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UniK

Die Studierendenzeitung

Thema

Light and Dark 15. Juni 2011

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IMPRESSUM HERAUSGEBER: AStA der Universität Koblenz - Landau, Campus Koblenz CHEFREDAKTION: Nadine Kaiser Dennis Ritz REDAKTEURE: AEL‘xs Anna A. Andreas Bleck Klaus Bubenheimer Frank Deutschmann Florian Gallhuber Christian Geiling Stefan Hackenbruch Hashim Jafar Matthias Langenbahn Fabian Möhn Wilma Molt Marina Sahm Meike Pfeiffer Arne F. Schmeiser Ahmet Schmengler Yvonné Stoßhoff Markus Volk Bianca Witzel

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AUFLAGE: 1000 Stück BILDER: Cover: Janno Utermark Logo: Alexander Anthes, Michael Eisenhart, Hashim Jafar dtv, heyne, klett-cotta, ea, jugendfotos. de, flickr, minecraftmuseum, Studierendenwerk Koblenz, PolBil, Simon Müller, Nadine Kaiser, Dennis Ritz DRUCK: Gemeindebriefdruckerei Martin-Luther-Weg 1 29393 Groß Oesingen REDAKTIONSSCHLUSS: Ausgabe 9 / Thema „Reise Reise“ 1. Juli Ausgabe 10 / Thema „Die Macht der Masse“ 1. Oktober

LAYOUT: Nadine Kaiser

KONTAKT: unik@uni-koblenz.de

LAYOUT DESIGN: Michael Eisenhart

ONLINE: unik.uni-koblenz.de facebook.com/Unik.Koblenz twitter.com/unik_koblenz


EDITORIAL Für jede Ausgabe der UniK verfolgen wir ein einfaches und in seinem Aufbau strukturiertes Konzept: Wir wählen gemeinsam ein Titelthema aus und versuchen so gut wie möglich die Artikel dem Thema der Ausgabe anzupassen. Jede Ausgabe ist in Kategorien unterteilt; die treuen Leser kennen sich da bestens aus. Und genau hier entstehen verrückte Ideen. Am Ende entsteht eine Zeitung mit den verschiedensten Artikeln die sich sehen lassen können! Diesmal versuchen wir euch die verschiedensten Gegensätze näher zu bringen. Ob schwarz und weiß, rechts und links, heiß und kalt, hell und dunkel, Norden und Süden, Westen und Osten, das Gute und das Böse... Gegensätze gibt es wie Sand am Meer und einige werden euch hier präsentiert. Es wird wie immer nicht langweilig werden! Viel Spaß beim Lesen wünscht

INHALTSVERZEICHNIS STUDENTENLEBEN

05 Gegensätze überwinden 07 Spanien - Schnee und Wüste 10 Das elitär anmutende Lehrervolk 13 Demokratie Schwarz Weiß 17 Ernährung anhand der Blutgruppe 20 Atomenergie... Nein Danke??? 24 Moral und Unmoral 27 Vortrag zum Einwanderungsdiskurs 28 Ein ethnologischer Versuch

MUSIK

32 CD - Kritiken 32 - Jamiroquai 33 - The Convent 34 - Bobby Long 35 - Pietro Lombardi 36 Große Verlosung

LITERATUR

41 Kostenlose Bücher aus dem Netz 43 Buch - Kritiken 43 - Die Stadt 44 - Wir sind jung und brauchen das Geld 45 - Gormenghast

HOPO

48 Interview mit Andreas Bleck 51 Änderung in Fachpraktika und Ref 52 Regierung spart bei Bildungspolitik 54 Öffnungszeiten der Bib

FUN euer UniK-Team

57 Spiro ermittelt 60 Dragon Age 2 63 Half Nelson 65 Minecraft 67 Cartoon 68 Sudoku / Kreuzworträtsel / Mensa-Essen

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Studentenleben

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Gegensätze überwinden

Ausländische Studierende und das Buddy-Programm

„There are no strangers here, just friends you haven’t yet met” (William Butler Yeats)

chen die richtige Betreuung ist. Diese Betreuung erfolgt bei uns durch die sogenannten Buddies.

Jedes

Was sind Buddies? Der AStA, das International Strategy Team des Fachbereichs 4 (unter der Leitung von Prof. Dr. Harald von Kortzfleisch) und das Auslandsamt teilen jedem Austauschstudenten bereits vor der Ankunft einen Buddy zu – eine studentische Bezugsperson, die den Austauschstudenten intensiv betreut. Buddies sind im Idealfall Studenten des Faches, das der jeweilige Austauschstudent in Deutschland studieren will, sodass hier auch fachlich Hilfestellung geleistet werden kann.

Jahr finden zahlreiche internationale Studierende den Weg an unsere Universität, sei es über ein Austauschprogramm, zwecks Promotion, Praktikum, Summer Academy oder gar für ein komplettes Studium. Nichtsdestotrotz entspricht es wahrscheinlich der Wahrheit, dass sich die meisten unserer Studenten darüber wenig oder gar nicht bewusst sind. Austauschstudenten – bei Bedarf auch andere internationale Studierende – sind aber auch bei uns nicht auf sich alleine gestellt. Wer einmal einen Studienaufenthalt im Ausland verbracht hat und in eine vollständig neue Umgebung eingetaucht ist, weiß, wie wichtig gerade in den ersten Wo-

Was sind ihre Aufgaben? Aufgaben eines Buddies sind die Abholung der Austauschstudenten am

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Bahnhof, Hilfestellung bei Behördengängen (wie Austauschstudenten oft feststellen, mussten sie noch zu keinem Zeitpunkt in ihrem Leben so viele Unterschriften leisten wie zu ihrem Start in Deutschland), bei der Immatrikulation, aber auch bei der sozialen Integration. Besonders wichtig ist jedoch, kulturelle Besonderheiten zu beachten und dem Austauschstudenten in allen Stadien des Auslandsaufenthalts die Angst vor dem Fremden zu nehmen. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die für die Austauschstudenten neu und ungewohnt sind: zum Beispiel das durchgehend selbstständige Arbeiten, das erst am Ende des Semesters durch eine Klausur oder Hausarbeit abgeschlossen wird, alleine wohnen oder deutsches Essen.

nicht nur seinen eigenen Horizont erweitern und die Toleranz gegenüber Fremdartigem steigern, sondern auch Freunde finden und Kontakte knüpfen kann, die weit über die Zeit des Auslandsaufenthaltes hinausreichen können. Buddies und Austauschstudenten nehmen gemeinsam an kulturellen Ereignissen teil und lernen die Welt aus einer anderen Perspektive kennen.

Was hat der Buddy davon? Jeder, der schon einmal Buddy war, wird bestätigen, dass man als Buddy

Meike Pfeiffer

Wer Interesse hat, im nächsten Semester Buddy zu sein, sollte eine EMail an intergleich@uni-koblenz.de schicken. An dieser Stelle auch noch ein großes Dankeschön an die Buddies des letzten Semesters!!!


Spanien

Schnee und Wüste

Gleiche Gegensätze auf beiden Seiten der Säulen der Herakles

Weite Sandwüste breitet sich vor dem Betrachter aus. Das endlose Beige zieht sich scheinbar bis ans Meer, dessen salzige Luft über den heißen Sand zieht. Kaum Wind kommt herauf in die heiße Wüste. Nur einige Palmen bieten etwas Schatten am Rand einiger Felsen. Unreife Datteln und die giftigen Stacheln der Palme werden von wenigen winzigen Insekten umschwärmt. - Das klingt nach Afrika? Nun, dort könnte es auch sein. Tatsächlich fand diese Szene jedoch in Europa den Eingang in die Erinnerung. Der Süden Spaniens ist den meisten Europäern nur als Strand, Ferienstädte und Gemüseanbaugebiet bekannt. Fans der alten Italowestern werden allerdings Vieles wiedererkennen.

In den siebziger Jahren wurden die meisten diese Filme dort gedreht, zumeist sogar in der Sierra Nevada, deren Name sowohl eine Region Südspaniens bezeichnet, wie auch eine Bergkette im Westen der USA. Radsportfans werden sicher die Sierra de la Pandera kennen, in der eine häufig vertretene Etappe ihr Ziel hat. Genau in diesem Gebiet gibt es im Frühsommer ein seltenes Phänomen: An nur wenigen Orten der Welt kommt man derart schnell von einer echten heißen Wüste bis hinauf auf weit über 2000 Meter Höhe und Schnee bis in den Sommer. Die Sandwüste erscheint wie die selbige im Norden Afrikas, beispielsweise in Nordmarokko. Dort findet sich in vergleichsweise geringer Entfernung erneut eine solche Konstellation. In der Gegend südlich von Tetuan, etwas südlich der spanischen Exklave Ceuta, bilden Sandwüste und Sandsteinwüs-

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te den annähernd gleichen Gegensatz zum verschneiten Atlas Gebirge. Auf afrikanischer Seite ist der Weg aufgrund weniger ausgebauter Straßen jedoch wesentlich beschwerlicher als in Spanien.

Eine uralte Nutzung dieser Gegensätze findet man in Granada. Die Stadt, deren Wurzeln bis weit vor die Zeit der nordafrikanischen Besetzung des „el andalus“ im Mittelalter reichen, wurde dort gebaut, wo man das Schmelzwasser aus den Bergen nutzen konnte, während die Stadt sich in vergleichsweise mildem Klima befindet. Bis in die neunziger Jahre fanden sogar Skirennen in der Umgebung Granadas statt, die Wintersportorte hingegen sucht der Tourist oft vergebens. Die Erklärung ist einfach, in dieser Region haben Höhlenhäuser bis in unsere Zeit einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventioneller Bauweise, eine natürliche Klimatisierung. Die ehemals vom Filmgeschäft lebende Stadt Almeria hingegen sieht

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man inzwischen sehr weit. Endlose Plastiklandschaften ermöglichen den Anbau diverser Früchte, Gemüse und Salate mitten in der trockensten Region Kontinentaleuropas. Während die Touristenströme weiter westlich erst wieder im Marbella konzentriert werden, lohnt sich durchaus ein Blick auf faszinierende Landschaften dazwischen. An einigen Stellen reicht die Wüste tatsächlich bis ans Meer, an anderen befindet sich ein schmaler Streifen dünn besiedelter Steppenlandschaft dazwischen. In diesen Gebieten finden sich interessante Menschen mit ihren besonderen Formen des Lebens. Es sind keine klassischen Aussteiger, wohl aber alternative Lebensweisen; nicht wenige darunter leben ohne Anschluss an normale Strom- und Wassernetze und betreiben diese Dinge selbst über Solarenergie und Schmelzwasserzisternen.

Auf marokkanischer Seite siedeln an den Hängen des Gebirges noch immer traditionelle Bauern, die Datteln und Ölfrüchte anbauen, darunter einige in


Europa praktisch unbekannte Sorten. Diese Lebensweise ist auf beiden Seiten der Straße von Gibraltar aufgrund des scheinbar größten klimatischen Gegensatzes entstanden, Schneelandschaften und Wüste. Genau betrachtet ist die moderne Nutzung dieser Gegensätze auch keine wirkliche Veränderung, außer dem Tourismus vielleicht. Doch irgendwie macht ein Ausflug in den Schnee wesentlich mehr Spaß, wenn man weiß, dass man sich abends wieder bei knapp zwanzig Grad in die Strandbar begeben kann, um unter den Sternen zu tanzen.

Im Mai und Juni kann sich der abenteuerlustige Reisende mit einem kleinen Rundflug davon überzeugen, dass es tatsächlich Schnee in der Sahara gibt. Im kleinen Sportflieger mit einem Piloten der Euch dann noch „Snow on the Sahara“ als Begleitmusik auf den Kopfhörer legt, wird dieser perfekte Gegensatz unvergesslich. Genug um in interessante Gespräche in den Sherry-Kellern einzutauchen ist es in jedem Fall, denn in Andalusien suchen die Bewohner den Schatten, während Touristen in der Sonne liegen. Markus Volk

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Zauberhafter Spaß beim Sommer-Uni-Brunch

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Das elitär anmutende Lehrervolk die Anklage einiger Lehramtsstudenten

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Heute aus der Serie „Was mich wirk-

lich am Studium in den Wahnsinn treibt“: Es gibt diese Lehramtstudenten, von denen ich denke, dass sie besser keine Lehrer werden sollten. Dies liegt nicht begründet in ihren Leistungen, ihrer Ausdrucksfähigkeit oder Sonstigem. Vielmehr ist es der Hang zur Pauschalisierung, das apokalyptisch anmutende Heraufbeschwören des Niedergangs der deutschen Bildung und die daraus geschlussfolgerte These, dass es ja kein Wunder sei, dass es heute so viele Menschen gibt, die keine Arbeit haben.

tung bewerben, eventuell suchen die ja noch einen Kolumnisten oder zwei. Es sind die Menschen, die Politik nie hinterfragen. Es sind die Menschen, die denken, dass es wirklich Arbeit für alle – strengt man sich nur genug an – gibt. Es sind die Menschen, die denken, dass eine ausreichende Bildung schon zum Erfolg führt. Es sind die Menschen, die glauben, dass das meritokratische Prinzip bedingungslos wirkt. Es sind die Menschen, die denken, dass Armut natürlich sei. Es sind die Menschen, die mich traurig machen…

Das Bildungsniveau wird immer niedriger“, „Die Kinder können heute gar nicht mehr richtig sprechen“, „Die Kinder können heute nicht einmal mehr eine Bewerbung schreiben“, „Die Kinder heutzutage haben keine Manieren mehr“ usw.. Vielleicht sollten sich diese Menschen mal bei der Bildzei-

