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1 / RUBRIK / APPENZELLER MAGAZIN / MONAT 2013

NR. 2 CHF 9.–

FEBRUAR.2021/DURCH DIE NATUR GLEITEN

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FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / EDITORIAL /

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Wenn das nicht ein perfekter Winter ist! Der viele Schnee macht richtig Lust darauf, sich draussen zu bewegen. Die Winterwanderwege sind präpariert, die Schneeschuhrouten ausgeschildert und die Loipen gespurt. Langlaufen! Ja, das steht schon seit Längerem auf meiner To-do-Liste. Bisher gab ich Skifahren immer den Vorrang. Nun scheint mir, mit Blick auf den coronakonformen Abstand, das Anstehen beim Skilift nicht sinnvoll und Langlaufen eine ausdauersportliche Alternative. Nur, welche Technik soll es sein? Klassisch oder Skating? Bevor ich mich entscheide, lasse ich mich in der Langlaufschule Gais von einem Experten in die beiden Laufstile einführen. Wo die Tücken der Techniken liegen? Sie erfahren es in der Titelgeschichte. Und weil die Schweizer Langlaufschulen diesen Winter ihr 50-JahrJubiläum feiern, nutzen wir auch die Gelegenheit, mit dem Gaiser Ueli Fitzi, einem Langlaufpionier der ersten Stunde, auf die Entwicklung des Langlaufsports zurückzublicken. Mit der vorliegenden Ausgabe des Magazins starten wir eine neue Serie. «Auf den Spuren von …» richtet den Fokus auf Persönlichkeiten aus der Vergangenheit. Den Beginn macht die Ausserrhoder Frauenrechtlerin Elisabeth Pletscher.

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JOLANDA SPENGLER

TITELBILD: Jolanda Spengler (Loipe in Brunnenau, Gais) HERAUSGEBER: Appenzeller Verlag AG, Schwellbrunn. VERLEGER: Marcel Steiner. REDAKTION: Jolanda Spengler (jsp), E-Mail: jolanda.spengler@appenzellerverlag.ch

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(Leitung), Roger Fuchs (rf), Katja Nideröst (kni), Maria Kobler (mko), Christine König (ckö). FOTOGRAFIE: Carmen Wueest (caw), Katja Nideröst, Jolanda Spengler. ADRESSE: Appenzeller Magazin, Im Rank 83, 9103 Schwellbrunn, verlag@appenzellerverlag.ch, www.appenzellermagazin.ch. VERLAGSSERVICE/ABONNEMENTE: Tel. 071 353 77 55, verlag@appenzellerverlag.ch. PREISE: Einzelnummer Fr. 9.–, Jahresabonnement Fr. 88.–, erscheint monatlich, 25. Jahrgang. GESTALTUNG/PRODUKTION: Brigitte Knöpfel, Daniela Saravo, Josef Scheuber. ANZEIGENVERKAUF: Roger Fuchs, Tel. 071 353 77 51, inserate@appenzellerverlag.ch.

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FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / INHALT /

INHALT  4 HEIMAT  6 KOMPAKT   9 NOTIERT  Hanspeter Spörris Erinnerungen an «Radio Säntis»

HERALDIK Verena Roeslis Familienwappensammlung ist beim St. Galler Staatsarchiv online abrufbar.

13 EIN APPENZELLER NAMENS …

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24 GLOSCHTIG OND GMÖGIG  Karin Büchlers Schenkeli

31 HIESIGS  Appenzeller Glühmost und Glühbier 32 AUF DEN SPUREN VON … Elisabeth Pletscher 34 WANDERN Hinauf auf die Wissegg

LANGLAUFEN Die Entwicklung des Langlaufsports und der Erfahrungsbericht einer Einsteigerin.

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41 KURIOSES Aufgetürmte Frisuren aus dem Appenzeller Kalender 42 MENSCH UND RAUM Steinmann-Kästli-Haus: eingerichtet wie vor hundert Jahren 46 NATÜRLICH HEILEN Roland Vontobels Gesundheitstipp 47 HÖCKLE OND GNÜÜSSE Geniessen in der «Linde», Heiden 48 CHEERAB Gwondrig: Ida Gut Trouvaille: Emil Zimmermanns Hackbrett

ENZIG Bruno Inauen und Stefan Manser gehen bei der Herstellung von Bauernmöbeln neue Wege.

