieder zugenommen, obwohl dieser große Waldvogel nicht mehr bejagt werden darf. Es macht aber auch großen Spaß, mit der Kamera bewaffnet einen Auerhahn anzuspringen. Bei diesem Anpirschen ist es notwendig, die sogenannte Balzstrophe des Auerhahns genau zu kennen, um überhaupt in die Nähe dieses Urvogels zu gelangen. Eine Balzstrophe besteht aus Knappen, Trillern, Hauptschlag und Schleifen oder Wetzen. Mehrere solche aneinandergereihten Balzstrophen ergeben den Balzgesang des Großen Hahns. Nur während des Schleifens, es dauert etwa 3-4 Sekunden, kann sich der Jäger eine Bewegung in Richtung balzenden Hahn erlauben. Der erste Teil der Balzstrophe – das Knappen – 40

Vorarlberger Jagd

wird oft verblüffend ähnlich vom Kolkraben imitiert. Die Morgenbalz des Auerhahns beginnt lange vor Sonnenaufgang auf dem Schlafbaum, der beim „Verlosen“ am Vortag ausgekundschaftet wird. Nach der Baumbalz und einer anschließenden kurzen Pause balzen die Hahnen an einem Balzplatz am Boden. Beim Birk- oder Spielhahn ist das Balzverhalten genau umgekehrt – zuerst Bodenbalz und dann die Baumbalz.

Narrische Auerhähne Vereinzelt werden immer wieder sogenannte „narrische“ Hahnen beobachtet. Dies sind Vögel, die besonders während der Balzzeit jegliche Scheu vor dem Menschen verlieren und oft mit großer Angriffslust ihre Reviere gegen Menschen verteidigen. Vermutlich ist dieses eigenartige Verhalten auf das Fehlen von Hennen im Balzrevier zurückzuführen. Interessanterweise ist diese untypische Verhaltensweise bei den anderen Raufußhühnern, wie Birkwild, Schnee- und Haselhuhn, nicht feststellbar.

jährig geschont. Im Rahmen von Artikel 9 der Vogelrichtlinie kann der Kleine Hahn – verbunden mit der Pflicht zu einer Bestandeserhebung sowie einem Bericht über die Lebensraum- und Bestandessituation – von Jahr zu Jahr in Form von Ausnahmegenehmigungen über Antrag der Vorarlberger Jägerschaft von der Bezirksbehörde freigegeben werden. Die Birkhahnabschüsse sind limitiert und werden jährlich neu festgelegt. Der Birkhahn im Abschussplan einer Hochjagd erhöht auch den Pachtwert eines Revieres.

Schonende Bejagung

Kleiner Hahn

Die Bejagung des Birkhahns zählt zu den schönsten Jagdarten bei uns im Alpenraum. Zu den umfassenden Vorbereitungen einer Spielhahnjagd zählen: Das Verlosen, die Errichtung eines Schirmes und die Kennzeichnung der Schussdistanzen, um die Wahl von Schrot- oder Kugelschuss im Vorhinein bestimmen zu können. Meinen Birkhahn durfte ich als Jungjäger 1985 im Eigenjagdrevier Alpe Bäri im Großen Walsertal erlegen, nachdem Jagdaufseher Bernhard den Kleinen Hahn mit dem Lockruf (Blasen oder Zischen) zum Einfallen auf Schussdistanz bewegen konnte. Aus Freude am Jagderfolg habe ich den Hahn an Ort und Stelle mit dem Jagdhorn verblasen. Das Präparat des Birkhahns erinnert mich immer wieder an dieses besondere Jagderlebnis.

Der Birk- oder Spielhahn ist seit 2008 in Österreich ganz-

Die Trophäen beim Kleinen Hahn sind das Vollpräparat

Für die Auerhahnbalz gilt das Jägergsätzle: „Buchenlaub heraus – Hahnpfalz aus“. Die Waldvegetation ist ein Anhaltspunkt für die ausklingende Balzzeit des großen Hahns. Die Spielhahnbalz beginnt meistens etwas später und dauert bis in den Juni hinein.

JAGD & TrADITIoN

Foto: Monika Dönz-Breuß

otto vonblon

und die „Krummen oder Sicheln“. Beim Auerhahn zählen auch die Magensteine als Trophäe. Leider ist nicht immer eine Fotokamera zur Hand – während meiner Probejahre im Jagdrevier Zaluanda im Rellstal beobachtete ich eines Morgens auf einem Seitenast einer Eberesche nebeneinander sitzend: Hahn – Henne – Hahn – Henne, eine Momentaufnahme, die wahrscheinlich in einem Jägerleben einzigartig ist. Ob Auer- oder Birkwild – für den Erhalt dieser wunderschönen Wildtiere aus der Gattung der Raufußhühner muss seitens der Jägerschaft, aber auch seitens des Tourismus, der Grundbesitzer und Freizeitakteure alles unternommen werden. Ein wichtiger Aufruf geht an die Schneeschuhwanderer und Schitourengeher: Wenn Sie balzende Raufußhühner sehen, bleiben Sie stehen und schauen Sie aus großer Distanz den Balzritualen der Hahnen zu und machen Sie anschließend einen weiten Bogen um den Balzplatz, beeindruckt vom einzigartigen Naturschauspiel der Hühner.


Im recHT GepIrscHT

vorzeitige beendigung oder reduzierung des pachtzinses während der pachtperiode? mmag. Dr. Tobias Gisinger Als Rechtsbeirat der Vorarlberger Jägerschaft wurde ich in den vergangenen Wochen vermehrt mit Anfragen zu rechtlichen Möglichkeiten eines Ausstieges aus einem aufrechten Pachtvertrag oder einer etwaigen Minderung des ursprünglich vereinbarten Pachtzinses konfrontiert. Aus gegebenem Anlass möchte ich mich im folgenden Artikel diesen Themen widmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen aufzeigen.

Vorzeitige Beendigung des Jagdpachtvertrages Die vorzeitige Beendigung eines Jagdpachtvertrages ist ausschließlich unter den engen Voraussetzungen des § 22 VJagdG zulässig. Ein Jagdpachtverhältnis erlischt daher bei Tod des Jagdpächters (im Falle einer juristischen Person oder Personengesellschaft des Unternehmensrechts wenn diese aufgelöst wird), bei Verlust der Voraussetzungen der Jagdnutzung durch den Jagdpächter (Entziehung der Jagdkarte), bei einvernehmlicher Auflösung durch beide Vertragsparteien oder aber auch aus wichtigem Grund. Scheidet ein Mitpächter aus dem Jagdpachtverhältnis aus, wird dieses nicht beendet, sondern haben die übrigen Mitpächter in die Rechte und Pflichten des Ausscheidenden einzutreten. Nach § 22 Abs 3 VjagdG liegt ein wichtiger Grund jedenfalls vor, wenn der Jagdpächter den rechtskräftig festgestellten Ersatz für Jagd- und Wildschaden nicht innerhalb eines Monats nach schriftlicher Mahnung leistet oder

wenn er vom Abschussplan mehrfach wissentlich abweicht. Weitere wichtige Gründe sind im Vorarlberger Jagdgesetz nicht explizit aufgelistet und daher je nach Einzelfall zu beurteilen, wobei an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass ein wichtiger Kündigungsgrund zumindest das Ausmaß bzw. die rechtliche Qualität der im Gesetz gelisteten Gründe erfüllen muss. Gemäß § 20 des VJagdG hat die Dauer der Jagdpacht für Genossenschaftsjagdgebiete sechs Jahre und für Eigenjagdgebiete sechs oder zwölf Jahre zu betragen. Bei vorzeitiger Beendigung des Jagdpachtverhältnisses ist die Behörde vom Jagdverfügungsberechtigten unverzüglich schriftlich zu verständigen. Bei einem vorzeitig beendeten Jagdpachtverhältnis, darf das Jagdgebiet nur auf den Rest der ursprünglichen Pachtzeit verpachtet werden.

Reduzierung des Pachtzinses Bei der Bestandzinsminderung handelt es sich nach der Rechtsprechung um einen Gewährleistungsbehelf eigener Art. Eine Minderung des Bestandzinses tritt gemäß § 1096 ABGB verschuldensunabhängig und ex lege ein. Im Umfang der Reduktion zahlt der Bestandnehmer somit eine Nichtschuld, die – im Falle eines Irrtums oder Vorbehalts – bereicherungsrechtlich zurückgefordert oder gegen spätere Bestandzinsforderungen aufgerechnet werden kann. Soweit die allgemein gültige Rechtslage zu Bestandverträgen, aber wie sieht die Praxis bei Jagdpachtverträgen aus?

Der Deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hatte sich beispielsweise mit der Frage auseinanderzusetzen, ob das Wegfallen der Eigenschaft „Hochwildrevier“ eine Pachtzinsreduktion rechtfertigt. Im konkreten Fall war im verpachteten Jagdgebiet ursprünglich Rotwild als Standwild vorhanden. Nach einigen Jahren blieb Rotwild jedoch zunehmend aus, sodass es nicht mehr als Standwild vorkam. Strittig war, wer das Risiko zu tragen hat, dass aus dem verpachteten „Hochwildrevier“ de facto ein Niederwildrevier wurde. Der BGH kam zum Ergebnis, dass der Verpächter das Risiko trägt, wenn ein Jagdgebiet verschuldensunabhängig die vereinbarte Beschaffenheit verliert. Anders wäre die Rechtlage, wenn der Mangel auf ein vertragswidriges Verhalten des Pächters zurückzuführen ist. Für den BGH war im gegenständlichen Fall klar, dass der Jagdpächter durch Hegemaßnahmen die Eigenschaften des Revieres als Hochwildrevier kaum beeinflussen kann. Entscheidende Faktoren wie Art und Größe des Reviers und seine Nutzung fallen in den Risikobereich des Verpächters (BGH III ZR 200/07).

Vorsicht des Jagdpächters ist geboten Leistet der Bestandnehmer das Entgelt trotz Kenntnis des Mangels in voller Höhe, wird dies von der Rechtsprechung teilweise als konkludenter Verzicht auf den gesamten Pachtzinsminderungsanspruch gewertet. Mangel und Minderung sollten dem Verpächter gegenüber möglichst

nachweisbar und schriftlich mitgeteilt werden. Ein zu viel bezahlter Pachtzins könnte auch rückwirkend zurück gefordert werden, da die Minderung kraft Gesetzes eintritt. Dem Pächter ist zu empfehlen, Mängel des Reviers dem Verpächter umgehend und in nachweisbarer Form mitzuteilen und falls die Höhe der Minderung unklar ist, die Minderung der Pacht ausdrücklich vorzubehalten. In der Höhe der Minderung des Pachtzinses schlummert meist erhebliches Konfliktpotential zwischen den Vertragsparteien, weil dieser rechnerisch nicht sofort oder an Hand konkret vereinbarten Parametern zu ermitteln ist. Allgemein kann die Pacht soweit gemindert werden, wie die tatsächliche Beschaffenheit des Jagdgebietes hinter der Vereinbarung zurück bleibt. Die konkrete Zinsminderung ist im Einzelfall zu überprüfen und allenfalls durch geeignete Sachverständige festzusetzen. Um späteren Streit zu vermeiden, kann im Voraus im Jagdpachtvertrag vereinbart werden, wie zu verfahren ist, wenn das Jagdgebiet bestimmte Eigenschaften verliert. Meines Erachtens darf ein vertraglicher Vorausverzicht auf eine etwaige Bestandzinsreduktion nicht so weit gehen, dass der Verpächter entschädigungslos seine Hauptpflichten aus dem Vertrag schlechthin streicht. Zudem ist auch gemäß § 1096 ABGB bei unbeweglichem Sachen ein Vorausverzicht auf Zinsbefreiung unzulässig, es sei denn, der mangelhafte Zustand ist bereits bei Vertragsabschluss bekannt gewesen. JAGD & recHT

Mai/Juni 2014

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WAFFe & scHuss

sicherheit, einmal so betrachtet. Hubert schedler Sicherheit ist immer und überall ein Thema und betrifft alle Bereiche des Lebens. Woher kommt Sicherheit, wie entsteht sie? Sicherheit entsteht und ist aber eigentlich dort, wo sie von vielen nicht vermutet wird – im Kopf. Sicherheit entsteht nicht einfach nur durch darüber reden, sondern durch Wissen, Können und Tun. Gefahren rechtzeitig erkennen bedeutet auch Sicherheit. Die Verantwortung zur richtigen Einschätzung der Situation und deren Gefahrenpotential obliegt der Einzelperson. Eine Sicherung gegen eigenes Unvermögen gibt es noch nicht. Wir sind mit Sicherheitsregeln in Gesetzen, Vorschriften, Vertragsbedingungen (z.B. bei Versicherungen), Informationsbroschüren, Bedienungsanleitungen und Garantiebedingungen gut versorgt. Bei deren Beachtung könnte theoretisch nichts mehr passieren.

ber vom Gegenteil überzeugt hat. Unfälle passieren hauptsächlich mit vermeintlich ungeladenen Waffen oder in Unkenntnis technischer Gegebenheiten. Laden bzw. entladen oder überprüfen des Zustandes hat in eine sichere Richtung zu erfolgen. Solange in eine sichere Richtung hantiert wird, könnte ein Schuss auch „losgehen“ und „nur“ Flurschaden anrichten. Beim Fahrzeugabstellplatz entladen? Kies, Schotter, Asphalt, Beton sind hart; das Geschoß könnte abprallen und irgendwohin fliegen oder sich in Splitter zerlegen und noch absplitterndes Material aus der Umgebung des Einschlages mitbringen. Die sichere Handhabung muss immer gegeben sein; auch bei schlechtem Licht oder im Dunkeln, mit kalten und nassen Fingern.

