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Ausgabe Juli 2018

klimafreundlich

SCHWEIZ 201

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klimafreundlich Editorial

TATEN STATT WORTE Meldungen über steigende Meeresspiegel stellen für uns in der Schweiz nicht eine grosse Gefahr des Klimawandels dar. Trotzdem ist auch für uns die Bedrohung unseres Lebensraums durch den steigenden CO2-Ausstoss real. Das sehen wir an den immer schneller schmelzenden Gletschern. Dies ist mit ein Grund, warum die Schweiz beschlossen hat, bis zum Jahr 2030 ihre Klimaemissionen um fünfzig Prozent zu senken. In vielen Bereichen lässt sich heute nicht vorhersagen, welche Folgen der Klimawandel in den nächsten dreissig bis fünzig Jahren haben wird. Einzig beim Klima selbst, mag es auch so komplex sein, bleibt die zukünftige Entwicklung ziemlich vorausschaubar. Globale und regionale Klimamodelle miteinander

kombiniert zeigen sehr genau, wie sich das Klima in der Schweiz bis zur Mitte dieses Jahrhunderts entwickeln wird. Prognosen besagen, dass die Sommer bei uns mediteraner sein werden, und es wird mehr Sommertage geben, in denen das Thermometer über 25 Grad steigt. Weniger Niederschläge und längere Trockenperioden sind die Folge und werden im Sommer auch bei uns zu Wasserknappheit führen. Daher wird das Wassermanagement auch in der Schweiz wichtiger werden. Für den Winter werden weniger Frosttage vorhergesagt, was für viele Skigebiete unterhalb von 2000 Metern – schon heute – zu einer stark verkürzten Ski-Saison führt und den Wintertourismus dort bedroht. Nachhaltig leben bedeutet bewusster konsumieren und ebenso bewusstes Handeln. Müll vermeiden, Mehrweg bevorzugen, konsequentes Recycling, bewusster Einsatz wohngesunder Baustoffe, auf erneuerbare Energien umsteigen, intelligente Mobilitätslösungen nutzen, Naturschutz und fairer Handel sind nur einige Stichworte, wo jeder Einzelne etwas zum nachhaltigen Leben beitragen kann. Lassen wir Taten, statt Worte sprechen um das Klima zu schonen. Harald Fessler Herausgeber

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klimafreundlich Inhaltsverzeichnis

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Wirtschaft & Umwelt

Handeln tut Not

Werner Luginbühl, Ständerat, Leiter Public Affairs Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 24: swisscleantech 36: Aldi Suisse AG 29: ClimatePartner Switzerland AG 30: Nest Sammelstiftung 32: Dyson 35: Oberallmeindkorporation Schwyz 36: Diversey

7: Vorwort Doris Leuthard, Bundesrätin 8: Wir müssen Vorbild sein Matthias Aebischer, Nationalrat 10: Klimafreundlich mit der Landschaft umgehen! Raimund Rodewald, Geschäftsleiter Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) 12: Roboter, Ventil, akustische Kamera. Oder woran denken Sie beim Stichwort Klimaschutz? Vincent Eckert, Geschäftsführer Klimastiftung Schweiz 14: Ökologische Landwirtschaft ist ressourcenschonend und nachhaltig Karin Nowack, Projektleiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit, Bio Suisse 16: Künstlerinnen und Künstler bauen Brücken Urs Staub, ehemals Leiter der Sektion Museen und Sammlungen im Bundesamt für Kultur, Bern 18: Neue Lebensformen für die Zukunft Tanja Schindler, Baubiologin, Projektleiterin Ökominihaus 20: Mobilität wird vielfältiger Rudolf Marti, ist Inhaber und Geschäftsleiter der MARAG Garagen AG, Mitglied der Betriebskommission Mobilcity und Gemeinderat in Lohnstorf BE 70: Die Energiezukunft ist gegenwärtig Christian Rudin, Geschäftsführer der Umwelt Arena Schweiz 72: Chancen & Initiativen

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INHALT 38 Energie

Neuer Glanz für das Wasserschloss Cornelia Brandes Geschäftsleiterin, VUE Verein für umweltgerechte Energie

40: Energie 360° 42: ERZ Entsorgung + Recycling Zürich


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Inhaltsverzeichnis

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Werbung & Print

Farben ohne Schadstoffe

Bernhard Wicki Geschäftsführer Epple Druckfarben Schweiz GmbH 52: KROMER PRINT AG 54: epple druckfarben Schweiz GmbH 56: Model AG

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Bauen & Wohnen

Entsorgung & Recycling

Nachwachsende Rohstoffe wählen

Der Schmetterlingseffekt

Michael Meuter ist Informationsverantwortlicher von Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich.

Andreas Tonner, Geschäftsführer Recycling Coach GmbH

46: Stiftung Auto Recycling Schweiz 48: InnoRecycling AG

60: Pfleiderer Suisse AG 62: Elcotherm AG 64: GROHE Switzerland SA 66: Hoval AG

IMPRESSUM

Erscheinung: 1x jährlich, Herausgeber: Harald Fessler, harald.fessler@bluewin.ch; Verlag: UTK Media GmbH, Berneckerstrasse 15, 9434 Au, Tel. +41 71 744 94 90, info@utk.ch; Redaktion: Jörg Schelling, joerg.schelling@utk.ch; Anzeigenverkauf: UTK Media GmbH, Harald Fessler, harald.fessler@utk.ch, Tel. +41 79 631 50 21, Pascal Tobler, Tel. +41 71 966 60 03, pascal.tobler@utk.ch; improov gmbh, Martin Hofer, 8370 Sirnach, Tel. +41 71 511 50 53, martin.hofer@improov.ch, Fachbeirat: Remo Galli, a. Nationalrat, Dr. h. c.; Titelbild: Bruce Rolff/shutterstock; Layout: Jörg Schelling; Koordination: international media solutions IMS AG, 9434 Au, www.imsag.ch; Druck: Kromer Print AG, 5600 Lenzburg; Farben: gedruckt mit Epple Druckfarben, Perfect Finish non Fresh; Papier: Umschlag: 300 gm2 Offset matt, Inhalt: 140 gm2 Offset matt. Buchbestellung: www.klimafreundlich-schweiz.ch © Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Das Jahrbuch wird klimaneutral gedruckt. OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ

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Klimaschutz ist eine ökologische Notwendigkeit für die Gesellschaft – und eine Chance für die Wirtschaft. Wer heute mit den Ressourcen effizienter umgeht und weniger Treibhausgase ausstösst, wird zu den Gewinnern von morgen gehören. Die Zahlen sprechen für sich: Die Schweizer Cleantech-Branche wuchs im vergangenen Jahrzehnt schneller als das gesamte Bruttoinlandsprodukt. Das ist auch gut für die Beschäftigung in unserem Land und beweist: Klimafreundliches Wirtschaften ist möglich! So erfreulich diese Entwicklung ist: Wir können und müssen noch mehr tun. 2017 gehörte zu den wärmsten Jahren seit Messbeginn 1880. Drei grosse Hurrikane, Überschwemmungen und Hitzewellen verursachten immense Schäden. Nur wenn alle Länder ihre Emissionen reduzieren, lassen sich die Temperaturanstiege auf deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzen und die Auswirkungen der Klimaveränderung minimieren. Der Bundesrat will deshalb

das CO2-Gesetz entsprechend den Zielen des Pariser Klimaabkommens revidieren und unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 halbieren. Die Reduktion von 30 % soll dabei im Inland erfolgen. Dank einer Kombination von technologischem Fortschritt, strengeren technischen Vorschriften etwa für Neuwagen und Anreizen wie dem Gebäuderenovationsprogramm ist das möglich. Unternehmen, die sich CO2-Ziele setzen, werden belohnt. Dass sich Klimaschutz auszahlt, veranschaulichen die in diesem Jahrbuch vorgestellten Unternehmen. Sie setzen die Grundsätze der Nachhaltigkeit zum Wohl von Mensch und Umwelt Tag für Tag um. Für dieses Engagement gebühren ihnen mein Dank und meine Anerkennung. Bundesrätin Doris Leuthard Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

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Bild: Tampa/Shutterstock.com

KLIMAERWÄRMUNG EINDÄMMEN

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Wir müssen Vorbild sein Ich erinnere mich noch an früher. Meine Eltern und meine Geschwister verliessen das Haus, waren bereits zwei-, dreihundert Meter vom Haus entfernt und sahen, dass in einem Zimmer noch Licht brannte. Sie kehrten zurück, um es auszuschalten. Heute, 40 Jahre später, ertappe ich mich dabei, wie es mir egal ist. Das darf doch nicht wahr sein! Ich, der Politiker, der sich ernsthaft überlegt, ob er noch einmal umkehren soll, um das Licht auszuschalten. Die Staatengemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaübereinkommen dazu bekannt, einen Beitrag dazu zu leisten, die für unseren Planeten gefährliche Klimaerwärmung möglichst rasch einzudämmen. Die Schweiz, als von der Erwärmung überdurchschnittlich betroffenes Land, hat ein vitales Interesse an griffigen Massnahmen. Die Erwärmung unseres Planeten stellt eine der grössten Bedrohungen für das Überleben dar. Es braucht eine möglichst rasche Beschränkung auf deutlich unter 2 Grad, um das Risiko weiterer Naturkatastrophen und der Bedrohung der Lebensgrundlagen möglichst klein zu halten. Dazu sollen die Treibhausgasemissionen weltweit zwischen 2045 und 2060 auf null reduziert werden. Erdöl,

Kohle und Erdgas dürfen dann nicht mehr verbrannt werden. Zum Glück gibt es bereits heute technisch gute und immer kostengünstigere Alternativen zur Bereitstellung von Strom und Wärme. Unser Land ist in einer guten Position. Wir haben gute Infrastrukturen und viel Know-how. Cleantech ist eine Schlüsselbranche der Wirtschaft und wir können unsere Forschung noch viel stärker auf Innovationen ausrichten. Gelingt die Energiewende, können wir die rund 10 Milliarden Franken, welche wir jährlich für Öl und Gas aufbringen müssen, bei uns investieren und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung u.a. in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz schaffen. Trotz der guten Ausgangslage sind wir mit angezogener Handbremse unterwegs. Politisch und ökonomisch notwendige und sinnvolle Massnahmen werden nicht rasch genug umgesetzt. Der Zubau an Kraftwerken, die mit Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwärme gespiesen werden, wird ausgebremst. Gefordert ist neben der Wirtschaft vor allem die Politik. Das neue CO2-Gesetz muss entsprechend ausgestaltet und die Vorlage des Bundesrats in verschiedenen Bereichen massiv verbessert werden, damit sich die Paris-Ziele erreichen lassen.

Vor allem beim Verkehr sind bisher nicht genügend Massnahmen ergriffen worden. Ziel muss sein, in den nächsten zwanzig Jahren keine Personenwagen mit fossilen Verbrennungsmotoren mehr auf unseren Strassen zu haben. Anreize und eine bessere Infrastruktur sollen Elektromobilität sowie öV und Fuss- und Veloverkehr fördern. Das erfolgreiche Gebäudeprogramm muss weitergeführt werden. Der Flugverkehr soll nicht länger von einer Sonderstellung profitieren. Namentlich soll eine Ticketabgabe eingeführt werden, wie sie schon verschiedene Länder kennen. Die Unterstützung der Energiestrategie 2050 hat gezeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Stimmbevölkerung die Energie- und Klimawende befürwortet. Die Schweiz wird viel gewinnen, wenn sie den Klimaschutz vorantreibt und eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien anstrebt. Es ist Zeit, dass wir umdenken. Auch ich habe noch viel zu tun. So banal es tönt. Ich laufe wieder zurück, um das Licht auszuschalten.

Matthias Aebischer Nationalrat

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Bild: Irina Mos/Shutterstock.com

LANDSCHAFTSSCHUTZ IST GLEICH KLIMASCHUTZ

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Klimafreundlich mit der Landschaft umgehen! Der 3. Umweltprüfbericht der OECD über die Schweiz von 2017 belegt zwar Fortschritte, aber auch weiterhin gravierende Mängel der Umweltleistungen. So steht die Schweiz insbesondere beim Schutz der Biodiversität international mit am schlechtesten da. Auch bei der Wasserqualität braucht es weitere Anstrengungen. Der Bericht zeigt zwar, dass die Schweiz ein guter Performer ist bezüglich Kohlenstoffintensität und die am wenigsten CO2-intensive Wirtschaft in der OECD in bezug auf die inländische Produktion aufweist. Allerdings machen die hohen Importe diese Vorteile wieder zunichte. Der hohe Konsum führt zu einer Belastung der Ressourcen auf globaler Ebene. Die Produktion von Abfall (742 kg pro Kopf ) erhöhte sich nicht nur massiv, sondern ist auch im Vergleich zu den OECD-Ländern am höchsten. In den 1980er-Jahren lag dieser Wert noch unter 400 kg pro Kopf. Auch unsere natürlichen Lebensräume sind alles andere als nachhaltig unterwegs: Die intensive Wasserkraftnutzung, die Pestizide aus der Landwirtschaft und Mikroverunreinigungen aus Haushalten und Industrie führen zu teilweise hohen Belastungen und wirken sich negativ auf die Natur aus. Grösse, Qualität und Vernetzung der Schutzgebiete sind im in-

ternationalen Vergleich ungenügend. So sind ein Drittel der Arten in der Schweiz und die Hälfte der wichtigsten Lebensräume gefährdet. Diese destaströsen Ergebnisse sind die Folge eines bei Weitem noch nicht klimafreundlichen Umgangs mit unserer Erde! So zeigte eine Studie im renommierten Fachmagazin «Science» 2018, dass unser Fleischkonsum massiv zur Umwelt- und Klimabelastung beiträgt. Wir müssen daher dringend schonungsvoller mit der Ressource Boden umgehen! Der Schutz der unverbauten Landschaften, die Förderung attraktiver Grünflächen (statt öder Schottergärten) im urbanen Raum, aber auch die allgemeine Entstressung der durch die zu intensive fleischproduzierende Landwirtschaft belasteten Böden und Gewässer sind für die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) ein zentrales Ziel. Uns geht es um politische Beeinflussung, aber auch um konkrete Tatbeweise. Zwei Beispiele: Der neue Demeter-Biobetrieb des ehemaligen Klostergutes Schönthal in Langenbruck (BL) verbindet Kunst, Landwirtschaft, Ästhetik und Biodiversität und schafft ein landschaftliches Gesamtkunstwerk. Die 2016 gestartete Umsetzung des Programms «Kulturlandschaft Kloster Schönthal» ist breit abgestützt. Ziel ist die Extensivierung der Landwirt-

schaft und die gleichzeitige Förderung von Biodiversität und landschaftlicher Schönheit. Die ersten Projekte, wie Weiheraufwertung, Bachausdolung, Trockenmauerbau, Baumpflanzungen und Schaffung eines lichten Waldstandortes, sind bereits teilweise realisiert und zeigen vielversprechende Ergebnisse. Ein breites Monitoring bewertet den Nutzen aller Massnahmen. Ein Weltmodell auf 100 ha könnte hier entstehen. Ein weiteres Beispiel aktiven Klimaschutzes war 2018 die erfolgreiche Verhinderung der Asphaltierung der historischen Duscherstrasse in Paspels GR. Ein reizvoller Naturweg mit flankierenden Trockenmauern ist dank unserer Hilfe entstanden, zur Freude aller. Zudem kostete dieser Naturweg dreimal weniger als eine unnötig versiegelte Strasse. Den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen, den Boden atmen zu lassen und mehr der Natur zu vertrauen ist die wirksamste Basis des Klimaschutzes. Im Kleinen wie im Grossen.

Raimund Rodewald Geschäftsleiter Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL)

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Bild: Phonlamai Photo/Shutterstock.com

KLIMASCHUTZ – CHANCEN FÜR SCHWEIZER KMU

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Roboter, Ventil, akustische Kamera. Oder woran denken Sie beim Stichwort Klimaschutz? Die Schweiz ist ein innovatives Land. Viele kluge Köpfe arbeiten an Lösungen, was eine moderne Gesellschaft dem Klimawandel entgegensetzen kann. Klar ist: Die Schweiz als Alpenland mit Gletschern, Wintertourismus und Wasserkraft wird vom Klimawandel hart getroffen – härter als viele andere Länder. Die Schweiz kann aber auch beim Klimaschutz eine besondere Rolle einnehmen. Denn für innovative Unternehmer ergeben sich neue Chancen. Es entstehen neue Lösungen, zum Beispiel für Energiegewinnung, Landwirtschaft, Mobilität und Gebäudetechnik. Die Klimastiftung Schweiz fördert solche Innovationen von Schweizer und Liechtensteiner KMU. Zusätzlich unterstützt sie KMU, die im eigenen Betrieb Energie sparen. Für die Klimastiftung Schweiz gehören ein starker Wirtschaftsstandort und ein guter Klimaschutz zusammen. Wir sind überzeugt, dass KMU selber davon profitieren, wenn sie klimafreundlich sind. Denn energieeffiziente Unternehmen sind modern, sparen Kosten und geniessen ein gutes Image.

Von der Wirtschaft für die Wirtschaft Vor zehn Jahren wurde die Klimastiftung Schweiz von Dienstleistern wie Banken, Versicherungen und Beratungsfirmen

gegründet. Unterdessen spenden 27 dieser Partnerfirmen der Stiftung Geld und stellen Fachpersonen zur Verfügung. Das freiwillige Engagement von der Wirtschaft für die Wirtschaft soll die Wirkung der Klimapolitik des Bundes verstärken. 1400 KMU konnten seit 2008 von insgesamt 18 Millionen Franken Fördergeldern profitieren. Die Förderungen haben sie aber auch veranlasst, selbst noch mehr in ihre Energieeffizienz oder in die Entwicklung klimafreundlicher Produkte zu investieren.

einer modernen und klimafreundlichen Landwirtschaft mit.

Von der Gründung an hat die Klimastiftung Schweiz ein System aufgebaut, um KMU bei einer Vielzahl von Massnahmen für den Klimaschutz fördern zu können. Zu den Standard-Massnahmen gehört die Erneuerung von Heizungen, die Dämmung von Gebäuden, der Ersatz von Motoren und Apparaten durch energieeffizientere Modelle und anderes mehr. Über den Standard-Katalog hinaus gehen zum Beispiel Innovationen, die neue Lösungen für den Klimaschutz aufzeigen.

Viele Innovationen haben ihren Ursprung an den Hochschulen. An der ETH wurde zum Beispiel die akustische Kamera entwickelt, die kleine Lecks in Erd- und Biogasleitungen sofort bemerkt und ortet. Eine Reparatur ist sofort möglich und viel weniger klimaschädliche Gase entweichen.

Innovationen von Schweizer KMU Das ist beispielsweise ein Roboter, der ganze Äcker jätet und damit den Einsatz von Herbizid massiv verringert. Der Roboter erkennt das Unkraut mit einer Kamera. Er wird mit Solarzellen betrieben, lässt sich mit dem Smartphone steuern und mit dem Traktor zum Acker transportieren. Entwickelt in Yverdonles-Bains prägt er bereits heute das Bild

Ein Ventil aus Luzern gibt neue Möglichkeiten bei der Isolation von Gebäuden. Bis zu dieser Entwicklung nahm man in Kauf, dass einiges an Wärme entweicht durch Funktionsöffnungen, wie sie jedes Haus für Küche und Badezimmer braucht. Nun ändert sich das. Und Gebäude können mit einfachen Massnahmen noch einmal zehn Prozent energieeffizienter werden.