Denn schaut man sich einmal die Zahlen der Gymnasialbesuche und die der Studierenden an, dann wird schnell klar, dass die allgemeine Bildung im Volk gar nicht so schlecht sein kann. Und schaut man etwas weiter zurück, dann sieht man, dass unsere Großeltern und Eltern mit einem Volks-


schulabschluss durchaus noch erfolgreich waren auf dem Arbeitsmarkt. Wenn man dann noch den Niedriglohnsektor in den Blick nimmt, wird deutlich, dass selbst gut ausgebildete Menschen hier fest angesiedelt sind – Tendenz steigend. Es gibt Menschen, die gehen Vollzeit arbeiten und müssen dennoch mit Hartz IV aufgestockt werden. Und all das – übrigens nur ein ganz kleiner Ausschnitt – soll nur durch einen angeblichen Zerfall der Bildung kommen, wo doch die Generationen vor uns scheinbar so viel ungebildeter waren? Beschäftigt man sich dann nur ein wenig mit marxistischen und neomarxistischen Theorien, mit Bourdieu und Hartmann usw., dann sollte man doch allmählich ins Zweifeln kommen, ob die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich lediglich durch den Zerfall der Bildung zustande kommen kann. Man sollte als Lehramtsstudent nicht die angebliche Faulheit und Unfähigkeit der Kinder diagnostizieren und Fernsehen, Internet und Telefon pauschal verurteilen, sondern selbst reflektieren, welche Rolle man als angehende Lehrkraft in diesem Gesamtsystem hat. Fragt man diese Personen, woher sie ihr Wissen haben, dann wird schnell damit argumentiert, dass sie das ja

in den Praktika erleben und dass die Lehrer dort das ja schließlich auch sagen würden. Gern wird auch immer wieder darauf verwiesen, dass unsere Eltern und Großeltern die Rechtschreibung ja noch viel besser beherrscht hätten. Gut, dass es damals so ein tolles Schulsystem gab. Meine Großeltern und Eltern blicken voller Freude zurück und erinnern sich gerne an den Rohrstock… Der so entstandene Erwartungshorizont der angehenden Lehrer scheint das Scheitern der Kinder schon zu determinieren. Darüber hinaus wird Bildung nicht als ein „sich bilden“, sondern als ein „gebildet sein“ verstanden, d. h. lediglich operationalisierbare Inhalte – nach den Maßgaben des Lehrers festgelegt – gelten hier als wertvoll. Fehler werden so nicht als Lernpotential verstanden, sondern als eine Unfähigkeit des Lerners interpretiert und Kreativität als Unterrichtsstörung – wenn ein Kind sich überhaupt traut, über das Vorgegebene hinaus zu denken, denn hier besteht ja immer die Gefahr eines Fehlers – empfunden. Manchmal gibt es einfach Zeiten, in denen man bestimmte Dinge nicht verstehen kann oder will. In meiner Jugend gab es auch Interessanteres als Kommasetzung und die Unterscheidung von „das“ und „dass“. Das Nicht-Verstehenkönnen (oder –wollen?) eines Nichtverstehens,

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kann ich nicht verstehen. Ich finde es dramatisch zu sehen, dass zukünftige Lehrer bereits mit diesen Erwartungen vor Klassen stehen – ich erinnere an dieser Stelle an den Pygmalion-Effekt. Darüber hinaus sollten sich diese Menschen mal fragen, wie ihr eigener, an sie selbst gerichteter Anspruch ist. Ich hoffe für dieses elitär anmutende Volk, dass sie nie in nur einem einzigen Fach in der Schule versagt haben, in der Uni Spitzenleistungen erreichen, über die Allgemeinbildung eines Goethes (plus das neue Wissen der letzten 179 Jahre) verfügen und hoffentlich keinen Fernseher besitzen, denn sonst könnte sich schnell der Verdacht einer Doppelmoral ergeben. Hier sollte jeder dieser Studenten mal ganz ehrlich zu sich selbst sein. Denn allzu oft habe ich erlebt, dass es sich um eher mittelmäßige Studenten, mit einer mittelmäßigen Bildung handelt, denen die ganze Palette der Perversität im deutschen Fernsehen bestens bekannt ist: Germanys next Topmodel, DSDS, Das Supertalent usw.

den zu müssen, um nicht noch einen mehr von euch an irgendeiner Schule zu haben. Ihr seid die Menschen, die mir zeigen, dass ich es nie zu bereuen habe, dass ich in meiner Jugend so viel erlebt habe, in der Schule häufiger versagt habe und bis heute daraus schöpfen kann. Wie kann man nur so jung sein und so wenig über den Tellerrand schauen, klappt das eigene Aufwerten nicht noch anders? Dieses Altmännergeschwätz, altklug, pauschal, nicht begründet und seit mehreren tausend Jahren langweilend… Ich erwarte mehr von euch als den frühzeitigen Versuch der Heraufbeschwörung eines schon immer da gewesenen Generationenkonflikts und das Lehren nach S-R-Schema. Denn eins sollte euch allen bewusst sein: Das, was ihr über die heutige Jugend dahersagt, hat man auch über euch, über eure Eltern, Großeltern, Urgroßeltern usw. gesagt und auch eure Urenkel werden das noch zu hören bekommen. AEL‘xs

Aber natürlich verstehe ich, dass es viel einfacher ist, eine Pauschalaussage zu treffen und sich wohl zu fühlen unter Gleichgesinnten, als die uns umgebenden und mitbestimmenden Systeme kritisch zu hinterfragen. Ihr werdet einmal die Lehrer, die früher zu meiner Schulzeit dazu geführt haben, dass ich glaubte Lehrer wer-

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Demokratie Schwarz Weiß

Über die Totalitarismus- und Extremismustheorie

„Linksextremismus“

und „Rechtsextremismus“. Diese Begriffe hat gewiss schon jeder gehört, doch was ist eigentlich Extremismus und ab wann gilt etwas als politisch „extrem“? Diese Begriffe stammen von dem deutschen Inlandsgeheimdienst, dem Verfassungsschutz. Bewegungen, Gruppen oder Parteien werden als „extremistisch“ eingestuft, wenn der Verfassungsschutz in diesen eine Bedrohung der Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung (FDGO) sieht. Dieser Einteilung geht ein Modell (der führenden Extremismustheoretikern Jesse und Backes) voraus, dass die Gesellschaft als Hufeisen abbildet. Die Mitte des Hufeisens steht dabei für die „bürgerliche Mitte“ und die beiden Enden des Hufeisens für „Links- bzw. Rechtsextremismus“. Im Hufeisenmodell sind sie sich sogar näher, als „bürgerliche Mitte“ und „Links- oder

Rechtsextremismus“. Nach Jesse und Backes ist der Extremismus durch ein Freund-Feind-Denken, einen Absolutheitsanspruch, eine gewaltsame Durchsetzung von Zielen und einen Dogmatismus gekennzeichnet. Klingt im ersten Moment einleuchtend, oder? Schauen wir uns mal die Sache genauer an. Die Extremismustheorie besagt, dass die Gefahren für eine Demokratie von ihren Rändern herrühre. Eine Gefahr bestehe für die Mitte, die als absolut demokratisch definiert sei. Es spiele keine Rolle, ob der Extremismus von linker oder rechter Seite komme, er bleibe eine Gefahr für die „demokratische Mitte“. Hier fallen drei Dinge auf: zum einen, dass Links und Rechts gleichgesetzt werden. Jesse betont sogar, dass sich Rechts und Links gegenseitig bedingen würden. Es werden

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also völlig unterschiedliche Weltauffassungen zusammengeworfen und gleichgeschaltet. Dabei ist der Unterschied grundlegend: rechte Ideologien zielen darauf ab, dass Menschen ungleich sind und wertet sie auf Grund von Herkunft, Kultur, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung, Aussehen, Hautfarbe usw. ab. Ganz im Gegensatz dazu steht die linke Idee der Gleichwertigkeit der Menschen, wo die eben genannten Kategorien keine Rolle spielen. Zum zweiten wird mit der Konstruktion einer „demokratischen Mitte“ versucht, menschenverachtende Einstellungen als Randphänomen darzustellen, die nur auf die Ränder der Gesellschaft („Links- und Rechtsextremismus“) zutreffen würde. Doch dieses Erklärungsmodell entspricht nicht der Realität und basiert auf keinerlei empirischen Grundlagen. Die Dresdner Soziologen Decker und Brähler etwa untersuchen mit ihrer Studie „ Vom Rand zur Mitte“ alle zwei Jahre die Verbreitungen von rechten Einstellungen in der Gesellschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus oder Sexismus in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet sind (Decker/Brähler „Vom Rand zur Mitte“ im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung. Link zur Studie: www.fes.de/ rechtsextremismus/pdf/Vom_Rand_ zur_Mitte.pdf ).

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Als Drittes wenden wir doch mal die Kriterien für Extremismus auf die Extremismustheorie selbst an, zum Beispiel das Freund-Feind-Denken. Es besagt, dass die, die „auf meiner Seite sind“ Freunde sind, die anderen sind somit meine Feinde. Es gibt laut der Extremismustheorie also nur Menschen, die meiner Einstellung zustimmen oder diese ablehnen. Diese Schwarz-Weißmalerei lässt sich wunderbar selbst auf die Extremismustheorie anwenden. Alle die, die in den Augen des Verfassungsschutzes die FDGO auf irgendeine Weise gefährden (könnten), werden als „extremistisch“ abgestempelt. Ebenso verfolgt die Extremismustheorie einen Absolutheitsanspruch und ist geradezu dogmatisch. Diese Merkmale, die laut der Extremismustheorie den „Rechts- und Linksextremismus“ kennzeichnen, treffen also auch auf die Extremismustheorie selbst zu. Vorläufer der Extremismustheorie ist die Totalitarismustheorie. Der Name geht auf das faschistische Italien zurück. AntifaschistInnen hatten Musolini in den 1920er Jahren vorgeworfen, einen „stato totale“ zu errichten, Musolini griff daraufhin die Bezeichnung auf und verwendete sie selber. In der Weimarer Republik wurde der Begriff „Nazi“ inflationär gebraucht. Die Nationalsozialisten bezeichneten


sich als „Nazis“, die kommunistische KPD beschimpfte die SPD als „Sozialfaschisten“. Diese konterte und setzte die KPD als „rotlackierte Faschisten“ mit der NSDAP gleich – die Totalitarismustheorie hatte Eingang in die deutsche Politik gefunden.

rie angewendet, dieses Mal von Seiten der USA. Nazi-Deutschland und die stalinistische Sowjetunion wurden als totalitäre Systeme bezeichnet und miteinander verglichen. Als jedoch die Sowjetunion zusammen mit der USA in der Anti-Hitler Koalition gegen Na-

In meinem Geschichtsbuch wurde der Zusammenbruch der Weimarer Republik mit den einwirkenden Kräften von Links und Rechts erklärt, eine eindeutig totalitarismustheoretische Erklärung; heute würden wir extremismustheoretisch sagen. Doch ignoriert dieses Modell, dass die Nazis sich nicht gewaltsam an die Macht geputscht haben, sondern von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurden. Die NSDAP hatte weniger als 50 %, weshalb sie mit der bürgerlichen rechts-konservativen Partei DNVP eine Koalition einging und erreichte somit über 50 %. Die Koalition wählte am 30. Januar Hitler zum Reichskanzler. Auch während des zweiten Weltkrieges wurde die Extremismustheo-

zi-Deutschland kämfte, verschwand die Totalitarismustheorie aus der amerikanischen Wissenschaft und spielte keine Rolle mehr. Nach dem Kriegsende und mit dem beginnenden Kalten Krieg kehrte die Totalitarismustheorie in die Politik zurück, Ziel war jetzt wieder die Sowjetunion. Nun wurde die Theorie ausschließlich auf den Ostblock ausgerichtet; mit den USA verbündete Staaten wie Spanien unter Franco, die Militärdiktaturen in Südamerika, Portugal und Griechenland sowie das rassistische Südafrika wurden nicht kritisiert. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Auflösung der Sowjetunion spielte die Totalitarismustheorie erneut keine Rolle mehr.

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Erst in den letzten Jahren erfährt die Totalitarismustheorie eine Renaissance. Nach Faschismus und Kommunismus wird aktuell der Islam als totalitär bezeichnet. Doch auch in Deutschland erlebt die Totalitarismustheorie in Form der Extremismustheorie vor allem durch Kristina Schröder eine wahre Blütezeit. Seit neuestem müssen alle Initiativen, die sich gegen Rechts engagieren, die sogenannte Extremismusklausel unterschreiben wenn sie staatliche Gelder beantragen. Die Extremismusklausel besagt, dass erstens, sich die Initiative zur FDGO bekennt und zweitens, nur mit Partnerorganisationen zusammenarbeitet, die der Verfassungsschutz als „nicht-extremistisch“ einstuft. Dies bedeutet, dass die Initiativen dazu verpflichtet werden, diejenigen unter die Lupe zu nehmen, mit denen sie zusammenarbeiten. „Keinesfalls darf der Anschein erweckt werden, dass eine Unterstützung extremistischer Strukturen Vorschub geleistet wird“ (Zitat „Extremismusklausel“). Dieser „Schnüffelparagraph“ ist mit Blick auf die deutsche Vergangenheit alarmierend: Bürgerinnen und Bürger werden praktisch dazu genötigt, mit Stasi-ähnlichen Methoden ihre Mitmenschen auszuforschen. Engagement gegen Rechts ist Kristina Schröder und Co. automatisch verdächtig. Der Freistaat Sachsen

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geht noch einen Schritt weiter. Dort müssen seit neuestem Initiativen alle Publikationen und Pressemitteilungen vor der Veröffentlichung dem Innenministerium vorlegen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die Extremismustheorie auf linke Politik angewendet wird. Überraschend ist dies nicht, kommen doch ihre maßgeblichen VertreterInnen aus rechtskonservativen Milieus. Linksextremismus wird sogar in Teilen der SPD angeprangert, dass hingegen der braune Rand der CDU/CSU ins Visier der ExtremismusjägerInnen geraten ist, ist bisher nicht bekannt und für die Zukunft auch nicht zu erwarten. Trotz fundierter wissenschaftlicher Kritik an der Extremismustheorie gewinnt sie an Fahrtwind und funktionert als ideologische Waffe, sowie als Totschlagargument. Vor allem werden soziale Bewegungen, antifaschistische Initiativen und linke emanzipatorische Kritik diffamiert und für verfassungsfeindlich erklärt. Eine Demokratie, in der die Menschen mitwirken können, scheint weit entfernt. Dem Staat ist es wohl lieber, BürgerInnen zu haben, die alle vier Jahre ein Kreuzchen machen und sich sonst nicht einmischen. Anna A.


