Page 1

So

abe

.

de

n

So 33%

sg

36%

au

STUDIERENDENZEITUNG GRAS - Grüne & Alternative StudentInnen

5%

er

4%

Sond

2011

.

5%

g

WAH L SPE ZIAL

e

05/2011

nderaus

ab

rausgabe

.

DER ÖSTERREICHISCHEN HOCHSCHÜLERINNENSCHAFT SALZBURG

VSSTÖ - Verband Sozialistischer Wen wählen? Wie duStudierender wählst, woÖsterreichs du wählen kannst und warum es wichtig ist, eine Interessensvertretung zu haben erfährst du AGstarke - Aktionsgemeinschaft ebenso in dieser Ausgabe, wie eine Entscheidungshilfe: Die wahlwerbenden Gruppen beantworten sechs Fragen – UNL - Unabhängige Namensliste bilde dir eine Meinung und mach ein Kreuzchen!

NR. 664

Uni:Nachhaltig erfolgreich Ein Projekt der ÖH stach in den letzten beiden Jahren besonders hervor: Uni:Nachhaltig. Nun soll es mit der Universität gemeinsam weitergeführt werden. Ein Ziel ist somit erreicht: Die Uni befasst sich mit nachhaltigem Wirtschaften und nimmt eine Vorbildfunktion ein.

KSV - Kommunistischer StudentInnenverband

Öha! Was wird denn da gewählt? 17%

RFS - Ring Freiheitlicher Studenten

Von 24. bis 26. Mai ist es wieder soweit: Du wählst deine studentische Interessensvertretung! Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist die gesetzliche Interessensvertretung aller Studierenden in Österreich – und das auf vielen Ebenen!

© Öh Salzburg

Von Tatjana Markl und Elli Piller Dies ist eine Uni:Press-Sonderausgabe, die sich rund um die ÖH-Wahl 2011 dreht. Hier erfährst du alle nützlichen Infos und Antworten auf deine Fragen. Du erfährst WEN du wählen kannst, WO du wählen kannst und vor allem auch WARUM du wählen sollst!

Österreichische Post AG/ sponsoring.Post 5020 Salzburg. Zulassungsnr. zum Postversand GZ 02Z032996 S

WeR iST „Die Öh“? WAS mAchT Die? Alle zwei Jahre wird gewählt, heuer vom 24. bis 26. Mai: Eine (erfolgreiche) Funktionsperiode geht zu Ende. So waren in den letzten vier Semester die GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen) mit dem VSStÖ (Verband Sozialistischer Studierender Österreich) in Koalition. Für beide Fraktionen war von Beginn an klar, eine linke Exekutive aufzubauen. Bei den letzten Wahlen konnten die GRAS sechs und der VSStÖ zwei Mandate von insgesamt 13 (Universitätsvertretung, UV) für sich gewinnen. Das Ziel war und ist es, eine starke, kritische, feministische und konstruktive ÖH zu bilden. Der Kampf um den freien Hochschulzugang, ohne Bachelor/ Master-Hürden hat denselben Stellenwert wie der ständige Widerstand gegen unfaire Studienbedingungen. Den politischen Anspruch schreiben wir groß, daher blicken wir über den Tellerrand, auch Themen wie Ökologie und soziale Gerechtigkeit sind uns ein Anliegen. Dabei vergessen wir aber nicht, den Studierenden den nötigen und wichtigen Service zu bieten. Sei es in Form deiner Mensacard oder durch finanzielle Unterstützung mit dem ÖH-Sozialstipendium. Das ÖH-Beratungszentrum in der Kaigasse 17 steht dir mit Rat und Tat bei Fragen rund um das Studium zur Seite. Die BeraterInnen sind politisch unabhängig und bilden eine wichtige Säule des ÖH-Services. Für curriculare Angelegenheiten, wie z.B. spezielle Fragen zu deinem Studienplan, ist die Studienvertretung (StV) zuständig. Die StVen werden personell gewählt, welche dann die Fakultätsvertretung (FV) wählen. Die StVen und FVen verfügen jeweils über ein eigenes Budget und können so die Interessen ihrer Studierenden vertreten. Die UV, StVen, FVen und das Beratungszentrum bilden zusammen die Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und versuchen so gemeinsam „Politik, die wirkt. Service, das hilft“ umzusetzen.

Svjetlana Vulin (VSStÖ), Tatjana Markl (GRAS) und Elli Piller (GRAS): Das Vorsitzteam der letzten Funktionsperiode!

Die leTZTen ZWei JAhRe ... … ist viel passiert! Erinnern wir uns an den Herbst 2009 als in ganz Europa Studierende und Lehrende auf die Straße gingen und Hörsäle besetzten, um gegen die schlechten Studienbedingungen und das Kaputtsparen der Universitäten ein Zeichen zu setzen. Auch in Salzburg war die ÖH aktiv am Geschehen beteiligt und hat die Bewegung von Anfang an unterstützt. Was wir erreicht haben, kannst du auf den Seiten 5-10 nachlesen. Neben unseren Tätigkeiten als unibrenntAktivistInnen blieb die Arbeit auf der ÖH zu keinem Zeitpunkt liegen. Das Vorsitzteam, die ReferentInnen und die SachbearbeiterInnen bemühten sich stets, für die Studierenden da zu sein und haben auch in Zeiten des Protests immer konstruktiv mit der Universitätsleitung zusammengearbeitet. Zahlreiche Projekte und Ideen konnten verwirklicht werden: Uni:Nachhaltig, der ÖH-Steuerlöscher, das Buddy-Network, viele Kultur-Kooperationen, Aktionen um den Weltfrauentag, uvm. – auf den nächsten Seiten liest du mehr davon! Auch der Bereich Information blieb nicht auf der Strecke: Facebook und der wöchentliche ÖH-Newsletter mit attraktiven Gewinnspielen lieferten dir Aktuelles für den Studienalltag, die Uni:Press bietete hochwertigen Journalismus von und für Studierende. Direkt bei den Studis waren mit regelmäßigen Infoständen vertreten, bei denen du eine gute Tasse Fair-Trade-Kaffee und Broschüren mit studienrelevanten Inhalten bekommen konntest. Vor allem der Seminararbeitsguide bietet dir hilfreiche Tipps für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten an der Uni. Ein

Meilenstein war der Relaunch unserer Website (www.oeh-salzburg.at), welche Anfang letzten Wintersemesters für die Studierenden in neuem Glanz erstrahlte! Darauf findest du neben aktuellen News auf der Startseite die bewährten Börsen – nun optimiert. Ein wichtiges Anliegen war uns hierbei der barrierefreie Zugriff, z.B. für Studierende mit Sehschwäche. Als linke Exekutive forderten wir auch an den Uni-Standorten Freiräume ein. Auf gemeinsamen Druck mit unibrennt konnte eine sehr konkrete Forderung umgesetzt werden: Die Terrassen an der Nawi und der Geswi stehen seither für uns Studierende als Raum ohne Konsumzwang, dafür mit viel Sonne und guter Laune, zur Verfügung! Eine flexiblere Freizeitgestaltung und eine große Verbesserung für arbeitende Studis bietet nun auch die Verlängerung der Bibliotheksöffnungzeiten. Um all diese Projekte umsetzen zu können, hielten wir die Hierarchien innerhalb der Exekutive flach und gestalteten unsere wöchentlichen Teamsitzungen basisdemokratisch. Die schon seit Jahren bewährte Vergünstigung in der Mensa mit der ÖHCard konnten wir erfolgreich weiterführen, sowie ein bio-regionales ÖH-Weckerl für den kleinen Hunger zum günstigen Preis am Buffet anbieten. Seit den Osterferien kannst du in Sachen Mietrecht eine kostenlose Beratung vom Mieterschutzverband in Anspruch nehmen (jeden zweiten Mittwoch, 13-15 Uhr). 24. BiS 26. mAi - Wählen Gehen! Hilf uns, die Wahlbeteiligung zu steigern! Warum dies wichtig und für dich zum Vorteil ist, erfährst du auf Seite 4. Wie wählt man

die ÖH? Eine Wahlkabine kennst du ja vermutlich bereits. Von den WahlbeisitzerInnen bekommst du vom 24. bis 26. Mai an den Wahlstandorten zwei Zettel, denn du kannst zum einen eine Fraktion in die Universitätsvertretung wählen, zum anderen bestimmst du deine StudienvertreterInnen. So findest du auf dem einen Zettel alle wahlwerbenden Listen, aus denen du eine wählen kannst, auf dem anderen kannst du mehrere Kreuzchen machen: Bei jenen Personen, die dich in der StV vertreten sollen. Studierst du mehr als ein Fach, kannst du zwar nur ein Mal die UV wählen, aber selbstverständlich für jedes Fach deine zukünftige StV. Haben sich die StVen nach der Wahl konstituiert, wählen diese die VertreterInnen der jeweiligen Fakultät. Auch die ÖH-Bundesvertretung wird indirekt gewählt: Die Mandate der BV werden nach den abgegeben Stimmen der Bundesländer bzw. Uni-Standorte bestimmt. Auf den nächsten beiden Seiten erfährst du mehr über den Wahlvorgang, die Wahlstandorte und warum es kein E-Voting mehr gibt. Außerdem findest du in dieser Ausgabe wichtige Infos über die wahlwerbenden Listen, diese stellen sich vor und beantworten Fragen zu ihren Wahlprogrammen für die diesjährige ÖH-Wahl. GeWinn miT DeR Uni:pReSS In der Wahl-Spezial-Ausgabe findest du wieder tolle Gewinnspiele. Mach mit und gewinne 10 Uni-Fahrradhelme, Festivalpässe für das Springfestival 2011 und Karten für das Urban-Art-Forms-Festival. Das Vorsitzteam wünscht viel Glück!


ÖH-WAHLEN 2011

2

ÖH-Wahl – Wie geht denn das? Von Jochen Nestler

© Öh Salzburg

WOZU GIBT ES DIE ÖH-WAHL? Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist deine gesetzlich verankerte Interessensvertretung. Durch eben diese gesetzliche Verankerung ist die ÖH europaweit eine der stärksten und besten Studierendenvertretungen. Sie ist finanziell und politisch unabhängig und muss daher die Wünsche der Universität und des Ministeriums nicht berücksichtigen. Außerdem hat die ÖH eine Vielzahl an gesetzlichen festgelegten Mitbestimmungsrechten. Bei jedem Gesetzesentwurf, der im Zusammenhang mit uns Studierenden steht, muss uns das zuständige Ministerium um eine Begutachtung bitten, d.h. die ÖH nimmt aktiv am Entstehungsprozess von Gesetzen teil. Auch innerhalb der Universität müssen Studierende in fast jedem Gremium vertreten sein und können bei Studienplänen, aber auch beim Organisationsentwicklungsplan sowie bei der Rektoratswahl mitbestimmen. Der Willensbildungsprozess innerhalb der gesamten HochschülerInnenschaft erfolgt über die ÖH-Wahlen, welche alle zwei Jahre stattfinden. Bei der ÖH-Wahl kannst du entscheiden, wem du deine Stimme gibst und deine Studienvertretung selbst bestimmen oder aber auch selbst kandidieren. Wie du dich aufstellen lässt, wurde in der letzten Uni:Press erklärt, jetzt erfährst du alles Wichtige über die ÖH-Wahl vom 24. – 26. Mai. WER darf wählen?

Viele Fragen zur ÖH-Wahl? Wir haben die Antwort!

Alle in- und ausländischen Studierenden der Universität Salzburg, die bis zum 5. April zur Fortsetzung eines ordentlichen Studiums gemeldet waren. Beim aktiven Wahlrecht gibt es also keine Diskriminierung ausländischer Studierender.

festgestanden, werden allerdings noch auf der Homepage der ÖH-Salzburg (www.oehsalzburg.at) bekanntgegeben.

WANN kann ich wählen?

WO kann ich wählen?

Das wichtigste zuerst: Du kannst deine Stimme vom 24. – 26. Mai, also an drei Tagen von Dienstag bis Donnerstag an der Universität Salzburg (siehe Frage „Wo kann ich wählen?“) abgeben. Die Wahlen enden am Donnerstag um 17 Uhr. Die genauen Öffnungszeiten sind zu Redaktionsschluss noch nicht

Da es zu Redaktionsschluss noch keinen Beschluss der Wahlkommission gegeben hat, können wir die Frage nicht abschließend beantworten. Wahrscheinlich wird es aber sechs Wahllokale (Toskanatrakt, GesWi, Akademiestr. 24, NaWi, Techno-Z, Rif ) geben, bei denen du deine Stimme für die

Universitätsvertretung abgeben kannst. Du kannst nur ein einziges Mal wählen. Falls du für mehrere Studien inskribiert bist, solltest du daher alle entsprechenden StVen in einem Wahlakt wählen. Erstmals kann jede StV an einem jeden Wahllokal gewählt werden. Beachte bitte, dass du unbedingt deinen Studi-Ausweis mitnehmen musst. WAS kann ich wählen? Bei der ÖH-Wahl 2011 kannst du bei der Zusammensetzung deiner Universitätsver-

tretung (UV) sowie Studienvetretung (StV) selbst mitbestimmen, dafür bekommst du je einen Stimmzettel. Die Universitätsvertretung ist die gesetzlich verankerte Interessensvertretung aller Studierenden der Universität Salzburg. Sie tritt für deine Interessen gegenüber der Universität, dem Rektorat, der Stadt und dem Land Salzburg und anderen wichtigen PlayerInnen ein. Die Studienvertretung vertritt unmittelbar die Studierenden ihres Fachbereichs. Sie verhandelt u.a. deinen Studienplan aus und vertritt deine Interessen gegenüber deinen ProfessorInnen am Fachbereich. Während du bei der UV nur einer Liste deine Stimme geben kannst, kannst du bei deiner StV drei bis fünf Personen deine Stimme geben (die genaue Anzahl hängt von der Größe deiner StV ab und wird am Stimmzettel unten vermerkt).

Was passiert mit deinem ÖH-Beitrag? Das Budget 2010/11 im Überblick Alle Studierenden sind Mitglieder der Österreichischen HochschülerInnenschaft und leisten pro Semester einen Beitrag von 16,50 Euro. Davon gehen 50 Cent in die ÖH-Studierendenversicherung, eine automatische Unfalls- und Haftpflichtversicherung für alle Zwischenfälle rund um dein Studium. Als ÖH Salzburg ist uns Transparenz ein großes Anliegen! Daher veröffentlichen wir das Budget auf unserer Website. Außerdem findest du hier eine Übersicht, wie die ÖH-Beiträge im Budgetjahr 2010/11 verwendet wurden. Die Verteilung der Mittel zwischen den verschiedenen ÖH-Ebenen ist gesetzlich verankert (Bundes-, Universitäts-, Fakultäts- und Studienvertretungen). Budgetjahr: Juli 2010 bis Juni 2011 Einnahmen der ÖH Salzburg (Beiträge, Spenden, Werbeeinnahmen): € 490.668,27 Ausgaben der ÖH Salzburg: € 490.660,94 Gebarungsüberschuss: € 7,33 Davon Universitätsvertretung: € 322.484 • Fest angestelltes Personal (Beratungszentrum, Sekretariat, Buchhaltung): € 80.000 • Referate und Vorsitz (Projektbudgets, Büromaterial, Aufwandsentschädigungen): € 75.324 • Uni:Press: € 28.000 • Sozialtopf: € 20.000 • Erstsemestrigen- und MaturantInnenberatung: € 20.000

• • • • • •

Beratungszentrum: € 13.560 BV Sozialtopf: € 5.000 Fahrtkostenunterstützung: € 2.000 Helping Hands, Schulungstopf, neue Website, ÖH Wahlen, Studierenden-Projekttopf: € 36.500 Sonstiger Aufwand (Verwaltungskosten, Steuern und Abgaben, Bankspesen, Versicherungen, Rechtskosten, Infrastrukturanschaffungen): € 42.100

Davon Fakultätsvertretungen: € 40.396,83 • Kultur- und Geisteswissenschaften: € 14.632,64 • Naturwissenschaften: € 10.787,79 • Rechtswissenschaften: € 9.300,71 • Katholische Theologie: € 5.675,69 Davon Studienvertretungen: € 121.190,48 Davon Unterstützung Mensa-Card: € 6.589,63 Für Fragen und Anregungen stehen wir dir jederzeit unter vorsitz@oeh-salzburg.at zur Verfügung!


ÖH-WAHLEN 2011

3

Wen kAnn ich Wählen? Bei der UV-Wahl kannst du verschiedene Listen bzw. Fraktionen wählen, die Möglichkeit für eine Vorzugsstimme gibt es nicht. Bei der StV-Wahl kannst du die KandidatInnen direkt wählen. Da die Wahlkommission die Kandidaturen noch auf ihre Richtigkeit und Zulässigkeit überprüfen muss, können wir in diesem Wahlspezial der Uni:Press nur die vorläufigen Kandidaturen bekannt geben. Von Seite 11 bis 15 stellen sich die einzelnen Fraktionen der UV vor. Die endgültige Liste der KandidatInnen für deine Studienvertretung findest du ab 12. Mai auf der ÖH-Homepage, da an diesem Tag die Verlautbarung der Kandidaturen stattfindet.

BGBl. II - Au

sgegeben am

Muster eines möglichen Stimmzettels für die UV. Die Reihung der Fraktionen erfolgt nach einer Verordnung des Bundesministeriums.

Amtlicher

tung für das

BGBl. II

er

Amtlich

Nr. 91 ril 2005 -

Ap en am 8.

eb

- Ausgeg

Anlage 6

Bezeichnung

n- und . ülerinne len . . . Hochsch erschaftswah ül Hochsch

1 von 1 Anlage 7

Hochschü ler Hochschü innen- und lerschaftswa hlen . . . .

