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Ausgabe Juni 2| 2016 CHF 8.–

professional

COMPUTING Das Schweizer Fachmagazin für ICT im Business

Massgeschneiderte Telefonie-Lösungen für jedes Bedürfnis.

Unified Communication

Telefonie im Umbruch Interview: Ulrich Blatter, Mitel Schweiz AG «Die Cloud wird neue Masstäbe in der Kommunikation setzen»

Job & Karriere Industrie 4.0 braucht Wirtschaftsinformatiker


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EDITORIAL

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Wandel durch Technik beeinflusst die Arbeitsweise Daten zu jeder Zeit und an jedem Ort ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Nicht nur, dass dadurch die Produktivität der Mitarbeiter erhöht, sondern auch für eine reibungslose Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartner gesorgt wird.

Jörg Schelling Chefredaktor

Pascal Tobler Anzeigenverkauf

Severin Schumacher Anzeigenverkauf

Seit der ersten Ankündigung der Swisscom vor gut zwei Jahren, nur noch auf IP-Telefonie zusetzen, ist bei den Themen Telefonie, Mobile und Collaboration viel in Bewegung gekommen. Heute steht für Unternehmen fest: nur eine multifunktionale Kommunikationslösung sorgt für Effizienz in den Geschäftsprozessen und verhindert so den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Neue Technologien und Plattformen – insbesondere Cloud-Dienste – lassen Kommunikation und die Business-Prozesse verschmelzen. Damit erschliessen sich für Unternehmen, unabhängig ihrer Grösse, Vorteile in punkto Effizienz und Produktivität. Den schnellen und sicheren Zugriff auf geschäftsrelevante

Zwar ist das E-Mail immer noch das wichtigste Kommunikationsmittel, doch immer mehr werden auch Messanger-Lösungen, wie z.B. WhatsApp, in der Unternehmenskommunikation genutzt. Hier ist eine ganzheitliche Sichtweise auf das Thema erforderlich. Wesentliche Punkte dabei sind Sicherheit, Infrastruktur (on premise-, Cloud- oder Hybridlösung) und eine Vereinheitlichung der eingesetzten Anwendungen sowie die permanente Verfügbarkeit der Daten und die Anbindung verschiedenster mobiler Endgeräte. Zudem gilt es zu überprüfen, ob die bestehende Netzwerkinfrastruktur für zukünftige Anforderungen noch ausreichen wird. Moderne Kommunikationslösungen bedeuten nicht nur einen Wandel in der Technik, sondern haben auch einen grossen Einfluss auf die Arbeitsweise und Prozesse in Unternehmen. Richtig genutzt, bringen sie Wettbewerbsvorteile. Jörg Schelling joerg.schelling@utk.ch

Impressum Ausgabe Juni 2016, 20. Jahrgang. Internet: www.professional-computing.ch. Abopreis: Einzelpreis: CHF 8.– Jahresabonnement: CHF 30.–. Erscheinung: 4-mal jährlich März/Juni/September/Dezember. Herausgeber: UTK Media GmbH, 9434 Au. Verlag: UTK Media GmbH Sonnenstrasse 8, 9434 Au, Telefon +41 71 966 60 80, info@utk.ch. Anzeigenverkauf: UTK Media GmbH: Pascal Tobler, pascal.tobler@utk.ch, Telefon +41 71 966 60 03, Severin Schumacher, severin.schumacher@utk.ch, +41 71 966 60 80. Redaktion: Jörg Schelling, joerg.schelling@utk.ch, +41 71 511 50 54. E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion-pc@utk.ch. Layout: schellingmedia: info@schellingmedia.com. Druck: international media solutions IMS AG, www.imsag.ch Titelbild: agsandrew/shutterstock.com © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Das Magazin wird klimaneutral gedruckt.


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Markt ICT-FOCUS

Neuer Defense-Chef bei Atos Schweiz Mit Dr. Richard Bächler ernennt Atos Schweiz einen ausgezeichneten Experten und Branchenkenner zum neuen Defense-Chef. Er bringt profunde IT- und Projektleitungserfahrung mit. Als Head of Defense Solutions verantwortet Richard Bächler die Weiterentwicklung des strategisch wichtigen Defense-Geschäfts. Holger Cordes neuer CEO bei Ascom Der Verwaltungsrat der Ascom Holding AG beruft mit Holger Cordes einen Manager mit erstklassigem Leistungsausweis, hervorragenden Kenntnissen der Healthcare ICT-Branche und breiter internationaler Erfahrung zum neuen CEO der Ascom Gruppe. Fritz Mumenthaler verlässt Ascom nach fünfjähriger erfolgreicher Tätigkeit als CEO, um sich beruflich neuen Herausforderungen zu stellen.

Kodak Alaris Information Management: Rick Costanzo neuer Präsident Kodak Alaris ernannte Rick Costanzo zum President und General Manager für den Unternehmensbereich Information Management. Costanzo trat dem Unternehmen bereits früher in diesem Jahr bei, um das weltweite Business zu führen. Kodak Alaris Information Management bietet Scanner, Erfassungslösungen und Services in 27 Ländern an.

DataStore ist EMCs EMEA-Distributor des Jahres Der Schweizer Niederlassung des Distributors DataStore wurde an der diesjährigen EMC World in Las Vegas als als Eurpoas «Distributor of the Year» ausgezeichnet. Erst zum zweiten mal ging der EMEA-Award EMCs in die Schweiz. DataStore CEO Alexander Wenzler freut sich mit seinem Team über die Auszeichnung und hält fest: «Dieser Award ist das Ergebnis aller unserer Aktivitäten im vergangenen Jahr. Was uns sicherlich besonders auszeichnet, ist sowohl die Loyalität zu EMC und zu unseren Partnern als auch die Gestaltung langfristiger und nachhaltiger Zusammenarbeit. Der Award bedeutet uns unendlich viel und wir freuen uns Alexander Wenzler, CEO, sehr. Zum einen ist es die Bestätigung, dass wir im verganDataStore genen Jahr vieles richtig gemacht haben, zum anderen ist es eine hohe Wertschätzung und ein grosser Vertrauensbeweis seitens EMC. Die Auszeichnung drückt ein grosses Lob an die DataStore und das ganze Team aus, und es bestärkt uns, weiterhin an unserer strategischen Ausrichtung festzuhalten. Zudem motiviert uns der Award natürlich, zukünftig an die Leistung aus dem vergangen Jahr anzuknüpfen, um noch besser zu werden. Darüber hinaus wird diese Auszeichnung unseren Bekanntheitsgrad in der Region EMEA deutlich stärken. Es freut uns enorm, dass wir in der EMC Federation eine grosse Relevanz erreicht haben, was wiederum unser Vertrauen gegenüber unserer Partnerschaft für die Zukunft festigt.»

ELO spannt mit Hard- und Software Dienstleister zusammen Die ELO Digital Office CH AG setzt ihre expansive Strategie in der Schweiz fort, um der steigenden Nachfrage nach ELO Produkten am Markt gerecht zu werden. Durch die strategische Partnerschaft mit der Firma Alteco Informatik AG stärkt ELO nachhaltig seine Marktposition in der Schweiz. «Wir haben mit Alteco einen starken und sehr aktivenPartner an unserer Seite, der in seinem Marktgebiet jahrelange Erfahrung, ein gutes Netzwerk und eine schweizweite Präsenz vorweisen kann», sagt HelHelmar Steinmann, ELO Digital mar Steinmann, Niederlassungsleiter der ELO Digital Office Office CH AG CH AG. ELO verfügt in der Schweiz über mehr als 20 Business Partner. Über dieses Netzwerk vertreibt das Unternehmen seine Produkte und kann so die Kontakte und das Know-how der Business Partner in ihren jeweiligen Branchen nutzen. Umgekehrt bereichern die ELO-Produkte das Sortiment der Business Partner.

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Bild: noppom/shutterstock

INHALT Juni 2016

07 Collaboration Analog-/ISDN-Anschlüsse: Das Aus rückt näher Die Cloud wird neue Masstäbe in der Kommunikation setzen Tipps für erfolgreiche virtuelle Meetings Handlich, leicht – einfach smart & ein PC! Mit Messaging effizient im Unternehmen zusammenarbeiten Auf der Jagd nach «Likes» und ReTweets

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Sicherheit Die gesamte Arbeitsplatz-IT im Griff Breach Detection – finden Sie die Nadel im Heuhaufen MDM greift bei der Sicherung von Mobilgeräten zu kurz Gemeinsame Mobile-Payment-Lösung für die Schweiz beschlossen Ransomware: Daten gegen Lösegeld Gezielte Angriffe effizient abwehren mit Sandbox-Technologie

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Storage Die Storage-Welt im Wandel

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Job & Karriere Industrie 4.0 braucht Wirtschaftsinformatiker TeleNetfair 2016 mit Rückenwind Agenda In einer geschützten IT-Umgebung mit Big Data experimentieren

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Firmenverzeichnis

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Einfach ECM Dokumenten-Management Archivierung Workflow

www.elo.ch


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Markt ICT-FOCUS

Sunrise: Olaf Swantee zum neuen CEO ernannt Olaf Swantee, der frühere CEO des britischen Mobilfunkanbieters EE übernimmt die Nachfolge von Libor Voncina, der Sunrise während mehr als drei Jahren geführt und vor einem Jahr erfolgreich an die Börse gebracht hat, am 9. Mai 2016 von seinem Amt zurückgetreten ist. In den vergangenen 4½ Jahren hat der ehemalige Chef von Orange Europe (France Telecom) das Unternehmen, das aus einer Fusion von Orange und T-Mobile hervorgegangen ist, zum führenden Mobilfunkanbieter mit dem besten Netz von Grossbritannien aufgebaut.

twitter.com/IGEL_Technology

facebook.com/igel.technology

Erfolgreiche Competec-Messe 2016 mit 2200 Teilnehmern Am 11. und 12. Mai 2016 haben Alltron und BRACK.CH Business zur Competec-Hausmesse nach Willisau geladen. Insgesamt haben sich über 100 Marken an über 70 Messeständen präsentiert. Thematische Schwerpunkte setzte die diesjährige Messe bei Cloud Services, All IP, Mobile, Digital Signage, vernetztes Wohnen, Videoüberwachung sowie Haus und Freizeit. Ein umfangreiches Vortragsprogramm, eine Podiumsdiskussion und Logistikführungen rundeten den gelungenen Anlass ab. Der Messebetrieb wurde an beiden Tagen von einem abwechslungsreichen Präsentations- und Vortragsprogramm begleitet. Parallel in drei Räumen wurden am ersten Tag insgesamt 20, am zweiten Tag zwölf Präsentationen gehalten. Zusätzlich war es möglich, auf einem geführten Rundgang die Logistik zu besichtigen und dabei erstmals die zweite, noch grössere und durch Roboter bewirtschaftete AutoStore-Anlage in Betrieb zu erleben und neue Details zu den Ausbauplänen der CompetecLogistik zu erfahren.

igel.com/linkedin

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IGEL UMA – der Einstieg in das Workspace Management der Zukunft Einheitliche Verwaltung von Windows 7 Geräten: Notebooks, Workstations, Thin Clients Reduzierung des administrativen Aufwands Kosteneinsparung für zusätzliche Management Software Branchenführende Remote Management Software (UMS5) inklusive

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COLLABORATION Unified Communication

Analog-/ISDN-Anschlüsse:

Das Aus rückt näher Geht es nach der Swisscom werden 2017 die Analog-/ISDN-Anschlüsse abgeschaltet. Bis dahin müssen alle Schweizer Unternehmen auf eine VoIP-Kommunikationslösung umsteigen.

VoIP-Lösungen sind zuverlässig, qualitativ hochstehend, überzeugen mit hervorragender Gesprächsqualität. Marcel Gmür ist COO der Backbone Solutions AG, welche mit dem Produkt sipcall innovative VoIPLösungen vermarkten.

