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Fachrichtung Mediendesign betreuender Dozent: Prof. Torsten Stapelkamp Sommersemester 2009

Die vorliegende Bachelorarbeit wurde erstellt von David van Stephold und Claude Folschette, Studenten der Macromedia - Hochschule f端r Medien und Kommunikation.


Ob youtube, Online-Fernsehangebote, Nachrichten-

Sehgewohnheiten basiert. Da der Genuss von Filmen,

So ist es möglich Menschen, Objekte oder Gebäude

clips oder Videobanner. Bewegtbilder im Internet

Serien oder Dokumentationen im Vordergrund steht

innerhalb eines Videos mit weiteren Informationen

boomen.

erscheint „veedow.tv“, im Gegensatz zu anderen

zu verlinken.

Angeboten, jedoch nicht im Format klassischer Die Digitalisierung löst Barrieren auf und ebnet den

Internetseiten sondern stellt alle Angebotsinhalte

Das

Weg für neue Strategien und Angebote.

übersichtlich innerhalb des Videoplayers dar.

Informations- und Unterhaltungsquelle für den

Unsere Bachelor-Arbeit thematisiert die Konvergenz

Somit ist die simple Umsetzung für andere Medien

Benutzer. Auf der anderen Seite ergeben sich aber

der Medien Fernsehen und Internet und versucht die

(Smartphones, Fernseher) gewährleistet.

auch neue Werbestrategien für Firmen um dem

Vorteile des neuen Marktes optimal zu nutzen.

Angebot

fungiert

somit

einerseits

wachsenden Markt gerecht zu werden. Besondere Innovation bietet „veedow.tv“ mit der

Das von uns konzipierte Videoportal „veedow.

Einbindung von Objekterkennung in Bewegtbilder.

tv“ bietet ein auf den User zugeschnittenes

Videoinhalte werden anhand von Referenzdaten mit

Fernsehprogramm, das auf seinen persönlichen

einer Online-Datenbank verglichen und identifiziert.

als


14 THEMATIK INHALT

EINLEITUNG 8 ZIEL DER BACHELORARBEIT 12

GESCHICHTE DES WEB KONVERGENZ DER MEDIEN DAS MODERNE FERNSEHEN VERMARKTUNGSKONZEPTE DAS SEMANTISCHE WEB OBJEKTERKENNUNG

16 18 19 27 28 29


32 PROJEKT IST/SOLL ZUSTAND B01 - ZEITPLAN B02 - RASTER B03 - FUNKTIONSLAYOUTS B04 - FLOWCHART B05 - NAVIGATION B06 - INTERFACE B07 - GRAFISCHER AUFBAU B08 - IPHONE Bo9 - VIDEOTOUR B10 - AUSSTELLUNG

96 STYLEGUIDE

40 42 44 48 52 54 60 67 84 88 92

NAMENSFINDUNG DAS VEEDOW-LOGO DER SLOGAN FARBWAHL TYPOGRAFIE GESCHÄFTSAUSSTATTUNG

98 100 104 106 108 109

EVALUIERUNG DANKSAGUNG LOGOENTWÜRFE QUELLENVERZEICHNIS ABBILDUNGSVERZEICHNIS

110 112 114 120 124


EINLEITUNG


“Ändere die Welt; sie braucht es”

Daran dass Bertolt Brecht ein gebildeter und einflussreicher Mann war, besteht

Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter

und er gilt zweifelsfrei als einer der größten Dichter und Denker, die unser Land

kein Zweifel. Seine Werke werden auch heute noch auf der ganzen Welt aufgeführt hervorgebracht hat. Wenn man nun das Zitat einer solchen Persönlichkeit liest, stellt sich für uns die Frage, was er mit diesem Zitat genau meint. Vor allem die Tatsache, dass ihm sechs kleine Wörter ausreichten um diese Aussage zu treffen, lässt Interpretationsspielraum und wirft Fragen auf: Welche Veränderung braucht die Welt? Was wird durch diese Veränderung erreicht? Warum braucht die Welt Veränderung? Meint er mit „der Welt“ die Menschheit? Denkt man kurz über Brechts Zitat nach, fällt uns auf, dass die menschliche Evolutionsgeschichte schon immer von Veränderung geprägt war. Die zahlreichen verschiedenen Kulturepochen der Geschichte sind ein gutes Spiegelbild dieser Entwicklung. Obwohl jede dieser Epochen eine Faszination in sich darstellte und große Künstler und Kunstwerke hervorbringen konnte, war keine für die Ewigkeit geschaffen. Die Geschmäcker der Menschen orientierten sich immer wieder neu und der Schritt in eine neue Epoche bedeutete immer etwas Aufregendes und Polarisierendes. Der Mensch ist auf Dauer nie mit dem Vorhandenen zufrieden. Er strebt nach Weiterentwicklung und braucht Innovationen. Er will sich verbessern. Daraus ergeben sich Bedürfnisse, die zu neuen Zielen führen. Hier stellt sich nun die Frage: Aus welchem Grund strebt der Mensch nach Veränderung? Um das zu verstehen werfen wir einen Blick auf unser Alltagsleben.

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In der Regel, benötigt jeder Mensch ein Ziel. Sei es ein Berufsziel, ein Lebensziel oder ähnliches. Dieses Ziel muss nicht abstrakt sein. Es kann sich auch um den Wunsch nach der Anschaffung eines neuen Autos handeln. Die Fokussierung auf dieses Ziel hilft uns dabei, die Orientierung in unserer Welt nicht zu verlieren, unserem Handeln einen Sinn zu geben und dadurch ein erfüllteres Leben zu führen. Ohne Ziel, verlieren wir den Antrieb und Sinn unserer Existenz. Wir fühlen uns unwohl, sind unzufreiden und streben erneut nach Veränderung, denn Veränderung bringt es meistens mit sich, dass neue Ziele gesteckt werden. Auch das Erreichen oder Nicht-Erreichen eines Ziels ist mit Entwicklungen und Veränderungen verbunden. Auf das Beispiel des Autos bezogen, würde eine negative Veränderungen auf dem Weg zum Ziel ein neues Auto zu kaufen, in Form einer Gehaltskürzung erscheinen. Daraus folgt, dass mehr Geld gespart werden muss um sich dieses Auto zu leisten. Wenn das gesteckte Ziel trotz Schwierigkeiten erreicht worden ist, ist das Erfolgserlebnis umso größer. Der Wert des erreichten Ziels steigt aufgrund der größeren Mühen und Anstrengungen auf dem Weg dorthin. Die Freude über das neue Auto wird jedoch nicht dauerhaft währen. Ein neues Ziel wird geschaffen; eine Veränderung wird angestrebt um erneutes (temporäres) Glück zu finden. Wir Menschen brauchen also Veränderungen, damit wir ein zufriedenes und erfülltes Leben führen können. Wir brauchen Herausforderungen, die unserem Handeln einen Sinn geben und uns selbst oder andere Menschen glücklich machen. Wir passen uns immer dem Wandel der Zeit an oder streben danach, diesen Wandel voranzutreiben. Das bedeutet, dass auch wenn wir nicht diejenigen sind, die eine solche Veränderung herbeiführen, wir doch allzu gerne die Vorteile von Entwicklungen, die andere Menschen geschaffen haben genießen. Es sind immer


wieder neue Innovationen - sei es auf dem technischen, dem medizinischen oder dem kulturellen Gebiet – die uns erstaunen lassen, die Begehrlichkeiten wecken und unser Leben beeinflussen. Ein gutes Beispiel für eine Veränderung bzw. Entwicklung, die die Welt braucht weil sie das Leben vieler Menschen beeinflusst, ist das Internet. Nachdem es sich in den letzten zehn Jahren in nahezu allen Lebensbereichen nach und nach etablieren konnte, erscheint es heute nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken. Man kann sich kaum ausmalen, wie wir noch vor fünfzehn Jahren ohne dieses Medium leben konnten. Die immer wieder neuen Entwicklungen, die sich durch die Möglichkeiten des Internets ergeben, faszinieren und begeistern uns. Diese Begeisterung führt dazu, dass wir uns intensiv mit dem Internet auseinandersetzen, es nutzen und es so zu einem Teil unseres Lebens machen. Das Internet-Zeitalter hat eine revolutionäre Veränderung bestehender Strukturen herbeigeführt und entspricht dadurch dem Verlangen des Menschen nach Veränderung in besonders hohem Maße. Daraus ergibt sich, dass viele Menschen durch das Internet eine Aufgabe, ein Ziel oder sogar ihre persönliche Erfüllung finden, nach der sie ihr Leben gestalten. Eine Veränderung, die das Leben der Menschen beeinflusst muss jedoch nicht zwangsläufig eine Neuerfindung sein, sondern kann auch die Weiterentwicklung von etwas Bestehendem bedeuten. Als Beispiel lässt sich das Handy als Weiterentwicklung des Telefons aufführen. Die Hauptsache ist, dass die Menschen eine signifikante Veränderung in ihrem Leben erfahren, um ihrem seit jeher bestehenden Bedürfnis nach Entwicklung zu entsprechen. Oder anders formuliert: „Ändere die Welt; sie braucht es.“

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ZIEL DER BACHELORARBEIT


Gemäß dem Zitat von Bertolt Brecht, ist es das Ziel dieser Bachelor-Arbeit, abstrakt formuliert, der Welt das zu geben, was sie braucht: Veränderung. Das menschliche Bedürfnis nach Weiterentwicklung soll befriedigt werden, indem ein Produkt konzipiert wird, welches das bisherige Fernseh-Konsumverhalten verändert. Wir möchten Möglichkeiten und Potentiale aufzeigen und ein Beispiel dafür geben, wie bestehende Technologien kombiniert werden können, um etwas Neues zu erschaffen, das Einfluss auf das Leben der Menschen in der Mediengesellschaft nimmt. Um dieses Ziel zu erreichen, soll im theoretischen Teil der BA-Arbeit zunächst der Status Quo des aktuellen technischen Entwicklungsstandes erörtert werden, um einen Überblick über bestehende Technologien zu schaffen. Wir fokussieren uns dabei auf die Themen, die relevant für die Erschaffung eines neuartiges Fernsehkonzept sind. Die bisherigen Ansätze für modernes Fernsehen werden näher beleuchtet um die Grundkenntnisse für unser Projekt zu schaffen. Es folgt ein kurzer Abriss über moderne Technologien des Informationszeitalters, die aus unserer Sicht dabei helfen könnten, einen Quantensprung in der Entwicklung des Fernsehens von Morgen zu erreichen. Anschliessend soll anhand der Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil, ein Produkt entworfen werden, das durch die Einbindung neuer Denkansätze eine Optimierung des bisher Vorhandenen darstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten des Internets besser ausgenutzt und die Bedeutung von Informationen mehr in den Vordergrund gestellt werden, als es bisher der Fall war.

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THEMATIK

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Geschichte des Web Mit der Entwicklung der ersten Computer, endstand der Wunsch Daten nicht mehr nur elektronisch, per Computer zu verarbeiten, sondern sie auch auf diesem speichern bzw. abrufen zu können. Während des zweiten Weltkrieges, entwickelte Konrad Zuse die erste Programmiersprache für Computer: das Plankalkül. Nach Zuse´s „Z-Reihe“ kamen weitere Rechenmaschinen wie ENIAC und Mark II auf den Markt. Ab 1948 folgte daraufhin eine stürmische Entwicklung der Programmiersprachen für Computer. Diese bildeten die Basis für die, seit der Einführung des WWW´s im Jahre 1993, verschiedenen, heute verwendeten Skriptsprachen. Bevor man auf die Idee kam Internetseiten dynamisch darzustellen, wie es heute üblich ist, war es zunächst die Entwicklung der statischen Programmiersprache HTML, die den Erfolgszug des Internets einleitete und es erstmals möglich machte, Dokumente online abrufbar zu machen. [Q1]

Die Anfänge des Internets Die Geschichte von HTML begann um 1990 in Genf und ist zeitgleich auch der Ursprung des WWW. Tim BernersLee, ein britischer Informatiker, begann Möglichkeiten zu entwickeln, um über das Internet einen neuen Weg des Informationsaustauschs zwischen Wissenschaftlern zu ergründen. Das Internet sollte genutzt werden, um wissenschaftliche Dokumente online, und somit von jedem Ort der Welt, abrufbar zu machen. Es ging darum, über das Internet Texte zu publizieren, in die auch Grafiken eingebunden werden konnten. Mitentscheidend für den späteren Erfolgszug des Internets war aber auch die Idee des Einbaus von Hypertextfunktionalität. So konnten Dokumente Verweise auf beliebige andere Dokumente enthalten, auch wenn diese auf ganz anderen Internet-Servern lagen. Die

beiden

grundlegenden

Werkzeuge

zur

Umsetzung

dieses

Vorhabens

sollten

die

neue

Dokumentbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language) und das neue Internet-Protokoll, HTTP (Hypertext Transfer Protocol), bilden. Eine neue Endanwender-Software sollte die Dateien online anzeigen


und die Verweise ausführen können. Software-Entwickler ließen sich von der Idee des WWW begeistern und entwickelten fieberhaft die ersten WWW-Browser. Die Medien berichteten zunehmend über diese neue Form des Informationsaustausches und immer mehr Leute wurden auf das Internet aufmerksam. Mit der Anzahl der Verbraucher stieg auch die Anzahl der ServerBetreiber im Netz, die sich die frei verfügbare HTTP-Software installierten und somit WWW-tauglich wurden. Immer mehr Menschen, die die technischen Voraussetzungen hatten, begannen ihren Beitrag zum Erfolg des Internets zu leisten, indem sie HTML-Dokumente mit verschiedensten Inhalten schrieben. Im Laufe der Jahre ermöglicht die Entwicklung verschiedener Skriptsprachen die dynamische Darstellung von Websites wodurch eine automatisierte Bearbeitung und Verwaltung von Online-Datenbanken und die Darstellung animierter oder individuell beeinflussbarer Inhalte möglich wurden. Die aktuellsten Versionen der verschiedenen Skriptsprachen bilden die Basis für das Internet wie wir es heute kennen und nutzen. Virtuelle Onlineshops, Auktionshäuser, Internetforen, Online-Banking und vieles mehr, hätten ohne die Entwicklung der Skriptsprachen und der dynamischen Darstellung von Internetinhalten nicht realisiert werden können.

