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SCHUL PROGRAMM 2018 – 19


2 LIEBE LEHRERINNEN UND LEHRER 3 UNSERE PREMIEREN 22 STÜCKE DES TEATRO STABILE DI BOLZANO 24 THEATERPÄDAGOGIK UND WORKSHOPS 28 INFOS ZU IHRER RESERVIERUNG 29 UNSERE KONTAKTDATEN 30 SCHULVORSTELLUNGEN 2018 - 19


Liebe Lehrerinnen und Lehrer!

Das Theater ist seit jeher ein Abbild der Welt und untrennbar mit dem Leben in all seinen Facetten verbunden. Gerade in instabilen Zeiten kommt der Kunst im Allgemeinen und dem Theater im Speziellen eine besondere Aufgabe zu. Es kann gerade in solchen Situationen Kraft, Mut und Vertrauen schenken, direkt und unmittelbar Gefühle vermitteln und entscheidende Impulse für einen Wandel der Gesellschaft geben. Wir wollen auch in der neuen Theatersaison versuchen, mit spannenden, vielschichtigen, unterhaltsamen und abwechslungsreichen Produktionen die Gegenwart kritisch zu reflektieren, aber auch gerade für die junge Generation einen offenen Raum zu bieten, in dem das Menschliche im Vordergrund steht und in dem über Mögliches und Unmögliches völlig frei nachgedacht werden kann. Ein angstfreies, verantwortungsvolles und wertschätzendes Miteinander macht uns stark, jede*n einzelne*n von uns. Theater kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass wir selbstbewusst durchs Leben gehen und auf unsere soziale und kognitive Intelligenz vertrauen. Man muss ihm nur die Chance geben. Ergreifen wir diese gemeinsam, nutzen Sie unser vielfältiges Vermittlungsangebot und die vielen Möglichkeiten für einen Theaterbesuch mit Ihren Schüler*innen. Theater ist auch bzw. vor allem Herzensbildung und diese brauchen wir in Anbetracht der zunehmenden Verrohung der Gesellschaft mehr denn je. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns im Theater!

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Irene Girkinger und das gesamte VBB-Team


UNSERE PREMIEREN

29. SEP 2018

IWANOW

4 von Anton Tschechow, Großes Haus Regie: Mateja Koležnik ab 14

20. OKT 2018

SONNY BOYS

6 von Neil Simon, Studio Regie: Alexander Kratzer ab 14

28. NOV 2018

DER REGEN BOGENFISCH

23. FEB 2019

OPTION. SPUREN DER ERINNERUNG 14

Wiederaufnahme, Großes Haus Regie: Alexander Kratzer ab 14 12. MRZ 2019

AUERHAUS

16

von Bov Bjerg, Studio Regie: Philipp Jescheck Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs ab 14

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von Marcus Pfister, UFO Bruneck Regie: Alexander Kratzer ab 3

28. MRZ 2019

BLUTRACHE

18 Uraufführung, Studio Text und Regie: Jethro Compton ab 14

12. JAN 2019

DIE HAUPTSTADT

10 von Robert Menasse, Studio Regie: Cilli Drexel ab 16 9. FEB 2019

LILIOM

12 von Ferenc Molnár, Großes Haus Regie: Rudolf Frey ab 15

16. MAI 2019

SUNSET BOULEVARD 20

Musical von Andrew Lloyd Webber, Großes Haus Musikalische Leitung: Stephen Lloyd Regie: Rudolf Frey ab 14

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IWANOW

KOMODIE

VON ANTON TSCHECHOW

GROSSES HAUS PREMIERE 29. Sep 2018 — 20 Uhr

VORSTELLUNG 3. Okt 2018 — 10 Uhr

Deutsch von Thomas Brasch Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt REGIE Mateja Koležnik BÜHNE Raimund Voigt  KOSTÜME Alan Hranitelj CHOREOGRAFIE Magdalena Reiter SOUNDDESIGN Philipp Haupt DRAMATURGIE Sylvia Brandl, Ina Tartler

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THEATERPÄDAGOGIK → S. 25 • Lehrerfortbildung I MIT Heinrich Baumgartner, Holger Bülow, Gerti Drassl, Margit Geier, Florentin Groll, Markus Hering, Maria Hofstätter, Heike Kretschmer, Kara Liebhart, Sarah Merler, Johann Nikolussi, Michael Prelle, Axel Sichrovsky, Katharina Wawrik, Ilona Wulff-Lübbert u.a. 1 Stunde 45 Minuten, Pause nach dem 2. Akt Ab der 1. Oberschule


Die Liebe ist verschwunden und jeglicher Antrieb ist in ihm erloschen. Sein Landgut hat er heruntergewirtschaftet – Iwanow ist nur noch das Wrack des kraftvollen Mannes, der er einmal war. Er ist mit Anna Petrowna, einer Jüdin, verheiratet. Für ihn hat sie Eltern und Religion hinter sich gelassen. Anna Petrowna hat die Schwindsucht, sie weiß nicht, dass sie nicht mehr lange leben wird. Genervt von seiner kranken Frau treibt es Iwanow aufs Nachbargut zu den reichen Lebedjews, bei denen er zwar bis über beide Ohren verschuldet ist, deren Tochter Sascha den Schwermütigen aber auf Teufel komm raus aufrichten möchte – durch ihre Liebe. Als Anna Petrowna stirbt, stimmt Iwanow der Hochzeit mit Sascha zu. Doch plötzlich kommt alles anders. Anton Tschechow schrieb diese Komödie innerhalb weniger Wochen. 1887 kam die erste Fassung in Moskau zur Uraufführung. Iwanow sei „der allergewöhnlichste Mensch“, so Tschechow, ein erschöpfter Mann, inmitten einer Gesellschaft im Umbruch. Entstanden ist eine virtuose Gesellschaftsstudie, die in der Arbeit von Star-Regisseurin Mateja Koležnik mit Humor und Präzision eine äußerst spannende Interpretation erfährt.

ANTON TSCHECHOW *1860 in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, Medizinstudium an der Moskauer Universität. 1880 erste literarische Publikationen, er wurde in kurzer Zeit zu einem begehrten und sehr geschätzten Autor. Zu seinem Werk zählen eine Fülle schönster Erzählungen und großartiger Theaterstücke wie „Iwanow“, „Onkel Wanja“, „Die Möwe“, „Drei Schwestern“, „Der Kirschgarten“. Anton Tschechow starb 1904 im Alter von 44 Jahren in Badenweiler an Tuberkulose. MATEJA KOLEŽNIK  *1962 in Metlika, Slowenien, studierte in Ljubljana Vergleichende Literaturwissenschaften und Philosophie sowie Regie an der Theaterakademie. Arbeitet als Theaterregisseurin u.a. in Maribor, Celje, Klagenfurt, Wien, Berlin, München, Ljubljana. Ihr Debüt im deutschsprachigen Raum feierte sie 2012 mit „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ von Witold Gombrowicz am Theater Chemnitz und arbeitet seitdem an fast allen großen deutschsprachigen Bühnen. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Ich habe aufgehört zu lieben. Wie? Warum? Wofür? Ich verstehe es nicht.

IWANOW IST MÜDE Wäre Iwanow Beamter, Schauspieler, Pope, Professor, dann hätte er sich an seine Situation gewöhnt. Aber er Iebt auf einem Gutshof. In einem Landkreis. Die Leute dort sind entweder Trinker, oder Kartenspieler, oder solche wie der Arzt … Keiner will etwas wissen von seinen Gefühlen oder den Veränderungen in ihm. Er ist einsam. Die Iangen Winter, die Iangen Abende, ein leerer Garten, Ieere Zimmer, der nörgelnde Graf, die kranke Frau … Er kann nirgendwohin fahren. Darum quält ihn jeden Augenblick die Frage: wohin mit mir? Iwanow ist müde, er begreift sich nicht, aber das Leben kümmert sich darum nicht im mindesten. Es stellt seine gesetzmäßigen Forderungen an ihn, und er muss – ob er will oder nicht – diese Fragen lösen. Die kranke Frau ist die eine Frage, der Haufen Schulden – ist eine Frage, Sascha wirft sich ihm an den Hals – ist eine Frage. Wie er alle diese Fragen löst, muss ersichtlich werden aus dem Monolog des III. Akts und dem Inhalt der beiden letzten Akte. Leute wie Iwanow lösen keine Fragen, sondern brechen unter ihrer Last zusammen. Sie sind verwirrt, breiten die Arme aus, werden nervös, beklagen sich, begehen Dummheiten und verlieren schließlich und endlich, indem sie ihren schwachen, schlaffen Nerven freien Lauf lassen, den Boden unter den Füßen und treten ein in die Reihen der „Gebrochenen“ und „Unverstandenen“. Enttäuschung, Apathie, Nervenschwäche und Erschöpfung sind unmittelbare Folge übersteigerter Erregbarkeit, und eine solche Erregbarkeit ist unserer Jugend in extremem Maße eigen. Nehmen Sie die Literatur. Nehmen Sie die Gegenwart.

Anton Tschechow

LEISTUNGSSUBJEKT UND DEPRESSION Die Depression bricht in dem Moment aus, in dem das Leistungssubjekt nicht mehr können kann. Sie ist zunächst eine Schaffens- und Könnenmüdigkeit. Die Klage des depressiven Individuums „Nichts ist möglich“ ist nur in einer Gesellschaft möglich, die glaubt, „Nichts ist unmöglich“. NichtMehr-Können-Können führt zu einem destruktiven Selbstvorwurf und zur Autoaggression. Das Leistungssubjekt befindet sich mit sich selbst im Krieg. Der Depressive ist der Invalide dieses internalisierten Krieges. Die Depression ist die Erkrankung einer Gesellschaft, die unter dem Übermaß an Positivität leidet. Sie spiegelt jene Menschheit wider, die mit sich selbst Krieg führt.

