Spielzeitheft 2021-22 Vereinigte Bühnen Bozen

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Spielzeit 2021–22

Ed è subito sera, Egeon Laives

Spielzeit 2021–2022


PROGRAMMÜBERSICHT

6-39 STÜCKE UND PROJEKTE 40 VORSTELLUNGSTERMINE 2021-22 41-51 THEATER FÜR KINDER UND JUGENDLICHE 52 POEM AN DAS LEBEN 54 VBB THEATERFREUNDE 56 TICKETINFOS 59 KOSTÜMFUNDUS 60 VBB TEAM & VORSTAND 61 KONTAKT

Instagram: @vbbozen Facebook: @vereinigte.buehnen.bozen

Foto Cover: Egeon Mantra

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Das Motto unserer letzten Spielzeit „Make It Happen“ – eine Textzeile aus dem von Giorgio Moroder produzierten Welthit „What a Feeling“ – war als Einladung und Ermutigung gemeint, nach dem ersten großen Lockdown im Frühjahr 2020 wieder ins Theater zu kommen. Wir haben gedacht, dass das Schlimmste vorbei ist. Nun, ein Jahr später, sitzen uns einige Lockdowns und vor allem ein halbes Jahr Verbot von kulturellen Veranstaltungen in den Knochen. Und wir hoffen wieder, dass das Schlimmste überstanden ist. Und das ist gut so und muss auch so sein. Denn wir müssen die Pandemie überwinden. Darum kümmert sich die Wissenschaft mit größter Anstrengung, aber darum muss sich auch jede*r Einzelne kümmern – und die Kunst: Sie ist gerade in schwierigen Zeiten gefordert und muss stattfinden können und dürfen! Weil Kunst besonders jetzt dafür da ist, aufmerksam zu beobachten, Denkanstöße zu geben, Perspektiven aufzuzeigen, die Fantasie anzufachen, Mut zu machen und Zuversicht zu geben, damit wir hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Wir durften das letzte Jahr zumindest hinter den Kulissen weiterarbeiten, proben, vorbereiten. Damit wir nun mit einem abwechslungsreichen und ansprechenden Programm bereit sind für einen „neuerlichen“ Neustart in die Theatersaison 2021-22. Wir blicken positiv in die Zukunft und haben uns noch einmal aus einem von Giorgio Moroders Hits, nämlich Kylie Minogues „Right Here, Right Now“ eine Botschaft für die neue Saison geliehen:

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns nach dieser langen Durststrecke viel Sonne für alle Lebensbereiche und fürs Theater!

Wir freuen uns auf die neue Saison! Irene Girkinger und das gesamte Team der VBB


Unser Programm

6 Kurator: Nicola Bremer 13. bis 19. Sep 2021, öffentliche Plätze in Südtirol

8 Musical mit den Hits von Giorgio Moroder Buch von Stefan Vögel Uraufführung, Auftragswerk Musikalische Leitung: Stephen Lloyd Regie: Andreas Gergen Premiere: 17. Sep 2021, Großes Haus Wiederaufnahme: 23. Apr 2022, Großes Haus

14 Uraufführung Regie: Rudolf Frey Premiere: 9. Okt 2021, Studio

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von Edith Moroder Wiederaufnahme Regie: Christian Mair Premiere: 23. Okt 2021, Probebühne im 7. Stock

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Blasmusikoper von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser Uraufführung, Auftragswerk Musikalische Leitung: Georg Thaler Regie: Alexander Kratzer & Christian Mair Premiere: 30. Dez 2021, Großes Haus


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von Éric-Emmanuel Schmitt Wiederaufnahme Regie: Philipp Jescheck Premiere: 21. Jan 2022, Studio

30 Oper von Manuela Kerer, Libretto von Martin Plattner Uraufführung, Auftragswerk Produktion: Stiftung Haydn von Bozen und Trient Musikalische Leitung: Walter Kobéra Regie: Mirella Weingarten Premiere: 16. Mrz 2022, Großes Haus

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von Alexander Eisenach nach Sophokles Auszüge aus Sophokles' „König Ödipus“, „Ödipus auf Kolonos“ und „Antigone“ übersetzt von Kurt Steinmann Regie: Carina Riedl Premiere: 26. Mrz 2022, Studio

38 Uraufführung Regie: Christian Mair Eine Produktion des VBB-Theaterclubs Premiere: 27. Mai 2022, Gasthäuser in Südtirol

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Theater für Kinder und Jugendliche

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von Anah Filou Uraufführung, Auftragswerk Regie: Joachim Gottfried Goller Premiere: 20. Nov 2021, UFO Bruneck

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von Jutta Schubert Regie: Philipp Jescheck Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs Premiere: 12. Feb 2022, Studio

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nach dem Roman von Maxi Obexer Wiederaufnahme Regie: Joachim Gottfried Goller mobiles Stück für Oberschulen / digitale Live-Performance für Oberschulen

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von Fabrice Melquiot Wiederaufnahme Regie: Agnes Mair mobiles Stück für Mittelschulen


Wir schreiben immer noch besondere Zeiten. Und besondere Zeiten bedingen einen besonderen Spielplan. Dazu einen langen Atem und ein außergewöhnliches Maß an Kreativität, Flexibilität und Spontaneität. Auch die vergangene Saison hat gezeigt, wie schnell das Planbare unplanbar werden kann. Das Programm steht nun und weitgehend auch die Vorstellungsdaten. Aber: „Nix ist fix“ – Papier geduldig. Die Termine und Aufführungsorte in diesem gedruckt vorliegenden Spielzeitheft 2021-22 können Änderungen unterliegen.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden. Wo & Wie? Aktuelle Informationen - Updates - Theaterinsides

SEE THE SUN RISE E in Motto & E ine Einladung wieder T heater zu genießen, wieder H offnung zu teilen, wieder E motionen gemeinsam zu erleben.

S ehen, hören und lesen Sie von U ns auf allen analogen und digitalen Bühnen mit N ews & Newsletter: Begleiten Sie unser Tun vor und hinter den Kulissen.

R ufen Sie uns an, wenn Sie das persönliche Gespräch suchen und Fragen haben,

I nstagram, Facebook & Co halten mit Posts, Tweets, Likes, Shares, Tags, Adds, Chats, Streams und Podcasts Kontakt zu Ihnen. S eien Sie im Bilde und mit unseren Geschichten vernetzt. E rfahren Sie alles Wissenswerte auf unserer Homepage und erhalten Sie aktuelle Informationen aus der VBB-Theaterwelt!

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13. bis 19. Sep, auf öffentlichen Plätzen in Bozen Waltherplatz, Brixen Domplatz, Meran Thermenplatz, Bruneck Am Graben, Sterzing Hauptplatz, Klausen Auf der Frag, Leifers Weißensteinerstraße 24, Glurns Hauptplatz Koproduktion mit dem Festival Transart und dem Südtiroler Künstlerbund


Kurator Nicola Bremer Gestaltung Telefonkabinen Marlies Baumgartner, Robert Engl, Peter |||KOMPRIPIOTR||| Holzknecht, Heinz Innerhofer & Christina Auer, Ingrid Klauser, Peter Paul Pedevilla alias Peter Verwunderlich, Laura Volgger, Wolfgang Zingerle Dramaturgie Friederike Wrobel Konzept Transart Festival Mit Menschen aus ganz Südtirol

Was wäre, wenn Sie die Möglichkeit bekämen, in einer kurzen intensiven Begegnung in das Leben einer Ihnen unbekannten Person einzutauchen? Welche Fragen würden Sie stellen? Welche Antworten würden Sie selbst geben? Welche Gemeinsamkeiten könnten Sie finden – oder leben Sie vielleicht am selben Ort und doch in zwei völlig unterschiedlichen Welten? Eine Telefonkabine, eine Liste und verschiedenste Personen, die Sie anrufen können. Auf öffentliche Plätze in den Städten bringt „Give me a call“ die Telefonkabinen zurück, gestaltet von Südtiroler Künstler*innen. „Es gibt etwas an Erzählungen, das uns erlaubt, uns einer anderen Seele und der Welt verbunden zu fühlen“, schreibt David Foster Wallace. Die Telefonkabine schafft einen Ort des Privaten, ein Vakuum von Intimität inmitten des Trubels des öffentlichen Raums. Sie eröffnet die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit einer fremden Person – einem Menschen, den Sie entdecken und befragen, dem Sie zuhören können und der Ihnen zuhört. Wie gestaltet sich das Leben als Fernfahrer*in, Krankenpfleger*in, Politiker*in, Schüler*in? Wie geht es Ihnen selbst an diesem Ort, in dieser Zeit? Welche Türen können Ihre beiden Stimmen öffnen? In einer Zeit, in der wir durch die Pandemie noch stärker vereinzelt werden, Kontakt nur im engsten Kreis stattfindet und die sozialen Medien als kommunikative Einbahnstraße dienen, bietet „Give me a call“ die Chance, wieder eine Sprache füreinander zu finden und dem*r Fremden am anderen Ende der Leitung mit Offenheit und Neugierde zu begegnen. Eine einmalige Erfahrung des Austausches von Gedanken und Geschichten, die sonst vom Lärm der Welt übertönt würden. Die Telefonkabinen sind sieben Tage von 10:30 – 12:30 Uhr und von 17:00 – 19:00 Uhr geöffnet. Nehmen Sie den Hörer ab und rufen Sie an! Informationen zu den genauen Standorten finden Sie auf der Homepage des Festivals Transart und der VBB.

