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Ricorda la Bellezza, Egeon Via Roen – Roenstraße, Bozen – Bolzano

Spielzeit  2020 – 2021


Foto Cover: Tiberio Sorvillo / Visualite

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Eine Textzeile aus dem von Giorgio Moroder produzierten Song „What A Feeling“ von Irene Cara aus dem oscargekrönten Soundtrack für „Flashdance“ dient als Motto für unsere neue Spielzeit 2020–21:

ist Aufruf und Ermutigung zugleich – an Sie, liebes Publikum, nach langem kulturellen Stillstand wieder zu uns ins Theater zu kommen und unserem mit größter Sorgfalt für Sie zusammengestellten, abwechslungsreichen Programm zu folgen, – und an uns, alles dafür zu tun, damit wir Ihnen wieder Theater bieten, das begeistert, unterhält, zum Nachdenken anregt sowie selbstverständlich den Sicherheitsbestimmungen Folge leistet und vor allem durch seine Qualität und Kreativität besticht. Es ist aber auch Aufruf zu Mut in vielerlei Hinsicht – Mut, Dinge aufgrund der Corona-Krise anders zu denken und zu leben, bewusst nachhaltige Veränderungen herbeizuführen, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und achtsam mit unseren Werten wie Demokratie und Freiheit umzugehen. Und es ist gerade jetzt ein dringlicher Aufruf, die Basis unseres Daseins, aus der auch das Theater seine unbändige Kraft schöpft, bewusst zu ehren – das Leben.

Together we will make it happen! Ihre Irene Girkinger im Namen des gesamten VBB-Teams


Unser Programm

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von Max Frisch Regie: Mona Kraushaar Premiere: 17. Okt 2020, Studio

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von Edith Moroder Wiederaufnahme Regie: Christian Mair Premiere: 13. Nov 2020, Probebühne im 7. Stock

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Blasmusikoper von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser Libretto von Silke Dörner Uraufführung, Auftragswerk Musikalische Leitung: Georg Thaler Regie: Alexander Kratzer & Christian Mair Premiere: 1. Jan 2021, Großes Haus

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4

von Ferdinand von Schirach Regie: Bettina Bruinier Premiere: 14. Jan 2021, Studio


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Oper von Manuela Kerer, Libretto von Martin Plattner Uraufführung, Auftragswerk Musikalische Leitung: Walter Kobéra Regie: Mirella Weingarten Produktion: Stiftung Haydn von Bozen und Trient Premiere: 9. Mrz 2021, Großes Haus

von Miroslav Krleža Deutschsprachige Erstaufführung Regie: Rene Medvešek Premiere: 25. Mrz 2021, Studio

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30 Musical mit den Hits von Giorgio Moroder Buch von Stefan Vögel Uraufführung Musikalische Leitung: Stephen Lloyd Regie: Andreas Gergen Premiere: 24. Apr 2021, Großes Haus

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Uraufführung Regie: Christian Mair Eine Produktion des VBB-Theaterclubs Premiere: 13. Mai 2021, Gasthäuser in Südtirol

34 von Wolfgang Nöckler Uraufführung Regie: Philipp Jescheck Mai 2021, Innsbruck / Juni 2021, Bozen

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Theater für Kinder und Jugendliche

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von Anah Filou Uraufführung, Auftragswerk Regie: Joachim Gottfried Goller Premiere: 14. Nov 2020, Studio

von Jutta Schubert Regie: Philipp Jescheck Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs Premiere: 8. Apr 2021, Studio

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6

nach dem Roman von Maxi Obexer Wiederaufnahme Regie: Joachim Gottfried Goller mobiles Stück


Besondere Zeiten bedingen einen besonderen Spielplan. Und dazu – wie selten zuvor – einen langen Atem und ein außergewöhnliches Maß an Kreativität, Flexibilität und Spontaneität. Dieses Jahr hat gezeigt, wie schnell das Planbare unplanbar werden kann. Das Programm steht nun und weitgehend auch die Vorstellungsdaten. Aber: „Nix ist fix“ – Papier geduldig. Die Termine und Aufführungsorte in diesem gedruckt vorliegenden Spielzeitheft 2020-21 können Änderungen unterliegen.

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Salvatore Napoli Leone, Nardò

Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch Premiere: 17. Okt 2020 — 20 Uhr Vorstellungen: 18., 25. Okt — 18 Uhr 22., 23., 24., 29., 30., 31. Okt — 20 Uhr Studio


Regie Mona Kraushaar Ausstattung Katrin Kersten Musik Albrecht Ziepert Dramaturgie Ina Tartler Mit Erwin Belakowitsch, Marie-Therese Futterknecht, Thomas Hochkofler, Christoph Kail, Patrizia Pfeifer, Katja Uffelmann, Karin Verdorfer, Susanne von Fioreschy-Weinfeld

Schon wieder eine Brandstiftung! „Aufhängen sollte man sie“, denkt sich der wohlhabende Fabrikant Gottlieb Biedermann. Und schon steht ein obdachloser Hausierer in seinem Wohnzimmer. Sein Name ist Schmitz. Er bittet um Menschlichkeit, aber nur, wenn er nicht stört. Biedermann beherbergt den verdächtigen Fremden auf dem Dachboden seines Hauses. Am nächsten Morgen zieht ungefragt dessen Kumpel Eisenring mit ein. Dieser schleppt ein Benzinfass nach dem anderen auf den Dachboden. Zündkapsel, Zündschnur, alles läuft nach Plan, fehlt nur noch die Holzwolle. Gottlieb Biedermann bekommt es mit der Angst zu tun. Aber was soll er machen? Sich wehren? Alarm schlagen? Womöglich fackeln die beiden dann erst recht sein Haus ab. Den Wolf im Schafspelz will er nicht erkennen und bietet den beiden Brandstiftern die Freundschaft an – Freundschaft, eine gute Flasche Wein und am Ende auch die Streichhölzer. „Biedermann und die Brandstifter“ – uraufgeführt 1958 am Schauspielhaus Zürich – ist eine Parabel mit starker politischer Sprengkraft. Max Frisch nimmt darin das brave, gehorsame Bürgertum ins Visier, Gutmenschen, die blind zu Meinungsmacher*innen und im Handumdrehen zu Mitläufer*innen politischer Ideologien werden können. Ein literarisches Mahnmal. Regisseurin Mona Kraushaar sucht mit Blick auf Covid-19 nicht nur eine spannende Ästhetik für diesen Text, sondern klopft ihn mit Humor auf seine brisante Aktualität ab.

Max Frisch *1911 in Zürich, zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern. Er erhielt u.a. 1958 den Georg-BüchnerPreis und 1976 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Seine erste Buchveröffentlichung „Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt“ erschien 1934. Zahlreiche weitere Publikationen folgten, darunter die Romane „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“ sowie die Theaterstücke „Biedermann und die Brandstifter“ und „Andorra“. Er starb 1991 in Zürich. Mona Kraushaar arbeitet seit 2005 als freischaffende Regisseurin, u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Berliner Ensemble, Schauspiel Kiel, an den Kammerspielen Hamburg, am Ernst Deutsch Theater Hamburg, Tiroler Landestheater Innsbruck und Landestheater Linz sowie am Schauspielhaus Salzburg. Für „Was ihr wollt“ am Ernst Deutsch Theater Hamburg wurde sie 2013 mit dem Rolf Mares Preis ausgezeichnet. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte sie 2012 „Viel Lärm um nichts“.

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Biedermann und die Brandstifter

Marie-Therese Futterknecht Ich will ein Glanz werden. (aus „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun)

Erwin Belakowitsch Weitermachen!

Christoph Kail Die Zukunft beginnt jetzt, nein jetzt, nein jetzt …

Susanne von Fioreschy-Weinfeld Es gibt immer etwas Neues zu lernen! 10


Die Darsteller*innen schickten uns inmitten der Corona-Krise ein Foto aus der Quarantäne, sie formulierten einen Gedanken zur Zukunft, einen Wunsch an das Morgen.

Thomas Hochkofler Mein Wunsch: Zu Weihnochtn an Punsch ...

Patrizia Pfeifer Das Schönste ist das Zusammenleben. Und ein beruhigender Gedanke für die Zukunft noch dazu.

Katja Uffelmann Es gibt immer etwas zu tun, zu lernen, zu entdecken: Flamenco Metallic, olé!

Karin Verdorfer … Lust auf Meer / mehr ...

