Page 1

18

mailing. Die Kundenzeitschrift der Gruner-Gruppe > Berchtold + Eicher Bauingenieure AG > Böhringer AG > Gruneko AG > Gruner AG > Gruner Ingenieure AG > Gruner International Ltd > Gruner GmbH > Gruner + Partner GmbH > Gruner + Wepf Ingenieure AG, St. Gallen > Gruner + Wepf Ingenieure AG, Zürich > Lüem AG > Roschi + Partner AG > Energieeffiziente Bauten, Energieerzeugung und -verteilung


Inhalt

Hans Böhi dipl. Ing. ETH Vorsitzender der Geschäftsleitung Gruneko AG, Basel

Energieeffiziente Bauten

04 M  inergie-P-eco®-Standard für Verwaltungsbau 06 B  üroturm von Roche Diagnostics AG in Rotkreuz 08 W  ohnüberbauung Elco-Park in Allschwil 10 S  porthalle mit bauklimatisch optimiertem Regendach 13 V  erwaltungsbauten von SRG SSR idée suisse 15 G  ebäudesanierungsprogramm des Kantons Basel-Stadt Energieerzeugung

18 N  eubau Kraftwerk Albbruck-Dogern (D) 20 W  asserversorgung und Elektrizitätswerk Grabs Energieverteilung

22 Holzwärmeverbund in Grindelwald 24 Fernwärmeverbund Saanen-Gstaad 26 Last Minute

Editorial_Energieeffiziente Bauten, Produktion und ­Verteilung von Energie. Die 2000-Watt-Gesellschaft muss langfristig Realität werden. Die Folgen des Klimawandels sind spürbar und vielfältig: vermehrte Dürren, heftigere Niederschläge, Schmelzen der Gletscher und Ansteigen des Meeresspiegels. So haben die Alpengletscher in den letzten 150 Jahren beispielsweise ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse verloren. Die globale Durchschnittstemperatur steigt an. Grund hierfür ist der höhere CO2-Gehalt in der Atmosphäre, die gegenüber den vergangenen 400 000 Jahren über 30 Prozent mehr Kohlendioxid enthält. Bei der Frage, wie stark die Erwärmung durch den Menschen beeinflusst wird, gehen die Meinungen auseinander. Aber das Risiko einer weiteren Erwärmung steigt, falls nichts unternommen wird. Fest steht: Der Energieverbrauch muss gesenkt werden, damit der Verbrauch der Umweltressourcen in Zukunft dem Anspruch der Nachhaltigkeit genügt.

29 Autoren 30 Adressen

Verbesserung der Energieeffizienz ist das Schlüsselwort vieler Energieexperten und Politiker. Ein Wegweiser für die globale Umsetzung ist die an der ETH Zürich entwickelte Idee einer 2000-Watt-Gesellschaft:


Langfristig gesehen, soll der Energie­ bedarf jedes Erdbewohners einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt ­entsprechen. In der Schweiz wurde ein solcher Verbrauch letztmals im Jahre 1960 erreicht. Der weltweite Energieverbrauch beträgt heute in den Industrieländern zwischen 6000 und 12 000 Watt und 500 bis 1000 Watt in den Entwicklungsländern. Leistung ist Energie pro Zeiteinheit. Auf ein Jahr gerechnet, wurden 1960 pro Kopf durchschnittlich 17 500 kWh Primär­ ener­gie verbraucht (2000 an 365 Tagen à 24 Stunden). Bis heute sind aus den 2000 Watt 5000 Watt geworden und 4000 Watt werden zusätzlich als so genannte graue Energie importiert. Bei diesem Import handelt es sich um Energie, welche zum Herstellen der Güter im Ausland verwendet wurde, und die somit in unserer Energie­ bilanz nicht erscheint. Im Grunde genommen sind wir eine 9000-Watt-Gesellschaft. Das langfristige Ziel von 2000 Watt pro Kopf stellt das unterste Limit für ein Leben mit einem gewissen Wohlstand dar. Es entspricht dem heutigen, weltweiten, durchschnittlichen Verbrauch pro Kopf. Unter Berücksichtigung des Anspruchs einer 2000-Watt-Gesellschaft, wonach die

Lebensqualität nicht eingeschränkt werden soll, ist klar, dass dieses Ziel nur mit tief greifenden Fortschritten zu erreichen ist. Das heisst, allen erneuerbaren Energien sollte die Chance gegeben werden, einen Beitrag an die Verringerung des Energieverbrauchs zu leisten. Die technischen Hürden sind hoch – sie bieten aber durchaus Möglichkeiten und Chancen für energie­ bewusste Investitionen. Mit den folgenden mailing.-Artikeln möchten wir Ihnen einen Strauss von praktischen Beispielen aufzeigen, wie sich die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft in kleinen, aber wichtigen Schritten umsetzen lässt. Ich wünsche Ihnen eine interessante ­Lektüre.

Hans Böhi Vorsitzender der Geschäftsleitung Gruneko AG, Basel |3


Minergie-P-ECO®-Standard für Verwaltungsbau_Qualitätslabel für ­Ökologie und Energieeffizienz. Die Fachingenieure von Roschi + Partner ­planen auf dem mit Metallrückständen belasteten Thuner Selve-Industrie­areal die Gebäudetechnik eines Verwaltungsneubaus.

Das Selve-Areal in Thun erstreckt sich über 63 000 Quadratmeter. Das Grundstück umfasste bis 2007 vor allem alte, verwinkelte und teilweise gar eingestürzte oder abgebrannte Fabrikgebäude. Diese dienten bis Anfang der Neunzigerjahre vorwiegend der Herstellung von Geschosshülsen und Münzen, was bedauerlicherweise auch zu einer Belastung des Bodens mit Schwermetallrückständen und ­Kohlewasserstoffen führte. Im Rahmen der Revitalisierung des Selve-Areals planten der Kanton Bern und die Stadt Thun als neue Grundstückseigentümer unter ande­rem auch ein neues Verwaltungsgebäude für verschiedene Dienstleistungsbereiche. Nicht nur für dieses, sondern auch für ­weitere Gebäude erfolgten die Aushub- und Baugrubenarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Altlastenspezialisten und dem kantonalen Gewässerschutzamt.

MINERGIE-P-ECO® standard for administrative building_Quality label for eco- and energy-efficient construction. Roschi + Partner’s specialist engineers are designing the building services for a new administrative development at the heavy-metal-contaminated Selve industrial site in Thun, Switzerland. The installations are set to meet the Swiss MINERGIE-P-ECO® energy efficiency standard. 4 | mailing.18


Marc Wüthrich dipl. Klimatechniker TS, NDS Energie FH Abteilungsleiter Lüftung Roschi + Partner AG, Bern

Minergie-P-ECO® als Vorgabe Im Jahre 2008 beauftragte die für die Baurealisation verantwort­ liche HRS Real Estate AG die Roschi + Partner AG mit der Planung der Gebäudetechnik des neuen Verwaltungsbaus, der den Minergie-P-ECO®-Standard zu erreichen hat. Das von Althaus Architekten Bern AG projektierte Gebäude weist eine Energiebezugsfläche von 8400 Quadratmetern auf und sieht 220 Arbeitsplätze vor. Minergie-P-ECO® bedingt ein eigenständiges, an niedrigem Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Dieser Standard berücksichtigt nicht nur die ökologische Gebäudequalität bei der Verwendung, der Herstellung und beim Rückbau von Baustoffen, sondern auch gesundheit­liche Aspekte hinsichtlich Licht, Lärm und Raumluft. Erstes Berner Minergie-P-ECO®-Bürogebäude Rund zwei Jahre nach Planungsbeginn ist das Minergie-P-ECO®Label allgemein bekannt. Obschon bis anhin insgesamt nur sieben neue Bürobauten in diesem Standard realisiert wurden, stellt er heute kein Novum mehr dar. Hingegen wird das Geschäftshaus auf dem Selve-Areal das erste derartige Objekt im Kanton Bern und in der Schweiz das zweitgrösste Projekt mit dieser Auszeichnung sein. Alternative Energiequellen genutzt Aufgrund der hohen ökologischen Anforderungen an die Gebäudetechnik untersuchte das Roschi-Team alternative Energiequellen zur Beheizung und Klimatisierung. Als Ressource konnten die Fachplaner die Umweltwärme des tiefer gelegenen Grundwassersees ­nutzen, der während des ganzen Jahres gleichmässige Wasser­ temperaturen aufweist. Das Grundwasser dient somit während der

Sommermonate zur Gebäudeklimatisierung und im Winter – mittels einer Wärmepumpe – zur Beheizung. Zur Wärmeverteilung werden Fussbodenheizungsrohre in die Unterlagsböden verlegt. Da diese Verteilung im Sommer ebenfalls zur Vorkühlung des Gebäudes dient, wurden die Böden zur Vergrösserung der Massenspeicherfähigkeit auf 12 cm erhöht. Das Konzept sieht zudem vor, alle Gebäudebereiche durch mechanische Lüftungsanlagen zu erschliessen und die Zu- und die Abluft gleichmässig zu verteilen. Dies ermöglicht auch in Zukunft eine flexible Raumeinteilung bei sich verändernden Nutzungs­ bedürfnissen. Flankierende weitere Energiesparmassnahmen Ebenfalls galt es, den Energieverbrauch während der Betriebszeiten konsequent tief zu halten und Einsparmassnahmen in das Projekt einzuarbeiten. So sind beispielsweise in den Nasszellenbereichen bis auf wenige Ausnahmen nur Kaltwasseranschlüsse oder bei der Beleuchtung nur Energiesparlampen vorgesehen. Beitrag zur Ökologie Das Gebäude wird noch in diesem Jahr an die zukünftige Mieterschaft übergeben. Zwei Jahre später werden zusätzliche attraktive Wohnungen bezugsbereit sein und zusammen mit Spielplätzen, Cafés und Freizeitangeboten das neue Selve-Quartier prägen. Das Roschi-Team freut sich, mit seinen spezialisierten Leistungen einen ökologisch wertvollen Beitrag an die erfolgreiche Revitalisierung dieser ehemaligen Industriebrache geleistet zu haben.

|5


Büroturm von Roche Diagnostics AG in Rotkreuz_Mehr als nur eine ­Fassade. Ein gesamtheitlicher, bauklimatischer Ansatz mit mehreren Schritten zur Optimierung einer komplexen Ganzglasfassade führt zu einem behaglichen Raumklima und hoher Energieeffizienz.

Die Roche Diagnostics AG realisiert auf ihrem ­Firmenareal in Rotkreuz ZG ein zentrales Administrationsgebäude mit einem 67 Meter hohen Büroturm. Die Architektur wurde von der als Siegerin aus einem beschränkten Wettbewerb hervor­ gegangenen Burckhardt + Partner AG, Basel, ­entworfen. Roche Diagnostics stellt höchste Ansprüche an das Energiekonzept im Zusammenwirken mit der Gebäudehülle und der Nutzungsqualität: Beim Energiebedarf und der CO2-Bilanz des Gebäudes ist ein hoher Optimierungsgrad gefordert. Aus ­diesem Grund sowie zur Gewährleistung einer hohen Planungssicherheit beauftragte die Bauherrschaft die Gruner AG, die Qualität der vorgesehenen, markanten Ganzglasfassade hinsichtlich Energie und Behaglichkeit zu unter­ suchen. Die Gebäudehülle wird aus zweischichtigen Glas­ elementen gebildet, was den kristallinen Charakter des Baukörpers betont. Die Fassade besteht einerseits aus einer äusseren Glasschicht und einem Zwischenraum für die Lamellenstoren sowie andererseits aus einer inneren Isolierverglasung. Ganzheitlicher bauklimatischer Ansatz Die energetischen Untersuchungen des Büroturms erfolgten mittels eines ganzheitlichen bauklimatischen Ansatzes: Die Bauklimatik – als Energie-, Behaglichkeits- und Sicherheitsdisziplin – betrachtet das Gebäude als Gesamtsystem, welches auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Fassade, Gebäudenutzer und technischer Gebäudeausrüstung einbezieht. Die Bauklimatiker von Gruner wählten als Systemansatz für ihre Untersuchungen eine dynamische Gebäude- und Anlagensimulation, das heisst, nebst den stationären bzw. quasistatio­ nären Eingangsparametern (beispielsweise ­Wärmedurchgangskoeffizienten) wurden auch Parameter, die ein instationäres bzw. dynamisches Verhalten hervorrufen (beispielsweise ­Speichermassen, Nutzerverhalten, Umgebungsbedingungen), berücksichtigt. Mehrere Optimierungsschritte Mit einer aufeinander aufbauenden, iterativen Optimierung der Bereiche Raumklima sowie Raum- und Anlagenenergie wurde sichergestellt, dass sowohl bei allen Einzelbereichen als auch bei der Gesamtlösung ein Optimum erreicht werden konnte (vgl. Abbildung U 2 ).

