Appenzeller Magazin Juli 2019

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MONAT 2013 / APPENZELLER MAGAZIN / RUBRIK / 1

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JULI.2019/RÜCKBLICK UND WEITBLICK IN REHETOBEL EIN JAHRHUNDERT PFADI URSTEIN GEFUNDENES WIRD VERGANTET


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JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / EDITORIAL /

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In Rehetobel war ich schon oft. Meine Besuche standen aber immer im Zusammenhang mit meiner Arbeit. Ich habe Kunstschaffende für ein Porträt getroffen oder mit den Machern des Velomuseums die Ausstellung besichtigt. Und ich bin gewandert: im tiefen Tobel der Goldach vom Chastenloch bis zur Achmüli oder hoch oben vom Berg zum Kaienspitz. Zu den Eigenheiten der Menschen, die im 1748-Seelen-Dorf wohnen, habe ich mir bis anhin jedoch kaum Gedanken gemacht. Das 350-Jahr-Jubiläum der Gemeinde bot nun die Gelegenheit, für eine umfassende Geschichte tiefer zu blicken. Zu erkunden, was Rehetobel auszeichnet und wie die Dorfgemeinschaft funktioniert. Dabei erhielt ich bestätigt, was ich von meinen Streifzügen durch die Gegend bereits wusste: Die Vorderländer Gemeinde besticht mit Natur, mit wildromantischen Schluchten, mit stotzigem Gelände und mit sanften Hügeln. Auch im Dorf lohnt es sich, genau hinzuschauen: Prächtige Fabrikantenhäuser und schmucke Stickerhöckli zeugen von der textilen Vergangenheit. Und dann sind da die Rechtoblerinnen und Rechtobler selbst mit ihrem offenen Geist und dem ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft. Eine Handvoll Einwohner berichtet aus Vergangenheit und Gegenwart. JOLANDA SPENGLER

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TITELBILD: Carmen Wueest (Dorfplatz von Rehetobel mit der evangelischen Kirche) HERAUSGEBER: Appenzeller Verlag AG, Schwellbrunn. VERLEGER: Marcel Steiner. REDAKTION: Jolanda Spengler, E-Mail: jolanda.spengler@appenzellerverlag.ch

(Leitung), Katja Nideröst, Christine König, Yvonne Steiner.

FOTOGRAFIE: Carmen Wueest, Jolanda Spengler. ADRESSE: Appenzeller Magazin, Im Rank 83, 9103 Schwellbrunn,

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JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / INHALT /

INHALT HEIMAT 4 KOMPAKT 6 NOTIERT 9 BRÜCKEN BAUEN – VON PFADI ZU PFADI 10

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HIESIGS 15 REHETOBEL FEIERT 350 JAHRE 16

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DURCH DIE BLUME 28 LIEGENGELASSENES KOMMT UNTER DEN HAMMER 30 EIN APPENZELLER NAMENS … 33 WANDERN 34 NATÜRLICH HEILEN 41 MENSCH UND RAUM 42 HÖCKLE OND GNÜÜSSE 46 DIVERSICUM 47 CHEERAB 48

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/ HEIMAT / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

SCHUTZ FÜR MENSCH UND TIER Auf fast allen Innerrhoder Alpen stehen Kreuze. Sie deuten darauf hin, dass Mensch und Tier in exponierten Lagen besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Das Feldkreuz auf der Altenalp wurde vom Älplerpaar angebracht, zum einen aus Dankbarkeit und zum anderen als Bitte um den Beistand des Allerhöchsten. CARMEN WUEEST Bild


JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / HEIMAT / 4 / 5


AUSSERRHODEN/SCHWEIZ In Trogen versammeln sich am Frauenstreiktag 2019 rund 200 Frauen, um für ihre Rechte einzustehen. Organisiert wurde die Zusammenkunft in Ausserrhoden von Kantonsrätin Annegret Wigger und Margerita Süess-Bischof aus Heiden, die beide bereits am 1. Frauenstreiktag 1991 mit dabei waren. Besonders stach die engagierte Stellungnahme einer jungen Frau heraus, die darauf hinwies, dass die, die die jungen Menschen in der Regierung vertreten sollten, alt und männlich seien. Sie halten die Zukunft in den Händen, zu der sie nicht mehr gehören. Sie erntete frenetischen Applaus.

Bild: Yvonne Steiner

/ KOMPAKT / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

REUTE Der ehemalige Gemeindepräsident von Reute, Arthur Sturzenegger, ist lokalhistorisch interessiert. Er hat darum das Buch «Reute im Appenzellerland – Geschichtliche Reminiszenzen» verfasst. Dafür hat er in Archiven, alten Protokollen und Chroniken geforscht. Das Buch ist auf der Gemeindekanzlei, im Dorfladen oder beim Autor (arthur. sturzenegger@bluewin.ch) erhältlich. AUSSERRHODEN Am Tag, an

dem Katrin Alder, FDP, Herisau zur Kantonsratspräsidentin gewählt wurde, fand auch gleich die Feier für die neue höchste Ausserrhoderin statt: Auf Einladung der Gemeinde Herisau trafen sich Politiker und Bevölkerung zuerst im Rosengarten zum Apéro. Anschliessend ging es für die 114 geladenen Gäste im grossen Saal des

Casinos weiter. Höhepunkt war die Übergabe der Insignien durch alt Kantonsratspräsident Beat Landolt an Katrin Alder sowie das Singen des Landsgemeindelieds. HERISAU Der Sport Fit-Tag für

Turnerinnen und Turner 35+ sowie Seniorinnen und Senioren 55+ aus 49 Vereinen mit insgesamt 840 Turnerinnen und Turnern aus den Turnverbänden St. Gallen und Appenzell war auf dem Sportplatz Ebnet ein turnerischer Grossanlass. Nicht Rekorde und Spitzenleistungen, sondern Sport, Plausch und Spass standen im Mittelpunkt. Grosses Interesse wurde vor allem dem Mini-Gigathlon mit Joggen, Biken, Frisbeezielwurf und Stelzenlaufen entgegengebracht.

