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Ausgabe August 3| 2016 CHF 8.–

professional

COMPUTING Das Schweizer Fachmagazin für ICT im Business

Datacenter

Einrichtung, Ausrüstung und Betrieb DMS | Mobile «Umgang mit Cloud-Anwendungen nicht auf die leichte Schulter nehmen»

Job & Karriere Techies wollen keine Führungspositionen


EDITORIAL

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Das Datacenter wird zur Datenfabrik von morgen

Jörg Schelling Chefredaktor

Pascal Tobler Anzeigenverkauf

Severin Schumacher Anzeigenverkauf

Unternehmen sind auf leistungsfähige und sichere Datenübertragungs- und Netzwerk-Infrastrukturen angewiesen. Ein leistungsstarkes Datacenter und deren Anbindung an schnelle Breitbandinfrastrukturen sind heute eine wichtige Voraussetzung für das Bestehen im globalen Wettbewerb. Als ein Land mit weltweit führenden Finanzdienstleistern und Handelsunternehmen weist die Schweiz eine lange Tradition für den sicheren und vertraulichen Umgang mit den Daten auf. Daher wird die Schweiz auch als Datacenter-Standort von vielen internationalen Unternehmen und Organisationen geschätzt. Schweizer Datacenter und deren Betreiber haben einen guten Ruf. Sie investieren für Sicherheit und Verlässlichkeit im Betrieb viel Geld in modernste Datenübertragungs- und Netzwerktechnologien. Für den zuverlässigen Betrieb ihrer Infrastrukturen und den Schutz der sensiblen Daten, setzen sie auf gut ausgebildete Fachkräfte.

kontrovers diskutiert. Der technologische Wandel – Stichwort Industrie 4.0 oder Internet of Things – stellt für Unternehmen die Frage nach einer effizienten Ressourcennutzung und kostengünstigen Betrieb mehr denn je in den Mittelpunkt der Überlegungen. Die steigenden Datenberge müssen auch zukünftig bewältigt werden können. Das heutige Datacenter wird sich vom Software-Defined-Datacenter zum Software-Based-Datacenter wandeln. In diesem werden alle Schichten des Rechenzentrums wie Server-, Netzwerk- und Speicherebene sowie auch das Management per Software zentral gesteuert. Zwar bleibt die Hardware immer noch ein sehr wichtiges Element, doch die Hauptaufgaben als zentrale Steuereinheit übernimmt die Software. Der Bedarf intelligenter Netze und genügend Datacenterkapazitäten für Industrie, das Bildungs-, Finanz- und Gesundheitswesen sowie für die Verkehrs- und Energieinfrastruktur und öffentliche Organisationen wird zur zentralen Herausforderung für die ICT-Branche werden. Es gibt kaum ein Unternehmen, und sei es noch so klein, das nicht vom Internet und einer schnellen Datenübertragung abhängig ist. Was alles zur Einrichtung und zum Betrieb von Datacentern und Serverräumen gehört lesen Sie in dieser Ausgabe.

Jörg Schelling joerg.schelling@utk.ch

Über die Zukunft von klassischen Datacenter als ein als Fundament der Unternehmens-IT wird

Impressum Ausgabe August 2016, 20. Jahrgang. Internet: www.professional-computing.ch. Abopreis: Einzelpreis: CHF 8.– Jahresabonnement: CHF 30.–. Erscheinung: 4-mal jährlich März/Juni/August/Dezember. Herausgeber: UTK Media GmbH, 9434 Au. Verlag: UTK Media GmbH Sonnenstrasse 8, 9434 Au, Telefon +41 71 966 60 80, info@utk.ch. Anzeigenverkauf: UTK Media GmbH: Pascal Tobler, pascal.tobler@utk.ch, Telefon +41 71 966 60 03, Severin Schumacher, severin.schumacher@utk.ch, +41 71 966 60 80. Redaktion: Jörg Schelling, joerg.schelling@utk.ch. E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion-pc@utk.ch. Layout: schellingmedia: info@schellingmedia.com. Druck: international media solutions IMS AG, www.imsag.ch © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Das Magazin wird klimaneutral gedruckt.


TeleNetfair

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Wir fĂźhren Technologien zusammen


INHALTSVERZEICHNIS August 2016

Bild: corepics/shutterstock

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cta: USV-Anlage Multi Sentry Dell bietet mit neuen Vier-Sockel-Servern maximale Performance und Skalierbarkeit Neue Speicherlösung von SUSE und HPE: NetApp FlashAdvantage 3-4-5 Computer Controls: 99,75 % Netzverfügbarkeit in Rechenzentren ABL AG: Neue Produktlinie von AP-Kabelendverteilern Casacom: Fiber-to-the-Desk Fiberwork: High Density im Rechenzentrum QNAP TVS-x82T und TVS-x82: hochleistungsfähige Tower-NAS Barracuda: Die Konnektivität von Machine-to-Machine vereinfachen ComBridge bietet Kurse für VoIP Readyness und Wireshark Sophos: Datenverschlüsselung «Always-on» ICT-Fokus Firmenverzeichnis

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Datacenter | Infrastruktur Cooles Effizienzpotenzial Beruflichen Traum erfüllt Erstklassige RZ-Dienstleistungen für Kunden der ATOS AG Innovative und energiesparende Messungen mit Rotronic Fünf Anforderungen, die jedes Data Center erfüllen sollte Mit moderner IT zukunftssicher aufstellen Rechenzentrum in Zürich wechselt Besitzer

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Datacenter | Netzwerk IPv6 Paradigmenwechsel Netscale: neue Benchmark im Data Center Highspeed-Links kostengünstig aggregieren Büroverkabelung mit Glasfaser leicht gemacht

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Datacenter | Sicherheit Verwaltung von Kundenidentitäten sicher und compliance-konform EMC-Studie: Datenverlust kostet eine halbe Million Schweizer Franken Cyber Threat Intelligence – zu Besuch bei Hackern und Cyber-Kriminellen Sicherheit durch digitale Videoüberwachung Immer auf Nummer sicher – mit Satelco! Finanzielle Vorteile des Always-On Enterprise

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Bild: YanLev/shutterstock.com

Produkte und Lösungen Umfassende Sicherheit für ihr Datacenter mit Rotronic QNAP: Auf der sicheren Seite bei Big Data Minkels: iPDUs von Raritan: intelligente Stromschaltleisten der neuesten Generation

DMS | Mobile «Mitarbeiter sollten Umgang mit Cloud-Anwendungen nicht auf die leichte Schulter nehmen» Bereit für die digitale Transformation? Einstiegslösung für professionelle Dokumentenerfassung

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Job & Karriere TeleNetfair 2016 – Treffpunkt für die gesamte Branche Agenda Techies wollen keine Führungspositionen

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Markt ICT-FOCUS

Michael Zurwerra wird neuer Rektor der FFHS Er wird im Februar 2017 die Nachfolge von Prof. Dr. Kurt Grünwald antreten, der aus Altersgründen zurücktritt. Für die Nachfolgeregelung des bisherigen Direktors Prof. Dr. Kurt Grünwald, der Anfang 2017 in den Ruhestand tritt, setzte der Stiftungsrat der Fernfachhochschule eine Findungskommission unter dem Vorsitz von Armin Walpen sowie FFHS-Präsident Dr. Hans Widmer ein. Auf deren Antrag wählte der Stiftungsrat aus mehreren Bewerbungen einstimmig Michael Zurwerra als neuen Rektor der FFHS. Michael Zurwerra wird seine Stelle am 1. Februar 2017 antreten.

Veeam festigt seine Channel-Position in der Schweiz Veeam Software, der innovative Anbieter von Availability for the Always-On Enterprise, gab die Sieger der Veeam ProPartner Awards 2015 bekannt, die anlässlich der ersten Ausgabe des Veeam Partnergipfels in Zürich verliehen wurden – und zwar zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens. Mehr als 80 Teilnehmende versammelten sich am Event, an dem die neuesten Verfügbarkeitslösungen und Perspektiven für das Jahr 2016 vorgestellt wurden. Dank dem Einsatz der Veeam ProPartner im letzten Jahr gelang Veeam eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent in der Schweiz. Die Sieger der Veeam ProPartner Awards waren:

IT-Urgestein Hans Nigg wechselt zu IT-Logix IT-Logix baut personell weiter aus. Das auf Business Intelligence (BI), Data Warehousing (DWH) und Big Data spezialisierte IT-Beratungshaus verstärkt sein Vertriebsteam mit einem prominenten Gesicht der Schweizer IT-Szene: Hans Nigg kommt von SAP, wo er während der letzten 15 Jahre die Gesamtverantwortung für die Kundenbeziehungen zu Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Couleur und Grösse inne hatte. Bei ITLogix bringt er damit als neuer Account Executive wertvolle Erfahrung in der direkten Kundenbetreuung und breite Kenntnisse des Marktes mit ein.

Preis für das schnellste Wachstum 2015: Business IT AG, René Pfister, Preis für das wichtigste Projekt 2015: Bechtle Suisse SA, Leo Prado, Preis für den besten KMUPartner 2015: Steffen Informatik AG, Oliver Sieber, Preis für den besten Cloud-Dienstleister 2015: Swisscom AG, Marc Bolli, «Die Partner sind ein wichtiger Teil unseres Verkaufsteams und wir möchten ihnen für ihr kontinuierliches Engagement und ihr Vertrauen danken. Veeam kann sich vor allem in Enterprise sowie in den KMU-Segmenten über starkes Interesse freuen. Denn gerade dort ermöglichen wir mit unserem neuen VCSP Programm (Veeam Cloud & Service Provider Program) durch unsere Verfügbarkeit und unsere technologische Einbindung Geschäftschancen für unsere Partner», so Giuseppe Gallo, Channel-Manager bei Veeam Software Switzerland.

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ICT-FOCUS Markt

Schadsoftware aus 2013 verbreitet sich über betrügerische Dateianhänge Der europäische Security-Software-Hersteller ESET beobachtet derzeit einen Anstieg der Nymaim Malware, die bereits 2013 ihr Unwesen trieb. Damals wurden über 2,8 Millionen Infektionen registriert. Im ersten Halbjahr 2016 konnten die ESET-Forscher einen deutlichen Anstieg um 63 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 verzeichnen. Besonders stark verbreitete sich die als Win32/TrojanDownloader.Nymaim.BA bekannte Malware in Polen, Deutschland und den USA. Sollte sich die Verbreitung weiter im aktuellen Tempo fortsetzen, werden bereits im kommenden Monat mehr Nutzer infiziert sein als im gesamten Jahr 2015. Anders als 2013, als Nymaim noch als Drive-by-Download über verseuchte Webseiten gestreut hat, verbreitet sich die Malware nun über Phishing-E-Mails. Der betrügerische Anhang tarnt sich als Word-Dokument. Sobald dieses geöffnet wird, entpackt sich das infizierte Skript. Spionage statt Payload «Mit seiner hochentwickelten Verschleierungstechnik, Anti-VM, Anti-Debugging und Kontrollflussanalyse hat sich dieser zweistufige Trojaner weiterentwickelt. Wurde er ursprünglich dazu verwendet, Ransomware und damit verbunden seine Payload zu übertragen, wird er nun für die Verbreitung von Spionagesoftware genutzt», so Cassius de Oliveira Puodzius, Security Researcher bei ESET Lateinamerika. Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen den Fällen in Ländern mit hoher und niedriger Erkennungsrate scheinen die aktuellen Angriffe insbesondere auf Finanzinstitute abzuzielen. Wie die ESET-Forscher weiter feststellten, steht Brasilien ganz oben auf der Opferliste von Nymaim.

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BNC erreicht 4-Star Status bei Check Point Wenn es um kompromisslose IT Security für ihre Kunden geht, setzt BNC seit mehr als 15 Jahren auf den Marktführer Check Point. Seit April 2016 ist BNC 4-Star Partner und erreicht somit den höchstmöglichen Zertifizierungsstatus für die Schweiz. BNC gehört nun zu den Top5 Check Point Integrationspartnern hierzulande. BNC Business Network Communications AG konnte in den letzten zwei Jahren viele neue Projekte mit den innovativen Check Point-Lösungen erfolgreich umsetzen. so zum Beispiel bei Energie Wasser Bern. Auch Check Point begrüsst das Engagement von BNC – «Wir freuen uns sehr, dass wir uns auf BNC als langjährigen und zuverlässigen Partner im immer komplexer werdenen IT-Security-Umfeld verlassen können», sagt Sonja Meindl, Country Managerin Switzerland & Austria bei Check Point.


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Infrastruktur DATACENTER

Cooles

Effizienzpotenzial Die am effizientesten eingesparte Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht. Bei den Dimensionen, in denen Datacenter heutzutage dank Cloud, Big Data und Digitalisierung gedacht und gebaut werden müssen, hängt ihre Wirtschaftlichkeit auch in hohem Masse von ihrer Energieeffizienz ab. IT-Infrastrukturen sind mittlerweile ebenso unverzichtbar wie das Stromnetz oder die Verkehrswege. Anstelle, dass jedes Unternehmen seinen eigenen Serverraum betreibt, treten seit den Anfängen des IT-Outsourcings immer leistungsfähigere Datacenter und Rechenzentrumsverbünde. Sie sorgen für Daten- und Ausfallsicherheit der Informatik, für Skalierbarkeit und hohe Performance bei gleichzeitiger Kosteneffizienz. Mit der Zunahme von eCommerce, dem Cloud-Computing, Big Data und der allgegenwärtigen Digitalisierung sämtlicher Branchen steigen Komplexität und Anforderungen an die Datacenter. Gleichzeitig gewinnen Fragen zur Nachhaltigkeit angesichts explodierender Energiekosten auch im Rechenzentrumsbetrieb an Bedeutung. Neue Dimensionen – neue Anforderungen Bereits beim Bau eines Rechenzentrums ist heutzutage zu berücksichtigen, dass sie für hoch ska-

lierbare Dimensionen bei anhaltendem Wachstum konzipiert sein müssen. Wird ein RZ zu Beginn mit 150 virtuellen Maschinen in Betrieb genommen, muss es unter Umständen rasch auf 500 virtuelle Maschinen für eine Zunahme von Infrastructureund Software-as-a-Services aufzurüsten sein. Und dabei darf es weder an Effizienz noch an Wirtschaftlichkeit verlieren. Grundlage dafür sind eine modulare, in allen Komponenten flexible IT-Architektur und automatisierte Prozesse. Auch für die Effizienzmaximierung kommen heutzutage bereits intelligente, automatisierte EnergiemanagementLösungen zum Einsatz. Doch Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits die konsequente Trennung von Warm- und Kaltluft die Energieeffizienz positiv beeinflussen: Liegt die Power Usage Effectiveness (PUE), mit dem der Energieverbrauch eines RZ in Bezug auf den Bedarf des IT-Equipments dargestellt wird, her-


DATACENTER Infrastruktur

kömmlicherweise bei durchschnittlich 1.9, so lässt er sich mit dieser simplen Massnahme auf 1.48 senken. Werden zusätzlich die Einblastemperatur und die Energiedichte in den Racks erhöht, lässt sich der PUE-Wert sogar auf 1.23 reduzieren. Die Hardware verträgt Temperaturen bis 35 Grad; ideal sind 27 Grad, weil bei dieser Temperatur der Energieverbrauch für die Kühlung und die Drehzahl der Lüftung sich die Waage halten. Denn entscheidend ist immer der Verbrauch des Gesamtsystems. Direkte Kühlung kann zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen Die Trennung von Warm- und Kaltluft kann durch weitere Massnahmen für eine verbesserte Energiebilanz optimiert werden. Für die Wahl der am besten geeigneten Methode spielen die Lage und die Grösse des Rechenzentrums eine wesentliche Rolle. Freie Kühlung beispielsweise hilft, den Energieverbrauch am Standort des RZ auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit und Verfügbarkeit zu machen. Bei direkter freier Kühlung wird kalte Luft von aussen sozusagen durch das Rechenzentrum «geschoben»; dabei nimmt sie Wärme auf und befördert diese nach draussen. Energie wird lediglich für die Erzeugung des Luftstroms benötigt und damit weniger für die Kühlung selbst. Direkte freie Kühlung hat jedoch auch substanzielle Nachteile: Sie lässt sich schlecht nachrüsten, denn der nachträgliche Einbau von grossen Wandöffnungen beeinflusst die Sicherheit. In Gebieten mit hoher Schadstoffbelastung der Luft fällt sie als Option völlig aus. Doch auch andernorts ist in unseren Breitengraden die direkte Kühlung nicht immer die beste Wahl, die Wirksamkeit dieser Methode reduziert sich auch bei stark schwankender Luftfeuchte: Die Zuluft darf weder zu feucht noch zu trocken sein, da Kondensationseffekte einerseits und andererseits elektrostatische Aufladung in den IT-Systemen vermieden werden müssen. Indirekte Kühlung setzt sich durch Mehr und mehr setzt sich daher die indirekte Kühlung in vielen Rechenzentren durch. Sie ist zwar nicht so effizient wie die direkte Kühlung, da ein Wärmetauscher für den Übergang zwischen der Luft im RZ und der Aussenluft erforderlich ist, mit dem nicht nur Temperatur, sondern auch die Feuchtigkeit reguliert werden kann. Die bei der direkten Kühlung genannten Nachteile fallen somit grösstenteils weg. Ergänzt wird die indirekte Kühlung häufig durch so genannte Kaltgänge. Durch die Kaltgangeinhausung (Cold Aisle) wird die Trennung von Warmund Kaltluftströmen noch weiter akzentuiert und

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damit die Kühlung noch nachhaltiger optimiert. Die Racks werden komplett mit beispielsweise Aluminiumprofilen, Decken- oder Wandplatten eingehaust. Auch doppelte Böden und das Design der Rack-Räume beeinflussen die Aero-und Thermodynamik. Generell ist festzuhalten: Je besser sich der Luftfluss kontrollieren lässt, je weniger Lecks es gibt und je strikter die Luftströme getrennt werden, desto besser die Energiebilanz. Durch Massnahmen wie diese hat T-Systems in der Schweiz den Energieverbrauch in ihren beiden Rechenzentren Langenthal und Zollikofen um ganze 2 GWh reduziert und damit einen sechsstelligen Frankenbetrag an Energiekosten eingespart. Die zwei Gigawatt Energie entsprechen immerhin dem Jahresverbrauch an Energie eines kleinen Dorfes mit ungefähr 500 Haushalten. Software schlägt Hardware Neben der baulichen Auf- oder Umrüstung von Rechenzentren spielt natürlich auch der Einsatz neuer, zunehmend energieverbrauchsärmerer Server und anderer Hardware eine Rolle. Während jedoch der Hardware allein schon rein physikalisch Grenzen in der Energieeffizienz gesetzt sind, versprechen Konzepte wie das Software Defined Datacenter einen neuen Schub in Richtung Green-IT. Beim Software Defined Datacenter (SDDC) sind nicht nur Rechenleistung und Speicherplatz virtualisiert, sondern auch Netzwerke und Sicherheitskomponenten. Zugrunde liegen hier so genannte hyperkonvergente Infrastrukturen. Dieser alternative Ansatz soll Virtualisierung noch leichter, schneller und preiswerter machen. Vereinfacht gesagt, kombinieren hyperkonvergente Lösungen Server-, Netzwerk- und Storagekomponenten in vorkonfigurierter Form und mit einheitlicher Verwaltung über alle Ressourcen hinweg. Neue Server können nach dem Scale-out-Prinzip einfach bereitgestellt werden. Alles basiert auf Software, ist hochgradig standardisiert und automatisiert. Kombiniert mit Softwarelösungen für effizientes Energiemanagement ist eine weitere Optimierung der Energiebilanz abzusehen. Denn: Die am effizientesten eingesparte Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht.