Architektur und Generalplanung: Burckhardt + Partner AG, Basel; Projektleitung + Bauherrenvertretung: projekt rosenberg, Zürich

6 | mailing.18


Axel Seerig Dr.-Ing. Diplom­ingenieur Maschinenbau, Verfahrenstechnik Abteilungsleiter Bauklimatik, Gruner AG, Basel

Carina Sagerschnig Dipl.-Ing. (FH) Gebäudetechnik Projektleiterin Bauklimatik, Gruner AG, Basel

140 120

100 ]

2

Leistung (W/m2)

40

20

0 00.00

Leistung [ W / m

02.52

05.45

Kühllast Eintrag Solarstrahlung gesamt

08:38 .

11.31

14.24

17.16

20.09

23.02

Wärmegewinne Verglasung Eintrag Solarstrahlung diffus

Wärmeverluste Verglasung Wärmelast Geräte

Eintrag Solarstrahlung direkt

2

140

2

120

2

100

1

80

1

60

1

]

Leistung (W/m2)

]

Leistung (W/m2)

2

60

Leistung [ W / m

120

Nachhaltiges Energiekonzept Das Energiekonzept des markanten Baukörpers legt grosses Gewicht 100 auf Nachhaltigkeit. Die Gebäudehülle wurde daher nicht als losge80löstes Element, sondern als integriertes Bauteil betrachtet. Dem ganzheitlichen Planungsansatz entsprechend, wurde zudem eine 60 Energiebilanz für das gesamte Gebäude unter Berücksichtung der Nutzung (Bürogeräte, Beleuchtung) und der haustechnischen Anla40 gen (erdgekoppelte Wärmepumpe/Kältemaschine und Betonkernaktivierung) erstellt. 20

80

Leistung [ W / m

40

1

20

0

Jalousiebetrieb (an/aus)

Zur Beurteilung der Qualität der Gebäudehülle hinsichtlich Energie und Behaglichkeit untersuchte Gruner alsdann unterschiedliche Verglasungs- und Verschattungsvarianten. Ziel dabei war, die eingesetzte Ganzglasfassade zu optimieren, um mit geringstmöglichem mechanischem Sonnenschutz ein behagliches, ressourcenschonendes Raumklima zu erreichen. Basierend auf der Sonneneinstrahlung und der Raumkühllast wurde hierfür der optimale Jalousiebetrieb ermittelt. Die Abbildung U 3 zeigt einen Vergleich der äusseren Strahlungslasten mit und ohne Einsatz der Jalousie an einem Sommertag. Danach untersuchte Gruner mittels einer Parameterstudie verschiedene Führungsgrössen der Jalousiesteuerung. So liess sich beispielsweise der optimale Schaltpunkt der Jalousie in Abhängigkeit von der äusseren solaren Einstrahlung auf die Fassade errechnen. Der jährliche Jalousiebetrieb für die verschiedenen Fassadenausrichtungen in Abhängigkeit von der Einstrahlung ist in Abbildung U 4 dargestellt. Zur Minimierung des Strombedarfs durch Kunstlicht umfasste der Optimierungsprozess schliesslich auch eine auf den Winkel der Sonneneinstrahlung abgestimmte automatische Lamel140 lensteuerung.

Jalou

0 00.00

02.52

05.45

08:38 .

11.31

14.24

17.16

20.09

0 00.00

23.02

Hohe Planungssicherheit erreicht Wärmegewinne Verglasung Verglasung Kühllast DerEintrag Einsatz dynamischerWärmeverluste Simulationen ermöglicht es, der BauherrSolarstrahlung gesamt Eintrag Solarstrahlung diffus Wärmelast Geräte Eintragund Solarstrahlung schaft demdirekt Planerteam umfassende Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen. Damit lassen sich die übergeordneten Ziele, nämlich > die Gewährleistung eines behaglichen Raumklimas bei minimalem Energieverbrauch und tiefstmöglichem Einsatz von Primärenergie und damit verbunden > geringe Verbrauchskosten und tiefer CO2-Ausstoss mit grosser Planungssicherheit erreichen.

02.52

05.45

Kühllast Wärmegewinne Verglasung Wärmelast Geräte Eintrag Solarstrahlung direkt Jalousiebetrieb Ostfassade

U 3

08.38

11.31

14.24

17.16

20.09

0 23.02

Wärmeverluste Verglasung Eintrag Solarstrahlung gesamt Eintrag Solarstrahlung diffus Jalousiebetrieb Südfassade

Einfluss der Raffstoren auf die Kühllast (oben ohne, unten mit Raffstoren)

20.00 Uhr

Nord

Jalousie AN A

12.00 Uhr 6.00 Uhr

Optimierte Versorgung

Optimierte Energiebilanz

Optimierte Energiebilanz

Optimierte Fassade

Optimierte Fassade

Planung Fassade

20.00 Uhr

Ost

12.00 Uhr 6.00 Uhr 20.00 Uhr

Süd

12.00 Uhr

Thermische Simulation

Optimum Behaglichkeit

Energetische Simulation

Minimum Energieverbrauch

Anlagensimulation

Minimum Energieeinsatz

6.00 Uhr 20.00 Uhr

West

12.00 Uhr

Jalousie AUS A

6.00 Uhr

Optimierung

Optimierung

U 2

Jan – Feb – März – Apr – Mai – Jun – Jul – Aug – Sep – Okt – Nov – Dez

Optimierung

Optimierungsablauf mit Hilfe thermischer Simulationen für die lokalen Einzel­ bereiche und für die Globallösung

U 4

Betriebszeit der Jalousien in Abhängigkeit der Ausrichtung

Roche Diagnostics high-rise office building with energy-saving glass facade and comfortable internal environment_The concept ­developed by our building climate control specialists shows how high energy efficiency can be combined with occupant comfort through the integral optimization of a complex glass facade assembly. |7


Wohnüberbauung Elco-Park in Allschwil_Alternative Heizenergie, eine Investition, die sich rechnet. Gruneko AG realisiert für eine neue Überbauung ein ökologisches Energiekonzept von hoher Wirtschaftlichkeit.

Nicht zuletzt aufgrund der Zielvorgabe des Bundes zur CO2-Reduktion und der immer breiter werdenden Akzeptanz der Auftraggeber gegenüber alternativen Energieerzeugungskonzepten bearbeitet Gruneko AG regelmässig spannende und herausfordernde Alternativprojekte im Energiebereich. Obschon wegen der markant gestiegenen Preise für fossile Brennstoffe der Investitionsspielraum für moderne Alternativkonzepte in letzter Zeit deutlich grösser geworden ist, bildet die Wirtschaftlichkeit der Anlagen nach wie vor ein wichtiges Vergabekriterium für den Auftraggeber. Ganzheitliches Lösungskonzept Auch beim Elco-Park in Allschwil – einer Überbauung bestehend aus 87 Eigentumswohnungen und 7 Einfamilienhäusern – stand die Effizienz des Wärmeerzeugungskonzeptes im Vordergrund. Da die Überbauung auf dem Basler Liegenschaftsmarkt konkurrenz­ fähig sein musste, galt es, eine Anlage zu realisieren, die sich im Vergleich mit einem konventionellen System durch eine überdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit und substanzielle CO 2-Reduktion auszeichnet.

Thomas Weidlich dipl. Ing. FH (HLK) Senior Projektleiter, Gruneko AG, Basel

8 | mailing.18

Die Beteiligten Bauherr Contracting Wärmeversorgung Architekt Verkauf Energiekonzept/HLKS-Planung Elektroplanung

AG für Planung und Überbauung, Basel EBM Wärme AG, Basel Burckhardt + Partner AG, Basel Burckhardt Immobilien AG, Basel Gruneko AG, Basel EBM, Münchenstein


Alternative heat supply for residential estate_An investment in ecology that adds up. The demand for eco-efficient heat generation continues to grow. Professionally designed solutions are cost-efficient and represent a valuable alternative to conventional systems. Gruneko AG is developing a resource-efficient and highly cost-effective energy concept for the new-build housing development.

Die Energiespezialisten von Gruneko erarbeiteten verschiedene Lösungen, deren Vor- und Nachteile in einem Variantenvergleich bewertet wurden. Entsprechend der Empfehlung bewilligte die Bauherrschaft den folgenden Vorschlag: > Nutzung von erneuerbarer Energie aus dem Erdreich über ein grosses Erdsondenfeld mit 26 Bohrungen sowie Sonden bis zu einer Tiefe von jeweils 250 Metern > Wasser/Wasser-Wärmepumpe von hoher Güte, welche aufgrund des kleinen Temperaturhubs zwischen Wärmequelle ­(Erdreich) und Wärmeabgabe an die Niedertemperatur-Fuss­ bodenheizung eine ausgesprochen gute Effizienz aufweist > Dezentrale solare Brauchwarmwasser-Vorwärmung auf den Hausdächern mit einem Deckungsgrad von etwa 40 Prozent des Jahresenergiebedarfs für das Brauchwarmwasser > Spitzenlastkessel mit kondensierender Betriebsweise für den Erdgasbrennstoff. Der Kessel deckt die Restenergie für die ­Heizung und die Aufbereitung des Brauchwarmwassers. Dieses Konzept ermöglicht es, den CO2-Ausstoss gegenüber einer reinen Erdgasheizung um 75 Prozent zu reduzieren und auch eine ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit zu erzielen, welche sich zudem bei Preissteigerungen der fossilen Energieträger noch weiter ­verbessert. Auslegung des Erdsondenfeldes – gut ist nicht gut genug Damit die Energieflüsse im Erdsondenfeld mit hoher Genauigkeit numerisch simuliert werden konnten, wurde die Wärmeleitfähigkeit des Erdreichs vorerst am Standort bestimmt. Bei Einzelbohrungen erfolgt dies in der Regel über bereits vorhandene Erfahrungswerte. Bei einem Erdsondenfeld werden die Werte vorzugsweise mittels eines so genannten Responsetests ermittelt. Der beim Erdsondenfeld Elco-Park aus einer Probebohrung und einem Zirkulationsversuch mit Temperaturauswertung resultie­ rende Wert betrug 2,42 ± 0,24 W/m2K. Auf dieser Basis wurden nun mehrere numerische Simulationen durchgeführt, mit dem Ziel, die Grösse des Erdsondenfeldes und die dem Erdreich entnommene Energiemenge zu optimieren. Um hierbei das Medium Wasser verwenden zu können, galt es, zu beachten, dass die Erdsonden nur eine moderate Belastung erfuhren. Grund dafür ist die Tatsache, dass Wasser die besseren Stoffeigenschaften und deshalb weniger Reibungsverluste als ein Wasser-Glykol-Gemisch (Sole) aufweist. Dieser Aspekt ermöglichte es, sowohl die notwendige elektrische Energie für den Pumpenbetrieb zu reduzieren, als auch – und besonders wichtig – den Wärmepumpenprozess mit einer höheren Energieeffizienz zu verbessern. Als weiterer bedeutender Faktor ist das Langzeitverhalten des Erdsondenfeldes über eine Dauer von zwanzig oder mehr ­Jahren zu erwähnen: Die Auslegung des Erdsondenfeldes hatte beim ElcoPark mit einer Energieentzugsmenge zu erfolgen, welche die Temperatur jährlich sowohl um nur einen moderaten Wert senkt als auch fortwährend konstant über dem Gefrierpunkt hält. Andernfalls wäre der Einsatz von Wasser als ­Zwischenkreisträger von Erdsonde zur Wärmepumpe gar nicht möglich.

