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Stahlbau heute

Der besondere Stahlbau Parkhausbau Bauen am Wasser Neue Fassaden Bauen mit Stahl und Holz Bauen mit Glas Feuerverzinken und Korrosionsschutz IT und Software Logistik und Verkehr Forschung und Entwicklung Projekte und Produkte Aus Wirtschaft und Verbänden

2 | 2020


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Stahlbauheute 2/2020

Editorial

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Bleiben Sie gesund ... ... ist ein Satz oder vielmehr Wunsch, den wir nach wie vor regelmäßig hören und lesen. Und er hat auch weiterhin seine Berechtigung, wie nicht nur ein Blick über die Grenzen lehrt. Dass die ehedem verhängten Kontakt- und Reisebeschränkungen lediglich sukzessive gelockert und aufgehoben werden, erscheint daher ebenso einleuchtend wie die Verpflichtung zur Einhaltung diverser Vorsichtsmaßnahmen. So ist es zum Beispiel noch immer nicht möglich, unbeschwert durch die Welt zu reisen. Zumindest in Europa dürfen aber inzwischen wieder viele Länder besucht werden, was nicht zuletzt die Anbahnung und Pflege von Geschäftsbeziehungen zu vereinfachen hilft. Und nun kündigen die ersten Messeplätze feste Termine für die kommenden Monate an. Ähnliches gilt für verschiedene Veranstalter, die schon jetzt auf ihre nächsten Präsenz-Seminare und -Workshops hinweisen. Das wirft allerdings fast zwangsläufig zumindest eine Frage auf: Können wir uns bedenkenlos auf solche Angebote einlassen? Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Kunden, Abonnenten, befreundeten Unternehmen, Zulieferern und anderen Partnern wissen wir, dass man mit Sorge auf diese Einladungen schaut, und zwar insbesondere wegen der bis dato nicht einzuschätzenden Sicherheitsstandards. Sämtliche Mitarbeiter, die auf Messeständen und damit auf engem Raum für ihre Firmen werben und deren Produkte, Systeme oder Verfahren erläutern sollen, müssen jedoch ausreichend geschützt sein, denn ein wirtschaftlicher Erfolg auf Kosten der Unversehrtheit wäre in jeder Hinsicht kontraproduktiv.

Natürlich lassen sich gerade Messen nicht so einfach ersetzen – trotz der erkennbar an Bedeutung gewinnenden Digitalisierung in den meisten Lebensbereichen. Einer ihrer größten Vorteile war und ist ja die persönliche Begegnung, der Austausch vor Ort mit Interessenten, Auftraggebern und -nehmern, also der direkte Kontakt zur Anknüpfung und Intensivierung von Geschäftsbeziehungen. OnlinePräsentationen, Chat-Dienste und die Vorstellung von Neuheiten in den Printmedien werden das kaum leisten können, obwohl sie über eine durchaus wichtige Mittlerfunktion verfügen. Die Herausforderung wird deshalb sein, Konzepte zu entwickeln, die eine gefahrlose Durchführung von Messen erlauben, was im Endeffekt die Realisierung eines ganzheitlichen Ansatzes bedingt – mit dem Ziel der hier notwendigen Vereinbarkeit von ökonomischen Aspekten und dem stets unverzichtbaren Gesundheitsschutz. »Stahlbau heute« als eine etablierte Fachzeitschrift wird entsprechend berichten, wird Sie ergo weiterhin kontinuierlich informieren und mit Anregungen aus der Praxis in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen – im Vorfeld wie im Nachgang von Messen und selbstredend genauso in den Monaten dazwischen. Wir hoffen und wünschen uns, dass die Einsicht siegt und dass mit Vernunft, mit Vorsicht und der Überzeugung »Wir schaffen das« auch diese Krise überwunden werden wird. Und wir freuen uns bereits heute, Sie bei passender Gelegenheit wieder auf Messen und bei Veranstaltungen treffen und begrüßen zu können.

Elisabeth Wiederspahn


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Stahlbauheute 2/2020

Stahlbau heute

Inhalt

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Der besondere Stahlbau Parkhausbau Bauen am Wasser Neue Fassaden Bauen mit Stahl und Holz Bauen mit Glas Feuerverzinken und Korrosionsschutz IT und Software Logistik und Verkehr Forschung und Entwicklung Projekte und Produkte Aus Wirtschaft und Verbänden

Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen/Konstanz, © Fotodesign Lang / Elbbrücken, © Sika / Funkfeuer »Taunus«, © DFS / Pink Coach and Car Park, © Paul White/Huber car park systems / Sperrwerk Meldorf, © Schorisch Magis GmbH / Halle 1 der Messe Paris Expo Porte de Versailles, © GKD

Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen/Konstanz © Fotodesign Lang

Funkfeuer »Taunus« © DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Editorial 3 Bleiben Sie gesund ... Der besondere Stahlbau 6 Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen/Konstanz 10 Funkfeuer »Taunus« – der Leuchtturm für Flugzeuge Parkhausbau 12 Hochregal für 150 Fahrzeuge in Melbourne 14 Pink Parking – ein Parkhaus der Superlative im Wembley-Park Bauen am Wasser 16 Stahltore als Hochwasserschutz Neue Fassaden 18 Architektonischer Stahlbau in höchster Qualität 22 Klebetechnologie als »state-of-the-art« 24 »Das große Segel« der Pariser Messe Bauen mit Stahl und Holz 26 Gebäude D(emountable) mit Hybridstruktur Bauen mit Glas 28 Grand Park Hotel in Rovinj IT und Software 30 Architekturbüro Schwarzbold-Lentz hat Bauzeiten im Blick 31 Statik-Software auf neuestem Stand Feuerverzinken & Korrosionsschutz 32 Keine Chance der Korrosion 33 Korrosions- und Brandschutz für besonderen Stahlbau Logistik und Verkehr 36 Transporter mit Elektroantrieb Forschung und Entwicklung 38 Bemessung von Fachwerkbrücken aus Stahl


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Inhalt

Hochregal für 150 Fahrzeuge in Melbourne © Wöhr Autoparksysteme GmbH

Sperrwerk Meldorf © Schorisch Magis GmbH

seele-Klebetechnologie als »state-of-the-art«: Apple Retail Store in Mailand © Giovanni Nardi

Projekte und Produkte 40 Stadiondach der Extraklasse in Paris 42 Stairway to Heaven 43 Schräge Eleganz beim Flachdach-Fenster 44 Libelle im Wiener MuseumsQuartier 45 Neue Akku-Stichsäge überzeugt mit niedrigsten Vibrationswerten ihrer Klasse 46 Multitool-Aktion zum Akku-Welt-Einstieg 47 Neuentwicklung der Cube®-Treppenstufen 47 Korrektur: Ostende mit neuem Bahnhof 48 Transportsystem für kantige Komponenten 49 Schneidverfahren für bunten Werkstoffmix 50 Kabelloses schneiden und biegen von Stahl 51 Sicherheit bei Lagerung und Transport von Bauzäunen 52 Oberflächenschutz für Parkhäuser Aus Wirtschaft und Verbänden 53 Neue herausfordernde Gitterroste im Fokus 54 TGA- und BIM-Experte »On Board« 55 Partnerschaft als Impuls für Technologie im Stahlbau 55 Preisverleihung im März 2021 56 100-jähriges Jubiläum 57 Verwaltungsrat und Gesellschafter der WIEGEL-Gruppe ausgezeichnet 57 Neue Zusammensetzung des Präsidiums Veranstaltungen 58 20. Symposium »Brückenbau« in Leipzig 64 Das Creative-Lab der SEH Engineering GmbH ist gestartet! Termine 65 Klimaschutz und Circular Economy für die Stadt von morgen 65 Absage des 40. Deutschen Stahlbautages 66 Live oder online: DVS Congress 2020 Veröffentlichungen 67 Stahlkonstruktion mit Leichtmetallfassade 68 Unternehmensgeschichte in Wort und Bild 68 Handbuch Stahlbau 2019 69 73

wer macht was Impressum

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Der besondere Stahlbau

Bauwerk bei Nacht © Fotodesign Lang

Deutschland und die Schweiz sind Transitländer, die mit dem Mehraufkommen des Verkehrs im Bereich Güter- und Großtransporte zu kämpfen haben. Und da die Bahnstrecken in Deutschland dem hohen zusätzlichen Verkehr zudem noch immer nicht gewachsen sind, wird mehr und mehr auf die Straße verlagert. Und so entstehen Engpässe, die in keinem Fall hinnehmbar sind, da insbesondere die Fahrer dieser überlangen Fahrzeuge dringend auf Einhaltung ihrer Ruhepausen angewiesen sind. Und da auch die Mitarbeiter an den Zollstationen, insbesondere am Grenzübergang Kreuzlingen/Konstanz an ihre Grenzen stoßen, war der Neubau einer Station, die mit ihrer auskragenden Dachkonstruktion und einer Vielzahl von Lkw-Parkplätzen auf sich aufmerksam machen konnte, geboten.

Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen/Konstanz

Einleitung Die Bauherrschaft, Schweizerische Eidgenossenschaft (Zollverwaltung) und die Bundesrepublik Deutschland (Bundesministerium der Finanzen), vertreten durch das Bundesamt für Bauten und Logistik, hatte sich entschlossen, einen mehrstufigen internationalen Architektenwettbewerb auszuloben, um an dieser markanten Stelle ein Bauwerk errichten zu können, das sich in die vorhandenen Strukturen einfügt und dabei alle Anforderungen der Nutzer erfüllt.

Situation

Abspannung des Fahrbahndach © Fotodesign Lang


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Der besondere Stahlbau

Erscheinungsbild bei Nacht © Fotodesign Lang

Aufgabe Der Grenzübergang zwischen der Schweiz und Deutschland in Kreuzlingen/Konstanz hat mit ca. 21.000 Pkws und ca. 1.000 Lkws pro Tag eine große Bedeutung. Die Planung der Nationalstraße A 7 von Frauenfeld nach Kreuzlingen und ihr Anschluss an die B 33 und weiter an das deutsche Autobahnnetz A 81 Richtung Stuttgart machte einen neuen Grenzübergang außerhalb der Städte erforderlich. Zwischen Deutschland und der Schweiz wurde daher vereinbart, in unmittelbare Nähe der Grenze auf schweizerischem Staatsgebiet eine Gemeinschaftszollanlage zu bauen. Die Koordination und Zusammenlegung der Kontrolltätigkeiten der Zollbehörden beider Staaten erlauben eine rationelle und rasche Abwicklung des Personen- und Warenverkehrs. Teile der Infrastrukturen werden gemeinsam genutzt. Der Raumbedarf und die Größe der Außenanlage wurden durch umfangreiche Verkehrsstudien ermittelt und in Absprache mit dem Kanton Thurgau auf die Region abgestimmt.

Gebäude D mit Rampe © Fotodesign Lang

Architektonisches Konzept Die neue Gemeinschaftszollanlage im Tägermoos als Ergebnis eines mehrstufigen internationalen Architektenwettbewerbs ist aus den vorhandenen landschaftlichen Strukturen entwickelt. Zwischen den historisch gewachsenen Wegen und den Gräben, die das Tägermoos entwässern, wurde ein quadratisches Feld mit der erforderlichen Fläche herausgegriffen und in die geplante Straßenachse gedreht. Entlang diesen neuen Strukturen wurden um den zentralen und überdachten Bereich der Personenkontrolle mit den Abfertigungskabinen die Gebäude in

Axonometrie: Übersicht, Rand- und Innenstütze

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Der besondere Stahlbau

Dank industrieller Vorfertigung und geringer Montagezeit konnte die Anlage in Stahl-Holz-Leichtbauweise errichtet werden, die relativ unempfindlich auf etwaige Senkungen des Untergrundes reagiert. Das einheitliche Konstruktionsraster über alle Teile der Anlage erlaubte einfache Detaillösungen bei hoher Fertigungsqualität und preiswürdiger Bauweise.

Gebäude D aus zwei Perspektiven © Fotodesign Lang

Schichten angelegt: Eingeschossige Bauten dienen der Personenabfertigung, zweigeschossige Bauten der Warenabfertigung und den Spediteuren, der Kontrollpunkt mit Transitabfertigung ist für den Güterverkehr mit dem Zollhof und der Güterrampe sowie als äußere Begrenzung die Schnellspur für den Güterverkehr vorgesehen. Als periphere Einrichtungen sind Velounterstände sowie öffentliche WC-Anlagen angeordnet. Die gesamte Anlage ist mit einer streng strukturierten linearen Baumpflanzung intensiv begrünt. Mithilfe naturnaher Materialien konnte so eine harmonische Einfügung in den sensiblen Bereich des Tägermooses erzielt werden. Das weithin sichtbare und als Landmark erlebbare Fahrbahndach mit den gelben Pylonen – in einer Stahl-Holz-Konstruktion – stellt das Tor beim Grenzübertritt von einem Land zum anderen dar, wobei besonders die Dachkonstruktion aus schweren, gebogenen Stahlträgern weithin sichtbar ist und wahrgenommen wird. Aufgrund der von der Bauherrschaft festgelegten Nutzungsdauer von ca. 15 Jahren wurde die gesamte Anlage so konzipiert, dass diese rückbaubar und demontierbar ist.

Die Konstruktion Die Überdachung der Abfertigungsund Kontrollbereiche mit ihrer leicht wirkenden Wellenform besteht aus einer Stahlprofil-Bogenkonstruktion mit aufgelegten und durch Folien wettergeschützten Holzelementen. Es liegt 4,90 m bis 6,20 m über der Fahrbahn. Die Gesamtfläche wird von fünf aneinandergereihten Bogensegmenten getragen. Die in Querrichtung verlaufenden Hauptträger bestehen aus gebogenen Walzprofilen, IPE 450, die in Längsrichtung verlaufenden biegesteif angeschlossenen Sekundärträger aus Walzprofilen HEA 340 und HEM 300. Die gesamte Konstruktion ist an 15 geschweißten Pylonen mit Zugstangen aufgehängt. Die Pylonen bestehen aus Rohren, zusammengeschweißt mit 50 mm dicken Verstärkungsblechen und einer 100 mm starken Mittelplatte. Die Abspannungen wurden ebenfalls mit Rohren gefertigt. Sie sind beidseitig mit geschraubten Gabelanschlüssen versehen. 20 cm lange Staifix-Gewindeanker ermöglichen das Anheben der Stützenfüße mittels Pressen als Ausgleich für anfällige Setzungen.


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Mit Rahmensystemen in Längs- und Querrichtung wird die Stabilität der Fahrbahnüberdeckung gewährleistet. Die Rahmensysteme bestehen aus den gelenkig gelagerten Pylonen, die über die Aufhängungen mit den Dachträgern verbunden sind. Auf den gewellten Trägern liegen Dreischichtplatten. Die von unten eingesetzten Schrauben verbinden die Holzpaneele mit den Stahlträgern, sodass ein gekrümmtes Flächentragwerk in Stahl-Holz-Verbundbauweise entstehen konnte. Die Stabilisierung der Bögen im Bereich Mitte Fahrbahn erfolgte mittels Oberlichtzargen aus abgekantetem 5 mm dickem Blech. Windkraftversuche, durchgeführt an der ETH Lausanne, dienten als Bemessungsbasis für das wellenformige Dach. Nachts ist die Dachfläche von unten und oben beleuchtet. An der Stahlkonstruktion sind zudem Fahrbahnbeleuchtungen, Lichtsignalanlagen und LSVA-Erfassungsgeräte aufgehängt.

Detail und Konstruktion des Pylons

Brandschutz Für das frei belüftete Stahltragwerk bestanden keine Anforderungen an den baulichen Brandschutz. Lkws mit etwaigen Brandlasten verkehren in der Regel nicht unter diesem Dach.

Bauherren

Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL und Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium der Finanzen Architekt

BMT Architekten BDA, Konstanz Bauingenieur Hochbau

SJB Partner AG, Frauenfeld Korridor und Großraumbüro in Gebäude D © Fotodesign Lang

Bauingenieur Umgebung

IPG Keller AG, Kreuzlingen BHA Bernhard, Frauenfeld


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Der besondere Stahlbau

DFS Deutsche Flugsicherung

Funkfeuer »Taunus« als der Leuchtturm für Flugzeuge

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rd. 5.600 Mitarbeitern (Stand 31.12.2019), davon ca. 2.200 Fluglotsen, die zu verkehrsstarken Zeiten bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum leiten. Doch auch bei weniger Verkehr muss die Flugsicherungsinfrastruktur uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Und obwohl der Verkehrseinbruch in der Luftfahrt enorm ist, im April und Mai 2020 bei ungefähr 15 % des herkömmlichen Verkehrs lag, sind 60–70 % der Lotsen erforderlich, um den Luftraum sicher zu managen.

Antennenkreis und Gitterrostauflage © DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

»Navigationseinrichtung« aus feuerverzinktem Stahl © DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Einleitung Die Fluglotsen arbeiten entweder in einem Tower oder einer Kontrollzentrale. Im Tower werden dabei die Start- und Landefreigaben erteilt. In den Kontrollzentralen überwachen die Radar- oder Centerlotsen die Maschinen im Reiseflug. Für diese Kernaufgabe der Flugsicherung betreibt die DFS eine flächendeckende, sehr aufwendige Infrastruktur, bestehend aus Kommunikation (z. B. Sprechfunk), Ortung (Radaranlagen) und Navigation. Ein Teil der Navigation sind die sogenannten »terrestrischen Navigationseinrichtungen«, z. B.

Funkfeuer, englisch »VOR« (= VHF Omnidirectional Radio Range). Das Drehfunkfeuer »Taunus« steht in Limbach-Hünstetten und funktioniert ähnlich wie ein Leuchtturm: Zwei verschiedene Signale werden gesendet, aus dem zeitlichen Abstand der beiden Signale wird mithilfe von Avioniksystemen im Cockpit automatisch der eigene Standort bestimmt. Funkfeuer sind in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik geraten: Jede flugsicherungstechnische Anlage ist von einem Anlagenschutzbereich umgeben, bei den Funkfeuern beträgt er 15 km. Wird in diesem Bereich etwas


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Der besondere Stahlbau

gebaut, ist die DFS am Genehmigungsverfahren beteiligt und untersucht, ob von Neubauten Störeffekte auf die Technik zu erwarten sind. Das Drehfunkfeuer Taunus wurde am Standort technisch erneuert als ein DVOR (Doppler-Drehfunkfeuer), dessen Signale robuster sind als herkömmliche Drehfunkfeuer (CVOR) und deshalb mehr Toleranz im Hinblick auf die Errichtung von Gebäuden im Anlagenschutzbereich bieten. Für die Zeit der Bauarbeiten wurde eine Interimsanlage als herkömmliches Drehfunkfeuer (CVOR) erstellt, die nur wenige Hundert Meter vom Standort entfernt ist. Diese Anlage wird im Anschluss an die Inbetriebnahme der DVOR vollständig zurückgebaut, die Stromzuleitung wird entfernt, Grundstück und Wege werden in den Ursprungszustand zurückversetzt. Mögliche Störeffekte auf die Interimsanlage, die Beschränkung der Kranhöhe auf 10 m über Geländeoberkante (GOK) und eine begrenzte Stellfläche ließen weder den Einsatz eines Turmdrehkrans noch eines Autokrans bei der Umbaumaßnahme zu. Die Montage erfolgte deshalb mittels Teleskopstapler und Teleskop-Raupenkran. Planung und Bau Die Planungszeit des Gewerkes Stahlbau durch das Ingenieurbüro betrug einschließlich Statik ca. acht Wochen. Die Werkstattplanung wurde in drei und die anschließende Stahlbaubearbeitung des ausführenden Stahlbauers in sechs Wochen erledigt, insgesamt betrug der Gesamtzeitraum der Bearbeitung beim Stahlbauer also neun Wochen. Diese Zeit beinhaltet auch die gesamte Werkstatttätigkeit, einschließlich Verzinkung und Farbbeschichtung. Die Vorortmontage war innerhalb von

fünf Wochen abgeschlossen. Für die ordnungsgemäße Funktion der Anlage ist es wichtig, dass sämtliche Stahlteile leitend miteinander verbunden sind. Dazu müssen die Stöße von Träger zu Träger oder die Kopfplatte der Stützen vor dem Beschichtungsvorgang abgeklebt werden. Die obere Fläche der Träger für die Gitterrostauflage bleibt komplett unbeschichtet. Damit sämtliche Längsspalten alle 15 cm leitfähig gebrückt werden, wurden ca. 11.000 Federstahlklemmen verwendet. Alle Bauteile sind feuerverzinkt. Außerdem sind alle Bauteile – bis auf die zuvor angesprochenen Aussparungen und die Auflagefläche der Pressgitterroste – werkstattseitig mit einer zusätzlichen Farbbeschichtung RAL 7037 versehen (keine Pinsel- oder Rollenbeschichtung). Der Durchmesser der Stahlkonstruktion des Antennenkreises muss exakt 13,50 m messen (Mitte der gegenüberliegenden U-Profile). Das notwendige Gegengewicht muss dabei einen Durchmesser von 40 m haben und ein hohes Maß an Ebenheit aufweisen. Die Konstruktion hat eine Höhe von ca. 5,50 m (Oberkante Gitterroste). Es wurden ca. 65 t Stahlprofile und Stahlträger (u. a. Rundstützen S235 und S355, Träger HEB 220/240 und 450, IPE 140/220/240, U-Profile U 65 und U350) verbaut. Weiter kamen zum Einsatz 12 Stück DETAN-Zugstabsysteme, ca. 1.400 m² Pressgitterroste unterschiedlicher Maschenweite (H = 60 mm), ca. 2.300 Gitterrostbefestigungen mit Selbstbohrschraube. Für die Treppe wurde eine 1,5 t schwere Stahlkonstruktion gefertigt mit einer Ausstiegsluke am Treppenende zum Gegengewicht. Die Luke wird mittels einer elektrischen Hubseilwinde geöffnet. Ausfahrbare Handläufe beim Öffnen der Luke ermöglichen die Nutzung des Handlaufs bis zum Auftritt auf das Gegengewicht.

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Stahlkonstruktion en détail © DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

WEITERE INFORMATIONEN

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH D-63225 Langen Tel.: +49 (0)6103/ 707-0 info@dfs.de www.dfs.de

Bauherr

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Ingenieurbüro

Dorsch International Consultants GmbH Stahlbau

MAE Metall- und Anlagenbau Erfurt GmbH


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Parkhausbau

Wöhr Autoparksysteme

Hochregal für 150 Fahrzeuge in Melbourne

Lebensraum in den Städten wird immer kostbarer und muss zukunftsweisend geplant werden. Verdichtetes Bauen, Apartments mit intelligenten Grundrissen und Parkraumlösungen – das sind Ansätze, urbane Lebensräume attraktiv zu gestalten. Neue Impulse in der Stadtentwicklung setzen dabei Wohnhochhäuser wie Shadow Play im angesagten Flanier-, Geschäfts- und Kreativviertel Melbournes, der Southbank.

Hochhaus für höchste Ansprüche © Wöhr Autoparksysteme GmbH

Hochhaus-Baukunst In der zweitgrößten Stadt Australiens hat das ortsbekannte Architekturbüro Elenberg Fraser ein weiteres Zeichen der Hochhausbaukunst gesetzt. Mit dem rd. 153 m hohen Wolkenkratzer Shadow Play wurde ein erstklassiges Wohngebäude fertiggestellt, das höchsten Ansprüchen an Design, Komfort und Ästhetik gerecht wird. Das Haus verfügt über 630 Apartments, Wellnessanlage, Rooftop-Swimmingpool, Shops, Gastronomie und Bars. Zu

den Annehmlichkeiten zählt auch ein hochmodernes vollautomatisches Parksystem von Wöhr. Im individuell für das Gebäude konzipierten Multiparker 740 können 150 Fahrzeuge sicher, komfortabel und besonders flächenschonend untergebracht werden. Auf insgesamt nur ca. 450 m2 Grundfläche werden die Fahrzeuge auf 11 oberirdischen Parkebenen raumsparend neben- und übereinander im Hochregal gestapelt.


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Parkhausbau

Fassade »mit« Multiparker © Wöhr Autoparksysteme GmbH

Wellenförmige Fassade Dank seiner weich fließenden, silbern schimmernden Fassade wirkt das Gebäude wie eine kinetische dreieckige Skulptur, wie ein Schal, der im australischen Himmel flattert. Die pulsierend anmutende Fassadenfläche besteht aus wellenförmig angeordneten lamellenartigen Platten, die ineinander verwoben sind, wodurch sie abwechselnd eine helle und eine dunkle Seite zeigen. Je nach Betrachtungswinkel bildet sich so ein Schattenspiel – Shadow Play –, signifikant wie der Name des Wohnhochhauses. Apartments und Parkraum Mit seiner prägnanten Form und der auffälligen Erscheinung auf dreieckigem Grundriss zieht das neue Hochhaus sofort alle Blicke auf sich. Doch nicht nur die äußere Form, auch das Innere haben die Architekten Elenberg Fraser und das Innenarchitekturbüro Hecker Guthrie mit hochwertigen Details und Materialien gestaltet. Die Apartments bieten herrliche Ausblicke und können langfristig oder für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden. Verglichen mit traditionellen Hotelzimmern bieten sie viel Platz und großzügiges Wohnen auf ca. 60–90 m².

Viele der Wohnungen werden daher von Reisegruppen mit 4–6 Personen, Familien mit Kindern oder Freunden genutzt. Gemeinschaftsräume mit Küche, Wintergarten und Kamin geben einen einzigartigen Rahmen für viele Anlässe – rd. 50 Stockwerke über Melbourne. Ein Aufenthalt im Shadow Play bietet neben Wohnen, Arbeiten und gepflegt Ausgehen in nächster Umgebung auch zukunftsweisendes Parken von Fahrzeugen bis 160 cm bzw. 200 cm Höhe und einem Gewicht bis zu 2,5 t, schnell und komfortabel möglich. Komfortables Parkkonzept Neben 52 Ebenen für das Wohnen im Turm ist in einem neun Ebenen umfassenden Sockelbereich das hocheffektive vollautomatische Autoparksystem integriert. Passend zum wellenförmigen Fassadendesign zeigt es eine halbtransparente netzartige Außenstruktur. Im Innern sorgt der Multiparker 740 von Wöhr für raumsparendes Parken durch das Neben- und Übereinanderstapeln von Autos im Hochregal. In einem 22 m hohen Lagerbereich werden auf sechs Parkebenen 73 Pkws mit bis zu 160 cm Höhe und auf fünf weiteren Ebenen 77 SUV bis zu 200 cm Höhe automatisch eingelagert. Das Ein- und Ausparken erfolgt über zwei voneinander unabhängige Übergabebereiche.