Autor: Jürg Holzer Head of Datacenter Operations bei der T-Systems in der Schweiz

Konzepte wie das Software Defined Datacenter versprechen einen neuen Schub in Richtung Green-IT.


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Infrastruktur DATACENTER

Beruflichen

Traum erfüllt Für das sicherste und modernste Data Center in Winterthur vertraut die DataHub AG auf die ganzheitliche Infrastrukturlösung von Schneider Electric. Die Unternehmer wissen, wovon sie sprechen. Sie zählen zu den erfahrensten Data Center-Planern der Schweiz. Über zehn Rechenzentren hat Hans Jörg Rütsche mit seiner Firma DC ONE AG bereits gebaut. Damit gehört er zu den führenden Data Center-Strategen der Schweiz. Mit dem Rechenzentrum DataHub Winterthur ist für ihn und seinen Geschäftspartner Peter Gorini ein beruflicher Traum in Erfüllung gegangen, der so nicht geplant war. Es begann mit einem ganz normalen Auftrag der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Winterthur, einem langjährigen Kunden von DC

DataHub AG Das Start-up-Unternehmen aus Wallisellen ist ein Full-Service-Anbieter für ICT-Dienstleistungen und hat Ende 2015 das Rechenzentrum DataHub Winterthur mit 1100 Quadratmetern Fläche in Betrieb genommen. Es entspricht dem TIER III beziehungsweise in gewissen Teilbereichen TIER IV-Standard und wird gemäss ISO 27001 (Informationssicherheit) und ISO 50001 (Energiemanagement) betrieben. Ein weiteres Data Center in der Westschweiz ist bereits in Planung. Der DataHub Winterthur bietet Rechenpower für 13 000 Studierende und 3000 Mitarbeitende der ZHAW. Die stolzen Gründer: Peter Gorini, CEO DataHub AG, Hans Jörg Rütsche, CEO DC ONE AG.

ONE. «Die ZHAW beauftragte uns, einen Standort für ein neues Data Center zu prüfen», erinnert sich Gorini. «Plötzlich fragte uns der Kunde, ob wir es nicht gleich selbst bauen wollen.» Die Unternehmer liessen sich nicht lange bitten. «Mit der ZHAW als Ankerkunde eine einmalige Gelegenheit.» Schneider Electric als Komplettanbieter Nach gründlicher Risikoanalyse entschieden sich Rütsche und Gorini, ihr erstes eigenes Data Center in einem ehemaligen Winterthurer Industriegebäude zu bauen. Die Investoren für das 15-MillionenProjekt waren rasch gefunden. Fortan agierten die beiden in einer Doppelrolle, nämlich als Planer von DC ONE sowie als Inhaber der neu gegründeten DataHub AG. Ein Bestandsgebäude bringt erhöhte Anforderungen mit sich», sagt Rütsche. «Vor allem hinsichtlich der Leitungsführung und Koordination von Elektro und Kälte.» Nicht lange überlegen mussten die Gründer hingegen bei der physikalischen Infrastruktur. «Unsere Erfahrung zeigt, dass ein ganzheitlicher Lösungsanbieter der Schlüssel zum Erfolg ist. Schneider Electric ist der einzige


DATACENTER Infrastruktur

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«Unsere Erfahrung zeigt, dass ein ganzheitlicher Lösungsanbieter der Schlüssel zum Erfolg ist. Schneider Electric ist der einzige Technologiehersteller auf dem Markt, der uns von der Mittelspannung über USV, Racks und Kühlung bis zur Überwachungssoftware alles aus einer Hand anbietet.» Hans Jörg Rütsche, Gründer und Inhaber DataHub AG

Technologiehersteller auf dem Markt, der uns von der Mittelspannung über USV, Racks und Kühlung bis zur Überwachungssoftware alles aus einer Hand anbietet», so Rütsche. Lindo Grossert, Key Account Manager bei Schneider Electric, unterstützte DataHub bei der Ausarbeitung ihrer individuellen Infrastrukturlösung: «Im Zentrum stand unser Warmgangsystem, weil es rund 30 Prozent weniger Energie als herkömmliche Kühlsysteme verbraucht.» Wettbewerbsfähig dank hoher Effizienz Die grösstmögliche Energieeffizienz war das erklärte Ziel von DataHub. «Mit jeder nicht gebrauchten Kilowattstunde Strom sparen unsere Kunden Geld», erklärt Gorini. Dank hoch effizienten InRowKühlgeräten von Schneider Electric sowie einem neu entwickelten FreeCooling-Konzept mit Einbezug der Generatorkühlung in die Rückkühler erreicht DataHub Winterthur einen ausgezeichneten PUE-Wert von 1,3. Ein starkes Argument bei der Suche nach neuen Kunden, so Gorini: «Der Markt im Grossraum Zürich ist hart umkämpft. Entscheidend absetzen gegenüber der Konkurrenz können wir uns daher nur mit modernster Infrastruktur.»

Ihre Vorteile auf einen Blick Ganzheitliche Infrastrukturlösung aus einer Hand (mit 2N Redundanz) Wenige Schnittstellen und dadurch Risikominimierung Hohe Energieeffizienz (30 % weniger Stromverbrauch) Bereit für High Performance Computing – hoher Investitionsschutz Problemlose Skalierbarkeit dank modularer Bauweise Eingesetzte Produkte Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) Galaxy 7000 Schaltanlagen Okken mit integrierter Energiemessung Hot Aisle Containment System (Warmgangeinhausung) Racks NetShelter SX InRow-Kühlsysteme Stromschienen Canalis StruxureWare Data Center Expert (DCIM Software)

Schneider Electric (Schweiz) AG Schermenwaldstrasse 11, CH-3063 Ittigen T. +41 31 917 33 33, F. +41 31 917 33 66 www.schneider-electric.ch


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Infrastruktur DATACENTER

Erstklassige RZ-Dienstleistungen

für Kunden der ATOS AG Das Konzept und die Umsetzung der High-Density-Verkabelung erfolgte durch Connect Com AG und YDC Datacenter Services GmbH.

Die international tätige ATOS AG bietet Grosskunden IT- und Datacenter-Lösungen auf höchstem Qualitätsniveau. Die Anforderungen an die Lieferanten sind entsprechend: Rechenzentren mit mindestens Tier III Klassifizierung und Partner mit hoher Kompetenz und besten Referenzen. Den Aufbau der Infrastruktur bei e-shelter plante ATOS deshalb zusammen mit den Spezialisten von Connect Com AG und YDC Datacenter Services GmbH. Renommierte globale Kunden legen ihre IT in die Hände der ATOS AG. Um den meist businesskritischen Applikationen höchste Sicherheit und Verfügbarkeit zu garantieren, ist ATOS in der Schweiz in mehreren Rechenzentren eingemietet – neu auch bei e-shelter. Damit die Rack- und Verkabelungs-Infrastruktur erweiterbar und somit langfristig nutzbar ist, suchte ATOS eine möglichst verdichtete Verkabelungs-Lösung, was auch die Kosten senkt.

Höchste Packungsdichte dank MTP-EasyCONNECT High-Density Lösung von Connect Com

YDC Datacenter Services ist spezialisiert auf die Planung und Bereitstellung von Racks, Hardware und Verkabelung in Rechenzentren – und Dienstleistungspartner von ATOS. Ausserdem arbeiten YDC und Connect Com seit Jahren zusammen, weshalb YDC die MTP® Easy Connect High Density Lösung wärmstens empfehlen konnte.

Der MTP HD 19“ Modulträger besteht aus drei ausziehbaren Schubladen mit einer Kapazität von je zwölf MTP HD Modulen. Das ermöglicht eine hohe Packungsdichte von 72 LC Ports mit 144 Fasern, 72 MTP12 Ports mit 864 Fasern beziehungsweise 72 MTP24 Ports mit 1728 Fasern. Die Kabelführung befindet sich auf der Rückseite, zusammen mit der Schubladenmechanik führt das zu einem sehr einfachen und übersichtlichen PatchkabelManagement. Lokale Produktion und garantierte Qualität Connect Com betreibt in Hünenberg eine Glasfaser-Manufaktur, wo alle Komponenten gemäss den Anforderungen der Kunden konfektioniert werden. Hier konnte die High Density Lösung geprüft werden und bekam von den Praktikern von ATOS Bestnoten. YDC entwickelte das Verkabelungskonzept und erarbeitete dann gemeinsam mit Connect Com die Stückliste mit den benötigten Komponenten. Die Vorkonfektionierung inklusive Testmessung wurde in der reinen Umgebung des Connect Com Labors durchgeführt. Das erleichtert die Installation und steigert die Qualität messbar. YDC ist bekannt für sauber strukturierte Kabelführungen und akribi-


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Kompetente und erfolgreiche Projektzusammenarbeit: Daniel Sommer, Connect Com; Heinz Gassmann, Atos AG; Daniel Grob, YDC GmbH

Preisen sowie einen Dienstleistungsumfang, der Kunden begeistert. Massgeschneiderte CCM-Verkabelung für das neue Tier III Rechenzenter der Atos AG

MTP HD Modul, LC Ports mit integrierter Staubklappe

sche Dokumentation. Jedes Kabel ist unverwechselbar beschriftet – mit dem Nummernsystem des Kunden bedruckte Komponenten sind ebenfalls ein Service aus dem Hause Connect Com – und wird auf Wunsch in der eigens für diesen Zweck entwickelten Datenbanklösung von YDC verwaltet. Nach Fertigstellung der Installation führt Connect Com die Sicherheitsprüfungen durch. Abnahmemessungen garantieren die Qualität und Funktionalität der Komponenten und Verbindungen. Das bestätigt Connect Com mit Zertifikaten. Beratungskompetenz und Dienstleistungswille Mit YDC und Connect Com haben sich zwei Profis gefunden, die einen umfassenden Erfahrungsschatz im Bereich Datacenter-Technologie teilen und wissen, was sich in der Praxis bewährt. Gemeinsam bieten die zwei Unternehmen nur Lösungen an, die perfekt zum jeweiligen Kunden passen. Da Connect Com eine eigene Entwicklungs- und Produktionsabteilung hat, werden die Produkte lokal kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend den Kundenwünschen optimiert. Auch das Dienstleistungsengagement verbindet die beiden Schweizer KMU. Beide sind fähig, in dringenden Fällen schnell und unkompliziert zu reagieren und fast alles zu ermöglichen. Zusammen ergibt das massgeschneiderte HightechLösungen in bester Qualität zu marktgerechten

Bestnoten für das Team YDC und Connect Com Heinz Gassmann, Infrastructure Engineer Datacenter bei ATOS AG, findet nur lobende Worte für seine Projektpartner: «Ich habe alles genauso bekommen, wie ich es selber auch gemacht hätte. Die Zusammenarbeit hat sensationell funktioniert. YDC und Connect Com haben mich in der Planung und Umsetzung entlastet und mir Freiraum für andere Aufgaben verschafft. So stelle ich mir Zusammenarbeit vor.» Heinz Gassmann schätzt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, weil dies den Informationsfluss vereinfacht und weil in dringenden Fällen nur der Lokale genügend schnell reagieren kann. Ausserdem war das Angebot preislich attraktiv, die Betreuung äusserst kompetent und zuvorkommend, und die Lieferfristen wurden strikt eingehalten. ATOS AG Als führender Anbieter im Bereich Digital Business beschäftigt ATOS AG rund 100 000 Mitarbeitende in 72 Ländern. Das Unternehmen bietet seinem globalen Kundenstamm Beratungsleistungen und Systemintegration, Managed Services und Business Process Outsourcing (BPO), Cloud Operations, Big Data und Sicherheitslösungen sowie transaktionsbasierte Services durch Worldline, den europäischen Marktführer für Zahlungs- und Transaktionsdienstleistungen. www.ch.atos.net YDC Datacenter Services GmbH YDC GmbH ist ein Servicedienstleister, der Kunden beim Aufbau und Betrieb von Rechenzentren unterstützt. Das Angebot umfasst Datacenter- und Betriebskonzepte, Evaluations- und Umzugsprojekte, aber auch Outtasking oder Branch-Office-Services. www.ydc.ch Connect Com AG Connect Com AG ist ein Spezialanbieter von Glasfaser-Verkabelungslösungen und -Services in den Bereichen LAN, Data Center, CATV, Telekom und FTTx. Das Schweizer Unternehmen verfügt über kompetente LWL-Techniker und fertigt viele Glasfaserprodukte in der hauseigenen Konfektion. Deshalb kann Connect Com flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingehen und höchste Qualität mit kürzesten Lieferfristen garantieren. www.ccm.ch Connect Com AG ist Aussteller an der Com-Ex, der Schweizer Fachmesse für Kommunikations-Infrastruktur vom 20.–22. September 2016 in der BERNEXPO.


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Infrastruktur DATACENTER

Innovative und energiesparende

Messungen mit Rotronic Innovative Messtechnik für die Überwachung von Datenzentren setzt ein hohes Mass an Fach-Know-how voraus. Rotronic Instruments (UK) konnte mit ihrer Lösung für Feuchtesensoren die BladeRoom Group überzeugen. Kurze Reaktionszeit und stabile Messfunktionen gaben den Ausschlag. BladeRoom ist ein höchst energieeffizientes modulares Rechenzentrumsystem und bietet eine skalierbare Methode zur schnellen Entwicklung von Datenzentren mit extrem niedrigem und nachgewiesenem, jährlichem PUE-Wert (Power Usage Efficiency). Diese modularen Datenzentren werden komplett im Werk gebaut, sodass sich der Aufwand vor Ort dann auf ein Minimum beschränkt. So benötigt man für Aufbau und Inbetriebnahme nur einen Bruchteil der Zeit, die für die herkömmliche Vorgehensweise erforderlich wäre.

Wetterschutz im Einsatz bei der Frischluftüberwachung.

Von der Gesamtanlage verbrauchte Energie PUE =

Energie, die die IT-Geräte verbrauchen

Für den Erfolg eines Unternehmens bietet Blade Room einen äusserst wichtigen Faktor: die Kontrolle der Umgebungsbedingungen innerhalb sehr eng definierter Toleranzen, um die Zuverlässigkeit des Kühlsystems und aller Komponenten zu sichern. Je nach Klimabedingungen nutzen die Kühlsysteme, sowohl das primäre als auch das zur Sicherung eingesetzte System, für bis zu 100 % der Zeit natürliche Umgebungskälte und Verdunstungskühlung zur Maximierung der Effizienz.

Um diese maximale Effizienz zu erreichen, wurde das System auf die jeweiligen Belüftungsanforderungen ausgelegt. Wo Luft nötig ist, wird diese ohne Unterbruch über die normalen Arbeitszonen zugeführt, sodass auf Leitungen und Doppelböden verzichtet werden kann. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Datencenter-Kühlung, welche die warme Luft des ITEquipments rückführt und kühlt, funktioniert ein Datencenter von BladeRoom wie ein Server. Stark gefilterte Frischluft wird zugeführt und intelligent auf den Bedarf des IT-Equipments abgestimmt. Gleichzeitig wird die warme Luft – je nach Anfor-


DATACENTER Infrastruktur

Datencenter London (1MW IT-Last)

Energieeinsparungen über 5 Jahre

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Energieeinsparungen über 10 Jahre

Energieeinsparungen über 20 Jahre

PUE 1.13 BladeRoom PUE 1.5 Neues Datencenter

2’139’000

4’277’000

8’557’000

PUE 2 Vorhandenes Datencenter

5’030’000

10’059’000

20’121’000

PUE 3 Vorhandenes Datencenter

10’811’000

21’623’000

43’248’000

derung – vollständig aus dem Datencenter abgesaugt. Mit Verdunstungs- und Freikühlung kann das IT-Equipment für mehr als 99 % des Jahres mittels zugeführter Luft mit Temperaturen zwischen 18 und 24 °C gekühlt werden. Der Vorteil dabei: Eine mechanische Kühlung über eine Reihe von IT-Lasten ist nicht notwendig. Auf das als Backup eingesetzte mechanische Kühlsystem wird nur im Notfall sowie zur partiellen Kühlung während extremer Witterungsverhältnisse zugegriffen. Dieses System ist dann für die Kühlung von 100 % der IT-Last ausgelegt. Neben Feuchte- und Temperaturmessfühlern sowie Messwertgebern setzt BladeRoom auch den Differenzdruck-Messumformer PF4 von Rotronic ein. Nach dem Boyle’schen Gesetz ist das Produkt aus Druck und Volumen eine Konstante für eine gegebene Gasmenge, solange die Temperatur konstant ist.

Verdunstungskühlung Temperaturabfall als Folge der Verdunstung einer Flüssigkeit, durch die latente Wärme von der Oberfläche abgeleitet wird, an der die Verdunstung stattfindet. Dieser Vorgang findet Anwendung in Kühlsystemen sowohl in Industrie als auch im Haushalt. Physikalisch gesehen bildet er auch die Grundlage für das Schwitzen. Freikühlung Dies bezeichnet eine wirtschaftliche Methode der Nutzung niedriger Aussentemperaturen zum Kühlen von Wasser, das dann in gewerblichen Prozessen oder in Klimaanlagen Anwendung findet. Das Kaltwasser kann sofort verwendet sowie kurz- oder langfristig gelagert werden.

Vorausgesetzt werden 100 % IT-Last und ein Strompreis von 10p pro kWh. Emissionswerte basieren auf Berechnungen des Carbon Trust – 544 Gramm CO2 pro kWh Verbrauch

P1V1 = P2V2

Mit anderen Worten: In einem konstanten Volumen impliziert ein gemessener Differenzdruck ein Temperaturgefälle. Dieser Differenzialdruck ermöglicht es BladeRoom, Luft wirkungsvoll innerhalb des Datencenters zu bewegen, um die Energieeffizienz und damit Einsparungen zu maximieren.

«Mit kurzen Reaktionszeiten und stabilen Messfunktionen sind die Rotronic-Feuchtesensoren perfekt für das ÜberGenau diese innovative messtechnische Lösung wachen unserer verdeutlicht die Arbeitsphilosophie von Rotronic, Datacenter.» welche prägend für Projekte ist, bei denen es um höchste Messgenauigkeit geht. Die gelungene Zusammenarbeit mit BladeRoom ist ein gutes Beispiel dafür und bildet die Basis für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung.

Adrian Edge BladeRoom Group, England

Link: www.rotronic.ch

BladeRoom Das Unternehmen der BladeRoom Gruppe hat über 20 Jahre Erfahrung in Design und Produktion von erfolgsrelevanter modularer Infrastruktur für Blue Chip Unternehmen und öffentliche Institutionen. PF4-Serie Die PF4-Serie ist eine innovative Entwicklung aus dem Hause Rotronic. Das thermische Messverfahren erlaubt genaueste Messungen in kleinsten Bereichen. Mit dem Differenzdruck-Messumformer steht den Kunden, neben Geräten für Feuchte-, Temperatur- und CO2-Messung, ein weiterer wichtiger Messparameter zur Verfügung. Mit dem optionalen Anschluss für HygroClip2-Fühler, Analogeingang oder Temperaturfühler ist das Gerät breit abgestützt für vielfältigste Applikationen. Die Differenzdruck-Serie wird diesen Eigenschaften gerecht, mit einer Langzeitstabilität von < 0,3 %/Jahr und einer Genauigkeit von ±1,0 % Endwert.


