Page 1

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

mai 2013

das magazin

vem.die  arbeitgeber

mitgliederversammlung

Foto: KruppPRESSE

2013


2

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

inhalt

seite 03 /// editorial seite 03 /// impressum seite 15 /// aus dem verband 500. Ausbildungsvertrag bei STIHL unterschrieben seite 16 /// ratgeber Mitarbeiter bei voller Bezahlung von der Arbeit freistellen ?

Foto: KruppPRESSE

04 mitgliederversammlung 2013

Foto: tpx - Fotolia.com · Bernd Müller · Montage: zweipunktnull

Gipfelstürmer – was Unternehmer und Extremkletterer verbindet

12 industrie 4.0

Revolution in den Fabrikhallen?

seite 16 /// ratgeber Unternehmen & Verbraucher unterschätzen SEPA-Folgen! » seite 17 Drahtesel statt Daimler? » seite 18  Begeistern Sie Ihre Zuhörer und Gesprächspartner » seite 19  Krankheit im Urlaub – was ist zu beachten?

Foto: Matthias Schmitt

» seite 20  Telearbeit erfolgreich gestalten

09

seite 21 /// aus dem verband Für einen optimalen Materialfluss – BITO Lagertechnik

tarifrunde 2013

seite 22 /// gesamtmetall Wir sind das Herz der Wirtschaft

Alles zu den diesjährigen Verhandlungen


3

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

vem.das magazin /// editorial mai 2013

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

Liebe Leserinnen und Leser,

das magazin

Foto: Rainer Langer, Trier

eine ereignisreiche Zeit mit mehreren Verhandlungsrunden und Ergebnis für die Tarifrunde 2013 sowie der Mitgliederversammlung des vem.die  arbeitgeber liegt hinter uns. Entgegen dem öffentlichen Getöse der IG Metall mit Kurzstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen verlief die Tarifrunde 2013 zügig und zielgerichtet.

Thorsten Bröcker Hauptgeschäftsführer des vem.die arbeitgeber

Bereits in der zweiten Verhandlung legten wir Arbeitgeber ein reallohnsicherndes Angebot vor. Ein so frühes Angebot gab es erstmals seit 13 Jahren. Und erstmals seit langem wurde der Abschluss bereits in der vierten Runde unter Dach und Fach gebracht. Insgesamt wurde ein Kompromiss erzielt, der einerseits den Beschäftigten den Reallohn mehr als sichert und andererseits die (meisten) Betriebe nicht überfordert. Die lange Laufzeit über 20 Monate gibt den Betrieben die in der heutigen von Unsicherheit geprägten Zeit so dringend notwendige Planungssicherheit.

vem.die  arbeitgeber

mitgliederversammlung

2013

Die nächste Ausgabe unseres Magazins erscheint: Anfang Juli impressum

Unsere Mitgliederversammlung auf Schoss Rheinfels in St. Goar war eine sehr gelungene Veranstaltung, die reichlich zum Netzwerken von Seiten der zahlreich erschienenen Mitglieder genutzt wurde. Trotz bescheidenem Wetter lag eine beschwingte Stimmung über der Veranstaltung. Wir werden den Schwung der Mitgliederversammlung mitnehmen in unseren Alltag. Herausgeber: vem.die arbeitgeber , Industrie- und Dienstleistungsverband Rheinland-Rheinhessen e.V.

vem.das magazin /// standards

Foto: Mercedes-Benz

d ie gute n achricht

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure hat sich im letzten Jahr erstmals seit Jahren entspannt. Der dämpfende Einfluss des Ingenieurengpasses auf Innovationsfähigkeit und Wirtschaftswachstum lässt daher etwas nach.

Foto: fedorovalena - Fotolia.com

ve ran staltun gs kalen der

23

Wichtige Termine, Seminare und Coachings, die Sie in den kommenden Wochen auf keinen Fall verpassen sollten. Die Veranstaltungen des vem.die  arbeitgeber und von vem.die  akademie im Überblick.

24

Wissens- und Lesenswertes Auch in dieser Ausgabe haben wir für Sie wieder Fachlitera­tur und Ratgeber zu den unterschiedlichsten Themen zusammengestellt. In dieser Ausgabe finden Sie unter anderem Titel wie: „Zielvereinbarungs­ gespräche führen“ oder „Der Arbeitskräftebedarf in Deutschland 2006 bis 2011“.

m it s pitzer feder

24

Auf die Plätze, fertig…LUFF! Karikatur: Luff

Postanschrift: Postfach 30 08 03 56029 Koblenz Hausanschrift: Ferdinand-Sauerbruch-Straße 9 56073 Koblenz Telefon: 0261 40406-33 Telefax: 0261 40406-26 E-Mail: dasmagazin@vem.diearbeitgeber.de Internet: vem.diearbeitgeber.de Facebook: facebook.com/vem.dieabeitgeber.pinger Twitter: twitter.com/vemdiearbeitgeb Verantwortlicher Redakteur: Dipl. oec. Siegbert Pinger Redaktion: Karin Breidbach

buchtipps Foto: Friedberg - Fotolia.com

10

Unser Karikaturist spurtet los zum Thema Energiewende und Netzausbau und macht dabei auch vor Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nicht halt. Das Rennergebnis finden Sie wie immer auf der letzen Seite.

Layout & Gestaltung: Werbeagentur zweipunktnull GmbH Jean-Monnet-Straße 5 54343 Föhren www.zweipunktnull.de Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Gezeichnete Beiträge stimmen nicht immer mit der Meinung der Redaktion überein. Nachdruck unter Zusendung von Belegexemplaren gestattet. Leserzuschriften sind willkommen, gekürzte Veröffentlichungen vorbehalten. Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Diese Zeitschrift wird auf umweltfreund­lichem, chlorfreiem Papier gedruckt. © 2013 vem.die arbeitgeber Alle Rechte vorbehalten


4

mitgliederversammlung 2013

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

Foto: Dudarev Mikhail - Fotolia.com

Gip s


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

5

D

ie Mitgliederversammlung 2013 des vem.die  arbeitgeber auf Schloss und Burg Rheinfels am 16. Mai 2013 hatte für die Gäste des Verbandes viele Höhepunkte. Neben der wichtigen verbandspolitischen Arbeit mit erfolgreicher Abstimmung über das am gleichen Tage erreichte Tarifergebnis sowie Vorstands- und Beiratswahlen kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz.

Keine Schulen auf dem Land schlieSSen Der Verband hatte u.a. Armbrustschießen, historische und musikalische Burgführungen sowie eine Wein-Comedy organisiert. In der Vortragsveranstaltung hat Gerhard Eder, wiedergewählter Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes vem.die  arbeitgeber, an den anwesenden rheinland-pfälzischen Arbeitsminister Alexander Schweitzer appelliert, seinen Einfluss dafür geltend zu machen, Schulen als einen wichtigen Teil der Infrastruktur vor allem auf dem Lande zu erhalten und nicht zu schließen. Schon heute würden an sich schöne und liebenswerte Orte in der Eifel, im Westerwald, auf dem Hunsrück oder in der Westpfalz von Wohnungssuchenden gemieden, weil die Schulen zu weit weg seien. Eder: „Wer die Landflucht stoppen will, darf keine schulische Infrastruktur zerschlagen! Kindern könne nicht zugemutet werden, bereits morgens um halb sieben an Bushaltestellen zu sein, um rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um 7:50 Uhr oder 8:00 Uhr an der jeweiligen Schule zu sein.“ Die Metall- und Elektroindustrie investiere überdurchschnittlich viel in die Aus- und Weiterbildung junger Menschen. 2012 wurden bundesweit 73.550 neue Ausbildungsverträge in den industriellen Metall- und Elektroberufen abgeschlossen. Eine Zunahme um 1,6 Prozent gegenüber 2011, obwohl im gesamtwirtschaftlichen Trend über alle Branchen hinweg die Zahl der Ausbildungsverträge 2012 um 3,2 Prozent gesunken ist.

pfel türmer was Un t e rne hm e r u nd Ext remkl et t erer verbi ndet

Mitgliederversammlung 2013 des vem.die  arbeitgeber auf Schloß Rheinfels in St. Goar Unternehmen müssen sich auch um schlechte Schüler/innen kümmern Die Zahl der Bewerbungen gehe auch bei den Unternehmen des vem.die arbeitgeber spürbar zurück. Auch könnten viele kleine und mittlere Betriebe ihre Berufsausbildungsstellen nicht immer vollständig besetzen. Insgesamt müssten die Unternehmen Abstriche beim Anforderungsprofil machen. Unternehmen, die – wie in der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Rheinhessen üblich – sich auch um diejenigen kümmerten, die vom allgemeinen Schulsystem weitgehend ohne ausreichende Qualifikationen entlassen wurden, erzielten mit dem besonderen Kümmern um diese Schüler und Schülerinnen häufig gute Ergebnisse. Eder stellte aber die Frage, wieso nach neun oder gar zehn Jahren Schule viele Abgänger weder ausreichend lesen, Texte verstehen noch rechnen könnten. Hier gelte es künftig anzusetzen, sowohl in den Schulen also auch in der Bildungspolitik und in den Betrieben.


