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PORTFOLIO Veronika Merklein


Fette idenität (seiten 5-31) LIFE-LONG WEIGHT-GAINING, 2013 Woman laiughing alone with salad, 2014 Ich hab‘ grössere Brüste als deine Mutter, 2012 Posen, 2012 wenn sie gehen, dann bleibt dieses stillleben zurück, das stillleben auf dem tisch. zwei tassen, eine zuckerdose, etwas sahne, eine zusammengedrückte zigarettenschachtel. gekonnt zusammengedrückt. mit einem griff zusammengedrückt, etwas asche auf der tischdecke. der stuhl ist leicht zurück geschoben. jedes mal anders, andere beziehungen zwischen den gegenständen, je nach tageszeit andere getränke, je nach dauer gefüllter. je nach intensität mehr scheiß-aura. die akteure sind verschwunden. eine leere bühne bleibt. die putzfrauDokumentation betrachtet diese in stille. atmet 32-50) noch einmal tief ein, (seiten um noch einen hauch von dem geschehen zu spüren. die Du putzfrau auch die akteurin. und doch sind sie zwei perhast ist den Farbfilm vergessen, 2012 sonen. der akteur ist gefühlt schon monate weg. Performing Documentation, 2011wie in ein paar tagen leben und sterben von momenten und Das beziehungen Dokument des Dokuments des Fotos der so nah beieinanderliegen können, ist unvorstellPerformance, 2011-2012 bar. jetzt sind sie alle verschwunden, alle akteure, die ihr duette hatten. (...) 50 years later in L.A., 2060

Dokumentarische Intervention, 2011 geschichten (seiten 51-72)

Die Stille nachbarin, 2011 Ich habe nichts gesagt., 2011 Kalter brauner Kaffee, 2009 hasen/blasen/enten/hähne/eisenbahn, 2009 Curriculum Vitae (Seiten 73-76) Kontakt (Seite 77)

einer der ers hat seine sonnenbrille hier vergessen. der 8monats-er. die stört. sie sagt nichts. sie quasselt mich voll- nonverbal. der nazi hat stahlblaue augen. wir haben gefickt. vor monaten schrieb sie noch in ihr notizbuch: über die schwierigkeit mit einem nazi zu ficken. jetzt haben wir zu ende gefickt. seine sonnenbrille auf dem nachtisch war nicht mehr auszuhalten. jetzt liegt sie auf der garderobe und quasselt, aber da hört sie sie nicht so gut. er sagt: hast du mit deinen freunden über meine gesinnung gesprochen. sie sagt: ich habe auch andere themen, diebleibt mich wenn sie gehen, dann diesesinteressiestillleben zurück, das stillleben auf dem tisch. zwei tassen, eine zuckerdose, etren. er denkt: sie hat kein rückgrat. sie denkt: ich hab kein rückgrat. was sahne, eine zusammengedrückte zigarettenschachtel. gekonnt zusammengedrückt. mit einem griff zusammengesie ist co-nazi. drückt, etwas asche auf der tischdecke. der stuhl ist leicht zurück geschoben. jedes mal anders, andere beziehungen es ist dieser abend. sie sitzen am schottentor und verpassen den zwischen den gegenständen, je nach tageszeit andere getränke, 43er. sie rauchen, um den dreiundvierziger verpassen. je nach dauer zu gefüllter. je nach intensität er mehrsagt: scheiß-aura. die akteure sind verschwunden. eine leere bühne bleibt. die ich muss dir was gestehen. er sagt:putzfrau ich betrachtet bin verheiratet und habe diese in stille. atmet noch einmal tief ein, um noch einen hauch von dem geschehen zu spüren. zwei kinder. die putzfrau ist auch die akteurin. und doch sind sie zwei perder akteurhast ist gefühlt monate weg. sie sagt: lass uns was trinken gehen.sonen. er sagt: duschon bier zuhause. wie in ein paar tagen leben und sterben von momenten und beziehungen so nah beieinanderliegen ist unvorstellsie sagt: entweder bleibst du die ganze nacht oder du können, gehst. er bar. jetzt sind sie alle verschwunden, alle akteure, die ihr dusagt: ich ertrage keine nähe mehr. ette hatten. (...) sie hat multiplen liebeskummer. der tisch ist fast neutral. da steht noch die kaffeekanne. eine kanne mit einem rest kaltem kaffee. er sagt: hier gibt es viel antisemitismus. sie sagt: strategisch war es gut, dass österreich sich als opfer darstellte. er sehnt sich nach dem großen deutschem reich, nach dem anschluß südtirols, nach meinungsfreiheit. sie sagt: meinungsfreiheit ist ein großer irrtum unter jedem regime. er zeigt. das ist ein talisman. das tragen bei uns viele. er sagt: als moslem ist eine scheidung undenkbar. er sagt: ich verliere alles. er sagt: sie ließ mich nicht gehen. Performance „Kalter, brauner Kaffee“ (Ausschnitt), 2009 er sagt: ich betrüge meine frau seit einundzwanzig jahren. er will sie nicht mehr sehen. er sagt: stell dir vor, du kennst diese frau noch nicht mal und dann musst du zeigen, dass sie jungfrau ist. sie sagt. weißt du, es ist so ähnlich wie jeden tag spaghetti bolog-

einer der ers hat seine sonnenbrille hier vergessen. der 8monats-er. die stört. sie sagt nichts. sie quasselt mich voll- nonverbal. der nazi hat stahlblaue augen. wir haben gefickt. vor monaten schrieb sie noch in ihr notizbuch: über die schwierigkeit mit einem nazi zu ficken. jetzt haben wir zu ende gefickt. seine sonnenbrille auf dem nachtisch war nicht mehr auszuhalten. jetzt liegt sie auf der garderobe und quasselt, aber da hört sie sie nicht so gut. er sagt: hast du mit deinen freunden über meine gesinnung gesprochen. sie sagt: ich habe auch andere themen, die mich interessieren. er denkt: sie hat kein rückgrat. sie denkt: ich hab kein rückgrat. sie ist co-nazi. es ist dieser abend. sie sitzen am schottentor und verpassen den 43er. sie rauchen, um den dreiundvierziger zu verpassen. er sagt: ich muss dir was gestehen. er sagt: ich bin verheiratet und habe zwei kinder. sie sagt: lass uns was trinken gehen. er sagt: hast du bier zuhause. sie sagt: entweder bleibst du die ganze nacht oder du gehst. er sagt: ich ertrage keine nähe mehr. sie hat multiplen liebeskummer. der tisch ist fast neutral. da steht noch die kaffeekanne. eine kanne mit einem rest kaltem kaffee. er sagt: hier gibt es viel antisemitismus. sie sagt: strategisch war es gut, dass österreich sich als opfer darstellte. er sehnt sich nach dem großen deutschem reich, nach dem anschluß südtirols, nach meinungsfreiheit. sie sagt: meinungsfreiheit ist ein großer irrtum unter jedem regime. er zeigt. das ist ein talisman. das tragen bei uns viele. er sagt: als moslem ist eine scheidung undenkbar. er sagt: ich verliere alles. er sagt: sie ließ mich nicht gehen. er sagt: ich betrüge meine frau seit einundzwanzig jahren. er will sie nicht mehr sehen. er sagt: stell dir vor, du kennst diese frau noch nicht mal und dann musst du zeigen, dass sie jungfrau ist. sie sagt. weißt du, es ist so ähnlich wie jeden tag spaghetti bolognese essen. er sagt: ja, da will man dann auch mal ein schnitzel. sie sagt: du bist mein schnitzel. er sagt: ja aber nicht vom schwein.


