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SWISS real estate YEARBOOK 2017


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Vorwort

FAKTOR ENERGIE

Wo steht die Schweizer Immobilien­ branche 2017? Zwischen Licht und Schatten, sind sich die meisten Analysten einig. Da gibt es Segmente, die boomen, und da gibt es Segmente, die darben. Aber in den meisten Segmenten sollten die Preise konstant bleiben, prophezeit die Mehrheit der Experten. Klingt beruhigend, das mit den mehrheitlich konstanten Preisen. Ja gut, Geschäftsliegen­ schaften werden wohl weiter tauchen, Mehrfamilienhäuser dafür weiter zulegen. Das macht die Sache aber auch nicht weiter kompliziert. Doch die Immobilien-Füchse wissen: Selbst innerhalb der einzelnen Segmente gibt es wesentliche Unterschiede. Und damit wird die ganze Angelegenheit dann doch etwas komplizierter. Immobilie ist längst nicht mehr gleich Immobilie. Alleinstellungsmerkmale sind gefragt. Und zu diesen Merkmalen, die eine Immobilie von anderen abheben und für eine Investition attraktiv machen können, gehört heute angesichts des Klimawandels vor allem auch deren Energiebilanz. Schon bemerkenswert: Vor weniger als einer Handvoll Jahrzehnte wurden diese Alterna­ tiven in ihren handgestrickten Pullovern und mit ihren Forderungen nach mehr Umwelt­ schutz noch mehrheitlich milde belächelt – und heute geht auch in der Immobilienbranche ohne ausgeprägtes Umweltbewusstsein fast gar nichts mehr. WWF-Umweltexperte Elmar Grosse Ruse bringt es in seinem Leitartikel in dieser Ausgabe auf den Punkt: «Ein intelli­ genter Investitionsentscheid wählt die klimafreundlichste Technologie, denn jede Immobi­ lie wird früher oder später danach bewertet.» Die Energiebilanz als Chance. Was diesbezüglich und sonst noch alles die Schweizer Immobilienbranche in diesen Tagen bewegt, zeigt das vorliegende Jahrbuch in reicher Vielfalt. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre!

Harald Fessler, Herausgeber

Peter Büchel, Chefredaktor


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3. Jahrgang, 2017 HERAUSGEBER Harald Fessler, 9434 Au harald.fessler@bluewin.ch VERLAG Flash Media GmbH, Sonnenstrasse 8, 9434 Au/SG, Telefon 071 744 94 90 info@flashmedia.ch ANZEIGENVERKAUF Peter Sachs, Key Account Manager Mobile 078 700 91 56, peter.sachs@gmx.ch CHEFREDAKTION Peter Büchel, Eichbergstrasse 37, 9453 Eichberg, Telefon 071 755 57 75, buechel@bluewin.ch CREATIVE DIRECTION/LAYOUT Monja Magenta for westwärts Werbeagentur AG Klosbachstrasse 10, 8032 Zürich Telefon 044 245 46 71 rueesch@monjamagenta.com KOORDINATION/DRUCK IMS AG, international media solutions ag Sonnenstrasse 8, 9434 Au Telefon 071 744 94 92, info@imsag.ch www.imsag.ch DISCLAIMER Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit Genehmigung der Redaktion oder der entsprechend erwähnten Autoren oder Fotografen erlaubt. Dies gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken, Internet und die Vervielfältigung auf CD-ROM. Für unverlangte Zusendungen und Manuskripte lehnen Redaktion und Verlag jede Haftung ab.


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Inhalt

KAPITEL

EINFÜHRUNGEN

«IMMOBILIENMARKT BRAUCHT KLIMAINTELLIGENZ»

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«HEITER BIS BEWÖLKT»

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«GEFRAGTE MEHRFAMILIENHÄUSER»

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Energiewende

Immo-Monitoring

Immobilienumfrage

1 2 3

TOTAL- UND GENERALUNTERNEHMEN

«DER REINE REALISATOR HAT AUSGEDIENT»

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Anspruchvolles Grossbauprojekt abgeschlossen «Mit Freude in die Zukunft» «Belebende Vielfalt statt Gleichförmigkeit» «Von der Logistik-Plattform zum 2000-Watt-Areal» «Wir bauen für die Zukunft»

26 28 30 33 34

Einleitung von Daniel Ducrey

GEBÄUDETECHNIK

«DIE GEBÄUDETECHNIK AUF DEM DIGITALEN TRANSFORMATIONSPFAD»

Einleitung von Christian Appert

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BAUSTOFFE

«BETONVORFABRIKATE – GREIFBAR GUT»

40

Dienstleistungen von A–Z für die Bauwirtschaft Wie schön es ist – ein Stein zu sein

42 44

Einleitung von Martin Wüest


Modul- und Tempor채rbau

Gastronomie und Tourismus

Wohnen

Gastronomie und Tourismus

B체ro und Gewerbe

Auf die Zukunft bauen Welche Idee d체rfen wir f체r Sie verwirklichen?

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4

GEBÄUDEHÜLLE

«FASSADEN SIND TEAMARBEIT»

46

Hochwertige Aussenanschlüsse am EMPA-Forschungsgebäude

50

«HOLZ MACHT SINN»

54

«STEIN SCHÜTZT HOLZ»

56

Lignosil – die Mineralfarbe für den Holzschutz

58

Einleitung von Reto Demont

Einleitung von Richard Jussel

Einleitung von Aldo Degasperi

5 6 7

INNENAUSBAU UND EINRICHTUNG

«NEUE ANFORDERUNGEN AN HYGIENEBEREICHE»

Einleitung von Thimo Franke

60

NACHHALTIGKEIT

«DAS BILD ÄNDERT SICH»

68

Minergie® 2017: Einfach, innovativ, nachhaltig

70

Einleitung von Andreas Meyer Primavesi

DIENSTLEISTUNGEN / FACILITY MANAGEMENT

«WERTE SCHAFFEN»

72

Perfektes Zusammenspiel Entwickeln und Bauen für die Menschen Veränderte Dienstleistungen in Immobilienunternehmen

75 76 79

«DER MARKT BLEIBT IN BEWEGUNG»

80

AGENDA 2017

87

Einleitung von Dominik Frei

Einleitung von Dr. Peter Staub


ENERGIEWENDE

IMMOBILIENMARKT BRAUCHT KLIMAINTEL­LI­GENZ

ELMAR GROSSE RUSE Abteilungsleiter Klima und Energie a.i., WWF Schweiz


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Klimaschutz: intelligent in Immobilien investieren

Die internationale Gemeinschaft hat auf der Klima­ konferenz in Paris beschlossen, in den nächsten Jahr­ zehnten aus den fossilen Energien auszusteigen.­Für den Schweizer Immobilienmarkt bedeutet dies: Ein intelligenter Investitionsentscheid wählt die klimafreundlichste Technologie beziehungsweise Variante. Denn jede Immobilie wird früher oder später danach bewertet, ob sie zukunftstauglich ist, oder ob sich aufgrund falscher Investitionsentscheidungen dahin­ ter bloss noch eine Investitionsruine verbirgt.


«Wer heute in der Schweiz weiter in fossile Energien investiert, der vernichtet morgen volkswirtschaftliches Vermögen.»

Das Ende der Ära fossiler Brennstoffe: Spätestens seit dem 12. Dezember 2015 kann man es nicht mehr als Spinnerei einiger Umweltorganisationen abtun. Denn an jenem Tag haben in Paris alle UN-Staaten einstimmig ein neues Welt-KlimaAbkommen beschlossen. Sein Inhalt in einem Satz: Damit die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden kann, dürfen menschliche Aktivitäten ab der zweiten Hälfte des Jahrhun­ derts nicht mehr Treibhausgase verursachen, als Wälder und andere Ökosysteme in etwa wieder absorbieren können («Netto-Null-Emissionen»). Gilt das auch nach der Wahl von Donald Trump? – Auch ein neuer US-Präsident kann an den technologisch-ökonomischen Entwicklun­gen der vergangenen Jahre und den klimaphysikali­ schen Grundlagen nichts ändern: Egal, was im Weissen Haus in den nächsten vier Jahren be­ schlossen wird – fossile Energien und Ressourcenverschwendung geraten gegenüber erneuerbaren Energiequellen und Effizienz immer weiter ins Hintertreffen. «The train has left the station, Mr. Trump».1 Der Netto-Null-Beschluss von Paris bleibt also relevant. Und wer sich ein wenig mit den ver­ schiedenen Quellen von Treibhausgasen beschäf­ tigt, weiss, was das bedeutet: Mit der Verbrennung von fossilen Energierohstoffen – Erdöl, Erdgas, Kohle – ist es in wenigen Jahrzehnten ein für alle Mal vorbei! Denn manche Klimagase – beispiels­ weise aus der Landwirtschaft – werden sich nie ganz eliminieren lassen, erst recht nicht, wenn wir künftig bis zu zehn Milliarden Menschen ernäh­ ren wollen. Strom, Wärme und Mobilität können wir dagegen auch ohne fossile Energien bereit­ stellen. Das ist technisch und ökonomisch längst bewiesen. Für den Immobiliensektor heisst dies: in naher Zukunft nur noch nahezu CO2-freier Betrieb – in neuen und bestehenden Gebäuden. IMMOBILIEN JETZT RICHTIG PLANEN Die heutige Infrastruktur der Schweiz ist lang­ lebig und basiert weitgehend auf fossilen Ener­

gien. Umso wichtiger ist es, keine Immobilien zu schaffen oder zu erhalten, die praktisch nur mit Öl, Gas und Kohle funktionieren. Denn da­ mit verlängern wir die Abhängigkeit von fossilen Energien um weitere Jahrzehnte: Jede heute neu eingebaute Ölheizung bedingt für weitere 15 bis 20 Jahre die klimaschädliche Förderung, Liefe­ rung und Verbrennung von Erdöl. Dass dies mit dem Weltklima-Abkommen von Paris nicht zu vereinbaren ist, leuchtet schnell ein. Wie soll die ganze Welt – inklusive aller heute noch weniger «entwickelten» Länder – in spätestens 50 Jahren ganz ohne fossile CO2-Emissionen auskommen, wenn ein reiches Land wie die Schweiz im Jahr 2016 ungebremst Benzinfahrzeuge, Ölheizungen und Gasanschlüsse mit einer Lebensdauer von 10, 20 und 40 Jahren in Betrieb nimmt? Wenn wir nicht morgen fossil basierte Gebäu­ detechnik-Anlagen oder ganze Gebäude abwra­ cken wollen, obwohl sie noch nicht abgeschrie­ ben sind, dann dürfen wir heute keine neuen (ein-)bauen, die nicht klimagerecht sind. Oder umgekehrt: Wer heute in der Schweiz weiter in fossile Energien investiert, der vernichtet morgen volkswirtschaftliches Vermögen – oder das Kli­ masystem, das die Menschheit und die Artenviel­ falt von heute am Leben erhält. Besonders anschaulich wird dies am einfachen Beispiel der Ölheizung im Einfamilienhaus. Dort verursacht sie über ihre Lebensdauer bis zu 150 Tonnen CO2. Das ist ein Mehrfaches des Parisverträglichen Klimabudgets der Bewohner und in etwa so viel, wie pro Jahr eine Erdumrundung mit dem Auto über den gleichen Zeitraum. Oder als würde man täglich rund 320 Kehrichtsäcke voll CO2-Abgase vor die Haustüre stellen. Keine Kehrichtabfuhr der Welt könnte bewältigen, was Ölheizungen der Atmosphäre zumuten. Wenn Sie also Eigentümer von Immobilien mit fossil betriebenen Feuerungsanlagen sind, dann nutzen Sie den nächsten Erneuerungszeit­ punkt zum Wechsel auf ein klimaverträgliches System ohne Öl und Gas. Und wenn Sie poten­


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«Nutzen Sie den nächsten Erneuerungszeitpunkt zum Wechsel auf ein klima­ verträgliches System.»

zieller Investor einer Immobilie sind, dann schauen Sie genau hin, welche Klimahypo­ theken Sie möglicherweise in Ihr Portfolio aufnehmen. OHNE REGULIERUNG GEHT ES NICHT Der blosse Appell an klug rechnende oder enkelorientiert fühlende Immobilieneigen­ tümer und -investoren reicht aber allein nicht aus. Denn die Empirie zeigt, dass sich das Problem der klimaschädlichen Ölund Gasheizungen ohne Regulierung nicht rechtzeitig löst: Die Schweiz ist schon heute Europameisterin im Heizölverbrauch. Und zwei Drittel aller Ölheizungen werden im­ mer noch durch eine neue Ölheizung er­ setzt. Bei den Gasheizungen sind es sogar 85 Prozent. Und das, obwohl Wärmepum­ pen oft die niedrigeren Lebenszeitkosten haben! Bei den Bauteilen der Gebäudehül­ le (ausser Fenster) wird viel zu häufig gar nicht oder nicht energetisch saniert. Ein «Weiter-wie-bisher» ohne regulative Ein­ griffe führt den Immobilienbestand aus der Schweiz also nicht nach Paris. Wenn wir die Beschlüsse der Staaten­ gemeinschaft und das Anliegen des Klima­ schutzes ernst nehmen, dann müssen wir innerhalb des nächsten Bauteil-Lebenszy­ klus aus Öl- und Gasheizungen aussteigen und den Immobilienbestand auf Effizienz trimmen. Da dies offenbar nicht schnell genug von allein passiert, braucht es wirksame und intelligente Vorgaben. Erste Schritte in diese Richtung bringen die Mustervor­ schriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2014 – und deren geplante Um­ setzung in kantonales Recht, so zum Bei­ spiel in Bern und Basel-Stadt – sowie die bundesrätliche Vorlage für ein revidiertes CO2-Gesetz. Die auch von der Schweiz unterzeich­ nete Klima-Vereinbarung von Paris aber

erfordert mehr: einen langfristig angekün­ digten, rechtzeitig wirksamen KlimaschutzFahrplan für den Immobiliensektor. Zum Beispiel in Form von technologieneutralen Zielwerten (CO2 pro m2 EBF), wie von zahlreichen Wissenschaftlern in der Zürcher REDEM-Initiative vorgeschlagen.2 Dabei geht es um nicht weniger als den Schwei­ zer Beitrag zur Erhaltung der Welt, wie wir sie kennen und wie sie uns versorgt. Er­ freulicherweise ist dieser Beitrag in vielen Fällen sogar noch wirtschaftlich. Und ganz nebenbei verabschieden wir uns damit end­ lich von unserer fossilen Abhängigkeit und nehmen unsere Energieversorgung selbst in die Hand. Wer weiss: Vielleicht ist es in 30 Jahren unverständlich, dass man in der fossilen Ära knappe Rohstoffe tief aus der Erdkruste förderte und bei über 1000 Grad verbrannte, nur um Bürogebäude auf 21 Grad zu erwärmen? Heute ist es ja auch kaum noch vorstellbar, dass in Zügen, Bü­ ros und Wartezimmern geraucht wurde… Und was machen Sie als Immobilien­in­ vestor, solange das hemmungslose Ver­heizen von fossilen Energierohstoffen – quasi das Rauchen des 21. Jahrhunderts – noch nicht hinreichend reguliert ist? Frühzeitige klima­-verträgliche Investitionsentscheide sind auch ein Absicherungsinstrument gegen­über künftigen tiefen regulatorischen Eingriffen, meist kommen sie also Ihren Enkeln und Ihrem Portemonnaie zugute. Investieren Sie also klima-intelligent! Matt Patsky, CEO von Trillium Asset Ma­ na­gement, einer von 360 Konzernen, die US-Präsident Trump auffordern, das ParisAbkommen nicht zu kündigen. 2 www.redem.ch 1

LINK

ZUM WEITERLESEN WWF Schweiz und Credit Suisse: Die Dekarbonisierung des Schweizer Immobiliensektors. Fallstudie Credit Suisse https://www.credit-suisse.com/media/ production/asset-management/docs/realestate/greenproperty/wwf-papier-dekarbonisierung-immobilien-update-g.pdf


IMMO-MONITORING

HEITER BIS BEWÖLKT

PATRICK SCHNORF Mitglied der Geschäftsleitung Leiter Markt und Research Wüest Partner AG

DR. ROBERT WEINERT Leiter Immo-Monitoring Wüest Partner AG


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Immo-Monitoring: Heiter bis bewölkt

Entspannung für die Mieter auf dem Wohnungs­ markt und etwas freundlichere Aussichten für die Vermieter auf dem Büroflächenmarkt. Zu diesem Schluss kommt das Beratungsunterneh­ men Wüest Partner in seinem aktuellen ImmoMonitoring 2017. Doch es gibt auch Wolken am Schweizer Immobilienhimmel: Insbesondere das Marktumfeld für Verkaufsflächen präsentiert sich weiterhin schwierig.


«Bezüglich Wohneigentum ist in den nächsten zwölf Monaten mit leichten Preisanstiegen zu rechnen.»

MIETWOHNUNGSMARKT Viele Mieter, die in den letzten zehn Jah­ ren nicht umgezogen sind, dürften heute finanziell besser dastehen als damals. Dies hängt massgeblich mit dem hypothekari­ schen Referenzzinssatz zusammen, der seit seiner landesweiten Vereinheitlichung im Jahr 2008 von 3,5 auf 1,75 Prozent gesun­ ken ist. Der kumulierte Senkungsanspruch, den Mieter mit laufenden Verträgen seither geltend machen konnten, beläuft sich heute auf 17,4 Prozent – entsprechend tief war der Anreiz, eine Mietwohnung zu verlassen. Seit etwa einem Jahr jedoch beginnt sich die Schere zwischen den Mieten in beste­ henden Verträgen und den Mieten von in­ serierten Wohnungen wieder zu schliessen. Die Gründe für diese Entwicklung lie­ gen einerseits in der intensiven Neubautä­ tig­keit und der damit einhergehenden Aus­dehnung des Angebots: Derzeit sind es 157 900 Wohnungen, die zum Bezug be­ reitstehen. Andererseits lässt das Bevölke­ rungswachstum nach, wodurch die Zusatz­ nachfrage abnimmt. In Anbetracht dessen erstaunt es kaum, dass die Marktanspan­ nung sinkt. Gefragt bleiben weiterhin die kleineren Wohneinheiten zu eher modera­ ten Preisen. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und im kommenden Jahr zu weiteren Mietpreisrückgängen führt.

WOHNEIGENTUM Die Zahl der neu erstellten Eigentumswoh­ nungen ist im Jahr 2016 weiter zurückge­ gangen; lediglich rund 13 000 Eigentums­ wohnungen sind in den vergangenen zwölf Monaten auf den Markt gekommen. Als Fol­ ge davon dürfte sich das gesamte Marktan­ gebot in der zweiten Jahreshälfte reduzieren. Das schwindende Angebot trifft auf eine ro­ buste Nachfrage – trotz geltender Finanzie­ rungsvorschriften und hoher Preisniveaus. In den nächsten zwölf Monaten ist sogar mit leichten Preisanstiegen zu rechnen. Bei den Einfamilienhäusern steht dem stabilen Angebot eine intakte Nachfrage ge­ genüber. Diese fokussiert sich vornehmlich auf Objekte mit einem Preis von unter 1,5 Millionen Franken. Die Folge davon ist, dass preisgünstige Einfamilienhäuser an guten Lagen sehr gesucht sind und teurer werden. Im gehobenen Segment sind hingegen weiterhin sinkende Preise zu vermelden, wo­bei die Preisdynamik in den einzelnen Regionen und Segmenten sehr unterschied­ lich ist: Während die Preise vor allem in den Agglomerationsgemeinden anzogen, waren in den Tourismusgemeinden in den letzten zwölf Monaten Korrekturen von minus 10,6 Prozent zu beobachten. Die stärksten Preisanstiege verzeichneten die beliebten inne­ ren Agglomerationsgemeinden der Gross­ städte.

«Am Mietwohnungsmarkt bleiben weiterhin die kleineren Wohn­ einheiten zu eher moderaten Preisen gefragt.»