1.

ektrob

er

u

mirco kretzschmar

tin Con

Elektroniker für Betriebstechnik

W

sebastian zopf

iede rahr

03

eiler

Johannes Mauel Mechatroniker

ZF

hrw

o tzd Kette Be GmbH ·

z me at Pl

ie Fr

dr en ich eu sha fen AG · Bad N

tallb

er

uf

tobias streicher Industriemechaniker St ab ilu

ektrob z El er at u Pl

fe

ex no rd

R

Sozialminister des Landes Rheinland-Pfalz

Industriemechaniker

r-A

02 Alexander Schweitzer

03

ah

d

2.

aa · D

m

uf

3.

Bender KG

er

rf

en

und

tallb

Gerhard Eder

e

uh r

z me at Pl

pG parator Grou

Rh

e

Elektroniker für Betriebstechnik M

es tfa lia Se

· HG & Co. o

Vorstandsvorsitzender des vem.die  arbeitgeber

3.

A

02

Zerspanungsmechaniker

GE

daniel henn

uf

kevin hebgen

01

u

er

·N

er

tallb

bH

2.

ektrob

fe

z El at Pl

z me at Pl

Te ves AG

e

1.

e

nt al

ölle n

01

Die besten Azubis in den gewerblich-technischen Berufen in den Mitgliedsbetrieben des vem.die  arbeitgeber zeichnete Gerhard Eder mit Geld- und Sachpreisen aus.

z El at Pl

fe

Beste AZUBIS Ausgezeichnet

nz s GmbH · Koble

Foto: KruppPRESSE · Illustration: scusi - Fotolia.com · Infografik: zweipunktnull

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

mitgliederversammlung 2013

ei nb

6


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

7

DAs neue feindbild der grünen Familienunternehmen und Familien im klassischen Rollenmodell

G

erhard Eder griff die Steuerpläne der GRÜNEN im Bundestagswahlkampf scharf an. Er sei erschüttert über die Vorschläge, die bei ihrer Verwirklichung Arbeitsplätze und mittelständische Betriebe zerstören würden.

Zig tausende Unternehmer stünden mit ihrem Namen und Privatvermögen für ihr Geschäft ein – und darauf seien sie stolz, so Gerhard Eder. Familien, die dem klassischen Rollenmodell mit einem Alleinverdiener und einem kinderbetreuenden Nichtverdiener anhingen, seien ebenfalls zum Feindbild der GRÜNEN geworden. Die von den GRÜNEN ideologisch nicht erwünschte klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau werde quasi im Vorbeigehen durch die Abschaffung des Ehegattensplittings erledigt. Eder dazu: „Hier wird das Vertrauen all jener Menschen in den Staat entsetzlich zerstört, die ihre Lebensplanung auf solche staatlichen Rahmenbedingungen aufgebaut haben.“

Foto: KruppPRESSE

Das neue Feindbild der GRÜNEN seien offenbar Familienunternehmen, die sich bewusst für die Gesellschaftsform der Personengesellschaft entschieden hätten. Die Steuerpläne der GRÜNEN bedeuteten für Personengesellschaften eine Steuerbelastung von bis zu 80 Prozent der Erträge. Dabei bevorzugten die GRÜNEN mit ihrem Steuermodell gerade Kapitalgesellschaften zulasten von Personengesellschaften. Dazu sagte Gerhard Eder: „Und wenn Herr Trittin den Familienunternehmern empfiehlt, ihre Personengesellschaften in Kapitalgesellschaften umzuwandeln, um damit der geplanten Vermögensabgabe zu entgehen, dann zeigt dies ganz besonders deutlich, wie wenig Ahnung und Gespür Herr Trittin für die Anliegen der Wirtschaft hat.“

vision, planung und leidenschaft extremkletterer stefan glowacz über die gemeinsamkeiten zwischen sportler und unternehmer

I

m Anschluss an den Vortrag von Gerhard Eder konnten die rund 200 Mitglieder und Gäste den Extremkletterer und Unternehmer Stefan Glowacz erleben. In einem multimedialen Vortrag berichtete er von vielen Expeditionen und zog dabei immer wieder Parallelen zum Unternehmer.

Nach Vortragsveranstaltung und Empfang servierte das Romantik-Hotel Schloss Rheinfels ein gelungenes Abendessen und erleichterte so das intensive Netzwerken untereinander. Während des Abends gingen mittelalterliche Musikanten, Gaukler und Zauberer von Tisch zu Tisch und unterhielten die Gäste.

Foto: KruppPRESSE

Für beide – den Extremkletterer und den Unternehmer – seien Vision, Planung und Leidenschaft existentiell wichtig. Komplexe Gesamtaufgaben, wie z. B. eine umfangreiche und langwierige Expedition, plane er vergleichbar einer Markterkundung seines Unternehmens (dieses stellt Kletterausrüstung her) in vielen einzelnen segmentierten kleinen Schritten.


8

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

mitgliederversammlung 2013

Der neu gewählte Vorstand und die OT-Sprecher des vem.die arbeitgeber (von links nach rechts): Sándor Györy, Matthias Moelle, Rolf Luthardt, Klaus Brandt, Markus Weiß, Günter Fischer, Gerhard Eder, Thorsten Bröcker, Karl Ernst Friedrich, Carlo Wolf, Norbert Kröffges, Michael Schnaufer · Foto: KruppPRESSE

Gerhard Eder bleibt Vorstandsvorsitzender des vem.die arbeitgeber

G

erhard Eder (65), geschäftsführender Werkleiter der ANDREAS STIHL AG & Co. KG Magnesium Druckguss in Prüm-Weinsheim ist als Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes vem.die  arbeitgeber für eine Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt worden. Eder ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender des Verbandes. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Vorstände: Edgar Eiser, Leiter der Siemens Aktiengesellschaft, Niederlassung Koblenz · Günter Fischer, Geschäftsführer der Integral Accumulator GmbH & Co. KG, Remagen · Karl Ernst Friedrich, Vorstand Technik der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach · Sándor Györy, Geschäftsführer der Arn. Georg AG, Neuwied und Matthias Moelle, Geschäftsführer der Römheld & Moelle Eisengießerei, Maschinen- und Apparatebau GmbH, Mainz. Neu in den Vorstand des vem.die  arbeitgeber wurden gewählt: Klaus Brandt, Geschäftsführer der W.F. Kaiser & Co. GmbH, Diez · Rolf Luthardt, Geschäftsführer der Niedax GmbH & Co. KG, Linz · Markus Weiß, Werkleiter der Eaton Industries GmbH Werk Gladbach, Neuwied und Carlo Wolf, Geschäftsführer der Adolf Schuch GmbH, Worms. Als Sprecher der sogenannten OT-Mitglieder wurden Norbert Kröffges, Geschäftsführer der apra-norm Elektromechanik GmbH, Mehren · Michael Schnaufer, Geschäftsführer der Karl Georg Stahlherstellungs- und Verarbeitungs GmbH, Ingelbach und Dr. Hugo Trappmann, Geschäftsführer der Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg wiedergewählt. Der Arbeitgeberverband vem.die  arbeitgeber hat zwei unterschiedliche Mitgliedschaften. Die erstgenannte Mitgliedschaft (T-Mitglieder) begründet die Verpflichtung, die Flächentarifverträge für das Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen der Metall- und Elektroindustrie anzuwenden. OT-Mitglieder (Mitglieder ohne Tarifbindung an Flächentarifverträge) können auch aus anderen Branchen kommen und sind nicht dem Flächentarifvertrag unterworfen.

Alle Vorstände und Sprecher wurden für jeweils drei Jahre gewählt. Auf der Mitgliederversammlung in St. Goar wurde ebenfalls der Beirat des Arbeitgeberverbandes gewählt, der insbesondere bei Tarifauseinandersetzungen wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Wiedergewählt wurden die Beiräte: Heinrich Beyer, Geschäftsführer der Mittelrheinische Metallgießerei Heinrich Beyer GmbH & Co. KG, Andernach · Willi Breidohr, Geschäftsführer der Afflerbach Bödenpresserei GmbH & Co. KG, Puderbach · Axel Franz, Technischer Geschäftsführer der Cohline GmbH, Montabaur · Michael Fromme, HR Director Europe der TRW Automotive Lucas Automotive GmbH, Koblenz · Thomas Merfeld, Geschäftsleitung Personal der BOMAG GmbH, Boppard · Dr. Roland Seidel, Geschäftsführer der GKN Driveline Trier GmbH, Trier · Rolf Staab, Zentralbereichsleiter Personal der KHS GmbH, Standort Dortmund · Dr. Josef Staub, Geschäftsführer der Jos. Schneider Optische Werke GmbH, Bad Kreuznach und Mark Wilhelms, Geschäftsführer der Stabilus GmbH, Koblenz.  Neu in den Beirat des vem.die arbeitgeber wurden gewählt: Detlef Ganz, Geschäftsführer der BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH, Meisenheim · Dr. Stefan Jessen, Geschäftsführer der BSB Recycling GmbH, Braubach · Matthias Keller, Geschäftsführer der Volvo Construction Equipment Germany GmbH, Konz · Eckard Muth, Geschäftsführer der Kaibel & Sieber GmbH, Worms · Stephan Oberthür, Werkleiter der Continental Teves AG & Co. oHG, Werk Rheinböllen · Dr. Ralph Onken, Geschäftsführer der Johann Hay GmbH & Co. KG Automobiltechnik, Bad Sobernheim · Michael Rünz, Geschäftsführer der Kennametal Stellite GmbH, Koblenz · Gerhard Trilling, Geschäftsführer der Aleris Rolled Products Germany GmbH, Koblenz und Marita Wäschenbach, Personal­leiterin der Rexnord Kette GmbH, Betzdorf.