Bild: Werner Grüninger

MEISTERSRÜTE Der Wanderweg Buechen-Rellen zwischen Meistersrüte und Brenden/Saul wurde von Zivilschutzangehörigen saniert. Durch das rutschige Wiesbord führt nun ein 90 Meter langer gekofferter Weg, am Waldrand wurde ein Hang gesichert und ein Steg über das Rellenbächlein gelegt.

Bild: zVg

KOMPAKT

INNERRHODEN Am 30. Mai

hat in Appenzell Innerrhoden die diesjährige Heuernte begonnen. Die vier Rehkitz-Rettungsdrohnen des Kantons und des Patentjägervereins sind seitdem ständig im Einsatz. Dank grossem Engagement der Jäger und Jungjäger ist es gelungen, 59 Rehkitze (Stand 4. Juni) vor dem Mähtod zu retten. Ebenfalls erfreulich ist die Tatsache, dass viele Landwirtin-

Bild: zVg

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nen und Landwirte das Angebot zur Rehkitzrettung genutzt haben. Die Zeit, in welcher sich die Rehkitze im hohen Gras verstecken und von den Mähwerken bedroht sind, dauert bis etwa Ende Juni.

Bild: Jürg Bühler

Bild: Marcel Steiner

WOLFHALDEN 140 Menschen

nahmen an der Buchvorstellung von Walter Züsts achtem Roman im Kronensaal teil. Zusammen mit zwei seiner Enkelinnen führte der Autor durch sein Werk «Die Weberbauern». Abwechselnd zwischen Erzählungen des Autors und Lesungen der beiden Frauen erhielt das Publikum einen Einblick in diesen neuen historischen Roman, der durch 600 Jahre Geschichte des Appenzeller Vorderlands führt. Die Gemeinde Wolfhalden offerierte anschliessend einen Apéro für alle Besucher.

URNÄSCH Rund 90 Mitglieder und Gäste nahmen an der Hauptversammlung des Vereins Appenzeller Brauchtumsmuseum teil. Präsident Niklaus Hörler konnte trotz Rückgang der Besucherzahl von einem kleinen Jahresgewinn berichten. Für die nach sieben Jahren aus dem Vorstand zurückgetretene Sandra Diesterbeck (links) wird Elisabeth Fontana die Verantwortung für das Finanzwesen übernehmen.

Bild: zVg

Bild: zVg

HERISAU Nach 15 Jahren tritt

Regula Ammann-Höhener (links) aus dem Gemeinderat zurück. Sie leitete das Ressort Tiefbau/Umweltschutz. Seit 2015 war sie Gemeindevizepräsidentin. Nach 13 Jahren beendet Annette JoosBaumberger ihre Tätigkeit im Gemeinderat, wo sie das Ressort Schule betreut hat. HERISAU, GAIS, HEIDEN Zur Förderung des Langsamverkehrs montiert das kantonale Tiefbauamt in Herisau, Gais und Heiden je eine Veloservice-Station. Sie bieten die Möglichkeit, selbständig kleine Reparaturarbeiten am Velo durchzuführen oder die Reifen aufzupumpen. Die Stationen sind wetterbeständig, diebstahlsicher und verfügen über geeignetes Werkzeug sowie eine Pumpe.

HERISAU Renzo Andreani hatte

am 31. Mai seinen letzten Arbeitstag als Gemeindepräsident. Er schaut auf viele Erfolge zurück: Erhalt der Migros im Dorf, Bereitstellung der Gewerbezone Nordhalde oder das Bahnhofprojekt. Als Finanzchef hinterlässt er einen gesunden Gemeindehaushalt, und als Sportchef förderte er die Weiterentwicklung des Sportzentrums. HERISAU Anstelle des ehemali-

gen Restaurants Bären in der Säge soll eine Überbauung mit 55 Wohneinheiten entstehen, die für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf konzipiert sind. Die Kosten für das Mehrgenerationenprojekt belaufen sich auf 20 Millionen Franken. Besitzer der Liegenschaften ist die Tscharner Immobilien Herisau AG, die René Raguth Tscharner gehört. Betrieben wird das Projekt von der Covai AG, deren Verwaltungsrat Tscharner angehört. APPENZELLERLAND Der Kantonalverband des Schweizerischen Roten Kreuzes beider Appenzell führte seine Jahresversammlung in Urnäsch durch. Für die nach 10 Jahren aus dem Vorstand zurückgetretene Jessika Kehl-Lauff, Grub AR, wird Christian Thörig, Präsident des Samariterverbands beider Appenzell, gewählt. Dem Vorstand gehören ausserdem an: Marlis Hörler Böhi, Präsidentin, Edi Ritter, Hans Fässler und Alfred Lämmler. SÄNTIS Seit Ende Mai fährt

die Säntis-Schwebebahn wieder. Die Instandsetzungsarbeiten nach dem Lawinenschaden an der Stütze 1 wurden erfolgreich abgeschlossen. Ausserdem steht den Gästen auf dem Gipfel seit dem 17. Juni ein neues und «schönstes» Bergrestaurant zur Verfügung.

BRÜLISAU An der Generalver-

sammlung der Kastenbahn überrascht Verwaltungsratspräsident Emil Koller mit der Nachricht, dass die Kastenbahn das Restaurant Rössli kaufen konnte. Der Betrieb wird nun zur Pacht ausgeschrieben.


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JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / NOTIERT /

Nora Brägger schreibt Geschichten. Die 22-Jährige ist in Speicher aufgewachsen und absolviert in Biel ein Studium in Literarischem Schreiben. nora.braegger@bluewin.ch