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I Feel Love, ab 2021 in Bozen – Bolzano

Musical mit den Hits von Giorgio Moroder Buch von Stefan Vögel Uraufführung, Auftragswerk Premiere: 17. Sep 2021 — 20 Uhr, Großes Haus Vorstellungen bis 26. Sep Wiederaufnahme: 23. Apr 2022 — 20 Uhr, Großes Haus Vorstellungen bis 7. Mai Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient


Musikalische Leitung Stephen Lloyd Regie Andreas Gergen Bühne und Projektion Jürgen Franz Kirner Kostüme Aleksandra Kica Choreografie Marcel Leemann Arrangements Roberto Zecchinelli, Stephen Lloyd Licht Micha Beyermann Dramaturgie Ina Tartler, Friederike Wrobel Mit Lisa Antoni / Merle Hoch, Martin Berger, Jil Clesse, Masha Karell, Sarah Merler, Cornelia Mooswalder, Benjamin Oeser, Peter Lewys Preston, Sebastian Smulders, Michael Souschek, Ariane Swoboda, Doris Warasin, Lukas Weinberger, Andreas Wolfram

„Giulio’s Cave“, der letzte Tanztempel des Disco-Besitzers Giulio, thront auf den Klippen des Mittelmeers. Früher schwitzten hier die tanzenden Massen zu den Beats, nun hört man die Brandung der Wellen. Trotz ausbleibender Gäste glaubt Giulio so fest an seinen Traum vom nie endenden Disco-Sound, dass er das letzte Geld der Familie in einen rettenden Plan steckt: Er lädt talentierte Sänger*innen zu einem Casting für eine neue Disco-Gruppe ein, die ihn zu alten Höhen hinauftragen soll. Als seine Frau Hannah davon Wind bekommt, steht auf einmal noch viel mehr auf dem Spiel und sein Sohn Raffaele wähnt sie alle bereits in der „Danger Zone“, als zehn Gestalten auf der Tanzfläche erscheinen, eine schräger als die andere. Mit „Hot Stuff“, „What a Feeling“ und „Love to Love You, Baby“ geben sie alles, um sich in die Gruppe zu singen und Giulio den Atem zu rauben – doch wird das am Ende auch die Fachpresse überzeugen und dem Disco-Sound sein fulminantes Comeback bescheren? Mit seinen Hits schreibt der aus Gröden stammende Songwriter und Produzent Giorgio Moroder Musikgeschichte. Mit ihm brechen zahlreiche Disco-Queens, allen voran die amerikanische Pop-Diva Donna Summer, zu ungeahnten Disco-Himmel-Höhen auf und eine Ära des Synthesizer-Sounds an, die den weltweiten Dancefloor beben lässt – damals wie heute. In den bewährten Händen des deutschen Regisseurs Andreas Gergen und des erfahrenen Autors Stefan Vögel widmen wir Giorgio Moroder von Herzen diese Hommage, die infolge von Covid-19 nun in dieser Spielzeit zur Uraufführung kommt.

Stefan Vögel *1969 in Bludenz, wandte sich nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik dem Theater zu. Bald machte er sich als erfolgreicher Theater- und Drehbuchautor einen internationalen Namen, seine Tragikomödie „Arthur & Claire“ wurde 2018 fürs Kino verfilmt. Vögels Stück „Die Niere“ war zuletzt in fast 30 verschiedenen Inszenierungen zu sehen. Als Kabarettist ist er auch auf der Bühne zu sehen. Andreas Gergen war von 2011-17 Operndirektor des Salzburger Landestheaters. Zu seinen wichtigsten Regiearbeiten zählen „I Am From Austria“, „Don Camillo & Peppone“ und „Der Besuch der alten Dame“ für die Vereinigten Bühnen Wien, in Salzburg „La Traviata“ und „La Bohéme“ im Haus für Mozart und „Carmen“ in der Felsenreitschule sowie „Viktoria und ihr Husar“ für die Seefestspiele Mörbisch. Mittlerweile hat er über 80 Opern, Operetten, Musicals und Schauspiele inszeniert.

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I Feel Love

Doris Warasin Von den meisten Dingen wissen wir, dass sie kommen. Aber wie spannend sind doch die, von denen wir nicht den leisesten Schimmer haben!

Lisa Antoni Manchmal hat man im Leben das Gefühl vor einer Wand zu stehen, aber wenn man seinen Blickwinkel ändert und das Leben mit Humor zu nehmen versucht, gibt es viele schöne unverhoffte Dinge zu sehen!!

Merle Hoch „Jeder braucht einen Grund, um weiterzumachen“, sagte das Pferd. „Was ist eurer?“ „Ihr Drei“, sagte der Fuchs. „Nach Hause kommen“, sagte der Junge. „Kuchen“, sagte der Maulwurf. — Charlie Mackesy

Benjamin Oeser 10


Mit unserem Publikum haben wir begonnen das POEM AN DAS LEBEN zu schreiben... Unsere Darsteller*innen haben wir dazu ermuntert, es bildlich weiter zu schreiben. Was macht unsere Welt schön? Was macht das Leben wertvoll? Wonach sehnen wir uns?

Martin Berger Here’s to life, the greatest wonder of all!! Ecco la vita, la meraviglia più grande di tutte!! Auf das Leben, das größte aller Wunder!!

Michael Souschek Immer viel lachen, am besten über sich selbst.

Ariane Swoboda Was mich durch die Zeit getragen hat war: Niente ferma la donna.

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I Feel Love

Sebastian Smulders Leben ist für mich, dass ich weiß: Egal wie traurig und schwierig es manchmal ist – es geht immer weiter und nach einem Tal kommt auch immer wieder ein Berg. Sarah Merler Der Sprung ins kalte Wasser! #neueswagen

Masha Karell

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Peter Lewys Preston Den Moment wertschätzen und einfach sein.


Lukas Weinberger Es gibt nichts Schöneres, als der Sonne beim Aufgehen zuzusehen.

Andreas Wolfram Das Lebenswerteste auf unserer Welt ist ihre unergründliche Vielfältigkeit jeden Tag ein kleines, neues Wunder.

Cornelia Mooswalder

Jil Clesse Für jeden Moment, in dem ich mich verbunden fühle mit mir und meinem Feuer. Momente mit liebsten Freunden, wenn die Wintersonne mich wärmt, wenn die Meeresbrise mich aufatmen lässt, wenn ich inspiriert werde, wenn ich etwas Neues kreiere. 13


Coltura, Rosà

Uraufführung Premiere: 9. Okt 2021 — 20 Uhr, Studio Vorstellungen bis 22. Okt


Regie Rudolf Frey Bühne, Kostüme, Video Ayşe Gülsüm Özel Choreografie Sarah Merler Licht Micha Beyermann Dramaturgie Ina Tartler Mit Pasquale di Filippo, Christoph Kail, Alessandra Limetti, Sarah Merler, Patrizia Pfeifer, Peter Schorn

Nel mezzo del cammin di nostra vita … Dante schreibt sich schon mit dem ersten Vers seiner vor rund 700 Jahren entstandenen „Göttlichen Komödie“ in die Mitte unseres Lebens ein. Wir sind gemeint, unser Leben, wir Menschen heute, hier und jetzt. Der Dichter lädt uns ein, mit ihm eine große Jenseitsreise anzutreten. Sie führt durch die Hölle, über den Läuterungsberg ins Paradies. Er lädt uns ein, in hundert Gesängen die Welt zu erkunden, unser alltägliches Handeln zu befragen, unser Wünschen und Wollen, unser Menschsein zu verstehen. Dante geht an der Seite des zukunftskundigen Dichters Vergil. Er geht und sieht. Und während Dante aus dem Jenseits berichtet, sagt er seit Jahrhunderten ganz unerwartet viel über das Diesseits aus, über die Fehlbarkeit des Menschen, über Machtmissbrauch, Korruption, soziale Sünden und Unrecht. Virtù und canoscenza sind der Antrieb dieser Wanderung, Liebe ist die große Sehnsucht und Angst der stille Wegbegleiter. Erschöpft und überfordert von dem oft schaudervollen Weg, fällt der Dichter immerzu in eine ihm Heil bringende Ohnmacht. Er schläft. „Dante:Dreams“ ist eine atmosphärisch dichte, transdisziplinäre Performance anlässlich des 700. Todestags des großen Dichters. Sechs Schauspieler*innen (dt / it) suchen ihren Dante. Sie lassen sich von Motiven, Themen, Figuren, Geschichten oder Stimmungen aus allen drei cantiche der „Göttlichen Komödie“ inspirieren und entwickeln einen Theaterabend, der zwischen Traum und Alptraum changiert, ganz nah bei uns ist und dennoch ein Dante-Universum öffnet, das gleichermaßen verstört wie erstaunt.

Dante Alighieri * im Mai oder Juni 1265 in Florenz, er war Dichter, Theologe, Philosoph, Vater von vier Kindern und am politischen Leben seiner Vaterstadt aktiv beteiligt. 1302 wird er staatsfeindlicher Umtriebe bezichtigt, sämtlichen Ämtern enthoben und zu einer Geldbuße verurteilt. Als er das Urteil nicht anerkennt, wird er zum Tode verurteilt. Es beginnt die Zeit eines langen Exils, in der er „De vulgari eloquentia“ und „Convivio“ (beide unvollendet) sowie das Meisterwerk „La Commedia“ schreibt. Dante gilt als „Vater“ der italienischen Sprache. Er starb am 14. September 1321 in Ravenna. Rudolf Frey *1983 in Salzburg, arbeitet als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater, u.a. an der Staatsoper Stuttgart, am Schauspielhaus Wien, Gärtnerplatztheater München, Vorarlberger Landestheater Bregenz, Tiroler Landestheater Innsbruck. 2013 erhielt er den Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er zuletzt das Musical „Sunset Boulevard“ und „Radetzkymarsch“.