BÜROFLÄCHEN Auf dem Büroflächenmarkt herrschen ge­ genwärtig etwas freundlichere Aussichten, als dies noch letztes Jahr der Fall war. Gleich mehrere Faktoren entwickeln sich stabil: nicht nur das Wirtschafts- und Beschäfti­ gungswachstum, sondern auch die Preise sowie die Insertionsdauern und Angebots­ zahlen. Immobilieneigentümer können deshalb positiver gestimmt in die Zukunft schau­ en. Es ist aber davon auszugehen, dass die Marktsituation auch im kommenden Jahr anspruchsvoll bleibt. Mieter geniessen eine grosse Auswahl an Objekten mit unter­ schiedlichen Qualitäten und zudem eine grundsätzlich starke Position bei Mietver­ tragsverhandlungen. Die Mietpreise für Büroflächen dürften daher im kommenden Jahr einen kleinen Rückgang verzeichnen. VERKAUFSFLÄCHEN Kein anderes Immobilienmarktsegment steht vor einer so grundlegenden Umwäl­ zung wie jenes der Verkaufsflächen. Der ge­ sellschaftliche und technologische Wandel mit seinen weitreichenden Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten führt zu einer strukturellen Veränderung bei den Retailf­ lächen, mit Konsequenzen für Vertragsdau­ ern, Flächen, Lagefaktoren und Management. Verschärft noch durch kurzfristige öko­ nomische Herausforderungen, präsentiert sich das Vermarktungsumfeld für Verkaufs­ flächen damit weiterhin überaus schwierig. Die mittleren Mietpreise für Schweizer Verkaufsflächen dürften unverändert unter Druck und die Zahl der zur Vermietung ausgeschriebenen Flächen hoch bleiben. BAUMARKT Noch vor einigen Jahren war die Angebot­ selastizität des Wohnungsmarkts in keinem Land so tief wie in der Schweiz. Das heisst,


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dass der Wohnungsneubau nur schwach reagierte, wenn sich die Nachfrage und die Preise veränderten. Mittlerweile ist da ein Wandel eingetre­ ten. Viele Investoren treiben weitere Neu­ bauprojekte voran, begünstigt von einem Marktumfeld, in dem Anlagealternativen fehlen. Von Juli 2015 bis Juni 2016 wurden Bewilligungen für den Bau von über 53 000 Wohnungen erteilt, wovon rund 30 000 Ein­ heiten auf den Mietwohnungsmarkt entfallen. Wüest Partner geht davon aus, dass die Neubauinvestitionen im Segment der Mehrfamilienhäuser 2017 um weitere 1,2 Prozent ansteigen werden. Besonders stark zuneh­ men dürften die Neubauaktivitäten in vielen Regionen der Inner- und der Westschweiz. Im Gegensatz zum expandierenden Woh­ nungsbau wird bei den Geschäftsbauten – also bei Büro-, Verkaufs- und Gastro­ nomieflächen – im kommenden Jahr eine negative Entwicklung erwartet. Grund: Die Leerstände lassen die Investoren in diesem Segment weiterhin zurückhaltend agieren. TIEFGRÜNDIGE ANALYSEN Neben der aktuellen Markteinschätzung gibt das aktuelle «Immo-Monitoring 2017/1» auch Antworten auf Fragen, denen aus heutiger Sicht strategische Bedeutung zukommt. Die Herbstausgabe beinhaltet tiefgründige Analysen zum Schweizer Bau- und Immo­ bilienmarkt, unter anderem zu folgenden Schwerpunkten: – Ease-of-Investment-Index: Unterschied­ lich hohe Investitionshürden in Schweizer Immobilienmärkten – Mietwohnungsmarkt: Vom Muster­ knaben zum Sorgenkind? – Mikrolagenprofile für Geschäftsflächen – Direkte und indirekte Immobilien­ anlagen Quelle: wuestpartner.com

«Auf dem Büroflächenmarkt herrschen gegenwärtig etwas freundlichere Aussichten.»


IMMOBILIENUMFRAGE

GEFRAGTE MEHRFAMILIENHÄUSER

KATHRIN STRUNK Volkswirtschaftliche Mitarbeiterin Hauseigentümerverband Schweiz


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Konstante Preise in fast allen Segmenten

Sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Eigen­ tumswohnungen sind die Preise auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Auch für das kommende Jahr erwarten Immobilienexperten konstante Preise in diesem Segment. Für Mehrfamilienhäuser wurden 2016 eine starke Nachfrage sowie steigende Preise beobachtet. Die Experten erwarten, dass dies auch 2017 so bleiben wird. Nur im Segment der Büro- und Geschäftsliegenschaften sind die Er­ wartungen nach wie vor trüb, und es werden weit­ herum anhaltend sinkende Preise prognostiziert.


«Die Preise für Mehrfamilienhäuser dürften 2017 nochmals ansteigen.»

Die nachfolgende Auswertung basiert auf den Resultaten der traditionellen Herbst­ umfrage des HEV Schweiz. Sie wird bei Im­mobilienprofis aus der ganzen Schweiz durchgeführt. 2016 haben über 230 Immo­ bilientreuhänder, -makler, -analysten und -verwalter teilgenommen. Die Fragebögen wurden dieses Jahr ebenfalls durch die Fédération Romande Immobilière (FRI) verschickt. Daraus ergab sich eine starke Verbesserung der Datenbasis in der Westschweiz. Der nachfolgende Bericht beschreibt gesamtschweizerische Tendenzen. Die regionale Entwicklung kann davon ab­ weichen. RÜCKBLICK 2016 Die befragten Experten schätzen die Nach­ frage nach Einfamilienhäusern für 2016 etwa gleich ein wie im Vorjahr. 64  % der Antwortenden stellten keine Veränderung fest, 19 % meldeten eine kleinere und 16 % eine gestiegene Nachfrage. Im Vergleich zu 2015 empfanden mehr Personen, dass sich das Angebot an Einfamilienhäusern verkleinert habe. Eine Mehrheit von 60 % empfand das Angebot als gleich gross. Im Vergleich zu 2015 beobachteten beinahe gleich viele Ex­ perten gleichbleibende Preise (45 %). 19 % gaben sinkende Preise an und 28 % gaben steigende Preise an. Dabei scheint es rela­ tiv grosse regionale Unterschiede zu geben. Während die EFH-Preise in der GenferseeRegion eher zu sinken scheinen, scheinen sie in der Ostschweiz anzusteigen. Im Segment der Eigentumswohnungen beobachteten 61 % eine gleichbleibende Nachfrage. Demgegenüber stellten 50 % ein konstantes und 39 % ein wachsendes Ange­bot fest. Damit scheint das Angebot an Eigentumswohnungen weniger schnell zu wachsen. Auch bei den Eigentumswohnungen werden unterschiedliche Preisentwicklungen gemeldet. Während 42 % der Ex­ perten gleichbleibende Preise meldet, sind je ca. 25 % der Meinung, die Preise seien gestiegen bzw. gesunken. Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäu­ sern mit Mietwohnungen scheint ungebro­ chen. Während 60 % der Experten eine stei­

gende Nachfrage beobachteten, meldeten gleichzeitig 53 % von ihnen ein sinkendes Angebot. Dies suggeriert sogar noch eine Verschärfung der Marktlage im Vergleich zum Vorjahr. Über 70 % der Experten be­ obachteten dementsprechend in den ver­ gangenen 12 Monaten steigende oder sogar stark steigende Preise für Mehrfamilien­ häuser. Im engen Zusammenhang mit dem anhaltenden Preiswachstum steht die Ren­ diteentwicklung von Mehrfamilienhäusern. Die Renditeerwartungen wurden in den letzten Jahren stetig zurückgenommen. Bei Neubauten liegt der Mittelwert der gemel­ deten Bruttorenditen für gehandelte Mehr­ familienhäuser noch bei 4,06 %. Die Brut­ torenditen sind 2016 laut den Befragten nochmals gesunken und haben somit den tiefsten Stand seit dem Jahr 2000 erreicht. Die Einschätzung der Experten für Büro- und Geschäftsimmobilien ist auch dieses Jahr pessimistisch, wenn auch leicht positiver als 2015. 65 % der Befragten mel­ deten für das Jahr 2016 eine rückläufige Nachfrage nach Flächen in diesem Bereich. Dies hat Konsequenzen für das Preisniveau der Büro- und Geschäftsimmobilien. 61 % der Befragten melden sinkende Preise (Vorjahr 60 %). Büro- und Geschäftsimmo­ bilien haben es auf dem Markt weiterhin schwer. AUSSICHTEN 2017 Die befragten Experten erwarten 2017 bei den Einfamilienhäusern und Eigentums­ wohnungen weiterhin keine Preisanstiege. Es ist von stabilen Preisen auszugehen. Le­ diglich die Preise für Mehrfamilienhäuser dürften 2017 nochmals ansteigen. Bei den Einfamilienhäusern gehen 47 % der befragten Experten von konstanten Preisen aus, 30 % erwarten sinkende Preise (Vorjahr 23 %) und 23 % erwarten steigende Preise (Vorjahr 18 %). Gleichzeitig rechnen die Experten mit einer Abnahme der Neubautä­ tigkeit in diesem Bereich, was sich stabilisie­ rend auf das Preisniveau auswirken dürfte. Bei den Eigentumswohnungen erwarten 46 % der Experten konstante Preise, wäh­

rend 32 % rückläufige Preise erwarten. Dies sind leicht weniger als im vergangenen Jahr, als noch 36 % von diesem Szenario ausgin­ gen. Hingegen erwarten wieder mehr Per­ sonen einen Anstieg der Preise für Eigen­ tumswohnungen (22 %). Die Erwartungen für die Preisentwick­ lung von Mehrfamilienhäusern sind sehr ähnlich wie 2015. Mehr als die Hälfte der Experten gehen von steigenden oder sogar stark steigenden Preisen für das kommende Jahr aus (57 %). Dabei erwarten 30 % eine Ausweitung der Neubautätigkeit, während 46 % davon ausgehen, dass diese konstant bleibt. Die Befragten scheinen zu erwarten, dass der Markt auf die hohe Nachfrage rea­ giert. Letztes Jahr glaubten nur 18 % an eine Ausweitung des Angebots. Das Mietzinswachstum dürfte auch 2017 bescheiden ausfallen oder nochmals sinken. 59 % der Befragten prognostizieren insge­ samt unveränderte Wohnungsmieten. Hin­ gegen gehen 30 % davon aus, dass die Mieten sinken werden. Dies sind deutlich mehr Per­ sonen als im vergangenen Jahr. Die Exper­ ten gehen also von einer erschwerten Vermietbarkeit und somit von sinkenden Miet­ erträgen aus. 71 % der Befragten rechnen für das Jahr 2017 mit konstanten Baukosten (Vor­ jahr 69 %). Für 2017 werden von 60 % der Exper­ ten steigende Baulandpreise erwartet. Dies sind deutlich mehr als im Vorjahr, als 50 % steigende Baulandpreise erwarteten. Bei den Büro- und Geschäftsliegen­ schaften sind die Erwartungen für die Preis­ entwicklung an allen Lagen pessimistisch. An grossstädtischen Zentrumslagen wird die Situation nicht ganz so kritisch einge­ schätzt, doch auch hier erwarten 57 % der Antwortenden sinkende Mieten. Für die übrigen grossstädtischen Quartiere sowie Lagen in der Agglomeration oder in mittel­ grossen Städten erwarten jeweils 85 % sin­ kende Mieten. Während die Erwartungen für diese Gebiete etwa gleich geblieben sind, so haben sie sich für die Zentrumsla­ gen deutlich verschlechtert. Quelle: hev-schweiz.ch


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TOTAL- UND GENERALUNTERNEHMEN

«DER REINE REALISATOR HAT AUSGEDIENT» DANIEL DUCREY wurde im April 2015 zum CEO der Steiner Gruppe ernannt. Zuvor trat er im August 2009 als Leiter der Total-/Generalunternehmung Region Mitte-West sowie als Mitglied der Geschäftsleitung in die Steiner Gruppe ein. Im April 2012 wurde Daniel Ducrey CEO von Steiner India. www.steiner.ch


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Zusammen Vorsprung gestalten

«Proaktive Kommunikation mit den Partnern ist ein zentraler Erfolgsfaktor», weiss Daniel Ducrey, CEO der Steiner Gruppe. Das Interview.

WAS IST UNTER DEM BEGRIFF BAUMANAGEMENT ZU VERSTEHEN? «Bei der Steiner AG verstehen wir Baumanagement als das Fundament für unser professionelles Projektma­ nagement. Für uns bedeutet das, alle Aspekte eines Pro­ jekts in der Bauphase prozessorientiert zu strukturieren und die Einhaltung der Rahmenbedingungen zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Als erfahrener Immobilienentwickler sowie Total- und Generalunternehmer ver­ fügen wir über umfangreiches Know-how, von der Pro­ jektorganisation über die Steuerung aller Projektbetei­ ligten und das Monitoring der Marktakzeptanz bis zur Kommunikation mit der Politik, den Nachbarn sowie der Öffentlichkeit.» WIE SIEHT KONKRET EINE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN IHREM UNTERNEHMEN UND DEM BAUHERRN ODER INVESTOR AUS? «Wir entwickeln und realisieren Immobilien immer in Partnerschaft mit Grundeigentümern, Investoren, Nut­ zern, Planern, Architekten, der öffentlichen Hand und anderen Beteiligten. Die proaktive Kommunikation mit den Partnern ist dabei für uns ein zentraler Erfolgsfak­ tor; diese Philosophie drücken wir auch mit unserem Slogan ‹Zusammen Vorsprung gestalten› aus. Wir von Steiner verfügen als Unternehmen mit einer über 100-jährigen Geschichte nicht nur über die benötigte Fachkompetenz und Erfahrung. Wir wenden auch be­ währte Methoden und etablierte Prozesse an, um jedes einzelne Projekt erfolgreich abzuschliessen.»

AUF WELCHE PUNKTE MUSS ERFAHRUNGSGEMÄSS BESONDERS GEACHTET WERDEN? «Jedes Projekt muss zahlreichen Anforderungen ge­ recht werden. Diese Anforderungen im Gleichgewicht zu erfüllen, ist einer der zentralsten Punkte. Dass die Qualität jederzeit stimmen muss, ist für uns selbstver­ ständlich. Genauso wie die Einhaltung des vereinbar­ ten Preises und der Termine. Jedes mit uns realisierte Gebäude soll am Schluss das Resultat einer positiven Zusammenarbeit sein und somit für alle Beteiligen – insbesondere den Auftraggeber – einen Mehrwert schaffen. Durch enge Vernetzung von Kompetenzen, aufbauend auf neuesten Planungs- und Kommunika­ tionstechnologien, reduzieren wir Schnittstellen und schaffen praktischen und finanziellen Mehrwert. Unse­ re Spezialisten überprüfen in der Planungs- wie auch in der Umsetzungsphase laufend die Eckwerte Leistung, Qualität, Kosten und Termine auf Verbesserungs- und Einsparungspotenzial. So optimieren wir jedes einzelne Objekt – bis zur schlüsselfertigen Übergabe.» IN DEN LETZTEN JAHREN SIND DIE ANFORDERUNGEN IM BAUWESEN STÄNDIG GESTIEGEN, ZUM BEISPIEL HINSICHTLICH ENERGIEEFFIZIENZ ODER DEM EINSATZ VON NATÜRLICHEN MATERIALIEN. WIE GEHEN SIE DAMIT UM? «Die Bedürfnisse der Gesellschaft ändern sich stetig. Das hat wesentliche Auswirkungen auf die Ansprüche bezüglich Wohn- und Arbeitsraum. Daher ist es wich­ tig, die Menschen und ihre Lebensumstände genau zu kennen. Wir versuchen deshalb, neue Trends fünf bis sieben Jahre im Voraus zu erkennen. Dies gilt auch für die Bereiche Nachhaltigkeit und Umwelt, wo wir nicht nur die stetig steigenden gesetzlichen Minimalanfor­ derungen umsetzen, sondern diese proaktiv übertref­ fen. Dass wir mit dem IUCN in Gland Europas erstes LEED Platinum zertifiziertes Bauwerk erstellen durften und mit SkyKey in Zürich zudem das bis heute grösste LEED Platinum zertifizierte Gebäude entwickelt und erbaut haben, ist sicherlich kein Zufall. Nachhaltig zer­ tifizierte Bauten sind ein Garant für Werthaltigkeit. Wir empfehlen unseren Partnern deshalb, alle Bauten nach anerkannten oder internationalen Nachhaltigkeitslabels zu planen und zu realisieren.» SIND SIE IM RAHMEN VON BAUMANAGEMENT-AUFGABEN DER «REINE» REALISATOR? «Der reine Realisator hat aus unserer Sicht im heutigen komplexen und anspruchsvollen Marktumfeld aus­ gedient. Unsere Partner wollen einen starken Berater, Begleiter und Realisator – von der ersten Idee bis zur Übergabe. Da wir den dynamischen Wissensaustausch mit allen Beteiligten beherrschen, planen und bauen wir Immobilien, die nicht nur auf dem Reissbrett über­ zeugen, sondern solche, die unsere Partner, Investoren und Nutzer noch lange über die Realisierung hinaus begeistern.»


NEBEN UND DIREKT ÜBER DEM BAHNHOF BERN IST DER POSTPARC ERÖFFNET WORDEN. TROTZ ABBRUCH UND NEUBAU BEI VOLLBETRIEB DES BAHNHOFS MIT TÄGLICH 80 000 PASSANTEN UND LAUFENDEN ZUGSBEWEGUNGEN KONNTEN DIE STEINER AG UND DIE SCHWEIZERISCHE POST DAS 200-MILLIONEN-PROJEKT IM FRÜHJAHR 2016 ERFOLGREICH ABSCHLIESSEN. Der PostParc Bern ist ein Projekt der Superla­ tive: Fast 6000 Ausführungspläne wurden er­ stellt, insgesamt wurden über 850 000 Handwerkerstunden geleistet. Total wurden 2800 Tonnen Stahl, 32 000 Kubikmeter Stahlbe­ ton, 43 000 m2 Gipswände und 26 000 m2 Fassadenelemente verbaut und über 600 km Stark- und Schwachstromkabel verlegt. Zu Spitzenzeiten waren auf der Baustelle über 1000 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt, was aussergewöhnlich hohe Ansprüche an die Logistik und Arbeitssicherheit zur Folge hatte. Als neues Büro- und Dienstleistungs­ zentrum mit geradezu perfekter ÖV-Anbin­ dung ersetzt der PostParc mit seinen drei Teilen Mitte, West und Hochhaus die alte Berner Schanzenpost sowie den nicht mehr

benötigten Postbahnhof. Der neue Komplex über dem Bahnhof Bern erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 180 Metern entlang der Schanzenstrasse. Die beiden neu er­ stellten Gebäude und das komplett sanierte Hochhaus bieten 30 000 m2 Bürofläche und 10 000 m2 Fläche für Gewerbemieter. ABBRUCH UND NEUBAU BEI VOLLBETRIEB Nach fast fünfjähriger Bauzeit haben die Schweizerische Post und die PostFinance AG den PostParc am Bahnhof Bern im Sommer 2016 offiziell eingeweiht. Daniel Ducrey, CEO der Steiner AG, wies während des Er­ öffnungsanlasses nicht nur auf die zentra­ len Anforderungen sowie die logistis­chen Herausforderungen hin, sondern warf auch einen positiven Blick in die Zukunft: «Der PostParc soll den Bewohnern von Bern nun als attraktives Dienstleistungszentrum einen hohen Mehrwert bieten und der Bauherr­ schaft viel Erfolg bescheren. Wir bedanken uns bei der Schweizerischen Post und bei der Post­Finance AG, dass wir diesen ausserge­ wöhnlichen Auftrag ausführen durften.» Für die Steiner AG, die als Totalunternehmerin mit der Realisierung beauftragt wurde, stellt

der PostParc mit einem Bauvolumen von über 200 Millionen Franken ein bedeutsa­ mes und repräsentatives Projekt dar. Der PostParc überspannt als Brücken­ konstruktion die Gleisanlagen des zweit­ grössten Schweizer Bahnhofs. Nur dank eines innovativen Stahl-Beton-Verbundsys­ tems, solider Ingenieurarbeit sowie der präzisen Planung und Koordination durch die Steiner AG konnte dieses ungewöhnliche Projekt über und neben den Gleisen plan­ mässig fertiggestellt werden. Herausforde­ rungen gab es einige zu meistern: So lag die Grossbaustelle direkt über dem Eisenbahnknotenpunkt. Durch die exponier­te Lage mussten unzählige Schnittstellen zur bestehenden Umgebung berücksichtigt werden. Bereits der mehr als ein Jahr dauernde Rückbau des Areals war eine logistische Parforce-Leistung: Während der Abrissar­ beiten frequentierten täglich bis zu 80 000 Fussgänger die Baustelle. Unterhalb der Baustelle fuhren auf zwölf Gleisen pausenlos Züge ein und aus, während dichter Stras­ senverkehr über die Schanzenbrücke rollte. NEUBAU ALS BRÜCKE In den Sechzigerjahren schufen vier Archi­ tekturbüros um Hans und Gret Reinhard ein Gebäudeensemble, das beim Berner Bahnhof einen architektonischen Schwer­ punkt bildete. Quer über den Gleisen lag das Brief- und Paketzentrum, parallel dazu stand das Gebäude des Postbahnhofs, und das Hochhaus des Postscheckamts setzte einen vertikalen Akzent. Bis vor acht Jah­ ren sortierte die Post über und neben den


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PostParc Bern

ANSPRUCHSVOLLES GROSSBAUPROJEKT ABGESCHLOSSEN Gleisen Briefe und Pakete. Wie in Zürich schloss die Post auch in Bern das Brief­ zentrum beim Hauptbahnhof, wodurch an bester Lage ein grosses Areal direkt an den Gleisen offen für neue Nutzungen wurde. 2005 führte die Schweizerische Post in Bern einen Wettbewerb für Generalplanerteams durch, den Architekt Andrea Roost mit seinem Projekt gewann: Roost hat mit seinem Konzept die städtebauliche Kompo­ sition der Schanzenpost in ihrer Wirkung verstärkt; sein Baugrund war zur Haupt­ sache die Kastendecke über den Perrons des Berner Bahnhofs. Analog zur Aareschlau­ fe bilden in Bern auch die Schienen einen künstlichen Fluss, weshalb Andrea Roost eine Brücke zwischen dem Bubenbergplatz und dem Länggassquartier schlug. Zusam­ men mit den wellenförmigen Dächern des Westausgangs von Smarch Architekten, auch Welle genannt, und dem die Gleise flankie­ renden Neubau zeigt die Einfahrt von We­ sten des Bahnhofs Bern heute ein moder­ nes Bild. Die alten Postgebäude wurden bis auf wenige Teile abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Am augenfälligsten ist der Wandel bei dem Gebäude, das quer über den Geleisen liegt: Es ist länger, schmaler und höher, als es der frühere Reiterbau des Briefund Paketzentrums war. Das Hochhaus hingegen, das bereits 1993 saniert wurde, blieb bestehen; ein zusätzliches Geschoss verleiht ihm eine stärkere Präsenz im Stadtbild. Die Besonderheit des neuen Reiterbaus sticht besonders von der Schanzenstrasse ins Auge: Zwischen zwei Brücken­

köpfen in Massivbau überspannen die Stahlträger des lang gezogenen Baukörpers die mehr als hundert Meter zwischen Bogen­ schützenstrasse und Grosser Schanze. Hier wurde kein Gebäude, sondern eine veritable Brücke erstellt. Eine acht Zentimeter brei­ te Fuge markiert den Übergang zwischen Brückenkopf und Mittelteil, der als StahlBeton-Verbundbau ausgeführt wurde. Der neue Reiterbau liegt direkt über der beste­ henden Perrondecke, das gesamte Tragsystem musste an die vorhandene Bausubstanz angepasst werden. Die sechs ehemaligen Aufzugsschächte der früheren Postlifte wurden als Schalung für ebenso viele massive Betonstützen genutzt, welche die Lasten der bestehenden Perrondecke und des neu­ en Reiterbaus in den Boden abtragen. NEUES STADTZENTRUM Die Universität, der Bahnhof mit Bahnhofgebäude und der Welle sowie der Tramknoten am Hirschengraben sind die Magnete, in deren Zentrum der PostParc sitzt. In sei­ nem Ensemble spielt die Perronplatte über den Gleisen nun eine Hauptrolle als städ­ tischer Platz. Viele Unternehmen haben ihre Büros, Geschäfte und Restaurants bezogen. Neben der Post, die im Kragenbau des er­ neuerten Hochhauses wiederum eine Ge­ schäftsstelle und eine PostFinance-Filiale betreibt, sind es die Migros mit deutlich über 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie Coop mit 1000 Quadratmetern, die den Ort prägen und für Laufkundschaft sorgen. Plätze und Wege rund um die Ge­ bäude sind belebt, die Restaurants bereits

gut besucht. Auch in den Obergeschossen bringen die Mieter der Büroflächen Leben in den PostParc. Das Bauen über dem Bahnhofdach der bestehenden Perronhalle aus den 1960erJahren war eine ingenieurtechnische, pla­ nerische wie auch logistische Herausforde­ rung. Auf dem Areal des früheren Berner Postverteilzentrums lässt sich studieren, wie Bauen unter engsten Platzverhältnissen ge­ lingt. Mit ihrem langjährigen Know-how und der Expertise aus über 150 Infrastruk­ turanlagen konnte die Steiner AG als füh­ rende Schweizer Projektentwicklerin sowie Total- und Generalunternehmerin beim PostParc Bern erneut ihre Kompetenzen be­ züglich der Realisierung komplexer Grossbauten unter Beweis stellen.

