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ISSN 1869-425X

Nr. 02.2013 Deutschland EUR 3,00

DanceStars

Das Tanzmagazin aus Bremen

NLOS E T S KO

E! I S R FÜITNEHMEN M

Uta Albanese Tänzerin & Trainerin im GGC Bremen

Gold für den GGC WORLD DANCE SPORT GAMES

Ballerina Project TRAUMHAFTE TANZBILDER

Ekaterina Leonova ELEGANT, STILVOLL & SEXY

Mugler Follies DIE NEUE TANZSHOW IN PARIS


Sie mรถchten tanzen?

Ilse Moden www.ilse-moden.de

Ostertorsteinweg 44-45 | Bremen | Tel. (0421) 32 33 10 | Mo.-Fr. 10 - 19 Uhr, Sa. 10 - 16 Uhr


Editorial | Inhalte

Tanzen ist Bremen! Liebe Tanzsport-Freunde und LeserInnen dieses Magazins, pünktlich zur Weltmeisterschaft der Lateinformationen liegt die zweite Ausgabe des Jahres 2013 vor Ihnen und wir glauben, Ihnen auch dieses Mal wieder eine ansprechende und informative Lektüre anbieten zu können. Seit dem Ende der 1. Bundesliga Latein und der Europameisterschaft Lateinformationen im Mai in Litauen, mit deren Ergebnis wir – trotz Treppchenplatz – nicht so ganz glücklich waren, hat unser A-Team nur eine kurze Sommerpause von vier Wochen einlegen können – danach galt es schon, die Vorbereitungen für die erstmalige Teilnahme an den World Dance Sport Games in Kaohsiung/Taiwan zu treffen. Wie Sie vielleicht aus den Medien entnehmen konnten, waren die Bremer Formationstänzer hier außerordentlich erfolgreich und konnten souverän den Sieg ertanzen. Erstmalig wurden sie hier nach dem neuen Wertungssystem des WDSF 2.0 (s. auch Bericht im Heft) bewertet (zur Info: bei der WM in Bremen wird noch das alte System verwendet werden). Ganz abgesehen von diesem Erfolg war es auch ein grandioses Erlebnis, sie waren die erklärten Publikumslieblinge und die Halle tobte, sobald sie das Parkett betraten – und das nicht nur, weil sie bei jedem Auftritt das Publikum mit „Ni hau, Taiwan“ (Guten Tag, Taiwan) begrüßten. Das A-Team hat hier auch wertvolle Arbeit für die weltweite Anerkennung des Formationstanzsports geleistet und natürlich auch tolle Eindrücke von Land und Leuten mit nach Hause genommen. Für die Weltmeisterschaft der Lateinformationen am 14. Dezember 2013 erwarten wir wieder rund 16 Mannschaften aus aller Welt, die sich um diesen Titel bewerben werden. Wieder wird es mit Sicherheit einen „heißen Tanz“ und Wettkampf um die ersten Plätze geben – wir dürfen auf das Ergebnis gespannt sein. Neben dem Formationstanzen haben wir auch einmal eine andere Disziplin, die Standardsektion, etwas mehr in den Vordergrund gerückt. Obwohl der Grün-Gold-Club mittlerweile hauptsächlich mit den lateinamerikanischen Tänzen in Verbindung gebracht wird, lag der Schwerpunkt ursprünglich mehr bei den Standardtänzen. Somit ist es nur recht und billig, diese auch mal wieder zu beleuchten neben anderen Informationen rund um Tanzsport und Tanzen allgemein. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung bei der Lektüre! D

Jens Steinmann 1. Vorsitzender des Grün-Gold-Clubs Bremen e.V.

D Inhalte 03 | Editorial

04 | Frisch gemixt

08 | World Dance Sport Games

12 | DM der Formationen Latein 2013 14 | Das Interview: Ekaterina Leonova 20 | „Mugler Follies“ in Paris

24 | Roberto Albanese ist DTV-Verbandstrainer

Ihr

26 | The Ballerina Project

31 | WDSF-Wertungssystem 2.0

32 | Der Magazin-Macher: Lars Hendrik Vogel 36 | Die Waterfront Bremen

40 | Franzika Wetjen & Dennis Ciomber

Jens Steinmann

45 | Die Sportwarte des GGC 48 | „Salsa“ in der Tanzarena Bremen 50 | Impressum

COVERFOTO LARSHENDRIKVOGEL.COM HAARE&MAKEUP IRINA LENZ

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Frisch gemixt

Ist es "retro" oder einfach nur "alt"? Mittlerweile scheinen den Modeschรถpfern dieser Welt die Ideen auszugehen. Wie schรถn, dass es immer noch Stilepochen gab, an denen sich die Designer ergรถtzen kรถnnen. So nun auch Pin-up-Ikonen der 1940er-Jahre. Sinnliche Lingerie ganz im Stile der "guten alten Zeit". www.palmers.de

Retro Stars

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Frisch gemixt

 Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund. 

Colourfull YSL-Ballerinas Karl Otto Lagerfeld (* 10. September 1933) ist bekannt für seine Liebe zum iPad und für seine würzigen Zitate

Als Hedi Slimane bei Saint Laurent die Models in Karohemden und mit strähnigem Haar über den Laufsteg schickte, stand fest: es herrscht ein ganz neuer Ton bei Saint Laurent. Slimanes erster Kampagnenfilm für die Marke ist dagegen überraschend sanft. Im ersten Teil von „Dance”, dem Video zur ebenso genannten Ballerina-Kollektion, tanzt seine Muse Gracie Van Castel verträumt mit einem Hula-Hoop-Reifen zum melancholischen Soundtrack von Sängerin Clementine Creevy. In Teil 2 führt Profitänzerin Lida Fox gekonnt Pliés und Sprünge auf. Weil sie eine Saint-Laurent-Ballerina ist, klingt Grunge hier trotzdem durch. Fox trägt – was sonst? – Karohemd und knackenge Lederhosen. Die „Dance”-Ballerinas sind Teil der Saint Laurent Permanent Kollektion. Es gibt die Schuhe in fünf klassischen Farben und daneben jede Saison in weiteren Ausführungen. Erhältlich in Saint Laurent Boutiquen und über ysl.com, ab 295 Euro D

TERMINE 14. Dezember 2013 Weltmeisterschaft der Formationen Latein ÖVB Arena Bremen +++++ 21. Dezember 2013 Adventspokal 2013 Hauptgruppen- und Seniorenklassen Standard, Oberneulander Landstr. 104, 28355 Bremen +++++ 08. und 09. Febr uar 2014 Formationswochenende Landesliga, Oberliga, Regionalliga und 1. Bundesliga, Halle 7 Bremen +++++ 12. bis 16. August 2014 GOC in Stuttgart +++++ Weitere Informationen zu Tanz-Events finden Sie unter www.ggcbremen.de

Die Tänzerin Lida Fox präsentiert die neuen YSL-Ballerinas DanceStars

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Frisch gemixt

Apfelstrudel wie Christian Polanc ihn liebt ... Für den Teig: 250 g Mehl, Type 550 2g Salz 1 Ei(er) 100 ml Wasser, lauwarm 20 ml Öl Mehl, zum Bearbeiten Für die 100 g 50 g 140 g 10 g 170 g 10 g 1100 g

GirlingGirlingGirling Girling – Das ist Tanzen auf Highheels! Der neue Tanztrend ist jetzt auch in Bremen angekommen. Wie man sich elegant und sexy auf den hohen Schuhen bewegt, lernen die begeisterten Teilnehmer in der Tanzarena von einem Mann! Der äußert bewegliche, charmante und charismatische Tänzer Michele Cantanna hat sich in kürzester Zeit in die Herzen der Bremer getanzt. Der 24-Jährige Michele Cantanna ist seit Oktober 2013 in Bremen. Das italienische Multitalent gewann bereits italienische Meisterschaften im Girling und unterrichtet bereits seit Jahren Girling sowie Street Jazz, Latin Choreographie und Videoclip Dancing. Dabei zeigt er nicht nur auf Highheels, mit welcher Leidenschaft er Tänzer und Trainer ist. Nach kürzester Zeit ist das Interesse am Girling bereits riesig und Michele möchte den Trend in Deutschland etablieren! Man muss diese Neuheit einfach ausprobieren, um ihre Faszination kennen zu lernen. Alle Informationen und Videos zu Michele auf www.tanzarena.de oder auf www.Facebook.com/tanzarena D

a Cantann Michele r o ct u r nst Girling-I

Füllung: Semmelbrösel Butter Zucker Zimt Rosinen Zitronensaft Äpfel, saure, z.B. Boskoop oder Granny Smith, entkernt und in Scheiben geschnitten 1 Schuss Rum Butter, flüssig, zum Bestreichen Puderzucker, zum Bestäuben Zubereitung Teig: Alle Zutaten zu einem weichen Teig kneten, bis sich der Teig von den Händen und vom Tisch löst. Den Teig zu einer Kugel formen, mit Öl bestreichen oder besser noch in einer kleinen Schüssel den Teig in Sonnenblumenöl ca. 30 Minuten baden (keine Angst funktioniert super). Danach ist der Teig richtig schön elastisch. Nach dem Ölbad den Teig in Mehl wenden und auf einem bemehlten Tuch rechteckig ausrollen, mit dem Handrücken hauchdünn ausziehen und mit flüssiger Butter bestreichen. Füllung: Butter in der Pfanne erhitzen, die Semmelbrösel beimengen und goldbraun rösten. Zimt und Zucker vermischen. Butterbrösel, Zimtzucker, Rosinen, Zitronensaft und Äpfel mit einem Schuss Rum gut vermengen. Den ausgezogenen Teig mit der Fülle bestreuen, dicke Ränder wegschneiden und mithilfe des Tuches vorsichtig einrollen. Den Strudel auf ein mit Butter bestrichenes Backblech rollen und bei ca. 190°C goldbraun backen. Nach dem Backen den Strudel sofort mit heißer Butter bestreichen. Vor dem ersten Anschneiden den Strudel ca. 30 min. ruhen lassen, auch wenn es schwer fällt, und mit Puderzucker bestäuben.

Underwater-Ballett Mysthisch wirkende Unterwasserfotos sind die Spezialität des Briten Zena Holloway. Einfach unbeschreiblich schön!

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Tipp: Strudelteig ist dann richtig ausgezogen und perfekt, wenn man das unter den Teig geschobene Rezept lesen kann. Viel Spaß beim Nachbacken wünscht Euch, Christian Polanc


Frisch gemixt

Strick me!

Kleine oder große Maschen. Dünne oder dicke Wolle. Alles ist erlaubt und der Trend für den Sommer 2014 ist so simpel, wie er alt ist: Stricken. Ob die lässige Pudelmütze oder der kuschelige Pullover für den spätsommerlichen Abend am Strand, egal. Auch US-Yoga-Ikone Tara Stiles hat sich sofort diesem Trend verschrieben und gründete direkt ihr eigenes "Strick-Label" mit dem sprichwörtlichen Namen: "Wool & the Gang".

