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Nr. 1 DEZ 2009

ip.news

Neuigkeiten vom internationalen Platz im Nationalpark Eifel

Aus dem Inhalt FORUM VOGELSANG –   EIN ORT IM WANDEl Eine NS-Immobilie, rund 10.000 Quadrat­meter Nutzfläche, denkmal­geschützt, historisch geprägt, multifunktionale Nutzungs­ anforderungen – schnell wird klar, dass die bauliche Umgestaltung des Forums Vogelsang eine vielschichtige Aufgabe ist. ..........................................

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Nationalparkzentrum:   Stille wird belohnt

Der neue Eingang zum Besucherzentrum in Vogelsang: Spatenstich 2011, voraussichtliche Fertigstellung 2013

Seit Sommer 2009 steht fest: Die Schweizer Planer Stauffenegger & Stutz werden die 2.000 Quadratmeter große Ausstellung des neuen Nationalparkzentrums im Ostflügel des Forums Vogelsang gestalten. ..........................................

DAS NEUE FORUM VOGELSANG!

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iese spontane Aussage zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang haben wir schon öfter gehört“, erzählt Albert Moritz, Geschäftsführer der vogelsang ip gemeinnützige GmbH.

Die belgische Armee nutzte die Gebäude und das umgebende Gelände ab 1950 als Truppenübungsplatz „Camp Vogelsang“ – ein militärisches Sperrgebiet. Nachdem bereits seit 2004 der umliegende Nationalpark für die Öffentlichkeit zugänglich wurde, ist der 100 Hektar große Denkmalbereich seit 1. Januar 2006 für Besucher geöffnet. Fast 700.000 Besucher besuchten Vogelsang bisher bereits. Sie alle wollen wissen, was und mit welcher Intention die Nationalsozialisten hier gebaut haben. „Deshalb wurde im zentral gelegenen Forum eine vorläufige Besucherinformation eingerichtet“, sagt Moritz.

Die wichtige Anlaufstelle dient seither als erste Informationsquelle. Hier starten unter anderem Rundgänge mit zertifizierten Referentinnen und Referenten durch die erhaltenen Gebäudeteile und über das Gelände, an denen jeder dritte Besucher teilnimmt. Das bisherige Besucherzentrum soll möglichst bald zu einem, der internationalen Bedeutung des Standorts angemessenen, Ausstellungs- und Bildungszentrum ausgebaut werden – ein neues Forum Vogelsang. Neben dem Besucherzen­ trum und einer Panoramagastronomie wird zukünftig eine umfassende NS-Dokumentation den Standort in seiner historischen Dimension erklären. Ein so genanntes SchauFenster Eifel-Ardennen ist ebenso geplant wie – in Trägerschaft der Nationalparkverwaltung – eine umfassende Informationsausstellung zum Nationalpark Eifel. All diese Maßnahmen sind die Voraussetzung, um den Standort wie geplant langfristig zu einem echten „Internationalen Platz im Nationalpark Eifel“ zu machen. Thomas Böll, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung vogelsang ip gemeinnützige GmbH, formuliert seine Vision: „Der Standort vogelsang ip wird ein herausragender Ort des Nachdenkens, Vordenkens und der internationalen Begegnung werden.“ Die Grundlagen dafür sind jetzt bestens. Ein Architekturwettbewerb im Herbst 2008 brachte ein Gewinnerteam hervor: die Architekten Mola-

Winkelmüller Architekten BDA mit dem Büro Sinai. Faust Schroll Schwarz – Freiraumplanung und Projektsteuerung GmbH, beide aus Berlin. Ihre Idee war, die „in Stein gemeißelte Ideologie“ mit so genannten „Inlays“, das heißt einem neuen Baukörper, von innen her aufzubrechen, ja zu durchbrechen. Seit Herbst 2009 stehen der vogelsang ip gemeinnützige GmbH als Bauherr für die architektonische Vorplanung Geldmittel vom NRW Bauministerium zur Verfügung. Wenn wie geplant 2013 das Leitprojekt „Forum Vogelsang“ mit all seinen Teilen steht, sind gut 40 Millionen Euro verbaut: für ein einladendes neues Zentrum für Bildung, Kultur und den Nationalpark Eifel. Für Thomas Böll ist der dann insgesamt benötigte Zeitraum von vier Jahren zur Neugestaltung des Baudenkmals „rekordverdächtig kurz“. n www.vogelsang-ip.de

VOGELSANG IP –   INTERNATIONALER PLATZ   IM NATIONALPARK EIFEL Der Wandel des Standortes Vogelsang zum Internationalen Platz bekommt durch neue Partner weitere Schubkraft. Die Standortentwicklungs­ gesellschaft Vogelsang GmbH hat mit dem Schwimm- und Sportverein Vogelsang, dem DRK, dem DJH Rheinland sowie dem Nationalparkforstamt bereits erste Partner gefunden, weitere werden folgen. .........................................

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Vogelsang iP besuchen Rundgänge, Turmbesteigungen, Ausstellungen und noch viel mehr bietet vogelsang ip seinen Gästen auch während der Bauzeit. Das Forum Vogelsang in malerischer Lage inmitten des Nationalparks Eifel oberhalb des Urftsees ist Anlaufstelle für vielfältige Erlebnisse. ..........................................

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VOGELSANG IP „Vogelsang ist für mich ein ganz außergewöhnlicher Ort! Zweifelsohne ein Ort der Besinnung und des Vordenkens, zugleich aber auch der internationalen Begegnung und Freude. Wegen seiner herrlichen Lage inmitten des Nationalparks sicher auch ein Ort der Entspannung und Erholung.“ Thomas Böll, Vorsitzender der Gesellschafter­versammlung der vogelsang ip gemeinnützige GmbH

© LVR

Auf dem „Adlerhof“ am steiner­­­nen Adler angelehnt, lässt Anne Paske ein Erinnerungsfoto schießen. Sie ist 23 Jahre alt und Studentin der Judais­tik und Geschichte in Köln. „Jetzt bin ich hier und nicht die Nazis“, freut sie sich.