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/ HEIMAT / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021


Oben blau und unten grau: So präsen­ tieren sich bei stabilem Hochdruckwetter im Appenzellerland viele Herbst­ und Wintertage. Glücklich sind all jene, die den Sonnenuntergang – wie hier auf dem Säntis – über dem Nebelmeer geniessen können. Spätestens bei der Rückfahrt ins Tal folgt dann das «graue» Erwachen. Bild CARMEN WUEEST


APPENZELL Der Zielplatz soll von einem Fussballfeld zu einer Begegnungszone um­ gestaltet und für grössere Veranstaltungen genutzt werden können. Seit der Eröffnung der Sportanlage Schaies wird der Zielplatz nicht mehr zum Fussballspielen benötigt. Über den Kredit in Höhe von eineinhalb Millionen Franken für die Umnutzung des Geländes am Dorfeingang von Appenzell wird die Bezirksgemeinde befinden müssen. Der Begegnungsplatz soll im Frühling 2022 eröffnet werden können.

Visualisierung: zVg

/ KOMPAKT / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021

AUSSERRHODEN Der Aus­ serrhoder Regierungsrat verstärkt die kantonale Energieförderung mit dem Projekt Energie 2021 Plus. Damit stehen Liegenschaftsbesit­ zern mehr Förderbeiträge bei der Sanierung ihrer Gebäude in Bezug auf erneuerbare Energie und effi­ ziente Energienutzung zur Verfü­ gung. Ein entsprechendes Förder­ programm mit Mitteln von Bund und Kanton gibt es bereits seit dem Jahr 2000. Im 2020 wurden Ausserrhoder Liegenschaftsbesit­ zern über drei Millionen Franken zugesprochen. APPENZELLERLAND Bereits vor Weihnachten hat Appenzell

Innerrhoden einen Teil seiner Be­ völkerung – vorrangig Bewohne­ rinnen und Bewohner von Alters­ heimen – gegen Covid­19 geimpft. Der frühe Impftermin diente da­ zu, im kleinen Rahmen die Logis­ tikabläufe und Verteilanforderun­ gen zu testen. Appenzell Aus­ serrhoden begann wie die meisten Kantone am 4. Januar mit den Co­ ronaimpfungen. APPENZELLERLAND Auch im

Appenzellerland standen über die Weihnachtstage die Skilifte still. Die Regierungen von Ausser­ und Innerrhoden hatten aufgrund der epidemiologischen Situation vor Weihnachten beschlossen, die Ski­ gebiete zu schliessen. Am 30. De­ zember konnten in beiden Kanto­ nen die Skilifte wieder betrieben und die Gebiete unter Einhaltung der Schutzkonzepte geöffnet wer­ den. SCHWÄGALP Während der jährlichen Revisionsarbeiten im Januar haben die Mitarbeiter der Säntis­Schwebebahn ein neues, zweieinhalb Kilometer langes Zugseil montiert. Dabei musste das bestehende Zugseil mit einer auf dem Säntis positionierten Winde hinaufgezogen werden.

Bild: Carmen Wueest

SCHWÄGALP Die alte Schwäg­ alpstrasse muss auf einer Strecke von etwa vier Kilometern drin­ gend saniert und leicht verbreitert werden. Kostenpunkt: knapp 1,7 Millionen Franken. Davon über­ nehmen Bund, Kanton und Ge­ meinden über eine Million Fran­ ken. Die restliche halbe Million treibt die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden auf, denn der Betrag ist für die Betreiberin der Strasse, die Flurgenossenschaft Steinfluh­Grosse Schwägalp, zu hoch.

Bild: Carmen Wueest

KOMPAKT

Bild: zVg

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Bild: Carmen Wueest

Bild: Carmen Wueest

Bild: Jolanda Spengler

HEIDEN Die Gemeinde plant, im

leerstehenden Schlachthaus eine Bio­Schaumetzgerei zu erstellen und hochwertiges Fleisch zu ver­ markten. Die Tiere sollen auf dem Hof getötet und danach in der Schaumetzgerei verarbeitet wer­ den. Ein Zürcher Beratungsbüro hat ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Das alte Schlacht­ haus in Heiden ist denkmalge­ schützt, weshalb es nicht einfach abgerissen werden darf. Sanie­ rung, Um­ und Ausbau kosten rund 2,5 Millionen Franken. Die Finanzierung ist noch offen, eben­ so die genaue Organisation.