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

9

Foto: Matthias Schmitt

Tarifabschluss 2013 auch für Rheinland-Pfalz akzeptiert! Gerhard Eder: „Leider keine flexiblen Elemente!“

D

ie Verhandlungen für die 400.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (M+E Mitte) sind am 16. Mai 2013 in Kaiserslautern erfolgreich zu Ende gegangen. Die Tarifgemeinschaft M+E Mitte hat sich mit der IG Metall auf eine Entgelterhöhung in zwei Schritten geeinigt: Zum 1. Juli 2013 werden die Tabellenentgelte und die Ausbildungsvergütungen um 3,4 Prozent erhöht, zum 1. Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate vom 1. Mai 2013 bis zum 31. Dezember 2014. „Die lange Laufzeit gibt unseren Betrieben die gewünschte Planungssicherheit. Gleichzeitig erhalten unsere Beschäftigten spürbar mehr Geld“, sagte Dr. Eduard Kulenkamp, Verhandlungsführer von M+E Mitte nach der Unterzeichnung des Tarifvertrags in Kaiserslautern. Die Belastung der Unternehmen bezifferte Kulenkamp auf das Jahr 2013 gerechnet auf 2,96 Prozent und im Jahr 2014 auf 3,25 Prozent. „Damit werden unsere Betriebe in noch vertretbarer Weise belastet“, so der Verhandlungsführer. Insgesamt falle der Abschluss daher fair und ausgewogen aus.

Der Tarifabschluss im Überblick:

gesamte Laufzeit von 20 Monaten berechnet von 2,91 Prozent ergäbe. Die Arbeitgeber hätten erreicht, dass der Abschluss der hohen Vorbelastung des Tarifvertrages 2012 Rechnung trage. Die beiden Null-Monate zu Beginn der Laufzeit des neuen Tarifvertrages federten die 4,3 Prozent-Erhöhung der Monate Januar bis April 2013 aus dem Abschluss des Tarifvertrages 2012 dann in der Jahresbelastungsrechnung ab. Positiv bewertete Gerhard Eder die lange Laufzeit von 20 Monaten. Im unsicheren und von vielen Unwägbarkeiten gekennzeichneten Umfeld der Jahre 2013 und 2014 biete die lange Laufzeit Planungssicherheit für die Mitgliedsunternehmen. Insgesamt sei der Abschluss im Durchschnitt verkraftbar, auch wenn es nicht gelungen sei, tarifvertragliche Regelungen zu vereinbaren, die eine flexiblere und auf Betriebe angepasste Vorgehensweise zugelassen hätten. „Etwa ein Viertel unserer Mitgliedsbetriebe schreiben entweder Verluste oder nur eine schwarze Null. Für diese Betriebe führt der Abschluss zu einer nicht leicht und einfach zu schulternden zusätzlichen Belastung. Umso wichtiger wären flexible Elemente zu betrieblichen Anpassungen gewesen“, sagte Eder. vem.das magazin /// hintergrund

» Laufzeit: 20 Monate

Die „Verhandlungsgemeinschaft M+E MITTE“

» Nullmonate: Mai und Juni 2013

M+E Mitte spricht und handelt für die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie Hessens (HESSENMETALL), der Pfalz (PFALZMETALL), Rheinland-Rheinhessens (vem.die arbeitgeber) und des Saarlandes (ME Saar). In diesen drei Bundesländern umfasst die M+E-Industrie rund 1.500 Unternehmen mit 400.000 Beschäftigten. M+E MITTE verhandelt mit dem tarifpolitischen Verhandlungspartner aller vier Verbände: der IG Metall Mitte. Die vier Arbeitgeberverbände treten seit 1995 als Verhandlungsgemeinschaft für die Tarifverhandlungen auf und bauten diese 2001 zur „Arbeitsgemeinschaft M+E MITTE“ aus.

» Erhöhung der Tabellenentgelte um 3,4 % ab 01.07.2013 » Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,2 % ab 01.05.2014

Zu diesem vormittags erzielten Tarifabschluss für RheinlandPfalz mit der Übernahme des bayerischen Pilotergebnisses sagte nachmittags der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende des vem.die arbeitgeber, Gerhard Eder, dass sich eine Belastung bezogen auf das Kalenderjahr 2013 von 2,96 Prozent und über die


10

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

die gute nachricht

» Steigerung der Zahl der Absolventen um 66 Prozent seit 2005! » 1,62 Millionen Ingenieure sind Motor für Innovation und Export!

Foto: Mercedes-Benz

» Wertschöpfungsbeitrag der Ingenieure von 197 Milliarden Euro

Mehr Ingenieure/innen! Erstmals 57.000 Absolventen

D

ie Situation auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure hat sich im letzten Jahr erstmals seit Jahren entspannt. Der dämpfende Einfluss des Ingenieurengpasses auf Innovationsfähigkeit und Wirtschaftswachstum lässt daher etwas nach. Dazu beigetragen haben auch die Absolventenzahlen in Ingenieurstudiengängen von fast 57.000 in 2011 – ein Zuwachs von 66 Prozent seit 2005. „Das ist eine Steigerung, die sich wirklich sehen lassen kann und die dem Industrie-Standort Deutschland auch in der Krisenzeit Substanz geben konnte“, erklärt VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. „Deutschland stehen heute so viele Ingenieure zur Verfügung wie seit langer Zeit nicht mehr. Die werden auch dringend gebraucht, wenn man allein an die Herausforderungen in Zusammenhang mit der zu bewältigenden Energiewende denkt.“ Insgesamt 1,62 Millionen Ingenieure sind heute in Deutschland erwerbstätig – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zu 2005. Der größte Gewinner des Arbeitsmarktes ist die Altersgruppe 50+, die mit 32 Prozent den mit Abstand größten Beschäftigungszuwachs erlebt hat. Vergleichbar hohe Zuwachsraten konnten weibliche Ingenieure sowie Ingenieure mit ausländischer Staatsangehörigkeit erzielen. Dies zeigt die aktuelle Studie ‚Ingenieure auf einen Blick 2013 – Erwerbstätigkeit, Innovation, Wertschöpfung‘, die der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der Hannover-Messe präsentierten. Damit haben die langfristig angelegten Kampagnen des VDI und beispielsweise Gesamtmetalls im Rahmen der Initiative think ING. (www.think-ING.de) Früchte getragen.

Hydraulikzentrale der neuen Geothermie-Anlage im Mercedes-Benz Werk Rastatt. Foto: Mercedes-Benz

Wertschöpfungsbeitrag der Ingenieure von 197 Milliarden Euro Wie wichtig Ingenieure für den Motor des Technologie- und Innovationsstandorts Deutschland sind, zeigt der wirtschaftliche Wertschöpfungsbeitrag dieser Berufsgruppe. „Die 1,62 Millionen erwerbstätigen Ingenieure in Deutschland leisteten im vergangenen Jahr einen Wertschöpfungsbeitrag von mindestens 197 Milliarden Euro“, so IW-Geschäftsführer Dr. HansPeter Klös. Jeder vierzehnte Euro des gesamten Inlandsprodukts wurde damit von Ingenieuren erwirtschaftet, obwohl nur jeder


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

11

fünfundzwanzigste Erwerbstätige ein Ingenieur ist. „Dies liegt auch daran, dass sich die Monatsverdienste von Ingenieuren auf der obersten Einkommensebene befinden und dass der Anteil der Vollzeitbeschäftigten unter ihnen überdurchschnittlich hoch ist“, so Klös. Fachkräfteengpass zeigt Entspannung Ursachen für die Entspannung beim Fachkräfteengpass sieht der VDI einerseits bei den politischen Aktivitäten, beispielsweise der Anpassung des Zuwanderungsgesetztes für qualifizierte Fachkräfte. „Aber man muss auch andere Effekte berücksichtigen, wie etwa die Berichterstattung über einen solch politischen Prozess, die angehenden Ingenieuren, Eltern und Abiturienten die positiven Aussichten des Berufsbilds aufgezeigt hat. Daran haben wir als VDI seit zehn Jahren beharrlich gearbeitet“, macht Fuchs deutlich. Doch wo Licht ist, da herrscht auch Schatten: Noch immer gibt es in einigen Branchen deutlich mehr Nachfrage als Angebote. Besonders betroffen sind der Maschinenbau, der Automobilbau und die Elektrotechnik. „Von den rund 70.000 offenen Stellen, die im März dieses Jahres zu besetzen waren, wurden in mehr als der Hälfte der Fälle Bewerber in diesen Branchen gesucht“, sagt Fuchs. „Auch den demografischen Wandel dürfen wir nicht vergessen: Ab 2020 gehen mehr Ingenieure in den Ruhestand als aus den Hochschulen nachrücken.“

Logo des Internetportals think ING

www.think-ING.de zentraler Baustein der Ingenieur-Kampagne

Das Internetportal think ING. (www.think-ING.de) bietet eine Vielzahl von Informationsseiten zum Ingenieurstudium und zum Ingenieurberuf sowie Dokumente und Studien zum Download an. In Zusammenarbeit mit Pressestellen der Ingenieurhochschulen bietet think ING. tagesaktuell Pressemeldungen und einen bundesweiten Veranstaltungskalender. Zu Fragen und Diskussionen laden die think ING.-Diskussionsforen ein, Expertenforen und Live-Chats bieten zusätzliche Informationen und Interaktionen. Ein Eignungstest und viele Themenspecials sowie eine StudiengangSuchmaschine, die in Verbindung mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) entwickelt wurde, bieten weiteren Nutzwert. Mit dem Girls ING. sollen Mädchen gezielt angesprochen und in ihrer Entscheidung für einen naturwissenschaftlich-technischen Studiengang bestärkt werden. Die Online-Bestellung von rund 60 verschiedenen Informationsmaterialien ist für jedermann kostenlos. Bildungsinstitutionen können dort nach einmaliger Registrierung über 50 verschiedene Medien zumeist auch in großen Mengen kostenlos bestellen. Rund 6.000 MitarbeiterInnen von Bildungsinstitutionen sind derzeit bei think ING. registriert. In 2012 bestellten rund 5.500 Einzelpersonen und Institutionen Informationsmaterial online – vom einzelnen Aufkleber bis zur Palette Broschüren. think ING. informiert auch in Facebook (facebook.com/INGwerden) und Twitter (twitter.com/think_ing).

