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18. M채rz 2011

Wenn Medien Angst verbreiten, gibt es zum Gl체ck noch Ranga Yogeshwar

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Bleiben


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Debatte der Woche

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Energie

Wir wollen hier nicht auch noch über Sinn und Unsinn der nuklearen Energiegewinnung debattieren. Das tut dieses Land seit 40 Jahren mit großer Hingabe. Allerdings ist es an der Zeit, in eine mit hoher Moral geführten Debatte noch ein paar andere Aspekte zu werfen, der Redlichkeit halber. Atomkraft ist unkontrollierbar, keine Frage. Aber welche Energiegewinnung ist das nicht? Vor exakt vier Jahren hatte der Eisbär Knut einen ähnlichen Heiligenstatus wie der fränkische Freiherr. Die Welt sorgte sich damals um die globale Erwärmung. Konsens war: Kohle verbrennen, um Strom zu gewinnen, das bedeutete den sicheren Weg ins weltweite Hochwasser. Millionen Schicksale von Küstenbewohnern waren bedroht. Woran sich bis heute übrigens nichts geändert hat. Die Braunkohle, die in der Lausitz praktisch aus dem Boden wächst, ist ohnehin zu giftig. Und importierte Steinkohle, die jedes Jahr Hunderte von Bergleuten das Leben kostet, moralisch ebenso wenig tragbar. Was dem Plutonium sein GAU ist der Kohle ihr Klimaschock. Bleibt Gas. Politisch korrekt gibt es diesen Stoff in Norwegen, Großbritannien und den Niederlanden, was aber bei weitem nicht ausreicht, den deutschen Energiehunger zu stillen. Außerdem auch ein fossiler, also endlicher und obendrein CO2-abwerfender Brennstoff. Gas aus Zentralasien oder Russland wiede-


Schumachers Woche

rum birgt ein Moral-Problem. Darf man ein Land, das politische Gefangene wie Michail Chodorkowsky hält, mit Gazprom-Dollars stützen? Eine ähnliche Frage stellt sich beim Erdöl. Die Knallcharge Gaddafi hat seine Diktatur und übrigens auch den Krieg gegen das eigene Volk in den vergangenen Wochen auch mit den Euros bezahlt, die jeder von uns an der Tankstelle gelassen hat. Nicht zu vergessen die Saudis und andere Herrscher aus dem Morgenland, die ihre mittelalterlichen Feudalsysteme mit Handabhacken und Steinigung ebenso mit dem Geld deutscher Tanker stabilisieren. Das bizarre Durcheinander um E10 hat gezeigt, dass selbst fünf Prozent mehr Biosprit unser Auto-Land an den Rand des Wahnsinns treibt. Ganz abgesehen von der überaus offenen Frage, ob man landwirtschaftliche Flächen für Treibstoffanbau nutzen sollte.

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Bleibt die Solarzelle. Die enthält oft Cadmium, ein überaus giftiges Schwermetall, das spätestens bei der ersten großen Renovierung deutscher Sonnendächer reichlich anfällt, in sechs bis fünfzehn Jahren etwa. Derzeit werden die cadmiumhaltigen Paneele noch millionenfach und hochsubventioniert auf deutsche Dächer geschraubt. Die solarbedingte Umweltkrise wird kommen, sie dauert nur noch ein wenig. Immerhin: Wir haben

Coverfoto: Archiv; Fotos Promo


Schumachers Woche

Fotos: FDP, European Commission

ja noch Wind. Der bläst vor allem an der See. Leider ist das veraltete deutsche Stromnetz nicht dafür gebaut, permanent wechselnde Energieschübe zu verkraften. Auch egal, denn das Kabel von den Off-Shore-Windparks wird eh nur den Deich hoch reichen. Da wartet schon die erste Wutbürgerschaft, die gegen Hochspannungsleitungen protestiert oder Erdkabel, ganz gleich, ob grüner Strom drin ist. Am Preis darf man auch nicht drehen, der ist eh schon zu hoch und wirft mithin die soziale Frage auf: Gibt es nicht ein Grundrecht auf bezahlbare Energie, zumal in digitalisierten Zeiten, wo der Rechner 24 Stunden am Tag brummt? Moralisch-ethisch gesehen sollte man eigentlich auf jegliche Energieproduktion neben dem körper-

