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Mittwoch, 30. Oktober 2013 | Nordwestschweiz

Aargauer Sport

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Eine Rückkehr als Kanonenfutter

Sportservice Eishockey 1. Liga. Gruppe 2. Argovia Stars - Belp 8:1. WikiMünsingen - Thun 3:2 n.V. – Rangliste: 1. Zuchwil 7/21. 2. Wiki-Münsingen 8/17. 3. Unterseen-Interlaken 7/14. 4. Basel/KLH 7/13. 5. Burgdorf 7/11. 6. Thun 8/11 (26:25). 7. Argovia Stars 8/11 (29:30). 8. Lyss 7/10. 9. Brandis 8/8. 10. Adelboden 8/7. 11. Belp 9/3.

Eishockey Die Argovia Stars bezwingen in der 1. Liga den EHC Belp mit Ex-Trainer With mit 8:1 VON ANDREAS FRETZ

Argovia Stars - Belp 8:1 (4:0, 1:1, 3:0) KEB Aarau. – 164 Zuschauer. – SR Aegerter, Bichsel/Probst. – Tore: 4. Rohrbach (Frei, Neher) 1:0. 11. Frei (Rohrbach, Neher) 2:0. 14. Eichenberger (Steiner) 3:0. 20. (19:07) Wälti 4:0. 31. Rolli (Gerber/Ausschluss Steiner) 4:1. 36. Dünser (Neher, Frei) 5:1. 41. (40:28) Neher (Leuenberger, Rohrbach) 6:1. 44. Neher (Frei, Eichenberger) 7:1. 51. Neher (Eichenberger) 8:1. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Argovia Stars, 1mal 2 Minuten gegen Belp. Argovia Stars: Eisenring (ab 51. Heimann); Eichenberger, Wälti; Dünser, Barz; Leuenberger, Gisin; Meyer; Bula, Simmen, Neher; Bracher, Kissling, Frei; Rohrbach, Frossard, Steiner; Guidon. Bemerkungen: 11. Time-out Belp. 41. Goalie-Wechsel Belp.

Erstmals kehrte Trainer Patric With gestern an seine alte Wirkungsstätte nahe dem Brügglifeld zurück. Vier Jahre leitete der Berner die Geschicke beim EHC Aarau, führte das Team letzte Saison gar in die PlayoffHalbfinals. Nach seinem Abgang steht der 41-Jährige nun beim EHC Belp, dem Schlusslicht der 1. Liga, an der Bande. «Wir sind ein junges, neu formiertes Team», begründete With den schlechten Saisonstart. Die meisten seiner Spieler haben Jahrgang 1992 oder 93. Ähnlich wie in Aarau will er sich mit seinem neuen Team Saison für Saison verbessern und in der 1.-Liga-Hierarchie beständig nach

Fussball Aargauer Cup. Achtelfinals. Gestern: Koblenz (2.) Windisch (2.) 2:3. Entfelden (3.) - Meisterschwanden (2.) 3:2. Spreitenbach (3.) - Lenzburg (2.) 2:1. Neuenhof (4.) - Rothrist (2.) 1:5. Eagles Aarau (4.) - Brugg (2.) n.Red. – Heute: Türkiyemspor (4.) - Fislisbach (2.). – Morgen: Dottikon (3.) - Wettingen (2.). Mladost Aarau (4.) - Oftringen (2.).

«Unser Vorteil: Ich kenne die Spieler. Unser Nachteil: Sie wollen unbedingt gegen ihren Ex-Trainer gewinnen.» Patric With, Belp-Trainer mit Aarauer Vergangenheit

Den Berner Gästen bleibt nur das Nachsehen: Daniel Eichenberger (r.) trifft zum vorentscheidenden 3:0. oben klettern. Was die Belper gestern ablieferten, war allerdings ein Trauerspiel und an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Bereits nach 13 Minuten führten die Aargauer mit 3:0. Der Name der Aarauer hat sich seit dem Abgang Withs zwar in Argovia Stars geändert, geblieben ist indes ein grosser Teil der Spieler. «Unser Vorteil: Ich kenne die Spieler», sagte With noch vor dem Spiel, um aber sogleich anzufügen: «Unser Nachteil: Sie wollen unbedingt gegen ihren Ex-Trainer gewinnen.» Der Nachteil überwog. Die Argovia Stars, mit Rang 8 ebenfalls mehr schlecht als recht in die Saison gestartet, meinten es mit ihrem Ex-Trainer nicht gut. 4:0 führten sie nach dem ersten Drittel. Rohrbach, Frei, Ei-

chenberger und Wälti waren für die Treffer besorgt. Auch ein frühes Time-out Withs und ein später Goalie-Wechsel konnte nichts am desolaten Auftritt der Gäste ändern. Wenig Emotionen, kaum Strafen In einer Partie mit wenigen Emotionen und nahezu ohne Strafen (erstmals nach 29 Minuten) war Argovia auch im zweiten Drittel zunächst spielbestimmend. Das Team von Trainer Daniel Meier blieb auf Kurs und steuerte auf eine Premiere zu: Erstmals in dieser Saison sollten zwei Spiele in Folge gewonnen werden. Einen kleinen Dämpfer gab es Mitte des Drittels: Belp nutzte das erste Überzahlspiel zum 1:4. Der Schuss