Die Sicherheit im Jagdbetrieb ist im Vorfeld eine organisatorische Angelegenheit und im Detail und schlussendlich wieder Sache des Verantwortlichen, desjenigen, der den Finger am Abzug hat – wie bei der Einzeljagd.

verantwortung Für den sicherheitstechnisch einwandfreien Zustand, so weit überprüfbar, ist derjenige zuständig, der die Waffe führt. „Ich habe sie so übernommen“, wird keine bzw. nie eine ausreichende Erklärung sein. Dazu unabdingbar notwendig sind die Kenntnisse über die Technik und Mechanik der jeweils geführten Waffe.

Geladen oder ungeladen? Die Gebote, bzw. Verbote, bei welchen Tätigkeiten im Jagdbetrieb Waffen entladen sein müssen, sind hinlänglich bekannt. Diesbezügliche allgemeine Erkenntnisse besagen unter anderem: Jede Waffe ist so lange als geladen zu betrachten, bis man sich sel-

In jeder Schiessstättenordnung steht, dass jede(r) Schützin/ Schütze für jeden abgegeben Schuss selbst und in vollem Umfang verantwortlich ist. Mechanische Sicherungseinrichtungen bei Büchsen müssen meist manuell betätigt werden. Viele Flinten sichern beim Brechen automatisch.

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Vorarlberger Jagd

WAFFe & scHuss

Gerüchten zufolge sollen auch schon Fahrzeuge, natürlich unabsichtlich, sowohl von innen als auch von außen, beschossen worden sein. Der Eigentümer darf das, solange er niemanden gefährdet und sonst keinen Schaden verursacht. stecher Wer z.B. eine geladene, ungesicherte und womöglich auch noch gestochene Waffe auf einer Sitzbank in einem Fahrzeug ablegt und transportiert, hat einiges nicht verstanden. Gestochene Schlageinrichtungen reagieren relativ empfindlich – genau darum sind sie ja konstruiert und eingebaut worden. Beim Anschlagen an Sitz- und Kanzeleinrichtungen, Absetzen und Abstellen der „Gestochenen“ sind schon Schüsse „losgegangen“. Für die Betroffenen und Beteiligten ein unvergessliches und äußerst lehrreiches Erlebnis. Vielleicht auch ein bleibendes Trauma. Und Angst vor der Waffe, dem nächsten Schuss und dem eigenen Können ist wohl auch ein Sicherheitsrisiko. Durchs Feuer blicken Es wird gelehrt, dass man „durchs Feuer blicken“ kann. Bei hellem Tageslicht, wenn die Feuererscheinung vor der Mündung kaum wahrnehmbar ist, noch möglich. Die normale Reaktion des Auges ist es, sich bei plötzlich auftretender Helligkeit zu schließen.

Dazu das erwartete Knallund Rückstoß-ereignis führt zu blinzeln und „reißen“. Beim nächsten Schuss wird (auch) das zielende Auge, wenn auch nur Sekundenbruchteile vor Schussabgabe geschlossen. In Verbindung mit der ruckartigen Betätigung des Abzuges sicher nicht präzisionsfördernd. Technik Sicherheitsprobleme technischer Art sind sehr selten. Waffen mit den geforderten Prüfzeichen, dem gesetzlichen Beschuss, sind auf hohem Standard handhabungssicher, wenn sie Erzeuger, bzw. Händler verlassen. Was danach damit geschieht, liegt außerhalb ihres Einflusses. Jede im Handel erhältliche Munition wird geprüft. Alle namhaften Hersteller liefern (aus sicherheitstechnischer Sicht) hochwertige Produkte. Gelegentliche Rückrufaktionen gibt es immer wieder. Aber die Sicherheitsrisiken sind im Bereich Munition gering. Für Jagdliche Einrichtungen, wie z.B. Sitze und Kanzeln gelten die Allgemeinen Unfall-Verhütungsvorschriften (AUVA). Trotzdem werden zu deren Konstruktion kaum Statiker beigezogen. Handwerkliches Können und Erfahrung als „Baumeister“ haben sich bewährt. Weidmannsheil!

obervermunt II Ausgleichsmaßnahmen im zuge der bauarbeiten für Jagd und Fischerei … siehe seite 22 im Fischteil


DIE NEUE CLASSIC

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2014 feiert das österreichische Traditionsunternehmen sTeYr mANNLIcHer sein 150-jähriges bestehen Fußend auf einer Jahrhunderte alten Tradition des Waffenbaus, die bis ins 14. Jahrhundert zurück reicht, gründete der junge Büchsenmacher Josef Werndl 1864 ein Unternehmen, das zum Grundstein einer Vielzahl von Hightech-Unternehmen unserer Gegenwart und die Heimat zahlreicher bedeutender Innovationen im Waffenbau wurde. Sein Jubiläumsjahr begeht STEYR MANNLICHER getreu seinem Motto „Innovation aus Tradition“ nicht nur mit einem Blick auf seine ruhmreiche Vergangenheit sondern auch mit einer Vielzahl neuer Produktinnovationen. Von einer automatischen elektronischen Rückstellautomatik „RESET

ACTION“ über die erste spezielle „Bleifrei“ Waffe, neue Kunststoffschäfte für SM12 und CL II bis hin zu einem speziell für Schießkinos entwickelten Sicherheitstraining für Riegeljagden - um nur einige zu nennen. Nicht unerwähnt darf die aktuelle Sonderserie zum 150-jährigen Jubiläum bleiben. Eine auf 150 Stück limitierte Sonderauflage der SM12 mit Jubiläumsschriftzug und historischen Logos in Echtgoldeinlagen – ein weiteres Prunkstück der STEYR MANNLICHER Geschichte. Mit dieser Vielzahl an Neuerungen blickt STEYR MANNLICHER nicht nur auf eine große Vergangenheit, sondern auch in eine Erfolg versprechende Zukunft ...

rechtzeitig zum beginn der frühsommerlichen Jagdsaison bringt Kettner den neuen bockkatalog heraus.

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Mai/Juni 2014

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Instruktor Martin Rhomberg bei der Einführung eines Jungjägers

Bruno Metzler Das traditionelle, nun bereits 17. Dornbirner Tontaubenschießen, das am 21. und 22. März auf dem Platz an der Hohenemserstraße in Lustenau durchgeführt wurde, war auch dieses Jahr, dank zahlreicher Helfer, wieder ein voller Erfolg. An den beiden Schießtagen nahmen insgesamt 256 Schützen an der Veranstaltung teil – was einen neuen Teilnehmerrekord darstellt. Während am Freitag beste Wetterbedingungen für das Schießen waren, begann es am Samstag bereits ab Mittag einzutrüben und am Nachmittag setzte Regen ein. Auch dieses Jahr stand eine Wurfmaschinen, samt erfahrenem Standpersonal, den JungjägernInnen und allen Anfängern zur Verfügung. Die Auslastung dieser Wurfmaschine war an beiden Tagen enorm. Die Instruktoren Martin Rhomberg, Dr. Heinz Hagen und Stefan Rhomberg waren voll ausgelastet. Auch die freiwilligen Helfer auf den Wettkampfständen hatten alle Hände voll zu 44

Vorarlberger Jagd

tun. Aufgrund des starken Andranges war keine Pause möglich. Ing. Dieter Baurenhas, der für das Tontaubenschießen verantwortlich ist, war an beiden Tagen im Dauereinsatz, um einen optimalen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. Dank der ausgezeichneten Sicherheitsvorkehrungen verlief auch das 17. Dornbirner Tontaubenschießen unfallfrei. Am Abend, bei der Siegerehrung, gab Bezirksjägermeister LJM-Stv Sepp Bayer auch einen kleinen Einblick in die Organisation dieser Veranstaltung. Alleine für die verschiedenen Funktionen sind 50 freiwillige HelferInnen erforderlich. Angefangen vom

Foto: Stephan Hohn

Foto: Ruth Swoboda

Tontaubenschießen der bezirksgruppe Dornbirn

Teilnehmerrekord: 256 Schützen nahmen an der Veranstaltung teil

Zeltaufbau, dem Aufstellen der Maschinen und Gerätschaften, dem Schießbetrieb, der Bewirtschaftung und dem Abbau der gesamten Einrichtung erbringen diese Helfer zahlreiche Stunden, die nicht vergütet werden. Es ist auch sehr erfreulich, dass in den letzten Jahren sehr viele Jungjäger und Jungjägerinnen sich freiwillig angeboten haben, die Bezirksgruppe Dornbirn bei den Veranstaltungen zu unterstützen. Erfreulich ist auch, dass fast alle Jungjäger der Jägerschule an dieser Schießveranstaltung teilnehmen. Mag. Jörg Gerstendörfer leistet in dieser Hinsicht volle Überzeugungsarbeit, wofür ihm herzlich gedankt sei.

DIe besTeN zeHN 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

WAFFe & scHuss

Christoph Jochum, Nüziders Walter Hagen, Lustenau Verena Ulrich, Rickenbach – CH Kilian Lagnaz, Seedorf – CH Alfred Lauper, Thöringen – CH Murat Tilki, Feldkirch Martin Vetter, Lustenau David King, Hard Maximilian Zoll, Lustenau Erich Hollenstein, Lustenau

Nach diesem Einblick in diese Materie bedankte sich Sepp Bayer bei den Helfern, den Sponsoren und besonders bei den Grundbesitzern aus der Schweiz, die diese Veranstaltung jedes Jahr sehr großzügig unterstützen. Vor dem reichlich gedeckten Gabentisch gab Sepp Bayer das Ergebnis bekannt. Gewonnen hat das 17. Tontaubenschießen Christoph Jochum aus Nüziders, vor Walter Hagen aus Lustenau und Verena Ulrich aus Rickenbach (Schweiz). Allen anwesenden Schützen konnte ein schöner Warenpreis überreicht werden. Die traditionelle Auslosung eines Fernglases unter jenen Schützen, die die meisten Serien geschossen haben, ging an Roman Schneider aus Höchst, der diesen Preis gewann. Bei den weiteren Auslosungen, an der alle Teilnehmer beteiligt waren, gewann Markus Metzler aus Au einen Murmeltierabschuss in der Eigenjagd Albona. Den Hauptpreis, eine Kaffeemaschine, gewann Josef Geiger aus Frastanz.


