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H+ Hospital Forum

6/2007

Focus

Facility Management: Anspruchsvoll in Gesundheitsinstitutionen Le point sur les formations News

Focus

Trend

Schweizer Spital ex­ pandiert nach Arabien 5

Gérer des compétences, pas des contrats 19

Managed Care für ­Patientensicherheit 30


Ressort

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Editorial

Leo Boos, Mitglied der Redaktionskommission

In or out?

In or out? Klar: Kein Patient kommt wegen der Putzfrau ins Spital. Facility ­Management vom Empfang über den Gebäudeunterhalt bis zur Entsorgung gehört nicht zum Kerngeschäft von Krankenhäusern. Für unwichtig wird es deswegen niemand erklären. Facility Management hat eine Entwicklung hinter und eine Karriere vor sich. Die vorliegende ­Competence-Nummer stellt aktuelle Facetten und Heraus­ forderungen des Facility Managements dar. Dabei wird deutlich, dass Errichtung, Unterhalt und Rückbau von Gebäuden immer wichtiger werden. Das Gleiche gilt für die Dienstleistungen der Hotellerie. Laut Untersuchungen aus Deutschland fallen 49 Prozent der Kosten auf diese so genannten sekundären Dienstleistungen. Eine Reduktion auf die Frage des In- oder Outsourcing der Leistungen führt gerade darum in die Irre. Ob die Leistungs­erbringer in Hotellerie, Hauswirtschaft und Technischem Dienst Teil der Firma sind oder nicht, entscheidet nicht über die Qualität und Kosten ihrer Leistungen. Zentral ist, dass Spitäler und Heime die Menge und Art der hauswirtschaftlichen Leistungen entsprechend der Unternehmensziele steuern können. Dafür brauchen sie jetzt und in Zukunft kompetente Facility-Management-Fachleute.  ■

C’est bien clair: aucun patient ne vient à l’hôpital pour la femme de ménage. Le Facility Management, de l’accueil à la gestion des déchets, en passant par l’entretien des bâtiments, ne figure pas parmi les tâches centrales des établissements hospitaliers. Mais personne ne la qualifiera de négligable. Le Facility Management a une histoire et un avenir. La présente édition de Competence met en relief ses aspects et défis actuels. Ce numéro rend compte de la signification grandissante de la construction, de l’entretien et de la transformation des bâtiments, ainsi que des services hôteliers. Selon des études allemandes, 49 % des coûts proviennent de ce que l’on a baptisé les prestations secondaires. Réduire le débat à la question de l’in- ou de l’outsourcing serait un leurre. Que l’hôtellerie, l’intendance ou le secteur technique soient partie intégrante de ­l’entreprise ou non, n’est pas décisif quant à la qualité et aux coûts de leurs services. Il est essentiel, en revanche, que les hôpitaux et les EMS puissent gérer les prestations du Facility Management en adéquation avec les objectifs de l’entreprise, en termes de volume et de manière de faire. Pour cela, ils ont besoin, aujourd’hui comme demain, de spécialistes compétents dans cette branche.  ■


Inhalt/Contenu

1 Editorial 5

News

Monatsinterview

6 «Wir sind kein Think Tank, der sich Utopien ausdenkt»

Focus 8 Facility Management: Nicht wegzudenken/ À ne pas négliger 10 Spital und Heim bestehen zur Hälfte aus Facility Management 15 Pas de filière supérieure en Suisse romande 17 Vom Empfang bis zur Spitalplanung 19 Gérer des compétences plutôt que des contrats 21 Wo der Fremdreiniger nicht fremd ist 23 Buanderie: la maîtrise de la qualité avant le coût 24 Hoffen auf den FM-Master

Background

Monatsinterview 6 Forschungsleiter Ian Needham am Institut für Angewandte Pflegewissenschaft der Fachhochschule St. Gallen plädiert für akademische Pflegeausbildung, praxisnahe Forschung und mehr Pflegende in der Politik.

27 Hôpital et Université unis pour une première

Trend 28 «Les soignants doivent avoir les moyens d‘être au top» 30 Managed Care für Qualität und Patientensicherheit 32

Who is who

34 Book Service 35 IHS Competence Offizielles Organ von H+ Die Spitäler der Schweiz und der Schweizerischen Vereinigung der Spitaldirektoren SVS Organe officiel de H+ Les Hôpitaux de Suisse et de la Fédération suisse des directeurs d`hôpitaux FSDH

36 Service 37 Agenda 38 Journal 39 Outlook 39 Impressum

Satire 40 Kassandra/Cassandre Medienpartner/Partenaire Média: Ingenieur Hospital Schweiz Ingénieur Hôpital Suisse

Umschlagillustration: Daniel Karrer, Zürich


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Focus 24 Hoffen auf den FM-Master

Trend 28 «Les soignants doivent avoir les moyens d‘être au top»

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News

Redaktionsschluss News: 15. Mai 2007 Délai de rédaction News: le 15 mai 2007

Schweizer Spital expan­ diert nach Arabien Das erste Schweizer Spital expandiert ins Ausland: Die Sonnenhof AG eröffnet ein Spital in Ras-al-Khaima.

S

onnenhof Swiss Health Ltd., eine Tochterfirma des Berner Privatspitals Sonnenhof AG, eröffnet im Herbst 2007 ein Spital in Vereinigten Arabischen Emirate. Das neu gebaute Spital steht im Emirat Ras alKhaima. Der einheimische Scheich hat den Bau finanziert und übernimmt ebenfalls die Defizitgarantie der ersten drei Jahre. Vorerst sollen 50 Betten bereitstehen, später sollen weitere 50 dazu kommen. Das auf Frauenmedizin spezialisierte Spital umfasst unter anderem eine Notfallstation sowie alle nötigen Einrichtungen für Gynäkologie und Chirurgie. Es will vor allem selbst zahlende Pati-

entinnen der mittleren bis oberen Schicht anziehen. Für die Spitalführung suchte das Sonnenhof-Management Kaderleute aus der Schweiz und Deutschland. Das Pflegepersonal wird vor allem in Indien, den Philippinen, Pakistan und Ägypten rekrutiert; einheimisches Personal sei nicht in dieser Branche tätig. Die Sonnenhof Swiss Health Ltd. will auch in Kuwait, Saudi-Arabien und Oman Fuss fassen. In China will die SonnenhofTochterfirma den Spitälern Beratungen verkaufen, im März hat sie in Hongkong einen Zusammenarbeitsvertrag abgeschlossen.  ■ Info: www.sonnenhof.ch

Neuchâtel: gel du regroupement de la pédiatrie

Près de 60 millards pour la santé en 2008 Les coûts de la santé pourraient approcher la barre des 60 milliards de francs l‘an prochain. L‘Office fédéral de la statistique table sur une croissance annuelle de 3,9 % en 2007 et 2008. L‘effet de cette hausse sur les primes maladie n‘est pas encore établi. Les dépenses du système de santé devraient être de quelque 55 milliards en 2006, soit 2 milliards de plus qu‘en 2005. Elles devraient s‘élever à environ 57,1 milliards cette année et à 59,3 milliards en 2008. A long terme, il est probable qu‘une hausse contenue des coûts ira de pair avec la maîtrise du volume des prestations de l‘assurance maladie obligatoire et avec des hausses de primes moins importantes, estime l‘OFS.  ■ Info: www.statistique.admin.ch Ñ santé

Jeder zehnte Spital­ patient infiziert Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden täglich 1,4 Millionen Patienten in Spitälern infiziert; jeder zehnte ist betroffen. In der Schweiz sind es jährlich 70’000 Infektionen, 5’000 Patienten sterben daran. Um die Sicherheit für Patienten zu verbessern, empfiehlt die WHO mehrere Massnahmen, u.a. einheitliche Namen der Medikamente, bessere Identifikation der Patienten, bessere Kommunikation, eine auf das Notwendige beschränkte Behandlung sowie präziser verordnete und verabreichte Medikamente.  ■ Info: www.who.int Ñ media centre

Mehr Spitaltage wegen Mangelernährung Les Alémaniques vont jusqu’à quatre fois plus chez leur médecin de famille que les Roman(92).

Mise sous pression par la démission de quatre pédiatres en fonction à l‘Hôpital de La Chaux-de-Fonds, la direction d‘Hôpital neuchâtelois a gelé le projet de concentration à Neuchâtel des services de pédiatrie et se donne six mois pour étudier la création d‘une unité hospitalière mère-enfant, regroupant pédiatrie et gynécologie sur un site unique. Si cette annonce a permis de faire revenir les dé­

missionnaires sur leur décision, elle ­provoque le départ du médecin-chef du département cantonal de pédiatrie, Bernard Laub­scher, qui ne souhaite pas attendre plus longtemps la réorganisation. De celle-ci dépend en effet le renforcement des effectifs de médecinspédiatres à la faveur d‘une structure attractive.  ■ Info: www.hopital-ne.ch

Mangelernährung verlängert den Spitalaufenthalt um durchschnittlich 4,9 Tage und verursacht Mehrkosten. Dies hat eine vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegebene Studie ergeben. Im Jahre 2004 waren durchschnittlich rund 20 Prozent oder 157 000 der hospitalisierten Patienten mangelernährt. Mit der neuen Studie konnten die Kosten der Mangelernährung erstmals beziffert werden. Pro Patient betragen sie durchschnittlich 3’344 Franken. Dies ergab für das Jahr 2004 Gesamtkosten von 526 Millionen Franken.   ■ Info: www.bag.admin.ch Ñ Dokumentation

Competence 6/2007




Monatsinterview

Prof. Ian Needham eröffnet als Leiter Forschung das Institut für Angewandte Pflegewissenschaft an der Fachhochschule St. Gallen.

Pflegewissenschaft

«Wir sind kein Think Tank, der sich Utopien ausdenkt» Prof. Ian Needham ist Forschungsleiter am neuen Institut für Angewandte Pflege­ wissenschaft der Fachhochschule St. Gallen. Er führt Projekte für die Praxis durch und ist für eine akademische Pflege-Grundausbildung. – Interview von Erika Schumacher Herr Needham, vor welchen Herausforderungen steht das junge Institut? Wir möchten Lehre, angewandte Forschung, Dienstleistungen und Weiterbildung deckungsgleich gestalten. Das braucht jedoch Zeit. Mein Ziel: Wir führen einen Forschungsauftrag durch, transferieren die Ergebnisse der Forschung sofort in die Lehre, setzen sie um in Dienstleistungsaufträge und verwenden die Erkenntnisse daraus in der Weiterbildung. Da das Institut erst im Aufbau ist, sind wir natürlich froh um jeden Auftrag. Wir hoffen auf Forschungs- und Dienstleistungsaufträge beispielsweise von Spitälern, Langzeitinstitutionen, Seniorenorganisationen oder der Pharmaindustrie.



Competence 6/2007

In welchem seiner vier Themenbereiche Aggressionsmanagement, Evidenzbasierte Pflege, Patientenedukation und Management in Pflege und Gesundheitswesen ist das IPW am stärksten? Zur Zeit in der Aggressionsprävention, da haben wir bereits etliche Studien durchgeführt. Die anderen Themenbereiche müssen wir allmählich entwickeln. Schwerpunkte wollen wir auch mit den Weiterbildungen setzen. Die ersten Angebote – Palliative Care und Onkologie – sind in Planung. Ideal wäre, wenn sich die Stärken der Fachhochschulen mit Pflegeausbildung ergänzen würden: So könnten wir Anfragen für Forschungs- oder Dienstleistungsprojekte, die unser Institut selber nicht erfüllen

kann, weitergeben an die Fachhochschulen Bern oder Winterthur. Am IPW wurde schon vor der offiziellen Eröffnung geforscht. Geben Sie uns zwei Beispiele? Im Auftrag eines Pflegeheims haben wir untersucht, wieweit die Pflege der Demenzkranken dem modernsten Stand der Wissenschaft entspricht und Verbesserungsmassnahmen empfohlen. Auf der Basis der Studie erstellt das Heim nun ein Konzept für den Umgang mit Demenzkranken. Für das Kantonsspital St. Gallen werten wir seine ersten Erfahrungen mit Bezugspflege aus. Ein Teil des Projektes erarbeiten wir gemeinsam mit dem FHSG-Institut für


­Simulation: Wir untersuchen mit Computersimulation die maximal mögliche Kontinuität der Bezugspflegepersonen unter Berücksichtigung von Arbeitsplänen, Freitagen, ­Ferien etc.

widerlegen. So hat die Rich-Nursing Studie gezeigt: Je höher der Ausbildungsgrad der Pflegenden, desto tiefer die Rate von Sterblichkeit und Zusatzkrankheiten, beispielsweise nosokomialer Infektionen.

Das Institut legt Wert auf Praxisnähe. Das ist uns am allerwichtigsten. Wir sind kein Think Tank, der sich Utopien ausdenkt. Wir wollen Bodenhaftung, angewandte Forschungs- und Dienstleistungsprojekte, mit den Berufsleuten an der Front gut zusammenarbeiten. Unsere Arbeiten, Aus- und Weiterbildungen sollen wirklich den Patienten zugute kommen.

Wie wichtig ist die Ausbildung für die Pflegenden im Pflegeheim? Oft wird behauptet, Pflegeheim-Patienten bräuchten keine bestausgebildeten Pflegenden. Das ist ein Mythos. Gerade alte Menschen, die gleichzeitig an mehreren Krankheiten leiden, sind komplexe Pflegefälle. Für ihre Betreuung wird leider viel weniger Geld locker gemacht als für die Patienten in High Technology-Umgebung.

Welche Aus- und Weiterbildungen braucht die Pflege heute? Die ganze Grundausbildung sollte auf akademischem Niveau stattfinden, wie es in der Westschweiz seit sieben Jahren der Fall ist. In etlichen Ländern sind alle Pflegefachleute akademisch ausgebildet. Und es braucht mehr Weiterbildungsangebote für den Master, damit Pflegefachleute doktorieren können. Wird die Pflege so nicht «verakademisiert»? Ein geläufiger Einwand, den mehrere Studien

Für Menschen in allen Lebensphasen Das IPW-FHS wurde Ende April 2007 ­offiziell eröffnet. Schwerpunkte: Aggressionsmanagement, ­Evidenzbasierte Pflege, Patienten­edukation (Aus­ bildung von Patienten zum alltags­ tauglichen Umgang mit ­ihrer Krankheit) und Management in Pflege und Gesundheitswesen. In ­diesen Bereichen bietet das IPW-FHS Forschungsprojekte und Dienstleistungen an; sie beziehen sich auf Menschen aller Lebensphasen, gesunde und ­kranke, vom Säugling bis zum Hoch­betagten. An der FHS läuft der schweizweit grösste Studiengang, der Pflegefachleute zum «Bachelor of ­Science» in Pflege führt. Der «Master of Science», an der Universität Basel Programm, wird ab 2008 auch von den Universi­tä­ten Genf und ­Lau­sanne angeboten ­(siehe Seite 28).

Prof. Ian Needham ist Leiter Forschung am Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS der Fachhochschule St. Gallen. IPW-FHS, Tellstrasse 2, Postfach 664, 9001 St. Gallen; Telefon 071 226 15 06, E-Mail ian.needham@fhsg.ch Mehr Info:

■ www.fhsg.ch/ipw

In England und Skandinavien haben als «Nurse Practitioners» ausgebildete Pflegefachpersonen gewisse Aufgaben, die bei uns den Ärzten vorbehalten sind. Ein Modell für die Schweiz? Ob es sich durchsetzen könnte, ist fraglich. Die Fachkräfte, die zur Zeit an der Uni Basel den Master in Advanced Nursing Practice absolvieren, werden nach ihrem Abschluss körperliche Untersuchungen vornehmen und ­Diagnosen stellen können. Was sie können und was sie dürfen, ist jedoch zweierlei, denn nach unserem Gesetz ist die Pflege nach wie vor ein Hilfsberuf. Zudem sind nicht alle Berufsgruppen bereit, mit Pflegenden so zusammen zu arbeiten, wie das wünschbar wäre. Von Zu­sammenarbeit kann allenfalls dort die Rede sein, wo die Ärzte die Zusammenarbeit definieren. Hat die Pflege in der Gesundheitspolitik genug zu sagen? In den politischen Gremien müssten sich viel mehr Pflegefachleute engagieren; in der nationalen und kantonalen Politik wie auf lokaler Ebene. Die Schweiz gibt 11,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes für das Gesundheitswesen aus. Der Löwenanteil betrifft die Löhne und als grosse Berufsgruppe haben die Pflegenden daran einen bedeutenden Anteil. Da ist es nahezu fahrlässig, dass die Pflege in der Politik so schlecht vertreten ist. Natürlich müsste die Pflege hart dafür arbeiten, ihre Forderungen durchzusetzen. Es geht doch nicht an, dass die Kostenträger in Tarifverhandlungen mit der Spitex rappenspalterisch umgehen und andererseits ein Operateur täglich dreizehn Hornhautoperationen macht und für jede eine hohe Pauschale bezieht!