EWS für ein typisches Einfamilienhaus

Wärmepumpe

Bodenheizung

Bohrung U-Rohr oder koaxial Tiefe der Bohrung: 250 m

Wärmepumpe im Gesamtsystem integriert Schliesslich galt es, die Wärmepumpe in ein Gesamtsystem einzubinden, das den Bedürfnissen eines optimalen Betriebs gerecht wird. Dabei wurden die folgenden Aspekte einbezogen: > Richtige Leistungsregelung an der Wärmepumpe im Teillastbetrieb > T iefe Rücklauftemperaturen aus den Verbraucherschaltungen > Korrekte Dimensionierung des Wärme- und Brauchwarm­ wasser-Speichers > Zuschalten des Spitzenlastkessels nur bei Bedarf; dadurch keine Stillstandsverluste > Hohe Stabilität der notwendigen Regelkreise > Wärmemessungen aufgrund eines Energiemesskonzeptes, das die lückenlose Verrechnung der individuell verbrauchten Energiewerte ermöglicht Nachhaltige ressourcensparende Energieversorgung All diese Aufgaben waren anspruchsvoll, und nur dank Erfahrung und exakter Planung war es möglich, eine ressourcensparende Energieerzeugungsanlage zu realisieren, die über Jahre hinweg problemlos funktionieren wird.

Diese durch die Gruneko-Spezialisten durchgeführten Optimierungsschritte und diese anspruchsvollen Simulationen konnten erfolgreich und mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen werden.

|9


Sporthalle mit bauklimatisch optimiertem Regendach_Der Tennis­ nachwuchs der Nordwestschweiz trainiert wie im Freien. Bei der Überdachung des Tenniscenters Bächliacker stehen hohe Energieeffizienz und ein behagliches Raumklima im Zentrum des gesamtheitlichen Planungsprozesses.

Der regionale Stützpunkt von Swiss Tennis in der Nordwestschweiz befindet sich in Frenkendorf BL beim Tenniscenter Bächliacker. Damit das Training der künftigen nationalen und interna­tio­ nalen Spitzenspieler aus der Nordwestschweiz optimal und geregelt erfolgen kann, waren neben zwei neuen Aussensandplätzen drei regengeschützte Hartplätze notwendig, welche im Winter wie auch im Sommer ununterbrochen bespielt werden können. Damit die Spieler und Spielerinnen ganzjährig das Gefühl für Aussen­plätze nicht verlieren, war es das Ziel, mit dem Regendach so nah wie möglich an Aussenverhältnisse heranzukommen. Für die Dachkonstruktion wurde deshalb eine pneumatisch gestützte Membrankonstruktion aus ETFE-Folienkissen gewählt, eine Kon­ struktion, welche sich bereits beim Olympischen Schwimmzentrum Peking oder bei der Masoalahalle in Zürich bewährt hat. Die ­Membrankissen werden durch filigrane Holzträger, welche in einem

Tenniscenter Bächliacker, Füllinsdorf Bauherrschaft Generalplanung Totalunternehmer Regendach Tiefbau Tennisbelag

10 | mailing.18

Abstand von 4,85 m angeordnet sind, gehalten. Die dreilagigen ETFE-Folienkissen sind über den Feldern leicht bedruckt, damit die Wärmestrahlung im Sommer gedämmt werden kann. Die glasnahe, sehr transparente Membrankonstruktion wurde ab einer Wand­ höhe von 3,5 m eingesetzt. Im Sommer bleiben somit die Seiten offen und man spielt praktisch im Freien. Dank der hohen Durchlässigkeit im UV-Spektrum kommt auch die Sommerbräunung der Tennisspieler nicht zu kurz. Im Winter werden die Seitenwände durch 1,5 m breite Iso-Paneelelemente geschlossen. Bauklimatisches Konzept Die Bauherrschaft stellte an die für die bauklimatische Planung verantwortliche Gruner AG höchste Ansprüche, insbesondere hinsichtlich Energieverbrauch im Zusammenwirken von Gebäudehülle und Nutzungsqualität. Da der praktische Einsatz sowie die Kon­

Fuso Finanz- und Immobilien AG Inge Gruner AG/Böhringer AG HP Gasser AG, Membranbau Ziegler AG Greenset GmbH


Axel Seerig Dr.-Ing. Diplom­ingenieur Maschinenbau, Verfahrenstechnik Abteilungsleiter Bauklimatik, Gruner AG, Basel

struktion der Baute stark von den normativen Nutzungsannahmen abweicht und sie darüber hinaus in den Monaten April bis September durch das Fehlen der Seitenwände nur den Charakter eines Regenschutzes, nicht aber einer Halle hat, erwies sich eine allein auf den Normen basierende Optimierung als unzureichend. Deshalb errechneten die Spezialisten im Rahmen eines systemischen Ansatzes Bauklimatik, dessen zentrale Werkzeuge dynamische Simulationen sind, vorerst den individuellen Wärmeverbrauchsnachweis. Danach erarbeiteten sie Optimierungsmassnahmen, welche auf die gesetzlichen Energieanforderungen angepasst sind. Bauklimatische Planung – Game, Set and Match Mit der gewählten Nutzung und der Hüllenkonstruktion war es notwendig, das Objekt als Gesamtsystem zu berücksichtigen und die komplexen Wechselwirkungen zwischen Fassade und Raumklima zu simulieren, damit die natürlichen Ressourcen maximal ausgeschöpft werden können. Ziel war es, ein energieeffizientes Gebäude mit einer an die jeweilige Nutzung angepassten hohen Behaglichkeit bereitzustellen. Simulation als bauklimatisches Werkzeug Die durchgeführte Gebäudesimulation wurde mit dem Simulationsprogramm EnergyPlus durchgeführt. Es gehört zu einem der am weitesten entwickelten und am besten validierten thermischen Simulationsprogramme und wird durch die Internationale Energieagentur (IEA) im Rahmen des Task 33 (Testing and Validation of Building Energy Tools) kontinuierlich weiterentwickelt und geprüft. Das Programm ist bereits für eine Vielzahl von Grossprojekten erfolgreich eingesetzt worden. Die Nutzungsannahmen (Personenprofil, Schaltzeiten der Beleuchtung) wurden auf der Basis des real geplanten Betriebes der Tennisanlage getroffen und mit gängigen nationalen und internationalen Werten verglichen.

Als einer der wichtigsten Parameter konnte in der Simulation der Luftwechsel in der Überdeckung bestimmt werden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Überdeckung im Mittel eine Höhe von ca. 9 m aufweist und damit 3-mal höher als ein Standardraum ist, für welchen Luftwechselzahlen von 0,25–0,50 1/h angenommen werden, ist eine mittlere Jahresluftwechselzahl von 0,25 1/h anzunehmen. Eine genaue Aussage über den Jahreswärmebedarf liefert eine Strömungssimulation (CFD), für die ersatzweise eine Parameterstudie durchgeführt wurde (Variation der mittleren Jahresluftwechselzahl, Grafik U 1 ).

450

400

Jahreswärmebedarf (MJ/m2)

350

300

250

200

150 Jahreswärmebedarf 100

Grenzwert 214 MJ/m2 Linear (Jahreswärmebedarf)

50 Linear (Grenzwert 214 MJ/m2) 0 0

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

Luftwechsel (Jahresmittel) in 1/h

U 1 Abhängigkeit des Jahreswärmebedarfs von der mittleren Jahresluftwechselzahl

| 11


Sporthalle mit bauklimatisch optimiertem Regendach

Luftwechsel Zu erkennen ist, dass bis zu mittleren Jahresluftwechselzahlen von 0,4 1/h der Grenzwert gemäss SIA 380/1 von 214 MJ/m2 eingehalten wird. Somit konnte mit der Simulation gezeigt werden, dass der Grenzwert bei der gewählten Nutzung und der vorhandenen Konstruktion weit unterschritten wird. Durch den Einsatz von dynamischen Simulationen konnten darüber hinaus umfassende Entscheidungsgrundlagen für die Bauherrschaft und die Fachplaner erarbeitet werden, damit das übergeordnete Ziel der Gewährleistung eines behaglichen Raumklimas bei minimalem Energieverbrauch, minimalem Einsatz an Primärenergie und damit geringen Verbrauchskosten und geringem CO2Ausstoss bei grösstmöglicher Planungssicherheit erreicht wird.

Die Erdgas Zürich AG sorgt mit Biogas für Wärmekomfort Bauherrschaft und Kanton, welche das Projekt unterstützen, ­sorgen dafür dass das Gebäude mit erneuerbarer Energie beheizt wird. Die Installation einer Heizung für Biomasse, wie beispielsweise Holzpellets, sowie der Einsatz von Wärmepumpen kamen aus technischen- und wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. Um aber trotzdem sehr umweltfreundlich heizen zu können, bezieht der Tennisstützpunkt Biogas-Zertifikate von der Erdgas Zürich. Das Biogas wird in Schweizer Anlagen erzeugt, auf Erdgas-Qualität aufbereitet und dann direkt ins Erdgas-Netz eingespeist. Dank ­diesem innovativen Ansatz, den die Generalplaner gemeinsam mit der Erdgas Zürich entwickelt haben, wird die Regendachhalle überwiegend mit erneuerbarer und CO2-freier Energie beheizt.

Sports hall with special rainscreen roof for optimum internal environment_Talented tennis players from north-western Switzerland can now practise in quasi-outdoor conditions. Based on an integral design approach, the roofing solution for the Bächliacker tennis centre in Frenkendorf, Switzerland, aims to combine high energy efficiency with a comfortable internal environment. 12 | mailing.18


Verwaltungsbauten von SRG SSR idée suisse_Energieeffiziente Glas­ fassaden. Eine gute Gebäudehülle, konsequente Abwärmenutzung, niedrige Systemtemperaturen und ein optimales Wärmekonzept bilden die Erfolgs­ grundlagen für tiefe Energiekosten und Raumkomfort.

22 34

+44.30

3.62

4.37

+44.52

+44.30

BÜRO

5.06

2

BÜRO

+44.52

3.74

4.18

22 3.64

3.68 22

4.18

3.62

3.74

+44.30

22

+44.52

+44.30

22 34

OK DACHRAND +45.05 = 606.50 m.ü.M +44.52

+40.56

+40.34

+40.34

3.00

3.00

2.66

+38.18

+38.18

+37.68 = 599.13 m.ü.M

8 22

+37.38

2.96

2.96

2.70

25

2.70

2.74

2.66

BÜRO

2.66

+37.38

+36.52 2.70

2.96

+37.38

BÜRO

4

+34.36

2.92

2.92

2.66

BÜRO

2.70

18

2.70

2.74

2.92

+34.72 = 596.17 m.ü.M

+34.46

2.66

BÜRO

2.70

+34.46

+34.36

4

+31.44

2.92

2.92

2.66

BÜRO

2.70

18

2.70

2.74

2.92

+31.80 = 593.25 m.ü.M

+31.54

2.66

BÜRO

2.70

+31.54

+31.44

4

+28.52

2.92

2.92

2.66

BÜRO

2.70

18

2.70

2.74

2.92

+28.88 = 590.33 m.ü.M

+28.62

2.66

BÜRO

2.70

+28.62

+28.52

+26.50

22

+25.60

2.92

2.92

2.66

BÜRO

2.70

18

2.70

2.74

2.92

+25.96 = 587.41 m.ü.M

+25.70

2.66

BÜRO

2.70

+25.70

+25.60

OK DACHRAND +23.91 = 585.36 m.ü.M

4 22

18

4

2.92

2.92

2.66

2.70

18

2.70

2.74

2.66

2.70

2.92

22

+19.76

2.92

2.92

2.66

BÜRO

2.70

2.70

2.92

+20.12 = 581.57 m.ü.M

+19.86

18

+19.86

BÜRO

4

4

22

18

2.74

2.92

2.92

2.66

2.70

18

4

4

22

18

2.74

4

2.92

2.92

2.66

2.70

18

2.74

2.70

4

4

22

18

2.74

2.92

2.92

2.66

2.70

18

2.74

2.70

22

22 4

4

18

2.74

22

2.92

2.92

+8.08

2.70

2.70

18

2.70

2.74

2.92

2.66

+5.52 = 566.97 m.ü.M

22

4

22

18

2.86

+5.26

+5.26

+5.26

3.10

3.10

SITZUNG

2.84

+4.08

2.88

18

+4.30

+3.22

18

4

1 2.27

28

14

2.82

2.28

9

2.42

2.45 3.82

3.50

EG ±0.00 = 561.45 m.ü.M

5

30

2.48

1.05 30

18

30

2.75

4.15 TRAVO

2.45

HV-RAUM

2.47

3.86 2.70

-0.35 = 561.10 m.ü.M EG ANLIEFERUNG

-1.70

KORRIDOR

2.72

3.31

4.15

2.95 5

2.10 -3.25 -3.30

5

+1.87

-1.40

-1.45

5

-4.15 = 557.30 m.ü.M 1.UG

2

3.00

3.00

2.70

18

LÜF TUNG

2.72

RVA

2.72

2.98

-4.45

2.UG

-8.07 1.43

1.1

5.16

1.2

5.16

1.3

5.16

1.4

3.87

1.5

1.29

1.6

3.87

1.7

1.29

1.8

5.16

1.9

5.16

1.10

Die beiden in den 60er und 70er-Jahren erstellten Gebäude von SRG SSR ideé suisse an der Giacomettistrasse in Bern werden einer Totalsanierung unterzogen. Die Gründe hierfür liegen vor allem im sehr hohen Energieverbrauch, der für Bauten dieser Zeit jedoch nicht aussergewöhnlich ist, sowie im schlechten Zustand der Fassadenbefestigungen, die bereits gewisse Korrosionsschäden aufweisen. Zusätzlich zu den Sanierungen ist als neue Verbindung zwischen den Gebäuden das Forum vorgesehen – ein eingeschossiger Bauteil, der ein Restaurant, Konferenzräume und Büros umfasst.