Ladschreiben zum 55. Jagdschießen in bürs der vorarlberger Jägerschaft – bezirksgruppe bludenz samstag 24. mai 2014, von 13.00 uhr bis 17.00 uhr sonntag 25. mai 2014, von 08.00 uhr bis 16.00 uhr bürser schlucht Art der Durchführung

Wertung

Auszeichnung

Preise

Im Rahmen eines Revierganges durch die Bürser Schlucht wird auf eine Ringscheibe (stehend aufgelegt, 112m), einen Fuchs (stehend angestrichen, 55m), einen verschwindenden Rehbock (stehend angestrichen, Verweildauer zirka 4 Sek., 60m), einen Gamsbock (sitzend angestrichen, 120m) und einen ziehenden Hirsch (Schießstellung nach Belieben, 95m) geschossen.

Auf jede Scheibe darf nur ein Schuss abgegeben werden. Die Summe aller erreichten Ringe ergibt das Gesamtergebnis. Bei gleicher Ringzahl entscheidet zuerst das bessere Ergebnis auf den ziehenden Hirsch, dann jenes auf den Gamsbock, die Ringscheibe, den Rehbock, den Fuchs, dann das Alter. Jene Schützen, welche die Ringzahl 50 erreicht haben, sind berechtigt, auf die Ehrenscheibe – gesponsert von Waffen Keckeis Bludenz – (stehend angestrichen, 112m) zu schießen.

Die Schützen erhalten bei Erreichen einer bestimmten Ringzahl ein Abzeichen in Bronze (40), Silber (43) oder Gold (46). Für die Ringzahl 50 oder 49 gibt es das Meisterschützenabzeichen. Alle Abzeichen sind im Preis inbegriffen.

Wildabschüsse, Jagdwaffen, Jagdoptik sowie eine beachtliche Anzahl wertvoller Warenpreise. Einen Preis erhalten alle Schützen, welche die Ringzahl 46 und mehr erreicht haben.

Die Scheiben sind in der Natur so aufgestellt, dass sich hinsichtlich Stand und Ziel ein möglichst reviernahes Bild ergibt.

Waffen Alle nicht verbotenen Jagdwaffen mit und ohne Optik.

Einsatz Mitglieder der Vorarlberger Jägerschaft € 30,Nichtmitglieder € 40,Jagdschutzorgane und Ausbildungsjäger (Verband Vbg. Jagdschutzorgane) € 20,Nachlösung € 20,-

Achtung

Bekanntgabe der Ergebnisse – Preisverteilung

Der Reviergang (das Schießgelände) darf nur mit gültiger Schusskarte betreten werden.

Sonntag, den 25. Mai 2014, nach Beendigung des Schießens – um zirka 18.00 Uhr – im Zelt beim Schluchteingang.

Rückfragen

Weidmannsheil Bezirksjägermeister RJ Manfred Vonbank

Erich Plangg Flurweg 6 6706 Bürs Tel 0043 (0)5552 30535 Mob 0043 (0)664 312 9604

AcHTuNG – Neu! schusskarten werden bei Anmeldung beim schluchteingang ausgegeben! JAGD

März/April 2014

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Foto: Monika Dönz-Breuß

Anschuss-seminar und Wildparkexkursion Sabrina Erhard Im Rahmen unserer diesjährigen Jungjägerausbildung zählt nicht nur der theoretische Unterricht sondern auch der Praktische. Im Zusammenhang dessen veranstaltete die Vorarlberger Jägerschule am 29.03.2014 im Wildpark Feldkirch ein Anschuss-Seminar sowie eine Wildparkexkursion. Durch den großen Andrang, welche die Vorarlberger Jägerschule heuer erfreulicher Weise wieder verspüren darf, wurde diese Exkursion in zwei Gruppen geteilt. Wir trafen uns am späten Vormittag, bei strahlendem Sonnenschein, im Wildpark Feldkirch, nach einer kurzen Einführung ging es auch schon mit der ersten Exkursion, dem Anschuss-Seminar, los.

Anschuss-Seminar

ters vorgeführt (siehe Bild unten). Uns wurde klar gemacht, dass das Kaliber, mit welchem wir ein Tier erlegen möchten, von großer Bedeutung ist und wir mit dem falsch gewählten Kaliber oft mehr Schaden als Erfolg erzielen können. Als dritte Station nahmen wir das Thema „Pirsch- und Schusszeichen“ in Augenschein. Die Kursleiter bauten uns mehrere Stationen mit verschiedenen Schusszeichen auf. Angefangen von einem wünschenswerten Blattschuss/Kammerschuss bis hin zu einem Äserschuss, welches die Jäger mit einem Fallwild vorbereiteten, wurde uns alles verdeutlicht und erklärt. Pro Station konnten sich jeweils zwei Jungjäger an Ihrem Glück versuchen und die dort gefunden Pirsch- und Schusszeichen deuten. Zum Schluss dieses Abschnitts sahen wir die Auswirkungen

Unter der Leitung von Hubert Loretter, Christian Ammann und Robert Ess wurde zuerst das Thema „Ansprechen von Wild“, das richtige Verhalten vor und nach dem Schuss, in den Augenschein genommen. Mit äußerst interessanten und hilfreichen Tipps und Anregungen wurde uns dieses Thema anhand von Tafeln der Anatomie der Wildtiere verdeutlicht. Als weitere Lektion wurde uns die Schusskraft einer Pistole im Gegensatz zu einem Jagdgewehr/Büchse anhand eines gefüllten Wasserkanis46

Vorarlberger Jagd

JäGerscHuLe

eines Schusses anhand des Übungsobjektes. Abschließend behandelten wir noch das Thema „Nachsuche“. Uns wurde immer wieder nahe gelegt, dass wir als angehende Jungjäger gegenüber den Wildtieren eine moralische und ethische Verpflichtung haben. Die Wichtigkeit des richtigen Handelns in den verschiedenen Situationen ist von enorm großer Bedeutung. Wie verhalte ich mich bei einem Fehlschuss, wie deute ich die Pirsch- und Schusszeichen, wie verbreche ich den Anschuss, wen kontaktiere ich... Durch einen Bayrischen Gebirgsschweißhund wurde die professionelle Nachsuche demonstriert. Nach dem sehr informativen und hilfreichen Vormittag durften wir uns beim Mittagsessen ein wenig ausruhen und noch die einen oder anderen Fragen diskutieren.

Wildparkexkursion Nach einer guten halben Stunde ging es in die zweite Lektion „Wildparkexkursion“, unter der Leitung von Akad. Jagdwirt Christoph Rogge. Hier wiederholten wir die im letzen halben Jahr gelernten Thematiken am im Wildpark lebenden Wild. Unklarheiten wurden beseitigt und Gelerntes wurde aufgefrischt. Angefangen von Damwild über Rotwild, Luchs, Schwarzwild wie auch Bäumen und Sträucher konnten wir nochmals alles wiederholen und auch Neues dazulernen. Herr Rogge erklärte und verdeutlichte uns diese Thematiken nochmals äußerst professionell und interessant. Zum Abschluss von diesem spannenden und amüsanten Samstag öffnete uns Herr Rogge noch den Stall mit der Bache und den Frischlingen. Danach traten wir, teils erschöpft aber glücklich und voller spannender neuer Eindrücke den Weg nach Hause an. Ich möchte mich, ich denke im Interesse und im Namen der gesamten Kursteilnehmer, recht herzlich bei den Referenten und Organisatoren für diesen super Tag bedanken. Ich persönlich kann diese Exkursionen für kommende Jungjäger und Interessenten nur weiterempfehlen und bin sicher bei der nächsten Exkursion der Vorarlberg Jägerschule wieder dabei!


Feierliche eröffnung des blockkurses Jagdzeitung sowie beispielhaft eines der Unterrichtsfächer durch Mag. Monika Dönz-Breuß.

Monika Dönz-Breuß Am 27. März wurde der Blockkurs der Jungjägerausbildung im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum (BSBZ) in Hohenems eröffnet. Neunundzwanzig Personen werden in den Fächern Wildkunde, Jagdgesetz, Naturschutzgesetz und vielem anderen mehr unterrichtet, bevor sie, gemeinsam mit den Teilnehmern des regulären Kurses, im Mai zu den Prüfungen antreten. Mag. Jörg Gerstendörfer begrüßte die angehenden Jung-

Die musikalische feierliche Umrahmung erfolgte durch die Jagdhornbläsergruppe Feldkirch, welche auf diesem Wege das jagdliche Brauchtum erläuterten. jägerinnen und Jungjägern in der Vorarlberger Jägerschule. Im Anschluss wurden die angehenden Jungjäger von Direktor DI Markus Schwärzler vom BSBZ herzlich willkommen geheißen. Auch Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich

ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung des Blockkurses dabei zu sein und stellte den Verein Vorarlberger Jägerschaft vor. Im Anschluss erfolgte eine kurze Vorstellung des Vorarlberger Jagdportales, der Vorarlberger

Weidmannsheil und Weidmannsgruß an die Teilnehmer des Blockkurses – wir freuen uns auf zwei interessante Kurswochen mit euch – und auf neue Gesichter im Verein Vorarlberger Jägerschaft!

Wildparkexkursion des blockkurses 2014 Andrea Burtscher Am 11. April führte uns unser Weg im Rahmen unserer Ausbildung zum Jungjäger bereits zum zweiten Mal zu einer Exkursion in den Wildpark in Feldkirch. Nach unserem lehr- und ab-

wechslungsreichen und sehr interessant gestalteten Anschussseminar am 29. März mit eindrücklichen Vorführungen von Robert Ess, Christoph Rogge, Hubert Loretter, Christian Ammann und Jörg Gerstendörfer, führte uns an diesem Morgen Christian Ammann

durch einen für uns sehr wichtigen Vormittag. Er erklärte uns noch einmal die wichtigsten Merkmale, des Hoch- und Niederwildes, erinnerte uns immer wieder an die weidgerechte Jagd, beantwortete geduldig unsere Fragen und ließ uns unser Wissen auch schon

gleich unter Beweis stellen. Dies gelang einigen von uns auch schon sehr gut. Mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen reicher danken wir Christian Ammann für seine kompetenten Ausführungen und freuen uns bereits auf eine weitere Exkursion am 10. Mai.

JäGerscHuLe

Mai/Juni 2014

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präsentation der recherchearbeiten Die Ausbildungsjäger des 2. Ausbildungsjahres präsentierten ihre recherche

Prüfungskommission und interessierte Zuhörer

Monika Dönz-Breuß Im Rahmen des Lehrherrenabends, welcher am 25. März im Bäuerlichen Schul-und Bildungszentrum für Vorarlberg

in Hohenems stattfand, präsentierten 13 Ausbildungsjäger des 2. Ausbildungsjahres ihre Recherche. Der Schulleiter Mag. Jörg Gerstendörfer begrüßte die

Patricia Kaufmann bei ihrer Präsentation

anwesenden Ausbildungsjäger beider Lehrjahre mit ihren Lehrherren und Jagdpächtern, die Prüfungskommission DI Hubert Schatz, MMag. Dr. Tobias Gisinger, KR RJ Man-

fred Vonbank, DI Thomas Ölz sowie Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich. Herzliche Gratulation den Ausbildungsjägern zu ihren Recherchearbeiten und Präsentationen.

