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Es gibt ein Informations-Büro in der Panagia Bridge Forststation (in 450 m Höhe), das an Werktagen tagsüber geöffnet ist. Der kleine Picknickplatz bietet Gelegenheit zum Ausruhen. Am Ende der Wegstrecke (in 1.050 m Höhe) liegt die im 15. Jahrhundert erbaute Kirche Stavros Agiasmati, die in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

3.2 - BLATT IV Stavros Agiasmati – Panagia tou Araka Länge: 7,5 km, erforderliche Zeit: etwa 2 – 4 Stunden Diese Wegstrecke ist ein Naturpfad, der schon 1995 angelegt wurde. Nach Verlassen von Stavros Agiasmati führt er durch Waldgebiet und steigt an. Man wandert durch verlassene Weinfelder, erreicht dann wieder den Wald und bald darauf das Dorf Lagoudera (1.000 m hoch). Auf normalen Landstraßen geht es weiter bis zur Kirche Panagia tou Araka. Auf diesem Abschnitt besteht die Vegetation vornehmlich aus Calabriankiefern, der endemischen Goldeiche und Strauchwerk wie dem Erdbeerbaum. An Gestein herrscht Dolerit, eine grobkörnige Basaltart vor. Die Madari-Region, die mutmaßlich bald unter Naturschutz gestellt wird (NATURA 2000), kann vom höchsten Punkt der Strecke aus überblickt werden. Nach der Landflucht leben in Lagoudera nur noch rund 200 Menschen, die meisten sind in der Landwirtschaft beschäftigt. In der Madari-Region werden verschiedene Rebsorten angebaut und Wein sowie Zivania produziert, außerdem werden Walnüsse, Haselnüsse, Äpfel, Feigen und Mandeln geerntet. Die Kirche Panagia tou Araka aus dem 13. Jahrhundert – die ebenfalls auf der UNESCO-Liste der Weltkulturdenkmäler steht – ist wegen der herrlichen Wandfresken auf jeden Fall einen Besuch wert.

3.3 - BLATT IV Panagia tou Araka – Platania Länge: 15 km, erforderliche Zeit: etwa 5 – 6 Stunden Nach der Kirche Panagia tou Araka führt der Weg weiter zum Dorf Saranti und dann aufwärts auf befestigten Pfaden in ein Gebiet, das als „Selladi tou Karamanli“ bekannt ist (3 km, Höhe 1.180 m). Ein alter Wanderweg durchquert auf 4 km Länge den „Schwarzwald“ Zyperns und trifft dann oberhalb vom Dorf Spilia in 1.150 m Höhe auf „Selladi tis Choras“. Ein neuangelegter 2 km langer Pfad löst den alten Weg ab und führt durch Waldgebiet in eine Region, die den Namen „Doxa soi o Theos“ trägt (1.320 m hoch) und nördlich vom Dorf Kyperounta liegt. Von dort aus geht es auf unbefestiger Wegstrecke (6 km) zur Platania Forststation (in 1.000 m Höhe), die 6 km von Dorf Kakopetria entfernt ist. Der größte Teil der Strecke führt durch dichten Kiefernwald (Pinus brutia), den

Boden bedeckt dichtes Unterholz oder undurchdringliches Dickicht aus buschiger Vegetation, zumeist Goldeiche. Auch hier herrscht als Gesteinsart Dolerit vor, in der Nähe von Platania eher als Basalt. In den Dörfern Spilia, Kyperounta und Kakopetria gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Unterkünfte – vom Hotel bis zu Einrichtungen des Agrotourismus. Bei der Platania-Forststation findet der Wanderer Picknick- und Campingplätze sowie ein kleines Restaurant. In einem eingezäunten Gehege sind Zyperns Wappentiere, die Mufflons (Ovis gmelini ophion) zu sehen.

3.4 - BLATT IV Platania – Troodos – Agios Georgios Kapourallis Länge: 32,5 km, erforderliche Zeit: etwa 9 – 11 Stunden Bei Platania passiert der Wanderweg E4 die Forststation und führt aufwärts zum Picknickplatz „Kambos tou Livadiou“ (Höhe 1.650 m). Dann geht es auf und ab auf befestigtem Weg nach Plateia Troodous (Troodos Square / Troodos-Platz in 1.700 m Höhe), wo der Wanderpfad „Persephone“ beginnt. Diesem Pfad auf beschwerlichem Weg folgend, gelangt man nach „Kryos Potamos“ und zu den Kaledonia-Wasserfällen (1.400 m hoch). Dieser Teil der Strecke ist 10 km lang. Hinter Kaledonia bietet sich entlang der Straße Troodos-Platres (Höhe 1.500 m) ein herrlicher Rundblick. Der Weg geht weiter zum Picknick- und Campingplatz „Kambi tou Kalogirou“ (1.400 m hoch) und führt dann abwärts zur Kirche Agios Georgios Kapourallis (1.020 m hoch), wo der Pafos-Forst beginnt. Vegetation und Landschaft auf diesem Streckenabschnitt sind unterschiedlich. Mit der Höhe ändern sich auch die Pflanzenarten. Oberhalb von 1.400 m ersetzt die Schwarzkiefer die Calabriankiefer. Ab 1.600 m verschwindet auch die Goldeiche und macht Gewächsen Platz, die nur im Troodos wachsen, darunter Weiße Maulbeere, Troodos-Wacholder und Berberitze. Der Troodos-Wald soll zum Naturschutzgebiet als Teil des Europäischen NATURA 2000-Netzwerks erklärt

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