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Schlossallee

4 | 2013

www.schlossallee.com

04

Schlossallee Nr. 4/2013 | August/September | 3,50 Euro |

Das Regionale Lifestyle Magazin für

DAS OSNABRÜCKER, Tecklenburger und emsland

Modeherbst: Trends der kommenden Saison

Wittlager Originale: Highights in Bohmte und Bad Essen

John McGurk

Schlossallee testet: Korn und Spirituosen der Region

Mit Kilt und Kondition für Kinder in Not


www.unger-praxis.de

WeLtWeIt erSte SterILe ZahnImPLantatIOn In OSnabrück Durchgeführt! Das Problem bei Operationen ist oftmals eine Verkeimung des Operationsgebietes. Diese kann zu entzündungen und komplikationen führen. In der regel wird der Patient dann mit antibiotikum behandelt, was jedoch nicht immer anschlägt. Die Lösung ist die „Photodynamische Implantation“! hierbei werden das „Photolase System“ vom erfinder Dr. Jochen arentz aus hamburg und das „triple Peel Pack-Verfahren“ vom erfinder Dr. heinz-Dieter unger aus Osnabrück miteinander kombiniert

Das Video zu der OP und wie sie funktioniert sehen Sie hier:

UnsErE LEisTUngEn: Prophylaxe und Paradontologie Zahnerhaltung Laserbehandlungen Zahnersatz und Prothetik Implantologie

Posten sie uns ihr Feedback! Praxisgemeinschaft Dr. Heinz-Dieter und Dr. Elisabeth Unger Kommenderiestraße 122 · 49080 Osnabrück · Telefon: 0541 81888 - 0

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Liebe Leserinnen und Leser, ich liebe Wahlen! Nicht nur wegen der Inhalte, i wo. Ich habe zwar Politik studiert und halte mich für halbwegs informiert, aber das wirklich Großartige an Bundestags-, Landtags- oder sonst wie gearteten Wahlen sind doch die Plakate. Schon Loriot fand: „Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.“ Ich möchte noch ergänzen: Er sorgt auch immer wieder für (unfreiwillige) Erheiterung! Bei der Landratswahl vor zwei Jahren bereitete mir vor allem das Plakat von Guido Halfter Freude. Erinnern Sie sich? Unter diversen Farbfiltern sah man die einladende Geste des Bissendorfer Bürgermeisters und mir drängte sich die Frage auf: Ist er nun Marylin Monroe oder Andy Warhol-Fan? An die anstehenden Bundestags- und Oberbürgermeisterwahlen wurde ich das erste Mal erinnert, als mir CDU-Kandidat Wolfgang Griesert in gigantischer Größe auf dem Osnabrücker Ring schöne Ferien wünschte. Dankeschön, das ist nett. Für noch mehr Aufsehen allerdings sogt derweil ein Politiker, dem man das ganz sicher vorher nicht zugetraut hätte: Ralf Gervelmeyer, der Kandidat der Bibeltreuen Christen und definitiv Mann für haarige Angelegenheiten! Nicht nur, dass beim Druck der Plakate wohl etwas schief gelaufen ist (bisschen weniger Rot hätt‘s auch getan …), vor allem die unkonventionelle Frisur sorgt in Foren für rege Diskussionen und kreative Assoziationen – gänzlich unpolitischer Art, versteht sich. Für die Politiker sind ihre Fotografien sicher Wahl für Wahl wie ein Spießroutenlauf. Gilt für unsereins der Spruch „Wer so aussieht wie sein Passbild, sollte dringend Urlaub machen“, müssen sich die Kandidaten an Hauswänden, Litfaßsäulen und Bushaltestellen ihren Befürwortern ebenso wie ihren Gegnern präsentieren und Spott politisch korrekt ertragen – ob sie nun urlaubsreif sind oder nicht. Ich finde, über Plakate darf man getrost schmunzeln. Auch die heilsverkündenden Slogans darauf sollte man sicherheitshalber nicht allzu ernst nehmen. Was für die Entscheidung am Ende zählt, ist der Mensch dahinter! So haben wir etwa Birgit Bornemann gebeten, in unserem Lückenlatein (S. 11) ein wenig mehr von sich preiszugeben und Wolfgang Griesert als Juroren unseres Korn-Tastings (ab S. 40) gewinnen können. Auch auf www.schlossallee.com ist die OB-Wahl ein Thema: In „6 Fragen an 6 Kandidaten“ erfahren Sie, wofür man Thomas Klein nachts wecken könnte, worüber Robert Seidler das letzte Mal herzhaft gelacht hat und was eigentlich eine OB-Wahl mit Comedy zu tun hat. In diesem Sinne – viel Spaß beim Wählen! Ihre Svenja Dierker Projektleiterin


Schloss Inhalt Ausgabe 4 August/September 2013 | 8. Jahrgang | Seite 4

Große Jungs: Segeln

Über Segler gibt es einige Vorurteile: Sind sie nicht reiche Schnösel, die nie Socken tragen und sich für die Größten halten, weil sie drei verschiedene Knoten können? In der vierten Folge unserer Serie „Große Jungs“ probiert unser Mitarbeiter einen Sport, den er bislang abgelehnt hat. Nach nur einer Segelstunde hat er seine Meinung geändert.

Aktuell Das Neueste aus der Region

6 Kurzmeldungen ......................................... 8 Weinsommer Osnabrück .......................... 10 Lückenlatein .............................................. 11 Arena frei! .................................................

Seite 36

Große Jungs

Gesundheit

Schlossallee testet!

Schmerz: Schmerzen und ihre Therapien . 71

Alles „klar“ –

Gesundheit

der große Korn- und Spirituosen-Test ............. 40

Schöne Zähne: Gesundheit beginnt im Mund..................... 76

Wohnen Szene

Leben

Segeln: Als Vorschoter gegen die Vorurteile ..... 36

Kultur

Cooles Weiß

Portrait

Interview

Wohnen mit der hellsten aller Farben ....... 46

Der Flaschenpostsammler: Frank Beerens... 16

Green Living

Patrick Damiaens – der das Holz bewegt ..... 84

Portrait

Energieeffiziente Gebäudetechnik.............. 52

Termine

Mit Kilt und Kondition: John McGurk .......... 20

Garten

Kultur in der Region .................................. 88

Alte Obstsorten neu entdecken ................ 59

Kolumne

Starke Frauen Hanna Börger und Sarah Irwin .................. 26 Modeherbst Trends der neuen Saison .......................... 28

Vorschau / Impressum .............................. 94

Genuss Himmel und Erde Äpfel und Kartoffeln ...............................

Region

Romy Riechert .......................................... 93

Rezepte ...................................................

66 68

Wittlager Originale Wo einst schon Varus weilte ...................... 30 Titelfoto: Christa Henke Titelstorys


allee

Seite 5

Genuss

Himmel & Erde

Ein echter Klassiker in der deutschen Küche ist das Gericht „Himmel und Erde“. Die Kombination Stampfkartoffeln und Apfelmus ist unschlagbar – und sehr ge-

sund! Wir zeigen Ihnen, was es damit auf sich hat und wie es zubereitet wird.

Seite 66

Kultur

Patrick Damiaens Ornamentist? Nie gehört! Patrick Damiaens Beruf ist wirklich nicht sehr bekannt, dabei ist die Schnitzerei von meist floralen Ornamenten eine ganz eigene Kunst für die es eine gehörige Portion Kreativität, Leidenschaft und Liebe zum Holz braucht! Seite 84

Szene

Der Flaschenpostsammler Wann haben Sie das letzte Mal eine Flaschenpost gefunden oder gar eine geschrieben? Die gibt es nicht mehr? Doch, man muss nur genau hinschauen. Frank Beerens aus Meppen stöbert seit fünf Jahren regelmäßig nach den versiegelten Botschaften – 135 hat er bereits gefunden! Seite 16

Wohnen

Cooles Weiß Weiß avanciert gerade in Wohnräumen zum echten Alleskönner. Es besitzt sogar so viele verschiedene Facetten, dass die Eskimos rund 200 verschiedene Namen dafür haben. Je nach Kombination, auch mit anderen Farben, entsteht im Wohnraum ein edler, zeitloser und gemütlicher Look Seite 46


Aktuell | Seite 6

Arena Frei! Mit den Emslandhallen ist Lingen ein starker Standort für Veranstaltungen und Messen aller Art. Doch ab November 2013 kommt mit der EmslandArena eine Multifunktionshalle für Kultur, Musik und Sport, Wirtschafsmessen sowie Kongresse hinzu. Die ganze Region kann sich auf hochkarätige national und internationale Events freuen. Wir stellen Ihnen die neue Halle jetzt schon vor!

Fakten:

Hallenmaße:

Kapazitäten:

Gesamtbreite: 61,50 m

Gesamtlänge: 90,00 m

Gesamthöhe: 16,00 m

Konzerte: u nbestuhlte Plätze max. 4.600 bestuhlte Plätze max. 3.530

Sportveranstaltungen: bis max. 4.995

Nutzmaße:

Baudauer:

Breite: ausgezogene Tribünen: 26,30 m

Spatenstich im Juni 2012

Länge: ausgezogene Tribünen: 48,00 m

Eröffnung im November 2013

Breite: eingeschobene Tribünen: 31,20 m

Länge: eingeschobene Tribünen: 60,90 m Fotos: Stadt Lingen / Helmut Kramer

r t e + M e s s e n + E v e n t s + S p o r t v e r a n s t a lt u n


Seite 7

Eröffnung und erste Veranstaltungen Der große Eröffnungsevent

Weitere Highlights in diesem Jahr

Für das nächste Jahr stehen

findet am 30. November

sind am 12. Dezember die Parov

schon Gäste wie Ina Müller,

statt. Mit der Sängerin Katie

Stelar Band und am 14. Dezem-

Sascha Grammel und The Aus-

Melua haben die Veranstalter

ber das Handballer Heimspiel

tralian Pink Floyd Show fest.

eine international sehr er-

HSG Nordhorn gegen Lingen.

folgreiche Sängerin zur Premiere gewinnen können.

g e n + M u s i k + C o m e dy + K o n z e r t e + M e s s e n


++ NEWs ++ NEWs ++ NEWs ++ Aktuell NEWS | Seite 8

Haben Sie schon gevotet? Zum 3. Mal verleiht die Schlossallee 2013 den Schlossallee Regionalpreis für Architektur. Gesucht werden die herausragendsten regionalen Projekte der letzten fünf Jahre. Architekten und Bauherren präsentieren ihre Referenzprojekte aus den Bereichen Privat genutzter Neubau, Gewerblich genutzter Neubau, Altbausanierung sowie Garten- und Landschaftsarchitektur. Diese stehen noch bis Ende August online zur Wahl. Mehr unter www.schlossallee-osnabrueck.de/architekturpreis

„Total Real“ Theater einmal anders – das sind die „Spieltriebe“ mit denen das Theater Osnabrück zum mittlerweile fünften Mal seine Spielzeit eröffnet. Unter dem Motto „Total Real“ setzen neun Uraufführungen an einem Tag neue Maßstäbe! Die Inszenierungen verteilen sich auf fünf jeweils abendfüllende Routen. Auf welcher Route er wandelt, entscheidet jeder Zuschauer beim Kauf seiner Karte selbst. Spielorte sind unter anderem der Speicher III von Hellmann, das Gut Leye oder der Bunker in der Redlinger Straße. www.spieltriebe-osnabrueck.de

PS-Show beim Bergrennen Das 46. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen Anfang August in Hilter/Borgloh wurde zum Schauplatz internationaler Automobilmeisterschaften! Geboten wurden eine einmalige „PS-Show“ mit Fahrzeugen der unterschiedlichsten Baureihen, seltenen Tuning-Varianten von allen bedeutenden Marken und reinrassigen Rennwagen der internationalen Formel- und Sportwagenklassen. Die Europa-Premiere des 1. E-Mobil-Berg-Cups mit „Racing auf leisen Sohlen“ präsentiert dabei eine ganz neue Form des Automobilsports. Auto Weller war mit dem neuen Vollhybrid LEXUS IS 300h F SPORT und Fahrer Marius Alf, erstmals als Teilnehmer dabei.


+ NEWs ++ NEWs ++

Seite 9

Edle Boliden auf historischem Kurs 1. Beresa Friedensreiter-Classics-Rallye Auf der bedeutungsvollen Strecke der Friedensreiter von 1648 zwischen Münster und Osnabrück war am 23. Juni vor allem eines zu sehen: viele, viele Mercedes-Sterne! Bei der 1. Friedensreiter-Classics-Rallye, veranstaltet vom Autohaus Beresa, gingen rund 50 Oldtimerbegeisterte mit ihren automobilen Kulturgütern an den Start. Über den Prinzipalmarkt in Münster führte der Weg zunächst zum Schloss Harkotten bei Sassenberg und schließlich weiter nach Osnabrück, wo Bürgermeister Burghard Jasper mittags den Tross auf dem Rathausmarkt empfing und symbolisch die Friedensreiterrolle entgegennahm. Gegen 15 Uhr folgte die Weiterfahrt über Emsdetten zum Wasserschloss Wilkinghege. Hier wurde auch der Sieger geehrt: Ludwig Stehnau aus Ahaus mit seinem 300er SL Roadster von 1958 belegte den ersten Platz!

Das besondere Brautmodenhaus zwischen Bremen und Münster

Ruller Reitertage 2013: VIP-Karten zu gewinnen! Die Ruller Reitertage sind eine echte Institution im Osnabrücker Land. Vom 3. bis zum 6. Oktober eröffnen sie in diesem Jahr die reitsportliche Hallensaison. Von Springpferdeprüfungen bis zum Großen Preis wird ein breites Spektrum an Prüfungen präsentiert, das Reiter aus ganz Deutschland auf die Reitanlage am Haster Berg zieht. Am Samstagabend sorgt dazu ein exklusives Rahmenprogramm für Unterhaltung – weitere Informationen folgen demnächst auf unserer Homepage. Schlossallee verlost 2x2 VIP-Karten für Samstagabend inkl. Showprogramm! Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Reitertage“ an info@schlossallee. com. Unter allen Einsendungen werden die Gewinner ausgelost, Teilnahmeschluss ist der 15. September. Foto: Rüchel

Das neueste aus der Region erfahren Sie tagesaktuell unter www.schlossallee.com!

C.A. Thole Stadtmitte Cloppenburg Tel. 04471/2203

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Aktuell Weinsommer | Seite 10

Inh. Claudia Gebben

Permanent Make-Up Dauerhafte Haarentfernung Weitere Behandlungen • Couperose • Pigmentflecken • T-Away • Spider Naevi • Narben • Akne • Bodywrapping • Körperbehandlungen • Augen • Wimpernwelle • Kosmetikprodukte

Prickelnde Stimmung beim Weinsommer in Osnabrück Mitte Juni gastierte der Weinsommer bereits zum 25. Mal auf dem Marktplatz in Osnabrück – und wie immer sind Weinliebhaber auf ihre Kosten gekommen. Mit Themenabenden und Livemusik wurde von Donnerstag bis Sonntag für jeden etwas geboten. Die Schlossallee war auch mit einem Stand vertreten und verkaufte Lose für einen guten Zweck: Der Erlös

Unser Wohlbefinden hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Gerade im Alltag üben Stress und Hektik einen großen Einfluss auf uns aus. Körper, Geist und Seele fühlen sich angegriffen und auch unsere Haut reagiert müde und angespannt.

ging an den Verein KAOS (Kultur für Alle Osnabrück), der finanziell benachteiligte Menschen den Zugang zu kultureller Bildung erleichtert.

Fotos

David Nikolaus

Lassen Sie sich beraten. Ein individueller Pflegeplan, der optimal auf Ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist wird für sie ausgearbeitet. Sie sind fachlich bei uns in den besten Händen – wir blicken auf 22 Jahre Erfahrung zurück. Behandlungen ohne Unterspritzung sind unser Spezialgebiet. Wir sind für alle da, die sich gerne mal von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen möchten.

Kosmetikinstitut Claudia Gebben Am neuen Markt 14 • 49716 Meppen Telefon 05931 886233 • Fax 05931 886235 E-Mail info@kosmetikinstitut-gebben.de

Glückliche Gewinner: Bei der Schlossallee Tombola wurden hochwertige Gewinne verlost. Die Preise wurden persönlich übergeben.


Seite 11

Aktuell Lückenlatein

LückenLatein Persönlichkeiten der Region vervollständigen den Lückenbrief der Schlossallee. In dieser Ausgabe: SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Birgit Bornemann

Birgit Bornemann wurde am 9. April 1951 in Osnabrück geboren. Sie ist verheiratet mit Winfried Bornemann und hat zwei Söhne und vier Enkelkinder. Seit 2003 ist sie Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück. Davor war sie lange Jahre Abteilungsdirektorin im Deutschen Sparkassen- und Giroverband und Geschäftsführerin der AWO in Osnabrück. Sie ist gelernte Sparkassenkauffrau und hat nach dem Besuch einer Abendschule an der Uni Osnabrück Sozialwissenschaften studiert. Ehrenamtlich ist sie in der ev.-luth. Kirche tätig. Darüber hinaus ist sie Mitglied in zahlreichen Vereinen, etwa bei der AWO und der Nachbarschaftshilfe „Helfen in Hellern“.

A T H E N Der etwas andere Grieche ... GRIECHISCHES RESTAURANT

Bei uns wird Essen gehen zu einem besonderen Erlebnis! Ob einfach so oder zu einem feierlichen Anlass. Besuchen Sie unser Restaurant im Herzen von Bad Essen. Das Team vom Restaurant Athen freut sich auf Ihren Besuch!

iente lles Amb aus o v u a e iv N h Jugendstil im Alten

Restaurant Athen • Lindenstraße 38 49152 Bad Essen • Tel.: 05472 / 41 95 www.athen-badessen.de


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Gesund, fit und optimal entspannt: Das

medbalance in Hagen a.T.W.

Modernste, computergesteuerte Fitnessgeräte und eine großzügige Wellnesslandschaft – das finden die Gäste im med-

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balance in Hagen am Teutoburger Wald. Doch das ist längst nicht alles: Eine renommierte orthopädische Privatpraxis sowie

umfassende Therapiemöglichkeiten ermöglichen auch gesundheitlich vorbelasteten Menschen eine optimale

Rehabilitation. „Unsere Idee war es, ein umfassendes Versorgungszentrum aufzubauen, in dem wir das komplette Therapiespektrum orthopädisch und neurologisch bedingter Erkrankungen abbilden können“, so Initiator und Orthopäde Dr. med. Heiner Ehrenbrink, der das medbalance vor sechs Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Henning ins Leben gerufen hat.

Individuelles Fitnesstraining, optimal begleitet Unter einem Dach vereint medbalance Physiotherapie, Fitnesstraining und Wellnessangebote ebenso wie ärztliche orthopädische und sportmedizinische Untersuchungen für alle Altersgruppen und bietet somit eine Rundumversorgung für Gesundheit und Wohlbefinden. Auf über 900 m² in großzügig gestalteten Räumen erwarten die Besucher modernste Geräte und ein bereichsübergreifend zusammenarbeitendes Kompetenzteam aus Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern. Natürlich ist hier längst nicht nur der willkommen, der Beschwerden hat: Gern werden die Hightech-Geräte und das großzügige Kursangebot für Fitnesstrainings aller Art genutzt. Das Besondere dabei: Das Geräte-Training erfolgt hier stets computergestützt und auf Wunsch unter medizinischer Betreuung, sowohl an Ergometern als auch an hochwertigen Kraftmaschinen.

Großzügige Wellnesslandschaft Vom Säuglings- und Kleinkinderschwimmen bis hin zu Kletterkursen und Tae Bo wird im medbalance eine Vielfalt an Kursen angeboten, von denen viele von den Krankenkassen mit bis zu 80 Prozent bezuschusst werden. Ein großzügiger und modern ausgestatteter Wellnessbereich lädt zum Entspannen ein. Unmittelbar neben dem Schwimmbad erwarten die Gäste eine Finnische-Sauna, eine Aroma-Sauna, ein Dampfbad und eine Infrarot-Sauna, ein Hydrojet, Solarium und gemütliche Ruhebereiche. Auch Wellness-Massagen werden angeboten.

Orthopädie & Physiotherapie Hand in Hand Wenn doch mal etwas „zwickt“, haben die Gäste in der Privatpraxis von

Dr. Heiner Ehrenbrink, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Experte für Rheumatologie, die Möglichkeit, sich umfassend zum Themenkomplex Sportmedizin, Rheumatologie und orthopädische Chirurgie beraten und behandeln zu lassen. In der Physiotherapie, die von seinem Sohn Henning Ehrenbrink verantwortlich geleitet wird, spielt vor allem die Akutversorgung frisch operierter Patienten, etwa nach einem Bandscheibenvorfall oder einem Gelenkersatz, eine große Rolle. Dazu kommen die Behandlung neurologischer Krankheitsbilder sowie die SäuglingsInitiator und Orthopäde Dr. med. Heiner und Kindertherapie. Ehrenbrink und Geschäftsführer und Physiotherapeut Henning Ehrenbrink

medbalance.de Praxis für Physiotherapie | Säuglings- & Kindertherapie Fitnesstraining | Wellness | Saunalandschaft & Schwimmbad Iburger Straße 4 a | 49170 Hagen a.T.W. Tel.: 05401 - 33 91 69 - 0

Dr. Heiner Ehrenbrink Facharzt für Orhopädie & Unfallchirurgie Sportmedizin | Rheumatologie Kinderorthopädie

Sprechstunde nach telefonischer Terminvereinbarung: Tel.: 0541 - 50 08 79 50

Praxisgemeinschaft in Osnabrück, Iburger Strasse 28 alle Kassen und privat

Privat-Sprechstunde im medbalance Tel.: 0162 - 9 73 23 89


Seite 13

Aktuell Neueröffnung

Mode macht Spass!

Zahlreiche Gäste genossen die Eröffnung.

Neue Modeadresse in Osnabrück Aktuelle Herbstmode und viele Lifestyle Ideen präsentierten Mitte August Thomas Herzog und Thomas Macha bei der Eröffnung Ihres Trendstores „Lifestyle by herzog & macha“ in der Krahnstraße. „Wir sind nicht einseitig auf gewisse Labels ausgerichtet, sondern möchten unseren Kunden einen vielfältigen Stilmix bieten,“ erklärt Thomas Herzog. Klassische Marken wie Bogner Jeans, Cambio, Nice Connection und Nusco sind ebenso im Sortiment wie „rockige Marken“ à la True Religion, Please, Imperial und andere. Das Sortiment ist sowohl weiblich wie auch männlich ausgerichtet und bietet viele modische Inspirationen. Freuen sich auf die neue Herausforderung: Thomas Herzog (h.l.), Thomas Macha (h.r.) mit Ihrem Team.

Mehr unter www.schlossallee-osnabrueck.de/aktuelles-aus-der-region

N E U in

Osnabrück

S p o r ti v e M o d e f ür D a m e n un d H e r r e n , Wohna c c e s s o i re s u nd vi e l e s m e h r, d a s un s e r L e b e n s g e f üh l ve r s ch ö n e r t !


Aktuell Premiere | Seite 14

Links: Tom Gaebel und Band sorgten für Unterhaltung. Rechts: Jessica Bloem (Moderatorin) und Thomas Spiegelhalter (Geschäftsführer) führten durch die Premiere.

Eine Vision wird Wirklichkeit Am Abend des 18. Juli präsentierte Beresa am Flughafen Münster-Osnabrück ein Fahrzeug, das ganz sicher Maßstäbe setzen wird: die neue S-Klasse! Zu diesem besonderen Anlass feierten 400 Unternehmensentscheider aus der Region die Premiere. Die neue S-Klasse wurde in der außergewöhnlichen Atmosphäre eines Wartungshangars direkt neben dem Rollfeld in Szene gesetzt. Drei Kooperationspartner aus Münster und Osnabrück stellten stylische Accessoires vor, die dem Stil der neuen S-Klasse gerecht wurden. Nicht nur für Beresa-Geschäftsführer Thomas Spiegelhalter stand an diesem Abend fest: Eine Vision ist Wirklichkeit geworden! Mit der S-Klasse setzt Mercedes neue Maßstäbe.

400 geladene Gäste genossen den Abend.

In einzigartig Location direkt am Rollfeld wurde die S-Klasse präsentiert.

Oeding-Erdel war ein Kooperationspartner der exklusiven Veranstaltung.

Wir haben über 40 Jahre gebraucht, um den Sessel mit dem ultimativen Comfort anbieten zu können. Jetzt präsentieren wir mit Stressless® Home Office den ersten Bürosessel, in dem sich Ihr Körper bereits erholt, während Ihr Kopf noch arbeitet. Egal, wo Sie arbeiten. Wählen Sie Ihren Stressless® Home Office passend zum Wohnstil aus 12 Modellen aus und nutzen Sie Effizienz in seiner comfortabelsten Form.

Montag bis Freitag 9.00 - 12.30 Uhr und 14.30 - 19.00 Uhr | Samstag 9.00 - 16.00 Uhr Holperdorper Str. 26 | 49536 Lienen | Fon 05483 - 439 | www.moebel-kielhorn.de


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500 Jahre Höger´s in Bad Essen Das „Höger´s“ in Bad Essen ist sicherlich eines der wenigen Unternehmen der Region, das jetzt schon in der 7. Generation geführt wird. Angefangen hat das Hotel & Restaurant als Bauernhof, der dicht neben dem Kirchplatz lag, somit bot es sich an, dort auch einen Ausschank zu eröffnen. Und so wurde 1825 Wilhelm Höger als Erstem der Re­g ion ganz offiziell die Konzession zum Wirt erteilt. Nachdem das Haus 1910 bis auf die Grundmauern abbrannte, wurde es wieder aufgebaut und zum Hotel umfunktioniert. Heute wird das Haus von Silke Schuster, als direkter Nachfahre von Höger, und Partnerin Tanja Spiekermann geführt. Durch ständige Erneuerungen, Erweiterungen und Renovierungen präsentiert sich das Höger´s heute als eines der bes­ ten Häuser der Region. Am zweifellos schönsten Kirchplatz des Osnabrücker Landes liegt dieses gewachsene moderne Haus, das zu jeder Tageszeit zum Verweilen und Verköstigen einlädt. Auch nach beeindruckender Familiengeschichte und Gastronomie-Tradition wirkt das Höger´s alles andere als verstaubt. Man spürt den frischen Wind der neuen Generation und wird überrascht von stilvollem, modernem Ambiente, Herzlichkeit und gastronomischem Können. Im Restaurant mit mehrfach ausgezeichneter Küche werden ausschließlich frische, hausgemachte Produkte angeboten, die nach Möglichkeit regional bezogen werden. Auch die hauseigene Konditorin zaubert allerlei Leckereien. Mit verschiedenen Events und Aktionen zieht Höger´s Hotel & Restaurant mittlerweile auch überregional Gäste an. Auch für die Zukunft haben die beiden Betreiberinnen noch viele Ideen, auf die man gespannt sein darf. Fotos: Florian Möllers www.hoegers.de


Szene Interview | Seite 16

Frank Beerens Der Flaschenpostsammler aus Meppen In vielen Flüssen unserer Region wimmelt es nur so von unachtsam weggeworfenen Flaschen und anderem Müll. Doch wenn man genau hinschaut, kann man in einigen Flaschen manchmal kleine, versiegelte Botschaften entdecken. Frank Beerens aus Meppen hat sich darauf spezialisiert, diese Nachrichten zu finden. Seit fünf Jahren ist er regelmäßig mit seinem Kanu auf Ems und Hase unterwegs. 135 Flaschenposten hat er bereits gefunden. Wir haben uns mit dem Sammler unterhalten.

Text

Isabell Weßling, Fotos

privat


Seite 17

stikflaschen waren dabei. Unser Verein, der Kanu-Klub-Meppen, hat die Aktion „sauberes Meppen“ unterstützt und die Gewässer vorerst vom Müll befreit. Hoffentlich bleibt es auch so!