Web 2.0 Der sagenumwobene Begriff “Web 2.0” bezeichnet Internetangebote, die den User das Internet aktiv mitgestalten lassen. So kann sich beispielsweise jeder mit wenigen Klicks eine eigene mySpace-Homepage

Das Mitmach-Internet

erstellen, um sich der ganzen Welt zu präsentieren oder einen Blog einrichten, um seine Gedanken weltweit öffentlich zu machen. Ob Social Networks, Pod- und Vodcasts, Wikis oder Videoportale wie youtube, myvideo etc. - alles basiert auf dem Gedanken, den User die Inhalte des Internets generieren zu lassen und somit ein unaufhaltbares Wachstum des gesamten Webs zu fördern. Von der Grundidee, das Internet zu einem Speichermedium zu machen, das Dokumente online abrufbar macht, hat sich das Web zu einem Medium entwickelt, dessen Möglichkeiten unbegrenzt erscheinen. Angesichts

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dessen verwundert es auch nicht, dass diverse Hersteller bereits komplette Betriebssysteme über das Web arbeiten lassen, so dass der User lediglich einen Webbrowser benötigt um seine Arbeiten erledigen zu können. Beispiele hierfür sind Windows Azure und das kürzlich vorgestelle Startforce von Microsoft®. Das World Wide Web wird zunehmender Bestandteil aller Lebensbereiche und angesichts der bisherigen Entwicklung scheint es, als gäbe es zukünftig nichts, was sich nicht auch über das Internet regeln ließe. Im Gegenteil sogar: In vielen Bereichen können die Möglichkeiten des Internets dazu beitragen durch Verknüpfung mit klassischen Medien, Arbeitsabläufen u.a. einen Quantensprung in der Entwicklung des bereits Vorhandenen zu erreichen. [Q16], [Q24]

Konvergenz der Medien Im Zuge der Digitalisierung ist Medienkonvergenz ein elementares Stichwort. Sie bezeichnet das zusammenwachsen oder die Annäherung einzelner klassischer Medientypen in Bezug auf technische, wirtschaftliche oder inhaltliche Aspekte und ist auf den technischen Fortschritt und die Intention, digitale Nutzungswege zu vereinfachen, zurückzuführen. In die Praxis umgesetzt bedeutet das z.B. E-Mails auf dem Handy abrufen, Zeitung im Web lesen oder das erstellen eines Fotoalbums am heimischen Computer. In Bezug auf die Konvergenz von TV und Internet spielen bspw. die Stichworte Video-on-Demand (VoD), Triple Play [1], Electronic Programm Guide (EPG) oder User generated Content eine grosse Rolle. Durch das zusammenführen verschiedener Medienarten und die sich daraus ergebenden neuen Möglichkeiten werden somit neue Marktstrukturen geschaffen, die auch neuartige Geschäftsmodelle erfordern. Unternehmen stehen also vor der Herausforderung sich den im Wandel der Zeit ständig veränderten Strukturen anzupassen um den wachsenden Bedürfnissen der Benutzer zu entsprechen. Die Annäherung von TV und Internet und v.a. die sich durch das Internet ergebenden Funktionalitäten

[1] gebündeltes Angebot der drei Dienste Audiovisueller Unterhaltung (TV, Internet, Telefon)


begünstigen auch die Interaktionsmöglichkeiten neuer TV-Angebote. Die im nächsten Kapitel “ITV” erwähnte Problematik des benötigten Rückkanals zur angestrebten Interaktion des Anwenders kann durch die Einbindung von Internetfunktionen in ein klassisches TV-Programm umfassend gelöst werden. Sinn und Zweck dieses Vorgehens ist es, das klassische Mediennutzungsverhalten der Benutzer vom reinen Konsum einer Sendung oder bestimmter Angebote in eine Interaktion mit dieser Sendung zu lenken. Basierend auf dieser Interaktion und dem vorhandensein eines Rückkanals ist es wiederum möglich das Nutzungsverhalten der Anwender besser zu erkennen und dem Anwender nur noch Sendungen zur Verfügung zu stellen, die seinen Nutzungsgewohnheiten und Interessen entsprechen. Mit anderen Worten: Ein speziell auf den jeweiligen Anwender zugeschnittenes Fernsehprogramm zu liefern. [Q12]

Das moderne Fernsehen ITV ITV ist eine Art Fernseh- oder Videoangebot, in der der Zuschauer auf Inhalte über einen Rückkanal reagieren kann. Klassisches analoges Fernsehen bedingt durch seine Unidirektionalität eine klare Rollenverteilung, in

Geschichtliche Entwicklung des ITV

der der Inhalteanbieter die Rolle des Senders einnimmt und der Konsument Empfänger ist. Im interaktiven Fernsehen verschwindet diese klare Aufteilung, da der Zuschauer das Fernsehprogramm verändern kann und so den Anbieter auch zum Empfänger macht. Dies ermöglicht neue Programmformate. Grundlage für jede Form von ITV ist die Möglichkeit, mit der der Konsument mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen kann. Hier ist zwischen drei verschiedenen Formen von Rückkanälen zu unterscheiden: Telefonbasierende Rückkanäle, Digital-TV und Internetbasierende Rückkanäle. Alle drei Formen bringen ihre Vor- und Nachteile mit sich. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, lässt sich jedoch sagen, dass das Internet aufgrund der

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relativ niedrigen Einstiegsbarierre und Anschaffungskosten, sowie der immer komplexer werdenden Strukturen die besten Voraussetzungen bietet, als Rückkanal zu fungieren. Die ersten Versuche ITV zu etablieren, gehen zurück bis in die frühen Siebziger Jahre. Von vielen als erstes vollwertiges ITV-Angebot gesehen, ist das in 1993 von der spanischen TVE gestartete „Television Interactiva“. Zuschauer hatten die Möglichkeit, direkten Einfluss auf das Programm zu nehmen und personalisiertes Fernsehen durch Umfragen, Bildungsprogramme etc. zu erhalten. Jedoch scheiterte auch dieses Projekt an zu geringem Interesse. Weitere Pilotprojekte in den USA (FSN), Deutschland (Telekom) und Frankreich scheiterten aus ähnlichen Gründen. Gegenwärtig besteht in Großbritannien durch die Förderung des öffentlich rechtlichen Senders BBC der bedeutendste ITV Markt. Weitere ITV-Märkte gibt es in Skandinavien und Amerika. In Deutschland spielt ITV derzeit noch eine relativ unbedeutende Rolle. [Q13], [Q18], [Q19] Enahnced TV (dt.: erweitertes Fernsehen) ist eine Form des ITV und umfasst im Prinzip alle Formen interaktiven Fernsehens, die in direktem Zusammenhang zu einer „klassischen“ Fernsehsendung stehen (z.B. Votings, Feedback zu laufenden Sendungen oder Abruf von programmspezifischen Informationen). Die Tatsache, dass aktuelle ITV-Programme sich häufig auf den Abruf von Zusatzinformationen beschränken, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spektrum an medialen Interaktionsmöglichkeiten in Verbindung mit dem Fernseher, nicht zuletzt wegen der rasanten Verbreitung des Internets, mittlerweile sehr breitgefächert ist. Beispielsweise bieten viele Fernsehsender aufwändig aufbereitete, programmspezifische Zusatz- und Hintergrundinformationen auf ihren Webplattformen an, die von reiner Textdarstellung, über Fotos, bis hin zu Audio- und Videoclips reichen. Auch das chatten mit den (prominenten) Studiogästen nach der Sendung zielt darauf ab, dem User kanalisiertere Informationen zu liefern, und somit das bereits vorhandene TV-Programm userspezifisch zu personalisieren. Über den blossen Aspekt des Abrufs von Zusatzinformationen heraus, gehen die so genannten Synchronized TV-Angebote, die dem Zuschauer die Interaktion parallel zum laufenden Programm ermöglichen. Neben den allgemein bekannten Votings, die Telefon oder Handy (SMS) als Rückkanal zur Kommunikation mit dem

Formen von ITV


Sender verwenden, sind auch die allseits unbeliebten Call-in-Shows dieser Kategorie zuzuordnen, bei denen der Zuschauer am Telefon ein Rätsel oder Quiz lösen muss, dass ihm am TV-Bildschirm angezeigt wird. Weitaus technisch aufwändiger und daher auch noch wenig verbreitet in Deutschland sind Interaktionen wie beispielsweise das Wetten auf laufende Sportbegegnungen oder der direkte Kauf eines beworbenen Produktes über den Fernseher. Unterstützend für Synchronized TV-Formate wird oft auch das Internet als Rückgabemedium verwendet. Ein gutes Beispiel hierfür stellt das ITV-Programm von RTL dar, dass dem Zuschauer während der Sendung „Wer wird Millionär?“ ein Mitbeantworten der im Fernsehen gestellten Fragen ermöglicht. Eine weitere Variante des Enhanced TV ist das so genannte Multistreaming bei Dokumentationen oder Sportereignissen. Auf mehreren digitalen Kanälen wird dasselbe Programm mit unterschiedlichen Kommentaren oder Bildinhalten, oder aus unterschiedlichen Perspektiven, dargestellt. PREMIERE verwendet eine abgespeckte Version dieser Technologie seit einigen Jahren bei der Übertragung von Formel 1-Rennen bei denen der Zuschauer zwischen fünf verschiedenen Kameraeinstellungen entscheiden kann um den Sendeinhalt zu personalisieren. Im Gegensatz zum Enhanced TV, stellen Standalone-Angebote eine Form der Interaktion dar, die unabhängig von jeglichen Fernsehformaten besteht und im Regelfall rund um die Uhr abrufbar ist. Im Grunde eine, wenn auch stark simplifizierte, alternative Form des Internets die mit dem konventionellen Fernsehen nur noch die Nutzung des Empfangsgerätes und der verwendeten Verbreitungstechnologie gemeinsam hat. Am weitesten verbreitet in diesem Bereich gelten die On-Demand-Dienste, die dem Zuschauer Filme auf Abruf und teilweise gegen Bezahlung liefern. Auf diese soll aber an späterer Stelle noch genauer eingegangen werden. [s. Seite 25] Zu den Standalone- Angeboten zählen aber auch Teleshopping-, Wett- und Glücksspieldienste, Chat- und Datingangebote oder Informationsdienste wie Verkehr, Wetter oder regionale/ lokale Veranstaltungshinweise. Auch weniger aufwändige Videosequenzen wie Kongressaufzeichnungen oder Pressekonferenzen, die aus Kapazitäts- und Kostengründen, statt im TV, über das Internet bereit gestellt werden, könnten als manuell abrufbare Programme im interaktiven Fernsehen eine Verbreitungsplattform finden. Mit der wachsenden Programmauswahl des ITV-Angebotes und den zunehmend komplexeren Strukturen der

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Interaktionsmöglichkeiten wird eine benutzerfreundliche und funktionale Bedienbarkeit immer wichtiger damit der User sich schnell und einfach zurecht findet. Eine zentrale Position nimmt hier der Electronic Program Guide (EPG) ein, der als Navigationselement für die vielen Angebote fungiert und dem User über die Fernbedienung die Möglichkeit zur Orientierung innerhalb des Netzwerkes gibt. Der EPG kommt durch die Integration in die DVBT-Empfänger bereits in vielen deutschen Wohnzimmer zum Einsatz. Noch dient er, aufgrund des mangelnden Interaktionsangebotes, jedoch hauptsächlich als Programmorientierungshilfe und elektronische Alternative zur Fernsehzeitung. Eine andere Form des interaktiven Fernsehens stellt die Nutzung von ITV zu Lern- und Schulungszwecken dar. Der Automobilkonzern VW beispielsweise besitzt eigene Kanäle, die durch Satellitenverschlüsselung

ITV zu Schulungszwecken

nur über das konzerninterne Intranet von den Mitarbeitern abrufbar sind. In den Sendungen werden aktuelle Neuent­wicklungen, Problemlösungsansätze oder allgemeine Schulungen angeboten, bei denen der User einerseits Umfragen beantworten, aber durch Fragestellungen über Texteingabe oder Headset auch individuell interagieren kann. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die umfassenden Vorteile, die ITV bietet, vor allen Dingen kombiniert mit den Vernetzungsstrukturen des Internets völlig neue Potenziale für Vermarktung und Konzepte eröffnen. Vor allem das exponentielle Wachstum der Internet-Bandbreiten begünstigt diese Entwicklung, da durch sie qualitativ hochwertige Video-Inhalte über das Internet sendefähig werden. Die Möglichkeit über das Internet Nutzerprofile anzulegen und zu den Profilen passende Informationen zu sammeln und zu verwalten bietet die Grundlage für ein personalisiertes TV-Programm, dass den individuellen Wünschen der Benutzer entspricht. Basierend darauf ergeben sich durch den individualisierten Hin- und Rückkanal und die interaktive Steuerungsmöglichkeit des Zuschauers vor allem auch große Vorteile für den Werbemarkt, welche jedoch auch wieder neue Herausforderungen bedeuten. [Q18], [Q19], [Q23]

Neue Potenziale für das Fernsehen


Video on Demand Auch Video on Demand-Angebote (VoD) erfreuen sich dank grösserer Bandbreiten größter Beliebtheit. Auf Nachfrage sind für den Benutzer digitale Videoinhalte downloadbar oder können über eine Abspielsoftware direkt im Browser oder auf dem Fernseher angesehen werden. Dieses Prinzip baut auf dem Grundgedanken auf, Informationen für Jeden, an jedem Ort der Welt zu jedem Zeitpunkt abrufbar zu machen und nutzt damit einen der größten Vorteile des Internets. Voraussetzung für die optimale Darstellung des Videomaterials ist ein Breitbandinternetzugang, der Übertragungsraten von 6.000kb/s oder höher ermöglicht. Eine Flatrate ist ebenso von Vorteil, da durch den Empfang der Datenmengen ein hoher Traffic entsteht [1]. Wie bereits erwähnt ist bei VoD zwischen Download- und Streaming-Angeboten zu unterscheiden. Daraus ergeben sich auch verschiedene Arten von Abrechnungsvarianten. Für Streams wird in den meisten Fällen Pay-Per-View abgerechnet. Das bedeutet, dass der Benutzer Videos pro genutzter Einheit bezahlt. Er kann sich das Video einmal online ansehen und zahlt für diese Nutzung eine einmalige Gebühr. Download-Angebote stellen wegen des Erwerbs am Besitz der Videodatei neue Anforderungen. Abgerechnet wir über Download-to-Own (DTO) oder Download-to-Rent (DTR). Bei DTO kann der Benutzer den heruntergeladenen Inhalt für seine Zwecke archivieren und beliebig oft ansehen. Das ist im Prinzip vergleichbar mit dem Erwerb einer DVD, die dem Benutzer nach dem Kauf zur freien Verfügung steht. Die Abrechnungsvariante DTR ist in diesem Kontext vergleichbar mit den Geschäftsmodellen von Videotheken. Der Benutzer zahlt eine Nutzungsgebühr für einen bestimmten Zeitraum (bspw. 24 Std.), in dem er das Video beliebig oft ansehen kann. Die auf diesem Weg verfügbaren Videos sind so präpariert, dass sie nach Ablauf der Nutzungszeit automatisch gelöscht oder unbrauchbar gemacht werden. Neben diesen verschiedenen Varianten zur Einzelabrechnung gibt es zudem für den Benutzer die Möglichkeit, zu Pauschalpreisen Abonnements abzuschließen. Er bucht dabei eine Auswahl von Videos oder die Nutzung des gesamten Angebots für einen längeren Zeitraum (z.B. pro Monat). Aktuell gibt es zahlreiche Beispiele für VoD-Angebote im Internet oder über Set-Top-Boxen [2], auf die im späteren Verlauf noch etwas genauer eingegangen wird. [Q2], [Q3], [Q4]

[1] Datenverkehr, der durch digitale Übertragungswege entsteht [2] Hardware zum Anschluss an den Fernseher, die zusätzliche Funktionen bietet

