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VERBRECHER VERLAG VORSCHAU FRÜHJAHR 2014 W W W. V E R B R E C H E R E I . D E


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VERBRECHER VERLAG

VERBRECHER VERLAG Jörg Sundermeier Gneisenaustraße 2a 10961 Berlin tel 030/28 38 59 54 fax 030/28 38 59 55 info@verbrecherei.de www.verbrecherei.de

Konditionen für den Buchhandel Wir würden uns freuen, wenn Sie einen oder mehrere der hier vorgestellten Titel in Ihr Sortiment aufnehmen. Reiserabatt 40 %, Partien 11/10 sind selbstverständlich. Unsere Bücher sind auch über die Barsortimente Umbreit, KNV und LIBRI zu beziehen. Verbrecher Versammlungen Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ruft der Verbrecher Verlag ab 20:30 Uhr zur Verbrecher Versammlung in der Fahimi-Bar in der Skalitzer Straße 133 in 10999 Berlin-Kreuzberg. Dort wird gelesen, gehört, gesehen und diskutiert. Das jeweilige Programm finden Sie auf unserer Webseite. Lesungen Unsere Autorinnen und Autoren stehen gerne für Lesungen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Evelyn Rahm.

Weitere Informationen zu unserem Verlagsprogramm und den Autorinnen und Autoren finden Sie unter www.verbrecherei.de

Der Verbrecher Verlag unterstützt die Arbeit der Kurt Wolff Stiftung, Leipzig.

Presse & Lesungen Kulturagentur Rahm Evelyn Rahm Gneisenaustraße 2a 10961 Berlin tel 030/39 37 51 29 fax 030/28 38 59 55 info@kulturagentur-rahm.de evelyn.rahm@verbrecherei.de

Verlagsvertretung Deutschland Nicole Grabert / Christiane Krause / Regina Vogel c/o büro indiebook Bothmerstr. 21 80634 München tel 089/122 84 704 fax 089/122 84 705 bestellung@buero-indiebook.de www.buero-indiebook.de

Rechte & Lizenzen Herbach & Haase Literarische Agentur Xantener Straße 2 10707 Berlin tel 030/88 00 16 07 fax 030/88 00 16 09 info@herbach-haase.de

Verlagsvertretung Schweiz Andreas Meisel Hedingerstrasse 13 CH-8905 Arni tel +41 (0)56 634 24 28 fax +41 (0)56 634 24 28 andreas.meisel@bluewin.ch

Filmrechte Diadik GmbH Roland Schmidt Hohenzollerndamm 7 10717 Berlin tel 030/61 70 97 04 fax 030/61 70 97 08 mail@diadik-lizenzen.de

Auslieferung Deutschland / Österreich LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH An der Südspitze 1–12 04579 Espenhain tel +49 (0)3 42 06 65 - 124 fax +49 (0)3 42 06 65 -17 56 kwolf@lkg-service.de

Theaterrechte schaefersphilippen™ Marc Schäfers und Tobias Philippen Gottesweg 56–62 50969 Köln tel 0221/67 77 21 70 fax 0221/67 77 21 79 buero@schaefersphilippen.de

Auslieferung Schweiz Kaktus Verlagsauslieferung Unterlachenstrasse 32 / Postfach 3120 CH-6002 Luzern tel +41 (0)41 202 14 17 fax +41 (0)41 202 14 18 auslieferung@kaktus.net www.kaktus.net


VERBRECHER VERLAG

Liebe Leserinnen und Leser, der Verbrecher Verlag erhält den Kurt Wolff Preis 2014! Wir freuen uns sehr darüber. Der Preis bestätigt uns in unserer Arbeit, in unserer Programmgestaltung und der Gestaltung der einzelnen Bücher. Wir danken der Kurt Wolff Stiftung und dem zugehörigen Kuratorium für diese Auszeichnung! Selbstverständlich danken wir auch allen, die uns geholfen haben: Werner Labisch, der den Verlag mitbegründet hat, allen freien Lektorinnen und Lektoren, den rastlosen Vertreterinnen und Vertretern, allen Praktikantinnen und Praktikanten, den rührigen Buchhändlerinnen und Buchhändlern, all jenen, die in schlechteren Zeiten mit gutem Rat und gutem Geld geholfen haben, und vor allem unseren Autorinnen und Autoren, ohne die es den Verlag ja gar nicht gäbe. Auch in diesem Frühjahr bieten wir wieder einiges auf: Es gibt neue Bücher von Dietmar Dath, Giwi Margwelaschwili, Chaim Noll, Milo Rau und Sarah Schmidt; Benjamin Stein veröffentlicht seinen Debütroman in einer radikal überarbeiteten Neufassung; von Erich Mühsam gibt es neben einem neuen Band der Tagebuch-Edition aus Anlass seines 80. Todestages auch ein einführendes Lesebuch zu entdecken; zwei Sachbücher und zwei neue Bände unserer Filmliteratur-Reihe Filit runden das Programm ab! Wir hoffen, dieses Programm gefällt Ihnen so gut wie uns! Ihre Verbrecherinnen und Verbrecher

PS: Und vergessen Sie nicht – am 22. März 2014 ist Indiebookday! Kaufen und verkaufen Sie Bücher aus Indie-Verlagen! Details finden Sie unter: www.indiebookday.de

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ERICH MÜHSAM

TAGEBÜCHER BAND 6 / 1919

ERICH MÜHSAM

TAGEBÜCHER BAND 5 1915–1916

Erich Mühsam TAGEBüCHER Band 6 / 1919 Herausgegeben von Chris Hirte und Conrad Piens Leinen mit Leseband ca. 300 Seiten, 28 € ISBN 978-3-940426-82-6 Erscheint im Mai 2014

Ende April 1919: Seit zwei Wochen sitzt Mühsam im Zuchthaus Ebrach, nur allmählich dringen die Nachrichten von der blutigen Niederschlagung der von ihm mitbegründeten Münchener Räterepublik zu ihm durch. Im Tagebuch lässt er seinen Gefühlen freien Lauf: Schock, Entsetzen, Trauer, Wut. Er hält Rückschau, forscht nach den Ursachen des Scheiterns und beginnt seinen langen Kampf um die Vollendung der Revolution.

Die ersten Bände der Gesamtausgabe der »Tagebücher« in 15 Bänden und ihre zeitgleiche Veröffentlichung im Internet wurden allseits hoch gelobt! Die Online-Edition unter www.muehsam-tagebuecher.de bietet neben dem Anmerkungsapparat ergänzende Materialien, die digitalisierte Handschrift und umfassende Suchfunktionen sowie ein Sachund Personenregister, das in jeweils aktualisierter Fassung heruntergeladen und ausgedruckt werden kann.

Zum Editionsplan siehe www.verbrecherei.de

Erich Mühsam, 1878 in Berlin geboren, war Dichter und politischer Publizist. Er war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde. 1933 wurde er erneut verhaftet und am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg ermordet.

