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Brandschutz ANFORDERUNGEN UND LÖSUNGEN F Ü R V E R T E I L- U N D S T E I G E L E I T U N G E N


Brandschutz mit Uponor Verbundrohren Sicherheit von Anfang an Brandschutzlösungen mit dem Uponor Verbundrohrsystem bedeuten Sicherheit von Anfang an. Für das Uponor Verbundrohrsystem existiert eine Vielzahl bauaufsichtlicher Zulassungen und Prüfzeugnisse namhafter Anbieter

nisch rechtssichere Installationen mit dem Uponor Verbundrohrsystem, sowohl im Einfamilienhaus als auch in Gebäuden mit erhöhten Brandschutzanforderungen.

von Brandschutzlösungen. Zusätzlich verfügt Uponor selbst über eigene Prüfzeugnisse. Das bietet die Sicherheit und Voraussetzung für eine fachgerechte und brandschutztech-

Verbundrohre im Vorteil Häufig wird die Ansicht vertreten, dass nichtbrennbare (metallische) Rohre materialbedingt einen Vorteil im Brandfall bieten. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Rohre selbst halten zwar hohen Temperaturen länger Stand als brennbare Rohre, die hohen Temperaturen auf der Brandseite können aber durch Kupfer- und Stahlrohre

Rohre eingestuft sind. So können z. B. bei Uponor Verbundrohren die erforderlichen aluminiumkaschierten RS 800 Dämmschalen von ROCKWOOL asymetrisch angeordnet werden – ein entscheidender Vorteil, wenn direkt hinter Wänden und oberhalb von Decken Abzweige oder Umlenkungen vorgesehen sind.

leichter von Brandabschnitt zu Brandabschnitt übertragen werden. Daher ist die Ausführung von Brandabschottungen und weiterführende Dämmungen für metallische Rohrleitungen, insbesondere bei Durchführung von F60/F90 Wänden und Decken, i. d. R. aufwändiger als bei Verbundrohren, die als brennbare

Wand- und Deckendurchführungen mit Uponor MLCP Verbundrohren (Ausführungsbeispiele mit ROCKWOOL RS 800)

Wand- und Deckendurchführungen mit nichtbrennbarem metallischen Rohren (Ausführungsbeispiele mit ROCKWOOL RS 800 und Conlit-Schale)

1000 mm

500 mm

500 mm

Die nachfolgenden Ausführungen geben eine Überblick über die grundsätzlichen Anforderungen an den Brandschutz und zeigt Bei-

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1000 mm

1000 mm

F 60 F 90

F 60 F 90

F 60 F 90

F 60 F 90

1000 mm

1000 mm

F 60 F 90

250 mm

250 F 60 mm F 90

1500 mm

200 F 60 mm F 90

spiele für Brandabschottungen zur Vermeidung von Brandausbreitung. Weiterführende Informationen zum Thema Brandschutz

1000 mm

1000 mm F 60 F 90

finden Sie im Internet unter www.uponor.de und im aktuellen im Technischen Gesamtkatalog Haustechnik.


Inhalt Einleitung ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 4 Normen und Richtlinien •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 4 Abschottungssysteme •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 5 Gebäudeklassen nach den Landesbauverordnungen ••••••••••••••••••••••••••••••• 6 Deckenabschottungsprinzip mit Trockenbauverkleidung •••••••••••••••••••••••••••• 7 Installation im Installationsschacht I 30, I 60, I 90 nach DIN 4102-4 •••••••••••••••••• 8 Verlegung von Uponor MLCP/PE-Xa Rohren in notwendigen Fluren, Ausgängen ins Freie und notwendigen Treppenräumen (Flucht- und Rettungswege) •••••••••••••••••• 9 Nehmen Sie Kontakt mit uns auf •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 11

