DIE ZEILE 01/2021

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DIE ZEILE Nr. 1 / 2021

orte

FormatOst

Appenzeller Verlag

Toggenburger Verlag

edition punktuell

azin s g a M Das agshause rl e V unn s r b de l l e Schw

Irene Hofstetter präsentiert die erste Kindergeschichte mit Geiss Laura Karin Künzle verwebt die Lebens­ geschichte zweier starker Frauen Anita Obendrauf thematisiert den Kindsverlust


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Inhalt Wer liest da? Roger Fuchs Lektor mit Leidenschaft fürs Moderieren Irene Hofstetter Gegensätze aus nah und fern auf einem Bild Karin Künzle Von Ahnenlinien und dem Säntis Anita Obendrauf Die Krise führt zu den Lebensfragen Daniel Studer Klimt klingt Edgar Oehler Facettenreich und streitbar

Frauen stehen im Fokus In diesem Jahr feiern wir fünfzig Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz. Passend dazu handeln einige Neuerscheinungen von Frauen. Zum Beispiel «Sonntagsgeschirr», «Laura Gais» oder «Lauralei» – Bücher von Autorinnen, die in ihren Geschichten Frauen in den Mittelpunkt stellen. Als Beitrag zum Jubiläum sieht der Historische Verein des Kantons St. Gallen sein Neujahrsblatt, das den Männern gewidmet ist. Aber auch Kunstliebhaber und Pilgerfans kommen mit unserem Frühlingsprogramm auf ihre Kosten. «Pilgern erdet und himmelt» heisst das Buch von Josef Schönauer. Vielleicht eine Möglichkeit, in schwierigen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren? Wir wünschen Ihnen spannende Lektüre.

Josef Schönauer Beim Pilgern Vertrauen und Gelassenheit gelernt Cornelia Kneubühler Der Langsamkeit wieder Raum geben

Maria Kobler

Peter Müller «Es gibt zu wenig Männergeschichte» Anna Niederer, Sandro Wick Kindheitserinnerung wird Bilderbuch Haus Appenzell Der Wert von Abfall

DIE ZEILE

Notizen aus dem Verlagshaus Wer liest da? – Auflösung © 2021, Appenzeller Verlag AG Im Rank 83, CH-9103 Schwellbrunn Tel. +41 71 353 77 55 verlag@appenzellerverlag.ch verlagshaus-schwellbrunn.ch DIE ZEILE ist das Kundenmagazin des Verlagshauses Schwellbrunn. Redaktion Maria Kobler, Christine König, Roger Fuchs, Katja Nideröst, Jolanda Spengler, Carmen Wueest. Gedruckt auf Terra Print, 70g/m2 Titelbild: Irene Hofstetter Bild: Carmen Wueest


Fingerverse zum Aufsagen und Lieder zum Mitsingen

Bücherspass für Kinder

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Gereimte Abenteue­r­lust

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ichte h c s e g n e z t a K Eine rosse g d n u e n i e für kl de Tierfreun

Flöckli reisst aus Auch auf CD sowie in Englisch und Französisch erhältlich! 32 Seiten, ill., Fr. 29.80 ISBN 978-3-85882-249-9

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Wälti wird Geissbub – eine grosse Aufgabe für den Urnäscher Bauernbub

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Wälti packt das Chlausefieber

Bauernmalerei für die Kleinsten Die schönsten Bilder aus Lilly Langeneggers Bilderbüchern

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40 Seiten, ill., Fr. 29.80 ISBN 978-3-85882-734-0


Bild: caw

Schrott im Regal Was für ein unhöflicher Titel – weiter unten komme ich darauf zurück, versprochen! Auf den ersten Blick

ein Bild der Ruhe und Ordnung, dieses schön gearbeitete Büchermöbel aus Kirschbaumholz. Wenige Deko-Objekte wie die alten Apothekerflaschen betonen diesen Eindruck. Für die Bücher herrscht eine alphabetische Aufstellung nach Autoren. Schweizer sind gut vertreten, zuunterst dann viel Appenzellisches: ein Innerrhoder Alpkataster, ein Bildband zu

Johannes Hugentobler, Andrea Maria Kellers Box «Tagediebesgut», Ratzliedli und Roman Signer. Ich stelle eine Innerrhoder Tendenz fest, eine Oberegger gar, auch eine katholische, wegen «Katholizismus und Moderne» des damaligen Freiburger Professors Urs Altermatt. Gleichzeitig aber wirkt das Ganze protestantisch nüchtern, reserviert. Hat die gesuchte Person stiftungsrätliche Funktionen, in der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell oder in der Inner­ rhoder Kunststiftung? Auf den zweiten Blick

Wer liest da? Bücher prägen den Menschen, Bücher im Regal können etwas über uns aussagen. In unserer Rubrik «Wer liest da?» schicken wir Autorin Gabriele Barbey, langjährige Leiterin der Bibliothek Herisau, kommentarlos ein Foto eines Bücherregals per Mail. Sie kann das Foto am Computer vergrössern, um Details besser zu sehen – mehr aber nicht. Sie analysiert, interpretiert und vermutet vom heimischen Schreibtisch aus, wem das Regal gehören könnte. Die Auflösungen finden Sie weiter hinten in diesem Heft.

fallen die (eher wenigen) Autorinnen auf: etwa die Schweizerinnen Anne Cuneo, Dorothee Elmiger, Ursula Fricker, die finnisch-estnische Sofi Oksanen, deren Roman «Fegefeuer» mir unter die Haut ging. Sowie die in England lebende Türkin Elif Shafak und die Irin Jeannette Winterson, die 2019 von sich reden gemacht hat mit dem Roman «Frankissstein», worin ein transgender Arzt eine Hauptrolle spielt. Die Auswahl zeigt, dass hier jemand mit disziplinierter Hand eine Triage gemacht hat: Welche Nachkriegsklassiker können ihre Stammplätze behaupten neben ganz

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Neuem, verlockend empfohlen von hiesigen Buchhändlerinnen? Auf den dritten Blick

nun zu Schrott, Raoul, dem Tiroler, dessen elefantenfarbiges Epos «Erste Erde» zuunterst steht. Man kennt den Autor­ als Gast in der Sendung Literaturclub auf SRF1. In Appenzell konnte man ihn zum Beispiel 2017 live erleben, am Literaturfestival Kleiner Frühling, das nicht ohne den Bücherladen Appenzell stattfinden würde. Schrotts 883 Seiten starkes Werk habe ich nur fragmentarisch gelesen, daher zitiere ich (Netz sei Dank) den Journalisten Hanspeter Spörri, der Schrott fragte: «Sie unternehmen den Versuch, Wis­senschaft auf literarische Weise zu fassen. Was ist das eigentlich: der Geist, der da forscht und Fragen stellt?» Falls die Lektüre dem Regal-Besitzer zwischendurch schwer fiel, hat er (oder doch sie?) sich vielleicht mit dem gelben Igel-Ball, der rechts unten zu erahnen ist, massieren lassen, dann einen echt starken Heilkräutertee getrunken, um sich erneut in den Schrottschen Kosmos zu stürzen … Gabriele Barbey Auflösung auf Seite 31


Wird Moira van der Meer von der Vergangenheit eingeholt?

256 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-222-9

Die Reporterin und die Wölfe von Engelberg

242 Seiten, Fr. 34.– ISBN 978-3-85830-276-2

PERSÖNLICHE NOTIZEN ÜBER EINEN SOMMER IN DER HUNDSTEINHÜTTE

128 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-274-8

Lektor mit Leidenschaft fürs Moderieren Das Verlagshaus stellt sich vor: diesmal Lektor Roger Fuchs. Der 47-Jährige bringt die Erfahrung von kirch­lichen und weltlichen Medien in seine Tätigkeit als Lektor ein.