Studium

der Universit

Für die gew ählten Kandidatinnen oder Kandidaten im Kreis ein

ttel Stimmze

- Nr. 91

Stimmzettel

Studienvertre

1 von 1

8. April 2005

X

setzen

ät

Raum für Strichcode

Name und

Geburtsjahr oder des Ka der Kandidatin ndidaten

es Organ

nd Zu wähle

iversität

ng der Un

Bezeichnu

wählte Für die ge eis ein im Kr Gruppe

Xn

Raum für e Strichcod

pe

en Grup

hlwerbend

ng der wa

Bezeichnu

nfalls gegebene ung eichn Kurzbez

setze

mehrere studien inskriBiert – Welche STv DARf ich Wählen? Für jedes Studium darfst du deine Vertretung wählen, d.h. solltest du in mehreren Fächern inskribiert sein, darfst du auch mehrere StVen wählen! Die Universitätsvertretung kannst du allerdings nur ein Mal wählen! Wie kAnn ich Wählen? Um wählen zu können, musst du unbedingt deinen Salzburger Studi-Ausweis mitnehmen. Im Wahllokal werden dir dann mehrere Stimmzettel überreicht, welche du dann in einer Wahlkabine unbeobachtet ankreuzen kannst. Wichtig: Für die Universitätsvertretung kannst du nur eine Liste/Fraktion ankreuzen, da sonst dein Stimmzettel ungültig ist. Bei der Studienvertretung kannst du allerdings entweder mehrere KandidatInnen ankreuzen. Die genaue Anzahl findest du am Stimmzettel unten und hängt von der Größe der StV ab. Bei kleineren StVen kannst du bis zu drei Kreuzchen machen, bei größeren bis zu fünf. Der Stimmzettel ist dann gültig, wenn daraus eindeutig der Wille der WählerIn hervorgeht. Dies ist etwa auch dann der Fall, wenn eine wahlwerbende Gruppe durch Unterstreichen hervorgehoben wird oder aber alle anderen Fraktionen durchgestrichen sind. stimmzettel falsch ausgefÜllt – WAS TUn? Ist dir beim Ankreuzen ein Fehler unterlaufen, kannst du dir von der Wahlkommission einen neuen Stimmzettel holen. Den alten Stimmzettel musst du vor den Augen der Wahlkommission zerreißen und kannst ihn zwecks Wahrung des Wahlgeheimnisses mitnehmen.

Wichtig: Es

dürfen höch

stens .... Kandidatin

nen oder Ka

HSWO 200

5 Anlage 07-1

www.ris.bka

ndidaten an

gekreuzt we

rden!

.gv.at

5 Anlage

HSWO 200

Muster eines möglichen Stimmzettels für eine StV. Bei einer StV kannst du mehrere KandidatInnen wählen, die Anzahl der Wahlmöglichkeiten wird direkt am Stimmzettel angegeben.

06-1

ka.gv.at

www.ris.b

BARRieRefRei Wählen? Der Zutritt zu den Wahllokalen und den Fakultäten muss barrierefrei sein. Für Menschen mit Beeinträchtigungen besteht die Möglichkeit, dass eine Begleitperson die Wahlhandlung unterstützen darf. Für Studierende mit Sehbehinderung wird es erstmals Wahlschablonen in allen Wahllokalen geben. veRlAUTBARUnG DeS WAhleRGeBniSSeS Die endgültigen Ergebnisse werden schon am Abend des 26. Mai feststehen und im Internet bekannt gegeben werden. Die offizielle Verlautbarung erfolgt spätestens am 31. Mai im Mitteilungsblatt der Universität.

Wie iST Die leTZTe WAhl AUSGeGAnGen? Bei der ÖH-Wahl 2009 sind sechs Listen angetreten. Hier findest du das Ergebnis der ÖH-Wahl 2009.

gibt es noch immer verfassungsrechtliche Bedenken (bzgl. einer freien, geheimen und persönlichen Wahl) gegen E-Voting welche der VfGH noch überprüft. 2011 wird nun wieder auf das alte, bewährte System zurückgegriffen.

Warum giBt es kein e-voting mehr? Da die letzten ÖH-Wahl 2009 durch EVoting (die Stimmabgabe übers Internet) zu einem Desaster geworden sind, wird heuer glücklicherweise darauf verzichtet. So wurde die letzte ÖH-Wahl 2009 an der Universität Salzburg wegen Fehlern im elektronischen System aufgehoben, da dadurch manche Studierende gar nicht, andere dafür mehrfach ihre Stimme abgeben konnten. Außerdem

Die Ergebnisse der ÖH-Wahl 2009 in Salzburg. 5%

WAhlWeRBenDe GRUppe

STimmen

pROZenT

mAnDATe

GRAS - Grüne & Alternative StudentInnen

807

36,38

6

VSSTÖ - Verband Sozialistischer Studierender Österreichs

367

16,55

2

AG - Aktionsgemeinschaft

737

33,23

5

UNL - Unabhängige Namensliste

112

5,05

0

KSV - Kommunistischer StudentInnenverband

118

5,32

0

77

3,47

0

RFS - Ring Freiheitlicher Studenten

Die Reihenfolge entspricht der Verlautbarung der Wahlergebnisse durch die Wahlkommission.

4% GRAS - Grüne & Alternative StudentInnen

5% 36%

VSSTÖ - Verband Sozialistischer Studierender Österreichs AG - Aktionsgemeinschaft UNL - Unabhängige Namensliste

33%

KSV - Kommunistischer StudentInnenverband 17%

RFS - Ring Freiheitlicher Studenten


4

ÖH-WAHLEN 2011

“Starke Interessensvertretung” – mehr als eine Worthülse? Zu Studienbeginn wirkt die Uni oft wie eine beschaulicher, konfliktfreier Ort. Alles scheint sich in friedlicher Eintracht und hehrem Streben nach Wissen auf das Lernen, Lehren und Forschen zu konzentrieren. Doch der Schein trügt: Hinter den Kulissen werden Partikularinteressen gegeneinander aufgewogen und beinharte Machtkämpfe geführt.

Von Kay-Michael Dankl Von der Universitäts- bis zur Institutsebene werden Entscheidungen oft nicht aus sachlichen Erwägungen getroffen, sondern infolge eines verbissenen Ringens um Geld, Personal, Einfluss und Prestige. Ob die Maßnahmen die Situation der Studierenden tatsächlich verbessern, ist oft zweitrangig. Beispielsweise ist bekannt, dass der Arbeitsaufwand vieler Studien zu hoch ist, um sie in der vorgesehenen Mindestzeit abzuschließen. Der reale Arbeitsaufwand überschreitet oft die in ECTS-Punkten ausgedrückten gesetzlichen Vorgaben. Es wäre naheliegend, solche Studienpläne zu überarbeiten und der Mindeststudienzeit anzupassen. Trotzdem weigern sich viele Curricularkommissionen, ihre Studienpläne anzupassen. Denn bei einer Verschlankung der Curricula müssten manche Lehrende akzeptieren, dass ihr Spezialbereich vielleicht doch nicht unerlässlich ist für die Absolvierung eines wissenschaftlichen Studiums. Kurzum: Es ist bequemer, die Auswirkungen überfrachteter Studienpläne auf die Studierenden abzuwälzen, als eine sachliche Diskussion anzustoßen, welche Qualifikationen und welches Wissen Studierenden in einem vorgegebenen Zeitrahmen vermittelt werden müssen. Österreichische Hochschul­ politik ohne Konzept Vergleichbare Zustände herrschen in der österreichischen Hochschulpolitik. Auf dem Papier sind die Universitäten seit 2002 autonom. Allerdings greift das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) nach wie vor massiv in die inneruniversitären Abläufe ein. So legen die “Leistungsvereinbarungen” im Detail fest, welche Leistungen die Uni in einem Zeitraum von drei Jahren zu erbringen hat. Geregelt werden etwa Forschungsarbeiten, Publikationen, Drittmitteleinwerbung, AbsolventInnenzahlen, Auslandsaufenthalte etc. Erreicht eine Uni nicht die vorgeschriebenen Ziele, wird ihr Budget für die nächste Periode gekürzt. Durch die Festlegung neuer Ziele ohne Erhöhung der Ressourcen kann die Bundesregierung massiven Druck auf die Unis ausüben. Ein anderes Instrument im Arsenal des BMWF ist die Änderung des Universitätsgesetzes. So verpflichtet die jüngste Gesetzesnovelle von März 2011 alle öffentlichen Unis

zur Neugestaltung der Studieneingangs- und Orientierungsphasen der Bachelor- und Diplomstudien – obwohl die Gestaltung von Curricula eigentlich in die Autonomie der Unis fällt. Man könnte den Interventionen der Bundesregierung vielleicht etwas Positives abgewinnen, wenn diese auf fundierten Konzepten beruhen würden. Die (bis Redaktionsschluss) amtierende Beatrix Karl hat jedoch konsequent das Gegenteil bewiesen: bis heute gibt es in Österreich kein Konzept zur zukünftigen Entwicklung der Universitäten! Die Hochschulpolitik besteht vielmehr aus einer Vielzahl an unkoordinierten ad-Hoc-Vorschlägen. Ein Grund dafür ist, dass das Wissenschaftsministerium mit sehr kurzfristigen Zeithorizonten arbeitet. Relevant ist nicht, wie eine langfristig sinnvolle Hochschul- und Wissenschaftspolitik erreicht wird. Wichtiger sind hingegen kurzfristige Ziele, wie positive Berichterstattung in den Medien,

Angelegenheiten vertreten können, delegieren sie die Vertretungskompetenz an die ÖH. Bei den zweijährlichen Wahlen gewinnt die ÖH nicht nur die demokratische Legitimität für ihre Vertretungsarbeit, sondern auch ein Mandat darüber, welche Interessen zu vertreten sind. Denn die Interessen der 300.000 Studierenden sind natürlich nicht identisch! Zu Fragen der Bildungspolitik gibt es keine objektiv „richtigen“ Ansichten, sondern eine Vielfalt an Meinungen. Diese Meinungsunterschiede spielen in der Arbeit der Studienvertretungen (StVen) oft nur eine geringe Rolle. In den Universitätsvertretungen und der Bundesvertretung sind diese Unterschiede hingegen entscheidend für die alltägliche Arbeit der ÖH. Eine unpolitische ÖH, die Konfrontationen scheut und vor Missständen schweigend die Augen schließt, agiert anders als eine kritische und kämpferische ÖH. Daher werden die höheren Ebenen nicht über die Personenwahl gewählt, sondern über die “Listenwahl”. Eine wahlwerbende Liste ist

jede Ebene der Hochschulpolitik eine entsprechende Vertretung mit spezifischen Aufgaben – von der Studien- über die Fakultätsund Universitäts- bis zur Bundesvertretung. Warum bin ich eigentlich ÖH-Mitglied? Die gesetzliche Verankerung der ÖH ist eng mit der Pflichtmitgliedschaft verbunden. Alle Studierenden an öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sind Mitglieder der ÖH. Der Mitgliedschaftsbeitrag liegt bei 16,50 Euro pro inskribiertes Semester. Davon wendet die ÖH 50 Cent für die Studierendenversicherung auf, eine automatische Unfall- und Haftpflichtversicherung für Zwischenfälle rund um die Uni für alle ÖH-Mitglieder. (Details unter www.oeh.ac.at) Die 16 Euro fließen in die Beratungs- und Serviceleistungen der ÖH, den Sozialtopf für Studierende, sowie die politische Interessensvertretung. KritikerInnen der ÖH verurteilen gerne das Modell © Claudia Schmidt der Pflichtmitgliedschaft. BefürworterInnen halten entgegen, dass die ÖHBeiträge die Unabhängigkeit der ÖH von privaten Firmen, der Bundesregierung oder politischen Parteien gewährleisten. Andere Studierendenvertretungen Europas sind auf Spenden und Sponsoring von Unternehmen angewiesen. Die Pflichtmitgliedschaft garantiert weiters, dass sich die ÖH für alle 300.000 Studierenden einsetzt und nicht nur für einen elitären Kreis privater Vereinsmitglieder. Dein Engagement ist gefragt! Der hohe Organisationsgrad, die gesetzliche Verankerung, demokratische Legitimität und finanzielle Unabhängigkeit sind ideale Rahmenbedingungen für eine studentische Interessensvertretung. Um sie mit Leben zu füllen, bedarf es aber der Tausenden Studierenden, die sich österreichweit ehrenamtlich in der ÖH engagieren! Ohne ihre Mitarbeit könnte die ÖH unmöglich funktionieren. Ihre Motive sind vielfältig: Im Vordergrund steht fast ausnahmslos der Wunsch, die Studienverhältnisse und das gesellschaftliche Umfeld zu verbessern. Daraus ergeben sich unzählige Arbeitsbereiche, wie etwa Erstsemestrigenberatung, Public Relations und Vertretungsarbeit in Gremien und Arbeitsgruppen der Universitäten. Auch wenn die ÖH-Mitarbeit ehrenamtlich ist, gewinnt man als Einzelperson zumindest einen wertvollen Eintrag für den Lebenslauf. Freiwilliges Engagement wird heutzutage von vielen ArbeitgeberInnen höher bewertet als etwa ein Studium in Mindestzeit. Schließlich erhalten ÖH-MitarbeiterInnen zusätzliche Toleranzsemester und ECTS-Punkte, die als freie Wahlfächer anrechenbar sind. Die Mitarbeit in der ÖH ist übrigens nicht nur in Zeiten der ÖH Wahl, sondern jederzeit möglich! Grundsätzlich werden keine früheren Berufs- oder Politikerfahrungen oder facheinschlägiges Wissen vorausgesetzt. Fragen und Ideen können jederzeit geschickt werden an vorsitz@oeh-salzburg.at!

Ob in Gremien, vor Gericht oder auf der Straße - die ÖH kämpft für deine Interessen!

die Erfüllung von Sparvorgaben oder die Begünstigung politisch nahestehender Gruppen. Die Interessen der Studierenden, etwa an selbstbestimmten und hochwertigen Studien, spielen in den Überlegungen der Bundesregierung praktisch keine Rolle. ÖH: 66 Jahre studentische Interessensvertretung Dieser Befund zeigt, dass die ÖH als einzige Interessensvertretung der Studierenden sich in diese politischen Auseinandersetzungen einmischen muss. Seit ihrer Gründung im Jahr 1945 vertritt die ÖH Studierendeninteressen auf breiter Front. Verhandlungen gehören ebenso zur politischen Arbeit der ÖH wie Medienarbeit, Aktionismus und Demonstrationen. Um die Interessen ihrer rund 300.000 Mitglieder effektiv zu vertreten, verfügt die ÖH über einen hohen Organisationsgrad. Im europäischen Vergleich gilt die ÖH als eine der mächtigsten Studierendenvertretungen. Warum eigentlich ÖH-Wahlen? Die ÖH steht vor der grunsätzlichen Herausforderung, über 300.000 Studierende zu vertreten. Kleinen Personengruppen fällt es leichter, sich zu organisieren und ihre Interessen zu definieren. Nachdem sich alle Studierenden unmöglich selbst in sämtlichen

ein Zusammenschluss von KandidatInnen mit ähnlichen politischen Anschauungen. (Die wahlwerbenden Listen der ÖH-Wahl 2011 an der Universität Salzburg werden am Ende dieser Uni:Press-Ausgabe vorgestellt.) Die Wahlbeteiligung an ÖH-Wahlen bewegt sich seit Jahren um 30 Prozent. Dieser Wert liegt zwar im internationalen Spitzenfeld – in Finnland lag sie unter 3 Prozent – ist jedoch stark ausbaufähig! “Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist eine Köperschaft öffentlichen Rechts.” Diese Aussage klingt wenig spektakulär. Aber sie bezeichnet den wichtigen Unterschied zwischen der ÖH und anderen Studierendenvertretungen. Die ÖH ist kein privater Verein einzelner Studierender, die sich zum Züchten von Seegurken oder Veranstalten von Festen zusammenschließen. Vielmehr ist die ÖH laut Bundesgesetz die einzige offizielle Interessensvertretung aller Studierenden. Die ÖH hat somit das, was vielen Studierendenvertretungen fehlt: das Vertretungsmonopol. In anderen Ländern existieren oft mehrere Studierendenvereine nebeneinander. Diese werden von ihren Regierungen und Universitäten oft gegeneinander ausgespielt. Einige Vertretungen sind auch nur lokal und regional, aber nicht landesweit aktiv. Eine wirksame Vertretungsund Öffentlichkeitsarbeit wird dadurch massiv erschwert. Die ÖH hingegen verfügt für


ÖH-WAHLEN 2011

5

ÖH: Für dich erreicht – Neuerungen an der Uni! Die ÖH-Funktionsperiode 2009-2011 war geprägt von einem Aufflammen studentischer Protestkultur. Ob Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen, Uni-Finanzierung oder Studieneingangsphasen – mit Johannes Hahn, Beatrix Karl und Karlheinz Töchterle lieferten gleich drei WissenschaftsministerInnen in nur zwei Jahren fortlaufend Anlässe für studentischen Protest.