Die Ernährung anhand der Blutgruppe

Ein

Mann in einer Apotheke: „Ich hätte gerne Hodenlack.“ Der Apotheker entgegnet: „Was soll das denn sein?!“ Darauf der Kunde: „Weiß ich auch nicht. Aber der Arzt hat gesagt, mein Cholesterinspiegel sei zu hoch, da müssen wir die Eier streichen.“ (unbekannter Witzeprinz) Dass bzw. ob sich der vermehrte Konsum von Hühnereiern wahrhaftig auf den Cholesterinspiegel auswirkt, ist eine Frage, über die bereits in etlichen der vorhandenen Diättheorien wild spekuliert, vermutet und behauptet wird. Tatsache ist dabei jedoch nur eine Beobachtung: Jeder Mensch ist anders und reagiert dementsprechend individuell auf die Bandbreite der auf dem Markt existenten Lebensmittel. Allergien (ob angeboren oder entwickelt) seien an dieser Stelle mal ausgeklammert. Diäten, die Wohlbefinden und ein gesundes Körpergewicht anhand von universell geltenden Vorschriften versprechen (z.B. reduziere Fett, erhöhe Eiweiß) werden von im-

mer mehr Menschen auch oder vor allem aufgrund von mangelndem Erfolg abgelehnt. Eine Strategie, die den oben erwähnten Individualitätsaspekt berücksichtigt, ist die Ernährung aufgrund des Blutgruppenkonzeptes nach dem amerikanischen Naturheilmediziner Dr. Peter J. D‘Adamo. Dieser spezialisierte sich in seiner Forschungsarbeit auf die vier menschlichen Blutgruppen (0, A, B und AB), genauer auf deren Zusammenhang die Ernährung und Lebensführung betreffend. Anhand seiner Ergebnisse entwarf er eine Theorie bzw. Strategie, wie sich jeder Mensch durch die Kenntnis seiner Blutgruppe gezielt (gesund) ernähren kann. Dieses Konzept basiert auf der Annahme, dass Nahrungsmittel, mithilfe derer sich unsere Vorfahren der jeweiligen Blutgruppen vor Jahrtausenden verköstigt haben, ebenso in heutiger Zeit den Stoffwechsel günstig beeinflus-

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sen. Folgend schildert der amerikanische Wissenschaftler die Kehrseite der Medaille: Unpassende Gerichte, d.h. nicht mit der eigenen Blutgruppe abgestimmte Esswaren, wirken sich nachteilig auf den Organismus aus. Sogenannte Lektine, d.h. Eiweiße, die in fast jedem Lebensmittel vorhanden sind, gehen eine Reaktion mit den körpereigenen Blutzellen ein. Je nach Nahrungsmittelart bzw. Gruppe des Blutes fällt diese Reaktion positiv oder negativ aus. Unpassende Speisen wirken nach D‘Adamo blutverklumpend, also körperschädigend, passende sogar heilend. So schildert D‘Adamo zum Beispiel, dass Blutgruppe 0 Kandidaten (die älteste Blutgruppe, entwickelte sich vor rund 40.000 Jahren) (u.a.) bevorzugt Fleisch auf dem Speiseplan stehen haben sollten, da Milch-, Kartoffelund Weizenprodukte ihren Vorfahren nicht zur Verfügung standen und das Blut dementsprechend “untrainiert“ auf diese Nahrungslektine reagiert. Rund 20.000 Jahre später, die Menschen betrieben Ackerbau, hatte sich die Blutgruppe A herausgebildet. Getreideprodukte und vegetarische Mahlzeiten dominierten die Menükarte. Nachteilig hier ist der Konsum von Milchprodukten und tierischem Eiweiß. Vorfahren desTrägers von Blutgruppe B entwickelten sich vor ca. 10-15.000

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Jahren im Himalaya, hatten bzw. haben ein tolerantes Verdauungssystem und nur wenig Probleme mit den meisten Nahrungsmitteln. Bevorzugte Eiweißlieferanten sei bei diesem Typ die große Palette der Milchprodukte. Problematische Lebensmittel wie z.B. Mais, Linsen, Buchweizen und Weizen schaden Typ B. Die historisch modernste bzw. jüngste Blutgruppe AB (weniger als tausend Jahre alt) mit einem geringen Anteil in der Bevölkerung von nur ca. fünf Prozent hat sich durch die Verschmelzung des A- und B-Typs ergeben. Entsprechend rätselhaft bzw. unsystematisch zeigt sich die Empfehlung für eine Mischkost, die sich aus erlaubten A- und B-Typ Lebensmitteln ergibt (Ausnahmen vorhanden). Die Verdauungkraft von Fleisch beispielsweise ist beim AB Typen sehr gering, er braucht es jedoch. Daher sollten die Portionen (ausgewählter Sorten) von tierischem Eiweiß entsprechend unübertrieben und überschaubar bleiben. Die spezifischen Empfehlungen für die einzelnen Blutgruppen, die komplette Lebensmittelbandbreite betreffend, können in diesem Artikel natürlich nur angerissen werden, stehen aber in entsprechend vorhandener Lektüre des genannten Autors oder auch im Internet zu Verfügung.


Die Effizienz bzw. wissenschaftliche Korrektheit dieser Ernährungsstrategie ist unter den Experten der zugehörigen Fachwelt wie so oft umstritten. Die Anzahl der Beweise für die Wirksamkeit deckt sich im Grunde mit der Anzahl der Argumente und Studien dagegen.

Wie üblich ist es also am Individuum selbst herauszufinden, inwieweit man mit dieser Methode vollständig körperliches Wohlbefinden erlangt oder eben „die Eier streicht“... Fabian Möhn

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Atomenergie, Strompreiserhöhung, Energieeffizienz - Nein Danke???

Die

Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat auch hierzulande die Diskussion um den Atomausstieg neu entfacht, über 400.000 Menschen beteiligten sich bislang an Protesten gegen Kernkraftwerke. Die Regierung setzte daraufhin die erst im Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung für symbolische drei Monate wieder aus und ließ die sieben ältesten Meiler abschalten – wie die Kanzlerin inzwischen betont, für immer. Weitere sechs AKW sind wegen Wartung und Pannen vom Netz, sodass derzeit nur noch vier deutsche AKW in Betrieb sind, die 2010 zusammen 43,3 TWh erzeugten. Zur deutschen Stromerzeugung 2010 trug die Kernenergie 22% bei, der Anteil erneuerbarer Energien beträgt 17%. Die Erneuerbaren Energien produzierten damit 2010 erstmals über 100 TWh Elektrizität (102,3 TWh gemäß AG Energiebilanzen e.V., der

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Beitrag zur Wärmegewinnung beträgt 125 TWh). Die übrigen 61% verteilen sich im Wesentlichen auf die fossilen Energieträger (Braunkohle 24%, Steinkohle 19%, Erdgas 14%) und Sonstige 5%. Daher ist der sofortige Verzicht auf Atomenergie eine Utopie. Der Wegfall könnte nur durch eine Steigerung des Stromimports aus Ländern, die eine höhere Kernenergie-Quote aufweisen, kompensiert werden. Dies würde zu einem Verlust an Know-How, Sicherheit und Wertschöpfung führen. Die Lösung wäre letztlich auch unökologischer, da ein weiter Energietransport mehr Leitungsverluste verursacht bzw. die Errichtung neuer Fernleitungen erfordert. Die Bundesnetzagentur warnt bereits vor den Folgen der AKW-Abschaltung, die „die Netze an den Rand der Belastbarkeit“ bringe. Die entsprechenden Auswirkungen der überstürzten AKW-Stilllegung


sind bereits zu spüren: Während Deutschland in der ersten Märzhälfte noch 3.500 MWh pro Tag exportierte (in etwa die Produktion dreier AKW), werden seit der Abschaltung am 17. März 2.500 MWh täglich importiert, v.a. aus Frankreich (Atomenergie-Quote 85%) und Tschechien (Atomenergie-Quote 33%). Zur Kompensation werden neben den erneuerbaren Energien (Stromerzeugung 2009-2010 +7,8%) auch Steinkohle- (+7,5%) und Erdgaskraftwerke (+7,2%) massiv ausgebaut. Bis 2020 soll nach den Zielen der Regierung der „grüne“ Strom einen Anteil von 35% erreichen, d.h. gegenüber 2010 verdoppelt werden. Dieses Ziel ist ohne systematische Energieeinsparung nicht zu realisieren. Es wird aber nicht nur gegen Atomenergie protestiert, sondern auch gegen steigende Energiepreise. Dabei erfordern die Errichtung ökologischer Kraftwerke und der dadurch erforderliche Netzausbau Investitionen in Milliardenhöhe. Nicht wenige Windkraftanlagen arbeiten de facto unwirtschaftlich, weil die Technik oder die Windverhältnisse nicht den Erwartungen entsprechen. So ist trotz eines weiteren Ausbaus der durch Windkraftanlagen erzeugte Strom 2010 erneut (um 3%) gesunken, weil der entsprechende Wind gefehlt hat. Den stärksten Ausbau erfuhr jedoch die Photovoltaik, deren Beitrag zur

Stromerzeugung sich von 1% auf 2% fast verdoppelt hat. Dabei handelt es sich nicht nur um die am schnellsten wachsende, sondern zugleich auch um die teuerste Form der Energiegewinnung. Diesen veränderten Energiemix kann es nicht zum Nulltarif geben. Bei den erneuerbaren Energien nimmt Deutschland nicht nur beim Ausbau, sondern auch in der technologischen Entwicklung im internationalen Vergleich eine führende Position ein, wenngleich einzelne Länder wesentlich höhere Quoten ökologischen Stroms haben (z. B. Island 100%, Neuseeland 70%). Diese Länder profitieren von ihren günstigen Voraussetzungen für die Nutzung von Wasserkraft und Geothermie sowie der niedrigen Bevölkerungsdichte. Während in Deutschland das Potenzial traditioneller (Binnen-)Wasserkraftwerke weitgehend ausgereizt ist und ein nennenswerter Ausbau nur mittels neuartiger Gezeitenkraftwerke möglich ist, steckt die Nutzung der Geothermie noch in den Kinderschuhen. Hiervon ausgenommen ist die oberflächennahe Geothermie zur Heizung mittels Wärmepumpe. Der Anteil der Geothermie an der Stromerzeugung beträgt ca. 0,005%, die entsprechenden Kraftwerke lassen sich an einer Hand abzählen. Dabei wird der Geothermie ein energetisches Potenzial von bis zu 30% der Stromer-

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zeugung zugebilligt. Hier werden die hohen finanziellen und technischen Risiken bei der Errichtung und dem Betrieb von Geothermiekraftwerken deutlich, die wie z. B. in Landau und Basel Erdbeben auslösen und schadensersatzpflichtig werden können. Neben Geothermiekraftwerken müssen sich auch die Betreiber von Wind-, Wasserkraft- und Biogasanlagen regelmäßig gegen Klagen von Anwohnern zur Wehr setzen, die sich über eine Landschaftsverschandelung bzw. Lärm- oder Geruchsbelästigung beschweren. Derzeit versuchen die Anwohner von Atdorf im „grünen“ Baden-Württemberg den Bau eines Pumpspeicherwerks mit einer Kapazität von 1.400 MW im Südschwarzwald zu verhindern, das die Schluchseewerk AG für über 1 Mrd. € errichten will. Dabei sind zusätzliche Energiespeicher notwendig, um die schwankende Energieerzeugung durch regenerative Energien auszu-

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gleichen. Das neue Kraftwerk würde die Kapazität aller Pumpspeicherwerke um rund 20% erhöhen. Ein ähnliches Schicksal erleidet indes auch der viergleisige Ausbau der Eisenbahnstrecke im Rheintal in Richtung Schweiz: Während im neuen 57 km langen Gotthard-Tunnel bereits die ersten Gleise verlegt werden, ist in Deutschland noch nicht einmal die Planung der Eisenbahntrasse abgeschlossen. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene kann der Bevölkerung demnach nicht besonders wichtig sein. Die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung der Abhängigkeit von Atomenergie liegt bereits seit Jahren auf der Hand: Mit Energieeinsparungen und effizienten Technologien ist der Atomausstieg in einigen Jahren denkbar. Die zwanghafte geplante Einführung von 1 Mio. Elektroautos läuft diesem Ziel völlig zuwider und


bewirkt eine weitere Verschwendung von Steuergeldern. Die Gesamtenergiebilanz der aktuell verfügbaren Elektroautos ist deutlich schlechter als die sparsamer Autos mit Verbrennungsmotor. Allein der aufgrund der geringeren Reichweite entfallende Verkehr bzw. erforderliche Umstieg für Fernreisen auf die Schiene könnte den CO2-Ausstoß reduzieren. Die Haushalte haben immerhin begonnen, Energie einzusparen: Seit 2005

ist der Stromverbrauch leicht rückläufig, liegt allerdings immer noch 8% über dem Wert von 2000. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der private Verbrauch nur rund ein Viertel des Gesamtverbrauchs ausmacht. Zum Vergleich: der Stromverbrauch öffentlicher Einrichtungen ist seit 2000 um 15% gestiegen. Klaus Bubenheimer

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Die AStA-Schmetterlinge bestäuben das Sommer-UniPublikum

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Moral und Unmoral

Polarität oder Nachbarschaftskrise?

Wer kennt es nicht – oft sprechen

wir davon, in unserem Inneren spiele sich ein Kampf ab. Ein Kampf zweier rivalisierender Parteien, die uns von ihrem Standpunkt überzeugen wollen. „Gut gegen Böse“ lautet die Partie und bis an unser Lebensende scheint es, als würde keine der Seite je endgültig gewinnen können. In praktisch jedem Bestseller-Roman der Moderne stehen sich Held und Bösewicht gegenüber. Aber warum streiten diese Mächte überhaupt in unserem Inneren? Wollen sie uns denn nicht einfach nur zum einen oder zum anderen überzeugen? Dieser Frage geht der Philosoph Arnd Pollmann mit besonderem Augenmerk in seinem neuen Buch „Unmoral“ nach – eine Reise, die bereits zu Beginn mit einem Thema wie diesem viele Fragen aufwirft und zu schier ungeahnten Offenbarungen unserer Handlungsmotive führen kann. Wa-

