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FrĂźhjahrssemester 2016

Ă–ffentliche Vorlesungen


Riccardo Götz | Schule für Gestaltung St.Gallen


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Programmleitung | Prof. Dr. Caspar Hirschi Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte Organisation | Regula Fraefel, T 071 224 25 52 Konzept und Gestaltung | Marcel Bischof, www.2b-gestaltung.ch Fotos | Schule für Gestaltung St.Gallen / Dipl. Gestalter/in HF Fotografie Druck | Niedermann Druck AG, St.Gallen Auflage | 10 000 Exemplare


Inhalt HSG Kernf채cher Stadt und Region St.Gallen Literatur Kultur | Kunst | Musik Gesellschaft Psychologie | Psychiatrie Theologie Antritts- und Abschiedsvorlesungen


28 Schweiz

52 Geschichte / Film

30 Deutsch / Tanz-Figuren

54 Geschichte / Medizin

10 Betriebswirtschaftslehre

31 Deutsch / Schlüsselwörter

56 Geschichte / USA

12 Volkswirtschaftslehre

32 Italienisch

58 Naturwissenschaft

14 Politikwissenschaft

34 Amerikanisch

60 Philosophie / Freundschaft

15 Rechtswissenschaft

35 Spanisch

61 Soziologie / Essen

8 Brennpunkt Migration

16 Wirtschaftsinformatik

36 Französisch

18 Wirtschaftsethik

38 Rätoromanisch

19 Finanzgeschichte

40 Russisch

64 Psychologie / Stress

20 Agrarpolitik

42 Märchen

66 Psychologie / Mystik

62 Psychologie / Kindheit

44 China

68 Theologie / Bibelstellen

22 Architektur

46 Japan

70 Theologie / Heilige Schriften

24 Regionalgeschichte

47 Russland

71 Theologie / Ehe

25 Theater / Kultur

48 Kunst / Glas

26 Gesellschaft

50 Musik / h-Moll-Messe

72 Antritts-/Abschiedsvorlesungen

51 Musik / Les Ballets Russe

74 Dozierende 79 Campusplan


Einführung Niemand kann heute erahnen, wie sich die Flüchtlingswelle aus Syrien auf die europäische Politik und Gesellschaft auswirken wird. Die Schweiz ist nach wie vor viel weniger betroffen als Deutschland, Österreich und andere Länder, und gerade deshalb kann es wertvoll sein, sich mit dem komplexen Thema zu befassen, solange wir nicht vor vollendete Tatsachen gestellt sind. Für das Öffentliche Programm hat Christoph Frei eine hochkarätig besetzte Vorlesungsreihe organisiert, in der Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und direkt involvierte Akteure zu den politischen, sozialen, rechtlichen und kulturellen Implikationen der Flüchtlingskrise Stellung nehmen werden.

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Angesichts der Flüchtlingskrise wirkt die Frankenkrise schon fast alt, auch wenn sie noch längst nicht überstanden ist. Nachdem im vergangenen Semester die Vorlesungsreihe zur Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank auf grosses Publikumsinteresse gestossen ist, bieten wir in diesem Semester unter der Leitung von Roland Hodler eine Reihe zu den Auswirkungen des hohen Frankenkurses auf Unternehmen in der Ostschweiz an, wobei auch hier Experten aus der Wissenschaft und Wirtschaft zu Wort kommen werden. Auch mit Silvano Moecklis Vorlesung über die Geschichte der Bundesratswahlen setzen wir eine Erfolgs­ geschichte des vergangenen Semesters fort. Im Oktober 2015 hat er die Parlamentswahlen mit politik­ wissenschaftlichem Hintergrundwissen begleitet, und nun widmet er sich mit den Regierungswahlen einem politischen Entscheidungsprozess, in dem das Volk für einmal nichts mitzureden hat, den es aber gebannt vor dem Fernsehen mitverfolgt. An Aktualität kaum zu überbieten ist die Vorlesung von Martin Killias über Wirtschaftskriminalität, Korruption und Menschenhandel. Er erklärt in ihr, wie sich diese in den Vereinigten Staaten entwickelten Straftatbestände als «Inbegriffe des Bösen» international durchsetzen konnten. Angesichts des FIFA-Skandals, der jahrzehntelang auf niederer Flamme schwelte, aber sofort explodierte, als die amerikanische Justiz intervenierte, ist diese Thematik für die Schweiz derzeit hochrelevant.


Eine Veranstaltung möchte ich besonders empfehlen, weil sie sich mit einem Thema befasst, das uns alle angeht, und zwar mehrmals täglich: das Essen. Was wir essen und wie wir essen, bestimmt nicht nur massgeblich die Zukunft unserer Gesellschaft, sondern auch jene unseres Planeten. Essen soll möglichst natürlich sein, wird aber überwiegend industriell hergestellt. Die Vorlesung von Tanja Schneider über die Zukunft des Essens gibt Einblicke in ein Thema, das uns allen vertraut und trotzdem in vieler Hinsicht unbekannt ist. Das Bildprogramm dieser Broschüre verdanken wir der Foto-Fachklasse der Schule für Gestaltung St.Gallen. Marcel Bischof hat von den Studierenden je eine Aufnahme ausgewählt, und die HSG wird alle Fotografien der Fachklasse von Jürg Thalmann und Marc Strebel im Frühjahrssemester ausstellen. Mit diesem Programm endet meine Zeit als Leiter des Öffentlichen Programms, da an der HSG neue Aufgaben auf mich warten. Es war mir eine Ehre, für das interessierte Publikum in der Region St.Gallen ein vielfältiges Angebot zusammenzustellen, und es hat mich gefreut, dass es bei Ihnen auf reges Interesse und breite Zustim­ mung gestossen ist. Nicht zuletzt dank Ihrer Unterstützung kann ich meinem Nachfolger Florian Wettstein ein gut aufgestelltes Programm in die Hände legen.

Caspar Hirschi, im Januar 2016

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Die vorliegende Broschüre orientiert Sie im Detail über 41 öffentliche Vorlesungen der Universität St.Gallen. 32 Vorlesungen finden auf dem Campus der HSG statt, vier im Festsaal zu St.Katharinen, Katharinengasse 11 (Seiten 47, 66, 70, 71) und fünf an weiteren Orten in der Stadt St.Gallen: eine im Textilmuseum St.Gallen (Seite 30), eine im Postgebäude am Bahnhof St.Gallen (Seite 28), eine in der Lokremise St.Gallen (Seite 25), eine an der Tellstrasse 2 (Seite 14) und eine im Musiksaal im Dekanatsflügel des Konventsgebäudes, Klosterhof 6b (Seite 54).

Semesterpass für zwanzig Franken

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Der Besuch der öffentlichen Vorlesungen kostet zwanzig Franken. Die damit erworbene Hörerkarte berechtigt zur Teilnahme an allen öffentlichen Vorlesungen der Universität St.Gallen im entsprechenden Semester. Die erste Veranstaltung einer Reihe kann gratis besucht werden. Die Hörergebühr ist vor Beginn der zweiten Vorlesung mit dem Einzahlungsschein, der sich im Umschlag dieser Broschüre befindet und zugleich als Hörerkarte dient, zu bezahlen. Hörerkarten bzw. Einzahlungsscheine können auch während des ganzen Semesters an der Kasse (Info-Desk im Hauptgebäude 01) gelöst werden. Bus zur Universität und Parkplatzbenützung

Die Buslinien 5 (HB–Rotmonten) und 9 (HB Nord – Heiligkreuz – Neudorf – Gallusmarkt) verbinden die Uni­ versität direkt mit Stadtzentrum und Gallusmarkt. Die Busse der Linie 9 fahren zur Haltestelle Gatterstrasse in nächster Nähe des Haupt- und Bibliotheksgebäudes. Auf dem Gelände der Universität gibt es nur beschränkte Parkiermöglichkeiten, weshalb wir Sie bitten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Für Behinderte stehen jedoch Parkplätze an der Gatterstrasse zur Verfügung; die Parkfelder sind entsprechend markiert.


7 Das Fr체hjahrssemester beginnt am 22. Februar und endet am 28. Mai 2016.

Weitere Ausk체nfte

Kommunikation Universit채t St.Gallen T 071 224 22 25, F 071 224 28 15 kommunikation@unisg.ch


Interdisziplinäre Vorlesungsreihe Brennpunkt Migration: sechs Perspektiven Nehmen Sie den Kanton St.Gallen, ergänzen Sie ihn um die Kantone Thurgau und Graubünden – und die resul­ tierende Fläche entspricht ungefähr jener des Libanon. Dort leben momentan rund 1,6 Millionen Flüchtlinge, in der Ostschweiz sind es weniger als fünftausend. Haben wir ein Luxusproblem – oder aber Grund, uns Sorgen zu machen?

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Setzt die in Deutschland vielerorts propagierte, aber auch heftig umstrittene «Willkommenskultur» möglicher­ weise falsche Anreize, weckt sie falsche Hoffnungen? Wie soll die Europäische Union, wie die Schweiz auf anhaltend starke Migration reagieren? Was schulden wir Menschen, die aus dem Norden und Osten Afrikas oder aus den grossen Auffanglagern im Libanon, in Jordanien, in der Türkei weiterziehen nach Europa? Sind wir ihnen überhaupt etwas schuldig? Was sagt das Völkerrecht dazu, was unser eigenes Recht? Wie halten es unsere Nachbarn? Was können wir aus vergangenen Erfahrungen im Umgang mit Geflüchteten lernen? Fragen solcher Art dienen als inhaltliche Ausgangspunkte einer interdisziplinär angelegten Vorlesungsreihe, die Aktualität aufnehmen, Fakten einordnen und Hintergründe aufzeigen will. Unsere Gäste beginnen jeweils mit einem Input-Referat, danach wird diskutiert.


Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014 2. März

Zur Einführung: Eine interdisziplinäre Auslegeordnung Prof. Dr. Christoph Frei, Universität St.Gallen

9. März

Das Asylrecht der Europäischen Union Prof. Dr. Kay Hailbronner, Universität Konstanz

16. März

Unterstützung von Menschen auf der Flucht Markus Mader, Schweizerisches Rotes Kreuz, Bern

23. März

Die mediale Darstellung «des Flüchtlings» Kaspar Surber, Die Wochenzeitung, Zürich

30. März

Die Wahrnehmung muslimischer Migranten Prof. Dr. Marc Helbling, Universität Bamberg

6. April

Das Schutzgebot des Völkerrechts Prof. Dr. Oliver Diggelmann, Universität Zürich

Leitung | Prof. Dr. rer.publ. Christoph Frei, Titularprofessor für Politikwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Internationalen Beziehungen, SEPS-HSG, Universität St.Gallen

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Betriebswirtschaftslehre Mythen in Management und Märchen

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Die Vorlesungsreihe knüpft an frühere Veranstaltungen über Management und Märchen an der HSG an. Die Beschäftigung mit Mythen ist an die romantische Märchentheorie angelehnt. Die Brüder Grimm vertraten die sogenannte mythologische Schule der Romantik: Sie nahmen an, dass in «zeitgenössischen Volkserzählungen» – in Märchen also – alte Mythen in veränderter Form fortleben. Auch Managerinnen und Manager von Traditions­u nternehmen berufen sich auf Gründergeschichten und Legenden von grossen Prüfungen und Schick­ salsschlägen, wenn sie wichtige Entscheide rechtfertigen. Man kann daher sagen, dass Mythen im Management eine ebenso tragende Rolle spielen wie in Märchen. In den sechs Vorlesungen kommen Perspektiven der Psycho­ analyse und Erzählforschung ebenso zur Sprache wie Mythen und deren Grenzen im Personalmanagement und in Entscheidungsprozessen. Weiterhin wird die Bedeutung von märchenhaften Fiktionen für Führungskräfte diskutiert. Führungsmythen im Militär und ein Vergleich von Sozialkompetenzen in Märchen mit der Personal­ entwicklung in Organisationen runden die Vorlesungsreihe ab. Die Reihe wurde von der Märchenstiftung Walter Kahn mit initiiert, und die Vorträge werden in einem Sammelband veröffentlicht. Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 23-101 5. April

Einführung | Rolf Wunderer, Professor em. für Führung und Personalmanagement, Universität St.Gallen

Mythen in Märchen | Brigitte Boothe, Professorin em. für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse, Universität Zürich

Mythen über Märchen | Barbara Gobrecht, Erzählforscherin, Lehrbeauftragte für öffentliche Vorlesungen über Erzählforschung und Märchen an der Universität St.Gallen


12. April

Alter und Tod – «Der alte Grossvater und der Enkel» KHM 78 Peter Gross, Professor em. für Soziologie, Universität St.Gallen

19. April

Die Grenzen des Bauchgefühls und Mythen des Personalmanagements Rüdiger Kabst, Professor für International Business und Personalmanagement, Universität Paderborn

26. April

Märchenhafte Fiktionen im und über Management Günter Müller Stewens, Professor für Betriebswirtschaftslehre, Universität St.Gallen und Yvette Sánchez, Professorin für Spanische Sprache, Literatur und Kultur, Universität St.Gallen

3. Mai 10. Mai

Führungsmythen über Drache und Prinzessin oder Rubikon und die Bedeutung von Storytelling Heike Bruch, Professorin für Leadership, Universität St.Gallen Mythen in der militärischen Führung Bruno Staffelbach, Brigadier, Professor für Human Resource Management, Universität Zürich Sozialkompetenz: Mythen über Personalentwicklung in Märchen und Management – ein Vergleich und Schlussbemerkungen zur Ringvorlesung Rolf Wunderer, Professor em. für Führung und Personalmanagement, Universität St.Gallen

Leitung | Prof. em. Dr. oec.publ. Rolf Wunderer, Professor für Führung und Personalmanagement, Universität St.Gallen

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Volkswirtschaftslehre Der starke Schweizer Franken und die Ostschweizer Wirtschaft Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens zu Beginn des Jahres 2015 hat die Schweizer Unternehmen und ihre Angestellten enorm unter Druck gesetzt. Auch die Ostschweiz konnte diesem Druck nicht ausweichen – vielmehr war dieser noch fast grösser, bedingt durch die Nähe der Nachbarländer Deutschland und Österreich. Die folgenden vier öffentlichen Vorlesungen sollen die Auswirkungen des starken Frankens analysieren und ins­ besondere untersuchen wie regionale Unternehmen und deren Belegschaft auf diesen Schock reagieren können. Überdies werden die möglichen Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft im Hinblick auf Beschäftigungs­ grad, Löhne und Wachstumsaussichten besprochen.

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Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-012 18. April

Warum ist der Franken so stark und können wir damit leben? Prof. Dr. Reto Föllmi, SIAW-HSG, Universität St.Gallen

25. April

Wie sich Schweizer Exporteure gegen den starken Franken wehren Dr. Dario Fauceglia, ZHAW und Dr. Martin Wermelinger, OECD

2. Mai

9. Mai

Podiumsdiskussion: Wie haben sich führende regionale Unternehmen dem starken Frankenkurs angepasst? Prof. Dr. Kuno Schedler, Prorektor, IMP-HSG (Podiumsleiter); Peter Flückiger, Direktor, Swiss Textiles; Dr. Ian Roberts, CTO, Bühler AG, Uzwil; Andreas Schmidheini, Geschäftsführer, Varioprint AG, Heiden; Markus Vettiger, CEO, Maestrani, Flawil Wie geht die Schweizer Wirtschaft mit dem starken Franken um? Prof. Dr. Johannes Binswanger, SIAW-HSG, Universität St.Gallen

Leitung | Prof. Dr. rer.oec. Roland Hodler, Professor für Volkswirtschaftslehre, SIAW-HSG, Universität St.Gallen

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Politikwissenschaft Bundesratswahlen 1848 bis 2015

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Bundesratswahlen! Kein anderes innenpolitisches Ereignis stösst in der Schweiz auf grösseres öffentliches Inte­ resse. Die Nutzung der Medien erreicht Traumquoten wie sonst nur bei Spielen der Schweizer Fussballnational­ mannschaft an der WM. Es geht um prominente Köpfe, um den Kampf der Parteien um Bundesratssitze, um Macht und Ausgleich, um Pakte und «Verrat», um «Geheimpläne», «Ansprüche», raffinierte Strategien und über­ raschende Wahlausgänge. Die Gemüter sind erhitzt, und dennoch läuft alles friedlich und ohne Korruption ab. Die Vorlesung blickt zunächst zurück auf die Geschichte der Wahlen in den Bundesrat. Wie kam es zum immer noch geltenden Wahlsystem und welches sind die wichtigsten «Spielregeln»? Welche besonders spannenden oder kuriosen Bundesratswahlen gab es? Welche Bundesräte wurden nicht mehr wieder gewählt und weshalb? Bei welchen Wahlen brauchte es besonders viele Wahlgänge? Wie hat sich die parteipolitische Zusammensetzung des Bundesrates verändert? Das zweite Augenmerk gilt politischen Prozessen bei einer Bundesratswahl. Wie werden die Kandidierenden nominiert? Welches Schaulaufen haben sie vor der eigentlichen Wahl durchzustehen? Gibt es sie tatsächlich, die «Nacht der langen Messer» am Vorabend einer Bundesratswahl? Und wie läuft der Wahltag ab? Die neuere Geschichte der Bundesratswahlen wird durch Bild- und Videomaterial illustriert. Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 58-424 (Tellstrasse 2, St.Gallen, Nähe Hauptbahnhof, Lift vorhanden) 28. April

Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 58-022 (Tellstrasse 2, St.Gallen, Nähe Hauptbahnhof, Lift vorhanden) 12. Mai

19. Mai

26. Mai

Dozent | Prof. Dr. oec. Silvano Moeckli, Titularprofessor für Politikwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des Vergleichs politischer Systeme und der empirischen Sozialforschung, Universität St.Gallen


Rechtswissenschaft Wirtschaftskriminalität, Korruption, Organisierte Kriminalität und Menschenhandel – der Inbegriff des Bösen unserer Zeit? Wirtschaftskriminalität, Korruption, organisierte Kriminalität und Menschenhandel sind der Inbegriff des Bösen in der modernen Welt. Doch wie sind diese Konzepte überhaupt entstanden? Dass sie aus Amerika stammen, ist einigermassen bekannt, doch weshalb entstanden dort Tatbestände wie «Organisierte Kriminalität», «Geld­ wäscherei» und «Menschenhandel»? Und wie gelang es Amerika, diese «Rezepte gegen das Böse» der ganzen westlichen Welt und darüber hinaus aufzudrängen? Was haben solche Kriminalisierungen in Westeuropa und in anderen Ländern bewirkt? Welche Probleme liegen hierzulande überhaupt vor und wie liessen sie sich am wirk­ samsten bekämpfen? Diese Fragen diskutieren wir anhand empirischer Studien. Es soll gezeigt werden, dass eine rein repressive Sichtweise zu kurz greift und oft auch neue Probleme hervorruft.

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014 23. Februar

1. März

8. März

15. März

Dozent | Prof. Dr. iur., Dr. h.c., lic. phil. Martin Killias, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie, Universität St.Gallen

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Wirtschaftsinformatik Einführung in die Wirtschaftsinformatik – Digitale Dienstleistungen

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Die Informations- und Kommunikationstechnik ist ein allgegenwärtiger Teil unseres privaten und gesellschaft­ lichen Lebens geworden. Diese tiefgreifenden Veränderungen entsprechen den Auswirkungen der vergangenen industriellen Revolution. Im Zentrum der diesjährigen Vortragsreihe über das Verstehen und Gestalten des digitalen Zeitalters stehen «Digitale Dienstleistungen». Diese digitalen Services stellen nach dem Übergang von Produkten hin zu Diensleistungen deren nächste Evolutionsstufe dar. Prof. Dr. Walter Brenner vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen präsentiert Grundlagen und diskutiert Auswirkungen anhand von praxisnahen Beispielen aus verschiedenen Industriezweigen. Mit externen Impulsen angereichert wird die Veranstaltung durch einen Gastvortrag von Peter Imthurn von «IT St.Gallen rockt!». Weiterhin beleuchtet Lukas Abegg von der Universität Basel juristische Aspekte im digitalen Zeitalter am Beispiel der 3D-DruckTechnologie. Zudem berichtet Fritz Pörtig von seinen Erfahrungen als CIO und Unternehmensberater. Abgerundet werden die Vorlesungen durch eine Exkursion zur Aldi Suisse AG, welche in Schwarzenbach SG eines der grössten Logistikzentren der Schweiz unterhält.


Mittwoch, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 09-011 24. Februar

Digitale Services in den fertigenden Industrien – Fallbeispiele aus dem Competence Center Industrial Services & Enterprise Systems Prof. Dr. Walter Brenner, Universität St.Gallen

2. März

Eine juristische Betrachtung der 3D-Druck-Technik Lukas Abegg, Universität Basel

9. März

Exkursion: Aldi Suisse AG, Niederstettenstrasse 3, 9536 Schwarzenbach SG Beginn: 17.00 Uhr!

16. März

Digitale Dienstleistungen Peter Imthurn, IT St.Gallen rockt!

20. April

Rückblick eines Strategieberaters – Hypes mit Verfalldatum und Konstanten in einem Beraterleben Fritz Pörtig, Ehemaliger CIO und Strategieberater

27. April

Digitale Services im Consumer-Umfeld – Fallbeispiele aus dem Competence Center Digital Consumer Business Prof. Dr. Walter Brenner, Universität St.Gallen

Leitung | Prof. Dr. oec. Walter Brenner, Professor für Wirtschaftsinformatik, Universität St.Gallen

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Wirtschaftsethik «Little Green Bags» – die HSG-Kurzfilmreihe im Dialog

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In der HSG-Kurzfilmreihe «Little Green Bags» bringen unsere Professoren komplexe wissenschaftliche Inhalte aus ihrem jeweiligen Forschungsgebiet in wenigen Minuten auf den Punkt. Zum Auftakt schauen wir hinter die Kulissen: Der Regisseur Andri Hinnen sowie Thomas Beschorner als akademischer Leiter der Filmreihe geben dem Publikum Einblicke in Fragen der Wissenschaftskommunikation, des «Storytellings» und in den Produktionsprozess der digitalen Wissenshäppchen. An den beiden weiteren Abenden werden ausgewählte Episoden der Serie gezeigt, durch die Forscher vertieft und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert. Treffen Sie und diskutieren Sie mit unseren HSG-Professoren Christian Belz, Direktor des Instituts für Marketing, Thomas Beschorner, Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik, Thomas Dyllick, Professor für Nachhaltigkeitsmanagement und geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschaft und Ökologie sowie Martin Eling, Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft.