■ RICH-Nursing Studie (Rationing of Nursing Care in CH): www.svpl.ch Ñ aktuelles

Pas des utopies, mais des projets praticables Le professeur Ian Needham, directeur de recherche du nouvel Institut en sciences infirmières appliquées de la Haute école spécialisé de St. Gall, préconise une formation de base en soins au niveau académique. Le nouvel institut doit orienter ses ­recherches en fonction de la pratique infirmière. La collaboration avec les pro­fes­ sionnels, dans une perspective «patients», est prioritaire à ses yeux. Il déplore en outre la faible représentation politique des professionnels des soins: ce secteur devrait inciter le personnel soignant à s’engager.  ■

Sind die Pflegenden denn bereit für die Politik? Die Pflege muss die eigenen Leute dazu motivieren! Von der beruflichen Sozialisation, von der karitativen Bewegung her sind wir noch zuwenig gewohnt, in den Entscheidungsgremien mitzureden. Da haben wir Nachhol- und auch Bildungsbedarf.  ■

Competence 6/2007




Focus

Erika Schumacher, Redaktorin Competence

FM im Gesundheitswesen

Facility Management: Nicht wegzudenken. Was nicht Kerngeschäft ist, ist Facility Management (FM). Es kennt viele Aufgaben, etliche Ausbildungen und ist unterschiedlich organisiert – von Erika Schumacher

V

on A wie Abfallentsorgung bis Z wie Zimmerservice – Facility Management (FM) umfasst Dutzende von Dienstleistungen. Mit einem Betrieb rund um die Uhr gehört das Spital zu den anspruchsvollsten Einrichtun­gen für FM. Zu den grossen Her­ ausforderun­gen gehören Personen- und Gebäudesicherheit. Integriertes FM fasst alle ­Bereiche unter einer Leitung zusammen und ein guter Facility Manager ist fachlich wie sozial vielseitig bewandert, nicht zuletzt agiert er als Troubleshooter (siehe Seite 10). FM-Ausbildungen gibt es viele (Seite 13), in der Westschweiz weniger als in der Deutsch­ schweiz. Im ganzen Land verdienen Facility Managerinnen weniger als ihre männlichen Kollegen (Seite 15). Spitalbauplanung steht (noch) nicht in jedem Pflichtenheft. Wichtig ist sie im Spital Bülach/ZH, wo eine Betriebsökonomin FH in Facility Management als Gesamtleiterin FM und Mitglied der Spitaldirektion wirkt (Seite 17). In der psychiatrischen Klinik Marsens/ FR koordiniert der Direktor die verschiedenen FM-Leistungen selber, unterstützt von mittleren Kadern, die operationelle Selbstständig­ keit geniessen (Seite 19). Das Bethesda-Spital in Basel setzt in der Reinigung auf Outsourcing. Das Know-how



Competence 6/2007

und die eigene Personaladministration der Reinigungsfirma entlasten die Spitaldirek­ tion. Der externe Chef der Putzequipe gehört zum Leitungsteam der – internen – Hotellerie (Seite 21). Insourcing gilt im Pflegeheim Fondation Clémence in Lausanne. Eine Studie hat zwar gezeigt, dass dies etwas teurer zu stehen kommt als Outsourcing. Dennoch hat man sich für internes FM entschieden: Bessere Qualität, Unabhängigkeit, mehr Flexibilität (Seite 23). Forschung und Entwicklung in FM betreibt in der Schweiz bislang nur die Hochschule Wädenswil (HSW), die ebenfalls Dienstleistungsaufträge für Spitäler und Langzeitinstitutionen übernimmt. 2009 will die HSW einen forschungsbasierten Masterlehrgang einführen (Seite 24).  ■

Facility Management: À ne pas négliger Le Facility Management (FM) embrasse une large gamme de services. L’hôpital, qui doit fonctionner en permanence, représente un de ses plus grands défis. Le FM intégré englobe presque tous les secteurs sous une direction unique: le bon manager en FM doit être polyvalent, tant du point de vue professionnel que par ses qualités humaines (lire en page 10). Les formations en FM sont nombreuses (page 13), avant tout en Suisse alémanique. Sur l’ensemble du territoire, les femmes gagnent moins que leurs collègues masculins (page 15). A l’hôpital de Bülach/ZH, la planification immobilière est partie intégrante du FM, placé sous la houlette d’une économiste d’entreprise HES, également membre de la direction (page 17). A l’hôpital psychiatrique de Marsens/FR, le directeur se charge de coordonner les services relevant du FM, avec le soutien de cadres intermédiaires forts d’une certaine indépendance opérationnelle (page 19). L’hôpital Bethesda de Bâle a opté pour l’externalisation du nettoyage ce qui permet de décharger la direction de l’hôpital (page 21). L’EMS Fondation Clémence à Lausanne privilégie pour sa part l’insourcing pour la buanderie. Bien qu’une étude ait démontré que les coûts sont un peu plus élevés, elle a préféré garder en mains la lingerie, pour des motifs de qualité, d’indépendance et de flexibilité (page 23). La Recherche et le développement dans le domaine du FM est l’apanage de la seule Haute école spécialise de Wädenswil/ZH. En 2009 devrait démarrer une filière master en recherche (page 24).  ■


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Focus Herausforderung FM

Spital und Heim bestehen zur Hälfte aus Facility Management Facility Management (FM) verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig. Nirgendwo sind die Anforderungen so hoch und komplex wie im Spital, sagt Barbara Hohmann Beck, Präsidentin Facility Management Schweiz – Interview von Erika Schumacher

Frau Hohmann Beck, Facility Manage­ ment (FM) ist ein weites Feld. Was ist FM kurz gesagt? FM organisiert die Dienstleistungen in einem Gebäude, etwa einem Spital, die nicht zum Kerngeschäft gehören: Hotellerie, Haustechnik, Sicherheit etc. Zudem hat FM die langfristige Nutzung des Gebäudes im Blick. FM umfasst eine strategische, eine taktische und eine operative Handlungsebene (siehe Grafik). Baubegleitendes FM ist wenig bekannt. Worum geht es? Wir kennen alle die Situation: Ein toller Architekt plant ein Gebäude, das von normalen Menschen genutzt werden soll. Dann stellen wir fest: Die Bodenbeläge sind zu rutschig, im Winter ist die Eingangshalle zugig, die schönen Wände sind aufwändig zu reinigen. Der baubegleitende Facility Manager ist bei der Planung eines Neu- oder Umbaus dabei, um die Nutzung – auch variable Nutzungsmöglichkeiten – und die Bewirtschaftungskosten einzubeziehen. Baubegleitendes FM betrachtet vorausschauend den Lebenszyklus eines Gebäudes bis zum Moment, da es nicht mehr genutzt wird. Wirtschaftlichkeit, Nutzen – wo bleibt der Mensch? FM optimiert das Gebäude nicht nur wirtschaftlich. Letztlich geht es immer darum, dass sich die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, wohl fühlen! Das ist besonders wichtig in Spitälern, Langzeitkliniken und Heimen, wo sich Menschen längere Zeit aufhalten. Da reicht es nicht, dass alles mög-

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Competence 6/2007

lichst praktisch, nützlich, effizient und hygie­ nisch einwandfrei ist. Die Umgebung muss auch ansprechend sein. So kann etwa eine farbliche Gestaltung den Heilungsprozess fördern. FM im Spital und Heim ist vielschichtig. Für FM sind Spitäler die komplexesten Einrichtungen. Die Ansprüche sind viel höher als beispielsweise in einem Verwaltungsgebäude. Die Dienstleistungen und besonders die Versorgungs- und Personensicherheit müssen rund um die Uhr gewährleistet sein.

Vielschichtiges Facility Management

betriebswirtschaftlich

Strategische Ebene Taktische Ebene Operative Ebene baulich-technisch

Planung

Erstellung

infrastrukturell

Nutzung

Rückbau

Dazu kommt: Das Gesundheitswesen ist gesetzlich reglementiert, Spitäler und Heime sind bedarfs- und in der Regel nicht gewinnorientiert, unter dem Kostendruck ist oft nicht das Wünschbare finanzierbar, sondern nur, was notwendig und ausreichend ist. Poli­ tische, aber auch ethische und soziale Aspekte schlagen sich ebenfalls im FM nieder. Was muss der Facility Manager, die ­Facility Managerin im Spital oder Heim können? Fachkompetenzen in Technologie, Betrieb, Instandhaltung, Infrastruktur, Immobilien und gute Kenntnisse in Qualitäts- und Projektmanagement, Personalführung und Betriebswirtschaft sind unabdingbar. Facility Manager müssen sich in der Finanzierung von Objekten, aber auch mit der laufenden Betriebskostenrechnung auskennen. Sie müssen sehr gut organisieren können und mit unterschiedlichsten Personen aus verschiedensten Fachgebieten kommunizieren, sich in deren Situation hineindenken können und wissen, wie ein technisch orientierter Mensch denkt, eine Medizinerin, eine soziologisch ausgebildete Person. Und sie müssen enorm flexibel sein. Der Facility Manager – ein Trouble­ shooter? Oh ja. Er oder sie muss in der Lage sein, kurzfristig Bedürfnisse und Wünsche von verschiedensten Seiten kritisch einzuschätzen und Prioritäten zu setzen. Dabei ist es wichtig, dass Facility Manager stets wissen: Ich arbeite nicht für das Gebäude, für die Haustechnik, für den Boden in der Eingangshalle –


ich arbeite für die Menschen in diesem Haus. Sie brauchen dazu eine hohe Stressresistenz und Frustrationstoleranz. Wie hoch ist der Anteil von FM gemessen an allen Tätigkeiten im Spital? Untersuchungen aus Deutschland zeigen, dass in den Spitälern bis 49 Prozent der Kosten auf so genannte sekundäre Dienstleistungsaufgaben entfallen, also auf das FM. Wieviele Facility Manager gibt es in den Schweizer Spitälern und Heimen? Es gibt keine Zahlen. Zudem werden Personen mit FM-Führungsfunktion nicht überall Facility Manager genannt, sondern Leiter Betrieb oder Infrastruktur, Leiterin Hotellerie oder Technischer Dienst, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, Betriebsökonomin FM etc. etc. Braucht es in Zukunft mehr? Im Rahmen von Neubesetzungen oder Re­ organisationen werden bestehende Stellen zunehmend mit ausgebildeten Facility Managern besetzt. Qualifizierte und gut im ­Betrieb integrierte Berufsleute – etwa hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen oder Haustechniker – werden sich zum diplomierten Leiter FM weiterbilden, im Idealfall mit Unterstützung des Unternehmens. Aber auch Facility Manager mit Erfahrung im baubegleitenden FM dürften zunehmend gefragt sein; heute gibt es noch wenige.

Wie organisiert das Spital, das Heim die FM-Dienstleistungen optimal? Indem es alle Bereiche – Technik, Hotellerie, Einkauf, Sicherheit, Logistik, Bauplanung etc. – unter der gleichen Leitung zusammenfasst. So kann der Facility Manager, die Facility Managerin ökonomische, technische, ­infrastrukturelle und längerfristige strategische Überlegungen ganzheitlich angehen. Werden die unterschiedlichen Optiken und Dienstleistungen ins FM integriert, lässt sich das Gebäude am besten nutzen. FM-Ausbildungen gibt es viele. Wie weiss der Spitaldirektor, welche Fachkraft für sein Spital die richtige ist? Im operativen Bereich wird das eher ein Praktiker mit Berufserfahrung und FM-Zusatzqualifikation sein. Je komplexer das Arbeitsgebiet und je anspruchsvoller der Führungsanteil, desto eher ist der Hochschulabsolvent gefragt. Er oder sie bringt die integrierte und unternehmensbezogene Sicht mit und kann sich aufgrund der Ausbildung schneller einarbeiten. Primär akademisch orientierte Fach­ leute sind wahrscheinlich weniger interessiert, operative Alltagsprobleme zu lösen.  ■

Übersicht Ausbildungen Facility Management siehe Seite 13

Barbara Hohmann Beck, Dr. oec. troph., Präsidentin Facility Management Schweiz, Altersheime der Stadt Zürich, Abteilungsleiterin Zentrale Dienste und Mitglied Geschäftsleitung, Walchestrasse 33, Postfach, 8035 Zürich; Telefon 044 412 47 60, E-Mail b.hohmann_beck@zuerich.ch

Mehr Infos: Facility Management Schweiz: www.fmschweiz.ch (u.a. Übersicht Ausbildungsgänge in FM)

Facility Management, un grand défi Les interventions du Facility Management (FM) sont nécessaires pour près de la moitié des activités des hôpitaux et EMS. Le FM englobe de nombreux services différents – hôtellerie, technique, sécurité, économie domestique, planification de bâtiments polyvalents, etc. Il poursuit tout à la fois des objectifs économiques, techniques, infrastructurels et stratégiques. Dans aucun autre domaine le FM ne doit remplir des exigences si vastes et com­ plexes que dans les établissements de ­santé.  ■ Vue d’ensemble des formations en Facility Management voir page 13

Facility Management optimiert das Gebäude nicht nur wirtschaftlich. Wichtig ist vor allem, dass sich die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, wohl fühlen.

Competence 6/2007

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Management für fachspezifische Ausbil-

Management gerecht werden. Erfolgrei-

in Facility Management» und «Füh-

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zeit kundenorientiert.

Ausbildung «Führungsfachmann/-frau»

welche die beiden Ausbildungsinstitutio-

mit eidg. Fachausweis absolviert hat

nen auf ihren Gebieten einnehmen, wird

Kandidatinnen und Kandidaten, welche

und die notwendige Praxis im Facility

durch diese dynamische Zusammenarbeit

die eidg. Prüfung als dipl. Leiter/in in

Management nachweisen kann, muss in

erneut unter Beweis gestellt.

Facility Management in Betracht ziehen,

Zukunft nur am internationalen Ausbil-

Absolventinnen und Absolventen des

eröffnen sich durch die gegenseitige

dungs Institut für Facility Management

Lehrgangs «Führungsfachmann / -frau»

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kennung der beiden Lehrgänge vom 4.

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versteht man beispielsweise auch in Spi-

«Facility Management» auch in anderen

«Eidg. dipl. Leiter /in in Facility Manage-

tälern unter «Facility Management» sämt-

Bereichen weiter zu entwickeln.

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Schweizerisches Berufsbildungssystem Facility Management, Hauswirtschaft und Gastronomie Höhere Berufsbildung

Hochschulstufe

Eidg. Höhere Fachprüfungen HFP

Höhere Fachschule HF

Dipl. Leiter/in Facility Management Dipl. Heimleiter/in Dipl. Hauswirtschaftsleiter/in Dipl. Betriebsleiter/in der Gemeinschaftsgastronomie Dipl. Gebäudereiniger/in Dipl. Energieberater/in Dipl. Hausmeister etc.

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Master of Advanced Studies (MAS) Diploma of Advanced Studies (DAS) Certificate of Advanced Studies (CAS) in Facility Management

Universitäten und ETH

Fachhochschule FH

Tertiärstufe

Bachelor of Science in FM FH mit Studienschwerpunkten: – Hospitality Management – Immobilienmanagement – Consumer Affairs

Eidg. Berufsprüfung mit Fachausweis FA* Berufsorientierte Weiterbildung

Hauswirtschaftliche Betriebsleiter/in FA Hauswirtschaftsleiter/in im Gastgewerbe FA Haushaltleiter/in FA Gebäudereinigungsfachfrau, -mann FA Hauswart/in FA etc.

Praktikum

Berufsmaturität (BM)

Gymnasiale Maturität Allgemein bildende Schulen

Berufliche Grundbildung

Sekundarstufe II

Eidgenössisches Berufsattest 2 Jahre

Berufslehre mit eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ 3 oder 4 Jahre Fachfrau / Fachmann Hauswirtschaft Hotelfachfrau / Hotelfachmann Gebäudereinigerin / Gebäudereiniger Betriebspraktikerin / Betriebspraktiker Textilpflegerin / Textilpfleger etc.