LOSLAUFE EN HAS ODER ÖPIS GRÖSSERS NORA BRÄGGER Text // CARMEN WUEEST Bild

Jedes johr denk i immer wieder vo neuem, dass i i dem summer meh will go wandere, dass i will loslaufe nume miteme rucksack, schlofsack und zelt. Und einisch hemmers versucht: Vomene tessiner dörfli simmer richtig italie gwanderet, mit em meer irgendwo bi genua als ziel. Mer sind knapp bis über die italienisch grenze cho, und denn simmer go pizza esse und mit em nöchschte zug hei. Mer hend alli üsi gründ gha (dureglofni wanderschue und blotere, en z chline rucksack, zu schwers gepäck, physisch nöd uf de höchi oder plötzlich gmerkt, dass wandere villicht glich nöd so sis ding isch). Es isch abentürlich gsi: I de nacht hemmer under freiem himmel gschlofe, und i bi stundelang wach glege und ha i de sterne noch irgendwelche antworte gsuecht und nüt gfunde. Und einisch isch en has oder öppis no grössers über üs drüber grennt, und i ha luut gschraue und alli ufgweckt und kei aug me zuetue. Aber eigentli isch es eidütig zivilisierter gsi, als mer gmeint hend, und mer hettet nöd es kilo ris und es kilo polenta und gmües und schoggi vo afang a mösse mitschleppe. Hingege hemmer underwegs fascht nie wasserquelle gfunde und hend literwis wasser mösse mitträge, wills sauheiss gsi isch. Und im tessin gohts grundsätzlich nume steil duruf, denn wieder alles abe und denn wieder ufe und denn wieder abe. Und mer sind au so gschid gsi und hend e münze drüber entscheide lo, ob mer über de berggipfel oder um de berg wönd laufe. Natürli simmer denn i de mittagshitz de berg durufkroche, und i ha all füf stegetritt denkt: Ein meter meh, ein meter meh, bis is ufgeh ha, will vo ganz une uf 1442 höhemeter isch es usichtslos gsi s zelle, und i ha mir versucht die mensche vorzstelle, wo wohrschindli vor hundert johr nume

mit händ und eifache werkzüg die stegetritt in berg ineghaue hend, und i denke do dra, dass es e riese büetz gsi isch, und i schwitze, de schweiss tropft vo minere stirn uf de stei, und i bi zmitzt im kampf mit em berg, und d wädli brenned. I chüche de andere hinedri, gseh nur ihri musklebei und zittere wie wackelpudding, und mini gedanke tanzed wirr dur mi dure, und irgendwenn simmer endli, endli, endli dobe, zoberst obe uf dem berg, spitzelos, mit eme hüsli und amene kässeli und lauwarmem coca cola. Und denn simmer döt ghocket und hend coca cola trunke, und i ha mi gfroget, wer zur höll die alli do ufe treit und wieso, dass mer so öppis macht für en füfliber pro fläschli, under üs dä see und die bewaldete berge und hügel rundum und üses lange usschnufe, und spöter simmer imene adrenalinschub de berg durab grennt und sind dur de schatte vom wald, alli i ihrne gedanke, und en liechte luft het d blätter zum zittere brocht, und i ha sgfühl gha die bäum flüschtered sich öppis zue, als wöreds denand gschichte verzelle. Und jetzt schribd mir en fründ imene brief, dass er jede summer denkt, dass er wot loslaufe, ellei, miteme zelt und eme notizbuech, und er wör sich dür wälder laufe gseh, wo nüme ufhöred, und er wör de bäum zuelose, de fichte, wo jo anschinend i zeh johr fast alli werdet sterbe. Das het er ghört, zerst im zug vonere alte frau und denn vomene kolleg, wo übere klimawandel forscht. Er meint, dass mer de fichte i ihrne letschte zeh johr doch muess zuelose, und er frogt mi: Was meinsch du? Und i denke: Mol, dene fichte willi au zuelose, bevor sie verschwindet, und dass is will ufschribe und witerverzelle, und irgendeinisch hoffi, wird öpper bi mir si und mir no es bitzeli zuelose.

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LAGERLEBEN IM JUBILÄUMSJAHR: Die Herisauer Pfadi Urstein hat über Pfingsten unweit von Wil ihre Zelte aufgeschlagen.


JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / PFADI URSTEIN /

Vor hundert Jahren wurde die Pfadi Urstein gegründet. Seither treffen sich Kinder und Jugendliche aus den Gemeinden rund um Herisau regelmässig zu gemeinsamen Aktivitäten in der Natur. Besondere Highlights sind Zeltlager und Waldweihnacht. Was heisst Pfadi heute? PAUL ZÄHNER Text // JOLANDA SPENGLER Bilder

Man sieht sie schon von weitem: Idyllisch am Waldrand oberhalb der Thurauen bei Wil stehen fein säuberlich ausgerichtet zehn der legendären «Spatz»-Gruppenzelte. Es ist Pfingsten, und die Herisauer Pfadi Urstein hat hier ihr Pfingstlager, kurz Pfila, aufgeschlagen. Aus der Distanz ist es, als wäre die Zeit stehengeblieben: In schwarz-weiss fotografiert wäre der Schlafplatz der Wölfe und Pfadis kaum von irgendeinem aus dem Vereinsalbum der letzten hundert Jahre zu unterscheiden. Beim Näherkommen wird es bunt, laut und rauchig. Soeben ist die Mittagessen-Fassstrasse für die rund fünfzig Teilnehmenden und Leiter im Alter von vier bis 24 Jahren eröffnet worden. Klein und Gross warten geduldig, bis die Teller vom Küchenteam grosszügig gefüllt werden. Es hat unter dem Verdeck aus Militärblachen die Küche eingerichtet und auf dem offenen Feuer in grossen Kesseln kiloweise Spaghetti gekocht. Leiter- und Küchencrew sind bereits am Vorabend angereist und haben das Lager perfekt eingerichtet. Man merkt: Da steckt viel Erfahrung dahinter, Materialbestände und -logistik sind über die Jahre optimiert worden. «Früher war alles noch etwas einfacher. Wir haben das Ma-

terial selbst, meist mit dem Zug oder Velo, transportiert und das Lager auch selbst aufgebaut», erzählt Ueli Zangerl, aktiver Pfadfinder in den 1970er und 80er-Jahren und heute Mitglied des Elternkomitees, das die jungen Pfadis im Hintergrund unterstützt. DIE PFADFINDERBEWEGUNG schafft seit

ihrer weltweiten Gründung in Grossbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts Natur- und Gemeinschaftserlebnisse für Kinder und Jugendliche. Der Rahmen ist heutzutage klarer abgesteckt als noch in den Anfängen. Die Ansprüche sind – wie überall in der Gesellschaft – gestiegen. Das beginnt bereits bei der Suche nach einem geeigneten Lagerplatz. Nahm man früher einfach direkt mit dem Bodeneigentümer Kontakt auf, gibt es heute online Karten und Verzeichnisse von Plätzen, welche die Suche erleichtern. Dafür sind dann meist auch diverse Formulare auszufüllen und bei den Behörden Bewilligungen einzuholen. Ist der geeignete Ort einmal gefunden und reserviert, legt die Lagerleitung das Programm inklusive detaillierter Tagesabläufe und Notfallpläne vorgängig dem J+S-