Was passiert mit den Flaschen, in denen Sie eine Botschaft gefunden haben?

Schlossallee: Herr Beerens, Sie sind ja leidenschaftlicher Flaschenpostsammler. Wo finden Sie die Botschaften? Frank Beerens: Die Botschaften finde ich, wenn ich mit dem Kanu auf der Ems oder Hase unterwegs bin. Beim Flaschensammeln ist es wie beim Pilzesuchen – ist man Laie, sieht man die Pilze vielleicht gar nicht, weil man keine Erfahrungswerte hat, wo sie wachsen. Geht man häufig in den Wald, kennt man die besten Stellen! Ähnlich ist das auch bei mir. Ich kenne die Stellen, an denen Dinge angespült werden, und gucke gezielt nach Flaschen, die sich vielleicht im Schilf oder überstehenden Sträuchern verheddert haben.

Aber die Flaschen sind nicht das Einzige, was Sie im Wasser finden. Nein, leider nicht. Meine Frau und ich waren vor einiger Zeit in Klein Hesepe, am Wehr. Dort läuft eine Wassermühle. Vor dieser Wassermühle liegt quer ein langes Stahlrohr, das verhindern soll, dass der Unrat, der im Wasser schwimmt, in die Mühle hineingerät. Und Unrat sammelt sich da in sehr großen Mengen an! Ich habe mir das schon öfter mit angeschaut und dann gehandelt: Wir haben unseren Kanadier zu Wasser gelassen und ich habe angefangen, alles einzusammeln. Das Boot war sehr schnell voll. Ein ganzer Anhänger voller Müll ist zusammengekommen! Bestimmt H undert Glas- und genauso viele Pla-

Die Botschaften, die ich bisher gefunden habe, 135 Stück, werden wenn nötig getrocknet, später dann eingescannt und wieder in die ursprüngliche Flasche gesteckt. Die schönsten Fundstücke bewahre ich bei mir im Büro auf, andere habe ich in hölzernen Kisten eingelagert. In meinem Garten habe ich in einer geschützten Ecke an einem alten Schiffstau auch einige aufgereiht. Das ist wie eine Art Abenteuergarten. Für die Kinder ist ja auch das Verschicken der Flaschenpost wie ein Abenteuer, sie wünschen sich, dass gerade ihre Flasche möglichst weit schwimmt und irgendwo gefunden wird. Viele machen sich richtig große Mühe und stecken viel Energie in die Gestaltung ihrer Botschaften. Diejenigen, die ihre Adresse aufschreiben, bekommen auf jeden Fall Post von mir zurück. Auch wenn es manchmal ganz schön kniffelig ist, die zum Teil kleinen Zettelchen aus der Flasche zu bekommen. Empfehlen kann ich Flaschenpostversendern Folgendes: Nehmt PET- Flaschen mit großen Öffnungen, da bekommt man die Zettel gut rein und auch wieder heraus. (lacht) Beschwert die Flasche mit Sand. Steine eignen sich nicht so gut, da sie den Zettel oft zerreiben. Durch den Sand liegt die Flasche tiefer im Wasser und kann von der Strömung besser mitgenommen werden. Sind die Flaschen zu leicht, schwimmen sie wie Korken an der Oberfläche und werden vom Wind an das Ufer gedrückt. Die Botschaften, die ich bisher gefunden habe, kann man sich auch im Internet bei den EL-Nachbarn in „Frankys Flaschenpostmuseum“ anschauen – hier habe ich die gesammelten Werke, natürlich mit unkenntlich gemachtem Absender, eingestellt. Haben Sie selbst schon einmal eine Flaschenpost versendet? Im Griechenlandurlaub haben meine Familie und ich Flaschenpost ver-


Szene Portrait | Seite 18

schickt, bisher aber leider noch keine Rückmeldung erhalten. Wir haben einmal eine Antwort von einer Dame bekommen, die sich zu Pfingsten für unsere Weihnachtskarte bedankt hat, die sie in einer Flaschenpost gefunden hat. Meine Frau hat vor einiger Zeit selbst eine Flaschenpost verschickt, und raten Sie mal, wer diese dann gefunden hat? Sie hat im Winter einen Einkaufszettel in eine Flasche gesteckt und dazu noch ein paar vertrocknete Blüten. Als ich wieder einmal mit dem Kanu unterwegs war, habe ich genau diese Flasche gefunden. Im ersten Moment habe ich gedacht: Die Schrift kennst du doch … Das war wirklich sehr amüsant!

Wie sind Sie auf die ungewöhnliche Idee gekommen, Flaschenpost zu verschicken oder auch zu suchen? Kam bei Ihnen immer der Postbote zu spät? Nein, keineswegs. Die Post war daran nicht schuld! Als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern auf Borkum und als ich mit ein paar anderen Jungs den Strand unsicher machte, fanden wir eine leere Flasche. Und schon war die Idee für eine Flaschenpost geboren! Einer hatte einen Zettel in der Hosentasche, ein anderer einen Bleistift. Die Nachricht wurde geschrieben, verkorkt und ab ging’s ins Meer. Wir träumten davon, dass sie bis in die Südsee käme. Aber leider haben wir nie wieder etwas von ihr gehört – das ist aber auch 40 Jahre her! Das mit dem Suchen ist so eine Sache. Manchmal habe ich eher das Gefühl, die

Flaschenpost findet mich. Vorm Urlaub habe ich noch mal kurz meinen persönlichen Rekord verbessert: Auf einer Fahrt habe ich acht Flaschenposten gefunden – davor allerdings drei Wochen lang keine einzige.

Wie viele Nachrichten haben Sie bisher gesammelt? Seit gestern sind es 135, und bei fast jeder Kanutour, die ich unternehme, werden es mehr. Neulich hat mich mal jemand gefragt, wie lange ich das denn noch machen möchte. Also auf jeden Fall solange es mir Spaß macht und ich merke, dass die Menschen – meist Kinder, denen ich eine Karte geschickt habe, sich freuen. Oder bis ich keine mehr finde. Aber ich glaube, dass das nicht passieren wird.Denn meiner Meinung nach hat gerade die Flaschenpost in der letzten Zeit eine regelrechte Renaissance erfahren. Vielleicht sind es die ersten Kinder schon wieder leid, immer nur übers Internet oder übers Handy zu kommunizieren? Auf jeden Fall freue ich mich über jede Flaschenpost, die ich finde.

Das Regionale lifestyle Magazin

C h a r i t y N a C h t 2013 Genießen Sie einen Abend lang das wunderschöne Ambiente des Rittergutes Osthoff in Georgsmarienhütte anlässlich der Schlossallee Charity Nacht 2013,

am 26. September 2013, Rittergut Osthoff, Georgsmarienhütte, www.rittergutosthoff.de Einlass ab 18 Uhr Regionale Unternehmen präsentieren sich hier hautnah, Livemusik, Catering und amerikanische Auktion hochwertiger Lifestyle Produkte Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Osnabrück-Penthesilea und dem Leo Club Osnabrück statt. Die Erlöse des Abends gehen an einen wohltätigen Zweck. Tickets: 20 € inkl. MwSt. Tickethotline 05461 940210 oder Mail an info@schlossallee.com


Szene Titelstory | Seite 20

Mit Kilt und Kondition John McGurk – Botschafter für Kinder in Not

Wenn man ein schweres Trauma erfährt, gibt es ganz grob zwei Wege, damit umzugehen: Entweder, man gibt sich auf oder man denkt sich: jetzt erst recht! John McGurk entschied sich für Letzteres. Der gebürtige Glasgower, der den Osnabrückern heute als Charity-Läufer im Schottenrock bekannt ist, verschrieb sein Leben dem Wohl der Kinder, nachdem er selbst in der Vergangenheit schwer misshandelt wurde. In den letzten fünf Jahren ist John mit seinem Verein „Sportler 4 a children‘s world“ fast zweimal rund um die Erde gelaufen und hat dabei knapp eine Million Euro für Not leidende Kinder gesammelt. Text

Svenja Dierker, Fotos

Christa Henke


Seite 21

SCHLOSS IPPENBURG Bad Essen im Osnabrücker Land

... hier wird Kindheit in Armut Zehntausende Kilometer, fast 1 Million Euro und das alles in 20 Jahren – Nein, hier geht es nicht um die Entwicklung eines neuen Mercedes Prototypen bis zur Serienreife, sondern um die Leistung, die ein ehemaliger unsportlicher Kettenraucher erbracht hat, um die Welt ein klein wenig besser zu machen. Mit eben diesem treffen wir uns heute in der Altstadt, um etwas von seinem ungewöhnlichen Leben zu erfahren. Bei einem Café crème im Garten der frisch eröffneten „Kaffeerösterei“ erzählt uns John McGurk seine Geschichte. Geboren wurde er 1961 im schottischen Glasgow. Seine Kindheit war vor allem eines: hart! Und eigentlich schon vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hatte. Die Eltern, beide arbeitslos, verfielen dem Alkohol und so ging es für John und seine vier Geschwister bereits in jungen Jahren ins Kinderheim. Hier wurde das Leben für den Jungen noch schlimmer: „Der Heimvater war ein Schläger“, erinnert er sich heute und erzählt Geschichten, die man am liebsten sofort wieder vergessen möchte.

Vom Kettenraucher zum Leistungssportler Vergessen wird John seine Erlebnisse zwar niemals. Aber er hat heute einen Weg gefunden, damit umzugehen. „Meine Vergangenheit hat aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin – wer weiß, ob ich mich auch so stark für Kinder engagieren würde, wenn ich all das nicht erlebt hätte?“ Mit der Armee kam John Anfang der 80er Jahre nach Osnabrück. Ihm gefiel die Friedensstadt so gut, dass er bleiben wollte und sich hier einen Job suchte: Als Papiermacher ist er seitdem im Schichtdienst bei Ahlstrom am Hafen beschäftigt. So weit, so gut – aber warum fing er denn nun an, zu laufen? „Auslöser war das Massensterben im Sudan“, erklärt er. „Den Anblick der Aufnahmen von Kindern mit aufgeblähten Hungerbäuchen konnte ich nicht ertragen, ohne etwas dagegen zu tun.“ Viel Geld zum Spenden hatte er nicht, und so reifte sein Entschluss: „Ich werde Charityläufer!“ Absurd klingt das vor allem, wenn man weiß, dass er bis dato so sportlich war, wie ein im Büro arbeitender Kettenraucher mit einer Vorliebe für Scotch eben sein kann: überhaupt nicht! „Ich hatte nur meinen Körper und den festen Entschluss, ihn einzusetzen, um die Welt zu verbessern“, erklärt John. „Für mich steht bis heute fest: Wenn man es wirklich will, gibt es nichts, das man nicht schaffen kann!“ Wenn er allerdings an seinen ersten Trainingslauf zurückdenkt, kann sich auch der Marathon-Mann ein Schmunzeln

die Landlust zum Fest und der Garten zum Ereignis.

14. + 15. September

Ländliches Herbstfest Ippenburger Kürbismeisterschaft Schlussakkord der Ippenburger Gartensaison und „Ippenburger Kürbismeisterschaft“! Ca. 100 Aussteller mit Pflanzen, Blumenzwiebeln, Accessoires und ländlichen Produkten. täglich 11-19 Uhr, Erwachsene: 12 Euro Kinder/Jugendliche frei

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Szene Titelstory | Seite 22

nicht verkneifen: „Ich bin zwei Kilometer gelaufen und habe mich dabei dreimal übergeben.“ 1997 hatte er das Problem im Griff: Beim Kämmerer Lauftreff in Büren ging er erstmalig an den Start, um die Unicef-Aktion für kriegstraumatisierte Kinder des Bosnienkrieges zu unterstützen – 20.000 DM kamen damals zusammen.

Projekte in der ganzen Welt Der Startschuss für diesen Lauf war ein Startschuss auch im übertragenen Sinne. Denn danach ging es erst richtig los: Gemeinsam mit seinem Verein „Sportler 4 a children’s world“, der mittlerweile über 200 Mitglieder zählt, die sich regelmäßig in der Joe Enochs Sportsbar treffen, unterstützte und organisierte John McGurk seitdem unzählige Spendenläufe und Projekte in der ganzen Welt. Benefizläufe für Aidswaisen in Afrika, für behinderte Kinder in Israel, für sozial schwache Kinder in Warschau. Ein Projekt ist auch der regelmäßig stattfindende Friedenslauf von Osnabrück nach Münster, der in diesem Jahr Mitte August auf dem Rathausplatz gestartet wurde.

500 Kilometer in 50 Stunden Spenden generiert John über Kontakte in der ganzen Welt. „Das ist harte Arbeit“, sagt er. Groß ist seine Freude, wenn die Firmen von sich aus auf den Sportler zukommen. „Letztes Jahr zum Beispiel rief die Firma tilia an, die stellen duftende Kleiderbügel her und wollten für 15.000 Euro Namensgeber meines Charity-Runs nach Sylt werden.“ Das Sylt-Projekt wurde ihm unter anderem von Ullrich Kasselmann ermöglicht, der ihm als Schirmherr schon so mache Tür geöffnet hat. Firmen unterstützen ein Projekt meist entweder mit einer pauschalen Spendensumme, oder sie zahlen eine Summe x pro gelaufenem Kilometer. Die zweite Variante sollte man sich gut überlegen, legen John und sein Team doch gern mal 1.300 Kilometer zurück – Nonstop. So geschehen etwa beim Lauf nach Warschau zugunsten der Arche unter der Schirmherrschaft von Lukas Podolski. „Ein Lauf wird nie unterbrochen und geht immer 24 Stunden rund um die Uhr“, erklärt uns John. „Da aber kein Mensch am Stück so viele Kilometer laufen kann, wechseln wir uns bei den lan-

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gen Distanzen ab.“ Jeweils nach zehn Kilometern wird getauscht. Gut ist es da, wenn das Team groß ist! An den anderen Fall denkt John nur ungern zurück: „Einmal sind wir zu zweit zum G8-Gipfel nach Bad Doberan gelaufen – das sind 500 Kilometer, und wir hatten nur zwei Tage Zeit! Wenn ich nur daran denke, tut mir schon wieder alles weh!“, erinnert sich John. „Nach 50 Kilometern war ich total übersäuert – hatte aber noch 190 zu laufen. Die Physiotherapeuten, ohne die diese Aktion sowieso überhaupt nicht möglich gewesen wäre, haben schon gegen uns gewettet. Wir sind fast gekrochen, aber wir haben es geschafft!“ Das Erstaunliche: 50 Kilometer vor Bad Doberan machte es im Kopf Klick, die Übersäuerung war weg und die beiden Läufer waren wieder fit. „Wir haben kurz vor dem Ziel sogar noch die Gastläufer überholt! Das zeigt, was man alles erreichen kann, wenn man nur daran glaubt.“

100.000 für Straßenkinder Gute Planung ist bei einem Lauf das A und O. Nötig wird das beim anstehenden Großprojekt in Brasilien, wenn für Straßenkinder in Sao Paulo 70.000 bis 100.000 Euro zusammenkommen sollen. Gemeinsam mit seinem Team startet John am 26. Mai am Flughafen Münster-Osnabrück, läuft zum Flughafen Frankfurt und dann noch am selben Tag mit drei Läufern weiter ab Rio de Janeiro. „Da läuft man im Schnitt eben mal anderthalb Marathons pro Tag“, so John. Bis dahin sollte er also gut auf seine Füße aufpassen! Vor dem Sylt-Lauf brach er sich den Mittel-

fußknocken, „ein Ermüdungsbruch.“ Der findigen Hilfe der Ärzte ist es zu verdanken, dass John die Zähne zusammenkneifen und trotzdem an den Start gehen konnte. „Viele erwarten, dass ich irgendwann umfalle“, erzählt John, der sein ganzes Engagement ehrenamtlich neben seinem Job ausrichtet.

Zahlreiche Auszeichnungen Wer so viel Biss hat und so viel Gutes tut, erfährt dafür auch Anerkennung. 2007 wurde John McGurk bei RTL mit dem Deutschen Kinderpreis von Woldvision ausgezeichnet, außerdem ist er Botschafter des Osnabrücker Kinderhilfswerks terre des hommes. Er schaffte es sogar, beim New York Marathon dem Bürgermeister Bloomberg persönlich die Osnabrücker Friedensbotschaft zu übergeben, die er immer im Gepäck hat. Im vergangenen Jahr wurde der Sportler von Boris Pistorius mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. „Die habe ich zur Hälfte meiner Frau und meinen drei Kindern gewidmet, weil sie so oft auf mich verzichten mussten“, erzählt John. Ja, ein solches Engagement fordert eben seinen Tribut. 42 Stunden normale Arbeitszeit,

„Ich dachte ich wäre glücklich, wenn ich eine Million Mark zusammen bekomme. Nun sind es fast eine Million Euro!“

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Gruppenbild mit Schotte: Bei bestem Wetter startete Mitte August vor dem Rathaus der Friedenslauf von Osnabrück nach Münster.

Lauftraining (übrigens nicht mehr am Rubbenbruchsee, „da kam ich fast nicht mehr von der Stelle vor lauter Smalltalk“), Vereinsarbeit und dann die Projekte – da kommt die Familie schon mal zu kurz. Allerdings ist sie es, aus der er seine Kraft schöpft. Sie und der jährliche einsame Aufenthalt in den schottischen Highlands, im Castle eines Freundes, in dem sonst Promis wie Sean Connery residieren.

Ein Schotte im Rock Die Spenden, die John sammelt, gehen übrigens zu 100 Prozent in die Projekte. „Ich hätte nie geglaubt, dass ich soweit komme“, sagt er. „Ich dachte ich wäre glücklich, wenn ich eine Million Mark zusammen bekomme. Nun sind es fast eine Million Euro!“ Und es werden immer mehr: Wenn das Brasilien-Projekt abgeschlossen ist, steht 2015 bereits das nächste Großprojekt an: „Deutschlands größter Charitylauf gegen Kinderarmut in Deutschland!“ Detail hierzu möchte John McGurk jetzt noch nicht verraten. Trotzdem, eine Frage ist noch offen: Warum, zum Teufel, trägt er beim Laufen immer diesen absolut unpraktischen Schottenrock? „Am Anfang war es ein Gag, um Aufmerksamkeit für meine Idee zu erregen. Irgendwann kam ich aus der Nummer einfach nicht mehr raus …“, lautet die einfache Antwort. Und irgendwie ist der Rock natürlich auch eine Reminiszenz an seine Wurzeln im schottischen Kinderheim, die all das folgende ausgelöst haben. Wenn an Ihnen demnächst also ein Mann mit Kilt vorbeiläuft: zücken Sie Ihre Brieftasche! Es ist für einen guten Zweck!

„Viele erwarten, dass ich irgendwann umfalle.“

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Wissenswertes Wer John McGurk persönlich sehen und sich für den guten Zweck engagieren möchte, hat dazu am 30. August die Möglichkeit: Dann finden in Bad Iburg die Highland Games statt, bei denen sich der Schotte selbstverständlich engagiert! www.s4acw.de

Sie möchten mehr über John McGurk erfahren? Eine Chronologie seiner Projekte sowie weitere Fotos aus dem Interview und dem Osnabrücker Friedenslauf sehen Sie ab sofort auf www.schlossallee-osnabrueck.de.

www.fior-da-liso.com


Szene Starke Frauen | Seite 26

Der alte Sutthauser Bahnhof wurde vor mehr als vier Jahren zu einer künstlerischen Stätte umgebaut: Man taucht ein in die mystische Welt von Iktomia. Hier wird Kunst gelebt und hier ist auch der Arbeitsplatz der Köchinnen Hanna Börger und Sarah Irwin. Das Restaurant „Wilde Triebe“ wurde Mitte letzten Jahres eröffnet und ist seitdem eine Gastronomie der besonderen Art.

Text und Fotos

Jana Schulte

wir konnten anfangs sogar ein paar Becher mitgestalten. Natürlich ist auch unsere Selbstständigkeit eine starke Motivation. Man kann seine eigenen Ideen verwirklichen. Sarah Irwin: Es war schon immer unser Traum, uns selbstständig zu machen. Und dann noch in einem solchen Ambiente – eine außergewöhnliche Chance!

Schlossallee: Sie sind nun seit Juni 2012 Gastgeber der Wilden Triebe. Frau Börger, was haben Sie vorher gemacht? Hanna Börger: Nach meiner Ausbildung im Steigenberger Hotel Remarque bin ich erst nach Sylt gegangen, ins Landhaus Stricker, anschließend nach Münster, ins Restaurant am Aasee. Dann hat sich das Projekt „Wilde Triebe“ ergeben.

Und wie sah Ihr Werdegang aus, Frau Irwin? Sarah Irwin: Ich habe auch meine Ausbildung im Hotel Remarque gemacht. So haben wir uns kennengelernt - und wir haben uns sofort sehr gut verstanden. Ich bin dann nach Hamburg gegangen, ins Hotel Vier Jahreszeiten. Und danach in die USA, an die Johnson & Wales University in Providence, Rhode Island, für den Studiengang „Culinary Arts“. Nach den USA kam wieder Hamburg. Und nach Hamburg wieder Osnabrück. So schließt sich der Kreis.

Was finden Sie, ist das Reizvolle an Ihrem jetzigen Job? Hanna Börger: Das Wilde Triebe ist einfach ein besonderer Ort. Wir arbeiten ja mit dem Künstler Volker-Johannes Trieb zusammen. Sein Gesamtkunstwerk IKTOMIA ist einfach ein wunderbares Projekt. Hier entsteht auch das Geschirr. Die Werkstatt ist gleich nebenan und

Ich habe gesehen, dass der NDR ein Kurzportrait über Sie gedreht hat. Was ist das für ein Gefühl, sich im Video zu sehen? Sarah Irwin: Super. So etwas erlebt man ja nicht alle Tage. Es war extrem spannend, dem Team bei der Arbeit zuzuschauen. Die waren sechs Stunden hier, für einen Film von – ich weiß nicht genau – vielleicht vier Minuten Länge.

Wie war das erste Jahr für Sie, Frau Börger? Mit welchen Problemen hatten Sie zu kämpfen? Hanna Börger: Man hat noch nicht die Routine. Noch nicht jeder Gegenstand ist an seinem endgültigen Platz, man räumt viel um und muss neue Mitarbeiter einarbeiten. Trotz der ganzen Arbeit versuchen wir, in Kontakt mit unseren Gästen zu sein, auch selbst an die Tische zu gehen, eine persönliche Atmosphäre zu schaffen. Momentan konzentrieren wir uns vor allem darauf, die Qualität zu halten und alle Abläufe zu optimieren.

Sind Sie im Leben schon dort angekommen, wo Sie hinwollten, Frau Irwin? Sarah Irwin: Richtig angekommen im Leben ist man wohl nie. Und nach nur einem Jahr ist es, finde ich, ohnehin zu früh, über so etwas nachzudenken. Sicherlich war die Selbstständigkeit ein


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großer Wunsch. Und es ist schön, wieder in Osnabrück zu sein. Aber angekommen? Vielleicht könnte man sagen: Angekommen in diesem Projekt. Wir haben ein Etappenziel erreicht.

Würden Sie zurückblickend etwas anders machen? Sarah Irwin: Eigentlich nicht. Der Weg war schon richtig. Wir haben wichtige Erfahrungen gesammelt. Nein, alles ist gut so.

Was muss man Ihrer Meinung nach mitbringen, um in der Branche zu bestehen? Hanna Börger: Vor allem Leidenschaft. Ohne sie würde man nicht so weit kommen und vielleicht sogar aufgeben. Man stößt manchmal an die eigenen Grenzen. Und genau da muss man dann einfach weitermachen.

Wie ist das mit der Geschlechterrolle im Beruf Koch? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Hanna Börger: Im Remarque waren wir tatsächlich nur eine Handvoll Frauen, am Aasee war ich sogar die einzige. Ich kann aber nicht sagen, dass mir das geschadet hat. Ich empfand es sogar als positiv. Die Männer im Team nehmen schon Rücksicht. Klar muss man sich auch beweisen, um nicht unterzugehen.

„Wir haben das Etappenziel erreicht.“

Frau Irwin, was geben Sie jungen, ehrgeizigen Frauen, die im Leben etwas erreichen wollen, mit auf den Weg? Sarah Irwin: Was man wirklich haben muss, ist Durchhaltevermögen! Auch wenn es mal holperig wird: Man darf das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Vielen Dank für das Gespräch und für die Zukunft im Restaurant alles Gute! www.wilde-triebe.de


Foto: www.fashion-kompass.de

Tr e n d s d e r n e u e n S a i s o n

M odeherbst

Szene Anzeigen | Seite 28

Ti e r i s c h w a r m Gut eingekuschelt und warm gekleidet ist man mit dem Parka Coyote mit Waschbär von Yves Salomon; in Kombination mit dem feinen Cashmerepulli mit Svarowskisteinen vom Label „Camouflage Couture“ ist es das perfekte Winteroutfit 2013 – cool, frech und schick. Holthaus Mode in Osnabrück, www.holthaus-mode.de

Casual auf hohem Niveau Emanzipierte Lässigkeit verbindet sich mit einem Hauch von Luxus und moderner Eleganz. Pastellige Nude-Töne und warme Graunuancen sind die lichte Basis für softe Akzente in diesem Herbst. Peach, Baby-Blush und Mokka sind die Töne, die der Frau zum perfekten Outfit verhelfen. Modehaus MEYER, exklusive Damenmode in Osnabrück, Tel.0541-998 998 81


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E d e l a n j e d e m Ta g Kann eine Frau zu viele Handtaschen haben? Nein! Schon gar nicht bei diesen tollen Herbsttrends: Der Designer und Namensgeber seines Labels, Gianni Chiarini, aus Florenz steht für schlichtes Design und hochwertige Materialien. Der Trend liegt bei unkomplizierten Taschenformaten – zeitlose Handtaschen für jeden Tag und jeden Anlass! Gianni Chiarini gibt es exklusiv bei Leder Rabe in Osnabrück, www.lederrabe.de

Wake-up-Call für die Sinne Das neue Parfum von Aqua Colonia „Blood Orange & Basil“ ist ein leichter und delikater Duft – ein ganz besonderer Frischekick! Es versprüht das Aroma von frischen Früchten, betörenden Blüten und herben Gewürzen. Gesehen bei: Parfümerie Seyffert in Bad Iburg, Tel. 05403 / 4711

Emanuela lavender Kräftige Winterfarben und zarte Pastelltöne dominieren die neue Herbst/Winter-Mode. Die Bluse „Emanuela“ von Fior Da Liso liegt mit ihrem leichten Lavender voll im Trend. Sie hat einen eleganten Button DownKragen sowie Manschetten, die in einem kontrastreichen Lumumba unterlegt sind. Sportlich kombiniert mit einer blauen Jeans oder elegant zur Stoffhose – mit dieser Bluse ist man diesen Herbst perfekt gekleidet. www.fior-da-liso.com

Comeback des Military-Looks Zum goldenen Herbst präsentieren sich das Modelabel Marc Cain im aktuellen Military-Look. So etwa mit einer wattierten Jacke in Blazer-Form. Durch den edlen, abknöpfbaren Echtpelzkragen bekommt der Anorak eine sportive und elegante Anmutung. Der Military-Look entsteht durch die Cargo-Taschen an der Vorderseite. Selige Mode in Bad Essen, Tel. 05472/2206


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Wittlager Originale: Wo einst schon Varus weilte

Die Gemeinden Bad Essen und Bohmte im Wittlager Land sind jede für sich einen Besuch wert! Ob der historische Ortskern in Bad Essen, die VarusRegion oder das Verkehrsprojekt „Zentrum ohne Schilder“ in Bohmte – wir haben uns auf die Suche nach den „Originalen“ der beiden Nachbargemeinden gemacht, und sind dabei auf Salziges, Blumiges und Dekoratives gestoßen!