Byung-Chul Han

IWANOW

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SONNY BOYS

KOMODIE VON NEIL SIMON

STUDIO PREMIERE 20. Okt 2018 — 20 Uhr

VORSTELUNGEN 23., 24. Okt 2018 — 10 Uhr

Deutsch von Helge Seidel Koproduktion mit dem Theater in der Altstadt Meran und dem Theater an der Effingerstrasse Bern REGIE Alexander Kratzer AUSSTATTUNG Sara Burchia LICHT By Oskar-Light DRAMATURGIE Elisabeth Thaler

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MIT Thomas Hochkofler, Lukas Lobis, Karin Verdorfer Ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause Ab der 1. Oberschule


Das Komikerpaar Willie Clark und Al Lewis sind ganz groß im Showgeschäft. Hinter den Kulissen können sich die beiden jedoch nicht ausstehen, und als Al eines Abends nach der Vorstellung verkündet, auszusteigen, trennen sie sich endgültig. Jahrelang sprechen die beiden nicht mehr miteinander. Al lebt zurückgezogen bei seiner Tochter und Willie haust in einem heruntergekommenen Appartement. Er wartet auf große Aufträge. Willies Nichte und Agentin zieht plötzlich einen großen Auftritt an Land: ein Comeback des Duos in einer Fernsehshow. Ein letztes Mal sollen sie gemeinsam auf der Bühne stehen. Zähneknirschend stimmen beide zu, wohl wissend, dass sie nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander können. Die erfolgreiche und vielfach verfilmte Komödie „Sonny Boys“ von Neil Simon schildert tragikomisch die Höhen und Tiefen einer Freundschaft zweier ehemals großer Comedy-Stars. Selbstironisch und lustvoll werden die Rivalitäten auf und hinter der Bühne auf die Schippe genommen. NEIL SIMON  *1927 in New York, verfasste ab 1946 gemeinsam mit seinem Bruder seine ersten Drehbücher und Sketche für Fernsehund Bühnenshows. Seit seinem ersten Theatererfolg 1961 schrieb er zahlreiche Gesellschaftskomödien, die später in Starbesetzung verfilmt wurden. Mit „Barfuß im Park“, „Ein seltsames Paar“, „Plaza Suite“ u.a. sowie Musicals wie „Sweet Charity“ wurde er zu Amerikas populärstem Drehbuch- und Bühnenautor. ALEXANDER KRATZER *1971 in Innsbruck, lebt als Regisseur und Autor in Innsbruck und Bozen. Engagements am Theater Phönix Linz, Tiroler Landestheater, Schauspielhaus Salzburg, Theater des Kindes Linz, Stadttheater Bruneck, Theater an der Effingerstrasse Bern, Theater Baden Baden. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er zuletzt „Option. Spuren der Erinnerung“, „Michael Kohlhaas“, „Bombenjahre“, die Uraufführung „antimortina“ sowie „Wir. Heute! Morgen! Europa. Minderheiten und Autonomien im europäischen Kontext“.

SPASS HABEN Elisabeth Thaler Welche Themen interessieren Sie an dieser Komödie? Alexander Kratzer In „Sonny Boys“ steht natürlich ein ganz großes theatrales Thema im Vordergrund: Freundschaft. Wie leben wir Freundschaft? Wie abhängig sind wir von Freundschaft? Es geht um zwei Männer, die sich gegenseitig brauchen, vorgeben, sich nicht zu mögen und doch in all ihrem Streit sehr viel Zuneigung füreinander empfinden. Das ist natürlich ein schönes Spannungsfeld für eine Komödie. Dass es im Stück auch noch um zwei Schauspieler geht, also ums Theater, erhöht natürlich den Reiz für den Regisseur.  Haben Sie schon Ideen zu Ihrer Inszenierung? Natürlich hat man im Vorfeld und durch die Vorbereitung auf ein Stück als Regisseur schon klare Vorstellungen und Bilder im Kopf. Dieses Stück ist dramaturgisch sehr gut gebaut. Die Schauspieler*innen müssen es noch mit Leben füllen. Bei dieser Arbeit wird sehr viel spontan auf der Probe entstehen. Für dieses Stück braucht es eine konzentrierte, respektvolle, lustvolle und anregende Zusammenarbeit von Schauspieler*innen und Regisseur. Dieser Prozess ist sehr spannend.  Worauf freuen Sie sich besonders? Natürlich freue ich mich besonders auf meine Hauptdarsteller Lukas Lobis und Thomas Hochkofler. Ich habe mit beiden schon gearbeitet, aber in verschiedenen Stücken, also noch nie mit beiden gemeinsam! Ich denke, da werden mich einige beneiden, dass ich mit den Herren viel Zeit verbringen und Spaß haben kann. Aber wir werden auch hart miteinander arbeiten. Denn was auf der Bühne leicht und unterhaltsam wirken soll, muss in harter Arbeit erprobt werden.

Wenn Lewis zu Clark kommt, um sich zu entschuldigen, sind das keine Umstände … das ist mir sogar einen zweiten Herzinfarkt wert … WILLIE

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DER REGEN BOGENFISCH

PREMIERE 28. Nov 2018 — 10 Uhr UFO Bruneck

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VORSTELLUNGEN 29. Nov 2018 — 10 Uhr UFO Bruneck 3. Dez 2018 — 9 und 11 Uhr Kulturhaus Schluderns 5., 6. Dez 2018 — 10 Uhr Stadttheater Meran 11., 12., 13., 14., 18.,19., 20., 21. Dez 2018 — 10 Uhr Stadttheater Bozen, Studio

THEATERPÄDAGOGIK → S. 26 • Workshop: Glitzerschuppe zu verschenken Für Grundschulen

Nach dem Bilderbuch von Marcus Pfister Theaterstück für alle ab 3 Jahren In Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Kulturzentrum UFO Bruneck

MUSIK Andy Baum  LICHT Tobias Demetz DRAMATURGIE Elisabeth Thaler MIT Max G. Fischnaller, Marlies Untersteiner

REGIE Alexander Kratzer  AUSSTATTUNG Maria-Isabel Graf

45 Minuten, keine Pause Ab Kindergarten (3 Jahren) bis 3. Grundschule


Der Regenbogenfisch ist mit seinem schillernden Schuppenkleid der allerschönste Fisch im Ozean. Die anderen Fische bewundern ihn und hätten auch gern eine klitzekleine Glitzerschuppe. Doch der stolze Regenbogenfisch denkt gar nicht dran, seine wertvollen Schuppen zu verschenken. Enttäuscht lassen ihn die Fische allein zurück. „Warum bin ich so einsam?“, fragt er sich und sucht Rat bei den quirligen Sardellen, dem Einsiedlerkrebs, dem glücklichen Seestern, doch niemand kann ihm helfen. Vielleicht kennt der weise Tintenfisch Oktopus die Lösung, wie der Regenbogenfisch wieder fröhlich werden kann. Seit 25 Jahren begeistert und berührt der Regenbogenfisch Kinder auf der ganzen Welt. Der Bilderbuchklassiker ist eine bezaubernde Geschichte über Schönheit und Freundschaft. Wie sie vergeht. Und wie sie wieder kommt. Mit viel Musik nimmt der glitzernde Fisch die kleinen Zuschauer*innen im Theater mit auf die Suche nach Glück und lieben Freund*innen.

MARCUS PFISTER  *1960 in Bern, arbeitete von 1981-1983 in einer Werbeagentur. „Die müde Eule“ war sein erstes Bilderbuch und erschien 1986. Der Durchbruch als Bilderbuchautor gelang ihm 1992 mit „Der Regenbogenfisch“. Die Bücher von Marcus Pfister wurden international mehrfach ausgezeichnet und sind in rund 50 Sprachen übersetzt. Der Autor und Illustrator lebt mit seiner Familie in Bern.