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Wo r l d D a n c e S p o r t G a m e s i n K a o h s i u n g

TEXT LARS KÜCK FOTOS TANZSPORTBILDER.DE

Die etwas andere WM Vorbereitung

WORLD

WORLD DANCE SPORT GAMES in Kaohsiung

Nicht, dass der Wettkampfkalender für die Vorzeigefor mation des Grün Gold Club – das Latein A Team – ohnehin schon eng getaktet ist, dieses Jahr jagt ein Highlight das andere für die For mation. Aber darüber beschwer t sich niemand im Team, ganz im Gegenteil, man fühlt sich geehrt. Wurde man doch vom Deutschen Tanzsportverband für die Teilnahme an den World Dance Sport Games in Kaohsiung, Taiwan als Vertreter der Deutschen Farben bei den Lateinformationen nominiert. Doch mit dieser tollen Nachricht ging dann auch einher, dass man die bisherigen Planungen über Bord werfen musste. Angesichts dieser einmaligen Chance setzte man aber gerne Himmel und Hölle in Bewegung, um die Teilnahme möglich zu machen. So auch geschehen, die Teilnahme war fix. Nun ging es darum, alles zu tun, damit die World Dance Sport Games für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis mit perfektem Ausgang werden. Doch bei aller Begeisterung darf natürlich nach der harten Vorsaison die zwingend notwendige Regeneration nicht vergessen werden. Die Paare sind ausgelaugt und auch die Trainer brauchen eine schöpferische Pause. Deswegen, trotz der gebotenen Eile, eine vierwöchige Sommerpause für alle zum Auftanken. Danach gibt es dann kein Halten mehr – von Beginn an Vollgas. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mannschaft in einigen Teilen umgebaut werden muss. Einige haben aufgehört und neue Tänzer sind zum Team gestoßen. (Abgänge: Isabelle Ciomber, Inga Jörns, Elisabeth Wierczoch und Björn Langpaap; Zugänge: Iris Dorland, Roberta Lea, Lisa Magerkurth, Kevin Berger, Michele Cantanna) Es gibt kein langsames Herantasten, es muss sofort mit Hochdruck an den Schritten, der Synchronität und der Kondition gearbeitet werden, alles gleichzeitig. Für Erfolgscoach Roberto Albanese nur eine weitere Hürde, die genommen werden muss. Sowas ist genau sein Ding. Der Mannschaft bleibt nichts anderes übrig, als ihrem Trainer zu folgen - sie tun dies gern.

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Wo r l d D a n c e S p o r t G a m e s i n K a o h s i u n g

Alle freuen sich auf die Reise nach Taiwan, wohl wissend, dass dies auch einige Strapazen mit sich bringt – eine lange Anreise und die klimatischen Verhältnisse vor Ort sind für Norddeutsche nicht zu unterschätzen. Doch dafür ist der langjährige Physio des Teams, Heiner Wolken, verantwortlich und der hat wie immer alles im Griff. Endlich angekommen sind alle überwältigt von den vielen Eindrücken, die auf sie einprasseln. Diese spannende und fremde Kultur und die immer freundlichen Menschen, die sie dort mit offenen Armen empfangen, das beeindruckt. Am Wettkampfort angekommen, reiht sich die Halle nahtlos ein in die gigantischen Eindrücke, die alle bisher schon von Kaohsiung gesammelt haben. Doch das Team hat schon immer ein gutes Nervenkostüm gehabt und lässt sich auch dieses Mal nicht von seinem Konzept abbringen – wir holen den Titel nach Bremen! Eine spannende Neuerung für alle startenden Teams, die Wertung der Durchgänge erfolgt nach dem neuen WDSF Wertungssystem 2.0 (genauere Erklärung siehe Seite 31 in dieser Ausgabe). Das A Team betritt zur Vorrunde die Fläche und begrüßt die Zuschauer mit den Worten „Ni hau, Taiwan“ (Guten Tag, Taiwan). Spätestens da gibt es auf den Rängen kein Halten mehr und die Mannschaft ist der erklärte Publikumsliebling. Die Formation setzt von Anfang an die Anweisungen ihres Trainers perfekt um, das Turnier verläuft wie gewünscht. Das Publikum feiert die Mannschaft auf der Fläche und lässt sie nach dem Finaldurchgang kaum runter vom Parkett. Das Team muss nach dem Durchgang in die sogenannte „kiss and cry“ Ecke und dort ihre Wertung abwarten. 40 Punkte ist die Bestnote, das A Team holte mit 39,375 Punkten fast die Maximalpunktzahl und ist damit der souveräne Sieger der World Dance Sport Games. Alle liegen sich überglücklich in den Armen und

feiern ausgelassen mit den Zuschauern ihren grandiosen Triumph. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Österreich (35,625 Punkte) und Holland (34,75 Punkte). Also eine deutliche Wertung zugunsten der Bremer. Für das Team und alle mitgereisten Fans war dieser Trip ein absolutes Highlight, das niemand vergessen wird. Nach diesem einzigartigen Erlebnis bleibt die Mannschaft noch einige Tage in Kaohsiung und erkundet Land und Leute. Das Team ist von dem gesamten Umfeld so beeindruckt, dass sie selbst beim Abflug auf dem Flughafen nochmal ihre Choreografie zum Besten geben und damit zum Ausdruck bringen, wie sehr sie diese Reise genossen

haben. In Bremen angekommen mit jeder Menge Eindrücke im Gepäck, gibt es keine Zeit, diese auf sich wirken zu lassen. Die Tanzoutfits werden wieder gegen Trainingsklamotten getauscht und ab geht es in die altbekannten Trainingshallen. Es hilft ja nichts, in kurzer Abfolge stehen jetzt die Deutsche Meisterschaft in Braunschweig und dann am 14. Dezember die Weltmeisterschaft im eigenen Hause an. Durch die World Dance Sport Games hat sich das Team eine tolle Frühform erarbeitet. Nun heißt es, diese zu erhalten und noch weiter an der Choreografie zu feilen. Denn zu verbessern gibt es laut Roberto ja immer was. Wie heißt es noch so schön? Stillstand ist Rückschritt. Es ist auch wichtig, dass die Spannung nach so einem Highlight hochgehalten wird und nicht alle in ein Motivationsloch fallen. Doch eigentlich haben die Tänzerinnen und Tänzer des GGC gar keine Zeit in irgendein Loch zu fallen, das Trainingspensum und der Trainer vorne an der Fläche verhindern dies. Einen großen Vorteil hat diese anstrengende Saison schon jetzt, das Team ist in unglaublich kurzer Zeit super eng zusammengewachsen und hat dabei die neuen Tänzer wie selbstverständlich in die bestehende Mannschaft integriert. Für das A Team des Grün Gold Club Bremen kann das Jahr 2013 zu einem besonderen Jahr werden. Eine Goldmedaille haben sie sich international schon ertanzt. Folgt am 14. Dezember in der ÖVB Arena die zweite Goldene?

Glückliche Gewinner der World Dance Sport Games 2013 - das A-Team des Grün-Gold Clubs Bremen (Foto: Ruth Gerbracht) DanceStars

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D e u t s c h e M e i s t e r s c h a f t e n d e r Fo r m a t i o n e n

Deutsche Meisterschaften der Formationen Latein 2013 Ein gelungener Start in die Bundesligasaison „Perfekt ist es nie, man kann immer noch was verbessern“, so Roberto Albanese kurz nach der offenen Wertung bei der DM Formationen Latein in Braunschweig. Natürlich war der Jubel riesengroß nach dem erneuten Gewinn des DM Titels. Doch dies war eine so typische Antwort des Meistertrainers Roberto Albanese. Wer diese DM gesehen hat, dem ist klar, diese Aussage bezieht sich auf eine Leistung auf absolutem Weltklasseniveau. Keine andere Mannschaft konnte an diesem Tag dem GGC A Team auch nur annähernd das Wasser reichen. Es ist einfach beeindruckend, wie das Team tolles Einzeltanzen in einer Formation umsetzt. Ein Augenschmaus für jeden Tanzliebhaber. Zu Recht konnte die Formation dann auch am Ende bei der offenen Wertung sieben von neun Einsen auf sich verbuchen und nun zum siebten Mal in Folge den DM Titel gewinnen. Eine mehr als beeindrukkende Bilanz. Die Grün-Goldenen zeigten von Beginn der Vorrunde an, dass es auch bei dieser Deutschen Meisterschaft kein Vorbeikommen an ihnen gibt. Um dies auch optisch zu unterstreichen, trugen die Herren stolz, dem Supermannzeichen gleich, auf der Brust das GGC Emblem. Selbstbewusstsein pur, aber auch Loyalität und Treue zum Verein. Und trotzdem, die von Roberto Albanese getroffene Aussage ist absolut

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ernst zu nehmen. Er wird weiter an seinem Team feilen und es weiter perfektionieren. Dies wird man schon am 14. Dezember bei der WM Formationen Latein in Bremen sehen. Das zweite Team des GGC in der Bundesliga steht dem A Team kaum nach. Uta Albanese liefert ebenfalls seit Jahren mit ihrem B Team blitzsaubere Arbeit in der 1. Bundesliga ab. Sie schafft es jedes Jahr erneut, Abgänge von Tänzern ins A Team aufzufangen und mit neuen Sportlern so aufzufüllen, dass die Leistung immer top ist. Auch dieses Jahr sprühte das Team von Beginn an vor Freude und Ehrgeiz. Die logische Konsequenz – auch sie schafften den Sprung ins Finale. Dort lieferten sie ihre beste Leistung des Turniers ab. Sie tanzen auf Angriff, ohne zu überpowern. Sie mischten also auch mit bei der Vergabe der Medaillen. Am Ende fehlte das berühmte Quentchen Glück für den Sprung auf den dritten Treppchenplatz. Mit einer vier zu fünf Wertung landeten sie auf dem vierten Platz. Doch man darf sich sicher sein, dass diese Formation, allen voran ihre Trainerin, das als Motivation für die kommende Ligasaison sieht und nicht locker lassen, bis sie sich den dritten Platz geholt haben.