Alle rechtlichen und technischen Informationen wurden nach bestem Wissen sorgfältig zusammengestellt. Fehler können dennoch nicht vollständig ausgeschlossen und hierfür keine Haftung übernommen werden. Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das Urhebergesetz zugelassenen Ausnahmen ist ohne Zustimmung der Uponor GmbH nicht gestattet. Insbesondere Vervielfältigungen, der Nachdruck, Bearbeitungen, Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, Übersetzungen und Mikroverfilmungen behalten wir uns vor. Technische Änderungen vorbehalten. Copyright 2012 Uponor GmbH, Haßfurt

3


Einleitung Ein Großteil der baurechtlichen Bestimmungen zur Planung gebäudetechnischer Anlagen ist dem Brandschutz unterstellt. Der Grund für die hohen Anforderungen an den baulichen

Brandschutz besteht darin, dass im Brandfall nicht nur eine unmittelbare Gefahr für Menschen und Tiere besteht, sondern auch hohe wirtschaftliche Schäden für Bauherrn, Planer und ausführende Be-

triebe entstehen können. Deshalb werden bei den baurechtlichen Bestimmungen sowohl Planer und ausführende Betriebe als auch die Bauherren und Gebäudebetreiber in die Pflicht genommen.

Normen und Richtlinien In Deutschland sind die baulichen Anforderungen an den Brandschutz Ländersache, und werden in den Landesbauverordnungen geregelt. Trotz der Einführung einer im Jahre 2002 verfassten Musterbauordnung MBO und der Tatsache, dass die Musterrichtlinie über die brandschutztechnischen Anforderungen MLAR 11/2005 in fast allen Bundesländern als Leitungsanlagenrichtlinie übernommen wurde, bestehen weiterhin geringe Unterschiede zwischen den ausführungstechnischen Anforderungen der Bundesländer. Zur Vereinheitlichung der Landesbauordnungen wurden jedoch die Paragraphen § 14 „Brandschutz“ und § 40 „Leitungen, Leitungsanlagen, Installationsschächte, Installationskanäle“ im Wesentlichen in die Landesbauverordnung, und die Durch-/Ausführungsverordnungen DVO und IVV der Länder übernommen.

Wichtiger Hinweis: Der Planer und Verarbeiter muss sich über die jeweils gültigen und laufend aktualisierten Richtlinien und Gesetzte der Bundesländer informieren und diese beachten.

Paragraphen in den Länderverordnungen: § 14 Brandschutz Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Der Paragraph 14 nimmt alle am Projekt beteiligten Personen und Betriebe in die Pflicht. Hierbei werden mit der Ausdrucksweise „anzuordnen“, „errichten“, „instand zu halten“ und „ändern“ sowohl die Planer, Architekten und ausführenden Betriebe als auch die Bauherrn oder Gebäudebetreiber angesprochen, welche in der laufenden Verpflichtung zur Instandhaltung der brandschutztechnischen Anlagen stehen.

§ 40 Leitungsanlagen, Installationsschächte und Kanäle (1) Leitungen dürfen durch raumabschließende Bauteile, für die eine Feuerwiderstandsfähigkeit vorgeschrieben ist, nur hindurchgeführt werden, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu befürchten ist oder Vorkehrungen hiergegen getroffen sind; dies gilt nicht für Decken in Gebäuden der Gebäudeklasse 1 und 2 innerhalb von Wohnungen innerhalb derselben Nutzungseinheit mit nicht mehr als 400 m² in mehr als zwei Geschossen (2) In notwendigen Treppenräumen, in Räumen nach § 35 Abs. 3 Satz 3 und in notwendigen Fluren sind Leitungsanlagen nur zulässig, wenn eine Nutzung als Rettungsweg im Brandfall ausreichend lang möglich ist. (3) Für Installationsschächte und -kanäle gelten Absatz 1 sowie § 41 Abs. 2, Satz 1 und Abs. 3

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Nach Paragraph § 40 muss die Anordnung der Leitungen, der Installationsschächte und Kanäle der MLAR bzw. Pkt. 4.4 und 4.2 der LAR/RbALei entsprechen. Die Anforderungen an die Anordnung der Rohrleitungen gelten z. B. für alle Rohrdurchführungen mit brennbaren und nichtbrennbaren Werkstoffen und brennbaren und nichtbrennbaren Medien Abflussleitungen nach DIN EN 12056 und deren Entlüftungsleitungen über Dach Bodenabläufe nach DIN EN 12056 Elektrodurchführungen (Kabel und Rohre aller Art)

