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Ausgabe September 3| 2018 CHF 8.–

COMPUTING professional

Bild: St. Galler Tagblatt, Mareycke Frehner

Das Schweizer Fachmagazin für ICT im Business

Der Ostschweizer Datentresor mit integriertem Solar- und Wärmekraftwerk

Das Datacenter

Einrichtung, Ausrüstung und Betrieb Digitale Transformation Die Geheimnisse der KI aus der Theorie in praktischen Nutzen überführen

Job & Karriere Wertschätzung hält Mitarbeitende länger im Unternehmen


DAS GRÃœNSTE RECHENZENTRUM DER SCHWEIZ rechenzentrum-ostschweiz.ch

Foto: St. Galler Tagblatt/Mareycke Frehner

H C I S E I S N R E H C I S IHREN PL AT Z


EDITORIAL

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Ohne leistungsstarke Rechenzenter keine Digitalisierung

Jörg Schelling Chefredaktor

Heute stehen viele Unternehmen und Organisationen vor der Herausforderung, ihre IT-Infrastrukturen anzupassen und umzubauen. Wer nachhaltig wettbewerbsfähig bleiben will, muss sich den Herausforderungen der digitalen Transformation des eigenen Unternehmens stellen. Die fortschreitende Digitaliserung unserer Lebens- und Arbeitswelt bedeutet, dass nicht nur immer höhere Rechen- und Speicherkapazitäten benötigt werden, sondern auch, dass der Datenaustausch zwischen Unternehmen, Partnern und anderen Marktteilnehmern eine schnelle und leistungsfähige Datenübermittlung erfordert. Und dies immer mehr in Echtzeit.

(IoT) anfallen und entsprechend ausgewertet werden müssen, brauchen effiziente Rechenzenter in denen sie bearbeitet und ausgetauscht werden.

Aktuelle Studien sagen für das Jahr 2025 ein weltweites Datenvolumen von 163 Zetabyte voraus. Das ist rund das Zehnfache der heute elektronisch vorhandenen Datenmenge. Diese riesigen Datenmengen, die durch die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse und Internet of Things

Welche Lösungen zur Einrichtung und für den Betrieb von Datacentern helfen, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Beim Aus- und Umbau von Rechenzentern spielen daher Faktoren wie Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit eine bedeutende Rolle. Nur so können Unternehmen auf die wachsenden Anforderungen in Bezug auf Dynamik, Geschwindigkeit und Datenmengen schnell reagieren. Viele Unternehmen greifen daher auch auf externe Anbieter von Rechenzentern zurück. Sie bieten die notwendige IT-Infrastruktur, inklusive Klimatisierung, Connectivity und Sicherheit.

Jörg Schelling joerg.schelling@utk.ch

Harald Fessler Verlagsleiter

Impressum Ausgabe September 2018, 21. Jahrgang. Internet: www.professional-computing.ch. Abopreis: Einzelpreis: CHF 8.– Jahresabonnement: CHF 30.–. Erscheinung: 4-mal jährlich März/Juni/September/Dezember. Herausgeber: UTK Media GmbH, 9434 Au. Verlag: UTK Media GmbH Berneckerstrasse 15, 9434 Au, Tel.: +41 71 744 94 90, info@utk.ch. Verlagsleitung: Harald Fessler, harald.fessler@utk.ch, Tel.: +41 71 744 94 92. Anzeigenverkauf: UTK Media GmbH: Pascal Tobler, pascal.tobler@utk.ch, Tel.: +41 71 966 60 03, Harald Fessler, harald.fessler@utk.ch, Tel.: +41 71 744 94 92. Redaktion: Jörg Schelling, joerg.schelling@utk.ch. E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion-pc@utk.ch. Titelbild: St. Galler Tagblatt, Mareycke Frehner Layout: schellingmedia: www.schellingmedia.com. Druck: international media solutions IMS AG, www.imsag.ch © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages.


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INHALT September 2018

Datacenter SD-LAN – Das Firmennetz wird zum Multitalent Cybersicherheitsbedenken für industrielle Netzwerke Plug & Play für 2592 Fasern gleichzeitig So gelingt die Transformation zur Smart Factory D-Link Industrie Switches für die smarte Fabrik Für eine erfolgreiche Digitalisierung Eniwa AG: Glasfaser im ganzen Gebäude für alle Steuerungen inkl. FTTO SUISA-Rechenzentrum mit LCP CW und CMC III: Energieeffizienz liegt in der Luft Energieversorger werden zu Kooperationspartnern Mit diesen Massnahmen werden Rechenzentren effizienter Produkte & Lösungen Job & Karriere Wertschätzung hält Mitarbeitende länger im Unternehmen ICT-Studiengänge für Berufstätige Bildung am Puls der Zukunft: Technology & Leadership Seminare Agenda & Messen Firmenverzeichnis

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Digitale Transformation Smarte Möglichkeiten für Rettungskräfte Industrie 4.0 braucht ein Fundament Herausforderung IoT-Sicherheit: Risiko IoT Die Geheimnisse der KI aus der Theorie in praktischen Nutzen überführen Warum Apple-Rechner DLP brauchen Mit Opacc in die digitale Zukunft IoT, die «smarte» Herausforderung für die Cyber Security KUMA365: ERP-Branchensoftware aus der Cloud Cloud for You Workplace

26 29 31 32 35 34 36 37 38

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Netzwerk DATACENTER

SD-LAN – Das Firmennetz

wird zum Multitalent Unternehmensnetzwerke sind mit der steigenden Anzahl mobiler Endgeräte, Apps und IoT-Anwendungen immer öfter überfordert. Software-definierte lokale Netzwerke, kurz: SD-LANs, machen das Firmennetz zukunftsfähig.

SD-LANs sind in der Lage Switches, Access Points oder auch Kameras automatisch zu erkennen und nach vordefinierten Konfigurationen aus VLANs, Subnetzen oder SSIDRichtlinien bereitzustellen.

Je umfangreicher ein Unternehmen sein Geschäftsmodell digitalisiert, desto stärker ist auch das Unternehmensnetzwerk gefordert. Technisch veraltete, heterogene und komplexe LANs sind dem stetig steigenden Datenverkehr oft nicht mehr gewachsen – und erhöhen gleichzeitig das Risiko für Netzwerkausfälle oder Cyberangriffe. LANs müssen in Zukunft zentral gesteuert und überwacht werden. Das Konzept der Software Defined Local Area Networks (SD-LANs) verspricht ein vereinfachtes, flexibles und integriertes Ende-zu-EndeNetzwerkmanagement und bessere Transparenz von Leistung und Nutzung. Automatisch erkannt und schnell eingebunden SD-LAN als Technologie- und Servicekonzept entwickelt sich allerdings immer noch. Deshalb ist die Definition von SD-LAN fliessend, je nachdem, wen man fragt – Produktmanager, Systemingenieure, Netzwerkarchitekten oder Marketingleiter. Aus Unternehmenssicht sind einige Eigenschaften eines SD-LANs jedoch erforderlich, weil

geschäftskritisch. So sollte das smarte Netzwerk beispielsweise Geräte wie Switches, Access Points oder auch Kameras automatisch erkennen und nach vordefinierten Konfigurationen aus VLANs, Subnetzen oder SSID-Richtlinien bereitstellen. Dazu gehören auch automatische oder geplante Firmware-Updates ohne Netzwerkausfallzeiten. Alle Funktionen auf einen Blick Wichtig ist ausserdem ein zentrales Netzwerkmanagement über eine Orchestrierungsplattform. Sie bietet auf einem Dashboard Funktionen für Netzwerkplanung, Konfigurations-, Änderungsund Zugriffsmanagement sowie Überwachung, Gastzugriff und Reporting. Alles im Blick zu haben bringt nicht nur Transparenz ins Firmennetz. Änderungen lassen sich schnell auf alle Geräte im Netzwerk oder nur für bestimmte Segmente aufspielen. Ein weiterer grosser Vorteil: LAN und WLAN lassen sich nun gemeinsam unter einer Plattform verwalten, sofern beides vom gleichen Anbieter stammt.


DATACENTER Netzwerk

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zerdatenbanken wie Active Directory, LDAP oder internen Datenbanksystemen. Umfassendes Reporting möglich SD-LAN erweitert zudem die Reporting-Funktionen des Netzwerks über die üblichen Betriebsund Nutzungsindikatoren hinaus. So lassen sich Netzwerkleistung und -nutzung nach Standorten, Abteilungen, SSIDs, Benutzern, Geräten sowie Anwendungs- und Inhaltsnutzung umfassender und detaillierter erfassen. Berichte über Gerätezustand, Clients, Fremdgeräte, Alarme und Ereignisse zur Managementanalyse sind möglich. Das SDLAN sollte auch offene APIs z.B. für Analysetools oder Big Data bieten.

Bild: Yanawut Suntornkij/shutterstock.com

Vorfahrt für bestimmte Anwendungen SD-LAN ermöglicht darüber hinaus eine anwendungsbezogene Priorisierung: Datenpakete werden überwacht und gefiltert (Deep Packet Inspection), um den Verkehr zu priorisieren und Bandbreiten zu managen. Unternehmen können Firewall-Funktionen implementieren und auf diese Weise steuern, welche Anwendungs- und Website-Inhalte für bestimmte Abteilungen zugelassen sind. Unternehmenskritische Anwendungen für bestimmte SSIDs oder Benutzergruppen lassen sich bevorzugt verschicken und Bandbreiten für bestimmte Anwendungen festlegen. Auch sind Routingregeln für Anwendungsgruppen definierbar, zum Beispiel Collaboration-Tools über das MPLS-Netzwerk oder Browser über Breitband-Internet. So erkennen Netzwerkadministratoren leichter, ob Anwendungen Netzwerkprobleme verursachen. Sie können sich automatisch vom System benachrichtigen lassen, eine Ursachenanalyse durchführen und anschliessend das Problem für eine Lösung isolieren. Fest definierte Rollen Dank der rollenbasierten Authentifizierung von SD-LAN können Administratoren das Netzwerk segmentieren und den Zugriff verschiedener Benutzer wie Mitarbeiter, Gäste, Fremdgeräte oder auch IoT-Maschinen anhand ihrer Rollen definieren. Dadurch wird der Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk richtliniengesteuert: Das erhöht die Sicherheit des gesamten Netzwerks und erweitert bisherige Authentifizierungsprotokolle wie die portbasierte Authentifizierung 802.1x. Möglich macht dies die Integration von SD-LAN mit Benut-

Das selbstheilende Netz Zukünftige Unternehmensnetze werden sich ausserdem selbst heilen und optimieren können. SD-LAN-fähige Geräte sind dafür mit SDR-Systemen (Software-defined Radio), Energiesteuerungen und BLE-Funktionen (Bluetooth Low Energy) ausgestattet. Sie lassen sich über die zentrale Orchestrierungsplattform verwalten, um das Netzwerk zu optimieren. Dies wirkt sich auch auf die Reparaturzeit aus, da das SD-LAN eine automatische Erkennung und Benachrichtigung bei Störungen oder Netzwerkausfällen bietet.

SD-LANs vereinfachen die Anwendungsautomatisierung, die Richtliniendurchsetzung und der Vereinfachung operativer Prozesse und bieten erhebliche KosteneinspaVerlängerung ins Weitverkehrsnetz rungen sowie mehr Das SD-LAN-Prinzip ist nicht nur für das loka- Zuverlässigkeit. le Netzwerkmanagement eine zukunftsweisende Innovation. In einer unternehmensweiten SDNArchitektur (Software-defined Networking) ist eine Integration mit dem Wide Area Network (WAN) auf einer einzigen Orchestrierungsplattform wünschenswert. Das Ziel ist eine einheitliche Richtlinie für lokale und Weitverkehrsnetze, um Netzwerkstruktur und -prozesse tatsächlich zu rationalisieren und agile Netzwerke aufzubauen. Ein Beispiel für die vollständige Integration von Richtlinien ist die anwendungsbezogene Verkehrspriorisierung. Mit SD-LAN sollten Netzwerkadministratoren in der Lage sein, Richtlinienberechtigungen, Bandbreitenbegrenzungen und Routingregeln für Anwendungen vom LAN zum WAN festzulegen. So können sie den Datenfluss Ende-zu-Ende kontrollieren und eine hohe Anwendungsperformance in einem optimierten Unternehmensnetzwerk sicherstellen.

Autor: Frank Dietrich ist Vice President Campus Networks & Network Security TC Portfoliomanagement T-Systems International GmbH


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Netzwerk DATACENTER

Cybersicherheitsbedenken

für industrielle Netzwerke

Nur 52 Prozent der Unternehmen haben adäquate Reaktionsmassnahmen auf Attacken gegen industrielle Kontrollsysteme implementiert.

Industrie- und Energieunternehmen sowie Transport- und Logistikfirmen verfolgen naturgemäss sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Entsprechend unterschiedlich sind die Auffassungen darüber, was für negative Auswirkungen Cyberangriffe auf ihre industriellen Netzwerke (ICS, Industrial Control System) haben könnten. Transport- und Logistikunternehmen, deren Geschäftskonzept primär auf einem Servicemodell basiert, bewerten einen Verlust des Kundenvertrauens als existenzielle Bedrohung. Für die Mehrheit der Fertigungsund Energieunternehmen besteht laut KasperskyUmfrage hingegen die grösste Gefahr darin, die Produktionsqualität durch einen gezielten Cyberangriff nicht mehr gewährleisten zu können. Stiefkind IT-Sicherheit für industrielle Kontrollsysteme Die Studie ergab ausserdem, dass trotz der Häufigkeit und des hohen Schädigungspotenzials von Angriffen auf das ICS-Netzwerk – auf industrielle Kontrollsysteme – lediglich 52 % der Unterneh-

men, branchenübergreifend, adäquate Reaktionsmassnamen auf solche Vorfälle getroffen haben. Verglichen mit den Vorkehrungen gegenüber Angriffen auf das herkömmliche Unternehmensnetzwerk ein eher geringer Wert: so verfügen 77 % der befragten Firmen über Security-Implementierungen, die im Falle einer Attacke auf die eigene ITBüro-Infrastruktur zum Einsatz kommen. ICS-Sicherheit proaktiv angehen «Cyberbedrohungen entwickeln sich ständig weiter und zielgerichtete Angriffe, wie jüngst Triton und Industroyer, nutzen die Schwächen von Mitarbeitern aus», sagt Georgy Shebuldaev, Head of Kaspersky Industrial Cybersecurity Business Development. «Um dies zu verhindern, ist eine Kombination technischer und administrativer Massnahmen erforderlich, die sowohl die Ausbildung von Personal als auch die Implementierung von spezialisierten Cyber-Defense-Systemen für alle Ebenen der industriellen Infrastruktur umfassen.» www.kaspersky.com

Industrial Ethernet Switches Auch wenn‘s mal rauh wird.

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Egal, ob in öffentlichen Bereichen oder in der Automatisierungstechnik – unsere Industrial Ethernet Switches haben 5 Jahre Garantie und eignen sich auch für raue Umgebungen. Sie verfügen über einen erweiterten Temperaturbereich, sind Hutschienen-tauglich und lüfterlos. Mit 30 Jahren Expertise in der Netzwerktechnik wissen wir, wovon wir reden.

Sie wollen mehr wissen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. T: +49 6196 77 99-500 | E: dce-vertriebsanfrage@dlink.com | www.dlink.com

DIS-100G Series Industrial Gigabit Unmanaged Switches

DIS-300G Series Industrial Gigabit Managed Switches


DATACENTER Netzwerk

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Plug & Play für

2592 Fasern gleichzeitig Der Netscale Blade Manager für Cloud Data Center terminiert bis zu 2592 Fasern auf nur zwei Höheneinheiten. Die Lösung fürs Patchen und Kabelmanagement.

