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Ausgabe 04/10 Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Bayern


IMPRESSUM 3 Impressum

KIM Kommentare, Informationen, Meinungen KIM ist die Landeszeitschrift des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Bayern Verlag VCP Bayern e.V. 90212 Nürnberg Postfach 45 01 31 Tel.: 0911 4304-264 Fax: 0911 4304-234 E-Mail: bayern@vcp.de Internet: www.bayern.vcp.de Mitarbeiter dieser Ausgabe Janosch Kanitz, Verena Reininger, Daniela Meinert, Edith Wendler Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Endredaktion und presserechtlich verantwortlich: Edith Wendler Gestaltung, Layout: Daniela Polzin KIM erscheint vierteljährlich einmal. Bezugspreis EUR 1,00 (für Mitglieder im Monatsbeitrag enthalten) Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe 01/2011: 15. Februar 2011 Druck: www.druckgenie.de Bildnachweis: S. 1: Barbara Zoller S. 2: Daniela Meinert S. 4–6: Kevin Schwarzer S. 7: Nicole Schweiger S. 8: Günther Gebsattel S. 9: Claudia Gnugesser S. 10: Barbara Zoller S. 11: Philipp Ottel S. 12: Daniela Meinert, Stamm Kelten S. 13: Joey Scheumann, Miriam Boas S. 14: Tobias Flötemann S. 15: Julia Dressel, jew. Trupps S. 16: Johanna Scheumann S. 17: kirchentag.de, Melanie Herzog S. 18–19: Bucher Berg Staff 2009, Roman Heimhuber, Barbara Zoller und Andreas Hümmer S. 20: VCP Bayern, Hanser-Verlag, Mara Wolff S. 21-22: VCP Bayern S. 23: St. Kelten, Roman Heimhuber S. 24: Fam. Hedrich, Fam. Kohlheim, MTA 62

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Impressum - Impressum - Inhaltsverzeichnis - Liebe Leserinnen und Leser

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Thema - Pfadfindertechnik - Pfadfindertechnik von A bis Z

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Thema - Warum Knoten …? Notizen aus der Provinz - Der Mörder ist nicht immer der Gärtner Notizen aus der Provinz - Opossum trifft Elch! Notizen aus der Provinz - Pfadfinderfreizeit in Umax - Zwei kontrastreiche Wochen in Finnland

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Notizen aus der Provinz - Uralte Prophezeiungen und frisch geschlüpfte Drachen

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Notizen aus der Provinz - Region Mitte jagt Mr. X im Kletterwald - Wir gehen in die Pilze!

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Notizen aus der Provinz - Mission Orion 5, WiWö 3010 - Passauer Stamm "Kelten" feiert 10jähriges Jubiläum

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Liebe Leserinnen und Leser, das war es nun so langsam mit dem Jahr v2010. In der für dieses Jahr letzten Ausgabe der KIM findet Ihr so einiges, was in den vergangenen Monaten so los war, wieder. Großfahrten, Kriminalfälle, Lager, Jubiläen, Workshops und Schulungen, Vorbereitungen auf große Ereignisse, wie das Jamboree oder das Landeslager und, und, und. Auch der Schulungskalender, der in der Herbstausgabe bereits vermisst wurde, ist mit dabei – und zeigt Euch nicht nur, wann welche Schulungen geplant sind, sonder auch, was es sonst so an Terminen im Land Bayern gibt. Zumindest, was bis zum Redaktionsschluss bekannt war. Und da in der Weihnachtszeit bekanntlich Dinge wie (Kerzen)Feuer, Basteln, Sterne, Traditionen und Natur besonders im Trend sind, haben wir uns für diese KIM ein Thema ausgesucht, das mit all dem zu tun hat: die Pfadfindertechnik. Wer also schon immer einmal wissen wollte, was es denn damit nun auf sich hat, ob diese Technikgeschichten nur