INNERRHODEN Entlang der

Enggenhüttenstrasse soll ein Velo­ und Fussweg entstehen, um den Langsamverkehrenden mehr Si­ cherheit zu bieten. Das Projekt werde demnächst ausgearbeitet, wie die Standeskommission mit­ teilt. Bis es fertig vorliegt, könne es aber bis zu fünf Jahre dauern, sag­ te Bauherr Ruedi Ulmann gegen­ über der Appenzeller Zeitung. Der Kanton nimmt das Projekt aus Gründen der Effizienz selbst in die Hand, obwohl die Enggenhütten­ strasse seit Anfang 2020 als Nati­ onalstrasse gilt und der Bund für Betrieb und Unterhalt zwischen Hargarten und Kreuzung Au auf­ kommen muss. APPENZELL Die Innerrhoder Standeskommission und der Ver­ waltungsrat planen die Zukunft des Spitals Appenzell. Erste Ideen sehen einen Hospizbereich und ein Angebot für Patienten mit ei­ nem vorübergehend erhöhten Pflegebedarf vor. Für den Notfall­ dienst wird ein geeigneter Partner gesucht. Die Neuausrichtung ist nötig, weil Ausserrhoden die Zu­ sammenarbeit im Bereich Innere Medizin gekündigt hat. Folglich wird auf den Neubau eines Am­ bulanten Versorgungszentrums (AVZ+) verzichtet wird.

Bild: Carmen Wueest

TEUFEN Nächste Runde im Fall

Ortsdurchfahrt Teufen: Anfang Jahr hat die IG Engpass eine neue Initiative angekündigt. Sie will eine einspurige Tunnellösung für die Durchfahrt der Appenzeller Bah­ nen durch Teufen. Die Appenzel­

ler Bahnen, Kanton und Gemeinde hatten zuvor mitgeteilt, einen Doppelspur­Tunnel zu prüfen. AUSSERRHODEN Es blieb ruhig am Neuen und Alten Silvester in den Hinterländer Gemeinden, ob­ wohl einige Chlausenschuppel Widerstand gegen das coronabe­ dingte Chlausenverbot angekün­ digt hatten. Die Kantonspolizei er­ hielt zwar vereinzelt Hinweise, dass Chläuse unterwegs seien, sich­ tete trotz verstärkter Patrouillen­ präsenz jedoch keinen Schuppel. HERISAU In Herisau zeichnet sich

eine Lösung für die Entsorgungs­ stelle ab: Die Gemeinde hat den Werkhof Chammerholz von der Firma Alder Bau AG gekauft. Die­ ser liegt zwischen zwei Grundstü­ cken, die sich bereits im Eigentum der Gemeinde befinden. Hier soll neu die Wertstoffsammelstelle zu stehen kommen. Damit können die Platz­ und Verkehrsprobleme gelöst werden, die am jetzigen Standort des WinWin­Markts der Stiftung Tosam herrschen. Die Sammelstelle soll weiterhin von der Stiftung betrieben werden.

AUSSERRHODEN Ausserrho­ den hat ein Hilfspaket für kleine und mittelgrosse Unternehmen, die unter der Coronapandemie leiden, geschnürt. Der Kanton verfügt zusammen mit den Gel­ dern des Bundes über Mittel von rund 9,2 Millionen Franken. Hel­ fen soll das Hilfspaket dem Detail­ handel, vor allem aber Gastrono­ miebetrieben, Fitnesszentren und Firmen aus der Eventbranche. WALZENHAUSEN Neben dem

Vereinslokal in Lachen soll eine Mobilfunkantenne der Swisscom gebaut werden. Dagegen wehren sich etliche Einwohnerinnen und Einwohner mit Einsprachen und einer Volksinitiative.

AUSSERRHODEN Das kantona­ le Arbeitsinspektorat hat Anfang Januar die Schliessung einer Arzt­ praxis verfügt, weil – trotz Ermah­ nung vor Weihnachten – ein Co­ rona­Schutzkonzept fehlte und Hygiene­ und Abstandsregeln nicht eingehalten wurden.


Vom einfachen Leben der Weberbauern Walter Züst, der Altmeister des appenzellischen historischen Romans, erzählt in seinem neuen Buch vom einfachen Leben der Weberbauern im Appenzeller Vorderland.

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FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / NOTIERT /

NIEMAND SOLL NICHT ZU WORT KOMMEN «RADIO SÄNTIS»

– Erinnerungen an eine journalistische Utopie.