Um den vorbeugenden Brandschutz vorbeugend zu gewährleisten, ist die Wahl der richtigen Baustoffe existenziell wichtig. Die Auswahl der Baustoffe ist in der DIN 4102 geregelt, zudem findet sich in dieser Norm eine Liste der technischen Baubestimmungen, welche zu beachten sind. Zur Errichtung einer Rohrleitungsinstallation bieten die Leitungsanlagenrichtlinien (MLAR/LAR/RbALei) die Möglichkeiten des Einbaus von Abschottungssystemen (z. B. Brandschutzmanschetten u. Brandschutzdämmung) zur Einhaltung der brandschutz-

technischen Forderungen. Bei brandschutztechnischen Abschottungssystemen sind hierbei die Einbauregeln der allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfungszeugnisse zu beachten. Des Weiteren ist eine Übereinstimmungserklärung für jede Einbauvariante auszufüllen. Muster dieser Übereinstimmungserklärungen sind bei dem jeweiligen Produkthersteller erhältlich. Bei allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen müssen darüber hinaus Typenschilder neben den Abschottungssystemen montiert werden.

ist, nur hindurchgeführt werden, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu befürchten ist. Zur Einhaltung dieser Bestimmung müssen die Leitungen durch Abschottungen geführt werden, die mindestens die gleiche Feuerwiderstandsklasse aufweisen wie die raumabschließenden Bauteile.

Leitungen die innerhalb von Installationsschächten oder -kanälen geführt werden, müssen einschließlich der Abschlüsse und Öffnungen mindestens die gleiche Feuerwiderstanddauer aufweisen wie die durchdringenden raumanschließenden Bauteile und aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.

Abschottungssysteme Abschottungssysteme dienen zur Einhaltung der in den Leitungsanlangenrichtlinien MLAR und LAR/RbALei genannten brandschutztechnischen Anforderungen. Gemäß § 40 Abs. 1 MBO dürfen Leitungen durch raumabschließende Bauteile für die eine Feuerwiderstandsdauer vorgeschrieben

1 B1

A1

A1/A2

5 6

2

3

3

A1 B1/B2

B1/B2

B1/B2

5

7

5

7

4

5

6

6

6

6

a

a

a

a

F 30 F 60 F 90

a ≥ 50 mm

Der Mindestabstand zwischen Abschottungen, Installationsschächten oder -kanälen sowie der erforderliche Abstand zu anderen Durchführungen (z. B. Lüftungsleitungen) oder anderen Öffnungsverschlüssen (z. B. Feuerschutztüren), ergibt sich aus den Bestimmungen der jeweiligen Verwendbarkeits- oder Anwendbarkeitsnachweise; fehlen entsprechende Festlegungen, ist ein Abstand von mindestens 50 mm erforderlich.

1 R 90-Durchführung mit B1 Dämmung mit ABP 2 R 90-Durchführung mit Mineralfaser Schmelzpunkt > 1000 °C mit ABP 3 R 90-Durchführung mit BSM UND ABZ 4 S 90-R 90-Durchführung mit ABZ 5 Mörtel 6 F 90-Massivbauteile oder leichte F 90-Trennwände 7 Körperschalldämmung A1/A2 Baustoffklasse nichtbrennbar B1/B2 Baustoffklasse brennbar ABZ = allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ABP = allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis BSM = Brandschutzmanschette

Hinweis: Anforderungen an die weiterführende Dämmung entsprechend der ABZ/ABP. Liegen keine Anforderungen vor, gilt Baustoffklasse mind. B2. Bei Wanddurchführungen müssen die BSM beidseitig angeordnet werden.

