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MAGAZINE

NEUE WERTE Singles LIEBEN ES MIKRO Der Trend zum Single Living h채lt an: F체r Investoren stellen Mikroapartments deshalb eine interessante Anlage dar. Seite 10

RANDLAGEN im Aufwind Gut erschlossene Randlagen mit noch moderatem Preisniveau ausserhalb der St채dte holen derzeit verst채rkt auf. Seite 16


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3 SWISS REAL ESTATE

EDITORIAL

NEUE WERTE

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nsere Gesellschaft befindet sich in einem ständigen Umbruch. Grossfamilien sind längst out. Die Kleinfamilie dominiert – und ist mitunter auch bald schon ein Auslaufmodell. Denn wir leben immer mehr allein. Konkret: Die häufigste Wohnform in der Schweiz ist der Einpersonenhaushalt, Tendenz steigend. Single Living nennen das die CS-Ökonomen in ihrer aktuellen Studie zum Schweizer Immobilienmarkt 2017 und stellen darin fest, dass es neben den vielfältigen Gründen dafür auch eine eher neue Zeiterscheinung gibt: Personen bevorzugen trotz einer bestehenden Beziehung bewusst ein Leben im eigenen Haushalt. Der muss dann natürlich nicht so gross sein, und so entsteht mit den sogenannten Mikro­apartments ein Wohnangebot, das optimal auf die Bedürfnisse vieler SingleHaushalte zugeschnitten ist. Die Experten sind sich einig: Für Investoren stellen Mikroapartments eine interessante Anlage dar. Nachzulesen im Beitrag ab Seite 10. Interessante Immobilien-Anlagemöglichkeiten sind natürlich besonders gefragt in einer Zeit, in der in vielen Branchensegmenten ein gewisser Abschwung spürbar ist, das «Betongold» an Glanz verloren hat und das Soft Landing eingeleitet ist. Das mit dem Single Living ist nur ein Beispiel, wie sich der aktuelle gesellschaftliche Umbruch auch auf den Immobilienmarkt auswirken kann. Alle Branchenakteure tun gut daran, den neuen Zeitgeist in all seinen Facetten und aus den verschiedensten Blickwinkeln aufmerksam zu verfolgen. Der Umbruch bringt neue Werte mit sich. Für den, der sie frühzeitig erkennt, können sie zu Chancen werden.

Harald Fessler HERAUSGEBER

Peter Büchel

MAGAZINE N°2 2017

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A VERAN LLE STALTU NGEN AUF EIN INELTE EN BLICK: C.CH/F ORUM


5 SWISS REAL ESTATE

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HERAUSGEBER

HARALD FESSLER harald.fessler@bluewin.ch VERLAG

UTK MEDIA GMBH T 071 744 94 90, info@utkmedia.ch ANZEIGENVERKAUF

PETER SACHS

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IMS AG

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7 SWISS REAL ESTATE

INHALT

IMMOBILIENMARKT 10 Die Leerstände in der Schweiz werden weiter wachsen.

IMMOBILIENMARKT 13 Nur das günstige und mittlere Wohneigentum floriert noch.

WOHNUNGSMARKT 16 Gut erschlossene Randlagen holen derzeit verstärkt auf.

IMMOBILIENVERMARKTUNG 18 Sieben Schritte für die erfolgreiche Immobilienvermarktung.

VERMIETUNGSMANAGEMENT 20 Die Immobilie der Zukunft muss neuen Anforderungen genügen.

DIGITALISIERUNG 23 Die Zukunft verlangt die Verschmelzung von analog und digital.

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INHALT TIEFGARAGEN 25 Was Garagen unter der grünen Wiese unterscheidet.

BUILDING INFORMATION MODELING

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BIM und der potenzielle Nutzen für die Betriebsphase.

GEBÄUDETECHNIK 29 Optimierung: Die intelligente Vernetzung spart Energie.

MINERGIE 31 MQS-Betrieb: Komfort, Effizienz und Werterhalt sichern.

HAUSHALTGERÄTE 33 Schweizer Qualität – eine Entscheidung fürs Leben.

STÄDTEVERGLEICH 34 Exklusive Wohnlagen: Fünf Schweizer Städte im Vergleich.

AGENDA 37 Besuchenswerte Veranstaltungen für die Immobilienbranche.

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IMMOBILIENMARKT

MIETER GESUCHT! Der Mietwohnungsmarkt steuert gemäss den Ökonomen der Credit Suisse ungebremst in den Abschwung. Ungeachtet steigender Leerstände wird weiter in den Schweizer Immobilienmarkt investiert, was die Bautätigkeit im Mietwohnungssegment ankurbelt. Die Leerstände werden unweigerlich weiterwachsen.

D

er Motor dieser Entwicklung sind die Negativzinsen. Sie sorgen für hohe Renditedifferenzen zu Anlagealternativen und lassen Immobilieninvestitionen nach wie vor attraktiv erscheinen. Diese Konstellation dürfte dazu führen, dass 2017 trotz sinkender Mieten die Preise von Mehrfamilienhäusern nochmals ansteigen. Die Preise von Wohneigentum steigen hingegen nicht mehr. Im 4. Quartal 2016 ist eine 14-jährige Ära des Preiswachstums zu Ende gegangen. Wohneigentum gleicht für die meisten Haushalte einer Fata Morgana: Die geringen effektiven Wohnkosten sind bloss eine Täuschung, da die Regulierung und die hohen Preise Wohneigentum für viele Haushalte unerschwinglich machen. In ihrer neuesten Studie legen die Immobilienspezialisten der Credit Suisse einen speziellen Fokus auf den Geschäftsflächenmarkt

und erörtern die Auswirkungen von Digitali­sierung und Automatisierung auf den Büroflächenmarkt. Immobilien stehen in der Gunst der Anleger nach wie vor weit oben. Der Run auf das «Betongold» zeigt sich etwa im anhaltenden Boom des Mietwohnungsbaus, im steigenden Immobilienanteil der Portfolios institutioneller Anleger und in der guten bis ausgezeichneten Performance von Immobilienanlagen im letzten Jahr. Je länger der Run jedoch dauert, desto stärker untergräbt er sein eigenes Fundament, weil die Leerstände ungebremst steigen und die Mieterträge unter Druck geraten. MIETWOHNUNGSMARKT: MIT VOLLGAS IN DEN ABSCHWUNG Der Abschwung des Mietwohnungsmarktes, der im vergangenen Jahr eingeläutet wurde, setzt

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sich 2017 fort. Das seit über zwei Jahren vorherrschende Negativzinsumfeld und der damit verbundene Anlagenotstand treiben den Bau von Mietwohnungen auf sehr hohe Niveaus – und zwar ungeachtet des Nachfragerückgangs infolge geringerer Zuwanderung. Dank der graduellen Erholung der Konjunktur vom Frankenschock erwarten die Ökonomen der Credit Suisse 2017 keinen weiteren Rückgang der Zuwanderung. Dennoch dürfte der strukturelle Trend zu tieferer Mieterkaufkraft anhalten, weil die Zuwanderung vermehrt aus ärmeren Ländern erfolgt und zudem die gut situierten heimischen Haushalte ins Eigentum abwandern. Dem Mietwohnungsmarkt wird dadurch Kaufkraft entzogen. Die Leerstände dürften damit weiter steigen und die Vermarktung schwieriger gestalten. Der Wettbewerb um den Mieter wird sich entsprechend weiter verschärfen. Während die Risiken


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für die Vermieter im Markt folglich zunehmen, dürfen sich Mieter über eine einfachere Wohnungssuche und zunehmend tiefere Mieten freuen. In den Agglomerationen dürften sich mittelfristig die Überangebote stärker bemerkbar machen, denn die Bautätigkeit intensiviert sich vor allem in den Agglomerationsgemeinden. In den Zentren, wo Bodenknappheit und eine hohe Regulierungsdichte das Angebotswachstum hemmen, bleibt Wohnraum dagegen knapp. WOHNEIGENTUM: FÜR VIELE EINE FATA MORGANA Nach 14 Jahren ist das Preiswachstum im Wohneigentumssektor zu Ende. Trotz leicht sinkender Preise bewegt sich das Eigentumssegment aber in ruhigen Bahnen. Im Unterschied zu den anderen Märkten ist kein Überangebot vorhanden oder absehbar. Die Promotoren von Wohneigentum haben früh erkannt, dass die hohen Preise in Kombination mit den verschärften Finanzie­ rungsrichtlinien die Nachfrage beschneiden und teilweise umlenken werden. Trotz einer zurückhaltenden Angebotsausweitung wird auch das Marktumfeld bei Wohneigentum nicht einfa­cher. Eine wachsende Anzahl Haushalte kann die Finanzierung von Wohneigentum aufgrund der gestiegenen finanziellen Anforderungen nicht mehr stemmen. Die tiefen Hypothekar­zinsen sind in diesem Sinne für viele Haushalte nur eine optische Täuschung. Damit wird sich die Nachfrage auch im laufenden Jahr verstärkt auf Regionen mit noch bezahlbaren Preisen sowie auf das tiefe und mittlere Preissegment konzentrieren. Während die Ökonomen der Credit Suisse in diesen Regionen weiter steigende Preise erwarten, werden die Preise in den Hochpreisregionen sowie generell im Hochpreissegment voraussichtlich weiter fallen – wenn auch mit vermindertem Tempo. Die Immobilienspezialisten der Credit Suisse rechnen 2017 mit einem Rückgang der Wohneigentumspreise von nicht mehr als 0,5 %. 