Von Kay-Michael Dankl Im Unterschied zu früheren Jahren reagierte die von GRAS und VSStÖ geführte ÖH Salzburg als offensive Playerin gegenüber Politik und Medien. Zahlreiche Demonstrationen lenkten die Aufmerksamkeit der Salzburger Öffentlichkeit und Politik auf die Misere an der Unis. Gleichzeitig entstanden gemeinsam mit UniBrennt ausführliche Konzepte und Forderungskataloge, wie die Studienbedingungen an der Uni Salzburg verbessert werden könnten. Hier findest du eine Auswahl an Erfolgen, die durch die studentischen Proteste möglich wurden. Die Bilanz zeigt: Es lohnt sich, für die Interessen der Studierenden auf die Straße zu gehen! Studieneingangsphasen, freie Wahlfächer und Repetitorien Die Studierendenproteste forderten in erster Linie eine andere Hochschulpolitik. Wesentliche Maßnahmen, wie die angemessene Finanzierung der Unis und die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen, liegen in der Zuständigkeit der Bundesregierung. Trotzdem konnte die ÖH konkrete Reformen im Studienrecht der Uni Salzburg erreichen. Beispielsweise wurde ein Modell für die neuen Studieneingangsphasen entwickelt, die nicht auf eine Knock-Out-Phase hinausläuft, sondern Studierenden eine wirkliche Orientierungshilfe bietet. In Verhandlungen mit dem Rektorat wurde vereinbart, dass es für Prüfungen in der Studieneingangsphase eine zweite Wiederholungsmöglichkeit gibt – im Gesetz war nur eine vorgesehen! Außerdem wird auf Initiative der Studierenden jedes Semester eine universitätsweite Orientierungswoche für StudienanfängerInnen organisiert. Im Senat konnte die ÖH die UniBrenntForderung durchsetzen, dass neue Studienpläne bestimmte Mindestmengen an freien Wahlfächern enthalten müssen. Weiters werden Sitzungen der Fakultätsräte in Zukunft öffentlich sein. Schließlich wird die Zahl der Repetitorien ausgeweitet: Im letzten Wintersemester fanden bereits vier zusätzliche Repetitorien statt, um Studierenden wesentliche Lehrveranstaltungsinhalte in geballter Form nochmals zu vermitteln. Studentische Freiräume an der Uni Eine langjährige Forderung der ÖH und der UniBrennt-Proteste ist die Schaffung von Freiräumen für Studierende. Bis auf die Bibliotheken gibt es an vielen Uni-Standorten zu wenige Sitzgelegenheiten, insbesondere im Haus der Gesellschaftswissenschaften (Rudolfskai) und der Juridische Fakultät. Als Reaktion auf die Studierendenproteste von UniBrennt gründete das Rektorat der Uni Salzburg eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag, neue Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Die ÖH entwickelte daraufhin ein ausführliches Konzept.

Erste Teile dieses Konzepts sind bereits umgesetzt: • Amphitheater am Dach der NaWi geöffnet • Dachterasse der NaWi geöffnet und mit ersten Sitzgelegenheiten ausgestattet • Dachterasse der GesWi tagsüber geöffnet • Neue Couches im Foyer der GesWi • W-LAN im Außenbereich der NaWi Verbesserte Kommunikation zwischen ÖH und Studierenden Viele ÖH-Projekte basieren auf einer intensiven Kommunikation mit den Studierenden. Daher haben wir in den zwei Jahren der GRAS-VSSTÖ-Exekutive neue Initiativen gesetzt: Erstmals finden wöchentliche ÖHInfostände direkt an der Uni statt. Im persönlichen Gespräch beantworten wir deine Fragen und nehmen Anregungen, Wünsche und Kritik entgegen. Bei den Infoständen gibt es Fair-Trade-Kaffee, Info-Materialien und Goodies. Seit Herbst 2010 hat die ÖH Salzburg eine neue Website. Diese ist barrierefrei zugänglich, übersichtlich und intuitiv. Dort findest du alle wichtigen Infos zu Stipendien und Beihilfen, Beratungsangeboten, Studienvertretungen, Veranstaltungen und den politischen Standpunkten der ÖH. Fünf Börsen informieren über Wohnungs- und Jobangebote. Im Archiv findest du die Online-Ausgaben der Uni:Press. Der Download-Bereich enthält die Broschüren, Formulare und InfoMaterialien der ÖH Salzburg. Seit 2009 wird der ÖH-Newsletter in der Vorlesungszeit jeden Montag ausgesandt. Neu sind außerdem die Gewinnspiele und Ticketverlosungen für Theater, Feste, Kinos und Festivals! Als neuen Info-Kanal haben wir eine Facebook-Präsenz aufgebaut. So können Studierende leichter mit der ÖH in Kontakt treten. Die Fan-Page der ÖH Salzburg umfasst bereits rund 1.000 Personen. Du findest sie unter www.facebook.com/ oehsalzburg! Transparenz ist uns ein großes Anliegen. Daher veröffentlichen wir das Budget der ÖH Salzburg auf unserer Website. Dadurch

kannst du im Detail nachlesen, wie dein ÖH-Beitrag verwendet wird! Gleichzeitig berichten wir mehrmals pro Semester über unsere Arbeitsfortschritte. Du findest die gesammelten Berichte des ÖH-Vorsitzes und der Referate online! Ebenfalls publik sind die Einladungen und Protokolle von den öffentlichen ÖH-Sitzungen. Spezielle Angebote für StudierendenvertreterInnen Um den Austausch zwischen den ÖH-Ebenen zu stärken, organisieren wir den monatlichen „ÖH Jour Fixe“. Dort tauschen sich StudierendenvertreterInnen über aktuelle hochschulpolitische Themen aus. Sie berichten über erfolgreiche Projekte, um BestPractice-Vorbilder zu verbreiten. Beim ÖH Jour Fixe werden Strategien entwickelt, um universitätsweite Kampagnen umzusetzen. Ein regelmäßiger „StVen Newsletter“ versorgt Studienvertretungen mit relevanten Informationen von der Bundes- und Universitätsebene. Als ÖH bieten wir regelmäßige Workshops und Info-Veranstaltungen für StVen, um Wissen und Skills weiterzugeben. Für die neuen StudierendenvertreterInnen gibt es den neuen „StVen Guide“. Gemeinsam mit der Bundesvertretung organisieren wir jedes Jahr österreichweite Hochschulkongresse für StudierendenvertreterInnen. UniBrennt und ÖH erfolgreich: verlängerte Bibliotheks­ öffnungszeiten Seit Ende April ist fix: Die verlängerten Bibliotheksöffnungszeiten bleiben erhalten! Bereits der Forderungskatalog von UniBrenntSalzburg enthielt detaillierte Vorschläge zur Verlängerung der Öffnungszeiten. Gerade für berufstätige Studierende waren die alten Öffnungszeiten nicht zumutbar. Als eines der erste Zugeständnisse an UniBrennt verpflichtete sich das Rektorat zu einer einjährigen Testphase mit verlängerten Öffnungszeiten. Seit Mai 2010 waren die Tore der Universitätsbibliothek (Standorte Hauptbibliothek, Rudolfskai, Churfürstenstraße, Naturwissenschaftliche Fakultät, Akademiestraße) wo-

chentags bis 21 Uhr geöffnet. Samstags war die Hauptbibliothek erstmals bis in den frühen Abend geöffnet. Nach kurzen Verhandlungen einigten sich ÖH und Universität auf die Fortsetzung der verlängerten Öffnungszeiten: an den Standorten GesWi, Juridicum und Nawi bis 20 Uhr, an der Hauptbibliothek werktags bis 21 Uhr, Samstags seit 1. Mai sogar bis 18 Uhr, zudem wird die Magazinausleihe möglich sein! Die Mehrkosten von 100.000 Euro jährlich trägt die Universität. Dieser Erfolg zeigt, dass sich studentische Proteste in Verbindung mit der langfristigen Arbeit der ÖH in wesentlichen Bereichen durchsetzen können! Diskutieren mit dem Rektor – Uni-Vollversammlungen Im Zuge der UniBrennt-Proteste erklärte sich das Rektorat der Uni Salzburg bereit, pro Semester an mindestens einer Uni-Vollversammlung teilzunehmen. Im Mai 2010 veranstaltete die ÖH Salzburg zum ersten Mal seit über 10 Jahren eine Uni-Vollversammlung. Der Anlass: die Bundesregierung kündigte an, die Uni-Budgets einzufrieren. Aufgrund der Inflation entspricht das einer realen Kürzung. Bereits Mitte Oktober 2010 fand das Modell erneut Anwendung: In Abstimmung mit den ÖHen anderer Universitäten fanden am 19. Oktober österreichweit Uni-Vollversamlungen statt. In Salzburg beteiligten sich rund 2.000 Personen an einer Demonstration gegen die Unterfinanzierung der Unis. Über 1.000 Personen nahmen an der Vollversammlung im Audimax teil oder verfolgten diese via Live-Stream im Grünen und Blauen Hörsaal. Neben Studierenden und Uni-MitarbeiterInnen war das gesamte Rektorat, die DekanInnen und zahlreiche FachbereichsleiterInnen anwesend. In basisdemokratischer Manier verabschiedete das Plenum einen Forderungskatalog an die Bundesregierung, der auch an alle Studierenden ausgesandt wurde. Das Format der Uni-Vollversammlung hat nicht nur ungewöhnlich starkes Medieninteresse hervorgerufen, sondern erstmals eine universitätsweite Diskussion über die Zukunft unserer Unis ermöglicht. Als ÖH werden wir auch in Zukunft Uni-Vollversammlungen organisieren!

Univollversammlungen - Studierende, Lehrende und Uni-Leitung diskutieren gleichberechtigt über die Zukunft der Uni. © Claudia Schmidt


ÖH-WAHLEN 2011

6

Happy Birthday Uni:Nachhaltig!

Wir blicken zurück auf ein Jahr Uni:Nachhaltig und gleichzeitig in die Zukunft mit ÖH GREEN CAMPUS!

Winter 2009. Regierungschefs weltweit treffen sich in Kopenhagen, um Maßnahmen zum Klimaschutz zu setzen. Die Erwartungen sind hoch, die Desillusion, die folgte, noch größer: Nach über zehn Tagen kann man sich dazu durchringen, dass die Erderwärmung auf weniger als 2° gesenkt werden soll – Verbindlichkeiten zum „Wie?“ bleiben aus. Enttäuscht wird der Klimagipfel von der ganzen Welt verfolgt, auch von Österreich aus, wo zu dieser Zeit gegen die verheerende Bildungspolitik protestiert wird. In besetzten/befreiten Hörsälen gibt es plötzlich Raum für Diskussionen, für ein mehr an Inhalten... Plötzlich ist „Platz“ für alle möglichen Themen – auch für die Fragen nach der Zukunft, nach unserer Verantwortung, nach der unserer Universität. Klimagipfel Kopenhagen: Ein traurig-peinlicher Event – und für uns Anstoß zum Handeln…

Von Sabine Helmberger Uni:Nachhaltig wurde von Studierenden der ÖH Salzburg offiziell mit einer Auftaktveranstaltung an der Universität im Mai 2010 gestartet. Ziel war die nachhaltige und zukunftsfähige Ausrichtung der Universität Salzburg in Forschung und Lehre, die Umstellung der Wirtschaftsweise der Universität und Orientierung an nachhaltigen Kriterien. Aber auch die Veränderung der Handlungsweisen sämtlicher Stakeholder, seien es Studierende, MitarbeiterInnen oder ZulieferInnenbetriebe war ein zentrales Anliegen.

Eine VorreiterInnenrolle sollte die Universität übernehmen in Bezug auf Umgang mit Ressourcen, als öffentliche Einrichtung in Salzburg, als Universität österreichweit, als größte Arbeitgeberin im Umkreis, sich klar positionieren, nicht zuletzt als Bildungs- und Forschungsstelle von jungen Menschen. Die positive Resonanz der Studierenden an den wöchentlichen Infoständen war enorm. Der Wunsch, die „eigene“ Uni möge mit gutem Beispiel voran gehen, Nachhaltigkeit auch in Lehre und Forschung verstärkt forcieren und viele konkrete Vorschläge bereicherten das Projekt. Das Rektorat unter Heinrich Schmidinger hat die Initiative aufgegriffen und zu einer gesamtuniversitären Aufgabe erklärt. Heute, fast genau ein Jahr später dürfen wir auf viele Erfolge zurückblicken – aber auch der Ausblick ist ein äußerst erfreulich: Nachhaltige Ausrichtung nachhaltig garantiert „Die Studierenden dauernd mit ihren Projekten.“ „Nachhaltigkeit ist doch überflüssiger Luxus.“ „Solche Projekte sich noch immer versandet.“ Kritische Stimmen gab es viele, aber noch mehr positives Feedback von allen Seiten. Die skeptischen Stimmen sind mittlerweile weitgehend verstummt. KritikerInnen haben sich eingereiht in die Gruppe der Engagierten. Über die „Grenzen“ Salzburgs hinweg ist Uni:Nachhaltig bekannt. Die Wichtigkeit nachhaltiger Wirtschaftsweisen, im ökologischen aber auch sozialen Bereich wurde von oberster Stelle wiederholt bekräftigt. Einer zentralen Forderung, nämlich jener, eine Zuständigkeit für Nachhaltigkeit an der Universität zu schaffen, wurde vom Rek-

torat stattgegeben – ein wesentlicher Erfolg, um Nachhaltigkeit dauerhaft an der Universität zu installieren. Ausschlag dafür, dass wir dermaßen zuversichtlich in die Zukunft blicken dürfen, ist aber nicht alleine die Zuständigkeit, sondern vor allem das bisherige Engagement der Person, die bestellt wurde. Thomas Weiger, Professor an der naturwissenschaftlichen Universität, hat verschiedene US-amerikanischen Unis kennen gelernt, die uns, was vielleicht einige verwundern mag, im Bereich „grüner Campus“ weit voraus sind. Gemeinsam mit der ÖH Salzburg wurde auf Ersuchen des Rektors ein Maßnahmenkatalog für die Universität erarbeitet. Der Katalog wurde dem Rektorat vorgestellt und stieß dort auf breite Unterstützung. Die Umsetzung der ersten Maßnahmen wurde bereits in die Wege geleitet. Der Blick nach vorn: Uni:Nach­ haltig goes ÖH GREEN CAMPUS War es zu Beginn eine Initiative einiger weniger Studierender mit minimalen finanziellen und strukturellen Mitteln, so wird durch die Unterstützung des Rektorats die Dimension enorm verbreitert, so wie sich auch die Möglichkeiten vervielfachen, was ein ganz wesentlicher Erfolg ist. Noch dieses Semester soll das Großprojekt der Universität PLUS GREEN CAMPUS mit einer Auftaktveranstaltung offiziell gestartet werden. Um gemeinsame Synergien besser zu nutzen, wird Uni:Nachhaltig damit übergehen in ÖH GREEN CAMPUS. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Zuständigen der Universität und Studierenden soll weiter intensiviert werden, aber auch eigenständige Projekte der Studierenden sollen weiter for-

ciert werden. „Wir haben den Ehrgeiz, in Sachen Nachhaltigkeit vorbildhaft über die gesetzlichen Vorgaben hinaus wirksam zu sein“, so Rektor Schmidinger. Aufbruchsstimmung herrscht – ähnlich wie vor einem Jahr, „nachdem sich Regierungschefs in Kopenhagen trafen…“ Die ÖH Salzburg hofft auf weitere erfolgreiche Jahre für die Nachhaltigkeit, für uns alle. Wir bedanken uns – explizit nicht bei einigen wenigen namentlich – sondern bei den vielen, die auf so vielfältige und kreative Weise zum Gelingen des Projekts beigetragen haben und damit ein Teil davon geworden sind, einen kleinen Teil zum großen Erfolg beigetragen haben.

LINKS Uni:Nachhaltig www.oeh-salzburg.at/uninachhaltig Green Meeting Richtlinien http://greenmeetings.umwelt­ zeichen.at/

Uni:Nachhaltig im Überblick Sensibilisierungs- und Inputphase Im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen, die sich von Mai bis Ende Juni 2010 erstreckten, wurden mehrmals wöchentlich Infostände an sämtlichen Standorten der Universität veranstaltet. Einerseits wurden Infomaterialien und faire/regionale/biologische Produkte der über 20 PartnerInnen angeboten und damit Bewusstsein, etwa für ethischen Konsum, etc. geschaffen. Andererseits fand durch den unmittelbaren Kontakt mit den Studierenden und auch UniBediensteten aber vor allem reger Austausch statt und verschiedenste Impulse konnten gesammelt werden. Über fünf Wochen verteilt fanden Ausstellungen, Vorträge, Filmabende, hochkarätig besetzte Diskussionen, Wettbewerbe oder praktische Workshops statt, die gemeinsam mit den ExpertInnen der Kooperationsorganisationen veranstaltet wurden. Energieanalyse Um Verbesserungen angehen zu können, ist eine Erhebung des Ist-Zustandes unumgänglich. Für die ÖH Salzburg war deshalb die Durchführung einer Energieanalyse der Universität von externen ExpertInnen eine zentrale Forderung, was auch im Maßnahmenkatalog, der gemeinsam mit ao.Prof. Weiger erarbeitet worden war, betont wurde. Im Rahmen der Rektoratssitzung Anfang dieses Jahres wurde das Okay dazu gegeben und das Umweltservice Land Salzburg mit der umfassenden Durchführung der Energieanalyse (Wasser, Strom, Müll, etc.) für die naturwissenschaftliche Fakultät betraut. Die Ergebnisse werden teilweise noch dieses Semester vorliegen und damit als Grundbaustein für die zukünftige Vorgangsweise dienen. Ressourcenmanagement à la Salzburg: Alles-in-eine-Tonne In der UniPress vom Juni letzten Jahres wurde an dieser Stelle auf die nicht existente Mülltrennung an der Universität Salzburg aufmerksam gemacht, womit selbst die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht erfüllt sind. Mit der Energieanalyse ist ein wesentlicher Schritt geschafft und die Erstellung des überfälligen Abfallkonzepts in greifbare Nähe gerückt. Energieberatungskurs Als praktische Fortsetzung von Uni:Nachhaltig, und möglicherweise erster von hoffentlich zahlreichen Kursen zum Thema, wurde im letzten Wintersemester ein für alle interessierten Studierenden speziell adaptierter Energieberatungskurs organisiert. Durchgeführt von erfahrenen Experten (Leitung DI Erich Six) der Energieberatung Salzburg wurde in vier Blocks wichtiges Basiswissen in Energiefragen vermittelt. Fleisch bringt´s? Fleischkonsum ist die weltweit stärkste Verursacherin für CO2 Emissionen, noch weit vor Verkehr. 66 Kilo nehmen die ÖsterreicherInnen pro Person jährlich zu sich. Aktuell ernährt sich noch mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung vegetarisch, nicht unbedingt freiwillig – Tendenz sinkend. Um eine Fleischkalorie zu produzieren, müssen 7-14 Kalorien aus pflanzlichem Futter aufgewendet werden… und alle fünf Sekunden verhungert ein Kind.