Text

Isabell Weßling, Jana Schulte, Fotos

Der King of Salt : Wilhelm Grönemeyer

privat

Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand das Urmeer, das einen extremen Salzgehalt hatte. Mit der Zeit verdunstete das Wasser und einige seiner Minerale wurden zu Steinsalz. Das Meerwasser veränderte über Jahrmillionen durch Regen und das Abtragen weiterer Berge seine Zusammensetzung. Von dieser ursprünglichen Flüssigkeit ist fast nichts mehr vorhanden. Nur in Bad Essen hat sich im Laufe der Jahre noch etwas vom Urmeer halten können. Es liegt 800 Meter unter der Erde und wurde durch Vulkantätigkeit auf etwa 32 Prozent Mineralgehalt eingedickt. Das entspricht zehn Mal mehr als bei Meerwasser! Dieses besondere Salz wird nun unter anderem von Salzbauer Wilhelm Grönemeyer in seiner Manufaktur veredelt. Es erhält nicht nur Einzug in Gourmetküchen, sondern wird auch zu Bestandteilen von Inhalationen, Nasenspülungen oder Soletrunk verarbeitet. Grönemeyer ist der einzige, der gegen Zahlung an die Gemeinde bis 2022 das besondere Salz für Lebensmittel und Kosmetika nutzen darf. Das Bad Essener Urmeersalz, Sal Vital und das King of Salt kommen alle aus Grönemeyers Manufaktur. Das Salz wird ebenfalls für die Sole-Arena in Bad Essener Kurpark genutzt. In einem auffälligen Rondell inmitten von Bad Essens Kurpark wird die Bad Essener Sole ultrafein vernebelt und für Besucher zur Gesundheitsförderung bereitgestellt. Der Solenebel rieselt über Schwarzdornwände, aus denen die Konstruktion besteht. Bei Volllast werden pro Stunde rund vierzig Liter Sole für die Besucher vernebelt. Und wer möchte, setzt sich einfach auf eine der Bänke und atmet ganz tief durch …


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Perfekte Zähne aus Bad Essen: Incognito Die Mutter der Gartenfestivals: Schloss Ippenburg Seit 15 Jahren veranstaltet Viktoria Freifrau von dem Bussche auf dem Gelände von Schloss Ippenburg Gartenfestivals. Ein absolutes MUSS – vor allem für Fans des Landlebens. Im Frühjahr, Sommer und Herbst öffnet die Familie von dem Bussche die Schlossgärten für das blumenfaszinierte Publikum. Das Schloss, das seit 600 Jahren in dem Besitz der Familie ist, hält verschiedene Arten von Gärten, Schwimmteichen und Blumensorten für die Gartenliebhaber bereit. Ein Highlight der besonderen Art ist das „Rosarium 2000+“. Es zeigt Rosensorten aus den Jahren 2001- 2012. Hier wird für jedes Jahr ein eigener Garten eingerichtet – in diesem Herbst wird der Garten 2013 folgen. Das nächste Festival ist das ländliche Herbstfest am 14. und 15. September.

Da hat ein Bad Essener mal eine wirklich gute Idee gehabt! Dr. Dirk Wiechmann und sein Unternehmen Top-Service für Lingualtechnik haben sie erfunden – die unsichtbare Zahnspange „Incognito“. Unsichtbar und effektiv ist das hochmoderne Bracketsystem, das nicht wie bisher von außen auf die Zähne geklebt wird, sondern auf die Zahninnenflächen. Jede Art der Zahnfehlstellung kann mit den maßgefertigten Brackets behandelt werden. Die Innovation hatte Folgen, nicht nur für die Patienten: 2008 kaufte der amerikanische Weltkonzern 3M Unitek Wiechmanns Unternehmen und produziert seitdem unter eigenem Namen die unsichtbare Zahnspange in Bad Essen.

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Region Wittlager Originale | Seite 32

Köstliche Raspel: die Kartoffelplate Das typische Gericht der Varusregion ist die Kartoffelplate, eine Art Pfannkuchen aus Kartoffelraspeln. Die Kartoffelraspel werden in der Pfanne gebraten und je nach Saison wechselnd belegt. Ob mit Gemüse, Fisch oder Fleisch serviert – die Variationen sind vielfältig. Um den Genuss perfekt zu machen, wird auf die gebratene Plate Crème fraîche oder Schmand gestrichen. Gastronomen in der VarusRegion servieren ihre ganz persönliche Kreation des Gerichts. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Geschichtlicher Charme: historischer Ortskern Bad Essen Die Gemeinde Bad Essen ist Teil der Deutschen Fachwerkstraßen einer Kulturstraße, die sich von der Elbmündung im Norden bis zum Bodensee im Süden erstreckt. Die insgesamt 3000 Kilometer lange Straße führt durch Gemeinden und Städte mit bemerkenswerten Fachwerkbauten. In Bad Essen bilden unter anderem der historische Kirchplatz, die Lindenstraße oder das Kulturerbe Schloss Hünnefeld das Herzstück. Ist man in Bad Essen unterwegs, bekommt man schnell den Charme der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser zu spüren. In einem der zahlreichen Kaffees und Restaurants kann man sehr gut Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Von den Biergärten aus kann man den historischen Kirchplatz schön überblicken.


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EU- Projekt „Shared Space“

Auf sich und andere Rücksicht nehmen, das müssen Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer nun vor allem in Bohmte: Durch das Verkehrskonzept „Shared Space“ soll das Ortsbild verbessert werden. Die von den Verkehrsteilnehmern gemeinsam befahrenen Straßen und Wege sollen auch ohne Verkehrsschilder genutzt werden können. Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer verständigen sich untereinander ohne Schilder und Ampeln. Auch Bordsteinkanten und Abgrenzungen sind in Bohmte nun nicht mehr zu finden. Der gesamte Verkehr soll durch das etwas befremdliche System etwas entschleunigt und alle Verkehrsteilnehmer mit in das System eingebunden werden. Lärm und Emissionen werden verringert und die Umwelt geschont. Ganz ohne Regeln geht es natürlich auch in Bohmte nicht: Die allgemeingültigen Vorfahrtsregeln sind selbstverständlich zu beachten!

Vario Mobil – exklusive Unikate Der Präzisions-Betrieb VARIOmobil Fahrzeugbau GmbH in Bohmte baut seit 1984 exklusive Wohnmobile sowie Konferenz- und Sonderfahrzeuge. Die Fahrzeuge werden extra auf Kundenwunsch gebaut und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Auch ausgefallene Wünsche werden hier beim Fahrzeugbau umgesetzt. So kann jeder Kunde sein persönliches, exklusives Fahrzeug bei der Firma VARIOmobil designen. Die Fahrzeuge, die in Handwerkstradition entstehen, erreichen eine Länge von bis zu zwölf Metern. Im hinteren Teil der Fahrzeuge findet man eine PKW- Garage, die es ermöglicht, ein Mini Cabriolet oder einen Smart zusätzlich mit auf die Reise zu nehmen. Jährlich rollen im Osnabrücker Land etwa zwei Dutzend technisch ausgereifte Flagschiffe vom Stapel.


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Bad Essen zum Umhängen

Holunder ist bekannt als wärmendes Getränk in der kalten Jahreszeit, als weißer Blütentraum im späten Frühjahr und im Herbst als dunkelviolette Beerenpracht. Außerdem ist Holunder zum Markenzeichen Bad Essens geworden und kann seit Neuestem auch um den Hals getragen werden. Es gibt kleine Kettenanhänger als schmückendes Accessoire in Form einer Holunderdolde mit kleinen Amethysten oder Granatkugeln als Beeren verziert. Die kleinen Kugeln, 17 an der Zahl, stehen für die 17 Ortschaften von Bad Essen. Anlässlich der Bundesgartenschau, die 2010 in der Gemeinde stattfand, kreierte eine Schmuckdesignerin aus dem Ort die filigranen Holunderdolden als Kettenanhänger in Silber- und Goldfarben. Sie sollten ein Andenken an die Gartenschau für die Besucher und ein Markenzeichen für die Bürger von Bad Essen darstellen. Im Schmuckstück ist „Bad Essen“ eingraviert.

Die Sprache der Kunst Ein weiteres Original ist die Kunstschmiede Höller. Inhaber Dirk Höller ist durch seine vielfältige Arbeit auch überregional bekannt – und das nicht nur dank dem Bad Essener Gesundheitspark, für den er verschiedene Stationen kreiert hat. In seiner großen Schmiede- und Werkhalle hat er die Möglichkeit, seine Ideen Gestalt werden zu lassen und seine Werke im eigenen Skulpturengarten zu präsentieren. Ob Stelen, Tore, Windspiele oder Großplastiken – Höller versteckt in jedem Detail die Sprache der Kunst. Er gestaltet aus Metall immer wieder neue Ausdrucksformen – natürlich mit der unnachahmlichen Handschrift des Künstlers.


Das Regionale lifestyle Magazin

C h a r i t y N a C h t 2013 Genießen Sie einen Abend lang das wunderschöne Ambiente des Rittergutes Osthoff in Georgsmarienhütte anlässlich der Schlossallee Charity Nacht 2013,

am 26. September 2013, Rittergut Osthoff, Georgsmarienhütte , www.rittergutosthoff.de Einlass ab 18 Uhr Regionale Unternehmen präsentieren sich hier hautnah, Livemusik, Catering und amerikanische Auktion hochwertiger Lifestyle Produkte Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Osnabrück-Penthesilea und dem Leo Club Osnabrück statt. Die Erlöse des Abends gehen an einen wohltätigen Zweck. Tickets: 20 € inkl. MwSt. Tickethotline 05461 940210 oder per Mail an info@schlossallee.com

Verlag Rottwinkel-Kröber GmbH | Brückenort 15 | 49565 Bramsche www.schlossallee.com


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Serie „Große Jungs“ – Teil 4: SEGELN

Als Vorschoter gegen die Vorurteile Sind Segler nicht diese reichen Schnösel, die nie Socken tragen und sich für die Größten halten, weil sie drei verschiedene Knoten können? In der vierten Folge unserer Serie „Große Jungs“ probiert unser Mitarbeiter einen Sport, den er bislang abgelehnt hat. Nach nur einer Segelstunde hat sich seine Meinung geändert. Text und Fotos

Segeln ohne Segelschuhe

Hendrik Steinkuhl

noch studiere ich Jura. „Hallo, Peter Overschmidt“, sagt mein Skipper, als Das fängt ja gut an mit meinem Skipper. Erst ist er stundenlang nicht wir uns dann endlich gegenüberstehen. „Gehen wir eine Runde segeln?“ zu erreichen. Begründung: „Er räumt gerade den See auf.“ Klar, denke Ja, deshalb bin ich doch hier. Peter Overschmidt gehört die Segelschule ich, und ich sortiere gleich meine Hemden alphabetisch. Als ich ihn am Münsteraner Aasee. Auf der Homepage hatte ich gelesen, dass es die dann endlich am Telefon habe, brüllt er älteste private Segelschule Deutschlands zwischendurch ständig einem Mitarbeiter ist. Overschmidts Vater Heinz hatte sie irgendwas zu. Wahrscheinlich hat der den 1949 gegründet. Sein Sohn Peter führt sie See nicht zu Ende aufgeräumt. Am nächin zweiter Generation. Und jetzt präpariert sten Tag erscheine ich dann pünktlich zu er gerade ein Boot für einen Journalisten, unserem Termin. Wer fehlt? Der Skipper. der eigentlich gar keinen Bock auf Segeln Warum? „Er räumt gerade…“, ja ja. Nach hat. Neben dem Style finde ich vor allem ein paar Minuten kommt er mit dem Modiese ganze Seilerei doof. Ich mag es nicht, torboot angefahren. Schon aus der Ferne wenn überall Schnüre rumhängen. Ich mag sehe ich, dass er genau das trägt, was es auch nicht, Schnüre hektisch aufzuwiich erwartet hatte: blaues Poloshirt, kurze ckeln, und vor allem mag ich es nicht, wenn Cargo-Hose in Beige, Segelschuhe ohne ich dabei noch aufpassen muss, dass mir Socken. Um diesen Möchtegern-Sportlern ein herumschwingendes Segel nicht gegen ihre modische Vorhersehbarkeit vorzufühden Kopf schlägt. So jedenfalls stelle ich mir ren, habe ich mich genauso angezogen. Segeln vor. Während ich mich in meine UnSegelschuhe allerdings besitze ich nicht, Peter Overschmidt betreibt die älteste private Segelschule lust hineinsteigere, legt Peter Overschmidt denn weder betreibe ich diesen „Sport“, Deutschlands. gerade – natürlich – ein Tau zusammen.


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Der Job des Vorschoters „Das nennt man aufschießen. Ihr würdet aufwickeln sagen.“ Ja klar, ihr. Ihr, die Landratten, ihr, die Trockensportler, die ihr noch nie bei richtig rauer See einen tollen Knoten gemacht habt. Elitäres Denken, Seilprahlerei, ich habe es doch gewusst. „Sind Sie schon mal gesegelt?“ „Nein.“ „Ach du Scheiße.“ Oh, da klang Ironie durch. „Aber ich kann schwimmen.“ Und darüber lacht er sogar. Na komm, geben wir Herrn Overschmidt eine Chance. Inzwischen hat er auch fertig aufgeschossen und bittet mich an Bord. Meinen Fotoapparat könne ich in eine der offenen Ablagen im Rumpf legen, er nennt sie Schwalbennester. Sollte ich die Kamera denn noch wasserdicht einpacken? „Ich segle vorsichtig. Aber ein bisschen Wasser am Po ist okay, oder?“ Jetzt klingt er richtig nett. Wir legen ab zu unserer kurzen Segelrunde, denn viel Zeit hat Peter Overschmidt heute nicht. Schließlich muss er noch – richtig, den See aufräumen. Als wir auf dem Wasser sind, erkenne ich auch, warum. Gestern hat in Münster ein Orkan gewütet, am Ufer liegen einige entwurzelte Bäume. Der See sei nun voll mit Ästen, sagt Peter Overschmidt. Die seien ein Sicherheitsrisiko und müssten deshalb raus. Unsere Route ist zum Glück frei von Gehölz. Offiziell wäre es meine Aufgabe, den Steuermann darauf aufmerksam zu machen, dass da etwas vor uns herumtreibt. „Dann musst du ‚Wahrschau‘ rufen“, sagt Peter. Wir sind inzwischen beim Du angekommen, auf dem Wasser lässt man wie auf der Skipiste die Förmlichkeiten weg. „Wahrschau“ ist übrigens eine Zusammensetzung aus den ersten beiden Silben von Wahrnehmung und Schauen. Ich würde momentan allerdings gar nichts außerhalb des Bootes wahrnehmen, weil ich mit den Aufgaben in dieser Jolle schon gut bedient bin. Mein Job ist der des Vorschoters. Ich bin für die Fock zuständig, das dreieckige Vorsegel. Mein Einsatz wird vor allem dann verlangt, wenn es um die Kurve geht. Sobald Steuermann Peter das Kommando „Klar zum Wenden!“ gibt, muss ich die Leine der Focks greifen, „Ist klar!“ antworten und die Fock dann auf die Leeseite ziehen. Oder war es die Luvseite? Verdammt, eigentlich kenne ich den Unterschied doch aus dem Kreuzworträtsel. „Windabgewandte Seite“ ist Lee, Luv ist demnach die dem Wind zugewandte Seite. „Bei unseren Kinderkursen sprechen wir auch von ‚Luft‘“, sagt Peter. Vielleicht sollte ich auch so einen Kinderkurs mitmachen. Für Eselsbrücken dieser Art bin ich immer dankbar.

„Ein bisschen Wasser am Po ist okay, oder?“

Captain’s word is law Auch wenn ich mit den Seitenbezeichnungen durcheinander komme, mein „Ist klar!“ praktisch jedes Mal vergesse, ist Peter sehr geduldig


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mit mir. Einen leichten Diktatorenton hat er nur drauf, wenn er sagt, ich solle mich an die Bootskante hocken, um das Gewicht zu verlagern. „So, komm, und hoch, und noch weiter nach hinten!“ Wenn ich keine Aggressivität heraushöre und der Kommandogeber was auf dem Kasten hat, lasse ich mich aber auch gerne mal herumscheuchen. Außerdem leuchtet es mir völlig ein, was Peter über die Kommunikation auf See sagt: „Captain’s word is law“, heißt es dort. Also: Das Wort des Kapitäns ist Gesetz. „Wenn einer auf See sagt: ‚Wir bergen jetzt das Großsegel‘, dann können die Leute nicht anfangen zu diskutieren“, meint Peter. Wenn es einen Typ Mensch gebe, mit dem man im Boot nun überhaupt nichts anfangen könne, dann sei das der Besserwisser. Vorhin hatte Peter mir erzählt, er sei früher zur See gefahren, und gerade will ich ihn fragen, ob man solchen Besserwissern dort die Äquatortaufe ein paarmal öfter verpasst oder sie gleich über die Reling schubst; doch da kommt schon wieder sein „Klar zum Wenden!“, ich greife hektisch die Leine und vergesse schon wieder meine Antwort. „Du hast ‚Ist klar‘ gesagt, oder?“ „Ja, natürlich!“ Obwohl ich mich einigermaßen überfordert fühle, und obwohl ich Segeln eigentlich gar nicht gut finden wollte, muss ich leider zugeben: Es macht mir Spaß. Peter ist ein toller Lehrer. Dass ich hier gerade öfter mal an der falschen Leine ziehe, liegt vor allem daran, dass ich hier ja nicht nur segle, sondern auch arbeite. Und wenn ich nicht mitschreiben kann, obwohl mir jemand etwas Interessantes erzählt, werde ich immer etwas verspannt, weil ich mir alles merken will. Als Konsequenz ziehe ich dann eben schon mal an der falschen Leine. Aber zum Glück sind wir ja nicht auf hoher See, sondern nur auf einer „Pfütze“, wie Peter den

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Aasee nennt. Ich habe in Münster studiert, damals bin ich oft um den See gelaufen. Jetzt plötzlich auf ihm zu segeln, ist irgendwie eine tolle Erfahrung. Ich sehe alles zum ersten Mal vom Wasser aus, und erst jetzt nehme ich bewusst wahr, dass man dieses Gewässer eben nicht nur laufenderweise umrunden muss.

Einmal den Kopf frei „Auf dieser Pfütze lernt man das Manövrieren und wird sicherer. Und darum geht es ja“, sagt Peter. Am besten gefällt mir auf unserer kurzen Segelrunde aber, worum es bei diesem Sport wohl vor allem gehen sollte: die Abhängigkeit vom Wind. „Du musst ein Gefühl für die Böe entwickeln“, sagt Peter. Das schaffe ich in dieser kurzen Zeit zwar nicht, mit großer Zuverlässigkeit ziehe ich die Fock immer genau dann stramm, wenn man sie eigentlich etwas bauchig hängen lassen sollte. Aber allein die Idee, dass man hier mitten in der Stadt so sehr den Elementen ausgeliefert ist, gefällt mir. Damit bin ich nicht alleine. Viele seiner Kunden kämen nach Feierabend, um ein oder zwei Stunden zu segeln und einfach abzuschalten, sagt Peter. „Beim Segeln kriegt man den Kopf frei. Da ist die nächste E-Mail oder die nächste SMS ganz weit weg.“ Als wir nach unserem kurzen Törn wieder anlegen, lasse ich meine Leinen nur ungern zurück. Ich hätte jetzt sogar Lust, noch ein paar Knoten zu lernen und mir ein paar Wendemanöver erklären zu lassen. Aber das machen wir dann beim nächsten Mal. Wenn ein bisschen mehr Zeit ist, weil Peter nicht noch den See aufräumen muss.

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Teil 3: Das Bewerbungsgespräch

Eines der vier neuen Seminare im Hull College Seriöses und sympathisches Auftreten ist in allen Lebenslagen eine gute Eigenschaft. Im Berufsleben ist es jedoch umso

wichtiger, seinen Arbeitgeber und die Leistungen und Produkte des Unternehmens bestmöglich darzustellen. Gerade in Präsentations- und Verkaufsgesprächen kommt es darauf an, dass der erste Eindruck überzeugt. Eine Hilfe bietet hier das Hull College an, das junge Erwachsene auf Geschäftstermine und weitere Bereiche des beruflichen und privaten Lebens

Das Hull College bietet eine Reihe von Fortbildungen an, in denen man sein Wissen über die moderne Etikette auf den aktuellen Stand bringen kann. Höflichkeit im Alltag, Etikette bei Tisch, das Bewerbungsgespräch, StylingBeratung, Erste Hilfe oder der Restaurantbesuch – im Hull College wird alles Wissenswerte vermittelt, das Menschen jeder Altersklasse dabei hilft, sich im täglichen Leben angemessen zu benehmen. Die Seminare können einzeln oder auch als Paket belegt werden. Die Teilnehmer erhalten nach dem erfolgreichen Abschluss ein Zertifikat von der IHK, mit dem sie dokumentieren können, dass sie Wert auf gute Umgangsformen legen und sich in diesem Bereich weitergebildet haben.

Seminareinblick: Das Bewerbungsgespräch Gerade junge Erwachsene sind bei ihren ersten Geschäftsterminen oft unsicher und aufgeregt, denn viele Gegebenheiten in der Berufswelt sind ihnen noch unklar. Wie verhalte ich mich am Telefon? Welche Kleidung ist angemessen? Was tun in schwierigen Situationen? Diese und weitere Fragen werden in dem Seminar „Das Bewerbungsgespräch“ im Hull College geklärt, denn gute Vorbereitung ist ein Garant für gutes Gelingen. In diesem Seminar wird der Gesprächsablauf trainiert und die Teilnehmer lernen, welche Details besondere Aufmerksamkeit verdienen, damit sie in geschäftlichen Terminen ihre Chance nutzen können.

Niveau, aber doch mit einer gehörigen Portion Humor, sorgt Michael Hull dafür, dass die Teilnehmer alle wichtigen Regeln der modernen Etikette erlernen.

Seminarorte Alle Seminare finden entweder in den Räumlichkeiten von Hull Dance & Events statt, oder aber auch im Unternehmen selbst. Sehr beliebt sind die verschiedenen Kurse auch bei Unternehmen, denn hier lernen die Auszubildenden und jungen Mitarbeiter, wie sie ihren Arbeitgeber formvollendet repräsentieren. Das Hull College bietet auch die Möglichkeit, Schulungen als Incentive Reise zu organisieren, inklusive Übernachtung und Rahmenprogramm. So besteht die Chance, dass sich die Mitarbeiter aus verschiedenen Standorten oder Abteilungen besser kennenlernen und im Umgang mit Geschäftskunden geschult werden. In der nächsten Ausgabe der Schlossallee erhalten Sie einen Einblick in das Seminar „Styling-Beratung“.

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Erfahrene Leitung Alle Fortbildungen im Hull College werden von Michael Hull geleitet. Der charmante Gentleman ist selbst in einem englischen Internat aufgewachsen und weiß, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegt. Auf höchstem

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Schlossallee testet!

Alles „klar“! Der große Schlossallee Korn- und Spirituosen-Test Wenn sich drei Männer und vier Frauen am hellichten Tag treffen, um elf verschiedene Sorten Schnaps zu trinken, dann haben sie entweder sehr großen Frust, oder etwas zu feiern, oder es ist Schlossallee Spirituosentasting! Letzteres war der Fall, als OsnabrückHallen-Geschäftsführerin Sandra Gagliardi, Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Griesert, Künstler Volker-Johannes Trieb und Götz Alsmann-Bassist Michael Müller Anfang August in Stemwede-Levern zusammenkamen, um im Gewölbekeller von „RILA erleben“ edle Kornbrände und regionale Spirituosen-Spezialitäten zu verköstigen.

Text und Fotos

Svenja Dierker

Volker-Johannes Trieb, Sandra Gagliardi, Wolfgang Griesert und Michael Müller (v. l.) genießen die dargebotenen Spirituosen!


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Perfekter Rahmen: Im Gewölbekeller lässt es sich gut verkosten!

Digestiv statt „Prolo-Schnaps“ Es gibt wahrlich einfachere Dinge, als qualifizierte Juroren für ein Korn-Tasting zu gewinnen. Sich in der Öffentlichkeit zu „outen“, ab und an mal Spirituosen zu genießen, fällt vor allem den Damen schwer; wenn es sich dann aber noch um eine so unattraktiv anmutende Spirituose wie Korn handelt, machen sogar viele Männer einen Rückzieher. Kaum ein Getränk hat ein so schlechtes Image wie der klare Getreidebrand. Bei Korn denkt man an Landjugend, Schützenfest und Bauernball, nicht aber an hochwertige Spirituosen für besondere Anlässe. Dabei ist Korn ein regionales Produkt wie kaum ein anderes. Das haben sich auch die ansässigen Brennereien gedacht und sich der Herausforderung gestellt, mit Premium-Auflagen den „Klaren“ wieder gesellschaftsfähig zu machen. Die Brände, die heute ins Rennen um die Korn-Krone gehen, haben mit dem Fusel aus dem Supermarktregal wenig gemein und werden als hochwertiges Digestiv vermarktet. Worüber sich bei Wein, Whisky oder Cognac niemand wundern würde, sorgt während der Organisation des Tastings sogar bei uns für Verblüffung: Eine Brennerei schickt einen Brand für sage und schreibe rund 200 Euro die Flasche ins Rennen! Wer hier noch mit den Gedanken spielt, mit Cola zu mixen, gehört bestraft! Und so waren unsere vier Juroren zwar anfangs noch skeptisch. Nach dem Test, so viel sei vorweggenommen, sind sie alle froh, sich selbst von der Qualität der gereichten Spirituosen überzeugt haben zu lassen. „Ich dachte bislang immer, für Korn gilt die Devise ‚kalt, klar und runter damit‘“, so Wolfgang Griesert. Jetzt weiß er, dass man diese Spirituose auch genießen kann!

„Kalt, klar und runter damit!“

Seit 1618 Volksgetränk Korn wird aus Getreide hergestellt und muss einen Alkoholgehalt von mindestens 32 Volumenprozent haben. Ab einem Alkoholgehalt von 37,5 % vol. darf die Bezeichnung Kornbrand oder Doppelkorn mit 38 % vol. verwendet werden. Für eine Flasche Korn mit 0,7 Litern Inhalt braucht man übrigens rund 13.000 Körner! Korn ist die älteste und meistgetrunkene Spirituose in Deutschland. Erstmals hergestellt wurde sie vermutlich im 15. Jahrhundert. Um 1618 entwickelte sich Korn zum Volksgetränk, zunächst in den Städten, wo Korn in sehr kleinen Brennereien hergestellt wurde. Ab 1800 dehnten sich die Kornbrennereien auch aufs Land aus. Nur eine Spirituosen, die zu hundert Prozent


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Optik, Aroma, Geschmack: Unsere vier Juroren nahmen die sechs verschiedenen Korn-Spirituosen genauestens unter die Lupe.

aus Getreide besteht, darf als Korn bezeichnet werden. Kommen andere Rohstoffe ins Spiel, etwa Kräuter, muss sie einen anderen Namen tragen. Bei zwei Kandidaten des heuteigen Test ist genau das der Fall. Beim „Dreiling“ von Kreuzritter handelt es sich um einen Aquavit, bei der Spirituose von Ey um einen Malzbrand. Da es aber primär darum geht, die tollen Spirituosen unserer Region zu präsentieren und weniger um eine Rangierung, reichen wir auch diese beiden Spirituosen gern unseren Juroren.

Sechs Brennereien der Region Insgesamt sechs regionale Unternehmen präsentieren heute ihre Produkte. Die Private Kornbrennerei Heydt aus Haselünne schickt ihren „Heydt 1860er“ ins Rennen, Wollbrink hat den „Alten Johann Heinrich Weizenkorn“ angeliefert, aus dem Hause Edelkornbrennerei Jos. Rosche in Haselünne ist der „de la Roche“ am Start und aus Schöppingen haben wir von der Feinbrennerei Sasse den Lagerkorn „Bordeaux Finish“ erhalten. Zusätzlich wird der „Malzbrand“ der „Brennerey“ aus Stemwede verköstigt, ebenso wie der „Dreiling“ von Kreuzritter aus Mühlen.