“ Der Abschwung des Mietwohnungsmarktes setzt sich 2017 fort. “

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“ Nach 14 Jahren ist das Preiswachstum im Wohneigentumssektor zu Ende. “

ALLEIN ZU HAUS: TREND ZUM SINGLE LIVING Einpersonenhaushalte sind heute die häufigste Wohnform in der Schweiz. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Die Gründe, alleine zu leben, sind vielfältig. Eine eher neue Zeiterscheinung ist, dass Personen trotz einer bestehenden Beziehung bewusst ein Leben im eigenen Haushalt bevorzugen. Zum Trend des Single Living gesellt sich jüngst in der Form von Mikroapartments ein innovatives Wohnangebot, das bezüglich Zeitgeist und Anforderungen optimal auf die Bedürfnisse vieler Single-Haushalte zugeschnitten ist. Denn durch die teuren Wohnkosten in den Zentren verlagert sich der Fokus der Nachfrage auf kleinere Wohnungen. Mikro­ apartments passen hervorragend zum neuen Lifestyle des Minimalismus: Platzsparende technologische Entwicklungen und ein wachsendes Rundum-Dienstleistungsangebot haben den Flächenbedarf reduziert und die Akzeptanz von kleinen Wohnungen erhöht. Für Investoren stellen Mikroapartments eine interessante Anlage dar, da deren Mieterträge pro Quadratmeter höher liegen als bei grösseren Wohnungen und die Zielgruppen sehr vielfältig sind.

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BÜROFLÄCHENMARKT: UNKLARE LANGFRISTIGE NACHFRAGEAUSSICHTEN Steigende Leerstände und sinkende Mieten kennzeichnen die Situation auf dem Büroflächenmarkt. Der Abschwung verlangsamt sich jedoch: Die Angebotsquote hat sich insgesamt nicht weiter erhöht und ist in den Grosszentren sogar mehrheitlich gesunken. Zu verdanken ist dies einer leichten Belebung der Nachfrage sowie dem Verschwinden bisher erfolgloser Büroprojekte von den Onlineportalen, wie die Ökonomen der Credit Suisse festgestellt haben. Animiert von den Negativzinsen, verharrt die Ausweitung derweil auf dem aktuellen Niveau. Gebaut wird dabei zumeist für den Eigenbedarf, an sehr guten Lagen und vermehrt in mittelgrossen Zentren. Angesichts dieser Ausgangslage dürfte das Überangebot kaum schrumpfen. Die Leerstände verlagern sich somit lediglich und konzentrieren sich auf schlecht erreichbare oder veraltete Büroflächen. In den Innenstädten dürfte sich die Situation für die Vermieter graduell verbessern. Ausserhalb der Zentren setzen die Mieten allerdings ihren Sinkflug fort. Zudem sind die langfristigen Perspektiven für die Büroflächennachfrage unsicher. Der Spardruck infolge des starken Schweizer Frankens zwingt die Unternehmen, ihre Prozesse zu optimieren und die Kosten zu reduzieren. Den Büroflächenmarkt betrifft dies in Form von ressourcenoptimierenden Arbeitsplatzmodellen oder wegfallenden Arbeitsplätzen, die entweder einer Verlagerung ins Ausland zum Opfer fallen oder der Automatisierung. Die Digitalisierung fördert spezifisch die Automatisierung von Bürotätig­ keiten. Dabei ist offen, ob durch die digitale Revolution neu geschaffene Tätigkeiten wegrationalisierte Büroarbeitsplätze schnell genug kompensieren werden. Diese müssten langfristig rund einen Fünftel Büroflächen wettmachen, wie die Credit Suisse-Ökonomen vorrechnen. Die vollständige Studie «Schweizer Immobilienmarkt 2017 – Mieter gesucht» gibts im Internet auf www.credit-suisse.com/immobilienstudie.


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IMMOBILIENMARKT

DIE ZITRONE IST AUSGEPRESST Im Mietwohnungsmarkt und im Büromarkt gibt es kaum noch Luft nach oben – die Preise befinden sich mehrheitlich im Abwärtstrend. Auch im Investmentmarkt ist ein oberer Preisplafond erreicht. Nur im günstigen und mittleren Wohneigentumssegment manifestiert sich eine gegenläufige Tendenz mit weiter leicht steigenden Preisen. Dies zeigt der aktuelle Immobilienmarktbericht von CSL Immobilien mit Daten und Erkenntnissen zum Wirtschaftsraum Zürich und zur gesamten Schweiz.

tungsrisiken dürften insbesondere im Mietwohnungsmarkt weiter steigen.

WOHNMARKT: SINKENDE ZUWANDERUNG WIRKT SICH AUS Im Wirtschaftsraum Zürich war bei den Mietpreisen im vergangenen Jahr generell eine Plafonierung zu beachten. Gründe dafür sind die weiterhin starke Wohnbautätigkeit und eine gleichzeitig leicht zurückgehende Nachfrage. Dabei dürfte sich insbesondere die zurzeit deutlich sinkende Zuwanderung auswirken. Beim Wohneigentum stiegen die Preise zwar in vielen Regionen noch leicht an, aber weniger stark als in den Vorjahren. Dank der günstigen Hypothekarzinsen blieb die Nachfrage nach Stockwerkeigentum und Einfamilienhäusern insbesondere im günstigen und mittleren Preissegment weiterhin hoch. Insgesamt setzte sich im Wohnmarkt das Soft Landing fort. Eine Trendumkehr ist 2017 weder im Miet- noch im Eigentumsmarkt absehbar. Die Vermark-

GROSSE UNTERSCHIEDE BEI INSERTIONSDAUERN Auf regionaler Ebene betrachtet zeigen sich im Wohnmarkt des Wirtschaftsraums Zürich teils drastische Unterschiede. Während freie Wohnungen in der Stadt Zürich immer noch absolute Mangelware sind, weist der zweite Agglo­ merationsgürtel Sättigungstendenzen auf. Sind Wohnentwicklungen dort preislich falsch positioniert, resultieren bei Erstvermietungen immer häufiger Leerstände. Die regionalen Unterschiede zeigen sich bei der Länge der durchschnittlichen Insertions­ dauer von Mietwohnungen sehr deutlich (siehe Grafik). In der Stadt Zürich und in der Region Zimmerberg ist eine Wohnung 13 Tage aus­geschrieben. Auch das Glatttal/Furttal sowie

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MIET- UND KAUFPREISE NACH MARKTGEBIETEN DURCHSCHNITTLICHE INSERTIONSDAUER FÜR MIETWOHNUNGEN NACH REGION IM WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH Regionen

Nettomiete pro m² in CHF

*

Insertionsdauer in Tagen

Leerstand Quote in %

Kaufpreis pro m² in CHF

*

Insertionsdauer in Tagen

Eigentumsquote Anteil in %

Zürich

190 – 440

13

0.2

7 600 – 18 200

157

13.1

Glatttal/Furttal

170 – 270

14

0.9

6 300 – 10 400

33

34 .0

Winterthur

195 – 295

16

0.7

4 780 – 9 880

34

37.1

Zürcher Oberland

180 – 290

22

1.5

4 600 – 9 750

32

45.6

Zimmerberg

215 – 385

13

0.7

7 220 – 16 220

105

33.0

Zug

240 – 440

22

0.3

7 010 – 14 230

127

43.2

Baden

180 – 305

57

1.2

4 670 – 9 600

105

44.0

Pfannenstiel

225 – 420

71

1.8

6 960 – 16 600

58

44.1

Zürcher Unterland

180 – 280

69

1.2

4 950 – 8 930

136

44.1

Limmattal

215 – 370

62

1.1

6 250 – 13 235

137

28.3

Brugg/Zurzach

165 – 270

87

2.0

3 911 – 7 020

113

56.4

Schaffhausen

165 – 250

87

1.7

3 750 – 7 195

130

43.6

Freiamt

165 – 255

73

1.7

4 335 – 7 517

127

59.6

Höfe/March

190 – 360

66

0.8

5 540 – 15 250

123

50.9

Mutschellen

160 – 260

75

2.4

4 780 – 8 550

117

59.7

Linthgebiet

170 – 280

58

1.4

4 500 – 7 850

146

47.4

Knonauer Amt

175 – 275

67

1.3

5 610 – 9 530

138

51.8

Weinland

165 – 275

56

1.1

4 300 – 6 950

85

54.4

Einsiedeln

155 – 275

45

1.6

4 700 – 8 300

108

55.0

Wirtschaftsraum

180 – 310

3 750 – 15 250

44.1 Entwicklung zum Vorjahr * Tendenz Median

Quelle: CSL Immobilien AG | Fahrländer Partner AG

Winterthur, Zug und das Zürcher Oberland weisen mit 14 bis 22 Tagen Insertionsdauer tiefe Werte aus. Im Weinland, im Knonauer Amt und in der Region Pfannenstiel dauert eine Vermietung rund fünf Mal so lange wie in der Stadt Zürich. BÜROMARKT: ANGEBOTSÜBERHANG WIRD GRÖSSER In den 20 grössten Schweizer Agglomeratio­n­en waren Ende 2016 rund zwei Millionen Quadratmeter Büronutzfläche auf dem Markt (verfügbare Fläche in den nächsten sechs Monaten). Dies entspricht einem Zuwachs von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den beiden

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Finanzzentren Zürich und Genf weiteten sich die verfügbaren Flächen um je rund 25 Prozent aus. In Basel und Bern mit ihrer anderen Nachfragestruktur waren Ende 2016 weniger Flächen verfügbar. BÜROS IN DER ZÜRCHER CITY WIEDER GEFRAGT In der Stadt Zürich stieg das Büroflächenangebot innert Jahresfrist insgesamt auf 322 727 Quadratmeter an (plus 14 Prozent), in der City sank es jedoch auf 104 277 Quadratmeter (minus 15 Prozent). Dies ist einerseits auf die hohe Neubautätigkeit an den mittlerweile etablierten Bürostandorten in Aussenquartieren wie Oerlikon


