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Frauen

Wissen aus der Drogerie

Schรถnheit nach vierzig l Flirten ohne Grenzen Ursachen von Eisenmangel l Endlich schwanger Fr. 3.80


Inhalt

8 Schönheit ohne Spiegel Auch wenn Regula Schütz sie nicht sehen kann, ist Schönheit für sie wichtig.

12 Attraktiv mit 40 Jahren und mehr Die Zeit um vierzig ist für viele Frauen eine Zeit der Wende. Jetzt heisst es auch, die Pflege der Haut den veränderten Bedürfnissen anzupassen.

22 Die Kraft des Lächelns

16 Wechselhafte Jahre Dem Körper helfen, sein Gleichgewicht wieder zu finden.

Beim Flirten zählt nicht die Technik, sondern das Lebensgefühl.

26 Nur für Frauen Manchmal möchte frau unter ihresgleichen sein.

34 Bedarf an Eisen variiert Ist das Eisendepot aufgebraucht, kann der Speicher allein durch die Ernährung kaum wieder gefüllt werden.

42 Wärme und Flüssigkeit gegen

28 Unbeschwert durch die Tage Bei Beschwerden während der Menstruation ist Vorbeugen beinahe das Wichtigste.

Blasenentzündung Nicht mit Antibiotika, sondern mit natürlichen Mitteln heilen.

45 Augenblicke zum Entspannen Massagen wie Lomi-Lomi oder Reiki bringen Sie zum Träumen.

38 Endlich schwanger! Mit natürlichen Methoden die fruchtbare Zeit genau eingrenzen.

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Impressum Juni 2006 Herausgeber: Schweizerischer Drogistenverband Postfach 3516, Nidaugasse 15, 2500 Biel 3 Telefon 032 328 50 30, Fax 032 328 50 41 info@drogistenverband.ch www.drogerie.ch Redaktion: Heinrich Gasser, Chefredaktion, h.gasser@drogistenverband.ch Elisabeth K端pfert, Chefredaktorin Stv., e.kuepfert@drogistenverband.ch Flavia Kunz, Nadja M端hlemann Verkauf: Monika Br端tsch, Leitung, m.bruetsch@drogistenverband.ch Michael Severus, m.severus@drogistenverband.ch Layout: Stephan Oeschger, s.oeschger@drogistenverband.ch Fotos: Getty Images, Illustrationen J端rg Furrrer Herstellung: Benteli Hallwag Druck AG, 3084 Wabern-Bern


Editorial

Keine Angst vor den Hormonen Pubertät, prämenstruelles Syndrom,

die Hormone gerne verrückt spielen und

Menstruation, Schwangerschaft, Wechsel-

das über längere Zeit und immer wieder.

jahre. Es sieht so aus, als wäre Frau den

Oder wenn der Hormonhaushalt bei

grössten Teil des Lebens Opfer eines hoch-

Schwangerschaft und Geburt durcheinan-

komplexen Hormonhaushalts. Die Auto-

der gewirbelt wird, bringt uns das selten

rin Susane Love bezeichnet in «Das Hor-

aus der Ruhe.

monbuch» die Hormone Progesteron und

So um den fünfzigsten Geburtstag, nach

Östrogen als domestizierende Hormone,

rund 40 Jahren hormonellen Wechselbä-

welche die Frau gefügig machen, um sich

dern, ist dann der Spuk mit den zähmenden

zu paaren und fortzupflanzen.

Hormonen vorbei. Nach einem Intermezzo

Den ersten hormonellen Schub bekommen

mit Stimmungsschwankungen, Schlafstö-

wir in der Pubertät: An einem Tag himmel-

rungen und Hitzewallungen (Tipps dage-

hoch jauchzend, am nächsten zu Tode

gen in «Wechselhafte Jahre» ab Seite 16)

betrübt. Von der ganzen Welt unverstanden

geben die Hormone Progesteron und

und auf der Suche nach uns selbst. Mit

Östrogen wieder Ruhe – wir können zu

den Jahren lernen wir, uns den Anforde-

uns selbst kommen.

rungen des Lebens zu stellen und mit den monatlichen hormonellen Schwankungen umzugehen (mehr dazu in «Unbeschwert durch die Tage» ab Seite 28). Obwohl

Elisabeth Küpfert

Frau dabei zeitweise mit den Hormonen

RedaktorinElisabeth Küpfert

auf Kriegsfuss steht, haben einige auch

Redaktorin

ihre guten Seiten: Verlieben wir uns, dürfen

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Das Beste für Ihr Kind Mit der Kampagne «kidzz!» stehen Kinder und die junge Familie in der Drogerie während den nächsten drei Jahren im Mittelpunkt. Dazu bieten Drogerien spezielle Aktivitäten an: zum Beispiel zu Sonnenschutz und Ernährung für Kinder. Fragen Sie in Ihrer Drogerie, ob und welche Veranstaltungen sie durchführt. Mehr über die Kampagne «kidzz!» und die Aktivitäten erfahren Sie jeweils in der Gesundheitszeitschrift Drogistenstern und unter www.kidzz.ch oder vom Schweizerischen Drogistenverband, Telefon 032 328 50 30.

Weniger Missbildungen bei Schwangerschaft Ein Rauchstopp vor der Schwangerschaft senkt das Risiko, ein Kind mit einer angeborenen Missbildung von Fingern oder Zehen auf die Welt zu bringen. Das belegten Forscher der Universität des US-Bundesstaates Pennsylvania anhand einer breitangelegten Studie. Bereits der tägliche Konsum einiger Zigaretten während der Schwangerschaft erhöhte eindeutig das Risiko von angeborenen Finger- oder Zehenschäden beim Kind. Je mehr Zigaretten eine schwangere Frau pro Tag geraucht hatte, desto höher stieg das Risiko beim täglichen Konsum von eins bis zehn Zigaretten, 1,4-mal grösser bei elf bis zwanzig Zigaretten und 1,8-mal grösser bei mehr als zwanzig Zigaretten. www.at-schweiz.ch

Angst macht schlau Der Geruch von Angstschweiss verbessert die geistige Leistungsfähigkeit und macht gleichzeitig vorsichtig. Das haben amerikanische Forscherinnen in einer Studie gezeigt. Es konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass die Chemikalien, die in Angstsituationen mit dem Schweiss abgesondert werden, das Verhalten des Menschen beeinflussen – ein Effekt, der aus dem Tierreich bereits seit langem bekannt ist. www.wissenschaft.de

Gesundheit im Tram Leichte Sommerküche, Sonnenschutz und Sicherheit beim Wassersport. Informationen dazu bietet in Zürich das Gesundheitstram auf den Linien 8 und 15. Während zwei Jahren bringt das Tram der Saison angepasste Tipps zu einem gesunden Lebensstil. Die im Tram aufgelegten Broschüren über Heuschnupfen, Asthma, Velofahren, Inlineskaten und vieles mehr können auch unter www.gesundheits-tram.ch heruntergeladen werden.


Chemie in der Mode Harmonisierende Rosenessenzen Juni ist die grosse Zeit der Rosenblüten. Rosenblätter und Rosenwasser wirken auf der Haut adstringierend, erfrischend und beruhigend. Ungespritzte Rosenblätter sammeln, über Nacht in Wasser einlegen und am Morgen als Tonic verwenden. Rosenwasser ist in verschiedenen Qualitätsstufen auch in der Drogerie erhältlich. Alternativ können Sie zwei Tropfen naturreines ätherisches Rosenöl mit einem Deziliter Mandelöl mischen und damit den Körper einmassieren. Rosenessenz wirkt erdend, harmonisierend und verstärkt die nm weibliche Ausstrahlung.

Urkomisches Seelenleben Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Die Menschen zum Lächeln bringen, auch in ernsten Situationen, will die Cartoonistin Andrea Naumann mit dem Taschenbuch «Der kleine Therapeut». Mit spitzer Feder und einem Gespür für das Urkomische unserer Seele erkundet sie die Gipfel und Schluchten unserer Seele.

Andrea Naumann: «Der kleine Therapeut», Herder Verlag 2006, ISBN 13 978-3-451-05646-8, Fr. 13.10

Glitzerkleid, bügelfreies Hemd und fleckenabweisende Hose: Selbst in naturbelassener Baumwolle finden sich Chemikalien, die beim Anbau verwendet werden. Hinzu kommt, dass nahezu alle modernen Textilien in irgendeiner Weise behandelt sind. Wobei die Belastung von Gesundheit und Umwelt stark diskutiert wird. Viele der Chemikalien gelten als hochgiftig und stehen im Ruf, Allergien oder sogar Krebs auszulösen, schreibt das Gesundheitsportal www.medizininfo.de in der Rubrik «Umweltmedizin». Dort werden auch die in der Textilveredelung üblichen Verfahren vorgestellt. Einige Beispiele: Mercerisierung verleiht Fasern dauerhaften Glanz. Eingesetzt werden Natronlauge und Ammoniak. Optische Aufheller verleihen ein strahlendes Weiss. Es werden Stilben-, Pyrazolin- und andere Derivate angewandt. Hydrophobierung macht Fasern wasserabweisend. Dazu werden Paraffine, Silikonemulsionen, FCKW und Bienenwachs eingesetzt. Filzfrei-Ausrüstung soll das Filzen von Wolle verhindern. Erreicht wird dies mit einem Einsatz von Chlorlösungen und Polyamid-Harzen. Hochveredelung verhindert das Einlaufen und Knittern. Es werden Harnstoffund Melamin-Formaldehyde eingesetzt. Färbung wird auf alle Fasern angewandt. Färbende Chemikalien enthalten Schwermetalle wie Chrom, Zink, Blei und Kupfer in unterschiedlichen Anteilen. Deodorierung verleiht Textilien einen angenehmen Duft. Zur Anwendung kommen Kunstharz und Parfümstoffe.

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Schönheit ohne Spiegel Regula Schütz ist blind und auf sympathische Weise eitel. Auch wenn sie nicht sehen kann, ist Schönheit für sie wichtig. Dabei ist nicht die Schönheit von innen gemeint, sondern die, die jeder sehen kann – nur sie selbst nicht.