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Bayern intern - Open Mind – Toleranz leben - Die Tage der Narren Bayern intern - FT "Erste Hilfe" vom 17.–19.09.10 - FT "Wohlfühlen in Körper, …" - FT präsentiert … Bayern intern - Futtern für die Ferne Bayern intern - Der Blick in die Zukunft! Bayern intern - … da wird auch dein Herz sein! - Bayern sucht dich! - Leserbrief Bayern intern - Bewerbung für Staff-Mitarbeiter/innen am Bucher Berg Bayern intern - Herbst-Netzwerktreffen - Christian Schmidt's Buchtipp - Frag Dr. LaVo Bayern intern - Die Schulungs-Anmeldekarten Very Crazy Page - Finde die Fehler! - Sprechblasenbild Personen, Termine - Personen - Termine

etwas für die ganz Harten unter den Pfadis sind, und was sich denn alles hinter diesem Sammelbegriff verbirgt, wird auf den ersten Seiten sicherlich die eine oder andere Antwort finden. In dem Zusammenhang vielleicht ein Wort zu unserem Titelbild … Das Lagertor ist dieses Jahr an Pfingsten entstanden – und zwar innerhalb von nur einer halben Stunde! Eine Hand voll Jungpfadfinder aus dem Stamm Franken hat sich der Herausforderung gestellt und bewiesen, dass schnell und gut kein Widerspruch ist. Ganz nach dem Motto „Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das!“ Die KIM Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Schmökern, Blättern und Entdecken – und natürlich ein wunderschönes, besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest! Wir freuen uns auf vier neue KIM-Ausgaben mit und von Euch im kommenden Jahr. euer KIM Redaktionsteam


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einfaches Plumpsklo. Mehrere, geschälte Holzbalken werden hierfür über eine ausgehobene Grube gebaut um darauf Platz zu nehmen und sein Geschäft zu verichten. Heute aus Umweltschutz- und Hygienegründen sehr selten. Wurde auf Pfadfinderlagern vom „Dixi“ abgelöst. E Erste Hilfe Gemeint ist die medizinische Erste-Hilfe. Sie umfasst Lebendrettende Sofortmaßnahmen (Seitenlage, Wiederbelebung, Blutstillung). Aber auch das richtige Aufkleben von Pflastern sowie einfache Maßnahmen bei ungefährlicheren Erkrankungen. Besonders auf Fahrt und Lager sollten meherer Pfadis in Erster Hilfe ausgebildet sein um im Notfall helfen zu können. Alle GruppenleiterInnen des VCP sollten einen Erste-Hilfe Kurs besucht haben. F Fahnenmast Holzstange zum Aufziehen der Fahne. Bei den Pfadfindern wird hier das Stammes-, Regions- oder Landesbanner gehisst. Bei größeren Lagern auch die Fahnen des VCP oder der Weltverbände. G Geheimschrift Umfasst verschiedenste Techniken zur Verschlüsselung von Nachrichten. Hierzu zählen komplexe Kodes ebenso wie unsichtbare Tinten etc. H Hordentopf Großer Topf zum Kochen für Gruppen. Wird häufig auf Sippenfahrten und Lagern verwendet. Manchmal auch als Hordenpott HoPo im Sprachgebrauch. Um Gewicht zu sparen sind die meisten Hordentöpfe aus Aluminium. I Isomatte „Isoliermatte“ - Schlafunterlage um vor Feuchtigkeit und Kälte zu schützen. Unverzichtbare Ausrüstung auf Fahrt und Lager. Isomatten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Normalerweise aus Schaumstoff oder mit Luft gefüllt. Nicht zu verwechseln mit einer Luftmatratze die als Schwimmhilfe dient und zum darauf Schlafen eher schlecht geignet ist.

J Jurtenburg Großkonstruktion aus vielen Zeltplanen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Durch die oft hohen Anbauten wird der Eindruck einer Burg geweckt. Einfache Jurtenburgen können schon aus einigen Kohten oder Jurten zusammen gebaut werden.