HANSPETER SPÖRRI

Immer wieder denke ich in diesen Wochen und Monaten der giftigen Coronadiskussionen an meine journalistischen Anfängerjahre. Nachdem der Bundesrat 1982 eine Rundfunkverordnung erlassen hatte, die in der Schweiz den Betrieb von privaten Radiostationen ermöglichte, trommelte Gäbi Lutz, Redaktor bei der Appenzeller Zeitung, eine Gruppe junger Frauen und Männer zusammen, um gemeinsam ein Projekt mit dem Namen «Radio Säntis» zu entwickeln. Wir hielten unsere Sitzungen in den Säli und Hinterzimmern von Wirtschaften überall im Appenzellerland ab, manchmal diskutierten auch die lebensklugen Wirtinnen mit. Unser Plan: Ein Radio für alle, eines, das auch jenen eine Stimme gibt, die sonst nicht gehört werden. «Niemand soll nicht zu Wort kommen», war unser Wahlspruch. Wir wollten nicht nur lokale politische Debatten, sondern auch Stobete mit Ländlermusik und Rockkonzerte übertragen, Heu- und Skiwetterberichte fürs Appenzellerland, Koch- und Gartentipps, Wunschkonzerte. Wir erlebten euphorische Monate, redeten aber leider mehr über unser künftiges Programm, statt über das Geld – und scheiterten deshalb knapp. Ich frage mich manchmal, wie es herausgekommen wäre, wenn wir die erträumte Konzession erhalten hätten. Pius Kessler, damals ebenfalls mit von der Partie, war bis Ende letzten Jahres Radiojournalist bei SRF, ich arbeitete einige Jahre beim St. Galler Lokalradio aktuell. Initiator Gäbi Lutz blieb bis zu seinem frühen Tod Zeitungsjournalist und baute die Tüüfner Poscht auf.

Ein bisschen konnten wir unsere Ideale von damals verwirklichen. Aber nur ein bisschen. Um den gesellschaftlichen Dialog, den politischen Diskurs steht es heute nicht besser als damals. Im Gegenteil. In der kürzlich erschienenen Gemeindegeschichte «Rehetobel 1969 –2019 – ein Textildorf im neuen Gewand» – an der ich ein wenig mitgearbeitet habe – findet sich ein Interview mit einem Zuzüger. Er beantragte das Ausländerstimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene, was in Rehetobel möglich ist, und möchte sich einbürgern lassen. Auf die Frage, ob er sich aktiv in die politischen Diskussionen einbringe, sagte er: «In der Regel halte ich mich raus, insbesondere bei heiklen Themen (…), wo die Diskussion schnell ‹scharf› werden kann.» Politische Diskussionen werden in den Appenzeller Gemeinden und Bezirken tatsächlich sehr schnell scharf und persönlich, ob es nun in Teufen um die Doppelspur oder in Rehetobel um den möglichen Verkauf und Abbruch des ehemaligen Altersheims Ob dem Holz oder in Wald um den Dorfladen und die Gemeindekanzlei geht. Im Radio Säntis hatten wir vor, die Gespräche endlos zu führen – bis sich die Streithähne am Tisch geeinigt hätten. Das war damals eine schöne Utopie. Wir glaubten an die Kraft des Gesprächs. Heute weiss ich: Es sind in derartigen Debatten immer alle nur damit beschäftigt, recht zu haben. Zwar kommen alle zu Wort, die das wollen. Viele aber halten sich raus, weil sie keine Lust auf unergiebiges Hickhack haben.

Bild: Carmen Wueest

Hanspeter Spörri, 1953 in Teufen geboren, ist freischaffender Journalist und Autor und befasst sich oft mit appenzellischen Themen. h.spoerri@bluewin.ch

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Im «Löwen» direkt neben der Kirche Wolfhalden hat Verena Roesli unzählige Familienwappen gemalt. Die Liebe zur Heraldik hat sie von ihrem Vater geerbt. Seit Kurzem ist die über Jahrzehnte gewachsene Wappensammlung beim Staatsarchiv St. Gallen online abrufbar. Text ROGER FUCHS // Bilder CARMEN WUEEST

«Ich weiss nicht mehr in welchem Jahr, aber einmal habe ich in den Wochen zwischen der St. Galler Olma und Weihnachten 120 Familienwappen gemalt», sagt Verena Roesli aus Wolfhalden. Die heute 77-Jährige ist leidenschaftliche Heraldikerin. Unzählige Familien haben eine von ihr gemalte Wappenscheibe. Pinsel und Farbe erinnern an ihre Aktivzeit. Kalbshautpergament, auf das sie die Wappen mit Ölfarbe malte, habe sie keines mehr. Während sie früher die Wappen von Hand sortierte, ist inzwischen ein Grossteil ihrer Arbeiten digitalisiert: 2019 verkaufte sie ihre St. Galler Familienwappensammlung ans kantonale Staatsarchiv. Kurz vor Weihnachten meldete dieses, dass aus der rund 2000 Vorlagen umfassenden Sammlung 6000 digitalisierte Bilder erstellt worden seien. Sie zeigen die Wappen von 1384 im Kanton St. Gallen verbürgerten Familien. Aufträge für neue Familienwappen hat Verena Roesli heute keine mehr. «Die Leute kaufen lieber ein Auto oder ein Sofa», sagt sie. Wobei ihre Wappen kein Vermögen kosteten.