Weitere Informationen

Wöhr Autoparksysteme GmbH D-71292 Friolzheim Tel.: +49/(0)7044/46-0 info@woehr.de www.woehr.de Vollautomatisches System aus Stahl © Wöhr Autoparksysteme GmbH

Einfahrtsbereich inmitten der Stadt © Wöhr Autoparksysteme GmbH

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Parkhausbau

Pink Coach and Car Park © Paul White/ Huber car park systems

Huber car park systems international

Pink Parking – ein Parkhaus der Superlative im Wembley-Park

Am 21.11.2019 wurde im Londoner Stadtteil Brent nahe dem Wembley-Stadion der Pink Coach and Car Park eröffnet, Europas größtes Bus- und PkwParkhaus aus Stahl. Das Projekt wurde von Quintain entwickelt, dem Unternehmen, das die gesamte Anlage des WembleyParks gestaltet. Verantwortlich für die Ausführung war der deutsche Parkhausspezialist Huber car park systems international GmbH, der gemeinsam mit dem britischen Tiefbauer O‘Keefe das Großprojekt verwirklichte.

Konzeption Pink Parking bietet auf zwei Ebenen Platz für 290 Busse und Fernsehübertragungswagen, die z. B. aus dem Stadion berichten. In den fünf Stockwerken darüber können 734 Pkws eingestellt werden. Insgesamt bietet das Parkhaus Platz für max. 16.500 Besucher. Zwar für das Wembley-Stadion errichtet, finden nicht nur Stadionbesucher Einlass, sondern auch Gäste und Besucher anderer Veranstaltungen. Auch für die SSE- Arena (Wembley-Arena), mit etwa 12.500 Sitzplätzen, sowie den umliegenden 85 ha großen Wembley-Park wird das Parkhaus dringend benötigt, meint Julian Meier, Projektverantwortlicher bei Huber. Eine besondere Herausforderung bestand in der statischen Belastung durch Busse und Übertragungswagen. Hier war die besondere Kompetenz der Ingenieure und Planer bei Huber gefragt. Auch benötigt ein Gebäude dieser Größenordnung spezielle und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen – dies trifft besonders für ein Parkhaus zu.

Brandschutz Während Kameraüberwachungssysteme Einsicht in alle Bereiche ermöglichen, stehen im Bedarfsfall Feuermeldeanlagen und Notfallrufeinrichtungen an zahlreichen Stellen zur Verfügung. Um im Brandfall ausreichend Zeit für Lösch- und Evakuierungsmaßnahmen zu bieten, sind die Busparkdecks nach der Feuerschutzklasse 120 errichtet. Die Bauteile des Gebäudes mit ca. 734 Parkbuchten und 290 Busstellplätzen sollen einem Feuer für 120 min standhalten. Um diese Vorgaben erfüllen zu können, sind alle Stahlträger mit Kammerbeton umhüllt. 730.000 l Wasser aus einem Löschtank unterhalb des Parkhauses können über eine zusätzlich dort installierte Sprinkleranlage direkt in das Busparkdeck geleitet werden. Korrosionsschutz Doch auch der Normalbetrieb bietet seine Herausforderungen. Parkhäuser sind durch das Eindringen von Niederschlägen, Tausalzlösungen oder ölhaltige Verschmutzungen ständigen korrosiven Belastungen ausgesetzt. Ein wirksamer Schutz war unerlässlich:


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Parkhausbau

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Blick auf die Großbaustelle in unmittelbarer Nähe zum Wembley-Stadion © Chris Winter/Huber car park systems

Die Projektverantwortlichen entschieden sich für einen Korrosionsschutz mit duroZINQ. Dazu wurde die Oberfläche von ca. 2.100 t Stahl in Polen veredelt. Ein nicht nur mengenmäßig beachtlicher Prüfstein, sondern auch im Hinblick auf Transport und Logistik. Nach der Behandlung mussten über 13.000 Einzelteile direkt zur Baustelle nach London verbracht werden. Darunter bis zu 18 m lange Stahlträger und sperrige Komponenten, die zur Sicherheit doppelt getaucht wurden. Digitales Wegeleitsystem Für eine zügige Einfahrt und Weiterleitung zu den Stellplätzen arbeitet im Innern des Parkhauses ein ausgeklügeltes Wegeleitsystem mit digitaler Beschilderung. Die Fahrzeuge werden bei der Einfahrt je nach ihrer Länge und Größe erfasst und zu freien Plätzen geleitet. Das Kennzeichenerfassungssystem registriert zudem die Ein- und Ausfahrten. Dieses System soll in Zukunft bei allen Parkhäusern, die in Rheinbrohl geplant werden, zum Standard gehören. Denn das Parkhaus wird digital, so Valentin Rüther, Geschäftsführer. Es kommt ohne Schranken aus, eine Kamera erfasst das Nummernschild. Das Parkhaus meldet an die Navigationsgeräte der Fahrzeuge noch freie Plätze. Und wer nicht mehr weiß, wo er geparkt hat, gibt sein Kennzeichen

in den Automaten ein, der dann den kürzesten Weg anzeigt. Bezahlt werden kann zudem auch über eine App. Beim Pink Parking wurde darüber hinaus Wert auf eine einfache Orientierung gelegt. Da die Gebäude im Wembley-Park mit unterschiedlichen Farben gestaltet sind, wurde die Oberfläche der Parkebenen in Pink gestaltet. So soll den Besuchern das Zurechtfinden erleichtert werden. Zudem werden vier der zehn Treppenhaustürme von rosa LED-Leuchtstoffröhren beleuchtet und mit ihnen die großen schlichten Silhouetten von Stars, die für ihre Wembley-Auftritte bekannt sind. Gestaltung und Planung Die Gestaltung des Komplexes hatte das Londoner Architektenbüro Potter Church & Holmes im Auftrag von Huber übernommen. Die Umsetzung des Projekts kostet umgerechnet etwa 46 Mio. e. Mit den genehmigten Plänen für dieses Großprojekt wurde ein zuvor für das Parken genutztes Areal freigegeben, um Platz für dringend benötigte Wohnsiedlungen zu schaffen. Die meisten Planungsarbeiten wurden von Mitarbeitern in Rheinbrohl erbracht, erläutert Valentin Rüther. Huber car park systems international hat natürlich auch ein Büro in London, sowie eines in Leiden, Niederlande, und seit Kurzem auch in Ismaning bei München.

Weitere Informationen

Huber car park systems international GmbH D-56598 Rheinbrohl Tel.: +49 (0)2635/9544-0 info@huber-carparksystems.com www.huber-carparksystems.com Auftraggeber

Huber car park systems international GmbH, Rheinbrohl/London Architekt

Potter, Church & Holmes, London Verzinker

Metalcynk, Bydgoszcz/Polen


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Bauen am Wasser

Schorisch Magis

Stahltore als Hochwasserschutz

Knapp 200 t bringen die neuen Stahltore des Sperrwerks Meldorf auf die Waage. Sie werden künftig den Hafen und das Umland vor Hochwasser schützen.

Herausforderung Für das Stahlbau-Kompetenzzentrum von Schorisch Magis sind das die größten Stemmtore, die bislang gefertigt wurden. »Die Stahlbauer aus Karstädt haben ganze Arbeit geleistet«, sagt Axel Rathmann vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein. »Das Sperrwerk ist bereits voll funktionsfähig und wurde auch schon geflutet«, so der Ingenieur, der von einer besonders anspruchsvollen, einjährigen Baustelle spricht. Offiziell nimmt das Sperrwerk Meldorf seinen Betrieb wieder im Mai auf. Die Herausforderung bestand v. a. darin, alle sechs Torflügel, die über Monate in Brandenburg gefertigt wurden, auszutauschen. Hierfür waren Schwertransporter und mobile Kranwagen im Einsatz, um die jeweils bis zu 35 t schweren Stahlkolosse sicher vom brandenburgischen Karstädt nach Meldorf zu transportieren und in die Hafeneinfahrt zu hieven. Die vier großen Torflügel messen bei einer Dicke von 0,5 m jeweils 5 m Breite und 13 m Höhe, während die kleineren nur 8 m hoch sind.

Großbaustelle aus der Vogelperspektive: Montage der neuen Stahltore am Sperrwerk Meldorf © Schorisch Magis GmbH

Sperrwerk Meldorf Das Sperrwerk Meldorf, das über den Winter immer ganz geschlossen wird, schützt das Umland rund um Meldorf, das nur zwischen 2 m und 3 m über dem Meeresspiegel liegt, vor steigenden Fluten. Das Sperrwerk Meldorf schließt immer dann seine Tore, wenn der Meeresspiegel bedenklich steigt. Und das ist mehrmals im Jahr der Fall. Der Austausch der alten Stemmtore aus den 1970er-Jahren war notwendig geworden, weil die Konstruktion aus Bongossi-Holz im Lauf der Jahre gelitten hatte. Bohrmuscheln haben außerdem dem eigentlich recht harten Holz durch ihre feinen Bohrkanäle zugesetzt. »Stahltore sind ohnehin viel verwindungssteifer«, nennt Axel Rathmann ein weiteres Argument, warum man nun die Holz- gegen die viel robusteren Stahltore getauscht hat. Bei der Gelegenheit wurden die Flügel um jeweils 1 m erhöht, um Sicherheit gewährleisten zu können, falls der Meeresspiegel an der bekannten Büsumer Bucht tatsächlich klimabedingt künftig ansteigen sollte.


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Bauen am Wasser

Realisierung Während des Austauschs der Tore, für die die ganze Kammer leer gepumpt wurde, haben die Karstädter Stahlbauer einen Rohrnadelverschluss gelegt, um die Deichsicherheit auch ohne Tore vorübergehend zu gewährleisten. Erneuert wurden zudem die in der Sohle verankerten Spur- und die Halslager. Das Sperrwerk Meldorf bietet mit seinen beiden großen Torpaaren doppelte Sicherheit, erläutert Projektleiter Tim Fanzlau. Denn bei Ebbe hält das Sperrwerk das Wasser auch im Hafen, damit die Sport- und Fischerboote nicht auf dem Trockenen liegen. Teilweise arbeiteten 12 Kollegen vor Ort an dem Großprojekt, das mit 4,5 Mio. e veranschlagt war. »Damit wir fristgerecht fertig geworden sind, haben die Männer auch Wochenendund Nachtschichten geschoben«, freut sich Fanzlau über den Einsatzeifer seines Teams.

Tonnenschwere Last am Haken © Schorisch Magis GmbH

Weitere Informationen

Schorisch Magis GmbH D-19357 Karstädt Tel.: +49 (0)38797/74340 info@schorisch.de www.schorisch.de

Größte Stemmtore der Unternehmensgeschichte © Schorisch Magis GmbH

30 JAHRE

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Neue Fassaden

seele

Architektonischer Stahlbau in höchster Qualität

Als weltweit agierender Fassadenbauspezialist ist das Unternehmen seele pilsen in Pilsen/Tschechien der Experte für technologisch anspruchsvollen Stahlbau innerhalb der seele Unternehmensgruppe. Mit höchster Präzision fertigen und konstruieren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzigartige Stahlbaukonstruktionen für architektonische Meilensteine weltweit.

Warum lohnt es sich, den Stahlbau von seele in die ganze Welt zu verschicken? Der Stahlbau ist bei einem Gebäude mit das wichtigste Gewerk. Höchste Präzision und minimale Toleranzen sind die Basis für eine technisch einwandfreie Fassade und machen sich demzufolge sowohl in der wirtschaftlichen als auch der zeitlichen Dimension bezahlt. Bereits 1996 wurde der seele Standort in Pilsen gegründet und gilt seitdem als Wegbereiter und innovativer Partner der Architekten und Bauherren. Alle gefertigten Stahlbaukonstruktionen

erfüllen in besonders hohem Maße die technischen und ästhetischen Projektvorgaben. Der hohe Qualitätsanspruch zieht sich durch alle Phasen der Produktion. Insgesamt rd. 4.200 m² Fertigungsfläche und ein hoher Automatisierungsgrad ermöglichen es, selbst größte Projekte mit komplexen Geometrien effektiv zu realisieren. »Vieles kann man berechnen, was am Ende aber zählt, ist die Erfahrung unserer Mitarbeiter/innen und deren präziser Umgang mit dem Material Stahl«, so Günter Hartl, Geschäftsführer von seele pilsen.

King Abdulaziz Center for World Culture © seele/René Müller

Museumseingang am Monument Gateway Arch © Nic Lehoux


Stahlbauheute 2/2020

Neue Fassaden

Von Amerika bis Asien: architektonische Highlights mit Stahlbau von seele Der Fassadenbauspezialist seele setzt weltweit einzigartige Architekturikonen um. So realisierte seele beispielsweise den spektakulären Eingangsbereich des Gateway Arch Museum in St. Louis. Das Dach setzt sich aus insgesamt 74 dreifach laminierten Scheiben mit bis zu 2 m × 5,5 m Größe zusammen und lagert auf einer 85 t schweren Stahlkonstruktion, und die 38 Edelstahlkragarme bestehen aus gefrästen Edelstahlvollprofilen, die mit Zugstäben vorgespannt wurden. »Das Projekt am berühmten Monument Gateway Arch zeigt unsere Fähigkeiten und im Besonderen unser Know-how, Stahlkonstruktionen so minimalistisch wie möglich auszuführen«, so Hartl. Eine besonders innovative Lösung auf dem Feld der Informationstechniken und Softwarelösungen wurde für das King Abdulaziz Center for World Culture in Dhahran, Saudi-Arabien, entwickelt. Um die Gebäudehülle als Freiformfläche mit gebogenen Edelstahlrohren umzusetzen, ist jedes der ca. 85.000 Edelstahlrohre (mit einer Gesamtlänge von ca. 360 km) aus 1.462 Duplex-Stahl geometrisch einzigartig. Je nach späterer Einbauposition mussten die Rohre entsprechend gekennzeichnet, gebogen und teilweise in einem technisch komplexen Verfahren gequetscht werden. Mittels C#-Programmierung wurde eine spezielle Software für die Biege- und Messmaschinen entwickelt, sodass sie miteinander korrespondieren sowie voneinander lernen und so die Passgenauigkeit der Rohre garantierten.

Stahlbaufertigung in Pilsen © HG Esch

Der von seele pilsen vorgefertige Präzisionsstahlbau wurde millimetergenau auf der Baustelle des Chadstone Shopping Center eingepasst. © seele

Hochgenaue Lasergeräte zur Prüfung der Stahlbau-Elemente © seele

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Freiformen aus Stahl Im Bereich der Schalentragwerke ist die Expertise von seele pilsen gefragt. Tausende Knoten und Verbindungsstücke werden zu Stahlleitern zusammengesetzt, die enorme Spannweiten ermöglichen. So besteht das Dach mit einer Größe von 7.080 m² Eindeckungsfläche des Shopping Center Chadstone in Australien aus 2.810 Stahlknoten. Die gerade fertig produzierte Stahl-Glas-Überdachung der Moynihan Train Hall in New York besteht aus einem seilverspannten Schalentragwerk mit verschweißten Stahl-T-Profilen. Es schließt an den bestehenden Stahlbau des Gebäudes an. In das Schalentragwerk wurden einzelne Aluminium-Glas-Elemente eingesetzt. Insgesamt wurden hierfür 3.160 Isolierglasscheiben und 624 t Stahl verbaut. Ein aktuelles Projekt in New York fordert den vollen Einsatz: Es gilt freigeformte Bleche mit einer Dicke bis zu 70 mm sowie einige Bauteile mit Blech-

Neue Fassaden

dicken von 400 mm zu bearbeiten. Für die komplexe Konstruktion mit schwieriger Geometrie und aufgrund der hohen statischen Auslastung der Konstruktion kommt hochfester Stahl (S460) zum Einsatz. Am Standort von seele in Pilsen bedeutet das für die Mitarbeiter höchste Ansprüche an neue innovative Herstellungsverfahren, Qualität und Genauigkeit. Der Standort von seele in Pilsen mit seinem präzisen Stahlbau lebt die Philosophie der Unternehmensgruppe und ist so innovativer Partner der Architekten und Bauherren. Alle hier gefertigten Stahlbaukonstruktionen erfüllen in besonders hohem Maße technische und ästhetische Projektvorgaben und vereinen Handwerk und Ingenieurbaukunst. Daher sind die Fassadenbauelemente aus Stahl von seele pilsen in aller Welt gefragt.

Versand von Stahlbauteilen zur termingerechten Lieferung © seele

Weitere Informationen

Seele holding GmbH D-88359 Gersthofen Tel.: +49/(0)821/2494-0 info.de@seele.com www.seele.com


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> CREATE AND INSPIRE Staco Gitterroste sind vielseitig einsetzbar, in der Fassadengestaltung, im Geländer- oder Brückenbau, bei Lauf- und Fluchtwegen, Rampen oder Treppen und Bodenflächen. Eine individuelle Gestaltung von Staco Gitterrosten ist durch die hauseigenen Pulverbeschichtungsanlagen möglich, durch die Befüllung der Maschen mit Granulat oder durch Gitterroste mit Holzauflage. Unsere Projekte begleiten wir von Anfang bis Ende mit größter Sorgfalt und Hilfsbereitschaft. Durch eigene Zeichenbüros ist eine optimale Planung Ihrer Bedürfnisse bis hin zur Baufertigstellung möglich. Staco bietet Ihnen nicht nur ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis, Sie profitieren auch von unserer Fachkompetenz!

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Neue Fassaden

seele

Klebetechnologie als »state-of-the-art«

seele wurde Mitte Februar als erstes Unternehmen im Bereich Glasfassaden und Glasdachkonstruktionen mit der höchsten Sicherheitsstufe (S1) nach DIN 2304-1 »Klebtechnik – Qualitätsanforderungen an Klebprozesse« zertifiziert.

Einleitung Nahezu alle Bauvorhaben, die in den letzten Jahren realisiert wurden, beinhalten Verklebungen – von einfachen Versiegelungsarbeiten bis zu strukturellen Verklebungen ohne jegliche mechanische Verbindungen. Die langjährige Erfahrung führte zu einem ausgereiften Klebprozess sowie entsprechenden QS-Maßnahmen. Die professionelle Vorgehensweise wurde nun durch das DIN 2304 Zertifikat bestätigt. Die Norm beschreibt die Prozesskette des Klebens. Da die Qualität verklebter Bauteile kaum zerstörungsfrei überprüft werden kann, muss auf jeden einzelnen Prozessschritt größte Sorgfalt gelegt werden. Seele hat dazu in den letzten Jahren in die spezielle Ausbildung des eigenen Personals investiert. Von der DVS-EWF-Ausbildung zum Klebpraktiker über die Klebfachkraft bis zum Klebfachingenieur sind die Mitarbeiter entsprechend ausgebildet.

Technik des 21. Jahrhunderts Moderne Architekturentwürfe sehen glatte Oberflächen mit maximaler Transparenz und minimalster Konstruktion vor. Weder Deckleisten noch mechanische Verbindungen sollen die Optik stören. Aus diesem Grund wird vermehrt auf strukturelle Verklebungen gesetzt. »Kleben ist die Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts. Nicht nur, dass dadurch Verbindungen unterschiedlicher Materialien, wie Glas mit Aluminium usw., möglich sind, sondern die Verklebungen übernehmen auch lastabtragende Funktionen. Die Klebetechniken sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Lasten und für Elastizität bei Wärmeausdehnungen und Windlasten«, so Horst Erhard, European Adhesive Engineer (EAE) bei seele.

Apple Retail Store in Mailand © Giovanni Nardi


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Eigenentwicklung: Silikoniermaschine © seele/René Müller

Bei nahezu allen Projekten setzt seele Verklebungen ein, denn Design und Funktion ergänzen sich gleichermaßen. Ein Minimum an Konstruktion und ein Maximum an Klebe-Knowhow zeigt der Apple Retail Store in Mailand, dessen Eingangsfassade aus vier Fassadenscheiben besteht, die lediglich durch Silikonverklebungen verbunden sind. Die Verklebung erfolgte in der Einbausituation auf der Baustelle und ist daher um einiges schwerer zu kontrollieren, weshalb auf der Baustelle die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine ausgezeichnete Qualität sicherzustellen. Ein weiteres Beispiel ist das 42 m lange Glasdach am Place Ville Marie in Montreal, bestehend aus nur 18 Isoliergläsern. Die 15 m langen und 2,5 m breiten Isoliergläser, mit einem Eigengewicht bis zu 5,6 t, werden von 8-lagigen Verbundglasträgern gestützt, die ebenfalls 15 m lang sind. Aufgrund

des Architektenentwurfs sind die Konsolen der Träger in der Wand versteckt, sodass das Dach zu schweben scheint. Auch hier wurde auf SG-Verklebung gesetzt, um das Dach gegen abhebende Lasten aufgrund der Windbelastung zu sichern.

... Silikonarbeiten © seele holding GmbH/René Müller

Weitere Informationen

seele holding GmbH D-88359 Gersthofen Tel.: +49/(0)821/2494-0 info.de@seele.com www.seele.com

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Neue Fassaden

GKD – Gebr. Kufferath

»Das große Segel« der Pariser Messe

Die Transformation des Messegeländes Porte de Versailles ist spektakulär: Mit Dominique Perrault, Christian de Portzamparc, Valode & Pistre, Jean Nouvel sowie Jean-Michel Wilmotte gestalten hier gleich fünf französische Stararchitekten Hallen und Hotels neu.

Halle 1 der Messe Paris Expo Porte de Versailles © GKD – Gebr. Kufferath AG

Aufgabe und Umsetzung In drei Bauphasen wird das 35 h große Areal zu einem multifunktionalen Veranstaltungs- und Naherholungszentrum umgestaltet. Perrault verlieh Halle 1 mit einer 240 m langen Fassade aus Metallgewebe von GKD – Gebr. Kufferath AG ein neues Gesicht. 1923 wurde diese Messe in Sichtweite des Eiffelturms gebaut. Dieser zentralen Lage verdankt sie den hohen Publikumsandrang. Mit 7,5 Mio. Besuchern und mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr gilt sie heute als eines der größten Eventzentren Europas. Auf einer Nutzfläche von 220.000 m² verteilen sich acht Messehallen, die insbesondere für Endverbrauchermessen genutzt werden. Um diese führende Rolle als Veranstaltungsort nachhaltig auszubauen, wurde im Jahr 2015 eine auf zehn Jahre ausgelegte Renovierungsmaßnahme gestartet. Mit einer geplanten Gesamtinvestition von 500 Mio. e entsteht so ein architektonisch anspruchsvoller Komplex aus Empfangsbereich, Hotels, Parkplätzen und Restaurants. Bei laufendem Messebetrieb erfolgt der Rückbau auf sieben Hallen, die trotz ihrer individuellen Gestaltungskonzepte ein harmonisches Ganzes bilden. Verschiedene Parks mit insgesamt 20.000 m² Grün-

fläche machen sie zu einem attraktiven Naherholungsgebiet. Im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten wurden die Hallen 1, 4 und 7, die Plaza am Eingang des Geländes sowie das 50.000 m² große Kongresszentrum modernisiert. Vorgelagerte Fassade Dominique Perrault übernahm die Fassadengestaltung der Halle 1, die mit einer Fläche von 44.000 m² auch die größte ist. Zentrales Element seines Entwurfs war eine 240 m breite und bis zu 20,5 m hohe Fassade aus Metallgewebepaneelen, die mehrere Meter vor der eigentlichen Fassade auf einer Stahlkonstruktion aus schlanken Stahlstreben befestigt sind. So entsteht eine Galerie, die die Besucher zum Flanieren entlang der Halle einlädt. 24 Gewebepaneele, jede 13 m breit und 14 m hoch, bilden in 8 m Höhe über dem Boden ein Segel. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall gewährt er einen schemenhaften Blick auf die dahinter liegende Glasfront und überragt sie dabei auf weiten Strecken. Dieser Wirkung verdankt die Fassade ihren Namen La grande Voile (Das große Segel). Die Transparenz des Spiralgewebes vom Typ Escale ermöglicht den Besuchern ungehinderte Blickbeziehungen mit der Außenwelt.


Neue Fassaden

Fassade aus Edelstahlgewebepaneelen © GKD – Gebr. Kufferath AG

Edelstahlspiralen mit goldfarbener Beschichtung © GKD – Gebr. Kufferath AG

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Eingewebte Sonnenreflexe Insgesamt 3.355 m² des Sondergewebes aus Edelstahl mit der Teilung 10,5 × 1,2 kamen hierfür zum Einsatz. Um den für eine Nordfassade typischen begrenzten Lichteinfall zu kompensieren, ließ Perrault ein Drittel der Spiralen goldfarben beschichten und scheinbar zufällig linienförmig auf der Fläche verteilen. So verleihen sie dem Gewebe die Anmutung einer Sonnenlichtreflexion und schimmern je nach Betrachtungswinkel im Wechselspiel mit Tageslicht oder abendlicher Beleuchtung des Geländes. Mittig in die vorgelagerte Membran integriert ist ein riesiger LED-Screen, auf dem Veranstaltungen aus der Halle übertragen werden. Diese repräsentative Kombination von Metallgewebe und Videoplattform macht die Fassade auch im Rahmen der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2024 zum perfekten Entree: Als Austragungsort der Handballwettkämpfe lenkt die Halle 1 der Paris Expo Porte de Versailles dann mit ihrem großen, schimmernden Segel die Augen der Sportbegeisterten aus aller Welt auf sich. Weitere Informationen

GKD – Gebr. Kufferath AG D-52353 Düren Tel.: +49 (0) 2421/803-0 architekturgewebe@gkd.de www.gkd.de Bauherr

Viparis Architekt

DPA Dominique Perrault Architecture Gewebehersteller

GKD – Gebr. Kufferath AG Beschichtung und Transparenz für ungehinderte Blickbeziehungen © GKD – Gebr. Kufferath AG

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Gewebetyp

Escale 10,5 × 1,2


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Bauen mit Stahl und Holz

Bauwerk nach Fertigstellun © Lucas van der Wee

Metsä Wood

Gebäude D(emountable) mit Hybridstruktur

Das Architekturbüro cepezed aus den Niederlanden wollte ein viergeschossiges Bürogebäude erstellen, das bei Bedarf an einen anderen Standort bewegt werden kann. Das Endergebnis: eine Hybridstruktur, die Stahl mit Holzelementen und einer Glasfassade kombiniert.

Vorfertigung und Montage Durch die Verwendung von Kerto LVL-Furnierschichtholzelementen wurde das Projekt nachhaltiger. Zudem waren die leichten Elemente äußerst leicht zu montieren. Die Bodenelemente wurden in dem Werk von De Groot Vroomshoop hergestellt und waren damit in den engen Straßen von Delft einfach zu handhaben. Die Montage der tragenden Struktur ging dann schnell vonstatten. »Ich war beeindruckt von der Schnelligkeit der Montage«, so Jan Pesman, Architekt und Gründer von cepezed.