O

ft geben wir Frauen der schlechten Badezimmerbeleuchtung die Schuld für unser schiefes Make-up. Wir ärgern uns über künstliches Licht in Umkleidekabinen und machen es für Missgriffe bei der Wahl von farbiger Kleidung verantwortlich. Licht ist offenbar wichtig fürs Schönheitsempfinden. Wie muss es da sein, wenn es gänzlich fehlt? Wenn Farben und Konturen verschwinden. Wenn es immer dunkler wird, ganz langsam, bis zur vollständigen Erblindung. Regula Schütz aus Bolligen musste diese Erfahrung machen. Als sie die Diagnose «degenerative Netzhauterkrankung» erhielt, war sie 18 Jahre jung, hatte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin begonnen und war voller Pläne. «Die Ärzte prognostizierten, dass meine Sehkraft abnehmen würde - bis zur Erblindung. Ich wollte das nicht wahrhaben und mogelte

Foto: Nadja Mühlemann

Regula Schütz (41) hat zwei Kinder und wohnt mit ihrer Tochter Stefanie (13) in Bolligen bei Bern. Sie unterrichtet Blindenschrift und engagiert sich in verschiedenen Dunkelprojekten für Sehende. mich weiterhin durch die Welt der Sehenden, als sei nichts geschehen.» Doch die Anzeichen für eine beeinträchtigte Sehkraft wurden immer deutlicher und waren irgendwann nicht mehr zu leugnen. In den folgenden Jahren wurde ihr Augenlicht immer schwächer. Eingestehen mochte sie sich das nicht. Das hatte auch soziale Folgen: Bekannte wunderten sich, warum Regula Schütz plötzlich nicht mehr grüsste, beim Fahrradfahren Verkehrsschilder nicht be-


«

Man kann blind sein und trotzdem einen geschmackvollen Stil pflegen. Regula Schütz

achtete, sich in der Warteschlange falsch einreihte oder Dinge suchte, die in Sichtweite herumlagen. Vor zwölf Jahren löste ein Unfall die schicksalhafte Wende aus: «Ich knallte in einer Unterführung heftig gegen eine Stange. Ich hatte sie einfach nicht gesehen. Da wurde mir bewusst: Jetzt brauchst du einen Blindenstock.» Von da an wurde alles leichter: Durch den Blindenstock erkannte ihr Umfeld die Sehbehinderung. «Ich erhielt ich von allen Seiten Hilfe angeboten. Ich hatte Mühe, sie anzunehmen, wollte beweisen, dass ich den Alltag alleine bewältigen kann. Das gelang zwar, brachte mich aber an meine Grenzen.» Heute ist Regula Schütz versöhnlicher mit sich selbst. Sie gönnt sich bei der Hausarbeit Unterstützung. Wenn nötig, holt sie sich auch Hilfe. Heikel ist zum Beispiel die Kleiderwahl: «Kombiniert man die falschen Farben, blamiert man sich. Beim Shopping verlasse ich mich auf den guten Geschmack von Freundinnen oder auf eine ehrliche Verkäuferin. Neulich habe ich eine professionelle Farbberatung gemacht und gelernt, welche Töne meine Gesichtszüge hervorheben. Auch als Blinde habe ich Lust auf Farben. Bei warmen Temperaturen greife ich gerne zu bunten Shirts.» So gehört das tägliche Zurechtmachen für die blinde Frau zum ganz normalen Leben. Regelmässig lässt sie sich bei der Kosmetikerin die Wimpern färben. Ein Make-up auflegen, das traut sie sich noch nicht. In einem Kurs will sie in Kürze die richtige Schminktechnik erlernen, um ihre schönen Gesichtszüge auf natürliche Weise zu beto-

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nen. Im geistigen Auge weiss sie noch ungefähr, wie sie aussieht, aber die Erinnerung daran verblasst immer mehr. Dass sie eine wunderschöne Haut und erst wenige Fältchen hat, braucht sie nicht zu sehen – das fühlt sie.

Das gewisse Etwas Ein Grinsen wie Brad Pitt, Kurven wie Jennifer Lopez. Sehende reagieren darauf wie Käfer auf Mist. Für Blinde entfällt dieser Zauber der Geschlechteranziehung. Regula Schütz findet das halb so schlimm, für Schönheit kennt sie andere Massstäbe. Bekommt Schönheit eine andere Bedeutung, wenn der Sehsinn ausfällt? Regula Schütz: Schönheit ist ein so abstrakter Begriff! Schönheitsempfinden ist immer individuell und hat nicht nur mit dem Sehen zu tun. Schönheit betrifft vielmehr alle Aspekte des menschlichen Daseins. Das Wesen eines Menschen ist schön. Wann finden Sie jemanden schön? Wer eine angenehme Stimme hat, wirkt auf mich attraktiv. Mein Partner hat eine umwerfende Stimme. Wenn er so tief und ruhig spricht, bin ich manchmal vom Gespräch abgelenkt, weil ich dem Klang seiner Stimme zuhöre. Sehende hingegen lassen sich wohl eher von optischen Reizen ablenken. Stimmt. Aber das führt auch zu Klischees und Vorurteilen. Glauben Sie, nur weil ich nichts sehe, hätte ich keine Vorurteile? Ach woher! Wenn je-

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Links und Bücher mand eine piepsige Stimme hat oder mit rauer Stimme deftige Witze erzählt, schubladisiere ich diese Personen auch als unsicher oder ungehobelt. Wahr hingegen ist, dass ich nicht mit Vorurteilen bezüglich Kleidernormen zu kämpfen habe. Ob mir ein Bankdirektor mit Krawatte oder ein Punk mit zerschlissener Hose gegenüber steht, sehe ich nicht. Mal angenommen, Sie suchen einen Partner. Wie flirtet man ohne Augenlicht? Nun, man kann nicht einfach in eine Bar gehen, sehen und gesehen werden und sich die Leute aussuchen, die einem gefallen. Aufs Geratewohl auf jemanden zugehen kann ich nicht, ich weiss ja nicht, wo jemand ist. Man muss halt abwarten, bis man angesprochen wird, und nimmt eine passive Haltung ein. Die Auswahl bei der Partnersuche ist dadurch begrenzt. Betasten Sie jemanden, um herauszufinden, ob er einen sexy Körper hat? Ob ich einen Menschen sexy finde, hängt nicht in erster Linie vom perfekten Körperbau ab. Gefällt mir das Wesen eines Menschen, finde ich auch seinen Körper schön. Meine Finger ersetzen mir häufig die Augen und erfüllen vielfach einen rein praktischen Zweck – ohne jeden Hintergedanken. In den wenigsten Fällen möchte ich jemanden betasten.

Merkmale der Attraktivität: Welche Aspekte finden Menschen in Gesichtern und Stimmen attraktiv? Auf www.FaceResearch.org können Sie an kurzen psychologischen Experimenten teilnehmen. Dabei wird getestet, welche Charakteristiken bevorzugt werden. Sie erfahren etwas über Computergrafiktechnologie zur Analyse und Veränderung von Gesichtern und erhalten Einsicht in frühere Studienergebnisse. Virtuelle Schönheit: Die Psychologen der Universität Regensburg entwickelten ein spezielles Gesicht: Es wurde mit Hilfe des Computers so optimiert, dass es von möglichst vielen Menschen als möglichst attraktiv empfunden wird. Dieser Link stellt Ihnen die Ergebnisse der umfangreichen Studie vor: www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/ phil_Fak_II/Psychologie/Psy_II/beautycheck Schminkberatung für Sehende und Sehbehinderte gibts in vielen Drogerien. Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband: www.sbv-fsa.ch

Sondern? Wenn ich mich von jemandem führen lasse – dazu muss ich den Arm bei dieser Person einhängen –, spüre ich viel: Haltung, Gang, Grösse, Körperbau und Duft. Ich bin sehr duftempfindlich. Zu viel Parfum ist für mich genauso furchtbar wie starker KörNadja Mühlemann pergeruch.

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beugen. Anti-Age-Produkte stärken die Stützfasern im Bindegewebe und enthalten Antioxidantien wie die Vitamine E und C gegen freie Radikale. Vitamin A (Retinol) fördert die Zellregeneration und wirkt Fältchen entgegen. Ceramide und Phytosterole gleichen den Mangel an Hornschichtlipiden aus, begünstigen das Wasserbindevermögen und machen die Oberhaut weich und zart. Oft enthalten Anti-Age-Produkte auch Fruchtsäuren; sie regen den Zellstoffwechsel an, fördern das Abschuppen der äussersten Hautschichten und führen zu einer glatten Haut und einem schönen Teint. Wichtig ist, dass die Haut vor dem schädlichen Einfluss der Sonnenstrahlen geschützt wird. Viele Tagespflegen enthalten einen UV-Schutz. Für Kurzaufenthalte im Freien – zum Einkaufen, für den Arbeitsweg, die Kaffee- oder Mittagspause im Schatten –

reicht dieser Schutz alleweil. Wer sich jedoch länger draussen aufhalten möchte, sollte sich mit einem Sonnenprodukt zusätzlich schützen.

Ein Blick auf die Hände Dass das Alter einer Frau an den Händen ablesbar ist und nicht am Gesicht, ist eine alte Wahrheit. Die Hände sind den UVStrahlen ebenso sehr ausgesetzt, werden aber im Gegensatz zur Gesichtshaut oft vernachlässigt. Dabei hätten sie Schutz und Pflege in besonderem Masse nötig, kommen sie doch tagsüber mit den mannigfaltigsten Stoffen in Kontakt. Anti-Age-Pflege gibt es auch für die Hände, bei längeren Aufenthalten im Freien braucht es allerdings zusätzlichen UV-Schutz. Margrit Lienhard

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Mit vierzig bis fünfzig tritt die Frau langsam in eine neue Lebensphase ein. Die hiermit einhergehenden Veränderungen können manche unerfreulichen Symptome hervorrufen.

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* Studie am Institut für umweltmedizinische Forschung der Universität Düsseldorf.

Intensivwirkung gegen Fältchen Wissenschaftlich nachgewiesen: Phytosterolkomplex hemmt den Kollagenabbau.*

Mit zunehmendem Alter und Einfluss von UVA-Licht wird in der Haut Stützgewebe abgebaut und die Hydrolipidbarriere geschwächt. Die Spannkraft lässt nach, Falten entstehen. Phytosterole können dem UVA-bedingten Kollagenabbau entgegenwirken und zusammen mit Ceramiden, die den hauteigenen Lipidpool ergänzen, die Feuchtigkeitsspeicherung entscheidend verbessern. Zu Recht sind daher Phytosterole als eine entscheidende Neuentwicklung in der AntiAge-Pflege anzusehen.

Phytosterole hemmen den Kollagenabbau und Ceramide ergänzen den hauteigenen Lipidpool. Für sichtbar jüngere und straffere Haut.

