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Druckfarben härten Siebdruck | von Kieth Stevens, www.iccink.com/ www.internationalcoatings.blog.com Eines der besten Dinge an Plastisol-Druckfarben ist, dass sie nicht trocknen, wenn sie nicht der korrekten Hitze zum „Trocknen“ ausgesetzt werden. Wenn PlastisolFarben nicht genügend getrocknet werden, kann das Kleidungsstück ruiniert werden. In diesem Artikel gibt Keith Stevens praktische Tipps über Trockner und das Härten von Druckfarben.

Plastisol ist sehr stabil und vorhersehbar. Wenn ich eine technische Anfrage über das Trocknen/Härten von Farben erhalte, geht es meistens um folgende zwei Probleme: Die Temperatur war zu niedrig oder die Hitze wurden nicht genügend lange angewendet. Da Härten ein Thema ist, zu dem ich häufig gefragt werde, lassen Sie mich Folgendes wiederholen: Die beste Art, Plastisolfarben zu härten, ist mit einem Durchlauftrockner und zwar nicht mit einem Haartrockner oder einem gebastelten Trockner, sondern mit einem Trockner, der speziell zum Härten von Druckfarben entwickelt worden ist. Arten von Trocknern Trockner kommen in verschiedenen Formen. Einige erzeugen die Hitze mit einer Flamme, andere verwenden dazu ein Heizelement (wie ein Infrarotelement). Gastrockner erzeugen Hitze mittels Flammen und durch das Bewegen von Luft durch die Flammen, um die gewünschte Temperatur im Trockner zu erzielen. Die heiße Luft wird dann über das Förderband geblasen, um eine gleichmäßige Hitze über die gesamte Kammerlänge zu gewährleisten. Die von einer Flamme erzeugte Hitze ist sehr trocknen und kann wasserbasierte Druckfarben einschließlich Ätztinten sehr gut trocknen. Und es ist noch immer die bevorzugtest Art, um Plastisoldruckfaben zu härten aber auch definitiv die beste Art, um wasserbasierte Druckfarben zu trocknen. Bei wasserbasierten Farben muss das Wasser aus der Farbstoffschicht entfernt werden, bevor die Moleküle sich chemisch miteinander verbinden und solide werden können. Denken Sie daran, dass einige wasserbasierte Druckfarben, wie Ätztinten, trocknen können, wenn Sie der Luft ausgesetzt warden; sie werden jedoch weder ätzen noch härten. Die Farbe muss auch noch immer der Hitze ausgesetzt werden, bevor die Ätzung erfolgt. Elektrische Trockner arbeiten in der Regel mit InfrarotHeizelementen, die in der Hitzekammer direkt über dem Förderband montiert sind. Elektrische Trockner sind meistens weniger kostspielig als Gastrockner und werden auch in kleineren Größen angeboten. Die niedrigpreisigen Trockner können jedoch mitunter kalte Flecken aufweisen, an denen die Hitze in der Kammer unregelmäßig verteilt ist, was dazu führen kann, dass der Stoff oder die Farbe versengt werden. Einige Trockner von besserer Qualität sind mit internen Ventilatoren ausgestattet, die die Luft in der Hitzekammer verteilen und für eine regelmäßigere Temperatur sorgen.

Rückblick Als ich damit begann, diesen Artikel zu schreiben, musste ich unweigerlich an die Zeiten denken, als das Unternehmen in dem ich arbeitete, den Druckbetrieb schließen musste. Der Besitzer bat mich, um ein paar Kunden zu halten, einen kleinen Druckbetrieb in seinem Haus in Chatsworth, Californien, USA einzurichten. Wir zogen ein paar Verlängerungskabel von der elektrischen Schalttafel auf der anderen Seite seines Farmhauses. Dann wurde ich darum gebeten, einen Trockner zu bauen, von Anfang an. Und das kam dabei heraus: Als erstes brauchte ich eine Basis mit Beinen. Dafür verwendet ich ein kleines Eisenteil eines Zauns, wie man es in einem Heimwerkergeschäft finden kann. Aus einem 4-Zoll-PVC-Rohr und ein paar billigen Kugellagern auf jeder Seite stellte ich die Rollen für das Förderband her. Dann fand ich einen Gleichstrommotor mit Geschwindigkeitsregelung von Grainger, um das Förderband anzutreiben. Oben drauf kam dann ein großes 220-VoltInfrarotpanel, das für die notwendige Hitze sorgte. Das war ziemlich primitiv, aber wissen Sie was? Es hat funktioniert! Später, als das Unternehmen wieder Gewinne erarbeitete, und wir in einen größeren Raum umziehen konnten, konnten wir auch einen richtigen Trockner kaufen. Einige meiner früheren Mitarbeiter, mit denen ich nach über 30 Jahren noch immer Kontakt habe, sprechen noch heute von diesem Trockner. Vor ein paar Jahren erfuhr ich, dass jemand den Trockner in einem Lagerhaus gesehen hat, wo ihn der Besitzer vor langer Zeit eingelagert hat. Härten von Plastisoldruckfarben Zurück zum Härten: Plastisol muss mindestens auf 160ºC Grad erhitzt werden, um als gehärtet erachtet zu werden. „Und wie lange?“ werden Sie jetzt fragen. Gut, das ist die große Frage. Die meisten Druckbetriebe haben keine Ahnung. Plastisoldruckfarben sind nicht so kompliziert. Ich vergleich Plastisoldruckfarben gerne mit einem Kuchen- oder Plätzchenteig. Wie ein Kuchenteig besteht auch Plastisolfarbe aus verschiedenen Zutaten: Da ist das „Mehl“ (Harz), das „Wasser“ (Weichmacher), die „Eier“ (spezielle Zusätze für Dehnbarkeit oder Haftung usw.) und die „Geschmacksmittel“ (Farbpigmente). Sie verstehen das, oder .... Sowohl der Kuchen als auch das Plätzchen erfordern dieselbe Temperatur, um vollständig gebacken zu werden. Der Kuchen braucht jedoch mehr Zeit. An einem anderen Beispiel: Wenn Sie die Temperatur erhöhen, und hoffen, dass der Kuchen dadurch gleich schnell fertig gebacken wird, wie das Plätzchen, risikieren Sie, den Kuchen oben und unten zu verbrennen, während das ▶ Innere noch nicht gebacken wäre.

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