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Il mondo in testa, Bologna

von Edith Moroder Wiederaufnahme Fassung von Brigitte Knapp Premiere: 13. Nov 2020 — 20 Uhr Vorstellungen: 14., 17., 18., 19., 20., 21. Nov — 20 Uhr 15., 22. Nov — 18 Uhr Probebühne im 7. Stock Koproduktion mit dem Verein ASAA — Alzheimer Südtirol Alto Adige


Regie Christian Mair Ausstattung Mirjam Falkensteiner Musik und Gesang Barbara Zanetti Video Luca Bellemo Licht Tobias Demetz Dramaturgie Friederike Wrobel Mit Liz Marmsoler, Laura Masten, Patrizia Pfeifer

Mutter, Tochter und Enkelin. Drei Generationen einer Familie, die tief miteinander verbunden sind. Eine Beziehungsgeschichte, aber nicht irgendeine. Denn diese Beziehung ist von Liebe und Fürsorge getragen und löst sich dennoch bruchstückhaft auf. Als bei der Mutter die Diagnose Alzheimer festgestellt wird, nimmt die Tochter sie bei sich auf, kümmert sich fürsorglich. Doch was tun, wenn einem Menschen seine Erinnerungen entschwinden, die Gedanken sich nicht mehr in Worte fassen lassen und er damit selbst mehr und mehr verloren geht? Wenn er zwischen „Kerkermeisterin“ und liebevoller Tochter nicht mehr unterscheiden kann? Die Verantwortungsverhältnisse in der Familie kehren sich um, alle müssen lernen loszulassen. Edith Moroder hat ihre an Alzheimer erkrankte Mutter über Jahre zuhause gepflegt und ihre Erfahrungen in einem authentischen und offenen Bericht zu einem Buch zusammengefasst. Anlässlich des 20. Jubiläums des Vereins ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige entstand 2019 daraus ein Stück, das wir auf vielfachen Wunsch wiederaufnehmen. Es betrachtet achtsam eine Krankheit, die zu den meist verbreitetsten gehört. Dialoge von Mutter, Tochter und Enkelin, Szenen und innere Monologe verschränken miteinander die verschiedenen Wahrnehmungswelten.

Edith Moroder *in Bozen, klassische Matura, Studium der Sprachen, Geschichte, Kunstgeschichte in Florenz, Promotion 1977. Unterricht an italienischen Oberschulen in Bozen, zugleich kulturjournalistische Tätigkeit und Übersetzungen mit Schwerpunkt Kunst; eigene Publikationen. Verheiratet, Mutter zweier erwachsener Kinder. Seit 1999 ehrenamtlich im Verein ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige als Medienbeauftragte, derzeit Vizepräsidentin. Christian Mair *in Südtirol, Ausbildung am Stadttheater Bruneck, anschließend Stipendium für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Stuttgart. Inszenierungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Bosnien und Südtirol. An den VBB richtete er szenische Lesungen für die „Bozner Autorentage“ ein und inszenierte u.a. „Glorious!“, „Ghetto Deluxe – Project BZ“ sowie „Made in Südtirol. Meine Kindheit“. Zudem verantwortete er 2019 das VBB-Performanceprojekt bei „HAP Kultur-Happenings in den Vierteln“.

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Im Treibsand — Loslassen

Patrizia Pfeifer Dystopie? Wie viel schöner klingt Utopie!

Laura Masten Eine Insel voller Träume.

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Liz Marmsoler Für mich ist wichtig, positiv und mit einer Portion Humor jeden Tag zu genießen.


Träume, Wünsche, Sehnsüchte! — Mehr denn je, haben sie an Bedeutung gewonnen. Mehr denn je will und kann das Theater in Zeiten des Abstandhaltens auf sein Publikum zugehen, dem Publikum dort begegnen und es mit Geschichten bewegen, wo Menschen stehen: Im Leben. Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet. Aus diesem Gedanken der Ausstrahlung eines Murals in der Bozner Roenstraße und der Faszination für diese Kunst heraus, ist die Idee entstanden, mit Egeon das visuelle Erscheinungsbild der Vereinigten Bühnen Bozen für die Spielzeit 2020–21 zu erarbeiten. Im Rahmen von „Kunst zu Gast“ realisiert der Künstler außerdem eigens ein Mural für die Produktion „I FEEL LOVE – Musical mit den Hits von Giorgio Moroder“. Egeon ist ein Künstler aus Bozen. Neben dem Studium der Illustration und traditionellen Animation in Florenz, setzt er sich parallel seit jeher mit urbaner Kunst auseinander. Seine Materialien im Atelier umfassen auch Aquarellfarben, die dem Malprozess eine unvorhersehbare und lebendige Dimension verleihen. Die Zufälligkeit der verlaufenden Farben wird schließlich an den Wänden im öffentlichen Raum akribisch reproduziert. In seiner Laufbahn malte Egeon mehrmals sowohl in Italien als auch im Ausland und er war Teil internationaler Kunstveranstaltungen im Bereich Street Art. Seine Werke sind in verschiedenen Ländern zu finden, unter anderem in Frankreich, Deutschland, Griechenland, Kap Verde, Holland und Kuba. Im Jahr 2019 gründete er das Projekt „Outbox – Urban Art in South Tyrol“, das urbane Kunst in Südtirol schafft. Kuratiert von Lupo Burtscher

Unser Spielzeitkünstler 2020–21

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Non c’è dialogo se nessuno ascolta, Pergine

Blasmusikoper von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser Libretto von Silke Dörner Uraufführung Premiere: 1. Jan 2021 — 18 Uhr Vorstellungen: 2., 3., 9. Jan — 18 Uhr 7., 8. Jan — 20 Uhr Großes Haus Auftragswerk anlässlich des 200–Jahr–Jubiläums der Bürgerkapelle Gries Koproduktion mit der Bürgerkapelle Gries


Musikalische Leitung Georg Thaler Regie Alexander Kratzer & Christian Mair Bühne Luis Graninger Kostüme Katia Bottegal Licht Micha Beyermann Choreografie Sarah Merler Dramaturgie Elisabeth Thaler Mit Erwin Belakowitsch, Richard Glöckner, Christian Kotsis, P. Ulrich Kössler, Sophie Pichler, Marie Smolka, Sabina Willeit, Bürgerkapelle Gries

„Blasmusikpop“ erzählt mit viel Witz und Ironie die Geschichte dreier Generationen im abgeschiedenen Bergdorf St. Peter am Anger. Der junge Johannes A. Irrwein will nicht Fußball spielen, sondern forschen und die Welt entdecken, um in die Fußstapfen seines Großvaters Johannes Gerlitzen zu treten, dem ersten Doktor des Dorfes. Wissensdurstig nach der Welt hinter den Bergen geht er aufs Gymnasium, wo er die klassische Bildung mit allen Mitteln verteidigt. Als er unerwartet durch die Matura rasselt, folgt er dem Ruf seines Lieblingsautors Herodot, dem Vater der Geschichtsschreibung, und beginnt die Chroniken seines Heimatdorfes aufzuschreiben. Neugierig beobachtet er die Traditionen und Eigenheiten der St. Petrianer, folgt der Mütterrunde auf ihren Nordic Walking Touren und schwingt sein Notizheft bei jedem Dorffest, bis er auf seine ganz persönliche Göttin Aphrodite trifft. Von seinem Freund Peppi zum Schriftführer des Fußballvereins verdonnert, verursacht er schließlich das größte Ereignis in der Geschichte St. Peters, das das Bergdorf für immer verändern wird. Silke Dörner hat den Roman von Vea Kaiser in ein sprachlich dichtes, sehr humorvolles Libretto verwandelt. Die Bürgerkapelle Gries wird bei diesem einmaligen Opernprojekt zur Musikkapelle von St. Peter und gleichzeitig schlüpfen die Musiker*innen in die Rollen der Dorfbewohner*innen. Der Komponist Thomas Doss hat den Figuren die Melodien „auf den Leib geschrieben“, ohne dabei weder auf Blasmusik noch auf Pop zu verzichten.