Prinzip des Baukastensystems © Metsä Wood

»Die gesamte tragende Struktur wurde in nur drei Wochen zusammengebaut. Unsere Entscheidung für Kerto® LVL war die richtige. Diese Elemente waren praktisch und äußerst geeignet für die Vorfertigung und industrielle Baumethoden.« Die Verbindungen wurden so konzipiert, dass sie reversibel bleiben. Das bedeutet, dass das Gebäude leicht demontiert werden kann. Die Verwendung von Holzelementen bedeutet auch, dass der gesamte Prozess umgekehrt werden kann:


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Bauen mit Stahl und Holz

Montage der vorgefertigten Elemente © Lucas van der Wee

»Man kann das Gebäude auch demontieren und es woanders wieder aufbauen. Falls erforderlich oder gewünscht, kann man dieses Gebäude einfach an einen anderen gewünschten Standort bewegen«, so Statikerin Elise van Westenbrugge-Bilardie vom Büro IMd Beratende Ingenieure. Entstanden ist ein D(emountable), eine elegante Kombination aus Stahl, Holz und Glas. Die Verwendung von vorge-

Innenräume des zukunftsweisenden Gebäudes © Lucas van der Wee

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fertigten Elementen war für cepezed ein gutes Prototyp-Projekt für zukünftige Hybridbauprojekte. »Eines der Ziele war es, das Gebäude so leicht wie möglich zu machen«, erklärt van Westenbrugge-Bilardie, »cepezed brachte uns auf die Idee, Holzelemente bei der Konstruktion zu verwenden. Wir wollten außerdem kleine Elemente verwenden, damit die Teile leicht zum Standort transportiert und dort kombiniert werden können.« »Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, Kerto® LVL-Furnierschichtholzelemente wiederzuverwenden«, so Pesman. Weitere Informationen

Metsä Wood Deutschland GmbH D-28237 Bremen Tel.: +49 (0)421/6911-0 viivi.kylama@metsagroup.com www.metsagroup.com


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Bauen mit Glas

Blick aus dem zentralen Ballsaal © sedak GmbH & Co. KG

sedak

Grand Park Hotel in Rovinj

Die Sichtachse auf die pittoreske Altstadt der kroatischen Hafenstadt Rovinj, das Mittelmeer und die vorgelagerte Insel der Heiligen Katarina waren für die Architekten von 3LHD der zentrale Punkt bei der Planung des neuen »Grand Park Hotel Rovinj«.

»Stahlkraft« der Umgebung © sedak GmbH & Co. KG

Gestaltung mit »Spiegelung« Die Nordwestseite des zentralen Ballsaals öffnet sich mit einem 3,2 m ×15 m großen Isolierglas und gibt den Blick auf dieses adriatische Idyll frei. »Die Reflexion von Glas ist für uns ein sehr wichtiges Charakteristikum dieses architektonischen Elements, das oft unterschätzt wird«, erklären die Architekten. Und so entfaltet sich der Dialog in der Spiegelung der Stadtszenerie, die auf eine bald 2000-jährige Geschichte zurückblickt.

Für die Architekten war früh klar, dass dem besonderen Ausblick die entscheidende Rolle in der Gestaltung zukommt. So wurden alle Räume mit freier Sicht auf Bucht und Stadt geplant. Für den großen Ballsaal, das Herz des Hotels, hatten sie etwas Besonderes geplant und bei sedak angefragt, was in diesem Umfeld maximal möglich ist. Um den ungehinderten Blick zu gewährleisten und der Szenerie einen passenden Rahmen zu geben, wurde der Raum in Relation zum restlichen Gebäude gedreht. »So großes Glas lässt die Grenzen zwischen Innen und Außen komplett verschwinden. Wir können damit atemberaubende, fast unreale Effekte erzeugen«, betonen die Architekten und diese rechtfertigen den Aufwand. Isolierglas als Blickfang Bei sedak wurde das 3,2 m × 15 mIsolierglas vollautomatisch gefertigt. Gut verpackt erreichte das 5 t schwere Glas Rovinj. Dort wurde es von einem Kran mit einem 50-m-Ausleger behutsam über das Hotel an seinen


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Bauen mit Glas

Grand Park Hotel Ronvinj mit Jachthafen © Jure Živkovic

Bestimmungsort gehoben und mithilfe von Führungs­schienen in seine aufwendig geplante Halterung gebracht. Diese trägt neben der Scheibe noch einen dem Glas vorgelagerten, 5 m auskragenden Balkon, der das Fenster in Schatten hüllt. Dadurch verstärkt sich die Transparenz. Zudem liegt zu Füßen des Ballsaals eine große Wasserfläche, die die Reflexion der Altstadt auch beim Blick von innen aufnimmt und an den Betrachter weitergibt.

Reflexionen vor der Panoramascheibe © Jure Živkovic

Dieses vielfältige Einwirken auf den transparenten Baukörper macht das artifizielle Objekt im Dialog mit seiner Umgebung zu einem Mittler, der nicht nur zu erzählen vermag, sondern auch selbst brilliert. Weitere Informationen

sedak GmbH & Co. KG D-86368 Gersthofen Tel.: +49 (0)821/2494823 info@sedak.com www.sedak.com

Architekten

3LHD (Zagreb) Innendesign

Lissoni Architettura

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IT und Software

Weise Software

Architekturbüro Schwarzbold-Lentz hat Bauzeiten im Blick

Vereinfachung des Baustellenmanagements © Schwarzbold-Lentz

Büroausstattung: CAD-Software und ... © Schwarzbold-Lentz

... digitaler Projektmanager zur Steuerung © Schwarzbold-Lentz

Bauzeiten- und Bauablaufpläne zur Orientierung © Schwarzbold-Lentz

Dass man mit einer guten Planung Bauzeiten verkürzen, Kosten senken und damit bei Bauherren und Investoren punkten kann, hat Architekt Ralf Schwarzbold-Lentz früh erkannt. Für den ehemaligen Tischler gehören Zuverlässigkeit, Kosten- und Terminsicherheit ebenso zum Selbstverständnis eines Bauplaners, wie eine an den Bedürfnissen der Bauherren orientierte Architektur. Seit 1998 plant er Ein- und Mehrfamilienhäuser, An- und Umbauten, Verwaltungs- und Geschäftsgebäude, Kindergärten, Sporthallen, Mensen und Hotels in den HOAI-Leistungsphasen 1 bis 9. Zum Einsatz kommen dabei neben CAD- und AVA- auch die HOAI- und BauzeitenplanungsProgramme von Weise Software. Da er sich nicht nur auf sein »Bauchgefühl« verlassen wollte, nutzte der Architekt schon seit geraumer Zeit einen digitalen, allerdings zu komplexen Bauzeitenplaner: »Ich hatte eine sehr aufwendige Software für meine Bauzeitenpläne. Da kam ich auf die Idee, die Firma Weise Software, deren HOAI-Software ich schon länger nutzte, auf die Entwicklung eines Bauzeitenplanungs-Moduls anzusprechen.« Die Idee wurde mit Begeisterung aufgenommen und in Form des »Projekt-Managers« von Weise Software umgesetzt. Arbeitsabläufe und gegenseitige Abhängigkeiten in Form von Balken-, Struktur- oder Netzplänen lassen sich damit übersichtlich darstellen, Ressourceneinsätze optimieren, Schwachstellen und Engpässe aufdecken. Werden Vorgänge und Termine miteinander verknüpft, kann er exakt berechnen, welche Folgen die Terminverschiebung eines oder mehrerer Gewerke auf Folgetermine hat. »Mit der Software wird die tatsächliche Terminsituation transparent und ich kann rechtzeitig eingreifen, wenn der Beginn von Folgearbeiten oder gar der Fertigstellungstermin gefährdet ist«, argumentiert Schwarzbold-Lentz.

Bauzeiten- und Bauablaufpläne werden nicht nur für die Planung und Steuerung von Baustellen oder für das Ausloten von Alternativen mithilfe von »Wenn-dann-Analysen« genutzt, sondern auch, um Bauherren einen detaillierten Zeitablauf ihres Bauvorhabens an die Hand zu geben. Alle Handwerker erhalten mit dem LVText parallel einen Bauablaufplan zur Orientierung, wer was wann erledigen muss. Neuerdings ergänzt Schwarzbold-Lentz die Balkendiagramme mit aus den Ausschreibungen ermittelten Preisen. Dadurch erhält er eine zeitliche Übersicht der anfallenden Kosten, damit seine Kunden beispielsweise die jeweils notwendigen Finanzmittel rechtzeitig bereitstellen können. Dass viele seiner Berufskollegen für die Baustellensteuerung noch immer auf Excel-Tabellen, Handskizzen, auf ihr Bauchgefühl vertrauen, kann Schwarzbold-Lentz nicht nachvollziehen: »Digital vernetzte Balkenpläne sind eine wunderbare Erfindung, weil man auch komplexe Zusammenhänge stets im Griff hat und bei unvorhergesehenen Ereignissen schnell reagieren kann.« Gefragt nach Tipps für Einsteiger, reagiert er deshalb auch ganz spontan mit einem simplen Tipp: »Fangen Sie einfach an, mit digitalen Projekt-Managern zu arbeiten. Es ist alles weitgehend selbsterklärend. Und wenn Sie mal nicht weiterkommen, rufen Sie die Hotline an. Die helfen ganz sicher weiter.« Weitere Informationen

Weise Software GmbH D-01187 Dresden Tel.: +49 (0) 351/ 873215-00 info@weise-software.de www.weise-software.de


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IT und Software

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Frilo

Statik-Software auf neuestem Stand Tragwerksplanern steht die neueste Version der FRILO-Statik-Software zum Download zur Verfügung. Der Anbieter für innovative Lösungen für Statik und Tragwerksplanung hat neben den neuen Eurocodes für Österreich auch ein neues Programm für die Berechnung von Dächern implementiert. Zudem wurden weitere Programme um nützliche Funktionen erweitert und um Partnerprodukte ergänzt. Die FRILO Software GmbH passt ihre Statiklösungen kontinuierlich an die aktuell geltenden Normen an. Für die Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten wurde im aktuellen Release der neue Eurocode ÖNORM B 1993-1-1:2017-11 implementiert. Darüber hinaus enthalten ab sofort alle Grundbauprogramme den neuen Eurocode ÖNORM B 1997-1-2:2019. Alle Lösungen der Programmgeneration PLUS verfügen über einen Bemerkungseditor. Dieser ermöglicht das Einfügen von Bildern und Tabellen in die Ausgabe sowie eine komfortable Formatierung der Bemerkungen. Zur einfacheren Bedienbarkeit wurden die Lösungen Durchlaufsparren D9, Pfettendach D11 und Kehlbalkendach D12 in einem Programm zusammengefasst. »Dach+ ersetzt die bisherigen Dach-Lösungen auf Basis der neuen PLUS-Oberfläche. Tragwerksplaner können die einzelnen Dachvarianten über einen Assistenten auswählen.« Neu im Produktportfolio ist die Lösung Holzträger nachgiebig verbunden HNV+.

Das Programm Stabwerk RSX wurde um das Material Stahlbeton ergänzt. Darüber hinaus ist über eine Zusatzoption ab sofort die Eingabe von Flächenlasten möglich. Im Gebäudemodell GEO bleibt die Verknüpfung zur Bauteilposition bei der Übergabe in die Bauteil-Bemessungsprogramme fortan erhalten. Als neues Programm wurde außerdem der Gebettete Balken BEB+ an das Gebäudemodell angeschlossen. Tragwerksplaner in Deutschland können im Programm Durchstanzen B6+ neben anderen Durchstanzbewehrungen ab sofort auch Gitterträger der Filigran Trägersysteme GmbH & Co. KG wählen. Für Großbritannien

wurden die Dübelleisten der RFA-Tech Ltd. implementiert. Im Programm Stahlbetonstütze B5+ kann nunmehr die Bemessung für den hochfesten Bewehrungsstahl SAS 670 der Stahlwerk Annahütte nach dem allgemeinen Verfahren durchgeführt werden. Die Produktdatenbank für Zulassungsmauerwerk wurde um das Produktprogramm von Kellerer ZMK Ziegelsysteme erweitert. Weitere Informationen

FRILO Software GmbH D-70469 Stuttgart Tel.: +49 (0)711/810020 info@frilo.eu www.frilo.eu

FRILO A NEMETSCHEK COMPANY

INNOVATIVE LÖSUNGEN FÜR STATIK UND TRAGWERKSPLANUNG. www.frilo.eu

Neue Termine zu Webinaren und Online-Trainings im FRILO-Campus unter: www.campus.frilo.eu


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Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Richard Geiss

Keine Chance der Korrosion Perfekter Schutz für perfekt gereinigte Teile und Oberflächen bieten die GEISS Korrosionsschutzkonzentrate RG PROTECT 180 und RG PROTECT 160. Eingesetzt für die Oberflächenreinigung, wirken sie in Chlorkohlenwasserstoffen, Kohlenwasserstofflösungen und modifizierten Alkoholen. RG PROTECT 160 überzeugt mit einem besonders hohen Korrosionsschutz. Es ist somit bestens geeignet für den Einsatz in der industriellen Teile- und Oberflächenreinigung. »Mit unseren Korrosionsschutzkonzentraten haben Unternehmen die wirksame und lang anhaltende Konservierung ihrer Teile und Oberflächen fest im Griff«, so Bastian Geiss, geschäftsführender Gesellschafter der Richard Geiss GmbH. »RG PROTECT 160 wurde speziell für Unternehmen in der industriellen Teile- und Oberflächenreinigung entwickelt, für die ein lang wirkender Korrosionsschutz wichtig ist«, erklärt Bastian Geiss weiter. Der RG PROTECT 160 ist noch höher konzentriert als der RG PROTECT 180. Der Zusatz von 2 % im Konservierungsbad ermöglicht einen wirksamen Korrosionsschutz bis zu zwei Monate (bei Lagerung unter Dach). Zum Vergleich: Bei gleicher Dosierung garantiert der RG PROTECT 180 einen Korrosionsschutz bis zu einem Monat. Bei einem 12%igen Zusatz von RG PROTECT 160 ist sogar ein Schutz der Teile bis zu zwölf Monate (ebenfalls Lagerung unter Dach) garantiert. Unternehmen bekommen also Konzentrate, die individuell auf ihre jeweiligen Korrosionsschutzvorgaben abgestimmt sind.

Perfekter Korrosionsschutz im PER-Bad © Richard Geiss GmbH

»In 2- bis 12%iger Konzentration im Konservierungsbad hinterlassen die beiden Konzentrate einen transparenten, wirksamen und lang anhaltenden Schutzfilm, der sowohl im Salzsprühtest als auch im Feuchtklimatest sehr gute Ergebnisse erzielt.« Um einen gezielten Korrosionsschutz zu gewährleisten, muss die Konzentration des Schutzmediums im Lösemittelbad bestimmt werden. Für modifizierte Alkohole erfolgt die Bestimmung mittels GEISS Digital Indexer mit per GEISS PER Density Test. Die beiden Korrosionsschutzkonzentrate verharzen nicht, sind barium- sowie VOC-frei und geruchsmild bei der Anwendung. Sie stehen in unterschiedlichen Gebinden, von 20–1.000 l zur Verfügung. Weitere Informationen

Richard Geiss GmbH D-89362 Offingen Tel.: +49 (0)8224/807-0 info@geiss-gmbh.de www.geiss-gmbh.de

Bestimmung der richtigen Konzentration © Richard Geiss GmbH


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Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

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Neuer Haltepunkt »Elbbrücken« in Hamburg © Sika Deutschland GmbH

Sika

Korrosions- und Brandschutz für besonderen Stahlbau

Baumstützen aus Stahl © Sika Deutschland GmbH

Verbindung von U-Bahnhof und S-Bahn-Haltepunkt © Sika Deutschland GmbH

Die Stahlkonstruktionen an Hamburgs neuem Halte- und Umsteigepunkt »Elbbrücken« für U- und S-Bahn-Fahrgäste sind mit Beschichtungssystemen von Sika langfristig vor Korrosion und gegen Brand geschützt. Novum bei diesem Bauvorhaben ist der zusätzliche Einsatz eines Brandschutzsystems, welches nicht nur die Feuerwiderstandsdauer der tragenden Bauteile erhöht, sondern auch den hohen Anforderungen an einen Korrosionsschutz in maritimer Umgebung gerecht wird. Mit der Kompatibilität beider Systeme hat sich die Sika Deutschland GmbH ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Die neue U- und S-Bahn-Haltestelle wird künftig von bis zu 20.000 Fahrgästen täglich genutzt. Entsprechend hoch sind die funktionalen und architektonischen Ansprüche. Denn auf den letzten Metern verläuft die U-Bahn oberirdisch. Von dem hochgelegenen gläsernen Bahnhof aus wie auch am Verkehrsknoten selbst bieten sich eindrucksvolle Blicke auf Elbphilharmonie, Michel und Elbe. Die Konstruktion der Bahnsteigüberdachung für die U-Bahn- wie auch für die S-Bahn-Haltestelle besteht aus einem außen liegenden, gebogenen Tragwerk aus Stahl. Darunter verläuft die abgehängte Verglasung des Hallen-

dachs. Die Stahlbögen überspannen die Haltestellen diagonal und sind verdrillt gekrümmt. Das ausführende Stahlbauunternehmen SEH Engineering GmbH hat dafür eigens Biegeund Montagevorrichtungen entwickelt, um den Profilverlauf der geschweißten, doppel-T-förmigen und verschränkten Bogenbinder exakt zu realisieren. Bei der Vergabe des Stahl-Innovationspreis 2018 der Wirtschaftsvereinigung Stahl wurde daher die SEH Engineering GmbH für die Konstruktion des Stahldachs mit dem 1. Preis bedacht. In der Halle der U-Bahn-Haltestelle befinden sich drei Ebenen. Über eine Fußgängerbrücke, den sogenannten »Skywalk«, ist der U-Bahnhof mit der künftigen S-Bahn-Haltestelle verbunden. Der gesamte Stahlüberbau der S- und U-Bahn-Haltestelle wird mit einem Beschichtungssystem von Sika gemäß TL/TP-KOR-Stahlbauten, Blatt 87, vor Korrosion geschützt. Dieses besteht aus der Grundbeschichtung SikaCor Zinc R, dem Kantenschutz SikaCor EG Phosphat und der Zwischenbeschichtung SikaCor EG-1. Die abschließende Deckbeschichtung SikaCor EG-4 wurde im Farbton DB 702 appliziert.


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Die Untersichten des Gleisüberbaus und die Baumstützen am U-BahnHaltepunkt sind mit einem 2-komponentigen Brandschutzsystem von Sika versehen: Um die Feuerwiderstandsdauer der tragenden Bauteile zu erhöhen, wurde auf die Grundbeschichtung SikaCor Zinc R und den Kantenschutz SikaCor EG Phosphat der Dämmschichtbildner Sika Unitherm Platinum appliziert. Als abschließende Deckbeschichtung kam auch hier SikaCor EG-4 im Farbton DB 703 gemäß Blatt 87 zum Einsatz. Der Stahlüberbau »Elbbrücken« ist eine der ersten Stahlkonstruktionen, die komplett mit dem Korrosionsschutzsystem von Sika in Kombination mit einem Sika-Brandschutzsystem ausgestattet ist. Beide Systeme sind miteinander kompatibel. Das Resultat sind erhebliche Zeiteinsparungen bei der Fertigung im Werk und auf der Baustelle, da keine unterschiedlichen Grund- und Deckbeschichtungen verwendet werden müssen. Die werkseitige Vorbeschichtung erfolgte durch die Surface Protection GmbH, ein Tochterunternehmen der SEH Engineering GmbH. Besonderes handwerkliches Können war an den runden Baumstützen des Skywalk erforderlich, um eine gleichmäßige Schichtdicke zu erzielen. Die Schweißstöße wurden bauseits entsprechend den Vorgaben der ZTVING mit der Grundbeschichtung, dem Kantenschutz und der Zwischenbeschichtung auf das Niveau der Werksbeschichtung gebracht. Abschließend wurde die gesamte Stahlkonstruktion mit der Deckbeschichtung SikaCor EG-4 im Farbton DB 702 beschichtet. Die Beschichtung der Deckblechoberseiten im Bereich der Gleisquerung und der Fußgängerbrücken erfolgte gemäß ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 4 – Brückenbeläge auf Stahloberflächen. Dafür wurde Sika Ergodur 500 S als Grundbeschichtung zweifach appliziert. Anschließend folgte die Abdichtung mittels einer BitumenSchweißbahn.

Feuerverzinken & Korrosionsschutz im Stahlbau

Einheben des äußeren Tragwerks © Sika Deutschland GmbH

Aufbau des Beschichtungssystems © Sika Deutschland GmbH

Schweißstöße mit Korrosionsschutzsystem © Sika Deutschland GmbH

Insgesamt sind an den neuen Haltestellen »Elbbrücken« ca. 12.000 m² der Stahlkonstruktionen mit Systemen der Sika Deutschland GmbH geschützt. Bereits bei der Korrosions- und Brandschutzplanung waren Fachberater der Sika Deutschland GmbH beteiligt und unterstützten die Planer und Verarbeiter. Die Beschichtungsarbeiten selbst wurden jeweils von Sika-Anwendungstechnikern begleitet. Die Serviceleistungen rund um das Bauvorhaben – von der Planung bis hin zur Durchführung im Werk und auf der Baustelle – wurden bei der Realisierung der neuen ElbbrückenHaltestellen in Hamburg seitens des Bauherrn, des Auftragnehmers und deren Applikatoren hoch geschätzt.

Weitere Informationen

Sika Deutschland GmbH D-70439 Stuttgart Tel.: +49 (0)711/80090 info@de.sika.com www.sika.de


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Logistik und Verkehr

ABT e-Line

Transporter mit Elektroantrieb

e-Transporter mit attraktivem Aeropaket © ABT e-Line GmbH

Anfang Juni 2020 geht der ABT eTransporter 6.1 in Produktion. Wie beim Vorgänger ist die ABT e-Line als offizieller Premium-Partner von Volkswagen Nutzfahrzeuge für die Umrüstung des Fahrzeugs auf Elektroantrieb zuständig. Als strategischer Kooperationspartner fungiert dabei die Schaeffler Gruppe. Diese leistet seit 2014 zusammen mit der ABT Gruppe im Rahmen einer Technologiepartnerschaft Pionierarbeit in der Formel E. Die Spitzenleistung des ABT e-Transporters 6.1 beträgt 83 kW, das maximale Drehmoment 200 Nm. Das Fahrzeug wird mit Höchstgeschwindigkeiten von 90 km/h, optional bis 120 km/h, ausgeliefert. Die 333 kg wiegende Batterie ist mit Wechselstrom an ei-

ner 7,2-kW-Wallbox in rd. 5,5 Std. vollständig aufgeladen, an einer SchnellLadestation in rd. 45 min zu 80 %. Zu kaufen oder leasen ist das Fahrzeug über ausgewählte Händler von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) und über die ABT e-Line Partner. Bei der Orientierung hilft die internationale Händlersuche. Denn der Transporter wird auch in Frankreich, Schweden, Polen, Spanien, England und Italien verfügbar sein. Der ABT e-Transporter 6.1 sieht jedoch nicht nur attraktiv aus, sondern er bietet auch das volle Laderaumvolumen von 6,7 m³. Als Kombi oder Caravelle befördert er bis zu neun Personen. Die maximale Nutzlast beträgt 977 kg in der Nutzfahrzeugausführung und bis zu 1.096 kg beim Pkw. Der ABT e-Transporter 6.1 wird mit langem Radstand und als Rechts- wie Linkslenker angeboten. Die Nettolistenpreise starten als Kastenwagen bei 44.990 e, als Kombi bei 49.623 e und als Caravelle Comfortline bei 56.475 e. Ein ABT e-Transporter-Leasing ist ebenso möglich.

Weitere Informationen

ABT e-Line GmbH D-87437 Kempten Tel.: +49 (0)831/57140-58 info@abt-sportsline.de www.abt-sportsline.de


Wo werben? Wir bauen mit Stahl ist unser Leitsatz, wobei Stahl in Verbindung mit Glas, Holz und Beton verstärkt in den Fokus rückt. Hinzugekommen sind Rubriken wie »Logistik + Verkehr« oder »IT und Software«, die unter anderem BIM sowie neue Entwicklungen und Verfahren thematisieren. Da »Stahlbau heute« in den Firmen weitergereicht wird, treffen Sie mit Ihren Veröffentlichungen auf ein breites Fundament interessierter und entscheidungsfreudiger Leser.

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Forschung und Entwicklung

Hochschule München

Bemessung von Fachwerkbrücken aus Stahl

Stahlfachwerkbrücken sind materialsparende und langlebige Lösungen, die international als nachhaltige Lösungen anerkannt sind. Geringer Materialaufwand, schlankere Gestaltung, kalkulierbare künftige Materialermüdung und Reparaturfähigkeit: Trotz des größeren Fertigungsaufwands sind Stahlfachwerkbrücken in den skandinavischen Ländern, Frankreich oder den USA weit verbreitet. In Deutschland hingegen bedarf jede einzelne – wie die Fußgängerbrücke über die Bayerstraße zur Theresienwiese oder die Autobahnbrücke nahe Lichtenfels über die A73 – noch einer aufwendigen behördlichen Zustimmung. Bisher gab es in der Praxis keine einheitlichen Vorgaben für die Berechnung der Materialermüdung der geschweißten Knoten bei der Bemessung der Brücken. Prof. Dr. André Dürr, Professor für Stahlbau und Baustatik an der Hochschule München entwickelt über Großbauteilversuche diese Berechnungsregeln für Bauingenieure. »Ein Ziel in unserem Projekt war, eine Richtlinie für den deutschen Ausschuss für Stahlbau vorzubereiten, damit Bemessungsempfehlungen für die Planer und Ingenieure vorhanden sind«, sagt Dürr.

Prof. Dr. André Dürr © Christiane Taddigs-Hirsch

Stahlfachwerkbrücke Lichtenfels © Florian Schreiber

K-Knoten Test Ermüdung © Jakob Roth

High-Speed Kameraaufbau © Jakob Roth

Die Ausmaße der Versuchsanordnung sind immens: Stahlrohre von 18 m Länge mit einem Stahlknoten in der Mitte hängen in einer Konstruktion, welche die 15 t schweren Bauteile in Schwingung bringt. So wird die Belastung des Verkehrs für die Brückenkonstruktion simuliert. Zeigt sich unter der dynamischen Belastung ein Riss, wird seine Ausbreitung beobachtet und vermessen, bis das ganze Rohr durchbricht. Dieser Großbauteilversuch der Hochschule München in einem Labor in Kissing bei Augsburg soll Aufschluss darüber geben, inwiefern sich die Ergebnisse kleinformatiger Versuchsanordnungen hochrechnen lassen: »Wie

verhalten sich geschweißte Knotenverbindungen von Fachwerkbrücken in großen Dimensionen, wenn ich etwas schlankere Rohre mit größeren Blechdicken verwende?«, lautete die Forschungsfrage von Prof. Dürr. Bei der heute favorisierten Fachwerkkonstruktion sind die mächtigen Stahlrohre, die Gurte, mit den schmäleren Streben direkt im Zickzack miteinander verschweißt. Der schwächste Punkt der sogenannten K-Knoten sind die Schweißnähte im Übergang der Streben zum Gurt, welche bei den dynamischen Belastungen zuerst Risse bekommen. Die zunehmende Verkehrsdichte und die gewachsene Zahl an Lkws


schlagen sich dabei in der Zahl der Lastwechsel und der Schwingbreite zwischen geringster und höchster Belastung nieder. In Dürrs Großbauteilversuch brachten Unwuchterreger an beiden Enden des langen Stahlrohrs die Konstruktion zum Vibrieren, dann in ihrer Eigenfrequenz zum Schwingen: »Das sind 12–30 Lastwechsel pro Sekunde, die wir zur Kontrolle mit einer HighSpeed-Kamera aufgenommen haben«, sagt Dürr zum Versuchsaufbau, der die reale Verkehrsbelastung nachstellt. Sein Forschungsergebnis: Der erste Riss konnte erst nach einer langen Versuchsdauer festgestellt werden.