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und Zürich West zurückzuführen, andererseits bleiben gute Objekte an zentralen Lagen weiterhin gefragt. Die City hat sich von den Standortverlage­ rungen und -optimierungen der grossen Finanzinstitute während der letzten Jahre erholt. Viele der damals betroffenen Objekte wurden renoviert und profitieren nun von einer starken Nachfrage kleinerer Unternehmen aus Branchen wie Consulting und Bildung. Besondere Gunst geniessen in Zürich Standorte in Gehdistanz zu S-Bahn-Stationen wie Hardbrücke, Oerlikon und Altstetten – nur eine Anbindung mit dem Tram genügt vielen Mietern nicht mehr. VIELE PROJEKTE IN DER PIPELINE Nach der starken Bautätigkeit der letzten Jahre ist das mittlere Glatttal mit Gemeinden wie Dübendorf, Opfikon und Wallisellen zurzeit von starken Büroleerständen geprägt. Das Angebot in dieser Region belief sich Ende 2016 auf 234 700 Quadratmeter, was mehr als einer Verdoppelung

entspricht. Hinzu kommt eine grosse Pipeline mit Projekten wie The Circle, First District oder dem Aquatikon, das noch immer auf seine Auslösung wartet. DER WAHRE MARKT SPIELT BEI DEN INCENTIVES Die am Büromarkt sichtbare Mietpreisentwicklung ist generell mit Vorsicht zu interpretieren, da die vorliegenden Daten nur die angebotenen Mietzinse widerspiegeln. Unsichtbar bleiben dabei Incentives wie mietfreie Zeit, die Finanzierung des Innenausbaus oder vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten. «Bei den Incentives spielt der wahre Markt», sagt Giuliana De Rinaldis, Mitglied der Geschäftsleitung bei CSL Immobilien. Mietinteressenten können ihre Forderungen immer mehr durchsetzen. Der Büromarkt bleibt deshalb in den nächsten Jahren weiterhin ein Mietermarkt. Gleichzeitig führen die Incentives zu einem intransparenten Markt – die Angebote sind für Interessenten weniger gut vergleichbar.

“ Insgesamt setzte sich im Wohnmarkt das Soft Landing fort. “

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INVESTMENTMARKT: DRUCK AUF RENDITEN HÄLT AN In der CSL-Investorenbefragung Ende 2016 bekundeten viele Akteure die Absicht, mangels alternativer Anlagemöglichkeiten weiter in das Wachstum ihrer Immobilienportfolios zu investieren. Der Druck auf die Renditen dürfte deshalb anhalten. 2016 reduzierte sich die von den Investoren in Kauf genommene Netto-Anfangsrendite bei erstklassigen Büroimmobilien weiter von 2,75 auf 2,50 Prozent. Bei erstklassigen Wohnüberbauungen stieg sie leicht von 2,25 auf 2,50 Prozent, verharrt aber auf einem historisch tiefen Niveau. Wer eine bessere Rendite erwirtschaften will, investiert in zweit- und drittklassige Objekte. «Dies ist jedoch im aktuellen Marktumfeld bei sinkenden Mieten und Vermietungsproble­ men an weniger attraktiven Lagen mit wachsenden Risiken verbunden», sagt Yonas Mulugeta, CEO von CSL Immobilien. Quelle: www.csl-immobilien.ch


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WOHNUNGSMARKT

RANDLAGEN IM AUFWIND Die Preise für Wohnimmobilien in der Schweiz entwickelten sich 2016 regional unterschiedlich. In den gefragten Top-Lagen haben sich die Kaufpreise weiter auf hohem Niveau stabilisiert. «Hingegen holen derzeit gut erschlossene Randlagen mit noch moderatem Preisniveau ausserhalb der Städte verstärkt auf», sagt Thomas Frigo, Geschäftsführer der Engel & Völkers Wohnen Schweiz AG.

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iese und weitere Entwicklungen des durchschnittlichen Marktgeschehens betrachtet Engel & Völkers im Ende April dieses Jahres erschienenen «Wohnimmobilien Marktbericht Schweiz 2017». WIRTSCHAFTSSTANDORTE: PREISE FÜR IMMOBILIEN IN PREMIUM-LAGEN UNVERÄNDERT HOCH Einer besonders hohen Nachfrage nach Wohnraum erfreuen sich unter anderem die Wirtschaftsstandorte. Die direkte Lage am Zugersee und die Vielzahl an Hanglagen mit Seeblick tragen zur Attraktivität der Stadt Zug bei. Mit Spitzenpreisen von bis zu 28 000 Franken pro Quadratmeter erreichte Zug 2016 das höchste Preisniveau für Eigentumswohnungen aller grossen Schweizer Wirtschaftsregionen. Für Einfamilienhäuser in sehr guten Lagen wie

“ Gut erschlossene Randlagen mit noch moderatem Preisniveau holen derzeit verstärkt auf. “

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Zugerberg begannen die Einstiegspreise bei vier Millionen Franken. Zahlreiche multinationale Konzerne und der internationale Flughafen machen Genf zu einem beliebten Arbeits- und Wohnstandort. Zu den teuersten Wohngegenden der Stadt zählen Rive Gauche, Cologny und Cité. In diesen Top-Lagen erzielten Eigentumswohnungen 2016 Spitzenquadratmeterpreise von bis zu 25 000 Franken. Der Einstiegspreis für Einfamilienhäuser lag hier bei 3 Millionen Franken. Neben den wirtschaftlichen Faktoren tragen auch die direkte Lage am Genfer See und die Vielzahl an Grünflächen zur Popularität der Metropole bei. Das Schweizer Finanzzentrum Zürich ist ebenfalls international geprägt und bietet aufgrund der zahlreichen Naherholungsgebiete und der Lage am Zürichsee einen hohen Freizeitwert. Zu den begehrten Wohnlagen zählen unter an-


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derem Zürichberg, die Altstadt und die Trendquartiere Seefeld und Enge. Für exklusive Eigentumswohnungen zahlten Käufer 2016 bis zu 20 000 Franken pro Quadratmeter. Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Villen begannen bei vier Millionen Franken. Vermögende Käufer zieht es nach wie vor auch an das rechte Ufer des Zürichsees, die sogenannte Goldküste. Hier erzielten erstklassige Immobilien ebenfalls sehr hohe Preise. FERIENREGIONEN: ERHÖHTES IMMOBILIENANGEBOT FÜR INTERNATIONALE KÄUFER IN ST. MORITZ Zu den gefragtesten und teuersten Wohnstandorten der Schweiz gehören auch die beliebten Feriendestinationen, besonders die Skiorte. So erreichten Eigentumswohnungen im renommierten Skiort Gstaad 2016 Spitzenpreise von bis zu 65 000 Franken pro Quadratmeter. Die Einstiegspreise für Einfamilienhäuser und Villen in sehr guten Lagen begannen bei 20 Millionen Franken. Grosser Beliebtheit erfreuen sich hier exklusive Chalets mit einzigartigem Blick auf den Ortskern von Gstaad und auf die Bergkulisse. Als Austragungsort internationaler Skirennen ist St. Moritz einer der Top-Standorte für Zweitwohnsitze in der Schweiz. Eigentumswoh­ nungen in erstklassigen Lagen wie dem Suv­rettaHang oder den Zentrumslagen Via Tinus und Via Brattas erzielten 2016 Quadratmeterpreise von bis zu 28 000 Franken. Einfamilienhäuser in sehr guter Lage kosteten ab acht Millionen Franken. An einigen Schweizer Feriendestinatio­nen reglementiert das sogenannte «Lex Koller»-Gesetz den Erwerb von Zweitwohnsitzen durch internationale Käufer. Dieses Gesetz hat St. Moritz mit Beschluss der Gemeinderatssitzung vom 26. Januar 2017 temporär für die Jahre 2017 und 2018 ausser Kraft gesetzt. Damit dürfen Zweitwohnsitze mit einer Brutto-Grundfläche von maximal 250 Quadratmetern ohne Einschränkung auch von ausländischen Kunden erworben werden. «Es bleibt abzuwarten, ob weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen werden», so Thomas Frigo. Beliebte Wohn- und Ferienstandorte befinden sich zudem im südlichen Schweizer Kanton Tessin. Die Städte Ascona am Lago Maggiore

“ Der Trend hin zu ‚buy-to-let‘-Objekten im Segment der Eigentumswohnungen als Kapitalanlage wird sich angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik fortsetzen. “ und Lugano am Luganer See überzeugen mit einer malerischen Landschaft und einem milden Klima. Die höchsten Preise wurden 2016 für Immobilien in direkter Seelage oder mit Seeblick erzielt. So reichten die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Ascona bis zu

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22 000 Franken. In Lugano lagen die Spitzenquadratmeterpreise bei 20 000 Franken. Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Villen in sehr guten Lagen begannen 2016 bei sieben Millionen Franken in Ascona und bei vier Millionen Franken in Lugano. Für eine hohe Marktstabilität von Objekten in den 1a-Lagen sorgt die steigende Anzahl an nationalen und internationalen Suchkunden. AUSBLICK: WEITERHIN LEICHTE PREISSTEIGERUNGEN ZU ERWARTEN Nach Einschätzung von Engel & Völkers wird sich der Wohnimmobilienmarkt in der Schweiz auch in den kommenden Jahren weiter stabil entwickeln. Die etwas anziehende Nachfrage nach Wohneigentum dürfte zu leichten Preisstei­ gerungen insbesondere bei kleineren Objekten und Immobilien abseits der sehr guten Lagen führen. Der Trend hin zu «buy-to-let»-Objek­ten im Segment der Eigentumswohnungen als Kapi­talanlage wird sich angesichts der anhalten­den Niedrigzinspolitik ebenfalls fortsetzen. Diese Objektart macht mittlerweile bis zu 30 Prozent der gekauften Neubauwohnungen aus. Ebenso dürfte im Vermietungssegment die rege Neubautätigkeit das Angebot von Immobilien erhöhen. Quelle: www.engelvoelkers.com