Thomas Doss studierte in Linz, Wien, Salzburg, Maastricht und Los Angeles und ist weltweit als Dirigent, Komponist und Juror tätig. Sein Debüt als Dirigent gab er 1988 am Wiener Konzerthaus mit dem Wiener Kammerorchester. 1991 war er Chefdirigent des Staatlichen Sinfonieorchesters Quedlinburg. Er unterrichtete an der MUK in Wien, am Konservatorium in Bozen und seit 1991 am Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk. Thomas Doss erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den internationalen „BUMA Music Award“ (Verlag: Hal Leonard - De Haske). Alexander Kratzer lebt als Regisseur und Autor in Bern und Bozen. Zahlreiche Engagements an Theatern im deutschsprachigen Raum. In Südtirol arbeitete er auch am Stadttheater Bruneck und bei den Rittner Sommerspielen. An den VBB inszenierte er u.a. „Sonny Boys“ und dokumentarische Projekte wie „Option. Letzte Spuren der Erinnerung“. Ab der Spielzeit 2020-21 ist er Künstlerischer Leiter des Theaters an der Effingerstrasse in Bern. Christian Mair Biografie siehe „Im Treibsand – Loslassen“.

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Blasmusikpop

Erwin Belakowitsch Frische Luft Richard Glöckner Sei souverän, subversiv, surreal, sozusagen super!

Christian Kotsis Wenn uns Menschen die Kunst genommen wird, ist es so, als reiße man ein Stück Identität aus der Menschheit heraus. Jedoch alle Wunden heilen früher oder später!

P. Ulrich Kössler Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder lesen!


Bürgerkapelle Gries

Sabina Willeit Ciumpedé … levi sù … la belëzza me tira de uedl cassù!

Sophie Pichler Unser Leben ist zu kurz, um das Glücklichsein auf irgendwann zu verschieben, weise dein Glück niemandem zu als dir selbst und zwar im Hier und Jetzt ...

Marie Smolka „Chaos sei das, was wir am meisten fürchten, heißt es oft, aber ich glaube heute, insgeheim ist das Chaos unsere größte Sehnsucht. Wenn wir nicht mehr überzeugt sind von der Zukunft, die wir planen, nicht von dem Haus, für das wir uns verschuldet haben, nicht von dem Menschen, der neben uns schläft, dann kann es schon sein, dass uns ein Unwetter (das sich seit langem am Himmel zusammenbraut) der Person näher bringt, die wir in der Welt gerne wären.“ Deborah Levy

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Dove finisce la linea?, Boa Vista, Kap Verde

von Ferdinand von Schirach Premiere: 14. Jan 2021 — 20 Uhr Vorstellungen: 16., 21., 22., 23., 28., 29., 30. Jan — 20 Uhr 17., 24. Jan — 18 Uhr Studio Koproduktion mit dem Theater an der Effingerstrasse Bern


Regie Bettina Bruinier Bühne und Video Ayşe Gülsüm Özel Kostüme Mareile Krettek Dramaturgie Christiane Wagner, Friederike Wrobel Mit Florentin Groll, Christoph Kail, Kornelia Lüdorff, Patrizia Pfeifer, Marion Reiser, Nicola Trub, Karin Yoko Jochum, Berth Wesselmann

Wem gehört unser Leben? Und wem gehört unser Sterben? Der Ethikrat tagt, um über den Fall des 78-jährigen Richard Gärtner abzustimmen. Er sucht ärztliche Hilfe, um sich selbst zu töten. Er hat weder Schmerzen, noch ist er unheilbar krank, doch der Tod seiner Frau vor drei Jahren hat für ihn alles verändert. Richard Gärtner will schlicht und einfach nicht mehr leben. Er könnte Hand an sich legen, doch er möchte, dass sein Tod selbstbestimmt und friedlich ist und niemanden erschreckt. Soll ein Arzt oder eine Ärztin einem Menschen dabei hel-fen, sich selbst zu töten? Das im September 2019 gefällte Urteil des italienischen Verfassungsgerichts erklärt Beihilfe zum Suizid in einigen bestimmten Fällen für straffrei. Damit ist zumindest die rechtliche Frage, ob er*sie es darf, geklärt. Nach wie vor fehlt jedoch in Italien seitens der Politik eine umfassende Regelung zu diesem Thema, umso mehr rückt damit die ethische Frage in den Fokus. Ferdinand von Schirach holt mit „Gott“ einen seit langem in Europa divers und emotional geführten Diskurs ins Theater. Er verhandelt Fragen der menschlichen Autonomie und Selbstbestimmung inmitten des Spannungsfeldes von persönlicher Moral, christlichem Glauben und Politik. Im Stück fallen die Stellungnahmen der Expert*innen aus Recht und Medizin sowie des Bischofs Thiel deutlich aus – doch am Ende müssen Sie selbst zu einem Urteil kommen.

Ferdinand von Schirach *1964 in München, arbeitete 20 Jahre als Strafverteidiger. Mit 45 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch. Es folgten zahlreiche Erzählungen, Romane und Essays, die als internationale Bestseller in mehr als 35 Ländern erschienen. Sein Theaterstück „Terror“ (2015) wurde ein großer Erfolg und wie weitere seiner Werke verfilmt. Schirach erhielt mehrere – auch internationale – Literaturpreise, u.a. den Kleist-Preis. Bettina Bruinier studierte an der Theaterakademie August Everding in München Opern- und Schauspielregie. Seit 2005 ist sie als freie Regisseurin tätig, u.a. am Deutschen Theater Berlin, Volkstheater München, Nationaltheater Weimar und am Staatstheater Nürnberg. Von 2009-2011 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Seit 2017 ist sie Schauspieldirektorin am Saarländischen Staatstheater. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte sie zuletzt „Anatevka“ und „Geächtet“.

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Gott

Florentin Groll Wird es noch möglich sein und wann, die eine oder andere Lebensentscheidung zu treffen?

Karin Yoko Jochum Die Fülle um mich herum wahrzunehmen, meine Fähigkeiten von Tag zu Tag zu leben, täglich zu erweitern und dankbar zu sein für jeden Augenblick.

Christoph Kail Die Zukunft beginnt jetzt, nein jetzt, nein jetzt ...

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Patrizia Pfeifer Wenn alles gut wird, dann bin ich zuversichtlich, dass Vieles, das gut ist, auch so bleibt.


Marion Reiser Systemrelevant ...?! ...?! Was soll das bedeuten? Ich bin relevant! Oder nicht?! … auch mit dem Beruf?

Berth Wesselmann In der Wirklichkeit gibt es Träume ... oder optional: Optimismus ...

Nicola Trub Ich wünsche mir, dass das Gefühl von Solidarität unserer Gesellschaft erhalten bleibt. Lasst uns angstfrei die Welt neu gestalten!

Kornelia Lüdorff Ich wünsche mir für uns alle Mut, Freiheit, Respekt und Empathie. 23


Oper von Manuela Kerer Libretto von Martin Plattner Uraufführung, Auftragswerk Premiere: 9. Mrz 2021, Großes Haus Produktion Stiftung Haydn von Bozen und Trient Koproduktion Vereinigte Bühnen Bozen und Neue Oper Wien


Musikalische Leitung Walter Kobéra Regie und Bühne Mirella Weingarten Kostüme Julia Müer Licht Norbert Chmel Choreinstudierung Bernhard Jaretz Dramaturgie Elisabeth Thaler Mit Christian Balzamà, Paola Bono, Simon Erasimus, Andrew EricksonLapidus, Verena Gunz, Julia Hinteregger, Alexander Kaimbacher, Elisabeth Kirchner, Felix Knaller, Bernhard Landauer, Martina Lazzari, Sarah Merler, Matteo Sala, Klemens Sander, Isabel Seebacher, Magdalena Patricia Severin, Sebastian Taschner

Als „Heldenmädchen von den Drei Zinnen“ wurde sie bezeichnet: Viktoria Savs. Getarnt als Viktor kommt sie 1915 an die Dolomitenfront. Mit 17 Jahren verliert sie dort ein Bein und kehrt als Kriegsheldin zurück. Die bald vergessene Frontsoldatin tritt 1933 den Nationalsozialisten bei, wo sie sich in ihrer Gesinnung aufgehoben fühlt. Sie arbeitet im Zweiten Weltkrieg für die Wehrmacht in Belgrad. Bis zu ihrem Lebensende 1979 nimmt Viktoria Savs stolz an Veteranentreffen teil. So auch in dieser Oper, in der Savs als androgyne Diva den Menschen und Situationen ihres Lebens wie Gespenstern begegnet. Verwegen blickt sie auf ihre Erlebnisse, ihre Träume und schließlich auf sich selbst. Ausgehend von ihrer Biografie spannt Martin Plattner metaphorisch und mit viel Sprach- und Feingefühl den Bogen von einer „schwierigen“ Frauenfigur hin zu den Mechanismen, die unsere Gesellschaft auch heute bedrohen. Toteis – ein Gletschereis, welches vom aktiven Teil des Gletschers abgetrennt wurde und sich deshalb nicht mehr bewegt – wird zum Sinnbild für Savs’ amputiertes Bein und totgeglaubte Gesinnungen, die diesem Stoff erschreckende Aktualität verleihen. Viktoria Savs’ Leben spiegelt den aktuellen wiederkehrenden Nationalismus und aufkeimenden Fanatismus. Die Farben ihres Charakters inspirieren Manuela Kerer zu Klangfarben. Sie schwingen – wie Viktoria selbst – oft zwischen den Zeilen. Für den Tiroler Autor Martin Plattner ist „Toteis“ ein wahnwitziges, mitunter bitterböses, „Heldenmärchen“. Die Uraufführung musste aufgrund von Covid-19 in diese Spielzeit verschoben werden.

