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Ein Produkt von Gisler Druck und Urner Wochenblatt

ERFOLGSFAKTOR MITARBEITER

Made

IN URI Mittwoch, 28. September 2016 Beilage im Urner Wochenblatt

Im Fokus der Mit Muskelkraft und mentaler Stärke Öffentlichkeit und auf Erfolgskurs. Seite 4 der Politik. Seite 14 Schwinger Andi Imhof über Sport und Beruf

Der Kanton als Arbeitgeber

Zu Besuch bei Swiss­­com-Manager Alexander Senn.Seite 36 Verantwortlich für das operative Personalwesen


MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Andi Imhof, ein Eidgenosse mit Bodenhaftung → Seite 4

Noch ist Zhang Xingyong in der Ausbildung. Doch der Matrose aus der südchinesischen Hafenstadt Xiamen träumt von mehr. Als Kapitän möchte er dereinst die «Uri» in den Hafen von Flüelen führen. → Seite 40

Franz Gisler, der «Personalchef des Kantons» → Seite 14

EIDGENOSSE MIT BODENHAFTUNG4 EWA, Elektrizitätswerk Altdorf AG  Kantonsspital Uri Uri Tourismus AG Heinz Stadler, Ofen- und Cheminéebau, Erstfeld Gisler Druck AG, Altdorf Seerose, Begleitet sein im Alter, Flüelen Ruch Metallbau AG, Altdorf EWA, Elektrizitätswerk Altdorf AG Baldini AG, Entsorgungszentrum Kreuzmatt, Altdorf

Ein Saurierverbot von Silas Bucher → Seite 22

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DAS IST WIE BEIM HEIRATEN14 Alters- und Pflegeheim Rüttigarten, Schattdorf16 Herger Küchenbau, Altdorf 16 Lauener Uhren und Schmuck, Altdorf 17 Die Mobiliar, Altdorf 18 Arnold & Co. AG Sand- und Kieswerke, Flüelen 20 TELL IM DUELL22

Alexander Senn, ein erfolgreicher HR-Profi mit Urner Wurzeln → Seite 36

Brand Automobile AG, Schattdorf Baumann Epp Bau AG, Bürglen CAS Gruppe AG, Altdorf

Bissig Maler-Team, Altdorf 26 Herger Klimaholzbau AG, Spiringen 27 Dätwyler Schweiz AG, Altdorf und Schattdorf 28 Urner Wochenblatt 31 BDO AG, Altdorf 32 Fleischtrocknerei Arnold GmbH, Schattdorf34 Christen Automobile AG, Schattdorf 34 Schreinerei Beeler AG, Erstfeld 35 «URNER SIND GEERDET UND HABEN PERSÖNLICHKEIT» 36 Schweizerisches Rotes Kreuz, Kantonalverband Uri Markus Püntener AG, Attinghausen Arnold Zentrum-Markt, Altdorf Acht Grad Ost AG, Altdorf

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MATROSE ZHANG TRÄUMT VON MEHR40 Urner Kantonalbank Personal Sigma Altdorf AG Stiftung Behindertenbetriebe Uri

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IMPRESSUM «Made in Uri, Erfolgsfaktor Mitarbeiter» als Beilage zum Urner Wochenblatt | Auflage 21'700 | Herausgeberin: Gisler Druck AG, Gitschenstrasse 9, Altdorf | Redaktion: Urner Wochenblatt, Gitschenstrasse 9, Altdorf, Telefon 041 874 16 77, mail@urnerwochenblatt.ch, www.urnerwochenblatt.ch | Projektverantwortung: Luzia Schuler-Arnold Layout/Bildbearbeitung: Ivo Facchin | Druck: Gisler Druck AG, Telefon 041 874 16 16, mail@gislerdruck.ch | Inserateannahme: Gisler Inserateservice.ch, Gitschenstrasse 9, Altdorf, Telefon 041 874 16 66, mail@inserateservice.ch | Frontseite (Montage) und weitere Fotos: Valentin Luthiger.


Foto: © Bastian Hörmann, www.bastihoermannphotography.com

MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Die Mischung machts Ich bin die Jüngste. Das jüngste Mitglied der Redaktion. Und ich bin manchmal sehr lebhaft. Freue ich mich über etwas, erzähle ich das meinen Arbeitskollegen und hüpfe dabei beinahe in der Redaktion herum. Warum ich das erzähle? Nun ja, manche meiner Kollegen sind da anders. Sie reagieren gelassener auf manche Dinge. Sie freuen sich eher für sich. Und älter und erfahrener sind sowieso alle hier. Sie sind – im Gegensatz zu mir Allgäuerin – Urnerinnen und Urner. Sie arbeiten teils seit über 15 Jahren bei einer Zeitung. Aber: Genau diese Mischung macht es aus, finde ich. Finden wir. Erst kürzlich haben wir uns im Kollegenkreis darüber unterhalten. Wir haben Frauen und Männer, Einheimische und Ausländer, Stille und Lebhafte, Familienväter und Singles, Sportler und Couchpotatoes, Musiker und atonale Genies im Team ... kurz, wir haben Vielfalt. Ein Riesenvorteil ist das. Irgendwer kennt sich immer in einem Thema aus. Irgendwer hat immer etwas gehört. Irgendwer hat immer eine neue Idee. Ein erfolgreiches Unternehmen besteht aus einer solch bunten Mischung aus Menschen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakteren, die sich aber Tag für Tag für ein gemeinsames Ziel einsetzen. Nicht immer ist die Vielfalt einfach. Meinungen divergieren, Persönlichkeiten reiben sich aneinander. Und trotzdem. Keine Maschine, kein Computer kann ersetzen, was die Vielfalt bringt. Nämlich Ideen, Lösungen, Leidenschaft und am Ende ein gutes Produkt. Mitarbeiter sind ein Erfolgsfaktor. Im «Made in Uri» stellen wir Ihnen Urner Unternehmen vor, die alle von sich aus sagen: «Unsere Mitarbeiter» sind unser grösstes «Kapital». Ausserdem erzählt Schwinger Andi Imhof von Motivation bei der Arbeit, der Personalvorsteher des Kantons, Franz Gisler, von Leidenschaft, Matrose Zhang Xingyong von Mut und Glück und Swisscom-HR-Manager Alexander Senn von Persönlichkeit. Elisa Hipp

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Eidgenosse mit Bodenhaftung

Andi Imhof

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«Ohne Fleiss kein Preis», heisst es – Andi Imhof ist eindrucksvoller Beweis dieses Sprichwortes. 57 Kränze im Schwingen, davon dreimal eidgenössisches Eichenlaub (im Schwingen), 49 Kränze im Nationalturnen und dreimal eidgenössisches Eichenlaub, davon zweimal als eidgenössischer Turnfestsieger (im Nationalturnen), gehen bislang auf das Konto des aktuell erfolgreichsten Schwingers und Nationalturners im Kanton Uri. Preise für den Fleiss zahlloser Trainingsstunden, in denen der 1-Meter-90-Mann auf 118 Kilogramm nicht nur Muskeln und Kraft aufgebaut, sondern auch seine mentale Stärke gefestigt hat. Eiserner Wille, grosse Disziplin und hohe Motivation zeichnen den Spitzensportler aus. Eigenschaften, die Andi Imhof auch in seinem Berufsleben zum Vorteil gereichen. «Ich bin als Arbeitnehmer kein anderer Mensch. Ich bin ich – und lebe das den ganzen Tag über», sagt der 31-Jährige wie selbstverständlich. Bescheiden und bodenständig begegnet er seinem Gegenüber. Im Beruf, als Projektleiter beim Hersteller mobiler Steinbrechanlagen GIPO AG / Emil Gisler AG in Seedorf, lege er den gleichen Ehrgeiz an den Tag wie als Sportler beim Schwingklub Bürglen und dem TV Bürglen. In den Vereinen hat er gelernt, nach einem langen Tag nochmals die Kräfte zu sammeln und sich fürs Training zu motivieren, um im Sport Höchstleistungen zu bringen. «Als Athlet kann man mit Stress und Druck umgehen, mit Niederlagen zurechtkommen, wieder aufstehen und weitermachen», erzählt Andi Imhof. Im Alter von 16 Jahren habe er auch noch nicht die Leistung von heute gebracht. Aber mit den Jahren schaffe man es, seine Gedanken zu steuern, nicht zu blockieren, taktisch vorzugehen und seine Nerven im Griff zu haben. Fähigkeiten, die ihm auch im Arbeitsleben den Umgang mit schwierigen Situationen erleichtern. Im Schwingsport zähle aber nicht nur der Sieg, auch wenn im Einzelkampf der Kranz als Auszeichnung das Ziel sei. «Am Ende sind wir eine grosse Familie, die sich untereinander hilft», meint der verheiratete Vater zweier Kinder. Dieses friedliche Umfeld sei ihm wichtig – auch für den Erfolg. FRANKA KRUSE


Zaubert Bequemlichkeit ins Wohnen: Das EWA SmartHome-Team von links nach rechts: Sämi Gisler, Marco B ­ aumann, Ernst Herger, Rico Zwyer, Marco Grepper, Hanspeter Epp, Fabian Kempf, Simon Cathry. Auf dem Bild fehlt Lorenz Kluser.

Bequemer wohnen mit EWA SmartHome Wohnkomfort und Sicherheit liegen im Trend. Mit innovativen SmartHome-Lösungen von EWA lässt sich die gesamte Haustechnik mit dem Tablet oder Smartphone steuern. Jeden Tag dasselbe: Der Wecker verstummt, Licht an, Radio ein, Storen hoch, Kaffeemaschine oder Wasserkocher an … Ganz anders im Smart Home: Hier bestimmen Sie Ihre persönliche Aufwachszene. Über eine App auf Ihrem Smartphone oder Tablet können Sie die gesamte Haustechnik steuern. Was nach Spielerei tönt, ist viel mehr. SmartHome ist Zukunft, schafft bequemes Wohnen, bietet Sicherheit und steigert erst noch die Energieeffizienz. Gold-Partner-Status: schweizweit führend EWA ist vom SmartHome überzeugt. «Wir sind damit auf einem sicheren Weg in die digitale Zukunft», bekräftigt Jörg Wild, der Vorsitzende der Geschäftsleitung. «Wir arbeiten mit der neusten Technik der innovativsten Hersteller und haben gezielt in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden investiert.» Diese Investition zahlt sich aus: Die hohe Kompetenz von EWA wurde diesen Sommer durch führende SmartHome-Systemhäuser mit Zertifikaten bestätigt. So erreichte EWA als einer von nur gerade vier Anbietern in der ganzen Schweiz den Goldpartner-Status von Loxone.

Im Showroom alles von A bis Z selbst erleben Im SmartHome-Showroom an der Herrengasse 1 in Altdorf können EWA-Kundinnen und -Kunden die Möglichkeiten des komfortablen Wohnens selbst ausprobieren. «Unsere Kunden erleben, wie von der Alarmanlage bis zur Zimmertemperatur alles bequem gesteuert und überwacht werden kann», konkretisiert Ruedi Cathry, Leiter Installation und Mitglied der Geschäftsleitung. Auch nach der umfassenden Beratung vor Ort kann der Kunde auf EWA zählen. Von der Planung der individuellen Anlage über die Installation vor Ort bis zur Programmierung stehen hoch motivierte Mitarbeiter im Einsatz. Sie bieten dem Kunden einen bedürfnisgerechten, massgeschneiderten Rundumservice. Neu betreibt das Urner Elektrounternehmen sogar eine eigene LED-Manufaktur, in der individuelle LED-Lösungen gemäss Kundenwunsch nach Mass angefertigt werden. «Dank Beratung können wir den Kunden begeistern, dank Kompetenz überzeugen und dank innovativen Lösungen Komfort und Sicherheit bieten», bringt es Jörg Wild auf den Punkt.

Elektrizitätswerk Altdorf AG, Herrengasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 875 08 75, Fax 041 875 09 75, mail@ewa.ch

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Fotos: © Angel Sanchez

Höher hinauf auf der Karriereleiter Wollen Sie im Beruf hoch hinaus? Das Kantonsspital Uri als drittgrösster Arbeitgeber in Uri investiert in seine Mitarbeitenden und gestaltet Stufen, auf denen Sie Schritt für Schritt vorwärtskommen können und berufliche Erfüllung und persönliche Entfaltung erreichen. Karriere soll im einzigen Urner Spital keine Glückssache, sondern die gezielte Förderung von jungen und talentierten Fachkräften sein. Fort- und Weiterbildung hat das Haus mit internen und externen Programmen ausgebaut, die nicht nur eine fachliche Spezialisierung im Gesundheitswesen ermöglichen, sondern auch die Chance bieten, bereits als junge Fachkraft Führungsund Personalverantwortung zu übernehmen. Neue Herausforderungen und Bewährungsmöglichkeiten warten aber auch in der Betreuung von Studierenden und Auszubilden-

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den oder dem Leiten einer Arbeitsgruppe bis hin zur Übernahme einer Projektleitung. In strukturierten Entwicklungsgesprächen zeigt man Ihnen Ihr Potenzial auf, erfahren Sie Unterstützung, öffnen sich Perspektiven und bieten sich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Wer sich beruflich höhere Ziele steckt und das Ruder in die Hand nimmt, dem bereitet das Kantonsspital Uri das optimale Fahrwasser dafür. Mit dem anstehenden Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri bietet sich für junge Fachleute die Gelegenheit, in einem modernen Umfeld auf höchsten Niveau zu arbeiten, ohne sich in der Anonymität eines Grossunternehmens zu verlieren. Das Kantonsspital Uri setzt sein ganzes Vertrauen in seine Mitarbeiter, setzen Sie Ihre berufliche Zukunft auf das KSU – und bringen Sie sich weiter!

Spitalstrasse 1, CH-6460 Altdorf Telefon 041 875 51 51, info@ksuri.ch, www.ksuri.ch


MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Spassfaktor Arbeit und Lernen fürs Leben «Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, volle Verantwortung zu übernehmen und nebenbei zu studieren.» Livia Vollenweider ist 24 Jahre alt, gelernte Pharma-Assistentin, hat vor einem Jahr die Teamleitung der Apotheke im Kantonsspital Uri (KSU) übernommen und studiert im Master-Studiengang Wirtschaft. 60 Prozent arbeitet sie in Altdorf, 40 Prozent besucht sie die Vorlesungen an der Hochschule Luzern und sitzt über den Büchern. «Montags und dienstags studiere ich. Wenn ich mich genug mit der Wissenschaft auseinandergesetzt habe, bin ich froh, wieder arbeiten gehen zu können», erzählt Livia Vollenweider. Für sie ist es der perfekte Ausgleich zwischen Theorie und Praxis. Wissen aus dem Studium, wie zum Beispiel im Bereich Change-Management, kann sie im Kantonsspital Uri in der Praxis

direkt anwenden und umsetzen. «Im Spital herrscht ein gutes und offenes Klima», sagt die junge Leiterin der Apotheke. Man kann Vorschläge machen und sich aktiv in übergeordnete Prozesse wie beispielsweise den Spitalneubau einbringen. Die eigene Stimme wird gehört und man erfährt grosse Wertschätzung. Aspekte in der professionellen Zusammenarbeit, aus denen sie Motivation für die eigenen Führungsaufgaben schöpft. Für vier Frauen hat sie als Jüngste im Team die Personalverantwortung. Von dieser Praxiserfahrung profitiert sie auch in ihrer persönlichen Weiterentwicklung. «Man lernt fürs Leben», sagt die 24-Jährige. Sich weiterentwickeln und Neues kennenlernen ist für sie von grosser Bedeutung. Daher hat sie die Chance, welche ihr das KSU bot, mit grossem Elan ergriffen.