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Infrastruktur DATACENTER

Fünf Anforderungen, die jedes

Data Center erfüllen sollte Bei fast jedem zweiten KMU spielen digitale Technologien eine mittelgrosse bis sehr grosse Rolle. Ist das Data Center als Rückgrat des Unternehmens dieser Aufgabe gewachsen? Digitalisierung ist der Kampf um die Nähe zum Kunden. Auch Start-ups und kleine Unternehmen haben mit digitalen Technologien die Chance, bei ihren Zielgruppen präsent zu sein, Mehrwert zu schaffen und die Kundenbeziehung neu zu gestalten. Immer wichtiger wird auch die technische Nutzung von mobilen Endgeräten, dies über viele Branchen hinweg. Gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young spielen bei 45 Prozent der Schweizer KMU digitale Technologien für das eigene Geschäftsmodell eine mittelgrosse bis sehr grosse Rolle. «Logistikzentrum der Zukunft» – was muss es können? Die Bedeutung des Data Centers als «Logistikzentrum der Zukunft» nimmt mit der Digitalisierung weiter zu, eine professionelle IT-Infrastruktur ist unabdingbar. Doch was heisst das genau? Welche Anforderungen muss das Data Center der Zukunft erfüllen – ob inhouse oder bei einem Drittanbieter wie DataHub?

Outsourcing im Trend: Aufgrund der steigenden Anforderungen lagern immer mehr KMU ihre IT an einen professionellen Dienstleister aus.

1. Verfügbarkeit und Sicherheit Stromausfall in der Schweiz? Kommt öfter vor, als man denkt – die grossflächige Panne bei einem führenden Telekomanbieter vom letzten Frühling bleibt da in unrühmlicher Erinnerung. Hoch verfügbare und sichere Data Center benötigen deshalb mehrstufige Sicherheitskonzepte, die eine Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Dieselgeneratoren für längere Unterbrüche sowie Backup-Standorte vorsehen.

2. Energieeffizienz Die Hälfte der Betriebskosten entfällt bei Data Centern auf die Energie. Mit jeder nicht gebrauchten Kilowattstunde Strom sparen Unternehmen Geld. Professionelle Data Center wie der DataHub Winterthur reduzieren mit Präzisionskühlgeräten und FreeCooling-Konzepten den Energieverbrauch ihrer Infrastruktur markant. 3. Transparenz – Zustand stets im Blick Nur wer Auslastung und Effizienz seines Data Centers misst, kann dessen Leistung tatsächlich optimieren. Kunden von DataHub erhalten über eine spezialisierte Softwarelösung jederzeit Einblick in die Verbrauchswerte ihrer IT, und zwar bis auf den einzelnen Server genau. 4. Skalierbarkeit – mühelos wachsen Prognosen sind schwierig. Wer kann schon seinen IT-Bedarf in zwei Jahren abschätzen? Wer teure und langwierige Um- und Ausbauten vermeiden möchte, setzt deshalb auf eine modular aufgebaute Infrastruktur oder übergibt seine Server einem professionellen Drittanbieter wie DataHub (Housing). Womit die Wachstumsthematik ganz vom Tisch ist – der Profi kümmert sich darum. 5. Connectivity Der Netzanschluss hat entscheidenden Einfluss auf die Performance eines Data Centers. Wer auf die Dienste von DataHub vertraut, geht auch hier auf Nummer sicher. Dank der Zusammenarbeit mit SBB Telecom besitzt DataHub das modernste Glasfasernetz der Schweiz. Autor: Peter Gorini, Geschäftsführer DataHub AG

DataHub AG Bahnhofplatz 1 A, 8304 Wallisellen T. +41 43 343 22 33 welcome@data-hub.ch www.data-hub.ch


Maximale Verfügbarkeit dank integrierter Lösungen für Data Center Zuverlässige, sichere und effiziente Data Center – von der Planung bis zur Umsetzung

Ob im Eigenbetrieb oder im Outsourcing – Data Center sind für die meisten Branchen kritische Anlagen. Doch Data Center sehen sich vielen verschiedenen Herausforderungen gegenüber – vom Management komplexer Anlagen über die Optimierung der Energieeffizienz bis zur genauen Einhaltung von Sicherheitsund Betriebsanforderungen.

Der Schutz kritischer Daten ist ebenso wichtig wie die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit: Unsere integrierten, massgeschneiderten Lösungen und Leistungen tragen dazu bei, verschiedenste Ereignisse, welche die Prozesskontinuität und Rentabilität eines Data Center gefährden können, zu erkennen und zu behandeln – immer in Übereinstimmung mit gesetzlichen Vorschriften.

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Mit moderner IT

zukunftssicher aufstellen Über die Bedeutung des eigenen Rechenzentrums sind sich IT-Manager einig: 93 Prozent aller befragten mittelständischen Unternehmen halten es für wichtig oder sehr wichtig für den Unternehmenserfolg, wie eine IDC-Studie im Auftrag von Rittal ergab. Wer darum auf Modernisierung im Rechenzentrum setzt, entscheidet sich gleichzeitig für Zukunftssicherheit und rüstet sich für alle kommenden Aufgaben. Doch wo lohnt es sich ganz besonders, in moderne Technik zu investieren?

Die Gangeinhausung ist eine Kombination aus Tür- und Deckenelementen, die eine konsequente Trennung der warmen und kalten Luft im Rechenzentrum ermöglicht. Diese Trennung ist elementar, wenn es darum geht, Energie zu sparen und die Effizienz der vorhandenen Klimatechnik zu erhöhen.

Die Rolle, die Rechenzentren für den Geschäftserfolg spielen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Hier lagern alle Daten und Anwendungen, die für den Betrieb notwendig sind. Trotzdem wird ihre Infrastruktur nicht ausreichend mit leistungsfähiger und kostensparender Technik erneuert, wie die IDC Studie ergab. Rechenzentren sind langfristig angelegte Investitionen mit Betriebszeiten zwischen 15 und 20 Jahren. Laut der IDC-Umfrage liegt das Alter bestehender Rechenzentren durchschnittlich bei etwa sieben Jahren. Die gehostete Hardware hat sich in dieser Zeitspanne allerdings deutlich verändert. Strom- und Kühlbedarf stiegen durch neue und leistungsfähigere Prozessoren stark an, zudem sorgte die Virtualisierung der IT

für eine deutlich höhere Auslastung der Server. Dazu kommt, dass sich die Hersteller- und Gremienvorgaben für die korrekte Lufttemperatur am Servereingang enorm gewandelt haben. Mittlerweile erlauben Hersteller und massgebliche Organisationen wie ASHRAE Eingangstemperaturen von 26 Grad Celsius. Doch die von IDC befragten IT-Manager gaben an, ihr Rechenzentrum im Durchschnitt mit 15,5 Grad Celsius zu betreiben, in Deutschland sind es im Schnitt 18,4 Grad. So verwundert es nicht, dass fast 60 Prozent der Rechenzentren lediglich einen Power Usage Effectiveness (PUE) von 2,0 erzielen. Der PUE-Faktor ist ein Leitwert für die Energieeffizienz einer Anlage. Bei einem Rechenzentrum gibt er den Anteil an zusätzlicher elektrischer Energie an, die nicht in Rechenleistung umgewandelt wird. Ein PUE von 2 bedeutet, dass für jedes Kilowatt, das die Server und die IT-Infrastruktur benutzen, ein weiteres Kilowatt durch Umgebungsdienste


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wie Kühlung, Klimatisierung und Stromverteilung verbraucht werden. Der Industriestandard liegt bei einem PUE von 1,4; sehr gute Rechenzentren schaffen den Wert 1,2. Warum Rechenzentren hinter den Industrievorgaben zurückfallen, kann eine ganze Reihe von Gründen haben, doch fast immer sind veraltete und ineffiziente Kühlsysteme und Stromversorgungen daran beteiligt. Verlustleistungen und Kühlungsbedarf steigen Veraltete Kühlsysteme können beispielsweise sehr effizient durch ein modernes, adaptives Kühlkonzept aufgerüstet werden. Adaptive Kühlkonzepte gehen dynamisch auf die Lastsituation der Server im Rechenzentrum ein und passen die Kühlkapazität daran an. IT-Leiter gewinnen dadurch mehr Spielraum bei ihren möglichen Serviceangeboten und profitieren zudem von einer deutlich günstigeren Kühlung. Um die Vorteile einer effizienten Lösung zu beziffern, ist es allerdings notwendig, den Status Quo zu kennen. Auch hier besteht bei vielen Firmen massiver Nachholbedarf. 2009 ergab eine Umfrage der Experton Group, dass 85 Prozent der IT-Manager den Stromverbrauch des Rechenzentrums nicht kannten und nur 30 Prozent eine Vorgabe zur Energieeffizienz formuliert hatten. Energieberater glauben, dass sich die Situation seit 2009 sicherlich verbessert hat. Doch nach wie vor habe ein Grossteil der Rechenzentrumsbetreiber höchstens eine ungefähre Ahnung davon, wie viel sie im Jahr für elektrische Energie ausgeben. Traditionell waren die Betriebskosten von Rechenzentren kein Kostenfaktor der IT-Abteilung. Die Stromrechnung lief in der Regel beim Gebäudemanagement auf und wurde dort nach einem festen Schlüssel – unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch – an die Abteilungen verteilt. Doch wenn niemand die Kosten schmerzhaft im eigenen Budget spürt, fehlt der Wille zur Optimierung. Nur die wenigsten Unternehmen müssen den Strom bis zu jeder Serversteckdose erfassen, aber zumindest seinen PUE-Faktor sollte jeder Rechenzentrumbetreiber kennen. Der PUE-Wert gibt Firmen die Chance, sich innerhalb der Branche mit anderen Nutzern zu vergleichen. Das Mess-Equipment und das notwendige Know-how können kleinere Firmen auch mieten, ein Überwachungszeitraum von einer Woche liefert eine ausreichend grosse Datenbasis, um zu wissen, wie die Ist-Situation tatsächlich aussieht. Bei Klimatechnik und Stromversorgung ansetzen In einem älteren Rechenzentrum kann man in der Regel, besonders bei der Kühlung und der redun-

danten Stromversorgung, von hohen Verlusten bei den Betriebskosten ausgehen. Eine IDC-Studie schätzte für das Jahr 2012 den Anteil der beiden Verbraucherklassen an den Gesamtbetriebskosten auf einen Anteil von bis zu 50 Prozent. Heute liegt dieser Wert im Allgemeinen zwischen 25 und 30 Prozent. Ein geringer Prozentsatz wird von der Beleuchtung und Stromverteilung verursacht, den Löwenanteil tragen die Kühlung sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungen. Gerade bei diesen beiden grossen Verbraucherklassen lohnt die Modernisierung, der Return on Investment (ROI) wird durch die steigenden Strompreise innerhalb kurzer Zeit erreicht. Das geht selbstverständlich auch ohne Neubau, nur die allerwenigsten Projekte beginnen mit einem frischen Start auf der grünen Wiese. Rechenzentren wurden früher durchwegs über den Doppelboden gekühlt, eine Klimaanlage erzeugte die kalte Luft an zentraler Stelle. Das Konzept war simpel und günstig einzubauen, zog allerdings einen Rattenschwanz an Unzulänglichkeiten nach sich. Diese treten mit den steigenden Stromkosten und der technischen Hochrüstung der Server immer deutlicher zutage. Zum einen kann die kalte Luft im Doppelboden nur ineffizient verteilt werden. Rohre, Träger, Kabelbäume und bauliche Hindernisse bremsen den Luftstrom

Ein modulares Rechenzentrum wie das RiMatrix S ist eine zeitsparende Alternative zum individuellen Rechenzentrumsbau: Vorgeplante, vorkonfigurierte und aufeinander abgestimmte Rechenzentrumsmodule mit Racks, Klimatisierung, Energieabsicherung und -verteilung sowie das Monitoring harmonieren als perfekt abgestimmtes Ensemble.

Eine passive Rücktür wie das Liquid Cooling Package (LCP) Hybrid von Rittal ist ein Kühlsystem, das an die Rückseite des Serverracks montiert wird. Die Server blasen die erwärmte Luft durch den Luft/Wasser-Wärmetauscher, wo sie abkühlt und wieder in das Rechenzentrum abgegeben wird.


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(KMUs) ausgelegt. Sie profitieren von kurzen Lieferzeiten und einer einfachen Anpassung an die vorhandene bauliche Infrastruktur. Die Racks, die Klimatisierung, Energieabsicherung und -verteilung sowie das Monitoring harmonieren als perfekt abgestimmtes Ensemble. So lassen sich kürzere Produktlebenszyklen, die Inbetriebnahme neuer Systeme oder die Implementierung neuer Vorschriften rasch umsetzen.

Von der Niederspannungshauptverteilung (im Bild oben links) fliesst die elektrische Energie in die Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und anschliessend in die Energieverteilung, bevor sie in den Racks durch Stromverteilungsschienen direkt an die Server gelangt. Auf die USV fällt neben der Kühlung der Löwenanteil an den Betriebskosten. Eine Modernisierung wirkt sich daher besonders positiv auf die Bilanz aus.

und «stehlen» einen Teil der Transportkapazität für Kaltluft, lange bevor sie überhaupt die Server erreicht. Häufig wird auch die heisse Luft von den Rückseiten der Server ohne weitere Führung nach oben zur Raumdecke geleitet. Auf dem Weg dorthin vermischt sie sich mit verwirbelter Kaltluft von den Fronten der Hardware und mindert ebenso die Kühlkapazität des Systems. Nutzungsdauer von Rechenzentren durch Updates verlängern Ein Update des Kühlsystems kann sehr grosse Effizienzverbesserungen bei überschaubarem Aufwand bringen. Eine Gangeinhausung beispielsweise trennt durch einfache bauliche Massnahmen Front- und Rückwand der Server und bündelt die Kaltluft auf dem Weg zu den Serverschränken. Dadurch wird verhindert, dass sich die kühle Luft mit ausgeblasener Abwärme vermischt. Noch effizienter arbeiten Rack-Kühlsysteme. Sie nehmen die entstehende Wärme direkt an der Rückseite des 19-Zoll-Schranks auf, kühlen die Luft mit Wärmetauschern herunter und blasen sie wieder an der Front ein. Diese Systeme erzielen auch eine deutlich höhere Kühlleistung pro Quadratmeter. Das ist eine wichtige Voraussetzung für moderne Serversysteme, die sehr viel Abwärme pro Flächeneinheit produzieren. Mit diesen Massnahmen bleibt ein Rechenzentrum länger flexibel und eignet sich auch nach vielen Jahren für die viel kürzeren Innovationszyklen von Soft- und Hardware. Alternative: modulares Rechenzentrum Und auch für die Einsatzfälle, in denen ein Update der Infrastruktur nicht in Frage kommt, gibt es ökonomisch sinnvolle Lösungen. Ein modulares Rechenzentrum wie RiMatrix S von Rittal ist eine zeitsparende Alternative zum individuellen Rechenzentrumsbau. Vorgeplante, vorkonfigurierte und aufeinander abgestimmte Rechenzentrumsmodule mit definierten Effizienz- und Leistungswerten sind perfekt auf die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen

«Modulare Rechenzentren sind ein sinnvolles Angebot, um den aktuellen geschäftlichen Herausforderungen zu begegnen. Die vorkonfigurierten Module oder Container können im Vergleich zu einem herkömmlichen Rechenzentrumsneubau kostengünstiger sein und lassen sich innerhalb weniger Wochen einrichten», erläutert Chris Ingle, Vice President, IDC. Laut IDC verzeichnete das Marktsegment in den letzten Jahren ein Wachstum im zweistelligen Prozent-Bereich. Viele gute Gründe sprechen dafür, Schlüsselbereiche des Rechenzentrums auf den neuesten Stand zu bringen. Das können reine Kostenfaktoren sein, der Wunsch nach einer besseren Ausfallsicherheit oder die Notwendigkeit, ein bestehendes Rechenzentrum mit neuer und leistungsfähiger Hardware auszustatten. Ein Update der Infrastruktur, sei es durch gezielte effizienzsteigernde Massnahmen wie neue Kühlsysteme oder ein separates modulares Rechenzentrumsmodul ist erheblich weniger störend für den Betriebsablauf als ein Neubau. Die Verfügbarkeit wird während des Umbaus nur minimal eingeschränkt. Zudem ist ein solcher Umbau ein ausgezeichneter Test für die Disaster Recovery-Funktionen. Wenn Teile des Rechenzentrums aufgrund einer Baumassnahme nicht mehr genutzt werden können, ist das im Prinzip nichts anderes als eine geplante Auszeit für Wartung und Reparatur. Unternehmen müssen diese Situation abfangen und durch Alternativen umgehen können. So lassen sich selbst einem RechenzentrumsUmbau viele positive Seiten abgewinnen.

Autor: Bernd Hanstein Hauptabteilungsleiter Produktmanagement IT, Rittal, Herborn

Rittal AG Ringstrasse 1, 5432 Neuenhof Tel. 056 416 06 00, Fax 056 416 06 66 rittal@rittal.ch www.rittal.ch


Rechenzentrum in Zürich wechselt Besitzer Seit Mai gehört das von der Zurich Versicherung errichtete Hochsicherheitsrechenzentrum zur green.ch Gruppe. Am Stadtrand von Zürich betreibt die Zurich Versicherung eines ihrer Hauptrechenzentren. Nun hat die green.ch Gruppe das Rechenzentrum erworben. Der Verkauf bezieht sich auf das Gebäude einschliesslich des Grundstücks mit 3700 m2 Fläche. Für das spektakuläre Aussehen des Gebäudes, das etwas an den Tower eines Flughafens erinnert, zeichnet der bekannte Zürcher Architekt Theo Hotz verantwortlich. Das Rechenzentrum wurde nach dem Tier-3-Standard konzipiert und entspricht allen Anforderungen der FINMA sowie anderen Regularien der Finanzindustrie. Von vier unterirdischen Geschossen mit 4029 m2 Fläche sind 3310 m2 als Datacenterfläche nutzbar. Rund die Hälfte ist mit bestehenden Kunden belegt. Hinzu kommen zwei Bürogeschosse mit insgesamt 719 m2 Fläche. Für Green ist die Erweiterung des Portfolios absolut sinnvoll, denn die beiden stadtnahen Rechenzentren sind voll (Zürich-City 1 in Zürich) oder nahezu voll (Zürich-Nord in Glattbrugg). Mit dem

Rechenzentrum in Schlieren, das fortan ZürichCity 2 heisst, kann Green seinen Kunden in Lupfig nun Georedundanz und damit Replikation ihrer IT-Systeme im 18 km entfernten Schlieren anbieten. Sowohl die Community (mit verschiedenen Unternehmen der Finanzindustrie) als auch die Nähe zur Innenstadt machen das Rechenzentrum attraktiv für Finanzdienstleister.

Rund 1600 m2 Datacenterfläche stehen für neue Kunden bereit.

Autor: Adrian Meyer, CTO der Green

Datensicherheit ohne Kompromisse

In sicherem Abstand zu den grossen Ballungsgebieten und doch ausreichend nah an den städtischen Zentren Luzern, Zug, Zürich, Basel und Bern hat Green Datacenter das grösste kommerzielle Rechenzentrum der Schweiz errichtet. Konzipiert und realisiert nach dem strengen Tier-IV-Standard, bietet es höchste Verfügbarkeit und Sicherheit für Unternehmensdaten. Wünschen Sie weitere Informationen? Wir beraten Sie gerne unter Telefon 056 460 23 80 oder www.greendatacenter.ch


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IPv6

Paradigmenwechsel Während viele Organisationen erst ihren IPv6-Adress-Raum planen, beschäftigen sich Early Adopter bereits mit der Optimierung bestehender und Lancierung neuer Applikationen in ihren IPv6-Infrastrukturen. Die 2016er Edition der IPv6 Business Konferenz, die am 16. Juni in der Arena Sihlcity in Zürich stattfand, hat deswegen erstmals einen dritten Track dem Bereich «Applikationen» auf IPv6 gewidmet. Das grosse Thema der Keynote des deutschen Bundesministeriums des Innern, präsentiert von Tahar Schaa, heisst «Paradigm Shift». Tahar Schaa, Senior Consultat bei Cassini, berät das deutsche Bundesministerium des Innern bei dem Deployment von IPv6 in der öffentlichen Verwaltung. Die Internetwelt wächst ständig und die Nutzerwelt verändert sich. Neben herkömmlichen ISPs sind auch Bürger mit immer mehr SmartHome-Lösungen, Unternehmen mit Industrie 4.0 Lösungen, weltweit agierende Unternehmen und öffentliche Verwaltungen Akteure im Internet. Die Einführung von IPv6 ist dabei ein wesentlicher Ansatz.