Modulare Switches schnell und platzsparend verbinden Cloud und Hyperscale Data Center wachsen und verdichten ihre Infrastrukturen. Modulare Switches mit hoher Portdichte ziehen in die Racks und Netzwerkschränke ein. Steckverbindungen und Kabelmanagement lassen sich nur noch schwer bedienen. Der neue Netscale Blade Manager (BCM) von R&M übernimmt den Job, spart Platz und erledigt alles auf einmal.

Der Netscale Blade Cabling Manager (BCM) von R&M dient dazu, im Netzwerkschrank bis zu 2592 Glasfasern gleichzeitig zu managen. Er führt Glasfaserkabel direkt von den Switch-Ports zu den Patchpanel-Ports und erspart platzraubendes Kabelmanagement im Schrank.

R&M hat den Netscale Blade Cabling Manager für das schnelle, unkomplizierte Adressieren vertikaler und horizontaler modularer Switches entwickelt. Er führt Glasfaserkabel direkt von den Switch-Ports zu den Patchpanel-Ports, die sich unter, über oder neben dem Switch befinden. Jede Switch-Baugruppe (Blade) erhält einen korrespondierenden Slot im BCM. Dadurch kann auf platzraubendes Kabelmanagement im Netzwerkschrank verzichtet werden. Der BCM belegt nur zwei Höheneinheiten (HE) und terminiert bis zu 2592 Fasern. So wird der wert-

volle Platz optimal ausgelastet. Eine konsequente Fortsetzung des marktführenden Ultra High Density-Konzepts von R&M. Das Kabelmanagement an der Front- und Rückseite ist für die schnellen, täglichen Konfigurationsaufgaben und die leichte Trunkkabel-Installation ausgelegt. Kabelführung, Port-Darstellung und der Rear-Cabling Guide (RCG) erleichtern die Administration. Das Ein- und Ausstecken gelingt spielend leicht mit der von R&M entwickelten LC Duplex-Lösung mit Uniboot und Push-PullMechanismus. Besuchen Sie uns an der Com-Ex: Standnummer 2.218 Reichle & De-Massari AG Verkauf Schweiz Binzstrasse 32 8620 Wetzikon 044 931 97 77 che@rdm.com www.rdm.com


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Smart Factory DATACENTER

So gelingt die Transformation

zur Smart Factory Fünf Punkte, die Fertigungsunternehmen bei der Implementierung einer intelligenten Fabrik beachten sollten 2. Maschinen auf den neuesten Stand bringen Manche Fertigungsunternehmen haben noch mechanische Systeme im Einsatz, die über 50 Jahre alt sind. Ohne moderne Technologien, wie allen voran IoT, ist die Smart Factory aber nicht realisierbar. IoT verbindet die physischen und digitalen Komponenten miteinander und ist damit die Grundvoraussetzung für eine intelligente Fabrik. Lassen sich veraltete Maschinen nicht IoT-fähig machen, sollten sie wann immer möglich ausgetauscht statt nur modernisiert werden.

Bild: Phonlamai Photo/shutterstock.com

Für Fertigungsunternehmen bedeutet Digitale Transformation vor allem die Umwandlung in eine Smart Factory. In einer intelligenten Fabrik – so das Ziel – passen sich dann miteinander vernetzte Roboter, Geräte und Maschinen autonom an neue Anforderungen an und organisieren selbstständig ganze Produktionsprozesse. Für die meisten Fertigungsunternehmen liegt das allerdings noch in weiter Ferne. Der unter anderem auf die Fertigungsindustrie spezialisierte ERP-Anbieter IFS erläutert, wie dieses Ziel möglichst schnell und zielgerichtet erreicht werden kann. 1. «Business First»-Ansatz verfolgen Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Projektmanger dürfen eine Smart-Factory-Initiative nicht einfach nur angehen, um Kunden oder Investoren sagen zu können, dass jetzt digitalisiert wird. Stattdessen sollte es sich immer um einen konkreten Geschäftsnutzen handeln – sei es, bessere Ergebnisse zu erzielen, das eigene Business zukunftsfähig zu machen oder mehr Wert aus den Produktionsanlagen und dem kompletten Ecosystem zu generieren. Dafür ist es ganz entscheidend, die Smart Factory als integralen Bestandteil einer breiter vernetzten Landschaft aus Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) zu betrachten.

3. Servitization nicht vernachlässigen Über die intelligente Automatisierung der Fertigung hinaus bietet IoT die Chance, die eigenen Aktivitäten auszubauen. So ermöglicht diese Technologie auch neue Services und neue, verbrauchsorientierte Geschäftsmodelle, bei denen Kunden etwa keine Maschine mehr kaufen, sondern nur noch für ihre konkrete Nutzung bezahlen. Der Wettbewerbsdruck, aber auch die steigenden Kundenerwartungen, machen diese Servitization immer mehr zu einem Muss für die Fertigungsbranche. 4. Mitarbeiter auf den Wandel vorbereiten. Auch wenn sich das Aussehen der Fertigungshallen in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird: eine Sache wird gleich bleiben. Die wichtigste Ressource von Fertigungsunternehmen wird auch weiterhin der Mensch sein. Allerdings werden die Mitarbeiter in der Smart Factory ganz andere Aufgaben wahrnehmen als heute noch. Ihre entsprechende Fort- und Weiterbildung ist eine grosse, aber unerlässliche Aufgabe. 5. Klein anfangen und dann skalieren Investitionen in die Smart Factory sollten gezielt in kleinere ausgewählte Projekte erfolgen, die bei Erfolg inkrementell ausgebaut werden. So lässt sich häufig bereits Wertschöpfung und Wachstum schaffen, indem eine einzelne Maschine an das IoT angebunden und neue Prozesse und Technologien um sie herum getestet werden. www.ifsworld.com


D-Link Industrie Switches

für die smarte Fabrik

D-Link DIS-100G Industrial Gigabit Unmanaged Switch Serie und D-Link DIS-300G Industrial Gigabit Managed Switch Serie

D-Link ink bietet mit me mehr als 30 Jahren Expertise im Bereich Netzwerktechnik zuverlässige und preislich attraktive Komplettlösungen – jetzt auch für Netzwerke in besonders rauen Umgebungen wie im Maschinen-, Anlagen- oder Automobilbau. Die Industrie Switches DIS-100G, DIS-300G und DIS-700G wurden speziell für Anwendungen in der Industrie 4.0, der Automatisierungstechnik sowie im Smart City Umfeld entwickelt. Durch ihre besondere Widerstandsfähigkeit halten sie selbst den anspruchsvollsten Anforderungen stand und bilden die perfekte Basis von professionellen Netzwerklösungen im industriellen Umfeld. Lernen Sie D-Link kennen und bauen Sie auf einen Spezialisten beim Thema Ethernet. Als globaler Hersteller für Netzwerktech-

C O N N E C T C O M

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nik versteht D-Link die Anforderungen einer nahtlosen Netzwerkinfrastruktur – vom Büro bis zur Maschine. Was die D-Link Industrie Switches auszeichnet: 5 Jahre Garantie Erweiterter Temperaturbereich von -40° bis +75 ° Celsius Hutschienen und Wandbefestigungen Zertifizierte Vibrations-, Stoss- und Sturzfestigkeit Lüfterloses Gehäuse Schneller Failover (300G- und 700G-Serie) D-Link (Deutschland) GmbH T: +49 6196 77 99-500 E-Mail: dce-vertriebsanfrage@dlink.com www.dlink.com

Schweiz

Westschweiz

Deutschland

Connect Com AG Rothusstrasse 22 CH-6331 Hünenberg

Connect Com SA Route des Avouillons 30 CH-1196 Gland

Connect Com GmbH Stegweg 36-38 D-72622 Nürtingen

Tel +41 41 854 00 00 info@ccm.ch www.ccm.ch

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Tel +49 7022 9607 100 info@connectcom.de www.connectcom.de

O P T I M I Z I N G

F I B E R

O P T I C

T E C H N O L O G Y


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Infrastruktur DATACENTER

Für eine erfolgreiche

Digitalisierung

Als System- und Lösungsanbieter zeigt Rittal auf der Com-Ex 2018 branchenspezifische Edge Lösungen – von Smart Industry über Smart Mobility bis zu Smart Healthcare.

Höheres Datenvolumen, komplexe Aufgaben, neue Anwendungsgebiete – das ist die Gegenwart der IT. Rittal präsentiert dazu vom 25. bis 27. September auf der Com-Ex in Bern seine Lösungen zum Thema Edge Computing, modulare IT-Baukästen und als Weltneuheit eine innovative Hybrid-Klimatisierungslösungen für Rechenzentren. Studien prognostizieren eine enorme Zunahme des Datenvolumens in den nächsten zehn Jahren. Einige gehen davon aus, dass sich die Datenmenge alle zwei Jahre verdoppeln wird. Diese digitale Veränderung in Wirtschaft, Industrie und Handel bringt viele Möglichkeiten mit sich, stellt IT-Infrastrukturen aber vor neue Herausforderungen. Denn die Verarbeitung komplexer Aufgaben und

riesiger Datenmengen benötigt immer flexiblere, effizientere und schnellere IT-Lösungen. Auf diese Anforderungen müssen auch Anbieter von ITInfrastrukturen reagieren. Auf der Com-Ex vom 25. bis 27. September 2018 in Bern präsentiert Rittal innovative Edge-Computing-Lösungen für eine Vielzahl von Industrien.


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DATACENTER Infrastruktur

Vorkonfigurierte und modular aufgebaute Systeme helfen Unternehmen dabei, neue IT-Infrastrukturen schnell, sicher und wirtschaftlich an beinahe beliebigen Standorten zu realisieren. Getrieben wird der Bedarf nach neuen Datacentern durch die digitale Transformation sowie die zunehmende Bedeutung von Daten als Produktionsfaktor. Damit steigt nicht nur die Datenmenge, sondern auch die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort. So erfordern smarte Anwendungen in allen Branchen – egal ob Finanzsektor, Gesundheit, Retail, Mobilität oder Verwaltung – kurze Latenzzeiten, unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit. Hinzu kommen branchenspezifische Voraussetzungen, wie beispielsweise ein besonders hoher physischer Schutz in rauen Produktionsumgebungen. Diese Anforderungen lassen sich in zahlreichen Einsatzgebieten mit Edge Datacentern lösen. Wodurch aber zeichnet sich ein Rittal-Edge-Rechenzentrum aus? Konkret handelt es sich dabei um schlüsselfertige IT-Umgebungen, die als Rack- oder komplette Container-Lösung modular und skalierbar aufgebaut sind. Durch die Erweiterungsmöglichkeiten sind die Lösungen für Unternehmen aller Grösse geeignet. Da Komponenten für Kühlung, Energieversorgung, Monitoring und Sicherheit vorinstalliert und aufeinander abgestimmt sind, gelingt der Aufbau einer Edge-Umgebung innerhalb kurzer Zeit. Cooling für alle Edge-Szenarien Um die Anforderungen moderner Edge Computing-Lösungen nach hoher Ausfallsicherheit und damit den permanenten Datenfluss sicherzustellen, bietet Rittal seinen Kunden innovativen Klimatisierungslösungen. Mit den neuen Leistungsklassen 20 kW und 35 kW erweitert Rittal sein Portfolio an kältemittelbasierten IT-Kühllösungen. Somit unterstützt Rittal Leistungsklassen in der ITKühlung von 3 kW bis 55 kW. Hinzu kommt als Weltneuheit eine Hybridvariante mit 35 kW, die bei Bedarf eine indirekte Freikühlung hinzuschaltet und somit besonders energieeffizient arbeitet. Die kompakten Kühlsysteme sind auch in Konfigurationen mit hoher Redundanz verfügbar. Das innovative Liquid Cooling Package (LCP) DX/FC Hybrid verfügt sowohl über einen Kältemittelkreislauf (DX = Direct Expansion) als auch über einen separaten Wasserkreislauf (CW = «Cold Water»). Je nach Aussentemperatur kann sie auf diese Weise sehr effizient die jeweils benötigte Kühlleistung erzeugen. Das Kühlgerät ist für Aufstellorte mit niedrigen bis mittleren Umgebungstemperaturen eine besonders kostengünstige Lösung, da sie bei niedrigeren Temperaturen automatisch die indirekte

freie Kühlung nutzt. Die Basis hierfür ist ein externer Hybridverflüssiger, in dem ein Freikühler integriert ist. Durch den Einsatz indirekter freier Kühlung verringern sich die laufenden Betriebskosten. Eine andere Geräteklasse sind die wasserbasierten LCP CW-Kühlsysteme für Rack- und Reihenkühlung. Auch hier erweitert Rittal sein bestehendes Portfolio um Geräte für hohe IT-Leistungsklassen. Die Kühlleistung beträgt bis zu 55 kW auf einer Grundfläche von nur 0,36 m2, sodass die vorhandene Rechenzentrumsfläche bestmöglich genutzt wird. Durch hohe Wasservorlauftemperaturen wird der Anteil der indirekten freien Kühlung gesteigert, wodurch sich die Betriebskosten reduzieren. Die Lösung eignet sich in Verbindung mit einer Wärmepumpe, da die LCP CW Glykol-Varianten hohe Wasserrücklauftemperaturen generieren.

Rittal AG Ringstrasse 1 5432 Neuenhof Tel. 056 416 06 00 info@rittal.ch www.rittal.ch

Natürliche Kühlung nach Bedarf: Das neue LCP DX/FC Hybrid verfügt sowohl über einen Kältemittelkreislauf als auch über einen separaten Wasserkreislauf. Bei niedrigeren Temperaturen wird automatisch die indirekte freie Kühlung genutzt. Die Basis für die kostengünstige Lösung ist ein externer Hybridverflüssiger, in dem ein Freikühler integriert ist.


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Infrastruktur DATACENTER

Eniwa AG: Glasfaser im ganzen Gebäude für alle

Steuerungen inkl. FTTO Der neue Geschäftssitz der Eniwa AG führt zwei Werkhöfe und ein Bürogebäude zusammen. Der Bau wurde mit modernster Technologie ausgestattet. Die Connect Com AG konnte das Auswahlverfahren für die Lieferung von Lichtwellenleiter-Produkten und Dienstleistungen für Spleiss- und Messarbeiten für sich entscheiden. Grund dafür waren Referenzen aus dem Versorgungsgebiet, die Qualität und Verfügbarkeit der Produkte, die Flexibilität der Glasfasermanufaktur sowie das faire Preis-Leistungs-Verhältnis. Der städtische Energieversorger hat sich zu einem innovativen, regional tätigen Energiedienstleister entwickelt. Das Angebot der neuen Organisation umfasst Energieversorgung, Mobilität, Telekommunikation und Elektroinstallationen. Der Leitsatz «Energie. Einfach nachhaltig.» macht deutlich, wohin die Reise geht: Eniwa will bei technologischen Entwicklungen vorne dabei sein und seinen Kunden hervorragende Dienstleistungen bieten. Die Neuorganisation und der neue Geschäftssitz bieten die idealen Rahmenbedingungen dazu.

Der neue Geschäftssitz der Eniwa AG (ehemals IBAarau AG) wurde mit modernster Technologie ausgerüstet.

Dream-Team Kunde und Lieferanten Im Hinblick auf die Zukunftstauglichkeit lautete der Geschäftsleitungsbeschluss, für die Gebäudeverkabelung ausschliesslich Glasfaser zu nutzen. Das Team von Bruno Lehmann, Leiter Telematik, plante daraufhin die redundante Hausinstallation.

