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Das regionale Wirtschaftsmagazin – Kostenfrei für alle Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 500 000 € Oktober 2013 · 3,50 €

Management & Mittelstand Nordwest

Unternehmen des Monats

Kommunikation nächster Generation – KOMNEXX GmbH Peter Fischer und Silas Bittmann erschließen Breitbandnetze in ländlichen Regionen Nordwest XXL

Metropolregion

Titelstory

Ozeanriesen im Jade-Weser-Port

Energieplattformen im Nordwesten

Energieeffizienz senkt kostendruck


Editorial // 3

Mit Energie nach vorn!

Was die neue Bundesregierung dem Nordwesten bringt, steht aktuell noch in den Sternen. Für die Wirtschaftskraft unserer Region ist aber eines besonders wichtig: Es braucht ein klares politisches Lippenbekenntnis zur Energiewende! Denn der Nordwesten spielt eine Vorreiterrolle in Sachen Erneuerbare Energien – insbesondere beim Bau von Offshore-Windparks, die die Energieversorgung der Zukunft maßgeblich mittragen sollen. Der Know-how-Vorsprung, der seit nun mehr zehn Jahren im Nordwesten herausgearbeitet worden ist, Synergieeffekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette und über unternehmerische Grenzen hinaus, darf nicht einfach gegen ausländische Konkurrenz – beispielsweise aus China – verloren werden. Dafür braucht es eine starke Regierung, die über den Tellerrand einer Legislaturperiode hinaus schaut. Für unsere aktuelle Ausgabe haben wir mit wichtigen Protagonisten der Energiewende im Nordwesten gesprochen und zeigen Ihnen, welches Potenzial zwischen Osnabrück und der Küste im Norden steckt.

Großprojekt EmslandArena

Während der Generalplaner in Osnabrück seinen straffen Zeitplan, die OsnabrückHalle zu renovieren, nicht einhalten konnte, brilliert im Emsland derzeit das Zusammenspiel der Gewerke. In Lingen entsteht eine neue Veranstaltungshalle, die EmslandArena, mit außerordentlich moderner Ausrichtung und Technik. Das Besondere: Am Bau waren fast ausschließlich emsländische Unternehmen beteiligt. Wie weit das Projekt bereits vorangeschritten ist, zeigen die Bilder im aktuellen Magazin. Dem Start mit einem Konzert von Katie Melua am 30.11.2013 scheint demnach nichts im Wege zu stehen. Kleider machen Leute – lautet ein zwar abgegriffener, aber bis heute gültiger Satz. Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, ob der Anzug, den Sie tragen, auch wirklich das Beste aus Ihnen macht? In unserer Rubrik Lebensart nehmen wir Sie auf einen Knigge-Exkurs zu diesem Thema mit. Spannende Themen warten auf Sie – und noch mehr interessante Inhalte finden Sie in unserer App, die für Sie zum kostenlosen Download auf www.mm-nordwest.de zur Verfügung steht.

In diesem Sinne grüßen Sie,

Andrea Maria Waden, Geschäftsführerin

Nicholas Salagaray, leitender Redakteur

mm-nordwest.de


4 // MMN 4 | 2013

Metropolregion Energiewirtschaft | S. 22

Inhalt Regional

06 Nordwest XXL Ozeanriesen im Jade-Weser-Port Titel 08 Kombikraftwerke Erneuerbare Energien 10 Business Plus in Emden 51 EmslandArena Erfolgreiches Großprojekt in Lingen

Branchenreport

16 Stahlbau

Management Metropolregion Energiewirtschaft Titel 22 Energieplattformen im Nordwesten 23 Interview Ronny Meyer, WAB e. V. 25 Interview Thomas Haukje, OLEC e. V. 26 Interview Roland Hentschel, OLEC e. V. Energieeffizienz Titel 32 Energiemanagement – Pflicht oder Kür? 36 Energieeinsparverordnung bietet Chancen für Gebäudebetreiber 38 Bis zu 80.000 Euro BMWi-Förderung für Gewinner 40 Markenrecht birgt Chancen und Risiken

mm-nordwest.de

42 Moderne Bürowelten: Der professionelle Empfang Themenreihe Erfolgreich im Ausland 46 Viele Schritte führen ins Ausland 48 Änderungen im spanischen Recht 50 Schwerpunkt bei Betriebsprüfungen – Verrechnungspreise im internationalen Geschäftsverkehr IT: Datenschutz 56 Druck auf die Bundesregierung wächst 58 „Nun sind wir auf seiner Platte!“ EWE TEL veranstaltet Livehacking mit Mark Semmler

Recht und Finanzen

45 Abschied von der Lohnsteuerkarte

Lebensart/Gesundheit

60 Der perfekte Anzug  Bekleidung- und Stil-Fauxpas vermeiden

Unternehmen

12 Unternehmen des Monats  Pioniere der ländlichen Breitband-Vernetzung: KOMNEXX


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Branchenreport: Stahlbau | S. 16

20 Existenzgründer des Monats Felignum, Matthias Thiesing / Timo-Frederik Gelzhäuser GbR Unternehmensporträts 27 EWE Aktiengesellschaft 28 SWD-Gruppe | NW Assekuranz 29 LINDEN ENERGY | EnviTec Energy | SCHULZ Systemtechnik 30 Neuenhauser 43 fm-Büromöbel 44 Schuhmacher

IDEEN BEGEGNEN.

RUBRIKEN

3 Editorial 62 Kurzmeldungen 66 Impressum/Vorschau

> START 2014

www.innovationscentrum-osnabrueck.de mm-nordwest.de


6 // Regional XXL Nordwest


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NORDWEST XXL Ozeanriesen im Jade-Weser-Port

Seit rund einem Jahr ist Deutschlands einziger Container-Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven in Betrieb. Nach etwas über vier Jahren Bauzeit wurde der Jade-Weser-Port im vergangenen Herbst eröffnet. Er entstand im Jadebusen auf einer Fläche, die mit 45.9 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült wurde. Seine Leistungsfähigkeit sucht ihresgleichen: Mit einer Fahrwassertiefe von 18 Metern können Großcontainerschiffe mit einem Tiefgang von bis zu 16,50 Metern und bis zu 430 Metern Länge den Hafen anlaufen. Für die Be- und Entladung sind acht der weltgrößten Containerbrücken mit einer Ausladung von 69 Metern im Einsatz. Die Realisierung des Jade-Weser-Ports ist eines der größten norddeutschen Infrastrukturprojekte in den letzten 50 Jahren.

Fotos: Jade-Weser-Port


8 // Regional Kombikraftwerke

Peter Forch

Energiewende „made in Oldenburg“

Oldenburger Unternehmen wollen gemeinsam Kombikraftwerke für Mittelständler bauen Drei Unternehmen aus der Region gehen jetzt mit einem intelligenten Konzept für den Einsatz erneuerbarer Energien an den Markt. SCHULZ Systemtechnik, EnviTec Energy und Linden Energy bauen Kombikraftwerke, die Strom und Wärme aus Windenergie, Photovoltaik, Biogas und weiteren Komponenten erzeugen. Von der Energiewende „made in Oldenburg“ können besonders mittelständische Unternehmen profitieren. Nicht nur für private Haushalte, auch für mittelständische Unternehmen steigen die Energiekosten laufend. Während die Großindustrie von zahlreichen Entlastungsregelungen profitiert, bezahlen kleine und mittelständische Unternehmen zum Beispiel mittlerweile 15 bis 18 Cent für ihren Strom – ein nicht unerheblicher Wettbewerbsnachteil.

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Nachhaltige Kostenbremse Im Oldenburger Raum sind davon Firmen aus Branchen von der Nahrungsmittelindustrie bis zum verarbeitenden Gewerbe betroffen. Wie können Großbäckereien oder Hersteller von Kunststoffprodukten ihre Energiekosten nachhaltig reduzieren? Für diese Aufgabenstellung haben sich jetzt drei Oldenburger Unternehmen zusammengetan: SCHULZ Systemtechnik aus Visbek ist Spezialist für automatische Prozesssteuerung und Energietechnik in Unternehmen, EnviTec Energy aus Lohne für die Bereiche Biogas, Stromhandel und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Linden Energy aus Oldenburg fokussiert Windkraft, Photovoltaik und Projektfinanzierung. Peter Forch, Geschäftsführer von Linden Energy: „Unsere fachübergreifende Kooperation ist ein Novum in der Branche, die bisher fast ausschließlich in Einzeldisziplinen und gesetzlichen Einspeisetarifen gedacht hat. Wir konzipieren nachhaltige Energielösungen, kombinieren die Stärken der verschiedenen Technologien, sind schnell und umsetzungsstark.“ Mittelgroße Verbraucher sollen sich nach ihrem Konzept zu 40 bis 60 Prozent aus erneuerbaren Energien selbst versorgen können. Die restliche Energie wird aus dem Stromnetz bezogen – das insgesamt entlastet wird.

Strom und Wärme benötigt? Wie hoch ist der Bedarf? Welche Erzeugungstechnologien passen am besten zum Verbrauchsprofil? Nach der gründlichen Analyse werden die Komponenten des Kombikraftwerks bedarfsgerecht geplant. Erste Projekte schon in Sicht Forch will bei der Nutzung der erneuerbaren Energien neue Perspektiven eröffnen und Unternehmen Planungssicherheit verschaffen: „Ziel ist eine effiziente und stabile Energieversorgung, und zwar zu langfristig günstigen Preisen. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern SCHULZ Systemtechnik und EnviTec Energy decken wir die gesamte Bandbreite der Herausforderungen von der Energieerzeugung über die Steuerung bis hin zur Beschaffung der Restmengen ab.“ Noch in diesem Jahr planen die drei Oldenburger Unternehmen, die ersten Kombikraftwerke zu bauen. Sie befinden sich bereits in konkreten Verhandlungen, auch mit Unternehmen aus der Region. Mehr Informationen zum Thema Kombikraftwerk unter www.lindenenergy.com.

Individuelle Energielösung Der Chef von Linden Energy nennt ein typisches Beispiel aus der Region: Ein Nahrungsmittelhersteller mit einem hohen Strom- und Wärmebedarf kann mit seinem eigenen Kombikraftwerk deutlich mehr als 20 Prozent seiner Energiekosten einsparen. „Maßgeblich für die Planung eines Kombikraftwerks ist das Verbrauchsprofil des Unternehmens und nicht mehr, ob eine hohe Einspeisevergütung erzielt werden kann“, erläutert Forch. Zu welchen Tages- und Nachtzeiten werden

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10 // Regional Business Plus

Viele Highlights auf der Nordwestmesse

Wirtschaftsminister Lies besucht das große Wirtschaftsevent Business Plus am 24. und 25. Oktober in Emden Die Nordwestmesse Business Plus wird am 24. und 25. Oktober in der Nordseehalle Emden mit einem besonderen Rahmenprogramm aufwarten. Dafür stehen nicht zuletzt die bekannten Fernsehmoderatoren Ludger Abeln und Bettina Tietjen, die zahlreiche Messerundgänge und Talkrunden an den beiden Messetagen moderieren. Mit Wirtschaftsminister Olaf Lies erwartet die Messe zudem einen prominenten Politiker. Olaf Lies reiht sich damit in die lange Reihe prominenter Business Plus-Referenten wie Heiner Geißler, Lothar Späth, Klaus Töpfer, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf oder Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker ein. Als Netzwerker erfolgreich „Netzwerke knüpfen – erfolgreich sein“ – Dieses Motto bringt die Botschaft der Messe auf den Punkt. Wer heute neue Märkte erschließen, Synergien entwickeln und neue Produkte vermarkten will, braucht Kooperationen und ein gutes Netzwerk. Traditionell ist die Business Plus eine B2B- und Netzwerkmesse, die nicht nur die Produkte, sondern die Unternehmen mit ihren Kompetenzen in den Mittelpunkt stellt. Die Experten werden zu definierten Zeiten und Fachthemen wie Logistik, Marketing und Personal zusammengeführt in den sogenannten „Primetimes“. Nach einem Empfang wird die Thematik mit einem Impulsvortrag eröffnet. Danach ermöglicht eine Talkrunde mit einem moderierten Messe­ rundgang neben einer Wissenserweiterung auch das gewünschte Kennenlernen untereinander. Im exklusiven Wirtschaftstalk mit Olaf Lies und Wirtschaftsführern der Region wird eingehend auf die Chancen und Risiken der Wirtschaftsregion Nordwest eingegangen. Theorie und Praxis verbinden Im Programmpunkt „Wirtschaft meets Hochschule“ wird die Messe in einen Vorlesungssaal verwandelt. Professoren der Hochschulen mm-nordwest.de

Emden/Leer, Wilhelmshaven und Oldenburg organisieren öffentliche Vorlesungen mit ihren Studenten auf der Business Plus. Den vorlesungsrelevanten Praxisteil liefert ein ausstellendes Unternehmen der Nordwestmesse. Auf diese Weise entsteht für die Studierenden ein Lern­­erlebnis, welches Theorie und Praxis konkret miteinander verbindet. Neben dem bekannten Business-Speed-Dating an beiden Messetagen wird es in Emden das erste „Studenten-Speed-Dating“ in einem Pilotprojekt geben. Studierenden wird die Chance gegeben, in kurzer Zeit potentielle Arbeitgeber kennenzulernen. Unter dem Stichwort „Career Day“ werden viele Schüler und Studierende zur beruflichen Orientierung am zweiten Messetag erwartet. Unternehmen erhalten die Chance, Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Einige Restplätz für interessierte Aussteller sind jetzt zu buchen. Eine Eintrittskarte für einen Besuch der Nordwestmesse liegt diesem Heft bei. Weitere Informationen unter www.nordwestmesse.de


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Messeprogamm Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:00 Uhr Eröffnung 10:15 Uhr Eröffnungstalk 11:00 Uhr Messerundgang 11:30 Uhr/14:00 Uhr Business-Speed-Dating auf Stand B7, Information/Anmeldung: www.ecco.de Logistik-Primetime 13:00 Uhr Empfang Logistik auf dem Business Markt 13:30 Uhr Vortrag Logistik 14:00 Uhr Talkrunde 14:30 Uhr Messerundgang Netzwerk-Primetime 16:00 Uhr Vortrag von Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr 16:30 Uhr Studenten fragen nach, Olaf Lies antwortet 17:00 Uhr Der Wirtschaftstalk mit den Schirmherren Olaf Lies und Jens Herrmann, Moderation Carsten Knop, FAZ 18:00 Uhr Messerundgang After work 18:30 Uhr

Kennenlernen und Austauschen

Freitag, 25. Oktober Ganztägig: Career Day, Messerundgänge, Bewerbungsmappencheck, Suche & Biete-Wand 10:00 Uhr Eröffnung 11:30 Uhr Studenten-Speed-Dating auf Stand B7, Information / Anmeldung: www.ecco.de 12:45 Uhr  Podiumsdiskussion zur Abschlusstagung des Projekts „expertAzubi“ 13:30 Uhr Business-Speed-Dating auf Stand B7, Information / Anmeldung: www.ecco.de 15:30 Uhr Übergabe der Business Plus-Patenschaft Marketing-Primetime 10:30 Uhr Empfang Marketing am Stand A16 (Centers of Competence e.V.) 11:00 Uhr Vortrag Marketing 11:30 Uhr Talkrunde 12:00 Uhr Messerundgang Personal-Primetime 13:30 Uhr Empfang Personal am Stand A16 (Centers of Cempetence e.V.) 14:00 Uhr Vortrag 14:30 Uhr Talkrunde 15:00 Uhr Messerundgang

Eintrittskarten für die Business plus liegen dem Magazin bei! mm-nordwest.de


12 // Unternehmen des Monats Komnexx GmbH Anzeige

Pioniere der ländlichen Breitband-Vernetzung KOMNEXX GmbH erschließt strukturschwache Gebiete mit HochleistungsGlasfasernetzen und bietet zudem alle Leistungen eines modernen IT-Hauses Modern, innovativ und zukunftsorientiert präsentiert sich die noch junge KOMNEXX GmbH aus Bakum-Lüsche. 2012 als Ruhe Medien gegründet, trat das Unternehmen mit einer hehren Vision in das Wirtschaftsleben: Breitband-Netze dort hinzubringen, wo klassische Telekommunikations- und Infrastrukturdienstleister an ihre Grenzen stoßen – Kommunikation der nächsten Generation lautet das Credo dahinter. Denn der Ausbau dieser Netze verläuft besonders in strukturschwachen Gebieten schleppend, ländliche Regionen haben in Deutschland nach wie vor wenig Hoffnung auf schnelles Internet – besonders für Wirtschaftstreibende gestaltet sich das immer wieder als Wettbewerbsnachteil. „Unsere Mission ist die Ermöglichung von Kommunikation der nächsten technologischen Generation in Regionen Deutschlands, die bisher diesbezüglich aufgrund ihrer wirtschaftlichen und demografischen Struktur stark benachteiligt sind“, sagt Peter Fischer, der über langjährige nationale und internationale Managementerfahrung im Mittelstand verfügt und bei KOMNEXX die kaufmännische Geschäftsführung innehat. Alleine im vergangenen Jahr erreichte das Unternehmen im Bereich Modernste Internet- und Telekommunikationsinfrastruktur der Glasfaser-Vernetzung einen Marktanteil „Die Technologie ist state-of-the-art und wird dies nach heutiger Sicht auch in den von zwei Prozent – insgesamt gingen 40.000 nächsten 10 – 20 Jahren sein“, erklärt Fischer. Haushalte mit der FTTH (Fibre To The Home)Schließlich laufe die Datenübertragung in Technologie ans Netz. Was auf den ersten Blick Lichtgeschwindigkeit ab. So kann das Untereinen starken Markteintritt bedeutet, zeigt aber nehmen seinen Kunden komfortable Punktauch, wie weit Deutschland im Bereich moderzu-Punkt-Anbindungen mit Übertragungsner Datenübertragung hinterherhinkt: Im raten von derzeit mindestens 1 GBit pro europäischen Vergleich schafft es die BundesKOMNEXX GmbH Sekunde garantieren: „Unsere Leitungen republik beim Thema Ausbau von Glas­faserKötterheide 14 · 49456 Bakum-Lüsche kommen vom Hauptverteiler direkt ins Haus. Netzwerken nicht einmal in die Top 20. Tel. 05438 819430 · info@komnexx.de www.komnexx.de mm-nordwest.de


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Es gibt keinen Verlust, keine Verringerung der Leistung. Jeder Kunde hat seine eigene persönliche Faser vom Hauptverteiler bis zu sich nach Hause“, so Fischer. Besonderen Wert legt er dabei auf den Punkt-Service: „Wir arbeiten nicht mit Call-Centern, sondern bieten unseren Kunden einen persönlichen Ansprechpartner, der sich um ihre Belange kümmert.“ Dies beschränke auch das Wachstum: „Wir haben nicht vor, ein Dienstleister wie die Telekom zu werden. Weder hinsichtlich der Größe noch in Hinblick auf die Servicequalität. Speziell bei Letzterem haben wir höhere Ansprüche“, sagt Fischer um die Nachteile der Konkurrenz wissend. Schnell, flexibel und lösungsorientiert Mehr als Tausend Haushalte, Dutzende Firmengebäude und einige Gewerbegebiete hat KOMNEXX bereits mit Glasfaserkabeln vernetzt. In Holdorf an der A1 zwischen Osnabrück und Vechta gelegen, musste es besonders schnell gehen: „Die Unternehmen, die im dortigen Gewerbegebiet angesiedelt sind, verlangten schon lange von der Gemeinde eine Breitbandlösung. Manche Firma drohte hier gar mit Abwanderung. Nun gibt es manchmal Dinge, die passen einfach oder man muss sie passend machen. Bei unserer Suche nach Räumlichkeiten für eine neue zusätzliche Betriebsstätte wurden wir in diesem Gewerbegebiet fündig. Die vorgefundene Internetanbindung war so, wie sie war. Also machten wir es passend“, erklärt Fischer. Es mussten Anschlusspläne erstellt, Leerrohre verlegt, Kabelverzweiger gesetzt werden, ehe die haardünnen Glasfaserkabel mittels Druckluftkompression in die Rohre eingeblasen werden konnten. Dass das Unternehmen nicht nur sich selbst, sondern auch die interessierten angrenzenden Unternehmen mit angeschlossen hat, versteht sich von selbst. Darüber hinaus wurde ein Plan für das gesamte Gewerbegebiet und die angrenzenden Neu-

baugebiete aufgelegt und begonnen zu realisieren. Am Ende verlief die erste Ausbaustufe der Verkabelung innerhalb von wenigen Wochen problem- und verzögerungsfrei zur Freude aller Beteiligten. „Das war für uns schon ein besonderes Projekt“, freut sich Fischer. Noch knapper gestaltete sich das Zeitfenster in Bersenbrück, nördlich von Osnabrück gelegen: Hier sollte ein Wohngebiet mit 50 Haushalten angeschlossen werden. Als KOMNEXX für den Auftrag angefragt wurde, blieben nur drei Tage Zeit – denn die Bagger, die für die Rohrschächte benötigt wurden, standen bereits in den Startlöchern. Mit Flexibilität und „Hands-on-Mentalität“ konnte KOMNEXX auch hier seinen Auftrag planmäßig erfüllen. „Wir sind gern bereit, auch auf unkonventionelle Anfragen schnell, unkompliziert und lösungsorientiert zu reagieren“, sagt Fischer. So kann es auch vorkommen, dass ein Siedlungszusammenschluss selbst die Rohrgräben ausheben will, damit KOMNEXX die Breitbandvernetzung bis in die Siedlung bringen kann. Bislang betreibt das Unternehmen Netze in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der regionalen Verankerung“, erklärt Fischer. „Wir sehen das als Verpflichtung an und wollen etwas für die Regionen tun.“ Dabei sei vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit von immenser Bedeutung. Modern und transparent – hochverfügbare IT-Services Da der Ausbau eigener Glasfasernetze einen enormen Investitionsbedarf mit sich bringt und die Amortisierungszeit bei etwa 15 bis 20 Jahren liegt, trägt sich das Geschäftsmodell KOMNEXX u.a. durch ein zweites Standbein: IT-Dienstleistungen. „Viele unserer Kunden konnten bisher beispielsweise keinen externen Serverdienst nutzen, weil kein Breitbandanschluss verfügbar war“, erklärt Silas Bittmann, technischer Geschäftsführer der KOMNEXX GmbH. mm-nordwest.de


14 // Unternehmen des Monats Komnexx GmbH Anzeige

Zu den Kernkompetenzen im IT-Bereich zählen Managed Services, Hosting und Housing sowie Cloud-Anwendungen. Mit eigenem Rechenzentrum bietet das Unternehmen maximale Sicherheit für Kundendaten: „Es gibt leider noch viele Ressentiments gegenüber CloudAnwendungen. Wir wissen allerdings zu jeder Zeit, wo sich die Daten unserer Kunden befinden, nämlich ausschließlich in unserem eigenen Rechenzentrum“, erklärt Fischer. Zwischen Osnabrück und Oldenburg arbeitet KOMNEXX weiter daran, das größte nennenswerte Rechenzentrum zu werden. Flexibilität, Performance und Zuverlässigkeit werden durch hochverfügbare, redundante Serversysteme gewährleistet. Im IT-Bereich des Unternehmens bündelt KOMNEXX seine Leistungen vom Cloud Computing über die Projektierung und Realisierung von IT-Lösungen bis zu Serviceangeboten im Rechenzentrum. Bei den Managed Services reicht das Produktportfolio des Unternehmens von Firewalls, die für Kunden gegen einen Monatsbetrag, der sich nach der Projektgröße richtet, betrieben werden können, über Netzwerk-Services, Server-Bereitstellung bis hin zur gehosteten Telekommunikationsanlage (PBX) für die Internet-Telefonie. „Unsere PBX-Anlagen sind hochinteressant. Insbesondere dann, wenn bei Kunden Projektgeschäfte anstehen“, erklärt Bittmann. So kann der Kunde bequem zusätzliche Telefonstellen bei KOMNEXX für einen festgelegten Zeitraum anmieten, Vernetzung zu Smartphones inklusive. Als klassisches Systemhaus versteht sich KOMNEXX allerdings mm-nordwest.de

nicht: „Wir liefern Infrastruktur, betreiben eigene Netze und können darüber Services für Unternehmer und Privatleute gleichermaßen bereitstellen“, sagt Bittmann. Die physikalische Ebene sei dabei das entscheidende Kriterium. Die Dienstleistungen von KOMNEXX erfordern ein enormes Maß an Know-how bei den Mitarbeitern. Technisches Verständnis und eine zielführende Kundenorientierung sind entscheidende Erfolgskriterien des Unternehmens. Neubau und Netzwerkmöglichkeiten Bisher hat das junge Unternehmen KOMNEXX alle Hürden meistern können. Derzeit suchen die Kommunikationsspezialisten bereits nach einem Platz für ein neues Rechenzentrum inklusive neuem Firmensitz, das in ca. zwei Jahren die Wachstumsbedürfnisse der Firma befriedigen soll: „Wir wollen ein grünes Rechenzentrum zum Anfassen schaffen und das in der Region. Am liebsten direkt an der Hansalinie“, erläutert Fischer erste Planungen. Mit Transparenz, Versorgung durch erneuerbare Energien und Niedrigenergie-Standard will KOMNEXX seine Nachhaltigkeit auch in der Außendarstellung zeigen. Im Bereich der Glasfaserverkabelung plant das Unternehmen bereits im kommenden Jahr, als Gesamtversorger einer kleinen Stadt aufzutreten. Für seine Projekte arbeitet das Unternehmen bereits mit vielen Netzwerkpartnern zusammen, ist allerdings stets auf der Suche nach neuen und innovativen Synergien.


