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75 Jahre 1942 - 2017


Jahresrückblick 2017 Jahresbericht des Obmanns

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Was sind deine nächsten Ziele

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SGN in Zahlen - Statistik

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Jahresbericht des Cheffluglehrers

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Jahresbericht des Bauleiters

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Jahresbericht Robin Maintenance Team

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OLC Plus

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Segelfluglager San Vittore 2017

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SGN Strategie 2030

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Schulungswoche SGN

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75 Jahre Segelfluggruppe Nidwalden

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Segelfluglager Saint Auban

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Absenden & ZLK

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Aktivitäten Programm 2018

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Schnupper Ausbildung

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Impressum: PDF Ausgabe: Januar 2018, Segelfluggruppe Nidwalden, Postfach 918, 6371 Stans Email: info@sg-nidwalden.ch, Website: www.sg-nidwalden.ch

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Jahresbericht des Obmanns Urs Grubenmann

Liebe Freunde des Segelfliegens

75 Jahre SGN und eine neue Strategie Am 23. September 2017 feierten wir mit Nifli’s, Partnern sowie Freunden und Bekannten den 75. Vereinsgeburtstag. Dank dem wunderbaren Spätsommerwetter und den vielen Gästen war es für uns ein unvergesslicher Anlass. Dies ist der optimale Zeitpunkt, neue Ideen für eine Zukunftsstrategie zu entwickeln. Der Vorstand hat sich intensiv mit der Zukunft der SGN auseinandergesetzt. Was ist meine Motivation, wo liegen die Stärken und Schwächen, Chancen und Gefahren bei unserem Verein, welche äusseren Trendwenden beeinflussen unser Vereinsleben? Wir haben eine „SGN Strategie 2030” mit fünf strategischen Zielen entwickelt. Als nächsten Schritt werden wir diesen fünf strategischen Zielen Aufgaben/Massnahmen zuordnen und terminieren. Daraus werden wir konkrete Arbeitsgruppen für die Umsetzung bilden.

Jung-Piloten 2017 war für viele ein fantastisches Flugjahr! Wir starten mit 55 (+2) aktiven Piloten in die neue Saison und freuen uns über frische Jungpiloten: Fabian Danner (14), Laurenz Kroh (17), Urs Frischknecht (25) und Beat Herger (56) wünschen wir einen tollen Start bei der Segelflug Schulung, welche zum Saisonbeginn 10 Flugschüler zählte. Unsere Flugschüler machten im 2017 sehr gute Fortschritte. Jetzt gilt es die notwendige Routine zu erlangen damit sie im 2018 ihren eigenen Traum vom Segelflugbrevet verwirklichen können. Macht weiter so! Streckenflug-Piloten Mit Yves Gerster und Andy Danner heissen wir auch zwei aktive und erfahrene StreckenflugPiloten herzlich willkommen in unserem Verein. Seit drei Jahren fördern wir explizit den Streckenflug und die ersten Ergebnisse zeigen in die richtige Richtung. Noch nie hatten wir bei der SGN 24 Piloten welche mit ihren Flügen beim On-Line Contest OLC teilgenommen haben (weltweit führende dezentrale online-​Streckenflug Wettbewerb). Wir werden im 2018 erneut den Streckenflug und den GliderCup fokussieren. Wir sind überzeugt, dass der Streckenflug-Virus gerade Jungpiloten fasziniert und diese auf den “Next Level” bringt!

Flight Logging System FLS 2017 haben wir auch das neue Flight Logging System FLS für die elektronische Startliste eingeführt. Das System bietet eine übersichtliche Weboberfläche und ist sehr einfach zu bedienen.

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66,4 % Das JA zum Flugplatz Nidwalden Für die SGN eher ein Detail - für den Flugplatz doch sehr entscheidend: Am 26. November 2017 hat die Nidwaldner Stimmbevölkerung dem 10-Millionen-Kredit für den Flugplatz Buochs zugestimmt.

Neuer Bauleiter gefunden Jürg Sterchi erklärt sich bereit das Amt des Technischen Leiters (Bauleiter) zu übernehmen. Jürg deckt unsere Wunschvorstellung mehr als 100 Prozentig ab. Ich danke ihm schon jetzt für seine Bereitschaft und bin überzeugt, dass seine Besetzung für unseren Verein die optimale Lösung ist. Sicher erhält Jürg für diese wichtige Aufgabe vom ganzen Verein die volle Unterstützung.

57.1% - Stimmen für ein neues Logo Der Logo-Wettbewerb wurde nicht ganz so dramatisch geführt, wie derjenige vom Flugplatz. Zum 75-jährigen Jubiläum schenken wir uns ein Facelifting mit neuem Logo:

Nochmals ganz herzlichen Dank an Jürg und natürlich auch an Richard für seine geleisteten Aufgaben. Drei Streckenflug Dinosaurier lassen sich per ende 2017 niflisieren. Hampi (Hanspeter Lehmann) hatte seinen Erstflug am 01.06.2002 und flog in diesen 15 Jahren 1065 Flugstunden und absolvierte 631 Landungen. Chrigu (Christian Hählen) ist seit 1971 bei der SGN und flog über 1500 Stunden und Walter Schocher begann 1980 seine fliegerische Ausbildung, nach 27 Jahren SGN zählt er ca. 900 Flüge und ca. 1400 Flugstunden. Diese Zahlen lassen Emotionen sprechen :-)

Neuer Bauleiter gesucht Richard hat uns bereits frühzeitig vor einem Jahr mitgeteilt, dass er sich beruflich neu orientieren wird, weil seine Partnerin Franzi bereits seit April wieder in Deutschland arbeitet. Die zweite weit glücklichere Mitteilung von Richard ist, dass er im April 2018 Vater wird! Herzliche Gratulation. Richard wird auf Ende März zu Franzi nach Dresden ziehen und bei den Elbe Flugzeugwerken im Bereich DOA Management eine neue Herausforderung anpacken. Herzlichen Dank Richard für Dein grosses Engagement innerhalb der Segelfluggruppe! Wir wünschen Dir schon jetzt bei deinem neuen jedoch bekannten Segelflugverein, dem Aeroclub Pirna, viel, viel Spass und weiterhin tolle Streckenflüge!

Segelfliegen ist schön – ohne Zweifel Ich erinnere mich bestens, als ich mich voll begeistert auf die Segelflugausbildung fokussierte. Es folgte der grosse Tag vom erfolgreichen Prüfungsflug. Anschliessend war irgendwie die Luft weg, kein Ziel, kein Antrieb und das wars … Zum Glück habe ich einen zweiten Anlauf genommen. Die gemeinsamen Streckenflüge mit Hampi waren dermassen lehrreich und motivierend, dass ich definitiv vom Streckenflug-Virus gepackt wurde. Segelfliegen ist schön – ohne Zweifel – doch Streckenfliegen ist Glück pur! Diesen Streckenflug-Virus möchte ich Euch im 2018 weitergeben…

Die Suche nach einem neuen passenden Bauleiter erwies sich als äusserst knifflig. Dieser sollte idealerweise in der Nähe vom Baulokal wohnhaft sein, wissen wie das SGN-Vereins Geschäft läuft (nicht zu jung und nicht zu alt), mit viel organisatorischem Flair, idealerweise mit technischem Background und darüber hinaus in der SGN bestens integriert sein. Zugegeben dies wäre die Wunschvorstellung für einen neuen technischen Leiter.

​Urs Grubenmann Obmann

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Walter Schocher

Hanspeter Lehmann

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Christian Hählen


»Next-Level« Was sind deine nächsten Ziele? Was motiviert dich zum Segelfliegen?

2. Phase: Kurz vor dem ersten Alleinflug werden die Checklisten, Abläufe und Sonderfälle automatisiert und eingeschliffen, diese Phase benötigt viel Ausdauer und wird mit dem ersten Solo-Flug belohnt. Es folgt ein weiterer Motivationsschub bis zur Prüfung.

Diese wichtige und entscheidende Frage diskutierte ich mit verschiedenen Piloten. Die folgende Grafik fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Dies ist klar keine wissenschaftlich fundierte Grafik, sondern widerspiegelt die Rückmeldungen. Vielleicht bist Du neugierig ob Du dich darin wiedererkennst.