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Attraktiv mit 40 Jahren und mehr Die Jugendjahre sind vorbei, eine jüngere Generation rückt nach. Zum alten Eisen gehört frau jedoch noch lange nicht, auch wenn die Jahre langsam Spuren hinterlassen.

S

chimmert es auf dem Kopf da und dort silbern und zeigt der Blick in den Spiegel erste Fältchen, ist es Zeit, die Jugendjahre hinter sich zu lassen und einen neuen Lebensabschnitt anzutreten. So ganz ohne Wehmut gelingt dies den wenigsten. Ist der Schritt jedoch einmal gemacht, so zeichnen sich ganz neue Perspektiven ab. Wer vierzig und mehr Jahre hinter sich hat, geht vieles gelassener an. Lebenserfahrung, Sicherheit und Stärke prägen die Zeit danach. Frauen, die sich nicht mit Zwanzigjährigen vergleichen – ein Wettlauf, der nicht zu gewinnen ist – kennen ihre Pluspunkte und stehen zu den Spuren der gelebten Jahre. Die Anziehungskraft attraktiver Frauen zeichnet sich in diesem Alter nicht durch faltenlose Schönheit aus, sie beruht vielmehr auf Ausstrahlung und einer positiven Lebenseinstellung. Das heisst nun nicht, dass Frauen sich vernachlässigen dürfen. Im Gegenteil. Um in Schönheit und Würde älter zu werden, braucht es angepasste Pflege und den liebevollen Umgang mit sich selber.

Die innere Hautalterung ist Teil des genetisch bedingten Alterungsprozesses, dem der ganze menschliche Organismus unterworfen ist. Ihr Erscheinen ist individuell und kann nicht beeinflusst werden. Anders sieht es mit der sichtbaren Hautalterung aus. Sie wird von der persönlichen Lebensweise geprägt – ob sie früher oder später einsetzt, lässt sich sehr wohl steuern. Hautfeind Nummer eins ist das UV-Licht. Wie sich die Haut im Alter zeigt, geht zu vier Fünfteln auf das Konto Lichtalterung. Die Wirkung der UVA-Strahlen ist etwa tausend Mal stärker als jene von UVB, wobei die Intensität der Strahlen rund ums Jahr praktisch gleich bleibt. Dass Sonnenschutz bei Badeferien am Meer und beim Wintersport im Schnee ein Muss ist, weiss inzwischen jedes Kind. Doch selbst an trüben Tagen gilt es, sich zu schützen. UVAStrahlen dringen durch Wolkendecken, selbst Fensterglas bietet keine hundertprozentige Sicherheit. Weitere Faktoren für eine frühzeitige Hautalterung sind – allen voran – Nikotin, gefolgt von Alkohol und Drogen. Medikamente, Stress, eine ungesunde Ernährung und zu wenig Schlaf wirken sich ebenfalls negativ aus.

Die Zeichen der Zeit Eine junge Haut ist straff, prall und gut durchblutet. Mit zunehmendem Alter ver-


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Pflegetipps langsamt sich die Zelltätigkeit, die Produktion der Stützfasern im Bindegewebe und das Wasserbindevermögen nehmen ab. Die Haut verliert an Spannkraft, wird dünner und schlaffer. Erste Fältchen vertiefen sich zu Falten und feine Linien prägen sich immer stärker aus. Die Hautoberfläche wird zunehmend trocken, der Teint büsst an Ebenmässigkeit und Strahlkraft ein Als grösstes Körperorgan hat die Haut verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Sie bietet Schutz vor Umwelteinflüssen, scheidet Schlackenstoffe aus, erzeugt Vitamin D und gleicht die Körpertemperatur aus. Diese Aufgaben kann sie nur wahrnehmen, wenn sie gesund und intakt ist. Zwar verfügt sie über Eigenschutzmechanismen, doch unsere heutige Lebensweise nimmt darauf keine Rücksicht. Umso wichtiger ist die angepasste Hautpflege. Eine gepflegte Haut sieht nicht nur schöner aus, sie ist auch widerstandsfähiger und kann äusseren Einflüssen besser trotzen.

Pflege und Schutz Die Hautalterung beschäftigt die Kosmetikindustrie seit langem. Im Bestreben, wirksamere Produkte auf den Markt zu bringen, arbeitet sie immer enger mit medizinischen und pharmazeutischen Forschungslaboratorien zusammen. Begriffe wie Cosmeceuticals oder Pharmakosmetik leiten sich davon ab. Die Ansprüche der Verwenderinnen gegenüber Kosmetika sind gestiegen, ihre kritische Haltung ebenfalls. Eine neue Generation von Anti-Age-Produkten kommt ihren Wünschen weit entgegen. Von Kosmetik zu erwarten, dass sie die Effizienz eines schönheitschirurgischen Eingriffs erreichen kann, ist allerdings Utopie. Aufgabe der Kosmetik ist es, die Haut gesund zu erhalten, Mängel auszugleichen und der frühzeitigen Hautalterung vorzu-

Hautzustand beobachten und in der Pflege auf die jahreszeitlich bedingten Schwankungen eingehen. Trockener Haut ist mit reiner Feuchtigkeitspflege nicht beizukommen. Die Produkte sollten einen gewissen Lipidanteil (Fettstoffe) enthalten, sie unterstützen das Wasserbindevermögen. Creme, Öl und Lotionen reinigen sanft und verleihen mehr Hautkomfort als Gele und Syndets. Zum Nachreinigen nur milde, alkoholfreie Tonics verwenden. Peelings zurückhaltend einsetzen, keine grobkörnigen Produkte verwenden und das Gesicht nur zart massieren, nie rubbeln. Bei Spannungszuständen und beim Jahreszeitenwechsel empfehlen sich Zusatzprodukte wie Seren oder Ampullenkuren. Um dem Feuchtigkeitsverlust besser vorzubeugen, täglich mindestens 1,5 Liter Wasser trinken. Nahrungsergänzungen, zum Beispiel auf Weizenkeimbasis, unterstützen die Wirkung von Pflegeprodukten.

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Wechselhafte Jahre Mit den Wechseljahren kommt der Abschied vom regelmässigen Zyklus. Häufig treten in dieser Zeit lästige Beschwerden auf. Daneben bringen die mittleren Jahre auch die Chance für eine Neuorientierung mit sich, die es zu nutzen gilt.

I

n den Wechseljahren beginnt die seit der Pubertät zyklisch verlaufende Hormonproduktion in den Eierstöcken nachzulassen: Der Östrogenspiegel im Blut schwankt stark, die Monatszyklen werden unregelmässig. Häufig werden die Zyklen erst kürzer, um dann ein bis zwei Jahre vor der Menopause, der letzten Blutung, deutlich länger zu werden. Schliesslich bleibt die Blutung ganz aus. Die gesamte Phase der Wechseljahre kann mehr als zehn Jahre


dauern und liegt etwa zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr.

Körperliche Veränderungen Neben dem Zyklus beeinflusst die Abnahme des Östrogens noch weitere Vorgänge im Körper der Frau. Die Knochensubstanz verliert an Dichte und es kann schliesslich zur Osteoporose kommen. Daneben verändert sich auch der Fettstoffwechsel. Viele Frauen nehmen deshalb in den Wechseljah-

ren etwas zu, obwohl sie nichts an ihrer Ernährung geändert haben und sich auch nicht weniger bewegen. Auch die Haut verändert sich in dieser Zeit spürbar. Sie wird trockener und verliert an Spannkraft. Die Zellen der Haut und der Schleimhäute teilen sich nicht mehr so rasch, so dass sie dünner und empfindlicher werden. Die Schleimhäute werden zudem weniger gut befeuchtet, was besonders in der Scheide zu einer unangenehmen Trockenheit und

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Atmen Sie tief durch einer höheren Anfälligkeit für Infektionen führen kann. Daneben kommt es zu den bekannten Hitzewallungen, deren genaue Ursache nach wie vor unklar ist. Viele Frauen leider auch unter dünner werdendem Haar, Schlafstörungen, Erschöpfung, Unruhe, Herzrasen, gereizter Stimmung, Gedächtnisproblemen oder gar depressiven Phasen.

Das können Sie tun Trotz all dieser Beschwerden wäre es falsch, die Wechseljahre als Krankheit anzusehen. Sie sind wie die Pubertät, ein natürlicher Abschnitt im Leben der Frau. Eine Zeit der Umstellung, in der der Körper versucht, ein neues Gleichgewicht zu finden. Es gibt einige Möglichkeiten, den Organismus dabei zu unterstützen und leichte Beschwerden in den Griff zu bekommen. Bei starken Beschwerden empfiehlt es sich, mit der Frauenärztin zu sprechen und zusammen eine gute Lösung zu finden. Jede Frau reagiert sehr individuell, so dass es nötig sein kann, Verschiedenes auszuprobieren, bis das Richtige gefunden ist. Bei leichten Beschwerden profitieren viele Frauen von der Unterstützung der Natur. So gibt es einige Pflanzen und Lebensmittel, die sogenannte Phytoöstrogene enthalten. Diese Inhaltstoffe kommen in ihrer Wirkung dem körpereigenen Östrogen sehr nahe und können eine Linderung der Beschwerden bringen. Zu den bekanntesten Pflanzen mit Phytoöstrogenen gehört die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), ein gutes Mittel gegen Hitzewallungen und dadurch verursachte Schlafstörungen. Ausserdem können Veränderungen an Haut und Schleimhäuten verbessert werden. Ebenfalls als hilfreich erwiesen haben sich bei Hitzewallungen Salbei, Rotklee oder Frauenmantel. Baldrian und Hopfen wirken beruhigend und schlaffördernd, und

Folgende Atmung wird Sie emotional ins Gleichgewicht bringen und mental beruhigen. Bauchatmung Legen Sie sich entspannt hin, und winkeln Sie die Beine an, indem Sie die Füsse auf den Boden stellen. Legen Sie die Hände auf den Bauch. Nun lassen Sie die Atmung ganz natürlich geschehen. Beim Einatmen hebt sich der Bauch, beim Ausatmen senkt er sich wieder leicht. Sie füllen dabei den unteren Teil der Lungen. Brustkorbatmung Legen Sie die Hände an die Seite des Oberkörpers auf die Rippen, so dass sich die Mittelfinger leicht berühren. Atmen Sie ein, indem Sie den mittleren Teil der Lungen füllen. Beim Einatmen wird die Distanz zwischen den Fingerspitzen grösser, beim Ausatmen wird sie wieder kleiner. Schlüsselbeinatmung Füllen Sie den Mittleren Teil der Lunge gut, ohne dabei den Bauch zu bewegen. Atmen Sie weiter ein, bis Sie spüren, dass sich der Schlüsselbeinbereich hebt und sie den oberen Teil der Lungen füllen. Vollständige Atmung Nachdem Sie alle drei Grundtypen einzeln geübt haben, verbinden Sie die drei Atmungen miteinander. Beginnend mit der Bauchatmung und ohne Unterbrechung übergehend zur mittleren und dann zur oberen Atmung. Die Ausatmung sollte doppelt so lange dauern wie die Einatmung. Quelle: Dinah Rodriques: «Hormon-Yoga», Schirmer Verlag 2005, ISBN 3-89767-220-0, Fr. 31.80