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16 // Branchenreport Stahlbau

Branchenreport Stahlbau: Zwei Millionen Tonnen Stahl made in Germany Deutscher Stahlbau mit Qualitätsoffensive – Stahl als Schlüssel für die Energiewende Der deutsche Stahlbau erzielte 2012 im sechsten Jahr in Folge ein Produktionsvolumen von rund zwei Millionen Tonnen. Auch wenn nach Einschätzungen von bauforumstahl die durch Sondereinflüsse geprägte Rekordmarke des Jahres 2011 von 2,4 Millionen Tonnen erwartungsgemäß nicht wieder erreicht werde, behauptet der konstruktive Stahlbau seine anhaltende Stärke. Das Produktionsvolumen soll auch in diesem Jahr dem Trend der letzten Jahre folgen. Die Branche profitiert dabei insbesondere von der guten Entwicklung des Industrie- und Gewerbebaues, ihrer wichtigsten Domäne. Bedeutende Schlüsselindustrien investieren in Bauten und Ausrüstungen, Baugenehmigungen und Auftragseingänge sprechen derzeit für eine Fortsetzung der guten Investitionskonjunktur im Wirtschaftsbau. Zusätzliche Impulse kommen von Windkraftanlagen, auch wenn die betreffenden Gewerke nur teilweise dem Stahlbau zugerechnet werden können. Für den klassischen Kraftwerksbau sind dagegen im Zuge der Energiewende in Deutschland die Perspektiven deutlich eingetrübt. Hoher Kostendruck Grundsätzlich ist das Geschäft für die Stahlbaubetriebe kleinteiliger geworden. Große Aufträge, beispielsweise im Bereich der Stadienbauten oder öffentlicher Bauten sind kaum auf dem Markt. Der Druck auf die Margen ist entsprechend hoch, zumal auch die zusätzlichen Kosten der Energiewende die mittelständischen Betriebe belasten. Auch als Reaktion auf Billiganbieter, zum Beispiel aus Fernost und Osteuropa, die mit unzureichender Qualität auf den Markt kommen, hat der deutsche Stahlbau eine Qualitätsoffensive gestartet, insbesondere im Hinblick auf die Regelungen der Eurocodes und der DIN EN 1090, der Bauproduktenverordnung und den Umweltprodukt-Deklarationen für Stahlbauprodukte. „Damit soll dokumentiert werden, dass die Mitgliedsunternehmen über die gesamte Prozesskette für Qualität stehen. Und wir wollen private und öffentliche Bauherren im Interesse nachhaltigen Bauens auf Qualität verpflichten“, so Volker Hüller, Geschäftsführer von bauforumstahl. „Die Sicherung der Bauqualität ist zugleich ein entscheidender Beitrag, um die Abwicklung von Großprojekten besser zu managen. Wir brauchen ein neues Grundverständnis über die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, das Gräben überwindet und das Bauen wieder

in den Vordergrund rückt, statt alles bei den Juristen abzuladen. Außergerichtliche Schlichtungsverfahren können effizienter, rascher und kostengünstiger sein als der Rechtsweg. Professionalität, Qualität und Vertrauen sollten wieder zur Richtschnur werden. Deshalb rufen wir hierzu eine Schlichtungsstelle ins Leben.“ Stahlbrücken zur Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur Im Bereich der Bundesfernstraßen gibt es rund 40.000 Brücken. Beton- und Spannbetonbrücken machen einen Anteil von 88 Prozent aus, rund 65 Prozent wurden im Zeitraum 1965 bis 1985 gebaut. Der größte Teil wurde für wesentlich geringere Verkehrslasten bemessen, als heute zu tragen sind. Nordrhein-Westfalen ist als Transitland für den Ost-West-Verkehr und wegen der Altersstruktur seiner Autobahnen und Bundesstraßen das am stärksten betroffene Bundesland. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat einen Sanierungsbedarf in Höhe von 3,5 Mrd. Euro bei fast 400 großen Brücken festgestellt. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Nordwesten ab. Die Investitionszurückhaltung der Öffentlichen Hand sieht bauforumstahl sehr kritisch. „Ohne die rasche Verstärkung vorhandener Brückenbauwerke und Neubauten droht ein Verkehrsinfarkt mit


Branchenreport Stahlbau // 17

Stahlüberbau im Vergleich zu Beton leichter ist und eine höhere Tragfähigkeit bei kleinen Querschnitten aufweist.

schwerwiegenden Folgen vor allem für die betroffene Industrie“, befürchtet Volker Hüller und betont: „Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist lebenswichtig. Sie ist der Schlüssel zu Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung. Das Gebot der kommenden Jahre ist ein moderner, umweltverträglicher und Ressourcen effizienter Brückenbau, der Staus und unnötige CO2-Emissionen vermeidet. Besonders über Autobahnen ist der Bau von Stahl- und Stahlverbundbrücken die nachhaltigste Lösung.“ Als großer Vorteil dieser Brücken gilt, dass der Verkehr während der Bauzeit ungehindert fließen kann, mit nur kurzen Sperrzeiten nachts oder am Wochenende. Die einzelnen Bauteile werden in der Werkstatt oder auf mobilen Fertigungsplätzen neben den Verkehrswegen vormontiert und als Ganzes oder in wenigen Segmenten eingehoben. Bei großen Spannweiten kann außerdem die Mittelstütze entfallen, Aufwendungen für beengende Verkehrsführungen lassen sich einsparen. Stahl wird auch bei der Sanierung alter Spannbetonbrücken eingesetzt. Dabei kann die alte Unterkonstruktion der Fundamente und Stützen oft weiter genutzt werden, ergänzt um einen Oberbau in Stahlverbund, mit breiterer Fahrbahn. Dies ist möglich, weil der

Stahl ist Schlüssel für die Energiewende Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) hat gezeigt, dass dem Werkstoff Stahl bei der Klimavorsorge eine Schlüsselrolle zukommt. Ein Drittel der für Deutschland bis 2020 geplanten CO2-Reduktionen lässt sich nur mithilfe innovativer Stahlprodukte und deren Anwendungen verwirklichen. Die Bilanz wurde für Deutschland im Zeitraum 2007 bis 2020 berechnet. Bedeutende Einsparmöglichkeiten liegen in der Erneuerung fossiler Kraftwerke (29,5 Millionen Tonnen), beim Ausbau der Windenergie (14,2 Millionen Tonnen) und der Kraft-WärmeKopplung (9,2 Millionen Tonnen) sowie bei weiteren erneuerbaren Energien, wie Geothermie, Biomasse und Wasser (5 Millionen Tonnen). Der innovative Stahleinsatz spart bis zu sechsmal so viel CO2 ein, wie bei der dafür erforderlichen Stahlproduktion verursacht wird. Dem Stahl kommt damit eine Schlüsselrolle zu, um die ambitionierten Klimaziele für Deutschland zu erreichen. „Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten aufwachen und den Baustoff Stahl in einem anderen Licht betrachten“, so Dr. Bernhard Hauke, Sprecher der Geschäftsführung von bauforumstahl. „Seine Vorteile wiegen den CO2-Footprint in der Herstellungsphase um ein Vielfaches auf, insbesondere bei wachsendem Anteil von Recyclingstahl. Und nebenbei verliert mit wachsendem Anteil von regenerativen Energien auch der Energieeintrag im Stahlherstellungsprozess an Bedeutung. Ökobilanzvergleiche verschiedener Baustoffe unter ganzheitlicher Betrachtung des Bauprozesses und des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden bescheinigen Stahl einen umweltschonenden, ressourceneffizienten und nachhaltigen Einsatz. Deshalb muss regenerativen Recycling-Baustoffen wie Stahl (3R Baustoffe: reduzieren – reaktivieren – recyceln) auch von der Politik und seitens der Öffentlichen Hand Vorrang eingeräumt werden.“


5418 // // RUBRIK Moderne Bürowelten Branchenreport Stahlbau

Unternehmen

Hauptsitz

Mitarbeiter

verarbeitete Tonnen Stahl (2012)

Geschäftsführer

Barghorn GmbH & Co. KG

Brake (Unterweser)

160

1.000

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gunnar Barghorn

Bentheimer Stahl- und Hallenbau GmbH & Co. KG

Bad Bentheim

55

3.200

Hermann Josef Dreyer

Göckemeyer Metallbau GmbH

Venne

28

800

Martin Göckemeyer

Hansa Polytechnik GmbH

Moormerland

k.A.

k.A.

Hans-Egon Sandvoß, Thomas Sandvoß

HNB Nordbleche GmbH

Holdorf

30

750

Lars Ingvarsson

HOVING + HELLMICH GmbH*

Osnabrück

48

3.900

Lothar Hellmich, Christoph Nieters

Kirchner Stahlbau GmbH

Wardenburg

58

5.800

Heiko Kirchner

Maschinen- & Metallbau Claaßen GmbH

Saterland

220

12.000

Thomas Claaßen

Stahl- und Metallbau Ihnen GmbH & Co. oHg*

Aurich

150

13.500

Dipl.-Ing. Thomas Ihnen, HWM Willm Ihnen

Stahlbau Bakenhus GmbH*

Wiefelstede

60

3.800

Tammo Bakenhus

Stahlbau Menke*

Haren

100

5.000

Dipl.-Ing. Bernold Menke

Stahlhallen & Baustoffe Janneck GmbH

Molbergen

60

5.750

Andreas Raker und Thorsten Bruns

Wurst-Stahlbau GmbH*

Bersenbrück

185

23.000

Christian Wurst, Michael Wurst, Thomas Wurst

Legende: *= Unternehmensdaten 2012

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20 // Unternehmen Existenzgründer des Monats

existenzgründer des monats Felignum - Matthias Thiesing / Timo-Frederik Gelzhäuser GbR Die Verbindung Verbindung von haben dembeiden NamenDiplom-Ingenieure Felignum vermarkten sie Timo-Frederik ihre Idee, die Jahr 2010 beim von individuellen individuellenMöbeln Möbelnund undAußenwerbung Außenwerbung haben Unter sich die (FH) Gelzhäuser sich beiden Diplom-Ingenieure (FH) Timo-Frederik GründerCampus Niedersachsen ausgezeichnet (links)die und Matthias Thiesing aus Osnabrück zur Aufgabe Gelzhäuser gemacht. Unter dem Namen Felignum vermarkten sie ihrewurde. Idee, die im Jahr 2010 (links) und Matthias Thiesing aus Osnabrück zur Aufgabe beim GründerCampus Niedersachsen ausgezeichnet wurde.gemacht. Im Gründungsjahr

2010

haben wir unser Unternehmen mit der Idee gestartet,

eine neue Form der Außenwerbung

in Form von individuellen Möbeln auf dem Markt zu etablieren. Kurz gesagt bedeutet das, dass wir für unsere Kunden auf ihre Bedürfnisse und Wünsche angepasste Möbelstücke und individuelle Außenmöbel herstellen. Durch die Möglichkeit einen Schriftzug und/oder ein Firmenlogo zu integrieren, bieten diese Möbel gleichzeitig eine hochwertige und unaufdringliche Werbemöglichkeit. Unsere Vision ist es, eine solide Selbstständigkeit aufzubauen und den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren. Die Marktsituation ist im öffentlichen Bereich kompliziert, da über Ausschreibungen beauftragt wird. Ein Sponsoring ist dort ein Sonderfall. Das Startkapital für die Existenzgründung stammte aus privatem Kapital und dem gewonnenen Preisgeld beim Gründercampus Niedersachsen 2010. Wir führen das Unternehmen derzeit im Nebenerwerb, weil ein Gründer noch promoviert und die Entwicklung der Firma abgewartet wird. Als wichtiger Wegbegleiter hat uns Steffen Mölleken unterstützt. Er hat uns bei der Erstellung unseres Businessplans mit seinen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen sehr geholfen. Im ersten Geschäftsjahr waren die größten Herausforderungen die Kundenaquise und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Arbeit in ein Projekt gesteckt werden kann oder muss, das gegebenenfalls keinen Auftrag ergibt. Im Nachhinein betrachtet war die Existenzgründung für einen Nebenerwerb sehr arbeitsintensiv, hat uns jedoch mit einer Vielzahl an Erfahrungen bereichert. In fünf Jahren möchten wir viele zufriedene Kunden erreicht und uns eine Existenzgrundlage aufgebaut haben. Unsere größten Erfolge sind das Fertigstellen eines jeden individuellen Projektes, die bislang durchweg zufriedenen Kunden und im öffentlichen Bereich auch häufig ein positives Feedback von Passanten, die sich über neue und hochwertige Möbel freuen. Liebe Leserinnen und Leser, an dieser steLLe steLLen wir ihnen in jeder ausgabe unseren existenzgründer des monats vor. bedingung hierfür: die gründung des unternehmens darf nicht Länger aLs drei jahre zurückLiegen. woLLen auch sie vorgesteLLt werden? dann schreiben sie uns einfach an ns@mm-nordwest.de

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Unternehmenswert mensch Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren bei der Oldenburgischen IHK

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„Familie, Freizeit und BeruF – geht das?“ Dieser Frage gehen die Wirtschaftsjunioren bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, Arbeitskreis Wirtschaft & Politik, am 24.10. ab 18:30 im EWE Forum Alte Fleiwa nach. Unternehmen werben zunehmend um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Nicht nur der demografische Wandel in unserem Land und der Fachkräftemangel ist hierbei eine zentrale Thematik: Die wachsende Unausgewogenheit zwischen Beruf, Freizeit, Pflege im Alter und Familie führt zu Stress und Konflikten und bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Berufs- und Arbeitsleben. Für zukunftsorientierte Unternehmen wird ein Umdenken in der Personalpolitik unumgänglich mit dem Ziel eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einerseits und Unternehmen andererseits zu schaffen. Best Practice Beispiele und Handlungsempfehlungen aus der regio-

MIT FREUNDLICHER UNTERSTüTZUNG VON

nalen Wirtschaft zeigen auf, was moderne Personalpolitik im Mittelstand heute leisten sollte. Das Grußwort wird durch Herrn Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, gesprochen. Für das Podium konnten Nikolaus Behr (Vorstand Personal und IT bei der EWE AG), Marion Blatt (Personalleitung CEWE COLOR), Martin Grapentin (Vorstandsvorsitzender LzO), Anja Behrmann (Personalentwicklung Müller & Egerer) und Christina Framke (Vorstand Helga Stödter-Stiftung) gewonnen werden. Durch den Abend führt Moderator Uwe Haring (Geschäftsführer Zweckverband ecopark). anmeldungen werden bis dienstag, den 15. Oktober 2013 unter anika.preuth@oldenburg.ihk.de oder per Fax an 0441-2220 5204 erbeten. die teilnehmerzahl ist begrenzt.


22 // Management Metropolregion Energiewirtschaft

Energieplattformen im Nordwesten OLEC und WAB nehmen Vorreiterrolle für die Energiewirtschaft ein Text: Nicholas Salagaray Fotos: fotolia

In puncto Erneuerbare Energien hat der Nordwesten eine klare Vorreiterrolle eingenommen. Unzählige Arbeitsplätze sind durch den Einsatz neuer Techniken entstanden, bei vielen Energieunternehmen ist der Fachkräftemangel deutlich spürbarer als in anderen Branchen. Doch der Nordwesten tut eine Menge, um in der Energiewirtschaft weiter nach vorne zu gehen. In erster Linie funktioniert das dadurch, dass sich eine Vielzahl von Unternehmen in Kooperationen begeben hat, Know-how-Transfer gewährleistet wird und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik vor allem im Exportwesen greift. Die beiden wichtigsten Plattformen für den gemeinsamen Austausch sind wohl der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. und die Windenergie-Agentur WAB.

OLEC – Der Energiecluster Der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. ist das größte technologieübergreifende Energienetzwerk im Nordwesten Deutschlands. Kleine und große Unternehmen sowie Hochschulen, Institutionen, Gebietskörperschaften und Bildungseinrichtungen gehören dem Netzwerk an. Die einzelnen Mitglieder verfügen über ein umfangreiches Know-how sowie exzellente Kompetenzen im Energiebereich und setzen ihren Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien und deren effiziente Integration in zukünftige Energiesysteme einschließlich Energiemanagement.

OLEC versteht sich als Dialogplattform für die Energiewende im Nordwesten und ist zentraler Ansprechpartner der vielfältigen Akteure in allen Fragen der zukünftigen Energieversorgung. Die Ziele und Aufgaben sind klar fokussiert: Vom gegenseitigen Know-how profitieren, kurze Drähte nutzen, gemeinsam Ideen entwickeln oder Projekte stemmen. Starke Netzwerke haben für den Ausbau erneuerbarer Energien und den effizienteren Umgang mit Energie eine größere Durchschlagskraft als einzelne Unternehmen, lautet der Tenor dahinter. Und der bisherige Erfolg gibt diesem Credo durchaus seine

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Berechtigung. Zum erweiterten Aufgabengebiet zählen die Förderung erneuerbarer Energien, der Transfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft, das Standortmarketing im Nordwesten Niedersachsens sowie die Stärkung der Wirtschaftskraft und die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. In Fragen von Ansiedlungen oder Zweigniederlassungen sind die Wirtschaftförderer aus Oldenburg und der Wesermarsch sowie das Technologie- und Gründerzentrum in Oldenburg als OLEC-Partner kompetente Ansprechpartner. WAB – Die Windenergie-Agentur Die WAB ist das Netzwerk der Windenergiebranche in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie. Mehr als 350 Unternehmen und Institute sind seit 2002 Mitglied der WAB geworden. Sie decken die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergiebranche ab, von der Forschung über die Produktion und Installation bis hin zur Wartung. Die WAB bietet ihren Mitgliedern die jährliche internationale Offshore-Konferenz „WINDFORCE“, Gemeinschaftsstände auf nationalen und internationalen Messen und Kongressen, regelmäßige Fachveranstaltungen und Seminare sowie thematische Arbeitsgruppen, um den firmenübergreifenden Know-how-Transfer zu gewährleisten. Dass so etwas auch auf informeller Ebene funktionieren kann, beweist der im zweimonatigen Turnus stattfindende WAB-Stammtisch in Bremen als der Treffpunkt der Windenergiebranche. Zusätzlich bietet die Windenergie-Agentur Möglichkeiten und Unterstützungen zu internationalen Studienreisen, regelmäßige Exkursionen zu Windenergieunternehmen in der Region und wissenschaftliche Studien zu Potenzialen der Windenergie. Zudem initialisiert und begleitet die WAB Forschungs- und Qualifizierungsprojekte.

„Der Nordwesten nimmt herausragende Stellung im Bereich Windenergie ein“ WAB-Geschäftsführer Ronny Meyer im Interview

Herr Meyer, im WAB e.V. bündeln Sie Kompetenzen der Windenergie-Branchen in einem Cluster. Wie ist der Nordwesten in diesem Bereich im Vergleich zu nationaler und internationaler Konkurrenz aufgestellt? Ronny Meyer: Die Wertschöpfung für Offshore-Windenergie erfolgt bundesweit, aber der Nordwesten nimmt eine herausragende Stellung im Bereich Windenergie und insbesondere im Bereich der Offshore-Windenergie ein. Der Cluster vereint alle Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Offshore-Windindustrie. Die Clusterregion von Emden bis Hamburg bildet einen bundesweit einmaligen und international führenden Schwerpunkt im Bereich Windenergie und Offshore-Technik. Führende Unternehmen der Offshore-Windbranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben die Clusterregion in den vergangenen Jahren als Standort gewählt und nehmen sowohl national als auch international eine herausragende Rolle ein. Parallel dazu wurde die Region systematisch zum Forschungsschwerpunkt der Windenergie mit nationalem und internationalem Gewicht ausgebaut. Damit ist die Basiskompetenz zur Umsetzung einer industrialisierten, großmaßstäblichen Produktion von Offshore-Windkraftwerken aus einer Region in einer einmaligen Kombination vorhanden. Der Offshore-Ausbau zählt zu den wichtigsten Zielen der Energiewende, aber verläuft nur schleppend. Wo sehen Sie die Ursachen dafür und welche großen Fragestellungen gilt es in der nahen Zukunft zu bewältigen? Ronny Meyer: Wir haben als Branche mittlerweile unsere Hausaufgaben gemacht und die Offshore-Branche zeigt ja gerade, dass es funktioniert: Wir haben die Schiffe, Häfen, Technik, Menschen, die Inves-

>> Passen in jede Rechnung. Die smart Modelle als Firmenfahrzeuge. Addiert man Wirtschaftlichkeit, Qualität und besten Service, erhält man die Formel für das perfekte Flottenfahrzeug: den smart fortwo1. Mit seinen 2,69 m passt der nämlich nicht nur in jede Parklücke, sondern auch in jede Rechnung – dank niedriger Steuern, günstiger Versicherung und geringem Verbrauch. Und wer bei Verbrauch lieber an Strom als an Benzin denkt, wählt den smart fortwo electric drive2. Mit null lokaler Emission rechnet der sich für die Umwelt genauso wie für Ihr Unternehmensimage. Doch egal für welche Variante Sie sich entscheiden, natürlich erwartet Sie als Flottenkunde neben besonderen Konditionen auch unser smart PremiumService. Erfahren Sie mehr über Ihr neues Firmenfahrzeug. Auf www.smart.de. 1

Kraftstoffverbrauch (kombiniert): 5,2–3,3 l/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 119–86 g/km. 2 Stromverbrauch (kombiniert): 15,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren (§ 2 Nrn. 5, 6, 6 a Pkw-EnVKV in der jeweils geltenden Fassung) ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen. Die angegebenen Werte sind abhängig von der Reifendimension. Stand 09/2013.

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24 // Management Metropolregion Energiewirtschaft

toren, die ersten Windparks wurden fertiggestellt und wir bauen an fünf weiteren. Es gab aber eine große Erwartungshaltung der Bevölkerung und Medien, dass wir quasi ein Jahr nach Fukushima mit der Energiewende fertig sind, dabei ist die Energiewende doch ein Generationenprojekt.