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Zum Empfangen von interaktivem Fernsehen muss eine Settop-Box an den Fernseher angeschlossen werden. Dieses zusätzliche Gerät dient dem Empfang von digitalen, verschlüsselten oder codierten Signalen, die nicht vom Fernsehapparat dargestellt werden können. Das Gerät empfängt die Daten, decodiert und dekomprimiert diese und wandelt die digitalen Informationssignale in analoge um, damit der Fernseher sie empfangen und darstellen kann. Die Interaktion funktioniert über Rückkanalkommunikation. Zudem bieten die Geräte, je nach Hersteller, Zusatzfunktionen, wie eine integrierte Festplatte, auf der Filme und Audio-Dateien gespeichert und abgespielt werden können. Eine Form der Interaktivität, die in vielen neuen Fernsehern und digitalen Festplatten-Recordern Verwendung findet, ist das zeitversetzte Fernsehen. Das so genannte Time-Shifting. Die Settop-Box fungiert dann als Videorecorder, mit dem es sogar möglich ist zeitversetzt fern zu sehen. Time-Shift-System ermöglichen es, dass Sendeinhalte gleichzeitig aufgenommen und abgespielt werden können, was dem Zuschauer mehr Freiheiten einräumt. Fernsehsendungen können beliebig unterbrochen und wieder abgespielt, oder zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut werden, während sie auf Sendung sind. Der Kommunikations-Dienstleister Arcor geht noch einen Schritt weiter und bietet die Funktion an schon angefangene Filme von Beginn an zu schauen. Es gibt verschiedene Arten von Settop-Boxen auf dem Markt.Der Digitalreceiver ist die klassische Form einer Settop-Box. Es handelt sich hierbei um ein klassisches Gerät zum Empfang und Dekodieren von digitalen Fernsehsignalen. Zudem bieten Digitalreceiver interaktive Dienste wie Quiz, Einkauf oder Gewinnspiele an. Weitere Arten von Settop-Boxen sind beispielsweise Apple TV oder Spielkonsolen. Apple TV ist eine neue Technologie des IPTV. Sie ermöglicht es dem Benutzer, den Multimedia-Inhalt des persönlichen Computers mit der Settop-Box zu synchronisieren und die Inhalte am Fernsehen darzustellen. Zudem ist es möglich, vom Fernsehen aus Multimediainhalte zu sehen, herunterzuladen und abzuspeichern. IPTV steht für Internet Protokoll Fernsehen und verwendet das Internetprotokoll (IP). Hierbei werden Fernsehprogramme und Filme über ein digitales Datennetzwerk empfangen. IPTV ermöglich viele neuen Möglichkeiten des Fernsehens, wie Video-on-Demand, mehrsprachige Kommentare zu Sendungen und hauptsächlich Dienste, die man eher mit dem Internet in Verbindung bringt, wie das Surfen im Internet, Videokonferenzen, Chatforen, usw.

Set-Top-Box


Dass das Internet die Welt der Unterhaltungselektronik verändert, ist kein Geheimnis mehr. Immer mehr Anbieter von Fernseher setzen verstärkt auf den Zugang zu Onlineangeboten. Mit der Fernbedienung kann der Benutzer durch diverse Medienangebote, wie tagessschau.de, wetter.net aber auch Youtube oder sevenload surfen. Maxdome oder Videoload beispielsweise bezeichnen die VoD-Dienste der großen Interdienstleister 1&1 und T-Home. Vorraussetzung ist die beschriebene Set-Top-Box oder ein Internetfähiges Fernsehgerät welches einfach per Kabel oder sogar über Wi-Fi an das Internet angeschlossen ist. Letztere Geräte werden im Moment auf den Markt gebracht und erfreuen sich einer grosse Beliebtheit. Auch die großen deutschen Fernsehsender ziehen mit und versuchen ihre eigenen VoD-Portale auf dem Markt zu etablieren. RTLnow.de, VOXnow.de, prosieben.tv oder die Mediatheken von ARD und ZDF stellen dem

VoD - Fernsehen

Zuschauer Inhalte des deutschen TV-Programms rund um die Uhr zur Verfügung. Der Anspruch der Sender ist es, dem Zuschauer einen umfassenden Online-Service zu bieten, und ihn dadurch an den Sender, die Formate und die Internetplattform zu binden. Der Benutzer soll durch den einfachen Abruf der Sendungen auch auf Formate aufmerksam gemacht werden, die er sich im TV vielleicht nicht anschauen würde. Die ReichweitenEffekte des Internets wurden an dieser Stelle erkannt. Durch das populärer machen der VoD-Dienste soll vor allem auch die Werbewirtschaft vom Potenzial von VoD überzeugt werden. Die Sender wirken durch das anbieten von VoD auch einer anderweitigen Verbreitung ihrer Sendungen durch das Internet entgegen. Bevor die große VoD-Welle bei den TV-Sendern startete, war zu beobachten, dass Fernsehzuschauer ihre selbst erstellten Mitschnitte von beliebten TV-Sendungen über Video-Portale wie kino.to verbreiteten. Dadurch entstand für die Sender zwar kein nennenswerter Schaden, dennoch würde dieses Prinzip auf Dauer dazu führen, dass der Zuschauer die Bindung zu den Sendern verliert und die Werbepotenziale des Internets für die Sendeanstalten ungenutzt blieben. Gemessen an den Vorteilen von VoD-Angeboten ließe sich annehmen, dass durch diese eine umfassende Optimierung des klassischen Fernsehverhaltens erreicht wird. In einer vom Marktforschungsinstitut „facit digital“ im Jahr 2007 durchgeführten Studie zur Benutzerfreundlichkeit von VoD-Angeboten zeigte sich jedoch, dass die Testpersonen einige Kritik an den getesteten Angeboten übten. [Q5] Bemängelt wurden vor allem die Unübersichtlichkeit des Interfaces, fehlende Personalisierungs- und Funktionsmöglichkeiten, sowie

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unkomfortable Handhabung und Steuerung der Inhalte. Auch die Tatsache, dass Angebote, die für Web und Set-Top-Boxen erhältlich sind, unterschiedliches Design und Menüführung in der Umsetzung aufwiesen, stieß bei den Testern auf Unverständnis und Verwirrung. Hier wurde der Wunsch nach einem einheitlicheren Auftritt für die verschiedenen Plattformen geäußert. Es ist also zu beobachten, dass trotz der Masse an VoD-Angeboten noch ausreichend Entwicklungspotenzial auf dem Gebiet vorhanden ist. Nachdem schon viele Online- und TV-Nutzer die Vorteile dieser Angebote in Anspruch nehmen, ist eine Voraussetzung für den weiteren Erfolg des VoD-Konzepts die Entwicklung neuer Werbestrategien. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden für den Videoabruf ist nicht sonderlich ausgeprägt, wodurch neue Anforderungen an Werbetreibende gestellt werden. Auch wenn sich momentan mit VoD noch nicht das große Geld verdienen lässt, wird auf lange Sicht und bei optimaler Vermarktung kein Weg an diesen Angeboten vorbeiführen, um dem Benutzer Videoinhalte zeitgemäß, plattformunabhängig und so komfortabel wie möglich zugänglich zu machen. [Q4], [Q5], [Q10], [Q11], [Q17], [Q18], [Q19], [Q23]

Vermarktungskonzepte Doch bis jetzt stellt sich noch die Frage, wie eine solche optimale Vermarktung auszusehen hat. Seit der Entstehung des Internets bemüht man sich Werbung über dieses Medium zu verbreiten. Die Entwicklung des Internets zum Massenmedium und die Interaktionsmöglichkeiten die das www bietet, ermöglichen der Werbebranche den Vorteil Kommunikationsinhalte zu individualisieren und personalisieren. Anders als bei Werbeformaten im Print- oder TV-Bereich bspw. bietet die Vielzahl der mit dem Internet vernetzten Technologien ein breit gefächertes Spektrum an Kommunikationsmöglichkeiten. Auch die Darstellung der Werbeinhalte ist weniger eingeschränkt (von der Werbung auf einzelnen Pixeln bis zu grossflächigen, seitenfüllenden Werbeanzeigen). Obwohl in der Krise ein weltweiter Rückgang in der Werbung zu verzeichnen ist, steigen die Zahlen der Internetwerbung weiter. Dies ist durch die Mess- und Kalkulierbarkeit


der Onlinekampagnen bedingt. Das höchste Wachstum verzeichnet weiterhin das Suchmaschinenmarketing, mitunter angekurbelt durch die Neueinführung von Microsofts Suchmaschine Bing, die zusätzliche Werbegelder in den Markt fliessen lässt. Doch wie sieht es mit der Werbung im Web 2.0 aus? Das Werben mit klassischer Bannerwerbung ist momentan noch immer die lukrativste Variante, doch werden immer neue Konzepte der Werbung getestet, da sich im Web 2.0 die hohen Server- und Infrastrukturkosten allein durch Bannerwerbung nicht mehr decken lassen. Allgemein spricht man von der Web 2.0 Blase. Youtube, Myspace oder etwa Facebook haben sich von ihren Diensten in finanzieller Hinsicht viel versprochen, doch bis jetzt vergleichsweise wenig erreicht. Facebook oder Studivz haben Mühe ein geeignetes Vermarktungskonzept zu entwickeln, welches die roten Zahlen der Firmen auffangen soll. Die Klickrate [1] der Bannerwerbung ist in Communities, im Vergleich zu anderen Internetseiten, nicht besonders hoch. Nur durch Targeting [2] und dem gezielten Werben in Relation zu den von Usern eingegebenen Daten, können Online-Kampagnen im Internet einen grösseren Erfolg verbuchen. Dass Community-Mitglieder nicht auf Werbung anspringen, hat Facebook erkennen müssen als 2007 der neue Dienst Beacon eingeführt wurde. Dieser zeichnete das Online-Kaufverhalten der Nutzer auf und informierte deren Freunde darüber. Die Idee dahinter: Das was ich online kaufe, könnte auch meine Freunde interessieren. Doch dieses Konzept stieß auf große Proteste und wurde daraufhin zurückgezogen. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter hat auf dem Werbemarkt viel experimentiert, jedoch ohne Resultat. Die Community Xing nutzt ein Freemium-Modell. Kostenlose Basisdienste werden mit kostenpflichtigen Premiumdiensten gegen monatliche Gebühr kombiniert. Dieser Premiumdienst funktioniert bei Xing auch sehr gut, so dass diese als eine von wenigen Communities schwarze Zahlen schreiben kann. Durch die schnellen DSL-Leitungen und den technischen Fortschritt des Internets gewinnen zunehmend Videobanner an Beliebtheit. Videoplattformen wie Youtube und MyVideo kämpfen mit den Server- und Instandhaltungskosten und versuchen stets neue Konzepte zu entwickeln. Der aktuelle Trend fliesst in Richtung Pre-Roll Ads [3]. Während das Portal MyVideo diese schon einsetzt, sind sie bei Youtube aktuell noch in der Testphase. Das Web 2.0 bietet viele neue Möglichkeiten der Werbung, doch eine garantierte Erfolgsformel gibt es bis heute noch nicht. [Q7]

[1] Die Klickrate bekannt als CTR (Click-through-Rate) ergibt sich aus der Anzahl von Klicks auf der Anzeige geteilt durch die Anzahl der Anzeigenschaltungen (Impressionen) [2] Mit Targeting bezeichnet man das auf Zielgruppen abgestimmte schalten von Werbung [3] Pre-Roll Ads sind Werbevideos die vor das angeklickte Video geschaltet werden und nicht übersprungen werden können.

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Das Semantische Web In der Zukunft wird das gesamte Web, das soganannte „Semantische Web“ eine riesige, eng miteinander verknüpfte Datenwelt sein. Neben der Veröffentlichung von Informationen für Menschen, wird jede Seite ihren Inhalt in einer Art und Weise darlegen, dass er für Maschinen lesbar ist. Die Maschinen werden die gesammelten Informationen mischen, filtern und auswerten und uns dadurch das Leben enorm erleichtern. An diesem Punkt sind wir aktuell noch nicht angelangt. Doch das ist die Vision des Semantischen Web. Das Semantische Web soll es demnach leichter machen Inhalte zu finden. Es steht für eine Gesamtheit an Technologien deren Ziel es ist, die Bedeutung von Informationen mittels Metadaten [1] für Maschinen

Definition von Semantischem Web

zugänglich und auswertbar zu machen. Daten sollen nicht nur eine Bedeutung haben, sondern Ontologien [2] bilden, in Relation zu anderen Bedeutungen stehen, demnach hierarchische Klassen bilden oder sich gegenseitig ausschliessen. Um Informationen auszutauschen und in Beziehungen zu setzen braucht man jedoch einheitliche Formate und Auszeichnungen zur Beschreibung dieser. Das W3C [3] hat sich mit dem Thema befasst und schon gewisse Standards für die Beschreibungssprachen XML (Extensible Markup Language), RDF (Ressource Description Framework) [4] und OWL (Web Ontology Language) [5] definiert. Computer sollen in die Lage versetzt werden, Daten zu verstehen und auszuwerten. Dies wird durch semantische Beziehungen erreicht. Dadurch können im Internet Seiten passend zu Suchanfrage besser gefunden werden.

Semantische Suche

So ist es vorstellbar dass man nicht alle Resultate einer Suche durchlesen und auswerten muss. Dies erledigt der Computer und stellt nur noch eine Übersicht der relevantesten Ergebnisse dar. Es wird also nicht nach Stichworten gesucht, wie bei klassischen Suchmaschinen. Sucht man beispielsweise nach Picasso, könnte das System des semantischen Webs selbstständig die Lebensdaten, Werke und andere wichtigen Fakten und Daten sammeln, diese auswerten und daraufhin übersichtlich präsentieren, ohne dass man explizit nach diesen Informationen gesucht hat.

[1] Methadaten sind Daten diie Informationen enthalten die andere Daten beschreiben [2] Unter Ontologie versteht man eine Wissensrepräsentation eines formal definierten Systems von Begriffen und Relationen [3] W3C ist die Abkürzung für World Wide Web Consortium und ist das Gremium zur Standardisierug der das World Wide Web betreffenden Techniken. [4] Im RDF-Format werden Sachen (Objekte) eindeutig bezeichnet und es werden ihnen Eigenschaften (Properties) zugewiesen. Durch Abfrage dieser können dann Zusammenhänge ermittelt werden. [5] Die Web Ontology Language (kurz OWL) ist eine Spezifikation des W3C, um Ontologien anhand einer formalen Beschreibungssprache erstellen, publizieren und verteilen zu können


Erste praktische Anwendungen von Semantischem Web finden sich bereits zahlreich im Internet. Calais erstellt beispielsweise automatisch semantische Metadaten aus Texten und liefert diese für den freien Gebrauch in Form von Tags. Wolfram Alpha, die im April vorgestellte neue „Computational Knowledge Engine“ funktioniert auch bereits nach den Prinzipien des Semantischen Web. Die Suchmaschine hat jedoch zusätzlich einen mathematischen Ansatz. Der Benutzer kann eine Frage stellen und bekommt von Wolfram Alpha eine direkte Antwort. Die Suchmaschine sucht nach dem eigentlich Gefragten und nicht nach Links die die Antwort geben könnten und gibt die Antwort selbst. Die Strukturierung und der Datenaustausch durch den Einsatz von Ontologien erweisen sich im Semantischen Web als nützlich. Somit können automatisch Informationen miteinander verknüpft und Interessengebiete von Personen automatisch erweitert oder ergänzt werden. Das wäre ohne das Semantische Web nicht denkbar. Im semantischen Web steckt zusammenfassend gesagt, ein großes Potenzial, das die Nutzung des Internets für uns erheblich effizienter gestalten könnte. [Q8], [Q20], [Q21]

Objekterkennung In den Neuen Medien spielt zunehmend der Begriff Objekterkennung eine grosse Rolle. Die Thematik basiert vereinfacht gesagt auf dem Grundgedanken des Hyperlinks, der es Internetusern ermöglicht, weiterführende

Was ist Objekterkennung?

