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25. Februar 2011

Warum Michelle Hunziker “Wetten, dass...?� moderieren muss

Die on Docs vEIT der Z

Nehmt Michelle


Schumachers

Verlierer der Woche

mit der Ausstrahlung einer Adilette hat eine großartige Chance vergeben. Am Wahlsonntagabend, als klar war, dass er die Hamburger CDU in ihre peinlichste Niederlage seit dem 30jährigen Krieg geführt hatte, da hätte der Mann sich eine ganze Menge Rest-Respekt verdienen können, wenn er die drei magischen Worte gesagt hätte: „Ich trete zurück.“ Ahlhaus schaffte aber nur zwei: „Ich bleibe.“ Traumstart für Olaf Scholz.

Unsere Lokführer. Kaum ist der

Schnee halbwegs weg, da kommt die nächste Naturkatastrophe, übrigens genau so regelmäßig wie der Winter. Die Lokführer streiken mal wieder. Eine originelle Idee, vor allem hier in Berlin, wo die S-Bahnen nicht nach Fahrplan, sondern nach dem Zufallsprinzip fahren sollen. Und das ist die gute Nachricht: Lokführerstreik, den merkt gar keiner mehr.

Coverfoto: Getty; Fotos CC BY-ND 2.0 Bundeswehr on Flickr, CC BY 2.0 noborder network on Flickr

Christoph Ahlhaus. Der Mann

Hammer der Woche


Schumachers Woche

Manager der Woche

Fotos: SPD, CDU, Archiv

Wendelin Wiedeking. Der Mann,

der Porsche mit 50 Millionen Euro Abfindung verließ. Er hat in eine Schuh-Manufaktur investiert, in eine Beratungsfirma und in Online-Reisebüros. Nun will er angeblich bei einem Pizza-Service einsteigen – ist im sizilianischen Kulturkreis ja nicht unüblich. Wir nehmen dann mal eine große Cayenne, zwei Carrera mit Extra-Käse und bitte alles mit dem Boxster geliefert.

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Ente der Woche

Ist ein Pferd und heißt „Dreiklang“. Normalerweise hören die Hochbeiner ja eher auf „Fury“ oder „Rembrandt“. Aber bei „Dreiklang“ ist eh nichts normal. Das Pferd gehört einer gewissen Friederike Beyer. Und deren Freund wiederum, ein gewisser Herr Oettinger, der mal Ministerpräsident in BadenWürttemberg war, der hat gesagt, dass die Friederike mit ihren Sympathien sehr unentschlossen sei: hier Günther, der feurige Europa-Hengst und dort eben Dreiklang mit der weichen Schnauze. Der flotte Dreier bei Frau Beyer bestätigt: Auch Männer, haben Gefühle, sogar Günther Oettinger.


Update

Das Tagebuch

FREITAG: Verteidigungsminister KarlTheodor zu Guttenberg sorgt für einen Eklat in der Bundespressekonferenz: Während zur selben Zeit eine BPK-Sitzung stattfindet, liest er vor “ausgewählten Medienvertretern” im Verteidigungsministerium eine Erklärung vom Blatt. Die Korrespndenten verlassen daraufhin laut protestierend den Saal. SAMSTAG: Die beiden im Iran inhaftierten BAMS-Reporter Jens Koch und Marcus Hellwig sind frei. Der Preis: Außenminister Westerwelle reist nach Teheran, Springer-Chef Mathias Döpfner verfasst eine schriftliche Entschuldigung, und der Verlag zahlt eine Geldbuße von etwa 72.000 Euro. MONTAG: Der Bauer-Verlag hat offenbar die besten Chancen, das zum Verkauf stehende Zeitschriften-Geschäft der BBC mit 34 Titeln zu übernehmen. MITTWOCH: Das Magazin QVEST erscheint künftig sechsmal im Jahr.

36 Hans-Ulrich Jörges zu Monika Hohlmeier bei Anne Will. Soll wohl heißen: “Hier benimmt man sich wie ich.”

Millionen Euro dürfen Deutschalndradio und ARD nun in einen neuen Versuch investieren, nationales digitales Radio (DAB) zu etablieren. Solche Versuche sind bisher immer spektakülär gescheitert.

Fotos: ARD, ZDF, NBC

DONNERSTAG: Das Kartellamt verbeitet die geplante gemeinsame Vermarktungsplattform von RTL und PROSIEBENSAT.1 im Internet, eine Art senderübergreifende OnlineVideothek der deutschen Privatsender.

