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schaffen wurde. Das war vor 40 Jahren. Damals ging es um 300.000 Arbeitslose, heute um 30 Mio. Beschäftigte, die mit der Berufstätigkeit permanente Weiterbildung organisieren müssen. Unser Ziel ist eine Gesetzesinitiative, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Wie beim Europäischen Bildungsraum ist eine Vereinbarung zwischen Koalition und Teilen der Opposition möglich. Nachmittags führe ich eine Schülergruppe durch das Reichstagsgebäude, sie ist bunt gemischt aus Düsseldorf und dem Kreis Viersen.

Neue Initiative 22. März 2007: Donnerstag ist Plenartag. Nach einer europapolitischen Grundsatzdebatte, von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeleitet, treffe ich mich mit weiteren Abgeordneten und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Andreas Storm MdB, um einen Antrag zum Abbau der Altbewerber in der Berufsausbildung vorzubereiten. Jeder zweite Ausbildungsvertrag, der im letzten Jahr geschlossen wurde, gilt einem Bewerber, der vor mehr als 12 Monaten aus der Schule entlassen wurde. Bis 29 Jahre haben derzeit 1,3 Mio. Schulabgänger keine berufliche Qualifizierung. Wir sammeln Vorschläge und weiten den Kreis auf

Abgeordnete aus den Fachgruppen Wirtschaft, Arbeit und Jugend aus, um ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Mir wird die Leitung übertragen. Abends fahre ich nach Wannsee, um in einem wunderschönen Schlösschen bei der CDU über das Thema ‚Bewegung am Arbeitsmarkt‘ zu sprechen. Auf der Rückfahrt gegen 22.30 Uhr sehe ich, wie groß Berlin ist. Wir fahren fast 50 Minuten.

Verschärfte Sicherheit 23. März 2007: Kurz ins Bundestagsbüro, dann wartet am Haupteingang des Paul-Löbe-Hauses der St. Joseph-Schützenverein aus Kempen auf mich; 50 Teilnehmer, angeführt von Julius von Heimendahl. Diszipliniert durchlaufen wir die aufgrund des Europafestes vor dem Reichstagsgebäude verschärften Sicherheitskontrollen. Im Raum des Bundestagsausschusses ‚Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung‘ diskutieren wir über eine Stunde lebendig über aktuelle politische Themen von Bürokratie über Arbeitsmarkt bis Europa. Anschließend gehen wir durch die Querverbindungen in die Kellerräume des Reichstagsgebäudes bis zur Fraktionsetage und am Ende folgt der Blick von der Kuppel über die Dächer von Berlin. Eine fröhliche Gruppe verabschiedet sich für das weitere

Jahresbericht 2007