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Forschung und Entwicklung

Der zunächst 4 cm große Riss am Gurt wuchs bis zum Versuchsende auf 41 cm recht langsam. Dieses »gutmütige« Risswachstum ist gewünscht, um Zeit zu gewinnen für das Beobachten und Reparieren von Riss und Brücke: »Die Konstruktion muss trotz des Risses noch drei bis sechs Jahre halten und darf nicht zum schlagartigen Versagen führen«, sagt der Forscher. Für die künftige Bemessung der Brücken auf die gängige Lebensdauer von hundert Jahren heißt das: »Wenn das Gurtrohr immer dicker wird, dann heißt das nicht: doppeltes Gurtrohr, doppelte Lebensdauer. Diesen fehlenden Größenfaktor konnten wir bestimmen und können künftig damit rechnen.«

Im nächsten Schritt sollen Regelungen für Stahlfachwerkbrücken in den Ausschuss für Stahlbau in Deutschland eingebracht, später auch in europäische Normen umgesetzt werden. Im nächsten geplanten Forschungsprojekt untersucht Dürr die Verwendung von modernem hochfestem Stahl für noch schlankere Brückenkonstruktionen. Weitere Informationen

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PROJEKTE UND PRODUKTE

Baustelle Roland Garros: »Flügel« im Montagezustand © Maurer SE

Maurer

Stadiondach der Extraklasse in Paris Beim nächsten Grand Slam in Paris werden die Spiele dank eines neuen fahrbaren Daches ohne Regenpausen stattfinden können. Maurer stattete die schlanke Stahlkonstruktion mit Dämpfern aus, die auf Schwingungen sofort reagieren. Das Tennis-Stadion in Paris war die letzte Grand-Slam-Arena ohne Dach, deshalb war die French Open wetterabhängig. Nun hat der zentrale und größte Platz »Philippe Chatrier« eine faltbare Abdeckung erhalten und wurde komplett umgebaut. Die Erweiterung auf 15.000 Plätze ist das Herzstück der mehrjährigen Umbauten auf Roland Garros, die 2020 abgeschlossen werden sollen.

Blick ins »neue« Stadion im Februar 2020 © Maurer SE

Das Dach besteht aus elf Stahlkastenträgern, von denen einer fest ist und die anderen ausgefahren werden können. Jeder trägt über die ganze Länge einen rd. 3 m hohen, schräg stehenden und leicht gewölbten »Flügel«, der als Regenschutz dient. Diese Flügel machen den Tennisplatz in 15 min regensicher. Sie laufen mit Zahnrädern auf einer Zahnschiene, auf der Außenwand der Arena. Das muss sehr leise ablaufen, da die Tennisstars nicht gestört werden sollen. Vor allem die windinduzierten Schwingungen in der Stahlkonstruktion mussten bedämpft werden. Auch die Lebensdauer war ein Thema: Das Material sollte nicht schwingen, damit es nicht vorzeitig ermüdet und Risse bzw. Brüche vermieden werden. Deshalb wurden die zehn Stahlträger mit vertikalen Schwingungsdämpfern (TMD – Tuned Mass Damper) ausgestattet. Diese TMDs haben einen Masseblock, der auf Stahlspiralfedern aufliegt. Die Masse schwingt phasenverschoben den Bauwerksschwingungen in vertikaler Richtung entgegen. Das reduziert die Schwingungen um Faktor 2–8. Die notwendige Größe der schwingenden TMD-Masse hängt


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pROJEKTE UND pRODUKTE

dabei entscheidend von der Masse des bewegenden Bauwerks ab. In Paris brauchte jeder Stahlträger einen TMD mit 8 t schwingender Masse. »In jeden Träger wurden 8 t eingepackt. Das war allerdings eine Herausforderung, denn die Geometrie der langen schmalen Träger war vorgegeben.« erklärte Luca Paroli, Projektleiter bei Maurer. Die Dämpfergeometrie wurde also aufwendig an die Stahlkästen angepasst. Damit die TMDs funktionieren, müssen sie exakt auf die Eigenfrequenz der Träger eingestellt werden. Nach der Montage des neue Daches wurde deshalb jeder Stahlträger gemessen und der Dämpfer entsprechend justiert. Mit einer Toleranz von nur ±1 % sind die Dämpfer nun sehr genau justiert. Zudem ist die innere Reibung in den vertikalen Führungen der TMD-Masse gering. Die beiden Punkte, genaueste Frequenzeinstellung und niedrige Reibung, sorgen für ein Maximum an

»Tiefe« der Dachträger © Maurer SE

möglicher Dämpfung. Die TMDs werden bei geringsten Bauwerksbewegungen sofort aktiv und haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Maurer lieferte auch die 20 Lager unter den Stahlträgern. Geplant waren ursprünglich nur Elastomerlager, doch es ergaben sich Platzprobleme. Ein Teil der Elastomerlager wurde deshalb durch deutlich kleinere MSM®Kalottenlager ersetzt. MSM® kann sehr viel höhere Pressungen aufnehmen als Elastomerlager. Daher konnte der Grundriss um mehr als 30 % kleiner ausgelegt werden. Ein positiver Nebeneffekt der MSM®-Kalottenlager ist deren Verschleiß- und Alterungsbeständigkeit. Gemäß Zulassung haben sie eine zertifizierte Mindestlebensdauer von 50 Jahren. Zwei dieser Kalottenlager wurden zudem als Zug-Druck-Lager ausgelegt. Die Zug-Druck-Lager liegen unter dem zweiten Träger. Sie ermöglichen die zwängungsfreie Abtragung von verti-

Dachträger auf seitlichen Kalottenlagern © Maurer SE

Zug-Druck-Lager (auch) gegen abhebende Kräfte © Maurer SE

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kalen Druck- und Zugkräften in jedem Verdrehungs- und Verschiebungszustand. Eigentümer des Stadions ist die FFT (Fédération Française de Tennis). Architekt der kompletten Umgestaltung ist das Cabinet ACD-Girardet, Co-Architekt für das mobile Dach ist Cabinet DVVD. Federführend für Engineering und Bau des Gesamtprojekts ist ein Joint Venture von VCF – Vinci Construction France und Cimolai SpA, Letztere ist verantwortlich für den Stahlbau der Tribünen und das mobile Dach. Im Januar 2020 wurden die letzten Teile eingebaut. Insgesamt soll die Neugestaltung 2020 abgeschlossen werden. Weitere Informationen

Maurer SE D-80807 München Tel.: +49 (0)89/32394-0 info@maurer.com www.maurer.eu


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PROJEKTE UND PRODUKTE

Carl Stahl

Stairway to Heaven

Außenwendeltreppe mit Edelstahlseilen © Carl Stahl ARC GmbH

Stilecht begrüßt eine imposante Außenwendeltreppe mit vertikal verspannten I-SYS Edelstahlseilen von Carl Stahl Architektur die Besucher des internationalen Treppenherstellers EeStairs. Sie ist Ausdruck der gestalterischen Kreativität von EeStairs – und der nahezu unendlichen Vielseitigkeit des Edelstahl-Seilsystems zugleich. Seit 20 Jahren entwirft und realisiert EeStairs außergewöhnliche Treppen für private und gewerbliche Kunden weltweit. Dazu zählen Global Players aus dem Silicon Valley ebenso wie renommierte Museen und Liebhaber besonderer Architektur auf der ganzen Welt. Mit überraschenden Designs und hochwertigen Materialien vereint EeStairs Form und Funktion auf einzigartige Weise. Diese erfolgreiche Kombination spiegelt sich im neuen Hauptquartier des Treppenherstellers wider. Bronsvoort Blaak Architecten kreierten einen modernen und architektonisch anspruchsvollen Unternehmenssitz, der Produktionsstätte und Büros unter einem Dach beherbergt. Das eingeschobene, leicht abfallende Dach ist ein markantes Gestaltungsmerkmal des über drei Etagen laufenden Ge-

Impressionen © Carl Stahl ARC GmbH

bäudes. Besonderes Augenmerk legten Architekten wie Auftraggeber auf die Nachhaltigkeit des Neubaus. Durch besondere Dämmung, den Einsatz von Solarkollektoren und weitere ressourcensparende Maßnahmen erzielte das EeStairs Hauptquartier ein »herausragendes« BREEAM-Rating. Getragen von Betonstützen »schwebt« der Haupteingang mit dem sich anschließenden Verwaltungstrakt 6 m über dem Boden. Besucher gelangen über eine skulpturale Wendeltreppe, die sich zur vorgelagerten Außenterrasse emporhebt. 150 vertikal verspannte I-SYS-Edelstahlseile sichern beim Auf- und Abstieg. In unterschiedlichen Längen von 1–5 m folgen sie

der Treppengeometrie und wirken mit einem Seildurchmesser von nur 4 mm filigran und optisch zurückhaltend und bieten als stabile Geländerfüllung zugleich den nötigen Schutz. Die Einsatzgebiete von I-SYS sind vielseitig. Sie zieren Brücken, Plätze, Geländer und Fassaden, grenzen Nutzungen voneinander ab oder markieren Strukturen im öffentlichen Raum. Weitere Informationen

Carl Stahl ARC GmbH D-73079 Süßen Tel.: +49 (0)7162/948150-100 architkur@carlstahl.com www.carlstahl.com


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pROJEKTE UND pRODUKTE

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Lamilux

Schräge Eleganz beim Flachdach-Fenster geneigten Variante wird ein zusätzliches Gefälle geschaffen, wodurch das Wasser noch schneller zu einer Seite hin abläuft. Unsichtbar ist ebenso die Integration von Antrieben, Netzteilen und Kabel in den Rahmen des Oberlichts. Blickt man im Gebäudeinneren auf das Element, sind keinerlei Motor oder Verblendung zu erkennen. Gestaltungsspielraum im Design bieten u. a. die Vielzahl von individuellen Sonderformen sowie eine breite Verglasungs- und Größenvielfalt bis zu 2,5 m bei zudem frei wählbaren Außen- und Innenfarben des Oberlichts.

Fenster mit Neigung in Structural-Glazing-Bauweise © Lamilux Heinrich Strunz Gruppe

Weitere Informationen

Das neue Lamilux Flachdach-Fenster FE 3° sorgt mit seiner Neigung sowie der Structural-Glazing-Bauweise für einen planebenen Wasserablauf. Das Ergebnis: Ein klarer Blick in den Himmel und stets maximaler Tageslichteinfall. Bereits vor einem Jahr kam das neu entwickelte Flachdach-Fenster FE auf den Markt. Schon diese nicht geneigte Variante gewann zahlreiche Designpreise wie den German Design Award, den Red Dot Award oder zwei Plus X-Awards. Nun verbessert die um drei Grad geneigte Variante des Oberlichts zusätzlich die Funktionalität des Flachdach-Fensters. Das Erscheinungsbild des neuen Oberlichts ist durchweg homogen – ohne störende Verbindungselemente. Denn bei der Herstellung wird eine neue Fügetechnologie angewandt, wodurch die Rahmenteile an den Eckpunkten ohne sichtbare Verschraubungen oder Schweißnähte zusammengefügt werden. Zudem setzt Lamilux auf die Structural-Glazing-Technologie, wodurch Glasscheiben und Rahmen ohne sichtbare Halterungen verbunden werden. Dies ermöglicht, dass Regenwasser und Schmutz schon beim

ungeneigten Oberlicht auf der planebenen Oberfläche an allen vier Seiten ablaufen können. Bei der um drei Grad

Lamilux Heinrich Strunz Gruppe D-95111 Rehau Tel.: 09283/595-2783 info@lamilux.de www.lamilux.de

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PROJEKTE UND PRODUKTE

Hacksteiner Metall

Libelle im Wiener MuseumsQuartier Hacksteiner-Metall aus Faistenau stellte im Wiener MuseumsQuartier seine Kompetenz im Bereich Biegeservice unter Beweis. Gefragt war das Knowhow bei diversen Tätigkeiten bei der MQ Libelle, dem neuen attraktiven Dachaufbau des Leopold Museums. »Wir bogen Fassadenriegel, Winkelprofile, Klemmleisten, Deckschalen, Aluwinkel sowie Fensterbänke in die richtige Form«, berichtet Wilhelm Rinnerthaler, Geschäftsführer von Hacksteiner-Metall. »Zu weiteren Tätigkeiten beim Projekt MQ Libelle gehörten auch diverse Nachbearbeitungen wie Zuschnitt, Ausklinkungen und Bohrungen«, ergänzt Wilhelm Rinnerthaler. Die Arbeiten wurden im Auftrag der Firma mglass aus Steyregg durchgeführt. Die MQ Libelle wird dieses Jahres eröffnet und als Raum für Kunst- und Kulturprojekte genutzt. Zudem kann der multifunktionale Veranstaltungsraum auf der Kulturterrasse für Konferenzen, Galadinner, Hochzeitsfeiern oder Cocktailempfänge gebucht werden. Der namensgebende Raum in Form einer Libelle wurde von Laurids und

Dachaufbau des Leopold Museums © Stahl-Hacksteiner Metall Ges.mbH

Manfred Ortner geplant, die bereits das MuseumsQuartier-Areal in seiner aktuellen Form umgesetzt haben. Für die Gestaltung der zentralen Elemente des Bauwerks und der Terrasse konnten zwei der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs gewonnen werden. Eva Schlegel hat die Glaswand MQ Libelle entworfen, eine Fassade mit 60 Glasscheiben, die mit 2,35 Mio. Punkten verziert wird. Die ikonischen

Beleuchtungskörper auf der Terrasse, die bei freiem Eintritt besucht werden kann, stammen von Brigitte Kowanz. Weitere Informationen

Stahl-Hacksteiner Metall Ges.mbH A-5324 Faistenau Tel.: +43 (0)622/2627 office@hacksteiner-metall.at www.hacksteiner-metall.at

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pROJEKTE UND pRODUKTE Advertorial

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FLEX Elektrowerkzeuge

Neue Akku-Stichsäge überzeugt mit niedrigsten Vibrationswerten ihrer Klasse

Perfekt für unterschiedlichste Materialien Mit der leistungsstarken und nutzerfreundlichen 18-V-Akku-Stichsäge JS 18.0-EC ergänzt FLEX sein AkkuProgramm um eine weitere Innovation, die sich durch ihre Ausstattung, Bedienerfreundlichkeit und perfekte Balance auszeichnet. Ein eingebauter Splitterschutz und der KunststoffGleitschuh ermöglichen ausrissfreie, winkelgenaue Sägeschnitte und schützen auch empfindliche Oberflächen vor Beschädigungen. Die JS 18.0-EC von FLEX ist perfekt für Sägearbeiten an unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Metall, Stein oder Plastik geeignet. Die Säge ist mit der bewährten EC-Technologie ausgestattet, diverse Extras ermöglichen ein besonders effizientes, nutzerfreundliches und sicheres Arbeiten. Der integrierte E-Schalter ist beidseitig bedienbar, die Lasterkennung ermöglicht ein perfektes Ansägen von Werkstücken. Dank des praktischen Sägeblattauswurfs mit Open-Close-Funktion lassen sich Sägeblätter komfortabel und sicher wechseln. Das zuschaltbare LEDArbeitslicht sorgt für klare Sicht auf das Werkstück. Die stufenlos verstellbare Schnittgeschwindigkeit ermöglicht ein absolut materialgerechtes Arbeiten. Für festen Halt sorgt der ergonomische Soft-Grip.

Die neue JS 18.0-EC von FLEX überzeugt bei Performance und Anwenderkomfort. © FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH

Leistungsstark: Die JS 18.0-EC ist für Sägearbeiten an unterschiedlichsten Materialien geeignet. © FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH

Längere Laufzeit, höhere Leistung Gegenüber anderen Modellen verfügt die JS 18.0-EC über eine 65 % höhere Akkulaufzeit, 30 % mehr Leistung, eine zehnmal längere Lebensdauer des Motors und die niedrigsten Vibrationswerte ihrer Klasse. Die JS 18.0-EC gibt es sowohl im Karton als auch in der Profi-L-BOXX®-Variante sowie als Set inklusive zweier 5.0 Ah Akkupacks und Ladegerät. Mit Einführung der neuen JS 18.0-EC wurden Stichsägeblätter, speziell für Akku-Stichsägen mit geringem Schneidewiderstand für längere Akkulaufzeit, entwickelt.

Diverse Extras © FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH

Weitere Informationen

FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH D-71711 Steinheim/Murr Tel.: +49 (0)7144/828-195 oliver.gnann-geiger@flex-tools.com www.flex-tools.com


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PROJEKTE UND PRODUKTE

C. & E. Fein

Multitool-Aktion zum Akku-Welt-Einstieg Seit über 50 Jahren setzen Profis für Ausbau- und Renovierungsarbeiten auf die Original-Multitools von Fein. Diese sind heute mit einer Antivibrationstechnologie für bis zu 70 % weniger Vibrationen ausgestattet. Noch bis 30. Juni 2020 erhalten Endkunden vier Top-Deal-Edition-Sets, bestehend aus Netz- und Akku-Geräten. Besonders für die Akku-Geräte wurde ein attraktives Paket geschnürt, z. B. der Akku-MultiMaster AFMM 18 QSL mit dem Schnellladegerät ALG 50, einem 18-V-Lithium-Ionen-Akku und 21 Zubehören für 289 e (zzgl. MwSt.). Die leistungsstärkste Variante unter den Multitools ist der SuperCut, der mit zwei Maschinen Teil der Aktion ist, jeweils inklusive Ladegerät, Akku und Zubehör. Die 21 Starlock-Zubehöre lassen sich durch das QuickIN-Schnellspannsystem werkzeuglos in nur drei Sekunden wechseln. Mit der Maschine können Anwender folglich sägen, schleifen, trennen, feilen, schneiden, schaben, reinigen oder polieren. Alle vier Sets beinhalten das langlebige Sägeblatt E-Cut Carbide Pro mit StarlockAufnahme, das durch die HartmetallVerzahnung in Verbindung mit der TiN-Beschichtung extrem robust und

unempfindlich ist. Ebenfalls enthalten ist das Multimesser mit drei Schneidflächen für überlappende Materialien wie Teppiche, PVC-Böden sowie Dachpappe. Ein weiteres Premium-Zubehör ist das E-Cut Standardsägeblatt curved mit gekrümmter Schneidgeometrie für ein präzises Eintauchverhalten sowie saubere Schnittkanten bei Materialien wie Holz, Gipskarton und Kunststoff. Zwei der vier Aktions-Maschinen sind flexible Akku-Geräte, die mit lediglich rd. 50 e Preisdifferenz (zuzüglich Mehrwertsteuer) Anwendern ebenso viel Leistung garantieren wie eine Netz-Maschine. Die Akkus sind staubgeschützt und dadurch sehr langlebig. Die bewährte SafetyCell Technology

Komponenten des Multitool-Angebots © C. & E. Fein GmbH

Präzision und Komfort bei allen Arbeiten © C. & E. Fein GmbH

schützt Akku und Maschine vor Überlastung, Überhitzung und Tiefentladung. Durch die MultiVolt-Schnittstelle sind die 18-V-Maschinen einfach zu kombinieren und nahezu unbegrenzt erweiterbar, weil sie sich mit LithiumIonen-Akkus von 12–18 V betreiben lassen. Die Maschinen der Top-DealAktion sind übersichtlich auf folgender Seite gelistet: www.fein.de/topdeal. Weitere Informationen

C. & E. Fein GmbH D-73529 Schwäbisch Gmünd-Bargau Tel.: +49 (0)7173/183-0 info@fein.de www.fein.de


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pROJEKTE UND pRODUKTE

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PcP. Sicherheitsroste

Neuentwicklung der Cube®-Treppenstufen Eine herausragende Rolle im Produktportfolio der PcP. Sicherheitsroste GmbH trägt die Neuentwicklung der Blechprofil-Gitterrosttreppenstufe »Bund C-Cube®«. Die besonderen Produktmerkmale der neu entwickelten »Cube®-Treppenstufen« liegen in der hohen passiven Sicherheit für den Nutzer, der hohen statischen Belastbarkeit und dem universellen Einsatz in Industrie und Architektur. Insbesondere eigenen sich diese Stufen hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Gitterrosten mit Anschraublaschen nach DIN 24531. Cube®-Treppenstufen haben ein optimales Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht im Vergleich zur klassischen Gitterroststufe. Das bedeutet, dass die Festigkeit erhalten bleibt, während das Gewicht reduziert wird. Die Treppenstufen werden mit Oyster-Profilierung zwischen den Maschen gefertigt, um

eine hohe Rutschhemmung zu gewährleisten. Cube®-Treppenstufen sind in den Anwendungen des Stahl- und Anlagenbaus und der Bauindustrie eingesetzt, wo bereits heute klassische Gitterroste mit Maschenweite 33 mm × 33 mm eingesetzt werden und/oder ein hoher Luft- und Flüssigkeitsdurchlass erforderlich sind. Die passive Sicherheit der BlechprofilGitterrosttreppenstufe wird durch eine hohe Rutschhemmung gewährleistet. Diese ist durch das IFA Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung geprüft und zertifiziert worden. Die Belastungsvorgaben nach EN ISO 14122-2 wurden mit 1,5 kN Punktlast (mittig an der Antrittskante) auf eine Lastaufstandsfläche von 100 mm × 100 mm umgesetzt und werden durch statische Berechnungen und praktische Prüfungen belegt.

Das universelle Einsatzspektrum der Treppenstufen sowohl im industriellen als auch im architektonischen Bereich wird durch die patentierte Oberflächenstruktur und die hieraus resultierenden optischen und funktionellen Eigenschaften, das kompakte Bauweise, die große Lagerprogramm und die Möglichkeit zur kundenspezifischen Fertigung erreicht. Die B-Cube® Treppenstufe ist für den anspruchsvollen Konstrukteur und Anwender die bestmögliche Alternative zu klassischen Gitterroststufen und gibt seinen Projekten und Anwendungen die perfekte Umsetzung in Bezug auf passive Sicherheit, statische Erfordernisse und optische Akzente. Weitere Informationen

PcP. Sicherheitsroste GmbH D-58339 Breckerfeld Tel.: +49 (0)2338/9181-10 info@pcp-info.com www.pcp-cube.com/de

Korrektur

Ostende mit neuem Bahnhof 12

Der besondere Stahlbau

Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

Stahlbauheute 1/2020

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Dietmar Feichtinger Architectes

Ein mehrgeschossiges Parkhaus wurde in einer zweiten Ebene entlang den Bahnsteigen errichtet.

Ostende mit neuem Bahnhof

Großprojekt »station aan zee« Die Renovierung umfasst: – die Umstrukturierung der Parkplätze und der Straßenbahnstation, – Renovierung des Bahnhofs, ohne das denkmalgeschützte Gebäude zu beeinträchtigen, – den Bau neuer Plattformen sowie den Bau eines großen Vordachs über den Bahnsteigen, dem Straßenbahn- und Busbahnhof sowie dem Fahrradabstellplatz, – den Abriss eines Teils der Ufergebäude, die zu groß geworden sind, um so einen Fußgängerzugang zu schaffen, den Abriss des Straßenbahndepots und seine Verlagerung in ein ehemaliges Hafengebiet – sowie die Verschönerung des Bahnhofvorplatzes. 2019 wurde die alte Straßenbahnhaltestelle abgerissen. Die Fahrradparkplätze befinden sich nun im Niveau R -1. Sie werden durch eine Reihe offener runder Atrien belichtet und belüftet.

Stahlkonstruktion mit Polycarbonatpaneelen © DFA | David Boureau

»Küstenstation« im Kontext © DFA | David Boureau

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DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - OSTENDE TRAIN STATION - SECTION - PARKING

Vordach als shedartige Struktur © DFA | David Boureau

Der neue Bahnhof von Oostende Die Albert I Promenade, die Hafenatmosphäre, die Frachtschiffe, und der große Maria Hendrika Park sind Elemente, die Oostende eine besondere Atmosphäre verleihen, Räume von großer Weite. Das neue Projekt, das verschiedene Nutzungen verbindet, bereichert durch seine Größe und Einheit das Ganze. Das Erscheinungsbild des Ensembles entspricht dem Status eines Bahnhofs und verleiht ihm eine starke Präsenz: Entstanden ist ein Dialog zwischen der imposanten Architektur des bestehenden Gebäudes mit Blick auf den Hafen und dem Rathaus und der Großzügigkeit des Daches. Der Bahnhofsplatz öffnet sich nun zur Stadt hin. Ein großer Raum am Hafen ist entstanden. Er vereint Bushaltestellen, Straßenbahnen, Fahrradabstellplätze und wird zu einer echten multimodalen Plattform für die Nutzer.

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Schnitt und Ansicht des Parkhauses © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes 0m

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Die Straßenbahnstation wurde unter das alles verbindende große Dach näher an den Bahnhof gelegt. Der freigelegte Raum unter dem Dach erlaubt nun den Blick auf das historische Bahnhofsgebäude.

Die Überdachung ›La Canopée‹ Durch die großzügige und einheitliche Form der Gestaltung bereichert das Dach das Ensemble. Es handelt sich um eine Erweiterung, deren Größe dem städtischen Maßstab entspricht. Elegant und transparent, ist es seine Aufgabe, mit Leichtigkeit zu bedecken, zu verbinden und zu vereinen. Unter dem Dach wurden sämtliche Funktionen integriert, Treppen, Aufzüge und der Steg abgehängt und die Zugänge leicht und luftig geschützt. Sie gewährleisten eine angenehme Durchsicht vom Bahnhofsgebäude bis zu den Plattformen. Schilder und Anschlagtafeln sind ebenfalls abgehängt.