Solche Projekte zeigen, dass der Klimaschutz ein Motor für Innovation sein kann. Nach dem Motto «Klima schützen. KMU stärken.» setzen wir uns dafür ein, dass die Schweiz den Klimaschutz-Bereich mindestens so fest prägt, wie sie vom Klimawandel unweigerlich geprägt wird. Vincent Eckert Geschäftsführer Klimastiftung Schweiz

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Bild: Bio Suisse

BIO-LANDWIRTSCHAFT: VIELFALT STATT EINFALT

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Ökologische Landwirtschaft ist ressourcenschonend und nachhaltig Wir bewohnen einen nachhaltigen, bäuerlich geprägten landwirtschaftlichen Lebensraum für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt. Im Bioland Schweiz steht ein ganzheitlicher Landbau im Zentrum, der über Generationen lebensfähig ist und authentische und gesunde Produkte erzeugt, die den Konsumierenden Geschmack und Genuss bieten. Für dieses Ziel setzt sich Bio Suisse aktiv für den Klimaschutz in der Bio-Produktion ein und verfolgt seit 2011 eine Klimastrategie. Mit folgenden Regelungen und Grundsätzen setzt sich Bio Suisse als Dachverband der Schweizer Knospe-Betriebe für das Klima ein: • Humusgehalt Verwendung von organischem Dünger, breite Fruchtfolgen mit mehrjährigen Kleegraswiesen, Bodenbedeckung und bodenschonende Bearbeitung tragen dazu bei, dass der Humusgehalt und somit der Kohlenstoffgehalt von Bio-Böden gesteigert oder zumindest erhalten werden.

• Verbot von Kunstdünger Künstlicher Stickstoff wird mit Hilfe von fossilen Brennstoffen hergestellt und benötigt sehr viel Energie. Bei überschüssigem Kunstdünger wird zudem das sehr klimaschädliche Lachgas freigesetzt. • Verbot von Einsatz von Torf (Ausnahmen für Zierpflanzen und Kräuter) Torfabbau setzt grosse Mengen CO2 frei. • Heizen in Gewächshäusern Das Heizen von Gewächshäusern im Winter ist stark eingeschränkt. • Kein Anbau auf gerodeten Urwaldflächen Beim Roden der Wälder entweichen grosse Mengen an Treibhausgasen. Für die Produktion dürfen keine Wälder und andere schützenswerte Lebensräume zerstört werden. • Flugverbot Produkte dürfen nicht per Flugzeug transportiert werden. • Einschränkungen von Import Bevorzugung von Produkten aus der Region und der Schweiz. Kein Import von Frischprodukten aus Übersee, mit Ausnahme von Erzeugnissen, die in Europa nicht wachsen, wie etwa Bananen.

Ökologische Landwirtschaft ist die Antwort auf die industrielle Landbewirtschaftung der letzten Jahrzehnte. Sie sorgt dafür, dass der Boden für die Produktion unserer Lebensmittel auch für künftige Generationen erhalten bleibt und Trinkwasser sowie die Gewässer weniger mit Düngemitteln und Pestiziden belastet werden. Der ökologische Landbau trägt auch zum Schutz der Artenvielfalt bei und wir alle erhalten gesunde Lebensmittel ohne giftige Rückstände. Der ökologische Umbau der Landwirtschaft senkt den CO2-Ausstoss und trägt seinen Anteil dazu bei, die Klimaziele der Schweiz zu erreichen. Im Rahmen der Klimastrategie fördert Bio Suisse aktiv mit Forschung, Entwicklung und Beratung den Klimaschutz auf Landwirtschaftsbetrieben. Massnahmen dazu sind unter anderem die Verlängerung der Nutzungsdauer von Milchkühen, der Einsatz von Zweinutzungsrassen, die Verbesserung der Nährstoffeffizienz oder die Optimierung der Nutzung von Maschinen.

Karin Nowack Projektleiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit Bio Suisse

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Bild: PHOTOCREO Michal Bednarek/Shutterstock.com

KUNST UND KULTUR: DEN KLIMAWANDEL BEGLEITEN

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Künstlerinnen und Künstler bauen Brücken Kultur und Kunst haben sich – wie alle anderen Lebensbereiche des Menschen auch – der Diskussion rund um die Veränderung des Klimas und ihre Auswirkungen auf unseren Planeten zu stellen. Unter den unzähligen Aspekten, die dabei besprochen werden könnten, soll die Atmosphäre, in der zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler in unseren westlichen Demokratien arbeiten, näher beleuchtet werden. Leonardo da Vinci (+1519) – um ein bedeutendes Beispiel zu nennen – entwarf im Auftrag des Herzogs von Mailand, Ludovico Moro, Dekorationen, um dessen Herrschaft zu feiern. Die Päpste der Renaissancezeit beriefen Michelangelo (+1564) und Raffael (+1520) an ihren Hof, damit diese ihrer politischen und kirchlichen Macht ein einprägsames Gesicht verschafften. Ludwig XIV. von Frankreich (+1715), der Sonnenkönig, versammelte Künstler und Architekten um sich und liess durch ihre Werke seine Macht und seine Ambitionen aller Welt sichtbar machen. Die Künstler arbeiteten im Schutz einer persönlichen Beziehung zu einem Souverän, der sie beauftragte. Auch im 21. Jahrhundert richtet sich das Werk einer Künstlerin, eines Künstlers an einen Souverän: in unseren westlichen Demokratien an das Volk. Ein Kunstwerk bietet sich heute nicht mehr nur einem einzelnen fürstlichen Auftraggeber, sondern unzählig vielen Menschen dar, die sowohl den unterschiedlichsten

sozialen Schichten als auch den mannigfaltigsten Bildungsniveaus angehören. Künstlerinnen und Künstler haben ihre Werke offen zu gestalten, damit diese ein möglichst weites Publikum ansprechen. Sie sollen Bilder und Motive, die allgemein verstanden werden, zum Klingen bringen. Dabei sind Materialien zu verwenden, die im Alltag allgemein üblich sind und so zur Teilnahme an den Kunstwerken einladen. Der Wunsch – ja der Traum – zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ist es, alles und alle einschliessen zu können und nichts und niemanden ausschliessen zu müssen. Kunstschaffende können sich – im Gegensatz zu den eingangs erwähnten Künstlern – heute nicht mehr auf politische und religiöse Anschauungen berufen, die allgemein als verbindlich anerkannt werden und die sie einfach zu illustrieren und darzustellen haben. Spätestens seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach dem rasanten Auf und Ab von Absolutismus, Revolution, Republik, Kaiserreich, Restauration, erneuten Umstürzen und nach dem allmählichen Entstehen der Demokratie, verbunden mit den entsetzlichen Rückschlägen während den zwei Weltkriegen, überlebte kaum mehr eine als allgemein gültig anerkannte politische Idee. Hinzu kam die Säkularisierung, die seit der Aufklärung eine während Jahrhunderten geltende Weltanschauung und religiös-kirchliche Ordnung in Frage stellte und ausser Kraft setze. Damit sind die Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit

allein auf sich gestellt. Sie müssen die Bilder und Motive ihres künstlerischen Schaffens aus sich selber, aus ihrer Persönlichkeit sowie aus ihrer momentanen privaten Befindlichkeit schöpfen. Kunst ist unablässig auf der Suche nach Raum und Zeit sowie nach den Orten, wo sich der Mensch aufhält. Sie sollte diese Suche mit Tiefgang, Witz, Leichtigkeit und Intelligenz in Angriff nehmen. Die Künstlerinnen, die Künstler machen sich mit offenen Sinnen auf den Weg und bewahren sich dabei die Neugier der Kinder. Auf diese Weise begleiten sie unsere Gesellschaft bei der Suche nach einer Antwort auf die drängenden Fragen zum Schutz und Erhalt von intakter Natur und geglückter Umwelt. Künstlerinnen und Künstler öffnen mit ihrem Schaffen unseren Geist für noch nicht Gedachtes.

Urs Staub ehemals Leiter der Sektion Museen und Sammlungen im Bundesamt für Kultur, Bern

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WOHNEN MIT BLICK AUF DAS WESENTLICHE

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Neue Lebensformen für die Zukunft Es ist eine Sehnsucht, die immer mehr Menschen spüren, wenn sie sich Gedanken machen über ihr Leben, die Gesundheit und ihre Zukunft. Die Sehnsucht, die Energie und die Kraft der Natur nicht nur in den Ferien und in der Freizeit zu spüren, sondern auch im Alltag. Die Zwänge der Gesellschaft so gering wie möglich zu halten, so mehr Zeit für Erholung, Regenerierung und Kreativität zu haben. Leben mit und in der Natur tut uns einfach gut, das ist wohl den meisten Menschen klar. Warum tun wir es denn nicht? Wir haben dafür natürlich viele Ausreden. «Zu teuer» ist das Hauptargument. Mit dem Vorsatz und der Hoffnung der positiven Auswirkung der Reduktion auf das Wesentliche, ist es allerdings auch mit wenig Geld in unserem Alltag in der Schweiz möglich, diese Vision und Sehnsucht zu leben. Das zeige und lebe ich mit dem Projekt Ökominihaus und mache es an Führungen erlebbar.

Leider sind bis zum heutigen Tag die Vorschriften von Gemeinden, Kantonen und dem Bund noch nicht so weit, um diese Lebensform mit angepassten vereinfachten Gesetzen zu unterstützen. Dazu bräuchten wir neue Wohnzonen für experimentelles, nachhaltiges Wohnen sowie Baugrundstücke, die wir mieten, pachten oder zwischennutzen können, Grenzabstände, die ein verdichtetes Stellen von Minihäusern zulassen, und Gebühren, die angepasst an solche Wohnformen sind, welche ein nachhaltigeres ressourcenschonendes Verhalten als Grundsatz mitbringen. Dank solcher Voraussetzungen können sich neu gedachte Siedlungen entwickeln, wo Wohnen wieder naturnah, sozial, nachhaltig und gesund wird. Es gibt genug Menschen in der Schweiz, die für mehr freie Zeit und eine gesunde Lebensform ihren Platzbedarf und alle Dinge, die sie haben, sofort eintauschen würden. Die Vorteile wären enorm für

die Menschen die so wohnen wollen, aber auch sozial-, gesellschafts- als auch gesundheitspolitisch. Die nahe Natur, die eigenen Lebensmittel, die vor Ort angebaut und konsumiert werden können, sowie weniger Druck und das autarke suffiziente Wohnen in gesunden Minihäusern sind ein grosser Beitrag zu einem nicht mehr zahlbaren Gesundheits- und Sozialsystem. Die Menschen werden weniger krank sein, leistungsfähiger und glücklicher. Die Achtsamkeit gegenüber Mensch, Tier und der Umwelt gewinnt somit wieder an Bedeutung. Der nachbarschaftliche Austausch und die Hilfe würden wieder funktionieren und viele soziale Probleme entschärfen. Ein Leben mit mehr Zeit, geringen Kosten und dem grossen Luxus, trotzdem alles in guter Qualität zur Verfügung zu haben. Ein wenig guter Wille und Weitsicht der Politik und Behörden könnten das ermöglichen.

Tanja Schindler Baubiologin Projektleiterin Ökominihaus

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Bild: Andrey Suslov/shutterstock.com

MOBILE ZUKUNFT

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Mobilität wird vielfältiger Sparsame, emmissionsfreie und umweltfreundliche Antriebsarten – vor allem Hybrid- und Elektroautos – treiben die Automobilbranche und die Entwicklung vor allem voran. So steht der Autohandel vor grossen neuen Herausforderungen, nebst der Digitalisierung wird er zunehmend mehr zur Drehscheibe und zum Ansprechpartner für Mobilitätsfragen. So werden aus Autoverkäufern in Zukunft Mobilitätsberater. Damit trägt der Autohandel der Entwicklung Rechnung, dass der Kunde nicht nur das Fahrzeug ansehen, sondern vermehrt zusätzlich über die verschiedenen Antriebsmöglichkeiten kompetent und umfassend beraten werden will. Macht ein neues Auto mit Wasserstoff-Antrieb mehr Sinn, ist ein reines Elektroauto die bessere Lösung oder, noch besser, ein Plug-in-Hybrid?

Beispielsweise ist vielen Leuten noch unbekannt, dass ein Hybrid-Auto nicht an der Steckdose aufgeladen werden kann. Das Aufladen der Batterie erfolgt hier ausschliesslich über Rekuperation, d.h. beim Bremsen des Fahrzeugs wird die Bewegungsenergie als elektrische Energie zurückgewonnen und so die Batterie während der Fahrt wieder geladen. Fragen nach Reichweite, Lademöglichkeiten und -zeiten oder wie das bidirektionale Laden funktioniert, das Anschliessen des Elektroautos an die eigene Hausstromversorgung, um die Auto-Batterie als Energiespeicher für die Solaranlage zu nutzen, beeinflussen zukünftig die Kaufentscheidung des Kunden.

eine grosse Bedeutung zu. Fachkräfte in allen Bereichen vom Verkauf bis hin zum Service werden gesucht und sind gefragt. E-Mobilität und autonom fahrende Autos benötigen exakt kalibrierte Sensoren und einwandfrei gewartete Systeme, damit keine Unfälle geschehen. Bereits heute muss sich ein Automechaniker in Mechanik, Elektrik und Elektronik, Physik und Informatik auskennen – und wer weiss, vielleicht braucht er in wenigen Jahren bereits einen Flugschein …

All dies erfordert grosse Anstrengungen der Automobilbranche, um auch in Zukunft die immer vielfältigeren Mobilitätsbedürfnisse mit dem eigenen Geschäftsmodell in Einklang zu bringen. Hierbei kommt auch der Ausbildung

Rudolf Marti ist Inhaber und Geschäftsleiter der MARAG Garagen AG, Mitglied der Betriebskommission Mobilcity und Gemeinderat in Lohnstorf BE

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klimafreundlich Wirtschaft & Umwelt

Bild: Mor65_Mauro Piccardi/Shutterstock

KLIMA AKTIV

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klimafreundlich Wirtschaft & Umwelt

SCHÜTZEN Handeln tut Not Die Erdoberfläche erwärmt sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts aussergewöhnlich stark. Verursacht wird diese Veränderung des Energiehaushaltes der Erde hauptsächlich durch den Ausstoss von Treibhausgasen. Die Folgen des mit der raschen Erwärmung verbunden Klimawandels sind steigende Meeresspiegel, Verschiebung von Klimazonen und Lebensräumen, verändertes Auftreten von Niederschlägen sowie stärkere und häufigere Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren. Das Alpenland Schweiz ist von der Klimaerwärmung überdurchschnittlich betroffen. Stieg die Durchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts global im Durchschnitt um 0.85°, waren es in der Schweiz rund 1.9°. Sollte die Temperatur weltweit um 3° steigen, könnte das für Schweiz einen Anstieg von 6° bedeuten (was derselbe Temperaturunterschied bedeuten würde wie zur letzten Eiszeit).

Die Forschung geht davon aus, dass als Folge dieser Entwicklung die Gletscher bis Ende des Jahrhunderts weitgehend verschwunden sein werden, was schwerwiegende Veränderungen für den Wasserhaushalt zur Folge haben wird. Die Anzahl der Tropennächte im Mittelland könnte sich verzehnfachen.

Die Bilanz der bisherigen schweizerischen Klimapolitik ist durchzogen. Im Gebäudebereich konnten die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2016 gegenüber 1990 um 23 %, in der Industrie um 16 % gesenkt werden. Im Verkehrsbereich hingegen liegen die Emissionen 3 % über dem Ausstoss 1990.

Angesichts dieser Entwicklung hat die Schweiz ein besonderes Interesse daran, dass die Weltgemeinschaft rasch und umfassen auf eine CO2-neutrale Wirtschafts- und Lebensweise umstellt.

Fazit: Die Schweiz als modernes und wohlhabendes Land muss im Bereich des Klimaschutzes eine Vorreiterrolle übernehmen. Was wir heute tun genügt bei weitem nicht. Zur Erreichung der globalen Ziele sind wir jedoch auf ein vergleichbares Engagement anderer Nationen angewiesen.

Die eidg. Räte haben 2017 das Pariser Abkommen ratifiziert. Das heisst unser Land verpflichtet sich bis 2030 seine Treibhausemissionen gegenüber 1990 um 50 % zu senken. Die Umsetzung des Abkommens erfolgt im Wesentlichen über das CO2-Gesetz, dessen Beratung in der Sommersession 2018 im Nationalrat beginnt. Im Rahmen dieser Gesetzgebung wird sich weisen, ob den Worten auch entsprechende Taten folgen.

Werner Luginbühl Ständerat Leiter Public Affairs Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG

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klimafreundlich Wirtschaft & Umwelt

Klimapolitik – eine Chance für die Wirtschaft Das Pariser Klimaabkommen ist ein wichtiges Signal an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft: Mit einer Umstellung auf eine moderne, zukunftsfähige Energieversorgung, dem Einsatz erneuerbarer Energieträger und einer effizienteren Energienutzung sind die Klimaziele zu schaffen.

Unsere Vision einer zukunftsfähigen Wirtschaft ENERGIE-ERZEUGUNG ZUBAU VON ANLAGEN

ELEKTROMOBILITÄT MOBILITÄTSKETTEN

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MOBILITÄT

FOSSIL-FREIE HEIZUNGEN

ENERGIETRÄGER SPEICHERUNG TRANSPORT POWER-TO-X

DÄMMUNG

WÄRME

INFRASTRUKTUR

CO 2 -GESETZ SIA-NORMEN

STROM AUTOMATISIERUNG

K R E I S L AU F W I R T S C H A F T Unsere Lösung für den Klimawandel ist eine Kombination aus innovativer Technologie und guten Rahmenbedingungen. Im Zentrum stehen klimafreundliche Infrastrukturen, eine umweltfreundliche Mobilität und ein erneuerbares Energiesystem. Gut gedämmte Gebäude, die effizient bewirtschaftet und CO2-frei beheizt werden, sowie eine weitgehend elektrisch betriebene Transportkette garantieren hohen Komfort und tiefe Emissionen. Die Stromproduktion basiert

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Blueprint for Paris © swisscleantech 2018

auf Wasser-, Solar- und Windenergie. Ergänzung bietet der Import von nachhaltigem Strom. Batterien und Power-to-X, die stoffliche Speicherung von erneuerbarer Energie, stellen den Ausgleich zwischen den Energiesystemen sicher. Zudem braucht es Rahmenbedingungen, die berücksichtigen, dass unsere Welt nicht grenzenlos ist. Alle Puzzleteile müssen optimal zusammenspielen. Daran arbeitet swisscleantech.


klimafreundlich Wirtschaft & Umwelt Wir verfügen heute über Technologien, um ohne Treibstoff um die Welt zu fliegen, Transportmittel mit Strom zu betreiben, Gebäude besser zu isolieren und den Energieverbrauch zu senken. Die Bemühungen, unsere Umwelt nachhaltiger zu organisieren, gehen einher mit mehr Komfort und einer höheren Lebensqualität.