Schon früh wurden die seit Jahren zusammenarbeitenden Partner Connect Com AG und Minkels AG hinzugezogen. Zusammen mit Eniwa ist ein starkes Dreierteam entstanden, welches gemein-

«Ich fühlte mich jederzeit gut aufgehoben mit unseren Wünschen. Die gemeinsame Projektplanung und das Austüfteln von Sonderlösungen – die dann bei CCM oder Minkels in kürzester Zeit produziert wurden – haben mich beeindruckt. Mit diesen Partnern scheint alles machbar. Bei beiden Firmen spürt man ausserordentliches Engagement und den Willen, clevere, zweckmässige sowie preislich konkurrenzfähige Lösungen zu realisieren.» Bruno Lehmann, Eniwa AG


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DATACENTER Infrastruktur

Herzstück sind drei übersichtlich strukturierte Hauptverteiler

sam Lösungen erarbeitet und massgeschneiderte Produkte entwickelt hat. Blown-Fibre-Installation im ganzen Haus – 3200 Glasfaser-Links, 12 000 Spleissungen, 16 000 Kilometer Glasfasern Eniwa nahm die vorbereitenden Installationen im ganzen Gebäude vorverlegte unter der Decke Kabeltrasse sowie die flammwidrigen CCM FibreFlow-Rohre bis in die beiden Haustechnikräume. Hier übernahm Minkels und montierte die auf die baulichen Gegebenheiten und Ansprüche des Kunden zugeschnittenen Racks. Connect Com blies die CCM Singlemode-FibreFlow-Glasfaserbündel ein, spleisste alle Verbindungen und führte die abschliessenden Testmessungen durch. FTTO – selbst die skeptische IT ist begeistert Die Geschäftsleitung entschied sich für Fibreto-the-Office (FTTO), um eine zukunftsweisende IT-Infrastruktur zu bekommen. Verbaut wurden Singlemode-Glasfasernetzwerke. Die sind sicher, leistungs- fähig, skalierbar und vorbereitet für zukünftige Bandbreiten sowie Netzwerkprotokolle. Zudem reduzieren sie den Energieverbrauch im Vergleich zu Kupfernetzwerken um bis zu 70 %. Das ist umweltfreundlich und spart Kosten.

Das Multifunktionsgebäude kann sieben Tage autonom funktionieren Der neue Geschäftssitz begeistert Mitarbeitende und Kunden gleichermassen. Die moderne Infrastruktur bietet ein attraktives Arbeitsumfeld und die Kunden erleben in den öffentlich zugänglichen Räumen, wie progressiv Eniwa agiert. Das Gebäude ist erdbebensicher gebaut und kann dank eigenem Notstrom, eigener Photovoltanik, Regenwassergewinnung und Wärmeproduktion bis zu sieben Tage von der Umwelt abgeschnitten sein. Der Neubau ist ein voller Erfolg. Connect Com und Minkels sind stolz, mit Fachwissen, Flexibilität, Dynamik und einzigartigen Produkten zum Gelingen beigetragen zu haben. Minkels AG Minkels ist ein führender europäischer Hersteller und weltweiter Anbieter von nachhaltigen Rechenzentrum- und Serverraum-Lösungen. Minkels ist Teil des Produktportfolios von Legrand (einem börsennotierten Unternehmen, NYSE Euronext Paris: LR). Racks, Kühlung, Überwachung und Power von Legrand Data Center Solutions bestechen durch Innovation und flexible kundenspezifische Anpassungsmöglichkeiten. Minkels AG, Riedstrasse 3-5, 6330 Cham, Tel +41 41 748 40 60 verkauf@minkels.ch, www.minkels.ch

Eniwa AG

Connect Com AG

Die Eniwa AG ist aus den Industriellen Betrieben Aarau entstanden. Um Effizienz und Kundenorientierung zu optimieren, fasst die neue Organisation die Energiesparten Strom, Gas und WärmeKälte übergreifend zusammen. Da Angebote wie Energieversorgung, Mobilität, Telekommunikation und Elektroinstallationen zunehmend digitalisiert und miteinander vernetzt werden, hat sich Eniwa aufgestellt, um bei diesen Entwicklungen vorne dabei zu sein. www.eniwa.ch

Die Connect Com AG ist ein Spezialanbieter von Glasfaser-Verkabelungslösungen und -Services in den Bereichen LAN, Data Center, CATV, Telekom und FTTx. Das Schweizer Unternehmen verfügt über kompetente LWL-Techniker und fertigt viele Glasfaserprodukte in der hauseigenen Konfektion. Deshalb kann Connect Com flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingehen und höchste Qualität mit kürzesten Lieferfristen garantieren. Connect Com AG, Rothusstrasse 22, 6331 Hünenberg Tel +41 41 854 00 00, info@ccm.ch, www.ccm.ch


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Energie DATACENTER

SUISA-Rechenzentrum mit LCP CW und CMC III

Energieeffizienz liegt in der Luft Effizient und richtig dimensioniert sollte die Klimatisierung des neuen Rechenzentrums der SUISA, Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik, in Zürich sein. Die Suche nach dem richtigen Anbieter führte zu Rittal und seiner Rackklimatisierung Liquid Cooling Package. Egal ob die Musik aus dem Radio, dem Fernseher oder live von der Bühne kommt, egal ob Klassik, Volksmusik oder Heavy Metal: Musiker haben ein Recht auf Tantiemen, sobald ihre Musik gespielt wird. Dass das auch reibungslos funktioniert, darum kümmert sich in der Schweiz die SUISA, die «Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik». Über 37 000 Komponisten, Textautoren und Musikverleger sind in der 1923 gegründeten Genossenschaft organisiert. Um die zahlreichen Lizenzen zu organisieren und zu verwalten ist eine moderne IT die Grundvoraussetzung. Dabei geht es nicht nur um die Datenverwaltung sondern auch um eine effiziente IT-Infrastruktur. Diese wurde bei der Modernisierung des Rechenzentrums am Standort Zürich durch die Zusammenarbeit mit Rittal geschaffen. Die Rackkühlung basiert auf einem geschlossenen Kreislauf. So erreicht die SUISA auf kleinster Luftzirkulation höchste Energieeffizienz.. Bilder: Rittal AG

Cloud versus eigenes Rechenzentrum «Die Herausforderung bestand darin, dass wir ein Rechenzentrum haben, das seit den 60er Jahren im Einsatz ist. Es ist ca. 150 m2 gross und die gesam-

te Fläche wurde heruntergekühlt, damit die Server nicht überhitzen,» erklärt Thomas Lagler, IT-Projektleiter und ergänzt: „Im Grunde hätten wir nur einen Raum von vielleicht 15 m2 kühlen müssen, haben aber das 10-fache heruntergekühlt. Das war weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll.» Daher hat sich die SUISA Ende 2016 entschlossen, das Thema Rechenzentrum anzupacken und startete hierfür ein Projekt. Dabei war es wichtig, die IT-Infrastruktur weiterhin im Haus zu haben und auf Outsourcing eines Teiles oder des gesamten Rechenzentrums zu verzichten. Damit entschied sich die SUISA gegen den allgemeinen Trend nach Outsourcing. Lagler nennt als Hauptgrund dafür den Wunsch nach Sicherheit. Man wollte nicht von einem Anbieter abhängig sein, der die Daten und ganze Servereinheiten 100 km oder weiter entfernt verwaltet. «Ich denke dies ist ein bisschen schweizerisches Denken», schmunzelt Lagler. Ausserdem wolle man den Zugriff auf alle Systeme und Hardware-Komponenten selber halten. Bei der Definition von «Cloud» kommt der Projektleiter dann doch ins Grübeln: «Cloud ist so ein Modewort. Wo will man da Grenze setzen?» Für Lagler und seinen Kollegen Urs Kappeler, Co-Projektleiter und Systemtechniker bei der SUISA, liegt die Grenze eindeutig in der Entfernung der Server. «Für mich ist es Cloud, sobald die Infrastruktur oder die Daten nicht mehr bei uns im Haus sind, sondern bei einem Provider platziert oder gespeichert werden und somit der Zugriff auf die Daten von überall möglich ist. Dann ist das für mich der Inbegriff von ‹Cloud›.» Anforderung: Effiziente Klimatisierung Ende 2016 hat das Projekt-Team der SUISA begonnen, die Anforderungen und den finanziellen Rahmen für das neue Rechenzentrum zu definie-


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DATACENTER Energie

ren. Anschliessend machte man sich auf die Suche nach einem Partner, der diese Aufgabe übernehmen könnte. Gefunden wurde er in Rittal. Der wichtigste Punkt auf der Agenda: nicht mehr den ganzen Raum kühlen zu müssen. «Die Server werden ja immer kleiner und kompakter. Daher benötigen wir auch nicht mehr soviel Stellplatz. Und damit wollen wir auch in der Kühllösung kleiner werden», erzählt Urs Kappeler. Neben der Klimatisierung stand auch das Thema Sicherheit in Bezug auf Brandfrüherkennung bzw. -löschung auf der Wunschliste. Aber einen 150 m2 grossen Raum so zu überwachen, um ihn auch löschen zu können, wäre bei dieser Dimension preislich ins Unendliche getrieben. Wärme am Entstehungsort abführen Ob ein Unternehmen gezielt einzelne Racks kühlt, mit einer Reihenklimatisierung arbeitet oder den gesamten Technikraum klimatisiert, ist individuell zu entscheiden. Klimageräte, die direkt am ITRack montiert werden, können die Wärme direkt am Ort der Entstehung abführen und sind daher besonders effizient. Dieses Konzept war auch für die SUISA sehr interessant. «Einige andere Anbieter haben nur den Kopf geschüttelt, weil sie natürlich mit dem vorhandenen Doppelboden eine gute Ausgangslage vorfanden. Für sie war klar, dass man mit dem alten Konzept weiterfahren sollte und zusätzlich mit einem abgetrennten Kaltgang/ Warmgang der Racks arbeiten sollte», berichtet Thomas Lagler. Das Konzept von Rittal sieht anderes vor. Bei der SUISA wurden vier TS-IT-Racks mit jeweils zwei Liquid Cooling Packages (LCP) CW plus einem IT Chiller errichtet. Die LCPs nutzen Kaltwasser als Kühlmedium und können auch sehr grosse Wärmelasten von bis zu 55 kW pro Rack bewältigen. Es basiert auf einem Luft-/Wasser-Wärmetauscher, der das kalte Wasser verwendet, um die erwärmte Luft des IT-Racks zu kühlen. Sollwert ist jeweils die Serverzulufttemperatur, die vom Kunden frei eingestellt werden kann. Aktuell empfiehlt die American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers, kurz ASHRAE, Zulufttemperaturen zwischen 18°C und 27°C. Diesen eingestellten Sollwert regelt das LCP CW vollautomatisch, indem es den Wasser- und Luftvolumenstrom den tatsächlichen Wärme-Verlustleistungen anpasst. «Für dieses System mussten wir keine baulichen Massnahmen umsetzen. Der Raum ist immer noch gleich. Aber wir haben jetzt geschlossene Racks mit Glastüren, die lufttechnisch abgeschnitten sind. Es werden nur noch die Racks gekühlt. Und durch das geschlossene System war es auch möglich, eine Brandüberwachung mit einer

Früherkennung zu realisieren», freut sich Lagler. Prämiertes Monitoring Das gelingt mit dem Rittal Monitoringsystem CMC III. Es besteht aus einer zentralen Steuerungseinheit, der Processing Unit (PU), die bei der SUISA mit verschiedenen Sensoren für Temperatur, Zutritt, Leckage, Rauch/Brand und Feuchte im Schrank interagiert. «Sobald es eine Störung gäbe und es im Rack zu warm wird, würden sich auch die Türen automatisch öffnen und so die Umgebungsluft vom Rechenzentrum für die Kühlung verwendet», erklärt Thomas Lagler. Das CMC III eignet sich dank seines flexiblen Aufbaus für eine weite Spanne von Anwendungen – von kleinen in einzelnen Schränken bis hin zu komplexen Aufgaben in einer Schrankreihe. Das System ist auch UL-zertifiziert. Im Herbst 2016 gewann das CMC III bei der funkschau-Leserwahl in der Kategorie DatacenterMonitoring/-Management den ersten Platz.

Ein Chiller am Dach des Gebäudes unterstützt die Arbeit der LCPs. Sicherheitsrelevante Merkmale: redundante drehzahlgeregelte Pumpen, Kompressoren oder Pufferspeicher.

Umbau im laufenden Betrieb Thomas Lagler bedauert, dass es in der Vergangenheit keinen Stromzähler nur für das Rechenzentrum gab, denn so ist die Einsparung künftig nicht ganz so leicht in Zahlen festzumachen. Das soll sich aber ändern, so Lagler «Wenn alles von uns so eingerichtet ist, wie wir das wollen, werden wir künftig auch die Kontrolle darüber haben, wie viel Strom unser Rechenzentrum verbraucht. Das können wir nun messen – bis zum Chiller hoch. Zukünftig können wir auswerten, wieviel kW an Strom unser Rechenzentrum benötigt und dies sogar bis auf die Servereinheiten runter.» Mitte Februar 2018 ist das SUISA-Rechenzentrum – nach sechs Monaten Vorlaufzeit – in den Vollbetrieb gegangen. «Speziell war sicherlich die Vorgabe, dass wir das im laufenden Betrieb umsetzen wollten. Selbstverständlich mit möglichst wenig Downtime», berichtet Urs Kappeler. Dazu wurden die bestehenden Racks stufenweise durch die neuen ersetzt: «Zuerst Rack 1, dann kam das Kühlsystem dazu und dann Rack 2 und so weiter», so Kappeler. Mittlerweile läuft alles reibungslos. Die Anforderungen an Klimatisierung und Sicherheit konnten erfüllt werden. Die Erwartungen an die Wirtschaftlichkeit werden sich bei der nächsten Stromrechnung bestätigen. «Wir werden sicher spüren, dass wir Geld einsparen und zugleich auch der Umwelt Gutes tun», blickt Thomas Lagler zuversichtlich in die Zukunft.

Rittal AG Ringstrasse 1 5432 Neuenhof www.rittal.ch


Bild: St. Galler Tagblatt, Mareycke Frehner

Energieversorger werden zu

Kooperationspartnern Mit der Gründung der Rechenzentrum Ostschweiz AG werden zwei Energieversorger zu Kooperationspartnern. Das Interview mit dem Verwaltungsrat gibt Aufschluss über die Hintergründe.

«Das RZO ist ein logischer Schritt in der Entwicklung der digitalen Dienste der SAK.» Andreas Schwizer, VR-Präsident RZO AG und Mitglied GL SAK

Andreas Schwizer, wozu braucht die Ostschweiz überhaupt ein Rechenzentrum? Andreas Schwizer: Das Rechenzentrum Ostschweiz (RZO) in Gais ergänzt die Landschaft der Schweizer Rechenzentren in einer Region, die bislang noch keine solche Infrastruktur vorweisen konnte. Während die Ballungszentren Zürich, Basel, Bern und Genf über eine ausreichende Infrastruktur verfügen, blieb die Ostschweiz bislang ein blinder Fleck auf der Landkarte. Ostschweizer Unternehmen mit dem Bedarf für eine Rechenzentrumsinfrastruktur lagerten ihre Daten in eines der Ballungszentren aus und nahmen dafür lange Anfahrten in Kauf. Das ist nun anders. Sowohl unsere Marktabklärungen im Vorfeld als auch das rege Interesse jetzt zeigen, dass ein Bedarf für Rechenzentrumsdienstleistungen in der Ostschweiz vorhanden ist. Herr Stäger, welche weiteren Gründe sprachen für den Bau eines Rechenzentrums in der Ostschweiz?

RECHENZENTRUM OSTSCHWEIZ IST ERÖFFNET Das energieeffizienteste Datenhotel der Schweiz Im Mai feierte das energieeffizienteste Rechenzentrum der Schweiz seine Eröffnung. Die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft fanden sich bei strahlendem Wetter in Gais ein. In gut einjähriger Bauzeit ist ein Datenspeicher mit integriertem Solar- und Wärmekraftwerk entstanden. Die beiden Energieversorger St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG und die St. Galler Stadtwerke gründeten gemeinsam das Tochterunternehmen Rechenzentrum Ostschweiz AG.