„Wir sind nicht im bayerischen Landtag, wir sind hier in einer Sendung in Berlin.“


Update

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Gewinner

Caren Miosga

Für den treffenden Satz “Sie wirken so euphorisch wie ein englischer Butler zur Tea-Time” im TagesthemenInterview mit dem versteinert blickenden Hamburger Wahlsieger Olaf “Scholzomat” Scholz.

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Verlierer

Liebling der Woche auf einen Blick Liebe Anja Heyde, lieber Mitri Sirin, seit Sie die Frühschicht des ZDFMorgenmagazins machen, geraten wir schon am frühen Morgen ins Staunen. Sie kichern miteinander, als ob sie schon Fotos: Promo, RBB

um halb fünf das erste Likörchen gezwitschert hätten. Libyen, Guttenberg, zum Totlachen.

weil sich die Zeitschrift auf ihrem neuesten Cover eine unglückliche Text-BildSchere leistet: „Deutschlands schönster Hund“ steht auf einem Monica-Lierhaus-Foto. (via @klatschkritik)


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Update

Dr. mult. Die ZEIT wird 65, man glaubt es kaum. Sieht sie doch recht frisch aus, erfreut sich stabiler Gesundheit und tut auch was für den Geist. Zur Feier des Tages haben wir die Titel jener Dissertationen herausgesucht, die wir ZEIT-Mitarbeitern zuordnen konnten (es fehlen also einige). Sollten beim Zitieren Fehler unterlaufen sein, möchten wir uns schon im Vorhinein aufrichtigst bei denen entschuldigen, die sich dadurch verletzt fühlen. Albrecht, Harro 1991: Postnatale Entwicklung des Cortex cerebri bei Mäusen mit Trisomie 19: morphogenetische und morphometrische Untersuchungen. Bahnsen, Ulrich 1991: Klonierung und vergleichende Analyse des Vasopressingens einer Familie mit autosomal dominantem neurohypophysärem Diabetes insipidus. Bittner, Jochen 2002: Rough justice: die Justiz der IRA; eine Untersuchung und Dokumentation zum Begriff des Rechtssystems.

Esser, Rainer 1990: Klagen gegen ausländische Staaten. Etzold, Sabine 1987: A commonwealth made at once: der Gedanke der Gründung in James Harringtons „Oceana“. Gaschke, Susanne 1994: Die Welt in Büchern: Kinder, Literatur und ästhetische Wirkung. Gehrmann, Wolfgang 1977: Disparate Kommunikation: Grundlagen d. sozialwissenschaftl. Medientheorie.

Heuser, Uwe Jean 1992: Hochauflösendes Fernsehen: Fallstudie und Analyse des intern a t i o n a l e n Standardisierungsprozesses. Hofmann, Gunter 1968: Politik und Ethos bei Karl Jaspers. Kipphoff, Petra 1962: Der Aphorismus im Werk von Karl Kraus. Putschögl-Wild, Anna Monika 1978: Untersuchungen zur Sprache im Fremdenverkehr: durchgeführt an d. Ferienkatalogen einiger dt. Touristikunternehmen.


Update

Rauterberg, Hanno 1996: Die Konkurrenzreliefs : Brunelleschi und Ghiberti im Wettbewerb um die Baptisteriumstür in Florenz.

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Erzählen als Naturverhältnis – „Die Wahlverwandtschaften“ : zum Problem der Darstellbarkeit von Natur und Gesellschaft seit Goethes Plan eines „Roman über das Weltall“.

BILD meint: gut

Wilhelms, Kerstin 2000: Literatur und Revolution : Schauplätze und Geschlechterdramaturgie in Romanen der Thadden, Elisabeth von 1993: 1848er Revolution.

Der engste Medien-Verbündete des Verteidigungsministers ist bekanntlich die BILD-Zeitung. Zu besichtigen auf den Titelseiten der vergangenen Woche: Erst fand sie Guttenbergs Verbleiben im Amt „GUT´!, dann fragte sie sicherheitshalber per kostenpflichtiger Telefon-Abstimmung, was die Leser dazu meinen und verkündete anschließend völlig überrascht das Ergebnis. Leider klappte das online nicht so gut: Gestern Nachmittag lagen die Rücktrittsforderer vorn.

Samstag

gestern

Siemes, Christof 1996: Das Testament gestürzter Tannen: das lyrische Werk Peter Huchels. Soboczynski, Adam 2007: Versuch über Kleist: die Kunst des Geheimnisses um 1800. Sommer, Theo 1960: Deutschland und Japan zwischen den Mächten 1935-1940: Vom Antikominternpakt zum Dreimächtepakt. Eine Studie zur diplomat. Vorgeschichte d. 2. Weltkrieges.