Schlucken oder Spucken? Getestet wird der Korn in einer Blindverköstigung. Alle Kornsorten werden in neutralen Nosing-Gläsern serviert. Bewertet werden die Schnäpse anhand eines Testbogens, der gemeinsam mit Leonore Fohs, Diploma Wine & Spirits von Wein Fohs in Osnabrück, ausgearbeitet wurde. Da keiner der Juroren Erfahrung im Verköstigen von Spirituosen mitbringt, haben wir von Fohs auch erfahren, worauf man achten muss: „Die Nase und der Gaumen sind faul und können sich nicht lange konzentrieren“, erklärt die Fachfrau. „Also am besten immer nur ganz kurz riechen und probieren und die Eindrücke merken.“ Spätestens, wenn der Alkohol im Mund brennt, muss das Verköstigen der Sorte beendet werden. Und dann ist da noch die Frage: Schlucken oder Spucken? „Normalerweise wird das Destillat wieder ausgespuckt“, so Fohs. Wir halten es einfach mal so: Jeder macht es so, wie er möchte! Nach dem Korntest werden unsere Juroren allerdings noch nicht entlassen: In einer zweiten Runde wollen wir ihre Meinung zu fünf weiteren, regionalen Spirituosen wissen, die uns die beteiligten Brennereien ergänzend haben zukommen lassen.

Auf Ihr

Wohlbefinden! Kornbrannt und Kräuter

KREUZRITTER - Elixirum Digestivum:

58 Kräuter - hochkonzentriert, kräftig aber mild, 30% vol.

DREILING - Aqua Vitae:

Weizen-, Roggen,- und Dinkelkorn - fassgelagert, aromatische Kräuter - der Malt Whiskey unter den Aquavitae. 38,3% vol.

Kreuzritter GmbH & Co. KG - 49439 Steinfeld-Mühlen - www.kreuzritter.net

erhältlich im qualifizierten Wein- und Spirituosenfachhandel


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Klar aus der Region: de la Roche

Das Ergebnis Der Liebling der Juroren: Heydt 1860 Der „1860“ aus der Privaten Kornbrennerei Heydt überzeugt alle Juroren auf ganzer Linie! Seine goldene Farbe verrät es bereits: Er lagerte einige Jahre in Holzfässern, ehe er in streng limitierte und durchnummerierte Flaschen abgefüllt wurde. Aufgelegt wurde er zum 150-jährigen Jubiläum der Brennerei. Die Geruchskomponenten werden von der Jury als fruchtig und würzig bezeichnet. In Sachen Geschmack überzeugen der mittelgewichtige Körper, der harmonische Alkohol und das cremige Mundgefühl. Der Abgang ist mittellang und harmonisch. „Der kann was“, findet Volker-Johannes Trieb, „lecker, weich und mundig“ bewertet ihn Sandra Gagliardi. Der 1860er hat 34,1 % Vol. und kostet 14,99 Euro für 0,5 Liter.

Purer Luxus: Bordeaux Finish von Sasse Aus Schöppingen stammt ein Luxusprodukt, das erst ab Herbst offiziell auf den Markt kommt: der Lagerkorn Bordeaux Finish, der zuvor sechs Jahre lang in Barriquefässern des Château Latour gelagert ist. Die Juroren loben als erstes den bernsteinfarbenen Farbton und das gereifte Aroma des Brandes. Geschmacklich fallen der kraftvolle Körper, der harmonische Alkohol und das cremige Mundgefühl positiv auf. „Der schmeckt eher wie ein Whisky als nach Korn“, wird bemerkt. Die Komponenten werden als „würzig“ empfunden, die Qualität als „außergewöhnlich“ beurteilt. Der Korn hat 44,5% Vol. und kostet rund 200 Euro für 0,7 Liter.

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„Bei uns kommen alle Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung“, so Josef Rosche, Inhaber der gleichnamigen Edelkornbrennerei in Haselünne, der dem Tasting als Gast beiwohnt. Bei der klaren Spirituose „de la Roche“ handelt es sich um den edelsten Korn des Familienbetriebes. Er hat einen neutralen Geruch und mutet eher jung an. Die Geschmackskomponenten wurden von den Juroren als blumig beschrieben. „Recht scharf“ bewertet Sandra Gagliardi den Korn, der mit 40 % Vol. einen relativ hohen Alkoholgehalt hat. Die Herren bezeichnen den Abgang als lang und warm. 0,5 Liter kosten 14,99 Euro.


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Links: Das Korn nicht gleich Korn ist, sieht man auf den ersten Blick! Mitte: Schlossallee-Redateurin Svenja Dierker führte durch die Veranstaltung. Rechts: Die Gäste Josef Rosche und Dr. Stephan Susen verköstigten kritisch und lobend die Spirituosen hinter den Kulissen.

Artländer Original: Alter Johann Heinrich von Wollbrink

„Aufräumer“ auf Malzbasis: Malzbrand der Brennerey

Zum 75. Firmenjubiläum legte die Brennerei Wollbrink aus Bersenbrück diesen Edelbrand auf. Durch die Holzfasslagerung erhält er seine blassgelbe Farbe. Der Geruch wird als pflanzlich, jung und mittelintensiv beschrieben. Geschmacklich polarisiert dieses Produkt stark: Während Götz Alsmann-Bassist Michael Müller und Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Griesert ihn als eher mild beschreiben, finden Sandra Gagliardi und Künstler Volker-Johannes Trieb ihn sehr scharf. Der Alte Johann Heinrich Weizenkorn hat 38 % Vol. und kostet 9,99 Euro für 0,7 Liter.

Einen Malzbrand schickte die Drohner Edelbrennerei Ey ins Rennen. Hier sind auf den ersten Blick vor allem die Klarheit und der neutrale Geruch charakteristisch. Alles andere als neutral ist dann der Geschmack, der kraftvoll und für den einen oder anderen sogar etwas zu scharf daher kommt. Der Abgang wird einstimmig als „lang“ beschrieben, Michael Müller bringt es auch den Punkt: „Der räumt nach einer opulenten Mahlzeit bestimmt gut auf!“ Wenn auch der Brand unsere Jury nicht restlos überzeugen kann: Kreuzritter-Geschäftsführer Dr. Stephan Susen, ebenfalls Gast beim Tasting, ist beim Probieren hinter den Kulissen begeistert von der Qualität aus dem Hause Ey. Die 45 % Vol. starke Spirituose kostet 27,50 Euro für 0,5 Liter.


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uosen Unsere Spirit sind jetzt getestet“ „Schlossallee Die Experten erklärten den Juroren Wissenswertes rund um das Thema Korn.

Ein ganz besonderer Aquavit: „Der Dreiling“ von Kreuzritter Bernsteinfarben kommt der Dreiling von Kreuzritter daher. Aus drei verschiedenen Kornbränden hergestellt und mit Kräutern veredelt, ist er kein „echter“ Korn. Den Juroren gefällt er trotzdem sehr gut! Sie beschreiben den ausgeprägten Geruch, den kraftvollen Körper und den harmonischen Alkohol. Würzig-pflanzlich wirkt auf sie die Kombination aus Koriander, Ingwer und Zitronengras, Fenchel, Iriswurzel, Kamille und Macisblüte. Hergestellt wird Der Dreiling übrigens in Mühlen, wo Kreuzritter 2004 gegründet wurde. Das Unternehmen ist das Gemeinschaftsprojekt eines Mediziners, eines Ernährungswissenschaftlers und eines Spirituosenexperten. 0,5 Liter des 38,3 % Vol. starken Schnapses kosten 26,99 Euro.

Wissenswertes: Viele der hier vorgestellten Spirituosen sind im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Wer dort nicht fündig wird, kann über den jeweiligen Online-Shop bestellen.

Nach dem Korntest ging‘s für unsere Juroren weiter in die 2. Runde! Fünf regionale Spirituosen standen auf dem weiteren Verköstigungs-Plan. Wie das Ergebnis ausgefallen ist, lesen Sie ab sofort unter www.schlossallee-osnabrueck.de!

Drohner Edelbrennerei Gerhard Ey Drohner Straße 2 ·32351 Stemwede Telefon: 0 54 74 / 20 57 33 E-Mail: info@brennerey.com Shop: www.brennerey.com Öffnungszeiten: Do. u. Fr. 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr Sa. 9.00 bis 12.00 Uhr


Foto: Bauwerk Parkett, www.bauwerk-parkett.com

Wohnen Cooles Weiß | Seite 46

Cooles WeiSS Wohnen mit der hellsten aller Farben Wohnen in Weiß ist steril und langweilig? So ein Unsinn! Weiß avanciert gerade in Wohnräumen zum echten Alleskönner. Denn Weiß ist alles andere als „farblos“ – es besitzt sogar so viele verschiedene Facetten, dass die Eskimos rund 200 verschiedene Namen dafür haben. Die Abstufungen reichen vom strahlenden Weiß über milchige Töne bis zu warmen Cremefarben. Je nach Kombination, auch mit anderen Farben, entsteht im Wohnraum ein edler, zeitloser und gemütlicher Look.

Text

Svenja Dierker, Fotos

siehe Auszeichnung


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Wohnlich wirkt die Kombination aus Weiß und Holz. Foto: www.wolfgang-koentopp.de

Im Zusammenspiel mit Glas wirkt Weißes noch leichter. Foto: www.wolfgang-koentopp.de

Die pure Reinheit

Zahlreiche Nuancen

Welche Assoziationen haben Sie bei der Farbe Weiß? Schnee und Eis im Winterurlaub, luftige Leinenhosen im Hochsommer, Dinner en blanc, ein Hochzeitskleid, das neue Auto … Weiß ist omnipräsent und ein echter Alleskönner, mit einer besonders herausragenden Eigenschaft: Weiß ist ein Synonym für die pure Reinheit, es wirkt immer „clean“. Nicht ohne Grund sind die meisten Praxen ganz in Weiß gehalten, um Sterilität und Ordnung zu demonstrieren. Im privaten Wohnraum gekonnt eingesetzt, kann Weiß noch viel mehr: Es strahlt, wirkt edel und kann problemlos mit anderen Farben kombiniert werden. Ein Zuhause in Weiß schafft Klarheit, wirkt geordnet und optisch sauber. Dank seiner zeitlosen Erscheinung wird Weiß zudem wohl niemals aus der Mode kommen.

Keine Farbe strahlt so schön wie Weiß! Dass Weiß nicht gleich Weiß ist, wissen die am besten, die tagtäglich davon umgeben sind. Angeblich haben die Eskimo rund 200 verschiedenene Namen für die vielen Facetten der Farbe. Auch in Deutschland sind Begriffe wie Schneeweiß, Brillantweiß, Elfenbeinweiß, Eierschalenweiß oder Kreideweiß Gang und Gäbe. Vor allem die Umgebung hat einen Einfluss auf die Wirkung von Weiß und kann Nuancen ins Braun, Blau, Grün, Gelb oder Rot erwirken. Dadurch können ganz bewusst unterschiedliche Stimmungen im Raum erzeugt werden – vom strahlenden Weiß über behaglich wirkendes Wollweiß bis hin zu Weißtönen mit verschiedenen Farbnuancen. Weiß fängt das Licht, betont Strukturen und vereint unterschiedliche Stile, von zeitgenössisch modern über ganz klassisch bis romantisch ist alles möglich.


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Innenausbau, Möbel, Fenster und Türen im historischen und modernen Stil

Ein starker Kontrast, der nie aus der Mode kommt: Schwarz-Weiß. Foto: fotolia.de

Balkontür mit Innenläden, Fußboden und Wandgestaltung für eine historische Villa in Italien

Ideal für kleine Zimmer Grundsätzlich gilt: Wer in seinem Wohnraum viel Weiß einsetzt, ob als Wandfarbe, Bodenbelag, Möbelstück, Vorhang oder Accessoire, verleiht den Räumen Weite und Helligkeit. Ob Küche, Bad oder Schlafzimmer – Weiß eignet sich grundsätzlich für jedes Zimmer. Allerdings nicht zwangsläufig für jede Zimmergröße: Da sie das Licht gut reflektiert, ist Weiß die ideale Farbe für kleinere Zimmer. Auch große Zimmer lassen sich ganz in Weiß einrichten, allerdings ist bei zunehmender Raumgröße die geschickte Kombination mit Cremetönen, anderen Farben und verschiedenen Oberflächen umso wichtiger, um den Raum nicht zu kühl wirken zu lassen.

Kücheneinrichtung der Linie Stratford on Avon im traditionellen englischen Stil

Haustür und Kastenfenster für ein denkmalgeschütztes Bauernhaus im Osnabrücker Land

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Die „leichte Unschuld“ Der Trend geht schon seit einigen Jahren zu immer helleren Räumen. Die Zeit der dunklen Holzvertäfelung und massiven Eichenmöbel ist zum Glück längst passé, dafür verleihen Attribute wie „lichtdurchflutet“ einer Wohnung gleich ein Plus an Attraktivität. Designer haben diesem Trend den Namen „light innocence“ gegeben – leichte Unschuld. Ein Stil, in dem die ästhetische Leichtigkeit und natürliches Tageslicht eine zentrale Rolle spielen – und natürlich die Farbe Weiß. Inspiriert ist dieser Trend vom skandinavischen Wohnstil. Außerdem gilt eine Einrichtung in Weiß als der gelebte Purismus. So reizvoll dieser Trend für die eigenen vier Wände auch ist, ein Zuviel an Weiß kann auch Gefahren bergen: Gerade in großen Räumen und bei fehlenden Kontrastfarben oder Materialvielfalt wird aus der „unschuldigen Leichtigkeit“ schnell eine sterile Krankenhausatmosphäre, in der man sich schwerlich wohlfühlen kann. Weiß sollte also immer mit anderen Farben kombiniert werden, damit ein harmonisches Raumbild entsteht. Auch Pflanzen, Bilder oder Stoffe helfen, der Farbe ihre Kälte zu nehmen.


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Vor Weiß wirken andere Farben doppelt so knallig! Ebenfalls zu sehen: Weiß muss nicht immer schlicht und elegant wirken, sondern kann auch, je nach Inszenierung, ganz „vintage“ herüberkommen. Fotos: Bauwerk Parkett, www.bauwerk-parkett.com

Geschickt kombiniert Je nach Farbkombination werden verschiedene Wirkungen erzielt. Ob Weiß dabei als Haupt- oder Begleitfarbe eingesetzt wird, obliegt natürlich dem ganz persönlichen Geschmack. Gerade bei auffälligen Kombinationen gilt die Faustregel, lieber an einer Stelle des Raumes einen echten Hingucker zu schaffen, statt gleich das ganze Zimmer kleinteilig in zwei Kontrastfarben einzurichten – das sieht nicht nur inszeniert aus, sondern am Ende auch langweilig! • Weiß und Weiß: Die Kombination verschiedener Weißtöne oder -nuancen wirkt zurückhaltend und pur. Allerdings ist Vorsicht geboten: Werden ähnliche Weißtöne kombiniert, kann

schnell ein klinischer Eindruck entstehen. Abhilfe schaffen Cremetöne oer andere Weiß-Nuancen. Wer trotzdem ganz auf Weiß statt auf Farbwechsel setzen möchte, sollte mit wechselnden Oberflächen, etwa Fellen etc., für Abwechslung und ein harmonisches Gesamtbild sorgen. • Weiß und Gold oder Silber: Hier wird es edel! Was auf einem gut gedeckten Esstisch funktioniert, verfehlt auch im Wohnraum seine Wirkung nicht: Durch Gold- oder Silberelemente wird eine weiße Einrichtung aufgewertet. Man sollte jedoch aufpassen, den Raum nicht mit Gold- oder Silberelementen zu überladen, da es sonst kitschig und im schlimmsten Fall gar billig aussehen kann – und das ist ja genau das Gegenteil von der eigentlich gewünschten Wirkung!


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Reduzierter geht es kaum: Eine komplette Raumgestaltung ganz in Weiß ist absolut stylisch – aber definitiv nur etwas für Puristen! Foto: Loewe

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• Weiß und Rot oder Blau: Kräftige Farben kommen durch die Kombination mit Weiß noch stärker zur Geltung und wirken strahlender. Eine Einrichtung in Weiß wird etwa durch rote Accessoires interessanter und erhält einen wohnlichen Charme. Weiße Accessoires kommen vor Rot oder Blau noch besser zur Geltung. Auch die Oberflächenstrukturen von Möbeln und Accessoires werden stärker betont. Typisch ist dieses Farbspiel für den skandinavischen Landhauslook. • Weiß und Schwarz: Wohl die dramatischste Variante der Weiß-Kombinationen ist die mit ihrem kompletten Gegenteil, dem Schwarz. Schwarz und Weiß bilden ein klassisches Farbduo, das schick und modern aussieht. Der starke Kontrast, in vielen verschiedenen Varianten einsetzbar, wird wohl niemals aus der Mode kommen. In der Regel wird es jedoch erst richtig wohnlich, wenn man Schwarz-Weiß mit weiteren Farben kombiniert: Farbtupfer in kräftigen Tönen kommen ebenso gut zur Geltung wie Grautöne als Zwischenfarbe zwischen den beiden extremen Polen. • Weiß und Gelb oder Orange: Wer es fröhlich mag, setzt auf eine Kombination von Weiß mit anderen hellen Farben, denn die macht einfach gute Laune! Auch Pastelltöne eignen sich, sie wirken zusammen mit dem Weiß frisch und behaglich. • Weiß und Holz: Gerade die Kombination aus Weiß und Holz wirkt besonders gemütlich und dabei trotzdem aufgeräumt. Sie kommt in zahlreichen Formen zum Einsatz: Ob in der weißen Hochglanzküche mit Holzarbeitsplatte und massivem Esstisch, dem hölzernen Bettgestell mit seidenweißer Bettwäsche oder den schneeweißen Badarmaturen auf einem hochwertigen Parkett. Übrigens: Wer die Kombination von Holz und Weiß perfekt machen möchte, der kann beispielsweise weiße Holzdielen als Bodenbelag wählen. Hier sollte man jedoch auf Qualität setzen – nur guten Herstellern gelingt es, die ästhetischen Eigenschaften von Holz, dessen Natürlichkeit und ganz eigene Oberflächenstruktur zu erhalten, und trotzdem eine satte Farbe zu garantieren.


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Tipps Wiederentdeckter Küchentrend: Weiß Immer wieder wurden weiße Küchen totgesagt, doch heute sind sie aktueller denn je. Weiß als Stilelement ist nicht einfach neutral und zeitlos, es verleiht dem Raum auch eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz. Als älteste und bekannteste Küchenmarke der Welt ist Poggenpohl nicht nur der Hersteller, der die ersten weiß lackierten Küchenmöbel auf den Markt brachte, sondern auch der Hersteller, der dieses Thema aktueller und innovativer denn je in seinen Konzeptlinien umsetzt. Egal ob in der Frontausführung Glas, klassisch Weiß in Hochglanz oder aktuell in Lack-Weiß matt – die Poggenpohl Küche präsentiert sich individuell und bestechend schön. Ein Mix aus verschiedenen Weißmaterialien beeindruckt besonders im Zusammenspiel mit offenen Auszugelementen in dunklem Nußbaum und Glas. Offen, leicht „schwebend“ ist die Arbeitsplatte – um einladend Platz zu nehmen! Poggenpohl Osnabrück, Lotter Straße 42, 49078 Osnabrück, www.osnabrueck.poggenpohl.com

Mehr als nur sitzen Sitzen ist die ständige Sehnsucht des Körpers nach der jeweils angenehmsten Ruheposition. Keiner kann lange in ein und derselben Pose verharren. Sitzen ist ein fließender Übergang einander abwechselnder Sitzzustände – und ist somit eigentlich Bewegung. Ein Sitzmöbel sollte, so finden die Experten der Polstermöbelmanufaktur ERPO, diese Bewegungen aufnehmen können. Wohnobjekte der Firma Deeken tragen diese Philosophie mit vollendetem Ausdruck. Mit ihnen werden die neue „Sicht des Sitzens“ mit einem hochwertigen Design und dem Qualitätsanspruch eines baden-württembergischen Premium-Herstellers vereint. Ein Genuss für den ganzen Körper! Expertenberatung zu diesem Thema bekommen Kunden bei den Mitarbeitern des Raumausstatters Deeken raumconzepte. Deeken raumconzepte, Nordring 1, 49751 Sögel, www.deeken-gruppe.de

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S m a rt g e s pa r t Teil 1: Passivhaus Teil 2: Alternative Heiztechniken Teil 3: Solartechnik fürs Privathaus Teil 4: Energieeffiziente Gebäudetechnik Teil 5: Trink- & Brauchwasseraufbereitung Teil 6: Wohnen 2030 / Effizienzhaus plus

Green Living

Te i l 4 : Auf intelligente Haustechnik setzen Der intelligente Kühlschrank, der ohne weiteres Zutun den nächsten Einkauf online abwickelt, ist vielleicht noch Zukunftsmusik. Aber moderne Gebäudesteuerung, um den Stromverbrauch intelligent zu regulieren, hält zunehmend Einzug in den Haushalt. Neben Energieeinsparungen bietet die ausgeklügelte Gebäudetechnik aber noch weitere Vorteile: sie erhöht den Wohnkomfort, schafft Unabhängigkeit und trägt zugleich dem Sicherheitsaspekt Rechnung. Und haben Sie schon vom Ambient Assisted Living gehört? Text

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Intelligentes Wohnen und Smart Metering Green Living trägt dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung. Wer bewusst nachhaltig leben möchte, achtet daher insbesondere auf seinen Energieverbrauch und aus welchen Quellen die Energie bezogen wird. Im Zuge der Energiewende soll so viel Energie wie möglich eingespart und aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Energieeffizienter Technik kommt somit eine bedeutsame Rolle zu. Glücklicherweise werden die Technikinnovationen permanent verbessert. Das Stichwort lautet hier Intelligentes Wohnen. Ziel ist es, möglichst viele der in privaten Wohnhäusern eingesetzten Geräte zu automatisieren, um das Energiemanagement öko-

nomisch zu gestalten. Angefangen bei den Haushaltsgeräten über die Licht-, Heizungs- und Jalousiensteuerung bis hin zur Einbindung von Multimediageräten und Internetanwendungen. So werden beispielsweise Geräte, die im Stand-by-Betrieb laufen, vollständig ausgeschaltet, wenn sie nicht in Betrieb sind, oder Heizkörperthermostate geschlossen, wenn ein Fenster geöffnet ist. Übrigens: zum Intelligenten Wohnen gehört auch das Thema Smart-Metering. Dabei werden Verbrauchsdaten von Wasser-, Gas-, Wärme- und Energiezählern erfasst, die an die Versorger automatisiert übertragen werden können. Die intelligenten Zähler können verschiedene Messzeiträume speichern und ermöglichen eine individuelle


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Auswertung der Verbrauchszahlen. Der Endverbraucher hat somit einen guten Überblick über seine Zählerstände und die manuelle Ablesung entfällt. Die Daten werden aber auch für das eigene Energiemanagement im Haus herangezogen. Durch die Erfassung aktueller Energiepreise oder der Energieverfügbarkeit können Geräte, wie beispielsweise die Waschmaschine, dann eingesetzt werden, wenn es am wirtschaftlichsten ist. Sie arbeiten somit lastoptimiert, ohne dass die Hausbewohner sich um die Steuerung kümmern müssen.

BUS-Systeme zur Vernetzung Grundlage für die Hausautomation ist die Vernetzung unterschiedlicher Geräte über ein BUS-System. BUS steht für Binary Unit System. Es handelt sich um ein System zur Übertragung von Daten. An diese Datenleitungen sind mehrere Geräte angeschlossen und so miteinander verbunden. Dadurch ist es möglich, mehrere Komponenten über eine zentrale Anlage zu steuern oder deren Bedienung automatisiert durchführen zu lassen. Generell gilt: ein BUS-System arbeitet umso wirtschaftlicher, je mehr Geräte angeschlossen sind. Das Steuerungsgerät, entweder als tragbare oder fest installierte Anlage, kann über ein Touchpad oder LCD-Display mit Tasten bedient werden. Die Steuerung erfolgt entweder über ein Kabel oder per Funk. Wer ein Haus bauen möchte, der kann von Beginn an die Infrastruktur über Leerrohre schaffen, die vertikal oder horizontal in jedem Raum gelegt werden können. So können auch später noch elektrotechnische Leitungen in einzelnen Räumen installiert werden. Wer seinen Altbau umrüstet, kann auch auf eine Funklösung zurückgreifen, da hier auf das Verlegen neuer Leitungen, Rohre und Kabel verzichtet werden kann.

Komfortable Anwendungsmöglichkeiten Dadurch, dass die Geräte untereinander vernetzt sind, treten sie in Wechselwirkung. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen einem Sensor und einem Aktor, die miteinander kommunizieren. Steigt beispielsweise die Temperatur im Wintergarten an, wird dies über den installierten Temperatursensor erfasst. Er meldet die erhöhten Temperaturen an den Aktor. Je nach Einstellung veranlasst dieser vollautomatisch die Schließung der Jalousien. Der Vorteil für Sie? Sie kommen nach Hause und können Ihren Abend bei angenehmen Tem-


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auch optisch nicht störend sind, kann in jedem Zimmer ein individuelles Programm abgespielt werden, und selbstverständlich ist auch die Anbindung von Flatscreens kein Problem. Dem integrierten Home-Entertainment sind somit fast keine Grenzen gesetzt. Doch Hausbesitzer sollten sich bewusst machen, dass Komfort auch seinen Preis hat. Je mehr Komponenten und Möglichkeiten gewünscht sind, umso höher die Investitionskosten.

Zugriff aus der Ferne

peraturen im Wintergarten genießen. Übrigens funktioniert der Mechanismus auch andersherum. Sinkt die Temperatur wieder, öffnen sich die Jalousien und lassen die Sonne wieder ins Haus. Dieses Prinzip lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen. Zum Beispiel bei der selbstständigen Öffnung und Schließung von Fenstern. Dies dient einerseits der Belüftung und sorgt für permanente Frischluft, schützt aber auch bei plötzlich einsetzendem Regen. Wetterschwankungen kann man bei geöffneten Dachfenstern also auch dann gelassen entgegensehen, wenn man nicht zu Hause ist. Voraussetzung ist natürlich immer, dass die einzelnen Gewerke mit entsprechenden Sensoren ausgestattet sind. Auch beim Hifi-Vergnügen erreicht man Höchstgenuss, wenn die Multimediakomponenten in die Hausautomation eingebunden werden. Denn mit nur einer Anlage, die beispielsweise zentral im Wohnzimmer aufgestellt ist, kann im ganzen Haus Musik gehört werden. Mit eingebauten Unterputzlautsprechern, die somit

Sie sind unterwegs und für heute Abend hat sich spontan Besuch angekündigt? Kein Problem. Ob es um die individuelle Raumtemperatur, die Raumbeleuchtung oder sogar das Vorheizen des Backofens geht – per Smartphone können Sie auch von unterwegs Ihre Haustechnik ansteuern.