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7 SCHRITTE FÜR DIE ERFOLGREICHE IMMOBILIEN­ VERMARKTUNG Schön sehen Sie aus, die Objekte. Gerade in der Architektur und in der Vermarktung von Immobilien wird die Kunst der Visualisierung gelebt wie in kaum einem anderen Gebiet. 3D-Bildwelten, Haptik und Aussehen von Verkaufsunterlagen erleben hier Hochkonjunktur. Doch geht da noch mehr? Fliegt da nicht gerade der Zeitgeist vorbei und flüstert uns Wirksames ins Ohr? Folgen wir ihm. Schnell! HASSELWANDER

ERFOLGREICHE VERBINDUNG VON EINZELELEMENTEN Wer sich in Marketing und Kommunikation auf die Schwingen des Zeitgeistes begibt, sieht von weit oben folgende Felder: – Individualisierung – Verbindung Print, Online, soziale Medien – Touchpoints und Customer Journey – Storytelling – Cross- und Upselling – Influencer – Mobilisierung – Echtzeit-Visualisierung – Gamifizierung An sich sind diese Themen nicht neu. Doch ihre Verbindung, ihre immer bessere Einbindung in den Alltag unserer Kundinnen und Kunden so­wie das Reifen aller Möglichkeiten sollten uns verweilen lassen.

NUTZEN SIE DIE MÖGLICHKEITEN Dass es in Marketing und Kommunikation Sinn macht, auf die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden einzugehen, dass die Menschen dort abgeholt werden möchten, wo der Schuh drückt oder ihre Träume liegen, das ist nichts Neues. Was in den letzten Jahren immer intensiver wird, ist die zunehmende Individualisierung. Das Wissen, dass Menschen nicht einfach Men­schen und Zielgruppen nicht einfach Zielgrup­pen sind, sondern dass wir in diesen Gruppen auf unterschiedliche, immer individueller ausge­staltete Bedürfnisse und Wünsche treffen. Das heisst für die Ansprache, dass wir fle­x ibel sein müssen. Es gibt Kundinnen und Kunden, die finden den Weg zu uns über das klassische Inserat, über die Website, über einen Facebook Post, über einen Zeitungsbericht, über eine Whatsapp-Gruppe, einen Youtube-Film, was auch immer.

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Inzwischen sind wir auch über Generationen hinweg mobil und online ansprechbar. In der jüngeren Altersgruppe fast nur noch so. Doch nach der Ansprache geht es weiter, und im Beratungsgespräch zählt nach wie vor die gute alte Haptik, das, was man nach dem Gespräch zurücklässt. Die Erinnerung an die mögliche Zukunft in den eigenen vier Wänden. Bei der Entscheidungsfindung spielt auch die positive Bestärkung eine Rolle. Wird das mögliche Traumobjekt bewundert, begeistert es, sagen Dritte, es hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, stimmt das Umfeld, will ich hier leben? Je nach Objekt und potenziellem Käufer gibt es unterschiedliche Verstärker für die Entscheidung für oder gegen eine Liegenschaft. All dies lässt sich heute intensiv befeuern und bewirtschaften. Individualisierung begegnet man am besten mit Zuhören. Gute Verkäufer, die ihrem Unternehmen auch langfristig guten Eindruck und


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Weiterempfehlung sichern, sind gute Zuhörer, kompetente Spezialisten sogar, die im Gespräch herausfinden, was für den jeweiligen Kaufinteressenten wichtig ist und ihn ehrlich und sicher zum richtigen Objekt hinführen. Die Verbindung von Offline- und OnlineAktivitäten in der Informationsphase dient dazu, auf möglichst breiter Ebene die Aufmerksamkeit der Interessenten zu finden. Ansprechendes Bildmaterial, wirksame Headlines und einfache Kontaktmöglichkeiten unterstützen diese Phase. Das Ziel: die Kontaktaufnahme. Und hier wird es spannend. Kann der Interessent das Objekt online sehen? Steht ein Bild, eine 360-Grad-Ansicht, eine virtuelle Begehung zur Verfügung? Kann beim virtuellen Rundgang sogar mit Farben und Möbelstücken expe­ rimentiert werden? Wie wecken Sie heute die Begehrlichkeiten bei der Vermarktung Ihrer Objekte? Erzählen Sie auch schon Geschichten, möblieren Sie den Innenraum entlang dieser Geschichten? Finden sich in Ihren Bildern oder Objektvideos Accessoires und Produkte von Partnerfirmen? Hat jemand über das Objekt oder einen Einrichtungsgegenstand berichtet, der viele Follower in den sozialen Medien aufweist? Heute besteht die Kunst darin, ganz tief in die Möglichkeiten einzutauchen und diese synergetisch für die Vermarktung zu nutzen. Und wie geht das?

INFO

KONTAKT Froschkraft Netzwerk Von Unternehmern für Unternehmer www.froschkraft.ch Ansprechpartner: Nicole Hasselwander, nicole@froschkraft.ch international media solutions, IMS AG www.imsag.ch Ansprechpartner: Harald Fessler, harald.fessler@imsag.ch

REZEPT FÜR DIE ERFOLGREICHE IMMOBILIENVERMARKTUNG Auf dieser Basis ergeben sich die folgenden Schritte für die erfolgreiche Vermarktung von Immobilien.

1. Ordnen Sie Ihr Liegenschaftsobjekt ein! – In welcher Preisklasse liegt das Objekt? – Wen sprechen Sie an? – Welche Erwartungen hat Ihre Zielgruppe an den Immobilienhändler? – Blicken Sie zurück: Mit welchen Aktivitäten erzielen Sie eine hohe Wirksamkeit in der Ansprache?

2. Wie viel darf es kosten? – Die Vermarktung eines hochpreisigen Luxusobjekts kann aufwendiger gestaltet werden, als die Vermarktung eines Standardprojektes der unteren Mittelklasse. – Standardisierung sowie das Finden von Verkaufs- und Produktionsroutinen erweitern die Möglichkeiten auch für tiefpreisige Objekte und setzen Ressourcen für Kreativität und Vermarktung frei.

3. Erarbeiten Sie mit einem Spezialisten die Grundbausteine und den Aktivitätenplan. – Suchen Sie sich einen Marketingkundigen, der sich in den Möglichkeiten auskennt und Ihnen das richtige Netzwerk an Spezialisten aus einer Hand zur Verfügung stellen kann. – Arbeiten Sie mit ihm objektbezogen die Grundbausteine der Vermarktung heraus sowie den passenden Aktivitätenplan. – Achten Sie auf die Möglichkeiten der kurzund langfristigen Erfolgsmessung.

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4. Finden Sie Synergien – Es lohnt sich, hier auch mal das Gesamtportfolio zu vermarktender Objekte zu prüfen und Synergien in Technik und Grundbau­steinen zu erkunden und zu nutzen. – Achten Sie also darauf, dass in der Planungsphase und darüber hinaus Synergien und Standardisierungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden, die auf verschiedene Objekte angewendet werden können und so Ihre Produktionskosten über die Zusammenarbeit hinweg optimieren.

5. Setzen Sie die Aktivitäten um und justieren Sie. – Setzen Sie die geplanten Aktivitäten um und nutzen Sie die kurzfristige Erfolgsmessung zur Justierung.

6. Ziehen Sie Ihre Lehren für das nächste Mal und schöpfen Sie Testimonials. – Schliessen Sie Ihre Vermarktungsprojekte immer mit einer Lessons Learned Session ab und nutzen Sie dieses Wissen für weitere Projekte. – Sehen Sie standardmässig vor, die Zufriedenheit Ihrer Kundinnen und Kunden eine gewisse Zeit nach dem Kauf abzufragen. Wählen Sie aus diesen Kundenumfragen einige Statements und Geschichten aus, die Sie als positive Verstärker in Ihre Offund Online-Auftritte einbauen können.

7. Bleiben Sie informiert. – Geschwindigkeit ist der Vorname unserer Zeit. Bleiben Sie interessiert und informiert. Was heute unmöglich scheint oder zu teuer ist, kann morgen schon zu hervorragenden Konditionen verfügbar sein. Bleiben Sie also am Ball!


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VERMIETUNGSMANAGEMENT

NEUE MODELLE. NEUE IMMOBILIEN. Wie werden wir leben? Wie arbeiten? Wie lange leben und arbeiten wir? Werden wir weiter zwischen Beruf und Privat unterscheiden oder finden wir andere Formen? Unabhängig, welches Modell für den Einzelnen sinnhaft ist: Die Immobilie der Zukunft muss unterschiedlichsten Anforderungen auf höchstem Niveau gerecht werden.