BM

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Zusatzqualifikation erforderlich

FM in der Höheren Berufsbildung und auf Hochschulstufe: Einige Anbieter Eidgenössische Berufsprüfung hauswirtschaftliche-r Betriebsleiter-in (FA)/Brevet fédéral d’intendant ■ BFF Bern, Abteilung Höhere Fachschulen, www.bffbern.ch ■ Berufsbildungszentrum Wädenswil, Standort Zürich, www.bzw.ch ■ cfi, Centre de formation à l’intendance, www.cfi-intendance.ch Leiter-in in Facility Management (HFP) oder Instandhaltung/Diplôme fédéral de dirigeant en FM ou en maintenance ■ Berufsbildungszentrum Wädenswil, Standort Zürich, www.bzw.ch ■ Berufschule Lenzburg*, www.bslenzburg.ch ■ IAI Internationales Ausbildungsinstitut für Facility Management, Basel*, www.iai.ch ■ Synergis AG, Luzern*, www.synergis-ag.ch ■ Swissmem Kaderschule*, Winterthur, www.swissmem.ch Hauswirtschaftliche Betriebsleiter-in (HF) ■ BFF Bern, Abteilung Höhere Fachschulen, www.bffbern.ch Bachelor/Master in Facility Management: ■ Hochschule Wädenswil, www.hsw.ch, www.biz-berufsinfo.ch, www.fachhochschulen.net Berufs-und Fachverband/Association professionnelle ■ Facility Management Schweiz, www.fmschweiz.ch ■ Groupement romand des cadres de l’intendance (GROCADI), www.grocadi.ch

*ebenfalls Lehrgang für den eidg. Fachausweis Instandhaltung

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Das Krankenversicherungsgesetz: Revision zwischen Wettbewerb und Reglementierung Mittwoch, 29. August 2007, Grand Casino Luzern Themen/Referierende • Neue Spitalfinanzierung: was will die Politik wirklich ändern und welche Auswirkungen sind kurz- und mittelfristig bei den Kosten und im Markt zu spüren? Nationalrat Dr. iur. Pierre Triponez, Präsident SGK-N, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Bern • Neue Spitalfinanzierung: Analyse und Zielsetzung der Versicherer und Konsequenzen der Gesetzesrevision Fürsprecher Fritz Britt, Direktor santésuisse, Solothurn • Kantonale Spitalplanungen: Listenspital oder Vertragsspital? Rahmenbedingungen für das Überleben oder Auswirkungen der gleichen Rechte und Pflichten für alle? Dr. phil. nat. Bernhard Wegmüller, Geschäftsführer H+ Die Spitäler der Schweiz, Bern • Spitalführung im Spannungsfeld zwischen KVG-Revision, kantonalen Machtansprüchen und nach mehr Einfluss strebenden Krankenversicherern Dr. rer. pol. Heinz Locher, Berater im Gesundheitswesen, Mitglied des Fachrates des Projekts SwissDRG, Bern • Neue Spitalfinanzierung: Herausforderung für die Kantone im Brennpunkt von Bundesdiktat und Interessengruppen Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes des Kantons St. Gallen, St. Gallen • Neue Spitalfinanzierung und Managed Care – Schritte in eine bessere Zukunft des Schweizer Gesundheitswesens Dr. med. Peter Indra, MPH, Vizedirektor BAG, Leiter Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung, Bern • Managed Care: Qualität und Patientensicherheit in der Integrierten Versorgung Dr. med. et lic. oec. Kurt Hess, Projekte und Beratung im Gesundheitswesen, Zürich • Managed Care ist die Zukunft: Gelebte Praxis – auch mit und im Spitalnotfall Dr. med. Kurt Kaspar, Grundversorger und Präsident der Argomed Ärzte AG, Baden Adressatenkreis Alle Interessierten des schweizerischen Gesundheitswesens, ganz besonders Gesundheitspolitiker und -politikerinnen, Behörden und kantonale Gesundheitsdirektionen, Versicherer, Ärzte/Ärztinnen und Verantwortliche in Spitälern und Kliniken. Programme, Anmeldung Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis (IRP-HSG), Bodanstrasse 4, 9000 St. Gallen, Telefon 071 224 24 24, Fax 071 224 28 83, e-mail irp@unisg.ch, www.irp.unisg.ch


Focus Formations FM

Pas de filière supérieure en Suisse romande L’offre est nettement plus large en Suisse alémanique, mais les disparités salariales hommes-femmes sont les mêmes de part et d’autre de la Sarine! – Par Marlyse Aubert

Marlyse Aubert, Rédactrice Competence Mail marlyse.aubert@bluewin.ch

Verschiedene Aus­ bildungen, gleiche Lohnunterschiede

C

elui qui souhaite suivre une formation supérieure dans le secteur du Facility Manage­ment a intérêt à manier la langue de Goethe. Si les formations de base et l’accès au brevet fédéral sont possibles en Suisse romande, grâce au Centre de formation à l’intendance (cfi) de Lausanne, on n’y trouve ni Haute école spécialisée, ni possibilité de ­passer un examen professionnel supérieur. L’offre est en revanche foisonnante en ­Suisse alémanique. Les différentes formations supérieures Les formations en résumé: apprentissage de «gestionnaire en intendance» (3 ans), formation d’adulte en cours d’emploi ou école professionnelle aboutissent à l’obtention d’un CFC. Il est en outre possible de se préparer au brevet fédéral d’intendante du secteur hôtelier d’établissement (pré-requis: pratique professionnelle d’une durée de 3 à 8 ans suivant la formation préalable, dont au moins un an dans une fonction de cadre). En Suisse romande, le cfi prépare à cet examen professionnel. En Suisse alémanique, c’est le centre de formation professionnelle de Wädenswil ou l’école supérieure de Berne qui mènent au brevet, puis au diplôme en Faci­ lity Management. D’autres institutions ­alémaniques conduisent au diplôme (lire page 13). D’autre part, l’obtention d’une maturité professionnelle ouvre ensuite les portes de la HES de Wädenswil, dont la fréquentation se solde par le titre d’économiste ­d’entreprise HES en Facility Management (bachelor of science en 7 semestres). ­S’ajoute

encore la possibilité de poursuivre avec une formation post-diplôme telle que le master. Disparités salariales Si les offres de formation divergent, les régions francophones et germanophones se retrouvent en revanche sur un point: dans cette profession très fortement féminisée, les disparités salariales sont d’au moins 20% en faveur des hommes! De manière générale, les salaires sont plus élevés en Suisse alémanique, où les voies de formations sont plus variées et complètes. Regula Pfeifer, directrice du cfi, relève dans une étude1) qu’en Suisse romande l’obtention du brevet fédéral apporte pour une grande majorité une augmentation de salaire (+25%). Moyens et confiance manquent Mais force est également de constater que la proportion de personnes en poste n’ayant pas de formation spécifique à faire valoir est relativement élevée en Suisse romande (51% sans CFC): Regula Pfeifer, l’explique par un double déficit: de moyens et de confiance, «deux phénomènes que l’on trouve souvent dans le domaine féminin». Une enquête menée par l’association alémanique des cadres de l’intendance FM Schweiz révèle de surcroît que les salaires des cadre FM pratiqués dans les homes et les hôpitaux (publics et privés) sont inférieurs à ceux que l’on retrouve dans d’autres branches, telles que l’enseignement, le bâtiment et le commerce, ou ­encore le «facility service» (entretien de bâtiments pour des tiers)2).  ■

In der Deutschschweiz ist das Ausbildungs­ angebot in Facility Management (FM) breiter und vielfältiger als in der Westschweiz. Die Fachhochschule Wädenswil und andere Institutionen bieten einen Lehrgang zum eidgenössischen Diplom in FM an. Bald soll auch ein Master erworben werden können. Gleich ist in der West- wie in der Deutschschweiz die Lohnsituation: Männer er­halten zwanzig Prozent mehr – in einem Bereich, der vorwiegend Frauen beschäftigt!  ■

Littérature: 1) Pfeifer Regula, 2006; Inwieweit sollen hauswirtschaft­ liche Mitarbeitende ohne anerkannte Qualifikation in ­Gesundheitsbetrieben aus- oder weitergebildet werden? Diplomarbeit, Weiterbildungsmanagement, Universität Bern. (Centre de formation à l’intendance, avenue Glayre 15, 1004 Lausanne, téléphone 021 647 04 73, mail cfi.pfeifer@bluewin.ch) 2) «Salärstudie 2006» de FM Schweiz, 26 pages en ­allemand, CHF 120.–, Commande: www.fmschweiz.ch ou téléphone 041 368 58 01.

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Zielgruppe Der NDK 1 richtet sich an Pflegefachpersonen, die gemeinsam im Team, mit den kranken Menschen und deren Angehörigen die pflegerische Koordination verbessern und Kommunikationslücken zwischen verschiedenen Diensten schliessen. Für Pflegefachpersonen mit Abschluss HöFa I in Pflege besteht die Möglichkeit, den NDK 1 verkürzt zu absolvieren. Die NDK 2/3 richten sich an Pflegefachpersonen, die in ihrer bisherigen oder neuen beruflichen Funktion Angebote entwickeln, um die Schnittstellen zwischen der Akut-, Langzeit- und Rehabilitationspflege zugunsten der kranken Menschen und deren Familien nachhaltig zu verbessern. Dazu erwerben sie sich klinische, edukative, steuernde und konzeptionelle Kompetenzen und trainieren ihr Projekt-, Beratungs- und Verhandlungsgeschick. Informationsveranstaltungen

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Focus

Etagenservice, nur eine der vielen Dienstleistungen des Facility Management im Spital Bülach.

FM im Spital Bülach

Vom Empfang bis zur Spitalplanung Im Spital Bülach umfasst das FM weit mehr als Hotellerie, Reinigung und Haustechnik. Mitarbeit in der Spitalbau­ planung zum Beispiel. – Von Erika Schumacher

D

ass das Spital Bülach während einigen Jahren um- und ausgebaut wird, fordert auch das Facility Management (FM) heraus: «Wir reden in der Bauplanung mit, organisieren Provisorien, bewältigen Umzüge, Schmutz und Umwege», erzählt die FM-Managerin Andrea Beetschen. Ebenfalls neben dem Tagesgeschäft prüfen Beetschen und ihre Leute in mehreren Spitalabteilungen, «ob wir weitere Leistungen übernehmen könnten, um das Kerngeschäft besser zu unterstützen». So organisiert das FM im Laufe dieses Jahres einen Zentraleinkauf, archiviert in den medizinischen Sekretariaten und diskutiert, wie sich die Hotellerie-Dienstleistung auf den Bettenstationen entwickeln soll. In Zukunft wird FM noch wichtiger Im Spital Bülach umfasst das FM alias «Hotellerie & Logistik» die Dienstleistungsbereiche Réception, Technik und Sicherheit – inkl. Medizintechnik und Mitarbeit in den Bauprojekten –, Gastronomie, Hauswirtschaft mit Reinigung und Wäscherei, Einkauf und Materialwirtschaft, Archiv, Apotheke und die Bewirtschaftung der Personalliegenschaften.

Als Bereichsleiterin Hotellerie & Logistik ist Andrea Beetschen Mitglied der Spitalleitung und steht 130 Angestellten vor. Sie führt den Bereich strategisch, die Abteilungsleitungen personell, koordiniert Informationen und Aufträge und plant in Arbeitsgruppen mit, wie das Spital weiterzuentwickeln oder die Kundenzufriedenheit zu steigern sind, um nur zwei Beispiele zu nennen. «Im Vordergrund steht stets die gezielte Optimierung von Prozessen. Damit ist ein Kostenmanagement möglich, an dem wir schliesslich gemessen werden», betont Beetschen. Die Mitarbeitenden ihrer Dienste haben eine spezifische Fachausbildung, stammen aus verschiedensten Berufen oder sind Hilfskräfte. Der FM-Bereich bildet Köche, Diätköchinnen und Betriebspraktiker aus und stellt angehenden Facility Managern Praktikumsplätze zur Verfügung. «Die Lernenden stellen als spätere Berufsleute einen wichtigen Teil des FM-Netzwerkes dar», freut sich Andrea Beetschen. In Zukunft werde die Bedeutung von FM noch zunehmen: «Dienstleistungen und Infrastruktur eines Spitals sind ein Wettbewerbsfaktor, der in der Gesundheitsversorgung nach der Öffnung der Kantonsgrenzen noch wichtiger werden dürfte.

Andrea Beetschen, Betriebsökonomin FH in Facility Management, Leiterin Hotellerie und Logistik Spital Bülach; Spital Bülach, Spitalstrasse 24, 8180 Bülach Telefon 044 863 22 27 E-Mail andrea.beetschen@spitalbuelach.ch

Bülach: tous les services de soutien A l’hôpital de Bülach/ZH, la cheffe du Facility Management (FM) est membre de la direction de l’hôpital et le FM va bien audelà de l’hôtellerie et du nettoyage. Il réunit, avec 130 employés, tous les services de soutien à la tâche centrale de l’hôpital et collabore par exemple, à la planification de la transformation et de l’extension de l’établissement. L’objectif essentiel consiste à optimiser en permanence les processus et les coûts.  ■

Zudem könnten in vielen Gesundheitsinstitutionen unterstützende Dienstleistungen zusammengefasst und so Kosten gespart werden». Breites Fach- und Führungswissen «Dienste, die eng zusammenarbeiten und aus einer Hand geführt und unterstützt werden können, müssen zusammengefasst werden», ergänzt Tugrul Kircali, Direktor des Spitals Bülach. Für die FM-Leitung hat er bewusst nach einer Persönlichkeit mit dem breiten, generalistischen Fach- und Führungswissen einer Betriebsökonomin FH in Facility Management gesucht. Das FM ist nicht dem Direktor direkt unterstellt, «da sonst die optimale Führungsbreite überschritten würde», so der Spitaldirektor.  ■

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Focus Hôpital psychiatrique de Marsens

Gérer des compétences plutôt que des contrats L’institution fribourgeoise pratique «l’insourcing». Son directeur ne voit pas l’intérêt de se doter d’un «super-intendant». – Par Malyse Aubert

Serge Renevey, Directeur administratif de l’Hôpital psychiatrique cantonal, 1633 Marsens; téléphone 026 305 77 00, mail reneveyse@fr.ch

Psychiatrische Klinik Marsens: Vor allem Insourcing

A

l’hôpital psychiatrique cantonal de ­Marsens (FR), les options sont claires en termes de Facility Management: l’internalisation prévaut et la coordination des responsabilités sectorielles s’opère au niveau de la direction. «Tenter de maîtriser la complexité de notre environnement en contractualisant les cahiers des charges d’intervenants externes génère des coûts de transaction dissuasifs, de même qu’un appauvrissement de la qualité et de la motivation des acteurs internes», relève le directeur administratif, Serge Renevey. Il constate par exemple que les travaux à effectuer suite à des détériorations d’objets, courants dans un hôpital psychiatrique, seraient bien trop onéreux s’ils étaient sous-traités. Les patients sont impliqués L’institution, qui compte 195 lits et occupe 295 postes à plein temps, présente la par­ ticularité de s’étendre sur 250 000 m2 avec 40 bâtiments. Elle dispose entre autres d’une buanderie industrielle, de son propre réseau d’eau, d’une centrale thermique avec chauffage à distance alimentant une cinquantaine de bâtiments. La buanderie de l’hôpital emploie 16 postes à plein temps et constitue un centre de profit, puisqu’elle propose ses services à d’autres établissements (l’Hôpital Sud Fribourgeois et 13 homes) et réalise un chiffre d’affaires total de 2,5 millions de francs. Marsens a également un service de restauration, et vend de l’énergie et de l’eau. Autre spécificité, l’hôpital psychiatrique propose des stages professionnels aux patients

en voie de réhabilitation. De manière générale, les patients sont d’ailleurs impliqués dans la tenue de la maison, une activité qui fait partie de la réhabilitation et doit être pris en compte dans l’organisation de l’intendance. «Propriétaires de leurs missions» Poursuivant «l’excellence du service pour faciliter l’efficience des prestataires médicopsycho-sociaux», le Facility Management de l’Hôpital de Marsens occupe une centaine de postes à plein temps, pour une quarantaine de professions. Ce secteur est managé par des cadres intermédiaires, «véritables propriétaires de leurs missions» qui jouissent d’une autonomie opérationnelle dans la gestion des moyens alloués compte tenu des ­objectifs transmis. La coordination et la validation ainsi que le lancement de nouveaux projets sont effectués par le directeur administratif et hôtelier. «Je ne pense pas que nous ayons besoin d’une personne ayant une formation pluridisciplinaire pour assumer une fonction de super-intendant», ­commente Serge Renevey, en poste depuis 4 ans à Marsens. «L’organisation oscille entre pratique du quotidien et gestion de projets. Nous travaillons essentiellement par brainstorming dans des groupes de travail.» Intelligence stratégique et enthousiasme L’importance des services internes est également régulièrement réactualisée en termes de rapport qualité-prix. Le directeur peut s’enorgueillir du résultat final: «En 2006, ­n otre journée d’hospitalisation a coûté

Serge Renevey, Direktor der Psychiatri­ schen Klinik in Marsens/FR, bevorzugt im Facility Management (FM) Insourcing; aus ökonomischen und praktischen Gründen. In der Klinik gibt es keinen FM-­Gesamtleiter. Der Direktor koordiniert das ganze FM, unterstützt wird er von mittleren Kadern mit operationeller Selbstständigkeit. Zum FM zählen neuerdings auch ein Internet-Café, eine Cafeteria und ein Kino mit je 100 Plätzen und ein Fitness-Center auf 300 m2. Renevey freut sich über die motivierten Mitarbeitenden und den im nationalen Vergleich kostengünstigen Kliniktag.  ■

­ nalytiquement par patient et en moyenne a 550 francs, une somme largement inférieure à la moyenne nationale.» Et de conclure: «En termes de satisfaction au travail, l’intelligence stratégique et l’enthousiasme de professionnels compétents permettent des prestations de haute qualité». Exemples: un cyber café, une cafétéria de 100 places, un cinéma de 100 places, un fitness sur 300 m2 et une salle de formation technologique viennent d’être réalisés par le personnel de l’institution. Il en va de même pour d’autres innovations, telles que le passage de la téléphonie fixe et mobile sur IP, la mise en place de l’alarming avec détection par balises, etc.  ■

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Führungskompetenz im Sozial- und Gesundheitsbereich Das transdisziplinäre Studienprogramm ist ein Angebot der HSA Luzern, der HSW Luzern, der Caritas Schweiz, der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Dauer: März 2008 – Januar 2010 Informationsveranstaltungen jeweils dienstags 17.30 Uhr an der HSA Luzern: 18. Juni, 28. August, 30. Oktober 2007 Details unter www.hsa.fhz.ch/masmsg oder direkt bei Petra Spichtig, HSA Luzern, Tel. 041 367 48 72, pspichtig@hsa.fhz.ch HSA und HSW Luzern: Am Puls der sozialen Themen.