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Priora

«MIT FREUDE IN DIE ZUKUNFT» FÜNF JAHRE PRIORA. AM ENDE DES KLEINEN JUBILÄUMSJAHRS 2016 SPRECHEN VR-PRÄSI­ DENT HANS-PETER DOMANIG UND RAFFAEL BROGNA, CEO DER PRIORA AG, ÜBER DEN MARKT, HIGHLIGHTS, ÜBER AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN UND ÜBER DIE ZIELE VON PRIORA. DAS INTERVIEW. Priora ist nun gut fünf Jahre im Immobilien- und Baumarkt tätig. Hat sich der Markt in dieser Zeit stark verändert? Hans-Peter Domanig (HPD): «Die signifikantesten Änderungen im Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren sind meines Erachtens auf die veränderte Gesetzge­ bung zurückzuführen. Zum einen sind dies die verschiedenen Beschlüsse wie zum Bei­ spiel die Revision des Raumplanungsge­ setzes, das im Mai 2014 in Kraft getreten ist mit der klaren Zielsetzung der Verdich­ tung. Auch das Zweitwohnungsgesetz, der «Todesstoss» für den Neubau von Ferien­ wohnungen in den Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von mehr als 20 Pro­

zent verändert unsere Branche – und nicht zuletzt auch die verschiedenen Finanzie­ rungshürden in der Kreditvergabe.» Raffael Brogna (BRR): «Wenn wir das Marktvolumen im Hochbau betrachten, war dieses stets konstant auf einem guten Ni­ veau. Dennoch ist der Kampf um lohnende Aufträge in den vergangenen Jahren viel härter geworden. Im TU/GU-Bereich ist man vor allem dem erhöhten Preis- und Termindruck, gepaart mit Fachkräfteman­ gel ausgesetzt. Durch gezielte Mitarbeiterförderung konnten wir die Ressourcenproblematik weitgehend lösen, jedoch verbleiben enorme Vertragsrisiken, bei denen die Risikoallokation vermehrt den TUs zuge­ schoben wird.» Was sind Ihre persönlichen Priora-Highlights – aktuell und in den letzten Jahren? HPD: «Da gibt es viele. Ein grosses High­ light für mich ist natürlich die ganze Ent­ wicklung der Priora. Wir haben anfangs 2010 vier lose Unternehmen zu einer er­

folgreichen Gruppe zusammengeführt, die heute nachhaltig im Markt verankert ist. Auch finanziell steht Priora auf einem festen Fundament; so konnten wir im Ge­ schäftsbericht ein grösseres Jahresergebnis als die Nettoverschuldung ausweisen. Mit einer soliden Liquidität können wir Pro­ jekte wie zum Beispiel die Aufstockung unseres Geschäftsgebäudes Balsberg mit eigenem Business Center (3. Platz Swiss Loca­tion Award 2016) realisieren. Der neue Balsberg wird rund 66 000 Quadratmeter Hauptnutzfläche haben und so rund 3000 Arbeitsplätze unterbringen können. Mit der Realisierung des Aufstockungsvorha­ bens soll im nächsten Jahr begonnen wer­ den. – Stolz macht mich auch, dass die Priora Führungsmannschaft beinahe aus­ nahmslos seit der Firmengründung dabei ist, was wir auf eine offene und transpa­ rente Firmenkultur zurückführen.» BRR: «Es freut mich sehr, dass wir uns in allen Regionen und den wichtigsten Städ­ ten etablieren konnten und der Auslastungs­

Raffael Brogna, CEO der Priora AG, (links) und Hans-Peter Domanig, Präsident des Verwaltungsrats der Priora Holding AG


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Erste Visualisierung Geschäftshaus Balsberg, Kloten

grad sehr hoch ist. – Priora hat viele prägende Bauprojekte in der Deutschschweiz erfolgreich realisiert. Dazu gehören Bauten von international bekannten Architekten, die wir in der ganzen Schweiz realisieren dür­ fen – Herzog & de Meuron, Peter Zumthor, Kengo Kuma und Thom Mayne, der kürz­ lich den Eingangsbereich unseres 7132 Ho­ tel in Vals neu gestaltet hat.» Das 7132 Hotel ist ein gutes Stichwort – wie läuft es in Vals? HPD: «Das 7132 Hotel ist auf dem Weg zum 5-Sterne-Hotel. Grosse Umbaupläne sind im Jahr 2016 realisiert worden. Einerseits wur­ den im House of Architects zweiundzwan­ zig Zimmer mit der Handschrift des Pritz­ ker-Preisträgers Thom Mayne renoviert und andererseits wurden weitere zehn Zimmer nach den Plänen von Kengo Kuma er­ neuert. Ein weiterer Meilenstein ist die Er­ neuerung der Hotelvorfahrt. Hier zeichnet sich ebenfalls das US-amerikanische Archi­ tekturbüro Morphosis von Thom Mayne verantwortlich. Von April bis Ende Juni 2017 findet die letzte Umbauetappe statt – danach erstrahlt das 7132 Hotel in neuem Glanz. Natürlich gehört zu einem Hotel der Luxus­ klasse auch eine Spitzengastronomie. Die Kochkunst von Head Chef Sven Wassmer des Restaurant 7132 Silver begeistert alle gleichermassen. Als Gault Millaus ‹kulina­ rische Entdeckung des Jahres 2016› hat Sven Wassmer für Aufsehen gesorgt – und mit 17 Gault-Millau-Punkten und zwei Michelin-Sternen einen Meilenstein in der qualitativen Wahrnehmung des 7132 Hotel gemacht. Auch für die Business- und FirstClass-Gäs­te der Swiss durfte unser Sterne­ koch seine einzigartigen Speisen kreden­ zen.»

Priora besitzt neben dem 7132 Hotel auch noch ein grosses Facility-ManagementUnternehmen in Dubai – wie entwickelt sich dieses Unternehmen? HPD: «Farnek Services LLC ist ein füh­ rendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich Total Facility Management, das in den vergangenen Jahren eine sehr grosse Wachstumsrate verzeichnen konnte. Heute zählt das Unternehmen knapp 4000 Mitar­ beitende, die in den Bereichen Reinigung, Sicherheitsdienste, Technischer Gebäude­ unterhalt sowie Energie- und Umweltma­ nagement tätig sind. Zurzeit planen wir für rund 7000 Mitarbeitende eine neue Wohn­ siedlung mit zeitgemässen Unterkünften. Diese entsteht im aufstrebenden Stadtteil Jebel Ali Village, wo sich auch die neuen Dubai Parks & Resorts, der Al Maktoum In­ ternational Airport und die geplante Expo 2020 befinden. Somit sind wir in Dubai für die Zukunft gerüstet und tragen dem an­ haltenden Boom Rechnung.»

7132 Hotel, Vals

»»,,,,,

In welchem Bereich sehen Sie Entwicklungspotenzial für die Priora AG in der Schweiz? BRR: «Der Wohnungsbau ist immer noch eine starke Stütze der Bauwirtschaft. Ver­ mehrtes Potenzial sehen wir bei öffentli­ chen Infrastruktur- und Bildungsbauten. In Spitälern und Alterswohnungen werden zu­ nehmend bauliche Neuerungen oder Ersatzneubauten realisiert. Dies gilt auch für den Bereich Bildung bei Schulhäu­ sern, Schwimmbädern und im Sektor For­ schung. Auch Ersatzneubauten von Wohnimmobilien aus den Nachkriegsjahren ber­ gen Potenzial.»

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Priora

«BELEBENDE VIELFALT STATT GLEICHFÖRMIGKEIT» ZWISCHEN WABERN UND «CHLY WABERE» ENTSTAND EIN FAMILIENFREUNDLICHES QUARTIER DER ZUKUNFT MIT 43 EIGENTUMSWOHNUNGEN, 25 REIHENEINFAMILIENHÄUSERN UND 116 MIETWOHNUNGEN. VIER INDIVIDUELLE GEBÄUDETYPEN UND EIN MODERNES HOCHHAUS ERFÜLLEN UNTERSCHIEDLICHE WOHNBEDÜRFNISSE IN EINER ENERGETISCH UND VERKEHRSTECHNISCH VORBILDLICHEN ÜBERBAUUNG. An bester Lage zwischen dem Berner Haus­ berg Gurten und der Aare setzt der «Bächte­ lenpark» ein architektonisches Zeichen. Mit Sicht auf die Berner Altstadt und die Alpen gehört der «Bächtelenpark» zu den schöns­ ten Wohnlagen um Bern. Die Ruinen einer Römervilla, der keltische Ursprung sowie prähistorische Funde zeigen, dass es den

Hochhaus «Bächtelenpark»

«Eine Überbauung in dieser Grösse ist eine interessante Herausforderung. Ich freue mich deshalb, dieses komplexe Projekt mit Priora so erfolgreich realisiert zu haben.» DR. HANS WIDMER, BAUHERRSCHAFT, OBERWIL-LIELI

Menschen schon in alten Zeiten gut in der Gegend Wabern gefallen hat. FÜNF VERSCHIEDENE GEBÄUDEKOMPLEXE Der «Bächtelenpark» ist eine einzigartige architektonische Komposition. Die Überbau­

ung setzt sich aus fünf Teilprojekten zusam­ men, welche eine Einheit aus individuellen Gebäudetypen bildet. Diese Teilprojekte unterscheiden sich stark in ihrer Architektur und Materialienverwendung. Das Baupro­ jekt folgte dem Credo «belebende Vielfalt statt Gleichförmigkeit». Im Zentrum steht das 53 Meter hohe Hochhaus mit einer spektakulären Sicht auf die Stadt Bern und die Berner Alpen. Mit seinen 17 Geschossen gibt das Hochhaus dem modernen Gesamt­ konzept des Quartiers «Bächtelenpark» ein unverwechselbares Gesicht. Modern, zen­ trumsnah und gut erschlossen – die Über­ bauung reiht sich mit diesen Eigenschaften nahtlos in die Weiterentwicklungsprojekte der Gemeinde Köniz ein. KOMPLEXES BAUVORHABEN Priora betreute das Bauvorhaben im Auftrag von Dr. Hans Widmer. Der «Bächtelenpark» war zu Beginn eine Grossbaustelle mit fünf voneinander unabhängigen Bauprojekten verschiedener durch Wettbewerbe gewähl­ ten Architekten. Dies führte zu grosser Komplexität in Abläufen und Prozessen, sowohl bei der Planung wie auch bei der Umsetzung.


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BÄCHTELENPARK

PROJEKTDATEN Grundstücksfläche: 24 000 m2 Gebäudegrundfläche: 4 740 m2 Umgebungsfläche: 19 260 m2 Geschossfläche: 26 220 m2 RAUMPROGRAMM Anzahl Wohnhäuser: 4 Anzahl Reiheneinfamilienhäuser: 25 Anzahl Wohneinheiten (A–E): 184 Wohnüberbauung «Bächtelenpark», Blick aus dem Hochhaus

In Spitzenzeiten wurden bis zu 300 Bauar­ beiter gleichzeitig koordiniert. Beim Hoch­ haus ergaben sich zusätzliche komplexe Herausforderungen wie zum Beispiel die ho­ hen Windlasten. UMWELTFREUNDLICH UND SOZIAL Die sozialen und umwelttechnischen As­ pekte waren ein wichtiges Anliegen der Bauherrschaft. Das Projekt wurde von An­ fang an einem politischen und öffentlichen Vernehmlassungsprozess unterzogen. Dafür findet das Projekt heute breite Unterstüt­ zung und Akzeptanz. Das zeigt sich in der öffentlichen Nutzung der 290 Quadratmeter grossen Gewerbefläche (heute eine KITA) im Erdgeschoss des Hochhauses und in der Begegnungszone mit Fussgängervortritt die eine Maximalgeschwindigkeit für Verkehrs­ mittel von 20 km/h vorsieht. Gebaut wurde im Minergie®-Standard, der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser stammt aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

WOHNUNGSANGEBOTE FÜR JEDEN GESCHMACK Die 24 000 Quadratmeter grosse Parzelle unterteilt sich in fünf Baufelder, auf denen 159 Wohnungen und 25 Reiheneinfamilienhäuser sowie 3 Einstellhallen mit 189 Abstellplätzen und 23 Aussenparkplätze realisiert wurden. Die Wohnungen wurden entweder als Stockwerkeigentum oder zur Ver­ mietung angeboten. Mit einer Grösse von 2½ bis 6½ Zimmern und 95 bis 225 Qua­ dratmeter sind die Wohnungen und Häu­ ser gleichermassen für Paare, kleine und grosse Familien attraktiv. Nach einer Bauzeit von 28 Monaten waren die ersten Wohnungen 2015 bezugsbe­ reit und wurden in kurzer Zeit verkauft oder vermietet. Der «Bächtelenpark» bereichert die Agglomeration Bern letztlich nicht nur architektonisch, sondern bietet den 500 neuen Bewohnern eine familiengerechte, nachhaltige Überbauung.

«Es ist beeindruckend, wie meine Idee ‹neues Wohnen im Dienst der zukünftigen Mieter und Eigentümer› so schön und nachhaltig umgesetzt wurde und wie die Bewohnerinnen und Bewohner einziehen und das Quartier mit Leben erfüllen.» DR. HANS WIDMER, BAUHERRSCHAFT, OBERWIL-LIELI

– Baufeld A: 53 Meter hohes Hochhaus mit 17 Geschossen – Baufeld B: fünfgeschossige Hofbebauung – Baufeld C: abgewinkelte Zeilenüber- bauung mit vier Geschossen – Baufeld D: zwei- bis dreigeschossige Reihenhausbebauung – Baufeld E: siebengeschossige Rand bebauung TERMINLICHE ANFORDERUNGEN Bauzeit: 28 Monate Bauübergabe: September 2016 BAUHERRSCHAFT Dr. Hans Widmer, Oberwil-Lieli

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«Als Immobilienentwickler und Totalunternehmer ist es wichtig, sich in die Zukunft zu projizieren und bedeutende Veränderungen vorauszusehen.» PASCAL BÄRTSCHI CEO Losinger Marazzi


Connected Living in Basel

«VON DER LOGISTIK­ PLATTFORM ZUM 2000-WATT-AREAL» 120 Alterswohnungen/Pflegezimmer sowie über 2000 m2 Gewerbeflächen. Die attrak­ tiven Frei- und Grünräume tragen zur ur­ banen Lebensqualität bei.

Erlenmatt West, Basel

VON DER LOGISTIKPLATTFORM ZUM 2000-WATT-AREAL Das Entwicklungsgebiet Erlenmatt liegt am nördlichen Stadtrand von Basel, auf dem früheren Güterbahnhof der Deutschen Bahn (DB). Dank der Nähe zum Badischen Bahnhof und zum Naherholungsgebiet Lange Erlen ist die Gegend als Wohnort sehr begehrt. Losinger Marazzi entwickelte und realisierte als Totalunternehmer knapp einen Drittel des 146 000 m2 grossen Geländes: Erlentor mit 239 Mietwohnungen (Fertigstellung 2009), Erlenmatt West (Se­ niorenzentrum Senevita Erlenmatt sowie die Baufelder E, F und G mit einer etappen­ weisen Fertigstellung zwischen 2014 und 2015) sowie das Baufeld A mit weite­ren 312 Wohnungen, Verkaufs-, Gastronomieund Gewerbeflächen (Übergabe Anfang 2019). Die sieben Gebäude des nachhaltigen Quartiers Erlenmatt West umfassen 574 Miet- und Eigentumswohnungen, nahezu

DIE WELTWEIT ERSTE QUARTIEREIGENE APP Anlässlich des Mobile World Congress in Barcelona wurde die kostenlose erlenapp für Smartphones, Tablets und Computer im März 2015 der internationalen Presse vorgestellt. Es handelt sich um eine App, die gemeinsam von Losinger Marazzi und der Allthings Technologies AG1, einem Spin-off der ETH Zürich, entwickelt wurde. Das Prinzip der erlenapp ist einfach: Den Austausch unter und die Begegnung zwischen den Bewohnern des neuen nach­ haltigen Quartiers Erlenmatt West in Basel zu fördern und ihnen praktische Informa­ tionen rund um ihre Wohnung, ihr Ge­ bäude und ihr Quartier zur Verfügung zu stellen. Kurz, eine App zum Community Building, die den Alltag erleichtert und gute nach­barschaftliche Beziehungen för­ dert. Es handelt sich um eine Weltpremie­ re, die den 1000 Bewohnern dieses neuen nachhaltigen Quartiers zugutekommt. Zum heutigen Zeitpunkt haben sich 92 Prozent der Bewohner unmittelbar nach ihrem Einzug in Erlenmatt West (< 3 Wochen) bei der erlenapp angemeldet. Jeder Bewohner verwendet die App im Durch­ schnitt alle zwei Tage, und ca. 350 Bewoh­ ner sind täglich darin eingeloggt und ak­ tiv. Rund 90 Prozent der Kommunikation zwischen den Mietern und deren Immo­ bilienverwaltung findet nun über die App statt. 1 www.allthings.me

FACTS & FIGURES

ERLENMATT WEST SIA-Volumen: 268 500 m3 Grundstücksfläche: 25 600 m2 Bruttogeschossfläche: 77 100 m2 Autoparkplätze: 364 Fahrradabstellplätze: 821 Gebäude: 7 Nachhaltigkeit – 2000-Watt-Areal-Zertifizierung – Minergie-Label – Heizung mit CO2-neutraler, zu 100 % erneuerbarer Fernwärme – Photovoltaikanlagen auf den Dächern – erlenapp zum Management des individuellen Energieverbrauchs

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LOSINGER MARAZZI AG Wankdorfallee 5, 3014 Bern +41 58 456 75 00 bern@losinger-marazzi.ch www.losinger-marazzi.ch


Losinger Marazzi AG

«WIR BAUEN FÜR DIE ZUKUNFT»

Pascal Bärtschi, CEO Losinger Marazzi

FÜR LOSINGER MARAZZI IST NACHHALTIGES BAUEN OBERSTE PRÄMISSE. WELCHE PHILOSOPHIE STEHT DAHINTER, UND WIE SETZT DAS UNTERNEHMEN DIESE PRÄMISSE KONKRET UM? AUF DIESE UND WEITERE SPANNENDE FRAGEN GIBT CEO PASCAL BÄRTSCHI IM NACHFOLGENDEN INTERVIEW LESENSWERTE ANTWORTEN. Herr Bärtschi, Losinger Marazzi ist Leader im Bereich des nachhaltigen Bauens. Was bedeutet für Sie nachhaltiges Bauen? «Für Losinger Marazzi bedeutet nachhalti­ ges Bauen, für die zukünftigen Generatio­ nen zu bauen. 95 Prozent all unserer Projekt­entwicklungen sind zertifiziert. Die Vision des nachhaltigen Bauens beschränkt sich aber nicht nur auf die Realisierung eines Projektes, sondern ist auf den gesamten Le­ benszyklus der Gebäude beziehungsweise des Areals ausgerichtet; denn auch der Be­ trieb und das Leben auf dem Areal müssen nachhaltig gestaltet werden. Einen Aspekt dieser Nachhaltigkeit decken wir durch das Gesamtangebot ab, das sowohl die Bauinvestition als auch die Betriebskosten berück­ sichtigt. Auf Arealebene liegt unser nachhaltiges Ziel in der Entwicklung von Smart Cities,

bei denen Themen wie Energie- und Res­ sourceneffizienz, aber auch Vernetzung und Leben auf dem Areal zum Tragen kommen. Nach Erlenmatt West in Basel entwickelt und realisiert Losinger Marazzi zurzeit die nachhaltigen Quartiere Greencity in Zürich und Im Lenz in Lenzburg. Das aus diesen drei ersten vom Trägerverein Energiestadt ausgezeichneten ‹2000-Watt-Arealen› der Schweiz gewonnene Know-how setzt unser Unternehmen heute in Projekte wie zum Beispiel ‹Opération les Vernets› mit 1500 Woh­nungen in Genf ein. Denn die Entwick­ lung und Realisierung solcher nach­halti­ger Areale ist mit einem konstanten Lernpro­ zess gleichzusetzen.» Der Schweizer Immobilienmarkt konzentriert sich immer mehr auf urbane Gebiete. Was bedeutet das für Losinger Marazzi? «Mit dem Raumplanungsgesetz hat das Schweizer Volk die Unterscheidung von urbanen und grünen Zonen verlangt. Entsprechend müssen wir dort dichter bauen, wo bereits Städte sind. An vielen Orten liegt die Ausnützungsziffer aber noch immer bei 1.5 bis 1.8, während das Ziel langfristig bei 2 oder sogar 3 liegen sollte.