50 Jahre wuchsen die Netze praktisch unkontrolliert, mit IPv6 haben wir die Chance, alles zu neu zu machen.

Der Magic Moment Ein IPv6-Projekt sollte jeden Stein umdrehen, darunter hervor kommen häufig Legacy-Applikationen, Redundanzen, undokumentierte Middleware und klapprige Schnittstellen. Eine IPv6-Einführung scheitert häufig nicht an der Technik, sondern daran, dass wir uns zu wenig mit der Historie unserer Infrastrukturen und unseren eigenen Organisationsprozessen auseinandersetzen. 50 Jahre wuchsen die Netze praktisch unkontrolliert, mit IPv6 haben wir die Chance, alles zu neu zu machen. Wir müssen die IPv6-Einführung als Magic Moment, als Once-in-a-Lifetime-Chance begreifen lernen», so Tahar Schaa. Ganz ähnlich beschreibt Stephanie Schuller, Infrastructure Implementation Manager bei LinkedIn, den grössten, positiven Output ihrer bislang drei IPv6-Einführungen: «Das Auditieren unserer Datenflüsse brachte uns bei weitem den grössten und erwarteten Nutzen. Die IPv6 Einführung zwang uns, Altlasten aufzuräumen und Doppelspurigkeiten zu beseitigen. Nun sind unsere Systeme optimiert, dokumentiert und laufen viel effizienter

als zuvor – nicht nur hauptsächlich weil sie über IPv6 funktionieren, sondern weil wir aufgeräumt haben.» Interdisziplinär und Teamübergreifend Angesprochen auf Erfolgsfaktoren ist ihre Meinung dezidiert: «Wir müssen die Teams zusammenbringen. Die IPv6-Einführung beeinflusst die Applikationen, die Interaktion mit dem Kunden und damit direkt unser umsatzrelevantes Geschäft. Als erstes bringe ich die richtigen Leute aus allen BusinessAbteilungen an einen Tisch, wir beschreiben das Problem, dann wenden wir uns an den passenden Sponsor aus dem Executive Management, der das Budget freigibt. Im interdisziplinären Team entwickeln wir danach Designs für die Lösung.» Das Gute daran sei, dass die Personen in den Arbeitsgruppen beginnen, sich zu vernetzen, die Perspektive der anderen zu verstehen und ihre Arbeitsweise zu koordinieren. Viele Labs aus den Testzeiten der IPv6-Piloten bestünden heute noch, neue teamübergreifende Szenarien würden nun laufend auf diesen Übungssystemen getestet und in den Betrieb übernommen. Bei LinkedIn wird konsequent mit agilen Methoden wie Scrum und Kanban gearbeitet. Paradigmen-Wechsel Das Internet der Dinge (IoT) ist in aller Munde und wird immer günstiger. Ein Sensor nach ITF-Standard kostet nur noch rund 3 Franken. Diese kleinen Melder werden nun massenweise überall verbaut, in allen möglichen Industriezweigen. Diese neue Art der Maschinensteuerung muss jedoch auch kontrolliert und gesichert werden. Neue Formen von Attacken sind möglich. Dies ist der Paradigmenwechsel. IPv6 bietet uns die Grundlage und die Technologie, neue Wege zu gehen und neue Paradigmen in der Beurteilung und Lösung von Problemen zu erproben. IT-Infrastruktur auf Knopfdruck Wenn eine IT-Infrastruktur mit schier unendlich


Bild: istockphoto.com

vielen Zugangspunkten via IPv6 die Grundlage für die Lösung unserer zukünftigen Probleme sein soll, stellt sich die Frage, wer diese Infrastruktur bereitstellt. Solange der Zugang kontrolliert und nur mit extrem hohem Aufwand von ressourcenstarken Marktteilnehmern erstellt werden kann, kommen Fragezeichen in der Leistungsstärke dieses Ansatzes auf. Manuel Schweizer, CEO der cloudscale.ch AG, hat deshalb pünktlich zur Konferenz das neue Angebot «IPv6-Server in 10 Sekunden» lanciert. Auf der Plattform cloudscale.ch klickt sich ein KMU seinen virtuellen Server mit der Beantwortung von fünf bis sechs Fragen zusammen, wählt den Haken «Enable IPv6» an und ist damit nach wenigen Sekunden mit einer IPv6-Adresse publik im Internet – und dies für einen Franken pro Tag im günstigsten Modell. Bislang wird das Angebot vor allem von Dienstleistern im Developer- und DevOps-Bereich genutzt, die Applikationen für ihre Endkunden entwickeln und betreuen. «Private Netzwerke, Backups, eine einfache API und Reverse DNS stehen als nächstes auf unserer Roadmap. Damit kann theoretisch jeder sein eigenes IPv6Netzwerk bestehend aus Mail- und Webserver, Cloud Storage, Wiki oder Telefonanlage mit wenigen Mausklicks aufsetzen.» so Manuel Schweizer über die Vision seines Unternehmens.

IPv6 for a better future? IPv6 als Protokoll oder Infrastruktur-Komponente ist wertfrei. Es legt die Grundlage für ein Netzwerk mit Zugang zu Informationen, die allen Bürgern offenstehen soll. Basis-Demokratie neu gedacht, mit allen positiven und negativen Erscheinungen. Plattform für Gutes und für Schlechtes, das muss so sein, denn die Infrastruktur darf eben nicht Einfluss auf die Wertentscheidungen nehmen. Eine bessere Zukunft auch für Firmen, die IPv6 einführen. Die an dieser Konferenz aufgezeigten Case Studies haben Erstaunliches hervorgebracht: Nicht die neue Infrastruktur ist der Business Case, die muss einfach weiterhin auf einem aktuellen Stand gehalten werden, der heute bezüglich Transportprotokoll IPv6 heisst. Der Weg dorthin ist der Business Case, die Reflektion der eigenen Prozesse und Datenflüsse, das Aufbrechen alter, gewachsener Blockaden und das Entwickeln von neuen Architekturen. IPv6 greift in einem Unternehmen auf einer tiefen Ebene ein, im Fundament sozusagen. Es bleibt kein Stein auf dem anderen, wenn er nicht passt. Darin liegt die Chance. Auf einem brüchigen Fundament ein neues Haus zu bauen, empfiehlt sich nicht. Link: www.swissipv6council.ch

IPv6 greift in einem Unternehmen auf einer tiefen Ebene ein, im Fundament sozusagen. Es bleibt kein Stein auf dem anderen, wenn er nicht passt.


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Netscale: neue Benchmark

im Data Center Rechenzentren wollen immer mehr Glasfaser-Ports in ihre Netzwerkschränke packen. Deshalb hat R&M eine neue Ultra High Density (UHD) Plattform entwickelt: Netscale. Netscale alle Server eines Point of Presence in einem Gehäuse von einer Höheneinheit zu konsolidieren. Dadurch bleibt mehr Platz für Switches und Router. Faser-schonende Montage Die Schubladentechnik und der rückwärtige Kabelmanager zählen übrigens zu den innovativen Merkmalen des Systems. Wo bisher typischerweise 10 bis 15 Zentimeter tiefe Kassetteneinschübe die Rangierkabel stressen, genügt bei Netscale eine Einschubtiefe von 5,5 Zentimetern.

Das R&M-Entwicklungsteam hat erneut einen Quantensprung in der Glasfaser-Verkabelungstechnik erreicht. Mit bis zu 120 Steckverbindungen pro Höheneinheit im 19’’ Rack bietet Netscale die höchste Port-Dichte unter allen auf dem Markt bekannten Rangierfeldern. Das Ultra High Density (UHD) System setzt für Rechenzentren eine neue Benchmark.

Netscale-Rangierkabel mit Push-Pull-Technologie senken das Kabelvolumen um 30 bis 56 %.

In einem Schrank lassen sich jetzt mehr als 5000 Ports unterbringen. In Netscale-Rangierfelder passen zum Beispiel bis zu 67 Prozent mehr LC-Ports als bei herkömmlichen Plattformen. Auch bisherige Spitzenlösungen werden noch um 14 Prozent übertroffen. Migrationsfähige Lösung Die modulare Konstruktion von Netscale und die intuitiv bedienbare Schubladentechnik des Gehäuses ermöglichen es, die Verkabelung schnell nachzurüsten und neuen Bedürfnissen anzupassen. So gelingt zum Beispiel die Migration von LC-Verbindungen für 10 Gigabit Ethernet (10G) zu MPO-Verbindungen für 40G und 100G in vergleichsweise kurzer Zeit. Ein Praxistest bei dem Edge Data Center Betreiber Cloud&Heat Technologies GmbH in Dresden bestätigte, dass Netscale die spezifischen Anforderungen erfüllt. Im Edge Data Center ermöglicht

Die Verteilermodule setzen mit 0,35 dB Einfügedämpfung ebenfalls einen neuen Massstab. Aufgrund der Signalqualität können Duplex-Links für längere Distanzen ausgelegt werden. Passende Trunk-Kabel mit paralleloptischen Anschlüssen hat R&M ebenfalls im Programm. Bedienungsfreundlicher Stecker Teil der Netscale-Lösung ist der neue Glasfaserstecker LC-Quick Release (LC-QR) in Kombination mit einem schlanken Uniboot-Rangierkabel. Das Netscale Patchkabel bietet R&M mit 1,4 Millimeter Durchmesser an. Der LC-QR wird mit Hilfe eines integrierten Push-Pull-Mechanismus ein- und ausgesteckt. Die Bedienung erfolgt über den Uniboot und Knickschutz, so dass die Finger ausreichend Bewegungsspielraum haben. Der Techniker muss nicht nach vorne greifen, um den Stecker zu entriegeln. Diese Lösung gestattet die enorme Packungsdichte. Die Netscale-Lösung umfasst darüber hinaus eine lichtdurchlässige Frontabdeckung, Verteilermodule in Kassettenform mit MTP®-Anschlüssen, Kabelaufteiler, Führungen für das Kabelmanagement an Front- und Rückseite und ist R&MinteliPhykompatibel. Informationen: Reichle & De-Massari AG, Verkauf Schweiz www.rdm.com


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Netzwerk DATACENTER

Highspeed-Links

kostengünstig aggregieren Dätwyler Cabling Solutions hat ihr Glasfasersystem «Dätwyler Datacenter Solution» mit innovativen Speed-Konverter-Moduleinschüben ergänzt.

und FCp in vier Duplex-Kanäle konvertieren. Die Connectivity dieser Moduleinschübe trennt die drei ankommenden Paralleloptik-Links in je vier Duplex-Links auf. Die Speed-Konverter-Moduleinschübe, die für OM3, OM4 und OS2 lieferbar sind, verfügen rückseitig über zwei 12-Faser-MTP-Kupplungen und führen diese 24 Fasern über integrierte Fanouts auf drei mal vier Duplex-Ports auf der Frontseite des Moduls. Dank ihrer hochwertigen Konfektion bieten die Einschübe Bestwerte bei der optischen Performance (IL/RL). In Kombination mit einem Konverter-Moduleinschub am anderen Ende eines 24-faserigen Links können zum Beispiel drei 100G-Transceiver mit dreimal vier 25G-Transceivern einfach und sicher verbunden werden. Speed-Konverter-Moduleinschub 2x MTP auf 6x LCQ (li.) und KonverterModuleinschub 2x MTP-F auf 3x MTP-M (beide OM4)

40G- und 100G-Anwendungen sind im Datacenter-Umfeld Realität geworden. Bald werden sogar noch höhere Übertragungsraten folgen. Highspeed-Glasfaser-Links verbinden die Switche untereinander sowie mit heutigen 10G-Servern und zukünftigen Server-Generationen (25G und 50G).

Hohe Packungsdichten Die Moduleinschübe werden in modularen FO-DCS Panels oder in FO-DCS Baugruppenträgern von Dätwyler eingesetzt. Auf 3HE können mit diesem Modultyp Packungsdichten von bis zu 288 Fasern realisiert werden.

Um solche Glasfaser-Links auf der Switch-Ebene kostengünstig zu aggregieren, müssen sie in mehrere Duplex-Links aufgeteilt werden können. Diese Anforderung ist mit Dätwylers neuen SpeedKonverter-Moduleinschüben nun ganz einfach realisierbar.

Die Speed-Konverter-Moduleinschübe bestehen aus einem stabilen Polycarbonat-Gehäuse (PC) mit steckbaren Seitenwänden und einer Frontplatte 3HE/7TE in Polycarbonat (schwarz) oder in Aluminium. Die PC-Version bietet zwei integrierte Bezeichnungsstreifen für die Beschriftung der Ports und für projektspezifische Bezeichnungen.

In Duplex-Kanäle konvertieren Mit den Speed-Konverter-Moduleinschüben lassen sich alle bekannten Multimode- und Singlemode-QSFP-Anwendungen wie SR4, PSM4, PLR4

Speed-Konverter-Modul

Konverter-Modul

Dätwyler Cabling Solutions AG Gotthardstrasse 31, 6460 Altdorf T +41 41 875 12 68 info.cabling.ch@datwyler.com www.cabling.datwyler.com


DATACENTER Netzwerk

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Büroverkabelung mit Glasfaser

leicht gemacht Mit dem neuen LWL-DiaLink-Installationskabel und den optimierten LWL-Dosen wird die FTTD-Installation zum Kinderspiel. Einziehen, einstecken und los geht's.

Glasfaser Installatioskabel mit vorkonfektioniertem DiaLink Stecker und Schutzkappe zum Einziehen.

Open Space Büro mit 6 Port Fiberdesk durch ein Simplex LWL Verbinder mit der DiaLink Installation verbunden.

schlossen werden. Es standen zwei Varianten zur Umsetzung der EDV-Verkabelung zur Wahl; die traditionelle Kupfer-Verkabelung gegenüber LWL FTTD. Die vorkonfektionierte FTTD-Variante der Firma Diamond konnte überzeugen, nicht nur mit den geringeren Investitionskosten, auch baulich bot die FTTD-Variante grosse Vorteile, «insbesonDie Universelle Kommunikations-Verkabelung UKV nach ISO/IEC 11801 hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt und beinhaltet auch die Glasfaser-Variante «Single Point of Administration». Die DIAMOND Fiber To The Desk (FTTD) Lösung setzt genau auf diesen Ansatz und bietet ein, gegenüber zukünftigen Trends, unabhängiges Netzwerk. Die wichtigsten drei Faktoren eines zuverlässigen Netzwerkes wie die bekannte Sterntypologie, die lange Lebensdauer der Produkte und die Übermittlung von hohen Datenraten sind eine Selbstverständlichkeit. Neu ist jedoch, dass mit wenigen vorkonfektionierten LWL Simplex Kabel und ohne Spleissarbeiten ein gesamtes Netzwerk mit geringstem Aufwand aufgebaut werden kann. Im Gebäude In den heutigen modernen und platzoptimierten Bauten wird die schlanke und leicht installierbare Datennetzwerkverkabelung immer wichtiger. Dies war beim Büroausbau der Firma Halter AG am Europlatz in Bern ebenso der Fall. Dort mussten 30 Arbeitsplätze auf einer Fläche von 890 m2 er-

Fiberdesk mit Gigabit Netzwerk Anbindung.

dere in Grossraumbüros mit Mehrplatzlösungen ergeben sich interessante Kostenvorteile. Damit fährt man günstiger als mit einem konventionellen Ansatz. Dazu kommen viele weitere Vorteile, wie geringere Kosten im Serverraum, Platzeinsparungen bei Bodenkanälen oder keinerlei Beeinflussung durch Magnetfelder», sagt Herr Barth vom zuständigen Planungsbüro R+B Engineering AG. Link: www.diamond.ch


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Sicherheit DATACENTER

Verwaltung von Kundenidentitäten sicher

und compliance-konform Identity- und Access-Management (IAM) zählt eigentlich eher noch zu den jungen IT-Disziplinen, hat aber bereits eine Schlüsselrolle in der IT eingenommen. Ein IAM-System wird längst nicht mehr nur für Mitarbeiter konzipiert und sorgt auch nicht mehr nur für Sicherheit und Compliance, sondern wird immer mehr auch zum Business Enabler. Neben den Mitarbeitern sind es immer mehr die Kunden, die über Onlineshops, Kundenportale oder Ticketsysteme Zugriff auf Unternehmensanwendungen haben. Daraus ergeben sich ganz neue Herausforderungen für das IAM: Kunden erwarten ein komfortables Registrierungsverfahren, Partner benötigen flexiblen Zugang zu sensiblen Geschäftsdaten und Mitarbeiter Zugriff auf Businessanwendungen – immer und überall.

In vielen Unternehmen sind Kundendaten nur unzureichend geschützt. Identity & Access Management ist daher ein Muss. Bild: Daniel Laflor/istockphoto.com

Die Anforderungen für den Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern sind zwar sehr unterschiedlich, IAM-Insellösungen sind aber nicht zu empfehlen, sondern eine Gesamtlösung für alle Identitäten. Neue technische Komponenten oder Dienste dürfen nicht isoliert betrachtet, umgesetzt und betrieben werden. Ein modernes Identity & Access Management muss die komplexen Anforderungen für jede Zielgruppe gleichermassen abdecken. Was aber sind die wichtigsten neuen Anforderungen an eine IAM-Lösung, die auch Kundenzugriffe verwaltet und schützt? Customer IAMs (CIAM) zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine extrem hohe Anzahl Identitäten und gleichzeitige Sessions bearbeiten können. Ausserdem müssen sie für Millionen von Benutzern bei gleichbleibend hoher Performance skalieren. Benutzerfreundlichkeit ist dabei unverzichtbar, einfache Anmelde- und Registrierungsverfahren

und eine grosse Auswahl Authentisierungsmittel darum sehr wichtig. Entwicklungen wie Bring Your Own Identity (BYOI), die Anmeldung mit bestehenden Identitäten sozialer Netzwerke, z.B. Facebook, LinkedIn, Google+ oder bekannter Businessanwendungen, z.B. Salesforce, sind sicherheitstechnisch eine grosse Herausforderung für Unternehmen. Unterstützung bietet u.a. eine risikobasierte Authentisierung, bei der auch Parameter wie Geolocation, IP-Reputation, Zeit, WAF-Fingerprint oder Cookies geprüft werden oder, bei hohen Sicherheitsanforderungen, benutzerfreundliche Single Sign-On Funktionen. Hohe Anforderungen bestehen auch im Bereich User Self Services. Viele Aufgaben in Zusammenhang mit digitalen Identitäten erledigt der Benutzer heute selbst, wie die Selbstregistrierung von Konten und Tokens, die Migration von Tokens, automatische Passwort-Resets oder die Pflege der eigenen Benutzerdaten. User Self Services entlasten die Supportmitarbeiter, reduzieren Kosten erheblich und verkürzen die Wartezeiten der Nutzer. Fazit Anders als bei einem IAM für Mitarbeiter geht es bei einem CIAM nicht einfach um das Managen von Kunden-IDs und Zugriffsberechtigungen, sondern darüber hinaus um die Integration von Kundendaten, die Analyse von Kundenverhalten oder die Zuordnung von Geräten. Zusammen mit dem CRM deckt das CIAM heute wesentliche Funktionen des Kundenmanagements ab und leistet so einen grossen Beitrag zur Business Intelligence eines Unternehmens – eine ganz neue Dimension auch für die Themen Sicherheit und Compliance.