Die durch die Swisscom erzwungene Umstellung bietet Unternehmen die Möglichkeit ihre Kommunikationsprozesse zu optimieren und die Vorteile der VoIP-Technologie zu nutzen. Unabhängig, ob es um die Kommunikation innerhalb des Unternehmens geht oder um Kontakte zu Kunden oder Lieferanten: in Zeiten von länder- und zeitzonenübergreifenden Telefonkonferenzen und Mobilfunk optimieren moderne VoIP-Telefonieanlagen nicht nur die Kommunikation, sondern erleichtern durch die Einbindung in die ICT-Infrastruktur die Geschäftsprozesse und bieten jede Menge neuer Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

erweitert werden. Hier gilt es abzuwägen inwieweit diese Investition rechnet, oder doch besser in eine neue Lösung investiert werden muss. Einhergehend mit der ersten Abklärung stellt sich die Frage, wird weiterhin eine physische Telefonanlage vor Ort bevorzugt, oder soll die Telefonie in die Cloud verlagert werden? Die Auswahl an Anbietern wächst stetig. Mittlerweile bieten nicht nur die Telefonieprovider eigene virtuelle Telefonanlagen an, sondern auch Telefonanlagen-Hersteller oder kleinere IT-Unternehmen. Deren Funktionen und Preise variieren aber sehr stark. Es lohnt sich hier die Funktionen und Leistungen zu vergleichen.

Aufrüsten oder Austauschen? Die zentrale Frage, die sich Unternehmen stellen ist: Welches ist die richtige VoIP-Kommunikationslösung? Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Dabei sind die Unternehmensgrösse oder Branche nicht massgebend, sondern die Anforderung an den Funktionsumfang, die Anwendung der Telekommunikationslösung und die Integration in die bestehende ICT-Infrastruktur.

Virtuelle Telefonanlage Virtuelle Telefonanlagen, auch cloud-, hostedoder managed-pbx genannt, liegen voll im Trend. Unternehmen, die sich für eine virtuelle Telefonanlage interessieren, sollten sich im Vorfeld zur Wahl des passenden Anbieters einige Fragen stellen. Reichen die wichtigsten Telefoniefunktionen aus oder werden tatsächlich komplexe Funktionalitäten wie zum Beispiel Contact Center Funktionen benötigt? In welche IT-Systeme sollen TK-Funktionen eingebunden werden? Reichen dazu die vom Anbieter bereitgestellten Standardschnittstellen aus oder sind individuelle Entwicklungen notwendig? Wo ist der Standort der VoIP-Telefonanlage? Z.B. in der Schweiz. Soll die virtuelle PBX redundant sein? Wie weit ist die Lösung skalierbar? Können weitere Teilnehmer ohne Wechsel des Abonnements hinzugefügt werden? Wie sieht es mit der Einbindung mobiler Endgeräte aus und wie gut können diese vom Anbieter umgesetzt werden?

Anforderungskatalog erstellen Für jedes Unternehmen gilt es zuerst, eine aktuelle Bestandsaufnahme zum machen. Welche Funktionen und Anwendungen wurden bei der bisherigen Telekommunikationslösung benutzt und welche Anforderungen an die Funktionalität, den Support, Sicherheit oder an die Integrationsfähigkeit mit bestehenden Backend-Systemen müssen in Zukunft erfüllt werden? Dabei sind auch die internen Prozesse zu berücksichtigen, sowie auch die Meinungen der Mitarbeiter können hilfreiche Informationen liefern. In-House- oder externe Telefonielösung? Als erstes gilt es hier zu klären, ob die bestehende Telefonanlage, die VoIP-Technologie unterstützt und mit welchem Aufwand, eine Nachrüstung realisierbar ist. Oft können bestehende ISDNTelefonanlagen mit einer Netzwerkkarte für VoIP

Fazit Angebote von spezialisierten VoIP-Providern wie z.B. sipcall, flexibler und unabhängiger. Kunden können frei über die Telefonielösung (virtuelle Telefonanlage oder vor Ort) und über den Lieferanten der Internet-anbindung entscheiden. Link: www.sipcall.ch


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Unified Communication COLLABORATION

Die Cloud wird neue Masstäbe in der

Kommunikation setzen Die von der Swisscom erzwungene Umstellung der Kommunikation auf IP rückt immer näher. Wir fragten Ulrich Blatter, Managing Director bei Mitel Schweiz AG, welche Chancen die Umstellung für Unternehmen eröffnet.

«Der Zugang zu Cloud-Lösungen wird für die Firmen einen neuen Meilenstein bedeuten.»

Wir versprechen uns nach wie vor immer noch Welchen Einfluss wird die Umstellung des viel von UCC, trotzdem stagniert der Markt so- Telekommunikationsnetzes der Swisscom auf wie die Umsetzung in den Unternehmen dafür. IP für Anbieter wie Mitel haben? Was sind aus Ihrer Sicht die Ursachen? Keine grossen. Unsere Produkte sind seit längeIch denke, die entsprerer Zeit hybrid, sprich chenden Verantwort- «Viele Verantwortliche haben nach wie ebenfalls IP-tauglich. lichen haben nach wie vor zu viel Respekt vor der technischen Der Kunde muss jetzt vor zu viel Respekt vor raschestmöglich mit seiUmstellung auf UCC.» der technischen Umnem Installationspartner stellung einerseits, anKontakt aufnehmen, dadererseits vor hohen Kosten. Dabei gibt es heute mit dieser prüfen kann, ob und welche Umstellunbereits KMU-taugliche Lösungen zu einem ver- gen beim Kunden notwendig sind. nünftigen Preis. Unser MiCollab-System ist das beste Beispiel, um aus einem herkömmlichen Un- Sehen Sie den vorgegebenen Zeitraum der ternehmen eine Mobile Enterprise zu machen. Migration bis 2017 für umsetzbar und wie reagieren Ihre Kunden darauf? Fehlt es aus auch an einer Kommunikations- Es ist ein ehrgeiziges Ziel, eine ganze Nation umund/oder Applikationsstrategie in den Unter- zurüsten. Aber das Jahr hat 365 Tage und die nehmen? Swisscom hat keinen verbindlichen Endtermin geIn einigen Unternehmen ist das sehr wahrschein- nannt. Wir werden für unsere Partner und Kunden lich der Fall. Mithilfe des Installationspartners lies- alles tun, damit der Umstieg rasch und problemlos se sich aber eine solche problemlos erstellen und vonstatten geht. umsetzen. Die Produkte dazu sind heute schon da. Welche Stolpersteine bei der IP-Migration gibt Welche Möglichkeiten gibt es für eine bessere es in den Unternehmen zu überwinden? Akzeptanz für UCC-Lösungen zu sorgen? Die folgenden Fragen stellen sich hier in diesem Es braucht mehrere Faktoren. Einerseits braucht Zusammenhang: es Akzeptanz bei den Installateuren, die die entBraucht es neue Hardware (Server, Switch, Rousprechenden Produkte den Kunden empfehlen, ter, Firewall) bei der Inhouse-Lösung? andererseits denke ich, die Medien können da eine Eine gewisse Bandbreite des Internetanschluss bedeutende Rolle spielen. Wir stellen den Kunden (Upload) ist sehr wichtig die Technik zur Verfügung, es braucht aber auch Backuplösung für die höhere Ausfallrate als bei eine entsprechende Berichterstattung in den Meeinem ISDN-Anschluss dien, um die Notwendigkeit deutlich zu machen. Interne Infrastrukturen: Wird die Cloud hier neue Trends setzen? Ist die Verkabelung auf dem Stand der heutigen Absolut! Mit der Migration in die Cloud werden Technik (VoIP-Ready)? sich für alle Unternehmen neue Möglichkeiten Sind die Aktivkomponenten (Switch, Router, mit neuen Preismodellen eröffnen. Der Kunde Firewall, Server) VoIP-tauglich? braucht sich nicht mehr um seine Hardware zu Sind Spezialgeräte vorhanden (Frankiermaschikümmern, ausserdem hat er garantiert stets die nen, Modems, Türsprechstellen, Signalleuchten neueste Software zur Verfügung. Der Zugang zu und Signalhorn), die bisher an einem AnalogCloud-Lösungen wird für die Firmen einen neuen Anschluss angeschlossen waren? Sind diese Meilenstein bedeuten. durch IP-fähige Hardware zu ersetzen oder mit


COLLABORATION Unified Communication

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«Die meisten Kunden suchen heute eine Konvergenz zwischen On Premise Lösungen und Cloud.»

«Medien-Wandler» anzuschliessen und ist hier auch die Verkabelung schon vorhanden? Welche Art von Endgeräten wird benötigt resp. gewünscht: Headset, Telefon, Adapter, usw. (VoIP-Telefone sind in der Regel teurer als ISDNTelefone)? Welches Endgerät ist für welchen Mitarbeiter die beste Variante? Wer macht den technischen Teil: Implementierung, Sicherheitsanforderung, Instandhaltung? Gibt es eine sanfte Migration, wo die bestehende Anlage mit VoIP-Funktionen erweitert wird, oder eine harte Migration, wo alles neu erstellt wird?

Unternehmen zu leiten, ist natürlich sehr verlockend. Mitel bietet diese Technologie heute schon an: UCC eine Stufe höher, nämlich mobil und für alle, dies ist die Mitel-Strategie.

Was unternimmt Mitel, um ihren Kunden bei der Migration auf IP-Telefonie zu helfen? Wie bereits erwähnt, brauchen wir in Sachen Com- Welche Ziele will Mitel für 2016 in der munication Server nicht mehr Anpassungen vor- Schweiz erreichen? zunehmen, da unsere Plattformen bereits für die Die Herausforderungen in der nächsten Zeit Umstellung gerüstet sind. Wichtig ist, dass sich die werden hoch sein, mit der Umstellung auf «All Kunden – auch aus eiIP» und den zunehmengenem Antrieb – mög- «Wichtig ist, dass sich die Kunden den Cloud-Angeboten. rasch mit ihrem Installationspartner in lichst rasch mit ihrem Zudem macht uns der Installationspartner in Verbindung setzen, damit sie nicht Kostendruck sowie der Verbindung setzen, da- plötzlich ohne Telefon da stehen.» starke Franken nach wie mit sie einerseits nicht vor sehr zu schaffen. plötzlich ohne Telefon da stehen und andererseits Mit unseren Plattformen «MiVoice Office 400» für eine für sie optimale Lösung erhalten. den KMU-Bereich und «MiVoice MX-ONE» für den Enterprise-Bereich wollen wir aber weiterhin unWie sehen Sie das Wachstum für UCC auf dem seren Marktanteil erhöhen. Schweizer Markt? Die Schweizer sind von Natur aus sehr technikaffin «Seamless communication», dieses Konzept wollen und Neuerungen gegenüber aufgeschlossen. Nicht wir in Zukunft am Markt verankern und umsetzen. zuletzt deswegen belegt die Schweiz im internati- Dies braucht noch einige Anstrengungen, um die onalen Ranking, wenn es um Innovationen geht, Message bei den Kunden bekannt zu machen. Die immer die vorderen Ränge. Daher sehe ich für UCC meisten Kunden suchen heute eine Konvergenz im Schweizer Markt ein grosses Potenzial. Was zwischen On Premise Lösungen und Cloud. Mitel früher nur Grossunternehmen vorbehalten war, ist kann mit MiCollab und integriertem MiTeam dieheute auch für KMU absolut erschwinglich. se Lösung anbieten und ist daher besser als die Mitbewerber aufgestellt, weil nicht zwingend eine Die Aussicht, in naher Zukunft via Smartphone mit separate Plattform benutzt werden muss. entsprechender Technologie jederzeit von überall auf alle Dokumente blitzartig und sicher zugreifen zu können, ganze Prozesse zu steuern und sogar

Ulrich Blatter, Managing Director bei Mitel Schweiz AG


Unified Communication COLLABORATION

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Tipps für erfolgreiche

virtuelle Meetings Virtual Collaboration macht Meetings überall möglich. Doch die beste UCTechnologie nützt nichts, wenn wesentliche Grundsätze missachtet werden. So werden virtuelle Meetings erfolgreich.

56 % der Teilnehmer werden bei Konferenzanrufen durch Nebengeräusche abgelenkt. Die richtige Vorbereitung hilft, virtuelle Meetings erfolgreich zu gestalten.