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/ PFADI URSTEIN / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

Coach vor. Zudem steht im Hintergrund rund um die Uhr die Krisenorganisation der Pfadibewegung Schweiz bereit. Hier bei Wil sind die Bedingungen für ein Pfila ideal: Ein grosser gedeckter Unterstand schützt die Kinder notfalls vor Regen, und ein Brunnen sowie die fest installierte Toilette vereinfachen Aufund Abbau. Doch genau genommen sind das alles nur Nebensächlichkeiten. Für die Kleinsten, die Biber – sie schnuppern heute Nachmittag erstmals Lagerluft –, und die grösseren Wölfe geht es nicht um Organisation und Sicherheit, als sie nach dem Essen sofort in den Büschen rund um den Lagerplatz verschwinden: Für sie beginnt mit der Abfahrt am Bahnhof in Herisau das grosse Abenteuer. Sie bewegen sich in der Gruppe frei in der Natur, sammeln Erfahrungen, knüpfen Beziehungen zu anderen Kindern und lernen, sich an wenige aber wichtige Regeln einer Gemeinschaft zu halten. «Diese Erfahrung gibt den Kindern Wurzeln, verleiht ihnen aber auch Flügel für ihr Leben», formuliert es Andrea Zangerl, die der Pfadi Urstein seit den 1970erJahren eng verbunden ist und als Kindergärtnerin täglich sieht, was es heisst, wenn Freiraum, Aktivität und Gemeinschaftsgefühl in der Jugend fehlen.

ÄMTLIPLAN : Ob jung oder alt, jeder Pfader,

jede Pfaderin hilft bei den Arbeiten im Lager mit.

gelernt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sich auch ihre Kinder künftig in der Jugendorganisation engagieren.

VIELE DER KINDER ÜBERNEHMEN in diesem geschützten

Rahmen zum ersten Mal Verantwortung: Zuerst für sich selbst, fürs eigene Rucksäckli oder die eigenen Wanderschuhe, die besser nicht im Regen stehen sollten. Später schauen sie dann vielleicht auch für eine Gruppe von Bibern oder Wölfen. Denn die Abteilungs- und Lagerleitung stammt ausschliesslich aus den eigenen Reihen. Ab einem Alter von 14, 15 Jahren werden die Teenager schrittweise an ihre Aufgabe als Leiterinnen und Leiter herangeführt und in Kursen von Jugend und Sport, welche die kantonalen Pfadiverbände organisieren, ausgebildet. Einen guten Einblick in das Gelernte bekommen wir im Pfila bei der Leiterbesprechung nach dem Mittagessen. Im kleinen Kreis wird das Nachmittagsprogramm Block für Block besprochen und Material, Aufgaben und Verantwortung verteilt. Hier wird die Energie, Kreativität und Zeit, welche die Lagerleitung im Vorfeld investiert hat, besonders gut sichtbar. Getreu dem Lagermotto erleben die Kinder an diesem Nachmittag zusammen einen «Goldrausch». Den Höhepunkt bildet dabei mit Sicherheit die Inbetriebnahme der von Pascal Schiesser (v/o Safari) vorgängig konstruierten und dann gemeinsam aufgebauten Goldwaschmaschine. Wer wird zuerst Goldplättchen und Nuggets entdecken und Luftsprünge machen? Es ist wohl zu einem schönen Teil diese gespannte Erwartung, die Freude und das gemeinsame Erlebnis in der Gruppe, die einen Verein wie die Pfadi seit Jahrzehnten am Laufen halten. Auffällig ist, dass der Pfadi-Virus oft in der Familie, im Freundeskreis oder im Quartier weitergegeben wird. Erst seit 1987 ist die Pfadiorganisation übrigens schweizweit geschlechtergemischt, was die Entstehung von Pfadi-Pärchen oder gar Pfadi-Familien sicher gefördert hat. Haben sich die Eltern dereinst bei den Wölfen kennen- und lieben-

FÜR DIE PFADI URSTEIN, wo übrigens heute bei den Kleins-

ten die Mädchen in der Mehrheit sind, ist das wichtig. Die Organisation war in den letzten Jahren nicht ganz frei von Nachwuchssorgen und spricht darum heute auch Kinder ab vier Jahren an, die Biber. «In meiner Jugend verfügte ‹Urstein› noch über weit mehr Mitglieder», erinnert sich Ueli Zangerl. «Heute gibt es verschiedene vergleichbare Angebote wie Cevi oder Jubla. Wir zählen aktuell rund sechzig Mitglieder auf allen Altersstufen.» Und wie steht es um die digitale Konkurrenz? Selbstverständlich sind Handys, Instagram und Co. aus der Lagerorganisation und Vereinskommunikation nicht mehr wegzudenken. Einmal auf dem Lagerplatz angekommen, spielen die Geräte allerdings keine grosse Rolle mehr. Dann wird gespielt, gebaut und rumgebalgt. Und ja, ab und zu wird auch heute noch am Lagerfeuer gesungen. Wenn es abends still wird und vor der Nachtruhe der Rundgesang ertönt, wird dies aus ein wenig Distanz immer noch gleich aussehen und klingen, wie vor hundert Jahren, als die Gründer sich entschieden, auch in Herisau bei der weltweiten Pfadfinderbewegung mitzumachen. Ihr Motto und ihre Motivation ertönt noch heute im «Urstein»-Rundgesang: «[…] möchte Brücken bauen […] Brücken von Mann zu Mann […] Brücken um die ganze Erde, Hass und Streit muss bei Seit […]». Vielleicht würde man heute eher sagen «von Mensch zu Mensch», aber der Rest passt und wird bei «Urstein» bis heute aktiv gelebt. Am 31. August wird das 100-Jahr-Jubiläum der Pfadi Urstein mit einem grossen Fest in Schachen bei Herisau gefeiert. Gesucht sind ehemalige Mitglieder. Mehr Informationen auf www.pfadiherisau.ch/jubilaeum



EIN GEBEN UND NEHMEN Edith Meier, v/o Chili, Pfadi 2005 bis heute

«Ich kam über meinen älteren Bruder dazu und konnte es kaum erwarten. Pfadi heisst für mich Familie. So nahe kommt man sich sonst ausserhalb ja nie. Hier kann jeder sich selbst sein, und es besteht ein Geben und Nehmen ohne gegenseitige materielle Erwartungen. Man macht hier vieles einfach, weil man es gerne tut. Ich finde das ist ausserordentlich in der heutigen Welt.»