5.16

1.11

2.58

5.16

1.12

1.13

2.58

2.58

1.14

1.15

40

1.16

3.0/ F6

6.96

4.20

3.1

3.3

-7.15 = 554.30 m.ü.M

-8.07

5.60

5.58

3.2/ F8

-7.17

90

2

4

-7.17

90

-7.13

88

9

2.68

-4.45

LAGER

-4.17

28

2

-4.17

4.28

-4.15

28

58

28 30

7

-3.62

50

50

10

-3.30

+2.42 = 563.87 m.ü.M

+2.38

-0.35

-1.15

KORRIDOR -3.30

ANLIEFERUNG

1

±0.00

-0.54

3.58

3.63

3.95

3.42

3.42

3.95

3.65

3.42

5

2.81

3.42

3.85

-3.20

-3.20 = 558.25 m.ü.M

±0.00

1.15

30

-0.24

-1.15

UG

5.26

5.52 24

16

+0.55 +0.33

+0.12

54

39

39

39

+0.65

3.58

+0.51

22 10

+0.65

22 +0.35

14

14

14

+0.65

39

14

-0.165

22

-0.025

+2.10

HALLE G3

WINDFANG

EG

ca. +0.20

1.OG

6.41

+2.44

3.63

BÜRO

3.43

3.53

3.71

3.47

3.61

3.71

3.47

3.61

3.75

+3.63

+0.65 = 562.10 m.ü.M

2.OG

+5.48

2.70

2.87

22

4

+5.48

1.34

+4.12

16

16

16

16

16

+4.40

3.55

+4.28 22

8

+4.36

22 10

+4.40 (KORRIDOR)

+4.40 (KORRIDOR) 8

+4.28

8

+4.36

BÜRO

+6.06 +5.52

+5.26

1.OG +4.40 = 565.85 m.ü.M

+8.44 = 569.89 m.ü.M

+8.18

2.70

BÜRO

3.OG

+8.40

+6.06

2.86

16

BÜRO

2.70

2.74

2.66

2.92 2.92

2.66 2.66

2.92 +8.40 +8.18

+8.08

+7.26

2.96

16

+7.48

+5.99

3.18

16

2.94

16

3.02

16

2.94

3.18

2.94

3.02

3.18

+7.58

+7.30

3.18

+7.46 22

+7.54

22 10

+7.58 (KORRIDOR) 8

+7.58 (KORRIDOR) 8

+7.46

8

+7.54

+11.36 = 572.81 m.ü.M

+11.00

+8.98 +8.44

2.OG

4.OG

+11.32 +11.10

BÜRO

+8.98

2.86

2.96

3.18

3.18

3.18

4 22

+11.32 +11.10

+11.00

2.70

16

+10.66

BÜRO

+7.58 = 569.03 m.ü.M

+13.92

+10.44

+9.17 BÜRO

BÜRO

+11.90

4

16

16

2.94

16 2.94

3.02

16 2.94

3.02

+10.76

+10.48

3.18

+10.64 22

+7.72

22 10

+10.76 (KORRIDOR) 8

+10.76 (KORRIDOR) 8

+10.64

8

+10.72

+14.28 = 575.73 m.ü.M

+14.24 +14.02

2.70

BÜRO +11.90 +11.36

3.OG +10.76 = 572.21 m.ü.M

+14.24 +14.02

+13.92

2.86

16

2.96

16

+13.84

5.OG

+13.62

+12.35

3.18

16

2.94

16

3.02

16

2.94

3.18

2.94

3.02

3.18

+13.94

+13.66

BÜRO

+16.84

+14.82

22

+13.82 22

+13.90

3.18

+13.94 (KORRIDOR)

22 10

+13.94 (KORRIDOR) 8

+13.82

8

+13.90

8

4.OG

BÜRO

+14.82 +14.28

+13.94 = 575.39 m.ü.M

+17.20 = 578.65 m.ü.M

+16.94

2.70

BÜRO

6.OG

+17.16

+16.94

+16.84

+15.53 BÜRO

4 22

3.18

+17.74

2.86

16

+17.02 +16.80

2.96

16

+17.12

+16.84

3.18

16

2.94

16

3.02

16

2.94

3.18

2.94

3.02

3.18

22

+17.08 +17.00

22 10

+17.12 (KORRIDOR)

8

8

8

+17.74 5.OG +17.12 = 578.57 m.ü.M

7.OG

+20.08

4

4

+17.16

18

+17.20

+19.76

2.74

+19.98

2.74

+20.08

4

22 10 2.86

+22.68

+20.66 +20.12

22

22 2.96

16

12 16

+23.04 = 584.49 m.ü.M

+22.78

BÜRO

+20.66

+20.20

+18.71

3.22

2.94

3.02

16

8 16

8 16

2.94

3.18

2.94

3.02

2.74

22 4.40

BÜRO

+20.30

+20.02

BÜRO

4

25 24 2.81

2.91

3.30

3.34

3.61

+17.12 (KORRIDOR)

3.18

+17.08 +17.00

+20.18

8.OG

+23.00

+22.78

+22.68

BÜRO

+23.00

2.66

16

+23.58 +23.04

+23.11

2.70

16

16

2.90

16 2.94

3.02

16 2.94

3.02

25

24

24

24

+23.58

+20.30 (KORRIDOR)

9.OG

+25.92

4

4

2.74

4

+25.92

22

+25.96

18

+26.50

+20.30 (KORRIDOR)

10.OG

+28.84 22

2.74

4 22

+28.84

4

+29.42 +28.88

18

+29.42

+20.26 +20.18

11.OG

+31.76 22

2.74

4 22

+31.76

4

+32.34 +31.80

18

+32.34

6.OG

12.OG

+34.68 22

2.72

4 22

+34.68

4

+35.26 +34.72

18

+35.26

+20.30 = 581.75 m.ü.M

13.OG

+37.60

8

22

4

2.81

8

+37.60

22

+37.68

+37.38

+23.20

+40.68 = 602.13 m.ü.M

2.74

BÜRO

25

2.74

2.78

2.66

+39.58 2.74

3.00

+40.34

BÜRO

+40.56 22

4

12

14.OG +40.56

12

+40.68

+40.56 +40.34

2.80

3.4

5.60

3.5

2.80

3.6

5.60

5.60

3.7

3.8

3.9

Zukünftig werden SRG SSR ideé suisse in Bern neu rund 20 000 m2 Energiebezugsfläche zur Verfügung stehen. Energetische Sanierung Nach der Sanierung werden die Bauten dem Minergie-Standard «Neubau» entsprechen. Die verwendeten Baumaterialien müssen dabei den bauökologischen Anforderungen von Minergie-Eco genügen. Die Renovationsarbeiten werden in zwei Etappen, vom Frühjahr 2009 bis Sommer 2010 beziehungsweise Herbst 2010 bis Sommer 2011, durchgeführt.

| 13


Marc Haberthür dipl. Ing. FH (HLK) Senior Projektleiter Gebäudetechnik/Fachplaner Roschi + Partner AG, Bern

Office facade refurbishment in line with Swiss MINERGIE® energy efficiency standard_As part of a refurbishment scheme for two administrative buildings of the Swiss television and radio company SRG SSR idée suisse in Bern, Roschi + Partner’s energy specialists are exploring every avenue in their efforts to save costs. Key elements in the low-cost energy strategy include an efficient building envelope, systematic waste-heat recovery, low system temperatures and an optimized heating concept.

Die für die Sanierung der Gebäudehülle verantwortlichen Fach­ planer von Roschi + Partner hatten nebst den wärmetechnischen Aspekten auch den erhöhten Anforderungen bezüglich Lärmimmissionen Rechnung zu tragen, liegen doch die beiden Gebäudekomplexe unmittelbar an der stark befahrenen Autobahn A6. Wärmebedarf auf ein Drittel gesenkt Der Heizenergiebedarf der beiden Altbauten belief sich auf ca. 330 MJ/m2 . Aufgrund umfangreicher Studien haben Roschi +  Partner nachgewiesen, dass es realistisch ist, diesen Verbrauch – trotz Glasfassade – auf ca. 100 MJ/m2 zu reduzieren. Möglich wird dies einerseits durch den Einbezug von neuartigen Fenstern mit einem U-Wert von nur 0,65 W/m2K sowie andererseits durch die Kombination mit einem wirkungsstarken Sonnenschutz. Daraus resultiert für Fenster und Sonnenschutz ein g-Wert von weniger als 0,12.

Die Abwärme der Kälteanlage lässt sich deshalb effizient nutzen, weil das Wärmeabgabesystem (Heiz- und Kühldeckenelemente) mit tiefen Auslegungstemperaturen (tVL/tRL 35/28 °C) dimensioniert ist. Auch im Kühlfall werden die Heiz- und Kühldeckenelemente mit Systemtemperaturen (18/21 °C) betrieben, die einen guten Wirkungsgrad der Kälteanlage begünstigen.

Einsparpotenzial im Kältebereich Wegen der sehr guten Gebäudehülle und der hohen Kälteleistung des Rechenzentrums mit einer von 200 kW auf 350 kW ausbaubaren Bandlast setzte das Roschi-Team die Priorität bei den neuen HLK-Anlagen auf die Kälteversorgung. Dabei stand der errechneten Gesamtkälteleistung von 900 kW eine maximale Heizlast von 500 kW gegenüber.

Einzelraumregelung bringt Vorteile Das energetische Konzept der Fachplaner sieht ferner eine Einzelraumregelung (ERR) vor. Damit lässt sich die Raumtemperatur auf dem gewünschten Wert halten. Dank der ERR wird es auch möglich sein, sowohl die Raumkühlung mit nur geringem Energieaufwand im Free Cooling-Betrieb vorzunehmen als auch optimale raumklimatische Bedingungen zu erreichen.

Das energietechnische Konzept sieht nun vor, zur Kälteerzeugung zwei Kältemaschinen mit je 600 kW einzusetzen, die ihre Leistung zwischen 30 und 100 Prozent stufenlos abgeben. Die dabei anfallende Abwärme wird je nach Bedarf vorerst ins Heizsystem – für Raumheizung und Warmwasservorwärmung – abgegeben und danach über entsprechende Rückkühler an die Aussenluft (Aussenluft-Rückkühler) vernichtet. Diese Rückkühler sind mit einer Adiabatik ausgerüstet, sodass auch beim Free Cooling – also kein Kältemaschinenbetrieb – möglichst viel Kühlenergie erzeugt wird.

Wärmerückgewinnung Für ein angenehmes Klima in den Räumlichkeiten sorgen schliesslich auch Lüftungsanlagen, welche mit einer Wärmerückgewinnung ausgerüstet sind. Dabei wird die Zuluft während der Sommer­ monate aus Behaglichkeitsgründen vorgekühlt, womit sich das Raumtemperatursoll von 26 °C auch mithilfe der Heiz- und Kühl­ deckenelemente einhalten lässt.

Bedarfsweise lassen sich die Kälteanlagen auch als Luft-WasserWärmepumpen betreiben. Die zwei bestehenden Gaskessel zur Wärmeerzeugung werden nur beim Ausfall der Kälteanlagen, bei sehr kalten Aussentemperaturen oder für die Warmwasseraufbereitung eingesetzt. Im Bereich der Küche wird das Warmwasser durch die Abwärme der gewerblichen Kälteanlage aufbereitet – die Nachwärmung erfolgt mittels einer separaten, kleinen LuftWasser-Wärmepumpe.