*Teilnehmer der PlantronicsStudie nach Ländern - UK 208, USA 205, China 207, Deutschland 203, Frankreich 204

Mit Highspeed-Internet, cloudbasierten Lösungen zur Collaboration, mobilen Technologien und moderner AV-Ausstattung können Mitarbeiter immer und überall mit jedem kommunizieren – unabhängig vom Standort. Wir führten kürzlich eine Studie* durch, die ergab, dass virtuelle Meetings allerdings oft mit Frust verbunden sind: In 42,5 % der Meetings, an denen Mitarbeiter von verschiedenen Orten aus teilnehmen, führen technische Probleme (Verbindung und/oder Netzwerk) und Verzögerungen bei der Einwahl zu Frust. Multitasking während Telefonkonferenzen ist für 67,2 % üblich, so z.B. das Schreiben von Mails oder die Arbeit an anderen Projekten. Störender Umgebungslärm veranlasst 52 % regelmässig dazu, in ein ruhiges Zimmer zu wechseln, um sich konzentrieren zu können. 56 % sagen, in Telefonkonferenzen auch Nebengespräche zu hören. 93 % gaben an, in Meetings mindestens einen virtuellen Teilnehmer zu haben. Folgende Tipps helfen, pünktlich zu starten und Unterbrechungen zu vermeiden: Desktop, Laptop, Tablet, Smartphone, Freisprech- oder Festnetztelefon: Es ist wichtig, alle möglichen Einwahl-Szenarien vorab zu testen.

Links, Einwahlnummern und Passcodes: Frühzeitiges Einwählen, um sicherzustellen, dass die Verbindung funktioniert. Dies beinhaltet auch die Installation allfälliger Browser-Plug-Ins. Ruhiger Ort, um Geräusche und Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Akku des mobilen Geräts aufladen, damit es auch bei langen Meetings durchhält. Headsets mit Noise Cancelling-Technologie können störende Hintergrundgeräusche ausblenden. Stummschaltung: Wer nicht redet, ist «mute». Bei grösseren Gruppen hilft eine Technologie, die es ermöglicht, Zuhörer stumm zu schalten, während schriftliche Anfragen möglich sind. Lautsprechertelefone mit Echounterdrückung gleichen schlechte Akustik in einem Konferenzraum aus. Visuelle Unterstützung: Der Zugriff auf Screensharing, zwei-Wege-Video oder ein gemeinsames Whiteboard können die Zusammenarbeit effektiver machen. Webkonferenz-Tool in das sich das Unternehmens-Datenverzeichnis integrieren lässt (wenn alle Teilnehmer der gleichen Organisation angehören). Nutzer ausserhalb des Unternehmens: Firewall- und Proxy-Einstellungen prüfen, um die Verfügbarkeit der Verbindung sicherzustellen. Sicherheit: Strikte Sicherheitsprotokolle bei der Datenübertragung und -speicherung sind zwingend. Wenn zudem die Agenda vorab versendet wurde, die Diskussionen der Agenda folgen, das Meeting pünktlich startet und endet, wird das Frustpotenzial wesentlich verringert. Autor: Fabien Moine ist Country Manager der Schweizer Niederlassung von Plantronics, einem führenden Unternehmen für Kommunikationslösungen im professionellen und Consumer-Bereich. www.plantronics.ch


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COLLABORATION Unified Communication

Handlich, leicht –

einfach smart & ein PC! Das robuste PC-Mini-Tablet für POS, Gastronomie, Logistik und den öffentlichen Sektor.

Bereit für die Zukunft: Hybrid-MDEs mit Windows 10 ersetzen PCs Lediglich 250 g bringt das metric.smartPC auf die Waage und garantiert somit lange Einsatzzeiten und optimale ergonomische Bedienung. Damit ist ein ermüdungsfreies Arbeiten sowie eine schnelle und intuitive Bedienung des Gerätes möglich.

«Das robuste metric.smartPC ist ideal für POS, Gastronomie, Logistik und den öffentlichen Sektor. Durch Hybrid-MDEs mit Windows 10 ersetzt das Mini-Tablet PCs» Patrik Schenkel, CEO, Primelco System Device AG

Das metric.smartPC ist das kleinste und leistungsstärkste Gerät im METRIC Lösungsportfolio. Es besticht durch seine unglaubliche Leichtigkeit und Handlichkeit und ist bestens geeignet für den Einsatz im Filialumfeld. Es bindet sich nahtlos in Ihre vorhandene IT-Landschaft ein, weil es ein natives 64-Bit Windows® 10 PC-System ist.

Aufgrund seiner Intel® x86 Plattform fügt sich das metric.smartPC nahtlos in Ihre Arbeitsumgebung ein. Es gibt keine Einschränkungen in Bezug auf die Software-Kompatibilität. Desktop-Anwendungen laufen auf diesem Handheld einwandfrei. Es ermöglicht auch die einfache Integration in die bestehende IT-Infrastruktur aufgrund des bekannten Microsoft-Sicherheitssystems und der MicrosoftEntwicklungsumgebung. Stecken Sie das metric.smartPC in seine Ladeschale und Sie haben damit ein vollwertiges Windows® 10 Desktop-PC-System mit HDMI- sowie USB 3.0-Anschlüssen für einen Monitor und weitere Peripherie. Das metric.smartPC ist mit modernster Technologie ausgestattet, aber mit einer IP65 KlasTechno

sifizierung dennoch extrem robust und übersteht schadlos Stürze aus 1,5 m Höhe. Einsparungen von Softwareentwicklungs- und Hardwarekosten Die Hybridgeräte sind mit einem Standard x86Prozessor und Windows 10 ausgestattet und erlauben die einfache Nutzung von Standard-PC Software. Dadurch, dass Standard PC-Software (.NET), 1:1 portierbar ist, lässt sich eine nahtlose ITIntegration realisieren und aufwendige Programmierarbeiten hinsichtlich spezieller Software für mobile Endgeräte entfallen. So kann ein gängiger SAP-Client auf dem Hybridgerät gestartet werden, ohne dass zusätzliche Programmanpassungen vorgenommen werden müssen. Anschaffungskosten und Raumbedarf für einen Desktop-PC am lokalen Arbeitsplatz entfallen bei Einsatz eines Hybrid-MDEs. Eine Standard-HybridMDE-Dockingstation ist ausreichend, um den vorhandenen Arbeitsplatz mit Bildschirm, Maus und Tastatur in Verbindung mit dem Hybridgerät zu einem vollwertigen PC-Arbeitsplatz auszustatten. Maximale Datensicherheit Hinsichtlich der Datensicherheit bieten Windows 10 basierte Hybridgeräte einen höheren Standard durch beispielsweise Microsoft Azure. Microsoft Azure bietet die Möglichkeit, entsprechende Single-sign-on Nutzerprofile zu verwalten. Individuelle Nutzerprofile können installiert und per Passwort und/oder NFC-Mitarbeiterkarte verifiziert werden. Bei Geräteverlust sind somit die Daten vor unberechtigtem Zugriff doppelt gesichert.

Primelco System Device AG Neuhofstrasse 25, 6340 Baar T. +41 41 766 27 27 www.primelco.ch www.portal.primelco.ch


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Unified Communication COLLABORATION

Mit Messaging effizient im Unternehmen

zusammenarbeiten Mitarbeiter bringen Messaging-Dienste wie WhatsApp in die Unternehmen. Die schnelle Kommunikation via Smartphone ermöglicht einen einfachen Austausch mit Teamkollegen. Firmen profitieren davon – gewusst wie.

Mit einem guten Messenger kommunizieren Mitarbeiter so, wie sie zusammenarbeiten: spontan, integriert, teamübergreifend, unabhängig von Gerät und Ort, sicher.

Die E-Mail ist immer noch Kommunikationsmittel Nummer 1 in Unternehmen. Dabei frisst sie viel Zeit im Geschäftsalltag: Eine Studie von McKinsey 2012 belegt, dass Mitarbeiter rund einen Viertel der Arbeitszeit dafür aufwenden. Die Verwaltung von E-Mails und die Orchestrierung mit anderen Kommunikations- und Informationskanälen wie Telefon und Dokumentenablage kosten viel Aufmerksamkeit und damit Geld. Privat setzen die User vermehrt auf Messaging. Mit Diensten wie WhatsApp, Snapchat oder iO tauschen sie sich spontan und schnell aus, multimedial, zu zweit oder in Gruppen, und sehen auch gleich den Lesestatus ihres Gegenübers. Seit Kurzem ist dieser Trend auch in Unternehmen angekommen. Das Start-up Slack konnte innerhalb weniger Monate zwei Millionen Nutzer von ihrer Chat-Lösung für Teams überzeugen. Auch etablierte Anbieter springen auf den MessagingZug auf oder steigen mit Privatkundenlösungen in den Business-Bereich ein. Cisco setzt mit Spark auf eine Kommunikationslösung mit Messaging im Zentrum. Der in China populäre Messenger WeChat hat WeChat Enterprise, und auch Facebook arbeitet an einer Corporate-Lösung. TeamChat, HipChat, Eko, Unify Circuit, Flowdock, Beekeeper, ChatGrape sind Namen unter vielen anderen – wer in seinem Unternehmen einen Messaging-Dienst einführen will, hat die Qual der Wahl.

Neue Arbeitsformen führen zu neuen Kommunikationsformen Ist Messaging nur ein weiterer gehypter Versuch von Herstellern, die allseits unbeliebte E-Mail abzulösen? Wer erinnert sich denn noch an Google Wave, Microsoft Messenger oder ICQ? Gemäss Gartner (2015) wird Messaging jedenfalls eine wichtige Rolle in Unternehmen spielen: Bis 2018 soll demnach die Hälfte aller Kommunikation und Koordination im Team über Mobile Group Collaboration Apps laufen. Auch andere Analysten prognostizieren einen Boost von Chat und Messaging in der Unternehmenswelt und sprechen von einem weltweiten Marktvolumen von 1,9 Milliarden US Dollar bis 2019. Im Privatbereich haben Messaging-Dienste bereits die Statusmeldungen in Social Networks, beispielsweise Facebook, überholt. Tatsache ist, dass sich die Arbeitswelt, das heisst Strukturen, Formen der Zusammenarbeit und Kultur von Unternehmen, in Umbruch befindet. Die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern ist spontan, bereichs- respektive firmenübergreifend und ortsunabhängig, über verschiedene Systeme und Plattformen mit unterschiedlichen Geräten. Agile Vorgehensweisen wie Scrum oder Kanban verbreiten sich in Unternehmen. Messaging ist für viele Wissensarbeiter eine bequeme Form der Interaktion, unbürokratischer und effizienter als E-Mails und flexibler als Telefonieren. Eine gute Mischung zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation. Diskussionen werden über Räume oder Kanäle strukturiert und übersichtlich dargestellt. Bilder und Links sind schnell im Team geteilt. Eine starke Suche und die Möglichkeit, über APIs andere Cloud-Dienste wie die Datenablage Dropbox, das Projekt-Tool Trello oder den Kalender einzubinden, erhöhen die Produktivität und verbessern die Zusammenarbeit. Notifikationen informieren schnell und einfach über Projekte, anstehende Aufgaben und News. Bots, also kleine Roboter, übernehmen Aufgaben