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In Deutschland liegt die Zukunft der Windenergie an Land im Repowering. Doch gute Erträge und die Angst vor langwierigen Planfeststellungsverfahren hemmt bei vielen Investoren die Bereitschaft zur Umrüstung. Mit welchen Argumenten lassen sich diese Personen überzeugen? Ronny Meyer: Repowering bietet enorme Potentiale: Mit repowerten Anlagen erreichen sie mehr Ertrag auf gleicher Fläche mit weniger Anlagen, verbesserter Netzintegration und einem verbesserten Naturschutz und Akzeptanz. Und das Repowering-Potential, also die Anlagen bei denen sich das lohnt, ist enorm. Die Windenergie-Unternehmen im Nordwesten sind stark aufgestellt. Welche Weichenstellungen erwarten Sie von der nächsten Bundesregierung? Ronny Meyer: Die Investoren und Betreiber lösen derzeit keine weiteren Aufträge in der Offshore-Industrie aus und warten ab, bis es eindeutige Rahmenbedingungen für zukünftige Offshore-Projekte gibt. Aus Sicht der Zuliefererindustrie der Offshore-Branche ist es daher wichtig diese Sicherheit schnellstmöglich wieder herzustellen. Dies kann gelingen, indem: die neue Bundesregierung noch in 2013, also direkt nach der Bundestagswahl, gesetzgeberisch handelt. Und zwar so, dass die Höhe der EEG-Vergütung für Offshore-Windenergie auf den Wert fixiert wird, der zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung gilt, mit dem Ziel, die nächste Ausbaustufe, für die sich schon heute der Netzanschluss in der Planung beziehungsweise Realisierung befindet, zu sichern. Abschließende Frage: Wie ist die Windenergie im Nordwesten in fünf Jahren aufgestellt? Ronny Meyer: Weiterhin gut, denn wir führen in vielen Bereichen technologisch. Und wenn wir weiter innovativ sind, und dafür brauchen wir die Forschung, dann bleibt das auch so.

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Ronny Meyer ist derzeit Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB und deren Tochter für Innovation, der germanwind GmbH. Zuvor arbeitete Ronny Meyer bei der Boston Consulting Group im Bereich der Energiewirtschaft mit Fokus auf Erneuerbare Energien und arbeitete an Projekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ronny Meyer startete seine berufliche Karriere als Projektleiter für Forschung und Entwicklung in einem kleinen Beratungsunternehmen für Windenergie. Dort leitete er Projekte zur Integration von Windenergie ins Stromnetz und entwickelte unter anderem Software für die Energiewirtschaft. Ronny Meyer hat Physik studiert.

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Bekenntnis zur Energiewende seitens der Politik

gefordert – Offshore-Windkraft essentieller Baustein Herr Haukje, die Energiewende ist in vollem Gang. Wo sehen Sie Stärken der hiesigen Wirtschaft und wo muss noch etwas getan werden? Thomas Haukje: Der Nordwesten bietet alles, was man für die Energiewende braucht. Unsere Region ist führend in Sachen Onshore und OffshoreWind. Im Nordwesten stehen viele Onshore-Anlagen, wir haben die Industrie und Zulieferer und mehr als 20 Jahre Erfahrung mit der Windenergie. Wir haben für Offshore auch die richtige Technik hier im Nordwesten entwickelt, die passenden Häfen, die richtigen Schiffe und qualifiziertes Personal. Wir sind also in Sachen Wind perfekt aufgestellt. Aber der Nordwesten bietet sogar noch mehr: Wir sind bestens aufgestellt ins Sachen Informatik, Forschung und Speicherung für die Energiewende. Welchen Anteil hat die Politik an neuen Weichenstellungen und was erwarten Sie von der neuen Bundesregierung in dieser Hinsicht? Thomas Haukje: Die Politik ist zentral für die Energiewende. Ohne die richtige Politik wird es keine Energiewende geben. Wir brauchen daher von der Bundesregierung ein schnelles und klares Bekenntnis zur Energiewende, denn sonst wenden sich die Investoren von Deutschland ab, und dann schei-

tert das Generationenprojekt Energiewende. Die Politik muss den Bürgern aber auch klar die Kosten für das Nichthandeln nennen und nicht immer nur einseitig auf die Kosten der Energiewende verweisen. Als Geschäftsführer eines der ältesten Industrieversicherungsvermittlers Deutschlands sind Sie nah an der Energiewende und am OffshoreGeschäft. Was muss sich ändern, um das Image der gebeutelten Technologie aufzubessern? Thomas Haukje: Das Image der Branche ist ja gar nicht schlecht. Jede Woche kommen internationale Delegationen in den Nordwesten um sich anzuschauen, wie wir die Offshore-Windindustrie aufgebaut haben. Das zeigt das enorme Potential für uns alle. Die Exportquote der deutschen Offshore-Branche kann in diesem Jahrzehnt die 50-Prozent-Marke überschreiten, denn auch andere Länder setzen zunehmend auf die Vorteile der Offshore-Windenergie. Diese Position lässt sich aber nur mit einem produktiven Binnenmarkt sichern. Aber Offshore-Wind sichert nicht nur Arbeitsplätze und Wertschöpfung in ganz Deutschland, sondern sie ist auch ein essenzieller Baustein für die Energiewende. Sie gewährleistet jetzt und in Zukunft eine sichere, kontinuierliche und bezahlbare Energieversorgung.

Thomas Haukje ist Vorstandsmitglied beim Oldenburger Energiecluster (OLEC e.V.) und Geschäftsführer eines der ältesten Industrieversicherers Deutschlands, der Nordwest Assekuranz

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26 // Management Metropolregion Energiewirtschaft

Nordwesten „Mekka“ der Energiewende

Ein Gespräch mit Wirtschaftsförderer und EnergieclusterVorstand Roland Hentschel

Roland Hentschel (52), verheiratet, zwei Kinder (27 und 17) ist gelernter Bankkaufmann (Bremer Landesbank) und Dipl. Volkswirt. Sein Studium der Volkswirtschaft und der Betriebswirtschaft schloss er an den Universitäten Münster und Göttingen ab, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter und promovierte an der Universität Lüneburg in den 90er Jahren. Zusätzlich zu Universitäts-Lehrtätigkeiten im Bereich Außenwirtschaft, Umweltökonomie und Volkswirtschaftstheorie ist Roland Hentschel stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg und hat die Leitung Internationale Beziehungen und Regionalentwicklung inne. Seit 2005 ist er zudem CEO des Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. Der OLEC e.V. hat jüngst einen 5-Punkte-Plan entwickelt und den politischen Entscheidungsträgern vorgelegt. Die Inhalte dieses Planes können Sie exklusiv in unserer App (kostenloser Download unter www.mm-nordwest.de) einsehen.

Die Energiewende ist in vollem Gang. Welchen Beitrag dazu liefern Unternehmen aus dem Nordwesten? Roland Hentschel: Die Unternehmen aus dem Nordwesten stehen in der ersten Reihe, was die Energiewende angeht. Herausragendes Beispiel ist das Engagement der EWE AG beim Aufbau des Offshore-Zweiges mit den Parks „Alpha Ventus“ und „Riffgat“. Trotz aller Risiken und Schwierigkeiten wird hier Pionierarbeit geleistet, die sich später in Know-how-Vorteilen auszahlen wird. Insgesamt ist die Wertschöpfungskette im Bereich Offshore im Nordwesten einzigartig, sie reicht von Analyse, Planung, Gründung, Produktion bis hin zu Speziallogistik, Wartung, Management, Forschung und Ausbildung. Das ist mit keiner anderen deutschen Region zu vergleichen. Nicht anders sieht es im Bereich Bioenergie aus, auch hier gibt es komplette Wertschöpfungsketten und Weltmarktführer. Und auch im Bereich Energiemanagement sowie Speichertechnologien gibt es herausragende Beispiele der Region, zum Beispiel in Oldenburg die BTC AG und in Friedeburg die IVG Caverns. Fazit: der Nordwesten und hier vor allem die Oldenburg Region ist vielfältig mit der Energiewende beschäftigt – und sie beschäftigt auch vielfältig. Der OLEC e.V. bildet eine der wichtigsten Plattformen für den Know-how-Transfer. Wie arbeiten die Unternehmen im Cluster zusammen und welche Synergieeffekte nutzen sie? Roland Hentschel: OLEC steht für technologieübergreifende Zusammenarbeit, das heißt hier sitzen Partner aus unterschiedlichen Bereichen wie Wind, Bioenergie oder Elektromobilität zusammen, und

zwar aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kommunen. Die gemeinsame Blickrichtung ist interdisziplinäre Zusammenarbeit: wie können wir die Region im Bereich Elektromobilität voranbringen, was bedeutet das für Batterien, Speicherung, Netze, Energiemanagement? Oder: sind Druckluftenergiespeicher in unserer Region wirtschaftlich? Wie sieht ein intelligentes und integriertes Gebäudeenergiesystem der Zukunft aus, in dem Mikro-KWK mit Batterietechnik und PV-Systemen kommunizieren? Kern der Clusterarbeit ist auch das gemeinsame Standortmarketing, die Förderung von Ausbildung und Qualifizierung sowie zunehmend auch das gemeinsame Engagement für die Akzeptanz der Energiewende. Der Bereich der Erneuerbaren Energien ist groß. In welchen Teilbereichen sind Unternehmen aus dem Nordwesten besonders stark? Roland Hentschel: Unternehmen aus dem Nordwesten sind Vorreiter und sowohl technologisch als auch wirtschaftlich stark im Bereich Onshore, Offshore und Bioenergie. Hier kann die Region Nordwest zu Recht als das deutsche „Mekka“ der Energiewende bezeichnet werden. Stark im Wachsen und künftig noch bedeutender werden Betriebe aus dem Bereich Energiemanagement und Speicherung sein. Nicht zu vergessen: der Nordwesten ist auch im Bereich der fossilen Energien herausragend. Mehr als ein Drittel der deutschen Erdöl- und Erdgasproduktion Deutschlands stammt aus dem Nordwesten. Auch hieran hängen viele der von uns vor kurzem in einer Potenzialstudie ermittelten rund 40.000 Beschäftigen der Region. Vor allem das hier gebündelte Know-how ist für die weitere Entwicklung des Energiesystems von wichtiger Bedeutung.


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Die chinesische Regierung hat kürzlich dreistellige Milliarden-Förderungen für neue Technologien im Bereich der Umwelttechnik in Aussicht gestellt. Verstehen Sie das als Chance für Kooperation oder könnte sich das als Bedrohung für unsere innovative Wirtschaft entpuppen, ähnlich wie bei der Photovoltaik? Roland Hentschel: Wir kennen aus unserer NetzwerkKooperation China gut, ich selber leite auch die Internationalen Beziehungen der Stadt Oldenburg und habe aus unseren vielen China-Städteverbindungen eine gute Einschätzung der Situation jetzt und in Zukunft. China wird in vielen Themen des Energie- und Umweltbereiches in Zukunft auch die technologische Vorherrschaft anstreben. Das kann man heute schon im Bereich Elektromobilität sehen, auf den Straßen der chinesischen Metropolen sind Elektroroller inzwischen Normalität. Genauso wird China aus zwingenden Gründen (Smog) Elektroautos massiv auf die Straßen bringen. Wir müssen unsere Vorstellung von der „chinesischen Werkbank“ revidieren: China ist massiv dabei, eigenes Technologie know how aufzubauen und in Marktprodukte umzusetzen. Vor allem im Bereich Energie. So wissen wir, dass chinesische Elite-Universitäten, zum Beispiel in der 9 Millionen-Einwohner-Metropole Xuzhou an der Ostküste, intensiv an der Lithium-Ionen-Batterie der Zukunft für Elektroautos arbeiten. Auch im Bereich Windenergie erwarten wir technologische Sprünge aus China in der Zukunft. Man kann das als Bedrohung betrachten – ich würde es eher als Aufforderung begreifen, die eigenen Anstrengungen deutlich zu optimieren und sich dem Wettbewerb zu stellen. Abschließende Frage: Wohin geht die Entwicklung der Energiebranche im Nordwesten im Allgemeinen und wo sehen Sie den Nordwesten in fünf Jahren? Roland Hentschel: Der Nordwesten wird in den nächsten Jahren als Energieregion noch wesentlich besser da stehen, als wir es heute wahrnehmen. Die Weichen dazu werden gerade gestellt: so hat sich die Region Weser-Ems im Frühjahr 2013 eine „Strategie Energie 2014-2020“ verschrieben, mit dem Ziel, die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und bildungsseitigen Potenziale im Bereich Energie in der Region Weser-Ems noch besser zu bündeln. Unter dem Stichwort „Wissensvernetzung 2020“ werden wir auch Demonstrationsvorhaben zu Themen wie Speichersystemen, e-learning in der Energiebildung, Modell-Projekte zu Null-Emissions-Wohngebieten und zu Smart Cities voranbringen. Im „Strategierat Energie“ arbeiten derzeit unter der Federführung der Stadt Oldenburg die wichtigsten Unternehmer, Wissenschaftler und Bildungskräfte gemeinsam mit Landräten und Oberbürgermeister an dieser Strategie. Verbindendes Ziel ist auch, die Energieregion Nordwest überregional in Hannover, Berlin, aber auch international in Brüssel sowie Asien, Afrika und gegebenenfalls auch Amerika als „Spitzenregion“ zu vermarkten. Hier ist klar geworden, dass wir unser Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft haben, obwohl unsere Player bereits international tätig und teilweise weltweit führend sind. Zu dem Prozess gehört natürlich auch, die Netzwerkbildung im Bereich Energie weiter zu optimieren. Hier ist OLEC ein wichtiger Partner im Nordwesten – wir streben für die Zukunft eine führende Rolle in ganz Niedersachsen an und sehen uns – gemeinsam mit der Offshore-Agentur WAB – auch als wichtigste Netzwerk-Achse für die Metropolregion Bremen/Oldenburg und für Norddeutschland.

EWE – Energie, Telekommunikation und IT für den Nordwesten

EWE mit Hauptsitz in Oldenburg ist eines der größten Energieunternehmen in Deutschland. Das Leistungsspektrum des Konzerns umfasst Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Energie- und Umwelttechnik, Gastransport und -handel sowie Telekommunikation und Informationstechnologie. Damit bietet EWE klassische und innovative Dienstleistungen aus einer Hand. Die Netzinfrastruktur von EWE zeichnet sich durch hohe technische Qualität, Versorgungssicherheit und wirtschaftlich effizienten Betrieb aus. Zu den Kernkompetenzen von EWE gehören die langjährige Erfahrung mit der Energieversorgung städtischer wie ländlicher Regionen – und eines Unternehmertums, das früh auf nachhaltige und intelligente Technologien gesetzt hat. Frühzeitig hat EWE das Wissen zum Betreiben komplexer Netze und sein umfassendes Know-how an Fernwirk- und Regeltechnik zu einem zukunftsorientierten Multi-ServiceAngebot ausgebaut. In der Region möchte EWE ein Motor für die Energiewende sein – und den Menschen vor Ort weiterhin der verlässliche Partner für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Über das angestammte Geschäftsgebiet zwischen Ems, Weser und Elbe hinaus ist EWE auch in den neuen Bundesländern, Polen und in der Türkei erfolgreich tätig. Der EWE-Konzern beschäftigte 2012 rund 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzte rund 8 Mrd. Euro um.

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28 // Management Metropolregion Energiewirtschaft

Zuverlässig und kompetent

Die Risiko-Absicherer Nordwest Assekuranzmakler GmbH & Co. KG

SWD-Gruppe ist ein fairer Partner rund um die Ver- und Entsorgung

(v.l.n.r): Ralf Tabbert (Geschäftsführer – Bremen), Christian Boll (Geschäftsführer – Hamburg), Thomas Haukje (Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe), Jan-Christoph Hinrichs (Geschäftsführender Gesellschafter – Hamburg und Kiel)

Fest verankert in der Delmenhorster Region steht die SWDGruppe für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Zu den zentralen Aufgaben zählen die Sicherstellung der Energieversorgung mit Gas, die Versorgung mit Trinkwasser und die Entsorgung der Abwässer sowie die Entsorgung von Abfall. Die SWD-Gruppe hat sich als leistungsfähiger und lokaler Anbieter fest positioniert. Unter dem Dach der SWD-Gruppe sorgen so mehr als 200 hoch motivierte Mitarbeiter für die Erfüllung der Grundbedürfnisse und somit auch für das Wohlergehen der Delmenhorster: „Stark für Delmenhorst“ bedeutet für die SWD-Gruppe zudem heute zu handeln und dabei an morgen zu denken: Aus diesem Grund verfolgt die SWD-Gruppe konsequent ihre Unternehmensziele im Hinblick auf eine umweltschonende und energiesparende Versorgung. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildet dabei der Klimaschutz beziehungsweise die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Dafür hat die SWDGruppe bereits investiert und sie wird es auch weiterhin tun. Neben der Erdgastankstelle, dem Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Kläranlage sowie Photovoltaikanlagen betreibt die Gruppe mit „Winnie“ und „Klärchen“ zwei Windenergieanlagen. In einer Biogasanlage werden aus nachwachsenden Rohstoffen Methan und damit Strom und Wärme erzeugt. Bereits seit Anfang 2011 bezieht die SWDGruppe ihren Eigenverbrauch aus Ökostrom.

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DIE NORDWEST ASSEKURANZ ist ein internationaler, moderner und inhabergeführter Industrieversicherungsmakler, der Ihnen als Partner im Risiko- und Versicherungsmanagement zur Seite steht. In unserer Gruppe sind mehr als 200 Versicherungsexperten, Kapitäne, Juristen und Ingenieure tätig, die sich voller Passion Ihren Risiken widmen. Die Gruppe blickt auf über 155 Jahre Erfahrung im VersicherungsDSC_3633.jpg management zurück. Mit unserem Partnernetzwerk sind wir in mehr Jan Rathke Fotografie als 170 Ländern der Welt für Sie aktiv. Nordwest Assekuranz besitzt eine umfangreiche Expertise bei der Bewältigung komplexer Industrierisiken und vielgeschätztes Fachwissen im Bereich Energiewirtschaft, Kommunaler Risiken und Erneuerbarer Energien. Derzeit betreut Nordwest Assekuranz Windparks mit einer Gesamtleistung von mehr als 7.000 MW Onshore und mehr als 3.000 MW Offshore. Unsere Dienstleistungen: Risikoanalyse und Entwurf individueller Versicherungsprogramme – Unterstützung bei Vergabe- und Finanzierungsverhandlungen – Sonderdeckungen für Planungsrisiken, Serienschäden und Wetter – Schadensabwicklung durch eigene Kapitäne und Ingenieure in der Gruppe – Insurance Advisor für Banken und Investoren. Die Nordwest Assekuranz ist in allen Bereichen der Risikoabsicherung von anspruchsvollen gewerblichen und industriellen Kunden tätig und deren zuverlässiger Partner weltweit und vor Ort.

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Innovative Energielösung für Unternehmen: das eigene Kombikraftwerk

Linden Energy, Schulz Systemtechnik und EnviTec Energy bündeln ihre Kompetenzen

Die steigenden Energiepreise werden immer mehr zum Wettbewerbsnachteil für mittelständische Unternehmen. Linden Energy, Schulz Systemtechnik und EnviTec Energy bauen gemeinsam Kombikraftwerke, mit denen Betriebe ihre Energieversorgung in die eigene Hand nehmen können. Wie können mittelständische Unternehmen den steigenden Energiekosten einen Riegel vorschieben? Drei Oldenburger Kooperationspartner haben dafür eine intelligente Lösung: Kombikraftwerke produzieren nach dem individuellen Bedarf eines Betriebs Strom und Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik und Windenergie. „Unser Kombikraftwerk ist die Antwort auf wachsenden Kostendruck und die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit“, sagt Peter Forch, Geschäftsführer von Linden Energy aus Oldenburg. Auf den Bedarf zugeschnitten Die Anlagen zur eigenen Energieerzeugung werden auf das jeweilige Verbrauchsprofil eines Unternehmens zugeschnitten – dezentral vor Ort und zu konkurrenzlos günstigen Gestehungskosten. „Wir kombinieren die Stärken der verschiedenen Energien mit einer intelligenten Steuerung. So können Unternehmen 20 bis 30 Prozent ihrer Energiekosten einsparen“, erläutert Heiner Wilgen, kaufmännischer Leiter SCHULZ Systemtechnik. Umweltfreundlich – und wirtschaftlich Mit Kombikraftwerken können sich mittelgroße Verbraucher im Schnitt zu 40 bis 60 Prozent aus erneuerbaren Energien selbst versorgen. Die restliche Energie wird aus dem Stromnetz bezogen – das insgesamt entlastet wird. Alfred Gayer, Geschäftsführer von EnviTec Energy: „Mit unserem Wissen und unserer Vernetzung im Energiemarkt unterstützen wir Unternehmen bei der Suche nach maßgeschneiderten Lösungen, die die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimal nutzen.“ Mehr Informationen zur Funktionsweise eines Kombikraftwerks unter www.lindenenergy.com.

LINDEN ENERGY GmbH Stau 142 · 26122 Oldenburg Tel. 0441 925139-0 · info@lindenenergy.com www.lindenenergy.com

Geschäftsführer Peter Forch

EnviTec Energy GmbH & Co. KG Industriering 10a · 49393 Lohne Tel. 04442 80168100 · info@envitec-energy.de www.envitec-energy.de

Geschäftsführer Alfred Gayer

Schulz Systemtechnik GmbH Schneiderkruger Straße 12 · 49429 Visbek Tel. 04445 897-0 · info@schulz.st www.schulz-gruppe.st

Heiner Wilgen, kaufmännischer Leiter

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30 // Unternehmen Stiehl für Neuenhauser Anzeige

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Vom Eigenbedarf zum eigenen Geschäftsfeld

„Energie Effizienz“ heißt der jüngste Coup der Neuenhauser Unternehmensgruppe Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Insbesondere Industriebetriebe unter hohem Wettbewerbsdruck müssen interne Prozesse optimieren und Kosten sparen. Das haben die Maschinenbauspezialisten aus Neuenhaus erkannt und ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet gebündelt. So expandieren sie nun mit effizienten Produkten für die Gebäudeausrüstung von Industriehallen in neue Branchen. Und wer brachte alles ins Rollen? Die eigenen Kunden. „Der Strompreis wird auf lange Sicht ein bestimmender Faktor in der industriellen Produktion bleiben“, sagt Anton Pagendarm, Geschäftsleiter des neuen Unternehmensbereichs „Neuenhauser Energie Effizienz“, „vorausblickende Unternehmer werden darum weiter in Energieeffizienz und die entsprechende Ausrüstung investieren.“ Das Interesse der Industrie an Energieeffizienz ist groß und wächst weiter, vor allem durch die Sorge um steigende Energiepreise.