Die Arbeit im Verlagshaus Schwellbrunn ist für Roger Fuchs eine logische Fortsetzung all seiner früheren Tätigkeiten. Angefangen hat seine berufliche Laufbahn nach der Ausbildung am Lehrerseminar Heerbrugg als Primarlehrer. Nach nur einem Jahr wechselte er jedoch bereits in ein anderes Berufsfeld. «Nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich die Chance bekam, in der Jugendarbeit und der Jugendseelsorge mitzuarbeiten.» So unterrichtete er Religion und begleitete Jugendgruppen in zwei St. Galler Pfarreien. «Parallel dazu tat sich erneut ein Törli für mich auf», erinnert sich der 47-Jährige. Damals, vor etwas mehr als zwanzig Jahren, konnte er die Redaktion des ökumenischen Kirchen- und Gesellschaftsmagazins übernehmen, das Radio Aktuell


Roger Fuchs hat daheim ein eigenes kleines Aufnahmestudio. Bild: caw

und Radio Ri (heute zu FM1 zusammengeschlossen) lancierten. Von da führte ihn der Weg weiter zur Medienstelle der Römisch-Katholischen Kirche Schweiz, deren Webseite er als Redaktor mitbetreute. Auf seine Erfahrung zurückgreifen

Der Wechsel zu einem weltlichen Medium folgte 2008: Roger Fuchs wurde Redaktor bei der Appenzeller Zeitung. Elf Jahre arbeitete er beim Lokalblatt, zuletzt als Re-

«Einmal ‹Wetten, dass ..?› moderieren – das war immer mein Traum.»

daktionsleiter. 2019 begann er im Verlagshaus Schwellbrunn, wo er seither das Buchprogramm mitgestaltet und Bücher lektoriert. All seine Erfahrungen kommen ihm hier zugute: «Ich kann auf mein Netzwerk zurückgreifen, treffe Menschen wieder, die ich schon fürs Kirchenmagazin oder die Appenzeller Zeitung interviewt habe.» Und nach der Arbeit? Ist Roger Fuchs Vater einer elfjährigen Tochter und eines neunjährigen Sohnes, macht Krafttraining oder geht Schwimmen und spielt ab und zu Klavier, «um es nicht zu verlernen». Politik und Schlager

Eines zieht sich durch Roger Fuchs gesamtes Leben: die Leidenschaft fürs Moderieren. «Einmal ‹Wetten, dass ..?› mo-

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derieren – das war immer mein Traum», sagt er und lacht. Soweit hat er es nicht geschafft, aber manch einer oder manch eine dürfte Roger Fuchs als Moderator von Veranstaltungen in der Region erlebt haben. Oft moderiert er Podiumsdiskussionen zu politischen Themen. Und besonders gerne – ja, da stehe er dazu – besucht er Schlagerkonzerte. «Irgendwann habe ich angefangen, die Sängerinnen und Sänger zu interviewen und das zu filmen», erinnert er sich. Die Videos findet man auf seiner Webseite talkmaster.ch, zudem wurden einige Clips von Radio Melody übernommen. Francine Jordi hatte er schon vor der Handykamera, auch An­ dreas Gabalier oder Stefanie Hertel. Wer fehlt? Die Antwort kommt prompt: «He­ lene Fischer.» ckö


Unterhaltsame Annäherung an die Appenzeller Mundart – ein Dialekt, der es in sich hat

112 Seiten, Fr. 24.– ISBN 978-3-85882-833-0

35 Kurzgeschichten entführen in die Welt des Appenzellerlands: Verblüffendes und Unglaubliches lassen staunen

128 Seiten, Fr. 22.– ISBN 978-3-85882-834-7

Geschichten in Gaiser Mundart

104 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85882-804-0

Gegensätze aus nah und fern auf einem Bild Als Kind malte sie Frauen in langen Kleidern, später entwarf sie als Modedesignerin Stickereien, und heute hat sie sich Szenen aus ihrer Heimat, dem Appenzellerland, verschrieben: Irene Hofstetter präsentiert die erste Kindergeschichte von Geiss Laura. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

«Mein Herz ist voller Heimatgefühle, schlägt aber auch für die Vielfalt unserer Welt», sagt Irene Hofstetter. Die 38-Jährige liebt Gegensätze. Aufgewachsen ist sie in einer kleinen, umgebauten Alphütte am westlichen Ausläufer des Gäbris in ländlicher Idylle. Später, nach dem Studium des Modedesigns, bereiste sie als ­Textilentwerferin für mehrere St. Galler Stickereiunternehmen alle Kontinente. Heute lebt sie mit ihrem Partner im Kanton Zürich, studiert Produktdesign und hat sich mit ihrem Atelier für Auftragsmalerei und Kunsthandwerk selbstständig gemacht. Das passt, denn Malen ist seit ihrer Kindheit ihre Leidenschaft. Als Mädchen zeichnete sie mit Vorliebe Frauen in langen Kleidern (sie trägt übrigens selbst gern Kleider), heute adaptiert sie meistens tierische Szenen des Appenzel-


Irene Hofstetter, selbst im Appenzellerland aufgewachsen, zeichnet am liebsten tierische Szenen aus dem Appenzeller Brauchtum. Bild: caw

ler Brauchtums: Kühe, die im Meer baden, Ziegen, die zwischen gelben Taxis durch New York spazieren oder ein Senn mit Schellen, der einer Flamencotänzerin den Takt vorgibt – all diese Gegensätze verschmelzen in ihren Bildern zu einem überraschenden und harmonischen Ganzen. «Ich liebe Tiere, die schönen Augen der Kühe, der freche Blick der Geissen. Ich finde, Tiere machen das Leben leichter», sagt sie. Nicht allein in New York

Ihre Bilder beginnt Irene Hofstetter meistens mit einer Idee, aber ohne Skizze. «Ich fange einfach links an», sagt sie. Dann wird sie zu Perfektionistin. Bis zu hundert Stunden malt sie an einem Bild, bis jedes Detail durchdacht und für sie stimmig ist. Derweil bleibt ihr genügend

Zeit, Geschichten auszudenken für die Tiere, die sie zeichnet. So ist auch das erste Abenteuer von Geiss Laura entstanden. Die vorwitzige Ziege Laura ist keine Unbekannte: Gais Tourismus wirbt seit einigen Jahren mit Laura für den Familientourismus in der Heimatgemeinde von Irene Hofstetter. Während des ersten Lockdowns, als man vom Reisen in ferne Länder nur träumen konnte, hat sie Lauras Geschichte notiert. Nach New York musste die Geiss reisen, denn Irene Hofstetter liebt die Stadt. «New York hat von Stadtteil zu Stadtteil eine andere Energie. In dieser Stadt kann man ganz für sich allein sein und ist es doch nie», sagt sie. Und genau diese Erfahrung macht auch Laura während ihrem ersten Abenteuer. ckö

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Laura, die Geiss aus Gais, weiss, dass es hinter dem Säntis noch viel zu entdecken gibt. Zum Beispiel Häuser, die bis in die Wolken ragen, in einer Stadt, die niemals schläft. Das will sie mit eigenen Augen sehen, und so macht sie sich auf die Reise nach New York. Allein ist sie dabei nicht. Ein paar Freunde aus der Heimat begleiten die eigenwillige Geiss, die bald erkennt, wie schön es ist, besondere Augen­ blicke zu teilen. Zusammen erlebt die tierische Truppe aus dem Appenzellerland in der Grossstadt so manche Überraschung. Irene Hofstetter Laura – eine Geiss aus Gais reist Appenzeller Verlag 44 Seiten, ill., Fr. 29.80 ISBN 978-3-85882-842-2


Karin Künzle hat eine tragische Familiengeschichte notiert. Sie ist überzeugt, dass die Ahnenlinien einen sehr prägen. Bild: caw

Von Ahnenlinien und dem Säntis Sie ist im Toggenburg aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren im Appenzellerland: Karin Künzle hat einen ­bewegenden Roman über zwei Frauen geschrieben, die diesseits und jenseits des Säntis leben und nach einem dramatischen Ereignis aufeinandertreffen.

Karin Künzle ist freiberufliche Hebamme und betreut Frauen und Familien, die sich eine Geburt daheim wünschen. Beim Vorgespräch fragt sie stets, wie die Geburten anderer Frauen in der Familie verlaufen seien. Denn viele Frauen gebären ähnlich wie ihre Mütter oder ihre Grossmütter, weiss die 33-Jährige aus Erfahrung. «Die Ahnenlinie prägt einen mehr, als man denkt.» Diese Tatsache hatte sie beim Schreiben ihrer Familiensaga immer im Hinterkopf. Der Ansatz der Geschichte über Lina, der das Kind weggenommen wird, stammt so oder ähnlich aus ihrem Familienumfeld. Was daran wahr ist und was fiktiv, das möchte sie lieber nicht offenlegen. Am Anfang stand ein Gedicht

«Ich bin Hebamme, ich muss eigentlich kein Buch schreiben», sagt Karin Künzle. Und dennoch hat sie es getan, weil es ihr

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Alt St. Johann im Toggenburg, 1937: Die junge Lina verliebt sich in Johann, der als Knecht auf dem elterlichen Hof angestellt ist. Es geht ihnen der Himmel auf, wenn sie zusammen sind. Johanns Geigenspiel und seine Geschichten über den Alpstein erfüllen Lina mit der grössten Freude. Doch die Umstände machen es den Liebenden schier unmöglich, zusammen zu sein. Als Lina schwanger wird, spitzt sich die Situation zu: Johann wird vom Hof gejagt, ihr gemeinsames Kind scheint für immer verloren. Und während der Zweite Weltkrieg auch im Toggenburg Einzug hält, droht Lina an ihrem eigenen Schicksal zu Grunde zu gehen. Bis sie eine folgenschwere Entscheidung trifft und das Toggenburg verlässt.

Viele Jahre später, Lina ist bereits eine alte Frau, bekommt sie Besuch von Johanns Enkelin Laura. Sie ist es, die all die vergessen geglaubten Geheimnisse und Erinnerungen in Lina wieder zum Vorschein bringt. Auch wenn sich Lina anfänglich vehement gegen diese Annäherung wehrt, muss sie sich doch allmählich eingestehen, dass sie weitaus mehr mit der jungen Frau verbindet, als sie zu glauben dachte.