Folgende Themen wurden von den Ausbildungsjägern in ihrer 2-jährigen Ausbildungszeit erarbeitet: 1. Markus Dünser: Beschreiben Sie Fütterungsart und Fütterungstechnik ihrer Rotwildfütterung. Nennen Sie die verwendeten Futtermittel(anteile) und beurteilen Sie diese in Bezug auf die Tauglichkeit als Nahrungsmittel für Schalenwildwiederkäuer. 2. Alexander Wilhelm: Welche touristischen bzw. andere Nutzungen beeinträchtigen die Jagdbewirtschaftung Ihres Ausbildungsrevieres? Führen Sie den Sommertourismus und das Schneckenloch an. 3. Werner Nekola: Sprechen Sie über die nachhaltige Steinwildbewirtschaftung in Ihrem Lehrrevier. Zeigen Sie auch den Jahresablauf und Bejagungsstrategien auf. Gibt es auch touristische Einflüsse auf die oben erwähnten Punkte? 4. Patricia Kaufmann: Schildern Sie die Zusammenarbeit zwischen Ihrem Lehrrevier, d.h. mit Ihrem Ausbildner und dem zuständigen Forstschutzorgan in Ihrer zweijährigen Ausbildungszeit. 5. Erich Knappitsch: Beleuchten Sie die Bejagung, Bejagungsstrategien und Biotop einer Freihaltung am Beispiel Ihres Ausbildungsrevieres, der GJ Ebnit. 6. Dr. Christof Germann: Zeigen Sie an Hand Ihrer Ausbildungsjahre die nachhaltige Jagdpolitik des Grundbesitzers auf. 7. Kornelia Schneffknecht: Beschreiben Sie die primär vorkommenden Waldtypen, Waldbestände in ihrem Revier und beurteilen Sie die Wildschadensanfälligkeit dieser Wälder bezüglich Verbiss- und Schälschäden.

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Vorarlberger Jagd

JäGerscHuLe

8. Rene Wetzlinger: Schildern Sie die Situation des Gamswildes in Ihrem Lehrrevier, in dem es ja eine intakte Gamswildpopulation gibt. Sprechen Sie über Sommereinstand, Altersaufbau, Bejagungsstrategien.... 9. Bernhard Hager: Dokumentieren Sie die letzten beiden Jahre in ihrem Lehrrevier –was gab es für Maßnahmen zur Biotopverbesserung, jägerische Einrichtungen, Futterstellen, etc. 10. Denis Rupp 9: Führen Sie eine Habitatbeurteilung ihres Lehrrevieres getrennt nach den vorkommenden Schalenwildtierarten durch. 11. Patrick Düngler: Schildern Sie die Rotwildbewirtschaftung und die Fütterungssituation in Ihrem Ausbildungsrevier. Inwieweit gibt es touristische Einflüsse? 12. Markus Schedler: Schildern Sie die bevorzugten Bejagungsstrategien in Ihrem Jagdrevier. Gibt es touristische Einflüsse auf diese Strategien? 13. Tobias Scheidbach: Ihr Ausbildungsrevier wird weder verpachtet noch wird der Abschuss verkauft. Ergeben sich aus dieser Maßnahme Einflüsse auf Bejagungsstrategien, Biotopverbesserung und Fütterungssituation? Erklären Sie auch die Gründe. 14. Michael Hämmerle: Es gab im Rellstal 2001 ein „Rotwildbewirtschaftungskonzept“ mit dem Titel „Jagdliches Raumplanungskonzept für das Rellstal unter besonderer Berücksichtigung einer ökologisch günstigen Rotwildverteilung.“ Meine Rechercheaufgabe bezieht sich auf die Folgen und Auswirkungen dieses Konzeptes nach 10-11 Jahren.


17. März 2014

exkursion ins silbertal

Bei herrlichem Sonnschein traf sich beim zweiten Termin eine Schar Jungjäger am Kristberg. Unter der fachkundigen Leitung durch Mag. Monika Dönz-Breuß erkundeten wir entlang des Bergknappenweges das Gebiet. Und dieses Gebiet, rund um die Silbertaler Waldschule, hat einiges zu bieten. Gleich zu Anfang stießen wir auf einen Baum mit beeindruckenden Fraßspuren des größten Vertreters der Spechte in Vorarlberg, dem Schwarzspecht. Er ernährt sich von der wirklich großen

Ein großer Vorteil unseres Kurses ist die bunte Truppe an verschiedenen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen. Auf diese Weise kommt es zum regen Austausch und oft auch Verständnis für möglichst viele Seiten. Ein forstliches Verjüngungsprojekt im Gebiet wurde zum Praxisbeispiel, was auf einen Jäger alles einstürmen kann. Er oder sie muss eine Freihaltung in gewissen Gebieten genauso bewerkstelligen, wie auf oft unverständliche Argumente von Grundbesitzern, Touristen oder sonstigen oft selbst ernannten Experten reagieren. Das große Bild Lebensraum bleibt hier allzu oft

10. März 2014

Nach all den Diskussionen hatten wir uns eine Pause verdient. Natürlich hatte Monika einen ganz besonderen Platz mit traumhaftem Blick auf die Rote Wand ausgesucht. Alle waren bester Stimmung, was vermutlich auch an der Schokolade aber sicher am herrlichen Sonnenschein lag. Frisch gestärkt kam danach sicherlich die für mich beeindruckendste Station unserer Exkursion, ein geringelter Altholzbaum. Geringelt hat ihn der Dreizehenspecht, der ganz in der Nähe des Baumes seit Jahren brütet. Er zapft

den Baum an und trinkt die Säfte. Wenn man vor diesem Baum steht, weiß man, wie ausgeklügelt er das macht, ohne seine Nahrungsquelle vollkommen zu zerstören. Zum Abschluss führte Monika uns noch in die Silbertaler Waldschule. Dort konnten wir Jungjäger anhand von Schädelknochen, Federn und natürlich auch Krucken unser Wissen für die anstehende Jagdprüfung auffrischen. Wenn man mich fragt, was mich an der Jagd am meisten interessiert, dann sage ich immer, dass es das Erarbeiten eines Revieres ist. Ein Gebiet als Ganzes „in den Griff“ zu bekommen stelle ich mir spannend vor. Eines ist klar, Monika Dönz-Breuß hat ihr Gebiet rund um die Waldschule voll und ganz im Griff und zu unserem großen Glück kann sie ihr Wissen auch noch perfekt weiter geben. Vielen Dank für einen großartigen Nachmittag.

24. März 2014

JäGerscHuLe

Mai/Juni 2014

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Foto: Monika Dönz-Breuß

Neben einer wirklich fundierten theoretischen Ausbildung an der Vorarlberger Jägerschule sind es vor allem die praktischen Seminare und Exkursionen ins Freiland die unsere Ausbildung auszeichnen. So war es auch nicht verwunderlich, dass alle drei Termine für eine Exkursion ins Silbertal restlos ausgebucht waren.

auf der Strecke. In diesem Sinne diskutierten wir am WSKS und anhand von verbissenen, gepflanzten Weißtannen die Thematik des Bergriffs Wildschaden. Eines wird schnell klar: Wenn die richtigen Leute zusammen kommen, wenn man sich und die Lage des Anderen versteht, dann kann man immer zu einer vernünftigen Lösung kommen.

Rossameise, die in Bäumen ihre Nester baut. Monika versteht es ausgezeichnet, mit zahlreichen Bildern und Geschichten Wissen in die Köpfe zu pflanzen. Weiter ging es durch einen gut strukturierten Wald, der den einen oder anderen Verbiss durchaus zu tolerieren scheint.

Foto: Ingrid Albrich

Ruth Swoboda


Klub vorstehhunde vorarlberg unter neuer Führung Am 21. Februar hat der KVHV seine Jahreshauptversammlung im Gasthof Adler in Mäder durchgeführt. Edgar Entlicher konnte als Obmann zahlreiche Mitglieder begrüßen. Nach dem Gedenken an verstorbene Mitglieder erstattete der Obmann den Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr und die tollen Prüfungserfolge unserer Mitglieder. Unser Kassier Christian Pfeifer konnte über einen guten Kassastand berichten. Dem Antrag der Kassaprüfer um Entlastung des Kassiers folgte die Versammlung mit einem großen Applaus. Wolfgang Kersting informierte über das Jahresprogramm 2014.

Neuwahlen Bei den anstehenden Neuwahlen, wollte unser Obmann Edgar Entlicher die Leitung in jüngere Hände legen. Als Nachfolger wurde Wolfgang Kersting eistimmig gewählt. Die Prüfungszuschüsse überreichten Christian Pfeifer und Wolfgang Kersting. Im Anschluss würdigte Kersting Wolfgang die Verdienste von Edgar Entlicher um den KVHV und stellte als „erste Amtshandlung“ den Antrag an die Versammlung, den scheidenden Obmann zum Ehrenmitglied zu ernennen. Diesem Antrag wurde einstimmig und unter großem Applaus zugestimmt.

In der folgenden Diashow zeigte Wolfgang Kersting ein Porträt über Edgar Entlicher und einen mit Naturaufnahmen untermalten Rückblick über die vergangenen Vereinsjahre. Leider ist unser Gründungsmitglied, langjähriger Obmann und Ehrenpräsident Herwig Wohlgenannt kurz nach der Jahreshauptversammlung verstorben. Wir drücken den Angehörigen auf diesem Weg unsere tiefste Anteilnahme aus. Wir werden Herwig stets in ehrendem Andenken bewahren. Einen separaten Nachruf vom Jagdhundereferat Vorarlberg finden Sie auf Seite 57.

Kontakt Obmann Kersting Wolfgang wolfgang.kersting@adon.li Tel. 00423 373 31 93 Mob. 00423 793 0059

eINsTImmIG GeWäHLT Obmann: Wolfgang Kersting Übungsleiter: Gerald Primmisser Übungsleiter Stv: Barbara Primmisser Beirat: Patrik Büsch Rechnungsprüfer: Hans Benzinger und Hannes Reiner

ehrung in der Landesgruppe für Deutsche Wachtelhunde vorarlberg Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Landesgruppe Vorarlberg für Deutsche Wachtelhunde wurde unser Gründungsmitglied Kurt Ehe aus Götzis für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Landesgruppe gratuliert Kurt zu diesem Jubiläum mit einem kräftigen Weidmannsheil und Wachtelheil. Wir wünschen Kurt noch viele gesunde und schöne Jahre im Kreise seiner Familie und in unserer Wachtelrunde. Im Namen der Landesgruppe Vlbg. für Deutsche Wachtelhunde – Martin Schnetzer 50

Vorarlberger Jagd

JAGDHuNDe


Landesjagdhundetag 2014 pfostenschau als Abschluss des schuljahres der vorarlberger Jägerschule Jörg Gerstendörfer, Martin Schnetzer Am 10. Mai findet im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems ab 9.00 Uhr der Landesjagdhundtag zusammen mit der Pfostenschau und der Verleihung der Jagdhundeführerabzeichen statt. Die Pfostenschau ist gleichzeitig der Abschluss der Ausbildung für die Jungund AusbildungsjägerInnen. Die beiden Institutionen Vorarlberger Jägerschule und Landesjagdhundereferat ergänzen ihre Interessen vorbildlich und nutzen die Synergien durch die gemeinsame Durchführung des Jagdhundetages. Die Absolventen der Jägerschule erhalten einerseits ein

klares Bild über das Aussehen und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Jagdhunderassen. Weiters erhalten sie sämtliche Informationen über die Ansprechpartner der vertretenen Jagdhunderassen. Zudem bietet diese Veranstaltung den einzelnen Jagdhundeclubs die Möglichkeit, ihre Hunde einem größerem Kreis von Jägern und Jagdhund-

einteressierten in geeigneter Form vorzustellen. Weiters findet ein Kurzreferat über die Beizjagd statt. Im Rahmen einer fiktiven Niederwildjagd werden die acht in Vorarlberg vertretenen Jagdhundeclubs ihre Hunderassen und Arbeiten vorzeigen. Der Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer wird die Pfostenschau

sowie die einzelnen Arbeiten moderieren. Die Jagdhornbläsergruppe Rotach, unter der Leitung von Reinhart Hämmerle, wird mit Jagdsignalen den angehenden Jägern das Brauchtum näher bringen. Die Jagdhornbläser werden auch alle anwesenden Jung- und AusbildungsjägerInnen, Jäger und Freunde der Jagd mit dem Signal „Zum Essen“ zu einem Schüsseltrieb einladen, welcher wie in den letzten Jahren in bewährter Manier vom Team des Clubs Deutscher Wachtelhunde organisiert wird. Die Veranstalter freuen sich über einen regen Besuch der Vorarlberger Jägerschaft, von Jagdhundefreunden und von Freunden der Jagd.

zentrales Waffenregister – Am 30. Juni 2014 endet die Frist zur registrierung der Waffen Wie bereits mehrfach kommuniziert, müssen Schusswaffen in einem Computer geschützten, zentralen Waffenregister registriert werden. Die gesetzliche Frist für die Registrierung von bereits im Besitz befindlichen Waffen der Kategorie C im Zentralen Waffenregister endet am 30. Juni 2014.

sessen wurden, gilt folgende Besonderheit: - C Waffen (Büchsen mit mindestens einem gezogenen Lauf) müssen vom Besitzer bis zum 30.06.2014 registriert werden! - D Waffen (Flinten mit ausschließlich glatten Läufen) können vom freiwillig gemeldet werden.