Zusammenhänge wie diese wurden im Rahmen der Aktionswoche FLEISCH:BEWUSST Anfang Dezember diskutiert; damit einhergehend die Problematik aufgeworfen, ob es wirklich bei jeder Uni-Veranstaltung unbedingt Lachsbrötchen sein müssen oder nicht doch vielleicht regionaler Gemüseaufstrich? Es freut uns deshalb besonders, dass es mittlerweile zwei Green Meeting Beauftragte an der Universität Salzburg gibt. Das ÖH-Weckerl In Zusammenarbeit mit der Mensa Salzburg wurde das ÖH-Weckerl „kreiert“ und nach fachMÄNNischer Verkostung zum Verkauf freigegeben. Seit März 2011 gibt’s also das leckere, fleischlose Weckerl an der NaWi, das neben den Gaumenfreuden auch biologischen wie regionalen Ansprüchen genügt. Biobäcker Flöckner liefert das Weckerl und die Aufstriche sind biologisch. Mit der Mensakarte gibt´s das Weckerl zum vergünstigten Preis von 1,60 Euro. Der Ausbau von alternativen und fleischlosen Menüs, die schmecken, soll in Kooperation mit der Mensa weiter vorangetrieben werden. Außerdem ist zum Auftakt von PLUS GREEN CAMPUS die Ausweitung des ÖH-Weckerls auf alle Standorte Salzburgs noch dieses Semester geplant. 1000 Blatt Recyclingpapier = 50 Autokilometer Grau, hässlich und mindere Qualität war gestern. Recyclingpapier ist haptisch wie optisch oft von Frischfaserpapieren kaum mehr zu unterscheiden. Was allerdings den Unterschied macht, ist das Einsparpotenzial bei CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Energie. Bereits das zweite Semester wurden alle Skripten, Dank der Unterstützung durch die Verantwortlichen des Printcenters und der Wirtschaftsabteilung auf Recyclingpapier „Blauer Engel“ gedruckt. Und auch die Zusage für das nächste Semester ist bereits da! Bei etwa 2500 Skripten mit jeweils 100 Blatt pro Semester wurde damit bisher bereits die Energie, die auf 25 000 Kilometern verbraucht wird, eingespart. Wer spart, der/die spart! Wer doppelseitig kopiert, und damit Papier spart, spart seit Ende letzten Jahres auch Geld. Die Wirtschaftsabteilung der Universität Salzburg begrüßte die Initiative der ÖH Salzburg und setzte die Idee kurzerhand um. I love to ride my bicycle Gerade jetzt im Frühling zeigt sich wieder, Salzburg fährt Rad. Trotzdem sind Fahrradständer knapp, genauso wie überdachte Stellplätze, aber auch Service-Stellen fehlen weitgehend. Geplant ist, gemeinsam mit den Zuständigen aus der Politik aber auch mit der Uni, ein Maßnahmenkonzept zu erarbeiten und damit Salzburg, vor allem rund um die Unis fahrradfreundlicher zu gestalten.


ÖH-WAHLEN 2011

7

Das Organisationsreferat im Brennpunkt der Universitäts­­entwicklung – ein Rückblick Zwei Jahre – wenig Zeit für große Herausforderungen. Lies hier, welche Bilanz das Organisationsreferat zieht, was erreicht wurde, was noch in Arbeit ist und wo wir gescheitert sind. Von Simon Hofbauer In der Universitätsverwaltung sind zwei Jahre keine lange Zeit. Und auch Veränderungen in der Institution ÖH kommen oft einer Kurskorrektur eines großen Tankers gleich – die Veränderungen machen sich nicht sofort bemerkbar, aber wenn mensch nach einiger Zeit zurück blickt, sind die Unterschiede deutlich zu erkennen. Nun neigt sich diese Funktionsperiode der ÖH in Salzburg bald dem Ende zu und es ist an der Zeit, auch hier einmal zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Das Organisationsreferat klingt wenig spannend, doch gerade in dessen Verantwortungsbereich lag oftmals der Brennpunkt aktueller Entwicklungen sowohl der ÖH als auch der Universität Salzburg. Nachdem im Oktober 2009 ein großteils neues Team in der ÖHSalzburg das Ruder übernahm, wurde auch der Kurs neu justiert, so auch im Organisationsreferat. Es dauerte nicht allzulange bis das „Schiff“ richtig in Fahrt kam. Die See war rau. Schon bald brachen österreichweit Proteste wegen anhaltend schlechter Studienbedingungen, chronischer Unterfinanzierung der Universitäten und einer latenten Verkommerzialisierung des Hochschulwesens aus. #unibrennt war in aller Munde und bald auch schon ein Hörsaal in Salzburg besetzt. Die ÖH-Salzburg unterstützte die Proteste von Beginn an, eine wesentliche Rolle dabei spielte das Organisationsreferat. Im Zuge der Proteste wurde aber nicht nur den #unibrennt-AktivistInnen mit Infrastruktur, Lebensmitteln und organisatorischer Unterstützung unter die Arme gegriffen, sondern auch das Arbeitsverhältnis mit dem Rektorat und der Univerwaltung intensiviert und auf eine neue Ebene gehoben. Denn schnell war allen Beteiligten klar, dass wir im selben Boot sitzen und in vielen Punkten dieselben Ziele anstreben. ÖH, unibrennt und die ersten Erfolge Um möglichst viele Forderungen der #unibrennt Protestbewegung, die direkt an die Uni-Salzburg gerichtet waren, zu realisieren, wurden mit dem Rektorat drei Arbeitsgruppen eingerichtet, die mit VertreterInnen der ÖH, #unibrennt und der Universität besetzt waren. Die ÖH-Salzburg entsandte den Organisationsreferenten Simon Hofbauer in die sogenannte „AGRU 3 – Freiräume an der Universität“. Aufgabe dieser AGRU war es einerseits, angesichts der angespannten Raumsituation, nach zusätzlichen Räumen zu suchen, die für Studierende geöffnet werden können. Weiters wurde durch neue Möblierungen versucht, die Uni wieder mehr

zum „Lebensraum“ zu machen. Die AGRU 3 wurde sehr hochkarätig besetzt, sie bestand aus einem ÖH und zwei #unibrenntVertretern auf studentischer Seite, die Uni entsandte unter anderem die Leiterin der Universitätsbibliothek, die Leiterin der Zentralen Wirtschaftsdienste, den Leiter der ITServices, den Leiter der Wirtschaftsabteilung, den Leiter der Abteilung Gebäude und Technik, sowie Rektor Schmidinger selbst. Im Zuge der direkten Ausschüttung der so genannten „Notfallreserve“ durch den damaligen Wissenschaftsminister Hahn, die die Proteste beruhigen sollten, fiel der Arbeitsgruppe auch die Aufgabe zu, über die Aufteilung von 1,9 Millionen Euro zu entscheiden. Dieses Geld floss schließlich in die verlängerten Bibliotheksöffnungszeiten (ebenfalls eine #unibrennt-Forderung), vorgezogene bauliche Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit, Laborausstattung für die Naturwissenschaftliche Fakultät, Hörsaalausstattung, die Verbesserung der Hardware bei den IT-Services, sowie ca. 380.000€ in neue Sitzgelegenheiten in Bibliotheken, Foyers und Terrassen. Open up – Dachflächen & Terrassen wurden (wieder) zugänglich und nutzbar gemacht! Es schien lange unmöglich, wurde aber trotzdem gegen den erbitterten Widerstand einiger Universitätsbediensteter durchgesetzt – die GesWi Dachterrasse und der GesWiInnenhof (über den Hörsälen 380 und 381), sowie das Amphitheater der NaWi konnten im vergangenen Jahr endlich wiedereröffnet werden. Um diese und auch bereits „offene“ Dachterrassen besser zu nutzen, wurden zudem wetterfeste Möbel, sowie Abfallbehälter und Aschenbecher im Wert von über 32.000 Euro angeschafft. Aufgrund der positiven Resonanz arbeiten wir daran, dieses Angebot weiter auszubauen. Die Infrastrukturoffensive für deine Studienvertretung Die Arbeit des Organisationsreferats hat sich aber bei weitem nicht auf Tätigkeiten rund um die Uniproteste beschränkt. Ein wesentlicher Fokus galt der Ausstattung der über 30 verschiedenen Studienvertretungen, deine erste Anlaufstelle vor Ort. Beratung ist eine der Kernkompetenzen der ÖH. Getreu unsrem Motto „Politik, die wirkt, Service das hilft!“ ist die Legitimität zu einem guten Teil an den angebotenen Beratungsleistungen und deren Qualität zu messen. Aber gute Beratung braucht nicht nur motivierte StudierendenvertreterInnen, sondern auch ein entsprechendes Umfeld. Infrastruktur und Büroausstattung sind ein wesentlicher Pfeiler für die effiziente und zielgerichtete Arbeit der ÖH Salzburg. Da sich in diesem Bereich große Defizite zeigten (mangelnde EDV-Ausstattung, teilweise katastrophale Möblierung aus den 1970er Jahren, etc.) wurde die Verbesserung in diesem Be-

© Claudia Schmidt

Organisationsreferent Simon Hofbauer (Grüne & Alternative StudentInnen) am internationalen Free Hugs Day 2011.

reich zu einem Hauptprojekt. Das Organisationsreferat kümmert sich um die Bestellung der EDV und Möbel bei der Universität (die diese kostenlos zur Verfügung stellen muss). So können bis zum Ende dieser Funktionsperiode 34 Computer, 30 Monitore und 19 Drucker neu in Dienst gestellt werden. Dazu kommen zahlreiche Schreibtische, fahrbare Unterschränke, Aktenschränke, Schiebetürschränke, u.v.m. Uni:Park Nonntal – vieles neu, manches besser Das Organisationsreferat war zudem in verschiedene Angelegenheiten rund um den neuen Uni:Park Nonntal involviert, der ab kommenden Wintersemester die total veralteten Akademiestraßenbauten ersetzen wird. Dabei gab es vier Schwerpunkte. Erstens das neue Studienvertretungsbüro (in dem die StV Anglistik, Romanistik, Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte, sowie die Fakultätsvertretung) zusammengefasst werden. Hier wurde versucht, die betroffenen StVen in die Detailplanung einzubeziehen und dabei das Optimum aus der leider viel zu klein geratenen Fläche herauszuholen. Die Planungen sind bis dato noch nicht abgeschlossen. Zweitens war der Organisationsreferent Simon Hofbauer Teil der Vergabekommission für das Uni:Park Bistro. Hier konnte erreicht werden, dass studierendenfreundliche Preise (Menü um maximal rund 4,50€), Salatbuffet, Frühstücksangebot und FairTrade Kaffee als Ausschreibungskriterien aufgenommen wurden. Drittens die Einrichtung einer Kinderbetreuungseinrichtung. Hier hat die ÖHSalzburg lange darauf gedrängt, gemeinsam mit Universität, Stadt und den umliegenden Institutionen eine gemeinsame Lösung zu verwirklichen. Hier mussten leider zahlreiche Rückschläge verzeichnet werden, auch die Uni hat sich um eine gemeinsame Lösung bemüht, sich ändernde Rahmenbedingungen

haben aber mehrere gravierende Planungsänderungen erzwungen. Wir sind aber zuversichtlich, dass auch in dieser Sache noch eine gangbare Lösung gefunden wird. Viertens die Übersiedelung des ÖH-Beratungszentrums von der Kaigasse 17 in den neuen Uni:Park. Kaigasse 17 – neuer studentischer Freiraum & barrierefreie Beratung In Verhandlungen mit dem Rektorat konnte erreicht werden, dass die Räumlichkeiten der Kaigasse 17 auch in Zukunft der ÖH-Salzburg zur Verfügung stehen. Die ÖH Salzburg beabsichtigt daher, die beiden Räume in der Kaigasse 17 als Freiraum für Studierende einzurichten. So soll etwa Raum für Gruppenarbeiten geschaffen und eine Erholungszone mit Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowelle und Tageszeitungen eingerichtet werden. Zudem haben damit beratungsorientierte Referate, wie das Sozialreferat und das Internationale Referat, in Zukunft die Möglichkeit Sprechstunden anzubieten, die im Gegensatz zu jenen in den Räumlichkeiten der Kaigasse 28 barrierefrei zugänglich sind. Die Räume sollen in einer ersten Probephase von Montag bis Donnerstag jeweils von 10.00 bis 19.00 geöffnet sein. Dies sind nur einige der größeren Projekte mit denen das Organisationsreferat in dieser Funktionsperiode befasst war. Dazu kommen noch zahlreiche referatsübergreifende Projekte und administrative Tätigkeiten wie die Abwicklung von Büromaterialbestellungen, sowie organisatorische Unterstützung bei diversen Veranstaltungen der ÖH Salzburg. Wie eingangs erwähnt, war vieles davon kein Spaziergang sondern ein Kraftakt. Dennoch sind wir nicht müde und hoffen auch in der nächsten Funktionsperiode mit deiner Stimme wieder zu neuen Ufern aufbrechen zu können und das Beste für die Studierenden der Uni Salzburg herauszuholen.

IMPRESSUM Medieninhaberin: Österreichische HochschülerInnenschaft Salzburg, Kaigasse 28, 5020 Salzburg, www.oeh-salzburg.at, sekretariat@oeh-salzburg.at Herausgeberin: Tatjana Markl, Vorsitzende der ÖH Salzburg Chefredaktion: Tatjana Markl und Kay-Michael Dankl

Grafik und Layout: Katharina Enengl Anzeigen und Vertrieb: Christina-Anna Stenz, Vanessa Ziperzik und Ludwig Seidl MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Elli Piller, Tobias Aigner, Mario Scheiber, Frauenreferat, Samina Smajilbasic, Fang Liang He, Barbara Rodinger, Sabine Foidl, Sabine Helmberger, Simon Hofbauer,

Kay-Michael Dankl, Tatjana Markl, Jochen Nestler, Christina-Anna Stenz, Vanessa Ziperzik, Claudia Schmidt. Druckerei: OÖN Druckzentrum GmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching, www.nachrichten.at Auflage: 15.000 Stück


8

ÖH-WAHLEN 2011

ÖH-Salzburg: Deine Anlaufstelle für Information und Beratung Service für Studierende ist für uns als ÖH eine Selbstverständlichkeit! Dazu zählen ein breites Veranstaltungsangebot und professionelle Beratung ebenso wie ein umfangreiches Informationsangebot. In der GRAS-VSSTÖ Funktionsperiode 2009-2011 haben wir zahlreiche neue Broschüren erstellt, z.B. den „Seminararbeitsguide“, „StVen Guide“, „Kritische Lehre an der Uni Salzburg“ und die „Studierendenrechts-Charta“. Weitere Info-Materialien befinden sich in Arbeit. Sämtliche Broschüren sind als Download auf der neuen ÖH Website, sowie im Beratungszentrum und der Kaigasse 28 erhältlich!

Study Guide 2010/11: „Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg.“ Der Studyguide der ÖH-Salzburg enthält alle notwendigen Informationen für Erstsemestrige rund um das Studium an der Universität Salzburg. • Informationen zum Aufbau der ÖH • Tipps für AnfängerInnen und fortgeschrittene StudentInnen • Hinweise für den Weg nach dem Studienabschluss • allgemeine Informationen zur Universität Salzburg • Tipps für Studieren und Leben • Vorstellung der Interessensvertretung • Uni ABC

Von Sabine Foidl

Weitere Infobroschüren: Energie Effizienz zu UNI:NACHHALTIG, Barrierefrei Studieren, Studieren im Ausland, Studieren mit Kind, Studieren und Arbeiten, Menschenrechtlos?! Sozialbroschüre, Ökologie und Nachhaltigkeit, Frauen*kompass, Studienleitfaden.