Vom einfachen Leben der Weberbauern

Karin Künzle Lauralei orte Verlag 272 Seiten, Fr. 34.–

226 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-807-1

ISBN 978-3-85830-284-7

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2. Au

360 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-85830-253-3

ein inneres Bedürfnis war. Die Geschichte brauchte Zeit, um zu reifen. 2014 hat sie angefangen, zwei Jahre später eine erste Fassung fertiggestellt. Die gedruckte Version weicht noch einmal stark davon ab. An gewisse Stellen hätte sie sich lange nicht mehr herangewagt, sagt sie. Am Anfang stand ein Gedicht über Bergdohlen. Gedichte und Kurzgeschichten schreibt sie seit Teenagerjahren. «Sprache war schon immer mein Medium», sagt sie. Vor allem Gedichte sagen ihr zu, weil sie auf zwei Arten wirken. «Ich kann mit Worten spielen und damit einen Klang erzeugen. Oder ich kann mit dem Inhalt spielen und etwas ausdrücken, ohne es explizit zu sagen.»

Das Gefühl von Heimat

Eine gewichtige Rolle im Buch nimmt der Säntis ein. Der Säntis, den Lina lange geliebt hat, aber plötzlich nicht mehr sehen will, um sich ihm dann, nach langer Zeit, wieder anzunähern. Er prägt auch Karin Künzles Leben. Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof im Toggenburg, seit über acht Jahren lebt sie im Appenzellerland, und blickt von der anderen Seite auf den Ostschweizer Hausberg. Ein bisschen hat Karin Künzle es wie Lina. Er soll da sein, der Säntis, aber nicht zu nah. «Am liebsten mag ich ihn von weiter weg in ­unterschiedlichen Wetterstimmungen.» Dann vermittle er ihr durch seine Beständigkeit das Gefühl von Heimat. ckö

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Eine Puschlaver Familiensaga

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412 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-85830-240-3

3. A


Draussen unterwegs In neun Etappen auf Zwinglis Spuren von Wildhaus nach Kappel am Albis

DIE KARTE MIT KULTSTATUS FÜR WANDERPROFIS

Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-821-7

Die ursprüngliche Form der Landwirtschaft 200 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-773-9

136 Seiten, ill., Fr. 34.– ISBN 978-3-85882-737-1


BEKANNTES UND UNBEKANNTES IM APPENZELLERLAND ENTDECKEN 304 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-808-8

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Silvio Pellegrini: Ein Mann der Tat

Die Krise führt zu den grossen Lebensfragen

296 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-905724-41-7

Als Sozialarbeiterin interessiert sich Anita Obendrauf für die Entwicklung des Menschen. Ihr Roman «Sonntagsgeschirr, hin und wieder» ist denn auch mehr als die Geschichte einer Frau, die ihr Kind vor der Geburt verliert. Viele grundsätzliche Lebensfragen tauchen auf.

Ein Alptraum für Nicole

ge

ufla

224 Seiten, Fr. 22.– ISBN 978-3-85882-776-0

7. A

Werdenberg und seine historische Bedeutung

176 Seiten, ill., Fr. 48.– ISBN 978-3-03895-022-6

Schreiben bedeutet für Anita Obendrauf nachdenken, sortieren. Und so ist es bis zu ihren fertigen Texten ein längerer Prozess – das war auch beim Buch «Sonntagsgeschirr» nicht anders. Für einen Teil daraus erhielt sie zusammen mit anderen Texten bereits 2015 einen Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung. Jetzt ist der Roman komplett. Erzählt wird die Geschichte von Angelina, die durch den vorgeburtlichen Tod ihres Kindes aus der Bahn geworfen wird. Es fällt ihr schwer, Worte zu finden. «Nein, es ist kein autobiografischer Roman», stellt Anita Obendrauf klar. Zwar habe auch sie ihr Kind während der Schwangerschaft verloren, doch alle Personen und Dialoge im Buch seien Literatur. Autobiografisch geprägt sei hingegen, dass ein Grossteil der Geschichte in St. Gallen Winkeln spiele. Die Autorin ist selbst in diesem Stadtteil aufgewachsen und hat die Veränderungen miterlebt. Und wie Angelina, so bewegt sich auch Anita Obendrauf gerne in der Natur. Dass Anita Obendrauf das Thema Kindsverlust in einem Roman aufgreifen wollte, hängt mit dessen Tabuisierung zu-

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sammen. «Es ist etwas anderes zu sagen, mein Vater ist gestorben, als, ich habe mein Kind verloren», so die Autorin. Häufig wissen die Zuhörenden bei Tabuthemen nicht, wie sie reagieren sollen. Entsprechend gross sei die Bandbreite – von einfühlend bis ablehnend. Diese Erfahrung macht auch Angelina. Elementare Lebensfragen

Es wäre jedoch schade, sagt Anita Obendrauf, das Werk auf die Geschichte mit dem Verlust des Kindes reduzieren. In jeder Krise machen Menschen tiefe Prozesse durch und sind mit elementaren Lebensfragen konfrontiert. Das kommt auch bei Angelina zum Ausdruck. In authentischen Dialogen mit ihren Vertrauten stellt sie die Frage nach dem Sinn des Lebens, was nach dem Tod passiert, ob es einen Gott gibt und ab wann jemand wirklich tot ist. Auch das in einer Krise zentrale Thema Hoffnung oder die Verwurzelung und Geborgenheit in der Heimat spielen hinein. Die Autorin selbst befasst sich als Sozialarbeiterin beruflich bedingt schon seit jeher mit solchen Fragen. Sie vergleicht die Entwicklung eines Menschen mit dem Bild


Für einen Teil ihres nun kompletten Romans ist Anita Obendrauf bereits ausge­ zeichnet worden. Bild: caw

eines Wegs, aber auch mit Wellen: «Mal geht es hinauf, mal hinunter.» Wertvolles Sonntagsgeschirr

Anita Obendrauf hofft, mit ihrer Geschichte nicht nur zu unterhalten, sondern den Menschen neue Sichtweisen auf das Leben zu ermöglichen. Wie diese aussehen können, lässt sich nicht verallgemeinern. «Jede und jeder muss sich selbst auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begeben und damit auseinandersetzen.» Entsprechend sucht auch Angelina nach ihrem persönlichen Weg. Bis sie sich entscheidet, anders mit Trauer und Verlust umzugehen als andere. Bewusst gibt sie diesen Themen Raum. Und wie kommt es zum Titel «Sonntagsgeschirr»? Das sei ebenfalls ein autobiografisches Element, sie kenne solches noch aus ihrer Kindheit, sagt Anita Obendrauf. Da man sich früher nicht einfach einen neuen Service leisten konnte, sei das Sonntagsgeschirr etwas Wertvolles gewesen. Im Roman zeigt der Vater mit dem Auftischen des Sonntagsgeschirrs seiner Tochter, wie sehr er sie schätzt – die Handlung ersetzt die Worte. rf

Der Verlust ihres Kindes noch vor der Geburt wirft Angelina aus der Bahn. Es fällt ihr schwer, Worte zu finden – sogar ihrem Bruder und Vater gegenüber. Der Wunsch nach Halt und Geborgenheit führt sie von Genf nach St. Gallen zurück, wo sie aufgewachsen ist. Am Grab ihrer Mutter sucht sie Trost. Nichts mehr in ihrem Leben scheint so, wie es einmal war, selbst der Ort ihrer Kindheit hat sich verändert. Derweil zweifelt sie immer mehr an ihrer Liebe zu Maurice in Genf. Als der Vater erkrankt, gelingt es Angelina endlich, ihm vom Verlust ihres Kindes zu erzählen. Kurz darauf stirbt er. Bei

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der Wohnungsräumung muss sie feststellen, dass die Eltern ein Geheimnis wahrten – eines, für das sie offenbar nie Worte oder den richtigen Zeitpunkt fanden, um es auszusprechen. Nur Rosa, die beste Freundin der Mutter kann weiterhelfen.