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COLLABORATION Unified Communication

wie das Finden von Terminen. Ob auf Computer oder Smartphone: Die Informationen sind überall aktuell. Messaging ist praktisch und gut zugänglich. Erfahrungen zeigen, dass sich Mitarbeiter dadurch auch besser informell austauschen. Teams nutzen dezidierte Räume, um Informationen zu einem Projekt zeitnah zu teilen und an einem Ort zu haben. Mittels Mikrokoordination ist schnell der nächste Termin gesetzt, Hilfe da und Feedback erfolgt – alles zentral und ohne E-Mail. Und Externe sind mit wenigen Klicks eingebunden. Nebst Wissensarbeitern profitieren auch Mitarbeiter ohne Computer, beispielsweise im Handel, Transport oder Hotel: Dank Messaging Apps auf dem Smartphone sind sie erreichbar und können in Echtzeit miteinander kommunizieren. Kann jemand beispielsweise ein Problem nicht alleine lösen, sendet er ein Foto an eine Gruppe von Kollegen und erhält so schnelle Hilfe. Unternehmen brauchen dedizierte Messaging-Lösungen Messaging-Dienste bieten den Unternehmen viele Vorteile: Wenn sich Mitarbeiter einfacher, schneller und effektiver miteinander austauschen, sind ihre Arbeitsprozesse kürzer, und sie arbeiten produktiver. Solche Lösungen können die Mitarbeiter näher zueinander bringen, ihre Identifikation mit dem Team erhöhen und damit den Zusammenhalt stärken, selbst wenn sie sich während längerer Zeit nicht persönlich sehen. Die üblichen Tools der Unternehmen wie E-Mail, ein statisches Intranet oder eine auf den Computer beschränkte UCC-Lösung greifen hier zu kurz. Daher weicht mancher Angestellte auf private Lösungen oder Angebote von Start-ups aus der Cloud aus. Das aber birgt Risiken fürs Unternehmen – unter anderem betreffend Sicherheit: Die Daten verlassen die Firma und können damit eingesehen, gestohlen oder manipuliert werden. Niemand kann sicherstellen, dass nur Mitarbeiter Zugang zu geschäftskritischen Daten haben. Messaging-Lösungen, die dezentral eingeführten und genutzten werden, enden zudem in einem Wildwuchs. Niemand hat die Kontrolle, und eine Adoption an die Bedürfnisse ist auch nicht möglich. Ein Unternehmen, das einen Messaging-Dienst für seine Kommunikation einführen will, hat grundsätzlich gute Karten bei den Mitarbeitern. Enterprise Messaging Services sind intuitiv zu bedienen, und die Nutzer kennen die Funktionalitäten in der Regel schon durch ihren privaten Gebrauch. Dennoch sollen bei der Wahl und Einführung einer

Messaging-Lösung einige Punkte berücksichtigt werden: Inventar & Bedürfnisse: Welche Chat- und Collaboration-Anwendungen werden im Unternehmen wozu bereits verwendet? Dies zu erfassen hilft dem Unternehmen, eine Lösung zu finden, die zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passt. Gleichzeitig können die bestehenden Kommunikationskanäle besser abgestimmt werden. Integration & Ökosystem: Cloud-basierte Lösungen lassen sich ohne viel Aufwand nutzen. Isoliert bringen sie aber nur einen bedingten Mehrwert. Ein Team kann noch produktiver arbeiten, wenn gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche, Adressverzeichnis und weitere zentrale Anwendungen einfach über APIs integriert werden. Verwaltung & Nutzung: Eine smarte Lösung verschickt nicht nur Nachrichten, sondern verwaltet auch Mitarbeiter, Teams und ganze Organisationen. Kanäle, Integrationen und andere Optionen sollten zentral administriert werden können. Werden Verbreitung und Nutzung automatisch analysiert, kann eine solche Lösung gezielt adoptiert werden. Compliance, Datenschutz & Security: Eine Messaging-Lösung muss alle Sicherheits- und gesetzlichen Bestimmungen des Unternehmens erfüllen. Der Datenschutz muss gewährleistet sein, z. B. durch Authentifizierungsverfahren, Verschlüsselung und beschränktem Zugriff. Mehr als nur Technologie Eine Messaging-Lösung kann noch so viele Vorzüge bieten – Mitarbeiter müssen auf die neue Plattform gebracht und daran gewöhnt werden. Es sollen Regeln etabliert und ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden, etwa darüber, welche Diskussionen via Chat laufen sollen und wie sie strukturiert werden. Ohne dies droht Chaos auf den Gruppenchats auszubrechen. Eine professionelle Begleitung auf dem Weg in die neue Ära der Kommunikation ist unabdingbar. Hat sich Messaging intern etabliert, bietet diese Form der Interaktion eine grosse Chance auch gegenüber externen Anspruchsgruppen: Unternehmen müssen sich permanent mit Kunden und Partnern austauschen, wobei sie mit Messaging besser und schneller auf deren Bedürfnisse reagieren können.

Autor: Daniel Boos, Co-Responsible Future Work Experience, Swisscom

Mitarbeiter müssen auf die neue Plattform gebracht und daran gewöhnt werden.


Social Media COLLABORATION

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Auf der Jagd nach

«Likes» und ReTweets Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+ oder B2BMarktplätze wie z.B. «Wer liefert was», helfen die Online-Sichtbarkeit zu erhöhen und noch viel mehr potenzielle Kunden anzusprechen.

Unternehmen können heute fast nicht mehr darauf verzichten, mit einer eigenen Website im Internet sichtbar zu sein. Online-Sichtbarkeit lässt sich über die sozialen Netzwerke steigern.

Empfehlungen unter Freunden überzeugen stärker Wenn ein Unternehmen bei der Anbahnung eines Kundenkontakts eine schöne Imagebroschüre aushändigt, ist dies bestimmt wirkungsvoll, jedoch ist dabei offensichtlich, dass der Absender selbst Werbung für sich betreibt. Wenn ein bestehender Kunde jedoch ein interessantes Posting, das er auf

der Facebookseite des Unternehmens gefunden hat, in seinem eigenen Facebook-Profil mit seinen Freunden teilt, so hat dies eine besondere Qualität. Der betreffende Facebooknutzer signalisiert seinen Freunden, dass er etwas Interessantes gefunden hat, das er den anderen zur Weiterverbreitung empfiehlt. Damit etwas möglichst oft geteilt wird, muss es natürlich interessant sein oder dem Leser im Idealfall einen bestimmten Nutzen bieten. Im Dialog mit Social-Media-Nutzern Im Unterschied zur Bewirtschaftung der Inhalte einer Unternehmenswebsite erfordert die Arbeit mit Social Media die Bereitschaft und die Möglichkeit, auf Feedbacks der Kunden und interessierten Kreise zu reagieren. Viele Unternehmen, die noch nicht in den sozialen Medien aktiv waren, befürchten, die verbreiteten Informationen könnten Kritik auslösen oder sogar den Ruf schädigen. Doch der Vorteil bei der Diskussion auf Facebook ist, dass

sd619/istockphoto.com

Social Media hat gegenüber anderen Massnahmen des Online-Marketings einen entscheidenden Vorteil: Die publizierten Inhalte verbreiten sich durch das Teilen unter Freunden viral im Internet. Die Wirkung der Empfehlung unter Freunden darf nicht unterschätzt werden. Sie ist in gewisser Hinsicht sogar kraftvoller als viele andere geläufige Marketingmassnahmen. Neben den Massnahmen im Bereich Social Media steigert auch die Präsenz in Business-Suchmaschinen wie «Wer liefert was» die Online-Sichtbarkeit.


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COLLABORATION Social Media

die Unternehmensleitung an der Meinungsbildung partizipieren und auf die Kritik reagieren kann. Ähnliches gilt für die Microblogging-Plattform Twitter. Wenn die Diskussion vollständig ausserhalb des Internets zum Beispiel an Stammtischgesprächen im Wirtshaus stattfindet, hat das Unternehmen hingegen keinen Einfluss. Social Media für das Recruiting nutzen Social Media kann auch das Recruiting von neuen Mitarbeitenden verbessern. Wer mit seinem Unternehmen im Gespräch sein möchte und die sich von den besten Absolventen namhafter Hochschulen die Rosinen herauspicken möchte, wird mit Social Media der Konkurrenz gegenüber immer einen Schritt voraus sein. Durch Aktivitäten in den sozialen Netzwerken kann das Unternehmen seine Attraktivität steigern. Auf den Businessplattformen XING und LinkedIn kann man zudem Stelleninserate schalten oder direkt nach geeigneten Fachpersonen suchen. Kontaktdaten von Kunden und Lieferanten Über die Business-Netzwerke XING und LinkedIn können sich die Mitarbeitenden eines Unternehmens mit Kunden und Lieferanten vernetzen. Der Vorteil dieser Plattformen ist, dass man jederzeit die neuen Kontaktdaten verfügbar hat, wenn eine Person im eigenen Netzwerk den Arbeitgeber wechselt. Bei XING und LinkedIn ist es theoretisch auch möglich, ein Firmenprofil zu erstellen. Allerdings dürfte hier kaum jemand aktiv nach einem Dienstleister der Baubranche suchen. Diesbezüglich ist es wesentlich sinnvoller, ein Firmenprofil in einem Business-Portal wie «Wer liefert was» einzurichten, das spezifisch für die Anbietersuche verwendet wird. Bessere Auffindbarkeit bei Google & Co. Social Media erhöht die Online-Sichtbarkeit eines Unternehmens und damit auch die Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google. An dieser Stelle sei nochmals an die Wichtigkeit eines Firmenprofils bei einem B2B-Marktplatz wie «Wer liefert was» hingewiesen. Ein Firmenprofil auf www.wlw.ch wird nicht nur im Businessportal selbst gefunden, sondern es erscheint auch bei der Suche in Google unter dem Link mit Suchergebnissen zum entsprechenden Keyword. Damit spart man sich die aufwändige Suchmaschinenoptimierung für die eigene Unternehmenswebsite. Autor: Andreas Essig Head of Regional Sales in der Schweiz und Baden-Württemberg bei «Wer liefert was»

WIE VIEL SOCIAL MEDIA IST NÖTIG? Zur Frage, wie sinnvoll es für Unternehmen ist, die sozialen Netzwerke des Internets für geschäftliche Zwecke zu nutzen, gibt es zwei unterschiedliche Positionen. Die einen sind der Ansicht, dass ein Unternehmen, das im Bereich Social Media nicht aktiv ist, irgendwann nicht mehr wahrgenommen wird. Auf der anderen Seite gibt es die Auffassung, dass sich Aktivitäten auf Facebook, Twitter, YouTube und anderen Plattformen nur für Grossunternehmen lohnen und meist mit erheblichem Aufwand verbunden sind. Die Frage, ob oder wie intensiv Unternehmen in Social Media investieren sollen, hängt im Einzelfall davon ab, wie viel Wert die entsprechende Firma auf Bekanntheit und Image legt. Bekanntheit und Image können beim Aufbau von Kundenbeziehungen wichtig sein, auch wenn die positiven Auswirkungen der Investitionen in diesen Bereich oft nicht direkt messbar sind. Was die Intensität der Aktivitäten in Social Media betrifft, kann man sich drei Abstufungen vorstellen. Das Minimum wäre, dass das Unternehmen grundsätzlich eine Facebook-Seite hat, auf der von Zeit zu Zeit Postings platziert werden, so dass jene Kunden, die über ein Facebook-Profil verfügen, die Möglichkeit haben, die Seite zu «liken». Die Zahl der FacebookFans wird sich damit stets auf dem untersten Level bewegen. Doch immerhin signalisiert das Unternehmen, auf Social Media präsent zu sein. Die zweite Stufe wäre, dass Facebook als zusätzlicher Kanal zur Verbreitung von Informationen und Neuigkeiten genutzt wird, die auf der klassischen Unternehmenswebsite veröffentlicht werden. Dabei genügt ein kurzer Hinweis bestehend aus ein, zwei Sätzen oder einem Bild mit einem Link auf den entsprechenden Beitrag auf der Website. Analog lässt sich auch Twitter nutzen. Pro Tweet stehen nur 140 Zeichen zur Verfügung, so dass sich der zeitliche Zusatzaufwand absolut in Grenzen hält. Diese Variante dient im Sinne von kostenloser Imagewerbung zur Verstärkung der klassischen Online-Kommunikation. Bei der dritten Stufe wird Social Media zu einer relevanten Marketingmassnahme, die sich entsprechend im Marketingbudget niederschlägt. Denn jetzt geht es darum, sich aktiv um das Wachstum der Community zu kümmern. Die User von Facebook beispielsweise teilen interessante Postings mit ihren Freunden und die Kommentare auf Twitter sorgen für ReTweets. So kann sich das Unternehmen als internetaffin und technologisch fortschrittlich profilieren und gleichzeitig auch die Bekanntheit steigern. Social Media ist dann eine Massnahme zur Kundenbindung und ein interaktiver Kommunikationskanal, der es dem Unternehmen ermöglicht, zu erfahren, was bei bestehenden und potentiellen Kunden auf Anklang stösst und welche Themen oder Anliegen für die Zielgruppe besonders wichtig sind. Diese Stufe kann nur realisiert werden, wenn das Unternehmen einen Social-Media-Verantwortlichen bestimmt, der über genügend freie Kapazität und entsprechende Erfahrung mit den neuen Medien verfügt. Auf dieser Stufe sollen auch andere Social-Media-Kanäle genutzt werden wie zum Beispiel einen Blog, Google+, YouTube etc. Falls sich das Unternehmen auch innovative Social-Media-Aktivitäten erlauben möchte wie etwa ein Facebook-Game oder andere Facebook Apps, ist in der Regel die Hilfe einer New-Media-Agentur erforderlich. Christian Iten, Lifecom Neue Medien


Workspacemanagement SICHERHEIT

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Der Unified Management Agent als Teil des IGEL Managed Workspace.