Sicherheit in doppelter Hinsicht Jeder kennt die Situation: Man verlässt das Haus und fragt sich, ob auch wirklich Herd, Kaffeemaschine oder das Bügeleisen ausgestellt sind? Aus Angst vor bösen Überraschungen ist der Weg zurück die sichere Alternative. Beim Intelligenten Wohnen ist der Kontrollgang durchs Haus jedoch Geschichte. Denn mit entsprechender Programmierung kann beim Verlassen des Hauses auch die Ausschaltung einzelner Haushaltsgeräte automatisch veranlasst werden. Da aber Brände nicht ausschließlich durch Elektrogeräte verursacht werden, sollte die Steuerungsanlage einen Notruf absetzen, wenn Rauchmelder im Haus ausgelöst werden. Aber auch Einbrecher haben es schwer. Denn natürlich sollte auch die Alarmanlage ans Haussystem angeschlossen sein. Macht


Wohnen Green Living | Seite 56

sich dann jemand an Fenster oder Türen zu schaffen, meldet die Alarmanlage den Einbruchsversuch automatisch an das angeschlossene Gerät. Dies kann zum Beispiel das eigene Smartphone sein. Empfehlenswert ist es jedoch, zusätzlich einen Wachdienst einzubinden, um die permanente Erreichbarkeit zu gewährleisten.

Selbstbestimmt durch Technik Die technischen Möglichkeiten dienen nicht allein dem Komfort, der Sicherheit und der Energieeffizienz. Sie haben auch einen weiteren Nutzen. Hierbei geht es um das Ambient Assisted Living (AAL), was so viel wie umgebungsunterstütztes Leben bedeutet. Die Konzepte und elektronischen Systeme sind in erster Linie auf die Bedürfnisse von Senioren und Menschen mit körperlichen Handicaps ausgerichtet. Sie unterstützen aber auch pflegende Angehörige oder das Betreuungspersonal. AAL-Technologien sind nutzerorientiert, das heißt,

sie passen sich situationsspezifisch an die Bedürfnisse ihrer Nutzer an. Dazu zählt zum Beispiel ein automatischer Notruf, wenn eine Person gestürzt ist, oder die Möglichkeit verschiedene Geräte über eine Fernbedienung vom Bett oder Rollstuhl aus zu steuern. Auch telemedizinische Einrichtungen können angebunden werden. Dies ermöglicht die Kommunikation zwischen Patient, Pflegepersonal und Arzt, indem beispielsweise die Vitalwerte eines Patienten auch aus der Ferne überwacht werden, um zeitnah reagieren zu können. Wer auch im hohen Alter noch in den eigenen vier Wänden leben möchte, sollte sich schon bei der Planung der Hausautomation erkundigen, inwieweit es sinnvoll ist, einzelne Komponenten für ein umgebungsunterstützes Leben frühzeitig in die Hausautomation zu integrieren.

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Spitzenklang im handlichen Format Musik unterwegs genießen – immer und überall. Der SoundLink® Mini Bluetooth® Speaker bietet satten, naturgetreuen Klang aus einem ultrakompakten Lautsprecher, der in eine Handfläche passt. Er kann kabellos mit dem Smartphone, Tablet oder einem anderen Bluetooth®Gerät verbunden werden, sodass die Musik, Videos und Spiele immer und überall genossen werden kann. Kein Kabelsalat mehr, keine übergroßen, unansehnlichen und unhandlichen Boxen mehr – in diesem Zeitalter kann Musik einfach mitgenommen werden, egal wohin!“ Busmann OHG, Hasestraße 11-14, 49074 Osnabrück, www.tv-busmann.de

Das Regionale lifestyle Magazin

C h a r i t y N a C h t 2013 26. September 2013, Rittergut Osthoff, Georgsmarienhütte, www.rittergutosthoff.de Einlass ab 18 Uhr Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Lions Club OsnabrückPenthesilea und dem Leo Club Osnabrück statt. Die Erlöse des Abends gehen an einen wohltätigen Zweck. Tickets: 20 € inkl. MwSt. Tickethotline 05461 940210 oder Mail an info@schlossallee.com


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Urlaub für die Sinne in der Eymann Sauna Den Alltag in einer grünen Oase hinter sich lassen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun – das alles kann man in der Eymann Sauna in Münster-Amelsbüren erleben. Die Eymann Sauna zählt zu den größten und schönsten Saunalandschaften des Münsterlandes und bietet ihren Besuchern ein umfangreiches Wellnessangebot. Die vielen Stammgäste des Familienbetriebes schätzen besonders die unterschiedlichen Saunaanwendungen, das schöne Ambiente und den großen Gartenbereich, die dafür sorgen, dass man sich hier fast wie im Urlaub fühlt.

Während es in manchen Saunen manchmal etwas eng sein kann, fördert gerade die großzügige Anlage der Eymann Sauna die Entspannung. Auf 5000 Quadratmetern überdachtem Sauna- und Freizeitbereich sowie 10.000 Quadratmetern Gartenlandschaft befinden sich 15 Saunakabinen. Bei so viel Platz verteilen sich die Besucher sehr gut auf das Gelände und jeder Gast kann ein angenehmes Plätzchen finden. Für Geborgenheit sorgt dabei nicht nur die liebevolle Dekoration, sondern auch die vielen Kamine in den Ruhebereichen, in denen immer ein gemütliches Feuer prasselt. Die große Gartenanlage lädt dazu ein, einen Spaziergang zu machen, ins kühle Nass zu springen oder einfach nur frische Luft zu tanken. Kalte und beheizte Schwimmbecken auch in den Außenanlagen liefern eine erfrischende Abkühlung zu jeder Jahreszeit. Im hinteren Teil des Gartens befindet sich der sogenannte Toskana-Bereich, der im südländischen Stil erbaut wurde und den Gästen ein mediterranes Flair vermittelt. Hier steht das Backhaus, in dem Pizza und Flammkuchen zubereitet werden.

Saunabereich Die verschiedenen Saunen bieten für jeden Geschmack das Richtige, denn vom türkischen Dampfbad über die klassische Sauna bis hin zur Erdsauna ist alles vorhanden. Die Aufgüsse reichen von finnischer Birke über MexikoLemongrass bis hin zu Alpenkräutern und grünem Tee. Aber auch exotische Anwendungen werden angeboten, so gibt es zum Beispiel Aufgüsse mit echtem Slibowitz. Eine weitere Besonderheit ist die DamenSauna, die täglich geöffnet und in einem separaten Gebäudeteil untergebracht ist. Hier können Frauen ganz unter sich sein,

wenn sie es möchten, oder mit einem Bademantel bekleidet die Gartenanlagen oder das Restaurant im Haupthaus besuchen.

Salzgrotte Kostbare Salzbrocken aus dem Himalaya und hochwertige Salzziegel sorgen für ein gesundes Klima im Salz-Entspannungsraum. Das bakteriell reine und mit zahlreichen Mineralien angereicherte Mikroklima macht die Haut samtweich, wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Gerade Gäste mit Allergien, Bronchitis oder Asthma wissen die Wirkungen der Salzgrotte zu schätzen. Bei leiser Musik lässt es sich auf Wärmeliegen angenehm entspannen und das gesunde Raumklima genießen.

Restaurant Nach einem Aufenthalt in der Eymann Sauna kann man den Tag entspannt bei einem guten Essen oder einem leckeren Getränk ausklingen lassen, denn im Haupthaus gibt es auch ein sehr gutes Restaurant. In einen Bademantel gekuschelt, kann man hier mit Blick auf den Kamin nicht nur das Essen, sondern auch das Leben genießen.

Eymann Sauna Gropiusstraße 4 | 48163 Münster-Amelsbüren Tel. 02501 5777 www.eymann-sauna.de

Öffnungszeiten: Mo-Fr.: 9-23 Uhr Sa-So: 9-20 Uhr

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Garten Alte Obstbäume

Alte Obstsorten

neu entdecken

Was für schöne Erinnerungen: Man steht in Omas Obstgarten und pflückt sich einen frischen Apfel vom Baum – und er ist wahnsinnig lecker! Heutzutage ist der Geschmack kaum wiederzufinden, da einige Obstbaumsorten schon vom Aussterben bedroht sind. Doch wie genau kann man sich für den Erhalt einsetzten? Text

Jana Schulte, arboterra.com, Fotos

pixabay, arboterra


Garten Alte Obstbäume | Seite 60

Mein Apfelbaum Unter meinem Apfelbaum,

da läßt sich herrlich träumen; Es ist der allerschönste Baum, in weiten Gartenräumen. Unter meinem Apfelbaum, lass ich mich gerne nieder, genieß´die Ruhe um mich her und hör der Vögel Lieder. Unter meinem Apfelbaum, lass ich Gedanken schweifen; seh ich die allerschönsten Äpfel und wie sie langsam reifen. Marion Löffler, 2007

Was zeichnet alte Obstsorten aus? Alte Obstsorten unterscheiden sich auf sympathische Weise von einheitlicher Hochglanzware. Zu den alten Obstsorten zählen solche, die älter als 50 Jahre sind. Dort gibt es eine vielfältige Auswahl – eine der ältesten Sorten gibt es seit fast 1.000 Jahren. Die Entstehungsgeschichten sind sehr unterschiedlich und da sich die Sorten über Jahrhunderte bewährt haben, gibt es die Möglichkeit, sich den Baum mit genau den passenden Eigenschaften auszusuchen. Geschmack, Reifezeit, Standortanspruch – die alten Obstsorten sind robust und regional anpassungsfähig!

Der Apfel in der Geschichte Vor allem Äpfel sind ein sehr beliebtes Obst. Sie kommen ursprünglich aus Asien und haben sich über alte Handelswege schnell verbreitet. Schon in frühen Zeiten wusste man von seinen gesunden Eigenschaften – nicht umsonst galt er lange Zeit als Heilmittel. Bereits die Kelten und Germanen verarbeiteten die

kleinen Früchte zu Mus und gewannen Most daraus. Den Saft vergor man zusammen mit Honig zu Met. Die älteste dokumentierte Sorte des Kulturapfels ist wohl der Borsdorfer Apfel, der bereits 1170 von den Zisterziensern erwähnt wurde. Um 1880 wurden mehr als 20.000 Apfelsorten weltweit angebaut: Allein in Preußen gab es über 2.300. Seit dem Beginn der Industrialisierung bis ins frühe 20. Jahrhundert wurde der Obstbau politisch gefördert. Später verlor sich, sicher auch durch den stetigen Anstieg des Lebensstandards, das Interesse an diesen Fördermaßnahmen. In den letzten 25 Jahren ist es dann zu einem regelrechten Kahlschlag bei den Obstanbauflächen gekommen. Glücklicherweise konnte eine große Sortenvielfalt dokumentiert und in Nischen erhalten werden. Heute gibt es in Deutschland ungefähr noch 2000 Apfelsorten, von denen aber lediglich 60 von Bedeutung sind. Unter der Bezeichnung „Alte Apfelsorte“ versteht man Sorten, die mindestens 50 Jahre alt sind. Manche sind nur noch regional zu finden, viele sind komplett verschwunden.

Obstsorten erhalten Die Gefahr ist groß, dass Sorten unwiederbringlich verloren gehen. Der Blick in die Supermarktregale macht den Verlust der Sortenvielfalt deutlich. Wir bekommen meist 5 bis 10 Apfelsorten angeboten, die optisch vielleicht eine perfekte Ästhetik mitbringen, aber geschmacklich oft enttäuschen. Heute besinnt man sich jedoch wieder auf die guten Eigenschaften und den Geschmack der alten Sorten. Da an dem Erhalt der alten Obstsorten kein kommerzielles Interesse besteht, trägt jeder in unseren Gärten gepflanzter Baum dazu bei, die alten Sorten zu erhalten. Die alten Obstsorten sind nicht nur Natur, sondern auch Bestandteil un-


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serer Kulturlandschaft. Es lohnt sich, sie wie alte Bräuche, Traditionen und Baudenkmale zu erhalten. Dabei wachsen sie mit der richtigen Pflege fast überall. Außerdem kann man Patenschaften übernehmen und so den Erhalt unterstützen.

Kronenschnitt, Pflege und Düngung von Obstbäumen Obstbäume werden meist im Frühjahr geschnitten. Je später der Schnitt erfolgt, desto schwächer ist der Austrieb. Gehölze die zu stark wachsen, sollten daher möglichst spät geschnitten werden. Bei Jungbäumen, bei denen ein kräftiges Triebwachstum erwünscht ist, kann der Schnitt etwas früher erfolgen. Um Obstbäume richtig erziehen und schneiden zu können, ist es hilfreich zu wissen, nach welchen Regeln die Pflanzen im Frühjahr austreiben und wie sie auf Schnittmaßnahmen reagieren. Alle Gehölze ähneln sich in dieser Hinsicht. Das Verhalten der Bäume und Sträucher beim Austrieb wird durch Wachstumshormone beeinflusst, die im Frühjahr mit dem Saftstrom in die Pflanze steigen. Die Kronenteile bzw. Triebspitzen, die am höchsten liegen, werden am meisten gefördert. Tiefer liegende Kronenteile und Knospen oder flach stehende Triebe sind dagegen benachteiligt. Die Blütenknospen der Obstbäume für das nächste Jahr werden bereits im Frühsommer des Vorjahres angelegt. Nur Triebe, die ihr Wachstum bereits im Lauf des Frühsommers einstellen und mit einer Endknospe abschließen, bilden gute Blüten aus. Wachsen die Triebe bis in den Spätsommer hinein, werden weniger Blüten gebildet, sondern nur noch Blattknospen. Flacher stehende Triebe bilden schneller Blütenknospen. Diese Obstbäume kommen schneller in den Ertrag. Den höchsten Nährstoffbedarf haben Obstgehölze kurz nach der Blüte. Da die Böden um diese Zeit noch relativ kalt sind und wenig Stickstoff zur Verfügung stellen, ist eine Startdüngung im Frühjahr anzuraten.

Auswahl an alten Obstbäumen: KASSINS FRÜHE HERZKIRSCHE Diese Kirschsorte wurde als Zufallssämling um 1860 in Werder (Brandenburg) entdeckt und schließlich weiter gezüchtet. Die Herzkirsche hat, wie der Name schon sagt, einen herzförmigen Aufbau. Sie schmeckt sehr süß und intensiv. Die Kassins Frühe Herzkirsche ist sehr robust und bringt dankbare Erträge mit sich. Ideal auch für den eigenen Garten. DÜLMENER HERBSTROSENAPFEL Diese Apfelsorte stammt aus Dülmen. Sie entstand um 1870. Sie wird auch Dülmener Rose oder Herbstrosenapfel genannt. Der mittelstarkwüchsige Baum bildet schräg aufrechte Leitäste aus, die sich später neigen oder hängen. Die Frucht wird etwa 80 mm breit und 70 mm hoch. Die glatte, fettige und mürbe Schale ist gelbgrün bis rötlichgelb gefärbt und mit leichten dunkelroten Streifen versehen. Das weißgelb- liche Fruchtfleisch ist locker, feinzellig, saftig, harmonisch süß säuerlich und feinaromatisch. Die Sorte ist anfällig gegen viröse Flachästigkeit, aber sehr widerstandsfähig gegen Schorf, Blutund Blattläuse.

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Garten Alte Obstbäume | Seite 62

HAUSZWETSCHGE Schon vor 300 Jahren kam die Hauszwetschge nach Deutschland. Die auch Bauernpflaume genannte Zwetschgensorte trägt kleine Früchte mit einer blauroten bis blauschwarzen Schale. Das starke Aroma und die perfekte Komposition aus Süße und Säure machen sie zu einer viel einsetzbaren Frucht. Kochen, Backen, Dörren oder Rohverzehr – die Pflaume ist zu allem bereit! Sie wird im Herbst geerntet.

Der Baum des Jahres: Wild-Apfel

GUTE LUISE VON AVRANCHES Die Tafelbirne ist zurückzuführen auf das Jahr 1778. Sie wurde in Frankreich Longueval auf seinem Landsitz in Avraches gefunden und gezüchtet. Sie wird auch Bonne de Longueval oder Bonne Louise of Jersey genannt. Die Frucht ist an der Sonnenseite grüngelb bis rötlich und schmeckt süßsäuerlich. Sie ist Mitte September pflückreif. Um gute Erträge zu erhalten, sollte der Baum an einem warmen Standort gedeihen. Außerdem bevorzugt er kalkarmen Boden.

Obstbaumalleen waren einmal fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Heute sind sie jedoch kaum mehr zu finden. Um dem entgegenzuwirken hat der Zweckverband Erholugsgebiet Haseteal entlang des 200 km langen Radwegs „Hase-Ems-Tour“ zwischen Melle und Meppen tausende Obstbäume gepflanzt. Um die Bäume artgerecht zu pflegen, werden immer wieder Baumpatenschaften gesucht.

Der Wild-Apfel ist eine seltene Apfel-Art Mitteleuropas. Will man die Früchte des Wild-Apfels frisch verzehren, wird man schnell feststellen, dass diese ungenießbar herb und hart sind, daher wird er im Volksmund auch „Holz-Apfel“ genannt. In gedörrtem oder gekochtem Zustand sind die Früchte schmackhaft und aromatisch. Im getrockneten Zustand kann man daraus gesunden Tee herstellen. Das Holz des Baumes spielt zwar keine große Rolle für die wirtschaftliche Nutzung, ist aber wegen seines rötlichbraunen Kernes bei Kunsttischlern und Drechslern sehr begehrt. Es ist die seltenste Holzart Deutschlands! Luther soll gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“. Also los, auch ohne Weltuntergang!

Wissenswertes:


Anzeigen | Seite 63

Tipps Natursteinbeläge in lebendiger Optik Ein beliebtes Gestaltungselement mit langer Tradition ist der sogenannte Römische Verband. Sein Ursprung reicht bis in die Antike zurück. Dabei handelt es sich um ein besonders attraktives Verlegesystem, das quadratische und rechteckige Platten in unterschiedlichen Größen zu einem stimmigen Gesamtbild kombiniert. Im Römischen Verband verlegte Flächen wirken lebendig und wertig. Besonders eindrucksvoll kommen antik bearbeitete Beläge zur Geltung. Sie fügen sich natürlich und sehr harmonisch in historische und mediterran gestaltete Umgebungen ein. Aber auch im Zusammenspiel mit moderner Architektur vermögen sie wirkungsvolle Kontraste zu erzielen – in Wohn- und Außenräumen. Naturstein-Ideen auf über 70.000 qm Lager- und Ausstellungsfläche erwarten den Besucher bei der NGR Natursteingesellschaft Rheine, Kanalstraße, direkt an der A30. NGR Natursteingesellschaft, Kanalstraße 52-62, 48432 Rheine, www.steine-aus-rheine.de

Blicke über den Gartenzaun Die „Gärtner von Eden” sind rund 60 Gartengestalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie zeigen, wie vielfältig und traumhaft schön professionell gestaltete, private Gärten sein können. Deshalb realisierte der für seine hochwertigen Bildbände bekannte Callwey Verlag nun auch schon zum vierten Mal den Blick über den Gartenzaun mit eigenen Projekten der Paradiesgärtner: 100 Traumgärten. Neue Beispiele der schönsten Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt der ebenso opulente wie informative Band. Mit von der Partie ist auch Gärtner von Eden Martin Otten aus Georgsmarienhütte. „Hier wird einmal mehr wunderbar deutlich, wie vielfältig Gartengestaltung sein kann“, beschreibt Martin Otten, „und wie sehr unsere Arbeit darauf ausgerichtet ist, jedem Gartenbesitzer sein ganz individuelles grünes Refugium zu gestalten.“ Otten Gartengestaltung, Liedstraße 8a, 49124 Georgsmarienhütte, www.otten-gartengestaltung.de

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Gourmet-Portrait

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Ratskeller Lingen Kulinarisches Kleinod im Emsland Ratskeller – dieser Name steht normalerweise für gutbürgerliche Küche im rustikalen Ambiente. Normalerweise! Nicht so in Lingen an der Ems: Hier hat Jan Kieseling mit seinem Restaurant am Marktplatz einen Gourmet-Tempel geschaffen, der nicht nur die Emsländische Gastronomieszene bereichert, sondern auch überregionale Strahlkraft besitzt!

Text

Svenja Dierker, Fotos

Markus Kreihe

Das älteste Fachwerkhaus der Stadt

Ein Restaurant der Extraklasse

Jan Kieseling ist gebürtiger Lingener. Dass gerade er es einmal sein würde, der dem traditionsreichen „Ratskeller“ direkt neben dem historischen Rathaus zu neuem Glanz verhilft, hätte er in seiner Kindheit allerdings sicher nicht vermutet! Denn zunächst zog es ihn, für seine Ausbildung zum Spitzenkoch, zu verschiedenen Top-Adressen, unter anderem nach Bergisch-Gladbach, Mexico und Celle. Zuletzt kochte er im Restaurant „Vila Real“ des Steigenberger Hotels Remarque in Osnabrück, ehe er 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Dass er hierfür den Standort Lingen wählen würde, war für ihn keine Frage: „Ich wollte zurück in meine Heimatstadt“, erzählt Kieseling. „Außerdem gab es bis dahin in Lingen keine Gastronomie auf diesem sehr gehobenen Niveau – die Herausforderung, eine solche zu etablieren, habe ich gern angenommen!“ Zwei Jahre lang stand der alte Ratskeller zu diesem Zeitpunkt schon leer. Davor beherbergte er bereits Gastronomie. Und nicht irgendeine: „Der Ratskeller in Lingen ist die älteste Gastronomie in Niedersachsen – das Gebäude stammt aus dem Jahr 1549“, so Jan Kieseling. Aufwändig vom Verpächter saniert und renoviert, bietet heute ein großzügiger, zur Küche hin transparent gestalteter Gastraum Platz für bis zu 30 Gäste, auf der Terrasse am Marktplatz für zirka 20. Im hinteren Teil des Gebäudes lädt die Bar „1549“ auf einen Aperitif oder einen Cocktail ein. Im Obergeschoss bietet der Ratskeller im Clubraum die Gelegenheit für Tagungen oder geschlossene Veranstaltung aller Art und in der Raucherlounge genügend Platz für einen gemütlichen Absacker.

Im Restaurant legt Jan Kieseling Wert auf eine saisonal und regional ausgerichtete Karte, auf der Spezialitäten wie Jakobsmuscheln natürlich trotzdem nicht fehlen. Seine Lebensmittel bezieht der Koch zum Großteil direkt von Produzenten vor Ort: Das Schweinefleisch etwa stammt von den „Bunten Bentheimern“, einer alten deutschen Nutztierrasse, die im Zoo Nordhorn gezüchtet und vermarktet wird. Auch seine Lämmer bekommt Kieseling direkt aus Nordhorn. Beim Gemüse braucht er nicht einmal in die Nachbarstadt zu fahren: „Zweimal die Woche ist Markt direkt bei mir vor der Restauranttür“, so der junge Koch. „Frischer kann ich mein Obst, Gemüse und Käse gar nicht kaufen!“ Seine Karte ist angemessen klein und ausgewählt, je drei bis vier Vor- und Hauptgerichte sowie köstliche Nachspeisen werden angeboten, einzeln oder als Bestandteil eines Vieroder Sechs-Gänge-Menüs. Dazu kommen tagesaktuelle Empfehlungen. Mindestens einmal im Monat wechselt Jan Kieseling die Karte – eben konsequent saisonal! Aufs Regionale setzt er auch beim Wein: Vor allem deutsche Tropfen finden sich auf der großen Weinkarte. „Wir setzen auf eine regionale Küche, das hört natürlich bei den Weinen nicht auf“, erklärt Kieseling. Ergänzend führt er natürlich auch Franzosen, Italiener und Weine von Übersee. „Wir arbeiten eng mit einem regionalen Weinhändler zusammen und können mit etwas Vorlauf eigentlich alles bestellen, was der Gast wünscht.“


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Bar „1549“ und Smoker’s Lounge In der Bar 1549 kommen Liebhaber guter Drinks auf ihre Kosten. Ob Aperitif, Cocktail oder Digestif: Mit hochwertigen Spirituosen und nach der „Modern Cuisine“-Methode zumeist selbstgemachten Sirups und Säften zaubern die Barkeeper hier köstliche Getränke zu fairen Preisen. Natürlich kann man auch alle Weine der Restaurantkarte hier genießen. Wer dazu etwas essen möchte, der findet eine Auswahl an Speisen auf der anspruchsvollen Steakkarte, die für jeden Geschmack etwas bereithält. Einmal im Monat sorgt ein Live-Act für die perfekte musikalische Untermalung. Wer sich danach noch auf eine Zigarre oder Zigarette zurückziehen möchte, findet dafür in der eine Etage höher gelegenen Smoker’s Lounge die Möglichkeit: Urgemütliche, schwere Clubsessel laden hier zum Verweilen ein. Für Geschäftskunden, Vereinstreffen (etwa der Kivelinge) oder kleinere ge-

schlossene Gesellschaften ist der Tagungsraum im Obergeschoss optimal geeignet. Bis zu zwölf Personen finden hier Platz und eine moderne technische Ausstattung für Videokonferenzen und Co. Die Bewirtung erfolgt durch das Restaurant-Team, eine Raummiete entfällt.

Wissenswertes Jan Kieseling bietet regelmäßig sonntags Kochkurse zu verschiedenen Themen an. Die Teilnehmerzahl sollte acht Personen nicht überschreiten; Themen nach Wunsch (z.B. „Steak“, „Gourmet“, „Mediterran“, „Dessert“ etc.). Sonntag und Montag ist Ruhetag. Der „Ratskeller“ öffnet aber gern auch an diesen Tagen für angemeldete Gruppen. Die gesamte Location kann für Feste wie Hochzeiten gemietet werden.

Restaurant Ratskeller Lingen Cocktailbar „1549“ Am Markt 13 | 49808 Lingen Telefon 0591-144 000 80 www.ratskeller-lingen.de

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Wo es abends gehoben zugeht, steht mittags die traditionelle, gutbürgerliche Küche auf dem Speisenplan: Zwischen 12 und 14 Uhr zaubert das RatskellerTeam kleinere Gaumenfreuden für Geschäftsleute und Co., die ihre Mittagspause in dem schönen Ambiente am Marktplatz verbringen möchten.


Genuss Himmel und Erde | Seite 66

Himmel und Erde Äpfel und Kartoffeln

Himmel und Erde ist ein echter Klassiker der deutschen Küche. Stampfkartoffeln und Apfelmus – ein Paar, das ungleicher nicht sein könnte: Die Kartoffel aus der Erde, die Äpfel aus der Luft. Die Kombination ist nicht nur unschlagbar lecker, sondern auch gesund! Wie Äpfel und Kartoffeln am besten kombiniert werden können und welche gesunden Eigenschaften sie besitzen – wir verraten es Ihnen! Text

Isabell Weßling, Fotos

fotolia

Bodenständig – die Kartoffel

Augen, Keime und Schale entfernen

Die unterirdische Knolle hat es in sich. Die „Zitrone des Nordens“, wie sie aufgrund ihres hohen Vitamin C- Gehaltes auch genannt wird, trägt im Süden Deutschlands den Namen Erdapfel oder Grundbirne. Ursprünglich stammt sie aus den Anden, wird heute aber weltweit angebaut. Allein in Deutschland gibt es 210 Kartoffelsorten, unterschieden wird zwischen Arten (Früh- oder Spätkartoffeln), Sorten (Cilena, Eldena, Linda), Fleischfarbe (gelb-, weiß- oder rotfleischig), Kocheigenschaften (fest-, vorwiegend festkochend oder mehlig kochend), Formen (lang, oval, rund) und Anbauform (konventionell oder biologisch angebaut). Zwischen 90 und 180 Tagen braucht die Kartoffel nach der Aussaat, um geerntet und verzehrt werden zu können. Sie zählt zum viertwichtigsten Nahrungsmittel der Welt. Doch nicht nur als Nahrungsmittel ist die tolle Knolle nicht mehr von den Feldern wegzudenken! Sie dient auch der Herstellung von Stärke und Alkohol. Außerdem kann der Saft der Kartoffel unter anderem auch bei Magenbeschwerden wie Sodbrennen helfen. Im Durchschnitt vertilgt jeder Deutsche 60 kg Kartoffeln pro Jahr.