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TEXT LARS KÜCK FOTOS TANZSPORTBILDER.DE

Das Gesamtergebnis der DM Formationen Latein 2013 in Braunschweig: 1. Grün-Gold-Club Bremen A 111212111 2. FG TSZ Aachen / TD TSC D-dorf Rot-Weiß A 222121222 3. FG TSZ Velbert / TC Seidenstadt Krefeld A 334443334 4. Grün-Gold-Club Bremen B 443334443

Geschafft! Das A-Team wurde mit einer beeindruckenden Leistung Deutscher Meister der Lateinformationen


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Eine lebende Legende | Mikhail Bar yshnikov

Kraftvoll und mit voller Hingabe überzeugt Ekaterina mit ihrem Promi-Tänzer Paul Janke das Publikum bei „Let´s Dance“

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Inter view |Ekaterina Leonova

DAS INTERVIEW FÜHRTE LARS KÜCK FOTOS RTL TELEVISION, VOLKER HEY

Ekaterina

Leonova

Das hübsche Gesicht bei „Let´s Dance“

eit Anfang diesen Jahres erfreuen sich die Zuschauer der RTL Show „Let´s Dance“ an der jungen und sehr hübschen Russin Ekaterina Leonova. Ihre dynamische und frische Ar t zieht sofort jeden in ihren Bann. Wir möchten Ihnen in dieser Ausgabe Ekat ein wenig genauer vorstellen. 2004 macht die heute 26 Jährige in Wolgograd ihr Abitur. Nebenher beginnt Ekaterina schon eine Ausbildung zur Tanzpädagogin, die sie 2007 erfolgreich abschließt. 2008 dann die Entscheidung für Deutschland und der Umzug nach Köln, um dort ihre Tanzkarriere weiter zu verfolgen und auszubauen. Nur ander thalb Jahre nach ihrem Umzug kann sie die Hochschulsprachprüfung für ein Studium an der Universität absolvieren und mit ihrem BWL Studium an der Universität zu Köln beginnen. Mittlerweile gehört sie dort zu den Besten ihres Jahrganges.

S

Seit ihrem zehnten Lebensjahr tanzt Ekaterina, Tanzen ist ihre größte Leidenschaft. Gemeinsam mit ihrem neuen Tanzpartner Paul Lorenz baut sie sich eine erfolgreiche Tanzkarriere auf und stellt sich dem nationalen und inter nationalen Wettbewerb. Der große Durchbr uch geling ihnen im Jahr 2012: Nach dem Gewinn des EU-Cup in den Standard Tänzen und einem zweiten Platz in den Lateinamerikanischen Tänzen folgt Ende des Jahres auch noch der Sieg im World Cup Standard in Malaysia. Damit haben sich die Beiden in der Weltspitze des Tanzsports fest etabliert. Ekaterina Leonova zählt mittlerweile zu den besten Tänzerinnen der Welt. Zu Ekaterina's frühen Erfolgen im Tanzspor t zählen vor allem der Titel der südr ussischen Meisterin der Jugend sowie ihre Semifinalteilnahme bei der „Russian Open“. Weiterhin gewinnt Ekaterina 2008 den Titel der „Miss Wolgograd“. Freuen Sie sich nun auf viele spannende Antwor ten von Ekaterina Leonova.

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Inter view |Ekaterina Leonova

Ekaterina, wie bist Du zum Tanzen gekommen, wie hat alles bei Dir angefangen? Bei mir auf dem Gymnasium war es Pflicht, in einem Verein Sport zu treiben. Meine Mama hat mich daraufhin in einem Tanzverein angemeldet. In dem Verein wurde ich dann rausgeschmissen, weil ich angeblich nicht gut genug war, kein Tanzpotential hatte (sie schmunzelt). Die Chemie zwischen dem Verein und mir stimmte einfach nicht. Danach habe ich dann bei einem anderen Trainer trainiert und siehe da, von da an lief es prima. Der Verein und der Trainer waren einfach toll.

Deine größten Erfolge bisher? Oh warte mal, wir waren Finalisten der DM über 10 Tänze und Finalisten der DM S Standard, Gewinner von internationalen Turnieren. Als Vertreter von Deutschland haben wir den European Cup Standard gewonnen und in der Lateinsektion den zweiten Platz belegt, den Worldcup Standard gewonnen und in diesem Jahr waren wir im Finale der 10Tänze Weltmeisterschaft. Ebenfalls wurden wir dieses Jahr Zweite im Europacup Standard. Welche Ziele hast Du noch im Tanzen?

Wie ist der Verlauf Deiner Tanzsportkarriere bis jetzt?

Überall da, wo wir noch nicht Erste waren, Erste zu werden (lacht).

Meine Tanzkarriere ist bis jetzt eigentlich stetig steigend, mit den größten Erfolgen im letzten Jahr. Dieses Jahr hat „Let´s Dance“ sehr viel Zeit in Anspruch genommen, daher haben wir nicht so viele Turniere getanzt.

Du hast eine Ausbildung zur Tanzpädagogin absolviert. Was muss man sich darunter vorstellen und arbeitest Du auch in dem Bereich? In Deutschland versteht man das wohl

ein wenig anders, als in Russland. Ich habe fünf Jahre Tanzen studiert. Dies jeweils sechs Tage pro Woche, darin enthalten auch, an drei Tagen Fachwissen studiert wie Psychologie, Pädagogik, Soziologie sowie Kunst und Kultur. Ich habe dabei viele Tanzstile und Tanzrichtungen gelernt. Am Ende habe ich dann ein rotes Diplom überreicht bekommen, das bedeutet, dass ich mein Studium mit der Note 1,0 abgeschlossen habe. Du studierst zurzeit auch noch BWL und gehörst zu den Jahrgangsbesten. Wie kommt man als Tänzerin auf ein BWL Studium? (Sie lacht) Ich musste etwas studieren, was für eine, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gut zu studieren ist. Und da mir Mathe schon immer gut gelegen hat, fiel die Entscheidung eben auf BWL. Inzwischen bin ich neben meinem eigenen Studium noch Tutorin und bringe anderen Studenten das Fach BWL näher und helfe ihnen. Wie siehst Du den Tanzsport im Vergleich zwischen Russland und Deutschland? Viele erfolgreiche Tänzerinnen und Tänzer kommen aus Russland. Wieso ist das so? In Russland und Deutschland ist die Herangehensweise an den Tanzsport total unterschiedlich. In Russland gibt es keine Tanzschulen, so wie man sie hier kennt. Da geht man als Kind sofort in einen Tanzsportverein. Man tanzt von Anfang an Turniere und misst sich mit anderen Kindern. Das Training ist von Beginn an absolut leistungsorientiert. Auch die Trainer sind sehr daran interessiert, dass ihre Schützlinge die Besten bei den Turnieren sind. Man gibt eben sofort Vollgas. In Deutschland ist das ganz anders, hier kann man das Tanzen auch ohne den Leistungsdruck erst einmal kennenlernen und schauen, ob es einem überhaupt Spaß macht. Man kann selbst entscheiden, wie viel man in den Sport investiert. Du bist hauptsächlich für Deine Leidenschaft „Tanzen“ nach Deutschland gekommen. Wieso hast Du dich für Deutschland entschieden? Mein jetziger Tanzpartner Paul Lorenz hat mich angerufen und mir vorgeschlagen, mit ihm für Deutschland an den Start zu gehen. Wir haben gemeinsame Bekannte, die mir dazu geraten haben mit ihm zu tanzen und da habe ich dann einfach Ja gesagt. Du tanzt Latein und Standard. Was tanzt Du lieber, welche sind Deine Lieblingstänze und warum?

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Ekaterina weiĂ&#x;, wie sie die Männerherzen erobert

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Inter view |Ekaterina Leonova

Grundsätzlich tanze ich alle zehn Tänze sehr gerne. Aber ein kleinen Tick lieber als die anderen sind mir Rumba, Paso Doble, Tango und Slow Fox. Die Charakteristik dieser vier Tänze mag ich am liebsten. Du warst 2008 „Miss Wolgograd“. Bist Du auch noch als Model tätig? Das nur aus Spaß oder ist es Dir damit ernst? Nein, ich bin kein professionelles Model. Allerdings in Verbindung mit meinem Tanzsport lasse ich mich natürlich sehr gerne fotografieren. Seit Anfang 2013 bist Du Profitänzerin bei der RTL Show „Let´s Dance“. Wie bist Du dazu gekommen? Mein Tanzpartner Paul hat mich zum Casting von RTL geschickt. Ich musste vor der Kamera vortanzen und ein Interview geben. Vielleicht lag es ja an meinem sehr lustigen Interview, dass mich RTL dann genommen hat. Du hast mit Paul Janke getanzt. Haben Dich da Deine Freundinnen drum beneidet und wie war er so? Nein, meine Freundinnen haben mir das neidlos gegönnt (Ekaterina zwinkert). Er war supernett zu mir, ein sehr sympathischer Typ und sehr ehrgeizig. Ich habe an ihm einfach bewundert, dass er drei Monate unter der Anleitung einer Frau trainiert hat und jeden Tag folgenden Satz

hören musste – Nein, falsch, nochmal (sie lacht herzhaft)!

Machst Du noch anderen Sport außen Tanzen?

Würdest Du bei „Let´s Dance“ noch weitermachen?

Ich habe keine Zeit, neben dem Tanzen noch anderen Sport zu machen. Wenn man Leistungssport betreibt, muss man voll dabei sein.

Also, „Let´s Dance“ ist ein tolles TV Format, das mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Es war eine superschöne Zeit und wenn man mich nochmal fragt, dann sage ich – ja, warum nicht. Gibt es noch andere Projekte, wo man dich in der breiten Öffentlichkeit wahrnehmen wird? Im Moment gibt es keine Pläne in dieser Richtung. Ich studiere und widme mich voll und ganz meiner eigenen Tanzsportkarriere. Was machst Du sonst noch, wenn Du mal nicht gerade selbst auf dem Parkett stehst, studierst oder Tanzunterricht gibst?

Warst Du schon mal in Bremen und was verbindest Du mit Bremen? Die Deutsche Meisterschaft Formationen Latein. Ich habe selbst mal Formation getanzt und zwar für Lüdenscheid. Da kann ich mich noch sehr gut an die große Stadthalle mit den hohen Tribünen erinnern. Und ich kenne aus meiner Kindheit noch die Bremer Stadtmusikanten. Hattest Du schon mal Kontakt zu Roberto und Uta und wenn ja, welchen? Wir hatten Kadertraining und Roberto war mehrmals dort Gasttrainer. Was fällt Dir zum GGC ein?

Ich gehe gerne spazieren, gehe liebend gern ins Kino oder treffe mich mit meinen Freunden. Wie entspannst Du dich und sammelst Energie?

Die immer sehr guten Leistungen vom A Team. Das hat mich, besonders in der Zeit als ich selbst noch Formation getanzt habe, immer sehr beeindruckt. Dein Lieblingsessen?

Ich schlafe sehr gerne und lade so meinen Akku wieder auf und ich traue es mich kaum zu sagen – ich esse gern zur Entspannung.

Natürlich Borschtsch Vielen Dank für das herzliche Gespräch!

Platz 3 für Ekaterina und Paul bei „Let´s Dance“

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Eine lebende Legende | Mikhail Bar yshnikov

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Dancing on TV - SMASH

Mug

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„ M u g l e r Fo l l i e s “ i n P a r i s

ler Follies! C’est la

Mugler Follies!

Follies! TEXT SUSANNE FROST

P

aris ist die Stadt der Lichter, die Stadt der Liebe... und des Cabaret!