Manuela Kerer staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen, Überraschungen und Herausforderungen. Sie absolvierte Studien der Komposition, Violine, Psychologie und Jura in Innsbruck und Mailand und verbindet diese Disziplinen in ihrer Musik. Aufführungen in New York, Berlin, Wien, Rom, London oder am Titicacasee mit u.a. Solistenensemble Kaleidoskop Berlin oder Klangforum Wien. Zahlreiche CD-Einspielungen (Verlag: Breitkopf & Härtel). Martin Plattner studierte Komparatistik an der Universität Innsbruck und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Sein Stück „antimortina“ war das Siegerstück der Bozner Autorentage 2015 und wurde 2017 an den VBB uraufgeführt. Weitere seiner Arbeiten wurden u.a. am Landestheater Linz, am Landestheater Innsbruck, am brut im Künstlerhaus in Wien und im Laboratorio Arte Alameda in Mexiko-Stadt gezeigt. Plattner wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Thomas-Bernhard-Stipendium (Verlag: Thomas Sessler).

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Toteis

Alexander Kaimbacher Ich möchte einfach wieder singen dürfen! Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Verena Gunz Ich wünsche mir die Selbstverständlichkeit der Freiheit zurück, zu reisen, zu leben und zu genießen. Diese Freiheit werde ich dann mehr schätzen und intensiver wahrnehmen!

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Isabel Seebacher Mein Wunsch an die Zukunft ist, dass es mit der Kunst weitergeht!

Klemens Sander Vielleicht birgt die Coronakrise auch die Chance, dass wir alle den Wert und die Unentbehrlichkeit der Kunst erkennen – und dies nachher umso mehr zu schätzen wissen.

Bernhard Landauer Möge unsere Kreativität und Schaffenskraft neu beflügelt sein, nachdem die Krise vielen von uns gezeigt hat, was im Leben wirklich wichtig ist.

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Escursionista, Eppan – Appiano

von Miroslav Krleža Deutschsprachige Erstaufführung Fassung von Rene Medvešek und Jelena Kova i Deutsch von Sead Muhamedagi Premiere: 25. Mrz 2021, Studio Koproduktion mit dem Landestheater Niederösterreich


Regie Rene Medvešek Bühne Tanja Lacko, Rene Medvešek Kostüme Aleksandra Kica Komposition Matija Antolić Dramaturgie Ina Tartler, Ludwig zur Hörst Mit Tim Breyvogel, Dennis Čubić, Max G. Fischnaller, Doris Hindinger, Christoph Kail, Ivana Krizmanić, Emilia Rupperti, Lukas Spisser, Sara Stanić

Als der Entdecker und Seefahrer Christoph Kolumbus 1492 in See sticht, um die Weststrecke nach Indien zu erkunden, befindet sich Europa mitten in extremen Umbrüchen. Es ist der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zum Beispiel, dass die Erde keine Scheibe ist, verändern den Kontinent in all seinen Gewissheiten. Was für die einen den Weltuntergang bedeutet, ist für die anderen der Weg in eine strahlende Zukunft. In starken expressionistischen Bildern erzählt Miroslav Krleža von Christoph Kolumbus’ abenteuerlicher Seefahrt. Er beschreibt Kolumbus als einen Visionär, eine moderne Erlöser-Figur, der seinen Matrosen für die lange und beschwerliche Seefahrt eine ungeahnte Freiheit und eine glorreiche Zukunft in der Neuen Welt verspricht. Doch die meuternde Mannschaft will Brot und keine Heilserwartung, die Männer wollen Goldschätze und nicht die leeren Versprechungen eines Idealisten … In „Christoph Kolumbus“, entstanden 1917, verdichtet Krleža die Ideale des Sozialismus mit der Botschaft aus der katholischen Heilsgeschichte. Der kroatische Regisseur Rene Medvešek hat mit einem mehrsprachigen Ensemble aus neun Schauspieler*innen eine formstarke, atmosphärisch dichte, rhythmisch sehr intensive Theaterarbeit geschaffen, die aufgrund von Covid-19 im März 2020 abgesagt werden musste und in diese Spielzeit übernommen wurde.

Miroslav Krleža *1893 in Zagreb, ist der bedeutendste Schriftsteller der kroatischen Literatur. Nach seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg ist Krieg eines seiner wichtigsten Themen. Im Laufe von 66 Schaffensjahren verfasste er ein umfassendes literarisches Werk quer durch alle Genres. Zu seinen wichtigsten Werken zählt die Sammlung von Erzählungen „Der kroatische Gott Mars“ oder auch der Roman „Die Rückkehr des Filip Latinovicz“. Er starb 1981 in Zagreb. Rene Medvešek *1963 in Velika Gorica, Kroatien, absolvierte sein Schauspielstudium an der Akademie der dramatischen Kunst in Zagreb, wo er seit 2004 Professor für Schauspiel ist. Ab 1989 war er Mitglied des Schauspielensembles des Zagreber Jugendtheaters (ZKM), eines der führenden Theaterhäuser in Kroatien, wo er auch seine ersten Regiearbeiten machte. Seit 1996 ist er als Autor und Regisseur auch an anderen kroatischen und internationalen Bühnen tätig.

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Christoph Kolumbus

Dennis Cubic Ich freue mich auf viele gemeinsam erlebte Augenblicke vor und hinter der Bühnengrenze. Tim Breyvogel Ich wünsche mir eine soziale, demokratische Regierung in einem geeinten, friedlichen Europa. Schluss mit Rassismus und dem kolonialistischen Treiben der Wirtschaftsmächte.

Doris Hindinger Was ich auch in Zukunft machen werde? Kochen in allen Lebenslagen – weil essen glücklich macht!

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Max G. Fischnaller Bei Nonninas lieber Cleo Katz’ machen Sorgen ganz schnell Platz.


Christoph Kail Schreiben! Dafür. Dagegen. Bloß nie aufhören zu schreiben.

Ivana Krizmanić My wish for the future is that we as human beings find and design a better system for living which is suited to our human spirit.

Emilia Rupperti Alles Überraschung!

Lukas Spisser Für die Zukunft wünsche ich mir neue Hobbys.

Sara Stanić My wish for the future is that everyone starts living by old slavic words of wisdom: opuš teno.