Die gesamte

Arbeitsplatz-IT im Griff Mit IGEL Managed Workspaces lassen sich nicht nur Thin Clients bequem fernverwalten. Dank des Unified Management Agent werden auch Windows-PCs und Notebooks Teil der Infrastruktur. Vor dem Hintergrund eines grundlegenden Wandels in der IT in Richtung Digitale Transformation sagen Trendanalysen eine deutlich längere PCNutzungsdauer jenseits von sechs Jahren voraus. Die Hardware ist robuster geworden und dank Windows 10 kommen auch drei Jahre alte Maschinen noch einige Jahre mit den bisherigen Anforderungen zurecht. Die Kehrseite der Medaille: der unvermindert hohe Wartungs- und Managementaufwand. Denn PCs binden personelle Ressourcen im grossen Stil durch einfache operative Aufgaben wie SoftwareVerteilung, Patches, Antivieren-Updates oder User-Support.

Link: www.igel.com/de

Auf dem Weg zum Unified Management Die Alternative liegt im sogenannten Managed Workspace. Auf Basis des «software-defined Computing» entkoppelt Thin Client-Spezialist IGEL die Intelligenz für den Fernzugriff auf zentrale ITUmgebungen und Cloud-Services nachhaltig von der Hardware: Dank der Thin Client-Software IGEL UDC lassen sich auch Desktop-PCs, Notebooks und Thin Clients anderer Hersteller bequem über die im Lieferumfang enthaltende Managementsoftware IGEL UMS verwalten. Durch einfaches, profilbasiertes Management mit zahlreichen Automatisierungsmöglichkeiten wird das IT-Personal auf diese Weise nachhaltig entlastet.

Windows PCs und Notebooks komfortabel fernverwalten Doch der Einsatzradius des IGEL Managed Workspace geht noch weiter: Der Unified Management Agent (UMA) bindet als lokale Software auch Endgeräte mit Windows in das einheitliche Workspace Management ein. Dadurch ermöglicht er Anwendern eine komfortable Verwaltung unterschiedlichster Gerätetypen. UMA wird direkt auf den entsprechenden Windows-Geräten installiert, anschliessend lassen sich diese im gewohnten Look & Feel der IGEL UMS verwalten. Dies reicht von der Steuerung von VDI-Sitzungen über die Anpassung der Benutzeroberfläche bis hin zum Windows Management und sicherheitsrelevanten Einstellungen. Somit können heterogene ClientUmgebungen einfach harmonisiert werden und Insellösungen gehören der Vergangenheit hat. Weil das lokale Betriebssystem parallel zum Managed Workspace-Zugriff erhalten bleibt, lassen sich sogar hybride Lösungen realisieren, die das lokale Arbeiten mit einheitlicher Fernadministration verbinden. Damit wird der Unified Management Agent zu einer attraktiven Lösung für alle Unternehmen, die auf der Suche nach einem kostengünstigen und effizienten Management-Tool sind, mit dem sich vorhandene PCs, Notebooks und Thin Clients zeitsparend administrieren lassen.


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SICHERHEIT Cloud Computing

Breach Detection – finden Sie die

Nadel im Heuhaufen Unternehmen müssen heute davon ausgehen, dass ihre Systeme bereits infiltriert sind oder sie Opfer einer opportunistischen oder gezielten Attacke werden. Heutzutage braucht es neue, mitdenkende Sicherheitsmodelle.

Ernesto Hartmann, Head of Security Operations, Member of the Management, InfoGuard AG

InfoGuard AG ist spezialisiert auf umfassende Informationssicherheits- und innovative Netzwerklösungen. Zu Ihren Kompetenzen zählen massgeschneiderte Dienstleistungen nach internationalen Sicherheitsstandards sowie die Entwicklung und Implementierung technischer Sicherheits- und Netzwerklösungen. InfoGuard ist Mitglied der Schweizer «The Crypto Group».

www.infoguard.ch

InfoGuard ist ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert.

Hackerangriffe und andere IT-Sicherheitsvorfälle sind nicht nur ärgerlich, sie können auch enorme Kosten und einen riesigen Imageschaden mit sich bringen – und die Bedrohung für sensible Firmendaten durch Cyberangriffe nimmt stetig zu. Gründe sind unter anderem eine Professionalisierung der Werkzeuge und Methoden von Hackern. Aber auch der Umstand, dass dank Bitcoin schnell aus einem Angriff Kapital geschlagen werden kann, was die Anzahl der opportunistischen Attacken massiv erhöht hat. Unternehmen müssen heute davon ausgehen, dass ihre Systeme bereits infiltriert sind. Sie dürfen sich deshalb nicht allein auf Sicherheitsmethoden am Perimeter verlassen. Gelingt es einem Angreifer, in ein Unternehmensnetzwerk einzudringen, kann er sich unbemerkt völlig frei bewegen und unbehelligt Daten klauen. Deswegen braucht es heutzutage neue Sicherheitsdispositive bei welchen die Prevention gesteigert wird und auch die Detektion und Reaktion auf Angriffe miteinbezogen werden. Um bei einer Attacke schnell reagieren zu können, sind Unternehmen gut beraten, wenn sie auf ein Security Operations Team mit geeigneten Werkzeugen zurückgreifen können. Nur wer Hacker versteht, kann sich auch richtig schützen Professionelle und erfahrene Hacker sind darauf bedacht, ihre Attacken stets zu modifizieren, um die Aufdeckung zu erschweren. Deswegen wird die Malware permanent verändert oder verschlüsselt, um sicher zu stellen, dass sie keiner bekannten elektronischen Signatur entspricht. Angreifer sind so zwar in der Lage, die Erscheinung der Malware neu zu verpacken, nicht aber das Ziel der Angriffe: nämlich das Ausspionieren, die Verbreitung oder den Datendiebstahl in Netzwerken der Opfer. Diese Verhaltensweisen sind elementar und von grundlegender Bedeutung für eine Attacke - und sie lassen sich beobachten. Hier schlägt die Stunde der Cyber Defence. Sie umfasst die Erkennung von Infiltrationen, die Gruppierung anhand des AngriffFortschritts und die Reaktion auf den Angriff.

Falls der Angriff weit fortgeschritten ist, muss man davon ausgehen, dass nicht nur ein einzelnes System betroffen ist. Deshalb braucht es zur Verteidigung technologische Unterstützung in Form einer zentralen Security Intelligence Plattform, wie beispielsweise IBM QRadar und entsprechenden Agenten auf den Endgeräten. Sie sammelt automatisch alle Informationen aus den Infrastrukturkomponenten, vergleicht diese mit externen Threat Feeds und untersucht sie in Echtzeit auf Angriffe. Ergänzt wird dieses System mit Breach Detection Systemen, welche den Datenverkehr mit Hilfe von Data Science, maschinellem Lernen und Verhaltensanalysen durchsuchen und auswerten. Wird ein Angriff erkannt – oder befindet sich ein Angreifer bereits im internen Netz, muss das Cyber Defence Team jederzeit in der Lage sein schnell zu reagieren, indem beispielsweise auf jedem Endgerät eine Analyse gestartet werden kann. Dazu braucht es retrospektive Informationen, welche beispielsweise Systeme wie von Tanium permanent aufzeichnen. Mit diesen Informationen kann sich ein Analyst schnell ein Bild der im Angriff involvierten Prozesse machen. Nur so lässt sich die gesamte Infrastruktur flächendeckend nach «Indicators of Compromice» (IOC), wie Prozess-, FileHashes, Directory Pfade oder involvierte externe IP-Adressen durchsuchen. Unternehmen welche nur auf präventive Sicherheit bauen, werden APTAngriffe nicht erkennen können und setzen sich einem erheblichen Risiko aus. In der heutigen Cyber Security Welt ist jeder Tag ein «Zero Day» Eine effiziente und zuverlässige Cyber Security muss auf verschiedenen Lösungen und Ansätzen, wie Perimeter Security, Sandboxes und MalwareProtection aufbauen. Immer kombiniert mit Cyber Defence Services, wie APT Detection & Response, Cyber Threat Intelligence und der systematischen Analyse von Bedrohungen mittels SIEM- und Incident Response. Nur so lässt sich die Nadel im Heuhaufen finden und beseitigen.


Mobile SICHERHEIT

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MDM greift bei der Sicherung von

Mobilgeräten zu kurz Herkömmliche Sicherheitsansätze, die nur auf eine Mobile-Device-Management-Lösung setzen, sind nicht ausreichend. Unverzichtbar sind Lösungen in den Bereichen Mobile Application und Mobile Content Management.

Das mobile Arbeiten ist heute eine Selbstverständlichkeit. Für Unternehmen hat es aber auch zusätzliche Sicherheitsrisiken mit sich gebracht, da die mobilen Endpunkte zunehmend in das Visier von Cyber-Angreifern geraten sind.

Die Gefahren beim Einsatz von mobilen Endgeräten werden oft unterschätzt. Denn Trojaner, Adware, Spyware und andere Malware zielen vermehrt auf klassische Endpunkte wie Notebooks ab. Und die möglichen Angriffsszenarien nehmen kontinuierlich zu, Ransomware wie CryptoLocker ist dafür nur ein Beispiel. Der mobil arbeitende Mitarbeiter, der lediglich rudimentäre Sicherheitsmechanismen nutzt und hochbrisante Firmeninformationen auf seinem Rechner gespeichert hat, ist natürlich für professionelle Datendiebe ein extrem lohnendes Angriffsziel. Mobile Device Management ist die Basis Mit einer MDM-Lösung lassen sich Mobilgeräte im Rahmen einer übergreifenden Sicherheitsstrategie zentral verwalten. MDM stellt damit eine Erweiterung der zentralen Risiko- und Sicherheitsstrategie des Unternehmens dar. Zum Funktionsspektrum einer State-of-the-Art-Lösung gehören unter anderem die zentrale Verwaltung und EchtzeitÜberwachung des Gerätebestands, die Verwaltung von Benutzerprofilen und Datenzugriffsberechtigungen sowie Sicherheitsfeatures wie Verschlüsselung, Passwortzurücksetzung, Gerätesperrung oder Datenfernlöschung, um vertrauliche Unternehmensinformationen im Fall verlorener oder gestohlener Geräte zu schützen. Der Einsatz solcher Lösungen ist – zumindest bei grossen Unternehmen – heute Standard; bei mittelständischen Firmen besteht hier hingegen vielfach noch Nachholbedarf. Aber auch wenn eine MDM-Applikation genutzt wird, einen ausreichenden Schutz bietet eine solche Lösung keineswegs. Ebenso wichtig sind Mobile-Application- und Mobile-ContentManagement-Lösungen. Und hier weisen nach Erfahrungen von NTT Com Security fast alle Unternehmen noch erhebliche Lücken auf. Applikationen und Daten rücken ins Blickfeld Während es beim MDM um das Gerätemanagement geht, konzentriert sich das Mobile Application Management (MAM) auf die Anwendungen selbst. Dabei stehen Themen wie Softwarevertei-

lung inklusive Echtzeit-Updates, Deinstallationen von Applikationen oder Konfigurations-, Changeund Patch-Management im Vordergrund. Auch die Benutzerauthentifizierung, Anwendungsverschlüsselung oder die Festlegung von Application Whitelists und Blacklists gehören zum MAM-Lösungsspektrum. Darüber hinaus sollte auch eine Lösung im Bereich Mobile Content Management (MCM) Bestandteil des Mobile-Security-Konzepts sein. Sie ermöglicht eine Festlegung von Sicherheitsrichtlinien für Dokumente und Dateien und kann damit einen Datenzugriff durch nicht autorisierte Personen zuverlässig unterbinden. Eine MCM-Lösung zielt aber nicht nur auf den Schutz von Daten ab, sie unterstützt ebenso die Collaboration, das heisst den sicheren Datenaustausch zwischen Mitarbeitern, Partnern und auch Kunden. Realisiert wird dies zum Beispiel durch eine verschlüsselte Datenspeicherung und -synchronisation. Es liegt auf der Hand, dass mobile Geräte jenseits der eigenen Unternehmensinfrastruktur mit Perimeter-Schutz per se extrem verwundbar sind. Eine durchgängige Verwaltung und Sicherung ist deshalb unverzichtbar. Und sie hört nicht beim Thema MDM auf, sondern muss auch die Bereiche MAM und MCM umfassen. Wichtig ist dabei aber immer der ganzheitliche Ansatz, der die Überwachung und Absicherung der Endpunkte als wichtigen Erfolgsfaktor in einer Gesamtstrategie berücksichtigt. Das heisst, auch ein Mobile-Security-Konzept darf nicht losgelöst betrachtet werden, sondern muss Bestandteil einer umfassenden Cyber-Defense-Strategie sein, die den gesamten End-to-End-Sicherheitsservice abdeckt und ein umfassendes und vor allem durchgängiges Risikomanagement sicherstellt. Autor: Christian Heinze ist Practice Leader Secure Device bei NTT Com Security