von der blauen Linie schien nicht unhaltbar. Der Fehler war jedoch schnell vergessen, als Dünser fünf Minuten später den Vier-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Beim Stand von 5:1 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen. Vor dem Schlussabschnitt lautete die brennendste Frage: Würden die Argovia Stars wie so oft im letzten Drittel ihren Vorsprung noch preisgeben? Nein, lautete die Antwort, denn bereits 28 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Neher auf 6:1. Auch das 7:1 und 8:1 (44./51. Minute) ging auf das Konto Nehers, der an diesem Abend sechs Skorerpunkte sammelte und sein Team auf den siebten Tabellenrang schoss..

Drei Klubs unter einem Dach Unihockey Drei Aargauer Klubs spannen in der Nachwuchs-Förderung zusammen – Branchenprimus Lok Reinach fehlt.

Die involvierten Vereine Bremgarten: 1985 als erster Unihockey-Klub im Kanton Aargau gegründet. Aktuell neun Nachwuchsteams (D bis U21) und vier Aktivmannschaften (Herren 2. Liga Grossfeld bis 4. Liga, Damen 1. Liga Kleinfeld). Rund 150 Mitglieder.

VON RUEDI BURKART

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, welches eine Arbeitsgruppe der drei Klubs aus Bremgarten, Lenzburg und Wohlen vorantreibt. Das Ziel: Die Juniorenteams von U16 bis U21 ab 2014 in einem neuen Dachverein zusammenfassen und somit die Voraussetzungen für eine gezielte Nachwuchs-Förderung schaffen. «Leistungswilligen Spielern wollen wir Perspektiven bieten», so Adrian Meyer, Sportchef bei Lenzburg und Sprecher der Projektgruppe. Anders ausgedrückt: Man will verhindern, dass talentierte Spieler zur Konkurrenz abwandern. Mehrheitlich positive Reaktionen Quasi als Probelauf spielen aktuell zwei U21-, eine U18- und zwei U16Teams als Spielgemeinschaften, zusammengestellt aus Personal der drei Vereine (die total 214 Nachwuchsspielerinnen und -spieler vereinen). Ein Team tritt als Bremgarten auf, je zwei als Lenzburg und Wohlen. Ab der nächsten Saison sollen – so zumindest der Plan – folgende Mannschaften unter dem neuen Dachverein laufen: 2. Liga, U21, U18 sowie zwei U16. Die Rückmeldungen aus den Vereinen seien grösstenteils positiv, so Meyer. Ein Knackpunkt könnte allerdings die Tatsache sein, dass aus den beiden 2.-Liga-Teams von Bremgarten und Lenzburg nur noch eines wird. Ob die ganze Vorbereitungsarbeit umsonst war oder

Lenzburg: Start 1992 unter Satus Lenzburg. 2004 wurde daraus der UHC Lenzburg. Aktuell acht Juniorenteams (E bis U21) sowie drei Aktivmannschaften (von 2. Liga Grossfeld bis 5. Liga). 160 Mitglieder.

Auch Bremgartens C-Junioren (rotes Dress) werden in Zukunft vom Projekt profitieren. RUEDI BURKART nicht, wird sich im Januar 2014 weisen. Dann stimmen die drei Klubs an ausserordentlichen Generalversammlungen über den neuen Dachverein ab. 30 000 Franken zum Start Bis das Projekt bei einem Ja der Mitglieder mit der Anmeldung beim Schweizer Unihockeyverband im kommenden Frühling definitiv gestartet werden kann, harrt den drei Vereinen noch viel Arbeit. Einen Namen für das Konstrukt sowie die Vereinsfarben müssen gefunden werden. Es braucht neue Trikots, Sponsoren – und Bares. «Wir rechnen mit einer Anschubfinanzierung von rund

Virtus Wohlen: Seit 1991 wird Unihockey gespielt. Eine Aktivmannschaft (3. Liga Grossfeld), ein Senioren- sowie vier Juniorenteams (D bis U21). Die 90 Unihockeyaner machen rund 80 Prozent aller Virtus-Mitglieder aus. (RUBU.)

30 000 Franken», so Meyer. Das Geld wird von den drei Klubs zur Verfügung gestellt. Mit Lok Reinach fehlt der wichtigste Unihockey-Klub im Aargau. Warum? «Für uns war nach Abklärungen mit verschiedenen Vereinen klar, dass wir unseren eigenen Weg gehen müssen», so Jan Rickenbach, Reinachs Sportchef. Man habe gespürt, dass ein solches Projekt sehr schwer umsetzbar sei und es viel Einsatz und Organisation brauche. «Das haben wir in diesem Fall nirgends entdecken können», so Rickenbach. In Reinach beobachte man sehr genau, wie sich die Zusammenarbeit Lenzburg-Wohlen-Bremgarten entwickelt.