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Gebäudeklassen nach den Landesbauverordnungen Baurechtliche Anforderung im Zusammenhang mit den Abschottungen von Leitungsanlagen

Gebäudeklasse

GK 1 (a+b)

GK 2

GK 3

GK 4

GK 5

Sonderbauten - Hotels -Versammlungsstätten - Sportstätten - Schulen - Krankenhäuser

OKF = Oberkante Fußboden Freistehende Gebäude von Aufenthaltsräumen ab ≤ 7 m OKF (≤ 2 NutOberkante Erdreich zungseinheiten und insgesamt ≤ 400 m2) 1) Bauteil

Bauteile in Kellergeschossen (Decken) MBO § 31 (2) Bauteile in Obergeschossen (Decken) MBO § 31 (1)

F 30

2) 3) A) B)

Sonstige Gebäude Gebäude ≤ 13 m OKF (Nutzungs- ≤ 22 m OKF 1) einheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m2) 1)

F 30

F 90

jeder Höhe und Hochhäuser ≥ 22 m OKF 3)

F 90

F 30 2)

F 30 2)

F 60/F 90 B) 2)

F 30

F 30

F 60/F 90 B)

F 90

F 90/F 120 3)

F 90 2)

F 90 2)

F 90

F 90 3)

keine Anforderungen

keine Anforderungen

Wände von notwendigen Treppenräumen, MBO § 35 (3)

keine Anforderungen

Gebäudetrennwände/Brandwände, MBO § 30

keine Anforderungen

keine Anforderungen

F 30-A

F 60/F 90-AB B) 1)

Sonstige Gebäude ≤ 7 m OKF 1)

A)

Raumabschließende keine Trennwände in Anforderungen Obergeschossen, z. B. Wohnungstrennwände, bzw. Trennwände von Nutzungseinheiten, MBO § 29 Wände von notwendigen Fluren und Ausgängen ins Freie, MBO § 36 (4)

Gebäude ≤ 7 m OKF (≤ 2 Nutzungseinheiten und insgesamt ≤ 400 m2) 1)

Keller

Obergeschoss

Keller

Obergeschoss

Keller

Obergeschoss

Keller

Obergeschoss

F 30

F 30

F 90

F 30

F 90

F 30

F 90

F 30

F 90-A

F 90-A

F 60/F 90-AB B)

F 60/F 90-AB B)

F 90-A

F 90-A 3)

F 90-A

F 90-A 3)

Nach § 40 werden keine Anforderungen an die Abschottung von Leitungsanlagen, Installationsschächten, Kanälen und Lüftungsanlagen innerhalb von Wohnungen und Nutzungseinheiten mit nicht mehr als 400 m2 und nicht mehr als 2 Geschossen gestellt.* Für Decken zu Dachräumen und Flachdächern gelten keine besonderen Anforderungen, wenn im Dachraum keine Aufenthaltsräume sind. In Sonderbauten gelten differenzierte Anforderungen. Details sind den Sonderbauordnungen und dem spez. Brandschutzkonzept als Bestandteil der Baugenehmigung zu entnehmen. In Bayern, Hessen, Hamburg gelten F30-Anforderungen für tragende Bauteile im Kellergeschoss. Leitungesabschottungen in F 30-Bauteilen mit Anforderungen an den Brand-, Schall, und Wärmeschutz* Abschottungen für F 60-Bauteile sind zurzeit im Markt nicht verfügbar, deshalb Abschottungen für F 90-Bauteile einbauen. Nach § 40 werden keine Anforderungen an die Abschottung von Leitungsanlagen der GK 1 und 2 bei Decken gestellt. Bei Mehrfamilienhäusern (> 1 WE) bestehen Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz.

Leitungsabschottungen in F 30Bauteilen mit Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz

Leitungsabschottungen in F 60/ F 90/F 120-Bauteilen mit Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz

* Wichtiger Hinweis: Die Tabelle ist bereits auf die Gebäudeklassen GK 1 – 5 der MBO 2002 projiziert, um den Übergang auf die neue Systematik der zukünftigen LBOs zu erleichtern. Bis zur baurechtlichen Einführung der neuen Landesbauordnungen auf Basis der MBO 2002 in allen noch nicht umgestellten Bundesländern gelten die zurzeit baurechtlich eingeführten Landesbauordnungen. Bei Einhaltung der Tabelle werden i.d.R. alle bisherigen und neuen Anforderungen abgedeckt.