Informationen mittels eines Mausklicks abzurufen. Hyperlinks im Internet sind mittlerweile so stark in unserem medialen Bewusstsein verankert, dass es kaum noch vorstellbar erscheint, wieviel Aufwand eine klassische Recherche anhand von Verweisen und Bibliotheksbesuchen und komplett ohne den Einsatz von Internet bedeuten würde. Ein Recherche- oder Informationsabrufsablauf der vor 20 Jahren noch einige Stunden in Anspruch nehmen konnte, ist heutzutage innerhalb von Sekunden durchführbar. Der Gedanke liegt also nahe, das Prinzip der Hyperlinks auch auf andere Medien bzw. die reale Welt anzuwenden und dadurch unsere komplette reale und virtuelle Umgebung miteinander zu verknüpfen. Und genau auf diesem Prinzip baut

A - THEMATIK

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ein Marktansatz der Objekterkennung auf. Objekte werden dabei mittels Sensoren, Linsen oder Bildanalyse erfasst, indem die Lage der Pixel im Bild zueinander in speziellen Algorithmen analysiert wird. So ist es möglich wesentliche Regionen in einem Bild zu definieren und mit Referenzobjekten aus einer Datenbank zu verglichen um Objekte zu identifizieren. Innerhalb der Datenbank können zu den vordefinierten Objekten weitere Informationen in verschiedensten Formen gespeichert werden. Diese werden bei Erkennung auf Wunsch an den Rezipienten gesendet und somit für ihn abrufbar gemacht. Vorausgesetzt natürlich, das abgebildete Objekt ist in der Datenbank vorhanden. So können Immobilien, Lebewesen, und jegliche Art von Objekten die erfasst werden können, als Informationsquelle genutzt werden. Auf diese Weise wird es mit anderen Worten möglich alles und jeden virtuell zu verlinken und sämtliche möglichen Informationen über das angeforderte Objekt bereit zu stellen. Für dieses durchaus interessante Gebiet gibt es bereits zahlreiche Ansatzmöglichkeiten. Die Bilddatenbank Picasa und das Social Network Facebook bspw. setzen bereits zunehmend auf Gesichtserkennungstools. Auch das fotografieren von berühmten Bauwerken zwecks Informationsbeschaffung über das Internet ist ein reizvoller Ansatz, der sich bereits in der Entwicklung befindet. Der größte Vorteil für den Normalbenutzer liegt jedoch in der Tatsache, dass er für diesen Luxus keinerlei spezielle Geräte, sondern lediglich Kameralinse und Internetverbindung benötigt. Komponenten, über die heutzutage nahezu jedes moderne Handy verfügt. Kein Wunder also, dass es bereits diverse Tools und Services gibt, die das Prinzip Objekterkennung auf Handys umgesetzt haben. Der Mobilfunk- und Onlinedienst kooaba bspw. kommt in Form einer iPhone-Software daher, die geschossene Fotos von Cd´s, Kinoplakaten und Spiele-Verpackungen identifizieren kann und daraufhin über das Internet Links zu den einschlägigen Online-Diensten (iTunes, eBay, amazon) sendet. Andere Dienste für Mobiltelefone die einem ähnlichen Prinzip wie kooaba folgen sind bspw. Point & Find vom finnischen Mobilfunkgiganten Nokia oder Mapion Pointing aus Japan.

Anwendungsformen


Bei beiden Softwares werden Bildinformationen über das Internet mit einer Datenbank abgeglichen um jegliche Art von Objekte zu identifizieren. Point&Find ist momentan in England und Amerika als Beta-Version zum Download für Nokia-Handys verfügbar. (pointandfind.nokia.com) Mit der Beta-Version können über die Erkennung eines Filmplakats Trailer oder Kritiken zu diesem Film abgerufen werden. Leider ist die Beta noch auf Filmplakate beschränkt. In naher Zukunft soll sich das aber ändern und fast alles verlinkt werden, das durch eine Kamera erfasst werden kann. Soweit zumindest der Anspruch. Auch der Internetriese Google hat das Potenzial der Objekterkennung erkannt und bietet mit den bereits seit 2002 existierenden ‘’Google Sets’’ eine passende Optimierung. Das Google Labs-Produkt [1] bietet die Möglichkeit anhand eines Suchbegriffes verwandte Wörter aufzulisten. Das hört sich zunächst relativ unspektakulär an. Die Software ist dadurch jedoch in der Lage, erkannte Objekte anhand semantischer Bezüge miteinander abzugleichen um Verwechslungen zwischen ähnlich aussehenden Objekten (z.B. Tennisball und Zitrone) zu vermeiden. Sie kann dadurch helfen Objekte eindeutiger zu identifizieren, indem sie das vom Sensor zugeordnete Objekt in einen Zusammenhang setzt und eine Art Kontrollinstanz bildet. [Q6],[Q9],[Q15],[Q22]

[1] Ansammlung von google-Diensten im Beta-Stadium (labs.google.de)

A - THEMATIK

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PROJEKT

B - PROJEKT

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KONZEPT

Anhand der Erkenntnisse die wir im theoretischen Teil in Erfahrung bringen konnten, gilt es nun ein Konzept für eine Video-Plattform zu entwickeln, das moderne Technologien nutzt und auf dessen Basis eine neue Form des Fernsehens geschaffen wird. Das vorhandene technische Potenzial soll besser genutzt werden um ein zeitgemäßes Angebot zu bieten, das den wachsenden Ansprüchen des Marktes gerecht wird. Da die zum Einsatz kommenden, verschiedenen Technologien auf Basis des Internets funktionieren und dessen Vernetzungsstrukturen nutzen, soll es auch als Verbreitungskanal für unser Produkt eingesetzt werden. Um ausschließlich qualitativ hochwertige Inhalte senden zu können, beschränkt sich das Programmangebot zunächst auf Filme, Serien, Musikvideos und die Inhalte des deutschen Fernsehprogramms. Das Endprodukt soll in erster Linie Entertainment bieten. Um uns von bestehenden Videoportalen abzugrenzen und den Genuss der Sendeinhalte weiter in den Vordergrund zu stellen, als es bisher bei anderen Anbietern der Fall ist, wird das Interface des zu konzipierenden Angebotes komplett in Form eines Video-Players dargestellt. Dieser soll alle Funktionen unseres Angebot für den Zuschauer leicht zugänglich machen und eine Überfrachtung der Seite, sowie die damit verbundenen Irreführung des Benutzers, verhindern. Video-Portale die ihr Angebotsspektrum mit Communities, Gruppen, Zusatztools etc. aufrüsten gibt es ohnehin zur Genüge. Es wird somit bewusst auf typische Web2.0-Funktionen wie Kommentar- oder Bewertungssysteme verzichtet um den Fokus des Angebots auf den Fernsehkonsum zu legen. Die Interaktionsmöglichkeiten für den Benutzer sollen sich auf die Funktionen beschränken, die unser Angebot ausmachen und im folgenden Abschnitt beschrieben werden. Um eine neue Form des Entertainments zu schaffen, sollen wie bereits erwähnt, diverse moderne Technologien eingebunden werden, die das bisherige Fernsehverhalten der Zuschauer verändern und Alleinstellungsmerkmale für die Marktplatzierung schaffen.

Enternainment geniessen


Ein zentrales Stichwort unseres Konzepts ist „Personalisiertes Fernsehen“. Der Zuschauer soll nicht länger nach Sendeinhalten suchen müssen, sondern diese von unserer Software vorgeschlagen bekommen. Erreicht

Das persönliche TV-Program

wird dies durch ein Tagging-System das Videos klassifiziert, verwaltet und anhand von semantischen Bezügen zuordnet. Jedes Video in unserer Datenbank wird einer von 7 verschiedenen Kategorien zugeordnet und mit verschiedenen Stichwörtern (Tags) verknüpft, die den Inhalt des Videos beschreiben. Ruft ein registrierter Benutzer über unsere Plattform diese Videos ab, können die Tags in direktem Bezug zu seinem Benutzerprofil in unserer Datenbank gespeichert werden. Auf dieser Basis kann die Datenbank Tags von gesehenen Videos in semantische Bezüge setzen und die Video-Inhalte verwandter Tags generieren. Die sich ergebenden Videos entsprechen dadurch den individuellen Vorlieben des Benutzers und werden diesem als Programmvorschläge gesendet. [Abb. B-1] Als Beispiel: Ein unter dem Usernamen Hagen eingeloggter Benutzer schaut sich über unsere Plattform einen Film über Angler an, der mit den Stichwörtern Wasser, Angeln und Hecht getaggt ist. Die Tags werden unter seinem Nutzerprofil gespeichert. Das Profil von Hagen ist jetzt mit den drei genannten Stichwörtern verknüpft. Anhand dieser Tags kann die Datenbank semantische Verbindungen zu den Tags anderer Videos erstellen und dem Benutzer Hagen Vorschläge für ähnliche Videos machen. Beispielsweise eine Dokumentation über Fische, die mit den Tags Aal, Dorsch und Tiefsee verknüpft ist. Um zuverlässig den Vorlieben der Nutzer entsprechen zu können, wird auch die Häufigkeit der vorkommenden Tags getrackt. Betrachtet ein Benutzer mehrmals Videos mit ähnlichen Tags, bekommen diese eine höhere

Der Einsatz von Tags

Bedeutung in seinem Profil und damit auch prozentual eine höhere Frequenz an Programmvorschlägen, im Vergleich zu Tags deren Videos nur einmal angeschaut wurden. Man muss sich dieses Prinzip wie eine virtuelle Strichliste vorstellen, die bei jedem Vorkommen eines Tags um einen Strich erweitert wird. Auf diese Weise können die individuellen Lieblingssendungen eindeutigiger definiert werden. Um die Qualität der Programmvorschläge zu gewährleisten, werden die Tags, ebenso wie die Programminhalte, vom Betreiber erstellt.

B - PROJEKT

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Damit dem Benutzer die vorgeschlagenen Videos nicht aufgezwängt werden, soll das Interface auch die Möglichkeit bieten die Programmvorschläge der Software innerhalb des Profils intuitiv zu beeinflussen. Dazu

Intuitive Steuerung des Trackingsystems

sieht unser Konzept zwei Varianten vor, die es dem Nutzer ermöglichen, Einfluss auf die Videos zu nehmen, die ihm von der Datenbank vorgeschlagen werden. Während des Betrachtens eines Videos soll er die Möglichkeit haben, den angesehenen Inhalt direkt zu bewerten und zu entscheiden, ob ihm die Software mehr oder weniger Programmvorschläge zu diesem Video machen soll. Außerdem soll der Benutzer durch Kategorie-Regler entscheiden können, welche Kategorien er in den Progammvorschlägen bevorzugt. Die Regler sind in Stufen von 1-10 einstellbar, wobei die Zahlen der bevorzugten Gewichtung durch den Benutzer entsprechen. Gibt ein Nutzer beispielsweise an, dass die Kategorie Sport bei ihm eine Gewichtung von 10 und die Kategorie Comedy eine Gewichtung von 5 bekommen soll, findet er in den Programmvorschlägen doppelt so viele Videos mit Sportinhalten wie Videos mit Comedy-Inhalten. Bewertet er eine Kategorie mit einer Wertung von 0, bekommt er zu dieser Kategorie keine Vorschläge. Zusätzlich soll es in der Software möglich sein, anhand von Suchbegriffen und Kanalübersichten das Videoangebot auf gewohnte Weise zu durchsuchen. Um unser Angebot für den Markt noch interessanter zu machen, soll ein Tool zur Objekterkennung in Bildern eingebunden werden. Dieses ermöglicht es, dem Benutzer Videoinhalte als Informationsquelle zu präsentieren. Dazu wird ein Prinzip, das über das Medium Foto bereits Anwendung findet [s. Objekterkenung Seite 31], für Bewegtbildinhalte adaptiert. Es muss jedoch etwas Vorarbeit geleistet werden, um das Konzept für Videos umzusetzen: Um Objekte erkennen zu können, ist zunächst eine Datensammlung notwendig. Die Bildinformationen von verschiedensten Produkten, Personen oder Gebäuden werden aufgezeichnet und in einer Datenbank archiviert. Zusätzlich werden zu jedem Objekt weitere Bild- und Textinformationen (z.B. Produktfotos, Links, Lebensläufe) gespeichert, die der Benutzer später empfängt. Im nächsten Schritt werden die abrufbaren Videos über den Timecode an den Stellen gekennzeichnet, an denen ein Objekt aus der Datenbank vorkommt. Auch diese Information muss gespeichert werden um alle nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Als Produkt ergeben sich zwei Datenbanken: Eine mit den Informationen zu welchem Zeitpunkt im Video welche Objekte erscheinen,

Eine neue Form des Fernsehens


und eine, die alle Objekte versehen mit zusätzlichen Daten beinhaltet.

