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Steinbruch Truffer AG, Vals

Valser Stein

WIE SCHÖN ES IST – EIN STEIN ZU SEIN GENESIS Am ersten Tag schuf Gott Himmel und Erde (Genes. 1.1), formte Berge und spannte am zweiten Tag ein Gewölbe, schuf die Meere. So geschah es. Da wollte er sehen, was er ge­ schaffen und sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Vielleicht staunte er da selbst über die Schönheit der Berge und des Firmaments. Wir vermuten, dass er bei der Schöpfung des Valser Steins einen ganz guten Tag hatte. So staunen wir heute über die Einmaligkeit des Valser Steins und stimmen zu: Es ist gut, was damals geschah! DER STEINBRUCH Zuhinterst im Valsertal, wo das Wasser sich drängt und im Herbst schon früh Eis bildet, ist der Steinbruch. Man sagt, die Vorfahren

der Valser hätten hier schon zu Beginn der Siedlungsgeschichte Fels abgebaut und für ihre Häuser als Baumaterial verwendet. So kennt die Felswand verschiedene AbbauEpochen – da blieben Spuren über Jahr­ hunderte: Seltsam ovale Bohrlöcher, die von Hand gebohrt wurden. Mit geschmiedeten Eisenkeilen setzte man nach, bis der Fels sich sprengte und der Block sich vom Berg löste. Andere Zonen zeigen 30 Meter tiefe Bohrungen, parallel vertikal verlaufend, ge­ ben die Textur und Struktur des Berges frei – einmal massiv in mächtigen Bändern oder aber in feinen, fast zerbrechlichen Formationen. Aus neuerer Zeit dann die Diamant­ trennschnitte, wo der Fels sich spiegelt und sonnt und sich seiner Schönheit erfreut. Der Steinbruch als Universum für sich, Natur­ ele­mente rufen zur Selbstdarstellung.

Swiss real estate 2017  
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