Lust auf Verantwortung und tolle Kollegen «Ich übernehme gerne Verantwortung. Das ist Lust und keine Last», sagt Rahel Wyrsch mit einem Strahlen in den Augen. Die 28-Jährige ist ausgebildete medizinische Praxisassistentin (MPA) und hatte vor viereinhalb Jahren im Kantonsspital Uri in dieser Position ihren ersten Arbeitstag in der Endoskopie. Seit Juli dieses Jahres ist die junge Frau Teamleiterin und trägt die Personalverantwortung für fünf Mitarbeiterinnen. Bis dato gehörte sie selbst zum Kreis der Kolleginnen und musste ihre Rolle als Führungskraft zunächst erst finden. «Es ist toll, wie mich alle akzeptiert haben, obwohl ich über zehn Jahre jünger bin als die Kolleginnen», erzählt die Urnerin. Die Entwicklung des Teams und

der Medizinaltechnik stehen im Mittelpunkt ihres Interesses. «Für mich ist es eine Herausforderung, die Leute zu führen und die Qualität der Prozessabläufe zu erhalten und zu optimieren», beschreibt die junge Frau ihre Motivation, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Es zeige, dass man Vertrauen in einen habe, wenn man Verantwortung übertragen bekomme. Den grossen Rückhalt der leitenden Ärzte schätzt sie ebenso sehr wie den Austausch mit anderen Kadermitarbeitern, die hilfsbereit bei Fragen gerne Tipps geben. «Alles harmoniert super!» Ihre ersten Erfahrungen in der neuen Führungsrolle seien daher durchweg positiv, sagt Rahel Wyrsch und strahlt wieder.

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Uri Tourismus AG, Schützengasse 11, 6460 Altdorf Telefon 041 874 80 00, info@uri.info, www.uri.info

Die Visitenkarte der Ferienregion Uri Ob Wanderrouten, Hotelzimmer, Pistenverhältnisse oder Geheimtipps für romantische Sonnenuntergänge: Um die vielseitigen Anfragen von Gästen und Medien beantworten zu können, ist bei der Uri Tourismus AG Engagement über den Büroalltag hinaus gefragt. Google und Broschüren reichen nicht, um die unterschiedlichsten Anfragen von Touristinnen und Touristen kompetent beantworten zu können. Gäste, Journalisten und Organisatoren von Anlässen erwarten von den Mitarbeitenden der Uri Tourismus AG detaillierte Auskünfte und eine persönliche, massgeschneiderte Beratung. Deshalb ist das Team stets gefordert, Ex­ traInformationen und Geheimtipps zu kennen, die man weder bei Google noch im Reiseführer findet.

oder der Erarbeitung von neuen Erlebnissen. Wobei das «Verkaufen» nicht direkt im Vordergrund steht: Vielmehr zielt die Uri Tourismus AG darauf ab, Gäste für einen Aufenthalt in der Ferienregion Uri zu begeistern und ihnen dabei schöne Erlebnisse zu ermöglichen.

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Foto: © perretfoto.ch

«Neben Fachkompetenz und einer hohen Dienst­ leistungsorientierung zeichnen sich meine Mitarbeitenden durch eine starke Identifikation mit der Ferienregion Uri aus. Einen Teil der Freizeit Am besten verkauft man, was man selber kennt. hier zu verbringen und so das Angebot immer Umfassende Regionenkenntnisse sind deshalb noch besser kennenzulernen, ist für mein Team nicht nur in der Beratung unentbehrlich, son- eine Selbstverständlichkeit», sagt Martina Staddern auch bei der Erstellung von Werbemitteln ler, Geschäftsführerin der Uri Tourismus AG, stolz. «Das ist das Geheimnis, warum wir unsere Gäste und Partner immer wieder mit Insider-­ Informationen überraschen können.»


Foto: ZVG

Feuer, das für wohlige Wärme sorgt Ein Feuer im Cheminée oder Ofen sorgt für Atmosphäre und Wärme. Heinz Stadler, Ofen-, Kamin- und Cheminéebau aus Erstfeld, ist der kompetente Partner und erfüllt individuelle, nach den Bedürfnissen angepasste Wünsche. Nichts geht über ein knisterndes Ofenfeuer, das in der kalten Jahreszeit für angenehme, sanfte Wärme und Atmosphäre sorgt. Heinz Stadler, Ofen-, Kamin- und Cheminéebau aus Erstfeld, ist der kompetente und leistungsfähige Partner, wenn es um die individuelle Planung und den zuverlässigen Aufbau von Holzfeueranlagen geht. Auch der Bereich Plattenbau zählt zu seinem breiten Spektrum. Seit 16 Jahren führt er den Traditionsbetrieb an der Reussstrasse in Erstfeld in zweiter Generation. Heinz Stadler geht auf die Kundenwünsche ein. «Nichts geht über einen persönlichen Kontakt», sagt der ausgewiesene Fachmann. Er unterstützt und begleitet seine Kundinnen und Kunden bei der Planung und der Umsetzung ihrer Wünsche und Projekte: «Wir verfügen über eine hohe Fachkompetenz und legen grossen Wert auf massgeschneiderte Lösungen, die zu den Ansprüchen der Auftraggeber passen. «Ob klassisch, zeitlos, gediegen oder modern, dekorativ oder puristisch, natürlich oder designorientiert – unser wichtigstes Anliegen ist die Kundenzu-

friedenheit», lautet sein Credo. «Wir möchten, dass unsere Kunden von ihrer Anschaffung begeistert sind und auch nach Jahren noch Freude daran haben können», sagt Heinz Stadler. Sein momentaner Favorit ist der platzsparende T-EYE, mit platzsparender Grösse eine ausgezeichnete Wärmeffizienz und ein starkes Stück Design vorweisen kann. Gerne und unverbindlich zeigt Heinz Stadler im Ausstellungsraum an der Reussstrasse 36a in Erstfeld die verschiedenen Möglichkeiten auf. – Ofenbau (Schwedenöfen, Speckstein­öfen, Kachelöfen, Holzkochherde etc.) – Cheminéebau (Tunnelcheminée, Stil-Cheminée, Warmluftcheminée) – Oeko Plus FREI Heizsysteme – Kaminbau – Verkleidungen (Sichtmauerwerk, Verputz, Natursteine, Glas etc.) – Keramische Wand- und Boden­beläge (innen und aussen) – Plattenarbeiten und Terrassensanierungen

Reussstrasse 14, Postfach 222, 6472 Erstfeld Mobil 079 322 72 05, Telefon 041 880 12 92, www.ofenbau-stadler.ch

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 Frauen sorgen für höchste Druckqualität

Bereits vier Jahre liegen zurück: Michelle Arnold (sitzend) feiert ihren erfolgreichen Lehrabschluss als Drucktechnologin. Einen Monat danach verlässt sie ihren Lehrbetrieb, um aus­serhalb des Kantons weitere Erfahrungen zu sammeln. Nach drei lehrreichen Jahren in Kriens, ist sie an ihren Lehr­ort, zur Gisler Druck AG, zurückgekehrt. «Die Nähe zum Arbeitsort schätze ich sehr, mehr noch aber das gute Team», betont Michelle Arnold. Dank der neuen Technologie seien die Arbeitsabläufe leichter und die Möglichkeiten vielfältiger geworden. «Das macht den oft hektischen Arbeitstag aber auch interessanter.» Martina Loretz und Michelle Arnold sind heute ein perfektes Team. Zusammen mit zwei Lernenden – ebenfalls zwei junge Frauen – führen sie für die Gisler Druck AG die Kundenaufträge im Offsetdruck aus. Sie schätzen das selbstständige Arbeiten und die hervorragende Infrastruktur, die ihnen am Arbeitsplatz zur Verfügung steht. «Mit unseren modernen, hoch technologischen Druck­geräten können wir auch ausgefallene Kundenwünsche und die hohen Ansprüche unserer Auftraggeber erfüllen», fasst Martina Loretz zusammen. «Das ist für uns mehr als Auftrag, es ist immer wieder neu auch Erfüllung und Befriedigung.»

Blenden wir gut zwei Jahre zurück: Martina Loretz (Mitte) steht kurz vor dem Lehrabschluss zur Drucktechnologin. In ihrem Lehrbetrieb, der Gisler Druck AG, wird die neue Bogendruckmaschine von Komori, eine der schweizweit modernsten Druckmaschinen mit integriertem UV-System, in Betrieb genommen. Neugierig stellt sich die junge Silenerin auf die Veränderung ein, hoch motiviert nimmt sie an den betriebsinternen Schulungen zum Umgang mit der neuen Technologie teil. Noch heute ist Martina Loretz als inzwischen erfahrene Drucktechnologin in ihrem ehemaligen Lehrbetrieb angestellt. «Für mich war bereits während der Lehre klar, dass ich im Lehrbetrieb bleiben möchte, falls mir die Chance gegeben wird», verrät Martina Loretz. «Das Team ist super», lobt sie, «und die Arbeit mit der neusten Technologie ist noch heute etwas Besonderes.»

Gisler Druck AG Gitschenstrasse 9, CH-6460 Altdorf Telefon +41 41 874 16 16 mail@gislerdruck.ch, www.gislerdruck.ch


Klein, fein, familiär In der «Seerose» in Flüelen fühlen sich die Bewohnerinnen und Bewohner wohl und geborgen. Der Mensch steht im Mittelpunkt und wird ganzheitlich wahrgenommen.

In kaum einem anderen Metier arbeiten die Angestellten so eng mit den Menschen zusammen wie im Heimbereich. Der Erfolg einer Institution wie der «Seerose» in Flüelen hängt zu einem grossen Teil von den Mitarbeitenden ab. «Sie finden täglich die Balance zwischen professioneller Pflege und begleitetem Be­ treuen, zwischen Nähe und Dis­ tanz sowie betriebs­w irt­schaft­li­ chem Denken», sagt Robert Wal­ ker. Er leitet die «Seerose» seit über zwei Jahren. Die Institution soll ein Ort sein, wo sich betagte Menschen wohl und geborgen fühlen. Die gut 30 Bewohnerinnen und Bewohner werden in

einem familiären Umfeld von 50 Mitarbeitenden in 27 Vollzeitstellen wert­ schät­ zend und einfühlsam umsorgt. Genau so wichtig wie das Wohlergehen der Bewohnenden ist für Heimleiter Robert Walker indes das Wohl der Mitarbeitenden. «Nach einem anstrengenden Tag sind der Austausch im Team und der Ausgleich in der Freizeit unabdingbar.» Auch auf die Ausund Weiterbildung legt der Heimleiter grossen Wert. Die Fluktuation ist denn auch sehr tief, und die «Seerose» kann auf langjährige treue Mitarbeitende zählen.

Heimleiter Robert Walker mit einem Teil seiner Mitarbeitenden: Oberstes Ziel ist das Wohlergehen der betagten und pflegebedürftigen Menschen.

Dorfstrasse 47, 6454 Flüelen, Telefon 041 874 33 33, Fax 041 874 33 66 info@seerose-flueelen.ch, www.seerose-flueelen.ch

Talenteentdeckenund gezielt fördern Die Ruch Metallbau AG realisiert anspruchsvolle Projekte mit Kompetenz, langjähriger Erfahrung und Spezialisierung. Ein Familienunternehmen, das Familie lebt.

Massarbeiten von höchster Präzision. Höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Mithalten auf nationalem Höchstniveau. Die RUCH Metallbau AG ist auf Topmitarbeiter angewiesen. Ent­ sprechend viel wird bei RUCH in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert. «Durch­ schnitt genügt nicht», sagt Mar­tina Ruch. «Aus diesem Grund fördern wir unsere Mitarbeitenden durch individuelle Ausbildungskonzepte, die auch finanzielle Unterstützung beinhalten (können), um das Topniveau halten zu können.» Dass Lehrabgänger der RUCH AG zu den Weltbesten gehören, wurde bereits unter Beweis gestellt. «Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden ist uns sehr wichtig», bekräftigt Martina

Ruch. Aktuell werden sieben angehende Metallbauer und drei Metallbaukonstrukteure ausgebil­ det. Mit internen Kompetenz-­Checks werden die Fähigkeiten der Mitarbeitenden getestet und Schwach­ stellen gezielt geschult und verbessert. Internes Talentmanagement Die Mitarbeiter der RUCH profitieren vom internen Talentmanagement und geniessen den «Talentausflug», bei dem andere Firmen oder eigene Baustellen besucht werden. In monatlichen Meetings mit der gesamten Belegschaft werden Verbesserungsvorschläge diskutiert. Beim anschliessenden Feierabendbier wird der Team-Spirit gepflegt.

Ruch Metallbau AG Hellgasse 31, CH-6460 Altdorf Telefon +41 41 874 80 50 info@ruch.ag


MiU6 Einblicke und Ausblicke

Schweizweit innovativ unterwegs Eine erfolgreiche Neupositionierung auf dem Markt. EWA bietet kleinen Energieversorgungs­unternehmen, Kraftwerksbetreibern und Wasserversorgungen massgeschneiderte und innovative Dienstleistungen an. Wir alle kennen sie, die «Stromer», Installateure und Operateure, Mitarbeiter im Kabelgraben oder in einem der Urner Kraftwerke. Kaum bewusst sind wir uns jedoch, wie rasant sich der Energiemarkt entwickelt, wie vielfältig die Handelsprodukte und Dienstleistungen heute sind. Im Gleichschritt mit der zunehmenden Komplexität wird der Ruf nach Spezialisten laut. Fachleute, wie sie beim EWA zu finden sind. Werner Jauch, Leiter Energie und Mitglied der EWA-Geschäftsleitung: «Die breite Erfahrung im Umgang mit den Herausforderungen der Wasserkraft sowie den stetig steigenden Anforderungen an Energieversorgungsunternehmen bilden das Fundament, auf dem EWA in den vergangenen Jahren ein breites Angebot an Dienstleistungen für andere EW's, Kraftwerkbetreiber und Wasserversorgungen gezielt aufund ausgebaut hat.»