Neben den drei berühmtesten Revue-Tempeln, dem Moulin Rouge, dem Lido und dem Crazy Horse, listet die Zeitschrift L'officiel des spectacle, eine Art Handbuch des nächtlichen Entertainments, an die 30 kleinere und größere Dinner-Shows auf. Kultige, wie die Travestie Show "Chez Michou", abgedroschene wie "La Nouvelle Eve" in Pigalle und historisch traditionelle wie die winzige Kellerbar "Les Trois Maillets", alle buhlen um die Gunst der fast 30 Millionen Touristen, die jährlich nach Paris strömen. Und immer noch, so scheint es, ist der Markt nicht ausgeschöpft. Im Dezember wird die Pariser Show-Welt um eine weitere Attraktion reicher: „Mugler Follies“ hat am 10.12.13 Premiere.

signerbranche. In den achtziger und neunziger Jahren gehörte sein Modelabel zu den erfolgreichsten und innovativsten - auch den provokativsten. Die Mugler Frauen auf dem Laufsteg waren hypersexualisierte Wesen, Göttinnen in Latex, mysteriöse Außerirdische, comichafte Superheldinnen. Scharfe Korsetts mit harten Kanten, beinahe wie Rüstungen, spitzen Schultern und extrem akzentuierten Hüften sind sein Markenzeichen. Seinen größten Erfolg feierte Thierry Mugler in der Parfumbranche. Der 1992 lancierte Duft „Angel“ war ein

Skandal und eine Revolution, Essenzen, die noch nie zuvor so gemischt wurden, sowohl modrig als auch zuckersüß, wie ein Vampir, der statt Blut heiße Schokolade getrunken hat. „Angel“ symbolisierte perfekt den Hedonismus der frühen 90 Jahre vor Minimalismus und Finanzkrise, löste eine Welle von Produktkopien aus und zählt auch heute noch zu den meistverkauften Parfums weltweit. Doch Muglers Zusammenarbeit mit dem Beautykonzern Clarins endete im Desaster. Vor neun Jahren löste sich Mugler

Hinter dem Regisseur und createur extraordinaire Manfred Mugler verbirgt sich kein anderer als Modedesigner Thierry Mugler, der nach einigen physischen und beruflichen Metamorphosen nun seinen ersten Vornamen bevorzugt und sich neu erfindet ... als Chef einer Cabaret Show! Die Wandlung ist überraschend, doch bei genauerem Hinsehen beinahe kontinuierlich: Thierry Mugler war als junger Mann selbst vier Jahre lang professioneller Tänzer an der Opéra du Rhin, studierte nebenher Mode in seiner Geburtsstadt Straßburg und rutschte eher zufällig, dank seines exaltierten privaten Kleidungsstils, in die De-

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„ M u g l e r Fo l l i e s “ i n P a r i s

plette Mugler Show! Ein bizarr- erotischverrücktes Fashion-Revue Spektakel, eine Follie! Maja und Iga Kowalczyk, identische Zwillinge aus Polen, sind dabei! Maja hat früher am Lido in Paris getanzt, Iga in Berlin beim ZDF-Ballett. „Wir wollten endlich wieder gemeinsam in einer Show auftreten. Manfred Mugler hat uns als Doppelakt engagiert“, freuen sie sich. Die Proben haben gerade erst begonnen, in gut 6 Wochen muss eine ganze Show aus Tänzern, Akrobaten, Sängern und Models auf die Beine gestellt werden. Details wollen die beiden Mädchen nicht verraten, alles ist streng geheim, aber „die Kostüme sind unglaublich und wir sind sehr aufgeregt. Und sehr stolz! Diese Show wird wie nichts zuvor in Paris!!“ Dann müssen sie wieder zurück auf die Bühne, die Girlreihe in schwindelerregenden Plateaustiefeln muss perfektioniert werden. In ersten Videofilmen und Fotos glaubt man den Einfluss des Cirque du Soleil zu erkennen. Und einen starken Bezug zu den 80er Jahren. Viel Latex, Neonlichter und das berühmte Sternsymbol gehören dazu, etwas Breakdance, Poledance, Travestie, Nachtclub Ästhetik, Provokation. Und es fällt auf: auch wenn Mugler seit neun Jahren keine eigenen Kollektionen mehr zeigt, sein Stil war ein ganz eigener, außergewöhnlicher und hat sich deutlich eingeprägt. Er ist bis heute unverwechselbar.

nach endlosen Streitereien von seinem eigenen Label, wurde durch Jungdesigner Nichola Formichetti ersetzt und es wurde still. Das Sternsymbol von „Angel“ ziert heute eine lieblose Kollektion von Handtaschen, die in den Eingangshallen großer Kaufhäuser hängen. Thierry Mugler zog sich zurück, malträtierte seinen Körper mit Schönheitsoperationen und Bodybuilding, wandelte sich selbst zu einer seiner Comic Figuren. Und machte erste Schritte in Richtung Showbusiness. Ohne seinen berühmten Namen groß in den Vordergrund zu drängen arbeitete er für einige französische Theaterproduktionen, drehte Musikvideos für George Michael, war künstlerischer Berater und Designer

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für Beyonce's Welttournee und entwarf die Kostüme für „Zumanity“, die erotischste und dem Cabaret ähnlichste Show aus dem Cirque du Soleil ShowRepertoire. Eine ganze Szene aus „Zumanity“ mit dem Namen "Extravaganza" durfte Thierry Mugler selbst inszenieren. Der nächste Schritt scheint also ganz natürlich: eine kom-

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Nun bleibt abzuwarten, ob „Mugler Follies“ ein reines Kostümspektakel wird oder tatsächlich neue Maßstäbe in der Tanzwelt setzt. Das Menu für die Dinnergäste kommt vom Nobelrestaurant Le Fouquet's auf der Champs Elysées, wo einst Präsident Nicholas Sarkozy eine gewisse Carla Bruni kennenlernte. Eines ist sicher: in einer mode-verrückten Stadt wie Paris wird „Mugler Follies“ die Konkurrenz unter den Cabarets und den Kampf um Touristen noch einmal ordentlich verschärfen. www.muglerfollies.com

In der Mode-Welt seit Jahrenzehnten ein Provokateur Thierry Mugler will mit seiner neuen Cabaret-Show Paris erobern


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R o b e r t o A l b a n e s e | D T V- Ve r b a n d s t r a i n e r L a t e i n

Ehre, wem Ehre gebührt Roberto Albanese zum DTV-Verbandstrainer Latein berufen

Roberto Albanese, geboren am 25. Mai 1973 in Bremen, verheiratet mit Uta Albanese, eine Tochter, Luna Albanese. Beruf: Tanzsporttrainer A. Das beschreibt in nüchternen Worten die Personalien des neuen DTV-Verbandstrainers Latein, Roberto Albanese. Natürlich gibt es einiges mehr über ihn zu berichten: als Amateur gewann er mehrfach die Norddeutsche Meisterschaft, war Erster der deutschen Rangliste, als Profi deutscher Vizemeister Kür Latein und mehrfacher Finalist der deutsche ProfessionalMeisterschaft Latein. Seine Erfolge als Trainer sind spektakulär: mit der GGC-A-Formation vierfacher Weltmeister, dreifacher Europameister, neunfacher Deutscher Meister und als Trainer diverser erfolgreicher Einzelpaare im Hauptgruppen- und Jugendbereich.

Die erzielten Erfolge mit der A-Mannschaft des Grün-GoldClub Bremen e.V. sind das Ergebnis harter Arbeit, einer hervorragenden Vereinsfamilie und eines gut funktionierenden Trainergespanns. Erfolgreiche Trainingsmethoden, viele Jahre des Aufbaus, ein harter Wettkampf, andauernde Weiterbildung und eine nicht nachlassende Nachwuchsarbeit sind die Grundlagen seines Erfolgs. Nach seinem Lieblingsmotto „A winner always has a plan – a loser always an excuse!“ gestaltet und strukturiert Roberto seine Trainingseinheiten sowohl im Formations- als auch im Einzelbereich. Fast jedes Formationsmitglied wird unter seiner Leitung auch zum Einzeltanzen animiert und zum Erfolg geführt. Inzwischen reicht seine Arbeit als Trainer jedoch weit über den Bremer Formationsbereich hinaus. Anfragen und Jobangebote aus Europa und der Welt erreichen den Weltmeistertrainer regelmäßig. Durch die erfolgreiche Teilnahme an der RTL-Show „Let’s Dance“, der Präsenz als Trainer sowie als Referent auf vielen Trainer- und Wertungsrichterschulungen ist der Name Roberto Albanese fester Bestandteil im Tanzsport geworden. Somit ist seine Berufung zum Verbandstrainer Latein im Deutschen Tanzsportverband der Lohn für die zahlreichen tollen Erfolge, die er vorzuweisen hat.

Robertos Händeabruck findet man auch seit 2010 auf der „Mall of fame“ in der Lloydpassage Bremen

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The Ballerina Project Vor zwölf Jahren hatte der US-Tanzfotograf Dane Shitagi einen Traum: Tänzer an ungewöhnlichen Orten oder in ungewöhnlichen Situationen abzulichten. Heraus kam das "Ballerina Project". Seitdem gibt es atemberaubende Tanzfotos, die ihren ganz eigenen Stil übermitteln voller Emotionen und mitten im Leben. Die Bildmotive werden mit den besten Ballerinen der Welt umgesetzt. Vom Birmingham Royal Ballet, dem Miami City Ballet oder dem Dresdener Semperoper Ballett ist es ein Stelldichein der Prima-Ballerinen. Mit 637.189 "likes" auf der facebook-Seite wird die Fangemeinde täglich größer. Ein "Ballerina Project" eben. www.ballerinaproject.com/blog/

FOTOS U.A. DANE SHITAGI

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W D S F - We r t u n g s s y s t e m 2 . 0

Wertung 2.0

2.0

WDSF-Wertungssystem 2.0 – Eine Erklärung

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enn Sie sich für Tanzsport interessieren, haben Sie vielleicht schon aus den Berichten in den Medien erfahren, dass das Wertungssystem für den Tanzsport geändert werden soll. Man will sich jetzt mehr an das System anlehnen, das beim Eiskunstlaufen angewendet wird. Wie die bisherigen „Testläufe“ gezeigt haben, ist das mit entsprechenden Änderungen sehr gut anwendbar und bietet eine differenziertere Bewertung von Einzelpaaren und Formationen. Ab 2014 wird das System zur Pflicht, zumindest für WDSF-Turniere. Hier das neue WDSF-Wertungssystem 2.0 in einer Kurzfassung, wie es auf der Internetseite der WDSF veröffentlicht ist:

2.0 – In A Nutshell (das kann man in Deutsch einfach nicht so schön ausdrücken …) Das Wertungssystem 2.0 begrenzt die durch die Wertungsrichter zu bewerten-

den Komponenten auf vier. Dabei wird festgelegt, dass zwei Komponenten die technischen Aspekte der Ausführung abdecken und die anderen beiden beurteilen die künstlerischen Qualitäten.

ponente, die von der jeweiligen Wertungsrichtergruppe vergeben werden, zählen die niedrigste und die höchste Wertung nur zu 50 % im Verhältnis zum Durchschnitt.