Bis zu 70 Prozent Energieeinsparung möglich „Vorausblickende Unternehmer werden weiter in „Den Standard toppen, wo es sich lohnt“, so lautet schließlich auch Energieeffizienz investieren“ Hier kommen Pagendarms Produkte ins Spiel, aus dem Eigenbedarf die Maxime der Neuenhauser Unternehmensgruppe, die ansonsten entstanden und zunächst für die eigenen Produktionshallen entwi- auf Lohnfertigung und Maschinenbau spezialisiert ist. Innerhalb des ckelt. Geschäftspartner und Kunden wurden schnell darauf aufmerk- Geschäftsfeldes „Neuenhauser Energie Effizienz“ entwickelt Neuensam, und aus der spontanen Nachfrage entwickelte sich das heute ei- hauser nun Produkte, die sich neben dem effizienten Einsatz von genständige Geschäftsfeld „Energie Effizienz“. Die Kunden Energie vor allem durch große Flexibilität und ein sehr gutes Kostenüberzeugte der Ansatz, die Effizienz der Produkte über den Standard Nutzen-Verhältnis auszeichnen. Die Energieeffizienz der von Neuenhinaus zu entwickeln, statt allein den technischen Vorsprung zu su- hauser entwickelten Qualitätsprodukte liegt deutlich über dem Stanchen. Die „Effi Light“ ist eine hocheffiziente LED-Industriebeleuch- dard. Bis zu 70 Prozent und mehr Energieeinsparung sind möglich, tung, und das „Sunpack“ ein aerodynamisches Photovoltaik-Monta- die Produkte amortisieren sich schnell. „In der LED-Technik gibt es viele Quereinsteiger, die mit qualitativ deutgesystem für Industriedächer. Die hohe lich minderwertigen Produkten das schnelle Nachfrage ist der Beweis für den Bedarf an Geld erwarten und gleichzeitig den Markt praxisorientierten Techniken zum Thema verunsichern. Aus Erfahrung wissen wir, Energieeffizienz: Vor allem aus der Logistikdass nur Qualitätsprodukte eine nachhaltige branche und der herstellenden Industrie Entwicklung zulassen, weshalb wir genau verzeichnete Neuenhauser zuletzt zunehdiese langfristige Perspektive verfolgen“, ermendes Interesse nach energiesparenden Neuenhauser Maschinenbau GmbH klärt Anton Pagendarm. Dies ist ein wichtiund wartungsarmen LED-BeleuchtungssysHans-Voshaar-Straße 5 · 49828 Neuenhaus ges Verkaufsargument in der Gebäudeaustemen. Telefon 05941 604604 rüstung von Industriehallen. Hier wird bei info@neuenhauser-ee.de · www.neuenhauser-ee.de mm-nordwest.de


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dem hohen Investitionsanteil, der auf die Gebäudetechnik entfällt, besonders stark auf Kosten und Qualität geachtet. Starke fachliche Expertise, enormer Erfahrungsschatz Der neue Unternehmensbereich „Neuenhauser Energie Effizienz“ baut – anders als viele kleine Start-ups – auf dem enormen Erfahrungsschatz einer Unternehmensgruppe auf, die sich in der Just-in-time-Produktion und mit zahlreichen Innovationen für die Industrie einen Namen gemacht hat. Die Neuenhauser Maschinenbau GmbH gehört zu den größten privatgeführten Unternehmensgruppen Deutschlands. Mit über 2.100 Mitarbeitern in 25 Unternehmen bietet die Gruppe Lohnfertigung, Sondermaschinenbau und Automationstechnik für die Industrie an. Ähnlich wie bei der Entwicklung der LED-Sparte hat „Neuenhauser Energie Effizienz“ auch Unterkonstruktionen für Photovoltaikanlagen auf Flachdächern entwickelt. Unter dem Produktnamen „Sunpack“ vertreibt das Unternehmen ein aerodynamisches Montagesystem. Neuenhauser ist auch hiermit auf Erfolgskurs, trotz der schwierigen Marktlage: Die Kunden achten eben immer mehr auf Qualität und Nachhaltigkeit. Das bedeutet dabei etwa ganz konkret, dass die Gewährleistungen der Komponentenlieferanten eingehalten werden. Seit nicht mehr subventioniert wird, sind tatsächlich schon einige Anbieter weggefallen. „Wir können das an unseren Auftragszahlen ablesen! Der Markt hat sich größtenteils bereinigt und es freut uns, dass wir mit unserer Qualitätsstrategie auf das richtige Pferd gesetzt haben“, schließt Anton Pagendarm.

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32 // Management Energieeffizienz

Als Unternehmen im Handwerk, spezialisiert auf elektrotechnische Großprojekte, entwickeln wir individuelle Lösungen für individuelle Kunden. Mit unserem kompetenten Team stehen wir Ihnen dabei zur Seite.

Energiemanagement – Pflicht oder Kür? Unternehmen können bis zu 20.000 Euro Förderung beantragen Text: Nicholas Salagaray | Fotos: fotolia

War die Energiewende zunächst ein Politikum, so ist sie jetzt für Unternehmen aktueller denn je. Um weiterhin steuerliche Vorteile aus dem Spitzenausgleich von Energie- und Stromsteuer zu erhalten, müssen sie eine Reduzierung des Energieverbrauchs nachweisen. Gleiches gilt für Unternehmen, die von der EEG-Umlage befreit werden wollen. Voraussetzung ist zum Beispiel ein Energiemanagementsystem oder – bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – die Einführung eines Energieaudits, das den ersten Schritt auf dem Weg zum Managementsystem darstellen kann. „Die entsprechende Verordnung ist kürzlich in Kraft getreten. Mit einer finanziellen Förderung von bis zu 20.000 Euro erleichtert die Bundesregierung Unternehmen jetzt die Einführung eines Energiemanagementsystems. Antragsberechtigte Firmen können ab sofort beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Antrag auf Förderung stellen“, weiß Michael Pelzl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. Energieeffizienz verbessern Die Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung gibt die gültigen Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz vor. Diese sind Voraussetzung, damit Unternehmen Rückzahlungen aus der Strom- und Energiesteuer erhalten. Demnach müssen produzierende Unternehmen ab 2015 über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder eine EMAS Listung verfügen. KMU müssen ein zertifiziertes Energieaudit nach EN 16247-1 oder ein alternatives System vorweisen. „Die Anforderungen in der Übergangsphase unterscheiden sich je nach Unternehmensgröße und sind dem Bundesgesetzblatt vom 6. August zu entnehmen“, erläutert Pelzl. Um Unter-

ebm GmbH & Co. KG Tel. +49 541 95700-0 Fax +49 541 95700-68 K a r m a n n s t r a ß e 13 i n f o @ e b m - o s . d e D - 4 9 0 8 4 O snabr ück w w w . e b m - o s . d e

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nehmen die Einführung eines Energiemanagementsystems zu erleichtern, hat die Bundesregierung einen Fördertopf bereitgestellt. Firmen können Zuschüsse zur Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems oder Energiecontrollings beantragen. Zudem können sie finanzielle Unterstützung zum Erwerb von Mess-, Zähler und Sensoriktechnologie oder von Software für das System beantragen. Die Fördergrenze liegt bei Inanspruchnahme mehrerer Zuwendungen bei 20.000 Euro. Informationen darüber, welche Unternehmen von der Antragsberechtigung ausgeschlossen sind, finden sich unter www.bafa.de. Klimaschutz trifft ökonomische Herausforderung „Denken Unternehmer an die Energiewende, haben sie oft ein Negativszenario im Kopf: Energiepreise steigen, Rohstoffe verknappen ohnehin, unmittelbare Auswirkungen auf die Produktionskosten sind

unabdingbar“, sagt Michael Pelzl. Der energiekonsens-Geschäftsführer bedauert, dass Firmenchefs noch zu selten den positiven Aspekt sehen. „Klimaschutz trifft ökonomische Herausforderung. Wer Energieeffizienz als Chance betrachtet, profitiert sowohl von energetischen als auch von finanziellen Einsparungen und bleibt wettbewerbsfähig.“ In vollem Umfang kann dies nur mithilfe einer systematischen Erfassung aller Einsparmöglichkeiten und dem sukzessiven Umsetzen energieeffizienter Maßnahmen gelingen. Mit betrieblichen Energiemanagementsystemen lassen sich Energiebedarf, vorhandene Prozesse und Verbrauch exakt erfassen. Über die Analyse des Ist-Zustands hinaus werden anhand der Ergebnisse Optimierungspotenziale festgelegt. Sind entsprechende Maßnahmen umgesetzt, lassen sich Einsparungen bei Verbrauch und Kosten anhand eines kontinuierlichen Monitorings unmittelbar ablesen. „Unternehmen mit einem Energiemanagementsystem sorgen vor, sichern

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Neue Antworten auf steigende Energiepreise Der Energiemarkt setzt den deutschen Mittelstand weiter kräftig unter Druck. Um über zwölf Prozent sind die Preise für gewerblichen Strom in den letzten zwölf Monaten gestiegen, hat der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) ermittelt. Die künftige Energieversorgung bereitet vielen Entscheidern in Maschinenbaubetrieben, in der Lebensmittelindustrie oder in Chemieunternehmen Kopfzerbrechen: Wie senken wir langfristig die Kosten für die Produktion? Wird unsere Wettbewerbsfähigkeit leiden? Wie gewährleisten wir die Sicherheit der Energielieferungen? Der deutsche Mittelstand, bekannt für seine Kreativität und die Anpassungsfähigkeit an neue Marktgegebenheiten, hat begonnen, innovative Wege zu beschreiten. Immer mehr Betriebe setzen auf die Eigenerzeugung. Ausgereifte Technologien stehen bereit und können intelligent vernetzt werden: Grundlastfähige Blockheizkraftwerke sind die Basis für jede eigene Energieerzeugung. Unternehmen haben zudem ausreichend Flächen, um Solarstromanlagen zu installieren. Selbst Windenergieanlagen können integriert werden. Gefragt sind heute Lösungen aus einem Guss – und von Experten, die die Produktionsprozesse verstehen und die Eigenerzeugung von Energie bedarfsgerecht planen und steuern können.

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34 // Management Energieeffizienz

sich langfristig Energiekosteneinsparungen und reduzieren gleichzeitig ihre CO2- Emissionen“, fasst Pelzl zusammen. Die wenigsten Firmen haben neben ihrem Kerngeschäft jedoch Zeit, sich umfassend mit dieser Thematik zu beschäftigen. Dennoch gilt es, sich der Herausforderung teurer werdenden Stroms zu stellen. Das bedeutet einerseits, Investitionen zu tätigen, die sich erst mittelfristig auszahlen, andererseits eine systematische Firmenkultur in diese Richtung zu entwickeln und zu etablieren, um die eigenen Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen für einen effizienten Umgang mit der Energie zu sensibilisieren. Der Nordwesten hat in diesen Bereichen eine herausragende Fachkompetenz in beratenden Unternehmen und einer Vielzahl von Netzwerken, die unterstützend tätig werden können. Einige Beispiele für einen effizienteren Umgang mit der Ressource „Energie“ finden Sie auf diesen und den nachfolgenden Seiten.

PRAXISBEISPIEL

Die Sonne im Tank

Nachhaltigkeitsprojekt der CITIPOST Nordwest Wir wollen unseren Planeten für uns und nachfolgende Generationen lebenswert erhalten. So gehört es zur Verantwortung aller Unternehmen, nicht nur scheinbar wirtschaftlichste Prozesse und Produkte anzustreben. Vielmehr müssen die Auswirkung auf die Ökobilanz der Unternehmung beachtet werden. Dies betrifft produzierendes Gewerbe ebenso wie die Logistikbranche in hohem Maße. Für die CITIPOST Nordwest steht somit die Nachhaltigkeit der Dienstleistungen im Mittelpunkt. Für eine durchdachte und koordinierte Umsetzung der komplexen Projekte zur Nachhaltigkeit hat die CITIPOST das Projekt „save blue planet“ ins Leben gerufen. Bereits seit Herbst 2012 hat die CITIPOST sämtliche Prozesse von der Postabholung bis zur Zustellung klimaneutral gestellt. So wurde der Ausstoß von CO2 von einem unabhängigen und erfahrenen Dritten bilanziert. Dabei beschränkt sich dies nicht nur auf eigene Zusteller, sondern gilt für jeden transportierten Brief bis zu seinem Ziel! Durch den Erwerb vom CMD Gold Standard Zertifikaten sind höchste Standards für Klimaschutzprojekte, welche durch die UN und den TÜV akkreditiert und zertifiziert werden, gesichert. So entsteht echte Nachhaltigkeit! Darüber hinaus wurde im März 2013 auf dem Firmengelände der CITIPOST in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro OPL Energie aus Friesoythe eine Photovoltaikanlage installiert. Mit 135 kWp Leistung wird sie zukünftig dazu beitragen, den eigenen Energiebedarf mit bereits klimaneutral produzierten Strom vollständig zu decken. So ist der nächste konsequente Schritt die Erweiterung der Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit der Universität Bremen wird der seit 2012 bestehende Flottenbetrieb um zwei weitere Elektrofahrzeuge innerhalb der Modellregion Bremen-Oldenburg aufgestockt. Dieses Projekt findet in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut IFAM, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, der Universität Bremen statt. „Das Ziel unseres Projektes save blue planet ist erreicht, wenn wir unseren Energiebedarf durch regenerative Quellen erzeugen, in unseren Fahrzeugen nutzen und zuletzt nicht vermeidbaren CO2 Ausstoß nachhaltig kompensieren.“, fasst Geschäftsführer Jan Fitzner zusammm-nordwest.de

men. Auch sei man erfreut über die Unterstützung seitens der Stadt, die z.B. die PV-Anlage äußerst schnell genehmigt und aktuell wichtige Kontakte zur weiteren Erforschung der E-Mobilität geknüpft habe. „Wir von der Stadt Oldenburg freuen uns besonders, wenn Firmen wie die Citipost in Sachen Klimaschutz in solch vorbildlicher Weise vorangehen und möchten auch alle anderen Oldenburger Unternehmen dazu ermuntern ähnliche Projekte umzusetzen.“ erläutert Roland Hentschel, stv. Amtsleiter Wirtschaftsförderung und Vorsitzender des Energienetzwerkes OLEC e.V. Dazu habe die Stadt in 2013 das mit Bundesmitteln cofinanzierte KMU-Klimaschutzmanagement eingerichtet, das in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und in Kooperation mit OLEC e.V. ein Programm zum Klimaschutz in Unternehmen entwickelt. Der KMU-Klimaschutzmanager Ataman Erönü vom Fachdienst Umweltmanagement führt aus: „Rund ein Drittel der Oldenburger CO2Emissionen werden durch den GHDI-Sektor verursacht. Wollen wir das vom Rat beschlossene Ziel einer 28%igen CO2-Reduktion bis 2020 erreichen, müssen wir neben dem Privat- und Verkehrssektor auch hier tätig werden“. Und das diene nicht allein dem Natur- und Klimaschutz, sondern helfe den Unternehmen sich langfristig besser am Markt zu positionieren. „Wer in Energieeffizienz investiert, kann bedeutende Kosteneinsparungen erzielen und macht sich unabhängiger von steigenden Energiekosten. Diesen Prozess werden wir durch ein langfristig angelegtes und nachhaltig wirksames Programm unterstützen.“


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36 // Management Energieeffizienz

Sachverständige prüfen Lüftungsanlagen wie hier in einer Stadthalle, um Einsparpotenziale aufzudecken.

Energieeinsparverordnung bietet Chancen für Gebäudebetreiber

Durch regelmäßige energetische Inspektionen lassen sich erhebliche Einsparpotenziale aufdecken. – Obwohl Kostenersparnisse bis 30 Prozent locken, setzt nur jeder 50. Betreiber die verpflichtenden Inspektionen um. In großen Geschäftsgebäuden, Krankenhäusern, Kinosälen oder Diskotheken finden sich Lüftungsanlagen, die regelmäßig inspiziert werden müssen. Doch eben dieser Pflicht sind sich viele Betreiber gar nicht bewusst. Dadurch wird nicht nur der Sicherheitsaspekt vernachlässigt, vor allen Dingen vergeben Gebäudebetreiber hierbei die Chance, Energie und damit Kosten einzusparen. Inspektionen nach EnEV verpflichtend Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) verfolgt die Bundesregierung unter anderem das Ziel, den Energieverbrauch von Kälte-, Klimaund Lüftungsanlagen zu verringern. Deshalb schreibt die EnEV in §12 die energetische Inspektion von Klimaanlagen verpflichtend vor. Viele Betreiber sind sich dessen allerdings nicht bewusst. Gleichzeitig mangelt es an Informationen über die Möglichkeit, damit signifikant Kosten einzusparen. Mangelnde Durchführungsempfehlungen in der Verordnung schaffen zusätzliche Verunsicherung. Diese Gründe führen dazu, dass die Energieeinsparpotenziale in der Raumlufttechnik häufig nicht ausgeschöpft werden. Deutschland hat die Europäische Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden 2007 in der Energieeinsparverordnung umgemm-nordwest.de

setzt. Diese schreibt eine energetische Inspektion von eingebauten Klimaanlagen mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 Kilowatt vor. Tatsächlich kommt die große Mehrheit der Gebäude-Betreiber dieser verpflichtenden Verordnung nicht nach. Nur zwei Prozent der Anlagen, die vor 1996 errichtet und bis zum 1. Oktober 2011 hätten inspiziert werden müssen, wurden tatsächlich untersucht. Das ergab eine vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) und dem Raumlufttechnische Geräte Herstellerverband in Auftrag gegebene Studie. Aber auch bei neueren Anlagen, deren Inbetriebnahme vor dem 1. Oktober 2003 erfolgte und die noch bis zum 30. September 2013 überprüft werden müssten, sieht es nicht viel besser aus. Dabei sind Betreiber von Nicht-Wohngebäuden verpflichtet, auf Verlangen einen Inspektionsnachweis gegenüber den zuständigen Landesbehör-


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Komponenten der Anlage. So fehlen entscheidende Beurteilungskriterien, um die Anlage in der Gesamtheit zu bewerten. Bislang ist nicht genau definiert, was zu einer energetischen Inspektion gehört. Auch der zuletzt im Jahr 2009 novellierten EnEV mangelt es an konkreten Empfehlungen zur Durchführung eines einheitlichen Verfahrens. TÜV NORD richtet sich bei den Inspektionen beispielsweise nach den umfassenden Empfehlungen des FGK. Im Einzelnen sind das die dort herausgegebenen Status-Reporte Nummer fünf „Energetische Inspektion von Lüftungs- und Klimaanlagen“ und Nummer sechs „Energetische Inspektion von Kälteanlagen zur Klimatisierung“. Andere Anbieter von Inspektionen können aber auch ein anderes Verfahren nutzen, um Anlagen zu beurteilen. Dieses nicht einheitlich normierte Verfahren schmälert die Akzeptanz der energetischen Inspektion und lässt manchen Betreiber zögern, sie zu beauftragen. Eine Norm, die bisher allerdings nur als Entwurf vorhanden ist, könnte den notwendigen Prüfumfang vereinheitlichen. Es handelt sich dabei um die DIN SPEC 15240:2012-12, die den Titel „Lüftung von Gebäuden – Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden – Energetische Inspektion von Klimaanlagen“ trägt. Eine zügige Umsetzung dieser Norm wäre für alle Akteure, sowohl für die Betreiber der Anlagen als auch für die Inspekteure, wünschenswert.

den vorzulegen. Es droht sogar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro, wenn die Inspektion nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt wird. Doch fehlende Kontrollen und Maßnahmen zur Umsetzung der EnEV erleichtern das Umgehen der Verordnung. Energetische Inspektion deckt Einsparpotenziale auf Nicht nur wegen der gesetzlichen Notwendigkeit sollte eine energetische Inspektion durchgeführt werden. Insbesondere vor dem Hintergrund weiter steigender Energiekosten ist sie für einen effizienten Gebäudebetrieb unerlässlich. Häufig sind Gebäudebetreiber überrascht, welche Einsparpotenziale sich in ihrer Anlage noch verbergen. Denn mit ihrer Durchführung findet eine Standortbestimmung über den energetischen Zustand der Lüftungs- und Klimaanlage statt. Durch die Auswertung der Daten können so erste Einsparpotenziale generiert und mögliche Schwachstellen der Anlage aufgezeigt werden. Dies können zum Beispiel Undichtigkeiten am zentralen Luftaufbereitungsgerät oder Defekte an den Rotationswärmetauschern, wie gerissene Keilriemen oder gar ein fehlender Antrieb, sein. Geht man darüber hinaus davon aus, dass die zu inspizierenden Klimaanlagen älter als zehn Jahre sind, muss als erstes geprüft werden, ob der Versorgungsauftrag noch derselbe ist, wie zum Zeitpunkt der Errichtung. Denn es kommt vor, dass sich zwischenzeitlich die Raumnutzung oder -belegung geändert hat. Umfang der Inspektion nicht geregelt Für Betreiber ist es nicht einfach, vergleichbare Angebote zur energetischen Inspektion zu bekommen, da der Prüfumfang keinem definierten Rechtsrahmen unterliegt. Während der eine Dienstleister eine komplette system- und komponentenbezogene Inspektion anbietet, inspiziert ein anderer Dienstleister gegebenenfalls nur die

Bis zu 30 Prozent Einsparpotenzial Die Zielsetzung der energetischen Inspektion ist immer die Bestimmung der Energieeffizienz von Lüftungs- und Klimaanlagen unter Beachtung der Behaglichkeit im Gebäude. Gleichzeitig hilft dies Betreibern von Büro- und Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, Kultur- oder Produktionsstätten dabei, die Energiekosten unter Umständen erheblich zu senken. Laut der Studie des FGK und des Raumlufttechnische Geräte Herstellerverbands können in Gebäuden bereits mit einfachen Maßnahmen bis zu 30 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden. Das kann beispielsweise die Anpassung der Luftvolumenströme betreffen oder die Optimierung der Betriebszeit. Mit einer weiterführenden Computersimulation des Betriebs der Anlage können die Einsparpotenziale sogar noch weiter erhöht werden. Als neutraler Dienstleister führte TÜV NORD im vergangenen Jahr über 50 energetische Inspektionen durch. Die fachlichen Hinweise führen in den meisten Fällen dazu, dass die Lüftungs- und Klimaanlagen in den Gebäuden optimiert und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Diese Optimierung ist meist schon mit geringen Investitionen machbar und erspart einen teuren Komplettaustausch der Anlage.

Autor: Udo Bräuning, Leiter Energieeffizienz TÜV NORD Systems ubraeuning@tuev-nord.de

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38 // Management Energieeffizienz

Qualitätsbarometer Hauptfragen an die Beratenen Unternehmen:

Organisation

328

Kommunikation

310

167

187

Kompetenzgewinn

376

Gesamterfolg

343

0 %

10 %

20 %

sehr zufrieden

30 % zufrieden

29

40 %

50 %

teilweise zufrieden

60 %

70 %

80 %

33

128

11

146

5

90 %

100 %

unzufrieden

Bis zu 80.000 Euro BMWi-Förderung für Gewinner Für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit bei den KMU Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind erfolgreich. Damit das so bleibt, stellen sie sich den kommenden Herausforderungen. Flankiert wird das durch Maßnahmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das ein umfassendes Förderprogramm aufgelegt hat. Beim BMWi gibt es unter dem Dach von go-inno zwei Projekte zur Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU): go-inno = go-effizient + go-innovativ Damit sollen die Ressourceneffizienz und die Innovationsaktivitäten im Unternehmen gefördert werden. Ziel ist es, damit die Produktivität kurz- bis mittelfristig und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Kostengestaltung optimieren Das Projekt go-effizient zielt dabei insbesondere auf die aktuelle Gestaltung der Kosten ab. Dabei stehen der hohe Materialkostenblock und die Energiekosten im Fokus. Auf diese Kosten können alle Funktionen im Kernprozess der Produktherstellung Einfluss nehmen. Diese reicht von Marketing und Vertrieb über die Konstruktion, Planung und Steuerung, Einkauf, Lieferanten, Fertigung bis hin zum Versand zum Kunden. Wie geht das?