Peter Stäger: Topografisch gesehen liegt das Rechenzentrum Ostschweiz an einem idealen Ort. Es liegt ausserhalb der Zone für Naturgefahren, und das Erdbebenrisiko ist gering. Im Vergleich zu Zürich hat es wenig Flugspuren über dem Gelände. Gleichzeitig ermöglicht uns die Lage den Einsatz eines äusserst energieeffizienten Kühlsystems. Diese Überlegungen spielten für die Entscheidungsfindung eine grosse Rolle. Herr Loser, lohnt sich die Investition in eine solche Infrastruktur tatsächlich? Cornel Loser: Das Rechenzentrum Ostschweiz ergänzt unsere modernen Glasfasernetzinfrastrukturen ideal. Die St. Galler Stadtwerke (sgsw) stellen diese in der Stadt St. Gallen zur Verfügung, die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Innerhoden und Appenzell Ausserhoden sowie in ausgewählten Drittgemeinden. Mit dem Rechenzentrum Ostschweiz erhalten die Unternehmen in unserer Region eine zeitgemässe Infrastruktur, die den heutigen und künftigen Anforderungen an Datensicherheit und -verfügbarkeit hundertprozentig entspricht. Wir waren von Anfang an mit den regionalen Unternehmen im Austausch und haben uns intensiv mit dem Bedarf auseinandergesetzt. Entsprechend treffen wir nun auf grosses Interesse an den Rechenzentrumsdienstleistungen und sind zuversichtlich, die Kapazitäten in nützlicher Frist auszulasten.


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Herr Schwizer, was bedeutet das Rechenzentrum Ostschweiz für die SAK? Wie ordnet es sich in das Gesamtportfolio des Unternehmens ein? Andreas Schwizer: Das Rechenzentrum Ostschweiz erweitert die digitalen Dienste der SAK, die ihren Ursprung 2010 im Bau des Glasfasernetzes hatten und ab 2014 mit eigenen digitalen Diensten für Private und Unternehmen ergänzt wurden. Auch stellt die SAK seit Jahren direkte Glasfaserverbindungen und Standortvernetzung für Unternehmen bereit. Glasfasernetz und -dienste liefern die Basis für den schnellen Datentransfer und damit die Voraussetzung, dass Unternehmen ihre Daten an einen sicheren und hochverfügbaren Ort auslagern können. So gesehen ist das Rechenzentrum der nächste logische Schritt in einer modernen Kommunikationsinfrastruktur für die Ostschweiz. Abgesehen davon kann ein Energieversorger in einem solchen Projekt sein ganzes Know-how einbringen – von der Planung, dem Bau und dem Betrieb grosser Infrastrukturen über Photovoltaikanlagen, Wärmenetze, Stromversorgung und anderes mehr. Herr Stäger, was bedeutet das Rechenzentrum Ostschweiz für die St. Galler Stadtwerke? Aus welchen Gründen hat sich die Stadt St. Gallen an diesem Grossprojekt beteiligt? Peter Stäger: Die Beteiligung an der Rechenzentrum Ostschweiz AG führt dazu, dass die Stadtwerke ihren Geschäftskunden in der Stadt St. Gallen leistungsfähige Rechenzentrumsdienstleistungen anbieten können. Für die Anbindung der Kunden an das Rechenzentrum sind Glasfaserverbindungen notwendig. Daraus resultieren zusätzliche Erträge für Nutzung des St. Galler Glasfasernetzes, welche bei der Refinanzierung des St. Galler Glas-

Bild: St. Galler Tagblatt, Mareycke Frehner

DATACENTER Infrastruktur

«Ein Rechenzentrum ist kein Serverraum in einer Besenkammer mit bescheidener Energie- und Leistungsbilanz. Ein Rechenzentrum ist der ideale Ort, um Daten und Server sicher und verfügbar zu halten. Ein komfortables Datenhotel mit genügend Strom und Datenanbindung, Kühlung, Sicherheit und Verfügbarkeit.» Christoph Baumgärtner, CEO Rechenzentrum Ostschweiz AG fasernetzes einen entsprechenden Beitrag leisten. Im Weiteren partizipiert die Stadt am finanziellen Erfolg des Rechenzentrums Ostschweiz und beteiligt sich an einer auch für St. Galler Unternehmen wichtigen Infrastruktur. Bei entsprechender Nachfrage besteht die Möglichkeit für den Bau eines weiteren Rechenzentrums in der Stadt selbst. Die Beteiligung am Rechenzentrum in Gais stärkt die Geschäftsbeziehung zwischen den Stadtwerken und der SAK und kann als Basis für eine weitergehende Zusammenarbeit der beiden Energieversorger in verschiedenen Bereichen dienen.

«Kunden der Stadtwerke profitieren von der Beteiligung am RZO.» Peter Stäger, Mitglied VR RZO AG und GL St. Galler Stadtwerke (sgsw)

Und nicht zuletzt stärkt die Stadt St. Gallen durch die (Mit-)Investition in ein Projekt mit einem ausgewiesenen ökologischen Mehrwert ihr Image als Stadt mit einer nachhaltigen Energiestrategie. www. rechenzentrum-ostschweiz.ch

DIE RECHENZENTRUM OSTSCHWEIZ AG Im März 2018 wurde die Rechenzentrum Ostschweiz AG gegründet. Beteiligt sind die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) sowie die Stadt St. Gallen. Im Verwaltungsrat tritt Andreas Schwizer von der SAK als Präsident auf, Peter Stäger von den St. Galler Stadtwerken (sgsw) und Cornel Loser von der SAK sind Mitglieder des Verwaltungsrats. Christoph Baumgärtner ist Geschäftsführer des neu gegründeten Unternehmens. Verwaltungsratsmitglieder der Rechenzentrum Ostschweiz AG (von links): Cornel Loser (CFO der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG SAK), Andreas Schwizer (VR-Präsident, Mitglied der Geschäftsleitung der SAK) und Peter Stäger (Mitglied der Geschäftsleitung der St. Galler Stadtwerke sgsw). Bild: St. Galler Tagblatt, Mareycke Frehner


Mit diesen Massnahmen werden

Rechenzentren effizienter Leistungsfähige Serverräume und Rechenzentren bilden für viele Schweizer Unternehmen eine Basis für den Erfolg am Markt. Hier betreiben sie digitale Prozesse, Onlineportale, Cloud-Dienste und weitere Anwendungen, die für den Geschäftsbetrieb unverzichtbar sind. Umso wichtiger ist es, dass der Betrieb von Servern sicher, zuverlässig und effizient erfolgt. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und -modellen ist eine der bedeutendsten Entwicklungen der Schweizer Wirtschaft. Dadurch kommt den Servern und Datenspeichern volkswirtschaftlich eine immer wichtigere Rolle zu. Für viele Unternehmen sind heute funktionierende und effiziente Serverräume und Rechenzentren geschäftskritisch. Der Schweizerische Verband der Telekommunikation (asut) und das Bundesamt für Energie schätzen, dass Serverräume und Rechenzentren rund 3 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in der Schweiz ausmachen. Das ist eine bedeutende Menge für die Wirtschaft und für die Elektrizitätsbranche. Das infrastrukturseitige Einsparpotenzial (USV, Kühlung, etc.) liegt in der Schweiz bei rund 280 GWh, was 17 Prozent des heutigen Gesamtstromverbrauchs von Serverräumen und Rechenzentren entspricht. Unter Einbezug der IT-seitigen Effizienzpotenziale (z.B. neue Speichertechnologien oder Virtualisierung) kann gar ein Effizienzpotenzial von 50 Prozent erreicht werden. Effizienz und Erfolg Beim Betrieb von Server-Infrastrukturen spielen viele Geräte und Komponenten gleichzeitig zu-

sammen: Speichertechnologien, Rechenserver, Netzwerkgeräte, Firewalls, Anlagen und Geräte für die Stromversorgung, Klimageräte, Alarmanlagen, Sicherheitsanlagen und viele mehr. Dieses Zusammenspiel kann durch Effizienzsteigerungsmassnahmen massgeblich verbessert werden. Oft machen kleine Anpassungen bereits einen grossen Unterschied in der Energieeffizienz aus. Energieeffizienz in Serverräumen und Rechenzentren hat deshalb für Unternehmen längst nicht mehr nur mit Stromsparen zu tun. Vielmehr ergeben sich dadurch für Unternehmen Vorteile wie Platz- und Kosteneinsparungen und letztlich geht es darum, die Effizienz eines Unternehmens ganz allgemein zu verbessern. Mittel- bis langfristig hat das einen positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg. Doch welche Effizienzmassnahmen lassen sich umsetzen? Wo fängt man an? Grundsätzlich empfiehlt sich ein Data Center Assessment, also eine Bestandsaufnahme und Analyse des IST-Zustandes. Sehr schnell kristallisieren sich Einsparpotenziale heraus und es kann ein Soll-Zustand definiert werden. Eine Möglichkeit für einen kurzen Energie-Check bietet die Kampagne «Mehr Effizienz, weniger Strom in Serverräumen und Rechenzen-


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DATACENTER Energieeffizienz

tren» auf der Webseite von EnergieSchweiz. Auf der Plattform der Kampagne finden sich weitere Energieeffizienztools und nützliche Kontakte für die Unterstützung und Planung von Optimierungsmassnahmen.

freien Stromversorgung kann der Verlust dieser technischen Einrichtungen auf unter 5 Prozent reduziert werden. Zudem können vorher notwendige Komponenten abgeschaltet werden, was Platz und Wartungskosten spart.

Die folgende Übersicht fasst die möglichen Massnahmen, die Unternehmen treffen können in acht Kategorien zusammen.

Richtig vernetzt In einem lokalen Netzwerk sind Computer, Peripheriegeräte und Server über Switches miteinander verbunden. Wenn einzelne Ports eines Switches ungenutzt sind oder kein Datenverkehr stattfindet, verbrauchen diese unnötig Energie. Intelligente Switches können diese ungenutzten Ports temporär in den Ruhezustand versetzen.

Wirksame Effizienzmassnahmen: 8 vielversprechende Kategorien Server virtualisieren Die Server sind das Herzstück einer ITInfrastruktur und deshalb ein guter Ort, um mit den Energieeffizienz-Massnahmen zu beginnen. Durch Virtualisierung und einer guten Auslastung können laut Studien bis zu 96 Prozent Energieersparnis erreicht werden. Zudem entstehen dadurch Einsparungen beim Platz und bei Lizenzkosten. Das perfekte Raumklima Moderne Server sind weniger wärmeempfindlich als ihre Vorgängermodelle. Heute ist eine Zulufttemperatur von bis zu 27° C empfohlen (ASHRAE Standard). Dass viele Unternehmen nach wie vor ihre Serverräume auf tiefere Temperaturen herunterkühlen, verbraucht unnötig Energie. Gleichzeitig kann durch den Einsatz von Kalt-/Warmgang-Einhausungen, effizienten Lüftern oder der Nutzung von Abwärme weitere Energie substituiert werden. Sichere und hochverfügbare Daten Beim Speichern von Daten ist die Geschwindigkeit der Verfügbarkeit ein entscheidendes Kriterium. Für hochverfügbare Daten lassen sich neben den herkömmlichen Festplatten auch effizientere und mittlerweile auch erschwingliche Solid State Drives (SSD) verwenden. Diese führen zu Stromeinsparungen von bis zu 90 Prozent. Auch für Backupsysteme, die weniger schnell verfügbar sein müssen, gibt es mit Bandsystemen bessere Lösungen als die herkömmlichen Festplatten. Hier können gar Stromeinsparungen von bis zu 94 Prozent erreicht werden. Die Stromversorgung verbessern Strom wird von der Einspeisung in das Gebäude bis zur Versorgung der IT-Infrastruktur im Unternehmen mehrfach gewandelt und zwischengespeichert. Dabei resultieren Verluste von 30 Prozent und mehr. Durch die Verwendung von modernen und modularen Geräten zur Sicherstellung der unterbrechungs-

Cloud Services und Outsourcing Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, den Betrieb des Rechenzentrums professionellen Anbietern anzuvertrauen. Dies geht von der Vermietung von Stellflächen im Rechenzentrum bis hin zur umfassenden Managed Services-Lösung und kann je nach Bedarf skaliert werden. Dabei stellen die Anbieter Stromversorgung, Zugangsschutz, Brandsicherung und die Anbindung an Telekommunikationsnetzwerke sicher. Messen und Auswerten Ohne Daten und Kennzahlen lassen sich Effizienzmassnahmen schwer planen und umsetzen. Das Messen des Energieverbrauchs spart zwar noch keinen Strom, ist jedoch eine notwendige Grundlage, um herauszufinden, mit welchen anderen Massnahmen tatsächlich Strom gespart werden kann. Management und Prozesse optimieren Management-Massnahmen haben indirekt einen entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch. Eine gute Strategie zu haben, die richtige Hardware zu beschaffen und Prozesse, Kommunikation und Schulungen richtig aufzugleisen, bildet die wichtige Basis für ein erfolgreiches, effizientes Unternehmen. Autor: Roger Weber ist Geschäftsführer der Genuel AG

Konferenz «Mehr Effizienz in Rechenzentren und Serverräumen» Am 25. September 2018 findet in Bern die Konferenz «Mehr Effizienz in Rechenzentren und Serverräumen» statt. Dort zeigen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft auf, welche neuen Technologien vor der Türe stehen, wie die Effizienz von Rechenzentren erhöht und gleichzeitig Energie und Kosten gespart werden können. Interessierte können sich unter https://events.dcenergy.ch kostenlos anmelden.


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Produkte & LĂśsungen DATACENTER

Netcom: MPOptimate Patchkabel Arbeitet man mit dem MPOptimate Verkabelungssystem, kÜnnen Gruppenswitche durch Patchkabel ersetzt werden, ohne an der passiven Infrastruktur etwas zu ändern.

HĂśchste Performance fĂźr industrielle Anwendungen – der neue 10G ProďŹ Line Rack Switch von MICROSENS Das neueste Flaggschiff der MICROSENS Industrieswitches eignet sich mit seinen 28 Ports sowohl fĂźr die Verkabelung grĂśĂ&#x;erer Einheiten in industriellen Umgebungen als auch fĂźr den Inhouse-Bereich. Mit der skalierbaren und breitbandigen Anbindung bietet er hĂśchste Performance und maximale VerfĂźgbarkeit der Anwendungen. Das gehärtete Design ermĂśglicht den zuverlässigen Betrieb im Temperaturbereich von -40 bis +75 °C.

Durch das kÜnnen Verbindungen mit der grÜsstmÜglichen Anzahl exibler Verbindungspunkte aufgebaut werden. Das System bietet ebenfalls ein einfachen Migrationspfad zu 40 und 100 Gb/s Standards.