Die wichtigsten Nährstoffe liegen unter der Schale – dieser weitverbreitete Irrglaube hält sich hartnäckig, dabei nimmt der Vitamingehalt der Kartoffel zur Schale hin sogar ab! In der Schale selbst verbergen sich natürliche Gifte. Sogenannte Alkaloide, die von der Kartoffel selbst gebildet werden, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Die bekanntesten sind Solanin und Chaconin. In konzentrierter Form finden wir sie in den Augen und Keimen der Kartoffel. Grünlich gefärbte Stellen auf der Frucht deuten auf einen erhöhten Alkaloidgehalt hin, deshalb ist es besser, die Kartoffel vor dem Verzehr zu schälen.

Sie liebt die Dunkelheit Wer Kartoffeln richtig lagern will, sollte sie an einem trockenen, luftigen, dunklen und kühlen Ort aufbewahren. Ein trockener, frostfreier Keller ist besonders geeignet. Auch Kisten oder Netze erfüllen ihren Zweck. Um die Kartoffeln lange lagern zu können, sind Temperaturen zwischen 8 und 12 Grad Celsius zu empfehlen. Dann können die


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Knollen bis zu zehn Monate im Keller überwintern.

„An apple a day keeps the doctor away” Ein Sprichwort, das viel Wahres enthält! Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln reduziert nachweislich das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma, Lungenfunktionsstörungen, Diabetes oder Krebs zu erkranken. Außerdem wirkt die Fruchtsäure des Apfels wie eine biologische Zahnbürste. Durch das Abbeißen von der harten Frucht werden die Zähne gereinigt und das Zahnfleisch vitalisiert. Der natürliche Fruchtzucker im Apfel bewirkt bei uns im Körper eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit und hält unseren Blutzuckerspiegel konstant. Hier ist der Mythos wahr: Ein Großteil der wichtigsten Inhaltsstoffe des Apfels sitzt tatsächlich unter der Schale. Man sollte sie also, nach gründlichem Abwaschen, ruhig mit verzehren.

Golden Delicious, Elstar und Co. Wie viele Apfelsorten es auf der Welt gibt, lässt sich kaum abschätzen. Erstens werden Äpfel in allen gemäßigten Zonen der Welt angebaut, zweitens sind nicht alle Sorten registriert. Alleine in Deutschland soll es aber zwischen 3.000 und 4.000 verschiedene Apfelarten geben. Eine große Auswahl also für alle Apfelliebhaber! Im Durchschnitt verputzt jeder Deutsche jährlich 20 Kilogramm Äpfel. Was viele nicht wissen: China ist die bedeutendste Apfel produzierende Nation der Welt. Ob im Kuchen, als Kompott, Gelee oder einfach pur – der Apfel schmeckt in jeder Form.

Himmel und Erde: Woher stammt das Gericht? Es gibt Speisen, die sind fast überall in Deutschland bekannt. So auch Himmel und Erde – doch nirgendwo lässt sich ein „Originalrezept“ ausmachen. Das Gericht ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die Grundzutaten sind gleich, nur die Zubereitung variiert. Manchmal wird „Himmel und Erde“ als Kartoffelstampf, der mit Apfelstückchen garniert wird, serviert, oder die Zutaten werden zusammen gekocht und als Eintopf aufgetischt. Köche, Hausfrauen und deren Großmütter behaupten, das Gericht schon immer so und nicht anders gekocht zu haben. Denn schließlich stamme das Gericht aus der Heimat und sei uralt.

Wissenswertes: In Bad Essen wird traditionell am Erntedanksonntag das Fest "Himmel und Erde" in der Nikolaistraße veranstaltet. Dieses Jahr findet das Fest am 6. Oktober statt.


Genuss Himmel und Erde | Seite 68

Unser Rezept für Himmel & Erde Z utat e n : 800 g

Kartoffeln

150 ml Milch 1 EL Butter

Salz, Muskat 4

Äpfel (säuerlich)

1 EL Butter ½ TL Zucker 4

Schalotten oder Zwiebeln

500 g

Fleisch oder Wurst (nach Belieben)

Salz, Pfeffer

Zubereitung Kartoffeln waschen, schälen und gegebenenfalls etwas kleinschneiden. In Wasser garen und danach ausdampfen lassen. Milch und Butter sowie Salz und Muskat zufügen und die Kartoffeln stampfen. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Butter und Zucker erhitzen, die Apfelstücke darin schwenken, bis sie leicht Farbe annehmen.

Schalotten abziehen und in Ringe schneiden. Diese in einer Pfanne mit Öl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch nun in einer Pfanne mit Öl anbraten. Der Kartoffelstampf wird mit den Äpfeln darüber angerichtet und die Zwiebelringe bilden das Topping. Das Fleisch wird dazu gegessen. Himmel und Erde isst man traditionell mit Fleisch, Blutwurst oder anderen Wurstspezialitäten nach Belieben.

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Die Schlossallee Sonderausgabe Gesundheit führt von A wie Auge bis Z wie Zahnheilkunde alphabetisch sortiert durch das GesundheitsJahr 2014. Die Sonderausgabe stellt Spezialisten aus der Region und ihre Methoden zu den jeweiligen

Schwerpunkten

vor und bietet zusätzlich einen Überblick über Veranstaltungen zu den internationalen Gesundheitstagen. Nach der erfolgreichen Erstausgabe der Sonderausgabe

Gesundheit

im Januar 2013 wird die Neuauflage durch die weiteren Rubriken

„Vorsorge“

und

„Schönheit“ ein konzeptionell verbessertes, einzigartiges und umfangreicheres Nachschlage­ werk mit einem nachhaltigen Lesernutzen.

QR-Code führt zu den Mediadaten der Sonderausgabe

Verlag Rottwinkel-Kröber GmbH | Brückenort 15 | 49565 Bramsche | Tel. 05461 - 94 02 10 | www.schlossallee.com


Leben Schmerzen

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Von akut bis chronisch: Schmerzen und ihre Therapien Ob Kopf-, Zahn- oder Rückenschmerzen: Wenn’s im Körper „zwickt“, ist das immer unangenehm. Zu einigen Situationen gehören Schmerzen wie selbstverständlich dazu, etwa bei einer Geburt. In anderen Fällen, wie etwa akuten Krankheiten, oder Verletzungen, sind Schmerzen ein wichtiges Warnsignal des Körpers, der vielleicht ermahnt, „einen Gang zurückzuschalten“. Gegen akute Schmerzen sind die Menschen dank Pillen & Co. mittlerweile relativ gut gewappnet. Schwieriger wird’s, wenn der Schmerz chronisch wird.

Verschiedene Ursachen Schmerzen sind in erster Linie eine unangenehme Sinneswahrnehmung – ähnlich wie wir Hitze, Kälte oder Berührungen empfinden, nehmen wir auch Schmerzen wahr. Verselbstständigt sich der Schmerz allerdings und dauert über lange Zeit an, kann er seinen Warncharakter verlieren und sich zu einer Erkrankung entwickeln, dem chronischen Schmerz. Hält ein Schmerzempfinden länger als sechs Monate an, sprechen Mediziner vom chronischen Schmerz. Schmerzen müssen dabei nicht zwangsläufig eine körperliche Ursache haben. Manchmal kommt es auch im Verlauf psychischer Erkrankungen (wie einer Depression) zu Schmerzempfindungen, umgekehrt können chronische Schmerzen auch zur Depression führen. Jeder fünfte Deutsche leidet an chronischen Schmerzen. Nach aktuellen Schätzungen erhalten bis zu 50 Prozent dieser Patienten eine unzureichende Schmerztherapie.

Multimodale Schmerztherapie Wer beispielsweise akut oder dauerhaft Rückenschmerzen hat, unter chronischen Kopf- und Nervenschmerzen leidet oder bei wem etwa Fibromyalgie diagnostiziert wurde, kann nach Rücksprache mit seinem Hausoder Facharzt gegebenenfalls stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Während bei akuten, heftigsten Schmerzen eine sofortige stationäre Aufnahme jederzeit möglich ist, werden bei einer geplanten multimodalen Schmerztherapie zuvor ambulant die Voraussetzungen geprüft. Im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie wird die me-

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Nicholas Salagaray, Fotos

fotolia

dikamentöse Therapie optimiert und den Patienten medizinisches Wissen vermittelt. Zudem kommen therapeutische Lokalanästhesie, Nerven- und rückenmarksnahe Blockadeverfahren zum Einsatz. Wichtige Therapieelemente sind auch Gespräche mit Psychologen genauso wie das Erlernen von Entspannungstechniken und Übungen für die Körperwahrnehmung oder Muskelaufbautraining. Bei der multimodalen Schmerztherapie werden mindestens zwei Fachdisziplinen aus der Medizin verbunden, in der Regel wird ergänzend zur „Schulmedizin“ noch eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Komponente in den Behandlungsplan aufgenommen.

Konservative Schmerztherapien Konservative Schmerztherapien lassen sich ohne chirurgische Eingriffe im Körper anwenden. Massagen und Krankengymnastik helfen dabei, schmerzende Muskelgruppen zu entlasten, Kälte- und Wärmeanwendungen können insbesondere bei komplizierten Frakturen und Schwellungen die Schmerzempfindlichkeit der Körperpartie reduzieren, während schmerzstillende Medikamente nicht die Ursache der Probleme lösen, aber am häufigsten zur

Weitere Schmerztherapien In einigen Fällen ist eine alleinige Behandlung mit Tabletten oder Schmerzpflastern nicht ausreichend. Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten einer wirkungsvollen Schmerzbekämpfung.


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Häufig angewandte Verfahren sind: • Parenterale Schmerztherapie Sollten Tabletten oder Pflaster nicht mehr ausreichen, kann die Schmerztherapie auf Injektionen umgestellt werden. Dadurch können die Mittel direkt unter die Haut, in den Muskel oder in die Vene gespritzt werden. Damit die Vene nicht permanent durchstochen werden muss, bekommen Patienten dieser Therapieform einen festen Zugang zur Vene. Über dieses System können Medikamente direkt eingespritzt werden. Es gibt für diese Zugänge außerdem Pumpensysteme, die ein Arzt mit Schmerzmitteln füllt. Dieses wird dann kontinuierlich an den Körper abgegeben. • Nervenblockade Ähnlich wie bei einer Zahnarztbehandlung wird hier ein örtliches Betäubungsmittel direkt an den Ort der Schmerzentstehung oder in die Umgebung eines Nervs gespritzt. So wird der Schmerzreiz gar nicht erst wahrgenommen. • Periduralkatheter Ein Periduralkatheter ist ein dünner Plastik-

schlauch, der über eine Hohlnadel in die Nähe des Rückenmarks vorgeschoben wird. Über diesen Schlauch werden Schmerz- oder Betäubungsmittel verabreicht. Diese Methode ist wegen möglicher Nebenwirkungen der Behandlung stärkster Schmerzen vorbehalten. • Quaddelung Schmerzen und muskulöse Verspannungen verstärken sich gegenseitig. Bei einer Quaddelung wird ein örtliches Betäubungsmittel in die oberste Hautschicht gespritzt. Dies kann hilfreich sein, um muskuläre Verspannungen zu lockern und die Schmerzen zu lindern.

Ergänzende Medikamente und Hilfsmittel Oft ist eine alleinige Behandlung mit Schmerzmedikamenten nicht ausreichend. Ein Arzt empfiehlt dann zusätzlich zu den verordneten Schmerzmitteln weitere Medikamente. Diese können eine Wirkungsverstärkung erreichen oder den Schmerzmittelbedarf verringern. Zu den gängigsten Schmermedikamenten zählen etwa Cortison in der Tumorbehandlung, Antidepressiva, Neuroleptika und Tranquilizer, um die psychischen Belastungen einzuschränken oder die Wirkung von klassischen Schmerzmitteln zu verstärken.

Expertentipps

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Hilfe bei Schmerzen durch Sauerstoffüberduckbehandlung „Schmerzrezeptoren benötigen einen starken Reiz, um erregt zu werden. Die Aktivierbarkeit von Schmerzrezeptoren wird durch verschiedene Stoffe, moduliert und gesteigert. Ebenfalls zu einer erhöhten Erregbarkeit der Schmerzmediatoren und somit zu verstärkten Schmerzen führt ein Sauerstoffmangel im Gewebe. Bei Sauerstoffmangel entstehen Gewebeschäden und Schwellungen, die Schmerzen verursachen. Hier setzt die Hyperbare Sauerstoffüberdrucktherapie (HBO) an. Dadurch wird der gelöste Sauerstoffanteil im Blut erhöht, der eine Fülle von günstigen Effekten auf Krankheitsverläufe hat: Sauerstoffüberdruck (HBO) verbessert die Ernährungssituation geschädigter Gebiete, führt zu einer Verengung der Blutgefäße und reduziert somit Schwellungen und die damit verbundenen Schmerzen. Gleichzeitig wird eine Neubildung von kleinen Blutgefäßen durch Sauerstoffüberdruckbehandlung gefördert. Eine dauerhafte Schmerzreduktion auf natürliche Art und Weise wird erreicht. Allenfalls sind noch geringe Schmerzmittelmengen, wenn überhaupt, nötig. Die hyperbare Oxygenation (HBO) wirkt direkt und indirekt keimtötend und verhindert die Entstehung von Giften im Körper, die sonst u.a. für die Schmerzen verantwortlich Dr. med. O. Jacobs, Ärztlicher Leiter sind. Neben Operationen und Therapien mit Medikamenten wird bei Krebserkrankungen das Tumorgebiet oft auch HBO-Klinik-Osnabrück bestrahlt. Gesunde Gewebezellen werden dadurch mit geschädigt. Die HBO-Behandlung kann das geschädigte Gewebe regenerieren. Hier kann die HBO auch eine wertvolle Hilfe gegen Schmerzen sein. Dadurch ergibt sich eine völlig neue Lebensqualität.“ Dr. med. O. Jacobs, Ärztlicher Leiter HBO-Klinik-Osnabrück, Senator-Wagner-Weg 4, 49088 Osnabrück, www.hbo-osnabrueck.de

Schonende Operationen gegen Rückenschmerzen

Dr. med. Arnd P. Schmidt, Orthopäde

„Schmerzen sind ein Warnsignal unseres Körpers. Sollten etwa Rückenschmerzen länger bestehen oder sonstige Komplikationen auftreten, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Doch keine Angst, nicht jeder Patient muss gleich operiert werden. Erst wenn die konservativen Maßnahmen nicht mehr ausreichen, sollte an eine operative Maßnahme gedacht werden. Falls jedoch eine Operation unumgänglich ist, legen die Fachärzte in der Orthopädie der HELIOS Klinik Lengerich besonderen Wert darauf, soweit wie möglich schonende Operationsverfahren zu verwenden – es geht um Qualitätsmedizin auf höchstem Niveau. Das Behandlungssprektrum der Wirbelsäulenchirurgie ist breit gefächert und umfasst unterschiedlichste Verfahren. Welche zum Einsatz kommt, ist bei jedem Patienten individuell zu entscheiden.” HELIOS Klinik, Martin Luther Straße 49, 49525 Lengerich, www.helios-kliniken.de/klinik/lengerich.html


Das Kreuz mit dem Kreuz Fast jeder wird im Verlaufe des Lebens einmal Rückenschmerzen spüren. In den meisten Fällen sind die Schmerzen harmlos und müssen kein Grund zur Sorge sein. Schmerzen sind aber ein Warnsignal unseres Körpers. Sollten diese länger bestehen, mit Verletzungen und /oder Fieber einhergehen, sich verschlimmern, Lähmungserscheinungen bedingen oder die Ausscheidungsfunktion von Blase und Darm beeinträchtigen, sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen. Informieren Sie sich über die Therapiemöglichkeiten in unserem Haus. Ihre Ansprechpartner

Dr. med. Arndt P. Schmidt

Informationen gibt es über:

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

HELIOS Klinik Lengerich

Orthopädische Rheumatologie

Martin-Luther-Straße 49 · 49525 Lengerich

Chirotherapie (Manuelle Medizin)

Telefon: (05481) 801-661

Naturheilverfahren, Sportmedizin

Telefax: (05481) 801-686

Physikalische Therapie

chirurgie.lengerich@helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de/lengerich


Leben Schmerzen | Seite 74

Schmerzmittel

frei verkäuflich und sehr gefährlich Kommen Sie ohne Schmerzmittel aus? Und falls nicht: Haben Sie schon mal diesen furchtbar langen Beipackzettel gelesen oder sich am Ende im Internet über weitere Nebenwirkungen informiert? Wenn Sie alle Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, sollten Sie an dieser Stelle weiterlesen. Denn nur weil viele Schmerzmittel frei verkäuflich sind, heißt das nicht, sie wären ungefährlich. Ganz im Gegenteil.

Aspirin Das bekannteste Schmerzmittel der Welt ist Aspirin, sein Wirkstoff ist die Acetylsalicylsäure. Aspirin ist auch deshalb so populär, weil ihm mittlerweile ein enorm breites Wirkspektrum zugesprochen wird. Täglich eingenommen soll die Acetylsalicylsäure vor einem Herzinfarkt schützen und sogar Krebs verhindern. Die Datenlage, auf der diese Behauptungen fußen, ist allerdings ausgesprochen dünn. Und es gibt seriöse Untersuchungen, die zum gegenteiligen Ergebnis kommen. Im Jahr 2004 etwa wurde in der Fachzeitung Journal of the National Cancer Institute eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass die tägliche Einnahme von Aspirin mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen einhergeht. Doch auch jeder, der Aspirin nur gelegentlich schluckt, setzt sich einem nennenswerten Risiko aus. In den USA sterben jährlich rund 16 000 Menschen an Magenblutungen, die durch Schmerzmittel ausgelöst wurden – meistens Aspirin. Der Hamburger Medizin-Professor Friedrich Hagenmöller schätzt, dass auch in Deutschland jährlich zwischen 1000 und 4000 Menschen an den Nebenwirkungen von Aspirin sterben.

Paracetamol Dass Paracetamol noch auf dem Markt ist, halten einige Experten für unverständlich. Dass es auch noch rezeptfrei erhältlich ist, halten viele für einen Skandal. Und das aus gutem Grund. Denn schon mit einer einmaligen Einnahme von Paracetamol kann man das erreichen, wofür mancher Alkoholiker mehrere Jahrzehnte braucht: ein akutes Leberversagen. Laut dem Erlanger Pharmakologie-Professor

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Hendrik Steinkuhl, Fotos

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Kay Brune führt bereits die zugelassene Tagesdosis von vier Gramm bei einigen Patienten zu schweren Leberschäden. Ab der doppelten Menge droht unser wichtigstes Stoffwechsel-Organ die Arbeit einzustellen. Und dann hilft nur noch eine Leber-Transplantation.

Ibuprofen und Diclofenac Die besseren Alternativen zu den Schmerzmittel-Klassikern Aspirin und Paracetamol heißen Ibuprofen und Diclofenac. Neuer ist nicht immer besser – in diesem Fall aber schon. Ibuprofen und Diclofenac wurden erst rezeptfrei, nachdem man sie gründlich erforscht hatte. Nimmt man sie lange und hoch dosiert ein, können auch sie zu Magenblutungen oder Schlaganfällen führen. Doch im Vergleich zu Aspirin und Paracetamol sind sie deutlich verträglicher, weil der Körper die Wirkstoffe viel schneller wieder ausscheidet.

Magnesium und B-Vitamine Wer etwas gegen seine Schmerzen tun und dabei auf Nummer sicher gehen will, sollte zu Magnesium und zwei B-Vitaminen greifen. Magnesium gilt als der natürliche Schmerzkiller. Gerade bei Spannungsschmerzen hilft das Mengenelement, weil es die Muskulatur entkrampft. Auch die B-Vitamine B6 und B12 haben eine schmerzlindernde Wirkung. Beide sind am Aufbau der Schutzhüllen um die Nervenfasern und an der Produktion körpereigener schmerzhemmender Substanzen beteiligt. In der Akutbehandlung sollte man von den beiden B-Vitaminen keine Wunderdinge erwarten – dafür haben sie das Potenzial, bei dauerhafter Einnahme chronische Schmerzen zu mindern.


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Fachbeitrag von Dr. med. O. Jacobs, ärztlicher Leiter der HBO-Klinik zur

Die HBO-Therapie ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der 100% rein medizinischer Sauerstoff unter Zuhilfenahme von Überdruck in einer Behandlungseinheit (Druckkammer) kontrolliert über genau definierte Zeiträume eingeatmet wird. Darunter kommt es nach den physikalischen Naturgesetzen zu höheren Sauerstoffkonzentrationen im Blut und Gewebe. Die HBO-Therapie hat eine Reihe von Effekten auf den menschlichen Körper, die zur Linderung oder Heilung von verschiedenen Erkrankungen führen können. Neben der sofortigen Behebung von Sauerstoffmangel kommt es im Verlauf zur Blutgefäßneubildung (Angioneogenese) mit Stimulation der Bindegewebs-, Kollagenfasern- und Knochenneubildung sowie zur Verstärkung des Immunsystems. Dadurch werden Durchblutungsstörungen deutlich verbessert und die beschädigten Organe erholen sich.

Verschiedene Anwendungsgebiete! Im Ohr gibt es verschiedene Ursachen für Ohrgeräusche, Schwindel und Hörverlust, wie Mittelohrentzündung, Blutdruckabfall, Lärm-/ Knalltrauma, Tumor des Hörnervs, Hörsturz oder psychische sowie psychosomatische Erkrankungen. Die permanente Ruhestörung im Ohr führt zur Verzweiflung, zu depressiven Verstimmungen über Ängste, Konzentrationsstörungen und Geräuschüberempfindlichkeit bis zur Arbeits- und Berufsunfähigkeit. Durch die HBO-Therapie werden die Hör- und Gleichgewichtszellen zur Regeneration stimuliert. Die Besserung tritt ein. Die Strahlenzystitis und Strahlenkolitis auch die Mundtrockenheit (Xerostomie) stellen als Bestrahlungsfolgen weitere Einsatzgebiete der Sauerstoffüberdrucktherapie dar, die durch wissenschaftliche Studi-

en bestätigt sind. Ebenfalls können Knochengewebe und Haut nach der Strahlenbehandlung beeinträchtigt sein. Durch die HBO-Therapie werden beteiligte Zellsysteme aktiviert und die Heilung der defekten Knochen und Weichteile beschleunigt bzw. erst ermöglicht. Die Hyperbare Sauerstofftherapie bietet insbesondere bei unzureichender Wirkung der üblichen Behandlungsmethoden einen weiteren Therapieansatz mit guten Erfolgschancen auch bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Auch in der Augenheilkunde berichten die Experten über einen sinnvollen Einsatz der HBO-Behandlung. Sie stellt eine Alternative dar zur Fibrinolyse Ärztlicher Leiter der HBO-Klinik bei akuten Gefäßverschlüssen (Arte- Dr. med. O. Jacobs ria Centralis oder eines Astes davon). Die Therapie ist möglich, wenn innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach Eintreten der Erblindung (Visusverlust) noch eine Minderdurchblutung nachweisbar ist. Es handelt sich hierbei um eine hämodynamisch bedingte Sauerstoff-Minderversorgung des Augenhintergrundes. Dr. Jacobs: „Seit nunmehr fast 15 Jahren wurde unsere Arbeit in der HBO-Klinik (Druckkammerzentrum) Osnabrück bei diversen durchblutungsbedingten Erkrankungen von vielen Erfolgsergebnissen gekrönt."

HBO-Klinik-Osnabrück /Druckkammerzentrum Senator-Wagner-Weg 4 | 49088 Osnabrück Telefon: 0541-205 13 80 www.hbo-osnabrueck.de

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Durchblutungsstörung, Sauerstoffmangel? Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) hilft!

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Sauerstoffüberdruckbehandlung in Osnabrück


Leben Schöne Zähne | Seite 76

Gesund beginnt im Mund Unsere Zähne erfüllen gleich mehrere wichtige Funktionen. In erster Linie dienen sie als „Nahrungszerkleinerer” und leisten dabei Erstaunliches: Die Kräfte, denen ein Zahn widerstehen muss, sind zwischen 15 und 30 Kilogramm stark, im Extremfall bis zu 80 Kilogramm – und zwar einige tausendmal am Tag. Auch zur Lautbildung sind unsere Zähne wichtig. Und nicht zu vergessen: Zähne sind auch eine Art „Visitenkarte”. Gesunde, weiße Zähne verleihen einem Menschen ein strahlendes Lachen und tragen unmittelbar zu einem sympathischen Erscheinungsbild bei. Text

Kalzium, Phosphat ud Flor Im ausgewachsenen Zustand besteht das menschliche Gebiss aus maximal 32 Zähnen. So befinden sich in jedem Kiefer vier Schneide-, zwei Eck- und zehn Backenzähne. Den obersten Teil, der aus dem Zahnfleisch in die Mundhöhle hineinragt, bezeichnet man als Zahnkrone. Dort sind die Zähne von einer Lage Zahnschmelz überzogen. Es ist das widerstandsfähigste Gewebe im menschlichen Körper und besteht zu 98 Prozent aus einer Mischung aus Kalzium, Phosphat und Fluor. Die Fluorverbindungen sind für die außerordentliche Härte verantwortlich. Unter dieser harten Abdeckschicht liegt das Zahnbein (Dentin). Weicher als der Zahnschmelz macht es den Hauptteil des Zahnes aus. Im Gegensatz zum Zahnschmelz wird das Dentin lebenslang nachgebildet. Im Inneren des Zahns liegt schließlich das weiche Zahnmark (Pulpa), das das Nervengewebe enthält. Es ist gut durchblutet und ernährt den Zahn von innen heraus. Über ein kleines Loch an der Wurzelspitze ist die Pulpa mit dem Kieferknochen verbunden. Nervenfasern und Blutgefäße ziehen über den Wurzelspitzenkanal aus dem Knochen in die Pulpa. Den Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel bezeichnet man als Zahnhals. Dort schmiegt sich das Zahnfleisch eng an den Zahn und hält ihn mit dünnen Fasern elastisch fest. Zudem

Svenja Dierker, Fotos

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besitzt der Kiefer tiefe knöcherne Einbuchtungen, in die die Zahnwurzeln eingepasst sind. Der Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen ist mikroskopisch schmal. Vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze durchziehen ihn Haltefasern, die für eine federnde Aufhängung des Zahns im knöchernen Zahnhaltefach sorgen. Die Fasern, die den kleinen Spalt durchqueren, setzen an der Zahnwurzel am sogenannten Zement an, der die Wurzeloberfläche bedeckt. Alle Schichten bilden zusammen den Zahnhalteapparat (Parodontium). Das „Gerüst“ für unsere Zähne sind der Ober- und Unterkiefer. Auch diese Knochen bestehen aus lebendem Gewebe, das gut durchblutet, einem ständigen Umbau unterworfen ist und sich so neuen Situationen anpassen kann. So überträgt sich der Druck beim Kauen beispielsweise auf den Knochen und regt ihn an, verstärkt Mineralien einzubauen. Dadurch wird der Knochen fester und widerstandsfähiger.

Echte Gegner: Zucker und Säure Unsere Essgewohnheiten haben einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit unserer Zähne. Zwar ersetzt eine gesunde Ernährung nicht die tägliche Zahnpflege, doch umgekehrt ist eine gute Zahnpflege noch kein Garant für gute Zähne. Entsprechend weiß wohl schon jedes kleine


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Kind, dass Süßes schädlich für die Zähne ist. Aber auch stärkehaltige Nahrung, wie beispielsweise Kartoffeln, Chips, Haferflocken und Salzstangen, wird von den Kariesbakterien mühelos in Zucker umgewandelt. Ebenso dramatisch sind Schokoriegel und Karamell, denn auch Süßklebriges haftet wunderbar über eine längere Zeit an den Zähnen. Das gilt übrigens auch für Honig! Und auch saure Speisen greifen den Zahnschmelz an. Hierzu gehören Orangensaft genauso wie ein Salat mit einem Essigdressing, Vitamin-C-Brausetabletten oder auch Wein und Fruchtsaftgetränke. Denn auch wenn ein gesunder Zahnschmelz fast jeder mechanischen Belastung gewachsen ist, gilt dies nicht gleich auch für chemische und biologische Substanzen: Säuren, Zucker und Bakterien können auch den stabilsten Zahnschmelz anätzen und aufweichen. Deshalb gilt nach wie vor: Je weniger wir davon zu uns nehmen, desto besser.