Als Immobilienentwickler und Total­ unternehmer entwickeln und realisieren wir Projekte auf bereits bebautem Bauland wie zum Beispiel Industriebrachen oder Quar­ tiere, die sich am Ende ihres Lebenszyklus befinden. Es geht somit um Verdichtung und um die Einbindung dieser neuen Projekte in die bestehende Stadt. Um die Integrati­ on dieser Projekte erfolgreich zu gestalten, arbeiten wir einerseits eng mit den Behör­ den zusammen. Denn die Anforderungen sowie die Bedürfnisse der Gesellschaft und der öffentlichen Hand gilt es zu verstehen und zu integrieren. Andererseits holen wir im Rahmen sogenannter partizipativer Dia­ logprozesse ebenfalls die Anforderungen und Erwartungen der betroffenen Vereine, Anwohner und so weiter ein. Da denke ich zum Beispiel an das Projekt Eglantines in Morges, für das wir gerade den Gestaltungs­ plan erhalten werden.» Stichwort Digitalisierung. Wie ist Losinger Marazzi diesbezüglich aufgestellt? «Wer jetzt nicht auf den Zug der Digitalisie­ rung aufspringt, wird auf dem Perron zu­ rückbleiben. So arbeitet Losinger Marazzi schon mehrere Jahre bei bestimmten Pro­ jekten und in verschiedenen Geschäftsfel­ dern – vom nachhaltigen Quartier bis zum Spital – mit Building Information Modeling BIM. Losinger Marazzi verfügt intern über Spezialisten, die in Zusammenarbeit mit den externen Fachplanern für den Einsatz von BIM bei den verschiedenen Projekten zu­ ständig sind. Für uns ist BIM eine Methode, die alle Partner miteinbezieht, um ein Projekt vor und während dessen Realisierung virtuell zu bauen, zu testen und zu validieren. Mit dem Einsatz des BIM stellen Architekten, Bauingenieure, Fachplaner für Gebäude­ technik und die ausführenden Unterneh­ men von einer sequenziellen auf eine si­


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multane Arbeitsweise um. Als vorteilhaft er­weist sich hierbei die ständig aktualisierte Koordination der Gebäudetechnik-Ansich­ ten. Alle arbeiten zusammen und der Kun­ de profitiert davon durch kürzere Fristen, eine insgesamt deutlich verbesserte Ge­ bäudequalität und Visualisierungsmöglich­ keiten seines Gebäudes, bevor dieses über­ haupt gebaut ist. Kurz: es geht um Bauen vor dem Bauen. Doch die Digitalisierung kommt in un­ seren nachhaltigen Quartieren auch noch anders zum Tragen: So ist Erlenmatt West schweizweit das erste Quartier, das mit einer quartiereigenen App ausgestattet ist. Das Prinzip der erlenapp ist einfach: Den Aus­ tausch unter und die Begegnungen zwischen den Bewohnern fördern und ihnen prakti­ sche Informationen rund um ihr Quartier, ihr Gebäude, ihre Wohnung und ihren Stromverbrauch zur Verfügung stellen. Kurz eine App, die den Alltag erleichtert und gute nachbarschaftliche Beziehungen fördert. Bis heute haben sich 95 Prozent der Bewohner unmittelbar nach ihrem Einzug in der App angemeldet.» Sie stehen seit zwei Jahren als CEO an der Spitze von Losinger Marazzi. Wie hat sich das Unternehmen in dieser Zeit weiterent­ wickelt? «In den vergangenen Jahren hat sich der Kontext der Bau- und Immobilienbranche stark verändert. Das Inkrafttreten der Lex Weber, das Raumplanungsgesetz, die Erhöhung des antizyklischen Kapitalpuffers und die Auf­ hebung des Mindestwechselkurses sowie die Einführung von Negativzinsen sind zahl­ reiche Parameter, die dazu führen, dass der Immobilienboom, den wir erlebt haben, sich nun seinem Ende zuneigt. Es ist daher wich­ tig, sich in die Zukunft zu projizieren und be­ deutende Veränderungen, mit welchen wir sicher konfrontiert werden, vorauszusehen. Seit 2015 bereiten wir unser Unternehmen auf wahrscheinliche Veränderungen in unserer Branche vor. Einerseits passen wir un­ sere Geschäftsfelder den sich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden und der Gesellschaft an. Andererseits arbeiten wir da­ ran, unser Unternehmen kollaborativer, in­ novativer und agiler zu gestalten. In diesem Zusammenhang entwickeln wir neue Part­ nerschaften, wir interessieren uns für die Kunden unserer Kunden und entwickeln einen Arbeitsrahmen, der es allen Mitar­ beitenden ermöglichen soll, aktiv Teil des Wandels zu sein.»

Erlenmatt West, Basel

Greencity, Zürich

Im Lenz, Lenzburg

Welche Vision begleitet Sie mit Losinger Marazzi in die kommenden Jahre? «Wir haben in der Geschäftsleitung die Vision 2020 entwickelt, welche drei Haupt­ ziele definiert, die ich im Verlauf des Inter­ views teilweise bereits angesprochen habe. Erstens setzen wir auf die Stadterneuerung. Denn aufgrund des neuen Raumplanungs­ gesetzes und des geforderten Gleichge­ wichts zwischen urbanen und nicht be­bauten Zonen müssen wir die Stadt weiterentwickeln. Zweitens die Smart Cities und die drei Kriterien Energie- und Ressourcen­ effizienz, Vernetzung und Quartierleben. Drittens: Das Gesamtangebot. Dies beinhaltet die Betrachtung der Gesamtkosten. Es geht nicht nur um die Kosten der Bau­ substanz, sondern auch um die Betriebs­ kosten und am Ende auch um die Kosten für den Rückbau.»

INFO

LOSINGER MARAZZI AG Wankdorfallee 5, 3014 Bern +41 58 456 75 00 bern@losinger-marazzi.ch www.losinger-marazzi.ch


GEBÄUDETECHNIK

«DIGITALE EVOLUTION» CHRISTIAN APPERT Geschäftsführer Amstein + Walthert AG www.amstein-walthert.ch


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Die Gebäudetechnik auf dem digitalen Transformationspfad

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Auch wenn die Bau­ branche wenig für Agilität und Veränderung steht, wer­ den sich diese Trends auch auf das zukünftige Planen, Bauen und Betreiben auswirken.

Wir stehen am Anfang der digitalen Transformation der Schweizer Bauwirtschaft. Für diejenigen, die sich darauf einlassen, ist es eine natürliche Evolution. Für diejenigen, die sich nicht damit beschäftigen, kann es zu einer Revolution werden, weil es auf einmal Firmen geben wird, die keiner gesehen hat und die Geschäfte machen, die bis anhin keiner versteht. DIE DIGITALE TRANSFORMATION WIRD SICHTBAR Die ersten konkreten Anzeichen der digitalen Trans­ formation werden sichtbar, und so verwundert es nicht, dass die Verunsicherung gross ist. Der Weg stellt Hun­ derte von Aufgaben an die Baubranche, eine Branche, die sehr disziplinär organisiert und kaum vernetzt ist. Eine Branche, die in den letzten 50 Jahren keine wesent­ liche Produktionssteigerung zustande gebracht hat und bis jetzt wenig in Innovation und Entwicklung inves­ tiert hat. Und es geht um einen mächtigen Wirtschafts­ zweig der Schweiz, der längst nicht nur lokal operiert, sondern im globalen Wettbewerb steht: Gegen 500 000 Mitarbeitende und rund 60 000 Unternehmungen sind direkt oder indirekt abhängig von der Bauwirtschaft.

…UND ES WIRD GEBIMT Allen voran Architekten und Gebäudetechnikplaner, die weit vorne in der Wertschöpfungskette liegen, sind mit innovativen Bauherren konfrontiert, die BIM (Buil­ ding Information Modeling) in ihren Bauvorhaben for­ dern. Notabene mit sehr unterschiedlichem Fokus und ohne genau zu wissen und zu definieren, was erwartet wird. So verwundert es nicht, dass die verschiedenen BIM-Projekte sehr unterschiedlich daherkommen. Es wird reagiert, es werden Lösungen zu aktuellen Anfor­ derungen generiert, im einen Projekt so, im nächsten etwas anders. In der Gebäudetechnik befinden wir uns in der Phase «Practice», es wird praktiziert und auspro­ biert, es werden Erfahrungen gesammelt und im nächs­ ten Projekt verbessert. Dies führt zu «Best Practice», und der Erfahrungsaustausch in der gesamten Gebäu­ detechnikbranche ist essenziell für die digitale Evoluti­ on. Nur wenn sich die Branche vereint für gemeinsame Standards stark macht, können wir mit der Konkurrenz mithalten. Genau dieses Umdenken findet in der Ge­ bäudetechnik nun statt und es können erste Erfolge verzeichnet werden. DIE ZUKUNFT HAT BEGONNEN Das Gebäude der Zukunft wird virtuell entwickelt, mit virtuellen Simulatoren getestet, durch die Nutzer vir­ tuell bewohnt und mit diesen «virtuellen Ergebnissen» laufend optimiert, bevor es in der realen Welt gebaut wird. Die Datendurchgängigkeit über alle Disziplinen und über den gesamten Lebenszyklus bringt enorme Vorteile: So lässt sich die Zeit für die Gebäudetechnik­ planung, spätere Umnutzung oder Erneuerung eines Gebäudes deutlich reduzieren, was Kosten, Energie und Ressourcen spart. Mit dem Einsatz von «Virtual Rea­ lity» lassen sich zudem Entwicklungsmodelle in einer vom Rechner erzeugten räumlichen Umgebung mass­ stabsgetreu betrachten und besprechen, als wäre man vor Ort. Es geht nicht mehr darum, die Wertschöpfungs­ kette im gewohnten Ablauf zu perfektionieren, alle im Projekt beteiligten Akteure müssen die Daten phasen­ übergreifend zur Verfügung stellen und auch nutzen können. Damit wird die Gebäudetechnikplanung zum digitalen Erfolg.


Digitalisierung der Gebäudetechnikbranche - Jetzt! Als eines der innovativsten Ingenieur- und Beratungsbüros für Technik am Bau in der Schweiz, treibt Amstein + Walthert die Digitalisierung der Baubranche voran und ist auf dem neusten Stand der Technik. Die Amstein + Walthert Gruppe bietet gesamtheitliche Dienstleistungen über den ganzen Lebenszyklus einer Immobilie digital an. Wir bieten höchste Effizienz, Technik, Leistung und Innovation in der Gebäudetechnikbranche und zählen auf Mitarbeiter/innen, die diese Werte ebenfalls hoch halten. Ergreifen Sie die Chance und gestalten Sie die Digitalisierung der Branche gemeinsam mit uns aktiv mit.

www.amstein-walthert.ch Amstein + Walthert AG • Engineering und Consulting Aarau Basel Bern Chur Frauenfeld Genève Lausanne Lyon Sion St.Gallen Zürich


«Der Erfahrungsaustausch in der gesamten Gebäudetechnikbranche ist essenziell für die digitale Evolution.» CHRISTIAN APPERT Geschäftsführer Amstein + Walthert AG


BAUSTOFFE

«BETONVOR­FABRIKATE – GREIFBAR GUT»

MARTIN WÜEST ist Technischer Berater im Team der MÜLLERSTEINAG Gruppe. Die inhabergeführte Gruppe ist mit ihren vorfabrizierten Betonelementen, Beton­ produkten und Naturbaustoffen die führende Dienstleisterin für die gesamte Schweizer Bauindustrie. www.mueller-steinag.ch


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Made in Switzerland bietet Vorteile

Wie bei den Schweizer Uhren ist auch in der Bauindustrie die Präzision unglaublich hoch. Dazu tragen auch die Schweizer Betonvorfabri­ kanten mit umfassender Qualität bei.

Ein Betonelement entsteht im Kopf eines anspruchs­ vollen Planers. Er will von Anfang an sein Bauwerk mit minimalsten Überraschungen konzipieren und umsetzen. Von der Witterung bestimmte Terminplä­ ne, Schwierigkeiten beim Materialnachschub, Warte­ zeiten, die Tagesform des Arbeiters und die Unsicher­ heit, ob das Endprodukt auf der Baustelle die Vorgaben erfüllt, will er für sein Bauwerk nicht in Kauf nehmen. ZUSAMMENARBEIT SO FRÜH WIE MÖGLICH Im Idealfall setzt sich der Planer bereits zum frühest­ möglichen Zeitpunkt mit dem Hersteller zusammen, der seine Vorgaben minutiös bearbeitet. Viele Fakto­ ren müssen schliesslich zusammenpassen, damit das Betonelement innerhalb des Bauobjekts eine gute Performance abliefert. Da werden Details für den For­ menbau optimiert, es wird an Toleranzen gefeilt, Trag­ fähigkeiten, Brandschutzkennzahlen und viele weitere Werte werden berechnet und überprüft. In weiteren Schritten werden die Bewehrungen dimensioniert, die Betonsorte bestimmt, Verbindungssysteme evalu­ iert und werksseitige Einlagen eingeplant. Mit einem Mockup wird am Bauobjekt 1:1 bestätigt, dass alles funktioniert.

PRÄZISE VORFABRIKATION IM WERK Das Ergebnis der sorgfältigen Vorarbeiten zeigt sich, wenn das Element aus der Produktion kommt. Die Abmessungen sind sehr genau – so wie es geplant wur­ de. Weil im Werk erfahrene Spezialisten eine präzise Form gebaut haben und beim Betonieren immer unter den gleichen Umweltbedingungen arbeiten und somit die Prozesse genau kennen. Das Bauteil aus Beton ist auch genau so stark wie geplant, dank Betonqualitäten, die auf der Baustelle gar nicht möglich sind. LIEFERUNG UND MONTAGE JUST IN TIME Für den Einbau sind Leerrohre, Transportanker und Verbindungssysteme bereits werksseitig integriert. Auch bei der Lieferung und Montage wird präzise gearbei­ tet. Just in time kommt das Element auf die Baustelle. Bauseits sind schon alle Vorbereitungen getroffen. Das Betonvorfabrikat wird innert kürzester Zeit positioniert und mit ausgereiften Verbindungs­systemen dauerhaft mit dem Bauwerk verbunden. UNGENUTZTES POTENZIAL FÜR DIE VORFABRIKATION Und das ist noch nicht alles – vorfabrizierte Beton­ elemente sind robust, resistent gegen Witterung und Brand sowie sehr langlebig. So erstaunt es zuweilen doch, wie schwer sich Entscheider damit tun, das Po­ tenzial der Beton-Vorfabrikation zu nutzen. Klar wer­ den höhere Anforderungen an die Verbindlichkeit in der Ausschreibungsphase gestellt. Aber mit BIM be­ wegen wir uns sowieso in diese Richtung. Höchste Zeit also für eine ganzheitliche Betrachtung, in der auch unkonventionelle Varianten geprüft werden sollen.


MÜLLER-STEINAG Gruppe

DIENSTLEISTUNGEN VON A–Z FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT KOMPETENTES NETZWERK Die inhabergeführte MÜLLER-STEINAG Gruppe ist mit ihren Betonprodukten und Naturbaustoffen die führende Dienstleiste­ rin für die gesamte Schweizer Bauindustrie. Das Unternehmen ist seit 1874 kontinuierlich gewachsen und beschäftigt heute in seinen Werken und Verkaufsgesellschaften über 750 Mitarbeitende in den Wirt­ schaftsräumen Mittelland, Ost- und Zentralschweiz sowie in den Kantonen Graubünden und Tessin. In diesen Regionen gehört die MÜLLER-STEINAG Gruppe zu den wichtigsten Arbeitgebern. Mit dem Austausch von Wissen und Erkenntnissen aus eigener Forschung und Entwicklung mit weltweit tätigen Partnern

der Betonindustrie partizipiert die MÜL­ LER-STEINAG Gruppe an globalen Qua­ litätsstandards. Das Unternehmen fasst das Know-how aus den hoch qualifizierten Sparten inge­n­ieurtechnische Betonelemente in Vorfer­tigungsbauweise für Tragkonstruktionen und Herstellung von Betonwaren für den Hoch und Tiefbau sowie für die Wasserund Abwassertechnik zusammen. Von na­ tionaler Bedeutung sind die Naturbaustoffe aus den beiden eigenen Abbaugebieten für den Strassen- und Bahnbau. Mit den inte­ grierten Verkaufsgesellschaften und den in allen Unternehmensbereichen tätigen Spezialisten ist die MÜLLER-STEINAG Grup­ pe in der Lage, ein Bauwerk über seinen

MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG: ELEF®-Systemparkhaus, Hoffmann – La Roche Kaiseraugst Photo: Beat Ernst, © Roche Ltd.

gesamten Bau- und Lebenszyklus zu be­ gleiten – wirtschaftlich und kundennah. BAUEN AUF VERTRAUEN Namhafte Bau- und Generalunternehmer setzen auf die Netzwerkkompetenz der MÜLLER-STEINAG Werke, die am Markt durch ihre Verkaufsgesellschaften vertreten werden. Die Nähe zu den Kunden und die überdurchschnittliche Lieferbereitschaft bil­ den die Basis für das unabdingbare Vertrau­ en für zukünftiges Bauen. DIE VERKAUFSGESELLSCHAFTEN Mit den drei Verkaufsgesellschaften CREA­BETON BAUSTOFF AG, MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG und der MÜLLER-

MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG: Naturbaustoffe und Transportbeton


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CREABETON BAUSTOFF AG: Sitzbankelemente, Im Park Schönenwerd

INFO STEINAG ELEMENT AG verfügt die Gruppe über ein einmaliges Potenzial, von wel­ chem vor allem die Kunden profitieren. Umfassendes, Disziplinen übergreifendes Know-how, Produktionsstandorte in der ganzen Schweiz und eine eigene Logistik garantieren die hohe Lieferbereitschaft von Beton-Spezialelementen, Betonwaren und Naturbaustoffen. MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG Die MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG produziert und liefert Naturbaustoffe aus den Produktionsstandorten Stansstad NW und Rickenbach LU. Felsgebrochenes Hart­ gestein für Gleisschotter und Hartsplitt sowie Kies und Sand für den Strassenbau. Die hochwertigen Materialien sind die Grundlage für problemloses Bauen in allen Bereichen der Bauindustrie und bilden das Gerüst für den zementgebundenen Werk­ stoff Beton, der mit hoher Lieferbereitschaft auch als Transportbeton hergestellt wird. Der Betrieb zweier streng kontrollierten Deponien unterliegt den Richtlinien des Fachverbands der Schweizerischen Kiesund Betonindustrie FSKB. In enger Zusammenarbeit mit externen Spezialisten werden nach dem Abbau in den Gruben und Brüchen Zonen geschaffen, wo sich Pionierarten, Insekten und Amphibien wieder ansiedeln können. CREABETON BAUSTOFF AG Die CREABETON BAUSTOFF AG vertritt ein einzigartiges Vollsortiment an Betonwaren mit bedürfnisorientierten Gesamtlösungen und qualitativ hochstehenden Schweizer Produkten für den Hoch-, Tief- und Stras­

senbau sowie den Gartenbau und die Um­ gebungsgestaltung wie auch von Wasserund Abwasserbehandlungsanlagen. Freundliche Mitarbeitende im zentralen Kundenservicecenter mit den verschiedenen Dienstleistungen wie Beratung, Verkauf, Offertwesen, Transportdisposition und Logistik mit eigener LKW-Flotte stehen den Kunden kompetent zur Verfügung. Die Ausstellungen in Brugg AG, Däniken SO, Flawil SG, Rickenbach LU, Schmerikon SG, Stansstad NW und Trimmis GR zeigen verschiedene Betonprodukte in na­ türlicher Umgebung. MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG In den Werken der MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG werden vorfabrizierte Elemente aus Beton, Polymer- und Lavabeton sowie Produkte der Marken ELEF® und FAVERIT® hergestellt. Dazu gehören inge­ nieurtechnische Grossbauteile für Tragkon­ struktionen, Vorspann- und Lärmschutz­ele­mente, Balkonplatten, Systemparkhäu­ ser, hochbelastbare Stützen, Fassaden, Lift­ schachtelemente, Treppen, Schächte, Kanäle. Von der Planung über den Formenbau und die Fabrikation bis hin zur termingerechten Auslieferung und der Montage mit den ei­ genen Montage-Equipen wird kompromiss­ los auf Qualität gesetzt. Die Mitarbeiter in den Montageteams sind Spezialisten im Zusammenbau von vorgefertigten Beton­ elementen. Sie disponieren den Transport und sind zur rechten Zeit auf der Baustel­ le für die Montagevorbereitungen und den Empfang der Betonelemente. Die Montage erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkeh­ rungen, speditiv und mit hoher Präzision.

