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2/17 | September | CHF 8.– www.kompassmagazin.ch

KOMPASS

MANAGEMENT

Medizinprodukte vor einem Preisschub? | 10

Das Schweizer Magazin für Spital | Heim | Gesundheitszentrum | Privatklinik

PFLEGE

Neues Pflegekonzept auf dem Prüfstand | 14

BILDUNG

Gesundheitsberufe immer beliebter | 18


Unser Leistungsspektrum

Die Gesundheitswelt der Zukunft denken Careum bildet, schult und berät Lernende und Lehrende, Partner und Entscheidungsträger sowie Patienten und Angehörige Das Careum Bildungszentrum ist mit seinem wegweisenden Ansatz schweizweit eine der grössten Bildungsinstitutionen für Gesundheitsberufe. Durch zeitgemässe Pädagogik und effizienten Transfer in die Praxis bietet das Careum Bildungszentrum den Lernenden und Studierenden eine optimale Vorbereitung auf den Berufsalltag und ermöglicht weitere Ausbildungsperspektiven im Gesundheitswesen. Die Kalaidos Fachhochschule Departement Gesundheit bietet in Zürich auf dem Careum Campus berufsbegleitende modulare Ausbildungs- und Weiterbildungsstudiengänge für dipl. Pflegefachpersonen und andere Health Professionals an. Berufsintegrierende Transferaufgaben und selbstgesteuertes Lernen sind ein Gewinn für Studierende und ihre Arbeitsorte. Careum Weiterbildung bietet praxisorientierte Lehrgänge, Kurse und Tagungen an für Fach- und Führungspersonen in den verschiedenen Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens wie Spitäler, Heime, Spitex, Rehakliniken, Hausarztpraxen, Gesundheitszentren. Standort ist Aarau. Das Kursprogramm Evivo «Gesund und aktiv leben» fördert das Wissen und die Kompetenzen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen durch einen evidenzbasierten Ansatz der Selbstmanagementförderung bei chronischer Krankheit. Careum verbreitet und vermittelt Lehr- und Lerninhalte und produziert Lehrmittel Der Careum Verlag entwickelt und produziert Lehrmittel für Berufe im Gesundheitswesen und im Sozialbereich. Die modernen Bildungsmedien werden auf Sekundar- und Tertiärstufe sowie in der Weiterbildung eingesetzt. Mit Edubase bietet der Careum Verlag eine integrale Komplettlösung für digitale und gedruckte Publikationen an.

Careum forscht und entwickelt für eine zukunftsorientierte Bildung im Gesundheitswesen Das Kompetenzzentrum für Bildungsentwicklung bringt in Zusammenarbeit mit Partnern Entwicklungen zu Bildung und Wissensmanagement voran. Dabei wird die Zielsetzung verfolgt, künftige Fachpersonen auf die dynamische Berufswelt im Gesundheitswesen vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen selbstgesteuertes und interprofessionelles Lernen. Careum Forschung betreibt als Forschungsinstitut der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit Forschung und Entwicklung zur ambulanten und häuslichen Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, interdisziplinär Erkenntnisse zu innovativen Pflegeformen und nutzerorientierten Versorgungsansätzen zu erarbeiten und im Bereich «Leben mit chronischer Krankheit» massgebliche Wirkung zu erzielen. Careum fördert, vernetzt und kooperiert mit anderen Partnern Die Careum Stiftung bietet mit dem Careum Congress, dem Careum Forum, dem Careum Dialog und Sciana: The Health Leaders Network ideale Gelegenheiten zum Gedankenaustausch über zukunfts weisende Fragestellungen der Gesundheitsgesellschaft. Der Careum Campus fördert aktiv die Kultur der Zusammenarbeit: «Voneinander, übereinander und miteinander lehren, lernen und forschen». Hier werden Zukunftsszenarien und Innovationsprojekte für Bildung und Gesundheitsversorgung in Kooperation mit Partnern durch Forschung und Entwicklung initiiert und vorangebracht. Die Förderprogramme von Careum sind im Sinne des Stiftungszwecks in der Bildung des Gesundheitswesens angesiedelt und umfassen die Nachwuchs- und Talentförderung auf verschiedenen Ausbildungsstufen: Careum Stipendium, Mentoring Programm.

www.careum.ch


EDITORIAL

Beliebt

Top News

Berufe im Gesundheitswesen sind bei Neueinsteigern und Quer-

Preis für Qualitätspioniere

einsteigern beliebt. Zahlen belegen das: Im vergangenen Jahr haben fünf Prozent mehr Fachmänner und Fachfrauen Gesundheit ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen als im Jahr davor. Na ja, es werden vor allem Fachfrauen sein. Bei den Männern besteht noch Aufholbedarf. Bei den Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales beträgt die Zunahme sogar satte 19,8 Prozent. Das sind stolze Zahlen. Nachzulesen auf der Seite 18 dieser Ausgabe. Aber die Zahlen geben keinen Anlass, in den Bemühungen um die Attraktivität der Berufe im Gesundheitswesen nachzulassen. Denn bei den Gesundheitsberufen zeichnet sich für die Zukunft der mit Abstand grösste Arbeitskräftemangel in unserem Land ab. Die Lage ist kritisch. Von den Ärzten bis zum Pflegepersonal: Es fehlt bereits heute an vielen Ecken und Enden an hoch qualifiziertem Personal. Das heisst für alle verantwortlichen Stellen, die Anstrengungen zur

Fortschrittlich und praxisbewährt: Diese Eigenschaften haben jene Qualitätsprojekte aus dem Schweizer Gesundheitswesen, welche die Innovation Qualité gewinnen wollen, die neue Auszeichnung der Schweizerischen Akademie für Qualität in der Medizin SAQM. Die Qualitätsorganisation der FMH macht damit die innovativen Ideen engagierter Pioniere bekannt, die das Gesundheitswesen auf lange Sicht voranbringen. Die Ausschreibung dauert bis zum 8. Dezember 2017. Ob Ärztin, Pflegefachmann, Hebamme, Rehabilitationsmanagerin oder IT-Verantwortlicher: Wer im Schweizer Gesundheitswesen arbeitet und ein innovatives Qualitätsprojekt zum Erfolg geführt hat, sollte sich damit um die Innovation Qualité 2018 bewerben. Es sind drei Preiskategorien ausgeschrieben. www.innovationqualite.ch

Attraktivitätssteigerung der Berufe im Gesundheitswesen weiter zu intensivieren – von der Ausbildung bis zu den Anstellungs-

bedingungen, von den Weiterbildungsangeboten bis zu den Aufstiegschancen. Die vorliegende Ausgabe von KOMPASS ist ein Mosaikstein in diesen Bemühungen. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre!

Harald Fessler Herausgeber

Einsatz für Serviceroboter Seit diesem Juli setzt die Tagesklinik Glarus, welche die Firma F&P Robotics mit der Entwicklung eines Roboters beauftragt hatte, P-Rob aktiv ein. Realisiert wurde das Projekt als Anwendung im nicht invasiven Therapiebereich der mechanischen Impulsgebung. Anschaulich überzeugt der kollaborative Serviceroboter mit dieser konkreten Einsatzmöglichkeit im Dienste des Menschen und lässt eine Vielzahl weiterer möglichen Anwendungen erahnen. www.fp-robotics.com

Peter Büchel Chefredaktor

KOMPASS 02 / 2017

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Inhaltsverzeichnis 14

© Giulio_Fornasar - Fotolia.com

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Fokus

Management

Die ganzheitliche Datensicherheit

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Verschärfte Verordnung – ein Preisschub?

Viele Krankenhäuser schützen ihre IT-Systeme noch nicht

Die EU hat am 5. Mai 2017 die neue Medizinprodukte-

ausreichend vor Cyber-Attacken – das haben Hackerangriffe

Verordnung veröffentlicht, mit der die Medizinprodukte

der letzten Monate deutlich gezeigt. Sie benötigen eine ganz-

strenger reguliert werden. Welche Konsequenzen hat

heitliche Verteidigungsstrategie, die auf fünf wesentlichen

das für die Schweiz?

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Bausteinen basiert. Mikrobiologische Kontrollen

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Die Anforderungen an die Hygiene für Spitäler, Kliniken

8

Inside Netzwerk für Führungskräfte gegründet

und Heime steigen stetig. Mikrobiologische Kontrollen sind deshalb heute aktueller denn je.