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eigenen Biogas verzichten. Was den hübschen Nebeneffekt hat, dass die deutschen Stromkonzerne verschwinden. Sie würden eventuell von französischen, russischen oder nahöstlichen Investoren aufgekauft, die künftig lupenreinen Strom nach Deutschland importieren und hier garantiert zu günstigen Preisen anbieten. Kann sein, dass ein bisschen Atomstrom aus Temelin dabei ist, aus französischen Meilern oder östlichen CO2-Schleudern. Aber wollen wir zum Demonstrieren nach Moskau fahren, mit einer Eisenbahn ohne Strom und Dampf? Könnte sein, dass der FukushimaSchock zur Erkenntnis führt, dass es unschuldige und allgemein akzeptierte Energie nicht gibt. Könnte sogar sein, dass die Bürger sich darüber klar werden, ob sie mit Angst, höheren Preisen, Blackouts oder nicht-deutschen Energiegiganten leben wollen. Könnte aber auch sein, dass eigentlich nichts passiert. War nach Tschernobyl auch schon so.


Update

Das Tagebuch

FREITAG: WAZ-Chef Ulrich Reitz wehrt sich per Brief gegen den Vorwuf von Schalke-Fans, durch eine Exklusiv-Meldung über die Entlassung des Trainer Felix Magath habe die Zeitung das wichtige Champions-LeagueSpiel gefährdet. FREITAG: Weil sich WDR und SWR nicht einigen können, scheitert die Fusion der ARDDigitalsender EINS PLUS und EINS FESTIVAL, die beide unterfinanziert sind. DIENSTAG: Die TAZ verkündet schwarze Zahlen bei leicht sinkender Auflage und Abo-Zuwachs. Heißt das eigentlich, dass die Redakteure nun anständig bezahlt werden? MITTWOCH: JETZT, das verblichene montägliche Jugendmagazin der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, wird als vierteljährliche Ausbildungs-Beilage wiederbelebt.

BILD-Chef Kai Diekmann in der NEW YORK TIMES, die über den Anti-BILD-Titel des SPIEGEL berichtete. “It was good advertising for us. We are a strong brand, we are influential, we have big headlines, we are the market leader, so it’s natural that we would get watched by other journalists.”

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auf diesem Platz startet Lena MeyerLandrut beim Eurovision Song Contest. Kenner sagen: Nicht so gut.

Fotos: WAZ, ARD

DONNERSTAG: Das ZDF bestätigt, Intersse an der Ausstrahlung der nicht ganz billigen Fußball-Champions-League zu haben. Problem: Auch nach 20 Uhr müssten eigentlich die Sponsoren genannt werden.

„I was not unhappy with the story at all.“


Update

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Gewinner

Antonia Rados

weil ihr Gaddafi-Interview ein echter Scoop war. Die RTL-Kriegsreporterin, die es beim ZDF nur kurz ausgehalten hat, liefert regelmäßig solche Klopper ab. Leider zeigte ihr Sender dann nur ein paar Minuten.

Verlierer

Rainer Liebling der Woche Metzger Lieber Dr. House, jetzt ist es endlich soweit, Ihre Quoten gehen in den Keller. Eigentlich haben Sie darauf hingearbeitet. Sie waren abweisend und mürrisch, egoistisch und total gemein. Sie Fotos: RTL (2), TAZ

wollten, dass wir weggehen. Nun, House, Sie haben es geschafft. Nicht mehr lange, dann zieht Ihnen RTL den Stecker.

weil man kein Atom-Freund sein muss, um diese AdressZeile eines TAZ-Kommentars Banane zu finden: „.../diedreckschweine-von-der-atomlobby/“. In der Redaktion als neoliberal verschrieen, lässt der Vize-Chefredakteur wohl gern mal die Sponti-Sau raus.


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Copy & Paste

Liebe SPIEGEL-Kollegen, spart Euch eine Menge Arbeit. Diese Titelgeschichten von 1986 könnt Ihr auch 25 Jahre später problemlos nochmal so bringen.