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-013 23. Februar

1. März

8. März

Leitung | Prof. Dr. rer.pol. Thomas Beschorner, Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St.Gallen und Initiator der «Little Green Bags»


Finanz- und Geldgeschichte Finanzen, Gelder, Kapital und Staat Finanzen, Gelder, Vermögen, Kapital, Investitionen: Was ist Finanz eigentlich? Wie stehen «Finanzen» zum «Realen»? Sind Finanzen real? Sind Finanzen real nichts? Oder vielleicht doch «etwas»? Kann, soll, darf das Finanzvolumen grösser sein als das Bruttoinlandsprodukt? Welche Rolle spielen Gelder im Finanzsystem? Dies sind die einführenden Fundamentalfragen dieses Kurses über den Finanzaspekt kapitalistischer Volkswirtschaften. Finanzintermediäre: Wie, wo und in welcher Form entstanden Banken, entwickelten und verwandelten sie sich, prosperierten und scheiterten – von den frühen privaten und public-private-partnership-Banken bis zu den modernen Universalgrossbanken und den vielfältigen weiteren Finanzintermediären? Besondere Aufmerksam­ keit erhalten in diesem Jahr u.a. vier je spezifische, ökonomisch und politisch aufschlussreiche Sonderfälle: der Banken-Sonderfall USA (eine 200-jährige Geschichte einiger Fehlprogrammierungen und problematischer politischer Lernprozesse, und dennoch von bemerkenswertem globalen Erfolg); der Sonderfall England (die Geschichte eines traditionsreichen globalen Finanzplatzes); die Sonderfälle Deutschland und Frankreich (das Narrativ eines Finanzspätzünders und das eines andauernden colbertistisch-dirigistischen Experiments).

Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-012 14. April

21. April

28. April

12. Mai

Dozent | Prof. em. Dr. oec. Jörg Baumberger, Titularprofessor für Volkswirtschaftslehre, Universität St.Gallen

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Agrarpolitik Aktuelles aus der Schweizer Agrarpolitik

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Der erste Teil dieser dreiteiligen Vorlesung widmet sich den wichtigsten agrarpolitischen Entwicklungen seit der Jahrtausendwende und den damit einhergehenden wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ent­ wicklungen in der Schweizer Landwirtschaft. Im Zentrum des zweiten Teils steht das 2014 in Kraft getretene «weiterent­w ickelte Direktzahlungssystem»: Es wird erläutert, nach welchen Kriterien die landwirtschaftlichen Direktzahlungen (2,8 Miliarden Franken pro Jahr) verteilt werden und welche Gegenleistung und Auflagen die Landwirtschaft dafür erbringt bzw. welche Auflagen eingehalten werden müssen. Im abschliessenden dritten Teil werden agrarpolitische Themen vorgestellt, welche die Schweizer Landwirtschaft aktuell und in Zukunft beschäftigen. Der Inhalt der Vorlesung ist bewusst praxisbetont gehalten und richtet sich sowohl an Zuhörer mit vertieften landwirtschaftlichen und agrarpolitischen Kenntnissen als auch an solche, die sich zum ersten Mal mit dieser Materie beschäftigen möchten.

Montag, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 09-012 18. April

25. April

2. Mai

Dozent | Dr. sc. ETH Simon Peter, Dipl. Ing.-Agr. ETH


Gabriel Signer | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Stadt und Region St.Gallen – Architektur Bauten im Namen Gottes und zum Wohl der Menschen. Die Bauten der Stadt St.Gallen und ihrer Umgebung im Spiegel der Reformation

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St.Gallen ist eine Reformationsstadt. 1516 wurde Vadian, ihr nachmaliger Reformator, zum Rektor der Univer­ sität Wien ernannt. Grund genug, 500 Jahre später an der Universität seiner Vaterstadt in einer Vorschau aufs Reformationsjahr zuzugehen. Die Reformation schafft neue Tatsachen, die sich gerade hier besonders dramatisch auswirken. Durch die enge geografische Verstrickung der reformierten Stadtrepublik St.Gallen mit dem katholischen Fürstentum St.Gallen entsteht eine schwierige Nachbarschaft, aber auch gesunder Wettbewerb, wächst gegenseitiger Respekt und das Bemühen um Koexistenz und Frieden. Das unmittelbare räumliche Nebeneinander dieser zwei konkurrierenden Systeme und Weltanschauungen löst hüben wie drüben wichtige Impulse aus, deren Resultat immer auch am Gegenpart gemessen wird. Republik und Fürstentum koexistieren 270 Jahre lang in enger Verschlingung, um dann beide in den Wirren der französischen Revolution unterzugehen. Die Vorlesungen sind mit Bildprojektionen gut illustriert und wollen aufzeigen, wie der Geist der Reformation sich im Stadtbild durchsetzt und der Wettbewerb der Systeme sich in den Ortsbildern der näheren Umgebung manifestiert. Grundlegend für das Verständnis ist – in der ersten Vorlesung – ein Überblick über die historische Entwicklung des Christentums und der Reformation.


Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014 29. Februar 7. März 14. März 4. April

Christus bis Vadian: Grundlagen zum Verständnis der christlichen Architektur (Die Entwicklung von Christus zum Christentum als «normaler historischer Prozess») Von der Metzg bis St.Laurenzen: Kirchliche Bauten während der Reformation Reformierte Stadtrepublik nach der Rückkehr der Mönche bis zur Französischen Revolution. Untergang von Stadtrepublik und Klosterstaat, Niederlassungsfreiheit und Toleranz

11. April

Stickereizeit: Erste reformierte Kirchen-Neubauten in der Stadt, neue Friedhöfe

18. April

Reformierte Diaspora in den Vororten, letzte Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg

Dozent | Martin Schregenberger, Architekt und Denkmalpfleger, St.Gallen

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Stadt und Region St.Gallen – Regionalgeschichte «Zu wenig assimiliert !» – Von Zuwanderung und Bürgerrecht in Stadt und Kanton St.Gallen im 19. und 20. Jahrhundert

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Migration, Niederlassung, Einbürgerung, Integration gehören zu den beherrschenden politischen Themen der Gegenwart. Die Vorlesungsreihe wird am Beispiel von Kanton und Stadt St.Gallen der Frage nachgehen, wie sich der Umgang mit den Zugewanderten und die Aufnahme ins Bürgerrecht in den vergangenen zweihundert Jahren verändert haben. In einem ersten Teil steht die Bürgerrechtspolitik bis zum Ersten Weltkrieg im Zentrum. Dabei geht es darum, wie sich schrittweise ein schweizerisches Bürgerrecht ausbildet und wie die Gemeinden bzw. Ortsgemeinden ihre Bürgerrechtspolitik gestalten. Ein zweiter Abschnitt widmet sich den grundlegenden Veränderungen der Bürger­ rechtsgesetzgebung und Einbürgerungspraxis sowie dem grundsätzlich neuen kulturell-politischen Verständnis von Schweizertum in der Zwischenkriegszeit. Der letzte Teil befasst sich mit der Entwicklung der Bürgerrechtsgesetz­ gebung nach 1945. Die Zuwanderung im Gefolge der Hochkonjunktur und die internationalen Flüchtlingsströme führen zu neuen Lösungsansätzen, aber auch zu langwierigen Debatten und Konflikten.

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-110 23. Februar

1. März

8. März

Dozent | Prof. Dr. phil. Max Lemmenmeier, Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften


Stadt und Region St.Gallen – Theater / Kultur 20 Inszenierungen für St.Gallen – Eine Rückschau mit Szenenbildern und Gästen Mit der Premiere von «Lenz» am 27. Mai 2016 auf der grossen Bühne des Theaters St.Gallen geht die neunjährige Direktionszeit von Schauspieldirektor Tim Kramer zu Ende. Ausserdem wird dies bereits Kramers 20. Inszenierung für das Theater St.Gallen sein, da schon vor seiner Direktion drei Inszenierungen von ihm zu sehen waren. Mithilfe von Szenenbildern und Gästen aus dem SchauspielEnsemble wird Tim Kramer eine Rückschau halten, die auf leichte Weise zum einen zusätzliche Informationen und Anekdoten bieten, und zum anderen beispielhaft die Leitgedanken seines Theaterbildes verdeutlichen sollen. Der Beginn der jeweiligen Vorlesung besteht aus einer kurzen Lesung von drei exemplarischen Manifesten zur Rolle des Theaters in der Gesellschaft.

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Dienstag, 20.15 bis 21.45 Uhr, Lokremise St.Gallen 1. März

8. März

15. März

Dozent | Tim Kramer, Schauspieldirektor, Theater St.Gallen


Stadt und Region St.Gallen – Gesellschaft Italienische Parallelwelten in der Schweiz und Einflüsse auf die Schweiz 1945 – 1990

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Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten Italienerinnen und Italiener rasch die grösste Migrationsgruppe in der Schweiz. Sie sind es bis heute geblieben und haben zum Wirtschaftswachstum der Schweiz massgeblich beigetragen. Als sie in die Schweiz kamen, sprach noch niemand von Integration. Im Gegenteil, die offizielle Schweiz erwartete Assimilation. Die Italienerinnen und Italiener waren weitgehend sich selbst überlassen und sahen sich, vor allem in den ersten Jahrzehnten, mit einer erheblichen Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Als Antwort auf die geschlossene schweizerische Gesellschaft schufen sie ihre eigenen Vereine für Sport und Freizeit, organisierten kulturelle Anlässe sowie Feste und gründeten eigene Schulen und Kindertagesstätten. Sie gestalteten ihre eigene gesellschaftliche Welt und veränderten mit ihr sich selbst und die Schweiz. Heute ist zum Beispiel die italienische Esskultur ein Bestandteil der schweizerischen Küche. Die Vorlesungen dieser Reihe sind Begleitveranstaltungen zur Ausstellung «Ricordi e Stima», Fotografie und Oral History zur italienischen Migration in die Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre, die vom 5. März bis 31. Mai 2016 im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen zu sehen sein wird.


Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-207 14. April

Welche Bildung für sich und ihre Kinder? Italienische Eltern im Dilemma zwischen Fremdenfeindlichkeit, unsicheren Aufenthaltsverhältnissen und Rückkehrwünschen Lic. phil. Marina Widmer, Soziologin, Leiterin des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, St.Gallen

21. April

Selbstorganisation der italienischen Migrantinnen und Migranten am Beispiel der Colonie Libere Italiane Dr. phil. Toni Ricciardi, Historiker, Universität Genf

28. April

«Latte macciato» und «Ossobucco». Die italienische Lebensart im Schweizer Alltag Prof. Dr. phil. Renato Martinoni, Professor für Italienische Sprache und Literatur, Universität St.Gallen

Leitung | Lic. phil. Marina Widmer, Soziologin, Leiterin des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, St.Gallen

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Schweizer Literatur Zur Alchemie des Schreibens

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Gleich dem Alchemisten strebt der Schreibende danach, Flüchtiges in eine feste Form zu giessen, aus Zufälligem Wesentliches zu destillieren. Seine «Kunst» oszilliert zwischen Wissenschaft und Zauberei, Konstruktion und Emotion, und die Suche nach der richtigen Formulierung erscheint oft so aussichtslos wie die nach dem Stein der Weisen; sie ist aber genauso packend. Diese Vorlesung ist ein Versuch, die Erfahrungen und Erkenntnisse einer leidenschaftlichen Schreiberin in Worte zu fassen. Überlegungen zum Verhältnis zwischen Fakten und Fiktion, Erinnertem und Erdachtem wer­ den durch Auszüge aus den belletristischen, essayistischen und journalistischen Texten der Autorin illustriert. Welche Geschichten stecken in der Geschichte, wie verändert sich die Vergangenheit als Funktion der Gegen­ wart? Aber auch: Was macht Schreiben zur Sucht, und wie formt Schreiben das Leben?

Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum für Literatur, Postgebäude am Bahnhof St.Gallen (Eingang Südseite, St.Leonhard-Strasse 40, 3. Stock, Lift vorhanden) 29. Februar

7. März

14. März

21. März

Dozentin | Gabrielle Alioth, Schriftstellerin und Journalistin, Dozentin an der Hochschule Luzern Design & Kunst


Patrick Spycjer | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Deutsche Sprache und Literatur Zucht und Ekstase: Literarische Tanz-Figuren

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Seit Goethes Werther 1774 seine weissgekleidete Lotte zum Walzer aufgefordert und damit den Grundstein zu seinem späteren Selbstmord gelegt hat, ist die deutschsprachige Literatur fasziniert vom Tanz. Als körperliche Bewegung zwischen rigoroser Selbstkontrolle und ekstatischem Selbstverlust eignet sich der Tanz wie kein anderes Motiv dazu, im poetischen Text die körperliche Bewegung des Schreibens in die Spannungsfelder von Liebe und Tod, Kunst und Natur, Vergesellschaftung und Individualität der Gefühle hinein zu spiegeln. Die Vorlesung bietet eine Kultur- und Literaturgeschichte des Tanzes von klassischem Walzer über romantisches Ballett bis zum Ausdruckstanz des 20. Jahrhunderts; damit führt sie unter anderem in Texte von Goethe und Joseph von Eichendorff, Gottfried Keller und Wilhelm Raabe, Hugo von Hofmannsthal, Klaus Mann und Günter Grass ein.

Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2 (Raum: Lounge im Parterre) 25. Februar

3. März

10. März

24. März

31. März

Dozentin | Prof. Dr. phil. Ulrike Landfester, Professorin für Deutsche Sprache und Literatur, Universität St.Gallen


Deutsche Sprache Kulturelle Schlüsselwörter – Hot Words for Hot Spots. Zugänge zum Verständnis von Kulturen Gibt es so genannte «Schlüsselwörter», die für das Verständnis einer Kultur besonders aufschlussreich sind? In der interkulturellen Kommunikation gelten «Hot Words» als Wörter, die kulturspezifische Bedeutungen enthalten, welche sich nicht auf den ersten Blick erschliessen. Inwieweit hängt das Verstehen einer Fremdsprache vom Verständnis und der angemessenen Kontextualisierung solcher kulturell aufgeladener Begriffe ab? Anhand von Beispielen stellen wir die einschlägigen theoretischen Konzepte auf die Probe. Schlüsselwörter finden sich nicht nur in der mündlichen Kommunikation, sondern haben auch in literarischen Texten eine besondere Bedeutung für das Textverständnis. Folgende Texte werden mit dem Fokus auf ihre Schlüsselwörter besprochen: Franz Hohler: Es klopft Markus Werner: Am Hang Bernhard Schlink: Zuckererbsen (in: Liebesfluchten)

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In Ergänzung und Abgrenzung von den deutschen Beispielen wird Dr. Scott Loren am 2. März 2016 einen Überblick über die Verwendung des Begriffs «Hot Spots» im anglophonen Sprachraum geben. Diese Vorlesung wird mehrheitlich auf Englisch gehalten, mit der Möglichkeit, auf Deutsch Fragen zu stellen. Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-307 24. Februar

 2. März

9. März

16. März

23. März

Dozentin | Dr. phil. Elke Breitenfeldt, Lehrbeauftragte für Deutsche Sprache, Universität St.Gallen


Italienische Sprache und Literatur La scoperta dell’America, l’Europa e l’Italia. I: dal Mediterraneo all’Oceano

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La scoperta dell’America è uno dei momenti più straordinari nella storia dell’uomo e, insieme all’esplorazione e alla «conquista» del Mondo Nuovo, è stata all’origine di un vero e drammatico «choc culturale», influenzando profondamente la vita, i costumi, l’economia, la storia politica e soprattutto la Weltanschauung dell’Europa. La scoperta dell’America è dunque uno degli avvenimenti più importanti dell’umanità («la mayor cosa después de la creación del mundo», ha scritto uno storico spagnolo). Ma se la scoperta dell’America è stato un fenomeno inevitabile, perché l’America è stata scoperta? Quali fattori hanno permesso di fare quello che per molti secoli non è stato possibile fare? Diviso su due semestri, il corso si propone di presentare dapprima le premesse stori­ che, politiche e tecnologiche, e di raccontare le fasi e le modalità, e poi di analizzare le conseguenze economiche, sociali, culturali, biologiche, antropologiche (per l’Europa, per il continente colonizzato) della scoperta dell’Ame­ rica, di descrivere gli incontri spesso drammatici e brutali fra due civiltà, passando attraverso i giornali di bordo e di viaggio, le descrizioni di viaggio, le leggende, le tragedie nascoste, i miti inventati: di conoscere insomma l’immaginario utopico dell’Europa e di riflettere sulla «colonizzazione» dell’America e sulle sue conseguenze sulla modernità.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-110 24. Februar

2. März

9. März

16. März

23. März

Dozent | Prof. Dr. phil. Renato Martinoni, Professor für Italienische Sprache und Literatur, Universität St.Gallen

30. März


Riccardo Götz | Schule für Gestaltung St.Gallen


Amerikanische Literatur North American Short Stories of the 1980s Continuing the series of lecture courses on North American short stories of recent decades, this semester’s lectures will attempt to convey something of the diversity of this literary form in the 1980s. The stories that we will read together include works by Jewish American, Native American, Mexican American and Canadian authors, and also illustrate the further development of so-called ˝Dirty Realism˝ and of responses to the Vietnam War.

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A reader containing all the stories covered in the course will be available for purchase at the first lecture. In order to gauge demand, it would be very helpful if anyone wishing to purchase a copy would please order one by email alan.robinson@unisg.ch

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-U121 23. Februar

1. März

8. März

15. März

22. März

29. März

Dozent | Prof. D.Phil. Alan Robinson, Professor für Englische Sprache und Literatur, Universität St.Gallen


Spanische Sprache und Literatur La novela picaresca: El Lazarillo de Tormes (1554) El Lazarillo de Tormes es la primera novela picaresca en Europa. Se publicó en 1554 en Burgos, Alcalá de Henares y Amberes dando lugar a muchas especulaciones sobre su anónimo autor a través de los siglos. Algunos estudiosos como el ilustre profesor, Américo Castro, piensan que fue un judío converso. Pero no solo la cuestión del autor es relevante al hablar de esta novela, sino también la imagen de España que en ella se dibuja. El protagonista es Lázaro, un niño de familia humilde que pasa su vida al servicio de diferentes amos prototípicos de un clero sin moral y una nobleza decadente en la España contemporánea. Con destreza, Lázaro logra salir adelante, casarse y llegar a ser un “hombre de bien”, como él mismo dice. ¿Es el final del Lazarillo un final feliz? Es esta una cuestión controvertida entre los especialistas de la obra, que también nos ocupará en nuestro curso. El Lazarillo de Tormes es el origen de la escritura autobiográfica en la Península Ibérica. Pero el protagonista humilde y delincuente no es idéntico con el autor que emplea un lenguaje culto, ambiguo y sutiles referencias a los clásicos de la literatura grecolatina. Se trata aquí de una autobiografía ficticia, llena de sabiduría, de humor, de ironía y de ambigüedad, en la cual con gusto nos adentraremos a lo largo de las seis sesiones. Se ruega a los participantes que adquieran la obra en cualquier edición disponible.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 23-001 20. April

27. April

4. Mai

11. Mai

18. Mai

Dozentin | Dr. des. Sandra Carrasco, Lehrbeauftragte für Spanisch, Universität St.Gallen

25. Mai

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Französische Sprache und Literatur Mémoire(s), témoignage(s), institutions dans la littérature judéo-algérienne de langue française aux XXe et XXIe siècles

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En France depuis la fin du XXe siècle, on constate une véritable renaissance de la littérature judéo-algérienne. Berbères, les Juifs d’Algérie sont naturalisés par la France colonisatrice de l’Algérie (1830–1962). Tous les auteurs en question sont nés en Algérie et y ont passé leur enfance voire leur adolescence. Tous se sont exilés avant et après l’indépendance de l’Algérie en 1962. Au contraire des récits judéo-algériens des années 60 à 80, ceux-là présentent des personnages qui osent témoigner d’une existence judéo-algérienne passée sous silence par leurs familles et les institutions françaises. Effectuant des allers et retours fictifs entre la France et l’Algérie, les personnages interrogent une mémoire collective et individuelle ayant la particularité d’être triple puisqu’il s’agit d’une mémoire judéo-algérienne-française. L’objectif de ce cours magistral est de faire connaître la littérature judéo-algérienne des XXe et XXIe siècles sous le rapport de mémoire(s), témoignage(s) et institution(s). Quelle(s) mémoire(s) judéo-algérienne est-elle/sont-elles transportée(s) par ces récits ? Quel contexte politique en a favorisé leur émergence ? Dans quelle mesure peut-on parler de «littérature de témoignage» ? Quelles en sont les caractéristiques ? Quels sont les rapports entre fiction et histoire ? Enfin, quel rôle joue l’institution littéraire dans la réception de cette littérature ? Pour illustrer ces questions, nous analyserons des extraits d’œuvres présentées en début de cours.

Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-112 25. Februar

3. März

17. März

24. März

31. März

Dozentin | Dr. phil. Danielle Dahan-Feucht, Lehrbeauftragte an der Universität Konstanz

7. April


Jan Keller | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Rätoromanische Sprache und Literatur Das Berg-Motiv in der romanischen Literatur

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Im Jahr 2000 veröffentlicht Jim Ring ein Buch mit dem Titel «How the English Made the Alps». Der Behauptung, die Engländer hätten die Alpen «gemacht», werden Geologen heftiger widersprechen als Kulturhistoriker. Das kulturelle Bild der Alpen, ihre mythische Aufladung als ganz besonderer Raum, scheint zunächst tatsächlich eine Erfindung der kulturellen Eliten europäischer Grossstädte wie London, Paris oder Berlin zu sein. Neben Rousseau gilt Albrecht von Haller mit seinem Lehrgedicht «Die Alpen» (1729) als Pionier der positiven Alpenmythologie, die im 18. Jahrhundert Konjunktur hat und die Werbemythologie des Alpentourismus vorbereitet. Die Alpen werden zum magischen Raum des Natürlichen, Gesunden und Geschichtslosen stilisiert, zum Hort des Ursprünglichen, das der Einebnung durch die Industrialisierung widersteht, aber auch zum idealen Erholungsraum für Grossstädter, zum «Playground of Europe». Wie reagieren die Alpenbewohner auf diese Projektionen? Gibt es nur einen verspäteten Nachvollzug, eine Adaptation dieser Mythen oder gibt es Einspruch, realistische Erdung, Gegenrede? Wie verhält sich die romanische Literatur zu den Konjunkturen verschiedener Alpenmythen? Orientiert sie sich an einheimischen Realitäten, spricht sie von Arbeit, Armut, Emigration, Entbehrungen und Gefahren oder adaptiert sie die Stereotypen ausländischer Schwärmer? Ist ihre eventuelle Gegenrede nur eine Dekonstruktion von Mythen oder schafft sie neue, vielleicht andere Mythen? Anhand exemplarischer romanischer, aber auch deutscher Texte aus dem Alpenraum werden diese Fragen in der Vorlesung diskutiert. Romanische Texte werden auch in deutscher Übersetzung abgegeben.