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Dante:Dreams

Sarah Merler Kirschen essen: ehrlich herrlich und ein bisschen gefährlich.

Pasquale di Filippo All the world’s a stage. — William Shakespeare

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Peter Schorn Sich klein fühlen.


Christoph Kail O ew’ges Licht, das du in dir nur ruhest, Allein dich selbst erkennst, und dich, erkannt Sowie erkennend, liebest und dir lächelst! — Dante Alighieri

Alessandra Limetti To see a world in a grain of sand And a heaven in a wild flower, Hold infinity in the palm of your hand, And eternity in an hour. — William Blake, Auguries of Innocence

Patrizia Pfeifer Die Gewissheit zu haben, dass man den richtigen Beruf gewählt hat.

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Il mondo in testa, Bologna

von Edith Moroder Wiederaufnahme Fassung von Brigitte Knapp Premiere: 23. Okt 2021 — 20 Uhr, Probebühne im 7. Stock Vorstellungen bis 31. Okt Koproduktion mit dem Verein ASAA — Alzheimer Südtirol Alto Adige


Regie Christian Mair Ausstattung Mirjam Falkensteiner Musik und Gesang Barbara Zanetti Video Luca Bellemo Licht Tobias Demetz Dramaturgie Friederike Wrobel Mit Liz Marmsoler, Laura Masten, Patrizia Pfeifer

Mutter, Tochter und Enkelin. Drei Generationen einer Familie, die tief miteinander verbunden sind. Eine Beziehungsgeschichte, aber nicht irgendeine. Denn diese Beziehung ist von Liebe und Fürsorge getragen und löst sich dennoch bruchstückhaft auf. Als bei der Mutter die Diagnose Alzheimer gestellt wird, nimmt die Tochter sie bei sich auf, kümmert sich fürsorglich. Doch was tun, wenn einem Menschen seine Erinnerungen entschwinden, die Gedanken sich nicht mehr in Worte fassen lassen und er damit selbst mehr und mehr verloren geht? Wenn er zwischen „Kerkermeisterin“ und liebevoller Tochter nicht mehr unterscheiden kann? Die Verantwortungsverhältnisse in der Familie kehren sich um, alle müssen lernen loszulassen. Edith Moroder hat ihre an Alzheimer erkrankte Mutter über Jahre zuhause gepflegt und ihre Erfahrungen in einem authentischen und offenen Bericht zu einem Buch zusammengefasst. Anlässlich des 20. Jubiläums des Vereins ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige entstand 2019 daraus ein Stück, das wir auf vielfachen Wunsch wiederaufnehmen. Es betrachtet achtsam eine Krankheit, die zu den meist verbreitetsten gehört. Dialoge von Mutter, Tochter und Enkelin, Szenen und innere Monologe verschränken miteinander die verschiedenen Wahrnehmungswelten.

Edith Moroder *in Bozen, klassische Matura, Studium der Sprachen, Geschichte, Kunstgeschichte in Florenz, Promotion 1977. Unterricht an italienischen Oberschulen in Bozen, zugleich kulturjournalistische Tätigkeit und Übersetzungen mit Schwerpunkt Kunst; eigene Publikationen. Verheiratet, Mutter zweier erwachsener Kinder. Seit 1999 ehrenamtlich im Verein ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige als Medienbeauftragte, derzeit Vizepräsidentin. Christian Mair *in Südtirol, Ausbildung am Stadttheater Bruneck, anschließend Stipendium für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Stuttgart. Inszenierungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Bosnien und Südtirol. An den VBB richtete er szenische Lesungen für die „Bozner Autorentage“ ein und inszenierte u.a. „Glorious!“, „Ghetto Deluxe – Project BZ“ sowie „Made in Südtirol. Meine Kindheit“. In der Spielzeit 2021-22 inszeniert er zudem „Wege(n) der Liebe – Love in Südtirol“ und führt Co-Regie bei „Blasmusikpop“.

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Im Treibsand — Loslassen

Patrizia Pfeifer Der Artikel 2 der Menschenrechte.

Laura Masten Die Zeit vergessen...Hä? Welche Zeit?

Liz Marmsoler Bei Sonnenschein durch die Feldwege radeln. 20


Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnung! Mehr denn je sind diese Worte von Bedeutung. Mehr denn je will und muss das Theater, da es wieder die Pforten geöffnet hat, mit seiner Kraft und Leidenschaft soziale Distanz überwinden, Kunst und Kultur nahbar machen. Mehr denn je muss es, auf sein Publikum zugehen und es mit Geschichten bewegen, wo Menschen stehen: im Leben. Aus diesem Gedanken, der Ausstrahlung eines Murals in der Bozner Roenstraße und der Faszination für diese Kunst heraus, ist die Idee entstanden, mit EGEON für das visuelle Erscheinungsbild der Vereinigten Bühnen Bozen für die Spielzeit 2020-21 zu arbeiten. Viel Raum, Gestalt und Sichtbarkeit waren der Kunst und Kultur, wie vielen andern Lebensbereichen auch, in der letzten Spielzeit leider nicht beschieden; und deshalb ist der Wunsch groß, mit der Schönheit, Energie und Anziehungskraft, die in der Kunst EGEONs schwingen, die neue Spielzeit 2021-22 weiter zu begleiten! Programmatisch wie künstlerisch herrschen bei all den verbleibenden Fragezeichen Aufbruchsstimmung und Zuversicht. Und so vermag Street Art als Kunst im öffentlichen Raum das Theater über die Bühne hinaus im alltäglichen Leben zu verankern. EGEON ist ein Künstler aus Bozen. Neben dem Studium der Illustration und traditionellen Animation in Florenz, setzt er sich parallel seit jeher mit urbaner Kunst auseinander. Seine Materialien im Atelier umfassen auch Aquarellfarben, die dem Malprozess eine unvorhersehbare und lebendige Dimension verleihen. Die Zufälligkeit der verlaufenden Farben wird schließlich an den Wänden im öffentlichen Raum akribisch reproduziert. In seiner Laufbahn malte EGEON mehrmals sowohl in Italien als auch im Ausland und er war Teil internationaler Kunstveranstaltungen im Bereich Street Art. Seine Werke sind in verschiedenen Ländern zu finden, unter anderem in Frankreich, Deutschland, Griechenland, Kap Verde, Holland und Kuba. Im Jahr 2019 gründete er das Projekt „Outbox – Urban Art in South Tyrol“, das urbane Kunst in Südtirol schafft. Derzeit arbeitet EGEON an neuen Murals für das Kunstprojekt „Breathe!“, das in mehreren Südtiroler Städten mit Street Art ein farben- und hoffnungsfrohes Zeichen setzen will. Zudem hat EGEON im Rahmen von „Kunst zu Gast“ eigens ein Mural in den VBB-Werkstätten für die Produktion I FEEL LOVE - Musical mit den Hits von Giorgio Moroder produziert. Es wird mit der Uraufführung am 17. September 2021 finalisiert. kuratiert von Lupo Burtscher

Unser Spielzeitkünstler 2021–22

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Non c’è dialogo se nessuno ascolta, Pergine

Blasmusikoper von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser Libretto von Silke Dörner Uraufführung, Auftragswerk anlässlich des 200–Jahr–Jubiläums der Bürgerkapelle Gries Premiere: 30. Dez 2021 — 20 Uhr, Großes Haus Vorstellungen bis 8. Jan Koproduktion mit der Bürgerkapelle Gries


Musikalische Leitung Georg Thaler Regie Alexander Kratzer & Christian Mair Bühne Luis Graninger Kostüme Katia Bottegal Licht Micha Beyermann Choreografie Sarah Merler Dramaturgie Friederike Wrobel, Elisabeth Thaler Mit Erwin Belakowitsch, P. Ulrich Kössler, Marie Smolka, Kilian Staudt, Sabina Willeit u.a., Bürgerkapelle Gries

„Blasmusikpop“ erzählt mit viel Witz und Ironie die Geschichte dreier Generationen im abgeschiedenen Bergdorf St. Peter am Anger. Der junge Johannes A. Irrwein will nicht Fußball spielen, sondern forschen und die Welt entdecken, um in die Fußstapfen seines Großvaters Johannes Gerlitzen zu treten, dem ersten Doktor des Dorfes. Wissensdurstig nach der Welt hinter den Bergen geht er aufs Gymnasium, wo er die klassische Bildung mit allen Mitteln verteidigt. Als er unerwartet durch die Matura rasselt, folgt er dem Ruf seines Lieblingsautors Herodot, dem Vater der Geschichtsschreibung, und beginnt die Chroniken seines Heimatdorfes aufzuschreiben. Neugierig beobachtet er die Traditionen und Eigenheiten der St. Petrianer, folgt der Mütterrunde auf ihren Nordic Walking Touren und schwingt sein Notizheft bei jedem Dorffest, bis er auf seine ganz persönliche Göttin Aphrodite trifft. Von seinem Freund Peppi zum Schriftführer des Fußballvereins verdonnert, verursacht er schließlich das größte Ereignis in der Geschichte St. Peters, das das Bergdorf für immer verändern wird. Silke Dörner hat den Roman von Vea Kaiser in ein sprachlich dichtes, sehr humorvolles Libretto verwandelt. Die Bürgerkapelle Gries wird bei diesem einmaligen Opernprojekt zur Musikkapelle von St. Peter und gleichzeitig schlüpfen die Musiker*innen in die Rollen der Dorfbewohner*innen. Der Komponist Thomas Doss hat den Figuren die Melodien „auf den Leib geschrieben“, ohne dabei weder auf Blasmusik noch auf Pop zu verzichten. Gerade noch rechtzeitig im Jubiläumsjahr der Bürgerkapelle Gries kommt diese Uraufführung coronabedingt nun im Dezember 2021 auf die Bühne. Thomas Doss studierte in Linz, Wien, Salzburg, Maastricht und Los Angeles und ist weltweit als Dirigent, Komponist und Juror tätig. Sein Debüt als Dirigent gab er 1988 am Wiener Konzerthaus mit dem Wiener Kammerorchester. 1991 war er Chefdirigent des Staatlichen Sinfonieorchesters Quedlinburg. Er unterrichtete an der MUK in Wien, am Konservatorium in Bozen und seit 1991 am Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk. Thomas Doss erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den internationalen „BUMA Music Award“ (Verlag: Hal Leonard - De Haske). Alexander Kratzer lebt als Regisseur und Autor in Bern und Bozen. Zahlreiche Engagements an Theatern im deutschsprachigen Raum. In Südtirol arbeitete er auch am Stadttheater Bruneck und bei den Rittner Sommerspielen. An den VBB inszenierte er u.a. „Sonny Boys“ und dokumentarische Projekte wie „Option. Letzte Spuren der Erinnerung“. Seit der Spielzeit 2020-21 ist er Künstlerischer Leiter des Theaters an der Effingerstrasse in Bern. Christian Mair Biografie siehe „Im Treibsand – Loslassen“.