14 | mailing.18

Effiziente Abwärmenutzung Das Konzept der effizienten Abwärmenutzung deckt für die Raumheizung 85 und für das Warmwasser 56 Prozent des Wärmebedarfs ab. Dies bedeutet, dass die Gaskessel nur noch 15 (Raumheizung) bzw. 44 Prozent (Warmwasseraufbereitung) an den benötig­ ten Energiebedarf beisteuern. In andern Worten: Die benötigte Wärme (H und WW) von 700 000 kWh/a wird mit 500 000 bis 600 000 kWh/a durch die Abwärme der Kälteanlagen abgedeckt, und nur 15 bis 30 Prozent werden mit Gasenergie beigebracht.

Behaglich und energiefreundlich Eine gute Gebäudehülle, die konsequente Nutzung der Abwärme, tiefe Systemtemperaturen und ein optimales Wärmeabgabe- und aufnahmesystem bilden die Grundlagen des neuen energieeffi­ zienten Gesamtkonzeptes. Dieses bietet den Nutzern nicht nur hohen Raumkomfort und Behaglichkeit, es ermöglicht auch eine Reduktion des Energieverbrauchs auf nur ein Drittel gegenüber den beiden Gebäuden vor deren Sanierung.


Gebäudesanierungsprogramm des Kantons Basel-Stadt_Vorreiterrolle einer nachhaltigen Energiepolitik. Mit der Entrichtung von Förderbeiträgen an umweltbewusste Hausbesitzer, die ihre Liegenschaft energietechnisch ­sanieren, beschreitet Basel neue Wege in der Klimapolitik.

In der Schweiz stehen mehr als die Hälfte der Kohlendioxidemis­­­ sionen in direktem Zusammenhang mit dem Bau und der Nutzung von Gebäuden. Mit einer Gesamtsanierung – vor allem von älteren Objekten – kann der Heizwärmeverbrauch um bis zu 80 Prozent verringert werden. Kohlendioxidausstoss senken Vor diesem Hintergrund hat der Kanton Basel-Stadt ein Gebäude­ sanierungsprogramm entwickelt, das darauf abzielt, den Kohlen­ dioxidausstoss in den nächsten 30 Jahren um 150 000 Tonnen zu senken. Dieses Ziel soll mit einer umfassenden Sanierung erreicht werden, das heisst durch Erneuerung der ganzen Gebäudehülle. Damit lässt sich der Heizwärmeverbrauch um 50 bis 80 Prozent senken. Die Hauseigentümer sparen also nicht nur Energiekosten, vielmehr werten sie ihr Gebäude auch nachhaltig auf und leisten somit einen wertvollen Beitrag an den Klimaschutz.

Hans Böhi dipl. Ing. ETH Vorsitzender der Geschäftsleitung Gruneko AG, Basel

| 15


Gebäudesanierungsprogramm des Kantons Basel-Stadt

Vor der Sanierung

Das Programm Anfang 2008 startete das Amt für Umwelt und Energie (AUE) ein ursprünglich auf 3 Jahre befristetes Programm zur Gesamtsanierung von Wohnliegenschaften. Namhafte Förderbeiträge und eine kostenlose Beratung und Baubegleitung durch Energiecoaches motivieren dabei den Hauseigentümer zur Sanierung seiner Liegen­ schaft. Damit lassen sich pro Jahr bis zu 20 Millionen kWh Heizener­ gie sparen. Zur Erreichung des Zieles, 200 Ein- und Mehrfamilienhäuser nachhaltig zu erneuern, stellt Basel ­während dreier Jahre insgesamt 12 Millionen Franken bereit. Das Programm wird auf Ende 2009 in die reguläre Förderung überführt (Anpassung der Verordnung zum Energiegesetz per 1.1.2010). Die Förderbedingungen bleiben aber auf einem ähnlich hohen Niveau.

Nach der Sanierung

Realistische Zielsetzung Aufgrund dieses erfreulichen Zwischenstandes erscheint die ­Z ielsetzung des Sanierungsprogramms, wonach innerhalb von drei Jahren mindestens 200 Gebäude energietechnisch auf den ­neusten Stand zu bringen sind, als durchaus realistisch. Die bereitgestellten Fördermittel sind fast komplett reserviert, eine Auf­ stockung, um die Nachfrage bis Ende 2009 zu befriedigen, wird bei der Regierung beantragt.

Positive Zwischenbilanz Bis anhin entschlossen sich insgesamt 835 Wohnhausbesitzer, eine kostenlose energetische Grobanalyse durchführen zu lassen. Zwischenzeitlich wurden bereits über 700 Expertisen abgeschlossen, welche für über 100 Hausbesitzer die Grundlage zu einer umfassenden energetischen Sanierung ihrer Liegenschaft bildete. Hierfür bewilligte das AUE Fördermittel in Höhe von 12 Millionen Franken, wovon bereits ein wesentlicher Betrag ausbezahlt wurde.

Canton of Basel-Stadt building refurbishment programme_Pioneering strategy for sustainable energy use. In a groundbreaking approach to climate policy, the canton of Basel-Stadt is granting subsidies to eco-friendly homeowners willing to invest in the energy-efficient refurbishment of their properties. 16 | mailing.18


Wir fragen Peter Bissegger, Besitzer der Liegenschaft ­Eulerstrasse 1 in Basel, nach seinen Erfahrungen mit dem ­Gebäudesanierungsprogramm

Peter Bissegger

Interview Wie wurden Sie auf das Gebäudesanierungsprogramm aufmerksam? Durch den Architekten Bruno Larghi, der uns den Umbau und die Renovierung der 20 Wohnungen unseres Mehrfamilienhauses plante. Dabei machte er uns auf das Gebäudesanierungsprogramm des Kantons Basel-Stadt aufmerksam, das Anfang 2008 vom Amt für Umwelt und Energie gestartet wurde. Dieses Programm hat zum Ziel, bei Gesamtsanierungen von Gebäuden eine kostenlose Beratung und massgebliche Subventionen zu gewähren. Bruno Larghi schlug vor, die anstehenden Bauarbeiten im Sinne einer gesamtheitlichen Renovation umfassend anzugehen.

Haben die Förderbeiträge den Sanierungsentscheid ­beeinflusst? Ja natürlich! Da eigentlich nur die Attikawohnung umzubauen war, überlegte ich, welche Arbeiten man gleichzeitig an dem in den 70er-Jahren erstellten Wohnhaus noch durchführen könnte. Da eine Erneuerung der kompletten Isolierung sowieso demnächst nötig war, stellte sich die Frage, welche Bauteile zusätzlich renovationsbedürftig waren. Nach dem Gespräch mit dem Energiecoach entschloss ich mich zu einer Gesamt­ sanierung. Das heisst, ich liess sowohl die Fenster als auch die Aussenfassaden erneuern. Dank der Förderbeiträge konnte das Haus auf einmal isoliert werden, was vor allem den ­Mietern entgegenkam. Zudem erhielt ich etwa 20 Prozent der Investitionskosten für die wärmetech­nische Sanierung. Nun ist das Haus nicht nur für die nächsten Jahre fit, zukünftig wird auch der Energieverbrauch um etwa die Hälfte ­sinken. Wie beurteilen Sie das Gebäudesanierungs­programm des Amtes für Umwelt und Energie bezüglich Umsetzung aus Ihrer Sicht? Ich kann nur ein grosses Lob aussprechen! Ich wurde bei der Planung und während der Renovation bestens beraten – auch waren regelmässig Fachspezialisten auf der Baustelle. Die Abwicklung durch ein auf Gebäudesanierung spezialisiertes Unternehmen funktionierte einwandfrei. Mir stand jederzeit mein Energiecoach, Hans Böhi von der Gruneko AG, zur Seite. Dank seiner Unterstützung folgte der gesamten Sanierung nach nur achtmonatiger Bauzeit eine unkomplizierte, mängelfreie Bauabnahme. Ich bin überzeugt, dass dies auf die kompetente Beratung und Begleitung während der Renovations­ arbeiten zurückzuführen ist.

| 17


Neubau Kraftwerk Albbruck-Dogern (D)_Pionierleistung weitergeführt. Mit einem weiteren Werk in Albbruck-Dogern (D) setzt Gruner ihre jahrzehntelange Erfahrung im Kraftwerkbau und in der umweltfreundlichen Stromerzeugung fort.

Bestehendes Wehr bei Albbruck-Dogern mit neuem Zusatzkraftwerk

Unter Pionierarbeit von Dipl. Ing. H. E. Gruner wurden um die Jahrhundertwende 1900 erste Wasserbauprojekte im Hochrhein geplant und verwirklicht. So leistete H. E. Gruner wesentliche Arbeit bei der Erstellung des Rheinkraftwerks in Laufenburg, wobei sein zielstrebiges Auge bereits damals nach weiteren Ausbaumöglichkeiten oberhalb Laufenburg Ausschau hielt. Das spätere Kraftwerk (KW) Albbruck-Dogern war bei ihm gedanklich bereits damals geboren. Nach diversen wirtschaftlichen und politischen Klimmzügen konnte zirka 30 Jahre später unter wesentlicher Mitwirkung von H. E. Gruner im Jahre 1929 die Kraftwerk Albbruck-Dogern AG gegründet werden. Mit der Übernahme der Konzession für die Nutzung des Rheinwassers ab Waldshut bis zur Stauwurzel des KW Laufenburg für 83 Jahre wurde der Startschuss für die Realisierung des KW Albbruck-Dogern erteilt. Die Realisierung dieses grenzüberschreitenden Kraftwerkbaus erfolgte in den Jahren 1930 bis 1933. Nach 80 Jahren freut sich die Gruner AG, mit der Realisierung des Zusatzkraftwerks erneut einen wesentlichen Anteil zum Ausbau der bestehenden Anlage und zur Erzeugung von erneuerbarer Energie leisten zu können.

18 | mailing.18

Mit der Neukonzession für die Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG) zur Nutzung des Rheins für die weitere und erhöhte Erzeugung elektrischer Energie wurde die nutzbare Wassermenge um 300 m3 /s auf neu Q=1 400 m3 /s festgelegt. In Erfüllung der Konzessionsauflagen startete RADAG im Jahre 2007, nach Abschluss der Genehmigungsplanung und der Baufreigabe durch das UVEK, mit der Realisierung des neuen Kraftwerks. Grenzüberschreitende Stromerzeugung Bei der neuen Anlage handelt es sich um ein klassisches Laufwasserkraftwerk, welches das Gefälle und die Rheinwassermenge zur Energiegewinnung nutzt. Wie der Name Wehrkraftwerk erahnen lässt, schliesst sich dieses unmittelbar an das Stauwehr des seit den 30er-Jahren betriebenen Werks an. Sämtliche technischen Bauwerksteile der neuen Anlage befinden sich auf dem Areal der Gemeinde Leibstadt in der Schweiz. Die Spannungstransformation und die Einspeisung ins bestehende Stromnetz dagegen erfolgen auf dem gegenüberliegenden deutschen Hoheitsgebiet, zwischen Dogern und Albbruck. Modernste Elektrokomponenten Die elektromechanischen Einrichtungen des Wehrkraftwerks umfassen im Wesentlichen die Rohrturbine mit einer mittleren ­L eistung von 24 MW Leistung, den Generator mit Nennspannung 10 kV sowie die umfassende Maschinenleittechnik der Maschinensteuerung. Weitere elektrotechnische Komponenten bilden die Energieableitungen, der Maschinentransformator sowie die Freiluftschaltanlagen, inklusive der Einbindung ins bestehende Stromnetz.