Vorholz, Fritz 1984: Ökologische Vorranggebiete – Funktionen und Folgeprobleme. Wefing, Heinrich 1995: Parlamentsarchitektur: zur Selbstdarstellung der Demokratie in ihren Bauwerken. Eine Untersuchung am Beispiel des Bonner Bundeshauses.

Mittwoch


Leute

Die wechsel der Woche eine Vorabendshow bei KABEL 1: „Kochen mit Knall“.

Peter Kleim, Hauptstadt-Chef von RTL, wechselt nach Washington. Es übernimmt Rainer Munz. US-Korrespondent Christian Wilp wird N-TV-Chefreporter in Tobias Pützer heißt der neue Chefredakteur des kürzlich eingestellten und wieder- Berlin. belebten Männermagazins FHM. Marc Jungnickel wird Redaktionsleiter Koch Stefan Marquard bekommt gemein- der neuen SAT.1-Talkshow „Eins gegen Eins“ mit HAMBURGER ABENDBLATTsam mit dem Kollegen Frank Buchholz

Fotos: Spiegel-Gruppe, FHM, Electrolux, RTL, SAT.1

Georg Mascolo verantwortet zukünftig allein den gedruckten SPIEGEL. Co-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron ist nun für die Digital-Angebote zuständig. Der Kampf ist vorbei.


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Leute

Ausflug mit Kuttner ... heißt ein neuer Versuch von Sarah Kuttner, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Fuß zu fassen. Ab Herbst zeigt der SWR, wie sie mit Prominenten

Foto: ARD

Sonntagsausflüge wie zum Beispiel zum Pilzesammeln unternimmt.


Nehmt Michelle


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Michelle

30 Jahre alt ist Deutschlands größte Fernsehsendung. Nun hört ihr Moderator Thomas Gottschalk auf. Und jetzt? Warum wir finden, dass Michelle Hunziker „Wetten, dass...?“ moderieren sollte

wegmoderiert und das manchmal recht lustig macht. Selbst Frauen sind denkbar. Ina Müller? Barbara Schöneberger? Oder doch lieber Kerner? Günther Jauch, sicherheitshalber?

Entsprechend wenig Begeisterung lösen die Kandidaten aus. Oben auf der Liste steht Jörg Pilawa. Weil er gerade neu ist beim ZDF, viel Geld gekostet hat und ganz gut ankommt (die neue Frisur!). Dann Hape Kerkeling, denn den finden alle irgendwie gut. Drittens Stefan Raab, weil er großen Einfluss aufs deutsche Fernsehen hat und viele Ideen. Sogar Matthias Opdenhövel wird genannt, weil der jung ist, für Raab alles Mögliche

Beim ZDF diskutieren sie offensichtlich eine Lösung, die bisher auffallend selten genannt wurde: Michelle Hunziker. Gottschalks Assistentin könnte „Wetten dass...?“ übernehmen. Der 34-jährigen Schweizerin „Europas größte Fernsehsendung“ anzuvertrauen, wäre eine mutige Entscheidung. Aber es wäre die richtige. Auch Thomas Gottschalk war einmal eine mutige Entscheidung. Als er die Show 1987 von Frank Elst-

Fotos: Beate Schäfer / ZDF

Wer ersetzt Thomas Gottschalk? Diese Frage ist mindestens so spannend wie die, wer neuer Fußballnationaltrainer wird. Oder Bundespräsident. Oder Papst.


Hunziker

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ner übernahm, war er ein Talent, kein Superstar. Er war anders als die großen Moderatoren der Nachkriegszeit: Frankenfeld, Rosenthal, Kulenkampff. Er war frech, schlagfertig und für viele ältere Zuschauer eine Zumutung. Gerade weil Gottschalk anders war, musste er sich nicht vergleichen.

es wäre eine mutige Entscheidung. Aber es wäre die richtige.

Das wäre für all die Herren mittleren Alters, die 2012 gern als Gastgeber die blinkende Showtreppe herabschreiten würden, völlig anders. Sie müssten Thomas Gottschalk ersetzen, ein ebenbürtiger Moderator sein, oder gar besser. Das ist eine undankbare, weil unlösbare Aufgabe. „Wetten, dass...?“ zu moderieren, heißt, großes Kino zu bieten. Die Sendung ist larger than life, so groß wie ein Hollywood-Drama. Anders

zum Beispiel „Schlag den Raab“, das an ein Kneipenturnier erinnert, ist das Außergewöhnliche hier normal. Die Sendung lebt von Kontrasten: Kleinstadtdeutschland trifft auf die große Welt des internationalen Glamours. Die Gäste tragen glitzernde Fummel, sie sind aufgeregt wie Kinder an Weihnachten. Alles ist außeralltäglich. So sehr Gottschalks SelbstInszenierung als Halb-Amerikaner

als


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Michelle

Sie dürfte die einzige Moderatorin im deutschen Fernsehen sein, die ein Kind mit Eros Ramazzotti hat.