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Blasmusikpop

Marie Smolka

Kilian Staudt Neue Herausforderungen offenherzig anzunehmen.

Erwin Belakowitsch … und der Himmel da oben, wie ist er so weit… — Wilhelm Müller 24


Bürgerkapelle Gries Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. — Wilhelm von Humboldt

Sabina Willeit

P. Ulrich Kössler Gesegnet, wer für andere ein Segen ist.

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Ventiquattro, Bozen - Bolzano

von Éric-Emmanuel Schmitt Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker Wiederaufnahme Premiere: 21. Jan 2022 — 20 Uhr, Studio Vorstellungen bis 30. Jan


Regie Philipp Jescheck Ausstattung Sina Barbra Gentsch Musik Jakob Lakner Licht Tobias Demetz Dramaturgie Friederike Wrobel Mit Lukas Lobis

Moses wächst allein bei seinem Vater auf, einem schweigsamen jüdischen Anwalt. Über seinen tristen Alltag und die vom Vater vorgehaltene Unzulänglichkeit könnte er schon verzweifeln, aber Moses sucht sich andere Wege und sein Glück bei den Prostituierten der Rue de Paradis. Er beginnt zu stehlen, um seinem Vater eins auszuwischen – der alte Krämer Monsieur Ibrahim, der für alle nur „der Araber an der Ecke“ ist, wird es sowieso nicht merken. Doch bald entdeckt Moses, dass dieser alte Mann, der auf seinem Hocker hinter der Kasse festgewachsen scheint, ihn längst durchschaut hat. Monsieur Ibrahim kennt viele Geheimnisse – auch die des Glücks und der Liebe. Er lebt in einer völlig anderen Welt und lehrt ihn, dass Schönheit überall liegt und man mit einem Lächeln die Menschen verzaubern kann. Mit viel Humor und Poesie erzählt Éric-Emmanuel Schmitt von den Religionen, Menschenliebe und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Er zeigt den Sufismus als mystische Strömung des Islam, der in der westlichen Gesellschaft mit unzähligen Vorurteilen behaftet ist, als Glaube der Toleranz und Liebe. Und er erzählt uns, wie wahre Begegnung Menschen auf ewig verbindet.

Éric-Emmanuel Schmitt *1960, ist heute einer der weltweit meistgelesenen und -gespielten französischsprachigen Autoren. Seine Arbeiten wurden mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher und Stücke liegen in 43 Sprachen übersetzt vor und werden in mehr als 50 Ländern regelmäßig aufgeführt. Einen wichtigen Platz in seinem Werk nimmt der „Cycle de l’invisible“ ein, dessen zweiter Teil „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ ist. Acht Erzählungen zu Kindheit und Religionen, in denen sich Schmitt um eine Annäherung der Kulturen bemüht. Philipp Jescheck *1982, Studium der Theaterwissenschaft und Psychologie. Von 2007-2009 war er Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seitdem ist er als freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Theater an der Effingerstrasse Bern und in der freien Szene in München tätig. An den VBB inszenierte er zuletzt „Werther“ nach J.W. von Goethe, „Der Weibsteufel“, „Die Räuber“, „Auerhaus“ und „sprech im wald“.

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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Lukas Lobis Achtung: Theater bleibt ansteckend! ... mit unseren Gedanken, Gefühlen, Worten, Gesten und vor allem mit unserem Lachen.

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Oper von Manuela Kerer Libretto von Martin Plattner Uraufführung, Auftragswerk Premiere: 16. Mrz 2022 — 20 Uhr, Großes Haus Vorstellung: 17. Mrz — 20 Uhr Produktion Stiftung Haydn von Bozen und Trient Koproduktion Vereinigte Bühnen Bozen und Neue Oper Wien


Musikalische Leitung Walter Kobéra Regie und Bühne Mirella Weingarten Kostüme Julia Müer Licht Norbert Chmel Klangregie Christina Bauer Chorleitung Bernhard Jaretz Dramaturgie Elisabeth Thaler Mit Christian Balzamà, Verena Gunz, Alexander Kaimbacher, Bernhard Landauer, Martina Lazzari, Sarah Merler, Matteo Sala, Klemens Sander, Isabel Seebacher Chor Wiener Kammerchor

Als „Heldenmädchen von den Drei Zinnen“ wurde sie bezeichnet: Viktoria Savs. Getarnt als Viktor kommt sie 1915 an die Dolomitenfront. Mit 17 Jahren verliert sie dort ein Bein und kehrt als Kriegsheldin zurück. Die bald vergessene Frontsoldatin tritt 1933 den Nationalsozialisten bei, wo sie sich in ihrer Gesinnung aufgehoben fühlt. Sie arbeitet im Zweiten Weltkrieg für die Wehrmacht in Belgrad. Bis zu ihrem Lebensende 1979 nimmt Viktoria Savs stolz an Veteranentreffen teil. So auch in dieser Oper, in der Savs als androgyne Diva den Menschen und Situationen ihres Lebens wie Gespenstern begegnet. Verwegen blickt sie auf ihre Erlebnisse, ihre Träume und schließlich auf sich selbst. Ausgehend von ihrer Biografie spannt Martin Plattner metaphorisch und mit viel Sprach- und Feingefühl den Bogen von einer „schwierigen“ Frauenfigur hin zu den Mechanismen, die unsere Gesellschaft auch heute bedrohen. Toteis – ein Gletschereis, welches vom aktiven Teil des Gletschers abgetrennt wurde und sich deshalb nicht mehr bewegt – wird zum Sinnbild für Savs’ amputiertes Bein und totgeglaubte Gesinnungen, die diesem Stoff erschreckende Aktualität verleihen. Viktoria Savs’ Leben spiegelt den aktuellen wiederkehrenden Nationalismus und aufkeimenden Fanatismus. Die Farben ihres Charakters inspirieren Manuela Kerer zu Klangfarben. Sie schwingen – wie Viktoria selbst – oft zwischen den Zeilen. Für den Tiroler Autor Martin Plattner ist „Toteis“ ein wahnwitziges, mitunter bitterböses, „Heldenmärchen“. Die Uraufführung musste aufgrund von Covid-19 in diese Spielzeit verschoben werden.

Manuela Kerer staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen, Überraschungen und Herausforderungen. Sie absolvierte Studien der Komposition, Violine, Psychologie und Jura in Innsbruck und Mailand und verbindet diese Disziplinen in ihrer Musik. Aufführungen in New York, Berlin, Wien, Rom, London oder am Titicacasee mit u.a. Solistenensemble Kaleidoskop Berlin oder Klangforum Wien. Zahlreiche CD-Einspielungen (Verlag: Breitkopf & Härtel). Martin Plattner studierte Komparatistik an der Universität Innsbruck und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Sein Stück „antimortina“ war das Siegerstück der Bozner Autorentage 2015 und wurde 2017 an den VBB uraufgeführt. Weitere seiner Arbeiten wurden u.a. am Landestheater Linz, am Landestheater Innsbruck, am brut im Künstlerhaus in Wien und im Laboratorio Arte Alameda in Mexiko-Stadt gezeigt. Plattner wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Thomas-Bernhard-Stipendium 2018 und mit dem Großen Literaturstipendium des Landes Tirol 2021/2022 (Verlag: Thomas Sessler).

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Toteis

Alexander Kaimbacher … beinahe wäre ich der Welt abhandengekommen.

Verena Gunz Ich bin glücklich, so viele unterschiedliche Sachen machen zu können und so viele verschiedene Rollen und Aufgaben zu haben: im Beruf, in der Familie, in der Gesellschaft!

Klemens Sander 32


Isabel Seebacher Wie glücklich ich mich schätze, mein Leben mit einer großen Familie verbringen zu dürfen!

Bernhard Landauer

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Senza titolo, Meran - Merano

von Alexander Eisenach nach Sophokles Auszüge aus Sophokles' „König Ödipus“, „Ödipus auf Kolonos“ und „Antigone“ übersetzt von Kurt Steinmann Premiere: 26. Mrz 2022 — 20 Uhr, Studio Vorstellungen bis 8. Apr


Regie Carina Riedl Bühne Pia Greven Kostüme Dagmar Bald Musik Katharina Ernst Mit Sarah Merler, Doris Pigneter, Barbara Romaner, Marlies Untersteiner u.a.

