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Ausgabe März 1| 2016 CHF 8.–

professional

COMPUTING Das Schweizer Fachmagazin für ICT im Business

Datenqualität trotzt

Datenquantität Interview «Mit Workspace-Management die Lizenzen im Griff»

Job & Karriere Fünf Tipps für den Umgang mit der Führungsebene


NEUE HORIZONTE IM HR! www.personal-swiss.ch

12.–13. April 2016 | Messe Zürich 15. Fachmesse für Personalmanagement MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG


EDITORIAL

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Mit Big Data effizienter werden und sich vom Wettbewerb abheben

Jörg Schelling Chefredaktor

Pascal Tobler Anzeigenverkauf

Severin Schumacher Anzeigenverkauf

Durch das Wissen, welches in den riesigen Datenbergen steckt, können Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten und sich vom Wettbewerb abheben. Big Data heisst das Stichwort zu den rasant wachsenden Datenmengen, -quellen und -strukturen. Auf Facebook werden heute pro Sekunde rund 50 000 Mal «Like» verteilt oder auf YouTube werden in einer Minute über 70 Stunden neues Videomaterial hochgeladen. Diese riesigen Mengen an Daten lassen sich nicht mehr mit klassischen Datenbank-Softwaretools speichern, verarbeiten und analysieren. Um Big Data optimal zu nutzen, benötigen Unternehmen heute zwingend eine durchdachte digitale Wertschöpfungsstrategie.

Big Data ist nicht nur ein Bekenntnis oder eine organisatorische Aufgabe. Es erfordert die klare Formulierung strategischer Ziele über einen Business Case und die geeignete Technologie bis hin zur Analyse und der Deutung der Ergebnisse. Damit die Daten in den Datenspeichern der Unternehmen auch gewinnbringend genutzt werden können, werden Spezialisten benötigt. Der Kampf um die fähigsten Köpfe hat schon längst begonnen. Die Anforderungen an die neue Berufsgruppe des Data Scientists sind hoch. Nebst technischem Verständnis und IT-Kenntnisse, sind soziale Kompetenzen sowie ein umfassendes Verständnis für Geschäftsprozesse wichtige Voraussetzungen. Unternehmen können sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen, indem sie in der Lage sind, Daten richtig zu erfassen, zu speichern und richtig auszuwerten. Die heutige Datenvielfalt bietet innovativen Unternehmen zahlreiche neue Chancen. Jörg Schelling joerg.schelling@utk.ch

Impressum Ausgabe März 2016, 20. Jahrgang. Internet: www.professional-computing.ch. Abopreis: Einzelpreis: CHF 8.– Jahresabonnement: CHF 30.–. Erscheinung: 4-mal jährlich März/Juni/September/Dezember. Herausgeber: UTK Media GmbH, 9434 Au. Verlag: UTK Media GmbH Sonnenstrasse 8, 9434 Au, Telefon +41 71 966 60 80, info@utk.ch. Anzeigenverkauf: UTK Media GmbH: Pascal Tobler, pascal.tobler@utk.ch, Telefon +41 71 966 60 03, Severin Schumacher, severin.schumacher@utk.ch, +41 71 966 60 80. Redaktion: Jörg Schelling, joerg.schelling@utk.ch, +41 71 511 50 54. E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion-pc@utk.ch. Layout: schellingmedia: info@schellingmedia.com. Druck: international media solutions IMS AG, www.imsag.ch Titelbild: agsandrew/shutterstock.com © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Das Magazin wird klimaneutral gedruckt.


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Markt ICT-FOCUS

Swyx: Helmut Hettlinger Country Manager Österreich und Schweiz Der Dortmunder Unified-Communications-Hersteller Swyx gewinnt mit Hettlinger einen erfahrenen neuen Mitarbeiter für sein Vertriebsteam. Er wird zudem auch den Fachhandel in Italien betreuen. Kirill Tatarinov wird Präsident und CEO von Citrix Am 25. Januar 2016 übernahm Kirill Tatarinov das Amt des Präsidenten und CEO bei Citrix. Des Weiteren wird er Director des Boards. Robert Calderoni, Interims-Präsident und CEO, bleibt weiterhin Executive Chairman des Boards und konzentriert sich auf die Umsetzung der Geschäftsstrategie, die Kapitalstruktur und Vereinfachung des Citrix-Portfolios. BNC ernennt Daniel Dini zum Head of Managed Services In dieser neugeschaffenen Rolle koordiniert Daniel Dini ab sofort die Geschäftsentwicklung im Managed Services Bereich. Er verantwortet die Definition neuer Services, deren Vertrieb, das Marketing und die Weiterentwicklung des bestehenden Managed-Services Portfolio.

Über 10 000 IT-Jobs professionalcomputing.ch

Karl Heinz Mosbach und Matthias Thiele gründeten vor 20 Jahren die ELO-Produktelinie und setzten damit den Grundstein für den heutigen Markterfolg.

ELO feiert Jubiläum Die Software für Enterprise-Content-Management (ECM) «Elektronischer Leitz Ordner» (ELO) des Stuttgarter Unternehmens ELO Digital Office GmbH und dessen Schweizer Niederlassung ELO Digial Office CH AG feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Markenjubiläum. Im Jahr 1996 bildete die Produktlinie ELOoffice zunächst Archivierungs- und Dokumenten-Management-Funktionen für Einzelanwender und Kleinunternehmen ab. Bereits 1998 folgte mit ELOprofessional die Client-/Server-Version für den Mittelstand – und 2004 schliesslich das mandantenfähige und plattformunabhängige System ELOenterprise für den Einsatz im Konzernumfeld, welches das gesamte ECMSpektrum abdeckt. Sunrise und Telefónica erneuern ihre Partnerschaft Sunrise Communications AG trat dem von Telefónica lancierten Telefónica Partners Program bereits im Jahr 2011 bei. Das Programm ermöglicht es Sunrise, von der Grösse Telefónicas zu profitieren und in wichtigen Geschäftsfeldern mit dem Partner zusammenzuarbeiten. Die Vereinbarung wurde jetzt für unbestimmte Zeit verlängert. Die erneuerte Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit im Rahmen des Telefónica Partners Program zum Austausch von Know-how und ermöglicht die Durchführung von Beschaffungsverfahren für Dienstleistungen, Netzwerkausrüstung, Informationstechnologie und Geräte durch Telefónicas weltweite Beschaffungsorganisation TGS.

Valentina Gabriel und Michael Künzle

Brainloop stockt Schweizer Verkaufsteam auf Brainloop Schweiz hat sein Verkaufsteam erweitert. Mit Valentina Gabriel und Michael Künzle stossen zwei neue Verkaufsprofis zur Schweizer Niederlassung des Herstellers von sicheren Kommunikations- und Zusammenarbeitslösungen. «Wir freuen uns sehr über die vielversprechenden neuen Mitglieder unseres Verkaufsteams. Valentina Gabriel und Michael Künzle sind beide echte Verkaufsprofis mit langjähriger Erfahrung und hervorragendem Leistungsausweis», so Gabriel.


Bild: rawpixel/shutterstock.com

INHALT März 2016

06 Informationsmanagement Mit Workspace-Management die Lizenzen im Griff Individuelle IT-Arbeitsplätze aus der Cloud Das ERP der Zukunft ist längst da Flexibles und qualitativ hochwertiges IMS mit SharePoint und Visio Access, Benefits und Collaboration das ABC der Big-Data-Analyse Schiller AG mit KUMAVISION auf Erfolgskurs Datenqualität trotzt -quantität Mehr Effizienz und effektivere Geschäftsprozesse Neue Scanner mit Trendfaktor Risiko für Unternehmen: Sicherheitsverletzungen Sensible Web-Transaktionen? Outsourcen an Profis Hybrid Backup – der Status Quo Schatten-IT vs. Enterprise Content Management in der Cloud

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Job & Karriere Fünf Tipps für den Umgang mit der Führungsebene FFHS: ICT-Studiengänge für Berufstätige HTW Chur: MSc BA IDM – Big Data bis Industrie 4.0 Agenda TeleNetfair 2016: Neue Themen bewegen

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Firmenverzeichnis

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Einfach ECM Dokumenten-Management

Bleiben Sie über aktuelle ICT-Themen informiert und abonnieren Sie das wöchentliche Infomail. www.professional-computing.ch

Archivierung Workflow

www.elo.ch


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Workspacemanagement INFORMATIONSMANAGEMENT

Mit Workspace-Management

die Lizenzen im Griff Die mobile Arbeitswelt erfordert heute eine umfassende, zentralisierte und automatisierte Management-Lösung, die Anwendern in allen physischen, virtuellen und mobilen Umgebungen einen sicheren Zugriff ermöglichen. Professional Computing sprach mit Oliver Bendig, Chief Technology Officer (CTO) Matrix42, und Nadia Bischof, Geschäftsführerin Matrix42 Helvetia AG. IT-Umgebungen werden durch den Mix an herkömmlicher IT, Cloud Services und outgesourcten IT-Komponenten zunehmend hybrider und komplexer. Welche neuen Anforderungen ergeben sich durch diese Entwicklung für die IT in den Unternehmen? Oliver Bendig: In der heutigen Arbeitswelt verschmelzen die Grenzen zwischen Hard- und Software sowie von privaten und geschäftlichen Inhalten. Die Steuerung und Kontrolle von IT-Arbeitsplätzen werden deshalb für die Unternehmen zu einer immer grösseren Herausforderung. Anwender erwarten heutzutage, dass sie ihre Geräte und Services genauso einfach bestellen können und geliefert bekommen, wie sie es von den Apps auf ihren Mobilgeräten gewohnt sind. Traditionelle Management-Werkzeuge mit einem zentralistischen Ansatz, bei dem die IT-Abteilung alleine entscheidet, wer welche Applikationen, Arbeitsplatzkonfiguration und IT-Services bekommt,