N Nadelbaum Verbreitete Baumgruppe in unseren Breiten. Im Unterschied zum Laubbaum ohne Blätter, sondern mit Nadeln. Bis auf die Lärche auch im Winter grün. Das Holz von Nadelbäumen ist sehr harzreich. Nadelholz raucht stärker als Laubholz, daher ist es für Lagerfeuer schlechter geeignet. Aufgrund des Harzes brennt es aber auch noch, wenn es etwas feucht ist. O Orientierung Die Fähigkeit den „richtigen Pfad“ zu finden. Hier kommen oft verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz. Dies können Karte und Kompass, natürliche Wegweiser oder GPS-Geräte sein. Auch ein etwas ausgeprägter angeborener Orientierungssinn kann PfadfinderInnen hier helfen.

+++ Kompass

K Kompass Einfaches Gerät zur Orientierung. Eine freidrehend aufgehängte, magnetische, Nadel weist in Richtung de s magnetis chen Nordpols der Erde – zeigt also Nordrichtung an. Um sich im Gelände zu orientieren, ist die Zuhilfenahme einer Topgrafischen Karte hilfreich. Wir heute oft durch elektronische Kompasse oder GPS-Geräte ersetzt. L Lagerbauten Alles, was Pfadfinder auf Lager und Fahrt bauen. Einige Beispiele sind Zelte, -> Fahnenmast, Sitzkreise etc. Um die Bauten nach dem Lager wieder einfach abbauen zu können werden vor allem Holz und Seil zum Bau verwendet. M Matsch Auch: Schmodder, Batz, Schlamm etc. Auf jedem regenreichen Lager ein ständiger Begleiter. Bei anhaltend feuchtem Wetter findet man ihn nahezu überall (Zelte, Gepäckstücke, Kleidung). Um die Auswirkungen zu lindern, können Reisig oder Hackschnitzel aufgebracht werden. Um sich und seine Kleidung zu „entmatschen“ bietet sich der Einsatz von Wasser, eventuell versetzt mit Renigungsmitteln, an.

+++ Raubvogel

R Raubvogel Auch Greifvogel. Zusammen sung verschiedener Arten größeren Vögeln, die am Him durch ihre Silhouette gut zu terscheiden sind. In Deutsch ist der Turmfalke die häufi Art.

S Sternbilder Verschieden Sternengruppen Himmel, die zur besseren terscheidung nach ihrer F benannt wurden. Sie wur bereits früh von Menschen Orientierung genutzt. Beka te Sternbilder am Nordhim sind der große und kleine Wa (auch großer und kleiner B Andromeda oder Orion.

+++ Petroleumlampe +++ Tierspuren

P Petroleumlampe Lichtquelle zur Beleuchtung von Zelten oder Räumen. Durch das Verbrennen von flüssigem Petroleum an einem Doch, wird Licht und Wärme erzeugt. Wird die Lampe unsachgemäß benutzt, kann es zur starken Rußbildung am Glas kommen. Dadurch wir die Lichausbeute veringert. Vorsicht! Der Umgang mit offenem Feuer will gelernt sein.

T Tierspuren „Fußabdrücke“ die von Tieren dem Boden hinterlassen wer Diese können benutzt wer um den Tieren zu folgen und se zu beobachten. Besonders sind diese erkennbar, wenn einen Gipsabdruck der Spur fertigt. Häufige Wildtierspu in Deutschland stammen Wildschweinen oder Rehen.

Q Quadratplane Form der Zeltplane. Standartmaß 165x165 cm. Wird verwendet um Jurten oder -> Jurtenburgen zu bauen. Der Zelltstoff (Baumwolle) wird wasserabweisend imprägniert. Eine umlaufende Knopfleiste ermöglicht die Kombination verschiedener Planen.

U Unterschlupf Pfadfinderisch auch Biwak ne notdürftige Behausung Schutz vor Regen, Sonne o Kälte. Besonders dann si voll, wenn man in der Si oder alleine unterwegs ist, kein Zelt mitnehmen möc Nach der Benutzung sollte


4 Thema

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Pfadfindertechnik Nur etwas was für Retrofreaks und Materialwarte?

