Page 1

Magazin für Medienmacher www.visdp.de

Thomas Rogalla

„Wie in einer zerrütteten Ehe“

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala

Mit Pin-ups

V.i.S.d.P.: Was kam bei dem Treffen mit David Montgomery heraus? Thomas Rogalla: Das Gespräch verlief zurückhaltend und sachlich. Wir schilderten, warum wir um die Qualität der Zeitung fürchten. Doch Montgomery schien nicht für journalistische Argumente zugänglich zu sein. Ihm geht es um verwertbaren Content, uns um den Inhalt und den Gehalt der Zeitung. Wir fordern deshalb weiterhin eine Änderung der Geschäftspolitik. Man kann schlichtweg nicht aus einer Zeitung nur Geld heraus pressen, ohne vorher zu investieren. V.i.S.d.P.: Wie wirken sich die Abgänge auf den Redaktionsalltag aus? Rogalla: Es wird immer schwieriger. Vor allem können wir weniger Projekte, wie etwa große Serien zu einzelnen Themen, umsetzen. Trotzdem machen wir nach wie vor die beste Zeitung im Berliner Wettbewerb und haben den Ehrgeiz, noch besser zu werden. Dass man uns daran hindert, ärgert viele in der Redaktion. V.i.S.d.P.: Werden denn die Stellen demnächst neu besetzt? Rogalla: Ja, das haben wir Depenbrock abtrotzen können. Fünf Stellen sind aktuell ausgeschrieben.

Foto: Paulus Ponizak

V.i.S.d.P.: Wann kommt das versprochene neue Redaktionssystem und wann der überarbeitete Online-Auftritt? Rogalla: Das neue Redaktionssystem ist endlich in Arbeit. Es wurde auch Zeit, denn mit unserem Uraltsystem kann man nicht mal richtig im Internet recherchieren. Im Bereich Online ist für die Redaktion noch kein ausgearbeitetes Konzept des Verlags zu erkennen.

In der BERLINER ZEITUNG rumort es. Der Eigner, David Montgomery, will hohe Rendite. Chefredakteur und Geschäftsführer Josef Depenbrock setzt den Sparkurs um. Stellen werden gestrichen, das veraltete Redaktionssystem sowie der Online-Auftritt nicht erneuert. V.i.S.d.P. sprach nach dem Krisengespräch am Montag mit Thomas Rogalla vom Redaktionsausschuss. Interview: Sebastian Menk

1/8

V.i.S.d.P.: Wie kann man sich die Arbeit zwischen dem Chefredakteur Josef Depenbrock und der Redaktion vorstellen? Rogalla: Wie in einer zerrütteten Ehe. Allerdings ist der Multitasker Depenbrock oft nicht da. Das ist nicht gut, gestaltet aber den Alltag durchaus einfacher. Die Redaktion macht allein die Zeitung. Mit dem Weggang seines Stellvertreters im Verlag und des Personalleiters hat er zwei weitere Positionen zu verantworten. So wie wir ihn kennen gelernt haben, ist er vor allem ein Business-Mann. Zu den journalistischen Erfordernissen einer Hauptstadtzeitung hat er bis heute keinen richtigen Draht.

Hajo Schumacher

Liebe Leser, man muss kein Marxist sein, um die Vorgänge bei der BERLINER ZEITUNG für entwürdigend zu halten. Das renditegetriebene Ruinieren einer Qualitätszeitung ist allerdings weder die Schuld von Mogul Monty noch von Chefexekutor Depenbrock. Die sind halt so. Nein, angerichtet hat das Desaster der frühere Kartellamtschef Ulf Böge. Den Blick manisch auf Regeln und Paragraphen geklebt, wurde das Blatt einem als gnadenlos bekannten Verleger bewusst in den Rachen geworfen. Und die Kettensäge, die alle erwartet hatten, kreiste fortan tatsächlich. Bewusst hat eine Behörde also einen lebendigen Kulturträger zum Ausweiden freigegeben. Klug- oder gar Weisheit war keine Kategorie des Handelns. Wem aber nützt ein solches Kartellrecht außer seinen Vollstreckern, die das wohltuende Gefühl haben, dem Regelwerk gehorcht und keinen formalen Fehler gemacht zu haben? Bei der BERLINER ZEITUNG ist nicht mehr viel zu retten, auch wenn die Kollegen nach wie vor ein prima Blatt machen. Wenn Montis Massaker überhaupt einen Sinn hat, dann als Mahnung, dass sich derlei Irrsinn im Namen des Rechts nicht wiederholen möge.