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DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - OSTENDE TRAIN STATION - FACADE - PARKING WITH STATION

Parkhausfassade mit Transparenz © DFA | David Boureau

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - STATION OSTENDE - SECTION - TRAMWAY - PARKING - ROOFGARDEN

Querschnitt der Dachkonstruktion © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

Auflagerung und Erschließung © DFA | David Boureau

Das Dach besteht aus Polycarbonatpaneelen, die auf einer Stahlkonstruktion befestigt wurden. Sie bieten eine lichtdurchlässige helle und einladende Atmosphäre. In Sheds angeordnet, ermöglichen sie im Zwischenraum eine effektive, natürliche Belüftung. Diese Komposition in Schuppen verleiht dem Dach eine Bewegung und macht es luftiger. Unzählige Lichtveränderungen unter dem Dach entstehen durch die Umgebungshelligkeit und die Farbe des Himmels. Diese Besonderheit trägt zur Identität des Ortes bei. Die Farbgebung der Paneele bietet Sonnenschutz und vermeidet Direktblendung. Die neue großzügige Dachkonstruktion erstreckt sich bis zur bestehenden Station. Die öffentlichen Toiletten sind im Untergeschoss installiert und vom Bahnsteig über eine Treppe und einen Aufzug östlich des bestehenden Gebäudes zugänglich. Angrenzend an die neue Halle ist dieser Raum im Erdgeschoss mit Kiosken ausgestattet.

Träger: Aussehen und Anordnung © DFA | David Boureau

Grundriss © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - STATION OSTENDE - LEVEL +0

Lageplan © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

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DFA | DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES - OSTENDE TRAIN STATION - LEVEL +3

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Ansicht und Schnitt © DFA | Dietmar Feichtinger Architectes

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Vor mehr als hundert Jahren hat König Leopold II den heutigen Bahnhof errichten lassen. Entstanden ist ein bürgerliches Gebäude mit beeindruckender Architektur. Nicht nur die Stadt hat sich weiterentwickelt, sondern auch der Bahnhof. Entstanden ist ein beliebter Verkehrsknotenpunkt, an dem Tausende von Passagieren täglich den Weg zum Zug, der Straßenbahn, einem Bus oder Fähre und Kreuzfahrtschiff finden. Dadurch hat sich im Laufe der Jahre ein verwirrender Mix aus Gebäuden und Parkplätzen entwickelt. Eine Weiterentwicklung war so nicht mehr möglich. Die Projektpartner haben deshalb entschieden, den Bahnhof zu renovieren und diese Küstenstation in der einzigartigen Lage direkt am Meer zu einem führenden, attraktiven Verkehrsknotenpunkt zu entwickeln.

Der besondere Stahlbau

Stahlbauheute 1/2020

Der besondere Stahlbau

Stahlbauheute 1/2020

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So bietet der neu geschaffene öffentliche Freiraum Transparenz vom Bahnhofsplatz über die Plattformen bis hin zum Hafen und den Fähren. Eine durchgängige Konstruktion Die Metallkonstruktion des Daches besteht aus schlanken Säulen, d. h. vier Rohren, die sich auf der Basis treffen (Schweißverbindung). Sie sind in die Dachkonstruktion eingespannt und bilden einen Balken. Sie sind gelenkig gelagert. Das Bauwerk ist mit einer Brücke, die vom Parkhaus zu den Bahnsteigen führt, fest verbunden. Dadurch sind Temperaturausdehnungen in Längsrichtung möglich. Die Struktur besteht aus Hauptträgern und Querträgern mit einem interaxialen Abstand von 15 m, die aus doppelten I-Profilen gebildet werden. Diese so konstituierten Profile ermöglichen die problemlose Integration von Leitungskanälen und elektrischen Versorgungsnetzen. Durch die Schlankheit der Stäbe und ihre Flexibilität wird die Wärmeausdehnung absorbiert.

Das Dach bildet eine Membran, eine Dehnungsfuge entlang dem Parkplatz ermöglicht unterschiedliche temperaturbedingte Verformungen. Querträger im Abstand von 5 m überspannen dieses Tragwerk, für die Montage der Polycarbonatplatten. Der integrierte Parkplatz Entlang den Bahnsteigen im Westen befindet sich ein Gebäude mit den Parkplätzen, das den Bahnhof abschließt. Das Gebäude ist in Bezug auf die Bahnsteige strategisch positioniert. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Verbindungsbrücke und ermöglicht den direkten Zugang zum Parkhaus. Es erschliesst auch die Bahnsteige der Straßenbahn. In diesem Teil des Gebäudes überschneiden sich zwei Ebenen: ein Parkdeck und ein Bürodeck, das den Verwaltungsdiensten der SNCB zugeordnet ist. Die Büros sind um Innenhöfe angeordnet. Eine großflächig verglaste Fassade öffnet sich zur Stadt. Der südliche Teil des Daches ist vollständig mit Photovoltaikmodulen bedeckt. Das Parkhaus verfügt über 670 Parkplätze. Vertikale Erschließungen – offene Treppen – punktieren das Gebäude. Lange Baukörper bildet eine Fassade zur Stadt hin. Es handelt sich um einen Parkplatz im Freien, wobei das an der Fassade angebrachte Metallgewebe für eine natürliche Belüftung und als Filter zur Stadt dient. Durch seine Kontinuität bietet es einen zuverlässigen Sonnenschutz. DIETMAR FEICHTINGER ARCHITECTES

AUFTRAGGEBER

NMBS-Holding, Brüssel ARCHITEKT

DFA | Dietmar Feichtinger Architectes STAHLBAU

Ferrokonstrukt NV, Meulebekke

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Verkehrsknotenpunkt direkt am Meer © DFA | David Boureau

Leider ist uns in der letzten Ausgabe der Stahlbau heute bei dem Beitrag »Ostende mit neuem Bahnhof« bei der Nennung der Foto-Copyrights ein Fehler unterlaufen.

Das richtige Copyright lautet: DFA | David Boureau. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Informationen zum Projekt Ostende gibt es bei: DFA | Dietmar Feichtinger Architectes F93100 Montreuil Tel.: +33 (0)1 43 71 15 22 paris@feichtingerarchitectes.com www.feichtingerarchitectes.com


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PROJEKTE UND PRODUKTE

Konecranes

Transportsystem für kantige Komponenten

Beim größten unabhängigen Metallhändler der Schweiz werden täglich zahlreiche Tonnen Frachtgut umgeschlagen. Um die teilweise sperrigen Metallteile sicher und schnell im Lager von häuselmann metall zu transportieren, werden feinfühlige Krane benötigt, die sich möglichst leicht bedienen lassen. Dafür hat Konecranes insgesamt sieben Einträgerbrückenkrane der neuen S-Serie konzipiert, die zwischen 1,6 t und 2,5 t schwere Lasten heben können. Herz der S-Serie ist der komplett neu konzipierte Seilzug. Die neue Seileinscherung ist geometrisch zu den Laufrädern angeordnet und reduziert die Radlasten im Betrieb um bis zu 45 %. Die geneigte Seiltrommel senkt darüber hinaus den Ablenkwinkel und verhindert strukturelle Verdrehungen sowie ein Kreuzen der Seile – für sicheres Arbeiten. Fünf der neuen S-Serie-Einträgerbrückenkrane von Konecranes heben bei häuselmann metall Lasten bis zu 1,6 t, zwei bis zu 2,5 t. »Die Krane kommen beim Be- und Entladen der ankommenden und ausgehenden Materialien

sowie zum Transport von den Metallschneidern hier im Werk zum Einsatz«, sagt Klaus Hueber, Produktions- & Logistikmanager bei der häuselmann metall GmbH. Die Krane der S-Serie sind mit ASRHubumrichtern ausgerüstet. Damit lässt sich die Last präzise positionieren, Kran und Statik des Gebäudes werden geschont. Per manueller Hakenführung können Kranführer die Katze »an die Leine« nehmen und einfach am Haken ziehen – die Brücke folgt automatisch und positioniert die Katze dank Haken- und Schwerpunktzentrierung optimal über der Last. Zudem hat Konecranes einen neuen Lastkollisionsschutz entwickelt: Er stoppt die Bewegung sofort, falls die Last ein Hindernis berührt.

Die Einträgerbrückenkrane der S-Serie sind Teil eines ganzen Programms neuer Seilzüge und Windwerke. »Unsere Kunden zeigen bereits großes Interesse an unseren Kranen und Hebezeugen der C-Serie, S-Serie und M-Serie seit ihrer Einführung im September 2019. Deshalb freuen wir uns darauf, im Jahr 2020 und darüber hinaus weitere Neuigkeiten vorzustellen«, betont Marko Tulokas, Senior Vice President von Konecranes Industrial Cranes. Weitere Informationen

Konecranes GmbH D-63303 Dreieich Tel.: +49 (0)6103/7333-235 info@konecranes.com www.konecranes.com

Software für Architekten und Ingenieure z z z z z z z z z z z z z

Unternehmenscontrolling Bautagebuch Projektmanagement Flucht- & Rettungspläne Honorarabrechnung SiGe-Koordination Bildverortung Brandschutznachweise Formularsoftware Formulargenerator Brandschutzordnung Gesetzessammlung Terminmanagement Weise Software GmbH | Bamberger Straße 4 – 6 | 01187 Dresden Telefon: 03 51/ 87 32 15 - 00 | Telefax: 03 51 / 87 32 15 - 20 | info@weise-software.de

www.weise-software.de

Trägerkonstruktion mit gleitender Kopfträgerverbindung © Konecranes GmbH


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pROJEKTE UND pRODUKTE

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ANT Applied New Technologies

Schneidverfahren für bunten Werkstoffmix Mit dem Aufkommen neuer Werkstoffe stellt sich für Hersteller auch die Frage nach deren Bearbeitung. Das von der ANT Applied New Technologies AG entwickelte Schneidverfahren mittels Wasser-Abrasiv-Suspension zeigt sich dabei regelmäßig als wirtschaftliches Multitalent mit einzigartigen Eigenschaften und Möglichkeiten. Bei einer Vielzahl dieser Materialien ist das Schneiden mittels Wasser-AbrasivSuspension-(WAS)-Schneidstrahl ein technisch überlegenes und wirtschaftlich lohnendes Bearbeitungsverfahren. Teilweise ist das Wasserstrahlschneiden sogar die einzig mögliche Schneidtechnologie. Bei vielen Schneid- und Trennverfahren entsteht Hitze, welche die Eigenschaften der Werkstoffe beeinflussen kann. Beim Schneiden mit WAS entsteht keine Hitze. Dementsprechend bleiben die Materialeigenschaften des Werkstoffs nach der Bearbeitung erhalten. Ebenso wenig kommt es beim Schneiden mit WAS-Strahl zu Aufhärtungen, Spannungen oder Materialverformungen.

Brennkammer der Ariane-5-Rakete © ANT AG

Auch Composite-Werkstoffe können mit dem Verfahren problemlos bearbeitet werden. Allgemein gelten diese aufgrund ihrer unterschiedlichen Schichten als schwierig zu bearbeiten. So kann es bei verschiedenen Bearbeitungsverfahren immer wieder zu Ausfransungen an den Schnittkanten kommen. Auch das Ablösen der Schichten voneinander, die sogenannte Delamination, ist ein wiederkehrendes Problem. Beim WAS-Verfahren können diese Probleme durch die Feinjustierung des Schneidstrahls und die Anpassung des Wasserdrucks vermieden werden. Ähnlich leistungsstark zeigt sich das WAS-Verfahren auch bei der Materialdicke. Dank luftfreiem Wasserstrahl macht das innovative Verfahren von ANT bisher unerreichte Schnitttiefen möglich. Dicken bis zu 1.000 mm sind möglich und das bei einer sehr guten Oberflächenstruktur. Selbst bei enormen Materialstärken arbeitet das Schneidsystem lediglich mit einem Druck von max. 1.500 bar, was u. a. einen geringeren Verschleiß und Energieverbrauch bedingt. Weitere Informationen

Einsatz von Wasser Abrasiv Suspension © ANT AG

ANT Applied New Technologies AG D-23560 Lübeck Tel.: +49 (0)451-5 83 80-60 info@ant-ag.com www.ant-ag.com


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PROJEKTE UND PRODUKTE

HiKOKI Power Tools

Kabelloses schneiden und biegen von Stahl Das Bewehrungsstahl-Schneide- und Biegegerät VB3616DA von HiKOKI ist das erste Akku-Gerät auf dem Markt, das beides kann: Bewehrungsstahl biegen und schneiden. Es schneidet Stahl mit einem Durchmesser von 10–16 mm in weniger als drei Sekunden und biegt es in weniger als vier Sekunden. Dabei können gleichzeitig bis zu drei Stäbe gebogen oder zwei geschnitten werden – abhängig vom Durchmesser des Materials. Dank der bürstenlosen Motortechnologie arbeitet das VB3616DA äußerst effizient. Damit eignet sich das Akku-Gerät ausgezeichnet für den mobilen Einsatz auf dem Bau und überall dort, wo Betonstahl bauseits verarbeitet oder angepasst werden muss. Über die Winkelvoreinstellung können Stabstähle in exakten Winkeln von 45 °, 90 °, 135 ° und 180 ° gebogen werden. Per Druckschalter ist der Biegevorgang zudem manuell steuerbar. Dadurch können auch beliebige andere Winkel gebogen werden. Durch die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht von 18,9 kg ist das Gerät leicht und flexibel auf der Baustelle zu transportieren. Wenn es nicht benötigt wird, kann es sicher geschützt im robusten Rollkoffer aufbewahrt und transportiert werden.

Akku-Gerät zum Biegen und Schneiden © HiKOKI Power Tools Deutschland GmbH

Die bei dem Gerät eingesetzten MULTI VOLT-Akkus von HiKOKI haben selbst für leistungsintensive Anwendungen wie das Schneiden und Biegen genügend Kraft. Die intelligente Elektronik schützt dabei vor Überhitzung, Überladung und Tiefenentladung. Im Standard-Lieferumfang enthalten sind beim VB3616DA zwei MULTI VOLT-Akkus (BSL36A18), ein AkkuLadegerät (UC18YSL3), ein Austausch-Schneidenset, ein Schraubenschlüssel, eine Akku-Abdeckung und ein stabiler Transportkoffer. Das Gerät ist ab Mai 2020 im Handel erhältlich.

Weitere Informationen

HiKOKI Power Tools Deutschland GmbH D-47877 Wittlich Tel.: +49 (0)2154/4993-0 info@hikoki-powertools.de www.hikoki-powertools.de


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pROJEKTE UND pRODUKTE

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Heras Mobilzaun

Sicherheit bei Lagerung und Transport von Bauzäunen

Trage- und Transporthilfe im Einsatz © Heras Mobilzaun GmbH

Der sichere Transport und die richtige Lagerung von Bauzäunen sind das A und O, wenn Sie die Lebensdauer maximieren möchten. Die Experten von Heras Mobilzaun geben wichtige und praktische Tipps hierzu. Der Kauf von Bauzäunen ist eine Investition, die sich langfristig lohnt, denn es fallen keine lang anhaltenden Mietkosten mehr an. Wer sich für ein hochwertiges Modell entscheidet und Zubehör wie Stützen und Hochsicherheitsklammern verwendet, kann den Bauzaun viele Jahre lang für diverse Gelegenheiten nutzen. Häufig entstehen Beschädigungen jedoch während des Transports. Mit den folgenden Tipps können Schäden dabei vermieden werden. Mit der Bauzaun-Tragehilfe haben Sie besseren Halt. Dank des Designs und der optimalen Position, an der der Bauzaun angehoben wird, verteilt sich das Gewicht gleichmäßig, sodass keine Schäden entstehen können. Auch Rücken und Schultern der jeweiligen Personen werden mit der Tragehilfe für Bauzäune entlastet.

Konstruktion eines Transportgestells © Heras Mobilzaun GmbH

Ein stabiler Stand beim Transport ist wichtig, um Schäden vorzubeugen. Ein passendes Transportgestell bietet dabei Vorteile, denn zum Ersten stehen die Bauzauneinheiten stabil im Gestell, ohne zu verrutschen, und gleichzeitig sind sie platzsparend. Dank der Anordnung im Transportgestell können mehr Bauzäune gleichzeitig transportiert werden und das Ausladen ist effizienter, da sich die systematisch gelagerten Zäune schneller und einfacher entladen lassen. Für die Bauzaunmodelle gibt es unterschiedliche Transportgestelle, sodass sie horizontal oder vertikal transportiert werden können. Für diejenigen, die sich noch mehr Komfort bei der Lagerung und dem Transport von Bauzäunen wünschen, gibt es die Multifunktionspalette. Die abwechselnde Entnahme von Zäunen und Füßen ist hier problemlos möglich. Die Zäune, Blöcke und Klammern lassen sich sicher und einfach in der Palette lagern und entnehmen. Mit einem Spanngurt können die Zauneinheiten im Transportgestell zusätzlich abgesichert werden. Bei Heras Mobilzaun helfen wir gerne, damit Transport und Lagerung der mobilen Zäune effizient und sicher gestaltet werden. Weitere Informationen

Heras Mobilzaun GmbH D-47809 Krefeld Tel.: +49 (0)2151/32 78 274 info@heras-mobile.de www.heras-mobile.de


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PROJEKTE UND PRODUKTE

MC-Bauchemie

Oberflächenschutz für Parkhäuser Wenn ein Parkhaus neu errichtet oder instand gesetzt wird, geht es nicht zuletzt darum, den Stahlbeton vor Chlorideintrag zu schützen sowie Risse und Fugen wasserdicht zu verschließen. Dabei sind Lösungen gefragt, die robust und dauerhaft sind und bestenfalls nur minimale Sperr- und Ausfallzeiten verursachen, wie sie eben der geprüfte OS 10-Systemaufbau der MC-Bauchemie erfüllt. Dieses System besteht aus einer Grundierung, einer zweischichtigen Dichtungsschicht, der Einstreuschicht inklusive Quarzsandabstreuung sowie einer Deckversiegelung, kann aber bei Bedarf nach der Grundierung auch mittels einer Kratzspachtelung umgesetzt werden. Während andere OS 10-Systeme zum Teil unterschiedliche Bindemittel innerhalb der Schichtabfolge verwenden, was nicht selten zu einer Haftungsminderung führt, erfolgt der gesamte Systemaufbau bei MC mit derselben Bindemittelkomponente, die auf der KineticBoost-Technology® basiert. Alle Komponenten des Systems, für das ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) vorliegt, nutzen den Einfluss von Feuchtigkeit aus der Umgebung und wandeln ihn in eine zusätzliche, beschleunigte Erhärtungsreaktion um. Damit wird eine enorme Haftung auf allen gängigen Betonuntergründen erzielt, gepaart mit Spitzenwerten bei Abriebwiderstand und Kratzfestigkeit sowie Rissüberbrückung.

Eignung (auch) für frei bewitterte Flächen © MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG

Da das neue OS 10-System darüber hinaus UV- und vergilbungsbeständig ist, eignet es sich genauso für die Beschichtung frei bewitterter Flächen. Neben der Kombination aus sehr hoher Rissüberbrückung, hoher mechanischer Verschleißfestigkeit und Langlebigkeit bietet es zudem eine sehr gute Reinigungsfähigkeit nach DIN EN 11998, und sein Brandverhalten ist mit Bfl-s1 ausgewiesen. Und: Selbst bei widrigen Bedingungen kann die Realisierung innerhalb von zwei Tagen ohne Einhausung oder Beheizung durchgeführt werden.

Weitere Informationen

MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG D-46238 Bottrop Tel.: +49 (0)2041/101-0 info@mc-bauchemie.de www.mc-bauchemie.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

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Staco

Neue herausfordernde Gitterroste im Fokus

Staco ist einer der führenden Hersteller von Gitterrosten, Profilrosten und Fassadenelementen in Europa. In der neuen Ausrichtung zeigt sich Staco verstärkt als Hersteller von innovativen und herausfordernden Gitter-, Profilrosten und Fassadenelementen. Guido Gizinski, neuer Leiter der Vertriebsgesellschaft Deutschland, beschreibt die neue Ausrichtung und die aktuelle Entwicklung in einem kurzen Interview.

Herr Gizinski, wollen Sie sich kurz vorstellen? Guido Gizinski: Seit dem 01.02.2020 leite ich die Staco Deutschland GmbH. In meiner vorherigen Tätigkeit, in der Branche für maßgefertigten, innen liegenden Sonnschutz (Fenster), habe ich viele Jahre den strategischen Vertrieb und Vertrieb Innendienst geleitet. Ich bin also noch Branchenneuling, aber mein Team hat mich bereits bestens geschult.

Was genau ist das Ziel der neuen Ausrichtung? Guido Gizinski: Staco hat sich schon immer durch ein hohes technisches Know-how der Mitarbeiter der Vertriebsgesellschaften und der Produktionsstätten sowie eine enge, persönliche Kundenbeziehung, ausgezeichnet. Wir konzentrieren uns, neben dem Standardgeschäft, auf Nischen, in denen wir unsere Kunden beraten und für sie alle Konstruktions- und Kalkulationsaufgaben übernehmen, inklusive eines erstklassigen After-Sales-Service. Wie stellen Sie sich für die neue Ausrichtung auf? Guido Gizinski: Unser Trumpf ist das umfassende Spektrum über Anwendungen, Materialien und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten der Gestaltung und Umsetzung eines Projekts. In unserem Werk in NL-Reuver produzieren wir innovative Premiumanwendungen für Fassadensysteme, während unser Werk in Polen sich auf industrielle Anwendungen konzentriert mit herausfordernden, komplexe Gitterrostbelägen sowie Treppenstufen. Wir unterscheiden uns vom Wettbewerb durch unser hohes Wissen, unsere Zuverlässigkeit, das innovative Denken und einen lösungsorientierten Ansatz. Wie wichtig sind Ihnen dabei die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit? Guido Gizinski: Sehr wichtig. Staco setzt sich an allen Standorten für Umwelt und Nachhaltigkeit ein. Wir handeln energiebewusst und – sparsam, nutzen die richtigen Materialsorten und Chemikalien und stehen für Wiederverwertung. Aus diesem Grund befürwortet Staco das »Cradle-toCradle«-Prinzip und ist als erster Gitterrosthersteller »Cradle-to-Cradle«zertifiziert. Wir haben gerade den silbernen Status erreicht. Dies ist eine wichtige Auszeichnung unserer nachhaltigen Unternehmensführung.

Was können wir sonst noch von Staco erwarten? Guido Gizinski: Da wir finanziell gesund aufgestellt sind, investieren wir weiter in unsere Produktionsstätten, Mitarbeiter und Digitalisierung. Wir bauen die digitale Kommunikation mit unseren Kunden und Partnern aus, nutzen u.a. für unseren deutschen Standort LinkedIn als Informationsund Kommunikationsplattform. Weiterhin investieren wir in Trainings für unsere Mitarbeiter über die Staco Academy. Unsere Mitarbeiter sind das höchste Gut, und wir sind stolz darauf, so viele langjährige Mitarbeiter in unseren Reihen zu haben. Wie hat sich Covid-19 auf ihr Unternehmen ausgewirkt? Guido Gizinski: In Deutschland haben wir das Glück, dass sich die Baubranche auch in der Krise relativ stabil gezeigt hat. Wir konnten durch tolle, neue Projekte die Verzögerungen anderer Aufträge sehr gut ausgleichen und haben selbst in dieser außergewöhnlichen Situation neue Kunden gewinnen können. Alle Mitarbeiter arbeiten gemeinsam vor Ort und ich kann nur sagen: Das Staco-Team ist für Sie da! Was wünschen Sie sich von der Zukunft an Ihrem Standort? Gemäß unserer Strategie wollen wir in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Rumänien stärker wachsen. Wir werden unser Kundennetz regional weiter auf- und ausbauen und neue, interessante Märkte, angehen. So sehe ich noch großes Potenzial für uns im Bereich der Fassadengestaltung und des architektonischen Bereichs. Weitere Informationen

Staco Deutschland GmbH D-41238 Mönchengladbach Tel.: +49 (0) 2166/6876-0 info@staco.de www.staco.de


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Aus Wirtschaft und Verbänden

ATP architekten ingenieure

TGA- und BIM-Experte »On Board«

Thilo Ebert © ATP architekten ingenieure

Mit Thilo Ebert holt ATP architekten ingenieure einen ausgewiesenen Fachmann der Technischen Gebäudeausrüstung in den Vorstand. So möchte Europas stärkstes Büro für Integrale Planung die immer wichtiger werdende Disziplin der TGA auch in der höchsten Führungsebene kompetent abbilden.