Ressourceneffizienz steht im Zentrum der Überlegungen

Planung/Steuerung

Konstruktion Marketing

Einkauf Lieferanten Logistik

Ress

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Lager Herstellungsprozesse

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Vom Markt Zum Markt

Versand Führung vor Ort

Informationsfluss Materialfluss

Dabei spielen die Kommunikationswege, die Mittel dazu (hier seien ERP-, PPS-Systeme und andere zu nennen) und ihre Schnittstellen im System als Impulsgeber für das unternehmerische Handeln eine zentrale Rolle. Der entscheidende Faktor bei alledem ist der Mensch im Unternehmen. Nur mit der Kompetenz der Mitarbeiter und Führungskräfte kann das Thema Ressourceneffizienz wirkungsvoll betrieben werden. Interne Ressourceneinsparungen liefern großes Umsatzäquivalent Die Unternehmer selbst schätzen ihr Ressourcen-Einsparpotenzial im Durchschnitt auf etwa sieben Prozent ein. Für das BMWi gibt es hierzu detaillierte und nach Branchen differenzierte Studien des FraunhoferInstituts und des VDI. Diese können zum Vergleich mit eigenen Kennzahlen dienen. Diese Studien bestätigen das hohe Potenzial für die Unternehmen. Je nach Branche kommt das einer Umsatzsteigerung im Markt von 30 bis mehr als 80 Prozent gleich. Das Zufriedenheitsbarometer der Deutschen Materialeffizienzagentur demea zeigt, dass in weit über 1.000 Projekten Ergebnisse zur hohen bis höchsten Zufrie-

denheit geliefert wurden.


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Was bringt das?

Modellrechnung Vorher: Umsatz 100,00 Materialkostenanteil -42,00 Sonstige Kosten -55,00

Nachher: Umsatz 100,00 Materialkostenanteil -3 % -40,74 Sonstige Kosten -55,00

Gewinn 3,00

Gewinn 4,26

Umsatzrendite

Umsatzrendite

Gewinn 4,26

3,00  %

Umsatzrendite 3,00 %

4,26  %

erforderlicher Umsatz 142,00

Bei einer Umsatzrendite von 3 % müsste das Unternehmen seinen Umsatz um 42 % steigern, um den gleichen Gewinn wie durch eine 3 %-Materialkostenreduzierung zu erzielen.

Innovation zur Sicherung der Unternehmenswerte Das Projekt go-innovativ zielt auf die Förderung der Innovationstätigkeit zur Sicherung und zum Ausbau der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Dabei stehen wettbewerbsfähige neue Produkte und produktivere neue Technologien in schlanken Prozessen für das Unternehmen im Fokus. Das kann von der ersten technischen und finanziellen Bewertung über eine konstruktive Begleitung zum Erstmuster bis hin zur Realisierung gehen. Bis zu 80.000 Euro Fördergutscheine pro Unternehmen Für diese Themen können Unternehmen mit sehr flachem Aufwand über ein Gutscheinverfahren mit 550 Euro pro Tag gefördert werden. Insgesamt könnten Unternehmen einen Zuschuss von maximal 80.000 Euro aus Fördermitteln des BMWi erhalten. Bislang weiß nur etwa jeder zehnte Unternehmer um diese wirkungsvolle Fördermöglichkeit. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie über die 2-fach autorisierte IB UPW GbR bei minimalem Aufwand diese Fördergelder des BMWi zur Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsverbesserung sehr zügig im Gutscheinverfahren erhalten können. Förderungen insbesondere für KMU aufgelegt Die Unternehmen zahlen dabei nur ihren Eigenanteil mit der gesamten Mehrwertsteuer. Mit diesem Eigenanteil gehen sie wie bei einer guten Bank für die sichere Rendite nur in Vorlage. Eine kompetente Projektarbeit liefert dann die angestrebten Ergebnisse. Die Rückmeldungen aus den Unternehmen über das Zufriedenheitsbarometer der demea bestätigen die Resultate. go-effizient ist auf KMU mit bis zu 249 Mitarbeitern und go-innovativ mit bis zu 99 Mitarbeitern zugeschnitten. Unter bestimmten Gegebenheiten können aber auch Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern über go-effizient gefördert werden. Wichtig sind dabei insbesondere die Stichworte Ressourceneffizienz und Innovationsmanagement. Durch die Verschwendungsvermeidung von Ressourcen in den Prozessen im Sinne von lean manufacturing und durch entsprechende Mitarbeiterqualifizierung gibt es noch ganz erhebliche Potenziale zur Produktivitätssteigerung im produzierenden Gewerbe. Ergänzt wird dieser Ansatz durch systematische Innovationen für neue Produkte, Technologien und Prozesse. Durch diese gezielte Förderung der Ressourcenkultur in Unternehmen lässt sich der Erfolg langfristig und nachhaltig sichern. Das gilt übrigens branchenübergreifend für beispielsweise Metall, Kunststoff, Glas und Lebensmittel.

men. Potenziale aus der internen „Schatztruhe“ auf dem Pfad von Marketing und Vertrieb über Konstruktion, Planung und Steuerung bis hin zum Versand. Diese internen Produktivitätsverbesserungen durch eine schlanke Fertigung entsprechen im Ergebnis allein bereits einer deutlichen Umsatzsteigerung. Die Analyse- und Umsetzungswerkzeuge werden dabei ganz auf die individuelle Situation des Unternehmens abgestimmt und eingesetzt. Denn jedes Unternehmen ist ein Unikat, das sich bisher erfolgreich im Markt behauptet hat. Die Einbindung und Aktivierung der Mitarbeiter ist dabei natürlich von wesentlicher Bedeutung. Fazit Durch Ressourceneffizienz vom Markt zum Markt und durch Innovationen im Unternehmen lassen sich sehr deutliche Potenziale erschließen. Dank der Förderprogramme go-effizient + go-innovativ können für die Projektarbeit zur Effizienzsteigerung und zu neuartigen Lösungen für das Unternehmen hohe Vorleistungen vermieden werden. Holen Sie sich rechtzeitig Experten ins Boot, um von Förderungen zu profitieren und Ihren Gewinn durch die Arbeit an der internen Schatztruhe spürbar zu steigern. Autoren: Wolfgang Wrobel, Dipl.-Ing. geschäftsführender Gesellschafter Uwe Hermann, Dipl.-Ing. (FH), Gesellschafter Ingenieurbüro UPW GbR, Bad Zwischenahn

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Ihre Fachleute für Ressourceneffizienz und Innovationsmanagement – Ingenieurbüro UPW GbR Das Ingenieurbüro UPW GbR aus Bad Zwischenahn wurde vom BMWi für die Förderprogramme go-effizient + go-innovativ autorisiert. Damit kann der Nordwesten jetzt aus einer Hand auf das komplette Förderprogramm von go-inno zugreifen. Grundlage dafür war eine bewiesene dauerhaft erfolgreiche Projektarbeit auf den Feldern des Ressourceneffizienz- und Innovations-Managements. Diese wurde unter anderem durch die Verleihung des Deutschen Material­ effizienzpreises 2009 und einen Best-Practice-Bericht anlässlich der Preisverleihung zum Deutschen Rohstoff-Effizienzpreis 2012 honoriert. Im Ingenieurbüro UPW GbR arbeiten beratende Ingenieure sowie Betriebs- und Volkswirte zusammen. So ergänzen sich technische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen. Grundlage dafür sind solide internationale Erfahrungen in diversen Branchen, die durch gediegene Beratungspraxis vervollständigt wurden.

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40 // Management Marken- und Wettbewerbsrecht

Markenrecht birgt Chancen und Risiken Rechtsanwalt Dr. Julian Eberhardt erläutert wichtige Aspekte

Experte für Markenrecht: Rechtsanwalt Dr. Julian Eberhardt aus Bremen

Markenschutz ist für viele Unternehmen ein wichtiges Thema, bei dem aber oft viele Fragen offen sind. Dr. Julian Eberhardt, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei der Sozietät Eisenführ Speiser aus Bremen, gibt im Interview Auskunft über einige relevante Überlegungen. Was ist beim Schutz einer Marke zu beachten und wann sollte sich ein Unternehmen damit auseinandersetzen? Eberhardt: So früh wie möglich. Unternehmen sollten sich mit dem Markenschutz bereits in der Phase der Planung einer neuen Marke beschäftigen. Zum einen muss klar sein, dass die geplante Marke überhaupt verwendet werden kann, ohne dass bereits bestehende Markeneintragungen Dritter verletzt werden. Hierzu sollte in jedem Fall, noch bevor die neue Marke an den Markt geht, eine Recherche durchgeführt werden. Dabei muss sowohl nach identischen als auch nach ähnlichen Markeneintragungen gesucht werden, da es auch im Ähnlichkeitsbereich zu Markenverletzungen kommen kann.

folg in der Regel nicht sicher absehbar. Daher sollten in einem ersten Schritt die potentiellen Kernmärkte identifiziert und in der Regel auch nur dort Marken angemeldet werden. Eine relativ günstige Markenschutzmöglichkeit für die EU ist dabei die Anmeldung einer sogenannten „Europäischen Gemeinschaftsmarke“. Hierbei kann mit einer einzigen Markenanmeldung Schutz in allen EU-Staaten erlangt werden. Eine weitere, relativ günstige Möglichkeit für Auslandsanmeldungen ist die Registrierung einer „Internationalen Marke“ über die World Intellectual Property Organization mit Sitz in Genf. Welche Anmeldestrategie im Einzelfall die richtige ist, hängt jedoch stark von der jeweiligen Situation ab.

Wie schütze ich eine Marke am sinnvollsten innerhalb Deutschlands, europaweit oder global? Eberhardt: Eine Markenanmeldung gilt grundsätzlich immer nur für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region. Insoweit ist im Vorfeld zu überlegen, welche Märkte oder Länder für das Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig interessant sind. Dabei sind auch jeweils Kosten und Nutzen abzuwägen. Die Anmeldung einer Marke in wirklich allen Ländern der Welt kostet schnell einen deutlich sechsstelligen Betrag. Gerade bei einer neuen Marke ist dabei der Markter-

Der Schutz einer Marke gilt nicht unbegrenzt. Wie muss er verlängert werden? Eberhardt: Eine Markeneintragung gilt zunächst für zehn Jahre ab dem Anmeldetag. Marken können jedoch – anders als zum Beispiel Patente oder dergleichen – grundsätzlich beliebig oft um jeweils weitere zehn Jahre verlängert werden. Solange die entsprechenden Verlängerungsgebühren jeweils rechtzeitig gezahlt werden, bleibt die Markeneintragung in Kraft und kann gegen Dritte durchgesetzt werden.

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Das heißt, eine Marke bleibt dem Unternehmen immer erhalten? Eberhardt: Nicht ganz. Eine wichtige Ausnahme ist der „Benutzungszwang“. Dieser bedeutet, kurz gesagt, dass eine eingetragene


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Marke ihre Durchsetzbarkeit verliert und auf Antrag gelöscht wird, wenn die Marke fünf Jahre lang nicht benutzt wurde. Wie gehe ich als Unternehmer damit um, wenn ich etwa bei einer Messe Plagiate meiner geschützten Marke entdecke? Eberhardt: Wenn ein Plagiat, also eine Markenverletzung, gefunden wird, ist schnelles Handeln gefragt. Denn oftmals ist ein effektiver Rechtsschutz, zum Beispiel durch eine einstweilige Verfügung, nur möglich, wenn zügig vorgegangen wird. Umgekehrt sollte aber auch nicht „überhastet“ gehandelt werden, wenn noch keine gerichtsfesten Beweise beschafft werden konnten. Zum Beispiel durch einen Testkauf oder Fotos von den Verletzungsprodukten. Gerade in einer Messesituation ist dabei die Versuchung oft groß, direkt nach Entdeckung der Verletzung den Verletzer anzusprechen. Dies kann dann jedoch darin enden, dass Beweise sodann beiseitegeschafft werden und damit ein Vorgehen nicht mehr möglich ist. Sobald ausreichend Beweise vorliegen, gilt es jedoch, wie gesagt, schnell vorzugehen. Dies insbesondere dann, wenn zum Beispiel auf einer Messe in Deutschland ein ausländischer Verletzer aufgespürt wird. Dann gilt es, so schnell wie möglich eine einstweilige Verfügung zu erwirken und zusätzlich auch gleich eine Klage auf Schadensersatz etc. einzureichen. Denn solange der Verletzer noch in Deutschland auf der Messe ist, kann an ihn dort eine einstweilige Verfügung oder eine Klage zugestellt werden. Sobald der Verletzer Deutschland wieder verlassen hat, bedarf es der mühseligen internationalen Zustellung, die durch die erforderlich werdenden Übersetzungen nicht nur kostspielig ist, sondern sehr lange dauern kann.

Was können Unternehmer tun, die vermeintlich unwissentlich Markenrechte Dritter verletzen und möglichst schnell aus dieser Situation herauskommen wollen? Eberhardt: Ist man selbst Markenverletzer und erkennt dies noch vor einer Abmahnung oder dergleichen, sollte natürlich so schnell wie möglich auf eine andere, nicht verletzende Marke gewechselt werden. Ist eine Abmahnung aber schon ausgesprochen worden, so gilt es zunächst naturgemäß, genau zu analysieren, ob und welche Verteidigungschancen es gibt. Dabei ergibt es natürlich keinen Sinn, einen aussichtslosen Fall verteidigen zu wollen. Hier gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Folgen einer Markenverletzung durchaus erheblich sein können. Neben der erforderlichen Einstellung der Marke, der Umstellung auf eine andere Marke und den zu erstattenden Abmahn- und Verfahrens­ kosten sind hier insbesondere der Zwang zur Vernichtung markenverletzender Ware und die Schadensersatzpflicht zu nennen. Im Bereich des Markenrechts ist es hierbei für den Rechtsinhaber möglich, Schadensersatz unter anderem dergestalt zu verlangen, dass der Verletzer sämtliche Gewinne, die er mit den verletzenden Produkten erzielt hat, herausgeben muss. Vor diesem Hintergrund ist also Verhandlungsgeschick gefragt. Hier kommt es in der Regel auf eine gelungene Mischung aus dem Aufbau von Verteidigungsargumenten und einem kooperativen Verhalten an.

Das vollständige Interview lesen Sie in der MMN-App.


42 // Management Moderne Bürowelten: Der professionelle Empfang

Themenreihe: Moderne Bürowelten

1: Planung Büroräume 2: Der Konferenzraum

3: Haus- und Sicherheitstechnik für Bürogebäude 4: Der professionelle Empfang 5: Telekommunikation (November-Ausgabe)

Keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Der Empfangsbereich als erster Kontaktpunkt mit dem Besucher Text: Nicholas Salagaray | Foto: fotolia

Wenn Sie als Unternehmer ein anderes Unternehmen besuchen, landen Sie in der Regel zuerst im Empfangsbereich. Natürlich erwartet man bei einem klassischen Handwerksbetrieb keinen durchgestylten Empfang. Aber saubere Sitzmöglichkeiten (auf denen nicht der Schmutz eines Blaumanns haftet) sollten schon Voraussetzung sein. Die Möglichkeit, einen Kaffee zu bekommen und sich mit einer Zeitschrift die Wartezeit zu verkürzen, sollte ebenso zum guten Ton gehören. Doch wie oft erlebt man es selbst in größeren Betrieben, dass beim Empfang gespart wurde? Das ist durchaus ein Punkt, der die Außenwahrnehmung eines Unternehmens schmälert. Es ist wichtig zu wissen, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt. Der Empfangsbereich eines Unternehmens sollte weder zu offen noch zu verschlossen gestaltet werden. Der Kunde oder Geschäftspartner, welcher empfangen wird, muss auf den ersten Blick sehen, dass er erwartet wird. So sollten die Empfangsmitarbeiter direkt dem Eingang gegenübersitzen und zu sehen sein. Nichts ist schlimmer als ein Kunde, der im Eingangsbereich steht und nicht weiß, wo er einen Ansprechpartner findet, der ihm weiterhelfen kann. Eine schöne und nicht zu teure Spielerei ist natürlich ein Bildschirm, der den Besucher explizit begrüßt. Das schafft Freude, denn dem Besucher wird direkte Wertschätzung vermittelt. Tückisch wird es allerdings dann, wenn in der Hektik ein Mitarbeiter den falschen Namen auf das Display bringt. Den Kunden in Empfang nehmen Der erste Eindruck, den der Besucher gewinnt, wird maßgeblich durch die Gestaltung des Foyers im Allgemeinen, und des Empfangstresen im Speziellen bestimmt. Der Empfang repräsentiert die „Corporate Identity“ des Unternehmens; hier findet die erste Wahrnehmung des Unternehmens durch dem Besucher statt. Das Ziel jeder Firma sollte es sein, durch den Tresen einen repräsentativen und angenehmen Empfang für die Besucher mm-nordwest.de

zu erzeugen. Ein gelungener Empfangstresen zeichnet sich durch mehrere Merkmale aus: Bei der Gestaltung des Tresens müssen mehrere Gesichtspunkte hinsichtlich des Designs beachtet werden. Zum einen soll durch die Form und das Material ein schöner und ästhetischer Empfangsbereich geschaffen werden. Hierzu kann die Formensprache beitragen – aber auch die Materialauswahl ist von entscheidender Bedeutung. Der Einsatz von Materialien wie Holz, Kunststoffen, Glas, Metall, Acryl, Stein oder Linoleum lässt eine große Vielfalt zu. Neben der ästhetischen Wirkung soll der Empfangstresen natürlich auch funktional sein. Dieses gilt zum einen für den Besucher: Stellen Sie sich folgende Fragen: Kann der Gast sich schnell orientieren und zurechtfinden? Gibt es Abstellflächen für Handtaschen, Koffer, etc.? Können körperlich beeinträchtigte Besucher problemlos kommunizieren? Was ist mit der Widerstandsfähigkeit der Materialien durch Beanspruchungen? Durch eine gezielte Planung in enger Zusammenarbeit mit dem Tischler oder einem Innenarchitekten können diese und andere Fragen bereits frühzeitig geklärt werden. Planung des Empfangstresens Um einen Empfangstresen zu planen, der oftmals mehr als nur die oben genannten Merkmale erfüllen muss, ist eine langjährige Erfahrung erforderlich. Unternehmen finden hier entweder bei den entsprechenden Planern (Innenarchitekten) den richtigen Ansprechpartner – oder aber direkt beim Hersteller, dem spezialisierten Tischler. Durch die Vorbesprechung mit dem Kunden erfolgt die Grundlage der Planung. Hilfsmittel wie die CAD-Technik ermöglichen eine 3-Dimensionale-Darstellung, durch die der Kunde sich einen Eindruck vom fertigen Zustand verschaffen kann. Auf Wunsch können durch den Fotorealismus dieser Programme die Form und das Material den fertigen Zustand des Empfangstresens in verblüffender Annäherung darstellen. Wie eine Empfangsplanung aussehen sollte, lesen Sie auf den nächsten Seiten.


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„Welcome“ – der erste Eindruck zählt „Welcome“ – so heißt das fm-Möbelprogramm, aus dem sich unzählige Möglichkeiten für den Empfangsbereich entwickeln lassen. 15 Dekore stehen dabei zur Auswahl sowie diverse Materialien wie Holz, Glas, Graphit oder Edelstahl. Unterstützt und ergänzt werden die Ideen durch den firmeneigenen Stonderbau. So können wir ganz individuell Wünsche und Ansprüche unserer Kunden umsetzen. Die Beratungs- und Planungsphase spielt für fm die entscheidende Rolle. Wie möchten Sie sich präsentieren? Wie kann sich der Charakter und die Philosophie des Hauses

im Empfangsbereich ausdrücken? Wie kann der Arbeitsablauf und die Organisation optimiert werden? Eingangsbereiche müssen Wirkung zeigen, sollen den Besucher angenehm in Empfang nehmen und zugleich auch für die Mitarbeiter einen Arbeitsbereich schaffen, an dem effektives Arbeiten möglich ist.

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44 // Management Moderne Bürowelten: Der professionelle Empfang Anzeige

Der erste Eindruck zählt Ob wir einem Unbekannten vertrauen, und ob er uns sympathisch ist, erkennen wir sofort. Unser Gehirn braucht eine Zehntelsekunde, dann ist das Urteil gefällt. Und Studien zeigen: Der erste Eindruck ist meist richtig. Für die Einrichtung von Unternehmen hat das Konsequenzen, insbesondere für den Empfangsbereich. Der Empfang ist für Gäste und Kunden erste Anlaufstelle und prägt das Gesamtbild vom Unternehmen nachhaltig. Ein wohlbedachtes und einladendes Design kann bereits einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Allerdings sollte die Einrichtung nicht nur repräsentativ sein. Sie sollte auch zweckmäßig sein und sich optimal in die gegebenen Raumverhältnisse einfügen. Und vor allem

sollte der Bereich den Bedürfnissen der Kunden und Mitarbeiter entsprechen. Schließlich ist der Empfang auch ein Arbeitsplatz, der ergonomische Anforderungen erfüllen muss. Das Schumacher-Team steht Ihnen bei der Bedarfsanalyse, Planung und Einrichtung zur Seite. Ob Rezeption, Bürotresen mit Beraterplätzen oder Warte-Lounge. Gemeinsam entwickeln wir die optimale Lösung für Ihr Unternehmen – und sorgen für einen beeindruckenden und repräsentativen Auftritt. Zur Anregung: Unser Einrichtungsshop www.suisto.de bietet Ihnen hierzu eine groWalther Schumacher GmbH ße Auswahl einladender und hochwertiger Am Patentbusch 10 · 26125 Oldenburg Design­ ermöbel von herausragenden HerTel. 0441 93979-0 stellern. info@der-schumacher.de

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Recht und Finanzen Lohnsteuer // 45

Abschied von der Lohnsteuerkarte Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) Mit Wirkung ab dem 01.01.2012 sind die lohnsteuerlichen Verfahrensregelungen für das neue Verfahren der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) in Kraft getreten. Als Einsatztermin für das Verfahren wurde der 01.11.2012 festgelegt. Seit diesem Zeitpunkt stellt die Finanzverwaltung den Arbeitgebern die ELStAM für die Arbeitnehmer maschinell verwertbar zum Abruf zur Verfügung und der Lohnsteuerabzug ist grundsätzlich nach den ELStAM durchzuführen. Näheres regelt das BMF-Schreiben vom 07.08.2013.

fahrens zeitnah mitteilen.

Ersatzverfahren als Härtefallregelung Stellt die Finanzverwaltung dem Arbeitgeber unzutreffende ELStAM bereit, kann der Arbeitnehmer deren Berichtigung beim Finanzamt beantragen. Wird das Dienstverhältnis beendet, hat der Arbeitgeber dies der Finanzverwaltung unverzüglich auf elektronischem Weg nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz mitzuteilen. Soweit ein Arbeitgeber für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs Lohnsteuerabzugsmerkmale benötigt, Registrierung notwendig werden sie auf Veranlassung des Arbeitnehmers autoDer Arbeitgeber hat das ELStAM-Verfahren grundsätzmatisiert durch die Finanzverwaltung übermittelt. Solich für laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem weit das Finanzamt auf Antrag des Arbeitnehmers 31. Dezember 2012 endenden Lohnzahlungszeitraum Lohnsteuerabzugsmerkmale, zum Beispiel Freibeträge gezahlt wird, und für sonstige Bezüge, die nach dem 31. Enno Schürmann Steuerberater nach § 39a EStG (Eintragung von Freibeträgen) oder Dezember 2012 zufließen, anzuwenden. Zum Abruf der VOSS SCHNITGER Steuerklassen nach Steuerklassenwechsel bildet, teilt ELStAM hat sich der Arbeitgeber bei der FinanzverwalSTEENKEN BÜNGER & PARTNER es diese dem Bundeszentralamt für Steuern zum tung über das Elster-Online-Portal zu registrieren und in Oldenburg enno.schuermann@obic.de Zweck der Bereitstellung für den automatisierten Abmit der Steuernummer der lohnsteuerlichen Betriebsruf durch den Arbeitgeber mit. Um bei unzutreffenstätte zu registrieren. Beauftragt der Arbeitgeber einen Dritten mit der Durchführung des Lohnsteuerabzugs, hat sich der den ELStAM den zutreffenden Lohnsteuerabzug vornehmen zu könDritte für den Datenabruf zu registrieren. Nach dem Abruf sind die nen, stellt das Finanzamt im laufenden Verfahren auf Antrag des ELStAM in das Lohnkonto des Arbeitnehmers zu übernehmen und Arbeitnehmers eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug aus und entsprechend deren Gültigkeit für die Dauer des Dienstverhältnisses sperrt in der Regel gleichzeitig den Arbeitgeberabruf. Sind Arbeitgefür den Lohnsteuerabzug anzuwenden. Etwaige Änderungen stellt die ber nicht in der Lage und ist es ihnen nicht zumutbar, die ELStAM Finanzverwaltung dem Arbeitgeber monatlich zum Abruf bereit. Der der Arbeitnehmer elektronisch abzurufen, wird ein Ersatzverfahren Arbeitgeber soll dem Arbeitnehmer die Anwendung des ELStAM-Ver- angeboten (Härtefallregelung).