«Anwender erwarten, dass sie ihre Geräte und Services genauso einfach bestellen können und geliefert bekommen, wie sie es von den Apps auf ihren Mobilgeräten gewohnt sind.» Oliver Bendig, Chief Technology Officer (CTO), Matrix42

können dies nicht bewerkstelligen. Hier erfordert es heute flexible Workspace-Management-Lösungen, die dem Anwender mehr Eigenverantwortung gewähren und gleichzeitig der IT weiterhin die Kontrolle ermöglichen. Dabei hilft Workspace-Management die Komplexität des modernen Arbeitsbereiches einfach und effektiv zu managen. Welche Kriterien muss heute ein modernes Workspace-Managementsystem erfüllen? Oliver Bendig: Workspace Management verbindet viele unterschiedliche Oberflächen und Komponenten, wie Client, Cloud, SaaS, Virtualisierung und Lifecycle-Management, zu einer übergreifenden Arbeitsumgebung. Auf die benötigten Daten sollte daher nebst dem lokalen Zugang auch über die Cloud zugegriffen werden können. Wichtige Themen sind daher Punkte wie: Automatisierte Softwareverteilung Lizenz- und Asset-Management IT-Service-Management (ITSM) Mobile Device Management Client-Backup Worin liegen die Vorteile und der Nutzen? Oliver Bendig: Dazu zählen sinkende IT-Kosten durch Automatisierung und Standardisierung, eine umfassende Geräteflexibilität (Bring Your Own Device), die Automatisierung von Updates und der Softwareverteilung. Ein oft unterschätztes Thema ist die Lizenzverwaltung. Hier können wir mit unserem Workspace Management helfen Kosten zu sparen, indem wir durch die Messung tatsächlicher Nutzung von Software eine transparente Lizenzbilanz dem Kunden liefern. Wird das Thema Softwarelizenzierung in den Unternehmen unterschätzt? Aus unserer Sicht, ganz klar, ja! Viele Unternehmen müssen zusätzlich zu den bisherigen Anforderungen, sich zunehmend auch Gedanken über das Lizenzmanagement für Mobile- und SaaS-Applikationen machen. Die Komplexität steigt, die Gefahr eines Lizenzaudits und der damit einhergehenden


INFORMATIONSMANAGEMENT Workspacemanagement

finanziellen und Image-Risiken sind hoch. Lizenzmanagement, also Transparenz über erworbene Software und deren Einsatz zu schaffen, wird in Zukunft zur unverzichtbaren Pflicht für Unternehmen. IT-Verantwortliche, die bislang noch darauf gehofft hatten, dass dieser Kelch an ihnen vorüber gehen würde, müssen spätestens jetzt einsehen, dass ein korrektes Lizenzmanagement unvermeidbar ist. Vor allem heute, in der Cloud- und Mobile-Ära, die die Komplexität des Themas noch verstärkt, muss mit den finanziellen Ressourcen des Unternehmens wirtschaftlich umgegangen werden. Denn Kosten für Software sind immer ein signifikantes Element in den Aufwendungen. Unterlizenzierung birgt nicht nur finanzielle Risiken, sondern kommt auch einer gravierenden Geldverschwendung gleich. Lizenzen, die nicht rechtzeitig erworben wurden, müssen zu sehr schlechten Konditionen nachgekauft werden. Nicht genutzte Software führt zu Anschaffungen, die völlig unnötig sind und vertraglichen Zahlungen, die eingespart werden könnten. Was bietet Matrix42 mit ihren Lösungen den Unternehmen? Nadia Bischof: Matrix42 wird von Gartner als innovativer, visionärer Anbieter eingestuft. Deshalb vertrauen mehr als 3000 Unternehmen tagtäglich auf Lösungen von uns. Mit unserem zukunftsorientierten digitalen Self-Service-Workspace, werden wir den Anforderungen der mobilen Mitarbeiter von heute rundum gerecht. Die Unternehmens-IT profitiert von leistungsfähigen und unkomplizierten Funktionen für Softwareverteilung, Support, Verwaltung und Pflege mit umfassender Automatisierung und einheitlichen Self-ServiceOberflächen. Sie können so Anwendern einen sicheren Self-Service-Zugang zu einem personalisierten Workspace mit jedem Gerät – mit genau den Anwendungen, die sie für produktives Arbeiten benötigen bereitstellen. Dieser Vorteil schlägt sich in niedrigeren IT-Betriebskosten, höherer Effizienz bei der Lizenzierung von Software, geringerer Belastung der IT-Administratoren, vereinfachter Einhaltung von Compliance-Vorgaben und zufriedeneren, produktiveren Mitarbeitern nieder. Spüren Sie ein zunehmendes Interesse an Workspace-Management-Lösungen bei Schweizer Unternehmen? Nadia Bischof: Wir spüren ein grosses Interesse der Verwaltungen nach vollintegrierten Workspacelösungen. Die Anfragen, die Infrastruktur dahingehend zu analysieren nehmen zu. Gesucht werden Lösungen mit klar definierten Funktionalitäten welche sich genau auf die Bedürfnisse der Kunden anpassen lassen.

«Wir wollen glückliche Kunden haben.» Nadia Bischof, Geschäftsführerin Matrix42 Helvetia AG

Welchen Einfluss hat dabei der allgegenwärtige Kostendruck? Nadia Bischof: Unternehmen und öffentliche Verwaltungen sind immer gezwungen die Kosten im Blick zu haben und zu optimieren. Das betrifft besonders die IT, die immer komplexer wird und heute in vielen Unternehmen zum Kernbestandteil der Unternehmensstrategie zählt. Welche Rolle spielt hier das Thema Sicherheit bei der Entscheidung? Nadia Bischof: Wir sehen, dass bei der Evaluation das Thema Sicherheit ein entscheidender Aspekt ist. Lösungen und Konzepte, die einen wirksamen Schutz der geschäftlichen Daten und Informationen auch auf privat genutzten Geräten sicherstellen, werden immer gefragter. Daran haben auch die immer strenger werdenden Compliance-Vorschriften sowie die vermehrte Sensibilisierung der Kunden beim Thema Datensicherheit ihren Anteil. Insbesondere im Bereich der öffentlichen Verwaltung spielt ein kontrollierter und sicherer Zugang zu den Daten eine entscheidende Rolle. So implementiert der Kanton Luzern das gesamte Portfolio von Matrix42 und bis Ende März 2016 soll dieses Projekt abgeschlossen sein. Welches sind ihre Schwerpunkte von Matrix42 in diesem Jahr für den Schweizer Markt? Nadia Bischof: Wir möchten in diesem Jahr weiter wachsen. Nebst einem Ausbau unseres Marktanteils in der Schweiz, setzen wir auch auf die Kundenzufriedenheit. Wir möchten glückliche Kunden haben, daher legen wir besonders grossen Wert auf die Beratung und den Service. Bereits im letzten Jahr haben wir unser Team in der Schweiz aufgestockt. Angestrebt ist unser Team auf bis zu 15 Mitarbeitende zu vergrössern.

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Workspacemanagement INFORMATIONSMANAGEMENT

Individuelle IT-Arbeitsplätze

aus der Cloud Der Markt für Desktop as a Service (DaaS)-Lösungen wächst rasant. Allerdings sind die Kunden heute anspruchsvoller geworden und wünschen sich Lösungen, die ihre individuellen IT-Anforderungen komplett abbilden.

User benötigen den Zugriff auf einen sicheren mobilen Arbeitsplatz von jedem beliebigen Standort aus. DaaS-Lösungen der nächsten Generation bieten die Möglichkeit, individuelle Cloud-basierte Workspace-Lösungen zu realisieren.

Aus IT-Sicht gehen allerdings viele der bestehenden DaaS-Angebote noch immer am tatsächlichen Bedarf von Unternehmen vorbei. Zum einen decken viele Services nur einen Teil der von Anwendern benötigten Funktionen und Einsatzszenarien ab. Anwender hingegen erwarten von der Unternehmens-IT komplette Lösungen, die auf jedem Endgerät und von jedem Ort aus möglichst einfach nutzbar sind.

Zum anderen bieten viele Services nicht die erforderlichen Sicherheitsoptionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Kunden müssen so oft ungewollte Kompromisse eingehen oder Cloud-Lösungen unterschiedlicher Anbieter aufwändig orchestrieren und managen. Der Weg in die Cloud führt damit in der Praxis wieder zu mehr Komplexität und neuen Abhängigkeiten. Workspace-Lösungen flexibel und schnell bereitstellen Viele Unternehmen wünschen sich keine vorgefertigten, standardisierten DaaS-Pakete, sondern eher die Möglichkeit, individuelle Cloud-basierte Workspace-Lösungen zu realisieren. IT-Verantwortliche wollen die Geschwindigkeit und Skalierbarkeit der Cloud nutzen, ohne Wahlmöglichkeiten und Kontrolle aus der Hand zu geben; die Administratoren eine Lösung, die ihnen ermöglicht die Vielfalt unterschiedlicher Endgeräte und ZugangsBild: Rawpixel.com/shutterstock.com

Nach der aktuellen Global DaaS Market Survey von Citrix gehen Service Provider davon aus, dass der DaaS-Markt in den kommenden zwölf Monaten um 71 Prozent wachsen wird. Die Umfrage unter 500 Service Providern zeigt auch, dass sich die Benutzererwartungen verändern: Neben kompletten Desktop-Paketen werden zunehmend Services für Mobile Device Management, File Sharing und Synchronisation sowie gehostete NetworkingLösungen nachgefragt.


INFORMATIONSMANAGEMENT Workspacemanagement

«Die nächste Generation von DaaS-Angeboten muss daher die Skalierbarkeit und Geschwindigkeit der Cloud mit flexiblen Betriebsmodellen und besseren Kontrollmöglichkeiten kombinieren.»

szenarien zu berücksichtigen und die Anwender wollen immer mehr neben klassischen WindowsAnwendungen auch mobile Apps und Cloudbasierte Dienste für ihre Arbeit nutzen. Fortschrittliche Lösungsansätze kombinieren daher das Beste aus DaaS und traditioneller IT und bauen auf eine hybride Architektur, die zwischen einer Betriebs- und Kontrollebene unterscheidet. Die gesamte Management-Ebene wird bei so einem Modell in eine sichere Cloud-Umgebung verlagert. Bei der Citrix Workspace Cloud kümmert sich beispielsweise der Lösungsanbieter für den Kunden um den Betrieb und die laufende Aktualisierung von Komponenten wie Controllern, Managementkonsolen und Lizenz-Servern. Die Management-Ebene ist damit immer «up to date» und neue Funktionen stehen den Anwendern sofort nach der Veröffentlichung zur Verfügung. Gleichzeitig wird die IT-Abteilung von zeitraubenden Routineaufgaben wie VersionsUpdates entlastet und kann sich stattdessen ganz auf die eigentliche Lösungsinfrastruktur konzentrieren. Public oder Private? IT-Organisationen entscheiden selbst, wo ihre Daten liegen Auf der Betriebsebene stehen den IT-Verantwortlichen vielfältige Wahlmöglichkeiten offen. Sie können selbst entscheiden, welchen Hypervisor sie für ihre Workspace-Infrastruktur nutzen möchten und an welchem Ort die Anwendungen, Daten und Benutzerinformationen liegen sollen. So können sie beispielsweise die Server für ihre virtuelle Desktop-Umgebung weiterhin im eigenen Rechenzentrum betreiben oder auch an einen Public Cloud-Anbieter wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services auslagern. Die IT wählt einfach für jeden Workload den Standort aus, der unter Gesichtspunkten wie Datensicherheit, Performance und Kosteneffizienz am besten geeignet ist. Die Einfachheit eines DaaS-Konzepts bleibt dabei bestehen: Administratoren erhalten vorbereitete Blueprints und können so sehr schnell und weitgehend automatisiert die notwendigen Komponenten für ihre Infrastruktur einrichten. Diese Standardisierung auf Basis von bewährten Referenzarchitekturen beschleunigt nicht nur die Implementierung, sondern optimiert auch den