Stabübergabe am Kantonsspital Aarau Signomatic lanciert die Kampagne #unsichtbar Mundtrockenheit: Betagte als Risikogruppe

IMPRESSUM Kompass | Das Magazin für Spital, Heim, Gesundheitszentrum und Privatklinik | www.kompassmagazin.ch | Herausgeber: Harald Fessler, 9434 Au, harald.fessler@bluewin.ch | Verlag/Aboservice: UTK Media GmbH, Sonnenstrasse 8, CH-9434 Au SG, Telefon +41 (0)71 744 94 90, Fax +41 (0)71 744 94 91, info@utk.ch | Anzeigenleitung: UTK Media GmbH, Daniela Mares, Sonnenstrasse 8, CH-9434 Au SG, Telefon +41 (0)71 744 94 93, daniela.mares@utk.ch | Anzeigenverkauf: Harald Fessler, Telefon +41 (0)79 631 50 21, harald.fessler@bluewin.ch, Severin Schumacher, Telefon +41 (0)71 966 60 80, severin.schumacher@utkmedia.ch, Pascal Tobler, Telefon +41 (0)71 966 60 03, pascal.tobler@utkmedia.ch | Chefredaktion: Peter Büchel, Eichbergstrasse 37, CH-9453 Eichberg, buechel@bluewin.ch | Layout/Grafik: Katja Lira, Sandgruebstrasse 14, CH-9437 Marbach, lira_manser@bluewin.ch | Koordination/Druck: international media solutions IMS AG, Harald Fessler, Sonnenstrasse 8, 9434 Au, www.imsag.ch Abonnementspreise: Jahresabonnement CHF 32.–; Einzelnummer CHF 8.– inkl. Porto und MwSt., 4 Ausgaben pro Jahr | Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit Genehmigung der Redaktion erlaubt. Dies gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken, Internet und die Vervielfältigungen auf CD-ROM. Für unverlangte Zusendungen und Manuskripte lehnen Redaktion und Verlag jede Haftung ab. Soweit in Kompass ein bestimmtes Medikament oder die Dosierung oder Indikation eines bestimmten Medikaments erwähnt ist, bitten Autoren, Redakteure und Verlag, vor Verabreichung des Medikaments die Empfehlung des Herstellers in punkto Dosierung, Indikation und Kontraindikation genaustens zu prüfen. Copyright © 2015 Kompass

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INHALTSVERZEICHNIS

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Technologie Die digitale Gesundheitsökonomie

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In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird ein Blockchain-Ökosystem entstehen, das die Gesundheitsbranche revolutioniert.

Equipment & News Inhouse Convenience mit Vorteilen

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Inhouse Convenience nutzt die Vorteile der Convenience-Produktion und vermeidet die Nachteile der industriellen Fertigung.

Pflege 14

Neues Pflegekonzept auf dem Prüfstand

Bezugsquellen

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News

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Am fünften St. Galler Demenzkongress vom 15. November 2017 dreht sich alles um das Thema «Personzentriert pflegen».

Saviva erweitert Gesundheitslogistik

Bildung

«Smart Storage» RFID-Lagerungskit

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Umsteigen zur MPA als Chance Mit der Weiterbildung zur Medizinischen Praxisassistentin

Liegen für den MRT-Bereich Trauer- und Erinnerungsbuch

bieten die FREI’S Schulen Luzern interessierten Personen eine neue berufliche Chance. Titelbild: © Kzenon - Fotolia.com

Beliebte Gesundheitsberufe

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2016 haben schweizweit fünf Prozent mehr Fachmänner und Fachfrauen Gesundheit ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Nicht nur besser

[ANDERS] www.imsag.ch international

media solutions


© Giulio_Fornasar - Fotolia.com

Die ganzheitliche Datensicherheit Viele Krankenhäuser schützen ihre IT-Systeme noch nicht aus­ reichend vor Cyber-Attacken – das haben die Hackerangriffe der letzten Monate deutlich gezeigt. Sie benötigen eine ganzheit­liche Verteidigungsstrategie, die auf fünf wesentlichen Bausteinen basiert.

Während Krankenhäuser medizinisch teilweise auf höchstem technischen Niveau arbeiten, behandeln sie das Thema IT-Sicherheit bislang oft stiefmütterlich. Dass sich das dringend ändern muss, verdeutlichen nicht zuletzt die erfolgreichen Cyber-Attacken der jüngsten Vergangenheit, die sogar dazu führten, dass Operationen verschoben werden mussten. Es muss ein Umdenken geben: IT-Sicherheit soll den Stellenwert erhalten, den sie in anderen Branchen bereits geniesst.

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KOMPASS 02 / 2017

Um eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie zu realisieren, sollten Krankenhäuser die folgenden Aufgaben angehen: 1. Risikobewertung durchführen Erster Schritt bei der Umsetzung einer ganzheitlichen Verteidigungsstrategie ist die Risikobewertung (Risk Insight). Jedes Krankenhaus weist ein individuelles Risikoprofil auf, das sich durch eine Klassifizierung und Risikobewertung der schützenswerten Daten und Prozesse ermitteln

lässt. Um Sicherheitslücken für potenzielle Attacken zu entdecken, sollten Kliniken neben den klassischen Security-Assessments auch gezielte Penetrations- und Vulnerability-Tests durchführen. Dabei bietet es sich an, auf die Expertise von etablierten Cyber-Defense-Unternehmen mit Erfahrungen im Schweizer Markt zurückzugreifen. 2. Operationsund Nachsorgebereich sichern Besondere Gefahr droht, wenn Hacker


FOKUS: DATENSICHERHEIT

kritische Anlagen attackieren, um sie mit falschen Daten oder Werten zu sabotieren. Um die Ausbreitung von Angriffen in kritische Bereiche zu unterbinden, sollten Krankenhäuser ihr Netzwerk in Segmente für die klassische Office-IT, das Patienten-Management-System und den OP-Bereich trennen. Ein mögliches Einfallstor

«Krankenhäuser behandeln das Thema IT-Sicherheit bislang oft stief­mütterlich.»

für Hacker sind Schnittstellen zur Fernwartung von Krankenhaussystemen und Medizingeräten. Diese Schnittstellen sind genau zu analysieren und Schwachpunkte durch technische und organisatorische Massnahmen zu beheben. Ausserdem sollten Kliniken bereits beim Einkauf von Systemen und IT-Lösungen das Thema IT-Sicherheit zu einem wesentlichen Bestandteil der Produktbewertungen machen. Zudem ist es erforderlich, regelmässige Updates zur Schliessung von Sicherheitslücken durchzuführen und gespeicherte Daten sicher zu löschen, wenn Geräte nicht mehr genutzt werden. 3. Datenabfluss unterbinden Hacker verfolgen beim Angriff mit Malware häufig das Ziel, Patientendaten oder Betriebsinformationen zu stehlen. Krankenhäuser sollten daher zum einen auf bewährte Verfahren für die E-Mail- und

«Nur Bangen und Hoffen ist angesichts der aktuellen Entwick­lung definitiv zu wenig.»

Web-Sicherheit sowie die Advanced-Threat-Prevention zurückgreifen. Darüber hinaus empfiehlt sich aber die Implementierung zusätzlicher Lösungen. So kann eine

Autor Kai Grunwitz, Senior Vice President EMEA bei NTT Security: «Es muss ein Umdenken geben: IT-Sicherheit soll auch im Gesundheitswesen den Stellenwert erhalten, den sie in anderen Branchen bereits geniesst.»

„Controlled Open Passage“ etwa nicht autorisierte Kanäle wie externe Datenträger sperren oder Inhalte von erlaubten Kanä-

nahmen und Prozesse zur Umsetzung von Sicherheitszielen definiert. Hinzu kommt die Umsetzung von spezifischen Vorgaben im medizinischen Bereich wie die IEC 80001-1 für medizinische IT-Netzwerke.

«Auch im Gesundheits­ wesen müssen die Cyber-Security-Strategien jetzt auf einen modernen Stand gebracht werden»

5. Incident-Response-Plan erstellen Wie in allen Unternehmen gibt es auch in Krankenhäusern keine hundertprozentige IT-Sicherheit. Deshalb sollten sie sich mit detaillierten Ablauf- und Notfallplänen für die Behandlung unterschiedlicher Sicherheitsvorfälle rüsten. Dazu sind beispielsweise Verantwortlichkeiten festzulegen, Aufgaben zu definieren, Schadensfälle zu klassifizieren oder Kommunikationsmassnahmen zu regeln.

len wie E-Mail mit einer Data-Loss-Prevention (DLP)-Lösung überwachen. Eine inhalts- und kontextbasierte Klassifizierung und Verschlüsselung schützt Daten nicht mehr nur anhand ihres Speicherorts, sondern abhängig von Inhalt und Vertraulichkeit. Genauso wichtig wie die Systeme sind aber auch die Menschen. Ärzte, Pflegekräfte und das Verwaltungspersonal müssen für potenzielle Bedrohungen sensibilisiert und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Daten aufgefordert werden.

Auch im Gesundheitswesen müssen die Cyber-Security-Strategien jetzt auf einen modernen Stand gebracht werden – das haben die jüngsten Angriffe auf Kliniken deutlich vor Augen geführt. Nur Bangen und Hoffen ist angesichts dieser Entwicklung definitiv zu wenig.