46 // Management Erfolgreich im Ausland

Viele Schritte führen ins Ausland Kontakte nutzen und neue Märkte erschließen Text: Maren Bergmann | Fotos: fotolia

Wagnis oder Chance? Diese Frage stellen sich viele Unternehmen, die einen Schritt ins Ausland erwägen. Gerade für kleine und mittlere Betriebe kann die Expansion auf anderen Märkten einen entscheidenden Vorteil bieten und neue Absatzmöglichkeiten erschließen. Auch das Land Niedersachsen unterstützt Unternehmen bei ihren Exportvorhaben mit einem breiten Serviceangebot und verfolgt so das Ziel, die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der niedersächsischen Wirtschaft auszubauen. Internationalisierung schafft Arbeitsplätze Seit Langem sind die Grenzen der Nationalstaaten keine Grenzen für wirtschaftliche Kontakte. Die Europäische Union (EU) ist dafür der beste Beweis. Doch jedes Unternehmen hat auf diesem Weg auch schon festgestellt: Die Wege zu neuen Märkten sind schwer zu durchschauen, auf jeden Fall aber langwierig. Ein ungewohntes Umfeld mit anderen Gesetzen, bürokratischen Hürden und unterschiedlichen (Geschäfts-) Kulturen weist darauf hin, dass zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg sind: Informationen und Kontakte. Die nachhaltige Förderung der Internationalisierung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Mit einem Auslandsmesseprogramm, unterstützender Arbeit der Repräsentanzen Niedersachsens vor Ort, Delegationsreisen in interessante Zielmärkte oder durch Informationsveranstaltungen sind verschiedene Maßnahmen angestoßen worden. Das Ziel sei, die Exportquote niedersächsischer Unternehmen zu erhöhen und somit Arbeitsplätze zu sichern. Angebote für kleine und mittlere Unternehmen Zu diesem Zweck hat das Land die Außenwirtschaftsgesellschaft NGlobal gegründet, die die außenwirtschaftlichen Beziehungen des Landes und die Internationalisierung der niedersächsischen Wirtschaft fördert. Die Angebote richten sich insbesondere an kleine und mittlere mm-nordwest.de

Unternehmen (KMU), die bei der Erschließung ausländischer Märkte unterstützt werden sollen. Hierzu organisiert NGlobal etwa Unternehmerreisen in verschiedene Regionen der Welt und für unterschiedliche Branchen. Außerdem werden Informationsveranstaltungen und Messeteilnahmen arrangiert. Darüber hinaus bieten die nahezu weltweit zur Verfügung stehenden niedersächsischen Repräsentanzen und Partner-Büros individuelle Beratungsmöglichkeiten zu den jeweiligen Zielmärkten. Unter dem Namen „Export vor Ort“ hat sich als ein erfolgreiches Veranstaltungsformat bewährt, das KMU Gelegenheit bietet, sich über die umfangreichen Außenwirtschafts-Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Auch Chancen und Strategien eines Auslandsengagements werden erörtert. Besonders KMU, die bislang noch nicht im Auslandsgeschäft tätig sind, sollen so für ein Auslandsengagement motiviert werden; KMU die bereits Auslandserfahrung besitzen hingegen ermuntert, in neue wachstumsträchtige Regionen (Absatzmarktdiversifizierung) einzusteigen und Geschäftstätigkeiten auszubauen. Das Programm beinhaltet unter anderem eine Präsentation der Unterstützungsangebote (mit zuständigen Akteuren/Institutionen), Best-Practice-Beispiele, praktische Tipps und Strategien für den Einstieg in das Exportgeschäft, eine Betriebsbesichtigung sowie den direkten Erfahrungsaustausch. Internationaler Erfahrungsaustausch Zusätzlich arbeitet NGlobal arbeitet seit Januar 2012 mit der Deut-


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schen Management Akademie Niedersachsen (DMAN) zusammen. Die DMAN qualifiziert Fach- und Führungskräfte für den Erfolg auf internationalen Märkten. NGlobal selbst organisiert vor allem für KMU Unternehmerreisen, die die Gelegenheit bieten, Geschäftskontakte im Ausland zu knüpfen und die wirtschaftliche Situation vor Ort aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Kompetente Partner in Niedersachsen sowie vor Ort organisieren ein auf die Unternehmerreisen abgestimmtes Programm. Unterstützend dazu werden Kooperationsveranstaltungen und individuelle Unternehmensbesuche organisiert. Insbesondere durch die politische Begleitung sind die Unternehmerreisen häufig der wichtigste Türöffner, um mit Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen und darüber hinaus, neben den Informationsveranstaltungen und Kooperationsbörsen der Auftakt für weiter-

führende Aktivitäten im jeweiligen Zielmarkt. In diesem Jahr führten offizielle Delegationsreisen beispielsweise nach China, Myanmar oder Argentinien. Region ist weltweit unterwegs Dass internationale Aktivitäten sehr erfolgreich sein können, belegen zahlreiche Beispiele aus der Region. In Vechta-Calveslage konzipiert, plant und realisiert die Big Dutchman AG Stalleinrichtungen und Tierfütterungsanlagen für Schweine und Geflügel. Die Produkte des Stalleinrichters sind nicht nur in den Agrarregionen im Nordwesten im Einsatz. Big Dutchman ist als Marktführer in diesem Segment und auf fünf Kontinenten in über 100 Ländern aktiv. Weitere Informationen: www.nglobal.de und www.dman.de

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48 // Management Erfolgreich im Ausland

Änderungen im spanischen Recht Nachlassgestaltung, Immobilienerwerbsrecht, Veräußerungsgewinne und Vermögenssteuer auf dem Prüfstand

Das Interesse am Immobilienerwerb in Spanien ist trotz Krise – wenn auch sicherlich nicht überall im gleichen Maße – nach wie vor gegeben. Die rechtlichen Fragen, die sich rund um den Immobilienbesitz ergeben, sind gerade im Hinblick auf wichtige Änderungen im internationalen Privatrecht und im Steuerrecht sehr aktuell. Nachlassabwicklung und Nachlassgestaltung Verstirbt ein Deutscher mit Immobilienbesitz in Spanien, richtet sich die Erbfolge bislang nach deutschem Recht. Dies wird sich in Zukunft ändern. Die Verordnung (EU) Nr. 650/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012, die am 16. August 2012 in Kraft getreten ist, schreibt vor, dass sich für alle Todesfälle, die ab dem 17. August 2015 eintreten, die Erbfolge nach dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, richten wird. Verstirbt daher ein Deutscher mit Immobilienbesitz in Spanien und hatte er zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien, so richtet sich die Erbfolge grundsätzlich nicht mehr nach deutschem, sondern nach spanischem Erbrecht. Diese ab August 2015 geltende Neuregelung führt gerade in Bezug zu Spanien zu weitreichenden Folgen. So kennt das spanische Recht im Gegensatz zum deutschen Recht das Noterbrecht. Ferner ist nach spanischem Recht der Ehegatte grundsätzlich nicht Erbe. Dies bedeutet, dass bisherige Überlegungen zur Nachlassgestaltung zu ganz anderen und nicht beabsichtigten Folgen des Erblassers führen können, was durch eine Rechtswahl vermieden werden kann. Im Inte­ resse einer rechtssicheren Nachlassplanung ist es unbedingt erforderlich, dass bereits bestehende letztwillige Verfügungen auf ihre Vereinbarkeit mit der Verordnung überprüft werden. Besonderheiten beim Erwerb oder Veräußerung einer spanischen Immobilie: • A  uswirkungen des neuen Doppelbesteuerungsabkommens Deutschland/Spanien • D  ie Einkommensteuer auf den Veräußerungsgewinn Das seit dem 1. Januar 2013 anzuwendende neue Doppelbesteuerungsabkommen (DBA 2011) sieht die Möglichkeit vor, dass die Veräußerungsgewinne des Nichtresidenten auch in Deutschland zu versteuern sind, wobei eine Anrechnung der in Spanien entrichteten Einkommensteuer (21 Prozent auf den Veräußerungsgewinn) in Betracht kommt. Festgehalten werden kann schon jetzt, dass die Veräußerung der spanischen Immobilie ab diesem Jahre für den Verkäufer daher teuer sein kann. Das am 1. Januar 2013 in Kraft tretende DBA hat auch Auswirkung auf die Veräußerung von Gesellschaftsanteilen eines in Spanien nicht Ansässigen, wenn diese Gesellschaft überwiegend (50 Prozent) aus Immobilien besteht, die in Spanien liegen. Bis zum 31. Dezember 2012 war der Veräußerungsgewinn, der durch den Verkauf solcher Anteile erzielt wurde, lediglich in Deutschland zu versteuern. Werden die Anteile ab 2013 verkauft, so steht auch Spanien ein Besteuerungsrecht zu, wobei die in Spanien entrichtete Steuer auf die in Deutschland anfallende Steuer angerechnet werden kann. Die Vermögensteuer in Spanien Aus dem DBA 1966 konnte abgeleitet werden, dass die in Deutschland ansässige natürliche Person mit Immobilienbesitz in Spanien, der mittels einer Gesellschaft gehalten wurde, nicht der Vermögensbesteuerung in mm-nordwest.de

Spanien unterlag. Das DBA 2011 schreibt hingegen vor, dass Anteile an einer Gesellschaft oder einer anderen Personenvereinigung oder andere vergleichbare Beteiligungen, deren Aktivvermögen zu mindestens 50 Prozent unmittelbar oder mittelbar aus in einem Vertragsstaat gelegenem unbeweglichem Vermögen besteht, in dem Vertragsstaat besteuert werden kann, in dem das unbewegliche Vermögen liegt. D.h. die in Deutschland ansässige natürliche Person kann in Spanien der Vermögensbesteuerung unterliegen, wenn diese Immobilie unter den vorgestellten Voraussetzungen durch eine Gesellschaft gehalten wird. Dies wird auch dann gelten, wenn eine deutsche Gesellschaft zwischengeschaltet ist, weil das DBA 2011 von einer unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung an spanischem Immobilienvermögen spricht. Ob tatsächlich eine spanische Vermögenssteuer erhoben wird, hängt davon ab, ob Spanien die Erhebung einer Vermögenssteuer tatsächlich vorsieht. Die spanische Vermögenssteuer wird auch für den Veranlagungszeitraum 2013 erhoben. Auf staatlicher Ebene wurden die bisherigen Vergünstigungen von 100 Prozent aufgehoben. Anders sieht es teilweise auf der Ebene der Autonomen Gemeinschaften aus: Die Balearischen Inseln haben mit Wirkung ab dem 31.12.2012 die Vergünstigung von 100 Prozent, die den in Spanien ansässigen Personen zugutekam, aufgehoben. Zu beachten ist indes, dass die ersten 700.000,00 Euro von der Vermögensteuer befreit sind. Dies gilt für die Nicht-Ansässigen aufgrund der staatlichen Regelung und für die auf den Balearen Ansässigen aufgrund der regionalen Bestimmung. Vermögenserklärung für in Spanien ansässige Personen Abschließend ist noch darauf hinzuweisen, dass ab dem 1. Januar 2013 die in Spanien ansässigen natürlichen und juristischen Personen Auskunft über ihr gesamtes im Ausland gelegenes Vermögen erteilen müssen. Dies gilt bereits für das im Jahre 2012 vorhandene Vermögen. Die Erklärung war bis Ende April 2013 abzugeben. Ab 2013 ist die Auskunft bis März eines jeden Jahres abzugeben. Kommt der in Spanien Ansässige seiner Erklärungspflicht nicht fristgerecht nach, so droht ihm ein empfindliches Bußgeld, das mindestens 10.000,00 Euro beträgt. Ergebnis Im Ergebnis lässt sich zum einen feststellen, dass Vergünstigungen für Immobilientransaktionen vorgesehen sind, die den Immobilienmarkt beleben sollen. Zum anderen sind die bisher gewählten Vermögensgestaltungen zu überdenken, damit festgestellt werden kann, ob die mit der gewählten Gestaltungsvariante verfolgten Ziele nach wie vor Bestand haben. Autor: Dr. Sabine Hellwege ist Rechtsanwältin und Abogada mit den Schwerpunkten Nachlassangelegenheiten, Immobilienerwerb, Firmengründungen in Spanien und Deutschland sowie der Zwangsvollstreckung deutscher und spanischer Titel. Sie unterhält Anwaltskanzleien in Osnabrück und Palma de Mallorca. hellwege@hellwege.de


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50 // Management Erfolgreich im Ausland

Schwerpunkt bei Betriebsprüfungen – Verrechnungspreise im internationalen Geschäftsverkehr

Autor: Dr. Christoph Averdiek-Bolwin, MBA, WP, StB, Partner bei KMP Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner, Osnabrück Averdiek@kmp-osnabrueck.de

Mitautor: StB/WP Dr. Markus Grün, Geschäftsführer Prüf-Treuhand OG, Wien m.gruen@hlb.at

Die Zeiten, in denen ein Unternehmer ein Produkt an einem Ort hergestellt und vertrieben hat, sind längst auch im Mittelstand vorbei. Viele mittelständische Unternehmen gründen im Ausland Tochtergesellschaften, um Produktionskosten einzusparen oder den Vertrieb zu optimieren. Nach Schätzungen der OECD wird bereits der überwiegende Teil des weltweiten Handels über konzerninterne Leistungsbeziehungen abgewickelt. Im Rahmen des damit verbundenen Leistungsaustausches gewinnt die steuerlich akzeptierte Preisfindung zunehmend an Bedeutung. Finanzverwaltungen in Deutschland, Österreich und anderen Ländern befassen sich zunehmend mit Verrechnungspreisen; sie sind regelmäßig Schwerpunkte aktueller Betriebsprüfungen. Die Verletzung der Verrechnungspreisvorschriften kann erhebliche Mehrsteuern und Strafzuschläge auslösen. Für international tätige Unternehmen gilt es nicht nur diese zusätzlichen Kosten zu vermeiden, es gilt auch, existierende Gestaltungsspielräume optimal zu nutzen. Fremdübliche Preisgestaltung Verrechnungspreise sind Vergütungen, die konzernangehörige oder verbundene Unternehmen für erbrachte Leistungen innerhalb einer Unternehmensgruppe in Rechnung stellen. Sie werden durch die beteiligten Unternehmen festgelegt und nicht durch den Markt bestimmt. Wenn beispielsweise ein deutsches Maschinenbauunternehmen die in Deutschland hergestellten Maschinenteile an eine österreichische Tochtergesellschaft verkauft, muss dies gemäß dem deutschen Außensteuergesetz zu fremdüblichen Preisen erfolgen. Ebenso verhält es sich bei der Überlassung von Mitarbeitern, der Erbringung von Dienstleistungen oder der Gewährung von Darlehen. Ist die Preisgestaltung nicht fremdüblich, ist eine Korrektur der Verrechnungspreise außerbilanziell durchzuführen, und es kommt zu teilweise substantiellen Steuernachforderungen. Festlegung der Verrechnungspreise Fraglich ist, wie Verrechnungspreise festzulegen sind, damit sie von der Finanzverwaltung akzeptiert werden. Das Außensteuergesetz regelt die Methoden zur Ermittlung angemessener Verrechnungspreise. Welche Methode bzw. welcher Verrechnungspreis von der Finanzverwaltung akzeptiert wird, hängt maßgeblich von den Risiken und Funktionen der beteiligten Unternehmen ab. Basierend auf den OECD-Grundsätzen kennen die deutschen und österreichischen Richtlinien zur Verrechnungspreisermittlung Standardmethoden (Preisvergleichsmethode, Wiederverkaufspreismethode und Kostenaufschlagsmethode) sowie Gewinnmethoden (Nettomargenmethode und Gewinnteilungsmethode). Bei der Auswahl der zulässigen Methoden ist grundsätzlich jener Methode der Vorzug zu geben, die die größte Sicherheit für die Ermittlung eines fremdvergleichskonformen Verrechnungspreises bietet, im Zweifel ist den Standardmethoden der Vorzug zu geben. Dokumentationspflicht Der vom Unternehmer ermittelte Verrechnungspreis ist zu dokumentieren. Die Dokumentation der Verrechnungspreise soll es den Finanzbehörden ermöglichen, die Angemessenheit bzw. Fremdüblichkeit der Verrechnungspreise zu überprüfen. In Deutschland regelt die Abgabenordnung (AO) die Dokumentationspflicht der Verrechnungspreise und die Folgen eines Verstoßes gegen die Pflichten. Ergänzt werden die Regelungen durch die Gewinnabgrenmm-nordwest.de

zungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) sowie internationale Rechtsgrundlagen wie Doppelbesteuerungsabkommen und Verlautbarungen der OECD. In Österreich wurde die Rechtsansicht der Finanzverwaltung zu diesem Themenkreis erstmalig in den Verrechnungspreisrichtlinien (VPR) des BMF festgehalten. Sie stellen einen Auslegungsbehelf im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise zB. betreffend der Dokumentationspflichten dar. Funktions- und Risikoanalyse verpflichtend Die Rechtsgrundlagen für die Dokumentationspflichten finden sich in Österreich im Wesentlichen in der Bundesabgabenordnung (BAO). Ausgangspunkt dabei ist, dass der Steuerpflichtige im Rahmen der Angemessenheitsdokumentation verpflichtet ist, für seine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen auch eine Funktions- und Risikoanalyse durchzuführen, in der beispielsweise auf die Geschäftsstrategie, oder Vertragsbedingungen näher einzugehen ist. Aufgrund der massiven Auswirkungen und der zahlreichen Auslegungsfragen bei der Ermittlung von Verrechnungspreisen besteht in Deutschland und Österreich die Möglichkeit bei Fragen im Zusammenhang mit Verrechnungspreisen eine verbindliche Auskunft (Advanced Pricing Agreement oder Advanced Ruling) einzuholen. Resumee Zusammenfassend sollten international tätige Unternehmen mit Bezug auf Verrechnungspreise Folgendes beachten: • Rechtzeitige Erstellung einer fachgerechten Verrechnungspreisdokumentation • Proaktive Kommunikation der Verrechnungspreismethode mit der Finanzverwaltung • Akzeptanz einer Korrektur nur, wenn die Einkünfte der Geschäftsbeziehung insgesamt geschmälert wurden • In Zweifelsfällen ein Verständigungsverfahren betreiben Ohne Zweifel sind die Anforderungen an eine steuerlich anerkannte Dokumentation der Verrechnungspreise zeitaufwendig, anspruchsvoll und teilweise mit teuren Strafzahlungen bedroht. Häufig bietet sich durch die umfangreichen Konzernbeziehungen jedoch auch eine Möglichkeit zur zulässigen Steueroptimierung, die man nicht ungenutzt lassen sollte.


Regional Emslandarena // 51

Erfolgreiches Großprojekt in Lingen EmslandArena dürfte pünktlich eröffnen

Der Schriftzug hängt bereits in großen roten Lettern an der Fassade: EmslandArena lautet der Name eines ehrgeizigen Großprojektes, das die Stadt Lingen als Arbeits- und Wohnort noch attraktiver machen soll. Mit der Eröffnung der neuen Multifunktionsarena startet Lingen geleichzeitig in ein neues Entertainmentzeitalter für die gesamte Region: Die Emslandarena bietet den multifunktionalen Raum für hochkarätige national und international besetzte Events. Durch die hohe Anpassungsfähigkeit der Halle kann sie zusätzlich für Messen sowie TV-Shows oder Wirtschaftsveranstaltungen genutzt werden. So wird durch variabel gestaltbare Konfigurationen zwischen 900 und 5.000 Besuchern Platz geboten. Zusätzlich dienen VIP-Logen und ein Businessbereich als Meeting-Point mit Erlebnischarakter.

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52 // Regional Emslandarena

Voll im Zeitplan Um all das bis zur offiziellen Eröffnung der Emslandarena mit dem ausverkauften Konzert von Katie Melua am 30. November auch gewährleisten zu können, müssen verschiedene Gewerke vereint werden: Tief- und Hochbau, technische Gebäudeausstattung, Brandschutz und Schallschutz sind nur einige der essentiellen Faktoraen, auf die es beim Bau dieses emsländischen Großprojektes ankam und ankommt. Doch die Generalplaner der Lingener Bauunternehmung August Mainka Haben laut Aussage von Stadtbaurat Georg Lisiecki alles im Griff: den Zeitplan, die Kosten, und die Arbeiten gehen gut voran. Sofern kein unvorhergesehenes Ereignis passiert, wird – anders als zum Beispiel beim Sanierungsprojekt des Osnabrücker Pendants, der OsnabrückHalle – die EmslandArena passend fertig. Viel bewegt Alleine die zehnteilige patentierte Stahlkonstruktion des Arenadaches, die auf die 62 Meter breite, 90 Meter lange und 17 Meter hohe Halle gesetzt wird, wiegt 300 Tonnen. Für fast alle Arbeiten hat das ausführende Generalunternehmen August Mainka aus Lingen Betriebe aus dem Emsland beauftragen können. Somit ist die Wertschöpfung des Großprojektes auch direkt in der Region geblieben. Mit modernster Technik ausgestattet, verspricht der Hallenbau nicht nur höchsten Sicherheitsstandards gerecht zu werden, sondern ist zudem in grüner Bauweise geplant. Die gesamte Halle wird durch 800 LEDs beleuchtet, was rund 20 Tonnen CO2-Einsparungen und circa 40.000 kWh weniger Energieverbrauch pro Jahr für die Betreiber der Stadt Lingen bedeutet – zurzeit

G m b H

Gebr.

übrigens deutschlandweit die einzige Halle, die rein über LEDs beleuchtet ist. Das ist allerdings auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, dass bei der Altlastensanierung auf dem Grundstück Geld gespart werden konnte, dass in modernste Beleuchtungstechnik reinvestiert wurde – und nachhaltig bei den Energiekosten mit einem gehörigen Minderaufwand zu Buche schlagen dürfte. Die Sicherheit hat hohe Priorität in der Arena, man hat deutlich mehr getan, als der Gesetzgeber verlangt. Überwachungskameras sind zwar nicht für jeden Besucher der liebste Anblick, helfen allerdings dabei, die Halle sicher zu machen. Blindenleitstreifen sorgen zudem für eine außerordentliche Barrierefreiheit in der EmslandArena. Einziger Wehmutstropfen des Großprojektes bisher: Anwohner und Experten kritisieren das schwer verständliche Verkehrsleitsystem und sprechen Bedenken aus, dass sich ein Besuch der EmslandArena vom Parkplatz aus zu Fuß über eine ein Kilometer lange Strecke ziehen könnte. Doch noch bleibt Stadt und Planern die Möglichkeit, hier nachzubessern und das Verkehrskonzept den optimalen Bedingungen der Halle anzugleichen.