Betrieb und vereinfacht Support und Troubleshooting. Die Trennung der Management-Ebene von den Workloads ist auch unter Sicherheitsaspekten sinnvoll. Dadurch behält die IT-Abteilung die volle Kontrolle über das geistige Eigentum des Unternehmens und steuert selbst den Zugriff auf sensible Firmen- und Benutzerdaten. In jedem Fall sollten Unternehmen darauf achten, dass zwischen der Control Plane und den einzelnen Betriebsorten lediglich verschlüsselte Metadaten übertragen werden. Einfache Skalierbarkeit und hoher Benutzerkomfort Wie bei herkömmlichen DaaS-Angeboten bieten auch die Lösungsansätze eine stufenlose Skalierbarkeit nach Bedarf. Bei wachsenden Anforderungen können Administratoren einfach und schnell zusätzliche Standorte oder Kapazitäten hinzufügen, ohne dass die Management-Ebene dazu angepasst werden muss. Der Gradmesser für die Leistungsfähigkeit einer DaaS-Architektur ist die Geschwindigkeit, mit der IT-Organisationen innovative Workspace-Lösungen für ihr Unternehmen realisieren können. Administratoren sollten in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit eine komplette mobile Arbeitsumgebung aufzusetzen, die alle benötigten Ressourcen umfasst – von Windows-Applikationen über mobile Apps bis hin zu zusätzlichen Diensten wie etwa Filesharing-Services. Entscheidend für den Erfolg eines Desktop as a Service-Angebots ist schliesslich die Benutzerakzeptanz. IT-Verantwortliche sollten daher keine Kompromisse bei der User Experience eingehen: Hoher Benutzerkomfort und zuverlässige Performance müssen sichergestellt sein – ganz gleich, an welchem Ort und mit welchem Endgerät die Anwender arbeiten. Autor: Thomas Vetsch Country Manager Schweiz bei Citrix

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Business-Software INFORMATIONSMANAGEMENT

Das ERP der Zukunft

ist längst da Im Gegensatz zu Grossunternehmen setzen KMU die technisch vorhandenen Möglichkeiten zu wenig gewinnbringend ein

Bild: shutterstock.com/mitya73

oder Projektgruppen genutzt und bearbeitet werden kann.

Zukunftsfähige ERPLösungen müssen auch in der Lage sein, andere Systeme einfach und kostengünstig zu integrieren.

ERP-Lösungen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und werden es auch in Zukunft nicht sein – Outsourcing hin, Cloud Computing her. Denn egal ob inhouse betrieben oder als Service aus der Cloud, alle Informationen des Unternehmens werden in Software-Systemen erfasst und damit Geschäftsprozesse abgewickelt. Eine Optimierung der Effizienz sowie Wertschöpfung lässt sich in der Folge ohne IT-Unterstützung nicht bewerkstelligen. Dazu gehört immer häufiger auch das Dokumenten- und Wissensmanagement, steigt doch der Informationsstand über das eigene Unternehmen stetig an. Dieses oft brach liegende Potenzial muss zunehmend als eigene Ressource betrachtet und gewinnbringend genutzt werden. Enterprise Content Management (ECM) wird dabei immer mehr zum zentralen Baustein des ERPSystems, um die verfügbaren Inhalte nicht nur in unterschiedlicher Strukturiertheit erfassen und speichern, sondern auch bereitstellen und effizient bearbeiten zu können. Denn KMU stehen heute allein schon aufgrund der steigenden regulatorischen Anforderungen in der Pflicht, Rechenschaft über die eigenen Prozesse abzulegen und Nutzenanalysen zu betreiben. Um den Bogen zum ERP der Zukunft zu spannen: Dazu gehört selbstredend, dass direkt aus den Anwendungen heraus auf Dokumente zugegriffen werden kann – und zwar sowohl am Arbeitsplatz als auch mobil von x-beliebigen Geräten aus. ECM garantiert dabei eine zentrale, einmalige Ablage ein und desselben Dokuments, das von mehreren Mitarbeitenden

Der geneigte Leser mag sich fragen, was denn daran zukunftsweisend sei, gehören doch mobile Anwendungen und die zentrale Bereitstellung von Dokumenten längst zum Geschäftsalltag. Dem ist leider nicht so. Obwohl die technischen Möglichkeiten längst verfügbar sind, fehlt KMU in der Praxis noch weitgehend die Akzeptanz dafür. Zwar werden wie bei Grossunternehmen Geschäftsprozesse optimiert, aber bei der konsequenten Umsetzung von durchgängigen Lösungen hapert es. Häufig sind nämlich allein schon die Vorbehalte gegen mobile Anwendungen oder Home Office noch zu gross. Stattdessen vertraut man lieber herkömmlichen Systemen mit Papierdokumenten und Bundesordnern für die zentrale Ablage und einer dezentralen Bearbeitung am Schreibtisch. Die bekannten Mängel sind Medienbrüche ein Wildwuchs an Dokumentenversionen, verbunden mit entsprechender Ineffizienz. Man muss deshalb nicht zu tief in die Kristallkugel blicken: Das «ERP der Zukunft» ist längst da, es wird nur von KMU nicht ausreichend genutzt. In Zeiten steigenden Kosten- und Wettbewerbdrucks kommen aber auch diese nicht umhin, ihre Effizienz zu steigern und die Aussagekraft der Unternehmensdaten zu ihrem Vorteil einzusetzen. Dazu gehört unter anderem die konsequente Umsetzung von ECM. Vorher braucht man nicht über Visionen wie Big Data und Analytics nachdenken – etwa, um in Echtzeit Wirtschafts- und Marktinformationen zu Stakeholdern maschinell ins ERP zu überführen, zu analysieren und automatisiert Geschäftsprozesse anzustossen.

Autor: Walter Wyss ist Mitinhaber und Leiter Verkauf des Finanzsoftware-Herstellers Soreco (www.soreco.ch).


INFORMATIONSMANAGEMENT Businesssoftware

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Flexibles und qualitativ hochwertiges IMS

mit SharePoint und Visio Um die Anforderungen des BAV zu erfüllen, entschieden sich die Jungfraubahnen zu einer Ablösung ihres IMS, welches eine Insellösung darstellte. Abgelöst wurde es mit SharePoint und Visio. Ausgangslage Als Transportunternehmen werden an die Jungfraubahnen höchste Ansprüche an Qualität gefordert. Regelmässig wird das Unternehmen vom BAV diesbezüglich überprüft. Bisher wurde das schweizer IMS-System zur Dokumentation der Prozesse verwendet. Das System ist im Markt gut verbreitet und gilt als hervorragende Lösung. Trotzdem hat das System für die Jungfraubahnen nicht genügend Flexibilität geboten und das «Das neue IMS System bietet den Aktualisieren der Prozesse war Mitarbeitern maximale Flexibiliteilweise umständlich. Die vortät, ist integriert ins bestehende handene Insellösung sollte durch eine moderne integrierte Lösung Intranet und erfüllt gleichzeitig abgelöst werden, die es den Bedie hohen Qualitätsanforderunnutzern so einfach wie möglich gen des BAV.» Reto Oswald, Leiter macht ihre Prozesse aktuell zu Qualitäts- und Riskmanagement halten. Damit soll sichergestellt werden, dass auch in Zukunft die hohen Anforderungen des BAV erfüllt werden können. Lösung Die Jungfraubahnen haben basierend auf SharePoint 2013 und Visio ihre Prozesslandschaft mit über 300 Prozessen abgebildet. Für die Benutzer ist der Zugriff einfach und intuitiv, so kann jeder Mitarbeiter die notwendigen Informationen einfach und rasch finden. Die Lösung ist direkt ins Intranet eingebettet, so dass für die Benutzer keine Medienbrüche entstehen. Mit effizienten Workflows wird sichergestellt, dass das integrierte Managementsystem (IMS) stets korrekt und aktuell ist Lösung: Mit SharePoint und Visio wird das IMS abgelöst. Damit entsteht eine integrierte Lösung mit genügender Flexibilität, die den hohen Anforderungen gerecht wird. Nutzen: Die Jungfraubahnen haben dank dem professionellen Prozesshandling eine Netzzugangsbewilligung für 5 Jahre erhalten und sind damit Top of Switzerland in ihrer Branche. Ausgangssituation: Die bisher eingesetzte IMS-Lösung ist teuer und stellt eine Insellösung dar. Die Prozesse sind nicht aktuell, da die Lösung nicht genügend Flexibilität bietet.

Die Endbenutzer der Jungfraubahn Holding AG und ihrer acht Tochtergesellschaften navigieren dank der Lösung einfach und intuitiv zu ihren Prozessen.

und bleibt und stets nachvollziehbar ist, was wann geändert wurde. Damit werden die hohen Anforderungen an das Qualitäts– und Riskmanagement so gut erfüllt, dass das BAV die maximale Netzzugangsbewilligung erteilt hat. Nutzen der Lösung Das neue IMS bietet für alle Anspruchsgruppen grosse Vorteile: Prozesseigner können so einfach wie nie zuvor ihre Prozesse aktualisieren und Dokumente zur Verfügung stellen. Das Qualitäts-Team kann einfach sicherstellen, dass die Prozesse korrekt und aktuell sind. Endbenutzer navigieren einfach und intuitiv zu ihren Prozessen. Durch die ins Intranet eingebettete Lösung gibt es keinen Medienbruch mehr. Die IT muss ein System weniger betreuen, da die Lösung auf der bestehenden SharePoint 2013-Plattform aufbaut.

isolutions (Bern) AG Laupenstrasse 1 | 3008 Bern isolutions (Zürich) AG Löwenstrasse 53 | 8004 Zürich T. +41 31 560 88 88 info@isolutions.ch www.isolutions.ch


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Big Data INFORMATIONSMANAGEMENT

Access, Benefits und Collaboration das ABC

der Big-Data-Analyse Das Datenwachstum scheint unaufhaltsam, darf aber nicht den Blick auf das Wesentliche verstellen: Ziel ist, aus der riesigen Menge der Daten Informationen abzuleiten, die helfen, Geschäftsziele zu erreichen. Dass Daten für Unternehmen einen entscheidenden Wert haben, bestreitet heute niemand mehr. Sie können Einblicke in die unternehmenskritischen Geschäftsprozesse eröffnen, die Entscheidungsvorbereitung verbessern, die Kundenzufriedenheit steigern und damit letztlich auch das Wachstum eines zukunftsfähigen Unternehmens beeinflussen. Datenmengen werden aber auch nicht automatisch dadurch wertvoll, dass sie so gross sind.