Seine EinsatzmĂśglichkeiten reichen vom Schaltschrank am Strassenrand bis hin zum Zwischenboden im OfďŹ ce-Bereich. www.microsens.com

Eigenschaften: MPOptimate Stecker an Rundkabel mit geringen Verlusten Direkter Anschluss an 10G / 100G Port Fßr das Patchen zwischen Schränken geeignet Stabiler Kabelmantel Ungekreuzt www.netcom.ch

Isatel: Multimediakabeltester VDV II Die Multimedia Verdrahtungstester VDV II sind äusserst einfach zu bedienen und erlauben die ĂœberprĂźfung der Kupferkabel von Sprach-, Daten-, und Videoinstallationen, wie Telefonleitungen, Datenleitungen und Video-/Sicherheitsanlagen, in Wohnungen, BĂźros und industriellen Umgebungen. www.istael.ch

Netscale LĂśsungen HĂśchste Dichte aller GlasfaserlĂśsungen ;|v1-Ń´;ŕĽ˜v†m];mˆom!Ĺ&#x;ˆ;u0bm7;m unerreichtes Glasfasermanagement mit -†|ol-াv1_;uou|ৠ0;u‰-1_†m]†m7 bmmoˆ-ŕŚžÂˆ;l$u-‹Ŋ ;vb]mÄş"b;0b;|;m 7b;‰;Ń´|‰;b|_ŕĽ˜1_v|;ou|7b1_|;=ৠu Ć?Ć?ņƓĆ?ņĆ?Ć?Ć?ĹŠ |_;um;|Äş R&M Standnummer 2.218

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DATACENTER Produkte & Lösungen

CTA Energy Systems vertreibt USV Anlagen von Centiel Die CTA Energy Systems AG erweitert ihr Angebot mit den USV-Anlagen vom Schweizer Hersteller Centiel AG aus Lugano. Das Centiel-Team verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von modularen USV-Anlagen. Diese befinden sich technologisch wie auch qualitativ auf höchstem Niveau. In Bezug auf Leistungsdichte, Effizienz und Verfügbarkeit erreichen sie Höchstwerte. So verknüpft die modulare USV-Anlage Cumulus

Power eine einzigartige «Intelligent Module Technology» (IMT) mit einer fehlertoleranten «Distributed Active-Redundant Architecture» (DARA) und deckt somit höchste Ansprüche an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ab. Auch im Kurzschlussverhalten erreichen die Anlagen mit 3 x In einen Spitzenwert. Die Batterien können sowohl intern wie auch extern installiert werden. Die Anzahl der Batterien pro Kreis kann flexibel zwischen dreissig und fünfzig 12-V-Blöcken gewählt werden. Die modulare USV-Anlage der Serie Cumulus Power CP ist in den Leistungen von 10 kW bis 3,6 MW mit verschiedenen Schrankkonfigurationen oder von 10 bis 80 kW für den Einbau in 19“-Standardracks erhältlich. Weiter produziert Centiel mit der Serie PremiumTower PT auch Einzelblockanlagen. Diese sind von 10 bis 60 kW erhältlich und können auf bis zu sechzig Anlagen erweitert bzw. parallel betrieben werden. www.usv.ch

für Ihre Sicherheit. Unterbrechungsfreie Stromversorgung USV. Produkte, Know-how, Service: Bei CTA stimmt alles! Bern · Zug CTA Energy Systems AG Hunzikenstrasse 2 3110 Münsingen Telefon 031 720 15 50 www.usv.ch info@usv.ch

usv.ch


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VMWARE NSX UNTERSTÜTZT KUNDEN BEIM AUFBAU EINES VIRTUAL CLOUD-NETWORK VMware stellt auf der VMworld 2018 US neue Innovationen im gesamten VMware NSX Netzwerk- und Sicherheitsportfolio vor. Diese stellen die konsistente, durchgängige Konnektivität und Sicherheit für Anwendungen und Daten in jeder Umgebung sicher. Kunden profitieren von einer sicheren, durchgängigen und Software-basierten Netzwerkarchitektur – einem Virtual Cloud Network – das ihre Multi-Cloud-Umgebungen unterstützt und die Sicherheit auf neue und überzeugende Weise verbessert. Mit der Unterstützung für die NSX-T-Technologie in VMware Cloud on AWS-Umgebungen baut VMware den Multi-Cloud-Support weiter aus. Der Support ist aktuell lediglich als Preview-Version erhältlich. Kunden, die VMware Cloud on AWS nutzen, können Mikrosegmentierung mit der verteilten Firewall, Gruppierungskonstrukte und erweiterte Abgleichkriterien wie Sicherheits-Tags in Software-definierten Rechenzentren in VMware Cloud on AWS implementieren. Vereinfachte Implementierung, Verwaltung und Nutzung von NSX Sicherheitsplanung und autonom gesteuerte Abläufe für das Virtual Cloud Network VMware und Arista verbinden physische und virtuelle Sicherheit im Virtual Cloud Network NSX unterstützt Equity Trust bei der Transformation der Netzwerke und Sicherheit, um das Vertrauen der Kunden zu stärken

Produkte & Lösungen DATACENTER

Staubtrocken! Neue Glasfaser-Innenkabelfamilie von Dätwyler Dätwyler bietet mit «FO Indoor ZGGFR» und «FO Indoor SZGGFR» eine neue Familie an Glasfaser-Innenkabeln mit 12 bis 144 Fasern an, die ohne Gel, mit völlig trockenen Bündeladern, daherkommt. Durch die gelfreien Bündeladern lassen sich die Fasern optimal bearbeiten. Zugleich bieten diese Kabel alle die positiven Eigenschaften, die Anwender an den bewährten Universalkabeln von Dätwyler schätzen: eine hohe mechanische Stabilität, einen nichtmetallischen Nagetierschutz sowie einen flammwidrigen und halogenfreien Kabelmantel.

Verfügbarkeit VMware NSX-T 2.3 wird voraussichtlich ab November 2018 verfügbar sein.

Die neuen Glasfaser-Innenkabel bietet der Hersteller in den Euroklassen Dca, Cca und sogar B2ca erhältlich. Die Datenblätter mit allen Details und den Leistungserklärungen gemäss EU-Bauproduktenverordnung sind auf der Dätwyler Webseite zu finden.

www.vmware.com/ch

www.cabling.datwyler.com

LCP DX 35 kW Kühlung nach Bedarf ■ ■ ■

Ideal zur Kühlung von kleinen und mittleren Rechenzentren Geringe Leistungsaufnahme durch Inverter geregelten Kompressor Einsparung von Betriebskosten durch den Einsatz indirekter freier Kühlung

 Mehr Informationen unter www.rittal.ch


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DATACENTER Produkte & Lösungen

INTELLIGENTES DATENMANAGEMENT: VEEAM INTEGRIERT VERFÜGBARKEITSLÖSUNG MIT CISCO HYPERFLEX

Server- und Netzwerk-Anreihschränke mit 42 HE zur Selbstmontage Schränke zur Selbstmontage sind so konfiguriert wie VLESchränke. Sie werden jedoch kompakt zerlegt – inklusive Seitenwänden – geliefert. Die Lieferung in Einzelteilen ist die ideale Lösung bei logistischen Einschränkungen. Die Server- und Netzwerkschränke mit 42 HE eignen sich für vielfältige Anwendungen und sind im Aufbau modular. Sie sind in Schwarz (RAL 9011) erhältlich. Links und rechts an der Rückseite des Schranks befinden sich zwei Kabelträger. Daran lassen sich vertikale PDUs werkzeuglos befestigen. Die Kabelträger verfügen über Langlöcher für die Befestigung mit Klettband sowie über Steckplätze für Kunststoff-Kabelringe. www.minkels.ch

Die besonders leistungsstarke Verfügbarkeitsplattform für Daten bietet Organisationen eine horizontal skalierbare Lösung, die nicht nur als Veeam-Repository genutzt werden kann, sondern auf der die gesamte Veeam Availability Platform betrieben werden kann. Daraus ergeben sich folgende Vorteile: besonders hohe Verfügbarkeit für alle Workloads, ob virtuell, physisch oder cloudbasiert stufenlose Skalierbarkeit und niedrigere Betriebskosten weniger Risiken und schneller Nutzen einfache und schnelle Inbetriebnahme: Die gesamte Software und die dafür optimierte Hardware sind als eine Produkteinheit bei Cisco erhältlich einfache Anschaffung und Support direkt über Cisco Verfügbarkeit & Support Kunden können die neue Lösung Veeam Availability für Cisco HyperFlex über Cisco beziehen und sie wird vom Cisco Solution Support unterstützt. Veeam Availability für Cisco HyperFlex ist voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2018 verfügbar. Weitere Informationen unter https://www.veeam. com/de/cisco-hyperflex.html und https://go.veeam.com/availability-suitecisco-hyperflex

HUBER+SUHNER zeigt neue Netzwerkverdichtungslösungen für 5G-Installation Die SENCITY® Occhio Antenne und der Cubo® Converter setzen neue Massstäbe in Kapazität, Dichte und Einfachheit der Installation. 5G erfordert ein Netzwerk, das den wachsenden Bedarf für mehr Bandbreite unterbringen kann und dabei zuverlässige, schnelle Abdeckung und Kapazität bereitstellt. Die neueste Ergänzung der HUBER+SUHNER Antennenfamilie – die SENCITY® Occhio – hat eine kleine Baugrösse und ermög-

licht eine vereinfachte Verdichtung des Netzwerks. Die HUBER+SUHNER 4x4 MIMO SENCITY® Occhio Antenne bietet Mobilfunkbetreibern bedeutende Vorteile bei Einsätzen im Innenbereich. Die Antenne nutzt den NEX 10 Verbinder, ermöglicht somit um 50% kürzere Installationszeiten und ist einfacher montierbar als jedes andere Produkt auf dem Markt. Die Occhio funktioniert zwischen 1,7-6 GHz, wodurch der steigende Bedarf nach Bandbreite leicht gedeckt werden kann. www.hubersuhner.com

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Internet of Things (IoT) DIGITALE TRANSFORMATION

Smarte Möglichkeiten

für Rettungskräfte 5G, die nächste Mobilfunkgeneration, steht auf der Türschwelle. Aktuell werden LTE-Mobilfunknetze auf der ganzen Welt mit neuen Frequenzbändern und fortschrittlichen Funktechnologien, etwa «LTE-Narrowband-IoT», aufgerüstet.

Bild: Jaromir Chalabala/Shutterstock.com

verbunden ist. Das ermöglicht den Einsatzkräften bereits heute, von unterwegs auf geschützte und öffentliche Daten, etwa Katasterdaten oder Daten aus den Social Media, zuzugreifen, um Einsätze noch besser planen und durchführen zu können.

Die nächste Mobilfunkgeneration ist auch für die Bedürfnisse von Rettungskräften und die öffentliche Hand interessant, beispielsweise für Internet of Things (IoT)-Anwendungen, wo die genutzten Frequenzen und fortschrittliche Technologien sehr hohe Endpunktdichten, eine lange Batterielebensdauer auf Seite der Endgeräte über mehrere Jahre und eine grose Reichweite in Gebäude hinein, je nach Bauart auch bis in Keller und Tiefgaragen, versprechen. Hinzu kommt der Gigabit-Bereich, dem so genannten «Millimeter-Wave», in dem 5G für Rettungskräfte interessant ist. Dieser Frequenzbereich erlaubt extrem hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und sehr hohe Bandbreiten bei sehr geringen Latenzen – Eigenschaften, die für Streaming und das taktile Internet unabdingbar sind.

Im nächsten Schritt, mit 5G, werden die bisherigen Errungenschaften noch extensiver für mehr Sicherheit und mehr Effizienz bei der Vermeidung von Unfällen und der Bekämpfung von Kriminalität Breite Nutzung von Videodaten für genutzt werden. die Einsatzplanung und -durchführung

Moderne Einsatzleitfahrzeuge bei Feuerwehr und Polizei und auch Krankenwagen sind neben der fachbezogenen Technik bereits heute vollgestopft mit moderner IT, darunter robuste Laptops, Bildschirme und Tablets. Die Fahrzeuge verfügen über ein so genanntes «In-Vehicle-Network», ein drahtloses Netzwerk innerhalb des Fahrzeuges, das über einen Ruggedized-Router via LTE mit dem Internet

Mit 5G werden Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte auf noch mehr Datentypen von noch mehr Quellen zugreifen, etwa auf VideoDaten von Drohnen. Drohnen wären eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach vermissten Personen. Der Einsatz von Drohnen ist auch für Feuerwehren sinnvoll, zum Beispiel um grosse Strukturen oder Waldbrände zu überwachen. Einige Feuerwehren in Deutschland experimentieren bereits mit den kleinen fliegenden Kameras. Auch Daten von mobilen Kameras, zum Beispiel Bodycams, die Einsatzkräfte am Körper tragen oder Kameras, die am Fahrzeug platziert sind, sind für Rettungskräfte nützliche Datenquellen. Ebenso können Videodaten von öffentlichen Kameras in die Einsatzplanung einfliessen. 5G stellt die notwendigen Bandbreiten und Zugriffspunkte in grosser Zahl zur Verfügung. Mit 5G werden Rettungskräfte auch in der Lage sein, die Vorteile der Gesichtserkennung ohne grössere HardwareUpgrades zu nutzen. Dazu gehört auch das bessere Ablesen von Nummernschildern während der Fahrt. IoT in breiter Masse: Sensoren überall Mit dem Internet verbundene Sensoren sind bereits an vielfacher Stelle in Einsatzfahrzeuge eingezogen. Derzeit wird die Sensorik vor allem für Prozesse, die mit der Wartung der Flotte verbunden sind, etwa Füllstandssensoren genutzt. Auch die Positionsverfolgung der Fahrzeuge mittels GPS ist bereits Standard. In Zukunft werden wir zum Beispiel Sensoren sehen, die an Waffenhalterungen in Einsatzfahrzeugen positioniert sind. Diese senden einen Alarm an die Einsatzleitstelle, sobald die Waffe von ihrem


DIGITALE TRANSFORMATION Internet of Things (IoT)

Aufbewahrungsort im Fahrzeug entfernt wird. Auch die schnelle Identifizierung von Personen mittels Fingerabdrucksensoren, kameragestützter Gesichtserkennung und Echtzeitzugriff auf Datenbanken wird mit 5G möglich sein. Ein drittes realistisches Einsatzszenario ist mit Sensorik ausgestattete Einsatzkleidung von Feuerwehrleuten. Hier könnten in Echtzeit Daten wie Körper- und Umgebungstemperatur, Gaszusammensetzung oder Puls und Blutdruck erfasst werden. IoT-Sensoren sind schon heute weit verbreitet, Tendenz weiter steigend. Derzeit sind wir von mehr als acht Milliarden IoT-Geräten umgeben. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass diese Zahl bis 2020 auf mehr als 20 Milliarden ansteigt. Experten schätzen, dass ab 2020 ein Datenvolumen im Zettabyte-Bereich durch die Datenleitungen dieser Welt kreist. Nonstop Connectivity: Mobiles Büro im Einsatzfahrzeug Eine der grössten Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden und Ersthelfer ist es, den Zeitaufwand für die An- und Abreise sowie zur Dokumentation zu reduzieren. Die Dokumentation von Einsätzen wird in Zukunft konsequent mobil möglich sein. Mit LTE-fähigen Routing-Plattformen im Fahrzeug können Beamte auf geschäftskritische Anwendungen und alle ihre Ressourcen, Karten oder was auch immer sie sonst noch brauchen, zugreifen, um Berichte zu archivieren. Mit 5G werden sie in der Lage sein, auch grosse Audiound Videodateien in ihre Berichte aufzunehmen. Mobile Sofortnetze im Katastrophenfall An Katastrophenstandorten, etwa in überschwemmten Gebieten, verwüsteten Regionen nach einem Hurricane oder nach einem gefährlichen Chemieunfall, können 5G-basierte Sofortnetze die Rettungskräfte unterstützen, indem sie die notwendige Konnektivität für Sensoren und Kommunikationsmittel nach aussen herstellen. Daten können vor Ort erfasst, verarbeitet und mit Leitstellen ausgetauscht werden, wie in einem mobilen Büro. Disaster Tech Lab, eine Katastrophenhilfeorganisation in Irland, nutzt schon heute 4G LTE-Router, um in Naturkatastrophengebieten und Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt eine Internetverbindung herzustellen. 5G wird diese Entwicklung weiter vorantreiben, schon allein, weil mehr Versorgungskapazität und Bandbreite zur Verfügung steht. Aber auch, weil M2M auf breiter Schiene Realität wird. Es werden nicht mehr nur Orte vernetzt, sondern auch Dinge. Diese «Connected Things» werden gerade im Katastrophenfall helfen, grosse Flächen mit Internet zu versorgen.

Schlaue Verkehrsführung schafft Korridore für Einsatzfahrzeuge Kommunen jeglicher Grösse auf der ganzen Welt haben Smart-City-Initiativen gestartet. Hinter diesem Trend stecken viele Ziele: effizienter, grüner, inklusiver werden und den Bürgern ein breiteres Serviceangebot bieten. Auch die Sicherheit steht im Fokus. Smart Cities sind vielerorts nicht mehr nur ein Konzept, sondern längst Realität. Vieler Orts bisher aber nur punktuell. So gibt es beispielsweise intelligente Mülltonnen auf öffentlichen Plätzen, die melden, wenn sie voll sind; oder intelligente Strassenlaternen, die sich dimmen, wenn kein Mensch in der Nähe ist. Als europäisches Beispiel für eine Smart City, in der intelligente, in weiten Teilen Mobilfunk-basierte Technologie bereits Anwendung findet, wird die spanische Stadt Santander angeführt.