•Technische Qualität – TQ •Bewegung zur Musik, Musikalität (Movement to Music – MM) •Paarharmonie (Partnering Skill – PS) •Choreographie und Präsentation – CP Während vorher das Wertungsrichterteam aus neun Wertungsrichtern bestand, benötigt das System 2.0 zwölf Wertungsrichter im Team, die in vier Gruppen aufgeteilt werden – und für jede der Dreiergruppen gilt es, nur eine Komponente zu beurteilen. Die Komponenten werden erst kurz vor jedem Tanz/Runde den jeweiligen Gruppen zugelost. Die Wertung erfolgt von 1 (sehr schlecht) bis 10 (Outstanding); zur weiteren Differenzierung können Stufen von 0.5 Punkten verwendet werden. In der Addition der Punkte (Durchschnitt) für jede Kom-

Die tatsächliche “Arbeitsbelastung” der Wertungsrichter wird reduziert sowohl hinsichtlich der Beurteilung als auch mechanisch für die Eingaben auf den Touch Screen Terminals. Nur eine Komponente ist jeweils zu beurteilen, nur ein Wert muss nach der Beurteilung eingegeben werden. Dies bewirkt, dass das Wertungssystem 2.0 auch für Gruppentänze (Runden) verwendet werden kann. Sogar in Runden mit bis zu acht Paaren auf der Fläche und der Dauer der Tänze von nur eben über zwei Minuten hat der Wertungsrichter die notwendige Zeit, jedes Paar individuell zu beurteilen. Dies ermöglicht, das System 2.0 ab dem Viertelfinale eines Wettbewerbs anzuwenden sowie auch für Rundentanz im Finale. Zwei der fünf Tänze im Finale sind jetzt Rundentänze. Die drei Solotänze werden per Lossystem ausgewählt. Die Reihenfolge, in der die fünf Tänze im Finale getanzt werden ist Solo / Solo / Runde / Solo / Runde.

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„Ein Magazin muß wie eine Wundertüte sein“

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D e r M a g a z i n - M a c h e r | L a r s H e n d r i k Vo g e l

TEXT ELISABETH GÄNGER

Der Magazin-Macher Lars Hendrik Vogel liebt es Papier mit Worten & Farbe zu füllen

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as macht ein Bremer Herausgeber, der ein Hochglanzmagazin über eine ästhetische Sportart produzieren möchte? – Er wendet sich an den Grün-Gold-Club und bringt durch einen Mix aus Clubnews und internationalem Flair ein Medium aufs Parkett, das in der Dance Community allseits große Beachtung findet. Insgesamt neun Ausgaben des DanceStarsMagazins hat Lars Hendrik Vogel seit 2009 für den hanseatischen Erfolgsclub produziert. Zweimal im Jahr freuen sich GGCMitglieder und Tanzbegeisterte aus ganz Deutschland auf die eindrucksvoll bebilderten Reportagen aus Paris, Las Vegas und natürlich der Hansestadt. Dass selbst der Deutsche Tanzverband zu den Fans des Hefts gehört, ist dem vorausschauenden Konzept zu verdanken, das Initiator und GGC-Vorstand seinerzeit erarbeitet haben.

Es sollte nie nur eine reine Vereinszeitschrift werden, erinnert sich Lars Hendrik Vogel an seine ersten Gespräche mit den Grün-Goldenen. Der Vorstand, allen voran sein Vorsitzender Jens Steinmann, habe die Idee von einem überregionalen Tanzmagazin mit besonderem Fokus auf die Geschehnisse im Bremer Club von Anfang an voll unterstützt. Und so berichten die Schreiber um Chefredakteur Lars Kück halbjährlich von den ganz Großen im Tanzgeschäft und beeindrucken mit Reportagen von internationalen Tanzhochburgen wie etwa dem Pariser Lido. Vogel selbst steuert neben dem Layout und der kaufmännischen Organisation des Magazins brillante Fotos bei. Illustrativ sollte es sein, Impressionen aus der glitzernden Szene des Tanzsports vermitteln und dabei nie außer Acht lassen, dass Profitanz ein verdammt hartes Geschäft ist, beschreibt er sein ursprüngliches Motiv. Zahlreiche Recherchereisen haben dem Oberneulander einen Blick hinter die

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Kulissen des Profitanzes ermöglicht und seinen Respekt vor dieser Sportart erhöht. Zum Beispiel sein Besuch der Jubilee-Show, der ältesten Tanzshow auf dem Strip in Las Vegas: „Wer dort dreimal am Tag auftritt und auf hohen Hacken und halbnackt Tanzakrobatik leistet, ist nach fünf Jahren einfach fertig“, berichtet Vogel von seinen eindrucksvollen Begegnungen. Dass sich das DanceStars-Magazin in der Community so großer Beliebtheit erfreut, ist natürlich auch dem leidenschaftlichen Einsatz des herausgebenden Clubs zu verdanken. Die Welt- und Europameistertitel der Lateinformation, Großveranstaltungen wie die Weltmeisterschaft in dieser Sparte, die bereits zum dritten Mal in Folge in der Hansestadt ausgetragen wird – beim GGC passe einfach alles zusammen, resümiert Lars Hendrik Vogel. Denn nicht nur der internationale Ruhm der Aktiven mache die Stärke des Vereins aus, sondern auch die in-

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EIN PERFEKTES DOPPEL!

Zwei Stadtteile, zwei Magazine, ein Verlag! Sprechen Sie uns an - wir können etwas für Sie tun. VOGEL & CREW MEDIA, TEL. (0421) 200 75 90 34 |

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D e r M a g a z i n - M a c h e r | L a r s H e n d r i k Vo g e l

tensive Vereinsarbeit der Mitglieder rund um den Vorstand, deren aufgeschlossene und zukunftsorientierte Haltung Vogel überaus schätzt. Seine ersten Schritte in der Medienbranche machte der quirlige Bremer bereits während der Schulzeit. Seine Schülerzeitung, für die er Redakteur und Anzeigenberater in einem war, erwies sich als so lesenswert, dass das Medium bald an Schulen in der gesamten Hansestadt erschien. Welcher Schüler kann schon von sich behaupten, einen Universalschlüssel zu seiner Lehreinrichtung zu besitzen, um jederzeit Zugang zum Redaktionsraum zu haben? Nach der Schulzeit verwirklichte Lars Hendrik Vogel Geschäftsmodelle, die ebenso kreativ wie gewagt anmuten. Zum Beispiel seine 1989 gegründete Agentur, mit der er als erste deutsche Firma professionelle Anrufbeantworter-Ansagen produzierte. Zeitschriften wie Petra, Spiegel, Stern und sogar der Playboy berichteten damals über die Geschäftsidee des Werbekaufmanns, der Bandansagen von Versicherungen oder Arztpraxen mit eindrucksvollen Klängen und professionell gesprochenen Texten produzierte. „Wir haben damals über 5.000 individuelle Ansagen pro Jahr produziert. Ich glaube allerdings, ich war damals kein wirklich guter Chef“, schmunzelt der heute 47-Jährige über seine ersten Jahre als Unternehmer. Schon mit Mitte zwanzig habe er sich vor Aufträgen und neuen Ideen kaum retten können. Sein kaufmännisches Knowhow und der professionelle Umgang mit Mitarbeitern seien allerdings erst mit den Jahren gewachsen.

Projekte, die ebenso sympathisch wie versöhnend daherkommen. Zum Beispiel seine vor gut zwei Jahren gestartete Kampagne „Wir Horner haben Herz“, die viele Anhänger gefunden und die Bewohner des Stadtteils stolz auf ihr freundliches Image sein lässt. Aber Vogel ist auch ein guter Netzwerker, der seine Kontakte nutzt, um originelle Ideen umzusetzen, meistens mit einem kräftigen Schuss Humor. Ein Highlight in dieser Hinsicht war sicher das Fotoshooting mit Roberto und Uta Albanese, die der Werbekaufmann für das Titelbild der ersten Ausgabe des Bremer Sport Magazins im Janaur 2001 gewinnen konnte. Wirklich komisch sei es gewesen, wie die beiden Tanz-Stars sich in seinem Büro in die Kostüme gezwängt und akrobatische Schrittfolgen simuliert hätten, lacht er heute noch über die Szene.

Die Zukunft des Grün-Gold-Clubs bezeichnet Vogel als „hanseatisch-solide“. Nicht nur wegen der Welterfolge in der Königsdisziplin Lateinformation. Der Club sei insgesamt so breit aufgestellt und leistungsstark, dass er noch über viele Jahre den bundesdeutschen Tanznachwuchs anziehen und nach Bremen holen werde. Gut für den Fortbestand des imposanten DanceStars-Magazins, aber auch gut für dessen einfallsreichen Produzenten, der sich nirgendwo wohler fühlen könnte als in der Hansestadt.

www.dancestars-magazin.de www.schwachhausen-magazin.de www.horner-magazin.de www.bremersportmagazin.de

Heute setzt Lars Hendrik Vogel seine Geschäftsideen mit einem leistungsstarken Team um, in dem offensichtlich alles stimmt. Neben dem DanceStars-Magazin gibt er das Bremer Sport Magazin für den Landessportbund sowie Stadtteilzeitschriften für Horn-Lehe und Schwachhausen heraus. Immer gelassen wirkend und immer mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen, verwirklicht der dreifache Vater

Lars Hendrik Vogel mit seinen Redaktionsleiterinnen: Birgit Rehders (links) vom SCHWACHHAUSEN Magazin und Annette Rauber (Mitte) vom HORNER Magazin

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Vo r h a n g a u f | D a s F R I T Z T h e a t e r

Die Waterfront Bremen Die Waterfront in Bremen ist ein langj채hriger Partner des Gr체n Gold Club Bremen. Hier findet man alles bequem unter einem Dach und der GGC begleitet die Waterfront schon lange in Sachen Tanzen. Lesen Sie selbst die gemeinsame Erfolgsgeschichte der Wanterfront und des GGC.