Fette Identit채t


LIFE-LONG WEIGHT-GAINING, 2013 Einzelausstellung Neuer Kunstverein Wien

“Life-Long Weight-Gaining“ ist die fiktive Preisverleihung eines Schönheitswettbewerbes, der die Idee des Schlankheitskultes unserer Zeit ironisch zu überspitzen sucht und für ein „lebenslanges Zunehmen“ auszeichnet. Mit der Live-Performance, der Ausstellung sowie einer Intervention im öffentlichen Raum zeigt die Künstlerin nicht nur die täglich stattfindende Diskriminierung von Dicken, sondern fordert humoristisch zu einer “Bejahung (des Dickseins) bis zur Unerträglichkeit” auf. Ästhetisch wie sprachlich verweist die performative Installation u.a. auf Begriffe wie „Life-Long Learning“ als Maßnahme einer Abforderung von „lebenslänglicher Flexibilität”, die notwendigerweise gleichzeitig mit einer systematischen Entwertung angeeigneten Wissens einhergeht. Diese immerwährende Aufmerksams- und zugleich Atemlosigkeit wird auch durch den Charakter des fiktiven Schönheitswettbewerbs ausgedrückt, welcher auf der Ebene des Wunsches nach Anerkennung die Hoffnungen von KünstlerInnen nach einer Positionierung in der Kunstwelt aufzeigt und ihnen somit eine pausenlose Erneuerung und Präsenz abverlangt. Text: Veronika Merklein, Felicitas Thun-Hohenstein

Life-Long Weight Gaining, 2013 Postkarte auf Perlmutt-Papier 14,8 x 21 cm Foto: Robert Bodnar


Foto: Marsellus Wallaces Photography


Foto: Katarina Csanyiova


... Als Symbol für Schönheitswettbewerbe wird innerhalb der Ausstellung nur eine Schärpe zu sehen sein, auf der „Life-Long Weight-Gaining“ zu lesen steht, welche über einem lebensgroßen Aufsteller der Künstlerin hängt. Die Schärpe selbst sieht aus wie ein fettes Pendant ihresgleichen. Der Aufsteller als Platzhalter dicker Menschen zeigt mich als (halb) nackten Körper, welcher mit einem Fuß auf mehreren Personenwaagen steht und mit beiden Händen seinen (respektive ihren) Bauchspeck (englisch: „love handles“) hält. Die Figur wird begleitet von einer Live-Performance, bei der ich auf einer selbst hergestellten Schokoladenpersonenwaage stehe, bis diese durchgeschmolzen ist. ich werde dabei nackt sein, die Haare unter einer hautfarbenen Bühnenmaske verborgen und der Körper in einem artifiziellen Hautton geschminkt. Über die Haut wird an der Außenlinie des Körpers eine Art „Naht“ laufen, welche die zwei Teile einer Gußform wie beispielsweise die von Schokoladenosterhasen imitiert.


Foto: Marsellus Wallaces Photography


Foto: Marsellus Wallaces Photography


Pralinen stehen hier als Symbol für die Ambivalenz zwischen Genuss und Sünde. Die einzelne Praline ähnelt im Querschnitt dem Aussehen einer Fettzelle (Zellkern, Zellwand, usw.). Das Knowhow der Pralinenherstellung ist begleitet von der Frage nach dem „Was ist drin?“. „Was ist drin?“ wird nicht nur durch die lebendige Hohlform der Performerin konterkariert, sondern könnte in allgemeiner Hinsicht interpretiert werden, da unsere Kultur, bestimmt durch ritualisiertes Genießen respektive Genussfeindlichkeit, lebenslange Enthaltsamkeit („Restraint Eating“) abfordert.

Happy Valentine‘s day, Mixed Media (Fotografie, Mdf-Podest lackiert, 6 kg Pralinen) ca. 41 x 58 x 100m

Die dritte Arbeit heißt „Happy Valentine`s day“. Eine collagierte Fotoarbeit liegt auf einem schrägem Sockel, der zu 2/3 mit Pralinen befüllt ist. Im oberen Teil sieht man mein makelloses Gesicht. Ein dicker, von Geweberissen gekennzeichneter Bauch tritt zum Vorschein, wenn das Publikum sukzessive die darauf liegenden Pralinen isst und somit das Bild freigelegt.


Performance Life-Long Weight-Gaining, 2013 3 1/4 Std, Neuer Kunstverein Wien Foto: Marsellus Wallaces Photography


Foto: Marsellus Wallaces Photography


Schokoladenwaage, Objekt aus dunkler Fettgalsur, 35 x 25 x 6cm Foto: Robert Bodnar


Ausstellungsteaser für öffentliche Werbeflächen in Wien (Infoscreens), Animation: Anja Hartmann


Woman laughing alone with salad, 2014 Das YIX, WIen (AT), Fotoshooting, Performative Installation mit Dinner Atelierhaus Salzamt, Linz (AT) Fotografie hinter Acrylglas, 120 x 80cm „Woman laughing alone with salad“ geht zurück auf die suchmaschinenoptimierte Begriffsreihe „Women laughing alone with salad“. Darunter findet man schlanke Frauen, natürlich geschminkt, mit heller Kleidung in freundlichem Setting, die lachend einen gemischten bzw. grünen Salat essen. Diese Darstellung soll in dieser Fotoarbeit konterkariert werden, bezugnehmend auf eine Psychopathologisierung von Dickleibigkeit und die entsprechende Bildpropaganda, in der dicke Menschen als „fett, faul und dumm“ dargestellt werden. Mir ist sehr daran gelegen, nicht nur eine kaum hinterfragte und täglich stattfindende Diskriminierung von andersartiger Körperlichkeit, in welcher besonders der Körper dicker Menschen eine sensible Angriffsfläche für Argumente verschiedenster politischer und medizinischer Richtungen und Meinungen ist, aufzuzeigen, sondern humoristisch eine Genußfreundlichkeit in Verbindung mit Kontemplation, Stärkung der Sinne und Verlangsamung herbeizuführen.

Womaan laughing alone with salad, 2014 Fotografie hinter Acrylglas, 120 x 80cm Foto: Robert Bodnar


Als öffentlicher Teil der Foto-Food-Arbeit lud im schmucken Ambiente des Hauses YIX Daddy‘s little Girl zum Essen. Ein saftiges Spanferkel, eine dreistöckige Torte und Olala! betörten nebst der Gastgeberin ihre Abendgäste!

Foto: Robert Bodnar


Ausstellungsansicht EIGHT, 2014 Atelierhaus Salzamt, Linz Foto: Veronika Merklein