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Derzeit sind wir von mehr als acht Milliarden IoTGeräten umgeben. Bis 2020 sollen es Städte und Gemeinden können durch vernetz- mehr als 20 Millite Orte und Dinge im Stadtgebiet, etwa Kameras arden ein. oder im Strassenbelag eingebaute Sensoren, Verkehrssignale koordinieren, um im Bedarfsfall Platz für Einsatzfahrzeuge zu schaffen. Die US-amerikanische Stadt San Antonio nutzt diese Möglichkeiten bereits. Das Traffic Management Center der Stadt nutzt LTE als primäre WAN-Quelle an fast 700 Kreuzungen, wobei Wi-Fi ein Mesh-System ermöglicht. Über Cloud-basierte Dienste administriert die IT von San Antonio die Knotenpunkte der Stadt in Echtzeit. Rettungskräfte sind schon heute First Mover in Sachen 5G Die angeführten Beispiele zeigen: 5G wird die Arbeit von Rettungskräften auf breiter Flur unterstützen. Der technologische Wandel ist im vollen Gange. Bereits heute nutzen Polizei und Feuerwehr LTE-Netze, um Einsätze besser zu planen und durchzuführen, um Daten mittels Sensor- und Kameratechnik zu erheben oder um ihre Arbeit zu dokumentieren. Rettungsorganisationen stellen mithilfe von LTE-Technologie Ad-hoc-Netze in Katastrophengebieten bereit. Im nächsten Schritt, mit 5G, werden die bisherigen Errungenschaften noch extensiver genutzt werden. So wird es komplexe Smart-Cities-Initiativen geben und wir werden von den Vorteilen, wie mehr Sicherheit und mehr Effizienz bei der Vermeidung von Unfällen und der Bekämpfung von Kriminalität profitieren. Autor: Sascha Kremer ist Director of Business Development bei Cradlepoint Deutschland


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DIGITALE TRANSFORMATION Internet of Things (IoT)

Industrie 4.0

braucht ein Fundament SAP S/4HANA eröffnet vielen Branchen neue Möglichkeiten dank Big Data, Echtzeit-Computing und vielen neuen Funktionalitäten für die Abbildung digitaler Prozesse. Insbesondere das Konzept von Industrie 4.0 ist nicht denkbar ohne eine solche Plattform. zieren und ist ein Schritt hin zur digitalen Fabrik. «Druckluft as a Service» ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie moderne IT und Kommunikationstechnik neue, lukrative Geschäftsmodelle hervorbringt.

Je eher Unternehmen auf SAP S4/ HANA umsteigen, desto grösser ist der potenzielle Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz.

Ein international tätiger Kompressorenhersteller setzt voll auf SAP HANA für die frühzeitige Erkennung von Störungen und für die Einsatzplanung der Wartung. Seine SAP-HANA-Plattform ist mit SAP Predictive Maintenance bestückt. Servicetechniker und Servicepartner auf der ganzen Welt erhalten ihre Aufträge auf ihren mobilen Geräten aus der SAP-Cloud. Eingerichtet wurde auch ein Enterprise App Store. Bei den Kunden steht lediglich ein Industrie-PCT mit Software für das Internet of Things, auf dem die Sensordaten gesammelt und an eine Machine-to-Machine-Plattform übermittelt werden. Gemanaged wird die gesamte IoT-Infrastruktur vom ICT-Partner, der damit dem Hersteller die höchstmögliche Betriebssicherheit der global verteilten Kompressoren gewährleistet. Mit der Mobilisierung werden Serviceprozesse optimiert und damit die Kundenzufriedenheit merklich erhöht. Die Lösung erlaubt risikofreies Produ-

Je eher Unternehmen auf SAP S4/HANA umsteigen, desto grösser ist der potenzielle Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz. Je nach Migrations- und Go-Live-Strategie müssen Ressourcen, Zeit und Investitionen für die Einführung auf die neue Produktegeneration geplant werden. Ohnehin sollte man, auch wenn SAP die Wartung der Business Suite erst per 2025 einstellt, den Umstieg nicht auf die lange Bank schieben. Gerade Schweizer Unternehmen mit mehreren Gesellschaften und verteilten SAP-Systemen, wie es in der Industrie häufig vorkommt, haben einen komplexen Weg vor sich. Sind SAP-Systeme im Einsatz, die nach 15 oder 20 Jahren heterogen um Eigenentwicklungen erweitert wurden, sollte man sich langfristig über die geeignete Migrationsstrategie Gedanken machen und gründlich analysieren, wo Investitionsschutz bevorzugt und wo gegebenenfalls auch eine Rückkehr zu den neuen Standardfunktionen sinnvoll sein könnte. Denn perspektivisch ist die Auslagerung des Applikationsmanagements und die Nutzung von SAP aus der Cloud sicher die langfristig kosteneffizienteste und flexibelste Option. Wo steht Ihr Unternehmen in Sachen SAP HANA? Testen Sie und erhalten Sie eine massgeschneiderte Checkliste für Ihre Migration: https://info.t-systems.ch/sap-hana

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DIGITALE TRANSFORMATION Internet of Things (IoT)

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Herausforderung IoT-Sicherheit

Risiko IoT Das Internet der Dinge ist eine grosse Herausforderung für die IT-Sicherheit, denn hier funktionieren bisher bewährte Verfahren nicht mehr. nente im IoT-Gerät verbaut, hat das Unternehmen kaum eine Möglichkeit, die Kommunikation nach aussen zu unterbinden, denn das gezielte Scannen und Stören von Funkverbindungen ist jedenfalls klar verboten.

Bild: Fotolia

Neben Industrieanlagen sind besonders Gebäudetechnik und Logistik gefährdet. Mittlerweile werden nicht nur LKWs mit entsprechenden Systemen ausgestattet, sondern auch Container oder sogar einzelne Paletten. Logistiker können auf diese Weise eine Lieferkette sehr genau automatisiert verfolgen, eröffnen damit aber Angreifern die Möglichkeit, Daten abzufangen und zu verändern. Man kann so nicht nur Informationen über Lieferketten erhalten, sondern sie bei Bedarf auch lahmlegen.

Wichtig ist, sich der durch IoT-Systeme entstehenden Risiken überhaupt erst einmal bewusst zu werden und sich nicht nur an deren Funktionalität zu erfreuen.

Das Internet der Dinge (IoT) ermöglicht Kontrolle und Steuerung von technischen Systemen, Werkstücken und sogar Rohstoffen via Web. Im Prinzip können aber nicht nur berechtigte Nutzer, sondern auch andere IoT-Daten abgreifen – aber auch die Steuerung übernehmen und beispielsweise Fehlfunktionen auslösen. Passende Schadens- oder Schreckensszenarien kann man sich leicht ausmalen, zumal IoT sich auch in kritischen Infrastrukturen wie dem Gesundheitswesen oder in der Stromund Wasserversorgung etabliert. Systeme vor unberichtigten Zugriffen schützen Oft erhalten externe Service-Unternehmen für Wartungsarbeiten einen unkontrollierten Zugriff auf die Steuerung von Anlagen, oder sie verschaffen ihn sich auch selbst, indem Bauteile implementiert werden, die «mit zuhause telefonieren» können. Einmal im Firmen-Netz kann man mit diesen Bauteilen zu anderen Systemen wechseln, so dass dem Service-Dienstleister schliesslich das gesamte Netz offensteht. Wird dann noch eine LTE-Kompo-

In der Gebäudetechnik sind Klimatechnik oder Brandmeldeanlagen meist nicht geschützt, sie lassen sich nur selten updaten und bieten Angreifern vielfältige Ansatzpunkte: das kann vom Verändern der Raumtemperatur – was in einem Rechenzentrum katastrophale Folgen haben kann – bis zum Auslösen einer Sprinkleranlage reichen. Angreifer können mit geringem Aufwand in kurzer Zeit ganze Unternehmen ruinieren. Die direkten Abwehrmöglichkeiten gegen derartige Angriffe sind begrenzt. Wichtig ist, sich der durch IoT-Systeme entstehenden Risiken überhaupt erst einmal bewusst zu werden und sich nicht nur an deren Funktionalität zu erfreuen. Die Sicherung der IoT-Welt ist keine einmalige Aufgabe, erst recht nicht angesichts einer Technologie, die selbst noch im Werden ist. Es ist daher unerlässlich, dass IoT in jedem Unternehmen in jeder Cyber-Defense-Strategie berücksichtigt wird. Autor: Christian Koch ist Senior Manager GRC & IoT/OT bei NTT Security.


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Enterprise Intelligence DIGITALE TRANSFORMATION

Die Geheimnisse der KI aus der

Theorie in praktischen Nutzen überführen Künstliche Intelligenz ist das Schlagwort der Stunde. Bei aller Faszination, die diese Technologie auf uns ausübt, geht ganz vergessen, dass sie letztlich knallharten kommerziellen Nutzen bringen muss, will sie sich im Business durchsetzen. Dieser Nutzen liegt in der Enterprise Intelligence. Was ist darunter zu verstehen? Die Implementierung der KI-Technologie lässt sich in drei Phasen unterteilen. In der ersten Phase geht es um die Reife der KI-Technologie, Wirkung zu erzielen, die über dem durchschnittlichen menschlichen Niveau in vielen Bereichen liegt. In der zweiten Phase werden die Unternehmen die KI als notwendige Ressource wie Rechenpower und Strom nutzen. In der dritten Phase wird sich die allgemeine KI direkt auf den Alltag der Menschen auswirken, ähnlich der Science Fiction, die wir aus Filmen und Fernsehsendungen kennen.

neuronale Netze angetriebene KI-Technologie gewohnte Prozesse aufbricht und neue ermöglicht. KI-Technologien wie NLP, Sprachinteraktion, maschinelles Leseverständnis, Machine Vision und Machine Sensing verändern die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Fingerbefehle sind eindeutig nicht die einzige Möglichkeit für Menschen, mit Maschinen zu interagieren. Es ist heute üblich, dass Menschen mit Stimme oder Hand- und Körpergesten Eingabekommandos an Maschinen übermitteln.

Gegenwärtig befindet sich die KI in der kritischen Phase des Übergangs zwischen der ersten und der zweiten Phase. Damit dieser Übergang gelingen kann, ist es notwendig, sich darüber im Klaren zu werden, wie die durch maschinelles Lernen und

KI kann dazu verwendet werden, Unternehmensdaten nach ansonsten verborgenen Trends zu durchsuchen. Durch die Optimierung der Datenstrukturen und den Einsatz von Algorithmen zur intelligenten Berechnung von effizienteren Pro-


DIGITALE TRANSFORMATION Enterprise Intelligence

duktionsmodellen wird der Unternehmensbetrieb von manuellen, erfahrungsbasierten Einschätzungen zu deduzierten Schlussfolgerungen auf der Basis realer Daten umgestellt. Die künstliche Intelligenz wird zu einer unternehmensweiten Smartness, eben der Enterprise Intelligence. Herausforderungen KI-basierter Transformation Der Nutzen ist unbestritten. Gleichwohl ist der Weg von der theoretischen Forschung zur kommerziellen Nutzung lang und steinig. Folgende Herausforderungen sind zu meistern: Imbalance zwischen Angebot und Nachfrage: Die von den existierenden Technologieanbietern bereitgestellten technischen Lösungen sind für Unternehmen im Einsatz zwar sehr anspruchsvoll, erfüllen aber noch nicht die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Kunden. Derzeit verfügbare Modelle des maschinellen Lernens sind, gemessen am Output, noch zu aufwändig und teuer. Talent Lücke: Noch hat es viel zu wenig erfahrene Spezialisten, um die Nachfrage aus der Praxis decken zu können. Es fehlt an Experten, die KI wirklich verstehen, geschweige denn in der Lage sind, KI-Projekte auf- und umzusetzen. Kosten: Wenn ein Unternehmen heute eine KIbasierte Transformation in Angriff nehmen will, muss es sämtliche Kosten tragen, einschliesslich Rechenressourcen, Datenbeschaffung, Talent- und Teamaufwendungen wie auch Ausrüstungsausgaben. Die daraus entstehenden Insellösungen entfalten zu wenig Breitenwirksamkeit, um wie andere technologische Disruptionen ganze Branchen umzukrempeln. Angesichts dessen, dass viele Unternehmen vor diesem Hintergrund zögern, hat sich die Dynamik in der Entwicklung von KI-Projekten verlangsamt. Die Lösung dieses Dilemmas besteht darin, die vielen einzelnen Künstliche-Intelligenz-Techniken zusammenzufassen und integriert in komplexen Enterprise-Szenarien anzuwenden. Damit können schlussendlich auch weit komplexere Wertschöpfungsketten abgebildet werden, so dass KI nicht nur punktuell, sondern Output-getrieben Mehrwert stiften kann. Enterprise Intelligence – aufeinander aufbauende Layer von KI Simplizistische KI-Anwendungen treffen weder die Bedürfnisse von Unternehmen noch von deren Kunden. Demzufolge wird die Intelligence – im Sinne des Mehrwerts, den ein Unternehmen aus

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der Anwendung von selbstlernenden Algorithmen auf seine Daten ziehen kann – erst dann gesteigert, wenn KI Ende zu Ende implementiert wird. Folgende Layer sind dafür vonnöten: Grundlegende Plattformdienste: u.a. Plattformen des maschinellen Lernens und der GraphAnalyse, sowie KI-, Trainings-, Logik- und Indexierungsplattformen Allgemeine KI-Dienste: u. a. API-Dienste wie beispielsweise optische Erkennung und Spracherkennung. Eingebettete Lösungen: KI entfaltet grössere Wirksamkeit, wenn es mit Cloud-Computingund Big-Data-Technologien integriert wird Industriespezifische Lösungen: Verschiedene Industrien haben verschiedene Anforderungen an KI; diese gilt es zu berücksichtigen. Erste Anwendungsszenarien von Enterprise Intelligence für die Optimierung von Ende-zu-EndeProzessen in der Logistik oder der Verpackung existieren bereits. In der Logistik und digitalen Lagerhaltung kann KI etwa genutzt werden, um maschinelle Lernmodelle mit den historischen Sendungsdaten und den grundlegenden Zähl- und Verpackungsregeln zu trainieren. Auf diese Weise ist das System in der Lage, die Bestellkommissionierung ebenso zu optimieren wie die Lade- und Entladeprozesse. Damit wiederum kann die Anzahl gemischter Bestellungen substanziell erhöht werden. Gleichzeitig verkürzt KI auch Erkennungsund Identifizierungszeiten und verbessert so die Effizienz resp. beschleunigt unter dem Strich die digitale Transformation einer traditionellen Logistikkette. Enterprise Intelligence setzt man zudem bereits bei intelligenten Verpackungslösungen ein. Die Lösung ermöglicht beispielsweise die 3DAnsicht eines jeden Containers, wodurch sich die Effizienz der gesamten Containerbelegung spürbar verbessern lässt. Durch den Einsatz von Enterprise Intelligence verbessert sich auch die Effizienz der Warenlagerung, da neue Lösungen zur Kategorisierung und Lagerung von Gütern geschaffen werden können. Interessant wird Enterprise Intelligence somit für Unternehmen, wenn KI-basierte Lösungen einer ganzen Branche Zugang zu den Vorteilen von wirklich intelligenten Anwendungen bieten. Autor: Roland von Arx ist Vice President Sales & Senior Advisor bei Huawei Schweiz

Enterprise Intelligence hat das Potenzial, die Unternehmenswelt zu revolutionieren und auto-intelligente Innovationen sowie optimierte Produkte und Services hervorzubringen.