Für Schusswaffen der Kategorie C und D, die bereits vor dem 1. Oktober 2012 be-

Wie erfolgt die registrierung? Die genannten Waffen können online (https://www.

help.gv.at - Suchbegriff ZWR – Bürgerkarte wird benötigt) oder bei einem berechtigten Waffenfachhändler registriert werden. Bekannt zu geben sind die Kategorie der Schusswaffe, der Hersteller, das Modell, die Waffennummer und das Kaliber. Für die Personaldaten wird ein amtlicher Lichtbildausweis (Personalausweis, Führerschein …) benötigt. Bisherige Meldungen nach den Vorschriften vom Juni 1997

besitzen mehr!

keine

Gültigkeit

Achtung: Die Versäumung der Registrierungsfrist (30.06.2014) stellt eine Verwaltungsübertretung dar. Nach dem 30.06.2014 ist eine Registrierung nur noch über den Waffenfachhandel möglich. Für weitere Fragen stehen Ihnen Ihre Waffenfachhändler gerne zur Verfügung.

JAGDHuNDe

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einblick in die Jagdhundezucht Teil 3 – schweißhunde Alle Leit- und schweißhunde stammen von den urjagdhunden, den bracken, ab. Alle reinen bracken haben feinste Nase auf spur und Fährte, größte Fährensicherheit, sehr ausgeprägten Fährtenwillen und lockeren Fährtenlaut beim Jagen. Wir unterscheiden zwei schweißhunderassen:

BGS Ares vom Hirschbrandboden

Bayrischer Gebirgsschweißhund Ein insgesamt harmonischer, leichterer, sehr beweglicher und muskulöser, mittelgroßer Hund. Der Körper ist etwas länger als hoch, hinten etwas überhöht; steht auf nicht zu hohen Läufen. Der Kopf wird waagrecht oder etwas aufgerichtet, die Rute waagrecht oder schräg abwärts getragen. Farbe: tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, auch fahlgelb bis semmelfarben; rotgrau, wie das Winterhaar der Rotwildes, auch geflammt oder dunkel gestichelt; auf dem Rücken ist die

Grundfarbe meist intensiver; Fang und Behang dunkel; Rute meist dunkel gestichelt. Kleiner, heller Brustfleck (Brackenstern) ist zulässig. Vom Verhalten her ruhig und ausgeglichen; anhänglich gegenüber seinem Besitzer, zurückhaltend gegenüber Fremden. Gefordert wird ein in sich gefestigter, selbstsicherer, unerschrockener und leichtführiger Hund, der weder scheu noch aggressiv ist. Größe: Rüden: 47–52 cm; Hündinnen: 44–48 cm. Für Rüden und Hündinnen keine Toleranz nach oben und unten.

HS Arras vom Stolzkopf

Hannoverscher Schweißhund Das allgemeine Erscheinungsbild des leistungsstarken Hannoverschen Schweißhundes ist das eines mittelgroßen, wohlproportionierten, kraftvollen Hundes. Gut gestellte, kräftig bemuskelte Vorderund Hintergliedmaßen befähigen ihn zu ausdauernder Arbeit. Die breite tiefe Brust bietet der Lunge viel Raum und ermöglicht lange, anstrengende Hetzen. Rassetypisch ist die rote Grundfärbung, die vom hellen Fahlrot zur dunkel gestromten, beinahe schwarz wirkenden Färbung variieren

kann. Rute hoch angesetzt, lang und wenig gebogen; am Ansatz kräftig, sich zur Spitze allmählich verjüngend. Ruhige und sichere Wesensart, dabei empfindsam gegenüber seinem Führer und wählerisch-kritisch zu Fremden. Hohe Konzentrationsfähigkeit bei der jagdlichen Nachsuchenarbeit mit ausgeprägter Meutebeziehung zum führenden Jäger. Widerristhöhe: Rüden 50–55 cm; Hündinnen 48–53 cm. Gewicht: Rüden 30–40 kg; Hündinnen 25–35 kg. Christian Fiel

ÖsTerreIcHIscHer scHWeIssHuNDevereIN – GebIeTsFÜHruNG vorArLberG bGs zucht Informationen bei Reinhard Schwaninger Tel 0664 1328803 BGS Hündin wurde Ende März gedeckt

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Vorarlberger Jagd

JAGDHuNDe

Welpenvermittlung nur an Mitglieder des ÖSHV bzw. ISH über die ÖSHV Gebietsführung Vorarlberg

ÖsHv Gebietsführung vorarlberg Christian Fiel, LR, ÖSHV Ehrenmitglied Tel 0664 2101868 oeshv.gf.vlbg@cable.vol.at


Herausforderung rotwild

Hubert Zeiler Ob Norwegen oder Schottland, ob Slowenien oder Frankreich, ob Schweiz oder Österreich – Rotwild nimmt in Europa zu. Und die Jäger sollen das Rotwild reduzieren. Meist versuchen sie dies auch ernsthaft, aber oft genug mit untauglichen Mitteln. Denn die Erfahrung zeigt: Wer nur einfach möglichst viel Rotwild auf den Boden bringt, ganz gleich ob Hirsch Leseprobe Wenn Rotwild reduziert werden soll, lautet die Forderung meist: „Schießen – (fast) egal, was!“ Dass man damit oft die Bestände regelrecht nach oben schießt, ist vielen nicht bewusst. – Wie es funktionieren kann, zeigt das Fallbeispiel des Reviers Schöttl im Bezirk Murau in der Steiermark. Massive Schälschäden, hohe Wilddichten und ein Rotwildbestand, bei dem das Geschlechterverhältnis stark zugunsten des weiblichen Wildes verschoben wurde – das ist meist der Stand der Dinge, wenn es keinen Ausweg mehr gibt. Man ist zum Handeln gezwungen. Genau das war in einem Betrieb im Bezirk Murau in der Steiermark der Fall. Glückliche Fügung dabei: Die Initiative wurde Schritt für Schritt im Zuge einer Diplomarbeit dokumentiert und in Zahlen festgehalten. Damit haben wir einen anschaulichen Beleg für eine erfolgreiche Bestandesreduktion, der uns vor allem eines gibt: wertvolle Einblicke zur Dynamik eines Rotwildbestandes, der deutlich verringert werden soll. Die Ziele sind bei solchen Aktionen leicht zu beschreiben. Man

oder Tier, der erleidet Schiffbruch. Wenn man nicht auf die Altersstruktur im Bestand und auf das Geschlechterverhältnis achtet, dann geht der Schuss nach hinten los. „Herausforderung Rotwild“ – Hubert Zeilers neues Buch räumt mutig mit kapitalen Missverständnissen der jüngeren Vergangenheit auf. Es zeigt an Fallbeispielen, wie in den letzten Jahrzehnten Bestände durch falsche Bejagung regelrecht nach oben geschossen worden sind. Zum Beispiel eben, indem man nur auf die Abschusszahlen geschaut hat und nicht auf die Struktur des Bestandes. Glasklare Antworten finden sich in dem Buch unter ande-

rem auf folgende Fragen: – Wie sieht eine sinnvolle Rotwildbejagung aus? – Wie reagiert Rotwild auf intensive Bejagung? – Wie reduziert man wirksam Rotwildbestände? – Was bewirkt Fütterung? – Welche Überwinterungskonzepte gibt es? Hubert Zeilers Antworten sind durch und durch der Praxis verpflichtet. Nach einem grundlegenden Einstiegskapitel zur Dynamik von Rotwildbeständen zeigt er in handfesten Praxisbeispielen, wie man Rotwild massiv und trotzdem wildschonend zurücknehmen kann. Und das Ganze, ohne dass dabei der Jagdwert der Re-

viere verlorengeht. „Herausforderung Rotwild“ ist ein Buch, das längst fällig war. Es empfiehlt eine Kurskorrektur in unserem Umgang mit Rotwild und gibt dem Jäger – und auch dem lesenden Forstmann – das nötige Wissen an die Hand, seine Rotwildprobleme wirksam zu lösen. Damit ebnet das Buch auch den Weg zurück zu einer freudvollen Jagd.

möchte weniger Schäden und weniger Wild. Der Weg dorthin ist keineswegs leicht. Einfach nur die Höhe der Abschüsse anzuheben, kann die Situation sogar verschärfen ...

dann nicht für den potenziellen Sommerwildbestand. Womit wir beim Kern der Sache wären: 600 (!) Stück Rotwild bei einer Winterfütterung, dazu ein deutlicher Kahlwildüberhang sowie Durchforstungsrückstände führten zu Schäden in den Wintereinständen, die nicht mehr toleriert werden konnten. Wie also vorgehen?

mit intensiver Durchforstung begonnen, um mehr Licht in die Bestände zu bringen und Bodenvegetation zu fördern. Das sind zum Teil ungewöhnliche Schritte. Was bringen aber solche Maßnahmen? Sie schaffen völlig andere Startvoraussetzungen, weil sie Druck wegnehmen, und zwar sowohl vom Wald als auch vom Jäger. Schließlich kann die Reduktion eines Rotwildbestandes – soll sie nachhaltig wirksam sein – fünf bis sieben Jahre dauern. Ein weiterer Vorteil war dabei, dass an der Fütterung der Wildstand gut erfasst werden konnte. ... Mit den Zählergebnissen war eine brauchbare Grundlage für zukünftige Berechnungen gegeben. Ein wichtiger Punkt bei der Reduktion von Rotwildbeständen ist aber auch die Jagdstrategie. Warum? Steigt der Jagddruck, weicht das Wild räumlich und zeitlich aus. Nachtaktives Wild ist kaum mehr zu bejagen, Rotwild in unerschlossenen steilen Hochlagen oder dichten Stangenhölzern ebensowenig. Es gilt also, die Jagd und vor allem den Jagddruck dem Verhalten des Wildes anzupassen. ...