Autor: Tom Hager, Country Manager NTT Com Security (Switzerland) AG


DATACENTER Sicherheit

EMC-Studie: Jeder Datenverlust kostet Schweizer Unternehmen eine halbe Million Schweizer Franken 488 000 Schweizer Franken – kostet ein Fall von Datenverlust hierzulande im Durchschnitt; 33 Prozent der untersuchten Schweizer Unternehmen verloren während der vergangenen 12 Monate wenigstens einmal Geschäftsdaten. Das geht aus der neuen Auflage der Studie «Global Data Protection Index» hervor, die das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von EMC erstellt hat. Demzufolge konnten die untersuchten Unternehmen während der letzten zwei Jahre zwar die Zahl der Datenverluste reduzieren, die sie aufgrund von Strom- oder Hardwareausfällen, Softwarefehlern oder Datenschäden erlitten; doch im Gegenzug dazu verloren sie weit mehr Daten aufgrund von Hackerangriffen und anderen, neuartigen Bedrohungen als zuvor. Insgesamt lag die Gesamtzahl der Unternehmen, die im vergangenen Jahr einen Datenverlust oder einen Systemausfall verzeichneten, 13 Prozent über dem Vergleichswert einer Vorgänger-Untersuchung aus dem Jahr 2014. Ransomware und Angriffe aufs Archiv Fast ein Viertel (23 Prozent) der untersuchten Unternehmen erlitten im vergangenen Jahr Datenverluste oder Ausfälle aufgrund von Angriffen von aussen; zählt man auch die Opfer von Angriffen innerhalb des Unternehmens hinzu, wächst die Zahl der «Hacker-Geschädigten» auf 36 Prozent der Gesamtstichprobe. In der Schweiz wurden sogar 56 Prozent der Firmen Opfer von Angriffen. Auffällig hierbei: Die Angreifer nehmen offenbar nicht mehr nur die Stamm- und andere Geschäftsdaten der Firmen ins Visier, sondern auch Backupund Archivkopien – etwa mittels so genannter Ransomware. Schlecht geschützte Public Clouds Mehr als 80 Prozent der für die Untersuchung befragten Entscheider meinten, ihr Unternehmen werde künftig zumindest einen Teil der acht wichtigsten Geschäftsanwendungen in Public Clouds betreiben. 47 Prozent gingen dabei davon aus, die in der Cloud gespeicherten Daten seien nicht vollständig geschützt. Zweifel an der Zukunftssicherheit Mehr als 70 Prozent der Untersuchungsteilnehmer zeigten sich zudem nicht sehr überzeugt von der eigenen Fähigkeit, Systemdaten im Falle einer Störung oder eines Verlusts vollständig wiederherstellen zu können; in der Schweiz äusserten 59 Prozent der Befragten ähnliche Zweifel. EMC Isolated Recovery für besseren Schutz Um Unternehmen den Schutz eigener Daten vor neuen Bedrohungen zu erleichtern, hat EMC die neue «Isolated Recovery Solutions»-Familie vorgestellt: Mit den dazugehörigen Appliances können Unternehmen eine Schutzinstanz wichtiger Daten vom eigentlichen Unternehmensnetzwerk entkoppeln. www.emc.com

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Sicherheit DATACENTER

Cyber Threat Intelligence –

zu Besuch bei Hackern und Cyber-Kriminellen Um Cyber-Angriffe besser abwehren zu können, muss man wie ein Angreifer denken. Cyber-Kriminalität ist ein gewinnorientiertes Unternehmen. Nur wer weiss, warum und was Cyber-Kriminelle vorhaben, mit welchen Bedrohungen in Zukunft zu rechnen ist, kann frühzeitig agieren. Aber genau diese Informationen findet man nicht auf der Strasse, im öffentlichen Internet. Sondern im Darknet. Cyber Threat Intelligence liefert hierzu die optimale Grundlage für den proaktiven Schutz von Informationen und Intellectual Property. Cyber-Kriminalität ist gut organisiert Den klassischen Cyber-Angreifer gibt es nicht. Wenn man versucht, sich einen Cyber-Kriminellen vorzustellen, kommen unweigerlich Bilder aus Kino und Fernsehen in den Kopf: Im düsteren Raum, der nur von einigen Computer-Bildschirmen erleuchtet wird, sitzt ein Junk-Food knabbernder Freak. Er schaut gebannt auf eines der Displays und hackt auf seiner Tastatur herum. Plötzlich reisst er eine Faust in die Luft: Geschafft, er ist drin. Diese Vorstellung ist problematisch: Betrachtet man alleine die Top-15-Cyber-Bedrohungen der ENISA (EUAgentur für Netz- und Informationssicherheit), findet man Ausprägungen wie Malware-Attacken,

Phishing, Bot-Netze, Insider-Attacken, CyberSpionage, Identitätsdiebstahl, DDoS-Attacken, Spam, Gerätediebstahl und Online-Erpressung (Ransomware). Diese Angriffsmethoden deuten auf eine gezielte Vorgehensweise und hohe Professionalität sowie eine langfristige und sorgfältige Planung der Cyber-Kriminellen hin. Die dunkle Seite im Netz All diese Angriffsarten lassen eine fortschreitende Professionalisierung der Angriffsmittel und –methoden erkennen. Woher kommt das? Ein Grund liegt im verborgenen (sprich von den Suchmaschinen nicht indexierten) Netz – dem Darknet.


DATACENTER Sicherheit

Zugang zum Darknet verschafft man sich über entsprechende Anonymisierungs-Software. Populär sind Tor-Browser. Laut aktueller Hochrechnung von Tor gibt's zum Darknet bis zu drei Millionen Nutzer täglich – darunter auch viele Schweizer. Erste Anlaufstelle ist The Hidden Wiki: ein ellenlanges Link-Verzeichnis, das auf die unterschiedlichsten Darknet-Seiten und -Angebote verweist. Die «Vorzüge» des verborgenen Schattennetzwerks haben leider auch Kriminelle für Ihre Zwecke erkannt. Zu finden gibt es einiges, von Drogen und Waffen, über gefälschte Pässe bis hin zu Auftragsmördern, vertraulichen Informationen oder Hackern. Diese nutzen das Darknet um mit Zero-Day Vulnerabilities, Ransomware und gestohlenen Informationen zu handeln. So findet man beispielsweise Angebote wie «Crime as a Service» oder «Malware as a Service» – bezahlt wird in bedingt verfolgbaren Bitcoin. Die Schattenwirtschaft der CyberKriminalität im Darknet ist sehr gut organisiert und findet teilweise auf dedizierten Plattformen statt. Immer wieder werden aktuelle Zugangsdaten zum Kauf angeboten, wie beispielsweise kürzlich von LinkedIn, MySpace oder Tumblr. Setzen Sie auf präventive Sicherheit Der Schutz von Netzwerken und Unternehmenswerten wird dadurch immer schwieriger – insbesondere vor anspruchsvollen Attacken, die durch herkömmliche Sicherheitssysteme nicht mehr erkannt werden. Traditionelle Sicherheitssysteme wie Intrusion-Detection und Anti-Virus-Lösungen haben den Fokus auf der Erkennung von Angriffen, wenn bereits erste Barrieren überwunden oder Muster bekannt sind. Eine kontinuierliche Professionalisierung der Angreifer und Weiterentwicklung von Einbrüchen und Verschleierungstaktiken definiert diese Sicherheitsansätze alleine als nicht mehr ausreichend. Sicherheitsverantwortliche benötigen zur Optimierung der bestehenden präventiven Abwehr-Mechanismen detaillierte und zuverlässige Informationen über die sich ständig wandelnden Angriffsmethoden. Eine präventive Cyber Security beinhaltet heutzutage eine Threat Intelligence. Bei dieser Art des Schutzes werden Angriffe frühzeitig entdeckt, wodurch weiterführende Stufen des Angriffs abgewehrt werden können. Egal ob es sich um «opportunistische» Cyberkriminalität handelt oder um einen gezielten, komplexen Angriff (Advanced Persistent Threat, APT). Dabei werden systematisch Daten über aufkeimende Bedrohungen und Trends gesammelt, gefiltert, analysiert und korreliert, um daraus nützliche Informationen abzuleiten und mit den Angreifern stets Schritt zu halten. Denn nur wer seine Gegner im Detail kennt, kann aus einer fundierten Informationsposition heraus agieren (und muss

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nicht kurzfristig oder überhastet reagieren). Wenn also Unternehmen über die relevanten (teilweise gar personalisierten) Threats so zeitnahe wie möglich im Bilde sind, dann können sie auch rechtzeitig Massnahmen initiieren und das Schliessen von Sicherheitslücken einleiten, um das Risiko zu mindern oder gar zu verhindern. 360°-Sicht auf die konkrete Bedrohungslage aus der Schweiz Cyber Threat Intelligence ist eine anspruchsvolle Arbeit – und bleibt leider bei vielen Unternehmen durch den Businessalltag auf der Strecke. Abhilfe schaffen da professionelle Services wie beispielsweise vom Schweizer Cyber Security Experten InfoGuard. Dort setzen sich die Cyber Threat Analysten im Cyber Defence Center tagtäglich mit der aktuellen Bedrohungslage auseinander und analysieren Informationen aus dem Darknet, von Threat Intelligence Feeds und vielen weiteren Quellen. Zudem wird gezielt nach digitalen Spuren, Benutzernamen und Passwörter, Applikationen, vertraulichen Dokumenten, Kreditkartendaten und weiteren Angriffsvektoren zum entsprechenden Unternehmen gesucht. Dank der grossen Erfahrung der Cyber Analysten erhalten Unternehmen eine umfassende Rundum-Sicht auf die aktuelle Bedrohungslage und können anhand der aufgezeigten Sicherheitsmassnahmen zeitnah den Schutz gezielt erhöhen.

Die Cyber Security Experten von InfoGuard setzen sich im Cyber Defence Center tagtäglich mit der aktuellen Bedrohungslage auseinander.

Autor: Markus Limacher Senior Security Consultant, InfoGuard AG

Über InfoGuard Die InfoGuard AG ist spezialisiert auf umfassende Informationssicherheits- und innovative Netzwerklösungen. Zu ihren Kompetenzen zählen massgeschneiderte Dienstleistungen nach internationalen Sicherheitsstandards, die Entwicklung und Implementierung technischer Sicherheits- und Netzwerklösungen sowie umfassende Supportleistungen, bis zu Managed Security und SOC-Services aus dem ISO/IEC 27001 zertifizierten InfoGuard Cyber Defence Center. InfoGuard hat ihren Hauptsitz in Zug und eine Niederlassung in Bern.

www.infoguard.ch

InfoGuard ist ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert.


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Sicherheit DATACENTER

Sicherheit durch digitale

Videoüberwachung Video Surveillance as a Service-Lösungen (kurz VSaaS) bieten kleinen und mittelständischen Unternehmen die Vorteile digitaler Videoüberwachung. Einen solchen Service liefert beispielsweise Kutter Protect mit dem Hosted Videosicherheitsservice SMART PROTECTOR. Kutter Protect ist einer der ersten Video Service Provider in Deutschland. Der SMART PROTECTOR VSaaS-Service basiert auf der Axis Hosted Plattform sowie auf der Videomanagement-Software von Morphean. Solche Lösungen eignen sich ideal für Unternehmen, aber auch Privatpersonen, Geschäfts- oder Lagerräume, Freiflächen, etc. zu überwachen. Denn sie müssen die Videosicherheits- und Überwachungstechnik nicht selbst administrieren oder verwalten. Die Wartung und die Betreuung des Systems übernimmt ein externer Spezialist. Der Endkunde investiert lediglich in die Kameras und muss keine umfangreiche Infrastruktur unterhalten. Der Service des Dienstleisters wird über Monatsgebühren finanziert. Zuverlässiger Schutz rund um die Uhr Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können auf eine effiziente Videoüberwachung nicht verzichten, fürchten aber den hohen technischen wie zeitlichen Aufwand.

Die Cloud-basierte Videoüberwachung wird meistens von sogenannten Alarm-Centern oder Sicherheitsdienstleistern angeboten, die nicht nur die Installation, sondern auch die Wartung und den Betrieb der Kameras übernehmen.

1) http://www.securitysales. com/article/report_global_video_surveillance_ vsaas_market_to_top_42b_ by_2020 (14.09.2015)

Managed Service als Trend Laut des globalen Marktforschungsunternehmens Transparency Market Research (TMR) wird der globale Markt für VSaaS bis 2020 auf 48 Milliarden US-Dollar anwachsen (2014: knapp 15 Milliarden US-Dollar)1. Dabei stehen kleinere und mittelständische Unternehmen besonders im Fokus, denn der Service kann ohne technische Ausstattung, Fachpersonal und vor allem ohne grössere Investitionen genutzt werden. IP-Videoüberwachung als Managed Service ist ein stark wachsender Trend in der Branche, denn Kameras sind ein beliebtes Instrument zur Sicherung von Gebäuden.

Mithilfe der Infrastruktur eines Managed Services oder auch VSaaS abonnieren die Unternehmen eine flexible Videoüberwachung. Die Bilder stehen dann in der Cloud zur Verfügung und erfüllen gleichzeitig alle Datenschutzbestimmungen. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Videoüberwachungsanlage bietet das Modell nicht nur einen zuverlässigen, sondern auch einen vergleichsweise kostengünstigen Video-Schutz rund um die Uhr, das ausserdem keine Zusatzkosten für technische Investitionen oder für die Wartung verursacht.

Autor: Marco Pompili Senior Business Development Manager bei Axis Communications


DATACENTER Sicherheit

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Immer auf Nummer sicher –

mit Satelco! Der Serverraum ist das technische Herzstück jeder Firma. Die dort arbeitenden Geräte schützen Sie mit professionellen Monitoring Systemen von Didactum – komfortabel und zuverlässig Firmenkunden und öffentliche Auftraggeber vertrauen seit Jahren auf die Produkte und Serviceleistungen von Satelco. Eines unserer zentralen Anliegen dabei ist es, sensible Infrastrukturen wie Serverräume bestmöglich zu schützen. Dafür verwenden wir professionelle Monitoring Systeme von Didactum und die dazugehörigen Sensoren. Mit der Unterstützung dieses netzwerkbasierten Monitorings und der Alarmsysteme können Sie Ihre Serverräume jederzeit über das Netzwerk oder das Internet überwachen. Gerade das Fernwirken per Internet ist für Firmen mit mehreren Niederlassungen zur Vermeidung eventueller Störungen von herausragender Bedeutung. Wir bieten eine grosse Auswahl an Analog- und CAN-Sensoren an – so findet jeder Kunde das für ihn optimale System. Den Einstieg in die High End-Überwachung sensibler Anlagen bildet unser Monitoring System 100. Es beherrscht bereits die wichtigsten Funktionen, wie die Überwachung von IT-Infrastrukturen, die IP-Anbindung von Sicherheits- Haus- und Gebäudetechnik oder das Monitoring von Technik-, Schalt- und Serverschränken. Das Monitoring System 500 ist das Topmodell der SNMP-basierten Überwachungssysteme. Es wurde speziell für die Rund-um-die-Uhr-Überwachung von für das Unternehmen entscheidenden Räumen konzipiert. Ganzheitliche IT-Infrastruktur-Monitoring-Lösungen von Didactum

So können Sie eventuell drohenden Schäden wie Überhitzung, Wasserschäden, Feuer, Störungen aber auch unbefugtem Zutritt wirksam vorbeugen und so kostenintensive Betriebsstörungen effektiv vermeiden. Bei dieser Lösung werden Schaltkontakte, analoge Messwerte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. als „Ereignisse“ registriert. Diese können gegebenenfalls „Handlungen“ auslösen – zum Beispiel das Versenden von SMS oder E-Mails mit Warnmeldungen oder das Schalten eines der Relais im Gerät. Auch eine Feineinstellung des Systems über das Internet ist selbstverständlich möglich. Durch die volle SNMPv1-, SNMPv2cund SNMPv3-Unterstützung kann jedes Didactum Monitoring System in ein Netzwerk Management System eingebunden werden, sie arbeiten zudem ohne Abhängigkeiten von Hard- oder Software und bieten so maximalen Schutz. Wählen Sie aus unserem umfassenden Angebot das für Sie passende System aus – wir von Satelco stehen Ihnen von der Planung über den Einbau bis zur Inbetriebnahme und Wartung jederzeit zur Seite. Vertrauen Sie auf die zuverlässigsten Infrastruktur Monitoring Systeme am Markt – von Didactum. Link: www.satelco.ch


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Sicherheit DATACENTER

Finanzielle Vorteile des

Always-On Enterprise Unternehmen erreichen eine Effizienzsteigerung durch Investitionen in Verfügbarkeitslösungen. Die Verlagerung des Schwerpunkts von den Kosten hin zur Kontinuität zahlt sich längerfristig aus. Moderne IT-Manager konzentrieren sich nicht länger nur auf eine kurzfristige Kostenoptimierung, sondern entwickeln sich zu Innovatoren, die einen positiven und wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Sie ermöglichen die kontinuierliche Availability des Geschäftsbetriebs für das Unternehmen insgesamt und bieten Partnern und Kunden rund um die Uhr Zugriff auf geschäftskritische Daten und Anwendungen.

«Availability im Unternehmen muss zur strategischen Priorität werden.»

Angesichts steigender geschäftlicher Anforderungen an einen unterbrechungsfreien Betrieb und eine höhere Availability berücksichtigen heute viele Unternehmen die Modernisierung ihres Rechenzentrums in ihren IT-Plänen und -Budgets. Entscheidungsträger in der IT, die für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens Verantwortung tragen, agieren heute verstärkt als «Innovationsmanager» und investieren in neue Rechenzentrumstechnologien, die einen hohen ROI für die kommenden Jahre sichern, einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb ermöglichen und die Kosten in Verbindung mit Ausfallzeiten reduzieren. Geschäftliche Motivation zur Modernisierung Nach aktuellem Stand haben 81 % aller Unternehmen ihre Rechenzentren entweder bereits modernisiert oder sind dabei, dies zu planen, während weitere 16 % dies innerhalb der nächsten zwei Jahre anstreben. Was aber ist die Motivation für diese hohen Investitionen in neue Technologien? Immer mehr IT-Führungskräfte möchten Folgendes erreichen: Always-on Enterprise Anwender fordern rund um die Uhr (24/7) Zugriff auf Daten und Anwendungen, Kunden überall auf der Welt erwarten, dass Serviceangebote jederzeit flexibel zur Verfügung stehen. Und das «Internet of Things», das alles und alle permanent miteinander vernetzt, hat ebenso wie der moderne Geschäftsbetrieb nie Feierabend. In einer solchen Always-On Enterpreise werden keinerlei Ausfallzeiten toleriert.