Zur Einführung | Mathieu, M. / Boscani Leoni, S. (Hgg.), «Die Alpen! Les Alpes! Zur europäischen Wahrnehmungsgeschichte seit der Renaissance», Bern, Berlin etc., P. Lang, 2005

Mittwoch 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-107 24. Februar

2. März

9. März

16. März

23. März

Dozent | Prof. Dr. phil. Clà Riatsch, Professor für rätoromanische Sprach-und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich

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Russische Literatur Russische Erzählungen der Moderne Teil 1 Im frühen 20. Jahrhundert setzte die russische Moderne den europäischen Massstab für Literatur und Kunst. Eine atemberaubende Vielfalt an Schreibweisen und bildnerischer Gestaltung entwickelte sich. Gleichzeitig gerieten modernistische und avantgardistische Künstler in ein spannungsreiches Verhältnis zum jungen Sowjetstaat, der in den zwanziger Jahren immer repressiver wurde. In der Vorlesung werden die wichtigsten Tendenzen und Autoren vorgestellt, wir lesen gemeinsam kurze Erzählungen von modernen Klassikern wie Andrej Platonow, Leonid Dobytschin oder Boris Pilnjak.

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Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-110 12. Mai

19. Mai

26. Mai

Dozent | Prof. Dr. phil. Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands, Universität St.Gallen


Ladina Bischof | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Erzählforschung / Märchen Von tapferen Drachenkämpfern, dem schönen Schneewittchen und der Schweigewette – was Märchen über Liebe, Sex und die Ehe verraten Märchen sind «welthaltige Dichtung», schrieb der Schweizer Märcheninterpret Max Lüthi. Das heisst, Märchen spiegeln alle wesentlichen Elemente des menschlichen Seins. Unsere Fragen, Ängste, Freuden, Unsicherheiten und Hoffnungen haben Eingang gefunden in jene stets aktuellen Geschichten, die uns mit «Es war einmal …» vermeintlich in die Vergangenheit entführen. Die alten, international bekannten Erzählungen deuten auf unsere Vorfahren und deren Probleme, aber genauso auf uns Heutige. Es gibt viel zu entdecken – in den europäischen Zaubermärchen Überraschendes vor allem über Liebe und Sex, in den Schwänken auch über die Ehe.

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Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-110 11. April

Was treiben Drachenkämpfer in der Hochzeitsnacht? Auf den Spuren von Drachen und Hexen, tierliebenden Brüdern und ihren Ehefrauen, von Keuschheit und Eifersucht

18. April

Wozu braucht Schneewittchen sieben Zwerge? Auf den Spuren von Stiefmüttern, Riesen und Zwergen, von scheintoten Mädchen und verliebten Prinzen, von Unschuld und Berechnung

25. April

Was werfen sich Brautleute und Ehepaare in Märchen und Schwänken an den Kopf? Auf den Spuren von frechen Frauen und Männern, von Zuckerpuppen, klugen Bauerntöchtern und Paaren, die nicht miteinander reden wollen, von Eselei und Pfiffigkeit

Dozentin | Dr. phil. Barbara Gobrecht, Gebenstorf, Lehrbeauftragte für öffentliche Vorlesungen an der Universität St.Gallen


Philipp Knöpfel | Schule für Gestaltung St.Gallen


Kulturgeschichte Grundzüge der chinesischen Kulturgeschichte

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Am Anfang steht eine Übersicht über die Great Tradition, also den Konfuzianismus, dessen Gedankenwelt die dynastischen Epochen von der Han bis zur Qing dominierte (zwei Vorlesungen). Sie bieten Gelegenheit, die in der Geschichte einmalig dastehende politische Kultur des chinesischen Beamtengelehrtentums vorzuführen. Es folgt eine Darstellung, zunächst der verschiedenen daoistischen Strömungen, sodann der besonderen Spielarten des chinesischen Buddhismus (jeweils zwei Vorlesungen). Vortrag sieben beschäftigt sich mit der Welt der hanzi 漢字, also der Schriftzeichen, die einen Grossteil des ästhe­ tischen Reizes ausmachen, den die sinitische Kultur seit den Tagen der Jesuiten auf Europa ausgeübt hat. Es folgen zwei Vorträge, einmal zur Malerei von den Anfängen bis zum Ende der Ming, sodann eine Darstellung der Dichtung (Lyrik) während der Tang- und Songdynastien. Die Reihe schliesst mit einer Betrachtung der augenblicklich laufenden «Modernisierung mit chinesischen Vor­ zeichen». Wie stehen die Chancen, Technik und Wissenschaft so zu sinisieren, dass sie mit einer neo-traditional gefärbten Wertsphäre vereinbar wären?

Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014 25. Februar

3. März

10. März

17. März

24. März

31. März

7. April

14. April

21. April

28. April

Dozent | Prof. Dr. phil. Rainer Hoffmann, Professor für Geschichte und Kultur Ostasiens an der Universität Freiburg im Breisgau


Mareycke Frehner | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Kulturgeschichte Japans Erfolgsfaktoren: Ein Rückblick auf 150 Jahre Modernisierung

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Japan war das erste nichteuropäische Land, das erfolgreich den Pfad kapitalistischer Modernisierung beschritt. Die Vorlesung untersucht die Faktoren, die den Aufstieg Japans zur ersten asiatischen Wirtschaftsmacht begüns­ tigten. Dazu gehören weit zurückreichende Faktoren wie die historische Staatsbildung nach chinesischem Vor­ bild, eine ausgeprägte Lern- und Übernahmebereitschaft sowie die effektive Organisation und Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie erlaubte es einer entschlossenen modernisierungsorientierten Elite, nicht nur die Kolonisierung ihres Landes zu vermeiden, sondern in kurzer Frist sogar zur imperialistischen Konkurrenzund Partnermacht aufzusteigen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg formierte sich dann das «japanische Modell» des organisierten Kapitalismus, das das Land wirtschaftlich zu den höchstentwickelten Ländern aufschliessen liess und westliche Unternehmen das Fürchten lehrte. Systematische Vergleiche mit anderen asiatischen wie auch nicht-asiatischen Ländern lassen die japanischen Erfolgsfaktoren deutlich hervortreten.

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-110 26. April

3. Mai

10. Mai

17. Mai

24. Mai

Dozent | Prof. Dr. phil. Patrick Ziltener, Privatdozent für Soziologie an der Universität Zürich


Kulturgeschichte Gegenwart und Geschichte als patriotische Identitätspolitik? Für Russland ist die Geschichte eine «strategische Wissenschaft». Mit diesem Verständnis ist sie seit langem zum integralen Bestandteil der «patriotischen Erziehung» unter Präsident Putin gemacht worden. Sie gehört zum Arsenal der kürzlich fixierten staatlichen Kulturpolitik der Abgrenzung und Konfrontation gegen den Westen. Welches Licht wirft diese «Identitätspolitik» auf die großen Katastrophen der Geschichte des 20. Jahrhunderts: Erster Weltkrieg, Bolschewistische Revolution und Stalins Terror, Hitler-Stalin-Pakt und Zweiter Weltkrieg, Sowjetisierung Osteuropas? Lassen sich diese heiklen Fragen der russisch-sowjetischen Zeitgeschichte mit Formeln wie «Kontinuität russischer Staatlichkeit», «Modernisierungsdiktatur», «AntiFaschismus», «Befreiungsmission» beantworten? Welche Rolle spielen sie für die russische Politik der Gegenwart und für die Bestimmung des Standorts Russland in der modernen Welt?

Donnerstag, 9.30 bis 11.00 Uhr, Festsaal St.Katharinen (Katharinengasse 11) 28. April

12. Mai

19. Mai

26. Mai

Dozent | Dr. phil. Benno Ennker, Lehrbeauftragter für öffentliche Vorlesungen zur Kulturgeschichte Russlands an der Universität St.Gallen

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Kunstgeschichte Glas, seine Bedeutung und seine Geschichte

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Wir wissen nicht, wann zum ersten Mal ein Mensch Glas herstellte. Jedenfalls faszinierten die Eigenschaften dieses Materials, das zu den ältesten von Menschenhand erzeugten Substanzen gehört, zu allen Zeiten: Seine Durchsichtigkeit oder intensive Farbigkeit ebenso wie der Herstellungsprozess: Aus minderwertigen Aus­ gangsmaterialien, hauptsächlich Sand und Pottasche bzw. Soda, entsteht ein Material von höchster ästhetischer Qualität: Seine Formenvielfalt und je nach Wunsch seine Klarheit und Reinheit oder seine intensiv leuchtende Farbigkeit kennzeichnen das Glas in seinen vielfältigen Manifestationen und regten immer wieder an zu meta­ phorischen Bedeutungszuweisungen in Kunst und Literatur. Glas war und ist indessen zu allen Zeiten nicht nur «schön», sondern jeweils auch ein High-Tech-Produkt. Bis heute ist die moderne Glasindustrie ein bedeutender Faktor im Wirtschaftsleben. Diese Vorlesung fragt nach der Rolle des Glases in der Kulturgeschichte. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Bedeutung des Glases (Fensterglas und Hohlglas) in der Kultur der Frühen Neuzeit bis zur Klassischen Moderne. Die Veranstaltung greift ein Thema aus der im Frühjahr 2015 gehaltenen Vorlesung auf und setzt es vertieft fort. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-208 11. April

18. April

25. April

2. Mai

Dozentin | Dr. phil. Anne Krauter, Dozentin für Kunstgeschichte an der Hochschule der Künste Bern


Michaela Rohrer | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Musik / Musikgeschichte Die h-Moll-Messe. Eine musikalische Spurensuche