Ökonomie und Ökologie stehen nicht im Widerspruch Investitionen in nachhaltige Projekte zahlen sich aus. Nachhaltige Unternehmen sind deutlich innovativer, moderner und wettbewerbsfähiger. swisscleantech unterstützt diesen Prozess. Unsere Mitglieder beweisen dies mit ihrem täglichen Engagement und ihren zukunftweisenden Anwendungen.

Die Schweiz braucht eine weitblickende Klimastrategie

swisscleantech Der Wirtschaftsverband swisscleantech setzt sich dafür ein, dass sich umweltbewusstes Handeln für Schweizer Unternehmen lohnt. Dazu braucht es eine aktive Schweizer Klima- und Energiepolitik und engagierte Firmen. Wir bringen branchenübergreifend Firmen zusammen, die für umweltverantwortliches Handeln einstehen. Wir teilen Wissen, fördern Innovation und setzen uns für effiziente politische Regeln ein. Dadurch leisten wir einen Beitrag für eine zukunftsfähige Schweiz und helfen unseren Firmen, Marktchancen zu entwickeln.

Das Herzstück der aktuellen Schweizer Klimapolitik ist die Totalrevision des CO2Gesetzes. Es sieht vor, die Emissionen bis 2030 um 50 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Dazu braucht es ambitionierte Reduktionsziele im In- und Ausland. Klimaschutz im Inland muss Vorrang haben, denn er stärkt unsere Wirtschaft und fördert Innovationen, welche wichtige Exportschlager sind. Ein dynamischer Heimmarkt hilft unserer Wirtschaft, Technologien zu entwickeln und vor Ort neue innovative Lösungen umzusetzen. Deshalb sollten wir schnell mit dem Umbau der Infrastrukturen beginnen. Wir wollen eine wettbewerbsstarke, innovative und mutige Schweiz, die ein Vorbild für nachhaltige Entwicklung ist und die Zukunft entsprechend gestaltet. Wir fordern ein qualitatives Wirtschaftswachstum und zielgerichtete Handlungen.

Matthias Bölke, Sie sind Präsident des Wirtschaftsverbands swisscleantech und verantworten bei Schneider Electric DACH die Bereiche Strategie, Business Excellence und Public Affairs. Was kann die Wirtschaft zur Lösung beitragen? Die Wirtschaft leistet schon sehr viel. Es gibt zahllose Beispiele von emissionsfreien Gebäuden, die Digitalisierung macht Prozesse immer effizienter Matthias Bölke und die Elektromobilität ermöglicht einen emissiPräsident swisscleantech onsfreien Verkehr. Mittelfristig gesehen sind diese Lösungen profitabler und langfristig unschlagbar. Ausserdem fördern sie neue Berufsbilder und modernes Know-how. Was braucht es noch, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens umzusetzen? Es braucht klare Ziele und Meilensteine auf dem Weg. Das brächte mehr Investitionssicherheit und beschleunigte die Innovationen. Ohne dies verlieren wir wertvolle Zeit hier vor Ort. Klimaschutz mit neuen Technologien wird als Wirtschaftsfaktor weltweit mehr und mehr genutzt. Die Schweiz war immer dann erfolgreich, wenn sie mit Innovationen voranging. Warum nicht auch hier? Ein dynamischer Heimmarkt mit klaren Zielen wäre daher für die Schweiz sehr sinnvoll. Text und Interview: Nadja Hauser, Kommunikationsverantwortliche swisscleantech

swisscleantech Reitergasse 11 8004 Zürich T. +41 58 580 08 09 sekretariat@swisscleantech.ch www.swisscleantech.ch

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Filial-Konzept im Zeichen der Nachhaltigkeit Klimaschutz, Abfallmanagement und optimiertes Bauen – in ALDI SUISSE-Neubauten vereint ein Konzept verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit. ALDI SUISSE verpflichtet sich im Rahmen der eigenen Grundsätze zur verantwortlichen Unternehmensführung, den ökologischen Fussabdruck und die Treibhausgasemissionen stetig zu verringern. Auch entlang der Lieferkette legt das Unternehmen einen Fokus auf die Nachhaltigkeit: klimaneutrale und ressourcenschonend produzierte Produkte stehen in den Regalen.

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Strom mit Herkunftsnachweis Schweizer Wasserkraft Systematisches Energiemanagement Photovoltaik-Anlagen E-Ladestationen Sammlung und Recycling von Getränkekartons und Plastikflaschen Energieeffiziente LED-Beleuchtungstechnologie Kältetechnik mit 100 % natürlichen Kältemitteln

8 Klimatisierung mit natürlichem Kältemittel 9 Abwärmenutzung der PANETTERIA und Kälteanlagen zur Filial-Beheizung 10 Kompensation unvermeidbarer CO2-Emissionen mit myclimate 11 Logistikmanagement zur Reduktion von Streckenkilometern 12 Sozial- und umweltverträglich hergestellte Produkte


CO2-neutral mit myclimate Seit 2017 arbeiten ALDI SUISSE-Standorte klimaneutral. Dabei befolgt ALDI SUISSE das Prinzip «vermeiden, reduzieren, kompensieren». ALDI SUISSE konnte den CO2-Fussabdruck der Betriebsprozesse dank Verwendung von Strom aus Schweizer Wasserkraft und stetigen Optimierungen trotz Wachstum reduzieren, von 2012 bis 2017 um über 40 %. Zur Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen, z.B. der LKW-Flotte, werden ausschliesslich myclimate Klimaschutzprojekte mit Gold Standard-Zertifizierung unterstützt. Energie- und Logistikmanagement Mit einem stetigen Monitoring des Energieverbrauchs gelingt es ALDI SUISSE, die Verbrauchswerte zu optimieren. Wo immer möglich wird auf moderne Technik gesetzt, etwa in der Kühlung oder bei der Beleuchtung mit LED. In der Logistik werden die Strecken so angepasst, dass die LKWs auf dem Rückweg von den Filialen ins Lager nicht leer fahren und Waren von Produzenten mit abholen. Kältetechnik Die Kältetechnik in den Filialen und Logistikzentren spielt eine wesentliche Rolle für das Erreichen der ALDI SUISSE-Klimaschutzziele. Deshalb werden natürliche Kältemittel mit einem äusserst niedrigen Treibhausgaspotential eingesetzt. Darüber hinaus wird die Abwärme der Kälteanlagen und der PANETTERIA zur Beheizung der Filiale eingesetzt.

Abfallmanagement und Recyclingpionier Bezüglich Abfall setzt ALDI SUISSE auf das Prinzip «vermeiden, wiederverwenden, recyceln». Lebensmittelabfälle werden möglichst vermieden, indem Produkte kurz vor Ablauf von Mindesthaltbarkeitsdaten verbilligt angeboten, an karitative Einrichtungen gespendet, oder zur Tierfütterung und Erzeugung von Biogas abgegeben werden. Recycling von Kunden-Leergut ist Ressourcen- und Klimaschutz. Als erster Detailhändler bietet ALDI SUISSE schweizweit in den Filialen eine gemeinsame Sammlung von Getränkekartons (z.B. Tetra Pak) und Plastikflaschen an. Produktesortiment In der Lieferkette etabliert ALDI SUISSE konkrete Vorgaben zur Herkunft und Gewinnung der Rohstoffe, die zur Produktion von Artikeln eingesetzt werden dürfen, und trägt so zum Klimaschutz bei. Im Bereich Holz und Papier gilt beispielsweise das Ziel, bis 2020 für Eigenmarkenartikel ausschliesslich Rohstoffe aus zertifizierter Forstwirtschaft sowie aus Recyclingmaterialien zu beziehen. Daneben bietet ALDI SUISSE CO2-neutral produzierte Produkte wie beispielsweise die Max Havelaar Schweizer Schokolade an.

ALDI SUISSE Das Detailhandelsunternehmen ALDI SUISSE ist in der Schweiz zu einer starken Marke geworden und nicht mehr wegzudenken. 2005 eröffnete ALDI SUISSE die ersten vier Filialen in der Schweiz. Inzwischen gibt es schweizweit über 190 Filialen mit einem Angebot von ca. 1’500 Artikeln. Das Unternehmen beschäftigt rund 3’000 Mitarbeitende. ALDI SUISSE kann auf eine zufriedene und treue Stammkundschaft zählen, die täglich weiter wächst. Als Detailhändler ist sich ALDI SUISSE der unternehmerischen Verantwortung bewusst. International und national setzt das Unternehmen mittels Corporate Responsibility-Grundsätzen und Einkaufspolitiken auf nachhaltige Strategien, um ein verantwortungsvolles Handeln von ALDI SUISSE und den Geschäftspartnern entlang der Lieferkette zu gewährleisten. Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitskonzept von ALDI SUISSE: heutefürmorgen.ch ALDI SUISSE AG Niederstettenstrasse 3 9536 Schwarzenbach Switzerland


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Klimaschutz im Supermarkt

Klimaneutral kann jeder!

Wie gross ist der CO2-Fussabdruck?

Seit über 10 Jahren unterstützt ClimatePartner Unternehmen dabei, Wachstumschancen durch freiwilligen Klimaschutz zu schaffen: indem wir ihnen helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren und auszugleichen. Mit international anerkannten Klimaschutzprojekten, die nach den höchsten Standards zertifiziert sind – wie dem Gold Standard oder dem Verified Carbon Standard. Unser Label für Klimaneutralität ist TÜV-zertifiziert. ClimatePartner unterstützt mehr als 1000 Kunden in über 30 Ländern, und arbeitet eng mit Umweltverbänden zusammen.

Wer Produkte klimaneutral anbieten möchte, braucht zunächst einmal eine genaue CO2-Bilanz zu seinem Produktlebensyklus. Mit dem CO2-Fussabdruck lässt sich feststellen, wo Treibhausgase kontinuierlich reduziert werden können. Zum Beispiel durch optimierte Produktionsprozesse oder innovative Verpackungskonzepte.

Melden Sie sich gerne, wir finden eine passende Klimaschutzstrategie für Sie!

Biologisch, saisonal, fair gehandelt … und klimaneutral! Verbraucher werden auch im Lebensmittelsektor immer anspruchsvoller: Sie achten auf bio, saisonal oder fair gehandelt – und immer mehr auch darauf, ob Produkte klimaneutral ausgezeichnet sind. Sogar Discounter führen inzwischen erste klimaneutrale Lebensmittel im Sortiment.

Kontakt

Das Label «klimaneutrales» Produkt Egal wie klimafreundlich ein Produkt entsteht, am Ende bleiben immer unvermeidbare CO2-Emissionen übrig. Ein Produkt wird erst dann klimaneutral, wenn Sie diese durch Unterstützung eines international anerkannten Klimaschutzprojekts ausgleichen. Zum Beispiel, indem Sie Waldschutz in Brasilien oder saubere Windkraft unterstützen und so für konkrete CO2-Einsparungen sorgen. Glaubwürdig und für die Verbraucher transparent wird es, wenn Berechnung und das Klimaschutzprojekt über QR-Code und eine ID-Nummer nachvollziehbar dokumentiert sind.

Sven Berther Geschäftsführer T. +41 43 556 78 50 s.berther@climatepartner.com

Klimaneutrale Eigenmarke: BIO COMPANY

Klimaneutral verpackt: Bio Eier bei LIDL Schweiz

ClimatePartnerLabel mit QR-Code und ID-Nummer

ClimatePartner Switzerland AG Technoparkstr. 1 8005 Zürich T. +41 43 556 78 50 F. +41 43 556 78 59 info@climatepartner.ch www.climatepartner.ch

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Vorsorge mit Weitsicht, damit Sie sich auf Ihre Rente freuen können!

nest die ökologisch-ethische Pensionskasse Nest Sammelstiftung Molkenstrasse 21 8004 Zürich T 044 444 57 57 www.nest-info.ch


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Pensionskasse: Nachhaltig Anlegen! UNO-Nachhaltigkeitsziele als Anlagekriterium

Über Nest

Mit den «Sustainable Development Goals – SDG» (Ziele für nachhaltige Entwicklung) gehen die Vereinten Nationen die heute drängenden Herausforderungen an. Durch das 17-Punkte-Programm gerät auch der Finanzmarkt in den Fokus und mit ihm die Pensionskassen. Die Nest Sammelstiftung ist darauf vorbereitet, ist doch Nachhaltigkeit seit der Gründung vor 35 Jahren in ihren Anlagerichtlinien verankert. Die folgenden drei Beispiele zeigen die konkrete Umsetzung in der Praxis auf.

Nest ist die führende ökologischethische Pensionskasse der Schweiz. Die Sammelstiftung mit Sitz in Zürich und Genf legt die Vorsorgegelder von über 21 000 Versicherten aus 3200 Betrieben nach strengen ökologischen und sozialen Kriterien an. 1983 gegründet, verfügt Nest über 35 Jahre Erfahrung mit ökologisch-ethischen Kapitalanlagen und mit Inrate über eine spezialisierte Rating-Agentur. Nest verwaltet Vorsorgekapital im Wert von über 2,5 Milliarden Franken.

Nachhaltig anlegen bedeutet Rendite erzielen Das Westschweizer Start-up CombaGroup betreibt Salatanbau mithilfe modernster Technologie, die teilweise auch von der NASA angewandt wird. Mit 90 Prozent weniger Wasser und ohne Pestizid werden 10- bis 15-mal höhere Erträge realisiert. Um die ambitiöse Zielsetzung zu erreichen, müssen nicht nur Firmen, sondern auch der Finanzmarkt die Tätigkeit überdenken. Dabei werden die UNO-Ziele mehr und mehr zum Orientierungsrahmen. Dass dies keinen negativen Einfluss haben muss, zeigen nicht zuletzt die von Nest erzielten überdurchschnittlichen Renditen über die letzten zehn Jahre. Dies sichert auch die Leistungsansprüche ihrer Versicherten.

Konkreter und messbarer Ansatz für Impact

Dr. Peter Beriger Geschäftsleiter Nest Sammelstiftung, Zürich

Für den Schweizer Sanitärkonzern Geberit ist Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten selbstverständlich. Dazu gehört eine Partnerschaft mit Helvetas, die Millionen von Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft hat. Die UNO gibt keine Prioritäten oder Handlungsweisen vor. Nest hat sich bei ihren Investitionen wie in Geberit für einen konkreten und messbaren Ansatz entschieden, der permanent weiter entwickelt wird. Ein Nachhaltigkeitsranking misst mit über 200 Indikatoren die Auswirkungen auf die Ziele in einem SDG-Mapping. NestAnlagen sollen einen möglichst positiven Impact auf Gesellschaft und Wirtschaft haben.

Ulla Enne Leiterin Operations & Responsible Investing

Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit für alle Das tansanische Unternehmen Off Grid Electric will saubere und bezahlbare Energie für alle ermöglichen. Es schafft Zugang zu neuen Energiequellen und ersetzt so das in Haushalten des Landes weit verbreitete und gesundheitsschädliche Kerosin. Nest fördert gezielt Unternehmen und Projekte mit nachhaltiger Wirkung wie die Off Grid Electric. Alle Investitionen sind mit den SDG kompatibel und setzen nahezu alle enthaltenen Einzelziele um. Erreicht werden sollen die SDG bis 2030. Mit ihnen wird nicht nur die Übernutzung von Ressourcen eingedämmt, sondern auch ein Minimum an Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit für alle Menschen ermöglicht.

Nest Sammelstiftung Molkenstrasse 21 8004 Zürich T. +41 44 444 57 57 F. +41 44 444 57 99 info@nest-info.ch www.nest-info.ch

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Dyson: effiziente Technologien Dyson ist ein weltweit agierendes Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Malmesbury (UK). In jeder Kategorie zeichnet sich Dyson durch radikale und herausragende Neuerfindungen aus. Das britische Unternehmen steht für neue Ideen und innovative Technologien, um Probleme zu lösen, die andere oft ignorieren.

«Effizient arbeitende Geräte müssen nicht im Widerspruch zu Nachhaltigkeit stehen. Es war eben diese Fokussierung auf optimierte Produkte, die mich für den Ingenieurberuf begeisterte. Und zwar zu dem Zeitpunkt, als ich die Schwachstelle von Beutelstaubsaugern entdeckte und mir etwas Effizienteres einfiel, das zudem die Abfallmenge reduzieren würde. Das ist das Schöne an nachhaltiger Produktentwicklung: Ihr naturgemässer Anspruch ist es, mit weniger mehr zu machen.» (James Dyson)

Dyson verfügt derzeit über fünf Gerätekategorien: kabelgebundene und kabellose Staubsauger, Geräte zur Steuerung des Raumklimas, Dyson Supersonic Haartrockner, Dyson Airblade Händetrockner und Dyson Leuchten. Im Jahr 2017 gab Dyson bekannt, dass das Unternehmen seit drei Jahren mit einem 400-köpfigen Team in Malmesbury an einem Elektrofahrzeug tüftelt. Dyson wird das elektrische Fahrzeug, in welches rund 2 Milliarden britische Pfund investiert werden, voraussichtlich 2020 auf den Markt bringen.

Nachhaltige Produktentwicklung «Wir sollten ehrlich sein: Ein ‹Öko›-Staubsauger rettet den Regenwald am Amazonas nicht.» (James Dyson)

Trotzdem erzählt Dyson die Geschichte seiner effizienten und ressourcenschonenden Produkte. Denn Dyson verfügt über eine nachhaltige Produktentwicklung, um die brillanten und idealistischen jungen Menschen, die in der Forschungs-, Design- und Entwicklungsabteilung arbeiten, anzuspornen, noch mehr zu tun. Mit weniger. Alle Dyson Produkte sind mit dem Ziel entwickelt worden, ein Problem zu lösen, ohne dabei Leistungseinbussen machen zu müssen. Bei der Produktentwicklung hält sich Dyson an folgende Grundsätze: • Lean-Engineering: Mehr – mit weniger heisst, dass alle Gerätekomponenten bei der Entwicklung von Dyson Geräten auf die Probe gestellt und hinterfragt werden. So wurde beispielsweise bei den Händetrocknern auf energiefressende Heizelemente verzichtet und der Luftstrom optimiert, um die Hände schnell trocknen zu können.

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• Long-lasting: Die Langlebigkeit der Produkte ist eine wichtige Prämisse bei Dyson. Bei der Entwicklung und der Materialauswahl verfolgt Dyson die Philosophie, dass die hergestellten Produkte dauerhaft funktionieren sollen. Die Prototypen durchlaufen über Monate hinweg eine strenge Prüfphase mit zahlreichen Wiederholungen. • Zweitnutzung und Recycling: Die meisten Materialien von Dyson Geräten können recycelt und wiederverwendet werden. In Europa ist Dyson Mitglied des Waste Electrical & Electronic Equipment (WEEE), einer Organisation mit dem Ziel, Recycling von Geräten zu fördern. Zudem achtet Dyson darauf, bereits benutzte, aber gut erhaltene Produkte zu einem fairen Preis wiederzuverkaufen oder an Charity-Organisationen zu spenden.