Vollkorn & Co. für gesunde Zähne Eine vollkorn- und rohkostreiche Kost enthält nicht nur reichhaltige Nährstoffe, sie muss zudem gut gekaut werden, um die Nahrung ausreichend zu zerkleinern. Durch das Kauen wird wiederum vermehrt Speichel produziert, der einerseits die wichtigen Nährstoffe an die Zähne weitergibt und andererseits Säuren neutralisiert. Zusätzlich „schleift“ der so entstandene Speisebrei sowohl den Belag auf den Zähnen ab und massiert gleichzeitig das Zahnfleisch. Wer harte Nahrung gut kaut, stärkt darüber hinaus sein Gebiss, denn die Zähne werden stärker im Kiefer verankert. Wie bei allem kommt es auch bei der Ernährung für gesunde Zähne auf die richtige Mischung an. So sind Milchprodukte ein guter Kalziumlieferant, und Käse hat den Vorteil, dass sich sein Fett wie eine schützende Schicht vorübergehend um die Zähne legt. Zudem neutralisiert Käse


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auch Säure. Und Naturjoghurts wirken gegen Mundgeruch und sollen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen vermindern. Fette Fische beispielsweise liefern das wichtige Vitamin D und Fluor, und Kohlsorten, wie etwa Brokkoli, enthält viel Vitamin C und K, Kalzium, Folsäure und Phosphor. Ein weiterer guter Nährstofflieferant ist Paprika, vor allem die rote, gelbe und orangefarbene. Sie liefert mehr Vitamin C als Zitronen – außerdem Vitamin E, Folsäure und Carotin. Und frische Kräuter sehen nicht nur hübsch aus, Petersilie beispielsweise ist auch das „Königskraut“ für unsere Zähne: Denn es enthält so ziemlich alles, was unsere Zähne benötigen und das in reichlichen Mengen – Vitamin A, Vitamin C, Carotin, Kalzium und Fluor. Zahnfreundliche Durststiller sind sowohl Grüner als auch Schwarzer Tee. Beide Getränke hemmen das Wachstum von schädlichen Bakterien, sofern sie ohne Zucker getrunken werden. Dabei soll Schwarzer Tee deutlich wirksamer sein als Grüner Tee.

Häufige Zahnerkrankungen Die häufigsten Erkrankungen stellen Karies und Parodontitis mit einem Auftreten von circa 85 Prozent aller Behandlungen beim Zahnarzt dar. Bei der Karies (Fäulnis) kommt es zu einer irreparablen Schädigung des Zahnschmelzes, der sich in Löchern und Rissen mit dunkler Verfärbung zeigt. Die häufigste Ursache hierfür sind besonders zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Verbindung mit einer schlechten Dentalhygiene. Bei den Zahnfleischerkrankungen unterscheidet man die Parodontitis, Gingivitis sowie die Parodontose. Dabei bezeichnet

Parodontitis eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches. Bakterien zerstören das Zahnfleisch, was sich in einer dunkelroten Färbung mit geschwollener, glatt-gespannter Oberfläche zeigt. Bei der Parodontose handelt es sich um einen vom Knochen ausgehenden Zahnbettschwund, der ebenfalls schmerzhaft ist, bei dem es aber nur selten zu Blutungen und Einrissen kommt. Die Gingivitis ist eine Entzündung, die mit gerötetem und geschwollenem Zahnfleisch einhergeht, das druckempfindlich ist und zu Blutungen neigt. Schmerzen sind hierbei jedoch eher selten.

Vorsorge ist besser Die effektivste Maßnahme, schmerzhafte Behandlungen zu vermeiden, ist immer noch, sie gar nicht erst notwendig werden zu lassen. Neben der Zahnpflege gehören auch die regelmäßigen Zahnarztbesuche und professionelle Zahnreinigungen zur Prophylaxe dazu. Und weil Zahnheilkunde heutzutage weit mehr ist als die reine Behandlung von Krankheiten, bieten die meisten Zahnmediziner heute ebenfalls eine Vielzahl von Optionen, damit ihre Patienten dem Leben ein strahlend weißes Lächeln schenken können.

Weiß wie Neuschnee Im Laufe des Lebens werden Zähne dunkler, trotz täglicher Reinigung. Grund sind Farbeinlagerungen im Zahnschmelz, etwa durch Koffein, Nikotin oder auch Rotwein. Damit muss sich heute aber niemand mehr abfinden: Bleaching heißt das Zauberwort. Wer langfristig und risiko-

Zahnstein?

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arm schöner lächeln will, sollte die chemische Aufhellung in jedem Fall einem Zahnarzt überlassen. Billiglösungen vom Discounter sind nicht ratsam, da sie den Zähnen zu sehr an die Substanz gehen können. Das Bleichen verfärbter vitaler Zähne ist entweder direkt in der zahnärztlichen Praxis (Office-Bleaching) oder zu Hause (Home-Bleaching) möglich. Da in der Zahnarztpraxis stärkere Konzentrationen angewendet werden, kann ein Bleaching in einer Sitzung erfolgen. Für das Home-Bleaching nimmt der Arzt hingegen einen Zahnabdruck und fertigt eine Kunststoffschiene an. Diese wird regelmäßig vom Patienten mit einem speziellen Bleichgel und über Nacht getragen. Innerhalb von drei Wochen lassen sich die Zähne so um bis zu sechs Farbnuancen aufhellen.

Schön verblendet Ist ein Zahn stark verfärbt oder steht er schräg, sorgen sogenannte Veneers für ein hollywoodreifes Lächeln: Dabei handelt es sich um dünne, lichtdurchlässige Keramikschalen,

die direkt auf den betroffenen Zahn aufgebracht werden. In der Regel wird ein Veneer vom Zahntechniker individuell gefertigt und durch den Zahnarzt angebracht. Hierfür sind mehrere Behandlungssitzungen erforderlich. Deutlich schneller lassen sich die Veneers im sogenannten Chairside-Verfahren anbringen. Hierbei werden die Verblendschalen von dem computerbasierten Cerec-System innerhalb einer Sitzung auf den Zahn abgestimmt und angefertigt. Der Zahnarzt muss das vorgefertigte Veneer dann nur noch auftragen. Um eine solche Verblendschale fachgerecht zu befestigen, wird zunächst eine geringe, maximal einen Millimeter dicke Schicht vom zu behandelnden Zahn entfernt. Dann wird das Veneer mit Hilfe eines speziellen Klebers auf dem Zahn befestigt und ist anschließend nicht von den echten Zähnen zu unterscheiden. Die sogenannten Lumineers sind zudem in der Lage, die Form eines Zahnes zu optimieren. Da sie nur etwa 0,3 Millimeter dünn sind, muss nicht einmal gesundes Zahnmaterial abgeschliffen werden – wie es bei den herkömmlichen Verblendschalen noch der Fall ist.


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Schieflagen korrigieren Auch die gute, alte Zahnspange feiert derzeit ihr Comeback. Immer mehr Erwachsene lassen sich inzwischen verdrahten. Mit dem unvorteilhaften Metallgestell aus Teenager-Zeiten haben die modernen Versionen glücklicherweise nur noch wenig gemeinsam. Die neue Generation der aufklebbaren Halterungen besteht aus durchsichtigem Kunstsaphir, ein Material, das nicht zu hart und nicht zu weich ist. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die stabilisierenden Drähte auf der Zahnrückseite zu befestigen – unsichtbar für den Betrachter. Eine Korrektur damit ist jedoch nach wie vor nur dann nötig, wenn Zähne verschoben werden müssen, um die Funktionalität des Gebisses wiederherzustellen. Die InvisalignTechnik dagegen ist ein Verfahren, das kleine Fehlstellungen mittels dünner, durchsichtiger und somit beinahe unsichtbarer Schienen korrigiert. Der Spezialist ist mithilfe modernster Computertechnik in der Lage, dem Patienten gleich zehn bis zwanzig Schienen pro Kiefer mitzugeben, die dieser alle zwei Wochen austauschen muss.

Lückenloses Lächeln garantiert Aufgrund einer Zahnerkrankung oder eines Unfalls kann es zu fehlenden Zähnen kommen. Die entstandenen Lücken mindern nicht

nur das schöne Aussehen erheblich, sondern schränken auch das Selbstwertgefühl ein. Hier können Zahnimplantate helfen. Sogenannte Brücken überdecken gleich mehrere Zahnlücken auf einmal. Mit Kronen dagegen wird die einzelne Lücke behandelt. Zahnimplantationen werden heutzutage meist durch eine Computernavigation unterstützt und sind minimalinvasiv. Das heißt, dass nur winzige Öffnungen in der Mundschleimhaut notwendig sind, um das Implantat einzusetzen. Oftmals muss nicht einmal genäht werden. Ein einzelnes Zahnimplantat besteht in der Regel aus einer kleinen Schraube, der sogenannten künstlichen Zahnwurzel, einem Zwischenteil zur Befestigung der Krone und der Krone selbst. Benötigt ein Patient mehrere Zahnimplantate, zum Beispiel nach einem Unfall, kann eine Klickschiene zum Einsatz kommen. Die Klickschiene ist ein gelungener Kompromiss zwischen herausnehmbarer Prothese und fest sitzenden Implantatzähnen. Sie wird auf einem Implantat befestigt und ersetzt gleich mehrere Zähne. Waren früher lange Einheilzeiten nötig, bis die eingesetzten Implantate eine Prothese tragen konnten, ist heute in der Regel eine provisorische Sofortversorgung möglich – auf ein strahlendes Lächeln muss nach dem Eingriff also nicht einen einzigen Tag lang verzichtet werden!

Expertentipps

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Bewegende Maßnahme: Extrusionstherapie „Die Extrusionstherapie nach Dr. Neumeyer ist eine wertvolle, unterstützende Methode bei der Parodontaltherapie, bei der ästhetischen Zahnheilkunde und auch bei der Implantologie. Bei der Extrusionstherapie wird mit Hilfe vorhandener biologischer Ressourcen (der Wurzelhaut des Zahnes) körpereigener Knochen gezüchtet, um so etwa ein besseres Knochenlager für ein späteres Implantat zu schaffen. Dabei wird ein Zahn mitsamt seiner Wurzel ganz sanft und für den Patienten völlig schmerzfrei über mehrere Tage mit Gummibändern aus dem Knochenfach herausgezogen. Dieser Zahnbewegung folgen das Zahnfleisch und der Knochen. So können wir auf ganz schonende Weise verloren gegangenen Kieferknochen wiederherstellen und auf aufwändige Knochen-Aufbaumassnahmen (Augmentationen) verzichten. Die Vorteile für die Patienten sind vielfältig: Die Behandlung ist absolut schmerzfrei und zeitsparend. Die Extrusionstherapie geht ohne operative Eingriffe von statten. Eigentlich schade, dass nicht jedes zahnmedizinische Problem damit behoben werden kann.“ Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Hopmann, Dr. Maak + Partner, Untere Bergstraße 12, 49448 Lemförde, www.hopmann-maak.de

Erste keimfreie Zahnoperation „Das Problem bei Implantationen ist eine Verkeimung des Operationsgebietes. Diese kann zu schmerzlichen Entzündungen und Komplikationen führen. Die Lösung ist die Photodynamische Implantation. Der Erfolg beruht hierbei auf der Kombination von Photolase und dem Triple Peel Pack Verfahren mit dem Hai/Guardian Implantatssystem. Zunächst schützt dabei das zusätzliche SterilRöhrchen des Triple-Peel-Pack-Verfahrens die Oberfläche von Bohrer und Implantat beim Entnehmen aus der Verpackung und beim Transport durch die Raumluft. Dann wird es mit einem blauen Farbstoff des Photolase-Systems befüllt und einem Laser bestrahlt. Die Farbstofftinte läuft während der Behandlung über das Operationsgebiet. Keime werden so vernichtet. Erst wenn das Implantat fest im Knochen verankert ist, wird das schützende Röhrchen abgenommen. Es ist die erste Implantationsmethode der Welt, die die Keime vor, während und nach der Operation vom Knochen und dem umliegenden Gewebe fernhält! Trotz dieser ausgeklügelten Technik ist das Ganze auch noch preislich weit günstiger, als andere Implantatsysteme.” Dr. med. dent. Heinz-Dieter Unger, Kommenderiestraße 122, 49080 Osnabrück, www.unger-praxis.de


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Zahnarztpraxis Dr. Hopmann, Dr. Maak & Partner

Weit mehr als „nur“ Standard! Kein Zweifel – im internationalen Vergleich führt die deutsche Zahnmedizin mit hervorragenden Standards. Aber häufig genug herrscht in deutschen Zahnarztpraxen auch eben nur Standard – und genau das führt zu Verunsicherung bei den Patienten. Die Zahnarztpraxis Dr. Hopmann, Dr. Maak & Partner überzeugt durch außergewöhnlich gute und vielfältige Leistungen und wurde hierfür als

Für ein verbessertes Lebensgefühl Die Zahnarztpraxis von Dr. Sabine Hopmann und Dr. Michael Maak bietet ihren Patienten die bestmögliche Betreuung in einer vertrauensvollen Atmosphäre. Die Praxis ist technisch auf dem neuesten Stand der Forschung eingerichtet und mit modernstem Equipment ausgestattet. Besonders wichtig ist den Mitarbeitern der Servicegedanke. Das eingespielte Team erfahrener Zahnärzte überzeugt mit konsequenter, qualitativ hochwertiger Arbeit. Mit fachlichem Know-how geht es um die Gesundheit, das Wohlbefinden und das verbesserte Lebensgefühl der Patienten – für möglichst lebenslange gesunde Zähne!

Biologischer Knochenaufbau durch Extrusionstherapie Das Leistungsspektrum der Praxis umfasst die gesamte Zahnheilkunde von der Prophylaxe bis zu umfangreichen Zahnsanierungen mit Implantaten und Kiefergelenksbehandlungen. Ein erfahrenes Team von bestens ausgebildeten Prophylaxe- Assistentinnen kümmert sich um die Gesundheit ihrer Zähne und des Zahnfleisches. Die einfühlsame Behandlung der Kinder wird ergänzt durch die Kieferorthopädie, was eine kontinuierliche Betreuung des Kindes in der Entwicklung ermöglicht. Komplizierte Wurzelbehandlungen mit dem Mikroskop erlauben es häufig, die eigenen Zähne zu erhalten. Falls dann doch ein Zahnersatz nötig wird, umfasst das Leistungsspektrum der Praxis von der herausnehmbaren Prothese bis zu festsitzenden Zähnen auf Implantaten alles, was in der modernen Zahnmedizin geboten wird. Ästhetik und Funktion auf höchstem Niveau zu erbringen ist das wichtigste Anliegen des gesamten Teams. Mit der Extrusionstherapie kann in vielen Fällen verloren gegangener Knochen biologisch und absolut schonend wieder aufgebaut werden ohne umfangreiche operative Maßnahmen. Die nachfolgende Implanta-

Ulrike Lampe, Rezeptionsteam (v.l.): Annika Hülsemann, Spreen Karolina Molleker, Christina Rempe und Gabi

tion kann minimalinvasiv für den Patienten durchgeführt werden – das ist schmerzfrei und zeitsparend!

Garantierte Qualität Ein bundesweites Gütesiegel für besonderes Know-how und Patientenorientierung ist „Dent5“, eine exklusive Dachmarke einer Gemeinschaft spezialisierter Zahnärzte. Die Maxime der Dent5-Praxen lautet: IMMER BESSER. Dies ist ein Versprechen an die Patienten, dass sie in dieser Praxis ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort erwarten dürfen. Die Zahnärzte tauschen sich immer wieder untereinander auf höchstem Niveau aus. Die Praxis Dr. Hopmann, Dr. Maak & Partner wurden für die bestmögliche zahnmedizinische Betreuung im südlichen Niedersachen ausgezeichnet. Ob Prophylaxe, hochwertiger Zahnersatz oder Parodontitistherapie – in der Praxis finden Patienten einen hochprofessionellen Partner für die Zahngesundheit! Impressionen aus der Praxis auf youtube.com: hopmann/maak

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Dr. Helge Knüppel:

Mit Hightech zum perfekten Lächeln Wie klingt der Gedanke, sich ein perfekt auf sein Gesicht und sogar sein Wesen zugeschnittenes Lächeln von einem absoluten Profi am Computer designen zu lassen und es nach nur zwei Sitzungen schließlich „live“ nach Hause zu tragen?

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Ungewohnt? Mag sein. Verlockend? Keine Frage! Zahnarzt Dr. Helge Knüppel aus Oldenburg gehört zu den ersten seiner Zunft, die mit modernster Technik und auf umfangreichen Studien basierend Patienten zu einem neuen Lächeln verhelfen, das ganz individuell auf sie zugeschnitten einfach nur perfekt ist!

Umfassendes Therapiekonzept Betritt man die Villa an der Moltkestraße, werden Assoziationen an eine Privatklinik geweckt, wie man sie eher in Blankenese oder am Genfer See vermutet. „Es gibt Tage, da kümmern wir uns ausschließlich um einen einzigen Patienten“, erklärt Dr. Helge Knüppel, seinerzeit der jüngste Fachzahnarzt für Oralchirurgie Deutschlands. Warum? Weil man hier wenig von Standards hält. „Wir machen immer das, was möglich ist, um den Patienten rundum zufriedenzustellen“, so der Fachmann, dessen ausgewiesenes Spezialgebiet die Implantologie ist. Dank des ganzheitlichen Ansatzes der Praxis wird zudem das gesamte zahnmedizinische Leistungsspektrum abgedeckt – von der professionellen Zahnreinigung über die durch Mikroskop unterstützte Wurzelbehandlung und Kariestherapie bis hin zur Mund- und Kieferchirurgie, einschließlich der Dentalen Implantologie. Erst nachdem ein umfassendes Therapiekonzept erstellt wurde, das alle Disziplinen der Zahnmedizin berücksichtigt, beginnt Dr. Helge Knüppel mit der Behandlung. Durch diesen

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Svenja Dierker, Fotos

Praxis Dr. Knüppel

individuellen, serviceorientierten Ansatz verliert der Zahnarztbesuch jeglichen Schrecken: Der Patient ist aufgeklärter Partner und bestimmt gemeinsam mit dem Experten die jeweils beste Therapievariante mit.

Die Kunst der Ästhetik: Digital Smile Design Auch im Bereich der ästhetischen Zahnmedizin arbeitet das Praxis­ team auf höchstem Niveau. Der neueste Stolz des Zahnarztes: Ein Computerprogramm, das unter Zuhilfenahme verschiedenster Parameter wie Gesichtsachsen, Bipupillarlinie und Schneidekantenlinie das perfekte Lächeln berechnen und simulieren kann. „Das Gesicht wird zuerst fotografiert und dann digital vermessen“, erklärt Dr. Knüppel das Prinzip. „Anhand der Gesichtsachsen werden die optimalen Zahnlängen, -breiten und Stände berechnet sowie das Zusammenspiel von Weißlinie und Zahnfleisch.“ Außerdem kann sich der Patient entscheiden, was er mit seinem Lächeln ausdrücken möchte, ob sein Lächeln eher kantig-streng oder emotional-weich wirken soll. „Das


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Moderne Computertechnik hilft bei der Erarbeitung des perfekten Lächelns. Zunächst werden mit Hilfe der Gesichtsachsen die Ideallinien ermittelt (Bild links). Dann konstruiert Dr. Helge Knüppel zunächst am Bildschirm das perfekte Gebiss für das Gesicht und stimmt es mit der Patientin ab (Mitte), die am Ende der Behandlug einfach strahlend Lachen kann (Bild rechts)! Übrigens: Für einen Imagefilm ist die Praxis Dr. Knüppel aktuell auf der Suche nach Models. Interessierte finden weitere Informationen unter www.gesunde-zaehne-oldenburg.de.

3D-Scan statt Gipsabdruck Auch bei Veneers, Inlays oder Kronen wird in der Praxis Dr. Knüppel durch modernste Technik den Patienten die Behandlung so angenehm wie möglich gemacht: So erspart etwa ein Hightech3D-Scan-Gerät den klassischen Gipsabdruck und ermöglicht eine exakte Anpassung von Zahnform und -farbe an das gesunde Gebiss. Bei Implantaten arbeitet Dr. Helge Knüppel ausschließlich mit den führenden Anbietern zusammen und findet so für jeden Patienten die passgenaue Lösung. Sein Wissen behält der

Fachzahnarzt für Oralchirurgie nicht für sich: Regelmäßige Fortbildungen und Live-Operationen in seiner Praxis sind für den Experten selbstverständlich.

Das Studium der Zahnmedizin absolvierte Dr. Helge Knüppel an der Christian-AlbrechtsUniversität zu Kiel mit der Examensgesamtnote sehr gut. Im Anschluss folgte die 4-jährige Ausbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Mit 29 Jahren erfolgte die Ernennung zum derzeit jüngsten Fachzahnarzt für Oralchirurgie. 2007 absolvierte er erfolgreich ein Curriculum zur Faltenbehandlung im Gesicht in der Bodenseeklinik. 2009 gründete er schließlich die Praxis für Zahnheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie in der Moltkestraße 10 in Oldenburg.

Praxis für Zahnheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie | Dr. Helge Knüppel Moltkestraße 10 | 26122 Oldenburg Telefon 0441/ 7770007 www.gesunde-zaehne-oldenburg.de Prophylaxe | Professionelle Zahnreinigung | Parodontologie | Implantologie | Computergestützte Implantologie | Wurzelbehandlungen | Klinische Funktionsanalyse bei Gesichts- und Kiefergelenksschmerzen | CEREC 3D |Kieferchirurgische Operationen | Plastische Keramikfüllungen

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Zur Person: Dr. Helge Knüppel

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basiert alles auf Studien, wir sprechen hier nicht über das subjektive Ästhetikgefühl von einem einzelnen Zahnarzt“, betont der Experte. Am Ende werden die Ergebnisse auf das Ist-Foto übertragen und man bekommt einen ersten Eindruck vom Resultat, „an dem dann natürlich noch gefeilt werden kann, je nach persönlichen Vorlieben.“ Steht fest, wie das Lächeln am Ende aussehen soll, überträgt das Programm die Werte, und es entsteht eine Schablone, mittels der Dr. Knüppel die potenziell neuen Zähne in den Patientenmund übertragen kann. „Wenn der Patient dann zum ersten Mal in den Spiegel schaut – das ist der emotionalste und tollste Moment!“ Ist alles so, wie gewünscht, beginnt Dr. Knüppel in der nächsten Sitzung, mit vollkeramischen Materialien die Zähne und das neue Lächeln zu kreieren. „Wenn man das richtig macht und die Zahnfunktion bei der Veränderung berücksichtigt, hält das neue Lächeln ein Leben lang!“, so Dr. Knüppel. Für ihn steht fest: Ein perfektes Lächeln macht nicht nur selbstbewusster und attraktiver, sondern auch glücklich! Lippen sind für ihn wie ein Rahmen um das Kunstwerk. Um beim Aufbau der Zähne mittels Vollkeramik das optimale Ergebnis zu erzielen, verlässt sich Dr. Helge Knüppel übrigens nicht auf das Know-how von externen Zahntechnikern und Laboren, sondern auf seine eigene Erfahrung und fertigt die Vollkeramikrestaurationen selbst an. „Ich habe den Patienten schließlich vor mir sitzen und weiß genau, was er möchte und was zu ihm passt“, erklärt er. „Außerdem kann ich ja nichts versprechen, was ich nachher nicht halten kann“, so der Perfektionist, den genau das von vielen anderen unterscheidet.


Kultur Portrait | Seite 84

Patrick Damiaens –

der das Holz bewegt

Hand aufs Herz, wer von Ihnen kennt noch einen Ornamentisten? Es gibt nur noch sehr wenige Menschen, die diesen Beruf ausüben. Dabei ist diese ästhetisch-künstlerische Tätigkeit sehr spannend. Patrick Damiaens ist seit 23 Jahren Ornamentist und lebt damit seine Leidenschaft für Holz und Details. Obwohl er in Belgien lebt und arbeitet, spielt seine Handwerkskunst auch in unserer Region eine sichtbare Rolle.

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Jana Schulte, Fotos

privat


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Entscheidung fürs Leben Es ist groß und lichtdurchflutet, überall liegen Schnitzwerkzeuge herum, es riecht angenehm nach Holz und an den Wänden hängen unterschiedlichste Ornamente und Verzierungen. Die Sprache ist von Patrick Damiaens Atelier. Hier schnitzt der Belgier und fertigt Reproduktionen und eigene künstlerische Arbeiten an. Es scheint so, als hätte er schon früh seine Passion gefunden: In der Grundschule stand er vor der Entscheidung, ob er lieber mit Metall oder mit Holz arbeiten wolle. Damiaens erinnert sich noch daran: „Metall war kalt und roch nach Öl, während Holz warm und weich war.“ Da ist wohl schon die wichtigste Entscheidung seines Lebens gefallen. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt mit filigranen Schnitzereien, die er bis in unsere Region hinein vertreibt. Sie bestimmen sein Leben, was man auch in seinem Haus erkennt. Überall finden sich kostbare Ornamente – natürlich vom Hausherrn selbst erstellt. Es beweist, dass Ornamente nach altem Stil sich wunderbar mit moderner Einrichtung kombinieren lassen. Man muss nur wissen, wie!

Liebe zum Lütticher Stil Damiaens folgt keinem Trend und keiner Modeerscheinung. Seine Werke sind zeitlos. Am liebsten arbeitet er im Lüttichen Barockstil: Dieser war besonders im 18. Jahrhundert sehr beliebt und ist geprägt von der Flachschnitzerei mit feinen Verzierungen, die häufig aus floralen Motiven bestehen. Noch heute stehen Truhen, Schränke und Betten in Museen und Schlössern, die solche Verzierungen aufweisen. Schon als Kind ist er oft mit seinen Eltern in Museen gegangen; sein Interesse für Kunst, Kultur und Geschichte war geweckt! Als Ornamentist versucht er, dem Lütticher Stil gerecht zu werden, sei es bei einer Kopie-Anfertigung oder auch bei eigenen Stücken. Eine Besonderheit hierbei ist, dass die Ornamente nicht aufgeklebt, sondern direkt in das Holz

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Alle Motive werden vorab auf Papier skizziert. Erst wenn sie ausgereift sind, werden sie auf Holz übertragen.

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Kultur Portrait | Seite 86

Themenbezogene Ornamente sind bei Kunden sehr beliebt.

Beim Lütticher Stil werden die Ornamente aus einem Stück direkt ins Holz geschnitzt.

geschnitzt werden. Das ist auch ein Grund dafür, dass alle Entwürfe auf einem Papier im Maßstab 1:10 skizziert werden, solange, bis das perfekte Motiv steht. Dieses wird dann im Maßstab 1:1 auf ein weiteres Papier gezeichnet und schließlich mit Durchschlagpapier auf das Holz gebracht. Nach und nach werden alle Feinheiten bis ins Detail vollendet. Dabei sind Geduld, Konzentration und vor allem Ruhe gefragt, denn nur ein falscher Schnitt oder einmal ausgerutscht, und die Arbeit ist hinüber. Übrigens verbirgt sich in fast jeder Arbeit sein Markenzeichen, eine kleine Libelle – immer an einer unauffälligen Stelle. Durch Patrick Damiaens wird das Holz zum Leben erweckt. Eine zarte und detailgetreue Blüte, ein schwungvolles Blatt, das noch im Wind zu wehen scheint oder auch alltägliche Objekte: Alle seine Werke sind gedanklich ausgereift und werden dem Kunden angepasst – am Ende entstehen Stücke, die vielleicht in die ein oder andere Familiengeschichte eingehen werden.