Zwischen 200 und 700 Franken verlangte sie, je nachdem für welche der drei Grössen man sich entschied. FAMILIENWAPPEN PRÄGTEN vierzig Jah-

re lang das Leben von Verena Roesli, die in St. Gallen aufgewachsen ist und dort als Stoffverkäuferin arbeitete. 1972 kaufte sie zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann André die Wirtschaft Löwen in Wolfhalden. Das im 17. Jahrhundert erbaute Haus liessen sie sorgfältig renovieren. Es steht heute unter Denkmalschutz. Jahrelang sass die Wirtin und Hausfrau in ihrer spärlichen Freizeit über ihren Malereien. Auch André Roesli, ein Fachmann aus dem grafischen Gewerbe, fand Gefallen an der Heraldik. Er richtete ein Atelier im Keller ein, seine Frau malte in der Gaststube. Die Kundschaft des Wirtepaars rekrutierte sich aus allen Kreisen, wie in einem von Verena Roesli aufbewahrten Zeitungsartikel zu lesen ist: Vom Arbeiter bis zum Direktor hätten sich alle für Familienwappen interessiert. Nach der Aufga-


FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / HERALDIK /

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VERENA ROESLI malte die Wappen stets auf Pergament. Am Schluss wurden die Werke gerahmt.


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/ LANGLAUF / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021


Die Natur ruft – gerade in Coronazeiten. Langlaufen ist derzeit besonders beliebt. Wie sich der Langlaufsport in den letzten fünfzig Jahren entwickelt hat und was es braucht, um in der Loipe stilsicher unterwegs zu sein? Die Rückblende mit einem Langlaufpionier und der Erfahrungsbericht einer Einsteigerin. Text JOLANDA SPENGLER // Bilder CARMEN WUEEST, JOLANDA SPENGLER


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/ LANGLAUF / FEBRUAR 2021

In der Loipe auf schmalen Latten dynamisch durch die Landschaft zu gleiten, diese Idee schwirrt schon lange in meinem Kopf herum. Sie umzusetzen, dafür ist der Zeitpunkt jetzt ideal. Seit Weihnachten präsentiert sich das Appenzellerland im Winterkleid, die Loipen sind gespurt. Kommt hinzu, dass die Langzeitwetterprognosen noch mehr Schnee versprechen – und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Damit ist Langlaufspass über mehrere Wochen garantiert. Die Langlaufzentren und -schulen freut’s: Die Kurse – Gruppen- und Einzelunterricht – sind so gut besucht wie noch nie. Spontanes Buchen einer Lehrstunde ist, wenn überhaupt, nur an Werktagen möglich. Einen Versuch ist es wert. Ich erkundige mich bei der Langlaufschule Gais und erhalte für Donnerstagmorgen einen Termin für eine Doppelstunde, die erste in der klassischen und die zweite in der Skatingtechnik. Welcher Laufstil mir wohl eher zusagt? Ich möchte es herausfinden.

ERSTE GLEITVERSUCHE auf Langlaufski unter fachkundiger Anleitung:

Redaktorin Jolanda Spengler und Langlauflehrer Walter Kürsteiner.

Bereits bei der Anmeldung per Telefon erhalte ich von Langlauflehrer Walter Kürsteiner die ersten Anweisungen für den Schnuppertag. Für Morgen sei ein Eistag angesagt, er empfiehlt, sich entsprechend zu kleiden. Thermounterwäsche sei ideal und darüber mehrere Kleiderschichten im sogenannten Zwiebelschalensystem. Dazu Handschuhe und je nach Bedarf Stirnband oder Mütze. Und eine Sonnenbrille. So stehe ich tags darauf bestens gerüstet für die ersten Gleitversuche auf den schmalen Latten beim Clubhüttli des Langlaufzentrums Gais in der Starkenmühle bereit. Der erste Weg führt in den Ski- und Schuhverleih neben der Clubhütte. Er wird von Daniel Räss, Steinegg, betrieben und das Material von seiner Crew fachgerecht gewartet. In den Regalen sind Schuhe aufgereiht, an den Gestängen Ski und Stöcke. Hier jene für Klassik und dort jene für Skating. Die Ski unterscheiden sich in der Länge, der Spannung und Beschaffenheit des Belags und die Schuhe in der Stabilität. Ich schnüre mir zuerst den weicheren Klassikschuh und erhalte von Walter Kürsteiner ein auf meine Körpergrösse und mein Gewicht abgestimmtes Paar Fellski in die Hände gedrückt. Beim Fellski handle es sich um eine neue Technologie, er habe in den letzten Jahren im Langlaufsport den Schuppenski weitgehendst abgelöst, er-