Bin ich ohne meine Glitzerschuppen noch ich? REGENBOGENFISCH

DIE FREUDE AM TEILEN ENTDECKEN Yasmina Sayhi Ihr Buch „Der Regenbogenfisch“ feiert dieses Jahr 25. Jubiläum und wurde be- reits in über 80 Sprachen übersetzt. Können Sie uns kurz sagen, wie Sie zu der Idee für dieses Buch gekommen sind? Marcus Pfister Da ich von der Grafik herkomme, basieren viele meiner Bücher auf visuellen Ideen, so auch „Der Regenbogenfisch“. Er ist aus meiner ersten Bilderbuchfigur, der müden Eule, entstanden. Wenn Sie das Cover dieses Buches um 90 Grad drehen, werden Sie bestimmte Ähnlichkeiten feststellen … Aber das war nur die Geburtsstunde der Figur – die Geschichte kam danach. Haben Sie mit einer solch großen Resonanz ge- rechnet? Absolut nicht. Wir waren so froh, dass sich das Buch trotz aller technischen Schwierigkeiten realisieren ließ, dass wir gar nicht an einen möglichen Erfolg gedacht haben. Die ganze Geschichte hätte ohne Folie gar nicht funktioniert, und das Projekt stand lange auf Messers Schneide. Welche moralischen Werte möchten Sie mit die- ser Geschichte vermitteln? Ich finde es nicht notwendig, in jedem Buch irgendwelche moralischen Werte zu vermitteln. Ein Buch darf auch mal einfach nur Spaß machen. In der Regenbogenfischreihe hat sich das ganz natürlich entwickelt. Wir hatten eine Figur, die als Vermittler moralischer Grundwerte akzeptiert wurde, und es war klar, dass sich auch künftige Geschichten in diese Richtung bewegen mussten. In dem Buch verschenkt der Regenbogenfisch seine glänzenden Schuppen, sodass am Ende alle Fische eine kleine schimmernde Schuppe besitzen. Es gibt Leute, die behaupten, das Buch sei weniger über das Teilen als mehr darüber, dass man sich anderen anpassen muss, um ak zeptiert zu werden. Was sagen Sie dazu? Zu einer solchen Interpretation der Geschichte kann es eigentlich nur kommen, wenn man den Beginn der Geschichte völlig ausblendet. Dort wird klar, dass der Regenbogenfisch nicht einsam ist, weil er seine Schuppen nicht verschenken will. Nein, er ist alleine, weil er arrogant und überheblich ist. Die andern Fische fragen ihn bereits zu Beginn der Geschichte, ob er mit ihnen spielen will (auch ohne Schuppen-Geschenk), doch der Regenbogenfisch fühlt sich als etwas Besseres und gleitet stumm und stolz an ihnen vorbei. Der wahre Inhalt der Geschichte ist, dass er diesen unangenehmen Charakterzug überwinden kann und nebenbei auch noch die Freude am Teilen entdeckt. Als Autor und Künstler ist mir die Vorstellung, wir könnten alle uniformiert und gleichgeschaltet werden ein Graus. Und die Idee, dass man sich Freunde kaufen könnte, finde ich ebenso unsinnig wie absurd. Warum sollte ich eine solche Geschichte schreiben?

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DIE HAUPTSTADT VON ROBERT MENASSE

STUDIO PREMIERE 12. Jan 2019 — 20 Uhr

VORSTELLUNGEN 9., 14., 15., 16. Jan 2019 10 Uhr

Fassung von Tom Kühnel und Ralf Fiedler REGIE Cilli Drexel BÜHNE Maren Greinke KOSTÜME N.N. DRAMATURGIE Ina Tartler

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THEATERPÄDAGOGIK → S. 25 -26 • Lehrerfortbildung II • Workshop: Was heißt nach-nationale Demokratie? Ab der 4. Oberschule und Berufsbildung

MIT Roman Blumenschein, Thorsten Danner, Marie-Therese Futterknecht, Christoph Kail, Peter Schorn, Lisa Weidenmüller u.a. Ca. 3 Stunden, inklusive Pause Ab der 3. Oberschule


In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Europäischen Kommission aufpolieren. Aber wie? Fenia beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. Robert Menasse spannt in diesem Roman einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen für ein Schwein, das durch die Straßen läuft. – Eine Tragikomödie, eine Farce, ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten. 2017 erhielt Menasse für „Die Hauptstadt“ den Deutschen Buchpreis.

ROBERT MENASSE  *1954 in Wien. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. 1980 Promotion. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. CILLI DREXEL  *1975 in München, Regiestudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Inszenierungen am Landestheater Tübingen, Schauspiel Essen und am Nationaltheater Mannheim, wo sie von 2009 bis 2012 Hausregisseurin war. Ihre Arbeiten führten sie u.a. ans Theater Bielefeld, Schauspiel Leipzig, Deutsche Theater Berlin, Landestheater Niederösterreich und ans Theater Basel. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte sie 2017-18 Grillparzers „Medea“.

Auschwitz ist überall. Wir sehen es nur nicht.

DAS PRÄGENDE EINER EPOCHE ERZÄHLEN Ich wundere mich immer wieder darüber, dass sich so viele Menschen wundern, dass ich einen Roman über Europa, genauer: über die Europäische Kommission schreiben wollte. Aber ist es nicht die Aufgabe des Romans als Gattung, etwas Relevantes, ja das Prägende einer Epoche zu erzählen? Wenn ein Krieg ausbricht, gibt es Kriegs- und Antikriegsromane, wenn die Berliner Mauer fällt, dann gibt es Mauerfall- und Wiedervereinigungsromane, die großen Migrationsbewegungen finden heute ihre Reflexion in Romanen, die von Migranten, ihren Integrationsbemühungen oder -problemen erzählen, oder gar von der Unterwerfung des Abendlands unter den Islam. Das finden alle normal. Nun ist aber das europäische Einigungsprojekt zweifellos einer der großen Prägestempel unserer Zeitgenossenschaft, etwas historisch völlig Neues, als politisches Projekt geradezu eine Revolution: zum ersten Mal in der Geschichte werden die Rahmenbedingungen des Lebens eines ganzen Kontinents in einer Stadt produziert, zum ersten Mal wird Friede nicht durch Friedensverträge, die bekanntlich alle immer wieder gebrochen wurden, sondern durch ökonomische und politische Verflechtungen herzustellen versucht, als Verfassungsgrundlage haben zum ersten Mal alle Staaten Europas die Menschenrechtsdeklaration unterzeichnet. Das ist eine Revolution, und wenn sie auch in kleinen Schritten seit über 60 Jahren vorangeht, so ist sie doch eine Revolution, eben eine schleichende. Das muss man doch erzählen, wenn man sich als Romancier ernst nimmt, und die Frage war: kann man das erzählen? Mein Roman ist der Versuch einer Antwort. Die EU ist ein menschengemachtes Projekt – und alles Menschengemachte muss man erzählen können.

Robert Menasse

Europa ja, EU nein. Das ist die Stimmung. Die Sehnsucht ruft nach einem anderen Europa. Aber dieses andere Europa ist nicht da, es muss erst noch erfunden werden: ein demokratisches und soziales Europa. Ein Europa der Bürger, nicht der Banken. Ein Europa der Arbeitnehmer, nicht der Industrie. Ein Europa, das gemeinsam in der Welt agiert. Ein humanes Europa und nicht eins, das sich abschottet, ein Europa, das seine Werte verteidigt und nicht mit Füßen tritt. Dieses Europa gibt es nicht.

Ulrike Guérot

MARTIN SUSMAN

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LILIOM

VON FERENC MOLNÁR

GROSSES HAUS PREMIERE 9. Feb 2019 — 20 Uhr

VORSTELLUNGEN 12., 13. Feb 2019 — 10 Uhr

Deutsch von Alfred Polgar Koproduktion mit dem Landestheater Niederösterreich REGIE Rudolf Frey BÜHNE Vincent Mesnaritsch KOSTÜME Aleksandra Kica DRAMATURGIE Elisabeth Thaler, Julia Engelmayer

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MIT Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Patrizia Pfeifer, Tilman Rose, Wiltrud Schreiner u.a. LIVE-MUSIK Die Strottern und Matthias Loibner Ca. 2 Stunden 30 Minuten, inklusive einer Pause Ab der 2. Oberschule


Er ist Karussellausrufer, ein Frauenheld und Hallodri: Liliom verdreht im aufgeheizten Milieu des Praters jungen Frauen den Kopf und den Herren den Arm. Als er sich in das Dienstmädchen Julie verliebt und deshalb von seiner eifersüchtigen Chefin entlassen wird, fällt er in ein Loch: Konfrontiert mit der Leere seines Daseins, ohne Aussicht auf eine finanzielle Besserung der Lebensumstände, packt Liliom die Spielsucht und Aggression. Einziger Ausweg scheint ein von seinem zwielichtigen Freund Ficsur vorgeschlagener Raubüberfall. Dieser soll schnelles Geld für ihn und seine kleine Familie bringen. Trotz schlechten Gewissens entscheidet sich Liliom, Teil des Verbrechens zu werden – doch der Plan geht schief … „Liliom“, erschienen 1909, gehört zu den bedeutendsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Der ungarische Autor Ferenc Molnár erzählt mit viel Gefühl und zartem Humor vom unbedingten Wunsch nach Mehr und von der Sehnsucht nach einem besseren Leben. FERENC MOLNÁR *1878 in Budapest, ist der bekannteste ungarische Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Neben seinem Jurastudium arbeitete er als Journalist. 1902 wurde sein erstes Theaterstück „Der Herr Verteidiger“ uraufgeführt. Seine Karriere als Bühnenautor erreichte schnell ungeahnte Höhen. Neben Romanen, Erzählungen, Satiren, Reportagen und Glossen schrieb er rund 40 Theaterstücke. Sein bekanntestes Stück „Liliom“ wurde 1909 uraufgeführt. Von 1940 bis zu seinem Tod 1952 lebte Molnár im New Yorker Exil. RUDOLF FREY *1983 in Salzburg, arbeitet als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater, zuletzt u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Schauspielhaus Wien & Salzburg, dem Gärtnerplatztheater München, der Welsh National Opera, dem Südthüringischen Staatstheater Meiningen und dem Tiroler Landestheater. 2013 erhielt er den Kurt-Hübner Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er Gogols „Revisor“ und das Musical „West Side Story“.