Foto: Siemens Pressebild

Die Förderung des Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts- und Technik- (MINT-) Unterrichts an den Schulen ist inzwischen eine zweite feste Größe in der Projektarbeit, die der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen von think ING. aktiv betreibt. Gesamtmetall und seine Mitgliedsverbände wie der vem.die  arbeitgeber sind Hauptsponsoren der Vereine MINT-EC (mint-ec.de) und Science on Stage (science-on-stage.de), die innerhalb des think ING.-Netzwerks eng mit Schulen, Hochschulen und weiteren Institutionen zusammenarbeiten.


vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

aus dem verband

Foto: julien tromeur; tpx - Fotolia.com · Siemens Pressebild · Montage: zweipunktnull

12

Revol u t i o n i n d e n Fa b r ik h a llen ?

Industrie 4.0: Wie geht das ?

D

ie deutsche Industrie, allen voran die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, stehen vor einem radikalen Wechsel hin zu einer dezentralen und interaktiven Steuerung in der Produktion. Das Schlagwort heißt Industrie 4.0 und wird in Fachkreisen als die vierte industrielle Revolution angesehen. Die gerade beendete größte Industriemesse der Welt, die Hannover-Messe, stand ganz im Zeichen dieses Themas. Wie sich dabei die Rollen von Mensch und Maschine entwickeln, untersucht das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart.

In der deutschen Industrie geschieht Großes. Von radikalen Veränderungen, gar einem grundlegenden Paradigmenwechsel, ist die Rede. Nach Mechanisierung, Industrialisierung und Automatisierung, so die Meinung vieler Experten, stehen wir vor der vierten industriellen Revolution – der Industrie 4.0. Dahinter steht die Verschmelzung von virtueller und realer Produktionswelt: Die bisherige zentrale Steuerung wird durch eine dezentral internetbasierte ersetzt. Das Ausgangsmaterial des Produkts steuert den Prozess und sagt beispielsweise den Maschinen, wie es bearbeitet werden will. Diese Revolution vollzieht sich schleichend und ist in ersten Ansätzen bereits Teil des industriellen Alltags.

Fotos: Bernd Müller, Fraunhofer Institut · fotolia.de · Montage: zweipunktnull

Die Smart Factory steht im Mittelpunkt In der Automobilindustrie beispielsweise werden seit einiger Zeit die Karossen in der Montage mit Transpondern versehen. Die beinhalten Informationen über die Karosserie und das, was während der Produktion passieren soll. Die Transponder kommunizieren mit den Maschinen und den Mitarbeitern am Band. Beide, Mensch und Maschine, lesen Informationen aus beziehungsweise ein, so dass am Ende der Montage all das gemacht und belegt wurde, was auf dem Transponder an Modelldetails vorgegeben war. Im Maschinenbau sind solche eingebetteten Systeme ebenfalls weit verbreitet. „In der vierten industriellen Revolution“, sagt Professor Thomas Bauernhansl vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung in Stuttgart, „steht die Smart Factory im Mittelpunkt. Dort werden alle Technologien eingesetzt, die aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch aus dem Maschinenbau kommen.“ Damit könnten dann hochkomplexe Abläufe dezentral betrieben und optimiert werden. Eine grundlegende Technologie dabei sind sogenannte Cyber-Physische-Systeme (CPS). „Physisch“ steht dabei für ein Produkt. „Cyber“ bedeutet, dass dieses Produkt mit anderen Produkten und dem Internet vernetzt ist und Produktionsprozesse aktiv beeinflussen kann.


13

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

Der Rohling beauftragt die Maschine Ein mögliches Szenario beschreibt Sebastian Schlund, Wissenschaftler am benachbarten Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Der neue Industrie-4.0Alltag könnte demnach folgendermaßen aussehen: Ein Zulieferbetrieb erhält am Montag via Internet einen Auftrag über 600 Maschinenbauteile, die Freitagnachmittag beim Kunden sein müssen.

Sind die erforderlichen Rohlinge in der Produktion verfügbar, erhält jedes Teil einen RFID-Transponder, auf dem alle wichtigen Daten vorhanden sind und der sich über WLAN mit dem Internet verbinden kann – bei Industrie 4.0 spricht man in diesem Zusammenhang vom „Internet der Dinge“. Die Teile fragen darüber dann im Maschinenpark nach: „Wer kann uns bearbeiten?“ Vier CNC-Maschinen melden sich in unserem Fall sofort zurück. Zwei antworten, dass sie bis Freitag ausgebucht sind. Die dritte Maschine teilt mit, dass sie gerade nichts zu tun hat und 400 Teile übernehmen kann. Die vierte Maschine erklärt, dass sie einen Tag später die restlichen 200 Teile schafft. Allerdings muss sie dafür umgerüstet werden. Sie schickt daher eine kurze Mitteilung auf die Smartphones der beiden dafür qualifizierten Mitarbeiter. Einer der beiden hat an dem Tag frei, lehnt die Anfrage daher ab. Sein Kollege bekommt das mitgeteilt und übernimmt den Rüstauftrag. Während sich die Teile von den CNC-Maschinen in Form bringen lassen, haben sie längst schon mit dem Versand einen Verpackungstermin am Freitagmorgen vereinbart. Auch der Spediteur ist für 12 Uhr bestellt, um die Produkte zum Kunden zu bringen. Der hat sich übrigens am Donnerstag via Internet bei seinen Teilen erkundigt wie der Stand der Dinge ist und zufrieden festgestellt, dass alles nach Plan läuft. „Das entstehende Produkt“, so schrieben mehrere namhafte Autoren anlässlich der diesjährigen Hannover-Messe in den VDI-Nachrichten, „steuert somit den Produktionsprozess selbst, überwacht über die eingebettete Sensorik die relevanten Umgebungsparameter und löst bei Störungen entsprechende Gegenmaßnahmen aus – es wird gleichzeitig zum Beobachter und Akteur.“

vem.das magazin /// wissen

INFO: INDUSTRIELLE REVOLUTIONEN

Einführung mechanischer Produktionsanlagen mithilfe von Wasser- oder Dampfkraft. Beispiel: Erster mechanischer Webstuhl (1784)

ERSTE INDUSTRIELLE REVOLUTION

Grad der Komplexität

heute

ENDE

19. JHD

zweite INDUSTRIELLE REVOLUTION

vierte INDUSTRIELLE REVOLUTION

mitte 20. JHD

auf Basis von Cyber-Physical Systemen

ENDE

18. JHD

ZEIT

Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion mithilfe von elektrischer Energie. Beispiel: Erstes Fließband, Schlachthof Cincinatti (1870)

dritte INDUSTRIELLE REVOLUTION Einsatz von Elektronik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion. Beispiel: Erste Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) MOdicon 084 (1969)

Quelle: DFKI 2011 Grafik: zweipunktnull


14

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

aus dem verband

Foto: dampoint - Fotolia.com

Industrie 4.0: Wie geht das ? Industrie 4.0 ist mehr als nur Technik Doch das alles geschieht nicht von jetzt auf gleich. „Es wird eine Entwicklung sein, die nach und nach nicht nur die Anlagen, sondern auch das Denken der Mitarbeiter verändert“, sagt Professor Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart. Hier befasst man sich besonders mit der Frage, welche Rolle der Mensch in dem Wandel spielt. „Die Möglichkeiten von Industrie 4.0 gehen unserer Meinung nach weit über die rein technischen Aspekte hinaus“, so Spath. Die Produktionsarbeit würde auch in Zukunft von menschlicher Arbeit geprägt sein – ganz besonders im Hochlohnland Deutschland. Die Fragen, die sich die Wissenschaftler beim Fraunhofer IAO stellen, lauten beispielsweise: „Wie können wir diese menschliche Arbeit durch die neuen Möglichkeiten der Technik sinnvoll unterstützen, wie die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeitenden z. B. durch höhere Flexi­bilität und Selbstorganisation steigern?“ Die Wissenschaftler wollen Lösungen entwickeln, welche die Flexibilität aller Mitarbeiter durch den Einsatz von Mobilgeräten, Kommunikationsmöglichkeiten und stärkerer Vernetzung mit Objekt- und Anlagendaten steigern sollen. Nutzen würde das allen Beteiligten, wie in einem Blog des Fraunhofer IAO zu lesen ist:

„Dem Unternehmen, indem anstehende Produktionsaufträge ohne Wartezeit und Bündelung in der Auftragslosgröße gefertigt werden können; dem Kunden, indem dadurch eine drastische Reduktion der Lieferzeiten möglich wird; den Mitarbeitern, indem starre Arbeitszeitmodelle flexibilisiert werden und an Präferenzen oder Lebenssituationen angepasst werden können; der Gesellschaft, indem der Mitarbeitereinsatz produktiver gemanagt wird, insbesondere in Verknüpfung mit einer sinnvollen Nutzung anfallender Leerlaufzeiten.“ Klare Regeln für dezentrale Entscheidungen „Allerdings hat diese Flexibilität ihren Preis“, sagt Moritz Hämmerle vom Fraunhofer IAO. „Mitarbeiter müssen für Industrie 4.0-Prozesse qualifiziert, übergreifende Standards geschaffen sowie eine leistungsfähige Informations- und Kommunikationsstruktur mit ausgefeilter Sensorik bereitgestellt werden“, so der Wissenschaftler. Insbesondere müsse eine Umstellung der Produktion auf das 4.0-Prinzip „aber auch organisiert werden“. Denn wer vernetzt produzieren wolle, müsse dies auch organisieren. Eine dezentrale Entscheidungsfindung funktioniere nur dann, wenn klare Regeln sowie handhabbare Strukturen und Prozesse zur Kommunikation geschaffen würden.

Deshalb wollen die Stuttgarter Arbeitswissenschaftler ein Zukunftslabor einrichten, in dem in den nächsten Jahren die Erkenntnisse der Forschungsarbeit einfließen werden und in dem eng mit Industriepartnern zusammengearbeitet wird. Man möchte zeigen, wie eine Abstimmung von intelligenten Objekten und selbstbestimmten Mitarbeitern aussehen kann. Schließlich will niemand, dass die vierte industrielle Revolution ihre Kinder frisst.


15

Foto: Siegbert Pinger

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

500. Ausbildungsvertrag bei STIHL unterschrieben ! Alexander Wiesen wird ab August zum Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet.

E

twas mehr als 40 Jahre existiert nun das Magnesium Druckguss Werk der ANDREAS STIHL  AG  &  Co.  KG in Prüm-Weinsheim. Seit Beginn musste Stihl in der strukturschwachen Eifel durch eigene Ausbildung für die benötigten Fachkräfte sorgen. Am 26.03.2013 unterzeichneten der Geschäftsführende Werkleiter Gerhard Eder, der künftige Azubi Alexander Wiesen und – da Alexander Wiesen noch minderjährig ist – dessen Mutter den insgesamt 500. Ausbildungsvertrag von Stihl in Prüm-Weinsheim. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde betonte Gerhard Eder die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für Stihl an allen Standorten des Unternehmens sowie für die gesamte Gesellschaft. Für ihn ist eine aktuelle Berufsausbildung zum Facharbeiter mindestens gleichwertig zum Abitur anzusehen. Der 17-jährige Alexander Wiesen aus Rommersheim hat im Jahr 2012 die Realschule Plus in Prüm ohne Schulabschluss verlassen. Den holt er derzeit in einem Berufsvorbereitungsjahr an der Berufsbildenden Schule Prüm nach. Zum 01.08.2013 wird er im Werk in Prüm-Weinsheim seine Ausbildung zum Maschinenund Anlagenführer beginnen. Gerhard Eder betonte, dass Stihl auch Schülern mit nicht so guten Abschlusszeugnissen immer wieder Chancen gibt. Im Falle Alexander Wiesens erkenne man dessen Engagement und dessen Interesse an einer Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie an den derzeit erzielten Noten im Berufsvorbereitungsjahr an der Berufsbildenden Schule Prüm. Auch die zahlreichen Praktika machten dies sichtbar. Gerhard Eder wünschte Alexander Wiesen einen erfolgreichen Einstieg bei Stihl in Prüm-Weinsheim und wünschte ihm viel Glück für seine Ausbildung. Alexander Wiesen durfte dann zusammen mit Gerhard Eder einen weiteren Holzstein auf der Ausbildungspyramide im Vorraum des Unternehmens befestigen.

Stihl in Prüm-Weinsheim hat seit Beginn vor etwas mehr als 40 Jahren 446 männliche und 54 weibliche Auszubildende eingestellt und zum Berufsabschluss geführt. Davon sind derzeit immer noch 213 Absolventen im Unternehmen beschäftigt, teilweise in Führungspositionen. Die Zahl der Ausbildungsberufe, in denen Stihl in Prüm-Weinsheim ausbildet, ist immer umfangreicher geworden. Dazu gehören heute Werkzeugmechaniker (289 seit Beginn), Industriemechaniker (115 seit Beginn), Energieelektroniker (6 seit Beginn), Maschinen- und Anlagenführer (4 seit Beginn), Mechatroniker (30 seit Beginn), Kaufleute (39 seit Beginn) und die Fachkräfte Lagerlogistik (2 seit Beginn). Dazu kommen weitere 14 Auszubildende, die mit und bei Stihl in Prüm-Weinsheim ein duales Studium absolvierten. Derzeit wird zusätzlich ein technischer Produktdesigner ausgebildet. Im Beruf des technischen Produktdesigners verbergen sich große Teile des früheren technischen Zeichners. Ab dem 01.08.2013 werden 14 neue Auszubildende bei Stihl in Prüm-Weinsheim ihre Ausbildung beginnen, darunter Alexander Wiesen. Insgesamt werden dann rund 45 Auszubildende in sieben unterschiedlichen Berufsbildern in Weinsheim auf ihre Beschäftigung in technisch oder kaufmännisch anspruchsvollen Berufen vorbereitet. Dass sich die Ausbildung bei Stihl lohnt, bewies vor wenigen Tagen die Übergabe der Abschlusszeugnisse an acht Azubis, die bei Stihl Magnesium Druckguss in Weinsheim ihre Ausbildung abschlossen. Die Absolventen waren: Michael Thürwächter, Dominic Jakobi, Christian Zapp, Lukas Heinz, Fabian Gansen, Marina Bielen (Industriemechaniker), Martin Nosbüsch und David Reyer (Mechatroniker). Sie wurden von den Ausbildern Horst Kootz, Albert Klasen und Edmund Thiex zur Zeugnisübergabe begleitet. Stihl hat alle Absolventen in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.


16

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

ratgeber

Mitarbeiter bei voller Bezahlung von der Arbeit freistellen… Geht das eigentlich so einfach?

W

ürde man samstags Passanten in der Fußgängerzone befragen, hätten die meisten von ihnen spontan wahrscheinlich nichts dagegen, nicht arbeiten zu müssen, aber ihr volles Gehalt zu bekommen.

Foto: Rainer Langer, Trier

Wer aber von einer solchen Situation tatsächlich betroffen ist, sieht das womöglich ganz anders. Beschäftigung ist (wenn man einen Moment nachdenkt und ehrlich zu sich ist) eben doch mehr als nur Broterwerb. Ausgehalten zu werden, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen, nagt auf Dauer am Selbstwertgefühl. Eben deshalb haben Arbeitnehmer grundsätzlich nicht nur einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Entgelts, sondern auch darauf, dass sie vom Arbeitgeber tatsächlich vertragsgemäß beschäftigt werden. Von Assessor Ulrich Pieper, vem.die arbeitgeber

Dieser Grundsatz gilt allerdings nur im ungekündigten Arbeitsverhältnis. Ist das Arbeitsverhältnis (von welcher Seite auch immer) gekündigt, fragt sich das Unternehmen häufig zu Recht, ob es überhaupt Sinn macht, den Mitarbeiter noch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist weiter zu beschäftigen. Mit seiner Motivation ist es häufig nicht mehr weit her, vielleicht ist sogar zu befürchten, dass er mehr Schaden anrichtet, als seine Arbeitsleistung wert ist. Daher überwiegt in aller Regel im gekündigten Arbeitsverhältnis das Interesse des Unternehmens an einer Freistellung des Mitarbeiters dessen Interesse an einer tatsächlichen Beschäftigung. Die Frage in der Überschrift ist also einfach zu beantworten: Ja, aber nur im gekündigten Arbeitsverhältnis!