BroschÜren – infOS üBeR Deine Öh / Dein STUDiUm Was ist die ÖH? Diese Informationsbroschüre gibt allgemeine Infos zur ÖH:, sie präsentiert die Österreichische HochschülerInnenschaft und ihre Aufgabengebiete: Beratung & Service, Politische & Kulturelle Veranstaltungen, Mitbestimmung auf der Uni-, Bundes- und Europäischer Ebene, Infos zum ÖH-Beitrag. Außerdem stellen wir aktuelle Projekte der ÖH vor. StudierendenRechts-Charta: Hier findest du umfassende Infos zu deinen Rechten und Pflichten, vom Prüfungswesen über Abschlussarbeiten bis hin zur ÖH-Versicherung: • Fragen zu Prüfungsterminen, Einsicht in Prüfungsunterlagen, von dir verursachte Sachschäden an der Uni, usw. • Fragen zu deinen Rechten und Pflichten als StudentIn an der Uni Salzburg • Thematisiert werden: - Prüfungen in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen - Prüfungstermine und –anmeldung - Zulassung zu Lehrveranstaltungen/ Prüfungen - Durchführen von Prüfungen - Prüfungsprotokoll und Recht auf Einsicht - Beurteilung des Studienerfolgs - Wiederholen von Prüfungen - Erklärung der Nichtigkeit von Be-/urteilungen - Zeugnisse - Anerkennen von Prüfungen

ÖH-Seminararbeitsguide: Der Leitfaden der ÖH zur Erstellung einer Seminararbeit ist eine wertvolle Hilfestellung für StudienanfängerInnen und Studierende höherer Semester. • Führt AnfängerInnen in das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten ein: Herangehensweise (z.B. Zeitmanagement) und Detailwissen für jedes Kapitel, das auch für erfahrenere Studierende relevant ist • Überblick über alle wesentlichen Phasen der Arbeit: - Vorbereiten vor dem eigentlichen Schreiben - durchdacht strukturieren - Hinweise zu formalen Regeln bei Inhaltsverzeichnis, Anhang, Quellenverzeichnis etc. - Auswählen wissenschaftlich redlicher Quellen - richtig zitieren aus verschiedenen Quellen - Layout, mit der korrekten Gestaltung des Deckblattes, des Inhaltsverzeich nisses und des Haupttextes, sowie zur Zeichensetzung und Hervorhebungen im Text • Wahl und Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen • Letzte notwendige Handgriffe: Korrekturlesen in ausgedruckter Form, Überprüfen der Übereinstimmung der Seitenzahlen in der Inhaltsangabe mit den eigentlichen Seitenzahlen, Querverweise innerhalb der Arbeit durchgehen, sowie Fußnoten und Vollständigkeit des Quellenverzeichnisses kontrollieren.

Die über 20 Broschüren der Bundesvertretung kannst du dir jederzeit downloaden: oeh.ac.at -> Downloads & Bestellen -> Broschüren. Oder du holst dir das Wissen in ausgedruckter Form ab, entweder in deiner StV, dem ÖHBeratungszentrum (Kaigasse 17) oder in der ÖH-Universitätsvertretung (Kaigasse 28)!

Öh magazin – Die ZeiTSchRifT DeR Öh SAlZBURG Das „ÖH Magazin“ ist die (während der Vorlesungszeiten) monatlich erscheinende Zeitschrift der ÖH Salzburg mit aktuellen Informationen rund um den Unialltag und die Unipolitik, bzw. die Arbeit der ÖH und den StVen. Das ÖH-Magazin hat wechselnde inhaltliche Schwerpunkte und enthält auch Ankündigungen zu Campus-bezogenen Veranstaltungen. Das kommende ÖH Magazin widmet sich der ÖH Wahl im Mai. Öh-neWsletter – aktuelle infos deiner Öh direkt an deine mailadresse Der Newsletter der ÖH Salzburg geht an die bei der Inskription erhaltenen Email-Accounts aller Studierenden. Neben Informationen über dein Studium, Neuerungen und Veranstaltungen verlost die ÖH Salzburg zusätzlich regelmäßig Karten für Konzerte, Veranstaltungen und Kinobesuche. Du erhältst unseren Newsletter einmal wöchentlich. neue Öh WeBsite – die virtuelle informationsQuelle fÜr studierende Schon bemerkt, die Website der ÖH-Salzburg präsentiert sich seit kurzem in einem neuen Gewand! Wenn du www.oeh-salzburg.at eingibst, kommst du auf unsere Startseite mit News, Terminen und Veranstaltungen, aktuellen Fotoalben, Facebook-Verknüpfung und aktuellen Ankündigungen. Oben findest du zwei Banner mit Links: POLITIK, die wirkt (Infos über deine ÖH) und SERVICE, das hilft (Infos zum Studium, Beihilfen, Börsen). Wir hoffen, dass wir unsere Ziele, wie z.B. modernes Design, angenehme Bedienbarkeit, ein erweitertes Börsen-Angebot und eine hohe Übersichtlichkeit zu deiner Zufriedenheit gelöst haben. Wir möchten dir eine zeitgemäße Website zur Verfügung stellen, die Barrierefreiheit und eine Verknüpfung mit Social Media bietet. Ganz oben rechts auf der Seite findest du Tools wie „Anmelden“, „Galerien“, „Kalender“, „Kontakt“, „Impressum“, „RSS-Feed“, „Facebook“ und „Twitter“. Entscheide selbst, ob dir unser neuer Webauftritt gefällt und besuche uns auf: www.oeh-salzburg.at!


ÖH-WAHLEN 2011

9

Das Referat für Gesellschaftspolitik, Menschenrechte und Ökologie Wesentliche Aspekte unserer Arbeit sind unter anderem Nachhaltigkeit, Sensibilisierung und Aufklärung. Neben Uni:Nachhaltig hat unser Referat weitere Projekte initiiert. „Wir sind gleich – Studieren Barrierefrei“. Unter diesem Motto bekommen die Studierenden der Universität Salzburg die Möglichkeit, den Alltag ihrer KollegInnen mit körperlichen Einschränkungen näher kennenzulernen. Ziel ist es, auf die jeweiligen Unterschiede im Studienalltag mit und ohne Beeinträchtigung aufmerksam zu machen und so die TeilnehmerInnen für das Thema zu sensibilisieren. Einmal im Semester gibt es dazu einen Aktionstag, bei dem alle StudentInnen die Gelegenheit haben, mit dem Rollstuhl oder mit Augenbinde und Blindenstock, die Alltagserfahrungen ihrer StudienkollegInnen selbst zu erkunden. „Mut zur Angst“. Viele StudentInnen leiden unter vermehrten Ängsten und Angststörungen, die dazu führen, dass häufig das Studium abgebrochen oder beendet werden muss. Monatlich findet nun ein gemeinsames Treffen statt, bei dem sich Betroffene informieren und Erfahrungen austauschen können, um gegenseitig Unterstützung und Hilfe im Studienalltag zu bieten. Gleichzeitig versucht unser Referat

alle LehrveranstaltungsleiterInnen und die StudentInnen für dieses Thema zu sensibilisieren. Demnächst wird es eine Informationsbroschüre für StudentInnen mit psychischer Erkrankung geben. „Wohnen für Hilfe“. Dies ist ein Projekt, welches es bereits in anderen Städten Österreichs gibt. Dabei haben StudentInnen die Möglichkeit bei älteren Menschen, Familien, Alleinstehenden, Alleinerziehenden oder bei Menschen mit körperlicher Einschränkung kostengering gegen Hilfe und Unterstützung zu wohnen. Starten wird das Projekt im kommenden Wintersemester.

MUT zur

Das Referat für Gesellschaftspolitik hat zudem in den letzten Monaten sämtliche Veranstaltungen unterstützt, wie zum Beispiel „Arabische Revolutionen in Israel-Palästina“ in Kooperation mit der SLP und „Nein sagen zu Krieg und Unterdrückung in Kolumbien“ mit der ACCOC, Unterstützung des Volksbegehrens „Ausstieg aus EURATOM“, die Friedensbüro „Konflikt aktuell“ Veranstaltungsreihe, Bewerbung der Südwind Biblio- und Mediathek, Bewerbung der Bildungsangebote von Intersol und AIESEC- Denkarium sowie vieles mehr. Wichtig ist uns, dass sich immer StudentInnen melden können, um ihre eigenen Ideen einzubringen oder einfach auch mal in den ÖHAlltag reinzuschnuppern und ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Theater, Konzerte, Festivals und vieles mehr – Das Kulturreferat 2009-2011

© Verein Fairkehr

Das Kulturreferat der ÖH-Salzburg hat es sich auch heuer wieder zum vorrangigen Ziel gemacht, die Interessen der Studierenden zu vertreten, wenn es darum geht, ein vielfältiges und alternatives Kulturangebot zu schaffen, welches der kulturellen Vielfalt der Stadt

Salzburg gerecht wird. Als Paradebeispiel gilt das Europäische Festival der Kulturen, welches seit Oktober 2010 Salzburg gleich dem Motto „zum Leben und zum Beben“ bringt. Die ÖH auch als Plattform für Kulturinteressierte und Kulturtreibende anzubieten, ist

nur ein Schritt in Richtung institutionenübergreifende Zusammenarbeit und Kooperation sowie Förderung von Studierenden und ihren Projekten. Ein solches Förderprojekt ist beispielsweise das von uns in Zusammenarbeit mit der ÖH des Mozarteums

initiierte MozVibes, in Rahmen dessen Studierende die Gelegenheit bekommen, ihre musikalischen Projekte an die breite Öffentlichkeit zu tragen. Musikalisch geht es dann auch beim „fairkehrten Fest“ weiter, welches heuer erneut stattfinden wird. In Kooperation mit dem Verein zur Förderung verkehrspolitischer Bewusstseinsbildung unternimmt das Kulturreferat der ÖH-Salzburg weiterhin den Versuch, die Wahrnehmung dafür zu stärken, dass Straßen nicht lediglich Orte des Gestanks, des Lärms, des Schmutzes und des Autos sein müssen. sondern auch öffentliche Räume sind, die die Bewohner und Besucher der Stadt Salzburg gemeinsam nutzen können, um sich zu treffen und auszutauschen. Ein Begegnen und Austauschen ist auch im Rahmen der Interkulturellen Tage möglich. Hier plant das Kulturreferat der ÖH-Salzburg zusammen mit Monika Chavez einen Stammtisch zu organisieren, bei dem sich Studierende mit Migrationshintergrund treffen und über ihre Erfahrungen im Heimatland und in Salzburg reden. Eine ähnliche Erfahrung machen zurzeit auch fünf Studierende aus dem ehemaligen Jugoslawien, die sich gemeinsam mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen in Bezug auf den Jugoslawienkrieg auseinandersetzen. Dieses friedenspädagogische Projekt, welches vom Friedensbüro Salzburg ins Leben gerufen wurde, ist nur ein Projekt unter vielen, die dem Kulturreferat der ÖH Salzburg neue Perspektiven der Kulturarbeit eröffnen. Auf weitere Projekte und Zusammenarbeiten freuen sich Fang Liang He Samina Smajilbasic


ÖH-WAHLEN 2011

10

Femref: Für dich erreicht: 2009-2011 Seit November 2009 sind wir drei unfraktionierten Frauenreferentinnen im Amt. Unser Ziel war es, Projekte zu starten, die quasi als Selbstläuferinnen länger bestehen, als unsere Amtsperiode dauert. Dies haben wir mit zumindest drei Projekten geschafft. Unter dem Namen SisterResist werden wir weiterhin die Salzburger Frauenlandschaft motivieren, sich für feministische Projekte zu engagieren. Der Frauenstammtisch ist auch als offener Austausch zur Umsetzung von Projekten gedacht und die Einbindung verschiedener Frauen hat schon am diesjährigen Frauentag sehr gut funktioniert. Dieser Stammtisch wird sich ab Juli 2011 monatlich im Atelier Sissi treffen. Auch unsere Radiosendung wird weiterhin jeden 1. Mittwoch im Monat auf der Radiofabrik zu hören sein. Besonders viel Beteiligung hat momentan die WenDo Gruppe, immer wieder kommen neue Frauen hinzu und es ist weiterhin jederzeit möglich, einzusteigen, Termine können per Mail an uns jederzeit erfragt werden. Generell hat sich im Frauenreferat in den letzten 2 Jahren einiges getan. Wir haben an zwei Internationalen Frauentagen ein volles

Programm gestaltet: Kurzfilmkino und Siebdruckworkshop in der Geswi Aula, Frauendemos und -feste. Außerdem haben wir zwölf Vorträge organisiert, vier Filmabende veranstaltet, einen Gender-Sensibilisierungsworkshop durchgeführt, zwei Spezialausgaben der Uni:Press mitgestaltet und drei WenDoTrainingstage organisiert. Wie geht’s nun weiter? Für uns drei wird es nun Zeit – da wir unser Studium fast beendet haben – das Frauenreferat anderen motivierten Frauen zu übergeben. Es braucht engagierte Frauen, die Lust haben, ein Budget zu verwalten, dass es möglich macht, tolle Projekte zu starten. Wir hoffen, dass es interessierte Frauen gibt, die unsere Arbeit mit ihren Ideen weiterführen. Die Wahl der neuen Frauenreferentin wird folgendermaßen vonstatten gehen: Ab sofort kann sich jede bei uns melden, die Interesse an dem Posten der Frauenreferentin hat, außerdem ist es möglich, Sachbearbeiterinnen anzustellen. Anfang September werden wir eine Frauenvollversammlung einberufen. In dieser Vollversammlung kann sich jede Kandidatin vorstellen und in zwangloser Atmosphäre ihre Ideen vom zukünftigen Frauenreferat berichten. Danach wird diskutiert und die Leiterin dieser Gesprächsrunde macht

einen Vorschlag, wer Frauenreferentin wird. Diese wird dann möglichst einstimmig ernannt. Danach werden wir der neue Frauenreferentin helfen, sich in der ÖH zurechtzufinden, dies hätten wir uns am Anfang unserer Amtsperiode auch gewünscht.

Bleibt nur mehr, dass wir uns bei allen bedanken, die uns in diesen zwei Jahren tatkräftig unterstützt haben. Wir haben viele Diskussionen geführt, interessante, engagierte Menschen getroffen und neue Freundinnen gewonnen. Danke für die tolle Unterstützung!

Zuletzt Wir verweisen auf die Zukunft: Das Kollektiv SisterResist trifft sich weiterhin und hat deshalb auch einen Blog, alles weitere erfährt ihr dort: http://sisterresist.wordpress.com/

Das Sozialreferat Von Tobias Aigner & Mario Scheiber Mit der im Juni endenden Funktionsperiode der ÖH Salzburg gehen auch im Sozialreferat zwei bewegte Jahre zu Ende. Neben zahlreichen Projekten standen vor allem der Ausbau der Beratungs- und Förderleistungen der ÖH Salzburg im Mittelpunkt. Zu den größten Erfolgen zählt vor allem der Ausbau von finanziellen Unterstützungen, die von der ÖH Salzburg bereitgestellt werden. Das Jahresbudget für das ÖH-Sozialstipendium, das Studierenden in schwierigen

Situationen finanzielle Entlastung bieten soll, wurde nicht nur wesentlich erhöht, sondern wird in Zukunft auch proportional zu den Studierendenzahlen festgelegt. Von anfänglich 15.000 Euro vor zwei Jahren können nun mehr als 26.000 Euro jährlich für die Unterstützung von Studierenden in Notsituationen verwendet werden. Neben dem ordentlichen Sozialstipendium kann auch ein spezielles Stipendium für Studierende mit Kind bezogen werden, das basierend auf den Erfahrungen eingerichtet wurde, dass Studierende mit Kindern einer wesentlich schwierigeren finanziellen Situation ausgesetzt sind.

Ebenso konnte eine Aufstockung des Budgets bei der ÖH-Fahrtkostenunterstützung erreicht werden. Nachdem bisher lediglich 2.000 Euro zur Verfügung gestanden haben, um Studierende beim Kauf des überteuerten Semestertickets zu unterstützen, konnte mit Unterstützung der Stadt Salzburg dieser Topf auf 5.500 Euro erweitert werden. Ein wesentliches Anliegen war es uns auch, die Heimvertretungen in den Studierendenheimen zu stärken, weshalb in mehreren Salzburger Studierendenheimen Wahlen initiiert wurden und somit ein wichtiger Bei© ÖH Salzburg

trag zur Wiederbelebung des Heimlebens in den Salzburger Studierendenheimen geleistet wurde. Gerade in Zeiten, wo durch das Sparpaket der Regierung auch die Bundeszuschüsse für Studierendenwohnheime gekürzt wurden, was in letzter Konsequenz vor allem eine Anhebung der Benützungsentgelte zur Folge hat, ist eine funktionierende studentische Heimvertretung wichtig, um die Interessen der Heimbewohner_innen gegenüber den Heimbetreiber_innen zu vertreten und durchzusetzen. Durch die regelmäßigen Beratungsstunden, sowie durch die direkte Kontaktmöglichkeit auf der neuen ÖH-Website wurde das Sozialreferat zu einer wichtigen Anlaufstelle für Studierende, die in sozialen Misslagen Hilfe und Unterstützung suchen. Zusätzlich zum bereits bestehenden Angebot im Beratungszentrum der ÖH können in Zukunft auch regelmäßige Mietrechtsberatungen, die vom Mieterschutzverband durchgeführt werden, in Anspruch genommen werden, ebenso wie Studierende durch den ÖH-Steuerlöscher in Kooperation mit der Arbeiterkammer (AK) die Möglichkeit erhalten, ihren Steuerausgleich mit fachlicher Unterstützung zu machen. Rückblickend hoffen wir unser Engagement im Sozialreferat auch in der nächsten Exekutivperiode fortsetzen zu können, um auch weiterhin den Studierenden zur Seite zu stehen.