Datenvolumen ist nicht alles: Wer im Meer der Daten nicht richtig schwimmen kann, wird darin ertrinken. (Quelle: Dell)

stellen, warum sie nicht bei den Datenbank- und Business-Intelligence-Anwendungen den gleichen Bedienkomfort und die Geschwindigkeit erzielen. Big-Data-Applikationen und -Analysen müssen sich deshalb im Hinblick auf einen schnellen Datenzugriff an Google messen lassen. Im Zentrum stehen die Aufbereitung, Präsentation und Weiterverarbeitung der Abfrageergebnisse, um die Erkenntnisse möglichst effizient für geschäftsrelevante Entscheidungen nutzen zu können.

Vollkommen neu ist das Konzept von Big Data allerdings nicht wirklich. Verändert hat sich aber, dass wir heute in der Lage sind, Datenanalysen durch die Nutzung speziell dafür ausgelegter Technologien deutlich schneller und effizienter durchzuführen. Bei Big Data geht es unter anderem darum, welche Daten erfasst und wie sie genutzt werden. Einen Kompass liefern drei wichtige Konzepte, auf denen Big-Data-Analysen basieren: Access, Benefits und Collaboration – zu Deutsch Zugriff, Vorteile und Zusammenarbeit.

Benefits Der schnelle Zugriff auf die relevanten Informationen und deren Aufbereitung fördert den Bedienkomfort. Damit ist aber noch nicht die Frage beantwortet, welche Vorteile Big-Data-Analysen bringen. Mögliche Anwendungsszenarien in den Unternehmen gibt es nicht nur im kaufmännischen, sondern auch im Fertigungsumfeld, etwa bei der vorbeugenden Instandhaltung und Wartung.

Access Im Privatleben produziert und nutzt jeder täglich enorme Datenmengen. Google erhält jede Minute über vier Millionen Suchanfragen und liefert innerhalb kürzester Zeit Antworten. Eine wichtige Rolle spielen neben der Geschwindigkeit die übersichtliche Aufbereitung und weitere Analysemöglichkeiten. Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass Entscheider in Unternehmen zu Recht die Frage

Die vielfach bereits vorhandene Sensortechnik ermöglicht es, den Status von Anlagen, Maschinen und Werkstücken zu ermitteln und die so gewonnenen Daten zu analysieren, um die Produktqualität steigern und Betriebsabläufe verbessern zu können. Big Data stellt die notwendige IT-Infrastruktur bereit, damit Anlagen und Maschinen miteinander kommunizieren können. Sind bislang isolierte Anlagen, intelligente Werkstücke und Pro-


INFORMATIONSMANAGEMENT Big Data

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dukte in einem ganzheitlichen Ansatz integriert, können Unternehmen auf Basis kontinuierlicher Big-Data-Analysen ihre Prozesse optimieren, um schneller auf Marktveränderungen reagieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern zu können. Collaboration Der Erfolg von Big-Data-Projekten und den daraus entstehenden Big-Data-Analysen hängt wesentlich von der Zusammenarbeit zwischen Business und IT ab. Die Fachbereiche liefern die Vorgaben und die IT beschafft und verwaltet die Daten. Ohne klar definierte Unternehmensziele und Kennzahlen können Big-Data-Projekte aus dem Ruder laufen und erzielen nicht den angestrebten Return-on-Investment. Darüber hinaus müssen Unternehmen diese Projekte aber nicht nur strikt an Unternehmenszielen ausrichten, sondern auch Metriken etablieren, die messen, in wie weit die Ziele erreicht sind und wo Nachbesserungsbedarf besteht.

heisst das auch, prognostische Analyseverfahren zu nutzen, also Vorhersagen aus den vorliegenden Daten abzuleiten. Es wird heute zunehmend deutlich, dass alte Wege der Erfolgsmessung ohne Anpassung letztlich zu Fehlern führen.

Angesichts des permanenten Technologiewandels und der zunehmenden Datenflut ist die Implementierung einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie unverzichtbar. Im Hinblick auf Big Data

Die fünf Stufen des Aufbaus von Big-Data-AnalyseProjekten und die dafür relevanten Fragestellungen. (Quelle: Dell)

Autor: Andreas Bisang ist Enterprise Field Marketing Manager bei Dell.

Maximale Verfügbarkeit dank integrierter Lösungen für Data Center Zuverlässige, sichere und effiziente Data Center – von der Planung bis zur Umsetzung

Ob im Eigenbetrieb oder im Outsourcing – Data Center sind für die meisten Branchen kritische Anlagen. Doch Data Center sehen sich vielen verschiedenen Herausforderungen gegenüber – vom Management komplexer Anlagen über die Optimierung der Energieeffizienz bis zur genauen Einhaltung von Sicherheitsund Betriebsanforderungen.

Der Schutz kritischer Daten ist ebenso wichtig wie die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit: Unsere integrierten, massgeschneiderten Lösungen und Leistungen tragen dazu bei, verschiedenste Ereignisse, welche die Prozesskontinuität und Rentabilität eines Data Center gefährden können, zu erkennen und zu behandeln – immer in Übereinstimmung mit gesetzlichen Vorschriften.

www.siemens.ch/datacenter


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Businesssoftware INFORMATIONSMANAGEMENT

Schiller AG mit KUMAVISION

auf Erfolgskurs Der Medizintechnik-Hersteller Schiller AG in Baar ist stark in kardiopulmonaler Diagnostik und Notfallmedizin. Bei der ERP-Branchensoftware setzt Schiller auf KUMAVISION. benötigt wie Informationen zu Seriennummern, Platinen oder Softwareversionen. Diese Informationen sind in einem elektronischen Gerätebuch in KUMAVISION dokumentiert. Die selbst bestückten Platinen werden in den eigenen Geräten verbaut. Zur Verwaltung der Platinen mit entsprechender Seriennummer wurde extra ein Platinenbuch in KUMAVISION angelegt. Somit ist die Rückverfolgbarkeit sowohl auf Geräteebene als auch auf Baugruppenebene jederzeit möglich.

Touch-Screen-EKG CARDIOVIT MS-2010 im Spital im Einsatz.

Der schweizerische Medizintechnik-Spezialist gehört zu den Weltmarktführern. Mit hoher Qualität und einem herausragenden Service befindet sich Schiller auf einem stetigen Wachstumskurs. Teil dieser Erfolgsgeschichte ist seit über 10 Jahren die auf Microsoft Dynamics NAV (Navision) basierende ERP-Branchenlösung für die Medizintechnik von KUMAVISION. Komplette Fertigungstiefe Schiller stellt hohe Anforderungen in der Fertigung. Eine Vielzahl von länderspezifischen Ausprägungen der Geräte muss das Unternehmen beachten. «Gerade die Fertigungsplanung ist für uns eine grosse Herausforderung», berichtet Produktionsleiter Fredy Fuchs. «Hier unterstützt uns KUMAVISION mit einer komfortablen Stücklistenauflösung. So können wir rechtzeitig alle Artikel disponieren, die mit einer Stückliste verknüpft sind.» Auch bei Service und Reparatur fordert Schiller die ERP-Software. Es werden Gerätedaten

Komfortable Reparaturabwicklung Schiller beliefert mit seinen Geräten die Tochtergesellschaften und weltweiten Vertriebspartner. Diese Partner schicken defekte Geräte gebündelt zur Reparatur in die Schweiz. Ein Reparaturauftrag kann mehrere Positionen enthalten, die anschliessend einzeln bearbeitet und verschickt werden. Diese Anpassung in KUMAVISION wurde speziell für Schiller realisiert und vereinfacht die Reparaturabwicklung erheblich. Der Produktkonfigurator verschafft dem Vertrieb die notwendige Transparenz, um bei seinen variantenreichen Geräten den Überblick zu behalten. Bestellte Geräte mit entsprechenden Anforderungen wie z.B. Sprache oder zusätzliche Funktionen werden im Produktkonfigurator zusammengestellt. Für die jeweilige Geräteausprägung wird eine eigene Variantennummer vergeben und ein Verkaufsauftrag erstellt. Daraus wird ein Produktionsauftrag generiert. «KUMAVISION hilft uns mit einer Vielzahl an Funktionalitäten, optimiert und schlank zu arbeiten und Fehlerquoten zu minimalisieren. Unsere Abläufe sind wesentlich schneller und effizienter geworden», resümiert Rolf Kägi.

KUMAVISION AG 8600 Dübendorf T. +41 44 578 50 30 www.kumavision.ch


INFORMATIONSMANAGEMENT Cloud Computing

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Datenqualität

trotz -quantität Heterogene IT-Landschaften erschweren die Datenpflege und –verwaltung. Doch wenn Clouddienste mit den Kernsystemen gekoppelt werden müssen, ist ein freier Datenfluss über Anwendungsgrenzen hinweg erforderlich. cloudbasierten Systemen oder verteilt auf beiden gespeichert sind Integration der Daten, so dass die Datensätze aus einer Datenquelle den Datensätzen einer anderen zugeordnet sind (d. h. auch wenn ein Datensatz die Benennung «Nachname, Vorname» und ein weiterer Datensatz die Benennung «Vname, Nname» aufweist, ist beim integrierten Datensatz gewährleistet, dass beide richtig gespeichert werden). Diese Art der Datenvorbereitung ist unverzichtbar, damit die Daten erfolgreich von Analytics- oder anderen Anwendungen genutzt werden können Bereitstellung integrierter Daten für das Unternehmen – genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen die Daten benötigt, unabhängig davon, ob die Bereitstellung per Stapelverarbeitung, nahezu in Echtzeit oder in Echtzeit erfolgt. Multi-Cloud-Welten integrieren Es ist in der Regel nicht möglich, alle Anforderungen eines Unternehmens nur mit Cloud-AnBild: dizain/shutterstock.com

Daten gelten als die neue Währung des digitalen Zeitalters. Datenintegration ist daher ein drängendes Problem.

