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18 → reisetipps

Hinkommen Mit dem Flugzeug Air Berlin fliegt dreimal pro Woche direkt ab ­Zürich nach Teneriffa, einmal pro Woche ab Basel. Die Airline ist die Nachfolgegesellschaft der Belair, darum sind Schweizer-Crews an Bord. Die Sitzreihen sind eng bestuhlt. Preis rund 700 Franken.

Reisen

www.blickamabend.ch

Heisse Reifen auf der Insel

www.airberlin.com

Wohnen Süd oder Nord? Wer es landschaftlich karg, touristisch und warm liebt, wohnt im Süden in Los Cristianos. Wer es grün liebt und regenfest ist, wohnt im Norden bei Puerto de la Cruz. Aber eigentlich ists egal, denn mit dem Auto sind alle Orte auf der Insel in einer Stunde erreichbar.

mietauto Gibts am Flughafen Teneriffa ohne Auto ist verschenkte Zeit. Am Flughafen stehen zig ­Vermietungen parat, ­beispielsweise Cicar. www.cicar.com

Biken Touren & Park Der Deutsche Ralf ­Petrovskis bikt wie ein kanarischer Inselgott und bietet auf Teneriffa seit neun Jahren Touren an – von easy bis krass. Preis: 50 bis 80 Franken pro Tag. Er hilft auch bei der Unterkunftssuche. www.mtb-active.com Tel: +34 656406264

Der Spanier Zeno Zrenner (spricht deutsch) baute im Norden der ­Insel einen lässigen Bikepark – von Freitag bis Sonntag offen. Tickets kosten 30 Franken. www.bikeparktenerife.com

Vulkan El Teide (3718m) Einmal auf dem Gipfel des El Teide stehen ist ein Muss. Rauf gehts entweder per Gondelbahn oder zu Fuss.

paradies → Statt sich hier die

Füsse ­abzufrieren, überwintern ­Schweizer Biker auf Teneriffa. thomas.benkö @ringier.ch

V

on deutschen Rentnern kann man lernen. Die wissen schon lange, dass die Kanaren im Winter der einzige warme Fleck Europas sind. Jetzt sind auch die Mountainbiker auf den ­Geschmack gekommen: Teneriffa lockt sie. «Klar, als grösste Kanaren-Insel bietet Teneriffa auch die grösste Abwechslung», sagt Bike­ guide Ralf Petrovskis. Seit neun Jahren bietet der Deutsche auf der Insel Touren an. «Von Cross-Country bis zu Free­riden und Downhillen ist alles möglich.»

Karg und trocken im Süden, üppig und feucht im Norden. Hier schwarze Lava, dort rote Erde. Unten Kakteen, oben Kiefern. Dazu dramatische Atlantikküsten mit tollen Surfwellen, flache Sandstrände und der 3718 Meter hohe El Teide – Spaniens höchster Berg.

Lokale Szene wächst

Praktisch alle paar Kilometer ändert sich die Landschaft komplett und präsentiert ein völlig anderes Biketerrain. Und das ist jetzt kein PR-Gefasel – der Autor und seine Bikekollegen vom

Team-Endorphin waren ren da. Da klappt sogar das schon x-mal auf der Insel. Flicken hydraulischer ScheiDas einzige Problem am Bi- benbremsen. ken auf Teneriffa ist das FinAch ja, und noch etwas den der Trails – jedenfalls sollte der Teneriffa-Neuling für Erstbesucher. Darum wissen: «Eigentlich ist das lohnt es sich, anfangs in ei- Biken auf Wanderwegen vernen Bikeguiboten; Spanien de wie Ralf Jetzt entstehen halt», sagt Ralf. zu investie«Die Naturerste offizielle schutzbehörde ren. «Ich Bike-Trails. musste die stellt sich Wege auch manchmal quer, erst mit den Einheimischen die Tourismusbehörde ist erkunden», erzählt er. aber voll auf ­unserer Seite.» Ja, richtig gelesen. Es Noch dieses Jahr sollen gibt eine lokale Bikeszene. die ersten vier offiziellen «Am Wochenende kommt Trails entstehen und aus­ es nicht selten vor, dass 50 geschildert sein. So eng Locals mit ihren Bikes am müsse man aber alles nicht Busbahnhof stehen und auf sehen, meint Ralf. «Manchden Berg wollen», sagt Ralf. mal setzt es eine VerwarUnd weil es eine Szene hat, nung, ich kenne jedoch sind auch genügend Velo- ­niemanden, der eine Busse mechaniker für Reparatu- hätte zahlen müssen.» 


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Mittwoch,  25.  Februar  2009

→ STREETSTYLE

«Wo ist der Weg» Team-EndorphinBiker Pippo Ternigg über der Costa Adeje.

mit Tina Weiss

Was tragen Sie heute? Cap: Von Esperantos 

60 Fr.

T-Shirt: Von Esperantos

50 Fr.

Kette: Von H&M. Ein Geschenk von einer Kollegin. Jacke: Von Paranoia in Luzern.  400 Fr. Fotos: Thomas Benkoe, Team Endorphin

Hose: Von Esperantos  Schuhe: Von Circa

70 Fr. 120 Fr.

Total Fr.

700.–

Mike (18) Beruf: KV- Lehrling Wohnort: Zug Meine grösste Modesünde: «Ein schwarz-weisser Emo-Pulli.» Knirsch, knirsch Autor Thomas Benkö auf dem Lava-Trail. Anzeige

Grüne Hänge, blaues Meer Anaga-Gebirge im Norden.

Mein Fashiontraum: «Eine violette Mütze von Hä?» Shoppingtipp: «Paranoia.» Mein Lieblingslabel: «Hä?»

Fotografiert in der Bahnhofstrasse in Zürich. Alle Streetstyles unter www.blickamabend.ch

Heisse Reifen auf der Insel  

Biken auf Teneriffa (25. Februar 2009, "Blick am Abend")

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