DIE TECHNIKEN

des

Langlaufens von Beginn weg richtig zu lernen, bezeichnet der Experte als elementar.

klärt er. Der Vorteil: «In der Abstosszone ersetzt ein kurzes Fell das Wachs oder den Schuppenbelag. Dies ermöglicht bei entsprechender Technik längeres Gleiten und damit geringeren Kraftaufwand. Im Gegensatz zum gewachsten Ski funktioniert Fell praktisch auf jedem Schnee.» Zehn Minuten später stehe ich auf dem Übungsgelände. Vom Langlauflehrer nach Vorkenntnissen in anderen, bewegungsmässig ähnlichen Sportarten befragt, kann ich Skifahren nennen. In Schlittschuhen und auf Inlineskates stand ich auch schon – aber das ist Jahre her. Erfahrungen in diesen Sportarten nennt der Fachmann als gute Voraussetzungen fürs Langlaufen. Beweglichkeit und ein gutes Gleichgewichtsgefühl helfen ebenfalls. Und, um später


FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / LANGLAUF /

POSITIONIEREN, agieren, stablisieren – das sind die

wesentlichen Punkte zum Erlernen der Technik.

in der Loipe Spass zu haben, ist auch eine gute Grundkondition von Vorteil. Na also, meine Zuversicht steigt. DIE TECHNIKEN DES LANGLAUFENS

von Beginn weg richtig zu lernen, bezeichnet der Experte als elementar. Denn, haben sich falsche Abläufe gefestigt, können sie schwer korrigiert werden. Anfängern sei deshalb eine einführende Lektion bei einem Langlauflehrer empfohlen. Die Langlaufschule in Gais be-

schäftigt fünf ausgebildete Swiss-SnowsportLanglauflehrer, zwei davon sind Frauen. Die Schule gibt es seit einem halben Jahrhundert, sie wurde vom Gaiser Ueli Fitzi ins Leben gerufen. Mit dem Start einher ging die Gründung des Verbands Schweizer Langlaufschulen VSLS. Im Frühling 1970 besuchte der damals zwanzigjährige Gaiser den ersten vom Verband angebotenen Ausbildungskurs für Langlauflehrer. Noch gut erinnert er sich an das damals übliche Outfit: Wie beim Wandern setzte man

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24 / 2 5 / GLOSCHTIG OND GMÖGIG / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021

g i t h c s o gl d on gmö gig Karin Büchler

tein hre, S 42 Ja rau Landf

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Landfrauen aus Appenzell Ausserrhoden offenbaren in der Serie «gloschtig ond gmögig» Geheimnisse aus ihren Rezeptbüchern. Sie kochen regional und saisonal, bevorzugt mit Produkten, die vom eigenen Feld, Hof und Garten kommen. Freuen Sie sich auf Traditionelles, Kreatives, Überraschendes. Viel Spass beim Nachkochen.

In der Guggenmusik hat Karin Büchler 2007 ihren Mann, den Landwirt Peter kennenge­ lernt. «Dabei wollte ich weder einen Bauern heiraten noch auf einem Hof arbeiten», sagt die Mutter von Fabio (10), Leonie (9) und Melina (7). Sie lacht, denn sie ist glücklich mit ihrem Leben auf dem Milchwirtschaftsbetrieb, wo die Kinder Bewegungsfreiheit geniessen und Karin Büchler oft Stallarbeit macht. Peter Büchler arbeitet tagsüber als Chauffeur bei der Goba. Hinter dem Haus in Stein haben Büchlers Aus­ sicht auf ein Bergpanorama mit dem Hohen Kasten mittendrin. Viel Platz gibt es in der Küche. Hier wirkt die ausgebildete hauswirt­ schaftliche Betriebsleiterin gern. Sie kocht und backt mit frischen Produkten, und manchmal helfen auch die Kinder mit. In der örtlichen Guggenmusik ist das Ehepaar Büchler nicht mehr aktiv, aber ein bisschen