Durchschnittlich um die 500 unterschiedliche ITLösungen stehen in einem mittelgrossen Unternehmen heutzutage im Einsatz. Eine so heterogene IT-Landschaft kann schnell ineffizient werden. Insbesondere die Daten, die in den verschiedenen Applikationen liegen, werden oft nicht optimal genutzt. Grösstenteils weil sie nicht synchronisiert werden. Nun gelten Daten nicht erst seit Big Data als die neue Währung des digitalen Zeitalters. Doch liegen sie isoliert in einzelnen Anwendungssilos, geht ihr Potenzial verloren, ja mehr noch: Der Aktualisierungs- und Pflegeaufwand steigt ins Unermessliche. Datenintegration ist daher ein drängendes Problem in vielen Firmen. Ziel jeder Datenintegration ist es, Daten aus vielfältigen Quellen so zu verbinden, zu verifizieren und zu verdichten, dass aus ihnen Informationsmehrwert generiert werden kann. Ein Datenintegrationsprojekt beinhaltet normalerweise folgende Schritte: Zugriff auf die Daten aus sämtlichen Quellen und an sämtlichen Speicherorten, unabhängig davon, ob sie auf lokalen (on Premises) oder


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geboten zu erfüllen. Und handkehrum sind auch die Cloud-Dienste mittlerweile so zahlreich, dass in den Unternehmen mittlerweile ein Mix an verschiedenen SaaS-, PaaS-, Mobile oder Social-Apps genutzt wird. Diese Multi-Cloud-Welt macht jedoch nur Sinn, wenn sich die Lösungen effektiv miteinander kombinieren lassen. Zugleich müssen Software-Dienste mit bereits bestehenden Anwendungslandschaften verbunden werden. Wandern die Applikationen in die Cloud, ist es naheliegend, dass auch die Datenintegration aus der Cloud heraus erfolgt. Damit kann sich der Kunde die aufwändige Installation einer Integrationslösung vor Ort sparen. Datenintegration as a Service (DOaaS) baut quasi eine Brücke zwischen den verschiedenen IT-Insellösungen in Unternehmen: sicher und vor allem schnell. Datenorchestrierung per Portal Mit der Nutzung eines Management-Portals für die Datenorchestrierung entscheidet jeder Kunde selbst, welche Daten er wann, wie und wo in der Private oder der Public-Cloud oder on Premise abgleichen möchte. Der Kunde wählt die Applikationen, deren Daten er synchronisieren möchte und kann die Verknüpfungen per Drag & Drop in DOaaS herstellen. Über die Benutzeroberfläche hat er die volle Kontrolle über alle Datenverknüpfungen und verschiedene Optionen, sie in Einklang zu bringen, zu transformieren und die Datenqualität im Unternehmen zu optimieren. Dabei werden die Daten direkt von Applikation zu Applikation transferiert; das DOaaS-Portal dient lediglich dem Management der beiden Kernfunktionen Datenverteilung und Datenveredelung. Die Daten werden intelligent und systemübergreifend integriert. Das kann beispielsweise so aussehen: Ein Unternehmen führt die Daten aus seinen Angeboten zusammen und macht sie seinen Verkaufsberatern im Aussendienst zusammen mit den Kundendaten verfügbar. Hat der Aussendienstmitarbeiter die Verkaufshistorie plus weitere «verkaufsunterstützende» Informationen zu den Vorlieben und Gegebenheiten des Kunden parat, kann er viel individueller auf sein Gegenüber eingehen. Die Aussendienstler sind ständig unterwegs und pflegen resp. erweitern die Datensätze. Doch das CRM aus der Salesforce-Cloud ist nicht mit dem SAPSystem verbunden. Hierfür organisiert DOaaS eine ständige Synchronisation aller Daten, und zwar genau so, wie es gewünscht wird. Eine vor Ort beim Kunden korrigierte Telefonnummer fliesst dank der Synchronisierung direkt ins unternehmensinterne Netzwerk und aktualisiert sich somit auch bei allen anderen Mitarbeitenden. Das kann eine «Einbahnstrasse» sein, wenn beispielsweise Daten im SAP

Cloud Computing INFORMATIONSMANAGEMENT

nicht ohne weiteres von jedem Mitarbeiter verändert werden können sollen. Dann speist das SAP zwar die Salesforce-Accounts mit Kundendaten, Änderungen in die andere Richtung müssen aber zunächst eine Art Clearingstelle im Unternehmen durchlaufen. Andere Systeme hingegen können so konfiguriert werden, dass automatisch in beide Richtungen aktualisiert wird. Auch der Synchronisationsrhythmus kann individuell auf Kundenbedürfnisse angepasst werden, wie zum Beispiel einmal täglich oder in Echtzeit. Höchste Sicherheit und breite Anwendungsmöglichkeiten Bei diesen Prozessen fungiert DOaaS gewissermassen als Datendirigent, der geänderte Informationen oder neue Daten von einem System ins nächste sendet. Dabei führt die Lösung als zentrale Schnittstelle alle anderen Serverdaten oder Cloudspeicher zusammen. Berechtigte Mit- Datenintegration und –orchestrierung arbeitende aus IT und kann mittlerweile selbst als Cloudden Fachabteilungen Lösung bezogen werden können über Metadaten definieren, welche Daten zwischen dem Unternehmen und den Cloud-Services wie verteilt und veredelt werden müssen. Von Filterung über Bereinigung, Replikation bis hin zu Aktualisierung und Verschlüsselung sind vielfältige Optionen gegeben. Der Vorteil: Alle Metadaten werden nur an einer Stelle logisch definiert, verwaltet und gesteuert. Der Datenfluss selbst läuft ausschliesslich über so genannte Secure Agents von Anwendung zu Anwendung und niemals über das Portal selbst. Das DOaaS-Portal verknüpft über bestehende Schnittstellen über hundert Cloud- oder on-Premise-Applikationen respektive kommuniziert auch mit den grossen Hadoop-Distributionen. Und der Dienst bietet zudem ein Entwicklungs-Framework. Dort lassen sich Schnittstellen, die noch nicht angeboten werden, einfach, schnell und effizient entwickeln. Der Datenintegrationsservice ist somit neutral und folgt der Devise «Map once, deploy anywhere». Die Datenhoheit verbleibt selbstverständlich beim Unternehmen selbst.

Autor: Thomas Williams ist Portfolio Offering Manager bei T-Systems Schweiz

Hinweis: Datenorchestrierung als Service kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden: http://doaas.t-systems. com/ma/


INFORMATIONSMANAGEMENT Drucken & Scannen

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Neue Scanner

mit Trendfaktor Die digitale Transformation definiert die Spielregeln für die Erfassung von Papierdokumenten vollkommen neu. Die innovativen Scanner von Kodak Alaris treffen diese Ansprüche. fect Page ist im Scanner integriert. Die automatische Datenoptimierung erhöht die Übertragungsgeschwindigkeit im Netzwerk. Eine ideale Ergänzung ist die webbasierte Scanlösung Kodak Info Input. Die Erfassungssoftware wird zentral bereitgestellt und ganz einfach über den Browser geöffnet. Die Vorteile liegen auf der Hand, es ist keine physische Installation erforderlich, Aktualisierungen werden automatisch bereitgestellt. Info Input ist so konzipiert, dass der Nutzer direkt aus der Unternehmensanwendung scannen, indizieren und Daten in bestehende Workflows einbinden kann. Kodak i1190 und i1190E Scanner sind dedizierte Desktop-Transaktionsverarbeitungstools für Unternehmen.

Verteiltes Scannen: einfach, produktiv und kostengünstig Papierbasierte Prozesse bedeuten nicht nur hohe Kosten und Zeitaufwand, sie hemmen auch den digitalen Wandel. So ist es naheliegend, Papierdokumente so schnell wie möglich in den elektronischen Workflow einzubinden und zwar dort, wo sie anfallen, am Arbeitsplatz. Genau für diese Einsatzzwecke wurden die neuen Scanner Kodak i1190 und i1190E entwickelt. Diese kostengünstigen, kompakten und leisen Scanner finden auf jedem Schreibtisch Platz. Mit einer Geschwindigkeit von 40 Blatt pro Minute werden Dokumente mit unterschiedlichen Papierformaten und –stärken verarbeitet. Der Feeder ist für 75 Blatt ausgelegt. Ein besonderes Merkmal in dieser Klasse ist die integrierte Barcode-Erkennung, die eine zusätzliche Investition in Software erspart. Schlanke IT im Trend Unternehmen jeglicher Branchen und Grössenordnungen nutzen immer mehr webbasierte Lösungen und setzen auf Cloud Computing. Die Vorteile sind reduzierte IT-Kosten, da weniger Rechenleistung benötigt wird und neue Geschäftsanwendungen lassen sich schneller implementieren. Diesen Trends folgend eignet sich der neue Kodak i1190E perfekt für Citrix- und Thin Client-Umgebungen, denn die Bildverarbeitungstechnologie Kodak Per-

In grossen Schritten zum papierlosen Büro Die Kodak i3000-Serie wurde für Büroumgebungen mit hohen Ansprüchen an Produktivität, ex-

Die Kodak i3000-Scanner Serie wurde speziell für konstanten Durchsatz und zur Minimierung der Stillstandzeit entwickelt.

zellente Bildqualität und Sicherheit entwickelt. Nun bekommt die Reihe an A3-Desktop-Scannern Zuwachs: den neuen Kodak i3300. Mit einer Geschwindigkeit von 70 Blatt pro Minute verarbeitet er Stapel mit gemischten Papierformaten und -stärken. Selbst dickere oder bis zu 4,1 m lange Dokumente lassen sich ganz einfach digitalisieren. Der Allrounder glänzt darüber hinaus mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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INFORMATIONSMANAGEMENT Sicherheit

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Risiko für Unternehmen:

Sicherheitsverletzungen Die aktuelle Risk:Value-Studie von NTT Com Security, hat ergeben, dass zwei Drittel aller befragten Entscheidungsträger eine Verletzung der Datensicherheit in ihrem Unternehmen erwarten. Eine leichte Steigerung gibt es gemäss der Studie im Hinblick auf die Gewichtung des Themas Informationssicherheit innerhalb der IT. Bei der vorjährigen Untersuchung gaben die Befragten an, dass nur 10 % des IT-Budgets für Informationssicherheit verwendet wird, im aktuellen Report liegt dieser Wert immerhin bei 13 %. Auch die negativen Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls werden inzwischen gravierender eingeschätzt. Bezifferten 2014 die Befragten den daraus resultierenden Umsatzverlust auf 8 %, rechnen sie jetzt mit 13 %.

Die «Risk:Value Executive Summary» und eine Infografik stehen zum Download unter http://www.nttcomsecurity.ch/downloads/riskvalue-2016 zur Verfügung.