Focus Outsourcing

Wo der Fremdreiniger nicht fremd ist Im Bethesda-Spital in Basel reinigt ein externer Anbieter. Der Teamchef der Reinigungsequipe ist ebenfalls Mitglied des Leitungsteams Hotellerie. – Von Isabelle Dürst

Isabelle Dürst, Betriebsökonomin FH in Facility Management, Bereichsleiterin ISS Hospital Services, St. Jakobs-Strasse 170a, 4132 Muttenz; Telefon 061 319 36 44, E-Mail isabelle.duerst@ch.issworld.ch Daniel Tschopp, dipl. Hotelier HF, Bereichsleiter Hotellerie Bethesda-Spital, Gellertstrasse 144, 4020 Basel; Telefon 061 315 24 11, E-Mail daniel.tschopp@bethesda.ch

Service externe intégré à l’interne

Ein Reinigungsunternehmen ist «von Amtes wegen» immer auf dem neusten Stand.

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eit 1996 ist im Bethesda-Spital Basel ein externer Reinigungsdienst für die gesamte Reinigung, Entsorgung und Bettenreinigung zuständig. Die Reinigung ist organisatorisch dem Bereich Hotellerie angegliedert, der ebenfalls die internen Abteilungen Küche, Empfang, Restaurant, Room-Service, Wäscherei und Zentraleinkauf umfasst. Der Leiter Reinigung nimmt als «Externer» an den wöchentlichen Sitzungen der Abteilungs­ leiter teil. Damit ist er ein vollwertiges Teammitglied innerhalb der Hotellerie, das die ­Interessen des Bethesda Spitals genau so wahrnimmt wie die seines Arbeitgebers. Keine interne Personaladministration «Ein Fremdreiniger ist ‹von Amtes wegen› immer auf dem neusten Stand in Sachen Reinigungsmethoden und -technologien», begründet Daniel Tschopp, Leiter Hotellerie im Bethesda-Spital, den Entscheid, das Haus durch einen externen Partner reinigen zu lassen. «Dies kann – zum Beispiel in einem Epidemiefall – sehr wichtig sein.» Dass das Spi-

tal das nötige Wissen nicht selber konstant aktualisieren muss, bedeutet für Tschopp eine grosse Entlastung. Und ebenso, dass die in der Regel zeitintensive Personalad­ ministration im Bereich der Reinigung – es sind 28 Mitarbeitende – nicht an ihm liegt. Wichtig: Spezialisiert fürs Spital Dass ein Anbieter von umfassenden Facility Services jederzeit die verschiedensten Service-Bedürfnisse abdeckt, spricht gemäss Daniel Tschopp ebenfalls für das Outsourcing der Spitalreinigung: «Ein solches Unternehmen hat genügend personelle Ressourcen in unterschiedlichen Fachbereichen, etwa in Eventlogistik, Getränkeauslieferung, Baureinigung oder Schädlingsbekämpfung». Bewusst habe man einen Anbieter gewählt, der auf Spitalreinigung spezialisiert sei. Die Erfordernisse in Sachen Hygiene und Personal, das auch mit Patienten kommuniziert, sei viel höher als bei einer Büroreinigung. Und der Kunde Spital sei anspruchsvoller als ein Bürogebäude. «Der Reinigungsdienst muss

A l’hôpital Bethesda à Bâle, le nettoyage est confié à une entreprise indépendante. Le chef de l’équipe – externe – fait en même temps partie des responsables ­hôteliers de l’établissement. Avantages: l’outsourcing apporte à l’hôpital méthodes, technologies et know-how actuels dans le nettoyage, mais aussi flexibilité et administration du personnel. Il est cependant important d’engager une entreprise spécialisée dans le nettoyage en milieu hospitalier.  ■

mehreren Anspruchsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten gerecht werden», erklärt Tschopp und nennt neben den Patienten auch die Besucher, das Personal, die Ärzte und die zahlreichen Restaurantkunden im Bethesda-Spital. Lob und Tadel, Kritik und Vertrauen Damit Leiter und Team der externen Reinigung den Spagat zwischen den Anspruchsgruppen meistern können, ist ein regelmässiger Austausch mit der Bereichsleitung Hotellerie unerlässlich. Lob, Tadel, Kritik, Dank und Vertrauen gehören dazu – so, wie dies auch bei der Eigenreinigung nötig wäre.  ■

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Focus

L’EMS de la Fondation Clémence n’externalise pas la lingerie, avant tout pour des impératifs de qualité et d’indépendance.

Insourcing

Buanderie: la maîtrise de la qualité avant le coût L’EMS Fondation Clémence à Lausanne a choisi de ne pas externaliser les tâches de buanderie. Les raisons d’un choix mûrement réfléchi. – par Marlyse Aubert

S

i nous étions un établissement strictement privé, nous n’aurions peut-être pas pris la même décision»: Henri Boiron, intendant de la Fondation Clémence explique que son institution a été récemment placée ­devant le choix d’externaliser ou non la buanderie. Les machines devaient être changées, il fallait décider si l’investissement se justifiait ou s’il valait mieux tout confier à une entre­prise. L’EMS a préféré maintenir le statu quo, soit ne faire laver à l’extérieur que les uniformes du personnel, bien que l’outsourcing du linge plat eût représenté une économie sur le plan financier. «Nous avons étudié la question et

privilégié la maîtrise de la qualité au strict point de vue économique». Travail sur place, moins de contraintes Cet EMS qui compte 128 lits ne lave pas luimême les vêtements des professionnels, pour des raisons historiques et en raison du manque d’espace disponible. En revanche, il a toujours lavé, trié, repassé et distribué le linge des résidents ainsi que la literie. «En faisant les choses sur place, la gestion est plus simple, il y a moins de contraintes. La proximité avec les résidents permet de résoudre plus facilement d’éventuels problè-

La comparaison des coûts L’étude menée lorsque s’est posé le choix entre insourcing ou outsourcing a pris en compte les différents paramètres: achat du linge, énergie, eau, amortissements, coûts en personnel, confort, qualité du service, etc. La comparaison des coûts révèle que le kilo de linge lavé revient à CHF 4.13. Les habits du personnel coûtent CHF 5.60 le kilo (soit CHF 75 000 francs par an). Si la Fondation Clémence donnait tout son linge à laver, cela lui coûterait environ CHF 4.– le kilo. Et si elle n’externalisait que le linge plat, cela lui reviendrait à CHF 3.– le kilo. Sachant que les 3/4 des 300 kilos de linge traité par semaine sont constitués par la literie, des économies seraient possibles. «Mais il ne faut pas oublier que ces 75 % ne représentent que le 30 % du travail. Ce sont les vêtements des résidents qui requièrent le plus d’attention et de main d’oeuvre de triage et de ­repassage.» Si le traitement du linge plat était externalisé, le coût moyen au kilo du linge lavé à l’EMS serait donc un peu plus élevé.  ■

Henri Boiron, intendant de la Fondation Clémence, avenue de Morges 64, 1004 Lausanne; téléphone 021 620 72 27, mail boiron@fondation-clemence.ch

In erster Linie Qualität Insourcing oder Outsourcing für die ­Wäscherei? Das Pflegeheim Fondation ­Clémence in Lausanne musste sich entscheiden. Eine Studie hat aufgezeigt, dass Insourcing etwas teurer zu stehen kommt. Das Heim hat sich trotzdem für Insourcing entschlossen. Die Gründe: Bessere Qualität, mehr Flexibilität und Unabhängigkeit.  ■

mes ainsi que les pics dans la demande, par exemple en cas d’épidémie de gastro-entérite.» D’autre part, le personnel de la buanderie – 3,5 postes équivalents plein temps – est polyvalent et peut également travailler dans les étages. En cas d’outsourcing complet, il faudrait de toute manière consacrer au moins un poste pour le tri et la distribution. Cela présenterait en revanche un gain de place important. Des draps plus souples Henri Boiron ajoute que le linge revenant des grandes buanderies est plus rêche. Et n’est pas forcément de la qualité souhaitée: pour supporter le traitement industriel intensif, le tissu doit répondre à certains critères, ce qui limite le choix des matières. Travaillant de manière plus artisanale, la blanchisserie de l’EMS assure un meilleur rendu, des draps plus souples et un service personnalisé: «Nous sommes sensibles au bien-être des ­résidents. C’est ce qui nous importe.»  ■

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Focus Forschung und Entwicklung

Hoffen auf den FM-Master Die Menschen werden immer älter. Wie können weniger Leute Dienstleistungen für immer mehr Leute erbringen? Mit dieser Frage befasst sich die Forschung und Entwicklung in ­Facility Management an der Hochschule Wädenswil. – Interview von Erika Schumacher

de dazu befähigt, neues Wissen zu generieren. Diese Absolventinnen und Absolventen werden anschliessend in Unternehmungen, die für neue Märkte und neue Konzepte offen sind, innovativ tätig werden! Das werden Unternehmungen der Privatwirtschaft, aber genauso gut Spitäler und Heime sein. Die HSW-Forschung für ein ganzheitliches FM hat zum Ziel, die operativen Ebenen des FM mit den strategischen Unternehmensentscheidungen besser zu verknüpfen. Das FM braucht wie andere Zweige eine forschungsbasierte Entwicklungsperspektive, um den Ansprüchen von Wirtschaft und Gesellschaft, die sich stets ändern, gerecht zu werden. In der Schweiz wird sonst an keiner Fachhochschule, Uni oder ETH in FM geforscht, deshalb ist wichtig, dass wir dies in Wädenswil tun.

Immer mehr alte Menschen, immer weniger Erwerbstätige. Forschung und Entwicklung in FM will herausfinden, wie weniger Leute Dienstleistungen für mehr Leute erbringen können.

Herr Wehrmüller, wozu braucht es F­ orschung und Entwicklung in Facility Management (FM)? Die Menschen werden immer älter. Somit werden die Institutionen, in denen die alten Menschen leben, ein wichtiger Markt. Gleichzeitig sinkt der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung. Wie können in Zukunft weniger Leute Dienstleistungen für immer mehr Leute erbringen? Forschung und Entwicklung in FM tragen dazu bei, diese und andere wichtige Fragen zu beantworten. Die FM-Forschung soll Kosten sparen ­ elfen? h FM soll nicht auf Kosteneinsparungen reduziert werden! Wir wollen Lösungen entwi-

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ckeln, die gleichzeitig qualitativ bessere, effizientere und effektivere Dienstleistungen für Menschen und Gebäude ermöglichen. Auch für den internationalen Wettbewerb macht Forschung und Entwicklung Sinn. Gerade im Gesundheitswesen hat die Schweiz gute Chancen, europaweit eine wichtige Rolle zu spielen. Es lohnt sich deshalb zu erforschen, wie sich das FM in Gesundheitsinstitutionen innovativ weiterentwickeln kann. Sie hoffen, an der Fachhochschule ­Wädenswil (HSW) per 2009 einen forschungsbasierten Masterlehrgang ­einführen zu können. Ja, in diesem Master wird das Forschungs­ gebiet FM vertieft, und es werden Studieren-

Die HSW forscht und entwickelt schon heute. Was zum Beispiel? Im Bereich Hospitality Management suchen wir optimale Wohn-, Arbeitsplatz- und Aufenthaltsverhältnisse (siehe Kasten). Potenzielle Forschungsthemen sind zum Beispiel die Schnittstellen zwischen unterstützenden Dienstleistungen des FM und der Pflege. Oder Prozess- und Kostenoptimierungen sowie Benchmarking im FM des Spitals. Ein aktuel­ les Forschungsprojekt misst den Einfluss von zukunftsorientierten Bürokonzepten auf Produktivität und Wohlbefinden der Betroffenen. Wir sind an EU-Forschungsprojekten beteiligt – Mobiles Facility Management, ausserhäusliche Verpflegung – und haben im Bereich Immobilienmanagement über «Zukunftsgerichtetes Bauen für Altersheime» geforscht. Im baubegleitenden FM engagieren wir uns ebenfalls. Auch in Consumer ­Science, der Schnittstelle Produzent – Konsument, laufen Projekte.