Ich hab‘ grössere Brüste als deine Mutter, 2012 Performance im öffentlichen Raum in Kassel, 2 x 25min im Rahmen von “Irritazioni momentanee..Attenzione!” des AktionsTheaterKassel Mit dem Titel Ich hab‘ größere Brüste als deine Mutter trete ich in einen absurden Wettstreit mit DEINER Mutter. Sexuell konnotiert bekommt die Aussage auch einen inzestuösen Beigeschmack, mit der man als feminin-füllige Frau immer wieder konfrontiert ist. Um den Wettstreit zu gewinnen, darf allerdings nicht lamentiert, sondern muss gefeiert werden. Auf einem Paradewagen fahre ich in triumphaler Geste ein und präsentiere mich in aller Pracht. Mal sehen, ob ich auch den besseren Kuchen als DEINE Oma backe. Dramaturgie Angelehnt an Paraden wie der CSD, Loveparade, etc. fahre ich auf der Tragfläche eines mintgrünen Piaggio Apes stehend durch Kassel. Während der Fahrt wird das Lied „Tittenpower“von HGich.T in dröhnender Lautstärke gespielt. Am Platz vor der Alten Hauptpost angekommen, bleibt der Wagen stehen und die Musik verstummt. Meine Assistentin Christiane Petzoldt, die unter meinem Kleid sitzt, gibt mir gelbe Haushaltshandschuhe, die ich langsam überziehe. Danach nehme ich die Nippel (die Kappen der Sprühsahnebehälter meiner künstlichen Brüste) ab. Ich fange an, genüsslich den selbstgebackenen Himbeerkuchen, der auf dem Dach des Führerhäuschens platziert ist, mit den Händen zu essen, während das Lied „Weil ich so sexy bin“ von Trude Herr zu spielen beginnt. Danach reicht mir meine Assistentin durch die Beine die ersten „Tittchen“. Diese werden von Hand mit Kuchen gefüllt und auf einem hellblauen Pappteller mit integrierten Löffelchen platziert. Fortan locke ich das Publikum zu mir. Dieses muss dann die Deckel bzw. Nippel abschrauben und bekommt aus meinen „Brüsten“ Schlagsahne in seine „Brüste“ gespritzt. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis der Kuchen aufgegessen oder die Aufmerksamkeit des Publikums erschöpft ist. Unter tobendem Applaus fahre ich triumphierend davon, während meine Assistentin Konfetti aus ins Kleid integrierten Löchern in die Luft wirbelt.


Foto: Marsellus Wallaces Photography, Anja Kรถhne


Posen, 2012 Einzelausstellung der Alumni-Reihe „Xposit“ Akademie der bildenden Künste Wien

Die Pose als bewußt gesetzte „Performance“ wird erst durch die Wiederholung und das Selbstverständnis des/der Agierenden und das Deuten dieser durch das gemeinte Umfeld als solche statuiert. Die Fotoarbeiten „Pose 1 - Marina Abramovic“ und „Pose 2 - Veronika mit dem Schweißtuch“ sind Allegorien auf die klassischen Disziplinen: die der Malerei und die der Bildhauerei. Sie treten in ein Wechselverhältnis mit der derzeitigen Diskussion in der Performancekunst um die Ausstellbarkeit von Performancekunst. Das bewegte Objekt und das unbewegte Subjekt finden sich in der performativen Bewegungslosigkeit stets wieder, die meinen performativen Arbeiten innewohnt. Beide Arbeiten werden in Form von freistehenden lebensgroßen Aufstellern zusammen mit einem gemeinsamen Porträt „Pose 3 - Künstlerin mit Rektorin und Meerschweinchen“ gezeigt, welche eigens für das Büro von Rektorin Eva Blimlinger konzipiert wurden. (Pressetext: Veronika Merklein) Durch meine langjährige Auseinandersetzung bezüglich des Zusammenhangs von Performance und Dokumentation bzw. in weiterer Folge die Übersetzung eines Raum-Zeit-Kontinuums (die Haptik eines Raumes und der Zustand der Zeitlichkeit) in ein anderes, habe ich mich bei dieser Ausstellung dafür entschieden, den zwei Orten (dem zweidimensionalen Raum/Postkarte und dem dreidimensionalen Raum/ Ausstellung) verschiedene Umsetzungen zu gewähren. Im Ausstellungsraum habe ich die Posen 1 und 2 aus dem Bildraum einer Fotografie in den dreidimensionalen Raum transponiert. Bei dem gemeinsamen Porträt mit der Rektorin habe ich eine klassische Darstellung inszeniert. Das Porträt wird in einem schwarzen Rahmen mit Goldborde von 1890 ausgestellt und hängt über einem Sofa, als wäre es Teil einer Wohnzimmerszenerie. Bei Pose 3 - Künstlerin mit Rektorin und Meer-schweinchen wird des weiteren noch auf das Medium und die eingesetzten Medien selbst referiert. Das Postkartenporträt ist eine digitales, während das ausgestellte Bild ein analog produziertes ist.


Pose 1 - Marina Abramovic ist der erste Teil der Ausstellungskompilation. Die Bildkomposition bezieht sich auf ein Dokumentationsfoto der Performance Rhythm 0 von Marina Abramovic aus dem Jahr 1974. Eine Performance, die mich alleine durch das sekundäre Dokumentationsmaterial seinerzeit 2003 in einen beeindruckten Bann zog. Einerseits fragte ich mich zum Entstehungszeitpunkt meiner Bearbeitung (2011-12) nach der Bedeutung der Begrenzung des Rahmens, die eine Fotografie vorgibt; im Zusammenhang mit meiner Thematik und der Frage nach Performance und ihrer dokumentarischen Medialisierung. Was bedeutet es, hier auf den Rahmen zu verweisen, ihn neu zu setzen und die in sich fiktionalisierte Geschichte nonverbal neu zu betrachten? Andererseits bekommt das lebensgroße Bild mit dem Titel eine Wendung, die das faszinierende sowie beängstigend religiöse Idoltum Abramovics humoristisch zu hinterfragen versucht.

Pose 1 - Marina Abramovic, 2010-12 Postkarte matt, 21 x 14,8cm


Pose 1 - Marina Abramovic, 2012 Aufsteller an der Wand montiert (Mdf, Fotodruck), 210 x 85 x 40cm


Pose 2 - Veronika mit dem Schweißtuch, 2012 Postkarte matt, 21 x 14,8cm Foto: Julia Kujat

Pose 2 - Veronika mit dem Schweißtuch, 2012 Aufsteller (MDf, Fotodruck, Lampe), 210 x 62 x 40cm Foto: Teresa Novotny


Der Titel Pose 2 - Veronika mit dem Schweißtuch ist der biblischen Figur “Veronika mit dem Schweißtuch” entnommen, der Name ist selbstsprechend: vera (lat.), ikon/ikona (lat.), eikon (griech.) = das wahre Gesicht, das wahre Bild. Das Schweißtuch umgedeutet, könnten die roten Flecken auf dem Brusttorso und im Gesicht auf einen Saunagang hinweisen. Wenn das Schweißtuch im christlich-religiösen Kontext ursprünglich das Gesicht Jesu widerspiegelte, würde es in diesem Fall den Abdruck einer großen weiblichen Brust abzeichnen. Was würde es folglich bedeuten, wäre die große weibliche Brust “Das wahre Gesicht”? Die Außenwahrnehmung vereint sich zugleich im Erotikobjekt (Big Beautiful Woman) und der Mutterfigur (Nana, Venusdarstellung), ein Phänomen, mit dem ich als weiblich-feminine Frau immer wieder konfrontiert werde.