1.500 Euro steuerte die Stadt Salzburg zur ÖH Fahrtkostenunterstützung bei. (v.l.n.r.: Tobias Aigner, Vbgm. Martin Panosch, Mario Scheiber)


ÖH-WAHLEN 2011

11

GRAS - Grüne & Alternative StudentInnen Wer seid ihr und wofür steht ihr? Wir, die GRAS, sind eine Gruppe von grünen und alternativen StudentInnen, die sich neben ihrem Studium an der Uni Salzburg engagieren. Was uns eint, ist der Wille, unser universitäres und gesellschaftliches Umfeld zu verändern. Für uns ist selbstverständlich, dass die ÖH Service-Angebote bereitstellt, wie etwa professionelle Beratung, Info-Broschüren oder Feste. Uns ist aber auch klar, dass Studierendeninteressen nicht allein mit Service durchsetzbar sind - vielmehr braucht es eine kritische und kämpferische Studierendenvertretung, die gegenüber Rektorat und Politik selbstbewusst auftritt! Missstände, wie die Unterfinanzierung der Unis, überfrachtete Studienpläne oder die mangelnde soziale Unterstützung für Studierende lassen sich nicht mit Service lösen. Aktionismus und öffentlichkeitswirksame Proteste sind notwendig, um in Verbindung mit inhaltlichen Konzepten und Programmen Veränderungen zu erreichen. Wir orientieren uns an sieben Grundsätzen: • B a s i s d e m o ­ kratisch: sach­liche Diskussionen, Eigeninitiative und gemeinsame Entscheidungsfindung statt KaderStrukturen und Postenschacher! • Na c h h a l t i g : Ö kologische und soziale Nachhaltigkeit geht uns alle an! Sie muss sowohl an unserer Uni als auch in der großen Politik durchgesetzt werden. • Pazifistisch: Konflikte sind im Großen wie im Kleinen ohne physische oder psychische Gewalt zu lösen • Alternativ: Wir geben uns nicht mit konventionellen Antworten zufrieden, sondern wollen unser Umfeld kritisch hinterfragen und Alternativen entwerfen. • Feministisch: Frauen werden in unserer Gesellschaft nach wie vor benachteiligt. Wir streben eine Gesellschaft ohne Diskriminierung von Personen aufgrund ihres Geschlechts an! • Solidarisch: unsere Gesellschaft ist geprägt von zahlreichen Ungerechtigkeiten - von einer unmenschlichen Migrationspolitik über Armut bis hin zu einem Bildungswesen, das Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien benachteiligt. Wir blicken über den Tellerrand der Uni und greifen diese Themen auf ! • Lustvoll: unsere Arbeit ist ehrenamtlich und beruht auf dem Willen, etwas zu verändern. Umso wichtiger ist, dass Studierendenvertretung lustvoll ist und Spaß macht! Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Die GRAS ist seit 2009 als stärkste Gruppierung in der ÖH vertreten. Wir haben in den Bereichen Bildungspolitik, Ökologie, Service & Beratung, etc. neue Projekte initiiert, wollen diese fortsetzen und um weitere Ini-

tiativen ergänzen. Unsere Vision ist eine Uni, die allen Interessierten offen steht und ein stressfreies Studium ermöglicht - und zwar unabhängig von Einkommen, Bildungsstand der Eltern oder familiären Verpflichtungen! Daher fordern wir studierbare Studienpläne, ein Grundstipendium für alle Studierenden und offenen Zugang zu höherer Bildung. Zu gesellschaftlicher Gerechtigkeit gehört auch die Gleichberechtigung von Frauen, die in der Wissenschaft immer noch benachteiligt werden. Außerdem möchten wir unser Projekt “Uni:Nachhaltig” ausweiten auf umweltfreundliche Mobilität für Salzburgs Studierende. Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Studierbare Studien Faire ECTS Bewertung! Theoretisch sollte mit der Bologna-Reform alles transparenter werden - auch der Arbeitsaufwand von Lehrveranstaltungen: Auf dem Papier entspricht 1 ECTS Punkt

prüfungen für einige wenige gibt! Wer einen Master absolvieren möchte, sollte auch die Gelegenheit dazu bekommen! Umweltfreundliche Mobilität - eine Frage des politischen Willens. Im letzten Jahr haben wir das Projekt “Uni:Nachhaltig” an der Uni Salzburg bereits fest verankert. Bisher lag der Fokus darauf, die Uni durch Energiesparen, Recyclingpapier, bessere Mensaangebote, Mülltrennung etc. ökologischer zu gestalten. In Zukunft möchten wir darüber hinausgehen und uns auch gegenüber der Politik für studentischen Radverkehr einsetzen. Obwohl die meisten Studierenden das Fahrrad nutzen, gibt es zu wenige Radständer, Radwege von und zur Uni und keine Service-Stellen. Wir möchten das ändern, indem wir mit Uni, Stadt und Land ein Maßnahmenkonzept verhandeln! Gleichberechtigung von Frauen in Uni und Wissenschaft Frauen werden an der Uni und in der Wissenschaft nach wie vor benachteiligt. Oft

Info- & Beratungsangebote, die Schaffung studentischer Freiräume, die Projekte “Studieren Barrierefrei” und Uni:Nachhaltig, die Ausweitung von Repetitorien, eine verbesserte Kommunikation mit den StVen und Studierenden, sowie ein starkes Auftreten gegen die Kürzungen der Familienbeihilfe und UniBudgets u.v.m. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind in dieser Uni:Press-Ausgabe zusammengefasst. Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Wir würden uns als gesellschaftskritische Gruppierung weiterhin politisch engagieren. An der Uni würden wir beispielsweise im Senat, den Fakultätsräten und Fakultätsvertretungen arbeiten, sowie Filmabende, Vorträge, Diskussionsrunden und kleine Feste organisieren. Wir würden unsere demokratischen Kontroll- und Mitbestimmungsrechte nutzen, um sicherzustellen, dass die ÖH auch weiterhin klare Positionen zu Themen der Bildungs- und Gesellschaftspolitik bezieht. © GRAS Salzburg, 2010

Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft und welche Rolle spielt die Universität darin?

Wir wollen eine demokratische, offene und gerechte Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder orientiert. Es sollte nicht um die Profitmaximierung der Unternehmen gehen, widerständig & lebendig - gemäß diesem Motto setzen wir uns als GRAS für deine Interessen die umso erfolgan der Uni ein! Seit 2009 arbeiten wir als stimmenstärkste Gruppierung in der ÖH. reicher sind, desto rücksichtsloser sie 25 Arbeitsstunden. In der Realität liegt der werden Frauen bei Stellenbesetzungen trotz ihre Interessen gegen Mensch und Natur Arbeitsaufwand vieler LVen weit über dem höherer Qualifikation übergangen, weil die durchsetzen. Vielmehr möchten wir eine GeECTS-Wert, Lehramtsstudierende erhalten Entscheidungen von Männern getroffen wer- sellschaft in einer intakten Umwelt, die sich weniger ECTS-Punkte für dieselbe Arbeit den, die um ihre Freunderlwirtschaft fürch- an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menund die LV-Evaluierung ist eine Augenaus- ten. Hinzu kommen fehlende Angebote zur schen orientiert - und diese nicht zu bloßen wischerei. Bei der Umstellung der 4-jährigen Kinderbetreuung und Karrierelaufbahnen, Arbeitskräften wie in einem Hamsterrad deDiplomstudien auf 3-jährige Bachelorstudi- die mit einer Familie unvereinbar sind. Wir gradiert. Unser Anspruch des “Guten Lebens en sind überfrachtete Studien entstanden, die möchten in der ÖH eine fundierte Studie für alle” kann nur verwirklicht werden, wenn man unmöglich in der Mindestzeit studieren über die Situation von Frauen an der Uni wir die Grundlagen unserer Gesellschaft hinkann. Wer aber länger studiert, verliert Sti- Salzburg durchführen, auf deren Grundlage terfragen und alternative Wirtschafts- und pendien und Beihilfen und muss immer mehr wir eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung Gesellschaftsmodelle umsetzen! arbeiten - bis hin zum Studienabbruch. Wir für die Benachteiligung von Frauen ins Le- Die Universität in kapitalistischen Gesellschaften hat nicht den Zweck, allen Menwollen dieses Problem lösen: Eine wirksame ben rufen wollen. schen möglichst viel Bildung zukommen zu LV-Evaluierung soll garantieren, dass ein lassen. Stattdessen geht es darum, eine VorECTS-Punkt das Arbeitspensum von 25 Grundstipendium für Studierende Stunden nicht übersteigt. Die Anforderun- Auf Bundesebene setzen wir uns für ein auslese an Arbeitskräften für die Hierarchie gen in LVen müssen dementsprechend an- Grundstipendium für alle StudentInnen in des Arbeitsmarktes zu schaffen und im kapigepasst werden. Die aktuelle Willkür bei der der Höhe von 753 Euro ein. Die bisherigen talistischen Sinne verwertbare Forschung zu Punktevergabe ist nicht tragbar! Außerdem Stipendien und Beihilfen sind nicht nur zu betreiben. Dementsprechend ist der Univerwollen wir die gleiche Anrechnung für Lehr- wenige, sondern hängen oft vom Einkommen sitätsalltag geprägt von Leistungskonkurrenz, der Eltern ab. Nicht alle wohlhabenden El- Selektion und Stress. Wir finden hingegen, amtsstudierende! tern unterstützen ihre Kinder finanziell! Ein dass Bildung nicht nur Berufsvorbereitung Grundstipendium verringert außerdem das ist, sondern auch andere Funktionen erfüllt! Freier Zugang zu höherer Bildung. Der offene Hochschulzugang muss bleiben! Risiko, aus finanziellen Gründen ein Studi- Die Uni soll die Fähigkeit förden, das eigene Bildung ist wesentlich für die Beteiligung um abbrechen zu müssen. Ein Studium muss Umfeld kritisch zu hinterfragen und Alteran einer modernen Gesellschaft und Demo- als das anerkennt werden, was es ist: eine nativen zu entwickeln. Eine solche Uni darf kratie. Zudem ist bekannt, dass Zugangsbe- Vollzeitbeschäftigung, die auch entsprechend jedoch nicht als Ausbildungsstätte aufgebaut sein, sondern muss Studierenden ausreichend schränkungen Menschen aus einkommens- honoriert werden muss! Zeit und Freiheit geben, um sich eigenstänschwachen und bildungsfernen Familien dig entwickeln zu können. Wir sehen es als benachteiligen. Zugang zu höherer Bildung Was waren die Themenschwerunsere Aufgabe, an der Verwirklichung dieses darf aber nicht nur für eine “Elite” da sein, punkte in den letzten zwei Jahren? Ideals von Universität und höherer Bildung sondern ist ein Menschenrecht! Konkret für Salzburg wollen wir uns dafür einsetzen, In den vergangenen zwei Jahren haben wir beizutragen! dass der Zugang zu Masterstudien nicht uns als politische Gruppe, in der ÖH Salzbeschränkt wird. Es darf nicht sein, dass es burg und der ÖH Bundesvertretung für Grüne & Alternative StudentInnen - Salzburg salzburg.gras.at / salzburg@gras.at einen billigen Massen-Master für alle und ei- Studierendeninteressen eingesetzt. Unsere nige exklusive Masterstudien mit Aufnahme- Schwerpunkte waren die Verbesserung der


12

ÖH-WAHLEN 2011

AG - Aktionsgemeinschaft Wer seid ihr und wofür steht ihr? Die AktionsGemeinschaft Salzburg ist ein Verein von ehrenamtlich tätigen Studierenden aller Fakultäten. Die Mitglieder der AktionsGemeinschaft (AG) sehen es als ihre Aufgabe den Studierenden den Weg durch das Studium so reibungslos wie möglich zu machen. Gemeinsam als Team setzen sie sich für die Rechte und Interessen der Studierenden ein. Die AG arbeitet dabei nach den Grundsätzen, dass die Studierendenvertretung unabhängig, serviceorientiert und wirklich nur für die Belange der Studierenden erfolgen sollte. Auf der Ebene der Universität berät die AG nicht nur in allen studien- und sozialrechtlichen Angelegenheiten, sondern setzt sich auch in zahlreichen universitären Gremien für eine Verbesserung der Studienbedingungen ein. Das beginnt bei den Studienplänen und geht bis hin zu Problemen mit einzelnen Lehrenden. Auf der bundesweiten Ebene vertritt die AG die Studierenden gegenüber der Regierung, und fordert hier unter anderem eine Verbesserung der sozialen Absicherung, die Anerkennung des Bachelors als vollwertigen Universitätsabschluss und mehr die Ausfinanzierung der Universitäten. Abseits des Studiums sorgt die AktionsGemeinschaft für allerlei Feste (Akademiestraßenfest, ElektroCocktail, AG-Indie-Rock ...), Studierendenpreise (StudentInnenmittwoch, öffentlicher Verkehr ...) etc.

Durch das gemeinnütze Engagement der „AGenten“ wurde der AktionsGemeinschaft Salzburg vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz der Status eines ehrenamtlich tätigen Vereins verliehen. Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Die AktionsGemeinschaft hat einen Katalog von über 50 Maßnahmen erarbeitet, wie die Studienbedingungen in Salzburg – auch ohne Millionen aus dem Steuertopf – deutlich verbessert werden können. Dazu gehört nicht nur die vereinfachte Anrechenbarkeit von Lehrveranstaltungen aus dem Auslandssemester, sondern beispielsweise auch ein Entrümpeln von Studienplänen, die faire Vergabe von Lehrveranstaltungsplätzen, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Studium, Optimierung der Leistungsbeurteilung etc. (alle Forderungen findest du auf www.ag-sbg.at). Neben organisatorischen Belangen an der Uni, plant die AG auch eine Neustrukturierung der ÖH Salzburg. Die Studierenden sollen ein Maximum an Service und eine effektivere Interessenvertretung erhalten. Gerade die Interessenvertretung ist durch die grünrote ÖH-Exekutive in den letzten zwei Jahren auf der Strecke geblieben. Das zeigt sich nicht nur in der Einfrierung des Uni-Budgets sondern auch in der drastischen Kürzung der Familienbeihilfe. Bildungsinvestitionen sind in Österreich – trotz der Wirtschaftskrise

– schlicht „unpopulär“ geworden. Die AktionsGemeinschaft Salzburg legt großen Wert auf einen positiven Image- und Wertewandel, denn in die Bildung wird erst dann wieder mehr Geld fließen, wenn die Bevölkerung von der Notwendigkeit und dem positiven volkswirtschaftlichen Nutzen einer Investition in die Universitäten überzeugt ist. Wie werdet ihr diese Anliegen konkret umsetzen? Ein wesentlicher Unterschied zu parteipolitischen ÖH-Fraktionen ist, dass sich die AktionsGemeinschaft Salzburg ausschließlich um die Belange der Studierenden kümmert und ihre Aufmerksamkeit deshalb zu 100 Prozent auf die Interessen der Studierenden fokussieren kann. Demonstrationen und Besetzung sind für die AG kein adäquater Weg, um langfristig für die Studierenden etwas Positives zu bewirken. Zur Erreichung der gesteckten Ziele kann die AktionsGemeinschaft auf die Potenziale und akademischen Fachkenntnisse ihrer Mitglieder zurückgreifen, die sich über alle Fakultäten und Wissensgebiete erstrecken. Die AG verfügt dadurch nicht nur über fundierte Kenntnisse des Rechts- und Wirtschaftswesens, sondern kann sich zur studentischen Interessenvertretung beispielsweise auch an psychologischen, politisch-diplomatischen und PR-strategischen Maßnahmen bedienen. Darüber hinaus verfügt die AG inzwischen über zahlreiche heterogene, regionale und nationale Netzwerke, die geschickt für die Anliegen der Studierenden genutzt werden sollen. Davon abgesehen herrscht in der AktionsGemeinschaft Salzburg ein produktives, kollegiales Klima, das die AGenten zu Höchstleistungen beflügelt und für die Organisation und Abwicklung von Projekten äußerst hilfreich ist. Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren? Die AktionsGemeinschaft steht für eine transparente ÖH, die sich für einen verantwortungsvollen und streng gesetzeskonformen Umgang mit den ÖH-Beiträgen der Studierenden ausspricht. Dies hatte zur Folge, dass die AG in der ÖH von den parteipolitischen Fraktionen gezielt ausgegrenzt wurde. Immer wieder wurde versucht die AG als Kontrollorgan zu täuschen und schlecht zu machen. Obwohl die ständigen Sticheleien durchaus kräfte- und motivationsraubend waren, hat die AG – anders als alle anderen Oppositionsfraktionen – dennoch aktiv für die Studierenden gearbeitet. Die AG prüfte unzählige studienrechtliche Angelegenheiten auf ihre Gesetzeskonformität, intervenierte falls nötig, und kämpfte hunderte Stunden in diversen Gremien für die Rechte und Interessen der Studierenden. Daneben wurde an vielen Konzepten und Strategien zur Verbesserung der Studienbedingungen gearbeitet. Abseits der Interessenvertretung glänzte die AG mit Service. So wurden Studierende mit nützli-

chen Informationen, Freikarten für Events, Studierendenfesten, Unitüten, Gutscheinen, Kugelschreibern, Getränken, Speisen etc. versorgt. Insgesamt hat die AG in den letzten zwei Jahren weit über 100.000 nützliche Aufmerksamkeiten an die Studierenden verteilt. Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Es war in den letzten zwei Jahren sehr frustrierend mit ansehen zu müssen, wie die Potenziale der ÖH weitestgehend ungenützt blieben. Die ÖH bietet für engagierte StudierendenvertreterInnen vielfältige Möglichkeiten für die Menschen an der Uni etwas zu erreichen. Leider sind echte Erfolge der grün-roten ÖH-Exekutive durch interne Grabenkämpfe, mangelnde Selbstmotivation, leistungsfeindliche Arbeitseinstellung und großteils fehlende Sach- und Fachkenntnis ausgeblieben. Dort, wo es möglich war, wurden von der ÖH-Exekutive auch Initiativen der AktionsGemeinschaft blockiert. Nicht etwa weil sie unbrauchbar gewesen wären, sondern einfach nur deshalb, weil sie von der AktionsGemeinschaft gekommen sind. Destruktives Verhalten hat in einer ernsthaft betriebenen Interessenvertretung keinen Platz! Die AG würde es deshalb außerordentlich begrüßen, wenn sich auch in anderen Fraktionen demnächst kompetente und motivierte Studierende finden würden, die gemeinsam mit der AG für die Studierenden etwas erreichen wollen. Ansonsten wird es dabei bleiben, dass die AktionsGemeinschaft etwas weiterbringen möchte, aber von den Studienkollegen in den anderen ÖH-Fraktionen daran gehindert wird. Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Universität darin? Das Bewusstsein über die Notwendigkeit eines intakten Bildungssystems scheint in der Gesellschaft derzeit eher gering ausgeprägt zu sein. In Österreich wird aktuell massiv am Bildungsbudget gespart, während andere Länder zukunftsweisend in die Bildung investieren. Damit auch die öffentlichen Universitäten in Österreich international mithalten können, braucht es ein Umdenken in der Bevölkerung. Universitäten dürfen nicht nur als Kostenverursacher gesehen werden. Das was den Staat die Universitäten kosten, hört sich zwar nach viel Geld an, ist in Anbetracht des Gesamtbudgets aber eine vernachlässigbare Größe. Dementsprechend tragen auch die Einsparungen bei den Unis zur Sanierung der Staatskassa so gut wie nichts bei. In der Finanzdebatte wird oftmals „vergessen“, dass aus der Universität Salzburg jährlich 100 Millionen Euro in die Region fließen, eine etwas höhere Summe kommt von den Studierenden noch zusätzlich dazu. Die Bildungsdiskussion darf aber nicht nur mit finanziellen Argumenten geführt werden, denn die Wichtigkeit von Bildung erschöpft sich nicht in finanziellen Belangen.