SICHERHEIT Mobile

Gemeinsame MobilePayment-Lösung für die Schweiz beschlossen Die fünf grössten Schweizer Banken Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS und ZKB, die Finanzinfrastrukturdienstleisterin SIX, und die Detailhändler Coop und Migros sowie Swisscom haben sich auf eine gemeinsame Lösung für ein Schweizer Mobile-Payment-System verständigt. Es verbindet die Stärken von Paymit und TWINT und bietet eine plattformunabhängige, wettbewerbsfähige und kundenfreundliche Lösung für alle Marktteilnehmer. Neben der Payment-Funktion sind Mehrwertleistungen massgebende Elemente der gemeinsamen Lösung. Die Zusammenlegung der beiden heutigen Systeme erfolgt im Laufe des Herbstes 2016. Nutzer und Händler von Paymit und TWINT können die zwei Systeme bis zur Migration auf die neue Plattform wie gewohnt einsetzen. Weiterentwicklung und Betrieb werden an ein eigenes Unternehmen übertragen, an dem die fünf grössten Banken und SIX beteiligt sein werden. Es wird von Jürg Weber präsidiert und von Thierry Kneissler als CEO geleitet.

Die Plattform kombiniert die Stärken von Paymit und TWINT. Ausserdem kann jede Partnerbank, wie bei Paymit, ihre eigene Applikation im Co-Branding herausgeben, und dem Handel steht die Option von TWINT offen, eigene Kundenkarten ins System einzubinden.

Stärken beider Systeme gebündelt Die beteiligten Unternehmen haben sich nun darauf verständigt, ein gemeinsames Mobile-Payment-System zu betreiben, das die Vorteile der beiden bisher getrennt betriebenen Systeme Paymit und TWINT vereint. Das neue System tritt unter der Marke «TWINT» auf. Es erfolgt ein umfassendes Re-Branding, das der gemeinsamen Schweizer Mobile Payment Plattform Rechnung trägt. Die gemeinsame Plattform steht allen Konsumentinnen und Konsumenten sowie sämtlichen Händlern offen – vom Grossverteiler bis zur Espresso-Bar, Banken, Herausgebern von Zahlkarten (Issuer), Abrechnungsunternehmen (Acquirer) sowie allen weiteren in- und ausländischen Marktteilnehmern. Sie ist kanalübergreifend an der Ladenkasse, im E-Commerce, in Apps, an Automaten sowie zwischen Personen einsetzbar. Link: www.twint.ch


Malware SICHERHEIT

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Ransomware:

Daten gegen Lösegeld SimpLocker, Locky und Keranger haben eines gemeinsam: Sie infizieren als VerschlüsselungsTrojaner («Ransomware») weltweit Computer, mobile Geräte und Netzwerke. Fordern die Erpresser Lösegeld, ist es für Unternehmen bereits zu spät. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihr Portemonnaie und Ihre Daten schützen. Was im letzten Jahr als Ärgernis für Android-User begann, entwickelt sich aktuell auch für Anwender von Windows und Apple OS X zur Plage. Sinn und Zweck der heimtückischen Trojaner bleibt das Abzocken von Geld. Denn die Ransomware verschlüsselt die Informationen auf den Geräten seiner Opfer und fordert ein üppiges Lösegeld.

Ransomware generierte PIN-Code zur Entsperrung des Android-Geräts gar nicht erst an die Erpresser übermittelt. So hatten die Opfer niemals eine Chance, den Zugang zu ihrem Gerät wiederzuerlangen. Ausserdem könnte durch die Zahlungsbereitschaft der Opfer ein weiterer Angriff folgen, um noch mehr Geld zu erbeuten.

Das Bezahlen der Forderung führt in den meisten Fällen jedoch eher zum Verlust des überwiesenen Geldes als zu einer gütlichen Einigung. Denn es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, dass nach Zahlung des Lösegelds die betroffenen Daten oder Geräte tatsächlich entsperrt werden. Hinzu kommt, dass damit die Erpresser – und gegebenenfalls weitere kriminelle Aktivitäten – finanziell unterstützt werden.

Auch das Knacken der Verschlüsselung erweist sich als wenig gewinnbringend. Das Encoding der Daten erfolgt anhand asymmetrischer CodeVerschlüsselungsalgorithmen und ist mithilfe von Reverse Engineering oder Brute Force nicht rückgängig zu machen.

Selbst wenn die Angreifer einen Entschlüsselungscode schlussendlich übermitteln, funktioniert dieser nicht immer. ESET-Analysen haben dies mehrmals belegt. Etliche Male wurde der von der

11 SCHRITTE ZUM SCHUTZ VOR DATENVERLUST 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

Erstellen Sie regelmässig Backups von wichtigen Daten. Aktivieren Sie die automatische Aktualisierung Ihrer Software. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter. Lassen Sie sich bekannte Dateierweiterungen anzeigen. Blockieren Sie E-Mails anhand der Dateiendungen im Anhang. Deaktivieren Sie die Dateiausführung aus AppData/ LocalAppData-Ordnern. Geniessen Sie freigegebene Ordner mit besonderer Vorsicht. Deaktivieren Sie RDP. Nutzen Sie ausschliesslich branchenführende Sicherheitslösungen. Nutzen Sie die Systemwiederherstellung, um das System auf einen sauberen Stand zurückzusetzen. Nutzen Sie ein Standardkonto ohne Administratorrechte.

«Bauerntrick» erfordert schnelle Reaktion So komplex die Malware konstruiert sein mag, die Verbreitungsmethode ist auf jeden Fall ein alter Hut. Häufig werden die Schädlinge mittels Social Engineering über E-Mails mit Anhang in Umlauf gebracht. Meistens geschieht dies als simpler Massenversand. Das Öffnen des verseuchten Beiwerks aktiviert den Trojaner und die Verschlüsselung des betroffenen Computers beginnt. Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, empfiehlt sich der Einsatz einer professionellen Security Software. Für Opfer einer Ransomware-Attacke ist eine schnelle Isolation des infizierten Geräts oberstes Gebot. Die Trennung vom Firmennetzwerk – falls möglich auch von der Stromversorgung – verhindert eine weitere Verbreitung. Dadurch kann die Kommunikation zwischen Malware und C&CServer noch vor Beginn des Verschlüsselungsprozesses von Dateien und Laufwerken unterbunden werden. Auch wenn es sich dabei um keine sichere Methode handelt, besteht zumindest die Chance, dass einzelne wertvolle Dateien vor der kompletten Verschlüsselung bewahrt werden. Zum Schutz vor Cyber-Attacken und IT-Risiken fragen Sie Ihren ESET-Spezialisten.

www.eset.com/ch


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SICHERHEIT Malware

Gezielte Angriffe effizient abwehren mit

Sandbox-Technologie Sowohl bei Cyberkriminellen als auch bei Unternehmen kommen immer wieder neue Tools zum Einsatz, die noch raffiniertere Angriffe bzw. noch effektiveren Schutz ermöglichen. In letzter Zeit werden zunehmend sogenannte Advanced Persistent Threats (APTs) beobachtet. APTs wurden ursprünglich nur gegen sehr große Unternehmen eingesetzt, nehmen jetzt jedoch vermehrt auch kleine Unternehmen ins Visier. Entweder geht es darum, die kleinen Unternehmen selbst anzugreifen, oder diese Der Einsatz leistungsstarker cloudbasier- werden nur als Zwischenstufe genutzt, um ter Next-Generation-Sandboxsich über sie Zugriff auf Technologie ermöglicht Sophos Sanddie Systeme und Daten storm eine schnelle und zuverlässige grösserer Unternehmen Erkennung, Blockierung und Reaktion auf zu verschaffen. Auch evasive Malware. kleine und mittelständische Unternehmen geraten also zunehmend in den Fokus. Angreifer haben kleine und mittelständische Unternehmen auf dem Radar und betrachten sie als leichte Beute, weil viele nicht die notwendigen Ressourcen und keine mehrschichtigen Abwehrmassnahmen haben, um sich ausreichend zu schützen. Sophos Sandstorm ist eine dedizierte Lösung zur Abwehr von Advanced Persistent Threats (APT) und Zero-Day-Malware und kann als ergänzendes Feature mit Sophos-Sicherheitsprodukten verwendet werden. Durch Einsatz leistungsstarker cloudbasierter Next-Generation-Sandbox-Technologie ermöglicht Sophos Sandstorm eine schnelle und zuverlässige Erkennung, Blockierung und Reaktion auf evasive Malware, die andere Lösungen übersehen. Highlights: Leistungsstarker Schutz vor gezielten Angriffen: Sophos Sandstorm bietet den leistungsstarken Schutz, den Unternehmen zur Abwehr unbekannter Bedrohungen benötigen. Dazu ist die Verwaltung einfach und der Preis erschwinglich. Einfache Aktivierung: Sophos Sandstorm ist komplett in Ihre Sophos-Sicherheitslösung integriert. Sie müssen lediglich Ihre Subscription aktualisieren, die Sandstorm-Richtlinie anwen-

den und schon sind Sie vor gezielten Angriffen geschützt. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten. Blockiert evasive Malware, die andere übersehen: Mit Sophos Sandstorm erkennen Sie auch unbekannte Bedrohungen, die speziell entwickelt wurden, um Sandbox-Appliances der ersten Generation zu umgehen. Mit unserem systemübergreifenden Emulationsansatz erhalten Sie einen detaillierten Einblick in das Verhalten unbekannter Malware und erkennen MalwareAngriffe, die andere einfach übersehen. Forensik-Reports: Reagieren Sie schneller auf hochentwickelte Bedrohungen – mit einer einfachen, ereignisorientierten Analyse von Sicherheitsverletzungen. Wir liefern Ihnen nach Relevanz geordnete APT-Informationen, die auf einer Korrelation der Daten basieren. Dieser Ansatz reduziert nicht nur Störungen, sondern spart Ihnen auch Zeit. Umfassende Analyse: Entdecken Sie potenziell schädliche Verhaltensweisen auf all Ihren Endbenutzer-Geräten und in allen kritischen Infrastrukturen. Hierzu zählen Ihre Betriebssysteme (Windows, Mac OS X und Android), physische und virtuelle Hosts, Services, Netzwerkinfrastrukturen sowie Web-, E-Mail-, Datei- und mobile Anwendungen. Bedrohungen können in der Sandstorm-Cloud sicher ausgeführt werden, sodass keine Gefahr durch Malware für Ihre Rechenzentren besteht. Blitzschnelle Performance: Ihre Sophos-Sicherheitslösung führt eine präzise Vorfilterung Ihres Datenverkehrs durch, sodass nur verdächtige Dateien an Sandstorm gesendet werden. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Latenz und Beeinträchtigung der Endbenutzer so gering wie möglich ausfällt. Mehr Infos unter www.sophos.de/sandstorm