nerven kann: Er spricht auf Augenhöhe mit den internationalen Stars, nicht ehrfürchtig, ohne kritische Distanz. Er ist Exzentriker wie sie. Er trägt verrückte Klamotten, eine eigenwillige Frisur, wohnte in einer Villa in L.A., dann in einem Schloss am Rhein. Gottschalk lebt ein ShowbizLeben. Nun stelle man sich bitte einmal Herrn Pilawa auf dem Sofa vor, zwischen Madonna und Tom Cruise,

oder zwischen Mariah Carey und Will Smith, oder zwischen Uma Thurman und Robbie Williams. Das passt einfach nicht. Michelle Hunziker dagegen bekam von Williams immerhin schon einmal die Backe abgeschleckt. In Italien ein Fernsehstar von gottschalkschem Format, musste sie sich nicht in den Niederungen einer deutschen Fernsehkarriere alle Weltläufigkeit abtrainieren. Sie dürfte die


Hunziker

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einzige Moderatorin im deutschen Fernsehen sein, die ein Kind mit Eros Ramazzotti hat. Ihre Beziehungsdramen reichen aus für ganze Zeitschriftenjahrgänge. Sie bevölkert GALA, BUNTE und INTOUCH mit BikiniFotos von den wichtigsten Stränden

und stattdessen zu Bohlens DSDS umschaltete. Oder zynisch: blondes Haar und Busen als verjüngende Dekoration für den alternden Conferencier – so wie Gottschalk in den 90er-Jahren einen Hund in seine RTLLate-Night-Show einbaute, als die

der Riviera und den längsten Yachten der Côte d‘Azur. Hunziker hat das, was Pilawa, Kerkeling und Raab abgeht: Star-Appeal. Seit 2009 tritt Michelle Hunziker als „Wettpatin“ in der Sendung auf. Seinerzeit schien das eine schlechte Idee. Entweder opportunistisch, weil sie als ehemalige „Deutschland sucht den Superstar“-Moderatorin der jungen Zielgruppe bekannt war, die Gottschalk immer seltener zuschaute

Quoten nicht so waren wie erwünscht. Hunde, Kinder und junge Frauen, das funktioniert im Fernsehen eben meistens. Was auch immer Gottschalks Kalkül war – es stellte sich heraus, dass diese Idee eine sehr gute war. Michelle Hunziker, die bei DSDS neben einem Menschen namens Spengemann noch kühl und humorlos erschien, brachte italienische Wärme und Fröhlichkeit zu „Wetten, dass..?“


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Michelle

mit, die authentisch und nicht aufgesetzt wirken. Wenn sie ständig neu gekleidet durch die Kulissen weht, ausgiebig Küsschen verteilt, mit Stars wie Kandidaten gleichermaßen herzlich scherzt, dann nimmt man ihr das ab.

10-Millionen-Grenze ist so etwas wie die absolute Mehrheit des deutschen Fernsehens: im 50-Sender-System ohne Fußball unerreichbar. Sollte dem ZDF ausgerechnet mit seinem dicksten Samstagabend-Dampfer etwas Innovatives, Modernes gelin-

Hunzikers „Wetten, dass...?“ müsste natürlich eine ziemlich andere Sendung sein, als es die 2011-Version ist. Aus Frank Elstners Tipp-Sendung, bei der die prominenten Gäste wie bei „Montagsmaler“ hinter BildschirmTischchen saßen, machte Gottschalk eine Personality-Gala. Daraus würde Hunziker etwas Drittes, Zeitgemäßeres machen. Wahrscheinlich würde es auch bedeuteten, auf ein paar Millionen Zuschauer zu verzichten. Die

gen, könnte das den gesamten Sender inspirieren. Was wäre die Alternative? Der kalkulierte Niedergang.Weitermachen mit einem neuen alten Gesicht. Noch ein paar Jahre gelangweilte Kritiken über laue Wetten und schale Witze. Immer neue Quoten-Demütigungen durch RTL. Michelle Hunziker hätte die Chance zu überraschen. Hoffentlich darf sie das.


moritz Schell Fotograf

www.moritzschell.com


Magazin-Cover

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Die besten magazincover im Februar Jeden Monat in V.i.S.d.P.