Update


Update

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New York lässt die Rolläden herunter

Bald kostet die NEW YORK TIMES online Geld – theorietsch Die Frage, wie Zeitungen Geld verdienen Zugriff erfolgt – unterschiedlich teure Angekönnten, wenn ihnen die Abonnenten aus- bote von 15 bis 35 Dollar. Das alles klingt gehen, würden viele Verlage gern mit einem äußert vorsichtig und recht kompliziert. Soll kostenpflichtigen Online-Abo beantworten. das tatsächlich die endgültige Lösung sein? In Amerika und damit auch im Rest der Welt ruhen die Hoff- ANZEIGE nungen auf einem Experiment, dass die NEW YORK TIMES Ende März beginnt. Gestern wurden weitere Details über das geplante Abo-System bekannt. Die gute Nachricht: Für die meisten Leser, gerade aus dem Ausland, ändert sich gar nicht so viel, denn zwanzig Artikel sind pro Monat weiterhin kostenlos zu haben. Außerdem lesen all die Besucher, die über Facebook, Twitter, Google Über 70 Millionen Mal wurden Lebensversicherungen oder Blogs auf die Seite der NYT als Altersvorsorge gewählt. gelangen, grundsätzlich kostenlos. Allerdings ist die Zahl der Seiten, die über Google abgerufen werden können, auf fünf am Tag beschränkt. Auch für die wichtigsten aktiuellen Nachrichten will die Zeitung online kein Geld. Print-Abonnenten erhalten vollen Zugriff auf die digitalen Angebote der Zeitung. Für digitale Abonneten gibt es – Gut, dass es Versicherungen gibt. überraschenderweise je nachdem, auf welchem Gerät der

ABSOLUTE MEHRHEIT FÜR ENTSPANNTEN RUHESTAND:


Leute

Die wechsel der Woche

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident in Sachsen, ersetzt Roland Koch im ZDFVerwaltungsrat. „Auswanderer sucht Frau“ heißt eine neue VOX-Sendung, die Nachwuchs-Feldbusch

Daniela Katzenberger moderiert. Was kommt als Nächstes: Fernsehkoch sucht Zoo? Der Bauern-Schuldenberater? Florian Harms wird neuer Vize-Chef von SPIEGEL ONLINE. Politikchef Roland Nelles (oben links) ist nun auch Mitglied der Chefredaktion. Michael Schiewack, Programmchef des MDR-Jugendsender JUMP, hört nach zwanzig Jahren auf.

Fotos: BPK, VOX, SPON, MDR, ZDF/Jim Rakete

Gregor Mayntz, Korrespondent der RHEINISCHEN POST in Berlin, wird neuer Vorsitzender der Bundespressekonferenz. Sein Vorgänger, Werner Gößling vom ZDF, geht in Ruhestand


Leute

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neues outfit „Maybrit Illner“ bekommt pünktlich zur ARD-

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Talkschiene vom ZDF eine neue Studiokulisse mit einer digitalen Wand spendiert. Im Übrigen mache sie die „genialste Sendung der Welt“, sagte Illner der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, „ganz klar.“


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Cool


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Cool

In den deutschen Medien war das Reaktorunglück von Fukushima eine deutsche Katastrophe. Emotionen kochten über, Hyterie verbreitete sich. Zum Glück behielt mindestens ein Mann einen kühlen Kopf.

„Wissen Sie, was ich schändlich finde?”, fragte am Sonntag ein schmaler Herr bei „Anne Will”. „Es gibt sehr viele Japaner, die ein echtes Problem haben. […] Statt dass wir an diese Menschen denken, fangen wir an, alte, ausgegorene Debatten zu führen.” Dieser Satz des WDR-Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar fasst die deutsche Medienwirklichkeit der vergangenen Woche recht treffend zusammen. Fukushima war hierzulande eine deutsche Katastrophe. Die Entwicklung in den japanischen Unglücks-Meilern gab den Blatt- und Fernsehmachern zwar Recht, die sehr früh Sonderausgaben produzierten, Sondersendungen machten und dem Ereignis ganz allgemein besonders viel Platz einräumten. Aber ebenso früh mischte sich Panikmache in die Berichterstattung, und in