[Abb. B-1]

Daraus ergibt sich ein Netz

an Informationen, das in der Lage ist die gesetzten Anforderungen zu erfüllen. Voraussetzung dafür ist eine Zusammenarbeit mit den Erstellern der Inhalte, die Informationen darüber liefern, welche Objekte, Personen oder Gebäude in ihren Videos erscheinen. Taucht eines der Objekte im Video auf, zeigt das Interface eine Benachrichtigung und signalisiert dem Benutzer dadurch, dass zu diesem Zeitpunkt ein Objekt im Bild ist, zu dem Informationen abgerufen werden können. Auf Wunsch sendet der Server dann die in der Datenbank hinterlegten Informationen an, den über das Internet verbundenen Benutzer. Alternativ ist es dem Benutzer auch möglich, über ein Menü alle im aktuell laufenden Video erkennbaren Objekte, Personen oder Gebäude in Form einer Auflistung abzurufen, um selbst nach den für ihn interessanten Inhalten zu suchen wenn diese zu dem Zeitpunkt nicht im Bild sind. Hier einige Beispiele, auf die das Konzept angewendet werden kann: Bei betrachten eines Spielfilms ist eine Darstellerin im Bild, zu der Fotos, eine Filmographie und Links zu Wikipedia und der Darsteller-Website abgerufen werden können. Ein anderes Beispiel wäre ein Kleidungsstück im Bild, das mit Produktfotos und Einkaufslinks verknüpft ist. Oder ein historisches Gebäude, das Eckdaten über das Gebäude, Informationen über die Stadt, in der es steht, und Links zu Reiseanbietern abrufbar macht. Videos werden dadurch zu einem neuartigen Informationsträger, der viele Perspektiven bietet und den Boom um Onlinevideos weiter anheizen könnte.Unser Konzept ist auch ein Weg um Werbung subtiler zu vermitteln, bzw. nur die für den Benutzer interessante Werbung darzustellen. Um ein zeitgemäßes Produkt zu schaffen, soll unser Angebot auf verschiedenen Endgeräten angewendet werden. Computer, Fernseher und Smartphones mit Internetanschluss sollen gleichermaßen die Möglichkeit

Ein Dienst für ale Plattformen

besitzen die Vorteile unseres Angebotes in Anspruch zu nehmen. Auf diesem Vorhaben baut auch die Konzeption unseres reduzierten Interfaces auf. Den Anforderungen, die durch kleinere Bildschirme (Smartphones) und eine größere Entfernung zum Bildschirm (Fernseher) gestellt werden, kann durch die simple Vergrößerung

B - PROJEKT

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der Navigationselemente und Schriftgrößen entsprochen werden. Da keine komplette Internetseite in herkömmlichen Stil dargestellt werden muss, ist eine Adaption an die verschiedenen Endgeräte einfach umzusetzen. Um Fernsehnutzern unseres Angebots eine intuitive Form der Fernbedienung zu bieten, ist zudem eine iPhoneApplikation geplant, die es dem Benutzer ermöglicht, komfortabel über den Touchscreen durch unser Angebot zu navigieren. Zusammenfassen lässt sich unser Konzept in dem Vorhaben, eine neue Form des Fernsehens zu entwickeln. Dieser Anspruch soll durch die Kombination unterschiedlicher Technologien zu einem neuartigen Produkt erreicht werden. Durch die Einbindung von Objekterkennung und personalisiertem Fernsehen werden die Ansätze für unsere Sicht des modernen Fernsehens, und die für die Markteinführung notwendigen Alleinstellungsmerkmale geschaffen.


Frontend

Persönliches Fernsehen

Das Info-Tool

Video auf dem Bildschirm des Benutzers

Die Tags erlauben es semantische Beziehungen herzustellen und inhaltsverwandte Videos zu generieren

Tags werden in den Benutzerprofilen gespeichert

Timecodeliste des Videos mit Auflistung der Objekte im Video

Veedow.TV - Server

Objektsammlung mit Referenzdaten und zusätzlichen Bild- und Textinformationen

Backend

Zum Zeitpunkt des erscheinens eines Objektes im Video wird ein Signal gesendet, dass die Informationen jetzt abrufbar sind

Diese werden dem Benutzer als Programmvorschläge geschickt

[Abb. B-1] Konzeptgrafik

B - PROJEKT

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IST/SOLL ZUSTAND IST

Fernsehzuschauer die ihre Lieblingssendung verpasst

die Internet-Wirtschaft. Die bestehenden Angebote

haben.

nutzen mit Werbebannern und vor oder während

Und auch die Internetpräsenzen klassischer Print-

den Video-Clips geschalteten Werbespots relativ

Medien und Nachrichtenportale (z.B. Spiegel.de, Ksta.

klassische Einnahmequellen. Das Potenzial des

de, Kicker.de) bauen zunehmend auf Videoinhalten

Internets ist an dieser Stelle noch nicht ausgereizt,

an

um Informationen für den User angenehmer zu

vor allem was die Stichwörter Interaktivität und

verschiedenen Video-Portalen im Internet. Diese

verpacken. Mit geringen Produktionskosten werden

Informationsvernetzung betrifft.

bieten visuell alles an, was das Auge begehrt.

Nachrichtenzusammenschnitte und Anmoderationen

Angefangen bei dem Marktführer Youtube, über

in Internetseiten eingebunden, die auch als Audio-

MyVideo und vimeo gibt es zunächst Seiten, die

und Video-Podcasts verwertet werden.

„User Generated Content“ [1] eine Basis geben.

Im Gegensatz zu all den (nicht) erwähnten On-

Clipfish.de, Channelbee.com oder Bunch.tv bieten

Demand-Angeboten gibt es auch diverse Live-Stream-

eine Vielzahl an verschiedener Clips und Inhalte.

Anbieter. Events, Konzerte, Fernsehprogramme

Daneben gibt es Angebote, die sich zwecks besserer

oder Sportereignisse werden über das Internet live

Marktpositionierung spezialisiert haben: Hulu, Joost

an den Zuschauer gesendet. Die Software Zattoo

und Kino.to beispielsweise, machen den Benutzern

beispielsweise, sendet das Programm fast aller

Serien

bietet

öffentlich-rechtlichen und das einiger privater,

ausschließlich Musikvideos, Myspass.de konzentriert

deutscher Sender und damit einen Großteil des

sich auf Comedy-Inhalte und das Portal 3min.de hat

deutschen Fernsehprogramms.

Aktuell

gibt

und

es

Filme

eine

riesige

zugänglich.

Bandbreite

Tape.tv

sich auf Webserien [2] spezialisiert. Die Liste der aufgeführten Beispiele ließe sich endlos fortsetzen.

Ein Trend ist also eindeutig erkennbar: Der Markt für Bewegtbildinhalte im Netz ist in den vergangenen

Auch klassische TV-Sender folgen diesem Trend,

2-3 Jahren so stark angewachsen, dass das Angebot

machen einen Großteil Ihres Angebots online

mittlerweile schon fast nicht mehr geordnet zu

verfügbar und nutzen dadurch die Vorteile des

überblicken

Internets. So sind zum Beispiel die Videoportale

und Web 2.0 sei Dank. Daraus ergeben sich auch

von ZDF, RTL oder Pro7 beliebte Anlaufstellen für

automatisch neue Entwicklungsmöglichkeiten für

[1] von den Nutzern eines Webangebotes erstellte Online-Inhalte [2] eigens für die Ausstrahlung im Internet produzierte Serien

ist.

Höheren

Internetbandbreiten


an unser Angebot zu binden. Dadurch ist es auch

SOLL

nicht länger notwendig, sich durch Dutzende von Video-Portalen zu wühlen, um die passenden Inhalte

Unter

Berücksichtigung

der

zuvor

genannten

zu finden. Der Anspruch ist es, die optimale Fusion

Aspekte soll ein Videoportal entstehen, das sich von

von Internet und Fernsehen zu erreichen, indem

der Konkurrenz abhebt und sich dadurch auf dem

die Vernetzungsstrukturen des Internets in das

schnelllebigen Markt behaupten kann.

klassische TV-Programm implementiert werden, und

Als zentraler Ansatzpunkt des Angebots soll ein

dadurch neue Wege des Fernsehens zu gehen.

neuartiges Konzept der Informationsvernetzung

Das

entwickelt werden, das zu Werbe-, Unterhaltungs-

umfangreicher

und Informationszwecken dient. Ziel ist es, die

verständlich aufgebaut sein und über eine leicht

durch das Internet gegebenen Möglichkeiten besser

zugängliche Navigationsstruktur verfügen. Trotz

auszunutzen, als es bei bestehenden Angeboten der

komplexer Software und vielfältiger Möglichkeiten

Fall ist. Das reine konsumieren des Fernsehprogramms

steht bei uns das Fernsehen an sich im Vordergrund.

soll der Interaktion des Benutzers über den Rückkanal

Aus diesem Grunde sollen alle Angebotsinhalte

Internet weichen.

innerhalb des Video-Players unkompliziert und

zu

konzipierende

Interface

Funktionen

soll

trotz

übersichtlich

und

intuitiv abrufbar sein. Das Angebot soll entgegen Unser Angebot soll den Geschmack jedes Nutzers

den meisten bestehenden Video-Portalen im Prinzip

treffen, indem ein auf den jeweiligen Benutzer

nur aus einem Player bestehen der alle Funktionen

persönlich

beinhaltet. Es soll somit bewusst auf die klassische

zugeschnittenes

Fernsehprogramm

angeboten wird. Über ein Tagging-System soll das

Internetseiten-Optik verzichtet werden..

Fernsehverhalten registrierter Benutzer getrackt und in einer Datenbank gespeichert werden, um den Usern gemäß ihrer Vorlieben ähnliche Programminhalte vorzuschlagen. Auf diese Weise wollen wir den Usern die Suche nach ihren favorisierten Inhalten ersparen oder sie zumindest verkürzen um sie längerfristig

B - PROJEKT

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B01 - ZEITPLAN


MĂ„RZ

2

Themenrecherche

APRIL

MAI

JUNI

JULI

26 Theorieteil 6 Corporate Design 13 Funktionskonzept 27 Flowchart 27 Navigationskonzept 4 Funktionslayout 4 Rasterentwicklung 11 Iconentwicklung 11

31 31 18 18 18 18 25 25 25

Sprechertext Videotour 11 Playerdesign 19 Storyboard Videotour 26 YCA-Katalog 8 Ausstellungsplanung 8

21 15 21 21

Footage-Sammlung Videotour 16 Sprechertextaufnahmen 16

31 31

Postproduktion 22

24

Ausstellungsorganisation 22 Texte Dokumentation 22

30

Layout Dokumentation 1 Grafiken Dokumentation 1 Druckaufbereitung 8

13 13 13 21

Druck 14 24 Präsentationsvorbereitung 25

30

[Abb. B-2] Zeitlplan

B - PROJEKT

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B02 - RASTER


30x290 px

960x290 px 200x110 px

960x30 190x190 px

190x190 px

590x190 px

[Abb. B-3] Raster der Startseite

B - PROJEKT

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960x30 190x190 px

190x190 px

550x100 px 960x30 [Abb. B-4] Raster des Videofensters

590x190 px


960x30 190x190 px

190x190 px

590x190 px

190x270 px

[Abb. B-5] Raster der Men端s

B - PROJEKT

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B03 - FUNKTIONSLAYOUTS


[Abb. B-6] Funktionslayout der Startseite

B - PROJEKT

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[Abb. B-7] Funktionslayout des Videofensters


[Abb. B-8] Funktionslayout des Men端s

B - PROJEKT

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B04 - FLOWCHART


SARTSEITE ANONYMER USER

LOGIN

REGISTRIEREN

VIDEOTOUR

BELIEBTESTE NAVIGIEREN

REGISTRIER-FENSTER KATEGORIE-EINSTELLUNGEN

SARTSEITE ANGEMELDETER USER LOGOUT

VIDEOTOUR

EMPFEHLUNGEN NAVIGIEREN

Video- Acion - Bar

Hauptmenü - Bar VIDEO

INFO

ACCOUNT

MyVeedow

Produkte/Marken Menschen

MyVeedow

Empfehlungen Lichtbox Kanäle Kanalliste

Orte

Kategorieliste Kategorien Kategorieliste

Lichtbox-Einstellungen Account-Einstellungen Kanäle Top-Kanäle Standardfilterung

VOR- UND RÜCKSCHREITEN KANÄLE LICHTBOX TONLAUTSTÄRKE BERWERTUNGSFUNKTION VERSCHICKEN BOOKMARKEN

Player - Bar IN ZEIT VOR- UND RÜCKSCHREITEN PLAY/PAUSE FULLSCREEN

Kategorien Kategorien-Einstellungen

VIDEO - PLAYER LEGENDE

[Abb. B-9] Flowchart FÜR ANGEMELDETER USER SICHTBAR FÜR ANONYME USER SICHTBAR FÜR ANGEMELDETE & ANONYME USER SICHTBAR

B - PROJEKT

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B05 - NAVIGATION DAS VIDEOPLAYER - MENÜ DAS HAUPTMENÜ


DAS VIDEOPLAYER - MENÜ Bei der Konzeption des Videoplayermenüs war uns wichtig, dass dieses schnell und ohne Klick zugänglich, aber gleichzeitig nicht immer sichtbar ist. Der Player soll alle Funktionen übersichtlich vereinen. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, wichtige Funktionen direkt über das Video einzublenden. So sind diese sofort und ohne zeitaufwendiges Klicken verfügbar. Die Video-Action- & die Player-Bar [Abb. B-15, B16] werden für den Benutzer sichtbar sobald er die Maus während des Betrachtens eines Videos bewegt. Bei Inaktivität der Maus werden beide Menüs wieder ausgeblendet. In der Video-Action-Bar sind alle Funktionalitäten untergebracht, die eine direkte Interaktivität mit dem Video erlauben. Das Vor- und Rückschreiten in der Player-Liste, die Möglichkeit Kanäle auszuwählen oder zu belegen, die Lichtboxfunktion, die Regulation der Tonlautstärke, die Bewertungsfunktion durch die Buttons “Love” und “Hate”, sowie die Möglichkeit Videos zu verschicken oder als Bookmark zu markieren. Auf diese Funktionalitäten wird im folgenden näher eingegangen [s. Seite 71]. Die Player-Bar beinhaltet neben einer Play- und Pause-Taste eine Zeitleiste des aktuell abgespielten Videos, sowie die Zeitangabe und einen Fullscreenbutton.

B - PROJEKT

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DAS HAUPTMENÜ VIDEO, INFO & ACCOUNT

VIDEO - MyVeedow – Lichtbox

Das Hauptmenü ist über die Hauptmenü-Bar [s. Abb. B-17] zugänglich. Es ist in 3

Die Lichtbox ist eine Ansammlung von Videos die der User selbst festlegen kann.

Hauptbereiche eingeteilt: Video, Info und Account.

Gefällt ihm ein Video besonders gut, kann er ganz einfach und schnell den LichtboxButton in der Video-Action-Bar [s. Abb. B-16] drücken. Das aktuell angesehene Video wird gespeichert, so dass der User jederzeit darauf zurückgreifen kann.Die

VIDEO

Lichtbox erlaubt ebenfalls eine Filterung nach Kategorien und Tags.

Das Video-Menü vereint alle Funktionen in Verbindung mit den Videos. [s. Abb. B-12]

VIDEO - Kanäle – Kanalliste Das Kanal-Menü ist eine reine Ansammlung aller angebotener Kanäle in

VIDEO – MyVeedow

Verbindung mit dem angemeldeten Benutzer. Natürlich sind auch diese schon

Das MyVeedow Menü umfasst alle persönlichen Videos, Empfehlungen und die

nach den Präferenzen des Benutzers gefiltert. Kanäle die nicht in das Profil

Lichtbox.

passen, werden hier nicht angezeigt. Die Kanäle-Liste kann genauso mittels Filter durchstöbert werden. Hier befinden sich Filter wie Top-Kanäle, Alphabetisch sortieren, Most Likes, Tags

VIDEO - MyVeedow - Empfehlungen

oder etwa Kategorien.

Das Videountermenü Empfehlungen ist eines der Kernstücke von Veedow. tv. Hier sammeln sich automatisch Empfehlungen in Form von Videos, die den Benutzer interessieren könnten. Diese werden durch bereits angesehene Videos,

VIDEO – Kategorien – Kategorieliste

das Klick-Verhalten (Filter, Likes, Hates, Kanäle,...) und die durch den Benutzer

Der Menüpunkt Kategorien beinhaltet eine Liste aller angebotener Kategorien

ausgewählten Einstellungen errechnet.

von Videos. Diese können wiederum durchsucht werden. Im Vergleich zu dem

Die Videos in dem Empfehlungen-Menü können zusätzlich noch nach Kategorien

Kategorienfilter bei Kanäle sieht man hier angebotene Videos aller Kanäle sortiert

und Tags (nach den Regeln des semantischen Webs) gefiltert werden. Dies dient

nach Kategorie. Die Videos kann man wiederum zusätzlich alphabetisch, nach

vor allem dazu, eigene Empfehlungen noch schneller durchstöbern zu können.