Dienstleistungen für das Gesundheitswesen es.  Der Kaffee schmecke nicht wirklich, das Essen sei nicht abwechslungsreich, die warmen Gerichte zu wenig warm – das bemängelten Patienten, Bewohner und Personal im ­Bürgerspital St. Gallen. Hilfe brachte Irina Pericin, Dozentin und Beraterin für Hospitality Management an der Hochschule Wädenswil (HSW). Mit einer interdisziplinären Projektgruppe untersuchte sie Struktur, Angebot, Prozesse und Wirtschaftlichkeit der Ver­ pflegung. Der Verwaltungsdirektor, Fachkräfte aus Küche, Hauswirtschaft, Cafeteria, Pflege und Medizin befragten zusammen mit mehreren HSW-Fachleuten Patienten und Mitarbeitende, prüften Dokumentationen, beobachteten die Abläufe, degustierten. Die Analyse zeigte die Schwachstellen auf: «Keine einheitliche, koordinierte Führung im Verpflegungsbereich, Schnittstellenprobleme wegen mangelnder Kommunikation, ­ungenügende Kundenorientierung, ein aufwändiges und fehleranfälliges Bestellsystem und teilweise mangelhafte Qualität der Speisen», fasst Irina Pericin zusammen. Für Abhilfe sorgten eine neue Organisationsstruktur – u.a. wurden Verpflegung und Hauswirtschaft der Leitung Hotellerie unterstellt und stellenneutral eine Stelle für Gästebe­treuung geschaffen – ein elektronisches Speisenbestellsystem und ein Fachkongress über Ernährung im Alter. «Heute sind die Abläufe und Zuständigkeiten klar, die in­tensive Auseinandersetzung mit der Verpflegung im eigenen Haus über ein Jahr hat alle Beteiligten sensibilisiert, die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist viel besser geworden», freut sich Pericin.  ■

Prof. Thomas Wehrmüller, Leiter Institut für Facility Management, Hochschule Wädenswil, Postfach 335, 8820 Wädenswil; Telefon 044 789 98 25, E-Mail t.wehrmueller@hsw.ch Die HSW bildet FM-Fachleute aus für die ganze Wirtschaftswelt, knapp die Hälfte davon für Spitäler und Langzeitinstitutionen. Mehr Infos:

■ www.hsw.ch Ñ Facility Management Ñ Forschung und Entwicklung/Dienst­ leistungen

■ «Service-Industrie wird Deutschlands Boombranche», Zukunftsstudie in Spiegel online, 16. April 2007. www.spiegel.de Ñ wirtschaft Ñ archiv wirtschaft

■ Förderagentur des Bundes: www.bbt.admin.ch Ñ KTI

■ European Facility Management Conference, Was bedeutet es für die HSW, Pionierin in FM-Forschung und -Entwicklung zu sein? Dass wir uns erst einmal behaupten müssen. FM ist kein traditionelles Forschungsgebiet. Und nicht nobelpreisträchtig … ... aber volkswirtschaftlich relevant! Spiegel online titelte am 16. April 2007 «Service­Industrie wird Deutschlands Boombranche». An erster Stelle der zwölf Top-Branchen stehen die unternehmensnahen Dienstleistungen, also das FM. Wie finanzieren sich Forschung und ­Entwicklung in FM? Wenn in der Wirtschaft ein Bedürfnis besteht, zusammen mit der Fachhochschule etwas Neues zu entwickeln, dann unterstützt der Bund über die Förderagentur KTI die Forschungsaufwendungen der Hochschule. So profitieren Wirtschaft wie Hochschule. Was nützt die FM-Forschung dem ­einzelnen Spital? Der Spitaldirektor muss sich überlegen, wie das ganze FM in seinem Haus kostengünstig und qualitativ gut funktionieren kann. Da wird er von unseren Forschungen profitieren können. Auch in einzelnen FM-Bereichen können wir forschen. Zum Beispiel heraus­

finden, wie Fehlproduktionen und Abfälle in der Spitalküche reduziert werden können. Neue Formen von Public Private Partnerships könnten ebenfalls interessant sein. Es gibt genug Unternehmen, die gerne in Infrastruktur und damit in FM investieren würden. Was bringt der Forschungs- und Ent­ wicklungsauftrag der Lehre? Unsere Dozenten beraten auch Unternehmen und Institutionen und führen für sie Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Um in diesem Markt bestehen zu können, müssen sie im Fachwissen up to date sein. Ihre Erfahrungen auf dem Markt bieten wiederum Gewähr, dass auch ihre Lehre up to date ist. Können Spitäler und Langzeit­ institutionen bei der FM-Forschung und Entwicklung mitreden? Ich würde mich darüber freuen. Spitäler, Spitalgruppen und Heime könnten gemeinsam mit uns potentielle zukünftige FM-Modelle als Unterstützung des Kerngeschäftes er­ arbeiten, sie durchspielen, für zukünftige Situationen trainieren. Stellen wir uns vor, dass sich in Zukunft Gesundheitsinstitutionen als Teil gemischter Komplexe entwickeln, wie es im St. Jakobspark in Basel mit Fuss-

26./27. Juni 2007 in Zürich: www.efmc2007.com

Recherche et développement en Facility Management Comment un personnel restreint pourra à l’avenir fournir des services accrus pour un plus grand nombre de personnes? C’est cette question, fondée sur la tendance ­démographique, qui est à la base de la Recherche et du Développement en Facility Management. En Suisse, ce domaine est à ce jour l’apanage de la Haute école spécialisée (HES) de Wädenswil/ZH. La HES espère lancer un master en recherche dès 2009.  ■

ballstadion und Altersheim bereits der Fall ist. Gerade im Master-Studiengang sind zusammen mit den Studierenden solche Forschungsprojekte denkbar.  ■

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– Institute of Health Economics and Management

Enhance your career in the health care field

Postgraduate Education •

Master of Advanced Studies in Health Economics and Management (MHEM) Program taught in French Full master over two years (part-time) or one year (full-time)

Master of Advanced Studies in Pharmaceutical Economics and Policy (MPEP) Bilingual program French / English Full master over two years (part-time) or one year (full-time)

Executive Education •

Mastering the New Challenges of Health Care Offered annually A partnership between the Institute of Health Economics and Management at the University of Lausanne and Harvard Medical International For any information: www.hec.unil.ch/iems Contact: iems@unil.ch Phone: +41 (0)21 692 34 68

careum Congress 2007 1. Careum Congress on education@healthcare Gesundheitsberufe 2032: wozu ausbilden? 11. und 12. September 2007 in der Universität Zürich

an alle tet sich h ic r s s gre en im um Con n g s f ra g e u r d a il C b e s t Fachr Au Der ers ersität, hen fü c iv li n t r U o . n aus d Politik Verantw raxis un itswese P e , h n d le n u u h G es rufssc ulen, Be hochsch

likum Zielpub

Organisator: Stiftung Careum www.careum-congress.ch Careum Congress 2007 AKM Congress Service Postfach, CH–4005 Basel

Wegen der Informationsüberflutung gehören Fachinformationen erst recht in die Fachpresse. Die Fachpresse spielt in der modernen Businesswelt im Zeitalter der Informationsüberflutung eine zentrale Rolle. Die erstmals auch für den Fachbereich erhobenen Daten der MA Leader 05 belegen dies eindeutig. Fliessen die Konsequenzen in die Mediaplanung ein, lassen sich Business to Business-Kampagnen in überraschendem Ausmass optimieren und Einsparungen erzielen, dokumentiert die Studie «Werbemarkt Schweiz 05».

Publikation Diese Publikation wurde vom Verband SCHWEIZER PRESSE mit dem Gütesiegel für das Jahr 2006 ausgezeichnet.


Fundraising à Genève

Hôpital et Université unis pour une première A Genève, la Fondation Artères cherche de l’argent pour différents projets non couverts par les budgets courants. – par Marlyse Aubert

A

but non lucratif, privée et indépendante, la toute nouvelle Fondation Artères se consacre é la recherche de fonds. Dotée d’un capital de base de 250 000 francs elle bénéficie du soutien logistique et en personnel de ses deux institutions fondatrices: les Hôpitaux universitaires de Genève (HUG) et la Faculté de médecine. Première du genre en Suisse, elle s’inspire d’expériences ­françaises, notamment celle de la Fondation des Hôpitaux de Paris, plutôt que du «charity business» à l’américaine. Autant dire qu’il n’est pas question de se substituer à la mission des pouvoirs publics: «Il s’agit d’être complémentaires, de permettre la réalisation de projets que l’on ne peut financer aujourd’hui», explique Séverine Hutin, secrétaire générale de la fondation. Projets précis pour publics divers Trois domaines en seront les bénéficiaires: la recherche clinique (50 % des dons qui ne sont pas destinés directement à un projet particulier), la recherche fondamentale (25 %), le confort des patients (25 %). Il est prévu en outre que des projets humanitaires puissent être soutenus. Claude Le Coultre, présidente de la fondation et ancienne cheffe du service de chirurgie de l’Hôpital des Enfants, espère pouvoir lancer trois projets par an, sachant que dans la recherche, ils devraient être réalisables en trois ou quatre ans, alors que ceux qui contribueront à l’amélioration du confort des patients seront réalisables sur des durées plus courtes. La présidente pense commencer par solliciter des fonds pour des projets précis, qui devraient toucher des publics divers, tout en respectant les axes prioritai-

res des deux institutions. Les propositions seront évaluées par un comité indépendant et spécialisé. «Nous aimerions récolter trois à quatre millions de francs par an». Séverine Hutin: «Notre positionnement est clairement celui d’une ‹community foundation› qui sollicite la communauté des ­bénéficiaires genevois». Un million de personnes transitent par ­l’hôpital chaque année, il convient de les informer. En outre, des contacts doivent être pris avec les notaires, car beaucoup de dons proviennent de legs de personnes sans descendance. Une mission fédératrice La Fondation Artères se veut rassembleuse, c’est son originalité: «Beaucoup d’hôpitaux ont leur fondation, des services aussi. Nous fédérons tout le monde. Cela permettra d’utiliser également les donations spontanées au mieux et avec transparence», poursuit Claude Le Coultre. Elle imagine des projets concernant l’accueil des parents de bébés ou ­d’enfants hospitalisés ou la recherche cli­ nique dans le domaine d’Alzheimer ou de Parkinson. Le mécénat privé au service de la santé génère des sommes importantes aux EtatsUnis (8375 millions en 2000) ou au Canada, mais est encore marginal sur le continent avec 0,28 % du PIB en France, 0,09 % en Italie, alors qu’il est de 0,62 % au Royaume Uni. L’Union européenne encourage depuis une dizaine d’années ses membres à favoriser le mécénat par des mesures fiscales, notamment par la facilitation de l’exemption fiscale pour les fondations d’utilité publique, l’augmentation de la déductibilité des dons pour les privés et les entreprises, etc.  ■

Julien Gregorio

Background

Claude Le Coultre (photo), présidente de la Fondation Artères, téléphone 022 379 52 01 Séverine Hutin, secrétaire générale de la fondation, membre de la direction générale des HUG 20, rue Micheli-du-Crest, 1211 Genève 14, téléphone 022 372 56 20, mail contact@arteres.org Pour en savoir plus: www.arteres.org www.fondationhopitaux.fr: fondation des Hôpitaux de Paris www.gosh.org: fondation de l’Hôpital pédiatrique Great Ormond à Londres

Genf: Fundraising für Spital und medizinische Fakultät Mit der neu gegründeten Stiftung Artères wollen die Universitätsspitäler Genf und die medizinische Fakultät Gelder für öffentliche medizinische Leistungen beschaffen. Die Stiftung wird Projekte in der klinischen Forschung, in der Grundforschung und für den Patientenkomfort unterstützen, die von der öffentlichen Hand nicht finanziert werden können. Im schweizerischen Spitalwesen ist Mittelbeschaffung dieser Art bisher einzigartig.  ■

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CEMCAV-CHUV

Trend

Le master offre de nouvelles perspectives aux infirmières: la spécialisation clinique et la pratique avancée, sans parler de l’enseignement en HES.

Master en sciences infirmières

«Les soignants doivent avoir les moyens d’être au top» Une formation de niveau universitaire en soins infirmiers vient combler une lacune en Suisse romande. Démarrage à la rentrée 2008. – Par Marlyse Aubert

J

e plaide pour que les soignants aient les moyens de se former pour être au top», lance Hélène Brioschi Levi, directrice des soins au CHUV. «Nous exerçons une profession de service qui doit répondre aux mêmes exigences de qualité et de rigueur que l’ingénieur». Or, si la formation de base en Suisse romande existe déjà au niveau HES, il manque une filière permettant aux infirmières de poursuivre leur développement professionnel et de prendre des responsabilités: le master en sciences infirmières doit combler cette lacune. Il devrait démarrer dès la rentrée 2008 (lire encadré ci-contre). Les infirmières

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titulaires d’un master pourront notamment occuper des postes d’encadrement clinique (spécialistes cliniques), et de «pratique avancée», mais aussi de professeur HES. Ce master en soins infirmiers est un premier pas: d’autres métiers devraient suivre, ­comme par exemple les physiothérapeutes, les diététiciens ou les sages-femmes. «En tant que directrice des soins, mon rôle consiste à préparer demain», rappelle Hélène Brioschi Levi. Elle appuie son propos par deux exemples: l’accompagnement des personnes âgées qui doivent être transférés en EMS prend un importance croissante. «La

générosité de l’infirmière ne suffit pas, elle doit avoir des cadres de référence, des connaissances spécifiques sur lesquelles s’appuyer». Sur le plan technique, les infirmières doivent en outre être préparées à faire face à l’impact des innovations et des nouvelles technologies sur leur pratique. Préparer demain s’impose A côté de la voie professionnelle de spécialisation «post-diplôme» en deux ans, les infirmières n’ont eu jusque-là d’autre choix que de se rendre à Bâle depuis l’an 2000 ou à l’étranger pour poursuivre leur formation, ou


La boîte à outils nécessaire Les attributions changent: les infirmières pourront être amenées à poser des diagnostics en premier recours. Une évolution qui doit se préparer au niveau des mentalités, car la question est controversée et ne se ­r ésoudra que «si l’on reste centré sur le ­patient, sur ses besoins», affirme Hélène Brioschi Levi. Dans cette perspective, la qualité de la formation est essentielle. «Les soignants auxquels on confie de grandes responsabilités doivent disposer de la boîte à

outils nécessaire.» Le partage des tâches, inéluctable selon la directrice des soins, n’ira pas de soi: «Il appartiendra au corps médical de définir des limites, et au personnel infirmier de se positionner et de dire ‹on ne va pas plus loin›». Réponse à la pénurie Deux volées d’infirmières sont déjà issues de la formation HES, qui enregistre une plé­thore de candidatures: «Nous manquons de recul pour tirer des conclusions définitives, mais on constate que si elles ne sont pas des praticiennes hors pair au début de leur vie professionnelle, les nouvelles diplômées se distinguent par leur intelligence émotionnelle, le niveau de leurs connaissances et leur curiosité, leur capacité d’abstraction. Elles semblent donc bien équipées pour devenir de bonnes praticiennes et faire face aux transformations constantes. L’existence d’un master, qui offre de réelles perspectives, pourrait susciter des vocations bienvenues dans une profession qui vit une pénurie généralisée: «En préparant mieux les soignants, ils seront plus à même de faire face au stress. La longévité dans une profession est aussi liée à la formation: des connaissances solides dans les domaines physiologique, pathologique et dans les relations humaines permettront aussi de garder les gens plus longtemps».  ■

Le Master en sciences infirmières en bref Les institutions à l’origine du projet:  Universités de Lausanne et de Genève, Hôpitaux universitaires de Genève HUG, Centre hospitalier universitaire de Lausanne CHUV; Fondation de La Source, Association suisse des infirmières et infirmiers ASI, Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO Enseignement et diplôme:  délivrés par la Faculté de biologie et de médecine de ­l’Université de Lausanne. Création d’un institut d’enseignement et de recherche en soins infirmiers au sein du département universitaire de médecine et santé communautaire du CHUV. Durée:  18 à 24 mois Ouverture:  rentrée 2008 Nombre d’étudiants:  entre 20 et 30 Conditions:  être titulaire d’un Bachelor of Science HES-SO ou équivalent en soins ­infirmiers: la question des équivalences est en discussion au plan national. Financement:  CHUV/UNIL: CHF 300 000.–/an; HES-SO: un poste de chef de projet et forfait par étudiant; autres partenaires: CHF 50 000.–/an Perspectives professionnelles:  infirmière clinicienne spécialisée, pratique infirmière avancée. Dans tous les secteurs des soins infirmiers, y compris hors milieu hospi­ talier universitaire! Relève de l’enseignement dans les HES et les écoles professionnelles.

CEMCAV-CHUV

d’opter pour des voies les éloignant du lit du malade. L’une est celle du management qui mène à des postes d’infirmière-cheffe ou de directrice des soins, l’autre celle de la formation universitaire en pédagogie, psychologie ou éthique. Le master permettra aux professionnelles des soins de développer et approfondir leur propre domaine, de questionner la pratique. Avec pour objectifs de préserver et développer la qualité des soins, de faire évoluer la formation et la recherche, d’augmenter l’attractivité de la profession. Mais aussi de participer à la reconfiguration des équipes de soins. Les rôles se modifient en effet: d’une part la réduction des horaires a un effet sur la présence des médecins. De l’autre, les assistantes en soins et santé communautaire, un nouveau métier, arrivent sur le marché. Les infirmières se trouvent entre les deux.