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FORUM VOGELSANG

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, Sie halten die erste Ausgabe unserer neuen Standortzeitung ip.news in der Hand. Gut 40 Millionen Euro finanziert die öffentliche Hand, damit hier in vogelsang ip in den nächsten Jahren das neue Forum Vogelsang für Sie entstehen kann. Wie dieses 2013 aussehen soll, das wissen wir seit dem eigens für das Forum anberaumten Internationalen Architekturwettbewerb 2008.

FORUM VOGELSANG – EIN ORT IM WANDEL Eine NS-Immobilie, rund 10.000 Quadratmeter Nutzfläche, denkmal­geschützt, historisch geprägt, multifunktionale Nutzungsanforderungen – schnell wird klar, dass die bauliche Umgestaltung des Forums Vogel­sang eine vielschichtige Aufgabe ist. Ein internationaler Architektur­ wettbewerb im Jahre 2008 ergab eine wegweisende Lösung.

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ieser Ort bedarf keines Zusatzes. Je mehr man ihn überformt, desto mehr schadet man ihm. Daher haben wir außen kaum, im Innern hingegen stark eingegriffen“, kommentiert Henner Winkelmüller seinen Siegerentwurf zum Forum Vogelsang. Dem liegt ein Prinzip zu Grunde, das sich das Büro Mola Winkelmüller zu eigen gemacht hat: „Architektur ist für uns ein Mittel, Orte und Gebäude für Gäste spürbar, erfahrbar und lesbar zu machen.“

Im Sommer 2009 konnten wir die detaillierte Ausarbeitung der Entwürfe starten: Wo genau sollen sich die Ausstellungen befinden, wie soll das Besucherzentrum gestaltet werden, wie der Zuschnitt der Tagungsräume und natürlich auch der Büros der Verwaltung?

Das auffälligste äußere Merkmal ist das gläserne Eingangsgebäude zum neuen Besucherzentrum. Obwohl mitten im historischen Ensemble auf dem „Adlerhof“ platziert, tritt der moderne Gebäudeteil zurück, fällt zwar ins Auge, akzentuiert, aber nimmt sich nicht wichtig im alten Bestand. Der Gast kann sich dem ursprünglichen Ensemble fast ungestört nähern.

Die NS-geprägte Immobilie wird damit zu einem neuen Forum mit Besucherzentrum. Aber warum werden wir Ausstellungen zur NS- und Nachkriegsgeschichte des Standorts, zur Eifel-Ardennen-Region und zum Nationalpark Eifel hier anbieten? Wie entsteht hier ein Bildungsstandort?

Das unterstreicht die Grundhaltung des Entwurfes von sinai & Mola-Winkelmüller: In die geschichtlichen Strukturen werden markante Formen eingebracht, ohne die allgegenwärtige Geschichte des Ortes zu überdecken oder zu banalisieren. Denn der ideologische Gehalt der Architektur soll keinesfalls neutralisiert werden.

Wir meinen Bildung und Tourismus: Das ist eine zukunftsfähige Kombination. Beispielsweise wird auch ein Panoramaaufzug am Turm gebaut sowie eine Panoramagastronomie inklusive schöner Außenterrasse neu gestaltet. Bald werden hier die Bagger rollen. Bei zurzeit 180.000 Besuchern jährlich eine echte Herausforderung. Insbesondere können nicht alle bisher zugänglichen Gebäudeteile besucht werden. Aber wir werden Einblicke in die Baustelle ermöglichen. Spezielle Baustellenführungen werden da sicher nur eines der Angebote sein.

An einigen Stellen durchschneiden „Inlays“ die alte Gebäudehülle und erlauben neue Blickwinkel in das Gebäudeinnere und auf die umgebende Landschaft. Diesem Leitgedanken folgen die Berliner Planer auch im Gebäudeinneren: „Aus unserer Sicht ist es nicht richtig, einfach neue Nutzungen in die alten Bauten zu bringen. Es bedarf eines Filters. Daher haben wir Raumkörper eingestellt“, erklärt Henner Winkelmüller die Idee, variable, eigenständige „Inlays“ in die historischen Ge-

Was passiert wann, wer ist für die Baumaßnahmen verantwortlich, wer bezahlt diese, wie sehen die künftigen Gebäudeteile aus, wo genau wird gerade gebaut, wer füllt mit uns gemeinsam den Internationalen Platz mit Leben, wer steckt eigentlich hinter vogelsang ip … … und was können Sie als Besucher genau jetzt hier erleben? Darüber wollen wir berichten. Wir wollen Sie in dieser und weiteren Ausgaben mitnehmen, Sie informieren, was am Internationalen Platz Vogelsang mitten im Nationalpark Eifel entsteht. Herzlich Willkommen!

Die geplanten „Inlays“ durchstoßen die Gebäudehülle und eröffnen Blicke in die Landschaft

bäude einzusetzen. „Sie bilden einen neutralen Hintergrund für die neuen Nutzungen.“ An einigen Stellen durchschneiden sie als überdimensionale Rahmen die alte Gebäudehülle, schaffen neue Wege, erlauben neue Blickwinkel in das Gebäudeinnere und auf die umgebende Landschaft. Durch diese Einschnitte können Besucherinnen und Besucher auch von außen wahrnehmen, dass dem Gebäude ein neuer Geist innewohnt.

Im Sinne des Grundkonzepts hat das Büro sinai die Vision einer Neu- und Umgestaltung im Plateau-Bereich oberhalb des Forums Vogelsang. Wo heute das Gebäude „Van Dooren“ aus der belgischen Zeit auf der Stützmauer des im nationalsozialistischen Entwurf vorgesehenen „Haus des Wissens“ steht, soll ein lichter Buchen­hain das ehemalige ideologische Zentrum der Anlage markieren. Dadurch könnte eine hochgelegene Terrassensituation entstehen, die ein Panorama in die Landschaft und Gebäude Vogelsangs ermöglicht. n www.vogelsang-ip.de

Aber nicht nur der Hochbau, auch der landschaftsplanerische Ansatz überzeugte die Wettbewerbsjury.