Mitarbeitermobilität Die Arbeitswoche mit festen Bürozeiten hat ausgedient. Mitarbeiter und Teams sind heute auf eine ständige Vernetzung mit Daten, Anwendungen und untereinander angewiesen. Die Flexibilität für Mitarbeiter, jederzeit und überall produktiv zu sein, kann zu einer vollständigen Revolutionierung des Geschäftsbetriebs führen. Geringere Betriebskosten in der IT Durch die Minimierung von Ausfallzeiten und einen kontinuierlichen Datenzugriff für alle Anwender können Unternehmen den zeitlichen Aufwand für ihre täglichen administrativen Aufgaben und die Systemwartung senken und eine erhebliche Reduzierung der Betriebskosten realisieren. Schnellere Innovationen als die Konkurrenz Um der Konkurrenz in einem immer stärker gesättigten Markt stets einen Schritt voraus zu sein, sind Unternehmen bestrebt, ihre geschäftliche Agilität zu steigern, um schnell auf neue Möglichkeiten reagieren zu können. Unternehmen, die ihre neuen Produkte und Services zuerst auf den Markt bringen, sind häufig die erfolgreichsten und deshalb darauf angewiesen, zur richtigen Zeit auf die richtigen Daten und Ressourcen zugreifen zu können. Neue Wege zur Kundenzufriedenheit Da bereits die Marktsättigung angesprochen wurde: Eine Möglichkeit, sich neben dem Produktportfolio von der Konkurrenz abzuheben, ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Kunden möchten selbst entscheiden, wie, wo und wann sie die benötigten Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Um diese Kundenerwartung an das angebotene Serviceniveau und die Servicezufriedenheit zu erfüllen, ist die IT unabdingbar. Schlüsselinvestitionen Viele Unternehmen weltweit befassen sich derzeit mit der Modernisierung ihrer Rechenzentren. Aber


was genau heisst das eigentlich? Und worin genau investieren sie ihre IT-Budgets? Servervirtualisierung Die Servervirtualisierung steht bei den Investitionen an erster Stelle. 97 % aller Unternehmen erhöhen ihre Ausgaben dafür oder planen dies zu tun. Die Virtualisierung bietet die Grundlage für die Infrastrukturkonsolidierung, eine schnelle Bereitstellung und mobile Arbeitsplätze – drei wichtige Säulen einer «Always-On Enterprise». Speicher-Upgrades Es überrascht nicht, dass Investitionen in Speicher-Upgrades eine besondere Bedeutung zukommt. Angesichts der täglich wachsenden Datenvolumen und der zunehmenden Bedeutung von Analysetechniken ist die Bereitstellung effizienter Speichersysteme und schneller Zugriffsmöglichkeiten auf riesige Datenmengen eine der grössten Herausforderungen für IT-Teams.

Erweiterung von Services auf Remote-Geräte. Mit einer abonnementbasierten Preisgestaltung für Software trägt sie ausserdem zur Kostensenkung bei. Für moderne Unternehmen ist die Cloud eine ideale Möglichkeit, die erforderlichen Tools und IT-Services preiswerter zu nutzen und dabei Investitionskosten zu reduzieren. Die Kosten der Verfügbarkeitslücke Mit Investitionen in eine neue IT allein kann selbst mit allen oben genannten neuen Möglichkeiten noch keine höhere Availability garantiert werden. So sehen 82 % aller Unternehmen eine so genannte «Verfügbarkeitslücke» zwischen dem, was die Anwender fordern, und dem, was die IT derzeit bereitstellen kann. Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, einen nahezu 24/7-Zugriff auf geschäftskritische Anwendungen zu ermöglichen, muss es Umsatzeinbussen und den Verlust von Wettbewerbsvorteilen in Kauf nehmen, da es kein Always-On Business bieten kann.

Datensicherheit und Disaster Recovery Mit zunehmendem Datenvolumen steigt auch das Risiko von Ausfallzeiten und Datenverlust, deren Kosten astronomisch sein können. Hier sind strengere Massnahmen zu Datensicherheit und Disaster Recovery gefordert, um gesetzliche Vorschriften einzuhalten, hohe Kosten aufgrund von Datenverlust und Ausfallzeiten zu vermeiden und die Realisierung strenger Zielvorgaben zu Wiederherstellungszeiten und -punkten (RTPO™) sicherzustellen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir Sie bei der Reduzierung von Ausfallzeiten, der Senkung von Kosten und einer schnellen und zuverlässigen Wiederherstellung Ihrer virtualisierten Workloads unterstützen können, besuchen Sie uns unter www.veeam.com/de.

Cloud Computing Die Cloud gewinnt als IT-Plattform zunehmend an Attraktivität – und ermöglicht eine höhere geschäftliche Agilität und die unkomplizierte

Linden Park, Lindenstr. 16 6340 Baar T. +41 41 766 71 31 www.veeam.com


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Datacenter | Netzwerk | Sicherheit PRODUKTE & LÖSUNGEN

Umfassende Sicherheit für ihr

Datacenter mit Rotronic Zuverlässige Datacenter sind das Herz für die Industrie 4.0 und der digitalen Transformation. Unternehmen müssen sich dieser Entwicklung stellen und die meisten Produktions-, Dienstleistungs- und Geschäftsabläufe sind auf den sicheren Datentransfer über Datacenter angewiesen. Klima Monitoring, USV und Video-Überwachung Um Kondensation und eine statische Aufladung innerhalb der Datacenter zu vermeiden gilt als Standard eine Temperatur von 18–27° Celsius, ein Taupunkt von 5–15° und höchstens 60%ige Feuchtigkeit. Rotronic als Spezialist für «Measurement Solutions» bietet dafür zuverlässige Produkte und Monitoring Systeme zur Überwachung von Temperatur, relativer Luftfeuchtigkeit und Differenzdruck.

Sichere Datacenters sind abhängig von einer hochredundanten zuverlässigen Infrastruktur und der Einhaltung von Umweltbedingungen, welche Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit der Hardware gewährleisten. Innovative Messtechnik für die Überwachung von Datenzentren setzt ein hohes Mass an Fach-Know-how voraus. Auf der Basis einer 50jährigen Erfahrung bei der Messung von Feuchte, Temperatur, Druck, in der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) und bei der Videoüberwachung ist ROTRONIC der kompetente Partner für massgeschneiderte und sichere Lösungen rund um Datacenter. Electronic Packaging In vielen Fällen genügen heute 19“ Standardschränke für moderne Datencenter nicht und die Kunden wünschen individuelle Lösungen. Von der Projektplanung über aktive Projektbegleitung führt Rotronic ihre Kunden zu ausgeklügelten Lösungen bei Serverschränken und 19“-Systemen – auf Wunsch auch mit integrierten Kundenkomponenten.

USV-Lösungen Entscheidend für sichere Datacenter ist weiter eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Mit konfektionierten USV-Lösungen und Notstromaggregaten sorgt Rotronic für ein einwandfreies Funktionieren der Hardware. Mit jahrelanger Erfahrung in den Bereichen Netzteile und Komponenten für die Automation und die Elektronikindustrie garantiert Rotronic für die passende Stromversorgung von Datacenter, über die Beratung, die Projektierung bis hin zu Wartung und Reparatur. Video-Überwachung Und um das Sicherheitspaket zu vervollständigen, bietet Rotronic für die Zutrittskontrolle und die generelle Überwachung von Datacentern bewährte Systeme im Bereich Videoüberwachung an. Aus Überzeugung setzt sie dabei in Zusammenarbeit mit den ausgesuchten Lieferanten Mobotix, Vivotek und Bosch auf IP-basierende HighendKameras.

Rotronic AG Grindelstrasse 6, 8303 Bassersdorf Tel. + 41 44 838 11 11 info@rotronic.ch www.rotronic.ch


PRODUKTE & LÖSUNGEN Datacenter | Netzwerk | Sicherheit

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Auf der sicheren Seite

bei Big Data Mit dem ES1640dc trumpft der NAS-Experte QNAP in puncto Sicherheit auf: Neben Hochverfügbarkeit setzt das Enterprise-NAS auf höchste Leistung und ein innovatives Betriebssystem.

Mit dem NAS-Speichersystem ES1640dc von QNAP sind Unternehmen für Big Data auf der sicheren Seite.

Die digitale Transformation bringt steigende Datenmengen und den Bedarf von immer grösseren Speichersystemen für Unternehmen mit sich. Gleichzeitig müssen Enterprise-NAS vielfältige Kriterien erfüllen: Software Defined Storage, Virtualisierung und Cloud Computing erhöhen die Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Administrierbarkeit. Mit dem ES1640dc bringt der NAS-Spezialist QNAP ein NAS der Spitzenklasse auf den Markt. Ausgestattet mit zwei Intel-Xeon-E5-Prozessoren und doppeltem Controller im Active-Active-Mode sowie redundant ausgelegten Pfaden – etwa die Anbindung an JBOD-Erweiterungsgehäuse – ist auch im Schadensfall ein nahezu unterbrechungsfreier Betrieb garantiert.

mit 32 GB RAM – auf bis zu 64 GB erweiterbar – und batteriegeschütztem DRAM-Schreib-Cache sowie redundant ausgelegten 10-Gigabit-Ethernet-Netzwerkanschlüssen punktet das NAS mit optionaler 40-GbE-Netzwerkkarte. Dank leistungsfähiger Prozessoren und vierfachem SSDLese-Cache erreicht das ES1640dc bis zu 42 000 IOPS beim nicht-sequenziellen Lesen (Random Read). Beim Schreiben sind bei eingeschalteter Kompression problemlos Datenraten von mehr als 4000 IOPS möglich. Umfassende Software-Ausstattung Höchsten Anforderungen wird das ES1640dc auch mit seiner Software-Ausstattung gerecht: Sein FreeBSD-basiertes, benutzerfreundliches Betriebssystem QES bietet Enterprise-Features wie flexible Speicherpools, hochleistungsfähigen SSDCache und nahezu unbegrenzte Snapshots sowie SnapSync. Als QNAPs erstes OpenStack-fähiges NAS eignet sich das ES1640dc optimal für Virtualisierungsumgebungen und Cloud Computing: Es ist zertifiziert für die Virtualisierungsplattform VMware vSphere 6.0 und mit Microsoft Hyper-V und KVM kompatibel. Gleichzeitig unterstützt es VMware VAAI (VMware vSphere Storage APIs – Array Integration) und Microsoft ODX (Offloaded Data Transfer) sowie OpenStack Cinder- und iSCSI Cinder Node-Treiber und kann mit HPE Helion gekoppelt werden.

Daten sicher und zuverlässig geschützt Datensicherheit ist für das QNAP ES1640dc das A und O: Neben Standard-RAID-Verfahren wie 0, 1, 5, 6 oder 10 bietet es zum Schutz vor Datenverlust modernste Varianten der Ausfallsicherung wie «Triple Mirror». Indem es akkugestützte NVRAMModule statt SSD als Write Cache einsetzt, ermöglicht es erweiterten Schreibschutz. NVRAMs kopieren etwa bei Stromausfällen die im Arbeitsspeicher vorgehaltenen Daten noch auf Flash-Speicher (Copy-to-Flash), bevor sie verloren gehen. Im Verlustfall lassen sich Daten per Snapshot wiederherstellen: QNAPs Enterprise-NAS unterstützt dabei bis zu 65 535 Snapshots für iSCSI-LUN und Freigabeordner.

Für flexible Erweiterung können Nutzer bis zu sieben RAID-Erweiterungsgehäuse an das NAS anschliessen. Damit sind Unternehmen mit dem Alleskönner ES1640dc von QNAP hinsichtlich Big Data auf der sicheren Seite.

Hinsichtlich Leistung schöpft QNAP aus dem Vollen: Mit zwei Intel-Xeon-E5-2400-v2-Prozessoren

QNAP Systems, Inc. www.qnap.com/de


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Datacenter | Netzwerk | Sicherheit PRODUKTE & LÖSUNGEN

iPDUs von Raritan: intelligente Stromschaltleisten

der neuesten Generation können mehr Raritan, führender Anbieter von Lösungen zur Verwaltung der Rechenzentrums-Infrastruktur (DCIM – Data Center Infrastructure Management), bietet mit der neuesten Generation seiner intelligenten Rack-PDU-Serie PX3 verschiedene Stromsparfunktionen und neue Features, mit deren Hilfe Unternehmen den Stromverbrauch im Rechenzentrum erheblich senken und die vorhandene überwachen, messen und optimieren können.

Die intelligenten Rack Power Distribution Units (iPDUs) umfassen Stromverbrauchsmessung auf Anschlussebene, zum Ein- und Ausschalten von Anschlüssen sowie integrierte Mess-PDUs. Als Marktführer auf dem Gebiet von iPDUs bietet Raritan die innovativsten und zuverlässigsten Lösungen für die Stromverteilung und -messung, die auf dem Markt erhältlich sind.

Mit dem Ziel, Rechenzentren zu noch umfangreicheren Energieeinsparungen zu verhelfen, hat Raritan seine neueste Generation Remote schaltbarer iPDUs der Reihe PX3 mit bistabilen Haftrelais ausgestattet, die den gewünschten Ein- und Ausschaltzustand auch ohne Stromversorgung beibehalten. So kann beispielsweise ein Rechenzentrum mit 100 Serverschränken mit Raritans iPDUs jährlich rund 5000 Euro an Strom- und Kühlungskosten einsparen. Dabei wird eine zum Patent angemeldete neue Schaltung verwendet, die trotz bistabiler Haftrelais sicherstellt, dass sequenzielles Einschalten der Server gewährleistet ist, um die Einschaltspitzen gering zu halten. So lassen sich die neuesten PDUs der PX3-Reihe im Vorfeld so konfigurieren, dass die Relais im Falle eines Stromausfalls ihre jeweilige Schaltstellung beibehalten oder die Server entsprechend spezifischer Vorgaben erneut hochgefahren werden.

Die Vorteile: Integrierte Differenzstrommessung und Sicherheit Durch Energieverbrauchsmessung auf Anschlussebene in Echtzeit, Umgebungsüberwachung mittels Plug-and-Play-fähigen Sensoren und der Erfassung weiterer relevanter Daten, lassen sich Racks mit der iPDU jetzt noch intelligenter verwalten. Über das LCD-Display (DOT-Matrix-Display) der PDU oder einen Webbrowser haben Rechenzentrumsbetreiber den Stromverbrauch und PDUZustand, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie Zuleitungen, Verteilerkreise und einzelne Anschlüsse stets im Blick. Ebenfalls integriert ist die Möglichkeit zur permanenten Differenzstrommessung. Mit deren Hilfe lassen sich Fehlerströme erkennen, sodass im Bedarfsfall sofort reagiert werden kann. Ein weiterer Vorteil: Via SCAAS (Smart Card Access and Authentication System) lassen sich Serverschränke vor unbefugtem Zugriff schützen.

Darüber hinaus hat Raritan sämtliche PX3-Modelle mit einem dritten USB-Anschluss ausgestattet, sodass künftig ein USB-B- sowie zwei USB-AAnschlüsse zur Verfügung stehen. Damit werden Wi-Fi-Netzwerke, PDU-zu-PDU-Kaskadierungen, Webcams sowie eine schnelle Inbetriebnahme und iPad-Integration unterstützt.

Sämtliche gesammelten Daten der PX3, die den Echtzeit-Energieverbrauch (kWh) mit höchster Abrechnungsgenauigkeit von +/- 1 % erfasst, lassen sich mit Raritans DCIM-Überwachungssoftware Power IQ® genau analysieren und auswerten. Link: www.minkels.ch, www.raritan.de


PRODUKTE & LÖSUNGEN Datacenter | Netzwerk | Sicherheit

USV-Anlage Multi Sentry 160 und 200 kVA Die bewährte USV-Modellreihe Multi Sentry von Riello wurde durch die beiden Leistungsgrössen 160 und 200 kVA erweitert. Somit ist diese transformerlose USV-Anlage von 10 bis 200 kVA erhältlich. Sie überzeugt wie alle USV-Anlagen aus dieser Serie mit ihrem hohen Wirkungsgrad: Im OnlineDoppelwandler-Modus erreicht sie bis zu 96,1 % und im Smart Active Mode 99 %. Bereits im Teillastbetrieb erreicht sie ab 22 % Last einen Wirkungsgrad von 95 %. Weiter verfügt die USV-Anlage Multi Sentry 160 und 200 kVA über einen Leistungsfaktor von 1 das heisst, kVA = kW. Der THDi am Eingang liegt unter 2,5 % und der Eingangsleistungsfaktor bei 0,99, was auch ein Vorteil ist, wenn die USV-Anlage mit einer Netzersatzanlage betrieben wird. Die Ventilatoren sind so gesteuert, dass je nach Raumtemperatur und Last nur die benötigte Anzahl laufen. Dies reduziert sowohl den Geräuschpegel als auch den Stromverbrauch.

Die USV-Anlagen der Serie Multi Sentry sind in der Schweiz bei der Firma CTA Energy Systems erhältlich. Diese verfügt über eine flächendeckende Service-Organisation mit 24-h-Pikett-Dienst und einem umfangreichen Lager an USV-Anlagen, Ersatzteilen und Batterien. www.usv.ch

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usv.ch

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Dell bietet mit neuen Vier-Sockel-Servern maximale Performance und Skalierbarkeit Die Vier-Sockel-Server Dell PowerEdge R830, R930 sowie FC830 und M830 enthalten die neuesten Intel Xeon E7- und E5-Prozessoren. Sie eignen sich zum Einsatz in konsolidierten und virtualisierten Rechenzentren. Dell hat sein Lösungsangebot bei Vier-Sockel-Servern überarbeitet und die High-End-Systeme Dell PowerEdge R930 und R830 mit den neuesten Intel Xeon E7-8800- beziehungsweise E5-4600-Prozessoren der v4-Produktfamilie ausgestattet. Sie bieten damit die hohe Flexibilität und Skalierbarkeit sowie die einfache Verwaltbarkeit, die Unternehmen für den Aufbau zukunftsfähiger Rechenzentren benötigen. Darüber hinaus rüstet Dell den Dell PowerEdge FC830 und den Dell PowerEdge M830 mit den neuesten Intel Xeon E5-4600-Prozessoren der v4-Produktfamilie aus. Aktualisierte Vier-Sockel-Blade-Server Zusätzlich zu den beiden Rack-Servern PowerEdge R830 und R930 wird Dell auch seine konvergenten Plattformen PowerEdge FX2 und PowerEdge

M1000e, konkret den Dell PowerEdge FC830 und den Blade-Server Dell PowerEdge M830, mit den neuen Intel-CPUs Xeon E5-4600 v4 ausstatten. www.dell.ch

Damit Sie beim Klima keine Experimente eingehen.

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Mit NetApp FlashAdvantage 3-4-5 schnell und ohne Risiko das All-Flash-Rechenzentrum realisieren NetApp hat seine neue FlashAdvantage 3-4-5 Initiative für eine schnelle und sichere Einführung von Flash-Speichersystemen in Unternehmen vorgestellt. Das Kundenprogramm bietet unter anderem die branchenweit einzige garantierte Effizienz-Steigerung von 4:1. In Kombination mit den kürzlich vorgestellten 15 TByte SSD-Laufwerken erhalten Kunden hiermit eine Plattform, die sich ideal zur Workload-Konsolidierung eignet und die Infrastrukturanforderungen der Kunden erfüllt.

Neue Speicherlösung von SUSE und HPE: Grosse Datenmengen clever managen Lösung nutzt SUSE Enterprise Storage, basierend auf Ceph und wurde für speicheroptimierte Apollo Server und gängige HPE ProLiant Server entwickelt. SUSE und HPE bringen eine skalierbare Objektspeicher-Lösung basierend auf SUSE Enterprise Storage auf den Markt, mit der Anwender die Herausforderungen beim Speichern sehr grosser Datenmengen effizienter organisieren. Die neue Lösung unterstützt die speicheroptimierten HPE Apollo Server sowie HPE ProLiant Server. So modernisieren Kunden ihre existierende Speicherinfrastruktur auf ein hochskalierbares, flexibles und kosteneffizientes Storage-System, das die gängigen Server unterstützt und sich an verändernde Geschäftsanforderungen und grösste Datenaufkommen anpassen lässt. www.hpe.com/servers/slesservers www.suse.com/hpe

Unternehmen, die sich für ein NetApp All-Flash FAS-System entscheiden, erhalten eine effektive garantierte Speicher-Kapazitäts-Ratio von mindestens 4:1. Wird dieser Wert nicht erreicht, erhalten Kunden einen entsprechenden Ausgleich. Komponenten des NetApp FlashAdvantage 3-4-5 Programms: 3-fache garantierte Performance-Steigerung bei Einsatz von NetApp All-Flash-Speicher Garantierte Effizienz, um die benötigte Speicherkapazität bei Verwendung von NetApp All-Flash-Speicher um wenigstens 4:1 zu verringern. In Verbindung mit den branchenweit ersten 15 TByte SSDLaufwerken speichern Unternehmen so mehr als ein PByte an Daten in einem einzigen Disk Shelf (2 Rackunits). 5 Wege für den Projektstart: Zusätzlich zu den beiden genannten Punkten, der 3-fachen Performance-Garantie und der 4:1-EffizienzGarantie, stehen Kunden verschiedene Wege für eine vereinfachte Implementierung von Flash zur Verfügung. Hierzu zählen die drei Massnahmen risikofreier Test, kostenfreies Update-Programm für Storage-Controller und erweiterte Garantien. www.netapp.com

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99,75 % Netzverfügbarkeit

in Rechenzentren Tier-2 definiert für Glasfaserinstallationen in Rechenzentren eine Mindestverfügbarkeit von 99,75 %. Absolut professionelle und saubere Arbeit ist bei der Installation unabdingbar. aufweisen müssen. Insbesondere die Prüfung dieser Steckverbinder ist bei jeder Inbetriebnahme und Installation von Glasfaserstrecken von hoher Bedeutung und sie darf nicht nur einmalig, sondern muss regelmässig erfolgen, damit sichergestellt ist, dass die Faser frei von Verunreinigungen ist. Mögliche Ursachen sind Staub, Reinigungsmittelrückstände oder Oberflächenfett der Haut.