Chris Hirte und Conrad Piens arbeiten seit 2009 gemeinsam an der historisch-kritischen Ausgabe der »Tagebücher«. Chris Hirte war Mitherausgeber der Erich-Mühsam-Werkausgabe beim Verlag Volk und Welt (1978–1985). Seine Mühsam-Biografie erschien 1985 im Verlag Neues Leben. 1994 veröffentlichte er bei dtv München eine Auswahl aus den Tagebüchern. Conrad Piens ist Informatiker und Antiquar. Gemeinsam mit seiner Frau Irina betreibt er seit 1999 die Website www.muehsam.de, die u. a. eine umfassende Bibliografie zu Werk und Wirkung Erich Mühsams enthält. Neben der Herausgebertätigkeit sorgt er für die Aufbereitung der Tagebuchtexte für die Online-Edition und betreut die Webseite www.muehsam-tagebuecher.de.


BELLETRISTIK

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ERICH MÜHSAM

DAS SEID IHR HUNDE WERT! EIN LESEBUCH Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker, bisexueller Erotomane, Revolutionär, selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund und schließlich eines der ersten prominenten Opfer der Nazis. 1933 wurde er noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und nach monatelanger Folter im KZ Oranienburg ermordet.

Aufgabe dieses Lesebuchs soll es sein, Mühsams lebenslangen Kampf »für Gerechtigkeit und Kultur« mit Texten aus seinem reichhaltigen Werk nachzuerzählen, die bis heute nichts an ihrer politischen Aktualität verloren haben. Neben einigen Mühsam-Klassikern enthält diese Sammlung auch bislang unveröffentlichte Gedichte, Auszüge aus längeren Werken, ausgewählte Briefe und die Beschreibung seiner letzten Tage aus der Feder seiner Frau Zenzl.

Markus Liske und Manja Präkels leben als freischaffende Autoren in Berlin. Mit ihrer Band Der Singende Tresen veröffentlichen sie parallel zum Buch die CD »Mühsam Blues« mit neuen Vertonungen von Mühsam-Gedichten. Bereits 2001 riefen sie das Berliner Erich Mühsam Fest als Forum für emanzipatorische Kunst und Politik ins Leben und gründeten 2009 die Gedankenmanufaktur WORT & TON. 2011 erschien, unter Mitwirkung von Karsten Krampitz, die literarische Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung« zu den Pogromen und Menschenjagden der Nachwendezeit.

Erich Mühsam – 80. Todestag am 10. Juli 2014

ERICH MÜHSAM

DAS SEID IHR HUNDE WERT! EIN LESEBUCH

Erich Mühsam DAS SEID IHR HUNDE WERT! Ein Lesebuch Herausgegeben von Manja Präkels und Markus Liske Broschur, ca. 280 Seiten, 15 € ISBN 978-3-943167-84-9 Erscheint im Mai 2014. Auch als E-Book erhältlich.


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CHAIM NOLL

DIE SYNAGOGE

CHAIM NOLL

DIE SYNAGOGE ROMAN

Chaim Noll DIE SyNAGOGE Roman Leinen mit Leseband ca. 560 Seiten, 29 € ISBN 978-3-943167-77-1 Erscheint im Februar 2014 Auch als E-Book erhältlich.

Chaim Noll wird im Mai 2014 auf Lesereise in Deutschland sein.

Ein kleiner Ort mitten in der israelischen Wüste während der Intifada – hier stehen am Rand eines großen Kraters das Grab eines berühmten Politikers, mehrere wissenschaftliche Institute für Solarenergie und Wüstenforschung, eine Highschool sowie eine Militärbasis. Die Menschen, die hier leben, sind überwiegend Akademiker oder Verwaltungsangestellte – Juden und Christen aus aller Welt, die ihre Häuser mit Hilfe von Arbeitskräften aus den Palästinensergebieten bauen und erhalten oder die Traditionen der Beduinenstämme erforschen. Religion spielt in dem Leben der meisten von ihnen nur eine nachgeordnete Rolle. Im Zentrum des Romans steht die prachtvolle, doch meist leere Synagoge des Ortes. Nur einige wenige, wie die Deutschen Abi und Livia – er Schriftstel-

ler und Journalist, sie Malerin – oder der russischstämmige Paul aus England, dessen Mutter vor Kurzem gestorben ist, suchen hier Halt und Trost. Anderen aus der Nachbarschaft ist sie eher ein Dorn im Auge, so auch Holly, einem radikalen Veganer und Wehrdienstverweigerer, der nach einer langen Europareise mit Depressionen und Aggressionsschüben zu kämpfen hat … Für Chaim Nolls neuen großen Roman gilt, was die taz über seinen Erzählungsband »Kolja« schrieb: Noll »zeichnet damit ganz unaufgeregt ein aufregendes und vielschichtiges Porträt der israelischen Gegenwartsgesellschaft – mit überraschenden Konfliktlinien jenseits der sattsam bekannten Stereotype. Und viel Raum für Hoffnung.«

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater ist der Schriftsteller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte. 1983 reiste er nach Westberlin aus. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, seit 1997 in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israelische Staatsbürgerschaft. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit gibt Chaim Noll Vorlesungen an der Universität Beer Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland. Veröffentlichungen, u. a.: »Der Abschied« (1985), »Nachtgedanken über Deutschland« (1992), »Die Wüste lächelt« (2001), »Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel« (mit Lea Fleischmann, 2006). Im Verbrecher Verlag erschienen die Romane »Der Kitharaspieler« (2008), »Der goldene Löffel« (2009) und »Feuer« (2010) sowie der Erzählungsband »Kolja. Geschichten aus Israel« (2012).


Foto: Alexander Janetzko

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Dietmar Dath, geboren 1970, veröffentlicht seit 1990 journalistische und literarische, satirische und essayistische Texte. Von 1998 bis 2000 war er Chefredakteur der Zeitschrift für Popkultur Spex, von 2001 bis 2007 und wieder seit 2011 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dath hat zahlreiche Romane, Theaterstücke, Sachbücher und Gedichte veröffentlicht. Zuletzt erschienen das mit Barbara Kirchner verfasste Sachbuch »Der Implex« (2012), der Roman »Pulsarnacht« (2012) und der mit Swantje Karich verfasste Band »Lichtmächte« (2013). Im März erscheint der Roman »Feldeváye – Roman der letzten Künste«. Im Verbrecher Verlag erschienen zuletzt die Neuausgaben seiner Romane »Für immer in Honig« (2008) und »Am blinden Ufer« (2010) sowie der Erzählungsband »Kleine Polizei im Schnee« (2012).

Oliver Scheibler, geboren als Oliver Schulze 1972 in Amsterdam, ist Künstler und grafischer Erzähler. Er hat Jahre im Ausland, bei der Bundeswehr, ohne festen Wohnsitz, auf Technopartys, im Kunstarchiv einer Produzentengalerie und in anderen Dimensionen verbracht. Er ist ausgebildeter Zimmermann und studierter Grafik-Designer. Seit 1990 zeichnet und veröffentlicht er Comics und entwickelt seine Stoffe wie seinen Stil teils in Skizzenbüchern, teils in der Do-it-yourself-Öffentlichkeit kontinuierlich weiter. Die Welt von Werbung und Lifestyle hat erfolglos versucht, ihn aus dem Underground zu locken. 2011 nahm er bei seiner Hochzeit stattdessen den Namen Scheibler an und ist inzwischen Vater einer Tochter.