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Johanniskraut gleicht Stimmungsschwankungen aus. Unter den Lebensmitteln hat vor allem Soja positive Wirkungen auf die Beschwerden der Wechseljahre. Neben der Verwendung von Soja in der täglichen Ernährung (Sojamilch, Tofu usw.) kann es auch in Form von Kapseln eingenommen werden. Unter den Lebensmitteln aus unseren Breitengraden haben vor allem Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen und Bohnen) und Leinsamen positiven Einfluss auf Wechseljahrbeschwerden. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, aktiv etwas gegen Hitzewallungen zu unternehmen. Dazu gehört, möglichst auf Kaffee, Schwarztee und Alkohol zu verzichten, da sie Hitzewallungen begünstigen. Generell ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung in den Wechseljahren wichtig, gerade auch zur Gewichtskontrolle. Daneben profitiert die Stabilität der Knochen von einer regelmässigen Zufuhr von Kalzium, zum Beispiel über Milchprodukte oder Mineralwasser. Alternativ kann die Versorgung mit Kalzium über ein entsprechendes Mineralstoffprodukt geschehen. Meist enthalten diese zudem Vitamin D, welches auch durch Sonnenlicht gebildet wird und ebenfalls wichtig ist für die Aufnahme von Kalzium im Körper. Zur Stärkung bei allgemeiner Erschöpfung kann roter Ginseng eingesetzt werden. Am Morgen oder bei Abgespanntheit genossen, weckt er den Geist, ohne aufzuputschen.

Sport tut mehrfach gut Ausreichend körperliche Bewegung trägt viel dazu bei, Wechseljahrbeschwerden zu lindern. Dies konnten spanische Wissenschaftler in einer aktuellen Studie erneut bestätigen. Nach einem Jahr überwachter, mehrmals wöchentlicher Sportübungen konnten dreizehn Prozent der Teilnehme-

Das hilft bei Wechseljahrbeschwerden Die Möglichkeiten, leichte Beschwerden während den Wechseljahren mittels sanften Heilmitteln zu lindern oder zu beheben sind vielfältig. Lassen Sie sich deshalb persönlich in Ihrer Drogerie beraten. Zum Beispiel wirken pflanzliche Präparate mit Traubensilberkerzen-Extrakt gegen Hitzewallungen und dadurch verursachte Schlafstörungen; ebenso sind Salbei, Rotklee oder Frauenmantel hilfreich bei Hitzwallungen. Baldrian und Hopfen wirken beruhigend und schlaffördernd. Johanneskraut gleicht Stimmungsschwankungen aus. Eine Ernährung mit viel Soja oder Produkte, die Soja enthalten, sollen Wechseljahrbeschwerden vorbeugen. Präparate mit Kalzium und Vitamin D sorgen für gesunde, starke Knochen. Ginseng-Produkte helfen bei Müdigkeit und Erschöpfung. In der Drogerie finden Sie auch speziell für Frauen in den Wechseljahren zusammengestellte Teemischungen und homöopathische oder spagyrische Mittel gegen Wechseljahrbeschwerden. Spagyrische und homöopathische Mittel können auch aus einzelnen Komponenten individuell zusammengestellt werden, je nachdem, welche Beschwerden überwiegen. FRAUEN

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rinnen die unangenehmen Folgen der Wechseljahre reduzieren. Das Programm bestand aus einem Herzkreislauf-AusdauerTraining, Dehnungsübungen, Muskelaufbau und Entspannungsübungen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass sich Sport nicht nur positiv auf die körperlichen Menopause-Beschwerden auswirkt, sondern auch allgemein die Lebensqualität erhöht. Denn Gruppensport dient auch dem sozialen Austausch, er lenkt von Alltagssorgen ab und schafft ein neues persönliches Ziel.

Gewinn statt Verlust Die Wechseljahre stellen zweifellos einen markanten Einschnitt im Lebenslauf einer Frau dar. Häufig werden dabei jedoch vor allem die negativen Aspekte betont. Es ist richtig, dass auf der einen Seite die Fruchtbarkeit verloren geht und damit für viele der Inbegriff der Jugendlichkeit und Vitali-

tät. Doch auf der anderen Seite kommen auch Gewinne dazu. Nicht länger jeden Monat von prämenstruellen Beschwerden und gleich anschliessend von Monatschmerzen geplagt zu werden, ist doch eindeutig ein Vorteil. Auch die Sorge um Verhütung gehört der Vergangenheit an. Jede Frau in den mittleren Jahren kann auf einen grossen Schatz an persönlichen Erlebnissen zurückblicken. Das gibt Kraft und Selbstvertrauen und ein grosses Mass an innerer Ruhe und Gelassenheit. Mit den Wechseljahren kommt für viele Frauen der Zeitpunkt, das bisherige Leben zu überdenken und herauszufinden, wonach ihnen der Sinn nun steht, was noch erlebt und ausprobiert sein will. Somit stellt der Verlust gleichzeitig eine grosse Chance dar, viel Neues und Positives zu gewinnen. Diese Möglichkeit gilt es, bewusst wahrzunehTherese Schwender men und zu nutzen.

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Die Kraft des Lächelns Beim Flirten zählt nicht die Technik, sondern das Lebensgefühl. Denn wer sich gut fühlt, strahlt Lebensfreude aus und das wirkt ansteckend.

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in warmer Wind zieht durch die Lande. Es duftet nach Blumen und Sonnenlicht. Die Menschen verlassen ihre Winterhöhlen und setzen sich in Strassencafés. Ein Lächeln da, ein kurzer Augenaufschlag, ein tiefes Décolleté. Ein offenes Hemd, der Duft nach Mann, die feine Berührung eines Moments. Der pralle Frühling bringt die Single-Herzen zum Pochen. Und ganz unerwartet beflügelt die Magie des ewigen Suchens und Sehnens auch den Rest der Welt.


mal ein Buch über Partnersuche?» Die Idee stiess beim Beobachter Verlag auf Begeisterung. So begann sie zu schreiben. Gleichzeitig setzte sich die Mutter von zwei erwachsenen Kindern einem Selbstversuch aus. «Die 50-jährige Eva, die ich im Buch beschreibe, spiegelt wahrscheinlich in vielem mich selbst», verrät sie. Sie probierte Speedflirting aus und fand es «ziemlich schlimm». Sass mit angeklebtem Pappherzchen in einem Gartenrestaurant und sagt heute über diese Single-Party: «Ich habe mich selten so doof gefühlt.»

Neues entdecken

«Erfolgreiche Partnersuche ist keine plumpe Suche, sondern eine spannende Entdeckungsreise», sagt Regula Zellweger. «Wer dies nicht glaubt, verpasst es, in einem intensiven, erlebnisreichen Lebensabschnitt viele Erfahrungen zu sammeln.» Regula Zellweger ist Publizistin sowie Psychologin IAP und hat eine Praxis für Laufbahnberatung in Zürich. Bisher hat sie Bücher über die Laufbahngestaltung und Weiterbildung geschrieben. Aber eines schönen Morgens dachte sie sich: «Warum schreibst du nicht

Keine gewaltsame Suche also? Aber was, wenn die eigene Beziehung zerbrochen ist und man sich dringend einen neuen Liebsten wünscht? Oder wenn man schon lange alleine lebt und sich endlich wieder mal verlieben möchte? «Als Erstes soll eine Frau sich selber Gutes tun», rät Regula Zellweger. Sie soll sich fragen: «Was macht mich glücklich? Was tut mir gut?» Sich selbst verwöhnen, das ist angesagt. Die Badewanne mit warmem Wasser füllen, duftendes Schaumbad und getrocknete Blüten zugeben. Kerzen anzünden, ganz für sich allein ein Glas Champagner trinken. Sich anschliessend mit teurer Bodylotion eincremen, einen flauschigen Bademantel und dicke Socken überziehen und sich in ein gutes Buch vertiefen. Vielleicht einen Yogakurs oder eine Ferienwoche in Fuerteventura buchen. Sich sexy Dessous kaufen, von denen niemand weiss, oder Gesangsunterricht nehmen. Die amerikanische Psychologin Louise L. Hay schreibt in ihrem Buch «Die Kraft einer Frau»: «Ich bin meine eigene Frau. Ich bin selbst für mein Leben verantwortlich. Ich entscheide mich bewusst dafür, mich selbst zu lieben. Ich habe ein grossartiges Leben...» Sich selber finden

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Flirten ist eine lustvolle Kontaktaufnahme. Regula Zellweger, Psychologin IAP, Zürich

oder wiederfinden, darum geht es, das ist der erste Schritt für jede Single-Frau. «Wenn eine Beziehung zerbrochen ist, braucht das ausserdem seine Zeit», gibt Regula Zellweger zu bedenken. «Diese Auszeit hat auch mit Achtung gegenüber dem Ex-Partner und dem gemeinsam geführten Leben zu tun.» Ein weiterer Schritt ist das Aktivieren des sozialen Netzes. Wen mag ich? Wer tut mir gut? Mit wem möchte ich zusammen sein? Singles brauchen Freundinnen, Freizeitbeschäftigungen und Unterhaltung. «Man geht öfter weg, verabredet sich, unternimmt etwas», weiss Regula Zellweger. Gerade jetzt im Frühling gibt es da unzählige Möglichkeiten. Beispielsweise eine ShoppingTour in einer Stadt, an der man bisher immer vorübergefahren ist. Man setzt sich in ein Strassencafé, beobachtet und geniesst die ersten warmen Sonnenstrahlen. So kommt der Stein ganz automatisch ins Rollen. Denn wer sich gut fühlt, strahlt Lebensfreude aus, und das wirkt ansteckend. Ein Lächeln im Tram. Ein Lächeln in den Rückspiegel mitten im Stau. Ein Lächeln für den Kellner, der einem den Kaffee serviert. Die überrascht erfreuten Reaktionen bleiben selten aus. Denn: «Wertschätzung und Anerkennung, danach hungern wir alle. Davon bekommen wir alle nicht genug», sagt Regula Zellweger. Deshalb lassen aufrichtige und unkomplizierte Komplimente bei unseren Mitmenschen die Sonne aufgehen. Der besten Freundin sagen, dass ihr die kürzeren Haare gut stehen. Ein freundliches Wort an die ältere Dame aus der Nachbarschaft richten. Wer ein Strahlen aussendet, bekommt es auf irgendeine Weise wieder zurück.