Turm

NS-Dokumentation „Kultraum“ (Etage 1)

Ihr Albert Moritz Geschäftsführer vogelsang ip gemeinnützige GmbH

Nationalparkzentrum

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(Etage -1 und 0)


FORUM VOGELSANG NS-Dokumentation „Burgschenke“ (Etage +2 und +3)

Besucherzentrum (Etage -1 und 0)

Verwaltung

Lernzentrum

(Etage -1, 0 und +1)

(Etage +1)

NS-Dokumentation „Kultraum“ (Etage 1)

Turm

Nationalparkzentrum (Etage -1 und 0)

SchauFenster Eifel-Ardennen

Seminar

(Etage 0 und +1)

Seminar

(Etage -1)

Gastronomie (Etage 0)

(Etage -1)

NS-Dokumentation (Etage -2 und -1)

Die Planer – Erfolgs­ team aus Berlin Eine Vielzahl von Projekten haben sie erfolgreich zusammen umgesetzt. Denn dort, wo sowohl architektonische als auch landschaftsplanerische Aufgaben gefragt sind, treten die Berliner Büros Mola-Winkelmüller und sinai.Faust.Schroll.Schwarz seit Langem gemeinsam an. Sich gegenseitig in einem konstruktiven Dialog stärkend, entwickeln die Planer individuelle Lösungen für verschiedenste Aufgabenstellungen. Eine besondere Spezialität der Büros ist dabei die Auseinandersetzung mit geschichtsbezogenen Themen. Dies haben Henner Winkelmüller, damals noch Mitarbeiter bei KSP Engel & Zimmermann, und A.W. Faust bereits 2003 unter Beweis gestellt, als sie den Wettbewerb um die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen gewannen. Jüngstes Beispiel ist die im November 2009 eröffnete Gedenkstätte Berliner Mauer, deren Wettbewerb sie 2007 unter 47 eingereichten Entwürfen eindeutig für sich entscheiden konnten.

NS-Dokumentation:   zentraler Bestandteil des Ausstellungs­ komplexes Nationalparkzentrum: Stille wird belohnt

S Der neu gegründete Projektbeirat

Unter dem Leitthema „Der neue Mensch – nationalsozialistische Erziehung und Formierung“ wird die Ankerausstellung im Westflügel des Forums Vogelsang auf zwei Etagen eine Basis für das Verständnis des Standortes bieten. Darüber hinaus werden Gebäude oder Räume als dezentrale Exponate aufgenommen: die „Burgschenke“, der „Kultraum“ im Turm sowie ein „Kameradschaftshaus“. Ergänzend dazu gibt es Geländestationen mit thematischen Exkursen, zum Beispiel „Sonnwendplatz“, „Reiterrelief“ oder „Thingplatz“. Die NS-Dokumentation ordnet für die Besucherinnen und Besucher die „Ordensburg“ Vogelsang historisch ein und entschlüsselt sie als Gesamtensemble mit ihren Teilbereichen wie NSSkulpturen und Reliefs. Damit wirkt sie auch der Verklärung des Nationalsozialismus entgegen.

Das Erfolgsteam aus Berlin: A.W. Faust und Henner Winkelmüller

Beide Büros widmen sich auch anderen Aufgaben. Henner Winkelmüller und seine Partner Astrid Kantzenbach-Mola und Luis Mola lassen sich nicht auf spezielle Bereiche der Architektur festlegen. Ihr Betätigungsfeld reicht von kleineren Raum- und Kunstinstallationen bis zu städtebaulichen Quartiersentwicklungen. A.W. Faust arbeitet mit seinen Partnern Klaus Schroll und Bernhard Schwarz auf allen Feldern der anspruchsvollen Landschaftsarchitektur und der Projektsteuerung. n www.mw-arch.de + www.sinai.de

eit Sommer 2009 steht fest: Die Schweizer Planer Stauffenegger & Stutz werden die 2.000 Quadratmeter große Ausstellung des neuen Nationalparkzentrums im Ostflügel des Forums Vogelsang gestalten. Die Nationalparkverwaltung hatte Anfang 2009 ein europaweites Wettbewerbsverfahren eingeleitet. Rund 80 Firmen bewarben sich. Sechs schafften es in die letzte Runde vor das Preisgericht unter Vorsitz des Architektur-Professors Meinrad Morger. Das Team Stauffenegger & Stutz aus Basel überzeugte auf ganzer Linie.

sind gewohnt, Natur zu nutzen. Jahrhunderte lang haben wir sie nach unseren Bedürfnissen gestaltet. Aber dort, wo die menschliche Hand nicht mehr eingreift, wo Natur sich selbst überlassen wird, kann wieder Wildnis entstehen. Allerdings sind wir den Anblick wilder Natur kaum noch gewohnt“, erklärt Dr. Kerstin Oerter. Die Biologin ist beim Nationalpark Eifel Leiterin des Fachgebiets Nationalparkzentrum. „Wir möchten, dass die Gäste der Ausstellung Wildnis als etwas Wertvolles und Schützenswertes empfinden“, fügt sie hinzu.

Eine didaktische Besonderheit des Siegerkonzepts verbirgt sich hinter dem zunächst sperrigen Begriff der „Inter-Passivität“: Jenen Besucherinnen und Besuchern, die sich ruhig und zurückhaltend verhalten, offenbaren sich faszinierende Naturphänomene und besondere Erlebnisse.

Mit dem Respekt vor der Natur wird auch dem Standort Vogelsang Rechnung getragen. In der nationalsozialistischen Vergangenheit sollte Natur beherrscht werden. Die Nationalpark-Gegenwart will Natur zulassen. Dieser Gegensatz soll deutlich werden. Der Umbau und die Einrichtung des Nationalparkzentrums werden noch einige Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit wird eine attraktive überregionale Ausstellung entstehen – selbstverständlich barrierefrei und mehrsprachig! n www.nationalpark-eifel.de

Ein Hauptanliegen der Ausstellung ist, die Gäste für die Nationalpark-Philosophie „Natur Natur sein lassen“ zu sensibilisieren. „Wir Menschen

Aufbauend auf diese Konzeption laufen aktuell die Vorbereitungen zur Findung geeigneter Ausstellungsplaner. Die Arbeit wird begleitet durch einen kompetent besetzten Projektbeirat. Seine konstituierende Sitzung fand am 30. November 2009 in Vogelsang statt. Vorsitzender des die Ausstellungsmacher beratenden Gremiums ist der Münsteraner Historiker Professor Hans-Ulrich Thamer, der im Jahre 2010 eine große Ausstellung unter dem Titel „Hitler und die Deutschen“ im Deutschen Historischen Museum Berlin realisiert. Die NS-Dokumentation in Vogelsang ist voraussichtlich 2013 zu erwarten. n www.vogelsang-ip.de

Wenn sich die Gäste der Ausstellung ruhig verhalten, sehen und hören sie die Tiere des Nationalparks Eifel

Besucherzentrum

Gastronomie

(Etage -1 und 0)

(Etage 0)

SchauFenster Eifel-Ardennen (Etage -1)

NS-Dokumentation (Etage -2 und -1)

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FORUM VOGELSANG

Ursprünglich wurden hier bis zu 1.000 Soldaten gleichzeitig verköstigt. Mittlerweile besuchen über 180.000 Gäste das Gelände jährlich. Die ausrangierten Büromöbel sind ausgetauscht. Das Foyer im Forum wirkt aus einem Guss.