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PLAYBOY-Gr端nder mit Bunny-Ohren

Magazin-Cover


Magazin-Cover

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Foto: FHagena

Computer-Themen kann man auch so bebildern


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Die Fremdgeh-Ausgabe von BUSINESSWEEK ...

Magazin-Cover


Magazin-Cover

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Foto: FHagena

... mit Spezial-Cover f端r jedes Geschlecht.


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Valentinstagsausgaben kรถnnen so aussehen ...

Magazin-Cover


Magazin-Cover

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... oder so. Foto: FHagena


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Justin Bieber auf MAD

Magazin-Cover


Magazin-Cover

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Das aktuelle BRAND EINS Mit Dank an Coverjunkie.com, spd.org und andere Coversammelseiten, die wir wahrscheinlich vergessen haben


INBOX Klopps Klappe

Liebe Leute, hat jemand mal eine Rundfunkreportage von Sabine Töpperwien gehört? Auch beim Überschriftenmachen darf man über Rolf Töpperwien hinausdenken. HLandwehr per Kommentar Sorry, aber Klopp als Opfer einer Inszenierung hinzustellen, finde ich schwach. Klar scheint Herr Mai nicht gerade den Kampf gegen Alpha-Männchen zu suchen, aber er hat in der Situation nichts anderes gemacht als anwesend zu sein. Den Rest hat Klopp ganz allein erledigt. Er hat seinen Frust an einem Reporter abgelassen, den er kannte und – ich unterstelle einem erfolgreichen Fußballtrainer auch in flüchtigen Kontakten eine gehörige Portion Menschenkennntis – den er als devot, beziehungsweise nicht kämpfend kennen müsste. Das finde ich erbärmlich. Betrachtet man das Video, dann scheint sich Klopp – ganz Profi – anfänglich ja sehr wohl dem Interview stellen zu wollen. Nur dann redet er sich in Rage – spielt auf die unheimliche Pechserie an, beleidigt den Mann - halb im Spaß – und lässt ihn dann stehen. Eine Entschuldigung von Klopp wäre angebracht. Hattrick per Kommentar

In jedem Fall inszeniert und darauf ausgelegt. Denn das Video gibt es auch mit Vorlauf. Da sitzt Herr Mai hinter dem Tor, dann fällt der Ausgleich, „Schwenk auf feixenden Herrn Mai“ (Daumen hoch). Was hat das noch mit Journalismus zu tun? Lhness per Kommentar Schöne Überschrift, @visdp – mehr leider nicht. Thomas Mrazek per Twitter o-ton meine oma: das hat es früher nicht gegeben. da dauerte ein fußballspiel 90 minuten, sportreporter hatten sachverstand, sportjornalisten haben nicht mit der nähe zu den spielern kokettiert und die fernsehzuschauer waren nicht an aufgeblasenen Sendungen interessiert, die aus einem fußballspiel eine dreistündige null-informationssendung werden lassen. und dass ein verärgerter trainer einer nullnummer übers maul fährt, finde ich gut. mehr davon! Gk per Kommentar Sagen Sie uns Ihre Meinung per Mail, Facebook-Kommentar, Tweet oder kommentieren sie direkt auf unserer Seite.

Schreiben Sie uns: info@visdp.de


Qualit채tsjournalismus kann man kaufen. www.spredder.de


ende

Inhaltsverzeichnis zum anklicken und verteilen Titelgeschichte

Alles aus Liebe: Die romantischsten, spektakulärsten, tragischsten Fernseh-Heiratsanträge

Schumachers Woche

Christoph Ahlhaus, Unsere Lokführer, Wendelin Wiedeking, Ein Pferd namens „Dreiklang“

Das Tagebuch Zitat der Woche: Hans-Ulrich Jörges Zahl der Woche: DAB Gewinner/Verlierer: Caren Miosga/AUF EINEN BLICK

Leute Georg Mascolo, Mathias Müller von Blumencron, Tobias Pützer, Stefan Marquard, Frank Buchholz, Peter Kleim, Rainer Munz, Christian Wilp, Marc Jungnickel

Update

Liebling der Woche: Anja Heyde und Mitri Sirin

V.i.S.d.P. – Magazin für Medienmacher

Chefredakteur: Sebastian Esser Herausgeber: Dr. Hajo Schumacher Design: Markus Nowak, Supermarkt Studio Redaktion: Wendelin Hübner, Susan Mücke, Frank Joung, Patrick Weisbrod Lektorat: Carla Mönig Adresse: Lietzenburger Straße 51, 10789 Berlin Telefon: 030 2196 27287 E-Mail: info@visdp.de Facebook: http://www.facebook.com/visdp Twitter: http://www.twitter.com/visdp

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Magazin für Medienmacher

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