Das Ziel: Weniger Schäden und weniger Wild Im vorgestellten Fall wollte man nicht nur die Schäden und den Bestand reduzieren, es ging auch darum, den Jagdwert des Reviers zu erhalten – eigentlich eine Quadratur des Kreises. Daneben sollte die Winterfütterung optimiert werden, es war Ziel, das Geschlechterverhältnis zugunsten eines leichten Hirschüberhanges auszugleichen, das Wild sollte außerhalb der Fütterungsperiode hinauf in die Hochlagen gelenkt werden – und die Maßnahmen sollten dazu auch nachhaltig durchgeführt werden. ... Eine wichtige Grundlage war die Erfassung des Wildstandes – dies geschah im Winter an der tuation vor, die es im Alpenraum immer wieder gibt: Im Sommer ist ausreichend Platz und Äsung vorhanden, im Winter konzentriert sich das Wild im Wald, das Nahrungsangebot reicht

Ungewöhnliche Schritte zu Beginn Die ersten Schritte sind rasch erklärt. Die ohnehin stark geschädigten Bestände im Nahbereich der Fütterung wurden zum Teil gerodet, um mehr Platz für den enorm hohen Wildstand an der Fütterung zu schaffen. Es blieb nichts anderes übrig, aber zunächst musste auch das Futterangebot im Winter der Zahl der überwinternden Stücke angepasst werden. Das heißt, obwohl es Zielvorgabe war, den Wildstand auf etwa 250 Stück abzusenken, wurde vorerst einmal der Fütterungsbetrieb dem tatsächlichen Winterwildstand angepasst. Auch eine Wildwiese wurde neu angelegt, damit sich das Wild in der Umgebung der Fütterung besonders im Frühling allmählich auf frische Grünäsung umstellen kann. Dazu wurde rasch

160 Seiten, 55 Farbfotos, Exklusiv in Leinen, Format 14 x 21,5 cm. ISBN: 978-3-85208-118-2. Preis: EUR 33,00 Österr. Jagd- und Fischerei-Verlag, 1080 Wien, Wickenburggasse 3, Tel. (01) 405 16 36/39, verlag@jagd.at, www.jagd.at

bÜcHerecKe

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Im sHop Der GescHäFTsTeLLe erHäLTLIcH Gang zu Fuß durch das Revier Autor: Paul Herberstein 80 Seiten, 25 Farbfotos, Format: 21 x 14,5 cm Preis: EUR 19,00

Autoren: Gunther Greßmann / Veronika Grünschachner-Berger / Thomas Kranabitl / Hubert Zeiler Preis: EUR 49,00

Autoren: Paul Herberstein / Hubert Zeiler 128 Seiten, rund 75 Farbfotos, 18 SW-Zeichnungen, Format: 14,5 x 21 cm Preis: EUR 23,00

Rechtliche Grundlagen Wildfleisch – Wildbret / Mikrobiologie und Hygiene Autoren: Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer, Dr. Peter Lebersorger, Hans-Friedemann Zedka Preis: EUR 19,00

Ein Praxisratgeber, mit CD Autoren: Deutz/Gasteiner/Buchgraber 144 Seiten, zahlreiche Abbildungen Preis: EUR 19,90

Wildschäden am Wald“ Autoren: Dr. Fritz und Dr. Susanne Reimoser Preis: EUR 7,50

von Auer-, Birk- und Haselhuhn in Vorarlberg / Österreich“ Autorin: Mag. Monika Dönz-Breuß Preis: EUR 7,00

Autor: Alexander Schwab 120 Seiten Preis: EUR 20,00

Steinwildprojekt Lech-Quellengebirge“, Beobachtungen - Ergebnisse Schlussfolgerungen Autor: Dr. Peter Meile Preis: EUR 10,00

20. Jahrhundert – Eine Chronik“ Autor: Hermann Prossinagg Preis: EUR 70,00

garen macht´s möglich.“ Autor: Werner Wirth Anleitung, Hinweise und Rezepte zu einer neuen und besonderen Garmethode Preis: EUR 28,00

Vorarlberger Jägerschule Autor: Bernhard Maier 56 Seiten, in Farbe, Format: A4 Preis: EUR 10,00

Autor: Johann Nussbaumer Jagdgeschichte(n) in Rot-Weiß-Rot – Sämtliche Stationen der österreichischen Jagdgeschichte im Zeitraffer. 288 Seiten, 32 Seiten Hochglanz-Bildteil Format: 25,0 x 18,0 cm, Leinen Preis: EUR 65,00

Jagd auf der Faludriga – Vorarlberg Buch und Regie: Raphaela Stefandl DVD Video, Filmlänge: 25 Minuten Preis: EUR 22,00

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Größen M, L, XL, XXL (EUR 15,00) (EUR 7,50) Größen M, L, XL (EUR 18,00) klein (EUR 3,50)

Bestellungen: www.vjaegerschaft.at oder info@vjagd.at. Zahlung erfolgt per Erlagschein zzgl. Versandkosten. Versandkosten werden mittels Pauschale verrechnet. Inland: 4 Euro, Ausland: 5 Euro

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Vorarlberger Jagd

GescHäFTssTeLLe


serviceleistung der vorarlberger Jägerschaft sprecHsTuNDe von

Landesjägermeister Dr. ernst Albrich und

rechtsbeirat Dr. Tobias Gisinger

Wann: Wie: Wo:

jeden 1. Montag im Monat (nächste Termine: montag, 05. mai 2014 und montag, 02. Juni 2014) nach Voranmeldung in der Geschäftsstelle bei Carmen Kaufmann, Tel. 05576 74633, E-Mail info@vjagd.at Vorarlberger Jägerschaft, Bäumler Park, Markus-Sittikus-Str. 20/2. OG, 6845 Hohenems

Für telefonische Auskünfte durch Landesjägermeister, Rechtsbeirat oder einen anderen Funktionär der Vorarlberger Jägerschaft hinterlassen Sie bitte Namen sowie Telefonnummer bei der Geschäftsstelle der Vorarlberger Jägerschaft. Sie werden baldmöglichst zurückgerufen.

BEITRITTSERKLÄRUNG Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zur Vorarlberger Jägerschaft, der gesetzlich anerkannten Interessenvertretung der Jäger in Vorarlberg. Der Mitgliedsbeitrag beträgt EUR 30,– für Jäger bzw. EUR 25,– für Jagdschutzorgane. ……………….........…………, den…………......…… Meine Personalien: Titel: ……………………….

…………...…………...…………………. Unterschrift

Geb. Datum: …………..………….

Beruf: ..…………....………....

Vor- u. Zuname: ………………………………………………………………..................…………….… Straße und Hausnummer: ……………………………...............……………………….……………..… Postleitzahl: …………………

Ort: ………………………..……………………..............………….....

Tel: ..……………….………….

E-Mail: ……………...............………………………..…………..……

BITTE LESERLICH SCHREIBEN und die Beitrittserklärung an die Vorarlberger Jägerschaft, Bäumler Park, Markus-Sittikus-Str. 20/2. OG, Postfach 64 in 6845 Hohenems senden oder per FAX an 05576 / 74677. Ein Beitritt ist auch Online unter www.vjaegerschaft.at möglich. GescHäFTssTeLLe

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Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft Freitag, 16. mai 2014, 19.00 uhr Löwen-saal in Hohenem Im Anschluss daran erfolgt ein Vortrag zum Thema „Jagdverbände und Öffentlichkeitsarbeit – Grundlagen und umsetzung am beispiel bayerischer Jagdverband“ Referent: Dipl.Biol. Thomas Schreder, Mitglied des Präsidiums und Leiter der Kommunikation des Bayr. Jagdverbandes Gemäß Satzung (§12 Abs.6) sind Anträge, welche der Generalversammlung zur Entscheidung vorgelegt werden sollen, bis spätestens 1 Woche vor der Generalversammlung (09. Mai 2014) bei der Geschäftsstelle der Vorarlberger Jägerschaft in 6845 Hohenems, Markus-Sittikus-Straße 20/2.OG., schriftlich einzubringen, andernfalls können sie nicht mehr berücksichtigt werden. In der Generalversammlung sind gemäß § 13 Abs.1 der Satzung die Mitglieder des Vorstandes, die Ehrenmitglieder sowie die Vereinsmitglieder mit vorschriftsmäßig ausgestellter Delegiertenkarte wahlberechtigt. Es steht jedoch jedem Mitglied frei, an der Generalversammlung teilzunehmen und dort das Wort zu ergreifen. Wir laden Sie dazu recht herzlich ein und würden uns über Ihre Teilnahme freuen. Mit freundlichen Grüßen und Weidmannsheil Dr. Ernst Albrich, Landesjägermeister

3. Vorarlberger Jägertagung 6. september 2014 13.00 uhr … zum Thema

„Gams- und Steinwild – Zukunft?“ im Rahmen der Artenreich der Dornbirner Herbstmesse.

TermINe – www.vjaegerschaft.at

mai 2014 ■ samstag, 3. mai Zähltermin landesweite Birkwildzählung ■ samstag, 10. mai Ausweichtermin landesweite Birkwildzählung ■ samstag, 10. mai Jagdhundetag mit Pfostenschau; ab 8.30 Uhr bewegtes Ankommen, Beginn: 9.00 Uhr ■ Freitag, 16. mai 19.00 Uhr Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft in Hohenems, „Löwensaal“ ■ samstag, 17. mai Abwurfstangenschau Schönenbach

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Vorarlberger Jagd

■ samstag, 24. mai Jahreshauptversammlung Verband Vbg. Jagdschutzorgane, 10.00 Uhr, Klostertalhalle Innerbraz ■ samstag, 24. mai und sonntag, 25. mai 55. Bürser Jagdschießen, Bürser Schlucht

Juni 2014 ■ Donnerstag, 12. Juni Generalversammlung Verein Grünes Kreuz, 19.00 Uhr, Exnersaal Palais Eschenbach ■ Freitag, 13. Juni und samstag, 14. Juni Jagdschiessen der Jägervereinigung Sarganserland in Vättis

verANsTALTuNGeN

■ Freitag, 13. Juni bis sonnatg, 15. Juni Internationaler Jagdhornbläser-Wettbewerb, Schloss-Zeillern, Niederösterreich ■ sonntag, 29. Juni Alpmesse auf der Alpe Gulm, Übersaxen mit der Jagdhornbläsergruppe Feldkirch und dem 1. Vorarlberger Jägerchor

september 2014 ■ Freitag, 5. september bis sonntag, 7. september „Artenreich“ – Vier-Länder-Messe für Jagd, Forst und Fischerei, Messegelände Dornbirn

■ samstag, 6. september 3. Vorarlberger Jägertagung zum Thema „Gams- und Steinwild – Zukunft?“ im Rahmen der Artenreich der Dornbirner Herbstmesse, 13.00 Uhr

oktober 2014 ■ Freitag, 3. oktober Voraussichtliche Eröffnung des Jagdmuseums in Frastanz ■ sonntag, 26. oktober Bezirkshubertusfeier Bezirk Bregenz, Beginn des Hubertusgottesdienstes um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche zum Hl. Wolfgang in Schnepfau


Werner marte

Am 26. März verstarb im 79. Lebensjahr unser geschätztes Mitglied Werner Marte. Werner Marte ist am 4. Dezember 1957 der Vorarlberger Jägerschaft beigetreten. In seiner nahezu 60-jährigen Vereinszugehörigkeit war er in allen Bereichen der Jagd ein Repräsentant des weidgerechten Jägers, der besonderen Wert auf Jagdethik und Tradition legte. Werner hat in den verschiedensten Funktionen hohe Verdienste erworben, wofür ihn die Vorarlberger Jägerschaft 2003 mit der Verleihung des Goldenen Bruches würdigte. Für seine

langjährige Mitgliedschaft wurde ihm 2007 das Treueabzeichen in Gold überreicht. Werners große Passion und Liebe galt den Jagdhunden. Er schuf für die Vorarlberger Jägerschaft das Landesjagdhundereferat, welches er durch nahezu zwei Jahrzehnte selbst leitete und zu einer Institution entwickelte, die auch heute noch die Jägerschaft in der Öffentlichkeit perfekt repräsentiert. Werner war auch Mitinitiator der Vorarlberger Jägerschule, in der er über zwei Jahrzehnte das Jagdhundewesen unterrichtete. Er war Leistungsrichter für verschiedene Jagdhunderassen, seine besondere Bevorzugung galt aber den Dackeln. Hier war er mitverantwortlich beim Aufbau des Prüfungswesen in der Sektion Vorarlberg des ÖDHK, welcher ihn für seinen großen Einsatz mit dem

silbernen Ehrenzeichen auszeichnete. Werner Marte war einer der profundesten Jagdhundekenner und erfahrensten Jagdhundeführer in Vorarlberg. Mit seinem Rauhaardackel „Bärbel“ wurde er österr. Gebrauchshundesieger, er selbst erhielt u.a. die Auszeichnung „Meisterführer“. Seine hervorragenden Kenntnisse ließ er auch in das Jagdsachbuch „Fehler vor und bei der Nachsuche“ einfließen, welches 1987 im Stocker Verlag erschien. Der Jagd frönte Werner vorrangig in seiner Heimatgemeinde Rankweil, in welcher er 57 Jahre Jagdpächter der EJ Vorderwald war. Er war Mitbegründer des Rotwildhegeringes Feldkirch, welcher weit vor der Zeit der heutigen Hegegemeinschaften eine vorbildliche Rotwildbewirtschaf-

tung durchführte. Sein Wirken im Bezirk prägte er durch eine jahrzehntelange Zugehörigkeit zum Ausschuss der Bezirksgruppe Feldkirch. Durch seine Großzügigkeit konnten viele Jungjäger ihre ersten Pirschgänge und ihr erstes Stück Wild, in seinem geliebten Revier erlegen. Viel Freude bereitete ihm die Tatsache, dass seine Kinder und in der Folge alle Schwiegerkinder begeisterte Jägerinnen und Jäger wurden. Lebe Wohl, lieber Weidkamerad Werner. Ja ich sage mit Absicht „Lebe Wohl“, denn Du wirst weiterleben in unserer Erinnerung. Und das was Du getan hast, wird weiterleben, wenn wir in den kommenden Jahren in Deinem Sinne weidwerken. Weidmannsruh und ein letztes Weidmannsheil BJM Reinhard Metzler