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Schweizweite Marktpräsenz Heute kann Werner Jauch ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsportfolio präsentieren. Dieses umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Energieproduktion über die Energiewirtschaft bis zum Energievertrieb. Wenn es um Energiebeschaffung und -handel, Überwachung, Steuerung und Bewirtschaftung von Kraftwerken, Netzanlagen und Wasserversorgungen geht, kommen spezialisierte Mitarbeiter des EWA zum Einsatz. Auch für den Handel mit Zertifikaten steht EWA als kompetenter Partner zur Verfügung. Besonders stolz sind die Verantwortlichen, dass ihr Fachwissen und ihre langjährige Erfahrung zunehmend auch ausserhalb des Kantons gefragt sind: Sei es beim Bau und Betrieb eines Kraftwerks oder einer Wasserversorgungsanlage, für deren Steuerung, Überwachung und Bewirtschaftung bis hin zur

Elektrizitätswerk Altdorf AG, Herrengasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 875 08 75, Fax 041 875 09 75, mail@ewa.ch

gesamten Abrechnung sowie der Betriebs- und Geschäftsführung. Mehrfachgewinn für Uri Der Ausbau des Produkte- und Dienstleistungsangebots wirkt sich in zweierlei Hinsicht gewinnbringend auf die Urner Volkswirtschaft aus. Gleich mehrere Arbeitsstellen für hoch qualifizierte Mitarbeiter konnten in den letzten Jahren neu geschaffen werden. «Junge Urner haben diese Chance genutzt und sind mit ihren Familien nach Uri zurückgekehrt», veranschaulicht Jörg Wild, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Was dieser Ausbau wirtschaftlich für Uri bedeuten kann, lässt sich eindrücklich am Beispiel der beiden Kraftwerksprojekte Bristen und Gurtnellen aufzeigen: Vom Investitionsvolumen von rund 44 Millionen Franken bleiben rund 80 Prozent in Uri.


Lernend in die Zukunft Als traditionsreiches Familienunternehmen setzt die Paul Baldini AG auf Nachhaltigkeit. Auch und gerade in der Ausbildung von jungen Mitarbeitenden. «Die jungen Urnerinnen und Urner absolvieren die Ausbildung gern im eigenen Kanton», weiss Ivo Baldini, Geschäftsführer der Paul Baldini AG in Altdorf. Das funktioniert aber nur, wenn es in Uri auch genügend Ausbildungsplätze gibt. Darum investiert die Paul Baldini AG kräftig in die Nachwuchsförderung. Acht Lernende beschäftigt das Unternehmen zurzeit – und erreicht damit eine Ausbildungsquote von über 10 Prozent. Die drei angebotenen Berufe sind Recyclist/-in EFZ, Strassentransportfachmann/-frau EFZ und Fachmann/-frau Betriebs­ unterhalt EFZ. Im 2. Lehrjahr als Fachmann Betriebsunterhalt steht Alvian Suherman. «Privat habe ich sehr gern Ordnung», sagt der junge Altdorfer. «Darum gefällt es mir sehr, nun in einem Be-

trieb für Ordnung zu sorgen. Es ist die Grundlage für eine saubere Arbeit.» An seinem Lehrbetrieb schätzt Alvian Suherman vor allem die Vielseitigkeit. «Plötzlich lerne ich schweis­ sen. Jeder Tag bringt etwas Neues.» «Und jeder Tag bietet die Möglichkeit, besser zu werden», ergänzt Marcel Epp aus Bristen; er steht im 3. und letzten Lehrjahr als Strassentransportfachmann. Die meiste Zeit über steuert er schwere Fahrzeuge – bis hin zum Sattelschlepper. «Mein Lehrbetrieb fordert von mir sehr viel Eigenverantwortung, was ich sehr schätze.» Was der angehende Recyclist Claudio Huggenberger aus Goldau an der Arbeit besonders schätzt, ist, Dinge mit grobem Werkzeug auseinanderzunehmen und die Einzelteile zu sortieren. «Millimeterarbeit liegt mir nicht, aber

wenn es ans Grobe geht, bin ich im Element.» Davon profitiert nicht nur der Drittjahrlernende selber, sondern das ganze Unternehmen.

Claudio Huggenberger: «Millimeterarbeit liegt mir nicht, aber wenn es ans Grobe geht, bin ich im Element.»

Marcel Epp: «Mein Lehrbetrieb fordert von mir sehr viel Eigenverantwortung, was ich sehr schätze.»

Alvian Suherman: «Plötzlich lerne ich schweissen. Jeder Tag bringt etwas Neues.»

«Dank der Ausbildung von Lernenden haben wir in unserem Unternehmen einen guten Mix von jüngeren und älteren Mitarbeitern», sagt Geschäftsführer Ivo Baldini. «Das ist sehr wichtig für den Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen den Generationen.» Ivo Baldini erwägt denn auch bereits, das Engagement in der Ausbildung auf weitere Berufe auszuweiten. «Die schönsten Termine im Jahr sind für mich mitunter die Unterzeichnungen der Lehrverträge. Die dabei erlebte Freude und Erleichterung der Lernenden und ihrer Eltern ist eine wunderbare Motivation für unsere Arbeit.»

Recycling- & Entsorgungszentrum mit Klein- und Grossannahmestelle · Muldenservice in vielen Grössen · Kanalreinigungsarbeiten Reussacherstrasse 9, 6460 Altdorf Telefon 041 874 50 50, www.baldini.ch, info@baldini.ch

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MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Das ist wie beim

Heiraten Franz Gisler, der Vorsteher des Amtes für Personal, über Bauchgefühl und Herausforderungen.

Woher weiss man, ob ein Bewerber der Richtige ist? «Das weiss man nie sicher», sagt Franz Gisler und lacht. «Das ist wie beim Heiraten.» Franz Gisler ist Vorsteher des Amtes für Personal beim Kanton Uri und damit in privatwirtschaftlicher Sprache der Personalchef. Wildhüter, Mechaniker, Polizist, Staatsanwalt ... Die Liste der Berufe, die der Kanton anbietet, ist lang. 640 Vollzeitstellen – davon fast 200 durch den Bund finanziert – gibt es beim Kanton in zirka 100 verschiedenen Funktionen. Doch nicht für die Besetzung aller Stellen ist Franz Gisler zuständig. In den grösseren Direktionen wie der Baudirektion erledigen eigene Personalverantwortliche die tägliche Personalarbeit. Franz Gisler und sein Team übernehmen aber zum Beispiel das Lohnwesen, die Organisation der Mitarbeitergespräche und betriebliches Gesundheitsmanagement. Ist der 55-Jährige selber bei einem Auswahlprozess beteiligt, schaut er besonders auf das Motivationsschreiben und ob sich dieses auch auf die Stelle bezieht, er begutachtet die Arbeitszeugnisse, schaut, wie gut der Bewerber die Anforderungen der Stelle erfüllt und ob er benötigte Qualifikation noch lernen kann. «Matchentscheidend ist für mich das Bewerbungsgespräch», sagt er. «Hier fühlt man die Bewerberin beziehungsweise den Bewerber. Die Person muss auch zum Kanton und zum Team passen. Und dabei spielt das Bauchgefühl eine nicht unwesentliche Rolle.» Erst kürzlich bekam Franz Gisler selber einen neuen Vorgesetzten: Urs Janett ist nach den Regierungsratswahlen nun Vorsteher der Finanzdirektion. Merkt man da einen Unterschied? Bis jetzt noch nicht, sagt der Amtsvorsteher. Der neue Finanzdirektor sei einerseits noch bis Ende Juli einer Doppelbelastung ausgesetzt gewesen. «Aber ich gehe davon aus, dass der Unterschied zwischen ihm und seinem Vorgänger Josef Dittli nicht sehr gross sein wird: Beide kommen ja von der gleichen Partei und vertreten die gleichen liberalen Grundsätze», sagt er. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit – auch, weil Urs Janett viel Erfahrung im Personalbereich mitbringt.» Immer wieder ein Regierungswechsel – macht das

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etwas aus? Das sei gar nicht so schlecht, findet Franz Gisler. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Finanzdirektoren sei bisher immer gut gewesen. Aber: «Ein Wechsel bedeutet auch immer eine neue Herausforderung.» Und die mag Franz Gisler, der seit 25 Jahren beim Kanton arbeitet. Nach sechs Jahren in der Privatwirtschaft, wo er im internationalen Verkauf tätig war – am Anfang haben mir das internationale Flair und die Sprachen schon ein bisschen gefehlt», gibt er zu – und einem Fachhochschulabschluss mit Schwerpunkt Personalwesen, ist er nun sehr gern beim Kanton. Er schätzt dort vor allem die vielfältige Tätigkeit und sein ausgezeichnetes Team. Im Vergleich zu Personalchefs in der Privatwirtschaft stehen er und sein Team eher im Fokus der Öffentlichkeit und der Politik, sagt er: «Gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sind wir verpflichtet, mit den Ressourcen haushälterisch umzugehen, und das ist auch gut so. Bei Entscheidungen stelle ich mir oft die Frage, wie ich als Inhaber eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens (KMU) entscheiden würde. So bleibt man am Boden.» Mit seiner Verbundenheit zum Kanton ist er nicht der Einzige. Der Kanton als Arbeitgeber hat eine Fluktuation von 3 Prozent. «Das heisst, 25 Personen verlassen uns pro Jahr zu einem anderen Arbeitgeber», erklärt Franz Gisler. Der Spruch: «Einmal beim Kanton, immer beim Kanton», gilt also noch immer, oder? «Der gilt grundsätzlich noch», bestätigt der Amtsvorsteher. Ein Grund: Gewisse Funktionen, wie Polizist, Jurist oder wissenschaftlicher Mitarbeiter im Umweltbereich, gibt es in Uri nur oder fast nur beim Kanton. Und ausserdem seien die Mitarbeiter auch einfach sehr zufrieden mit ihrem Arbeitgeber: «Bei einer Umfrage unter allen Mitarbeitenden kam heraus, dass sich 90 Prozent beim Kanton sehr wohl fühlen», sagt Franz Gisler. Und eine Kurzumfrage unter neuen Mitarbeitern ergab, dass diese den Kanton als Arbeitgeber aus folgenden Beweggründen wählten: «Die interessante Arbeitsstelle, ein verlässlicher Arbeitgeber, ein kürzerer Arbeitsweg und die Verbundenheit zum Kanton.» ELISA HIPP


MiU6 Einblicke und Ausblicke

Grundsätzlich muss der Kanton jede zu besetzende Stelle ausschreiben. Nach einer Kündigung wird zunächst intern abgeklärt, ob und in welchem Umfang es die Stelle noch braucht. Ebenfalls kann dann analysiert werden, ob das Anforderungsprofil noch aktuell ist und gegebenen­ falls angepasst werden muss. Für die Besetzung einer Kaderstelle ist der Regierungsrat zuständig, bei allen anderen die jeweilige Direktion.

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Pflege: Pflegemitarbeiterin Alice Bissig

Hausdienst: Erika Dubacher (links) und Marlen Schuler

Administration: Brigitte Britschgi am Empfang

Gemeinsam stark für das Wohl der Menschen «Direkt, offen, ehrlich» – so lautet das Motto im «Rüttigarten». Drei Eigenschaften, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der drei Bereiche Administration, Hauswirtschaft/Hausdienst sowie Pflege und Betreuung im Umgang miteinander wichtig sind und die Kultur des ganzen Hauses prägen. Denn so erreichen sie ihr gemeinsames Ziel: das

Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims in Schattdorf. Bunt wie die Farben prächtiger Blumen strahlen die Räume im «Rüttigarten» eine fröhliche Atmosphäre aus, die die Motivation und das Engagement des ganzen Teams wie in einem Spiegel reflektieren. Seien es die freundliche Begrüssung und das immer offene Ohr

für Fragen und Bitten von Bewohnern und Besuchern am Empfang, die Geduld und Hingabe in der Pflege und Betreuung oder der aufmerksame Service der Hauswirtschaft/ Hausdienst – einer ergänzt den anderen, und alle zusammen stehen für den gemeinsamen Erfolg ganz in einem Sinne: dem Wohl der Menschen im «Rüttigarten»!

VON DER IDEE ZUR PERFEKTEN KÜCHE

Rüttistrasse 53, 6467 Schattdorf Telefon 041 874 23 23 aph@ruettigarten.ch

|herger-kuechen.ch

Das Team von Herger Küchen AG HERGER KÜCHEN AG Planung Gestaltung Einbau Steinmattstrasse 1 CH-6460 Altdorf Iwan Herger Geschäftsführer

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Claudia Herger Administration

Carmen Baumann Ruth Müller Planung / Verkauf Planung / Verkauf

Nicole Müller Sachbearbeitung

Markus Bissig Montageleiter

Bruno Bissig Monteur

Tel. 041 870 94 01 Fax 041 870 94 09  info@herger-kuechen.ch


MiU6 Einblicke und Ausblicke

Freude an der persönlichen Beratung der Kunden haben Karin Planzer (links) und Daniela Arnold.

130 Jahre jung und reich an Erfahrung Auf individuelle Beratung und zuvorkommenden Service setzt Lauener Uhren & Schmuck bereits in der vierten Generation mit Erfolg. Seit 130 Jahren steht der Traditionsbetrieb im Herzen von Altdorf am Rathausplatz für Werte und Qualität, die im Jubiläumsjahr genauso viel zählen wie einst. Hier ist der Kunde noch König und Einkaufen ein Erlebnis – nicht nur ein schneller Klick im Internet. Lange Freude an einer Uhr oder einem Schmuckstück bereiten, das liegt dem erfahrenen Team am Herzen. Hier nehmen sich Fachleute mit echter Leidenschaft für Kostbarkeiten noch die Zeit, bei der Auswahl des passenden Rings oder der zierenden Kette ausführlich zu beraten. In Ruhe ein Collier anlegen, mit Blick in den Spiegel das Bi-

jou auf der eigenen Haut fühlen und sich auf das Gespür der Experten für persönliche Wünsche des Kunden verlassen zu können: Das ist das Erfolgskonzept der erfahrenen und langjährigen Mitarbeiterinnen. Mit Freude sorgen sie dafür, dass sich der Kunde in schlichtem Ambiente und warmer Atmosphäre wohlfühlt. Ob klassische Perlenkette oder trendiges Accessoire – für jedes Alter und jedes Preissegment das Passende zu finden, macht die Kompetenz des jungen Teams aus. So werden Einkaufen zum Erlebnis und Schmuck zum besonderen Ausdruck der Persönlichkeit.