die Sprache schlich sich an vielen Stellen, aber besonders im Internet, ein militanter Ton. Eine Wolf-Schneider-Journalismus-Weisheit lautet sinngemäß: Je größer ein Drama ist, desto weniger ist es nötig, es zu dramatisieren. Bestürzende Fakten bedürfen keiner zusätzlichen Zuspitzung. Nüchterne Berichte bilden nicht nur die Wirklichkeit besser ab, sie wirken der Hysterie entgegen. Denn die schien sich ab und zu durchzusetzen. Atom-Befürworter und ZDFMann Wolfgang Herles hätte bei all der Internet-Beschimpfung eigentlich um sein Leben fürchten müssen, nachdem er seine Meinung bei „Anne Will“ provokant vertreten, aber doch durchaus treffend formuliert hatte: „Bei einigen versagen jetzt offensichtlich die Kühlsysteme im Kopf.“ Ein Kopf bliebt in den vergan-


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Fotos: WDR, NDR

Physik-Vermittlung mit Textmarker und Sektkühler

genen Tagen stets kühl, obwohl darin ziemlich viel passiert sein muss. Ranga Yogeshwar erklärte den Fernsehzuschauern fast täglich in einfachsten Worten die physikalischen Prozesse, die in den Reaktoren wahrscheinlich abliefen. Immer neu abwägend schätzte er die aktuelle Lage ein. Yogeshwar wies unentwegt drauf hin, dass in Deutschland keine Gefahr überhöhter radioaktiver Strahlung bestehe. Er versuchte der Panik vieler Menschen entgegenzuwirken, die sich in teils skurrilen Zuschaueranfragen äußerte. Die Erregung scheint mit der Entfernung zu steigen – immer wieder fragten sich Zeitungen und Sender halb bewundernd, halb enttäuscht, warum die Japaner so gelassen blieben. Dabei wäre auch Deutschland wahrscheinlich kein panisch durcheinanderfliehender Haufen, würde ein Unglück hier geschehen.

Überall war neben Zorn und Ungeduld auch die Genugtuung zu hören, es immer schon besser gewusst zu haben. Atomkatastrophen scheinen ein deutsches Spezialgebiet zu sein. Vielleicht hilft es, an den Soziologen Ulrich Beck zu erinnern, dessen einflussreichstes Buch 1986, kurz nach Tschernobyl erschien. Becks Diagnose: Die Erfolge der Modernisierung, der technische Fortschritt und die Rationalisierung, haben Risiken produziert, die schwer zu kontrollieren sind. Sie beschäftigen uns deswegen permanent. Wir leben in einer “Riskikogesellschaft”. Die Theorie passte in die 80erJahre: Umweltzerstörung, Gefahren der Atomkraft und Rüstungswettlauf waren die Themen. Das Lebensgefühl, dass „wir alle demnächst hochgehen“ war weit verbreitet. Die Selbstzerstörung der Menschheit schien


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Cool

Yogeshwar, dem Umweltminiter die Welt erklärend

damals sehr nah. Heute herrscht wieder permanente Endzeitstimmung: Umweltzerstörung, Terrorismus und globale Wirtschaftskrisen sind „Alltagskatastrophen“ geworden, wie von Beck vorhergesagt. Den Soziologen interessiert dabei vor allem die öffentliche Inszenierung, die Art und Weise, wie die Gesellschaft sich selbst von einer in der Zukunft liegenden Gefahr erzählt, die noch gar keine tatsächlichen Auswirkungen hat. Wie ist es möglich, fragt Beck, dass Menschen ein noch nicht stattgefundenes Ereignis als objektive Wirklichkeit so ernst nehmen, dass sie bereit sind, ihr Verhalten grundlegend zu ändern? Mit „Risiko“ meint er also nicht die Katastrophe selbst, sondern die antizipierte Katastrophe, die Vorwegnahme eines zukünftigen Ereignisses. Die