Anita Obendrauf Sonntagsgeschirr, hin und wieder orte Verlag 264 Seiten, Fr. 34.– ISBN 978-3-85830-285-4


Klimt klingt Allein versicherungstechnisch setzt die Klimt-Ausstellung im Historischen und Völker­ kundemuseum St. Gallen neue Massstäbe. Und für Direktor Daniel Studer ist sie der Höhepunkt seiner Karriere. Klimt zum Schluss: Direktor Daniel Studer geht im Jubiläumsjahr des Historischen und Völkerkundemuseums St. Gallen in Pension. Bild: kni

Die Rechnung ist einfach. Als Daniel Studer vor bald zwanzig Jahren zum Direktor des Historischen und Völkerkundemuseums St. Gallen (HVM) gewählt wurde, war ihm klar, dass er just zum 100-Jahr-Jubiläum des HVM pensioniert wird. Also fast, denn sein 65. Geburtstag liegt bereits ein halbes Jahr zurück. Verlängert wurde seine Anstellung aufgrund des bevorstehenden Jubiläums mit dem von ihm initiierten Kunstereignis «Klimt und Freunde». Zweieinhalb Jahre Teamarbeit liegen zwischen Idee und Realisierung. Die einmaligen Werke des Wiener Künstlers Gustav Klimt dürften unter normalen Umständen viele und neue Besucher ins HVM locken. Der Direktor schwärmt: «Klimt ist ein weltbekannter, hervorragender Maler. Und er ist als Künstler quasi ein Synonym für den Jugendstil.» Kunsthistoriker Daniel Studer hat auch Geschichte studiert und sich auf das 19. und 20. Jahrundert spezialisiert. Im Vorwort zum Ausstellungskatalog betont er die Parallelen von St. Gallen und Wien. Wenn auch in unterschiedlichen Dimensionen, sind beide Städte vom Jugendstil geprägt. Während in St. Gallen von 1890 bis zum

Ersten Weltkrieg die Stickereiindustrie blühte, war Wien die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie und als solche eine der wichtigen europäischen Metropolen der Künste. Kurz nach Klimts Tod im Februar 1918 wurde in St. Gallen das Historische Museum gebaut. Aufwändige Finanzierung

Daniel Studer sammelte für das 100-JahrJubiläum rund 400 000 Franken an Unterstützungsgeldern. Er seufzt, dass allein die Versicherung für die Werke von «Klimt und Freunde» 100 000 Franken verschlinge. Und so manche Hüter der begehrten Museumsschätze mussten zuerst von einer Leihgabe Richtung St. Gallen überzeugt werden. Begeistert und offen für die Idee aus St.  Gallen war Vermittler Tobias G. Natter, der wiede­ rum Matthias Haldemann, den Direktor des Kunsthauses Zug, für eine Zusammenarbeit gewinnen konnte. «Mit der Stiftung Kamm verfügt das Kunsthaus Zug über die grösste Sammlung zur Wiener Kunst um und nach 1900 in Europa und ausserhalb von Österreich», erklärt Daniel Studer. Die Spitzenexponate aus

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Zug und andere wichtige Leihgaben, zum Beispiel aus der Graphischen Sammlung der ETH Zürich, machten laut dem Museumsdirektor das St. Galler Projekt überhaupt erst möglich. In Gedenken an Achim Schäfer

Kuratiert wird die Ausstellung von Isabella Studer-Geisser, die Katalogredaktion verantwortet Kuratorin Sabine Hügli-Vass. Nicht unerwähnt lassen will Daniel Studer das grosse Engagement des im Dezember 2020 überraschend verstorbenen Vizedirektors Achim Schäfer. An der Museumskasse brennt für den Freund eine Kerze, und das erste Bild im Klimt-Katalog zeigt Achim Schäfer vor einem Bild sitzend im Leopold Museum in Wien. Das Kerzenlicht könnte gleichzeitig Sinnbild für die Hoffnung sein, die Situation mit dem Coronavirus möge sich bis Ende März soweit verbessern, dass die Museen wieder öffnen können und Kultur genossen werden kann. Die Vernis­ sage für «Klimt und Freunde» ist auf den 26. März angesagt, Finissage ist am 25. Juli. Verschiebbar ist das grosse Kunst­ ereignis nicht. kni


Bücher zum Jubiläum

m eint a Ersch i a 28. M 2021

Eine Festschrift anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen (HVM) erzählt von der Realisierung und Eröffnung dieses letzten grossen Bauprojekts der Stickereiblüte in St. Gallen und vom Wachsen der Sammlungen. Sie stellt Menschen vor, die in diesen hundert Jahren hier gearbeitet haben, schildert Museumsgeschichten und macht deutlich, welch vielfältige Arbeit hinter den Museumskulissen geleistet wird. Ein reicher Bild­anteil zeigt noch nie veröffentlichte Fotos: eine Zeitreise, die in den längst vergessenen Vorgängermuseen beginnt und bis in die Gegenwart führt. Die Festschrift macht die Schatzkammer des HVM sichtbar. Peter Müller

m eint a Ersch ärz 26. M 2021

MuseumsWelten – 100 Jahre Historisches und Völkerkunde­museum St.  Gallen Verlag FormatOst ca. 220 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-030-1

m eint a Ersch ai  M . 8 2 2021

Im März 2021 wird das Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen 100 Jahre alt. Um in die Gründungszeit eintauchen und das Jubiläum gebührend feiern zu können, zeigt das Museum seine bisher grösste und aufwendigste Sonderausstellung: «Klimt und Freunde». Der reichbebilderte Katalog bietet vertiefende Einblicke ins Thema. Die Kunstmetropole Wien weist um 1900 einige auffallende Parallelen zu St. Gallen auf. Hier war es die Stickereizeit, die alles beherrschte, Veränderungen im Stadtbild brachte und ein reges Kunst- und ­ Kulturleben ermöglichte. In Wien war es die letzte Phase des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs, eine Blütezeit für die Architektur und die Bildenden Künste. Architekten wie Otto Wag-

ner und Adolf Loos beherrschten die Szene, und Maler wie Gustav Klimt und Egon Schiele prägten entscheidend das Kunstleben. In St. Gallen sind die Kunst der Wiener Secession und der österreichische Jugendstil keine Unbekannten. Namentlich in der für St. Gallen so wichtigen Stickerei- und Modebranche sorgen sie bis heute immer wieder für künstlerische Anregungen.

Daniel Studer Klimt und Freunde

Depot und Ausstellungen des Histo­ rischen und Völkerkundemuseums St.  Gal­len (HVM) bergen einen riesigen Schatz an Kulturgütern. Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums des HVM stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre 100 Lieblingsobjekte vor. Die Essays spannen einen Bogen vom ältesten Fund aus dem Kanton St. Gallen bis zum wertvollen Kultobjekt aus Afrika. Ob Objekte mit Seltenheitswert oder kuriose Dinge, kleine Meisterstücke oder einfache Alltagsgegenstände, sie alle haben etwas zu erzählen: Geschichten über das Leben und die Menschen früher, über die Ostschweiz und die weite Welt, über Sammlerinnen und Sammler.

Verlag FormatOst 416 Seiten, Fr. 38.–

Monika Mähr

ISBN: 978-3-03895-028-8

ObjektWelten – 100 Entdeckungen Verlag FormatOst 164 Seiten, ill., Fr. 38.–

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ISBN 978-3-03895-031-8


Spannende Krimis Zwei Morde im Toggenburg

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Mord und Verstrickungen auf dem Glaspass

Wer ist verantwortlich für Lucas Tod? 248 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-236-6

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18 Kriminal­ geschichten

Zwei mysteriöse Todesfälle ge

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2. A

300 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85882-736-4

312 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-261-8


Edgar Oehler: facettenreich und streitbar Eine Biografie zum fast runden ­Geburtstag: Am 2. März wurde Edgar Oehler 79 Jahre alt. Der Zürcher ­Wirtschaftsjournalist René Lüchinger beleuchtet Leben und Wirken des Ostschweizer Unternehmers, Politikers und Journalisten.

Die Biografie beginnt emotional: mit dem Abstieg des FC St. Gallen 2008 und Edgar Oehlers Rolle als Investor. «Nichts Langweiligeres, als eine Biografie, die mit ‹Am 2. März 1942 kam Edgar Oehler zur Welt› beginnt», sagt Biograf René Lüchinger. Der Rückblick auf die Geschehnisse rund um den FCSG habe sich angeboten, weil sie sich mitreissend beschreiben liessen und sie vielen in Erinnerung geblieben sein dürften. Freilich hat der Balgacher Edgar Oehler nicht nur als FCSG-Investor Schlagzeilen gemacht. Er war Unternehmer (am bekanntesten wohl als Inhaber der Arbonia-Forster-Gruppe), CVP-Politiker und Journalist (zuletzt Chefredaktor von Die Ostschweiz). Auch diese Aspekte beleuchtet das Buch anschaulich und anekdotisch. «Anekdoten geben Farbe», sagt René Lüchinger und erwähnt als Beispiel jene vom gestohlenen CVP-Stand während Oehlers Wahlkampf.