Hélène Brioschi Levi, Directrice des soins du CHUV, rue du Bugnon 46, 1011 Lausanne; téléphone 021 314 18 21, E-mail helene.brioschi@chuv.ch Pour en savoir plus www.chuv.ch Ñ infos + évènements Ñ communiqués Infirmière clinicienne spécialisée, pratique infirmière avancée: www.scinf.unmontreal.ca Ñ programmes de 2e et 3e cycles Ñ une maîtrise, quatre options Obtention a posteriori du titre HES dans les filières santé: www.odasante.ch

Nun auch Master in Pflegewissenschaft in der Westschweiz Nach der Universität Basel bietet mit der Universität Lausanne nun auch die Westschweiz einen Master in Pflegewissenschaft an. Helène Brioschi Levi, Pflegedirektorin im Universitätsspital (CHUV) freut sich, dass diese Lücke ab 2008 gefüllt wird. Das Studium, unterstützt unter anderem von den Unispitälern und medizinischen Fakultäten in Lausanne und Genf, soll den Pflegeberuf attraktiver machen und die Entwicklungen in der Pflege einbeziehen. Für den ersten Lehrgang werden 20 bis 30 Studenten/-innen erwartet.  ■

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Patientensicherheit

Managed Care für Qualität und Patientensicherheit Der Patient will uneingeschränkten Zugang zu den Gesundheits­leistungen, Qualität und Sicherheit. Je vielfältiger die Behandlungen, desto mehr sind Qualität und Patienten­ sicherheit vom Zusammenspiel aller Beteiligten abhängig. – Von Peter Berchtold

E

s reicht heute nicht mehr, dass einzelne Untersuchungen, Behandlungen und Betreuungsmassnahmen qualitativ hoch stehend sind. Je vielfältiger und komplexer medizinische Leistungen sind, desto stärker zählen Zusammenspiel und Gesamtresultat. Qualität und Sicherheit entstehen nicht mehr (nur) an «lokaler» Stelle – in Einzelpraxis, Klinik, Spital, Spitex etc. – sondern vermehrt durch ein funktionierendes Zusammenwirken aller beteiligten Leistungserbringer. Dies ist umso herausforderungsreicher, je mehr Personen und Institutionen am Behandlungs- und Betreuungsprozess beteiligt sind. Darüber hinaus wird heute das Zusammenspiel durch die zunehmende Ökonomisierung der Medizin bedrängt: Viele ökonomische Anreize entfalten zwar für einzelne Akteure betriebswirtschaftlich erwünschte Wirkungen, leider aber auch medizinisch unerwünschte Nebenwirkungen. Ein Beispiel dafür ist die Zergliederung der Patientenprozesse in Deutschland im Rahmen der DRGEinführung: Es entstehen (ökonomisch) definierte Teile, die ihrerseits zu (neuen) In­ formationsbrüchen und Pannen führen können. Verknüpfen und kooperieren Nicht nur Gesundheitsinstitutionen, sondern auch «High reliability organisations» (HRO) – Atomkraftwerke, Flugzeugträger u.a. – müssen eine hohe Zuverlässigkeit gewährleisten. Viele Organisationen erreichen Qualität und Sicherheit, indem sie die operativen Abläufe standardisieren und vereinheitlichen. Hierarchische Kontrolle im Sinne eines

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Behandlungsqualität und Sicherheit des Patienten werden gestärkt, wenn die Leistungserbringer und ihre Akteure besser zusammenarbeiten.

klassischen Managements hat dabei die Aufgabe, Abweichungen von Standards zu minimieren bzw. zu korrigieren, um dadurch Fehler zu verhindern. In Organisationen mit hochkomplexen Aufgaben, in Prozessen mit zahlreichen unterschiedlichen Beteiligten und nicht zuletzt dort, wo das Kerngeschäft in den Händen von professionellen Experten liegt – also in Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen – greifen ein klassischer Managementansatz und hierarchische Kontrolle zu kurz: Standardisierung, Leistungsindikatoren, Benchmar-

king und wissenschaftliche Evidenz in der klinischen Praxis können noch so fortgeschritten sein, für Qualität und Sicherheit werden sie letztlich nur unbefriedigende Resultate bringen. Mehr noch, sie können bei den Beteiligten ein gefährliches, falsches Gefühl von Verlässlichkeit und Sicherheit erzeugen. Daher ist im Gesundheitsbereich ein integrativer Managementansatz zu verfolgen. Integratives Management ■ berücksichtigt nicht nur Standardisierung, Evidenzbasierte Medizin und Leis-


tungsindikatoren, sondern auch die ­prekären Beziehungen zwischen den ­unterschiedlichen Gruppen sowohl im Spital (Ärzte, Pflegende, Manager, Pa­ tienten etc.) wie auch im Gesamtsystem (Leistungserbringer, Versicherer, Staat, Versicherte etc.). ■ hat Verständnis für die unterschiedlichen (Berufs-)kulturellen Werte und Haltungen und steht für gegenseitigem ­Respekt ein. ■ fördert Kooperation und kontinuierliches Lernen über traditionelle Grenzen hinweg.

Wie der integrative Managementansatz geht auch modernes Managed Care über die traditionellen Inhalte wie Gatekeeping, Ärzte­ netze und Budgetmitverantwortung hinaus. Managed Care folgt einem systemischen Ansatz der Integration und will die unterschiedlichen Akteure verkoppeln. Das Ziel: Die Akteure sollen verstärkt zusammenwirken und damit Qualität der Behandlung und Sicherheit der Patienten stärken.  ■

Was können die Spitäler tun? Spitäler und Kliniken sollen dazu beitragen, das Zusammenspiel aller Leistungs­ erbringer zu unterstützen, um so Qualität und Patientensicherheit zu verbessern. Dies tun sie vorab, wenn sie «die Erkenntnis fördern, dass Fehler und Risiken mit Vor­liebe an Schnittstellen auftreten, die zwischen Bereichen innerhalb bzw. ausserhalb des Spitals liegen», sagt Peter Berchtold. Der Präsident des Forums Managed Care sieht gerade an diesen Übergängen ein verstärktes Risiko, dass Behandlungs- und Informationsabläufe unterbrochen werden. Innerhalb des Spitals sind alle Berufsgruppen – Ärzteschaft, Pflegende, Management etc. – gleichermassen gefordert: Laut Berchtold liegen gerade zwischen ihnen Schnittlinien, die dazu führen können, dass beispielsweise Informationsflüsse unterbrochen werden. Damit die Schnittstellen reibungslos funktionieren, empfiehlt Peter Berchtold der Spitalleitung einen integrativen Managementansatz (siehe auch Hauptbeitrag). Er nennt drei Beispiele: Die Spitalleitung ■ sucht gemeinsam mit den Verantwortlichen der verschiedenen Berufsgruppen und Abteilungen Lösungen, um potentielle Konflikte zwischen ihnen zu vermeiden, so dass kein Auseinanderdriften droht, ■ überwindet lokales Denken, indem sie klinikübergreifende, spitalweite Zusammenhänge stärker berücksichtigt, ■ fördert teamorientierte Arbeitsformen im klinischen Alltag.

Peter Berchtold, Präsident Forum Managed Care, Leiter College-M, College für Management im Gesundheitswesen, Freiburgstrasse 41, 3010 Bern; Telefon 031 632 30 26. E-Mail peter.berchtold@college-m.ch Mehr Info: Der gemeinnützige Verein Forum Managed Care fördert neue Modelle zur Steuerung und Optimierung der Gesundheitsversorgung in der Schweiz. Am 6. Juni 2007 findet das Symposium «Mehr Qualität und Patientensicherheit – Managed Care als Schlüsselfaktor» statt. Programm und weitere Infos: www.forummanagedcare.ch Ñ Veranstaltungen

Qualité et sécurité grâce au Managed Care Les patients réclament un accès illimité aux prestations de santé, de bonne qualité et avec des garanties de sécurité. Plus les traitements sont variés et complexes, plus l’ensemble des partenaires doivent collaborer pour remplir les exigences de qualité et de sécurité des patients. La solution s’appelle Managed Care.  ■

Welche Anreize verbessern das Zusammenspiel? Gewisse ökonomische Anreize können das Zusammenwirken der Leistungserbringer im Behandlungs- und Betreuungsprozess erschweren. Peter Berchtold beobachtet dies etwa seit der Einführung der DRG in Deutschland. Droht solches mit der Einführung von SwissDRG im Jahr 2009 auch den Leistungserbringern in der Schweiz? «Dem ist eben gerade mit einem integrativen Managementansatz und integrationsfördernden Massnahmen zu begegnen», entgegnet Berchtold und weist darauf hin, dass Gesundheitssysteme traditionell sehr fragmentiert sind. Wichtiger sei daher die Frage, welche Anreize und Massnahmen das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure verbessern ­können: «Vieles was heute in der Schweiz unter dem Titel Managed Care vorangetrieben und realisiert wird – unter anderem Ärztenetze und Case Management – zielt genau in diese Richtung». Erika Schumacher

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Who is who

Berit Klinik

PD Dr Rémi Schneider occupe la même fonction au département de chirurgie et le Dr Jean Walder est médecin-chef adjoint de ce dernier département.

Neuer Direktor Arno Bopp übernahm per 1. Januar 2007 als Direktor die Leitung der Berit Klinik in Niederteufen. Er hat ein Studium in Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen abgeschlossen. Nach mehreren Einsätzen im Finanzbereich ist er seit 1998 in leitenden Funktionen im Gesundheitswesen tätig. Zuletzt war er seit 2003 Verwaltungsleiter im Herz- und NeuroZentrum in Kreuzlingen und im Herz-Zentrum in Konstanz.  ■

Klinik Gais Neuer Chefarzt Seit dem 1. Februar 2007 ist Torsten Berghändler neuer Chefarzt Psychosomatik und Mitglied der Geschäftsleitung der Klinik Gais. Nach dem Studium in Hamburg ab­ solvierte er in verschiedenen Landesteilen der Schweiz die gesamte weitere berufliche Laufbahn mit Stationen in Psychiatrie, Innerer Medizin, Neurologie und Psychosomatik. Zuletzt war der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und APPM-Titelträger Oberarzt Psychosomatik am Universitätsspital Basel.  ■

Hôpital neuchâtelois Trois nominations Trois nouveaux cadres médicaux ont été désignés à l’Hôpital neuchâtelois, avec entrée en fonction le 1er mars 2007. Le Pr Raffaele Malinverni est nommé médecin-chef du département de médecine, le

Après des études effectuées à l’Université de Berne, ­Raffaele Pietro Malinverni s’est spécialisé en maladies infectieuses au CHUV. Dès 1986, il sera notamment chef de clinique à la clinique médicale universitaire de l’hôpital de l’Ile et créera en 1998 dans cet établissement la consultation HIV et ma­ ladies infectieuses qu’il dirigera jusqu’en 1999, ­moment où il reprendra la fonction de médecin-chef du Département de médecine des hôpitaux de la ville Cadolles-Pourtalès à Neuchâtel.  ■ Rémi Pascal Schneider a ­accompli ses études aux Universités de Neuchâtel, Bâle et Genève. Au bénéfice d’un certificat en gestion hospitalière de l’IDEHAP, ce spécialiste en chirurgie viscérale et thoracique a notamment été chef de clinique et médecin adjoint au CHUV, avant de devenir médecin chef de département aux Hôpitaux de la ville de Neuchâtel, dès 2000. Il a également été maître d’enseignement et de recherche à l’Université de Lausanne en 1994.  ■ Jean Walder a étudié à Neuchâtel et Lausanne. Il a été notamment chef de clinique au CHUV, avant d’être nommé médecin chef du service de chirurgie de l’Hôpital régional de Couvet en 1985. Il obtient le titre de médecin spécialiste (FA) de chirurgie générale et d’urgence en 2004. Député libéral au Grand Conseil neuchâtelois, il préside le Groupement

des médecins hospitaliers neuchâtelois et l’Asso­ ciation des médecins-chefs des hôpitaux neuchâ­ telois.  ■

Kantonsspital Winterthur Neuer Chefarzt Radiologie Christoph Binkert ist seit dem 1. April 2007 Chefarzt des Instituts für Radiologie am Kantonsspital Winterthur (KSW). Nach dem Medizinstudium in Zürich war Binkert Assistenzarzt an verschiede­ nen Zürcher Kliniken, bevor er sich am Dotter Institute in Portland, Oregon/USA auf interventionelle Radio­ logie spezialisierte. Binkert hat einen MBA in Gesund­ heitsmanagement und zuletzt war er Associate Professor für Radiologie und Associate Director für ­inter­ventionelle Radiologie am Brigham and Women’s Hospital (Harvard Medical School) in Boston.  ■

SPZ Nottwil Neuer Chefarzt Neuro-Urologie Prof. Jürgen Pannek ist seit Anfang April 2007 Chefarzt Neuro-Urologie im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil. Nach dem Medizinstudium in Deutschland war Pannek Assistenzarzt an verschiedenen Kliniken im Ruhrgebiet, absolvierte einen Forschungs-Aufenthalt an der John Hopkins Universität in Baltimore (USA) und war später Oberarzt bzw. Leiter der Neuro-Urologischen Ambulanz der RuhrUniversität in Bochum. In Health Care Controlling und Management weitergebildet, war er zuletzt Leitender Arzt mit Schwerpunkt Neuro-Urologie im Marienhospital Herne/D.  ■

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Spital Zollikerberg Neuer Leitender Arzt Christoph Meier ist seit dem 1. April 2007 Leitender Arzt an der Klinik für Chirurgie am Spital Zollikerberg. Der Facharzt für Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, war nach seinem Medizin­ studium an der Universität Zürich Assistenzarzt am Spital Wetzikon, am Kantonsspital Winterthur und am ­General Hospital Northhampton/GB. Es folgten drei Jahre als Oberarzt am Stadtspital Triemli in Zürich. Seit 2004 war Meier Oberarzt und Teamleiter an der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsspitals ­Zürich.  ■

Réseau Hospitalier Fribourgeois Trois nominations Trois responsables de départements transversaux, membres du conseil de direction du Réseau hospitalier fribourgeois (RHF), sont entrés en fonction le 1er mai. Pierre-André Kolly est responsable du département des finances, Thierry Monod est en charge du département achat et logistique du RHF et des sites hospitaliers de Billens, Châtel-St-Denis et Riaz, Robert Overney est responsable des infrastructures du RHF et des sites hospitaliers de Fribourg, Meyriez et Tafers. Pierre-André Kolly a suivi une formation commerciale. Au bénéfice d’un brevet fé­ déral de comptable, il est directeur adjoint de l’Hôpital cantonal de Fribourg depuis 1993 et en assure la direction ad intérim depuis le début de l’année. Il a commencé sa carrière en 1985 à l’Office de la circulation et de la navigation avant de rejoindre en 1986 l’Inspection des finances de l’Etat de Fribourg en tant qu’inspecteur financier.  ■ Thierry Monod s’est spécialisé en gestion hospitalière et en gestion de la santé publique, après avoir accompli une formation hôtelière. Directeur de l’Hôpital du Sud ­Fribourgeois depuis sa création en 2001, Thierry Monod a précédemment dirigé ­l’Hôpital et l’EMS de Lavaux et été directeur adjoint de l’Hôpital de zone d’Aigle.  ■

Enseignant de formation, ­Robert Overney s’est spécialisé dans la formation du ­personnel. Mission qu’il a assumée dans plusieurs com­ pagnies d’assurances et à la Banque cantonale de Fribourg. Il dirige depuis 2001 l’Hôpital et le Home médi­ calisé de la Singine et depuis mai 2006, l’Hôpital de Meyriez, également.  ■

Kantonsspital Obwalden Neue Spitaldirektorin Ab 1. August 2007 leitet Rita Anton das Obwaldner Kantonsspital in Sarnen. Nach der Ausbildung als diplomierte Finanzwirtin erfüllte sie in grossen, teils internationalen Firmen Aufgaben von der Steuerexpertin bis zur Finanzchefin. 2000 wurde sie Leiterin Administration und stellvertretende Direktorin des Kantonsspitals Zug. Seit 2004 ist sie Geschäftsführerin der Vaka in Aarau, Interessenverband von 110 öffentlichen und privaten Aargauer Kliniken, Spitälern und Pflegeinstitutionen.  ■

Auszeichnung Clinical Research Award für den Chefarzt der Uniklinik Balgrist Als erstem Europäer wurde dem ärztlichen Direktor der Uniklinik Balgrist, Prof. Christian Gerber, der renommierte Kappa-Delta/OrefPreis verliehen. Die Auszeichnung der «American Academy of Orthopaedic Surgeons» und der «Orthopaedic ­Research Society» gilt in der Szene als «Medizin­Oscar». Er wird nur für Leistungen verliehen, die weltweit die Behandlung von Patienten verändert haben. Prof. Gerber hat mit seinem Team eine ­bahnbrechende Behandlung von Sehnenrissen an der Schulter entwickelt.  ■

Vos nouveaux collaborateurs dans le «Who is who» de Competence Dans son «Who is Who» Competence présente les nouveaux cadres et personnes exerçant des tâches dirigeantes dans les hôpitaux, cli­niques et établissements de longue durée en Suisse. Veuillez nous informer sur les nomi­nations intervenant dans votre institution: ■ Management: CEO, directeurs, directrices, membres de la direction ■ Soins: directeurs, directrices, autres soignants exerçant des tâches dirigeantes ■ Médecine: médecins-chefs, autres médecins exerçant des tâches dirigeantes ■ Cadres et collaborateurs exerçant des tâches dirigeantes dans d’autres secteurs (Facility Management, pharmacie d’hôpital, domaine technique, etc.) Informations (texte bref, CV ou autre) et photo haute résolution sont les bienvenues auprès de la rédaction (marlyse.aubert@bluewin.ch).  ■