Ökologie schliesst Ökonomie nicht aus Dyson hat den Sanitärbereich in der Schweiz mit dem schnellen und energieeffizienten Dyson Airblade Händetrockner revolutioniert und so den Gebrauch von energieintensiven Papiertüchern minimiert. Mit dieser Herausforderung vor Augen entwickelten Dyson Ingenieure die neuste Generation des energieeffizienten und hygienischen Händetrockners: den Dyson Airblade Wash+Dry.

Mehr Informationen sind unter www.dyson.ch zu finden oder via Mail an business@dyson.ch.

Der Dyson Airblade Wash+Dry Händetrockner belastet die Umwelt weniger als andere Händetrocknungsmethoden. Das Modell erzeugt bis zu 79 % weniger CO2 als einige andere Händetrockner und bis zu 98 % weniger als Papierhandtücher1. Die Betriebskosten des Dyson Airblade Händetrockners kommen gerade einmal auf CHF 68 pro Jahr. Die Klimaschutzstiftung myclimate Schweiz berechnet die lokale CO2-Emission für den Dyson Airblade Wash+Dry sogar mit nur 0,64 Gramm CO2 pro Händetrocknung2.

Hardturmstrasse 253 8005 Zürich www.dyson.ch

https://www.dyson.ch/de-CH/haendetrockner/airblade-wash-dry.aspx ² Dies ist auf den grünen Strom-Mix der Schweiz zurückzuführen.

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Quelle: freshhaus

Messe für Bauen Wohnen und Garten

4. – 7.10.2018 Messe Luzern Do – Sa 10 – 18

So 10 – 17

Donnerstag Eintritt gratis


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CO2-Zertifikate aus nachhaltig bewirtschaftetem Wald Der Wald hat beim Klimaschutz in zweierlei Hinsicht eine grosse Bedeutung. Er produziert den einheimischen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz und er speichert grosse Mengen Kohlenstoff. Mit einer gezielten Waldbewirtschaftung fördert die OAK beide Aspekte. Während der 30-jährigen Projektlaufzeit werden die Holzvorräte im Wald moderat angehoben. Damit wird der Luft zusätzlich CO2 entnommen und im Wald eingelagert; der Wald dient als sogenannte CO2-Senke. Gleichzeitig wird das verbleibende Potenzial an Holz geerntet, um möglichst viel Holz zur Substitution von fossilen Rohstoffen einzusetzen. Die Waldbewirtschaftung wird so gestaltet, dass alle Funktionen des Waldes wie Schutz vor Naturgefahren, Biodiversität, etc. nachhaltig sichergestellt sind.

Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK) Sie ist eine der ältesten und grössten Korporationen der Schweiz. Urkundlich erstmals 1114 erwähnt, bezweckt sie statutengemäss, das Korporationsgut in seiner Substanz zu erhalten, es wirtschaftlich zu nutzen und zu mehren sowie aus den Erträgnissen öffentliche, gemeinnützige oder wohltätige Vorhaben zu unterstützen. Die OAK Schwyz hat 19 265 Korporationsbürgerinnen und -bürger.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt über den Verkauf von CO2-Zertifikaten an Firmen, Organisationen und Private, die damit freiwillig ihre nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren. Das BAFU bestätigte am 12.12.2017, dass solche Projekte die nationalen Anstrengungen zur Erreichung der Ziele gemäss Kyoto-Protokoll unterstützen und bei Inlandkompensationen keine Doppelzählung erfolgt.

Felix Lüscher Bereichsleiter Wald T. +41 41 818 50 65 felix.luescher@oak-schwyz.ch

Oberallmeindkorporation Schwyz Brüöl 2, Postfach 449 6431 Schwyz T. +41 41 818 50 60 F. +41 41 818 50 61 oak@oak-schwyz.ch www.oak-schwyz.ch

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Seien Sie sicher & schaffen Sie Mehrwerte für Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeitenden und die Umwelt!


Reinigen Sie nachhaltig und effektiv F ɖ&#0# ș12#Q3,"'20 #'2#083$0'#"#,&#'2 F 34#0*ș11'%##','%3,%1*#'123,% F ',#)-00#)2#0-"3)2 % #"30!&-1'#0Q3,".#,"#01712#+# 1-0%2$ɯ0#',#%32#-12#,)-,20-**#A-&,#Ȅ #0Q3,",2#0"-1'#03,%@ F 0 !-"'#02# 2')#22#, F ','+*#0!&3*3,%13$5," F ,25'!)#*2$ɯ0"'#,'#"0'%12# #$&0#,#',123$3,%



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klimafreundlich Energie

Bild: naturemade

WASSER

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klimafreundlich Energie

KRAFT Neuer Glanz für das Wasserschloss Die Schweiz ist dank ihrer Berge und ihres Wasserreichtums in der glücklichen Lage, dass sie einen grossen Teil ihres Stromes aus Wasserkraft gewinnen kann. Knapp 60 % tragen die über 1300 Wasserkraftwerke erneuerbar und klimafreundlich zur Schweizer Stromproduktion bei. Entsprechend positiv ist ihr Image bei der Schweizer Bevölkerung.

dass Wasserkraftwerke umweltverträglicher werden. Denn gerade an und in Süssgewässern sind besonders viele Arten zu Hause und besonders viele auch bedroht. Dank strenger Auflagen zu Fischgängigkeit, Abflussregime und Restwassermengen funktionieren naturemade star zertifizierte Wasserkraftwerke mit mehr Rücksicht auf deren Lebensräume.

Vergessen geht dabei oft deren Schattenseite. Wasserkraftwerke können je nach Ausgestaltung und Betrieb mehr oder weniger stark in die Gewässer-Ökosysteme eingreifen: Geringe Restwassermengen und unnatürliche Abflussschwankungen setzen den Gewässerlebewesen zu. Zudem können die Kraftwerke ein schwer überwindbares Hindernis für wandernde Fische sein.

Wer Ökostrom aus solchen Kraftwerken bezieht, finanziert zudem Renaturierungen an den vielen verbauten Flussabschnitten der Schweiz. Gestützt auf das Gewässerschutzgesetz sollen innerhalb von 80 Jahren 4000 km Fliessgewässer revitalisiert werden. Das ist ein grosses Ziel! Ist es erreicht, kann sich die Schweiz zu Recht wieder stolz als Wasserschloss Europas bezeichnen.

Das Schweizer Gütesiegel naturemade star gibt hier Gegensteuer und veranlasst,

Claudia Carle Kommunikationsbeauftragte für das Energiegütesiegel naturemade, VUE Verein für umweltgerechte Energie

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klimafreundlich Energie

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf Elektroautos bereiten viel Fahrspass und schonen das Klima. Deshalb ist Energie 360° überzeugt: Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Mit einer Ladeinfrastruktur-Offensive trägt das Unternehmen dazu bei, dass bald genügend Elektrotankstellen bereitstehen.

Der Lade-Service von Energie 360° ermöglicht den Zugang zu Tausenden Ladestationen. An jenen von Energie 360° laden die Nutzerinnen und Nutzer ausschliesslich ökologisch produzierten Strom.

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Reden reicht nicht, wenn es um die Energiezukunft geht. Es braucht Taten. Daher bringt Energie 360° gemeinsam mit Kundinnen und Kunden die erneuerbaren Energien voran und steigert die Energieeffizienz. Die Energiedienstleisterin versorgt 42 Gemeinden mit Erdgas/Biogas, plant, finanziert und baut massgeschneiderte Energielösungen für Wärme, Kälte und Strom, betreibt und wartet Heiz- und Kühlanlagen, übernimmt die Energielogistik für Industriekunden und vertreibt Holzpellets.


Gemeinsam mit Partnern baut Energie 360° in der ganzen Schweiz Ladestationen an attraktiven Standorten.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Energie 360° bei der umweltschonenden Mobilität. Das Unternehmen unterstützt die Kundinnen und Kunden dabei, auf klimafreundliche Fahrzeuge umzusteigen, und engagiert sich gleichermassen für die Gasmobilität und die Elektromobilität. Denn je nach Einsatzzweck eignet sich ein Erdgas/Biogasoder ein Elektroauto besser.

Tankstelle der Zukunft Um die Elektromobilität in Fahrt zu bringen, realisiert Energie 360° gemeinsam mit Partnern in der ganzen Schweiz Ladestationen an bester Lage. Wer einen passenden Standort zur Verfügung stellt, braucht sich um nichts zu kümmern. Energie 360° finanziert die Ladestation und übernimmt alle Aufgaben für Bau und Betrieb. Weil Elektroautos immer langstreckentauglicher werden, steigt das Bedürfnis nach schnellem Laden. Entlang von Hauptverkehrsachsen erstellt Energie 360° daher gemeinsam mit der GOtthard FASTcharge AG Schnellladestationen. Hier tanken die Autofahrerinnen und -fahrer genau wie an allen übrigen Ladestationen von Energie 360° Ökostrom.

Entspannt elektrisch fahren Je einfacher Elektroautos zu laden sind, desto schneller wird sich die Elektromobilität durchsetzen. Deshalb hat Energie 360° einen Lade-Service lanciert. Er ermöglicht den Zugang zu über 10 000 Ladestationen in der Schweiz und in Europa. Per kostenloser App lassen sich die Elektrotankstellen finden, reservieren und freischalten. Bezahlt wird bequem per Prepaid-Guthaben. Selbstverständlich geht Energie 360° bei der umweltschonenden Mobilität mit gutem Beispiel voran. Die Firmenflotte umfasst grösstenteils Erdgas/Biogas-Fahrzeuge, die zu 100 % Biogas tanken und fast CO2-neutral unterwegs sind. Hinzu kommen immer mehr Elektroautos, die Energie 360° konsequent mit Ökostrom lädt.

Wünschen Sie eine Tankstelle der Zukunft auf Ihrem Areal oder sind Sie auf der Suche nach einer individuellen Lade-Lösung? Wir sind gerne für Sie da.

Energie 360° Produktmanagement Mobilität Aargauerstrasse 182 8010 Zürich Tel. 043 317 23 00 mobilitaet@energie360.ch www.energie360.ch

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klimafreundlich Energie

Zürichs Fernwärmeversorgung steht vor Erweiterung Was haben der Hauptbahnhof Zürich, das Universitätsspital und das Landesmuseum gemeinsam? Sie alle werden mit Abwärme aus den Kehrichtheizkraftwerken Hagenholz in Zürich-Nord und Josefstrasse in Zürich-West beheizt. Insgesamt liefert die Betreiberin der Werke, ERZ Entsorgung + Recycling Zürich, so viel Energie, wie 170 000 Haushalte zum Heizen benötigen. In der kühleren Jahreszeit ergänzt Wärme aus dem Holzheizkraftwerk Aubrugg die Energielieferungen aus der Abfallverwertung. Lediglich zu Spitzenzeiten kommen Erdgas oder Öl zum Zug.

Zürich Wärme: ökologisch und lokal produziert Wärme aus der Kehrichtverwertung als Heizenergie ist eine saubere und komfortable Energiequelle, weil der Rohstoff nicht von weit her transportiert wird, sondern sozusagen «hausgemacht» ist. Der geschlossene Kreislauf hat einen grossen Vorteil: Die Transportwege für den Abfall und für die Heizwärme sind kurz. In den Stadtquartieren bieten sich viele Wärmeabnehmer auf dichtem Raum an. Fernwärme von ERZ, Zürich Wärme, ist zudem eine erneuerbare Energie und somit eine ökologische Alternative zu mit Erdöl oder Erdgas befeuerten Heizungen. Über 200 000 Tonnen CO2 lassen sich pro Jahr mit Zürich Wärme einsparen. Davon profitieren nicht nur die Kunden von Zürich Wärme, sondern die gesamte Stadt und die Region. Zürich Wärme ist Energie aus Abfall.

Zürich-Wärme-Kunden Als Heizenergie und Strom gelangt die Energie zurück zu den Kunden von Zürich Wärme. Ein Kreislauf wird geschlossen.

Kehricht Energie aus Abfall – Zürich Wärme, ein Teil des Entsorgungskreislaufs

Die Energie, die im Züri-Sack enthalten ist, wird als Brennstoff in den Kehrichtheizkraftwerken energetisch genutzt. Wärmeproduktionsanlage


klimafreundlich Energie

Bestehende Fernwärmegebiete Neue Versorgungsgebiete Fernwärme in Planung Geplante Verbindungsleitung Nord-West

mung: Abstim eiden Entsch ! Sie mit

Verbindungsleitung sichert Wärmeversorgung von Zürich-West Fernwärme leistet einen massgeblichen Beitrag zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft und ist ein entscheidender Faktor in der strategischen Energieplanung: Im Jahr 2050 soll ein Viertel des Wärmebedarfs der Stadt mit ihr gedeckt sein. Das Werk Josefstrasse wird jedoch in den nächsten Jahren stillgelegt und zurückgebaut, weil es das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht hat. Da die Stadt dazu verpflichtet ist, den Stadtteil Zürich-West weiterhin mit Fernwärme zu versorgen, hat ERZ eine alternative Lösung ausgearbeitet. Diese sieht den Bau einer über 6 Kilometer langen Verbindungsleitung vom Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz zum Standort Josefstrasse vor. Entlang der Verbindungsleitung können in den dicht besiedelten Quartieren Wipkingen sowie Ober- und Unterstrass weitere Gebäude mit Fernwärme angeschlossen werden. Überdies ist geplant, dass mit der Wärme aus dem Werk Hagenholz neue Liegenschaften rund um das Industriequartier (Sihlquai, Gewerbeschule) und im Quartier Aussersihl umweltfreundlich beheizt werden können. Die vorhandene Heizwärme kann so besser genutzt werden.

Saubere Energie für Zürich Zürich Wärme ist zu zwei Dritteln CO2-neutral und mehrheitlich erneuerbar, weil sie auf einheimische Primärenergien setzt, die das Klima schützen: Abwärme der Kehrichtheizkraftwerke und Verbrennungswärme aus dem Holzheizkraftwerk. Die eingesparte Menge Heizöl würde einen rund 15 Kilometer langen Zug mit Kesselwagen füllen. Auch sonst schont Zürich Wärme die Umwelt und primäre Ressourcen. Denn anders als fossile Brennstoffe, die in Supertankern oder über Pipelines durch die halbe Welt transportiert werden, wird sie genau dort genutzt, wo sie entsteht – in der Stadt Zürich. Energieträger ist heisses Wasser, das in einem unterirdischen Leitungsnetz zirkuliert und den Wärmebedarf von umgerechnet 170 000 Haushalten decken kann. Wer seine Liegenschaft umweltbewusst heizen will, trifft mit Zürich Wärme von ERZ eine schlaue Wahl. Die Vorteile liegen auf der Hand: • Hohe Versorgungssicherheit • Flexible Lieferung • Sicher, weil Wasser statt Brennstoff • Fixfertig ins Haus geliefert • Einfach zu bedienen • Tiefe Betriebskosten • Investitionen in Heizkessel, Öltank und Kamin entfallen Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Stimmberechtigte entscheiden über das Jahrhundertprojekt Das entstehende vereinte Netz erhöht die Sicherheit der Wärmeversorgung zusätzlich. Zudem trägt es zum Ausbau einer umweltfreundlichen Energieversorgung bei, die den CO2-Ausstoss nachhaltig reduziert und somit das Klima schützt. Verlaufen soll die Verbindungsleitung über eine Strecke von mehr als 2,5 Kilometern in einem bereits bestehenden Energiekanal; der neu zu erstellende Kanal wird in 20 bis 90 Metern Tiefe gebaut. Damit die Stadtbevölkerung von den Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, sind anstatt offener Baugruben vier Zugangsschächte geplant. Am Standort des alten Werks Josefstrasse wird eine neue Zentrale die Wärmeverteilung gewährleisten. Über den Bau der Verbindungsleitung bzw. den dafür notwendigen Objektkredit in der Höhe von 235 Mio. Franken entscheiden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich im September 2018.

ERZ Entsorgung + Recycling Zürich Hagenholzstrasse 110 8050 Zürich Tel. +41 44 645 88 88 www.erz.ch/zuerichwaerme

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Bild: njaj/Shutterstock.com

FLĂœGEL

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SCHLAG Der Schmetterlingseffekt Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings im Reich der Mitte ein Unwetter in Europa auslösen? Mit der Green-FenceStrategie (grüner Zaun) verbessert China nachhaltig die Qualität von Sekundärrohstoff-Importen und will nicht mehr als globale Abfallhalde missbraucht werden. So begrüssenswert diese Absicht auch ist, sorgt sie doch für erhebliche Schwierigkeiten am globalen Recyclingmarkt. Auch die Schweiz zählt mittlerweile zum globalen Recyclingmarkt. Deshalb gilt es, diese Herausforderungen anzunehmen und die sich daraus bietenden Chancen

zu nutzen. Wer jetzt vorwärts schaut und aktiv das Umfeld mitgestaltet, gehört zu den Agierenden und ist somit ganz vorne mit dabei, wenn günstige Gelegenheiten angepackt und in neue Marktpotenziale umgemünzt werden. Das Potenzial ist gross, da in der Schweiz noch immer erst 11 % aller Kunststoffabfälle dem Recycling zugeführt werden. Während in der Schweiz aktuell noch diskutiert wird über Sinn oder Unsinn des Kunststoffrecyclings, hat sich die EU bereits klare Ziele gesetzt, nämlich die Kunststoffrecyclingquote in den nächsten Jahren auf mind. 50 % zu steigern.

«Die Metapher vom Schmetterlingseffekt veranschaulicht sehr eindrücklich die Befindlichkeit des globalen Kunststoffmarktes.»

Andreas Tonner Geschäftsführer Recycling Coach GmbH

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Schrott ist wertvoll Mit «das ist Schrott» meint man gemeinhin «das ist nichts wert». Das stimmt natürlich nicht, wie im Folgenden am Beispiel Altauto gezeigt wird. Noch heute bestehen Fahrzeuge mehrheitlich aus Stahl, auch wenn dieser teilweise von Leichtmetallen verdrängt wird. Trotzdem, der Metallanteil in den heutigen Fahrzeugen liegt immer noch bei 70 bis 75 Prozent und damit nicht viel tiefer als in früheren Jahren. Obwohl Kunststoffe für die Gewichtsreduktion wichtig sind, hat sich das Kunststoffauto bis heute nicht durchgesetzt. Stahl hat halt immer noch seine Vorteile. Eisen- und Stahlschrott können beliebig oft und ohne Qualitätseinbussen eingeschmolzen und zu neuem Rohstoff umgeschmolzen werden. So wird der Stoffkreislauf optimal geschlossen. Das hochwertige Metallrecycling schont die Erz-Abbaugebiete und benötigt überdies viel weniger Energie als die Primärproduktion. Die im letzten Jahr in der Schweiz verwerteten 77 076 Altfahrzeuge konnten gegenüber der Primärproduktion folgende Einsparungen erzielen: Aluminium: Stahl: • 23 000 Tonnen Bauxit • 110 000 Tonnen Eisenerz • 100 000 MWh Energie (-94 %) • 300 000 MWh Energie (-72 %) • 45 000 Tonnen CO2 (-83 %) • 63 000 Tonnen CO2 (-59 %) Die Schweiz besitzt keine besonderen Bodenschätze. Das Recycling von gebrauchten Konsumgütern, wie zum Beispiel Autos, Gebäuden, Infrastrukturanlagen, Produktionsresten, nimmt deshalb einen wichtigen Stellenwert ein und wird heute als «Urban Mining» bezeichnet. Fahrzeuge werden in zwei Stufen behandelt, bei denen Ersatzteile zur Wiederverwendung und Wertstoffe zum Recycling entnommen werden:

1. Autoverwerter Autoverwerter-Betriebe führen zuerst eine Trockenlegung durch. Das bedeutet, Öle, Flüssigkeiten, aber auch Reifen und die Batterie(n) werden entnommen. Einiges wird stofflich verwertet, die Öle und Reifen werden jedoch hauptsächlich als alternativer Brennstoff den Zementwerken zugeführt. Die Autoverwerter sind besonders an wiederverwendbaren Ersatzteilen interessiert. Sie führen grosse Ersatzteillager mit bis zu 200 000 Teilen. Nach der Behandlung werden die ausgeschlachteten Autokarossen flach gepresst und einem Shredderwerk verkauft.