3. Phase: Die erfolgreiche Prüfung motiviert enorm. Die Ausbildung war intensiv, jetzt geniesst man einfach das Glück, die Freiheit und auch etwas Stolz fliegt mit.

1. Phase: In den ersten Monaten während der Segelflugausbildung steigert sich die Motivation. Der Lerneffekt ist gross, die einzelnen Lernstufen sind gut organisiert und die kleinen kontinuierlichen Erfolgsschritte motivieren stark. »Ich spüre, dass ich besser werde, dies motiviert!«

4. Phase: Bereits vor dem Erreichen des Segelflugbrevets ist es wichtig, dass Du Dir Ziele für Deinen nächste Phase definierst und aufschreibst. Deine Ziele nach dem Segelflugbrevet, sind entscheidend für Deine ganze Segelflug-Laufbahn!

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Dario Meier

5. Phase: Ohne echte Ziele, ohne Förderung und ohne die wichtige Selbstmotivation schläft über die Monate die Motivation langsam ein. Am Wochenende wird dem Segelfliegen nicht mehr die Poleposition attestiert und das Briefing wird bestenfalls noch bei besten Wetterbedingungen besucht. Die Down-Spirale beginnt: Weniger Ambitionen, weniger Flugstunden, weniger Sicherheit, weniger Motivation. Dies ist extrem schade! Nach den grossen Investitionen in die Ausbildung bleibt plötzlich keine Zeit mehr zum Fliegen, es folgt der NiFli Status und ein paar tolle Erinnerungen… Lasst es nicht soweit kommen!

Bespreche frühzeitig Deine Ziele mit erfahrenen Streckenflug Piloten, sie werden dich sehr gerne unterstützen und Dir zeigen wie Du Deine Ziele optimal erreichen kannst.

Was sind Deine Ziele für den »Next-Level« ● Wie viele Stunden will ich trainieren im Jahr ? ● Teilnahme am GliderCup? ● Streckenflug im Doppelsitzer, ich suche einen Götti-Piloten: ● Teilnahme an einem Lager ? ● Teilnahme an einem Breitenförderungskurs ? ● Geplante Streckenflüge ? ● Umschulung auf neue Flugzeugtypen / Wann ? ● Techniken, die ich verbessern möchte: ○ Effizient Kurbeln ○ Effizient Vorfliegen ○ … ○ ...

»Next-Level« Konkrete Ziele für die kommende Flugsaison, persönliche Förderung durch ein entsprechendes Umfeld und eine grosse Portion Eigeninitiative führen Euch direkt zum » Next-Level«. Wer nach dem Brevet, den Motivations-Schub direkt in die Weiterbildung steckt und einen Breitenförderungskurs besucht oder erste Streckenflug-Erfahrungen sammelt, bewegt sich in einer Upgrade-Spirale, welche erst der Anfang von einer langjährigen und motivierenden Freizeitbeschäftigung wird.

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SGN in Zahlen

Im 10-jahres-Durchschnitt sind wir ca. 840 Std/Jahr geflogen. 2016 war mit 855 Segelflugstunden somit ein durchschnittliches Jahr. Vor 10 Jahren hatten wir 8 Segelflugzeuge, im 2016 sind es 11 Flugzeuge. Die Dimona war 290 Std und die Robin 137 Std in der Luft.

Wir starten die neue Saison 2018 mit 48 aktiven Piloten, 9 Segelfluglehrer, 4 Dimona/Robin Fluglehrer, 8 Flugschßler und 11 Schlepppiloten. Mit den 69 Nifli’s (nicht fliegend) sind wir total 117 SGN Mitglieder. www.sg-nidwalden.ch/statistik

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Saisonstart 2017


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Jahresbericht des Cheffluglehrers Joerg Spichtig

SGN Schulung Die Grundschulung der SGN lief im gewohnten Rahmen ab. Gegenüber der letzten Jahre ist die Zahl der Schüler eher kleiner geworden. Erfreulicherweise liegt das Durchschnittsalter der Flugschüler irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren. Mike, Fabian und Ronny müssen sogar noch zuwarten, um endlich ihre amtliche Prüfung ablegen zu können. Damit besteht berechtigte Hoffnung, dass wir in den kommenden Jahren eine Gruppe begeisterter und talentierter Junioren in unsern Reihen finden. Wir werden alles daran setzen, dass sie langfristig dem schönsten Hobby der Welt verbunden bleiben und hoffentlich weitere junge, enthusiastische Frauen und Männer dazu animieren bei der SGN zu fliegen. Das traditionelle Schulungslager in Juli wurde auch dieses Jahr von Roli Schürmann organisiert und fand diesmal wieder zusammen mit der SGOW in Buochs statt. Die Koordination mit der Skyguide verlief gewohnt reibungslos und unbürokratisch. Die Anzahl Teilnehmer war mit vier (zwei hatten sich kurzfristig abgemeldet) eher knapp und am Limit für den Flugbetrieb. Wir werden uns deshalb im 2018 überlegen müssen, ob wir das Schulungslager in diesem Rahmen wieder anbieten. Alternativ-Ideen dazu sind vorhanden. Etwas Sorge bereitet uns die Tendenz, dass viele Piloten nach dem Lizenzerwerb nicht richtig „in die Gänge kommen“ und oft nach wenigen Jahren fliegerischer Tätigkeit in den NiFli-Status wechseln oder sogar aus der SGN austreten. Die Bemühungen für Hilfestellung für die ersten Erfolgserlebnisse und das Wecken des „Segelflug-Virus“ scheinen bislang nicht wirklich zu fruchten. So ist der GliderCup sehr schwach frequentiert und offensichtlich gerade bei der angepeilten Zielgruppe (junge, noch weniger erfahrene Piloten) nicht sonderlich beliebt. Unser Ziel ist seit Langem, nicht bloss in der Grundschulung das fliegerische Handwerk und die nötige Theorie zu vermitteln, sondern auch die Weiterbildung zum SEGELFLIEGEN zu unterstützen. Und ich meine damit wirklich „unterstützen“,

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ohne die nötige Begeisterung, etwas Durchhaltewillen und die Fokussierung auf das Ziel geht es nicht. Segelfliegen ist ein Hobby, welches ein rechtes Mass an Engagement (vor allem zeitlich) erfordert. Blosses „Konsumieren“ führt nicht zum Erfolg. Seitens des Vorstandes und der Fluglehrer werden für die Saison 2018 neue Modelle geprüft, um die Entwicklung der SGN zu einer aktiven Gemeinschaft von Segelfliegern mit Begeisterung zu fördern. Dazu gehört unter anderem der Ausbau unserer Leistungs-Doppelsitzerflotte. Mit diesen tollen Flugzeugen lässt sich effizientes Coaching betreiben. Nützt dieses Angebot! Kunstflug ist in der SGN in den letzten Jahren kein grosses Thema gewesen. Die jungen Piloten scheinen sich aber diesem „Thrill“ gerne zu stellen. Dario Meier hat dieses Jahr den BFK in Schänis besucht und darf sich nun in allen denkbaren Fluglagen am Himmel tummeln. Anlässlich des 75 Jahre Jubiläums hat er sein Können bei mehreren Passagier-Flügen gezeigt. Möglicherweise erlebt unsere etwas verwaiste B4 in den kommenden Jahren eine Renaissance, sollten weitere Piloten sich zur Kunstflugausbildung entschliessen. Theorie Zentralkurs & VOICE Die Theorie Zentralkurse jeweils organisiert in der Winterpause durch SGP, SGOW und SGN sind sehr beliebt und zahlreich besucht. Auch Schüler anderer Flugplätze bis in die Ostschweiz nehmen teil. In aller Regel stellt sich der Prüfungserfolg im ersten Versuch ein. Offenbar machen die Referenten ihre Sache gut! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Fluglehrer der drei Gruppen für ihr Engagement. Mittlerweile weiss wohl jeder Segelflieger, dass der Erwerb der VOICE unumgänglich ist, auch wenn das Stichdatum jetzt von April 2018 auf April 2020 geschoben wurde. Diese Regelung beschert unserm bewährten Referenten Jan Spycher stets ein volles Kurslokal. Unsere Schüler Ronny, Fabian, Urs und Beat haben ihre Voice-Ausbildung bereits mit Bravour abgeschlossen. Damit haben sie diesen „Baustein“ ihrer fliegerischen Karriere bereits in Sack. GliderCup GliderCup tönt nach Wettbewerb, ist aber nicht als das ausgedacht worden! Der GliderCup sollte ein Event sein, der die weniger erfahrenen Piloten animiert, mal ihre Nase (und die ihres Flugzeuges) über die bekannten Limiten herauszustrecken, egal ob im Einsitzer oder mit Coach im