DER VERFASSER ÜBER SEIN STÜCK Mein Ziel war es, eine Pester Vorortsgeschichte so primitiv, so naiv auf die Bühne zu bringen, wie sie alte Frauen in der äußeren Josefstadt zu erzählen pflegen. Was hier an symbolischen Gestalten, überirdischen Figuren vorkommt, dahinter wollte ich nicht mehr an Bedeutung verstecken, als ihnen ein bescheidener Strolch gibt, wenn er an sie denkt. Deshalb ist der himmlische Richter in Liliom ein Polizeiprotokollführer, deshalb erwecken den verstorbenen Schaukelgesellen nicht Engel, sondern die Detektive Gottes zu neuem Leben, deshalb habe ich mich nicht darum gekümmert, ob dieses Stück ein Trauerspiel, ein Märchenspiel, ein Feenspiel ist, deshalb beließ ich es in der Ungehobeltheit und einfachen Stetigkeit, die für das heutige naive Märchen charakteristisch ist, wo man sich sicher keine großen Sorgen darüber macht, warum der Tote auf einmal zu sprechen beginnt. Jetzt könnte man darüber streiten, ob der Autor auf der Bühne primitiv sein darf. Maler haben dieses Recht, Autoren, die Bücher schreiben, ebenfalls. Aber darf, kann der Autor auf der Bühne naiv, kindisch, gutgläubig sein, uns in Staunen versetzen? Darf er vom Publikum verlangen, dass es keine Fragen wie: „Träumt dieses Märchen jemand?“ stellt. „Wie ist es möglich, dass ein verstorbener Mann auf die Erde zurückkehrt und hier schaltet und waltet, etwas tut?“ Jeder hat schon einmal eine Schießbude im Stadtwäldchen gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie kindisch, wie komisch alle Figuren darauf dargestellt sind? Der Jäger, der Trommler mit dem dicken Bauch, der Knödelschlucker, der Kavallerist. Arme, schlechte Schildermaler malen diese Figuren, so, wie sie sich das Leben vorstellen. Ich wollte das Stück auch in solcher Weise schreiben. Mit den Gedankengängen eines armen Schaukelgesellen im Stadtwäldchen, mit seiner Phantasie und seiner Ungehobeltheit. Ob man das darf – wie gesagt – darüber ließe sich streiten.

Ferenc Molnár

Was haben Sie Gutes auf Erden getan? KONZIPIST

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OPTION. SPUREN DER ERINNERUNG

GROSSES HAUS PREMIERE 23. Feb 2019 — 18 Uhr

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VORSTELLUNGEN 20., 21., 22. Feb 2019 — 10 Uhr

Uraufführung Wiederaufnahme

MIT Günther Götsch, Christine Lasta, Lukas Lobis, Markus Oberrauch, Anna Unterberger

REGIE Alexander Kratzer  BÜHNE Luis Graninger  KOSTÜME Alexia Engl  KOMPOSITION Markus Kraler, Andreas Schett (Franui)  VIDEO Mike Ramsauer  LICHT Hubert Schwaiger DRAMATURGIE Ina Tartler, Elisabeth Thaler

UND DEN ZEITZEUG*INNEN Martha Ebner, Edmund Dellago, Georg Dignös, Anna Gius, Erich Innerebner, Hermann Oberparleiter, Marieluise Oberrauch, Anton Rinner, Regina Stockner, Karl Tarfußer Ca. 2 Stunden, keine Pause Ab der 1. Oberschule


Gehen oder bleiben – 1939 ging ein Riss durch die deutschsprachige Südtiroler Bevölkerung. Sie wurde vor die Wahl gestellt, ins Deutsche Reich auszuwandern oder in Südtirol zu bleiben und ihre deutsche Sprache und Kultur aufzugeben. 80 Jahre danach erinnern sich Zeitzeug*innen an die schwere Entscheidung. Optanten, Dableiber, Rücksiedler und Nichtrückoptanten erzählen live auf der Bühne von Abschied und Heimat, sie brechen das Schweigen. Ihre persönlichen Geschichten stehen im Zentrum des außergewöhnlichen Theaterprojekts „Option. Spuren der Erinnerung“. Die Musicbanda Franui aus Osttirol begleitet den Abend mit neu arrangierten Liedern. Ein bewegendes Dokumentartheaterstück mit Live-Musik, das Erinnerung, Authentizität und die Kraft des Erzählens vereint. Freuen Sie sich anlässlich des 80. Jahrestages auf die letzten zwei Vorstellungen der bislang erfolgreichsten Theaterarbeit der Vereinigten Bühnen Bozen.

MUSICBANDA FRANUI Die Musiker*innen von Franui aus Osttirol sind europaweit bei bedeutenden Festivals und Konzertveranstaltern regelmäßig zu Gast. Neben ihrer Konzerttätigkeit realisierten sie Musiktheaterprojekte, u.a. am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. An den Vereinigten Bühnen Bozen spielten sie 2016 in „Bombenjahre“ und 2018 in „Wir. Heute! Morgen! Europa. Minderheiten und Autonomien im europäischen Kontext“. MUSIKER*INNEN Johannes Eder Andreas Fuetsch Romed Hopfgartner Markus Kraler Angelika Rainer Bettina Rainer Markus Rainer Andreas Schett Martin Senfter Nikolai Tunkowitsch

GESCHICHTEN NACHSPÜREN Die Option stellte die Menschen in Südtirol im Jahre 1939 wahrlich vor eine sehr schwierige Entscheidung. Sie hat Menschen entwurzelt, Familien zerrissen und hinterlässt bis heute Spuren in der Südtiroler Gesellschaft. Zu diesem Thema gibt es unzählige historische Abwandlungen, fundiert recherchierte Filme und vieles mehr. Dies alles ist der Ausgangspunkt für unser Projekt. Wir suchen einen persönlichen Zugang zur Option und hören Geschichten von Zeitzeug*innen. Den Geschichten nachspüren und damit diesen dunklen Punkt der Geschichte von ganz privaten Standpunkten aus beleuchten. Dabei geht es nicht so sehr um historische Fakten. Die Menschen, egal ob Optanten, Dableiber, Rücksiedler und Nichtrückoptanten erzählen ihr eigenes Schicksal. Erinnern sich an ihre Entscheidung und die damit verbundenen Folgen. Dadurch entsteht auf der Bühne ein „kleines Südtirol“ der damaligen Zeit. Man sieht die Menschen auf der Bühne, hört ihnen zu und fühlt mit ihnen mit. Zusätzlich zu den sogenannten Expert*innen stehen auch bekannte Schauspieler*innen aus Südtirol auf der Bühne und spüren ebenfalls der Option in sehr persönlicher Art und Weise nach. Außerdem arrangiert die Musicbanda Franui Volksmusik aus der Zeit und belebt sie neu. Lauter interessante Bausteine, die wir zu einem sehr interessanten und direkten Theaterabend zusammengesetzt haben. Wir alle hören gern Geschichten!

Alexander Kratzer

Man isch – i muass es sogn – verloren gwesn. KARL TARFUSSER

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AUER HAUS

STUDIO PREMIERE 12. Mrz 2019 — 10 Uhr

VORSTELLUNGEN 13., 14., 15. Mrz 2019 — 10 Uhr

von Bov Bjerg Theaterfassung von Robert Koall Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs Theaterstück für alle ab 14 Jahren

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THEATERPÄDAGOGIK → S. 26 -27 • Workshop: Birth, School, Work, Death Für Oberschulen und Berufsbildung • Workshop: Über-Leben Für Oberschulen und Berufsbildung REGIE Philipp Jescheck AUSSTATTUNG N.N. DRAMATURGIE Elisabeth Thaler MIT Jugendlichen aus Südtirol Ca. 2 Stunden, keine Pause Ab der 1. Oberschule


Höppner möchte auf seinen besten Freund Frieder aufpassen, denn Frieder hat versucht, sich umzubringen. Gemeinsam mit Vera und Cäcilia ziehen sie in das verlassene Haus des Großvaters. Nach einer Weile machen noch Pauline, die wegen Brandstiftung in der Psychiatrie saß, und der schwule Harry die WG komplett. Die sechs Freunde sind sich einig. Ihr Leben sollte nicht wie das ihrer Eltern verlaufen: birth, school, work, death. Im „Auerhaus“ – das die Leute so nennen, weil sie von drinnen ständig den Hit „Our House“ von Madness hören und kein Englisch verstehen – wird gekocht, geraucht, gefeiert, aber vor allem viel geredet. Es ist der Sommer ihres Lebens. So unbeschwert wie kein weiterer Sommer mehr werden wird. „Auerhaus“ erzählt tragikomisch von der Wildheit der Jugend, von Freundschaft und vom Ausloten der Grenzen. Heiter und melancholisch zugleich trifft Bov Bjerg das Lebensgefühl junger Menschen, die nach dem Sinn fragen und gegen die Angst ankämpfen, dem Leben nicht gewachsen zu sein.

BOV BJERG  *1965, studierte Linguistik, Politik und Literatur in Berlin, Amsterdam und Leipzig. Er gründete mehrere Lesebühnen, arbeitete als Schauspieler und Autor beim Kabarett und schrieb für verschiedene Zeitungen. Die Kurzgeschichte „Howyadoin“ erhielt 2004 den MDR-Literaturpreis. 2008 erschien sein Debüt „Deadline“. Sein zweiter Roman „Auerhaus“ (2014) fand großen Anklang bei Kritik und Publikum. Zuletzt erschien „Die Modernisierung meiner Mutter. Geschichten“. Bov Bjerg lebt in Berlin. PHILIPP JESCHECK  *1982, Studium der Theaterwissenschaften und Psychologie. Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seit 2009 freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Stadttheater Kassel und Theater Ulm, wo er 2014 seine erste Opernregie übernahm. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er zuletzt „Werther“ nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe, „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr und Friedrich Schillers „Die Räuber“.