4. Klinikweite Sicherheitsrichtlinien implementieren Darüber hinaus sollten Krankenhäuser ein Information Security Management System (ISMS) einführen, das Richtlinien, Mass-

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INSIDE

Inside

News/Events/People

Liebe Leser An dieser Stelle informieren Sie erfahrene dipl. Dental­ hygienikerinnen HF zu Mund­ hygiene-Themen. Diesmal geht es um

Mundtrockenheit Wenn der Speichelfluss nicht in genügender Menge vorhanden ist, entsteht eine Mundtrockenheit (Oligosialie). Die schützenden Eigenschaften des Speichels sind also nicht mehr oder kaum mehr vorhanden. Ist die Mundtrockenheit mit ungenügender Mundhygiene kombiniert, entstehen in kürzester Zeit Karies und Entzündungen, die zum Zahnverlust führen können. Ursachen für Mundtrockenheit Als bedeutendste Ursachen, die zu einer andauernden Mundtrockenheit führen, sind vor allem die speicheldrüsenhemmende Nebenwirkung von zahlreichen Medikamenten und das verminderte Durstgefühl zu nennen. Beide Ursachen sind bei betagten Menschen in den meisten Fällen zutreffend, wodurch diese Personen eine Risikogruppe bilden. Massnahmen bei Mundtrockenheit Zwingend sind eine gute Mundhygiene und die Verwendung fluoridhaltiger Produkte, je nach Ausmass der Mund­trockenheit häufiger oder konzentrierter. Ebenfalls soll auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser oder ungesüsster Tee) geachtet werden. Ausserdem regt eine kauaktive Nahrung die Speichelproduktion an.

www.dentalhygienists.ch www.gaba.com

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Die Sciana-Teilnehmer beim ersten Treffen in Salzburg

Netzwerk für Führungskräfte gegründet Drei Partner aus Grossbritannien, der Schweiz und Deutschland haben das internationale Sciana-Netzwerk ins Leben gerufen. Es bringt Führungskräfte und Schlüsselpersonen aus dem Gesundheitswesen zusammen, die im internationalen Austausch an Lösungen für Probleme in der Gesundheitsversorgung arbeiten werden. Das Sciana-Netzwerk ist eine gemeinsame Initiative der britischen Health Foundation, der schweizerischen ­Careum Stiftung und der Robert Bosch Stiftung, durchgeführt von der Dialogplattform Salzburg Global Seminar. www.sciananetwork.org •

Prof. Dr. med. Gabriel Schär (links) und PD Dr. med. Dimitri Sarlos

Stabübergabe am Kantonsspital Aarau Per. 1. August übernahm PD Dr. Dimitri Sarlos, Chefarzt der Gynäkologie und Gynäkologischen Onkologie, die Leitung der Frauenklinik am KSA. Der bisherige Klinikleiter Prof. Dr. Gabriel Schär bleibt der Frauenklinik in seiner Position als Chefarzt der Urogynäkologie, Leiter des Beckenbodenzentrums sowie als Mitglied der Geschäftsleitung erhalten. Für Kontinuität in der zu den fünf wichtigsten Frauenkliniken der Schweiz zählenden Aarauer Institution ist damit gesorgt. www.ksa.ch •

Signomatic lanciert die Kampagne #unsichtbar In Zusammenarbeit mit Mental Health Europe, der grössten europäischen Dachorganisation für die Rechte von Menschen mit psychischen Problemen, hat das Unternehmen Signomatic die Kampagne #unsichtbar gestartet. Damit soll das Bewusstsein für psychische Gesundheit erhöht und der Stigmatisierung von seelischen Erkrankungen entgegengewirkt werden. Mit Hilfe von Aufklebern will Signomatic Menschen dazu ermutigen, über eine immer noch tabuisierte Krankheit zu sprechen und die Arbeit zur Bekämpfung von psychischen Problemen zu unterstützen. www.signomatic.ch •


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© Grace Winter/pixelio.de

Verschärfte Verordnung Die EU hat am 5. Mai 2017 die neue Medizinprodukte-Verordnung veröffentlicht, mit der die Medizinprodukte strenger reguliert werden. Die Schweiz ist daran, die verschärften EU-Regelungen möglichst zeitnah ins Schweizer Recht zu übernehmen.

Kenner der Materie hatten es befürchtet: Die neue Medizinprodukte-Verordnung der EU (Medical Device Regulation, MDR) wird das Inverkehrbringen medizintechnischer und chirurgischer Erzeugnisse erheblich verkomplizieren. Ob Pflaster, Prothese, Hörgerät, OP-Besteck, Dialysegerät oder Kontaktlinse – wer im-

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mer Produkte zur Diagnose, Prophylaxe, Linderung oder Heilung von Krankheiten und Verletzungen fertigt oder vertreibt, muss sich nun mit einer Fülle neuer Richtlinien beschäftigen. «Vor allem kleine und mittelständische Hersteller treffen die praktischen Folgen

der neuen EU-Verordnung recht hart; allein die Umsetzung der künftigen Dokumentationspflichten bedeutet einen massiven Mehraufwand», sagt Dominic Konrad, CEO des renommierten Beratungsunternehmens IQC, das Validierungspartner vieler namhafter Medizinprodukte-Hersteller ist.


MANAGEMENT

Kompetenzprogramm entwickelt Eigens zugeschnitten auf die neue Situation hat IQC in den letzten Wochen ein Kompetenzprogramm entwickelt, das zum Ziel hat, die Regulierungs- und QM-Experten der Medizinprodukte-Hersteller fit zu machen für die Vorgaben der neuen EU-Verordnung und die praktische Umsetzung ihrer Richtlinien. Eingeläutet wurde es Ende Juni auf dem IQC-Infotag in Tuttlingen/Deutschland, der ganz im Zeichen der neuen MDR (Medical Device Regulation) stand. Entsprechende Schulungen starten dann mit einem ersten IQC-Expertenseminar am 9. November 2017.

zeitgleich mit der ebenfalls neuen EU-Verordnung zur In-Vitro-Diagnostik (IVDR) – möglich. «Wir sehen darin eine Chance für viele Hersteller, da ihnen diese eingebaute Verzögerung den Raum gibt, sich intensiv

Unmittelbaren Handlungsbedarf für die Medizinprodukte-Hersteller sieht IQC vor allem, weil die neue MDR in vielen Bereichen tiefe Einschnitte vornimmt und neue Regeln aufstellt. Dominic Konrad nennt Beispiele dafür: «Alle bisherigen Konformitätserklärungen und EG-Bescheinigungen verlieren ihre Gültigkeit, die Klassifizierung vieler Produkte und alle Technischen Dokumentationen sind zu überprüfen, vielerorts müssen klinische Bewertun-

einzuarbeiten und alle durch die neue Verordnung nötigen Validierungen rechtzeitig anzugehen», sagt Konrad.

«Die neue EU-Verordnung nimmt in vielen Bereichen tiefe Einschnitte vor.»

gen neu erstellt werden, viele Melderisten verkürzen sich und die Firmen werden enger an die EUDAMED-Datenbank angebunden – und das sind bei Weitem nicht alle Neuerungen. Grundsätzlich steigen auf fast allen Gebieten die Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter.» Eingebaute Verzögerung als Chance Ein Unsicherheitsfaktor für die praktische Umsetzung der neuen EU-Verordnung ergibt sich durch die Tatsache, dass mit ihrem Geltungsbeginn alle benannten Stellen in Europa ihre Autorisierung verlieren. Da sich nämlich durch die Neuverordnung der Rechtsrahmen ändert, müssen alle Anträge auf Benennung neu gestellt werden. Das ist aber erst sechs Monate nach Inkrafttreten der neue MDR – vermutlich

«Die Schweiz muss die neue EU-Verordnung zeitgerecht in nationales Recht überführen.»