Technologie STORAGE

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Die Storage-Welt

im Wandel Neue mobile Geräte nutzen Flash-Memory als Hauptspeichermedium sowie immer mehr Flash-basierte Solid-State-Drives (SSDs) werden in Notebooks und Desktop-PCs verwendet und verdrängen traditionelle HDD-Lösungen. einen Nachteil erkauft: Die Random-Schreib-Performance dieser Laufwerke ist begrenzt und bis zu einem gewissen Punkt nicht bestimmbar. Die sequenzielle Lese-/Schreib- und Random-Lese-Performance hingegen ist vergleichbar mit derjenigen bei Nearline-Modellen. Dadurch eignen sich SMRLaufwerke für Datenstreaming, Datenarchivierung und die Speicherung von Daten, auf die selten zugegriffen werden muss. Kleiner, schneller, dichter Während HDDs in der nahen Zukunft bei der Archivierung von Daten weiterhin eine grosse Rolle spielen werden, wird sich ihr Einsatz in der ServerArchitektur ändern – mehr und mehr 15.000-rpmLaufwerke werden durch Enterprise-SSDs ersetzt. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst diesen Wechsel: die verbesserte IOPS-Performance von eSSDs im Vergleich zu den schnellsten HDDs, der reduzierte Energieverbrauch von Flash-basierten Laufwerken und die sinkenden Kosten pro GB. Der Trend der fallenden Kosten pro GB wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen, insbesondere da die Einführung von 3D-NAND-Technologien wie 3D BiCS NAND die Chip-Bit-Dichte und die Laufwerkskapazität erhöht. Zwar steht die Veränderung der Storage-Landschaft durch 3D-Technologien noch am Anfang, jedoch bieten SSDs, die mit solch neuen Chips ausgestattet sind, eine höhere Belastbarkeit, schnellere Geschwindigkeiten, grössere Energieeffizienz und höhere Kapazitäten. Auf lange Sicht haben SSDs zudem prinzipiell das Potenzial, HDDs im Hinblick auf die Kapazität deutlich zu überholen − 256-TB-SSDs werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verfügbar sein. Timofeev Vladimir/shutterstock.com

Über die Zukunftsaussichten der HardDisk-Drives (HDDs) ist schon viel geschrieben worden. Trotz dieser Entwicklung werden auch 2016 HDDs den Grossteil des Absatzes ausmachen, da sie grosse Datenmengen am wirtschaftlichsten speichern.

Generell ist davon auszugehen, dass die Kapazität der Enterprise-Festplatten weiter steigt und bis zum Ende des Jahrzehnts in einer Grössenordnung von 20 bis 40 TB liegt, der 3,5-Zoll-Formfaktor wird dabei als Industriestandard bestehen bleiben. Enterprise-HDDs mit einer Kapazität von 8 TB sind bereits heute verfügbar – als Lösung für den Bedarf der Industrie nach hoher Kapazität und Speicherdichte. Neue Technologien wie das Shingled Magnetic Recording (SMR) werden die Kapazität auf derselben physikalischen Hardware weiter erhöhen, bei einem 8-TB-Laufwerk auf zukünftig 10 TB oder mehr. Während bei konventionellen HDDs die Daten auf Magnetspuren geschrieben werden, die sich nicht überlappen, erfolgt die Datenaufzeichnung bei SMR-HDDs auf sich teilweise überlappenden Spuren – ähnlich wie bei Dachschindeln. Das erlaubt eine höhere Dichte der Datenspuren, was zu einer höheren Gesamtspeicherdichte führt. Allerdings wird die höhere Speicherdichte durch

Die Schnittstellen-Landschaft verändert sich Im Einstiegsbereich des Enterprise-Marktes haben sich eSSDs mit SATA-Schnittstelle sowohl als BootLaufwerke als auch für grössere Storage-Volumen bewährt. Einer der Gründe dafür: SATA-SSDs bieten in Bezug auf das Kosten-Kapazitäts-Verhältnis den günstigsten Einstieg in die Flash-basierte Sto-


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STORAGE Technologie

rage-Welt. Dieser ökonomische Vorteil resultiert aus der hohen Anzahl von Client-SATA-SSDs, die für den Ersatz von 2,5-Zoll-Notebook-HDDs produziert wurden. Es ist aber zu erwarten, dass sich mit dem voraussehbaren Rückgang der 2,5-ZollClient-SATA-SSDs, bedingt durch den Wechsel zu M.2-PCI-Express (PCIe)-Modulen, dieser «Economies-of-Scale»-Faktor verringern wird oder ganz verschwindet. Die Nutzung neuer Schnittstellen hat ebenfalls den Formfaktorwechsel von 2,5-Zoll zu M.2- und noch kleineren Modulen beschleunigt. Die vor Kurzem angekündigte weltweit kleinste NVM Express (NVMe) SSD von Toshiba, die 256 GB in einem BGA-Gehäuse unterbringt, misst lediglich 16 mm x 20 mm. Ein Faktor, der die Geschwindigkeit der SSDs begrenzt, ist ihre Verbindung mit dem Rechner – die gewöhnlich genutzte 6-Gbit/s-SATA-Schnittstelle bietet eine Bandbreite von bis zu 600 MB/s, während eine SAS-12-Gbit/s-Schnittstelle bis zu 1.200 MB/s erreicht. SSDs, die auf PCIe der dritten Generation basieren, unterstützen typischerweise vier Lanes mit Bandbreiten von annähernd 1 GB/s pro Lane. Das führt zu einer gesamten Bandbreite von 4 GB/s. Langfristig werden sich im SATAeSSD-Markt wohl PCIe-basierte Lösungen (für das Booten) und SAS-eSSDs (für Speichervolumen) durchsetzen. Die höhere Bandbreite einer PCIe-SSD ermöglicht der CPU, mehr NAND-Chips gleichzeitig zu adressieren. Das reduziert Latenzen und verbessert die Lese-/Schreib-Geschwindigkeiten. Deshalb hat ein Wechsel auf SSDs eingesetzt, die über eine direkte Verbindung zum PCIe-Bus unter Verwendung des NVMe-Schnittstellen-Protokolls verfügen, das von vielen Betriebssystemen unterstützt wird. Die ersten Server-Modelle, die diese Schnittstelle unterstützen, sind bereits verfügbar. Allerdings wird die Anzahl der Speichereinheiten limitiert durch die Anzahl der freien PCI-Express-Verbindungen im Chipsatz des Motherboards. Wenn zukünftig PCIe-basierte Enterprise-SSDs mit mehr als 4 bis 8 TB verfügbar sind, wird diese Konfiguration ausreichend Speicherkapazität für Tier-0-Storage in Server-Architekturen bereitstellen können. PCIe-SSDs mit hohem Drive-Writes-Per-Day (DWPD)-Wert werden ebenfalls im Add-In-Card (AIC)-Formfaktor verfügbar sein – für ein direktes Plug-in in die PCIe-Slots des Motherboards. Mit solchen Lösungen entfällt zwar die Notwendigkeit des Verkabelns, aktuell bieten sie allerdings keine Hot-Plug-Funktionalität – ein Erweitern, Entfernen oder Austausch von Karten ist deshalb nicht ohne Serviceunterbrechung möglich.

Für grössere, komplexere Storage-Systeme bleibt voraussichtlich 12 Gbit/s SAS die Standard-Schnittstelle. Sie unterstützt einen Endto-End-Datenschutz durch den SAS-Link, die Dual-Link-Funktion und die Vielzahl vorhandener Infrastruktur-Lösungen für Controller, HBA, Expander, Backplanes und JBOD, die weiter verwendet werden können. Wichtige Wachstumstreiber In Zukunft wird der Bedarf an Storage-Kapazität weiter steigen. Das wird auch die Nachfrage nach Cloud-Storage-Lösungen erhöhen. Dank seiner Skalierungseffekte kann Cloud-Storage die Kosten für die Speicherung der immer grösser werdenden Datenmengen reduzieren. Neben der Datenarchivierung in der Cloud ist auch die Speicherung von Videoüberwachungsdaten ein wichtiges Wachstumssegment. Applikationen für Videoüberwachungssysteme finden sich in immer mehr Bereichen, einschliesslich der Überwachung industrieller Prozesse, Flughäfen und Verkehr oder im Retail, wo zum Beispiel Verhaltensanalysen von Kunden die Basis für eine Verbesserung der Customer Experience schaffen. So werden die Überwachungsdaten zunehmend nicht nur zum Schutz vor Sicherheitsrisiken genutzt, sondern auch als Teil eines umfassenden Geschäftsprozess-Managementtools. Insgesamt wird die Einführung neuer Technologien und Schnittstellen weiterhin einen grossen Einfluss darauf haben, wie und wo HDDs und SSDs in verschiedenen Storage-Architekturen genutzt werden sollen. Dabei steht die Industrie mit dem zunehmenden Wechsel von HDDs auf SSDs an einem Wendepunkt. Begünstigt durch den fallenden Preis pro GB wird der Absatz von SSDs weiter zunehmen und sich deren Nutzung intensivieren – auch im Hinblick auf neue Applikationen. Klar ist: Um erfolgreich zu sein, müssen Hersteller die vollständige Kontrolle über Design und Entwicklung der Laufwerke und der Firmware behalten – im SSD-Markt beinhaltet das Firmware, Controller und Flash-Speicher.

Autor: Rainer Kaese ist Senior Manager Business Development bei Toshiba Electronics Europe, Storage Products Division


Weiterbildung JOB&KARRIERE

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Industrie 4.0 braucht

Wirtschaftsinformatiker Der Kühlschrank bestellt selber Milch. Industrie 4.0 macht es möglich. Schlagworte wie Internet der Dinge, Smart Factory oder Smart Distribution sind in aller Munde. Was bedeutet das für den (Wirtschafts-)Informatiker? Vertikale Kommunikation Eine ganze Menge. Um was geht es eigentlich bei Industrie 4.0? Geräte wie ein Kühlschrank oder ein Warenlager werden mit Intelligenz (Sensoren) ausgerüstet. Diese detektieren, wenn Dinge z.B. in den Kühlschrank gestellt oder herausgenommen werden. Bevor es zu wenig Milch hat, bestellt der Kühlschrank beim Warenlager 100 Liter Milch. In diesem Fall spricht man von vertikaler Kommunikation. In einem Gastrobetrieb hat es mehr als nur einen Kühlschrank. Diese sind untereinander vernetzt und können z.B. Informationen über den Milchbestand austauschen. Falls es insgesamt noch genügend Milch hat, muss nichts bestellt werden. Wenn die Kühlschränke miteinander sprechen ist das ein Beispiel horizontaler Kommunikation. Horizontale Kommunikation Kommt die Milchbestellung im Warenlager an, wird nach dem gleichen Muster vorgegangen: da es mehrere Warenlager gibt, wird eines gesucht, welches die gewünschte Menge liefern kann. Es kann auch sein, dass die Milch von verschiedenen

Warenlagern geliefert wird. Dies ist ein weiteres Beispiel der horizontalen Kommunikation. Kenntnisse der Geschäftsprozesse Die Bestellung von Milch ist nur ein (kleiner) Bestandteil des gesamten Prozesses. Damit verbunden sind weitere Schritte der Automatisierung wie Rechnungstellung, Buchhaltung, Inventar etc. Wieder einmal dreht sich alles um Prozesse. Und genau hier kommt der Wirtschaftsinformatiker ins Spiel. Es braucht nicht nur Technologien (Sensoren, Vernetzung) und Software, es braucht


JOB&KARRIERE Weiterbildung

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eine Gesamtschau resp. einen Überblick über die gesamte Wertschöpfung. Nicht alles, was automatisiert werden kann, lohnt sich auch.

mehr an Bedeutung. Technisches Prozesswissen ist eine der Kernkompetenzen des Wirtschaftsinformatikers.

Ohne Verständnis der Technologien können diese Prozesse nicht analysiert werden. Ein technisches Grundverständnis gehört dazu. Daneben braucht es folgende Qualitäten: Detaillierte Kenntnisse von Geschäftsprozessen Branchenübergreifendes Know-How Rechtliches Grundwissen Betriebswirtschaftliches Grundwissen

Das branchenübergreifende Know-How kann nicht in einem Studiengang angeeignet werden. Dazu braucht es viel praktische Erfahrung. Von grossem Nutzen ist das breite Allgemeinwissen des Wirtschaftsinformatikers in den Bereichen Informatik und Betriebswissenschaft. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um sich das nötige Wissen rasch aneignen zu können.