Ich wollte mich nicht umbringen. Ich wollte bloß nicht mehr leben. Ich glaube, das ist ein Unterschied. FRIEDER

WAS IST DER SINN DES LEBENS? Andrea Vilter Im Buch wird der Song „Birth, School, Work, Death“ zitiert. Die Protagonisten sind offenbar auf der Suche nach dem, was das Leben ausmacht. Hast du eine Antwort darauf, was in der Aufzählung fehlt? Bov Bjerg Was fehlt? Das muss jeder für sich selber entscheiden. Für mich war es irgendwann das Schreiben, also die Kunst, das Vorlesen, zu Schulzeiten auch das Theaterspielen und die Schülerzeitung. „Birth, School, Work, Death“ ist natürlich sehr plakativ, weil sich ja jedes Leben irgendwie in diese vier Schubladen bringen lässt. Was ist der Sinn des Lebens? Meinst du, es hat sich seit damals grundsätzlich etwas an den Antworten geändert? Es ist ja zum Beispiel viel die Rede von der sogenannten „unpolitischen jungen Generation“. Ich glaube, das ist sekundär, ob die politisch sind oder nicht. Sie suchen, genau wie wir damals, ein Gemeinschaftsgefühl. Ob bei der Demo, beim Kirchentag oder beim Konzert, das ist zweitrangig. Was sich extrem geändert hat, ist natürlich, dass sie viel mobiler sind als wir damals. Heute ist es kein Problem, mal ein Wochenende in Berlin oder Prag zu verbringen. Ist die Kindheit in der Stadt nicht doch einfacher, weil man mehr Möglichkeiten hat, oder ist man als Kind immer vor allem auf die Familie zurück- geworfen? In der Pubertät sind die Auseinandersetzungen mit den Eltern ganz ähnlich, ob auf dem Land oder in der Stadt. Klar, du kannst in der Stadt mehr „erleben“. Aber ob das so ausschlaggebend ist für einen Teenager? Nach meiner Erfahrung ist vor allem die soziologische Frage entscheidend. Von den Protagonisten in „Auerhaus“ kommt – bis auf Cäcilia – keiner aus einem Elternhaus, in dem ihm an der Wiege gesungen wurde, dass er mal Abitur machen wird. Für so jemanden kann dann – wie es für mich ja auch war – die Beschäftigung mit Literatur oder Kunst ein Akt der Emanzipation sein. Viele Gleichaltrige aus dem bürgerlichen Milieu hatten dagegen eine Aversion gegen alles Bildungsbürgerliche, in dem sie den Lebensstil ihrer Eltern wiedererkannten. Das ist ja eine große Frage in deinem Buch: Wer- de ich zwangsläufig genauso wie meine Eltern? Bei einigen ist es zwangsläufig so. Und Höppner wirft es den Klassenkameraden ja auch vor, dass ihr Leben vorgezeichnet ist, dass sie sich verpuppen und dann in das Leben ihrer Eltern schlüpfen. Dieses Programm ist in Höppners Elternhaus gar nicht vorgesehen. Deshalb ist klar, dass er ein komplett anderes Leben führen wird. Teil seines Erwachsenwerdens ist also die Wegentwicklung von seinen Eltern und die Entfremdung von seiner Familie, die er auf sich zukommen sieht und die auch zwangsläufig ist. Das ist etwas, das die anderen in seiner Klasse nicht so erleben müssen.

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BLUTRACHE

VON JETHRO COMPTON

STUDIO PREMIERE 28. Mrz 2019 — 20 Uhr

VORSTELLUNGEN 2., 3., 4. Apr 2019 — 10 Uhr

Uraufführung Deutsch von Matthias Jodl Koproduktion mit dem Rabenhof Theater Wien REGIE Jethro Compton   BÜHNE Thomas Garvie KOSTÜME Katia Bottegal  

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KOMPOSITION Jonny Sims DRAMATURGIE Ina Tartler, Matthias Jodl MIT Christian Dolezal, Michou Friesz, Miriam Fussenegger, Hannes Perkmann Ca. 2 Stunden, inklusive einer Pause Ab der 1. Oberschule


Ein Schuss mitten in die Lunge. Das ist ein guter Schuss. Ein perfekter Schuss, von dem ein jeder guter Jäger träumt. Das Tier sackt zu Boden, schnappt noch einmal nach Luft und aus. Feuere einen solchen Schuss ab, richte deinen Blick zum Himmel und danke den Göttern. – Sie hört heute noch die Worte ihres toten Vaters. Er wurde vor dreißig Jahren kaltblütig erschossen, niedergestreckt im dichten Wald unweit des hochgelegenen Tiroler Bergdorfs. Hartnäckig fordert sie nach all den Jahren Aufklärung und Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für den geliebten Vater, der zum Wilderer im eigenen Jagdrevier wurde. Obwohl die alleinerziehende Mutter kaum Geld besitzt, bezahlt sie einen Schriftsteller aus der Stadt, der die Mordgeschichte anhört, recherchiert und niederschreibt. Plötzlich wird am alten Tatort eine neue Leiche entdeckt. Inspiriert von einem realen Mordfall erzählt der britische Autor und Regisseur Jethro Compton mit Mitteln des Films eine atmosphärisch dichte Wilderer-Geschichte, einen spannenden Alpenkrimi um Recht und Rache. Jethro Compton gilt spätestens seit seiner 2014 preisgekrönten Western-Show „The Man Who Shot Liberty Valance“ als grandioser Spieler mit den Genres Krimi und Western auf der Bühne. JETHRO COMPTON *1988 in Cornwall, England. Britischer Autor und Regisseur. Seine bisher wichtigste Arbeit war die Western-Show „The Man Who Shot Liberty Valance“, die über 50 Mal in Kanada und in den USA zu sehen war. Zuletzt kam in London und den USA „Wolf’s Blood“ nach einer Erzählung von Jack London heraus. Für das Theater der Jugend Wien schrieb und inszenierte er „Schlamm“ und „Die großen Abenteuer der kleinen Sara Crewe“. Seine Western-Trilogie „The Frontier Trilogy“ wurde 2016 am Rabenhof Theater gezeigt. 2018-19 wird er in Wien inszenieren, zudem schreibt er an einem Musical für London sowie an einem Drehbuch für eine Produktionsfirma in Kalifornien. Seine Theaterarbeiten touren inzwischen rund um den Globus.

Ich muss atmen. Ich muss nachdenken. Ich muss jagen. DIE WILDERIN

EIS, KÄLTE, SCHNEE UND JÄGER ZWISCHEN BÄUMEN Ina Tartler Wie vertraut ist Ihnen die Tiroler Bergwelt? Jethro Compton Ich kenne diese Welt nur aus Filmen, Büchern und von Fotos. Es scheint darum vielleicht seltsam, dass ich als Engländer ein Stück in diesem Setting schreibe. Und doch verdanke ich meine Karriere großteils Geschichten, die ich inspiriert vom Westen Amerikas geschrieben habe, obwohl ich erst letztes Jahr das erste Mal in den USA war. Ich denke, es ist einzigartig, als Outsider über eine Welt zu schreiben, die nicht die eigene ist. Wir können viel in unserem Leben entdecken oder neu entdecken, wenn wir es mit den Augen eines Fremden betrachten. Und das Wilderer-Thema? In England werden Wilderer mit Großwildjägern in Verbindung gebracht, die seltene und bedrohte Tierarten für Trophäen und Elfenbein jagen. In den Alpen hat das Thema natürlich eine ganz andere Bedeutung. Ich habe längere Zeit mit einem traditionellen Jäger verbracht, der mir viel über die Tradition und Kultur der Jagd beigebracht hat. Es war eine unglaubliche Erfahrung, die mir die Augen geöffnet und Respekt verschafft hat für eine Lebensart, die ich zuvor missverstanden hatte. Mit dem Verständnis für die Jagd-Kultur begriff ich auch, warum ein Jäger vielleicht zum Wilderer werden konnte. Was für Bilder haben Sie vor Ihrem inneren Auge? Ich stelle mir eine dunkle, kalte Atmosphäre vor – die an die „Snow Westerns“ von Hollywood erinnert, eine düstere Landschaft, die trotz allem etwas sehr Schönes hat. Ich möchte Schlüsselbilder dieses Genres verwenden: Eis, Kälte, Schnee, Jäger, die sich zwischen den Bäumen bewegen. Es werden auch Elemente vorkommen, die an die bekannten nordischen Krimi-Thriller aus Fernsehen und Kino erinnern. Es wird unmöglich sein, dieses moderne Genre zu ignorieren, geht es doch um Mord in den Bergen und darum, den Killer zu finden. Wie erzählt man mit filmischen Mitteln eine Geschichte auf der Bühne? In erster Linie mit Sound. Ich arbeite mit einem Filmkomponisten zusammen, der eine Geräuschkulisse kreiert wie im Kino. Mir ist eine volle Klanglandschaft, die das Setting und das Umfeld der Geschichte erfasst, wichtig. Jeder Schauplatz sollte seinen einzigartigen Sound haben, der beim Publikum unterbewusst arbeitet: Der Sound sollte zum einen Infos zum Setting transportieren. Und er sollte zum anderen eine Welt jenseits unserer Charaktere schaffen, uns glauben machen, dass die Geschichte nicht an der Bühnenkante endet, sondern weitergeht in unseren Köpfen. Ich arbeite auch beim Schreiben mit filmischen Mitteln. Wenn man das tut, erzählt sich eine Geschichte wie im Kino – über Tempo, Aktion, die Charaktere. In Zeiten von Netflix sollten wir eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Medien anstreben.