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Doppelsitzer. Meteo-Einschätzung, Aufgabenstellung und Support am Boden und in der Luft durch erfahrene Strecken-Piloten werden angeboten. Darüber hinaus soll vor allem der Spass und auch das Sozialleben in der SGN gepflegt werden. Vorsichtiges »Bohren« seitens der Organisatoren nach den Gründen für die Nichtteilnahme aufgrund des auch im 2017 ernüchternd kleinen Teilnehmerfeldes brachte dann doch ein paar erstaunliche Aussagen an den Tag … »Ich fliege doch bei dem Wetter nicht bloss 150 km!« . so ein erfahrener Strecken-Pilot, angesprochen darauf, ob er als Coach mitmacht. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich genug Erfahrung habe, um als Coach zu funktionieren“ so ein anderer. „Der GliderCup schreckt ab, weil es eine Art Wettbewerb ist und man als junger, unerfahrener Pilot ja sowieso nicht vorne mithalten kann“, eine weitere Aussage. Wenn wir in Zukunft wirklich was bewegen wollen, dass die SGN wieder eine aktive Gruppe von begeisterten Segelfliegern wird, braucht es Coaches, die Willens sind, auch mal ihre eigenen Interessen für einen Tag hinten anzustellen. Coaches, die den Mut aufbringen, auch mal eine „Schlappe“ einzufangen (spricht abzusaufen). Es wird ja nicht verlangt einen jungen Piloten über 500 km zu „treiben“ und die Strecken sind ja immer so ausgesucht, dass kein Sicherheits-Risiko besteht. Es braucht aber auch junge Piloten, die Begeisterung genug aufbringen und was lernen und erleben wollen. Ob einer am Schluss in der Rangliste vorne oder hinten steht, ist doch völlig egal. Besser da drin zu stehen, als gar nicht erst teilzunehmen. Nichts lernen und nichts erleben ist 100 % garantiert bei Nichtteilnahme! Möglicherweise sind aber auch weitere Gründe für den bescheidenen Erfolg des GliderCup's verantwortlich. Eine gewisse „Kontaktscheu„ zwischen jungen und erfahrenen Piloten und organisatorische Hindernisse (Flugzeug-Reservation, Bildung der Crews am Morgen) werden als Ursachen vermutet. Wir werden trotzdem in 2018 einen neuen Versuch mit dem GliderCup starten, parallel dazu aber neue Formen des “Streckenflug-Coachings" prüfen. Und es soll einer sagen, dass die Bilder von den GliderCup-Flügen 2017 nicht Lust zur Teilnahme wecken! Lager Fluglager werden von den SGN Piloten seit jeher immer gut besucht, seien es die offiziellen SFVS-Lager San Vittore, Münster, Saanen, etc. oder aber die internen Lager wie 2017 Oehna und St. Auban.

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Dies sind ideale Gelegenheiten ungestört und entspannt einige Tage unser tolles Hobby zu geniessen. Interessanterweise werden in der Regel mehr Streckenflüge in den Lagern „absolviert“ als während des Jahres ab dem Flugplatz Buochs. Dies mag mit den Wetterbedingungen zusammenhängen ist aber sicher zu einem guten Teil der entspannten Atmosphäre geschuldet. Der Kopf ist dann frei von andern Dingen, keine Termine und Verpflichtungen rufen, niemand erwartet einem zeitig am Abend zu Hause. Ich möchte dies als Ermunterung für unsere jüngeren Piloten verstehen, an den Lagern teilzunehmen. Tolle Erfolgserlebnisse und grosse fliegerische Fortschritte in kurzer Zeit, das funktioniert ideal in den Lagern! In diesem Sinne haben wir das Flachlandlager 2018 von Norddeutschland in eine Region verlegt, welche kurze Anfahrtswege erfordert und trotzdem thermisch und landschaftlich einen grossen Reiz ausstrahlt, die schwäbische Alb. Die Westalb ist ideal für die ersten Gehversuche in Streckenflug geeignet, da viele Flugplätze zur Verfügung stehen, die Aussenlandemöglichkeiten zahlreich sind und das Fluggebiet sich ausserdem topografisch sehr übersichtlich präsentiert. Der Zugriff auf die Alb, den Schwarzwald, den Jura sowie die flacheren Gegenden (Neckarebene, Allgäu, etc.) sind einfach und auch bei nicht idealen Bedingungen möglich. Und wer mehr will (oder kann) dem steht auch die fränkische Schweiz, der bayerische Wald und die Mittelgebirgsregion offen… Gerne würden wir auch unsere Schüler in das Lager integrieren, dazu braucht es aber vor allem Fluglehrer, die mitziehen sowie das nötige Flugmaterial. Der Flugplatz Leibertingen heisst uns jedenfalls für jegliche Aktivitäten willkommen! Safety Diskussionen unter Piloten über „Safety“ werden in der Regel nicht als „sexy“ taxiert und manche Fliegerkollegen zeigen sich gelangweilt bis genervt darob. Haben wir das nicht schon alles zum x-ten Mal durchgekaut, hören wir nicht immer wieder dieselben Ratschläge und Empfehlungen? Schon möglich…aber ist das wirklich überflüssig? Lassen wir mal das SGN Flugjahr 2017 punkto Safety Revue passieren: Mitte Juni Landeunfall der LS-4 in der Schulung. Das Flugzeug wird stark beschädigt, der Pilot mittelschwer verletzt (glücklicherweise ohne bleibende Folgen). Landeunfall der DG-202 im Münsterlager. Das Flugzeug erleidet Totalschaden, der Pilot bleibt unverletzt.

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Anfangs August grosse Aufruhr wegen einer vermeintlichen Luftraumverletzung (CTR Buochs). Stellt sich allerdings später als „Fehlalarm“ heraus. Die genauen Umstände bleiben ungeklärt. Ende August eine massive Luftraumverletzung im Wallis mit der Dimona, welche zu einer Intercept-Mission der Luftwaffe führt. Zusätzlich stellt sich anhand des Pilotenberichtes heraus, dass ebenfalls die Sorgfalt betreffs Benutzung von Sauerstoff grob missachtet wurde. Ende Oktober eine Landung ohne Fahrwerk eines Privatpiloten in Buochs.

Tja, wir sind auch schon besser dagestanden. Jeder Vorfall war zwar anders geartet, gemeinsame Muster sind meines Erachtens nicht zu erkennen. Und trotzdem, ich meine wir müssen im 2018 sehr wachsam sein, dass sich die Serie nicht fortsetzt! Wir dürfen von Glück sprechen, dass wir keine schwerverletzten Piloten oder sogar Todesfälle zu beklagen hatten. Bevor ihr in ein Flugzeug steigt stellt Euch ein paar Fragen: bin ich genügend vorbereitet für das Flugvorhaben? bin ich körperlich und mental fit? komme ich mit den Meteo-Bedingungen zurecht? ist mein Trainingsstand genügend und kenne ich das Flugzeug gut genug für mein Vorhaben? Nutzt die Winterpause für Eure persönlichen Refresher und Ausbildungen. Beschäftigt Euch mit den Rechnersystemen, lest ein Meteobuch (Henry Blum - Meteorologie für Segelflieger), macht Euch mit Geographie und Lufträumen vertraut, überprüft Eure Kenntnisse der Checklisten (das kann man sehr gut vor dem Einschlafen machen, ein bisschen "Drill" gibt da viel Sicherheit). Dazu kann ich auch das Magazin "Segelfliegen" sehr empfehlen, da werden immer wieder sehr interessante und lehrreiche Artikel punkto Flight Safety (im weitesten Sinne) veröffentlicht. Und sind das denn nicht Themen, welche die Vorfreude auf die neue Saison wecken? …vielleicht ist Safety doch gar nicht so "unsexy"!