MÜLLER-STEINAG GRUPPE Schweizweit tätiges, von den Inhabern ge­führtes, eigenständiges Unternehmen in den Bereichen Betonwaren, Vorfabrikation und Naturbaustoffe. Mitarbeitende ca. 750. Werke und Standorte: Rickenbach LU, Schachen LU, Zell LU, Stansstad NW, Däniken SO, Bremgarten AG, Brugg AG, Flawil SG, Schmerikon SG, Trimmis GR, Osogna TI, Mauren TG. Verkauf und Vertrieb: MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG Verkaufsgesellschaft für Naturbaustoffe. CREABETON BAUSTOFF AG Verkaufsgesellschaft für das Voll­sortiment an Betonwaren und Gesamtlösungen für die Bereiche Hoch-, Tief- und Strassenbau sowie den Gartenbau und die Umgebungsgestaltung. MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG Verkaufsgesellschaft für vorgefertigte Betonelemente, Engineering, Montagearbeiten MÜLLER-STEINAG GRUPPE Bohler, 6221 Rickenbach LU +41 848 400 401 info@mueller-steinag.ch www.mueller-steinag.ch


Steinbruch Truffer AG, Vals

Valser Stein

WIE SCHÖN ES IST – EIN STEIN ZU SEIN GENESIS Am ersten Tag schuf Gott Himmel und Erde (Genes. 1.1), formte Berge und spannte am zweiten Tag ein Gewölbe, schuf die Meere. So geschah es. Da wollte er sehen, was er ge­ schaffen und sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Vielleicht staunte er da selbst über die Schönheit der Berge und des Firmaments. Wir vermuten, dass er bei der Schöpfung des Valser Steins einen ganz guten Tag hatte. So staunen wir heute über die Einmaligkeit des Valser Steins und stimmen zu: Es ist gut, was damals geschah! DER STEINBRUCH Zuhinterst im Valsertal, wo das Wasser sich drängt und im Herbst schon früh Eis bildet, ist der Steinbruch. Man sagt, die Vorfahren

der Valser hätten hier schon zu Beginn der Siedlungsgeschichte Fels abgebaut und für ihre Häuser als Baumaterial verwendet. So kennt die Felswand verschiedene AbbauEpochen – da blieben Spuren über Jahr­ hunderte: Seltsam ovale Bohrlöcher, die von Hand gebohrt wurden. Mit geschmiedeten Eisenkeilen setzte man nach, bis der Fels sich sprengte und der Block sich vom Berg löste. Andere Zonen zeigen 30 Meter tiefe Bohrungen, parallel vertikal verlaufend, ge­ ben die Textur und Struktur des Berges frei – einmal massiv in mächtigen Bändern oder aber in feinen, fast zerbrechlichen Formationen. Aus neuerer Zeit dann die Diamant­ trennschnitte, wo der Fels sich spiegelt und sonnt und sich seiner Schönheit erfreut. Der Steinbruch als Universum für sich, Natur­ ele­mente rufen zur Selbstdarstellung.


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Grosskreissäge im Steinwerk der Truffer AG, Vals

WIR UND UNSERE ARBEIT Aus der Tradition des «Steinspalters» von damals entstanden Berufe wie Mineur, Stein­ werker oder Bildhauer. Es sind neue Begriffe, und trotzdem meinen sie das Gleiche. Wir befassen uns mit dem Berg, und mit der Zeit ist es umgekehrt. Der Berg lässt einen nicht mehr los, und so kommt es, dass man hier bleibt. Nur wenige wechseln den Job. Dabei ist diese Arbeit im Steinbruch kein Zucker­ schlecken. Die spaltrauen Platten werden noch immer mit Meissel und Hammer von Hand gespalten. Und manchen begleitet der Steinstaub mit nach Hause, als feiner Duft von Quarz und Glimmer. Man gehört dazu, zum Steinbruch, verehrt den Jahrestag der heiligen Barbara, der Schutzpatronin des Bergbaues. Was früher eine Bestellung war, ist heute Business. Wie die englische Sprache unseren Kulturraum prägt, so dirigiert der MicroChip heute die Steinproduktion. Wo früher der Arbeiter Stein für Stein auf den Last­ wagen hob, greift heute der KUKA-Roboter die Steinplatte und setzt sie millimetergenau auf die Palette. Eine Strichli-Schrift ersetzt das Schreiben, die Scanner-Station erkennt Mensch und Maschine, weiss zu kontrollie­ ren und verschickt den Stein zielgenau. Mo­ dern Times im Steinwerk. Doch lieber als all diese Led-blinkende Welt ist mir die Stein­ säge. Allein ihr Gesang beim Trennen der Felsblöcke ist mir Welt und Seele zugleich. Für einen flüchtigen Augenblick bin ich Stein und spiele mit dem riesigen Kreisblatt: Komm und öffne mich – zeig, was in mir ist! Dröhnend schneidet sie entzweit, trennt seit

Millionen Jahren verbundene Materie und öffnet wieder neue Welten aus Stein. Das Steinwerk ist auch Gedankenfabrik. Manchmal kann ich mich kaum entfernen und will nicht fort. So stelle ich mir vor, ich wäre ein Kunde und suchte nach schönen Dinge für mich und meine Lieben. Im Stein steckt viel mehr verborgen. So entsteht hier eine polierte Schale und dort der Steinparkett. Welche Freude, wenns dem Kunden gleich gefällt. DER STEIN Neue Baumaterialien drängen auf den Markt. Viele gemahlen, gemischt, gefärbt, gebrannt und verklebt, als gälte es, die Natur zu übertölpeln. Oft von kalter Perfektion und klini­ scher Präsenz. Welche Rolle bleibt da noch den Bergen? Der Fels hat schon viel erlebt, reagiert nicht auf jede «Kalberei». Aber wir und alle Werker miteingeschlossen, möchten schon auch modern und trendig sein, und dies nicht nur mit den Löchern in den Jeans. Ordnung lehrt uns Zeit gewinnen, neue Systeme in Logistik und IT werden die nächsten Schritte sein. Mancher Meister musste schon erkennen, dass der Glaube an etwas Neues selbst Berge versetzt. Das alles betrifft aber nur das Getöse ringsherum, so sehr auch Stürme um die Welt brausen. Stein bleibt Stein. Die schönsten Dinge dieser Welt sind aus Stein gebaut, von den Pyramiden zum Taj-Mahal bis zum Sechseläutenplatz der Zürcher. Wäre es da nicht schön, ein Stein zu sein?

INFO

KURZVORSTELLUNG TRUFFER AG, VALS Wir bauen in Vals im Bündnerland den Valser Stein ab und verarbeiten diesen ausschliesslich im eigenen Steinwerk. Dieses Steinwerk ist mit den neuesten Maschinen der Steinbearbeitung ausgestattet. Wir beschäftigen insgesamt ca. 55 Mitarbeitende und zählen zu den führenden Werken in der Schweiz. SELBSTVERSTÄNDNIS Wir pflegen einen sorgfältigen Umgang mit dem Stein, verstehen uns nicht als industrielles Massenprodukt. Die einzig­ artige Geologie im Valsertal, bedingt durch die Alpenfaltung vor 50 Millionen Jahren, macht den Valser Stein zu einem sehr speziellen Gestein. Daher möchten wir den Stein auch in ganz speziellen Orten, für ganz spezielle Projekte einsetzen. TRUFFER AG Liemschboda 168B, CH-7132 Vals +41 81 935 16 42 quarry@truffer.ch www.truffer.ch


GEBÄUDEHÜLLE

«FASSADEN SIND TEAMARBEIT» RETO DEMONT ist Inhaber und CEO der renommierten Feroplan Engineering AG. Das Unternehmen ist führend im Bereich Fassadenplanung und mit Büros in Zürich, Bern und Chur in der ganzen Schweiz tätig. www.feroplan.ch


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Es gilt, die Visionen des Architekten wirtschaftlich umzusetzen

Multifunktionelle Alles­könner – gleichzeitig schön und be­ haglich. So sollten Fassaden heute ausgeführt sein. Viel­ fältige Ansprüche, die nur in der gelungenen Zusammen­ arbeit von Architekten und Fassadenplanern zu kreativen, innovativen Lösungen führen können.

Für mich ist die Fassadenplanung nicht nur eine rein technische Angelegenheit. Klar stimmt es, dass intel­ ligente Fassaden völlig neue Energiekonzepte ermög­ lichen und Hand in Hand mit der Entwicklung neuer Produkte einherzugehen haben. Die Interaktion der Fassade und der Gebäudetechnik muss gewährleistet sein. Das ist unser tägliches Business, Basis unseres Tuns und ein Selbstverständnis für einen guten Fassa­ denplaner. Ich selber sehe mich eher in einer anderen, min­ destens ebenso wichtigen Rolle – als Berater, der die Visionen eines Architekten kreativ und wirtschaftlich umsetzt. Dafür halte ich seit Jahren bei meinen Reisen Augen und Ohren offen, sammle Spektakuläres aus Singapur, Japan, China, Amerika etc. und trage Mate­ rialien zusammen. All das hilft mir, mich gekonnt in die Ideenwelt des Architekten einzufühlen, mit ihm zu diskutieren, Vorschläge zu unterbreiten, um dann ge­ meinsam zu einer Lösung zu finden. FÄCHERÜBERGREIFENDE KOMPETENZ Es ist wie in der Mode: der Modeschöpfer kreiert, dann braucht es einen, der den Stoff findet, die Farbe defi­ niert und die Lösung entwickelt, wie das dann alles zu­ sammenfinden soll. Deshalb ist die Voraussetzung für gutes Fassadendesign die fächerübergreifende Kompe­ tenz, Erfahrung und die Neugier, Neues zu entwickeln. Schnittstellen zu benachbarten Bauteilen und Kompo­ nenten müssen ganzheitlich geplant und koordiniert werden. Dazu braucht es ein interdisziplinäres Team. So arbeiten bei uns Spezialisten aus Metallbau, Maschi­ nenbau, Bauphysik und Statik. Denn nur so lassen sich Konstruktionen an der Grenze der Machbarkeit erfolg­ reich realisieren. Wir sind eine visuelle Gesellschaft, und die Kunst liegt immer noch darin, Design und Technik zusam­ menzubringen. Also der Künstler und der Technokrat, sie müssen sich spüren, achten. Nur mit möglichst wenigen Reibungsverlusten entstehen Fassadenkunst­ werke. PASSIV ENERGIE NUTZEN In meinen Augen sollten wir auch wieder lernen, ver­ mehrt passiv Energie zu nutzen. Die Innovationen wer­ den es möglich machen, dass auch ohne Solarzellen und ohne zu viel Automation Energie gewonnen wird. Die Entwicklungen der Glasindustrie sind da überzeugend. Interessant sind auch die ganzen Entwicklungen unter dem Thema Bionik. Verfechter dieser scheinbar neuen Disziplin haben erkannt, dass zahlreiche Lösungen, die wir in der uns bevorstehenden Nachhaltigkeitsrevoluti­ on finden müssen, bereits in der Natur vorhanden sind und von uns nur noch erkannt werden müssen. Die Fas­ sade als solche wird dabei die wichtigste Rolle spielen.


Innovative Fassaden von feroplan engineering ag

In der modernen Architektur trägt die Fassade weit mehr als nur eine gestalterische Aufgabe. Sie übernimmt wichtige Funktionen im Bereich Energie und Nachhaltigkeit. Moderne und neuzeitige Fassaden werden bei feroplan engineering entwickelt und geplant. Wir verbinden Ästhetik und Funktion. Auch für Sie?

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zertifiziert ISO 9001

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FAX 031 334 00 13

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INTELLIGENTE FASSADEN ERMÖGLICHEN VÖLLIG NEUE ENERGIEKONZEPTE.


Surber Metallbau AG

HOCHWERTIGE AUSSENABSCHLÜSSE AUF DEM EMPA-GELÄNDE IN DÜBENDORF WURDE DAS GEBÄUDELABOR «NEST» ERRICHTET. ES BIETET KÜNFTIG DIE MÖGLICHKEITEN, FASSADEN UNTER ECHTEN LEBENSBEDINGUNGEN ZU PRÜFEN UND DARÜBER ZU FORSCHEN. DIE SURBER METALLBAU AG ERSTELLTE AN DIESEM FORSCHUNGSGEBÄUDE VERSCHIEDENE INTERESSANTE AUSSENABSCHLÜSSE – INSBESONDERE AUCH EIN NICHT ALLTÄGLICHES SCHIEBEFENSTER. Im Bau- und Energiebereich ist es schwierig, neue Technologien und Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Tiefe Energie­ preise, lange Investitionszeiten und viele Regeln hemmen die Risikobereitschaft der Unternehmen. Heute besteht oft eine grosse Lücke zwischen Technologien, die im Labor funktionieren und dem Markt, der zuverlässige, ausgereifte Produkte verlangt. NEST beschleunigt den Innovationsprozess, indem es eine Plattform bietet, auf der Neues

unter realen Bedingungen getestet, verbes­ sert und demonstriert werden kann. Das Gebäude besteht aus einem zentra­ len Atrium mit einer Dachverglasung und drei offenen Plattformen, auf denen einzelne Forschungs- und Innovationsmodule nach einem «Plug-&-Play»-Prinzip installiert werden. In diesen Units wird gearbeitet und gewohnt, gleichzeitig sind sie belebte Versuchslabors. Im NEST arbeiten nationale und internationale Forscherteams aus Universitäten und Fachhochschulen, Architekturbüros und innovative Firmen aus der Baubranche zusammen. Gemeinsam erschaffen Forschung, Wirtschaft und öffen­t­liche Hand die Zukunft des Bau- und Ener­giebe­reichs. FASSADE IM ERDGESCHOSS Auf den ersten Blick scheinen die Anfor­ derungen an die Fassade nicht besonders spektakulär. Es sind jedoch insbesondere

Das neu erstellte Gebäude der Empa wird künftig die Möglichkeiten bieten, Fassaden unter echten Lebensbedingungen zu prüfen und darüber zu forschen.

diese mit Spannkabeln versehenen Plattformen, die sich infolge der grossen Auskragung über den üblichen Werten verformen. Die Bewegungen in der Vertikalen können unterschiedlich sein und bis zu 40 mm betragen. Dieser Umstand musste bei der Konstruktionsentwicklung berück­ sichtigt werden. Die Verglasungen im Erdgeschoss sind oben mit speziellen Gleitlagern gehalten, die eine vertikale und seitliche Bewegung der Decke ermöglichen, ohne belastend auf die Konstruktion einzuwirken. Anders verhält sich dies in den oberen Stockwerken. Hier musste dieses Problem auch bei der unteren Befestigung berücksichtigt werden. Zur An­ wendung kam eine spezielle Pfosten-RiegelKonstruktion im System Wicona Wictec 60, mit integriertem Medienkanal im Boden­ bereich. Sämtliche Verglasungen sind nur oben und unten mit einem Klemm- und Deckprofil gehalten. Glasstösse im Eckbe­ reich sind als Stossfugen-Konstruktion mit verdeckt liegenden Stützpfosten ausgebil­ det. Zu Beschattungszwecken sind auf der Aussenseite Raffstoren mit Seilführung an­ gebracht. SPEZIALENTWICKLUNG: SCHIEBEFENSTER IM ERDGESCHOSS Als besondere Herausforderung erwies sich der automatisch angetriebene Fassadenteil im Erdgeschoss. Dieses wuchtige Schiebe­ fenster weist eine Breite von 6,7 m und eine Höhe von 2,6 m auf, ist mit einer einteiligen 3-fach-Verglasung bestückt und bringt ein stolzes Gewicht von 1,8 Tonnen auf die Waage. Dieser wuchtige Flügel wird in seiner ganzen Länge in hängender Position seit­ lich verschoben und anschliessend 180 mm nach aussen gefahren und schliesst dann aussen bündig mit der Fassade ab. Dies un­ ter Einhaltung aller bauphysikalischen An­ forderungen.


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Schiebefenster in drei Positionen (von links): Geschlossen, aussen bündig mit Fassade; zurück, in den Raum geschoben; seitlich um Flügelbreite verschoben auf offen.

Blendrahmen und Flügel bestehen aus einer zweifachen Stahlrohrkonstruktion mit einem mittigen Isolator. Grossvolumige Dichtungen in doppelter Ausführung dichten das Fenster zur Fassade ab. Als Antrieb wurden geführte Kettenantriebe verwendet. Die Verschiebung um 180 mm an die Aussenkante der Fassade gewährleisten vier linear laufende Spindelantriebe. Die oben platzierten Antriebe verschieben das Ele­ ment mit dem Schienenteil um 180 mm nach aussen. Die unten angeordneten Antriebe befinden sich in einem Gehäuse mit Servicedeckel und sind unauffällig im Bo­ den versenkt. Der Antrieb und die Steue­ rung kommen aus dem Hause der Firma Gilgen Door Systems. Der riesige Fensterflügel wurde im Werk fertig verglast und ist am Bau seitlich mit einer Hilfsschiene inklusive Unterkonstruktion eingeschoben worden. Um die erwähnten, die Bodenplattformen stabilisierenden Spannkabel nicht zu beschädigen, musste eine durchgehende Unterkonstruktion aus 10 mm starkem Stahlblech an die vorher in die Schalung gelegten Halfenschienen ge­ schraubt werden. DACHVERGLASUNG ÜBER DEM ATRIUM Ebenfalls von der Surber Metallbau AG ge­ plant, hergestellt und montiert wurde das Dachoberlicht über dem Atrium. Mit Ab­ messungen von 13,75 x 12,34 m durchflutet es den Innenraum angenehm mit Tageslicht. Die 35-fedrige Konstruktion mit einer Neigung von 15° besteht aus einer Primär­ konstruktion aus Stahlrohr und ist mit dem Raico-Aufsatzsystem von 76 mm Profilbrei­ te belegt. Für die Verglasung kam 3-fachIsolierglas mit einem Ug-Wert von 0,6 W/ m2K zur Anwendung. Einzelne integrierte RWA-Flügel ge­ währleisten eine ausreichende Entrauchung im Notfall und dienen zu Lüftungszwecken.

Die Dachflügel sind im System Gutmann gebaut. Der umlaufende, seitlich ansteigende Dachkranz besteht aus Aluminiumblech von 3 mm Stärke. VERGLASUNGEN 1. BIS 3. OBERGESCHOSS Die Fensterelemente sind im System Wico­ na Wicline Evo 75 gebaut – mit teilweise integrierten Fensterflügeln für die Nachtauskühlung. Für die Hebeschiebefenster im 2. Obergeschoss mit einer Grösse von 6,35 x 2,75 m kam das System Wicona Wicslide 160 zur Anwendung. Die Verglasungen sind mit 3-fach-Isolierglas, 0,6 W/m2K, ausge­ führt. Die Problematik der Plattformbewegungen ist in diesen oberen Stockwerken noch gravierender. Hier musste dieses Problem auch bei der unteren Befestigung berück­ sichtigt werden. Im 2. Obergeschoss wur­ de die über sieben Meter lange Front mit Hebeschiebe-Elementen auf einer steifen Fachwerk-Unterkonstruktion abgestellt, die als Wippe an nur zwei Punkten auf dem Be­ tonboden montiert ist. So ist die einwand­ freie Funktion ohne ein Klemmen oder gar eines Glasbruchs bei unterschiedlichen Be­ wegungen gewährleistet. BLECHVERKLEIDUNG VOM ERDBIS ZUM DACHGESCHOSS Der Auftrag der Surber Metallbau AG enthielt auch diverse Fassadenblech-Verklei­ dungen, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken. Diese sind aus 4 mm starken, mehrfach abgebogenen Aluminiumblechen mit verdeckt liegenden Aufhängungen rea­ lisiert. Dabei handelt es sich um eine spezi­ elle Entwicklung für eine geräuschlose und aushängesichere Befestigung der teilweise perforierten Fassadenbleche mit dahinter­ liegenden RWA- und Lüftungsflügel. Diese dienen auch als Nachtauskühlung. Sämtli­ che Blechverkleidungen sind als glatte Ver-

kleidung (ohne Abkantungen) ausgebildet und weisen eine Schattenfuge von rund 20 mm auf. Im Dachgeschoss wurde eine 20 cm starke Isolation auf dem Rohbau aufgebracht, um die geforderten Dämmwerte einzuhalten.

Atriumverglasung mit Sicht von oben

INFO

SURBER METALLBAU AG Lagerstrasse 10 Postfach CH-8953 Dietikon 1 +41 44 299 42 42 info@surber.ch www.surber.ch


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Swiss Real Estate

MESSEN Treffpunkte für die Schweizer Immobilienbranche INTELTEC IN BASEL

Vom 12. bis 15. September findet in der Messe Basel die ineltec 2017 statt. Beim Schweizer Branchentreffpunkt für intelligente Gebäudetechnologie kommen Entscheider, Fachleute und Visionäre zusammen, die Innovationen als Chance für die Zukunft verstehen. Für die Besucher bietet sich die Chance, die neuesten Trends und Technologien der Branche zu entdecken. Elektroinfrastruktur und Gebäudeautomation sind die DNA und das Gehirn moder­ ner Gebäude. Smart Cities brauchen Smart Buildings. Produktivität, Komfort und Sicher­ heit sind die neuen Messgrössen und werden zu Innovationstreibern. Neue Chancen für innovative Produkte und Geschäftsideen entstehen. Am ineltec-Forum diskutieren führende Branchenverbände und Unternehmer an je­ dem Messetag in wechselnden Formaten mit Spezialisten und Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung die Megatrends der Branche und stellen konkrete Lösungen vor.