Most Likes oder nach Tags sortieren.


INFOS Die Power des Objekterkennungstools ist in diesem Menü untergebracht. [s. Abb. B-13 Wird ein Objekt, eine Person oder ein Ort in einem laufenden Video erkennt so blinkt dieser Menüpunkt auf [s. Abb. B-17] und das erkannte Objekt wird kurz in der Leiste im Multi-Textfeld geteasert. Der Benutzer kann nun mit einem einzigen Klick hier Informationen zu dem erkannten Objekt/Person/Ort abrufen. Natürlich können auch mehrere Objekte/Personen/Orte gleichzeitig erkannt werden. Ist dies der Fall, werden alle erkannten Objekt/Personen/Orte in der Leiste angezeigt und die gewünschten Informationen sind schnell abrufbar. Das Info-Menü ist immer dann zugänglich, wenn ein Video läuft. Auch wenn keine Objekte erkennt werden, kann man auf das Menü zugreifen und die Liste aller

INFOS – Menschen

erkannten Objekte des kompletten Videos browsen.

Das Personenuntermenü listet alle im Video erkannten Personen auf . Hier kann der Benutzer, wie bei den Produkten, weitere Informationen aufrufen, z.B Links (Newsseiten, Klatsch&Tratsch,...), Fotos oder etwa verwandte Videos.

INFOS – Produkte/Marken In diesem Untermenü findet man alle im Video erkannten Produkte und Marken.

INFOS – Orte

Sie werden in einer Liste aufgeführt. Diese kann man dann ganz einfach browsen

Die Veedow Software erkennt zudem Orte und Gebäude. In diesem Menü sieht

und zusätzliche Informationen abrufen. Bei Produkten und Marken bieten wir

man in welchem Land und in welcher Stadt sich der „Film“ abspielt hat oder

erstmals eine Übersicht, zusammengestellt aus den Informationen der Unterreiter

auch welche Gebäude erkannt wurden. Dieses Untermenü vereint eine nähere

des Produktes. Dies sind eine komplette Beschreibung, eine Galerie mit Foto und

Beschreibung, weiterführende Links (Google Maps, Reiseportale,...), Fotos und

Links (Amazon, Preisvergleich,...).

verwandte Videos.

B - PROJEKT

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ACCOUNT Im Account-Menü sind alle Einstellungen rund um den Account eines angemeldeten Users vereint.

ACCOUNT - MyVeedow - Lichtboxeinstellungen In den Lichtbox-Einstellungen kann man alle sich hier befindlichen Videos löschen, sowie die Standardfilterung der Lichtbox einstellen. [s. Seite 70]

ACCOUNT - MyVeedow - Account -Einstellungen Unter dem Menüpunkt Account-Einstellungen hat der Benutzer die Möglichkeit sein Passwort oder seinen Usernamen zu ändern oder ein neues Passwort anzufordern, falls er das aktuelle vergessen haben sollte. Des weiteren kann er hier seine Mailadresse ändern. Auch die Newsletter-Einstellungen, die festlegen wie oft ein Newsletter versendet wird, befinden sich in diesem Menüpunkt.

ACCOUNT – Kanäle - Top-Kanäle ACCOUNT - Kategorien - Kategorien-Einstellungen

Dieser

Das Kategorien-Einstellmenü erlaubt dem Benutzer mittels Schieberegler

Kanalbelegungen. Er kann hier die Belegungen ändern, auflösen oder umsortieren.

Menüpunkt

bietet

dem

Benutzer

Einstellmöglichkeiten

seiner

[s. Abb. B-14. B-23] seine Präferenzen bezüglich der Kategorisierung einzustellen. Dies erlaubt es uns von vornherein Desinteresse des Benutzers bei den Empfehlungen auszuschliessen, d.h. sein „Sehprofil“ zu verfeinern.

ACCOUNT – Kanäle - Standartfilterung

Anfangs werden alle Videos in die Kategorien News, Sport, Show & Comedy,

Unter Standartfilterung kann der User festlegen wie in dem Menüpunkt VIDEO -

Musik, Infotainment, Film & Serie, sowie Lifestyle eingegliedert.

Kanäle – Kanalliste standardmässig die Filterung eingestellt sein soll.


B - PROJEKT

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B06 - INTERFACE


Hier ist Hovertext und Brotkr端mmel

Hier kommt Video das gerade abspielt & Hilfe

Hate Channel

Love

6 01:23 / 05:47 [Abb. B-10] Layout des Videosplayers

B - PROJEKT

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Registrieren Videotour

Max Mustermann / Logout

Kategorien

Empfehlungen

Channels

Lightbox

TAGS

KATEGORIE

Scary Movie? 07:48

Kategorien

[Abb. B-11] Layout der Startseite

Musicians

Night with Friends

03:12

24:00

Angst, Comdey, Theather, Kultur, Gef端hle

i

Byblos by Night 07:48


My Veedow

Empfehlungen

Channels

Lightbox

Kategorien

nach Kategorie

nach Tags

Scary Movie? 07:48

Musicians

Night with Friends

03:12

24:00

Big Boom 01:32

NComicscenes 12:43

Angst, Comdey, Theather, Kultur, Gef端hle

i

Byblos by Night 07:48

Byblos by Night

Schminken richtig ge...

07:48

07:48

Musicians

Night with Friends

Night with Friends

Byblos by Night

03:12

24:00

24:00

07:48

Byblos by Night

Schminken richtig ge...

07:48

07:48

Big Boom 01:32

NComicscenes 12:43

[Abb. B-12] Layout de Videomen端s

B - PROJEKT

| 63


INFOS- Produkte/Marken - Apple IMac

Produkte/Marken

BMW Mini

Menschen

Coca Cola

Orte

Burger King

AKTUELES VIDEO

LV Taschen

NAME

Night with Friends LÄNGE

23:12 min CHANNEL

ZDF TAGS

Lorem, Ipsum, Dolor, kosum, Verlatium,...

GALLERIE

BESCHREIBUNG

ÜBERSICHT

Apple IMac Familie PRODUKTBESCHREIBUNG

Fotos, Filme, Spiele, Videos und Programme mit einer großen Farbpalette. Auf dem 20" oder 24" Widescreen-Bildschirm mit Hochglanzanzeige kommt alles in perfekter Pixelqualität zur Geltung. Der iMac besitzt einen LCD-Flachbildschirm mit einer Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln (20" Modell) bzw. von 1920 x 1200 Pixeln (24" Modell). Damit überzeugt er durch satte Farbwiedergabe und HD-Bildschärfe. Und mit dem neuen iLife '09, das mit jedem iMac geliefert wird, sehen Sie wichtige Augenblicke in Ihrem Leben im Großformat – ein ganz besonderes Vergnügen.

Apple IMac

Starbucks

FedEx Express

Chanel Brillen

www.apple.com Apple IMac Familie

[Abb. B-13] Layout des Infomenüs

LINKS

www.amazon.com

www.ebay.com


ACCOUNT - Kategorieneinstellungen Max Mustermann / Logout

MyVeedow

News

9

Sport

8

Show & Comedy

4

Musik

8

Infotainment

5

Film & Serie

3

Lifestyle

7

Channels Kategorien AKTUELES VIDEO NAME

Night with Friends LÄNGE

23:12 min CHANNEL

ZDF TAGS

Lorem, Ipsum, Dolor, kosum, Verlatium,...

[Abb. B-14] Layout des Accountmenüs

B - PROJEKT

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DIE PLAYER - BAR DIE VIDEO - ACTION - BAR HAUPTMENÜ - BAR ICONS SCHALTFLÄCHEN LINKBOX

B07 - GRAFISCHER AUFBAU VIDEOS SCROLLBALKEN CONTENT - REITER MENÜ - BUTTONS UNTERMENÜ - BUTTONS INFOBOX REGLER


Das Interface von Veedow.tv ist sehr reduziert aufgebaut.

Dies

soll

Benutzerfreundlichkeit

eine

grösstmögliche

gewährleisten,

da

der

Benutzer nur die Funktionen sieht, die für ihn relevant sind. Unser Videoplayer bildet die Basis des Interface und befindet sich immer im Hintergrund. Alle weiteren Menüs sind oberhalb des Videoplayers angeordnet, der bei jeglicher Menüauswahl, stehts dieselben Dimensionen beibehält. Interaktionen und Funktionalitäten sind in diesem Playerfenster klar gegliedert und so für den Benutzer schnell und einfach zugänglich.

B - PROJEKT

| 67


Play - Taste

Zeitleiste

[Abb. B-15] Die Player - Bar


DIE PLAYER - BAR Fullscreen - Button Play-Taste Die Player-Taste ist sogleich auch eine PauseTaste. Spielt man das Video ab, wird die Play- zu einer Pause-Taste mit der man das Video in jedem

01:23 / 05:47

beliebigen Moment stoppen kann.

Zeitleiste Die Zeitleiste stellt den bereits geladenen Videoteil, den aktuellen Zeitpunkt des Videos, sowie die

Zeitleiste

Gesamtzeit dessen dar.

Fullscreen - Button Mit dem Fullscreen-Button kann man das Video in Vollbildmodus anzeigen, d.h der Player passt sich den Dimensionen des Bildschirms an.

B - PROJEKT

| 69


Bewertungsfunktion durch die Buttons “Love” und “Hate”

Hate Channel

Vorschreiten in der Player-Liste

[Abb. B-16] Die Video - Action - Bar

Love

6

Kanäle auswählen oder belegen

Lichtboxfunktion

Regulation der Tonlautstärke

verschicken

bookmarken

Rückschreiten in der Player-Liste


DIE VIDEO - ACTION - BAR Vor- und Rückschreiten in der PlayerListe

Die Lichtboxfunktion

Videos verschicken bookmark markieren

oder

als

Die Lichtbox ist eine Ablage von favorisierten Videos. Diese 2 Buttons erlauben es dem Benutzer in der

Der User kann hier ganz einfach seine Lieblingsvideos

Diese 2 Buttons dienen zum verbreiten der Videos

der Player-Liste zu navigieren. Player-Listen sind

sammeln. Durch Klick auf die Glühbirne wird das

durch den Benutzer. Man kann sie an eine Email-

nicht sichtbar und werden automatisch vom System

aktuell laufende Video in der Lichtbox hinterlegt.

Adresse verschicken oder bei Social-Bookmark-

errechnet. Für registrierte Benutzer anhand der Daten

Diensten teilen.

in ihren Nutzerprofilen, und für anonyme User aus den beliebtesten Videos im System.

Die Regulation der Tonlautstärke Durch schieben des Sliders in vertikale Richtung, wird

Kanäle auswählen oder belegen

die Tonlautstärke beeinflusst

Durch drücken der Taste slided ein zusätzliches kleines Fenster unter der Video-Action-Bar auf. Hier bietet sich nun die Funktion, einen der persönlich belegten

Die Bewertungsfunktion durch die Buttons “Love” und “Hate”

Kanäle per Schnellwahl auszuwählen oder einen Kanal zu belegen um später darauf zurückgreifen zu

Mit den Buttons „Love“ und „Hate“ kann der Benutzer

können. Dem User werden insgesamt 10 Belegstellen

Videos direkt bewerten. Diese Bewertungen sind

zur Verfügung gestellt.

nicht öffentlich, sonder fließen in die Berechnung der Empfehlungen ein.

B - PROJEKT

| 71


Videomenü

Accountmenü

Hier ist Hovertext und Brotkrümme

HAUPTMENÜ - BAR Infomenü Menüs Die Hauptmenü-Bar beinhaltet, wie der Name es schon vorgibt, das Hauptmenü mit den zugehörigen Menüs “VIDEO”, “INFORMATIONEN” und “ACCOUNT”. Diese drei Menüpunkte sind optisch gleich aufgebaut

Multi-Textfeld

Hilfe-textfeld

und basieren auf einem 3-Spaltensystem, in dem die jeweiligen Untermenüs, Filter und Listings

Das

Multi-Textfeld

hilft

dem

User

bei

der

Das Hilfe-Textfeld befindet sich neben dem Multi-

untergebracht sind. Diese Menüs öffnen sich als

Orientierung. Es informiert darüber was der Benutzer

Textfeld und ist ein dynamisches Textfeld, das sich

Ebene über dem Videofenster während das Video

gerade ausgewählt hat (d.h wo im Menü er sich zur

dem Navigationsstandort des Benutzers anpasst.

im Hintergrund weiter läuft. Zudem sind das Multi-

Zeit befindet) oder gibt durch Hover-Texte nähere

Es dient dazu, dem User nützliche Informationen zu

Textfeld und das Hilfetextfeld hier untergebracht.

Informationen zu zugänglichen Funktionen.

liefern, die ihm bei der Orientierung helfen.

Die 3 Menüs werden durch Icons dargestellt. Bei Hover

Zudem beinhaltet dieses Textfeld die Funktion eines

Während das Video abspielt, wird der Videotitel und

oder Klick ist neben diesen, ein Text als Hilfe sichtbar.

Brotkrümmelmenü.

ggf. der Titel des Kanals hier angezeigt.


el

Hier kommt Video das gerade abspielt & Hilfe [Abb. B-17] Die Hauptmen端 - Bar

B - PROJEKT

| 73


[Abb. B-18] Icons

ICONS Hilfreiche Eyecatcher Die Icons sind auf ein Minimum reduziert. Auf

bekannt, da sich in Internet gewisse Standards

einer bestimmten Grösse für das Auge nicht mehr

kleinstem Raume müssen Icons lesbar sein und als

entwickelt haben, was die Bildsprache betrifft.

erkennbar sind, bewerkstelligt. Deshalb wurde beim

Eyecatcher wirken. Icons sind leichter erkennbar

Besonders wichtig bei den Icons von veedow.

Design der Icons auf Klarheit und hohen Kontrast

als Texte und prägen sich sehr schnell ins visuelle

tv ist, dass sie geräteunabängig funktionieren.

zwischen Formen und Farben sehr grosser Wert

Gedächtnis ein. Viele Icons sind dem User schon

Dies wird durch den Verzicht auf Details, die ab

gelegt.


SCHALTFLÄCHEN Schaltflächen (Buttons) werden im Normalstatus mit einem schwarz/grauen Verlauf hinterlegt. Auf ihnen liegen jeweils, in weisser Farbe Icons oder Text, die ihre Bedeutung anzeigen. Beim Hover verändert der Verlauf seine Richtung und die Icons/der Text färben sich ein und leuchten leicht in der entsprechenden Farbe. Das Icon nimmt jeweils die Farbe des zugehörigen Bereiches an. So leuchten beispielsweise

Normal

Hover

Klick

alle Icons grün/gelb auf, die eine Aktion in Verbindung mit dem laufendem Video ausführen.