Cross-border power station project in Albbruck-Dogern (Germany)_Gruner continues to lead the way with a new state-of-the-art facility. With a new power plant scheme in Albbruck-Dogern ­(Germany), Gruner will add to its decades-long track record in power station construction and ­environmentally friendly electricity generation. Rolf Brogli dipl. Bauing. FH Senior Ingenieur, ­P rojektleiter Gruner AG, Basel

Maschinentransformator

Überspannungsleiter

Der mit dem Generator erzeugte Strom mit einer Nennspannung von 10 kV wird mittels Kabelverbindungen dem Maschinentransformator zugeführt. Dort erfolgt die Umwandlung auf die Netzspannung von 110 kV. Von der dem Transformator zugeschalteten Freiluftschaltanlage gelangt der Strom über Kabelverbindungen ins zirka vier Kilometer entfernte bestehende Kraftwerk, in welchem die Einspeisung ins bestehende 110-kV-Stromnetz erfolgt. Erneuerbare Energie für rund 35 000 Haushalte Mit Beginn der Inbetriebsetzungsarbeiten im vierten Quartal 2009 ist die Ziellinie der Bauvollendung fristgerecht erreicht worden, sodass RADAG ab Anfang 2010 pro Jahr zusätzlich 120 Mil­lionen kWh (120 GWh) umweltfreundliche Energie ­produzieren kann. Damit können bei einem durchschnittlichen jährlichen Energiebedarf von 3600 kWh pro Einfamilienhaus ­(Dreipersonenhaushalt) über 35 000 Häuser zusätzlich versorgt werden. Zudem lässt sich der Kohlendioxidausstoss gegenüber mit Kohle erzeugtem Strom um jährlich zirka 80 000 Tonnen reduzieren. Pionierrolle weiterführen Es ist erfreulich, dass – nicht zuletzt dank Einbezug des Knowhows verschiedener Spezialisten der Gruner-Gruppe – die anspruchsvollen Projektierungsaufgaben und die festgelegten Meilensteine eingehalten werden. Gruner ist bereit, ihre Pionierleistungen im Kraftwerkbau stetig weiterzuentwickeln und die Auftraggeber mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Infrastruktur und Wasserbau und mit neuen Ideen zu unterstützen.

Einheben Generator (Rotor)

| 19


Wasserversorgung Grabs und Elektrizitätswerk Grabs_Doppelnutzung eines Trinkwasserreservoirs. ­Das aussergewöhnliche Projektbeispiel zeigt, wie ein neues Reservoir sowohl der Wasserversorgung als auch der Energie­ erzeugung dient.

U 1

U 1

Baugrube mit Nagelwand

U 2

Schalung Behälter

U 3

Schalung und Bewehrung Behälterdecke

U 2

U 3

U 4 Schalung und Bewehrung Düsenboden des Aktivkohlefilters

Water supply reservoir in eastern Swiss town of Grabs doubles up as power source_The new facility is the linchpin of a scheme to improve energy supplies to the Rhine-valley town of Grabs in the canton of Saint Gall. The project involves laying around 1.8 km of new ­pipeline, with a variety of methods being used to negotiate a height difference of 230 m in the mountainous terrain. The new 1,350 m³ ­drinking water reservoir with treatment system incorporates two turbines and is set to generate some 500,000 kWh of electricity each year.

20 | mailing.18


Matthias Ensinger dipl. Bauing. TU Mitglied der Geschäftsleitung Gruner + Wepf Ingenieure AG, St. Gallen, Grabs

Sebastian Geisler dipl. Bauing. FH Projektingenieur Gruner + Wepf Ingenieure AG, St. Gallen, Grabs

In der St. Galler Gemeinde Grabs wird die Energiegewinnung aus Wasserkraft seit je grossgeschrieben: So betreibt das Elektrizitätswerk Grabs nebst diversen Brauchwasser-Kraftwerken auch das auf 1400 Metern oberhalb des Voralpsees gelegene Trinkwasserkraftwerk im Reservoir Höhi. Der steigende Energie- und Wasserbedarf bedingte seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts eine stetige Erweiterung der Anlagen, zu der auch die Gruner AG mit diversen Planungs- und Bauleitungsaufgaben, wie beispielsweise für das Kraftwerk Löchli, beigetragen hat.

Wirtschaftliche Leitungsführung Das Konzept von Gruner + Wepf sieht vor, zwei bestehende Quellen sowie das nicht benötige Wasser der Bergzone dem Reservoir Grist zuzuführen. Hierzu werden zwei neue Druckleitungen im Durchmesser von 150 und 200 Millimetern und einer Länge von 1,8 Kilometern erstellt. Aufgrund der gewählten Linienführung kann dabei auf einem Abschnitt von rund 600 Metern eine bestehende Gussleitung zum Einzug einer Kunststoffleitung aus Polyethylen verwendet werden.

Neue bedeutende Ausbauphase Das zurzeit durch Gruner + Wepf Ingenieure AG aus Grabs bearbeitete Projekt Gesamtanlage Grist ist der grösste Baustein einer weiteren Ausbauphase, der in den nächsten Jahren noch weitere folgen dürften. Grundgedanke dabei ist es, den Höhenunterschied der auf 1400 Meter gelegenen Wasserversorgungsanlagen am Grabserberg bis ins Rheintal auf 500 Metern auszunutzen.

Die Quellschüttungen und die Abgabe aus der höher gelegenen Bergzone belaufen sich auf maximal 4 500 Liter pro Minute. Wegen der starken jahreszeitlichen Schwankungen muss aber damit gerechnet werden, dass der Zulauf bis auf 1 000 Liter pro Minute zurückgeht.

Herausfordernde Ressourcenkombination Im Zuge der Projektierungsarbeiten für das Trinkwasserreservoir Grist zeigte es sich, dass es wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, im Zuge der Trinkwasseraufbereitung das kostbare Nass zugleich zur Stromerzeugung energetisch zu nutzen. Die Herausforderung dieser Projektkombination «Trinkwasserreservoir inkl. Aufbereitungsstufen» und «energetische Nutzung» bestand sowohl in der Wahl des besten Standorts und der Disposition des Gebäudes als auch in der Einhaltung aller Vorgaben (z.B. Volumen 1350 m3) und Vorschriften hinsichtlich Hygiene, Sicherheit und Zugänglichkeit für Betrieb und Unterhalt. Dabei war der Wasserspiegel von 563 m ü. M. wegen des bereits bestehenden Wasserversorgungssystems vorgegeben.

Optimiertes Gesamtkonzept Im Sinne einer Optimierung sieht das Konzept ferner vor, die beiden horizontal aufgestellten Peltonturbinen so auszulegen, dass sie mit einem gemeinsamen Generator betrieben werden können. Die installierten Leistungen betragen 15,8 kW und 58,6 kW; sie sind auf eine jährliche Energieproduktion von insgesamt rund 500 000 kWh ausgelegt, was einem Jahresstrombedarf von bis zu 100 Haushalten entspricht. Wegen der umliegenden Wohnbauten gilt es schliesslich, ein besonderes Augenmerk auf die Lärmemis­ sionen zu legen. Entsprechend wird die Turbinenanlage samt Generator auch schwindungsgedämmt eingebaut. Ende 2009/Anfang 2010 wird das aussergewöhnliche Projekt betriebsbereit sein und mit der Doppelnutzung des Trinkwassers einen weiteren Baustein zu einem ökologisch sinnvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen hinzufügen.

U 4

Peltonturbinen mit Generaton

Schwingungsisolation

Betriebsraum

Tosbecken

13.00

Zulauf Quellwasser, Bergwasser

Rohrkeller Reservoir Perdell Netz Mittelzone

18.48

| 21


Holzwärmeverbund in Grindelwald_Mehrwert für das Gletscherdorf. Der Einsatz neuer Technologien bei der Realisation einer umweltfreundlichen Holzwärmeversorgung bedingt interdisziplinäre Zusammenarbeit und Erfahrung.

Bauphasenplan

Holzheizungen sind gut für das Klima: Die Verbrennung von Holz setzt gleich viel CO 2 frei wie Bäume im Verlauf ihres Wachstums der Atmosphäre entziehen. Die gleiche Menge CO2 gelangt in die Umwelt, falls das Holz ungenutzt im Wald verrottet. Holzenergie ist also CO2-neutral. Holzheizungen sind sinnvoll für die Region: Die Nutzung von Holzenergie sorgt für eine lokale Wertschöpfung des investierten Kapitals und trägt zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der entsprechenden Region bei. Wärmeverbund für Grindelwald Die Initiative «Wärmeversorgung Grindelwald mit Holzheizwerk», die einen Wärmeverbund für das Gletscherdorf im Berner Oberland vorschlug, wurde durch den Hotelier-, Handwerker- und Gewerbeverein Grindelwald lanciert. Danach erstellte das in den Bereichen Holzanlagen und Qualitätsmanagement spezialisierte Planungsbüro Ardens GmbH aus Liestal im Auftrag der Initianten eine Machbarkeitsstudie über den vorgesehen Wärmeverbund. Eine ökologische und wirtschaftliche Lösung Die Untersuchung zeigte, dass der Verbund ökologisch sinnvoll ist und sich auch ökonomisch rechnet. Aufgrund dieser positiven Beurteilung erfolgte die Gründung der Trägerschaft Holzwärme Grindelwald (vgl. Kasten), die von der einheimischen Bevölkerung begrüsst und unterstützt wurde. Ebenso Unterstützung fand der Bau einer Wärmeversorgungsanlage beim Kanton Bern, bei der Stiftung Klimarappen sowie beim Bund im Rahmen seines Konjunkturstabilisierungsprogramms. 22 | mailing.18

Zügige Projektrealisation Im Jahre 2008 beauftragte die Trägerschaft die Planer von Roschi + Partner mit der Erarbeitung des Vorprojekts. Dieses wurde im ­Rahmen eines Generalplanermandates in enger Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten der Gruner-Gruppe und regionalen Ingenieur­ büros realisiert: Nach nur zweijähriger Planung konnte neulich bereits der Spatenstich des 17-Millionen-Projektes gefeiert werden, dessen erste Etappe im August 2010 betriebsbereit sein wird; und bereits ein Jahr danach sollte alsdann der Vollausbau des neuen Holzheizwerks erreicht sein. Holzheizwerk ohne Schwaden Schon bei Planungsbeginn stand fest, dass das neue Holzheizwerk schwadenfrei sein musste, was bedeutet, dass die bei Holzhei­ zungen aus dem Kamin strömende Kondensationsfahne aus touristischen Überlegungen nicht sichtbar sein durfte. Zur Erfüllung dieser Forderung setzten die Spezialisten von Roschi eine für die Schweiz neuartige Technologie ein, die auf einem Energieeinsatz zur aufwendigen Entschwadung beruht. Dieses Konzept garantiert Schwadenlosigkeit bis zu einer Aussentemperatur von –5 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 80 Prozent. Leistungsstarkes Heizsystem Der Standort der Heizzentrale liegt unterhalb des Dorfes. Da die Höhendifferenz vom tiefsten zum höchsten Punkt der Anlage rund 150 Meter beträgt, ist eine Systemtrennung mittels Wärmetauschern vorgesehen. Die Anlage zur Wärmeerzeugung umfasst zwei Holzheizkessel mit 3,2 und 1,2 MW, einen Abgaskondensations-


Economical, eco-efficient wood-fired heating provides added value for Grindelwald_In developing a wood-fired district heating system for the “glacier village” of Grindelwald, Roschi + Partner’s energy ­specialists are applying multidisciplinary know-how and innovative, eco-friendly technology.

Beat Reichenbach dipl. Ing. FH (HLK) Abteilungsleiter ­Heizung/Kälte Roschi + Partner AG, Bern

Wärmetauscher mit 0,7 MW sowie ein mit Öl betriebener Spitzenlast- und Notkessel von 5 MW. Die Länge der Fernleitung beträgt 4500 Meter. Positive Zwischenbilanz Es ist erfreulich, dass sich von den anfänglich 75 Interessenten bis heute deren 45 dem Verbund angeschlossen und einen definitiven Wärmeliefervertrag abgeschlossen haben. Aufgrund der Vorteile des Wärmeverbunds und der zügigen Projektrealisation wird sich diese Zahl aber noch deutlich erhöhen. Mit dem wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Holzwärmeverbund hat Grindelwald die Chance genutzt, einen Beitrag zur Klimaschonung zu leisten.

Termine Vorprojekt Verkauf Wärmelieferverträge Gemeindeabstimmung Umzonung Eingabe Baugesuch Ausschreibungen, Vergaben Baubewilligung Baubeschluss Spatenstich Baubeginn Fernleitungen Inbetriebnahme Heizzentrale Wärmelieferung Wärmelieferung Ausbauetappe

April 2008 Mai bis Dezember 2008 5.12.2008 Dezember 2008 Januar–Juli 2009 Juni 2009 Juni 2009 13.8.2009 September 2009 August 2010 September 2010 September 2011

Trägerschaft Holzwärme Grindelwald AG: sol-E Suisse AG, Bern Tochterunternehmen der BKW FMB Energie AG Elektrizitätswerk Grindelwald AG, Grindelwald Gemeinde Grindelwald, Grindelwald Handwerker- und Gewerbeverein Grindelwald, Grindelwald Hotelierverein Grindelwald, Grindelwald

| 23


Fernwärme Saanen-Gstaad_Ökologische Heizenergie für eine Ferien­ region. Gruneko AG realisiert als Generalplaner herausforderndes Fernwärmeprojekt mit CO2-neutralem Holzbrennstoff.