Grafische Darstellung der Linkmessung mit iOLM

Das Uptime Institute in der TIA-942 (USA) hat eine mehrstufige Tier-Klassifizierung aufgelegt. Tier steht für Schicht bzw. Rang und Tier-2 definiert, dass redundante Komponenten eingesetzt werden müssen, die besagte Netzverfügbarkeit von 99,75 Prozent garantieren. Um diese in Tier-2 definierte Verfügbarkeit zu gewährleisten gilt für Installationsteams neben der Redundanzbildung absolut korrektes und sauberes Arbeiten und bereits zu Beginn sind grundsätzliche Regeln zu beachten. Verunreinigungen der Glasfaserendflächen verursachen bis zu 96 Prozent Netzausfälle Für 80 - 96 Prozent aller Ausfälle in Glasfasernetzen sind verschmutzte oder beschädigte Faserendflächen verantwortlich, wie eine gross angelegte Studie von NTT Advanced Network Technology ergab. Heute werden als Steckverbindungen meist Stecker-Stecker-Verbinder eingesetzt, die eine möglichst geringe Einfügedämpfung (InsertionLoss) und eine hohe Rückflussdämpfung (ReturnLoss) sowie eine lange Aufrechterhaltung dieser Parameter über mehrere hundert Steckzyklen

Neues Videomikroskop und intelligentes OTDR zum Nachweis einer sauberen Netzwerkinstallation Das Videomikroskop mit 5-MP-CMOS-Sensor bietet eine schnelle und einfache Prüfung, indem der Gut-/Schlecht-Zustand der Faserendfläche durch grüne oder rote LEDs ausgegeben und die Endflächen nach IEC-Norm bewertet werden. Das Mikroskop ist uneingeschränkt mit dem neuen Tier2-OTDR kompatibel, das mit vier Wellenlängen von 850, 1300, 1310 bis 1550 nm, einem Dynamikbereich von 36 dB (SM) bzw. 29 dB (MM) und sehr kleinen Ereignistotzonen aufwartet. Die einmalige Funktion an den neuen Messgeräten ist der intelligente Optical-Link-Mapper (iOLM) – eine automatische Multi-Trace-Analyse mit intelligenter Kurvenanalyse, die eine Vielzahl von Messungen automatisch auswertet und grafisch darstellt. Durch Korrelation mehrerer Pulsbreiten bei mehreren Wellenlängen lokalisiert und identifiziert iOLM die Fehlerstellen bei maximaler Auflösung. Go/No-Go-Fehler-Bewertungen erfolgen gemäss internationaler Normen (TIA-568, ISO14763-3, ISO11801) für IL, ORL, Länge und jedes Streckenelement. Link: www.ccontrols.ch


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ABL AG: Neue Produktlinie von AP-Kabelendverteilern ABL AG bietet eine neue Serie von AP-Kabelendverteilern an. Diese zeichnen sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und verschiedene Ausführungsvarianten je nach Bedarf aus. Durch kleinste Abmessungen kann auch eine Montage bei engsten Platzverhältnissen durchgeführt werden. Damit die Komponenten im Innern geschützt bleiben, ist ein IP54 Schutz vorhanden. Als zusätzliche Sicherheitsmassnahme sind die Gehäuse abschliessbar. Für enge Platzverhältnisse erweist sich der APKEV ORA 4/8 mit den kompakten Abmessungen B x H x T 103 x 185 x 73 mm als ideal. Maximal können acht Spleisse vorgenommen werden. Der AP-Kabelendverteiler ORA 5 zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Maximal können acht-Mittelstücke (LC) eingebaut werden. Der AP-KEV ORA 96 ermöglicht ein Handling bis zu 96 Spleisse. Zudem können Faserreserven von bis zu 4 Meter platziert werden. www.abl-ag.ch

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Maximale Bandbreite mit einer Faser pro Arbeitsplatz über casacom Bodendosen.

Casacom: Fiber-to-the-Desk Gerade im Geschäftsumfeld bestehen mit längeren Distanzen oft besondere Anforderungen an die Netzwerk-Infrastruktur. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz einer Glasfaserlösung (GOF: Glas Optical Fiber) mit mehreren Hundert Metern Reichweite. Dank neuen Steckverfahren können die Glasfasern zusammen mit dem Stecker durch Leerrohre gezogen werden. Falls die Rohrlängen vom zentralen Serverraum bis zum Arbeitstisch auf +/- 5 Meter bekannt sind, ist eine Spleissung nicht erforderlich. Die optischen Signale werden bidirektional (Hin- und Rückkanal) via Glasfaser übertragen. Eine Faser pro Arbeitsplatz reicht weitgehend aus. Nebst längeren Distanzen kann mit Glasfasern auch die Anzahl an Kabeln sowie der Platz im Serverraum beträchtlich reduziert werden. Es werden maximale Bandbreiten und eine hohe Resistenz gegen elektromagnetische Störeinflüsse erreicht. Die übertragbaren Datenraten sind um ein Vielfaches höher als bei heute eingesetzten Kupferleitungen. Unternehmen investieren mit casacom nicht nur in eine zukunftssichere Office-Infrastruktur, sondern unterstützen auch die Produktivität ihrer Mitarbeiter. Die Fiber-to-the-Desk-Lösung von casacom bietet hier die maximale Flexibilität und benötigte Bandbreite für jeden Arbeitsplatz www.casacom.ch


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Fiberwork: High Density im Rechenzentrum Das High-Density-Verkabelungssystem EasyLan H.D.S. ist fĂźr Schrank-zu-Schrank-Verbindungen in Rechenzentren konzipiert. Eine Leitung umfasst sechs Kupfer- oder 12-Fiber-Optic-Verbindungen. Dies spart Platz, ermĂśglicht eine klimaoptimierte Verkabelung und beschleunigt die Installation. Bei den EasyLan H.D.S.-Kabeln sind sechs Kupferverbindungen bzw. zwĂślf Glasfasern unter einem gemeinsamen Mantel zusammengefasst. Das reduziert bei Kupferkabeln den Durchmesser auf 16,5 mm und ergibt eine Einsparung von fast 20 Prozent gegenĂźber Einzelkabeln. www.ďŹ berwork.ch QNAP TVS-x82T und TVS-x82: hochleistungsfähige Tower-NAS QNAP Systems, Inc. liefert ab sofort gleich zwei neue hochleistungsfähige Tower-NAS-Serien fĂźr Unternehmen: die optimierten Thunderbolt 2-NAS TVS-x82T sowie die TVS-x82 â&#x20AC;&#x201C; jeweils mit sechs, acht oder zwĂślf EinschĂźben. Beide NAS-Reihen werden angetrieben durch einen Intel-14-nm-Mehrkernprozessoren der 6. Generation. QNAPs neue Business-NAS verfĂźgen dank innovativer Hardware Ăźber Tiered Storage, applikationsbasierte Partitionierung sowie Netzwerkverkehr-Aufteilung. Ă&#x153;ber den HDMI 2.0-Ausgang kĂśnnen Nutzer zudem Videos in 4K-AuďŹ&#x201A;Ăśsung bei 60 Bildern pro Sekunde anschauen. Ă&#x153;ber die VJBOD-Technologie erweitern sie darĂźber hinaus die Speicherkapazität problemlos mithilfe weiterer QNAP NAS. www.qnap.com

Netscale LĂśsungen HĂśchste Dichte aller GlasfaserlĂśsungen ;|v1-Ń´;ŕĽ&#x2DC;vÂ&#x2020;m];mÂ&#x2C6;om!Ĺ&#x;Â&#x2C6;;u0bm7;m unerreichtes Glasfasermanagement mit -Â&#x2020;|ol-ŕŚ&#x17E;v1_;uou|ৠ0;uÂ&#x2030;-1_Â&#x2020;m]Â&#x2020;m7 bmmoÂ&#x2C6;-ŕŚ&#x17E;Â&#x2C6;;l$u-Â&#x2039;Ĺ&#x160; ;vb]mÄş"b;0b;|;m 7b;Â&#x2030;;Ń´|Â&#x2030;;b|_ŕĽ&#x2DC;1_v|;ou|7b1_|;=ৠu Ć?Ć?Ĺ&#x2020;Ć&#x201C;Ć?Ĺ&#x2020;Ć?Ć?Ć?Ĺ&#x160; |_;um;|Äş

;_um=oul-ŕŚ&#x17E;om;mÂ&#x2020;m7Â&#x2030;;b|;u; ;|-bŃ´vÂ&#x152;Â&#x2020;u;|v1-Ń´;ŕĽ&#x2DC;vÂ&#x2020;m];u_-Ń´|;m"b;Â&#x2020;m|;u www.rdm.com Reichle & De-Massari AG, Verkauf Schweiz bmÂ&#x152;v|u-vv;Ć&#x2019;Ć&#x2018;ġ Ĺ&#x160;ќѾĆ&#x2018;Ć?);|Â&#x152;bhomĹ&#x2021;Ć?Ć&#x201C;Ć&#x201C;Ć&#x2013;Ć&#x2019;Ć?Ć&#x2013;Ć&#x2022;Ć&#x2022;Ć&#x2022;Ĺ&#x2021;1_;Ĺ u7lÄş1ol


PRODUKTE & LÖSUNGEN Datacenter | Netzwerk | Sicherheit

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Datenverschlüsselung jetzt «Always-on»

Die Konnektivität von Machine-to-Machine vereinfachen Die S-Serie wurde speziell für Unternehmen entwickelt, die eine sichere und kosteneffektive Anbindung einer grossen Anzahl von Remote-Geräten, wie beispielsweise Geldautomaten, Point-of-Sales Terminals, Windkraftwerken, vernetzter Industriemaschinerie oder auch nur Kleinstbüros, benötigen. Das Management und der Schutz des damit verbundenen, internen Netzwerkverkehrs ist aufgrund der involvierten Komponenten und deren Management, einer Vielzahl an unterschiedlichen Firewalls, VPN Software und nicht zu vergessen, des Routings, zumeist ein logistischer Alptraum. Die S-Serie besteht zunächst aus einer kleinen Secure Connector Appliance (SC1), die das Remote-Gerät mit mehreren Uplinks versorgen kann und – damit verbunden – ein automatisiertes Failover-Protokoll mitbringt, falls ein Uplink ausfällt. Der SC1 unterstützt zonen-basiertes Firewalling, WLAN und volle VPN Konnektivität für das verbundene Gerät. Der gesamte Netzwerkverkehr wird über den Secure Access Concentrator zurück in den Firmenhauptsitz, das Rechenzentrum oder in die Cloud zur Überprüfung und andere rechenintensive Security-Aufgaben, wie URL-filtering, Intrusion Prevention (IPS), Anti-Virus Schutz und Application Detection, zurückgeführt (backhauled). www.barracuda.com

ComBridge bietet Kurse für VoIP Readyness und Wireshark ComBridge holt das deutsche Schulungszentrum von Panasonic in die Schweiz und bietet Ihnen die einmalige Gelegenheit, Ihr Unternehmen für die neuen technischen Herausforderungen zu rüsten! Mit den drei Schulungstagen für VoIP Readyness und Netzwerkanalyse mit Wireshark bieten wir Ihnen sämtliche wichtigen Informationen kompakt und verständlich verpackt in einem speziellen, auf unsere Panasonic Partner zugeschnittenen Kursprogramm. www.combridge.ch

Sophos hat heute mit Sophos SafeGuard Encryption 8 als erster Anbieter eine Always-on Dateiverschlüsselung vorgestellt. Unternehmen erhalten hiermit eine neue synchronisierte Verschlüsselungslösung, die gegen Datenverlust durch Diebstahl-Malware, Hacker oder zufällige Lecks schützt. Als Teil der Sophos Synchronized Security kommuniziert Sophos SafeGuard Encryption 8 direkt mit Sophos Endpoint-Lösungen. Unternehmen können so die Einhaltung der EU-Datenschutz-Grundverordnung beschleunigen Die «Always-on»-Dateiverschlüsselung übernimmt Daten von mobilen Geräten, Laptops, Desktop-PCs, On-Premise-Netzwerken und cloudbasierten File-Sharing-Anwendungen. Sophos ist der erste Anbieter, der eine persistente Verschlüsselung zur Verfügung stellt, die sowohl Windows-, Mac-, iOS- oder Android-Dateien standardmäßig schützt. Die neue Lösung wurde in den Sophos Forschungs- und Entwicklungszentren in Österreich und Deutschland entwickelt und hat die Common Criteria-Zertifizierungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) in Deutschland erhalten. Daten sind Reisende Eine Festplattenverschlüsselung schützt im Falle von Diebstahl oder Verlust eines Computers, Laptops oder mobilen Geräts die darauf befindlichen Daten, doch dieser Schutz geht nicht weit genug. «Daten sind Reisende», erklärt Sascha Pfeiffer, Sicherheitsexperte bei Sophos. «Sie werden von unterschiedlichen Geräten oder aus CloudDiensten heraus geöffnet, bearbeitet und geteilt. Dies macht sie angreifbar und schwer zu schützen. Wir haben SafeGuard Encryption 8 daher völlig neu erdacht. Jede einzelne Datei wird hiermit standardmässig verschlüsselt. Zusätzlich werden für eine sichere Zusammenarbeit die Benutzer, Anwendungen und Geräte kontinuierlich validiert. Durch die ergänzende Möglichkeit passwortgeschützter Dateien können Nutzer ausserdem ihre verschlüsselten Dateien mit externen Empfängern teilen.» Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die einfache Handhabung der Lösung, auf die man bei Sophos wert gelegt hat, denn: «Je simpler und transparenter Datensicherheit funktioniert, desto schneller und selbstverständlicher wird sie von Anwendern akzeptiert und eingesetzt,» so Pfeiffer. Vorfall am Endpoint: Schlüssel gesperrt Im Rahmen der Sophos Sychronized Security, bei der unterschiedliche Sicherheitskomponenten miteinander kommunizieren, ist auch Sophos SafeGuard in der Lage, automatisch auf Vorfälle, die von einer angeschlossenen Sophos Endpoint-Lösung gemeldet werden, zu reagieren. Während einer aktiven Infektion kann Sophos SafeGuard beispielsweise Verschlüsselungsschlüssel vorübergehend widerrufen. Nach Beendigung des Vorfalls erhalten Anwender ihre Schlüssel dann automatisch zurück. Sophos SafeGuard tauscht auch Schlüssel mit Sophos Mobile Control, womit nahtlos Dateizugriffsrechte auf Smartphones und Tablets gesichert werden. Auch kann innerhalb der Work-Space-Funktion der Anwendung sicher auf verschlüsselte Dokumente zugegriffen werden. www.sophos.com


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Bis 2017, so Gartner, werden in 75 % der Organisationen SaaS-Anwendungen ohne Genehmigung und Kontrolle durch das Unternehmen genutzt werden. Aus Mitarbeitersicht durchaus verständlich, kann man sich die praktischen Softwarehelferlein doch einfach und schnell im Web besorgen, ohne den zumeist als komplizierter angesehenen Weg über die IT gehen zu müssen. Mitarbeiter, die eigenständig und an der IT vorbei Softwareprodukte aus der Cloud beziehen, gehen aber eine Reihe von Risiken ein. Die wichtigsten sind: Der Initial-Käufer der Software ist auch deren Verwalter Angenommen, ein Abteilungsleiter bezieht eine Cloud-Software, die er mit seinem Team nutzen will. Da er derjenige ist, der das Tool verwaltet, muss er auch für jeden Anwender ein Konto anlegen und natürlich den Account löschen, wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel das Unternehmen verlässt. Sitzen die Anwender der Software in mehreren Abteilungen, ist das Ausscheiden eines Nutzers oft gar nicht bekannt. Dieser Nutzer, zum Beispiel ein Vertriebsmitarbeiter, wechselt dann mit vollem Zugriff auf die Software und die darin hinterlegten Daten vielleicht zu einem Konkurrenzunternehmen. Die IT kann keinen Support leisten Da der Softwarekauf an der IT vorbei vorgenommen wurde, ist dem Service Desk das Produkt gar nicht bekannt und er kann auch keine Hilfe anbieten. Klassisches Beispiel: Ein Mitarbeiter hat sein Passwort vergessen und kann sich nicht mehr einloggen. Die IT hat keinerlei Zugriff auf die Software und kann somit auch nicht helfen. Unzureichender Datenschutz Welcher Mitarbeiter prüft vor dem Kauf eines Cloud-Produkts, wo die unternehmenseigenen Daten liegen werden und ob dem Datenschutz ausreichend genüge getan wird? Welcher dieser Mitarbeiter liest die in Juristen-Sprache verfassten, langen Geschäftsbedingungen überhaupt im Detail durch, bevor er das Häkchen für sein Einverständnis darunter setzt? Es verwundert nicht, wenn dann Kunden- und interne Daten in Bereichen abgespeichert sind, die als definitiv nicht sicher eingestuft werden können. Account-Sharing kann sehr teuer werden Die Tools erleichtern wirklich den Alltag, also lässt man auch Kollegen davon profitieren und «leiht» seine Zugangsdaten anderen Mitarbeitern. Im Endeffekt arbeiten mit einem Single-Account mehrere Nutzer. Den Herstellern dieser Softwareprodukte bleibt das nicht verborgen. Sie haben einen genau-

Kommentar DMS | MOBILE

«Mitarbeiter sollten Umgang mit Cloud-Anwendungen nicht auf die leichte Schulter nehmen» von Torsten Boch Senior Product Manager bei Matrix42

en Überblick darüber, wie die Anwendung genutzt wird und sehen, wenn über ein und denselben Account an verschiedenen Orten über verschiedene Geräte zeitgleich zugegriffen wird. Die Folge: Der betroffene Hersteller fordert das Unternehmen zur vertragskonformen Nutzung auf. Das bedeutet: Lizenzen für alle Nutzer müssen nachgekauft werden. Die Anwendung, für die ursprünglich ein Jahresbudget von 120 000 Euro für 100 Nutzer eingeplant wurde, kostet das Unternehmen plötzlich ein Vielfaches. Bei einem Audit möglicherweise sogar rückwirkend ab Vertragsabschluss! Kostenkontrolle ist nicht möglich Die von der Fachabteilung bezogene Anwendung lebt im Schatten der IT und wird daher auch nicht aktiv verwaltet. Zumeist fehlt die Information, wer sie tatsächlich nutzt und wer nur einen Account hat, für den Kosten anfallen, diesen aber nicht nutzt. Unter Umständen werden über einen langen Zeitraum Lizenzen unnötigerweise bezahlt. Mitarbeitern sei aus all diesen Gründen grosse Vorsicht im Umgang mit Cloud-Software und vor allem die Einbeziehung der IT empfohlen. Unternehmen sollten sich erstens des Problems bewusst sein, zweitens eine nutzerfreundliche Lösung finden und drittens klare Regeln für SaaS-Apps definieren. Das gesamte Dilemma vermeiden können Verantwortliche durch die Einführung eines Workspace Management Tools wie etwa MyWorkspace von Matrix42, mit dem alle Mitarbeiter eine persönliche Cloud mit all ihren Anwendungen bekommen – aber eine von der IT kontrollierte. Gibt es dazu eine klare Corporate Governance und wird Zuwiderhandeln sanktioniert, dann bleibt es Mitarbeitern und Unternehmen erspart, in die CloudFalle zu tappen.