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V o r h a n gDai u e f W|a tDear sf r Fo R n It Ti Z n T B hr e a mt ee nr

Waterfront – so geht Shoppen Attraktive Shopping- und Freizeit-Destination an der Weser Wie schnell die Zeit vergeht: Fünf Jahre ist es her, dass die Waterfront in Bremen eröffnete. Mit über einhunderttausend Besuchern und einem vielseitigen Programm ging das ambitionierte Projekt im September 2008 mit einem Paukenschlag an den Start. Von Beginn an konnte das Center Management mit einem hohen Vermietungsstand und einer Vielzahl an Besuchern Erfolge verbuchen. Inzwischen hat sich die Waterfront zu einer attraktiven Shoppingund Freizeit-Destination entwickelt und zieht Besucher aus der gesamten Nord-West-Region an. Highlights in der Waterfront: - Mehr als 90 Geschäfte - Viele bekannte Brandstores - Großer Food Court mit LED-Leinwand und Live-Übertragung der Bundesliga

Besinnlicher Einkaufsspaß Länger shoppen und Weihnachtsmarkt besuchen Ohne Zeitdruck alle Festtagseinkäufe erledigen, Weihnachtsdüfte schnuppern und die besinnliche Atmosphäre auf sich wirken lassen. Das bietet die Waterfront ihren Besuchern ab Ende November. An insgesamt sechs langen Shopping-Abenden* locken Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Für alle Kurzentschlossenen öffnen die Geschäfte auch an Heiligabend und Silvester bis 14 Uhr. Wer beim Shoppingmarathon aus der Puste gerät, hat die Möglichkeit, sich auf dem hauseigenen Weihnachtsmarkt zu stärken. Über 4.000 kostenfreie Stellplätze am Gebäude und in der Tiefgarage unter den Malls garantieren dabei stressfreies Parken rund um die Feiertage.

„In der Waterfront finden sich jede Menge Geschenkideen. Wer unsicher ist, dem empfehlen wir unsere Shopping-Gutscheine im festlichen Weihnachtsdesign. Die gelten in fast allen Stores und Gastronomien sowie dem Kino. Damit liegt man eigentlich immer richtig“, ist sich Center Manager Peter Schneider sicher. Die Gutscheine können Besucher am Info-Point käuflich erwerben. Auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Haupteingang finden sich außerdem jede Menge Leckereien wie Mandeln, Reibekuchen, Crêpes, Kakao und Glühwein. Für die kleinen Gäste steht ein Kinderkarussell bereit. Der Weihnachtsmarkt öffnet von Ende November bis Ende Dezember. Die langen Shopping-Abende auf einen Blick: • • • • •

07. 14. 21. 27. 28.

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Weitere Informationen zur Waterfront und allen gesonderten Öffnungszeiten finden sich unter w w w. w a t e r f r o n t bremen.de und www.facebook.com/ waterfrontbremen.

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D i e Wa t e r f r o n t i n B r e m e n

„Hier wird getanzt“ Center Manager erklärt Kooperationskonzept Regelmäßig finden in der Waterfront Tanzveranstaltungen mit Kooperationspar tner n statt. Center Manager Peter Schneider verrät, um welche es sich dabei handelt, was die Besucher davon haben und was Tanzinteressier te außerdem im Shopping- und Freizeit-Center an der Weser erwartet.

bieten. Tanzevents an öffentlichen Orten können zudem dabei helfen, Anfängern einen Zugang zum Sport zu bieten.

Worauf können sich Tanzinteressierte in den kommenden Monaten in der Waterfront freuen?

Muss ein Shopping-Center seinen Besuchern ihrer Meinung nach heute mehr bieten als Einzelhandel und Gastronomie?

Nach unserer letzten Tanz-Veranstaltung im Herbst findet das nächste Event dieser Art wieder im Frühjahr statt. Beim „Tanzfieber“ wird es wieder jede Menge Shows und Mit-

Absolut! Einkaufen ist längst nicht mehr nur „Bedarfsdekkung“, sondern vielmehr ein Erlebnis. Wir sehen in der Waterfront eine Shoppingund Freizeitdestination. Viele verabreden sich mit Freunden oder der Familie zum gemeinsam Shoppen, Flanieren und Entdecken. Spaß haben – das ist das Schlagwort, das viele unserer Besucher mit der Waterfront verbinden. Einzigartige Events wie das US-Car-Treffen und das Hüpfburgen-Fest an der Promenade oder unser Schlager-Casting und die Tanzveranstaltungen in den Malls gewährleisten dabei die nötige Exklusivität und Abwechslung.

Center Manager Peter Schneider erklärt warum die Waterfront ein Herz für Tänzer hat Was bietet die Waterfront speziell Tanzinteressierten? Wir veranstalten mehrmals im Jahr TanzEvents mit wechselnden Shows und Mitmach-Aktionen, die sowohl im Center als auch draußen an der Waterfront-Promenade stattfinden. Zudem führen viele unserer Shops funktionale und zugleich modische Sportbekleidung – auch für Tänzer. Wie kommt es, dass regelmäßig in der Waterfront getanzt wird? Wir kooperieren bereits seit mehreren Jahren mit dem Grün-Gold-Club und der Tanzarena in Bremen. Die gemeinsamen Veranstaltungen sind sehr beliebt bei unseren Besuchern. Viele haben in den CrashKursen das Tanzen für sich neu entdeckt und führen dies nun aktiv fort. Ziel ist es, unseren Besuchern gesunde Unterhaltung zu

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mach-Aktionen geben. Dabei versuchen wir allen Altersgruppen etwas zu bieten. Im kommenden Sommer wird außerdem wieder die alljährliche Zumba- und BokwaParty an der Waterfront-Promenade stattfinden.


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Der Waterfront-Look: sportlich mit Stil Wie Aktive sich funktional und trendy kleiden Jeder zweite Deutsche treibt regelmäßig Sport. Wer dabei nicht nur beim Wettkampf, sondern auch modisch vorne mit dabei sein will, dem bietet die Waterfront diverse Einkaufsmöglichkeiten. Ob spezialisierte Anbieter wie Intersport und Runners Point oder Allrounder wie H&M, Schuhpark und C&A – ein modisches Sport-Outfit ist keine Frage des Geldbeutels. In erster Linie geht es jedoch um Funktionalität: Schuhe beispielsweise sollten unbedingt gut passen und den Anforderungen der jeweiligen Sportart gerecht werden. Die Bekleidung sollte atmungsaktiv sein und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Trotz funktionaler Rahmenbedingungen bleibt immer genügend Spielraum für den individuellen Look: eine dunkle Trainingshose, ein farbiges Shirt und Schuhe im selben Ton – das passt immer.

Wer hingegen auffallen will, setzt auf Farbkontraste wie Pink und Grau, Blau und Orange oder Weiß und Gelb. Weiteren Gestaltungsraum bieten Materialien: Prints und Schriftzüge oder ein Mix aus glänzenden und matten Stoffen bringen unifarbene Outfits groß raus. In Führung gehen Sportler mit auffälligen Accessoires wie farbigen Mützen, Handschuhen, Brillen oder Pulsuhren. Um die Kleidung bequem und trocken an die Sportstätte zu transportieren, empfiehlt sich zudem eine praktische Tasche: Auch hier darf Mut zur Farbe bewiesen werden. Grundsätzlich gilt jedoch wie bei allen Looks: besser auf zwei bis drei Farben und Materialstrukturen beschränken und diese wiederholt aufgreifen. Final sollten bei der Outfitwahl auch die entsprechenden Witterungsbedingungen berücksichtigt werden. Spezielle Reflektoren sorgen beim OutdoorSport für die nötige Sichtbarkeit, rutschfeste Sohlen für einen sicheren Stand in der Halle.

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D a s S t a n d a r d p a a r F r a n z i s k a We t j e n u n d D e n n i s C i o m b e r

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D a s S t a n d a r d p a a r F r a n z i s k a We t j e n u n d D e n n i s C i o m b e r

TEXT LARS KÜCK FOTOS DENNIS HEIDE

Zwei Wege führen zu einem gemeinsamen Ziel Das Standardpaar Franziska Wetjen und Dennis Ciomber

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iest man die Vita von Franzi und Dennis, so kann man nur zu einem Ergebnis kommen – zwei Wege führen zu einem gemeinsamen Ziel. Franzi beschreibt ihren Beginn im Tanzsport wie folgt:

Mit 14 ging ich, wie wahrscheinlich die meisten, in eine Tanzschule um mit Freunden und Mitschülern einen Anfängerkurs zu besuchen. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich mit Tanzen nicht viel am Hut. Pferde waren bis da meine Leidenschaft. Ganz Mädchen eben ;) Tanzen machte mir von Anfang an soviel Spaß, dass schnell klar war, dass ich weiter mache. So durchlief ich die üblichen Kurse und landete schließlich in der Lateinformation der Tanzschule. Die Lateinformation wechselte dann aus verschiedenen Gründen den Verein und so landeten wir alle im Grün-Gold-Club Bremen. Hier fand ich dann auch einen Tanzpartner fürs Einzeltanzen und nach kurzer Zeit stand das erste Turnier in der D-Lateinklasse an. Mit 21 musste ich das Tanzen aus verschiedenen privaten Gründen aufgeben. Nach vier langen Jahren konnte ich dann endlich aufs Parkett zurückkehren. Ich probierte es noch einmal kurz in der Lateinformation, merkte dann aber schnell, dass ich dazu keine Lust hatte. Durch einen glücklichen Zufall fand ich einen interessierten Partner für die Standardsektion. Haiko hatte schon A-Klasse getanzt. Und so stürzten wir uns hoch motiviert ins Training. Bis zum ersten Turnier verging allerdings ein Jahr. Die ersten Turniere waren eher erfolglos, aber dann ging es richtig gut. Nach 1,5 Jahren schafften wir den Aufstieg in die S-Klasse. Ich war glücklich und Haiko hing, völlig überraschend, den berühmten Tanzschuh an den Nagel. Nun stand ich da und kein Tanzpartner war in Sicht. Nach langer Suche (drei Jahre) fand sich ein neuer Herr. Der war allerdings völlig anders motiviert und auch kaum bereit Einsatz zu bringen. Kurz vor unserem ersten Turnier tauchte Dennis beim Training auf. Er war auf der Suche nach einer Tanzpartnerin. Ich überlegte nicht lange und beendete die aktuelle Tanzpartnerschaft, um mit Dennis neu zu beginnen. Und das war eine super Entscheidung.

Von einer Kindertanzgruppe habe ich mich durch die Tanzschule zum Turniertanzsport durchgeschlagen. Mit 13 Jahren habe ich schon mit dem Turniertanzen begonnen und startete für den Delmenhorster Verein. In der Schülerklasse durfte ich zur Deutschen Meisterschaft und habe Trainer wie Uwe Wartjes (Bremen), Peter Beinhauer (Kader Niedersachsen), Damian Hull (Kader Niedersachsen), Wolfgang Opitz (Bundeskader) und Horst Beer (Bremerhaven) kennengelernt.

Bei Dennis beginnt der Tanzsport schon viel früher, sein Leben entscheidend mitzubestimmen: Angefangen mit dem Tanzen hat alles, als ich neun Jahre alt war. Das war ganz schrecklich für mich, da sowohl meine Eltern, mein Bruder als auch meine Onkel und Tante tanzten. Nur ich nicht! So wollte ich unbedingt tanzen!