Mit der Validierung der Prozesse und computergestützten Systeme kann ein Hersteller von Medizinprodukten nicht nur die Erfolgsaussichten beim Vermarkten seiner Erzeugnisse steigern, sondern auch sein Haftungsrisiko senken. Konsequenzen für die Schweiz Die Schweizer Medizinprodukteverordnung (MepV) ist seit 1. Januar 2002 in Kraft. Dabei wurden die Europäischen Medizinprodukte-Richtlinien für aktive Implantate, klassische Medizinprodukte und In-Vitro-Diagnostika ins Schweizer Recht integriert. Anpassungen erfolgten per 1. April 2010 im Rahmen des Heilmittelverordnungspaketes III, bei dem das Schweizer Recht mit den revidierten Medizinprodukterichtlinien der EU harmonisiert wurde, die seit dem 21. März 2010 gelten. Per 15. April 2015 wurden parallel zur EU die Anforderungen für die Konformitätsbewertungsstellen erhöht («Kleine MepV-Revision»). Die Schweiz ist über das Abkommen Schweiz-EU über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen (Mutual Recognition Agreement, MRA, Kapitel 4) in die europäische Marktüberwachung und den europäischen Binnenmarkt für Medizinprodukte eingebunden.

nenmarkt für Medizinprodukte teilnehmen will und technische Handelshemmnisse vermieden werden sollen. Gleichzeitig ist es für die Sicherstellung einer effektiven und effizienten Marktüberwachung in der Schweiz unabdingbar, Zugang zu den bisherigen und neuen Datenbanken sowie Expertengruppen der EU zu erhalten. Zeitgerechte Anpassungen Das Bundesamt für Gesundheit BAG nimmt im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern die Umsetzung der neuen EU-Verordnung in Schweizer Recht wahr. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Swissmedic, dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und der Direktion für europäische Angelegenheiten (DEA). Der Bundesrat beabsichtigt, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Anpassungen im schweizerischen Recht zeitgerecht vorzunehmen. Dadurch soll vermieden werden, dass für die Schweizer Medizinproduktehersteller Nachteile im Europäischen Binnenmarkt entstehen und die Sicherheit der Produkte auf dem Schweizer Markt gewährleistet bleibt. Ein Preisschub? Die Fülle neuer Richtlinien, die künftigen Dokumentationspflichten, die Überprüfung der Klassifizierung vieler Produkte und aller technischen Dokumentationen sowie die damit steigenden Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation: Die neue EU-Verordnung stellt die Medizinprodukte-Hersteller vor neue Herausforderungen. Das könnte sich auch in der Schweiz auf die Medikamentenpreise auswirken. Es bleibt nun abzuwarten – und mit Interesse zu verfolgen –, wie der Bundesrat die Anpassungen im schweizerischen Recht konkret ausgestalten will.

Quellen: www.iqc.de www.bag.admin.ch

Nun muss die Schweiz die neue EU-Verordnung zeitgerecht in nationales Recht überführen, wenn sie weiterhin als gleichberechtigter Partner am europäischen Bin-

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Ich bin glücklich und vital dank der ausgewogenen, regionalen Küche in meinem Altersheim.

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MANAGEMENT

Mikrobiologische Kontrollen Zum Schutz von Patienten, Personal und Besuchern steigen die Anforderungen an die Hygiene für Spitäler, Kliniken und Heime stetig. Mikrobiologische Kontrollen sind deshalb heute aktueller denn je.

Die Bioexam AG ist im Besitz der nötigen Bewilligungen für all die geforderten Untersuchungen, auch für Sterilitätsprüfungen von Betäubungsmitteln (Swissmedic).

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Spitalhygiene Nosokomiale Infektionen sind zu einem weltweit bekannten Problem geworden. Vor allem wenn es sich um hochresistente bakterielle Erreger handelt, können sie lebensbedrohlich sein. Jede Massnahme, die eine Reduktion solcher Infektionen bewirkt, ist eine sinnvolle Investition, sowohl für das Wohl der Patienten als auch für die Klinik. Denn die durch nosokomiale Infektionen verursachten Folgekosten sind enorm. Es gibt in der Schweiz nur wenige mikrobiologische Labors, die sich seit Jahren vor allem auf die Spitalhygiene spezialisiert haben und die entsprechenden Richtlinien, Normen und Empfehlungen kennen. Wirksame Hygienekonzepte bzw. –massnahmen z.B. im Bereich der Endoskopie, Sterilisation, Dialyse oder Haustechnik tragen wesentlich zum Qualitätsstandard einer Klinik bei. Um kein böses Erwachen zu erleben, wird die Effizienz der getroffenen Hygienevorkehrungen am besten periodisch überwacht. Dienstleistungen der Bioexam: • Prüfung von Endoskopen (Gesamtkeimzahl, Indikatorkeime) • Prüfung von Sterilisatoren mittels Bioindikatoren • Analysen von Trink-, Bade- und Dialysewasser (Gesamtkeimzahl, Indikatorkeime, Legionellen) • Umgebungsuntersuchungen (Luftkeimzahl, Abklatsch-/Abstrich Untersuchungen) Küchenhygiene Die Küchenhygiene umfasst sowohl den Umgang mit Lebensmitteln als auch die

Reinigung der Arbeitsgeräte und -flächen. Wichtigstes Ziel der Küchenhygiene ist die Verhütung mikrobieller Lebensmittelvergiftungen und Verhinderung von vorzeitigem mikrobiellem Verderb. Deshalb muss in der Gemeinschaftsverpflegung der Hygiene ein wichtiger Stellenwert beigemessen werden. Im Besonderen gilt dies für die Spitalgastronomie, wo auch geschwächte oder immunsupprimierte Menschen verpflegt werden. Diese stellen bezüglich Empfänglichkeit für Lebensmittelinfektionen und –intoxikationen eine besondere Risikogruppe dar. Dienstleistungen der Bioexam: • Hygieneinspektionen vor Ort • Untersuchung von Lebensmitteln • Umgebungsuntersuchungen (Oberflächen, Geräte, Hände) Spitalapotheke In besonderem Mass sind in den letzten Jahren auch die Hygieneanforderungen in der Spitalapotheke gestiegen. So muss z. B. das aufbereitete Wasser regelmässig auf Keimbelastung und Endotoxine überprüft werden. In der Apotheke hergestellte Produkte müssen mit validierten Verfahren auf Sterilität bzw. ihre mikrobielle Qualität geprüft werden. Dienstleistungen der Bioexam: • Prüfung von aufbereitetem Wasser auf Gesamtkeimzahl, Indikatorkeime und bakterielle Endotoxine • Sterilitätsprüfungen von Lösungen (inkl. Betäubungsmittel) und festen Stoffen • Prüfung der mikrobiellen Qualität nicht steriler pharmazeutischer Zubereitungen • Prüfung von Heilmitteln auf ausreichende Konservierung

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Neues Pflegekonzept auf dem Prüfstand Am fünften St.Galler Demenzkongress vom 15. November 2017 dreht sich alles um das Thema «Personzentriert pflegen». Mit Referaten werden am Morgen erste Impulse gesetzt. Am Nachmittag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit einem Thema vertieft auseinanderzusetzen.

Es ist ein Pflegekonzept, das für Gesprächsstoff sorgt: die personzentrierte Pflege. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht die Person, die an Demenz erkrankt ist, und ihre grundlegenden Bedürfnisse –und nicht die Diagnose Demenz, die der Person zugeschrieben wird. Doch was genau heisst «per-

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sonzentriert pflegen»? Was zeichnet dieses Konzept aus? Kann eine personzentrierte Pflege in der heutigen Arbeitswelt überhaupt umgesetzt werden oder führt dieses Konzept vorwiegend zu Enttäuschungen und Frustrationen, da es nicht realisier- und finanzierbar ist? Und überhaupt, was für

eine Betreuung und Pflege brauchen Menschen, die von Demenz betroffen sind? Diese und andere Fragen werden am diesjährigen St.Galler Demenzkongress diskutiert. Ausgewählte Referentinnen und Referenten mit breitem Erfahrungshintergrund


PFLEGE

beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten. Gleichzeitig werden Impulse für die Begleitung von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen gesetzt. Aus Forschung und Praxis Ins Thema einführen wird zu Beginn der Veranstaltung Prof. Dr. Thomas Beer. Er ist Dozent für Pflege und Pflegewissenschaft an der Fachhochschule St.Gallen. Der promovierte Pflegewissenschaftler hat seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkt in der Pflege von Menschen mit Demenz. Einer, der sich ebenfalls schon länger mit dem Thema auseinandersetzt, ist Prof. Dr. Giovanni Maio. Der Inhaber des Lehrstuhls für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin hat auch schon Bücher wie «Den kranken Menschen verstehen – Für eine Medizin der Zuwendung» oder «Mittelpunkt Mensch – Lehrbuch der Ethik in der Medizin» geschrieben. Er spricht über «Person-sein in der Demenz»». In Peter Wissmanns Vortrag geht es um «Aufrichtige Sorge oder künstlicher Umgang mit demenziell veränderten Menschen». Wissmann ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Demenz Support Stuttgart gGmbH und Herausgeber von demenz.DAS MAGAZIN. Mit einem Erfahrungsbericht aus der Praxis kommt Prof. Dr. Hanna Mayer nach St.Gallen. Die Professorin für Pflegewissenschaft und Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Wien spricht über das Projekt „Integratives Modell der Personenzentrierung in Niederösterreich».

5. St.Galler Demenzkongress

Der fünfte St.Galler Demenzkongress findet am Mittwoch, 15. November 2017 in den Olma-Hallen statt. Organisiert wird der Kongress von der Fachstelle Demenz der Fachhochschule St.Gallen in Zusammenarbeit mit den Olma Messen St.Gallen. Die Anmeldung erfolgt elektronisch auf www.demenzkongress.ch/ anmeldung. Dort kann man sich gleichzeitig für sein favorisiertes Schwerpunktthema eintragen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldeschluss ist der 20. Oktober 2017. Die Anmeldungen werden nach dem Eingangsdatum berücksichtigt. Weitere Informationen auf www.demenzkongress.ch

Der St.Galler Demenzkongress wurde 2013 lanciert, um für einen lebendigen Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft zu sorgen.