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Prickelnde Momente Flirten ist also nicht nur der prickelnde Moment zwischen Mann und Frau. «Flirten ist eine lustvolle Kontaktaufnahme, vor allem über die Körpersprache, wobei das wichtigste Werkzeug dafür unsere Augen sind», sagt Regula Zellweger. Dabei denke man an Kinder: Sie schauen selbstbewusst in die Welt hinaus, und wer kann sich schon dem Leuchten ihrer Augen entziehen? Doch wenn eine Frau auf einen Mann trifft, den sie attraktiv findet, dann passiert noch ganz anderes mit ihr: Ein biochemisches Feuerwerk entlädt sich in ihrem Körper, und ganz unverhofft beginnt die Luft zu knistern. «Flirten ist natürlich auch ein Aussenden von erotischen Signalen. Jedoch auf keinen Fall ein billiges plumpes Aufreissen mit eindeutig sexuellen Hintergedanken», erklärt die Psychologin. Wie viel dabei erlaubt ist und wo die Grenzen liegen, das entscheiden die Flirtenden in Achtsamkeit ihrer selbst und des Gegenübers.

Flirten im Alter? – Offen bleiben für sein Gegenüber Die Baslerin Dina Thüring van Rijn ist FlirtProfi. Dreizehn Jahre lang hat die NLPTrainierin Flirt-Workshops durchgeführt und dabei jüngere und ältere Menschen in die Kunst des Flirtens eingeführt. Fünfzig Prozent der Teilnehmenden waren danach erfolgreich bei ihrer Partnersuche. Der älteste Kursteilnehmer, dem Dina Thüring das Flirten beibrachte, war 78 Jahre alt. Und doch: Der Kurs «Flirten im Alter?», den sie für die Pro Senectute Region Bern angeboten hat, konnte sie wegen zu geringer Nachfrage nicht durchführen. «Der


Buchtipps Grund dafür ist nicht, dass Menschen ab sechzig nicht mehr flirten wollen», sagt Dina Thüring. «Das Problem ist, dass sie nicht wagen, das offen zu zeigen.» Die Sehnsucht nach einem liebevollen Partner ist altersunabhängig. Doch dies zuzugeben, fällt älteren Menschen schwer. Dennoch rät Dina Thüring älteren Personen, für einen Flirt offen zu bleiben, weil das dem Selbstbewusstsein gut tue. Und: «Erfolgreiches Flirten ist keine Gabe, man kann das lernen», sagt sie. Ihr Tipp: Den inneren Kompass auf das Leuchten in den Augen der Menschen einstellen und deren Liebenswürdigkeit erkennen. «Menschen sind schön, wenn sie flirten, und am schönsten sind sie, wenn sie lieben.»

Düfte, die Männer verführen «Man kann jemanden gut riechen oder eben auch nicht», sagt Sibylle Fischer Bühler. Die Oltner Aromatherapeutin weiss um die Macht der Düfte. Und sie weiss auch: «Menschen schütten körpereigene Gerüche aus. Das geschieht unbewusst, ist aber hochwirksam.» Erst wenige Jahre ist es her, seit die Forschung auf die so genannten Pheromone – die menschlichen Duftmarken – gestossen ist. Pheromone regen den sexuellen Appetit an und sind bei der Partnerwahl wichtiger als das Aussehen des Gegenübers. Ist die Nase grundsätzlich einverstanden, kann Frau mit Hilfe von ätherischen Ölen ein wahres Feuerwerk der Sinnlichkeit entfachen. Die Essenzen der Rose, von Sandelholz, Vanille und noch einigen anderen aphrodisischen Düften unterstreichen die weibliche Schönheit. Doch gewusst wie: «Man soll auf jeden Fall immer reine Öle verwenden und keine billigen, synthetischen Düfte», rät Sibylle Fischer. Wer den richtigen Duftmix erhalten will, lässt sich am besten professionell beBrigit Leuenberger raten.»

Regula Zellweger: «Erfolgreiche Partnersuche. So finden Sie Ihr Glück», Beobachter Buchverlag 2005, ISBN 3-8556-9336-6, Fr. 34.– Karin Ammann: «Gelegenheit macht Liebe – Wenns im Büro knistert», Orell Füssli Verlag 2006, ISBN 3-2800-5135-5, Fr. 29.80 Marcus Damm: «Psychologie der Kommunikation. Erfolgreich Partnersuche, Zweierbeziehung und Berufsalltag meistern. Mit 44 Flirttipps für Gestresste», Junfermannsche Verlagsbuchhandlung 2004, ISBN 3-87387-564-0, Fr. 22.70 Rainer Moritz, Ole Könnecke: «Flirten», Sanssousi Verlag 2005, ISBN 3-7254-1361-3, Fr. 14.70

Filmtipp «Hitch – Der Date Doktor», Komödie mit Will Smith, USA 2005

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Internetadressen explizit auf Frauen ausgerichtet. Und ausserdem ist da noch Nadine Beyeler selbst, die nicht nur Fitnesscenter-Besitzerin ist, sondern auch Naturheilärztin und auf Wunsch ihre Kundinnen auch therapeutisch betreut.

Städte entdecken Auf eine ganz andere, aber ebenfalls weibliche Kundschaft sind diverse Schweizer Stadtführungen ausgerichtet. Zum Beispiel in Basel: «Die eineinhalbstündige Führung schafft Begegnungen mit Frauen aus mehr als zehn Jahrhunderten», verspricht Karin Dürrenberger vom Basler Tourismusbüro. Kaiserinnen, Adlige, Prostituierte, Hexen und Heilige, die in Basel gelebt und es geprägt haben, werden auf dieser weiblichen Exkursion zu neuem Leben erweckt und berühren vielleicht nachhaltig das Leben Brigit Leuenberger der Teilnehmerinnen.

Fitnesscenter für Frauen finden sich in vielen Schweizer Städten, unter anderem in Basel, Biel, Bern, Dietikon, Lyss und Kloten. Die im Text erwähnten Center unter www.diwabvital.ch und www.lady-fit.ch Auch ein schönes Erlebnis für Frauen, die zur Ruhe kommen möchten, ist ein Besuch im Kloster Namen Jesu in Solothurn. www.portasecunda.ch Allgemeine Informationen über offene christliche Klöster in der Schweiz finden sich auf: www.kath.ch/kloster_auf_zeit

Pflanzliches Heilmittel bei Beschwerden vor der Menstruation Stimmungstief, Wasseransammlungen im Körper, schmerzende Brüste und schlechte Haut ca. zwei Wochen vor der Periode? Leiden Sie nicht unnötig weiter. Emoton hilft Ihnen!

Rund 90% aller Frauen leiden zwischen dem 14. und 21. Zyklustag darunter: Prämenstruelles Syndrom (PMS). Früher oft belächelt, werden diese Beschwerden heute ernst genommen. Körper und Seele sind betroffen Für viele Frauen ist das PMS eine derartige Belastung, dass ein normales Alltagsleben kaum mehr möglich ist. Sie selber und die ganze Umgebung leiden darunter. Emoton ist ein natürliches Produkt das als einzigen Wirkstoff den Extrakt von Mönchspfeffer enthält. Studien haben bewiesen: Schon nach wenigen Wochen reguliert sich mit Emoton die Tätigkeit der Hormone und die Beschwerden gehen markant zurück oder verschwinden sogar völlig. Emoton – eine Pflanzenpille pro Tag genügt. Diese sollten Sie täglich und möglichst regelmässig einnehmen. Emoton ist lactosefrei. Tentan AG, 4433 Ramlinsburg

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Buchtipps Grund dafür ist nicht, dass Menschen ab sechzig nicht mehr flirten wollen», sagt Dina Thüring. «Das Problem ist, dass sie nicht wagen, das offen zu zeigen.» Die Sehnsucht nach einem liebevollen Partner ist altersunabhängig. Doch dies zuzugeben, fällt älteren Menschen schwer. Dennoch rät Dina Thüring älteren Personen, für einen Flirt offen zu bleiben, weil das dem Selbstbewusstsein gut tue. Und: «Erfolgreiches Flirten ist keine Gabe, man kann das lernen», sagt sie. Ihr Tipp: Den inneren Kompass auf das Leuchten in den Augen der Menschen einstellen und deren Liebenswürdigkeit erkennen. «Menschen sind schön, wenn sie flirten, und am schönsten sind sie, wenn sie lieben.»

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Regula Zellweger: «Erfolgreiche Partnersuche. So finden Sie Ihr Glück», Beobachter Buchverlag 2005, ISBN 3-8556-9336-6, Fr. 34.– Karin Ammann: «Gelegenheit macht Liebe – Wenns im Büro knistert», Orell Füssli Verlag 2006, ISBN 3-2800-5135-5, Fr. 29.80 Marcus Damm: «Psychologie der Kommunikation. Erfolgreich Partnersuche, Zweierbeziehung und Berufsalltag meistern. Mit 44 Flirttipps für Gestresste», Junfermannsche Verlagsbuchhandlung 2004, ISBN 3-87387-564-0, Fr. 22.70 Rainer Moritz, Ole Könnecke: «Flirten», Sanssousi Verlag 2005, ISBN 3-7254-1361-3, Fr. 14.70

Filmtipp «Hitch – Der Date Doktor», Komödie mit Will Smith, USA 2005

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Unbeschwert durch Die Menstruation: Kaum eine Frau hat sie gerne, trotzdem kommt sie jeden Monat, und ignorieren kann man sie schlecht oder es passiert ein Malheur.