Das gemeinsame Porträt Pose 3 - Künstlerin mit Rektorin und Meerschweinchen mit Eva Blimlinger ist der dritte Teil des “Triptychons” der Ausstellung. Der Körpertyp der Rektorin, in Verbindung mit meinem, ließ mich umgehend an ein Familienporträt früher Fotografie respektive niederländischer Malerei denken. In Ver-bindung stehend mit dem neuen Arbeitszyklus “Redefining Fat Identity”, beschäftige ich mich innerhalb der Arbeiten mit der Frage der Identität, die über die eigene Ich-Suche hinausgeht und sich so auf politischem Terrain (“Dicksein ist politisch.”) verortet. Weiters geht es mir innerhalb des Porträts um eine Ausverhandlung der Begriffe Macht, Geschlecht, Status, kulturelles Kapital. Das Porträt als Ausstellungsobjekt und das Porträt als Postkarte zeigen zwei differente Bilder, in denen sich die stehenden und sitzenden Figuren vertauschen. Die Frage nach Macht stellt sich in der Überlegung nach dem Verhältnis vom Sitzenden zum Stehenden. In gemeinsamen Porträts royaler oder aristokratischer Familien ist der/ diejenige der/die Mächtigere, der/die das Vorrecht hat, zu sitzen: Der König als erster Sesshafter, der Thron als Machtsymbol, welches einen Verlust von Bewegungsfreiheit voraussetzt. Später auch das Stuhlsitzen als Zeichen des Bürgertums und somit des Nachdenkens und des Kalkulierens (nach Irmgard Bohunovsky-Bärnthaler (Hg.), Vom Reisen, Weggehen und Sitzenbleiben). Gleichzeitig ist aber auch das Stehen, im Sinne einer Bewegungsfreiheit und -möglichkeit, eine Machtgeste. Die wichtigere Person wird als die größere dargestellt, in Pose 3 - Künstlerin mit Rektorin und Meerschweinchen zusätzlich verstärkt durch die Bewegungseinschränkung des fürsorglichen Haltens des Meerschweinchens der Sitzenden. Die Positionierung kann also letztlich sowohl im einen als auch im anderen Sinn gedeutet werden.


Pose 3 - K체nstlerin mit Rektorin und Meerschweinchen, 2012 Mittelformatfoto digital ausbelichtet und kaschiert auf Aluminiumplatte, 70 x 70cm, Portr채trahmen aus dem 19. Jhd., schwarz mit Goldborde Foto: Teresa Novotny

Pose 3 - K체nstlerin mit Rektorin und Meerschweinchen, 2012 Postkarte matt, 21 x 14,8cm Foto: Amelie Zadeh


Dokumentation


Du hast den Farbfilm vergessen, 2012 Performative Installation (Diplomarbeit), Auswahl von in Folge vorgestellten Arbeiten

Mich mit Performancedokumentation auseinanderzusetzen, war keine Leidenschaft. Vielleicht ist es eher eine Art von Sehnsucht nach Wahrheitsfindung, die sich aber in jenen Momenten zerschlägt, in denen einem klar wird, dass man vergesslich ist. - Veronika Merklein In der Diplomarbeit Du hast den Farbfilm vergessen habe ich einen mehrjährigen Prozess, der sich mit der Schwierigkeit der Medialisierung einer ephemeren Kunstform wie Performance auseinandersetzt, zusammengeführt und zu einem Ende gebracht. Innerhalb der einzelnen Arbeiten habe ich sowohl auf inhaltlicher als auch auf formaler Ebene versucht, eine Übersetzung der jeweiligen Arbeit anzustreben, welche das sinnliche Liveereignis in seiner Transformation ebenso gut zu vermitteln im Stande ist. Die Dokumentation wird so zu einer autonomen Protagonistin, die die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart durchbricht.


Warum Tino Sehgal nicht dokumentieren mag.

Jede LivePerformance braucht eine eigene Übersetzung. Jede LivePerformance kann gut übersetzt werden. Jede Übersetzung braucht Zeit. Auszug aus einem Spiegel-Interview mit Tino Sehgal vom 28.01.2010: „SPIEGEL ONLINE: Einerseits setzen Sie auf die Mitarbeit Ihrer Rezipienten, andererseits agieren Sie wie ein Kontrollfreak: keine Fotos, keine Filme, keine Kataloge. Ein Widerspruch? Sehgal: Nein. Es geht mir ja darum, etwas Nichtmaterielles herzustellen. Warum sollte dann auf der Sekundärebene etwas Materielles entstehen? Außerdem: Wenn man etwas Neues oder Anderes ermöglichen will, muss man brachial mit neuen Regeln an den Start gehen, ansonsten greifen einfach die existierenden Konventionen und man ist wieder beim Status quo.” (...) Fotos von Sehgals Performances zu sehen zu bekommen und zwar ausschließlich die großer Institutionen, benötigen drei Klicks. Ich könnte Sehgals Konsequenz Respekt zollen, wenn sein Unternehmen nicht, wie sich hier zeigt, grundsätzlich zum Scheitern verurteilt wäre. Nicht die Archivierung, sondern die Handhabung von dokumentarischem Material, das erst durch die Auseinandersetzung Realitäten erzeugen kann, kann uns Schlüsse ziehen lassen, die für unser Denken, Leben und Handeln von Bedeutung sind. Dennoch treiben uns diskursive Kontextualisierungen in eine Enge, in der das Denken und vorallem das Handeln gelähmt werden. Wir (PerformancekünstlerInnen) sind an einem Punkt angelangt, wo wir uns der Kontextualisierung in der Performancekunst, im Sinne einer selbstreflexiven Auseinandersetzung, nicht mehr entziehen können. Es ist ein recht junges Phänomen, was damit zu tun hat, dass die Kunstrichtung mit seinen ungefähr sechzig Jahren eine Spanne der Historizität erreicht hat, PerformancekünstlerInnen der ersten Stunde, als solche damals nicht bezeichnet, sich in ihrer letzten Lebensphase befinden und man zu dem Schluss gekommen ist, dass Performance auch ohne spezifischen Werkcharakter und gerade durch die Dokumentation, kulturelles Wissen weiterträgt.

Darüber hinaus hat sich das Bewusstsein in den Performance Studies diesbezüglich geändert, dass Performance nicht mehr nur als ein „unmittelbares Ereignis im Hier und Jetzt” gesehen wird, sondern darüber hinaus nicht nur eine Kunstgattung sondern zu einem Werkzeug geworden ist. Diese Veränderung innerhalb des Denkens der Performancekunst verhält sich diametral zu den Strömungen, die man momentan in der zeitgenössischen Theaterwissenschaft beschreiben kann. Während es, absolut formuliert, im Theater eine Ablösung des „So-tun-als-Ob”-Kontraktes gibt, in dem Theaterstücke Momente von Authentifizierung und Affizierung des Publikums beinhalten sollen, so gibt es innerhalb der Performancekunst eine Einlösung dieses Kontraktes, der sich aus dem Gedankengang ergibt, dass sich unsere Identitäten sowieso aus (gesellschaftlichen) Konstruktionen und autopoietischen Wiederholungen speisen. (...) Im linken denkprozesshaftem Schaubild habe ich versucht, vor dem Hintergrund zeitgenössischer Ideen und Strömungen, einen Überblick über Motivation und Zusammenhänge von Performance und Dokumentation zu geben. Auszug aus dem schriftlichen Teil der Diplomarbeit „Du hast den Farbfilm vergessen“


Performing Documentation, 2011-2012 Performance

Performing Documentation ist eine Apparatur, die mittels meiner Person Texte ergo Geschichte/n erzeugt, die ausgedruckt über ein Fließband direkt in einen Aktenvernichter laufen und somit wieder zerstört werden. Seit 2006 stelle ich mir die Frage, wie man Performances dokumentieren kann. In diesem Projekt versuche ich, ein Innen nach Außen zu stülpen und die Dokumentation selbst zur eigentlichen Protagonistin zu machen. Innerhalb von Stunden entstehen Geschichten, die sich unmittelbar ereignen und ich verknüpfe diese mit meinen Gedanken zur Dokumentierbarkeit von Performance. Ich nehme Bezug auf das Eigentliche und das Referenzielle. Für die Dokumentation von Performing Documentation habe ich des weiteren ein autarkes weiterzuführendes System entwickelt. Ich habe je nach Örtlichkeit 1-2 Kameras installiert, die ich selbst bedienen kann. Die gewonnenen Bilder werden daraufhin wieder ins System gespeist und ebenfalls vernichtet. (In weiterer Folge verwende ich auch Dokumentationsmaterial, das von anderen gemacht, aber nicht von mir in Auftrag gegeben wird.)