Alle Zeichnungen: Oliver Scheibler


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DIETMAR DATH / OLIVER SCHEIBLER

MENSCH WIE GRAS WIE »Mensch wie Gras wie« ist eine Graphic Novel über Forschung, Technik, Geld und Liebe. Die Biologin Elin Elwert arbeitet an gentechnisch veränderten Pflanzen und anderen Organismen – eine fundamentale Umwälzung der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie steht bevor. Elin lebt mit dem Bioinformatiker Thomas Schäfer zusammen – seelisch und körperlich aber gelingt es ihr nicht, die ältere, sehr komplizierte Beziehung zu Martin/Martina Riede loszulassen – eine Liebe, die sich nicht in die emotionalen und erotischen Standards einpassen lässt, die in Elins Arbeits- und sonstigem Lebensumfeld gelten. Im Laufe der Handlung, die sich wie ein Puzzle aus Erinnerungen und intensiven Erlebnissen zusammensetzt, kollabiert die Sehnsucht nach einem anderen Leben als dem vorgefertigten: In einem Szenario, das den direkten Eingriff von Geld und Macht ins

Lebendige als eine Katastrophe zeigt, die auch das Geld und die Macht nicht stabil kontrollieren können – und in der unerwartete Durchgänge in etwas anderes, etwas Unvorhergesehenes zu finden sind. Die Geschichte wird nicht als abstrakte, spekulative Anklage des Vorhandenen erzählt, sondern in visueller Traumschau, in Sprüngen, Trips, Schocks und Rätseln. Im Anhang erzählt Dietmar Dath von der Verwandlung des Erzählens durch das praktische Zusammendenken von Bildern und Worten – ein persönlicher Bericht von den überraschungen und dem Lernen beim Arbeiten an der Form »Comic«, wenn sie nicht einfach als Illustrationsverfahren, sondern als eigenständige Herausforderung an Schreiben, Denken und Empfinden ernst genommen wird.

Dietmar Dath / Oliver Scheibler MENSCH WIE GraS WIE Graphic Novel Hardcover, ca. 200 Seiten, 24 € ISBN 978-3-943167-76-4 Erscheint im Februar 2014


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Am vierten Tag riss sie unvermittelt die Tür auf und blaffte mich an: »Meinen Sie, Frau Krone, es ist angenehm, ungefragt so behandelt zu werden, als sei man bekloppt?« »Vielleicht«, holte ich Luft, »könnten Sie es so nehmen, wie ich es meine, nämlich nett?« »Also in meiner Generation ist ›nett‹ ein Schimpfwort. Und im übrigen finde ich nicht, dass Sie wie eine nette Person wirken.« »Stimmt. In meiner Generation sagt man, nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Ich meine›freundlich‹, das mit den Kohlen ist freundlich von mir.« »Mir scheint, Ihre Generation ist nicht besonders witzig. Und freundlich ist auch nicht besser. Wie sagen Sie und Ihre Altersgenossen dazu? Freundlich ist der Bruder von Kacke?« Nicht schlecht, ungewollt musste ich grinsen. »Na gut, Frau Scholz, dann sage

ich Ihnen, wie es in Wahrheit ist. Mir geht es wahnsinnig auf die Nerven, wie Sie sich durch den Hausflur schleppen. Immer tragen Sie einen Eimer Vorwürfe mit sich herum. Und Leid, ganz viel Leid. Und dabei sind Sie doch wahrscheinlich Witwe und gehören zu der Generation, der es ein Leben lang gut ging. Und trotzdem immer dieses Meckern und Jammern. Das konnte ich nicht mehr mit ansehen. Deshalb die Kohlen. Außerdem kann ich Alte nicht leiden, ständig soll man die anfassen und ihnen den Arm als Stütze anbieten, obwohl sie noch sehr gut alleine laufen können, nur um ihnen zu zeigen, dass sie immer noch dazugehören, zu was auch immer, oder dass sie nicht alleine sind, obwohl sie es doch sind, oder weil sie angeblich nicht mehr alleine aufstehen können. Das widert mich an. Entschuldigung.« […] Frau Scholz saß da, sie hatte den Blick

gesenkt, die Hände im Schoß gefaltet, sie blieb einen Moment still. Dann sah sie auf, schaute mir in die Augen und sagte: »Sagen Sie mal, sind Sie etwa eine Konvertierte?« »Was soll das denn sein?« Sie verdrehte die Augen: »Eine Sapphistin.« »Sagt mir auch nichts.« »Mein Gott: Sind Sie eine warme Schwester?« »Ach, Sie wollen wissen, ob ich eine Lesbe bin. Nein, wie kommen Sie denn darauf?« »SIE reden doch die ganze Zeit davon, mich anfassen zu wollen.« »Nein, ich sagte, ich möchte keine alten Menschen anfassen müssen. Das finde ich eklig. Tut mir leid.« »Wissen Sie, das muss es nicht. Ich möchte nämlich auch auf gar keinen Fall von Ihnen angefasst werden.« Jetzt senkte ich meinen Blick.

Foto: Literaturtest/Sabine Felber

Sarah Schmidt wurde 1965 in Dinslaken am Niederrhein geboren und zog 1976 mit der Familie nach Westberlin. Seit 1981 lebt sie in Kreuzberg und arbeitet seit 1994 als Autorin. Von 1995 an gehört sie als Stammmitglied zum »Frühschoppen«, der ersten Lesebühne Deutschlands, und war über viele Jahre hinweg die einzige Frau auf Berlins Lesebühnen. 2003 erhielt sie das Autorenstipendium des Rowohlt-Ledig-Houses, New york. Sie veröffentlicht regelmäßig Texte in Anthologien und Zeitschriften. 2006 hatte ihr Theaterstück über Billie Holiday »Strange Fruit« Premiere. Im Verbrecher Verlag erschienen der Roman »Dann machen wir's uns eben selber« (2004) und die Erzählbände »Bad Dates« (2007) und »Bitte nicht freundlich« (2010). Mehr unter: www.sarah-schmidt.de


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SARAH SCHMIDT

EINE TONNE FÜR FRAU SCHOLZ Nina Krone wohnt im letzten unsanierten Mietshaus der Gegend, klar, dass man hier noch mit Kohle heizt. Und keiner der Nachbarn ist unter 50 Jahre alt. Eines Tages kann sie es nicht mehr ertragen, das Leiden an der Welt, das ihre Nachbarin, Frau Scholz, vor sich herträgt. Um ihr demonstratives Schnaufen beim Kohleschleppen nicht mehr mit ansehen zu müssen, beginnt sie damit, ihr jeden Tag einen Eimer Briketts vor die Tür zu stellen. Das freut Frau Scholz zuerst gar nicht, doch dadurch kommen sie ins Gespräch … Auch Nina hat ihr Päckchen zu tragen: Ihre Arbeit frustriert sie, ihr Chef wird immer seltsamer und ihre Freunde, tja, da gibt es nicht viele. Sie steckt in einer

Sinnkrise, und zu allem überfluss konfrontiert ihr Sohn Rafi sie mit der Nachricht, dass er und sein Freund zusammen mit einem lesbischen Pärchen ein Kind bekommen möchten. Ihre Tochter Ella wiederum wirkt so diszipliniert und nur auf ihr berufliches Fortkommen fixiert, geradezu unheimlich ... Sarah Schmidts Roman erzählt von einer Freundschaft zwischen den Generationen und von einer Familie, die aus den Fugen gerät. Ihre lebensnahen Schilderungen und Dialoge sind – wie immer – voller Komik und doch ganz ernst.