Edgar Oehler, 2004. Foto: Marcel Grubenmann

Eine Schweizer Zeitschrift setzte einmal als wohl kürzeste mögliche Schlagzeile zwei Worte: «Das Unikum». Der Artikel handelte von Edgar Oehlers Leben. Als Politiker im Nationalrat für die CVP seines Heimatkantons St. Gallen. Als Chefredaktor der Tageszeitung Die Ostschweiz, ebenfalls in St. Gallen. Und als Unternehmer bei der Arbonia Forster in Arbon und der Hartchrom in Steinach, die heute Surface Technologies International (STI) heisst. Schon diese rudimentäre Auflistung zeigt: Die Qualifizierung als Unikum ist keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Kein zweites Beispiel existiert hierzulande, in dem ein Einzelner zwei Dutzend Jahre in der grossen Kammer in Bern politisiert und über ein Dutzend Jahre eine Tageszeitung leitet sowie 35 Jahre lang als Unternehmer aktiv ist. All das tat Edgar

­ ehler stets in Verbindung mit seinen fami­ O liären Ostschweizer Wurzeln. Und er tat es keineswegs leise, sondern mit seinem eigenwilligen Rheintaler Kopf. So wird nun erstmals das Leben dieses streitbaren und facettenreichen Ostschweizers erzählt. René Lüchinger Edgar Oehler – Ostschweizer. Unternehmer. Politiker. Journalist Verlag FormatOst 364 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-034-9

Lebensweg und Zeitgeschehen

René Lüchinger ist ehemaliger Chefredaktor von Facts, Bilanz und Blick sowie Autor zahlreicher Sachbücher. Seit zwanzig Jahren betreibt er eine eigene Publi­shingFirma in Zürich. In seinen früheren Tätigkeiten ist er Edgar Oehler ein-, zweimal begegnet. Vor zehn Jahren fragte er ihn an, ob er Interesse an einer Biografie hätte. Damals winkte der Ostschweizer ab: Es sei zu früh für eine Biografie. Vor eineinhalb Jahren startete René Lüchinger einen neuen Anlauf. Diesmal stimmte

Oehler zu, und Lüchinger begann, Dokumente zu sammeln, Archive zu durchforsten und Gespräche mit dem Protagonisten zu führen. Auch wichtige Zeitgeschehnisse auf Oehlers Lebensweg recherchierte er. Edgar Oehler zog 1971 für die St. Galler CVP in den Nationalrat – just in dem Jahr, als erstmals auch Frauen gewählt werden konnten. «Die Biografie steht nicht im luftleeren Raum. Sie ist auch ein Spiegel der Zeit», sagt der Autor.

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Ein richtiger Rheintaler

Als «facettenreich und streitbar» beschreibt René Lüchinger Edgar Oehler im Buch. Der Autor ist selbst Rheintaler, hat allerdings nie in der Region gelebt. Doch er traue sich folgende Behauptung zu: «Edgar Oehler ist ein richtiger Rheintaler: Er geht mit dem Kopf durch die Wand und scheut sich vor nichts. Sein Leben ist voller Brüche, sein Charakter erdig. All das bot Stoff für ein gutes Buch.» ckö


Beim Pilgern Vertrauen und Gelassenheit gelernt Fünf Jahre hat Josef Schönauer an seinem Pilgerbuch gear­beitet. Fünf Jahre, die einer Pilgerreise gleichkamen. Mit seinem Werk hofft er, eine Brücke zwischen Spirituellem und Weltlichem schlagen zu können.

Alles begann mit einem Stellenwechsel: Zum Abschied von der Pfarrei St. Gallen-Bruggen erhielt Josef Schönauer 1987 den Bildband «Der Weg der grossen Sehnsucht». Es war das erste Mal, dass er vom Jakobsweg hörte. Bereits ein Jahr später nahm er an seinem neuen Wirkungsort in Degersheim und Mogelsberg zusammen mit Jugendlichen erstmals ein Stück dieses Wegs unter die Füsse. Über dreissig Jahre sind seither vergangen, der Jakobsweg ist zu einem zentralen Lebensinhalt des mittlerweile 69-Jährigen geworden. Er betreibt die Webseite pilgern.ch und amtet als Präsident des Vereins Pilgerherberge St. Gallen, die er zusammen mit Gleichgesinnten 2008 eröffnete. Wie ein Heimkommen

Um die zwanzig Mal ist Josef Schönauer schon am Zielort des Wegs, Santiago de Compostela in Spanien, gewesen. «Es ist jedes Mal wie ein Heimkommen, egal ob ich zu Fuss, mit dem Zug oder dem Auto ankomme.» Etliches hat sich aber im Verlauf der Zeit geändert. Eine Beschilderung der Route beispielsweise gab es vor dreissig Jahren noch nicht. Und viele brechen heute mit wenig Wissen über den Jakobsweg auf. Mehrfach aufgefallen ist dies ­Josef Schönauer, als er im Rahmen der Pilgerseelsorge Führungen in Santiago de Compostela leitete. «Ich habe Leute getroffen, die nicht einmal gewusst haben, dass Jakob einer der Apostel war.» So reifte die Idee, ein Buch zu schaffen, das Hintergrundwissen mit persönlichen Erlebnissen verknüpft und sich somit von

Vor über dreissig Jahren pilgerte Josef Schönauer das erste Mal auf dem Jakobsweg. Bild: caw

den zahlreichen Pilgertagebüchern abhebt. «Solche habe ich zu Hause zwei Regale voll.» Während eines Bildungsurlaubs als Spitalseelsorger vor fünf Jahren sind die ersten Zeilen entstanden – in Südfrankreich, wie Josef Schönauer erzählt. «Dass ich nun bald das fertige Werk in den Händen halte, kann ich manchmal gar nicht richtig glauben.» Der Buchprozess sei vergleichbar mit einer Pilgerreise. Manchmal sei das Schreiben richtig anstrengend gewesen, anderntags wieder wie von selbst geflossen.

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Motivationen, als Pilger aufzubrechen, gibt es viele. Die einen wollen zu sich selbst finden, andere der Hektik entfliehen oder einen Übergang wie beispielsweise vom Berufsleben in die Pension bewusst gestalten, wieder andere die Natur neu erleben, eine Beziehung verarbeiten oder sich grundsätzlich im Leben umorientieren. Doch weshalb zieht es die Menschen dazu auf den Jakobsweg statt auf eine Runde um den Bodensee? «Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Weg sind auf einem Pilgerweg spirituelle Elemente


Der Wattwiler Kunstmaler Willy Fries

Pilgern ist mehr als wandern. Dies zeigt sich besonders auf dem Jakobsweg: Frauen, Männer, Jugendliche, Erwachsene aller Schichten und Berufsgruppen, Trauernde, Fröhliche, Suchende aus aller Welt begegnen der Natur, sich selbst und anderen. Dieses Pilgerbuch geht über einen klassischen Pilgerführer hinaus. Es nähert sich aus verschiedenen Perspektiven der Faszination Pilgern an und hilft, Zusammenhänge zu verstehen. Wer alleine unterwegs ist, erlebt das Gefühl des Aufgehobenseins in der Weite der Landschaft, neu geerdet und dem Himmel nah. Josef Schönauer pilgert seit über dreissig Jahren und teilt in seinem Buch die Begeisterung des Pilgerns mit allen, die eines Tages aufbrechen wollen um in das lebendige Universum der Pilgerschaft ein­ zutauchen.

96 Seiten, Fr. 24.– ISBN 978-3-908166-91-7

Verbindender und trennender Alpstein

Josef Schönauer Pilgern erdet und himmelt Verlag FormatOst 240 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-026-4

zum Greifen nah», begründet Josef Schönauer. Beispielsweise das Erlebnis eines Pilgersegens am Abend oder Kreuze am Wegrand. Zudem tauche man auf dem Jakobsweg in eine tausend Jahre alte Tradition ein. «Es entsteht eine Verbindung mit früheren und nachfolgenden Generationen.» Gelassenheit und Vertrauen

Zweifelsfrei haben die vielen Pilgerjahre Josef Schönauer persönlich geprägt. «Ich habe Gelassenheit und Vertrauen gelernt.» Unterwegs mit Pilgergruppen wisse er oft nicht, wann der nächste geeignete Platz für ein Ritual komme und schon gar nicht, was am dritten und vierten Tag alles passieren werde. «Der Jakobsweg und das Pilgern haben mich gelehrt, darauf zu vertrauen, dass einem im entsprechenden Moment durchaus einfällt, was nötig, wichtig und richtig ist.» Dies kam

ihm auch in der Spitalseelsorge zugute, wo er vor dem Besuch eines Patienten häufig nur Name und Zimmernummer gekannt hatte. «Ich musste während des Besuchs schauen, was der Mensch brauchte.» Mit dem Buch will Josef Schönauer all jene ansprechen, die sich mit dem Aufbruch auf eine Pilgerreise befassen, sowie jene, die nach ihrer Rückkehr Erlebnisse vertiefen und Gehörtes einordnen wollen. Zudem hofft er, eine Brücke schlagen zu können zwischen dem spirituell-religiösen Gedankengut des Pilgerns und dem weltlichen. Schliesslich sei der Jakobsweg keinesfalls nur für streng Gläubige gedacht. Josef Schönauer zitiert dazu die Aussage des Dokumentarfilmers Bruno Moll, die er auf einem Podium gemacht hat und im Buch nachzulesen ist: «Es fiel mir auf dem Jakobsweg schwer, Atheist zu bleiben.» rf

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240 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-023-3

Einblicke in den Skitourismus

256 Seiten, ill., Fr. 34.– ISBN 978-3-908166-90-0


Heilerin, Forscherin, Visionärin – ein ­bewegender Roman

Der Langsamkeit wieder Raum geben

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4. Au

Zehn Prominente haben einen Tag lang geschwiegen und versucht, so ihren ­Verpflichtungen nachzukommen. Dieses Experiment veranschaulicht nicht nur, was unter Aphasie zu verstehen ist, ­sondern zeigt auch die Folgen auf.