Fotos: ZDF/ Rainer Friedl; RTL; WDR/Dieter Jacobi; Privat; NDR/ ARD/Steffen Jänicke; PROSIEBEN

www.visdp.de

Joachim Bublath

Dirk Bach

geht in den Ruhestand. Seit 1981 leitete er die Naturwissenschafts-Redaktion im ZDF. Christiane Götz-Sobel verantwortet diese ab dem 1. April 2008, und Harald Lesch wird ab Sommer 2008 die Sendung „Abenteuer Forschung“ moderieren.

führt durch die neue Gameshow „Power of 10“ auf VOX. Der 47-Jährige moderierte zuletzt mit Sonja Zietlow die 3. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sowie die Improvisationscomedy „Frei Schnauze“.

Thomas Bug

Stefan Gessulat

gibt seine Samstags-Show auf WDR 2 ab. Der 37-Jährige moderiert zukünftig die „Aktuelle Stunde“ im WDR-Fernsehen. Dem WDR 2 bleibt er auf einem neuen Sendeplatz erhalten.

übernimmt ab sofort die Chefredaktion von MAXIM. Er war Chefredakteur von PLAYBOY und MATADOR. Für ESQUIRE und MÄNNER VOUGE war er journalistisch tätig. Gessulat übernimmt die Position von Florian Boitin, der das Unternehmen verlässt.

Hanni Hüsch

Carina Teutenberg

ist ab dem 1. Juli als Fernsehkorrespondentin und Leiterin des ARD Studios in Washington tätig. Die 50-Jährige folgt auf Thomas Berbner, der in den Programmbereich Zeitgeschehen/Fernsehen des NDR nach Hamburg zurückkehrt.

ist neue Redaktionsleiterin der Wissenssendung „Galileo“ auf PROSIEBEN. Sie ist seit einem Jahr in der PROSIEBEN-Chefredaktion für das Format „Deine Chance“ verantwortlich. Teutenberg folgt auf Carolin Schmitt, die seit der ersten Sendung 1998 bei „Galileo“ tätig war.

Wissen Sie von einem Personalwechsel? Schreiben Sie uns: info@visdp.de

2/8

Mit Pin-ups Anzeige

Magazin für Medienmacher

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten Kontakt: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


www.visdp.de

Kai Küstner berichtet für den Hörfunk zum 1. September als ARD-Korrespondent aus Neu Delhi. Der 36-Jährige übernimmt die Arbeit von Christoph Heinzle, der nach Hamburg zurückkommt und bei NDR INFO als Redakteur tätig sein wird.

Fotos: NDR/Marcus Krüger; Privat

Jana Cebulla wird neue Chefredakteurin bei 94,3 RS2. Die 30-Jährige war bereits bei ENERGY, FRITZ, BB RADIO und RADIO SAW tätig. Zuletzt verantwortete sie die Morgensendung von MDR JUMP in Halle.

Stefan Schröder

Der Ticker +++ Der Ticker +++ Der Ticker +++

ist neuer Chefredakteur des WIESBADENER KURIER. Der 50-Jährige folgt auf Matthias Friedrich, 55, der als Chefkorrespondent für die TAGESZEITUNG schreiben wird. Schröder leitete seit 1999 in stellvertredender Funktion die Redaktion der ALLGEMEINEN ZEITUNG MAINZ.