SARAH SCHMIDT

Unser Buch für den indiebookday am 22. März 2014!

EINE TONNE FÜR FRAU SCHOLZ ROMAN

Sarah Schmidt EINE TONNE FüR FraU SCHOLZ Roman Hardcover, ca. 220 Seiten, 19 € ISBN 978-3-943167-78-8 Erscheint im März 2014. Auch als E-Book erhältlich.


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»Benjamin Stein 2011« by Chris Janik is licensed under CC By-SA 3.0

Benjamin Stein, geboren 1970 in Ostberlin, lebt heute in München. Seit 1982 veröffentlichte er Lyrik und Kurzprosa in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Nach der Wende studierte er Judaistik und Hebraistik in Berlin. Seit 1998 arbeitet er freiberuflich als Berater im Bereich der Informationstechnologie. Von 2006 bis 2008 war er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift spa _tien. Er betreibt das literarische Weblog Turmsegler. Seine Lyrik und Prosa wurde mehrfach ausgezeichnet. »Das Alphabet des Juda Liva« war 1995 sein erster Roman, 2010 folgten »Die Leinwand« und 2012 »Replay«. Im Verbrecher Verlag hat Benjamin Stein die gesammelten Gedichte seiner Mentorin Charlotte Grasnick unter dem Titel »So nackt an dich gewendet« (2010) herausgegeben. Benjamin Steins Werke wurden unterdessen in zehn Sprachen übersetzt.


BELLETRISTIK

BENJAMIN STEIN

DAS ALPHABET DES RABBI LÖW Ein junger Mann trifft in seinem Stammlokal in Berlin-Kreuzberg einen Unbekannten, der sich ihm als ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk für seine Frau aufdrängt: Jeden Dienstagabend wird er bei ihnen vorbeikommen und ihnen eine Geschichte in Fortsetzungen erzählen – Bezahlung: eine Flasche Wodka. Mit seinen wundersamen Geschichten entführt Jacoby seine Zuhörer von Berlin nach Prag und Budapest und durch das gesamte 20. Jahrhundert. In ihnen geht es um himmlische Paläste und unterirdische Städte, um Engel und Propheten, es wird geliebt, gehasst, verflucht, gestorben und gemordet. Während die Männer noch nach Liebe oder Erkenntnis suchen, haben die Frauen bereits gewählt – und bleiben am Ende doch allein. Und im Hintergrund zieht der Hohe Rabbi Löw von Prag samt Golem die Strippen und führt Regie.

Benjamin Stein verknüpft geschickt die einzelnen Stränge der verzweigten Geschichte und führt uns ein in die Welt des Erzählens und der Buchstaben, auf denen die Welt beruht – bis Wirklichkeit und Erzählung nicht mehr zu unterscheiden sind. Mit »Das Alphabet des Rabbi Löw« liegt jetzt eine Komplettüberarbeitung des Debütromans von Benjamin Stein vor. Die Sprache ist dichter geworden, die Handlung klarer – ein großartiges Leseerlebnis.

BENJAMIN STEIN

DAS ALPHABET DES RABBI LÖW ROMAN

Benjamin Stein DAS ALPHABET DES raBBI LÖW Roman Leinen mit Leseband ca. 280 Seiten, 24 € ISBN 978-3-943167-79-5 Erscheint im Februar 2014 Auch als E-Book erhältlich.

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MILO RAU

HATE RADIO HATE RADIO MILO RAU

Milo Rau HATE raDIO Broschur, ca. 260 Seiten, 18 € ISBN 978-3-940426-45-1 Erscheint im Januar 2014

1994 fand in Ruanda ein Genozid statt. Welche Rolle spielte dabei der angesagte Radiosender RTLM, der internationale und kongolesische Hits von den besten DJs spielen ließ und über die coolsten Moderatoren des Landes verfügte? Wie kam es, dass gerade hier zum Massenmord an den Angehörigen der TutsiMinderheit und an gemäßigten Hutu aufgerufen wurde?

In »Hate Radio« hat Milo Rau Täter, Opfer und Augenzeugen zu Wort kommen lassen und nach den Ursachen und Entstehungsbedingungen des unvorstellbaren Genozids in Ruanda gesucht. Dieser Band bietet den Stücktext sowie Interviews und Materialien. Milo Raus Produktionsfirma International Institute of Political Murder (IIPM) hat »Hate Radio« mit großem Erfolg als Performance, Ausstellung und Film umgesetzt.

Foto: IIPM

»Milo Raus Kunst träumt von einem ›besseren Realismus‹, weil sie den Traum von einer anderen Welt nicht aufgegeben hat.« Dirk Pilz / nachtkritik.de

Milo Rau, geboren 1977, ist als Regisseur und Autor im In- und Ausland tätig. 2007 gründete er zur Verwertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM (International Institute of Political Murder). Seine Inszenierungen wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen und touren durch die ganze Welt, die Zeitung Der Freitag nannte ihn den »umstrittensten Theaterregisseur einer Generation«. 2013 veröffentlichte Rau den politischen Essay »Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft« (2013). Im Verbrecher Verlag erschien 2009 der Band »Die letzten Tage der Ceausescus«. Siehe auch www.international-institute.de und www.althussers-haende.org.