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rum gibt es Moral? Liegt sie von der Unmoral weit entfernt, liegen sie sich auf ewig gegenüber? Wie weit ist es bestellt mit der menschlichen Eigenschaft zum moralisch „richtigen“ Handeln und Denken? Fragen über Fragen – aber das Werk von Arnd Pollmann wirft nicht nur Fragen auf, es ist auch kein Leitfaden zum „Unmoralischsein“, wie er bereits zu Beginn erläutert – vielmehr soll es darauf hinweisen, wie nahe doch Moral und Unmoral beieinander liegen und wie sehr überschneidend sie sein können. So sind uns allen solche, oftmals banale Alltagssituationen bekannt, in denen man etwas beobachtet und sich fragt „Wer hat jetzt hier moralisch gehandelt oder viel mehr, wer war hier unmoralisch?“. Wir neigen oft dazu, unmoralisch mit Begriffen wie „egoistisch, unfair oder auch geizig“ um uns zu werfen, ohne das wir vollständig wissen, was wir da sagen. Was meinen wir, wenn wir sagen,


jemand ist egoistisch, beleidigend, ein Dieb oder gar ein Verräter? Auf diese Fragen antwortet Pollmann mit insgesamt 21 Stichwortartikeln, die sich mit jeweils einem der Themen befassen, mit eindrucksvollen Beispielen aus nahezu jedem menschlichen Alltag. So ist es kein Wunder, dass er, um die Tragweite unserer Begriffe von „Unmoral“ zu verdeutlichen, Kriminalfälle aus der näheren Vergangenheit aufrollt. Nur zu verständlich wird daran ersichtlich, wie gerne wir uns doch hinter lapidaren Aussagen wie „Das ist ja ohnehin weit weg!“ oder „Das betrifft mich ja nicht“ oder auch dem allseits beliebten „Weiß ich nix von!“ verstecken wollen. Aber handeln wir damit nicht schon unmoralisch? Arnd Pollmann würde sagen ja und auch der große Moralphilosoph, Senfhersteller und Staatstheoretiker Immanuel Kant (1724-1804) würde in dieser Situation entschieden mit ja antworten. Dahingehend erteilt uns Pollmann also keine direkte Aufforderung zum verstärkten Reflektieren über unsere Handlungen, sondern er stellt vielmehr klar heraus, dass wir uns noch bevor wir eigentliche Entscheidungen fällen uns über deren Reichweite bewusst werden sollten und eventuell auftretende Konsequenzen mit einkalkulieren sollten. Der Grundgedanke des Magdeburger Philosophen

mag es sein, schlicht und ergreifend aufzuführen, wie eine unmoralische Handlung von einem moralisch unzweifelhaften Verhalten unterschieden werden kann. Doch weit gefehlt: Pollmanns Ansätze gehen weit darüber hinaus, wie man spätestens in den einleitenden Kapiteln seines Buches erfahren kann. Statt also eine Aufzählung unmoralischer Akte kommentarlos und lediglich anschaulich illustriert aufzugeben, legt der Autor in seinen Kurzvorträgen dar, worin genau eben bei einem Verrat, einer Lüge oder einem Vorfall des (neuerdings in den deutschen Wortschatz aufgenommen) „Mobbing“ zu finden ist. Mit durchschlagendem Erfolg! Denn dass anstelle eines „Versehens“ eine unmoralische Handlung schlicht und ergreifend ein Vertrauensmissbrauch sein kann, davon erfahren wir bereits recht früh im Buch. So ist beispielsweise die Lüge schon großen Philosophen wie Nietzsche und dem zuvor angesprochenen Kant, aber auch bei neuzeitlichen Vertretern der Geisteswissenschaften wie Singer und natürlich auch jedem anderen lebenden Menschen daher unmoralisch, weil sie nicht nur eine falsche Tatsache über eine Sache, einen Umstand oder eine Person vorspielt, sondern weil sie zusätzlich dem anderen das falsche Gefühl der Sicherheit gibt.

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So glaubt sich etwa ein vertrauter Freund sicher, wenn man ihm versichern mag, nichts über seine schlechte Klausurleistung weitergegeben zu haben, in einer relativen Sicherheit, die er oftmals auch hieb- und stichfest begründet, vorfinden kann. Kommt aber auch nur der geringste Zweifel an der Echtheit dieser Aussage auf, werden alle Alarmsignale im Inneren aktiv und durch Nachforschung auf Internetplattformen mag sich zeigen, dass nahezu die halbe Universität von dem Ergebnis in Kenntnis gesetzt wurde. Und die obendrein dreisteste an dieser Stelle anzuführende Antwort mag dann für den Betroffenen sein : „Na und? Reg dich doch nicht so auf!“ Man mag sich an dieser Stelle spätestens die Frage stellen, in welchem Verhältnis diese (Un)Gleichung wohl stehen mag: Unmoralisch sein und Lügen = ja Konsequent Handeln und den eigenen Frevel zugeben = nein?

Möglicherweise mag man Arnd Pollmann eben als das verstehen, was er nicht bezwecken will, nämlich ihm das Bild eines „Moralapostel“ zukommen lassen, doch verfehlt man damit die Intention des Autors um Längen. So geht es Pollmann nicht etwa darum, die „weiße Weste“ eines strengen Verhaltenscodex auszukramen, sondern er schildert ein Phänomen, als das er Unmoral begreift und gibt besonderes Augenmerk dabei auf bereits kleine Entscheidungen, die genügend überdacht werden könnten, ehe sie ausgeführt werden. Gerade in einer sich zusehends beschleunigenden Weltordnung legt er, wie schon Philosophen und Moralforscher früherer Zeiten besonderes Gewicht auf eben jene Alltagsprobleme, die uns den Begriffen Moral und Werte näher bringen sollten. Oder, um mit einem der wohl berühmtesten Zitate Immanuel Kants zu schließen: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Matthias Langenbahn

Und man soll als Betroffener auch noch inkonsequent sein und den Vorfall einfach „vergessen“, „entwerten“, „keinen Aufstand proben“ oder auch „nicht so einen Wind verbreiten“? In welcher Gesellschaft leben wir denn, wenn keiner mehr solches „Rückgrat zeigt“?

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Vortrag zum Einwanderungsdiskurs

! Alles nur Sarrazin? - Der Einwanderungsdiskurs und die (LEID-) Debatte

diejenigen, die sich intensiver mit der “Problematik” befasst haben bzw. befassen.

Warum löste ein langweiliges Buch

Hannah Schultes (Düsseldorf) und Sebastian Friedrich (Berlin) sind Redaktionsmitglieder von kritisch-lesen. de. Außerdem sind sie aktiv bei der Diskurswerkstatt und AutorInnen, bzw. Herausgeber des Sammelbandes “Rassismus in der Leistungsgesellschaft”.

mit dem Titel “Deutschland schafft sich ab” (DSSA) eine solch enorme öffentliche Diskussion und Zustimmung aus, die bei anderen (extrem) rechten Publikationen meistens ausbleibt? Um welche Inhalte ging es in der folgenden Debatte? Und was haben diese Inhalte mit dem deutschen Einwanderungsdiskurs zu tun? Es wird sich zeigen, dass die vorherrschenden Diskurse keinesfalls „neu“ sind oder durch „Tabubrüche“ zum Vorschein kamen. Vielmehr unterliegen sie Kontinuitäten und Konjunkturen und scheinen in ihrer Bündelung (Verschränkung) besonders wirksam zu sein. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Personen, die die Debatte nur am Rande verfolgt haben, als auch an

Ausschlussklausel: Nach § 6 Abs. 1 VersG sind Angehörige der rechten Szene von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltung findet am 22.06. um 19 Uhr im Medienladen (Kurt-Esser-Haus) statt. Weitere Informationen unter: http://www.uni-koblenz.de/~polbil/ Marina Sahm

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Ein ethnologischer Versuch

Zweiter Akt Was bisher geschah: Das Forschungsfeld wurde abgesteckt, die Götzen wurden identifiziert und der Forscher hat seinen ersten Nervenzusammenbruch überstanden. (Den ersten Akt könnt ihr online in der Ausgabe 7 unter http://unik.unikoblenz.de Unterpunkt „Unik“ nachlesen) Widmen wir uns nun in unserer ethnologischen Untersuchung dem bereits erwähnten Stamm der Kuwi. Einschränkend muss ich jedoch darauf hinweisen, dass die zeitliche Begrenzung meiner Reise auf etwa drei Monate und der eingegrenzte Blick auf nur wenige ihrer Versammlungsstätten es mit sich brachte, die Untersuchung auf die ethnologischen Forschungsfelder der Religion und der sozialen Ordnung zu begrenzen. Das interessanteste Forschungsfeld eröffnete sich bei der Beobachtung der Initiationsriten der Kuwi. Als Zei-

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chen der Götterverehrung verlangen die Priester und Schamanen von den Stammesangehörigen, in bestimmten Zeitintervallen und an bestimmten Versammlungsplätzen, anscheinend die Anwesendheit von bestimmten Horden (von diesen wird später noch die Rede sein) und das Bestehen einer nicht unerheblichen Anzahl unterschiedlichster Initiationsriten (man nennt sie, um den Anschein der Bedeutsamkeit für unser Uni-Versum zu bekräftigen: Klausuren, Referate, Protokolle, Hausarbeiten). Das erfolgreiche Durchlaufen dieser Riten ist die Voraussetzung, um eine höhere Stufe der Sozialisation (Modulstufe) zu erreichen. Wenn gleich bei den BakkalaureusModuli der Aufstieg in die nächsthöhere Stufe zur Glückseligkeit bereits in diesem Leben möglich zu sein scheint, kann man dieses System, aufgrund des modulstufenweisen Auftretens der Stammesmitglieder, wohl in etwa mit dem Indischen Kas-


tensystem vergleichen. Neben den bereits beschriebenen Initiationsriten, gibt es zusätzlich einen Ritus, der speziell der Verehrung des Götzen BÜROKRATOS dient. An jedem Versammlungsort wird gegen Ende eines Versammlungsintervalls, jedem anwesenden Stammesmitglied durch Unterschrift des jeweiligen Schamanen auf ein, Laufzettel genanntes, Stück Papier, das jedes einzelne Stammesmitglied besitzt und wie seinen Augapfel hüten muss, anscheinend die Zugehörigkeit zum Stammesverband bestätigt. Diese Unterschrift scheint, aufgrund des Nachdrucks mit dem sie von jedem Stammesmitglied vom Schamanen erbettelt wird, nahezu überlebenswichtig.

stand, der noch ein weites Forschungsfeld für zukünftige Ethnologen eröffnet, ist die Erforschung der offensichtlichen Überraschung, die von allen Oberpriestern der neuen Religion zum Ausdruck gebracht wird, wenn sie darauf angesprochen werden, wie sich denn die neue Religion so schnell und absolut vorherrschend verbreiten und auch etablieren konnte, trotz der von ihr geforderten teilweise lebensfeindlichen Ansprüche an unser Uni-Versum. Dies lässt auf einen riesigen Respekt vor den Götzen schließen. Auch liegt die Vermutung nahe, dass der eine oder andere Oberpriester als Auserwählter in direktem Kontakt zu den Götzen gestanden hat, bzw. noch steht.

Ein noch nicht ganz geklärter Um-

Diese Nähe zu den fraglos unersättlichen und zürnenden Götzen wiederum würde einen Erklärungsansatz bieten, um das für außenstehende doch recht verschlossen wirkende Verhalten des gesamten Stammes zu deuten. Auch ist bis heute ungeklärt, wie es dazu kommen konnte, dass die Priester und Schamanen unseres Uni-Versums scheinbar freiwillig und ohne zwingenden Grund der freien Lehre abschworen und sich unbedingt dem Willen und den Anordnungen der beiden Götzen, die von außen in unser Uni-Versum eindrangen, unterwarfen.

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Fragt man sich nun, wie denn diese beiden Götzen in den Stamm der Kuwi fahren konnten, scheint nur eine Antwort Blausibilität zu besitzen. An dieser Stelle sei ein kleiner grammatikalisch-inhaltlicher Einschub erlaubt. Es ist dem Verfasser dieser Zeilen durchaus bewusst, dass man Plausibilität mit „P“ wie Pappnase und nicht mit „B“ wie Butterblume schreibt. Aber! Die Blauäugigkeit und Unsensibilität mit der diesen Götzen das Zepter der Narrenherrschaft in unserem Uni-Versum überlassen wurde, inspirierte zu dieser begrifflichen Neuschöpfung. So! Genug Dampf abgelassen, und weiter im Text: Geleitet von dem Wunsch, als frei und selbständig Studierende sich den geistigen Errungenschaften der Menschheit zu widmen, gelangten die Kuwiwilligen also in unser Uni-Versum. Doch der von den Oberpriestern geforderte Initiationsritus der Immatrikulation führte unausweichlich in die Volkszugehörigkeit der BakkalaureusModuli. Und da stehen sie nun. Sind dazu angehalten den beiden Götzen zu huldigen und Opfer zu bringen. Wobei die Opfergaben nicht in physisch an einem bestimmten Ort darzubringenden Opfer bestehen.

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Es sind wohl eher geistige Opfer, die von den Götzen BÜROKRATOS und ÖKONOMICOS eingefordert werden. Die Anzeichen deuten darauf hin und bekräftigen die Vermutung, dass das geforderte Opfer in einer permanenten Negierung der freien Lehre und eines selbstverantwortlichen und selbstbestimmten Studiums, sowie der Aufgabe von Bildung zu Gunsten von Ausbildung zu suchen ist. Fragt man sich nun, worin wohl das Heilsversprechen der beiden Götzen für das Darbringen dieser Opfer liegt, so erhält man von den Oberpriestern die Antwort: „Vertreibt das Spiel! Das Funktionieren und Verwalten des Systems ist sinnvoller, als das Hinterfragen des Systems!“ Und diesem mandraähnlichen Singsang folgend, entschwinden sie, dem Wunsch nach Göttergleichem Dasein nachhängend, in die Sphären ihres kindlichen Nirwana. (An dieser Stelle muss ich einfügen, dass es für einen engagierten Ethnologen schwierig ist, nein, einfach unmöglich ist, die Distanz zu derartigem Barbarentum zu waren. Soviel zur teilnahmslosen Beobachtung.) Ende des zweiten Aktes. Frank Deutschmann


Musik 31


CD-Kritiken Jamiroquai Rock Dust Light Star

Jamiroquai sind cool und Jamiroquai

sind auch „Dancefloor“. Vor einem dreiviertel Jahr ist ihr letztes Album erschienen, das ich euch vorstellen möchte, weil es sich für mich immer noch nicht plattgehört hat: Rock Dust Light Star startet mit dem gleichnamigen Titel, einem lässigen Opener, bei dem man sich nicht recht entscheiden kann, ob man den Sommerabend ausklingen lassen, oder die Partynacht beginnen möchte. Wir entscheiden uns für die Party. Die Nummer zwei, White Knuckle Ride, eine stampfende Disko-Nummer mit buntem Licht, Nebel und Euphorie. Zu der anfangs abwartenden Grundstimmung des Songs mischt sich ein unerbittlich fußwippender DiskofoxGroove, Aufatmen mit Gänsehaut im Refrain.

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Nach zwei Titeln gutgemachtem Funk erwartet man eigentlich keine Überraschung mehr, doch dann kommt mit Hurtin‘ der coole Rocktrack um die Ecke; Beat und ein paar Gitarrensoli, mit vereinzeltem Gospelchor – Backing-Vocals sind allgemein ziemlich viel dabei auf der Platte. Nahtlos gleitet die Band in Blue Skies, einer leicht seufzenden, lockeren Ballade und da ist es wieder, das Gefühl vom ausklingenden Tage. Lifeline packt das Orchester aus und den Swing dazu, Bläser und Streicher holen einem eine moderne Version der 20er des letzten Jahrhunderts ins Wohnzimmer. Nach weiteren groovenden Songs mit Elektro- und LatinJazz-Einflüssen gibt Jamiroquai mit Reggae noch eine Stilrichtung hinzu: Goodbye To My Dancer verbreitet Südseeflair. Sehr ruhig mit verwaschenen Gitarren und E-Piano scheint Never Gonna Be Another die Platte zu beenden, melancholisch und mit Regengefühlen nach dem Abschied von einer unglücklichen Liebe, die noch nachhallt. Doch es wären nicht Jamiroquai, wenn es am Schluss nicht nochmal fetzt. Hey Floyd ist dramatisch, pathetisch und dann plötzlich lässig, voller Reggae. Diese beiden Gegensätze gehen im Stück immer wieder inein-


ander über. Und so endet Rock Dust Star Light doch noch mit dem großen Tusch. Ein Album, welches ohne Vorhören oder Kenntnis der Band sicher ein Abenteuer oder auch eine Enttäuschung sein kann – gerade weil es sehr facettenreich ist und von nur einem Titel schwer auf das ganze Album geschlossen werden kann. Auch wenn ich mich anfangs reinhören musste: Bei mir läuft es seit einem halben Jahr dauerhaft. Arne Fritjof Schmeiser

The Convent Tales From The Frozen Forest

Man

verglich sie mit „Cure“, den „Doors“, aber sie haben einen ganz eigenen Stil. „The Convent“ sagt vielleicht niemandem etwas, doch gibt es sie mittlerweile seit 25 Jahren.