Wenn es um die Pfadfindertechnik geht, scheiden sich die Geister. Die einen halten es für das Wichtigste in unserer Arbeit, und die anderen für ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Wozu denn noch Knoten, Feuerkunde und Karte und Kompass wenn es längst Klebeband, Heizpilze und GPS-Handys gibt? An dieser Stelle einmal einige mögliche Erklärungen:

Pfadfindertechnik als Allgemeinwissen Wer kennt das nicht? Schnell mal einen ordenlichen Knoten in eine Schnur machen, der auch hält, oder den Grill im Sommer anheizen. Hier hilft das Technikwis sen der P fadfinder im Freundeskreis fast immer weiter. Bei einem Ausflug verlaufen, das Handy streikt? Um die grobe Richtung zu finden, schnell mal auf eine Karte am Wegrand geschaut. Die erste eigene Wohnung oder die Eltern sind im Urlaub? Auch auf dem heimischen Herd kann Grundwissen aus der Hajkküche „lebensrettend“ sein – oder zumindest die Ausgaben für den Pizzaservice reduzieren. Die Einsatzmöglichkeiten im Alltag sind schier unbegrenzt.

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Zur Enspannung Yoga, Pilates oder autogenes Training sind sicherlich schöne Entspannungstechniken, aber auch das Beobachten von Tieren in der Natur oder deren Spuren kann ein schöner Ausgleich zum Stress im Alltag sein. Besonders viel Spaß macht es zusammen mit Freunden in Sippe oder Stamm. Die Natur hautnah erleben und etwas genauer hinsehen können als bei DMAX im Fernsehen ... Klingt das nicht schön? Als Mittel zum Zweck Klar, auf einem Pfadfinderlager geht es nicht ohne Technik. Wenn es nur ist um das Zelt gut aufzustellen um bei Regen trocken zu bleiben, warum nicht? Bequemer als auf der Isomatte beim Essen sitzen – auch nicht schlecht. Das Essgeschirr nicht im Zelt auf den Schlafsack legen, sondern im Geschirrständer aufbewahren, schont die Nerven bei der Suche vor der nächsten Mahlzeit. Alles Möglichkeiten, einfaches Wissen gebrauchen zu können, ganz ohne Show oder Spielereien. Pfaditechnik als Abenteuer Sie laufen auf allen Sendern Jungelcamp, Ausgesetzt in der Wildnis, Survivalman, Leben wie

im Mittelalter. Abenteuerformate sind im Fersehen absoluter Trend und locken uns vor die Glotze. Aber muss es gleich der Jungel im Amazonas sein? Oder reicht auch der Wald vor der Haustür? Schon BiPi machte als Junge den nahegelegen Park im London des 19. Jahrhunderts unsicher. Das Abenteuer lauert hinter jeder Ecke! Egal ob auf Hajk oder in der Sippenstunde, Survival muss nicht weit weg sein! Um die Tradition zu erhalten Es gehört einfach dazu … sicher, ist es keine komplett befriedigende Erklärung zu sagen, dass etwas bei den Pfadfindern schon immer so war – aber es ist ja auch nicht ganz verboten. Wir singen ja auch alte Lieder weil sie schön sind oder eine Botschaft haben, wir freuen uns über den Schokonikolaus auch dann noch, wenn es eigentlich uncool sein müsste. Wir könnten uns doch auch freuen wenn wir unser Essen, das vielleicht sogar noch schmeckt, wie die ersten Pfadis auf dem Feuer kochen. In 50 Jahren, wenn der Herd mittels Kernfusion betrieben wird, können wir davon erzählen. Für jeden ist etwas dabei Nur für Jungs? Nur für Freaks?