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MILO RAU

DIE ZÜRCHER PROZESSE / DIE MOSKAUER PROZESSE Prozesse: Milo Rau hat eine neue Theaterform erfunden. Er holt die Wirklichkeit auf die Bühne und lässt an reale Gerichtsprozesse angelegte Aufführungen stattfinden – mit Akteurinnen und Akteuren der Zeitgeschichte! Politik wird verhandelt, ergebnisoffen. Das ist gewagt, umstritten und ermöglicht es, die Politik zurück auf die Bühne zu bringen, von der sie schon lange verbannt ist. Die Zürcher Prozesse: Die Schweizer Zeitschrift Weltwoche ist für die einen die letzte Bastion gegen den linken Mainstream, für die anderen ein verfassungsfeindliches Hetzblatt. Milo Rau hat der Weltwoche auf der Theaterbühne den Prozess gemacht. Theater und Gericht stellen die Frage nach der Funktion von Journalismus in einer modernen, westeuropäischen Gesellschaft. Es steht Grundrecht gegen Grundrecht, die Pressefreiheit gegen den Schutz von Minderheiten in einem freiheitlichen Staat wie der Schweiz. Vor einer repräsentativ ausgewählten Jury verhörten echte Anwälte echte Zeugen und Experten, im Rückgriff auf reale Straftatbestände der Schweizer Rechtsordnung. Die Moskauer Prozesse: Die Bilder des Schauprozesses gegen Pussy Riot gingen durch alle Medien. Auf der ganzen Welt

formierten sich Unterstützungsbewegungen, die Sängerin Madonna rief zur Freilassung der Kunstaktivistinnen auf, und die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verurteilte in einem übers Internet veröffentlichten Brief den Prozess als »Ende aller Demokratie in Russland«. Doch der Prozess gegen Pussy Riot ist kein EinzelDer Dokumentarfilm zu den Moskauer fall. Künstlerinnen und Prozessen wird ab März 2014 im Künstler, die sich nicht an deutschen Kino zu sehen sein. die neuen Richtlinien einer regimetreuen, russisch-orthodoxen Staatskunst halten wollen, geraten ins Visier eines Systems, in dem Justiz, Geheimdienst und Medien eng zusammenarbeiten. Milo Rau verhandelte drei Fälle, in denen das »dissidente« gegen das »wahre« Russland antrat, in Moskau neu, mit Orthodoxen und Künstlerinnen – sein Prozess gegen Pussy Riot wurde dabei von Kosaken gestört, er selbst zur Persona non grata. Dieser Band dokumentiert »Die Zürcher Prozesse« und »Die Moskauer Prozesse«, liefert Statements und Hintergründe und zeigt, dass das politische Theater zu einer neuen Form gefunden hat.

DIE ZÜRCHER PROZESSE MILO RAU

Milo Rau DIE ZüRCHER PROZESSE / DIE MOSkaUER PROZESSE Broschur, ca. 320 Seiten, 18 € ISBN 978-3-943167-80-1 Erscheint im März 2014


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Foto: Alexander Janetzko

Giwi Margwelaschwili wurde am 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. 1946 wurde er zusammen mit seinem Sohn vom sowjetischen Geheimdienst entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert, anschließend nach Georgien verschleppt. Erst 1989 konnte er nach Deutschland ausreisen. Ihn begleitete eine Unzahl von in der Emigration auf Deutsch geschriebenen Romanen und Erzählungen. Er wohnte bis 2011 in Berlin, heute wieder in Tiflis. 1995 erhielt er den »Brandenburgischen Literatur-Ehrenpreis« für sein Gesamtwerk, 2006 die Goethe-Medaille, 2008 das Bundesverdienstkreuz. 2013 wurde er mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied des P.E.N. Seit 2007 erscheint eine Ausgabe seiner Werke im Verbrecher Verlag.


BELLETRISTIK

GIWI MARGWELASCHWILI

VERFASSER UNSER EIN LESEBUCH Giwi Margwelaschwili erzählt von Nashörnern, Kavalieren und dem Mond. Bei ihm wird der Seitenrand eines Buches zum Strand und Interpunktion kann tödlich sein. Er nimmt seine Leserinnen und Leser mit in die Welt der Buch- und Bildfiguren, entführt sie in die bedeutenden Werke der Weltliteratur von Goethe, Schiller, Heine und dem mittelalterlichen Dichter Neidhart, von Jorge Luis Borges, Zbigniew Herbert oder Georg Trakl und Emanuel Geibel. In deren Texten verändert die Buch- und Versweltverwaltung gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern das gewohnte Geschehen zum Wohle der Buchfiguren: Mephisto erhält bei seinem Spaziergang

im Garten ungewohnte Gesellschaft, der Taucher darf überleben und die »Wohnblume« Arik Brauers wird als Transportmittel eingesetzt. Die hier versammelten Geschichten und Gedichte präsentieren anlässlich der Verleihung des Italo-Svevo-Preises 2013 an Giwi Margwelaschwili »Sprachwitz und fantastische Ideenfülle« (Insa Wilke) dieses bedeutenden deutsch-georgischen Autors und Philosophen. Dem Band beigefügt sind die Laudatio von Insa Wilke sowie Giwi Margwelaschwilis Dankesrede.

VERFASSER UNSER GIWI MARGWELASCHWILI

Im Verbrecher Verlag lieferbar: »Officer Pembry«, Roman (2007), »Zuschauerräume«, Drama (2008), »Vom Tod eines alten Lesers«, Erzählungen (2008), »Der Kantakt. Aus den Lese-Lebenserfahrungen eines Stadtschreibers«, Roman (2008), »Kapitän Wakusch. In Deuxiland«, Roman (2010), »Kapitän Wakusch. Sachsenhäuschen«, Roman (2010), »Der verwunderte Mauerzeitungsleser.« (2010), »Fluchtästhetische Novelle« (2012).

Giwi Margwelaschwili VERFASSER UNSER Ein Lesebuch Hrsg. von Kristina Wengorz und Jörg Sundermeier Leinen mit Leseband 120 Seiten, 18 € ISBN 978-3-943167-68-9 Auch als E-Book erhältlich. Bereits erschienen.

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VERBRECHER VERLAG

RALF ADELMANN UND ULRIKE BERGERMANN (HG.)

DAS MEDIUM MEINER TRÄUME RALF ADELMANN, ULRIKE BERGERMANN (HG.)

DAS MEDIUM MEINER TRÄUME

Ralf Adelmann/ Ulrike Bergermann (Hg.) DAS MEDIUM MEINER TRäUME Hartmut Winkler zum 60. Geburtstag Broschur, 360 Seiten, 18 € ISBN 978-3-943167-71-9 Bereits erschienen

Medien lassen immer träumen. Sie zeiMit Beiträgen von Ralf Adelmann, gen mögliche Welten, sie überbrücken Siren Bagrag, Christina Bartz, Ulrike unglaubliche Distanzen, machen ErfunBergermann, Franz Billmayer, Hannedenes anschaulich, Verrücktes plausibel. lore Bublitz, Richard Cavell, Tobias Aber Medien zeigen nicht nur ErträumConradi, Gisela Ecker, Oliver Fahle, tes, sie sind auch selbst TraummaschiKnut Hickethier, Harald Hillgärtner, nen. Wunschträume und Alpträume Irina Kaldrack, Hermann Kappelhoff, solcher Maschinen verReinhard Keil, Heike sammelt dieser Band: Hartmut Winkler Klippel, Markus Kravisionäre Funktionen, zum 60. Geburtstag jewski, Oliver Leistert, begehrenswerte DienstJörg Müller-Lietzkow, leistungen, attraktive oder abgründige Christoph Neubert, Rolf F. Nohr, JoaApparaturen. Eine aktuelle Bandbreite chim Peach, Lyre Pyre, Theo Röhle, von Phantastischem mit Träumen der Heide Schlüpmann, Torsten Schmitt, Theorie – als mediale Wunscherfüllung Dierk Spreen, Markus Stauff, Christina eines bekannten Medienwissenschaftlers. L. Steinmann, Bärbel Tischleder, Martin Warnke, Serjoscha Wiemer und Mirna Zeman.