[Abb. B-19] Status der Schaltflächen

B - PROJEKT

| 75


[Abb. B-20] Linkbox & Videos


LINKBOX Die Linkbox wird auf der Startseite angezeigt und beinhaltet einen Link zur Videotour, sowie einen Button zum anmelden.

VIDEOS Die Videos im Contentbereich werden durch Thumbnails dargestellt. Über diesen liegt eine transparente Fläche, die den Titel, sowie die Länge des Filmes beinhalten. Beim Hover legt sich die transparent Fläche komplett über das Video und zusätzliche Informationen wie Tags und Kategorie werden sichtbar.

B - PROJEKT

| 77


[Abb. B-21] Scrollbalken & Contentreiter


SCROLLBALKEN Da sich alles im Player abspielt und oft mehr Content geladen wird als Platz vorhanden ist, muss dieser gescrollt werden. Wir benutzen keine klassischen Scroll-Balken, sondern Buttons zum scrollen, da unser Angebot plattform端bergreifend funktionieren muss.

CONTENT - REITER Innerhalb eines Men端s im Contentbereich werden die Filterreiter eingesetzt. Diese sind zu 50% transparent und werden beim Hover oder aktivem Status zu 100% sichtbar.

B - PROJEKT

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[Abb. B-22] Untermen端 & Men端- Buttons


MENÜ - BUTTONS (REITER) Die Schaltfächen zum öffnen des Menüs funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Der einzige Unterschied ist, dass die Icons weiss bleiben und die Schaltfläche sich mit der zugehörigen Farbe färbt. Durch diese Prozedur werden Schaltflächen mit verschiedenen Aktionenen, die zu diversen Resultaten führen, unterschieden.

UNTERMENÜ - BUTTONS Diese Schaltflächen sind in der Farbe des jeweligen Menüs und bei inaktivem Status transparent ausgeblendet. Beim Hover-Status nehmen sie Ihre volle Farbigkeit an. Aktiviert weisen sie eine Pfeilform auf und leiten den User zu dem ausgewählten Untermenü/Filter weiter.

B - PROJEKT

| 81


[Abb. B-23] Infobox & Regler


INFOBOX Die Infobox befindet sich immer in der linken unteren Ecke des aufgeklappten Menüs. Sie beinhaltet alle Informationen zu den aktuell laufenden Videos.

REGLER Zum einstellen der bevorzugten Kategorien werden Regler benutzt. Diese sind durch Slider-Funktionalität intuitiv bedienbar und erlauben einen guten Überblick über die eingestellten Werte.

B - PROJEKT

| 83


B08 - IPHONE IPHONE - APPLIKATION ALLESKÖNNER


[Abb. B-24] Die Iphone-Applikation

B - PROJEKT

| 85


IPHONE - APPLIKATION Veedow unterwegs Veedow.tv ist nicht nur auf dem Pc erreichbar, sondern auch über Smartphones und Fernseher mit Internetanschluss. Dies wurde wie bereits beschrieben auch im Design und bei der Konzeption (alles in einem Fenster) berücksichtigt. Durch das reduzierte Interface ist veedow.tv somit auch auf kleinen Displays optimal nutzbar. Die Veedow.tv Applikation für Smartphones ermöglicht es, unabhängig vom Standort des Benutzers, den Dienst von Veedow.tv mit allen dazugehörigen Funktionen zu nutzen. Die einzige Vorraussetzung ist eine Internetverbindung. [Abb. B-25] Veedow unterwegs


ALLESKÖNNER Das IPhone als Fernbedienung für den Fernseher Die Iphone Applikation kann noch mehr. Mit dem Iphone kann man ganz gemütlich von der Couch aus das veedow.tv - Interface am Fernseher steuern. Hierfür gibt es eine eigene FernbedienungsApplikation, die speziell für die Navigation von veedow.tv entwickelt und optimiert wurde. [Abb. B-26] Das Iphone als Fernbedienung

B - PROJEKT

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INHALT KONZEPTION PRODUKTION

Bo9 - VIDEOTOUR

[Abb. B-27] Storyboardskizzen


INHALT

KONZEPTION

Produktpräsentation

Brainstorming & Planung

Um unser Produkt auf der BA-Austellung unseres Studiengangs passend in

Für die Konzeption der Video-Tour wurden zunächst die Vorteile unseres Angebots

Szene zu setzen, wurde ein Video-Tour konzipiert und umgesetzt. In ihr werden

stichpunktartig aufgelistet. Anhand dieser wurde anschließend ein Sprechertext

alle zentralen Aspekte unseres Konzeptes visuell und akustisch erläutert und das

ausformuliert, der vor der endgültigen Absegnung mehrere Korrekturphasen

Interface vorgestellt.

durchlaufen musste. Auf Basis des Spechertextes konnte ein Storyboard in Text- und Bildform umgesetzt werden, das die grobe Struktur und den Look der

Das Video wurde in erster Linie produziert um die umfangreichen Vorteile unseres

Video-Tour wiedergibt. Der Ablauf wurde für die optimale Organisation in der

Angebots kompakt darzustellen und die gezeigten Informationen möglichst

Produktionsphase in fortlaufend nummerierte Szenen aufgeteilt. Im Storyboard

angenehm für den Zuschauer zu verpacken. Ziel ist es, anhand der Video-Tour

werden die angedachten Bilder sowie der dazu passende Sprechertext szenen- und

eine umfassende Einführung in das von uns entwickelte Produkt zu geben. Die

abschnittweise dargestellt.

Vorteile die das Bewegtbild bietet, werden genutzt um Zusammenhänge und

Um die Thematik „Fernsehen“ passend zu visualisieren, werden für

Anwendungsbeispiele zu visualisieren. Auf diese Weise können selbst komplexe

Szenenübergänge und Animationen grafische Mittel verwendet, die beim

Programmabläufe für den Zuschauer leichter zugänglich gemacht werden.

Zuschauer sofort die Assoziation zum Thema wecken. Typoanimationen werden genutzt um Inhalte des Sprechertextes hervorzuheben und die Video-Tour in

Um der Video-Tour eine persönliche Note zu geben und den Zuschauer auf

Abschnitte zu gliedern. Um Funktionsabläufe und die Interface-Struktur optimal

emotionaler Ebene anzusprechen, führt eine Sprecherin durch den Ablauf. Sie stellt

erklären zu können, kommen Videos des abgefilmten Interfaces zum Einsatz.

das Konzept vor, stellt die Vorteile heraus und erläutert anhand von animierten

Anhand von eigens zu diesem Zweck angefertigten Icons werden Zusammenhänge

Screenshots der Benutzeroberfläche die Funktionsweise des Interfaces.

und Informationen für den Zuschauer leicht verständlich visualisiert.

B - PROJEKT

| 89


PRODUKTION Vom Storyboard zum Film Als erster Schritt nach der Fertigstellung von Sprechertext und Storyboard wurden

Aufzeichnung von Videoclips, die Entwicklung von Icons und das Abfilmen des

die Filmaufnahmen der Sprecherin im Studio der MHMK produziert. Die Sprecherin

klickbaren Interfaces mit einem Screen-Capture-Programm. Das angefertigte

wurde dabei vor einem Greenscreen mit einer DV-Kamera in verschiedenen

Material wurde schließlich entsprechend der Szenen-Nummerierung geordnet

Einstellungen abgefilmt. Zeitgleich wurde mit einem Mikro der passende Ton des

und gesichert. Die benötigten Animationen wurden dann in After Effects

Sprechertextes aufgenommen um Lippen-Synchronität im benötigten Material zu

erstellt. Schließlich wurde das Filmmaterial in einzelnen Kompositionen

erhalten. Für die Abschnitte der Video-Tour in denen die Sprecherin nicht sichtbar

zusammengeschnitten und alle erstellten Inhalte mit Animationen und

ist, wurde der Ton separat aufgezeichnet.

Sprecheraufnahmen zur finalen Video-Tour zusammengestellt. Für die AudioEbene des Films wurde der Ton des Sprechertextes aus Premiere exportiert und

Anschließend wurden die Rohaufnahmen in Adobe Premiere vom DV-Band

in Adobe Soundbooth nach bearbeitet. Zu guter Letzt wurde das Video mit einer

digitalisiert. Es folgten Korrektur, Komprimierung und Sichtung, sowie die

Hintergrund-Musik unterlegt und ein passendes Sound-Design aus verschiedenen

letztendliche Ausspielung des vorhandenen Materials. Das Roh-Footage wurde

Soundeffekten erstellt.

bei der formatgerechten Ausspielung - entsprechend der nummerierten Szenen im Storyboard - in Adobe Premiere in einzelne Clips geschnitten und chronologisch

Während der Produktionsphase musste das in After Effects produzierte Material

benannt bzw. geordnet. Das Keying des Realfilmmaterials wurde ebenso wie

etappenweise ausgespielt und auf einem Flat-TV überprüft werden, um Fehlern

der restliche Teil der Postproduktion in Adobe After Effects umgesetzt. Durch

und bösen Überraschungen bei der Abschluß-Ausstellung vorzubeugen.

die Aufzeichnung des Filmmaterials im Format DV PAL Widescreen 16:9 waren Pixelformat und -seitenverhältnis der finalen Video-Tour praktisch vorgegeben. Das Format wurde für das Endprodukt lediglich von 720*576 (mit WidescreenPixelseitenverhältnis) in 1050*576 (mit quadratischen Pixeln) umgewandelt, um die Qualität des Filmmaterials nicht negativ zu beeinflussen. Für die einzelnen zu produzierenden Szenen wurde im Anschluss zusätzlich benötigtes Footage und Grafiken recherchiert und erstellt. Dies beinhaltete die


[Abb. B-28] Postproduktionsphase

B - PROJEKT

| 91


B10 - AUSSTELLUNG


[Abb. B-29] 3D-Entwicklungsphase

B - PROJEKT

| 93


AUSSTELLUNGSDESIGN UND -KONZEPTION Produktpräsentation Für die Ausstellung der Bachelorarbeit wurde ein

Dieses Video wird auf der Ausstellung auf einem von

gemäss unserem Konzept, Wertigkeit und Modernität

der Firma AMS-Elektrotechnik aus Köln gesponsorten

ausstrahlen. Gestaltet wird das Wohnzimmer mit

Flachbild-Fernseher laufen.

einfachen Elementen. Falsche Wände, Licht in

eigenes Ausstellungskonzept konzipiert.

den Corporate-Farben, ein paar Sitzsäcke und ein

Sowohl die Präsentation des Produktes als auch das

Durch die Wahl des Vorführvideos als Präsentations-

Fernseher. Durch die Ausstellungsgestaltung soll

Austellungsgestaltung für die Präsentation sollen

form wollen wir uns auch von unseren Kommolitonen

dem Besucher auf den ersten Blick bewusst werden,

dem Gesamtkonzept von Veedow.tv gerecht werden.

abheben und die Aufmerksamkeit der Besucher

welches Thema unsere Abschlussarbeit behandelt:

Die Ausstellung dient vorrangig dazu, das Produkt

erlangen. Es verdeutlicht das Basiskonzept unseres

Das Fernsehen von Morgen.

vorzustellen. Da wir nicht über die technischen

Projektes durch einfachste Mittel: Ton und Bild.

Vorraussetzungen verfügen, um das Produkt als

So entsteht ein für den Besucher angenehmer

Für das Licht des Ausstellungsraumes wurde

Klick-Version vorzuführen (Programmierungen der

Informationsaustausch.

indirektes Licht in den Corporate-Farben gewählt,

Iphone-Applikation und der kompletten Veedow-

welches eine angenehme Wohnzimmer-Atmosphäre

Software), haben wir uns dazu entschieden, das

Die Szenerie der Ausstellung ist dem Thema

erzeugen soll. Die Besucher können in einem

Produkt anhand der zuvor beschrieben Video-Tour zu

angepasst. Für die Präsentation wird ein Wohnzimmer

gemütlichen Ambiente Platz nehmen und sich ganz

präsentieren.

nachgebaut. Dieses soll durch reduzierte Mittel ,

entspannt mit unserem Produkt vertraut machen.


[Abb. B-30] 3D-Entwurf des veedow-Raumes

B - PROJEKT

| 95


STYLEGUIDE

C - STYLEGUIDE

| 97


NAMENSFINDUNG Kurz, Prägnant, Aussagekräftig

übergeordneten Themas. Feed drückt die Fütterung des Benutzers des Angebotes durch - zu seinem

Die Suche nach einem geeigneten Namen für unser

Geschmack passende - Videos aus. Das Wort Window

Angebot gestaltete sich zunächst schwieriger als

steht symbolisch für die Darstellung eines Fensters,

gedacht. In erster Linie sollte der zu findende Name

durch das der Benutzer alles sieht. Es greift die

kurz, prägnant und aussagekräftig sein, und das

Intention in der Konzeption auf, alle Programminhalte

Konzept des Unternehmens optimal verbalisieren.

innerhalb eines Player-Fensters abrufbar zu machen.

Einen weiteren Anspruch stellte das Bedürfnis nach

Der Klang des Namens erweckt die Assoziation

einem sogenannten Web 2.0-Namen á la google oder

zu einem Videoportal und steht für ein frisches,

vimeo dar. Durch diesen sollte der moderne Charakter

innovatives Unternehmen.

des Angebots dargestellt und die Assoziation zu den „Neuen Medien“ sofort geweckt werden.

Um auf den ersten Blick die Verbindung zu

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, listeten

Online-Medien herzustellen und dadurch einen

wir zunächst alle Begriffe auf, die in irgendeiner

weiteren Aspekt unseres Angebotes im Namen zu

Verbindung zu unserem Thema stehen. Das Ergebnis

visualisieren, haben wir uns entschlossen zusätzlich

war eine Liste verschiedenster Begrifflichkeiten.

das Domainkürzel „.tv“ anzuhängen. Dadurch wird

Aus dieser versuchten wir durch Zusammensetzung

einerseits auf den ersten Blick verdeutlicht, dass es

einzelner Silben neue Wörter zu formen, die inhaltlich

sich um ein TV-Angebot handelt. Außerdem wird in

passen und den Web 2.0-Charakter passend

unmittelbaren Zusammenhang zum Logo immer

wiedergeben.

direkt die Web-Adresse kommuniziert. Auf diese Weise ist sie für Rezipienten leicht einprägsam und

Das Endergebnis veedow.tv setzt sich aus den drei

brennt sich nachhaltig ins Gedächtnis. In Kombination

Wörtern Video, Feed und Window zusammen.

mit dem Logo und dem Slogan „Stay Tuned“ entsteht

Video steht für den zentralen Aspekt unseres

so ein prägnantes Gesamtbild der Marke.

C - STYLEGUIDE

| 99


DAS LOGO Modern, kompakt, audrucksstark Unser finales Logo ist aus einer Vielzahl an

auf diese Weise auch die Vielfältigkeit unseres

verschiedensten Entwürfen entstanden und soll auf

Angebotes dargestellt. Durch die Platzierung von

elegante Weise eine moderne Art von Entertainment

Domainname und Slogan unterhalb des Keyvisuals

visualisieren.

wird eine kompakte Gesamtform geschaffen. Dies

Die schlichte und elegante Gesamtform des Logos

ist insbesondere für die Darstellung des Logos als

steht für die Hochwertigkeit des Angebots und

Cornerlogo im Bewegtbild notwendig, da es so auf

unterstützt die Platzierung der Marke auf einer

subtile Weise wirken kann ohne den Zuschauer

anderen Ebene als youtube, myVideo & co.

abzulenken.