Nur einer im Stamm? Quatsch! Pfaditechnik gehört einfach dazu. Als Zeitvertreib, als Teil unserer Arbeit, als Auflockerung und als Notwendigkeit. Jeder kann mitmachen. Knoten gefallen vielleicht dem Einen, kochen jemand anderem. Egal was, jeder kann sich seinen Favoriten bei der Pfaditechnik suchen. Um ihn zu finden sollte man aber alles einmal ausprobieren. Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, kann ja mal sehen, ob er nicht etwas findet, was ihn an der Pfadfindertechnik reizt. Warum nicht mit einer Freundin oder einem Freund beim Technikkurs des FT anmelden? Tut nicht weh, man hat viel frische Luft, trifft neue Leute und erlebt ein kleines Abenteuer. Ganz nebenbei kann man auch mal hineinschnuppern ob nicht doch ein winziger Teil von den Punkten oben stimmt. In der Sippenstunde einmal etwas für die andren vorbereiten oder den Gruppenleiter bitten etwas dazu zu machen. Macht wenig Arbeit und die Zeit vergeht wie im Flug. Also los! Erlebt das Abenteuer Pfadfinden!

Kevin Schwarzer

Pfadfindertechnik von A bis Z Und das ist die zugehörige Subline Ein kleiner Einblick in die vielfältige Welt der, mal mehr, mal weniger, nützlichen Pfadfindertechniken. Wer Lust auf mehr Informationen zum Thema bekommen hat kann sich in der unten gananten Literatur umsehen. Auf eine Große Sammlung an Büchern kann auch in der Bibliothel der Geschäftsstelle zurückgegriffen werden. A Abspannknoten Knoten, der zum Aufstellen von Zelten benötigt wird. Er wird benutzt um das Abspannseil mit dem Hering zu verbinden. Vor allem bei Jurten entscheidend für die Qualität des Zeltes. Hier gibt es verschiedene Techniken. Um

druckgebietes an und sind somit die ersten Vorboten von schlechterem Wetter am blauen Himmel.

das Nachspannen des Zeltes zu erleichtern, gibt es eine Version mit Flaschenzugmechanismus. B Beil Kleiner Bruder der Axt. Bestehend aus Stiel (meist aus Hartholz) und dem Kopf aus Stahl, die Schneide ist scharf geschliffen. Ein Beilkopf wiegt üblicherweise zwischen 600 und 800 Gramm. Entgegen der häufig beobachteten Praxis sollte es nicht zum Spalten von großem Brennholz, sondern zum Entasten und der Vorbereitung von kleinem Anzündholz verwendet werden. Auch das Anspitzen von Stangen funktioniert hervorragend, wenn das Werkzeug scharf ist.

+++ Cirruswolken +++ Donnerbalken

C Cirruswolke Ist der Überbegriff für fadenförmige, weiße Wolken am Himmel. Im Altag werden sie auch als Federwolken bezeichnet. Sie kündigen das Aufkommen eines Tief-

D Donnerbalken Abk. DoBa. Wird in der Pfadfindersprache immenoch als Synonym für Toilette verwendet. Bezeichnet ur sprünglich ein


6 Thema

Unterschlupf wieder abgebaut werden. Natürlich bleibt kein Müll o.ä. zurück. V Venus Innerer Nachbarplanet der Erde im Sonnensystem. Wird oft als Morgen- oder Abendstern bezeichnet (obwohl die Venus ein Planet und kein Stern ist sondern nur durch das Licht unserer Sonne für uns am Nachthimmel zu sehen ist). Das nach dem Mond hellste Objekt an unserem Himmel. W Waldläuferzeichen Zeichen, die gelegt werden um die -> Orientierung für Nachfolgende zu erleichtern. Mit Hilfe verschiedener Materialien möglich. Zum Beispiel Hölzer, Kreide, Zweige, Blätter. Die wichtigsten Zeichen sollte jeder Pfadfinder

kennen. Siehe auch -> X – verbotener Weg. X = verbotener Weg Eines von vielen -> Waldläuferzeichen. Ein Kreuz oder „X“ bezeichnet einen Weg, der nicht genommen werden soll.

bei wird das Seil an einem Stamm oder einer Stange fixiert. Er lässt sich gut öffnen, wenn er nicht mehr benötigt wird und zieht sich bei Belastung fester zu.