Philippe Frei Leiter Vermietungsmanagement www.livit.ch

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D

ie Digitalisierung steht zwar erst an ihren Anfängen. Dennoch verändert sie sämtliche Aspekte unseres Daseins. Sie ist die Basis verschiedener Trends, die sich heute deutlich am Horizont abzeichnen. Mit diesen Entwicklungen verändern sich die Anforderungen an die Immobilien, an die Räume und Raumangebote – und damit an das Real Estate Management von der Bewirtschaftung zum Vermietungs- bis zum Bau- und Facility-Management. Nachhaltige Veränderungen sieht Livit im beruflichen wie auch privaten Leben. Anstelle der Work-Life-Balance tritt jetzt das Blending, die Fusionierung beider Bereiche. Denn so, wie innovative Technologien die zeitlichen und örtlichen Einschränkungen aufheben, verwischen sie auch die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit. Mit Konsequenzen für die Art, wie wir vermieten oder mieten, wie und was wir zur Verfügung stellen oder nutzen. SINGAPUR. SAN FRANCISCO. BERLIN. ZÜRICH New Work heisst an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Zeitzonen zu arbeiten. Es bedeutet aber auch, künftig mit sich ändernden Teams spezifische Teilprojekte für diverse Arbeitgeber zu realisieren. Eine Trennung zwischen Privat- und Berufsleben wird dadurch hinfällig. Mit den Firmenstrukturen verändern sich auch die Anforderungen, nicht zuletzt in Bezug auf die Grösse, die Infrastruktur sowie die temporäre Verfügbarkeit der Räumlichkeiten. Wohnort und Arbeitsplatz verschmelzen, Arbeitsflächen müssen flexibel bezugs- und einsatzbereit sein und sich in punkto Automatisierung und Vernetzung auf dem neuesten Stand befinden. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, verfolgt Livit eine konsequente Digitalisierungsstrategie. Dank virtuellen Rundgängen erfolgt die Besichtigung unabhängig von Zeit und Ort via Internet. Mietverträge werden online zur Verfügung gestellt, die Wohnungsübergabe erfolgt mittels Tablets. Mit der Digitalisierung al-

ler Dokumente stehen den Kunden sowie den Mitarbeitenden von Livit vollständige, jederzeit aktuelle Informationen für die umfassende und effiziente Beratung der einzelnen Ansprechgruppen und für die Bearbeitung der Dossiers zur Verfügung. OPTIMIERUNG VON ERTRAG UND NUTZEN Der Trend zu Kleinfirmen und Einzelhaushalten, die erhöhte Nachfrage nach flexibel gestalt- und unterschiedlich nutzbaren Räumen im urbanen Umfeld fordert vom Livit Vermietungsmanagement auch in anderen Bereichen ein neues Den-

“ Mit der Digita­ lisierung verändern sich auch die Anforderungen an die Immobilien, an die Räume und Raumangebote. “ ken und innovatives Vorgehen. Dabei zeigen sich Parallelen zur aktuellen Entwicklung: Um die immer komplexeren Aufgaben im Sinne der Eigentümer, der Bewohner und Benutzer zu lösen, sind Spezialisten gefragt. Diese arbeiten je nach Fragestellung in kreativen, flexiblen Netzwerken mit ihren internen und externen Partnern zusammen. Mit modernsten Hilfsmitteln werden in der Planungsphase Analysen und Konzepte entwickelt, Erträge berechnet, die Grundrisse und der nutzerspezifische Ausbaustandard festgelegt. In diesem Bereich wird sehr früh sehr eng mit dem Bau-, Bewirtschaftungs- und Facility-

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Management von Livit zusammengearbeitet, um aktuellen und künftigen Anforderungen integriert, nicht isoliert zu entsprechen. Für die Vermarktung setzt Livit von der Konzeption bis zur Realisation auf digitale Kanäle. Bis und mit Vermietung unterstützen innovative Technologien die Spezialisten. Denn nur die Kombination technologischer Möglichkeiten mit den fachlichen und persönlichen Fähigkeiten optimiert den Ertrag für die Eigentümer und den Nutzen für die Mieter. UNBEGRENZTE MÖGLICHKEITEN Aufgrund wachsender Mobilität und demografischer Entwicklungen steigt mit der Nachfrage nach kleinflächigeren Einheiten auch die Bedeutung spezifischer Services. So wird es in nächster Zukunft möglich sein, die Wohnungen nicht nur virtuell zu möblieren, sondern eingerichtet zu übernehmen. Nicht nur auf diesem Gebiet hat für Livit die Suche nach innovativen Kooperationen und neuen Partnerschaften lang begonnen. Dabei sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt: Seien es erweiterte Angebote im Facility Management, seien es Einkaufs- oder Wäscheservices, sei es die Installation von PCs oder die Instandhaltung der Haushaltinfrastruktur durch die Hersteller. Unabhängig davon, wohin die Zukunft des Wohnens und Arbeitens uns führt: Die Entwicklung darf nicht an den Menschen vorbei, sie muss im Dialog erfolgen. Dabei steht für Livit neben der Schulung der Mitarbeitenden das konkrete Leben moderner Arbeitsformen im Zentrum. So ermöglichen Open-Space-Büros und der Zusammenzug sämtlicher Ressourcen unter einem Dach die Etablierung lösungsorientierter, flexibler Teams. Parallel zu dieser Talentbünde­ lung gilt ein weiterer Fokus dem optimalen Zusammenspiel von Mensch und Maschinen. Nur so wird der Fusion von analoger und digitaler Welt, von Privat- und Berufsleben entsprochen und maximaler Mehrwert für Eigentümer und Vermieter, Mieter und Nutzer geschaffen.


Die Digitalisierung ist in aller Munde. Das Livit Vermietungsmanagement nimmt sie an die Hand. Unsere Vermietungsprozesse werden digital. Die Dossiers der über 150 000 Mietobjekte sind bereits digitalisiert. Neue Daten- und Kommunikationsmodelle ermöglichen uns individualisierte Serviceleistungen und optimieren die Zusammenarbeit zwischen Kundschaft und Mitarbeitenden. Gezielte Datenanalyse und Research haben wir zu Tools für die Zukunft entwickelt, um unsere Beratungskompetenz weiter auszubauen. Dabei fokussieren wir uns konsequent darauf, dass Immobilien für Mieter attraktiv und genau deshalb für Eigentümer profitabel sind. Und noch etwas: In der Beziehung mit unseren Kundinnen und Kunden bleiben wir bei aller Digitalisierung garantiert analog.

Livit Real Estate Management Experten für Bewirtschaftung, Facility Management, Vermietungsmanagement, Baumanagement www.livit.ch


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GANZ IM ZEICHEN DER FUSION Die Zukunft verlangt eine intensive Verschmelzung von analogem und digitalem Denken, Arbeiten und Handeln. LIVIT AG

I

ndustrie 4.0. Digitalisierung. Vernetzung. New Work: Im Wandel von der Industriezur Informationsgesellschaft finden und arbeiten Menschen loser, aber intensiver zusammen. Durch komplexere Aufgaben etablieren sie neue Netzwerke. Anstelle fester Arbeits- entstehen temporäre Auftragsverhältnisse. Spezialisten engagieren sich in mehreren Projekten für Firmen respektive mit Partnern rund um den Globus. Damit verändern sich die Strukturen von Organisationen und die Anforderungen an die Arbeitsinfrastruktur. Gleichzeitig löst sich die

Unterscheidung zwischen Berufs- und Privatleben allmählich auf. An die Stelle von WorkLife-Balance tritt das Blending: Eine bewusste Fusion dieser Bereiche, nicht zuletzt hinsichtlich Arbeits- und Wohnräumen. Diese müssen den unterschiedlichen Anforderungen entsprechen: leistungsfähig und vernetzt, sofort verfüg- und einsetzbar, flexibel dimensionier- und gestaltbar sein. Neben den Technologien, dem Leben und Arbeiten von morgen, verwandeln sich soziale und demografische Strukturen. Das Bevölkerungswachstum und die -alterung, der Trend

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zu kleineren Haushalten und die Urbanisierung verlangen kreative Lösungen seitens Real Estate Management. Für Livit spielt – analog zu den aktuellen Trends – der gezielte Einsatz von innovativen, digitalen Technologien eine wichtige Rolle. Die Fusionierung betrifft Aspekte des kombinierten Wohnens und Arbeitens ebenso wie das Zusammenspiel technischer Hilfsmittel mit den persönlichen und fachlichen Fähigkeiten des Beraters. Weitere Informationen: www.livit.ch


Tiefgaragen

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FRISBA

®

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Tiefgaragen aus Beton in Standard- und Spezialgrössen vom führenden Schweizer Hersteller. Raumelemente als Abstellräume, Velo- und Containerunterstände, Bushaltestellen und für Elektrizitätsversorgungen. Monolithische Betonbecken von 20 –100 m³ zum Beispiel als Retentionsbecken, Regenwassersammler, Abwasserbehandlungsanlagen. Beratung und Dienstleistungen unter Telefon 0848 200 210.

MAGAZINE 2017 Rickenbach LU | www.ms-element.ch | N°2 MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG | Bohler 6221

Vernetzt, kompetent – die Verkaufsgesellschaften der MÜLLER-STEINAG Gruppe: CREABETON BAUSTOFF AG, MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG und MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG


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WAS GARAGEN UNTER DER GRÜNEN WIESE UNTERSCHEIDET Was haben vorgefertigte Garagensysteme mit Plattenbauten zu tun? Was individuelle Garagen mit scheinbar gesichtslosen Göhner­ siedlungen? So sehr in beiden Fällen die Vorfabrikation von Betonelementen eine entscheidende Rolle spielen mag, so verschieden präsentiert sich das Endprodukt. MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG

I

garagensystem gehören hier zum Konzept. Sie finden entsprechend Gehör und fliessen präzise in die Vorfabrikation der einzelnen Garagenboxen ein. Denn wer hat nicht eine persönlichindividuelle Meinung darüber, was die perfekte Garage ausmacht?