ÖH-WAHLEN 2011

13

VSStÖ – Deine starke Stimme für eine sozial gerechte Uni Wer seid ihr und wofür steht ihr? Wir, der VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs), sind die älteste und eine der größten Fraktionen innerhalb der ÖH. Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem im sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitischen Bereich. Wir verstehen uns als eine zukunftsorientierte Gruppe, die aktiv für soziale Gerechtigkeit und bessere Studienbedingungen auftritt. Unser Ziel ist es, durch unseren Einsatz eine gemeinsame Universität zu gestalten, wobei wir auf sinnvollen Service und eine starke politische Vertretung setzen. Wir sind bekannt für unsere Hilfsbereitschaft, unseren Einsatz in sozialen Themen und zielorientierte Arbeitsweise. Wir sind Studierende, die das Unileben aktive mitgestalten wollen und dabei gerade für jene eintreten, die meist in den alltäglichen Debatten untergehen. Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Nach zwei erfolgreichen Jahren in der ÖH Salzburg wissen wir, es gibt noch viel zu tun. Der Mittelpunkt unserer Arbeit sind die Sorgen und Probleme der Studierenden, welche uns tagtäglich zugetragen werden. Diese beruhen zum Großteil auf der Tatsache, dass viele Studierende unter der Armutsgrenze leben, ohne es zu wissen, weil staatliche Förderungen gestrichen wurden oder schon von Haus aus nicht ausreichen. Aus diesem Grund können sich die Studierenden nicht einfach dem Vollzeitstudium widmen, sondern müssen sich zusätzlich durch einen Nebenjob den Lebensunterhalt sichern, welcher meist in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Studium steht. Andere Probleme entstehen durch die Unterfinanzierung der Universitäten oder werden durch Gestaltung einzelner Studienpläne hervorgerufen, welche nicht im vorgegebenen Zeitraum studierbar sind. Um diese Probleme zu lösen haben wir ein klares Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre erstellt, welches du im Detail unter www.vsstoesalzburg.at nachlesen kannst, oder dich direkt darüber bei einem unserer Infotische erkundigen kannst. Die wichtigsten Eckpfeiler unseres Programms sind: Ein faires Beihilfensystem Eine wesentliche Forderung des VSStÖ besteht vor allem in der Direktauszahlung der Familienbeihilfe an die Studierenden. Die Familienbeihilfe inkl. aller steuerlichen Begünstigungen soll ab dem 18. Lebensjahr direkt an die Studierenden ausbezahlt werden und damit als Grundsicherung in Höhe von 250 Euro fungieren. Im Gegensatz zu den Pensionen finden bei den Beihilfen keine Inflationsanpassungen statt. Sämtliche Beihilfen müssen automatisch an die Inflation angepasst und nach den veränderten Rahmenbedingungen erhöht werden, um den realen Förderungsverlust zu stoppen. Längerfristiges Ziel ist und bleibt allerdings ein Grundstipendium wie beispielsweise in Dänemark. Hier hat der VSStÖ schon seit Jahren ein grundsolides Konzept das sogar so gut ist, dass die grünen Studierenden unsere Forderungen kopiert, allerdings aus unerfindlichen Gründen 17 € abgezogen haben. Nähere Infos zur Grundsicherung findest du unter www.grundstipendium.at

Durchschnittsstudiendauer als Maßstab und Abschaffung der Altersgrenzen Die tatsächliche, durchschnittliche Studiendauer übersteigt oft die vorgesehene Mindeststudiendauer, an der sich die Toleranzzeiten richten. Dies führt zu Beihilfenverlust und Studiengebührenpflicht, was vorwiegend Studierende betrifft, die arbeiten müssen, AbsolventInnen einer BMHS (HTL,HAK,HLW,etc.) durch ein zusätzliches Schuljahr und Studierende von Studienrichtungen welchen Studienpläne vorgeben, die nicht in Mindestzeit abgeschlossen werden können. Die Bezugsdauer aller Beihilfen soll sich an der tatsächlichen Durchschnittsstudiendauer nicht an der Mindeststudiendauer orientieren und zusätzlich auch Erwerbstätigkeit oder zusätzliche Schuljahre berücksichtigen. Denn genau so unterstützt das Beihilfesystem jene, welche wirkliche Unterstützung brauchen. Förderung des öffentlichen Verkehrs Bereits seit Jahren engagiert sich die ÖH für eine Vergünstigung des Semestertickets. Auch wenn sich die Verantwortlichen leider als sehr verhandlungsresistent erweisen, versuchen wir weiterhin u.a. gemeinsam mit der Stadt Salzburg neue Konzepte zu entwickeln. Um in Zeiten von Kürzungen bei der Familienbeihilfe dennoch eine finanzielle Entlastung für die Studierenden zu bieten, setzen wir uns für eine verstärkte Fahrtkostenunterstützung durch die ÖH Salzburg ein, damit sich Studierende weiterhin bis zu 25% des Semesterticketpreises zurückholen können. Der dafür zur Verfügung stehende Topf konnte durch die Spende der Aufwandsentschädigungen von allen VSStÖ-Mitgliedern, die in der ÖH tätig sind sowie dank einer Subvention durch die Stadt Salzburg, von € 2.000 auf € 5.500 erhöht werden. Bachelorpläne auf dem Prüfstand Wir wollen Studienbedingungen an allen Fakultäten, die ein Studium in Mindeststudienzeit auch wirklich ermöglichen. Das erfordert unter anderem eine Evaluierung der neuen Bachelor-Studienpläne hinsichtlich der Studierbarkeit. Aus den Evaluierungsergebnissen muss eine wirksame Umgestaltung erfolgen, um unnötige Hürden beseitigen zu können. Diese bestehen insbesondere in sogenannten Knock-Out – Prüfungen, bei denen die Durchfallquote über 60% liegt und gezielt eingesetzt werden, um Studierende aus zu selektieren. Zudem sollen die neuen Studienpläne auch die Möglichkeit bieten, Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben und zu vertiefen, sowie sich Kenntnisse aus anderen Fachrichtungen anzueignen, weshalb für uns ein Wiederausbau der freien Wahlfächer notwendig ist und mit der Förderung kritischer Lehre einhergehen muss. Trennung von Kurs und Prüfung Wie schon bei Lehrveranstaltungsprüfungen in Vorlesungen sollen Prüfungstermine nach der Absolvierung einer Lehrveranstaltung frei gewählt werden können. Bei einem negativen Klausurantritt soll die Möglichkeit bestehen, lediglich die Klausur zu wiederholen ohne die gesamte Lehrveranstaltung noch einmal besuchen zu müssen. Dies würde Wartezeiten von bis zu einem Jahr verhindern und gleichzeitig präventiv Engpässe bei überfüllten LVAs entschärfen. Gegen Masterbeschränkungen – für den freien Hochschulzugang Ein Masterstudium darf weder eine Frage des Geldes, noch des Notendurchschnitts sein. Gerade weil auf dem Arbeitsmarkt die Wertigkeit des Bachelorabschlusses nicht

© VSStÖ Salzburg

Der Spitzenkandidat des VSStÖ Salzburg Tobias Aigner beim späten Arbeiten in der ÖH. Er studiert das Doktorat der Rechtswissenschaften an der Uni Salzburg und ist auf der ÖH Salzburg und in der StV Juridicum engagiert.

der eines Diplomabschlusses entspricht, ist es notwendig, den Zugang zu Masterstudien nicht einzuschränken. Daher muss anstatt einer Beschränkung vielmehr ein Anreizsystem für Masterstudien geschaffen werden. Um einen freien Hochschulzugang zu gewährleisten wäre es nötig, die Unifinanzierung endlich auf die versprochenen 2% des Bruttoinlandproduktes (EU-Schnitt) anzuheben. Bis dato wurde noch nichts in diese Richtung unternommen. Mit einer verlässlichen Finanzierung könnten die Universitäten allerdings endlich ordentlich ausgebaut und Betreuungsverhältnisse verbessert werden. Wenn du Informationen zu unseren anderen Programmpunkten, wie der Förderung junger WissenschafterInnen, dem Ausbau der Infrastruktur, Ausbau der Onlinenskripten, Studierendenheimförderungen oder der Förderung des studentischen Wohnens wissen willst, kannst du dich auf unserer Website darüber informieren. Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Unser Programm werden wir über die ÖH als klassische Interessensvertretung und Serviceeinrichtung umsetzen. Des Weiteren arbeiten wir mit vielen aktiven Gruppen (z.B. Heimvertretungen), Vereine (z.B. SATÖB) und Organisationen (z.B. Arbeiterkammer) zusammen. Mit ihnen wollen wir das Lebensumfeld und die Studienbedingungen in Salzburg wesentlich verbessern. Unser Arbeitsprogramm ist dafür sicherlich ein guter Wegweiser für die nächsten zwei Jahre und darüber hinaus. Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren? Die letzten beiden Jahre waren geprägt von bildungs- und sozialpolitischen Diskussionen, spätestens mit den Unibrennt- Protesten im Herbst 2009 nahm die Diskussion um die Zukunft des österreichischen Bildungssystems richtig Fahrt auf und gipfelte erneut im Herbst 2010 mit den Budgetkürzungen, u.a. bei der Familienbeihilfe. In der ÖH Salzburg standen für uns der Ausbau der sozialen Unterstützungen wie dem ÖH-Sozialstipendium oder der ÖH-

Fahrtkostenunterstützung sowie der Ausbau der Beratungsleistungen wie bspw. die Mietrechtsberatung oder der ÖH-Steuerlöscher im Vordergrund, auf Bundesebene wurden Projekte wie das Gütesiegel Praktikum oder die Masterbroschüre initiiert. Im Rahmen der politischen Vertretung war es gerade der VSStÖ, der sich im Herbst gegen die Kürzung der Familienbeihilfe eingesetzt hat und über die Plattform „Zukunftsbudget“ zumindest die Abschleifungen des Kürzungspaketes erreicht hat. Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Unser Ziel ist selbstverständlich, weiterhin in der Exekutive vertreten zu sein und so aktiv gestalten zu können. Sollten wir allerdings nicht die Möglichkeit dazu haben, werden wir eine wachsame Opposition sein und unsere Positionen innerhalb der ÖH stark vertreten, da ansonsten soziale Themen zwischen Ökologie- und Karrieredenken untergehen würden. Darüber hinaus werden wir auch wie bisher unsere Veranstaltungen, Exkursionen und Beratungen fortführen. Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Universität darin? Unser Verband basiert auf den vier Grundwerten der Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Nach diesen Grundwerten richten wir unsere gesamte Arbeitsweise, werden uns daher auch gegen Sexismus, Rassismus bzw. Diskriminierungen aufgrund jeglicher sozialer oder ethnischer Merkmale einsetzen. Die Universität sehen wir als Ort der kritischen Lehre und der freien Forschung. Jedem Menschen sollte, unabhängig von der sozialen Herkunft die Möglichkeit an der Universität zu studieren gegeben sein.


ÖH-WAHLEN 2011

14

JuLis - Junge Liberale Österreich Wer seid ihr und wofür steht ihr? Wir JuLis sind ein junges Team, das sich für die persönliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit aller Studenten stark macht. Wir sind Idealisten – Idealisten nicht in dem Sinn, dass wir uns vor der Realität von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verschließen würden, sondern Idealisten, weil wir trotz all den Fährnissen, die die Demokratie in letzter Zeit überstehen musste, immer noch daran glauben, dass man auf demokratischem Wege etwas verändern kann. Wer ein JuLi wird, verschreibt sich einer Studentenpolitik, die nicht im Schatten gesellschaftspolitischer Großparteien steht. Studentenparteien haben es auch gar nicht nötig, sich von Großparteien abhängig zu machen – wir alle sitzen im selben Boot und werden daher auch Wege finden, Prozesse in Gang zu setzen, die der Bildung den Wert zurückgeben, den sie verdient! Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Im Grunde wünschen wir uns zweierlei: Erstens wollen wir, dass die demokratischen Prozesse so fair und frei ablaufen, wie es Menschen möglich ist. Anstatt politikverdrossen zu lamentieren, wollen wir unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen Interessensvertretungen die Hand reichen und sie weder als Feinde, noch als Konkurrenten sehen, sondern als das anerkennen, was sie sind: als Partner bei der schwierigen Aufgabe eine starke Lobby für Studenten zu sein. Womit wir beim zweiten Ziel sind: der Bildung den Wert zukommen zu lassen, den sie braucht. Und wenn wir ehrlich sind, braucht es dazu vor allem eines: Geld. Darum konzentrieren wir uns zuallererst auf drei Forderungen: • 2 % des Bruttoinlandsprodukts für die Unis

Zusätzlich das Recht für die Universitäten, Studiengebühren zu erheben und dafür zu nutzen, Hörsäle zu modernisieren und Professoren anzustellen. Dieses Recht muss allerdings mit einem System, vom Staat zinsfrei bereitgestellter Darlehen einhergehen, das es erlaubt, die Gebühren erst nach Abschluss des Studiums, wenn man in eine gewisse Vermögensklasse aufgestiegen ist, zurückzuzahlen. So erhält Bildung Wert und finanzielle Möglichkeiten, ohne soziale Schranken aufzutun. Hochwertige Bedingungen in allen Studienrichtungen zu gewährleisten, bedeutet das Angebot und die verfügbaren Kapazitäten anzupassen. Wir brauchen keine überfüllten Hörsäle oder KnockOut-Prüfungen, und wir haben es nicht nötig, die Lebenszeit junger Menschen zu verschwenden, in dem wir sie ewig auf Diplomarbeitsbetreuer und Lehrveranstaltungsplätze warten lassen. Die Julis wollen Hochschulen daher das Recht überlassen, sich ihre Studenten nach eigenem Ermessen unter Einhaltung des Diskriminierungsverbots, selbst aussuchen.

Außerdem wollen wir in der NaWi-Mensa wieder auf der Terrasse Mittagessen und unseren Mikrowellenherd zurückhaben! Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Wir können auf keine Geschichte in Salzburg zurücksehen, weil wir hier noch nie angetreten sind, aber wir können auf eine Zukunft vorausblicken. Wir haben ehrgeizige Ziele und weniger ehrgeizige. Zweitere werden wir durch persönliche Kontakte und Engagement direkt vor Ort in die Tat umsetzen (dazu wäre beispielsweise ein Gespräch mit der Mensa fällig…). Für die anderen ist

© Junge Liberale

JuLis bei ihrem letzten ÖH-Vernetzungstreffen

es wichtig, Kräfte zu bündeln, weswegen diejenigen Ziele, für die es sich wirklich lohnt, sich einzusetzen, auf Bundesebene erarbeitet werden müssen. Als Opposition haben wir nicht vor, die Exekutive zu schikanieren (bestenfalls als Kontrollorgan zu arbeiten). Wir wollen unsere Kreativität und unseren Arbeitswillen beisteuern, um gemeinsam jene Ziele zu erreichen, die den Studenten am wichtigsten sind – auch wenn es nicht die aus unserem Programm sein sollten. Welche Ansprüche setzen wir an die Gesellschaft und welche Rolle spielt die Universität darin?

Obwohl wir überzeugt sind, dass diese Rechte die wichtigsten sind, erwarten wir aber von keinem Mitglied der Gesellschaft, dass er all unsere Werte teilt. Was wir jedoch von jeder und jedem erwarten, ist die Bereitschaft und den Einsatz dafür, gemeinsam für ein Ziel einzustehen, dem sich alle verschreiben können. Wir Studierenden – ob rechts oder links, ob Frau oder Mann, ob frisch von der Schule oder erfahren durch Jahre in der Wirtschaft – sind uns wohl in einem Punkt einig: Die Bildung ist unser wertvollstes Gut. Wir erwarten von jeder Studentin und jedem Studenten, dass er bereit ist, seinen Willen kundzutun, um dieses wertvolle Gut zu schützen und zu verbessern.

Wir sind liberal. Das bedeutet, dass wir uns zuvorderst dafür einsetzen, dass jeder Mensch frei und unabhängig sein kann. Unsere Leitlinien sind Menschen- und Freiheitsrechte.

KSV - Kommunistischer StudentInnenverband Wer seid ihr und wofür steht ihr?

Die Reihung der folgenden Fraktionen ist alphabetisch bedingt.