Unternehmen und Verbraucher unterschätzen SEPA-Folgen • Begleitgesetz zum europäischen Zahlungsraum verabschiedet • Zahlungsprozesse müssen angepasst werden • BITKOM-Leitfaden zur SEPA-Umstellung

D

er Hightech-Verband BITKOM weist Unternehmen und Verbraucher eindringlich auf die Folgen des Gesetzes zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum hin. So müssen ab 1. Februar 2014 elektronische Zahlungen durchgängig im neuen SEPA-Format abgewickelt werden. „Es ist fünf vor zwölf: Wer nicht rechtzeitig auf SEPA umstellt, dem droht die Zahlungsunfähigkeit“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Januar 2014 werden Überweisungen und ähnliche Transaktionen ausschließlich im neuen SEPA-Format ausgeführt. Überweisungen im alten Format werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Von der Umstellung betroffen sind sämtliche Abteilungen eines Unternehmens, die mit bargeldlosem Zahlungsverkehr zu tun haben: etwa IT,

Buchhaltung, Vertrieb, Einkauf oder die Personalabteilung. Nach dem Bundestag hat im März 2013 auch der Bundesrat das SEPA-Begleitgesetz verabschiedet. „Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt haben die Unternehmen Planungssicherheit für die Umstellung der Prozesse auf das SEPAFormat“, so Rohleder. Um Unternehmen bei der Umstellung ihrer internen Prozesse auf die neuen Regelungen zu unterstützen, hat der BITKOM einen SEPA-Leitfaden mit den wichtigsten Informationen zum neuen Verfahren veröffentlicht. Er ist kostenlos abrufbar unter: www.bitkom. org/files/documents/BITKOM_SEPA-Leitfaden.pdf. Rohleder: „Die meisten Unternehmen meinen, sie seien von SEPA nicht betroffen und bereiten sich bislang nicht auf die Umstellung vor.“ Nach einer aktuellen Umfrage der Deutschen Bundesbank

kennen drei Viertel (76 Prozent) aller Unternehmen nicht einmal den Begriff. Nur jedes zehnte Unternehmen weiß, worum es bei SEPA inhaltlich geht. Rohleder: „Die Bundesregierung sollte alle Betroffenen besser informieren, auch die Verbraucher.“ Für Privatpersonen werden Überweisungen ins Ausland viel einfacher. Allerdings kann kaum ein Bankkunde mit Begriffen wie BIC (die neue internationale Bankleitzahl) und IBAN (die neue internationale Kontonummer) etwas anfangen. Deutschland hinkt nach Angaben der Europäischen Zentralbank bei der Umstellung deutlich hinterher: Nur rund sieben Prozent aller Überweisungen von Verbrauchern und Unternehmen werden im neuen Format getätigt; in Finnland oder Slowenien sind es fast 100 Prozent.


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

17

Drahtesel statt Daimler?

N

ur selten zählen Fahrräder zum Fuhrpark von Unternehmen. Das könnte sich in Zukunft ändern. Denn rückwirkend ab 2012 werden Dienstfahrräder steuerlich genauso behandelt wie Dienstautos. Grundlage bildet ein neuer Steuererlass der Landesfinanzminister (Az. 3-S-233.4/187). Nach Ansicht der Wirtschaftskanzlei DHPG kann die Überlassung von Fahrrädern für Unternehmen eine interessante Option sein. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitergeber können profitieren. „Ob das Dienstfahrrad tatsächlich auch für Fahrten zum Kunden genutzt wird, spielt für die Finanzbehörden eine untergeordnete Rolle“, sagt Steuerberater Dr. Lutz Engelsing von der DHPG in Bonn. „Die Angestellten dürfen das Zweirad weitestgehend für private Zwecke nutzen.“ Im Gegenzug müssen sie ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Anders als beim Firmenwagen müssen Radpendler den gefahrenen Weg zur Arbeit jedoch nicht zusätzlich versteuern. Die finanzielle Mehrbelastung hält sich für Arbeitnehmer in der Regel mit kaum mehr als 10 Euro pro Monat in Grenzen. Grundsätzlich sind sowohl der Kauf als auch das Leasing von Fahrrädern denkbar. Die Finanzierungskosten muss nicht unbedingt das Unternehmen schultern, Arbeitgeber und Arbeitnehmer können die Kosten auch untereinander aufteilen. Eine weitere Option: Mitarbeiter können ihr Dienstfahrrad komplett selbst finanzieren, indem sie es über das Unternehmen leasen. Die monatliche Leasingrate wird im Rahmen einer Gehaltsumwandlung direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Damit sinkt das Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers und er muss weniger Steuern zahlen. Aber: „Die Steuervorteile kompensieren den betriebsinternen Verwaltungsaufwand erst ab einem Anschaffungspreis von rund 1.500 Euro“, warnt DHPG-Berater Dr. Engelsing. Als Dienstfahrräder kommen deshalb insbesondere hochwertige Modelle in Frage (siehe Absatz „So sponsert der Fiskus Fahrräder“). Wenn Unternehmen alle Steuervorteile ausschöpfen, können Arbeitnehmer so erstklassige Bikes bis zu 40 Prozent unter dem Marktpreis erwerben. Für Arbeitgeber ist das Leasing von Dienstfahrrädern steuerneutral. Ungeachtet der Steuervorteile für Arbeitnehmer bietet ein Dienstfahrrad zudem vielfältige Anreize für Arbeitgeber. Kurze geschäftlich veranlasste Fahrten lassen sich per Rad oft schneller als mit dem Auto zurücklegen. Zeitraubende Verkehrsstaus und Parkplatzsuchen sind meist passé. Unternehmen können unter Umständen auch Pkw-Stellplätze einsparen und laufende Kosten senken. Obendrein demonstrieren Unternehmen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln Nachhaltigkeit und fördern die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. So sponsert der Fiskus Fahrräder

Der Fiskus macht keinen steuerlichen Unterschied mehr zwischen Autos und Fahrrädern. Dies erhöht den Anreiz für Unternehmen, ihren Mitarbeitern Zweiräder als Dienstfahrzeuge zu überlassen. 1. Welche Modelle eignen sich? Alltagsfahrräder taugen nicht zum Dienstfahrrad. Es kommen vor allem hochwertige Modelle in Betracht, wie E-Bikes, Pedelecs, Rennräder, Mountainbikes oder Falträder. Ab einem Bruttolistenpreis von rund 1.500 Euro lohnt es sich, über ein Dienstfahrrad nachzudenken. Je höher der Bruttolistenpreis des Rades ist, desto höher wirken sich die Steuervorteile für die Arbeitnehmer aus.

Foto: Ljupco Smokovski - Fotolia.com

2. Welche Kosten sind absetzbar? Neben den Anschaffungskosten findet auch Zubehör Berücksichtigung, wenn es fest mit dem Rad verbunden ist. Dazu zählt etwa ein eingebauter Tacho. Nicht berücksichtigt werden Gepäcktaschen, Ersatzreifen oder abnehmbare Schlösser. Auch eine spezielle Diebstahlversicherung wird steuerlich anerkannt. In die Leasingrate sind meist alle absetzbaren Positionen eingerechnet. 3. Was ist steuerlich zu beachten? Bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein Dienstrad gestellt, muss dieser den geldwerten Vorteil nur mit einem Prozent des Preises monatlich versteuern. Maßgeblich für die Besteuerung ist nicht der tatsächliche Kaufpreis, sondern der Bruttolistenpreis des Herstellers. Die Freigrenze für Sachbezüge von monatlich 44 Euro darf nicht in Anspruch genommen werden. Wie sehen Sie das, liebe Leser/innen? Sind Dienstfahrräder eine Option für Sie? E-Mail: dasmagazin@vem.diearbeitgeber.de


18

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

ratgeber

M

aike Köhler hat heute ihren großen Auftritt: Auf einem Kongress in Bonn hält sie einen Vortrag über ihren rasanten Aufstieg in eine Führungsposition bei einem großen Konzern. Ihre Unterlagen sind perfekt aufbereitet, der zeitliche Ablauf ist geregelt, Köhler beherrscht ihr Thema und betritt die Bühne. Jetzt ist wichtig, dass das, was Köhler zu sagen hat, auch wirklich bei den Zuhörern ankommt. Dabei zählen nicht nur Zahlen, Daten und Fakten. „Entscheidend für einen gelungenen Auftritt sind Stimme, Sprechweise und Körpersprache“ – sagt die Kommunikationsexpertin Anne Weller. Diese wichtigen Aspekte werden viel zu häufig vernachlässigt: „Wichtig ist doch, dass meine Unterlagen in Ordnung sind“, „Hauptsache, die Zahlen sind richtig aufbereitet“, „Ich kenne die Inhalte in- und auswendig, das ist entscheidend.“ – diese Aussagen hört Weller immer wieder in Kundengesprächen. Doch wem hören Menschen lieber zu – dem hektischen Redner mit der hohen Piepstimme oder dem ruhigen Redner mit der warmen Altstimme? „Mich ziehen Menschen nicht nur mit dem Inhalt in ihren Bann. Es ist viel mehr die Art und Weise, wie sie sprechen und mich mit einer wohlklingenden Stimme, einer deutlichen Sprechweise und einer natürlichen Körpersprache begeistern.“ erzählt Weller. Ein Mensch, der nicht zu verstehen ist, weil er mit zusammengebissenen Zähnen, ohne Punkt und Komma und mit einer unnatürlichen Körpersprache redet, strahlt kaum Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft aus. Und dabei spielt es keine Rolle, um welche „Redebühne“ es sich handelt: Das kann eine Vortragsbühne sein. Das kann das Besprechungszimmer beim Chef sein. Das kann das Büro beim Kunden sein. Klar und deutlich zu formulieren, ist entscheidend, wenn Menschen den eigenen Standpunkt im Gespräch sachlich, engagiert und überzeugend vertreten wollen.

Von Anne Weller Foto: Privat

Begeistern Sie Ihre Zuhörer und Gesprächspartner mit einer deutlichen Aussprache!

zur person: Anne Weller ist ausgebildete Sprech- und Kommunikationstrainerin. In ihren Einzel- und Firmentrainings, Workshops und Vorträgen zeigt sie Menschen aus allen Berufsfeldern, Unternehmensbereichen und -ebenen, wie sie im beruflichen Alltag ihre kommunikative und fachliche Kompetenz für einen gewinnenden und authentischen Auftritt miteinander verbinden können.