Dr. Ralf Adelmann ist Akademischer Rat am Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn. Momentane Forschungsschwerpunkte: Wissens- und Ordnungsstrukturen digitaler Medien, Medienökonomien der Populärkultur, mobile Medien, dokumentarische Bildformen, visuelle Kulturen. Ulrike Bergermann ist Professorin für Medienwissenschaft an der HBK Braunschweig, war drei Jahre Mitarbeiterin in Paderborn und forscht in den Bereichen Medientheorie, Wissenschaftsgeschichte, Gender und Postcolonial Studies. Siehe auch: www.ulrikebergermann.de


SACHBUCH

JAN SÜSELBECK (HG.)

FAMILIENGEFÜHLE GENERATIONENGESCHICHTE UND NS-ERINNERUNG IN DEN MEDIEN Familienromane erregen Aufmerksamkeit. Sie werden in der Presse debattiert und avancieren zu preisgekrönten Bestsellern. Auch das Fernsehen folgt dem Trend. Besondere Bedeutung messen typische Plots der Rolle der NS-Verstrickung einer konstruierten ›Kriegsgeneration‹ von ›Eltern‹ oder ›Großeltern‹ zu, mit der sich deren ›Kinder‹ und ›Enkel‹ auseinandersetzen. Warum aber entwickeln diese Geschichten eine derartige Emotionalisierungskraft, und wie wird diese ästhetisch erzeugt? Welche Gefühle genau werden durch diese Darstellungen hervorgerufen?

Dieses Buch bietet kritische Beiträge zur Emotionalisierungskunst im Roman, im Comic und im Film. Neben Werken viel gelesener Autoren wie Arno Geiger, Bernhard Schlink und Uwe Timm werden dabei auch missverstandene oder bisher kaum beachtete Texte von Gisela Elsner, Thomas Harlan und Reinhard Jirgl untersucht.

Mit Beiträgen von Ole Frahm, Andrea Geier, Sieglinde Geisel, Hans-Joachim Hahn, Konstanze Hanitzsch, Urte Helduser, Markus Joch, Christine Künzel, Matthias N. Lorenz, Jan Süselbeck und Sabrina Wagner. JAN SÜSELBECK (HG.)

FAMILIEN GEFÜHLE Jan Süselbeck lehrt an der Philipps-Universität Marburg und der Universität Siegen. Er ist Redaktionsleiter der Zeitschrift literaturkritik.de. Letzte Publikation: »Im Angesicht der Grausamkeit. Emotionale Effekte literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert« (2013).

Generationengeschichte und NS-Erinnerung in den Medien

Jan Süselbeck (Hg.) FAMILIENGEFüHLE Generationengeschichte und NS-Erinnerung in den Medien Broschur, ca. 300 Seiten, 18 € ISBN 978-3-943167-81-8 Erscheint im Januar 2014

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VERBRECHER VERLAG

STEFAN RIPPLINGER Die Filmliteratur-Reihe Filit wird von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen herausgegeben und entsteht in Zusammenarbeit der Deutschen Kinemathek mit dem Verbrecher Verlag. Die Filit-Reihe lässt sich vorbestellen, jeder neue Band wird dann automatisch nach Erscheinen zugeschickt.

Bisher in der Filit-Reihe erschienen: Thomas Brandlmeier »Fantômas. Beiträge zur Panik des 20. Jahrhunderts« (2008) Stefan Ripplinger »I can see now. Blindheit im Kino« (2009) Carola Veit »Kraft der Melone. Samuel Beckett im Kino« (2009) Christian Schulte »Vlado Kristl. Die Zerstörung der Systeme« (2010)

MARY PICKFORDS LOCKEN Im Juni 1928 lässt sich die Schauspielerin Mary Pickford ihre berühmten Locken abschneiden. Damit endet die Karriere der meistgeliebten, erfolgreichsten, reichsten, mächtigsten, freiesten, vielseitigsten, sensibelsten und begabtesten Frau der Filmgeschichte. In den Jahrzehnten darauf gerät sie in Vergessenheit, gehen manche ihrer Filme für immer verloren, doch der Zauber ihres Haars, die Anmut ihres Spiels verlieren sich nicht. Ripplingers Essay ist weder filmhistorische Untersuchung noch Starbiografie, sondern eine Etüde über Bindung.

Stefan Ripplinger MARy PICKFORDS LOCKEN Eine Etüde über Bindung Filit Band 11 Broschur, ca. 96 Seiten, 12 € ISBN 978-3-943167-82-5 Erscheint im Januar 2014

Tobias Ebbrecht »Bilder hinter den Worten. über Romuald Karmakar« (2010) Bettina Klix »Verlorene Söhne, Töchter, Väter. über Paul Schrader« (2010) Johannes Zeilinger »Ein träumender Leichnam. B. Traven im Dschungel der Psychopathie« (2011) Enno Stahl »Für die Katz und wider die Maus. Pohlands Film nach Grass« (2012) Ulrich Mannes »Alpenglühn 2011. Ein Dialog zum deutschen Erotikkino« (2012) Peter Nau »Irgendwo in Berlin. Ostwestlicher Filmdiwan« (2013)

Stefan Ripplinger lebt als freier Autor in Berlin. Er veröffentlichte Aufsätze über Literatur, Kunst und Film, u.a. »I Can See Now. Blindheit im Kino« (Filit Band 3) im Verbrecher Verlag.


FILIT

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KARL PRÜMM

EIN NOTORISCHER GRENZVERLETZER Eine kühne Kombination von unterschiedlichen Genreelementen ist all seinen Filmen eigen. Niklaus Schilling, 1944 in der Schweiz geboren, Kameramann, Autor und Regisseur, agiert als ein notorischer Grenzverletzer. Sein Spielfilmdebüt »Nachtschatten« von 1971 changierte zwischen Kammerspiel und Psychothriller. »Die Vertreibung aus dem Paradies« (1976) ist gleichermaßen Metafilm und Szenekomödie, in »Rheingold« (1977) aktualisierte er unbefangen die mythischen und phantastischen Traditionen des deutschen Kinos. Mit dem »Willi-Busch-Report« reagierte er 1979 tragikomisch auf den Niedergang der Presse im Grenzgebiet und

ließ die deutsche Wiedervereinigung vorhersagen. Die Filme von Schilling, der stets sein eigener Autor ist, zeugen von einem starken Bildbewusstsein, von avantgardistischer Lust an Formexperimenten und Interesse für technische Neuerungen. Beispielhaft zu nennen ist »Die Frau ohne Körper und der Projektionist« von 1983 als der erste auf Video gedrehte Kinofilm in Deutschland, in dem er aus dem technischen Format das erzählerische Sujet entwickelt – wie das Fernsehen das Kino umschlingt. Im April 2014 wird Niklaus Schilling siebzig Jahre alt.