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Im Jahre 1818 überschrieb Hans Georg Nägeli seine Einladung zur Subskription für den Erstdruck von Bachs «h-Moll-Messe» mit den Worten: «Ankündigung des grössten musikalischen Kunstwerkes aller Zeiten und Völker». Eine kühne und prophetische Aussage in einer Zeit, in der das Werk unbekannt war! Sicherlich ist dieses letzte grosse geistliche Werk Johann Sebastian Bachs ein von seiner Anlage, seiner Ent­ stehung und seiner Wirkungsgeschichte her einmaliges und bedeutungsschweres Opus. Die Vorlesungsreihe des bekannten St.Galler Musikers Rudolf Lutz spürt den komplexen musikalisch-theologi­ schen Fragen anhand musikalischer Beispiele, singend am Flügel und hörend aus diversen Tonaufnahmen, nach. Was hat den urlutherischen Thomaskantor Bach bewogen, das vollständige Ordinarium zu vertonen? Im Bach­ schen Familienkreis sprach man damals von der «Katholischen Messe»! Bach hat sich kongenial aus seinem eigenen Werk bedient und die ihm geeignet erscheinenden Stücke ausge­ wählt für die verschiedenen Teile der Messe. Zusammen mit drei Gästen, u.a. dem berühmten Bachforscher und Musikwissenschaftler Dr. Michael Maul aus Leipzig, wird Rudolf Lutz sich diesem grossen Fragekomplex anzunähern versuchen.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 02-001 (Aula) 24. Februar

2. März

16. März

23. März

Dozent | Prof. Rudolf Lutz, Künstlerischer Leiter der J.S.Bachstiftung St.Gallen

30. März

6. April


Musik / Musikgeschichte Les Ballets Russes. Ballettmusik von Tschaikowsky, Strawinsky, Debussy, de Falla und anderen Igor Strawinskys «Sacre du printemps», von den Ballets Russes in Paris uraufgeführt, sorgte 1913, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, für einen veritablen Skandal. Seither markiert diese kühne Ballettmusik in einer noch nie dagewesenen Choreographie den Beginn der zeitgenössischen Musik. Untrennbar mit diesem Ereignis ver­ knüpft sind die Ballets Russes mit ihrem Impresario Sergej Diaghilev. In den zwanzig Jahren seiner Tätigkeit hat Diaghilev für seine Produktionen die besten Kräfte aus Europa und Russland geholt. Bei den Ausstattern waren es Maler wie Picasso, Henri Matisse, Georges Braque, Max Ernst und Coco Chanel; bei den Komponisten waren es Igor Strawinsky, Claude Debussy, Maurice Ravel, Richard Strauss, Erik Satie, Darius Milhaud und natürlich viele russische Komponisten. Insgesamt ergibt sich so in einem kurzen Zeitraum eine einmalige Konzentration von zeitgenössischer Musik verschiedenster Stilrichtungen, verbunden mit einem singulären Zusammengehen von Bildender Kunst und Musik. Die Vorlesung gibt einen Überblick von den Anfängen der Ballettkompanie bis zum Ausbruch des Weltkriegs, verfolgt dann die Ballets Russes auf ihren ersten Auslandtourneen mit dem Schweizer Dirigenten Ernest Anser­ met, weist auf die Einflüsse von Jazz und moderner Unterhaltungsmusik in den ersten Nachkriegsjahren hin und widmet sich abschliessend den Aufführungen der letzten sieben Jahre, in denen Diaghilev vermehrt die Zusammenarbeit mit jüngeren Komponisten suchte.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-011 13. April

20. April

27. April

Dozent | Dr. phil. Peter Keller, Artistic Consultant, Basel

4. Mai

11. Mai

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Geschichte Filme machen Geschichte – Teil II: Vom Gladiatoren- zum Vietnamfilm

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Dieser Vorlesung geht es wie einer beliebten Fernsehserie: Nach der erfolgreichen ersten Staffel gibt es eine Fortsetzung. Das Hauptziel bleibt das gleiche: Wir analysieren historische Spiel- und Dokumentarfilme anhand von aussagekräftigen Ausschnitten, um mehr über ihre Darstellung von vergangenen Ereignissen zu erfahren. Danach vergleichen wir die im Film dargestellte Realität mit dem Forschungsstand der Geschichts­ wissenschaft und erhalten so interessante Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen von filmischen Vergangenheits(re)konstruktionen. Im Verlauf der Vorlesung werden wir zahlreiche historische Schauplätze besuchen, die vor unseren Augen und Ohren in hyperrealistischer, aber oft verzerrter Form wiederauferstehen: die Gladiatorenarenen der römischen Antike, die ostafrikanische Savanne des Kolonialzeitalters, die Schützengräben im Ersten Welt­ krieg, die exotischen Albtraumwelten des Vietnamkriegs, die Wirtschaftswunderherrlichkeit in New York und anderes mehr.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-110 20. April

27. April

4. Mai

11. Mai

18. Mai

Dozent | Prof. Dr. phil. Caspar Hirschi, Professor für Allgemeine Geschichte, Universität St.Gallen

25. Mai


Laura R端esch | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Geschichte Abracadabra: Medizin im Mittelalter

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Diese Veranstaltungsreihe vertieft in vier Vorträgen die Sommerausstellung der Stiftsbibliothek St.Gallen. Es geht um die Geschichte der Medizin im Frühmittelalter, die in den Handschriften der Stiftsbibliothek in einzig­ artiger Dichte und Qualität überliefert ist. Stiftsbibliothekar Cornel Dora beginnt mit einem Überblick über das Kloster St.Gallen als Ort des Heilens, der etwa im Wirken Otmars und in den erstaunlichen Kenntnissen Notkers des Arztes greifbar wird. Maja Dal Cero, eine Spezialistin für Klostergärten, berichtet im zweiten Vortrag über die Kloster- und Heilgärten vom St.Galler Klosterplan bis heute. Im dritten Vortrag stellt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin an der Universität Würzburg eine bedeutende nicht-sankt­ gallische Quelle zur Medizingeschichte vor, das zum Weltdokumentenerbe zählende Lorscher Arzneibuch. Zum Schluss wirft alt Stiftsbibliothekar Ernst Tremp einen Blick auf Krankenheilungen in Heiligenlegenden.


Montag, 18.00 bis 19.30 Uhr, Musiksaal im Dekanatsflügel des Konventsgebäudes, Klosterhof 6b 14. März

Das Kloster St.Gallen als Ort des Heilens Dr. Cornel Dora, Stiftsbibliothekar, St.Gallen

21. März

Kräutergärten vom St.Galler Klosterplan bis heute Maja Dal Cero, Dipl. nat. ETH, Schaffhausen

4. April 11. April

Das Lorscher Arzneibuch und die Klostermedizin Dr. Johannes Gottfried Mayer, Universität Würzburg, Forschergruppe Klostermedizin Heilige und die Kunst des Heilens Prof. Dr. Ernst Tremp, alt Stiftsbibliothekar, Freiburg i.Ü.

Leitung | Dr. phil. Cornel Dora, Stiftsbibliothekar, St.Gallen

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Politische Geschichte Das politische System der USA: Genese und Herausforderungen

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«We the people» – «Wir, das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika» lauten die ersten vermeintlich einfachen Worte jener Verfassung, unter die am 17. September 1787 Amerikas Gründerväter ihre Unterschrift setzten. Schon die Präambel zeugt vom revolutionären Geist, der dieses Dokument erst auf den Weg bringen konnte und Amerika von einer Kronkolonie zur ersten modernen Demokratie machte. Zwar ist die Verfassung über die Jahrzehnte um einige Zusatzartikel ergänzt und ihre Auslegung durch den Supreme Court angepasst, in ihrem Kern ist sie aber nie geändert worden. Im Geist der Präambel strebt Amerikas Bevölkerung noch immer danach, ihren «Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren». In den Dienst dieser Ziele stellten die Gründerväter ein politisches System, das vielen modernen Demokratien zum Vorbild wurde. Zwar sind die Bürger des Landes immer noch stolz auf diese Errungenschaft, doch wurde und wird immer wieder Kritik laut, das Verhältnis zwischen Legislative, Exekutive und Judikative sei – der «Checks and Balances» zum Trotz – zu wenig austariert: Mal gilt der Präsident als zu mächtig, dann wieder als Opfer des Kongresses. Gerade im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen, wie sie im November wieder anstehen, werden auch solche Grundsatzfragen erneut gestellt. Die Vorlesungsreihe nimmt die Wahlen zum Anlass, sich mit den Eigenheiten des amerikanischen politischen Systems auseinanderzusetzen, deren Entstehungsbedingungen zu verstehen und die wichtigsten Herausforderungen zu diskutieren.


Montag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-013 29. Februar

7. März

14. März

21. März

4. April

Dozentin | Dr. rer.publ. Claudia Franziska Brühwiler, Staatswissenschaftlerin und Lehrbeauftragte für Reflexionskompetenz an der Universität St.Gallen

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Naturwissenschaft / Gesellschaft Regionale Innovationen mit internationaler Ausstrahlung

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Das Klischee hält sich hartnäckig. Die Schweiz ist hinter Winterthur zu Ende. Noch heute greifen Ostschweizer Politikerinnen und Politiker manchmal auf dieses Bild zurück, wenn in Bundesbern Entscheide fallen, die nicht im Sinne der «randständigen» Region sind. Es gibt allerdings keinen Grund, deswegen am regionalen Selbstver­ ständnis zu zweifeln. Die Ostschweiz ist fest verankert im internationalen Wirtschaftsraum Euregio-Bodensee. Es waren die Innovationen im Textilgewerbe, die in der Schweiz die Industrialisierung voranbrachten. Die Ostschweiz gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts zu den fortschrittlichsten Regionen Europas. Und heute? Auch im Schatten der Wirtschaftsmetropole Zürich braucht sie sich nicht zu verstecken. Forschende, Ingenieure und Entwickler sind wach und ideenreich. Wir stellen in diesjährigem Frühlingsprogramm eine kleine Auswahl regionaler Unternehmen vor, deren Innovationen weit über die Landesgrenze hinaus ausstrahlen.


Mittwoch, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 01-011 24. Februar 9. März 23. März 6. April

Von der Oberfläche zur Medizintechnik Alex Dommann, EMPA St.Gallen Fliegende Wetterstationen, bessere Prognosen Martin J. Fengler, Meteomatics, St.Gallen Augen im All und in der Medizin Men Schmidt, Fisba, St.Gallen Mobilität – In Zukunft elektrisch Josef Brusa, Brusa Elektronik AG, Sennwald

20. April

Innovation in der textilen Kernkompetenz Christoph Tobler, Sefar Holding AG, Thal

27. April

Holz kann die Welt verändern Hermann Blumer, Création Holz AG, Waldstatt

Leitung | Dr. sc.nat. Henry Naef, Geologe, Geschäftsleiter geosfer AG, St.Gallen

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Philosophie Karl Jaspers – Hannah Arendt: Philosophie und Freundschaft

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In seinen Überlegungen zur «Idee der Universität» (1946) kommt Karl Jaspers am Rande auf die Freundschaft zu sprechen: «Die geistig fruchtbare Kommunikation findet zwischen Menschen eine festere Form in der Freundschaft zu zweien.» Hinter diesem harmlosen Satz steht der Modellfall einer Freundschaft, nämlich diejenige zwischen Karl Jaspers und Hannah Arendt. Arendt und Jaspers haben sich in einer «Grenzsituation» – wie Jaspers die brüchigen Momente im Leben eines Menschen nennt – kennengelernt: die jüdische Studentin Hannah Arendt möchte ihre Dissertation schreiben, will aber nicht weiter bei Martin Heidegger studieren. 1928 wird sie von Karl Jaspers mit einer Arbeit über den «Liebesbegriff bei Augustin» promoviert. Die dunklen Jahre der Naziherrschaft verbringt Hannah Arendt im Exil, Karl Jaspers bleibt in Deutschland. Nach dem Krieg wird die Beziehung zwischen Professor und Doktorandin zu einer der bedeutendsten philosophischen Freundschaften des 20. Jahrhunderts. Beide, Arendt wie Jaspers, diskutieren in einem langen und persönlichen Briefwechsel gegenseitig ihre Arbeiten, ihre Ideen, ihre Hoffnungen. 1963, als Arendts Buch «Eichmann in Jerusalem» erscheint, ist es Japsers, der Hannah Arendt gegen die Flutwellen von bösartigen Kommentaren als Freund und als Philosoph beisteht. Die Vorlesung stellt in assoziativer Form das Denken von Arendt und Jaspers vor dem Hintergrund ihrer geistigen Verbundenheit vor. Freundschaft aber heisst auch: aufrichtig und kritisch sein mit dem Gegenüber. Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-011 1. März