2. Shredderwerk

Die Stiftung Auto Recycling Schweiz zeigt das Thema anschaulich in der Umwelt Arena in Spreitenbach.

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Shredderwerke existieren seit den 70er-Jahren. Das Ziel ist die Rückgewinnung der Metalle, insbesondere von Eisen und Stahl, aber auch Aluminium und weiteren wertvollen Metallen. Vom Inputmaterial macht Autoschrott noch etwa 30 bis 40 Prozent aus. Der Rest sind Altmetalle, Haushaltsgeräte, Metallabfälle aus Abbrüchen und Produktionsanlagen. Die tonnenschwere Hammermühle (Shredder) zerschlägt das Autowrack, auch wenn der Motor noch drin ist, binnen Sekunden in faustgrosse Stücke. Heraus kommt der Shredderschrott, ein Gemisch aus Nichteisenmetallen und schwe-


klimafreundlich Entsorgung & Recycling ren Gummi-Kunststoffteilen sowie der Shredderleichtfraktion – auch RESH genannt. Die schweizerischen Shredderwerke verkaufen den Eisen- und Stahlschrott unter anderem an die beiden einheimischen Stahlwerke Stahl Gerlafingen AG und Swiss Steel AG, die zusammen jährlich 1,2 Millionen Tonnen Stahl herstellen. Der Kreislauf ist geschlossen.

Energienutzung In den sogenannten nicht metallischen Shredderrückständen stecken noch Wertstoffe, die allerdings nicht mehr so leicht zu trennen sind. Es ist ein Gemisch aus Kunststoffen, Gummi, Dämmstoffen, Textilien, Holz, mineralischen Stoffen und Restmetallen. Die Schweiz verbietet seit 1996 das Deponieren von brennbaren Abfällen. Infolgedessen wird die Shredderleichtfraktion in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) thermisch verwertet. Diese Behandlung hat sich bewährt, die Abwärme wird zur Stromproduktion und als Fernwärme genutzt. Allein mit der Energie aus der Auto-Shredderleichtfraktion konnten 2017 rund 7000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

6FKODFNHQDXIEHUHLWXQJ Wie beim Kaminfeuer zu Hause bleibt auch bei der Verbrennung von Abfällen eine Asche, die sogenannte Schlacke, übrig. Darin gibt es kleine bis kleinste Metallstücke, die es heute lohnt zurückzugewinnen. Eisen- und Aluminiumstücke werden schon lange aus den Schlacken abgetrennt. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein Wettbewerb entwickelt. Denn die Effizienz kann gesteigert werden und im Feinanteil schlummern besonders wertvolle Edelmetalle. Das Bundesamt für Umwelt schätzt das Wertstoffpotenzial der gesamten KVA-Schlacken in der Schweiz auf 75 000 Tonnen Eisen, 17 000 Tonnen Aluminium, 6000 Tonnen Kupfer und 300 kg Gold. Hinzu kommen Fraktionen wie Glas und mineralische Stoffe, die ebenfalls dereinst verwertet werden können. Die Wertstoffe stammen natürlich nur zu einem geringen Teil aus der Shredderleichtfraktion, sondern vorwiegend aus dem Hauskehricht und dem übrigen Industrie- und Gewerbeabfall. Die älteren Fahrzeuge sind in der Schweiz meistens noch in einem guten Zustand. Deshalb sind sie für den Exporthandel sehr interessant. Die offizielle Statistik weist für 2017 rund 150 000 exportierte Fahrzeuge aus. Jahrelang standen afrikanische Destinationen an erster Stelle, nun geht es wieder mehr Richtung Osteuropa. Der Fahrzeugexport ist nicht eine billige Entsorgung, sondern es handelt sich um Gebrauchtwagen mit hoher Kilometerzahl oder leichten Schäden, die im Ausland kostengünstig repariert werden können. So fahren diese Fahrzeuge noch jahrelang weiter und tragen auch in Ländern ohne grosse Wirtschaftskraft zur Mobilität bei. Eine Herausforderung der künftigen Autoverwertung stellen die elektronischen Bauteile dar, die mit der Elektromobilität weiter zunehmen, sowie besonders die Lithium-Antriebsbatterien. Einerseits ist der Ausbau- und Verwertungsaufwand hoch, andererseits sind hochwertige Metalle verbaut. Ebenfalls herausfordernd sind Leichtbaumaterialien wie carbonfaserverstärkte Kunststoffe, die das Fahrzeuggewicht zwecks CO2-Reduktion senken, das Recycling jedoch erschweren. Rohstoffe sind also nicht unbedingt im Boden zu suchen. Das Recycling leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt- und Ressourcenschonung.

Stiftung Auto Recycling Schweiz Die Vereinigung Schweizer AutomobilImporteure auto-schweiz leistet freiwillige Beiträge an die 1992 gründete Stiftung Auto Recycling Schweiz. Ziel und Zweck ist die Förderung der umweltgerechten Entsorgung von Motorfahrzeugen. Die Stiftung unterstützt in diesem Sinne die Autoverwertung mit Entsorgungsbeiträgen für die Verwertung der Shredderleichtfraktion und fördert das Schliessen von Stoffkreisläufen. Im Stiftungsrat sind vertreten: • auto-schweiz, Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure • ACS, Automobil Club Schweiz • AGVS, Auto Gewerbe Verband Schweiz • Amt für Umwelt, Kanton Aargau • ASTAG, Schweizerischer Nutzfahrzeugverband • SSV, Schweizerischer Shredder Verband • TCS, Touring Club Schweiz

'DQLHO&KULVWHQ Geschäftsführer

Stiftung Auto Recycling Schweiz :¸OĭLVWUDVVH 3000 Bern 22 T. +41 31 302 36 24 LQIR#VWLIWXQJDXWRUHF\FOLQJFK ZZZVWLIWXQJDXWRUHF\FOLQJFK

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Bring plastic back mit dem «Sammelsack», weil … ... Weniger Kosten für den Konsumenten: Wer Kunststoffe konsequent separat sammelt, weiss, dass nur noch halb so viele Güselsäcke benötigt werden. Sammelsäcke für Haushaltskunststoffe kosten im Schnitt 20 % weniger als ein vergleichbarer Güselsack.

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... Weniger Verbrauch von Erdöl: Aus gemischt gesammelten Kunststoffabfällen lassen sich mindestens 50 % hochwertige Regranulate herstellen, welche erdölbasiertes Kunststoffneumaterial ersetzen.

Kunststoffabfall ersetzt Import von Kunststoffneumaterial und Kohle!

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... Weniger Abbau von Kohle: Aus den max. 50 % nicht recyclierbaren übrigbleibenden Kunststoffabfällen werden Flocken hergestellt, welche in der Zementindustrie als Brennstoff dienen. Dort ersetzen diese den umweltschädlichen Brennstoff Kohle. ... Weniger Energieverbrauch: Aus Kunststoffabfall wieder hochwertige Granulate zu produzieren, benötigt nur halb so viel Energie, als wenn aus Erdöl Kunststoffneumaterial hergestellt wird. Auch sind die Transportwege der Kunststoffabfallsammlung bis hin zur Verwertung viel kürzer als bei Kunststoffneumaterial und Kohle. ... Weniger CO2-Belastung für die Umwelt: Wird 1 Tonne Kunststoffabfall verbrannt, entsteht dabei im Schnitt 3 to CO2. Anders sieht es aus beim Recycling. Wird der Kunststoff im Recyclingprozess umgeschmolzen, bleibt der Kohlenstoff weiterhin im Kunststoff gebunden. Weshalb macht es aber auch Sinn, nicht recyclierbare Kunststoffe mitzusammeln? Weil diese in der Zementindustrie als Brennstoff beliebt


klimafreundlich Entsorgung & Recycling sind, einerseits wegen des hohen Energiegehaltes und andererseits wegen dem günstigen Preis. Kunststoffabfall ist ein sehr guter alternativer Brennstoff, um Kohle zu ersetzen. Und mit jeder Tonne Kunststoffabfall, welche in der Zementherstellung genutzt wird anstelle von Kohle, kann auf den Abbau und Transport verzichtet werden. Kunststoffabfall hilft uns somit, den Einsatz von erdölbasiertem Kunststoffneumaterial wie auch von Kohle zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen: Gibt es überhaupt eine Nachfrage nach gemischt gesammelten Haushaltskunststoffen? Ja! Auch im 2017 mussten noch immer grosse Mengen an sortierten Haushaltskunststoffen aus dem Ausland in die Schweiz importiert werden, um den grossen Bedarf an Rohstoffen für die Produktion von Regranulaten decken zu können. Was wird mit den aus Haushaltskunststoffen produzierten Regranulaten hergestellt? Verschiedenste Produkte wie Paletten, Rohre, Transportverpackungen, Kisten, Profile, Folien, Säcke usw. Der mengenmässig grösste Anteil an Regranulaten findet jedoch Verwendung in Infrastrukturprojekten, sprich Kabelschutzrohren, welche z.B. Glasfaserleitungen enthalten.

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Unsere Vision: Kunststoffabfall ersetzt Erdöl und Kohle. Und jeder kann mitmachen!

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Markus Tonner Geschäftsführer InnoRecycling AG

Machte es Sinn, die gesammelten Haushaltskunststoffe für die alternative Verwertung über 200 km zu transportieren, wenn diese sonst in einer regionalen KVA verbrannt werden könnten? Ja. Denn steht der Kunststoffverarbeitenden- und Zementindustrie kein Haushaltskunststoffabfall als Rohstoff zur Verfügung, greift diese auf Kunststoffneumaterial und Kohle zurück. Um vom Kunststoffabfall wieder zum Regranulat oder zum alternativen Ersatzbrennstoff zu gelangen, sind Transporte innerhalb der Schweiz, Österreich und Deutschland notwendig. Jedoch Erdöl, Kunststoffneumaterial sowie Kohle müssen zuerst um die halbe Erdkugel bis nach Europa importiert werden, sprich aus China, Australien, USA, Russland, Indien, dem Nahen Osten. Trotzdem gilt es zukünftig, die Transportwege noch kürzer zu halten, indem auch Sortieranlagen in der Schweiz erstellt werden. Werden Schweizer Haushaltskunststoffe nach China exportiert? Nein! In der Vergangenheit wurden aber grosse Mengen an Gewerbekunststoffabfällen nach China zum Recycling geliefert, damit ist aber heute Schluss. Kunststoffe aus Haushalten werden hauptsächlich in CH, DE, AT zu hochwertigen Regranulaten weiterverarbeitet. Wie gross ist der ökologische Gesamtnutzen einer gemischten Haushaltskunststoffsammlung? Gemäss der EMPA-Studie 2017 wird der ökologische Mehrwert wie folgt festgehalten: «Die gemischte Sammlung hätte das Potenzial, zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen der Abfallwirtschaft zu leisten.» Eine vom BAFU mitgetragene Studie «Kurve 2017» kam zum Ergebnis, dass das Potenzial des ökologischen Nutzens einer gemischten Haushaltskunststoffsammlung gleich gross ist wie die bereits seit vielen Jahren etablierte Glasflaschensammlung. Zu guter Letzt: «Haushaltskunststoffabfälle sind zu schade, um diese nur zu verheizen, denn sie sind in Wirklichkeit eine endliche Ressource, welche der heimischen Wirtschaft als alternativer Rohstoff dient. Helfen auch Sie mit, aus Abfällen neue Rohstoffe zu erschaffen! Weitere Informationen unter www.sammelsack.ch

InnoRecycling AG Hörnlistrasse 1 8360 Eschlikon T. +41 71 973 70 80 F. +41 71 973 70 81 info@innorecycling.ch www.innorecycling.ch

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FARBEN Farben ohne Schadstoffe Die grafische Industrie hat sich in den letzten Jahren massiv verändert! In der Vorstufe, bei den Druckmaschinen und in der Weiterverarbeitung hat sich die Elektronik enorm entwickelt. Das Drucken ist viel planbarer, konstanter und vor allem sehr viel schneller geworden. Der Preisdruck auf alle Unternehmen ist enorm gestiegen!

das europäische Giftgesetz, ist ab 2018 in der EU umgesetzt worden! Das erste unerfreuliche Resultat aus REACH ist, dass der Photoinitiator PI-369 in allen UV-Farben ersetzt werden muss. Er ist für die Menschen, auch für ungeborene, eine Gesundheitsgefahr. Und wer weiss, welcher Photoinitiator der nächste sein wird?

Doch die Probleme und Fragen im Prozess bleiben immer noch die gleichen Technologien, die UV-LE/LED haben sich unerwartet verbreitet. Der Digitaldruck hat einen immer wichtigeren Platz eingenommen.

Ich bin überzeugt, dass das Thema Umwelt und Gesundheit immer wichtiger wird. Auch für die Druckindustrie! Deshalb setzt sie auf umweltfreundliche Farben, die keine metallischen Trockenstoffe benötigen und trotzdem unglaublich schnell auf allen Papieren trocknen!

Das Negative in diesem schnellen Prozess ist, dass sehr viele Firmen und Fachleute auf der Strecke geblieben sind, und weitere werden folgen. Es wird sicher nicht einfacher für die Betriebe. Es sind neue Gesetze und Bestimmungen, welche unsere Entscheide und Kosten beeinflussen werden. REACH,

Ich bin sicher, dass auch in Zukunft auf Papier und Karton gedruckt wird!

Bernhard Wicki Geschäftsführer epple druckfarben Schweiz GmbH, Hettlingen

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Systematisch und gesamtheitlich nachhaltig «Hohes Engagement für die Umwelt, den Erhalt der Arbeitsplätze und die Kundenzufriedenheit.»

Nachhaltigkeit hat bei der Kromer Print AG System. Sie beginnt mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf die Kundenbedürfnisse, setzt sich durch die umfangreich zertifizierten, internen und externen Prozesse fort und gipfelt in der Kompensation des CO2-Verbrauchs mit dem Oberallmig Klimaschutzprojekt, einem Schweizer Projekt zur Optimierung der Waldbewirtschaftung. Schonender Umgang mit den Ressourcen, Respekt vor dem Miteinander, Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Schutz der Kundenbedürfnisse und sensibler Daten: Das Thema «Nachhaltigkeit» in all seinen Facetten gehört zur Kerndisziplin der Kromer Print AG in Lenzburg.

Unternehmerische Effizienz Die Kromer Print AG ist der grösste Ausbildungsbetrieb der grafischen Branche im Kanton Aargau und beschäftigt aktuell rund 110 Mitarbeitende. In der vierten Generation führt CEO Andy Amrein das Unternehmen. 2012 wurde die Kromer Print AG mit dem 15. GC Management Award für eine erfolgreiche und effiziente Unternehmensausrichtung ausgezeichnet. Das Unternehmen setzte sich in dem internationalen Branchenwettbewerb gegen Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Der Award wird von der GC Graphic Consult GmbH für herausragende unternehmerische Leistungen verliehen.

Logistische Kompetenz Die Kromer Print AG setzt auf eine effiziente Unternehmensausrichtung in allen Bereichen. Interne und externe Prozesse werden standardisiert und integriert, die Weiterentwicklung folgt stets den Bedürfnissen der Kunden und Partner. Diese wiederum gewinnen dank nachvollziehbarer Abläufe Sicherheit und Vertrauen. Für diesen konsequenten Weg wurde die Kromer Print AG 2012 mit dem GC Management Award ausgezeichnet.

«Nachhaltigkeit ist kein Lippenbekenntnis, sondern eine Philosophie, die tief in der Unternehmung verankert ist und von allen mitgetragen wird.»

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Dank der eingetragenen Marke Printlogistik® wird «Printed in Switzerland» noch sinnvoller und effizienter. Die Kromer Print AG minimiert mit der integrierten Logistiklösung die Wege zwischen Produktion, Lagerung und Distribution der Druckerzeugnisse. Über einen Webshop können Kunden auf die bei der Kromer Print AG verwalteten Lagerbestände an Geschäftsdrucksachen zugreifen und die benötigte Menge bestellen.

Zertifizierte Sicherheit In der breiten Öffentlichkeit ist seit längerer Zeit das Thema Datenschutz ähnlich der Nachhaltigkeit ein rege und zu Recht diskutiertes Thema. Nach eingehender Prüfung hat die Kromer Print AG für ihre Kunden die Zertifizierung nach ISO 27001 im November 2015 erhalten und verfügt somit über den Leistungsausweis für den Schutz sensibler Daten und Informationen. Die internationale Norm ISO/IEC 27001 regelt die Einführung, den Betrieb sowie die laufende Optimierung eines  Informationssicherheits-Managementsystems. 

Ökologische Sparsamkeit Der gesamte Energie- und Materialverbrauch der Kromer Print AG wird laufend erfasst und dokumentiert. Mit regelmässigen Optimierungen der Reisetätigkeiten der


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Mitarbeitenden, der eigenen Logistik, der Leistungen der Produktionsmaschinen sowie mit umfassendem Materialrecycling in der Produktion und dem Einsatz von Recycling-Papieren für die Druckerzeugnisse werden sämtliche Ressourcen so stark wie möglich geschont.

Einheimische CO2-Kompensation Als Schweizer Industrieunternehmen kompensiert die Kromer Print AG ihren CO2Verbrauch im Inland durch die Unterstützung des Oberallmig Klimaschutzprojekts, welches als grösster Waldbesitzer der Schweiz die ökologische Waldbewirtschaftung optimiert. Mehr zum Projekt und dem Projektgebiet im Kanton Schwyz unter www. oak-schwyz.ch.

Umweltfreundlicher Neubau Im Frühsommer 2017 bezog die Kromer Gruppe mit der Kromer Print AG einen zusätzlichen, neu erstellten Produktionsstandort im Industriegebiet GEXI in Lenzburg. Das Kromer-Haus wurde nach neusten Erkenntnissen in Sachen Produktionstechnik und Nachhaltigkeit beziehungsweise Umweltvorgaben geplant und gebaut. Während die Produktivität weiter gesteigert wurde, konnte die Energieeffizienz durch bauliche Massnahmen sowie eine auf Wärmepumpen basierende Heiz- und Klimaanlage nochmals verbessert werden.