Herwig Wohlgenannt

Die Vlbg. Jägerschaft trauert um sein langjähriges Mitglied Herwig Wohlgenannt. Herwig Wohlgenannt war seit 1967 Mitglied der Vorarlberger Jägerschaft. In seiner 46-jährigen Vereinszugehörigkeit war er in allen Bereichen der Jagd ein Repräsentant des weidgerechten Jägers. Er hat in verschiedenen Funktionen hohe Verdienste für die Vorarlberger Jägerschaft erworben, wofür ihn die Vorarlberger Jägerschaft 2009 mit der Verleihung des Goldenen Bruches würdigte. Für seine langjährige Mitgliedschaft wurde

ihm 2007 das Treueabzeichen in Gold überreicht. Herwig hat sich besonders im Jagdhundewesen einen über die Landesgrenzen hinaus sehr guten Ruf erworben. Mit Einführung der Vorarlberger Jägerschule hat er außerdem von der ersten Stunde bis ins Jahr 2000 als Referent für Wildkunde II unterrichtet. Als Gründungsmitglied des Vorstehhundeclubs übernahm er 1976 die Funktionen als Obmann, Kassier und Schriftführer. Als Obmann stand er dem Vorstehhundeklub von 1976 bis 1996 und 2000 bis 2008 vor. Herwig bemühte sich von Anfang an, die Leistungszucht in geordnete Bahnen zu bringen und eine eigene vereinsinterne Prüfung zu erreichen. Dies konnte nur durch das Angebot von Schulungen erreicht wer-

den. Zu diesem Zweck hat Herwig auf seiner „Kleinen Farm“, wie er sein Grundstück nannte, eine Wachtel-, Enten- und Fasanenzucht errichtet, um Flugwild zur Schulung der Vorstehhunde immer vorrätig zu haben. Beim Jagdhundetag im Jahre 1980 konnten bereits die Leistungserfolge vorgeführt werden. Dies war gleichzeitig der Aufwind für den Vorstehhundeklub. In den Jahren 1985 bis 2009 übernahm Herwig die Agenden des Landesjagdhundereferenten von Werner Marte. Herwig Wohlgenannt hat die von Werner Marte begonnene Entwicklung übernommen, mit dem Erfolg, dass die Vorarlberger Jagdhundeführer nahezu ohne Unterbruch Spitzenergebnisse bei Jagdhundeprüfungen erbracht haben.

Herwig war auch ein besonderer Gönner der Vorarlberger Falknerei. Viele Beizjagden konnten in seinem Revier abgehalten werden. Erst im vergangenen Herbst wurde Herwig für seine Verdienste die Ehrenurkunde vom Österreichischen Falknerbund überreicht. Herwig war aber auch Fischer und hat über viele Jahre die Vereinszeitung „Vorarlberger Jagd & Fischerei“ für die Vorarlberger Jägerschaft und den Fischereiverband verwaltet, die Kassa der Zeitung geführt und um Inserate geworben. Ein letztes Weidmannsruh und Ho Rüd Ho Martin Schnetzer, Landesjagdhundereferent

JäGerINNeN & JäGer

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Jagdschutzorgan Konrad Kolb – erfolgreicher Kandidat bei „Wetten dass…?“ vN v. 24.02.2014: „Der große Auftritt des klugen Weidmanns!“ Roland Moos Unbestritten sind die fachlichen Qualitäten des bescheidenen Sibratsgfäller Jagdschutzorganes Konrad Kolb – ein weitum anerkannter Hirsch- und Abwurfstangenexperte vom bekannten 852 ha großen Rotwildrevier EJ Rubach. Im Wissen um Konrads Spezialistentum hat sein ehemaliger Berufskollege Postbusfahrer Ernst Saltuari, anlässlich von Konrads Pensionierungsund Abschiedsfeier die „Wetten dass…?“ Idee geboren und schlussendlich das Ganze beim ZDF „eingefädelt“ und organisiert. Nach ersten Recherchen wurde Konrad kurze Zeit später schon als Ersatzkandidat für die Jänner „Wetten dass…“ Sendung in Karlsruhe nominiert und in der Folge als Hauptkandidat für die Februarsendung in Düsseldorf. Gesamt 411 Hirschabwurfstangen wurden sodann per Lkw von Sibratsgfäll nach Düsseldorf transportiert und die Wette von ZDF Moderator Markus Lanz folgendermaßen formuliert: „Konrad wettet, dass er aus

411 einzelnen Hirschabwurfstangen, diese dem jeweiligen Hirsch (Name aus dem Hirschbüchle) und das Alter richtig bestimmen und zuordnen kann – drei von vier Abwürfen müssen in der

Reihe kommen. In aller Ruhe und Gelassenheit hat Konrad vor laufender Kamera und dem Hallenpublikum dem ZDF Moderator Markus Lanz die fachlichen Fragen beantwortet und als spannenden

Der Wettkandidat JO Konrad Kolb (Mitte) und sein „Protektor“ Ernst Saltuari mit Moderator Markus Lanz

vorgesehenen Zeit richtig bestimmt werden!“ „Dau kann as di natürle oh füoßlo, so oafach ischt das nüd!“, meinte Konrad im Nachhinein etwas selbstkritisch, „aber as ischt guod gango!“ Nach der üblichen Eingewöhnungs- und Kennenlernphase sowie mehreren Proben war es dann am Samstag, dem 22. Februar soweit. Auf eigenen Wunsch wollte Konrad als letzter Wettkandidat an die

Höhepunkt die Wette mit den drei Hirschen – „Paul“ 5 Jahre, „Döke“ 6 Jahre und den brandigen „Rubacher“ 2 Jahre – ganz souverän bestimmt und somit die Wette gewonnen. Das Publikum (14.000) in der ausverkauften Düsseldorfer Event- und Congresshalle „ISS – DOME“ war begeistert, ebenso die Millionen Zuseher an den Fernsehgeräten und natürlich die Bregenzerwälder und Vorarlberger „Daumendrücker“.

„Bravo Konrad – du warst eine würdiger Botschafter der Vorarlberger Jägerschaft!“ Beim Schlussvoting landete Konrad mit seiner gewonnenen Wette auf Platz drei und war absolut nicht traurig, dass er nicht zum Wettkönig gekürt wurde. „Ich wollte nur nicht Letzter werden“, sah der Sibratsgfäller sein Ziel erreicht. Dabei war „WETTEN DASS…?“ für ihn natürlich viel mehr als ein bloßer Wettbewerb. „Es war ein einmaliges Ereignis, das ich nie vergessen werde. Mit über 60 noch einmal so etwas Tolles erleben – wer darf das schon?“ Begeistert waren Begleiter Ernst Saltuari und der Jagdaufseher Konrad Kolb nicht nur von der herzlichen Atmosphäre und der zünftigen After-ShowParty, sondern vor allem vom sympathischen ZDF Moderator Markus Lanz. „Ein wirklich ganz toller Kumpel!“ Nach dem ganzen viertägigen Rummel hatte Konrad fürs Erste genug. „Jetzt freue ich mich wieder auf mein Revier, meine Hirsche und vor allem auf die Stille des Waldes – dort fühle ich mich richtig wohl.“

Tuberkulose – „seuche“ einst und jetzt Roland Moos Auf Initiative der Hegegemeinschaft 1.5a Bolgenach – Subersach mit Hegeobmann August Willi und in Zusammenarbeit mit der neu installierten Plattform „AFFIN“ (Alle Für Fairness In der Natur) konnte Tierarzt Dr. Eric Schmid zu einem Fachvortrag zum Thema „Tuberkulose – „Seuche“ einst und jetzt“ gewonnen werden. Was ur58

Vorarlberger Jagd

sprünglich für die zwei bis drei Dutzend Jäger, Grundbesitzer und Bauern dieser Wildregion gedacht war, entpuppte sich schlussendlich als „Megavortrag“ von weit mehr als einhundert interessierten Zuhörern, die den Saal des Lingenauer Gasthaus Löwen bis auf den allerletzten Platz füllten. Dr. Schmid verstand es ausgezeichnet, die Chronologie

JäGerINNeN & JäGer

des Krankheitsbildes Tuberkulose zu präsentieren. Klar, gut strukturiert und einfach verständlich für alle waren seine Ausführungen, wobei er die tatsächlichen Risiken des Krankheitsverlaufes darstellte, aber bewusst jegliche Hysterie und Panikmache vermied. Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Tbc Entdeckung, über Medizinisches (gesetzlich / statistisch / technisch) weiter über Ri-

siko (versch. Risikoanalysen) bis zur Risikobewertung und Kommunikation, sowie zu den Schlüssen und Empfehlungen, spannte Dr. Schmid den thematischen Bogen. Eine sehr sachlich und völlig emotionsfrei geführte Diskussion rundete den interessanten Vortragsabend ab. Für die meisten der Zuhörer wurde somit die ursprüngliche Frage: „Was ist eigentlich Tuberkulose?“ eindeutig beantwortet.


„Intakter Wald ist eine unverzichtbare Lebensversicherung in den bergen“ Landesrat ing. erich schwärzler überreichte am Internationalen Tag des Waldes die vorarlberger schutzwaldpreise 2014 Landespressestelle Vorarlberg Die Wälder in Vorarlberg können die Siedlungen und Straßen in den Bergen nur dann wirksam vor den Gefahren der Natur schützen, wenn sie nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt werden. Am Internationalen Tag des Waldes (21. März) hat Landesrat Erich Schwärzler im Vallülasaal von Partenen die in Vorarlberg geleistete engagierte Arbeit für den Schutzwald mit Anerkennungspreisen gebührend gewürdigt. „Ein intakter Wald ist eine unverzichtbare Lebensversicherung in den Bergen“, sagte der Landesrat. Zwei Drittel des Siedlungsraumes in Vorarlberg wären ohne den natürlichen

Schutz, den der Wald bietet, nicht besiedelbar. Insofern komme dem Wald eine elementare Bedeutung zu, sagte Schwärzler bei der Veranstaltung: „Neben der Nutzung des Waldes als Lieferant des natürlich nachwachsenden Baustoffes Holz und als Biomasseproduzent spielt die Schutzfunktion für Siedlungen und Verkehrswege in Berggebieten eine ganz zentrale Rolle für unser Land.“ Rund 48.000 Hektar – nahezu die Hälfte des gesamten Waldes in Vorarlberg – sind Schutzwald.

Bewusstsein stärken Hinter der jährlichen Vergabe des Schutzwaldpreises stehe das Ziel, beispielhafte

und vorbildliche Projekte und Leistungen im bzw. für den Schutzwald öffentlichkeitswirksam zu würdigen, erläuterte Schwärzler den Hintergrund der Initiative. Der Schutzwaldpreis sei ein wesentlicher Bestandteil der Vorarlberger Schutzwaldstrategie, so der Landesrat.

jüngt worden. Neben einer erhöhten Schutz- und Nutzfunktion wurde eine Verbesserung des Wildlebensraums erreicht. Ergebnis: natürlich verjüngte Waldbilder, in denen alle Zielbaumarten (v.a. auch die Weißtanne) vorhanden und die Schutzfunktionen des Waldes gewahrt sind.