Dennis und Franzi schauen fröhlich in ihre gemeinsane Tanzsportzukunft

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D a s S t a n d a r d p a a r F r a n z i s k a We t j e n u n d D e n n i s C i o m b e r

In der Jugend kam der Wechsel zum Grün-Gold-Club in Bremen. Hier habe ich über 10 Tänze getanzt. Und auch in der Formation (nur 1,5 Saisons, mit Eva Wartjes und dem damaligen Trainer Uwe Wartjes). Im Standard hatte ich das Glück, von Peter Beinhauer trainiert zu werden. Mit ca. 18 Jahren wechselte ich zum TSC Schwarz-Silber-Bremen, um dort für 10 Jahre Latein zu tanzen. Roberto Albanese war mein Mentor auf diesem beschwerlichen Weg. Vollgestopft mit Partnerwechseln und Erfolgen. Trainer in dieser Zeit waren: Roberto und Uta (Bremen), Jürgen Neudeck (weltweit), Ute Streicher (Pforzheim), Wolfgang Opitz (Bundeskader), OWT (Landeskader). Kurze Impressionen durch: Holger Nitsche, Espen Salberg, AliceMarlene Schlögel. Man erkennt, dass beide bis zu dem Zeitpunkt doch recht unterschiedliche Wege gegangen sind. Doch seit Ostern 2005 betreten Dennis und Franzi gemeinsam das Tanzparkett und das mit Erfolg. Sie starten gemeinsam in der Hauptgruppe A Standard. Dann in 2007 beim Blauen Band in Berlin mit einem dritten Platz der Aufstieg in die höchste Deutsche Tanzsportklasse – der S Klasse Standard. Seitdem sind sie ununterbrochen Bremer Landesmeister. In 2011 dann sogar der norddt. Vizemeister HGR II S Standard. Seit Januar dieses Jahres gehen Dennis und Franzi nun in der Senioren I S Standard an den Start und haben auch schon einige beachtliche Erfolge erzielt: - Platz 12 von 105 Paaren beim WDSF Blaues Band Berlin 2013 - Platz 10 von 88 Paaren RL „Hessen tanzt“ - Platz 8 norddt. Meisterschaft 2013 SEN I + Bremer Landesmeister - Landesmeister Bremen 2013 HGR II S

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Ihre Erfolgskurve steigt stetig. Dies auch dank ihrer Trainer Peter Beinhauer und Dirk Rosenbrock, mit denen sie intensiv zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, immer den bestmöglichen Platz zu ertanzen. Bei ihrer ersten DM Sen I S Standard in diesem Jahr lief noch nicht alles rund, am Ende belegten sie Platz 29. Doch wer Dennis und Franzi kennt weiß, dass sie im nächsten Jahr wieder angreifen werden und mit ihrer sympathischen Art und doch mit Ehrgeiz sicher weiter vorne landen werden.


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D a s S t a n d a r d p a a r F r a n z i s k a We t j e n u n d D e n n i s C i o m b e r

Die Männer mit eisernen Nerven & groĂ&#x;em Herz

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Die Sportwarte im Grün-Gold-Club Bremen

Die Sportwarte des GGC Aus gegebenem Anlaß stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe den Vorstandsposten „Spor twar t(e)“ vor, denn eine solche Tanzsport-Großveranstaltung wie eine Formations-Weltmeisterschaft Latein wäre ohne die Arbeit der Sportwarte nicht möglich. Das Betätigungsfeld der Sportwarte in einem Tanzspor tverein von der Größe des GGC ist sehr umfangreich. Dies beginnt klassisch, wenn interessierte Tanzsportler gewillt sind, in den GGC einzutreten. Oftmals suchen sie den ersten Kontakt über den Sportwart des Clubs. Der GGC hat nun so viele Tanzsportbereiche, dass die Bewältigung für eine Person schlichtweg unmöglich wäre. Aus diesem Grunde hat man sich entschlossen, die Bereiche nach Standard/JMD und Latein/Formationen zu trennen. Dies gewährleistet die bestmögliche Betreuung der Tanzsportler. Für die Lateintänzer und –formationen zeichnet Volker Behrens verantwortlich. Er ist sehr versiert in allen Bereichen seines Aufgabenbereichs und hat wohl den Löwenanteil der Arbeit zu bewältigen. Immerhin sind es sechs Latein-Formationen, die allein mit mehr als hundert Mitgliedern zu Buche schlagen. Auch wenn darin „Doppelstarter“ (Einzelpaartanz und Formation) enthalten sind, hinzu kommen durchaus noch diverse Paare, die sich auf den Einzelpaartanz beschränken. Für alle müssen Startbücher beantragt werden und die Startlizenzen überwacht werden. Bei jedem Partnerwechsel – und das kommt bei den jugendlichen Paaren ziemlich häufig vor – müssen die Startbücher geändert werden, d. h., sie müssen an den Sportwart des Landestanzsportverbandes geschickt werden, möglichst so rechtzeitig, dass sie auch zum ersten gemeinsamen Start wieder da sind. Da die Paare nicht immer sofort daran denken, dass sie dies einkalkulieren müssen und durchaus auch nicht sofort ihren Sportwart informieren, wird es schon manchmal sehr eng. Natürlich versucht man immer, alles noch irgendwie hinzukriegen – aber das bedeutet natürlich zusätzlichen Zeit- und Arbeitsaufwand und da auch die Tätigkeit des Sportwartes ehrenamtlich ist, muß das neben dem Beruf erledigt werden. Volker Behrens gehört zu den „Ehrenamtlichen“, die ihre Aufgabe sehr ernst nehmen und zuverlässig zu erfüllen bereit sind. Ansonsten würde der Sportbetrieb im Latein- und Formationsbereich sehr schnell zum Erliegen kommen! Zur Entlastung hat der GGC Latein-Sportwart – ebenso wie der Standard-Sportwart - Unterstützung aus dem Beirat: in enger Zusammenarbeit mit ihm organisiert Hanno Fellmann die Anmietung von Hallen zum Training der vielen Formationen – eine Aufgabe, die oftmals zeitraubend ist und nicht immer von den Teams auch entsprechend honoriert wird. Im Lizenzbereich (Startmarken, Wertungsrichter- Turnierleiter und Trainerlizenzen) ist Margret Ringies, bis 2013 selbst aktive Turniertänzerin, aktiv. Wenn Paare eingeladen werden, eine Show zu tanzen, muß ein Schautanzantrag beim LTV-Sportwart gestellt werden. In diesem Bereich unterstützt Dirk Rosenbrock seit Jahren die Sportwarte, ehrenamtlich, neben seiner Arbeit als Trainer bei den Standardtänzern und seinem Hauptberuf. Volker Behrens besitzt sowohl die Turnierleiter- und Wertungsrichterlizenz, für Standard bis zur S-Klasse. Er ist 51 Jahre alt und Single.

Wolfgang Ahlrichs, zuständig für Standard und JMD, stellt sich und seinen Aufgabenbereich selbst vor: Persönliche Daten: Wolfgang Ahlrichs geb. am 31. Dezember 1966 verheiratet mit Nicole Ahlrichs 1 Tochter, Solveig, geb. 2010 Der Weg zum Turniertanzen: Ich habe von meiner damaligen Freundin Nicole (jetzt meine Frau) kurz nach unserem Kennenlernen einen Tanzkurs zum Geburtstag geschenkt bekommen. Nicht sonderlich begeistert von diesem Geburtstagsgeschenk dachte ich kurzweilig darüber nach, vom Umtauschrecht Gebrauch zu machen. Ich wollte meine damalige Freundin aber auch nicht enttäuschen. So wagte ich dann die ersten Schritte auf dem Tanzparkett und merkte recht bald „Tanzen macht richtig Spaß“. Vom Tanzvirus wahrlich infiziert haben wir weitere Tanzkurse belegt und viele Möglichkeiten (Tanztees, Bälle, offene Tanzgelegenheiten, Tanzabende, Tanz in den Mai …) genutzt, um immer wieder zu tanzen. In der Tanzschulära haben wir uns bis zum Gold-Star-Kurs „hochgearbeitet“. Anschließend haben wir in der Tanzsparte des TV Eiche Horn mit dem Standard-Turniertanzen begonnen. 2005 sind wir zum Grün-Gold-Club gewechselt, weil wir „tanzsportlich mehr wollten“. Im Grün-Gold-Club haben wir ideale Trainingsbedingungen und sehr gute Trainer, die uns fachlich und methodisch sowohl im Gruppenunterricht als auch in den Privatstunden optimal fördern. Insgesamt seit 6 Jahren tanzen wir aktiv Turniertanz und sind mit einer größeren Unterbrechung (unsere Tochter Solveig wurde 2010 geboren) inzwischen auf dem Weg in die Sonderklasse Sen. I.

AUFGABEN DER SPORTWARTE Die Sportwarte sind verantwortlich für die Angelegenheiten der Turnierpaare, Formationen und sonstigen Lizenzträgern. Insbesondere nehmen sie folgende Aufgaben wahr: (a) (b) (c) (d) (e)

(f) (g) (h)

Organisation, Durchführung und Abwicklung von Sportturnieren, die nicht unter § 2 Abs. 3 d fallen; Organisation des Trainings der Turnierpaare und Formationen inkl. des Hallenmanagements; Förderung des Breitensports (z. B. DTSA, BSW); Einladung, Leitung und Protokollierung von Versammlungen der Turnierpaare; Verbindung zu den Sportwarten des Landestanz sportverbandes Bremen und des Deutschen Tanz sportverbandes; Unterhaltung und Verwaltung aller Musikanlagen des Clubs einschl. der Tonträger; Lizenzwesen und Beantragung von Trainerzuschüssen beim LSB; Redaktion des Wochenplans für die Nutzung der Clubhäuser.