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Stahlhallen & Baustoffe Janneck GmbH Seit 25 Jahren sind wir ganz vorn mit dabei im Stahlhallenbau. Für rund 100 Projekte jährlich verarbeiten unsere 60 Mitarbeiter über 5.000 Tonnen Stahl im Jahr. Durch die jahrelange Erfahrung realisieren wir nicht nur Hallenbauten aller Art, sondern auch jegliche Stahlsonderkonstruktion wie zum Beispiel Maschinenbühnen, Konstruktionen für den Anlagenbau, Rohrbrücken etc. Zu unserem Leistungsspektrum gehören neben dem Planen, Konstruieren, Produzieren, Liefern und Montieren der Stahlkonstruktionen auch das Stellen von Bauanträgen und die Ausarbeitung von statischen Berechnungen. Im Bereich der Dach- und Seitenverkleidung, Industrieverglasung und RWA-Anlagen sowie Toren und Türen sind wir ebenfalls ein zuverlässiger Partner. Gerne übernehmen wir auch das gesamte Vorhaben und erstellen die individuellen Projekte komplett schlüsselfertig.

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54 // Regional Emslandarena

Interview mit Gerd Cosse, Geschäftsführer Cosse Elektro GmbH und emsLICHT AG, Geeste-Dalum Was bedeutet eigentlich LED? Gerd Cosse: Die Abkürzung steht für Light Emitting Diode, das bedeutet Leuchtdiode. Welche Vorteile hat eine LED-Beleuchtung? Gerd Cosse: Ganz eindeutig: Sie spart circa 60 bis 80 Prozent Energie ein. Herkömmliche Leuchtmittel erzeugen neben Licht auch Wärme. Das hat zur Folge, dass auch Stromkosten für Klimaanlagen eingespart werden können. Insbesondere im Sommer herrscht in Räumen mit LED-Beleuchtung ein angenehmes Raumklima. Gleichzeitig verringert die Energieeinsparung den Ausstoß von CO2. Unserer Ansicht nach sind LEDs der beste Ersatz für verbotene Leuchtmittel, zum Beispiel Glühlampen. Welche Eigenschaften haben LEDs? Gerd Cosse: Sie verfügen über eine lange Lebensdauer – Industriestandard 50.000 Stunden – und sind somit kostengünstig und umweltfreundlich. Sie enthalten kein Quecksilber.

Ist LED-Beleuchtung sehr teuer? Gerd Cosse: Bei Neubauinstallationen wird durch die geringere Leistungsaufnahme die Elektroinstallation günstiger. Die Mehrkosten amortisieren sich in etwa einem Jahr. Bei der Umrüstung vorhandener Beleuchtungen amortisiert sich die Investition in zwei bis drei Jahren, natürlich abhängig von den Betriebsstunden. Ist das LED-Licht bläulich ? Gerd Cosse: Die heutigen LED-Leuchten sind von Warmton bis Tageslicht zu bekommen. Der Farbwiedergabe-Faktor, also die Maßeinheit für Qualität der Farbwiedergabe, ist heute vergleichbar mit anderen Leuchtmitteln, zum Beispiel Leuchtstoffröhren. Natürlich sind auch farbige LED mit einstellbaren Farben möglich. Können LED-Leuchten gedimmt werden? Gerd Cosse: Grundsätzlich ja. Es liegt immer an dem entsprechenden Vorschaltgerät, das mit unterschiedlichen Steuermöglichkeiten ausgestattet werden kann.

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Open-air-Erlebnis in der EmslandArena Kampmann GmbH schafft Wohlfühl-Klima für Großveranstaltungen Sportveranstaltungen und Konzerte im Trockenen sind etwas Feines. In der neuen EmslandArena werden sie dennoch zum Open-air-Erlebnis: Vier leistungsstarke Zentrallüftungsgeräte, die sich auf dem Dach befinden, fluten das Gebäude in Spitzenzeiten mit bis zu 140.000 Kubikmetern frischer Luft. Im Halleninneren wirken die eingesetzten Deckenstrahlplatten wie Sonnenstrahlen: Trifft die ausgestrahlte Wärme auf Gegenstände bzw. Personen, umschließt sie sie und schafft die Wohlfühltemperatur. Für dieses Klimasystem aus zentral zugeführter Luft und dezentralen Beheizungskomponenten zeichnet die Lingener Kampmann GmbH in Kooperation mit der NOVA Apparate GmbH aus Donaueschingen verantwortlich. Gegründet in 1972, expandierte die inhabergeführte Kampmann GmbH vom ursprünglichen Ein-Mann-Betrieb zur international erfolgreichen Firmengruppe mit weltweit 850 Mitarbeitern, drei Produktionsstätten und 15 Betriebsstandorten. Die Zukunftsausrichtung zeigt sich auch in der Zusammenarbeit mit der NOVA Apparate GmbH, einem Spezialisten für großvolumige, raumlufttechnische Geräte. Die Kampmann GmbH reagierte frühzeitig auf eine Verlagerung vom Bereich Heizung zur stärker gefragten Lüftung und Kühlung und stellte dafür bereits 2011 mit der Mehrheitsübernahme von NOVA die Weichen. Am Markt vereinfacht sich die Projektierung von komplexen Klimasystemen auf einen Kampmann-Beratungspartner: Zum Beispiel, um der EmslandArena ein richtig gutes Klima zu verschaffen!

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56 // Management IT: Datenschutz

Druck auf die Bundesregierung wächst Mehr als 4.000 Änderungswünsche bei EU-Datenschutzreform Text: Maren Bergmann | Fotos: fotolia

Sicherheit geht vor.

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen...

Schützen Sie sich und Ihr Eigentum. Angefangen mit der einfachen Grundsicherung, wie Bewegungsmelder, die bei einem Einbruch mittels akustischer oder optischer Signalgeber Alarm auslösen, bis hin zu hochwertigen Kontrollsystemen, die im Notfall auch den Sicherheitsdienst informieren können, haben wir die entsprechenden Sicherheitskonzepte, damit Sie sich entspannt zurücklehnen können.

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NSA-Abhörskandale, BND-Kooperationen und steigende Zahlen von Wirtschaftskriminalität sind nur einige Schlagworte, wenn es um das Thema Datenschutz geht. Sicher seien keinerlei Daten, erklären Experten in Talkshows und Zeitungsinterviews unisono. Doch Bedenken müsse man nicht haben, wird die Thematik immer wieder runtergespielt. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. Denn gerade in der Unternehmens-IT steht die Frage im Raum: Wie schützen wir unsere Daten vor dem Zugriff Externer und minimieren zeitgleich unsere IT-Kosten durch Verlagerung von Datenströmen in die Cloud? Seitens der Bundesregierung gibt es hier nur mäßige Unterstützung. In erster Linie ist das die gesetzliche Verpflichtung eines Datenschutzbeauftragten. Der passende Partner für den Datenschutz Die Vernachlässigung des Datenschutzes kann jedes Unternehmen teuer zu stehen kommen – nicht nur wegen möglicher Datenverluste. Bei Versäumnissen drohen empfindliche Bußgelder. Die Einbindung eines qualifizierten Datenschutzbeauftragten (DSB) hat also eine wichtige strategische Bedeutung. Doch Vorsicht: Wer einen Nachweis über DSB-Schulungen besitzt, ist damit noch nicht unbedingt der passende Partner für die Bedürfnisse Ihres Unternehmens. Technische, juristische und betriebswirtschaftliche Qualifikationen gehören gleichermaßen zum Anforderungsprofil. Unser Tipp: Die Obersten Datenschutzaufsichtsbehörden für den nicht-öffentlichen Bereich („Düsseldorfer Kreis“) haben klar definiert, was hinsichtlich der Zuverlässigkeit zu beachten ist. Zudem müssen die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sein, bevor die Bestellung erfolgt. Der Datenschutzbeauftragte Ihres Vertrauens – ob intern oder extern – sollte sich selbstverständlich detailliert mit Datenschutzrecht,


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IT-Sicherheit und Datenschutz-Management auskennen. Wählen Sie Ihren DSB auch daraufhin aus, inwieweit er betriebswirtschaftliche Kenntnisse einbringen kann und mit Fragen der Organisations-Optimierung vertraut ist. Denn über die Einzeldisziplin hinaus denken zu können, ist für den Gesamterfolg entscheidend. Aktuelle Debatte Unter dem Motto „Zeit für Konsequenzen!“ haben vor kurzem die Vorsitzende der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder 2013 und Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Imke Sommer, und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, in der Bundespressekonferenz zur Überwachung der elektronischen Kommunikation durch ausländische Nachrichtendienste Stellung genommen. Sie stellten dabei die gleichnamige Entschließung der Datenschutzkonferenz vor. Schon die bisherigen Erkenntnisse ließen den Schluss zu, dass die Aktivitäten u.a. des US-amerikanischen und des britischen Geheimdienstes auf eine globale und tendenziell unbegrenzte Überwachung der Internetkommunikation hinausliefen, zumal große Internet- und Telekommunikationsunternehmen in die Geheimdienstaktionen eingebunden seien. Deshalb fordern die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern die Regierungen und Parlamente des Bundes und der Länder auf, nationales, europäisches und internationales Recht zu ändern, verfassungswidrige nachrichtendienstliche Kooperationen abzustellen, die Kontrolle der Nachrichtendienste zu intensivieren, Initiativen zum Schutz der informationellen Selbstbestimmung und des Grundrechts auf Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme zu starten, völkerrechtliche Abkommen wie das Fluggastdatenabkommen und das Überwachungsprogramm des Zahlungsverkehrs auf den Prüfstand zu stellen und auch innerhalb der Europäischen Union sicherzustellen, dass die nachrichtendienstliche Überwachung durch einzelne Mitgliedstaaten nur unter Beachtung der Europäischen Grundrechtecharta erfolgt. Dr. Imke Sommer: „Wir müssen aufpassen, dass sich nicht angesichts des Ausmaßes der bekannt gewordenen Überwachung bei uns allen und auch bei denjenigen, die Abwehrmaßnahmen treffen müssen, Resignation breit macht. Parlamente und Regierungen haben alle Mittel in der Hand, sich schützend vor die Grundrechte der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu stellen und verfassungswidrige Situationen zu beenden. Davon müssen sie jetzt Gebrauch machen!“ Bundesrepublik muss wieder Pionier werden EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die Bundesregierung mittlerweile aufgefordert, sich in den Verhandlungen um die laufende EU-

Datenschutzreform nicht länger in den Weg zu stellen. „Jetzt ist Deutschlands Moment, hohe Datenschutzstandards europaweit durchzusetzen“, betonte die Luxemburgerin gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit. Die Bundesrepublik sei lange Pionier auf diesem Gebiet gewesen und müsse das auch jetzt wieder werden. Nach Ansicht Redings hat Berlin das Großprojekt mit skeptischen Äußerungen lange verzögert: „Ich sage meinen deutschen Kollegen immer wieder, dass die Kommission bereit ist, nachzubessern“, sagte sie. Bisher seien aber keine konkreten Nachbesserungsvorschläge gekommen, „weder in den Arbeitsgruppen noch auf politischer Ebene“. Im EURat hat sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bislang vor allem dafür eingesetzt, die Selbstregulierung der Wirtschaft zu stärken sowie eine Meldepflicht einzuführen, wenn Internetkonzerne personenbezogene Informationen an Drittstaaten weitergeben. In einer Rede in Brüssel sagte Reding, dass die Reformvorschläge nun seit fast zwei Jahren auf dem Tisch lägen. Den Lobbyisten seien die Argumente gegen das Vorhaben ausgegangen. Experten hätten die Entwürfe bis ins kleinste Detail auseinandergenommen, die Diskussionen im EU-Parlament und im Rat hätten längst einen gewissen Reifegrad überschritten. 4.000 Änderungsanträge im EU-Parlament Der federführende Innenausschuss des EU-Parlaments soll nach mehreren Verschiebungen voraussichtlich am 21. Oktober in Straßburg über seine Empfehlungen fürs Plenum abstimmen. Den Abgeordneten liegen rund 4.000 Änderungsanträge vor, was es erschwert hatte, in den zahlreichen Streitfragen Kompromisse zu bilden. Der endgültige Text für die geplante Verordnung und die zugehörige Richtlinie für den Sicherheitsbereich soll spätestens im April 2014 verabschiedet werden. Derweil setzt sich die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner für ein starkes EU-Datenschutzrecht ein, um „die Privatsphäre der Verbraucher weiterhin sicherzustellen und um das Vertrauen in die europäische datenverarbeitende Wirtschaft zu stärken“. So heißt es in ihrem Eckpunktepapier zur „Sicherheit und Selbstbestimmung im Netz“. Dabei müsse das „Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gewahrt bleiben“. Die geplante Grundverordnung soll nach ihrer Ansicht für den staatlichen und den wirtschaftlichen Bereich gelten. Friedrich hatte dagegen wiederholt mehr Ausnahmeregeln für den öffentlichen Sektor gefordert. Klöckner plädiert zudem dafür, das Büro des Bundesdatenschutzbeauftragten vom Innenressort abzutrennen. Stattdessen solle die Zuständigkeit in einem Ministerium für Justiz, Verbraucherund Datenschutz gebündelt werden, das Innenministerium sich auf das Thema innere Sicherheit konzentrieren.

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58 // Management IT: Datenschutz

Hacking live: Mark Semmler hat sich Zutritt zu einem Server verschafft

„Nun sind wir auf seiner Platte!“

EWE TEL veranstaltet Livehacking mit Mark Semmler / Manager und Administratoren erschrocken über Riesenlücken in der IT-Sicherheit vieler Unternehmen Text: Alexander Schmolke | Fotos: EWE TEL

Eigentlich sieht er ganz nett aus. Aber man sollte sich von den gewienerten Schuhen und dem zuvorkommenden Verhalten nicht täuschen lassen, Mark Semmler ist gefährlich. Ein Hacker. Ein Mann, der zum Spaß Viren programmiert, der Sätze sagt wie: „Willst du die 4000 meistbenutzten Passwörter? Kann ich dir geben!“ – Keine Frage, der 39-Jährige könnte im Netz Furchtbares anrichten, wenn er auf der dunklen Seite der Macht stehen würde. Steht er aber nicht! Stattdessen setzt der Geschäftsführer der Darmstädter IT-Sicherheitsfirma „Antago“ seine Fähigkeiten für etwas Gutes ein – die Informationssicherheit von Unternehmen. Heute sind rund 50 Geschäftsführer und IT-Fachleute seine Zuhörer, die einer Einladung der Oldenburger EWE TEL gefolgt sind. Thema des Abends: „Managed Security“. 2500 Krankenakten einsehbar Wie wirkungsvoll die echten Bösen im Netz arbeiten, zeigt Semmler gleich zu Beginn des Abends – willkommen beim „Livehacking“: Schwungvoll tippt er auf seiner Tastatur herum, murmelt Sachen wie „Punkt, Slash, 16“, drückt Enter und schon rattert auf seinem Rechner eine Liste an ungeschützten Servern herunter. Raunen im Publikum. „Das sind Firmen, die ohne funktionierende Firewall im Netz herumturnen!“ Getuschel. „Hier: SBS-DC-001, das ist der Domaincontroller, den guten Mann haben wir damit bei den Königsnüssen.“ Sprachlosigkeit. „Oder Büro-Server, ungeschützt im Netz!“ Fassungslosigkeit, die sich nochmals steigert, als Semmler berichtet, wie er einmal den offenen Ordner einer Arztpraxis entdeckt habe, in dem alle eingehenden Faxe automatisch als PDFs abgelegt waren. „Ich konnte 2500 Krankenakten einsehen!“ Weiter geht’s: „smbclient, gib mir mal Infos zu diesem Kandidaten“, sagt Semmler und attackiert so einen fremden Rechner. Passwort? Nicht nötig, einmal Enter reicht, um diese „Hürde“ zu nehmen. „Und siehe da, nun sind wir auf seiner Platte!“ Das Publikum ruft gleichermaßen erschrocken wie fasziniert die Ordnernamen durch den Raum, auf die ein Zugriff möglich wäre: „My eBooks“, „Zahllasten“, „Überweisungen“, „Urlaubsbilder“. Da Semmler ja nur den Bösen spielt, öffnet er keinen dieser Ordner. Wohl aber legt er einen neuen namens mm-nordwest.de

„Aaaaaaargh“ an, um demnächst dem Chef der Sanierungsfirma, die die Webseite betreibt, die eklatanten Sicherheitslücken zu verdeutlichen. Und darauf hinzuweisen, dass er statt Aaaaaaargh zu schreiben auch Nazi-Propaganda hätte abspeichern können. „Kleines Quiz: Wird das Material entdeckt, wer bekommt dann wohl arge Probleme?“, fragt Semmler in die Runde. – Richtig, der Sanierer. Schutz durch Firewall Nun gibt es gegen Hacker-Angriffe keinen 100-prozentigen Schutz, Technik-Lücken können immer auftreten. Dem Gefängnis oder der Geldstrafe kann ein Unternehmer trotzdem entgehen, das Zauberwort ist „Verkehrssicherungspflicht“: Wer eine Gefahrenquelle unterhält, muss zumutbare Vorkehrungen treffen, um Schäden anderer zu verhindern. „Das gilt fürs Schneeschippen auf dem Gehsteig vor Ihrer Haustür wie für Ihre IT-Infrastruktur“, so der Security-Experte. Ob Mitarbeiter über den Arbeitsrechner illegal Musik und Filme herunterladen oder sich Hacker Zutritt zum Server verschaffen, Firmengeheimnisse stehlen und damit Dritten schaden: Stets muss der Geschäftsführer nachweisen, dass er Vorkehrungen getroffen hat, um das zu verhindern – sonst haftet er persönlich. Aber wie funktioniert das …? „Hiermit“, übernimmt Markus Bittner. Er steht neben Semmler und deutet auf einen kleinen Kasten. Bittner ist Mitglied des „Competence


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Gleiches gelingt Minuten später wieder, als Semmler den Exploit auf den EWE TEL-Rechner schleudert, mit dem vor einigen Monaten die Sicherheitslücke des Internet Explorers ausgenutzt werden konnte. „Gute Firewall, klasse konfiguriert“, lobt Semmler anschließend Bittners kleine Box. Apropos: „Ob eine Firewall gut ist, liegt nicht nur am Aufkleber auf der Packung, sondern auch am Können desjenigen, der sie konfiguriert“, sagt Semmler. Und das reiche seiner Meinung nach oftmals nicht aus. „Besucht der Mitarbeiter einer kleinen IT-Klitsche einen dreitägigen Workshop, ist er noch lange kein Sicherheitsexperte! Die Zeit der Amateure ist vorbei, dafür sind die Hacker zu ausgebufft.“ Zwei, die Sicherheitslücken aufdecken und effektiv schließen können: Markus Bittner und Mark Semmler

Centers Security & LAN“ von EWE TEL, der Kasten beinhaltet eine dezentrale Firewall von EWE TEL samt dem (für Kunden optional buchbaren) Unified-Threat-Management-Paket (UTM) mit Antiviren, Antispam, Web- oder Contentfilter. Diese Technik kann zum einen Hacker-Angriffe abwehren, zum anderen interne Zugriffe auf vorab festgelegte Seiten im Web unterbinden. Updates, Updates, Updates „Na, dann wollen wir mal gucken, wie gut deine Kiste ist“, sagt Semmler zu Bittner und haut wieder in die Tasten. Von der Hackerwebseite oxid.it holt er sich die App „Cain und Abel“ – „und die ist böse mit großem B!“ Sie entschlüsselt Passwörter, zieht aus dem Datenverkehr die Credentials, speichert VoIP-Telefonate als Audiodateien ab, die sich der Hacker anhören kann. Nach diesen Erläuterungen lässt Semmler „Cain und Abel“ auf Bittners Rechner los – doch dessen Firewall blockt den Angriff lässig ab. Ob Firewall oder Anti-Virus-Programm: Zu diesem Thema hat Semmler fünf wichtige Wörter zu sagen: „Updates, Updates, Updates, Updates, Updates!“ Ein Aspekt, an den Unternehmen nicht denken müssen, die mit Bittner und seinen Kollegen zusammenarbeiten. „Die gesamte Soft- und Hardwarepflege inklusive aller Updates der Sicherheitssysteme übernehmen wir“, informiert er – während seine Firewall nebenbei den „rechnung.februar.exe“-Angriff abwehrt, den sein Nebenmann unterdessen gestartet hat.

Sicherheit definieren Der Abend neigt sich dem Ende zu. Semmler und Bittner sehen vor sich beeindruckte Zuhörer, die mehr denn je für Informationssicherheit sensibilisiert sind. „Legen Sie eine Zahl fest, anhand derer Sie nachvollziehen können, ob Ihre Schutztechnologie funktioniert“, gibt Semmler ihnen noch mit auf den Weg. Steigt etwa die Zahl der Viren, die von Scannern auf Clients erkannt und beseitigt werden, zeige dies das Versagen vorheriger Schutzsysteme. Passiert das ab Zeitpunkt X, lässt sich schauen, was da passiert ist: Wurde eine Lizenz nicht verlängert? Gibt es einen neuen Mitarbeiter? „So können Sie löschen, bevor es brennt.“ Und Semmlers letzter Tipp des Abends lautet: „Definieren Sie für sich Sicherheit und stellen Sie die richtigen Fragen.“ Wo sind meine wichtigsten Daten? Wie kann ich sie schützen? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Hacker-Angriffs? Wie groß wäre in diesem Fall der Schaden? – Diese Fragen gelte es zu beantworten, um dann den Mittelweg zwischen „überstürzt und viel zu viel“ sowie „naiv und deutlich zu wenig“ zu finden, mithin für „angemessene Sicherheit“ zu sorgen. Ein Restrisiko bleibe, sagt Mark Semmler. „Aber mit einer sauber konfigurierten und vor allem vernünftig gepflegten und betreuten Firewall mit UTM-Paket sind Sie in puncto Informationssicherheit sicher sehr gut aufgestellt.“ Autor: Alexander Schmolke

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60 // Lebensart Der perfekte Anzug

Bekleidung- und Stil-Fauxpas vermeiden Der Markenanzug gibt Ihnen häufig eine falsche Sicherheit: Einen guten Anzug oder eine gute Kombination macht nicht das Label alleine aus, sondern eine korrekte Passform, die dem Körper entsprechend individuell angepasst ist und damit Stärken hervorhebt und Schwächen kaschiert. „Kleider machen Leute“ ist ein altbekanntes Sprichwort, das besonders im Wirtschaftsleben eine sehr wesentliche Rolle spielt. Im täglichen Geschäftsleben, auf Veranstaltungen oder Messen gehört ein auf die Begebenheiten angepasster Dress-Code heute einfach dazu. Doch um sich und damit auch das Unternehmen perfekt in Szene zu setzen, bedarf es mehr, als einen Anzug direkt von der Stange anzuziehen. Die Passform und einige weitere Kriterien definieren den perfekten Anzug. Wir haben mit John B. Nielsen gesprochen, der ein exklusives Unternehmen für Kleidung nach Maß und Dress-Code-Coaching in Oldenburg führt, und den Fachmann gefragt, worauf zu achten ist, um die größten Bekleidungs-Fauxpas zu vermeiden.

Sakkolänge Die Sakkolänge spielt auch eine sehr wesentliche Rolle für den perfekten Sitz. Zu lang darf es nicht sein – korrekt ist die Länge dann, wenn die Rückenseite direkt unter dem Gesäß endet, modische Sakkos dürfen bereits bei der Mitte des Gesäßes schließen. Ergebnis: Wenn das Sakko zu lang ist, drückt es auch hier das Gesamtbild: die Beine verkürzen sich optisch.

Schulter Bei einer korrekten Schulterpartie sitzt die Schulternaht maximal einen cm über der Schulterkante. Das engere Armloch gibt dem Träger mehr Bewegungsfreiheit und sorgt für einen insgesamt besseren Tragekomfort.