EHRLICHKEIT UND FREUNDSCHAFT Andrea Zangerl-Signer, v/o Dux, Pfadfi 1977–1991 Ueli Zangerl, v/o Piano, Pfadfi 1974–1991

Piano: «Militärisch war die Pfadi zu meiner Zeit nicht mehr. Ich habe alle Stufen bis zum Abteilungsleiter durchlaufen und organisieren gelernt. In unseren Lagern war auch Verrücktes möglich, wir haben ganze Fantasiewelten aufgebaut.» Dux: «Die Jungs waren damals noch von den Mädchen getrennt und ich wurde früh Bienliführerin. Darum wollte ich später auch Kindergärtnerin werden. Mich berührt bis heute unser Rundgesang mit Werten wie Ehrlichkeit, Freundschaft und Wahrheit. Piano habe ich bei der Pfadi kennengelernt und wir haben früh geheiratet. Natürlich wurden auch unsere vier Kinder Pfadis.»

REGELN UND DISZIPLIN Heinrich Tanner, v/o Häftli, Pfadfinder 1931–1943

«Nichts hatte auf meine Jugend neben der Familie einen grösseren Einfluss als die Pfaderei. Sie hat mich sehr geprägt. Ich habe dort gelernt, mich kameradschaftlich in eine Gruppe von Gleichaltrigen mit Regeln und Disziplin einzuordnen. Wir hatten das grosse Glück, einen Leiter zu haben, der hervorragend geführt hat. Ich knüpfte als Pfader wichtige persönliche Beziehungen fürs Leben.


JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / PFADI URSTEIN /

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN Christian Hartmann, v/o Flick, Pfadi 1991 bis heute Markus Hartmann, v/o Schnog, Pfadi 1992 bis heute

Flick (rechts): «Heute bin ich Präsident des Abteilungskomitees, und auch meine Kinder sind dabei. Ich habe alle Stufen durchlaufen und unzählige Kurse besucht. Mit 13 Jahren konnte ich hier bereits Verantwortung übernehmen. Heute führe ich im Betrieb die Lernenden und meine Leute auf der Baustelle nach den Grundsätzen, die ich in der Pfadi gelernt habe.» Schnog: «Am wichtigsten sind mir die Freundschaften. Alle meine besten Freunde stammen aus der Pfadi. Das kommt sicher daher, dass wir zusammen in Lagern und Kursen viel erlebt haben. 2001 wäre die Abteilung Urstein fast geschlossen worden. Mit einem jungen motivierten Leiterteam konnten wir aber alles neu aufbauen.»

S G I S HIE NUSS-SCHOGGI-CREME Mmmhh … Wer kennt und liebt ihn nicht, den cremigsüssen Brotaufstrich, bestehend aus Haselnüssen, Milchpulver und Kakao. Dank eines grossen Lebensmittelproduzenten hat die Creme den Siegeszug durch die ganze Welt angetreten. Da etwas Spezielles, kommt sie allerdings vielerorts nur an Sonn- und Feiertagen auf den Tisch. Dafür wird sie dann umso dicker aufgetragen. Mit dem in der Bäckerei-Konditorei Böhli AG hergestellten «böhtella» hat das Appenzellerland nun seine eigene Nuss-Schoggi-Creme. Wir haben sie probiert und stellen fest: Auch bei der «böh-tella» ist Widerstand zwecklos. www.boehli-appenzell.ch

APPENZELLER BIERSEIFE

RESPEKT UND ZUSAMMENHALT Edi Schwendinger, v/o Pedi, Pfadfinder 1956–1964

«Als Wolf haben mich vor allem Ordnung und Disziplin beeindruckt. Die Uniform musste sitzen, und es gab jeweils ein Antreten. Alle hatten Respekt voreinander und keiner wurde bevorzugt. Die Organisation war noch militärisch geprägt, wir hatten sogar eine Einteilung für die Kriegsmobilmachung. Der Zusammenhalt war grandios. Ich hätte unheimlich viel verpasst im Leben ohne die Pfadi.»

Die Kombination von Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl, Wallnussöl, Kakaobutter, Bienenwachs und Tonerde sorgt beim Händewachen nicht nur für saubere, sondern auch für gepflegte Hände. Und wenn zu dieser Mischung noch ein Gutsch Appenzeller Bier und dazu passende ätherische Öle gegeben werden, dann entsteigt dem Seifenschaum beim Waschen ein belebender Duft. Die Bierseifen sind im Besucherzentrum Brauquöll der Locher AG in Appenzell erhältlich. Und selbstverständlich kommt der Bierzusatz aus der hauseigenen Brauerei. Es gibt die Seifen in den Duftrichtungen Glühbier, Hanfblüte, Ginger-Beer und Vollmondbier. Produziert werden sie von Antonia Fischli an der Eggerstandenstrasse.