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I Feel Love, ab 2021 in Bozen – Bolzano

Musical mit den Hits von Giorgio Moroder Uraufführung Buch von Stefan Vögel Premiere: 24. Apr 2021, Großes Haus Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient


Musikalische Leitung Stephen Lloyd Regie Andreas Gergen Bühne Jürgen Kirner Kostüme Aleksandra Kica Choreografie Marcel Leemann Arrangements Roberto Zecchinelli, Stephen Lloyd Licht Nico de Rooij Dramaturgie Ina Tartler, Friederike Wrobel

„Giulio’s Cave“, der letzte Tanztempel des Disco-Besitzers Giulio, thront auf den Klippen des Mittelmeers. Früher schwitzten hier die tanzenden Massen zu den Beats, nun hört man die Brandung der Wellen. Trotz ausbleibender Gäste glaubt Giulio so fest an seinen Traum vom nie endenden Disco-Sound, dass er das letzte Geld der Familie in einen rettenden Plan steckt: Er lädt talentierte Sänger*innen zu einem Casting für eine neue Disco-Gruppe ein, die ihn zu alten Höhen hinauftragen soll. Als seine Frau Hannah davon Wind bekommt, steht auf einmal noch viel mehr auf dem Spiel und sein Sohn Raffaele wähnt sie alle bereits in der „Danger Zone“, als zehn Gestalten auf der Tanzfläche erscheinen, eine schräger als die andere. Mit „Hot Stuff“, „What A Feeling“ und „Love to Love You, Baby“ geben sie alles, um sich in die Gruppe zu singen und Giulio den Atem zu rauben – doch wird das am Ende auch die Fachpresse überzeugen und dem Disco-Sound sein fulminantes Comeback bescheren? Mit seinen Hits schreibt der aus Gröden stammende Songwriter und Produzent Giorgio Moroder Musikgeschichte. Mit ihm brechen zahlreiche Disco-Queens, allen voran die amerikanische Pop-Diva Donna Summer, zu ungeahnten Disco-Himmel-Höhen auf und eine Ära des Synthesizer-Sounds an, die den weltweiten Dancefloor beben lässt – damals wie heute. In den bewährten Händen des deutschen Regisseurs Andreas Gergen und des erfahrenen Autors Stefan Vögel widmen wir Giorgio Moroder von Herzen diese Hommage, die infolge von Covid-19 nun in dieser Spielzeit zur Uraufführung kommt.

Stefan Vögel *1969 in Bludenz, wandte sich nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik dem Theater zu. Bald machte er sich als erfolgreicher Theater- und Drehbuchautor einen internationalen Namen, seine Tragikomödie „Arthur & Claire“ wurde 2018 fürs Kino verfilmt. Vögels Stück „Die Niere“ war zuletzt in fast 30 verschiedenen Inszenierungen zu sehen. Im Herbst 2019 kamen gleich zwei neue Stücke zur Uraufführung: „Liebe 360°“ und „Die Weinprobe“. Als Kabarettist ist er auch auf der Bühne zu sehen. Andreas Gergen war von 2011-17 Operndirektor des Salzburger Landestheaters. Zu seinen wichtigsten Regiearbeiten zählen „I Am From Austria“, „Don Camillo & Peppone“ und „Der Besuch der alten Dame“ für die Vereinigten Bühnen Wien, in Salzburg „La Traviata“ und „La Bohéme“ im Haus für Mozart und „Carmen“ in der Felsenreitschule sowie „Viktoria und ihr Husar“ für die Seefestspiele Mörbisch. Mittlerweile hat er über 80 Opern, Operetten, Musicals und Schauspiele inszeniert.

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Non mi ami più?, Padova

Uraufführung Premiere: 13. Mai 2021, Gasthäuser in Südtirol Eine Produktion des VBB-Theaterclubs In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Theaterverband


Regie Christian Mair Ausstattung Luis Graninger Choreografie Sarah Merler Musik N.N. Dramaturgie Elisabeth Thaler Mit Spieler*innen des VBB-Theaterclubs

Nehmen Sie an unserer Tafel Platz und feiern Sie mit uns ein berührendes und rauschendes Fest der Liebe. Wir verlassen die Theaterbühne und laden Sie ein ins Gasthaus, wo die Festredner*innen uns mitnehmen auf die Wege und Umwege der Liebe: Gespannt lauschen wir besonderen Liebesgeschichten. Dazwischen ertönt ein Walzer, die Paare drehen sich schwungvoll zur Musik. Aber tanzen dort nicht einige aus der Reihe? Erklingen versteckt nicht doch ein paar unbekannte Töne, eine neue Melodie? Was macht die Liebe, wenn sie auf unterschiedliche Kulturen trifft, in verschiedenen Sprachen erklärt wird oder dort aufblüht, wo sie am wenigsten erwartet wird? Mit den Spieler*innen des VBB-Theaterclubs erkunden wir, wie unterschiedlich Liebe gelebt und erlebt wird. Bei Speis und Trank wird mit viel Musik getanzt, gelacht und gefeiert. Nach „Made in Südtirol. Meine Kindheit“ laden wir mit dem VBB-Theaterclub dieses Jahr wieder Theaterbegeisterte dazu ein, an den VBB zu spielen. Wir suchen Menschen aller Altersgruppen, die Freude am Erzählen und Theaterspielen haben und gemeinsam mit Regisseur Christian Mair aus persönlichen wie literarischen, spannenden und romantischen, glücklichen wie zerbrechlichen Liebesgeschichten einen Theaterabend entwickeln. Informationen und Anmeldung zum VBB-Theaterclub: judith.schwienbacher@theater-bozen.it

Christian Mair *in Südtirol, Ausbildung am Stadttheater Bruneck, anschließend Stipendium für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Stuttgart. Inszenierungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Bosnien und Südtirol. An den VBB richtete er szenische Lesungen für die „Bozner Autorentage“ ein und inszenierte u.a. „Glorious!“, „Ghetto Deluxe – Project BZ“ sowie „Made in Südtirol. Meine Kindheit“. Zudem verantwortete er 2019 das VBB-Performanceprojekt bei „HAP Kultur-Happenings in den Vierteln“.

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von Wolfgang Nöckler Uraufführung Mai 2021 Innsbruck Juni 2021 Bozen In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Dramatikerfestival 2021 Regie Philipp Jescheck Ausstattung Salha Fraidl Musik Jakob Köhle

Ein junges Paar entflieht der Realität, es zieht sich zurück in einen Wald, um inmitten der Natur über die eigene Beziehung und die globalisierte Welt zu reflektieren. Die beiden scheinen einander fremd geworden zu sein, im Gespräch surfen sie mal dahin mal dorthin. Einen Moment lang sind sie bei sich, dann bei gesellschaftspolitischen Themen, immer jedoch inmitten von Sprache. Im Sprachspiel. Durch dieses berühren und erreichen sie einander zwar, bringen aber keine liebenden Gefühle mehr füreinander zum Ausdruck. Weihnachten. Sie ist jetzt hochschwanger und studiert umgeben von einem Wald aus Christbäumen Berge an Ratgeberliteratur. Alles dreht sich um das Kind, um seine hoffentlich schöne Zukunft. Das Kind braucht Schutz in einer „gesellschaft, die nur noch lose in den angeln hängt“. Die Mutter ist für Mauern. Und während sie sich nach der Geburt des Kindes in ihrer Angst zunehmend radikalisiert, erfindet der Vater einen anderen Rettungsplan. Wolfgang Nöckler wurde für seinen sprachlich experimentellen Text „sprech im wald“ zum Sieger des Literaturwettbewerbs 2019 in der Sparte Dramatik gekürt und erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse sowie ein Schreibcoaching durch den Dramatiker Thomas Arzt. Das Stück wird nach der durch Covid-19 bedingten Verschiebung beim Tiroler Dramatikerfestival 2021 uraufgeführt sowie anschließend in Bozen gezeigt.

Philipp Jescheck *1982, Studium der Theaterwissenschaft und Psychologie. Von 2007-2009 war er Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seitdem ist er als freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Theater an der Effingerstrasse Bern und in der freien Szene in München tätig. An den VBB inszenierte er zuletzt „Werther“ nach J.W. von Goethe, „Der Weibsteufel“, „Die Räuber“ und „Auerhaus“.

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Wolfgang Nöckler *1978, Autor und Musiker, aufgewachsen im Ahrntal, lebt und arbeitet in Innsbruck. Er schreibt Lyrik, Prosa, Dramatik, Slamtexte und Lieder. Veröffentlichungen in unterschiedlichen Anthologien, Zeitschriften, Radio und im TV. Bisher drei Publikationen u.a. den Lyrikband „ich leih mir kurz mal dein gesicht“. Sein Stück „Rhetorik oder Fische sind schlechte Biographen“ wurde beim Tiroler Dramatikerfestival 2018 uraufgeführt.


Mit

Nevena Lukic NATUR

Michael Rudigier Mutig in neue Zeiten!!! Hmmm ‌ ok gut. Ja, wieso eigentlich nicht. Mutig!