Die Kosten für die Behebung der Schäden beziffern sie im Schnitt auf über 800 000 CHF. Die Untersuchung basiert auf einer globalen Umfrage unter 1000 Führungskräften in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen, Schweden, der Schweiz und den USA, die vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt wurde. 54 % der Befragten stufen das Thema Informationssicherheit als essentiell für ihr Business ein und nahezu ein Fünftel (18 %) bestätigt, dass mangelhafte Datensicherheit die grösste Gefahr für ihr Unternehmen darstellt. Damit hat das Thema «geringe Datensicherheit» deutlich an Bedeutung gewonnen. Führungskräfte sehen ihr Unternehmen als gefährdet an Ein zentrales Ergebnis des Risk:Value-Reports ist, dass 65 % der befragten Unternehmen damit rechnen, in der Zukunft Opfer einer Sicherheitsverletzung zu werden. Entscheider gehen dabei davon aus, dass rund ein Fünftel (19 %) der Kosten zur Schadensbehebung auf Anwaltskosten, 18 % auf Entschädigungszahlungen an Kunden, 15 % auf Unkosten Dritter und 15 % auf Strafzahlungen und Compliance-Kosten entfallen. Andere zu erwartende Kosten betreffen Bereiche wie PR und Kommunikation oder Entschädigungen an Lieferanten und Mitarbeiter.

Nahezu alle Teilnehmer an der Untersuchung gehen davon aus, dass ein Datendiebstahl im Rahmen einer Sicherheitsverletzung externe und interne Auswirkungen hat. Genannt wurden hier vor allem Aspekte wie Verlust des Kundenvertrauens (69 %), Beeinträchtigung der Reputation (60 %) und finanzielle Schäden (54 %). Ein Drittel der Entscheider geht zudem davon aus, dass sie oder Kollegen aus dem Führungsgremium im Fall einer Sicherheitsverletzung ihr Amt niederlegen müssen. Kai Grunwitz, Senior Vice President DACH von NTT Com Security, erklärt: «Die Studie hat gezeigt, dass sich die Einschätzung zur Bedeutung eines Sicherheitsvorfalls geändert hat, und das ist keine Überraschung im Rückblick auf das vergangene Jahr, das von zahlreichen Datendiebstählen gekennzeichnet war. Zudem hat die Studie ergeben, dass die Mehrheit der Unternehmen sich heute sicher ist, in der Zukunft zum Opfer einer Sicherheitsverletzung zu werden, die mit erheblichen negativen Folgen verbunden ist; zum Beispiel im Hinblick auf Wiederherstellungskosten, das Kundenvertrauen oder mögliche Geldstrafen. Andererseits wird aber nach wie vor zu wenig in den Bereich Informationssicherheit investiert. In Anbetracht der zu erwartenden Schäden sollte hier ein Umdenken einsetzen. An einer umfassenden Cyber-DefenseStrategie führt angesichts der aktuellen Bedrohungslage heute kein Weg mehr vorbei». Quelle: www.nttcomsecurity.ch


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Sicherheit INFORMATIONSMANAGEMENT

Sensible Web-Transaktionen?

Outsourcen an Profis Platform as a Service (PaaS) ist für Unternehmen eine höchst effiziente, wirtschaftliche Lösung. Und mit einem erfahrenen Anbieter ist auch bei kritischen Transaktionen und sensiblen Daten die Sicherheit jederzeit gewährleistet.

Höchste Sicherheitsstufe: Die Server von webstyle GmbH im videoüberwachten Datacenter in der Schweiz. Zutritt haben ausschliesslich die Systemadministratoren (mit Badge und PIN). Sie haben zudem alle eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet. Symbolbild: Fotolia

PaaS lässt die IT-Kosten schrumpfen, sorgt für Tempo und Agilität: Entwicklung, Einführung und Wartung von Anwendungen werden enorm vereinfacht, der Zeitaufwand rigoros gesenkt. Denn die meist komplexen Aktivitäten, die für eine stabile, hochverfügbare, sichere und einfach skalierbare Web-Infrastruktur nötig sind (wie Backups, Server-Updates und Security-Patches), liegen im Aufgabenbereich des PaaS-Anbieters.

ren, sichern und permanent überwachen, wird klar, dass an Sicherheit gewonnen wird.

Unternehmen, die mit PaaS arbeiten, gewinnen an Flexibilität und werden wendiger; sie profitieren von einem schnelleren Go-Live, was für Marketing und Vertrieb ein entscheidender Wettbewerbsvorsprung ist.

Der CEO im Wachschutz-Einsatz? Fazit: PaaS bietet zahlreiche Vorteile. Wer sie aus Angst vor Datenlecks und Sicherheitslücken nicht nutzt, müsste eigentlich auch den CEO mit dem Wachschutz für die Unternehmensräume beauftragen. Dass auf diese Idee niemand kommt, ist logisch: Einen Teil der Arbeit und der Kontrolle muss und kann man abgeben – an vertrauenswürdige Partner. Warum soll, was für die Gebäude-Infrastruktur seit Jahrzehnten gilt, nicht auch für die IT-Infrastruktur gelten?

Angst vor Sicherheitslücken: verständlich, aber unbegründet Je nach Branche betrachten die Administratoren die Systemverantwortung als höchst kritisch und wollen deshalb nicht outsourcen. Wer seine sensiblen Daten in fremde Hände gibt, muss sie in Sicherheit wissen. Macht man sich jedoch bewusst, dass Experten die PaaS-Serversysteme konfigurie-

Im SLA (Service-Level-Agreement) ist die Zusammenarbeit exakt geregelt: Geheimhaltungspflicht, Server-Standort, Reaktions- und Interventionszeit, Notfallszenario. Zudem haftet der PaaS-Anbieter und ist schadensersatzpflichtig, wenn er seinen Teil der SLA nicht erfüllt.

Autor: Alain Martinet, COO, www.webstyle.ch


STORAGE Backup

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Hybrid Backup –

der Status Quo Die Grundidee eines Backups ist simpel: Daten werden kopiert und sicher aufbewahrt, um sie im Bedarfsfall noch einmal zur Hand zu haben. Wie nützlich das Backup jedoch wirklich ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Zum einen muss die Sicherungskopie physisch verfügbar sein. Zum anderen muss sichergestellt werden, dass die Sicherung innerhalb der geforderten Zeit wiederhergestellt werden kann und vor allem auch lauffähig ist. Um ein ideales RTPO (Recovery Time and Point Objective, Wiederherstellungszeit und Wiederherstellungspunkt) zu erreichen, lohnt es sich, mehrere Ansätze zu einem hybriden BackupKonzept zu verknüpfen. Fällt ein Server aus, beeinträchtigt das oft ganze Services. Um das Always-On Business zu gewährleisten, ist es wichtig, gesicherte Daten möglichst schnell wiederherzustellen. Das Mittel der Wahl für

«Die Qualität der Backups ist ebenso ein oft vernachlässigter Faktor bei der Datensicherung». Matthias Frühauf, System Engineer Manager, Central EMEA, Veeam Software

kritische Daten ist traditionell das Onsite-Backup auf schnellen Speichermedien wie Festplattensysteme. Damit lassen sich Ausfälle innerhalb von wenigen Minuten kompensieren. Der Vorteil: Was vor Ort aufbewahrt wird, ist im Notfall schnell zur Hand. Aber wenn es nicht nur sprichwörtlich, sondern auch tatsächlich brennt, ist möglicherweise auch die Sicherungskopie vor Ort betroffen. Gegen den Ausfall von Backups durch physische Schäden helfen Offsite-Sicherungen. Das kann eine Festplatte oder Tape im Banksafe sein, ein externes Rechenzentrum oder aber eine Cloud-Lösung. Die 3-2-1-Backup-Regel besagt, dass zu einem umfassenden Verfügbarkeitskonzept mindestens drei Datenkopien auf mindestens zwei unterschiedlichen Medien gespeichert werden, von denen eine extern aufbewahrt wird.

Egal wie schnell ein Backup im Notfall zur Verfügung steht, es muss auch aktuell sein. Regelmässige Komplettsicherungen, die im besten Fall täglich erstellt werden, verursachen hohen Speicherbedarf und Zeitaufwand. Dadurch entsteht eine Lücke von mehreren Stunden, in denen Daten unwiederbringlich verloren gehen können. Abhilfe schafft hier inkrementelles Backup, bei dem kontinuierlich Änderungen gesichert werden. Dies gilt insbesondere für virtualisierte Anwendungen, bei denen Änderungen nicht mühsam auf Dateiebene ermittelt werden müssen, sondern auf Block-Ebene vom Hypervisor protokolliert werden. So gesicherte Daten ermöglichen im Zusammenspiel mit passenden Backup-Tools ein kurzes RTPO von 15 Minuten oder weniger. Bei ausreichender Bandbreite und mit Hilfe von modernen Technologien wie WAN-Beschleunigung und -Optimierung lässt sich dieser Echtzeit-Vorteil auch in einem Cloud-Modell realisieren. Die Qualität der Backups ist ebenso ein oft vernachlässigter Faktor bei der Datensicherung. Der Veeam Data Center Availability Report, eine Umfrage unter IT-Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt, hat gezeigt: Ein Sechstel aller Backups lässt sich nicht wiederherstellen. Eine automatische Prüfung der Wiederherstellbarkeit sollte daher Teil eines Verfügbarkeitskonzepts sein. Dass dies viel zu selten gemacht wird, liegt auch daran, dass nach wie vor traditionelle Lösungen im Einsatz sind, bei denen eine solche Prüfung ein weitestgehend manueller und entsprechend aufwändiger Prozess ist.

Linden Park, Lindenstr. 16 6340 Baar T. +41 41 766 71 31 www.veeam.com


Bild: Oracle

Schatten-IT vs. Enterprise Content Management

in der Cloud Schweizer CIOs stehen vor einer wachsenden Herausforderung: Ihre Mitarbeiter greifen für den Datenaustausch und kooperatives Arbeiten zunehmend auf private Cloud-Dienste zurück, weil ihnen keine benutzerfreundliche Enterprise Content Management (ECM)-Lösung zur Verfügung steht. Ist der E-Mail-Anhang zu gross und lässt sich nicht mit Outlook verschicken, vergessen Mitarbeiter schnell die geltenden Unternehmensrichtlinien zum Umgang mit vertraulichen Daten und Informationen. Die iCloud, Google Drive und OneDrive sind dann die Mittel erster Wahl, und Sicherheitsbedenken werden der Bequemlichkeit geopfert. Die Verwendung dieser Cloud-Services anstatt des internen ECM setzt Unternehmen aber unzähligen Risiken aus: Veraltete Dokumentversionen geraten in Umlauf, es drohen Sicherheitslücken oder es kommt zu langwierigen Compliance-Fällen. Gleichzeitig erstellen Mitarbeiter ihre eigenen Cloud-Silos, die intern für andere Mitarbeiter nicht zugänglich sind. Wie kann es Unternehmen gelingen, die Kontrolle trotz dieser Schatten-IT zurückzugewinnen und ihren Mitarbeitern ein ansprechendes ECM zu bieten?