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/ MENSCH UND RAUM / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

LUFTSPRÜNGE IN DER ZELLWEGERWOHNUNG Der Fünfeckpalast in Trogen mit seiner speziellen Form ist schon von aussen ein seltsam anmutendes Gebäude. Im Innern kommen schöne Überraschungen zum Vorschein: Die Zellweger-Wohnung zeugt von mehr als zwei Jahrhunderten einer besonderen Familie, ihrem Leben und Wirken. CHRISTINE KÖNIG Text // CARMEN WUEEST Bilder

Die letzten Nachfahren der Familie Zellweger-Gessner nutzten die Wohnung im ersten Stock des Trogner Fünfeckpalasts bis 2013 ein- bis zweimal pro Jahr als Ferienwohnung. Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut erhielt von den in Frankreich lebenden Geschwistern Maria und Stefan Zapasnik, Nachkommen der letzten Palast-Erbin Ida Dorothea (Thea) Zapasnik-Zellweger, ab und zu Einladungen zum Tee. «Was tatsächlich Wein bedeutete», sagt sie und lacht. Die Einladungen nahm sie noch so gern an. Denn die Wohnung, in der einst der Erbauer des Fünfeckpalasts, Johann Caspar Zellweger-Gessner (1768–1855), mit seiner Familie gelebt hatte, ist eine geschichtsträchtige Wundertüte. Originale Parkettböden, unzählige Gemälde, Möbel aus vier Jahrhunderten und Erinnerungsstücke wohin der Blick schweift zeugen von Leben und Wirken der in Wirtschaft und Politik bedeutenden Textilhandelsfamilie Zellweger. «Ich ahnte, dass hier die eine oder andere Überraschung zum Vorschein kommen musste», so Heidi Eisenhut. JOHANN CASPAR UND Dorothea Zellweger-Gessner liessen

den Fünfeckpalast 1802 bis 1809 vom Gaiser Baumeister Konrad Langenegger als Wohn- und Geschäftshaus bauen. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen, die sich um einen Innenhof anordnen: aus dem Herrschaftsflügel zum Landsgemeindeplatz hin,

dem Kontorflügel im Norden entlang der alten Landstrasse und dem Gesindehaus zur Hauptstrasse. Form und Volumen erinnern an genuesische Altstadtbauten, keine Palazzi, aber solide Stadthäuser. Johann Caspar Zellweger hatte mit seiner Familie zehn Jahre lang in der Handelsmetropole am Mittelmeer gelebt und gesehen, wie jeder brauchbare Quadratmeter ausgenutzt wurde. Genau so wollte er es beim Fünfeckpalast auch: 676 Quadratmeter Grundfläche misst er, an der höchsten Stelle zählt er 17 Meter, an der niedrigsten 13. Er war damit das grösste Privathaus im Kanton. Schon während des Baus wurde im Dorf die Grösse kritisiert, wofür sich Zellweger entschuldigte: Er habe eigentlich ein bestehendes Haus kaufen wollen, doch seine Bemühungen seien gescheitert. Als Geschäftshaus benutzte er den Fünfeckpalast nie. Er zog sich noch während des Baus wegen eines Burnouts aus dem Geschäft zurück und betätigte sich fortan als Philanthrop und Geschichtsschreiber. Seine Frau und er und weitere vier Generationen seines Familienzweigs lebten teilweise bis zu ihrem Tod im Fünfeckpalast. Man nannte das Gebäude übrigens nicht immer so: Zu Zellwegers Lebzeiten und noch lange darüber hinaus sagte man «Johann Caspar-Zellwegerhaus» oder «Zellwegerhaus mit Innenhof». Erst gegen Ende der 1960er-Jahre tauchte in der Bevölkerung der Begriff Fünfeckpalast auf – und hält sich bis heute.


KANTONSBIBLIOTHEKARIN Heidi Eisenhut in der Zellweger-Wohnung im Trogner Fünfeckpalast.


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DETAILGETREU ERHALTEN ist das Mobiliar, so wie

es zu Zeiten der Familie Zellweger vorhanden war.

SEIT 1991 GEHÖRT DER FÜNFECKPALAST dem Kanton

Appenzell Ausserrhoden. Er hat das Gebäude für drei Millionen Franken Thea Zapasnik-Zellweger, der Ururenkelin des Bauherrn, abgekauft und seither elf Millionen Franken investiert. Es war das vierte und letzte steinerne Wohn- und Geschäftshaus der Textilhandelsfamilie Zellweger am Landsgemeindeplatz Trogen, das in den Besitz der öffentlichen Hand gelangte. Seit 1998 sind im Fünfeckpalast die Kantonsbibliothek untergebracht, zudem das Obergericht, ein Coiffeurladen und fünf Mietwohnungen. Früher befanden sich darin unter anderem die Trogner Telefonzentrale, eine Kartonage-Werkstatt, eine Spenglerei, eine Papeterie, ein Geschenk- und Kunsthandwerkladen und ein Blumengeschäft. Auch bekannte Personen, die nicht zur Zellweger-Familie gehörten, lebten im Gebäude, etwa der Teufner Autor Peter Morger (1955–2002) oder Johannes Meyer (1799–1833), der Gründer der Appenzeller Zeitung. Herzstück des Fünfeckpalasts war, ist und bleibt die ZellwegerWohnung. Das Staunen beginnt beim Aufstieg zur Beletage: Im grosszügigen Treppenhaus steht ein Modell des Gebäudes aus

Holz und Pappmaché. Jahrelang lag es auf dem Estrich – vergessen, verstaubt – kein Wunder, bei fast vierhundert Quadratmetern Dachstockfläche. 1989 kam es wieder zum Vorschein. Das Modell ist voller Notizen und Skizzen, die von Baumeister Konrad Langenegger stammen könnten, und es dokumentiert die Diskussionen über Raumeinteilung, Fassadenöffnungen, Konstruktionsformen oder den Geländeverlauf. Zur Zellweger-Wohnung führen vom Treppenhaus aus drei Eingänge, einer davon war für Dienstleute bestimmt. Im Entrée begrüssen einem die Mitglieder der Familie: Die Ahnengalerie beginnt mit dem Porträt von Conrad Zellweger-Rechsteiner (1630–1705), dem ersten Textilhändler, und endet mit Richard Zellweger (1918–1982), dem letzten männlichen Nachfahren des Bauherrn, der gleichzeitig als Letzter die Zellweger-Wohnung dauerhaft bewohnte. BIS 2021 HÄTTEN DIE Zellweger-Nachkommen das Wohnrecht in dieser besonderen Wohnung gehabt. Dieses handelte Thea Zapasnik mit dem Kanton aus, damit die mit dem Gebäude verbundene Familiengeschichte 1991 nicht allzu abrupt endete.