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Literaturwettbewerb Dramatik & Lyrik 2021 Teilnahmeberechtigt sind alle in Süd-, Nord- und Osttirol lebenden Autor*innen im Alter von 17 bis 40 Jahren (Dramatik) und von 17 bis 30 Jahren (Lyrik). Der Wettbewerb wird in zwei Etappen durchgeführt: Auf die Ausschreibung im Herbst 2020 erfolgt im Frühjahr 2021 die Auswahl der Siegertexte. Der Preis in Höhe von jeweils 1.000 Euro für den besten Theatertext/die beste Lyrik wird von jeweils einer dreiköpfigen, internationalen Jury vergeben. Er wird von einem Coaching durch jeweils eine*n Mentor*in ergänzt. Die Coaches werden die beiden ausgewählten Autor*innen in ihrer Arbeit ein Jahr lang professionell begleiten. Durch das Coaching soll eine größere Nachhaltigkeit der literarischen Arbeit erzielt werden. Es können auch Theatertexte prämiert werden, die noch nicht abgeschlossen, aber von ihrer formalen wie inhaltlichen Intensität kraftvoll, originell und innovativ sind. Die Uraufführung des prämierten Theatertextes findet im Mai 2023 im Rahmen des Tiroler Dramatikerfestivals statt. Anschließend wird die Inszenierung an den Vereinigten Bühnen Bozen gezeigt. Die prämierte Lyrik wird in Form einer Lesung präsentiert. Preise gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse

Initiative der Vereinigten Bühnen Bozen und des Südtiroler Künstlerbundes

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In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Dramatikerfestival und Literaturhaus am Inn


Theater fĂźr Kinder und Jugendliche

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Zeichnung: MarameoLab

von Anah Filou Auftragswerk Uraufführung Premiere: 14. Nov 2020, Studio Vorstellungen: Bozen: 15., 20., 21, 22. Nov 20 UFO Bruneck: 27., 28. Nov 20 Stadttheater Meran: 30. Nov 20 Forum Brixen: 2. Dez 20 Kulturhaus Schluderns: 4. Dez 20 — jeweils um 16 Uhr Theaterstück für alle ab 7 Jahren In Zusammenarbeit mit dem UFO Bruneck


Regie Joachim Gottfried Goller Ausstattung Michaela Mandel Dramaturgie Ina Tartler Mit Sebastian von Malfèr, Viktoria Obermarzoner, Markus Weitschacher

Da war Eis oben. Eis oben? Die Katze erinnert sich nicht mehr genau, was der Nachbar, der Detektiv, letzte Nacht über die Entdeckung der Gletschermumie Ötzi erzählt hat. Sie war im Schoß ihrer Freundin, der Schauspielerin, eingeschlafen und hatte von einem super süßen Schokokuchen mit viel Eis oben geträumt. Sie mag es, mit der Schauspielerin viel Quatsch zu machen. Quatsch liebt sie wie Schokokuchen mit Eis oben. Wenn der schrullige Nachbar, der Detektiv, an seiner experimentellen Archäologie sitzt, etwas von Kupferbeil und Klimawandel in seinen Bart murmelt, versteht die Katze manchmal nur Miau! Sie sitzt darum viel lieber mit den Kindern im Theater, bewundert ihre Freundin, die Schauspielerin, wie sie im Licht der Scheinwerfer wundersame Geschichten über die Menschen erzählt. Eines Tages wandern die Schauspielerin, die Katze und der Nachbar, der Detektiv, hoch bis zum Gletscher, bis zum Eis oben am Berg, dorthin, wo Ötzi mehrere tausend Jahre lag. Die Dramatikerin Anah Filou führt die jungen Zuschauer*innen sprachverspielt und liebevoll heran an wichtige Themen unserer Gegenwart. Sie spannt den Bogen von der Kupferzeit ins Heute und blickt mit Kinderaugen auf unsere sich verändernde Natur und Lebenswelt. Ihr Stück „Am Hafen mit Vogel“ wurde für den Mülheimer KinderStückPreis 2020 nominiert.

Anah Filou *1989, lebt in Wien. Hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. Beständige Zusammenarbeit mit der Regisseurin Anna Laner als 3000THEATER. Uraufführungen am Theater Drachengasse Wien, am Hessischen Landestheater Marburg und am Kosmos Theater Wien. Mit „Am Hafen mit Vogel“ (Regie: Carola Unser) nominiert für den KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage 2020. „Ötzi und das Eis oben“ ist ihre erste Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Bozen. Joachim Gottfried Goller *1992, aufgewachsen in Kastelruth. 2014– 18 Regieassistent am Münchner Volkstheater und Studium der Geschichte in München. Seit 2018 Studium der Regie an der Universität Mozarteum Salzburg. Inszenierungen in Südtirol bislang am Theater in der Altstadt Meran, an der Dekadenz Brixen, der Carambolage Bozen und insbesondere für das Rotierende Theater. Seine Inszenierung „Die Hermannsschlacht“ wurde nominiert für das Festival Körber Studio Junge Regie 2020 in Hamburg.

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ohne Titel, Bozen – Bolzano

von Jutta Schubert Premiere: 8. Apr 2021, Studio Theaterstück für alle ab 13 Jahren Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs


Regie Philipp Jescheck Ausstattung Sina Barbra Gentsch Dramaturgie Friederike Wrobel Mit Südtiroler Jugendlichen

1942: Eine kleine Widerstandsgruppe aus Studierenden der Münchner Universität formiert sich – die Weiße Rose. Sie können nicht mehr tatenlos zusehen, wie sie alle durch ihr Schweigen das unmenschliche System des Nationalsozialismus und den Krieg unterstützen und rufen in heimlich gedruckten Flugblättern zum Widerstand gegen das NS-Regime auf. Während Sophie Scholl und ihr Bruder Hans in der Universität die restlichen Exemplare des sechsten Flugblatts der Weißen Rose verteilen, werden sie entdeckt und verhaftet. Ohne Rücksicht auf die drohende Todesstrafe nehmen die Geschwister in den folgenden Verhören die Verantwortung für die Aktionen der Gruppe ganz auf sich, um weder ihre Überzeugungen noch die anderen Mitglieder der Weißen Rose zu verraten. Sie wollen um jeden Preis ihre Freunde schützen. Gemeinsam mit Südtiroler Jugendlichen spürt Regisseur Philipp Jescheck den Mitgliedern der Weißen Rose nach: ihrem Mut, für die eigenen Ideale und Ideen einzustehen, ebenso wie ihren Träumen und Ängsten. Wie konnten diese jungen Menschen in ihren Widerstandsaktionen aussprechen, was so viele andere nicht wagten? Auch heute sucht die junge Generation eigene Wege, politisch aktiv zu werden – Fridays for Future ist dafür nur eines von zahlreichen Beispielen. Was bedeuten Widerstand und junge Protestbewegungen heute – 100 Jahre nach Sophie Scholls Geburtsjahr? Informationen und Anmeldung zum VBB-Jugendtheaterclub: judith.schwienbacher@theater-bozen.it

Jutta Schubert *1959 studierte Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Theaterwissenschaft. Sie arbeitete als Regieassistentin im Bochumer Ensemble von Claus Peymann, bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater in Wien. Seit 1987 ist sie freie Regisseurin und Dramaturgin. Sie veröffentlicht Theaterstücke, Libretti, Erzählungen und Lyrik, wofür sie zahlreiche Preise erhielt. Über die Weiße Rose verfasste sie neben dem Theaterstück auch den Roman „Zu blau der Himmel im Februar“. Philipp Jescheck *1982, Studium der Theaterwissenschaft und Psychologie. Von 2007-2009 war er Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seitdem ist er als freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Theater an der Effingerstrasse Bern und in der freien Szene in München tätig. An den VBB inszenierte er zuletzt „Werther“ nach J.W. von Goethe, „Der Weibsteufel“, „Die Räuber“ und „Auerhaus“.