228 Seiten, Fr. 34.– ISBN 978-3-85882-473-8

IM ZOPFHANG UNTER DER ZIRKUSKUPPEL

162 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-006-6

75 Bilder für 75 Jahre

164 Seiten, ill., Fr. 48.– ISBN 978-3-85882-838-5

«Fragt man zehn Personen auf der Strasse, was Aphasie bedeutet, können vermutlich zehn Personen dies nicht beantworten. Das wollen wir ändern», sagt Cornelia Kneubühler, Co-Geschäftsleiterin von aphasie suisse. Statt ein wissenschaftliches Werk zu verfassen, hat man sich für ein volksnahes Projekt entschieden: Zehn Prominente haben einen Tag lang darauf verzichtet zu sprechen. Damit wird verdeutlicht, dass es sich bei Aphasie um den Verlust der Sprache nach einem Hirnschlag, einer Hirnblutung oder einem Tumor handelt. 5000 Menschen sind jährlich neu von diesem Schicksalsschlag betroffen. Kneubühler vermutet eine noch viel höhere Dunkelziffer. Prominente als Multiplikatoren

Das Buch mit den Selbstexperimenten reiht sich in einen vorgespurten Zyklus ein: Nach Broschüren mit Betroffenen und Angehörigen kommen nun Menschen zu Wort, die bislang überhaupt keine Berührung zu dieser Thematik hatten. Cornelia Kneubühler hofft, dass die Prominenten als Multiplikatoren wirken und helfen, den Begriff Aphasie und die mit der Krankheit verbundenen Einschränkungen in der Gesellschaft bekannt zu machen.

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Bei der Suche nach Promis aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Sport konnte aphasie suisse auf das Netzwerk der Zürcher Autorin Barbara Lukesch zählen. Einige Persönlichkeiten sprangen allerdings nach der Zusage wieder ab; nicht so beispielsweise der Schauspieler und Kabarettist Beat Schlatter oder Stephanie von Orelli, Chefärztin der Zürcher Frauenklinik Triemli, um nur zwei der zehn Teilnehmenden zu nennen. Nach dem Schweigetag schrieb Barbara Lukesch deren Schilderungen, Erfahrungen und Erlebnisse auf. Zehn authentische Erfahrungsberichte sind das Resultat. Gemäss Cornelia Kneubühler bringen die Texte gut auf den Punkt, was die tatsächlich Betroffenen im Alltag erleben. Dazu gehört beispielsweise, dass sie nicht ernst genommen oder vorverurteilt werden. «Wenn jemand langsam ist im Denken und Handeln, wird er oder sie in der Gesellschaft schnell als geistig behindert abgestuft. Das ist aber nicht der Fall», so Kneubühler. Entschleunigung und Langsamkeit lasse der aktuelle Zeitgeist kaum mehr zu. Überdies würden die Porträts zeigen, wie schnell man ohne Sprache für andere unsichtbar werde. Obschon Betroffene beispielsweise bei Sitzungen physisch anwesend sind, spricht man über sie,


Cornelia Kneubühler, Co-Geschäftsleiterin von aphasie suisse, hofft, den Begriff Aphasie mit dem Buch bekannter zu machen. Bild: caw

statt mit ihnen. Von daher seien auch die indirekt Teilnehmenden bei diesem Experiment sensibilisiert worden, ihr Verhalten zu reflektieren. Aphasiebetroffene bleiben Menschen wie alle anderen, die wohl auch ihre Probleme hätten, einfach weniger sichtbar. Kneubühler: «Die Versuchsteilnehmer konnten nach einem Tag wieder reden, unsere Betroffenen können das nicht.» Die Organisation bekannt machen

Eine Herausforderung der 1983 gegründeten aphasie suisse bleibt es, Betroffene überhaupt auf die Organisation aufmerksam zu machen. Aus Datenschutzgründen werden von Spitälern und Rehakli­ niken keine Namen und Adressen an aphasie suisse weitergereicht. So ist man darauf angewiesen, dass beispielsweise Logopädinnen die Betroffenen auf die Organisation hinweisen. In den schweiz­ weiten Chören, Selbsthilfegruppen und Kursen von aphasie suisse müssen sich Betroffene nicht verstellen. Ihre Stärken sollen im Mittelpunkt stehen. Oder wie es Cornelia Kneubühler formuliert: «Ich staune immer wieder, wieviel Lebensmut die Betroffenen an den Tag legen. Das relativiert manchen Ärger im eigenen Alltag.» rf

Zehn bekannte Persönlichkeiten haben sich der Herausforderung gestellt, einen Tag lang auf das Sprechen zu verzichten und trotzdem ihrem Alltag so weit wie möglich nachzugehen. Unter ihnen ist nicht nur der bekannte Schweizer Komiker Beat Schlatter, sondern auch mehrere Unternehmerinnen und Unternehmer, ein reformierter Pfarrer sowie die Chefärztin der Zürcher Frauenklinik Triemli. Ihre Erfahrungen führen auf authentische Art vor Augen, was hinter dem Begriff Aphasie steckt und was für aphasische Menschen eine Sprachstörung, meist infolge eines Schlaganfalls, eines Unfalls oder einer Hirnblutung, bedeutet. Die Be-

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teiligten reflektieren ihre temporäre Sprachlosigkeit und ziehen ihr persönliches Fazit. Für die meisten wurde klar: Ohne Sprache könnten sie ihren heutigen Beruf nur noch schwer ausüben. Die Porträts bieten spannende Einblicke in das Wesen der Sprache und die Bedeutung der Kommunikation.

Barbara Lukesch Das Aphasie-Experiment Verlag edition punktuell 156 Seiten, ill., Fr. 29.– ISBN 978-3-905724-68-4


«Es gibt zu wenig Männer­ geschichte» Zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts in der Schweiz widmet sich der Historische Verein des Kantons St. Gallen im Neujahrsblatt 2021 der Männergeschichte. «Wir haben damit Pionierland betreten», sagt Historiker Peter Müller. Historiker Peter Müller erhofft sich mehr Forschung über Männergeschichte. Bild: caw

Kreativ, überraschend, originell – so umschreibt Herausgeber Peter Müller die Idee zum Neujahrsblatt 2021 über «Männerwelten, Männerbilder, Männerträume». Und er wehrt sich dagegen, dass der Historische Verein des Kantons St. Gallen das 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts nicht würdigen wolle. «Wir haben den Seiteneingang genommen», sagt er. Denn im Neujahrsblatt kämen sehr wohl Frauen vor – als Autorinnen sowie in den Beiträgen. Zum Beispiel im Interview mit Ruedi Osterwalder, dem pensionierten Psychiater und ehemaligen ärztlichen Direktor der Klinik Wil. Oder im Aufsatz über die Bündnerin Greti Caprez, der ersten vollamtlichen Pfarrerin der Schweiz. Enkelin Christina Caprez schreibt darin auch über ihren Grossvater und über seine komplexe Beziehung mit Ehefrau Greti. In der historischen Fotogeschichte, die Marcel Müller vom Staatsarchiv St. Gallen zusammengestellt hat, ist auf einem Bild neben dem Chefarzt des Spital Wattwils eine frühe Ärztin zu sehen. Peter Müller erwähnt weiter die St. Galler Politiker aus dem linken Lager, die sich Anfang 20. Jahrhundert für das Frauenstimmrecht eingesetzt haben, damit aber keinen Erfolg hatten. Und schliesslich erfährt man in einer kleinen Auswahl aus originellen Texten und Zeichnungen, die 1971 im Satiremagazin Nebelspalter abgedruckt worden sind, was die Gegner zum Frauenstimmrecht sagten.

m eint a Ersch ärz 31. M 2021

Mit dem Neujahrsblatt 2021 schlüpft der Historische Verein des Kantons St. Gallen in eine Pionierrolle: Während es zur Frauen­ geschichte in der Ostschweiz ein breites ­Angebot an Fachliteratur gibt, ist die Männergeschichte weit weniger erforscht. Im Neujahrsblatt 2021 wirft ein gutes Dutzend Autorinnen und Autoren Schlaglichter auf das Thema. Dabei geht es um Männlichkeit und Militär, um den Ehemann der ersten protestantischen Pfarrerin der Schweiz oder den Mann in der Gesetzgebung des Kantons St.  Gallen. Hinzu kommen Fotogeschichten aus dem Staatsarchiv des Kantons und ein Interview mit dem bekannten