Carlo van Putten ist Frontmann der Band, gleichzeitig ein wahrer Poet, der es wie kaum ein Zweiter versteht, emotional, gesanglich, wie auch textlich zu überzeugen. Vor allem auf der Bühne strahlt er eine unglaubliche Energie aus, lebt jedes seiner Lieder. Seine Songs sind voller Melancholie. Sie thematisieren die Schattenseiten des Lebens. Erzählt werden „Sagen aus dem Eiswald“, die die heutige Gesellschaft im übertragenen Sinne darstellen. Jedoch werden die lichten Momente nicht vernachlässigt. Man könnte „Tales From The Frozen Forest“ als musikalischen Lyrikband begreifen. Mit der Coverversion „Winning“, welche sich u.a. auf dem Album befindet, setzen Convent ein klares Zeichen. Das Lied stammt ursprünglich von Adrian Borland, welcher Frontmann bei der britischen Post-Punk-Band „The Sound“ war. Am 21. April 1999 nahm er sich das Leben. Carlo und auch die anderen Bandmitglieder waren Freunde von ihm, halten sein Andenken hoch. Adrian und Carlo riefen das Bandprojekt „White Rose Transmission“ ins Leben, das bis heute besteht. Auch Carlos aktuellste Band, die „Dead Guitars“, sind erwähnenswert. Ihre Auftritte lassen einen in höhere Sphären eintauchen. Psychedelische Gitarrenklänge und Carlos intensive Performance ziehen dich in ihren ma-

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gischen Bann. Ab Oktober werden sie mit ihrem neuen Album „Stranger“ auf Tour gehen. „Strange“ ist Convents Musik auch, aber den Durchbruch schafften sie nie ganz. Vielleicht ist es auch besser so… Bianca Witzel

Bobby Long A Winter Tale

Mit seinem Debütalbum „A Winter

Tale“ zeigt der gefühlvolle Songwriter und Sänger sich von einer für seine Fans eher ungewohnten Seite. Die Lieder sind für die, die ihn kennen bekannt. Ob mit „The Bounty of Mary Jane“, „In the Frost“ oder der bekannteste Titel „Dead and Done“, seine Texte schaffen es unter die Haut, direkt in die Seele des Hörers. Es sind keine platten Aneinanderreihungen über Liebe oder das Gefühl der Einsamkeit. Bobby Long schafft es, mit seinen Texten den Hörer zu überzeugen, dass

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es hier nicht um Banalitäten geht. Es geht um das, was uns alle bewegt und begleitet. Die einen sagen, Bobby Long erinnere an den jungen Johnny Cash, die anderen ziehen Leonard Cohen als Beispiel heran. Die meisten vergleichen ihn jedoch mit Bob Dylan, mit seinem britischen Akzent und Texten die wir so noch nicht gehört haben, gehen wir soweit zu sagen: Es erinnert uns an Bobby Long. Elf Songs sind auf der im Februar erschienen Platte zu hören und neben einigen anderen waren auch diese in der letzten Woche auf seiner wiederholten Europatour zu hören. Seine Konzerte finden in kleinen Clubs statt und sind jedes Mal ausverkauft. Genau dies macht ein Konzert von Bobby Long so unbeschreiblich. Man fühlt sich als würde er mit der Gitarre an unserem Küchentisch sitzen und nur für uns spielen. Unser persönliches Fazit für die Platte sieht leider nicht ganz so rosig aus: Wer ihn einmal live erleben konnte weiß, dass Bobby Long nicht mehr als eine Gitarre, seine unglaubliche Stimme und ein Bier braucht. Die ganzen E-Gitarrenbeats und diversen Instrumente verfälschen seine Musik und lassen den eigentlichen Zauber verpuffen. Wir raten all jenen die das Album kennen, sich die Liveaufnahmen an-


zuhören oder eines der sagenhaften Deutschlandkonzerte anzusehen. Es lohnt sich! Yvonné Stoßhoff und Dennis Ritz

Pietro Lombardi Jackpot

Stücke für die CD komponiert, u. a. „Holiday“ und „What About Us“. Das 12. und letzte Lied „Wenn Das Liebe Ist“ von Glashaus ist das einzige Lied mit deutschem Text. Das für Juni geplante Album des Zweitplatzierten soll dagegen deutlich mehr Songs aus Dieters Feder enthalten. Pietros Gesang ist wieder unverwechselbar, für seine Fans ist die CD sicher ihre 12 € wert. Die Songs gibt‘s auch alle einzeln als mp3 für jeweils 0,97 €. Der ganz große Knüller ist nicht auf der CD und die kurzen Lieder wecken den Verdacht, dass die Vollversionen als separate Singles verkauft werden sollen. Von daher kann ich Pietros erstes Album nur seinen eingefleischten Fans ans Herz legen. Klaus Bubenheimer

Seit 27. Mai ist das erste Album des

DSDS-Gewinners Pietro Lombardi im Handel. Selbstverständlich macht der Final-Song „Call My Name“ den Anfang, gefolgt von „Que Sera Sera“ und „I need you“, einem Duett mit Sarah Engels. Entsprechend kreuz und quer geht es durch die musikalischen Stilrichtungen, von Walzer bis Dancefloor ist alles dabei. Bei den meisten der 3-4 Minuten langen Stücke handelt es sich um Cover-Songs, die Pietro bereits in den Mottoshows gesungen hat, z. B. „Don‘t Worry, Be Happy“ und „Can You Feel The Love Tonight“. Dieter Bohlen hat auch ein paar neue

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Ihr

vermisst hier eure Lieblingsband? Super Platten werden „einfach nicht beachtet“ ? Dann schreibt doch für die nächste Unik (Deadline 01.07.2011) eure eigene CD-Kritik zu der CD, die ihr euren Kommilitonen und Kommilitoninnen unbedingt empfehlen wollt! Der Umfang sollte mindestens 170 Wörter bis maximal 250 Wörter sein. Das ganze schickt ihr dann an unik@uni-koblenz.de!

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Verlosung!

Ihr habt die einmalige Chance, CDs und T-Shirts bzw. Girlies von 4 Bands der SommerUni-Festival-Party zu gewinnen! Nähere Informationen erhaltet ihr auf den folgenden 4 Seiten!

ColdWaterEffect Die Jungs von ColdWaterEffect machten im D-Foyer auf der SommerUniFestival-Party den Anfang und füllten langsam aber sicher die große Treppe mit jenen, die von den sanften Klängen in einen Traum voller Gefühl und Schönheit geschickt werden wollten. Feuerzeuge, Lagerfeuer, Kuscheln, Nachts auf der Moselwiese gen Himmel blicken und den Wind genießen, wie er leicht durch das Haar streicht. ColdWaterEffect hat es geschafft, auf die Party einen Hauch romantischer Gefühle in die Gästeschar zu werfen und sie für einen Moment vergessen zu lassen, wo sie sich befanden. Respekt dafür! ColdWaterEffect liegt meiner Meinung nach stilistisch in der Nähe von Keane. Du findest, dass das mal voll nicht stimmt? Lass es uns wissen und beantworte am Besten auch gleich noch unsere Frage zur Band und sack den Gewinn ein:

Wann und wo spielen ColdWaterEffect das nächste Mal in Koblenz? Was wir für dich haben, willst du wissen? Aber klar, sagen wir dir gerne:

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Demo-CD mit 4 der schönsten Songs. (Die Auflage dieses Tonträgers ist

limitiert. Wenn weg, dann weg und wenn ColdWaterEffect in ein paar Jahren ganze Stadien füllt, wirst du damit einen Schatz in Händen halten.) Auch ColdWaterEffect hat noch ein T-Shirt für dich:


Das Shirt ist auch für die Frauen der Schöpfung als Girlie zu haben. Welche Größen verfügbar sind, erfährst du hier: http://store.coldwatereffect.de/ index.php?parent=19

Auch zu den SpeedBottles haben wir eine Frage für dich gefunden:

Deine Lösung schickst du per E-Mail bis spätestens 30. Juni 2011 an unik@uni-koblenz.de – Stichwort „MusikVerlosung“. Vergiss nicht, deinen Namen, den Namen der Band deiner Lösung, deine Shirtgröße, sowie dein Wunschshirt/girlie in die E-Mail zu schreiben. Bei mehreren richtigen Antworten, entscheidet das Los.

Für die richtige Antwort wartet auf dich neben einem T-Shirt (oder einem Girlie) der Band, auch die kommende EP „Speed Machine“ auf dich, die mit 4 Hardrock-Titeln und einer AkustikVersion bestückt sein wird.

Was für ein Symbol verwenden die SpeedBottels in ihrem Logo?

SpeedBottles Hardrock, Rock‘n‘Roll und Punkrock ist die Devise der 5 Jungs, die sich gemeinsam die „SpeedBottles“ nennen. Das Haus haben sie zeitgleich mit ColdWaterEffect gerockt – aber natürlich auf einer anderen Bühne. Dort war Bewegung im Spiel. Nicht nur die Gitarre zeigte, wie viel Tanz in einem Solo steckt, auch gab es Headbanging und Swingeinlagen zu bestaunen, von denen sich so mancher Zuhörer anstecken lies. Der Sound der SpeedBottles könnte dir gefallen, wenn du dir Godsmack, Danko Jones und Korn in Einem vorstellen kannst. Gewagter Vergleich meinst du? Jaha! Such du mal mehrere Stunden nach einer ‚klingt wie‘Band und finde keine!

Deine Lösung schickst du per E-Mail bis spätestens 30. Juni 2011 an unik@uni-koblenz.de – Stichwort „MusikVerlosung“. Vergiss nicht, deinen Namen, den Namen der Band deiner Lösung, deine Shirtgröße, sowie dein Wunschshirt/girlie in die E-Mail zu schreiben. Bei mehreren richtigen Antworten, entscheidet das Los.

Hellespont Fairfax Während das noch sehr junge Musikprojekt Jip*Funk den Platz von ColdWaterEffect im D-Foyer einnahm, tauschte Hellspont Fairfax den

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Platz mit den zum Ende gekommenen SpeedBottles in der Mensa. Hellspont Fairfax sind glücklich, wenn sie in den Sandkästen von Alternative, Metal und Rock ihre Burgen bauen können. So richtig wohl fühlen sie sich allerdings erst, wenn sie den Sand von A nach B mitnehmen, vermischen und mit kleinen Muscheln, in denen man Töne rauschen hört, die schon beinahe nach 8-Bit-Musik klingen, wenn man sie sich nur nah genug ans Ohr hält und ganz genau lauscht, verzieren dürfen. Eine Sandburg ist letztlich aber natürlich erst dann richtig toll, wenn sie interessant aussieht. Deswegen: Bloß kein schlichter und eintönig langweiliger Aufbau, sondern schön mal hier eine Mupfel, da eine Mupfel, hier ein Türmchen und … huch, jetzt steht er schief. Naja, macht ja nichts, kann das Ganze ja auch nur noch interessanter machen und tut dies auch!

Unsere Frage an dich ist folgende: Wie nennen sich die Mitglieder von Hellspont Fairfax und wer spielt welches Instrument?

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Dein Gewinn: 6 Titel, 26 Minuten. Oder genauer: Die EP „Stickup“. Die Platte beginnt mit einem Intro, dessen Gitarre stark an das Tristram-Theme des Computerspiels „Diablo“ erinnert - Ha! Das wusstet ihr jetzt selbst noch nicht, was? :) - und marschiert dann geradewegs weiter Richtung Titelsong, später über ‚Have You Ever‘ mit Musik und Stimme vom Allerfeinsten und endet letztlich im ‚Picture‘. Deine Lösung schickst du per E-Mail bis spätestens 30. Juni 2011 an unik@uni-koblenz.de – Stichwort „MusikVerlosung“. Vergiss nicht, deinen Namen, den Namen der Band deiner Lösung, deine Shirtgröße, sowie dein Wunschshirt/girlie in die E-Mail zu schreiben. Bei mehreren richtigen Antworten, entscheidet das Los.

Luis und Laserpower Müsste ich jemandem erklären, wie die Band klingt, würde ich wohl wie folgt antworten: Luis und Laserpower verbinden coole Gitarren- und Elektrosounds mit Beatboxing, intelligenten deutschen Texten und Elementen aus HipHop, Rock und Dancehall. Mit


anderen Bands verglichen, wäre es ein: Die Band klingt im Groben wie ein Mix aus den Fantastischen Vier, Seeed und einer männlichen Version von Wir sind Helden. Auf der Festival-Party der diesjährigen SommerUni haben Luis und Laserpower als letzte Band des Abends alles gegeben und die Menge zum Ausflippen gebracht. Danach löste ein DJ von DasDing die Musiker ab und forderte den Feiernden nochmal alles ab. Wer hier insgesamt nicht dabei war, hat wirklich was verpasst!

es in welchen Größen gibt, erfährst du hier: http://merchstore.net/LuisundLaserpower (auch als Girlie erhältlich).