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GliderCup 2017


Flachlandlager in Oehna. Der Flugplatz EDBO in Brandenburg ist ein idealer Urlaubsplatz. Idyllisch gelegen mitten im GrĂźnen, lockerer, ruhiger Flugbetrieb.

v.l.r. Urs Grubenmann, Roman Ackle, Bart Oolbekkink,

Silvan Ebneter, Richard Jahn, Joerg Spichtig

Zum Blog:

https://goo.gl/ia3QfC

Balz Zaugg

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Jahresbericht des Bauleiters Richard Jahn

Liebe Fliegerkollegen,

Veränderungen bei den Teamleitern: Auf Ende 2017 mussten mehrere Teamleiter im Baubetrieb ersetzt werden. Dies i.d.R. aufgrund genereller persönlicher Veränderungen wie bspw Aufgabe des wunderschönen Hobbies Segelflug oder Wegzug. Daher konnten wir neu Dario Meier, Kurt Gwerder und Jörg Spichtg im Kreis der Teamleiter begrüssen. Im 2018 wird es weitere Änderungen geben, da Chrigu per Anfang 2018 auf NiFli wechselt und die neue DG-1001T ebenfalls einen Teamleiter benötigt.

Das Jahr 2017 stelle ich unter das Motto: Veränderungen, Veränderungen. Dies in vielerlei Hinsicht: Veränderungen der Flotte: Anfang des Jahres haben wir beschlossen, zum Ersatz der geblitzten DG-1000T einen DuoDiscus XLT zu kaufen. Zwischen dieser richtungsweisenden Entscheidung und dem Zeitpunkt der ordentlichen GV teilte uns die Versicherung mit, dass wir die DG nur mit einer neuen DG-1000T ersetzen können (andernfalls hätten wir deutliche Mehrkosten gehabt). Daher wurde an der GV beschlossen, zusätzlich eine DG-1001T zu bestellen (die im Frühjahr 2018 geliefert wird) und dafür den Twin und die DG-200 auf Ende Jahr zu verkaufen. Den Twin haben wir tatsächlich im Herbst innerhalb weniger Wochen verkauft, zum guten Preis von 42000 EUR. Die DG-200 ging leider im Sommer zu Bruch, jedoch konnten wir den Bruch ebenfalls verkaufen (für 3000CHF). Jedoch wurde entschieden, den „guten“ Hänger der DG zu behalten und den älteren, heruntergewirtschafteten Hänger der LS-4 HB-3144 mitzuverkaufen. Der Umbau des DG-Hängers auf LS-4 stellte sich leider als deutlich anspruchsvoller und umfangreicher heraus als erwartet. An dieser Stelle vielen Dank an Chrigu, Walti und Andi für ihren Einsatz beim Umbau

Veränderungen beim Bauleiter: In meinem persönlichen Umfeld hat sich ebenfalls einiges geändert. Bereits seit April 2017 lebt meine Partnerin Franziska aus beruflichen Gründen wieder in unserer Heimatstadt Dresden. Ich habe daher bereits Anfang 2017 mit der Suche nach einer passenden Stelle im Luftfahrtsektor in Dresden begonnen. Der Vorstand wurde bereits frühzeitig entsprechend informiert, wir entschieden aber gemeinsam, dass die Mitgliedschaft erst dann informiert wird, wenn es bei mir etwas konkretes gibt. Im Sommer wurde Franzi dann schwanger (Termin Ende April), was meinen Drang Richtung Heimat noch erhöhte. Ich freue mich daher, dass ich per Anfang April 2018 eine Stelle in Dresden gefunden habe, im Bereich DOA Management bei den Elbe Flugzeugwerken.

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Der Abschied von der SGN fällt mir allerdings schwer. Ich hatte tolle fliegerische Erlebnisse hier, habe mich immer wohlgefühlt und wurde (zumindest meinem Eindruck nach) sehr gut integriert und immer von allen unterstützt. Dafür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken. Dass mit Jürg ein sehr fähiger neuer Bauleiter gefunden werden konnte freut mich ebenfalls sehr. Ich bin überzeugt dass er sehr gute Arbeit leisten wird und dafür sorgen wird dass die Segelflugflotte in ähnlich gutem Standard wie die Robin weiter gewartet wird. Ich wünsche euch alles Gute, viele tolle Flüge und einen jederzeit sicheren Flugbetrieb! Ihr werdet mir fehlen. Ihr seid aber natürlich immer willkommen, wenn ihr mal in meiner Heimat vorbeischaut. Mein neuer Verein (Aeroclub Pirna), bei dem ich quasi meine fliegerische Jugend verbracht habe, ist im Betreuen von Gastvereinen und Fluglagern durchaus erfahren… Euer Richard PS: Tragt Sorge zum Material! Es gehört euch allen!

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Jahresbericht: Robin Maintenance Team Jürg Sterchi Unsere Schleppmaschine weilte ab dem 4. NOV 2016 bei Skyparts in Hausen am Albis für die alle 6 Jahre fälligen, grossen Instandhaltungsarbeiten. Dieses Mal war nun wirklich alles fällig! 2000h/6-Jahres-Kontrolle der Zelle, 12-Jahres-Überholung des Motors, 6-Jahres-Überholung des Propellers und auch der Schalldämpfer der Auspuffanlage musste zur Reparatur zum Hersteller zurück.

ist aus motortechnischer Sicht also absolut in Ordnung! Die Nockenwelle war auf einem Nocken schon ziemlich abgeschliffen. Diese hätte die nächsten 200h nicht mehr überlebt. So fanden wir uns bestätigt im Entscheid, den Motor während der Winterstandzeit zu überholen und die noch verfügbaren 150h Potential ‚zu verschenken‘. Ein Problem mit dem Motor während der Saison wäre jedenfalls nicht ‚günstiger‘ geworden. Von einem Vorfall im Flugbetrieb ganz zu schweigen.

Die Firma CERMEC, welche unseren Motor überholte, ist kein Fan von MOGAS. Deshalb fuhren Res Räss und Jürg Sterchi noch 2016 nach Puidoux, um den zerlegten Motor mal zu sehen und sich über allfällige Optimierungen im Flugbetrieb zu orientieren. Der zuständige Mechaniker zeigte uns unsere Motorteile. An den Kolben und an den Zylindern war dem Motor nichts anzusehen als Folgen des Betriebs mit MOGAS, darüber waren alle etwas erstaunt, allerdings sehr positiv! Unsere Operationsweise

Alle Instanhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten verliefen einigermassen im normalen Rahmen, bis der Motorblock zum Rissprüfen gebracht wurde. Dort kam dann ein Riss zum Vorschein, der den Motorblock in ein Stück Schrott verwandelte. Am Gussgehäuse zwischen Oelwanne und Zylinder No. 4 zeigte sich ein Riss, der wohl schon länger vorhanden gewesen ist, jedoch bis jetzt keine Probleme

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verursacht hatte. Die Rissprüf-Firma konnte den Motorblock jedoch so nicht mehr freigeben und wir mussten wohl oder übel einen neuen Motorblock beschaffen. Dessen Lieferung verzögerte dann die Fertigstellung des Flugzeugs in Hausen etwas. Am 3. März konnten Hampi Lehmann und Jürg Sterchi das Flugzeug wieder in Empfang nehmen und den Checkflug durchführen. Dieser zeigte keine Beanstandungen und am Mittag war unser ‚Spys-Geist‘ wieder zurück in Buochs. Anschliessend folgte ein Motor-Einlauf-Programm, das die Segelflieger im März und April zu mindestens 10-minütigen Schlepps ‚verdammte‘. Mit der im April fälligen 25h-Kontrolle am Motor konnten wir wieder auf unser normales Oel (synthetisch) zurück wechseln und den normalen Schleppbetrieb aufnehmen. Die im Sommer fällige 100hKontrolle fiel leider

wieder in die Ferienzeit von Res Räss und Jürg Sterchi (Münsterlager). ‚Dank‘ schlechtem Wetter hielt sich der Verlust an Ferienzeit in Grenzen. Der Schleppbetrieb zusammen mit den übrigen Trainingsstunden ergab bis am 31. DEZ 2017 ein Total von 141:12 h und 758 Landungen. Somit ist die Toleranz für die nächste fällige 50h-Kontrolle erreicht, welche nun während der Winterstandzeit durchgeführt werden kann. Ebenso wird noch ein neues Funkgerät eingebaut werden. Es wird dasselbe Gerät sein, wie bereits auf der Dimona eingebaut. Die leuchtorangen Enden an den Flügeln, dem Höhenund Seitenleitwerk werden nun diesen Winter resp. dann im Frühjahr bei entsprechenden Temperaturen definitiv auf Rot umgespritzt. Total 2017 Robin Flugstunden: 141:12 Std Robin Landungen: 758 Landungen