LAUENER UHREN & SCHMUCK, Rathausplatz 4, 6460 Altdorf, Telefon 041 870 13 58, info@lauener-altdorf.ch, www.lauener-altdorf.ch

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160829A01GA_Bild_Koepfe_GA_Uri.indd 2

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Die Mobiliar Uri, das sind wir Schadenmitarbeiter, Berater, Lernende, Mitarbeitende im Verkaufssupport und Generalagent – jeder Einzelne ist Tag für Tag für die Kundinnen und Kunden da, alle zusammen sind sie die Mobiliar Uri. Seit 158 Jahren ist die Mobiliar im Kanton Uri felsenfest verankert. Marco Zanolari, Generalagent der Mobiliar Uri, führt die 36 Mitarbeitenden – darunter vier Lernende. Die Mobiliar hat ein einzigartiges Geschäftsmodell. Das zeigt sich besonders im Schadenfall: Neun von zehn Fällen werden rasch und unkompliziert vor Ort erledigt, durch die Generalagentur und nicht zentral am Hauptsitz. «Wenn es darauf ankommt, sind wir nahe bei unseren Kundinnen und Kunden. Und: Wir vergeben viele Arbeiten rund um die Schadenbehebung an das Urner Gewerbe», sagt Marco Zanolari. Im ganzen Kanton ist die Mobiliar die einzige Versicherungsgesellschaft mit einer lokalen Schadenabteilung. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er neben dem lokalen Service auch Lernende ausbildet. «So geben wir unseren Servicegedanken an

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die nächste Generation weiter», sagt der Generalagent. Auch am Telefon ist die Mobiliar Uri nahe bei ihren Kunden: «Ob bei einer Beratung oder im Schadenfall, bei uns zählt der persönliche Kontakt – dies schätzen unsere Kundinnen und Kunden», sagt Marco Zanolari. Mit seinem Team ist er im Kanton Uri an drei Standorten präsent: in Altdorf, Andermatt und Silenen. In den letzten Jahren ist die Mobiliar stark gewachsen. Dies vor allem dank dem grossen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen gebührt in den Augen von Marco Zanolari ein ganz besonderer Dank: «Ohne mein grossartiges Team und das Engagement und Herzblut jedes Einzelnen hätte meine Generalagentur nicht den Erfolg, den sie heute hat. Danke euch allen!»

Lehnplatz 16, 6460 Altdorf, Telefon 041 874 19 19, www.mobiliar.ch/uri


MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Janine Herger, Verkaufssupport und Schadendienst «Im Verkaufssupport arbeiten wir eng mit dem Aussendienst zusammen. Ich bereite den Versicherungs- und Vorsorgeberatern Unterlagen für die Kundenbesuche vor. Kontakt zu den Kunden habe ich vor allem am Empfang und am Telefon. Zudem übernehme ich einen Teil der Ausbildung unserer Lernenden. Dies ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe – ich darf jungen Menschen etwas beibringen. Das bedeutet mir sehr viel.»

Céline Walker, Lernende 1. Lehrjahr «Für mich war schon nach dem Schnuppern klar, dass ich mich bei der Mobiliar um die KV-Lehrstelle bewerbe. Ja, und nun hat es geklappt. Zuerst bin ich im Verkaufssupport hinter den Kulissen, später darf ich Kundinnen und Kunden am Schalter bedienen. Darauf freue ich mich und ich bin gespannt, was alles auf mich zukommen wird.»

Marco Zanolari, Generalagent «Die Arbeit mit Menschen ist das Schönste an meinem Beruf. Gespräche mit Kundinnen und Kunden schätze ich genauso wie die Zusammenarbeit mit meinem Team. Mit meinen Mitarbeitenden gemeinsam Ziele erreichen und durch dick und dünn gehen – das ist für mich eine grosse Bereicherung. Es macht mich stolz, die Mobiliar im Kanton Uri als Unternehmer-Generalagent zu führen und jeden Tag von Neuem auf meine Equipe zählen zu dürfen.»

Alex Huber, Schadenmitarbeiter «Im Schadenfall kann ich Menschen helfen, das schätze ich. Ich versuche mich in ihre Situation zu versetzen und unterstütze sie. Unsere Kundinnen und Kunden sollen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können. Ist ein Kunde zufrieden, ist das für mich die grösste Wertschätzung. Ab und zu braucht man schon eine dicke Haut. Ich versuche aber immer das Positive zu sehen und den Humor nicht zu verlieren.»

Bruno Imhof, Versicherungs- und Vorsorgeberater «Vor bald 18 Jahren habe ich zur Mobiliar gewechselt. Die Bedürfnisse meiner Kundinnen und Kunden ernst zu nehmen und sie individuell und persönlich zu beraten, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Im Schächental berate ich meine Kunden, ich lebe dort, bin dort verwurzelt. In meiner Zeit bei der Mobiliar habe ich viele liebe Menschen kennengelernt. Aus Kundenbeziehungen haben sich viele Freundschaften entwickelt.»

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«Seegusler» mit Leib und Seele Wenn ein Unternehmen erfolgreich alt werden will, braucht die Unternehmensführung viel Innovation und Weitsicht – und vor allem motivierte Mitarbeiter. So wie bei der Arnold & Co. AG, im Volksmund «Kompanyy» genannt. Sie feiert heuer ihr 125-Jahr-Jubiläum. «Die Kompanyy war schon immer eine sozial ausserordentlich verantwortungsbewusste Ar­­ beit­­ geberin», sagt Alberik Ziegler. Im Laufe seiner beruflichen und politischen Laufbahn war er nicht nur Regierungsrat und Landammann des Kantons Uri, sondern auch ein engagierter Gewerkschafter. In dieser Funktion pflegte er stets einen regen Kontakt zur Arnold & Co. AG. «Die Kompanyy war der erste Betrieb in Uri mit einem Gesamtarbeitsvertrag, und sie zahlte dem Personal immer überdurchschnittlich hohe Löhne», sagt Alberik Ziegler. «Überhaupt beeindruckte mich, wie umsichtig die Familie Arnold die Angestellten führte.» Familiäres Betriebsklima Einer dieser Angestellten ist Balz Briker, Schiffsführer auf dem Nauen «Gotthard» (Bild rechts). Seine Einstellung im Sommer 1980 wird für Geschäftsleiter Franzsepp Arnold immer ein denkwürdiger Moment bleiben, denn Balz Briker war der erste Mitarbeiter, den Franzsepp Arnold persönlich eingestellt hat.

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Es war ein heisser Sommertag. Franzsepp Arnold machte sich auf den Weg zum Oberaxen, wo die Bauern­familie Briker wohnte. «Oben angekommen, stellte mir Mutter Briker als erstes einen Sirup mit Kirsch auf den Tisch», erzählt Franzsepp Arnold. Und lacht: «Am Ende hätte ich vermutlich alles unterschrieben.» Geregelt hat der Chef die Einstellung dann per Handschlag. «Bis heute habe ich es nicht bereut.» Auch Balz Briker, inzwischen Vater und Grossvater, bereut nichts. «Bei der Kompanyy herrscht ein ausgesprochen familiäres Klima», sagt er. «Die Firmenleitung ist sehr sozial eingestellt und lässt die Mitarbeiter in verschiedenen Formen am gemeinsamen Erfolg teil­ haben.» Nur einmal erlebte Balz Briker einen schlimmen Moment: Am 10. Mai 1984 fiel der damalige Nichtschwimmer vom Seebagger – und wäre fast ertrunken. «Danach habe ich sofort schwimmen gelernt», sagt


Fotos: FX. Brun

er. «Besonders gut kann ich es zwar nicht, obschon ich ein Schiffsführer bin; aber Dachdecker können ja auch nicht fliegen.» Viel Handlungsspielraum Dass der Nauen von Balz Briker immer einsatzbereit ist, dafür sorgt Robert Arnold (Bild links). Der heute 46-jährige Flüeler heuerte nach seiner Lehre als Elektriker bei der Arnold & Co. AG an. Später absolvierte er berufsbegleitend die Betriebselektrikerschule. Vor einem Jahr dann rückte Robert Arnold in die Geschäftsleitung auf. Seither obliegt ihm die technische Leitung des Betriebs. «Ein Traumjob», sagt er, «aber auch eine grosse Herausforderung.» Da einige Anlagen bereits betagt sind oder viele Verschleissteile haben, muss Robert Arnold den Unterhalt und die Instandsetzung sorgfältig planen und ausführen, damit der Betrieb jederzeit rund läuft. «Bei all dem helfen uns das ausgezeichnete Arbeitsklima und das grosse Vertrauen, das die Firmenleitung in jeden einzelnen Mitarbeiter setzt», sagt Robert Arnold. «So habe auch ich viel Handlungsspielraum, den ich im Interesse des gemeinsamen Erfolgs nutzen kann.» Für den ver-

heirateten Familienvater, der am Wochenende gern mal mit dem firmeneigenen Boot auf dem Urnersee aufkreuzt, ist denn auch klar: «Seegusler bin ich mit Leib und Seele.» Eine reife Leistung «Obergusler» Franzsepp Arnold selber misst die Qualität seiner «Kompanyy» nicht in erster Linie am familiären Betriebsklima und auch nicht vorab am grossen Handlungsspielraum der Mitarbeiter. Sein grosses Aha-Erlebnis bereitete ihm Josef Ziegler, der «Häldeli-Sefi», der inzwischen verstorbene Inbegriff des Schiffsführers, der die Motoren noch selber flicken konnte. Josef Ziegler also kam mit 56 Jahren zu Franzsepp Arnold und sagte: «Chef, ich kündige. 40 Jahre lang bin ich bei euch gewesen, und jetzt will ich mal was Neues machen.» Franzsepp Arnold, ziemlich perplex, fragte zum Schluss des Gesprächs: «Nun gut, Sefi, und was möchtest Du als Abschiedsgeschenk? Die Uhr oder die Truhe?» «Gar nichts will ich von der Kompanyy», antwor­ tete Josef Ziegler. «40 Jahre lang habe ich pünktlich meinen Lohn erhalten. Das ist eine reife Leistung für eine Bude und Dank genug für mich.»

Sand- und Kieswerke, Bahnhofstrasse 10, 6454 Flüelen Telefon Büro: 041 874 11 11, Telefon Betonzentrale: 041 874 11 21 mail@arnoldcoag.ch, www.arnoldcoag.ch

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Tell im Duell Ein Saurierverbot von Silas Bucher

Samstagabend. Unter lautem Getöse betritt Roman Bergkilchser die Bühne. Er trägt einen auffälligen Hut mit einer langen Pfauenfeder auf dem Kopf, verbeugt sich artig vor dem Publikum, winkt und schreit: «Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Tell im Duell, der Spielshow für die ganze Familie rund um unseren Schweizer Nationalhelden.» Der Applaus ebbt langsam ab. «Wie immer tritt Wilhelm Tell dabei in drei Runden gegen bekannte Persönlichkeiten der Geschichte an, in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Begrüssen Sie mit mir unseren Hauptdarsteller an diesem Abend, aus Bürglen UR, den Jäger der Herzen, den Meisterschützen, hier ist Wilhelm Tell!» Tosender Applaus. Wilhelm Tell betritt die Bühne. Er sieht aus wie frisch vom Telldenkmal gestiegen, mit wuchtigem Bart, einem einfachen «Hirthämmli» und kurzer Hose bekleidet und mit einer Armbrust auf der Schulter. Der Showmaster stellt sich mit einem breiten Lachen im Gesicht neben ihn. «Hallo Tell, alles klar?» Der Angesprochene nickt und winkt in die Halle. Wieder tosender Applaus. «Ich frage deshalb, weil es das letzte Mal nicht so gut für dich lief.» Tell nickt traurig. «Da war in der zweiten Runde Endstation. Aber das ist vorbei und vergessen, und ich frage dich: Tell, bist du bereit fürs Duell?» Tell ballt die Faust und ruft laut: «Yeah!» «So mögen wir unseren Nationalhelden, kernig und mutig. Und hier kommt die erste Disziplin.» Auf der Grossleinwand dreht sich ein Glücksrad, auf dem verschiedene Disziplinen verzeichnet sind. Schliesslich bleibt es bei «Armbrustschiessen» stehen. «Oha! Das nenn’ ich mal ein glückliches Los! Aber wir wollen nichts verschreien, auch ein Meisterschütze kann einmal einen schlechten Tag erwischen. Tell, hier kommt dein Gegner – oder deine Gegnerin.» Wieder dreht sich das Glücksrad und bleibt bei Mahatma Gandhi stehen. Es ertönt eine laute Fanfare, und auf die Showbühne tritt Mahatma Gandhi, in ein weisses Tuch gehüllt. Er lächelt freundlich. Einige Schritte hinter ihm folgt sein Dolmetscher. «Also, die Disziplin heisst Armbrustschiessen», verkündet der Moderator. «Es gilt, einen Apfel von des Knaben Kopf zu schiessen, wie es

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so schön heisst. Und der Knabe wird gespielt, nicht ganz freiwillig, von meinem Kollegen Reto Scherror.» Ein schmächtiger Mann betritt kreidebleich, eskortiert von zwei grimmigen Schlägertypen, die Bühne. Er trägt einen Apfel auf dem Kopf. «Und nun frage ich dich, Mahatma: Bist du bereit zum Duell?» Gandhi lässt sich vom Dolmetscher die Spielregeln erklären. Dann hält er kurz inne und stösst unverständliche indische Flüche aus. Er verwirft die Hände und verlässt schimpfend die Bühne. «Tja, da ist scheinbar der Pazifist mit ihm durchgegangen», ruft ihm der Showmaster nach. «Glückwunsch, Tell, zum Forfaitsieg und Glückwunsch auch an Reto Scherror, der sich tapfer geschlagen hat. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es weiter mit Runde zwei. Bleiben Sie dran!» «So, Tell, es geht weiter. Nervös?», fragt der Moderator einige Minuten später. Tell schüttelt lachend den Kopf. «Letztes Mal lief es in Runde zwei ja gar nicht nach Wunsch, ich habe es schon angesprochen. Da hast du im Hosenlupf den Kürzeren gezogen – allerdings, das muss man hinzufügen, gegen einen ehemaligen Schwingerkönig.» Tell seufzt und nickt. «Leider lief es dem Bösen in Runde drei ebenfalls nicht nach Wunsch, er musste im Wasserball antreten – gegen einen Tyrannosaurus Rex. Das Ganze lief, nun, etwas aus dem Ruder. Die Gedenkfeier wird übrigens am Donnerstag auf diesem Sender live übertragen.» Kurze Stille im Saal. «Aber genug von der Vergangenheit, hier kommt die zweite Aufgabe.» Wieder dreht sich das Glücksrad. Es bleibt bei «Kürbisweitwurf» stehen. «Auch diese Disziplin ist noch nicht olympisch», scherzt der Moderator. «Und wer tritt nun gegen dich an, Tell?» Das Glücksrad dreht sich und bleibt bei Hieronymus Bosch stehen. «Wer zur Hölle ist das denn?», fragt der Moderator und blickt auf seinen Notizzettel. «Aha, ein Maler, mal sehen, ob er den Kürbis auch so locker schwingt wie den Pinsel.» Um es abzukürzen: Nein, schwingt er nicht, und Tell steht im Final.

«Weil das neue Radio- und Fernsehgesetz es verbietet, nach 22.00 Uhr Saurier auftreten zu lassen, haben wir die dritte Runde etwas modifiziert», erklärt der Moderator. «Neu tritt der Kandidat gegen ein bekanntes Paar an. Zur Auswahl stehen unter anderem Risi/Betschart, Romulus und Remus oder Schiller und Goethe.» Die Spannung steigt. Das Glücksrad hält an bei «Tischtennis». «Da hoffen wir mal, dass das Rad nicht bei Ping und Pong stehen bleibt», lacht der Moderator. Das Glücksrad dreht sich und entscheidet sich für: Kain und Abel. Im Saal ertönt ein lauter Gong. «Das hört sich nach einem spannenden Duell an», sagt der Moderator. «Doch leider müssen wir uns für heute verabschieden. Nächste Woche gehts weiter. Bibel gegen Bürgler, das sollten Sie auf keinen Fall verpassen!» Epilog. Bei der Produktion dieses Textes kamen weder Fernsehmoderatoren noch Schwingerkönige zu Schaden. Und das Saurierverbot im neuen Radio- und Fernsehgesetz ist frei erfunden – Beni Thurnheer und Kurt Aeschbacher können also aufatmen.