Luis und Laserpower verbreiten mit ihren Songs auf jeden Fall eine Menge Spaß und vereinen auf ihrer CD sowohl Gute-Laune-Hits, als auch chillige Songs zum wieder runterkommen. Um den Gewinn von Luis und Laserpower abzugreifen, wollen wir von dir wissen: Wann und wo spielen

Luis und Laserpower das nächste Mal in Koblenz? Das hauen wir als Gewinn raus: CD mit sieben coolen Titeln (Übrigens hat die Truppe ihre erste Single „Lass das Licht an“ auf den Markt gebracht, die du auf iTunes, Amazon und Co. herunterladen kannst.) Wir wären nicht wir, wenn wir obendrauf nicht noch was für den besseren Style hätten! Zusätzlich zur CD gibt’s ein T-Shirt deiner Wahl. Welche Shirts

(Beispiel für ein T-Shirt)

Deine Lösung schickst du per E-Mail bis spätestens 30. Juni 2011 an unik@uni-koblenz.de – Stichwort „MusikVerlosung“. Vergiss nicht, deinen Namen, den Namen der Band deiner Lösung, deine Shirtgröße, sowie dein Wunschshirt/girlie in die E-Mail zu schreiben. Bei mehreren richtigen Antworten, entscheidet das Los. Florian Gallhuber

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Literatur

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Kostenlose Bücher aus dem Netz

Bücher kostenlos aus dem Internet

zu laden gibt es viele, darunter einige nicht empfehlenswerte Wege. Seit den neunziger Jahren gibt es jedoch ein Projekt, dass viele Bücher mit abgelaufenen Rechten aus vergangenen Zeiten zum Download anbietet. Das klingt erstmal nach uninteressantem alten Zeug. Nun einiges ist damit sicher recht gut beschrieben, doch vieles ist noch sehr interessant. Dabei können einigen von uns sogar studienrelevante Bücher auf diesem Wege zufallen. Seien es alte philosophische Schriften, Fachbücher, Reiseberichte oder Romane, die wir doch eher in der Freizeit lesen. Das Projekt Gutenberg ist nach dem alten Mainzer Buchdrucker benannt, nicht nach bayrischen „Copy-Paste“Experten; also keine Sorge, der Download ist legal. Unter der US-Seite Gutenberg.org finden sich nicht nur englische Originalversionen, sondern

auch Übersetzungen ins Deutsche und diverse andere Sprachen. Das Repertoire umfasst dabei viele berühmte Romane bis in die Literatur der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Einige neue Werke finden sich ebenfalls, diese sind jedoch zumeist von weniger bekannten Autoren oder nur der erste Band einer Reihe. In der deutschen Version findet Ihr zumeist die Klassiker der alten deutschen Literatur bis ins neunzehnte Jahrhundert. Interessant ist allerdings, dass einige deutsche Autoren nur in der englischen Übersetzung verfügbar sind. Ähnlich verhält es sich mit französischen und catalanischen Werken. Sollte also jemand Thomas Mann lesen wollen, dort findet Ihr diverse Versionen seiner Bücher. Fast alles ist als normales Textdokument verfügbar. Die weiteren Formate erstrecken sich von HTML über PDF bis hin zu Formaten speziell für einige

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Lesegeräte wie das Sony Kindle. Sogar einige Hörbuchversionen sind dabei, bilden jedoch die Ausnahme.

Vorträge, wie „Student und Alkohol“ vom 21. Februar 1910; über hundert Jahre später, ein amüsanter Lesestoff.

Für die Freunde englischer Literatur bieten sich dagegen große Mengen bekannter Romane, darunter auch Werke wie Ulysses von James Joyce. Dabei handelt es sich um eines der neueren Bücher im Portal. Autoren wie Mark Twain, Viktor Hugo oder Oscar Wilde gehören zu den häufig heruntergeladenen dort. Viele dieser bekannten Autoren sind mehrfach vertreten, von einigen sogar das gesamte literarische Werk.

Insgesamt gibt es diverse Favoritenlisten, die Euch zumeist zu interessanten Büchern führen. Jedoch sind es nicht immer die Downloadfavoriten, die fesseln.

Die bekannten und auch in Fernsehproduktionen häufig genannten Klassiker der amerikanischen und britischen Literatur sind leicht zu finden. Es gibt Themenregale, Sprachsortierungen oder auch Anzeigemöglichkeiten für neu gelistete Bücher. Von einigen Autoren gibt es sogar Briefsammlungen oder Notizbücher, wie die „Notebooks of Leonardo da Vinci“. Zu den besonderen Exoten gehören

Vielleicht findet Ihr aber auch ein interessantes, weniger bekanntes Buch wie „Der Löwe von Flandern“ aus dem Jahre 1916, das Euch wohl kaum in einer Buchhandlung oder dem Lieblingsversandhändler aufgefallen wäre. In jedem Fall schont diese Möglichkeit das persönliche Budget, das nicht komplett für Literatur draufgehen soll. Markus Volk

Welches Buch könnte wohl die Favoritenlisten der Downloadzahlen über diverse Zeiträume anführen? - Nun, es kommt aus Fernost und hat zur Enttäuschung vieler in der dortigen Version keine Bilder.


Buch-Kritiken

Andreas Brandhorst Die Stadt

Tod. Benjamin stirbt bei einem Auto-

unfall. Doch Tod heißt nicht gleich tot sein wie Benjamin feststellt, als er in einer trostlosen, verfallenen, nebligen Stadt wieder das Bewusstsein erlangt. Er befindet sich in der Stadt; das Jenseits für Seelen, bei denen sich gute wie schlechte Taten im Leben die Waage hielten und die Entscheidung auf Himmel oder Hölle noch aussteht. Trotz dieser an sich „neutralen“ Lage der zahlreichen Bewohner der Stadt erscheint vielen das „Leben“ dort wie die Hölle selbst. Nirgends ist ein grünes Blatt zu sehen – Bäume und Pflanzen existieren

ebensowenig wie Tiere. Sogenannte „Schatten“ machen Jagd auf Menschen und stehlen ihre Erinnerungen an das vergangene Leben. Im Nebel leben blutrünstige, mutierte Kreaturen die alles auslöschen, was den Nebel nicht meidet; denn sterben ist immer noch möglich (jedoch kehrt man meist nach einer „Heilphase“ wieder ins jenseitige Leben zurück). Bei all dem Unheil spalten sich die Menschen dort in zwei Gruppen: Anhänger Hannibals, die an Erlösung aus der Stadt glauben, wenn sie nur genug ihre gute Seite schulen und die Verstoßenen. Jene leben in der Stadt versteckt und kämpfen mit Waffengewalt um den Zugang zum einzigen Supermarkt (der in Hannibals Händen liegt), da sie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden. Konflikte und Probleme aller Art sind unvermeidbar. Und auch Ben eckt schon kurz nach seiner Ankunft an. Zusammen mit Luise, einer Freien, versucht er deshalb einen Weg aus der Stadt zu finden – ohne zu wissen, ob oder was sie dort erwarten wird. Dieses Vorhaben gestaltet sich äußerst schwierig, denn nicht nur Hannibal hegt Missfallen gegen Bens Plan, sondern auch die Stadt mischt sich plötzlich in das Geschehen ein… Brandhorsts Buch „Die Stadt“ ist ein spannend geschriebener Thriller, der

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mit vielen Paradoxien und Theorien in Bezug auf das Leben nach dem Tod spielt. Wer waren wir und was haben wir getan um so unser Ableben fristen zu müssen? Parallelen zur Serie Lost fallen beim Lesen gerne ins Auge, stören jedoch keineswegs, da sie der Geschichte einen zusätzlichen Kick verleihen und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Für Leser, die es etwas phantastisch, thrillig und skurril mögen, ist es ein durchaus empfehlenswertes und gutes Buch! Nadine Kaiser

Feller / Flechsig - Wir sind jung und brauchen das Geld

Yvonne Feller und Florian Flechsig sind die typischen Kunststudenten. Wie wird man denn nun zum Pfandflaschen-Millionär oder wie funktioniert eigentlich Extremsparen? Dies und viele andere Themen werden ausprobiert und heiß diskutiert, als die beiden sich Hals über Kopf auf der Suche nach dem perfekten Diplomthema in eine Wette stürzen. Von allem ist etwas dabei mein persönlicher Favorit? Man nehme ein Eisbärkostüm und trete damit in der U-Bahn auf. In Berlin heißt das so viel wie: „Knut & You. Take a picture“. Natürlich hat jeder seinen persönlichen Favoriten den es zu entdecken gibt. Mit viel Witz und Charme finden wir hier den etwas exzentrischen, aber sehr amüsan-

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te Selbstversuch der Beiden zu Millionären zu werden. Was das Lesen sehr interessant macht ist die Aufteilung des Buches. Die Kapitel sind nicht nur thematisch gegliedert, sondern auch zeitlich. In diesem Sinne entschieden, wie es am spannendsten zu lesen ist. Dadurch wird es nie langweilig, genauso wie die leicht tollpatschigen bis überperfektionierten Stereotype die hier bedient werden. Fernsehcastings für die Damen und Gameshows für die Herren, so kennen wir das. Ein Ratgeber für alle die die im Universitätsstress eine gekonnte Abwechslung suchen und dabei ein paar Tipps und Ratschläge brauchen, wie man am schnellsten zu ein klein wenig Geld kommen kann. Lesen sehr


empfohlen, vor allem für alle die, die sich fragen ob Yvonne und Florian denn am Ende zu ihrer Million gekommen sind. Soviel sei gesagt: Nachmachen lohnt sich!

menschlichen Bewohner. Die schonungslos porträtierten Charaktere, die bis in die kleinsten Details ausgearbeitet sind, bilden den Nährboden für eine komplexe Geschichte über Neid, Hass, Gewalt und Liebe.

Yvonné Stoßhoff

Mervyn Peake Gormenghast

Gormenghast – das ist ein riesiges,

verwinkeltes Gemäuer in einem mittelalterlich wirkenden Land, bevölkert von den schrägsten und verrücktesten Figuren, die sich in der Fantasieliteratur finden lassen. Dabei kommt es ganz ohne Magie aus, setzt auf Mystik und die Merkwürdigkeiten seiner rein

Die Dialoge sind einzigartige Zeugnisse vollendeter Charakterzeichnung. So dicht führt Peake uns an seine Figuren, dass man glaubt sie stünden neben einem, was in den meisten Fällen kein angenehmes Gefühl ist. Den Büchern fehlt eine klassische Identifikationsfigur, zu grausam ist der ungeschützte Blick in die Untiefen der menschlichen Seelen, die hier seziert werden. Dafür bieten sie den wohl grandiosesten und überzeugendsten Schurken der Fantasieliteratur: Steerpike, den Küchenjungen, der sich durch shakespearesches Intrigenspiel, gewissenlosen Mord und kalte Intelligenz einen Platz an der Spitze der Hierarchie erkämpfen will, deren aristokratische Strukturen und sinnlose Rituale seit Jahrhunderten den schleichenden Gang Gormenghasts und der Fürstenfamilie Groan bestimmen. Steerpike rüttelt das schlafende Schloss wach, plant seine Intrigen über Jahre und findet einzig im jungen Titus, dem jüngsten Groan, der nach dem mysteriösen Tod seines Vaters den Thron besteigen soll, einen würdigen Gegner. Sein melancholischer Vater, dessen einzige Liebe Bü-

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cher sind, seine gefühlskalte Mutter, die nur ihre Vögel und Katzen interessieren, die verrückten Zwillingsschwestern des Lord Groan, seine verträumte, vernachlässigte Schwester Fuchsia, die von fast allen ignoriert wird, weil sie als Mädchen keine wichtige Funktion im Schloss innehat, die uralte, nervöse Nanny Slag, der gutmütige Doktor Prunesquallor, der zurückgebliebene, aber loyale Diener Flay und unzählige andere einmalige Figuren bevölkern das labyrinthische Schloss und entführen uns in die entlegensten und unvorhersehbarsten Winkel einer Welt, die man nach der Lektüre trotz ihrer Grausamkeit nur ungern verlässt. Der letzte Band handelt von Titus Auszug in die Welt, der uns zu noch mehr grandiosen Schauplätzen und obskuren Figuren führt, bis Titus schließlich seine Freiheit findet und die Ketten Gormenghasts ablegen kann. Einziger Wermutstropfen: Mervyn Peake verstarb 1968 – zu früh um die eigentlich geplanten zehn Bände der Reihe fertig geschrieben zu haben. Wilma Molt

John und Jane Doe Ein Buchtitel

Ihr

vermisst hier ein bestimmtes Buch? Dann schreibt doch für die nächste Unik (Deadline 01.07.2011)

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eure eigene Buch-Kritik zu dem Buch, das ihr euren Kommilitonen und Kommilitoninnen unbedingt empfehlen wollt! Der Umfang sollte mindestens 200 Wörter bis maximal 300 Wörter sein. Ob ihr ein fachliterarisches Buch oder doch lieber Belletristik vorstellt ist ganz euch überlassen. Das ganze schickt ihr dann an unik@ uni-koblenz.de und schon könnt ihr vielleicht schon in der nächsten Ausgabe an dieser Stelle eure Buch-Kritik der Studierendenschaft präsentieren! Ganz einfach, oder? (=


H O P O

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Interview mit Andreas Bleck

dem neu gewählten AStA-Referenten

Andreas

Bleck ist am 25.05.2011 durch das StuPa zum zweiten AStAReferenten für Hochschulinternes gewählt worden. Er selbst ist 23 Jahre jung und studiert im 4. Semester Germanistik und Geographie auf Lehramt an Realschulen plus. Im Folgenden ein kurzes Interview, dass das Unik-Team mit Andreas Bleck geführt hat. Wie kamst du dazu, dich in einer Zeit, in der das hochschulpolitische Engagement der Studierenden immer weiter sinkt, für ein solches hochschulpolitisches Amt zu bewerben? Grundsätzlich war ich an der Hochschulpolitik schon immer interessiert. Die Werbung, die bei den Erstsemestern für die studentische Selbstverwaltung gemacht wurde, wirkte bei