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24 Piloten der SGN sind 2017 im OLC-Plus (International) total 55‘761 Segelflug Kilometer geflogen. Dies ist ein neuer SGN Rekord und entspricht 1.4 Erdumrundungen! Marcel Gubelmann Weshalb Online Contest? Der Online Contest (OLC) hat das Ziel, Streckensegelflüge losgelöst von vorgängigen Fluganmeldungen zeitnah zu erfassen. Dies ermöglicht aktuelle dezentrale Leistungsvergleiche. Der direkte Vergleich soll den Piloten als Motivation für weitere Streckenflüge dienen. Die Dokumentation der Flüge verbessert auch die Aussenwirkung des Segelflugsports. Sämtliche Flüge, welche seit 2006 eingegeben wurden können über das Internet betrachtet oder auf den PC

heruntergeladen und mittels spezieller Software dargestellt, analysiert und verglichen werden. Die SGN im Online Contest Auch die SGN hinterlässt ihren Footprint im OLC. Waren es 2006 erst 6 Piloten welche am OLC teilgenommen haben, hat sich die Zahl der Piloten inzwischen auf 24 erhöht (also ca. die Hälfte der aktiven Mitglieder). Diese haben letztes Jahr 162 Flüge mit total 55’761 km angemeldet. Die Grafik zeigt deutlich: Mit der SGN geht es noch immer aufwärts ;-)

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Tipp zum FAI Bonus Der FAI Bonus sollte, wenn immer möglich eingeplant werden. Dieser gibt wertvolle Zusatzkilometer. Der Abflugpunkt kann dabei zwischen zwei Wendepunkten des Dreiecks liegen. Ein Flugweg gilt als geschlossen, wenn der Endpunkt innerhalb eines Radius von 1 km um den Abflugpunkt befindet und die Abflughöhe maximal 1000 m höher ist als die Ankunftshöhe. Deshalb sollte man vor dem Flug einen Abflugpunkt festlegen, welcher man bei der Rückkehr gezielt anfliegen und auch noch tief umrunden kann. Zum Beispiel kann man vor dem Abflug am Guber noch kurz Richtung Alpnach ins Tal hinaus fliegen, sodass man bei der Rückkehr das Dreieck noch bis zu 1000 m tiefer schliessen kann! Punkte, nicht km zählen für die Wertung! Die Rohpunkte der OLC Plus Bewertung ergeben sich aus der Summe der Rohpunkte für die OLC Strecke (1,0 Rohpunkten pro Kilometer) und dem FAI-OLC Bonus (0,3 Rohpunkten pro Kilometer).

Bekanntlich fliegen die SGN Mitglieder nicht nur ab dem Flugplatz Buochs, sondern auch in diversen Segelfluglagern im In- und Ausland. Die Auswertung des OLC-Plus International zeigt, ab welchen Flugplätzen die Kilometer letztes Jahr geflogen wurden. Natürlich steht unsere Homebase Buochs zuoberst auf der Liste:

Wie sind die Regeln? Die Dokumentation erfolgt ausschliesslich mit GPS-basierten Flugaufzeichnungen. Die aufgezeichneten Logger Files sind im Internet unter http://www.onlinecontest.org spätestens 48 Stunden nach der Landung via den bereitgestellten Eingabemasken einzugeben. Anschliessend legt das Auswerteprogramm in den aufgezeichneten und antriebslos zurückgelegten Teil der geflogenen Route einen Abflugpunkt bis zu fünf Wegpunkte (Wendepunkte) und einen Endpunkt so, dass für folgende zwei Bedingungen erfüllt sind: 1. die Rohpunktzahl vom Abflugpunkt über alle Wegpunkte zum Endpunkt wird maximal. 2. die Abflughöhe liegt maximal 1000 m über der Endpunkthöhe.

Zum Ausgleich der Flugzeug-Leistungsunterschiede wird die ermittelte Rohpunktzahl mit 100 multipliziert und durch den gültigen OLC-Flugzeugindex dividiert. Der Flug wird für den OLC desjenigen Landes gewertet, in welchem das Flugzeug für den Wertungsflug abgehoben hat. Sieger und damit 'OLC-Champion' der jeweiligen Jahres-Wertung ist, wer mit sechs Flügen die meisten Punkte erzielt. In der Jahres-Wertung OLC Schweiz 2017 hat Alois Bissig mit 4662 Punkten den 3. Rang von 635 Teilnehmer erreicht. Herzliche Gratulation!

Damit ein Anreiz für „flächiges“ Fliegen entsteht, wird ein sogenannter FAI-Bonus gewährt. Hierzu untersucht das Auswerteprogramm, ob sich in die Flugroute FAI-Dreiecke legen lassen und ermittelt gegebenenfalls daraus das grösstmögliche FAI-Dreieck zur Berechnung des FAI-Bonus.

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Der OLC als Lernplattform Die Plattform ist ideal um die eigenen Flüge zu analisieren und auch von den Streckenflügen der Kollegen zu lernen. Und hier die Liste der 24 aktiven SGN Mitglieder im OLC-Plus International 2017. Die vorderen 10 „Ränge“ sind hart umkämpft. Super, dies motiviert für die kommende Saison:

Was kostet die Teilnahme? Für die Teilnahme am OLC wird kein Startgeld erhoben. Dies ist vor allem durch die engagierten, ehrenamtlichen Mitarbeitern des OLC Kernteams sowie Zuwendungen von Sponsoren möglich. Aber auch jeder einzelne OLC-Teilnehmer kann dieses einmalige System für den Segelflugsport unterstützen, indem er sich für jährlich 12 € einen lachenden Smiley holt. In den Ergebnislisten erscheint dann der Smiley neben seinem Namen. Sponsoren und Smiley-Inhaber garantieren gemeinsam, dass der OLC das ganze Jahr rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die Saison 2018 hat schon gestartet! Wertungsende für Flüge des laufenden Jahres ist immer 12 Tage vor dem ersten Samstag im Oktober. Der darauf folgende Tag ist Wertungsbeginn für das folgende Jahr. Somit hat die OLC Wertung 2018 am 26. Sept. 2017 begonnen. Der nachfolgende Link zeigt die in der laufenden Saison schon gewerteten SGN Flüge: https://goo.gl/f2zyq5 Mitmachen kommt vor dem Gewinnen! Alle SGN Flugzeuge sind mit einem Logger ausgerüstet! OLC, what else?

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An der Kurbel: Felix Buser

Ein professionell zubereiteter Kaffee aus frisch gerรถsteten Kaffeebohnen kann den Tag gleich viel schรถner machen... Bart Oolbekkink

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Segelfluglager San Vittore 2017 Thomas Gamma (1.-8. April 2017)

Mit Felix konnten wir dieses Jahr einen neuen SGN-Teilnehmer in San Vittore begrüssen. Er absolvierte am 2. April in der DG1000 seinen Einweisungsflug mit Armin und war damit «checked» für neue Abenteuer ab diesem Platz. Wie sich zeigen sollte war Felix’ Flugdrang in den darauffolgenden Tagen fast nicht zu stoppen (siehe OLC).

Es ist bereits so etwas wie Tradition, dass die SGN kurz nach Saisonstart in Buochs am Segelfluglager in San Vittore im Tessin teilnimmt. Wir legten uns auf die zweite Lagerwoche fest, und so fanden Anfang April mit Wisi, Armin, Oskar, Thomas Friedli, Felix und Thomas G. gleich 6 SGN-Piloten den Weg ins Tessin. Die Lagerteilnehmer der ersten Woche wussten schon von eindrücklichen Flügen bei besten Bedingungen zu berichten. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen und die Hoffnung auf spannende Flüge im Süden der Alpen.