Akademie der bildenden Künste, Wien, 2012, 2 x 4 Std

Jennyfair, Wien, 2011, 1 x 4 Std Akademie der bildenden Künste, Wien, 2012, 2 x 4 Std Kaskadenkondensator, Basel, 2012, 1 x 3 Std


Teresa möchte sich gerne ein paar Papierfetzen mitnehmen, ich habe es ihr allerdings verboten. Kann sie allerdings nicht daran hindern. Sie meinte es sei inkonsequent, dass ich den Text speichere, den ich im Moment schreibe. Ich möchte allerdings den geschriebenen Text wieder in einer anderen Zeit einfließen lassen. Da kommt die Nina und der Merlin und der Martin. Merlin hat ganz viele Stempeln auf seinem Arm, die anmuten wie Tatoos. Er scheint sich sehr für die Papierstreifen zu interessieren. Ich sage ihm allerdings nicht, dass ich die Papierstreifen noch für die Dokumentation gebrauchen kann. Martin zeigt Merlin, dass da ein Papier auf dem Fließband befördert wird. Sie schauen gespannt. Die Dokumentation ist heutzutage wichtiger als das Dokumentierte. NINA MACHT EIN FOTO VERENA MACHT EIN FOTO Just in diesem Moment fällt mir auf das mein Aktenvernichter „GENIE“ heißt. Ich denke, der Name macht im alle Ehre, er tut, was er kann, auch wenn er manchmal. Die großen Geschichten sind tot. Das war heute mein zweiter Satz. Welche sind denn dann lebendig, beziehungsweise wirklich wichtig. Für die Dokumentation scheint nur der Zeitfaktor wichtig zu sein, der Ort ist lediglich für die Performance selbst wichtig. Die Dokumentation sccheint also in der Vertikalen auf einer horizontalen Zeitlinie auf. Ob dies nicht überholt ist, sei zu hinterfragen.

Jennyfair, Wien, 2011, 1 x 4 Std., Foto: Selbstauslöser

Nun ist es sehr trist hier, der Tag neigt sich dem Ende und das Kunstlicht tritt immer mehr zum Vorschein.


Teresa möchte sich gerne ein paar Papierfetzen mitnehmen, ich habe es ihr allerdings verboten. Kann sie allerdings nicht daran hindern. Sie meinte es sei inkonsequent, dass ich den Text speichere, den ich im Moment schreibe. Ich möchte allerdings den geschriebenen Text wieder in einer anderen Zeit einfließen lassen. Da kommt die Nina und der Merlin und der Martin. Merlin hat ganz viele Stempeln auf seinem Arm, die anmuten wie Tatoos. Er scheint sich sehr für die Papierstreifen zu interessieren. Ich sage ihm allerdings nicht, dass ich die Papierstreifen noch für die Dokumentation gebrauchen kann. Martin zeigt Merlin, dass da ein Papier auf dem Fließband befördert wird. Sie schauen gespannt. Die Dokumentation ist heutzutage wichtiger als das Dokumentierte. NINA MACHT EIN FOTO VERENA MACHT EIN FOTO Just in diesem Moment fällt mir auf das mein Aktenvernichter „GENIE“ heißt. Ich denke, der Name macht im alle Ehre, er tut, was er kann, auch wenn er manchmal. Die großen Geschichten sind tot. Das war heute mein zweiter Satz. Welche sind denn dann lebendig, beziehungsweise wirklich wichtig. Für die Dokumentation scheint nur der Zeitfaktor wichtig zu sein, der Ort ist lediglich für die Performance selbst wichtig. Die Dokumentation sccheint also in der Vertikalen auf einer horizontalen Zeitlinie auf. Ob dies nicht überholt ist, sei zu hinterfragen. Nun ist es sehr trist hier, der Tag neigt sich dem Ende und das Kunstlicht tritt immer mehr zum Vorschein.


Das Dokument des Dokuments des Fotos der Performance, 2011-2012 Objekt (MDF, Overheadprojektor, Overheadfolie), 280 x 206 x 200cm Foto: Christian Messner Die Arbeit Das Dokument des Dokuments des Fotos der Performance stammt aus dem Komplex von Arbeiten, die ich in meiner Diplomarbeit unter dem Titel Du hast den Farbfilm vergessen gezeigt habe. Zurückgehend auf ein Foto, das ich während eines laborativen Einsatzes während des Symposiums Performing Memory (Kunstraum Niederoesterreich, Wien, 2010) schoss, habe ich das Foto viermal analog mit demselben Bildausschnitt gedoppelt. In der Installation zeigt sich das Bild als endlose Wiederholung (immer kleiner werdend), während das Licht des Tageslichtprojektors, welches das vierwandige Objekt durchdringt, von Wand zu Wand größer wird. Die Subjekte des Titels Das Dokument des Dokuments des Fotos der Performance finden sich in der vierfachen Wiederholung wieder und zeigen im Sinne einer Gertrude Steinschen Iteration („A rose is a rose is a rose...“) die kleinen Verschiebungen, hier im Sinne einer Erzählung von Geschichte und Geschichten, auf.


50 years later in L.A., 2060 Fotocollage auf Fotopapier, 105 x 73 cm, schwarz gerahmt

50 years later in L.A. geht zurück auf die Eröffnungsperformance My name is des performativen Dinners The Hands That Feed You, das im Rahmen des Symposiums This Sentence Is Now Being Performed - Research and Teaching in Performance and Performative Art zusammen mit Bernadette Anzengruber und Teresa Novotny organisiert wurde. 50 years later in L.A. zeigt die drei Organisatorinnen in der leeren Aula der Akademie der bildenden Künste Wien, derselbe Ort, an dem das performative Dinner stattfand. Das Bild ist auf 2060 datiert. 50 years later in L.A. verkörpert Zukunftsfantasien von am Karriereanfang stehenden Künstlerinnen ebenso wie die Rückbesinnung auf gegenwärtige Diskurse und Hegemonien, die die DokumentaristInnen wie KünstlerInnen namenlos machen.


Fifty years later in L.A. Three elderly performance ladies would have sat in an interview or panel discussion situation or something like that. People would have asked them questions about early days, and how the body was seen, how performance was seen in those times in Central Europe, and they would have laughed in the manner elderly performance ladies laugh. And they would have talked about this gender debate, what was going on at the time, and about documentation. And they would have said “Oh, the idea of history changed and suddenly everything was perceptable through internet, you didn´t need these live performances anymore so everyone was working so hard on these documentation things”, they would have said laughing in the manner elderly performance ladies laugh. Pictures would have slid over and they would have seen themselves in these funny marzipan masks. Put on one of the marzipan pig masks lying on your table. “Meanwhile”, one would have said, “the pictures became so blurry as we tried so hard to document. All those people who were there with all those cameras. We were so keen on this matter that we even asked the audience to look right into the camera – to the left, right, middle and behind.” - “How stupid”, one would have said. “After that, some kind of career started”, the same one would have said, giggling in an elder performance lady manner. The spectators would have listened, amazed at having these historical subjects sitting there, looking at art historical moments and remembering how it was, how it is and how it changed and how.