Torsten Ahlers wird künftig wahrscheinlich nicht mehr die Rolle des Geschäftsführers von AOL Deutschland Medien wahrnehmen. Unklar ist, ob er im Konzern neue Aufgaben übernimmt oder das Unternehmen sogar verlässt. +++ Till Brömer ist seit März neuer Vertriebs- und Marketingleiter der Abteilung Neue Produkte der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Zuvor arbeitete er beim United Soft Media Verlag als Vertriebsleiter.

Nicole Schürmann ist ab sofort Leiterin der On-Air-Promotion des privaten Berliner Radiosenders 94,3 RS2. Die 30-Jährige war vorher Redaktionsleiterin der Morgensendung und Brandenburgkoordinatorin. 2001 bis 2003 hielt sie ihr Volontariat bei 94,3 RS2 ab. Wissen Sie von einem Personalwechsel? Schreiben Sie uns: info@visdp.de

3/8

Mit Pin-ups

Matthias Matussek, SPIEGEL-Autor für kulturelle Grundsatzfragen, benutzt übrigens Axe Alaska.

Anzeige

Magazin für Medienmacher

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten Kontakt: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


www.visdp.de

Literaturkritik

Fotos: Buchvover KIWI Verlag; Archiv; Buchvover Carlsen Verlag

Nebenjob: Buchautor

TV-Journalisten, die nicht genug zu tun haben und auch nicht allzu gut entlohnt werden, verdienen sich gern durch ein Buch ein Zubrot, so wie es die Kollegen von der Zeitung schon immer getan haben. Zum Beispiel Sascha Adamek und Kim Otto, MONITOR-Schaffende, die in „Der gekaufte Staat“ erklären, wie Konzernvertreter sich in deutschen Ministerien ihre Gesetze selbst schreiben. „Die Politik ist unterwandert“, tremolieren die Kollegen, vergessen immerhin aber nicht zu erwähnen, dass diese Unterwanderung auf Einladung der rotgrünen Bundesregierung geschah, die voller Dialogfreude das Projekt „Moderner Staat“ verfolgte. Nach wenigen Seiten kennt man den bemüht ironischen Empörungston im Stil der Siebziger ebenso wie das Muster: Böse Wirtschaft (korrupt, intrigant, gewinngeil) vs. super Politik/Verwaltung (unabhängig, lauter, kompetent) = Weltuntergang. Für Empörungsroutiniers, die sich mit fernsehgerechter Oberflächenspannung bescheiden. Dünner und komischer ist „Toll! Ein Buch“ von Werner Doyé und Andreas Wiemers. Die beiden FRONTAL-Kolumnisten haben ihre satirischen Arbeiten für die Brigade Koll verschriftlicht und mit Hilfe von Zeichnungen auf gut 100 kleinformatige Seiten ausgewalzt. Manche sind tatsächlich komisch. Zum Beispiel das linke Gedicht: Lafontaine den Gysi trifft/ Gysi sagt: „Ich mag Dich nicht!“/ Lafontaine darauf nur schweigt/ die Beziehung scheint vergeigt/ Am Schluss ist´s beiden scheißegal/ endlich im Fernsehen, wieder mal. Ideal als Ostergeschenk für chronisch schlechtlaunige MONITOR-Kollegen. Kim Otto, Sascha Adamek: „Der gekaufte Staat“. KIWI Verlag, 19,95 Euro Werner Doyé, Andreas Wiemers: „Toll! Ein Buch“, Carlsen Verlag, 9,95 Euro