Schutzwaldpreisträger 2014

Anerkennungspreise 2014

Mit dem Vorarlberger Schutzwaldpreis 2014 wurde die Jagdgenossenschaft Doren ausgezeichnet. Durch ein stimmiges Wald- und Jagdbewirtschaftungskonzept ist eine etwa 250 Hektar große Waldfläche, die im Besitz von zirka 120 Grundeigentümern steht, nahezu vollständig ver-

Anerkennungspreise hat Landesrat Erich Schwärzler an die Agrargemeinschaft Weiler für das Schutzwaldsanierungsprojekt „Litha – Schertler“ sowie an den Kindergarten von Hittisau für das Projekt „2012/2013 Jahr des Waldes im Kindergarten“ überreicht.

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2. Jägerkränzle der Jagdberggemeinden Mario Vaschauner Am 15. Februar 2014 fand zum zweiten Mal das Jägerkränzle der Jagdberggemeinden im Restaurant „Luag ahe“ in Dünserberg statt. Zur Freude der Initiatoren Isolde Konrad und Rudi Jussel konnten über 60 Gäste be-

grüßt werden, unter anderem Bezirksjägermeister Reinhard Metzler und LAbg. Pepi Brunner.

Der Abschuss, spendiert von Rudi Jussel, ging an den Jäger Josef Buschenreiter aus Schlins.

An diesem wirklich lustigen und geselligen Abend hatten alle Gäste die Möglichkeit, einen Gamsabschuss in der EJ Unterdamüls zu gewinnen.

Mit gutem Essen, Musik und fröhlichem Beisammensein wurde der Abend ein voller Erfolg und wird auch im nächsten Jahr wieder statt-

finden. Danken möchten wir dem Organisationsteam für einen gelungenen Abend und der Musik „Die Alpenrammler“ für die musikalische Begleitung. Besonders bedanken möchten wir uns bei allen Gästen, die der Einladung gefolgt sind.

Dornbirner Jägerkränzle es war so ziemlich Alles dabei, was man sich für einen unterhaltsamen Abend wünscht.

Karoline Schönborn Viele Jäger und Jägerinnen, gute Laune, viel Humor, „Spielerglück“, ein ausverkaufter Saal und ein sensationeller karitativer Erfolg für den Schülerclub und die Kinderschutzgruppe aus Dornbirn. Der Abend hätte nicht schöner sein können. Der Bezirksausschuss Dornbirn, unter der Leitung von BJM LJM-Stv. Sepp Bayer lud am 28. Februar 2014 zum bekannten Jägerkränzle in die 60

Vorarlberger Jagd

„jagdlich-faschingsmäßig“ dekorierte „Krone“ nach Dornbirn. Erstmalig wurde das Kränzle durch das „Frischlingsjagdhorntrio“ (Gerhard Humpeler, German Schneider und Christian Stadelmann) eröffnet. Als besonderen Gast konnte George Nussbaumer gewonnen werden. Die „schwärzeste Stimme Österreichs“ – in Begleitung von Markus Kreil und Bernie Weber – war eine Klasse für sich. Tosender Applaus und eine Zugabe waren

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der Beweis dafür, dass der Auftritt von George Nussbaumer unvergessen bleibt. Für all diejenigen, die einen der tollen Preise „erbeuten“ wollten, stand der Casino Tisch on tour, gesponsert von Casino Bregenz, bereit. Als Hauptpreis winkte eine Flugreise nach Wien samt Aufenthalt für zwei Personen. Ein gewisser „Jagd-Instinkt“ war nur mehr als spürbar und so waren auch bald alle Jetons verkauft.

Mit der bewährten Musikbegleitung der Dornbirner „Burlis“ tanzten die Gäste bis tief in die Nacht. Wie auch die letzten Jahre wurde das Dornbirner Jägerkränzle von Wernfried Amann, Christian Stadelmann, Roswitha Bohle, Bruno Metzler und Karoline Schönborn organisiert. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren und das Organisationsteam.


46. Jägerschirennen der bezirksgruppe bludenz Caroline Egger-Batliner

Die Preisverteilung erfolgte durch den neu gewählten Bezirksjägermeister Manfred Vonbank sowie Bürgermeister Ludwig Muxel Lech im Restaurant „ Tonis Einkehr“ in Zürs. Gesamt nahmen 59 Teilnehmer (5 Frauen / 54 Männer) am Rennen teil. Ältester Teilnehmer war Revierjäger Rudi Mathis aus Stuben (Jahrgang

1932). Siegerin bei den Frauen wurde Sabine Bargehr aus St. Gallenkirch. Bei den Herren wurde Johannes Bargehr, ebenfalls aus St. Gallenkirch, Sieger. Erstmalig in der Geschichte des Jägerschirennen Bludenz siegten somit Mutter und Sohn gleichzeitig. In der Gruppenwertung erging der Sieg an die HG 3.2 St. Gallenkirch vor der HG 1.1 Großes Walsertal und der HG 3.3 Tschagguns/Vandans. Im Anschluss an die Preisverteilung erfolgte ein langer „Schüsseltrieb“ mit heftiger

Diskussion über die unterschiedlichen Schießleistungen bei den von der Ski Zürs AG gesponserten Getränken ! Hiermit ein herzliches Dankeschön an Caroline EggerBatliner und BJM Manfred Vonbank sowie die vielen fleißigen Helfer für die Organisation der Veranstaltung, sowie an die folgenden Sponsoren für deren Unterstützung: Ski Zürs AG, Skischule Zürs, Gemeinde Lech, Skilifte Lech/DI Manhart, Hotel Angela Lech, Hotel Diana Lech, Sportalp Lech sowie allen Jagdpächtern der HG 2.3 Lech.

Fotos: Berthold

Die Hegegemeinschaft 2.3 Lech unter Hegeobfrau Caroline Egger-Batliner richtete das diesjährige Jägerschirennen der Bezirksgruppe Bludenz der Vorarlberger Jägerschaft am 29. März 2014 in Zürs aus. Die Streckenorganisation erfolgte durch Ski Zürs AG sowie Jagdschutzorgan Philipp Zangerl. Die Benützung der Seekopfbahn in Zürs erfolgte für alle Teilnehmer kostenlos. Der Riesentorlauf erfolgte auf der Strecke Madloch im Skigebiet Zürs, die Kurssetzung erfolgte durch die Skischule

Zürs. Perfekte Pistenbedingungen, wunderbares Wetter und die Begeisterung der Teilnehmer ließen diese Veranstaltung zu einem geselligen und kameradschaftlichen Ereignis werden.

Preisverteilung mit Bürgermeister Ludwig Muxel (links) und BJM RJ Manfred Vonbank (rechts)

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„Jagd vorbei“ 4. Jäger-ski-Wm im montafon Foto: Montafon Tourismus / Patrick Säly

Arlette meisser und mäx riederer (beide cH) setzten sich beim schifahren und jagdlichen schießen durch

Die frisch gekürten Jäger-Ski-Weltmeister

Über 200 Weidmänner und -frauen aus sieben Nationen waren am Start der 4. JägerSki-WM im Montafon. Nach einem stimmungsvollen Eröffnungsabend auf 2.000 m im Kapellrestaurant am Hochjoch und einem jagdlich-genussvollen Rahmenprogramm für Besucher und Teilnehmer konnten sich auf der Weltcupstrecke „Anita Wachter“ am Golm Arlette Meisser und Mäx Riederer (beide CH) beim Schifahren und jagdlichen Schießen durchsetzen. Sie sind die neuen Jäger Ski Weltmeister

bzw. Jäger Ski Weltmeisterin. Arlette Meisser ist jetzt sogar Doppel-Weltmeisterin, nach 2013 holte sie erneut den begehrten Titel. Der Mannschafts-WM-Titel ging an das Team Bauz (Oeler Reto, Freuler Michi, Menzi Moritz, Menzi Balz). „Die Idee wurde vor vier Jahren von einem jagdlich und sportlich ambitionierten Team, den Jäger- und Tourismusfamilien Tschohl und Mäser geboren, um internationalen Weidkameraden das Montafon und seine

ergebnisse Jägerinnen 1. Meisser Arlette (CH): Jäger Ski Weltmeisterin 2. Van de Kraats Angelika (NL) 3. Wimmer Helga (AT) Jäger 1. Riederer Mäx (CH): Jäger Ski Weltmeister 2. Balmer Karl (CH) 3. Farrer Corsin Baltermia (CH) Teamwertung 1. Team Bauz: Oeler Reto, Freuler Michi, Menzi Moritz, Menzi Balz 2. Sarsura 2: Duschletta Curdin, Denoth Riet, Denoth Guolf, Duschletta Fadri 3. chatscheders paschiunos: Caprez Claudio, Padrun Beat, Schiesser Daniel, Schur Flurin

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Schönheit näher zu bringen“, erzählt Montafon Tourismus Geschäftsführer Manuel Bitschnau als Veranstalter die Vorgeschichte. Die Veranstaltung ist seitdem stetig gewachsen. Im vierten Jahr ihrer Durchführung (2013 fand sie in St. Moritz/Silvaplana statt), kehrte die Jäger Ski WM wieder „nach Hause“. Die starke Nachfrage der Abordnungen aus St. Moritz, Grindelwald und Zermatt (alle CH) sowie Südtirol, zeigt den hohen touristischen Stellenwert der Jäger-Ski-WM. Sie alle würden die Veranstaltung gerne in ihr touristisches Angebot übernehmen. Das Teilnahmekontingent war seit Monaten ausverkauft. Schließlich kämpften 207 Starter um den Sieg. Das jagdliche Schießen in der Bürser Schlucht, als separater Bewerb, war, neben einer Kochschule mit ZweiHauben Koch Holger Stösser, das Highlight des Freitags. Das jagdliche Schießen gewann Jürgen Reich – er darf sich über eine Jagdreise nach Namibia freuen. Zusätzlich zu diesem Gewinn verloste Panorama Rock unter allen Anwesenden eine weitere Jagdreise. Die besten Schützen durften sich auf einer Ehrenscheibe, gesponsert vom Gasthaus Löwen in Tschagguns, verewigen.

Geselliges Programm Dass Jäger gesellig sind und gerne feiern, wurde bei den gemütlichen Abendprogrammen deutlich, wie zum Beispiel am Freitag Abend im Hotel Alpenrose in Schruns bei Jägerfamilie Mäser oder im Gasthaus Löwen in

Tschagguns bei Jägerfamilie Tschohl. Beim Renntag am Samstag hatte jeder Teilnehmer zwei RiesentorlaufDurchgänge zu absolvieren, jeweils mit Zwischenstopp, wo zwei Mal fünf Schuss auf eine Biathlonscheibe abzugeben waren. Nicht der zeitschnellste jagdliche Skifahrer gewann, sondern derjenige, der inklusive Schussergebnis die geringste Differenz zwischen seinen eigenen Läufen erreichte. Die aufwändige Auswertung machte die Sache spannend bis zum Schluss. „Ohne die Unterstützung vieler freiwilliger Helfer und dem Wintersportverein Tschagguns wäre die 4. JägerSki-WM nicht so problemlos über die Bühne gegangen“, so Manuel Bitschnau (GF Montafon Tourismus).

Sensationelle Sachpreise Als Hauptpreise zusätzlich zu den begehrten Titeln gab es je eine nagelneue Blaser R 8 Jagdwaffe, sowie zahlreiche Wildabschüsse, Sach- und Warenpreise. Die Mannschaftssieger dürfen sich über eigens kreierte Head-Ski freuen. Zahlreiche Ehrengäste und Sponsoren gratulierten den neuen Jäger-SkiWeltmeistern, darunter die Ex-Miss Jägerin in Deutschland, Helga Wimmer, die Dritte wurde, Wolfgang Walter (Sponsoring Volksbank), die Winzer Topf, Glatzer und Anton Waldschütz, Künstlerin Steffi Holder, die die Ehrenpreise entwarf und malte, Bürgermeister Herbert Bitschnau, u. v. m.

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