Provisorium mit Charme Dennoch: „Das Gefühl eines Provisoriums bleibt noch bis zum Baubeginn. Das hat auch seinen Charme“, lädt Birgit Linden an den Standort vogelsang ip ein. „Wir werden die Anfangszeit sicher in guter Erinnerung behalten und sind jetzt offen für das Neue!“, lacht sie. Das vogelsang ip-Team nimmt die Umbausituation sportlich. Jennifer Hilgers betont stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen in der Information: „Wir alle freuen uns schon sehr auf den Umbau und werden durchgehend für die Gäste da sein.“ Birgit Linden verspricht: „Auch während der Bauzeit werden wir das Besucherzentrum mit hoher Servicequalität an 365 Tagen im Jahr aufrecht erhalten.“ Im November 2009 besteht das Team in der temporären Besucherinformation aus acht engagierten Mitarbeitern einschließlich jungen Erwachsenen, die hier ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

ZUKUNFTSVISION

BESUCHERINFORMATION IN VOGELSANG – GESTERN, HEUTE UND MORGEN Die Tage der tempo­rären Besucherinformation im Forum Vogelsang sind bald gezählt. Birgit Linden ist seit der Eröffnung 2006 mit dabei.

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er die heutige Leiterin der Besucherinformation und des Vertriebs nach dem neuen Besucherzentrum von vogelsang ip fragt, erhält ein strahlendes Gesicht: „Es wird noch mehr Spaß machen, in dieser Atmosphäre Gäste zu empfangen und zu beraten.“

„Als wir das Gelände am 1. Januar 2006 für Besucherinnen und Besucher öffneten, war alles verwaist“ Manfred Poth

2006: Der Start aus dem Nichts …

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IP NEWS Nr. 1 DEZ 2009

„Als wir das Gelände am 1. Januar 2006 für Besucherinnen und Besucher öffneten, war alles verwaist“, erinnert sich Manfred Poth, heute Aufsichtsratvorsitzender der vogelsang ip gemeinnützige GmbH. „Dass aber ein derartiger Besucheransturm auf uns zukäme, damit hat niemand gerechnet.“ Die Vorbereitungszeit darauf war denkbar knapp. Am 8. Dezember 2005

Die Besucherinformation im Oktober 2009

übergab das belgische Militär die Schlüssel für die Gebäude. Ein riesiges Areal und die Gebäude waren menschenleer. Es gab niemanden, der Auskunft über Vogelsang geben konnte. „Wir wollten aber genau darüber informieren und den Ort nicht sich selbst oder den Neo-Nazis überlassen“, betont Poth.

START AUS DEM NICHTS Gemeinsam mit dem Vogelsang-Historiker Klaus Ring bezog Birgit Linden umgehend ein Büro im Ostflügel des heutigen Forums. „Wir haben in Windeseile ein provisorisches Leitsystem aus Holzpflöcken und Absperrbändern auf das Gelände gebracht. Ein Flyer gab eine Geländeübersicht“, berichten beide über die Anfangszeit. Die ersten Menschen, die in den ersten Monaten Rede und Antwort standen, saßen in geliehenen und ausrangierten Büromöbeln im Forum.

„Wenn alles fertig ist, werden unsere Gäste vom Eingangsgebäude auf dem ‚Adlerhof‘ über eine einladende Treppe auf die darunter liegende Ausstellungsebene geleitet. Hier empfängt unser Service-Team den Gast für eine persönliche Beratung“, beschreibt Birgit Linden die Situation nach dem Umbau. Verlassen die Gäste den Bereich der Besucherinformation und betreten den dahinter liegenden Raum, werden sie einen der markanten Einschnitte entdecken, die die Architekten MolaWinkelmüller in ihrem Entwurf vorsehen. Denn hier durchstößt das in den alten Baukörper eingelassene „Inlay“ die Außenmauer und eröffnet durch ein Panoramafenster einen freien Blick über die Landschaft und den unterhalb liegenden Urftsee. Diese Fläche, bis zum Umbau ein fensterloser Raum ohne Funktion, wird künftig das zentrale Foyer mit dem SchauFenster Eifel-Ardennen sein. Eine Lounge lädt zunächst zum Verweilen ein. Mit Blickrichtung Urftsee stehen rechts das Nationalparkzentrum und links die NS-Dokumentation denjenigen bereit, die sich mit dem Standort und seiner Umgebung auseinanderzusetzen wollen. Wer sich in Richtung Ausgang bewegt, kommt schließlich zur Panoramagastronomie mit Landschaftsterrasse. Manfred Poth ist sich sicher: „Die Gäste werden vom umgebauten Forum Vogelsang begeistert sein!“ n www.vogelsang-ip.de

Eingang in das neue Besucherzentrum 2013


VOGELSANG IP

VOGELSANG IP – INTERNATIONALER PLATZ IM NATIONALPARK EIFEL

DIE KONVERSION   IM ZEITRAFFER 2002

Der Wandel des Standorts Vogelsang zum Internationalen Platz bekommt durch neue Partner weitere Schubkraft. Die Standortentwicklungs­ gesellschaft Vogelsang GmbH hat mit dem Schwimm- und Sportverein Vogelsang, dem DRK, dem DJH Rheinland sowie dem Nationalparkforstamt bereits erste Partner gefunden, weitere werden folgen. Deren nationalparkverträgliche und denkmalgerechte Investitionsprojekte integrieren sich verantwortungsbewusst in den geschichtsträchtigen Ort.