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SUNSET BOULEVARD MUSICAL

VON ANDREW LLOYD WEBBER

GROSSES HAUS PREMIERE 16. Mai 2019 — 20 Uhr

VORSTELLUNGEN 21., 22. Mai 2019 — 10 Uhr

Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton Basierend auf dem Film von Billy Wilder Deutsch von Michael Kunze Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient

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THEATERPÄDAGOGIK → S. 27 • Workshop: Träume aus Licht Für Oberschulen und Berufsbildung

MUSIKALISCHE LEITUNG Stephen Lloyd REGIE Rudolf Frey  BÜHNE Luis Graninger KOSTÜME Aleksandra Kica   VIDEO Aron Kitzig CHOREOGRAFIE Marcel Leemann   LICHT Micha Beyermann DRAMATURGIE Ina Tartler, Elisabeth Thaler Ca. 2 Stunden 30 Minuten, inklusive einer Pause Ab der 1. Oberschule


Norma Desmond war ein Hollywoodstar des Stummfilms, doch seit der Einführung des Tonfilms sind ihre glorreichen Zeiten vorbei. Zurückgezogen lebt sie mit ihrem Butler Max von Mayerling in ihrer Luxusvilla am Sunset Boulevard und wartet auf ihr großes Comeback. Als sich der mittellose Drehbuchautor Joe Gillis auf ihr Anwesen verirrt, wittert sie ihre Chance und überzeugt ihn, ihr selbst verfasstes Drehbuch „Salomé“ zu überarbeiten. Joe zieht bei Norma ein und gerät immer mehr in ihre Abhängigkeit. Als er versucht, sich aus ihrem Wahn zu befreien und sie mit der schonungslosen Wahrheit konfrontiert, nimmt das Unheil seinen Lauf … Wie einen Krimi erzählt Billy Wilder in seinem Filmklassiker „Sunset Boulevard“ (1950) die Geschichte einer vergessenen Diva, für die es keinen Platz mehr gibt in der schillernden Scheinwelt der Stars. Andrew Lloyd Webber hat 1993 aus der melancholischen Geschichte ein durchkomponiertes Musical geschaffen, das mit seinen swingenden Tanznummern und mitreißenden Balladen die Bühnen der Welt erobert hat.

ANDREW LLOYD WEBBER *1948 in London, zählt zu den erfolgreichsten Musicalkomponisten unserer Zeit. Mit Musicals wie „Jesus Christ Superstar“, „Evita“ „Cats“, „Starlight Express“ und „Das Phantom der Oper“ feierte er Welterfolge. Zudem schrieb er mehrere Filmmusiken, u.a. zu „Die Akte Odessa“. Webber erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter mehrere Tony Awards, Grammy Awards, Golden Globes und einen Oscar. RUDOLF FREY *1983 in Salzburg, arbeitet als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater, zuletzt u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Schauspielhaus Wien & Salzburg, dem Gärtnerplatztheater München, der Welsh National Opera, dem Südthüringischen Staatstheater Meiningen und dem Tiroler Landestheater. 2013 erhielt er den Kurt-Hübner Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er Gogols „Revisor“ und das Musical „West Side Story“.

Kein Star wird jemals größer sein als ich. NORMA DESMOND

EIN „TRAUM AUS LICHT“ Ina Tartler Was begeistert und interessiert Sie an dem Musical? Rudolf Frey Besonders gefällt mir, dass die Vorlage (der Film von Billy Wilder) und die Welt in der die Geschichte spielt so hervorragend als Musical funktionieren. Reizvoll ist es auch, dass alles aus der subjektiven Sicht des Drehbuchautors Joe erzählt wird – als eine Art Rückblende. Es entspinnt sich also auch vor den Augen des Zuschauers eine Art Drehbuch. Nicht zuletzt hat Webber eine packende Musik dafür komponiert, die zugleich satt und glamourös, aber auch unheimlich und dunkel ist. Es ist ein durchkomponiertes Musical, das bedeutet hier leitet einen die Musik von Szene zu Szene und schafft Überblendung, Fokus und Verwandlung. Welches sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Themen? Das vermutlich wichtigste Thema ist das Scheitern an der Erfüllung des Traumes von Ruhm. Alle Figuren kämpfen um das Überleben und spüren, wie vergänglich alles ist. Ist ein Kunstwerk nur im Moment wichtig und wahr oder ist es für die Ewigkeit geschaffen? Norma lebt in einer Art Blase und kann nicht erkennen, dass ihre Zeit abgelaufen ist, eine neue Art des Films längst den Ton angibt. Um diesem Schmerz nicht zu begegnen, umgibt sie sich mit den Geistern der Vergangenheit und verrennt sich in eine Liebesbeziehung und eine Illusion einer Rückkehr auf die Leinwand. Doch letztendlich bleibt alles nur ein „Traum aus Licht“ – wie es im Stück heißt. Das Stück zeigt auch, wie brutal und schonungslos eine Gesellschaft mit ihren Künstlern umgeht. Hollywood ist hier ein Höllenschlund, der alle zu verschlingen droht. Haben Sie eine Idee für die Umsetzung? Für diese Aufführung werden wir uns viel mit Video-Projektion beschäftigen. Das Thema Film und die Erschaffung von Illusion aus Licht sind ja stückimmanent, und das möchten wir für das Publikum live erfahrbar machen. Das Musical ist ja auch eine Art Krimi oder Thriller – es soll also stets auch etwas Unheimliches, Surreales spürbar sein. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, diese goldene Zeit von Hollywood (1950) mit all ihren Lichtund Schattenzeiten auf die Bühne zu bringen. Was interessiert Schüler*innen an diesem Musical? Ich denke, dass die heutige Jugend viel mit dem Medium Film anfangen kann und sich da mit Sicherheit spannende Assoziationen auftun werden. Das Stück bietet darüber hinaus große Shownummern und hat neben aller Spannung auch viel Humor.

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CHET!

di Leo Muscato e Laura Perini Chet Baker, uno dei miti musicali più controversi e discussi del Novecento, rivive grazie alla musica di Paolo Fresu e a un cast di otto attori in uno spettacolo scritto da Leo Muscato e Laura Perini. Chet! nasce dalla fusione e dalla sovrapposizione tra scrittura drammaturgica e partitura musicale, crea un unico flusso organico di parole, immagini e musica per rievocare lo stile lirico e intimista di questo jazzista tanto maledetto quanto leggendario. Un jazz club. L’assolo straziante di un trombettista fa esplodere applausi e schiamazzi che ben presto si trasformano in qualcosa che assomiglia a un ricordo, o a un sogno. Appare un uomo con la testa riversa sul bancone del bar: è Chet Baker, uno delle personalità musicale più controverse del secolo scorso. Canta: la sua voce ha un’intensità dolorosa, spezzata da pause incomprensibili. E in quelle pause affiorano ricordi dal suo passato, si infilano persone con cui ha avuto a che fare nel corso della vita. Hanno tutti qualcosa da recriminare, da suggerire, da ricordargli. Ci sono i genitori, i suoi figli, i suoi amici musicisti, i suoi rivali musicisti, le donne della sua vita, i detrattori, i pusher, i critici musicali, i fan. In un’altalena di passato e presente, affiorano fatti ed episodi disseminati lungo l’arco della sua esistenza da quando bambino suo padre gli regalò la prima tromba, fino al momento prima di volare giù dalla finestra di un albergo di Amsterdam. Ogni apparizione apre il sipario su una fase della sua vita, facendo emergere anche il sapore di epoche diverse, di diverse visioni del mondo. Si delinea la figura del grande trombettista, che fra sogni, incertezze, eccessi ha segnato una delle pagine più importanti della storia della musica. È proprio la sua musica a interpretare il desiderio di Chet di non volerne più sapere di tutte quelle rivendicazioni, e a fornire la possibilità di un altro punto di vista, di un’altra versione dei fatti, quella di Chet!

TEMA Come mai la complessità dell’uomo e il suo apparente disordine (conflittuale?) abbiano potuto esprimersi in musica attraverso un rigore formale così logico e preciso.

APPROCCI DIDATTICI Uno spettacolo quanto mai poetico: una narrazione del nostro tempo che avviene attraverso un linguaggio diretto che in questo caso unisce recitazione, musica e immagini in un continuo sfalsamento di piani temporali. Lo spettacolo racconta di un uomo e del suo incredibile e incontenibile talento e dell’epoca che ha attraversato.

TECNICHE UTILIZZATE Musica dal vivo, teatro d’attore e di regia

TESTI CONSIGLIATI Chet Baker, Come se avessi le ali. Le memorie perdute, Roma, minimum fax, 2009  Massimo Basile, Gianluca Monastra, Un’estate con Chet, Roma, Nutrimenti, 2004  Paola Boncompagni, Aldo La Stella, Chet Baker in Italia. Racconti di vita e di musica: 1955 - 1988, Stampa Alternativa, 2007  Roberto Cotroneo, E nemmeno un rimpianto. Il segreto di Chet Baker, Milano, Mondadori, 2011 James Gavin, Chet Baker. La lunga notte di un mito, Milano, Baldini & Castoldi, 2013 Domenico Manzione, Il mio amico Chet. Storia un po’ vera un po’ no del processo a Chet Baker, Lucca, Pacini Fazzi, 2011

“Se la sua vita e la sua morte sono ancora oggi avvolte dal mistero, la sua musica era straordinariamente limpida, logica e trasparente” commenta Paolo Fresu. “Forse una delle più razionali e architettonicamente perfette della storia del jazz”.

SALA GRANDE RAPPRESENTAZIONE SCOLASTICA 14. nov 2018 — ore 11

Diese Vorstellung können Sie über die Vereinigten Bühnen Bozen buchen.