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Business Software DIGITALE TRANSFORMATION

Mit Opacc

in die digitale Zukunft Die Opacc Software AG, spezialisiert auf Business-Software und Geschäftsautomation, unterstützt Schweizer Unternehmen bei dieser Transformation – schon seit 30 Jahren. Heute bietet das Unternehmen die höchste Qualität in der Geschäftsautomation für KMU. Das soll sich auch in den nächsten 30 Jahren nicht ändern. die gleiche Sprache spricht und die geschäftliche Geografie kennt. Deshalb ist Beat Bussmann, Opacc-Gründer, -CEO und -Hauptaktionär davon überzeugt, dass sich das Unternehmen auch in Zukunft seine Kunden selber aussuchen wird – wie das von Anfang an geschehen ist. Durch die Zusammenarbeit mit den «passenden» Kunden könne die bei Opacc entwickelte Qualitätssoftware deren Bedürfnissen angepasst und permanent verbessert werden, erklärt er. Damit man bei Opacc immer in der Lage ist, direkt mit den Kunden zu kommunizieren, vertreibt das Unternehmen seine Software selber.

Die schöne neue digitale Welt ist nicht optional – wer die modernen Business-Tools nicht benutzt, gerät schnell ins Hintertreffen.

Die weltweite digitale Revolution brachte die perfekten Voraussetzungen für die Automation der Geschäftsprozesse. Opacc hat diese Entwicklung begleitet und wird es auch weiterhin tun. Das Unternehmen automatisiert die Geschäftsprozesse seiner KMU-Kunden mit der Opacc OXAS-Softwareplattform um Businessmodelle und Geschäftsprozesse systematisch in ihrer ganzen Dimension zu digitalisieren. Damit werden modernste E-Business-Systeme auch in kleinen und mittleren Unternehmen praktikabel. Global, digital, lokal Die meisten KMU sind nur zu gerne bereit, die Herausforderungen der Digitalisierung mit einem kompetenten lokalen Partner anzupacken, der

Das Ziel, dass sich der Opacc-CEO für die Zukunft gesetzt hat ist unbescheiden, aber nicht unrealistisch: Man will am schönsten sein, nicht am grössten. Dazu soll das Opacc-Produkt in höchster Qualität weiterentwickelt werden – ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden, die sich übrigens darauf verlassen können, dass ihre Software immer updatefähig sein wird. Dabei will man sich auch weiterhin auf die Schweiz konzentrieren. Damit die Qualitätsführerschaft bezüglich Geschäftsautomation für KMU auch in Zukunft nicht nur ein Anspruch, sondern eine anerkannte Tatsache sein wird. Im Herbst dieses Jahres wird das 125-köpfige Team von Kriens nach Rothenburg umziehen, wo im neuen Opacc-Campus eine topmoderne Arbeitsumgebung zur Verfügung gestellt wird – mit Raum für weiteres Wachstum und total 200 Mitarbeiter.

Opacc Software AG Industriestrasse 13, 6010 Kriens T. +41 41 349 51 00 www.opacc.ch


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DIGITALE TRANSFORMATION IT-Sicherheit

Warum Apple-Rechner

DLP brauchen Apple-Rechner im Business müssen in die Sicherheitsinfrastruktur des Unternehmens eingebunden werden. Die DLP-Lösung Endpoint Protector bietet die gesamte Funktionalität auch für Macs. Unternehmen müssen für Compliance mit der GDPR umfassende Sicherheits-Policies durchsetzen und überwachen. Dazu gehört es, sensible Informationen vor Datenverlust durch Mitarbeiter zu schützen. Diese Verpflichtung besteht unabhängig vom Betriebssystem und betrifft gleichermassen Macs und PCs. Auch vom Mac aus können Daten per E-Mail und über browserbasierte Anwendungen das Unternehmen verlassen. Das verhindern DLP-Lösungen.

Apple-Rechner sind in den Unternehmen angekommen und werden als ganz normale Arbeitsplatz-Rechner in ganz normalen Firmen quer durch alle Branchen eingesetzt. Rund 25 % der am Arbeitsplatz eingesetzten Rechner sind heute von Apple.

In der Schweiz steht, statistisch gesehen, auf nahezu jedem vierten Schreibtisch ein Mac. Das einstige Statussymbol der Kreativen wird längst quer durch alle Branchen eingesetzt. Damit sie produktiv sind, müssen Apple-Rechner ins Firmennetz eingebunden und den netzwerkweiten Schutz- und Sicherheitsmassnahmen unterworfen werden. Falls dies so nicht möglich ist, müssen sie aus Gründen des Datenschutzes vom Zugriff auf interne Ressourcen wie Drucker, Server oder Intranet ausgeschlossen bleiben. Ein Inseldasein von Macs widerspricht selbstredend den Zielen der Digitalisierung. Mythos vom sicheren Mac Macs gelten zwar als ausgesprochen zuverlässig und sicher, zudem bringen sie von Haus aus Funktionen für die Verschlüsselung von Festplatten und Backups mit. Diese Funktionen sind vom Benutzer zu aktivieren und bieten in erster Linie einen BasisSchutz. Aber für die angemessene Sicherheit der Daten reichen in Zeiten von GDPR eine BackupFunktion und Zugriffsschutz bei Verlust oder Diebstahl eines Gerätes nicht aus.

Plattform-übergreifende DLP-Funktionalität Befinden sich Macs im Unternehmensnetz, muss die gesamte DLP-Funktionalität auch für Macs zur Verfügung stehen, damit keine riskanten Lücken bei IT-Sicherheit und Datenschutz entstehen. Die DLP-Lösung Endpoint Protector berücksichtigt bei der Inhaltskontrolle im Modul Content Aware Protection Austrittspunkte wie Mail, Safari und andere Browser unter Mac, AirDrop, iBooks Author, iTunes oder Thunderbold-Schnittstellen. Das Modul Device Control überwacht den Datentransfer auf externe Datenträger wie USB-Sticks und Geräte. Die Verschlüsselungskomponente für USBSticks ist auch für Macs verfügbar, die Daten werden beim Transfer standardmässig verschlüsselt und in einem Container gespeichert. Fazit Der Schutz der Daten muss auch in heterogene Rechnerlandschaften lückenlos erfolgen. MultiPlattform-Lösungen wie Endpoint Protector gewährleisten die Durchsetzung und Überwachung der Policies für alle Rechner im Netz.

Endpoint Protector GmbH Gebhardstrasse7, 88046 Friedrichshafen Tel.: +49 7541 978267 30 Fax: +49 7541 9782627 9 info@endpointprotector.de www.endpointprotector.de


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Bild: julia.m/shutterstock.com

IoT, die «smarte» Herausforderung

für die Cyber Security IoT und IIoT zählen immer noch zu den am meist unterschätzten Bedrohungen der Cyber Security. Es braucht ganzheitliche Ansätze, um Cyber Security im schnell wachsenden Internet der Dinge zu etablieren.

IoT ist omnipräsent und ermöglichte erst die vierte industrielle Revolution. Der Einsatz digitaler Technologien bietet immenses Potenzial – birgt aber auch Risiken. Schwachstellen in Geräten sind (leider) allgegenwärtig und die Zahl der Malware und Expoits steigt kontinuierlich.

IoT-Einsatzszenarien findet man fast in jedem Bereich, so auch in der Industrie. In diesem Zusammenhang wird meist von IIoT (Industrial Internet of Things) gesprochen. Sichere und leistungsfähige Algorithmen, zunehmende Stabilität, Verlässlichkeit sowie sinkende Kosten für Sensoren und Datenübertragung bieten der Industrie neue Möglichkeiten. Und so wird IIoT in der Industrie/Fabrikation heute oft in Zusammenhang mit Effizienzsteigerung und Produktivitätssteigerung gebracht, wie beispielsweise «Predictive Manintenance» und der Visionen von Zero Downtime.

bedarfsgerecht(er) planen und anpassen, wenn basierend auf Echtzeit-Verbrauchsdaten intelligente Nachschubmodelle etabliert werden. Und dank Augmented Reality (AR) können komplexe Wartungs- und Reparaturprozesse untestützt und vereinfacht werden. Durch diese enge Verzahnung von Elementen der künstlichen Intelligenz, Maschine und Mitarbeitenden entsteht eine neue, vernetzte Arbeitskraft in der Fertigungsindustrie – mit enormen Potential.

Smart und omnipräsent – aber nicht ohne Risiken Zunehmende Mobilität und die Nutzung von Connected Devices als IoT oder IIoT sind allgegenwärtig. Es wird geschätzt, dass in absehbarer Zeit 8 von 10 Schweizer Unternehmen IoT-Komponenten im Einsatz haben werden. Damit dringt die Konnektivität in Business-Bereiche vor, welche bislang voneinander unabhängig waren. Auch die industrielle Produktion wird durch die fortschreitende Digitalisierung transformiert. Dies lässt sich sehr gut anhand eines Beispiels aufzeigen: «Predictive Maintenance».

Sicherheitsrisiko steigt durch Vernetzung Unternehmen werden deshalb immer abhängiger von IoT und Industrie 4.0. Dadurch steigt aber auch die Gefahr, dass solche Systeme manipuliert werden. Diebstahl, Betrug, Erpressung und Manipulation sind mögliche Folgen. Mit dem Einsatz von Kryptowährungen wie Kryptowährungen als mögliche M2M Bezahlsystem wird das Angriffsrisiko zusätzlich erhöht – ohne, dass der User direkt involviert ist. Trotzdem finden grundlegende Sicherheitsprinzipien, die man schon seit Jahren als Best-Practice erachtet, oft den Weg nicht in den Entwicklungs-Zyklus von IoT-Komponenten. Das Haar in der Suppe ist – einmal mehr – die Sicherheit.

Wenn Wartungsarbeiten bedarfsgerecht erkannt und somit frühzeitig im Betrieb resp. der Produktion berücksichtigt werden, können die Arbeiten besser geplant werden. Die Durchführung der Maintenance-Tätigkeiten können heute mittels Augmented Reality App und der Unterstützung mit relevanten Anweisungen optimiert und effizienter durchgeführt werden. Unterbrechungen und komplexe Prozesse lassen sich somit vereinfachen. Und die Vorteile? Produktionen lassen sich

Agieren statt reagieren Cyber Security sollte deshalb auf jeder Agenda, auch des Managements weit oben stehen – und das nicht erst, wenn etwas schiefgegangen ist. Wer sich mit IoT und Industrie 4.0 beschäftigt, muss sich zwingend auch mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Es empfiehlt sich, auf einen systematischen Ansatz zu setzen und der Sicherheit das nötige Gewicht beizumessen. Internationale Standards (beispielsweise die ISO/IEC


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DIGITALE TRANSFORMATION IT-Sicherheit

270xx-Familie oder das Cyber Security Framework vom NIST; IoT-spezifischere Security Standards sind in Erarbeitung) bieten anerkannte Modelle für die Einrichtung, Umsetzung, Überprüfung und kontinuierliche Verbesserung auf Basis eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS). Technologisch liegt der Schlüssel zur Sicherheit in einer geeigneten Architektur und der entsprechenden Zonierung bei IoT und Industrie 4.0-Netzwerken. Einer der wichtigsten Aspekte stellt dabei die Identität, die Authentisierung und der Schutz der Daten dar, sowie im Backend die optimale Segmentierung der Umgebungen, Datenströme, Betriebsprozesse und Überwachung der so geschaffenen Zonenübergänge dar. So gilt es, verschiedene Verteidigungslinien (Lines of Defense) aufzubauen. Dabei muss jede Zone und jeder Zonenübergang mit entsprechenden Sicherheitsmassnahmen versehen werden. Hier gilt es, sich an den bewährten «Best-Practice»-Ansätzen zu orientieren. Vergessen Sie zudem nicht das regelmässige Update- und Patch-Management (auch) von IoT-Geräten. IoT als fester Bestandteil Ihrer Cyber Security IoT Security ist keine einmalige Angelegenheit, da sich die Risikosituation stetig ändert. Unter-

Bild: sellingpix/istockphoto.com

nehmen müssen kontinuierlich die aktuelle Bedrohungslage beobachten und ihr Sicherheitsdispositiv, unter Berücksichtigung von neuen Bedrohungen und Schwachstellen, optimieren und kontinuierlich verbessern. Wichtige Elemente einer Security Governance beinhalten deshalb Risk Assessments, organisatorische Audits, System Security Testing, Penetration Tests und Vulnerability Scans. Unternehmen sollten zudem jederzeit in der Lage sein, Sicherheitsvorkommnisse zu erkennen, schnell darauf zu reagieren und die Auswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Sicherheit darf kein Thema sein, dem man sich irgendwann hinterher widmet – womöglich erst, wenn ein Vorfall eingetreten ist. Wer sich mit IoT und Industrie 4.0 beschäftigt, muss sich auch mit Cyber Defence auseinandersetzen. Autor: Markus Limacher Head of Security Consulting InfoGuard AG

InfoGuard AG Lindenstrasse 10, 6340 Baar www.infoguard.ch

Cisco und Google Cloud bieten integrierte Lösungen Ab sofort steht die erste Generation integrierter Lösungen aus Cisco Collaboration- und GoogleProdukten zur Verfügung. Planen von Webex-Meetings in Google Kalender per Klick: Mit einem Add-on von G Suite, das in den kommenden Monaten erscheint, wird das Webex Meetings-Symbol angezeigt, sobald der Nutzer ein Meeting in Google Kalender plant. Ein Klick reicht, um ein Webex-Video-Meeting für Personen und Räume einzurichten. Die Teilnehmer treten einfach über ein Cisco-Videogerät bei und per Chrome-Browser reicht ein Klick – ohne Downloads oder Gastkonten. Einfügen von Cisco Anrufen und Meetings in Android Apps: Mit Hilfe des Webex Teams Android SDK können Entwickler Cisco CollaborationFunktionen einfach in Android Apps integrieren. So ist etwa ein Cisco-Video-Meeting über eine intelligente Brille möglich, in dem beide Teilnehmer das gleiche sehen.

Google Docs, Sheets, Slides und Forms in Webex Teams : Oft war für die Zusammenarbeit ein endloses Hin- und Herschieben von Dokumenten nötig. Durch die neuen Integrationen können Mitarbeiter nun Google-Dateien in Webex Teams Räumen veröffentlichen und anschliessend gemeinsam mit allen Team-Mitgliedern so oft bearbeiten wie sie wollen. Dabei sieht jeder Teilnehmer immer die neueste Version. KI-Unterstützung für Contact Center: Mehr als drei Millionen Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer weltweit nutzen die Cisco Contact Center Software. Sie wird nun mit der neuen AI-Lösung von Google Cloud erweitert. Mit Hilfe dieser einfachen, sicheren und flexiblen Lösung können Unternehmen mit wenig Erfahrung im Bereich Machine Learning im Contact Center KI-Funktionen einführen. Damit erhalten die Mitarbeiter automatisch passende Dokumente, um Fragen schneller und besser zu beantworten. Zudem lernt die Lösung kontinuierlich, um im Laufe der Zeit immer relevantere Informationen bereitzustellen. www.cisco.ch


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Cloud Computing DIGITALE TRANSFORMATION

KUMA365: ERP-Branchensoftware

aus der Cloud Mit KUMA365 bietet der ERP-Spezialist und Microsoft-Partner KUMAVISION eine für die Anforderungen von KMU massgeschneiderte Cloud-Offerte. Die Lösungen basieren auf Microsoft Dynamics und sind speziell auf Fertigungsindustrie, Handel, Dienstleistung sowie Medizinaltechnik zugeschnitten. Sicherer Betrieb (24 / 7)

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Mit über 20 Jahren Erfahrung und mehr als 1600 erfolgreich durchgeführten ERP-Projekten zählt KUMAVISION zu den leistungsstärksten MicrosoftPartnern in D-A-CH. Dieses Know-how hat das Unternehmen nun in die Cloud transferiert. Die ERP-Cloudlösungen bauen auf der Plattform Microsoft Dynamics NAV bzw. Microsoft Dynamics 365 (Business Central) auf und bieten umfangreiche branchenspezifische Funktionen. Dank zahlreicher Best-Practice-Prozesse können Unternehmen sofort produktiv starten. Ein flexibles Preismodell mit monatlicher Abrechnung ermöglicht die unkomplizierte Skalierung und sorgt für transparente Kosten.

tung, spielt Updates ein, erstellt Backups, leistet Support und hält die Lösung immer auf dem neuesten Stand. Weitere Dienstleistungen wie z.B. Prozess- und Branchenberatung gewährleisten einen effizienten praxisgerechten Systembetrieb.