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mir wie ein Katalysator. So begann ich, Protokolle des StuPa oder des AStA bereits regelmäßig im 1. Semester zu lesen. Dank des guten und übersichtlichen Internetangebotes ist es auch kein Problem, sich über die aktuelle Hochschulpolitik zu informieren. Durch den Kontakt zu Stefan Hackenbruch, der mein Vorgänger in der Fachschaftsvertretung Geographie war, hatte ich schnell einen guten Einblick in das AStA-Referat für Hochschulinternes bekommen. Mein Interesse, mich irgendwann selbst für dieses AStA-Referat zu bewerben, wurde dadurch deutlich gesteigert. Am 25.05.2011 war es dann soweit: Ich kandidierte beim StuPa für das zweite AStA-Referat für Hochschulinternes und wurde mit großem Vertrauen gewählt. Wie hast du deine Wahl zum AStAReferenten erlebt? Es war natürlich aufregend und spannend. Die StuPa-Sitzung war nicht nur hochschulöffentlich, sie wurde sogar unter freiem Himmel gehalten. Das Wetter spielte mit und man erhoffte sich wohl, dass man das Interesse der am Mikadoplatz versammelten Studierenden wecken könne. Mit Mikrofon wurden auch die einzelnen Redebeiträge der Abgeordneten über-


tragen. Als ich mich mündlich für die Kandidatur zum AStA-Referenten für Hochschulinternes bewarb, musste ich mich nicht nur dem StuPa, sondern auch den answesenden Studierenden vorstellen. Das war natürlich ein unglaublicher Nervenkitzel, der allerdings Spaß gemacht hat. Alles in Allem waren die Abgeordneten des StuPa fair und gerecht. Wie hattest du deine Chancen eingeschätzt, tatsächlich gewählt zu werden? Relativ gut. Als Fachschaftssprecher konnte ich natürlich argumentieren, dass ich Erfahrungen in der Fachschaftsarbeit und im Fachschaftenrat habe, die ein AStA-Referent für Hochschulinternes unbedingt braucht. Des Weiteren habe ich einen guten Kontakt zu Stefan Hackenbruch, der dieses Amt ebenfalls inne hat und mit dem eine gute Zusammenarbeit Pflicht ist. Ich wusste natürlich auch, dass gerade ein zweiter AStA-Referent für Hochschulinternes dringend gesucht wurde. Wieso hast du dich eigentlich nicht vorher für dieses AStA-Referat beworben? Ich war in den ersten Semestern sehr stark in der Fachschaftsvertretung Geographie eingespannt. Zeitweise waren wir nur zwei aktive Fach-

schaftsvertreter, so dass ich einfach nicht die Möglichkeit hatte, mich mit einem AStA-Referat zusätzlich zu belasten. Diejenigen, die Faschschaftssprecher waren oder sind, können sich vorstellen, wie viel Arbeit auf einer Faschschaftsvertretung mit nur zwei aktiven Fachschaftssprechern lastet. Da wir in der Geographie mittlerweile fünf aktive Fachschaftsvertreter sind, habe ich deutlich mehr Zeit für andere hochschulpolitische Aktivitäten. Warum hast du dich für das hochschulinterne Referat entschieden? Zum einen liegt das sicherlich am Kontakt zu Stefan Hackenbruch, der im Moment selbst AStA-Referent für Hochschulinternes ist. Zum anderen liegt es aber an meiner eigenen Tätigkeit als Fachschaftssprecher der Geographie. Mittlerweile habe ich etwa vier Semester Erfahrung und kenne damit die Sorgen und Probleme der meisten Fachschaftsvertretungen. Darüber hinaus war ich in unserer Faschaftsvertretung für den Fachschaftenrat zuständig. Da der AStA-Referent für Hochschulinternes die Fachschaften berät und den Fachschaftenrat leitet, kann ich meine Erfahrungen in diesen Aufgaben wohl am besten einbringen. Wofür wirst du dich ganz besonders einsetzen?

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Für die Fachschaftsvertretungen. Was wirst du als Erstes in Angriff nehmen? Der Fachschaftenreader muss dringend überarbeitet werden. Mittlerweile ist dieser in die Jahre gekommen und benötigt einige Änderungen und Aktualisierungen. Stefan und ich werden das so schnell wie möglich angehen. Was würdest du dir von den Studierenden am meisten wünschen? Auf jeden Fall mehr Engagement in und Interesse an der studentischen Selbstverwaltung. Dazu gehört es, dass man bei der Wahl zu den studentischen Gremien das aktive und passive Wahlrecht ausüben sollte. Es ist traurig zu sehen, dass beispielsweise

bei den letzten FBR-Wahlen Studierende mit nur einer einzigen Stimme in die Fachbereichsräte gewählt werden konnten. Offensichtlich scheint man gerade an dieser Universität die studentische Selbstverwaltung und deren Vorteile als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Dass die studentische Selbstverwaltung und die Interessen der Studierendenschaft jeden Tag aufs Neue verteidigt und gewahrt werden müssen, scheint die meisten Studierenden nicht zu interessieren. Mangels Legitimation können StuPa, AStA und auch die Fachschaftsvertretungen immer seltener davon sprechen, dass sie die Interessen der Mehrheit der Studierendenschaft vertreten. Das sollte sich schleunigst ändern! Danke für dieses Interview!

StuPa-Sitzung während der SommerUni: Wahl von Andreas Bleck

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Änderung in Fachpraktika und Ref

Liebe Kommilitoninnen, liebe Kom-

ca. ein halbes Jahr vor Einstellungstermin heruntergeladen werden.

Wie ihr alle sicher schon mitbekommen habt, haben sich in Bezug auf die Praktika und den Vorbereitungsdienst in Rheinland-Pfalz einige „Änderungen“ ergeben. Im Grunde bleibt jetzt doch alles beim Alten.

Seit dem Frühjahr 2011 gibt es nur noch zwei orientierende Praktika, die jeweils 15 Tage dauern und in der Bachelorphase abgeleistet werden müssen. Außerdem ein erstes vertiefendes Praktikum (15 Tage), das ebenfalls in der Bachelorphase liegt.

militonen

Die Einstellungstermine in den Vorbereitungsdienst werden wie bisher der 1. Februar und der 1. August des jeweiligen Jahres sein. Auch die Dauer des Vorbereitungsdienstes beträgt weiterhin 18 Monate. Auf der Homepage der ADD (http://www. add.rlp.de) findet ihr einen Terminplan, auf dem man die Standorte der Studienseminare der verschiedenen Schulformen zum jeweiligen Einstellungstermin ablesen kann. Die Bewerbungsvordrucke können dort immer

Ein zweites vertiefendes Praktikum (15 Tage) muss in der Masterphase absolviert werden. Das vierwöchige Fachpraktikum, das bisher nur in einem Durchgang ausgeführt wurde, entfällt gänzlich. Diejenigen, die nun schon ihr Fachpraktikum absolviert haben, können sich über mehr Praxiserfahrung freuen, haben aber ansonsten keinen Vorteil dadurch gewonnen. Fachschaft GP

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Regierung spart in der Bildungspolitik

Liebe Lehramtsstudierende, die rot-grüne Landesregierung hat trotz anders lautenden Wahlversprechungen beschlossen, bei der Bildung – und ganz besonders bei den Lehrerstellen – zu sparen. Finanzminister Carsten Kühl stellte letzten Monat seine Sparpläne vor, in denen in Rheinland-Pfalz bis zu 2000 Lehrerstellen gestrichen werden sollen. In Anbetracht der Wahlversprechungen im Vorfeld der Landtagswahlen 2011 ist dies ein klarer Wortbruch. Zu gern erinnern wir uns an die Äußerungen von SPD und GRÜNEN, an der Bildung auf keinen Fall zu sparen und die demographische Rendite zur Qualitätsverbesserung in der Bildung einzusetzen. Mit diesen Sparplänen stößt die Landesregierung den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und den Lehramtsstudierenden vor

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den Kopf. Diese haben sich immerhin darauf verlassen, dass an der Bildung und ganz besonders an den Lehrerstellen nicht gespart wird. Doch die politische Realität sieht nun ganz anders aus. Das Bildungsministerium hat durchgesetzt, dass Vetretungsverträge an den Schulen gestrichen werden. Es ist davon auszugehen, dass dies die Unterrichtsversorgung im Land Rheinland-Pfalz massiv beeinträchtigen wird. Junge Lehrerinnen und Lehrer, die zunächst einen Vertretungsvertrag eingehen möchten, droht die Arbeitslosigkeit. Zu einer Qualitätsverbesserung durch die demographische Rendite wird es nach den Sparplänen der Landesregierung nicht mehr kommen. Insgesamt werden im Laufe der nächsten Jahre 3000 Lehrerstellen frei, die allerdings zu 2/3 eingespart werden sol-


len. Das bedeutet, dass nur noch 1/3 der Lehrerstellen für die Qualitätsverbesserung zur Verfügung stehen. Johannes Müller, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE, kämpft gegen die Sparpläne in der Bildung: „Wir werden diesen Kurswechsel der rheinland-pfälzischen Schulpolitik nicht hinnehmen. Wenn Bildung Priorität haben soll, dann muss das auch für die Finanzierung gelten. Alles andere ist propagandistische Augenwischerei.“ (Nähere Informationen: http://www.vbe-rp.de/)

Für viele Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten der Universität Koblenz-Landau bedeuten die Sparpläne der rot-grünen Landesregierung eine ungewisse Zukunft. Die Unzufriedenheit gegenüber der Politik könnte zur weiteren Politikverdrossenheit führen. Ganz sicher ist jedenfalls: Das in die rot-grüne Landesregierung gesetzte Vertrauen ist stark erschüttert worden. Andreas Bleck

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Freudiges Beisammensein während der gesamten SommerUni-Woche

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Neue Öffnungszeiten der Bibliothek? Wir sagen NEIN!

Begeisterung

herrschte vor einem knappen Jahr bei den Studierenden am Campus Koblenz. Die Bibliothek verlängerte ihre Öffnungszeiten. Mit der neuen Umstellung war es nun möglich bis 21 Uhr in der Bibliothek zu verweilen, um in Lerngruppen zu arbeiten oder die Bestände vor Ort zu nutzen. Nur wenige Monate später folgte dann die offizielle Einführung des Ausleihautomaten, mit dem sogar bis um 21 Uhr Bücher ausgeliehen werden konnten. Ein Paradies für die sonst in Koblenz so wenig studentenfreundlichen Bibliothekszeiten. Doch was wäre das Paradies ohne einen bitteren Beigeschmack.

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die erforderliche Zustimmung der Personalvertretung nicht vor. Das bedeutet, dass die UB Koblenz-Landau nach Ablauf der einjaehrigen Probephase, somit ab Freitag, 1. Juli 2011, um 18:00 Uhr schliessen wird.“ Rekapituliert der gemeine Student, so fällt ihm auf, dass es hier nicht nur ein Rückschritt auf die Zeiten des letzten Jahres sind, sondern vielmehr noch 1,5 Stunden wegfallen. Man sitzt da, liest die Nachricht immer wieder und kann nur den Kopf schütteln. Es ist ein ernüchterndes Ergebnis, was bei einigen schon zu Resignation führte.

Dann am 01.06.2011 die ernüchternde Nachricht für alle Studierenden des Campus Koblenz:

Nicht nur meiner Meinung nach sind diese Öffnungszeiten ab dem 01. Juli 2011 eine Unverschämtheit!

„Fuer die von Universitaet und Bibliothek geplante Weiterfuehrung dieser verlaengerten Oeffnungszeiten ab dem 1. Juli 2011 liegt der Universitaet

Über die Newsgroup, auf dem Campus, in Vorlesungen, in der Mensa und vor allem in der Studentischen Selbstverwaltung kochen die Gemüter.


An anderen Universitäten ist es ohne Probleme möglich, die Bibliothek bis spätabends geöffnet zu lassen oder sogar samstags vormittags zu öffnen. Und bei uns soll um 18 Uhr Schluss sein? Wo genau liegt bei uns das Problem? Wer ist eigentlich verantwortlich? Das Studierendenparlament und der Allgemeine Studierendenausschuss haben die Sache in die Hand genommen und hoffen auf

tatkräftige Unterstützung aus euren Reihen. Vielleicht fühlst auch DU dich angesprochen und kommst zu einem der nächsten Termine, damit wir alle gemeinsam etwas gegen diese Veränderung tun können. Vor allem die Vollversammlung am 29. Juni um 12 Uhr sollte sich keiner entgehen lassen. Yvonné Stoßhoff

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Fun

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Dragon Age II

Es ist doch immer wieder das Gleiche:

Da rettet man das Königreich Ferelden vor der Verderbnis, besiegt den Erzdämon und dann darf man wieder gegen die dunkle Brut ins Feld ziehen! Wie jetzt, nein? Weit gefehlt! Denn im Nachfolger von Biowares RollenspielHit aus dem Jahre 2009, dreht sich alles eben nicht um die große Verderbnis, die Spieler aus dem ersten Teil Dragon Age Origins kennen sollten. Für all jene, die hier komplettes Neuland betreten, ein kurzer Abriss zur Story: Im Vorgänger von Dragon Age 2 spielen Sie einen Helden aus einem der drei Völker: Menschen, Elfen und Zwerge. Dieser Held, der von den Grauen Wächtern rekrutiert wird, kämpft in einer Ordensgemeinschaft gegen das Böse, dargestellt in der Dunklen Brut. Im Laufe des durchaus epischen Rollenspiels scharen Sie einen Haufen verschiedener Gruppenmitglieder um sich und reisen durch

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das kriegszerrüttete Land um Verbündete für eine letzte Schlacht gegen den Erzdämon und seine Schergen zu gewinnen. Fast schon als Adaption zu Tolkiens „Der kleine Hobbit“ sammeln Sie hierbei die Banner von Elfen, Zwergen, Menschen, Magiern und ihren Gruppenmitgliedern um sich. Dragon Age 2 bringt insofern Neuerungen, als dass die Story ähnlich wie eine Nacherzählung eingeleitet wird: Einer der möglichen Gefährten ihres Abenteuers, das sich in drei Akte gliedert, unterhält sich in einer der zahlreichen Zwischensequenzen getreu dem Vorgänger stilvoll und in einzigartiger Ingame-Grafik mit einer Soldatin. Zumindest scheint sie so was zu sein und noch ehe man drüber nachdenken kann springt das Spiel zu ihrer kleinen Gruppe zurück. Sie sind Hawke, ein (Vor)namensloser Held/ Heldin, der mit seiner Familie aus dem zerstörten, noch vom ersten Teil bekannten Lothering vor der dunklen


Brut flieht. Dabei kommt die Familie, dargestellt in Schwester Bethany, Bruder Carver und Mutter Leandra gleich mit. Durch „ungewöhnliche“ Umstände erreichen sie mit ihrer kleinen Gruppe die freie Stadt Kirkwall, wo sich in einem immer drastischer werdenden Konflikt Magier und Kirche an die Gurgel gehen wollen! Jetzt kommen wir zu den Grundlagen für die Neueinsteiger: empfehlenswert, aber nicht zwingend von Nöten ist es übrigens, erst den Vorgänger zu spielen, was bei seriengewohnten Rollenspiel-Fans nicht gerade ein großes Problem darstellen dürfte. Weiterer Vorteil ist, dass die Umstellung der Veränderungen im Vergleich zu Dragon Age Origins deutlich sichtbar sind und es daher wenig Eingewöhnung bedarf.