MUSICHE ORIGINALI Paolo Fresu   REGIA Leo Muscato CON Paolo Fresu TROMBA, Dino Rubino PIANO, Marco Bardoscia CONTRABBASSO, Alessandro Averone, Rufin Doh, Daniele Marmi, Graziano Piazza, Laura Pozone e altre/i 2 attrici/attori

Durata 105 minuti ca. Età consigliata dai 15 anni

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L’IMPORTANZA DI CHIAMARSI ERNESTO

Commedia frivola per gente seria di Oscar Wilde

“The Importance of Being Earnest”, ovvero “L’importanza di chiamarsi Ernesto” fu la commedia con cui il genio irriverente e acutissimo di Oscar Wilde riuscì a conquistare definitivamente il pubblico e la critica londinese: il suo trionfale debutto avvenne al St. James’s Theatre di Londra il 14 febbraio 1895. Malgrado lo straordinario successo, la commedia fu disallestita dopo sei repliche, come conseguenza dello scandalo in cui Wilde si era andato a cacciare querelando per diffamazione Lord Queensberry che lo aveva pubblicamente tacciato di omosessualità. Come per riflesso, l’alta società che Wilde fa vivere nella sua commedia più fortunata è una società formale e futile, un mondo chiuso nelle sue sciocche regole di “bon ton”, paradossale nella sua ipocrisia, ridicolo nel suo “colto” dialogare, feroce nel suo conservatorismo. Dialoghi taglienti come lame, battute che si susseguono a getto continuo, “sparate” da personaggi che, nella colorata, vivace e divertente lettura registica di Ferdinando Bruni e Francesco Frongia sono spietate marionette, eleganti, annoiate, opportuniste e benpensanti. In questa “commedia frivola per gente seria” Wilde utilizza come espediente il rovesciamento paradossale del senso comune per “demolire” con sorridente ferocia i luoghi comuni su cui si fonda ogni solida società borghese. “Quel che Dio ha diviso, l’uomo non cerchi di riunire”. “L’antico e tradizionale rispetto dei vecchi per i giovani è morto e sepolto”. Un’irriverenza che non è mai fine a se stessa, ma che indossa senza vergogna la maschera dell’umorismo e della farsa e pone le basi dell’umorismo queer, un umorismo che, attraverso l’epoca d’oro della commedia hollywoodiana, è arrivato fino a noi, anche attraverso popolari serie televisive, senza perdere in freschezza e causticità.

TRAMA I due protagonisti di questa spumeggiante e nello stesso tempo amarissima commedia, per poter vivere una vita al di sopra di ogni sospetto, creano un alter ego, facendosi chiamare rispettivamente Bunbury ed Ernest Worthing. I riflettori si accendono soprattutto su Worthing, che abita in campagna, dove vive una vita irreprensibile, essendo tutore della giovane Miss Cecily Cardew. Finge dunque di avere uno scapestrato fratello a Londra, il cui nome è appunto Ernest, per poter condurre una vita di piaceri. Da qui si snodano una serie di equivoci e di sorprendenti meccanismi drammaturgici, compreso un gratificante e risolutore colpo di scena finale, che svela tutta l’ipocrisia di una società perbenista, falsa e bigotta.

TEMA Wilde dimostra di essere un maestro dell’intreccio e dell’equivoco, inducendo lo spettatore stesso a cadere nel malinteso. Il paradosso è l’espediente a cui Wilde ricorre per mettere alla berlina la società aristocratica del suo tempo dominata dal moralismo e dalle apparenze. Lo scrittore inglese dimostra di sapersi divertire quando descrive la società vittoriana con le sue contraddizioni: il rapporto tra i sessi, la funzione del matrimonio, le convenzioni sociali, il ruolo del denaro, l’importanza della classe di appartenenza.

APPROCCI DIDATTICI Questa commedia è l’esempio più bello di come Wilde, attraverso l’uso di un’ironia caustica e brillante sveli, in questa “commedia frivola per gente seria”, la falsa coscienza di una società che mette il denaro e una rigidissima divisione in classi al centro della propria morale. Il rovesciamento paradossale del senso è l’espediente più usato dall’autore che ci appare così, a una prima lettura, come un precursore del teatro dell’assurdo, ma che in realtà anticipa il teatro politico di G.B. Shaw e del primo Novecento. Questi continui colpi di fioretto ai riti di una società dall’animo spietato, se per un certo tempo divertono le sue vittime, alla fine si ritorcono contro Wilde, coscienza critica di un establishment che si richiude su se stesso ed espelle il “corpo estraneo” con una ferocia pari solo al suo “senso del decoro”.

SALA GRANDE RAPPRESENTAZIONE SCOLASTICA 1. mrz 2019 — ore 11

Diese Vorstellung können Sie über die Vereinigten Bühnen Bozen buchen.

REGIA, SCENE E COSTUMI Ferdinando Bruni, Francesco Frongia   LUCI Nando Frigerio SUONO Giuseppe Marzoli CON Ida Marinelli, Elena Russo Arman, Luca Toracca,  Nicola Stravalaci, Giuseppe Lanino, Riccardo Buffonini, Cinzia Spanò, Camilla Violante Scheller

Produzione Teatro dell’Elfo Durata 150 minuti, intervallo incluso Età consigliata dai 14 anni

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Theater Pädagogik

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LIEBE LEHRERINNEN UND LEHRER,

gut vorbereitete Schüler*innen sehen im Theater mit anderen Augen! Nutzen Sie darum unser kostenloses theaterpädagogisches Angebot. Vor- und Nachbereitungen Die Dramaturginnen erzählen im Unterricht bzw. vor/nach dem Theaterbesuch Ihren Schülerinnen und Schülern über Stück, Autor und die Entstehung der Inszenierung. Nach dem Theaterbesuch haben Ihre Schüler*innen außerdem die Möglichkeit, mit den Schauspieler*innen ins Gespräch zu kommen. Führungen durch das Stadttheater Wir laden interessierte Schülerinnen und Schüler zu einer Führung „hinter die Kulissen“ des Stadttheaters Bozen ein. Die Führungen finden auf Anfrage eine Stunde vor dem Theaterbesuch statt. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 25 Personen begrenzt. Materialmappen Wir unterstützen Sie in der Vorbereitung des Theaterbesuchs und schicken Ihnen drei Wochen vor der Premiere Literatur zu den einzelnen Stücken. Lehrerfortbildung: Schule erlebt Theater Lehrpersonen erhalten Einblick in Arbeitsprozesse am Theater, sie erfahren, wie Theater entsteht, es werden Fragen zu den Stücken des Spielplans beantwortet. Die Anmeldung erfolgt über den ASM. •  Lehrerfortbildung I  Fr, 28. Sep 2018  18 Uhr •  Lehrerfortbildung II  Do, 10. Jan 2019  18 Uhr

KONTAKT

INA TARTLER T 0471 065 334 ina.tartler@theater-bozen.it

ELISABETH THALER T 0471 065 335 elisabeth.thaler@theater-bozen.it

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WORKSHOPS IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM DEUTSCHEN SCHULAMT

Der Regenbogenfisch Glitzerschuppe zu verschenken Warum ist der Regenbogenfisch so einsam? Warum mag ihn niemand, wenn er doch so schön ist? Die Theaterpädagogin Nina Ramona Raffl führt Kinder spielerisch in das Theaterstück ein und fragt nach wahrer Schönheit und Freundschaft. Wie sie vergeht. Und wie sie wieder kommt. •  Für Grundschulen

Es können sich 15 Klassen anmelden. Der Workshop findet von Anfang November bis 7. Dezember 2018 in der Klasse statt.

Die Hauptstadt Was heißt nach-nationale Demokratie? Europa ja, EU nein? Die Sehnsucht nach einem anderen Europa ist groß. Angeregt von dem Theaterstück „Die Hauptstadt“ nach Robert Menasses Roman reflektieren die Teilnehmer*innen über ein neues Europa der Bürger*innen. Den Workshop leitet Elisabeth Alber vom Institut für Vergleichende Föderalismusforschung Eurac Research.

Es können sich 2 Klassen anmelden. Der Workshop findet in der Eurac im Januar 2019 statt.

•  Ab der 4. Oberschule und Berufsbildung

Hier bin ich! Durch die Kraft von Sprache entstehen Präsenz und sicheres Auftreten. In diesem Workshop nehmen wir das eigene äußere Erscheinungsbild unter die Lupe. Schauspielerin Margot Mayerhofer kommt zwei Mal in die KIasse und vermittelt den Schüler*innen ein bewusstes Gefühl für Körper und Stimme. Der Workshop ist an kein Stück gebunden.

Es können sich 3 Klassen anmelden. Der Workshop findet von Mitte Januar bis Mitte Februar statt.

•  Ab der 4. Oberschule und Berufsbildung

Auerhaus Birth, School, Work, Death Die Protagonisten im Stück sind auf der Suche nach dem, was das Leben ausmacht. Aber wofür lebt ihr? Was gibt eurem Leben Sinn? Was ist euch denn wirklich wichtig? Diese und viele weitere Fragen werden im Workshop diskutiert. Den Workshop halten Mitarbeiter*innen des Forums Prävention. •  Ab der 1. Oberschule und Berufsbildung

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Es können sich 5 Klassen anmelden. Der Workshop findet im März / April 2019 in der Klasse statt.


Auerhaus Über-Leben Die Bewohner des „Auerhauses“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf ihren Freund Frieder aufzupassen, denn Frieder will nicht mehr leben. Der Workshop befragt die Rolle der Angehörigen von psychisch erkrankten Menschen. Den Workshop hält Renate Ausserbrunner, Präsidentin des Verbands Ariadne – für die psychische Gesundheit aller.

Es können sich 2 Klassen anmelden. Der Workshop findet im März / April 2019 in der Klasse statt.