TRANSFORMIERTE IDEE DER ELEMENTBAUWEISE Wie dem auch sei: Welchen Stellenwert erhalten in diesem Zusammenhang die Tiefgaragensysteme FRISBA®? Sie legen Zeugnis für eine weiterentwickelte Idee der vorfabrizierten Elementbauweise ab. Der Unterschied zur eingangs bemühten Plattenbau-Analogie ist offensichtlich: Individuelle Wünsche und Erwartungen von Planern, Architekten und Bauherren an ein Tief-

SCHWEIZER KNOW-HOW UND PRÄZISION Die Marke FRISBA® umfasst mehr als nur die passgenaue Fertigung eines Systems. Sie steht auch für individuelle Beratung, für Planungshilfe, schnelle und kostengünstige Realisierung − von der Entwicklung des Garagenprojekts über die Steuerung der Produktion, die laufenden Qualitätskontrollen, die Vorfertigung der Betonelemente, die Just-in-time-Lieferungen auf die Baustelle bis hin zur Montage. In jedem Fall garantiert die kunden- und objektbezogene Herstellung immer eine individuell optimierte Lösung. Eine Tiefgarage mit einzeln abschliessbaren Boxen ist ausserdem nicht teurer als eine Einstellhalle mit offenen Plätzen und generiert einen grösseren Ertrags- oder Wiederverkaufswert.

n der Nachkriegszeit stiegen die Ansprüche an das Wohnen und die Nachfrage nach Wohnraum markant. Ernst Göhner löste die Problematik der langen Bauzeiten und teuren Preise auf seine Weise, indem er seriell konzipierte, kostengünstige Massenwohnungen erstellen liess. So sehr diese Einheitswohnsiedlungen in Verruf gerieten, bekennen sich heute viele für die damalige Art des Bauens. Weil es sich nach wie vor um brauchbare Modelle für Wohnformen handle, die das Gemeine über das Private stellten. Weil Wohnqualität auch in Göhnersiedlungen durchaus gegeben sei…

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INFO

KONTAKT MÜLLER-STEINAG ELEMENT AG Bohler 5, 6221 Rickenbach LU Telefon 0848 200 210 info@ms-element.ch www.ms-element.ch


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BIM UND DER POTENZIELLE NUTZEN FÜR DIE BETRIEBSPHASE Die Hälg Building Services Group ist ein führendes Schweizer Gebäudetechnik- und Dienstleistungsunternehmen. Dabei erbringen die diversen Tochterunternehmen Dienstleistungen in der Planungs-, Bau- und Betriebsphase von Gebäuden und technischen Anlagen. HÄLG BUILDING SERVICES GROUP

Damit wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes entscheidend beeinflusst. Als tradi­ tionelles Familienunternehmen, das in der vier­ten Generation von den beiden Inhabern Roger und Marcel Baumer geführt wird, wird grosser Wert auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gelegt.

INTEGRALE FM-DIENSTLEISTUNGEN Das Tochterunternehmen Hälg Facility Mana­ge­ment AG (HFM) ist spezialisiert auf integrale Facility-Management-Dienstleistungen in der Betriebsphase. Im Rahmen von langfristigen und nachhaltigen Partnerschaften ist die HFM bestrebt, ihr Fachwissen aus dem Betrieb schon

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in der Planung von neuen Gebäuden einzubringen und so einen Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen. Als aktuell einziges Unternehmen in der Schweiz betreibt die HFM ein PublicPrivate Partnership (PPP) nach internationalen Standards. Dabei war die Hälg Facility Mana­gement AG bereits in der frühen Planungsphase


Individuelle Bedürfnisse & Fokussierte Lösungen 27

perfekt kombiniert

des Projektes «Kantonales Verwaltungszentrum Burgdorf – Neumatt» beteiligt und garantiert nun über die Vertragslaufzeit von 25 Jahren (2012 bis 2037) die Betriebs- und Energiekosten. Aus diesem Grund konnten betriebliche Erfahrungen bei der Planung berücksichtigt und dadurch die Lebenszykluskosten entscheidend beeinflusst werden (weitere Informationen finden Sie auf www.hfm.ch – Unternehmen – Medien – Pressespiegel). Zur Betriebsführung wird das CAFM-Sys­tem (Computer Aided Facility Management) Campos des Systempartners ICFM eingesetzt. Die Gebäude- und Anlagedaten aus den früheren Planungsphasen konnten zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Verwaltungszentrum Neumatt nicht übernommen werden, sondern mussten nochmals manuell nacherfasst und im CAFM-System eingepflegt werden. Umbauprojekte an Gebäude und Anlagen werden im System dokumentiert und alle Gebäude- und Anlagedaten auf dem aktuellsten Stand gehalten. Das CAFM-System dient der Betreiberin wie auch der Auftraggeberin und Eigentümerin des Verwaltungszentrums als Managementinformationssystem und unterstützt die Verantwortlichen in wichtigen Entscheidungen. KOORDINATION DER BIM-PLANUNG Ein weiteres Tochterunternehmen der Hälg Group kennt den BIM-Planungsprozess und übernimmt bereits heute die Koordinations­ funktion in der BIM-Planung. Die neu gegründete Vadea AG (seit 1.1.2017, früher Brunner Haustechnik AG und Hälg Engineering) gewann zusammen mit den Projektpartnern aus dem Neubauprojekt Felix Platter-Spital 2016 den BIM-Preis (bSI Award), vergeben durch building­SMART international (www.buildingsmart.org – News – bSI Awards 2016).

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Lebenszyklus ist. Deshalb wurde ein internes Innovationsprojektteam beauftragt, eine Vor­studie mit der Identifikation von möglichen Handlungsfeldern zu verfassen und der Geschäftsleitung vorzustellen. Auf dieser Entschei­dungsbasis wurde das Folgeprojekt «BIM2­ CAFM» lanciert. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Detaillierungstiefe (LoD «Level of Detail») der Daten zu definieren, die aus dem BIMModell für die Betriebsphase relevant und ins CAFM-System zu übernehmen sind. Der CAFM-Systempartner hat den Projektauftrag, die Schnittstelle zum BIM-Modell zu ent­w i­ckeln, so dass die relevanten Informationen übernommen werden beziehungsweise wieder ins BIM-Modell zurückfliessen können. BIM-Modelle können den Mehraufwand für die Datenerfassung im CAFM-System mindern, wenn das Modell rechtzeitig und in der geforderten Detaillierungstiefe übernommen werden kann. Mit intelligenten Schnittstellen kann zudem die Gebäudedokumentation im Betrieb aktuell gehalten werden. Ausserdem bietet BIM die Möglichkeit, die Lebenszykluskosten zu berechnen und direkt zu beeinflussen. Gerade bei grossen und komplexen Projekten mit lang­fristigem Betrachtungshorizont, wie dem PPP Verwaltungszentrum Neumatt, bietet BIM einen grossen Mehrwert für den Eigentümer und Investor.

INFO

ÜBER HÄLG BUILDING SERVICES GROUP Seit 1922 engagiert sich die Hälg Building Services Group im breiten Feld der Gebäude­ technik. Angefangen hat die Firma mit Heizungsanlagen in St. Gallen. Heute realisiert sie Projekte in der ganzen Schweiz, auch in den Bereichen Lüftung, Klima, Kälte und Sanitär. Hinzu kommen Ingenieursdienstleistungen, Gebäudeautomation und Facility Management. KONTAKT Hälg Building Services Group Lukasstrasse 30, 9008 St. Gallen Telefon +41 71 243 38 38 haelg@haelg.ch www.haelg.ch Hälg Facility Management AG Förrlibuckstrasse 66, 8005 Zürich Telefon +41 44 448 20 80 info@hfm.ch www.hfm.ch Vadea AG Niederlassung Wallisellen: Bahnhofplatz 1c, Postfach 8304 Wallisellen-Zürich Telefon +41 44 874 13 00 Niederlassung St. Gallen: Lukasstrasse 30, 9008 St. Gallen Telefon +41 71 243 38 65 info@vadea.ch www.vadea.ch

ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT INNOVATIVEN BAUHERREN Damit der potenzielle Nutzen von BIM in der Praxis für die Gebäudeeigentümer ausgeschöpft werden kann, benötigt es vor dem Start des Bauprojekts vom Bauherrn einen klaren Anforderungskatalog. Dieser beinhaltet sämtliche Bedürfnisse an alle Anspruchsgruppen und an sein Werk. Hilfsmittel zur Definition der Anforderungen werden aktuell in der Schweiz durch die SIA erarbeitet. Die Hälg Group leistet ZWISCHEN BIM UND CAFM Aufgrund des Erfolgs und der gewonnenen ihren Beitrag zur Übersetzung der Grundlage Projekterfahrungen erkannte die Geschäftslei­ in die Praxis und ist stark an der engen ZusamWerte langfristig erhalten und steigern. tung der Hälg Group die Marktbedürfnisse und menarbeit mit innovativen Bauherren interesWir von der Hälg Facility Management AG optimieren Ihren Gebäudebetrieb. Die uns anvertrauten Dienstleistungen deren Chancen. Weiter wurde erkannt, dass die siert. erfüllen wir mit Kompetenz, Sorgfalt und Transparenz. Sie profitieren von Kostensicherheit und einer gesteigerten BIM-Methodik ein wichtiger Lösungsansatz Rendite. Unsere vorausschauende Planung sichert bauliche und betriebliche Abläufe, sowie den fachkundigen Unterhalt für das Bedürfnis nach Datentransparenz und von Anlagen und Mobilien. Individuellen Bedürfnissen begegnen wir mit fokussierten Lösungen. www.hfm.ch -ver­fügbarkeit über eine Immobilie und deren

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Arealvernetzung Als eine der grössten Ingenieurunterneh-

Unsere Dienstleistungen im Bereich Arealvernetzung:

mungen der Schweiz für Technik am Bau

– Gesamtenergiekonzepte (Masterplan Energie- und Medienversorgung)

planen und projektieren wir Gebäude,

– Thermische und Elektrische Energiesysteme (Energie-/Lastmanagement)

Anlagen und Infrastrukturbauten. Von

– Energiespeicherung & Energieumwandlung

der ersten strategischen Planungsidee bis

– Gesamtplanung/-realisierung Gebäudetechnik & Energieverbundsysteme

zum Betrieb steht der gesamte Lebens-

– Finanzierungsmodelle & Life-Cycle-Costing (LCC)

zyklus eines Gebäudes immer in unserem

– Dynamische Netzmodellierungen

Fokus.