Mit Pin-ups Anzeige

Magazin für Medienmacher

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala RTL II

15. Geburtstag

Am Mittwoch ließ der Privatsender RTL II die Korken knallen. Genau vor 15 Jahren ging er auf Sendung und ist seitdem vor allem durch Eigenproduktion bekannt geworden: „Bravo TV“, „Exklusiv - Die Reportage“, „Peep“, „Big Brother“, „Popstars“ und „Frauentausch“. Und gerade wegen dieser auch immer heftig kritisiert worden: Otto Schily sah die Würde des Menschen bedroht, als die erste Staffel von „Big Brother“ ausgestrahlt wurde. Harald Schmidt nannte RTL II Unterschichtenfernsehen, Günther Oettinger sogar Scheißprivatfernsehen. Alternativ auch gerne als VoyeurismusTV abgestempelt. Harter Tobak und das schlechte Image, hauptsächlich über betrunkene und rollige Ballermann-Touristen zu berichten, bleibt kleben. Happy Birthday.

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten

Entwicklung Marktanteil in % 12

14-49 Jahre 14-29 Jahre

10,3

7,3

7,0

8 6,2

7,5

7,1

6

4

Kontakt:

9,7

10

6,3

5,4

5,3

2

0

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

Quelle: RTL II (1997-2000: Fernsehpanel (D), ab 2001: Fernsehpanel (D+EU). 2007 bis 31.10.)

4/8

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


www.visdp.de

FHM im neuen Outfit

Klapp mich auf!!!

Das Männermagazin FHM wurde aufgepimpt. Neben einem neuen Themenheft „FHM Upgrade“ über Körper und Fitness enthält die Zeitschrift ein aufklappbares Titelfoto in der Heftmitte. Man wolle XXL-Poster für den Spint damit den Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe nachkommen, so der Chefredakteur Christian Kallenberg. Diese konstituiert sich augenscheinlich aus heterosexuellen, erwachsenen Männern, die sich postpubertär Pin-ups aufhängen. Die weiblichen Papier-Schönheiten werden somit an den Wänden von Autowerkstätten, Umkleidekabinen und Vereinshäuschen ihr zweidimensionales Dasein fristen.

Lead Awards Newcomer

Fotos:Gary Cornhouse; Mario Testino; Archiv

Kläffer-Gold

V.i.S.d.P. bittet vielmals um Entschuldigung. Zum Start des Hunde-Fanzines DOGS hatten wir uns lustig gemacht über die alberne Kackund Kläffmaschinenanbetung und empfahlen G&J, alsbald das Filzlausmagazin SACKRATTEN zu gründen, zu Ehren von Deutschlands liebstem Haustier. Vergangenen Mittwoch nun Vorsicht bissig! gewann DOGS tatsächlich einen Lead Awards, was sogar den interessanten Moderator Peter Richter verblüffte. Wir gestehen, massiv daneben gelegen zu haben mit unserer Einschätzung, dass Hunde allenfalls süßsauer zu genießen sind und gratulieren einer unbeirrten DOGS-Redaktion.

5/8

Mit Pin-ups Anzeige

Magazin für Medienmacher

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala Condé Nast Verlagsdrama

Zickenkrieg

Transatlantischer Zickenkrieg bei VOGUE. Auf der einen Seite, in New York, die Chefredakteurin der amerikanischen VOGUE mit dem unverkennbaren Pagenkopf Anna Wintour, auf der anderen Seite, in Paris, die französischen Chefredakteurin Carine Roitfeld. Auf den Laufstegen der französischen Hauptstadt war gerade erst die neue Prêt-à-porter-Kollektion zu Roitfeld will an die Spitze sehen. Die totale Fashioninszenierung. Abseits vom Catwalk wurde ein Verlagsdrama im Hause Condé Nast inszeniert. Der Kinofilm „Der Teufel trägt Prada“ soll wahr werden. Die mächtigste Frau des Modejournalismus Anna Wintour gerät ins Visier der Kritik. Carine Roitfeld schießt mit scharfer Zunge. In einem Interview mit dem NEW YORK MAGAZINE sagt sie, dass Frau Wintour wie eine Marionette wirken würde. Der Zickenkrieg ist ausgebrochen, es geht um die Chefposition im Mode-Imperium der VOGUE. Der Kampf findet ohne deutsche Beteilung statt. Die Chefredakteurin der deutschen VOGUE Christiane Arp hält sich bisher aus allem raus. Condé Nast verlegt 107 Titel in 20 Ländern, in Deutschland sind sechs Magazine des Verlags auf dem Markt. Die aktuellen Verkaufszahlen in Deutschland:

ARCHITECTUAL DIGEST (mtl.) GLAMOUR (14-tgl.) GQ (mtl.) MYSELF (mtl.) VANITY FAIR (woe.) VOGUE (mtl.)