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Psychiater und Therapeuten Ruedi Oster­ walder. Männerwelten und Männerbilder, Männerrollen und Männerträume haben ihn über Jahrzehnte intensiv beschäftigt. Der Historische Verein versteht dieses Neujahrsblatt als Beitrag zum Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht», das 2021 gefeiert wird. Peter Müller (Hrsg.) 161. Neujahrsblatt HVSG (2021) Verlag FormatOst ca. 200 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-029-5


Spannende Ostschweiz

Standardwerk über den Alpstein

Appenzeller Bräuche und Traditionen im Jahreslauf

Wenig Forschung zu Geschlechtergeschichte

«Wir vom Vorstand haben uns gedacht, dass in diesem Jahr viel über Frauengeschichte publiziert wird, zahlreiche Fachleute mit diesem Thema absorbiert sind und es deshalb einfacher ist, über Männer zu schreiben», sagt Peter Müller. Zur Frauengeschichte seien in den vergangenen vierzig Jahren viele Bücher und Aufsätze geschrieben worden. Am liebsten hätte sich der 56-Jährige dem Thema Geschlechtergeschichte gewidmet. Aber für den Kanton St. Gallen und allgemein die Ostschweiz gibt es dazu noch viel zu wenig Forschung. Pionierland betreten

Mit der Männergeschichte hat es sich der Verein aber auch nicht leicht gemacht. Denn hierzu gibt es ebenfalls wenig Material. «In den letzten vierzig bis fünfzig Jahren gab es keine richtige historische Auseinandersetzung mit der männlichen Wirklichkeit», sagt Peter Müller. «Ich weiss nicht, warum das so ist.» Das Neujahrsblatt – mit Beiträgen von zwölf Autorinnen und Autoren – beschäftigt sich mit den Lebenswirklichkeiten und Spielräumen, Selbstbildern und Fremdbildern von verschiedenen Männern. «Wir haben Pionierland betreten», sagt Peter Müller. «Als Historiker hoffe ich, dass wir mit ­unserem Beitrag den Anstoss zu weiterer Forschung über Männergeschichte geben können.» mko

128 Seiten, ill., Fr. 28.– ISBN 978-3-85882-809-5

Ein ausführliches Porträt aller 130 Alpen im Kanton Appenzell Ausserrhoden

Die Zeile, März 2021  25 392 Seiten, ill., Fr. 48.– ISBN 978-3-85882-724-1

364 Seiten, ill., Fr. 89.– ISBN 978-3-85882-700-5

Erste umfassende Darstellung der Fossilienwelt des Alpsteins

376 Seiten, ill., Fr. 89.– ISBN 978-3-85882-790-6


Kindheitserinnerung wird Bilderbuch Sie ergänzen sich perfekt: Sie zeichnet, er schreibt. Gemeinsam haben Anna Niederer und Sandro Wick eine Kindheitserinnerung zu einem Bilderbuch verarbeitet.

Die Seekuh vom Bodensee war für Anna Niederer und Sandro Wick lange ein Mysterium. Was war das für ein seltsames Tier, von dem die Eltern immer erzählten, das im See schwimmen sollte, aber nie gesichtet wurde? Auf einer Schifffahrt im Mittelmeer stellten die beiden im Gespräch über die Kindheit fest, dass sie unabhängig voneinander lange demselben Irrglauben verfallen waren. Sie mussten schmunzeln. Denn tatsächlich meint man mit der «Seekuh vom Bodensee», wie man sie im Volksmund nennt, kein Lebewesen, sondern das Mähboot, das den See von Algen und Seegras befreit. Klare Arbeitsteilung

Damals, auf dem Schiff, beschlossen sie, ihre Erinnerung in einer Geschichte zu verarbeiten. Die Arbeitsaufteilung stand fest: Sie illustriert, er textet. Das passt. Die 19-jährige Anna Niederer, aufgewachsen in Rheineck, bewegt sich in künstlerischen Kreisen, hat einige Ausstellungen mitgestaltet und bei Filmund Musikprojekten mitgewirkt. Für ihre Maturarbeit kreierte sie ein haptisch Als Kinder glaubten Sandro Wick und Anna Niederer, dass die Seekuh vom Bodensee ein Lebewesen sei. Bild: caw

Der Auftrag für eine Alpreportage wird für die Reporterin Selma weniger idyllisch als gedacht.

238 Seiten, Fr. 34.– ISBN 978-3-85830-266-3

DAS RORSCHACHER KOCHBUCH LÄDT ZUM ENTDECKEN UND GENIESSEN EIN

152 Seiten, ill., Fr. 38.– ISBN 978-3-03895-021-9


Als Anna bei einem Segeltag auf dem Bodensee ihr Badetuch verliert, ahnt sie nicht, dass unten im See jemand viel Freude daran haben wird. Die Seekuh vom Bodensee schwimmt von Ort zu Ort an der Bodenseeküste, immer im Hinterkopf, Annas Badetuch noch zu gebrauchen, anstatt es wegzuwerfen. Ob Anna ihr Badetuch wiedersieht? Ein hübsch erzähltes Bilderbuch über ein gewieftes Wesen im Bodensee mit vielen guten Ideen und über einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Anna Niederer, Sandro Wick Die Seekuh vom Bodensee Verlag FormatOst 48 Seiten, ill., Fr. 29.80 ISBN: 978-3-03895-027-1

erlebbares Bilderbuch für Kinder und Erwachsene. Heute studiert sie Philosophie in Zürich, liebäugelt aber auch mit einem Kunststudium. Der 22-jährige Sandro Wick stammt aus Untereggen, studiert Germanistik und Religionswissenschaft und hat vor vier Jahren angefangen, literarisch zu schreiben. Seine Texte vorgetragen hat er an Poetry Slams, den literarischen Wettbewerben, bei denen Publikum die Auftritte bewertet. Imagination und Fantasie

«Wir haben uns auf kindliche Weise in die Geschichte gleiten lassen, Ideen gesammelt, was die Seekuh alles erleben

PETER K. WEHRLIS UNÜBLICHE ART DER WAHRNEHMUNG

376 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-264-9

könnte und überlegt, wie wir die Ideen mit der Geschichte des verlorenen Badetuchs verknüpfen könnten», berichtet Anna Niederer. Das Badetuch, das in den See fällt – es ist auch eine Kindheitserinnerung, die sich tatsächlich so zuge­ tragen hat, als sie einmal mit ihren Eltern auf dem Bodensee segelte. So geht es im Bilderbuch nicht nur darum, etwas Verlorenes wiederzufinden, sondern mit der Figur der Seekuh vom Bodensee und ihren Abenteuern auch um kindliche Imagination und Fantasie, die – so hoffen die Illustratorin und der Autor – bis ins Erwachsenenalter erhalten bleiben. ckö

FÜR MEHR ERFOLG IM GARTEN

64 Seiten, Fr. 18.50 ISBN 978-3-85882-831-6


ZEITREISE DURCH DIE GESCHICHTE DER NATURÄRZTE VEREINIGUNG SCHWEIZ

Der Wert von Abfall 272 Seiten, ill., Fr. 44.– ISBN 978-3-85882-835-4

50 Tipps, wie man gesund leben kann

242 Seiten, ill., Fr. 34.– 110 Seiten, Fr. 24.– 978-3-85830-276-2 ISBN 978-3-85882-823-1

Wer heilt, hat Recht! Ein Plädoyer für ganzheitliches Denken und Heilen

Jährlich lädt das Haus Appenzell in Zürich zu einer Ausstellung. Diesmal werden Kunstwerke aus und über Abfall gezeigt. «Trash-Art» heissen Ausstellung und dazugehöriger Katalog.

«Trash-Art», die aktuelle Ausstellung im Haus Appenzell in Zürich, ist eine soziologische und künstlerische Auseinandersetzung mit Mensch und Müll. Die Kunstwerke aus und über Abfall stammen von Studierenden der China Academy of Art, einer der renommiertesten Kunsthochschulen Chinas, sowie von Ostschweizer Art Brut-Künstlern aus der Sammlung des Museums im Lagerhaus St. Gallen. «Die Kunststudenten haben Zeitdokumente geschaffen, die den Wert eines ‹unerwünschten Nebenprodukts› menschlichen Seins und Tuns untersuchen», sagt Kuratorin Hao Hohl, die begeistert ist von der Vielschichtigkeit der Werke. Manche Künstler üben Kritik an unserer Wegwerfgesellschaft, andere verarbeiten ihre persönliche Geschichte, wie etwa die Studentin Yao Yao, die einen alten Koffer mit Weckern bestückt hat und damit in ihre streng getaktete Kindheit zurückreist. Erschwerte Ausstellungs­ vorbereitungen

Auch wenn Stifter Ernst Hohl und Kuratorin Hao Hohl erfahrene Ausstellungsmacher sind, muss eine Ausstellung, die zwei Kontinente verbindet, gut geplant sein. Die Vorbereitungen begannen im Januar

272 Seiten, ill., Fr. 42.– ISBN 978-3-85882-408-0


Roland Hürlimann (links) und Markus Peyer, Mitarbeiter im Haus Appenzell, packen Kunstwerke aus China aus. Bild: caw