M

VCP Land Bayern: Aufgaben. Eigenverlag VCP Land Bayern, Nürnberg 1996 Klaus Eichler: Handbuch für Pfadfinder. Gerber Verlag, München 2003, ISBN 3872493019

Y Yankee Im Funkalphabet die Bezeichnung des Buchstabens Ypsilon. Um Verwechslungen und Mißverständnisse zu vermeiden, werden die Buchstaben durch Worte mit diesem Abfangsbuchstaben ausgedrückt. Dies erleichtert das Buchstabieren z.B. von Namen. Z Zimmermannsschlag Häufig verwendeter Knoten bei den Pfadfindern. Wird verwendet um einen Bund zu beginnen. Da-

Literaturhinweise:

Walter Hansen: Das PfadfinderHandbuch. Ueberreuther Verlag, 2001, ISBN: 3800015722 Piet Strunk, Jürgen Abels: Das Grosse Abenteuer Band 1. Wenzel Verlag, 1980, ISBN: 3882931019 Piet Strunk, Jürgen Abels: Das Grosse Abenteuer Band 2. Wenzel Verlag, 1996, ISBN: 3882930012 +++ Technik in Aktion

Kevin Schwarzer

Warum Knoten …? … ich kauf ein längeres Seil

„Männer...es gilt eine Stadt zu verteidigen“... „Aber Sir, wie sollen wir das tun? wir sind ihnen 1:10 Unterlegen....“ „Ganz einfach... Tarnen und Täuschen, schneller sein als sie, den Feind im Ungewissen lassen, Waldläufertechniken anwenden um sie zu überlisten“. So in etwa könnte der Dialog zwischen Sir Robert Stephenson Smith Baden Powell Lord of Gilwell kurz B.P. und seinen jungen „Spähern“ abgelaufen sein.

sondern unsere Technik soll den Jungen und Mädchen Spaß machen, ihnen Freude in Gottes Natur vermitteln und ihnen aufzeigen das man jede Situation mit dem nötigen Fünkchen Improvisationstalent meistern kann. B.P.s Buch „Aids to Scouting“ das Handbuch für Militärspäher wurde umgeschrieben für das Friedenspfadfindertum in „Scouting for Boys“- das erste „Pfadfinderhandbuch“ war geboren.

Die von den Briten besetzte Stadt Mafeking war umzingelt und B.P. musste sie mit einer Handvoll jungen Männern verteidigen bis die Verstärkung eintraf.

Doch sollte unsere Technik nicht für Militäraktionen gedacht sein,

Nun habt ihr auch einen kleinen Einblick bekommen wo diese Techniken ihren Ursprung hatten. Im Laufe der Zeit kam natürlich noch einiges dazu was wir heute als „Grundlegende Technik“ bezeichnen würden: Schwarzzeltbau, Kochen auf Trangia-Kochern und vieles mehr. Unsere Technik ist gleichzeitig Methode, mit Hilfe dieser wir junge Pfadfinder und Pfadfinderinnen motivieren, Neues zu entdecken & auszuprobieren sowie ihr Können zu erweitern.

Dies war das erste Mal in der Geschichte, dass gezielt Spähertechniken zum Täuschen des Gegners eingesetzt wurden. Der Ursprung unserer Pfadfindertechnik war geboren.

Kochstellen, Knoten und Bünde welche wir auch für die viel später hinzugekommen Kothen und Jurten verwenden, Flüsse durchqueren, Höhen und Tiefen schätzen und messen, Waldläuferzeichen, Feuerarten, Morsealphabet, und Flaggenalphabet. All dies sind den Meisten bekannte typische Pfadfindertechniken.