Karin und Brigitte begleiteten als Supportteam ihre fliegenden Männer und so lag das bewährte Hotel in Roveredo alsbald fest in Nidwaldner Hand. Karin übernahm freundlicherweise den Fludilei-Dienst für die

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SGN, so dass wir alle in die Luft kamen. Der herzliche Dank von uns allen war ihr sicher.

Es war ein rundum gelungenes Lager bei es das Wetter 7 Tage lang sehr gut mit uns gemeint hat. Jeder von uns hat für sich neue Erlebnisse und bleibende Eindrücke und mit nach Hause nehmen können. Der fliegerische Start in die Saison 2017 war perfekt gelungen!

Für eine unterhaltsame und gute Stimmung nach dem Fliegen war täglich gesorgt und zum kulinarischen Erlebnis trugen die Tessiner Köche bei, die sich voll ins Zeug legten und uns bestens verwöhnten. Alle zusammen waren wir während dem Lager in insgesamt 22 Flügen über 100h in der Luft. Einer der spannendsten Flüge gelang Wisi am letzten Tag. 584km und weitere knapp 600 OLC-Punkte standen am Ende des Tages auf sein Konto. Wohlgemerkt mit seiner Elfe S4!

Und wie wird das Lager 2018? Fragt einfach einen bisherigen Teilnehmer und er wird Euch was erzählen, … wenn ihr etwas Zeit habt… Arrivederci Ticino et saluti a tutti Thomas Gamma

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SGN Strategie 2030 Urs Grubenmann

Nachhaltig heute und morgen Herausforderungen und Ziele im Überblick

Die Segelfluggruppe Nidwalden hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt. Jedoch stagniert die aktive Mitgliederzahl seit der Jahrtausendwende zwischen 55 und 60 Personen. Gefördert wurde diese Prosperität durch sehr aktive und erfahrene Mitglieder welche über Jahre das aviatische, technische und organisatorische Wissen sicherstellen. Die erfolgreiche Entwicklung der Segelfluggruppe Nidwalden soll sich auch in Zukunft fortsetzen – dies trotz eines schwieriger werdenden Umfelds. Mit diesem Ziel richtet der Vorstand sein langfristiges Handeln nach einer übergeordneten „Strategie 2030“ aus, welche nachfolgend erläutert wird. Der Vorstand greift in fünf Handlungsfeldern zentrale Herausforderungen auf, die in den nächsten 12 Jahren auf die Segelfluggruppe Nidwalden zukommen werden, und benennt Lösungsansätze («strategische Ziele»). Der Vorstand möchte auf diese Weise die Stärken der Segelfluggruppe Nidwalden weiterentwickeln und die Schwächen reduzieren. Dies gelingt nur, wenn sich die aktiven Mitglieder an diesem Vorhaben engagieren. Die «Strategie 2030» dient dem Vorstand zur langfristigen Ausrichtung und Orientierung seines Handelns und zur Festlegung von Arbeitsschwerpunkten.

Die Herausforderungen, denen die Segelfluggruppe Nidwalden in den kommenden Jahren begegnet, zeichnen sich in der Gegenwart bereits ab. Die «Strategien 2030» legen den Fokus deshalb auf Entwicklungsperspektiven, die aus aktueller Sicht plausibel erscheinen. Sie werden in diesem einleitenden Kapitel zusammengefasst und den drei übergeordneten Fragestellungen zugeordnet: «Wovon leben wir heute und morgen?», «Wie leben wir?» und «Wie organisieren wir uns?». Unter diese drei Leitfragen werden auch die strategischen Ziele gruppiert, die später detaillierter eingeführt und erläutert werden.

Wovon leben wir heute und morgen? Die Segelfluggruppe Nidwalden bildet den Kern aktiver flugbegeisterter Segelflugpiloten in der Zentralschweiz, insbesondere im Kanton Nidwalden. Unsere ehrenamtliche Flugschule hat viele Jugendträume verwirklicht und ermöglicht regelmässig jungen Talente den Sprung zur professionellen Pilotenausbildung in der zivilenund militärischen Luftfahrt. Das gemeinsame Engagement ist oft die Eintrittskarte in die dritte Dimension. Die Anzahl der Absolventen von

Stans, im Dezember 2017 Der Vorstand der Segelfluggruppe Nidwalden

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aviatischen Ausbildungen in der Schweiz in den letzten Jahren stagniert und ist für Segelflug Lizenzen stark rückläufig.

Langfristig will die Segelfluggruppe Nidwalden die Infrastruktur (Hangar, Baulokal, Standplätze und Clubraum) örtlich zusammenführen und somit für interessierte Gäste und Piloten an Attraktivität gewinnen.

Deshalb ist für die Segelfluggruppe Nidwalden die aktive Jugendförderung besonders wichtig. Strategische Ziele → Jungpiloten werden durch attraktive Rahmenbedingungen besonders gefördert. Individuelle Förderung im Streckenflug nach dem Brevet durch Pilotenbörse und nutzbringende Briefings.

Strategische Ziele → Die Vereins-Infrastruktur wird vereinfacht, konsolidiert und an einem einzigen Standort auf dem Flugplatz Buochs für ein optimales Wohlbefinden ausgerichtet. → Die Segelfluggruppe Nidwalden verfügt über einen zuverlässigen und gut abgestimmten Flugzeugpark.

Wie leben wir?

Wie organisieren wir uns?

Die Segelfluggruppe Nidwalden entwickelt sich nachhaltig. Sie gewährleistet gute Rahmenbedingungen für Segelflugpiloten, bietet attraktive Infrastrukturen und Flugzeuge an und fördert verantwortungsbewusstes Denken und Handeln. Safety First – ist ein klarer Auftrag.

Die Segelfluggruppe Nidwalden engagiert sich partnerschaftlich in vielfältigen Kooperationen (ABAG, Skyguide, Pilatus Flugzeugwerke, BAZL, Kanton Nidwalden, Genossen Stans, Ennetbürgen und Buochs, AeroClub, SFVS, SGO, SGP, Flugplatzkomitee Nidwalden, SwissLos,

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Modellfluggruppe und weitere). Die Segelfluggruppe Nidwalden gewährt und fördert möglichst vielen Menschen den Zugang zur dritten Dimension. Zum Beispiel mit Schulungslager, Passagierflügen und öffentlichen Veranstaltungen. Im Rahmen verschiedener Strategien (Social Media Plan, Aktivitätenprogramm, Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen, Lokalen Firmen) sorgt die Segelfluggruppe auch in weiteren Bereichen für eine zielführende und am Grundsatz der Nachhaltigkeit ausgerichtete koordinierte Wachstumsstrategie. Strategische Ziele → Die Segelfluggruppe Nidwalden ist ein attraktiver Verein. Dies wird wirkungsvoll gegen innen und aussen vertreten und besonders für Jugendgruppen in Szene gesetzt. → Der regionale Kontext wird konsequent berücksichtigt, mitgestaltet und vermarktet.

Vorstand 2017: Urs Grubenmann (Obmann), Rolf Fergg (Kassier), Richard Jahn (Bauchef), Jürg Sterchi (Vize-Obmann und Schleppchef), Oskar Unternährer (Beisitzer), Armin Willimann (Aktuar), Jörg Spichtig (Cheffluglehrer)

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Schulungswoche SGN 2017 Roli Schürmann

Die Schulungswoche der SGN fand in diesem Jahr in kleinerem Rahmen statt. Die SGOW verzichtete auf die Teilnahme, weil sie in diesem Jahr ein Windenlager durchführte. Die Anmeldungen unserer Schüler sahen Anfangs erfreulich aus, leider kam es zu zwei kurzfristigen Abmeldungen. So nahmen schliesslich vier Schüler am Lager teil. Die Bereitschaft zur Mithilfe war in diesem Jahr besonders bei den Fluglehrern und Schlepppiloten sehr erfreulich. Sieben Fluglehrer und vier Schlepppiloten haben dieses Jahr mit gemacht. Bei den Flugdienstleitern war die Situation etwas schwieriger. Schliesslich wurde ich von Walti Schocher und Hampi Lehmann unterstützt.