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und alle 28 Tage ist es wieder so weit: «Tante Rosa kommt», «Die rote Königin ist da», oder schlicht und einfach – es ist die Zeit der Monatsblutung. Mit etwas Glück geht diese auch innert drei bis sechs Tagen schmerzlos vorüber. Doch leider ist das bei den wenigsten so. Besonders junge Frauen klagen in dieser Zeit häufig über heftige Krämpfe sowie Schmerzen. Mädchen wissen beim ersten Mal häufig nicht, wie sie mit der Regel umgehen sollen,


die Tage ob und wie sie Binden und Tampons anwenden sollen. Beinahe das Wichtigste ist jedoch, dass es für die Regel keine Regel gibt. Sie kommt nur in den seltensten Fällen immer im gleichen Rhythmus. Ebenso dauert sie je nachdem zwischen zwei und sechs Tage und kann unterschiedlich stark bzw. schwach sein. Dies vor allem weil Aufregung, Kummer, Stress, Klimaveränderungen, Essgewohnheiten und Gewichtsschwankungen den Zyklus beeinflussen können.

Tampons, Binden und Co. Jede Frau empfindet die Menstruation anders. Deshalb sollte jede auch selbst herausfinden, ob sie das Blut lieber mit Tampons oder Binden auffangen möchte. Grundsätzlich unterscheiden sich die beiden darin, dass Binden und Slipeinlagen die Menstruationsflüssigkeit ausserhalb und Tampons die Flüssigkeit innerhalb des Körpers aufsaugen. Ebenso sind sie in der Anwendung und im Tragekomfort unterschiedlich. Ih-

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Bei Menstruationsbeschwerden ist Vorbeugen beinahe das Wichtigste. Barbara Reichen, Drogistin, Murten

ren Zweck erfüllen jedoch Binden sowie auch Tampons. Die Stärke der Menstruation sowie das eigene Verhalten bestimmen, was gewählt wird. So ist beispielsweise beim Sport oder bei einer starken Blutung eine Binde mit sogenannten Flügeln von Vorteil. Oder man greift gleich zum Tampon, der sich auch beim Schwimmen problemlos anwenden lässt. Deshalb soll sich jede Frau für die Art der Artikel entscheiden, mit der sie sich am wohlsten fühlt. Verwendet man zum ersten Mal einen Tampon, gilt nur eines: keine Angst. Es kann beim ersten Mal zwar etwas schwierig sein, doch auch hier gilt – Übung macht die Meisterin. Beginnen sollte man mit der kleinstmöglichen Tampongrösse, dem Mini. Er lässt sich am leichtesten einführen, man bekommt das beste Gefühl für einen Tampon, und er verletzt bei jungen Mädchen das Jungfernhäutchen nicht. Nun gilt es eine bequeme Haltung einzunehmen und etwas zu üben. Am besten macht man dies während den ersten zwei Tagen der Menstruation, denn in dieser Zeit rutscht der Tampon dank der stärkeren Blutung besser. Angst, dass der Tampon falsch eingeführt oder gar verschwinden kann, braucht man keine zu haben. Denn die Muskulatur im Unterleib hält ihn automatisch am richtigen Ort. Spürt man den Tampon jedoch noch, das heisst, stört er einen, ist er zu wenig tief eingeführt. Dann den Tampon entfernen und mit einem frischen Tampon einen neuen Versuch starten.

Wenn es schmerzt «Leidet man unter Menstruationsbeschwerden, ist Vorbeugen beinahe das

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Wichtigste», sagt Barbara Reichenbach, diplomierte Drogistin und Inhaberin der Drogerie Aebi in Murten. «Schmerzen und Krämpfe treten so gar nicht erst mit voller Wucht auf.» Viele, vor allem jüngere Frauen, fühlen sich während der Zeit ihrer Monatsblutung nicht wohl. Bauchkrämpfe, Schmerzen im Unterleib, schlechte Laune, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen sind nur einige der Symptome, welche die betroffenen Frauen plagen. Die ziehenden oder krampfartigen Schmerzen im Unterleib werden wahrscheinlich durch das Zusammenziehen der Gebärmutter ausgelöst. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopf- oder Rückenschmerzen begleiten die Unterleibsschmerzen oft zusätzlich. Hat man jedoch Angst vor den Schmerzen, verkrampft man sich beinahe automatisch und verstärkt die Beschwerden. Körperliche Störungen wie Geschwülste (Myome) oder Wucherungen der Gebärmutterschleimhautzellen (Endometriose) sind selten die Ursache für Menstruationsschmerzen. Meist liegt der Grund eher in einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt des Körpers, das heisst, körpereigene Stoffe wie das Prostaglandin sind im Überschuss vorhanden. Das Ausgleichen der Hormonspiegel sollte deshalb bei einer Behandlung das erste Ziel sein.

Was man dagegen tun kann Die Pille ist eine Möglichkeit, um den Hormonspiegel auszugleichen. Doch leider nicht die nebenwirkungsärmste. In die Drogerie von Barbara Reichenbach kommen deshalb besonders viele junge Frauen zwischen 18 und 28, welche die Pille nicht ein-

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Prefemin® bei prämenstruellen Beschwerden wie leichtem Spannungsgefühl in den Brüsten, Unterleibsbeschwerden sowie Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.

Dies ist ein Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. 0FLANZLICHE!RZNEIMITTEL

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nehmen möchten. Sie kennt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aus der Komplementärmedizin und rät ihren Kundinnen: Als Basistherapie kurmässig, das heisst während mindestens drei Monaten, Nachtkerzen- oder Borretschölkapseln einnehmen. Sie hemmen die Entstehung der Prostaglandine und reduzieren dadurch die Entstehung von Schmerzen. Drei bis vier Tage bevor die Menstruation einsetzt, am besten mit einer individuellen spagyrischen Mischung beginnen. In der Grundmischung sollten dabei sicher Mönchspfeffer und Hopfen, beide hormonspiegelausgleichend, sein. Individuell abgestimmt werden noch verschiedene Essenzen wie Mandragora (bei Unruhezuständen), Hypericum (bei Stimmungsschwankungen), Belladonna (bei starken Schmerzen), Brennnessel (bei Wasseransammlungen) oder Pestwurz (krampflösend) hinzugefügt. Die Mischung kann je nach Beschwerden während zwei bis drei Monaten eingenommen werden. Bei akuten Beschwerden hilft ein entspannender und krampflösender Frauentee, beispielsweise mit Melisse, Kamille, Frauenmantel oder Pfefferminze sehr gut. Bekommt man plötzlich Bauchkrämpfe, hilft es, das Schüssler Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) in Wasser aufzulösen und zu trinken. Kommen Schmerzen plötzlich und sehr stark, kann Belladonna (Tollkirsche) in einer homöopathischen Dosis von C30 helfen. Für den Notfall empfiehlt es sich, immer ein Schmerzmittel, am besten mit Ibuprofen, zu Hause zu haben. Neigt man zu Reizbarkeit und Aggressivität, hilft es, die B-Vitamine sowie Magnesium einzunehmen. Damit werden die NerFlavia Kunz ven gestärkt und beruhigt.

Hilfe während der Menstruation Neben den verschiedenen natürlichen Heilmitteln gibt es noch einige zusätzliche Tipps und Massnahmen, die das Leben während der Menstruation einfacher machen. Das heisst: Auf eine vollwertige Ernährung achten. Dabei ist besonders wichtig, dass man viel Vollkorn, frisches Gemüse, genügend Flüssigkeit (mind. 1,5 Liter pro Tag), frische Säfte und vor allem viel Linolensäure (in Raps- oder Leinöl) zu sich nimmt. Dadurch wird der Entstehung von Schmerzstoffen entgegengewirkt. Bewegung verbessert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur. Menstruationsbeschwerden vorbeugen kann man auch, indem man sich mindestens einmal pro Woche sportlich betätigt. Beginnen die Krämpfe, ist es wichtig, dass man sich nicht mit Chips und Cola vor dem Fernseher vergräbt, sondern beispielsweise auf einen gemütlichen Spaziergang an die frische Luft hinausgeht. Ein Bauchwickel in Intervallen von 15 bis 30 Minuten, eine heisse Bettflasche, ein heisser Tee und Ruhe helfen bei akuten Bauchkrämpfen. Jede Frau soll für sich selbst herausfinden, was ihr hilft, ruhig zu bleiben und ihr persönliches Gleichgewicht zu finden. Das kann beispielsweise mit einer Entspannungsmethode wie Yoga oder entspannender Gymnastik sein.

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Bedarf an Eisen variiert Einen vermehrten Eisenbedarf haben vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, Säuglinge und Jugendliche. Aber nur das zweiwertige Häm-Eisen wird vom Körper gut aufgenommen.

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innbildlich wird das Metall Eisen dem Planetengott Mars und dem Sternzeichen Widder zugeordnet und steht für erneuernde Lebenskraft und Vitalität. Das Spurenelement spielt eine wichtige Funktion bei der Blutbildung. Nur dank dem Eisen können rote Blutkörperchen entstehen. Das eisenhaltige Hämoglobin verleiht dem Blut die rote Farbe und ist für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich. Eisen wird mit der Nahrung zugeführt und durch den Dünndarm aufgenommen. Der Köper speichert etwa dreissig Prozent des wertvollen Spurenelements in Leber und Milz. Bei erhöhtem Bedarf ist der Organismus noch in der Lage, auf das Speichereisen zurückzugreifen. Erst wenn das körpereigene Depot aufgebraucht ist, kann es zu Eisenmangel und einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) kommen. Davon betroffen sind in der grossen Mehrzahl Frauen und nur etwa drei Prozent der Männer. Mögliche Ursachen sind: Blutverlust während der Menstruation, nach einer Geburt oder Operation.

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Ungenügende Aufnahme durch Darmerkrankungen, Glutenunverträglichkeit, Unterernährung. Erhöhter Bedarf durch Schwangerschaft und Stillzeit, Wachstumsphasen, Infektionen, Leistungssport.

Anzeichen einer Mangelerscheinung sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Je nach Stadium zeigt sich Blässe an den Lippen und am Zahnfleisch, kommen Risse in den Mundwinkeln und spröde, längs gerillte Fingernägel vor. Eisenmangel kann auch Ursache für Haarausfall sein. Eisenmangel wird durch den Arzt diagnostiziert. Gemessen werden die Hämoglobin (Hb)- oder die Serum-Ferritin-Werte. Ein niedriger Hb-Wert zeigt eine Unterversorgung allerdings erst an, wenn die Speicher schon leer sind. Als «Frühwarnsystem» dient die Laboruntersuchung des Serum-FerritinWertes, mit dem sich bereits eine beginnende Entleerung des Eisenspeichers feststellen lässt. Der Situation entsprechend wird Eisen als Infusion in die Vene gegeben oder der Arzt verschreibt ein Eisenpräparat.