Dramaturgie My name is Die Sprechperformerin Gina Mattiello betritt die Bühne, eine ca.100qm große Fläche aus Tischen, und eröffnet ihre Rede mit „I am aaaa performer.“ Innerhalb dieser Rede stellt sie auch die DokumentaristInnen vor. „On the right Diego Mosca, In the middle Christoph Kolar, On the left Christian Messner, And behind Bernadette Anzengruber - right, middle, left, and behind, right middle...“ Sie weist das Publikum darauf hin, sich seiner selbst bezüglich der Geschichtlichkeit der Dokumentationsmedien bewußt zu sein. „Please always look into the camera, right into the camera, cheese and clack, cheeessse and clack in the middle.“ Während ihres Auftritts wird sie sich das T-Shirt „My name is“ anziehen. Von diesem Moment gibt es keine Dokumentation, weil alle DokumentaristInnen es ihr gleich tun. Mattiellos Rede endet mit „I am Gina Mattiello, I am 33 years old and I lied.“ Während sich Gina Mattiello zurückzieht, steht die einzige namentlich Benannte vom Tisch auf und umkreist diesen redend. Auf dem T-Shirt der Schauspielerin sieht man in großen Lettern Johanna Witholm stehen, welches sich auf den Satzteil „My name is“ bezieht. Sie verkörpert, im Gegensatz zu Mattiello, die in die Kunstgeschichte eingegangenen Künst-lerInnen. In ihrer Rede greift sie auf, was in der Zukunft geschehen sein wird. („Futur 2“). Sie redet implizit über die Karriere der drei Organisatorinnen, indem sie diese innerhalb ihrer Rede in einer Podiumsdiskussion auftauchen lässt (siehe Fotocollage 50 years later in L.A.). Durch Witholm sprechen die Organisatorinnen über Geschichte, Diskurse und Erinnerungen. Die Rede endet mit „The spectators will have listened, amazed at having these historical subjects sitting there, looking at art historical moments and remembering how it was, how it is and how it changed and how“

The Hands That Feed You, 2010 Performatives Dinner, 3 Std (mit Bernadette Anzengruber und Teresa Novotny) Eröffnungsrede My name is, Foto: Christian Messner


21. JUNI 2011, 19.55-21.10UHR / KUNSTRAUM NIEDERÖSTERREICH HERRENGASSE 13, 1010 WIEN / 10 PROFESSIONELLE VIDEOFILMERiNNEN UND FOTOGRAFiNNEN WERDEN VON MIR BEAUFTRAGT einen performanceabend der klasse für performative kunst ZU DOKUMENTIEREN. ICH FUNGIERE ALS DIRIGENTIN. Später werde ich mehrmals gefragt, ob ich nicht performt hätte. ich sage ja.


Dokumentarische Intervention, 2011 Fotocollage auf Fotopapier, 105 x 73 cm, schwarz gerahmt Performance (1 x 1Std15) im Rahmen des Performanceabends Andy says, Kunstraum Niederoesterreich

DokumentaristInnen (Foto,Video): Lisbeth Kovacic, Christian Messner, Claudia Rohrauer, Lorenz Seidler, Julia Kläring, Nils Jürgenssen, Bernhard Staudinger und drei Studierende der Fachhochschule St. Pölten

Fotocollage, 105 x 63 cm, im Bild sind Performances von Nicole Sabella, „… and then documentation took over” (links) und rechts von Bernadette Anzengruber, „LOVE AND TEARS” zu sehen.


Fotocollage, im Bild sind Performances von Yuri Correa, "Bolero" (oben) und Tiina Sööt (unten) zu sehen.

Fotocollage, im Bild ist der zweite Teil der Performance "Dear artist, dear curator" von Veró Burger und Suzie Legér zu sehen, im Bild Suzie Léger


GESCHICHTEN


DIE STILLE NACHBARIN, 2011 Performance / Video (HD, 4:27min) 3 x 3 Std / 3 x die ganze Nacht (Loop) im Rahmen des Festivals „Tatort Hernals 2011“ Gschwandnergasse 59, 1170 Wien Foto: Christian Messner, Bearbeitung: Veronika Merklein

DIE STILLE NACHBARIN hat nichts gesagt. DIE STILLENACHBARIN hat weder gehört noch gesehen. DIE STILLE NACHBARIN ist weder tot noch lebendig. DIE STILLE NACHBARIN ist eine Variable. DIE STILLE NACHBARIN ist ein performatives Projekt, das in meiner Wohnung, die sich im Erdgeschoss der Gschwandnergasse 59, Wien-Hernals befindet, umgesetzt wurde. In DIE STILLE NACHBARIN greife ich Themen auf, die innerhalb des privaten Raumes verhandelt werden und im besten Falle ungesehen, ungehört und ungeschehen bleiben sollen. Dramaturgie An drei aufeinanderfolgenden Tagen stehe ich tagsüber drei Stunden (mit Pausen) auf einem Podest, scheinbar erhängt an einem mit Helium gefüllten Smileyballon. (Ähnlich wie in einem Trompe d‘œil-Gemälde verschwindet das Podest, das dieselben Eigenschaften wie der Hintergrund aufweist, in diesem.) In diesen Nächten wird über die gesamte Dauer ein Video im Loop gezeigt, worauf man mein Gesicht sieht, das langsam anfängt zu lächeln und das durch das Sichtbarmachen von gammeligen Zähnen eine Verdorbenheit hinter der Fassade des makellosen Gesichts zutage fördert. Die Rezeption der Performance und des Videos erfolgt lediglich über ein offenes Fenster zur Straße.


Ich habe nichts gesagt., 2011 Performance, 1 x 8 min Ida Nowhere, Berlin

Ich habe nichts gesagt ist die Erzählung einer Freundin, die durch ihre Eltern 15 Jahre lang psychische, körperliche und sexuelle Gewalt erlebt hat - Bruchstücke eines traumatisierten Ichs einer starken, lebensbejahenden Frau. In Ich habe nichts gesagt wird die Geschichte aufgespalten in verschiedene Identitäten - in ein Quälen und Gequält-Werden. Ich habe nichts gesagt fordert zum Reden auf, zum Reden über das Verschwiegene, zum Reden über das Selbst, zum Reden über Missbrauch, der so subtil und vielfältig sein kann und über ein statuiertes „Ungewolltberührt-Werden“ weit hinaus geht. Dramaturgie Das Publikum sieht mich an einem Treppenabgang vor einer Brüstung stehen, ich halte mich mit den Händen daran fest und schaue in die Tiefe. In der Tiefe ragt ein Smileyballon mit Helium gefüllt vom Boden aus in die Luft. Nach einer Weile sage ich: „Ich habe nichts gesagt“. Ich schaue auf, nehme eine Taschenlampe und beleuchte die an einem Faden erhängte Spielzeuganimationsfigur „Sid“ („Toystory“), so dass an der Wand ein großer Schatten entsteht. Ich erzähle von den grauenvollen Quälereien, die Sid innerhalb der Geschichte an den anderen Spielzeugfiguren begeht. Danach lasse ich die Figur los, halte inne, während diese am Faden hin- und herbaumelt. Ich schalte die Taschenlampe aus. Ich schaue ins Publikum, fange langsam an, über den Missbrauch an mir (als Stellvertreterin) zu sprechen. Die Worte sind kryptisch, stellen mich als Opfer und Täterin zugleich dar. Am Ende sage ich: „Ich hatte mein erstes Mal mit vier, fünf, sechs, sieben, ...“. Ich gehe langsam zählend an der Brüstung entlang, steige den Treppenabgang hinunter, nehme den Smileyballon in die Hand und verschwinde zählend hinter einer Türe.