Die Besetzung des Flugdienstleiterpostens ist besonders bei kleinen Teilnehmerzahlen unumgänglich, die zwei zusätzlichen helfenden Hände sind höchst willkommen. Auch fordern ABAG und Skyguide aus verständlichen Gründen einen ständig erreichbaren „point of contact“ welcher am besten durch den Flugdienstleiter wahrgenommen werden kann. Der Flugbetrieb lief im bekannten Muster ab. Die Segelflugbox südlich der Piste wurde wieder genutzt und hat den Schulbetrieb, besonders bezüglich des Funkens, merklich vereinfacht. Auch die diesbezüglichen Rückmeldungen von Skyguide waren positiv. Anfags Woche fanden spezielle Flight Tests mit der PC-24 statt.

Beat Herger und Armin Willimann

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Anfängliche Bedenken, diese könnten uns stark einschränken, konnten im direkten Kontakt mit den Beteiligten ausgeräumt werden. Tatsächlich waren die Einschränkungen minimal. Das Wetter hat in diesem Jahr jeden Tag Schulbetrieb ermöglicht. Leider blieben aber infolge des herrschenden „Waschküchenwetters“ gute Thermikbedingungen aus. Trotzdem konnten die Ziele in der Schulung erreicht werden und unsere Schüler kamen einen guten Schritt voran. Insgesamt wurden 53 Flüge absolviert und es wurde etwas mehr als 7h geschleppt. Was sich gezeigt hat, ist dass die Teilnehmerzahl in diesem Jahr sehr knapp war. Das bereitstellen der Flugzeuge am Pistenrand mit anschliessendem Auflinieren benötigt mindestens drei Helfer. Das heisst, dass ein Flugbetrieb mit weniger als vier (drei, falls der Flugdienstleiter auch mithilft) Schülern praktisch nicht zu bewältigen ist. Zum Schluss danke ich allen beteiligten Helfern für ihren grossen Einsatz und insbesondere auch Skyguide, ABAG und der Pilatus Aircraft Ltd für die gute, unterstützende Zusammenarbeit. Roli Schürmann, Juli 2017


15. April 2017 Mike startet mit 17 Jahren zum ersten Soloflug. Wir wĂźnschen Dir many happy landings!

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75-Jährige Jubiläum der SGN 1942 wurde die Segelfluggruppe Nidwalden gegründet. Dieses 75-Jährige Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Euch und einem Tag der offenen Türe mit Passagierflügen feiern. Zu den Festlichkeiten sind alle herzlich eingeladen. Jubiläumsprogramm am Samstag den 23. September 2017 Ab 9:00 Uhr starten wir mit dem Flugbetrieb. Am Check-In können Sie für Fr. 75.- einen 20-minütigen Passagierflug buchen. Eine einmalige Gelegenheit zum 75 Jahr Jubiläum, die man nicht verpassen sollte! Unsere Flying-Cooks verwöhnen Sie durchgehend an der Festwirtschaft. Nostalgie pur mit dem Spyr 5a HB-509 Ab 16:00 Uhr beginnt der offizielle Festakt. Unser Vize Obmann Jürg Sterchi wird mit Ihnen von der Vergangenheit in die Zukunft fliegen… Anschliessend wird die Flieger-Bar eröffnet... Es grüsst das OK-Team Urs Grubenmann, Jürg Sterchi, Armin Willimann, Thomas Käslin, Thomas Friedli, Silvan Ebneter, Damian Lötscher und Rolf Fergg

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Karin und Armin Reinhard Willimann

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Die besten Impressionen der 75 Jahre Jubiläumsfeier aufgenommen von Benjamin Friedli am Samstag, den 23. September 2017

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Alex Borel

Roli SchĂźrmann

Simon Fischli und Silvan Ebneter

Hanspeter Lehmann

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JĂźrg Sterchi,

Thomas Friedli und

Vize Obmann

Yves Gerster

Thomas Bosshard

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Marcel Gubelmann


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Richard Jahn

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Benjamin Friedli mit Res Gfeller

Sofie Benz mit JĂśrg Spichtig

Richard Jahn JĂźrg Sterchi mit Yvonne von Deschwanden.

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SGN Saint Auban Blog Fabian Danner

30. Juli bis 11. August 2017

Tag 2 31.7.2017 Check- und Trainingsflüge Andreas Spielmann durfte mit Wisi eine Platzeinweisung über 500 km Strecke machen. Die anderen Piloten absolvierten ihre Trainingsflüge in der Region. Am Abend wurde die eigene Küche in Betrieb genommen, um bei sommerlichen Temperaturen den Abend ausklingen zu lassen.

Teilnehmer: Alois Bissig (Nimbus 4 DM) Andreas Gfeller Walter Schocher (DG1001M) Rolf Fergg (DG800M) Thomas Friedli (DG800S) Oskar Unternährer (Nimbus 2c) Andreas Spielmann (ASH 31 Mi) Reinhold Müller (Ventus 2cxM) Fabian Danner Andreas Danner

Tag 3 1.8.2017 Wellenflüge bei Südwind Eine seltene Wetterlage brachte einigen Piloten einen Höhengewinn bis auf FL195. Die relativ dunstige und Wolkenreiche Gegebenheiten forderte einige Konzentrationen in der Navigation. Es herrschten Temperaturen bis 35° deshalb war der Aufenthalt auf über 5000 m ein erfrischendes und willkommenes Erlebnis. Mit einem kulinarischen Leckerbissen beendeten wir den Nationalfeiertag.

Tag 1 30.7.2017 Fahrt nach Saint Auban Im Konvoi fahren die letzten Piloten am Sonntag von Buochs nach Saint Auban. Aufgrund der Umbauten eines Gebäudes verteilen sich die Piloten auf umliegende Hotels, Ferienwohnungen, Campingplatz und verfügbare Zimmer auf dem Flugplatz.

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Tag 4 2.8.2017 Ein heisser Tag mit hoher Basis Die Temperaturen von über 40 °C und die starke Sonneneinstrahlung ergaben eine hohe Wolkenbasis von bis zu 4'000 m im hohen Relief. Allerdings bedeuten diese hohen Temperaturen eine ungewohnt hohe Belastung für die Piloten. Gegen den Abend breiteten sich die Aufwinde dermassen grossflächig aus, dass bewusst um die viele Thermik herum Abgegleitet werden konnte.

Segelfluglizenz. Ein langer Abschlussflug mit Res zusammen entlang der italienischen Alpen bis hoch in den Norden würdigte diesen Anlass. Bei besten Bedingungen und typisch hochalpinen Bedingungen konnten hunderte Kilometer über schönste Landschaften erflogen werden. Tag 7 5.8.2017 Positive Wiederholung der Meteo Und wieder konnten alle vom herrlichsten Segelflugwetter profitieren. Bereits nach dem Klinken konnten in den ersten Aufwinden mühelos Höhen von 3’000 m erklommen werden, welche eine super Ausgangsbasis für den Start in die Hochalpen bildeten. Mit einer Basis von bis zu 4’200 m konnte der Rückflug in den Süden angetreten werden und laaaaange Endanflüge versüssten die Flüge. Es ist ein Luxusproblem, aber wir mussten aufpassen, nicht in die kontrollierten hohen Lufträume einzufliegen aufgrund der

Tag 5 3.8.2017 Starke Thermik wie in Namibia Wie die Tage zuvor brachten die warmen Temperaturen starke Thermik und es herrschten Thermikbedingungen die mit bis zu 8 m/s an Namibische Verhältnisse herankommen. Standardmässig konnten Flüge um die 500 km mit hohen Geschwindigkeiten gemacht werden. Tag 6 4.8.2017 Walti’s «letzter» offizieller Flug in St. Auban Walti beendete heute seinen letzten offiziellen Flug in St. Auban mit seiner gültigen

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Basishöhen. Andreas Spielmann knackte heute die Schweizer Grenze und kam freudestrahlend «nach Hause» auf den Flugplatz St. Auban zurück. Am Abend genossen alle 13 Personen ein gemeinsames Nachtessen in Château Arnoux.