98 791 422 427 155 457 285 418 188 965 135 730

(Quelle: IVW, 04/07):

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten Kontakt: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


www.visdp.de

Mit Pin-ups

ARD und ZDF online

Eine Nachricht ist eine Nachricht Guter Start für die neuen

SPIEGEL-Chefs: Fünf Titel gemacht, fünfmal landete die Auflage über der magischen Millionengrenze, sogar mit Kurt Beck vorne drauf.

Am Mittwoch fand im Haus der Presse die hitzige Podiumsdiskussion „Communities, Mediatheken, Online-Presse – Wo ist die Grenze für ARD und ZDF?“ statt. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger haben eingeladen, um die Frage zu diskutieren, Wo ist der Unterschied? Relaunch der wie sich eine Online-Nachricht von einer gedruckten Zeitungsnachricht unterscheidet. Stehen zum Beispiel TAGESCHAU.DE und HEUTE.DE in Konkurrenz zu Zeitungen und Zeitschriften? Rechtswissenschaftler Hubertus Gersdorf argumentierte, dass die öffentlich-rechtlichen Webseiten weit mehr als nur programmbegleitende Textdienste bieten und somit eine Art gebührenfinanzierte Zeitung ins Internet stellen. Die Internetauftritte von ARD und ZDF könnten daher verfassungswidrig sein. Auch das Argument der Qualitätssicherung der ÖffentlichRechtlichen greift in diesem Fall nicht, denn im Gegensatz zum TV-Bereich, ist das Angebot im Online- wie auch im Print-Bereich ausreichend gesichert. Geschäftsführer des Zeitschriftenverleger-Verbands Wolfgang Fürstner führte dem Podium vor, wo das Problem liegt, indem er das Web-Angebot von SPIEGEL ONLINE und TAGESSCHAU.DE ausdruckte. Letzteres ist in gedruckter Fassung fast doppelt so dick wie SPIEGEL ONLINE. Außerdem habe der Print-SPIEGEL aktuell 206 Seiten, als es das Internet noch nicht gab, waren es weit über 300 Seiten. Konkurrenz-Situation veranschaulicht, belegt und bewiesen! Vieles war in der Diskussion bekannt und die Argumente tanzten auf verschiedenen Themenebenen herum. Die spannende Frage nach den Online-Gren- Lesen, drehen und weiterlesen zen für ARD und ZDF bleibt vorerst unbeantwortet.

Problem-Zeitung

Fotos: Archiv

BLICK in die Schweiz

6/8

Der BLICK, einstmals die größte Tageszeitung in der Schweiz, erschien in dieser Woche in neuem Outfit: Statt zwei Bünden gibt es nur noch einen, dafür aber zwei Frontseiten. Dreht man den BLICK einmal um, präsentiert er sich auf der Rückseite als Sportzeitung. Hier ist vor allem der Nachname des Eishockeyspielers Adrian Wichser in übergroßen Lettern abgedruckt. Das ist irgendwie komisch und trifft wahrscheinlich die Erwartungshaltung der Leserschaft. Zur Europameisterschaft im Juni wird die Abendzeitung HEUTE eingestellt und von BLICK AM ABEND, auch als Gratis-Zeitung, ersetzt. BLICK kämpft gegen das Image eines Schundblattes und die sinkende Auflage an: Waren es Mitte der 80er Jahre stolze 380 000, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 240 000 Exemplare.