Karl Prümm, geboren 1945, war bis zu seiner Emeritierung 2010 Professor für Medienwissenschaft an der Universität Marburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Filmgeschichte und -theorie und der Geschichte des Fernsehens und der Fotografie. Ein besonderes Interesse gilt der Bewertung und Analyse der Kameraarbeit. Auf seine Initiative wurden 2001 die Marburger Kameragespräche etabliert, deren Vorträge und Gespräche in einer eigenen Schriftenreihe veröffentlicht werden; der Marburger Kamerapreis ist die wichtigste Auszeichnung für Kameraleute in Deutschland. Prümms Veröffentlichungen umspannen Literatur-, Film- und Fernsehgeschichte. So ist er mit Fritz Boll und Ulrich Böcking Herausgeber der Schriften von Walter Dirks (Zürich 1987–1991), mit Wolfgang Jacobsen und Benno Wenz edierte er den Band »Willy Haas. Der Kritiker als Mitproduzent. Texte zum Film« (Berlin 1991). Zu seinen weiteren Veröffentlichungen zählen u. a. die Monografien »Walter Dirks und Eugen Kogon als katholische Publizisten der Weimarer Republik« (Heidelberg 1984), »Egon Monk« (München 1985) und »Kurt Gerron. Gefeiert und gejagt. Das Schicksal eines deutschen Unterhaltungskünstlers« (zusammen mit Barbara Felsmann, Berlin 1992).

Karl Prümm EIN NOTORISCHER GRENZVERLETZER Niklaus Schilling und seine Filme Filit Band 12 Broschur, 112 Seiten, 6 Abbildungen, 12 € ISBN 978-3-943167-83-2 Erscheint im März 2014


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VERBRECHER VERLAG

DAS BUCH PAKET

Die Schaufenster-Aktion Lisa Kränzler Nachhinein Roman Hardcover 272 Seiten, 22 € ISBN 978-3-943167-16-0 Auch als E-Book erhältlich.

Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler, wie Sie wissen, erhält der Verbrecher Verlag den Kurt Wolff Preis 2014. Anlässlich der Preisverleihung bieten wir eine Schaufensteraktion Anfang März 2014 an. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich mit Ihrer Buchhandlung beteiligen! Das Buchpaket enthält Folgendes: • •

2 Plakate zum Kurt Wolff Preis (Größe DIN A3) 20 Gesamtverzeichnisse im Broschurformat des Verbrecher Verlags Je 3 Exemplare der Neuerscheinungen (vorgestellt auf den vorangehenden Seiten): Verfasser unser von Giwi Margwelaschwili Mensch wie Gras wie von Dietmar Dath und Oliver Scheibler Eine Tonne für Frau Scholz von Sarah Schmidt Je 2 Exemplare unserer auf dieser Doppelseite vorgestellten Best- und Longseller

Das Paket erhalten Sie zu folgenden Konditionen: 45% Rabatt und 6 Monate volles RR Einkaufswert des Paketes: 292,60 €

LKG-Bestellnummern: Buchpaket: 1154 Plakat (einzeln): 9000 Gesamtverzeichnis (10 Stück): 9001

DIE ELFE IM SCHLAFSACK WOLFGANG MÜLLER

Mit »Nachhinein« hat Lisa Kränzler einen »überwältigenden Roman über eine Mädchenfreundschaft geschrieben«, so die Jury der Leipziger Buchmesse 2013. Daher wurde Kränzlers zweiter Roman nicht nur für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert; die Autorin erhielt zudem das Märkische Stipendium für Literatur 2014 sowie bereits im Jahr 2012 den 3sat-Preis des Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt für einen Auszug aus »Nachhinein«. Georg Kreisler Zufällig in San Francisco Unbeabsichtigte Gedichte Hardcover 128 Seiten, 19 € ISBN 978-3-940426-46-8

In »Die Elfe im Schlafsack« arbeitet Wolfgang Müller mit Gestalten der isländischen Mythologie und entführt sie in die heutige Zeit. Bereits als »Elfenexperte« bekannt, lässt der Autor wundersame Gestalten wie Zwerge und Elfen, aber auch das Odinshühnchen, welches die Geschlechterrollen infrage stellt, auftreten und bricht so auf einzigartige Weise mit den Erwartungen seines Lesepublikums.

PETER O. CHOTJEWITZ

GEORG KREISLER

MEIN FREUND KLAUS

ZUFÄLLIG IN SAN FRANCISCO

ROMAN

UNBEABSICHTIGTE GEDICHTE

»Manche Gedichte in diesem Buch sind absurd, die kommen der Wahrheit am nächsten. Man schreibt sie nicht absichtlich, sie werden einem eingeflüstert, sind also unbeabsichtigte Gedichte.« Scheinbar leichthin geschrieben, verweisen die Gedichte auf Abgründe und Absonderlichkeiten der Welt. Mit diesem ersten reinen Lyrikband, prämiert mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg 2010, gelingt dem Chansonnier und Opernkomponisten Kreisler ein ebenso hellsichtiges wie subtiles Werk.

Wolfgang Müller Die Elfe im Schlafsack Neue Märchen und Fabeln aus Island Hardcover 4. überarbeitete und erweiterte Auflage 128 Seiten, 15 € ISBN 978-3-940426-98-7

Peter O. Chotjewitz Mein Freund Klaus Roman, mit einem Nachwort von Dietmar Dath Hardcover 600 Seiten, 32 € ISBN 978-3-943167-46-7 Auch als E-Book erhältlich.

Penibel recherchiert, detailgetreu und in kühler Sprache erzählt, steht der Roman in einer Linie mit Chotjewitz’ skandalösem Romanfragment »Die Herren des Morgengrauens« über die raF aus dem Jahr 1978. Stilsicher schreibt Peter O. Chotjewitz über seinen Freund Klaus Croissant, der als Strafverteidiger schikaniert, als angeblicher Terrorist verfolgt und nach der Annexion der DDR durch die Bundesrepublik 1990 wegen staatsfeindlicher Agententätigkeit abermals verurteilt wurde.


SCHAUFENSTERAKTION

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zum Kurt Wolff Preis Gisela Elsner Heilig Blut Roman Hrsg. von Christine Künzel Broschur 256 Seiten, 14 € ISBN 978-3-935843-82-9

In ihrem Roman nimmt Gisela Elsner die national geprägte Jägerkultur aufs Korn. ältere Herren nehmen den Sohn eines erkrankten Kameraden mit in ihre Jagdhütte, um ihn das Leben zu lehren – eine Geschichte mit tödlichen Folgen. »Heilig Blut« wurde von Christine Künzel nach dem Manuskript letzter Hand herausgegeben. Im Rahmen der ElsnerWerkschau erschien er erstmals auf Deutsch. »Der große Manierist Thomas Bernhard wäre neidisch gewesen auf dieses bösartige kleine Buch.« (Willi Winkler / Süddeutsche Zeitung)

RUDOLF LORENZEN

ALLES ANDERE ALS EIN HELD ROMAN

Rudolf Lorenzen Alles andere als ein Held Roman, mit einem Nachwort von Lothar Müller Leinen mit Leseband, 700 Seiten, 32 € ISBN 978-3-943167-45-0 Auch als E-Book erhältlich.