Zukunft gewinnt Macht über die Gegenwart. Das Unglück von Fukushima löst Ängste aus, die einer Inszenierung bedurften; die Zuschauer erwarten das. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie genau die Sendungen auswählen, die ihren emotionalen Zustand widerspiegeln – sie betreiben „Stimmungsmanagement”. Die Leistung von Fernsehmacher ist es – ob bewusst oder nicht – diese Stimmungen möglichst gut zu treffen. So wurde etwa ein ZDF-Beitrag kontrovers diskutiert, der die UnglücksBilder mit gedämpfter Massive-AttackMusik unterlegte. Ist es legitim, die Stimmung der eindrucksvollen Bilder mit Musik zu verstärken? Fernsehen ist immer Theater, auch Nachrichtenfernsehen. Fernsehmacher können sich manchmal nur nicht


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“Wie ist es möglich, dass Menschen ein noch nicht stattgefundenes Ereignis als objektive Wirklichkeit so ernst nehmen, dass sie bereit sind, ihr Verhalten grundlegend zu ändern?” zwischen Melodram und Dokumentation entscheiden. In vielen Sondersendungen ging es jedenfalls nicht um die Not der Japaner, sondern um die Ängste der Deutschen, die sich im Fernsehen widerspiegelte. Diese Form von Journalismus widerspricht einem wichtigen Ideal, wahrscheinlich dem journalistischen Ideal überhaupt: der Aufklärung. Es ist fragwürdig, wenn Politiker im wichtigen Wahlkämpfen gegen ihre Überzeugungen hastig Atomkraftwerke schließen, wenn die einzige öffentlich angeführte Begründung dafür die emotionalen Zustände der Wähler sind. Genauso fragwürdig ist es, wenn Journalisten diese Emotionalität fördern oder erst hervorrufen. Aber cool bleiben ist eben manchmal schwer.

Es kann banal wirken, wenn Ranga Yogeshwar beispielsweise am Sonntag einen Textmarker in ein Glas tauchte und einen Sektkühler darüberstülpte, um die Konstruktion der Unglücksmeiler zu vermitteln. Aber eigentlich ist das schlicht guter Journalismus: Die Dinge vereinfachen, komplexe Prozesse bereifbar machen, ohne sie zu verharmlosen. „Im schlimmsten Fall wird es in Japan wieder zu einem Anstieg der Radioaktivität kommen“, sagte Yogeshwar am Dienstag in seiner WDR-Sendung „Quarks und Co“ und deutete auf eine Verlaufs-Kurve, die die Strahlung der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland abbildete. „Ich will Sie nicht beruhigen, aber der dürfte nicht größer sein als die Wolke von Tschernobyl – betrachtet aus dem fernen Deutschland.“


Die FernsehStreber des Jahres Elf von zwölf Grimme-Preisen verleit die erhrwürdige Jury des Fernsehkulturinstituts in diesem Jahr der ARD, einen weiteren bekommt das ZDF. Die Privaten gehen vollkommen leer aus. Am 1. April moderiert dann der selbst mit einem Ehrenpreis bedachte Thomas Gottschalk die Verleihung der Auszeichnun1. Foto-Preis Rückblende 2010 gen inBensch, Marl. Fabrizio REUTERS: Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, posiert bei der Vorstellung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“.


3. Preis – Axel Schmidt, DAPD: Ein deutscher Soldat sichert eine Straße, ängstlich beäugt von afghanischen Kindern.

Krömer - Die internationale Show (rbb)


Zivilcourage (WDR)


Schnitzeljagd im Heiligen Land (KI.KA)

20 x Brandenburg (rbb)


1. Foto-Preis Rückblende 2010 Fabrizio Bensch, REUTERS: Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, posiert bei der Vorstellung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“.

Neue Vahr Süd (WDR/RB)


1. Foto-Preis Rückblende 2010 Fabrizio Bensch, REUTERS: Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, posiert bei der Vorstellung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“.


Sonderpreis – Rainer Jensen, DPA: Bundespräsident Christian Wulff posiert beim Staatsbesuch mit der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard, während seine Frau Bettina das Bergpanorama bewundert .

Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte (WDR/NDR/rbb/ ARTE)


Am Ende kommen Touristen (ZDF)

2. Fotopreis Ina Fassbender, REUTERS: Ein Mann z체ndet am Tunnel zum Love-Parade-Gel채nde, in dem bei einer Massenpanik viele Menschen starben, eine Kerze an


1. Foto-Preis Rückblende 2010 Fabrizio Bensch, REUTERS: Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, posiert bei der Vorstellung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“.

Im Angesicht des Verbrechens (WDR/ arte/Degeto/BR/SWR/ NDR/ORF)


1. Foto-Preis Rückblende 2010 Fabrizio Bensch, REUTERS: Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, posiert bei der Vorstellung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“.


Aghet - Ein Völkermord (NDR) Ohne Abbildung: Tatort: Nie wieder frei sein (BR) In aller Stille (BR) GambaSonderpreis – Maurizio KeineAltbundeskanzler Angst (WDR) rini, DPA: IranSchmidt Elections Helmut bei2009 der (WDR/ Trauerfeier ARTE) für seine verstorbene Frau ahoi (MDR/NDR) Loki DDR im Hamburger Michel. Klimawechsel (ZDF)


INBOX Facebook

Lobo

Zur Update-Meldung über Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Warum ist deren Aussage eine Kapitulation? Es ist doch zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung nicht von Facebook regulieren lässt, indem Frau SLS in unmissverständlicher Politikersprache feststellt: „Eine Firma wie Facebook kann die Bundesregierung nicht regulieren.“ Schlimm wäre es, hätte Frau SLS gesagt: „Die Bundesregierung kann eine Firma wie Facebook nicht regulieren“. Bernd Schwintowski per Mail

...die Einlassungen eines sehr überschätzten Bloggers sind nicht so interessant, aber das photografische Werk F.C. Gundlach ist einfach genial... wer kann: (Nürnberg) hingehen, anschauen! Helge R. Joost per Facebook

Ashton Der Text über die neue Europa-Außenministerin ist schon eine Spur menschenverachtend, oder? Ich weiß, dass Sie weibliche Lieblinge der Woche gerne mal außschließlich nach Optik oder Charme bewerten. Trotzdem könnte man Mrs. Ashton ja wenigstens eine kleine Chance geben im Nahen Osten. Vielleicht bewältigt sie ihre Aufgabe ja besser als gedacht, obwohl sie Frau, nicht jung und nicht hübsch ist. Ansonsten alles nett. Dass der Guttenberg-Hype echt ist, hätte Herr Lobo sich aber auch ohne Untersuchung denken können. Da fehlt wohl bei einigen SocialMedia-Freaks inzwischen der Sinn fürs Volksempfinden. Zwischendurch mal nicht-virtuelle Gespräche führen hilft! Marion Rang per Mail

Gewinner Anke Richters Neuseelandbuch „was scheren mich die Schafe“ hat gewonnen: Sandra Allenstein. Sagen Sie uns Ihre Meinung per Mail (post@visdp.de), Facebook-Kommentar, Tweet oder kommentieren sie direkt auf unserer Seite.


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Cool bleiben: Wenn Medien Angst verbreiten, gibt es zum Glück noch Ranga Yogeshwar

Schumachers Woche Energie

Zahl der Woche: Lena Meyer-Landrut Gewinner/Verlierer: Antonia Rados/ Rainer Metzger

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Gregor Mayntz, Werner Gößling, Stanislaw Tillich, Roland Koch, Daniela Katzenberger, Florian Harms, Roland Nelles, Michael Schiewack, Maybrit Illner

Update

Liebling der Woche: Dr. House Das Tagebuch Zitat der Woche: Kai Diekmann

V.i.S.d.P. – Magazin für Medienmacher

Chefredakteur: Sebastian Esser Herausgeber: Dr. Hajo Schumacher Design: Markus Nowak, Supermarkt Studio Redaktion: Wendelin Hübner, Susan Mücke, Frank Joung, Patrick Weisbrod Lektorat: Carla Mönig Adresse: Lietzenburger Straße 51, 10789 Berlin Telefon: 030 2196 27287 E-Mail: info@visdp.de Facebook: http://www.facebook.com/visdp Twitter: http://www.twitter.com/visdp

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Magazin für Medienmacher

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