Aus Trotz zum Traumberuf Der Weg zur Kunst war steinig und schwer, denn nach einer sechsjährigen Ausbildung zum Möbeltischler folgte für Patrick Damiaens noch eine vierjährige Ausbildung zum Ornamentisten. Ein langer Weg für einen Job, der zunächst nicht in unsere ma-

Alte Kunst und modernes Wohnen schließen sich nicht aus. In seinem Haus schafft Damianes die perfekte Symbiose.

schinierte Welt passt. „Ein Lehrer sagte mir mal, dass das Schnitzen eine brotlose Kunst sei und keine Zukunft hätte. Da war mein Ehrgeiz geweckt und um ihm das Gegenteil zu beweisen, ging ich nach Lüttich, um dort zu lernen“, sagt Damiaens. Seitdem holt er sich immer wieder neue Inspirationen in alten Kirchen, Schlössern, Museen oder auch Herrenhäusern. Überall steht er mit seiner Kamera, um besondere Detailaufnahmen zu machen. Seine Sammlung beinhaltet mittlerweile Bilder von Holzarbeiten aus der ganzen Welt. Seine Arbeiten sind Unikate, keines ist wie das andere – ein Grund, warum Sie so wertvoll sind.

Kämpfen für die Zukunft Damiaens ist mit Leib und Seele Ornamentist. Es gibt nur noch wenige Menschen in diesem aussterbenden Handwerk, die davon leben können – Tendenz fallend. Nachwuchs wird dringend gebraucht. Gerne würde er sein Wissen weitergeben und lehren, aber für die langjährige Grundausbildung bringen die wenigsten Schüler die Geduld auf. Doch er kämpft weiter für seine Zunft. Er richtet Ausstellungen aus, präsentiert sich auf Messen und wirbt auf seinem eigenen YouTube-Kanal. Über hundert Videos gibt es mittlerweile zum Thema – Tendenz steigend.


Weitere Termine und Veranstaltungen unter www.schlossallee.com!

Insidertipps Termine | Seite 88

Termine Kultur im Osnabrücker Land

Sonstiges | Lengerich | Genuss-Vernissage 26. September, Restaurant-Hotel Hinterding Vive la France! Das Restaurant-Hotel Hinterding in Lengerich lädt ein zu einer „Genuss-Vernissage“. Gezeigt werden Lithographien des französischen Karikaturisten Honoré Daumier. Ein Hauptthema dabei sind klassische Küchenszenen aus den 1840er Jahren, die mit ironischer Spitzfindigkeit gezeichnet sind. Die Küchenklatsch-Zeichnungen gehören dem Wiesbadener EatArt Künstler Andreas Petzold, der unterhaltsam über Leben und Werk Daumiers erzählen wird. Dazu gibt es französische Bistro-Köstlichkeiten ganz ungezwungen als „amuse-bouche“ aus der Küche Klaus Weingartz’. www.hinterding-lengerich.de

Musik | Bissendorf | Tom Gaebel 9. November, Solarlux-Forum Am meisten ist es wohl immer noch Frank Sinatra, mit dem der 38-jährige, mehrfache Jazz-Award Gewinner Tom Gaebel verglichen wird – kein Wunder bei einer Stimmfarbe, die exakt an die des großen, alten Meisters erinnert. Aber nicht nur die Stimme, sondern auch den Sound und vor allem das Verständnis, was eine „gute Show“ ausmacht, haben Ga ebel und Sinatra gemeinsam. Genau diese Mischung ist es, die in Gaebels neuem Programm den Ton angibt. Mit seinem siebenköpfigen Orchestra präsentiert der Ibbenbürener in Bissendorf Songs von Frank Sinatra bis Tom Jones, ein wenig Beatles, ein wenig Rat Pack, eine Prise James Bond – ohne dabei das Wesentliche zu vergessen: den Spaß, die Leichtigkeit und die Lust an der Musik, die jede gute Live-Show ausmachen. Die Glitzermetropole Las Vegas ist dabei für Gaebel das Sinnbild guten Entertainments: „Keine andere Stadt steht vergleichbar für musikalisches Entertainment der Extraklasse“, schwärmt er. www.solarlux.de

Ausstellung | Bad Iburg | „Alte Apotheke – Neue Kunst“ Bis 30. Juni 2014, Alte Apotheke im Schloss Seit seiner Eröffnung im Juni 2013 vereint das bewährte Ausstellungsformat „Alte Apotheke – Neue Kunst“ des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land (LVO) im Iburger Schloss Arbeiten von Kunststudierenden der Universität Osnabrück mit denen des Grafikers und Designers Jaroslav Toussaint. Ferner wird eine Mappe der Künstlergruppe Systhema präsentiert – als Part im Ausstellungsreigen „Vielfältige Gestaltung“ zur Erinnerung an Friedrich Vordemberge-Gildewart. Die Ausstellung in der Hofapotheke kann montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden. Informationen unter Telefon 05403/72455-14

Musik | Osnabrück | Lail Arad & Roi Erez 11.Oktober, Felix-Nussbaum-Haus Sprühende Melodien kombiniert mit geistreichen Texten – das sind die Markenzeichen der britisch-israelischen Liedermacherin Lail Arad, die zusammen mit Gastmusiker Roi Erez auf der Bühne des Felix-Nussbaum-Hauses stehen wird. Der Gastmusiker an diesem Abend, Rio Erez, stammt aus Musikmetropole Tel Aviv und komponiert unter anderem auch Filmmusik. Das Konzert der beiden außergewöhnlichen Musiker im Rahmen der Konzertreihe „Jiddische Musik“ beginnt um 20 Uhr. Karten sind im Vorverkauf bei der Tourist-Information und im Museumsladen des Felix-Nussbaum-Hauses erhältlich. www.osnabrueck.de


Sonstiges | Osnabrück | Osnabrück isst gut 21. bis 25. August, Rathausplatz Ein bildschönes Ambiente und kreative Schlemmereien gibt es nach einjähriger Pause wieder auf dem Osnabrücker Marktplatz. „Osnabrück isst gut“ kehrt zurück und die Veranstalter versprechen kulinarische Highlights in außergewöhnlichem Ambiente. Aus der Region präsentieren sich bekannte Restaurants wie das EssTheater und Alimentari, außerdem sind Neuzugänge wie Lutter & Wegner im Ratskeller und das Zimmer Nr. 4 mit dabei. www.osnabrueckisstgut.de

Sonstiges | Osnabrück | 13. Kulturnacht 31. August, Innenstadt Thematisch steht die diesjährige Kulturnacht ab 18 Uhr anlässlich des 50. Todestages ganz im Zeichen des Osnabrücker Künstlers Friedrich VordembergeGildewart (1899-1962). Außerdem locken 120 Veranstaltungen das Publikum an 56 Schauplätzen in die Innenstadt. Alle Museen, Galerien, Kirchen, Kulturzentren, das Theater, die Steinwerke und weitere kulturelle Einrichtungen und Organisationen beteiligen sich. Öffnungszeiten bis tief in die Nacht und viele Sonderaktionen machen die Kulturnacht zu einem Magneten nicht nur für die Bürger Osnabrücks. Programm zum Download unter www.osnabrueck.de.

Sonder-Ausstellung vom 1. bis zum 27. September 2013

JANOSCH

Er ist der Vater der „Tigerente“ und ein mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller und Illustrator. Mit seinen sympathischen, aber auch hintergründigen Zeichnungen begeistert er junge und erfahrene Sammler. Entdecken Sie seine Unikate und Farbradierungen – jetzt exklusiv bei uns.

Ausstellung | Meppen | Janosch – Unikate und Farbradierungen

Bilder: Copyright by Janosch film & Medien AG

1. bis 27. September, Galerie Atelierspuren Horst Eckert, besser bekannt als Janosch, ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Kinderbuchautoren des 20. Jahrhunderts. In einer Sonderausstellung zeigt das Ehepaar de Hoogd in ihrer Galerie Atelierspuren in Meppen-Bokeloh mit über 50 Unikaten und Farbradierungen die künstlerische Seite des Janosch. Dabei steht weniger die „Tigerente“ als vielmehr ihr „Vater“ Janosch im Mittelpunkt. Seine detailreichen Bilder geben Einblicke in das künstlerische Schaffen des populären Illustrators. Sie haben etwas ausgesprochen Sympathisches, aber auch Hintergründiges. Eine Mischung aus Realität, Erfindung, Liebenswürdigkeit und Schabernack, Schalk und Ermahnungen. Mit seinem unnachahmlichen Stil, einer charakteristischen Bildsprache und fantasievollen Zeichnungen zieht er nicht nur Kinder, sondern auch kunstintessierte Erwachsene in seinen Bann. www.atelierspuren.de

Sonstiges | Bad Essen | Das Ländliche Herbstfest 14. und 15. September, Schloss Ippenburg Das Ländliche Herbstfest am 14. und 15. September ist der Schlussakkord der Ippenburger Gartensaison. Ein Höhepunkt ist die Ippenburger Kürbismeis­terschaft, die „kleine Schwester“ der Niedersächsischen Kürbismeisterschaft in Südniedersachsen. Riesenkürbiszüchter aus der Region melden ihre Kürbisse zum Ippenburger Kürbisswiegen am 15. September an. Vielleicht wird ja schon zur zweiten Ippenburger Kürbismeisterschaft die 200 kg-Marke geknackt … www.ippenburg.de

Fillastraße 13 49716 Meppen-Bokeloh Telefon 05931 93100 www.atelierspuren.de

Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag, von 14 -17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.


Insidertipps Anzeigen | Seite 90

Insidertipps Friedhofskapelle ehrenamtlich gerettet Ehrenamtliches Engagement verwandelt die ehemals marode Ickeraner Friedhofskapelle in die einladende, helle EmmausKapelle. Die katholische Gemeinde kaufte der Gemeinde Belm das Grundstück mit dem Gebäude für 20.000 Euro ab. Nach einem Entwurf von Wolfgang Herich wurden überwiegend mit Spendengeldern und über 6.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden das Gebäude renoviert und die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Es bildete sich eine Gemeinschaft, die viel Arbeit und Freizeit investierte. Für das Pflaster rund ums Haus lieferte die Ziegelei Hebrok Natrup-Hagen Backsteinklinker in warmen Erdtönen. Auf dem Platz der Begegnung hinter der Kapelle befindet sich ein Schöpfbrunnen aus hiesigem Kalkstein, das Pflaster aus ortstypischen Feldsteinen wurde hier in der Symbolik des Kreuzes verlegt. Die Einweihung ist am 31. August.

JH-Klinker als Gestaltungskünstler

Eis-Saison eröffnet!

Die hochwertigen Original Wasserstrich Backstein Klinker der Ziegelei Hebrok Natrup Hagen bieten großen Gestaltungsspielraum. Jeder Stein der Premiumlinie JH ist ein Unikat – dank seines Wasserstrich-Charakters. Außerdem besteht eine große Auswahl an Farben und Formaten. Auf Kundenwunsch fertigt das Werk sogar individuelle Farben. In Verbindung mit Fugenfarbe und Mauerverband maximieren sich die Gestaltungsmöglichkeiten. Im Trend liegen heute wieder dekorative Verzierungen am Verblendmauerwerk. Die Abbildung veranschaulicht, wie versetzt gemauerte JH-Ziegel große Fassadenflächen beleben. Weitere Informationen über die Ziegelei, ihr Sortiment und zahlreiche Referenzen mit besonderen Gestaltungsmerkmalen sind unter www.ziegelei-hebrok.de zu finden. Ziegelei Hebrok Natrup-Hagen, Ziegeleiweg 5, 49170 Natrup-Hagen

Im Kleinen Haus ist es so weit: Besucher können wieder auf der Sommerterrasse die kulinarischen Köstlichkeiten des Hauses genießen. So gemütlich das Ambiente im Inneren des Hauses auch ist – mitten in Bad Essen auf dem Marktplatz, umgeben von schönen Fachwerkhäusern und einem plätschernden Brunnen lässt es sich wunderbar entspannen. Ab diesem Frühjahr steht ganz neu auf dem Speiseplan: Mövenpick Eis. Kulinarische Highlights sind der Flammkuchen und die Salate des Hauses. Das Kleine Haus, Kirchplatz 29, 49152 Bad Essen, www.kleineshaus.de

Möglichkeiten entdecken Das Baufachzentrum Nilsson und der Hagebaumarkt in OS-Lüstringen laden zu einem verkaufsoffenen Sonntag am 22. September ein. Die Mitarbeiter informieren die Besucher in den Ausstellungen und zeigen darüber hinaus noch viele technische Besonderheiten. So kann der Gast live verfolgen, wie etwa Badplanungen per Computer, über Handskribbel oder auch direkt am TouchScreen-Bildschirm erstellt werden. www.nilsson.de


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Männermode-Attraktion in Bad Essen

N e u e r S te r n am Mercedes-Benz-Himmel Ein gutes Jahr ist es her, dass das Familienunternehmen Nordsterne aus Neuenkirchen in Osnabrück eine zweite Filiale eröffnet hat. Seitdem hat der Autohändler großen Zuwachs verzeichnen können. „Wir bekommen ein durchweg positives Feedback von unseren Osnabrücker Kunden“, so Geschäftsführerin Frau Wichmann. Vom Cabriolet über die SUVs der M-Klasse bis zu den Mercedes-Transportern bietet Nordsterne das komplette Fahrzeug-Sortiment der Marke. Ein Schwerpunkt sind die Jungwagen – Wagen die 3 bis 24 Monate alte Fahrzeuge. Seit dem ersten Juli darf sich das Unternehmen Nordsterne zu den offiziellen „Mercedes-BenzServicepartner“ zählen. Neben rein äußerlichen Merkmalen hat das Unternehmen die Ausstattung der Werkstatt aufgerüstet. Nun sind auch Garantie, Wartungsarbeiten und Servicearbeiten ausnahmslos im Angebot. Der Hauptbetrieb bekam 2013 den „Service mit Stern“ von Daimler Benz verliehen. Mercedes Benz Autohaus NORDSTERNE, Üffelner Straße 9, 49586 Neuenkirchen und Pagenstecher Straße 36, 49090 Osnabrück, www.nordsterne.de

Da werden sich die Männer freuen: Mit dem neuen Herrenausstatter „Stilhafen“ mitten im historischen Stadtzentrum von Bad Essen, haben die Männer endlich wieder eine Anlaufstelle, wenn es um das perfekte Outfit geht. Stilhafen ist ein exklusiver Ort, der sich mit allen Stilund Modefragen auseinandersetzt und Männern die Sicherheit gibt, immer passend gekleidet zu sein. Inhaber und Geschäftsführer sind Andreas Paul und Viktor Pehlke. Zwei kompetente und engagierte Stilberater mit langjähriger Erfahrung bei allem, was gehobene Herrenausstattung betrifft. Stilhafen führt Mode-Marken, die das Herz eines anspruchsvollen, modebewussten Mannes schneller schlagen lassen. Der Service-Gedanke wird groß geschrieben: Termine außerhalb der Geschäftszeiten sind ebenso mögliche, wie die Auswahl und Anprobe bei dem Kunden zu Hause. Stilhafen, Lindenstraße 27, 49154 Bad Essen, www.stilhafen.de

Winterzeit ist Dämmzeit! In Zeiten steigender Heizenergiekosten und knapper werdender Rohstoffe kommt dem effizienten Wärmeschutz von Gebäuden höchste Bedeutung zu. Langfristig wird Energie immer teurer. Um dagegen gewappnet zu sein, ist eine der besten Lösungen, das eigene Gebäude ausreichend zu dämmen, eine solche Entscheidung rechnet sich langfristig. Die Profis vom Team der Dachdeckerei Winter beraten ihre Kunden gerne und unterbreiten ein kostenfreies Angebot. Dachdeckermeister Stefan Winter, Hullerweg 9, 49134 Wallenhorst, www.ddm-winter.de


Insidertipps Anzeigen | Seite 92

Exklusives Shoppen, Genießen und Gewinnen Im Modehaus Meyer in Osnabrück ist was los: Am 13. Und 14. September führen Models in exklusiver Atmosphäre nach individuellen Wünschen, die neue Herbst/Winterkollektion 2013/14 des Designer-Labels Luisa Cerano vor. Sie geben den Gästen einen Überblick über die neuesten Modetrends. Besucher lassen es sich bei einem Glas Prosecco gutgehen und genießen die verführerischen neuen Modethemen. Nach dem Kauf eines Artikels wartet das Glücksrad mit tollen Geschenken – jeder Dreh ein Gewinn! Meyer exklusive Damenmode, Krahnstraße 20, 49074 Osnabrück, Telefon: 0541 99899881

Ganzkörper-Workout Um Muskeln zu aktivieren und zu trainieren benötigen sie Reize, die vom Nervensystem ausgelöst werden. Diese werden dann an die Muskeln weitergeleitet und es kommt zur gewünschten Kontraktion. Um jedoch alle Muskeln zu beanspruchen, bedarf es vieler verschiedener Übungen. Effektiver ist da das Elektro-Muskel-Stimulations-Prinzip (EMS), mit dem das gerade eröffnete Studio „the 21“ arbeitet. Das Prinzip ist eine gezielte Verstärkung der körpereigenen elektrischen Reize von außen. Es ist ein effektives Training, das individuell zum partiellen Muskelaufbau oder zur Körperfettreduzierung genutzt werden kann. Besonders empfehlenswert ist es für Menschen, die auf Grund von Übergewicht unter Gelenk- , Muskel- oder Rückenproblemen leiden. EMS ist sehr gelenkschonend, es entstehen keine Erschütterungen oder Belastungen wie etwa beim Joggen. Das Team von the21 steht für eine Beratung zur Verfügung und freut sich auf individuelle Trainingsbetreuung. the21, Natruper Straße 120, 49090 Osnabrück, www.the21.de

Wahrlich außergewöhnlich! Wenn es das Paradies gibt, dann ist es genau hier: versteckt in Peingdorf, einer Bauernschaft in Wellingholzhausen. Hier befindet sich ein kulinarischer Höhepunkt: das Restaurant Waldschänke! Hier kann man postmoderne Küche von Koch Alexander Bachmann genießen und das Gefühl erleben, zu Hause zu sein. Ganz wichtig ist es, unbedingt einen Tisch zu reservieren. Restaurant Waldschänke, Dissener Strasse 73, 49326 Wellingholzhausen, www.steinreich-alexanderbachmann.eu

Der erste Eindruck ist entscheidend Wenn man durch die Altstädte in unsere Region geht, sieht man, dass jedes alte Haus eine andere, individuelle Haustür hat. Diese verleiht dem Gebäude Ausdruck – ein eigenes, besonderes und einzigartiges Gesicht. Die Türblätter und Türgewände sind mehr oder weniger reich verziert. Es gibt Türen mit verzierten Oberlichten als Stil- und Schmuckelement und Ausführungen mit schönen geschmiedeten Vorbauten. Allen Originalen sieht man an, dass sich jemand Gedanken zur individuellen Gestaltung für diese Tür gemacht hat, dass die Türen als Einzelstücke für dieses Haus in handwerklicher Arbeitsweise hergestellt wurden. Hinsichtlich der Wärmedämmung und der Sicherheitstechnik entsprechen die alten Konstruktionen aber nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es ist schwierig, Hersteller zu finden, die bereit und in der Lage sind, historische Haustüren in den wesentlichen Merkmalen detailgetreu zu reproduzieren auf dem heutigen Stand der technischen Ausstattung. Das abgebildete Beispiel zeigt aber, dass dieser Anspruch realisierbar ist. Das Team von Wolfgang Koentopp berät Interessierte gern. Wolfgang Koentopp, Weitkampsweg 1, 49143 Bissendorf, www.wolfgang-koentopp.de

Comfort beim Arbeiten Jeder Stressless® hat eine Geschichte zu erzählen, und sie alle beginnen und enden mit dem Wort „Comfort“. Es bedeutet auch, dass kein noch so kleines Detail eines Stressless® ohne Grund existiert. Jedes Detail erfüllt einen Zweck und trägt dazu bei, dass man es sich so bequem wie möglich machen kann. Jetzt wurde dieser ultimative Anspruch auf einen anderen Bereich übertragen: Den echten Stressless® Comfort kann man nun auch am Arbeitsplatz genießen. Man vergisst ganz einfach, dass man in einem Bürostuhl sitzt. Die Stressless® Home Office Collection wurde so gestaltet, dass sie zu einer ganzen Reihe von Sofas und Bequemsesseln passt, so dass man die Büroecke nicht als störend empfindet. Der Rücken sollte dieselbe Entspannung geniessen dürfen, egal ob beim Arbeiten oder Ruhen. Wenn es dem Rücken gut geht, funktioniert der Geist besser! Einrichtungshaus Kielhorn, Holperdorper Straße 26, 49536 Lienen, www.moebel-kielhorn.de


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Ecken und Kanten erlaubt Kolumne von Romy Riechert

Vor kurzem wurde Gwyneth Paltrow zur schönsten Frau der Welt 2013 gewählt – schönste Frau der Welt! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was für ein Wahnsinnstitel. Doch was ist schon Schönheit? Sagt man nicht, dass sie im Auge des Betrachters liegt? Auch Floskeln wie „Schönheit kommt von innen“ werden gerne gesagt – damit trösten wir uns immer wieder. Und Hand aufs Herz: „Schöne Frauen Wenn wir zugeben müssen, dass die ein oder müssen zickig andere Frau schöner oder dumm sein.“ ist als wir selbst – dann muss sie auf jeden Fall zickig oder dumm sein, denn nur so erträgt es unser Ego. Jeder möchte hübsch sein und versucht sicherlich das ein oder andere Mal, dem Schönheitsideal zu entsprechen. Ob Mann oder Frau – oder Tier. Tatsächlich wurde auch die süße, etwas rundliche Biene Maja dem Ideal angepasst. Offiziell hat sie auf Grund der „geänderten Dynamik heutiger Sehgewohnheiten“ abgespeckt, aber wir wissen doch alle: Wespentaille ist einfach en vogue! Aber während Maja mit den Frauen hungert, sind auch Männer immer mehr dem Ideal-Wahn verfallen. Schauen wir etwa auf Jürgen Klopp. Der hat sich mal eben die Geheimratsecken aufgefüllt – unauffällig? Geht so. Lacht Deutschland? Ein kleines bisschen. Aber warum hat er das getan? Stichwort: Schönheitsideal! Aber der Alltag ist doch davon bestimmt. Welche Frau kennt das nicht: Man steht vor dem Spiegel und beäugt kritisch die nun nicht mehr zu übersehenden Zeichen des Alterns. „So habe ich das aber nicht bestellt“, doch leider hat Gott auch bei mir keine Ausnahme gemacht. Ob Falten, Bindegewebsschwächen, Rötungen oder Hautunreinheiten – jeder hat sein Päckchen früher oder später zu tragen. Das innere Strahlen wird langsam oder sicher zu einem kleinen Flackern, dass mal mehr, mal weniger zu sehen ist und erahnen lässt, dass es irgendwann ganz er-

lischt. Nachdem man sich getraut hat, wirklich genauer hinzuschauen und auch die nächsten Falten willkommen geheißen hat, heißt es ran ans Werk. Dann wird zu den Tiegelchen, Tübchen und allerlei Farbe gegriffen. Wie also auch ich bei meinem alltäglichen Ritual zwischen all den Pinseln, Quasten und Cremchen stehe, kommt mein Lebensgefährte herein und fragt: „Na, bist du bald fertig mit der Restauration?“ Und da ist es mir bewusst geworden: Mit dem Altern ist es wie bei einem Gemälde. Es verliert mit der Zeit an Glanz und wird dann gewissenhaft aufgefrischt. Man versucht so viel wie möglich vom Original zu erhalten – doch es wird nicht mehr das gleiche sein. Und wenn auch das Make-up nicht mehr hilft, dann kann man wenigstens auf Fotos retuschieren. Es geht dann los mit einem Pickel, der auf einmal nicht mehr da ist und endet bei einer neuen Nase, einer neuen Figur und einer Porzellanhaut. Dann kann man sich anschauen und sagen: Ich bin zufrieden mit mir – geschummelt oder nicht – es schafft dem Ego einfach ein gutes Gefühl. Und wenn wir andere Frauen auf Magazinen sehen, ist es doch auch immer gut, wenn man sich sagen kann: Die sind auch nur gemacht. Besonders schön ist es, wenn es besonders schlecht gemacht ist und man auf den ersten Blick sieht, dass geschummelt wurde. Aber wo führt das hin? Ist man nicht nur noch der Schein des eigenen Selbst? In hundert Jahren trauen sich die Leute dann nur noch als retuschiertes Hologramm auf die Straße! Ich hoffe auf eine Revolution, back to the roots! Raus aus der Knechtschaft des Schönheitsideals und rein in den Individualismus. Ecken und Kanten erlaubt? Nein, sogar erwünscht!


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Das erwartet Sie in der nächsten Ausgabe der Schlossallee:

Wellness & Beauty: Day Spas & Saunen

Wohnen: Wohnen mit Holz

Spezial: Die perfekte Hochzeit

Gesundheit: Psyche

Schlossallee erscheint in Lizenz des Verlags Rottwinkel-Kröber GmbH 8. Jahrgang, www.schlossallee.com ISSN 1866-0932

Redaktion Svenja Dierker (Leitung) s.dierker@verlagkroeber.de Jana Schulte j.schulte@verlagkroeber.de

Herausgeber Barbara Rottwinkel-Kröber (ViSdP) Verlag Rottwinkel-Kröber GmbH Brückenort 15, D - 49565 Bramsche Tel. 0 54 61 / 94 02 - 10 | Fax - 20 www.verlagkroeber.de

Weitere Mitarbeiter Eva-Maria Lammers Isabell Weßling, Hendrik Steinkuhl

Gestaltung Stephanie Wilker Miriam Derda

Druck Druckerei Silber, Niestetal Abonnement Jahresabonnement (6 Ausgaben) 24 Euro inkl. 7% MwSt., inkl. Versand im Inland.

Impressum Anzeigen Dennis Klippel, d.klippel@verlagkroeber.de Stefanie Wollbrink, s.wollbrink@verlagkroeber.de Carlfritz Meyran, c.meyran@verlagkroeber.de

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Große Gestaltungskünstler Mit uns verleihen Sie Ihrer Fassade eine persönliche Note! Unsere »Original Wasserstrich Backstein Klinker« sind große Gestaltungskünstler. Mit ihrer außergewöhnlichen Form- und Farbgebung setzen sie stilvolle Akzente. Die sehr hell geschlämmten »divum flamma«-Steine (oben) fallen sofort ins Auge ebenso wie das auf Kundenwunsch realisierte Gelb »palea«. Versetzt gemauert lockern unsere Klinker große Flächen auf – kleine Details mit großer Wirkung! Ziegelei Hebrok Natrup-Hagen · Ziegeleiweg 5 · 49170 Natrup-Hagen Tel. 0 54 05/98 02- 0 · Fax 0 54 05/98 02-39 · info@ziegelei-hebrok.de · www.ziegelei-hebrok.de


Räume verbinden

+ARTESIO Die revolutionärsten Perspektiven beginnen oft mit einem einfachen Gedanken: wie man Verbindungen schafft und verschiedene Formen und Funktionen nahtlos zu einer durchgängigen Erfahrung zusammenführt. +ARTESIO erfindet das Leben in der Küche neu, indem sie alle Grenzen zwischen Küchen- und Wohnbereich aufbricht. Es entsteht eine neue Art von Raum – völlig offen, aber gleichzeitig durch ein einzigartiges architektonisches Designelement erkennbar.

Poggenpohl Osnabrück Lotter Straße 42 49078 Osnabrück Tel. 05 41 / 77 08 66 07 Fax 05 41 / 20 28 17 42 www.poggenpohl-osnabrueck.com


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