JAUS

Die Argovia Stars tun gut daran, ihren dritten und mit 8:1 höchsten Saisonsieg nicht überzubewerten. Die Jungspunde aus Belp waren schlicht nicht konkurrenzfähig. Und was traut With seinem Ex-Team im weiteren Saisonverlauf zu? «Der Aufwärtstrend der letzten Jahre ist etwas ins Stocken geraten. Ein Platz in den Top 6 und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs ist möglich, aber es wird schwer.» Für With indes dürfte es noch viel schwerer werden.

Mehr Bilder vom Heimspiel der Argovia Stars auf www.aargauerzeitung.ch

Dietwil und Schöftland unter den fairsten Teams In diesem Jahr erspielten sich der FC Dietwil und der FC Schöftland die Plätze vier und zehn im Ranking der Fairplay-Trophy. Ottmar Hitzfeld überreichte den beiden Teams den mit jeweils 9000 und 3000 Franken dotierten Preis. Um faires Verhalten auf dem Spielfeld zu belohnen und die Zahl der Verletzten zu senken, zeichnen der schweizerische Fussballverband und die Suva jedes Jahr die zehn fairsten Fussballvereine aus. (NCH) Handball Baden mit Trainerwechsel Ende Saison Andreas «Stony» Steiner gibt per Ende Saison das Traineramt ab, bleibt dem Badener NLB-Verein aber weiterhin erhalten. Der Nachfolger an der Seitenlinie steht bereits fest: Teamstütze Björn Navarin wechselt vom Spielfeld vollamtlich auf die Trainerbank. (NCH) Schwingen Doppelschwingfest in Unterkulm auf Kurs Am Wochenende vom 14./15. Juni 2014 finden in Unterkulm gleich zwei Schwingfeste statt: am Samstag der 16. Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag und am Sonntag das 108. Aargauer Kantonalschwingfest. Unter der Regie von Martin Widmer hat das Organisationskomitee die Vorbereitungsarbeiten aufgenommen, wobei der Bauchef André Bergmann auf dem Sportplatz Färberacker im Zentrum von Unterkulm eine Schwingerarena mit 2500 Sitzplätzen plant. (WR)

Asiatische Kampfkunst zu Gast in Wettingen Qwan Ki Do Die Sporthalle Tägerhard in Wettingen stand am Wochenende ganz im Zeichen der Methoden des Grossmeisters Pham Xuan Tong. VON JESSICA WIDMER

400 Athleten aus insgesamt 16 europäischen Ländern zeigten während zweier Tage ihre Qwan-Ki-Do-Künste auf Aargauer Boden. Nachdem im Jahr 1989 erstmals eine Europameisterschaft dieser Kampfkunstmethode in der Schweiz stattfand, übernahm die Swiss Union of Qwan Ki Do dieses Jahr zum zweiten Mal die Organisation des Events. Am ersten Wettkampftag wurden die technischen Wettkämpfe ausgeführt. Dabei ging es darum, mit oder ohne Waffe einen trainierten Ablauf so genau, kraftvoll und schnell wie möglich auszuführen. Ein Qwan-Ki-Do-Schüler steht dabei alleine auf der Matte und es wird der Überlebenskampf simuliert. Die Bewegung muss im Ernstfall effektiv, ja gar tödlich, sein. Spreitenbacher ohne Erfolg Am Samstag fanden dann zum sechsten Mal die europäischen Klubmeisterschaften statt. Dabei kämpften Kampfkunstbegeisterte aus diversen Qwan-Ki-Do-Klubs in Europa gegeneinander. Patrick Waldmeier und Daniele Santoro, die für den QwanKi-Do-Klub Spreitenbach antraten, kämpften anlässlich der Klubmeisterschaften in der Kategorie Weissgurt. Die Konkurrenz war zu gross

Daniele Santoro (r.) kämpfend.

ZVG

für die Aargauer, was dazu führte, dass sie keinen Kampf gewinnen konnten. Aus Schweizer Sicht sorgten die Dietiker Urs Wehrli und Sabrina Caretti für Erfolge: Sie gewannen anlässlich der Partnertechniken in der Disziplin technische Wettkämpfe die Bronzemedaille. Wehrli, der in Dietikon wie auch in Spreitenbach Qwan Ki Do unterrichtet, konnte einen weiteren Erfolg an den Mannschaftswettkämpfen im Waffenkampf verzeichnen. Im Waffenkampf bestätigte Wehrli seinen dritten Rang von den Weltmeisterschaften 2011 in Marokko und holte erneut die Bronzemedaille. Die Rumänen wurden ihrer Favoritenrolle über den gesamten Wettkampf gesehen gerecht und gewannen gleich vier Goldmedaillen. Als Schlusspunkt der Veranstaltung folgte am Samstagabend die Vorführung des Vietnamesen und Qwan-Ki-Do-Gründers Pham Xuan Tong.

Drei Vereine unter einem Dach  

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