Wir haben die Erde nie wirklich gesehen, sie war uns immer nur ein Acker. Ein Feld. Nutzfläche. So klagt Antigone über den Menschen. Seine Konzepte liegen in Trümmern, eine Krise folgt der anderen. Viel zu lange wähnte er sich als unangefochtener Herrscher über den Planeten, dehnte seine Tyrannei ständig aus, bis er jeden Bereich des terrestrischen Lebens als Ressource ausbeuten konnte. Jetzt, da die Menschen einer globalen Klimakatastrophe entgegenblicken, weisen die Finger der Seher auf uns. Wir sind die Schuldigen von Pandemien und Katastrophen. Wir haben die Zeichen ignoriert, den „Anspruch an die Zukunft“ verraten. Wir dachten, wir könnten dem Schicksal, unserer Abhängigkeit von den terrestrischen Rahmenbedingungen, entkommen. Jetzt, da die Geschichte vor unseren Augen weltweit zu wirken beginnt, müssen wir beschämt einräumen, dass wir unsere Herkunft verkannten und Kinder der Erde sind. Die Herrschaftsverhältnisse kehren sich um. Was wir für die Bühne unseres Handelns hielten, zeigt sich als das wahre Subjekt unserer Geschichte: Der Planet selbst. „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ ist ein Theaterabend an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Fünf Darstellerinnen steigen mit Südtiroler Wissenschaftler*innen in die Tiefen dieses männlichen Mythos ein und verbinden ihre Not mit den beunruhigenden Erkenntnissen der Klimaforschung. Dabei erfährt die Geschichte um den Fluch beladenen Ödipus eine Revitalisierung im Zeichen gegenwärtiger Krisen: Der Mensch muss sehen, die Beziehungen endlich ernst nehmen, in denen er lebt. Alexander Eisenach *1984 in Ost-Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Paris. Erste Regiearbeiten am Centraltheater Leipzig. Ab 2013 arbeitete er verstärkt am Schauspiel Frankfurt, wo er zunehmend eigene Texte und freie Stoffbearbeitungen auf die Bühne brachte. Von 2017 bis 2019 war er Hausregisseur am Schauspiel Hannover, wo er die Theaterserie „Eine Stadt will nach oben“ konzipierte. Er arbeitet als Regisseur und Autor unter anderem am Berliner Ensemble, der Volksbühne Berlin und am Schauspielhaus Graz. Carina Riedl *in Oberösterreich, lebt in Wien. Arbeitsschwerpunkt auf multilingualen, diversen Konstellationen, die Vielfalt anerkennen und feiern. Die Entwicklung von Formaten, die (Genre-)Grenzen hinterfragen und das Untersuchen von Zwischenräumen sind erklärtes Anliegen. Seit 2004 Inszenierungen u.a. am Burgtheater, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, in Karlsruhe, Mannheim, Lübeck, Graz, Bregenz und Tübingen. Einladungen zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Autorentheatertagen am DT und den Mülheimer Theatertagen. In den letzten Jahren internationale Projekte, z.B. im Kongo als Koproduktion mit dem Goethe-Institut Kinshasa. An den VBB zuletzt „Immer noch Sturm“ von Peter Handke.

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Anthropos, Tyrann (Ödipus)

Doris Pigneter Vertrauen & Wertschätzung

Barbara Romaner Schaukeln und sich leicht fühlen wie ein kleines Kind.

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Marlies Untersteiner ...die Stufen zum Steigen…

Sarah Merler Der Sprung ins kalte Wasser! #neueswagen

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Non mi ami più?, Padova

Uraufführung Premiere: 27. Mai 2022 — 20 Uhr, Gasthäuser in Südtirol Vorstellungen bis 29. Mai Eine Produktion des VBB-Theaterclubs In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Theaterverband


Regie Christian Mair Ausstattung Luis Graninger Choreografie Sarah Merler Dramaturgie Ina Tartler Mit Spieler*innen des VBB-Theaterclubs

Nehmen Sie an unserer Tafel Platz und feiern Sie mit uns ein berührendes Fest der Liebe. Wir verlassen die Theaterbühne und laden Sie ein ins Gasthaus, wo die Festredner*innen uns mitnehmen auf die Wege und Umwege der Liebe: Gespannt lauschen wir besonderen Liebesgeschichten. Dazwischen ertönt ein Walzer, die Paare drehen sich schwungvoll zur Musik. Aber tanzen dort nicht einige aus der Reihe? Erklingen versteckt nicht doch ein paar unbekannte Töne, eine neue Melodie? Was macht die Liebe, wenn sie auf unterschiedliche Kulturen trifft, in verschiedenen Sprachen erklärt wird oder dort aufblüht, wo sie am wenigsten erwartet wird? Mit den Spieler*innen des VBB-Theaterclubs erkunden wir, wie unterschiedlich Liebe gelebt und erlebt wird. Bei Speis und Trank wird mit viel Musik getanzt, gelacht und gefeiert. Nach „Made in Südtirol. Meine Kindheit“ laden wir mit dem VBB-Theaterclub dieses Jahr wieder Theaterbegeisterte dazu ein, an den VBB zu spielen. Wir suchen Menschen aller Altersgruppen, die Freude am Erzählen und Theaterspielen haben und gemeinsam mit Regisseur Christian Mair aus persönlichen wie literarischen, spannenden und romantischen, glücklichen wie zerbrechlichen Liebesgeschichten einen Theaterabend entwickeln. Informationen und Anmeldung zum VBB-Theaterclub: judith.schwienbacher@theater-bozen.it

Christian Mair *in Südtirol, Ausbildung am Stadttheater Bruneck, anschließend Stipendium für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Stuttgart. Inszenierungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Bosnien und Südtirol. An den VBB richtete er szenische Lesungen für die „Bozner Autorentage“ ein und inszenierte u.a. „Glorious!“, „Ghetto Deluxe – Project BZ“, „Made in Südtirol. Meine Kindheit“ sowie „Im Treibsand – Loslassen“. In der Spielzeit 2021-22 führt er zudem Co-Regie bei „Blasmusikpop“.

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Vorstellungstermine 2021-22 GIVE ME A CALL

BLASMUSIKPOP

MO, 13. Sep 21 DI, 14. Sep 21 MI, 15. Sep 21 DO, 16. Sep 21 FR, 17. Sep 21 SA, 18. Sep 21 SO, 19. Sep 21

DO, 30. Dez 21 SA, 1. Jan 22 SO, 2. Jan 22 DO, 6. Jan 22 FR, 7. Jan 22 SA, 8. Jan 22

I FEEL LOVE FR, 17. Sep 21 SA, 18. Sep 21 DI, 21. Sep 21 MI, 22. Sep 21 DO, 23. Sep 21 FR, 24. Sep 21 SA, 25. Sep 21 SO, 26. Sep 21

20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 18.00

DANTE:DREAMS SA, 9. Okt 21 SO, 10. Okt 21 DO, 14. Okt 21 FR, 15. Okt 21 SA, 16. Okt 21 SO, 17. Okt 21 MI, 20. Okt 21 FR, 22. Okt 21

20.00 18.00 20.00 20.00 20.00 18.00 20.00 20.00

IM TREIBSAND — LOSLASSEN SA, 23. Okt 21 DI, 26. Okt 21 MI, 27. Okt 21 DO, 28. Okt 21 FR, 29. Okt 21 SA, 30. Okt 21 SO, 31. Okt 21

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20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 18.00

20.00 18.00 18.00 18.00 20.00 20.00

MONSIEUR IBRAHIM UND DIE BLUMEN DES KORAN FR, 21. Jan 22 SA, 22. Jan 22 SO, 23. Jan 22 DO, 27. Jan 22 FR, 28. Jan 22 SA, 29. Jan 22 SO, 30. Jan 22

TOTEIS

MI, 16. Mrz 22 DO, 17. Mrz 22

20.00 20.00 18.00 20.00 20.00 20.00 18.00

20.00 20.00

ANTHROPOS, TYRANN (ÖDIPUS) SA, 26. Mrz 22 SO, 27. Mrz 22 DO, 31. Mrz 22 FR, 1. Apr 22 SA, 2. Apr 22 SO, 3. Apr 22 DO, 7. Apr 22 FR, 8. Apr 22

20.00 18.00 20.00 20.00 20.00 18.00 20.00 20.00

I FEEL LOVE SA, 23. Apr 22 SO , 24. Apr 22 DO , 28. Apr 22 FR, 29. Apr 22 SA, 30. Apr 22 DO, 5. Mai 22 FR, 6. Mai 22 SA, 7. Mai 22

20.00 18.00 20.00 20.00 20.00 20.00 20.00 20.00

WEGE(N) DER LIEBE - LOVE IN SÜDTIROL FR, 27. Mai 22 SA, 28. Mai 22 SO, 29. Mai 22

20.00 20.00 18.00

ÖTZI UND DAS EIS OBEN UFO Bruneck

SA, 20. Nov 21 MO, 22. Nov 21

15.00 15.00

Forum Brixen

FR, 26. Nov 21

15.00

Kulturhaus Schluderns

MO, 29. Nov 21

15.00

Stadttheater Meran

SA, 4. Dez 21

15.00

Bozen, Studio

MI, 8. Dez 21 FR, 10. Dez 21 SA, 11. Dez 21 SO, 12. Dez 21 FR, 17. Dez 21 SA, 18. Dez 21