Fasnachtsstimmung bringen die selbst ge­ machten Schenkeli ins Haus. Die Eier dafür stammen von den sechs Hühnern im eigenen Stall. Selbst versorgen kann sich die Familie ab und zu auch mit Kalbfleisch. Die Milch der zwanzig Kühe geht an die Schaukäserei in Stein. Ebenfalls zum Bauernhof gehören seit zwei Jahren vier Alpakas. «Sie grasen unser steiles Bord ab und sind mir einfach lieber als Schafe», sagt Karin Büchler. Drei Alpakas sind trächtig – der Nachwuchs wird gespannt erwartet. Für Abwechslung im Alltag sorgen bei Karin Büch­ ler einige Nebenjobs. Sie amtet als Mesmer­ vertreterin in der evangelischen Kirche Stein, sie ist Kassierin in der Markt­ und Viehschau­ kommission, und sie sorgt bei den Landfrauen Stein für die Medienarbeit – und steht dabei mit diesem Rezeptbeitrag für einmal selbst im Mittelpunkt. Text & Bilder: kni


S c h e n ke l i

Zutaten

Für rund vier zig Stück 100 g Butt er, weich 180 g Zuck er 1 /4 TL Salz 3 kleinere Eier 1 1/2 Zitronen, ab geriebene Sc 1-2 EL Kirs hale ch 400 g Meh l 1 TL Backpulver Öl zum Ausb acken

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Butter rühren bis sich Spitz chen bilden Salz darunt . Zucker und ermischen. Eier beifüge die Masse he n und rühren ll wird. Zitron , bis enschale un ben. Mehl m d Kirsch beig it Backpulver em isc he einem weich n, dazusiebe en Teig zusa n und zu mmenfügen. rund eine St In Folie gepack unde kühl st t ellen.

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Aus dem Te ig auf wenig Mehl fingerd formen, schr icke Rollen äg in zirka se chs Zentimet schneiden. er lange Stüc Beidseitig m ke it den Finger n zuspitzen .

weiten Pfaneiner hohen, euse oder in rtionenweipo Öl in der Fritt nkeli tzen. Die Sche hi er ad Gr auf einem mit ne auf 60 nehmen und acken. Heraus sb au lassen. Öl en im pf se Gitter abtro ier belegten Haushaltpap uckereiner Zimt-Z ch warm in no eli nk he es ni sen. Die Sc lichst frisch ge nden und mög we ng hu sc Mi le von drei auch die Scha nschale kann ne tro sich wahlZi st t at läs St rsch t werden. Ki de en rw ve n Orangensaft Orange , Milch oder Grand Marnier h rc du ise we ersetzen.

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/ ENZIG / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021

STEFAN MANSER malt auf einer schwarz eingefärbten MDF-Platte.


FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / ENZIG / 26 / 27

Stefan Manser malt, Bruno Inauen stellt die Möbel her – zusammen haben sie vor einem Jahr die Firma Enzig GmbH gegründet. Die beiden Appenzeller setzen die traditionelle Bauernmalerei modern um und kreieren aussergewöhnliche Stücke wie eine Bar mit Lift. Text MARIA KOBLER // Bilder CARMEN WUEEST

Eine Bar, die mit einem Lift aus der Truhe hochfährt, ist das neuste Projekt von Stefan Manser und Bruno Inauen. Seit einem halben Jahr beschäftigen sie sich bereits mit diesem unkonventionellen Möbelstück. «Wir waren bei verschiedenen Herstellern, bis wir den passenden Motor für den Lift gefunden haben», sagt Bruno Inauen. Für den Bau des Möbels rechnet er mit drei Wochen Arbeit. Bei einem anderen Werk haben sie in einen Schrank eine Vier-Liter-Schnapsflasche mit Zapfen eingebaut. Die Gläser sind ebenfalls griffbereit darin verstaut und können gleich gefüllt werden. Solche Ideen fallen den beiden Männern meist am

Abend ein, wenn sie zur Ruhe kommen. «Oft ist es ein Blitzgedanke oder ein Bauchgefühl», sagt Stefan Manser. Sie skizzieren das Vorhaben zuerst von Hand, besprechen alles miteinander und zeichnen das geplante Möbel dann mit dem Computer. Die Schreinerarbeiten führt Bruno Inauen aus, für die Bilder ist Stefan Manser zuständig. Für den ersten Auftrag ging Manser, der seit 2012 auch selbstständig als Brauchtums- und Auftragsmaler arbeitet, in einen Schweinestall. Der Kunde wünschte, dass seine Schweine auf dem Hängemöbel festgehalten werden. Nun ziert das Werk den Eingangsbereich seines neuen Hauses. «Er hatte eine


HINAUF AUF DIE WISSEGG


FEBRUAR 2021 / APPENZELLER MAGAZIN / WANDERN / 34 / 3 5

BREITENEBNET, OST, Trogen: Blick nach Südwesten zum Alpstein.