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Deckenabschottungsprinzip mit Trockenbauverkleidung Brandschutzanforderungen im Bereich von Leitungsdurchführungen ● F 90 ● F 30: Uponor MLCP: Außendurchmesser da bis 110 mm

(geprüfte R 30-/R 90-Systeme) mit allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfungszeugnissen/Zulassungen (ABP/ABZ): Die Abstandsregeln gemäß ABP/ABZ sind einzuhalten.

Uponor MLCP/PE-Xa Rohre: Außendurchmesser da ≤ 32 mm

(Erleichterung nach MLAR/LAR/RbALei Abschnitt 4.3): Die Brandschutzanforderungen an Uponor MLCP/PE-Xa Rohre da ≤ 32 mm sind erfüllt, wenn die Rohrdurchführung mit einer Mineralfaserschale, Schmelzpunkt > 1000 °C erfolgt. Dämmlänge = Bauteildicke = 50 % Dämmdicke nach Energieeinsparverordnung EnEV (WLG 040 umrechnen), bzw. nach DIN 1988-2. Die Rauchgasdichtheit der Durchführung muss gewährleistet sein. Die Abstandsregeln und Durchführungswerkstoffe nach den Erleichterungen der MLAR/LAR/RbALei sind einzuhalten.

Sind geringere Verlegeabstände erforderlich, so kann die Abschottungssicherheit nur gewährleistet werden, wenn Uponor MLCP/PE-Xa

Rohr mit den klassifizierten R 30-/R 90-Brandabschottungen eingesetzt wird (z. B. Rockwool Conlit Schalen). In diesem Fall

ergeben sich die Verlegeabstände durch die Dämmstärken bzw. den erforderlichen Platz für den Einbau (siehe folgende Kapitel).

Dachraum

OKFFB oberster Aufenthaltsraum

1

Vorwandinstallation mit Trockenbauverkleidung ohne brandschutztechnische Eigenschaften

Steigleitung Raumentlüftung Bauteilanforderung F 30 AB feuerhemmend Bauteilanforderung F 90 AB feuerbeständig Vorwandinstallation ohne Bauteilanforderung Abschottung mit einer Feuerwiderstandsdauer 90 Min., inkl. Schallund Wärmeschutz 1 z. B. Gipskartonbeplankung 1 x 12,5 mm 1 x 15 mm 1 x 18 mm 2 x 12,5 mm

(Quelle: Copyright ML 2007)

Deckenabschottungsprinzip/Aufputzinstallation

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Installation im Installationsschacht I 30, I 60, I 90 nach DIN 4102-4 Installationsschächte und -kanäle: Nach dem § 40 der jeweiligen LBO sind Installationsschächte und -kanäle in Gebäuden, mit Ausnahme von Gebäuden geringer Höhe,

sowie Installationsschächte und -kanäle, die Brandwände überbrücken, so herzustellen, dass Feuer und Rauch nicht in Treppenräume, andere Geschosse oder Brandabschnitte übertragen

werden kann. Hierzu müssen die Installationsschächte und -kanäle für die jeweilige Leitungsart die Anforderungen an die Feuerwiderstandsklasse I 30, I 60 oder I 90 erfüllen.

Brandschutzanforderungen ● F 90 ● F 30: Uponor MLCP/PE-Xa:

Alle Uponor MLCP/PE-Xa Rohr Leitungen sind in R 30-/R 90-Qualität abzuschotten oder können in R 90-Qualität oder nach den Erleichterungen der MLAR/LAR/Rlei/RbALei durchgeführt werden.