15.00 15.00 15.00 15.00 15.00 15.00

DIE WEISSE ROSE SA, 12. Feb 22 SA, 19. Feb 22

18.00 18.00


Theater für Kinder und Jugendliche

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Zeichnung: MarameoLab

von Anah Filou Uraufführung, Auftragswerk Premiere: 20. Nov 2021 — 15 Uhr, UFO Bruneck anschließende Tournee: Brixen, Schluderns, Meran, Bozen Vorstellungen bis 18. Dez Theaterstück für alle ab 7 Jahren In Zusammenarbeit mit dem UFO Bruneck


Regie Joachim Gottfried Goller Ausstattung Michaela Mandel Licht Tobias Demetz Dramaturgie Ina Tartler Mit Sebastian von Malfèr, Viktoria Obermarzoner, Markus Weitschacher

Die Schauspielerin und der Nachbar, der Detektiv, begeben sich auf Spurensuche: Wer war Ötzi? Und wie sprach Ötzi? Die Schauspielerin muss es wissen, sonst kann sie Ötzi nicht spielen. Endlich eine Hauptrolle! Doch halt! Die Hauptrolle spielt eigentlich immer die Katze. Sie ist der Star. Sie sitzt doch nicht umsonst auf der Theaterprobe und träumt im warmen Licht der Scheinwerfer von leckerem Himbeereis. Himbeereis ist die beste Erfindung der Menschen, findet sie. Was hingegen der schrullige Nachbar, der Detektiv, in seinem Theaterlabor über Ötzi herausfinden möchte, kommt der Katze spanisch vor. Wenn dieser etwas von Kupferbeil und Klimawandel vor sich hinmurmelt, versteht sie manchmal nur Miau. Plötzlich hat die Schauspielerin eine Idee: Wie wäre es, wenn sie alle drei den Ötzi spielten? Die Dramatikerin Anah Filou führt die jungen Zuschauer*innen sprachverspielt und liebevoll heran an wichtige Themen unserer Gegenwart. Sie spannt den Bogen von der Kupferzeit ins Heute und blickt mit Kinderaugen auf unsere sich verändernde Natur und Lebenswelt. Ihr Stück „Am Hafen mit Vogel“ wurde für den Mülheimer KinderStückPreis 2020 nominiert.

Anah Filou *1989 lebt in Wien. Hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. Ist derzeit Stadtschreiberin von Marburg. Uraufführungen am Theater Drachengasse Wien, am Hessischen Landestheater Marburg und am Theater Überzwerg Saarbrücken. Mit „Am Hafen mit Vogel“ (Regie: Carola Unser) nominiert für den KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage 2020. „Ötzi und das Eis oben“ ist ihre erste Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Bozen. Joachim Gottfried Goller *1992 aufgewachsen in Kastelruth. Nach seinem Engagement als Regieassistent am Münchner Volkstheater und dem Studium der Geschichte in München studiert er seit 2018 Regie an der Universität Mozarteum Salzburg. Seine Inszenierung „Die Hermannsschlacht“ wurde zum Körber Studio Junge Regie 2020 eingeladen. In den letzten Jahren entstanden Arbeiten für mehrere Südtiroler Bühnen, u.a. für die Dekadenz Brixen, das Theater in der Altstadt in Meran und das Rotierende Theater sowie für den digitalen Raum, z.B. für das Goethe-Institut Hanoi. An den VBB inszenierte er 2019-20 „Europas längster Sommer“ als Klassenzimmerstück und 2020-21 als digitale Live-Performance.

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Sorge il Sole, Bozen - Bolzano

von Jutta Schubert Premiere: 12. Feb 2022 — 18 Uhr, Studio Vorstellung: 19. Feb — 18 Uhr Theaterstück für alle ab 13 Jahren Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs


Regie Philipp Jescheck Ausstattung Sina Barbra Gentsch Dramaturgie Friederike Wrobel Mit Südtiroler Jugendlichen

1942: Eine kleine Widerstandsgruppe aus Studierenden der Münchner Universität formiert sich – die Weiße Rose. Sie wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie sie alle durch ihr Schweigen das unmenschliche System des Nationalsozialismus und den Krieg unterstützen und rufen in heimlich gedruckten Flugblättern zum Widerstand auf. Während Sophie Scholl und ihr Bruder Hans in der Universität die restlichen Exemplare des sechsten Flugblatts der Weißen Rose verteilen, werden sie entdeckt und verhaftet. Ohne Rücksicht auf die drohende Todesstrafe nehmen die Geschwister in den folgenden Verhören die Verantwortung für die Aktionen der Gruppe ganz auf sich, um weder ihre Überzeugungen noch die anderen Mitglieder der Weißen Rose zu verraten. Sie wollen um jeden Preis ihre Freunde schützen. Gemeinsam mit Südtiroler Jugendlichen spürt Regisseur Philipp Jescheck den Mitgliedern der Weißen Rose nach: ihrem Mut, für die eigenen Ideale und Ideen einzustehen, ebenso wie ihren Träumen und Ängsten. Wie konnten diese jungen Menschen in ihren Widerstandsaktionen aussprechen, was so viele andere nicht wagten? Auch heute sucht die junge Generation eigene Wege, politisch aktiv zu werden – Fridays for Future ist dafür nur eines von zahlreichen Beispielen. Was bedeuten Widerstand und junge Protestbewegungen heute – 100 Jahre nach Sophie Scholls Geburtsjahr? Du interessierst dich für Theater und möchtest selbst auf der Bühne stehen? Informationen und Anmeldung zum VBB-Jugendtheaterclub: judith.schwienbacher@theater-bozen.it Jutta Schubert *1959 studierte Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Theaterwissenschaft. Sie arbeitete als Regieassistentin im Bochumer Ensemble von Claus Peymann, bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater in Wien. Seit 1987 ist sie freie Regisseurin und Dramaturgin. Sie veröffentlicht Theaterstücke, Libretti, Erzählungen und Lyrik, wofür sie zahlreiche Preise erhielt. Über die Weiße Rose verfasste sie neben dem Theaterstück auch den Roman „Zu blau der Himmel im Februar“. Philipp Jescheck *1982, Studium der Theaterwissenschaft und Psychologie. Von 2007-2009 war er Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seitdem ist er als freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Theater an der Effingerstrasse Bern und in der freien Szene in München tätig. An den VBB inszenierte er zuletzt „Werther“ nach J.W. von Goethe, „Der Weibsteufel“, „Die Räuber“, „Auerhaus“, „sprech im wald“ und „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.

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Zeichnung: MarameoLab

nach dem Roman von Maxi Obexer Wiederaufnahme Mobiles Stück für Oberschulen oder digitale Live-Performance auf Anfrage


Regie, Fassung, Ausstattung Joachim Gottfried Goller Dramaturgie Ina Tartler Mit Patrizia Pfeifer

Eine Frau Ende vierzig sitzt im Zug von Italien nach Deutschland. Sie lebt in Berlin, liebt Frauen, vermisst ihren Hund und schreibt. Ihr größter Wunsch ist ein freies Europa. In Berlin wird sie im Kreuzberger Rathaus ihren deutschen Pass in Empfang nehmen. Sie wird deutsche Staatsbürgerin mit Pflichten und Rechten und feierlich ihren Eid ablegen auf die Verfassung. Sie wird ihr Wort geben, dass ihr das Land, in dem sie lebt, nicht gleichgültig ist. Sie denkt nach. Während der Zugfahrt kehren die Jahre ihres Einwanderns zurück, die Zeiten des Übergangs vom Fremden ins Vertraute, Menschen und Momente, die aufblitzen und erkennen lassen, wie ihr Leben und sie selbst sich gewandelt haben. Kurz vor der italienisch-österreichischen Grenze steigen sechs junge Männer dazu; sie könnten Jugendliche sein auf dem Weg zum Fußball oder zum Trompetenunterricht. Sie sind es nicht. Doch was trennt diejenigen, die nach Europa einwandern, von denen, die es innerhalb Europas tun? Was bedeutet es, zu gehen? Und was heißt ankommen? „Europas längster Sommer“ (2017) ist Maxi Obexers zweiter Roman. Ausgehend von der eigenen Biografie, reflektiert die Südtiroler Autorin klug und nachdenklich, bedrückend und gleichzeitig ermutigend, wie ein Europa sein müsste, damit die einen nicht mehr privilegiert und die anderen nicht mehr nur benachteiligt sind. Der Text wurde 2017 für den Bachmannpreis nominiert und von Joachim G. Goller als Klassenzimmerstück sowie als digitale Live-Performance inszeniert. Maxi Obexer *1970 in Brixen. Autorin von Theaterstücken, Prosa, Essays und Hörspielen sowie Gründerin des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben, Nids. Zahlreiche Gastprofessuren, u.a. an der Georgetown University in Washington, D.C., am Dartmouth College, New Hampshire, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Zu ihren Werken zählen u.a. „Das Geisterschiff“, „Gehen und Bleiben“, „Illegale Helfer“. Ihr Debütroman „Wenn gefährliche Hunde lachen“ erschien 2011. Joachim Gottfried Goller *1992, aufgewachsen in Kastelruth. Nach seinem Engagement als Regieassistent am Münchner Volkstheater und dem Studium der Geschichte in München studiert er seit 2018 Regie an der Universität Mozarteum Salzburg. Seine Inszenierung „Die Hermannsschlacht“ wurde zum Körber Studio Junge Regie 2020 eingeladen. In den letzten Jahren entstanden Arbeiten für mehrere Südtiroler Bühnen, u.a. für die Dekadenz Brixen, das Theater in der Altstadt in Meran und das Rotierende Theater sowie für den digitalen Raum, z.B. für das Goethe-Institut Hanoi. An den VBB inszenierte er 2019-20 „Europas längster Sommer“ als Klassenzimmerstück und 2020-21 als digitale Live-Performance.