Das Label «Printed in Switzerland» unterstützt die Firmenstrategie der Kromer Print AG optimal. Das Qualitätssiegel wird mit Freude und Stolz eingesetzt, wo immer es das Druckprodukt zulässt. Weitere Informationen zur laufenden Kampagne sind zu finden unter www.printed-in-switzerland.com. Unternehmung Die Kromer Print AG ist Teil der Kromer Gruppe und national tätige Dienstleisterin in den Bereichen gedruckter sowie digitaler Kommunikation inklusive massgeschneiderter Logistiklösungen. Liste aller Zertifizierungen • • • • • • • •

ISO 9001 ISO 14001 ISO 27001 ISO 12647-2 (PSO) PDFX-ready FSC® Klimaneutral (Swiss Climate) Certificate Acertigo «Payment Card Industry Data Security Standard»

Gesamtheitliche Nachhaltigkeit Aus unternehmerisches Sicht ist Nachhaltigkeit als grosses Ganzes zu betrachten. Die grundlegende Philosophie der Kromer Print AG ist tief in der Unternehmung verankert und wird von allen vollumfänglich mitgelebt. Prozessoptimierung findet nicht nur aus der Sicht der Wirtschaftlichkeit, sondern immer auch aus Arbeitnehmerschutz statt, schonenderes Arbeiten und gesunde Arbeitsbedingungen sind ebenso wichtige Kriterien wie unternehmerische Effizienz. Die vielseitigen Fähigkeiten, Zertifikate und optimierten Prozesse stehen für die Kunden zur freien Auswahl, sodass alle Bedürfnisse rund um Qualitätsdruck, Drucklogistik, Daten- und Umweltschutz vollumfänglich abgedeckt werden.

Andy Amrein Geschäftsleiter/CEO andy.amrein@kromer.ch

Zukünftige Innovationen «Stillstand ist Rückschritt», sagte einst ein kluger Mensch und formulierte eine Weisheit, die heute noch aktuell ist. Oder angesichts des schnellen Wandels und der Digitalisierung aktueller denn je. Damit eine Unternehmung auch zukünftig effizient und nachhaltig wirtschaften kann, ist kontinuierliches Streben nach neuen Ideen unerlässlich. Materialien und Prozesse von morgen heute schon innovativ anzudenken, ist für die Kromer Print AG so zentral wie ganzheitliche Nachhaltigkeit.

Kromer Print AG Unterer Haldenweg 12 5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 print@kromer.ch kromer.ch/print

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PURe: reines Farbsystem frei von Metalltrocknern und Photoinitiatoren Weltneuheit PURe • Neuste Farbtechnologie für den Offsetdruck • Nachhaltig und nachwachsend • Sehr schnelle Trocknung und Weiterverarbeitung • Ohne toxische Metalltrockner wie Kobalt oder andere Metallseifen Das ist die neuste Generation Druckfarben aus dem Hause Epple Druckfarben AG.

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PURe heisst die jüngste Farbtechnologie der Epple Druckfarben AG. Als drittes Offset-Farbsystem neben UV- und konventionellen Farben überzeugt PURe mit nachhaltiger Farbrezeptur, schneller Weiterverarbeitung und ist ohne Metalltrockner und Photoinitiatoren. Dabei stellt sich PURe voll in den Dienst von Druckern, die ihre Aufträge umweltschonend abwickeln wollen. Besondere Attribute? Rein und schnell. Die Reinheit der Farbe und ihre beschleunigte Weiterverarbeitung machen das eigenständige Farbsystem PURe aus. Dr. Carl Epple hat dessen Entstehung verantwortet: «PURe ist kein Feigenblatt des umweltfreundlichen Drucks. PURe ist wahrhaftig umweltschonend, völlig frei von Mineralöl, Photoinitiatoren oder den Metalltrocknern ölbasierter Offsetfarben. Wir benötigen keine potenziell toxischen Metalle wie Kobalt oder auch Mangan zur Trocknung. PURe schützt somit Mensch und Natur.» Die Rohstoffe sind überwiegend und die Bindemittel komplett auf Basis nachwachsender Rohstoffe, so wie der Kunde es bereits von der BoFood-Serie im Verpackungsdruck kennt.


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Grossen Wert legte Epple während der Entwicklung auf die jetzt umgesetzte Kennzeichnungsfreiheit von PURe, was den umweltfreundlichen und Gesundheit schützenden Charakter der Farbe dokumentiert. Die schnelle und ressourcenschonende Verarbeitung der natürlichen Farbe spart dem Drucker Zeit und Kosten ein. Qualitätssichernd wirkt dabei das Wegschlagen der geruchsneutralen Farbe PURe. Im Vergleich zur konventionellen, ölbasierten Druckweise, bei der eine Weiterverarbeitung unter etlichen Stunden kaum realisierbar ist, lassen sich Aufträge deutlich effizienter abarbeiten. Dabei kommen bei der Trocknung von PURe-Farben keine strahlungshärtenden Systeme zum Einsatz. Das spart hohe Energiekosten ein bzw. umgeht Investitionen in Strahlertechnologie und in die intensive Kühlung des Trockenaggregates.

«create a pure world» PURe, zum Patent angemeldet, wurde für Drucker und deren Kunden entwickelt, die sowohl einen hohen ökologischen als auch wirtschaftlichen Anspruch besitzen. Die schnelle Qualitätsproduktion ohne lange Zwischenlagerung schätzt jede Druckerei. «Unsere Betakunden haben Reisekataloge genauso wie Zeitungen gedruckt, einfach alles, was Internet- und Akzidenzdrucker produzieren», weiss Dr. Carl Epple. In diesem Rahmen können sich Druckereien aktuell eine vielfältige PURe-Welt mit Skalenfarben kreieren. Die Anwendungstechnik von Epple betreut die Druckereien gezielt während der Einführung des Farbsystems. «Spezielle Herausforderungen wie im Lebensmittelverpackungsdruck werden wir künftig angehen», so Dr. Carl Epple zur Markteinführung.

Faszination Farbe Seit 1889 steht das Symbol des Bären der Firma Epple Druckfarben für permanente Weiterentwicklung und höchste Qualitätsansprüche. Als führender Hersteller von Offsetdruckfarben haben wir durch die frühzeitige Entwicklung von mineralölfreien Öko-Serien und speziellen Farbtypen für sehr lange Waschintervalle im Schön- und Widerdruck unsere Innovationskraft demonstriert. Flexibilität ist für ein mittelständisches Unternehmen eine Priorität. Wie kaum ein anderes Unternehmen sind wir in der Lage, Ihnen massgeschneiderte Lösungen für Ihre individuellen Wünsche anzubieten. Fordern Sie uns! Wir freuen uns darauf!

Bernhard Wicki Geschäftsführer T. +41 52 316 13 10 b.wicki@epple-druckfarben.ch

«PURe ist kein Feigenblatt des umweltfreundlichen Drucks. PURe ist wahrhaftig umweltschonend, völlig frei von Mineralöl, Photoinitiatoren oder den Metalltrocknern ölbasierter Offsetfarben. Wir benötigen keine potenziell toxischen Metalle wie Kobalt oder auch Mangan zur Trocknung. PURe schützt somit Mensch und Natur.» Dr. Carl Epple Vorstand Entwicklung und Innovation bei Epple

epple druckfarben Schweiz GmbH Hünikerstrasse 2 8442 Hettlingen T. +41 52 316 17 33 F. +41 52 316 25 61 info@epple-druckfarben.ch www.epple-druckfarben.ch

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Model Fibre Evolution – der Weg neuer Fraktionen in die stoffliche Verwertung Model Fibre Evolution – nicht Wiederverwertbares wird wiederverwertbar – dank unserer Spitzentechnik. Das ist nachhaltig.

Ressourcenschonung auf höchstem Niveau – genau das ist die Absicht von Fibre Evolution. Am Standort CH-Weinfelden realisierte die Model-Gruppe in den letzten 16 Monaten eine Pionier-Recyclinganlage, welche auf einzigartige Weise eine optimierte Faserrückgewinnung ermöglicht. Bis vor Kurzem waren lediglich bestimmte Arten von Altpapier für das Recycling und die anschliessende Wiederverwendung nutzbar. Die Fibre Evolution Recyclinganlage ermöglicht die stoffliche Wiederverwendung der Papierfasern, welche ursprünglich nur in thermischen Prozessen verwertet werden konnten. Die Vorteile: die erhöhte Flexibilität im Produktionsprozess und die geringere Abhängigkeit vom Altpapiermarkt; beide ermöglichen sowohl dem Produzenten als auch dem Kunden grosse und vor allem neue Potenziale. Beim Bau der Pilotanlage für CHF 38 Mio. waren das Kommitment der Inhaberfamilie und die innovative Grundeinstellung des Projektteams die entscheidenden Faktoren für die erfolgreiche Realisierung des Projekts. Dabei stand stets die grösstmögliche Flexibilität der finalen Anlage im Vordergrund.

Inbetriebnahme Model Fibre Evolution Anlage April 2017 Daniel und Elisabeth Model

Teil des neuen Gebäudes und Lagerhalle

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Die Realisierung wurde unternehmensintern geplant und organisiert und umfasste u.a. die Koordination von bis zu 150 Vertragspartnern, Entwicklungsetappen und Umsetzungsphasen. Lediglich im Bereich der Maschinenbauauslegung und der Elektroplanung wurden kompetente Unternehmen als Berater mit einbezogen.


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Getränkekartons, die zu Model Fibre Evolution ins Recycling kommen

Sinn und Zweck der Anlage ist die stoffliche Wiederverwertung von nassfesten Papieren wie Etiketten und beschichtete Papiere wie Getränkekartons und Pappbecher aus Kraftpapier. Die allgemeine Erfahrung in Recyclingprozessen sowie Team- und Pioniergeist waren für den Erfolg ausschlaggebend. Dazu wurde ein neuartiges Auflösesystem konstruiert, welches mit anderen, in der Papierindustrie teilweise unüblichen Maschinen zu einer komplexen Gesamtanlage verbaut wurde. Das Potenzial der Fibre Evolution Anlage ist umfassend. In erster Linie ist der Umschwung von der thermischen zu einer stofflichen Verwertung der bisher im Recycling unüblichen Fraktionen möglich. Dies birgt für alle Beteiligten eine Win-win-Situation: Partner sparen sich die teure thermische Verwertung der Altpapiere und die Model AG sichert sich als Produzent hochwertige wiederverwertbare Rohstoffe für die Produktion. Durch die innovative Methode der neuen Anlage lassen sich ebenso signifikante Verbesserungen am Endprodukt erzielen. So können beispielsweise deutlich höhere Festigkeiten des Papiers durch die Verwendung unterschiedlicher Papierfasern erzielt werden. Ebenso wird der teilweise Verzicht auf chemische Trockenverfestiger möglich. Dies dank eines von Model AG und Meyerhans Mühlen AG gemeinsam entwickelten leistungsfähigen Stärkeproduktes, welches am Standort Weinfelden produziert wird und in der Papierherstellung Rohstoffkosten- wie auch Produktleistungsvorteile bietet. Die weltweite Einzigartigkeit der Fibre Evolution Anlage macht den Produktionsstandort Schweiz für Model zu einem der nachhaltigsten. Ganz dem innovativen Grundgedanken des Familienunternehmens entsprechend werden weitere Papierentwicklungsprojekte folgen und so neue Chancen in der Papierherstellung und im -recycling bieten.

Über das Unternehmen Die Model-Gruppe entwickelt, produziert und liefert intelligente, innovative und qualitativ hochwertige Verpackungslösungen aus Voll- und Wellkarton, von der einfachen Transportverpackung bis zur hochveredelten Praliné- und Parfumbox. Die Gruppe besteht aus 15 Tochtergesellschaften in acht Ländern. Zu den Hauptmärkten gehören die Schweiz, Deutschland, Benelux, Österreich, Frankreich, Tschechien, Polen, Slowakei, Ukraine und Kroatien. Der Firmenhauptsitz befindet sich in Weinfelden/TG.

Andreas Rufer Papertrading andreas.rufer@modelgroup.com

GSK Supplier Award 2017 für die Aufbereitung und Wiederverwertung von schwer löslichen Papieren, Getränkekartons und Pappbechern Das Feedback der Jury des GSK Environmental Sustainability Supplier Awards zum Pionierprojekt Fibre Evolution lautet: «Wir sind beeindruckt von Ihrem Engagement für Nachhaltigkeit, welches Sie durch Ihre Investition in die Fibre Evolution Papieraufbereitungs- und Recyclinganlage an den Tag gelegt haben! Sie haben deutlich gezeigt, dass Sie ökologische Wege suchen, um Ihre Abhängigkeit vom Altpapiermarkt zu reduzieren und die positiven Auswirkungen Ihres Projekts deutlich zu machen. Kurz gesagt, Ihre Arbeit ist eine grosse Inspiration für uns bei GSK und wir sind sicher, dass sie andere Mitglieder der GSK Supplier Exchange dazu inspirieren wird, Massnahmen zu ergreifen und ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Model AG Industriestrasse 30 8570 Weinfelden T. +41 71 626 71 11 F. +41 71 626 17 30 info.ch@modelgroup.com modelgroup.com

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Bild: Alessandro Della Bella, Zürich/LIGNUM

RESSOURCE

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HOLZ Nachwachsende Rohstoffe wählen Wie wird das Bauwerk Schweiz energiesparend und klimaschonend erweitert, verdichtet, erneuert? Am besten mit nachwachsenden Rohstoffen, wie der einheimischen Ressource Holz. Denn als Produkt der «Solarfabrik» Wald wächst Holz allein mit Sonnenenergie heran – indem der Baum den Kohlenstoff aus dem Treibhausgas CO2 für den Aufbau des Materials nutzt, während er uns Sauerstoff zurückgibt. Auch Ernte und Verarbeitung des Rohstoffs erfolgen ausgesprochen energiearm. So sind Bauprodukte aus Holz am Ende mit konkurrenzlos wenig grauer Energie belastet. Bäume wachsen im Wald laufend wieder nach und binden CO2, während das verbaute Holz im Schweizer Gebäudepark über Jahrzehnte als natürliches Treibhausgas-Depot wirkt. Zugleich vermeidet die Anwendung von Holz Treibhausgasemissionen aus Herstellung und Transport anderer

Baumaterialien. So nützt Holz am Bau dem Klima gleich doppelt – und das im grossen Stil. Dennoch nutzen wir dieses Potenzial derzeit noch klar zu wenig. Der Schweizer Wald ist gesund und dehnt seine Fläche laufend aus. Eines der strengsten Waldgesetze der Welt wacht über ihn. Zehn Millionen Kubikmeter Holz wachsen Jahr für Jahr im Schweizer Wald heran. Geerntet wird davon im langjährigen Durchschnitt bloss etwa die Hälfte. Wir könnten rund drei Millionen Kubikmeter mehr Holz aus unseren Wäldern holen, ohne dass damit die Nachhaltigkeit seiner Bewirtschaftung auch nur geritzt würde. Was soll man da sagen: Just do it. Das Klima wird es uns danken. Michael Meuter ist Informationsverantwortlicher von Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich.

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Raum zum Atmen Um die Raumluftqualität zu verbessern, gibt es gesetzlich geregelte Grenzwerte für die Emission von Formaldehyd bei Holzwerkstoffen. Auch in Amerika wird es eine Norm geben, deren Richtwerte noch unter den europäischen Vorschriften liegen. Pfleiderer hat seine Produktion kurzfristig angepasst und kann daher Produkte nach den amerikanischen Richtlinien liefern. Mit «LivingBoard» bietet das Unternehmen auch eine formaldehydfrei verleimte Alternative an. «Formaldehyd ist eine natürliche Substanz und kommt auch in Bäumen, Früchten und Gemüsepflanzen vor. Sogar der Mensch selbst produziert während des Stoffwechsels täglich Formaldehyd. In sehr grossen Mengen gilt es allerdings als gesundheitsschädigend, deshalb gibt es verbindliche Grenzwerte», erklärt Claus Seemann, Leiter Produktmanagement Träger bei Pfleiderer. Harnstoff-Formaldehyd-Harz ist in der Branche ein bewährtes und gängiges Bindemittel, das zur Herstellung von Holzwerkstoffen eingesetzt wird. Da das Formaldehyd aber nicht zu 100 Prozent abbindet, geht ein kleiner Anteil in die Raumluft über. In Europa wird diese Belastung in Holzwerkstoffen über die sogenannte Emissionsklasse klassifiziert. Die niedrigste und damit beste Emissionsklasse trägt die Bezeichnung E1. «Alle unsere Produkte entsprechen dem Grenzwert E1 von 0,1 ppm (parts per million). Dieser Wert wird auch als empfohlener Richtwert für Innenräume vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gesundheitlich unbedenklich bestätigt», so Claus Seemann.

Kalifornien als Vorreiter in Sachen Luftqualität in den USA 2008 kam das Thema auch im US-Bundesstaat Kalifornien auf: Das California Air Resource Board, kurz CARB, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Luftqualität im Bundesstaat zu verbessern und neben vielen anderen Produkten auch die Holzwerkstoffe reglementiert. Deshalb durften ab 2008 nur noch Holzwerkstoffe mit der sogenannten CARB-Zertifizierung nach Kalifornien exportiert werden. «Wir selbst liefern zwar keine Produkte dorthin, doch einige unserer Kunden sind dort vertreten, deshalb haben wir damals schnell reagiert», berichtet Claus Seemann. Die Richtwerte Fotos: Pfleiderer Deutschland GmbH

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klimafreundlich Bauen & Wohnen der CARB-Kommission sind bei Spanplatten strenger als die europäischen Emissionsklassen. «In der Regel kann man sagen, dass der Grenzwert der CARB-Zertifizierung bei Spanplatten circa ein Drittel niedriger ist als bei der Emissionsklasse E1», so Claus Seemann. Zukünftig wird das Thema in Amerika eine noch höhere Bedeutung bekommen, denn ab Ende 2018 wird dort ein neues Gesetz in Kraft treten. Damit werden die ursprünglichen Grenzwerte des California Air Resource Boards in Form der neuen TSCA-Zertifizierung (Toxic Substances Control Act) für das ganze Land übernommen. Pfleiderer-Kunden wie die Häcker Küchen GmbH & Co. KG sind von dem neuen Gesetz betroffen: «Unsere Produkte sind weltweit vertreten. Nachhaltigkeit ist für uns ein Grundprinzip der Unternehmensstrategie und zugleich Massstab für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Deshalb möchten wir uns mit dem Standard nach CARB2 an den höchsten Anforderungen messen – und zwar nicht nur in den USA, wo diese künftig gesetzlich gefordert sind, sondern weltweit», erklärt Markus Sander, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing/Controlling bei der Häcker Küchen GmbH & Co. KG.

Pfleiderer-Standorte besitzen das TSCA-Zertifikat «Pfleiderer kann auf langjährige Erfahrung mit der Thematik zurückblicken und hatte deshalb mit der Produktion dieser Qualität kein Problem. Wir sind lieferfähig – alle unsere Standorte besitzen bereits das TSCA-Zertifikat», erklärt Claus Seemann. Um die Formaldehyd- Emissionen zu reduzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Pfleiderer setzt dabei auf spezielle Leime und Rezepturen, mit denen die Formaldehyd-Emissionen erfolgreich reduziert werden. «Die Umstellung war eine grosse Herausforderung. Wir sind sehr zufrieden, mit einem Partner wie Pfleiderer zusammenzuarbeiten, der äusserst schnell auf solche Anforderungen reagiert. Auf diese Weise konnten wir in der Küchenmöbelindustrie einen neuen Standard setzen», so Sander.