Die vier Kästen bzw. Boxen im Keyvisual wecken

Innerhalb des Keyvisuals ist der Name des Angebots

die Assoziation zu Fernsehern und Videofenstern

in Kurzform dargestellt, um dem Betrachter zu

(Windows), die mit verschiedenen Inhalten gefüllt

suggerieren, dass es sich um ein Webangebot

sind. In Kombination mit den vier Corporate-

handelt. Insbesondere der Inhalt der letzten drei

Colours, die jeweils einer Box zugeordnet sind, wird

Boxen (.tv) ist hierfür von zentraler Bedeutung.


C - STYLEGUIDE

| 101


C - STYLEGUIDE

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your choice

one site - your choice

entertaining you

...and play

Watch and Click

you decide

Wir zeigens dir

(just) enjoy the show packend

The Choice is yours

one place

all you need

(Its) Showtime!

Intelligent Fernsehen

Fernsehn zum anklicken

Fernsehn macht blรถd. Bei uns nicht

online shows Fernsehn zum anfassen

we love to show you

sehenswert

its in your hand

Play. Click. Buy.


DER SLOGAN Veedow.tv - Stay Tuned Der Slogan „Stay Tuned“ stellt einen Aufruf an den Zuschauer dar und verbalisiert unsere Intention ihn längerfristig an das Angebot zu binden und dessen Vorzüge zu nutzen. Eine kurze, kompakte und prägnante Aussage, die die sofortige Assoziation zum Fernsehen herstellt.

C - STYLEGUIDE

| 105


FARBWAHL Frisch, Lebendig, Dynamisch

Die reichlichen Kontraste dieser Farben untereinander, verkörpern das Abwechslungsreichtum und die weite

Die Farbgebung von veedow.tv soll das Hauptattribut

Bandbreite unseres Angebots.

des Angebots - „Modernes Fernsehen“ - verbildlichen.

Um einen Kontrast in der Gesamtwirkung der Farben

Um dem gerecht zu werden sind wir zunächst von der

zu erreichen, wird zusätzlich ein Grauton verwendet.

Idee ausgegangen, den Aspekt Fernsehen symbolisch

Dieser kann in Variationen ggf. auch für die Gestaltung

durch die drei Hauptfarben des RGB-Farbsystems

von Hintergründen genutzt werden. Er ergänzt die

darzustellen: Rot, Grün und Blau. Der RGB-Farbraum

drei knalligen Farben perfekt und steht für Style,

stellt die Basis eines jeden Bewegtbildes dar, und

Eleganz und Wertigkeit. Dadurch wird die Qualität des

eignet sich somit perfekt dafür ein Videoportal zu

Unternehmens sowie die qualitative Hochwertigkeit

visualisieren.

der Angebotsinhalte passend dargestellt.

Durch eine Änderung der ursprünglichen Tonwerte wird die Modernität von veedow.tv ausgedrückt. Es

Die Gesamtwirkung aller Farben verkörpert durch eine

ergeben sich drei frische, lebendige Farben die den

Mischung aus Frische und Eleganz unsere neue Form

dynamischen Charakter des Angebots verbildlichen.

des modernen Entertainments.


PANTONE 801C C75M10Y10K00 R0G171B209 #00ABD1

PANTONE Cool Gray 11 C00M00Y00K70 R102G99B102 #666366

PANTONE Rubine Red C00M95Y35K00 R207G3B92 #CF035C

PANTONE 382C C30M00Y100K00 R186G212B5 #BAD405

C - STYLEGUIDE

| 107


Light Caps TYPOGRAFIE Light

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=% ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Regular Caps

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Regular

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Medium Caps

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Medium

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Bold

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%

Bold Caps

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ abcdefghijklmnopqrsuvwxyz äöü 0123456789 @()[]|{}“”&! ¡?¿€<>’:;,._#*-+=%


GESCHÄFTSAUSSTATTUNG

C - STYLEGUIDE

| 109


EVALUIERUNG


Abschliessen evaluieren wir, wie das Projekt verlaufen ist, auf welche Probleme wir

Semester war uns von Anfang an bewusst, dass ein solch komplexes Projekt eine

gestoßen sind, welche Erfahrungen wir gesammelt haben und wie befriedigend

strukturierte Herangehensweise erfordert. Auf Grund dessen, haben wir eine To-

das Resultat zu bewerten ist.

do-Liste erstellt, anhand der wir einen Zeitplan anfertigen konnten. Dieser wurde

Die Idee, unsere Bachelorarbeit gemeinsam zu gestalten ist schon im 4.Semester

nach Prioritäten aufgeteilt, um eine gute Organisation des Projektes zu erreichen.

entstanden, als wir feststellten, dass wir bisher noch kein Gruppenprojekt

Die Koordination miteinander innerhalb des Teams verlief problemlos.

zusammen konzipiert und umgesetzt haben. So einfach und schnell die

Das Einhalten der Termine für den Bachelorkatalog half uns dabei konkrete

Gruppenfindung auch war; die Themenwahl erwies sich als schwierig und

Ergebnisse zu bestimmten Terminen zu liefern und somit den Gesamtfortschritt

zeitaufwendig.

der Arbeit voranzuführen. Es folgte die rechtzeitige Fertigstellung des CI, des Interfaces und der Ausstellungsplanung. Einige Komplikationen stellten die

Für die konkrete Themenwahl, war es unerlässlich ein Brainstorming und eine

Formate der Videos und das Keying des im Studio aufgenommenen Videomaterials

dazugehörige Mindmap zu erstellen. Es folgte eine Übersicht mit dem Zweck der

dar.

Rekombination diverser Begriffe mit dem Ziel der Erschaffung einer Innovation, wodurch die Ideenfindung optimiert wurde. In Folgedessen kristallisierte sich

Die Bachelorarbeit hat uns gezeigt wie wichtig es ist ein klares Ziel vor Augen zu

die präzise Idee unseres Konzeptes heraus: Ein auf den User zugeschnittenes

haben und sich diesem strukturiert zu nähern. Wir sind mit dem gesamten Ablauf

Fernsehprogramm, das auf seinen persönlichen Sehgewohnheiten basiert.

des Projektes zufrieden und haben mit dem Konzept unser persönlich gesetztes

Bei der Entwicklung und Planung unseres Projektes haben uns die bereits

Ziel, die Möglichkeiten des Internets besser zu nutzen und die Bedeutung von

erworbenen Kenntnisse geholfen. Durch die Lehrprojekte der vergangenen

Informationen mehr in den Vordergrund zu stellen, erfüllt.

| 111


Zu guter Letzt möchten wir uns bei allen bedanken, die uns bei der Umsetzung dieser Bachelor-Arbeit geholfen haben. In erster Linie möchten wir an dieser Stelle unsere Eltern erwähnen, die für uns immer ein großer Rückhalt waren. Ihr habt uns dieses Studium überhaupt erst ermöglicht und wart mit voller Unterstützung für uns da. Ein besonderer Dank gilt auch unserem betreuenden Professor Torsten Stapelkamp, der immer ein kompetenter Ansprechpartner und eine Quelle für Input war. Danke auch an Thomas Dudek, der uns seit Beginn des Studiums begleitet hat und von dem wir viel lernen konnten. Für die großartige Unterstützung bei der Durchführung unseres Projektes möchten wir insbesondere Zuzanna danken. Ohne dich hätten wir uns selbst vor die Kamera stellen müssen. Alle nicht genannten Personen finden auf der gegenüberliegenden Seite ein Beispiel dafür, wie wir Designer Danke sagen.

| 113


LOGOENTWÜRFE


veedow.tv

| 115


.TV


.TV

.TV

.TV

| 117


| 119


QUELLENVERZEICHNIS


Webquellen [Q1] http://irb.cs.tu-berlin.de/~zuse/history/Programmiersprachen.html, aufgerufen im Januar 2007 [Q2] http://de.wikipedia.org/wiki/Video-on-Demand, aufgerufen am 5.6.2009 [Q3] http://www.medienhandbuch.de/news/ein-video-on-demand-angebot-im-internet-ist-fuer-ein-modernes-tv-unternehmen-ein-muss-interview-

mit-beatrice-zuell-exklusiv-11949.html, aufgerufen am 5.6.2009

[Q4] http://www.connect.de/themen_spezial/488660/Video_on_Demand_Angebote.pdf, aufgerufen am 5.6.2009 [Q5] http://presse.serviceplan.de/uploads/tx_sppresse/453.pdf, aufgerufen am 5.6.2009 [Q6] http://iphonetest.computerwoche.de/2009/05/27/visuelle-suche-mit-kooaba/, aufgerufen am 16.5.2009 [Q7]

http://www.internetworld.de/Nachrichten/Werbung/Internetwerbung-behauptet-sich-in-der-Krise-20031.html, aufgerufen am 20.5.2009

[Q8] http://www.altova.com/de/semantic_web.html, aufgerufen am 3.6.2009 [Q9]

http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,514064,00.html, aufgerufen am 16.5.2009

[Q10] http://www.iptv-anbieter.info/iptv-vorteile.html, aufgerufen am 28.5.2009

PDF- und Buchquellen [Q11]

“IPTV - Das Fernsehen von Morgen?“;http://www.pwc.de/fileserver/EmbeddedItem/IPTV-Das-neue-Fernsehen.pdf?docId=e50de300387d77b&com

ponentName=pubDownload_hd; S.11-18, aufgerufen am 28.5.2009

[Q12] “Konvergenz oder Divergenz? - Erwartungen und Präferenzen der Konsumenten an die Telekommunikations- und Medienangebote von morgen“

http://www-935.ibm.com/services/de/bcs/pdf/2007/konvergenz_divergenz_0307.pdf; S.1-16, aufgerufen am 15.5.2009

[Q13] “Interaktives Fernsehen / iTV “; Florian Raab, http://www.comequity-forum.net/DOWNLOAD/iTV.pdf; S.1-8, aufgerufen am 28.5.2009 [Q14] “Report on Television Data Applications “; Michael A. Dolan; http://www.itl.nist.gov/div897/staff/barkley/tv-data-apps-mdolan.pdf; S. 19-23,

aufgerufen am 28.5.2009

[Q15] “Objekterkennung in Bilddaten“; Christian Große Lordemann, Martin Lambers; http://cs.uni-muenster.de/u/lammers/EDU/ws03/Landminen/

Abgaben/Gruppe9/Thema09-ObjekterkennungInBilddaten-ChristianGrosseLordemann-MartinLambers.pdf; S. 4-8, aufgerufen am 16.5.2009

[Q16] “Web 2.0 - Neue erfolgriche Kommunikationsstrategien für kleine und mittlere Unternehmen“; Paul Alpar, Steffen Blaschke, Steffen Keßler

http://www.hessen-media.de/mm/Band_57.pdf; S.100-102, aufgerufen am 15.5.2009

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[Q17] “ZDF Innovativ“; http://unternehmen.zdf.de/fileadmin/files/Download_Dokumente/DD_Technik/ZDF_innovativ.pdf; S.3-13, aufgerufen am

28.5.2009

[Q18] “INTERAKTIVES FERNSEHEN (ITV)“; Wolgang J.Koschnik; http://relaunch.medialine.de/PM1D/PM1DB/PM1DBF/pm1dbf_koop.htm?snr=2689

aufgerufen am 26.12.2007

[Q19] “Die Zukunft des Fernsehens liegt in der Interaktivität”; Dipl.-Inform. Cem Temür und Prof. Dr. Robert Strzebkowski ;

http://www.tfh-berlin.de/~robertst/publikationen/FB_2005_CT_RS_Die%20Zukunft%20des%20Fernsehens.pdf; S.1-6, aufgerufen am 28.5.2009

[Q20] “Semantisches Web - State of the art und Entwicklungstrends”; Manuel Kersten; Grin-Verlag; 2008; ISBN: 3638918637, 978-3638918633

76 Seiten; Seite 5-16

[Q21] “Semantic Web Grundlagen”; Pascal Hitzler, Markus Krötzsch, York Sure, Sebastian Rudolph; Verlag Springer 2007; ISBN 3540339930,

9783540339939; Länge 277 Seiten; S. 9-14

[Q22] “Einführung in die Digitale Bildverarbeitung - Grundlagen,Systeme und Anwendungen”; Angelika Erhardt; Vieweg+Teubner 2008

ISBN 351900478X, 9783519004783; 248 Seiten; S.205-206

[Q23] “ITV Cultures: Independent Television Over Fifty Years”; Catherine Johnson, Rob Turnock; 2005; ISBN 9780335217298; 232 Seiten; S. 1-10 [Q24] “Web 2.0 - Neue Perspektiven für Marketing und Medien”; Berthold Hass, Gianfranco Walsh, Thomas Kilian; Springer Verlag 2008;

ISBN 3540737006, 9783540737001; 348 Seiten; S. 4-14

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ABBILDUNGSVERZEICHNIS


[Abb. B-1] Konzeptgrafik [Abb. B-2] Zeitlplan [Abb. B-3] Raster der Startseite [Abb. B-4] Raster des Videofensters [Abb. B-5] Raster der Menüs [Abb. B-6] Funktionslayout der Startseite [Abb. B-7] Funktionslayout des Videofensters [Abb. B-8] Funktionslayout des Menüs [Abb. B-9] Flowchart [Abb. B-10] Layout des Videosplayers [Abb. B-11] Layout der Startseite [Abb. B-12] Layout des Videomenüs [Abb. B-13] Layout des Infomenüs [Abb. B-14] Layout des Accountmenüs [Abb. B-15] Die Player - Bar [Abb. B-16] Die Video - Action - Bar [Abb. B-17] Die Hauptmenü - Bar [Abb. B-18] Icons [Abb. B-19] Status der Schaltflächen [Abb. B-20] Linkbox & Videos [Abb. B-21] Scrollbalken & Contentreiter [Abb. B-22] Untermenü & Menü- Buttons [Abb. B-23] Infobox & Regler [Abb. B-24] Die Iphone-Applikation [Abb. B-25] Veedow unterwegs [Abb. B-27] Das Iphone als Fernbedienung [Abb. B-27] Storyboardskizzen [Abb. B-28] Postproduktionsphase [Abb. B-29] 3D- Entwicklungsphase [Abb. B-30] 3D-Entwurf des veedow-Raumes

Seite 39 Seite 43 Seite 45 Seite 46 Seite 47 Seite 49 Seite 50 Seite 51 Seite 53 Seite 61 Seite 62 Seite 63 Seite 64 Seite 65 Seite 68 Seite 70 Seite 73 Seite 74 Seite 75 Seite 76 Seite 78 Seite 80 Seite 82 Seite 85 Seite 86 Seite 87 Seite 88 Seite 91 Seite 93 Seite 95

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veedow.tv - Neue Wege des Fernsehens  

Dokumentation einer Bachelorarbeit in der Fachrichtung Mediendesign über die Konvergenz der Medien Internet und TV am Beispiel eines selbst...

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