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von Fabrice Melquiot Deutsch von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand Wiederaufnahme Mobiles Stück für Mittelschulen auf Anfrage


Regie Agnes Mair Ausstattung Alexia Engl Musik Mario Bergamasco Dramaturgie Elisabeth Thaler Mit Laura Masten, Andreas Mittermeier

Romain sitzt auf seinem Schaukelpferd und träumt davon, in tausend Arten durch die Welt zu galoppieren. Sabah steckt sich Indianerfedern ins Haar und träumt davon, eine echte Sioux zu sein. Beide sind neun Jahre alt, wohnen einander gegenüber und doch scheinen ihre Welten sehr verschieden. Sabah hat algerische Wurzeln, Romains Eltern sind Einheimische. Erst als sich Romain und Sabah besser kennenlernen, entdecken sie viele Gemeinsamkeiten, werden beste Freunde und verlieben sich ineinander. Zusammen erleben sie mutige Abenteuer und sehen magische Zeichen, die sie unzertrennlich machen. Doch ihren Eltern gefällt diese Freundschaft nicht. Vorurteile und Alltagsrassismus der Erwachsenen spitzen sich zu, bis schließlich ein Streit der Väter eskaliert. Die beiden Freunde werden getrennt. Sabah zieht mit ihrer Familie um und Romain bleibt zurück. 11 Jahre vergehen, beide werden erwachsen, doch die Sehnsucht bleibt, und Romain beschließt, Sabah zu suchen … Fabrice Melquiot erzählt berührend, mit kritischem Feingefühl und viel Poesie die Geschichte einer tiefen Freundschaft, die es schafft, in einer rassistisch geprägten Welt die kulturellen Grenzen zu überwinden. 2018 wurde das Stück „Die Zertrennlichen“ mit dem „Grand Prix de Littérature dramatique Jeunesse“ in Frankreich sowie dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet. Die vielschichtige Inszenierung von Agnes Mair ist mobil und wird auf Anfrage in der Schulaula gespielt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Theaterpädagogin Nadja Tröster statt.

Fabrice Melquiot *1972 arbeitet als Theaterautor, Regisseur, Lyriker und Übersetzer. Seit 1998 verfasst er Kinder- und Jugendstücke. Ab 2002 ist er Hausautor an der Comédie de Reims, dem Théâtre de la Ville, Paris und den Scènes du Jura. 2008 wird ihm der „Prix du Jeune Théâtre de l’Académie française“ für sein Gesamtwerk verliehen, welches bislang ca. 50 Stücke für Kinder und Erwachsene umfasst. Seit der Spielzeit 2012-13 leitet er das Kinder- und Jugendtheater „Am Stram Gram“ in Genf. Agnes Mair, gebürtige Tirolerin, studierte Deutsche Philologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Universität Innsbruck und an der Universität Maribor. Von 2013 bis 2017 war sie am Tiroler Landestheater als Regieassistentin engagiert und inszenierte bereits regelmäßig in der freien Szene und am Tiroler Landestheater. Seit 2017 ist sie freie Regisseurin, vielfach von Kinder- und Jugendstücken. „Die Zertrennlichen“ ist ihre erste Regiearbeit an den Vereinigten Bühnen Bozen.

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Ötzi und das Eis oben

Markus Weitschacher Daham im Bam. Hauptsache in der Natur und das am besten mit Familie und Freunden.

Viktoria Obermarzoner Momente mit lieben Menschen gemeinsam zu erleben, zu genießen und sie nie zu vergessen.

Sebastian von Malfèr Die Stille der Blumen genießen.

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Europas längster Sommer

Patrizia Pfeifer Teil einer Gesellschaft zu sein, die sich für Diversität und Abweichung ausspricht und sich mit dem Dissens konstruktiv auseinandersetzt.

Die Zertrennlichen

Laura Masten Sich zwischendurch einfach mal hängen lassen. Andreas Mittermeier Natur ist mein Ankerpunkt. Meine Basis. Meine Heimat. Meine Energietankstelle.

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Das Farbenspiel der Sonne am Rosengarten Sole

Eine heiße Schokolade nach einem ausgedehnten Winterspaziergang

den Himmel sehen

Schnee auf den Baumwipfeln Gute Bücher, vertraute Gespräche, Rotwein Flauschige Hausschuhe

wandern

das erste Schneeglöckchen, das durch die Winterdecke bricht sich totlachen

Freundlich sein

einfach nichts tun

Musik

die ersten Blumen sehen

An einem kalten Wintertag nach Hause kommen und die Hände im warmen Fell meiner Katze vergraben

sich verirren!! Kaffee in der Sonne

Kinderlachen

sich drängeln, eng aneinander reibend und grunzend vor Lachen, um den besten Platz vor der Bühne zu ergattern. Leben!

ohne Mundschutz spazieren 52


Qigong im Rosengarten /igls Grigliata gemeinsam in dreckige Pfützen springen, Fremden begegnen, Klänge erleben, ohne nachzudenken frei sein

;-) frisch verliebt zu sein

Kopfschütteln beim Anblick der ersten Schoko-Ostereier im Supermarkt, sich dann aber insgeheim doch freuen auf den Frühling, weil es -10 Grad hat

Hakuna Matata

Cocktails mixen Sport tanzen bei Sonnenschein durch Feldwege radeln

wieder in die Pedale treten TIEF ATMEN Das erste Frühstück im Jahr auf dem Balkon in dicke Decken eingepackt

einer Biene zuschauen

das erste Sommergewitter das erste Eis des Jahres schlecken IN DER NATUR UNTERWEGS SEIN

Schnee-Eiskristalle, die wie Diamanten in der Sonne glitzern

Sonne, Sonne und noch mehr Sonne

das erste Vogelzwitschern am Morgen

Mit unserem Publikum haben wir in der letzten Spielzeit während des Lockdowns gemeinsam begonnen, das POEM AN DAS LEBEN zu schreiben... Was macht unsere Welt schön? Was macht das Leben wertvoll? Wonach sehnen wir uns? Lesen Sie hier die bisherigen Einträge.

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Theater ist ein Ort des gemeinsamen Erfahrens, des gemeinsamen Sehens, des gemeinsamen Nachdenkens – und dafür braucht es gerade nach der Corona-Krise den Austausch mit Ihnen, unserem Publikum! Sie wollten immer schon mehr darüber erfahren, wie es im Theater läuft? Wie Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Autor*innen ticken? Was unsere Dramaturginnen machen? Welche „Rolle“ Technik und Kostüme spielen und woher sie kommen? Sie möchten einen Blick hinter die Kulissen wagen? Dann sind Sie bei uns richtig, denn was Sie auf der Bühne sehen, ist nur die Spitze des Eisberges! Wir entführen Sie gerne in eine Welt der Fantasie und der Kreativität, öffnen neue Perspektiven und Aspekte und sind dabei immer am Puls der Zeit. Es ist uns ein Anliegen, die aufregende Welt des Theaters, die damit verbundenen Emotionen und Erkenntnisse mit Ihnen auch unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbestimmungen zu teilen. Die VBB Theaterfreunde unterstützen uns nicht nur materiell, sondern auch ideell als wertvolle Gesprächs- und Kommunikationspartner*innen. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig. Wenn Ihnen die Zukunft der Vereinigten Bühnen Bozen am Herzen liegt, Sie sich über den Vorstellungsbesuch hinaus engagieren und einbringen möchten, Sie unsere Arbeit schätzen und diese intensiv begleiten möchten, treten Sie unserem Kreis der Theaterfreunde bei! Wir haben uns trotz der aktuellen Coronabestimmungen ein ansprechendes Programm überlegt. Mit Ihrer ideellen und finanziellen Unterstützung stärken Sie nicht nur die künstlerische Vielfalt, sondern helfen auch mit, jungen und lokalen Talenten eine Chance zu geben. Durch ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm, das sich über die gesamte Spielzeit erstreckt, genießen Sie zahlreiche Vorteile und Vergünstigungen. Außerdem freuen wir uns, den Filmclub Bozen zu unseren Partnern zählen zu dürfen, der allen Theaterfreund*innen ein ansprechendes Programm zum Vorteilspreis bietet. 54


Der Freundschaftsbeitrag für eine Spielzeit beträgt 60 Euro, bei Anmeldung zu zweit zahlen Sie 100 Euro.

·

Tickets zum Freundschaftspreis

· Exklusive Programmpräsentation der neuen Theatersaison · Nach Möglichkeit Probenbesuche, Führungen, Theaterfahrten, „Meet and Greet“ mit den Künstler*innen · Persönlicher Austausch mit der Intendantin, den Dramaturginnen und dem VBB-Team in verschiedensten Bereichen ·

Ein Freigetränk pro Vorstellungsbesuch

·

Ermäßigungen für Veranstaltungen des Teatro Stabile di Bolzano und der Stiftung Haydn von Bozen und Trient

· Vorteile im Filmclub Bozen: 1 Gutschein für einen freien Eintritt, alle Filmvorstellungen zum ermäßigten Preis sowie exklusive Programmangebote

Katharina Hiller 0471 065 323 katharina.hiller@theater-bozen.it Waltraud Staudacher 333 880 2746 waltraud.staudacher@theater-bozen.it 55


Auch in der Saison 2021-22 gelten einheitliche Ticketpreise für alle Veranstaltungen!