Industrie 4.0: Prozesse vereinfachen Der Grundgedanke von Industrie 4.0 ist simpel: Prozesse vereinfachen, (weg)optimieren, effizienter gestalten. Einmal mehr sind umfangreiche Kenntnisse von Geschäftsprozessen gefragt. Neu werden die Geschäftsprozesse firmenübergreifend analysiert und neugestaltet. Die Prozesse werden dadurch komplexer und es gibt viel mehr Schnittstellen. Der technische Aspekt gewinnt immer

Weitere Informationen zu den Lehrgängen zur Höheren Berufsbildung (dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF, dipl. Techniker/in HF, dipl. Web Engineer NDS HF, ICT-Applikationsentwickler/in und ICT-Systemtechniker/in) erhalten Sie unter Tel. 044 943 64 22 und www.hbu.ch

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Weiterbildung JOB&KARRIERE

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TeleNetfair 2016

mit Rückenwind Die achte TeleNetfair findet erstmals in der Halle 2, der Messe Luzern, vom 6.- 8. September 2016 statt. Das neue Konzept mit aktuellen Sonderschauen, zusammen mit bewährten Themen kommt bei den Ausstellern gut an. Trotz der schwierigen Ausgangslage nimmt die TeleNetfair 2016 Kontur an. Kurz vor Anmeldeschluss ist ein Grossteil der Fläche bereits besetzt. Namhafte Unternehmen zeigen an der grössten Schweizer Messe für Datenübertragung ihre innovativen Stärken und die digitale Kompetenz. Rückgrat für die zunehmende Digitalisierung sind immer schnellere Datennetze und immer leistungsfähigere Datacenter. Ohne moderne Netzwerk- und Datacenterinfrastrukturen sind ein sicherer und schneller Informationsaustausch sowie effiziente Kommunikationsprozesse undenkbar. Dafür stehen auch nebst vielen Produktinnovationen aus dem Kabel- und Netzwerkbereich, die neuen Sonderschauen «Forum Datacenter live» und «Smart Home & Smart Energy». Innovative Kabel- und Netzwerklösungen in allen Bereichen Einzigartige, intelligente und effiziente Fiber to the desk-Lösungen werden genauso gezeigt, wie passive und aktive Glasfaserprodukte und Dienstleistungen sowie Komplettlösungen inkl. Netzwerkkomponenten für’s heutige anspruchsvolle Kommunikationsumfeld. Die sich rasch verändernde Kommunikationswelt verlangt nach innovativen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen für Elektro-, Netzwerk, Kommunikationstechnik und Europaweit einmalig: ein Datacenter live in Betrieb erleben Mit dem «Forum Datacenter live» wird den Besuchern auf einer einzigartigen Plattform die Zusammenhänge, von Hardware, Racks, Einhausungen, Stromverteilungen und Cooling-Lösungen, sowie die Möglichkeiten und Chancen zur Optimierung des Betriebs dargestellt. Im Gegensatz zu bisher bekannten Ausstellungen und Messen werden die Geräte und Lösungen im «Forum Datacenter live» aktiv betrieben. Mit Workshops und Simulationen direkt an den Geräten ist jeder Besucher live und mitten drin, wenn die Systeme und Infrastrukturen aufgebaut, betrieben, unterhalten und optimiert werden.

Gebäudeautomatisierung. Warum die Glasfasertechnologie die zukünftige Lösung ist, und was sie für die Vernetzung von Arbeitsplätzen, Gebäuden bis hin zu Eigenheimen bedeutet, wird zusätzlich in der Sonderschau «Smart Home & Smart Energy» thematisiert. Dabei greift «Smart Home» das komfortable und energieeffiziente Wohnumfeld sowie Kommunikations- und Sicherheitsaspekte auf. Die intelligenten Möglichkeiten der modernen Gebäudeautomation zur Steuerung des Energieverbrauchs, werden unter «Smart Energy» gezeigt. Weiterbildung gegen Fachkräftemangel Für viel Gesprächs- und Diskussionsbedarf in der Branche sorgt die Weiterbildung. Auch hier zeigt die TeleNetfair und die traditionelle TeleNetfairKonferenz, mit ihrem grossen Angebot an praxisnahen Vorträgen, Flagge. Jobsuchende finden auf der TeleNetfair-Homepage unter www.telenetfair. ch/de/messeinfos/jobs über 13 000 ICT-Jobs. Breite Unterstützung Die Hauptsponsoren Alltron AG, DataStore AG, 24h fiberwork ag und Optonet AG sowie der CoSponsor Diamond S.A. und die Patronats-Partner Hochschule Luzern - Technik & Architektur, Cisco Networking Academy und die Schweizer Informatik Gesellschaft SI, unterstützen mit ihrem Knowhow und Netzwerk die TeleNetfair aktiv. Harald Fessler der Geschäftsführer der TeleNetfair ist sehr erfreut über die grosse Unterstützung der Patronatspartner und den Sponsoren sowie des Messebeirats und der Messe Luzern: «Gemeinsam werden wir, mit der TeleNetfair auch in diesem Jahr einen attraktiven und neutralen Treffpunkt für die Branche schaffen, welcher zur Weiterbildung und zum Social-Networking einlädt.» Zielgruppengerechtes Fachwissen von Fachleuten aus Verbänden und Unternehmen zeichnet die TeleNetfair, mit den Sonderthemen und der TeleNetfair-Konferenz aus. Deshalb nutzen auch Aussteller und Besucher die TeleNetfair als Plattform, um neue Ideen zu entwickeln sowie Chancen und Herausforderungen zu diskutieren.


6. – 8. September 2016 Messe Luzern

TeleNetfair

Wir führen Technologien zusammen

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Die grösste Datenübertragungsmesse der Schweiz

Entdecken Sie mehr über: • Fiber to the Home • Glasfasertechnik • Netzwerktechnik • Voice over IP • Telematik • Wireless • Messtechnik • Sicherheitstechnik • Gebäudeleittechnik • Industrial Ethernet • 19“-Schranksysteme • Verkabelungstechnik • Installationstechnik Sonderthemen: TeleNetfair Konferenz Forum Datacenter live

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Smart Home & Smart Energy

Hauptsponsoren

Co-Sponsor

Patronat


Agenda JOB&KARRIERE

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Agenda 2016 Weitere Veranstaltungshinweise sind unter www.professional-computing.ch zu finden. Anlass

Datum

Thema

Information Anmeldung

Topsoft

30. und 31. August

Der grösste Schweizer Event für Business Software bietet eine umfassende Übersicht über sämtliche Lösungen von Geschäfts-Software.

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ELECTRO-TEC 2016 (Winterthur)

14. und 15. September

Fach- und Messetage für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik

www.electro-tec.ch

Com-Ex

20. bis 22. September

Schweizer Fachmesse für KommunikationsInfrastruktur.

www.com-ex.ch

it-sa 2016

18. bis 20. Oktober

IT-Security Messe und Kongress

www.it-sa.de

Carriers Lunch

01. Juli 15. Juli 05. August 26. August 09. Sept.

Zurich Carriers Lunch; Boll Engineering Geneva Carriers Lunch; Extrahop Zürich Carriers Lunch; Radware Geneva Carriers Lunch; Veeam Software Zurich Carriers Lunch; Go-Kart Racing

www.carrierslunch.ch

20 Jahre

Messesponsor

Partner

Inspiring your business Lassen Sie sich von neuen Chancen und Möglichkeiten inspirieren

Verwandeln Sie Ideen in erfolgreiche Projekte mit den richtigen Partnern

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Marktübersicht Themenparks Fachwissen Referate

Erleben, begegnen, lernen, staunen – herzlich willkommen in der kreativen Welt des digitalen Business. Als Plattform für digitale Transformation finden Sie auf der topsoft 2016 alles, was das Business von morgen verlangt.

topsoft.ch


JOB&KARRIERE Agenda

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In einer geschützten IT-Umgebung mit

Big Data experimentieren Die Hochschule Luzern lanciert das X-Lab: Das X-Lab ist eine Softwareplattform, auf welcher gelernt werden kann, mit einer sehr grossen Datenmenge umzugehen und diese zu analysieren. Die Lern- und Experimentierumgebung für Big Data soll Studierende, Dozierende und externe Interessierte bei der Entwicklung von datenbasierten Anwendungen und Lehrmaterialien unterstützen. Als ersten Partner für das X-Lab konnte die Hochschule Luzern SAS, einen der weltgrössten Softwarehersteller, gewinnen. Täglich produzieren wir eine grosse Menge an Daten, indem wir E-Mails und WhatsApp-Nachrichten versenden, im Internet surfen und einkaufen, Fotos auf Facebook stellen oder mit Kreditkarte bezahlen. Studien gehen davon aus, dass sich bis

Mit dem XLab wird eine Lern- und Experimentierumgebung geschaffen, in der die Arbeit mit Daten erlernt werden kann. 2020 das weltweite Datenvolumen verzehnfachen und auf 44 Zettabyte ansteigen wird – das sind 44 Billionen Gigabyte. Die Verarbeitung und Nutzung dieser riesigen Datenmenge ist für viele Unternehmen und Behörden interessant, deshalb gilt Big Data als Wirtschaftsmotor der digitalen Zukunft. Diesem Umstand trägt die Hochschule Luzern Rechnung: Vor einem Jahr nahm der interdisziplinäre Schwerpunkt (IDS) Datenwelten unter der Co-Leitung von Andreas Brandenberg, Leiter des Instituts für Kommunikation und Marketing IKM der Hochschule Luzern, und Dozent Marcel Altherr seine Arbeit auf. Das Ziel ihres Engagements ist es, aufzuzeigen, welchen Wert Daten haben. Dafür fördern sie gezielt Forschung, organisieren Events und vermitteln Datenfachpersonen. Das X-Lab in Aus- und Weiterbildung integrieren Als jüngste Initiative lanciert der IDS Datenwelten das X-Lab, eine Lern- und Experimentierumgebung, um Big-Data-Anwendungen und -Technologien kennenzulernen und zu testen. Die Softwareplattform ermöglicht es, in einer geschützten IT-Umgebung eine grosse Datenmenge umfassend zu untersuchen, darzustellen und zu analysieren,

um daraus mögliche neue Geschäftsmodelle und -prozesse entwickeln zu können. «Wir möchten erlebbar machen, wie dank Big Data Wertschöpfung generiert werden kann», sagt Marcel Altherr. Davon sollen Dozierende, Forschende und insbesondere Studierende profitieren. Es ist vorgesehen, dass das X-Lab ein integraler Bestandteil ausgewählter Aus- und Weiterbildungsangebote der Hochschule Luzern wird. Als ersten Partner für das X-Lab konnte der IDS Datenwelten SAS, einen der weltgrössten Softwarehersteller, gewinnen. «Mit dem X-Lab bietet die Hochschule Luzern ein optimales Lernumfeld für ein Thema, das immer wichtiger wird. Und der Bedarf an Fachkräften mit analytischem Wissen steigt enorm», sagt Markus Grau, Academics Program Manager bei SAS. Das Unternehmen unterstützt den IDS Datenwelten mit der analytischen Plattform SAS Big Data Lab und stellt AnalyticsFachpersonen zur Verfügung. Kurse für Nicht-Statistikerinnen und -Statistiker Nebst Studierenden und Dozierenden der Hochschule Luzern sollen auch externe Interessenten vom X-Lab des IDS Datenwelten profitieren. So werden Kurse angeboten – für Einsteiger und Fortgeschrittene. «Datengetriebene Dienstleistungen und Services bieten für KMU grosse Chancen. Das X-Lab will gerade auch Unternehmen mit weniger Erfahrung im Umgang mit Daten die Möglichkeit bieten, das Potenzial innovativer Formen der Datennutzung kennenzulernen. Das X-Lab bringt zudem Unternehmen, Lösungsanbieter, Datenspezialistinnen und Wissenschaftler zusammen», sagt René Hüsler, Direktor des Departements Informatik der Hochschule Luzern, das den Aufbau der Lernund Experimentierumgebung unterstützt. Weitere Informationen zu den Kursen «Visual Analytics – Big Data» sind auf www.hslu.ch/datenwelten zu finden.


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Ausgabe Juni 2016

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