IMMO MESSE SCHWEIZ IN ST. GALLEN

Hier treffen Träumer auf Macher: Die Immo Messe Schweiz ist der Ostschweizer Treff­ punkt für alle, die in die eigenen vier Wände investieren wollen. Hier präsentieren Profis von A wie Architekt bis Z wie Zimmermann die neuesten Trends rund ums Eigenheim. Jährlich wechselnde Sonderthemen, aktuelle Themeninseln und ein spannendes Pro­ gramm mit Fachvorträgen und -veranstaltungen machen die Immo Messe Schweiz zu einem der wichtigsten Anlässe der Bau- und Immobilienbranche in der Ostschweiz. Die 19. Immo Messe Schweiz, Messe für Immobilien, Bau und Renovation, findet vom 24. bis 26. März 2017 auf dem Gelände der Olma Messen in St. Gallen statt. Son­ derthemen und Themeninseln 2017 sind unter anderem «Wohlfühloasen» und «Ein­ bruch & Sicherheit».

IMMO EXPO IN LAUSANNE

Die Immo Expo in Lausanne ist die neue Referenzplattform für das Immobiliengeschäft in der Westschweiz. Hier kann man Geschäftstätigkeiten und Image erfolgreich ausbauen und Neukunden akquirieren. Vom 9. bis 12. März 2017 sind die Experten im Bereich Immobiliencourtage, Wohn­ raumförderprogramme, Hausverwaltungen im Bereich Vermietung sowie Finanzie­ rungsgesellschaften und Berufsverbände in einer Messehalle vertreten, die ausschliesslich den Themen rund um die Immobilie gewidmet ist. Das Beraterforum zeigt mit kompetenten Informationen dem Besucher den Weg zur eigenen Immobilie. Und die Aussteller haben die Möglichkeit, exklusiv ihre Produkte und Dienstleistungen im Bereich Verkauf oder Vermietung für die gesamte Westschweiz anzubieten.

www.ineltec.ch

www.olma-messen.ch

www.immo-expo.ch


GEBÄUDEHÜLLE

«HOLZ MACHT SINN» RICHARD JUSSEL ist Geschäftsführer der Blumer-Lehmann AG und prägt den Holzbau-Betrieb seit über 32 Jahren. www.blumer-lehmann.ch


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Holz setzt nachhaltig neue Massstäbe

Der «nachwachsende» Baustoff Holz stammt oft aus heimischen Wäldern und weist daher eine gute Co2-Bilanz auf. GEBÄUDEHÜLLEN – AUS HOLZ KONSTRUIERT   Vor allem bei mehrgeschossigen, gut gedämmten Ge­ bäuden wird die Aussenhülle oft mittels vorgefertigten Holzelementen geplant und ausgeführt. Die Vorteile dafür liegen auf der Hand: eine vergleichsweise geringe Wandstärke bei hohem U-Wert (Wärmedurchgangsko­ effizient). Durch schlanke Konstruktionen gewinnt man bei gleichen Aussenabmessungen drei bis fünf Prozent mehr Nettooberfläche, durchdachte Schnittstellen und eine präzise Detailausführung mit der Gewährleistung der Qualitätssicherung dank des hohen Vorfertigungs­ grads im Werk. Für den Investor oder die Bauherrschaft bringt eine Aussenhülle aus Holz ausserdem weitere Vorteile; so eine kürzere Montagezeit und dank der gleichzeitigen Lieferung von Konstruktion und Fenster eine schnelle Interessant sind die holzigen Gebäudehüllen aus ener­ Dichtigkeit des Gebäudes, was wiederum den rascheren getischer Sicht auch in der Gesamtbilanz, da für deren­ Innenausbau ermöglicht. Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsor­ gung weniger Energie als bei anderen Gebäudehüllen MEHRGESCHOSSIGE HOLZBAUTEN Der Baustoff Holz kommt auch im modernen Städtebau und Baustoffen benötigt wird. Ein weiteres positives Merkmal der Gebäudehüllen wieder vermehrt zur Anwendung und macht ihn zum aus Holz ist ihre lange Lebensdauer. Je nach Wahl der grossen Hoffnungsträger für ein umweltgerechteres Behandlung der Oberfläche und der technisch richtigen und nachhaltiges Bauen. Der älteste Baustoff der Welt Ausführung benötigen sie wenig bis keinen Unterhalt. erlebt also eine Wiedergeburt, galt doch seine Entwick­ lung im 20. Jahrhundert bereits als ausgeschöpft. HOLZFASSADEN SIND IM TREND Dank den Verbesserungen im Lärm- und Brand­ Stabförmige Schnittholzprodukte werden heute verti­ schutz sowie durch modernste computergestützte Bekal oder horizontal nach den Vorgaben des architek­to- rechnungs- und Fertigungsmethoden spielen Holzbau­nischen Konzepts montiert. Roh oder gehobelt, ge- ten auch für mehrgeschossige Bauten eine immer wich­ bürstet, profiliert, naturbelassen oder behandelt, vor­ver­- tigere Rolle. Holzhäuser über drei bis vier Geschosse graut oder gestrichen – die Art des visuellen Gesamt­ sind längst keine Exoten mehr. eindrucks bestimmt die technische und ästhetische Lö­ Wir durften bereits verschiedene solcher Bauten realisieren und weisen ein umfassendes Know-how in sung. Immer öfters werden architektonische Fassaden der Projektentwicklung, Bauleitung und Produktion auch in 3D gestaltet. Ein Aufbrechen der Fläche mit raf­ solcher Bauten vor. Erst kürzlich realisierten wir die finierten Geometrien oder Mustern ist einfach planbar Wohnüberbauung «Stäfner Stein» am Zürichsee mit und die Bearbeitung der Fassadenkonstruktion dank über 60 Wohneinheiten. Bewusst wurde von der Bau­ modernster CNC-Technologie gut umsetzbar. Die Er­ herrschaft auch die natürliche Verwitterung der Fassade gewünscht. gebnisse überzeugen.  


Bild: Ulla Wälder

GEBÄUDEHÜLLE

«STEIN SCHÜTZT HOLZ» ALDO DEGASPERI ist gelernter Maler und dipl. Handwerker in der Denkmalpflege. Er arbeitet seit 17 Jahren als Aussendienstmitarbeiter sowie LignosilSpezialist bei der KEIMFARBEN AG. www.keim.ch


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Holz und Stein. Seit Urzeiten ein Freundschaftspaar – neu auch im Bereich des mineralischen Holzschutzes

Kaum etwas stimmt mich zufriedener, als in ursprüng­ lichen Gebirgswäldern zu wandern − abseits von Verkehrs- und Menschen­ strömen, inmitten einer natürlichen Umgebung von Holz und Stein.

Das Bild liegt tief in meiner Seele verankert: Felsbro­ cken, umklammert von knorrigen Wurzeln uralter Wet­tertannen. Gehalten vom Stein und im Schutz des Fel­ sens trotzen diese Wind und Wetter, jahrein, jahraus. Stein und Holz, untrennbar miteinander verbunden. Wie der Stein dem Baum, so ist das Mineralische auch uns Menschen seit jeher dienstbar. Das wissen wir aus persönlicher und menschlicher Erfahrung. Und das er­ lebe ich als KEIM-Mitarbeiter in ganz besonderer Weise. NEUES KAPITEL DER MINERALFARBENGESCHICHTE AUFGESCHLAGEN Seit 1878 sind KEIM’sche Mineralfarben für die Men­ schen und deren Architektur unverzichtbar. Die silika­ tischen Farben der KEIMFARBEN AG funktionieren innen wie aussen bauphysikalisch perfekt und sind in ökologischer, aber auch in ästhetischer Hinsicht wert­ voll. Vor sechs Jahren erlebte ich als langjähriger Mitarbeit­ er von KEIM, wie ein neues wichtiges Kapitel der KEIM’schen Mineralfarbengeschichte begann: Neu soll Mineralfarbe auch Holzfassaden natürlich, effizient und dauerhaft schützen. Dass dies passt, wusste ich auf An­ hieb. Und wieder formte sich vor meinem inneren Auge das mir so vertraute Bild des im Dunstfeld des Steins gedeihenden Baumes. Mineralfarben auf Holz – diese Idee fügte meinem Bild die Farbe hinzu, die ihm bisher noch fehlte: Ein Keim­ ling wächst zu einem kräftigen Baum heran, wenn er von Steinen geschützt, wenn er von Mineralien genährt ist. Gesund gewachsenes Holz verwenden wir zum Bau­ en von Häusern. Und wiederum sind es Steine, diesmal in Form von KEIM’schen Mineralfarben, die dem ver­ arbeiteten Gebäudeholz ein langes (Weiter-)Leben er­ möglichen − wenn sie es schützend, wenn sie es mine­ ralisch nährend umhüllen. Als KEIMling darf ich an diesem Lebens- und Er­ haltungsprozess aktiv teilhaben und mittun. Damit schliesst sich der Kreis, und das Bild erscheint rund: Holz und Stein gehören seit jeher zusammen − dank KEIMFARBEN nun auch konstruktiv-dauerhaft in Ver­ bindung mit der Gebäudefassade.


Keimfarben AG

LIGNOSIL − DIE MINERALFARBE FÜR DEN HOLZSCHUTZ KEIM LIGNOSIL IST DIE ERSTE MINERALFARBE ZUR GESTALTUNG UND ZUM SCHUTZ VON HOLZUNTERGRÜNDEN IM FASSADENBEREICH. Holzbauteile im Aussenbereich sind den Einflüssen der natürlichen Witterung aus­ gesetzt. Sonne, Regen, Schnee und andere Faktoren beanspruchen die Holzoberfläche. Hochwertige Beschichtungen leisten den wesentlichen Beitrag zum Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Licht. Ausserdem kommen Holzfarben ästhetischen Ansprüchen unse­ rer Zeit entgegen; dem kreativen Gestalter eröffnen sich neue Möglichkeiten, den indi­ viduellen Charakter einer Holzfassade zu­ sätzlich zu unterstreichen. Herkömmliche Holzbeschichtungen ba­sie­ren auf natürlichen Ölen, Alkydharzen, Acrylaten und anderen Kunststoffen. Nun weisen solche organisch basierten Beschich­ tungen jedoch immer eine beschränkte UVBeständigkeit des Bindemittels auf. Diese unerwünschte Eigenschaft führt zunächst zu Farbtonveränderungen und schliesslich zum Abbau des Bindemittels. Die Beschich­ tung verliert an Elastizität, platzt ab oder kreidet. Die Schutzwirkung geht verloren. Feuchtigkeit dringt in die offengelegten Be­ reiche des Holzes und hinter die noch in­ takten Farbschichten ein und beschleunigt den Abbauprozess des Holzes.

ZWEIFACHER HOLZSCHUTZ MIT LIGNOSIL VERBUNDSYSTEM Silikatisch-mineralische Beschichtungen hingegen bestechen durch absolute UV-Be­ ständigkeit, jahrzehntelange Farbtonstabili­ tät, höchste Witterungsbeständigkeit, durch ihre Mattigkeit und ihre legendäre Lang­ lebigkeit. Das KEIM Lignosil Verbund­ system besteht aus einer langöligen Alkyd­ grundierung und aus einer speziell darauf abgestimmten silikatischen Mineralfarbe; die Grundierung schützt das Holz vor Was­ ser, die Mineralfarbe die Alkydgrundierung vor UV-Strahlung. Dieser zweifache Schutz macht denn auch die unvergleichliche Qua­ lität der silikatisch-mineralischen KEIM Li­ gnosil Holzbeschichtung aus. ÜBERTRAGUNG DES «ERFOLGSMODELLS SILIKATFARBE» AUF DEN UNTERGRUND HOLZ Mit KEIM Lignosil, der ersten Mineralfar­be für Holz, gelang die Übertragung des «Er­ folgsmodells Silikatfarbe» auf den Unter­ grund Holz. Mehr als 20 Jahre Entwicklungs­ arbeit investierte KEIMFARBEN in den Transfer des Prinzips der Silikattechnik auf den Untergrund Holz. Mit nachweislichem Erfolg. Denn die ersten KEIM Lignosil Referenzobjekte überzeugen seit mehr als 15 Jahren mit einer optisch und bauphysi­ kalisch intakten Beschichtung! Die inno­

vative Leistung des KEIM Lignosil Systems wurde nicht zuletzt durch die Erteilung eines Europäischen Patents für das System und die Produkte offiziell bestätigt.

INFO

DIE VORTEILE VON KEIM LIGNOSIL IM ÜBERBLICK – Besonders niedriger Diffusionswiderstand – Hervorragender Feuchteschutz – Gute Renovierbarkeit − niedrige Unterhaltskosten – Mineralischer Schutz, mineralische Ästhetik – deckend und lasierend – Absolut farbtonbeständig und UV-stabil – Unerreicht langlebig – Extrem witterungsbeständig – Fremdüberwacht durch das Fraunhofer WKI KEIMFARBEN AG Wiesgasse 1, CH-9444 Diepoldsau +41 71 737 70 10 info@keim.ch www.keim.ch


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Neuartiges Verbundsystem KEIM Lignosil: Mineralischer Kieselsolanstrich auf langöliger Grundierung. Matte Oberfläche. UV-stabil und absolut lichtecht − keine Versprödung des Bindemittels. Hervorragender Feuchteschutz. Längste Renovationszyklen. Einfache Renovation – kein Schleifen, kein Ablaugen. Altert mineralfarben-typisch durch Mikrokreidung.

Die ersten KEIM Lignosil Referenzobjekte überzeugen seit mehr als 15 Jahren mit einer optisch und bauphysikalisch intakten Beschichtung.


INNENAUSBAU

«NEUE ANFORDERUNGEN AN HYGIENEBEREICHE»

THIMO FRANKE Leiter Objektvertrieb DACH Bad und Wellness bei Villeroy & Boch www.pro.villeroy-boch.com


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Raumplanung Hotelbad – eine Herausforderung

Es zeigt sich, dass immer mehr Hotelaufenthalte auf Privatreisen zurückgehen, die vorzugsweise in höher­ preisigen Design- und Well­ nesshotels verbracht werden.

Das bedeutet, der Gast hat einen ganz anderen Aufent­ halt im Hotel, und auch an Hygienebereiche werden andere Anforderungen gestellt, die über das rein Funk­ tionale hinausgehen. ZIELGRUPPENGERECHTE RAUMKONZEPTION Der Gast legt zum Beispiel Wert auf eine authentische Gestaltung. Aus diesem Grund spielen auch der Moder­ nisierungsgrad sowie die Innenarchitektur und das De­ sign eines Hotels eine wichtige Rolle. Hinzu kommen weitere Herausforderungen, bedingt durch den gesell­ schaftlichen Wandel: das steigende Durchschnittsalter verlangt eine zielgruppengerechte Raumkonzeption, die Funktionalität und Design vereint. Auch die WCHygiene muss im Hotelbad perfekt sein. Darum bietet Villeroy & Boch seine WCs ebenfalls mit der pflege­ freundlichen Keramikoberfläche CeramicPlus an. Eine echte Innovation der WC-Kultur, die gerade für Hotelbadezimmer interessant ist, kommt aus dem asiatischen Raum: das Dusch-WC. In Asien – hier vor allem in Japan – gehört ein Dusch-WC, das nach jeder Nutzung den Intimbereich mit einem warmen Wasser­ strahl reinigt und mit einem Warmluftföhn trocknet, selbstverständlich zur Toilettenhygiene. Mit der Serie ViClean bringt Villeroy & Boch diese neue Produkt­ kategorie auf den europäischen Markt. Eine grosszügige Wellnessdusche und bei ent­spre­ch­ en­dem Platzangebot eine Badewanne machen die Aus­­stattung eines Hotelbadezimmers komplett. Für den Duschbereich sind derzeit sogenannte Walk-Ins aus Glas mit flachen, randlosen Duschflächen besonders ge­fragt. Villeroy & Boch bietet mit seinen Infinity-Dusch­ böden perfekte Duschlösungen für jeden Gestaltungs­ wunsch. PLANUNGSSICHERHEIT FÜR ARCHITEKTEN Durch das Profitool Projects, das an den speziellen An­ forderungen von Architekten und Planern im Objektbereich ausgerichtet ist, hat Villeroy & Boch eine um­ fassende Serviceleistung für Architekten entwickelt. Mit einem transparent und klar strukturierten Pro­ duktportfolio, das in die vier Produktsegmente Start, Plus, Design und Premium eingeteilt ist, und mit vielen Serviceleistungen bietet Projects Lösungen für Hotel­ badgestaltungen in jeder Kategorie. Projects gibt Archi­ tekten auf der ganzen Welt eine Planungssicherheit für ihre Projekte.


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Entdecken Sie das innovative WC für 4-fache Reinheit. Hygienisch, frisch und einfach zu reinigen – mit unserem Hygiene Champion sind Sie zu Hause immer auf der sicheren Seite. Denn das spülrandlose DirectFlush-WC mit innovativer ViFresh-Technologie sowie CeramicPlus- und AntiBac-Oberfläche ist die perfekte Hygienelösung von Villeroy&Boch. Vierfach hygienisch ist einfach unschlagbar sicher. Überzeugen Sie sich selbst und sehen Sie unseren Hygiene Champion in unserem Info-Center! VILLEROY&BOCH INFO-CENTER Unternehmensbereich Bad und Wellness Marktmattenstrasse 23 CH-5600 Lenzburg Tel.: +41 62 886 38 60

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WIR VERBRINGEN IM DURCHSCHNITT JEDES JAHR FAST ACHT TAGE IM BAD.


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Nach oben mit KONE

KONE ist einer der führenden Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen. Eine halbe Million Kunden weltweit setzen auf KONE Lösungen und damit auf innovative Technologien, hervorragende Energieeffizienz und massgeschneiderte Dienstleistungen.

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Wir unterstützen Sie von der Planung Ihrer Anlage über die Montage und Wartung bis hin zur Modernisierung – während des gesamten Lebenszyklus Ihres Gebäudes.


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NEWS Interessantes und Wissenswertes aus der Schweizer Immobilienbranche

KONE

VILLEROY & BOCH

ZARGAG

Freude bei KONE: Der Aufzug- und Roll­ treppenhersteller figuriert in der aktuellen Rangliste der weltweit innovativsten Unternehmen des US-Wirtschaftsmagazins Forbes im sechsten Jahr in Folge in den Top 100. Mit dem 56. Platz im Gesamtranking belegt KONE gleichzeitig den 8. Platz unter den gelisteten europäischen Unternehmen – in diesem Jahr als einziger Vertreter sei­ ner Branche. Kontinuierliche Innovation steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der Geschäfts­ tätigkeit von KONE. Zu den jüngsten Errun­ genschaften zählen der KONE UltraRope, ein Antriebsriemen für Hochhausaufzüge, der Förderhöhen bis zu 1000 Metern er­ möglicht, sowie die KONE People Flow In­ telligence Solutions, die für mehr Mobilität und Sicherheit sowie einen reibungslosen Personenfluss in Gebäuden sorgen. Das Forbes-Ranking basiert auf dem Masssystem «Premium-Innovation». Dabei wird die Differenz zwischen der Marktka­­pi­talisierung eines Unternehmens und dem Kapitalwert der Cashflows aus dem Bestandsgeschäft gemessen. Die Liste der innovativsten Unternehmen der Welt kann auf forbes.com eingesehen werden. www.kone.ch

Freude bei Villeroy & Boch: Gleich drei Fliesenserien erhalten als Ikonen der Zeit begehrte Design- und Architekturpreise. Die Serien CREATIVE SYSTEM 4.0, MON CŒUR und METALLIC ILLUSION wer­ den im Januar 2017 bei einer feierlichen Preisverleihung vom «Rat für Formgebung» mit dem «ICONIC AWARD 2017: Interior Innovations» ausgezeichnet. Bei diesem internationalen Wettbewerb werden herausragende Architekturprojekte sowie innovatives Interior- und Produkt­ design geehrt. Damit lenkt der Wettbewerb den Blick auf die elementare Bedeutung des Zusammenspiels einzelner Gewerke, wobei der Fokus auf der ganzheitlichen und kon­ sistenten Inszenierung von Produkten in der Baukunst liegt. Die unabhängige sach­ verständige Jury rekrutiert sich aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, De­ sign und Markenkommunikation. www.villeroy-boch.ch

Freude bei Zargag: Ein 24-facher Einbruchsversuch bei einer Wohnungstüre von Zar­ gag scheiterte. Der Fall ist zwar eine Weile her, aber selbst der «Blick» berichtete von diesem Delikt in Zürich-Oerlikon. Beson­ ders dreist: Mitten am Tag versuchten die Täter in einer Genossenschaftssiedlung in die Wohnungen einzubrechen. Ganze 24 Mal setzten die Gangster bei einer Türe das Brecheisen an. Doch die mehrfach gesicher­ te Türe machte ein Eindringen unmöglich. «Sicherheit und Geborgenheit – das ga­ rantieren unsere Aussen- und Wohnungsabschlusstüren mit Schutzklasse bis RC 3. So können Sie es Einbrechern richtig schön schwer machen», betont man bei Zargag, einem Tochterunternehmen der JELDWEN Schweiz AG. Der Einbruchschutz ist eine der Produktqualitäten des Türenspe­ zialisten, der sich seit 1976 als Dienstleis­ tungsunternehmen vor allem für Architekten, Generalunternehmer und Immobilien­ bewirtschafter versteht. www.zargag.ch

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Swiss Real Estate

MESSEN Treffpunkte für die Schweizer Immobilienbranche SVIT IMMOBILIENMESSE www.svit-immo-messe.ch

Die SVIT Immobilien-Messe 2017 findet vom 17. bis 19. März im Kongresshaus Zürich statt.