8. März

15. März

22. März

Dozentin | Prof. Dr. phil. Ursula Pia Jauch, Professorin für Philosophie und Kulturgeschichte an der Universität Zürich


Soziologie Die Zukunft des Essens Wir alle essen mehrmals täglich, wir kaufen ein, und viele kochen selbst. Trotzdem nehmen wir uns selten Zeit, über das, was wir essen, nachzudenken. Dabei heisst es in verschiedenen Kulturen: Du bist, was Du isst. Im Umkehrschluss stellt sich somit die Frage: Was sind wir denn, wenn wir das essen, was wir essen? Aus soziologischer Perspektive wird diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Filmmaterial bietet visuelle Einblicke in die Welt der Esskultur, aber auch der Nahrungsmittelproduktion und des -konsums. Auch die Nachhaltigkeit unserer Esskultur in industrialisierten Ländern wird ein zentrales Thema sein, um die aktuelle Debatte über die Zukunft des Essens kritisch zu analysieren: Wer ist an der Debatte über die Zukunft des Essens beteiligt? Vor welchen Herausforderungen stehen die verschiedenen Beteiligten? Welche Lösungsvorschläge bieten sich an? Die Veranstaltung zielt darauf ab, einen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Reflexion der Argumente und Fragen zu leisten.

Mittwoch, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 09-012 20. April

27. April

4. Mai

11. Mai

18. Mai

25. Mai

Dozentin | Tanja Schneider, PhD, Ständige Dozentin für Soziologie, Seminar für Soziologie (SfS-HSG), Universität St.Gallen

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Psychologie / Psychotherapie Familie, Schule, Medienwelt – gesunde und problematische Kindheit 2016

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Die moderne Familie zeichnet sich durch vielfältige Lebensformen, Optionen und Möglichkeiten aus. Gleichzeitig gehen herkömmliche und traditionelle Familienkonstellationen verloren. Für den einen bedeutet dies eine Befreiung und eine Erhöhung der individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, für den anderen handelt es sich um eine gefährliche Entwicklung. Schulische Leistungsangst, chronische Überforderungen und das kindliche «Burn-out» prägen die Diskussion um die richtige Ausbildung im postmodernen Kapitalismus. Die neuen Medien tun das ihrige dazu, die Situation unübersichtlich zu machen. Insbesondere Kinder und Jugendliche mit eigenen seelischen Problemen, Eltern, die unter psychosomatischen oder körperlichen Erkrankungen leiden, und zusammengesetzte Familien sehen sich in dieser Gesamtlage oft einem erhöhten Stress ausgesetzt. In dieser Vorlesungsreihe wird den modernen Familienentwicklungen ebenso nachgegangen wie den Risiken und Lösungsmöglichkeiten. Es geht ebenso um den Mythos der gut funktionierenden «Patchwork-Familie» wie um «glückliche Scheidungskinder» und andere aktuelle gesellschaftliche Themen aus Schule und Medienwelt.

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014 / * Raum HSG 23-003 13. April

20. April

27. April

* 11. Mai

18. Mai

Dozent | Dr. med. Oliver Bilke-Hentsch MBA, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie FMH, Chefarzt und Stv. Geschäftsleiter Modellstation SOMOSA Winterthur


Lesley Br端gger | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Psychologie / Psychotherapie Stress und Partnerschaft Partnerschaft, Familie, Kinder können helfen, das verwirrende Tempo, dem wir oft ausgesetzt sind, zu ent­ schleunigen, Prioritäten zu setzen und dadurch die innere Stärke zu festigen. Aus den Beziehungen fliessen wichtige Resilienzfaktoren, die innere Ruhe und Sicherheit geben. Die Pflege von Beziehungen kann dazu beitra­ gen, dass sich ein sinnvoller Rhythmus von Leistungsdruck und Entspannung ergibt. In einem Zustand von Dauerstress wird es hingegen immer schwieriger, die von aussen einstürmenden Reize und Anforderungen zu filtern; als Schutz breitet sich oft eine depressive Verstimmung aus. Die Vorlesungsreihe wird Zusammenhänge zwischen Stress und Partnerschaft beleuchten und aufzeigen, wie sich krankmachender Stress abbauen lässt und die Paarbeziehung eine Kraftquelle sein kann.

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Dienstag, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 01-011 / * Raum HSG 09-011 26. April 3. Mai  * 10. Mai

Ressourcen und Belastungen für die Paarbeziehung durch Schwangerschaft und Geburt lic. phil. Klaus Käppeli, Psychotherapeut und Heilpädagoge, St.Gallen Copingstrategien in Belastungssituationen – Gelassenheit trotz Stress und Streit lic.phil. Maya Hofer-Bosshard, Psychologin, Germanistin, Schülerberaterin, Kantonsschule Sargans Stress und Beziehungskrisen lic. phil. Gilles Schmid, Psychologe und Psychotherapeut, Buchs

17. Mai

Die neurologischen Befunde bei Stress – Resilienz als Rückgriff auf eigene Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten Prof. Dr. med. Jürg Kesselring, Chefarzt Neurologie, Klinik Valens

24. Mai

Bevor der Stress uns scheidet Prof. Dr. phil. Guy Bodenmann, Universität Zürich

Leitung | Dr. phil. Ursula Germann, Psychotherapeutin FSP, Sargans, Delegierte der Vereinigung Ostschweizer Psychotherapeuten (VOPT)

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Psychologie Religionspsychologische Zugänge zur Mystik – Von Meister Eckhart bis Dorothee Sölle Mystik ist ein Schauen mit geschlossenen Augen, also ein inneres Sehen, eng verwandt mit der Imagination. Darauf beruht ihre Verwandtschaft mit inneren Prozessen und Phänomenen, die in ihrer integrierenden und heilenden Funktion auch in der Psychotherapie bekannt sind. An der bildreichen Mystik Hildegard von Bingens und Theresas von Avila einerseits und an der alle Bilder letztlich transzendierenden Mystik Meister Eckharts andererseits, soll die psychische Bandbreite und Bedeutsamkeit solcher Erfahrungen vergegenwärtigt und zugleich zu eigenen Imaginationserfahrungen angeleitet werden. Für Dorothee Sölle schliesslich verdichtet sich spirituelle Erfahrung in Text und Gedicht, sodass sie selbst es oft angemessener fand, von «Theo-Poesie» als von «Theo-Logie» zu sprechen

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Dienstag, 14.30 bis 16.00 Uhr, Festsaal St.Katharinen (Katharinengasse 11) 3. Mai

10. Mai

17. Mai

Dozentin | Prof. Dr. theol., Dr. phil. Ingrid Riedel, Konstanz


Sarina Spirig | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Theologie Schwere Bibelstellen neu beleuchtet « Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie

nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe. »

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Mark Twain

Die Bibel ist die «Ur-Kunde» des Christentums. Doch ist sie keine leichte Lektüre. Sowohl in der Hebräischen Bibel als auch im Neuen Testament gibt es Textstellen, die nicht einfach zu verstehen oder nur scheinbar klar sind. Solche Bibelabschnitte fordern heraus, provozieren oder verärgern sogar. Sie scheinen dem zu widersprechen, was wir persönlich für den Glauben als zentral und wesentlich ansehen. Befremdlich klingen für viele Menschen etwa die Zerstörungsgeschichten von der Sintflut bis zu Sodom und Gomorra, die Opferung Isaaks, die Rachepsalmen oder die Drohreden Jesu. Man kann solche und weitere sperrige Bibelstellen «überlesen» und sich jenen Perikopen zuwenden, mit denen man vertraut ist und die man schätzt. Doch dies wäre eine selektive Wahrnehmung des Wortes Gottes. Die Vorlesungsreihe zeigt, dass hinter der Schale der biblischen Knacknüsse wertvolle Früchte zu finden sind und die Bibelexegese durchaus spannend ist.

Montag, 20.15 bis 21.45 Uhr, Raum HSG 01-U121 29. Februar

7. März

14. März

21. März

4. April

Dozent | Diakon lic. theol. Thomas Reschke, Katholischer Seelsorger an der Universität St.Gallen

11. April


Ueli Steingruber | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Theologie Heilige Schriften der Menschheit (Teil 2)

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Was steht wirklich in heiligen Büchern wie den Analekten des Konfuzius oder Guru Granth Sahib, das im Sikhismus (der fünftgrössten Weltreligion) verehrt wird? Wegen der überwältigenden Nachfrage der ersten Vor­ lesungsreihe im Frühjahrssemester 2015 folgt nun ein zweiter Teil mit bisher nicht behandelten Schriften. Welche Weltsicht bieten die als heilig angesehenen Schriften der Religionen? Ist ein gegenseitiges Lernen auf der Grundlage dieser Schriften möglich? Anhand einer Auswahl dieser Schriften führt die Vorlesung ein in verschiedene Glaubenswelten. Gerade diese Texte sagen viel darüber aus, woran, warum und auch wie geglaubt wird. Die Vorlesung trägt anhand der Analekten des Konfuzius, des Pali-Kanon, des Daodejing und des Guru Granth Sahib zur Verständigung untereinander bei. Die heiligen Schriften der Religionen werden in medialen Kontex­ ten oft verkürzt und plakativ dargestellt. Die Vorlesungsreihe will sich nicht mit Vorurteilen begnügen: Viel­ mehr sollen die Ur-Texte und Ur-Kunden der Religionen, die tiefe Erfahrungen der Menschheit beinhalten, selbst zur Sprache kommen. Dienstag, 9.30 bis 11.00 Uhr, Festsaal St.Katharinen (Katharinengasse 11) 3. Mai

Konfuzianismus: Analekten des Konfuzius

10. Mai

Buddhismus: Pali-Kanon

17. Mai

Daoismus: Daodejing

24. Mai

Sikhismus: Guru Granth Sahib

Dozent | Diakon lic. theol. Thomas Reschke, Katholischer Seelsorger an der Universität St.Gallen


Theologie Die Ehe: Geschichte, Grundlagen und Gestaltungsformen Der verheiratete ehemalige Mönch Martin Luther bezeichnete die Ehe als «göttlich Gebot» und «weltlich Ding». Damit wird das Spannungsfeld skizziert, in dem sich das Rechtsinstitut des Zusammenlebens von Mann und Frau seit je befindet: Zwischen spirituell-emotionalen Idealvorstellungen auf der einen und juristisch-pragma­ tischen Normen auf der anderen Seite. In der christlichen Tradition galt die Ehe zudem immer als Sinnbild der Verbindung von Gott und Mensch. Angesichts der Krisenhaftigkeit vieler Ehen scheint dieser Vergleich nicht angebracht zu sein – oder ist er es eben gerade deswegen doch? Die Vorlesung wird die Ehe aus theologisch-seelsorglicher Perspektive unter Einbezug soziologischer, rechtli­ cher und biologischer Aspekte behandeln. Einen Schwerpunkt bilden aktuelle Entwicklungen, die sich durch Veränderungen im Geschlechterverhältnis, in der Umwelt des Familienverbandes und durch veränderte Vorstellungen von Partnerschaft und Sexualität ergeben.