Hinweis: Der Installationsschacht bietet wirtschaftlich keine Vorteile gegenüber dem Deckenabschottungsprinzip, deshalb sollte in jedem Fall die Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Des weiteren ist der Installationsschacht beim Einbau von Wasserzählern und UP-Ventilen in der F 90-Schachtwand ohne besondere Maßnahmen (z. B. F 90-Installationsblöcke) nicht anwendbar.

Dachraum

OKFFB oberster Aufenthaltsraum

1

Installationsschacht als eigener Brandabschnitt

(Quelle: Copyright ML 2007)

I 90 Installationsschacht

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Steigleitung Raumentlüftung Bauteilanforderung F 30 AB feuerhemmend Bauteilanforderung F 90 AB feuerbeständig Abschottung mit einer Feuerwiderstandsdauer 90 Min., inkl. Schallund Wärmeschutz 1 Klassifizierte Schachtwand mit der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer mit ABP oder entsprechend der DIN 4102-4


Verlegung von Uponor MLCP/PE-Xa Rohren in notwendigen Fluren, Ausgängen ins Freie und notwendigen Treppenräumen (Flucht- und Rettungswege) Nach den Anforderungen der MLAR bzw. LAR/RLei/RbALei der Länder dürfen brennbare Baustoffe (B1/B2), die nicht zum Betrieb der Flucht- und Rettungswege notwendig sind, nicht offen verlegt werden.

Verlegung von Uponor MLCP/PE-Xa Rohr oberhalb von F 30 Unterdecken

3

F 90 Allgemeine Stromversorgung

SicherheitsStromversorgung

Lüftung

3

a ≥ 50 mm 1

2

SanitärHeizung Versorgung - Vorlauf - Kalt - Rück- Warm lauf - Zirkulation

F 30

1

2

1

2

Kälte Abfluss < 12 °C

F 30 Unterdecke mit ABP/ABZ, Aufhängung nicht brennbar in F 30-Qualität mitgeprüft (Beflammung von unten und oben) Wärme- und Trittschalldämmung (A1/A2/B1/B2)

1

2

Regenentwässerung innenliegend

1

2

Brennbare und brandförderende Gase und Flüssigkeiten

F 30

Hinweis: Nur zugelassene nicht brennbare Dübel in der Decke verwenden (nicht erforderlich bis 15° Neigung in der Decke) 1 nicht brennbare Rohre (A1)

Diffusionshemmende Dämmung < 12 °C (A1/B1)

2 brennbare Rohre (B1/B2) 3 Befestigung gemäß Verwendbarkeitsnachweis

(Quelle: Copyright ML 2007)

Bei Verlegung oberhalb einer F 30 Unterdecke besteht nach den Anforderungen der MLAR bzw. den LAR/RLei/RbALei der Länder keine Begrenzung der Brandlast. Die Rohrdämmung kann in der Baustoffklasse B1/B2 erfolgen. Dämmdicke nach EnEV bzw. DIN 1988-2.

Die Befestigungen müssen brandschutztechnisch bemessen werden. Soll die Brandlast rechnerisch auf „null“ gedrückt werden, kann eine Dämmung mit der Rockwool Dämmschale RS 800, Schmelzpunkt > 1000 °C, in einer Dicke von mind. 30 mm erfolgen. Diese Ausführung gilt als gekapselte

Brandlast gemäß gutachterlicher Stellungnahme Nr. 3335/1111 -Mer- im Auftrag der Firma Rockwool (Informationsquelle: www.MLPartner.de > Download > Herstellerdokumente > Rockwool).

9


Verlegung von Uponor MLCP/PE-Xa Rohr innerhalb von I 30 Installationskanälen oder mit „Brandschutzkapselung“

1)

1)

1)

1)

(Quelle: Copyright ML 2007) 1) Erleichterungen entprechend Abschnitt 4.2 der MLAR/LAR/Lei/RbALei sind möglich. Rockwool RS 800 Schmelzpunkt > 1000 °C, Mindestdämmdicke 30 mm als gekapselte Brandlast, gemäß gutachterlicher Stellungnahme der MPA 8S.