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Vertiefung der vier Schwerpunktthemen «Personzentrierte Kommunikationsstrategien», «Validation in der personzentrierten Pflege», «Zwischen Sorge und Lebensqualität» sowie «Personzentrierte Konzepte im medizinischen und klinischen Kontext». In jeder der vier Sessions werden weitere Expertinnen und Experten zu Wort kommen und im Anschluss ist eine Diskussionsrunde geplant. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen so die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen. «Wissen an die Basis bringen» Der St.Galler Demenzkongress findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren wird auch heuer ein volles Haus erwartet. «Wir rechnen mit 900 bis 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern», sagt Prof. Martina Merz-Staerkle, Projektleiterin des St.Galler Demenzkongresses. Ein Blick auf die bis anhin eingegangenen Anmeldungen zeige: «Wir sind auf sehr gutem Weg.» Der Kongress wurde 2013 lanciert, um für einen lebendigen Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft zu sorgen. «Uns ist es ein grosses Anliegen, die Wissenschaftlichkeit zu pflegen, gleichwohl das Wissen an die Basis zu bringen», sagt Martina Merz-Staerkle. Die Basis sind all jene, die sich mit grossem Engagement, hoher Fachkompetenz und breitem Erfahrungswissen um die von Demenz betroffenen Menschen kümmern, also Pflegende, Organisationen, Angehörige. Die Betreuung ist eine an-

spruchsvolle und herausfordernde Aufgabe. Sie verlangt viel Energie und kann über Monate und Jahre dauern. «Wir wollen keine Wissenschaft im Silberturm sein. Wissen bringt nur dann etwas, wenn es auch an die Basis kommt», ist die Projektleiterin des St.Galler Demenzkongresses überzeugt. Bestes Praxisprojekt wird prämiert Gerade weil der rege Austausch zwischen Pflegepraxis und Wissenschaft ein wichtiges Anliegen des St.Galler Demenzkongresses ist, haben die Fachstelle Demenz der Fachhochschule St.Gallen und die Viventis Stiftung den Viventis-Pflegepreis lanciert. Prämiert wird das beste Praxisprojekt in der Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz. Die Verleihung findet am Kongresstag statt. Mit diesem Preis sollen innovative Praxisprojekte, die in der Schweiz durchgeführt wurden, prämiert und gefördert werden. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an das Pflegezentrum «Mattenhof, Irchelpark» der Stadt Zürich. Das Projekt mit dem Namen «Smoothfood» etablierte hochwertige Kost in Form von neuen Menüs für Menschen, die nicht mehr richtig essen können oder die Nahrungsaufnahme verweigern.

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Umsteigen zur MPA als neue berufliche Chance In der Gesundheitsbranche zu arbeiten und dennoch geregelte Arbeitszeiten zu haben entspricht einem grossen Bedürfnis. Mit der Weiterbildung zur Medizinischen Praxisassistentin bieten die FREI’S Schulen Luzern interessierten Personen die Möglichkeit, dies umzusetzen.

Esther Kälin Abteilungsleiterin Weiterbildung FREI’S Schulen AG Luzern In der vor etwas mehr als zehn Jahren erschienenen NEXT-Studie* wurden mehr als 40.000 professionell Pflegende zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Pflegeberuf befragt. Die auch heute noch gültigen Ergebnisse

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zeigen, dass vor allem die quantitativen Anforderungen zunehmend zu Burnout, steigenden Fehlzeiten und zu der vermehrten Absicht, das Berufsfeld zu verlassen führen. Weiter ist ersichtlich, dass ab einer bestimmten Grösse der Einrichtungen auch die sozialen Spannungen und der psychosoziale Stress steigen. Es scheint, dass sich viele Pflegende an der emotionalen Belastungsgrenze befin-

den oder diese bereits überschritten haben. (Quelle NEXT-Studie*) Daher erstaunt es nicht, dass eine zunehmende Anzahl von Pflegenden sich gedanklich mit einer Umschulung in einen anderen Beruf befasst.

Bedürfnis nach geregelter Arbeitszeit Die FREI’S Schulen in Luzern bieten den Lehrgang «Umschulung zur Medizi-


BILDUNG

nischen Praxisassistentin mit Diplom“ seit ca. zwei Jahren an. Dieser besteht aus fünf Kursen (siehe Kästchen) und scheint dem Bedürfnis vieler Mitarbeitenden aus dem Pflegeberuf entgegenzukommen. Aussagen von Teilnehmenden bestätigen dies: «Ich möchte weiterhin in der Gesundheitsbranche arbeiten, wünsche mir jedoch geregelte Arbeitszeiten.» Eine andere Teilnehmerin sagt: «Ich arbeite nun seit 20 Jahren in der Pflege und stosse körperlich an meine Grenzen. Daher habe ich mich für diese Umschulung entschieden.» Eine jüngere Teilnehmerin meint: «Mein Mann und ich sind in der Familienplanung. Da es als Pflegefachfrau schwierig sein wird, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, möchte ich vorher die Umschulung zur MPA absolvieren, um dann in einer Arztpraxis arbeiten zu können.» Eine Voraussetzung, diesen Lehrgang zu absolvieren, ist eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen. Dadurch ist einerseits eine hohe Qualität des vermittelten Stoffes garantiert und andererseits sind – durch das Vorwissen der Teilnehmenden – die Kurse

Umsteigen zur Medizinischen Praxisassistentin (mit Diplom) Der Lehrgang setzt sich aus fünf Kursen zusammen, die alle erfolgreich absolviert werden müssen, um das Diplom zu erhalten. • Sprechstundenassistenz • Bildgebende Diagnostik (Röntgen) mit anerkanntem Ausweis des Bundesamts für Gesundheit BAG • Arbeitsprozesse und Administration in der Arztpraxis • Labordiagnostik Basiskurs • Labordiagnostik Folgekurs Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang ist eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen auf Sekundarstufe II oder Tertiärstufe zum Beispiel als Fachfrau/-mann Gesundheit (FAGE), BMA, Pflegefachfrau/ -mann HF oder ein EFZ als Drogisten, Pharma-Assistentin usw. Wir halten uns dabei an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit BAG, welche die Gesundheitsberufe für die Erlangung der Sachkunde für Aufnahmetechniken Thorax und Extremitäten definieren. Der Lehrgang dauert ca. 1 ½ Jahre und ist berufsbegleitend. Alle Informationen unter www.freisschulen.ch/wb

kompakt geplant. Der Umfang des gesamten Lehrgangs beträgt knapp 240 Lektionen und kann berufsbegleitend absolviert werden. Der Röntgenkurs, der mit 120 Lektionen am längsten dauert, entspricht den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit BAG. Im Umsteigerkurs wird die Klassengrösse bewusst sehr klein gehalten, um den Teilnehmenden einen möglichst grossen Lernnutzen zu bieten.

Informationen finden Sie unter www.mpaschweiz.ch (Validierung von Bildungsleistungen - MPA EFZ) * Die NEXT-Studie ist ein europäisches Forschungsprojekt zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Pflegeberuf. Das Besondere an dieser Studie ist die Grössendimension: Die Ergebnisse lassen einen Vergleich zwischen zehn europäischen Ländern zu, was die Arbeitssituation von Pflegepersonal und die Ursachen für den vorzeitigen Berufsausstieg anbelangt. Quel-

Der Lehrgang erfreut sich grosser Beliebtheit; bereits konnten einige Absolventinnen alle fünf Kurse erfolgreich abschliessen. Validierung von Bildungsleistungen Mit der Umschulung zur MPA steht den Absolventinnen und Absolventen die Validierung des Abschlusses offen (gemäss Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002). Damit ist es möglich, die Berufsund Lebenserfahrung von Erwachsenen auch formal (mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis EFZ) anzuerkennen. Damit Kandidatinnen zur Validierung als Medizinische Praxisassistentin EFZ zugelassen werden, müssen sie über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung (aufgerechnet auf ein 100%-Pensum) verfügen. Detaillierte

le: M. Simon et al. 2005, Auswertung der ersten Befragung der NEXT-Studie in Deutschland. Universität Wuppertal, http://www.next.uni-wuppertal.de

FREI’S Schulen AG Luzern Weiterbildung Haldenstrasse 33 6006 Luzern Tel. 041 410 13 44 weiterbildung@freisschulen.ch freisschulen.ch/wb Für Beratungsgespräche stehen wir Ihnen unverbindlich und kostenlos zur Verfügung.

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BILDUNG

Beliebte Gesundheitsberufe 2016 haben schweizweit 4091 Fachmänner und Fachfrauen Gesundheit ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Das sind 204 respektive fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales beträgt die Zunahme 19,8 Prozent. en Gesundheit im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr ein EFZ erlangt. Bei den Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales beträgt die Zunahme 19,8 Prozent. Auf Tertiärstufe A und B bleiben die Zahlen der Abschlüsse bei den medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufen in etwa stabil. Rückläufig sind die Abschlüsse im Bereich der dipl. Pflege HF. Beim BSc Pflege (Fachhochschule) lässt sich hingegen eine Zunahme von 869 auf 915 feststellen.