Die nächste Generation des ECM in der Cloud Private Cloud-Dienste bieten zwar erste Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung des eigenen ECM – sie sind dynamischer und anpassungsfähiger, haben eine transparente Kostenstruktur und ermöglichen die Vereinheitlichung von User Interfaces durch Standardkonfigurationen. Zuerst stellt sich aber die grundlegende Frage, ob das Unternehmen den Schritt in die Cloud und zu Softwareas-a-Service (SaaS) wagt, oder sich weiterhin auf die bestehende On-Premise-Lösung verlässt. Die SaaS-Lösung hat den Vorteil, dass durch flexible Zahlungsmodelle und tiefere Kosten für Software-Upgrades die Total Cost of Ownership (TCO) mittelfristig tiefer ausfällt. Darüber hinaus ermöglichen die erhöhte Flexibilität und Agilität eine schnellere Implementation von neuen Appli-


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INFORMATIONSMANAGEMENT Cloud Services

kationen. Unternehmensdaten und -informationen sind für Mitarbeiter jederzeit und von einem beliebigen Ort über ihr bevorzugtes Gerät zugänglich, und es eröffnen sich neue Möglichkeiten für kooperatives Arbeiten. Gegen den Schritt in die Cloud sprechen längerfristige Unsicherheiten in Hinblick auf die TCO insbesondere im Falle eines Vendor-Lock-in. Die Migration von bestehenden Applikationen und die Integration mit der bestehenden Legacy-IT können sich ohne minutiöse Vorbereitung in eine Kostenfalle verwandeln. Zudem muss in Betracht gezogen werden, dass Cloud-Services sich nur eingeschränkt auf individuelle Bedürfnisse anpassen lassen, und das Release-Management durch den Anbieter kontrolliert wird. Abgesehen von den Vor- und Nachteilen ist entscheidend, welchen Herausforderungen und gesetzlichen Risiken sich ein Unternehmen ausgesetzt sieht, wenn Daten und Informationen in der Cloud gespeichert, bearbeitet und weiterverteilt werden sollen. Die Vertraulichkeit der betroffenen Daten hat entsprechend direkten Einfluss auf die Wahl des Cloud Service Providers und des CloudModells – Private, Hybrid oder Public. Dabei stehen die Sicherheitszertifizierungen, die Standorte seiner Rechenzentren und die Identitäts- und Zugangsmethoden im Fokus.

sich Unternehmen bei der Erarbeitung ihrer weiteren Strategie an den folgenden grundlegenden Fragen orientieren: Welche grundsätzlichen Hindernisse gibt es für den Schritt von On-Premise zur Cloud (z.B. gesetzliche Risiken) und im Anschluss bei der Implementierung (z.B. Service Level Agreements)? Wie weit soll das ECM auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden und mit welchen Legacy-IT-Systemen und -Applikationen muss es kompatibel sein? Welche ECM-Applikationen sind kritisch für den Geschäftserfolg oder basieren auf vertraulichen Daten und sollten deshalb On-Premise oder in der Private Cloud verbleiben? Welche Applikationen fallen nicht in die obenstehenden Kategorien und können in die Public Cloud ausgelagert werden? Ist die ECM-Strategie festgelegt, so kann den Mitarbeitern nach einer Übergangszeit eine nahtlose digitale Nutzerfahrung, welche On-Premise- und Cloud-basierte Applikationen und Daten vereint, geboten werden. Spätestens ab dann sind die Tage von iCloud, Google Drive und OneDrive gezählt.

Autor: Faris Al-Badri ist Manager Sales Consulting Middleware bei Oracle Schweiz

Entscheidende Fragen für die ECM-Strategie Nachdem der Entscheid für den Schritt in die Cloud und die SaaS-Lösung gefallen ist sollten

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«Die Verwendung von Cloud-Services wie iCloud, Google Drive und OneDrive anstatt des internen ECM setzt Unternehmen unzähligen Risiken aus.»


Management JOB&KARRIERE

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Fünf Tipps für den Umgang

mit der Führungsebene CIOs müssen ein tiefes Verständnis für die Technologie besitzen, die in ihren Unternehmen zum Einsatz kommt. Es gilt, nicht nur die Grenzen der aktuell verwendeten Netzwerke und Applikationen zu kennen, sondern auch die multiplen Vertragsverhältnisse mit Technologieanbietern zu verstehen. Zudem kommt es darauf an, sowohl die Vorzüge als auch die Schwächen der UnternehmensIT bestmöglich im Auge zu behalten. Die digitale Revolution, die aktuell durch alle Industriezweige fegt, kann CIOs dabei helfen, sich Gehör zu verschaffen: Sie haben jetzt die Chance, das Management von der strategischen Bedeutung von IT für das Unternehmen zu überzeugen.

2. Risiken und Sicherheitsthemen adressieren In den letzten Jahren sind schwerwiegende, personenbezogene Datenschutzverletzungen bei Topunternehmen in die Schlagzeilen geraten. Das Thema IT-Sicherheit ist deshalb – völlig zurecht – wieder stärker auf die Agenda von Geschäftsführern gerückt. Sämtliche Führungskräfte sollten darauf aufmerksam gemacht werden, welcher Schaden für den Ruf und die Finanzen eines Unternehmens entsteht, wenn Daten in die Hände Dritter geraten und so ein Risiko für die Kunden entsteht. Die Diskussion sollte sich jedoch nicht auf die eingesetzte Technologie beziehen, sondern auf das Risiko für das Unternehmen und eventuelle Sicherheitsverletzungen. Wie wahrscheinlich ist ein Datenverstoss, bei dem das Unternehmen Investoren benachrichtigen muss? Wie hoch sind vermutlich die Kosten, um nach einer Attacke den Ruf des Unternehmens wiederherzustellen? Welche Schutzmechanismen kann die IT-Abteilung ergreifen, und wie teuer sind sie? Bei Diskussionen rund um diese Themenbereiche können sich die Mitarbeiter fernab der IT-Abteilung gut einbringen und einen realen, strategischen Wert schaffen.

Fünf Tipps, wie CIOs das in die Tat umsetzen können: 1. Sich auf die Bedeutung von IT fokussieren Der CEO und andere Führungskräfte greifen schnell zu ihren iPhones, wenn in Präsentationen Fachbegriffe wie DevOps, JSON, Log Streams oder Sandboxen fallen. Zwar interessieren sich die meisten CEOs, CFOs und CMOs absolut nicht für IT. Sie werden jedoch hellhörig, wenn die IT-Abteilung präsentiert, wie sie neue, bessere und schnellere Services ermöglicht oder dazu beiträgt, Kosten zu kürzen, die Effizienz zu steigern und das Geschäft

Bild: shutterstock.com/rawpixel

Diskussionen mit der Führungsebene können schnell in Machtkämpfe ausarten. Der CIO muss dafür sorgen, dass sich die Beteiligten dabei im IT-Bereich auf das Wesentliche konzentrieren.

zu erweitern. Um bei der Chefetage zu punkten, sollten IT-Verantwortliche also betonen, wie sie zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen können und nicht, wofür sie das IT-Budget ausgeben.

3. Hype-Themen auf den Boden der Tatsachen holen Führungskräfte, die sich nicht jeden Tag mit IT befassen, können unrealistische Erwartungshaltungen in Bezug auf technologische Innovationen entwickeln. Um dem CEO und anderen Führungskräften die Vorteile von Investitionen in die IT näherzubringen, sollte der CIO zunächst versuchen, ihre Ansichten zu entmystifizieren. Unter Umständen haben die Kollegen aus dem Management beispielsweise aus der Presse von Cloud Computing


JOB&KARRIERE Management

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Sämtliche Führungskräfte sollten darauf aufmerksam gemacht werden, welcher Schaden für den Ruf und die Finanzen eines Unternehmens entsteht, wenn Daten in die Hände Dritter geraten und so ein Risiko für die Kunden entsteht.

4. Die IT zum Business Enabler machen Die Arbeit des IT-Teams muss zielführend und nicht allein ein Selbstzweck sein. Zwar geben CEOs und CFOs ihr Budget selten gern für Server und Software aus. Sie sind sich aber der Notwendigkeit bewusst, in IT investieren zu müssen, um das Geschäft am Laufen zu halten und die Umsätze steigern zu können. Zudem trägt IT dazu bei, das Unternehmen effektiver zu machen, einen Nutzen für die Kunden zu generieren, Prozesse zu optimieren und die Daten zu verwalten. Der IT-Verantwortliche kann den CEO vermutlich nicht gewinnen, indem er ihm die Entwicklungsschritte der Firmenwebseite erklärt. Stattdessen sollte er ihm aufzeigen, wie die IT-Abteilung dazu beiträgt, höhere Umsätze zu erzielen. CIOs haben die Aufgabe, die Beziehung zwischen Technik auf der einen und dem Erreichen der Geschäftsziele auf der anderen Seite zu verdeutlichen.

5. Sich mit anderen CIOs verbünden Je besser ein CIO das Unternehmen selbst kennt, desto einfacher kann er die Stärken der IT erfolgreich vermitteln. Wertvolle Einblicke bringt auch der regelmässige Austausch mit dem CFO, der sich auf das Innerste des Unternehmens konzentriert – auf das Geld. Der CIO sollte die Bilanz des Unternehmens kennen und damit die aussichtsreichsten Argumente für neue Ausgaben. Sind all diese Punkte erfüllt, hat die IT-Abteilung viel bessere Karten bei Budgetverhandlungen. Diskussionen mit der Führungsebene können schnell in Machtkämpfe ausarten. Der CIO muss dafür sorgen, dass sich die Beteiligten dabei im IT-Bereich auf das Wesentliche konzentrieren. Er muss sicherstellen, dass die Technologie das liefert, was das Unternehmen und seine Kunden brauchen.

Die Arbeit des IT-Teams muss zielführend und nicht allein ein Selbstzweck sein.

Autor: David Jamieson ist CIO bei OpenText

Damian Conway in Brugg-Windisch an der FHNW Der bekannte Informatiker Damian Conway hält eintägige Workshops zu Präsentationstechniken und Programmierthemen wie Regular Expressions, Perl 6 und gute Coding-Praktiken in mehreren Sprachen. Datum/Ort: 4. bis 9. April 2016, Campus Brugg-Windisch FHNW www.fhnw.ch/technik/conway

Bild: “Rama, Cc-by-sa-2.0-fr“

oder Big Data gehört. Klären Sie die Führungsetage bestmöglich über die Chancen und Risiken dieser Trendthemen auf. CIOs sollten dem Management dabei helfen, die Realität vom Marketing-Hype zu trennen und die richtige Lösung für ihr Unternehmen auszuwählen.