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Zeichnung: MarameoLab

nach dem Roman von Maxi Obexer Wiederaufnahme Mobiles Stück für Schulen auf Anfrage


Regie, Fassung, Ausstattung Joachim Gottfried Goller Dramaturgie Ina Tartler Mit Patrizia Pfeifer

Eine Frau Ende vierzig sitzt im Zug von Italien nach Deutschland. Sie lebt in Berlin, liebt Frauen, vermisst ihren Hund und schreibt. Ihr größter Wunsch ist ein freies Europa. In Berlin wird sie im Kreuzberger Rathaus ihren deutschen Pass in Empfang nehmen. Sie wird deutsche Staatsbürgerin mit Pflichten und Rechten und feierlich ihren Eid ablegen auf die Verfassung. Sie wird ihr Wort geben, dass ihr das Land, in dem sie lebt, nicht gleichgültig ist. Sie denkt nach. Während der Zugfahrt kehren die Jahre ihres Einwanderns zurück, die Zeiten des Übergangs vom Fremden ins Vertraute, Menschen und Momente, die aufblitzen und erkennen lassen, wie ihr Leben und sie selbst sich gewandelt haben. Kurz vor der italienisch-österreichischen Grenze steigen sechs junge Männer dazu; sie könnten Jugendliche sein auf dem Weg zum Fußball oder zum Trompetenunterricht. Sie sind es nicht. Doch was trennt diejenigen, die nach Europa einwandern, von denen, die es innerhalb Europas tun? Was bedeutet es, zu gehen? Und was heißt ankommen? „Europas längster Sommer“ (2017) ist Maxi Obexers zweiter Roman. Ausgehend von der eigenen Biografie, reflektiert die Südtiroler Autorin klug und nachdenklich, bedrückend und gleichzeitig ermutigend, wie ein Europa sein müsste, damit die einen nicht mehr privilegiert und die anderen nicht mehr nur benachteiligt sind. Der Text wurde 2017 für den Bachmannpreis nominiert. 2019–20 erfreute sich die Inszenierung von Joachim G. Goller großer Beliebtheit und sorgte für wertvollen Diskussionsstoff an Südtirols Oberschulen.

Maxi Obexer *1970 in Brixen. Autorin von Theaterstücken, Prosa, Essays und Hörspielen sowie Gründerin des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben, Nids. Zahlreiche Gastprofessuren u.a. an der Georgetown University in Washington, D.C., am Dartmouth College, New Hampshire, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Zu ihren Werken zählen u.a. „Das Geisterschiff“, „Gehen und Bleiben“, „Illegale Helfer“. Ihr Debütroman „Wenn gefährliche Hunde lachen“ erschien 2011. Joachim Gottfried Goller *1992, aufgewachsen in Kastelruth. 2014–18 Regieassistent am Münchner Volkstheater und Studium der Geschichte in München. Seit 2018 Studium der Regie an der Universität Mozarteum Salzburg. Inszenierungen in Südtirol bislang am Theater in der Altstadt Meran, an der Dekadenz Brixen, der Carambolage Bozen und insbesondere für das Rotierende Theater. Seine Inszenierung „Die Hermannsschlacht“ wurde nominiert für das Festival Körber Studio Junge Regie 2020 in Hamburg.

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Europas längster Sommer

Patrizia Pfeifer Wenn „alles gut wird“ dann bin ich zuversichtlich, dass vieles, das gut ist, auch so bleibt.

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Ötzi und das Eis oben

Markus Weitschacher Viel mehr Humor und Blödelei in allen Lebenslagen, zu jeder Zeit, durch alle Bevölkerungsschichten hindurch.

Viktoria Obermarzoner Mit Schirm, Schmarrn e molto sole! Lassen wir gemeinsam unsere Kulturlandschaft erblühen!

Sebastian von Malfèr Ich wünsche mir, dass das Morgen nicht das Ende von gestern sei.

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Theater ist ein Ort des gemeinsamen Erfahrens, des gemeinsamen Sehens, des gemeinsamen Nachdenkens – und dafür braucht es gerade nach der Corona-Krise den Austausch mit Ihnen, unserem Publikum! Sie wollten immer schon mehr darüber erfahren, wie es im Theater läuft? Wie Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Autor*innen ticken? Was unsere Dramaturginnen machen? Welche „Rolle“ Technik und Kostüme spielen und woher sie kommen? Sie möchten einen Blick hinter die Kulissen wagen? Dann sind Sie bei uns richtig, denn was Sie auf der Bühne sehen, ist nur die Spitze des Eisberges! Wir entführen Sie gerne in eine Welt der Fantasie und der Kreativität, öffnen neue Perspektiven und Aspekte und sind dabei immer am Puls der Zeit. Es ist uns ein Anliegen, die aufregende Welt des Theaters, die damit verbundenen Emotionen und Erkenntnisse mit Ihnen auch unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbestimmungen zu teilen. Die VBB Theaterfreunde unterstützen uns nicht nur materiell, sondern auch ideell als wertvoller Gesprächs- und Kommunikationspartner. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig. Wenn Ihnen die Zukunft der Vereinigten Bühnen Bozen am Herzen liegt, Sie sich über den Vorstellungsbesuch hinaus engagieren und einbringen möchten, Sie unsere Arbeit schätzen und diese intensiv begleiten möchten, treten Sie unserem Kreis der Theaterfreunde bei! Wir haben uns trotz der aktuellen Coronabestimmungen ein ansprechendes Programm überlegt. Mit Ihrer ideellen und finanziellen Unterstützung stärken Sie nicht nur die künstlerische Vielfalt, sondern helfen auch mit, jungen und lokalen Talenten eine Chance zu geben. Durch ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm, das sich über die gesamte Spielzeit erstreckt, genießen Sie zahlreiche Vorteile und Vergünstigungen. Außerdem freuen wir uns, den Filmclub Bozen zu unseren Partnern zählen zu dürfen, der allen Theaterfreund*innen ein ansprechendes Programm zum Vorteilspreis bietet. 48


Der Freundschaftsbeitrag für eine Spielzeit beträgt 60 Euro, bei Anmeldung zu zweit zahlen Sie 100 Euro.

·

Tickets zum Freundschaftspreis

· Exklusive Programmpräsentation der neuen Theatersaison · Nach Möglichkeit Probenbesuche, Führungen, Theaterfahrten, „Meet and Greet“ mit den Künstler*innen · Persönlicher Austausch mit der Intendantin, den Dramaturginnen und dem VBB-Team in verschiedensten Bereichen ·

Ein Freigetränk pro Vorstellungsbesuch

·

Ermäßigungen für Veranstaltungen des Teatro Stabile di Bolzano und der Stiftung Haydn von Bozen und Trient

· Vorteile im Filmclub Bozen: 1 Gutschein für einen freien Eintritt, alle Filmvorstellungen zum ermäßigten Preis sowie exklusive Programmangebote

Katharina Hiller 0471 065 323 katharina.hiller@theater-bozen.it Waltraud Staudacher 333 880 2746 waltraud.staudacher@theater-bozen.it

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Einiges ist anders, vieles bleibt gleich! Wir öffnen unsere Tore – mit einheitlichen Ticketpreisen für alle Veranstaltungen!

Ab 21. September 2020: Start des Vorverkaufs für die Vorstellungen bis 30. Jänner 2021 Ab 1. Dezember 2020: Start des Vorverkaufs für die Vorstellungen bis Ende der Saison

Abo-Information Wir haben entschieden, in der Folge von Covid-19 unsere Spielzeit-Abonnements für die Saison 2020-21 auszusetzen, da die Sitzkapazität in unseren Sälen eingeschränkt ist. Ihre Sitzplätze bleiben für das Abonnementjahr 2021-22 erhalten und können nächstes Jahr wieder bestätigt werden. Ab dem 14. September 2020 räumen wir unseren bisherigen Abonnent*innen als besonderen Treuebonus ein Vorkaufsrecht ein. So kommen unsere Abonnent*innen in den exklusiven Genuss, sich ihre Tickets zu sichern, obwohl es aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen in allen Spielstätten nur ein reduziertes Sitzplatzangebot gibt. Unser Ticketing-Büro ist die beste Anlaufstelle für Ihre Fragen. Wir beraten Sie gerne zu unserem Programm und unseren Angeboten!

Wir schützen Sie und uns! Wir freuen uns, dass Sie zu einer Aufführung der Vereinigten Bühnen Bozen kommen! Zum Schutz Ihrer und unser aller Gesundheit berücksichtigen wir selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben, damit Sie die Vorstellung entspannt genießen können und sich bei uns sicher und wohl fühlen. Sie finden alle aktuellen Sicherheitsmaßnahmen auf unserer Homepage! 50


Preise 1. SPIELZEITHÄLFTE — Vorverkauf ab 21. Sep 2020 Normal

Ermäßigt

Under 26

€ 15

€ 10

€6

Biedermann und die Brandstifter Im Treibsand – Loslassen Blasmusikpop Gott Theaterstück für alle ab 7 Jahren

Ötzi und das Eis oben

Normal

Under 26

€ 10

€6

2. SPIELZEITHÄLFTE — Vorverkauf ab 1. Dez 2020 Normal

Ermäßigt

Under 26

€ 15

€ 10

€6

Christoph Kolumbus Die Weiße Rose Wege(n) der Liebe – Love in Südtirol sprech im wald „I Feel Love – Musical mit den Hits von Giorgio Moroder“: Preise werden noch bekannt gegeben.