Im ersten Halbjahr 2017 hat das Bundesamt für Statistik (BFS) etappenweise die neusten Zahlen zu den Berufsbildungsabschlüssen auf Sekundarstufe II und auf Tertiärstufe sowie die Zahlen zu den Eintritten in eine Ausbildung im Gesundheitsbereich veröffentlicht. (Die Statistik ist nahezu komplett: Es fehlen einzig die Eintrittszahlen für das Jahr 2016 in eine Ausbildung auf Stufe HF. Diese Zahlen wird das BFS voraussichtlich im März/April 2018 publizieren.) Zunahme auf Sekundarstufe II Erfreulich ist die Zunahme der bestandenen Prüfungen auf Sekundarstufe II: 2016 haben bei den Fachmännern und Fachfrau-

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Zunahme auch bei den Eintritten Bei den Eintritten setzt sich die Tendenz nach oben fort: 2016 haben 4563 ihre Lehre zum Fachmann / zur Fachfrau Gesundheit aufgenommen, was einer Zunahme von zirka zehn Prozent entspricht. Leicht zugenommen hat auch die Zahl der angehenden Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales: 2016 haben 963 mit ihrer Ausbildung begonnen, das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausserdem: Beim BSc Pflege konnte die Zahl der Neueintritte um 4,3 Prozent gesteigert werden, also von 1190 auf 1241. Link: www.odasante.ch


BILDUNG

Planen Sie Ihre Weiterbildung mit uns! Careum Weiterbildung steht für modulare Weiterbildung im Gesundheits- und Sozialwesen. Ob Sie in der Pflege und Betreuung tätig sind, führen, beraten oder ausbilden: Wir sehen es als unsere Aufgabe, Sie in Ihrem Berufsalltag weiterzubringen. Careum Weiterbildung bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungspersonen in den verschiedenen Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens wie Spitäler, Heime, Spitex, Rehakliniken, Hausarztpraxen, Gesundheitszentren, psychosoziale Institutionen. Der konsequente Praxisbezug unserer Weiterbildungen fördert die Handlungskompetenzen der Berufsleute in ihren spezifischen Aufgabenbereichen, in Pflege und Betreuung, Führung, Altersarbeit, Beratung, Lernbegleitung, Care Gastronomie.

die als Vorbereitungskurse auf die eidgenössischen Berufs- oder höheren Fachprüfungen anerkannt sind. Übergänge zur Fachhochschule stehen offen. Studienberatung Wir unterstützen Sie in Ihrem persönlichen Lern- und Weiterentwicklungsprozess. Marlène Wälchli Schaffner Tel. +41 (0)62 837 58 39 marlene.waelchli@careum-weiterbildung.ch www.careum-weiterbildung.ch

Die Weiterbildungen ermöglichen eine individuelle zeitliche Gestaltung und verschiedene inhaltliche Ausrichtungen je nach beruflicher und persönlicher Situation der Teilnehmenden. Ob Palliative Pflege, Patientenberatung oder Qualitätsmanagement – stets wird das aktuellste Fachwissen und der Praxistransfer durch erfahrene Experten und Expertinnen vermittelt. Eidgenössische Fachausweise oder Diplome können mit Modulen erreicht werden,

Careum Weiterbildung Mühlemattstrasse 42, 5000 Aarau

Modulare Weiterbildungen für Profis im Gesundheits- und Sozialwesen individuell – zielorientiert – praxisbezogen

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Andrea Keller Pflegefachfrau, Spital Flawil CAS Interdisziplinäre spezialisierte Palliative Care (Level B2)

FHO Fa chhoch schule Ostsch weiz

Welche Weiterbildung bringt Sie vorwärts? Informationsabend Mittwoch, 11. Oktober, 19 Uhr Fachhochschulzentrum St.Gallen Details und Anmeldung: www.fhsg.ch/infoabend


Weiterbildung Kurs­bezeichnung

Kursdaten

Veranstalter Veranstaltugungsort

Kursinhalt

Information Anmeldung

Englisch für Mitar­ beitende in der medi­ zinischen Praxis

18.10.2017– 17.1.2018

Frei’s Schulen Luzern

Sie arbeiten in einem medizinischen Umfeld und möchten die wichtigsten medizinischen Fachbegriffe in Englisch beherrschen.

Telefon 041 410 13 44 www.freisschulen.ch

Lehrgang Dipl. Praxismanagerin

21.10.2017, oder 20.01.2018

ME Medical Education Baden

Persönlichkeitsentwicklung, Qualitätsmanagement in der Praxis, Personalführung, Kommunikation und Auftrittskompetenz, Grundlagen der BWL, Marketing/Verkauf

Telefon 056 500 20 77

47. SVA – Davoser Kongress

27.– 29. 10.2017

SVA Davos

Gastroenterologie – Magen-Darm; mehr Charme oder Scham?

Telefon 031 380 54 54 www.sva.ch

Das Leben als pflegen­ der Angehöriger

2.11.2017

Careum Weiterbildung Aarau

Ohrensesselgespräch mit Peter Niggli, Fokuspreis-Träger der Schweizerischen Alzheimervereinigung

Telefon 062 837 58 58

Patienten- und Angehörigenedukation

6.11.2017 (Kursbeginn)

FHS St.Gallen St.Gallen

Zielgruppe sind diplomierte Pflegefachpersonen, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in diesem Bereich weiterentwickeln wollen.

Telefon 071 226 12 63 www.fhsg.ch

Aggression – heraus­ forderndes Verhalten

8.11.2017 (Kursbeginn)

FHS St.Gallen St.Gallen

Einführung und Vertiefung in die Themen, die im Umgang mit aggressivem Verhalten in Institutionen des Gesundheitswesens bedeutsam sind.

Telefon 071 226 12 63 www.fhsg.ch

Chronic Care Management 1

10.11.– 14.12.2017

Frei’s Schulen Luzern

Kursziel: Interaktionen mit Patienten ermöglichen, gestalten und zur Verbesserung der Patientenergebnisse beitragen

Telefon 041 410 13 44 www.freisschulen.ch

St.Galler Demenz Kongress

15.11.2017

FHS St.Gallen St.Gallen

Der 5. St.Galler Demenz-Kongress findet unter dem Thema «Personzentriert pflegen – und wie?» statt.

Telefon 071 242 01 19

Strategische Führung von Langzeitinsti­ tutionen und ­Spitex-Organisationen

16.11.2017

Careum Weiterbildung Aarau

Seminar für Aufsichtsbehörden, Stiftungs- und Verwaltungsräte, Betriebskommissionen sowie Geschäftsleitungsmitglieder

Telefon 062 837 58 58

Das elektronische Patientendossier

16.11.2017

Curaviva St. Gallen

Das elektronische Patientendossier in den Alters- und Pflegeinstitutionen (Impulstag)

Telefon 041 419 01 72 www.curaviva.ch

Telefonseminar für MPAs

17.11.2017

FMH Consulting Services AG Bern

Seminar für MPAs und Praxisteams

Telefon 041 925 00 77 www.fmhconsulting.ch

Infoveranstaltung Medizinische Praxis­ assistent/in EFZ

28.11.2017

Frei’s Schulen Luzern

Informationen zu den Voraussetzungen und Bestandteilen der Lehre und Auskunft zu Ihren Fragen.

Telefon 041 410 13 44 www.freisschulen.ch

Leben und Arbeiten – wie geht das zusammen?

28.11.2017

Curaviva Olten

Lebensphasenspezifische Arbeitsbedingungen für Ihre wertvollen Mitarbeitenden schaffen (Impulstag)

Telefon 041 419 01 72 www.curaviva.ch

Der Krankheit davonlaufen!

29.11.2017

Careum Weiterbildung Aarau

Ohrensesselgespräch mit Spitzensportlerin Jasmin Nunige

Telefon 062 837 58 58

www.medical-education.ch

www.careum-weiterbildung.ch

www.demenzkongress.ch

www.careum-weiterbildung.ch

www.careum-weiterbildung.ch

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Zunahme bei den Studieneintritten AIN 2016 hat die Zahl der Neueintritte in das Nachdiplomstudium HF in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege AIN im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zugenommen. Dies geht aus der jährlichen Datenerhebung von OdASanté hervor.

Weiterbildung Gesundheitsberufe

Die Geschäftsstelle von OdASanté hat Anfang 2017 bei den Schweizer Bildungsanbietern eines Nachdiplomstudiums HF in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege AIN die jährliche Datenerhebung zum vergangenen Ausbildungsjahr durchgeführt. Die Ergebnisse der Auswertung liegen nun vor.

Kurs, Zertifikats-, Diplom- oder Masterprogramm? Bei uns finden Sie für jeden Abschnitt Ihres Berufslebens ein passendes Weiterbildungsangebot.