MiU6 Einblicke und Ausblicke

Traditionsfirma investiert weiter in die Zukunft Hohe Kundenzufriedenheit hat für die Brand Automobile AG oberste Priorität. Dafür sind top motivierte Teams entscheidend. Helle und gut eingerichtete Arbeitsplätze sind wesentliche Faktoren eines modernen Umfeldes. Vor diesem Hintergrund eröffnet die Traditionsfirma im November eine neue Ausstellungshalle. An der Gotthardstrasse 66 in Schattdorf bietet die Brand Automobile AG ihren über 60 Beschäftigten attraktive Arbeitsplätze an. «Unsere engagierte und fachlich auf dem neuesten Stand ausgebildete Belegschaft ist unser grösstes Kapital», sagt Geschäftsleiter Markus Brand (Bild links). «Nur gemeinsam als Team realisieren wir überzeugende Leistungen, schaffen den nötigen Mehrwert und das Vertrauen, um im Wettbewerb bestehen zu können.» Mit der neuen Ausstellungshalle am Betriebsstandort in Schattdorf investiert die Brand Automobile AG weiter in die Zukunft und stärkt damit ihre Marktposition und ihre Bedeutung als wichtiger Arbeitgeber in der Region. Zugleich ist dies ein weiteres Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Uri. «Unser Ziel ist es, auch zukünftig ein führender Anbieter sämtlicher Dienstleistungen rund um das Auto – und das alles unter einem Dach – zu bleiben», hält Markus Brand fest. Valentin Tresch arbeitet seit seiner Lehre als Automechaniker vor 25 Jahren bei der Brand Automobile AG und ist in-

zwischen zum Filialleiter (Filiale Silenen) aufgestiegen. Für ihn zählen moderne und gut eingerichtete Arbeitsplätze zu den wichtigsten Rahmenbedingungen eines motivierenden Umfeldes. «Es macht einfach mehr Spass, Kunden in solchen Räumlichkeiten zu bedienen», meint er in diesem Zusammenhang. Für die langjährige Treue ist das Unternehmen Valen­tin Tresch sehr dankbar. – Markus Brand weiss, dass eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit wesentlich zum Erfolg und zum guten Ruf eines Unternehmens beiträgt. Deshalb legt die Traditionsfirma grössten Wert auf attraktive und sichere Arbeitsplätze mit viel Tageslicht und kundenfreundlicher Umgebung. Diesen Anforderungen wurde bei der Planung und beim Bau der Ausstellungshalle ganz besonderes Augenmerk geschenkt. Die Brand Automobile AG, offizielle Vertretung der Marken BMW, MINI, Opel und Suzuki, insbesondere aber ihre Kunden und alle übrigen Besucher dürfen sich dank der neuen Infrastruktur auf eine in vieler Hinsicht aussergewöhnliche Betriebserweiterung freuen.

Brand Automobile AG, Gotthardstrasse 66, 6467 Schattdorf Telefon 041 874 20 30, www.bmw-brand.ch

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Niederrieden 39, 6463 Bürglen Telefon 041 870 81 41, info@baumann-epp.ch

Im Umgang mit der Natur zählt die Erfahrung Modernste Baumaschinen stehen in der Werkhalle in Wassen. Das Fundament der Baumann Epp Bau AG aber bilden die Natur, der Mensch und das Gestein. Eine Walderschliessung in anspruchsvollem Gelände, der Bau einer Gebirgsstrasse oder das Bedienen von Baumaschinen in einem Steinbruch setzen besonderes Know-how voraus. Bernhard Epp, Inhaber und Geschäftsführer der Baumann Epp Bau AG, konnte in den vergangenen rund 35 Jahren vielfältige Erfahrungen im Steinabbau und im Tiefbau sammeln. Heute weiss er ganz genau, welche Anforderungen seine Mitarbeiter erfüllen müssen: «Die Ausbildung ist das eine, noch wichtiger aber ist in unserem Betrieb die Erfahrung.» Denn die hoch anspruchsvolle Arbeit im Gelände setzt praktisches Fachwissen, Einsatzbereitschaft

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und Präzision voraus. Zudem werden die Freude an der Arbeit im Freien, am Umgang mit neusten Technologien und eine gute Zusammenarbeit im Team vorausgesetzt. Die Baumann Epp Bau AG kann auf treue Mitarbeiter setzen. Die gezielte Aufbauarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich aus. Dank ihres eingespielten Teams konnte sich die Bürgler Baufirma in den Bereichen Dammbau, Stras­ sen- und Wegbau, im Gewässerbau und Steinabbau sowie für Umgebungsgestaltungen einen Namen schaffen. Heute steht das Unternehmen für Kompetenz, Termintreue und hohe Kundenzufriedenheit.


Arbeit am Fundament «Wir legen das Fundament für Ihr Bauvorhaben», lautet der Slogan der Baumann Epp Bau AG. Mit regelmässigen Investitionen in moderne Arbeitsgeräte, offener Informationspolitik unter Einbezug der Mitarbeitenden, mit firmeninternen Anlässen oder gar einem mehrtägigen Firmenausflug pflegt der Geschäftsinhaber das Fundament seines Geschäftserfolgs, das Netz der Mitarbeitenden, ganz bewusst. Mit dem Bau der neuen Werkhalle im Steinbruch Standel in Wassen konnte ein grosses Ziel erreicht werden. Seither haben die Mitarbeiter einen idealen Ort für Vorbereitungsarbeiten, die Maschinenpflege und ihren Aufenthalt. Es stehen ihnen Garderoben sowie ein

Pausenraum zur Verfügung. Eine Infrastruktur, die die Freude an der täglichen Arbeit unter nicht selten auch schwierigen äusseren Bedingungen – sei es bezüglich Gelände, Wetter oder Präzision – zusätzlich unterstützt. Ganz neue Möglichkeiten bietet die neue Halle im Standel auch für die Beratung der Kundschaft. Umgeben von Steinen diverser Grössen und Formen können Privatpersonen sowie Bauherren ihre Steine für Umgebungsgestaltungsprojekte, für Tischplatten oder Küchenabdeckungen am Ursprungsort bestimmen. Sie finden Mustermauern als Inspiration für ihr Bauprojekt oder sie lassen sich für ein «steinhartes Schmuckstück» für den Geschäftseingang oder den privaten Garten begeistern.

Klare Strukturen und Zuteilung der Kompetenzen Die Baumann Epp Bau AG ist seit rund 40 Jahren ein kompetenter und zuverlässiger Partner im Tiefbaubereich und steht ihrer Kundschaft in jeder Situation zur Seite. Rund 20 Mitarbeitende, darunter mehrere mit 10- bis 15-jähriger Erfahrung, arbeiten in einem der drei Geschäftsbereiche: Steinbruch, Bauwesen oder Verwaltung. Neben einer Deponie für sauberes Aushubmaterial betreibt das Unternehmen einen eigenen Steinbruch. Zum modernst ausgerüsteten Maschinenpark der Firma gehören diverse Bagger, Dumper, Kleinmaschinen und Geschäftsautos. Eine gut unterhaltene Infrastruktur und treue und zuverlässige Mitarbeitende sind für «einen reibungslosen Betrieb unerlässlich», betont der Unternehmer mit optimistischem Blick in die Zukunft.


Mit Freude für überdurchschnittliche Qualität Bei der CAS Gruppe AG in Altdorf engagieren sich Persönlichkeiten für Gebäude mit Charakter

Die Filiale der Urner Kantonalbank in Flüelen und das «Griänä Hüüs» in Altdorf – das sind zwei sehr gute Beispiele für Projekte der CAS Gruppe AG im Kanton Uri. «Die Gebäude zeigen, wie wir mit viel Liebe zum Detail auf den Ort reagieren», sagt Falk Grimm, Niederlassungsleitung Altdorf: «Sie gliedern sich ein, haben aber trotzdem eine eigene Persönlichkeit. Zudem wurden sie kosteneffizient umgesetzt.»

erklärt Falk Grimm. Es beschäftigt an den Standorten Altdorf, Luzern, Willisau und Fribourg rund 70 Mitarbeiter und vereint drei Geschäftsbereiche: Architektur, Ökonomie und Realisierung. In der Niederlassung Altdorf sind 19 qualifizierte Mitarbeitende tätig. Sie engagieren sich täglich mit Lust und Freude für überdurchschnittliche Qualität. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet. Der einstige Drei-MannBetrieb hat sich zu einem der grössten Unternehmen in der Zentralschweiz entwickelt und ist heute im Markt fest verankert.

Diese Disziplinen zu vereinen, ist die Spezialität der CAS Gruppe. «Das Unternehmen bildet die gesamte Wertschöpfungskette in den Bereichen Bauen und Immobilien ab, aber sieht trotzdem die Architektur als Hauptbetätigung»,

CAS GRUPPE AG Höfligasse 3, 6460 Altdorf Telefon 041 874 07 90 Fax 041 874 07 91 info@cas-gruppe.ch

Ein Teil des Teams der CAS Gruppe AG am Altdorfer Standort in der Höfligasse 3.

Bewährtes Team bringt Farbe ins Spiel Qualität und Flexibilität. Das sind die Stärken des Maler-Teams Bissig AG Altdorf. Einen wesentlichen Teil tragen die langjährigen und bewährten Mitarbeitenden zu diesem Erfolg bei.

Oberflächen an Neubauten, Anbauten und Umbauten sowie sorgfältige Sanierungen und Renovationen – das Maler-Team Bissig AG in Altdorf ist auf sämtliche Malerarbeiten im Innen- und Aussenbereich spezialisiert und bietet professionelle Beratung und perfekte Gestaltung an. Neue Produkte, Materialien, Techniken, Gestal-

tungsvarianten und trendige Tapeten vervollständigen die Angebotspalette. Qualität und Flexibilität sind die Stärken des siebenköpfigen Teams. Dabei dürfen die Kundinnen und Kunden auf bewährte und zuverlässige Mitarbeitende mit grosser Erfahrung und ausgezeichneten Berufskenntnissen zählen. Geschäftsinhaber Urs

Bissig legt grossen Wert auf die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden, insbesondere seiner Lernenden. Als ÜK-Kommis­ sionsmitglied ist er beim Innerschweizer Malerverband tätig, wo er sich für die Anliegen in der Ausund Weiterbildung der Lernenden einsetzt. So erstaunt es nicht, dass in den vergangenen Jahren die

Lernenden des Maler-Teams Bissig gute Berufsabschlüsse vorweisen konnten.

Rynächtstrasse 13, 6460 Altdorf Telefon 041 870 43 93 info@maler-bissig.ch, maler-bissig.ch


MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Arbeitsort im Schächental, für Schächentaler Die meisten Mitarbeiter der Herger Klimaholzbau AG haben bereits die Lehre in der Spirgner Holzbaufirma gemacht. Cornelia und Hans Herger legen denn auch viel Wert auf einen guten Teamgeist. «Ich darf sehr selbstständig arbeiten.» – «Das Arbeitsklima und das Team sind toll.» Martin Arnold und Marco Arnold sind seit 24 beziehungsweise seit sechs Jahren bei der Herger Klimaholzbau AG als Bauschreiner und Zimmermann tätig. Dass das Arbeitsklima stimmt und sich die 18 Mitarbeiter so gut verstehen, kommt nicht von ungefähr. Die Inhaber Cornelia und Hans Herger legen genau darauf grossen Wert. «Für uns ist es sehr wichtig, auch neben der Arbeit den Teamgeist zu pflegen, sei es nach Feierabend bei einem Apéro im Aufenthaltsraum, einem Grillabend oder beim Schneeschuhlaufen mit Fondueplausch», betont Cornelia Herger. Auch Ausflüge unternimmt das Herger-Klimaholzbau-Team immer wieder einmal, etwa wenn ein Jubiläum ansteht. Von Anfang an bei den Teamevents dabei sind jeweils auch die Lernenden – momentan zählt die Firma, die Holzhäuser im eigenen Holzbausystem baut, deren drei. Seit 1935 hat die

Herger Klimaholzbau AG übrigens schon 55 Lernende ausgebildet. Und die meisten Mitarbeitenden, die heute in der Spirgner Holzbaufirma tätig sind, haben bereits die Lehre dort gemacht. «Wir zählen viele langjährige Mitarbeiter zu unserem Team, die alle aus der näheren Umgebung kommen», erzählt Cornelia Herger. Gerade der Standort ist denn auch ein grosser Pluspunkt für die Mitarbeiter der Firma, die sich vor allem auf den Neubau von Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Bauten, aber auch auf Umbauten und Renovationen – selbst von denkmalgeschützten Objekten – sowie das Ausführen allgemeiner Zimmerarbeiten spezialisiert hat. «Der Arbeitsweg ist kurz», betont Martin Arnold, der mit seinen Teamkollegen hauptsächlich Aufträge im Kanton Uri umsetzt, aber auch immer wieder mal ausserhalb der Kantonsgrenze tätig ist. Die Herger Klimaholzbau AG, Spiringen: eben ein wichtiger Arbeitsort im Schächental. Für Schächentaler.

6464 Spiringen, Telefon 041 879 16 25 www.hergerklimaholzbau.ch

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Fotos: ZVG

Lernender Andy Walker mit seinem Berufs­bildner Adrian Scheiber (Produk­tionsleiter Kupferdatenkabel)

Dätwyler und ihre Lernenden, eine Erfolgsgeschichte Dätwyler gehört zu den grössten Ausbildungsbetrieben im Kanton Uri. Sowohl bei Dätwyler Sealing Solutions in Schattdorf als auch bei Dätwyler Cabling Solutions AG in Altdorf werden zur Förderung des Berufsnachwuchses zahlreiche Lehrstellen angeboten. Wer sich in den Fabrikationshallen und in der Umgebung der Büros von Dätwyler aufhält, stellt fest: Hier prägen auffallend viele Jugendliche das Bild. Zurzeit bietet das Urner Traditionsunternehmen Lehrstellen in sechs verschiedenen Berufsrichtungen an: Kauffrau/Kaufmann, Logistiker/-in, Kunststoff-

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technologe/-in, Polymechaniker/-in, Elek­ troinstallateur/-in sowie Anlagenführer/-in. Die Lernenden Andy Walker und David Arnold sowie deren Berufsbildner Adrian Scheiber und Pascal Weber vermitteln einen Einblick in die Lehrberufe Anlagenführer und Elektroinstallateur.

