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Baustoffe

SO WERDEN AUS GIPSABFÄLLEN NEUE ROHSTOFFE Die Rigips AG hat das Wiederverwertungspotenzial vom Naturmaterial Gips schon früh erkannt und bereits 2011 das erste Gips-Recycling-Werk der Schweiz eröffnet. Der zurückgewonnene Rohstoff wird heute zu 100 % für die Produktion neuer Vollgipsplatten verwendet und kann theoretisch unendlich rezykliert werden. Schon seit Jahrzehnten wird Gips vielseitig eingesetzt. Vor allem im Gebäudebau wird heutzutage die Nutzungsflexibilität und Wirtschaftlichkeit des natürlichen Baustoffes geschätzt, der pH-neutral sowie unbrennbar ist und gar überschüssige Feuchtigkeit sowie Wärme aus der Raumluft aufnehmen kann. Zudem ist Gips eine der wenigen Ressourcen, die auch in der Schweiz vorhanden sind und abgebaut werden können. Ökologischer Gipsabbau

Der Trockenbaupionier Rigips AG baut seit mehr als 70 Jahren in seinen Schweizer Steinbrüchen nach strengen eidgenössischen und kantonalen Vorschriften Gips ab. Dabei wird viel Wert auf eine energieeffiziente Produktion gelegt. Daher liegen die Produktionswerke entweder direkt neben dem Steinbruch oder an einer Bahnlinie. Zudem werden um-

weltfreundliches Erdgas sowie Ökostrom für die Verarbeitung des Rohstoffes verwendet und die Abbaustätten werden anschliessend in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen, Gemeinde und Kantonen renaturiert, um Raum für Tiere und Pflanzen zu bieten und die Artenvielfalt zu fördern. Unendlicher Gips-Kreislauf

Um unnötige Bauschutt-Abfälle bei der Gips-Produktion und -Verarbeitung zu verhindern, setzt Rigips seit 2011 auf einen geschlossenen Kreislauf in seinem Betrieb und hat das Projekt RiCycling® ins Leben gerufen. Dieses führt von der Herstellung und dem Gebrauch über den Rückbau und das Recycling bis hin zur Produktion von neuen Produkten. Denn die chemischen Eigenschaften des Naturstoffes Gips erlauben eine vielfache – theoretisch sogar unendliche – Aufbereitung und Wiederverwendung.

Im eigens gebauten RiCycling® Werk in Granges (VS) werden Gipsreststoffe fachgerecht in die Hauptkomponenten Gips und Papier getrennt. Anschliessend werden diese Recyclingprodukte ohne negativen Einfluss auf die Qualität in die entsprechenden Produktionsprozesse zurückgeführt. Der gewonnene Gipsrohstoff wird sofort und zu 100 % für die Produktion neuer Alba® Vollgipsplatten verwendet, die direkt am selben Standort hergestellt werden. Gesamtschweizerische Logistikkette für mehr Nachhaltigkeit

Neben der Wiederaufbereitung beruht das RiCycling® Konzept auf einer gesamtschweizerischen Logistikkette mit Spezialfirmen. Auf Bestellung liefern Partnerunternehmen Sammelbehältnisse direkt auf die Baustellen. Die Verarbeiter sammeln darin Abschnitte von Gips-

Auf Bestellung liefern Partnerunternehmen Sammelbehältnisse direkt auf die Baustellen, um darin Abschnitte von

Der zurückgewonnene Gips-Rohstoff wird zu 100 % für die

Gipsbauplatten sowie Gips-Grundputze aller Hersteller zu sammeln.

Produktion neuer Alba® Vollgipsplatten verwendet.

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Nachhaltiges BAUEN 2019

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