CO2-neutrale Holzschnitzel aus der Region Die bereits im Jahre 2008 fertiggestellte neue Heizzentrale umfasst zwei Holzkessel mit einer Leistung von 4,2 MW bzw. 3,2 MW sowie zur Spitzenabdeckung und Optimierung der Versorgungs­ sicherheit einen Ölkessel, der 7,0 MW leistet. Als Brennstoff wird ein aus Waldhackschnitzeln, Sägereirestholz, Landschaftspflegeund Altholz bestehendes Holzsortiment eingesetzt, das mehrheitlich aus dem Saanenland und der Region Pays-d’Enhaut stammt. Mit diesen CO2-neutralen Holzschnitzeln von rund 47 000 Kubikmetern lassen sich im Endausbau der Fernwärmeversorgung jährlich bis 3,3 Millionen Liter Heizöl ersetzen.

Der Grundgedanke Im Auftrag des Energie-Contractors Elektra Baselland (EBL) realisiert Gruneko AG in der Region Saanen-Gstaad einen der grössten Fernwärmeverbunde der Schweiz auf Holzenergiebasis. Mit dem wegweisenden Lösungskonzept lassen sich jährlich 8 000 t CO2 substituieren. Damit leistet eine bedeutende Schweizer Tourismusdestination einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung des Landschaftsbildes und zu einer guten Luftqualität.

24 | mailing.18

Ökologisch sinnvolle Energieerzeugung Die Gesamtanlage wird nach Fertigstellung im Jahre 2011 ein ­Wärmeverteilnetz von 12 Kilometern Länge aufweisen. Mit diesem wird der Heizbedarf von rund 170 Liegenschaften gedeckt, was einer Energienachfrage von 28 000 MWh entspricht. Da über 90 Prozent dieser Wärme mit umweltfreundlichem Holzmaterial erzeugt wird, trägt die neue ökologische Verbundlösung zur Bewahrung einer guten Luftqualität und eines intakten Landschaftsbildes bei. Projektoptimierung als Herausforderung Im Rahmen des Basic Design wurde die in der EBL-Studie vorge­ sehene Trasseführung durch Gruneko AG geprüft und durch eine optimierte Variante ersetzt. Dabei wurden sowohl geologische und hydrologische Aspekte oder Fragen der Durchleitungen als auch Kundenanliegen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen im Sinne einer nachhaltigen Lösung einbezogen. Auf Basis dieser gesamt-


Saanen-Gstaad district heating system_Eco-friendly heating supply for holiday region. As lead designer, Gruneko AG is developing a ­forward-looking, wood-fired, CO2-neutral district heating system.

heitlichen Arbeitsgrundlage fällte der Verwaltungsrat der EBL alsdann den Bauentscheid zur Realisation des neuen Versorgungskonzeptes, dessen Investitionskosten von rund 23 Millionen Franken die Planer von Gruneko mit einer Genauigkeit von ±10 Prozent veranschlagten. Gruneko als Generalplaner Nach erfolgtem Baubeschluss erhielt die Gruneko AG als Generalplaner das Folgemandat zur Erarbeitung des Detail Design: Bereits einige Monate danach, nämlich ab März bis November 2008, wurde die Hauptverteilung mit einer Trasselänge von 8 Kilometern sowie 20 Hausanschlüssen realisiert. Fristgemäss im Dezember konnten die ersten Wärmebezüger, darunter auch das renommierte Hotel Palace, mit Fernwärme beliefert werden. Die Einhaltung dieses knappen Zeitrahmens (vgl. Kasten), das während der Sommermonate auch touristische Grossanlässe zu berücksichtigen hatte, war nur dank einer detaillierten Trasseplanung, eines straffen Terminprogramms mit kluger Aufteilung der Baulose und nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit unter allen Beteiligten möglich. Wegweisendes Projekt Für die Ausführung konnten das Projektteam und die örtliche Bauleitung der Gruneko AG auf insgesamt 100 Mitarbeitende der unterschiedlichsten Berufsgattungen wie Tiefbauer, Schweisser, Isoleure oder Schreiner zählen. Bis Ende 2011 werden noch weitere Ausbauarbeiten an der Feinverteilung sowie die Anschlüsse von weiteren 150 Nutzern folgen.

Straffes Terminprogramm Okt. 2005–Aug. 2006 September 2006 Nov. 2006–Mai 2007 Juni/August 2007 März 2008–Nov. 2008 April–Dez. 2008 Nov. 2008–Nov. 2011

Projektentwicklung durch EBL Realisierungsentscheid EBL bis Basic Design Basic Design durch Gruneko AG Bauentscheid der EBL und Detail Design durch Gruneko AG Realisation Hauptverteilung und 20 Hausanschlüsse Bau Wärmezentrale und Wärmelieferung (10 Hausanschlüsse) Planung/Realisation Feinverteilung und restliche Hausanschlüsse

Jean-Claude Loosli Tiefbauzeichner Abteilungsleiter ­L eitungsbau Gruneko AG, Basel

| 25


>

Last Minute

ATU Prix 2009 – Bernischer Kulturpreis für Architektur, Technik und Umwelt. Die Gruner-Gruppe wurde ausgezeichnet. Mit der Preisverleihung verfolgt die private Stiftung ATU Prix zwei Hauptziele: Erstens erhofft sie sich durch die Auszeichnung beispielhafter Werke und Planungen eine Qualitätssteigerung im Bereich der gebauten Umwelt und eine Motivation für Bauherrschaften und Projektteams. Und zweitens wollen sie auf die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung von Architektur, Technik und Umwelt im Kanton Bern aufmerksam machen. So werden beim ATU Prix gleichermassen die Auftraggeber und die Projektteams gewürdigt – weil Qualität nur entsteht, wenn Bauherrschaften beispielsweise nachhaltige Zielsetzungen definieren, Planungsprozesse weitsichtig steuern und qualitative Auswahlverfahren unterstützen. Bei drei der sieben mit dem ATU PRIX 2009 ausgezeichneten Werke, der Wohnüberbauung Hardegg, der Hochschule der Künste Bern und der kaufmännischen Schule in Biel war die Gruner-Gruppe in interdisziplinär wirkenden Teams in den Bereichen Bauingenieurwesen sowie Haustechnik beteiligt. Wohnüberbauung Hardegg Bern. 183 Miet- und Eigentumswohnungen für rund 1 000 Personen Auftraggebende Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz, Bern Architektur Matti Ragaz Hitz Architekten AG, Liebefeld-Bern Landschaftsarchitektur Rotzler Krebs Partner GmbH, Winterthur Bauingenieur Gruner Ingenieure AG, Brugg Bauingenieur Erschliessung Rothpletz, Lienhard + Cie AG, Bern Elektroingenieur Eproplan AG, Gümligen HLKS-Ingenieur Roschi + Partner AG, Ittigen Bauphysik Gartenmann Engineering AG, Bern Geologie/Hydrogeologie Geotechnisches Institut AG, Bern

Instandstellung und Umbau. Alte Schild Tuchfabrik Auftraggebende AGG Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern Erziehungsdirektion des Kantons Bern Hochschule der Künste Bern, HKB Architektur Rolf Mühlethaler Architekt BSA SIA, Bern Stefan Lobsiger, Projektleiter Planungsteam Metron AG, Kostenplanung, Brugg H.P. Stocker + Partner AG, Gümligen Prantl Bauplaner AG, Münsingen Varrin & Müller, Thun IBE Institut Bau & Energie AG, Bern Luco Ingenieure und Planer AG, Bern Roschi + Partner AG, Ittigen Prometplan AG, Brügg bei Biel Zeugin Bauberatung AG, Münsingen BFB Bildung Formation Biel. Baustein der neuen städtebaulichen Entwicklung Auftraggebende Stiftung zur Förderung der kaufmännischen Berufsschule Biel, Port Architektur mlzd, Biel Bauleitung Bauleitung GmbH, Biel Bauingenieur Aeschbacher & Partner AG, Biel HLKS-Planer Roschi + Partner AG, Ittigen Elektroingenieur Bering AG, Bern Bauphysik und Akustik B + S Ingenieur AG, Bern Fassadenplanung Sutter + Weidner, Biel Farbgestaltung Sonja Kretz, Aarau Mit grosser Freude haben unsere Fachplaner und Ingenieure die Ehrung entgegengenommen. www.atu-prix.ch

26 | mailing.18


Gold für Geomechanik – Dr. Jörg Meier wurde mit dem Leopold Müller Preis ausgezeichnet Anfang Oktober 2009 wurde Dr. Jörg Meier (31) im Rahmen des Geomechanischen Kolloquiums der Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik (ÖGG) für seine Dissertation mit dem Leopold Müller Preis geehrt. Der Preis wird einmal jährlich für eine hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Geomechanik vergeben. Die prämierte Arbeit wurde vonseiten der Bauhaus-Universität Weimar von Prof. Tom Schanz, ehemals Professur Bodenmechanik, und Prof. Klaus Gürlebeck, Professur Angewandte Mathematik, betreut. Externe Gutachter waren Prof. Michael Moser, Lehrstuhl für angewandte Geologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Prof. Helmut Bock. Die Dissertation mit dem Titel «Parameterbestimmung mittels inverser Verfahren für geotechnische Problemstellungen» setzt sich mit den numerischen Eigenheiten und Eigenschaften geotechnischer Modelle aus Sicht der Parameterrückrechnung auseinander. In diesem Kontext werden die Bedürfnisse und Charak­ teristika geotechnischer Modelle denen der Parameterrückrechnung mittels mathematischer Optimierungsverfahren gegenübergestellt. Interessierte können die Dissertation als Publikation der Schriftenreihe Geotechnik der Bauhaus-Universität Weimar ­nachlesen (ISBN 978-3-86068-370-5) oder wenden sich direkt an Dr. Jörg Meier, Gruner AG, Telefon +41 61 317 61 61. Link zur Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik oegg.at

Der Gruner-Diplompreis … wird jährlich für herausragende Absolventen im Bereich Bauingenieurwesen der Fachhochschulen Nordwestschweiz und Bern gestiftet. Im Rahmen der Diplomfeiern der Berner Fachhochschule in Burgdorf und der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz ist je eine herausragende Diplomarbeit mit dem Gruner-Preis 2009 ausgezeichnet worden. In Muttenz waren Rafael Häni und Jan Herzog die Empfänger des Preises. Sie wurden ausgezeichnet für ihren innovativen Lösungsvorschlag im Rahmen einer Auslanddiplomarbeit für ein Mikro-Kraftwerk auf 3 500 m ü. M. zum Thema Micro hydro power unit for rural electrification in Ladakh (Indien). Roman Reinhardt, Diplomand der Berner Fachhochschule, war der Empfänger der Auszeichnung für die beste Detailbearbeitung im konstruktiven Bau im Rahmen seiner Thesisarbeit Experimentelle und numerische Untersuchungen des Kriechverhaltens einer Holz-Beton-Decke.

Wir gratulieren den jungen Berufsleuten und ­wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg! | 27


>

Last Minute

Trinationale Bauingenieurausbildung Ehre für Heinrich Gruner. Die Klasse des ­diesjährigen Studiengangs an der Fachhochschule Nordwestschweiz trägt den Namen des Ingenieurpioniers und Gründers der Gruner AG.

Heinrich Gruner mit seinem Sohn Heinrich Eduard

Im Zuge der europäischen Integration und der Internationalisierung der Baumärkte haben die drei Partnerhochschulen Basel, Karls­ ruhe und Strassburg einen in Europa einzigartigen Studiengang zum Bauingenieur geschaffen. Dabei erwerben die Studierenden nicht nur professionelles Fachwissen und einen international anerkannten Abschluss mit einem trinationalen Zertifikat – mit der beruflichen Reife erweitern sie gleichzeitig auch ihr Verständnis für Sprachen, Menschen, Kulturen und Mentalitäten.

