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nung zu ersehen sind. In Deutschland ist die Hysterie, ohne Frage, gut organisiert.

erzielen können; ohne Zoff, kein Stoff. Den gibt es in der Fraktionssitzung beim Thema tariflicher Mindestlohn für Briefzusteller.

Ohne Zoff, kein Stoff

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13. November 2007: Immer noch steht mein Antrag zum Lebenslangen Lernen in der Abstimmung zwischen den Arbeitsgruppen von Union und SPD. Hautnah sehe ich die klaffende Lücke zwischen den Sonntagsreden mit dem Hinweis, wie wichtig die Weiterbildung ist, und der Abstimmungsmaschinerie, wenn Voraussetzungen hierfür verbessert werden sollen. Bald ist Bundesparteitag der CDU in Hannover. Auch im neuen Grundsatzprogramm ist das Lebenslange Lernen ein wichtiges Thema. Wir sprechen in der AG Bildung und Forschung erneut über einen aktualisierten Stichtag bei der Forschung mit Stammzellen. Wichtig ist: es darf kein Leben getötet werden. Dies ist auch die Kernbotschaft der alten Stichtagsregelung, die - in Abwägung mit den Chancen der Forschung gegen Alzheimer und Parkinson - weiter gelten muss. Mit meinem SPD-Kollegen Willi Brase diskutiere ich bei den Kammern über unsere Ausbildungsinitiativen. Im Gegensatz zum öffentlichen Bild der Großen Koalition überwiegen bei uns die Gemeinsamkeiten und die Erfolge. Weshalb wir kaum Medienwirkung

Runde Sache 14. November 2007: Nun ist sie rund, die 50. Den Geburtstag erlebe ich ruhig, wie jeden anderen Tag; bis ich die Mailbox beim Handy aufrufe. 16 Anrufe gespeichert, bei den Mails kam die erste Gratulation um 0.00 Uhr von Dieter Lambertz aus Willich, jede Menge Briefe und sogar Überraschungsbesuche im Büro. So kommen nacheinander einige MdB-Kollegen und Rainer Eppelmann, Präsident der Stiftung für die Aufarbeitung des SED-Unrechts, und der frühere Bundestagskollege Walter Schöler, der sich zufällig in Berlin aufhält. Ein gutes menschliches Miteinander über Parteigrenzen hinweg. Als Gruß aus der Heimat habe ich große Tüten voll Mars, die jeder persönliche Gratulant erhält. Mit der Arbeit ist heute um 15 Uhr Schluss. Mit den Mitarbeitern im Büro gibt es einen kleinen Umtrunk und den Rest des Abends feiere ich im Tacheles, einer Kultkneipe auf der Oranienburger Straße. Am Ende des Tages zähle ich über 300 Anrufe, Mails, SMS, Briefe und Karten. Geburtstage sollten öfter sein; wenn sie nicht so alt machen würden.

Jahresbericht 2007  
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