Erstellung Machbarkeitsstudie

2004 Gründung des Nationalparks Eifel

Gründung der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH

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enerationen von Eifelern haben hier schwimmen gelernt. Es war uns ein Herzensanliegen, das Schwimmbad auch wieder als solches nutzbar zu machen“, sagt Helmut Peters, Vorsitzender des Schwimm- und Sportvereins Vogelsang.

Innerhalb von nur anderthalb Jahren seit der Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben schafften sie eine Höchstleistung, die ihresgleichen sucht: Nahezu ausschließlich über Sach- und Geldspenden und unter Mitarbeit unzähliger ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern konnte das Schwimmbad am 6. September 2009 wieder eröffnet werden. „Wir haben komplett entkernt, ein neues Heizungs- und ein neues Lüftungssystem eingebaut. Auch getrennte Umkleidekabinen mussten geschaffen werden – die belgische Armee bestand ja nur aus Männern am Standort“, erläutert Peters schmunzelnd. Seither kommen wieder regelmäßig Schülerinnen und Schüler der Umgebung, aus Dreiborn, Gemünd oder Schleiden. Und so mancher wird dabei sein, der hier wieder seinen ersten freien Schwimmzug macht.

2003

2005

Schwimmen erwünscht

Lange Zeit sah es nicht danach aus, dass der Betrieb nach dem Weggang des belgischen Militärs aufrechterhalten werden könnte. Zu teuer und zu aufwändig schien die Sanierung der in die Jahre gekommenen Halle. Dennoch blieb das alte Schwimmbad immer ein starker Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher, die durch die Fenster einen Blick ins Innere zu erhaschen suchten – betreten durfte es jedoch niemand mehr. Als schließlich auch Pläne über eine mögliche Umnutzung des Schwimmbades diskutiert wurden, gründete Peters gemeinsam mit anderen engagierten Bürgerinnen und Bürgern im Jahre 2006 den Schwimm- und Sportverein Vogelsang.

Beginn der Konversionsphase

2006 Öffnung des Geländes von Vogelsang

2007 Leitentscheidung des Landes NRW zur Zukunft Vogelsangs Das Schwimmbad Vogelsang erstrahlte 2009 dank ehrenamtlichen Engagements im neuen Glanz

Der Schwimm- und Sportverein Vogelsang hat derzeit rund 1.500 Mitglieder und freut sich jederzeit über Zuwachs. n www.schwimmbad-vogelsang.de.

schwimmbad vogelsang

Schwimmzeiten: montags bis freitags 7 bis 8 Uhr und 16 bis 21 Uhr (Die Vormittagsstunden sind dem Schulschwimmen vorbehalten.) samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr Eintritt: Tageskarte: 3,50 Euro Tageskarte Kinder (5 – 15 J.): 2,50 Euro Kinder unter 5 Jahren frei

VOGELSANG IP „Vogelsang ist auf dem Weg, ein Internationaler Platz zu werden. Dies wurde von der Bevölkerung und vielen Interessensgruppen gefordert. Das vogelsang ip Leitbild greift dies auf.“ Manfred Poth, Aufsichtsratvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH

  „Transit 59“: Umwelt- und   Bildungszentrum des DRK Seit Juli 2009 betreibt das DRK im Kreis Euskirchen im ehemaligen belgischen Militärgebäude „Transit 59“ ein Jugend-, Natur- und Umweltbildungshaus, das allen Rotkreuz-Gemeinschaften als Seminar- und Tagungshaus zur Verfügung steht. Seinen Namen hat es sich als Unterkunft für durchreisende Soldaten verdient. Das Selbtsversorgerhaus mit 26 Schlafplätzen wird vom Roten Kreuz auch als Standort für Ferienfreizeiten genutzt. n www.drk-eu.de

Neue Jugendherberge am Standort Der Landesverband Rheinland des Deutschen Jugendherbergswerks realisiert bis 2012 eine Internationale Begegnungsstätte für Jugendliche, junge Erwachsene und Familien mit etwa 200 Betten. Einbezogen in das bauliche Konzept wird das denkmalgeschützte Gebäude Redoute, das ehemalige „Haus der weiblichen Angestellten“. Im Dezember 2009 wurde ein Architekturwettbewerb für das Haus entschieden. In dem gleichen Gebäude entsteht das programmatisch eigenständige Jugendwaldheim des Nationalparks Eifel mit 60 Betten. Grundschülerinnen und -schüler der Klassen 3 und 4 lernen den Nationalpark Eifel als außerschulischen Lernort kennen. n www.djh-nrw.de n www.nationalpark-eifel.de

2008 Gründung der vogelsang ip gemeinnützige GmbH

2009 Eröffnung Schwimmbad; „Transit 59“; Brücke über den Urftsee

2010 Geplant: Eröffnung Kino; 1. Spatenstich Forum

2011 Geplant: Eröffnung Nationalpark­forstamt

2012 Geplant: Eröffnung DJH/ Jugendwaldheim

2013 Geplant: Vollständige Inbetriebnahme Forum Vogelsang

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VOGELSANG IP

vogelsang ip Leitbild „Bildung: Aus seiner gesellschaftlichen Verantwortung heraus leitet sich die Idee von Vogelsang als Ort der Bildung ab. Für die Vermittlung von unterschiedlichen, zukunftsweisenden Bildungsangeboten werden modellhaft experimentelle Wege eingeschlagen. Ihr Fundament bildet die wissenschaftliche Forschung.“ oder Russisch, Polnisch und auch Schwedisch angeboten. „Die Vogelsang-Referentinnen und -Referenten sehen ihre wichtigste Aufgabe darin, unseren Gästen eigene Wahrnehmungen von der Geschichte des Ortes zu ermöglichen und ihnen fundierte Informationen und neue Erkenntnisse zu eröffnen“, fassen Astrid Flömer und Julia Schmidt zusammen. Deshalb werden seit 2008 auch Seminare, Vorträge und Workshops zu bestimmten Aspekten von Vogelsang angeboten.