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Weiterbildung JOB&KARRIERE

ICT-Studiengänge

für Berufstätige Das Studium an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) ist ganz auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten. Das Studienmodell kombiniert verschiedene Formen des E-Learning mit klassischem Face-to-Face-Unterricht. Der grösste Anteil kann im begleiteten Selbststudium zeit- und ortsunabhängig absolviert werden, unterstützt von einer Online-Lernplattform. Die Studierenden lernen wann und wo es gerade passt, auf der Pendlerstrecke, zu Hause oder auf Geschäftsreise im Ausland. An zwei Samstagen pro Monat treffen sie sich zum Face-to-Face-Unterricht – wahlweise in Zürich, Bern, Basel oder Brig.

Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik Richtung Business Information Management Wirtschaftsinformatik Richtung Digital Connected Society Informatik mit Vertiefungen Data Science, Enterprise Computing oder IT-Sicherheit Praxisintegriertes Bachelor-Studium Informatik Master of Advanced Studies Web4Business Business- & IT-Consulting

Diploma of Advanced Studies Applikationsentwicklung Data Science Certificate of Advanced Studies (Auswahl) Cloud Computing IT & Law Change & Service Management Business Process Management

Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) Zürich, Basel, Bern, Brig www.ffhs.ch


JOB&KARRIERE Weiterbildung

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MSc BA IDM –

Big Data bis Industrie 4.0 Unterstützt durch die fortschreitende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft verschränkt sich zunehmend das Internet der Dinge mit dem Internet der Dienste zur Industrie 4.0

Big Data-Experten/-innen werden im Unternehmensalltag immer öfter auf vielfältige Art und Weise entscheidend zum Geschäftserfolg beitragen.

Big Data und Industrie 4.0 haben ihren Weg in die Unternehmen gefunden. Es gibt momentan keinen Unternehmensbereich der nicht von der dieser Welle erfasst wird. Die schiere Menge der Daten und damit verbundenen Optionen können für verschiedenste Zwecke genutzt werden. Abhängig von dem Anwendungsszenario betreten Unternehmen völlig neue Geschäftsbereiche. Aber gerade hier liegt die grosse Herausforderung der Unternehmen, sie können ihre bisherige Geschäftsumgebung verlassen und auf neuen, digitalen Märkten tätig werden, vorausgesetzt sie sind darauf vorbereitet.

Mining-Verfahren zur deskriptiven und präskriptiven Analyse auskennen. Tun sie das ist die Bandbreite an unterschiedlichen Einsatzszenarien nahezu endlos. Darüber hinaus haben europäische Unternehmen, im Vergleich zu amerikanischen, einen grossen Nachholbedarf. Es ist abzusehen, dass in unserer Region Big Data-Experten/-innen im Unternehmensalltag immer öfter auf vielfältige Art und Weise entscheidend zum Geschäftserfolg beitragen werden. Zukünftig müssen wir uns darauf einstellen, dass jeder Beruf und jede Tätigkeit eine digitale Komponente haben wird und somit noch mehr Experten benötigt werden.

Fehlende qualifizierte Mitarbeitende Bereits 74 Prozent der Unternehmen würden gerne mit Big Data-Technologien neue Analysemöglichkeiten für ihre Daten umsetzen, jedoch fehlen diesen Unternehmen qualifizierte Mitarbeitende, die mit den neuen Analysemethoden vertraut sind und sie professionell umsetzen können. Fehlendes fachliches und technisches Know-how sowie fehlendes Wissen zum Thema Datenschutz sind dabei die grössten Herausforderungen in den Big Data-Projekten.

Studierende auf die Herausforderungen vorbereiten Auf all diese Herausforderungen geht der konsekutive Masterstudiengang «Information and Data Management» der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur ein und bereitet die Studierenden optimal für ihre zukünftigen Tätigkeiten vor. Das Masterstudium bildet Führungs- und Managerpersönlichkeiten für praktische, theoretische und wissenschaftliche Tätigkeitsfelder im gesamten Spektrum des Big Data aus. Ein wesentlicher inhaltlicher Fokus liegt dabei auf der Datenaufbereitung und -analyse im unternehmensweiten Kontext. Die Studierenden lernen den professionellen Umgang mit grossen Datenmengen und die passende Visualisierung nicht nur im Zusammenhang mit Big-Data-Anwendungen.

Endlose Bandbreite an Einsatzszenarien Experten müssen sich mit Themen wie Datenvisualisierung, Real-Time Reporting, Dashboards, Data

Weitere Informationen: www.htwchur.ch/informationscience

Hochschule für Technik und Wirtschaft Pulvermühlestrasse 57, CH-7004 Chur T. +4181 286 24 24 hochschule@htwchur.ch www.htwchur.ch


Agenda JOB&KARRIERE

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Agenda 2016 Weitere Veranstaltungshinweise sind unter www.professional-computing.ch zu finden. Anlass

Datum

Thema

Information Anmeldung

Topsoft

30. und 31. August

Der grösste Schweizer Event für Business Software bietet eine umfassende Übersicht über sämtliche Lösungen von Geschäfts-Software.

www.topsoft.ch

Telenetfair 2016

6. bis 8. September

Die grösste Schweizer Messe für Datenübertragung für Netzwerker, Kommunikationstechniker, Systemtechniker, Systemadministratoren, Gebäudeleittechniker und Installateure.

www.telenetfair.ch

ELECTRO-TEC 2016 (Winterthur)

14. und 15. September

Fach- und Messetage für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik

www.electro-tec.ch

Carriers Lunch

1. April 22. April 13. Mai 20. Mai

Hochkarätige Netzwerkplattform für die gesamte ICTBranche in der Schweiz in Bern, Zürich und Genf

www.carrierslunch.ch

Mittwoch, 18. Mai 2016 Donnerstag, 19. Mai 2016

BERNEXPO www.electro-tec.ch

Fach- und Messetage für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik Über 80 Aussteller Fachseminarprogramm in d/f Trends und Neuheiten aus der Branche ELECTRO-TEC Ost: 14./15.09.2016, Winterthur Patronats-Partner Leading-Partner

Partner

Co-Partner

eev | aae 3/2016


JOB&KARRIERE Agenda

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TeleNetfair 2016

Neue Themen bewegen Die TeleNetfair 2016 wartet, nebst Themen wie Kabel und Fibre the Home sowie Telekommunikation, mit einer in Europa einzigartigen Sonderschau auf. Im Forum Datacenter live werden die Geräte im laufenden Betrieb gezeigt.

TeleNetfair 2016 6.–8. September Messe Luzern

Zahlreiche Aussteller haben bereits heute ihr Kommen zur diesjährigen Telenetfair, die zum ersten Mal in der Halle 2 der Messe Luzern stattfindet, zugesagt. Die grösste Schweizer Messe zur Datenübertragung nimmt immer mehr konkrete Formen an. Dabei werden wichtige Themen wie Kabel, Netzwerktechnik und Fibre the Home sowie Telekommunikation mit dem «Forum Datacenter live» und der Sonderschau «Smart Home & Smart Energy» ergänzt. «Unser Ziel ist es, die gesamte Branche unter einem Messedach zu vereinen und den Besuchern den breit gefächerten Markt in seiner ganzen faszinierenden Vielfalt zu präsentieren. Zum Wohl der Branche streben wir eine nachhaltige Entwicklung an», erklärt Harald Fessler, Geschäftsführer der TeleNetfair, die neue Ausrichtung. Breit abgestützt Mit den Hauptsponsoren Alltron AG, Optonet AG und DataStore AG sowie den Patronatspartnern der Schweizer Informatik Gesellschaft SI, der Hochschule für Architektur und Technik Luzern, HSLU und der Cisco Academy erfährt die TeleNetfair wiederum eine breite Unterstützung. Zudem konnte dank der engen Partnerschaft mit der Messe Luzern, die Organisation nachhaltig gestärkt werden.

Die TeleNetfair ist die bewährte Messeplattform der Branche.

Bewährte TeleNetfair Konferenz Für einen aktiven Wissenstransfer sorgt die während den drei Messetagen stattfindende TeleNetfair Konferenz. Top Referenten aus der Branche diskutieren themenübergreifend über aktuelle Trends, interessante Innovationen sowie die jeweiligen Auswirkungen auf Arbeit. Auf der Konferenz treffen sich ICT-Anbieter und -Anwender sowie kreative Vordenker der Zukunft zum Erfahrungsaustausch. Europaweit einzigartige Sonderschau Mit dem «Forum Datacenter live», dieser in Europa einzigartigen Plattform, werden den Besuchern die Zusammenhänge und Möglichkeiten sowie Chancen zur Optimierung des Betriebs von Datacentern

gezeigt. Im Gegensatz zu bisher bekannten Ausstellungen und Messen werden die Geräte und Lösungen im Forum aktiv betrieben. Mit Workshops und Simulationen direkt an den Geräten ist jeder Besucher live und mitten drin, wenn die Systeme und Infrastrukturen aufgebaut, betrieben, unterhalten und optimiert werden. Neben Hardware, Racks, Einhausungen, Stromverteilungen und Cooling-Lösungen werden den Besuchern die physikalischen, aber auch die rechtlichen und versicherungstechnischen Auswirkungen eines Stromausfalls oder eines Brandes aufgezeigt. Jeder Besucher hat die Möglichkeit vor Ort und live, die neuesten Trends und Entwicklungen zu entdecken und sich beraten zu lassen. Die Zukunft im Blick mit Smart Home & Smart Energy Im Zeichen der Energiewende und der sich rasch verändernden Kommunikationswelt von morgen kommt den Lösungen, Produkten und Dienstleistungen für Elektro-, Netzwerk-, Kommunikationstechnik und Gebäudeautomatisierung grosse Bedeutung zu. Mit dem Sonderthema «Smart Home & Smart Energy» zeigt die TeleNetfair auf, warum die Glasfasertechnologie die zukünftige Lösung ist und was sie für die Vernetzung von Gebäuden bis hin zu Eigenheimen bedeutet. «Smart Home» greift das komfortable und energieeffiziente Wohnumfeld sowie Kommunikations- und Sicherheitsaspekte auf. Die intelligenten Möglichkeiten der modernen Gebäudeautomation zur Steuerung des Energieverbrauchs, werden «Smart Energy» gezeigt. Alle Themen der digitalen Datenübertragung an einem Ort Die TeleNetfair bildet alle relevanten Themen der digitalen Datenübertragung ab und ist durch die marktorientierte Ausstellungsstruktur konsequent auf ihre Bedürfnisse als Fachbesucher ausgerichtet. Reservieren Sie sich heute schon die drei Tage vom 6. bis 8. September. www.telenetfair.ch


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6.–8. September 2016 Messe Luzern

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