Der KSV ist die verlässliche linke Kraft an den österreichischen Unis. Wir spielen beim Spiel „PolitikerInnenkindergarten“ nicht mit und stehen stattdessen für eine kämpferische Politik für die Interessen der Studierenden. Uns geht es nicht um die Erringung bzw. den Erhalt politischer Ämter, sondern um ein längerfristiges und gerechtes Ziel: Die Überwindung des menschenverachtenden Systems, in dem wir leben, des Kapitalismus. Dieses muss von einer starken, kämpferischen Massenbewegung beseitigt und durch ein Gesellschaftssystem ersetzt werden, in dem die Menschen und nicht die Profite im Mittelpunkt stehen, also durch den Sozialismus. Aufgrund dieser klaren Orientierung weiß man bei uns immer, woran man ist. Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Näher an die Studierenden! Eine Massenbewegung als Ziel zu haben, die den Kapitalismus überwinden kann, setzt voraus, dass die Menschen gut organisiert sind. Auch die Studierenden müssen daher lernen, sich selbst für ihre Interessen auf die Beine zu stellen und gemeinsam für gesellschaftlichen Fortschritt einzutreten. Eine Stimme für den KSV ist zwar eine Stimme für eine ehrliche und kämpferische Interessenvertretung an der Uni und gegen politischen Karrierismus

und Korruption. Dennoch ist das nur ein erster, kleiner Schritt und es muss gelten: „Die Stimme nicht (nur) abgeben, sondern erheben!“ Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Wir werden für die Organisierung der Studierenden unter allen Umständen arbeiten. Doch wie das konkret aussieht, hängt von eben diesen Umständen ab. Zum Beispiel bieten sich mit einem UV-Mandat (was ja auch durchaus realistisch ist) ganz andere Möglichkeiten als ohne. Weiters hängt es stark von der Zusammensetzung der ÖHExekutive ab, inwiefern eine sinnvolle Interessensvertretung für die Studierenden auch innerhalb/mit der ÖH funktionieren kann. Ein Fixpunkt unserer politischen Arbeit ist jedenfalls das Engagement direkt vor Ort, in den Studienvertretungen wo wir selbst studieren. Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren? Die letzten beiden Jahre waren wesentlich durch die Studierendenproteste vom Herbst/ Winter 2009 geprägt. Wir haben uns von Anfang an mit allen verfügbaren Kräften eingebracht, denn wie sehr uns das ein Anliegen ist, kann man sich nach den obigen Antworten wohl denken. In mehreren Publikatio-

nen, aber auch intern haben wir diese Bewegung einer kritischen, zukunftsorientierten Analyse unterzogen, damit künftige Protestbewegungen nicht wieder bei Null anfangen müssen. Weiters war ein Hauptthema die soziale Selektion, die wir als eines der größten Probleme im österreichischen Bildungswesen bezeichnen. Die Möglichkeit auf ein Studium darf nicht vom Geldbörsel der Eltern abhängen.

© KSV

Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Was uns offenbar von anderen Oppositionsfraktionen unterscheidet, ist, dass wir uns nicht auf politisches Hick-Hack, auf irgendwelche Kindereien einlassen, um sich selbst zu inszenieren. Sondern wir werden unsere Kritik wie immer auf einer inhaltlichen Ebene üben und so die Interessen der Studierenden bestmöglich vertreten. Wir werden einerseits die Studierenden über die Geschehnisse in

der ÖH aufklären und andererseits die Exekutive immer wieder daran erinnern, was die Studierenden wollen. Und, wir können es nicht oft genug sagen, wir werden alle Mittel nutzen, um die Studierendenpolitik raus aus den Gremien, raus auf die Straße zu tragen und so die Studierenden endlich in ihren Kampf einzubinden.


ÖH-WAHLEN 2011

15

PLUSS - Plattform unabhängiger Studierender Salzburg Wir, die Plattform unabhängiger Studierender Salzburg (PLUSS), sind eine politisch unabhängige Gruppe motivierter Studierender aller Fakultäten, die für ihre Mit-Studierenden an der Uni Salzburg Grundlegendes verändern wollen und können. Viele von uns sind bereits in der Studierendenvertretung tätig und bringen ihre Erfahrung und ihr Know-How in unsere Arbeit mit ein. Als unabhängige Plattform sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, den Studierenden an der Uni Salzburg mit Rat und Tat beizustehen und die Studien- und Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Wir möchten das Hauptaugenmerk der Salzburger ÖH wieder dorthin verlegen, wo es hingehört: zu den Studierenden an unserer Uni. Bekanntlich wird es immer schwieriger, ein Studium durchzuziehen. Zu wenige Kurs-/plätze, Knock-Out-Prüfungen, Wohnen, Job, Mobilität, Beihilfen – Problemfelder, mit denen sich jede Studentin und jeder Student beschäftigen muss. Mit einer politisch konsequenten und ebenso serviceorientierten ÖH, die genau dort ansetzt, erleichtern wir den studentischen Alltag. Wir wollen den Salzburger Studis den Rücken freihalten. Der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft steht Jahr für Jahr ein umfangreiches Budget zur Verfügung. Der größte Teil davon stammt von den ÖH-Beiträgen der Studierenden. Daher ist es nur gerechtfertigt, dass die Studis auch wissen, was mit dem Geld passiert und welche Angebote und Leistungen sie dafür beanspruchen können. Wir bieten Service, Transparenz und Hilfe im UniAlltag.

Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Als Plattform unabhängiger Studierender Salzburg fühlen wir uns zunächst den Salzburger Studierenden verpflichtet. Somit werden wir als konstruktive Kraft gezielt für die Studis an der Uni Salzburg auftreten und wirken. Eines unserer Wahlkampfthemen lautet Transparenz. Wir werden die gesamten Tätigkeiten, die Strukturen und das Budget der ÖH offenlegen und die Studierenden aktiv informieren. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Salzburger Semesterticket. Hierfür zeigen wir neue Modelle auf, wie wir die Zusatzfinanzierung sichern und ein attraktives Angebot schaffen. Das soll ein Fallbeispiel dafür sein, dass unsere Politik auch ein starkes Service am Studienstandort umschließt. Genauso wollen wir die Qualität des Studierens an der Universität selbst mit einem umfassenden Maßnahmenpaket spürbar steigern. Insbesonders im Bereich der Lehre gilt es, vieles zu verbessern.

schülerinnen- und Hochschülerschaft sollte vordergründig für ihre Studierenden da sein – ein Anspruch, dem die ÖH wieder gerecht werden muss. Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Grundsätzlich streben wir natürlich nicht nach einem Platz in der Opposition. Sollte die Wahl dennoch in dieser Richtung ausfallen, würden wir uns auch hier für die Studierenden einsetzen und Konstruktivität an den Tag legen. Zur Oppositionsarbeit gehören die Kontrolle und Kritik gegenüber der Exekutive. Wir sind jedoch der Meinung, dass gute Ideen generell unterstützt werden müssen, selbst wenn sie von der Konkurrenz kommen – im Übrigen eine neue Einstellung, welche wir in die ÖH tragen möchten.

Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Universität darin? Es gibt viele Missstände und Probleme in der Gesellschaft und es ist gut und wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Als gewählte Vertretung aller Studierenden der Universität ist es uns ein zentrales Anliegen, dass gesellschaftspolitische Interessen der Studierenden an erster Stelle stehen. Derzeit ist das ganz und gar nicht der Fall. Erst wenn diese Kernaufgabe zu bewältigen ist, wird die ÖH an Stärke und Ansehen gewinnen. Die Universität, ist ein Ort der Bildung, der Begegnung, der Kommunikation und des Austausches. Dem tragen wir Rechnung, indem wir eben diese Bereiche fördern wollen. Dadurch verschaffen wir den Studis Raum, in welchem sie unter vernünftigen Bedingungen selbst am Bau der Gesellschaft mitwirken können – nach eigener Maßgabe und eigenen Überzeugungen.

Die PLUSS steht für Konsens, nicht aber für Konflikt – damit Verhandlungen mit Universität, Politik und Wirtschaft auf Augenhöhe stattfinden können. Dafür bringen wir, um Ziele zu erreichen, Beharrlichkeit und Ausdauer ein, wenn es darum geht, für unsere Studis zu kämpfen. Die ÖH muss wieder ernst genommen werden. Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren? Als gänzlich neue Liste und unabhängige Alternative treten wir zur kommenden ÖH-Wahl im Mai erstmals an. Uns eint der Wunsch nach einer inhaltlichen Richtungsänderung in der ÖH Salzburg. Die Hoch-

© Martin Mayr

Wer seid ihr und wofür steht ihr?

RFS - Ring Freiheitlicher Studenten Wer seid ihr und wofür steht ihr? Wir sind der RFS Salzburg (Ring Freiheitlicher Studenten). Wir stehen für die Verbesserung der Studien, der Serviceleistungen für Studenten und den Abbau von bürokratischen Hürden. Außerdem sind wir die einzige Fraktion, die sich für die Abschaffung der ÖH-Zwangsgebühren einsetzt. Wir sind der Meinung, dass die ÖH Mitgliedschaft auf Freiwilligkeit beruhen muss. Dies würde schließlich dazu führen, dass sich die ÖH um ALLE Studenten bemühen muss und nicht nur Klientelpolitik betreibt. Was sind eure Anliegen für die nächste ÖH-Funktionsperiode? Unser Hauptanliegen ist, die Qualität der Studien zu verbessern. Wir setzen uns unter anderem für berufstätige Studenten ein, welche am meisten unter der Verschulung der Universitäten leiden. Weiters möchten wir endlich die ÖH-Zwangsgebühren abschaffen, da eine Mitgliedschaft immer auf Freiwilligkeit beruhen muss. In ihrer Politik muss

die ÖH die Studierenden beim Studium unterstützen, egal welche Weltanschauung sie vertreten. Die ÖH ist natürlich auch Servicestelle der Studierenden und Beratungsstelle bei Lehrbehelfen, Wohnungssuche, Stipendien und Beihilfen, sowie Vermittler zwischen Studenten und Lehrpersonal. Die Mittel der ÖH sind ausschließlich für studentische Zwecke zu verwenden und nicht für das private Vergnügen der Funktionäre. Wie konkret werdet ihr diese Anliegen umsetzen? Wie auch in den Jahren zuvor suchen wir vom RFS den Dialog mit den Rektoren, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, das Studienklima und -angebot zu verbessern. Das Angebot von Blockveranstaltungen muss ausgeweitet und den Berufstätigen der Zugang erleichtert werden. Bei Vorlesungen sollen in einem ersten Schritt alle prüfungsrelevanten Unterlagen digital zur Verfügung gestellt werden. Langfristig müssen alle Lehrveranstaltungen verpflichtend als Podcast im Internet bereit stehen. Es muss auch

möglich sein, Prüfungstermine vermehrt auch in der vorlesungsfreien Zeit anzubieten. Was waren die Themenschwerpunkte in den letzten zwei Jahren? Wie auch in den letzten beiden Jahren liegen unsere Schwerpunkte in der zentralen Forderung nach mehr Service und einer Abschaffung der ÖH-Zwangsgebühren. Diese Themen haben unsere letzten Jahre dominiert und wir werden uns auch in Zukunft für alle Studenten einsetzen. Wie würde eure Arbeit als Oppositionsfraktion aussehen? Selbstverständlich würden wir auch von der Oppositionsbank aus für die Verbesserung der Studienqualität eintreten. Wir stehen jederzeit für konstruktive Vorschläge zur Verfügung und werden auch immer das Gespräch mit der ÖH suchen. In der Opposition werden wir verstärkt als Kontrollfraktion auftreten um jeglichen Missbrauch von Gel-

dern und Macht zu bekämpfen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Was ist euer Anspruch an die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Universität darin? Unser Anspruch ist es, Leistung zu belohnen. Leider gibt es heute viel zu wenige Anreize auch wirklich Leistung zu zeigen. Die Universitäten sollen weiterhin Zentren der Wissenschaft bleiben. Deshalb müssen die Menschen in unserem Land aufgerüttelt werden, um schließlich das Bewusstsein für Wissenschaft und Forschung zu stärken. Doch der Student ist in der Öffentlichkeit noch nie so schlecht dargestellt worden wie heute. Wahnwitzige Forderungen und sinnlose Protestaktionen haben dem Image des Akademikers nachhaltig geschadet. Dieser Imageschaden muss durch eine seriöse und zukunftsorientierte ÖH behoben werden.


ÖH-WAHLEN 2011

16

Uni:Press-Verlosung 38 RadfahrerInnen der Universität haben auf www.fahrradpass.at ihre Winterradkilometer protokolliert, die vollen Radständer auch im Wintersemester zeigen, dass es natürlich viel mehr sind, die auch im Winter regelmäßig mit dem Rad auf die Uni kommen. Eine Mobilitätsuntersuchung ergab, dass 30% der Studierenden und 42% der MitarbeiterInnen regelmäßig mit dem Rad zur Uni fahren, das sind insgesamt 7.000 RadfahrerInnen täglich! Die aktiven WinterradfahrerInnen der Gruppe „Uni Salzburg radelt!“ hat es mit fast 13.000 Kilometern bzw. 2.400 kg CO2-Vermeidung seit Dezember 2010 geschafft, innerhalb von drei Monaten von Platz 36 auf Platz sieben dieser, von Global 2000 und Lebensministerium betriebenen, Internetplattform zu bringen. Die Universität verloste unter allen Salzburger TeilnehmerInnen drei Winterräder, zehn ABUS-Sicherheitsschlösser und zahlreiche Radhelme.

Springfestival 2011: Innovationen mit Beats und Bytes

URBAN ART FORMS Festival 2011 Im „verflixten siebten Jahr“ steigt das Urban Art Forms Festival erstmals von 16. - 18. Juni auf den Arena Nova Playgrounds in Wiener Neustadt. Gar nicht verflixt warten fünf Stages, ein deutlich gewachsenes Open Air- und Indoor-Gelände, mehr Camping- und Parkflächen, große Chill Out-Area, direkte Hauptverkehrsanbindung, sowie Hotels in unmittelbarer Nähe. Um dem selbst proklamierten Ruf als „Europe’s leading audiovisual electronic dance music festival” gerecht zu werden, wurde beim Lineup nicht gekleckert: FATBOY SLIM, DEICHKIND, DEADMAU5, PAUL KALKBRENNER, SIMIAN MOBILE DISCO live, CARL CRAIG, CRYSTAL CASTLES, MODESELEKTOR, THE CROOKERS, DIGITALISM live, VITALIC live, LASERKRAFT 3D live und viele, viele mehr. Mehr Infos gibt’s auf www.uaf-festival.at.

© springfestival graz

Radfahren – what else?

GEWINNE mit der Uni:Press und der ÖHSalzburg 3x2 Festivalpässe! Einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Urban Art Forms 2011“ an gewinnspiel@oeh-salzburg.at

Das Grazer Springfestival für elektronische Musik und Multimedia-Art erfindet sich im elften Jahr neu und erweitert das „klassische“ Festivalprogramm um eine theoretische Auseinandersetzung mit digitalen Welten.

© Martin Del Negro

Digitale Innovation verändert permanent unseren Alltag. Von 2. bis 4. Juni 2011 widmen sich MedienkünstlerInnen, Kreativ-DirektorInnen und KulturforscherInnen, ArchitektInnen und FilmemacherInnen bei den Springsessions herausragenden Ideen und ihren konkreten Umsetzungen und Anwendungen in unseren Lebenswelten. Ihre Ideen sind so jung, dass wir erst deutsche Begriffe finden müssen.

Und: Diese Aktion wird auch im Sommersemester fortgesetzt! Einfach unter www.fahrradpass.at als BenutzerIn registrieren, den BenutzerInnennamen an mobilitaetsmanagement@sbg.ac.at schicken und dann in die Gruppe eingeladen werden. Auch sonst wird seitens des Mobilitätsmanagements der Uni-Salzburg, versucht Fahrradmobilität weiter zu attraktiveren, so wurden etwa acht Pumpstationen installiert, 20.000€ in neue überdachte Radabstellanlagen investiert, in diesem Jahr sollen außerdem noch bis zu 1.000 rahmensperrbare Fahrradständer angeschafft werden. Die ÖH-Salzburg begrüßt diese Schritte und wird derartige Initiativen auch weiterhin aktiv unterstützen.

GEWINNE mit der Uni:Press zehn Fahrradhelme, zur Verfügung gestellt durch das Mobilitätsmanagement der UniSalzburg. Einfach ein E-Mail mit dem Betreff „FahrradPass“ an gewinnspiel@oehsalzburg.at schicken!

Die Springsessions, die Konferenz für elektronische Kunst, Technologie und Design erweitern das Festival-Programm, das sich auch heuer im internationalen Vergleich nicht verstecken muss. Alljährlich zieht „das Spring“ FreundInnen der elektronischen Musik aus ganz Österreich und aller Welt an. Mehr als 200 Acts werden heuer in fünf Nächten die Dancefloors rocken. Headliner unter anderem: Caribou, Atari Teenage Riot, Patrick Wolf, Hercules & Love Affair, Wolfram, Mums of Death, Frittenbude, Stevies Wonder Glasses, Etepetete und vielen anderen mehr… Springsessions, 2. – 4. Juni, Spring-Festival 1. – 5. Juni 2011, Graz www.springfestival.at

Sei auch du dabei und GEWINNE mit der Uni:Press und der ÖH-Salzburg 2x2 Tickets für das ganze Festival! Einfach EMail mit dem Betreff Springfestival 2011 und deinem Namen an gewinnspiel@ oeh-salzburg.at

OPEN NIGHT Infoabend

Donnerstag, 26. Mai, 17 - 20 Uhr

Präsentation & Beratung // Studiengänge inkl. Schnuppervorlesungen (Bachelor, Master) // Post-Graduate-Programme (Doktorat, MBA) // Auslandsaufenthalte an 150 Partnerhochschulen // Bewerbung & Aufnahme, Wohnen & Freizeit // Weitere Informationen unter www.fh-kufstein.ac.at

Uni:Press Wahlausgabe 2011  
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you