+++ Technikkurs

Bewegen im Gelände, Unterstände bauen, Lager errichten, Türme,

Die Pfadfindertechnik hebt uns Pfadfinder von anderen Jugendverbänden ab, sie lehrt uns Dinge zu bewältigen vor denen andere

vielleicht Halt machen würden. Und wenn wir ehrlich sind, wer von uns – egal in welchem Alter findet keinen Spaß daran, quer durch den Wald gelegten Waldläuferzeichen hinterherzujagen? Und die Technik bringt noch mehr, über die Landesgrenzen hinaus, überall auf der Welt lernen Pfadfinderinnen und Pfadfinder diese Techniken, sie verbindet uns auf Lagern und Fahrten und egal wo man hinkommt – Dank der Technik werden wir immer Gemeinsamkeiten über das Tragen einer Tracht hinaus finden. Und wer nun Lust bekommen hat, mehr über Technik zu erfahren und sein Wissen und vor allem sein Können zu erweitern, der soll sich nicht scheuen, einmal den Technikkurs des Landesverbandes zu besuchen. Dieser Kurs ist sowohl was für Technik Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Vom einfachen Knoten bis hin zur doppelhohen Jurte mit Satelliten Anbau ist sicher für jeden was dabei!

Günther Gebsattel


Notizen aus der Provinz 7 Der Mörder ist nicht immer der Gär tner

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WICHTELWÖLFLINGSWOCHENENDE DER REGION FRANKENJURA Die Überras chung war groß, als im ehrenwert en Jugend -Anwes en zu Mimberg das unfassbare geschah. Ein edles Dinner, zu dem Lady Nici ausgewählte Gäste aus Frankenjura geladen hatte, entwickelte sich zu einem filmreif en Krimi der Extraklasse. Der Einladung folgten am Freitag dem 08.10.2 010 insgesa mt 17 VIPs (very important Pfadfinder), bestehend aus Wichtel -Wölflin gen der Stämme Pegnitz, Streitberg und Ziegelstein. Die Edle Dame, in Begleitung von Gatte Heiko, scheute keine Kosten und Mühen, um der Festges ellschaf t einen unverge sslichen Abend zu bescheren. Als Ehrengäste waren nicht nur Hauptkommissar Sherlock Bassi Holmes, Miss Laura Marble, Kommis sar Stefan Kugelblitz, Journalist Jan von der VCP-Pr esse, Pastor Michi Brown und die ehrenwerte Mrs. Sarah, sondern auch eine erlesene Schar an hochbegabten Bediensteten: Uli der Gärtner, Tilo das Zimmermädchen, Flo der Buttler und Hannah die 6-Stern e Köchin.

+++ Das krimireife Dinner

Anwesen der Edlen Dame und lernten mit Geheim schrift, Fingera bdrücke n und Waldläuferspuren umzugehen und die eigenen Sinne zu schärfen. Die Mühe hat sich gelohnt . Am Ende der Ausbildung erhielten sie alle offizielle Detektivausweise.

liches Bankett für alle Anwesenden bereitete, das bestimmt niemand mehr so schnell vergessen wird.

Nicole Schweiger

+++ Detektive brauchen Ruhe

+++ Echte Spürnasen +++ Alle Detektive, die dabei waren

Die Festivitäten fanden jedoch ein jähes Ende, als mitten in der Villa ein Mordopfer (Sophie) aufgefunden wurde. Gewillt das rätselhafte Verbrechen aufzulösen , beschlo ssen alle Gäste sich schnellstmöglich in ihren detektivischen Fähigkeiten ausbilden zu lassen. So verweilten sie mutig zwei weitere Tage im

Der Mörder hatte keine Chance. Durch gemeins ame Nachfor schungen und findiges Kombinieren konnten die kleinen Spürna sen den Täter schluss endlich überführen und das Zimmer mädche n abführen lassen. Die Edle Dame war so erleicht ert und dankbar, dass sie gleich noch ein fest-

+++ Harte Arbeit


TEST KIM