Die Zahl der bestandenen AIN-Diplomexamen bleibt in etwa stabil. 2015 waren es 442, 2016 447. Die jährliche Abbruchquote hat im Vergleich zu 2015 leicht abgenommen und beträgt heute 16 Prozent. Die zwei häufigsten Gründe, die zu einem Abbruch der Weiterbildung führen, sind ungenügende fachliche Leistungen und wiederholtes Nichtbestehen der Semesterqualifikation.

Infoabend Mittwoch, 4. Okt. 2017, 18–20 Uhr ZHAW, Technikumstrasse 71, Winterthur

Die Zahl der Wiederholungen von Diplomexamen hat von 72 im 2015 auf 61 im 2016 leicht abgenommen. Die Diplomarbeit stellt für einen Teil der Studierenden eine Herausforderung dar. Die Misserfolgsquote bleibt stabil (2015: 41; 2016: 43). Die Zahl der definitiv nicht bestandenen Diplomexamen ist mit weniger als zwei Prozent gering. www.odasante.ch. •

Anmeldung und Programm: zhaw.ch/gesundheit/infoabend-weiterbildung

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WEITERBILDUNG

Kurs­bezeichnung

Kursdaten

Veranstalter Veranstaltugungsort

Kursinhalt

Information Anmeldung

9. Beschaffungs­ kongress der Kranken­ häuser

6.–7.12.2017

Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin Berlin

Der internationale Jahresevent für Einkauf, Logistik und IT in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung

Tel. 049 30 28 48 81 0 www.beschaffungskon­ gress.de

Rechnungswesen

12.1.– 2.3.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Wahlpflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Chronic Care Management 2

12.1.– 15.3.2018

Frei’s Schulen Luzern

Kursziel: Patienten individuell und gezielt durch Schulungen im Selbstmanagement fördern und den Prozess begleiten

Telefon 041 410 13 44 www.freisschulen.ch

Praxismanagement

19.1.– 3.3.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

11. Fachsymposium Gesundheit

24.+ 25.1.2018

Kantonsspital St.Gallen St.Gallen

Kommunikation – Zentrale Kompetenz vom Medizin und Pflege

Telefon 071 494 23 11 www.fachsymposium.ch

Gerontopsychiatrische Kompetenz

2.2.– 16.3.2018

H+ Bildung Aarau

In diesem Seminar erlernen Sie das gerontopsychiatrische 1 mal 1.

Telefon 062 926 90 04 www.hplus-bildung.ch

Impulsnachmittag Care Gastronomie 2018

8.2.2018

Careum Weiterbildung Aarau

Das Programm erscheint im Oktober 2017

Telefon 062 837 58 58

Clinical Assessment Aufbauseminar

9.2.2018 (Kursbeginn)

FHS St.Gallen St.Gallen

Die Verbindung Clinical Assessment und Pflegeprozess sowie Themen der psychiatrischen Pflege

Telefon 071 226 12 63 www.fhsg.ch

Chronic Care Management I

22.2.– 5.4.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Trendtage Gesundheit Luzern

28.2.+ 1.3.2018

Forum Gesundheit Luzern Luzern

Zweitägiger Kongress mit grosser Health-Expo

Telefon 041 318 37 97

Personalführung

15.3.– 17.5.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxis­koordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

6.4.– 16.6.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Chronic Care Management II

24.5.– 29.6.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Vertiefte EDV-Kom­ petenzen für die Arztpraxis

1.6.– 13.7.2018

WISSEN.PLUS Zürich

Pflichtmodul Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordi­ natorin

Telefon 044 250 51 30 www.wissenplus.ch

Careum Pflege­ symposium 2018

12.6.2018

Careum Weiterbildung Aarau

Das Programm erscheint im Dezember 2017

Telefon 062 837 58 58

IFAS

23.26.10.2018

Exhibit & More AG Zürich

IFAS ist DIE Fachmesse für den Gesundheitsmarkt in der Schweiz.

Telefon 044 806 33 77 www.ifas-messe.ch

www.careum-weiterbildung.ch

Wo andere aufhören

[BEGINNEN WIR] www.imsag.ch international

media solutions

www.trendtage-gesundheit.ch

www.careum-weiterbildung.ch


© Denys Rudyi - Fotolia.com

Die digitale Gesundheitsökonomie In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird ein Blockchain-Ökosystem entstehen, das sich auf Anwendungsfälle in der Gesundheit konzentriert und den Austausch von Gesundheitsdaten sowie intelligente Vermögensverwaltung, Versicherungs- und Zahlungsoptionen, Blockchain-Platt­ formanbieter und -Konsortien beinhaltet. Die kontinuierliche digitale Demokratisierung von Pflegemodellen hin zum langerwarteten, persönlichen und ergebnisorientierten Behandlungsparadigma wird zum wichtigsten Impulsgeber für die Einführung der Blockchain-Technologie. Die

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Konvergenz von Blockchain mit innovativen Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen, mHealth und dem Internet der medizinischen Dinge (engl. Internet of Medical Things, IoMT) bietet darüber hinaus neue Mög-

lichkeiten zur Entwicklung einer digitalen Gesundheitsökonomie. Im Kern liefert Blockchain das Potential einer gemeinsamen Plattform, die das Zusammenspiel im Gesundheitswesen dezentralisiert und gleichzeitig die Zugangskontrolle, Authen-


IT

tizität und Integrität sicherstellt, während der Branche revolutionäre Möglichkeiten für ein werteorientiertes Pflege- und Vergütungsmodell vorgestellt wird.

Wichtige Marktteilnehmer Zu den wichtigsten Marktteilnehmern im Blockchain-Markt der Gesundheitsbranche zählen:

Enormes Potenzial «Neue, vernetzte, medizinische Geräte und die Notwendigkeit, Daten vor Datenschutzverletzungen zu schützen, machen die Blockchain-Technologie mit ihrer umfassenden Sicherheitsinfrastruktur zur offensichtlichen Lösung für aufkommende digitale Abläufe und fortschrittliche Interoperabilität im Gesundheitswesen. Sie sorgt durch eine einzigartige Übereinstimmung der verteilten Netzwerke, die Verschlüsselungstechniken zur Minimierung von Cyberattacken einsetzt, für eine zusätzliche Sicherheitsschicht», erklärt Transformational Health Industry Analyst Kamaljit Behera. «Blockchain mag zwar nicht das Allheilmittel für die Herausforderungen der Gesundheitsbranche darstellen, durch die Optimierung der derzeitigen Arbeitsprozesse hat sie aber das Potenzial, Milliarden US-Dollar einzusparen und einige hochpreisige Gatekeeper durch Disintermediation zu ersetzen.»

Guardtime: Die urheberrechtlich geschützte Plattform KSI (engl. Keyless Signature Infrastructure) verspricht 100-prozentige Genauigkeit bei abgerufenen Patientenakten. 2016 kooperierte Guardtime mit der estnischen e-Health-Stiftung, um die Gesundheitsdaten einer Million estnischer Bürgern zu sichern.

Die aktuelle Frost & Sullivan Studie Blockchain Technology in Global Healthcare, 2017-2025 des Growth Partnership Service Programms Advanced Medical Technologies untersucht das Blockchain-Potenzial

«Die Gesundheitsbranche muss BlockchainKonsortien einrichten.»

zur Lösung von Problemen bei der Dateninteroperabilität, Cybersicherheit, notariellen Beglaubigung von Versicherungen und medizinischem Abrechnungsbetrug, der Integrität rund um klinische Studien sowie der Provenienz der Lieferkette für Medikamente. Neben der Betrachtung des Zeitrahmens für die Umsetzung untersucht die Studie die Wachstumschancen, Herausforderungen bei der Implementierung, staatliche sowie Handelsinitiativen, ausgewählte Kooperationen und Abkommen sowie Unternehmen/Konsortien, die beobachtet werden sollten.

PokitDok Inc bietet eine Software-­ Entwicklungsplattform mit einer Reihe Endpunkten einer Anwendungsprogramm-Schnittstelle (API), die Eignungsprüfungen, Forderungen, direkte Terminvereinbarung, Zahlungsoptimierung, Patientenidentitätsmanagement, Arzneimittelumsätze und andere Geschäftsabläufe erleichtert. Das Unternehmen arbeitet mit Intel und anderen digitalen Gesundheitsfirmen zusammen. Gem Health: Die Unternehmensplattform GemOS des Unternehmens und seine Partnerschaften mit medizinischen Unternehmen wie Philips und Capital One beschleunigt Blockchain-Lösungen für das IoMT und RCM Use Cases. Patientory hat eine Blockchain-basierte, verteilte Computing- und ‘Software-als-Dienstleistungs’-Plattform für medizinische Datenspeicherung entwickelt und arbeitet mit Kaiser Permanente (U.S.) an der Speicherung von Patientendaten. iSolve, LLC und seine Blockchain-Plattform ADLT unterstützen Unternehmen in der Biowissenschaftsbranche beim Drug Development Lifecycle durch die Schaffung eines intelligenten Marktplatzes für Unternehmer, Büros für technologischen Transfer, Investoren sowie Dienstleistungsanbieter zur Ausschreibung, Verfolgung, Kooperation von und zum Bieten auf Geschäftsmöglichkeiten.