Militärstrasse 7, 6467 Schattdorf Telefon 041 875 18 47, sealing.ch@datwyler.com www.datwyler.com


MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Anlagenführer/-in Andy, wie bist du auf die Lehre zum Anlagenführer gestossen? Andy Walker: «Während der Schnupperlehre bei Dätwyler als Kunststofftechnologe wurde ich über die neue Lehre zum Anlagenführer informiert. Nach einer weiteren Schnupperlehre war für mich der Fall klar: Mich haben die Fabrikationshallen fasziniert, weil dort immer etwas läuft.» Wie sieht denn ein Arbeitstag als Lernender Anlagenführer aus? Andy Walker: «Als Lernender habe ich normale Arbeitszeiten und beginne daher meistens um 7.00 Uhr morgens. Je nach Arbeit habe ich um rund 16.15 Uhr Feierabend. Momentan werde ich an einer speziellen Aderlinie (Abbildung) ausgebildet. Morgens informiere ich mich zuerst über die laufenden Aufträge und den Zustand der Anlage. Danach bin ich an verschiedenen Prozessstellen der rund 50 Meter langen Anlage tätig. Tritt eine Fehlermeldung auf, analysiere ich diese und denke mir bereits erste Schritte zum Finden des Fehlers aus.» Adrian Scheiber: «Mir ist es sehr wichtig, dass Andy die Anlage in der ganzen Komplexität versteht. Wir haben ihn zuerst an einer einfachen Anlage eingearbeitet, bevor wir schrittweise auf grössere und komplexere Anlagen umgestiegen sind. Andy soll die Anlage nicht nur führen, sondern verstehen. Mit der Bezeichnung der Lehre bin ich daher ein bisschen unglücklich, ich würde Anlagen- und Maschinentechnologe bevorzugen. Am Schluss der Ausbildung ist Andy der Spezialist für Anlagen und Produkte und versteht den kompletten Herstellungsprozess.» Eure Maschinen sehen tatsächlich sehr komplex aus. Wie erwirbt man sich dieses umfassende Wissen? Andy Walker: «Mir hat es sehr geholfen, dass ich zu Beginn der Lehre verschiedene Bereiche der Dätwyler durchlaufen durfte. In einem internen Kurs, in der Unterhaltsabteilung sowie in der Lehrlingswerkstatt konnte ich mir ein breites technisches Wissen zulegen. Zudem steht mir mein Berufsbildner bei Fragen kompetent zur Seite.» Wie sieht dein Arbeitsumfeld aus? Andy Walker: «Unser Team umfasst etwa 80 Personen, welches aus über 15 Nationen besteht. Da im Dreischichtbetrieb gearbeitet wird, bin ich mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt, was für mich sehr spannend und lehrreich ist.» Wie schätzt du die schulischen Anforderungen ein? Andy Walker: «Ich habe diesbezüglich keine Probleme. Die Fächer sind allesamt interessant und meistens sehr praxisbezogen.» Adrian Scheiber: «Wir sind überzeugt, dass

gute Sek-B-Schüler die Schule ohne Probleme meistern können.» Wer soll sich für den Beruf des Anlagenführers interessieren? Adrian Scheiber: «Man sollte ein gewisses technisches Grundverständnis sowie handwerkliches Geschick mitbringen. Flexibilität ist genauso gefragt, da wir uns in einem sich ständig ändernden Umfeld bewegen. Teamfähigkeit und Offenheit sind weitere wichtige Anforderungen.» Die Dätwyler bildet als einziges Unternehmen Anlagenführer aus. Wie ist es dazu gekommen? Adrian Scheiber: «Aufgrund von natürlicher Fluktuation geht stets Know-how verloren. Mit der neuen Lehre stellen wir sicher, dass wir einen Teil unserer zukünftigen Spezialisten an den Anlagen intern ausbilden, fördern und weiterentwickeln können.»

Elektroinstallateur/-in David, weshalb hast du dich für eine Lehre als Elektroinstallateur entschieden? David Arnold: «Mein Bruder hat dieselbe Lehre ausserhalb der Dätwyler absolviert. Dadurch kam ich schon früh mit dieser Ausbildung in Kontakt. Die Schnupperlehre hat mir dann bestätigt, dass die Lehre tatsächlich sehr interessant und vielseitig ist.» Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus? David Arnold: «Einen normalen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Jeder Tag ist ein bisschen anders. Wenn ich die Arbeit vom Vortag noch nicht abgeschlossen habe, arbeite ich dort weiter. Ansonsten gehe ich zu meinem Berufsbildner, damit er mir neue Aufträge zuteilt.» Pascal Weber: «Diese Aufträge können sehr unterschiedlich sein, zum Beispiel eine Neu­ installation von Lampen oder Steckdosen, eine Installation von Projektoren in Sitzungszimmern oder kleine Unterhaltsreparaturen am Gebäude.» David Arnold: «Am liebsten arbeite ich selbstständig an Projekten, welche ich von Anfang bis Ende selber planen kann. Diese Freiheit habe ich jetzt im 4. Lehrjahr. Mir ist es wichtig, den Gesamtüberblick stets im Auge zu behalten. Zudem darf ich bereits kleine Teams von Lernenden führen. So kann ich erste Erfahrungen in der Teamführung sammeln und mein Wissen weitergeben.» Du bist innerhalb der Dätwyler an verschiedenen Stationen tätig? David Arnold: «Genau. Ich wechsle alle sechs Monate die Abteilung und kann so verschiedene Eindrücke gewinnen. Zu Beginn der Lehre

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Lernender David Arnold mit seinem Berufsbildner Pascal Weber (Team­leader Maintenance).

«Am liebsten arbeite ich selbst­­ständig an Projekten, welche ich von Anfang bis Ende selber planen kann.» habe ich drei Wochen in der Lehrwerkstatt gearbeitet. Dort wurden mir die Grundlagen der Metallbearbeitung, das Löten sowie andere tech­nische Grundkenntnisse vermittelt.» Pascal Weber: «Der Start in der Lehrwerkstatt ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Ausbildungskonzepts. Durch die Grösse von Dätwyler im Kanton Uri können wir dem Lernenden die Möglichkeit bieten, mehrere Abteilungen und sogar zwei komplett unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen.» Worin siehst du die Stärke der Dätwyler als Ausbildungsort? David Arnold: «Die verschiedenen Förderprogramme habe ich besonders geschätzt. Wir starteten beispielsweise mit einem Einführungsworkshop und jedes Jahr wird auch ein Workshop zum Thema Umwelt & Sicher­heit angeboten. Im 2. Lehrjahr können wir am Power­tag unsere mentale Stärke trainieren.» Welche Voraussetzungen muss ein angehender Elektroinstallateur mitbringen? Pascal Weber: «Technisches Interesse sollte natürlich vorhanden sein sowie auch der Wunsch nach selbstständiger Arbeit. Ich lasse den Lernenden bewusst viel Freiraum und gebe häufig nur das Ziel vor. Sehr wichtig sind für mich auch Teamfähigkeit und Flexibilität.

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Sek-A-Schüler haben sicher gute Voraussetzungen für diese Lehre.» Deine Ausbildung ist bald zu Ende. Wie geht es dann weiter für dich? David Arnold: «Im Herbst beginne ich die Berufsmatura, bevor ich dann ins Militär ein­ rücke. Danach bin ich noch unschlüssig: Ein Studium Richtung Elektrotechnik wäre inte­ ressant. Möglich wäre auch eine fachliche Weiterbildung zum Sicherheitsberater oder Projektleiter. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind ja sehr vielfältig.» Pascal Weber: «Natürlich würden wir David auch gerne behalten. Gleichzeitig freuen wir uns auch über seine Ambitionen, weiterzu­ ziehen.»

Schnupperlehren & Ausbildungsplätze: Anlagenführer: 1 Platz ab Sommer 2017 Elektroinstallateur: 2 Plätze ab Sommer 2017

Möglichkeit zur Schnupperlehre ab sofort Dätwyler Schweiz AG Kerstin Wiss, Koordination Lehrlingswesen Militärstrasse 7, 6467 Schattdorf +41 41 875 18 47, kerstin.wiss@datwyler.com


Gitschenstrasse 9, 6460 Altdorf, Telefon 041 874 16 77 mail@urnerwochenblatt.ch, www.urnerwochenblatt.ch

Journalismus in Uri seit 140 Jahren Das «Urner Wochenblatt» ist die Zeitung für alle Urnerinnen und Urner: gestern, heute und morgen. 1876 erschien die erste Ausgabe des «Urner Wochenblattes». Jahrzehntelang war es das Sprachrohr der Katholisch-Konservativen in Uri, berichtete aber über das ganze Weltgeschehen. Auch die Liberalen hatten ab 1892 ihre eigene Zeitung, die «Gotthard-Post». Die Rivalität zwischen den beiden politischen Gesinnungen widerspiegelte sich in den Zeitungsinhalten. Während Jahren erschien kaum eine Zeitung, in der nicht über die andere Zeitung gewettert wurde. Die Übergänge von be­­rich­ ten­dem und kommentierendem Journalismus waren fliessend. Die Meinung des Autors, der Redaktion oder der Partei schwang nicht nur mit, sondern wurde explizit geäussert. Noch Ende der 1980er-Jahre musste der UW-Chefredaktor persönlich beim Churer Bischof antraben, nachdem das UW einen Beitrag veröffentlicht hatte, welcher der katholischen Obrigkeit missfiel.

Wachsende Online-Konkurrenz Der Weg vom Parteiblatt zur Urner Forumszeitung war aber nicht mehr aufzuhalten. Zum 125-Jahr-Jubiläum der Zeitung im Jahr 2001 wurde formal vollzogen, was schon längst Tatsache war: Der Passus, dass das UW politisch für die christlichdemokratisch-föderalistische Richtung eintreten soll, wurde aus den Statuten gestrichen. Heute stellt sich das «Urner Wochenblatt» denselben Herausforderungen wie die meisten Zeitungen der Gegenwart: mit ständig wachsender Online-Konkurrenz bei den Inseraten und tendenziell sinkenden Abozahlen. Zwar wird das UW nach wie vor von praktisch der ganzen Urner Bevölkerung gelesen. Gemäss Studien liegen die Leserzahlen seit Jahren konstant zwischen 23'000 und 25'000. Es bedarf aber grosser Anstrengungen, die jüngere Generation zu motivieren, eine Bezahlzeitung zu abonnieren. Sie ist sich gewohnt, dass Informationen nichts kosten.

Redaktionsteam als Erfolgsfaktor Redaktion und Verlag setzen sich stark mit der Frage auseinander, wie das «Urner Wochenblatt» im stetig ändernden Umfeld auch wirtschaftlich erfolgreich bleibt. Das E-Paper, der neue Online-Auftritt oder die durchgehende Farbigkeit der Zeitung sind erste Resultate. Ziel ist es, dass das «Urner Wochenblatt» auch künftig als DIE Lokalzeitung im Kanton Uri wahrgenommen wird. Mit einzigartigen, exklusiven Geschichten, umfassender Berichterstattung und Kommentaren. Für den Qualitätsjournalismus ist das UW bestens auf­ gestellt. Es verfügt über ein schlagkräftiges, hervorragend ausgebildetes Redaktionsteam. Dazu kommt ein grosser Stamm an «Freelancern», die mit ihren Vereins-, Sport- und Kulturberichterstattungen dazu beitragen, dass das UW seinen Stellenwert als Forumszeitung für den ganzen Kanton sowie für die Heimwehurnerinnen und Heimwehurner auf der ganzen Welt behält.

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Überzeugt vom eingeschlagenen Weg Die BDO und die Bripol AG spannen zusammen. Am 1. Januar 2017 startet die BDO AG mit fünf neuen Mitarbeitenden motiviert und neu aufgestellt in die Zukunft. Vor rund einem Jahr wurden erste Gespräche aufgenommen. Peter Briker, Geschäftsführer und Inhaber der Bripol AG, mit Sitz in Altdorf, und Beat Marty, Revisionsexperte und Leiter der BDO-Niederlassung Altdorf, haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits gekannt: als Mitkonkurrenten, als erfolgreiche Treuhänder, als eigenständige Persönlichkeiten, mit einer ähnlichen Firmenphilosophie. Es folgten mehrere Gespräche, ein Reifungsprozess «im Stillen» – und dann der Entscheid. Heute sind Peter Briker und Beat Marty überzeugt, dass die Kunden und die Mitarbeitenden von dieser Partnerschaft profitieren werden. Ein Gespräch über Aufgaben, Verantwortung, Ziele und Chancen im Treuhandgeschäft: Vor gut 31 Jahren haben Sie die Bripol AG gegründet und seither erfolgreich geführt. Wie sehr schmerzt das Vorwärtsblicken auf den 1. Januar 2017? Peter Briker: «Es schmerzt nicht. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, denn die Bripol AG ist mein «Baby». In all den Jahren durfte ich für meine Kunden bei der Buch-

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führung und -prüfung, bei Steuerangelegenheiten sowie allgemeinen Beratungen im Treuhandbereich tätig sein. Die Nachfolgeplanung und -regelung ist auch ein wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit und stellt immer eine Herausforderung dar. Jetzt bin ich selber an der Reihe. Ich möchte diesbezüglich Vorbild sein. In diesem Sinne bin ich stolz auf den getroffenen Entscheid.» Zielsetzungen für die Nachfolge: Was war für Sie dabei besonders wichtig? Peter Briker: «Eigentlich sind es zwei Voraussetzungen, die für mich erfüllt sein mussten. Der Kunde soll weiterhin professionelle Dienstleistungen aus einer Hand sowie eine persönliche Betreuung erhalten. Zudem war es für mich zentral, dass die Mitarbeitenden einen sicheren, attraktiven Arbeitgeber haben. Im Treuhandgeschäft sind Persönlichkeiten gefragt, die über regionale Kenntnisse verfügen und die Sprache der Kunden sprechen. Diese Persönlichkeiten bleiben meinen Kunden erhalten. Das Team der BDO AG Altdorf hat mich in beiden Bereichen, mit den Kunden wie Mitarbeitern, überzeugt.»

Auch wenn noch einige Berufsjahre vor Ihnen liegen, ist es wichtig, sich mit dem Thema Vorsorge zu befassen. Wie sieht die ideale Altersvorsorge aus? Mit welchen Massnahmen können Sie zusätzlich Steuern sparen? Antworten dazu erhalten Sie im: BDO AKTUELL Vorsorge und Steuern Donnerstag, 3. November 2016, 17.00 bis 18.15 Uhr, Company Lodge Seedorf. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine An­ meldung per E-Mail ­(veranstaltung@bdo.ch) oder Telefon (041 874 70 70) ist erforderlich.


Dafür stehen wir ein: «Seriöse Arbeit, solide Leistung und alles aus einer Hand.» Ein hoher Anspruch, den es für die BDO zu erfüllen gibt. Wie gehen Sie als Niederlassungsleiter und Vorgesetzter mit dieser hohen Zielsetzung um? Beat Marty: «Seit Jahren dürfen wir unter Beweis stellen, wie wichtig auch uns Professionalität und Qualität sind. Wir wissen, dass das Vertrauen der Mandanten die Basis für eine erfolgreiche Tätigkeit eines Treuhänders ist. Dabei ist uns stets die Präsenz vor Ort wichtig; nur so können wir den Kunden optimal betreuen. Unsere Treuhänderinnen und Treuhänder bieten als unabhängige, kompetente und innovative Generalisten eine umfassende Beratung und Unterstützung. Sie begleiten den Kunden in wichtigen Entscheidungen sowie in alltäglichen unternehmerischen und privaten Fragen. Dank Fachund Expertenwissen in den verschiedensten Bereichen können wir unseren Mandanten umfassende Beratung und Dienstleistung aus einer Hand zusichern. Wir sind überzeugt, dass es gelingt, die beiden Unternehmenskulturen erfolgreich zusammenzuführen.»