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D a s S t a n d a r d p a a r F r a n z i s k a We t j e n u n d D e n n i s C i o m b e r

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Die Sportwarte im Grün-Gold-Club Bremen

Beruflicher Werdegang: Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter. Danach habe ich mein Abitur nachgeholt und an der Universität Bremen die Fächer Deutsch und Geschichte für das Lehramt studiert. Seit 2000 bin ich Grundschullehrer in Lilienthal (Niedersachsen) mit den Fächern, Deutsch, Sachunterricht und Sport. Der Beruf macht mir sehr viel Spaß. Ich arbeite sehr gern mit den Schülern zusammen und bin ein begeisterter Sportlehrer. Motivation für die Übernahme einer solchen Aufgabe: Als der bisherige Sportwart Jeremy Prasetyo uns 2010 auf der Turnierpaarversammlung eröffnete, dass er dieses Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr ausüben könne, schlugen meine Mittänzer mich als neuen Sportwart vor und so war ich ab sofort der neue Standard-Sportwart. Die Ausführung eines Ehrenamtes war für mich nicht neu. Nur zu gut weiß ich durch meine früheren ehrenamtlichen Tätigkeiten (Gründungsmitglied der Grundschulwerkstatt an der Uni Bremen, Gründungsmitglied der Bücherei Buch Horn, Organisation der jährlichen Tanzbälle im TV Eiche Horn …) wie wichtig es ist, sich in einem Verein zu engagieren, der auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen ist. Begonnen habe ich mit der Pressearbeit für den Standardbereich im GGC. Die Einarbeitungsphase in meinem neuen Amt als Standard-Sportwart war für mich sehr schwierig, da der bisherige Sportwart beruflich im Ausland arbeitete und für mich nicht mehr ansprechbar war. Ich hatte mir von Anfang an verschiedene Ziele gesetzt: - jährlich 2 Turnierevents oder turnierähnliche Events zu veranstalten - die Club-Gemeinschaft unter den Tänzern zu stärken - Tanzseminare zu planen und zu organisieren - ein aktives Clubleben sowohl sportlich als auch in Hinsicht auf die Gemeinschaft zu fördern - den Standard-Bereich im Club zu stärken und den Nachwuchs im Standardbereich zu fördern - den JMD Bereich neu aufzubauen und wieder zu etablieren

Organisieren, planen und steuern - Tagesgeschäft eines Sportwartes Der Zeitaufwand, den ich für die o.g. Aufgaben benötige, ist schon recht groß. Ich sitze jeden Tag für eine Weile am Computer, um meine Mails zu bearbeiten und Termine zu organisieren. Dann kommen die aufwendigen Vorbereitungen für die Events und Turniere hinzu. Ein größeres Aufgabengebiet ist z. B. die Vorbereitung für den „Tag des Tanzens“ oder des „Adventspokals“ um Weihnachten herum. Zusätzlich organisiere ich auch gerne Aktivitäten, die die Gemeinschaft im Club stärken, wie z. B. Spaßrallyes, Grillabende, das Wichteln vor Weihnachten … Außerdem leistet man auch viel Gedankenarbeit und überlegt sich, manchmal sogar im Urlaub, wie man die Dinge am besten regeln, anpacken und/oder verwirklichen kann. Hinzu kommen auch immer wieder Gespräche mit Trainern, Tanzgruppen oder auch Paaren, um sich auszutauschen und festzustellen, ob alles gut läuft oder ob es Probleme gibt. Ich versuche, neben meinem Beruf, meinen Aufgaben in der Familie und meinem eigenen Turniertanzen, die Tätigkeit so gut wie möglich zu erfüllen. Nicht immer gelingt das, da gibt es schon auch mal Engpässe im Zeitmanagement, aber im Großen und Ganzen klappt es recht gut. Die größten Herausforderungen in meinem Job als Sportwart sehe ich in der Stärkung des Standard-Bereichs in unserem Club, in der Zusammenarbeit zwischen den Trainern und zwischen den Sparten. Hier ist es nicht einfach, einen für alle akzeptablen Weg zu finden. Umso wichtiger finde ich es, dass unser Club breit aufgestellt ist, d.h. die verschiedenen tänzerischen Facetten - sei es Standard, JMD, Latein, Kindertanz etc. - nebeneinander funktionieren und sich gegenseitig akzeptieren. Hier hat jeder in seinem Bereich eine verantwortungsvolle Aufgabe, diese Aufgabe als Ehrenamt macht jeden im Club außerordentlich wertvoll. Aus diesem Grund finde ich die Wertschätzung jedes einzelnen Clubmitglieds, das sich engagiert, außerordentlich wichtig. Die Wertschätzung, die ich als Standard-Sportwart erfahre, ist für mich quasi der Motor für die Aktivitäten und die Kreativität des Clubs. Ich selbst trainiere sehr gern im Club in Oberneuland, dort trifft man andere Tänzer, man tauscht sich aus und trainiert das aus, was in den Gruppenstunden vermittelt wurde. Außerdem treffe ich dort Freunde und fühle mich in der Gemeinschaft wohl. Der Club ist für mich so etwas, wie ein zweites Zuhause. Beiräte, die mir zuarbeiten und einen Teil der Arbeit übernehmen: Magret Ringies: Sie ist zuständig für die Startmarken der Tänzer und das Lizenzwesen (Lizenzen für Trainer, Wertungsrichter, Turnierleiter) Dirk Rosenbrock: Vertreter des Standard-Sportwarts und Bearbeitung der Anträge für die Showtänze

GGC-Sportwart Wolfgang Ahlrichs

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Coverstor y | Anton Skuratov und Alona Uehlin

Ein Tanz voller Leidenschaft und Lebensfreude in der Tanzarena

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Tanzarena Bremen meets Salsa

TEXT ALEXANDER MARTENS FOTOS DENNIS HEIDE

as Wort Salsa heißt frei übersetzt „Soße“, aber welche Zutaten in diese „Tanz-Soße“ gehören und welche Geschichte dahinter steht ist vielen nicht bewusst. Salsa ist eine Fusion von alten europäischen Hoftänzen, afrikanischen Rhythmen und dem amerikanischen Big Band Jazz. Tatsächlich ist es so, dass die meisten Zutaten, die im Laufe der Zeit zum Salsa zusammengemischt wurden, aus Kuba bzw. der Karibik stammen. Willie Colon sagte einmal über den Salsa: “Salsa ist kein Rhythmus, er ist ein Konzept. Ein offenes, viel umfassendes, musikalisches, kulturelles und sozialpolitisches Konzept.”

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Natürlich gehört auch eine große Portion Leidenschaft mit in die Soße, damit sie pikant wird. Salsa ist das Sinnbild für das Spiel zwischen Mann und Frau. „Man muss sich auf seinen Tanzpartner einlassen und ein Stück seiner Seele preisgeben“, so Alexander Martens Salsalehrer der Tanzarena. So ist es nicht verwunderlich, dass das Knistern oft nicht nur auf der Tanzfläche stattfindet, sondern viele Tanzpaare auch privat Paare sind. Salsa kam erst Anfang der 1980er Jahre nach Deutschland und hat mittlerweile, besonders in Ballungszentren, eine sehr aktive Szene. In größeren Städten kann man nahezu jeden Tag aus verschiedenen SalsaPartys wählen. Fast jede Tanzschule bietet inzwischen auch Salsaunterricht an. Die drei ältesten und größten deutschen Salsazentren sind Berlin, München und Stuttgart. Eines der größten Salsa-Festivals Europas findet alljährlich im Sommer in Hamburg statt. Auch in Bremen ist Salsa sehr gefragt und man kann fast jeden Abend zu einem Salsaabend machen. Es hat sich über die letzten Jahre hinweg eine immer größer werdende Szene entwickelt. Natürlich bietet auch die Tanzarena, eine der größten Tanzschulen Bremens, Salsa-Kurse auf den unterschiedlichsten Niveaus an. Dabei sind

Deutsche Vizemeister in Salsa - Alex und Kim aus Bremen auch die Tanzabende „Walzer meets Salsa“ an jedem ersten Samstag im Monat ein fester Bestandteil, der Salsa-Party-Szene geworden. Das besondere an der Bremer Salsa-Szene ist, dass hier eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht viele Tänzer sich mehrmals die Woche auf den Partys treffen. Neben dem Spaß-Faktor kann man hier das Gelernte anwenden.

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Salsa hat viele verschiedene Stilrichtungen wie z.B. New York-, Cuban-, L.A.-, Columbian-, Mambo- und den Cumbia- Style. Jedoch sind die beiden erstgenannten Stilrichtungen die populärsten. Sie unterscheiden sich grundlegend durch die unterschiedliche Tanzweise. Beim Cuban-Style tanzt man kreisend, wohingegen man beim NY-Style auf einer „gedachten“ Linie tanzt. Im Cuban Style bestimmen außerdem Wik-

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Tanzarena Bremen meets Salsa

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Das Tanzmagazin aus Bremen

kelfiguren und eine sehr dominante Führung des Mannes das Tanzen. Im Gegensatz dazu wird beim NY-Style offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch ausgefeilte Schrittkombinationen. In der Tanzarena wird hauptsächlich der NY-Style unterrichtet. „Es ist die Stilrichtung die ich selbst tanze“, so Alexander Martens. Seit September hat die Tanzarena mit ihm und Kim ihr erstes Salsa Turnier Paar. Kim ist in der Salsa-Szene kein unbeschriebenes Blatt. 2011 wurde sie sowohl Deutsche Meisterin als auch World-Cup Siegerin. Für Alex ist es das erste Salsa-Turnier. „Es ist eine Herausforderung. Nicht nur das Erlernen des Tanzes, sondern auch den Ansprüchen einer bereits so erfolgreichen Tanzpartnerin gerecht zu werden“ erzählt er schmunzelnd. Aber auch Alex hat tänzerische Vorkenntnisse - 2010 war er Deutscher Vizemeister der Hauptgruppe A Latein und

insgesamt 10-mal Hamburger Meister. „Kennengelernt haben wir uns schon 2011 in Bremen. Im Juni 2013 sah ich Kim dann bei Got to Dance. Hier sagte sie, dass sie momentan auf der Suche nach einem Tanzpartner ist, worauf hin ich mich sofort bei ihr meldete. Nach dem ersten Probetraining stand der erfolgreichen Tanzpartnerschaft nichts mehr im Weg. Ihren ersten gemeinsamen Show-Auftritt hatten die beiden im GOP-Theater in Hannover. „Es war eine gelungene Feuertaufe mit verdammt viel Anspannung“ so Alex und Kim. Am 16. November tanzten sie ihr erstes gemeinsames Turnier - Die Deutsche Salsa Meisterschaft in Lingen. „Wir wollten ganz vorne mitmischen“ so die beiden Tänzer. Dafür trainieren sie auch sehr fleißig, vor allem am Wochenende, da Kim in Hannover wohnt und Alex in Bremen. Dieser Fleiß wurde mit dem Vize-Meistertitel belohnt.

IMPRESSUM Herausgeber Grün Gold Club Bremen e.V. VOGEL & CREW Mediaconsulting Verlag VOGEL & CREW Mediaconsulting Mühlenweg 9, 28355 Bremen Tel. 49 421 200 75 90 hello@vogelundcrew.de Chefredakteur Lars Kück Lars Hendrik Vogel Redaktion & Autoren Susanne Frost Ursula Jarré Alexander Martens Dana Wartjes Fotografen Waldemar Quella www.tanzsportbilder.de Volker Hey www.sports-picture.net Jörg Sarbach www.sarbach.de Gestaltung & Druckvorstufe VOGEL & CREW Mediaconsulting www.vogelundcrew.de Anzeigenleitung Lars Hendrik Vogel lhv@dancestars-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 01/2013 Druck Druckerei Girzig+Gottschalk GmbH 28309 Bremen Rechte Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder, Dateien und Datenträger. Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen und Leserbriefen bleiben vorbehalten. Zuschriften und Bilder können ohne ausdrückliche Vorbehalte veröffentlicht werden. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung und Quellenangabe gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung liegen beim Verlag. ISSN 1869-425X

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DANCE STARS Magazin | No. 02.2013  

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