Kalter brauner Kaffee, 2009 Performance, 2 x 12min im Rahmen des Performanceabends „I would prefer not to - Practice of more failure“ Akademie der bildenden Künste Wien Foto: Silvia Pogoda Prosepekthof, Wien. Der ehemaliger Prospekthof, ein Lagerraum für Prospekte der Oper Wien. Die Performerin steht an einer Brüstung - ein intimes Gespräch, während sie ins Wasser schaut, das nicht da ist. Ein riesiger Raum, das Publikum weit weg, wie ein innerer Monolog, mit warmer monotoner Stimme, kaum Tempiwechsel - führt sie durch ihre Geschichte: Ein Setting, das anmutet wie der Anfang eines Theaterstücks, in dem der Raum und dessen Atmosphäre geklärt wird. Ein Va-nitas-Stillleben. Das Publikum ist ruhig - keiner wagt eine solch intime Atmosphäre zu stören. Melancholie. Die AkteurInnen bekommen zwar Stimmen („er sagt, sie sagt“), bleiben aber Aufsteller, fragmentarisch. Man weiß nie, in welcher Geschichte man sich befindet, irgendwo zwischen Anfang und Ende, am Abschiednehmen. Eine politische Liebesgeschichte, die es nur im Heimlichen wagt, die Grenzen zu überschreiten.


wenn sie gehen, dann bleibt dieses stillleben zurück, das stillleben auf dem tisch. zwei tassen, eine zuckerdose, etwas sahne, eine zusammengedrückte zigarettenschachtel. gekonnt zusammengedrückt. mit einem griff zusammengedrückt, etwas asche auf der tischdecke. der stuhl ist leicht zurück geschoben. jedes mal anders, andere beziehungen zwischen den gegenständen, je nach tageszeit andere getränke, je nach dauer gefüllter. je nach intensität mehr scheiß-aura. die akteure sind verschwunden. eine leere bühne bleibt. die putzfrau betrachtet diese in stille. atmet noch einmal tief ein, um noch einen hauch von dem geschehen zu spüren. die putzfrau ist auch die akteurin. und doch sind sie zwei personen. der akteur ist gefühlt schon monate weg. wie in ein paar tagen leben und sterben von momenten und beziehungen so nah beieinanderliegen können, ist unvorstellbar. jetzt sind sie alle verschwunden, alle akteure, die ihr duette hatten. (...)

Performance „Kalter, brauner Kaffee“ (Ausschnitt), 2009

einer der ers hat seine sonnenbrille hier vergessen. der 8monats-er. die stört. sie sagt nichts. sie quasselt mich voll- nonverbal. der nazi hat stahlblaue augen. wir haben gefickt. vor monaten schrieb sie noch in ihr notizbuch: über die schwierigkeit mit einem nazi zu ficken. jetzt haben wir zu ende gefickt. seine sonnenbrille auf dem nachtisch war nicht mehr auszuhalten. jetzt liegt sie auf der garderobe und quasselt, aber da hört sie sie nicht so gut. er sagt: hast du mit deinen freunden über meine gesinnung gesprochen. sie sagt: ich habe auch andere themen, die mich interessieren. er denkt: sie hat kein rückgrat. sie denkt: ich hab kein rückgrat. sie ist co-nazi. es ist dieser abend. sie sitzen am schottentor und verpassen den 43er. sie rauchen, um den dreiundvierziger zu verpassen. er sagt: ich muss dir was gestehen. er sagt: ich bin verheiratet und habe zwei kinder. sie sagt: lass uns was trinken gehen. er sagt: hast du bier zuhause. sie sagt: entweder bleibst du die ganze nacht oder du gehst. er sagt: ich ertrage keine nähe mehr. sie hat multiplen liebeskummer. der tisch ist fast neutral. da steht noch die kaffeekanne. eine kanne mit einem rest kaltem kaffee. er sagt: hier gibt es viel antisemitismus. sie sagt: strategisch war es gut, dass österreich sich als opfer darstellte. er sehnt sich nach dem großen deutschem reich, nach dem anschluß südtirols, nach meinungsfreiheit. sie sagt: meinungsfreiheit ist ein großer irrtum unter jedem regime. er zeigt. das ist ein talisman. das tragen bei uns viele. er sagt: als moslem ist eine scheidung undenkbar. er sagt: ich verliere alles. er sagt: sie ließ mich nicht gehen. er sagt: ich betrüge meine frau seit einundzwanzig jahren. er will sie nicht mehr sehen. er sagt: stell dir vor, du kennst diese frau noch nicht mal und dann musst du zeigen, dass sie jungfrau ist. sie sagt. weißt du, es ist so ähnlich wie jeden tag spaghetti bolognese essen. er sagt: ja, da will man dann auch mal ein schnitzel. sie sagt: du bist mein schnitzel. er sagt: ja aber nicht vom schwein.


hasen/blasen/enten/hähne/eisenbahn, 2009 Installative Performanceserie mit Toni Schmale

hasen/blasen/enten, 2 x 15min Secession, Wien hasen/hähne/eisenbahn, 2 x 20min Projekt- und Hörgalerie „ A und V“, Leipzig ich will, was du nicht kannst und du kannst, was ich nicht will., 1 x 15min Akademie der bildenden Künste Wien Foto: Veronika Merklein

unsere figuren sind tragikomisch, schwerromantisch und absolut liebenswürdig. sie sind eine fabelhafte übersetzung, die soziale netzwerke nicht beschreibt, aber ihre kommunikationspixel sichtbar macht. dilemmata („ich will, was du nicht kannst und du kannst, was ich nicht will“) sind bestandteile ihrer situativen existenz, lähmungen und temporäre herzprobleme sind symptome dessen. die sequenzen verhalten sich wie zusammengeschnittenes bild-ton-denkmaterial, als stück sind sie komponiert, aber an sich haben sie die möglichkeit, sich immer wieder neu zu formieren. Ausstellungstext: Veronika Merklein, 2009

Zeichnung: Toni Schmale


Wie viel Uhr ist es eigentlich? Es ist 10 nach 3. UnD wieviel Uhr ist es jetzt? Es ist 11 nach 3. Wieviel Uhr ist es? Es ist ziemlich genau 11. Ich geh jetzt schlafen. Ich bin aber nicht m체de. Ich tr채ume sehr viel von dir. Lass schweigen. Ich schweige. Du schweigst. Wir schweigen. Wir haben geschwiegen. Alles ist einfach zu Perfekt. Ich f체hle mich so Imperfekt. Dabei wollte ich doch eigentlich nur Pr채sens. Es tut mir leid. Du hast nichtEs tut mir leid.


Auszug aus dem Hasen-Dialog, Text: Veronika Merklein

Dramaturgie für hasen/hähne/eisenbahn, 2009 Das Publikum betritt einen L-förmigen Raum, in dem rechterhand zwei als Hasen verkleidete Ghettoblaster auf Podesten stehend von einer pappenen Taschenlampensonne beschienen, zu sehen sind. Mittig steht eine Modelleisenbahn erhöht auf einem Podest und fährt laut brummend im Kreis. Links sitzen zwei Performerinnen (die Künstlerinnen selbst) im Hühnerkostüm in einer leeren Badewanne. Nach einer Weile fangen die Ghettoblasterhasen in „Kinderstimme“ miteinander zu reden an...


Immer deine nörgeleien, jetzt ist auch mal gut. dir fällt auch nichts mehr neues ein. OH ja - wenn du nicht immer nerven würdest. jetzt bin ich plötzlich schuld. Ganz richtig. nur weil du ein vollausgebildeter kommunikationsverweigerer bist. Jaja... ein fortschrittsfetischist, effizienzjunkie... noch was? ein intellektuelles arschloch. Oha. Danke für die komplimente. kannst du nicht auch mal was dazu sagen. WeiSS nicht. Lass lieber gehen. immer wenn’s unangenehm wird, willst du gehen. Der abend ist gelaufen. wir bleiben jetzt hier und unterhalten uns über irgendwas. Wenn die kacke am dampfen ist, willst du plötzlich über irgendwas reden.