Anzeige

Magazin für Medienmacher

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten Kontakt: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala

www.visdp.de

Anzeige

Magazin für Medienmacher

Mit Pin-ups

Fotos: Privat; SWR/Alexander Kluge; Privat; (3); NDR/Marcus Krüger; WDR/Gaby Winkler; Bayerischer Rundfunk/ Ralf Wilschewski ; WDR/Joachim Schulze; Privat (3); WDR/Bettina; Privat

Ranking

Die größten Radiosender gemessen an der Hörer-Reichweite (Quelle: MA 2008/I; Stand: 5.März 2008) Reichweite Differenz zu 2007/ II update in % MA 2008/I

Reichweite Differenz zu 2007/ II update in % MA 2008/I

01 02 03 04 05 06 07 7/8

RADIO NRW E. Schneiderbanger ANTENNE BAYERN Valerie Weber SWR3 Gerold Hug 1LIVE Jochen Rausch WDR 4 Rena Pieper BAYERN 1 Maximilian Berg WDR 2 Angelica Netz

1.398

956

918

782

781

748

678

-6,0

-2,9

-3,3

2,9

-6,4

3,0

-5,4

08 09 10 11 12 13 14

SWR4 BW Stefanie Schneider

628

2,2

HIT RADIO FFH H.-D. Hillmoth

614

1,8

NDR 2 Torsten Engel

583

1,6

BAYERN 3 Walter Schmich

562

-2,5

RADIO FFN Ina Tenz

484

5,3

MDR 1 RADIO SACHSEN Bernhard Holfeld 405

3,5

HIT-RADIO ANTENNE Stephan Offierowski

366

21,8

Mit dieser Anzeigenfläche erreichen Sie wöchentlich

30.256 V.i.S.d.P.Abonnenten Kontakt: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0 Fax: -200


Magazin für Medienmacher www.visdp.de

Mit Pin-ups Anzeige

Interview der Woche Kommen und Gehen Neues Ranking Gala Die große Medien-Sause

Fotos: Lead Awards 2008

Lead Awards 2008 05. März, Hamburg Über tausend Persönlichkeiten aus der Medienbranche besuchten diesen Mittwoch die Lead Awards-Verleihung in Hamburg. Prämiert werden herausragende Arbeiten, in den Kategorien „Zeitschriften“, „Anzeigen“, „Fotografie“ und „Online“. Den begehrtesten Titel, „Lead Magazin des Jahres“, erhielt das Berliner Kultur- und Modemagazin „032c“. Und das „Newcomer-Magazin des Jahres“ wurde nicht etwa VANITY FAIR, sondern die Zeitung für Hundefreunde namens DOGS. Den Titel „Webmagazin des Jahres“ räumte SPIEGEL ONLINE mit „Eines Tages“ ab. Beste „Webcommunity“ ist das grüne LifestylePortal UTOPIA.

Impressum Herausgeber: Dr. Hajo Schumacher Redaktion: Bernhard Möller Sebastian Menk Niklas Frings-Rupp und Oliver Voss von Miami Ad School

Prof. Gundlach war auch dabei Erfolg macht einsam

Verlag: Helios Media GmbH, Friedrichstraße 209, 10969 Berlin, Telefon: 030 84859-0, Fax: -200

Medienkohorte folgt dem Aufruf: PARTY!!!

8/8

V.i.S.d.P., Friedrichstraße 209, 10969 Berlin, Telefon: 030 84859-181, info@visdp.de

Wall of Media Fame

Anzeigen: Sabine Wolf sabine.wolf@helios-media.com Telefon: 030 84859-0, Fax: -200

visdp_09_2008  
visdp_09_2008  

Liebe Leser, V.i.S.d.P.: Werden denn die Stellen demnächst neu besetzt? Rogalla: Ja, das haben wir Depenbrock abtrotzen können. Fünf Stellen...

Advertisement