»Integrale Zusammenarbeit ist in unseren Augen die einzig sinnvolle Form einer zukunftstauglichen Gebäudeplanung und Voraussetzung des effektiven Einsatzes von BIM«, erklärt ATP-Vorstandsvorsitzender, Architekt Christoph M. Achammer. »Mit Thilo Ebert haben wir einen TGA-Experten gefunden, der ambitioniert unsere Haltung teilt, nachhaltig und damit auch möglichst verschwendungsfrei zu planen. Sein interdisziplinärer Zugang und seine umfangreiche TGA-Fachexpertise sind ausgezeichnete Voraussetzungen, unsere Kultur der Integralen Planung mit BIM weiter auszubauen.« Im nunmehr vierköpfigen ATP-Führungsteam sind außerdem Architekt Horst Reiner und Bauingenieur Gerald Hulka tätig. Thilo Ebert lehrt seit 2016 als Professor für Nachhaltiges Bauen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München und gilt als Experte für Building Information Modeling (BIM). Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im Bereich der Gebäudetechnologie und des klimagerechten, energieeffizienten Bauens bzw. Betreibens widmet er ganzheitlichen Planungslösungen, der Optimierung und Qualitätssicherung von Planungsprozessen sowie der Steigerung der Wirtschaftlichkeit in der TGA. »Ich bin überzeugt, dass wir heute insbesondere durch eine Integrale Planung mit BIM die notwendige Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen übernehmen können«, so der ATP-Neo-Vorstand. »Umso mehr freut es mich, dass ich diese Zukunft nun im Vorstand eines Unternehmens mitgestalten kann, das diese Verantwortung seit Langem verinnerlicht hat.«

Thilo Ebert studierte Versorgungstechnik an der Hochschule München (1993). Nach einer Reihe leitender Funktionen in internationalen Architektur- und Ingenieurbüros zeichnete er von 2006 bis 2013 als geschäftsführender Gesellschafter der Ebert Consulting Group, München, und als Vice President der Tochtergesellschaft Ebert & Baumann Inc., Washington DC, für die operative Abwicklung zahlreicher Großprojekte verantwortlich. Zu seinen Referenzprojekten aus dieser Zeit zählt etwa die Verantwortung der TGA-Planung für den Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Als BIM-Direktor und Technical Competence Leader der Ingenieurgesellschaft WSP Deutschland AG verantwortete Ebert die Einführung der BIM-Methodik an deutschen Standorten sowie die Entwicklung von Kernprozessen für Qualitätsmanagement. Weitere Informationen

ATP architekten ingenieure Tel.: +43 (0)512/53701111 www.atp.ag


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HGG Profiling Equipment und Kaltenbach

Partnerschaft als Impuls für Technologie im Stahlbau HGG Profiling Equipment, Spezialist für hochpräzises Hochgeschwindigkeits-Plasmaschneiden und 3-DProfilierung, und Kaltenbach, einer der weltweit führenden MaschinenHersteller für Stahlbau und -handel, haben eine strategische Zusammenarbeit in einem geografisch großen Gebiet angekündigt. Die Partnerschaft konzentriert sich auf Lösungen für thermisches Schneiden, Ausklinken, Bohren und Sägen von Profilen und Trägern. »Um die Grenzen der Technologie zu erweitern und immer einen Schritt voraus zu sein, müssen Technologieunternehmen einen hohen Grad an Spezialisierung anbieten können. Indem wir das Beste aus thermischem Schneiden mit dem Besten aus Sägen/Bohren kombinieren, schaffen wir für unsere Kunden

eine Komplettlösung, welche ihnen einen deutlichen Mehrwert bietet und sich von der Konkurrenz abhebt«, so Daan van Dee, HGG Global Channel Manager. Kaltenbach wird einen neuen Ausklinkroboter zu seinem Produktportfolio hinzufügen – Powered by HGG. Der neue, weltweit fortschrittlichste Thermoschneidroboter kombiniert die leistungsstarke Software von HGG mit modernsten Scanmethoden und intelligentem Schneiden mit deutscher Ingenieurs- und Fertigungsqualität sowie jahrelanger Erfahrung im Stahlgeschäft. »Bei Kaltenbach streben wir an, unseren Kunden für jede Technologie die beste Lösung zu bieten. Im Bereich des 3-D-Ausklinkens ist HGG seit Jahren als Technologieführer bekannt. Indem

wir diese Technologie in unsere automatisierten Stahlverarbeitungssysteme integrieren, werden wir die Produktivität unserer Kunden erheblich steigern«, so Matthias Rummel, Kaltenbach Geschäftsführer Vertrieb. Weitere Informationen

HGG Profiling Equipment BV NL-1771 SW Wieringerwerf, Niederlande Tel.: +31 (0) 227 504 030 info@hgg-group.com www.hgg-group.com Kaltenbach GmbH + Co. KG D-79539 Lörrach Tel.: +49 (0) 7621/ 175-0 info@kaltenbach.de www.kaltenbach.de

Deutscher Brückenbaupreis

Preisverleihung im März 2021 Die ursprünglich für den 9. März geplante Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2020 wird auf den 8. März 2021 verschoben. Diese Verlegung der Preisverleihung ins kommende Jahr haben VBI und Bundesingenieurkammer entschieden, weil derzeit nicht absehbar ist, wann große Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern wieder ohne gesundheitliche Risiken für Gäste und Gesellschaft durchgeführt werden können. Mit dieser Entscheidung sorgen die Auslober für Planungssicherheit. So können rechtzeitig alle Vorbereitungen getroffen werden, damit im März 2021 die Preisverleihung am gewohnten Ort, im Audimax der TU Dresden, stattfinden kann. Alle vorliegenden Anmeldungen gelten auch für den neuen Termin.

Die finale Juryentscheidung bleibt bis zur Preisverleihung weiterhin geheim. Aus den 42 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen sind folgende sechs Bauwerke für den renommierten Ingenieurbaupreis nominiert: in der Kategorie »Straßen- und Eisenbahnbrücken«: – die Retheklappbrücke, Hamburg – die Brücke bei Schwaig im Zuge der A 3 bei Nürnberg – die Instandsetzung der Elster-Brücke bei Neudeck, Land Brandenburg in der Kategorie »Fuß- und Radwegbrücken«: – den Trumpf-Steg Ditzingen – die Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze in Weinstadt – die Sanierung der König-LudwigBrücke in Kempten.

Zur Preisverleihung am 8. März 2021 erwarten VBI und Bundesingenieurkammer wiederum mehr als 1.000 Gäste aus Baubranche, Politik und Wirtschaft. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Deutschen Brückenbaupreis und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. Weitere Informationen

Verband Beratender Ingenieure VBI D-10787 Berlin Tel.: +49 (0)30/26062-230 vbi@vbi.de Bundesingenieurkammer D-10719 Berlin Tel.: +49 (0)30/2589882-23 info@bingk.de www.brueckenbaupreis.de


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Ernst Schweizer AG

100-jähriges Jubiläum

Samuel Schweizer © Ernst Schweizer AG

Grund zum Feiern gibt es bei der Ernst Schweizer AG aus Hedingen nahe Zürich: Das 1920 gegründete Unternehmen wird 100 Jahre alt. Als Bauschlosserei gestartet, zählen heute Fassaden, Briefkästen und Paketboxen, Falt- und Schiebewände sowie Holz/Metall-Fenster zum Angebot. In Deutschland ist Schweizer vor allem für Photovoltaik-Montagesysteme bekannt. Seit der Unternehmensgründung 1920 als Bauschlosserei hat sich Schweizer zu einem der führenden Zulieferer für die Baubranche entwickelt. Mit rd. 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat das Unternehmen 2019 einen Umsatz von über 100 Mio. e erwirtschaftet. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren gehören neben stetiger Innovation und Nähe zum Kunden die hohe Qualität »made in Switzerland«. Die Solarsparte hat das Unternehmen 1977 gegründet und zunächst mit der Produktion von thermischen Kollektoren begonnen. Thermische Anlagen werden bis heute in Deutschland verkauft. 1999 hat Schweizer als eines der ersten Unternehmen ein Indach-Montagesystem für Photovoltaikanlagen auf den Markt gebracht. Das Solrif®-System gehört noch heute zum Sortiment, allerdings verkauft das Unternehmen mittlerweile mehr Aufdach- als Indachsysteme. Gefragtestes Produkt in der Solarsparte ist das FlachdachMontagesystem MSP, das sehr einfach mit einem einzigen Werkzeug montiert werden kann und das Dach nur wenig belastet. Der Verkauf der Solrif®Systeme erfolgt in Deutschland über Modulhersteller und den Großhandel; die Flach- und Schrägdach-Systeme werden über Projektierer und den

Großhandel vertrieben. In den letzten 20 Jahren hat Schweizer im IndachSegment Projekte mit einer Leistung von 800 MW mit Solrif®-Systemen realisiert. Der Verkauf der Auf- und Schrägdachsysteme ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und war im ersten Quartal 2020 überdurchschnittlich. »Wir verkaufen unsere Montagesysteme in ganz Europa, aber Deutschland, Österreich und die Schweiz sind die wichtigsten Märkte. Im ersten Quartal 2020 konnten wir unseren Umsatz verdoppeln«, sagt Marion Fiege, Verkaufsleiterin für Solarsysteme in Deutschland. Parallel zum 100-jährigen Jubiläum stand ein Generationswechsel ins Haus. Kürzlich hat die vierte Generation die Unternehmensleitung des Familienunternehmens übernommen: Samuel Schweizer plant, die Solarsparte weiter auszubauen, da der Bereich boomt und mittlerweile ohne Subventionen konkurrenzfähig ist. Erklärtes Ziel des Unternehmens: »Wir wollen in den deutschsprachigen Ländern unter die Top 3 der Hersteller von Montagesystemen aufsteigen.« Weitere Informationen sowie Referenzobjekte für das PV-Montagesystem Indach Solrif® sowie die PV-Montagesysteme Flach- und Schrägdach MSP finden Sie unter www.solrif.com bzw. www.msp.solar. Weitere Informationen

Ernst Schweizer AG CH-8908 Hedingen www.ernstschweizer.ch


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Aus Wirtschaft und Verbänden

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Wiegel

Verwaltungsrat und Gesellschafter der WIEGEL-Gruppe ausgezeichnet Die Firmengruppe Wiegel freut sich, dass Alexander Hofmann, Verwaltungsrat und Gesellschafter der Wiegel-Gruppe, ein Preisträger des B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2020 ist. Durch sein konsequentes Handeln im Unternehmen hat er gezeigt, dass Klimaschutz ein Innovationstreiber ist. Damit ist er ein Vorbild für den industriellen Mittelstand. Für sein Engagement erhält er den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2020 in der Kategorie »Kleine und mittelständische Unternehmen«.

»Ich bin überzeugt davon und habe die Erfahrung gemacht, dass damit langfristig gleichzeitig globale Verbesserungen (Ökologie, Soziales) und erfolgreiche Unternehmensentwicklung (Ökonomie) erzielt werden. Wir setzen bei Wiegel auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung, auf Innovation sowie werte- und mitarbeiterorientierte Führungsentwicklung«, so Alexander Hofmann. »Mit dem B.A.U.M. | Umweltund Nachhaltigkeitspreis zeichnet B.A.U.M. seit 1993 ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus«, erläutert B.A.U.M.Vorstand Martin Oldeland. »Uns ist wichtig, vor allem die Arbeit derer, die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben, auszuzeichnen. Solche Vorbilder sind heute nötiger denn je.«

Die Verleihung des B.A.U.M.-Preises 2020 findet am 25. September im Rahmen des ExtremWetterKongresses in Hamburg statt. Sie kann auch online verfolgt werden. Weitere Informationen

WIEGEL Verwaltung GmbH & Co. KG Tel.: +49 (0)911/324 20-200 info@wiegel.de www.wiegel.de

Pro Mobilität

Neue Zusammensetzung des Präsidiums Anlässlich der 18. Ordentlichen Hauptversammlung, die aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen im schriftlichen Verfahren durchgeführt wurde, erfolgte die turnusgemäße Neuwahl des Präsidiums sowie des Präsidenten von Pro Mobilität. Dabei wurde der ehemalige Bundestagsvizepräsident und Bundesminister Eduard Oswald durch die Mitglieder im Amt des Präsidenten bestätigt. Ebenfalls für zwei weitere Jahre wurden Peter H. Coenen, Geschäftsführer Hochtief PPP Solutions GmbH, Dr.Ing. Walter Fleischer, Geschäftsführer

KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG, Gerhard Hillebrand, Vizepäsident Verkehr des ADAC e.V., Stefan Kölbl, Vorsitzender der Vorstände DEKRA SE und DEKRA e.V., und Peter Markus Löw, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, als Vizepräsidenten des Infrastrukturverbandes wiedergewählt. Die Mitglieder wählten darüber hinaus Hildegard Müller und Prof. Dirk Engelhardt in das Präsidium von Pro Mobilität. Die neue Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Hildegard Müller folgt auf Bernhard

Mattes, der sein Amt als Präsident des VDA sowie als Vizepräsident von Pro Mobilität zum Ende des Jahres 2019 niederlegte. Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterverkehr Logistik und Entsorgung, folgt als Vizepräsident auf Adalbert Wandt, der sich nicht erneut zur Wahl stellte. Weitere Informationen

Pro Mobilität – Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V. D-10117 Berlin Tel.: +49 (0)30/22 48 84 12 www.promobilitaet.de info@promobilitaet.de


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Stahlbauheute 2/2020

Veranstaltungen

Brückenbau mit Tradition und Perspektiven

Verlagsgruppe Wiederspahn

20. Symposium »Brückenbau« in Leipzig

20. Symposium der Verlagsgruppe Wiederspahn in Leipzig

rückenbau mit Tradition und Perspektiven

Neue Projekte und Verfahren sowieWiederspahn in Leipzig . Symposium der Verlagsgruppe

durch Wettbewerbe erzielte Gestaltungsvielfalt standen beim Jubiläumssymposium der Verlagsgruppe Wiederspahn am 11. und 12. Februar 2020 in Leipzig auf der Agenda. Das Who isThemen Who derund Brückenbauer, Akzeptanz Vertreter von ausführenden Bauunternehmen, Neue Projekte und Verfahren sowie durch emen und Akzeptanz Planer, Auftraggeber und WissenWettbewerbe erzielte Gestaltungsvielfalt e Projekte undschaftler, Verfahrenbeim sowie durch tauschte hier Informationen standen Jubiläumssymposium der tbewerbe erzielte Gestaltungsvielfalt aus – und die mehr als 200am Teilnehmer Verlagsgruppe Wiederspahn 11. und den beim Jubiläumssymposium gewannen sehrauf instruktiven 12. Februar dank 2020der inder Leipzig der Agenda. agsgruppe Wiederspahn am 11.der undMöglichkeit zu inVorträge Das Who und is Who der Brückenbauer, VertreEröffnung ebruar 2020 in Leipzig auf der Agenda. Eröffnungder derJubiläumsveranstaltung Jubiläumsveranstaltung tensiven Pausengesprächen viele neue ter von ausführenden Bauunternehmen, © Christian Wiederspahn ChristianModla/Verlagsgruppe Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn Who is Who der Brückenbauer, VertreEröffnung der Jubiläumsveranstaltung Anregungen. Die Zahlen von ca. 200 Planer, Auftraggeber und Wissenschaftler, on ausführenden Bauunternehmen, © Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn Teilnehmern und 22 Referenten zeigtauschte hier Informationen aus – und die er, Auftraggeber und Wissenschaftler, ten einmal mehr höchst eindrucksvoll, Großprojekte in Deutschland inhaltet. Und: Elisabeth Wiederspahn, Preis erhielt die Planungsgemeinschaft mehr als 200 Teilnehmer gewannen dank chte hier Informationen aus – und die welche Relevanz Thema BrückenGroßprojekte eine Institution der Verlagsgruppe aus Ingenieurbüro Grassl, Hamburg, der sehr instruktiven Vorträge und der in Deutschland Den Reigen der Referenten eröffnete Nach diesem gelungenen Aufgalopp folgr als 200 Teilnehmer gewannen dankdas bau hat und wie groß die Akzeptanz sehr instruktiven Vorträge und der Den Reigen der Referenten eröffnete Nach diesem gelungenen Aufgalopp folg-Duo Wiederspahn, vielen dermit TeilnehArchitektur und StadtplaMöglichkeit zu intensiven PausengespräDipl.-Ing. Gregor gab Gebert, DEGES, teund mit PPL dem Dipl.-Ing. Bernd Endres, glichkeit zu intensiven PausengespräDipl.-Ing. Gregor Gebert,mer DEGES, mit te mit dem DuodemonsDipl.-Ing. Bernd Endres, der inviele dieser Form einmaligen Veranpersönlich Hand und nung, Hamburg,Nordbayern, deren Konzeption chen neue Anregungen. Die Zahlen »Ersatzneubau derdie Norderelbbrücke in Autobahndirektion und Dipl.- er n viele neue Anregungen. Die Zahlen »Ersatzneubau der Norderelbbrücke in Nordbayern, und Dipl.-Mansperger, staltung ist. trierte einmalig ihreAutobahndirektion Verbundenheit ebenfalls erläuterte. Leonhardt, Andrä von ca. 200 Teilnehmern und 22 Referenten Hamburg. Anlass und Durchführung des Ing. Tobias ca. 200 Teilnehmern und 22Michael ReferentenWiederspahn Hamburg. Anlass und Durchführung des Ing. Tobias Mansperger, Leonhardt, Andrä Dipl.-Ing. führte mit den Teilnehmern. Chapeau! Nach diesem gelungenen Aufgalopp zeigten einmal mehr höchst eindrucksvoll, Realisierungswettbewerbs«. Informativ und Partner, ein weiterer Höhepunkt, nämten einmal mehr höchst eindrucksvoll, Realisierungswettbewerbs«. Informativ und Partner, ein weiterer Höhepunkt, nämsouverän und mit gekonnten EinleiDen Reigen der Referenten folgte mit dem Duo Dipl.-Ing. welche Relevanz das Thema Brückenbau und klar gegliedert informierte ereröffnete über die lich Entwurf und BIM-Planung beim Bernd Ersatzche Relevanz das Thema Brückenbau und klar gegliedert informierte er über die lich Entwurf und BIM-Planung beim Ersatztungsempfehlungen als Moderator Dipl.-Ing. GregormitGebert, DEGES, mit neubau Endres, Nordbayhat und wie groß die Akzeptanz der in Randbedingungen der Konsequenz, derAutobahndirektion Mainbrücke Mainflingen, wound wie groß die Akzeptanz der in Randbedingungen mit der Konsequenz, neubau der Mainbrücke Mainflingen, wodurch die gelungene Veranstaltung. »Ersatzneubau der Norderelbbrücke in ern, und Dipl.-Ing. Tobias Mansperger, dieser Form einmaligen Veranstaltung dass die künftige Brücke im Zuge der Bunbei Bernd Endres betonte: »Für den Ersatzer Form einmaligen Veranstaltung dass die künftige Brücke im Zuge der Bunbei Bernd Endres betonte: »Für den ErsatzDabei von allen Hamburg. Anlass und Durchführung Leonhardt, Andrä und Partner, ging ein ist. wurden die Themen desautobahn A 1 insgesamt zwölf Fahrspu- Mainflingen neubau der Mainbrücke Mainflingen desautobahn A 1 insgesamt zwölf Fahrspuneubau der Mainbrücke ging Seiten beleuchtet und Bauwerkserläudes Realisierungswettbewerbs«. Inforweiterer Höhepunkt, nämlich Entwurf ren zuzüglich Standstreifen zu überführen aus dem Wettbewerb eine Zügelgurtkonren zuzüglich Standstreifen zu überführen aus dem Wettbewerb eine Zügelgurtkonterungen, die Kriterien des Entwurfs mpliment dem Veranstalter mativ und klar gegliedert informierte und Wir BIM-Planung beimhervor. Ersatzneubau Kompliment dem Veranstalter hat und damit mehr als doppelt breit struktion alssoSiegerentwurf hervor. hat undso damit mehr als doppelt breit struktion als Siegerentwurf Wir derenMichael Planungsmodalitäten ansein wird wie der Bestandsquerschnitt. sind der Überzeugung, Entwurf -Ing. Michaelund Wiederspahn führte Wiederspahn er über mit derdiesersind der Mainbrücke Mainflingen, wobei sein wirddie wieRandbedingungen der Bestandsquerschnitt. der Überzeugung, dieser Entwurf Dipl.-Ing. führte Mit Einleitungseinstimmigem VotumKonsequenz, wurde hier, wie dass wirdkünftige sowohlhier, den höchsten gestalterischen verän und mit hand gekonnten vonEinleitungsBeispielen charakterisiert. die Brücke Bernd Endres betonte:gestalterischen »Für den ErMit einstimmigem Votum wurde wie wird sowohl den höchsten souverän und mit gekonnten er sagte, der erste Preisim ansagte, die PlanungsAnsprüchen alsA 1 auch allen technischen fehlungen alsEindrücke Moderator durch dieFinanzierung, über CharakZuge dererste Bundesautobahn satzneubaualsder Mainbrücke Main-fliner der Preis an die PlanungsAnsprüchen auch allen technischen empfehlungen als Moderator durch die gemeinschaft aus Leonhardt, Andrä und Herausforderungen der Konstruktion ge- aus dem Wettbewerb eine Züngene Veranstaltung. Dabei wurden teristika von Konstruktionen Mon- insgesamt zwölf Fahrspuren zuzüglich gen ging gemeinschaft aus Leonhardt, Andrä und Herausforderungen der Konstruktion gegelungene Veranstaltung. Dabei und wurden Partner, Hamburg, und gmp, Berlin, verrecht wird.« Eine Art bayrisches SchmanThemen von allen Seiten beleuchtet tage rundeten Referate ab. Standstreifen zu und überführen hatverund gelgurtkonstruktion als Siegerentwurf Partner, Hamburg, gmp, Berlin, recht wird.« Eine Art bayrisches Schmandie Themen vondie allen Seiten beleuchtet geben, den zweiten Preis erhielt die Plakerl präsentierte danach M.Sc. Jacqueline Bauwerkserläuterungen, die Kriterien Besonders die klar strukturierte Beglei- damit mehr als doppelt so breit sein hervor. Wir sind der Überzeugung, geben, den zweiten Preis erhielt die Plakerl präsentierte danach M.Sc. Jacqueline und Bauwerkserläuterungen, die Kriterien nungsgemeinschaft aus Ingenieurbüro Donner, Ingenieurbüro Grassl, indem sie Entwurfs und deren Planungsmodalitung für die Teilnehmer ist in dem Zuwird wie derund Bestandsquerschnitt. dieser Entwurf wirdGrassl, sowohl densie höchsnungsgemeinschaft aus Ingenieurbüro Donner, Ingenieurbüro indem des Entwurfs und deren PlanungsmodaliGrassl, Hamburg, und PPL Architektur in ihrem überzeugenden Vortrag die inten anhand von Beispielen charakterisammenhang beeindruckend – neben Mit einstimmigem Votum wurde hier, ten gestalterischen Ansprüchen als Grassl, Hamburg, und PPL Architektur und in ihrem überzeugenden Vortrag die intetäten anhand von Beispielen charakteriStadtplanung, Hamburg, deren Konzeption grale Bogenfachwerkbrücke über die A 3 . Eindrücke über Finanzierung, Charakder 156 Seiten umfassenden Ausgabe er sagte, der erste Preis an die (AK) Fürth-Erlangen auchBogenfachwerkbrücke allen technischen HerausfordeStadtplanung, Hamburg, deren Konzeption grale über die A 3 siert. Eindrücke über Finanzierung, Charaker ebenfalls erläuterte. wie am Autobahnkreuz tika von Konstruktionen und Montage 1/2·2020 derKonstruktionen Fachzeitschrift Planungsgemeinschaft ausInnovation Leonhardt, rungen gerecht werals eine charakterisierte, dieder Konstruktion deten die Referate ab. von er ebenfalls erläuterte. am Autobahnkreuz (AK) Fürth-Erlangen teristika und»BrückenMontage Auftaktbauwerk onders die klarbau«, strukturierte die die alsBegleitung Tagungsband vorlag und Andrä und Partner,alsHamburg, undden sechsstreifigen den.« Art bayrisches Schmankerl als eineEine Innovation charakterisierte, die rundeten Referate ab. Ausbau jenes Bundesautobahnabschnittes die Teilnehmersämtliche ist in dem ZusammenReferate in Schriftform begmp, Berlin, vergeben, den zweiten präsentierte danach Jacqueline als Auftaktbauwerk den M.Sc. sechsstreifigen Besonders die klar strukturierte Begleitung

g beeindruckend neben der 156 Seifür– die Teilnehmer ist in dem Zusammenumfassenden Ausgabe 1/2 • 2020 der hang beeindruckend – neben der 156 Seihzeitschrift »Brückenbau«, die als Taten umfassenden Ausgabe 1/2 • 2020 der gsband vorlag und sämtliche Referate Fachzeitschrift »Brückenbau«, die als Tachriftform beinhaltet. Und: Elisabeth gungsband vorlag und sämtliche Referate derspahn, eine Institution der Verlagsin Schriftform beinhaltet. Und: Elisabeth ppe Wiederspahn, gab vielen der Teileine Institution der Verlagsmer persönlich Wiederspahn, die Hand und demonrte einmalig ihre Verbundenheit mit gruppe Wiederspahn, gab vielen der TeilTeilnehmern. Chapeau! nehmer persönlich die Hand und demon-

quasi einleiten soll.