Freitag, 9.30 bis 11.00 Uhr, Festsaal St.Katharinen (Katharinengasse 11) 6. Mai

Die Ehe – weltlich Ding oder heiliger Bund? Theologische Perspektiven

13. Mai

Ja-Wort fürs Leben oder Konkubinatsvertrag? Juristische Perspektiven

20. Mai

Liebesheirat oder Vernunftehe? Biologische Perspektiven

27. Mai

Auslaufmodell, Renaissance oder Umbruch? Gesellschaftliche und politische Perspektiven

Dozent | Pfarrer Markus Anker, Evangelischer Seelsorger an der Universität St.Gallen

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Öffentliche Antritts- und Abschiedsvorlesungen

Wer an der HSG zum Privatdozenten / zur Privatdozentin ernannt oder als Professor / Professorin gewählt wird, präsentiert sich mit einer öffentlichen Vorlesung. Ebenso pflegen sich Professoren und Professorinnen, die in Pension gehen, mit einer Vorlesung zu verabschieden. Zu diesen öffentlichen Antritts- und Abschiedsvorlesungen sind nicht nur HSG-Angehörige, sondern auch Sie herzlich eingeladen.

Antrittsvorlesungen

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Dienstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-011

1. März

Prof. Dr. iur. Thomas Burri, LL.M. HOMUNCULUS (in der Phiole zu Wagner): Nun Väterchen! Wie steht’s? Es war kein Scherz! / Komm, drücke mich recht zärtlich an dein Herz! (6879) (Ein Bericht von der Front der Robotik – im Dienste der Juristerei)

8. März

Prof. Dr. oec. Jan Marco Leimeister Digitalisierung und Arbeit der Zukunft – Herausforderungen für Management, Gesellschaft und Universitäten

22. März

PD Yanina Welp, Ph.D. Democratic Innovation in Latin America: Does more participation lead to better Democracy?


19. April

Prof. Dr. iur. Isabelle Wildhaber Die Roboter kommen – Konsequenzen für Arbeit und Arbeitsrecht

17. Mai

Prof. Tina Freyburg, Ph.D. Internationalisierung der Politik und Präferenzen der Bürger – ein Experiment

Mittwoch, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-011

25. Mai

Prof. Dr. oec. Johannes Binswanger Ökonomie als Navigationssystem – Wie können wir Wirtschaft und Gesellschaft helfen, ans Ziel zu kommen

Abschiedsvorlesungen

In diesem Semester findet keine Abschiedsvorlesung statt.

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Dozierende

Alioth Gabrielle | Schriftstellerin/Journalistin, Thunderhill, Termonfeckin, County Louth, Irland, T 079 383 66 58 | S. 28 Anker Markus | Pfarrer, Steinbockstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 744 71 77, markus.anker@unisg.ch | S. 71 Baumberger Jörg | Prof. em. Dr., Silberbachstrasse 11, 9032 Engelburg, T 071 278 52 94, joerg.baumberger@unisg.ch | S. 19 Beschorner Thomas | Prof. Dr., IWE-HSG, Girtannerstrasse 8, 9010 St.Gallen, T 071 224 31 43, thomas.beschorner@unisg.ch | S. 18

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Bilke-Hentsch Oliver | Dr., Modellstation SOMOSA, Zum Park 20, 8404 Winterthur, T 052 244 50 00, oliver.bilke-hentsch@somosa.ch | S. 62 Breitenfeldt Elke | Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 3, 9010 St.Gallen, T 071 224 25 81, elke.breitenfeldt@unisg.ch | S. 31 Brenner Walter | Prof. Dr., IWI-HSG, Unterer Graben 21, 9000 St.Gallen, T 071 224 24 09, walter.brenner@unisg.ch | S. 16 Brühwiler Claudia Franziska | Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 25 47, claudia-franziska.bruehwiler@unisg.ch | S. 56 Carrasco Sandra | Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 25 72, sandra.carrasco@unisg.ch | S. 35 Dahan-Feucht Danielle | Dr., Universität Konstanz, Fachbereich Literaturwissenschaft, Universitätsstrasse 10, DE-78457 Konstanz, T +49 7531 88 24 37 | S. 36


Dora Cornel | Dr., Stiftsbibliothek St.Gallen, Klosterhof 6d, Postfach 527, 9004 St.Gallen, T 071 227 34 28, cornel.dora@kk-stibi.sg.ch | S. 54 Ennker Benno | Dr., Audifaxstrasse 13, DE-78315 Radolfszell, T +49 7732 972 232, benno.ennker@t-online.de | S. 47 Frei Christoph | Prof. Dr., SEPS-HSG, Bodanstrasse 8, 9000 St.Gallen, T 071 224 30 75, christoph.frei@unisg.ch | S. 8 Germann-Müller Ursula | Dr., Plattastutzweg 13, 9476 Fontnas, T 081 783 18 41, ugermann@bluewin.ch | S. 64 Gobrecht Barbara | Dr., Brühlstrasse 37, 5412 Gebenstorf, T 056 223 20 62, barbara.gobrecht@sunrise.ch | S. 42 Hirschi Caspar | Prof. Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen T 071 224 27 30, caspar.hirschi@unisg.ch | S. 52 Hodler Roland | Prof. Dr., SIAW-HSG, Bodanstrasse 8, 9000 St.Gallen, T 071 224 25 78, roland.hodler@unisg.ch | S. 12 Hoffmann Rainer | Prof. Dr., Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Historisches Seminar, DE-79085 Freiburg im Breisgau | S. 44 Jauch Ursula Pia | Prof. Dr., Haus am Park, Bäderstrasse 27, 5400 Baden, T 044 252 19 55, upjauch@philos.uzh.ch | S. 60 Keller Peter | Dr., Lautengartenstrasse 13, 4052 Basel, T 061 312 00 61, kellerconsultant@bluewin.ch | S. 51 Killias Martin | Prof. Dr., Rathausgässli 27, Postfach 2094, 5600 Lenzburg, T 062 891 02 54, martin.killias@unisg.ch | S. 15

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Kramer Tim | Schauspieldirektor, Notkerstrasse 16, 9000 St.Gallen, T 071 242 05 05, t.kramer@theatersg.ch | S. 25 Krauter Anne | Dr., Unterer Rheinweg 14, 4058 Basel, T 061 681 60 95, anne.krauter@hkb.bfh.ch | S. 48 Landfester Ulrike | Prof. Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 25 52, ulrike.landfester@unisg.ch | S. 30 Lemmenmeier Max | Prof. Dr., Herbrigstrasse 6, 9011 St.Gallen, T 071 222 08 40, lerx@zhaw.ch | S. 24

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Lutz Rudolf | Prof., Musiker, Felsenstrasse 25, 9000 St.Gallen, T 071 222 20 15, rudolf.lutz@bluewin.ch | S. 50 Martinoni Renato | Prof. Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 25 57, renato.martinoni@unisg.ch | S. 32 Moeckli Silvano | Prof. Dr., Weiherstrasse 17, 9400 Rorschach, T 071 855 62 46, silvano.moeckli@unisg.ch | S. 14 Naef Henry | Dr., geosfer AG, Teufenerstr. 3, 9000 St.Gallen, T 071 223 50 05, info@geo-naef.ch | S. 58 Peter Simon | Dr., ETH Zürich, SOL C6, Sonneggstrasse 33, 8092 Zürich, T 044 632 48 28, simonpeter@ethz.ch | S. 20 Reschke Thomas | Diakon, Dufourstrasse 87, 9000 St.Gallen, T 071 222 95 10, thomas.reschke@unisg.ch | S. 68, 70 Riatsch Clà | Prof. Dr., Romanisches Seminar, Zürichbergstrasse 8, 8032 Zürich, T 044 634 36 22, riatsch@rom.uzh.ch | S. 38


Riedel Ingrid | Prof. Dr. Dr., Sackgasse 1, DE-78464 Konstanz, T +49 7531 33789, dr.ingrid-riedel@t-online.de | S. 66 Robinson Alan | Prof. D.Phil., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 27 27, alan.robinson@unisg.ch | S. 34 Schregenberger Martin | Architekt, Schregenberger Architekten GmbH, Rosenbergstrasse 80, 9000 St.Gallen, T 071 230 35 50, schregenberger.arch@vtxmail.ch | S. 22 Schmid Ulrich | Prof. Dr., SHSS-HSG, Gatterstrasse 1, 9010 St.Gallen, T 071 224 27 28, ulrich.schmid@unisg.ch | S. 40 Schneider Tanja | PhD, SfS-HSG, Tigerbergstrasse 2, 9000 St.Gallen, tanja.schneider@unisg.ch | S. 61 Widmer Marina | Archiv f端r Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, Florastrasse 6, 9000 St.Gallen, T 071 222 99 64, frauenarchiv.ostschweiz@bluewin.ch | S. 26 Wunderer Rolf | Prof. em. Dr., Hardungstrasse 22, 9011 St.Gallen, T 071 244 48 22, rolf.wunderer@unisg.ch | S. 10 Ziltener Patrick | Prof. Dr., H端ttenwiesweg 4, 9016 St.Gallen, T 079 480 62 68, p.ziltener@hotmail.com | S. 46

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HSG Focus – Das digitale Unimagazin Das Magazin setzt sich einerseits aus einem Dossier mit Beiträgen zum Schwerpunktthema der jeweiligen Ausgabe zusammen. Andererseits aus wissenswerten News und hintergründigen Geschichten von öffentlichem Interesse über das Unileben. Das Dossier-Thema der Februar-Ausgabe widmet sich dem Thema «Migration».

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HSG Focus wird als App herausgegeben – optimiert für Tablet-Computer, verfügbar für Smartphones. Das Magazin erscheint viermal im Jahr und ist im App Store (iOS, ab Version 6.0) und auf Google Play (Android, ab Version 4.0) für jedermann kostenlos herunterladbar. Für alle, die HSG Focus am PC oder auf dem Laptop lesen möchten, gibt es eine Web-App-Version4 www.magazin.hsgfocus.ch


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Guisanstrasse 36 Werner-Siemens-MLE-Haus

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Provisorium 3 – Lehre

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Weiterbildungszentrum Holzweid

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Fahrradständer

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Parkplätze Mobility Car Sharing


Michaela Rohrer | Schule f端r Gestaltung St.Gallen


Programmbezug Universität St. Gallen (HSG) Kommunikation Dufourstrasse 50 | 9000 St. Gallen T 071 224 22 25 | F 071 224 28 15 kommunikation@unisg.ch | www.unisg.ch

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Öffentliche Vorlesungen Frühjahr 2016  

Die Vorlesungen für alle mit einer breiten Palette an Themen: von Wirtschaftslehre, Sprache und Literatur über Geschichte, Soziologie und Po...

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