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www.amstein-walthert.ch Amstein + Walthert AG • Engineering und Consulting Zürich Aarau Basel Bern Chur Frauenfeld Genève Lausanne Lyon Sion St.Gallen


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INTELLIGENTE VERNETZUNG SPART ENERGIE Die Schweizer Bevölkerung hat sich am 21. Mai 2017 für eine Neuausrichtung in der Energieversorgung entschieden. Ein modernes, zuverlässiges und nachhaltiges Energiesystem wird die Schweiz in die Zukunft führen. Damit ist der Richtungsentscheid gefallen. Auch für Amstein + Walthert bedeutet dieser Entscheid einen richtigen Schritt in eine innovative Zukunft. AMSTEIN + WALTHERT AG

Energiepreise

elektrische Vernetzung Wetterprognose

+/–

Lastmanagement

Solar

Langzeitspeicher

EVU +

-

Kurzzeitspeicher

E-Mobility

WP Büro & Gewerbe

WP

WP Industrie

Wohnbauten

thermische Vernetzung 8°-22°C

Brauchwarmwasser Wärmerückgewinnung

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Grundwasser, Seewasser

150m - 300m

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er Gebäudepark Schweiz weist enormes Optimierungspotenzial auf. Die elektrische und thermische Arealvernetzung verspricht mit der neuen Energiestrategie 2050 eine Schlüsselrolle zu spielen. Die Gebäude – bis vor kurzem vorwiegend Energieverbraucher – werden immer mehr zu Produzenten und Verbrauchern zugleich, zu sogenannten «Prosumern». Durch die arealübergreifende, interdisziplinäre Vernetzung können Synergien optimal genutzt werden. Über die thermische Vernetzung von mehreren Gebäuden mit verschiedenen Nutzungen kann Abwärme anderen Nutzern zugeführt werden, anstatt diese an die Umgebungsluft abzugeben. Die Wärmebezüger kühlen das Netz ab und stellen so Kälte zur direkten Kühlung von Gebäuden und Prozessen zur Verfügung. Die elektrische Vernetzung ist die Grundvoraussetzung für die Optimierung der Energie- und Lastflüsse und verbessert die Integration und Nutzbarkeit der erneuerbaren Energien deutlich. Die Zukunft ist vernetzt und nur wenn wir über Systemgrenzen blicken, können wir das Potenzial ausschöpfen und die Energiestrategie 2050 beeinflussen. Lasst es uns anpacken. www.amstein-walthert.ch

Erdwärmesonden


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Applaus für Punktlandungen. Anerkennung für Ihr Bauen mit Metall, Stahl und Glas. Für Stützen, Fassaden und andere Trag- oder Stahlkonstruktionen.

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MQS BETRIEB Gebäude optimal nutzen – Komfort, Effizienz und Werterhalt sichern MINERGIE SCHWEIZ

M

inergie ist seit 1998 der Schweizer Standard für Komfort, Effizienz und Werterhalt. Im Zentrum steht der Wohn- und Arbeitskomfort für die Gebäudenutzenden, sowohl bei Erneuerungen wie auch bei Neubauten. Minergie-Bauten zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf und einen möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Energien aus. Dabei kann sich ein unsachgemässer Betrieb insbesondere der Heizung und der Lüftungsanlage negativ auf die Energieeffizienz oder auf den Komfort auswirken. Mit dem neuen Zusatzprodukt MQS Betrieb (Minergie Qualitätssystem Betrieb) unterstützt Minergie die Nutzenden von Minergie-Bauten während der Betriebsphase und gewährleistet einen komfortablen und opti­­malen Betrieb. VORHANDENE POTENZIALE ERKENNEN UND NUTZEN MQS Betrieb steht seit Januar 2017 schweizweit den nach Minergie zertifizierten Wohnbauten zur Verfügung. Das Produkt besteht aus den vier Schritten: Analyse, Beratung, Optimierung und Auszeichnung. Erste Erfahrungen mit MQS Betrieb zeigen, dass durch die unabhängige und persönliche Beratung grosse, bislang ungenutzte Potenziale sichtbar gemacht und dadurch erschlossen werden können. Bei der persönlichen und unabhängigen Beratung vor Ort werden individuelle Vorschläge erarbeitet, die einen optimalen Betrieb der haustechnischen Anlagen garantieren. So reduziert zum Beispiel eine bestmöglich auf das Nutzerverhalten abgestimmte Lüftungsanlage das Risiko von zu trockener Raumluft im Winter und von zu heissen Raumtemperaturen im Sommer. Die Tipps betreffend der regelmässigen Wartung der technischen Anlagen sichern zudem den langfristigen und störungsfreien Betrieb.

Alle relevanten Erkenntnisse aus Analyse und Beratung werden in einem leicht verständlichen Beratungsbericht festgehalten. LANGFRISTIGE QUALITÄT Der positive Abschluss von MQS Betrieb wird mit der Auszeichnung MQS Betrieb bestätigt. Dank diesem Optimierungsprozess können die Minergie-Qualitätsmerkmale während der Betriebsphase des Gebäudes sichergestellt werden. Zudem werden die Nutzenden zum Thema bedarfsgerechten Umgang mit Haushaltsstrom, Heizenergie und Warmwasser sensibilisiert.

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INFO

KONTAKT Minergie Schweiz, Geschäftsstelle Bäumleingasse 22, 4051 Basel Telefon +41 31 350 40 60 info@minergie.ch www.minergie.ch


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Mit dem Combi-Steam kocht man gerne. V-ZUG erleichtert Ihnen das Kochen mit einfachen und individuellen Lösungen. Der neue Combi-Steam MSLQ ist das weltweit erste Gerät, das konventionelle Beheizungsarten, Dampf und Mikrowelle in sich vereint. So macht schnelles und gesundes Kochen Freude: vzug.com

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Schweizer Perfektion für zuhause


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HAUSHALTGERÄTE AUS ZUG: GEMACHT FÜRS LEBEN Seit über 100 Jahren entwickelt und produziert V-ZUG aus Überzeugung in der Schweiz. Nur so kann das Unternehmen die hohe Qualität und lange Lebensdauer seiner Haushaltgeräte gewährleisten. V-ZUG AG

N

icht nur geografisch, auch ideologisch ist V-ZUG in der Schweiz verwurzelt. Im Laufe der Firmengeschichte sind die Markenzeichen der Schweiz, wie Innovation, Qualität, Design und Nachhaltigkeit, mit den Werten des Unternehmens verschmolzen. Heute trägt V-ZUG weltweit dazu bei, die traditionellen Werte des Landes und den guten Ruf des Technologiestandorts Schweiz zu stärken. ENGAGEMENT FÜR SCHWEIZER PRODUKTION V-ZUG ist weltweit das einzige Unternehmen der Branche, das sämtliche Produkte in der Schweiz entwickelt und die meisten davon auch hier produziert. Das wird auch in Zukunft so bleiben: Gemeinsam mit der Metall Zug AG und der Stadt Zug engagiert sich V-ZUG für das visionäre Projekt «Technologiecluster Zug». Und gemeinsames Ziel ist die langfristige Sicherung des Industriestandorts Zug und damit auch des Produktionsstandorts Schweiz. Bis 2033 wird V-ZUG den Produktionsstandort mit zahlreichen Umbauprojekten fit machen für die Zukunft und mithelfen, auf dem frei werdenden Areal einen neuen, zukunftsweisenden Stadtteil zu etablieren. Ein Erweiterungsbau im Nordosten des Firmengeländes, der im Verlauf des Jahres 2016 in Betrieb genommen

V-ZUG setzt auf den Produktionsstandort Schweiz – seit 1913 und auch in Zukunft.

wurde, bietet zusätzlichen Raum für Produktionsanlagen und ist als Vorbote des neuen Stadtteils schon heute sichtbar. QUALITÄT – EIN LEBEN LANG Um die hohe Qualität vom Rohmaterial bis zur Auslieferung sicherzustellen, muss jedes Produkt durchschnittlich 600 Tests bestehen. Erst dann kann V-ZUG mit gutem Gewissen versprechen, dass die Geräte ihre Nutzer jahrelang glücklich machen werden. Die inländische Produktion ist dabei zentral, um diesen hohen Anspruch zu erfüllen.

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Dabei bedeutet Qualität bei V-ZUG weit mehr als hochwertige Materialien und präzise Handwerkskunst: Qualität beinhaltet auch die einfache Bedienung der Geräte, höchst funktio­na­les Design, das grosse Engagement für res­sourcenschonende Haushaltgeräte und ein einwandfreer Service während des gesamten Gerätelebens. Wer sich für ein Produkt aus Zug entschliesst, trifft eine Entscheidung fürs Leben: Bei manchen Geräten gewährleistet V-ZUG eine Ersatzteilgarantie von bis zu 17 Jahren – falls man denn je ein Ersatzteil braucht. Weitere Informationen: vzug.com


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EXKLUSIVITÄT: FÜNF SCHWEIZER STÄDTE IM VERGLEICH Genf belegt den ersten Platz im Ranking der teuersten Wohnadressen Schweizer Städte. Das zeigt Engel & Völkers im Standortvergleich von Basel, Genf, Luzern, Zürich und Zug. Datengrundlage sind durch das Unternehmen vermittelte Wohnimmobilien oder am Markt beobachtete Transaktionen im Jahr 2016.