Hoher Eisenbedarf Vorsorglich werden Schwangeren eisenhaltige Mittel verordnet. Eisen ist wichtig für die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes – durch die regelmässige Schwangerschafts-Voruntersuchung wird ein Eisenmangel der werdenden Mutter frühzeitig festgestellt. Junge Mädchen sind durch die Wachstumsphase in der Pubertät und durch das Einsetzen ihrer Menstruation in vermehrtem Mass auf eine gute Eisenreserve angewiesen. Leistungs- und Ausdauersportler weisen einen hohen Eisenverbrauch auf. Die Muskeln verbrauchen in vermehrtem Mass Hämoglobin, und mit je-

dem Liter Schweiss gehen Eisen, Vitamin B, C und Folsäure verloren (Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe, die in der Darmflora hergestellt werden und blutbildend wirken).

Ein Glas Orangensaft zum Essen Die Verwertung von Eisen aus Lebensmitteln ist sehr unterschiedlich. Zweiwertiges Eisen, das Häm-Eisen, kann vom Körper besser resorbiert werden. Gut verwertbares Häm-Eisen ist in rotem Fleisch, Fisch und Geflügel enthalten. Grünes Blattgemüse und viele Früchte sind ebenfalls eisenreich. Aber das Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln ist dreiwertig. Das heisst, dass der Körper nur einen geringen Prozentsatz davon abbekommt, während die Aufnahmefähigkeit aus tierischem Eisen wesentlich höher liegt. Vitamin C – ein Glas Orangensaft oder etwas Zitrone zum Essen – verbessert die Eisenverwertung. Milch, Kaffee, Schwarztee erschweren die Resorption im Darm. Durch die Ernährung allein kann ein leerer Eisenspeicher schwerlich wieder gefüllt werden. Der Drogist HF Markus Kaufmann, Inhaber der Vita Drogerie in Baden, rät zur kurweisen Einnahme von Präparaten mit zweiwertigem Eisen. «Nahrungsergänzungsmittel in Kombination mit Folsäure sind ideal für Personen, die an Eisenmangel leiden. Frauen, die sich zu einer Schwangerschaft entschliessen, empfehle ich präventiv Multivitamintabletten, die Folsäure enthalten», sagt der Drogist und fügt hinzu: «Ein Spagyrik-Spray mit Heidelbeeren und die Mineralsalze nach Dr. Schüssler Nr. 3, Ferrum phosphoricum, in Kombination mit Nr. 2, Calcium phosphoricum, verhelfen zu einer besseren Eisenaufnahme.» Zu den eisenhaltigen Heilpflanzen gehört die Brennnessel. An ihrem Standort regu-

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Endlich schwanger! Mit natürlichen Methoden lässt sich die fruchtbare Zeit genau eingrenzen. Und damit die Chancen für den gewünschten Kindersegen erhöhen.

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chwanger werden ist vor allem eine Frage des Timings. Denn nur während des Eisprungs sind Frauen empfängnisbereit. «Der Eisprung findet um die Mitte des Zyklus statt und dauert zwischen vier und sechs Tage. Anzeichen dafür sind ein leichter Anstieg der Körpertemperatur, ein Ziehen im Unterleib, auch eine Veränderung des Ausflusses ist möglich», sagt Regula Stähli, Geschäftsführerin der Natur-


drogerie Bälliz in Thun. Viele Frauen spüren instinktiv, wann sie fruchtbar sind. «Zur Ermittlung des Empfängniszeitpunktes dienen zudem Ovulationstests in Stäbchenform oder Zyklus-Computer zur natürlichen Familienplanung», erklärt Regula Stähli die Möglichkeiten. Diese Methode hat viele Vorteile: Sie ist kostengünstig, und neben dem Herausfinden der fruchtbaren Tage dient sie auch dazu, den eigenen Kör-

per besser kennen zu lernen. Die Anwendung erfordert jedoch Disziplin: Für verlässliche Resultate muss die Temperaturmessung jeden Morgen erfolgen. Zudem sollte der Muttermundschleim beobachtet werden: Ist er weisslich-gelb, klumpig und wenig dehnbar, ist dies der Beginn der fruchtbaren Phase. Haben Sie herausgefunden, wann genau Ihr Eisprung stattfindet, lassen Sie sich etwas einfallen! Zu diesem

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Zeitpunkt und in den folgenden 18 Stunden ist Ihre Chance, schwanger zu werden, drei Mal höher als an den restlichen Tagen.

Geduldige Vorbereitung Wenn Sie einen Kinderwunsch hegen, sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken. Gesunde Ernährung ist die Basis für eine beschwerdefreie Schwangerschaft. Ernähren Sie sich ausgewogen? Vitamine (allen voran Folsäure, ein Vitamin der BGruppe, das unter anderem der Zellteilung und somit der Entwicklung des Fötus dient), Mineralien und Spurenelemente sind sehr wichtig vor und während der Schwangerschaft. Nahrungsergänzungsmittel können den erhöhten Bedarf werdender Mütter decken. Haben Sie mit der Pille verhütet? «Die Pille ist ein ‹Vitaminräuber›, das heisst, verschiedene Vitamine und Spurenelemente werden durch die in der Pille enthaltenen Hormone in ungenügender Menge vom Körper aufgenommen. Deshalb ist es nach dem Absetzen wichtig, sich ein paar Monate Zeit zu geben, um mit gesunder Ernährung den Stoffwechsel zu regulieren», erklärt Regula Stähli.

Aus Männersicht Wenn Frauen unter einem unerfüllten Kinderwunsch leiden, sind häufig auch Männer betroffen. Klären Sie beim Arzt ab, ob keine organischen Gründe für Kinderlosigkeit vorliegen. Ist der ausbleibende Kindersegen stressbedingt, können spagyrische Sprays, pflanzliche Entspannungsdragées und homöopathische Globuli helfen, Gelassenheit zu bewahren. Der unerfüllte Kinderwunsch kann Paare auch psychisch belasten. Hilfreich: Mit Verständnis auf die Situation der Partnerin eingehen und sie nicht unter Druck setzen. Keine Frau mag

es, auf die Gebärfähigkeit reduziert zu werden! Merke: Eine Frau mit Kinderwunsch befindet sich in einer sensiblen emotionalen Phase. Flapsige Sprüche und Verniedlichungen (auch liebevoll gemeinte) bringen meist das pure Gegenteil von Harmonie.

Erste Anzeichen Spannung in den Brüsten, Geruchsempfindlichkeit oder Morgenübelkeit sind häufige Begleiterscheinungen der Schwangerschaft und erste Anzeichen dafür, dass es mit dem Baby geklappt hat. Gewissheit bringt ein Schwangerschaftstest: «Es gibt Frühtests, die bereits zehn Tage nach dem letzten Geschlechtsverkehr angewendet werden können. Reguläre Tests geben ab dem ersten Tag nach dem Ausbleiben der Menstruation Auskunft. Beide Versionen sind verlässlich», sagt Regula Stähli.

Wichtiges in Kürze Vitamine. Fehlernährung bringt den Hormonhaushalt durcheinander und verringert die Fruchtbarkeit bei Frau und Mann. Bewegung. Tägliche Bewegung sowie moderater Sport senken das Stress-Niveau und erhöhen die Fruchtbarkeit. Gift. Aktives und passives Rauchen, Alkohol, viele Medikamente und Drogen können zur Unterwicklung des Kindes führen.

Buchtipp Uta König: «Wir wollen ein Baby. Von Mönchspfeffer bis In-vitro», Alternativ- und Schulmedizin auf einen Blick, Rowohlt-Verlag 2003, ISBN 3-499-61561-4, Fr. 18.10

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Geschlechtskrankheiten. Sie verlaufen oft unbemerkt, können aber unfruchtbar machen. Klären Sie bei Ihrer Ärztin ab, ob Sie eine solche Infektion haben. Gelassenheit. Die Wahrscheinlichkeit, in einem Zyklus schwanger zu werden, beträgt nur etwa 30 Prozent. Versteifen Sie sich auf dieses eine Mal, kann das psychischen Stress auslösen und die Fruchtbarkeit verringern. Das Kinderzeugen sollte keine in der Agenda markierte Pflichtübung sein. Sexmarathon. Während der fruchtbaren Tage alle zwei Tage Geschlechtsverkehr zu haben, ist optimal. Haben Sie öfter Sex, verringern sich die Spermien beim Mann. Tun Sie es seltener, sinkt die Chance auf eine Schwangerschaft. Stellung. Ihr Partner sollte so tief wie möglich in Sie eindringen. Hilfreich ist es,

den Penis danach in der Vagina zu belassen. Das verhindert das Herausfliessen der Spermien. Bleiben Sie nach dem Sex eine halbe Stunde auf dem Rücken liegen, mit einem Kissen unter den Po. Männer. Je tiefer die Temperatur der Hoden, desto höher die Samenqualität. Enge Hosen sind tabu! Alter. Frauen um die zwanzig warten zweieinhalb Monate, Frauen um die vierzig zwei Jahre auf die Empfängnis. Dreissig Prozent der 32- bis 37-Jährigen warten länger als ein Jahr auf Kindersegen. Bei den 38und 42-Jährigen sind es mehr als siebzig Prozent. Ein 45-Jähriger hat im Vergleich zu einem 18-Jährigen ein Drittel weniger Spermien, die Anzahl der lebensfähigen Spermien beträgt fünfzig Prozent. Francesco Di Potenza

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Wärme und Flüssigkeit gegen Blasenentzündung Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen: Das sind die typischen Anzeichen einer beginnenden Blasenentzündung.

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auptsächliche Verursacher eines Harnweginfekts (Zystitis) sind Kolibakterien, die durch die Harnröhre in die Blase gelangen und sich dort vermehren. Die kurze Harnröhre der Frau – sie ist etwa dreimal kürzer als beim Mann – und die Nähe der Harnröhrenöffnung zu Scheide und After begünstigen das Verschleppen der Erreger. Meist heilt eine behandelte Blasenentzündung nach einigen Tagen ab. In seltenen Fällen steigt die Infektion in die Nierenregion auf und es kommt zu einer Nierenbeckenentzündung mit hohem Fieber und starken Rückenschmerzen über den Nieren.

Unterkühlung leistet Vorschub Zu einer Blasenentzündung kann es durch eine falsche Reinigung des Afters oder eine ungeeignete Intimpflege kommen. Um zu vermeiden, dass Keime aus dem Darm in die Harnröhre gelangen, hat die Reinigung nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten zu erfolgen. Kalte Füsse, Durchzug, das Sitzen auf kaltem Stein und nasse Badekleider tun der Blase gar nicht gut. «Es sind oft jüngere

Frauen, die wegen einer Blasenentzündung vorbeikommen. Knappe Unterwäsche und bauchfreie Kleidung in der kalten Jahreszeit provozieren eine Erkältung der Harnwege», ergänzt Eduard Erni, eidgenössisch diplomierter Drogist der Dropa Drogerie Erni in Küssnacht am Rigi. Zwar wird der Infekt durch Bakterien und nicht durch Kälte ausgelöst; eine Unterkühlung schwächt jedoch das Immunsystem. Erst die verminderte körperliche Abwehrkraft erlaubt eine Erkrankung.