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PORTRÄTS DER einstigen Bewohner zieren

die Wände der repräsentativen Räume.

Nachdem ihre Kinder das Wohnrecht 2013 abgetreten hatten, erhielten Heidi Eisenhut und ihr Team den Auftrag, die Wohnung zu inventarisieren. Dabei hätte man die Historikerin gern beobachtet. Sie habe den einen oder anderen Luftsprung gemacht, sagt die 43-Jährige. Sie steht in der Wohnung, in der alles noch so ist, wie es die letzten Bewohnerinnen und Bewohner hinterlassen haben: Gemälde an den Wänden, Teppiche am Boden, Spitzenvorhänge vor den Fenstern, Bücherstapel auf den Tischchen, Vorräte in der Küche, Zahnpastatube und Cremes im Badezimmer – Vergangenheit verschiedener Epochen zum Anfassen. Die Wohnung ist ein Kuriositätenkabinett, ein begehbarer Geschichtenspeicher des späten 17. bis frühen 21. Jahrhunderts. Augenfällig ist das grosse Familiengemälde im Salon: Es zeigt den Bauherrn mit seiner Frau und den fünf Kindern – und den als Bettler verkleideten Trogner Uhrenmacher, der ein Almosen bekommt. In den Schränken und Schubladen verbirgt sich noch viel mehr: Da ist die Doktorurkunde von 1713 von Laurenz Zellweger (1692–1764), für Heidi Eisenhut eines der wertvollsten Dokumente. Oder die Ehrenmedaille von Sonnenkönig Ludwig,

die auf zwei Ölgemälden am Revers eines Zellwegers prangt. Das Original kam in der Silbervitrine zum Vorschein. Heidi Eisenhut holt einen Glasbecher: Er stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Krönung Napoleons, der Johann Caspar Zellweger-Gessners Bruder und seine Schwägerin beiwohnten. Dann zieht sie die Kinderbibel des Fünfeckpalast-Erbauers hervor, darin steht handschriftlich sein Name. Neben einem Fenster hängt ein Bild seines Schwiegersohns Johann Caspar Horner. Dieser war Astronom, Mathematiker und Teilnehmer an der russischen Weltumseglung von Adam Johann von Krusenstern. Allein diese Beispiele zeigen: Hier wird Weltgeschichte sichtbar. Und sie ist für die Bevölkerung erlebbar. Die Kantonsbibliothek bietet geführte Besichtigungen an. «Wunderlich kommt mir die Baute vor.» Der Fünfeckpalast in Trogen und die Familie Zellweger, Heidi Eisenhut, herausgegeben vom Kanton Appenzell Ausserrhoden, Appenzeller Verlag, 2019. Anhand ausgewählter Dokumente und Objekte zeichnet die Ausserrhoder Kantonsbibliothekarin Stationen des Lebens der Familie Zellweger-Gessner nach und stellt den Fünfeckpalast, seine Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Geschichten in einem Buch in den Mittelpunkt.


46 / HÖCKLE OND GNÜÜSSE / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

WIRTEPAAR Manuela Sager und Alois Inauen. TRADITIONELLE, WÄHRSCHAFTE GERICHTE// HERRLICHE AUSSICHT // GEEIGNET FÜR SEMINARE UND FESTE BERGGASTHAUS PLATTENBÖDELI Plattenbödeli 1, 9058 Brülisau, Telefon 071 799 11 52, info@plattenboedeli.ch 1. Mai bis Anfang November und 26. Dezember bis Anfang Januar, täglich offen. Januar, Februar und März, Freitag bis Sonntag offen.

RÖSTI-VARIATIONEN UND SCHOGGIKUCHEN Die Einkehr im «Plattenbödeli» ist der Lohn für den steilen Aufstieg durchs Brüeltobel: Bei Speis und Trank lässt sich in der rustikalen Gaststube oder auf der Terrasse genussvoll verweilen. Alois Inauen und Manuela Sager sind die Gastgeber. Das Paar hat die Leitung des Berggasthauses oberhalb des Sämtisersees auf diese Saison von Inauens Eltern übernommen. Und dies, obwohl Rita und Alois Inauen-Arnold noch einige Jahre bis zur Pension bleiben. Da sie den Betrieb beim Sohn und seiner Partnerin jedoch in guten Händen wissen, treten sie gern frühzeitig ins zweite Glied zurück. Alois Inauen junior freut sich über das Vertrauen seiner Eltern. Seit 2014 unterstützt der gelernte Maurer seinen Vater bereits in der «Plattenbödeli»-Küche, und im vergangenen Winter vertiefte er seine Kochkenntnisse mit einem Intensivpraktikum im «Sternen» in Bühler. Er habe dort viel gelernt, sagt der 32-Jährige, der für spezielle Feste künftig auch die feine Küche zelebrieren will. Im Alltag hingegen hält er an der bewährten Karte fest, serviert Währschaftes, Traditionelles. «So wie es in den Alpstein passt.» Bekannt ist das «Plattenbödeli» für seine Rösti. Es gibt

sie in Variationen: mit Speck, Spiegelei, Käse, Schinken, Gemüse … Daneben sind Klassiker wie Chäshörnli, Siedwurst, Landsgemeindeschüblig, Pouletchnusperli und Fitnessteller im Angebot. Eine Coupekarte richtet sich an die süssen Gelüste, Spezialität des Hauses ist der Schoggi-Whisky-Kuchen. Dass er die Lebensmittel und Getränke von örtlichen Betrieben bezieht, ist für den Bergwirt selbstverständlich. Der Alpstein ist seit jeher die Heimat von Alois Inauen, und auch Manuela Sager – sie ist in Lömmenschwil aufgewachsen – kann sich keinen schöneren Wirkungsort vorstellen. Für sie ist es die vierte Sommersaison im «Plattenbödeli», künftig wird sie auch im Winter, wenn der Gastbetrieb an den Wochenenden geöffnet hat, Wanderer, Schneeschuh- und Tourengänger empfangen. Das Paar hat einen tipptopp funktionierenden Betrieb übernommen: Das 2009 erbaute Nebengebäude bietet Seminargästen eine perfekte Infrastruktur, und vor zwei Jahren erhielt die Gaststube durch eine räumliche Erweiterung ein modernes Gesicht. JOLANDA SPENGLER Text & Bilder