Am Nachmittag wurde das Wetter besser und einige Piloten anderer Gruppen gingen trotzdem noch in die Luft. Tag 11 9.8.2017 Letzter Flugtag Alle Piloten gingen nochmals in die Luft und erlebte wunderschöne Flüge auch wenn die Basis mal nicht so hoch war wie sonst. Trotzdem schafften es Wisi und Andreas Spielmann bis zum Mittelmeer. Es war noch ungewiss, ob wir die nächsten Tage fliegen können, denn das Meteo meldete etwas anderes.

Tag 8 6.8.2017 Tag der Erholung Eine kleine Störung über Nacht und am Morgen brachten endlich etwas Abkühlung. Aufgrund der vorangehenden langen Flugtage genossen alle einmal eine Erholung. Walti & Res fahren nach Hause mit schönsten Flugerlebnissen an die Provence. Fabian nutzte den Morgen mit Modellfliegen in ruhiger Luft auf dem grossen Flugplatz.

Tag 12 10.8.2017 Zusammenräumen Nach dem Briefing am Morgen wurde beschlossen aufgrund des herankommenden schlechten Wetters das Lager zu beenden.

Tag 9 7.8.2017 Flüge nach der Erholung Nach der Erholung vom letzten Tag hatten wir wieder genug Energie und freuten uns auf weitere spannende Flüge.

Tag 13 11.8.2017 Rückreise Die restlichen Piloten fuhren mit schönen Erinnerungen an ihre Erlebnisse am frühen Morgen oder durch den Tag zurück nach Buochs. Aufgrund der Fahrt durch die Nacht hatte es keinen grossen Verkehr und wir waren schnell wieder zu Hause.

Tag 10 8.8.2017 Ausflüge in der Umgebung Aufgrund des schlechten Wetters am Morgen wurde beschlossen nicht zu fliegen und die Piloten machten Ausflüge in der Umgebung von Saint Auban.

Andi Danner

Fabian Danner +

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Alois Bissig


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Hermann Spring

Martin Hauser

36 Piloten haben mit je zwei Landungen Ihr KÜnnen unter Beweis gestellt. Herzliche Gratulation an Hermann Spring welcher in seiner SGN Pilotenkarriere bereits zum vierten Mal den 1. Rang erzielte und dieses Jahr den Wanderpokal nach Hause nehmen darf. Es sei erwähnt, dass auch unsere Jungpiloten mit dem Rang 6 Dario Meier, Rang 10 Ronny Schneider und Rang 12 Fabian Danner super Resultate erzielten! Herzliche Gratulation!

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Fabian Danner

Mike Föhn

Ronny Schneider

Absenden 2017 Unser diesjähriges ZLK-OK (Ziellandekonkurrenz) Jürg Sterchi und Matthias Schlaufer haben uns zu einem sehr schönen und gediegenen Absenden im Hotel Engel in Stans eingeladen. Die 50 Gäste, Ehrenmitglieder und Partner der NiFli’s und aktiven Piloten wurden mit einem sehr feinen Nachtessen verwöhnt und feierten gebührlich den 75-zigsten Geburtstag der SGN.

….2017 Dankbar blicken wir zurück auf eine erlebnisreiche Flugsaison. Jetzt geht es ab ins Baulokal, wo wir unsere liebsten Flugzeuge wieder auf Hochglanz polieren. Wenn wir nicht im Baulokal sind, dann sind wir wohl an einer Streckenflug-Vorbereitung, an einem Safety-, Luftraum-, Theorie oder Voice-Kurs oder wir träumen ganz einfach vom hoffentlich bald kommenden lang ersehnten nächsten Frühling, dem Saisonstart am 17. März 2018.

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Matthias Schlaufer

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JĂźrg Sterchi

Urs Grubenmann

Oskar und Brigitte Unternährer


Andrea und Rolf Odermatt

Roli SchĂźrmann und Sandra

Oski Waltert

Albert Camenzind

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Herbert Odermatt


Das Cockpit unserer neuen Duo Discus...

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2018

Aktivitäten Programm Urs Grubenmann

Das aktuelle Programm befindet sich auf: www.sg-nidwalden.ch/aktivitäten

13. – 27.05.2018 Segelfluglager Leibertingen Organisiert durch Joerg Spichtig

29.01/ 22.2 /21.3 Flight Safety Seminar 2018 in Kägiswil

Im Juli 2018 Schulungslager in Buochs Organisiert durch Roli Schürmann

10. /11.03.18 Checkflüge für die Fluglehrer

14. – 22.07.18 Segelfluglager Münster Organisiert durch Thomas Gamma

16.03.18 17:30 Nachtessen 16.03.18 19:30 GV SGN Wassersportzentrum Buochs

Im August 2018 Segelfluglager St. Auban Organisiert durch Rolf Fergg

17.03.18 Saisonbeginn und Checkflüge für die Piloten, Flugplatz Buochs

Ferienpass-Nidwalden für Kinder Organisiert durch Jürg Sterchi

01.04.18 10:00 Osterbrunch Anmeldung bis 28.03.18

Oktober 2018 Fluglehrer Aufnahmeprüfung

14.04 – 22.04.18 Segelfluglager San Vittore Organisiert durch Thomas Gamma

Im November ZLK Ziellandekonkurrenz Absenden (Saisonende) Baubeginn 2018

GliderCup / Gemeinsamer Streckenflug Daten siehe Online.

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Schnupper - Ausbildung Wir bieten Ihnen die Möglichkeit ohne

Die Ausbildung erfolgt auf unseren

Formalitäten selbst am Steuer eines

Schulflugzeugen nach den Richtlinien und

Segelflugzeugs das Segelfliegen

gesetzlichen Vorschriften des BAZL (Bundesamt

kennenzulernen. (Mindestalter 15 Jahre)

für Zivilluftfahrt) durch unsere Fluglehrer. Das praktische Ausbildungsprogramm umfasst die

Kosten

Ausbildung am Doppelsteuer im

Depotzahlung Fr. 500.- vor Beginn

Flugzeugschlepp, Bedingungsflüge (Segel flüge

Infrastrukturbeitrag Fr. 20.- pro Start

von verschiedener Dauer) auf dem Einsitzer,

(Fr. 10 für Lehrlinge/Studenten)

sowie das Üben des Prüfungsprogramms.

Landegebühr Fr. 16.- pro Landung Die Ausbildungsdauer Anmeldung für neue Vereinsmitglieder oder für

beträgt mindestens eine Flugsaison. Nebst der

die Segelflug Schnupperausbildung siehe

praktischen Ausbildung an Wochenenden ist

http://www.sg-nidwalden.ch/ausbildung

der theoretische Stoff (Meteo, Gesetzgebung, Navigation, Flugzeugkunde, etc.) zu

Grundschulung

verarbeiten. Unsere Gruppe organisiert bei

Unsere Segelflugschule ist vom Aero-Club der

Bedarf entsprechende Theoriekurse welche von

Schweiz und vom Bundesamt für Zivilluftfahrt

Fluglehrern durchgeführt werden. Die amtliche

anerkannt und zugelassen. Wir verfügen über

Prüfung wird von einem Luftamtexperten, i.d.R.

eine 50 jährige Erfahrung in der Ausbildung von

auf unseren Flugzeugen und auf unserem

Segelflugpiloten. Für viele unserer ehemaligen

Flugplatz abgenommen.

Flugschülern war die SGN Sprungbrett zum Militär-, Linien- oder Berufspilotenausweis. Um

Die Gesamtkosten für die Ausbildung zu amtlich

die Eignung als Segelflieger abzuklären, besteht

brevetieren Segelflugpilot betragen ca. Fr.

die Möglichkeit von Schnupperflügen. Der

4’500.- bis Fr. 6’000.-

Beginn der Segelflugausbildung erfolgt ohne amtliche Formalitäten. Vor dem ersten

Weitere Auskunft erhältst Du direkt über

Alleinflug muss eine fliegerärztiliche

info@sg-nidwalden.ch

Untersuchung absolviert werden und für die praktische Flugprüfung ist zudem ein Strafregisterauszug vorzulegen.

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SGN Jahresbericht 2017  
SGN Jahresbericht 2017  
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