Heilen durch Teetrinken Der Infekt wird in der Schulmedizin mit Antibiotika behandelt. Es stellt sich die Frage, ob eine Blasenentzündung nicht auch mit natürlichen Mitteln geheilt werden kann? Drogist Erni schlägt vor: «Wer nicht sofort zu Antibiotika greifen will, kann auf bewährte natürliche Heilmittel zählen, zum Beispiel auf Spagyrik. Natürliche Pflanzenauszüge werden für jede Kundin individuell gemischt. Auch die Behandlung mit Homöopathie oder die Einnahme von pflanzlichen Blasen- und Nierendragées bringt Erfolg. Wichtig ist bei allen Methoden, möglichst viel Tee zu trinken. Falls nach zwei bis drei Tagen keine Besserung eintritt, ist ein Arzt aufzusuchen.» Es gibt viele geeignete Teemischungen für die Blase. Selbst wenn eine hartnäckige Entzündung den Einsatz von antibiotischen


Mitteln erfordert, trägt der Durchspül-Effekt mit Kräutertee zur Heilung bei. Zusammen mit dem Urin werden die Erreger ausgeschwemmt und die Blase gereinigt. Zu den harntreibenden und entzündungswidrigen Heilpflanzen gehören Birkenblätter, Brennnesselblätter, Schachtelhalm, Goldrute, Bärentraube. Wegen des hohen Gerbstoffgehalts ist die Einnahme von Teemischungen mit Bärentraubenblättern auf fünf Tage zu beschränken. Während einer Schwangerschaft sind Bärentraubenblätter nicht geeignet. Genusstees sorgen für angenehme Abwechslung in der Teetasse. Bambustee ist entgiftend, antibakteriell, entwässernd, auch Grüntee entwässert und stärkt das Immunsystem. Wie die Bärentraube gehören Preiselbeere und Cranberry (amerikanische Moosbeere) zu den Erikagewächsen mit keim-

widrigen Eigenschaften. «Preiselbeeren haben eine unterstützende Wirkung; sie eignen sich vor allem auch bei chronischen Entzündungen und bei Reizblase. Zur Anwendung kommt der natürlich gesüsste Saft oder das ungesüsste Preiselbeeren-Granulat, das in Wasser aufgelöst zu einem wirkungsvollen Getränk wird», weiss der Drogist.

Wohltuende Wärme Wärme lindert und beruhigt: für warme Füsse sorgen, Nierenwärmer anziehen, eine Bettflasche auf den Unterbauch legen, ein heisses Fussbad nehmen. Wer mag, kann die Therapie mit wärmenden Wickeln vervollständigen. Das ätherische Öl einer Eukalyptuskompresse wirkt bakterienhemmend: Fünf Tropfen ätherisches Öl mit einem Esslöffel Olivenöl mischen, auf ein mehrfach gefaltetes Tüchlein tropfenweise

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verteilen und auf die Blasenregion legen. Mit einem Wolltuch oder Handtuch fixieren, mit einer Bettflasche wärmen und über Nacht einwirken lassen.

Vorbeugen bei häufiger Blasenentzündung Oft bleibt man nach einer Blasenentzündung empfindlich, und ein Infekt kann sich unter ungünstigen Voraussetzungen wiederholen. Der regelmässige Konsum von Preiselbeersaft stärkt die Harnwege und verhindert, dass die Bakterien an der Blasenwand haften bleiben. Zur Vorbeugung gilt auch hier: viel trinken, Kälte und Nässe meiden sowie die Blasenregion warm halten. «Wer immer wieder eine Harnwegentzündung hat, sollte sein Immunsystem

gezielt aufbauen durch die zusätzliche Einnahme von Vitamin C, Zink und Echinacea-Tropfen. Falsche Ernährung, Alkohol und Nikotin schwächen die Immunabwehr», sagt Eduard Erni. Und zum Schluss ein weiterer Tipp des Drogisten: «Tragen Sie Unterwäsche aus Baumwolle. Synthetische Fasern schaffen ein feuchtes Klima, in dem sich Bakterien leichter vermehren.» Angela Caprez

Buchtipp Birgit Laue: «Vital: Heilpflanzen für Frauen», Rowohlt Taschenbuch Verlag 2005, ISBN 3-499-61616-5, Fr. 23.50

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Augenblicke zum Entspannen Lomi-Lomi, Reiki, rhythmische Massage, Scholokadenmassage. Massagen gibt es unzählige. Allen gemein sind entspannende Augenblicke.

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ie Redaktion vom Special «Frauen» hat für Sie vier unterschiedliche Massagen ausprobiert. Dabei standen nicht in erster Linie therapeutische Ansprüche im Vordergrund, sondern schlicht und einfach der Wunsch, sich etwas Gutes zu tun.

Hula für die Seele Lomi-Lomi ist eine hawaiische Ganzkörpermassage, die ursprünglich von mehrstimmigen Heilgesängen begleitet als Tempelritual ausgeführt wurde. Sie reinigt und heilt auf körperlicher und spiritueller Ebene und kann auf einen wichtigen Neuanfang im Leben vorbereiten. Meine erste Lomi-Erfahrung beginnt mit einem hawaiischen Chant. Ich darf mir einen Wunsch überlegen, den die Masseurin während der Behandlung gedanklich unterstützt: Ich wünsche mir Kraft für eine Entscheidung, die ich seit langem vor mir herschiebe. Mit viel Öl wird mein Körper in fliessenden Streichungen aktiviert. Es duftet nach exotischen Blumen, und ich verliere mich beim

Gedanken an die paradiesischen Inseln der Südsee... Beim Abschlussritual drückt die Masseurin die hawaiischen Energiepunkte und öffnet damit die Türen für neue Wege, wie sie sagt. Die Massage endet mit einer Fusswaschung. Stille Besinnungsphase. Mein Körper fühlt sich angenehm schwer an. Ich bin träge und leicht benommen. An der frischen Luft muss ich einige Schritte gehen, um mich wieder zu sammeln. Gut ge-

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Bedarf an Eisen variiert Einen vermehrten Eisenbedarf haben vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, Säuglinge und Jugendliche. Aber nur das zweiwertige Häm-Eisen wird vom Körper gut aufgenommen.

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innbildlich wird das Metall Eisen dem Planetengott Mars und dem Sternzeichen Widder zugeordnet und steht für erneuernde Lebenskraft und Vitalität. Das Spurenelement spielt eine wichtige Funktion bei der Blutbildung. Nur dank dem Eisen können rote Blutkörperchen entstehen. Das eisenhaltige Hämoglobin verleiht dem Blut die rote Farbe und ist für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich. Eisen wird mit der Nahrung zugeführt und durch den Dünndarm aufgenommen. Der Köper speichert etwa dreissig Prozent des wertvollen Spurenelements in Leber und Milz. Bei erhöhtem Bedarf ist der Organismus noch in der Lage, auf das Speichereisen zurückzugreifen. Erst wenn das körpereigene Depot aufgebraucht ist, kann es zu Eisenmangel und einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) kommen. Davon betroffen sind in der grossen Mehrzahl Frauen und nur etwa drei Prozent der Männer. Mögliche Ursachen sind: Blutverlust während der Menstruation, nach einer Geburt oder Operation.

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Gut zu wissen Die rhythmische Massage können Sie leicht zu Hause anwenden. Ihre Therapeutin gibt Ihnen die entsprechenden Tipps. Ätherische Massageöle dazu erhalten Sie in Ihrer Drogerie. Anwendungszwecke, Adressen und nähere Infos finden Sie auf der Internetseite www.rhythmische-massage.ch.

Mit Reiki Lebensenergie aufnehmen Sanft, aber doch fest spüre ich die Hände der Reikimeisterin auf meinem Körper. Ihre warmen Hände berühren zuerst die Stirn, bleiben kurz liegen, als wenn sie sämtliche Spannungen damit vertreiben und mich vom Gedankenwirrwarr befreien wollte. Sie legt Ihre Hände auf mein Gesicht, die Schultern und den Körper entlang bis zu den Füssen. Meine Gedanken sind schon längst weg und damit auch mein Zeitgefühl. Durch meine Kleider spüre ich nur noch die Wärme der Hände. Es ist eine angenehme und neue Erfahrung, angezogen auf einem Massagetisch zu liegen und anstelle der üblichen Massagegriffe den festen, warmen Druck der Hände zu spüren. Die klare Stimme der Reikimeisterin holt mich nach fünfzig Minuten wieder in die Wirklichkeit zurück. Der Alltag ist weit entfernt, und mein Geist ist klar und wach. Ich habe das Gefühl, mit beiden Füssen fest mit ek der Erde verankert zu sein. Reiki bedeutet «universale Lebensenergie» und will durch das Auflegen der Hände diese Energie weiterleiten und die Kraft der Selbstheilung anregen. Unbewusst üben wir bereits Reiki aus, wenn wir unsere Hand auf eine schmerzende Stelle legen und einen Moment innehalten. Mehr über Reiki erfahren Sie im Buch von Gerda Irini Asbach: «Reiki – Heilende Kraft der Hände», Econ Ullstein List Verlag, Fr. 28.50.

Massagen entschlacken den Körper. Danach viel trinken, damit die Schlackenstoffe mit dem Harn ausgeschieden werden. Nach einer Massage mit Tiefenentspannung kann man sich leicht benommen fühlen. Daher nicht gleich ins Auto zu steigen und nach Hause brausen! Besser vorher einige Schritte an der frischen Luft gehen und sich sammeln. Ein bis zwei Tage nach einer Massage kann ein sogenannter «Entspannungsschmerz» auftreten. Die Muskulatur lockert sich, was sich wie Muskelkater anfühlt. Der Entspannungsschmerz ist ein gutes Zeichen und klingt rasch wieder ab. Ein Therapeutenverzeichnis und kurze Beschreibungen unter anderem von Massagetechniken finden Sie unter www.gesund.ch oder im Buch «Natürlich Gesund in der Schweiz». (ISBN 10-3-9520610-6-9, Fr. 19.80)

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