2020 und wurden durch die Coronapandemie jäh unterbrochen. Die Studierenden aus China mussten sich fortan in ihren eigenen vier Wänden mit ihren Werken auseinandersetzen und notwendige Materialien daheim oder in der unmittelbaren Umgebung besorgen; der Austausch fand nur online statt. Auch konnten Ernst und Hao Hohl nicht nach China reisen, um die Werke auszuwählen und für den Transport vorzubereiten. Mit Appenzeller Schützenhilfe – via eine chinesische Mitarbeiterin der Innerrhoder Brauerei Locher – konnten die Werke schliesslich doch noch verschifft werden. Doch Corona war nicht die einzige Hürde: Da man Abfall aus rechtlichen Gründen nicht aus China aus- und später wieder rückführen darf, musste die Ernst Hohl-Kulturstiftung die Werke kaufen. Nach der Ausstellung bleiben sie in der Schweiz, einige im Haus Appenzell, manche bei privaten Sammlern, andere im öffentlichen Raum, um sie einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen – und damit erhalten die Werke aus Abfall ein beständiges zweites Leben. ckö Dieser Katalog erscheint zur Ausstellung «Trash-Art». Er versammelt Fotografien der Exponate und ihrer Entstehung, Künstlerporträts sowie soziologische, kulturelle und künstlerische Reflexionen zum Thema «Abfall». Monika Jagfeld, Leiterin des Museums im Lagerhaus St. Gallen, fokussiert auf den Einsatz von Abfallmaterialien in der Art Brut und Outsider-Art. Ergänzend beleuchtet die Beobachter-Journalistin Melanie Wirz in ei-

nem umfassenden Hintergrundartikel anhand von Zahlen und Fakten die Müllproblematik mit Fokus Schweiz und China. Trash-Art: Künstlerische Auseinandersetzungen mit Mensch, Müll und Gesellschaft: 5. März – 17. Juli 2021, Haus Appenzell, St. Peterstrasse 16, 8001 Zürich, hausappenzell.ch

Haus Appenzell Trash-Art Appenzeller Verlag 136 Seiten, ill., Fr. 30.– ISBN 978-3-85882-841-5

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NOTIZ AUS D EN VERLA EM GS HAUS -

Der Dichtung ist mit

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unserem Verstand nicht beizukommen, sie reisst ihn mit sich fort

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und wirft ihn um.

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Michel de Montaigne Verlagsladen wieder offen

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Seit dem 1. März dürfen Sie wieder im Verlagsladen Schwellbrunn in unseren Büchern schmökern. Von Anthologien über Biografien, Romane und Krimis bis hin zu Sach-, Mundart- oder Kinderbüchern – da ist bestimmt für jede und jeden etwas dabei. Weiterhin nehmen wir Bestellungen gerne über unseren Internetshop auf verlagshaus-schwellbrunn.ch oder über Telefon 071 353 77 55 entgegen. Der Laden ist von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, geöffnet. Vor dem Haus gibt es Gratisparkplätze.

Der Ort für Poesie und Prosa mit Schwer­ punktthema, Hinweisen auf Bücher und Veranstaltungen und einer Galerie voller Poesie.

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Langlaufen statt Skifahren

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Redaktorin Jolanda Spengler hat sich für ihre Hauptgeschichte im Appenzeller Magazin erstmals auf die Langlaufloipe begeben. Die begeisterte Skifahrerin hatte im Coronawinter keine Lust auf das Anstehen beim Skilift. In der Langlaufschule Gais liess sie sich in einer Doppelstunde von einem Experten in die Techniken Klassisch und Skating einführen. Muskelkater? Fehlanzeige!

Abschied von Luca Giovanettoni

Nach zwei Jahren verlässt Luca Giovanettoni das Verlagshaus Schwellbrunn. Er war für den Inserateverkauf und den Leserservice zuständig. Nach der bestandenen Berufsmatura studiert er nun an der Fachhochschule St. Gallen Sozialarbeit. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg.


Platten­ sammlung gegen Bücher getauscht Gabriele Barbey macht beim Bücherregal auf Seite 5 eine Innerrhoder Tendenz aus und vermutet, dass die Person Mitglied der Innerrhoder Kunststiftung ist. Damit trifft sie voll ins Schwarze. Die Bücher gehören Ottilia Dörig aus Appenzell, seit 2013 Leiterin des Kulturamtes.

Vor rund 30 Jahren hat Ottilia Dörigs Vater das schöne Büchergestell aus Kirschbaumholz geschaffen. Es ist aber nicht das einzige Regal im Hause Dörig. Ein zweiter Teil dieser Art steht in einer anderen Ecke des Wohnraumes und enthält unter anderem Appenzellica und Kochbücher. Weitere Regale befinden sich im Büro. Hier sind viele Taschen- und Reisebücher, Kletter-, Skitouren- und Wanderführer zu finden. Die Bücher in den Regalen gehören sowohl ihr als auch ihrem Mann. «Für das Foto habe ich die Plattensammlung gegen einen Teil der Appenzellica aus­getauscht», verrät die 61-Jährige. Die gelernte Drogistin arbeitete früher als La­borantin und Biologieassistentin am Gymnasium Appenzell. Die alten Apothekerflaschen sind eine Erinnerung an diese Zeit. Von 1994 bis 2000 war Ottilia Dörig im Vorstand des Frauenforums Appenzell, danach sechs

Jahre lang Mitglied des Schulrats Appenzell und von 2006 bis 2012 erste Schulpräsidentin der Schulgemeinde Appenzell. «Eine Marotte meines Mannes»

Einen speziellen Oberegger Bezug verneint Ottilia Dörig. «Allerdings denke ich als Kulturamtsleiterin natürlich auch an den äusseren Landesteil», sagt die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern. Sie ist – wie Gabriele Barbey richtig vermutet – Mitglied des Stiftungsrates und Sekretärin der Innerrhoder Kunststiftung sowie als Innerrhoder Vertretung im Stiftungsrat der Heilpädagogischen Schule Roth-­ Haus in Teufen. Angesprochen auf die religiösen Tendenzen sagt sie: «Wir sind von Haus aus katholisch. Mich würde interessieren, was auf Frau Barbey so nüchtern und protestantisch wirkt.» Beim Bücherkauf verlässt sich Ottilia

LEBENDIGE DORFGESCHICHTE REHETOBEL WANDELT SICH VOM TEXTILDORF ZUR WOHNGEMEINDE

376 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-264-9

Ottilia Dörig teilt das Bücherregal mit ihrem Mann. Bild: caw

180 Seiten, ill., Fr. 42.– ISBN 978-3-85882-820-0

Dörig auf Empfehlungen des Personals im Bücherladen und aus dem Bekanntenkreis, auf Literaturbeschreibungen aus der Presse sowie auf Prospekte von Verlagen. Und warum sind die Bücher in den Regalen alphabetisch geordnet? «Das ist eine Marotte meines Mannes», sagt sie mit einem Schmunzeln. Online-Pilates in der Stube

Ebenfalls ihrem Mann zu verdanken hat sie den Schrott im Regal. «Das Buch von Raoul Schrott hat er sich im Hinblick auf seine Pensionierung gekauft», verrät die Appenzellerin. Er habe sich durch das 883-seitige Werk gekämpft. «Ich werde es wohl nicht vor meiner Pensionierung in gut zwei Jahren schaffen.» Die Igel-Bälle kommen trotzdem bereits zum Einsatz: Coronabedingt finden die Online-Pilateslektionen in der guten Stube statt. mko

Einzigartige Volkskunst: Entwicklung und zeitliche Einordnung der Bauernmalerei

64 Seiten, ill., Fr. 24.– ISBN 978-3-85882-225-3


&BÜCHER 7. – 16. Mai 2021 10 – 18 Uhr

Richtung Herisau Richtung Degersheim

Kirche

Walter Zellweger Meisterflorist und Gestalter Egg 81, 9103 Schwellbrunn walter-zellweger.ch

Verlagshaus Schwellbrunn Haus Sternen

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Wer Blumen liebt, liebt auch Bücher. Und umgekehrt. Das beweist der grosse Frühlings-Sonderverkauf in Schwellbrunn. Bereits zum fünften Mal öffnen das Haus Sternen und das Verlagshaus ihre Türen. Zu entdecken gibt es GartenmöbelKlassiker, exklusive Gefässe, Accessoires für den Innenbereich, Sträusse, Installationen und natürlich Blumen & Bücher an allen Ecken und Enden. Ein inspirierendes Angebot versetzt Sie in Staunen, im Verlagsladen darf geschmökert werden, und wir hoffen, dass die Coronasituation es erlaubt, Gartenwirtschaft und Gaststube zu öffnen.

Richtung Dicken/Schönengrund

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Verlagshaus Schwellbrunn Im Rank 83, 9103 Schwellbrunn verlagshaus-schwellbrunn.ch

Frühlingstage in Schwellbrunn

BLUMEN