Weller begleitet ihre Kundinnen und Kunden häufig bei deren Auftritten, indem sie zu den einzelnen Veranstaltungen mitfährt und sich den Auftritt, die Rede, den Vortrag, das Verkaufsgespräch sozusagen im „Live-Betrieb“ anhört und anschaut. Während des Auftritts analysiert die Expertin für das gesprochene Wort Stimme, Sprechweise und Auftreten ihrer Kunden. Dazu das Verhalten der Zuhörer. Sie gibt dann direktes Feedback und stimmt weitere Trainingsmaßnahmen mit ihrem Klienten ab. Anne Weller weiß: „Stimm- und Sprechtraining ist ein „Must-have“ für alle Menschen, die in ihrer Position andere Menschen nicht nur fachlich, sondern auch wirkungsvoll begeistern und überzeugen wollen.“ Ein Tipp von Anne Weller für ein deutliches Sprechen: Klemmen Sie sich einen Korken zwischen die Vorderzähne. Das kann ein Plastik-Sektkorken oder ein Kunststoff-Weinkorken sein. Nehmen Sie sich eine Zeitung, ein Buch oder eine Zeitschrift und lesen Sie circa zwei Minuten einen Text langsam, laut und sehr betont vor. Formulieren Sie dabei so deutlich, dass ein Zuhörer und auch Sie selbst den Text gut verstehen können. Diese Übung bringt Deutlichkeit in Ihre Sprechweise. Ihre Stimme wird klarer und lauter, weil der Mund beim Sprechen mit dem Korken in einer optimalen Kieferöffnung bleibt. Üben Sie regelmäßig mit dem Korken, am besten jeden Tag. Auf jeden Fall immer dann, bevor Sie in ein wichtiges Gespräch gehen.


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

vem.die akademie /// seminar Die Weiterbildungseinrichtung des vem.die  arbeitgeber, die vem.die  akademie GmbH veranstaltet am 11. Juni in Mainz ein Stimmbildungsseminar mit Anne Weller als Referentin. Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an weibliche Führungskräfte.

Raus mit der Stimme jetzt wird‘s deutlich Inhalt » Bestandsaufnahme der Sprechstimme » Atemtechnik für eine leistungsfähige Stimme & Sprechweise » Stimmtonlage & Betonung » Auf Punkt sprechen & Pausen setzen » Körpersprache & Präsenz » Wellness für die Stimme – Tipps für eine gute Stimmpflege » Methoden » Lehrgespräch, Trainerpräsentation, Übungen Zielgruppe Geschäftsführerinnen, Vertriebs­­leiter­innen, Projektleiterinnen, Teamleiterinnen, weibliche Fach- und Führungskräfte Dauer 1 Tag Termin und Ort 11.06.2013 in Koblenz Teilnehmerzahl max. 12 Personen Ihre Trainerin Anne Weller Ihre Investition: 260,00 € 220,00 € für Mitglieder des vem.die arbeitgeber (jeweils zzgl. MwSt) Das Anmeldeformular als PDF finden Sie hier: http://bit.ly/ZQ7yBU

19

Krankheit im Urlaub – was ist zu beachten? Ass. jur. Eva Kristina Marx, vem.die  arbeitgeber

Foto: Rainer Langer, Trier

D

ie Sommerferien stehen vor der Tür. Viele Arbeitnehmer nehmen Urlaub und freuen sich darauf, gerade diese freie Zeit zu Hause oder auf Reisen unbeschwert genießen zu können. Doch was geschieht, wenn die „schönsten Wochen des Jahres“ dadurch beeinträchtigt werden, dass der Arbeitnehmer während des Urlaubs erkrankt? Für diesen Fall ist gesetzlich geregelt, dass die davon betroffenen Urlaubstage grundsätzlich nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden. Dies gilt jedoch nur, soweit die Arbeitsunfähigkeit durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen wird. Bei einer Erkrankung im Urlaub sollte sich der Arbeitnehmer also möglichst bereits am ersten Tag ärztlicherseits untersuchen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Dabei ist zu beachten, dass nur eine solche Erkrankung Berücksichtigung findet, die ausdrücklich auch zur Arbeitsunfähigkeit führt. Auf diese Weise wird erreicht, dass die betreffenden Urlaubstage dem Urlaubsanspruch wieder hinzugerechnet werden und unter Beachtung der dafür maßgeblichen Vorgaben nachzugewähren sind. Durch die „ausgefallenen“ Urlaubstage tritt aber keine automatische Verlängerung des aktuellen Urlaubs ein. Der Arbeitnehmer darf den Urlaub auch nicht eigenmächtig verlängern. Das ursprünglich vorgesehene Urlaubs­ ende bleibt also maßgeblich und der Arbeitnehmer muss die Arbeit plangemäß wieder aufnehmen, wenn nichts anderes mit dem Arbeitgeber vereinbart wird. Auch bei einer während des Urlaubs eintretenden Arbeitsunfähigkeit hat der Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Er ist verpflichtet, den ihm obliegenden Anzeige- und Nachweispflichten nachzukommen. Demnach hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Der Arbeitgeber muss hierfür also im Regelfall am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit so frühzeitig wie möglich, gegebenenfalls auch schon vor Dienstbeginn, mündlich oder schriftlich informiert werden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage an, hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen, wobei der Arbeitgeber berechtigt ist, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung gegebenenfalls auch früher zu verlangen. Tritt die Arbeitsunfähigkeit nicht im Inland, sondern etwa während der Urlaubsreise im Ausland ein, hat der Arbeitnehmer noch weitergehende Anzeigepflichten zu beachten. Er ist in diesem Fall verpflichtet, dem Arbeitgeber nicht nur die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer, sondern auch die genaue Adresse am Aufenthaltsort in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung, also am besten telefonisch, per E-Mail oder per Telefax, mitzuteilen. Die Kosten hierfür trägt der Arbeitgeber. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, ist er außerdem verpflichtet, auch diese über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer zu informieren. Kehrt der Arbeitnehmer ins Inland zurück, muss er seine Rückkehr sowohl dem Arbeitgeber als auch seiner Krankenkasse unverzüglich anzeigen. Darüber hinaus ist der Arbeitnehmer verpflichtet, auch bei einer Erkrankung im Ausland seine Arbeitsunfähigkeit durch eine entsprechende ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Diese muss erkennen lassen, dass im Hinblick auf die ausgeübte Arbeitstätigkeit Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Bei Erkrankungen innerhalb der europäischen Union gilt ein besonderes Informationsverfahren. Der Arbeitnehmer legt demnach die entsprechenden Bescheinigungen dem ausländischen Sozialversicherungsträger vor, der dann die zuständige deutsche Krankenkasse über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer informiert. Diese wiederum benachrichtigt den Arbeitgeber darüber. Dieses Verfahren ist auch beim Aufenthalt in bestimmten Staaten außerhalb der Europäischen Union anzuwenden, mit denen Deutschland entsprechende Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Dazu zählen beispielsweise die Schweiz und die Türkei. Arbeitnehmer sollten sich vor Antritt einer Auslandsreise entsprechend informieren und können dazu bei ihrer Krankenkasse Merkblätter anfordern, aus denen sich die in den einzelnen Staaten unterschiedlichen Formalien für das Verfahren über Anzeige, Nachweis und gegebenenfalls Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit ergeben.


ratgeber

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

Foto: Monkey Business - Fotolia.com

20

VBG informiert zu R ahmenbedingungen der Arbei t im Homeoff ice

Telearbeit erfolgreich gestalten

I

mmer mehr Unternehmen setzen auf Telearbeit, um ihren Beschäftigten eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeiten zu ermöglichen. Welche Rahmenbedingungen bei der Einrichtung und Nutzung eines Telearbeitsplatzes zu berücksichtigen sind, darüber berichtet der aktuelle Sicherheitsreport, das Mitgliedermagazin der VBG. Er ist online ab 26. April 2013 unter www.vbg.de/sicherheitsreport abrufbar. Wichtige Aspekte, die vor einem Wechsel in Telearbeit bedacht werden müssen, sind die konkrete arbeitsvertragliche Gestaltung des Homeoffice sowie Fragen rund um Kostenerstattungen durch den Arbeitgeber und die Haftung des Telearbeitnehmers. „Der Arbeitgeber garantiert sichere und gesunde Arbeitsverhältnisse – auch am Telearbeitsplatz“, betont Dr. Peter Schäfer, Präventionsexperte der VBG. „Wir empfehlen daher, wichtige Rahmenbedingungen für Arbeitssicherheit, Datenschutz und ein Zutrittsrecht in einer Betriebsvereinbarung festzuhalten.“ Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht für Telearbeitnehmer im häuslichen Arbeitsbereich – zum Beispiel, wenn man im Arbeitszimmer oder am festen Arbeitsplatz über das Druckerkabel stolpert.