Der SVIT Zürich ist im SVIT Schweiz die grösste Mitgliederorganisation und zählt über 400 Mitglieder. Die Kernaufgaben des Verbandes sind das Verbands- und Mitglieds­ wesen, die Bereitstellung von Aus- und Weiterbildung, das Schaffen eines Immobili­ ennetzwerkes, die Beteiligung und aktive Unterstützung im Bereich der Lernenden, die Aussen- und Innenwirkung zu erhöhen, das Qualitätssiegel der Immobilienfachleute bereitzustellen und mit einer eigenen SVIT Zürich Immobilien-Messe das Immobilien­ angebot auf dem Markt zu präsentieren. Damit ein noch höherer Bekanntheitsgrad erzielt werden kann, hat sich der SVIT Zürich 2009 dazu entschlossen, mit der SVIT Zürich Immobilien-Messe eine eigene Messe durchzuführen. Es konnten namhafte Hauptsponsoren für diesen Immobilien­ marktplatz gewonnen werden. Nebst zahlreichen Kauf- und Mietangeboten werden auch städtebauliche Projekte, Standortmarketing und Themen zur Umwelt und Energie prä­ sentiert. Weiter wird den Ausstellern und Sponsoren ein qualitativ hohes und interes­ santes Rahmenprogramm geboten.

10 JAHRE SC-FORUM

Am 4. Mai 2017 gibts einen runden Geburtstag: Zehn Jahre Schweizer Shopping Center Forum & Swiss Council Congress. Das Interesse am Jahreskongress der Shopping Cen­ ter- & Einzelhandelsindustrie ist gross, die Liste der Referenten auch. Die bekannte Miss Schweiz Christa Rigozzi wird durch das Kongressprogramm mit namhaften Spezialisten der Shopping Center-Industrie führen. Geboten werden auch in diesem Jahr Einblicke in die aktuellen Daten und Fakten zur Shopping Center-Industrie der Schweiz. Die namhaften Referenten informieren über die neuesten Trends, die härtesten Facts rund um das Thema «Digital Shopping Experience». Der Kongress bietet die Möglich­ keit, die Entscheidungsträger der Shopping Center- und Einzelhandelsindustrie kennen­ zulernen und Fachgespräche zu führen. Das grosse «Familientreffen» ist zum wichtigsten Branchentreffen der Schweiz mit über 350 Teilnehmern geworden.

20 JAHRE EXPO REAL

Sie ist Europas grösste B2B-Fachmesse für Immobilien und Investitionen: die Expo Real in München. 2016 präsentierte sie auf 64 000 Quadratmeter gleich 1768 Aussteller und zog über 39 000 Besucher aus 77 Ländern an. Vor Ort waren auch rund tausend Journa­ listen und Medienvertreter sowie 400 Experten im Konferenzprogramm. Damit ist auch klar: Die Expo Real ist die unverzichtbare Geschäftsplattform für die internationale Immobilienbranche sowie für Investoren. Nur wenige Schritte voneinan­ der entfernt sind hier sämtliche Bereiche der Wertschöpfungskette versammelt – von der Entwicklung, Finanzierung, Realisierung über die Vermarktung bis hin zum Betrieb und zur Nutzung von Immobilien.

www.sc-forum.ch

www.exporeal.net

Die Expo Real findet jeden Oktober in München statt und ist seit 1998 jährlich drei Tage lang Gastgeber für die gesamte Branche. Im 2017 zum 20. Mal, und das vom 4. bis 6. Oktober.


N A C H H A LT I G K E I T

«DAS BILD ÄNDERT SICH» ANDREAS MEYER PRIMAVESI Geschäftsleiter Verein Minergie www.minergie.ch


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Minergie steht für eine nachhaltige Energiezukunft

Ein grosses Verdienst von Minergie ist das veränderte Bild von Energieeffizienz in der Bevölkerung.

MINERGIE SETZT AUF WERTERHALTUNG, QUALITÄT, KOMFORT UND TIEFEN ENERGIEVERBRAUCH Mit über 42 000 zertifizierten Bauten hat Minergie die Schweizer Bauwirtschaft und die kantonale Energie­ gesetzgebung seit 1998 so stark beeinflusst wie kein anderes freiwilliges Instrument. So liegt der Anteil der zertifizierten Minergie-Bauten am gesamten Neubau­ volumen je nach Region bei über 25 Prozent. Der Neu­ wert dieser Minergie-Bauten erreicht heute insgesamt gegen 150 Milliarden Franken. Bei 60 Quadratmeter Wohnfläche pro Bewohner leben heute bereits über 475 000 Personen in einem Minergie-Haus und profitie­ ren von hoher Energieeffizienz, guter Luftqualität und maximalem Wohn- und Arbeitskomfort. MINERGIE IST BEISPIELHAFT FÜR DEN ERFOLG FREIWILLIGER MASSNAHMEN Die Reduktion des Verbrauchs natürlicher Ressourcen und der globale Klimaschutz gehören zu den grössten Herausforderungen unserer Zeit. Was Mut macht: Die Gestaltung einer nachhaltigen Energiezukunft bei gleichzeitig hoher Lebensqualität ist technisch und wirtschaftlich machbar. Gerade im Gebäudebereich ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Minergie beweist, dass sich auch auf freiwilliger Basis noch sehr viel tun lässt.

VERÄNDERTES BILD VON ENERGIEEFFIZIENZ UND NACHHALTIGKEIT Ein grosses Verdienst von Minergie ist das veränderte Bild von nachhaltiger, energieeffizienter Bauweise. An­ fangs der 1990er-Jahre galten sogenannte Energiespar­ bauten noch als unzuverlässig, unkomfortabel, kom­ pliziert und schwer verkäuflich. Entsprechend wurden nur Einfamilienhäuser von sehr umweltbewussten Bau­ herrschaften so gebaut. Heute stammen Investoren und Nutzer von Minergie-Häusern aus allen Gesellschafts­ schichten, und es werden mehrheitlich grosse Mehr­ familienhäuser und Verwaltungsgebäude nach Miner­ gie zertifiziert. Hätte Minergie nicht von Beginn weg gesellschaftliche Aspekte wie den Komfort, ökologische Elemente wie Energieeffizienz oder wirtschaftliche Ar­ gumente wie den nachweislich höheren Werterhalt kombiniert, wäre der Erfolg ausgeblieben. Und das Bild des energieeffizienten Bauens in der Bevölkerung wäre heute ein anderes. MINERGIE PRÄGT DIE BAUKULTUR AUCH WEITERHIN NACHHALTIG Minergie wird weiterhin Vorreiter in Sachen qualitativ hochwertiger, komfortabler Gebäude bleiben. Dazu wurden die drei Gebäudestandards Minergie, Miner­ gie-­P und Minergie-A auf Anfang 2017 überarbeitet. Sie erfüllen die neuen Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) und sind technisch auf dem neuesten Stand. Als Neuerungen stechen die Einführung einer Gesamtenergiebilanz und der Fokus hin zur Elektrizität heraus. Alle Minergie-Gebäude werden künftig einen Teil ihrer Energie selbst erzeugen und möglichst viel davon selbst verbrauchen. Mittels Monitoring und neuen Produkten für Bau- und Be­ triebsphase (MQS) wird zudem die Qualitätssicherung weiter gestärkt. Minergie steht für eine nachhaltige Energiezukunft mit viel Lebensqualität.


AG-001-A-Eco bis AG-075-A-Eco, Quartier «Neugrüen», Mellingen

MINERGIE, DER ERFOLGREICHSTE SCHWEIZER BAUSTANDARD FÜR NEUE UND MODERNISIERTE GEBÄUDE, BLEIBT ZUKUNFTSORIENTIERT: DIE GEBÄUDESTANDARDS MINERGIE, MINERGIE-P UND MINERGIE-A WURDEN GRUNDLEGEND ÜBERARBEITET. BEI ZUNEHMENDER KOMPLEXITÄT SCHÄRFT MINERGIE DEN FOKUS FÜR DAS WESENTLICHE UND FÖRDERT EINFACHE, ABER INNOVATIVE UND NACHHALTIGE LÖSUNGEN. Die technischen Entwicklungen und die ge­ setzlichen Rahmenbedingungen (MuKEn 2014) im Baubereich haben sich in den letz­ ten Jahren stark verändert. Unter Einbezug der Branche, von Bund und Kantonen wur­ den die Gebäudestandards Minergie, Mi­ nergie-P und Minergie-A auf Anfang 2017 gründlich überarbeitet. Die Neuerungen und Anpassungen stellen sicher, dass ein Miner­ gie-Gebäude in allen Kantonen die Vor­ schriften der neuen Energiegesetzgebung erfüllt, technologisch auf dem neuesten Stand und bezüglich Energieverbrauch vorbild­ lich ist. ZENTRAL: WOHN- UND ARBEITSKOMFORT Im Zentrum stehen neben der Energieeffi­ zienz weiterhin der Wohn- und Arbeits­ komfort von Gebäudenutzern, die Qualität sowie ein optimaler Werterhalt. Elektrizität spielt eine grosse Rolle: Im Zeitalter hochef­

fizienter Gebäudehüllen bewegt sich der Fo­ kus weg von der Heizenergie hin zu (meist elektrisch erwärmtem) Warmwasser, Be­ leuchtung und Geräten. Diesem Umstand trägt Minergie mit der Einführung einer Ge­ samtenergiebilanz einschliesslich Elektrizi­ tät für Beleuchtung und Geräte Rechnung. Ein fortschrittliches Gebäude verbraucht nicht nur Energie, sondern produziert ei­ nen Teil seines Energiebedarfs selbst. Des­ halb wurde bei allen Standards die Pflicht zur Eigenstromerzeugung gemäss der Mu­ KEn 2014 übernommen. Starke Anreize zur Maximierung des Eigenverbrauchs verhin­ dern den Bau ineffizienter Anlagen, die das Stromnetz unnötig belasten. KEINE FOSSILEN FEUERUNGEN MEHR Fossile Feuerungen sind nicht mehr zeitge­ mäss. Minergie-Neubauten enthalten da­her keine fossilen Feuerungen mehr; nur in­ direkte fossile Belastungen in Strom und Fernwärme sind noch zulässig. Bei Sanie­ rungen ist fossile Energie grundsätzlich wei­terhin erlaubt; der Umstieg auf eine Versor­ gung mit erneuerbaren Energien ist jedoch erstrebenswert. Über Anforderungen an die Dichtheit der Gebäudehülle und den kontrollierten Luftwechsel sollen Energie­ver­luste minimiert und der Komfort maximiert wer­ den. Die Erhebung der Energie­daten durch

ein einfaches Monitoring sen­si­bi­­lisiert die Gebäudenutzer und dient als Grundlage für die künftige Betriebsoptimierung. ZUSATZPRODUKTE NACH MASS Die Kombination der Gebäudestandards mit attraktiven Zusatzprodukten verstärkt deren nachhaltige Wirkung. Minergie deckt da­ mit die Qualitätssicherung in allen Lebens­phasen des Gebäudes ab, von der Planung über den Bau bis zum Betrieb. Das Zusatzprodukt ECO beispielswei­ se berücksichtigt die Themen Gesundheit und Bauökologie. Die sorgfältige Material­ wahl, vorausschauende Bauweise und intelligente Architektur erfüllen die Anfor­de­rungen an eine gesunde und ökologi­sche Bauweise. Interessant ist auch die Mög­ lichkeit, eine Minergie-Zertifizierung mit sozio-ökono­mi­schen Kriterien zu ergän­ zen und das Gebäude auch nach SNBS zu zertifizieren. Vom Zusatzprodukt MQS Bau profitie­ ren Bauherren und Planer, welche die an­ spruchsvollen Vorgaben von Minergie am Bau garantiert haben möchten. Erreicht wird diese Garantie über eine systematische Kontrolle und Dokumentation der Miner­ gie-relevanten Bauteile im Bauprozess. Das Zusatzprodukt MQS Betrieb stellt den optimalen Betrieb und damit höchsten


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Minergie macht Gebäude fit für die Zukunft

MINERGIE 2017: EINFACH, INNOVATIV, NACHHALTIG ®

Komfort während des Gebäudebetriebs si­ cher. Mittels Auswertung der existierenden Energieverbrauchsdaten und einer persön­ lichen, unabhängigen Beratung vor Ort lassen sich Wohnkomfort und Energieeffizi­ enz in der Regel erheblich verbessern. ERNEUERUNG IN ETAPPEN Für die Erneuerung von Gebäuden hat Mi­nergie einen einfachen Zertifizierungsweg entwickelt. Er umfasst fünf Systemlösungen, die einfache, aber wirkungsvolle Massnah­

men in den Bereichen Gebäudehülle und Gebäudetechnik sinnvoll kombinieren. Die einzelnen Lösungen nehmen Rücksicht auf den individuellen Gebäudezustand und bereits vorgenommene Erneuerungen. Die Umsetzung ist über mehrere Jahre etappier­ bar, wodurch die Finanzierbarkeit erleich­ tert wird. ATTRAKTIVES WEITERBILDUNGSANGEBOT Für Architekten, Planer und Baubeteiligte bietet Minergie in allen Regionen der

Schweiz umfangreiche Weiterbildungsmög­ lichkeiten an, einschliesslich neue Grund­ kurse, Themen- und Update-Kurse. Miner­ gie-Fachpartner weisen sich als kompetente Partner für Bauprojekte aus, die hohe ener­ getische und bauökologische Anforderun­ gen und Komfortansprüche erfüllen. Natürlich können wir auch schlechter bauen – aber warum sollten wir? Mehr Informationen: minergie.ch

INFO

MINERGIE SCHWEIZ, GESCHÄFTSSTELLE Bäumleingasse 22, CH-4051 Basel +41 31 350 40 60 info@minergie.ch www.minergie.ch

ZH 4000 und ZH 086 P-Eco, Landesmuseum Zürich mit Minergie-P-Eco Anbau


DIENSTLEISTUNGEN / FACILITY MANAGEMENT

«WERTE SCHAFFEN» DOMINIK FREI CEO Livit FM Services AG www.livit-fm.ch


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Facility Management gewinnt weiter an Bedeutung

Facility Management wird oft eindimensional betrachtet. Ganz unabhängig davon, ob der Begriff mit Unterhalt, mit Betreuung der Haustechnik, mit Beschaffung und Bewirt­ schaftung gefüllt wird: Im Zentrum stehen integrierte Services zur Betriebssiche­ rung und Werterhaltung.

Livit vereint unter Facility Management alle techni­ schen, infrastrukturellen Fragen und kaufmännischen Punkte, um Mehrwert für Eigentümer, Bewohner und Benutzer zu schaffen. Um diesen Auftrag zu erfüllen, genügt die spezifische Erweiterung der Leistungstiefe nicht. Parallel dazu muss das Facility Management in den Liegenschaften zusehends sichtbar und als Berater wahrgenommen werden. Dadurch werden zugleich alle Benutzer unterstützt und die Attraktivität der Im­ mobilie erhöht. PRODUKTIONSFAKTOR IMMOBILIE Die Aufgabe von Facility-Services und Bewirtschaftung besteht darin, den Wert – der über die Hardware Ge­ bäude hinausgeht – zu erkennen, aufzuzeigen und zur nachhaltigen Erhaltung und Optimierung beizutragen. Neben der Berücksichtigung der Nutzung besteht der Auftrag des modernen Facility Managements da­ rin, die meist unterschiedlichen Interessen von Eigen­ tümern und Nutzern mit einem umfassenden Angebot abzudecken und dieses laufend zu erweitern und zu optimieren. Das verlangt integrierte Ansätze, die wie bei Livit von spezialisierten Bereichen erbracht wer­ den und in der Verantwortung eines Ansprechpartners liegen.

PERFEKTES ZUSAMMENSPIEL Trends zu individuellem Wohnen, flexibler Arbeit und die permanente Datenverfügbarkeit dank infrastruk­ tureller Vernetzung revolutionieren das künftige Faci­ lity Management. Und die Digitalisierung verändert nicht nur die Aufträge, sondern auch die Art, wie diese erfüllt werden: Standardprozesse werden automatisiert, Informationen stehen immer und überall zur Verfü­ gung. Nutzer nehmen mehr Einfluss, Systeme machen sich bemerkbar, bevor Schadenereignisse eintreten und helfen mit, die Installation zu überwachen. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Facility Mana­ gement aus der Sicht von Livit weiter an Bedeutung. Dabei sind die Aufgaben und das Zusammenspiel mit der Bewirtschaftung zu definieren, um Kompetenzen zu bündeln und Lösungen aus einer Hand zu bieten. PHYSISCHE PRÄSENZ Der Mensch steht im Mittelpunkt innovativer digitaler und analoger Services: vom Wohnen über das Einkaufen und die Verpflegung bis hin zur Post und Reini­ gung. Damit wird die physische Präsenz der Mitarbei­ tenden als Interaktionspunkte und Interessenvertreter noch unverzichtbarer. Und damit gewinnen persön­li­ che Kompetenzen neben Fachwissen und techni­schem Verständnis an Bedeutung. Als Konsequenz profitieren von den Dienstleis­ tun­gen des modernen Facility Managements mit den Nutzern auch die Eigentümer in Form attraktiver Lie­ genschaften. Mit ihrem innovativen Facility Manage­ ment leistet Livit bereits heute einen Beitrag zu einem nachhaltigen Mehrwert.


Livit Facility Management Sorgt fĂźr Betriebssicherheit und dauerhaften Werterhalt.

Experten fĂźr Beratungsdienstleistungen, technische und infrastrukturelle Facility Services www.livit-fm.ch


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Livit AG

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Vermietungsmanagement

New Work

VERTIKAL INTEGRIERT Dank dem gemeinsamen Auftritt unter einer starken Marke sind wir in der Lage, unsere Kunden in sämtlichen Real Estate Manage­ ment Fragen zu unterstützen. Nicht nur in­ nerhalb der Bereiche Bewirtschaftung, Ver­ mietungs- und Baumanagement, auch im Facility Management streben wir nach einer vertikalen, perfekt ineinandergreifenden In­ tegration der Services und stellen eine nach­ haltige Werterhaltung und -entwicklung der Liegenschaft ins Zentrum. Dabei tragen wir den gesellschaftlichen und demografischen Entwicklung konsequent Rechnung. Unser gesamtes Dienstleistungsspek­ trum erweitern wir kontinuierlich mit er­ gänzenden Services, um den Bedürfnissen modernen Wohnens und zeitgemässem Arbeiten jederzeit gerecht zu werden. Unab­ hängig von unserer Aufgabe: Wir stellen die nötigen Kompetenzen bereit, erkennen, wo die Bedürfnisse von heute und morgen liegen, und steigern so die Attraktivität der Liegenschaften.

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Der Fokus wird auf die technischen und menschlichen Aspekten einer Nutzung ge­ setzt. Livit entwickelt zukunftsorientierte, digitale und analoge Services, um die Nutzer und Eigentümer zu entlasten. Die persön­ liche Betreuung steht dabei an erster Stelle und wird mit technischen und digitalen Hilfsmitteln zukunftsgerichtet ergänzt: mit dem Ziel, maximale Kundenzufriedenheit und optimale Liegenschaftsbetreuung zu erreichen.

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MIT DER DIGITALISIERUNG GEWINNEN DIE PERSÖNLICHEN KONTAKTE ZWISCHEN EIGEN­TÜMERN, NUTZERN UND BEWIRT­ SCHAFTUNGS­UNTERNEHMEN EINER LIEGENSCHAFT STÄRKER AN BEDEUTUNG.

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ALLES AUS EINER HAND Wir verschmelzen die Anforderungen von Eigentümern und Mietern. Unterstützt von innovativen Tools bleiben wir ein wichtiger persönlicher Ansprechpartner vor Ort. Bei steigendem Zeitdruck, grösserer Komplexi­ tät und höheren technischen Herausforde­ rungen nimmt der Drang zur weiteren Spe­ zialisierung ständig zu. Deshalb gewinnt das perfekte Zusammenspiel der spezifischen Disziplinen innerhalb von Livit an Bedeu­ tung. Unter dem Motto «Alles aus einer Hand» erarbeiten wir integrierte, ineinander verzahnte Lösungen: Im Zusammenspiel mit allen Disziplinen und im engen Austausch mit dem Eigentümer und Mie­ ter wirken wir gezielt auf die Attraktivität der Immobilie ein und schaffen so Mehr­ wert für alle Partner.

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INFO

LIVIT AG Real Estate Management Altstetterstrasse 124 CH-8048 Zürich +41 58 360 33 33 info@livit.ch www.livit.ch www.livit-fm.ch


Entwicklung Schweiz

«ENTWICKELN UND BAUEN FÜR DIE MENSCHEN» DER VERBAND ENTWICKLUNG SCHWEIZ IST ZU EINEM SPRACHROHR DER SCHWEIZER BAU- UND IMMOBILIENBRANCHE GEWORDEN. MIT EINEM HOCHKARÄTIGEN JAHRESKONGRESS SOWIE DREI POSITIONSPAPIEREN BRINGT ER DIE INTERESSEN DER GESAMTDIENSTLEISTER IN POLITIK UND WIRTSCHAFT EIN. EIN WICHTIGES ANLIEGEN SIND FÜR PRÄSIDENT MARTIN SCHMID BESSERE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR SANIERUNGEN UND ERSATZNEUBAUTEN.

INTERVIEW MIT MARTIN SCHMID, PRÄSIDENT ENTWICKLUNG SCHWEIZ Herr Schmid, Entwicklung Schweiz besteht nun seit zwei Jahren. Ein wichtiges Projekt war in diesem Zeitraum die Formulie­rung von drei Positionspapieren zu Energie, Raumplanung sowie Quartier- und Areale­­ntwicklung. Welche Reaktio­nen haben Sie auf diese Papiere erhalten? Mit den Positionspapieren möchten wir Diskussionen auf Bundesebene, in den Kanto­ nen und Städten auslösen. Auf Bundesebene konnten wir bereits einen guten Zugang fin­ den. Bundesrätin Doris Leuthard hat wichtige Punkte aus unseren Positionspapieren inhaltlich aufgegriffen. Viele Entscheide werden aber auf Kantons- und Gemeindeebene getroffen. Daher ist es wichtig, die Diskussion auch in diesen Gremien und auf diesen Stufen zu lancieren. Dies wird aber nicht in wenigen Monaten passieren, sondern braucht eine lange und kontinuierliche Ar­ beit. Wir verstehen uns hier als Ansprech­ partner für die Politik auf allen Ebenen und werden diesen Prozess fortsetzen.