•  Ab der 1. Oberschule und Berufsbildung

Sunset Boulevard Träume aus Licht Video-Workshop mit Videokünstler Aron Kitzig aus Berlin: Die Teilnehmer*innen entwickeln einzeln oder in Gruppen kurze Videos auf ihren Smartphones inspiriert von ausgewählten Songs des Musicals „Sunset Boulevard“. Der Workshop findet in drei Einheiten statt: Einführung ins Musical durch die Dramaturgin, Kennenlernen der technischen Möglichkeiten und Besichtigung des Bühnenraums, Erstellung der Videos.

Es können sich 2 Klassen anmelden, bevorzugt interessierte Schüler*innen. Der Workshop findet im April / Mai 2019 statt.

•  Ab der 1. Oberschule und Berufsbildung

Alles live! In diesem Workshop entdecken und entwickeln wir mit den Schüler*innen Kreativität und Spontaneität. Improvisationstheater macht Spaß, denn jede Geschichte ist einmalig und eine Premiere. Regisseur und Schauspieler Christian Mair kommt fünf Mal in die Klasse und führt die Schüler*innen in die Kunst des Improvisierens ein. Der Workshop ist an kein Stück gebunden.

Es können sich 2 Klassen anmelden. Der Workshop findet nach Vereinbarung statt.

•  Ab der 1. Oberschule und Berufsbildung

NEU! Anmeldung ab 6. September 2018, 14 Uhr, online auf der Homepage www.theater-bozen.it, Junges Publikum und Schule

KONTAKT

INA TARTLER T 0471 065 334 ina.tartler@theater-bozen.it

ELISABETH THALER T 0471 065 335 elisabeth.thaler@theater-bozen.it

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INFOS ZU IHRER RESERVIERUNG

ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

Reservierungen sind ab Montag 10. September 2018, 14.00 Uhr, möglich.

Zahlungsmöglichkeiten

Die Reservierung ist online mittels des dafür vorgesehenen Formulars möglich. Sie finden das Formular auf unserer Homepage www.theater-bozen.it unter dem Link „Junges Publikum und Schule“. Anmeldungen, die nicht über das Online-Formular eingehen, können nicht berücksichtigt werden. Bestätigung Innerhalb Ende September 2018 erhalten Sie eine E-Mail an die von Ihnen im Feld „Mail Kontaktperson“ angegebene Adresse mit der verbindlichen Zuoder Absage für Ihre Anmeldung(en). Um diese zu bestätigen, schicken Sie bitte nach Möglichkeit eine Auftragsbestätigung Ihrer Schule an reservierung@theater-bozen.it. Materialmappen Die Arbeitsmaterialien können ca. einen Monat vor Vorstellung von unserer Website heruntergeladen werden. www.theater-bozen.it/de/junges-publikum/downloads-schule Theaterpädagogik Vor- und Nachbereitungen zu den Schulvorstellungen, Führungen durch das Stadttheater Bozen und Workshops buchen Sie bitte via Mail. Dauer der Vorstellungen Die definitive Dauer finden Sie eine Woche vor der jeweiligen Premiere auf unserer Homepage: www.theater-bozen.it Einlass Ein verspäteter Einlass bzw. frühzeitiges Verlassen der Vorstellungen ist nicht möglich. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Planung. Preise pro Schüler*in Kindergarten, Grundschule 5 € Mittelschule 6 € Oberschule 7 € Zwei Lehrpersonen pro Klasse haben Anrecht auf Freikarten. KONTAKT

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ANDREA MALFERTHEINER T 0471 065 330 reservierung@theater-bozen.it

• Mit Auftragsbestätigung der Schule können die Karten ab dem Zeitpunkt der Anmeldebestätigung bis max. 1 Woche nach der Vorstellung mittels Banküberweisung bezahlt werden. • Ohne Auftragsbestätigung erhalten Sie ca. einen Monat vor dem Vorstellungsbesuch eine Zahlungsaufforderung per Mail. Die Karten müssen bis spätestens 2 Wochen vor der Vorstellung bezahlt werden. Sie haben folgende Zahlungsmöglichkeiten: • Mittels Banküberweisung • Direkt an der Theaterkasse des Stadtthea ters Bozen, Verdiplatz 40 zu den folgen- den Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11-14 Uhr und 17-19 Uhr, Samstag 11-14 Uhr. Zahlungen sind in bar, mit Bancomat oder Kreditkarte möglich.

Bankdaten für Überweisung: Stiftung Stadttheater und Konzerthaus, IBAN IT 97 B 06045 11601 0000 0540 0000, BIC CRBZIT2B001. Bitte geben Sie als Zahlungsgrund die in der Zahlungsaufforderung angegebene Reservierungsnummer an. Der Beleg muss per E-Mail an reservierung@theater-bozen.it gesendet werden oder per Fax an 0471 065321.

Stornierung Bis einen Monat vor der Vorstellung erfolgt die Stornierung des Vorstellungsbesuches kostenlos. Bis 14 Tage vor der Vorstellung werden 30% des Gesamtbetrages (Schülerzahl laut Anmeldung) berechnet. Bei kurzfristiger Absage (ab 14 Tage vor der Vorstellung) oder bei Nichterscheinen wird der Gesamtpreis berechnet (Schülerzahl laut Anmeldung). Bezahlte Karten können nicht mehr storniert werden!


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Vereinigte Bühnen Bozen Stadttheater Bozen, 5. Stock Verdiplatz 40 39100 Bozen T +39 0471 065 320 F +39 0471 065 321 www.theater-bozen.it reservierung@theater-bozen.it Die Veranstaltungen der Vereinigten Bühnen Bozen finden, wenn nicht anders angegeben, im Stadttheater Bozen statt. Zug- und Busbahnhof befinden sich in unmittelbarer Nähe, eine Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos möglich. Büro-Öffnungszeiten  Montag bis Freitag: 09.00 - 12.30 und 14.30 - 18.00 Uhr Verleger und Herausgeber  Vereinigte Bühnen Bozen, Verdiplatz 40, 39100 Bozen T +39 0471 065 320, www-theater-bozen.it, info@theater-bozen.it Intendanz  Irene Girkinger Redaktion  Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung, Disposition Konzept und grafische Gestaltung  Lupo Burtscher Malerei  Esther Stocker Stand: 18. Juni 2018 Textnachweise S. 5 - Cechov, Anton: Über Theater. Frankfurt am Main 2014 S. 5 – Han, Byung-Chul: Müdigkeitsgesellschaft. Burnoutgesellschaft Hoch-Zeit. Berlin 2017 S. 9 – Interview mit Marcus Pfister aus: www.kinderundjugendmedien.de/index.php/ interviews/1958-interview-mit-marcus-pfister S. 11 – Menasse, Robert: Das Prägende einer Epoche erzählen. In: KULTUR Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 25.02.2018 S. 11 – Guérot, Ulrike: Warum Europa eine Republik werden muss. Bonn 2016 S. 13 – Molnár, Ferenc: Der Verfasser über sein Stück aus: „Liliom“. Programmheft Burgtheater 1992-93 S. 17 – Interview mit Bov Bjerg aus: Begleitmaterial zu „Auerhaus“. Staatstheater Wiesbaden 2017 Alle anderen Texte sind Originalbeiträge für diese Schulbroschüre.

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SCHULVORSTELLUNGEN 2018-19

IWANOW (ab 14) von Anton Tschechow, Großes Haus Mi 03.10.2018 SONNY BOYS (ab 14) von Neil Simon, Studio Di 23.10.2018 Mi 24.10.2018 DER REGENBOGENFISCH (ab 3) von Marcus Pfister, UFO Bruneck Mi 28.11.2018 Do 29.11.2018 Kulturhaus Schluderns Mo 03.12.2018 — 9 und 11 Uhr Stadttheater Meran Mi 05.12.2018 Do 06.12.2018 Stadttheater Bozen, Studio Di 11.12.2018 Mi 12.12.2018 Do 13.12.2018 Fr 14.12.2018 Di 18.12.2018 Mi 19.12.2018 Do 20.12.2018 Fr 21.12.2018 DIE HAUPTSTADT (ab 16) von Robert Menasse, Studio Mi 09.01.2019 Mo 14.01.2019 Di 15.01.2019 Mi 16.01.2019 LILIOM (ab 15) von Ferenc Molnár, Großes Haus Di 12.02.2019 Mi 13.02.2019

Die Vorstellungen beginnen um 10 Uhr, außer es ist anders angegeben.

OPTION. SPUREN DER ERINNERUNG (ab 14) Wiederaufnahme, Großes Haus Mi 20.02.2019 Do 21.02.2019 Fr 22.02.2019 AUERHAUS (ab 14) von Bov Bjerg, Studio Eine Produktion des VBB-Jugendtheaterclubs Di 12.03.2019 Mi 13.03.2019 Do 14.03.2019 Fr 15.03.2019 BLUTRACHE (ab 14) von Jethro Compton Uraufführung, Studio Di 02.04.2019 Mi 03.04.2019 Do 04.04.2019 SUNSET BOULEVARD (ab 14) Musical von Andrew Lloyd Webber  Großes Haus Di 21.05.2019 Mi 22.05.2019

TEATRO STABILE DI BOLZANO CHET! (dai 15) di Leo Muscato e Laura Perini, Sala Grande Mer 14.11.2018 — ore 11 LʼIMPORTANZA DI CHIAMARSI ERNESTO (dai 14) di Oscar Wilde, Sala Grande Ven 01.03.2019 — ore 11

VBB Schulprogramm 2018-19  

Programmheft der Spielzeit 2018-19 der Vereinigten Bühnen Bozen

VBB Schulprogramm 2018-19  

Programmheft der Spielzeit 2018-19 der Vereinigten Bühnen Bozen

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