Die Wanderung von Trogen über Neuschwendi und Grosse Säge hinauf auf die Wissegg bringt Aussichten auf Hügel und Dörfer des Appenzeller Mittel- und Vorderlands bis zum Bodensee. Oben angelangt, zeigt sich im Süden der Säntis. Die Route führt mehrheitlich über befestigte Strassen und gepflegte Waldwege – und ist somit auch im Winter gut begehbar. Text & Bilder JOLANDA SPENGLER


48 / CHEERAB / APPENZELLER MAGAZIN / FEBRUAR 2021

GWONDRIG

TROUVAILLE Zimmermanns Hackbrett

Bild: zVg

Ida Gut wurde vom Bundesamt für Kultur mit dem Grand Prix Design 2020 ausgezeichnet. Die 56-jährige Modedesignerin mit Herisauer Wurzeln wohnt in Zürich und im appenzellischen Schlatt.

WO AUSSERHALB DES APPENZELLERLANDES WÜRDEN SIE GERNE LEBEN?

Eigentlich nirgendwo anders, aber Zürich ist ein guter Kontrast. WELCHER GEGENSTAND IST IHR TREUSTER BEGLEITER?

Meine Hüfttasche. Eine Art Werkzeugtasche wie sie Handwerker tragen.

Nur eine Bürotür trennt Monika Steingruber vom Hackbrett ihres Grossvaters Emil Zimmermann. Seit vier Jahren ist sie Geschäftsführerin des Brauchtumsmuseums Urnäsch. Sie erinnert sich gut, wie ihr Grossvater (1910 – 1993) in seinem «Hemetli» in der Schwizeren sass und sein Hackbrett stimmte. Auch daran, wie er das Instrument schulterte, über das steile Wiesenbord lief, unterwegs zu einem Auftritt mit der Streichmusik Alder. Wie bekannt und weit gereist ihr Grossvater war, wurde Monika Steingruber erst als Erwachsene bewusst. «Für mich war er der kleine, pfiffige, immer bescheidene Mann mit den Holzböden an den Füssen.» Mit dem Hackbrett und den «Aldere» reiste Emil Zimmermann 1935 per Schiff nach London. Da hielt er bei einem Konzert vor der königlichen Familie ein Mädchen an der Hand, die heutige Queen Elisabeth II. 1949 spielte er in Venedig auf dem Markusplatz vor 20 000 Menschen. Sein Hackbrett steht als Familienleihgabe im Museum. Ab Ende März 2021 bis Januar 2022 gibt es eine Sonderausstellung zum Thema «Urnäscher Striichmusig». kni museum-urnaesch.ch

WAS IST FÜR SIE TYPISCH APPENZELLISCH?

Sorgfalt und Schalk. WAS IST FÜR SIE LEBENSQUALITÄT?

Vertrauen zu können. SONNTAGS UM 13 UHR BIN ICH...

im Frühling am Entdecken, was draussen spriesst, im Sommer am Wandern durch Tobel und über Berge, im Herbst im Wald am «pilzlen» und im Winter hinter dem Haus am «püschele». BEI WELCHER KULTURELLEN VERANSTALTUNG WAREN SIE ZULETZT?

An der Ausstellungseröffnung von «Wild Thing» im Zürcher Museum für Gestaltung über das aktuelle Modeschaffen in der Schweiz.

MACHART

Material: Holz, Saiten. Angefertigt wurde es um 1900 von Hackbrettbauer und Briefträger Jakob Frischknecht. BESONDERHEIT

WELCHEN TRAUM HABEN SIE SICH NOCH NICHT ERFÜLLT?

Eine Auszeit irgendwo auf der Welt, um ein halbes Jahr einzig an meinen Ideen forschen zu können.

Im Deckel von Emil Zimmermanns Hackbrett hinterliessen prominente Zeitgenossen ihre Unterschrift. STANDORT

Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch

Profile for Verlagshaus Schwellbrunn

Appenzeller Magazin Februar 2021  

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