ZUR PERSON

DR. MARTIN SCHMID FDP-Ständerat Dr. Martin Schmid (47) ist seit Mitte 2014 Präsident des Branchen­ verbandes Entwicklung Schweiz. Der Rechtsanwalt ist u.a. Mitglied der UREK sowie von zahlreichen Verwaltungs- und Stiftungsräten.


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Ein zentrales Anliegen in Ihren Papieren ist die weitere Verdichtung, die Sie über eine Ausnützungsziffer von mindestens 3 erreichen möchten. Wie gross ist die Akzeptanz dieser Forderung in der Politik? Der Zeitgeist hilft Entwicklung Schweiz in dieser Diskussion. Gerade die Agglomerati­ onsgemeinden sind innovativer geworden. Sie unterstützen immer öfter verdichtetes Bauen, da sie sich von diesen Projekten mehr Arbeitsplätze, mehr Einwohner und auch mehr Steuereinnahmen erhoffen. Der Bä­ renturm in Ostermundigen und das Zen­ trum Bären sind hier ein gutes Beispiel. An­ dere Beispiele sieht man im Limmattal. Dies zeigt, dass sinnvolle Quartier- und Arealentwicklungen möglich sind und von der Bevölkerung mitgetragen, wenn nicht so­ gar gewünscht werden. Die Befürchtung von Kritikern des verdichteten Bauens ist doch, dass dies zu Hochhausghettos führt. Wie wollen Sie dies verhindern? Verdichtetes Bauen wird schnell als negativ beurteilt. Wir sollten bei verdichtetem Bau­ en aber nicht immer nur über Hochhäuser sprechen, sondern auch die Bauweise in unseren Altstädten in Bern oder Zürich an­ schauen. Schon frühere Generationen wussten, wie mit hoher Qualität verdichtet gebaut wird. Sie waren gezwungen, auf der verfügbaren Fläche eine möglichst hohe Ausnützung zu erreichen. Die von Ihnen angesprochenen Hochhausghettos verhindern wir durch die bereits erwähnte sinn­ volle Quartier- und Arealentwicklung. Dabei müssen wir gesamtheitlich denken. Was verstehen Sie unter gesamtheitlichem Denken? Wir dürfen Entwicklungen nicht isoliert anschauen, sondern müssen bei diesen alle wichtigen Aspekte mit einbeziehen. Dazu gehören energetische, siedlungspolitische, verkehrstechnische und denkmalschützerische Punkte. Unsere Mitglieder sind als Ge­ samtdienstleister mit all diesen Herausfor­ derungen täglich konfrontiert. Eine isolierte Betrachtungsweise würde für sie keinen Sinn ergeben. Denn sie entwickeln und bau­ en ihre Projekte für Menschen. Nur wenn diese zufrieden sind und sich wohlfühlen, werden die Eigentümer und Mieter und so auch die Investoren zufrieden sein. Und das sind ja die Kunden unserer Mitglieder.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Ihren Positionspapieren ist das Thema Ersatzneubauten und Sanierungen. Warum wird derzeit lediglich 1 Prozent aller Gebäude in der Schweiz saniert? In der Schweiz wird sehr solide gebaut. So sind die meisten Gebäude auch nach vielen Jahren noch intakt. Sanierungen lohnen sich für den Eigentümer daher nur, wenn er einen Mehrwert schaffen und eine höhere Rendite erzielen kann. Da dies über die Miete allein nicht immer möglich ist, wäre ein Anreizsystem über einen Flächen- bzw. Ausnützungsbonus von mindestens 25 Prozent eine sinnvolle Lösung. So könnten sich auch Subventionen und Lenkungsabgaben vermeiden lassen, die sowieso nur viel bürokratischen Aufwand verursachen. Oftmals lohnt sich allerdings die Sanierung nicht mehr, und da sollten wir den Weg frei­ machen für den Ersatzneubau. Denn ein Oldtimer bleibt ein Oldtimer, auch wenn er zwischendurch mal saniert wurde. Sollen also bestehende Gebäude einfach abgerissen und dafür neue gebaut werden? Bei vielen Gebäuden aus den 60er- bis 80erJahren ist eine Sanierung oft nicht sinnvoll. Eine Sanierung, die den heutigen Standards von nachhaltigem Bauen gerecht werden soll, ist für einen Investor vielfach ohne zu­ sätzliche Flächenausweitung nicht interes­ sant. Daher sollten Ersatzneubauten vermehrt als zentrales Instrument bei der nachhaltigen Erneuerung in Betracht gezogen werden. Die Zugabe eines Ausnützungs­ bonus bzw. eine Flächenkompensation von mindestens 25 Prozent würden den Ersatz­ neubau attraktiver machen. Diese Forderung steht jedoch wieder im Konflikt mit den Zielen des Denkmalschutzes. Daher wollen Sie auch den Denkmalschutz verändern. Die Inventare sollen «entrümpelt» und um die Hälfte reduziert werden. Geht diese Forderung nicht etwas zu weit? Natürlich sind diese Aussagen etwas pro­ vokativ. Für uns ist es wichtig, dass Denk­ malschutz nicht zum Selbstzweck wird und Neuentwicklungen blockiert. Unser Ziel ist es, eine qualitative Diskussion zwischen den Gesamtdienstleistern, der Politik und den Denkmalschutzexperten in Gang zu setzen. Ziel muss es sein, schnellere Verfahren, mehr Rechtssicherheit und mehr Flexibi­lität in

der Betrachtung zu erreichen. Dafür ist allerdings auch wieder eine gesamtheitliche Ansatzweise notwendig. Was wirklich schützenswert ist und für unsere nachfolgenden Generationen erhalten werden soll, sollte es auch bleiben. Das kann jedoch im Rahmen des Zeitgeistes ändern. Deshalb müssen gewisse Objekte auch wieder aus dem Inventar entlassen werden, wenn neue dazukom­ men. Das Interview hat Björn Zern im Auftrag von Entwicklung Schweiz für das NZZ Real Estate Yearbook 2016/17 durchgeführt.

INFO

ENTWICKLUNG SCHWEIZ Entwicklung Schweiz repräsentiert als Branchenverband Unternehmen, die Gesamtdienstleistungen im Bau- und Immobilienmarkt anbieten. Die Mitglieder übernehmen Leistungen wie die Entwicklung, Planung und Realisierung von Immobilien. Sie tragen unternehmerische Risiken, gesellschaftliche Verantwortung und zeichnen sich durch innovative und ökologische Lösungen aus. Der Verband zählt zurzeit 20 Mitgliedsfirmen mit rund 80 Niederlassungen im In- und Ausland, die rund 50 Prozent des schweizerischen Gesamtdienstleistungs­ volumens erbringen. Die angeschlossenen Unternehmen beschäftigen weit über 10 000 Mitarbeitende und erzielen mit Gesamtdienstleistungen einen Umsatz von über 10 Milliarden Schweizer Franken. Präsident / Geschäftsführer Dr. iur. Martin Schmid / Bernhard Büchler Kunz Schmid RAe und Notare Effingerstrasse 13 7000 Chur / 3011 Bern +41 81 286 05 00 +41 31 382 93 84 www.entwicklung-schweiz.ch


Wenn Qualität ganz oben stehen soll – für Mieter und Investoren. PSP Swiss Property – Geschäftsimmobilien Schweiz.

PSP Swiss Property gehört zu den führenden Immobiliengesellschaften der Schweiz. Die Lage und Qualität der Büro- und Geschäftshäuser, der umfassende Service für die Mieter sowie die umsichtige und nachhaltige Unternehmensstrategie machen PSP Swiss Property zu einem attraktiven Partner für Aktionäre und Mieter. Die Aktien der PSP Swiss Property AG sind an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert (Symbol PSPN, Valor 1829415).

PSP Swiss Property AG · Kolinplatz 2 · CH-6300 Zug Telefon 041 728 04 04 · www.psp.info


Digitale Kommunikation

VERÄNDERTE DIENSTLEISTUN­GEN IN IMMOBILIEN­ UNTERNEHMEN Mehr Bild, mehr Video, mehr Mobil – ver­ schiedene Studien bestätigen den längst spürbaren Trend hin zur digitalen Kom­ munikation. Der veränderte Lebensstil er­ fordert von den Immobilienunternehmen entsprechend angepasste Serviceleistungen. PRIVERA verfügt deshalb über die Stab­ stelle Unternehmensentwicklung und Qua­ litätsmanagement. Als Leiter dieser Abtei­ lung verfolgt Pascal Staub das Ziel, die für die Immobilienbranche relevanten Trends aufzuspüren und die Dienstleistungen von PRIVERA weiterzuentwickeln. IM GESPRÄCH MIT PASCAL STAUB, LEITER UNTERNEHMENSENTWICKLUNG/ QUALITÄTSMANAGEMENT Welche Projekte beschäftigen Sie aktuell bei PRIVERA? Aufseiten der Eigentümer sind wir daran, mehr Transparenz zu schaffen. So haben wir unter anderem Reportings entwickelt, die wir unseren Kunden als Kontrollinstru­ ment zur Verfügung stellen. Durch die of­ fene Kommunikation stärken wir nicht nur das Vertrauen, sondern schaffen auch die Basis eines partnerschaftlichen Austausches. Bei unseren Mietern setzen wir den Fokus auf den Ausbau digitaler Kommunikati­ons­kanäle. Nachdem wir die Wohnungsab­ nah­me-App erfolgreich eingeführt haben, testen wir im Moment sowohl ein Mieter­por­tal als auch die digitale Bewerbung für Mietwohnungen.

«Der Mieter von morgen lebt online.» PASCAL STAUB, Leiter Unternehmensentwicklung/ Qualitätsmanagement

Wo liegen die Herausforderungen der Digitalisierung? Erstens im Verständnis. Planlos Projekte realisieren, erfordert viele Ressourcen und zeigt wenig Wirkung. Stattdessen muss die Digitalisierung entlang einer Innovations­ strategie erfolgen. Zudem darf die digitale Transformation nicht als Projekt missver­ standen werden. Vielmehr ist sie ein Pro­ zess ohne Anfang und Ende. Beispiel Mie­ terportal: Eine erste Pilotphase erfolgte von Oktober 2015 bis Frühjahr 2016. Momen­ tan testen wir eine weiterentwickelte Versi­ on mit einer grösseren Mietergruppe. Das Mieterportal wird uns noch Jahre begleiten, weil sich sowohl die Ansprüche wie auch die technischen Mittel verändern. Zweitens verkennen manche Unterneh­ men die Digitalisierung als Kür. Obwohl die heutigen Mieter zum Teil noch kein Inter­ net nutzen oder noch nicht das Bedürfnis nach Online-Dienstleistungen verspüren: die kommenden Generationen an Mietern werden genau solche Dienstleistungen for­ dern. Die Digitalisierung ist also nicht die Kür, sondern die Pflicht!

Die dritte Herausforderung liegt in der Fi­ nanzierung. Anders als von einem Start-up wird von einem etablierten Unternehmen erwartet, dass dieses Umsatz und Gewinn generiert. In einem konkurrierenden Markt mit hohem Kostendruck braucht es deshalb neue Modelle zur Finanzierung digitaler Projekte. Diese zu entwickeln, wird den Immobilienmarkt in den nächsten Jahren stark beschäftigen.

INFO

PRIVERA AG Hauptsitz: Worbstrasse 142, CH-3073 Gümligen +41 58 715 60 00 kontakt@privera.ch www.privera.ch


FACILITY MANAGEMENT

«DER MARKT BLEIBT IN BEWEGUNG» DR. PETER STAUB Geschäftsführer und Gründer der pom+Consulting AG www.pom.ch


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Der FM-Markt ist und bleibt ein spannender Markt

Neue Technologien, zuneh­ mender Automatisierungs­ grad und die Digitalisierung werden im Immobilien­ management zu Quanten­ sprüngen führen.

Die Disziplinen FM und IT werden näher zusammen­ rücken und teilweise sogar verschmelzen. Governance und Compliance werden an Bedeutung gewinnen, insbesondere bei der Beschaffung, aber auch in den Bereichen Sicherheit und Datenmanagement. Smarte Gebäude, Areale, Quartiere und Städte werden die Branche bewegen. Doch eines darf nie ausser Acht ge­ lassen werden: Im Zentrum steht immer der Kunde – innovative Servicemodelle werden daher an Bedeutung gewinnen. DATEN SIND NICHT NUR TREIBSTOFF Daten – daran besteht schon lange kein Zweifel mehr – sind im Immobilienmanagement wertvoll. Die Ver­ besserung der Datenqualität steht klar im Fokus der FM-Trends in diesem Jahr. Nur mit verlässlichen Daten lassen sich Immobilien und Dienstleistungen steuern. Ihre Qualität und die damit verbundene Transparenz gelten als Schlüsselfaktoren für Effizienzsteigerungen.

Daten- und Reportingkonzepte bilden das Fundament für einen zielgerichteten und strukturierten Umgang mit Kennzahlen. Dies gilt auch für den Ruf nach trans­ parenten Nebenkosten und detaillierten Kennzahlen pro Objekttyp beziehungsweise nach Leistung. Letzte­ res ist vor allem dann von Bedeutung, wenn man sich mit anderen Marktteilnehmenden messen will. Nur im Vergleich mit den Branchenbesten lässt sich die eigene Leistung richtig und realistisch einschätzen. Die Zufriedenheit über die bestehende Datenlage hat sich gegenüber den Vorjahren etwas verbessert. 50 Prozent der Befragten sind jedoch noch immer unzufrieden mit der Datentransparenz und -qualität. Ein grosser Handlungsbedarf besteht seit Jahren auch in Bezug auf die Benchmarking-Möglichkeiten. Geeignete Lösungen, welche unter anderem von pom+Consulting AG angeboten werden, helfen, solche Potenziale zu erkennen und passende Massnahmen zu ergreifen. FLEXIBLE BAUTEN UND NEUE NUTZUNGSKONZEPTE Ein weiterer Trend der FM-Branche ist das Bedürfnis nach flexibler Bauweise. Für die Zukunft bedeutet dies: Flexible Grundrisse werden immer wichtiger, um zu­ künftigen Anforderungen besser entsprechen zu kön­ nen. Umnutzungen sind bereits heute voll im Gange: So kann aus einer Kirche ein Hallenbad, aus einem Hal­ lenbad eine Kulturstätte oder aus einer Milchverarbei­ tungsfabrik eine Hochschule entstehen. Eine verbesserte Flächennutzung durch verdichte­ tes Bauen und durch neue Nutzungskonzepte bei Be­ standsbauten sind ein paar Beispiele für diesen Trend. Die Herausforderungen für die Raumplanung werden in Zukunft noch anspruchsvoller. Professionelles Flä­ chenmanagement ist daher unausweichlich. Weitere Trends werden in der FM-Monitor-Trend­ analyse vorgestellt, die pom+Consulting AG jährlich durchführt.


Prize Winner European EFQM Excellence Award 2012 Award Winner ESPRIX 2008

Seit 20 Jahren machen wir Immobilien, Infrastrukturen und Organisationen fit Damit Ihre Immobilien bereit sind für die Herausforderungen der Zukunft: Performance messen Strategien entwickeln Ressourcen optimieren Technologien nutzen www.pom.ch

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Zürich • Basel • Bern • Lausanne • St. Gallen


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DIE DIGITALISIERUNG VERÄNDERT AUCH DIE ANSPRÜCHE AN DIE DIENSTLEISTUNGEN.


MEHR IQ PRO QM WENN DAS GEBÄUDE MITDENKT

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Swiss Real Estate

AGENDA 2017 Januar 19.–21. Januar SWISS REAL ESTATE FORUM Das Gipfeltreffen der Schweizer Immobilienwirtschaft, Pontresina SVIT Immobilien Forum AG Telefon 044 434 78 88 www.sref.ch

März 9.–12. März IMMO EXPO LAUSANNE Neue Referenzplattform für das Immobiliengeschäft in der Westschweiz, Lausanne MCH Beaulieu Lausanne SA Telefon 058 206 55 55 www.immo-expo.ch 17.–19. März SVIT IMMOBILIEN-MESSE Messe für Wohneigentum und Erstvermietung, Zürich SVIT Zürich Telefon 044 200 37 80 www.svit-immo-messe.ch 24.–26. März IMMO MESSE SCHWEIZ 19. Immobilienmesse für Eigentum, Umwelt, Energie, Bau und Renovation, St. Gallen Olma Messen St. Gallen Telefon 071 242 04 44 www.olma-messen.ch

30. März ETH FORUM WOHNUNGSBAU Internationale Jahrestagung über Veränderungen im Wohnungsbau und Stadtentwicklung, Kongresshaus Zürich ETH Wohnforum – ETH CASE Telefon 044 633 29 13 www.wohnforum.arch.ethz.ch 31. März SWISS REAL ESTATE RESEARCH CONGRESS Immobilien und Raumentwicklung – Arbeiten und Erkenntnisse, Campus PH Zürich Universität Zürich, CUREM Telefon 079 702 25 00 www.srerc.ch

April 6.–9. April BAUEN+WOHNEN AARGAU Frühlingsmesse für Bauen, Wohnen + Garten, Messegelände Tägerhard Wettingen ZT Fachmessen AG Telefon 056 204 20 20 www.messe-aargau.ch

Mai 4. Mai 10. SCHWEIZER SHOPPING-CENTER- & EINZELHANDELS-IMMOBILIENKONGRESS Fachkongress für die ShoppingCenter-Industrie und für die Einzelhandels-Immobilienbranche, Radisson Blu, Zürich-Airport SC Forum Switzerland GmbH Telefon 041 760 87 87 www.sc-forum.ch

4. Mai «FROM CAPITAL TO CASH» Aktuelle Themen, beleuchtet aus wissen­ schaftlicher sowie praxisorientierter Perspektive, Aula Universität Zürich Universität Zürich, CUREM Telefon 044 208 99 99 www.curem.ch 11. Mai KONFERENZ REAL ESTATE UND ASSET MANAGEMENT Institutionelles Immobilien-Investment und Investitionsstrategien, Luzern Hochschule Luzern Telefon 041 757 67 58 www.hslu.ch

Juni 20. Juni (prov.) REAL ESTATE AWARD 2016 Award-Verleihung mit anschliessendem Gala-Dinner, Mövenpick, Regensdorf immoinfo24 Invest AG Telefon 041 207 89 88 www.realestateaward.ch

August 23. August REIDA ANLASS Am jährlichen REIDA Anlass werden die Markterkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert. Aula Technopark Zürich Real Estate Investment Data Association Telefon 044 208 99 96 www.reida.ch


Swiss Real Estate

AGENDA 2017 September 7.–10. September BAUEN & MODERNISIEREN Schweizer Messe für Bauen, Wohnen, Energie, Messe Zürich ZT Fachmessen Telefon 056 204 20 20 www.bauen-modernisieren.ch 7.–10. September EIGENHEIM-MESSE SCHWEIZ Möglichkeiten bei Neubau, Erweiterung und Renovation, Messe Zürich ZT Fachmessen Telefon 056 204 20 20 www.bauen-modernisieren.ch 12.–15. September INELTEC Die Schweizer Messe für intelligente Gebäudetechnologie, Messe Basel MCH Messe Schweiz (Basel) AG Telefon 058 200 20 20 www.ineltec.ch

Oktober 4.–6. Oktober EXPO REAL 2017 Europas grösste B2B-Fachmesse für Immobilien und Investitionen, München Messe München International Telefon 0049 89 949 11628 www.exporeal.net

5.–8. Oktober 19. BAUEN+WOHNEN Die ganze Vielfalt rund ums Bauen und Renovieren, Messegelände Allmend Luzern ZT Fachmessen Telefon 056 204 20 20 www.messe-luzern.ch

November 2./3. November NZZ REAL ESTATE DAYS Die Anmeldung wird Mitte August 2017 ausgeschrieben. Interlaken NZZ-Mediengruppe Telefon 033 334 23 23 www.nzz-red.com 4. November 5. IMMOBILIENBALL Gala-Dinner, beste Unterhaltung und die Möglichkeit, Gutes zu tun Park Hyatt, Zürich Eicher Generalunternehmung Telefon 043 322 99 81 www.immobilienball.ch

Dezember 7.–10. Dezember BAU+ENERGIE MESSE Nationale Fachmese mit Kongress, Bern ZT Fachmessen Telefon 031 318 61 10 www.bau-energie.ch

7.–10. Dezember BAUEN+WOHNEN Messe für Bauen, Renovieren, Wohnen und Garten, Bern ZT Fachmessen Telefon 056 204 20 20 www.baumesse-bern.ch

Januar 2018 16.–20. Januar SWISSBAU Leitmesse der Bau- & Immobilienwirtschaft, Basel MCH Messe Schweiz (Basel) AG Telefon 058 200 20 20 www.swissbau.ch Alle Angaben ohne Gewähr.


Formen wir Lebenszyklen Ein nachhaltiges Gesamtangebot sicherstellen

Als führendes Schweizer Unternehmen für nachhaltiges Bauen und Quartiererneuerungen berücksichtigen wir den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Von der Landanbindung über die Projektierung und Realisierung bis hin zum Betrieb und Unterhalt. Mit diesem Gesamtangebot schaffen wir energie- und kosteneffiziente Bauten für das Wohl von Mensch und Umwelt. www.losinger-marazzi.ch


Wir machen Immobilien profitabler.

Livit Real Estate Management «Als Expterten für Bewirtschaftung, Facility Management, Bau- und Vermietungsmanagement entwickeln wir den Wert Ihrer Immobilien professionell und mit Begeisterung.» Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Livit Real Estate Management Altstetterstrasse 124 Postfach 8048 Zürich www.livit.ch

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