Alle gültigen Ermäßigungen finden Sie auf unserer Homepage www.theater-bozen.it

Bei Kartenkauf sind wir aufgrund der aktuellen Vorgaben zur Aufnahme Ihrer persönlichen Daten verpflichtet. Reservierte Karten müssen bis zu einem Tag vor der Vorstellung bezahlt werden, ansonsten gehen sie wieder in den freien Verkauf. Bezahlte Karten werden an der Abendkasse hinterlegt und können nicht storniert oder umgetauscht werden. Sollten Veranstaltungen aufgrund der Covid-19-Situation abgesagt werden, werden die Kosten für die Eintrittskarten zurückerstattet. 51


Vorverkauf Über unseren Ticketing Partner Stadttheater Bozen • Online (bevorzugt) www.ticket.bz.it einmalige Registrierung ist erforderlich Zahlung nur mit Kreditkarte möglich Print@Home: Vermeiden Sie die Warteschlange an der Abendkasse! QR-Code: Lassen Sie den QR-Code Ihres Tickets von Ihrem Smartphone direkt am Eingang zum Saal abscannen. •

An der Theaterkasse Öffnungszeiten: Di bis Fr 11–14 und 17–19 Uhr, Sa 11–14 Uhr Verdiplatz 40, 39100 Bozen

Unser Ticketing-Büro • Telefonisch unter +39 0471 065320 von Mo bis Fr 9–13 Uhr und 14–17 Uhr • Via Mail reservierung@theater-bozen.it • Abendkasse Restkarten können ab einer Stunde vor der jeweiligen Vorstellung an der Abendkasse erworben werden. •

Weitere Vorverkaufsstellen 13 Filialen der Südtiroler Sparkasse: Bozner Filialen (Gries, Point 12 und Romstraße), Brixen, Bruneck, Eppan, Neumarkt, Leifers, Meran, Schlanders und Sterzing sowie in Trient und Rovereto Tourismusbüro Bozen (Handelskammer)

THEATER ALS GESCHENK Lust auf Kultur! Machen Sie Bekannten, Freund*innen, Familien, Nachbar*innen, Mitarbeiter*innen eine besondere Freude mit einem Kulturgenuss – mit Tickets für Veranstaltungen der Vereinigten Bühnen Bozen! Infos zu einem Gutschein für einen Theaterbesuch über: reservierung@theater-bozen.it

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Andrea Malfertheiner 0471 065330 andrea.malfertheiner@theater-bozen.it


Die Vereinigten Bühnen Bozen verfügen über einen gut sortierten Kostümfundus. Über 10.000 Kostüme und Kostümteile – vom Alltagskleid bis zu historischen Gewändern – sind im Laufe der Jahre in den Werkstätten der Vereinigten Bühnen Bozen angefertigt worden. Gegen Entgelt verleihen wir die Kostüme an Theatergruppen, Vereine, Schulen und Privatpersonen. Öffnungszeiten 24. August 2020 bis 11. Juni 2021 Montag und Donnerstag 16–19 Uhr, Freitag 10–13 Uhr Zur Faschingszeit verlängerte Öffnungszeiten! 1. Februar 2021 bis einschließlich Rosenmontag, 15. Februar 2021 Montag bis Freitag 9–11 Uhr und 15–18 Uhr Der VBB-Kostümfundus befindet sich im Untergeschoss des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums: Roenstraße 12, 39100 Bozen

Martina Varesco 0471 262 566 martina.varesco@theater-bozen.it

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Irene Girkinger Intendanz

Christa Delmonego Verwaltungsleitung

Barbara Weis Präsidentin

Tobias Demetz Technische Leitung

Oliver Mölter Leitung Kostümabteilung

Judith Gögele Schmid Vizepräsidentin

Ina Tartler Leitung Dramaturgie

Elisabeth Thaler Friederike Wrobel Dramaturgie

Beatrix Christanell Eduard Demetz Alexander Gasser Irene Girkinger Margit Oberrauch Günther Rautz Vorstandsmitglieder

Erna Cuesta Kommunikation Judith Schwienbacher Disposition Katharina Hiller Künstlerisches Betriebsbüro  / Direktionsassistenz

Stephen Lloyd Musikalische Beratung Samantha Zen Rechnungswesen

Andrea Malfertheiner Ticketing

N.N. Personalwesen

Annamaria Anderlan Übersetzungen

Anna Wegscheider Besucherservice

Gottfried Mair Leitung Werkstatt

Josef Rabensteiner Bühnenbau

Valentina Mochen Requisite

Estera Plachciak Veranstaltungstechnik

Catja Monteleoni Maske

Johanna Dalvai Barbara Estveller Veronika Falser Schneiderei

Ursula Tavella Garderobe Martina Varesco Kostümfundus

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Manuela Dasser Assistenz Kommunikation

Birgit BragagnaSpornberger Joachim Knoll Benjamin Steinmair Rechnungsprüfer*innen Beatrix Christanell Norbert Clementi Eduard Demetz Alexander Gasser Judith Gögele Schmid Georg Hesse Erich Innerebner Elisabeth Ladinser Berta Linter Norbert Marth Margit Oberrauch Arthur Pernstich Günther Rautz Johann Rieper Gertrud Rottensteiner Thomas Seeber Martha Stocker Helga von Aufschnaiter Luis Walcher Barbara Weis Hansi Winkler Mitgliederversammlung


Vereinigte Bühnen Bozen Verdiplatz 40, 39100 Bozen +39 0471 065 320 www.theater-bozen.it info@theater-bozen.it Die Veranstaltungen der Vereinigten Bühnen Bozen finden, wenn nicht anders angegeben, im Stadttheater Bozen statt. Zug- und Busbahnhof befinden sich in unmittelbarer Nähe, eine Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos möglich. Öffnungszeiten 

Verleger und Herausgeber 

Mo bis Fr 9 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr

Vereinigte Bühnen Bozen www.theater-bozen.it

Intendanz Irene Girkinger Redaktion Dramaturgie, Kommunikation, Ticketing, Disposition Konzept und grafische Gestaltung Lupo Burtscher Murals Egeon Druck Druckerei Ferrari-Auer, Bozen

Institutional partners

Supported by

Rechtsanwaltssozietät Brandstätter, Dr. Thomas Seeber Media partner

Sponsored by

Stand: 8. September 2020 Änderungen vorbehalten

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IHRE 5‰ FÜR UNSER THEATER! Auf unseren Bühnen werden Perspektiven gewechselt, Gedanken formuliert und demokratische Werte vermittelt � in der heutigen Zeit aufgrund von wachsendem Populismus und Manipulation immer wichtiger werdende Aspekte. Unser Kinder- und Jugendprogramm soll die nächsten Generationen anregen, ihre eigenen Kräfte zu entdecken, Selbstvertrauen zu gewinnen und Spaß am kreativen und politischen Tun zu entwickeln. Bitte helfen Sie uns bei der Umsetzung dieser Ideen mit Ihrer Spende!

Steuer-Nr. 01448840213

Die Vereinigten Bühnen Bozen sind ein ehrenamtlicher bzw. nicht gewinnbringender Verein. Geben Sie unsere Steuernummer auf lhrer Steuererklärung an und unterstützen Sie unsere Arbeit ohne Mehrkosten. 56


Wir geben unsere Energie fĂźr kulturelle Vielfalt in SĂźdtirol.


Unsere Kulturlandschaft ist einzigartig Wir fördern Sie.

www.dolomiten.it Die „Dolomiten“ bringen mehr


Biedermann und die Brandstifter Im Treibsand — Loslassen Blasmusikpop Gott Toteis Christoph Kolumbus I Feel Love Wege(n) der Liebe — Love in Südtirol sprech im wald Ötzi und das Eis oben Die Weiße Rose Europas längster Sommer

Profile for Vereinigte Bühnen Bozen

Vereinigte Bühnen Bozen Spielzeit 2020-2021  

Das deutschsprachige Berufstheater in Bozen, die Vereinigten Bühnen Bozen (kurz VBB), sind der größte deutsche Sprechtheaterbetrieb im Stadt...

Vereinigte Bühnen Bozen Spielzeit 2020-2021  

Das deutschsprachige Berufstheater in Bozen, die Vereinigten Bühnen Bozen (kurz VBB), sind der größte deutsche Sprechtheaterbetrieb im Stadt...

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