Bei der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist es Tradition, das Bauingenieurstudium des jeweiligen Jahres nach einer bedeutenden Persönlichkeit aus der Region zu benennen. Entsprechend wurde die diesjährige Studienklasse nach Heinrich Gruner benannt – einem Pionier der Bau- und Konstruktionstechnik. Der 1833 geborene und im Alter von 73 Jahren verstorbene Basler gründete im Jahre 1862 das erste Ingenieurbüro der Schweiz, welches heute noch seinen Namen trägt. Seither hat sich die Gruner-Gruppe zu einem Unternehmen mit 600 Mitarbeitenden entwickelt, die an über 20 Standorten tätig sind.

Kaiserslautern

Ludwigshafen

Saarbrücken

Frankfurt

Metz Paris

Karlsruhe

Nancy

Tübingen

Strasbourg Illkirch

Offenburg

Stuttgart München

Reutlingen

Épinal Colmar Freiburg

Mulhouse Singen Belfort Besançon

Kreuzlingen

Basel Delémont

Muttenz

Aarau

Baden

Liestal

Zürich Chur

Solothurn Bern Genève

Älteste Bogenstaumauer in Europa. Lac de Montsalvens im Kanton Fribourg

Winterthur St. Gallen

Luzern Lugano

Grenzüberschreitender Studienverbund der Fachhochschulen von Basel, Karlsruhe und Strassburg

28 | mailing.18

Schaffhausen


Das Ingenieurtram – 2009–2011 auf dem Tramnetz von Zürich unterwegs. Mit einer fahrenden Plattform – dem Ingenieurtram – wird auf die Leistungen und die vielen Facetten des Ingenieurberufs aufmerksam gemacht.

«Ingenieure schaffen Lebensqualität» – unter diesem Motto heisst das Ingenieurtram Interessierte willkommen. Während der Fahrt erfahren Besucher in filmischen Kurzgeschichten, wo überall Inge­ nieurleistungen verborgen sind und welche innovativen und vielseitigen Ingenieurlösungen den Alltag und die Stadt sicher und komfortabel machen. Das Ingenieurtram ist eine von verschiedenen Massnahmen der von der usic lancierten Imagekampagne, welche zum Ziel hat, für die Berufe der Bau- und Gebäudetechnikingenieure zu werben sowie ein besseres Verständnis für die Aufgaben der Ingenieure in Wirtschaft und Gesellschaft zu gewinnen. Diese Imagekampagne wird durch die Gruner-Gruppe unterstützt. Besuchen Sie: www.ingenieure-gestalten-die-schweiz.ch

Autoren dieser Ausgabe Hans Böhi, 1947 dipl. Ing. ETH

Rolf Brogli, 1956 dipl. Bauing. FH

Matthias Ensinger, 1962 dipl. Bauing. TU

Faszination am Beruf Mit einem engagierten Team unsere Kunden beraten und gemeinsam gute Lösungen realisieren Funktion in der Gruner-Gruppe Vorsitzender der Geschäftsleitung, Gruneko AG, Basel Hobbys Radfahren, Wandern, Skifahren, Theater, Oper

Faszination am Beruf Die Vielfalt von Herausforderungen sowie das Umsetzen von Ideen Funktion in der Gruner-Gruppe Senior Ingenieur, Projektleiter, Gruner AG, Basel Hobbys Basler Trommeln, Garten, Kochen, Schwimmen

Faszination am Beruf Die Vielfältigkeit und die Spezialitäten Funktion in der Gruner-Gruppe Mitglied der Geschäftsleitung, Gruner + Wepf ­Ingenieure AG, St. Gallen, Grabs Hobbys Familie, Tennis, Wandern, ­Skifahren

Sebastian Geisler, 1977 dipl. Bauing. FH

Marc Haberthür, 1966 dipl. Ing. FH (HLK)

Jean-Claude Loosli, 1962 Tiefbauzeichner

Faszination am Beruf Die unterschiedlichen Herausforderungen, die sich bei jedem Projekt ergeben Funktion in der Gruner-Gruppe Projektingenieur Gruner + Wepf Ingenieure, St. Gallen, Grabs Hobbys Radfahren, Wandern, Foto­ grafieren

Faszination am Beruf Verschiedene Kunden, jedes Projekt ist anders Funktion in der Gruner-Gruppe Senior Projektleiter Gebäudetechnik/ Fachplaner HK, Roschi + Partner AG, Bern Hobbys Sport, Familie

Faszination am Beruf Abwicklung von unterschiedlichsten Projekten Funktion in der Gruner-Gruppe Abteilungs­leiter Leitungsbau, ­ Gruneko AG, Basel Hobbys Fussball, im Besonderen der FC Basel, Wandern, Lesen, Reisen

Beat Reichenbach, 1958 dipl. Ing. FH (HLK)

Carina Sagerschnig, 1982 Dipl.-Ing. (FH) Gebäudetechnik

Faszination am Beruf Bewährte Anlagekomponenten zu einem Gesamtsystem zu vereinen, welches funktioniert und zudem ökologisch und ökonomisch die Bedürfnisse des Auftraggebers und der Umwelt erfüllt Funktion in der Gruner-Gruppe Abteilungsleiter Heizung/Kälte, Roschi + Partner AG, Bern Hobbys Fotografieren, Walken, Reisen

Faszination am Beruf Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Individualität jedes Projekts Funktion in der Gruner-Gruppe Projektleiterin Bauklimatik, Gruner AG, Basel Hobbys Lesen, Reisen

Axel Seerig, 1962 Dr.-Ing. Diplomingenieur Maschinenbau, Verfahrenstechnik

Thomas Weidlich, 1961 dipl. Ing. FH (HLK)

Marc Wüthrich, 1974 dipl. Klimatechniker TS, NDS Energie FH

Faszination am Beruf Die Vielfältigkeit der Aufgaben und der Wunsch nach guten Lösungen Funktion der Gruner-Gruppe Senior Projektleiter, Gruneko AG, Basel Hobbys Lesen, Fotografieren, Wandern

Faszination am Beruf Die Vielfalt der Aufgabenstellungen und der Kontakt mit Menschen Funktion in der Gruner-Gruppe ­A bteilungsleiter Lüftung, Roschi + Partner AG, Bern Hobbys Fliegenfischen

Faszination am Beruf Mit der eigenen Arbeit das Spannungsfeld zwischen Mensch, Technik und Architektur mitzugestalten Funktion in der Gruner-Gruppe Abteilungsleiter Bauklimatik, Gruner AG, Basel Hobbys Reisen, Fotografieren, Entwerfen

| 29


Ihr direkter Draht zu Ingenieur- und Planerleistungen. Wählen Sie 0 8 4 8GRUNER

Nordwestschweiz

Bern/Mittelland

Zürich/Ost-/Innerschweiz

International

Gruner AG Ingenieure und Planer Hauptsitz Gruner-Gruppe Gellertstrasse 55 CH-4020 Basel Telefon +41 61 317 61 61 Fax +41 61 312 40 09 mail@gruner.ch

Gruner Ingenieure AG Altenburgerstrasse 49 CH-5200 Brugg Telefon +41 56 460 69 69 Fax +41 56 441 15 75 mail@gruner.ch

Berchtold + Eicher Bauingenieure AG Chamerstrasse 170 CH-6300 Zug Telefon +41 41 748 20 80 Fax +41 41 748 20 81 email@berchtold-eicher.ch

Gruner International Ltd Consulting and Engineering Altenburgerstrasse 49 CH-5200 Brugg Telefon +41 56 460 69 69 Fax +41 56 441 15 75 international@gruner.ch

Gruner + Wepf Ingenieure AG, St. Gallen Oberstrasse 153 CH-9000 St. Gallen Telefon +41 71 245 17 17 Fax +41 71 245 49 44 mail-st.gallen@grunerwepf.ch

Gruner GmbH Ingenieure und Planer Brückengasse 11 A-1060 Wien Telefon +43 1 595 22 75 Fax +43 1 595 22 75 info@gruner.at

Niederlassungen Sternenhofstrasse 15 CH-4153 Reinach Telefon +41 61 717 92 00 Fax +41 61 711 57 68 mail-reinach@gruner.ch Langackerstrasse 12 CH-4332 Stein Telefon +41 62 873 34 63 Fax +41 62 873 13 31 mail-stein@gruner.ch Böhringer AG Ingenieure und Planer Mühlegasse 10 CH-4104 Oberwil Telefon +41 61 406 13 13 Fax +41 61 406 13 14 mail@boe-ag.ch Niederlassungen Sternenhofstrasse 15 CH-4153 Reinach Telefon +41 61 406 13 13 Fax +41 61 406 13 14 mail@boe-ag.ch Leimenstrasse 2 CH-4118 Rodersdorf Telefon +41 61 406 13 13 Gruneko AG Ingenieure für Energiewirtschaft Güterstrasse 137 Postfach CH-4002 Basel Telefon +41 61 367 95 95 Fax +41 61 367 95 85 mail@gruneko.ch Lüem AG Ingenieurbüro Blauensteinerstrasse 5 CH-4053 Basel Telefon +41 61 205 00 70 Fax +41 61 271 56 41 mail@luem.ch

30 | mailing.18

Niederlassungen Rohrerstrasse 20 CH-5000 Aarau Telefon +41 62 822 58 68 Fax +41 62 823 13 45 mail@gruner.ch Grundstrasse 33 CH-4600 Olten Telefon +41 62 212 10 58 Fax +41 62 212 34 08 mail@gruner.ch Roschi + Partner AG Energie Gebäude Technik Schermenwaldstrasse 10 CH-3063 Ittigen Telefon +41 31 917 20 20 Fax +41 31 917 20 21 bern@roschipartner.ch Niederlassung Unt. Steingrubenstrasse 19 CH-4500 Solothurn Telefon +41 32 622 34 51 Fax +41 32 623 72 94 solothurn@roschipartner.ch

Niederlassungen Hauptstrasse 84 CH-9113 Degersheim Telefon +41 71 371 12 66 Fax +41 71 371 12 62 mail-degersheim@grunerwepf.ch Vorderdorfstrasse 18 CH-9472 Grabs Telefon +41 81 771 37 33 Fax +41 81 771 54 56 mail-grabs@grunerwepf.ch Blattenstrasse 11d CH-9052 Niederteufen Telefon +41 71 335 09 22 Fax +41 71 335 09 20 mail-teufen@grunerwepf.ch Blattenrain 7 CH-9050 Appenzell Telefon +41 71 787 10 10 Fax +41 71 335 09 20 appenzell@grunerwepf.ch Drosselweg 1 CH-9320 Arbon Telefon +41 71 446 21 21 Fax +41 71 245 49 44 arbon@grunerwepf.ch Gruner + Wepf Ingenieure AG, Zürich Thurgauerstrasse 56 CH-8050 Zürich Telefon +41 43 299 70 30 Fax +41 43 299 70 40 mail-zh@grunerwepf.ch Niederlassungen Wilerstrasse 1 CH-9230 Flawil Telefon +41 71 393 20 10 Fax +41 71 393 51 67 mail-flawil@grunerwepf.ch

Gruner + Partner GmbH Ingenieure und Planer Dufourstrasse 28 D-04107 Leipzig Telefon +49 341 21 72 660 Fax +49 341 21 72 689 mail@gruner-partner.de


18

www.gruner.ch

Impressum mailing. der Gruner-Gruppe Ausgabe 18, 09/2 erscheint zweimal j辰hrlich

> Adresse Gellertstrasse 55 CH-4020 Basel

> Autoren Mitarbeitende der 足 Gruner-Gruppe

> Redaktion Eliane Mattenberger Lei足t erin Marketing Gruner AG, Basel Telefon +41 61 317 61 61

> Gestaltung Brenneisen Communications, Basel

> Fotos Friedel Ammann, Basel, Ralph Bensberg, Z端rich, Peter Hauck, Basel, Lilli Kehl, Basel, Manfred Richter, Reinach

| 31


Optimierung

Energetische Simulation

Optimierung

Minimum Energieverbrauch

Anlagensimulation

Optimierung

Optimierte Versorgung

Optimierte Energiebilanz

Optimum Behaglichkeit

Optimierte Energiebilanz

Optimierte Fassade

Thermische Simulation

Optimierte Fassade

Planung Fassade

Gruner AG Ingenieure und Planer Gellertstrasse 55 CH-4020 Basel Telefon 08 4 8GRUNER oder +41 61 317 61 61 Fax +41 61 312 40 09 mail@ gruner.ch www.gruner.ch

Minimum Energieeinsatz

Mailing energieeffizientebauten energieerzeugung verteilung deutsch  
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you