Ihre neuen Mitarbeitenden in «Who is who» in Competence In «Who is Who» stellt Competence neue Kader und leitende Mitarbeitende in den Schweizer Spitälern, Kliniken und Langzeitinstitutionen vor. Bitte informieren Sie uns über neue Stellen­ inhaber/-innen in Ihrer Institution: ■ Management: CEO, Direktoren/-innen, Mitglieder der Geschäftsleitung ■ Pflege: Pflegedirektoren/-innen, andere leitende Pflegekräfte ■ Medizin: Chefärzte/-innen, Leitende Ärzte/-innen ■ Kader und Mitarbeitende mit Leitungsfunk­ tionen in weiteren Bereichen (Haustechnik, Facility Management, Spitalapotheke etc.) Informationen (Kurztext, CV o.Ä.) mit hoch­ auflösendem Foto sind willkommen bei der Redaktion (erika.schumacher@bluewin.ch).  ■

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Book Service Ressort Lehrbuch Patientenberatung – Doris Schaeffer/Sebastian Schmidt-Kaehler (Hrsg.) Patientenberatung leistet Orientierungshilfe im Dschungel der Versorgungsstrukturen, thematisiert die Rechte und Wahlmöglichkeiten der Patienten im Behandlungsgeschehen und vermittelt indikationsbezogene Informationen und Kompetenzen zum Umgang mit einzelnen Erkrankungen. In Zeiten der immer häufiger eingeforderten Eigenverantwortung der Patienten und der sich ausweitenden Entscheidungsspielräume kommt das Gesundheitswesen an einem hochwertigen Informations- und Kommunikationsangebot für seine Nutzer nicht mehr vorbei. Dieses Buch schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur, es legt den Stand der theoretisch-konzeptionellen Diskussion zur Patientenberatung übersichtlich dar, fasst methodische Strategien

zusammen und vermittelt interessante Einblicke in die Praxis dieses jungen Aufgabenfeldes. Die Komposition von Beiträgen namhafter Experten bietet eine systematische und interdisziplinäre Bestandsaufnahme, die den einschlägigen Ausbildungs- und Studiengängen als Lehrbuch dienen kann, Hilfestellung und Anregungen für Praktiker aufzeigt und neue Impulse für die Methoden- und Theorieentwicklung liefert. «Lehrbuch Patientenberatung» Doris Schaeffer/Sebastian Schmidt-Kaehler (Hrsg.) Lehrbuch Patientenberatung 2006. 304 S., 17 Abbildungen, 8 Tabellen, Kt CHF 48.90 ISBN 978-3-456-84368-1

Un Homme nouveau par le clonage? – Denis Müller et Hugues Poltier (dir.) Tout le monde s’est entiché de Dolly à sa naissance, mais personne n’est allé à son enterrement. Au lendemain de Noël 2002, personne n’a trouvé trace de la petite Eve, au moment où ses concepteurs-cloneurs raéliens faisaient la une des médias. La reproduction hypothétique d’un être humain par mode de clonage reste une utopie puissante. Elle véhicule autant de craintes, de fantasmes, que d’espoirs. Entre ceux qui entendent l’interdire par une loi, et ceux qui y lisent une nouvelle manière de lutter contre la stérilité, il y a un gouffre. L’humanité n’en a pas fini avec le mythe de l’Homme nouveau – manière, sans doute, de refuser la mort, la fragilité, le temps … Ce livre ouvre et nourrit le débat. Contrairement à la banalisation à laquelle on voudrait parfois le réduire,

le clonage reproductif est bien un problème moral! Il y va en effet de notre vision de l’être humain, du respect dû à chaque personne, de nos attentes à l’égard de la filiation.

«Un Homme nouveau par le clonage?» Fantasmes, raisons, défis Denis Müller et Hugues Poltier (dir.) Collection: Le champ éthique, rayon: Ethique Genre: Médecine, éthique 336 Pages ISBN 978-2-8309-1168-8 Prix: CHF 36.–, € 23.–

Wenn etwas schiefgeht – Kommunizieren und Handeln nach einem Zwischenfall Die offene Kommunikation und die koordinierte Reaktion nach Behandlungszwischenfällen stellt in jeder Gesundheitsinstitution ein Führungsthema dar und verlangt eine strukturierte Vorgehensweise. In der in den USA erschienenen Dokumentation «When Things Go Wrong» formulieren die Harvard Spitäler in Massachusetts konsensuell formulierte konkrete Empfehlungen zum richtigen Umgang mit Patienten und Angehörigen nach einem Behandlungszwischenfall. Dank der Übersetzungserlaubnis von Lucian Leape hat die Stiftung für Patientensicherheit das Dokument für den deutschsprachigen Raum adaptiert und herausgegeben (www.patientensicherheit.ch/de/projekte/flyer_ kommunikation_d.pdf). Es liefert als praxisorientiertes Handbuch die ausführlichen Hintergrundinforma-

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tionen zum Thema «Kommunikation mit Patienten und Angehörigen nach einem Zwischenfall». Die Stiftung für Patientensicherheit möchte mit dieser Schriftenreihe dazu einladen, die Inhalte zu reflektieren und in Gesundheitseinrichtungen zu diskutieren.

«Wenn etwas schiefgeht – Kommunizieren und Handeln nach einem Zwischenfall» Schriftenreihe Patientensicherheit Schweiz, Nr. 1, Dezember 2006 Mit einem Vorwort von Prof. Dieter Conen, Präsident der Stiftung für Patientensicherheit und Dr. Marc-Anton Hochreutener, Geschäftsführer der Stiftung für Patientensicherheit

Diese Rubrik liegt ausserhalb der redaktionellen Verantwortung.

Schriftenreihe Patientensicherheit Schweiz, Nr. 1, Dezember 2006


Ingenieur Hospital Schweiz/Ingénieur Hôpital Suisse Ingenieur Hospital Schweiz Ingénieur Hôpital Suisse

30. IHS-Generalversammlung und Jahresfachtagung mit Ausstellung

IHS Agenda Information www.ihs.ch traduction: voir www.ihs.ch

Arbeitsgruppen

Am 19. und 20. April fand der IHS-Kongress in Nottwil statt. Zwei Tage, die ausgiebig genutzt wurden, um Kontakte herzustellen oder zu pflegen und an interessanten Vorträgen teilzunehmen.

Im letzten Jahr entschied sich die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes, im Jahr 2007 eine zweitägige Veranstaltung durchzuführen. Der Gedanke dabei war, sowohl den Spitalingenieuren als auch den Firmenmitgliedern, mehr Möglichkeiten zur Ausstellung und zum Networking zu bieten. Teilnehmer Nachdem die ersten Anmeldungen nur spärlich eingegangen waren, fanden dann doch erstaunlich viele Mitglieder den Weg an den Sempachersee. An beiden Tagen waren weit mehr als 100 Teilnehmer zu verzeichnen. Vor allem natürlich Spitalingenieure, aber auch eine grosse Zahl Firmenmitglieder nutzten die Möglichkeit zum intensiven Erfahrungs- und Ideenaustausch. Auch die Fachausstellung war zwischen den Vorträgen gut besucht und die Aussteller hatten Gelegenheit, ihre Produkte und Dienstleistungen einem interessierten Publikum zu erläutern.

Fazit Ob ein- oder zweitägig, die Jahresfachtagungen des IHS sind immer einen Besuch wert. Die Auswertung von 90(!) retournierten Fragebögen ergab ein ins­ gesamt sehr positives Bild zu dem zentral gelegenen Tagungsort, der sehr guten Organisation und zur Auswahl der Vorträge. Es hat sich gezeigt, dass vor allem die zeitliche Verlängerung der Veranstaltung in die Abendstunden des ersten Kongresstages von allen Teilnehmern sehr begrüsst wurde. Speziell im Anschluss an den formellen Teil kamen viele Kontakte und Gespräche zwischen Ingenieuren und Ausstellern oder anderen Firmenmitgliedern zustande. Da aber trotz allem Aufwand und Ertrag in einem gesunden Verhältnis stehen müssen, hat sich der Vorstand entschlossen, nur alle zwei Jahre eine zweitägige Fach­ tagung durchzuführen. Das Seminarhotel Sempachersee wird vorläufig als Tagungsort beibehalten ­werden.

Generalversammlung Die Generalversammlung, geführt durch den Präsidenten Hans-Peter Aebischer, verlief planmässig. Vorstand und Kasse wurden entlastet, die Budgets wie vorgeschlagen genehmigt und das Plenum war einverstanden mit den Zielen für das neue Geschäftsjahr. Da Patrick Zuber als langjähriges Vorstandsmitglied und Vizepräsident wegen eines Stellenwechsels nicht mehr für sein Amt zur Verfügung stand, wurde Fabio Ceresa vom Ente Ospedaliero Cantonale, Tessin, neu in den Vorstand gewählt (Vorstellung im nächsten competence). Er wird die Funktion als Ansprechpartner für die Arbeitsgruppen innehaben. Neuer Vizepräsident wird Alfred Sigg.

Bereits heute reservieren: 7. März 2008, GV und eintägige Fachtagung 23./24. April 2009, GV, Fachtagung und Ausstellung. Einzelheiten werden noch bekannt gegeben.

Fachtagung Trotz der grossen Anzahl war die Qualität der ange­ botenen Vorträge sehr hoch. Die Themenauswahl war gut gemischt und hatte für alle Disziplinen etwas zu bieten. Zum Teil kamen im Anschluss interessante Diskussionen zustande.

Christian Kluth Universitätsspital Basel Vorstandsmitglied IHS

Danke Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren und Aussteller und an all die an der Gestaltung und Organisation der beiden Tage beteiligt waren. Besonders zu erwähnen sind hier Kurt Hess und Alfred Sigg. Vielen Dank auch an alle Gäste und natürlich an alle Mitglieder, die durch ihr Erscheinen dazu beigetragen haben, dass die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg wurde.

Elektrische Sicherheit/Sécurité électrique Leo Martin monika.martin@braincompass.com Medizinische Gase/Gaz médicaux Peter Jäger Universitätsspital Zürich peter.jaeger@usz.ch Fluides médicaux Laurent Sester Hôpital de La Chaux-de-Fonds laurent.sester@ne.ch Dialysesystem/Système de dialyse Alfred Zbinden, Ing. Büro Hinterkappelen azbinden@compuserve.com Validierung von Sterilisatoren/ Validation des stérilisateurs Peter Giezendanner KS Münsterlingen peter.giezendanner@stgag.ch Maintenance biomédicale/Biomedizin Simone Consonni EOC Bellinzona simone.consonni@eoc.ch

Regionalgruppen/ Groupes régionaux West/Ouest Raymond Carrillat HUG raymond.carrillat@hcuge.ch Zentral/central Bruno Jung Insel Bern bruno.jung@insel.ch Ost/Est Peter Jäger USZ peter.jaeger@usz.ch

Impressum IHS Offizielles Organ des IHS Ingenieur Hospital Schweiz Organe officiel de l’IHS Ingénieur Hôpital Suisse Herausgeber: Ingenieur Hospital Schweiz IHS Geschäftsstelle Kurt Hess 8600 Dübendorf ihs-gs@ihs.ch Redaktion/Rédaction: Christian Kluth c/o Universitätsspital Basel 4031 Basel ckluth@uhbs.ch René W. Rohner Rohner Communication 1814 La Tour-de-Peilz rohner.communication@mcnet.ch

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Service Niedriger kann das Sturzrisiko nicht sein Experten bezeichnen es als das Post-Fall­Syndrom: Die Angst vor immer neuen Stürzen nach einem ersten Sturz. Durchgehende Seitengitter und die Fixierung des Patienten verstärken diese Angst zusätzlich. Das Niedrigstpflegebett 5380 von Völker präsentiert nun eine überzeugende Lösung. Dass Stürze weitere Stürze zur Folge haben ist ein Teufelskreis, der sich nur durch eine Massnahme durchbrechen lässt: Durch bodennahe Lagerung. übliche Pflegebetten lassen sich aber nur auf etwa 40 cm senken. Deshalb werden extrem Sturz­ gefährdete auf so genannten «Pflegenestern» gebettet, also Matratzenlager auf dem Boden ihrer Pflegezimmer. Dies wird auf Dauer aber weder von den Betroffenen noch von ihren Angehörigen akzeptiert. Und für die Pflege bedeutet diese Massnahme eine enorme Arbeitserschwerung. Das Pflegebett als Hilfsmittel Pflegebetten sind medizinische Hilfsmittel, die dem Wohlbefinden des Patienten dienen und das Personal ergonomisch unterstützen sollen. Für die zunehmende Gruppe der Senioren in Heimen und Kliniken, darunter die extrem sturzgefährdete Gruppe dementer Patienten/Bewohner, hat Völker nun das Niedrigstbett 5380 entwickelt. Beibehalten wurde der bewährte Aufbau der Völker Pflegebett-Serie 3080 mit dem patentierten, variablen Seitensicherungssystem zur ergänzenden Sturz-

Niedrigstbett 5380, Designvariante Pflege

prophylaxe und der MiS® Liegefläche, dem MicroStimulations-System zur Dekubitusprophylaxe. Von 23 cm bis 74 cm Neu entwickelt wurde ein spezieller, elektrischer Trapezhub, der das Bett auf Bodennähe absenkt und jegliche Stürze aus dem Bett verhindert. Gleichzeitig hebt er die Liegefläche auf eine angemessene Aufstehhöhe und auf ein Arbeitsniveau, das Pflegemassnahmen in ergonomisch richtiger Höhe ermöglicht. Die sichere Arbeitslast des 5380 beträgt 170 kg. Ein Bremsbügel liegt am Fussende des Bettes, um eine unbeabsichtigte Bedienung durch Patienten zu verhindern; bei komplett abgesenktem Bett lässt sich deshalb die Bremse nicht entriegeln. Ein spezieller Handschalter ermöglicht

die Bedienung sämtlicher patientenbezogener Funktionen des Bettes. Das neue Völker Niedrigstbett 5380 ist nach der europäischen Richtlinie 93/42/EWG als Medizinprodukt klassifiziert und entspricht allen internationalen Normen. Es ist in zwei Designlinien lieferbar: mit wohnlicher Pflegebett-Optik (Modell 5380) und als Spitalbett-Variante (Modell 5380 K), jeweils in verschiedenen Ausführungen. Weitere Auskünfte: Sedorama AG Stühle, Tische, Objektmöbel Erich T. Utiger Wegmühlegässli 8, 3072 Ostermundigen 2 Telefon 031 932 22 32, Fax 031 932 22 64 www.sedorama.ch, info@sedorama.ch

Welche Wertschätzung hat die Arbeit in der Reinigungsbranche?

Die Seifenoper Das Stück «Wet Rock – eine Seifenoper» handelt von sechs Reinigungsfachfrauen, die sich zum Frühjahrsputz in einem Schulhaus treffen. Sie kommen aus der Ukraine, aus Polen, aus Kolumbien und aus der Schweiz. Ihre Biografien sind so unterschiedlich wie die Gründe dafür, warum sie ihr Geld ausgerechnet mit «Putzen» verdienen. Im Verlauf des Abends erzählen sie von ihrem Arbeits­ alltag. Das Stück spielt mit dem Klischee der gut gelaunten Putzfrau, die immer ein Liedchen auf den Lippen hat und nie den Humor verliert. Eine dokumentarische Seifenoper, ernsthaft und unterhaltend zugleich. Für das Projekt wurde ein Dutzend im Kanton Aargau und im Kanton Bern le­ bende und arbeitende Putzfrauen interviewt. Der «Wet Rock» (nasse Rock) kam dabei nicht zu kurz: viele Lieder und Tanzeinlagen untermalten das Stück und zeigten auf humorvolle Weise, wie vielseitig und bunt, aber auch anstrengend und herausfordernd, die Arbeit in der Reinigungs-

branche ist. Bis November 2007 ist die Seifenoper in verschiedenen Schweizer Städten unterwegs. Wie alles begann Im Herbst letzten Jahres wurde Wetrok angefragt, das Theaterstück «Wet Rock – eine Seifenoper» zusammen mit anderen Unternehmen und Institutionen zu unterstützen. Nebst einem Schulungstag in gewerblicher Reinigung an der Wetrok ­Academy, stellte man den Schauspielerinnen Reinigungsgeräte für das Bühnenbild zur Verfügung. Wetrok steht seit 1955 für professionelle Reinigungslösungen. Sie berät Unternehmen (zum ­Beispiel Spitäler, Gebäudereiniger, Schulen, Supermärkte etc.) bei der Reinigungsplanung. Themen wie Ökonomie und Ökologie oder Logistik und Hygiene sind dabei genauso relevant, wie Ergonomie und Sicherheit des Reinigungspersonals.