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DMS | MOBILE Digitalisierung

Bereit für die digitale

Transformation? Die Digitalisierung hat uns seit langem im Griff. Unser Leben hat sich dank Internet, Smartphones und Cloud Computing stark verändert. Dies gilt insbesondere für die Arbeitswelt. Mit dem Begriff «Industrie 4.0» wird indes die vierte industrielle Revolution eingeläutet. Was bedeutet dies für KMU? Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einem umwälzenden Wandlungsprozess, der unter dem Begriff «Industrie 4.0» zusammengefasst wird. Gemeint ist damit, dass nach der Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung nun die vierte industrielle Revolution im Gange ist: die Digitalisierung und Vernetzung entlang der Wertschöpfungsketten mit dem Ziel, die Organisation zu optimieren und die Prozesse effizienter zu steuern. Die geschilderten Herausforderungen erhöhen den Handlungsdruck für Unternehmen massiv. Nur wer es schafft, ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, die Effizienz und Rentabilität zu steigern und die Betriebsgrösse sowie die Standorte optimal an die Markterfordernisse anzupassen, wird in diesem dynamischen Umfeld überleben können. Die digitale Transformation Die Vernetzung von Wirtschaft und Digitalisierung öffnet täglich neue Türen für Geschäftsmodelle, Dienstleistungen oder Strukturen. Ganze Branchen können durch die Digitalisierung umgewälzt werden. Und auch wenn es um Geschäftsdaten wie Verträge, Korrespondenz, Rechnungen usw. geht, sieht man deutlich, wie die digitale Transformation greift: Systeme für digitale Erfassung und Archivierung von Dokumenten sind besonders gefragt – nicht zuletzt, um die rechtskonforme Aufbewahrung von Archiven zu gewährleisten. Aber auch, weil Routinearbeiten durch definierte Prozesse vereinfacht oder gar automatisiert werden könMobility – mehr als ein Buzzword «Mobility» hat mittlerweile nicht nur den privaten Sektor erobert, der Trend ist längst auf geschäftlicher Ebene angekommen. Für die Verfügbarkeit von Unternehmenswissen unabhängig von Ort und Zeit bietet die App «ELO for Mobile Devices» eine geeignete Lösung. ELO kann damit über den Web Access-Server auf allen gängigen Smartphones und Tablet PCs genutzt werden.

nen. Aus einer einfachen digitalen Archivierungslösung hat sich heute ein umfassendes EnterpriseContent-Management(ECM)-System entwickelt. Durch ein modernes, digitales Archiviersystem werden Papierarchive hinfällig und das lange Suchen nach Dokumenten hat ein Ende. Willkommen in der d!conomy. Eine Lösung ganz im Sinne von «Industrie 4.0» für die Herausforderung der heutigen Zeit ist ein modernes Enterprise-Content-Managenemt(ECM)System. Ein solches System bietet zum Beispiel der internationale Softwarehersteller ELO Digital Office an. Die Software besteht im Kern aus einem effizienten Dokumenten-Management-System (DMS). Dieses verwaltet und archiviert aber nicht nur Dateien, sondern lässt sich mit unterschiedlicher Software kombinieren und überbrückt so auf intelligente Weise Schnittstellen entlang eines kompletten Prozesses. Das beschleunigt den Durchlauf von Dokumenten sowie die Prozesskontrolle. Sei es, dass der Kunde rechtzeitig die Baufreigaben erteilt oder man erinnert wird, dass Rechnungen noch nicht freigegeben sind und ein Skonto-Verlust droht.

Autor: Helmar Steinmann ist Niederlassungsleiter der ELO Digital Office CH AG www.elo.ch.


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Scannen DMS | MOBILE

Einstiegslösung für professionelle

Dokumentenerfassung Mit dem fi-7030 Dokumentenscanner bringt Fujitsu einen neuen Arbeitsplatzscanner auf dem Markt. Wir fragten Klaus Schulz, Senior Manager Product Marketing EMEA der Fujitsu Tochter PFU (EMEA) Ltd, was neu daran ist. Herr Schulz, die Unternehmen kämpfen mit der stetig wachsenden Informationsflut. Wo liegen vor diesem Hintergrund die Chancen für die neuen Scanner-Modelle? Klaus Schulz: Die stetig wachsende Informationsflut ist das eine, was die Unternehmen fordert, jedoch vielmehr stehen sie unter dem Druck, in ihrem Geschäft effizienter zu werden. Deshalb sehen wir sehr gute Chancen für unsere Dokumentenscanner-Familie auf dem Markt.

«In einem Unternehmen ist jeder Mitarbeitende für das Sammeln und das Bereitstellen von relevanten Informationen zuständig.»

nehmen. Als erster Fujitsu Scanner ist er mit der PaperStream Capture Version 1.5 ausgestattet, die ein neues, ergonomisches, touchkompatibles Interface mit verbesserter Funktionalität bietet und den gesamten Erfassungsprozess effizienter gestaltet. Der fi-7030 ist der kompakteste und kostengünstigste Einstieg in die Welt des Scannens mit PaperStream, ohne Abstriche bei den hochwertigen Funktionalitäten der fi-Series. Der Fokus dieser Produkteinführung liegt auf der professionellen Erfassungssoftware und der grösseren Effizienz, die damit einhergeht.» Was leistet die neue PaperStream Capture? Diese Software unterstützt Unternehmen massgeblich bei der digitalen Transformation: Sie beschleunigt die OCR (Optical Character Recognition, optische Zeichenerkennung) und wandelt alle Dokumente in hochwertige Scans um. PaperStream Capture bietet Unternehmen eine vielseitige Lösung für den gesamten Erfassungsprozess. Die intuitive Benutzeroberfläche verbessert die Integration von Informationen in den digitalen Workflow des Unternehmens deutlich.

Klaus Schulz, Senior Manager Product Marketing EMEA der Fujitsu Tochter PFU (EMEA) Ltd.

Woran machen Sie das fest? Wir haben in unserer Industrie jährlich ein Volumen von rund 560 000 Geräten, die im Markt platziert werden. Dies zeigt auf, dass Unternehmen alles dafür tun, um Dokumente in ein effektives Dokumentenmanagement-System einzubringen. Wir sehen, dass immer mehr Organisationen sich dafür entscheiden, Dokumente digital zu erfassen. Insbesondere stellen wir in den letzten Jahren eine verstärkte Nachfrage an Distributed-CaptureLösungen fest. Welche Ziele verfolgen Sie mit der Einführung des «fi-7030»? Der neue Scanner ist der ideale Einstieg in die Dokumentenerfassung bei Behörden und Unter-

Erhalten auch die anderen Scanner die neue PaperStream Capture? Alle Modelle der fi Series verfügen über die PaperStream-Software-Plattform von Fujitsu. Ändern sich also Anforderungen –, zum Beispiel bei Volumen, Format oder Durchsatz – lassen sich weitere Scanner dieser Serie integrieren, ohne dass Erfassungsprozesse oder Softwareroutinen geändert werden müssen. Somit können Unternehmen oder Behörden für verschiedene Volumen und Formate auch unternehmensweite Standards für Erfassungsprozesse einführen – vom einzelnen Büro in einer Niederlassung bis zur zentralen Poststelle. Der Fujitsu Dokumentenscanner fi-7030 ist bei den Fujitsu Vertriebspartnern seit Ende Juni 2016 verfügbar.


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TeleNetfair 2016 – Treffpunkt für

die gesamte Branche Die TeleNetfair ist die grösste nationale Messe für Kommunikations-, Netzwerk-, Mess- und Verkabelungstechnik. Hier trifft sich die gesamte Branche, um die grosse Vielfalt eines breit gefächerten Marktes zu zeigen. Telekommunikationslösungen, auch Lösungen und Dienstleistungen im Bereich Datacenter.

Die TeleNetfair 2016 zeigt den Fachbesuchern die gesamte Bandbreite der Datenübertrags- und Netzwerktechnologie. Der Bedarf an leistungsstarken Verkabelungssystemen für Unternehmen, aber auch im privaten Bereich nimmt stetig zu. Verlangt werden zukunftsorientierte Verkabelungen in Kupfer- und Glasfasertechnik, leistungsstarke Datacenter für die schnelle, sichere und zuverlässige Datenverarbeitung. An der diesjährigen TeleNetfair zeigen die Aussteller nebst neusten Lösungen zu Themen wie Fiber to the Home (FTTH), Fiber to the Desk, passive und aktive Glasfaserprodukten und MESSEDATEN Datum: Zeit: Messeort:

6. – 8. September 2016 9.00–17.00 Uhr Messe Luzern, Halle 2, Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Konferenz: Im Forum in der Halle 2 Restaurant: Halle 2 Messe-Eintrittspreis: CHF 25.–, inkl. Messemagazin Webseite: www.telenetfair.ch Anmeldung online: http://ticketing.messeluzern.ch/Telenetfair/ Ticketing Gutscheincode: 0101 9181 6964 1764 Telenetfair Konferenz: www.telenetfair.ch/de/konferenz

Aussteller zeigen Kompetenz, Qualität und Innovationen In Sonderthemen wie das Forum Datacenter live und der zum 8. Mal stattfindenden TeleNetfairKonferenz zeigt die Technologie-Messe zukunftsweisende Trends auf. Die TeleNetfair betritt mit dem Forum Datacenter live auch Neuland und erstmalig in Europa kann an allen drei Messetagen ein live betriebenes Datacenter besichtigt werden. Mit Workshops und Simulationen direkt an den Geräten ist jeder Besucher live und mitten drin, wenn die Systeme und Infrastrukturen aufgebaut, betrieben, unterhalten und optimiert werden. Nicht nur innovative Produkte und Lösungen werden an den Ausstellerständen gezeigt, auch dem Thema Weiterbildung wird breiter Raum eingeräumt. Dafür steht die dreitägige TeleNetfair-Konferenz. Dort wird in kurzen Vorträgen, von hochkarätigen Referenten, Praxiswissen von Profis für Profis vermittelt. «Das Ziel der TeleNetfair war nie nur eine reine Nische zu bedienen, sondern wir legten von Beginn an immer den Focus auf die gesamte Breite der Datenübertragungs- und Kommunikationstechnologie», hält Harald Fessler, Geschäftsführer der TeleNetfair fest und ergänzt: «dies ist uns mit dieser Messe gelungen. Die diesjährige TeleNetfair setzt neue Massstäbe». Unter dem Leitmotto «Wir führen Technologien zusammen» zeichnet sich die TeleNetfair als Networking-Plattform zum Austausch von zielgruppengerechtem Fachwissen von Fachleuten aus Verbänden, Unternehmen und Besuchern aus. Dank der hohen Aussteller- und Besuchertreue ist die TeleNetfair der Branchentreff und bringt den Ausstellern und Besuchern eine effiziente Kontaktpflege die ihresgleichen sucht.


6. – 8. September 2016 Messe Luzern

TeleNetfair

Wir führen Technologien zusammen

www.telenetfair.ch

Die grösste Datenübertragungsmesse der Schweiz

Entdecken Sie mehr über: • Fiber to the Home • Glasfasertechnik • Netzwerktechnik • Voice over IP • Telematik • Wireless • Messtechnik • Sicherheitstechnik • Gebäudeleittechnik • Industrial Ethernet • 19“-Schranksysteme • Verkabelungstechnik • Installationstechnik Sonderthemen: TeleNetfair Konferenz Forum Datacenter live

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Smart Home & Smart Energy

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Agenda JOB&KARRIERE

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Agenda 2016 Weitere Veranstaltungshinweise sind unter www.professional-computing.ch zu finden. Anlass

Datum

Thema

Information Anmeldung

Topsoft

30. und 31. August

Der grösste Schweizer Event für Business Software bietet eine umfassende Übersicht über sämtliche Lösungen von Geschäfts-Software.

www.topsoft.ch

ELECTRO-TEC 2016 (Winterthur)

14. und 15. September

Fach- und Messetage für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik

www.electro-tec.ch

Com-Ex

20. bis 22. September

Schweizer Fachmesse für KommunikationsInfrastruktur.

www.com-ex.ch

it-sa 2016

18. bis 20. Oktober

IT-Security Messe und Kongress

www.it-sa.de

Carriers Lunch

26. August 09. Sept. 16. Sept. 07. Okt. 21. Okt. 28. Okt.

Geneva Carriers Lunch; Veeam Software Zurich Carriers Lunch; Go-Kart Racing Geneva Carriers Lunch; Boll Engineering Zurich Carriers Lunch; Quickline Business Geneva Carriers Lunch; ZAYO Zurich Carriers Lunch Expovina; IC Information Company

www.carrierslunch.ch

ZHAW ist Teil der Swiss Alliance for Data-Intensive Services Als eine der führenden Forschungsinstitutionen auf den Gebieten Data Science und Service Science hat die ZHAW School of Engineering ein schweizweites Innovationsbündnis aus Hochschulen und Unternehmen initiiert. Die «Swiss Alliance for Data-Intensive Services» hat zum Ziel, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf der Grundlage digitaler Daten zu fördern. Als nationales thematisches Netzwerk wird es von der Kommission für Technologie und Innovation des Bundes gefördert. Bisher haben sich zehn Hochschulen und rund 30 Firmen dem neuen Netzwerk angeschlossen. Ziel ist die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft, um Innovationen im Bereich datenbasierter Dienstleistungen und Produkte zu schaffen. Dabei geht es einerseits um innovative Anwendungen im industriellen Bereich, die heute unter dem Schlagwort Industrie 4.0 zusammengefasst werden. Andererseits geht es um neuartige Dienstleistungen für Individuen, die auf der Auswertung von Daten basieren und konkreten Nutzen schaffen, wie beispielsweise viele Smartphone-Apps. Im Netzwerk sollen dank effizienter Synergien Innovationsprojekte ganzheitlich gemeinsam realisiert werden. Dabei geht es um die ganze Kette von der Erfassung der Daten, über die Verwaltung und Analyse bis zur daraus resultierenden Entwicklung einer Dienstleistung oder eines Produkts. www.data-service-alliance.ch

Gemeinschaftsstände: Israel und Frankreich auf der it-sa Wenn internationale Aussteller vom 18.–20. Oktober 2016 im Messezentrum Nürnberg IT-Sicherheitslösungen für alle Branchen und Anwendungsfelder präsentieren, zeigen Unternehmen aus Israel und Frankreich ihr IT-Security Know-how prominent platziert: Beide Länder sind mit einem eigenen Firmengemeinschaftsstand vertreten. Die it-sa bestätigt damit erneut ihre Stellung als europaweit führende Fachmesse und Branchenplattform für den wachsenden IT-Sicherheitsmarkt. «Zwei zentrale Akteure für die internationale ITSicherheitswirtschaft beteiligen sich mit einem Gemeinschaftsstand an der it-sa 2016», freut sich Frank Venjakob, Executive Director it-sa bei der NürnbergMesse. Frankreich und Deutschland sind wichtige Handelspartner. Die Bundesrepublik importierte 2015 mit Ausnahme von China und den Niederlanden aus keinem Land mehr als aus Frankreich. Israel zeichnet eine lebendige Start-up-Kultur und Bewusstsein für Cybersicherheitsrisiken aus – Voraussetzungen, unter denen zahlreiche innovative IT-Sicherheitslösungen entstehen, über die sich Fachbesucher auf der it-sa informieren können. www.it-sa.de


JOB&KARRIERE Karriere

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Techies wollen keine

Führungspositionen Führungsverantwortung. Für viele ist das der Gipfel beruflicher Selbstverwirklichung. Mehr Macht, höherer Lohn, mehr Respekt. Wer wünscht sich all dies nicht? Die Antwort aber ist nicht ganz so eindeutig, wie man sie vielleicht erwarten würde: Nicht alle. Digital Natives stellen komplett andere Anforderungen an einen Beruf als noch ihre Eltern: Anstelle eines hohen Lohnes und einer sicheren Arbeitsstelle stehen Selbstverwirklichung, eine ausgewogene Work-Life-Balance, flache Hierarchien und flexible Arbeitszeitmodelle im Vordergrund. Diese Ansprüche sind zwar nicht erst seit gestern bekannt, dennoch tun sich vor allem mittelständische Unternehmen immer noch schwer damit, technisch versierte Mitarbeitende zu rekrutieren und diese auch zu halten. Doch auch im Silicon Valley ist die Suche nach qualifizierten ICT-Fachkräften zunehmend zu einem Problem geworden – sogar für renommierte Konzerne wie Google, Facebook oder Yahoo. Alleine über den Lohn lassen sich angesichts dieses Mangels an qualifizierten Mitarbeitenden keine geeigneten Kandidaten rekrutieren und erst recht nicht längerfristig im Unternehmen halten. Es soll in erster Linie die Aussicht auf persönliche und berufliche Weiterentwicklung bestehen. Dies muss jedoch nicht immer in einer Führungspositi-

Vor allem technisch versierte Mitarbeiter wie Entwickler schrecken häufig vor dem Sprung ins Management zurück – aus Angst vor der Sackgasse, in die sie schlittern können, wenn sie Management-Aufgaben übernehmen. on münden. Viele IT-Fachkräfte schrecken gar vor dem Sprung ins Management zurück – aus Angst vor der Sackgasse, in die sie schlittern können, wenn sie Management-Aufgaben übernehmen und sich nicht mehr auf ihre Kernkompetenzen wie Programmieren, Entwickeln oder Softwareimplementierungen konzentrieren können. Allerdings hat dieser bewusste Verzicht der Techies auf Führungsverantwortung seinen Preis: Ausserhalb der Chefetage gibt es oftmals kaum Aufstiegschancen und in der Folge stagniert die Weiterentwicklung der ICT-Fachkräfte – was wiederum der Motivation

und somit auf längere Sicht der emotionalen Bindung zum Arbeitgeber abträglich ist. Weiterentwicklungsmöglichkeiten ohne im Chefsessel zu landen Rackspace, ein Managed-Cloud-Unternehmen, hat speziell für ICT-Mitarbeitende ein Programm entwickelt, das trotz des Verzichts auf Management-Positionen eine Weiterentwicklung im Unternehmen ermöglicht und dadurch zu mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz führt. Laut einer im

Rackspace, das Managed-Cloud-Unternehmen mit Sitz in Zürich, hat speziell für diese Mitarbeiter ein Programm entwickelt, das trotzdem eine Weiterentwicklung im Unternehmen ermöglicht. Frühling dieses Jahres veröffentlichten Umfrage des Instituts Great Place to Work ist Rackspace 2016 – genauso wie im Vorjahr – in der Kategorie der kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden der beste Arbeitgeber der Schweiz. Insbesondere das Vorgehen bei der Rekrutierung und der Umgang mit Mitarbeitenden des ManagedCloud-Anbieters wurden bei der Befragung positiv hervorgehoben. Man sehe sich bei Rackspace mit aktuell 36 Angestellten in der Schweiz als Familie, in der alle Mitglieder mit Respekt behandelt werden.

Autor: Enrique Nuñez Marketing Manager DACH bei Rackspace


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