Taille Durch die leichte Taillierung wird der Oberkörper vorgehoben, und ein eventueller Bauchansatz wird kaschiert. Der taillenbetonte Schnitt streckt gleichzeitig den Körper und lässt die Person größer und schlanker wirken.

Hosenlänge Die korrekte Hosenlänge richtet sich nach der Fußweite des Hosenbeins. Was länger als der Schuhabsatz ist, drückt den Körper nach unten und lässt die Person optisch kleiner wirken. • Die Maximallänge reicht bis zur Schuhsohlenabsatzkante. • Ein guter Richtwert ist die Mitte der Schuhkappe. • Die Minimallänge reicht bis 1 cm unter die Schuhoberkante.

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Ärmelabschluss Eine korrekte Ärmellänge reicht bis zum Handansatz oder maximal 1 cm darüber, damit 1 bis 2 cm der Hemden-Manschetten immer zu sehen sind. Alles was länger ist, verschlechtert den Gesamteindruck: man wirkt kleiner.


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Das perfekte Business-Outfit zu attraktiven Preisen Für John B. Nielsen war es ein natürlicher Schritt in der Unternehmensphilosophie, eine hochwertige und sehr individuell gestaltbare Businesskollektion zu entwickeln, die auf die Kompromisse der klassischen Kleidung von der Stange verzichtet und trotzdem ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. „Viele Unternehmen haben oder hätten gerne eine bestimmte, allerdings nicht unbedingt standardisierte Bekleidungskultur. Geschäftsführer und Inhaber gleichermaßen sehen es als Möglichkeit an, die Professionalität ihres Unternehmens und ihrer Mitarbeiter nach außen wahrnehmbar zu machen, um so im Endeffekt eine klarere Corporate Identity zu erreichen“, erklärt John B. Nielsen. Sein Sortiment umfasst Anzüge, Blazer, Sakkos und Hosen in höchster Qualität und Passform – und das zu hervorragenden Preisen. Auf Wunsch und gegen geringen Aufpreis ist natürlich auch eine Maß-Individualisierung möglich. Seine Idee ist es, einen auf das Unternehmen abgestimmten Bekleidungskodex zu entwickeln, der es dennoch jedem Mitarbeiter erlaubt, einen individuellen und persönlichen Auftritt zu entwickeln – und das mit einem Unternehmensrabatt bis zu 40 Prozent gegenüber vergleichbaren Handelspreisen.

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62 // Kurzmeldungen

LzO intensiviert Firmenkundengeschäft Wichtiger Filialstandort wird deutlich aufgewertet

Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) hat vor Kurzem die Firmenkundenberatung in der Region Ganderkesee/Hude deutlich verstärkt und mit Gerd Behrens und Haralampos Voulgarakis zwei kompetente, erfahrene Firmenkundenberater an diesem Standort eingesetzt. Nach den Worten von Harald Tölle, stellvertretender Geschäftsführer der LzO, sind die Gemeinden Ganderkesee mit Bookholzberg und Hude wirtschaftlich sehr stark aufgestellt. Die gute Lage der Gewerbegebiete mit praktischen Anschlüssen an die Verkehrswege und die gute Unterstützung durch die Verwaltung habe zu einer nachhaltigen Ansiedlung

von Betrieben aus nahezu allen Branchen mit vielen attraktiven Arbeitsplätzen geführt. Aufgrund der guten Standortbedingungen gebe es weitere Nachfrage nach Gewerbegrundstücken und erhebliches Entwicklungspotenzial für die Zukunft. Unter diesen Vorzeichen möchte die LzO näher bei ihren Kunden in diesen Gebieten sein. Harald Tölle: „Eine Kundenbetreuung aus der Ferne entspricht nicht unserem Verständnis von einer zeitgemäßen Kundenbetreuung. Mit Gerd Behrens und Haralampos Voulgarakis werden unseren Kunden in Ganderkesee und Hude zwei kompetente Berater künftig direkt in der Filiale Ganderkesee zur Verfügung stehen.“

„Mit Sicherheit“

BVMW-Veranstaltung mit Fokus auf IT-Sicherheit in mittelständischen Unternehmen Unter der Überschrift „Mit Sicherheit“ hatte der BVMW Wirtschaftsregion Bremen-Oldenburg-Nordwesten das Thema IT-Sicherheit und ihre praktische Umsetzung in den Fokus gerückt. Bei einer interessanten Abendveranstaltung in Oldenburg stellten mehrere Referenten regionaler Unternehmen unterschiedliche Aspekte der ITSicherheit vor. Dabei ging es um die praktische Umsetzung von IT-Sicherheit sowie Risiken und Perspektiven des digitalen Zahlungsverkehrs. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das im Rahmen der „Task Force ITSicherheit in der Wirtschaft“ das Ziel verfolgt, das Bewusstsein für ITSicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen zu schärfen. Der BVMW hat hierzu eine Reihe von Initiativen und Aktionen gestartet. Mehr dazu im Internet: www.mit-sicherheit.bvmw.de

Jährlicher Swingolf-Cup voller Erfolg OBIC Revision Wirtschaftsprüfung spendet 2.500 Euro

Zum 5. OBIC-Swingolf-Cup trafen sich Mandanten und Geschäftsfreunde der OBIC Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Auf dem Gelände des Klosterhofs Jührden in Jührdenerfeld in der Nähe von Westerstede ermittelten Persönlichkeiten aus Politik, Unternehmen und Banken auf dem Grün ihre Sieger in der vergnüglichen Alternative zum großen Bruder Golf.

Bild links: OBIC Revision übergab aus Anlass ihres Events eine Spende von 2.500 Euro an Lena Nzume und Dr. Hermann Klasen von der Oldenburgischen Bürgerstiftung (Mitte). Der Spendenempfänger war durch den Schirmherrn Herrn Oberbürgermeister a.D. Dietmar Schütz (links) ausgesucht worden.

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Kurzmeldungen // 63

Wirtschaftliche Effizienz durch Informationsbündelung

MERENTIS und Gesundheit Nord präsentierten vor über 200 Besuchern Mehrwerte des Zusammenwachsens von SAP und SharePoint IT-Systeme sind im Unternehmensalltag unerlässlich, doch herrscht im Allgemeinen Uneinigkeit darüber, welche die Arbeit optimal unterstützen. Vielerorts wird SAP als vorrangiges Tool getrieben – ein System, in dem strukturierte Arbeit, klare Prozesse und ebenso klare Input-OutputBeziehungen definiert sind. SharePoint hingegen lädt zum Informationsaustausch ein, Daten können unstrukturiert erfasst, abgelegt und wiedergefunden werden. Kollaboration lautet das Stichwort. Es gibt Arbeitsbereiche, in denen die Zusammenarbeit entscheidend ist, in anderen werden strukturierte Fakten gefordert. Die Informationen dazu werden in weiten Teilen in SAP erstellt, entscheidend ist jedoch, dass sie im SharePoint in einen größeren Kontext gebracht werden können und somit nicht nur als Informationsfragment zur Verfügung stehen. Auf dem DSAG Jahreskongress in Nürnberg haben MERENTIS und

Über 200 Besucher folgten dem Vortrag von MERENTIS und Gesundheit Nord auf dem DSAG-Jahreskongress 2013 in Nürnberg

Gesundheit Nord daher für ein stärkeres Zusammenwachsen von SAP und SharePoint geworben. Einzelne Schnittstellenlösungen unterhält MERENTIS bereits – zusätzlich soll dieser Weg unternehmensintern konsequent weiterverfolgt werden.

Bekenntnis zum Stammsitz

Bankhaus ist Fördermitglied bei Oldenburgs Guten Adressen Seit über 127 Jahren existiert das Bankhaus W. Fortmann & Söhne in Oldenburg. Es hat bisher alle Finanzstürme überstanden und den Stammsitz nie verlassen. Die beiden geschäftsführenden und persönlich haftenden Gesellschafter Dr. Andreas Blomenkamp und Michael Saak führen das auf die Firmenphilosophie zurück, die der Gründer Wilhelm Fortmann 1886 für sich festgeschrieben hat, und die bis heute gelebt wurde und wird. Danach steht der Kunde im Mittelpunkt. Ihn kompetent und individuell zu beraten, Nähe und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen, ist das Erfolgsrezept des Bankhauses. „Wir betreiben ein Nischengeschäft und bauen nachhaltige und vertrauensvolle Kundenbeziehungen auf “, stellt

Michael Saak klar. Hier werden individuelle und maßgeschneiderte Lösungen ebenso großgeschrieben wie eine intensive und offene Kommunikation. „Wir vergleichen uns gern mit einem Manufakturbetrieb“, sagt Andreas Blomenkamp, „weil wir noch handwerklich unterwegs sind.“ Diese Firmenphilosophie ist der Grund, dass das Bankhaus Fördermitglied bei den Guten Adressen ist. „Wir sind froh darüber, denn alle Vertreter der Guten Adressen verbindet ein bestimmter Geist“, findet Andreas Blomenkamp. „Sie legen Wert auf Individualität, Vertrauen, Qualität sowie die Nähe zur Kundschaft und wollen gleichzeitig etwas in Oldenburg bewegen. Die Innenstadt soll attraktiv bleiben für die Oldenburger und unsere Gäste. Daran wollen wir gerne mitarbeiten.“

Erfolgreiches Jahr für Genossenschaften in Weser-Ems Bilanzsumme um 5,7 Prozent gesteigert

Anfang September trafen sich die Vertreter der rund 280 genossenschaftlichen Unternehmen auf dem Verbandstag des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems (GVWE) in der Weser-Ems Halle. Einen vielbeachteten Gastvortrag hielt der Philosoph Richard David Precht zu dem Thema „Moral und Verantwortung für eine zukünftige Gesellschaft“. Der Verbandsratsvorsitzende Reinhard Schoon begrüßte annähernd 450 Teilnehmer: Vertreter von Mitgliedsunternehmen sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft. Die Grußworte hielten Minister Olaf Lies, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und der Präsident Dietmar Schütz, Bundesverband Erneuerbare Energie. Die Bilanzsumme der dem GVWE angehörenden 57 Genossenschaftsbanken erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 21,3 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Bilanzsumme lag bei 375 Mio. Euro (Vorjahr: rund 368 Mio. Euro). Das Volumen der Kundeneinlagen wuchs innerhalb des Geschäftsjahres 2012 um 4,6 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2013 seien die Einlagen leicht rückläufig gewesen. Hin-

zu kamen Anlagen bei den Unternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken in Höhe von rund 5,9 Mrd. Euro. Das Kundenkreditvolumen wuchs um 6,5 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Weiter zugenommen haben besonders Kredite an die Landwirtschaft und für Investitionen im Energiebereich. Bis zur Jahresmitte stieg das Kundenkreditvolumen weiter an, und zwar um 2,3 Prozent auf 15,8 Mrd. Euro. Mit diesen Krediten und weiteren 3,5 Mrd. Euro, die seitens der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken an Krediten vergeben wurden, haben die dem GVWE angehörenden Genossenschaftsbanken wieder ganz wesentlich zur Finanzierung der aufwärts gerichteten Wirtschaftsentwicklung in Weser-Ems beigetragen. mm-nordwest.de


64 // Kurzmeldungen

GOLDBECK: Weiter stabil auf Erfolgskurs Bremer Niederlassung mit starken Aufträgen

Im 44. Unternehmensjahr war GOLDBECK weiterhin auf Wachstumskurs: Mit 1,43 Mrd. Euro erreichte der Auftragseingang einen neuen Höchststand. Vom 1. 4. 2012 bis zum 31. 3. 2013 wurde eine Gesamtleistung von 1,35 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,29 Mrd. Euro) erbracht. Auch im vergangenen Geschäftsjahr realisierte GOLDBECK schwerpunktmäßig Produktions- und Logistikhallen, Bürogebäude und Parkhäuser. Darüber hinaus zählten Schulen, Sporthallen, Hotels und Seniorenimmobilien sowie gewerbliche Solaranlagen zum Portfolio. 369 Projektaufträge wurden abgewickelt, mehr als die Hälfte davon für Stammkunden. Circa 17 Prozent der Gesamtleistung erbrachte das Unternehmen im Ausland. GOLDBECK baut mit industriell vorgefertigten Systemelementen, die es im Wesentlichen in eigenen Werken in Bielefeld, Treuen, Hamm und Ulm sowie in Kutna Hora und Tovačov (Tschechien) herstellt. Mit der Niederlassung Bremen ist GOLDBECK in der Region vertreten. Im vergangenen Geschäftsjahr realisierte sie unter anderem fünf Logistikhallen mit einer Gesamtfläche von ca. 100.000 m² sowie im JadeWeserPort das Parkhaus für das Dienstleistungszentrum und diverse Mittelstandsprojekte wie z.B. die Erweiterung der Produktionsstätte von DOYMA.

2.570 Euro für das Projekt „BREMER ENGEL“

„Nacht der Familienunternehmer“ im Bremer ATLANTIC Grand Hotel Am 21. September 2013 fand im ATLANTIC Grand Hotel Bremen die fünfte Bremer „Nacht der Familienunternehmer“ statt. Die Veranstaltung überzeugte die Gäste mit frischer Eleganz und einem vielfältigen Ballprogramm. Die Vorstandsvorsitzenden der Familienunternehmer – ASU e.V. und der Jungen Unternehmer – BJU begrüßten 120 erlesene Gäste und verbrachten gemeinschaftlich einen heiteren Abend. Erstmalig wurde neben der exklusiven Unterhaltung zum Roulette, Poker oder Black Jack im Scotland Saal eingeladen. Unter professioneller Betreuung des „Casino Diamond“ konnten die Gäste ihr Spielgeschick unter Beweis stellen. Besonders erfreut waren die Veranstalter darüber, dass durch die 274 Tombolapreise das Projekt BREMER ENGEL der Erika Müller Stiftung mit insgesamt 2.570 Euro unterstützt werden konnte. Die nächste „Nacht der Familienunternehmer“ findet am 27. September 2014 statt.

mm-nordwest.de

„Der Standort ist für unseren Logistikbetrieb ideal“ Spedition Schöpp zieht in den ecopark

Große Pläne: Die Spedition Schöpp hat kürzlich mit dem Bau einer Halle für Lager, Werkstatt und Büros im ecopark begonnen. Unser Bild zeigt Inhaber Manfred Schöpp (links) im Gespräch mit ecopark-Geschäftsführer Uwe Haring. Foto: Bodo Meier

Das Grundstück ist gekauft, die Pläne sind gezeichnet, der Bauantrag liegt vor: Die Spedition Schöpp zieht bald um in den ecopark nach Emstek. Bislang hat das Unternehmen seinen Standort am Herzog-Erich-Weg in Drantum gemietet, jetzt investiert Inhaber Manfred Schöpp in eine eigene Immobilie. Mit dem Neubau an der ecopark-Allee ist im September begonnen werden. Auf zunächst 6.000 Quadratmetern entsteht ein Hallenbau mit Lager, Lkw-Werkstatt und Büros. „Der Standort ecopark ist für unseren Logistikbetrieb ideal“, freut Manfred Schöpp sich auf die unmittelbare Nähe zu Autobahn und Europastraße. Die Schöpp Transporte, Logistik, Spedition GmbH hat sich mit ihren acht Schubboden-, Kipp- und Silofahrzeugen vor allem auf Transporte und Logistik in den Bereichen Landwirtschaft und Agrarhandel spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 15 Mitarbeiter und bildet seit August erstmals einen Berufskraftfahrer aus. Ebenfalls seit August gehört Torsten Deeken als neuer Betriebsleiter zum Team.

Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität nachhaltig sichern I2b mit hochkarätiger Veranstaltung rund um Innovationstreiber und Nachhaltigkeit

Anfang September fand das i2b meet-up „Perspektiven für Innovation und Wachstum – Wie können Unternehmen im Land Bremen von der „Europa 2020“-Strategie profitieren?“ im GOP Varieté-Theater in Bremen statt. Auf der Veranstaltung wurden die Impulse für Umweltinnovationen in Unternehmen diskutiert, die die „Europa 2020-Strategie“ als Wachstumsorientierung für die kommenden zehn Jahre den Unternehmen bietet. Zielsetzung dieser EU-Strategie ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität sowie das Wachstumspotenzial in Zeiten des damit verbundenen Wandels nachhaltig zu sichern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die innovationstreibenden Themenfelder Klimawandel, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Welche Perspektiven ergeben sich daraus für die regionale Wirtschaft? Wie können sich ergebende Chancen genutzt, wie erwartbare Risiken für die Wirtschaft minimiert werden? Welches Potenzial bieten nachhaltige Unternehmensstrategien und wie kann die aktuelle Förderlandschaft als Anreiz flankieren, um den Anforderungen sich verändernder Rahmenbedingungen gerecht werden? Mit einem Impuls zu diesen Rahmenbedingungen leitete die Koordinierungsstelle der „initiative umwelt unternehmen“ in das Thema ein. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden aus politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive die Optionen vertieft, die sich für die regionale Wirtschaft ergeben, um sich „zukunftsfähig“ aufzustellen.


Kurzmeldungen // 65

10 Jahre TGO

Niedersachsens größtes Technologie- und Gründerzentrum feiert zehnjähriges Jubiläum

(V.l.:) Jürgen Bath (Geschäfsführer TGO), Prof. Dr. Gerd Schwandner (Oberbürgermeister Stadt Oldenburg), Olaf Lies (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Bernhard Ellberg (TGO Aufsichtratsvorsitzender), Julia Derndinger (Aufsichtsrätin, Unternehmerin, Gründertrainerin) und Dr. Ulrich Focken (geschäftsführender Gesellschafter energy & meteo systems GmbH). Foto: Thorsten Helmerichs

Vor zehn Jahren nahm das Oldenburger Technologie- und Gründerzentrum TGO seinen Betrieb auf. Dies wurde kürzlich in einer Festveranstaltung vor Ort gebührend gefeiert. TGO-Geschäftsführer Jürgen Bath konnte 150 Gäste begrüßen, darunter den Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, Oldenburgs Oberbürgermeister

HWWI legt Handlungsempfehlungen für die Metropolregion vor – Wissenschaftler schlagen vor, clusterübergreifende Kooperation weiter auszubauen Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins „Wirtschaft pro Metropolregion e.V.“ im Delmenhorster Hanse Wissenschafts-Kolleg hat Prof. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) die Studie zu den wirtschaftlichen Herausforderungen und mittelfristigen Strategien für die Metropolregion BremenOldenburg im Nordwesten präsentiert. Welches wirtschaftliche Potential steckt in der Metropole Nordwest? Das untersuchte das HWWI im Auftrag der Metropole Nordwest und des Vereins „Wirtschaft pro Metropolregion“. Zentrale Aufgabe für die künftige positive Entwicklung ist es laut Studie, die richtigen Voraussetzungen in den Bereichen Demographie, Arbeitskräfte und Bildung zu schaffen. „Die Metropolregion weist mit ihren Spezialisierungsvorteilen in zahlreichen zukunftsträchtigen Branchen und Forschungsfeldern, insbesondere in den Bereichen Maritime Wirtschaft und Logistik, Energie, Luft- und Raumfahrt, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie den Clustern Automotive Nordwest und Gesundheitswirtschaft Nordwest, günstige Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum auf “, so der 1. Vorsitzende der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., Landrat Jörg Bensberg. Das bestätigte auch die Studie und sieht in den forschungsintensiven Industrien und wissensintensiven Dienstleistungen großes Potential für die Metropole Nordwest. Vorgeschlagen werden da-

Prof. Dr. Gerd Schwandner, TGO Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Ellberg und Gründercoach Julia Derndinger aus Berlin. In seinem Grußwort skizzierte Bath kurz die rasante Entwicklung des Zentrums. Und die kann sich sehen lassen: Gestartet mit 18 Firmen, arbeiten und forschen heute 75 Mieter mit ca. 300 Personen im größten Technologie- und Gründerzentrum Niedersachsens. Über 160 Firmen haben in den zurückliegenden Jahren die Dienste des TGO in Anspruch genommen. Ca. 2,4 Millionen Euro haben sie bis Ende 2012 an Gewerbesteuern gezahlt und insgesamt ca. 500 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. „Der Standort Oldenburg ist aufgrund seines Umfeldes beispielhaft für die guten Rahmenbedingungen eines erfolgreichen Technologie- und Gründerzentrums“, unterstrich der Niedersächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Olaf Lies auf der Jubiläums-Veranstaltung. „Das 2003 eröffnete TGO fügt sich hervorragend in diesen Standort ein und prägt diesen mit. Durch die Kombination von aktueller Infrastruktur und kompetenter Beratung haben Gründer, die in den Zentren betreut werden, bessere Zukunftsperspektiven. Die weitgehende Vollbelegung des ersten und zweiten Bauabschnitts zeigt, dass das TGO genau den Bedarf vor Ort trifft.“ Das TGO ist mittlerweile auch international gut vernetzt, Besuchsgruppen aus dem In- und Ausland informieren sich regelmäßig über Ziele und Ergebnisse vor Ort. Das Angebot wird ständig ausgebaut: Über 20 Seminare werden jährlich für Gründer angeboten, neben einem Mietwagen und einem Bistro gibt es seit einiger Zeit auch einen sog. „Coworking-Space“, also einen Büroraum, in dem man einen kompletten Arbeitsplatz tageweise anmieten kann.

her auch höhere Investitionen in die Hochschullandschaft und die Verstärkung der Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft. „Hohe Bedeutung besitzen aber auch gute betriebliche Ausbildung und die Notwendigkeit, uns gemeinsam für die Anwerbung und Bindung hochqualifizierter Fachkräfte in der Nordwestregion zu engagieren“ erklärt Dr. Matthias Fonger, Vorsitzender des Vereins Wirtschaft pro Metropolregion e.V. und Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft müsse diese wichtige Querschnittsaufgabe eine Schwerpunktaktivität der Metropolregion und ihrer Akteure werden, so Dr. Fonger weiter. Um das zu erreichen, schlagen die Wissenschaftler des HWWI vor, die clusterübergreifenden Kooperationen weiter auszubauen.

(v. r.) Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., Prof. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), Dr. Matthias Fonger, Vorsitzender des Fördervereins Wirtschaft pro Metropolregion e.V. und Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen und Dr. Christina Benita Wilke, Leiterin der HWWI Niederlassung Bremen

mm-nordwest.de


66 // Impressum/Vorschau

Management & Mittelstand Nordwest

Die Themen im Oktober: Recht & Finanzen

Warenkreditversicherungen

Herausgeber: Verlag MMN-Medien GmbH Andrea Maria Waden Meinardusstraße 32 | 26122 Oldenburg Tel.: 0441 39012525 | Fax 0441 39012526 info@mm-nordwest.de www.mm-nordwest.de Mensch

Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit

Leitender Redakteur: Nicholas Salagaray ns@mm-nordwest.de

Redaktion: Maren Bergmann mab@mm-nordwest.de

Grafik: Verena Blom

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Speditionen & Logistik

mb@mm-nordwest.de Olaf Rosenkranz | mobil: 0173 3967993 or@mm-nordwest.de

Auflage: 25.000

Für unverlangt eingereichtes Material (Bilder, Manuskripte, etc.) wird keine Haftung übernommen. Nachdruck von Berichten und Fotos, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. mm-nordwest.de

Maritime Wirtschaft

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So steuern wir Effizienz: mit Kompetenz in der Sache und Entscheidern vor Ort. Und Ihre Bank? Die Herausforderung: Ein innovativer Schiffsbauzulieferer suchte einen Bankpartner, der die Finanzierung eines Management Buyouts innerhalb von vier Wochen „auf die Beine stellt“ – und in der Branche zu Hause ist. Unser zielführender Beitrag: spezifisches Know-how, kurze Abstimmungswege, schnelle Entscheidungen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir den Mittelstand am Puls der Zeit in Richtung Zukunft begleiten.


MMN Ausgabe 04-2013  
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