Diese Rubrik liegt ausserhalb der redaktionellen Verantwortung.

Über die Freuden und Leiden des Reinigungspersonals Die Arbeit in der Reinigungsbranche: Sie ist häufig noch mit vielen Klischees behaftet, die der Realität in keiner Art und Weise mehr entsprechen. Kaum jemand weiss, welchen Herausforderungen die Personen in dieser Branche gewachsen sein müssen oder was der Unterschied zwischen privater Haushalts- und gewerblicher Gebäudereinigung ist. Am 11. Mai diskutierte Daniel A. Berti als Teilnehmer im Rahmen einer Podiumsdiskission im Theater Tuchlaube Aarau mit namhaften Persönlichkeiten aus der Branche. Der breite Erfahrungsschatz sowie die verschiedensten Blickwinkel zum Thema Reinigung führten zu einem regen Austausch. Dabei war die Wertschätzung dieser ­Arbeit, sei es gesellschaftlich als auch monetär, immer wieder ein Thema. Anschliessend an die Podiumsdiskussion wurde das Theaterstück «Wet Rock – eine Seifenoper» aufgeführt.


Agenda

Mai/mai 2007

31. – 1.6. Bern

Nationaler Kongress für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen MEM Media Foundation Murtenstrasse 35, 3008 Bern

Juni/juin 2007

5. / 6. Bern

Tagung Nachhaltigkeit im Spital. Das Moderne Spital – Chancen und Risiken für unsere Umwelt. Inselspital Bern Margrit Kilchenmann, Stabstelle Ökologie, Telefon 031 632 27 69, E-mail margrit.kilchenmann@insel.ch

6. Basel

9. Gefahrguttagung Schweiz Swiss TS Technical Services AG Ralf Mengwasser, Gefahrgutbeauftragter, Telefon 044 877 61 99, E-Mail ralf.mengwasser@swissts.ch

6. Zürich

Symposium Managed Care. Mehr Qualität und Patientensicherheit – Managed Care als Schlüsselfaktor MKR Consulting AG, Marketing- und Kommunikationsberatung Steinerstrasse 37, 3006 Bern, Tel. 031 350 40 50, Fax 031 350 40 51, E-Mail juerg.lehni@mkr.ch, www.mkr.ch

6. Bern

Sektionstagung MFH mit Schwerpunkt Ethik HPH Swiss Network of Health Promoting Hospitals and Health Services Nils Undritz, Telefon 062 836 20 30, Fax 062 836 20 35, E-Mail contact@healthhospitals.ch, www.healthhospitals.ch

14.

Gesundheitspolitik 2007–2011, Kandidatinnen und Kandidaten für die eidg. Wahlen 2007 stellen sich den Fragen der SGGP SGGP Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik Langstrasse 64, Postfach 2160, 8026 Zürich, Telefon 043 243 92 20, Fax 043 243 92 21, E-Mail info@sggp.ch, www.sggp.ch

14. / 15. Bern

H+ Kongress 2007. Stationäre Versorgung zwischen Service Public und Kommerz. H+ Die Spitäler der Schweiz, Geschäftsstelle, Kommunikation Lorrainestrasse 4a, 3013 Bern, Telefon 031 335 11 20, Fax 031 335 11 70, E-Mail michelle.jaiteh@hplus.ch, www.hplus.ch

Bern

26. – 28. Friedrichshafen 2. Internationaler Palliative Care Kongress LACON Corporate Design-Management GmbH Mühlstrasse 10, D-88085 Langenargen, Telefon 0049 7543 93 05 34, Fax 0049 7543 9305 30, E-Mail oliver.schmitt@lacondesign.de, www.lacondesign.de

August/août 2007

23. Luzern

Das neue Medizinalberufegesetz (MedBG) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis, Universität St. Gallen Bodanstrasse 4, 9000 St. Gallen, Telefon 071 224 24 24, Fax 071 224 28 83, irp-hsg@unisg.ch, www.irp.unisg.ch

29. Luzern

Das Krankenversicherungsgesetz: Revision zwischen Wettbewerb und Reglementierung Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis, Universität St. Gallen Bodanstrasse 4, 9000 St. Gallen, Telefon 071 224 24 24, Fax 071 224 28 83, E-Mail irp-hsg@unisg.ch, www.irp.unisg.ch

30. Zürich

Sparen wir die Pflege kaputt? Risiken und Chance der Sparpolitik im Gesundheitswesen – Alternativen SGGP Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik Langstrasse 64, Postfach 2160, 8026 Zürich, Telefon 043 243 92 20, Fax 043 243 92 21, E-Mail info@sggp.ch, www.sggp.ch

September/septembre 2007

11. Luzern

SVS-Kongress Dieter Keusch, Tagungsorganisator SVS, Vorsitzender der Spitalleitung Kantonsspital Baden AG 5404 Baden, Telefon 056 486 21 52, Fax 056 486 21 59, E-Mail dieter.keusch@ksb.ch

13. / 14.

Tagung der Stiftung für Patientensicherheit «Patientensicherheit Schweiz: Aktivitäten – Stolpersteine – Perspektiven» Stiftung für Patientensicherheit Paula Bezzola, Asylstrasse 41, 8032 Zürich, Telefon 043 243 76 52, Fax 043 243 76 71, E-Mail bezzola@patientensicherheit.ch, www.patientensicherheit.ch

24. Basel

SwissDRG Forum 2007 SwissDRG c/o TeamFocus Consulting AG Cystastrasse 23a, 6004 Luzern, Telefon 041 220 01 11, www.swissdrg.ch

28. / 29. Luzern

Strategieseminar für Verwaltungsräte/Stiftungsräte/CEO H+ Bildung Rain 36, 5000 Aarau, Telefon 062 824 00 25, www.kurse.hplus.ch

Bern

Bitte senden Sie Informationen über bevorstehende Veranstaltungen an: michelle.jaiteh@hplus.ch

Veuillez SVP faire parvenir vos annonces de manifestations à: michelle.jaiteh@hplus.ch

Competence 6/2007

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Journal ZH: Bevölkerungsschutz-Gesetz verabschiedet 10. Mai 2007 www.sk.zh.ch Ñ Medienmitteilungen des Kantons

Suisse: décision reportée sur le financement des hôpitaux 4 mai 2007 www.parlement.ch Ñ informations et communiqués

OW: Regierung und Kantonsrat lehnen Spitalinitiative ab 27. April 2007 www.ow.ch ÑPolitik Ñ Kantonsrat Ñ Protokolle

AG: Pflegegesetz in der zweiten Runde 25. April 2007 www.ag.ch Ñ Medienmitteilungen

Suisse: loi sur les brevets aux Etats 24 avril 2007 www.parlement.ch Ñ informations et communiqués

Le Conseil fédéral opposé aux importations parallèles 18 avril 2007 www.admin.ch Ñ actualité Ñ choix du régime

Projet national de cybersanté: fin de la consultation 1er avril 2007 www.admin.ch Ñ procédures de consultation Ñ procédures terminées

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Private Organisationen, etwa Spitäler, können im Kanton Zürich zu Leistungen bei Katastrophen und anderen Grossereignissen verpflichtet werden. So will es das vom Re­ gierungsrat verabschiedete Bevölkerungsschutz-Gesetz. Das Gesetz koordiniert das ­Zusammenwirken von Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technischen Betrieben und Zivilschutz in ausserordentlichen Situationen. Ob eine solche vorliegt, entscheidet der Regierungsrat. Die Gesamtleitung der Einsätze obliegt dem Kommandant der Kantonspolizei. Le Conseil des Etats ne se penchera pas avant la session d’automne sur les divergences concernant le financement des hôpitaux. La commission de la sécurité sociale et de la santé n’aura pas fini ses travaux d’ici juin. Elle s’est d’ores et déjà prononcée en faveur du libre choix de l’hôpital mais souhaite encore se pencher sur le financement de ce libre choix. Pour sa part, le Parti radical suisse va intervenir dans les cantons, afin que des initiatives cantonales plaident en faveur d’un marché hospitalier unique.

Der Obwaldner Kantonsrat folgt dem Antrag des Regierungsrats und beschliesst, die Volksinitiative für ein selbstständiges Kantonsspital in Sarnen dem Volk mit Antrag auf Ablehnung zu unterbreiten. Regierung und Kantonsrat wollen die Option auf eine gemeinsame Direktion mit dem Kantonsspital Nidwalden in Stans offen lassen. Damit wird am 25. November 2007 erstmals das Obwaldner Volk in der jahrelangen Spitaldiskus­sion an der Urne mitreden können. Die Regierung des Kantonn Aargau verabschiedet den Entwurf des neuen Pflegegesetzes für die zweite Beratung im Grossen Rat. Nimmt der Grosse Rat das Gesetz an, soll es per 1. Januar 2008 in Kraft treten. Das Gesetz folgt der Gesundheitspolitischen Gesamt­ planung (GGpl) des Kantons vom Dezember 2005. Diese fordert: Dämpfen der Zunahme an stationären Langzeitpflegebetten mit verschiedenen Massnahmen (z.B. Übergangspflege), bessere Vernetzung, Koordination und synergetische Nutzung der Angebote in der Langzeitversorgung, kostenbewusstes Handeln durch ein einheitliches Finanzierungssystem. La commission des affaires juridiques du Conseil des Etats a adopté la révision du droit des brevets appelée à encourager les biotechnologies. La commission s’est ralliée aux ­décisions prises en décembre par le National. Le nouveau texte, sur lequel le plénum se prononcera en juin, clarifie les limites de la brevetabilité par rapport aux êtres vivants. Le corps humain en tant que tel, y compris l’embryon, ne peut pas être breveté.

Le Conseil fédéral reste fermement opposé aux importations parallèles, malgré la cherté des prix en Suisse. Le projet mis en consultation provoque un large front de mécontents, de la gauche au PDC en passant par les consommateurs et le commerce de détail. De son côté, l’Office fédéral de la santé va autoriser les caisses à rembourser les médicaments importés pour autant qu’ils soient au moins 15 % meilleur marché que les originaux vendus par l’industrie helvétique et que la taille des emballages soit adaptée au traitement. Le projet national de «cybersanté» a subi de fortes critiques lors de la procédure de consultation tant de la part des acteurs du secteur que des partis. Seuls les cantons, partie prenante à son élaboration, y sont favorables en l‘état. Ce projet doit offrir un système de services électroniques de santé, tels qu‘un dossier personnel pour chaque patient.


Outlook In der nächsten Nummer von Competence:

Dans le prochain numéro de Competence:

Die Hochspezialisierte Medizin in der Schweiz

La médecine hautement spécialisée en Suisse

Unter anderem mit folgenden Themen: Avec, entre autres, les thèmes suivants: ■  Was ist Hochspezialisierte Medizin (HSM) genau?

■  Gibt es Alternativen zur HSM?

■  Qu’est-ce exactement que la médecine hautement spécialisée? ■  De quels centres la Suisse a-t-elle ­besoin? ■  Quels patients profitent de cette ­médecine? ■  Le mythe du spécialiste de pointe. Qu’apporte-t-il? ■  Mortalité, quotas de réussite et coûts. ■  Recherche: les coûts de la médecine de pointe sont-ils trop élevés? ■  Ethique: où sont les limites? ■  Y a-t-il des alternatives à la médecine de pointe?

Die Ausgabe 7–8/2007 von Competence erscheint am 5. Juli 2007.

L’édition 7–8/2007 de Competence paraît le 5 juillet 2007.

■  Welche HSM-Zentren braucht die Schweiz? ■  Welche Patienten profitieren von der HSM? ■  Der Mythos der Spitzenkönner: Was die HSM-Chirurgen auszeichnet. ■  Mortalität, Erfolgsquote und Kosten der HSM. ■  HSM und Forschung – kostet die HSM zuviel? ■  HSM und Ethik – wo liegen die Grenzen?

Impressum Competence | ISSN 1424-2168 Offizielles Organ von H+ Die Spitäler der Schweiz und der Schweizerischen Vereinigung der Spitaldirektoren SVS Organe offi ciel de H+ Les Hôpitaux de Suisse et de la Fédération suisse des directeurs d’hôpitaux FSDH Bolletino uffi ciale dell’ H+ Gli Ospedali Svizzeri e della Federazione svizzera dei direttori d’ospedale FSDO 2007 – 71.

Jahrgang/71e

année/71o

annata

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Satire Cassandre... ...explique des expressions courantes des communiqués officiels de la poli­ tique de la santé. Glossaire de politique hospitalière, 2me partie 4. «Il est indispensable d’obtenir une vue d’ensemble.» (variante: «… de procéder à un état des lieux.») Signification: le problème n’est pas près d’être traité. Il va falloir apprendre à vivre avec la situation insatisfaisante qui soustend en général cette formule. Pour un bon moment, voire pour toujours. A moins que le problème ne se résolve de lui-même.

Kassandra... ...erklärt den Sprachgebrauch von gesundheits­politischen Verlautbarungen. Spitalpolitisches Glossar, Teil 2.

4. «Nötig ist jetzt eine Gesamtschau» (Variante: «eine Auslegeordnung»). Heisst: Das Problem wird bis auf weiteres nicht angegangen. Und man muss mit dem (in der Regel dahinter stehenden) Missstand leben lernen. Für sehr lange, oder für immer. Ausser das Problem löst sich von selbst. 5. «Wir wollen die verbleibenden Spitäler in unserer Region als verselbstständigte Unternehmen stärken. Dazu braucht es Reformen im Rahmen eines umfassenden Konzeptes.» Ja doch. Und bevor die Reformen in Angriff genommen werden, braucht es eine «Aus­ legeordnung» oder eine «Gesamtschau» (siehe Ziff. 4). Sie bieten Gewähr, dass mit der Selbstständigkeit der Unternehmen nicht allzu ernst gemacht wird, was nicht erwünscht wäre. Denn es geht hier um wichtige Grossunternehmen, die in beträchtlichem Ausmass Macht und Prestige bedeuten, die auf gar keinen Fall politisch ungenutzt bleiben dürfen. Deshalb wird auch die Durchdringung der Spitalführung mit modernem Managementvokabular hoheitlich gefördert. Denn hier bietet sich die Möglichkeit, mindestens indirekt – immer häufiger auch ganz

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«Auslegeordnung» und «Gesamtschau» bieten Gewähr, dass mit der Selbsts­tändigkeit der Unter­nehmen nicht allzu ernst gemacht wird. direkt – vom Politiker (oder von der Politi­ kerin) direkt zum Manager zu avancieren. ­Diese Sympathien für moderne Unternehmensführung können dem politischen Betrieb nur zuträglich sein. Auch wenn sich gelegentlich der Gedanke einstellt, dass es völlig genügen würde, den ursprünglichen Wortsinn von managen zu beherzigen (lateinisch managere = etwas an die Hand nehmen).

5. «Nous voulons renforcer l’indépendance des entreprises que sont devenus les hôpitaux maintenus dans la région. Il faut donc engager des réformes dans le cadre d’un concept global.» C’est cela. Et avant de procéder à des réformes, il faut «dresse un état des lieux» ou «tenter d’obtenir une vue d’ensemble» (cf. pt. 4). On est ainsi certain de ne pas donner trop d’importance à l’indépen­ dance de ces entreprises. Il s’agit là en ­effet de structures importantes, qui vé­ hiculent leur dose de pouvoir et de prestige. A récupérer à tout prix au plan politique. Voilà pourquoi il est de bon ton d’interférer avec les instances dirigeant les hôpitaux en maniant le vocabulaire du «management» moderne. En effet, le politique voit là une possibilité de se profiler de manière indirecte – en réalité de ma­ nière toujours plus directe – en tant que manager. Ces sympathies pour la gestion moderne d’une société ne peuvent que profiter à l’entreprise politique. Même si parfois, on ne peut s’empêcher de penser qu’il vaudrait mieux revenir au sens étymologique du terme de «manager» (du latin: «manu agere» qui signifie «guider de la main»). 6. «Nous avons connaissance du ­problème.» En d’autres termes: il est trop tard.  ■

6. «Das Problem ist erkannt.» Heisst: Es ist zu spät.  ■

Illustration: Daniel Karrer, Zürich


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