JULI 2019 / APPENZELLER MAGAZIN / DIVERSICUM /  47

GUT IST, WAS HILFT BIS MÄRZ 2020, APPENZELLER VOLKSKUNDEMUSEUM, STEIN

In ländlichen Gebieten haben sich die Menschen im Lauf der Jahrhunderte durch Überlieferung von Generation zu Generation ein grosses Wissen um die Heilwirkung von Kräutern und gesundheitsfördernden Praktiken erworben. Im Appenzellerland, insbesondere in Ausserrhoden, wurden – dank der liberalen Gesetzgebung im 19. Jahrhundert – viele traditionelle Heilpraktiken erhalten, die früher in den meisten Alpenländern eine grosse Rolle gespielt haben. Die Ausstellung «Gut ist was hilft» nähert sich aus der Gegenwart dem Phänomen der Appenzeller Heillandschaft. www.appenzeller-museum-stein.ch

POTERSALP-STOBETE 21. JULI, 11 BIS 18 UHR, POTERSALP, WEISSBAD

Um die Mitte des Alpsommers finden auf grösseren Gemeinalpen die Alpstobede statt. Die Feste mit musikalischer Unterhaltung und Tanz werden teilweise unter freiem Himmel abgehalten. So auch jene auf Potersalp, die von den Sennen der umliegenden Alpen organisiert wird. Für den Gästetransport fährt ein Shuttlebus ab Weissbad bis zur Böhlhütte. Ab dort ist es eine einstündige Wanderung. Oder man wandert in derselben Zeit von der Schwägalp zur Potersalp.

KANTONALSCHWINGFEST 6./7. JULI, BEIM MEHRZWECKGEBÄUDE, STEIN

Das diesjährige Appenzeller Kantonal-Schwingfest und der Kantonale Jungschwingertag finden in Stein statt. Am Samstag werden am Nachwuchs-Schwingertag rund 350 Jugendliche teilnehmen, und am Sonntag kämpfen 150 Aktivschwinger im Sägemehl um den begehrten Titel. Umrahmt wird der Anlass mit musikalischer Unterhaltung am Samstagabend und am Sonntag tagsüber auf dem Festgelände. appenzeller-schwingfest.ch

RECHBERGFEST 12. BIS 14. JULI, WIRTSCHAFT ZUM RECHBERG, HERISAU

Im «Rechberg» in Herisau wird drei Tage gefestet. Dafür stellt die Wirtefamilie Streule-Schiess ein grosses Festzelt auf die Wiese. Musik, Party und Tanz ist angesagt. Am Freitag sorgen die 4Kryner für Stimmung, am Samstag unterhalten Melissa Naschenweng (Bild) und das Trio Waldhöckler, und am Sonntag stehen das Fyrobedchörli und das HochGebirgsQuintätt (HGQ) auf der Bühne. www.rechberg-herisau.ch


48 / CHEERAB / APPENZELLER MAGAZIN / JULI 2019

GWONDRIG Katrin Alder (FDP) präsidiert aktuell den Ausserrhoder Kantonsrat. Die 50-jährige Herisauerin ist selbständige Organisationsberaterin und Führungscoach. CARMEN WUEEST Bild

WO AUSSERHALB DES APPENZELLERLANDES WÜRDEN SIE GERNE LEBEN?

In einer Grossstadt wie New York, aber zeitlich befristet. WAS IST FÜR SIE TYPISCH APPENZELLISCH?

Bescheidenheit, Interesse, «ösere» Humor. SONNTAGS UM 13 UHR BIN ICH ...

auf einer Velotour, am Langlaufen oder im Garten am Lesen, falls ich nicht mit Arbeit beschäftigt bin. DARÜBER HABEN SIE ZULETZT GELACHT:

Über die Witze meiner Söhne – Cabaret zu Hause ist ein Luxusgut. WELCHES BUCH HABEN SIE ZULETZT GELESEN?

Ich lese meist zwei, drei Bücher parallel. Fertig gelesen habe ich soeben «Brain at Work» von David Rock. WAS BRINGT SIE AUF DIE PALME?

Überheblichkeit und Narzissmus. WELCHEN TRAUM HABEN SIE SICH NOCH NICHT ERFÜLLT?

Die Spaghetti-Tour (Light-Version) mit Bergführer und «Tierwies»-Wirt Hampi Schoop. (Anmerkung: Die Spaghetti-Tour ist eine Hochgebirgstour im Monte-Rosa-Gebiet.)

HANS HÜRLEMANN ÜBER ... «am Mecktig isch Schlegelsitzig» Nach den Wahlen in den Gemeinderat müssen die Ressorts unter den alten und den neuen Räten verteilt werden. Das geschieht üblicherweise an der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Wahlsonntag. In einigen Gemeinden des Mittel- und Vorderlands wird zu dem Zweck zu einer «Schlegelsitzung» oder zu den «Schlegelwahlen» aufgeboten. Das muss nicht unbedingt am Mecktig, dem Mittwoch, stattfinden. Der Sitzungstermin ist nicht in allen Gemeinden am selben Tag. Der seltsame Begriff gibt aber Rätsel auf, die nicht einmal bei Titus Tobler in seinem Standardwerk von 1837 gelöst werden. Im Idiotikon kommt «Schlegelgesellschaft» als Bezeichnung für eine «Gasterei oder ein Gelage» vor und ist schon seit dem 16. Jahrhundert beim St. Galler Reformator Vadian bezeugt. Der Schlegel als Werkzeug des Küfers oder als Hammer zum Holzspalten passt nicht so recht zu einer Sitzung unter zivilisierten Gemeinderäten. Viel eher käme da wohl die dickbauchige Flasche mit dem gleichen Namen in Frage, vielleicht als Zeichen für einen gemütlichen Umtrunk. Nachgewiesen ist aber nichts Konkretes, gottlob auch nicht, dass eine «Schleglete», also eine Prügelei um die begehrtesten Departemente stattgefunden hätte. Mit dieser Ungewissheit müssen wir wohl oder übel weiterleben, bis uns ein findiger Forscher erlöst. h.huerlemann@bluewin.ch


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