3IOHLGHUHU'HXWVFKODQG*PE+ Die Pfleiderer Gruppe ist ein führender Holzwerkstoffhersteller in Europa mit einem jährlichen Umsatz von ca. 1 Mrd. Euro und rund 3600 Mitarbeitern. Das Unternehmen hat seinen +DXSWVLW]LQ:URFÆDZ 3ROHQ VRZLH LQ1HXPDUNWLG23I 'HXWVFKODQG  Pfleiderer verfügt über neun Produktionsstandorte in Deutschland und Polen sowie Vertriebsniederlassungen in England, Niederlande, Schweiz, Österreich, Rumänien und Frankreich. Die Pfleiderer Gruppe bietet ein komplettes Angebot von Produkten und Serviceleistungen mit einem Fokus auf Möbelbau, Holzfachhandel, Innenausbau und konstruktivem Holzbau. Pfleiderer bündelt unter der Dachmarke Pfleiderer die Produktsortimente von Duropal und Thermopal und ist Partner von Industrie, Handel, Handwerk, Planern und Architekten. Die Pfleiderer Gruppe ist als Pfleiderer Group S.A. an der Warschauer Börse notiert.

«LivingBoard» eine formaldehydfrei verleimte Alternative Sofern man die Platten mit Dekorpapier oder HPL beschichtet, werden die Emissionen zusätzlich weiter reduziert. Insbesondere im Bereich des Fertighausbaus kommen auch rohe Platten zum Einsatz. Deshalb bietet Pfleiderer mit «LivingBoard» auch eine formaldehydfrei verleimte Alternative an. «‹LivingBoard› wurde bereits zum wiederholten Male mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Es wird aus harzarmen Hölzern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung ohne Recyclingmaterial hergestellt und formaldehydfrei verleimt. Es ist überall dort die erste Wahl, wo Bauherren auf besonders emissionsarme Werkstoffe Wert legen», erzählt Claus Seemann. «Und wer in Sachen Umweltschutz noch einen Zahn zulegen will: Alle Produkte können selbstverständlich auch mit den Holzzertifizierungssystemen FSC oder PEFC kombiniert werden.»

3ĭHLGHUHU6XLVVH$* Neue Jonastr. 60 8640 Rapperswil T. +41 44 307 55 55 F. +41 44 307 55 66 UDSSHUVZLO#SĭHLGHUHUFRP ZZZSĭHLGHUHUFRP

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Nachhaltige und umweltfreundliche Heizungslösungen Produkte und Dienstleistungen von ELCO gewährleisten eine dauerhaft hohe Effizienz und einen niedrigen Energieverbrauch, egal welcher Energieträger für die Wärmeerzeugung genutzt wird. Zentral dafür sind Qualität und Zuverlässigkeit. Dass Wärme nachhaltig und umweltfreundlich erzeugt wird, damit die Ressourcen geschont und die Lebensgrundlagen erhalten bleiben, gehört zu den vorrangigen Zielsetzungen von ELCO und ihren 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Bestrebungen weisen in dieselbe Richtung wie Strategie und Massnahmen der Politik und der öffentlichen Hand.

Qualitätsdenken

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe AEROTOP G läuft so leise, dass sie problemlos auch in dicht besiedelten Gebieten eingesetzt werden kann.

Bei einer ganzheitlichen Beurteilung der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit einer Heizungslösung gilt es die verschiedensten Gesichtspunkte zu betrachten. Die Fokussierung auf den Energieträger ist nicht das Ein und Alles. Wichtige Kriterien sind ein konsequentes Qualitätsdenken bei Erzeugnissen und Dienstleistungen, hohe Wirkungsgrade bzw. ein möglichst geringer Energieverbrauch, ebenso innovative Technologien und eine lange Lebensdauer der Produkte und Systeme, basierend auf dem Einsatz von hochwertigen Werkstoffen und weitgehend automatisierten Fertigungsverfahren sowie dem fachgerechten Unterhalt über den ganzen Lebenszyklus der Anlage hinweg. Die Marktleistungen von ELCO decken diese relevanten Kriterien für eine nachhaltige Heizungslösung vollumfänglich ab. Fasst man die ganze Lebensdauer eines Produktes inklusive Wiederverwertung ins Auge, kann dadurch eine hohe Ressourceneffizienz erreicht werden, unabhängig davon, welcher Energieträger genutzt wird.


klimafreundlich Bauen & Wohnen Nachhaltigkeit erfordert auch den fachgerechten Unterhalt einer Heizungsanlage über den ganzen Lebenszyklus hinweg.

Elcotherm AG

Produktinnovationen Die Technik ist ein massgeblicher Schrittmacher der Ressourceneffizienz. Als Beispiel für eine wegweisende Technologie seien die Wärmepumpen von ELCO erwähnt, die in der Schweiz im eigenen Werk der Elcotherm AG in Biasca hergestellt werden. In den vergangenen Jahren ist das gesamte Sortiment für den Einsatz in Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern komplett neu konzipiert worden. Allen Geräten gemeinsam ist, dass sie unverwechselbar leise, effizient und umweltfreundlich sind. Aber auch bei konventionellen Heizsystemen ist eine Produktneuheit der andern gefolgt und parallel dazu die Feuerungstechnologie weiter optimiert worden. Sowohl mit einer Gas- als auch mit einer Ölheizung von ELCO werden heute Wirkungsgrade erreicht, die an die Grenze des physikalisch Möglichen gehen. Neben geringem Energieverbrauch resultieren daraus niedrige Schadstoffemissionen. Dazu gibt es als Neuheiten Brauchwasser-Wärmepumpen und Frischwasserstationen.

Kernkompetenzen • Beratung • Produkte • Systeme • Inbetriebnahmen • Service

Servicekompetenz ELCO ist ein führender Komplettanbieter von Heizungslösungen mit Gas, Öl und erneuerbaren Energien. Stichworte dazu sind Gas- und Ölheizungen, Wärmepumpen, Solarsysteme und Speicher. Jede Heizung, egal, ob erneuerbare oder konventionelle Energien genutzt werden, muss regelmässig gewartet werden, damit sie einwandfrei, effizient und umweltfreundlich arbeitet. ELCO verfügt über das dichteste Servicenetz in der Schweiz. Über 400 Fachleute garantieren einen professionellen Service und eine effiziente Störungsbehebung rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Die dezentrale Organisation mit vier Regionalcentern und 27 Servicestellen verteilt über das ganze Land steht für eine grosse Kundennähe. Hochwertige Materialien und Fertigungsverfahren (im Bild der Öl-Brennwertkessel STRATON L) gewährleisten eine lange Lebensdauer.

René Grosswiler Leiter Marketing Services

Elcotherm AG Sarganserstrasse 100 7324 Vilters Tel. +41 81 725 25 25 Fax +41 81 723 13 59 info@ch.elco.net www.elco.ch

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«Pure Freude an Wasser» – Jeder einzelne Tropfen Wasser steht im Fokus Die Marke GROHE setzt neben Qualität, Technologie und Design besonders auf den Kernwert Nachhaltigkeit. Dabei meint Nachhaltigkeit auch Verantwortung – Verantwortung für Mensch, Umwelt und eine lebenswerte Zukunft. Bei GROHE basiert Nachhaltigkeit auf langjähriger Erfahrung und Kompetenz. Als integraler und wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist sie Teil sämtlicher Produkte und Prozesse und bestimmt das tägliche Handeln unserer Mitarbeiter weltweit. Dabei verfolgt GROHE einen konsequenten Ansatz der 360-Grad-Nachhaltigkeit, der die gesamte Wertschöpfungskette, Partner, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sowie die gesellschaftliche Verantwortung einbezieht und gleichzeitig auf ein effizientes Wachstum ausgerichtet ist. Für GROHE, Weltmarktführer im Bereich Sanitärprodukte und als Experte für Wasser, liegt

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klimafreundlich Bauen & Wohnen GROHE Switzerland SA GROHE ist der weltweit führende Anbieter von Sanitärarmaturen unter einer Marke. Als Weltmarke für sanitärtechnische Produkte und Systeme setzt GROHE auf die Markenwerte Qualität, Technologie, Design und Nachhaltigkeit, um «Pure Freude an Wasser» zu bieten.

die Schonung der wertvollen Ressource Wasser im Fokus. Daher setzt sich GROHE im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie intensiv mit den 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) auseinander, insbesondere mit der Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung (Ziel 6), der Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (Ziel 12) sowie der Entwicklung von Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels (Ziel 13). Da GROHE seit 2014 Teil der LIXIL Group ist, wird die Leidenschaft für Nachhaltigkeit mit allen Konzern zugehörigen Marken geteilt und das gemeinsame Ziel einer Netto-Null-Umweltbelastung verfolgt: Bis 2030 wird der positive Umweltbeitrag von LIXIL Produkten und Dienstleistungen die Umweltbelastung übertreffen, die durch sämtliche Geschäftsprozesse des Konzerns entstehen. Die Mission inkludiert die Entwicklung wassersparender intelligenter Technologien – ohne auf den Genuss von Wasser zu verzichten. Das Wassersystem GROHE Blue beispielsweise liefert gefiltertes und gekühltes Wasser in den Varianten still, medium und sprudelnd direkt aus der Küchenarmatur. Ausgehend vom EU-Durchschnitt kann eine vierköpfige Familie dadurch 600 Plastikflaschen im Jahr sparen. Von der Leidenschaft, Wasser zu sparen, leitet sich die Kompetenz ab, andere Ressourcen zu schonen: Durch die Nutzung der Armatur reduziert sich der CO2-Verbrauch um rund 61 Prozent gegenüber Flaschenwasser und es fällt weniger Plastik- und Verpackungsabfall an. Das 2017 gelaunchte Wassersicherheitssystem GROHE Sense und GROHE Sense Guard trägt dafür Sorge, dass unentdeckte Leckagen – die 10 Prozent des privaten Wasserverbrauches verursachen – aufgedeckt werden. GROHE ist stolz darauf, mit diesem innovativen System bereits mehrere Awards gewonnen zu haben, unter anderem den German Design Award und mit GROHE Sense den German Innovation Award. Auch der Anteil an Waschtischarmaturen mit der wassersparenden EcoJoy Technologie ist auf rund 70 Prozent (2014: 38 Prozent) gestiegen. Seit der Produkteinführung 2013 konnten somit etwa 2,35 Millionen Hektoliter Wasser eingespart werden – das entspricht nahezu der fünffachen Wassermenge des Bodensees.

Peter Schmid General Manager Switzerland

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht über die ökonomischen, ökologischen sowie sozialen Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten in den Jahren 2015/2016 hat GROHE erneut bestärkt und belegt, dass GROHE mit der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele über Plan liegt. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschliessen – im Gegenteil: Die Zukunftsfähigkeit und der wirtschaftliche Erfolg einer Organisation hängen massgeblich davon ab, ob diese nachhaltig aufgestellt ist. Denn das Wohl künftiger Generationen lässt sich am besten sichern, wenn sich Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich auszahlt.

GROHE Switzerland SA Industriestrasse 18 8604 Volketswil www.grohe.ch

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Richtig heizen: 10 Tipps für Energieeffizienz Egal, ob Mieter oder Eigentümer – jeder kann richtig heizen. Mit unseren Tipps sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch Heizenergie. So können Sie Ihren ökologischen Fussabdruck minimieren und die Energieeffizienz Ihres Zuhauses steigern.

«Kennt Ihre Heizung die Wetterprognose?» Wussten Sie, dass Heizung und Warmwasser im schweizerischen Schnitt rund 83 % des Energiebedarfs in privaten Haushalten ausmachen? Die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs der Schweiz und rund 45 % des CO2-Austosses entfallen dabei auf die Heizung. Hier können Sie also mit einigen Massnahmen am meisten einsparen und die Energieeffizienz Ihres Haushalts erhöhen, indem Sie richtig heizen. Tipp 1: Wärmedämmung prüfen. Egal, wie gut Ihre Heizung ist: Wenn die Wärmedämmung nicht hält, was sie verspricht, und bspw. Fenster, Türen, Wände oder Fugen nicht ausreichend abgedichtet sind, werden Sie die Wärme nicht im Haus halten können. Lassen Sie bei spürbarem Durchzug die Fassade, Türen und Fenster inspizieren und wenn nötig professionell isolieren. Tipp 2: Die richtige Heizung wählen. Überalterte Heizungsanlagen verschwenden Energie und Geld. Mit einem modernen Heizsystem können Sie Ihre Heizkosten um bis zu 20 % senken und die Umwelt schonen. Wir verraten Ihnen, warum und wann Sie Ihre Heizanlage modernisieren sollten, www.hoval.ch/de-ch/service/endkunden/bauherrenberatung Tipp 3: Zimmertemperatur senken. Laufen Sie zu Hause den ganzen Winter im T-Shirt herum oder könnten Sie sich vorstellen, einen Pullover anzuziehen? Denn bereits mit einer Absenkung der Zimmertemperatur um ein Grad können Sie fünf bis sechs Prozent Heizenergie sparen. Stellen Sie Ihren Thermostat entsprechend ein. Für Wohnräume, in denen Sie sich regelmässig aufhalten, empfehlen wir 20 bis 22 Grad, für das Schlafzimmer 17 bis 18 Grad und für das Bad 22 bis 24 Grad. Sind Sie tagsüber ausser Haus, muss es in dieser Zeit nicht voll beheizt werden. Tipp 4: Richtig lüften. Halten Sie Türen und Fenster geschlossen. Vermeiden Sie die Dauerlüftung durch Kippfenster, da dadurch die Gebäudehülle abkühlt und Sie die Aussenumgebung beheizen. Setzen Sie für die Frischluftzufuhr stattdessen auf Stosslüften: Dazu öffnen Sie ein- bis dreimal täglich gegenüberliegende Fenster im Haus für fünf Minuten, um Durchzug zu erzeugen. So sorgen Sie für gute Luftqualität und die unnötige Feuchtigkeit kann aus der Raumluft entweichen. Die Installation einer kontrollierten Wohnraumlüftung ist energetisch noch sinnvoller und liefert Frischluft, wobei sie zugleich die Feuchtigkeit kontrolliert.

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Tipp 5: Wärmeverlust reduzieren. Halten Sie die Türen von beheizten Zimmern ständig geschlossen, damit die erwärmte Luft nicht verloren geht. Schliessen Sie die Kaminklappen, wenn der Kamin nicht in Betrieb ist. Lassen Sie Storen, Rollläden oder Jalousien über Nacht herunter, damit die Zimmer länger warm bleiben. Profitieren Sie von Gratis-Wärmequellen wie das Sonnenlicht und ziehen Sie die Storen oder Sonnenschutzvorrichtungen bei schönem Wetter tagsüber hoch. Tipp 6: Warmwasser sparen. Mehr als 12 % des Energieverbrauchs entfällt auf das Erwärmen von Warmwasser. Reduzieren Sie Ihren Warmwasserverbrauch, indem Sie lieber duschen statt baden. Damit sparen Sie nicht nur viel Wasser (ca. 50 Liter), sondern auch Heizenergie. Sollten Sie mit Öl heizen, verbrauchen Sie für ein Vollbad einen halben Liter Öl – vier Mal mehr als für eine Dusche. Mit einem Sparduschkopf sparen Sie beim Duschen zusätzlich Wasser.

«Mit der intelligenten Regelung TopTronic® E kennt Ihre Heizung die Wetterprognose im Voraus. So ist das Wetter bei Ihnen zuhause immer schön – und Sie sparen automatisch Energie.»

Tipp 7: Stromfresser meiden. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf elektrische Heizlüfter, denn mit Strom zu heizen ist ineffizient und teuer. Sowohl Elektro- als auch Infrarotheizungen sind extreme Stromfresser. Ausserdem ist einheimischer Strom vor allem im Winter knapp und muss mit Importen aus dem Ausland ergänzt werden.

«Das sind Ihre Vorteile mit TopTronic® E: www.hoval.ch/de-ch/produkte/toptronic-e/» Tipp 8: Regelmässige Kontrolle und Wartung der Heizung. Falls Ihre Heizkörper nicht mehr richtig warm werden, müssen sie entlüftet werden. Lassen Sie Ihre alte Heizung regelmässig kontrollieren und prüfen Sie, ob sie noch kosten- und energieeffizient arbeitet. Damit vermeiden Sie Ausfälle und Schadstoffemissionen und erhöhen die Lebensdauer und Energieeffizienz Ihrer Heizung. Lesen Sie, was bei der Wartung von Gaskesseln wichtig ist: www.hoval.ch/de-ch/service/service/wartungsvertrag-topsafe-1 Tipp 9: Intelligente Heizregelung. Moderne Heizungen verfügen über intelligente Regelungen, mit denen sie die Temperatur nicht nur auf Ihren Tagesablauf abstimmen, sondern via Internet die Wetterprognose in Echtzeit nutzen, um sich frühzeitig dem Wetter anzupassen. Für alle Umwelt- und Kostenbewussten ist bei der Anschaffung einer neuer Heizung die intelligente Regelung ein Muss. Tipp 10: Weitere Wärmemittel nutzen. Wenn Sie im Winter grundsätzlich öfters frieren, egal, wie warm es drinnen ist, greifen Sie zur Wärmeflasche und Kuscheldecke oder geniessen Sie ein heisses Fussbad. Rosmarin- und Lindenblütentee heizen zusätzlich ein.