GENF: BIS ZU 70 000 FRANKEN PRO QUADRATMETER Neben internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen sind in Genf auch namhafte Unternehmen sowie zahlreiche Banken ansässig. Nicht ohne Grund ist die Stadt das Finanzzentrum der französischsprachigen Schweiz. «Die hochpreisigsten Wohnadressen sind in der Altstadt zu finden. In der Rue des Granges werden beispielsweise Quadratmeterpreise von bis zu 70 000 Franken realisiert», sagt MarieChantal von Büren, Leiterin des Engel & Völkers Market Center Genfer See. Der weltoffene Charakter Genfs spiegelt sich auch in der Nachfrage internationaler Kunden wider. Denn rund 40 Prozent der Kaufinteressenten stammen aus dem Ausland. Äusserst gefragte Top-Lagen finden sich mit den Gemeinden Cologny (bis zu 45 000 Franken pro Quadratmeter) und Bellevue (bis zu 35 000 Franken pro Quadratmeter) auch

ausserhalb der Stadt. Hier sind besonders Villen in Seenähe mit einer Wohnfläche ab 250 Quadratmetern und Pool begehrt. ZÜRICH: BIS ZU 30 000 FRANKEN PRO QUADRATMETER Zürich ist eine dynamische Metropole, die ein hohes Mass an Lebensqualität besitzt. Dazu tragen die einmalige Lage am Zürichsee, das Alpenpanorama und zahlreiche Naherholungsgebiete bei. Zu den exklusivsten Adressen der Stadt gehören die Kurhausstrasse, die Aurorastrasse und die Susenbergstrasse am Zürichberg. Hier werden Quadratmeterpreise von bis zu 30 000 Franken erzielt. Als eines der wichtigen wirtschaftlichen und kulturellen Zentren der Schweiz erfreut sich Zürich internationaler Beliebtheit. Ausländische Käufer tätigen rund 25 Prozent der Transaktionen im Wohnimmo­

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bilienbereich. Unter ihnen bilden Deutsche, Franzosen und Briten die grössten Gruppen. «Absolute Top-Objekte kommen in Zürich nur selten auf den Markt», so Lars Keller, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers Zürichberg, und ergänzt: «Besonders hoch ist momentan die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ab 150 Quadratmeter sowie nach Zürich­berg-Villen aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.» ZUG: BIS ZU 30 000 FRANKEN PRO QUADRATMETER Neben der Seelage zählen attraktive Steuersätze und die gute Verkehrsanbindung zu den Vorzügen Zugs. Mit Quadratmeterpreisen von ebenfalls bis zu 30 000 Franken ist der Zugerberg mit Blick auf den Zugersee eine der teuersten Adressen der Stadt. Im Premium-Segment sind zudem Immobilien in Zug oder in den Ennetsee-Ge-


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meinden gefragt, die nahe am See liegen oder über einen direkten Seezugang verfügen. Käufer sind vorwiegend auf der Suche nach Pent­ house-Apartments sowie freistehenden Villen ab 6,5 Zimmer. Weitere Kriterien sind beispielsweise unverbaubare Berg- und Seepanoramen, grosszügige Terrassen, Aufzüge oder SmartHome-Technologie. «Der Immobilienmarkt in Zug zeichnet sich durch vielfältige und solvente Käufergruppen aus», erklärt Casha Frigo, Geschäftsführende Gesellschafterin von Engel & Völkers in Zug. Gut 70 Prozent der Kunden sind Schweizer. LUZERN: BIS ZU 18 000 FRANKEN PRO QUADRATMETER Luzern liegt eingebettet zwischen Vierwaldstättersee und voralpinem Gebirge und ist bekannt für sein malerisches Stadtbild. Zu den sehr guten Lagen der Stadt zählt unter anderem das Bellerive-Quartier. Mit bis zu 18 000 Franken pro Quadratmeter gehört die Bellerivestrasse aktuell zu den teuersten Wohnadressen von Luzern. Rund 85 Prozent der Kaufinteressenten sind Schweizer. «Viele unserer Kunden kommen aus der Zentralschweiz. Sie schätzen das grosse Arbeits- und Bildungsangebot, aber auch die attraktive Lage der Stadt», erklärt Clea Winter, Geschäftsführerin von Engel & Völkers in Luzern. Bevorzugt werden zum einen altersgerechte Penthouse-Apartments mit schöner Aussicht, zum anderen Stadthäuser mit Garten oder aber Villen, deren Grundstücke idealerweise über einen Seezugang verfügen. Vermehrt legen Käufer zudem Wert auf grosszügige Garagen, Aufzüge sowie Fitness- und Wellnessmöglichkeiten. BASEL: BIS ZU 14 000 FRANKEN PRO QUADRATMETER Die derzeit exklusivste Adresse von Basel ist die St. Alban-Vorstadt in Grossbasel. Dort werden Verkaufspreise von bis zu 14 000 Franken pro Quadratmeter realisiert. Basel besitzt das Flair einer Grossstadt, ist aber gleichzeitig verhältnis­mässig ruhig und verfügt über viele Grünflächen. Renommierte Veranstaltungen wie die Kunstmesse Art Basel oder das Know-how im Bereich Life-Sciences verleihen der Stadt in-

ternationale Bekanntheit. Dennoch stammen rund 60 Prozent der Immobilienkäufer aus der Schweiz, die Mehrheit sogar aus Basel selbst. Gefragt sind renovierte Altbauvillen mit Garten sowie moderne, altersgerechte Eigentumswohnungen mit zirka 150 Quadratmetern Wohnfläche. «Weitere begehrte Wohngegenden sind der Stadtteil Gellert mit Quadratmeterpreisen von bis zu 12 000 Franken oder die Gemeinde Riehen mit bis zu 10 000 Franken pro Quadratmeter», erläutert Davy Hess, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Basel. Diese ruhigen Aussenquartiere werden insbesondere für ihre familienfreundliche Atmosphäre geschätzt. Quelle: www.engelvoelkers.com

MAGAZINE N°2 2017


Die Baumesse. Wo man schaut, bevor man baut.

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Patronat

Halle 6


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AGENDA EIGENHEIM-MESSE

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SCHWEIZ

23. August Am jährlichen REIDA Anlass

7.–10. September

werden die Markterkenntnisse

Möglichkeiten bei Neubau,

einer breiteren Öffentlichkeit

Erweiterung und Renovation

präsentiert und diskutiert.

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Transformationsprozesse (sechs Kurstage) Zürich. Universität Zürich, Curem. 044 208 99 99. www.curem.ch

August und September 2017

BAU+ENERGIE MESSE

21.–24. September Messe mit Kongress für Fachleute und Private

5. BERNER CLEANTECH-TREFF

Bern. ZT Fachmessen AG. 056 204 20 20. www.bau-energie.ch

31. August Plusernergie-Quartiere: Potenziale und Lösungen; Möglich-

BAUEN+WOHNEN

keiten für die Cleantechbranche

21.–24. September

Bern. energie-cluster.ch.

Messe für Bauen, Wohnen

031 381 24 80. www.energie-cluster.ch

und Garten Bern. ZT Fachmessen AG.

BAUEN &

056 204 20 20.

MODERNISIEREN

www.baumesse-bern.ch

7.–10. September Schweizer Messe für Bauen, Wohnen, Energie Messe Zürich. ZT Fachmessen. 056 204 20 20. www.bauen-modernisieren.ch

MAGAZINE N°2 2017


38 SWISS REAL ESTATE

AGENDA NZZ REAL ESTATE

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DAYS

4.–6. Oktober Europas grösste B2B-Fachmesse

2./3. November

für Immobilien und Investitionen

Chancen und Risiken für die Schweizer Immobilienwirtschaft

München. Messe München International. 0049 89 949 11628.

Interlaken. NZZ Mediengruppe.

www.exporeal.net

033 334 23 23. www.nzz-red.com

19. BAUEN+WOHNEN

5. IMMOBILIENBALL

5.–8. Oktober

4. November

Die ganze Vielfalt rund ums

Galadinner, beste Unterhaltung

Bauen und Renovieren

und die Möglichkeit, Gutes zu tun

Messegelände Allmend Luzern. ZT Fachmessen. 056 204 20 20.

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www.messe-luzern.ch

unternehmung. 043 322 99 81. www.immobilienball.ch

SWISS REAL ESTATE CAMPUS

15.–17. Oktober

Oktober 2017 bis Januar 2018

SWISSBAU

16.–20. Januar 2018

Kompaktseminar mit dem

Leitmesse der Bau- &

Schwerpunktthema Mietrecht;

Immobilienwirtschaft

Event für Immobilienprofis

Basel. MCH Messe Schweiz (Basel) AG.

Pontresina. SVIT Zürich.

058 200 20 20. www.swissbau.ch

044 434 78 88. www.svit.ch SWISS REAL ESTATE KOMPAKTKURS

FORUM

INDIREKTE

25.–27. Januar 2018

IMMOBILIENANLAGEN

Das Gipfeltreffen der Schweizer

27. Oktober–11. November

Immobilienwirtschaft

Management kotierter und

Interlaken. SVIT Immobilien Forum AG.

nichtkotierter indirekter

044 434 78 88. www.sref.ch

Immobilienanlagen (4 Kurstage) Zürich. Universität Zürich, CUREM.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Die Zukunft kann kommen, wir sind bereit Real Estate Management – nächste Generation Städte verdichten sich. Häuser werden intelligent. Dinge reden mit Dingen. Die Menschen arbeiten, wo sie gerade sind. Eine neue Welt erwartet uns. Sie verändert alles. Je mehr wir davon verstehen, desto lustvoller und erfolgreicher können wir damit umgehen. Das gilt auch für das Real Estate Management. Wir haben uns auf das vorbereitet, was morgen wirklich wird. Damit Immobilien für Eigentümer profitabel und für Mieter attraktiv bleiben.

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SWISS real estate magazin  

Ausgabe 2017