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global ansteigende Verlust der Naturvielfalt nicht primär in unseren Regionen stattfindet, berücksichtigen wir bestmöglich die Ziele der Biodiversität wie zum Beispiel in der Unterstützung einer naturnahen Landwirtschaft. So machen in Vorarlberg die Naturschutzmaßnahmen 18 % der gesamten ÖPULPrämien aus, womit Vorarlberg mit Abstand an der Spitze der Bundesländer steht (ÖPUL = Österreichisches Programm für eine umweltgerechte, extensive und den natürlichen Lebensraum schützende Landwirtschaft). Umweltschutz beinhaltet auch alle Maßnahmen, die wir in unserem Einflussbereich für die Reinhaltung der Luft treffen können. Mit dem Programm „30+1 Punkte für saubere Luft“ hat Vorarlberg ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, um die Feinstaubbelastung zu verringern sowie die Luftgüte nachhaltig zu verbessern. Eine Fortführung und Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist dafür unerlässlich, mit den Kantonen St. Gallen, Graubünden und dem Fürstentum Liechtenstein wurden in der Vergangenheit bereits beispielhafte Initiativen gesetzt: Studie zur Erhebung der Feinstaubzusammensetzung im Rheintal, Abstimmung der Situierung und Ausstattung der Messstellen im Rheintal, gemeinsame Fachtagungen zur Identifizierung zweckmäßiger Luftschadstoff-Minderungsmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit ist zunehmend auf den Schutz der Bevölkerung vor Lärm zu legen. Mit dem Vorarlberger Aktionsplan zum Thema Umgebungslärm wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um die Lärmbelastung einheitlich zu erfassen und in der Folge für einen besseren Schutz vor Umgebungslärm zu sorgen. Eine umfassende Lärmschutzplanung bedeutet einen vernetzten Planungsansatz, der u.a. die Verkehrsplanung, Raumplanung, Wohnbauförderung sowie insbesondere auch die Bewusstseinsbildung und Information berücksichtigt. In diesem Sinne sind auch die geplanten Maßnahmen des Aktionsplans breit angelegt: Sie reichen von der Weiterführung der Schallschutzfensterförderung, der Errichtung von Lärmschutzwänden, der Auskleidung von Unterführungen und der Straßenerhaltung (neue Fahrbahnbeläge) über die Förderung und Attraktivierung des Umweltverbundes (zu Fuß gehen, Rad fahren, Bus und Bahn nutzen), Geschwindigkeitsreduktionen, Verflüssigung des Verkehrs durch optimierte Lichtsignalsteuerungen bis zu Infrastrukturmaßnahmen zur Entlastung stark belasteter Ortsgebiete (Neubau von Umfahrungen bzw. Entlastungsstraßen).

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Das Programm der Vorarlberger Volkspartei zur Landtagswahl 2014

Vor allem. Vorarlberg.  
Vor allem. Vorarlberg.  
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