Länder keine Begrenzung der Brandlast. Die Rohrdämmung kann in der Baustoffklasse B1/B2 erfolgen. Dämmdicke nach EnEV

Bei Verlegung innerhalb von I 30 Kanälen besteht nach den Anforderungen der MLAR bzw. den LAR/RLei/RbALei der

bzw. DIN 1988-2. Als Befestigung reichen nichtbrennbare Befestigungen aus.

Verlegung von Uponor MLCP/PE-Xa Rohr ohne Unterdecken (offene Verlegung mit „Kapselung“ der Brandlast)

1

1 Rockwool 800 Schmelzpunkt > 1000 °C

Mindestdämmdicke mit Rockwool RS 800/RS 836 = 30 mm, daraus ergibt sich eine Kapselung der Brandlast.

1 Rohrschellenabstand gem. Angaben der Rohrhersteller

min. 30mm d ≤ 160

F 30

Stöße mit Aluklebeband abkleben = durchgehende Dampfdiffusionssperre bei kaltgehenden Leitungen

F 60 F 90

F 30 F 60

Die Oberfläche besteht aus einer gitternetzverstärkten, reißfesten AluminiumSandwich-Folie. Dämmung mit Bindedraht – 6 Wicklungen pro Meter sichern.

F 90

1 Befestigung nicht brennbar z. B. DIN 4102-4, Nr. 8.5.7.5 Abschottung gem. MLAR/LAR/ RbALei, Abschnitt 4.1/4.2/4.3

notwendiger Flur (Quelle: Copyright ML 2007)

Bei offener Verlegung besteht nach den Anforderungen der MLAR bzw. den LAR/RLei/RbALei, Abschnitt 3 der Länder eine „Null-Brandlastregelung“ für Leitungen, die nicht zum Betrieb des Flucht- und Rettungsweges zwingend notwendig sind. Die Brandlast muss gekapselt

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werden. Dazu kann eine Rockwool Dämmschale RS 800, Schmelzpunkt > 1000 °C, in einer Dicke von mind. 30 mm montiert werden. Diese Ausführung gilt als gekapselte Brandlast gemäß gutachterlicher Stellungnahme der MPA Braunschweig Nr. 3335/1111 -Mer- im

Auftrag der Firma Rockwool (Informationsquelle: www.MLPartner.de > Download > Herstellerdokumente > Rockwool). Die Mindestdämmdicke nach EnEV bzw. DIN 1988-2 muss eingehalten werden.


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T E C H N I S C H E H OT L I N E 0800 7780030 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz)

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Uponor bietet seinen Kunden Qualität, aktuellstes Know-how, Service und eine langfristig angelegte Partnerschaft. Als eines der führenden Unternehmen im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik sind wir für Lösungen bekannt, die Lebenswelten zum Wohlfühlen schaffen. Unsere Philosophie des „Simply More“ umfasst die Begleitung in allen Projektphasen – vom ersten Entwurf bis zur Gebäudenutzung.

Konzeption und Beratung

Planung

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Heizen/Kühlen Flächenheizung und -kühlung Betonkernaktivierung Verteiler- und Regeltechnik

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www.uponor.de info.de@uponor.com

Vertrieb Österreich Uponor Vertriebs GmbH IZ NÖ Süd, Straße 7, Objekt 58D 2355 Wr. Neudorf Austria T +43 (0)2236 23003-0 F +43 (0)2236 25637 W www.uponor.at E info.at@uponor.com

Vertrieb Schweiz Uponor AG Wanistraße 7 8422 Pfungen Switzerland T +41 (0)52 355 08 08 F +41 (0)52 355 08 00

Chemin de la Gottrause 10 1023 Crissier T +41 (0)21 633 14 00 F +41 (0)21 633 14 01 W www.uponor.ch E info.ch@uponor.com

Ti uponor brandschutz 1048037 03 2012  

http://www.uponor.at/~/media/countryspecific/central-europe/___downloadcenter-ce/ti_technical-information/de/ti_uponor-brandschutz_1048037_0...

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