Und die Mitarbeitenden? Beat Marty: «Genauso wichtig wie das Vertrauen der Mandanten ist uns auch das Vertrauen der Mitarbeitenden. Eine offene Kommunikation und die laufende Information sind dabei wichtig. Zudem arbeiten wir gemeinsam an der Integration. Aus dieser Zusammenarbeit wie auch den Erfahrungen aus den Gesprächen mit den Mitarbeitern kann ich überzeugt sagen, dass es passt.» Bei so viel Optimismus können Sie, Herr Briker, schon bald ruhig in Pension gehen? Peter Briker: «Es mag optimistisch tönen, aber ich bin wirklich überzeugt, dass das Zusammengehen perfekt passt. Unsere Mandanten können weiterhin auf eine persönliche Betreuung zählen und gleichzeitig vom erweiterten Dienstleistungsangebot der BDO AG profitieren. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Integration für alle Beteiligten möglichst reibungslos und erfolgreich erfolgt. Bei Bedarf stehe ich auch weiterhin den Kunden wie auch dem Team zur Verfügung.

Marktgasse 4, 6460 Altdorf, Telefon 041 874 70 70, www.bdo.ch

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Wenn es um die Wurst geht Was tun, wenn der Chef plötzlich nicht mehr da ist? Die Mitarbeiter müssen ran. So wie bei der Fleischtrocknerei Arnold.

Blick nach vorn: der erneuerte Verkaufsladen der Fleischtrocknerei Arnold.

«Wenn unsere Mitarbeiter nicht mitgemacht hätten, wären wir nicht mehr da», sagt Barbara Arnold. Ihr Mann Peter, Inhaber der Fleischtrocknerei Arnold in Schattdorf, war vor gut einem Jahr einem schweren Herzinfarkt erlegen. Das Geschäft stand vor dem Aus. Doch gemeinsam mit den drei Kindern und den acht Mitarbeitenden beschloss Barbara Arnold, den Betrieb weiterzuführen. «Wenns um die Wurst geht»: So

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fleischtrocknerei Arnold GmbH zusammen mit der Inhaberfamilie Arnold.

lautet der Slogan der Fleischtrocknerei. Und das vergangene Jahr bewies nun, dass im Betrieb tatsächlich alle zusammenstehen, wenns drauf ankommt. «Die Lücke, die mein Mann hinterlassen hat, kann nicht gefüllt werden», sagt Barbara Arnold. «Aber dank der engagierten Mitarbeitenden schauen und gehen wir wieder entschlossen nach vorn.»

Metzgerei und Fleischtrocknerei Dimmerschachenstrasse 3, 6467 Schattdorf Telefon 041 870 48 45 www.fleischtrocknerei-arnold.ch

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MiU6 Einblicke und Ausblicke

Die Belegschaft der Schreinerei Beeler AG.

«Unser Kapital sind die Mitarbeitenden» Die Schreinerei Beeler AG in Erstfeld beschäftigt zahlreiche, langjährige Mitarbeiter, die über einen grossen Erfahrungsschatz verfügen. Mit diesem Kapital kann die Traditionsfirma den Ansprüchen bezüglich Qualität und Service gerecht werden. Die Gebrüder Klaus und Walter Beeler sind ein starkes Duo. Sie haben die Schreinerei Beeler AG, welche Grossvater Anton Beeler 1934 in Erstfeld gegründet hatte, nicht nur regional, sondern auch in Schwyz, Zug, Ob- und Nid­ walden sowie im Tessin verankert. Ob Hausund Zimmertüren, Einbauküchen und -schränke, Tische und Bänke, Garderoben und Möbel, Decken- und Wandverkleidungen oder Bodenbeläge aus Massivholz – das Kerngeschäft sind aber die Treppen, zu denen auf Wunsch auch die passenden Geländer montiert werden. Die Gebrüder Beeler, Geschäftsinhaber der Schreinerei Beeler AG, präzisieren: «Nach wie vor werden rund 80 Prozent der Treppen auf der Basis von Holz gefertigt.» Bezüglich Qualität und Service setzt das Unternehmen alles daran, die Ansprüche und die Erwartungen der Kundinnen und Kunden zu erfüllen und sie zu übertreffen. «Wir nehmen einen Auftrag nur an, wenn wir sicher sind, ein gutes Ergebnis liefern zu können», garantiert Walter Beeler. «Um den vielfältigen Wünschen der Kundinnen und

Kunden gerecht zu werden, ist ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen professioneller Kundenberatung, Planung, Produktion und Montage die wichtigste Voraussetzung», ist Walter Beeler überzeugt. «Teamgeist, gegenseitiges Verständnis, Harmonie und jahrelange Erfahrungen sind die Schlüssel, die zum Erfolg führen.» Die motivierten und langjährigen Mitarbeitenden können einen grossen Erfahrungsschatz mit teilweise mehr als 25 bis 30 Jahren Firmentreue vorweisen. Von diesem Wissen profitieren wiederum die jungen Berufsleute und Lernenden. Die Aus- und Weiterbildungen, Motivation der Mitarbeitenden sowie die Ausbildung der Lernenden geniessen einen hohen Stellenwert. Auch ausserhalb der Arbeitszeiten trifft sich die Belegschaft der Schreinerei Beeler AG regelmässig für gemeinsame Aktivitäten oder Ausflüge. Walter Beeler ist überzeugt, dass sich diese Investitionen in mehrfacher Hinsicht lohnen. «Motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital.»

Betrieb: Hofstatt 3, 6472 Erstfeld, Ausstellung: Gotthardstrasse 137, 6472 Erstfeld, Telefon 041 880 13 22, www.beeler-schreinerei.ch

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MiU6 Einblicke und Ausblicke

«Urner sind geerdet und haben Persönlichkeit» Alexander Senn ist mit 41 Jahren ein wichtiger Manager in einem der grössten Unternehmen der Schweiz. Er ist ein erfolgreicher HR-Profi, made in Uri.

Alexander Senn war bekannt als pfeilschneller Flügelstürmer des FC Altdorf, als angefressener Pfader und mitteltalentierter Guggenmusik-­ Trompeter. Und er war ein «Zwatzli», wie er selber sagt. Das «Gymi» schmiss er. Nach der Handelsmittelschule folgte seine erste Stelle als Bank­angestellter. «Will ich jetzt die nächsten Jahre und Jahrzehnte Sachbearbeiter Wertschriften bleiben?», fragte er sich. «Nein!» Der Knopf ging auf. Er bildete sich zum Betriebsökonomen weiter, machte den Executive Master in Human Resources Management und schliesst im nächsten Jahr seinen Executive MBA an der HSG ab. Alexander Senn war Headhunter in Zürich und in einer Führungsfunktion im Personalwesen tätig, ehe er 2012 zur Swisscom kam. Seit vergangenem Juni ist der Urner als Chief Operations Officer (COO) im HR verantwortlich für das operative Personalwesen bei Swisscom und somit Chef von 110 Personen. Leute sollen gerne arbeiten Die Swisscom ist mit 19’000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 11,7 Milliarden Franken eine der grössten Firmen der Schweiz. Alleine der HR-Bereich beschäftigt 220 Personen. «Wir wollen auf allen Stufen talentierte Mitar-

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beiterinnen und Mitarbeiter haben», betont Alexander Senn. Solche, die an der Erfolgsstory des Unternehmens mitschreiben. Solche, die aus dem Jobprofil herausragen, Engagement zeigen, Themen auf den Tisch bringen und an sich reissen. «Wir suchen Leute, die gerne arbeiten und bereit sind, die Extrameile zu gehen.» Damit dies möglich wird, muss eine Firma die Rahmenbedingungen schaffen. Ein Unternehmen brauche eine Strategie und müsse diese transparent kommunizieren, sagt Alexander Senn. Dann sei es enorm wichtig, über sehr gute Vorgesetzte zu verfügen. Diese sollen den Mitarbeitenden Freiheiten, Gestaltungsfreiraum und Verantwortung geben. «Ein Mitarbeiter entscheidet sich für ein Unternehmen und verlässt es wegen des Vorgesetzten», ist Alexander Senn überzeugt. Viermal pro Jahr gibt es bei der Swisscom Mitarbeiterbefragungen. Schlechte Vorgesetzte würden durch das System schnell identifiziert. Alle sind per Du Auch eine positive Firmenkultur ist wichtig. Bei Swisscom duzen sich alle Mitarbeitenden. Da sagt die Raumpflegerin oder der Lernende dem CEO «Du» und umgekehrt. «Das ist nicht ein-

Alexander Senn wohnt in Meggen. Täglich pendelt er gut 2 Stunden mit dem Zug zur Arbeit und nutzt die Zeit, um zu arbeiten.


Beim Swisscom-Gebäude in der Nähe des Bahnhofs Bern. Einen eigenen Arbeitsplatz hat Alexander Senn nicht. Sein Büro ist dort, wo sein Laptop ist.

fach ein PR-Gag gegen aussen, sondern das ist wirklich unsere Kultur», verrät Alexander Senn. Die Mitarbeitenden trügen aber selber die Hauptverantwortung, damit sie sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Und sie müssten ihren Teil dazu beitragen, dass sie markttauglich bleiben und sich entsprechende Fähigkeiten aneignen. Denn die Swisscom sei ein extrem innovatives und bewegliches Unternehmen. «Heute machen wir 80 Prozent unseres Umsatzes mit Produkten, die wir vor zehn Jahren noch gar nicht hatten.» Alexander Senn nennt ein Beispiel: Die Swisscom machte mit SMS während Jahren Milliardenumsätze. Mit dem Aufkommen von WhatsApp waren diese praktisch von einem Tag auf den anderen weg. Keine E-Mails nach 19.00 Uhr Alexander Senn betont auch die Wichtigkeit des Ausgleichs und der Erholung. Viele hätten verlernt herunterzufahren. In seiner Abteilung gelte deshalb die Seven-to-seven-Regel. Das heisst: Zwischen 19.00 und 7.00 Uhr werden keine E-Mails verschickt. Auch Alexander Senn hält sich daran. Wenn man als Chef um 22.00 Uhr eine E-Mail versende, übe man ge-

genüber den Mitarbeitenden leichten Druck aus: «Seht her, der Chef arbeitet noch.» Ihn beeindrucke niemand, der zwölf Stunden am Tag arbeite. «Mich beeindrucken diejenigen, die innerhalb ihres Arbeitspensums sehr gute Resultate erzielen.» Er selber schaue nach 20.00 Uhr grundsätzlich nicht mehr aufs Smartphone und sei auch während der Ferien offline. Uri erdet Fussball spielt Alexander Senn heute nicht mehr. Abschalten kann er bei seiner Familie. Mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen könne er seinen Beruf voll ausblenden. «Das Geschäft soll im Geschäft bleiben.» Um körperlich ausgeglichen zu sein, geht er ab und zu joggen und macht seit Kurzem Yoga. Gut tun ihm auch die sporadischen Besuche im Kanton Uri, den er nach wie vor seine Heimat nennt. «Immer wenn ich in den Kanton Uri fahre, habe ich einfach ein positives Grundgefühl. Auch habe er beruflich mit Urnerinnen und Urnern stets sehr gute Erfahrungen gemacht. «Keine Ahnung, woran das liegt, aber die Urner sind geerdet, haben Persönlichkeit und können arbeiten.»  MARKUS ARNOLD

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Nicht der Lohn ist das Ziel Beim SRK Uri arbeiten freiwillige und bezahlte Mitarbeitende Hand in Hand. Sie alle vereint der Einsatz für den Mitmenschen.

«Bei uns wird niemand reich», sagt Benedikt Bauer. Er präsidiert den Kantonalverband Uri des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK Uri). Somit führt Benedikt Bauer eine Organisation, die von der Tradition her ein gemeinnütziges Hilfswerk ist. In den vergangenen Jahren ist aus dem SRK Uri aber auch ein kleines Unternehmen erwachsen. Mit wenigen Vollzeitstellen zwar, dafür aber mit umso mehr Mitarbeitenden. Mehr als 150 sind es zurzeit. Knapp die Hälfte leistet ihr Pensum als Freiwilligenarbeit: entweder zugunsten des Fahrdienstes oder des Besuchs- und Begleitdienstes. Die andere Hälfte arbeitet im Angestelltenverhältnis für die kostenpflichti-

Spaziergang im Freien in Begleitung einer freiwilligen Besucherin.

gen Dienste wie Notruf, Ergotherapie, Entlastung für pflegende Angehörige oder Kurswesen. Da die Pensen meist klein sind, ist die Durchmischung mit Menschen aus allen Segmenten entsprechend gut. Die Koordination der freiwilligen und angestellten Mitarbeitenden ist jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie wird geleistet von einem Team rund um Geschäftsleiterin Marika Aschwanden. «Hierarchien existieren bei uns nur auf dem Papier», sagt sie. «Ausserdem arbeitet bei uns niemand, um Geld zu verdienen. Die Motivation ist einzig der Einsatz für benachteiligte, betagte oder kranke Mitmenschen.»

Schweizerisches Rotes Kreuz Kantonalverband Uri Ob freiwillige Arbeit oder bezahlte: Beim SRK Uri geht der Einsatz für den Mitmenschen über alles. Fotos: © Roland Blattner, SRK

Rynächtstrasse 13, 6460 Altdorf Telefon 041 874 30 75, info@srk-uri.ch, www.srk-uri.ch

Küchen- und Möbelbau made in Attinghausen Was 1972 als Kleinbetrieb mit zwei Mitarbeitern begann, wurde bald zu einem erfolgreichen Unternehmen mit über 30 Mitarbeitern und vier Lernenden. Die Markus Püntener AG stellt in den firmeneigenen Produktionsanlagen in Attinghausen sämtliche Möbelteile für Küchen, Wandschränke, Badmöbel und Möbel in verschiedenen

Ausführungen her. Der Wirtschaftsstandort Attinghausen hat viele Vorteile: Die Kunden profitieren von der Massanfertigung nach ihren Wünschen und Vorstellungen und können auf seriöse und professionelle Beratung, Planung und Ausführung zählen. Garant dafür sind die erfahrenen und langjährigen Mitarbeitenden.

Markus Püntener AG, Freiherrenstrasse 49, 6468 Attinghausen Telefon 041 874 20 74, www.puentener-kuechen.ch

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Offen für Sortimentswünsche Arnold Zentrum-Markt in Altdorf ist ein Markt im besten Sinn. Entsprechend wichtig ist der Austausch zwischen Kunden und Mitarbeitenden. «Nebst einem guten Sortiment sind unsere Mitarbei-

Schmiedgasse 10, CH-6460 Altdorf Telefon 041 870 11 91 info@zentrummarkt.ch

tenden sehr wichtig.», sagt David Arnold. Der 50-jährige Altdorfer führt den Zentrum-Markt, «Chäs Arnold», im Urner Hauptort in fünfter Generation. Das offene Geheimnis für nunmehr 145 Jahre erfolgrei­che Geschäftstätigkeit sind auch die Angestellten. Freundlich, zuvorkommend, mit­­fühlend: Diese Eigenschaften sind für David Arnold die wichtigste Voraussetzung. «Alles andere lässt sich lernen.» Eine der langjährigen Mitarbeiterinnen ist Elisabeth Tresch (im Bild). Sie ist seit 38 Jahren dabei.