Ab 31. Aug 2021: Vorverkauf für Veranstaltungen bis einschließlich 31. Jänner 2022 Ab 14. Dez 2021: Vorverkauf für Veranstaltungen bis Ende der Saison

Abo-Information Wir haben entschieden, in der Folge von Covid-19 unsere Spielzeit-Abonnements für die Saison 2021-22 weiterhin auszusetzen. Die Sitzplätze bleiben für das Abonnementjahr 2022-23 erhalten. Ab dem 24. August 2021 räumen wir unseren bisherigen Abonnent*innen als besonderen Treuebonus ein Vorkaufsrecht ein.

Spezial-Angebote CARNET3 Sparen Sie nochmals bis zu 10% vom Einheitspreis mit dem Kauf eines Carnet3. Es enthält 3 Eintritte, einzulösen an einer oder mehreren Vorstellungen bzw. Produktionen. Das Carnet3 ist nicht personengebunden. Das Musical „I Feel Love" und die Oper „Toteis" sind davon ausgenommen. Normal: € 40 - Ermäßigt: € 27 U35 Pass Für alle unter 35 Jahren haben wir ein besonderes Angebot: Alle Produktionen der Saison und viele weitere tolle Extras zum Preis von € 25. Unser Ticketing-Büro ist die beste Anlaufstelle für Ihre Fragen. Wir beraten Sie gerne zu unserem Programm und unseren Angeboten!

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Preise 1. SPIELZEITHÄLFTE — Vorverkauf ab 31. Aug 2021 I Feel Love

Normal

Ermäßigt

Under 26

€ 30

€ 20

€ 10

€ 15

€ 10

€6

Dante:Dreams Im Treibsand – Loslassen Blasmusikpop Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran Theaterstück für alle ab 7 Jahren

Ötzi und das Eis oben

Normal

Kinder bis 12 Jahren

€ 10

€6

2. SPIELZEITHÄLFTE — Vorverkauf ab 14. Dez 2021 Normal

Ermäßigt

Under 26

€ 15

€ 10

€6

€ 30

€ 20

€ 10

Die Weiße Rose Anthropos, Tyrann (Ödipus) Wege(n) der Liebe – Love in Südtirol I Feel Love

Alle gültigen Ermäßigungen finden Sie auf unserer Homepage www.theater-bozen.it

Wir schützen Sie und uns! Wir freuen uns, dass Sie zu einer Aufführung der Vereinigten Bühnen Bozen kommen! Zum Schutz Ihrer und unser aller Gesundheit berücksichtigen wir selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben, damit Sie die Vorstellung entspannt genießen können und sich bei uns sicher und wohl fühlen. Sie finden alle aktuellen Sicherheitsmaßnahmen auf unserer Homepage! Bei Kartenkauf sind wir aufgrund der aktuellen Vorgaben zur Aufnahme Ihrer persönlichen Daten verpflichtet. Sollten Veranstaltungen aufgrund der Covid-19-Situation abgesagt werden, werden die Kosten für die Eintrittskarten zurückerstattet.

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Vorverkauf Über unseren Ticketing-Partner Stadttheater Bozen • Online (bevorzugt) www.ticket.bz.it einmalige Registrierung ist erforderlich Zahlung nur mit Kreditkarte möglich Print@Home: Vermeiden Sie die Warteschlange an der Abendkasse! QR-Code: Lassen Sie den QR-Code Ihres Tickets von Ihrem Smartphone direkt am Eingang zum Saal abscannen. •

An der Theaterkasse Öffnungszeiten: Di bis Fr 11–14 und 17–19 Uhr, Sa 11–14 Uhr Verdiplatz 40, 39100 Bozen

Unser Ticketing-Büro • Telefonisch unter +39 0471 065320 von Mo bis Fr 9–13 Uhr und 14–17 Uhr Weitere Vorverkaufsstellen • 13 Filialen der Südtiroler Sparkasse • Tourismusbüro Bozen

Abendkasse Restkarten können ab einer Stunde vor der jeweiligen Vorstellung an der Abendkasse erworben werden.

THEATER ALS GESCHENK Lust auf Kultur! Machen Sie Bekannten, Freund*innen, Ihrer Familie, Nachbar*innen, Mitarbeiter*innen eine besondere Freude mit einem Kulturgenuss – mit Tickets für Veranstaltungen der Vereinigten Bühnen Bozen! Infos zu einem Gutschein für einen Theaterbesuch über: reservierung@theater-bozen.it

Andrea Malfertheiner 0471 065330 reservierung@theater-bozen.it 58


Die Vereinigten Bühnen Bozen verfügen über einen gut sortierten Kostümfundus. Über 10.000 Kostüme und Kostümteile – vom Alltagskleid bis zu historischen Gewändern – sind im Laufe der Jahre in den Werkstätten der Vereinigten Bühnen Bozen angefertigt worden. Gegen Entgelt verleihen wir die Kostüme an Theatergruppen, Vereine, Schulen und Privatpersonen. Öffnungszeiten 23. Aug 2021 bis 13. Jun 2022 Montag und Donnerstag 16–19 Uhr, Freitag 10–13 Uhr Zur Faschingszeit verlängerte Öffnungszeiten! 14. Feb 2022 bis einschließlich Rosenmontag, 28. Feb 2022 Montag bis Freitag 9–11 Uhr und 15–18 Uhr Der VBB-Kostümfundus befindet sich im Untergeschoss des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums: Roenstraße 12, 39100 Bozen

Martina Varesco 0471 262 566 martina.varesco@theater-bozen.it 59


Irene Girkinger Intendanz

Christa Delmonego Verwaltungsleitung

Barbara Weis Präsidentin

Tobias Demetz Technische Leitung

Oliver Mölter Leitung Kostümabteilung

Judith Gögele Schmid Vizepräsidentin

Ina Tartler Leitung Dramaturgie

Elisabeth Thaler (in Karenz) Friederike Wrobel Dramaturgie

Beatrix Christanell Eduard Demetz Alexander Gasser Irene Girkinger Margit Oberrauch Günther Rautz Vorstandsmitglieder

Erna Cuesta Kommunikation Judith Schwienbacher Disposition Katharina Hiller Künstlerisches Betriebsbüro  / Direktionsassistenz Andrea Malfertheiner Ticketing Annamaria Anderlan Übersetzungen Gottfried Mair Leitung Werkstatt Valentina Mochen Requisite Catja Monteleoni Maske Ursula Tavella Garderobe Martina Varesco Kostümfundus

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Manuela Dasser Assistenz Kommunikation Stephen Lloyd Musikalische Beratung Erika Piok Rechnungswesen Anna Wegscheider Personalwesen Josef Rabensteiner Bühnenbau Estera Plachciak Veranstaltungstechnik Johanna Dalvai Barbara Estveller Veronika Falser Schneiderei

Birgit BragagnaSpornberger Joachim Knoll Benjamin Steinmair Rechnungsprüfer*innen Beatrix Christanell Norbert Clementi Eduard Demetz Alexander Gasser Judith Gögele Schmid Georg Hesse Erich Innerebner Elisabeth Ladinser Berta Linter Norbert Marth Margit Oberrauch Arthur Pernstich Günther Rautz Johann Rieper Gertrud Rottensteiner Thomas Seeber Martha Stocker Helga von Aufschnaiter Luis Walcher Barbara Weis Hansi Winkler Mitgliederversammlung


Vereinigte Bühnen Bozen Verdiplatz 40, 39100 Bozen +39 0471 065 320 www.theater-bozen.it info@theater-bozen.it Die Veranstaltungen der Vereinigten Bühnen Bozen finden, wenn nicht anders angegeben, im Stadttheater Bozen statt. Zug- und Busbahnhof befinden sich in unmittelbarer Nähe, eine Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos möglich. Öffnungszeiten

Verleger und Herausgeber

Mo bis Fr 9 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr

Vereinigte Bühnen Bozen www.theater-bozen.it

Intendanz Irene Girkinger Redaktion Dramaturgie, Kommunikation, Ticketing, Disposition Konzept und grafische Gestaltung Lupo Burtscher Murals Egeon Zeichnungen MarameoLab Druck Druckerei Ferrari-Auer, Bozen

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Rechtsanwaltssozietät Brandstätter, Dr. Thomas Seeber Media partner

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Stand: 18. Aug 2021 Änderungen vorbehalten

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IHRE 5‰ FÜR UNSER THEATER! Auf unseren Bühnen werden Perspektiven gewechselt, Gedanken formuliert und demokratische Werte vermittelt — in der heutigen Zeit aufgrund von wachsendem Populismus und Manipulation immer wichtiger werdende Aspekte. Unser Kinder- und Jugendprogramm soll die nächsten Generationen anregen, ihre eigenen Kräfte zu entdecken, Selbstvertrauen zu gewinnen und Spaß am kreativen und politischen Tun zu entwickeln. Bitte helfen Sie uns bei der Umsetzung dieser Ideen mit Ihrer Spende!

Steuer-Nr. 01448840213

Die Vereinigten Bühnen Bozen sind ein ehrenamtlicher bzw. nicht gewinnbringender Verein. Geben Sie unsere Steuernummer auf lhrer Steuererklärung an und unterstützen Sie unsere Arbeit ohne Mehrkosten.


Wir geben unsere Energie für kulturelle Vielfalt in Südtirol.


Unsere Kulturlandschaft ist einzigartig Wir fördern Sie.

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Give me a call I Feel Love Dante:Dreams Im Treibsand — Loslassen Blasmusikpop Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran Toteis Anthropos, Tyrann (Ödipus) Wege(n) der Liebe — Love in Südtirol Ötzi und das Eis oben Die Weiße Rose Europas längster Sommer Die Zertrennlichen