«Ein auf Blockchain basierendes System ermöglicht eine einzigartige Kooperation, trägt zu Innovationen in der medizinischen Forschung bei und bringt die Ausführung von grösseren Gesundheitskonzepten wie etwa die Präzisionsmedizin und das bevölkerungsbezogene Gesundheitsmanagement

«Blockchain hat das Potenzial, einige hochpreisige Gatekeeper durch Disintermediation zu ersetzen.»

voran. Im IoMT hilft es bei der Beantwortung von Fragen nach der Sicherheit, des Datenschutzes und der Zuverlässigkeit und bei der Ermöglichung einer Integration von Gesundheitsdaten aus dem IoMT oder von medizinischen Geräten für die Fern- beziehungsweise selbständige Überwachung. In der Pharmaindustrie könnte die Technologie durch Verhinderung der Herstellung gefälschter oder minderwertiger Medikamente zu einer potenziellen Einsparung von 200 Milliarden US-Dollar führen.» Die umfassende Frost & Sullivan Studie untersucht die Bereiche Blockchain-asa-Service, Distributed Digital Ledgers, Peer-to-Peer-Netzwerke, kryptographische Sicherung, dezentrale Rechenzentren, Blockchain-Prototypen im Gesundheitswesen sowie Blockchain mit künstlicher Intelligenz und Systeme mit erweiterter/ virtueller Realität.

Quellen: www.frost.com

Einzigartige Kooperation «Die Gesundheitsbranche muss Blockchain-Konsortien einrichten, um Partnerschaften zu ermöglichen und Standards für die zukünftige, grossflächige Einführung von Anwendungsfällen im Gesundheitswesen zu schaffen», erläutert Behera.

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Mit Inhouse Convenience geht die Rechnung auf Immer öfters übernehmen national agierende Gross-Caterer die Verpflegung in Heimen und Spitälern. Kulinarische Vielfalt und regionale Produkte bleiben dabei auf der Strecke – doch es geht auch anders: Inhouse Convenience nutzt die Vorteile der Convenience-Produktion und vermeidet die Nachteile der industriellen Fertigung. Die Gesundheitskosten laufen aus dem Ruder – und das liegt nicht allein am Aufwand für die medizinische Versorgung. In Schweizer Heimen und Spitälern betragen die Verpflegungskosten 30 bis 52 Franken pro Bewohner und Tag. Eine eigene Küche kostet Geld, und das fehlt. Gross-Caterer prophezeien das Ende der Spitalküchen. In hauseigenen Küchen ist der Ofen aus In Holland, Deutschland und Österreich hat sich diese Prophezeiung schon weitgehend bewahrheitet. Im Königreich der Niederlande werden 92 Prozent der Alters- und Pflegeheime von Gross-Caterern beliefert. Die Mehrheit der Institutionen bezieht ihr Essen von zwei Gross-Convenience-Herstellern aus dem Norden des Landes. Die hauseigene Essensproduktion ist Vergangenheit; die eigene Küche steht

Hugentobler Schweizer Kochsysteme AG Gewerbestrasse 11 3322 Schönbühl Telefon 0848 400 900 info@hugentobler.com www.hugentobler.com

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leer. Nicht ganz so dramatisch präsentiert sich die Situation in Deutschland: Hier beziehen 50 Prozent der Alters- und Pflegeheime ihre Mahlzeiten von Gross-Caterern. Bei den Kitas sind es allerdingst bereits 70 Prozent – Tendenz steigend. In München beispielsweise werden alle öffentlichen Kitas von zwei Gross-Caterern beliefert. Das sind sage und schreibe täglich 19‘000 Mahlzeiten. In den Niederlanden scheint die Rechnung aufzugehen: Die Verpflegungskosten pro Bewohner und Tag betragen nur noch 12 bis 15 Euro, und in Personalumfragen werden Vielfalt und Qualität der Speisen als besser beurteilt – besser als früher, als noch in der eigenen Küche gekocht wurde. Eine rundum gute Sache, könnte man meinen. Wo also liegt der Haken?


EQUIPMENT

die sich ihr stellen. Mit ihren Kochsystemen revolutioniert die Hugentobler AG seit 50 Jahren die Küchen grosser und kleinerer Institutionen und Betriebe – und Reto Hugentobler weiss, wie eine wirtschaftliche und moderne Gastroküche funktioniert: «Kochen und Service müssen entkoppelt werden. Das erreicht man mit Inhouse Convenience.»

«Kochen und Service müssen entkoppelt werden!» Reto Hugentobler, Inhaber und Geschäftsführer der Hugentobler Schweizer Kochsysteme AG.

Das Essen reist auf Rädern, 700 Kilometer weit Beispiel München: die 19‘000 Kita-Mahlzeiten stammen mitnichten aus der Stadt am Isarstrande, sondern aus dem 700 Kilometer entfernten Nordrhein-Westfalen und aus dem österreichischen St. Pölten, Distanz 400 Kilometer. Auf regionale Zutaten muss verzichtet werden. Wenn Gross-Caterer nach der gesamten Wertschöpfungskette trachten, hat das weitreichende Folgen: Mit der Konzentration der Mahlzeitenherstellung auf wenige Convenience-Fabriken steigt der Preisdruck für Rohstoffe-Lieferanten wie Gemüsehändler, Metzger und weitere. Die Produktionsflächen verschieben sich weg vom Grundsatz «aus der Region für die Region», und es droht die Gefahr der Geschmackseinfalt. Wenn in Küchen weniger Fachleute benötigt werden, sinkt auch deren Zahl – und Auszubildende

lernen nicht die Kunst des Kochens, wenn sie nur noch Gefrorenes erhitzen und anrichten. Es drohen ausserdem der Verlust der Autonomie und die Abhängigkeit von wenigen Anbietern. Alles in allem sind das keine besonders appetitlichen Aussichten. Was sind die Alternativen? Inhouse Convenience revolutioniert die Küche «Frisch kochen ist unter den aktuellen Bedingungen gar nicht mehr bezahlbar», ist Reto Hugentobler, CEO und Inhaber der Hugentobler AG, überzeugt. «Es ist ausserdem nicht sinnvoll, wenn sogenannt Frisches nach dem Kochen stundenlang herumsteht und warmgehalten wird.» Er führt das Familienunternehmen in zweiter Generation und kennt nicht nur die Gastronomiebranche, sondern ebenso die Herausforderungen,

Inhouse Convenience nutzt die Vorteile der Convenience-Produktion und vermeidet die Nachteile der industriellen Fertigung. Dabei werden regionale Produkte von vertrauten Händlern in der eigenen Küche verarbeitet. Die Zubereitung erfolgt nach eigenen Rezepturen schonend und in höchster Qualität. «Inhouse Convenience befreit Mitarbeitende von übermässigem Stress und ermöglicht eine flexible Arbeitseinteilung», weiss Reto Hugentobler. Die Rentabilität steigt; der hohe Qualitätsstandard bleibt erhalten. Zudem wird bei der Inhouse-Convenience-Produktion der Warenverlust minimiert und die Küchencrew profitiert von attraktiveren Arbeitszeiten. Das Konzept klingt nicht nur gut: Es funktioniert in der Praxis einwandfrei, zum Beispiel bei der Stiftung Kinderplanet in Erfurt, Hamburg und München. Fred Josephs, Vorstandsvorsitzender, meint dazu: «Wir nutzen das Freez’n’go-System der Firma Hugentobler, weil wir in der Essensversorgung unserer Kinder so eine gute Qualität erzeugen, weil in diesem System ein fairer Preis kalkulierbar wird und weil wir regionale Produkte aus Thüringen mit einbringen können.» Als weiteres Plus kann die Stiftung behinderte Menschen in den Produktionsprozess integrieren. «Dies ist ein zukunftsweisendes Modell, und wir werden unsere Kapazitäten im Rahmen dieses Systems erweitern», bestätigt Fred Josephs. Mehr Platz, effizientes Vorproduzieren, einfachere Arbeitsabläufe Die Hugentobler AG unterstützt Gastronomiebetriebe jeder Grösse mit intelligenten Küchenkonzepten und innovativen Kochsystemen. Was sich in der Gastronomie bewährt, setzt sich auch in Grossküchen von Heimen und Spitälern erfolgreich durch. Bereits setzen im Gesundheitswesen rund 100 Care-Küchen auf die Kochsysteme von Hugentobler und profitieren von den klaren Vorteilen: effizient und gut kochen zu fairen Preisen – und Patienten und Heimbewohner geniessen gesunde, abwechslungsreiche Mahlzeiten mit regionalen Produkten.

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