Hochverfügbare Rechenzentren KUMAVISION arbeitet nur mit ISO 27001 zertifizierten Rechenzentren zusammen – für höchsten Datenschutz und optimale Datensicherheit. Diese bieten einen 24/7-Support sowie Schutz gegen Cyber-Attacken, Einbruch und Brand. Die garantierte Verfügbarkeit liegt bei mindestens 99,5 Prozent – ein Wert, der mit einer lokalen Installation kaum erreichbar ist.

KUMAVISION KUMAVISION ist Spezialist für ERP- und CRM Software auf Basis von Microsoft Dynamics. Die KUMAVISION Gruppe (KUMAVISION und EOS Solutions) ist der weltweit grösste Dynamics NAVIntegrationspartner und beschäftigt 680 Mitarbeiter an 25 Standorten in Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich.

Attraktive Services KUMA365 bietet auch eine Reihe von Services an, die die IT-Abteilung auf Anwenderseite nachhaltig entlasten. So sorgt ein durchdachtes Schulungsund Trainingskonzept für einen reibungslosen Start. Zudem übernimmt KUMAVISION die War-

Bereit für die digitale Transformation Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Business Modelle. KUMA365 unterstützt Industrie 4.0 und IoT-Szenarien durch eine ebenso flexible wie leistungsfähige Cloud-Plattform (Microsoft Azure). Integration und Datenaustausch mit Kunden, Lieferanten und Maschinen lassen sich damit drastisch beschleunigen.

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DIGITALE TRANSFORMATION Cloud Computing

Cloud for You Workplace

Cloud for You, ein Unternehmen der Köhli Informatik AG, hat zusammen mit kompetenten Partnern die flexible, kostengünstige und schlanke DaaS-Plattform Cloud for you «CFY» entwickelt. Diese stellt virtuelle Desktops als echten CloudService zur Verfügung und bietet so Anwendern einen sicheren, einfachen und schnellen Zugriff auf ihre virtuellen Desktops von jedem Gerät oder Browser aus. Es stehen 4 Vorschläge für virtuelle Desktops zur Auswahl, wenn die Ausstattung des virtuellen Computers nicht reicht, kann der virtuelle Desktop auch indviduell zusammengestellt werden. Zusätzlich können weitere passende Funktionen und Applikationen wie CRM, ERP, DMS und cloud Drive bezogen werden.

Bild: goldencow_images/AdobeStock.com

Der Desktop-Markt befindet sich im Wandel. Initiativen zur Nutzung eigener Geräte (BYOD) mehren sich, die Mobilität mittels Tablets, iPad, Smartphone sowie die Cloud gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das Management vieler Desktops ist aufwendig, der Trend geht deshalb von desktopzentrierten Architekturen hin zu anwendungszentrierten Modellen, genannt «Desktop as a Service» (DaaS).

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HR-Recruting JOB&KARRIERE

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Wertschätzung hält Mitarbeitende

länger im Unternehmen Die Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ist nicht immer einfach. Arbeitnehmer möchten vor allem positive Anreize und Wertschätzung erfahren.

Es ist ein statistischer Fakt, dass die Bevölkerungspyramide schrumpft. Wenn wir also nicht alle im Durchschnitt klüger werden, dann wird Kompetenz knapper.

Die Reaktion der Arbeitnehmer zeigt deutlich, dass sie dann langfristig bei einem Unternehmen bleiben, wenn dieses seine Mitarbeiter wertschätzend behandelt. Die negative Konsequenz, wenn dem nicht so ist: Es wird «mit den Füssen abgestimmt» und sich eine neue Stelle gesucht. Die grösste Herausforderung für Personalverantwortliche aktuell besteht also darin, die besten Köpfe für ihr Unternehmen zu gewinnen und diese langfristig zu binden. Daneben sieht Joachim Skura, HCM Thought Leader bei Oracle, noch weitere wichtige Themen, die HR-Manager dringend beachten sollten:

zelnen einzugehen – aber das ist nur ein Teilaspekt der «Mitarbeitererfahrung». Mindestens genauso wichtig sind Faktoren wie Teamdynamik und das Arbeitsklima insgesamt.

Employee Engagement Plus/2.0/4.0 Obwohl viele Unternehmen das Thema Talentmanagement in den Fokus gerückt und ihre Unternehmenskultur überdacht haben, zeigen sich meist wenige Verbesserungen. Stattdessen stagnieren die Produktivitätslevel der Arbeitnehmer weltweit seit Jahren – ein deutlicher Fingerzeig, dass hier noch viel Luft nach oben ist.

Kompetenz recruiten – nicht die «tolle Show» Beim Bewerbungsgespräch werden immer wieder falsche Massstäbe angesetzt respektive nicht die richtigen Fähigkeiten abgefragt. So kommt es nicht selten vor, dass Selbstvertrauen höher bewertet wird als die Kompetenz eines Kandidaten. Die «tolle Show» wirkt extrovertierter, ist beeindruckender, bekommt leider den Vorzug. Wie benchmarkt man aber diese Kompetenz? Indem man die Effizienz und Effektivität der Recruitingkanäle einschätzt und das Ergebnis der mittel- und lang-

Das Problem: Oftmals investieren Unternehmen viel Zeit und Geld, um auf die Bedürfnisse des Ein-

Ziel muss es demnach sein, den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, von dem sie mental und emotional profitieren und das sie so motiviert, stets ihr Bestes zu geben. HR muss das Business soweit verstehen, um relevante Projekte mitdiskutieren zu können und eine «Machen lassen»- und «Ausprobieren lassen»-Kultur kreieren.


JOB&KARRIERE HR-Recruting

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hier eine zentrale Rolle spielen müssen, wenn es darum geht, die richtige Balance zwischen den «menschlichen Fähigkeiten» und der «Effizienz der Maschinen» zu finden.

Bild: g-stockstudio/shutterstock.com

Gig Economy Freelance Engagements, illoyale Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, projektbezogene Denke: Das zeichnet die GIG Economy aus. Auch «Remote Working» fällt darunter. Der Arbeitsplatz entkoppelt sich von dem Ort. Mit steigender Fluidität der Belegschaft wächst auch die Bedeutung robuster Prozesse im Unternehmen, die solche agilen Arbeitsmodelle unterstützen. Schließlich bedeutet diese erhöhte Flexibilität für die Mitarbeiter mehr Belastung für die HR-Systeme und damit auch eine höheres Risiko, dass auch mal etwas zwischen die Stühle fällt. Das muss durch entsprechende performante Systeme aufgefangen respektive wettgemacht werden.

Neue Wege müssen im Recruiting beschritten werden, eingefahrene StandardRecruitingprozesse müssen hinterfragt und neue Sourcing-Prozesse für Mensch und Maschine ausbalancieren Wie Mitarbeiter entlohnt werden, wird auch von das Unternehmen Software und Roboter/Bots können heute schon Jobsuchenden als wichtiger Faktor der Wertschät- getestet werden. fristigen Performance im Unternehmen gegenüberstellt. Durch die Nutzung von HR Analytics und Big Data wird das in naher Zukunft in einem integrierten HR-System möglich sein. Mittlerweile haben jedoch viele HR-Manager erkannt, dass sie ihren Recruitingprozess flexibler gestalten, auf eine breitere Datenbasis stellen und weitere Erkenntnisse einbeziehen müssen, um wirklich fundierte Personalentscheidungen treffen zu können.

Belohnungsmechanismen neu erdenken Das Gehalt wird immer eine wichtige Rolle spielen. Heute treten aber auch andere Aspekte wie das Arbeitsklima verstärkt in den Vordergrund. Emotionale und mentale Zufriedenheit – kombiniert mit einer fairen Vergütung – werden angestrebt. «Machen dürfen», «ausprobieren dürfen» und Verantwortung übernehmen scheinen Facetten zu sein, die dies beflügeln.

viele repetitive Aufgaben übernehmen. Das erlaubt es dem Menschen, sich auf die intellektuell anspruchsvollen Aufgaben zu konzentrieren. Unter anderem können die Pflege von umfangreichen Excel-Listen sowie die Ablage von Betriebsvereinbarungen (und insbesondere das Wiederfinden) automatisiert werden. Update von Mitarbeiterdaten? Einfach dezentralisieren mit einer App. Kein BYOD (Bring your own device) implementiert? Schwierig. Zukünftig bedarf es einer Plattform, die es ermöglicht, sicher und personenindividuell auf Daten zuzugreifen. Wo auch immer sie sind, mit privaten oder firmeneigenen Devices.

zung im Unternehmen und der Werte des Unternehmens betrachtet. Teamarbeit wird grossgeschrieben, gemeinsam mit motivierten Kollegen und inspirierenden Vorgesetzten etwas «auf die Schiene bringen» sowie das Gefühl haben, dass das Unternehmen in ihre persönliche Entwicklung investiert. All diese Faktoren wirken sich positiv auf die Produktivität und Leistung aus.

Unternehmen müssen sich auf die anstehenden Veränderungen vorbereiten – je eher, desto besser, denn der technologische Wandel vollzieht sich heute mit enormer Geschwindigkeit. Entscheidend ist hierbei, einen Weg in die automatisierte Zukunft zu ebnen, der nicht nur die Unternehmensziele berücksichtigt, sondern auch Mitarbeitern eine Perspektive bietet, mit den neuen Technologien erfolgreich zu arbeiten. HR-ler werden

«Geschäftsführung und Management müssen diese Herausforderungen gemeinsam anpacken, um den kulturellen und technologischen Wandel erfolgreich zu meistern», erklärt Skura, HCM Thought Leader bei Oracle. «Der HR-Abteilung kommt dabei die wichtige Rolle zu, die Mitarbeiter auf diesem Weg ‹mitzunehmen›. HR hat ein sehr spezifisches Wissen über das menschliche Verhalten. Dieser Faktor wird und ist ein ‹mission critical factor›. So können das Unternehmen und HR den Mitarbeiter wirklich in den Mittelpunkt rücken und 2018 gemeinsam die spannenden und tollen Veränderungen unserer Zeit nutzen.» www.oracle.com


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Weiterbildung JOB&KARRIERE

ICT-Studiengänge

für Berufstätige Das Studienmodell der FFHS lässt Berufstätigen grösstmögliche zeitliche Flexibilität. Der grösste Anteil besteht aus dem zeit- und ortsunabhängigen Selbststudium.

Das Studium an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) ist ganz auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten. Das Studienmodell kombiniert verschiedene Formen des E-Learning mit klassischem Face-to-Face-Unterricht. Der grösste Anteil kann im begleiteten Selbststudium zeit- und ortsunabhängig absolviert werden, unterstützt von einer Online-Lernplattform. Die Studierenden lernen, wann und wo es gerade passt, auf der Pendlerstrecke, zu Hause oder auf Geschäftsrei-

se im Ausland. An durchschnittlich zwei Samstagen pro Monat treffen sie sich zum Face-to-Face-Unterricht – wahlweise in Zürich, Bern, Basel oder Brig. Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik Richtung Business Information Management Wirtschaftsinformatik Richtung Digital Connected Society Informatik mit den Vertiefungen Data Science, Enterprise Computing oder IT-Sicherheit Praxisintegriertes Bachelor-Studium Informatik Master of Advanced Studies Web4Business Business- & IT-Consulting

Industrie 4.0 – Smart Engineering & Process Management Diploma of Advanced Studies Applikationsentwicklung Data Science Web Engineering Certificate of Advanced Studies (Auswahl) Cloud Computing IT & Law Change & Service Management Business Process Management

Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) Zürich, Basel, Bern, Brig ffhs.ch/ict

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für Professionals Zeit- und ortsunabhängig studieren an der Fernfachhochschule Schweiz BSc Informatik BSc Wirtschaftsinformatik

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JOB&KARRIERE Weiterbildung

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Bildung am Puls der Zukunft:

Technology & Leadership Seminare weiss, wie diese in der Praxis angewendet werden», erklärt der Leiter IFA Business Development Josef Jörger. Ein weiterer thematischer Strang bildet der Begriff Agilität. Seminare und Zertifizierungen zu Agile Leadership, Agiles Projektmanagement, Kanban, Lego4Scrum, ISTQB, IREB oder SAFe – um nur einige zu nennen – stehen bereits heute im IFABildungsportfolio. Wie wird die Softwarequalität in agilen Entwicklungs-Frameworks sichergestellt? Im IFA-Seminar Certified Agile Tester stehen dabei nicht die Methoden oder Techniken, sondern die Menschen und Teams im Mittelpunkt. Abgeschlossen wird der Kurs mit einem international akkreditierten Zertifikat: ISQI Certified Agile Tester.

«Dank unseren modernen Schulungsräumen in Bern, St. Gallen und Zürich sind wir flexibel bei der Durchführung Ihres Seminars», Josef Jörger, Business Development Manager, IFA Weiterbildung AG.

Ein erfahrenes Seminar-Entwicklungsteam aus Dozierenden und Branchenexperten entwickelt seit Januar 2018 unter der Leitung von Josef Jörger neue Bildungsangebote für IFA – Die Höhere Fachschule der Digitalen Wirtschaft. «Unsere Seminare und Workshops bieten unseren Kunden einen echten Mehrwert. Wir zeigen konkrete Wege auf, wie sie die technologischen Herausforderungen mit ihren Firmen meistern», so Josef Jörger. Die Seminarreihen folgen aktuellen Trends und sind durchgängig aufeinander abgestimmt. So entstehen aus den Blockchain-Seminaren für Management und Softwareentwickler weitere Vertiefungs- und Ergänzungsformate wie Blockchain Security oder Datenschutz. Für die Entwicklung und Durchführung dieser Seminare hat IFA mit den Trust Square Co-Founder KACO und Dezentrum die idealen Partner gefunden und innert kürzester Zeit drei Seminare auf den Markt gebracht. «Wir wollen mit einem TechnologiePartner zusammenarbeiten, der nicht nur die theoretischen Aspekte kennt, sondern auch genau

Die digitale Transformation verändert nahezu alle Unternehmen. Der Faktor Mensch gewinnt an Bedeutung, es zählen Netzwerke und Agilität statt fixer Strukturen und Prozesse. Mitarbeiterführung ist dadurch in etlichen Aspekten komplexer geworden. Das Seminar Agile Leadership 4.0 geht auf diese Herausforderungen ein und zeigt auf, welche persönlichen Fähigkeiten und Haltungen nötig sind, um in der digitalen Arbeitswelt das Beste herauszuholen. IFA ist die führende Anbieterin höherer Berufsbildung in den Bereichen Wirtschaft und Informatik in der Deutschschweiz mit modernen Schulungsräumen in Bern, St. Gallen und Zürich. Mehr Informationen zu IFA sowie weiteren Seminaren und Zertifizierungen finden Sie auf: www.ifa.ch/seminare Die Höhere Fachschule der Digitalen Wirtschaft

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Vom 25. bis 27. September 2018 präsentieren rund 60 der wichtigsten Schweizer Unternehmen im Bereich physikalischer und kabelloser Kommunikationsinfrastruktur ihre Produkte und Dienstleistungen. Die Com-Ex ist die einzige Fachmesse in der Schweiz, die sich fokussiert dem Thema widmet. www.com-ex.ch

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Datacenter, Einrichtung, Ausrüstung und Betrieb Ausgabe September 2018

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