VOGELSANG IP – EIN LEBENDIGER PLATZ

EINE REGION STEHT HINTER VOGELSANG

Wer nach Vogelsang kommt, wird freundlich begrüßt. Wer sind diese Menschen, die hier täglich arbeiten? Warum gibt es hier zertifizierte Vogelsang-Referentinnen und Referenten? Was macht eigentlich die vogelsang ip gemeinnützige GmbH oder die Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH? Zwischen BesucherService und programmatischer Entwicklung

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as kann ich denn hier machen?“ Das ist die häufigste Frage, die Martina Herr täglich hört. Sie ist gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen erste Ansprechpartnerin für die Tagesgäste im Besucherzentrum im Forum Vogelsang. Herr kann wie ihre Kolleginnen und Kollegen den Gästen Rede und Antwort stehen: Geländerundgänge, Turmaufstiege, Wechselausstellungen, Fachvorträge, in der Gastronomie speisen, die Ausstellung über die Zukunft des Standortes und den Architekturwettbewerb anschauen oder einfach die richtige Ansprechpartnerin oder den richtigen Ansprechpartner für seine Fragen finden. Die freundliche, stets gut gelaunte Frau an der Information berät gerne. Aus der Ruhe bringt sie so schnell nichts.

vogelsang ip Leitbild „Offenheit: Vogelsang versteht sich als ein gastfreundlicher Ort, ein Ort der Toleranz und Offenheit für Menschen aus der Region und aus allen Kulturen der Welt. Barrierefreiheit in jeglicher Hinsicht ist eine Grundvoraussetzung dazu.“

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Kundenorientierter Umgang ist für den Geschäftsführer der vogelsang ip gemeinnützige GmbH Albert Moritz entscheidend: „Wir ermöglichen mit dem Betrieb des Forums Vogelsang unseren Gästen einen Zugang zu den historischen Räumlichkeiten wie dem so genannten ‚Kultraum‘ oder der ‚Burgschenke‘.“

„Internationale Gäste sind uns sehr wichtig. Das Interesse im Ausland an der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands, und wie wir heute damit umgehen, wird sehr aufmerksam beobachtet“, wissen beide zu berichten. Deshalb werden die Rundgänge beispielsweise in Englisch, Niederländisch, Französisch, Spanisch

Über das Geschehen und die Entwicklungen im Forum Vogelsang berichtet der Geschäftsführer Albert Moritz an die Gesellschafter der vogelsang ip gemeinnützige GmbH. Das sind der Landschaftsverband Rheinland, der Kreis Euskirchen, die Städteregion Aachen sowie die Kreise Düren und Heinsberg. Weitere Gesellschafter sind die Stadt Schleiden und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. „Damit finden sich Partner über Kreis- und Landesgrenzen zusammen, die es sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht haben, den Standort inhaltlich und politisch zu begleiten“, erläutert Moritz. Und das bewusst an einem Ort, an dem ehemals Rassismus, Indoktrination und menschenverachtende Diktatur herrschte. „Ein Beweis für unsere lebendige Demokratie“, findet Moritz. Daraus leite sich auch die innere Philosophie des vogelsang ip-Teams ab, gemeinsam an der Programmatik des Standortes zu arbeiten. n www.vogelsang-ip.de

VOGELSANG VERMITTELN 2006 saßen in Vogelsang nur wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in provisorischen Büros. Stand Dezember 2009 beschäftigt die im Oktober 2008 gegründete vogelsang ip gemeinnützige GmbH des 25-köpfigen Teams. Gemeinsam mit mittlerweile 40 zertifizierten Vogelsang-Referentinnen und -Referenten sorgt es dafür, dass aus dem Forum Vogelsang ein internationales Bildungszentrum wird, kulturelle Veranstaltungen stattfinden können oder fundierte Ausstellungen über die nationalsozialistische Vergangenheit des Ortes entwickelt werden. „Hier ist es vogelsang ip gelungen, in vielen Jahren eine Menge Expertise zusammenzutragen, die wir zielgruppenorientiert gerne an unsere Gäste weitergeben, egal ob diese sich bilden, erholen oder Natur erleben wollen“, betont Moritz. „Seit 2006 haben wir unsere Vogelsang-Referentinnen und Referenten für Besucherrundgänge mit historischem und standortspezifischem Wissen für unsere Gäste ausgebildet“, betonen Astrid Flömer und Julia Schmidt aus dem Team der vogelsang ip gemeinnützige GmbH. Sie verantworten Programmentwicklung und -management. Die Vogelsang-Referentinnen und -Referenten waren dringend nötig, der Informationsbedarf der Gäste groß. „Unsere freiberuflichen Vogelsang-Referentinnen und -Referenten sind die Vermittler des Standorts“, bekräftigen beide.

SEV – Weitere   Investoren an den Standort holen Während die vogelsang ip gemeinnützige GmbH sich um die Besucherinnen und Besucher und die programmatisch-inhaltliche Entwicklung sowie Erforschung des Standortes kümmert, hat die Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH, kurz SEV, eine ganz andere Aufgabe. „Es gibt noch zahlreiche leer stehende Gebäude mit insgesamt 45.000 Quadratmetern Geschossfläche und Grundstücke mit bester Aussicht über den Nationalpark Eifel auf dem über 100 Hektar großen Gelände. Wir suchen nach geeigneten Investoren“, bringt SEV-Geschäftsführer Thomas Fischer-Reinbach die Hauptaufgabe seines drei-köpfigen Teams auf den Punkt. Eine spannende Herausforderung, schließlich müssen die Bewerberinnen und Bewerber zur Ausrichtung als Internationaler Platz, zum Kultur- und Bildungsstandort sowie zum Tourismus passen. Da Vogelsang komplett vom Nationalpark Eifel umgeben ist, sollten die Ansiedlungen auch damit verträglich sein. Gesellschafter der SEV sind die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin des

Geländes, das Land NRW, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, sowie die Kreise Euskirchen und Düren mit der Städteregion Aachen und der Stadt Schleiden. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich einen lebendigen Standort vogelsang ip wünschen.