Robert Mohwinkel ist kein Held. Er versucht, wo immer es geht, sich anzupassen. In der Familie, in der Schule, in seiner Ausbildung zum Schiffsmakler, in der Wehrmacht, stets möchte er unauffällig bleiben. Erst nach dem Krieg, als sich die Zeiten geändert haben und die Duckmäuser alter Schule nicht mehr gefragt sind, wacht er auf. Doch selbst diesmal macht er es nicht richtig. »Alles andere als ein Held« erschien erstmals 1959, ging allerdings trotz guter Kritiken im Nachkriegsdeutschland unter. Nach seiner Wiederauflage 2002 wurde der Roman begeistert gefeiert und in die

SWR-Bestenliste gewählt. »Alles andere als ein Held« wurde für diese Neuausgabe im Rahmen der Lorenzen-Werkschau vom Autor nochmals durchgesehen und mit einem Nachwort von Lothar Müller versehen.

JUJA

Nino Haratischwili Juja Roman Hardcover 300 Seiten, 24 € ISBN 978-3-940426-48-2

demonstrieren für den Frieden und singen, sie werden politisch aktiv oder nicht, sie gehen was trinken, sie lesen und lümmeln. Ronald M. Schernikau hat in diesem Buch, das er Mitte der 1980er-Jahre publizieren wollte und das erst als Einlage in »legende« veröffentlicht werden konnte, der Schwulenbewegung Westberlins ein Denkmal gesetzt. Und er geht der Frage nach, ob man mehr als einen Menschen lieben kann.

NINO HARATISCHWILI

Beruhend auf einer wahren Geschichte stellt die erfolgreiche Theaterautorin Nino Haratischwili in ihrem ersten Roman die Frage nach Authentizität. Das Buch »Die Eiszeit« von Jeanne Saré wird in den 1970er-Jahren ein großer Verkaufserfolg, vor allem in feministischen Kreisen, und animiert durch seine hasserfüllten Schilderungen mehrere Leserinnen zum Suizid. Nun, in der Jetztzeit, machen sich in Paris einige Menschen auf die Suche nach Saré. Nino Haratischwili beschreibt auf schwindelerregende Weise, welche Auswirkungen Geschichten auf das Leben haben können und was sie mit denen machen, die sie schreiben und lesen.

SO SCHÖN RONALD M. SCHERNIKAU

Ronald M. Schernikau und als der prinz mit dem kutscher tanzte, waren sie so schön, daß der ganze hof in ohnmacht fiel. ein utopischer film Hrsg. von Thomas Keck Leinen mit Leseband, 120 Seiten, 18 € ISBN 978-3-943167-10-8

Tonio und Franz lieben sich, Bruno und Paul lieben sich auch. Die jungen Männer

KOLJA

Chaim Noll Kolja Erzählungen aus Israel Hardcover 288 Seiten, 24 € ISBN 978-3-943167-12-2

CHAIM NOLL

Was bedeutet es für den aus Italien eingewanderten Alessandro, dass sich die jüdische Abstammung seiner Mutter nicht klären lässt? Warum ändert der Krieg Michaels Verhältnis zu Henry James grundlegend? Und warum ist in der Wüste mitten im Sommer Weihnachten? Und Kolja? Der stammt eigentlich aus Russland und fällt im Kampf für seine neue Heimat. Was passiert jetzt mit seinem Leichnam? Chaim Noll erzählt mitreißend und in schöner Sprache kleine Begebenheiten und große Lebensgeschichten. In seinen Erzählungen entwirft er ein Portrait der heutigen israelischen Gesellschaft.


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VERBRECHER VERLAG IN DEN MEDIEN

Fragmente einer leckgeschlagenen Gegenwart, mit dem aberwitzig guten und aberwitzig schlechten Titel »Kriemhilds Lache« – ein einziger Gute-Laune-Gnadenstoß für eine herrlich verrottete Welt. — Der Spiegel Jörg Schröder / Barbara Kalender KRIEMHILDS LACHE. NEUE ERZÄHLUNGEN AUS DEM LEBEN Mit vierfarbigen Illustrationen von F.W. Bernstein Leinen mit Leseband. 272 Seiten, 26 € ISBN: 978-3-943167-39-9

Die meist wenige Seiten umfassenden Texte sind sprachlich großartige Miniaturen. — Jens Uthoff / taz. die tageszeitung

MAUER PARK DAVID WAGNER

David Wagner MAUER PARK Feuilletons, mit Abbildungen Broschur. 240 Seiten, 14 € ISBN: 978-3-943167-41-2

»Analog« ist gewissermaßen ein Tour-Tagebuch, es ist eine Art Poetologie und enthält zudem viele autobiografischen Momente. — Gerrit Bartels / Deutschlandradio Kultur

ANALOG THOMAS MEINECKE

Thomas Meinecke ANALOG Kolumnen, mit vierfarbigen Zeichnungen von Michaela Melián Broschur, 112 Seiten, 14 € ISBN: 978-3-943167-43-6

Seine messerscharfen Beobachtungen sind gnadenlos, aber trotzdem elegant. »In kleinen Städten« ist ein schwermütiger Genuss von vorne bis hinten. — Nadine Kreuzahler / Radio Fritz Frédéric Valin IN KLEINEN STÄDTEN Erzählungen Broschur. 176 Seiten, 14 € ISBN: 978-3-943167-42-9

Mit seiner bisweilen schroffen Sprache, ihren rhythmisierenden Sentenzen, den immer wieder abrupt aneinander gereihten Assoziationen, gelingt es Geissler, eine Zeitstimmung zum Klingen zu bringen. — Oliver Tolmein / WDR 3 CHRISTIAN GEISSLER

WIRD ZEIT, DASS WIR LEBEN ROMAN

Christian Geissler WIRD ZEIT, DASS WIR LEBEN Roman, mit einem Nachwort von Detlef Grumbach Leinen mit Leseband. 360 Seiten, 22 € ISBN: 978-3-943167-19-1

Zum Abschied hat er seine taz-Kolumnen in einem Buch zusammengefasst und mit einem großartigen Vorwort versehen, aus dem man mehr über China erfährt, als deutsche Medien für gewöhnlich bieten. — Franziska Augstein / Süddeutsche Zeitung IM JAHR DES HASENDRACHEN CHRISTIAN Y. SCHMIDT

Christian Y. Schmidt IM JAHR DES HASENDRACHEN. Kolumnen Broschur. 224 Seiten, 13 € ISBN: 978-3-943167-21-4

Profile for Jörg  Sundermeier

Verbrecher Verlag Vorschau Frühjahr 2014  

Programmvorschau des Berliner Verbrecher Verlags für das Frühjahr 2014.

Verbrecher Verlag Vorschau Frühjahr 2014  

Programmvorschau des Berliner Verbrecher Verlags für das Frühjahr 2014.

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