Hoval AG General Wille-Strasse 201 8706 Feldmeilen Tel. 044 925 61 11 info@hoval.ch www.hoval.ch

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Neu:


klimafreundlich

Wie die Besucher der Umwelt Arena Schweiz schnell bemerken, zeigen die 45 Ausstellungen keine utopischen Zukunftsszenarien, sondern konkrete Lösungen, welche sofort umsetzbar sind. Und das sind viele. Hier einige Beispiele: Ausstellung «Energienetz der Zukunft – Sommerstrom für den Winter speichern» Die Weiterentwicklung des ersten energieautarken Mehrfamilienhauses

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der Welt in Brütten ist das Mehrfamilienhaus mit Energiezukunft in Zürich-Leimbach. Wie sein Vorgänger in Brütten ist dieses neue «Zukunftshaus» ebenfalls ein Kraftwerk mit Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassaden, aber mit einem neuen, visionären Lösungsansatz, bei dem keine nicht amortisierbaren Mehrkosten entstehen: Der überschüssig produzierte Strom der Photovoltaikanlage kann im Sommer in einer externen Power-to-Gas-Anlage

in Wasserstoff und mit anschliessender Methanisierung (Zuführen von CO2) in Methangas (e-Gas/Biogas) umgewandelt und als CO2-neutrales, erneuerbares Gas ins Schweizer Erdgasnetz eingespeist und gespeichert werden. Im Winter wird das so «zwischengelagerte» e-Gas wieder bezogen und mit Hilfe der patentierten Hybridbox je nach Bedarf für die Stromoder Wärmeproduktion genutzt. So steht im «Mehrfamilienhaus mit Energiezukunft» zu jeder Jahreszeit ausrei-

Bild: PopTika/Shutterstock.com

DIE ENERGIEZUKUNFT IST GEGENWÄRTIG


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chend Energie für Wohnen und Leben, aber auch ausreichend Strom und e-Gas/ Biogas für den Betrieb von Elektro-und Gas-Fahrzeugen zur Verfügung. In der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach werden sowohl die Funktionsweise und das Prinzip des ersten energieautarken Mehrfamilienhauses als auch jenes des Mehrfamilienhauses mit Energiezukunft anhand von zwei 1:10-Modellen erklärt. Gebäude als Kraftwerk: Ausstellung «Farbige Solarfassaden und Speicherbatterien» Die Entwicklung von Solarfassaden ist seit dem Bau des ersten energieautarken Mehrfamilienhaus in Brütten in Riesenschritten vorwärts gegangen. Heute sind die Möglichkeiten der Fassaden-Module betreffend Gestaltung und Montage fast unbegrenzt: Es ist möglich, ästhetisch anspruchsvolle Fassaden zu gestalten, die gleichzeitig Energie erzeugen und überdurchschnittlich lange haltbar sind. Da die Energiegewinnung vermehrt mit erneuerbaren Energien in dezentralen Anlagen erfolgt, gewinnen Lösungen mit Speicherbatterien an Bedeutung – insbesondere im Bereich der Sonnenenergienutzung. Das Speichern dieser Energie macht Sinn, der Eigenverbrauch von Solarstrom ist praktisch immer ren-

tabel. Die beiden Ausstellungen «Farbige Solarfassaden und Speicherbatterien» in der Umwelt Arena geben Tipps und Anregungen für eine tiefere Stromrechnung und zeigen auf, wie der Autarkiegrad (Selbstversorgungsgrad) erhöht werden kann.

ven, spannend inszenierten Ausstellungen zum modernen, bewussten Leben: zum Anfassen, Erleben und Experimentieren. Auf anschauliche Art wird in spannend inszenierten Ausstellungen gezeigt, wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit einfach im Alltag umgesetzt werden können.

Erstes Probefahrzentrum für E-‚ Plug-in-Hybrid- und CNG-Fahrzeuge Das wachsende Angebot im Bereich E-Mobilität wirft in der breiten Bevölkerung viele Fragen auf und sorgt für Informationslücken bzw. Informationsbedürfnis. Aus diesem Grund lanciert die Umwelt Arena Schweiz per 1. September 2018 in Spreitenbach das erste unabhängige Probefahrtzentrum für E-, Plug-in-Hybrid- und vergleichbar nachhaltige CNG-Fahrzeuge (Erdgas/ Biogasbetrieb). Damit wird das bereits bestehende Angebot von Probefahrten auf dem In- und Outdoor-Parcours mit einem Angebot von Testfahrten auf öffentlicher Strasse erweitert – und dies ohne Kaufdruck. Besuchen Sie die Zukunft: Spass, Wissen und unvergessliche Erlebnisse für Familien Die Umwelt Arena Schweiz ist das Ausflugsziel für Familien mit 45 interakti-

Christian Rudin Geschäftsführer der Umwelt Arena Schweiz

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klimafreundlich Chancen & Initiativen Essen oder zu einem späteren Zeitpunkt bei einem angeschlossenen Restaurant zurückgeben. Einmal investiert, kann man eine reBOX also lebenslang austauschen.

reCIRCLE – Mehrwegsystem für Essen unterwegs Abfall aus dem Takeaway war gestern. reCIRCLEn heisst es in Zukunft. Anstelle von schnellem Wegwerfen der Verpackung nach dem Genuss von Takeaway Essen, füllen verantwortungsvolle Kundinnen und Kunden ihre reBOX über hundert Mal auf. So sparen sie durchschnittlich 3 kg Plastik auf die Lebensdauer einer Mehrwegbox.

So funktioniert reCIRCLEn: Beim reCIRCLEn wird der Spiess umgedreht. Nicht der Kunde oder die Kundin ist verantwortlich für den abwaschbaren Behälter, sondern die Restaurants. Dort werden die reBOXen aufbewahrt und abgewaschen. Also auch wenn man sich spontan unterwegs verpflegen will, wählt man die reBOX und kann sie nach dem

Personalisierte Produkte Verschiedene Farben der eigens entwickelten BOXen zeigen die Zugehörigkeit an. So kann man die grünen reBOXen in jedem Migros Restaurant oder Takeaway abgeben, die violetten in jedem reCIRCLE Restaurant, welche mit Flaggen und Label gekennzeichnet sind. Eine Übersicht der reCIRCLE Restaurants befindet sich auf recircle.ch reCIRCLE Postgasshalde 41, CH-3011 Bern www.recircle.ch

Foto: K. Wiget, ZRCL

hand, Upcycling und Flicken. Fashion Revolution informiert, vernetzt und stützt alle, die sich für den Wandel einsetzen.

Fashion Revolution Die Lieferkette der Textilindustrie ist aus ökologisch und sozialen Aspekten die zweit-schmutzigste Industrie der Welt. Da wir jeden Tag Kleidung tragen und mit Stoffen umgeben sind - betrifft es uns alle. Ohne anzuklagen, zeigen wir anhand positiver Beispiele, wie sich die Textilindustrie vom Saatgut bis zur Verarbeitung wandeln kann und bieten jedem Einzelnen die Möglichkeit, positiven Einfluss zu nehmen. Beispielsweise:

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• Wir rufen alle auf, Geschäfte und Marken zu fragen, wer hinter den Textilien steckt. #whomademyclothes ist eine weltweite Kampagne und eine erste Möglichkeit, mit unserer Stimme für eine Veränderung hinzustehen. Denn Transparenz ist der erste wichtige Schritt.

• In der «Fashion Revolution Week», Ende April, finden schweizweit Events, Podiumsdiskussionen, Modeschauen etc. statt. Sie zeigen, dass Mode im Gleichgewicht mit Mensch, Umwelt und Profit problemlos modern, kreativ und sexy sein kann. Die Fashion Revolution ist seit 2013 mit über 100 Länder und über 2,5 Millionen involvierten Menschen die weltweit grösste Bewegung auf dem Gebiet und sie wächst von Jahr zu Jahr. «BE PART OF THE REVOLUTION»

• Wir zeigen Lösungsansätze, wie nachhaltige Produktionsformen, Second-

www.fashionrevolution.org/europe/ switzerland/


klimafreundlich Chancen & Initiativen Frühjahr in Zusammenarbeit mit der Stadt Winterthur durchgeführt wurden. Interessierte konnten während zweier Wochen in Restaurants, in Bars, in Bioläden oder am Markt wunderbar verarbeitete Brennnessel kosten. Unübersehbar waren die Brennnesseltöpfe, die humorvoll auf den Nutzen für Mensch Tier und Umwelt verwiesen.

Superfood vor der Haustüre Viele Wildpflanzen, so auch die Brennnessel, gelten als Unkraut, dem man mit Gift zu Leibe rückt. Die beiden Umweltberater Doris Abt und Martin Hofer vom Verein Brennpunkt Brennnessel finden, es ist an der Zeit, die Brennnes-

sel und mit ihr weitere verkannte Wildpflanzen in ein neues Licht zu rücken. Dies geschieht beispielsweise mit den Brennnesselwochen und dem Projekt «Superfood vor der Haustüre» die dieses

Dabei entsteht auch überraschendes. So das TIME-BEER als erstes Bio-Brennnesselbier auf dem Markt. Der angenehm würzige Geschmack macht Lust auf mehr und kann heute über die Internetadresse www.time-beer.ch oder in gewissen Bioläden in Winterthur bezogen werden.

Verein Brennpunkt Brennnessel Auee 1 8618 Oetwil am See www.brennpunktbrennnessel.ch

Kennzeichnungen, Umwelt- und Soziallabels AgriNatura

AgriNatura steht für artgerechte Tierhaltung mit Auslauf, eine natürliche Fütterung ohne gentechnisch veränderte Futtermittel sowie schonende und kurze Transportwege. Umwelt- und tiergerechte Produktion stehen im Zentrum. Die Tiere werden in der Schweiz geboren und aufgezogen. Es gelten die Richtlinien von IP-SUISSE. www.agrinatura.info

BIO-Hotels

Die BIO-Hotels garantieren ihren Gästen die Verwendung von biologischen Produkten. Vorher genehmigte Ausnahmen werden für die Gäste klar ersichtlich deklariert und müssen Mindestanforderungen entsprechen. www.biohotels.info

BioNaturPlus

BioNaturPlus-Produkte müssen die BioSuisse-Standards erfüllen Schonende Verarbeitung, z.B. keine

UHT-Milchprodukte und Exklusivität sowie keine Flugtransporte sind Anforderungen. www.manor.ch

Bio-Knospe

Schutzmarke für Lebensmittel (pflanzliche und tierische Produkte), unverarbeitete landwirtschaftliche Nichtlebensmittel (z.B. Pflanzgut, Samen, Schnittblumen und Zierpflanzen) und verarbeitete Produkte mit mehr als 10 % importierten Rohstoffen aus kontrolliertem biologischen Anbau. www.bio-suisse.ch

Claro

Marke der Handelsorganisation claro fairtrade AG, die gelabelte Produkte aus dem fairen Handel vertreibt. Die Handelsbeziehungen basieren auf einer sozial und ökologisch nachhaltigen Produktion und auf existenzsichernden Preisen für ökologisch produzierte Waren, welche die Grundbedürfnisse der ProduzentInnen decken und Spielraum für Investitionen lassen. www.claro.ch

ClimatePartner

Markenzeichen für intelligenten und akzeptierten Klimaschutz mit hoher Vielfalt, Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Hilft Unternehmen bei der Umsetzung von Massnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz. ClimatePartner unterstützt weltweit verschiedene Klimaschutzprojekte. www.climatepartner.ch

Climatop

«approved by climatop» zeichnet klimafreundliche Produkte aus. climatop-Produkte haben eine um mindestens 20 % bessere CO2-Bilanz als der Durchschnitt von vergleichbaren Produkten. Ein zertifiziertes Produkt kann das Label zwei Jahre benutzen. www.climatop.ch

über mehrere Lebenszyklen hinweg. Sie stellen sicher, dass unsere Welt gesund bleibt und weiter gedeiht. Cradle to Cradle® Zertifizierung definiert die positive Nutzung von Rohstoffen und Inhaltstoffen. Eine neue Dimension der Produktqualität. www.epeaswitzerland.com

digitalSTROM®

digitalSTROM macht Ihre Wohnung intelligent. Elektrische Geräte vernetzen sich untereinander über die existierende Stromleitung. Dadurch arbeiten sie nicht mehr für sich, sondern automatisch zusammen. Sie erhalten so ohne wesentliche Mehrkosten: mehr Komfort bei der Bedienung, Kontrolle des Energieverbrauchs, mehr Sicherheit. www.digitalstrom.org

Cradle to Cradle®

Cradle to Cradle® Produkte sind Nährstoffe für biologische oder technische Kreisläufe von Materialien

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klimafreundlich

Kennzeichnungen, Umweltund Soziallabels EMAS

Von der EU entwickeltes, freiwilliges Umweltmanagementsystem, das Unternehmen dabei hilft, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. www.emas.de

energieEttikette

Mit einem europäisch genormten Messverfahren werden die Geräte bezüglich ihrer Energieeffizienz in Klassen von A bis G eingeteilt, wobei A (grün) die beste und G (rot) die schlechteste Klasse ist. In der Schweiz müssen folgende Geräte mit der energieEtikette versehen werden: Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Backöfen, Raumklimageräte und Lampen. Zudem werden Kaffeemaschinen und Heizungspumpen freiwillig mit einer energieEtikette versehen. Ausserdem ist die energieEtikette Pflicht bei Personenwagen und gibt Aufschluss über den Treibstoffverbrauch, den CO2-Ausstoss und über die Energieeffizienz von Neufahrzeugen. www.energieetikette.ch

EnergieSchweiz-Partner

Nicht-gewinnorientierte Organisationen sowie Beauftragte gemäss Energiegesetz mit diesem Signet sind offizielle Partner von EnergieSchweiz. Sie unterstützen die Anliegen und setzen sich aktiv für die Erreichung der Ziele von EnergieSchweiz ein. Die Auszeichnung der Partner unterliegt strengen Qualitätskriterien. www.bfe.admin.ch

Energiestadt

Das Label «Energiestadt» erhalten Gemeinden, die die Nutzung erneuerbarer Energien, eine umweltverträgliche Mobilität förden und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement betreiben. Das Label «Energiestadt» ist das wichtigste Produkt des nationalen Programms EnergieSchweiz für Gemeinden. www.energiestadt.ch

Energy

Energy ist das europäische Energie-label der «Group for Energy Efficient Appliances GEEA». In der Schweiz werden warmwassersparende Produkte wie Duschbrausen, Wasserarmaturen oder Durchflussbegrenzer mit diesem Label ausgezeichnet. www.energielabel.ch

ENERGY STAR

Das 1992 in den USA lancierte Label zeichnet energieeffiziente Geräte der Informations- und Kommuni-

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kationstechnik, Büroelektronik und Unterhaltungsindustrie aus. Energy Star wird seit dem 1.1.2009 offiziell auch in der Schweiz eingesetzt. www.energystar.ch

FSC (Forest Stewardship Council)

Forstwirtschaftliche Produkte wie Holz, Papier und Produkte wie Wildfleisch, Waldhonig, Pilze usw. mit dem FSC-Label fördern die sozial- und umweltgerechte Waldwirtschaft. In FSC-Wäldern wird Holz professionell genutzt, die Vielfalt an Pflanzen und Tieren geschützt und die Rechte der Bevölkerung und der MitarbeiterIn respektiert. www.fsc-schweiz.ch

Gebana

Gebana importiert und vermarktet biologisch produzierte Lebensmittel aus fairem Handel. Die Lebensmittel werden nach den Anbaukriterien der BioSuisse produziert. Gleichzeitig werden die Richtlinien des Schweizerischen Forums für Fairen Handel (SFFH) und der Internationalen Federation of Alternative Trade (IFAT) erfüllt. www.gebana.ch

Global Organic Textile Standard (GOTS) Die mit dem GOTS-Label ausgezeichneten Kleidungsstücke sind aus mindestens 70 % Naturfasern hergestellt und bei der Herstellung werden keine umwelt- und gesundheitsbedenkliche Stoffe eingesetzt. Ausserdem müssen strenge Sozialkriterien eingehalten werden, um faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen. www.global-standard.org

IP-SUISSE

Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Apfelsaft, Brot, Eier, Geflügel, Rapsöl, Mehl, Fleisch usw., die mit dem IP-SUISSE-Käfer ausgezeichnet sind, garantieren eine umweltschonende, nachhaltige, natürliche und einheimische Produktion, welche die Artenvielfalt, den Schutz der Ressourcen sowie Grundsätze zum Schutz der Tiere respektiert. www.ipsuisse.ch

FAIRTRADE MAX HAVELAAR

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) ist eine Non-Profit-Organisation, die in der Schweiz das Fairtrade-Label für nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte vergibt. Fairtrade stärkt Kleinbauern und Plantagenarbeiter in Entwicklungsund Schwellenländern, damit diese ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können.

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Zentrale Instrumente dazu sind faire Handelsbedingungen, starke Produzentenorganisationen, Preisstabilität, Prämien, nachhaltiger Anbau und Unterstützung vor Ort. www.maxhavelaar.ch

Migros Bio

Die Migros vertreibt ihre Bioprodukte unter dem firmeneigenen Bio-Label, hat aber seit 1.1.2006 keine eigenen Biorichtlinien mehr. Die Inland-Bio-Produkte stammen alle von Knospe-Betrieben und sind Bio-Suisse-zertifiziert. Im Jahr 2007 wurde auch ein Kapitel «soziale Anforderungen» in die Knospe-Richtlinien aufgenommen. www.migros.ch

MINERGIE

MINERGIE bezeichnet und qualifiziert Güter und Dienstleistungen, die den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Senkung der Umweltbelastung ermöglichen. www.minergie.ch

myclimate

myclimate fördert den Aufbau von Wissen zur CO2-Reduktion, sensibilisiert und motiviert zum langfristigen Klimaschutz. Weiters engagiert sich die Stiftung mit verschiedenen Management-Tools wie CO2-Bilanzierung, CO2-Reporting oder einem Performance-Management-Tool für optimale Entscheidungsgrundlagen in Firmen. www.myclimate.org

naturemade basic & star

Deklaration für Strom aus erneuerbaren Energieträgern, die CO2-neutral sind, wie z.B. Schweizerische Wasserkraft. Deklaration für ökologisch produzierten Strom aus Photovoltaik, Wind, Biomasse und Wasserkraft. www.naturemade.ch

Respect-Code

Durch die Eingabe des DNA-Codes auf der Website www.respect-code. org erhalten die VerbraucherInnen Informationen über die Rückverfolgbarkeit der Produktionskette in Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsbereichen. Respect-Code richtet sich an Marken, die sich für Transparenz statt Geheimhaltung entschieden haben. Alle Informationen werden durch unabhängige Audits überprüft. www.respect-inside.org

Steinbock-Label

Das Steinbock-Label zeichnet alle Arten von Beherbergungsbetrieben, vom Fünf-Sterne-Hotel über die Jugendherberge bis zum Ökopionier, für ihre Nachhaltigkeit, je nach Leistung, mit einem bis fünf Steinböcken aus und steht für: Qualität der Unternehmensführung; Qualität der Betriebswirtschaft; Qualität des Umweltmanagements; Qualität für Mitarbeitende; regionale Wertschöpfung und Kultur. www.steinbock-label.ch

Swiss Climate

Vorreiter im Klimabereich werden mit dem Swiss-Climate CO2e-Label ausgezeichnet. Das SQS-geprüfte Gütezeichen steht für Glaubwürdigkeit und Transparenz. www.swissclimate.ch

Textiles Vertrauen nach Oeko-Tex® Standard 100plus

Im Oeko-Tex® Standard 100plus sind die Anforderungen des Oeko-Tex® Standard 100 und des Oeko-Tex® Standard 1000 vereint. Unternehmen, die ihre Produkte nach dem Oeko-Tex® Standard 100plus zertifizieren lassen, können den VerbraucherInnen verdeutlichen, dass es sich dabei um ein humanökologisch einwandfreies Textil handelt, welches ausschliesslich in umweltbewusst und sozial arbeitenden Betrieben hergestellt wurde. www.oeko-tex1000.com

Q Swiss Quality

Damit werden Holzprodukte ausgezeichnet, welche die Grundsätze nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung und umweltverträglicher Ernte einhalten. Das damit gekennzeichnete Holz stammt aus der Schweiz und wird in Betrieben verarbeitet, die ihre Umweltleistungen dauernd verbessern. www.wvs.ch

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zeigt hier nur einige wichtige Umwelt- und Sozial-labels auf. Weitere Informationen zu den Labels erhalten Sie direkt bei den verschiedenen Organisationen. Quelle: www.labelinfo.ch


Quelle: freshhaus

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