Weitere Informationen rund um das Thema Arbeiten im Home­office liefert die Infobroschüre „Telearbeit – Gesundheit, Gestaltung, Recht“ (www.vbg.de, Suchwort: „Telearbeit“).

vem.das magazin /// hintergrund Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit rund 34 Millionen Versicherungsverhältnissen in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, Patienten in stationärer Behandlung und Rehabilitanden, Lernende in berufsbildenden Einrichtungen und bürgerschaftlich Engagierte. Zur VBG zählen über eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen. Weitere Informationen: www.vbg.de


21

Foto: BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH

Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

Statische und Stückgut- und Palettenregale eignen sich hervorragend zur Einrichtung von Logistikzentren.

für einen optimalen Materialfluss Bito zeigt auf der transport logistic umfassende Kompetenz als Komplett­ ausstatter in der Lagertechnik

A

uf der Messe „transport logistic 2013“ (4. bis 7. Juni, München) legt die Bito-Lagertechnik einen besonderen Schwerpunkt auf ihre Kompetenz als Komplettausstatter. Damit können Unternehmen ihre Materialflüsse in der Produktion, im Lager und in der Transportlogistik erheblich optimieren. Diese erhalten alles aus einer Hand – sowohl für kleinere Lagereinrichtungs- als auch für systemübergreifende, große Intralogistikprojekte. Als Regalspezialist rüstet Bito Unternehmen mit Fachbodenund Palettenregalen, mit Durchlaufregalen für Paletten und Stückgut aber auch mit intelligent gesteuerten Schwerlastregalen wie verfahrbaren Regalsystemen aus. Als Behälterspezialist liefert Bito vom kleinen Sichtlagerkasten über Kleinladungsträger, den neuen C-Teile-Behälter sowie Mehrweg- und Eurostapelbehältersysteme bis hin zu Groß- und Schwerlastbehältern aus Kunststoff die komplette Bandbreite. Sie finden BITO-Lagertechnik in Halle B1 / Stand 309

vem.das magazin /// hintergrund

BITO mit Hauptsitz in Meisenheim (Rheinland-Pfalz) ist auf Lager- und Betriebseinrichtungen sowie auf Kommissioniertechnik spezialisiert. Das Unternehmen bietet Regale und Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen und Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör für sämtliche Branchen. Die Kunden erhalten selbst entwickelte und hergestellte Standardprodukte und projektspezifische Lösungen aus einer Hand. Das mittelständische Unternehmen hat Fertigungswerke in Deutschland und ein Joint Venture mit Produktion in Indien. 14 Tochtergesellschaften in West- und Osteuropa sowie eine Tochtergesellschaft in Dubai gehören zur BITO-Gruppe. Dazu kommen weitere Vertriebsniederlassungen weltweit. 850 Beschäftigte erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von 175 Millionen Euro.


gesamtmetall

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

Foto: Gesamtmetall

22

wir sind das

HERZ der wirtschaft S

eit dem 1. Mai sind die Unternehmen der M+E-Industrie mit der neuen Internetseite www.herz-der-wirtschaft.de am Start. Die Seite präsentiert Reportagen, Portraits und Zahlen aus der M+E-Industrie: Ein Hauptschüler, der den Sprung in die Ausbildung geschafft hat, ein Unternehmen, das in Mekka Turmuhren errichtet, der Bau einer neuen Schutzhülle für Tschernobyl, eine Spitzeningenieurin bei Airbus und vieles mehr. Die Seite richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. In den Rubriken „Zahl der Woche“ und „Unser Standort“ gibt es aktuelle Daten aus der M+E-Industrie. Für Technikinteressierte und Neugierige bieten die Reportagen zusammen mit spektakulären Fotos aus unseren Unternehmen einen ersten Einblick in die M+E-Welt. Zum Start sind auch zwei Reportagen von Mitgliedern des vem.die  arbeitgeber mit dabei: Kalzip aus Koblenz baut die neue Schutzhülle für Tschernobyl: www.herz-der-wirtschaft.de/#meine-herausforderung/ rettung-fuer-tschernobyl Georg-Maschinentechnik aus Neitersen reserviert Ausbildungsplätze für schlechte Schüler: www.herz-der-wirtschaft.de/ #meine-herausforderung/weltmarktfuehrer-im-westerwald

vem.das magazin /// hintergrund

1.000 Milliarden Euro Umsatz Mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Belgien, Schweden, Dänemark und Luxemburg zusammen! 1.000 Milliarden Euro – so viel Umsatz haben die Unternehmen der deutschen Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2012 erwirtschaftet. Das ist mehr als das zusammengerechnete jährliche Bruttoinlandsprodukt von Belgien, Schweden, Dänemark und Luxemburg. Kein anderer Industriezweig hat einen vergleichbar hohen Anteil an Wirtschaftsleistung, Steueraufkommen und den Sozialversicherungsbeiträgen in Deutschland.

Wir sind Deutschlands Schlüsselindustrie. Wir sind das Herz der Wirtschaft.


Führungskräftemagazin des vem.die arbeitgeber

23

vem.das magazin /// veranstaltungen Kostenlose Veranstaltungen

AUG

JUN

25.06.2013

29.08.2013

Kompaktseminar Arbeitsrecht an einem Tag Assessor jur. Stephan Taugs

Personalleitersitzung Bezirk Trier Assessor jur. Ulrich Pieper

Weitere Informationen zu unseren kostenlosen Veran­staltungen erhalten Sie beim vem.die  arbeitgeber, Tel. 0261 40406-0 oder direkt bei den genannten Ansprechpartnern.

Kostenpflichtige Veranstaltungen

JUN

06.06.2013 Erfolgreiche Kommunikation Birgit Giesert

11.06.2013

JUL

02.07.2013 After-Work-Learning Persönlichkeit – Wie ich mich selbst sehe und wie ich auf andere wirke Dr. Katrin Keller

Raus mit der Stimme Anne Weller

17.06.2013 und 18.06.2013 Kundengespräche am Telefon erfolgreich führen

AUG

01., 02. und 23.08.2013 Frauen führen anders Kim Hiller und Dr. Katrin Keller

Dipl.-Ing./REFA-Ing. Rainer Schleidt 26.08.2013 18.06.2013 Führungsethik – Sich selbst und andere gut führen Dr. Gabriele Wolff

20.06.2013 Topfit trotz Stress Dr. Christiane Mörsel-Zimmermann

Finanzkommunikation Winfried Steffens Weitere Informationen zu unseren kosten­pflichtigen Veranstaltungen erhalten Sie bei vem.die  akademie GmbH, Tel. 0261 9522560-52 oder direkt bei den genannten Ansprechpartnern.

25.06.2013 Kommunikation – Grundlage sachgerechter Zusammenarbeit

25.06.2013 und 26.06.2013 Grundlagen der Mitarbeiterführung Norbert Schmidt

Foto: akf - Fotolia.com

Dr. Gabriele Wolff


Oliver Gassmann & Sascha Friesike

Ikujiro Nonaka, Hirotaka Takeutchi

Dan Roam

Steffan Heuer, Pernille Tranberg

33 Erfolgsprinzipien der Innovation

Die Organisation des Wissens

Bla Bla Bla

Mich kriegt ihr nicht!

Die besten Prinzipien, um erfolgreich zu sein.

Wie japanische Unternehmen eine brachliegende Ressource nutzbar machen.

Spannende Geschichten mit Illustrationen erzählt.

Gebrauchsanweisung zur digitalen Selbstverteidigung.

288 Seiten................. 19,90 €

320 Seiten.................. 58,00 €

359 Seiten.................. 22,00 €

238 Seiten................... 16,90 €

ISBN 978-3-446-43042-6 Carl Hanser Verlag, München

ISBN 978-3-593-39631-6 Campus Verlag, Frankfurt

ISBN 978-3-86881-334-0 Redline Verlag, München

ISBN 978-3-86774-243-6 Murmann Verlag, Hamburg

Jochem Kießling-Sonntag

Susanne Watzke-Otte

Kubis/Leber/Müller/Stegmaier

Claudia Hupprich

Pocket Business: Zielvereinbarungs­ gespräche führen

Pocket Business: Selbstmanagement

Der Arbeitskräftebedarf in Deutschland 2006 bis 2011

Wusel-Management

Arbeitsleistungen sachbezogen und partnerschaftlich vereinbaren.

Wie Sie mit Ihrer Arbeit und Ihrem Leben besser zurechtkommen.

Nachfrage, Rekrutierungsprozesse und Engpässe aus Sicht der Betriebe.

Wie Sie Selbstsabotage vermeiden und den inneren Kritiker für sich gewinnen.

126 Seiten.................... 6,99 €

127 Seiten.................... 6,99 €

95 Seiten.................... 26,90 €

214 Seiten................... 24,80 €

ISBN 978-3-411-87126-1 Cornelsen Scriptor, Berlin

ISBN 978-3-411-87127-8 Cornelsen Scriptor, Berlin

ISBN 978-3-7639-4065-3 W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld

ISBN 978-3-86980-205-3 BusinessVillage, Göttingen

Fragen, Anregungen, Kritik? vem.die arbeitgeber , Industrie- und Dienstleistungsverband Rheinland-Rheinhessen e.V.

Montage (8): zweipunktnull

vem.das magazin /// ausgabe: mai 2013

buchtipps

Karikatur: Luff

24

Postanschrift: Postfach 30 08 03 · 56029 Koblenz Hausanschrift: Ferdinand-Sauerbruch-Straße 9 · 56073 Koblenz

E-Mail: dasmagazin@vem.diearbeitgeber.de

mit spitzer feder

Telefon: 0261 40406-33 Telefax: 0261 40406-26

vem.dasmagazin ausgabe mai/2013  

Mitgliedermagazin des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber (www.vem.diearbeitgeber.de)

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you