Vom Gameplay herrührend überzeugt Dragon Age 2 durch das unter anderem im Vergleich zum Vorgänger beschleunigte, wenn auch wenig veränderte Kampfsystem. Zu Gute kommt dem taktischen Spieler, dass er jetzt eine wesentlich höhere und trotzdem detailreichere Auflösung und Kameraperspektive einstellen kann, um das ganze Schlachtfeld seiner Gruppe überblicken zu können. Neu ist auch das veränderte StufenaufstiegsSystem, in dem jetzt die einzelnen Fertigkeitenbäume in maximal neun Unterkategorien gegliedert ist. Hinzu kommt, dass das Spiel von seinen Menüs wie der Inventarverwaltung des gemeinhin gernebekannten Gruppeninventars sehr viel übersichtlicher geworden ist. In der Storyline gibt es immer wieder Rückgriffe auf den Vorgänger

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und dessen Erweiterung Awekening. So tauchen Charaktere aus dem ersten Teil der Reihe wieder auf und führen, wenn auch mit veränderten Stimmen-Sets, nun komplett vertonte Dialoge mit ihrem Charakter durch. Auch die Häufigkeit der ebenfalls bekannten Interaktionen der einzelnen NPC´s untereinander oder mit dem Helden ist erhöht worden, was doch sehr unterhaltsam anzuhören ist. Die Kommentare der einzelnen Gruppenmitglieder können darüber hinaus praktische Informationen enthalten, sind aber im Bezug auf Missionen eher nebensächlich. Während dem Spiel können Sie sich, ebenfalls neu, nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Feindschaft eines NPC´s zuziehen. Das heißt aber jetzt nicht, dass man aus allen Wolken fallen muss, wenn man sich gerade die neue Flamme verärgert hat. Denn auch aus einer Feindschaft können Sie, je nach Einstellung, durchaus Vorteile beziehen. Natürlich kommen auch die Sammler unter den Rollenspielern wieder auf ihre Kosten: Die aus dem Vorgänger bekannte Blutdrachen-Rüstung, die

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auch in Mass Effect 2 vorkommt, kann wieder in Dragon Age 2 als zusätzlicher Spielinhalt heruntergeladen werden; Bedingung dafür ist aber, dass Sie den Vorgänger bereits installiert haben. Und auch Trophäensammler können sich glücklich schätzen, denn wieder Mal dürfen Sie gegen eine Vielzahl von unter anderem auch neuen Gegnern kämpfen, zu denen auch diesmal wieder namensgebende Drachen gehören... Alles in allem überzeugt Dragon Age 2 durch seine gute Atmosphäre und die vielen, wirklich großartigen Effekte. Tolle Zwischensequenzen, abwechslungsreiche Missionen sowie eine spannende Story machen das Spiel zu einem durchaus würdigen Nachfolger. Zwar fehlen die epischen Reiserouten quer durch das Land, aber dennoch geht dadurch nur wenig verloren, da sich die Laufwege lediglich ein wenig verlagern und sich um den schließlich entscheidenden Konflikt ranken. Wie der wohl aussehen mag? Einfach herausfinden! Matthias Langenbahn


Film: Half Nelson

Passend zum Unik Topic “Light and

Dark“ und damit thematisch sowie inhaltlich voller Gegensätze, reiht sich der US-amerikanische Spielfilm „Half Nelson“ (2006) in die Riege ein. Im Nachhinein scheut man sich als Zuschauer fast davor, diesen Streifen in einem Zuge mit dem Filmgenre “Drogendrama“ zu nennen. Denn hält man sich die gänzlich untypisch, nämlich vollkommen ruhig, fast gemächlich dahinplätschernd inszenierte Art dieser Independent-Produktion vor Augen, wird schnell klar, dass der Film von Regisseur Ryan Fleck einiges Frisches zu bieten hat. Doch zum Inhalt: Dan Dunne, ein von Idealismus getriebener, junger Geschichts- und Sportlehrer unterrichtet vornehmlich afroamerikanische Schüler. Seiner Theorie nach ist Geschichte Dialektik, ein Wandel in der Gesellschaft, in der ständig der Kampf der Gegensätze tobt.

Kontrovers scheint auch die Tatsache, dass es sich dem von Charakterformung und Wissensvermittlung lebenden Lehrer Dan entzieht, wie er sein Dasein, die Beziehung zur Ex-Freundin und nicht zuletzt seine Drogenabhängigkeit in den Griff bekommt. Spätestens an dieser Stelle begründet Dans Lebensrealität seinen Idealismus, der ihn als Lehrer antreibt, seinen Schülern das zu vermitteln, woran er bei sich selbst versagt. Als Dan eines Tages nach einem Basketballspiel crackpfeiferauchend in der Toilette von seiner Schülerin Drey überrascht wird, verrät diese ihn jedoch nicht. Die Schülerin nimmt durch jene unrühmliche Situation wahr, dass ihr Lehrer, ebenso wie sie selbst, seinen Platz im Leben noch nicht gefunden zu haben scheint. Darüberhinaus teilen beide die Frustration und Enttäuschung über das eigene Leben: Aufgrund der ständigen Abwesenheit ihrer von Überstunden

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geplagten, alleinerziehenden Mutter und des Gefängnisaufenthaltes ihres Bruders, fristet die Dreizehnjährige ein Dasein als stille Einzelgängerin. Infolgedessen entwickelt sich zwischen Lehrer und Schüler eine dezent zarte Freundschaft, in der Dan nach und nach seine Autorität, die er als Lehrer ausstrahlt, abhanden kommt. Die Chance für einen Umbruch? (By the Way: Selbst im Filmtitel zeigt sich die Misere Dan Dunnes: Die Schwierigkeit der Befreiung aus der eigenen misslichen Lage wird vom findigen Storyschreiber mit der Lösung aus dem „halben Nelson“, einem in der Ringerwelt bekannten und gefürchteten Griff, verglichen.) Die zu Beginn erwähnten Gegensätze reihen sich in diesem „spektakulär unspektakulärem“ Film in Reih und Glied aneinander: weißer Lehrer unterrichtet dunkelhäutige Schüler, tritt

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jederzeit freundlich und hilfsbereit auf, betäubt privat seine Sorgen mit Drogen. Selbst in Form und Inhalt werden die Oppositionen sichtbar: Inhaltlich und schauspielerisch nämlich trägt „Half Nelson“ durchaus überzeugendes Potential in sich, rein formal jedoch lassen sich auch subjektiv empfundene Schwachpunkte bzw. “Ausreißer“ wie Wackelkamera und Musikstil ausmachen. Überdies könnte man anmerken, dass die zeitweise ggf. als langatmig empfundenen Momente des Streifens ohne Weiteres durch eine etwas straffere Handlung zu beseitigen gewesen wären. Gleichzeitig macht jedoch vielleicht genau das, die unprovozierende und abseits des Mainstreams in einem Film verlaufende Ruhe und Gemächlichkeit der Szenen, den unaufdringlichen Charme von „Half Nelson“ aus. Fabian Möhn


Minecraft

Minecraft ist ein seit 2009 in der Entwicklung befindliches Pixel-Art-Game aus der Imagination des Schweden Notch. Aussehen wie Handlung sind recht simpel: Pixelblöcke müssen mit Pixelwerkzeugen abgebaut werden, um so kreatives Pixel-Terraforming zu praktizieren. Fröhliches Baumfällen und Bergbauarbeiten helfen, erste Werkzeuge zu bauen, um schneller als mit der puren Kraft der Faust zu werkeln. Der Bau von Objekten aller Art funktioniert nach dem „so siehts nunmal einfach aus“ – Bastel-Schema:

Nun ist der Kreativität keine Grenze mehr gesetzt (außer vielleicht die Leistung des PCs…) und man kann alles bauen, wonach einem der Sinn steht. Ob Burg, Pyramide, Baumhaus,

U-Bahn, Stadt, die Enterprise, Turm von Babylon … einfach alles ist baubar. Möchte man mehr Action, kann man aus dem peaceful-Modus in easy, normal oder hard wechseln. Das hat dann zur Folge, dass in der Nacht (oder in dunklen Ecken) allerlei Gegner spawnen und Jagd auf das Pixel-Ich machen. So machen einem dann Zombies, Skelette, Spinnen, Wölfe und Creeper das Leben zur Hölle bzw. zum Abenteuer par excellence. Aber auch friedliche Gesellen tummeln sich im Spiel, die bei genug Licht spawnen (Schafe, Schweine, Hühner ~). Wie auch bei allen anderen Arten von NPCs droppen sie Gegenstände, die man zum Herstellen bestimmter anderer Gegenstände braucht (siehe http://de.minecraftwiki.net/wiki/ Crafting). Man hat also eine enorme Bandbreite an verschiedenen Items und noch mehr Möglichkeiten sie zu nutzen. Vom friedliebenden Bauernalltag über Höhlenkundschafter bis zum skrupellosen Monsterjäger ist jede „Berufsgruppe“ denkbar.

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Um einen ersten Eindruck von den unzähligen Features und Möglichkeiten zu erhalten die das Spiel bietet, könnt ihr euch zum Beispiel unter gronkh.de/minecraft vom Let´s Player gronkh einiges anschauen zum Thema Minecraft. Mods und Hacks (z.B. auch auf gronkh.de verlinkt) erweitern das Spielvergnügen zusätzlich um viele verschiedene Aspekte und machen das Spiel noch suchtsteigernder.

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Zum (Beta-)Preis von 14,95€ könnt ihr Minecraft (nur via PayPal) auf www.minecraft.net herunterladen und der Pixel-Spaß (sowie die Paranoia vor dem Laut „sssssss“ - wirklich nicht spaßig!) nimmt seinen Lauf ... Nadine Kaiser


Cartoon

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Sudoku

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Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: leicht

Schwierigkeitsgrad: mittel

Schwierigkeitsgrad: schwer


Kreuzworträtsel Bezahlung nach Stück

das junge Getreide

Autor v. ,Krieg und Frieden’ Klostervorsteherin

gewin- russ. Männernen name

Heilplanze Stromleitung

Senkblei

Hauptschlagader

Wappenvogel Vorname österr. BlutBundesgefäße der Berger land

russ. Steppenpferdeherde

Multiplikations- gegen zeichen

starker Wind

ägypt. Gottheit

Teile des Knoblauchs

Klostervorsteher

Frau zu Pferd einige

eingebildet

Maß der Stromstärke

babyl. Gottheit

arg, gemein Wurzelmännchen

Entenart Briefumschlag

Denklehre

Edelgas Halbaffenart

hinterhältig

Erreger (Mz.)

durchsichtiger Farbüberzug

Elan Flächenmaß

Ausruf

Stadt in SüdPakistan

örtlich

Unentschieden beim Schach

flaches Gefäß

eher

Seerose

scheues Waldtier innerer Körperteil

asiat. Inselstaat

Wehgeschrei

Rauchabzug

flüssige Vorspeise

Kampfsportart

Auszeichnung

Senke im Gelände

Stofffärbetechnik

Spielmünze Fruchtform

unbest. Teil des Artikel Armes

Ariensänger

mager

Durcheinander

Fluss in Marokko

Grazie

Fremdwortteil: richtig

europ. Hochgebirge

Unsitte

Steigerung Laubbaum

Ornament

USHafenstadt

Gottes Gunst

Gewittererscheinung

Pariser U-Bahn

japan. Hohlmaß

lat.: drei

fest

sehr betagt (ugs.)

Sammelbücher Fortbestehen

Komponente, Teil

abbaubare Kohlenschicht

japan. Kaisertitel

Mischfarbe

Feigling

Himmelskörper

straff gefüllt

exakt

Verstorbener

Anteilsschein

Anfang

Kleidungsstück

Spender Eifersucht

Teil des Kopfes

Rohstoffförderung

Dramengestalt Goethes

chem. Zeichen f. Strontium

Grundstück

Abwesenheitsbeweis

Teil des Tages

Stahlschrank

englisch: Einheit

ungut, schlimm

Fete, Fest

eine der Erinnyen

Irrtümer Satz(lat.) zeichen

altfranz. Tanz

Schwellung österr. Neurologe † 1939

Holzblasinstrument

sibir. Fluss zum Obbusen

Musikstück für drei

Apostel

Eierpflanze bestechlich

Schmierstoff

www.apotheken-raetsel.de

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Mensa-Essen

*Weitere Speisepläne lagen zum Drucktermin leider nicht vor.

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Hinweis zum veganen Mittagsangebot:

Sonderkost aus gesundheitlichen Gründen:

Von Montag - Freitag bis 10 Uhr morgens kann an den Cafeteriakassen ein veganes Menü bezahlt werden (regulärer Menüpreis), das dort täglich auf einer kleinen Standtafel propagiert wird. Man bekommt einen Kassenbon (Quittung), der gleichzeitig als Essenbon an den Menseriakassen gilt. Wird im Rahmen des normalen Wochen-Speiseplans eines der Menüs komplett vegan gekocht (durch den Vermerk „VEGAN“ gekennzeichnet), entfällt das zusätzliche VeganerMenü mit dem Bezahlvorgang an der Cafeteriakasse.

Sind Sie aus gesundheitlichen Gründen auf Sonderkost angewiesen? Leiden Sie an einer Lactose-Intoleranz, Gluten-Unverträglichkeit, Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel (wie z.B. Nüsse)? Wenden Sie sich an unsere Küchenleiter. Es besteht die Möglichkeit, ein Ihrer Erkrankung angepasstes Menü für Sie (nach vorheriger Absprache) zuzubereiten. Wenden Sie sich an der Uni Koblenz an Wolfgang Augustin (Tel.: 0261/287-1121). (http://www.studierendenwerk-koblenz.de/index.php?page=produkte-2)


sucht Mitarbeiter! Wir bieten euch eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem motivierten Team. Ihr könnt euch vielfältig einbringen, z.B. als Redakteur/In, Layouter/In, Comiczeichner/In oder Photograph/In. Voraussetzungen sind Kreativität, Flexibilität, Teamgeist und Engagement.

Redakteur/In: Ihr benötigt gutes Ausdrucksvermögen und müsst Sachverhalte kurz und spitz auf den Punkt bringen. Ihr recherchiert und verfasst eure Beiträge selbstständig.

Photograph/In: In enger Zusammenarbeit mit den Redakteuren und Layoutern seid ihr für die Bebilderung der Artikel sowie das Cover verantwortlich.

Comiczeichner/In: Wir brauchen Comiczeichner/innen für die graphische Darstellung des universitären und allgemein studentischen Lebens. Ihr müsst ein gutes Gespür und Kreativität mitbringen, ein sauberer Zeichenstil wird vorausgesetzt.

Layouter/In: Ihr kümmert euch um das Layout der Zeitung. Entwerft oder verbessert es laufend und sorgt für ein gutes Aussehen der Zeitung. Wir stellen euch dafür einen Computer und die Adobe Creative Suite 5 zur Verfügung. Sicherer Umgang mit InDesign und Photoshop ist daher Pflicht.

Haben wir Euer Interesse geweckt? Dann sendet eure Bewerbung an nachfolgende E-Mail: unik@uni-koblenz.de

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! g n u s o l r e V k i s Große Mu

UniK präsentiert

Shirts und CDs von den Bands der SommerUni-Festival-Party

Luis und Laserpower / Hellespont Fairfax / SpeedBottles / ColdWaterEffect

Die Verlosung läuft vom 15. Juni bis 30. Juni 2011!

UniK

Die Studierendenzeitung

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mehr Infos unter unik.uni-koblenz.de oder Seite 36 in dieser Ausgabe

Unik 8  

Thema "Light and Dark"