Auszug aus dem Hahnen-Dialog, Text: Veronika Merklein Kostüm: Toni Schmale

Das Gespräch der Hasen beginnt in vertauschten Rollen wieder von vorne und wird durch das rüde brummende Hahnengespräch gestört, das aus zwei Lautsprechern kommt, die links und rechts neben der Badewanne platziert sind. Während des Gesprächs läuft die Badewanne langsam mit einer Eidotter-anmutenden Flüssigkeit voll.

Ich Ich Ich Ich

lieb lieb lieb lieb

dich dich dich dich

nicht, nicht, nicht, nicht,

du du du du

liebst liebst liebst liebst

Das Gespräch endet mit AHA AHA - AHA des Liedes „Da Da Da“ von Trio. Während des Liedes steigen die Performerinnen aus der Badewanne und verlassen tropfend den Raum. Das Lied läuft weiter und wird übertönt von „I`d rather dance with you than talk to you“ von Kings of Convenience, das von den Hasen in gepitschter Stimme gesungen wird. Das auf die Badewanne gestrahlte Scheinwerferlicht geht aus. Übrig bleibt das diffuse Licht auf der im Kreis fahrenden Eisenbahn, von der aus das Lied „New York, Rio, Tokyo“ von Trio von kleinen unter dem Podest angebrachten Lautsprechern gespielt wird.

mich mich mich mich

Da nicht da nicht da nicht nicht da

da da da da

da da da da


In New York Rio Tokyo When I watch you dancing I begin to feel like all romancing grooving moving shaking all the time you heart the sound of dancing...

...I'd rather dance with you than talk with you So why don't we just move into the other room There's space for us to shake, and hey, I like this tune


CURRICULUM VITAE


Ich bin, heiße und werde Veronika Merklein genannt. AUSBILDUNG / VITA *1982 in Schwäbisch Hall (D), lebt und arbeitet als Künstlerin in Wien (AT) 2007-12 Studium der bildenden Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien (07-12) und der Kunsthochschule Kassel (04-07) mit dem Schwerpunkt Performative Kunst, Diplom mit Auszeichnung 2002-03 Backpacking in Australien und Indonesien 2002 Abitur Schwäbisch Hall Studienaufenthalte u.a. im Performing Arts Forum, St. Erme (09), im Schloss Bröllin (11), in Helsinki (07), Mitarbeit im Forschungsprojekt archiv performativ an der Zürcher Hochschule der Künste (12) Stipendien Auslandsatelierstipendium für Chicago, 2014/15, BMUKK Förderungsstipendium für die Diplomarbeit „Du hast den Farbfilm vergessen“, 2012, BMWF Projektstipendien, Akademie der bildenden Künste / ÖH Wien, 2010-2012 Ö1-Talentestipendium (Nominierung), 2011 AutorInnenförderprogramm, Schauspielhaus Wien / UniT Graz, 2010


PERFORMANCES / AUSSTELLUNGEN / ORGANISATION (AUSWAHL) 2014 EIGHT Gruppenausstellung, Atelierhaus Salzamt, Linz (AT) Woman laughing alone with salad Fotoshooting, Installation und Abendessen („Daddy‘s little girl lädt zum Essen“) Das YIX, Wien (AT) 2013 Die Kunst der Begegnung - Life-Art Festival Performance und Kollaborationen mit philippinischen KünstlerInnen Tabakfabrik, Linz (AT) Life-Long Weight-Gaining - Try to beat the record Performance im Rahmen des Performancelaboratorium07, bb15 - Raum für Gegenwartskunst, Linz (AT), Katalog Life-Long Weight-Gaining Einzelausstellung im Neuen Kunstverein Wien, Wien (AT) 2012 Don‘t worry, be ha-ha-ha Performance im Rahmen des Symposiums „Das Phantasma durchqueren“, Garage X, Wien (AT) Posen Einzelausstellung des Alumni-Programms „Xposit“, Akademie der bildenden Künste, Wien (AT) Ich hab‘ größere Brüste als deine Mutter Performance im Rahmen der Performanceserie „Irritazioni momentanee. Attenzione!“ des AktionsTheaterKassel, öffentlicher Raum, Kassel (D) Performing Documentation 3 Performance, Kaskadenkondensator, Basel (CH) Du hast den Farbfilm vergessen (Diplomarbeit) Performative Installation, Akademie der bildenden Künste, Wien

Some excercise in complex seeing is needed Installationen in Gruppenausstellung Rundgang 2012, Akademie der bildenden Künste, Wien (AT) You can be my double if I can be yours Screening, Performances und Dinner Organisation, Küche und Performance (Dinner) mit William Knaack und Michaela Schweighofer, Akademie der bildenden Künste, Wien (AT) 2011 PANik3 - Performance als Dokumentation Performanceabend mit Diskussion - Organisation und Moderation mit Thomas Geiger als Teil der Reihe PANik des Performance Art Network Vienna, depot, Wien (AT) Dokumentarische Intervention im Rahmen des Performanceprogramms „Andy says“ der Klasse für Performative Kunst, Kunstraum Niederoesterreich, Wien (AT) DIE STILLE NACHBARIN Performance und Video, meine Wohnung Gschwandnergasse 59, Satellitenprogramm des Festivals Tatort Hernals 2011, Wien (AT), Katalog Perfoming Documentation (Studie) Performance, JENNYFAIR, Wien (AT) Ich habe nichts gesagt. Performance, Ida Nowhere, Berlin (D) 2010 The Hands That Feed You Performatives Dinner mit Bernadette Anzengruber und Teresa Novotny im Rahmen des Symposiums „This Sentence Is Now Being Performed Research and Teaching in Performance and Performance Art“, Akademie der bildenden Künste, Wien (AT) PHLEGMA-LOOP Szenische Lesung (Text: Veronika Merklein, Schauspielerin: Katharina Vana), Schauspielhaus Wien (AT)


2007 - 2009 hasen/blasen/enten/hähne/eisenbahn Performanceserie mit Toni Schmale in der Secession Wien, der Hör- und Projekt-galerie „A und V“, Leipzig und der Akademie der bildenden Künste, Wien (AT) „...und dann war ich an Fasching als Fliegenpilz verkleidet“ Performance im Rahmen des Festivals PERFORMANCEbeHANDLUNGSRAUM, Fridericianum, Kassel (D) Bestandsabnahme Murhardstrasse 14 Zeig das Dokumentationsfoto (d)eines Kunstwerks Installation und Ausstellung, meine Wohnung Murhardstrasse 14, Kassel (D) Collaboration on Site Gruppenausstellung, Kisama, Helsinki (FI)

Veröffentlichungen (Auswahl) Die kleinen Tode vor dem ERROR Prosa in der Reihe „Verhältnisse“, Band II „Zusammenbruch“, Turia + Kant, Wien, 2011 Tatsachenbericht Katalogbeitrag zum Symposium „Performing Memory“ Kunstraum Niederoesterreich, 2011 Performance 2, „ “ „This Sentence is Now Being Performed “, die bildende 06, 2010 Akademiezeitung der Akademie der bildenden Künste, Wien


Š Veronika Merklein, Wien, 2014

Kontakt web: www.veronikamerklein.com mail: veronika.merklein@gmail.com mob: 0043-(0)650-2156850


Portfolio // Veronika Merklein