Ausbau jenes Bundesautobahnabschnittes quasi einleiten soll.

strierte einmalig ihre Verbundenheit mit den Teilnehmern. Chapeau! Gratulation Uwe Heiland »vor«»vor« stets hochinteressierten Teilnehmern Gratulationdurch durch Uwe Heiland stets hochinteressierten Teilnehmern © Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn © Christian Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn

Gratulation durch Uwe Heiland »vor« stets hochinteressierten Teilnehmern [Umrisse] © Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn


Stahlbauheute 2/2020

Veranstaltungen

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Gregor Gebert, Uwe Heiland, Peter Curran, Dr. Jörg Ahlgrimm und Rico Stockmann (v.l.n.r.) © Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn

Fluss Niger zwischen den Städten Asaba Als genauso interessant erwies sich das Das mit dem European Steel Bridge Award und Onitsha in Nigeria wird derzeit eine Referat von Dipl.-Ing. Tilo Behrmann, sbp ausgezeichnete, in Summe 194 m lange zweimal dreispurige Autobahnbrücke, die schlaich bergermann partner, stellte er Bauwerk war aber lediglich ein Teil des Gregor Gebert, UweHeiland, Heiland, Peter Curran, Jörg Ahlgrimm Stockmann (v.l.n.r.) sogenannte Second River Niger Bridge dochGebert, »EineUwe Brückenfamilie für Riedlingen« Auftrags, der zudem die Errichtung einer Gregor Peter Curran, Dr. Dr. Jörg Ahlgrimm und und RicoRico Stockmann (v.l.n.r.) © Christian ChristianModla/Verlagsgruppe Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn © errichtet, und zwar als Kernstück einer vor, die bis dato eine neue Wiederspahn DonaukanalStützmauer und die Anlage eines Kreisvergeplanten Südumgehung, um die bestequerung für den Straßenverkehr sowie kehrs, mehrerer Rad- und Gehwege sowie hende Flussquerung zu entlasten. zwei Fußgängerstege umfasst und demvon Rast- und Parkplätzen in unmittelbarer Fluss Niger zwischen den Städten Asaba Als genauso interessant erwies sich das Das mit dem European Steel Bridge Award Der nächste Referent war laut Programm nächst um eine weitere Straßenbrücke Nähe beinhaltete. und Onitsha in Nigeria wird derzeit eine Referat von Dipl.-Ing. Tilo Behrmann, sbp ausgezeichnete, in Summe 194 m lange Curran Bsc, MICE, MI StructE über die Donau ergänztGrassl, werdenindem wird: Donner, Ingenieurbüro dräPeter und Partner, dieCEng, Ertüchtigung und Der nächste Referent war laut Prozweimal dreispurige Autobahnbrücke, die schlaich bergermann partner, stellte er Bauwerk war aber lediglich ein Teil des Bahnbrücken im Inund Ausland von Ramboll mit dem »Mumbai Trans Har- gramm eleganteVortrag Tragstruktu- teilweise sie inallesamt ihrem moderne, überzeugenden Erneuerung der Mainbrücke Peter Curran Bsc, CEng, sogenannte Second River Niger Bridge doch »Eine Brückenfamilie für Riedlingen« Auftrags, der zudem die Errichtung einer bor Link«. Diese auch ren, die ihre historische oder natürliche Mit »Investitionsprogramm Schienendie integrale Bogenfachwerkbrücke Gemünden, derenAutobahnbrücke, vorhandene StromMICE, MI StructE von Ramboll mit errichtet, und zwar als Kernstück einer vor, die bis dato eine neue DonaukanalStützmauer und die Anlage eines Kreisverbekannt als die Sewri-Nhava Sheva Trans dem bereichern. verkehr« der Deutschen Bahn landete überUmgebung die A 3 am Autobahnkreuz (AK) pfeiler wiederverwendet werden soll»Mumbai Trans Harbor Link«. geplanten Südumgehung, um die bestequerung für den Straßenverkehr sowie kehrs, mehrerer Rad- und Gehwege sowie Link,sich ist 21,80 km lang, verbindet Große Beachtung erfuhren auch die Dipl.-Ing. Jens Müller, DBauch Netz, bekannt einen Fürth-Erlangen als eine Innovation ten,Harbor weshalb für das Flussfeld der Diese Autobahnbrücke, hende Flussquerung zu entlasten. zwei Fußgängerstege umfasst und demvon Rast- und Parkplätzen in unmittelbarer Mumbai mit Navi Mumbai, einer Satelliten- alsVolltreffer. Ein- und Ausblicke vonAuftaktbauDipl.-Ing. Martin Das ThemaSheva hatte viel Brisanz, charakterisierte, die als Entwurf einer leichten Stahlverbundder Sewri-Nhava Trans HarDer nächste Referent war laut Programm nächst um eine weitere Straßenbrücke Nähe beinhaltete. stadt, und ihrer Fertigstellung die bor DEGES, dasAusbau Koppeln jenes von Alt struktur, denn dieist Deutsche Bahn hat 2015–2019 werkSteinkühler, den sechsstreifigen für wird den nach Vorlandbereich hingeLink, 21,80 km lang, verbindet Peter Curran Bsc, CEng, MICE, MI StructE über die Donau ergänzt werden wird: Seequerung in Indien sein. Dank und Neu und damit die Verbreiterung das bisher Bundesautobahnabschnittes quasi der genlängste der eines Spannbetonquerschnitts Mumbai mitgrößte Navi Mumbai, eine Bahnbrücken imModernisierungsproIn- und Ausland von Ramboll mit dem »Mumbai Trans Harallesamt moderne, elegante Tragstruktuihrer Entstehung wird sich die Entfernung Satellitenstadt, Hochstraße gramm in ihrer und Geschichte verwirklicht einleiten soll. Elbmarsch im Zuge der A 7 als optimale Lösungen anboten. wird nach ihrer bor Link«. Diese Autobahnbrücke, auch ren, die ihre historische oder natürliche Mit »Investitionsprogramm Schienenzwischen den beiden Städten um ca. 17 km Fertigstellung in Hamburg thematisierend. »Insgesamt und 900 Eisenbahnbrücken erneuert: ein Als genauso interessant erwies sich das Noch vor der Mittagspause wurden die längste Seequerung bekannt als die Sewri-Nhava Sheva Trans Umgebung bereichern. verkehr« der Deutschen Bahn landete die entsprechende Fahrzeit um ca. 1 h Indiens gesehen, sei«, so Steinkühler, »der Erhal- die und Volumen, dasDank mit der nächsten LeistungsReferat von Dipl.-Ing. Tilo Behrmann, Teilnehmer von Dr.-Ing. Georg sein. ihrer Entstehung Harbor Link, ist 21,80 km lang, verbindet Große Beachtung erfuhren auch die Dipl.-Ing. Jens Müller, DB Netz, einen verringern.Julius Die Projektumsetzung erfolgt tungszustand des ›Tausendfüßlers‹ undsich Finanzierungsvereinbarung (LuFVden III) sbp schlaich bergermann partner, mit über Merzenich, Berger International, wird die Entfernung zwischen Mumbai mit Navi Mumbai, einer SatellitenEin- und Ausblicke von Dipl.-Ing. Martin Volltreffer. Das Thema hatte viel Brisanz, in einem Naturschutzgebiet mit Inter38 ha Man- beiden 600erStützen gut, lediglich im Bereich der an den nochmals gesteigert werden stellte doch »Eine Brückenfamilie Niger entführt, was die Städten um ca. 17 kmwird, undstehen die stadt, und wird nach ihrer Fertigstellung die Steinkühler, DEGES, das Koppeln von Alt denn die Deutsche Bahn hat 2015–2019 grovenwäldern und 8,80 haSymposiums Wald, so dass entsprechende Fugen werdenvor, umfangreichere für die kommenden zehn um Jahre für Riedlingen« die bis datoInstandseteine nationalität des Leipziger Fahrzeit ca.doch 1 h ca. verlängste Seequerung in Indien sein. Dank und Neu und damit die Verbreiterung der das bisher größte Modernisierungsproim Vorfeld dieveranschaulichte: Anfertigung diverserÜber Studien ringern. an den Unterbauten hier vor nachdrücklich 86 Mrd.Die € zurProjektumsetzung Verfügung. Sichtlicherfolgt stolz neuezungen Donaukanalquerung fürund den ihrer Entstehung wird sich die Entfernung Hochstraße Elbmarsch im Zuge der A 7 gramm in ihrer Geschichte verwirklicht Untersuchungen unabdingbar blieb, allem an den Stützenriegeln erforderlich«, denund Müller, »dass diese Investitionen Straßenverkehr sowie zwei Fußgänger1.200 m breiten Fluss Niger zwiin erklärte einem Naturschutzgebiet mit 38 ha zwischen den beiden Städten um ca. 17 km in Hamburg thematisierend. »Insgesamt und 900 Eisenbahnbrücken erneuert: ein um den eine Städten Bedrohung für geschätzt 20.000– Mangrovenwäldern die monolithische Kopplung Fahr- schen unter anderem in die und Erneuerung circa stegeum umfasst und demnächst umder eine Asaba und Onitsha 8,80 havon Wald, und die entsprechende Fahrzeit um ca. 1 h gesehen, sei«, so Steinkühler, »der ErhalVolumen, das mit der nächsten Leistungs30.000 kleinere und größere Flamingos zu sodass bahnplatten sowie derüber dafürdie notwendigen 2.000 im km/a für Gleise 2.000 Weichen weitere Straßenbrücke Donau in Nigeria wird derzeit eine zweimal Vorfeld dieund Anfertigung verringern. Die Projektumsetzung erfolgt tungszustand des ›Tausendfüßlers‹ mit über und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) vermeidenAutobahnbrücke, oder wenigstens zu die verringern. Verlängerung der Querspannglieder des dreispurige sowie ca. 7 Mrd. und € allein in die Stellwerksergänzt werden wird: allesamt modersodiverser Studien Untersuchungen in einem Naturschutzgebiet mit 38 ha Man600 Stützen gut, lediglich im Bereich der nochmals gesteigert werden wird, stehen ÄhnlichSecond großen Anklang fandenBridge die ErBestandsbauwerkes realisieren zu können. genannte technik fließen«. Außerdem die Erne, elegante Tragstrukturen, die ihre River Niger unabdingbar blieb, um einewerde Bedrogrovenwäldern und 8,80 ha Wald, so dass Fugen werden umfangreichere Instandsetfür die kommenden zehn Jahre doch ca. läuterungen von Dipl.-Ing. Mathiaseiner Fabich hung Anschließend beleuchteteUmgebung Dr. sc. techn. errichtet, neuerung von 2.00020.000–30.000 weiteren Eisenbahnhistorische oder natürliche und zwar als Kernstück für geschätzt kleiim Vorfeld die Anfertigung diverser Studien zungen an den Unterbauten und hier vor 86 Mrd. € zur Verfügung. Sichtlich stolz von PNCSüdumgehung, Norge, der über Planung Peter Kosza, Leonhardt, Andrä und Partner, geplanten brücken in AngriffFlamingos genommen und so die bereichern. um dieund be-Rea- nere und größere zu verund Untersuchungen unabdingbar blieb, allem an den Stützenriegeln erforderlich«, erklärte Müller, »dass diese Investitionen lisierung der Loftesnes-Brücke in Sogndal, meiden die Beachtung Ertüchtigungerfuhren und teilweise Erneuerung Modernisierung der gesamten Infrastruktur Große auch die stehende Flussquerung zu entlasten. oder wenigstens zu verringern. um eine Bedrohung für geschätzt 20.000– um die monolithische Kopplung der Fahrunter anderem in die Erneuerung von circa immerhin eines Wahrzeichen im Herzen deren vorhaninsgesamt vorangetrieben. Ein-der undMainbrücke AusblickeGemünden, von Dipl.-Ing. 30.000 kleinere und größere Flamingos zu bahnplatten sowie der dafür notwendigen 2.000 km/a für Gleise und 2.000 Weichen der norwegischen Fjorde, informierte. deneSteinkühler, Strompfeiler wiederverwendet Martin DEGES, das wervermeiden oder wenigstens zu verringern. Verlängerung der Querspannglieder des sowie ca. 7 Mrd. € allein in die Stellwerksden sollten, weshalb sich und für das Flussfeld Koppeln von Alt und Neu damit Ähnlich großen Anklang fanden die ErBestandsbauwerkes realisieren zu können. technik fließen«. Außerdem werde die Erder Entwurf einerder leichten Stahlverbunddie Verbreiterung Hochstraße Elbläuterungen von Dipl.-Ing. Mathias Fabich Anschließend beleuchtete Dr. sc. techn. neuerung von 2.000 weiteren Eisenbahnstruktur, für den Vorlandbereich hingegen marsch im Zuge der A 7 in Hamburg von PNC Norge, der über Planung und ReaPeter Kosza, Leonhardt, Andrä und Partner, brücken in Angriff genommen und so die der eines Spannbetonquerschnitts als thematisierend. »Insgesamt gesehen, lisierung der Loftesnes-Brücke in Sogndal, die Ertüchtigung und teilweise Erneuerung Modernisierung der gesamten Infrastruktur Lösungen»der anboten. sei«,optimale so Steinkühler, Erhaltungsimmerhin eines Wahrzeichen im Herzen der Mainbrücke Gemünden, deren vorhaninsgesamt vorangetrieben. zustand des ›Tausendfüßlers‹ mit über der norwegischen Fjorde, informierte. dene Strompfeiler wiederverwendet werüber 600 Blick Stützen gut,Ländergrenzen lediglich im Bereich den sollten, weshalb sich für das Flussfeld Noch vor der Mittagspause wurden die der Fugen werden umfangreichere der Entwurf einer leichten StahlverbundTeilnehmer von Dr.-Ing. Merzenich, Instandsetzungen an denGeorg Unterbauten struktur, für den Vorlandbereich hingegen Berger International, an den Niger und Julius hier vor allem an den Stützenrieder eines Spannbetonquerschnitts als was die um Internationalität des Leipgelnentführt, erforderlich«, die monolithioptimale Lösungen anboten. Symposiums nachdrücklich veranscheziger Kopplung der Fahrbahnplatten schaulichte: den 1.200 mVerbreiten Simultandolmetscher und sowie der dafürÜber notwendigen Simultandolmetscher undVeranstaltungstechniker Veranstaltungstechniker

Blick über Ländergrenzen

längerung der Querspannglieder des Noch vor der Mittagspause wurden die Bestandsbauwerkes realisieren zu Teilnehmer von Dr.-Ing. Georg Merzenich, können. Anschließend beleuchtete Dr. Julius Berger International, an den Niger [Umrisse] sc. techn. Peter Kosza, Leonhardt, An-

entführt, was die Internationalität des Leipziger Symposiums nachdrücklich veranUmrisse_3_2020_LY_06_06_2020-2.indd 55 m breiten schaulichte: Über den 1.200

© Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn

[55 Simultandolmetscher und Veranstaltungstechniker © Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn

06.06.20 1


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Stahlbauheute 2/2020

Veranstaltungen Auszeichnung zum Jubiläum

Straßenbrücken Deutschland, StraßenMit der Intention, anlässlich der JubiläumsDie nächsten zwei Vorträge lenkten den brücken International, Eisenbahnbrücken veranstaltung Lösungen in Erinnerung zu Blick ins benachbarte Ausland: »Eisenzwei Bauwerke den Mit- Deutschland, Ende 2020 unter VerkehrInternatigehen soll, Eisenbahnbrücken rufen, diebesondere Anspruch und Inhalt desin Symbahnbrücken in Österreich. Ein Streifzug telpunkt seines Vortrages, nämlich die berichteten Dipl.-Ing. Rico Stockonal, Erhaltung und Ertüchtigung, Herstelposiums in besonderer Weise repräsendurch die letzten Jahre« von Dipl.-Ing. Donaubrücke Tulln mit einer Gesamtmann, Leonhardt, Andrä und lungstechnologie, Bewegliche Brücken,Partner, tieren und damit zugleich die EntwickMartin Muncke, ÖBB-Infrastruktur, sowie länge von 441,80 m, bei der eine Erund Dr.-lng. Jörg Ahlgrimm, Hamburg Sonderbauwerke. lung des Brückenbaus exemplarisch »Ersatzneubau der Thurbrücke Ulisbach« neuerung im Bestand notwendig war, Port Authority. So sich wirddiese die neue Im Ergebnis entschieden fünf Bahnwiderspiegeln, hatte die Verlagsgruppe von Dr.-lng. Robert Wagner, Schweizerisowie aktuell die 59 m breite Brücke brücke Kattwyk in Hamburg nach Preisrichter für 21 Bauwerke, deren BauWiederspahn eine Jury berufen, die eine sche Südostbahn. Martin Muncke rückte über den Meidlinger Einschnitt, beides ihrer Inbetriebnahme zu den herren, Entwurfsverfasser, Planer und weltgrößAuswahl treffen sollte – unter allen in den zwei besondere Bauwerke in den MittelStahlkonstruktionen mit Verbundfahrten Hubbrücken zählen.vor Als Ähnlich großen Anklang fanden die ausführende Bauunternehmen Ortzweivorhergehenden Jahren in Leipzig vorpunkt seines Vortrages, nämlich die Dobahnplatten, wobei er u. a.die Interakgleisige Querung konzipiert, Erläuterungen von Dipl.-Ing. Madementsprechend eine Urkunde sowiewar die hier gestellten Bauwerken, und zwar anhand naubrücke Tulln mit einer Gesamtlänge tion von Schiene mit Embedded-Raileine der Hauptherausforderungen, thias Fabich von PNC Norge, der Dokumentation »Auszeichnung ›20 Jahre der Veröffentlichungen in den jeweiligen von 441,80 m, bei der eine Erneuerung im System und Tragwerk nachvollziehbarSymposium einen hohen Fertigstellungsgrad über Planung Brückenbau in Leipzig‹« über- auf Tagungsbänden. Bestand notwendigund war,Realisierung sowie aktuell der die zu erhellen wusste. Dr.-lng. Robert dem Vormontageplatz in Cuxhaven Loftesnes-Brücke in Sogndal, immerreicht bekamen. Solcherart gewürdigt wurMit Dipl.-Ing. Volkhard Angelmaier, MR a.D. 59 m breite Brücke über den Meidlinger Wagner widmete sich hingegen einem zu erreichen und die Stahlbrückenhin eines Wahrzeichen im Herzen der den die Talbrücke Wilde Gera, die WaschProf. Dipl.-Ing. Karl Goj, MR Prof. Dr.-Ing. Einschnitt, beides Stahlkonstruktionen mit Ersatzneubau, der eine Prof. Spannweite schwellendie mitHochmoselbrücke, den zugehörigen Winnorwegischen Fjorde, informierte. mühltalbrücke, Marzahn (Vorsitzender), Dipl.Verbundfahrbahnplatten, wobei er unter Das Gero von 46 m hat und 8,20 m breit ist, aber keln als Feste Fahrbahn zu montieren. mit dem European Steel Bridge Award das Rote Steigle, der Viaduc de Millau, Ing. Jürgen Weidinger und Dipl.-Ing. anderem die Interaktion von Schiene mit als eigentlich bemerkenswertes AttriDie »alte« Kattwykbrücke bleibt im ausgezeichnete, in Summe 194 m lange die Taminabrücke, die Forth Replacement Michael Wiederspahn war sie erstklassig Embedded-Rail-System und Tragwerk but einen Betontrog mit 3,35 m hohen Übrigen erhalten und wird dem Bauwerk war aber lediglich ein Teil des Crossing, die Allerbrücke bei Verden, die Strabesetzt, ihre Begutachtung und Bewernachvollziehbar zu erhellen wusste. Dr.-lng. Seitenwänden aufweist. Die gewählte ßenverkehr ohne Einschränkungen Auftrags, der zudem die Errichtung Kienlesbergbrücke, die Rheinbrücke zwitung erfolgten auf Basis der Kriterien Robert Wagner widmete sich hingegen Tragkonstruktion sei von großer Ro- schen durch bahnbedingte Wartezeiten dann einer Stützmauerder und dieSpannweite Anlage eines Ästhetik, Österreich und der Schweiz, die Wirtschaftlichkeit, Erhaltung einem Ersatzneubau, eine bustheit und werde daher, so seine Einwieder langfristig dienen können. Kreisverkehrs, mehrerer Radund Zweite Hinterrheinbrücke in Reichenau, bzw. Dauerhaftigkeit, Landschafts- bzw. von 46 m hat und 8,20 m breit ist, aber als schätzung, mehr als 100 Jahre(zur halten. die Brücke Für dieüber passende Abrundung sorgte Gehwege sowie von Rastund einen Park- Kontexteinfügung, den Sinibach, die KocherInnovationsgehalt eigentlich bemerkenswertes Attribut Von einem besonderen Bauwerk, das danach Dipl.-Ing. Uwe Heiland, plätzen in unmittelbarer Nähe beinhaltalbrücke, die Brücke Köln-Mülheim, der SEH Entstehungszeit) und Umweltgerechtigkeit Betontrog mit 3,35 m hohen Seitenwänden Engineering, da er unter der derWerÜbertete. Rückbau der Döllbachtalbrücke, bzw. -verträglichkeit, verbunden mit der aufweist. Die gewählte Tragkonstruktion schrift »Planen und Bauen an Mit »Investitionsprogramm Schienentachtalübergang bei Nesselwang, die der Untergliederung in acht Kategorien: sei von großer Robustheit und werde daneuen Kattwykbrücke. Exzellent?« verkehr« der Deutschen Bahn landete Chenab-Brücke, die Rethebrücke in Ham- die her, so seine Einschätzung, mehr als 100 Fertigungsschritte und Montagedetails Dipl.-Ing. Jens Müller, DB Netz, eiburg, die Lower Hatea River Crossing, die Jahre halten. kompetent vertiefte – und dem Zunen Volltreffer. DasBauwerk, Thema das hatte viel Wildbrücke aus Holz im Zuge der Bin 96n Von einem besonderen Ende sammenhang auch die hervorragende, Brisanz, denn die Deutsche Bahn hat und die Kunststoffbrücke bei Schwerin. 2020 unter Verkehr gehen soll, berichtejederhalbstündigen Hinsicht zielorientierte dasStockmann, bisher größte ModerniNachineiner Pause schlossZusamten2015–2019 Dipl.-Ing. Rico Leonhardt, menarbeit zwischen sierungsprogramm in ihrer Geschichte sich nun der Abendevent an,Bauherrn, für den derIngeAndrä und Partner, und Dr.-lng. Jörg Ahlnieurbüro und Stahlbaufirma verwirklicht und 900 EisenbahnbrüVeranstalter mit dem historischen Saalnicht zu grimm, Hamburg Port Authority. So wird AUSZEICHNUNG erwähnen vergaß. cken erneuert: ein Volumen, das mit AUSZEICHNUNG »20 Jahre Symposium Brückenbau in Leipzig« im sogenannten Ring Café eine ob seiner die neue Bahnbrücke Kattwyk in Hamburg »20 Jahre Symposium Brückenbau in Leipzig« der nächsten Leistungsund FinanzieGeschichte berühmten Institution Leipzigs nach ihrer Inbetriebnahme zu den weltrungsvereinbarung (LuFV III) nochund zudem eine hervorragende Location größten Hubbrücken zählen. Als zweigleimals gesteigert werden wird, stehen ausgesucht hatte. Bei einem opulenten sige Querung konzipiert, war hier eine der für die kommenden zehn Büfett und exzellenten Weinen erfreuten Hauptherausforderungen, einenJahre hohendoch FerV E R VL AE GR SL GAR GU SP GP ER U P P E ca. 86 Mrd. eaufzur Verfügung. Sichtsich die Teilnehmer hier an Gesprächen tigstellungsgrad dem Vormontageplatz WIEDERSPAHN W I E D E R Smit MixedMedia P A Konzepts HN stolz erklärte Müller, »dass diese und Diskussion zu Tagesthemen wie dem in lich Cuxhaven zu erreichen und die StahlInvestitionen unter anderem in die ErBrückenbau und dessen besten Beispielen. brückenschwellen mit den zugehörigen neuerung vonFahrbahn ca. 2.000zukm für Gleise Winkeln als Feste montieren. Dokumentation zum Jubiläum 2.000 Weichen sowie Mrd. e Dokumentation Jubiläum © Verlagsgruppezum Wiederspahn Dieund »alte« Kattwyckbrücke bleibtca. im 7Übri© Verlagsgruppe Wiederspahn allein in die Stellwerkstechnik fließen«. gen erhalten und wird dem Straßenverkehr Außerdem werde die Erneuerung ohne Einschränkungen durch bahnbeding-von 2.000 weiteren Eisenbahnbrücken in te Wartezeiten dann wieder langfristig Angriff genommen und so die Moderdienen können. der Abrundung gesamten sorgte Infrastruktur Fürnisierung die passende dainsgesamt vorangetrieben. nach Dipl.-Ing. Uwe Heiland, SEH EngineeDie zwei Vorträge lenkten ring, danächsten er unter der Überschrift »Planen den Blick ins benachbarte Ausland: und Bauen an der neuen Kattwykbrücke. »Eisenbahnbrücken in Österreich. Exzellent?« die Fertigungsschritte und Ein Streifzug durch die letzten–Jahre« Montagedetails kompetent vertiefte von Dipl.-Ing. Martin Muncke, ÖBBund in dem Zusammenhang auch die herInfrastruktur, sowie »Ersatzneubau vorragende, in jeder Hinsicht zielorientierThurbrückezwischen Ulisbach« von Dr.te der Zusammenarbeit Bauherrn, lng. Robert Wagner, Schweizerische Ingenieurbüro und Stahlbaufirma nicht zu Auswahlgremium der»Auszeichnung« »Auszeichnung« Auswahlgremium der Südostbahn. © Müller/VerlagsgruppeWiederspahn Wiederspahn erwähnen vergaß.Martin Muncke rückte © Paul Paul Müller/Verlagsgruppe 11. und 12. Februar 2020 in Leipzig

11. und 12. Februar 2020 in Leipzig

mit MixedMedia Konzepts www.symposium-brueckenbau.de

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Veranstaltungen

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Ertüchtigung Ertüchtigung und und Technologien Technologien

Den Symposiumstag eröffnete Den zweiten zweiten Symposiumstag eröffnete Mit der Intention, anlässlich der JubiläDr.-Ing. Hussein Alawieh, Director of Dr.-Ing. Hussein Alawieh, Directorin ofErinneumsveranstaltung Lösungen Structural Testing Laboratory, mit »BauStructural Testingdie Laboratory, mitund »Baurung zu rufen, Anspruch Inhalt teilprüfungen für teilprüfungen für den deninBrückenbau«, Brückenbau«, prodes Symposiums besondererproWeise funde ein verfunde Einblicke Einblicke in inund ein Arbeitsgebiet Arbeitsgebiet verrepräsentieren damit zugleich mittelnd, das für die angestrebte Nutzbarmittelnd, das für diedes angestrebte Nutzbardie Entwicklung Brückenbaus machung Elementen für machung von von neuen neuen Elementen wie wie für exemplarisch widerspiegeln, hatte den technischen Fortschritt im Brückenbau den Verlagsgruppe technischen Fortschritt im Brückenbau die Wiederspahn eine unter praxisrelevanten Aspekten von kaum unter berufen, praxisrelevanten Aspekten vontreffen kaum Jury die eine Auswahl zu ist. zu unterschätzender unterschätzender Bedeutung ist. sollte – unter allenBedeutung in den vorhergeProf. Dr.-Ing. Jürgen Feix, Universität InnsProf. Dr.-Ing. Jürgen Feix, Universität Innshenden Jahren in Leipzig vorgestellten bruck, setzte den Reigen der Referenten bruck, setzte den Reigen Referenten Bauwerken, und zwarder anhand der mit mit »Verstärkung »Verstärkung von von IngenieurbauwerIngenieurbauwerVeröffentlichungen in den jeweiligen ken unter laufendem ken unter laufendem Betrieb. Betrieb. Entwicklung Entwicklung Tagungsbänden. und eines und Anwendung Anwendung eines bauaufsichtlich bauaufsichtlich Mit Dipl.-Ing. Volkhard Angelmaier, zugelassenen Verfahrens« dann fort: Um zugelassenen Verfahrens« dann fort: UmMR MR a.D. Prof. Dipl.-Ing. Karl Goj, die Defizite an vorhandener Querkraftdie Defizite an vorhandener QuerkraftProf. Dr.-Ing. Gero Marzahn (Vorsitbewehrung in bewehrung in bestehenden bestehenden Strukturen zender), Prof. Dipl.-Ing. Strukturen Jürgen Weiauszugleichen, benötige so auszugleichen, benötige man, man, so Jürgen Jürgen dinger und Dipl.-Ing. Michael WieFeix, innovative Systeme, wobei Feix, innovative wobei er er für für neuneuderspahn war Systeme, sie erstklassig besetzt, artige Betonschrauben bzw. sogenannte artigeBegutachtung Betonschrauben bzw. sogenannte ihre und Bewertung Verbundankerschrauben da mit Verbundankerschrauben plädierte, daÄsthemit erfolgten auf Basis derplädierte, Kriterien ihnen erhebliche Potentiale an Tragfähigihnen erhebliche Potentiale an Tragfähigtik, Wirtschaftlichkeit, Erhaltung bzw. keit sie keit zu zu aktivieren aktivieren und und sie zudem zudem einfach einfach Dauerhaftigkeit, Landschaftsbzw. einzubringen seien. einzubringen seien. Innovationsgehalt Kontexteinfügung, Historisch geprägt Vortrag von Historisch geprägt war war der der Vortrag von (zur Entstehungszeit) und UmweltDipl.-Ing. (FH) Klement Anwander, KonDipl.-Ing. (FH) Klement Anwander, Kongerechtigkeit bzw. -verträglichkeit, struktionsgruppe zur struktionsgruppe Bauen, zur InstandsetInstandsetverbunden mitBauen, der Untergliederung zung der König-Ludwig-Brücke in zung derKategorien: König-Ludwig-Brücke in KempKempin acht Straßenbrücken ten, denn er schilderte zunächst ten, denn er schilderte zunächst die die Bau-, Bau-, UmbauUmbau- und und Wiederaufbaugeschichte Wiederaufbaugeschichte der der bisherigen bisherigen Illerquerung, Illerquerung, um um dann dann die die

Überreichung und Dokumentation Überreichung vonUrkunden Urkunden und Dokumentation Überreichung von von Urkunden und Dokumentation © Christian Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn Wiederspahn © Christian Christian Modla/Verlagsgruppe Modla/Verlagsgruppe Wiederspahn

jetzigen Maßnahmen zur Deutschland, Straßenbrücken Interjetzigen Maßnahmen zur Rettung Rettung jenes jenes Wahrzeichens der und national, Eisenbahnbrücken DeutschWahrzeichens der Ingenieurbaukunst Ingenieurbaukunst und dessen Ertüchtigung land, Eisenbahnbrücken International, dessen Ertüchtigung als als FußgängerüberFußgängerüberweg zu Erhaltung und Ertüchtigung, Herweg zu vertiefen. vertiefen. Mit einem Schwerpunkt stellungstechnologie, Bewegliche BrüMit einem zur zur Gänze Gänze anderen anderen Schwerpunkt wartete indessen cken, Sonderbauwerke. wartete indessen Ali Ali Kara, Kara, Senior Senior Project Project Engineer, Engineer, Public Public Works Works Authority Authority Qatar, Qatar, auf, auf, galten galten seine seine Betrachtungen Betrachtungen doch doch »Challenges »Challenges in in Design Design and and Build Build Project Project

Management Management in in Qatar«, Qatar«, also also den den HerausHerausforderungen forderungen beim beim heutigen heutigen Planen Planen und und Bauen Bauen am am Persischen Persischen Golf Golf und und insofern insofern einem einem Thema, Thema, das das dem dem Auditorium Auditorium mannigmannigfaltige faltige Einblicke Einblicke in in außerordentlich außerordentlich spanspannend nend anmutende anmutende RandRand- wie wie RahmenbedinRahmenbedingungen gungen und und die die aus aus ihnen ihnen resultierenden resultierenden Lösungsalternativen Lösungsalternativen zu zu gewinnen gewinnen erlaubte. erlaubte.