Gleiche Leute, neuer Name SWR Geomatik AG wird zu Acht Grad Ost AG Interessante Projekte und Arbeiten tragen wesentlich zur Arbeitsplatzattraktivität bei. Mit dem neuen Namen Acht Grad Ost AG macht die frühere SWR Geomatik AG einen weiteren Schritt, damit auch in Zukunft die Mitarbeitenden Erfahrung und Wissen in anspruchsvollen Aufträgen einbringen können. Die Acht Grad Ost AG, die mit ihren Niederlassungen in den Kantonen Uri und Zürich Beratungen und Dienstleistungen im Inge­ nieur- und Vermessungsbereich anbietet, setzt weiterhin auf den Wirtschaftsstandort Uri. Die Integration des Geschäftsbereichs Geomatik der Swissphoto AG und des Vermessungsbüros Hodel sowie die Investitionen in neue Technologien zeigen, dass die Acht Grad Ost AG die Zukunft mit einem starken Urner Standort plant. Chance für junge Fachleute Dabei stehen die Mitarbeitenden im Zentrum. Mit einem breiten Netzwerk und den Standorten im Kanton Zürich bieten sich gerade jungen, qualifizierten Fachleuten Chancen, an weiteren anspruchsvollen Aufträgen aus­ serhalb der Innerschweiz mitzuarbeiten und den persönlichen Horizont zu erweitern. Dies sichert allen Mitarbeitenden einen attraktiven Arbeitsplatz und ermöglicht, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Von diesem Wissen und den Erfahrungen profitieren nicht zuletzt auch die Urner Projekte.

Die Acht Grad Ost AG trägt mit dem neuen Namen der Tatsache Rechnung, dass sie mit ihrer breiten Dienstleistungspalette längst über das Kerngebiet der Geomatik hinaus erfolgreich ist. «Wir haben bewusst eine Bezeichnung gesucht, die weder fachlich noch räumlich einschränkend wirkt. Sie soll zu Fragen und Weiterdenken anregen – genauso wie wir selbst über das reine Erheben und Aufzeichnen von Daten hinaus denken und beraten», betont Geschäftsführer Peter Bänninger. «Alle unsere rund 60 Mitarbeitenden und damit der Kern dessen, was wir in den letzten Jahren auch im Kanton Uri aufgebaut und erreicht haben, bleibt unverändert.» Dienstleistungen weiterentwickeln Die Acht Grad Ost AG wird auch in Zukunft die bisherigen Dienstleistungen anbieten, entwickeln und ausbauen. Weitere Informationen über die Kompetenzen und Angebotspalette sind auf der Homepage www.achtgradost.ch zu finden.

Acht Grad Ost AG Industriezone Schächenwald, 6460 Altdorf Telefon 043 500 43 00, altdorf@achtgradost.ch www.achtgradost.ch

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MiU6 Einblicke und Ausblicke

Matrose Zhang träumt von mehr Seit April arbeiten zwei chinesische Matrosen auf dem Vierwaldstättersee. Sie sollen die Kommunikation mit Touristen aus China vereinfachen. Einer von ihnen ist Zhang Xingyong. Wie in der Liebe gibt es auch im Beruf kein Patentrezept für Erfolg. Etwas Mut und eine Portion Glück können aber sicher nie schaden. Zhang Xingyong hat im wahrsten Sinne des Wortes beides. Denn sein Vorname bedeutet übersetzt «Glück und Mut». Der 23-Jährige aus der südchinesischen Hafenstadt Xiamen ist einer von zwei Chinesen, die seit April als Matrosen für die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) tätig sind. Ihre Mission: Sie sollen die Kommunikation zwischen dem Schwei­zer Bootspersonal und der wachsenden Zahl von chinesischen Gästen an Bord vereinfachen. «80 Prozent der Touristen aus China können kein Englisch», erklärt Zhang Xingyong in

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fliessendem Deutsch. «Bei Fragen helfe ich ihnen weiter.» Das Mithelfen beim Ab- und Anlegen des Schiffs gehört ebenfalls zum Pflichtenheft der beiden Matrosen aus China. Zudem müssen sie beim Ticketverkauf helfen und den Passagieren die Audioguides erklären. «Im Notfall könnte ich das Schiff auch steuern», ergänzt Zhang Xingyong. «Wir wurden entsprechend ausgebildet.» Dazu kam es bisher aber noch nie. Dafür muss der in Alpnach wohnhafte Chinese hin und wieder einen Landsmann zurückpfeifen, der sich etwas zu weit über die Reling hinauslehnt. Es sei aber noch niemand über Bord gefallen, versichert Zhang Xingyong, der im Moment nur auf der «Saphir» zum Einsatz kommt. Die Panoramajacht mit Platz für 300 Passagiere verkehrt zwischen Luzern und Kastanienbaum. Im Sommer sind Zhang Xingyong und sein chinesischer Kollege abwechselnd sechs Mal pro Tag auf der einstündigen Fahrt mit dabei. Je nach Dienstplan bis zu sie-

ben Tage in Folge. Obwohl Zhang Xingyong die Route inzwischen auswendig kennt, macht ihm seine Arbeit nach wie vor «gros­ sen Spass». «Das Arbeitsumfeld ist sehr schön. Zudem kann ich viel lernen.» Am besten an seinem Job gefällt ihm das Verkaufen der Tickets. Das Auswerfen der Leine beim Anlegen behagt ihm hingegen weniger. «Ich treffe nicht immer», sagt er leicht verlegen. Noch ist Zhang Xingyong in Ausbildung. Erst wenn er die Prüfung im Dezember besteht, darf er sich offiziell Matrose nennen. Eine Zukunft bei der SGV kann sich der 23-Jährige aber bereits heute vorstellen. «Vielleicht kann ich eines Tages ja auch das Schiff steuern.» Bis Zhang Xingyong als Kapitän der «Uri» von Luzern nach Flüelen fährt, dürfte es aber noch eine Weile dauern. Zumindest trägt er schon jetzt zwei der dazu notwendigen Grundvoraussetzungen in seinem Namen. SIMON GISLER


Michael Baldelli und Milena Baumann

Höchstleistungen für Uri Die Urner Kantonalbank fordert viel von ihren Mitarbeitenden, und sie tut alles für sie. Nur so hat sie auch in Zukunft Erfolg. «Unser Uri. Unsere Bank.» Dafür steht die Urner Kantonalbank. Doch es sind die Menschen, die den Kern der Marke nach aussen tragen. An ihnen hängt aller Erfolg. «Wir pflegen daher einen offenen, kollegialen Umgang und suchen gemeinsame Lösungen, die zu Höchstleistungen anspornen», sagt Leo Brücker, Personalchef bei der Urner Kantonalbank. «Wir fördern unsere Mitarbeitenden und unterstützen sie jederzeit in ihrer persönlichen Entwicklung.» Was das konkret bedeutet, zeigt das Beispiel von Milena Baumann. Die heute 29-jährige Schattdorferin heuerte direkt nach der Lehre bei der Urner Kantonalbank an. Dort absolvierte sie zuerst den Bankfachkurs, dann einen Lehrgang in Privatkundenberatung und schliesslich eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung an der Höheren Fachschule für Banking und Finance in Luzern. «In meine Ausbildung habe ich viel investiert», erzählt Milena Baumann, «aber meine Arbeitgeberin hat mich jederzeit hervorragend unterstützt.» Gelohnt hat es sich. Heute leitet Milena Baumann die Geschäftsstelle Altdorf und damit ein mehrköpfiges motiviertes Team. «Diese Aufgabe bereitet mir viel Freude, und ich finde innerhalb der Bank jederzeit eine perfekte Unterstützung.»

Natürlich gibt es auch ausserhalb der Urner Kantonalbank gute Möglichkeiten, Wissen und Erfahrung zu sammeln. «Wir ermuntern unsere Mitarbeitenden daher, auf Lehr- und Wanderjahre zu gehen», sagt Personalchef Leo Brücker, «obschon uns der Abschied jeweils schwerfällt.» Umso mehr Freude bereitet dann die Rückkehr, etwa im Fall von Michael Baldelli. Mit Mitte 20 hatte er die Urner Kantonalbank verlassen, um in anderen Kantonen und anderen Bankinstituten neue Erfahrungen zu sammeln. Anfang Jahr kehrte er zurück in seine alte berufliche Heimat; seither leitet er die Geschäftsstelle in Erstfeld. «Der wohl grösste Unterschied im Vergleich zu früheren Stellen ist das enorme Vertrauen, das mir meine Vor­ gesetzten entgegenbringen», sagt der heute 39-jährige Familienvater. «Ich habe sehr viel Freiheit in der Ausübung meiner Aufgabe. Und da ich ein schlagkräftiges kleines Team führen darf, kann ich sehr viel bewirken, Chancen packen und neue Herausforderungen meistern.» Neue Herausforderungen bietet das Bankgeschäft zurzeit mehr als genug. Die Digitalisierung ist in vollem Gang. «Solche Herausforderungen sind mit Geld nicht zu lösen», sagt Personalchef Leo Brücker, «aber mit motivierten Mitarbeitenden, die jederzeit Höchstleistungen erbringen.»

Urner Kantonalbank, Bahnhofstrasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 875 60 00, info@ukb.ch, www.ukb.ch

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MiU Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Claudio Zezzi zusammen mit seiner Frau Tanja Zezzi (Mitte) und Mirjam Arnold von der Geschäftsstelle Personal Sigma Altdorf AG in Altdorf.

Für jeden Job die richtige Besetzung Die Personal Sigma Altdorf AG vermittelt Fachkräfte in kaufmännischen, technischen und handwerklichen Berufen. Und sie hilft den hiesigen Unternehmen, Leistungsspitzen mit temporären Mitarbeitern zu brechen. Zuverlässig und loyal, fachlich versiert, offen und ehrlich: Das sind für Claudio Zezzi die Qualitäten des idealen Mitarbeiters. Diese Merkmale schätzt Claudio Zezzi sowohl als Arbeitgeber als auch als Vermittler von Angestellten. In beidem hat der gebürtige Altdorfer eine langjährige Erfahrung. Seit einem Dutzend Jahren arbeitet er bei der Personal Sigma Altdorf AG; seit diesem Jahr neu als Inhaber zusammen mit seiner Frau Tanja. Spezialisiert hat sich die Personal Sigma Altdorf AG auf die Vermittlung und den Verleih von kaufmännischen, technischen und handwerklichen Berufsleuten. Das Kern­ geschäft bilden zum einen die Suche und Selektion von Fach- und Führungskräften bis hin zum mittleren Kader. Zum andern verfügt die Personal Sigma Altdorf AG über

ein Team von rund 25 fest angestellten Mitarbeitenden, alle im handwerklich-technischen Bereich tätig. Diese können von kleineren und grösseren Unternehmen kurzzeitig gemietet werden, um Leistungsspitzen zu brechen oder besondere Aufträge auszuführen. «Attraktiv ist unser Festteam vor allem für junge Berufsleute», sagt Claudio Zezzi. «Diese können in kurzer Zeit viele Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben und auch jenseits der Kantonsgrenzen sammeln.» Aber auch Leute aus der Landwirtschaft, oder Personen, welche eine längere Auszeit nehmen wollen, schätzen diese feste Anstellung bei der Personal Sigma Altdorf AG. «Wir geben jeden Tag unser Bestes», sagt Claudio Zezzi, «damit Menschen zu den passenden Aufgaben finden.»

Personal Sigma Altdorf AG Schützengasse 5, 6460 Altdorf, Telefon 041 874 07 07 info@ps-altdorf.ch

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MiU6 Einblicke und Ausblicke

Menschen für Menschen und Menschen mit Menschen Es kommt nicht darauf an, zu schauen, was jemand nicht kann, sondern darauf, die Fähigkeiten eines jeden Einzelnen zu erkennen und diese individuell zu fördern. Das ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU). 175 Mitarbeiter (Menschen mit einer Behinderung) finden einen Arbeits- oder Beschäftigungsplatz, der sie mit Freude und Stolz erfüllt, etwas für Kunden produziert und geleistet zu haben und damit ein wichtiger Teil der Gesellschaft zu sein. Zudem stehen 82 Plätze für betreutes und begleitetes Wohnen in der SBU bereit. Die Menschen mit einer Behinderung sind gleichwertige Partnerinnen und Partner der 175 Angestellten, die sie betreuen und begleiten. Gehen können die Menschen mit Behinderung den Weg allein, denn sie erfahren in dem geschützten Raum der SBU zwar Betreuung und Förderung, aber die Angestellten nehmen die Menschen mit einer Behinderung als Individuen ernst. Sie fällen keine Entscheidungen für sie, vielmehr schauen sie, was jemand kann und stärken ihn, selbst den besten Weg zum Erfolg zu finden. So schaffen die Angestellten die Rahmenbedingungen für gute Leistungen, denn auch die Menschen mit einer Behinderung haben ihre Aufgaben zu er-

füllen. «Menschen für Menschen und Menschen mit Menschen» heisst die Losung. Dabei bringen alle gemeinsam ihr Können und ihre Leistung auf professionelle Art und Weise ein: in der Werkstatt – zum Beispiel bei der Holzbearbeitung, der Mikroverfilmung oder der Herstellung von Karten – ebenso wie in den Wohngruppen, wo Angestellte für ein vertrautes Zuhause sorgen, das Geborgenheit und Wärme bietet. Ziel ist, dass die Bewohner in der Gemeinschaft ein erfülltes Leben führen können, auch wenn es mal schwieriger wird und Einfühlungsvermögen, ein Ohr für Sorgen und Nöte der Bewohner sowie viel Geduld gefragt sind. Damit professionelle Arbeit geleistet werden kann, ist der SBU eine gute Aus- und Weiterbildung der Angestellten in den Bereichen Betreuung, Sozialpädagogik, Arbeitsagogik, Hauswirtschaft und nicht zuletzt Administration wichtig. Voraussetzung für die Arbeit ist indes zuallererst, Menschen zu mögen. Erforderlich sind zudem Menschenkenntnis sowie die Fähigkeit, eine Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz zu wahren. Kommt alles zusammen, dann steht am Ende in der Stiftung Behindertenbetriebe Uri immer der Mensch im Mittelpunkt – ohne ihn geht nichts, er ist Schlüssel zum Erfolg.

Rüttistrasse 57, 6467 Schattdorf Telefon 041 874 15 15, info@sburi.ch, www.sburi.ch

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Made in Uri – Erfolgsfaktor Mitarbeiter  

Beilage im Urner Wochenblatt vom 28. September 2016.

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