(v.l.n.r.) Simone Reufsteck, Thomas FischerReinbach, Hartmut Möller

„Wir bekommen ständig interessante Investorenanfragen und innovative Projektideen“, erzählt Fischer-Reinbach. Die Investorenakquise flankiert der drahtige Geschäftsführer mit dem Aufbau eines Geländemanagements in Vogelsang. Bis 2012 stehen für die Erneuerung der Infrastruktur wie Strom, Wasserleitungen und Telekommunikation vier Millionen Euro bereit. All das wiederum sind Maßnahmen, die jeder am Standort in den kommenden Jahren spüren wird. n http://investieren.vogelsang-ip.de


Weg zur Brücke über den Urftsee, Radwanderweg K7 (Strecke 0,7 km, 16 % Steigung /Gefälle)

N

Hangrundgang 1,2 km Sportanlage „Fackelträger“

VOGELSANG IP BESUCHEN

Nationalpark Eifel

 Wollseifen „Eifelsteig“ „Wildnis-Trail“

Forum

Turm

Besucherzentrum

Forum Ost

Forum West

„Hundertschaftshäuser“

„Adlerhof“ p

500 m

Rundgänge, Turmbesteigungen, Ausstellungen und noch viel mehr bietet vogelsang ip seinen Gästen auch während der Bauzeit.

„Kameradschaftshäuser“

„Thingstätte“

Urftseeblick

„Haus der weiblichen Angestellten“

„Burgschenke“

belgische Kaserne „Van Dooren“

Das Forum Vogelsang in malerischer Lage inmitten des Nationalparks Eifel oberhalb des Urftsees ist Anlaufstelle für vielfältige Erlebnisse.

Plateaurundgang 1,3 km

belgisches Kino

belgische Tankstelle

p Wollseifenblick

„Eifelsteig“ „Wildnis-Trail“

INFORMATION & BUCHUNG

Jennifer Hilgers fon +49 (0)2444 91579-11 „Malakoff“

Uwe Breda fon +49 (0)2444 91579-12 buchung@vogelsang-ip.de

  Besucherzentrum

Nationalpark Eifel

Das Besucherzentrum im Forum Vogelsang ist an 365 Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet; Heiligabend und Silvester von 10 bis 14 Uhr. Unser Serviceteam hilft bei allen Fragen rund um Vogelsang und die Region weiter. Hier können Sie Rundgänge oder Turmaufstiege buchen. Im Besucherzentrum befindet sich der vogelsang ip-Shop. Hier finden Sie „MarkeEifel“-Produkte, alles rund um’s Wandern, umfangreiches Kartenmaterial sowie vielfältige Literatur zur Geschichte des Ortes und zur Erlebnisregion Nationalpark Eifel. n www.vogelsang-ip.de

Nationalpark Eifel

Dreiborn

Tägliche Führungen Vogelsang-Referentinnen und -Referenten geben Einblicke in Historie und Architektur sowie zur zukünftigen Entwicklung von Vogelsang.

Entdecken Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beziehungsweise Kolleginnen und Kollegen Vogelsang und die Region. Kombinieren Sie beispielsweise einen Rundgang mit einem anschließenden Essen in der Vogelsang Gastronomie und mit einer Wanderung zum ehemaligen blühenden Eifeldorf Wollseifen. Aber wir bieten noch mehr! Fragen Sie nach unser Busreisebroschüre.

 Termin: Täglich ohne Voranmeldung, 14 Uhr, sonn- und feiertags zusätzlich 11 Uhr

 Kosten: 4 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei  Treffpunkt: Information im Forum

Buchbares Angebot Rangertouren:   Wildnis Entdecken

Neben unseren verschiedenen buchbaren Geländerundgängen bieten wir vertiefend Workshops, Seminare und Vorträge an. © Zerbes

Vor oder nach dem Rundgang in Vogelsang bietet sich ein Besuch der Vogelsang Gastronomie an. Sie ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet und hält köstliche Erfrischungen und regionale Spezialitäten bereit. n fon +49 (0)2444 912589

www.vogelsang-ip.de

Ein Tag rund um Vogelsang

 Dauer: 90 Minuten

Vogelsang Gastronomie

B 266

Gemünd „Eifelsteig“ „Wildnis-Trail“

Für die individuell buchbaren Rundgänge und Programme wird eine frühzeitige Termin-Absprache empfohlen.

Die von Nationalpark-Rangern geführte Rundwanderung verläuft über die Dreiborner Hochfläche zur Wüstung Wollseifen.  Termin: sonntags, 13 Uhr  Dauer: 3 Stunden / 6,5 Kilometer, für Kinder und geländegängige Kinderwagen geeignet, beinhaltet eine Steigung

Außerschulischer Lernort: Angebote für Jugendliche und Junge Erwachsene Jugendliche und junge Erwachsene sind in Vogelsang gern gesehene Gäste. Als außerschulischer Lernort verfolgt vogelsang ip unter anderem eine erlebnispädagogisch orientierte Arbeit, die der Wissensvermittlung über den ehemaligen nationalsozialistischen Standort dient.

 Kosten: frei und ohne Anmeldung  Treffpunkt: Forum Vogelsang, am Wildkatzenfoto Veranstalter und Info: Nationalparkforstamt Eifel, fon +49 (0)2444 9510-0, fax: -85, info@nationalpark-eifel.de n www.nationalpark-eifel.de

Mit Blick auf die historische Bedeutung des Ortes hat vogelsang ip spezielle Projekttage und Workshops ausgearbeitet, die altersgerecht und interaktiv gestaltet sind. Für Gruppen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind verschiedene Förderungen möglich. Lassen Sie sich beraten. n www.vogelsang-ip.de/bildungsangebote

IP NEWS Nr. 1 DEZ 2009

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VOGELSANG IP BESUCHEN VOGELSANG IP EMPFIEHLT Mein Tipp: Besuchen Sie Vogelsang zur Eröffnung der Wandersaison 2010 am Sonntag, 11. April. Ab 9 Uhr beginnt unter dem Motto „Frühlingserwachen 2010 in der Erlebnisregion Nationalpark Eifel“ das 1. große Wanderopening unter dem Motto „Wandern und Gesundheit“. Neben Sternwanderungen mit dem Ziel Vogelsang werden neue Rundwanderwege präsentiert. Einfach mal vorbei kommen zu unserem Wanderfest mit buntem Familien- und Aktionsprogramm für Jung und Alt!