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Im Ergebnis entschieden sich diese fünf Preisrichter für 21 Bauwerke, deren Bauherren, Entwurfsverfasser, Planer und ausführende Bauunternehmen vor Ort dementsprechend eine Urkunde sowie die Dokumentation »Auszeichnung ›20 Jahre Symposium Brückenbau in Leipzig‹« überreicht bekamen. Solcherart gewürdigt wurden die Talbrücke Wilde Gera, die Waschmühltalbrücke, die Hochmoselbrücke, das Rote Steigle, das Viaduc de Millau, die Taminabrücke, die Forth Replacement Crossing, die Allerbrücke bei Verden, die Kienlesbergbrücke, die Rheinbrücke zwischen Österreich und der Schweiz, die Zweite Hinterrheinbrücke in Reichenau, die Brücke über den Sinibach, die Kochertalbrücke, die Brücke Köln-Mülheim, der Rückbau der Döllbachtalbrücke, der Wertachtalübergang bei Nesselwang, die ChenabBrücke, die Rethebrücke in Hamburg, die Lower Hatea River Crossing, die Wildbrücke aus Holz im Zuge der B 96n und die Kunststoffbrücke bei Schwerin. Nach einer halbstündigen Pause schloss sich nun der Abendevent an, für den der Veranstalter mit dem historischen Saal im sogenannten Ring Café eine ob seiner Geschichte berühmte Institution Leipzigs und zudem eine hervorragende Location ausgesucht hatte. Bei einem opulenten Büfett und exzellenten Weinen erfreuten sich die Teilnehmer hier an Gesprächen und Diskussion zu Tagesthemen wie dem Brückenbau und dessen besten Beispielen. Den zweiten Symposiumstag eröffnete Dr.-Ing. Hussein Alawieh, Director of Structural Testing Laboratory, mit »Bauteilprüfungen für den Brückenbau«, profunde Einblicke in ein Arbeitsgebiet vermittelnd, das für die angestrebte Nutzbarmachung von neuen Elementen wie für den technischen Fortschritt im Brückenbau unter praxisrelevanten Aspekten von kaum zu unterschätzender Bedeutung ist. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Feix, Universität Innsbruck, setzte den Reigen der Referenten mit »Verstärkung von Ingenieurbauwerken unter laufendem Betrieb. Entwicklung und Anwendung eines bauaufsichtlich zugelassenen Verfahrens« dann fort: Um die Defizite an vorhandener Querkraftbewehrung

Veranstaltungen

in bestehenden Strukturen auszugleichen, benötige man, so Jürgen Feix, innovative Systeme, wobei er für neuartige Betonschrauben bzw. sogenannte Verbundankerschrauben plädierte, da mit ihnen erhebliche Potenziale an Tragfähigkeit zu aktivieren und sie zudem einfach einzubringen seien. Historisch geprägt war der Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Klement Anwander, Konstruktionsgruppe Bauen, zur Instandsetzung der König-LudwigBrücke in Kempten, denn er schilderte zunächst die Bau-, Umbau- und Wiederaufbaugeschichte der bisherigen Illerquerung, um dann die jetzigen Maßnahmen zur Rettung jenes Wahrzeichens der Ingenieurbaukunst und dessen Ertüchtigung als Fußgängerüberweg zu vertiefen. Mit einem zur Gänze anderen Schwerpunkt wartete indessen Ali Kara, Senior Project Engineer, Public Works Authority Qatar, auf, galten seine Betrachtungen doch »Challenges in Design and Build Project Management in Qatar«, also den Herausforderungen beim heutigen Planen und Bauen am Persischen Golf und insofern einem Thema, das dem Auditorium mannigfaltige Einblicke in außerordentlich spannend anmutende Rand- wie Rahmenbedingungen und die aus ihnen resultierenden Lösungsalternativen zu gewinnen erlaubte. Über die gewissermaßen raue Wirklichkeit, beim Autobahnbrückenbau berichteten Dipl.-Ing. Dr. Alois Vorwagner, AIT Austrian Institute of Technology, und Dipl.-Ing. Dr. Michael Kleiser, ASFiNAG Baumanagement, am Beispiel der Hochstraße Inzersdorf, weil vor deren Realisierung die »Auswirkungen von Verkehrsschwingungen auf den erhärtenden Beton« zu untersuchen waren, und zwar mit dem Ziel, auf Grundlage von Untersuchungen und der Entwicklung einer parametrisierten Finite-Elemente-Berechnung inklusive Metamodell eine möglichst exakte Prognose treffen und derart die wirtschaftlichste Herstellungsmethode auswählen zu können. Bei der Zweiten Hinterrheinbrücke in Reichenau, deren Entwurf und dessen Umsetzung bereits 2019 in Leipzig veranschaulicht worden waren, wurden vor der Inbetriebnahme umfangreiche Belastungsversuche zur Verifizierung

www.maurer.eu

Ausgabe 1/2 . 2020

20. Symposium Brückenbau in Leipzig

www.verlagsgruppewiederspahn.de

Schriftfassungen sämtlicher Vorträge © Verlagsgruppe Wiederspahn

ISSN 1867-643X


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ihres Tragverhaltens und als Referenz für die Überwachung des Bauwerksverhaltens über die Lebensdauer durchgeführt, wie Dr. sc. ETH Andreas Galmarini, WaltGalmarini, einleitend sagte, um dann deren Anordnung, Ablauf und Resultate samt Perspektiven ebenso kompetent wie detailliert zu erläutern. Mit der Falkensteinbrücke bei Obervellach als Pilotprojekt für die Brückeninspektion 4.0 war das Duo Dipl.-Ing. Peter Furtner, VCE Vienna Consulting Engineers, und Mag. Albrecht Karlusch, Palfinger Structural Inspection, zu einem Vortrag eingeladen worden, das nun begründete, wann und warum der Einsatz von Drohnen sinnvoll ist. Zentraler On-Board-Sensor solcher Drohnen ist eine Systemkamera mit hoher Auflösung, sodass sich auf Basis der aufgenommenen Bilder sowohl ein 3-D-Modell generieren als auch die unterschiedlichsten Schadenstypen erkennen lassen, wie u. a. Risse, Abplatzungen, Durchfeuchtung und Chloridgehalt. Der »Schwingungsreduktion durch den Einsatz passiver Systeme« widmete sich wiederum Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Bucher, Technische Universität Wien, wobei er sich insbesondere auf die Frage konzentrierte, ob derartige Systeme für Brücken unter Erdbebenbelastung gleichermaßen wirksam sein können, was er mit Verweis auf eine numerische Analyse und die aus ihr abgeleiteten Entwurfsformeln bejahte. Über den Abbruch des Neckartalübergangs der A 6 referierten anschließend M. Eng. Gunter Schmid und Stefan

Scholz, Staatlich geprüfter Bautechniker, beide von Max Wild: Da die Brücke aus vier Bauwerken mit einer Gesamtlänge von 1.326 m bestand und die topografischen Verhältnisse zudem sehr unterschiedlich waren, kamen hier vier verschiedene Abbruchtechniken zur Ausführung, was eine höchst anspruchsvolle Aufgabe war, zumal eine Vollsperrung der Schifffahrt auf dem Neckar an zwei Wochenenden schon sehr frühzeitig beantragt und danach terminlich auch eingehalten werden musste. Mit einem speziellen Vortrag wartete Josef Teupe, Vorstand des Güteschutzverbandes Stahlgerüstbau und Leiter des Arbeitskreises Technik bei der Bundesinnung für das GerüstbauerHandwerk, auf. So zeigte er am Beispiel der Rheinbrücke DüsseldorfFlehe und der Rheinbrücke Emmerich, welche Anforderungen und Lösungen in puncto Gerüststellungen bei der Sanierung von Hänge- und Schrägseilbrücken zu bewältigen und jeweils projektspezifisch zu entwickeln sind, zumal die meisten Arbeiten vor Ort nur im Rahmen einer schützenden Einhausung abgewickelt werden können. Das diesjährige Brückenbau-Symposium in Leipzig als das 20. seiner Art hatte dank seines Jubiläums einen ganz besonderen Charakter und ein wirklich besonderes Flair. Es bot mit dem Hotel The Westin wiederum einen sehr angenehmen Rahmen und eröffnete, wie immer, viele Gelegenheiten zur intensiven Kontaktpflege für die Teilnehmer – nicht zuletzt bei der Abendveranstaltung, den Mittagessen und während aller Kaffeepausen, die in der begleitenden Fachausstellung stattfanden, in der ausgewählte Anbieter und Hersteller von Produkten und Systemen mit weiteren Informationen aufwarteten. Die kompetenten Referenten sorgten zudem für umfassenden Erkenntnisgewinn durch ihre Bauwerkserläuterungen, Kriterien des Entwurfs und der Planung, Spezifika bei Detaillierung und Finanzierung sowie Charakteristika von Konstruktion und Montage gleichermaßen berücksichtigend.

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Das 20. Symposium »Brückenbau« in Leipzig wurde seinem hohen Anspruch also einmal mehr gerecht. Und: Nicht wenige Teilnehmer hatten sich in den ausliegenden Kalendern den 8. und 9. Februar 2021 als nächsten Termin schon rot angestrichen. Die Schriftfassungen sämtlicher Referate lassen sich nachlesen – in Ausgabe 1/2·2020 der Fachzeitschrift »Brückenbau«, die als Tagungsband fungierte und direkt über die Verlagsgruppe Wiederspahn und den Buchhandel zu beziehen ist. Bernhard K. Heck

Freier Journalist, Dresden WEITERE INFORMATIONEN

Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts D-65187 Wiesbaden Tel.: +49 (0)611/981292-0 kontakt@verlagsgruppewiederspahn.de www.symposium-brueckenbau.de


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Take-off

Das Creative-Lab der SEH Engineering GmbH ist gestartet! Wesentliche Impulse für ein Projekt oder für eine Aufgabe entstehen: – in einem Klima der Offenheit, – in Freiräumen, – beim Ignorieren von Mustern, – dem Fokussieren, – der Begeisterung. Und für diese Impulse hat die SEH Engineering GmbH ihren Teams eine Hülle, einen neuen Raum geschaffen. Mit dem Bau ihres Creative-Lab. Das futuristische Bauwerk, komplett demontierbar, mit lichtdurchfluteten Räumen und multifunktionaler Technik, schafft diese Freiräume. Das Creative-Lab ist der Raum für Teams zum Arbeiten an einer Idee, an einer Aufgabe, an einer Lösung. Das Creative-Lab ist ein vom Tagesgeschäft abgeschirmter Raum. Das Creative-Lab wird Katalysator für Diskussion und Kommunikation. Das Creative-Lab kombiniert Knowhow und kreiert Know-how. Zur Bauweise: Das Stahltragwerk ruht auf 8 filigranen Rohrstützen und wird von beschichteten Stahlblechen umhüllt. Die stützenfreien Räume mit einer Nutzfläche von 600 m² schaffen ideale Bedingungen für Open-Space-Büros. Take Off in die Zukunft!

Büroräume 1. OG © SEH Engineering GmbH

Ansicht Südost © SEH Engineering GmbH

Einweihung 26.06.2020 © SEH Engineering GmbH

Besprechungsraum 1. OG © SEH Engineering GmbH

Ansicht Südwest © SEH Engineering GmbH

Creative-Lab Multifunktionsraum © SEH Engineering GmbH

Weitere Informationen

Creative-Lab Besprechungsraum 2. OG © SEH Engineering GmbH

Creative-Lab Tribüne © SEH Engineering GmbH

SEH Engineering GmbH D-30179 Hannover Tel.: +49 (0)511/6799-0 Fax: +49 (0)511/6799-199 info@seh.eiffage.de www.seh-engineering.de


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Termine

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Leichtbau

Klimaschutz und Circular Economy für die Stadt von morgen Das Bauwesen verursacht die Hälfte des weltweiten Müllaufkommens und verbraucht 40 % der Energie. Beim Symposium »Leichtbau im urbanen System« diskutieren am 21. Juli 2020 in Stuttgart Branchenkenner und Vordenker, welche Auswirkung die Kreislaufwirtschaft auf das Bauwesen hat, wo Circular Economy schon heute angewandt wird und wie moderne Quartierslösungen für die Stadt von morgen aussehen können. Das Symposium findet als hybrides Event mit Live-Streams im Web statt. Die Teilnehmer erwarten internationale Vorträge mit Fokus auf die Baustoffe Holz, Beton sowie Fasermaterialien und wie sich mit ihnen nachhaltige Lösungen für das Bauwesen realisieren lassen. Dabei werden zahlreiche BestPractice-Beispiele vorgestellt, bei denen Leichtbau und Circular Economy bereits erfolgreich angewendet werden. Beim Thema Kreislaufwirtschaft

geht es nicht nur um Recycling, sondern auch um die gezielte Planung, wie Materialien nach ihrer ursprünglichen Nutzung weiterverwendet werden können. Die Podiumsdiskussion mit Experten aus verschiedenen Branchen widmet sich unter dem Titel »Circular Economy – welcher Werkstoff passt?«. Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer und der Ingenieurkammer BW als Fort- beziehungsweise Weiterbildung anerkannt. Das vollständige Programm und die Anmeldung finden Sie unter www. leichtbau-bw.de/lus20. Das Symposium findet als hybrides Event statt und die Vorträge werden live ins Web gestreamt. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 e (inkl. MwSt.) und die Anzahl der Teilnehmer vor Ort ist extrem limitiert. Für das Streaming-Angebot wird ein reduzierter Teilnahmebeitrag fällig. Anmeldeschluss: 30. Juni 2020.

Branchenkenner und Vordenker diskutieren beim Symposium »Leichtbau im urbanen System« am 21. Juli 2020 in Stuttgart, wie sich dank Leichtbau und Circular Economy nicht nur ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen realisieren lassen, sondern wie auch das Klima geschützt werden kann. © Leichtbau BW GmbH

Weitere Informationen

Leichtbau BW GmbH D-70174 Stuttgart Tel.: +49 (0)711/128 988-47 info@leichtbau-bw.de www.leichtbau-bw.de

bauforumstahl

Absage des 40. Deutschen Stahlbautages Die Entscheidung ist nicht leichtgefallen, aber mit Blick auf die CoronaPandemie wurde beschlossen, den 40. Deutschen Stahlbautag nicht wie geplant am 1. und 2. Oktober 2020 in Bremen durchzuführen. Die Gesundheit der Teilnehmer, Referenten und Aussteller hat oberste Priorität. Die große Jubiläumsfeier wird am 29. und 30. September 2022 in Berlin nachgeholt.

Wir bedanken uns bei Ausstellern, Referenten, Laudatoren und Teilnehmern für Ihr Interesse und freuen uns auf eine erfolgreiche Veranstaltung 2022. Alle weiteren Verbandsaktivitäten finden wie gewohnt statt und werden für die Dauer der Corona-Pandemie als Webkonferenz angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bauforumstahl.de/veranstaltungen. Bleiben Sie gesund. Gregor Machura

Weitere Informationen

bauforumstahl e.V. D-40237 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/67078 www.bauforumstahl.de www.facebook.com/bauforumstahl


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Termine

DVS

Live oder online: DVS Congress 2020 »Der DVS Congress bietet vom 14. bis 16. September 2020 drei Tage geballtes Wissen«, erläutert Simone Weinreich, Abteilungsleiterin »Transfer und Netzwerk«. »Wenn alles so läuft wie geplant, dann als Präsenzveranstaltung in Koblenz.« Unter dem Dach des DVS Congress präsentieren die Große Schweißtechnische Tagung und der DVS Campus ein umfangreiches Programm – von Themen wie »Arbeitsschutz« und »Additive Fertigung« über »Oberflächentechnik« bis hin zu »Regelwerk« und »Stahlbau«. Erstmalig fließen die Ergebnisse aus 70 aktuell abgeschlossenen Forschungsprojekten der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS mit in das Vortragsprogramm der GST ein. Falls – aufgrund der aktuellen Bestimmungen im Zusammenhang mit Covid-19 – keine Präsenzveranstaltung möglich sein sollte, wird der Congress online durchgeführt. Das Programm steht ab sofort online zur Verfügung oder ist beim DVS erhältlich. Die Anmeldung ist bis zum 30. Juni 2020 zu besonders günstigen Konditionen möglich. Weitere Informationen

DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. D-40223 Düsseldorf www.dvs-congress.de/2020

DVS Congress in Rostock © DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.

Programm Webinar © DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.


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Veröffentlichungen

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Dreiviertelhaus

Stahlkonstruktion mit Leichtmetallfassade Obwohl das Planen und Bauen in Ostdeutschland durchaus erforscht wurde und wird, lassen sich noch Entdeckungen machen, erscheinen bisweilen Publikationen, die das Augenmerk auf bisher übersehene oder gar vergessene Kapitel der DDR-Baugeschichte lenken – wie eben das hier anzuzeigende Buch von Florian Krieg. Eher lapidar mit »Typ Leipzig« be- und mit »Ein Mehrzweckgebäude des VEB Metalleichtbaukombinat« untertitelt, vermittelt es einen genauso detaillierten wie zielorientierten Einblick in eine außerordentlich interessante Entwicklung, die in den 1960er-Jahren begann und eine Dekade später in und mit jener Konzeption ihren Höhepunkt erreichte, wie bereits im Vorwort zu lesen ist: »Mit dem Mehrzweckgebäude ›Typ Leipzig‹ zog das Metalleichtbaukombinat der DDR im Jahre 1971 die Summe der rd. zehnjährigen Beschäftigung mit Aluminiumvorhangfassaden und entwickelte ein verblüffend einfaches Projekt mit einer kleinen Zahl konstruktiver Bauteile, wenigen Fassadenelementen und einfachem Ausbaustandard. Es war flexibel nutzbar, stellte nur wenige Bedingungen an den Standort und kam selbst am Nikolaikirchhof im historischen Stadtkern Leipzigs zur Ausführung.«

Dokumentation eines »vergessenen« Bausystems © Verlag Dreiviertelhaus GbR

Basierend auf einem Stahlskelett als Tragstruktur, ermöglichte dieses System die Ausbildung anpassungsfähiger Grundrisse, sodass es sich u. a. für die Errichtung von Verwaltungsbauten, Wohnheimen und Produktionshallen eignete, seiner An- oder Verwendung waren insofern kaum Grenzen gesetzt. Und: Die Fassade wies im Bereich von Sturz und Brüstung emaillierte Ausfachungen auf, was wiederum erlaubte, in puncto Farbigkeit unterschiedliche Gestaltungsideen zu verwirklichen und die Außenhülle damit je nach Funktion oder Standort entsprechend zu akzentuieren. Deren Gliederung war im Übrigen keineswegs festgelegt, erfolgte die Vorfertigung der Fassadenelemente doch in zwei Standardbreiten, die quasi nach Belieben miteinander kombiniert werden konnten.

Auf und mit den in Summe 80 Seiten mit Text, erläuternden Zeichnungen und historischen wie aktuellen Fotos werden nun Geschichte, Konstruktion, Variabilität, Innenausbau und Montage des »Typ Leipzig« thematisiert, und zwar in der gebotenen Tiefe, wobei der Katalogteil am Ende gleichfalls große Beachtung verdient – als eine Art illustrierter Zusammenstellung, in der eine Auswahl aller ca. 150 realisierten Entwürfe in Deutschland und Polen mit Angaben zu ihren Ausstattungsmerkmalen, ihrer früheren wie heutigen Nutzung und dem jeweiligen Erhaltungszustand zu finden ist. Die Lektüre des schmalen und kartonierten, dafür aber sehr inhaltsschweren und zudem nur 20 e kostenden Bandes lohnt also uneingeschränkt. WEITERE INFORMATIONEN

Verlag Dreiviertelhaus GbR D-12163 Berlin Tel.: +49 (0)170/3343058 bestellung@dreiviertelhaus.de www.dreiviertelhaus.de


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Veröffentlichungen

teNeues

Unternehmensgeschichte in Wort und Bild

Reich bebilderte Publikation zum Jubiläum © teNeues Media GmbH & Co. KG

Der Name »Goldbeck« ist Lesern dieser Zeitschrift natürlich bestens bekannt, stand und steht er doch nachgerade exemplarisch für das elementierte Bauen mit Stahl und System, wobei sich die anfangs noch praktizierte Werkstoffgebundenheit mit der Zeit allerdings deutlich erweitert hat, sodass jetzt auch Mischkonstruktionen und Betondecken zum Portfolio gehören – allesamt im Übrigen eigene Entwicklungen. Und so galt und gilt das Unternehmen als Marktführer beim Bau von Logistikhallen und Parkhäusern, zählt inzwischen zu den führenden Anbietern von Bürogebäuden und baunahen Dienstleistungen, wie z.B. dem Facility Management, und ist zudem ein Branchenvorreiter in puncto Digitalisierung, was per se das sogenannte Building Information Modeling (BIM) mit einschließt. Die hier vorzustellende und zum Preis von 40 e zu erwerbende Publikation, immerhin 240 Seiten umfassend und mit 170 Fotos aufwartend, erschien im Verlag teNeues anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der heutigen Goldbeck GmbH und des 80. Geburtstags von Ortwin Goldbeck, der die Firma am 1. September 1969 gegründet und sie letztlich zum größten deutschen

Bauunternehmen in Familienhand gemacht hat. Jenen beiden Anlässen entsprechend, beginnt das Buch mit einem historischen Abriss, der die technischen wie ökonomischen Leistungen in den vergangenen fünf Dekaden nachzeichnet und sie derart angemessen zu würdigen versucht, um dann in drei weiteren Abschnitten »Kompetenz«, »Werte« und »Zukunft« zu veranschaulichen. Trotz der eher allgemein gehaltenen Überschriften vermittelt ihre Lektüre tiefgehende Einblicke – u. a. in Produktion, System, Produktvielfalt und Innovationen, und zwar überwiegend anhand realisierter Gebäude und deren Charakteristika. Und so ergibt sich im Endeffekt das Bild eines Unternehmens, das den Fortschritt im und beim Bauen mit Stahl stets voranzutreiben und derart zumindest mitzuprägen wusste: eine Tradition, die in Zukunft sicherlich fortgesetzt werden soll. WEITERE INFORMATIONEN

teNeues Media GmbH & Co. KG D-47906 Kempen Tel.: +49 (0)2152/916-0 verlag@teneues.com www.teneues.com

bauforumstahl

Handbuch Stahlbau 2019 Die vollständig aktualisierte Fassung des Handbuch Stahlbau 2019 erscheint erstmals im praktischen DIN-A5Format. Es enthält alle wichtigen Auszüge aus dem Eurocode 3 und weitere Normen für den Stahlbau sowie Profiltabellen und Bemessungshilfen. Ziel ist, ein umfassendes Werk für die tägliche Praxis zur Verfügung zu stellen, welches interdisziplinär zum Einsatz kommt.

Aus dem Inhalt: – Baustähle nach DIN EN 10025 und Stahlsorten für Hohlprofile – Einwirkungen auf Tragwerke nach DIN EN 1991 – MVV TB Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen – Die neue ISO 12944: Beschichtungsstoffe – BIM – Bemessungshilfen – Schraubenverbindungen – Schweißnahtbezeichnung nach DIN EN ISO 2553

– Adressverzeichnis der deutschen Stahlbauindustrie – und vieles mehr Mehr zum Verlagsprogramm unter: shop.deutscherstahlbau.de Weitere Informationen

bauforumstahl e. V. D-40237 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211/6707800 info@bauforumstahl.de www.bauforumstahl.de


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Stahlbauheute 2/2020

Impressum

Herausgeber Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts Biebricher Allee 11 b, 65187 Wiesbaden Tel.: 0611/84 65 15 Fax: 0611/80 12 52 www.verlagsgruppewiederspahn.de REDAKTION Elisabeth Wiederspahn kontakt@verlagsgruppewiederspahn.de VERLAG Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts Chefredakteur Dipl.-Ing. M. Wiederspahn Biebricher Allee 11 b, 65187 Wiesbaden Tel.: 0611/84 65 15 Fax: 0611/80 12 52 aNZEIGEN Ulla Leitner Verlagsgruppe Wiederspahn mit MixedMedia Konzepts leitner@stahlbau-heute.de

GRAFIK

Birgit Siegel

DRUCK Schmidt printmedien GmbH Ginsheim-Gustavsburg Einzelheft: 10,– e copyright

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form, reproduziert oder in eine von Maschinen verwendbare Sprache, übertragen werden. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlages strafbar.

ISSN 2568-3322 Juni 2020

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Lesen Sie – wann und wo immer Sie wollen! stand und steht auch online zur Verfügung. Die jeweils aktuelle Ausgabe finden Sie auf unserer Website: www.verlagsgruppewiederspahn.de Ältere Hefte, alle weiteren Zeitschriften und sämtliche Tagungsbände sind unter folgendem Link abrufbar: www.issuu.com Die Lektüre via Smartphone, Tablet oder Laptop ist also jederzeit möglich. Dieses »digitale« Angebot war und bleibt kostenlos. (Sämtliche Texte und Abbildungen sind natürlich urheberrechtlich geschützt.)

VERLAGSGRUPPE W I E D E R Smit MixedMedia P A Konzepts HN

Biebricher Allee 11 b | 65187 Wiesbaden | Tel.: +49/611/98 12 920 | Fax: +49/611/80 12 52 kontakt@verlagsgruppewiederspahn.de www.verlagsgruppewiederspahn.de | www.mixedmedia-konzepts.de | www.symposium-brueckenbau.de

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