Termine   Vogelsang Sonntagsreihe Sonntag, 10. Januar 2010 „Sprechchor und Lied sind, ..., schärfste Waffen der Propaganda“ – Die Funktion des Liedes in der NS-Propaganda Referent: Rainer Hülsheger Sonntag, 07. Februar 2010 „Ordensjunker im Osteinsatz“ – Zwei NSKarrieren, Referent: Dirk Küsters  Die Veranstaltungen finden jeweils am ersten Sonntag eines Monats um 11.30 Uhr statt.  Dauer: 60 Minuten

Wir freuen uns auf Sie!

 Kosten: 4 Euro  Treffpunkt: Forum, Tagungsraum 1

    Film Winter

Die langen Winterabende sind die ideale Zeit für Filme! Vogelsang bietet Außergewöhn­ liches: so genannte „Kulturfilme“ des Dritten Reichs. Jeder Film wird historisch-politisch und filmästhetisch kommentiert und in die NS-Ideologie eingeordnet. Nur deshalb dürfen sie überhaupt gezeigt werden. Dienstag, 19. Januar 2010 Umdeutung der Geschichte „Blutendes Deutschland“ (1933), Regie: Johannes Häusler Dienstag, 2. März 2010 Herrschaftsansprüche nach Westen „Die deutsche Westgrenze 800 bis 1936“ (1936), Regie: Hans Neuberger „Der Westwall“ (1939); Regie: Fritz Heppler  Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.00 Uhr mit einer Einführung durch das vogelsang ip-Team (aktuelle Hinweise auf www.vogelsang-ip.de).  Dauer: zirka 2 Stunden

Birgit Linden, vogelsang-ip-Team Neue Perspektiven, neue Wege: Die Brücke über den Urftsee ist seit September 2009 fertig

BRÜCKE. FERTIG. LOS!

S

eit September 2009 ist die Brücke über den Urftsee für Wandererinnen und Wanderer sowie Radfahrerinnen und Radfahrer offen. Dies eröffnet eine Auswahl neuer Wandermöglichkeiten und Anschluss an das vorhandene Radwegenetz der Region im Nationalpark Eifel ab vogelsang ip.

Vogelsang–Gemünd–Vogelsang Die Wanderung startet am Forum Vogelsang. Nehmen Sie den Weg hinab zur Brücke. Überqueren Sie die neue Brücke über den Urftsee und nehmen Sie rechter Hand den Urftseerandweg (ehemalige Kreisstraße K 7) in Richtung Gemünd. Dort können Sie das Nationalpark-Tor

 Kosten: 4 Euro

in Schleiden-Gemünd besuchen. Zurück geht es ab Malsbenden über den Wildnis-Trail (Beschilderung: Wildkatzenkopf) und den Eifelsteig zurück nach Vogelsang. Länge: 14 km

Wollseifen-Tour Ab Vogelsang wandern Sie auf dem Eifelsteig in Richtung Wüstung Wollseifen und von dort weiter zur Urftseestaumauer. Überqueren Sie die Staumauer und folgen Sie dem Urftseerandweg in Richtung Gemünd bis zur neuen Brücke über den See und gelangen so wieder zu Ihrem Ausgangspunkt in Vogelsang. Länge: 15 km  Kartenmaterial und weitere Infos erhalten Sie an der Information im Forum Vogelsang

 Treffpunkt: Forum, Tagungsraum 1  Parken frei

    Rundgang „Vogelsang Religiös“ Geschichte, Gegenwart und Zukunft Vogel­ sangs werden bei diesem Rundgang unter christlichem Vorzeichen betrachtet.  Termine: sonntags, jeweils 14.30 Uhr 17. Januar 2010, 21. Februar 2010  Dauer: 90 Minuten  Kosten: 4 Euro  Treffpunkt: Forum, Büro Kirche im Nationalpark Info: Kirche im Nationalpark fon +49 (0)2444 91579-27 www.kirche-im-nationalpark.de

Kontakt

Anreise

Forum Vogelsang 53937 Schleiden GERMANY fon +49 (0)2444 91579-0 fax +49 (0)2444 91579-29 info@vogelsang-ip.de www.vogelsang-ip.de

Bus: Station „Adlerhof“ mit dem Nationalpark­ shuttle SB 82 aus Richtung Kall, SB 63 und 63 aus Richtung Aachen/Simmerath; Infos unter www.vrs.de oder www.avv.de PKW: B 266 aus Richtung Einruhr bzw. Gemünd; Eingabe Navigation: 53937 Morsbach, Einruhrer Straße. Der zentrale Besucherparkplatz ist gebührenpflichtig: 3 Euro pro Fahrzeug/Tag.

IMPRESSUM HERAUSGEBER vogelsang ip gemeinnützige GmbH vertreten durch: Albert Moritz Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH vertreten durch: Thomas Fischer-Reinbach Forum Vogelsang 53937 Schleiden, GERMANY fon +49 (0)2444 91579-0 fax +49 (0)2444 91579-29 info@vogelsang-ip.de, www.vogelsang-ip.de REDAKTION Björn Troll (V.i.S.d.P.) TEXTE UND KONZEPT Astrid Joraschky | aixplan, Björn Troll BILDNACHWEIS Alle Bilder vogelsang ip gemeinnützige GmbH | Roman Hövel; außer: siehe Vermerke am Bildrand Alle Architekturvisualisierungen: Mola-Winkelmüller Architekten GESTALTUNG büro G29, Aachen Alle Angaben ohne Gewähr, Preisänderungen vorbehalten Stand Dezember 2009

  Frühlingserwachen 2010 in der Erlebnisregion Nationalpark Eifel

Schrift PANTONE 280 C : 100C/72M/0Y/18K Kreis, Landschaft PANTONE 346 C : 60C/0M/51Y/0K

Sonntag, 11. April 2010  Das 1. große Wanderopening unter dem Motto „Wandern und Gesundheit“. Ein Wanderfest mit buntem Familien- und Aktionsprogramm für Jung und Alt. Neben Sternwanderungen mit dem Ziel Vogelsang werden neue Rundwanderwege präsentiert.  Beginn ab 9 Uhr, kostenfrei

Achten Sie auf aktuelle Hinweise unter www.vogelsang-ip.de/veranstaltungen Stadt Schleiden

WEITERE TERMINE

finden Sie auf www.vogelsang-ip.de

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IP NEWS Nr. 1 DEZ 2009


ip.news Ausgabe 1